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Sammeln Die Erwerbungen der Rupf-Stiftung im Kunstmuseum Bern

Auflösung Shirana Shahbazi im Fotomuseum Winterthur

Danach Yael Davids in der Kunsthalle Basel

ISSN 1663-652X

art ensuite

Schweiz SFr. 4.00, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien € 6.00

Oktober 2011 Schweizer Kunstmagazin




In Zusammenarbeit mit: SPRENGEL MUSEUM HANNOVER

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Titelseite und Bild rechts: Shirana Shahbazi, [Komposition-01-2011], C-Print, Galerie Bob van Orsouw, Zürich. © Shirana Shahbazi. Aus der Ausstellung «Shirana Shahbazi – Much like Zero» im Fotomuseum Winterthur (S. 7)

Augenspiel ■ Es ist noch nicht lange her, da galt die Fotografie als rein mechanisches Abbilden der Realität. Den «Pencil of nature» nannte es der Mitpionier William Henry Fox Talbot. Der Fotograf war mehr oder weniger einfach derjenige, der auf den Auslöser drückte, den Rest machte der Apparat. Beim Blick auf die Werke der 1974 in Teheran geborenen Künstlerin Shirana Shahbazi wird überdeutlich, dass sich inzwischen einiges getan hat. Das Medium ist gerade mal 170 Jahre alt und die Frage nach der Repräsentation stellt sich ganz neu. Shahbazi präsentiert ihre abstrakten Werke (siehe Titelseite) in ihrer aktuellen Ausstellung im Fotomuseum Winterthur (siehe Seite 7) im Dialog mit gegenständlichen Schwarzweissfotos. Die 1954 geborene Cécil Wick (siehe Seite 14) experimentiert seit Jahrzehnten mit verschiedenen Techniken rund um die Fotografie. Etwa Heliogravüren, die noch Talbots Auffassung der Fotografie als «Pencil of nature» widerspiegeln, oder Lithografien. Zudem verbindet sie gerade in ihrer neuesten Publikation Fotografie, Druck-

grafik und Zeichnung zu einem stimmigen Amalgam. Schliesslich präsentiert das Kunstmuseum St. Gallen ab Mitte Oktober Werke aus der Sammlung der Zellweger Luwa AG, die seit 1990 vollkommen auf die konzeptuelle Fotografie ausgerichtet ist. Enthalten sind alle wichtigen Namen dieser sehr vielfältigen Fotografierichtung, die nicht so einfach über einen Kamm zu scheren ist. Die Fotografie bleibt spannend, gerade in einer Welt der Bilderflut und Bildersucht mit allgegenwärtigen Handykameras. Dominik Imhof Chefredaktor

ensuite dankt für die finanzielle Unterstützung:

AUSSTELLUNGEN

KUNST IM BUCH

4

20 Kosmisch 20 Simulacrum 21 Brain

7 8 10 12

Kunst braucht Dialog art ensuite.ch

14 17 18

Rectangle and Square – Kunstmuseum Bern von Marc Munter Shirana Shahbazi – Fotomuseum Winterthur von Natalia Huser jungkunst – Interview von Nicola Schröder Walid Raad – Kunsthalle Zürich von Marianne Wagner Yael Davids – Kunsthalle Basel von Gabriel Flückiger Cécile Wick – Porträt von Heidi Schlumpf Steimer Rigassi-Reloaded – Galerie Rigassi Bern von Lionel Illbich Salon Erika – Interview von Jana Vanecek

Kunstkalender 22 22 24 25 26 26 26 27 27 27

Aarau Bern Biel Fribourg Luzern Neuchâtel Solothurn Thun Zug Zürich

30 Impressum

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In diesem Heft


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Die Sammlung in Bewegung versetzt Von Marc Munter Vaclav Pozarek, Red Risk, 1986, Holz, bemalt, Schrauben (2-teilig), 81,3 x 57,5 x 78,2 cm; Rundstab: L: 50,8 cm, D: 4,9 cm, Hermann und Margrit RupfStiftung, Kunstmuseum Bern. © Der Künstler

■ Bereits beim Eintreten in die Ausstellung wirkt die geräumige Einrichtung mit einer beschränken Anzahl von Werken der Sammlung von Hermann und Margrit Rupf geradezu wohltuend. Der Eindruck überzeugt umso mehr, als dass die niedrigen und eher ungünstig beleuchteten Räume im Untergeschoss des Kunstmuseums Bern nicht einfach zu bespielen sind. Mit viel Gespür für die Situation vor Ort wählte die Kuratorin Susanne Friedli aus den rund 1100 Werken der Sammlung 55 repräsentative Arbeiten für die Präsentation aus. Nach der grossen Jubi-

Rectangle and Square. Von Picasso bis Judd Erwerbungen der Rupf-Stiftung Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8–12, 3000 Bern 7 www.kunstmuseumbern.ch Geöffnet Dienstag 10:00–21:00 h, Mittwoch bis Sonntag 10:00–17:00 h Bis 8. Januar 2012. Mit Katalog

läumsausstellung der Rupf-Sammlung vor sechs Jahren macht die exemplarische Auswahl durchaus Sinn. Auch dem Anspruch, seither getätigte Ankäufe der Gegenwartskunst in Dialog mit früheren Sammlungswerken zu bringen, wird sie gerecht. Als Geschäftsmann reiste Hermann Rupf häufig von Bern nach Paris, wo er beim befreundeten Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler regelmässig aktuelle Kunstwerke ankaufte. Zusammen mit seiner Frau erwarben sie hauptsächlich Bilder und Skulpturen in den Jahren ihrer Entstehung. So fanden bereits 1908 die ersten kubistischen Gemälde von Georges Braque und Pablo Picasso Eingang in die Sammlung. Zusammen mit Werken des Fauvismus und Surrealismus zeigen sie wichtige Entwicklungslinien der Sammlung auf und stehen gleichsam für die Pionierrolle ihrer Besitzer. Um die Werke in sichtbarer Nähe zu haben, entschied sich das Sammlerehepaar ausschliesslich für Ankäufe im Klein- und Mittelformat, die sie in der eigenen Wohnung ausstellen konnten. Auf diese Weise entstand über die Jahre eine hochkarätige Sammlung mit Werken der Klassischen Moderne. 1954 wurde die Rupf-Stiftung mit Sitz im Kunstmuseum Bern gegründet, und die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Analog zum ursprünglichen Sammlungsschwerpunkt abstrakter Kunst werden aus dem Stiftungsvermögen seither nebst Ergänzungen vorwiegend geometrisch-konstruktive und konzeptionelle Arbeiten der Gegenwartskunst angekauft. Das «Wohnzimmerformat» wurde zugunsten grösserer Gemälde und installativer Werke allerdings aufgegeben. Aus jüngerer Zeit bestechen gerade die raumgreifenden Installationen Ilya Ka-


ten Werke in der Ausstellung hängen sie an einer taubenblau gestrichenen Wandfläche, in Übereinstimmung mit der Farbe der früheren Wohnräume des Sammlerehepaares. Sinngemäss hängt Dieter Roths «Interior» (1973) gegenüber an einer weissen Wand. Eine buchstäblich hintersinnige Intervention an der Aussenwandseite schuf Knut Henrik Henriksen im Auftrag der Stiftung («a story about the sun and the moon and the chipboard removed to reveal the pearls of water», 2011). Hier wie an anderer Stelle entfernte er je ein Halbkreissegment aus der Holzabdeckung vor den Eckfenstern und applizierte es mit einer Drehung wiederum auf die vorgeblendete Wand, womit der Eingriff skulpturalen Charakter erhält. Nicht ohne Ironie wird durch die beschlagenen Scheiben, halbgeöffneten Jalousien und die wuchernde Vegetation am Aarehang freie Sicht nach draussen gewährt. Künstlerische und kuratorische Momente der (Re)konstruktion eines «Beinahe-Wohnraums» mit farbigen und weissen Wänden, Bildern, Mobiliar und dem Ausblick nach draussen vereinen sich zu einer gelungenen Inszenierung. Dabei werden vielseitige Fragen der Wahrnehmung aufgeworfen, und den Besuchern bieten sich Möglichkeiten der visuellen sowie intellektuellen Durchdringung der Exponate. Immer wieder verweisen die Gegenüberstellungen in der Ausstellung auf die stetig erweiterte Sammlung, die gerade durch Präsentationen wie diese glaubhaft in Bewegung versetzt wird.

Florian Slotawa, Berner Sockel, 2010, (4-teilig, diverse Masse und Materialien), Hermann und Margrit RupfStiftung, Kunstmuseum Bern. © 2011, ProLitteris, Zürich

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bakovs, Florian Slotawas oder Vaclav Pozareks: In der Ausstellung richtete Pozarek mit eigens gezimmerten, silbergrauen Holzkisten nach mathematischen Berechnungen einen ganzen Raum ein und verstellte diesen zugleich («oben halb offen», 2006). Die Installation wird zum Kommentar der räumlichen Gegebenheiten, mitsamt der metallenen Deckeneinfassung. Im übernächsten Raum stehen Slotawas vier «Berner Sockel» (2010) aus allerlei Mobiliar vom ursprünglichen Hausrat der Rupfs mit je einer aufgesetzten Skulptur aus der Sammlung. In der Tradition des Ready Mades wiederholen die Sockel den Status der Skulpturen Max Fueters, Hans Arps, Ewald Matarés und Henri Laurens, da sie gleichermassen Tendenzen der Klassischen Moderne repräsentieren. Das Setting wird stimmigerweise von einer Ausstellungswand mit Bildern von Paul Klee und Georges Braque hinterfangen. Wie alle von den Rupfs gesammel-


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Alles Reale ist Abstraktion ■ Die Einzelausstellung von Shirana Shahbazi im Fotomuseum Winterthur verströmt pure Lust am Umgang mit Motiven, Farben und Stilen. Abstraktion und Gegenständlichkeit geben sich ein Stelldichein und erzeugen spannungsvolle Kontraste. Dieses altbekannte und wiederkehrende Thema der Kunstgeschichte wird in den fünf Räumen des Fotomuseums mit nonchalanter Leichtigkeit so klug wie sinnlich präsentiert und reflektiert. Gerade in den unorthodoxen Gegenüberstellungen entstehen neue, unerwartete Bildwelten und damit auch Denkräume. So erlebt der Besucher in der Ausstellung «Much like Zero» viele überraschende Seherlebnisse. Die Fotografien von Shirana Shahbazi sind von elektrisierender Schönheit. Perfekt inszenierte Früchte lichtet sie vor knalligem oder schwarzem Hintergrund ab, vereint farbenprächtige Formen und Flächen zu kontemplativen Echoräumen und erzielt dabei eine frische Auseinandersetzung mit der Abstraktion. In ihren Werken ist eine grosse Bilderlust zu spüren. So gehen Vanitas-Motive wie in Stillleben mit Früchten oder toten Vögeln und Schädeln – in Anlehnung an die Tradition der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts – eine Verbindung ein mit Fotografien bestehend aus geometrischen Formen, die sie «Komposition» nennt. Durch diese motivischen Gegenüberstellungen, in welchen konträr wirkende Bildinhalte zueinandergestellt werden, entstehen lustvolle und intellektuell stimulierende Begegnungen.

Losgelöst von räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen vermitteln die anfänglich unvereinbaren Bildinhalte neue Sinnverbindungen – ähnlich der Montagetechnik im Film. Für den sowjetischen Regisseur Sergej Eisenstein war die Montage ein innovatives Werkzeug, um eine neue Realität zu schaffen. Das visuelle Gedächtnis wird ständig beansprucht, Allegorien aufzubauen oder abzurufen. Assoziationsketten sollten dabei helfen, vom affektiven Erfassen des Gezeigten zum intellektuellen Verständnis der dargestellten Zusammenhänge hinzuführen. Diese filmästhetische Wirkung lässt sich teilweise auch auf die Abfolge der fotografischen Werke in der Ausstellung übertragen. «Vögel», «Felswand» und «Komposition» in Schwarzweiss sind Fotografien, die einerseits als reines Abbild der Realität gelesen werden können. In ihrer Abfolge und ungewöhnlichen Kombination regen sie andererseits unser visuelles Gedächtnis an. Wir beginnen, die Konstellation der Motive zu verstehen und füllen die Leerstellen zwischen den Arbeiten mit unserem Fundus von Emotionen und Erinnerungen auf. Dabei versuchen wir, die kristallinen Formen aus der abstrakten Komposition in der dokumentarisch abgelichteten Felswand wiederzufinden. Die Künstlerin löst die Realität schrittweise auf, indem sie die Gegenständlichkeit in geometrische Muster und farblich-rhythmische Überlagerungen transformiert. Anhand dieser Gegenüberstellung tritt die grosse und wiederkehren-

de Fragestellung in der bildenden Kunst deutlich zum Vorschein: Wie real oder abstrakt ist Fotografie? Etwas, was viele Künstlergenerationen in der Vergangenheit beschäftigte und auch heute noch tut, wie Shirana Shahbazi in ihren Fotoarbeiten zeigt. Der letzte Raum der Ausstellung liest sich wie ein Resümee ihres bisherigen Werkes. 62 kleinformatige Fotografien, die im Zeitraum zwischen 1998 und 2011 entstanden sind, verdichten sich zu einem Kaleidoskop von dokumentarisch, teilweise auch subjektiv gefärbten Momentaufnahmen. Was sich in dieser Fülle ebenfalls abzeichnet, ist ihr leidenschaftliches Interesse an Bildern, am Sehen und Beobachten der Umwelt. Einem Panoptikum gleich werden dabei Landschaften, Porträts, Impressionen von Städten, Vanitas-Motive und abstrakte Kompositionen aus der jüngsten Schaffensphase in eine Abfolge gebracht. Und so lässt sich unser Blick treiben, hält hie und da inne, versucht zu verstehen und abgebildete Orte geografisch einzuordnen. Doch logische Erklärungsmuster geraten schnell in den Hintergrund. Vielmehr geht es um die Wirkungskraft jeder einzelnen Fotografie, sei es, dass sie durch technische Präzision brilliert oder indem sie trivial wirkende Inhalte in Poesie verwandelt.

Shirana Shahbazi – Much like Zero Fotomuseum Winterthur, Grüzenstrasse 44 + 45, 8400 Winterthur www.fotomuseum.ch Geöffnet Dienstag bis Sonntag 11:00–18:00 h, Mittwoch 11:00–20:00 h Bis 13. November. Mit Katalog

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Von Natalia Huser


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«jungkunst» Von Nicola Schröder Bild oben und rechts: Blick in die Ausstellung von 2010

■ Bereits zum sechsten Mal findet Ende Oktober in der Cityhalle Winterthur die Ausstellung «jungkunst» statt, die sich rühmt, die vielversprechendsten Künstler und neuentdeckte Talente des Schweizer Kunstgeschehens zu präsentieren. Fünfundzwanzig jungen, vorwiegend Schweizer Künstlern wird hier die Chance geboten, sich über vier Tage einem breiten Publikum zu stellen. Die Besucher sollen die seltene Möglichkeit erhalten, sich abseits des klischeebehafteten Kunstbetriebs in entspannter Atmosphäre der Kunst anzunähern. Initiatoren und seither Organisatoren des Events, das sich klar vom Messe- oder Museumsbetrieb abgrenzen will, sind mit Martin Landolt, Tom Stierli und Andreas Schmucki drei in kunstfernen Berufen tätige Freunde, die zuerst auf freundschaftlicher Ba-

jungkunst Cityhalle Winterthur, Turbinenstrasse 2, 8400 Winterthur www.jungkunst.ch Geöffnet Donnerstag und Freitag 16:00 h bis spät nachts, Samstag 11:00 h bis spät nachts, Sonntag 11:00–20:00 h 27. bis 30. Oktober 2011

sis nach Realisationsmöglichkeiten einer in ihren Augen erstrebenswerten Kunstpräsentation suchten. Inzwischen widmen sie ihre freie Zeit Jahr für Jahr in zunehmendem Masse und ehrenamtlich der «jungkunst». Nicola Schröder sprach für artensuite mit Andreas Schmucki. Nicola Schröder: Wie kam es zur Idee für «jungkunst»? Andreas Schmucki: Grundlage war die Lust an der Kunst. Wir sind alle drei von jeher kunstinteressiert, hatten aber zunehmend eine ambivalente Haltung dazu. Das heisst, die Kunst ist grundsätzlich toll, aber die Präsentation stört und das kluge Geschwätz drum herum. Das typische Kunstumfeld ist oft so überstilisiert und klerikal. Gelegentlich gibt es noch ganz gute Veranstaltungen wie Museumsnächte oder Festivals, bei denen dann auch mal spartenübergreifend mit Musik und ähnlichem gearbeitet wird, aber meist beschränkt sich das auf einen kurzen Zeitraum und wenn es vorbei ist, herrscht wieder Leere. Was ist euer Konzept? Anstatt zu motzen, wollten wir es

dann selbst in die Hand nehmen und anders machen. Die Idee war, durch ein lockereres Umfeld die Hemmschwelle zur Kunst senken. Dazu dienen uns die Räumlichkeiten, aber auch DJs, Livemusik, Bar und der freie Eintritt. Die Werke hängen nicht an Wänden, sondern an Baunetzen, die an der Decke angebracht sind. Wir wollen die Kunst etwas näher am Alltag haben und zeigen, dass sie Spass machen kann. Ausserdem wollen wir so auch den jungen Künstlern eine Plattform und eine Art Sprungbrett bieten, denn es gibt so viel gute junge Kunst, die man sonst oft gar nicht zu Gesicht bekommt. Und so ist der Einstieg auch von Künstlerseite her niederschwelliger. Wie stemmt ihr Finanzierung und Organisation? Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, deren Vorstand wir drei sind. Denn die Ausstellung soll nicht gewinnbringend sein, aber zumindest selbsttragend. Dafür gibt es neben dem Barbetrieb noch Sponsoren, einen Ausstellungsshop und eine Kommission von vierzig Prozent auf verkaufte Werke. Ausserdem haben wir ein System von


schon Kunst im Schlafzimmer der Eltern angeschaut, weil die Künstlerin eigentlich in New York lebt und keine anderen Räume hatte. Sowas ist tausendmal besser als Galerie- oder Museumsbesuche. Ergeben sich daraus nicht auch Probleme? Ja klar, wenn man angesichts der hohen Bewerbungszahl mehr Absagen als Zusagen aussprechen muss. Einige kommen damit auch nicht gut klar und sind pikiert, die werfen uns dann alle möglichen Dinge vor, wie Altersrassismus oder dass wir fachlich keine Ahnung hätten. Aber ich denke, gerade das macht uns unabhängig, dass wir keine Kunstsachverständigen sind. Wir sind weder Künstler noch gehören wir dem «Kunstkuchen» an. Möglicherweise liegt da unser Egoismus bei der Sache, wenn wir uns schon dafür krumm machen, dann wollen wir auch selbst mit dieser Kunst leben können. Ich möchte von jedem einzelnen Künstler sagen können, dass ich ein Werk von ihm kaufen würde.

Was macht euren Weg der Kunstpräsentation aus? Wir wollen nicht nur im kunstaffinen Raum schaffen, sondern eine grössere Breite an Leuten erreichen, die sonst vielleicht auch aus den genannten Gründen nicht unbedingt in eine Galerie oder auf eine Messe gehen würden. Rund fünfzig Prozent der Leute, die bei «jungkunst» etwas kaufen, kaufen zum ersten Mal überhaupt ein Original. Plötzlich erkennen sie die Bereicherung, die Kunst auch an ihrem Lebens- oder Arbeitsplatz sein kann. Vielleicht kann man uns als Einstiegsdroge verstehen. Das betrifft auch die Preise der ausgestellten Werke, die – ausser in Ausnahmefällen – 3500 Franken nicht überschreiten dürfen. Wir haben eine sehr gute Resonanz und manche Besucher melden sich auch später wieder.

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ehrenamtlichen Profihelfern, bei dem jeder das macht, was er ohnehin gelernt hat oder gut kann und das er an der richtigen Stelle einbringt. Wir haben inzwischen einen treuen Stock von ungefähr achtzig Helfern. Anfangs waren es vor allem Freunde, die geholfen haben. Mittlerweile nehmen sich sogar viele extra für «jungkunst» Ferien. Für uns alle ist die Sache ein Hobby und unterdessen wohl sogar schon eine Passion. Wer wählt die Künstler aus und was sind die Kriterien? Zu den formalen Kriterien gehören ein Höchstalter von 35, Anwesenheit bei der Ausstellung und Selbstaufbau, keine Hobbykünstler, sondern junge Leute, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen und davon leben wollen. Wir hatten in diesem Jahr 250 Bewerbungen. Bei der Auswahl der Dossiers gehen wir vom Vorstand ausser nach den formalen Kriterien primär danach, ob es im Bauch «gramschelet». Dann besuchen wir den Künstler mindestens zu zweit im Atelier und entscheiden danach endgültig. Wir haben auch


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Die Ausstellung als Installation Von Marianne Wagner Walid Raad, Ausstellungsansicht Kunsthalle Zürich im Museum Bärengasse. © Stefan Altenburger Photography Zürich / Kunsthalle Zürich

■ Im Herzen des Zürcher Bankenviertels, direkt hinter der Bahnhofstrasse, ist momentan eine Ausstellung zu sehen, die in Kontrast zu den Interessen ihrer Nachbarschaft steht. Mit «Walid Raad. Miraculous Beginnings» zeigt die im Museum Bärengasse zwischenbeheimatete Zürcher Kunsthalle eine intellektuelle und im positiven Sinne durchaus herausfordernde Retrospektive des in New York lebenden Libanesen Walid Raad. Bereits das Aussenbanner zur Ausstellung irritiert die Besucher:

Walid Raad – Miraculous Beginnings Kunsthalle Zürich im Museum Bärengasse, Bärengasse 20–22, 8001 Zürich Geöffnet Dienstag, Mittwoch, Freitag 12:00–18:00 h, Donnerstag 12:00–20:00 h, Samstag und Sonntag sowie Feiertage 11:00–17:00 h www.kunsthallezurich.ch Bis 30. Oktober

Darauf sind ein altes, ramponiertes Auto (der Marke Peugeot) und eine handgeschriebene arabische Notiz zu sehen. Die Information zum Motiv, das einem Werkzyklus Walid Raads entnommen ist, wird in der Ausstellung geliefert: Angeblich handle es sich um Fahrzeuge, die in den Libanonkriegen als Autobomben verwendet worden seien. Für seine künstlerische Arbeit habe Raad die Motive aus Archivfotos über die Bombenattentate ausgeschnitten. Der arabische Text neben den collageartig zusammengefügten Fahrzeugen gebe Auskunft über Ort, Zeit und Datum, Autotyp, Bombentyp und Ausmass der Detonation. Soweit der Reader zur Ausstellung, welcher den Besuchern an der Kasse ausgehändigt wird. Er enthält kurze «Geschichten» von Walid Raad zu allen präsentierten Werken und ist Teil der Inszenierung. Manche Informationen muten poetisch an; teilweise sind die Erzählungen unglaubhaft und verunsichern zuerst aufgrund ihrer undramatischen Rhetorik oder der ungewöhnlichen Herangehensweise an die Kriegskonflikte. Bei der Fotoserie mit dem sarkastischen Titel «Let’s be honest, the weather helped» markieren beispielsweise unterschiedlich farbige Punkte die Einschusslöcher verschiedener Geschosstypen in Gebäuden. Zusammen mit weiteren Videoarbeiten und Fotoserien gehört die Reihe zum abgeschlossenen Werkkomplex «The Atlas Group» (1989–2004). Mit diesem Kosmos eines fiktiven Archivs beginnt der Ausstellungsrundgang im Erdgeschoss und wird in den oberen Stockwerken chronologisch mit neueren Werken Raads fortgesetzt. Ursprünglich für die Londoner Whitechapel Gallery konzipiert, gelangte die Ausstellung in veränderter Form ans Bildmuseet der Umeå University in Schweden und schliesslich in die Kunsthalle Zürich. Für die Zürcher Ausstel-


arabischen Kunstbetrieb, vor allem dessen Auswüchse zulasten inhaltlicher Vertiefungen. Für das Verständnis der neueren Werke im Ausstellungskontext sind die Lektüre des Katalogs oder des lesenswerten Essays von Jalal Tufic erforderlich. Die Notwendigkeit dieses «Subtextes» spiegelt die Verweigerung gegenüber der damit kommentierten Oberflächlichkeit. Der immer wieder von Raad zitierte Text von Tufic gibt Einblick in Entwicklungen, die den Künstler antreiben und das Gerangel um die neu zu etablierende Kunsthoheit im arabischen Raum aufgreifen: die Jahrmarktstimmung und das finanziell interessante Spiel um die Anhäufung von Kunst, das Abstecken von Revieren durch Ableger westlicher Museumskonzerne oder die Übermacht von Investitionsinteressen bei gleichzeitiger Missachtung autonomer Entwicklungen.

Walid Raad, Ausstellungsansicht Kunsthalle Zürich im Museum Bärengasse. © Stefan Altenburger Photography Zürich / Kunsthalle Zürich

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lung entwickelte der Künstler auch aus Platzgründen eine ungewöhnliche, aber anregend sperrige Architektur mit schräg eingestellten Stellwänden für die Präsentationen. Auf diese Weise wird den Arbeiten innerhalb der historischen Räume ein eigenständiger Raum gewährt, und die Geschichten der Exponate und die des Hauses spielen sich auf unterschiedlichen Ebenen ab. An einigen Stellen wird diese Trennung auf augenzwinkernde Weise durchbrochen: Blaue und türkisfarbene Flächen der Fotoserie «Secrets in the open sea» korrespondieren beispielsweise mit den Emailfarben eines Kachelofens im Ausstellungsraum. Ein Spannungsbogen über alle Werkgruppen hinweg und ein zentrales Moment von Walid Raads künstlerischer Strategie ist das geschickte Verweben von Fiktion und Wirklichkeit. Gerade an dem Punkt, wo eine Situation als absolut fiktiv präsentiert wird, kippt sie in das Abbild einer schonungslosen Realität. Diesem Phänomen begegnet das Publikum, wenn es auf ein Ausstellungsmodell im Massstab 1:100 trifft, das vermeintlich alle bisherigen Arbeiten aus dem Werkkorpus «The Atlas Group» en miniature zeigt. Die Werke seien «auf einen Hundertstel geschrumpft» als Raad sie erstmals im arabischen Raum in seiner Beiruter Galerie habe ausstellen wollen. Sie hätten nicht dieselbe Dimension wie ihr historischer Kontext: Im Gegensatz zu den tatsächlichen Kriegsereignissen, auf die sie sich beziehen würden, seien sie verschwindend klein, so der Künstler. Das Minitaturmodel mit einem retrospektiven Werküberblick bildet innerhalb des Ausstellungsparcours einen Knotenpunkt zwischen den älteren und aktuelleren Arbeiten auf den verschiedenen Etagen des Museums an der Bärengasse. Die jüngsten Werke fokussieren den Aufbau einer neuen Infrastruktur im


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Bedeutungsvakuum Von Gabriel Flückiger Bild rechts oben: Yael Davids, Learning to Imitate in Absentia I, 2011, Picture This, Bristol, UK). Courtesy die Künstlerin

Bild rechts unten: Yael Davids, End on Mouth, 2005, (If I Can’t Dance…, Den Bosch, NL). Courtesy die Künstlerin

■ Ein Seil hängt von der Decke. Gegenüber hölzerne Treppenstufen, mobil und nur minimal. An den Wänden ruht flächiges, grossformatiges Material; Schalldammplatten sowie Gläser und dunkle Lehmbretter lehnen vergessen in den Raum hinein. Reduzierte Objekte insgesamt, die uns die gebürtige Israelin Yael Davids (*1968) zeigt, Objekte im offenen Spannungsfeld von Bedeutung, Funktion und reiner Materialität. Einschlägige Erklärungen finden sich aber auf den ersten Blick nicht und man bleibt im weiten Bereich des assoziativen Ungefähren. Davids hat neben bildender Kunst auch Bildhauerei und Choreografie studiert und arbeitet inzwischen in erster Linie mittels Performance. Seil, Holz und Glas sind zwar mitunter bewusste Anleihen an Carl Andrés flache Skulpturen, doch waren es vor allem Objekte für den performativen Einsatz («Learning to imitate II»). Konkret klammerte sich Yael Davids kopfüber ans Seil oder sie legte sich in gleicher Manier über die hölzerne Treppe und trug jeweils einen Text vor. Die Glas- und Lehmplatten dienten dabei als Hintergrundkulisse und Assistierende huschten mit den riesigen Schalldammplatten im Raum umher, um die Stimme der Performerin zu filtern, zu lenken und so das Gesprochene auf eine neue Erlebnisstufe zu bringen. Energieerfüllt und voller Bewegung, nur steht man nun, da das Ereignis an der Vernissage stattfand und bei Ausstellungsbe-

Yael Davids. Ending with Glass Kunsthalle Basel, Steinenberg 7, 4051 Basel Geöffnet Dienstag, Mittwoch und Freitag 11:00–18:00 h, Donnerstag 11:00–20:30 h, Samstag und Sonntag 11:00–17:00 h Bis 13. November

such vorbei ist, ein bisschen verloren im Raum, umgeben von scheinbaren Überresten des Einstmaligen. Genau um diesen Punkt der Aufbewahrung, Dokumentation und Vermittlung von performativen, also handlungs- und aktionsorientierten Werken geht es aber Yael Davids. Denn für sie ist die Stille, die Leere nach einer Performance genauso Teil des Werkes wie das eigentliche Sprechen, Bewegungen und Tanzen vor Publikum. Das Motiv der Absenz ist zentraler Bestandteil ihrer Arbeiten und konsequenterweise betitelt sie die installative Anordnung der Überbleibsel jeweils mit dem Zusatz «in absentia». Die Objekte sind somit viel mehr Rahmen oder materielles Inventar der Performance. Es wird primär nicht Sinn artikuliert, sondern auf die Bedingungen des Auftritts hingewiesen. Dadurch erlebt man flüsternde Ansätze und leise Begegnungen, denn wirklich verschollen bleibt die Möglichkeit der Decodierung. Die Imagination rekonstruiert das Geschehene. Eine Stütze dabei sind Skripte, welche Davids jeweils für die Performances erstellt und als Dokumente zur Verfügung stellt. Der gesprochene Inhalt – häufig sind es Zitate von Schriftstellern und Denkern sowie eigene Reflexionen – kreist einerseits um im weitesten Sinne philosophische Fragen der Stimme, der Präsenz und des Körpers, aber verarbeitet andererseits auch persönliche Erinnerungen und Gefühle wie der Verlust der eigenen Mutter. Für die Performance «End on Mouth» im Jahr 2007 steckte Davids je drei Schauspieler und Musiker in eine enge, podestähnliche Box und liess diese sprechen, beziehungsweise erklingen. Der vorgetragene Text der Versteckten basierte auf Davids Reflexionen über ihre eigene Schwierigkeit, vor Publikum zu sprechen. Im Laufe der Performance hoben und drehten Helfer die Kiste. Diese entwickelte sich dabei zum Klangkörper, welcher Stimme und Klang materialisierte und eine Aura erzeugte, die losgelöst von der akustischen Ursprungsquelle war. In Basel sind diese Bühnen nun horizontal aufgerichtet, «in absentia» zu sehen, doch ist der ursprüngliche Zauber des Verdeckens und Mutierens der Stimme verstummt oder ersetzt. Denn, was auch im letzten Raum geschieht, wo die Schalldammplatten und das Glas von «Learning to imitate II» nochmals ausgestellt, auf dem Boden vertikal ausgelegt und mit weiteren Objekten ergänzt sind, ist, dass die Objekte der Passivität anheimfallen, ihre statische Gegebenheit Überhand bekommt und sie zu evokativen, ja bedeutungsschwangeren Gegenständen werden. Sie laden sich in einem Prozess der Ästhetisierung zu scheinbaren Monumenten auf und werden zu stillen und isolierten Ikonen stilisiert. Wenn Yael Davids während einer Performance spricht, schliesst sie ihre Augen. Am besten sehe man, laut ihr, sowieso dann, wenn man sich zusätzlich die Hand vor die Augen hält. Visionen sind gegen innen gerichtet, körperlos oder nur in der Stimme präsent. Exakt das ist es, was der Ausstellung fehlt: die Beseelung. Auch wenn man Skripte nachliest oder Fotos konsultiert, die Objekte bleiben im Endeffekt von einem Vakuum umgeben. Ein Vakuum, das sie zwar schützt und in die ästhetische Nähe einer monumentalen und ikonischen Skulptur bringt. Doch fehlt ihnen die letztendliche Pointiertheit einer solchen und sie bleiben in ihrer Unantastbarkeit belanglos. Inhalte werden äusserst wenige kommuniziert.


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Fotos und Zeichnungen im Dialog Von Heidi Schlumpf Steimer Bild rechts: Cécile Wick, Lichtes Grün, 2011

■ Die Zürcher Künstlerin und Fotografin Cécile Wick, geboren 1954, zeigt in ihrem soeben erschienenen Kunstbuch Fotos sowie Tuschzeichnungen und Aquarelle. Fotos oder Zeichnungen? Oft ist die Antwort in «Colored Waters» nicht eindeutig, denn meist ist die Sprache der Bilder ähnlich. Die Motive Meer, Gebirge, Landschaften, Städte und Blüten sind bekannt vom eindrücklichen Œuvre der Künstlerin: Fast ausnahmslos sind es Strukturen, Muster und Fragmente, die sie erzeugt. Mal sind ihre Bilder gestochen scharf, mal verwischen sich die Konturen oder flirren, weil sie unterwegs aufgenommen wurden. Oft sind die Farben gedämpft oder schwarzweiss. Dazwischen überrascht die Künstlerin, die lange Zeit nicht mit Farbe gearbeitet hat, mit Farbtupfern – etwa mit einem bunten Blumenteppich verwelkter roter Tulpenblätter oder mit den frühlingsgrünen Blüten eines Strauchs.

Cécile Wick. Colored Waters. Zeichnungen und Fotografien Mit Beiträgen von Martin Jaeggi und Nadine Olonetzky, 2011, 184 Seiten, Scheidegger & Spiess, Fr. 79.00 www.scheidegger-spiess.ch www.cecilewick.ch Edition August 2011 VFO Verein für Originalgraphik, Verena Conzett-Strasse 7, 8004 Zürich www.vfo.ch Geöffnet Mittwoch 15:00–20:00 h, Samstag 14:00–17:00 h Bis 2. November

Mexiko-Stadt oder Agadir? Flimserstein oder Kilimandscharo? Nie sind die Orte oder Plätze der Bilder erkennbar, nie sucht Cécile Wick den touristischen Schnappschuss. Weder will sie dokumentieren noch objektivieren. «Nichts passiert in meinen Bildern», kommentiert sie sachlich. Alles Schrille und Schnelle interessiert sie nicht. Viel eher sucht sie nach dem Elementaren, Zeitlosen und erzeugt Bilder fernab von Konsumwelt und Mainstream. Gerade deshalb sind ihre Bilder von zeitloser Schönheit und strahlen eine grosse Ruhe aus. Gelegentlich eingestreute Fragmente von fernöstlichen Skulpturen verstärken den meditativen Charakter des taufrischen Kunstbuchs. «Lange Zeit habe ich mir das Malen nicht zugetraut», bemerkt die Künstlerin. Heute stehen Fotos und Zeichnungen nebeneinander. Beides fasziniert sie: in der Fotografie die Reduktion von Sujets, in der Malerei der Aufbau. In der Tat war die Kamera für Cécile Wick immer schon ein Hilfsmittel, um dem Bild Präsenz zu verschaffen und die Welt zu erforschen. Schärfe und Kontraste sind für sie keine zwingenden Qualitätsmerkmale für ein Bild. So hat sie lange Zeit mit einer Lochkamera experimentiert und mit dieser radikal vereinfachten Fototechnik stimmungsvolle und poetische Bilder erzeugt. Als eine der ersten Schweizer Künstlerinnen hat sie mit digitaler Fotografie gearbeitet. Mit einer Wegwerfkamera entstand in Amerika im Jahre 1998 ihre erste Fotoserie. Sie entdeckte dabei, dass die digitale Fotografie neue Möglichkeiten eröffnet und Optimierungen ihrer Arbeit ermöglicht. Die Technik erlaubt ihr heute, die Bilder bis ins Letzte selbst zu bestimmen, zu bearbeiten, zu bedrucken und jenes Papier zu wählen, das ihr Sujet verlangt. Oft druckt sie ihre Bilder auf Japanpapier. Auch ihre Farbpalette hat sich durch die digitale Technik gewandelt: neben Grau-, Schwarz- und Weisstönen entstanden gedämpfte Farben und punktuell bunte Töne. Cécile Wick, Künstlerin, Fotografin und Professorin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, gehört zu den innovativsten Kunstschaffenden der Schweizer Fotoszene. Ihr neues Kunstbuch illustriert ihren freien Umgang mit verschienen Medien und ihren eigenwilligen Einsatz von digitaler Technik. Erhalten ist ihre Experimentierfreudigkeit im Umgang mit den Medien. «Colored Waters» ist einzigartig – etwa der Bucheinband, eine Originallithografie, die in Zusammenarbeit mit Thomi Wolfensberger entstanden ist. Die Bildauswahl und -komposition und die beiden Essays von Martin Jaeggi und Nadine Olonetzky tragen ebenfalls zum Gelingen des Buchs bei. «Colored Waters» ist nicht nur für die Augen – sondern gerade wegen der aussergewöhnlichen Bindung von Valentin Hindermann und Maike Hamacher auch ein Kunstbuch zum Anfassen.


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Kunst ist mehr als Werbung, Prestige oder Geld.

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A Wissen


■ Das Gegenteil von Beliebigkeit ist der Mut zur Entscheidung. Beim Gang über die Messen der Gegenwartskunst hat man jedoch den Eindruck, als sei das Angebot dort eher durch Zufall zustande gekommen, so bunt zusammengewürfelt präsentiert sich die Ware Kunst in den Kojen. Was sichtbar fehlt, ist die Fähigkeit der Galeristen, in der überbordenden Fülle das Wesentliche herauszufiltern, und wie immer, wenn es um das Aussortieren geht, fehlt den meisten der selektive Blick dafür. Bereits mit achtzehn Jahren begann Raphael Rigassi Kunst zu sammeln, vervollständigte sein Wissen über die Jahre hinweg, und während er in seinem damaligen Beruf als internationaler Starcoiffeur brillierte, machte er einen radikalen Schnitt, um seine Leidenschaft für die Kunst zu seiner Berufung zu machen. Dass die Zaghaftigkeit nicht zu seinen hervorstechenden Eigenschaften gehört, bewies er gleich zu Anfang seiner Galerietätigkeit. Fulminant eröffnete Rigassi seine Räume in der Münstergasse, zeigte Georg Baselitz, Arman, Joseph Beuys und Arnulf Rainer, der Medienphilosoph Gerhard J. Lischka hielt die Eröffnungsrede, der damalige Direktor des Berner Kunstmuseums, Hans Christoph von Tavel, schrieb den Beitrag zum ersten Katalog. Rigassi organisierte eine Werkschau der Nouveaux Réalistes, die mit Raymond Haines und Mimmo Rotella zwei Künstler in ihren Reihen vorzuweisen hatten, die bereits in den fünfziger Jahren mit Plakatabrissen in Paris jene Street Art vorwegnahmen, die Jahrzehnte später weltweit unter der Bezeichnung Graffiti berühmt und berüchtigt wurde. Allmählich zeichnete sich ein Galerieprogramm ab, in dem sich klassische Positionen mit neuen Statements mischten. Antoni Tàpies traf auf Rolf Iseli, Joseph Beuys auf Martin Disler. Auffallend ist das Interesse von Rigassi an einer Kunst, die eher an den Randlagen des Kunstbetriebssystems angesiedelt ist als in deren gesicherter Mitte. Zunächst ist da eine Präferenz der gestischen Malerei zu konstatieren, die sich unverwechselbar wie eine rote Linie von Georg Baselitz

zu A. R. Penck, von Arnulf Rainer bis zu den Shou Brothers hinzieht und als das genaue Gegenteil einer konzeptuell aufgefassten Kunst gelten kann. Abseits akademischer Normbildung gilt das Interesse Rigassis der Art Brut, die von Arbeiten der australischen Aborigines bis zu einer Kunst der sozialen und psychischen Ausgrenzung reicht. Dass zu Rigassis Interessengebiet die Art Brut gehört, diese rohe Kunst der Zerrissenheit, verwundert nicht weiter. Erschloss er sich doch zu seiner ganz eigenen Sicht auf die Geschichte der Kunst im Alleingang, basierend auf ein zunehmend geschultes Auge und ein Gespür für Brüche zum richtigen Zeitpunkt. Früher hätte man das in bester Tradition als Connaisseurship bezeichnet. (Lionel Illbich)

Rigassi-Reloaded Galerie Rigassi, Münstergasse 62, 3011 Bern www.swissart.ch/rigassi/ Geöffnet Dienstag 15:00–18:30 h, Mittwoch bis Freitag 11:00–13:00 h und 15:00–18:30 h, Samstag 10:30–16:00 h, Sonntag 10:30–14:00 h oder nach telefonischer Vereinbarung 19. Oktober bis 19. November

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Rigassi Reloaded

Balthasar Burkhard, O. T. aus dem Zyklus «Namibia», 2000, Barytabzug, 5 Ex., 34 x 48 cm


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Kunst und Prosecco im Fussballstadion Von Jana Vanecek ■ Anhand von zehn Fragen stellt artensuite in einer mehrteiligen Folge aktuelle Ausstellungsprojekte der anderen Art vor. In diesem Monat «Salon Erika» auf der Schützenwiese, dem Heimstadion des FC Winterthur. Jana Vanecek sprach für artensuite mit der Mitinitiantin Balu Wiesmann. Jana Vanecek: Seit wann gibt es den Salon Erika? Balu Wiesmann: Den Salon Erika gibt es seit der Fussballsaison 2004/2005. Wer betreibt den Salon Erika? Das sind Filip und Michel Haller, ihres Zeichens Fussballfans. Filip besitzt zudem noch einen Bauteilladen mit einem grossen Fundus aus Stücken von Abbruchbaustellen, und Michel ist Schreiner, was uns beides

Salon Erika, Stadion Schützenwiese, Ecke Schützenstrasse/Rennweg, 8400 Winterthur www.salonerika.ch Öffnungszeiten nur während der Fussballspiele Agenda siehe: www.fcwinterthur.ch

immer wieder zugutekommt. Unsere Gruppe vervollständigen Anita Mast, auch ein grosser Fußballfan, und ich. Ich bin Künstlerin und wurde auch aus diesem Grund hinzugezogen. Was bedeutet der Name? Der Name ist eigentlich aus Zufall entstanden und hat seine Herkunft von einem Leuchtschild, das Filip beim Abbruch eines Coiffeursalons mitgenommen hat. Weshalb gibt es den Salon Erika? Welche Ziele verfolgt ihr? Bei uns wird das Zusammentreffen von Kunst und Fussball auf eine spielerische Art zusammengeführt und mit einem Glas Prosecco abgerundet. Die Grundidee kam von Filip Haller, und zwar aus dem einfachen Grund: Filip trinkt nicht gerne Bier. Der Salon Erika steht ja in der Bierkurve auf der Schützenwiese, dem Heimstadion des FC Winterthur. Filip wünschte sich einen Ort, wo man während des Spiels auch mal einen Prosecco trinken kann. Ich wurde von Filip angefragt, den Bauwagen mit einzurichten, da er den Wunsch hatte, sich durch ein

dekadent-trashiges Interieur von den restlichen Ständen abzuheben. Allerdings wäre dies nur eine temporäre Angelegenheit geworden, da der FC Winterthur bereits an der Librobar Sekt ausschenkt. Also suchten wir nach einem neuen, einmaligen Konzept und kamen gemeinsam auf die Idee vom Ausstellungsraum auf dem Fussballplatz. So bin ich dann auch im Team geblieben, was ja zuerst nicht vorgesehen war. Ich hatte bis dahin mit Fussball nichts am Hut. Das hat sich allerdings geändert. Ich komme ja aus der Kunst und vertrete aktiv die Meinung, dass Kunst überall hingehört, nicht nur in die Galerien und Museen, wobei wir schon beim ersten unserer Ziele wären. Wir sind daher auch sehr erfreut über den Erfolg unserer kleinen Galerie, welche die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringt. Durch unser Projekt haben wir es geschafft, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. Kunstinteressierte sehen sich beispielsweise zum ersten Mal ein Spiel an, während Fussballfans ohne Schwellenangst eine Ausstel-


eine Auseinandersetzung mit Mannschaftsgeist, Emotionen oder ähnlichem beinhalten. Bei uns gibt’s also sicherlich nicht nur Sportfotografie zu sehen. Zudem ist unser Bauwagen auch kein White Cube, sondern sehr brachial und überfüllt. Welche Rolle spielen ökonomische Fragen? Wie finanziert sich der Salon Erika? Wir sind ein Non-Profit-Geschäft und finanzieren uns durch den Proseccoverkauf. Wir zahlen einmal im Jahr Miete an den FCW und der Überschuss wird gespendet. Mit diesem Geld, den Einnahmen durch den Kunstverkauf und mit dem Torclub können wir verschiedene Projekte unterstützen. Zum Beispiel haben wir Fussballschuhe und einen Töggelikasten für die Kinder der Bewohnerinnen des Frauenhauses gespendet oder beteiligten uns an der Trinkwasserinitiative der Organisation «Viva con Agua». Aber auch kulturelle Projekte haben wir gefördert. Mit einer Spende haben wir das Radio Stadtfilter Winterthur in der ersten Sendezeit unterstützt.

Welche Bedeutung hat der Salon Erika für die Gesellschaft? Wir gehören zum Untergrund und vertreten die Vielfalt der Subkulturen. Ausserdem bringen wir die Menschen zusammen, revidieren Vorurteile und öffnen Horizonte. Denn Kunst muss nicht elitär sein und Fussball besteht nicht nur aus Randalieren und Saufen. Was bedeutet Erfolg für euch? Der schönste Erfolg ist, dass es uns noch gibt und unser Konzept der Vielfalt aufgeht. Mit welchen Schwierigkeiten kämpft ihr? Glücklicherweise kann ich zurzeit behaupten, dass wir keine Schwierigkeiten haben. Was wird die nächste Ausstellung? Die nächste Ausstellung wird erst in der nächsten Saison stattfinden. Da wir sehr klein sind, können wir uns es erlauben kurzfristig zu planen, aber voraussichtlich wird es ein Mitglied der Künstlergruppe Winterthur sein.

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lung geniessen können. Quasi als Supplément kommen die beiden sich sonst kaum tangierenden Lager ins Gespräch. Beide Seiten schätzen das Angebot und die Atmosphäre sehr und viele kommen immer wieder. Was ist anders am Salon Erika als an anderen Orten? Das ist einerseits unser Standort, wir sind sicherlich eine Attraktion, welche nicht nur für europäische Fussballstadien einmalig ist, sondern auch im Kunstfeld. Ausserdem haben wir mit dem Torclub eine gemeinnützige Initiative gegründet. Im Torclub versammeln sich Fans, die sich verpflichten, pro geschossenem FC-Winterthur-Heimtor mindestens einen Franken in den Salon Erika Torclub einzuzahlen. Mit dem so gesammelten Geld unterstützt Salon Erika zusätzlich gemeinnützige oder karitative Projekte oder Stiftungen. Auch unsere Ausstellungen drehen sich im weitesten Sinn um das Thema Fussball. Obwohl ich normalerweise gegen solche Einschränkungen bin, macht es hier wirklich Sinn. Das Feld ist ja weit und kann


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Kunst im Buch

Frédéric Chaubin, CCCP. Cosmic Communist Constructions Photographed, 2011, Taschen, 312 Seiten, Deutsch/Französisch/ Englisch, Fr. 62.90.

Kosmisch ■ Ein Flair für Kosmisches konnte man ja dem ehemaligen Russland ohne Hemmungen nachsagen. Im Wettstreit mit den USA schoss der kommunistische Grossstaat Sputnik, Leika, Gagarin und zahlreiche weitere Kosmonauten den amerikanischen Astronauten voraus und hinterher. In der sowjetischen Literatur, parallel zu den grossen Weltraumjahren am Ende der 1950er und während der 1960er und 70er Jahre, gedieh die Science Fiction, wie man sie wenigstens im Westen seit den 1920er Jahren nannte, wie kaum in einem anderen Land (etwa bei den Strugatzkis). Aber nicht nur in Wissenschaft und Literatur, sondern auch in der russischen Architektur trieb das Kosmische und Utopische sagenhafte Blüten. Allen Vorurteilen von grauer, einheitlicher PlattenbauÄsthetik – wie man sich die russische Architektur wohl eher immer vorgestellt hat – zum Trotz, finden sich in den ehemaligen sowjetischen Staaten, gerade in ihren Randzonen, wahre Trouvaillen einer vielleicht am ehesten mit utopisch zu bezeichnenden Architektur. Der 1959 in Phnom Penh geborene Frédéric Chaubin begab sich zwischen 2003 und 2010 auf die Suche nach dieser «anderen» russischen Architektur und zeigt nun mit dem bei Taschen erschienenen Bildband «CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed» seine Ausbeute. All die von Chaubin fotografierten

Simulacrum Gebäude entstanden in einer Zeitspanne von nur knapp fünfzehn Jahren vor allem nach (aber auch während) der Ära Breschnew und dem Zusammenbruch der Sowjetunion – also Ende der 1970er bis Anfang der 1990er Jahre. In einem Essay macht Chaubin die Grundlagen, oder zumindest die möglichen Grundlagen, für die Entstehung derartiger Kuriosa deutlich: Der Einfluss der USA war auch in der Architektur wichtig – wieder einmal ganz im Sinne eines Wettsteits der beiden Grossmächte –, daneben, wie erwähnt, sämtliche Science Fiction und Wissenschaft, aber auch die ganze staatlich organisierte und aufgedrängte Erholungsindustrie und schliesslich die Notwendigkeit von Kultstätten, denen alles Religiöse fehlt. Da ist etwa das georgische Ministerium für Autobahnen in Tiflis (Georgien, 1974) mit seinen sich auf verschiedenen Ebenen, wie Kreuzungen überlagernden Kuben (dabei soll es in Georgien gar keine Autobahnen geben); oder das Zentrum für Hydrotherapie von Druskininkai (Litauen, 1979), eine in geschwungenen Formen aus Beton geradezu wirbelnde Anlage; die Arena von Kazan (Tatarstan, 1967), die nun tatsächlich wie das betongewordene Ufo aussieht; oder der «Park des Erinnerns» in Kiew (Ukraine, 1985) mit seinen symmetrischen Krematorien und den stilisierten Flammen. Die jeweiligen Architekturobjekte sind anhand von Aussen- und teils Innenansichten vorgestellt. Im Weiteren erfährt der Leser jedoch kaum mehr als das Entstehungsjahr, Verwendungszweck und den Namen des Architekten des jeweiligen Gebäudes. Hier hätte man gerne etwas präzisere Informationen erhalten, was die Publikation zu mehr als einem – wohlgemerkt schönen und packenden – Bilderbuch gemacht hätte. Die Gebäude jedoch faszinieren durchwegs: Sie sind schlicht oder geradezu monströs, verspielt oder nüchtern, genutzt als Sportarenen und Kinos, private Villen (etwa diejenige von Breschnew) und Bäder, Forschungszentren oder Museen und Denkmäler – und vor allem immer kurios und überraschend. (di)

■ Die Geschichte des Zyprioten Pygmalion ist weltbekannt. Ovid erzählt in seinen «Metamorphosen» vom Bildhauer Pygmalion, der eine wunderschöne weibliche Statue in Marmor schafft, in die er sich verliebt. Durch die Grosszügigkeit der Götter, von Venus, wird die Statue zum Leben erweckt. Die Erzählung unterscheidet sich markant von anderen Kunst-Ursprungsmythen, wie von denjenigen, die uns Plinius d. Ä. in seiner «Naturalis historiae» von Zeuxis oder Dibutades überliefert hat. Denn Pygmalion schafft mit seiner schönen Frauengestalt kein Abbild, das dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht, sondern ein Phantasiebild. Victor Stoichita verfolgt in seiner Publikation «Der Pygmalion-Effekt» die Spuren dieses ersten Simulacrums, des Trugbildes durch die Jahrhunderte bis hin zum Kino eines Alfred Hitchcock und zeigt, wie unter Ausschluss der Mimesis das Abbild entsteht und welche Rolle das erotische Begehren dabei immer mal wieder spielt. In einer Vielzahl an Werken der Malerei und Skulptur, aber auch anhand von Texten bis hin zum Film führt Stoichita den Umgang mit dem Simulacrum beredt vor Augen. Die Materialvielfalt ist denn auch faszinierend. Nur einige Beispiele aus diesem Fundus seien genannt: Nach Ovid findet der Pygmalion-Mythos etwa im 12. Jahrhundert bei Jean de Meun


Through the Looking Brain. Eine Schweizer Sammlung konzeptueller Fotografie, hrsg. v. Kunstmuseum Bonn, Kunstmuseum St. Gallen, Texte von Stephan Berg, Konrad Bitterli, David Campany, Stefan Gronert, Dora Imhof, 2011, Hatje Cantz, 240 Seiten, Deutsch/Englisch, Fr. 53.90.

Victor I. Stoichita, Der Pygmalion-Effekt. Trugbilder von Ovid bis Hitchcock, 2011, Wilhelm Fink, 256 Seiten, ca. Fr. 64.90.

im «Rosenroman» wieder Ausdruck. Ovids kurze Fabel wird hier in einen Liebesroman eingebettet und in späteren Fassungen mit Illustrationen ergänzt. In Vasaris «Viten» taucht in der Lebensbeschreibung von Andrea Sansovino die Figur des Pippo del Fabbro auf. Dieser stand Sansovino Modell für eine Bacchus-Statue und konnte sich danach von seiner Rolle nicht mehr lösen und wird geradezu selbst zur Statue. In der Geschichte der Helena wird der Pygmalion-Mythos im 17. Jahrhundert weitergeführt. Gian Petro Bellori bemerkt in «Idea del Pittore» so nebenbei, dass die Helena der homerischen Erzählung kaum so schön gewesen sein konnte, dass sie einen zehnjährigen Krieg auszulösen vermochte. Vielmehr segelte wohl an ihrer Stelle eine bezaubernde Statue nach Troja, also eine Doppelgängerin. Dieses Motiv der Doppelgängerin findet Stoichita schliesslich in Hitchcocks schwindelerregendem Film «Vertigo» wieder. Dabei spielt seine Schauspielerin Kim Novak eine junge Frau (Judy), die sich als Glied in einem hinterlistigen Mordkomplott in eine andere verwandelt (Madeleine), die sich wiederum als Wiedergeburt ihrer Urgrossmutter, die Selbstmord beging, sieht. Die Verwandlung von Judy ist ein «Modellieren» wie bereits bei Pygmalion. (di)

■ Durch das sehende Hirn will uns der Titel des Katalogs zur gleichnamigen Ausstellung in Bonn und (ab 15. Oktober) im Kunstmuseum St. Gallen führen: «Through the Looking Brain». Und man möchte im Sinne von Lewis Carroll und seiner Alice ergänzen: und was wir dahinter fanden. Damit wird erstmals die Sammlung an konzeptioneller Fotografe der Schweizer Zellweger Luwa AG vorgestellt. Welches Hirn im Titel genau gemeint ist, bleibt offen. Ist es dasjenige des Künstlerfotografen? Oder doch eher dasjenige des Betrachters oder der Betrachterin? Einen Hirneinsatz wird von beiden Seiten verlangt. Bei den Kunstschaffenden während der Entwicklung ihres Konzeptes; bei Betrachter und Betrachterin beim Entschlüsseln desselben. Seit Beginn der 1990er Jahre entstand auf Initiative der Firmeninhaber Ruedi und Thomas Bechtler – ersterer übrigens auch Künstler – eine beachtliche Sammlung mit konzeptuellen Fotografien. Bereits Walter Bechtler, der Vater der heutigen Inhaber, kaufte Kunst für Büros und Sitzungszimmer seiner Firma, was die Söhne weiterführten. 1990 wollte man diese Sammlungstätigkeit neu ausrichten. Den Aufbau der Sammlung übernahmen Cristina Bechtler, Bice Curiger und Ruedi Bechtler. Wie die Publikation anhand des umfangreichen Bildteils und des Registers aller Sammlungsstücke (mit Abbildung) zeigt, ist die Sammlung geradezu ein Who is who der konzeptuellen Fotografie. Es zählen dazu aus der Frühzeit einer seriellen, enzyklopädischen Fotografieauffassung Werke von Bernd und Hilla Becher oder Sigmar Polke, dieser Tradition folgen dann Hiroshi Sugimoto oder Fischli/Weiss mit ihren «Untitled (Blumen/Flowers)», die Appropriation Art einer Louise Lawler oder von Sherrie Levine, Gabriel Orozco mit seinen skulpturalen Bildern, Andreas Gurskys grossformatige Tableaus im Sinne des Historienbildes, die performative Fotografie eines Bruce Nauman und vor allem eines Roman Signer, deren Fotofolgen eine Handlung erfahrbar machen. In fünf Essays wird zudem die Sammlung und vor allem die konzeptuelle Fotografie greifbar gemacht. So un-

tersucht David Campany die Fotografie als Spur (etwa bei Signer) und als Bild (bei Jeff Wall). «Es geht nicht um das Produzieren (eines Textes, eines Bildes). Alles liegt in der Kunst des Verschwindens.» Dieses Zitat von Jean Baudrillard setzt Stephan Berg an den Anfang seines Essays. Fotoserien wie Ed Ruschas «Twenty Six Gasoline Stations» oder Jean-Frédéric Schnyders «Zugerstrasse/Baarerstrasse» zeugen von einer kunstlosen Auffassung, einem fehlen an Aura, was wieder Aura ex negativo erzeugt – mithilfe eines Subtextes. Sequenz (etwa Signer) und Tableau (Gursky) als Formen der konzeptuellen Fotografie behandelt Konrad Bitterli in seinem Beitrag. Die «Ikonomanie» (als Sucht nach Bildern) steht im Zentrum von Stefan Gronerts Text. Wie gehen Künstler mit der Bilderflut um? Wie Gronert beschreibt, gibt es sehr unterschiedliche Methoden, von der Vereinzelung wie bei Wall oder Gursky, bei der das einzelne Bild immens verdichtet ist, über die Verdoppelung der Refotografie bei Sherrie Levine bis zur Vervielfältigung bei Fischli/Weiss oder Thomas Ruffs «jpegs». Abschliessend stellt Dora Imhof die Entstehung der Sammlung vor. Einzig die «Bleiwüste» des Essayteils, die durch kein einziges Foto aufgebrochen ist, wirkt ermüdend. (di)

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Brain


Kunstkalender: Das Galerien- und Museenverzeichnis ist kostenpflichtig. Es werden nur Einträge von Institutionen publiziert, welche die jährliche Publikationsgebühr bezahlt haben. Für den Inhalt der Einträge sind die Galerien und Museen selber verantwortlich, artensuite gibt den Informationsraster vor. Wer hier einen Eintrag für seine Kunstausstellung machen möchte, melde sich beim Verlag: Telefon 031 318 60 50 oder info@ensuite.ch.

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Aarau Aargauer Kunsthaus Aargauerplatz, 5001 Aarau Telefon 062 835 23 30 www.aargauerkunsthaus.ch Di–Fr 10:00–17:00 h / Do 10:00–20:00 h Dieter Roth – Selbste Marianne Engel – Manor Kunstpreis 2011 CARAVAN 2/2011: Mohéna Kühni bis 6.11.

Forum Schloss Platz Laurenzenvorstadt 3, 5000 Aarau Telefon 062 822 65 11 www.forumschlossplatz.ch Mi–So 12:00–17:00 h Wort 4.11. – 30.1.12

Visarte Ausstellungsraum Goldenes Kalb Aarau Buchhandlung/Galerie Goldenes Kalb, Ziegelrain 4, 5000 Aarau Telefon 062 822 27 43 www.goldeneskalb.ch / www.visarte-aargau.ch Mi–Fr 11:30–18:30 h / Sa 10:00–16:00 h Paul Takács – Wenn die Nacht kommt – Abspann bis 5.11.

Bern Einstein-Haus Kramgasse 49, 3008 Bern Telefon 031 312 00 91 www.einstein-bern.ch Mo–Sa 10:00–17:00 h / So geschlossen Dauerausstellung

Historisches Museum Bern / Einstein Museum Helvetiaplatz 5, 3005 Bern Telefon 031 350 77 11 www.bhm.ch Di–So 10:00–17:00 h Mord und Totschlag. Eine Ausstellung über das Leben 6.10. – 1.7.2012 Dauerausstellungen

Marianne Engel, Aargauer Kunsthaus Aarau

Paul Takács, Goldenes Kalb Aarau

Käfigturm Polit-Forum des Bundes

Psychiatrie-Museum Bern

Marktgasse 67, 3003 Bern Telefon 031 322 75 00 www.kaefigturm.ch Mo–Fr 8:00–18:00 h / Sa 10:00–16:00 h / So 23.10. geöffnet Bundesplatz 3 bis 23.10.

Bolligenstrasse 111, 3060 Bern Telefon 031 930 97 56 www.puk.unibe.ch/cu/culture.html Mi–Sa 14:00–17:00 h Einblicke bis 28.4.12 Dauerausstellung

Kornhausforum

Robert Walser-Zentrum

Kornhausplatz 18, 3011 Bern Telefon 031 312 91 10 www.kornhausforum.ch Di–Sa 13:00–18:00 h Kunstsammlung der schweizerischen Post 13.10. – 27.10.

Marktgasse 45, 3011 Bern Telefon 031 310 17 70 www.robertwalser.ch Mi–Fr 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung Markus Zürcher – Neue Arbeiten auf Papier bis 30.11.

Kunsthalle Bern

Schweizerisches Alpines Museum

Helvetiaplatz 1, 3005 Bern Telefon 031 350 00 40 www.kunsthalle-bern.ch Di–Fr 11:00–18:00 h / Sa&So 10:00–18:00 h Santu Mofokeng – Chasing Shadows Sven Augustijnen – Spectres (The Idea of Africa Re-Invented #3) 8.10. – 27.11.

Helvetiaplatz 4, 3005 Bern Telefon 031 350 04 40 www.alpinesmuseum.ch

Kunstmuseum Bern Hodlerstrasse 8–12, 3011 Bern Telefon 031 328 09 44 www.kunstmuseumbern.ch Di 10:00–21:00 h / Mi–So 10:00–17:00 h Mysterium Leib. Berlinde De Bruyckere im Dialog mit Lucas Cranach und Pier Paolo Pasolini 21.10. – 12.2. Ernest Biéler. Geträumte Wirklichkeit bis 13.11. Rectangle and Square – Von Picasso bis Judd Erwerbungen der Rupf-Stiftung bis 8.1.12 Anna Blume und ich. Zeichnungen von Kurt Schwitters bis 8.1.12 Amiet. Freude meines Lebens – Sammlung Eduard Gerber bis 15.1.12 Yves Netzhammer – Die Subjektivierung der Wiederholung. Projekt B bis 31.12.2014

Zentrum Paul Klee Monument im Fruchtland 3, 3001 Bern Telefon 031 359 01 01 www.zpk.org Di–So 10:00–17:00 h Paul Klee. übermütig bis 29.2.12 Eiapopeia. Das Kind im Klee bis 11.3.12 Kindermuseum Creaviva www.creaviva-zpk.org Interaktive Ausstellung: über Glück. bis 4.3.12

Galerie 67 Belpstrasse 67, 3007 Bern Telefon 031 371 95 71 www.galerie67.ch Mo 9:00–12:30 & 13:30–18:00 h / Di&Mi 9:00– 18:00 h / Do&Fr 9:00–13:00 & 14:30–18:00 h / Sa nach Vereinbarung Digitale Drucke auf Leinwand bis Dezember


annex14 Junkerngasse 14, 3011 Bern Telefon 031 311 97 04 www.annex14.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung Michal Budny – The room upstairs bis 29.10.

Art Place88

Alice Gafner, Galerie Art & Vision

HELVETICA, Gabriel Lory Père, Galerie Kornfeld

Telefon 031 311 90 21 www.christinebruegger.ch Mi–Fr 14:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Ivo Soldini – Bildhauerei und Malerei Ausstellung zum 60. Geburtstag 1.10. – 29.10.

Aquarelle aus «Una breve storia della curatela» 20.10. – 26.11.

Galerie Beatrice Brunner

Edgar Frei Private Gallery Weststrasse 16, 3005 Bern Telefon 031 352 91 58 www.gallery-edgarfrei.com Fr&Sa 15:00–19:00 h und nach Vereinbarung Komposition des Zufalls – Eine Versuchsanordnung bis 15.10. Urban Marginality (Projekt MADONNA) – Thomas Hauri, Gian Paolo Minelli, Niklaus Wenger 28.10. – 3.11.

Dorfstrasse 73, 3073 Gümligen Telefon 031 951 88 89 www.artplace88.com Fr–Sa 13:00–17:00 h / Do 13:00–20:00 h / So 9.10. 14:00–17:00 h Heidi Gerber, Erna Schenk-Kohl 6.10. – 29.10.

Nydeggstalden 26, 3011 Bern Telefon 031 312 40 12 www.beatricebrunner.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Béatrice Gysin bis 8.10. Diana Dodson 15.10. – 12.11.

Art + Vision

CabaneB

Galerie im Graben

Junkerngasse 34, 3011 Bern Telefon 031 311 31 91 www.martinthoenen.ch Di–Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00–17:00 h Eva Gallizzi – Holzschnitte bis 8.10. Alice Gafner – Holzschnitte 15.10. – 12.11.

Mühledorfstr. 18, 3018 Bern www.cabaneb.ch Mi–Fr 17:00–20:00 h Lea Fröhlicher/Isabelle Ryf – Krauten auf Gedeih 11.10. – 14.10. Mo–Fr 17:00–19:00 h Ladina Juon – müllinszenierungen 17.10. – 21.10. Di–Fr 17:00–20:00 h Aufblasbares – Christa Schürch, Alejandra Beyeler Deutor, Sebastian Imbach, Nathalie Büllesbach, Konrad Gruber 25.10. – 28.10.

Waldeckstrasse 12, 3052 Zollikofen Telefon 031 911 96 06 www.galerieimgraben.ch

Galerie Bernhard Bischoff & Partner PROGR_Zentrum für Kulturproduktion, Waisenhausplatz 30, 3011 Bern Telefon 031 312 06 66 www.bernhardbischoff.ch Mi&Fr 14:00–18:00 h / Do 10:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Dominik Stauch – Breathless bis 8.10. 10 Jahre Galerie Bernhard Bischoff & Partner: X YEARS 20.10. – 19.11.

Galerie Tom Blaess Uferweg 10b, 3013 Bern Telefon 079 222 46 61 www.tomblaess.ch

Galerie Christine Brügger Kramgasse 31, 3011 Bern

gepard14 Schützenstrasse 14, 3097 Liebefeld www.gepard14.ch

Galerie Margit Haldemann Bellevuestrasse 139, 3095 Spiegel bei Bern Telefon 031 311 56 56 www.galeriehaldemann.ch

Galerie Henze & Ketterer

Gerechtigkeitsgasse 40, 3011 Bern Telefon 031 311 42 62 www.duflon-racz.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung Irina Polin – Fragile (Im Rahmen von ArtContemporain/BisHeute) bis 5.11.

Kirchstrasse 26, 3114 Wichtrach Telefon 031 781 06 01 www.henze-ketterer.ch Di–Fr 10:00–12:00 h & 14:00–18:00 h / Sa 10:00–16:00 h Peter Weibel – Mediapoet Vollrad Kutscher – ESCAPE. Porträtinstallation Peter Weibel bis 3.12. (Kunst-Depot) Expressionisten III – Heckel, Kirchner, Mueller, Nolde, Pechstein, Schmidt-Rottluff und Zeitgenossen bis 3.12. (Erdgeschoss und im Untergeschoss der Galerie)

Eletto GmbH – Kunsthandel und Galerie

Galerie Kornfeld

Rathausgasse 55, 3011 Bern Telefon 079 670 12 04 www.eletto.ch Virginia Zanetti – To cure the Curator – Die

Laupenstrasse 41, 3001 Bern Telefon 031 381 46 73 www.kornfeld.ch Mo–Fr 14:00–17:00 h / Sa 10:00–12:00 h

Galerie Duflon & Racz

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 23

Santu Mofokeng, Kunsthalle Bern


art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 24

Irina Polin, Galerie Duflon & Racz

Olivier Metzger, Galerie TH13

HELVETICA – Schweizer Landschaften und Trachten um 1800 26.10. – 10.12.

Do&Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Fotografie – Roland Goy – Neue Arbeiten 13.10. – 29.10.

Galerie Martin Krebs

Kunstraum Oktogon

Münstergasse 43, 3011 Bern Telefon 031 311 73 70 www.krebs.artgalleries.ch Di–Fr 14:30–18:30 h / Sa 10:00–14:00 h Dieter Hall – Better Homes and Gardens – neuste Werke bis 19.10.

Aarstrasse 96, 3005 Bern Telefon 031 311 13 30 www.kunstraum-oktogon.ch Fr 17:00–19:00 h / Sa 11:00–15:00 h maximalsminimal II – Jürg Grünig neue Arbeiten bis 8.10.

Waisenhausplatz 30, 3001 Bern Telefon 031 318 82 75 www.stadtgalerie.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Genug ist nicht genug – Haimo Ganz/Bruno Steiner, Luzia Hürzeler, Mohéna Kühni, Nancy Wälti, Barbara Wiggli, Véronique Zussau bis 8.10. Transfer – Eine Blackboxx Delegation 29.10. – 26.11.

ONO Bühne Galerie Bar

Galerie TH13

Kramgasse 6, 3011 Bern Telefon 031 312 73 10 www.onobern.ch Geöffnet bei allen ONO-Veranstaltungen oder nach Vereinbarung Marianne Eggimann – «Ich sehe was, was du nicht siehst.» bis 30.12.

Hermès, Theaterplatz 13, 3011 Bern Telefon 031 312 05 40 Mo–Sa 10:00–18:00 h Olivier Metzger – We came along this road 14.10. – 14.1.12

Krethlow Galerie und Kabinett Gerechtigkeitsgasse 72, 3011 Bern Telefon 031 312 35 01 www.krethlow.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Künstler der Galerie – Skizzen 21.10. – 26.11.

Kultur Arena Bern Wittigkofen Jupiterstrasse 15, 3015 Bern www.kultur-arena-bern.ch

Kunstkeller Bern Gerechtigkeitsgasse 40, 3011 Bern Telefon 031 311 86 30 www.kunstkellerbern.ch Do 15:00–20:00 h / Fr 15:00–18:30 h / Sa 14:00–17:00 h Regina Saura 21.10. – 26.11.

Kunstreich Gerechtigkeitsgasse 76, 3011 Bern Telefon 031 311 48 49 www.kunstreich.ch Mo 14:00–18:30 h / Di–Fr 9:00–18:30 h / Sa 9:00– 16:00 h oder nach Vereinbarung Martin Stucki bis 8.10. Gertude Elvira Lantenhammer 29.10. – 26.11.

Galerie Lichtblick Stauffacherstrasse 6, 3014 Bern Telefon 031 312 91 41 www.lichtblick-goy.ch

Proiectum – Kunst bei Kuhn und Bieri AG Sägestrasse 75, 3098 Köniz Telefon 0848 10 20 40 www.proiectum.ch Mo–Fr 9:00–17:00 h Jakob Jenzer – Pflanzen-Raster-Spiegelung bis 17.11.

raum Militärstrasse 60, 3014 Bern Telefon 031 332 13 46 www.kulturraum.ch Mi–Fr 16:00–19:00 h / Sa 13:00–16:00 h Saša Berounska – La valse 21.10. – 12.11.

Galerie Rigassi Münstergasse 62, 3011 Bern Telefon 031 311 69 64 www.swissart.net/rigassi Di 15:00–18:30 h / Mi–Fr 11:00–13:00 h & 15:00– 18:30 h / Sa 10:30–14:00 h und nach Vereinbarung Rigassi-Reloaded 19.10. – 19.11.

arkhaiologia, Julia Steiner, CentrePasquArt

Stadtgalerie im PROGR

Biel Centre PasquArt Seevorstadt 71–73, 2502 Biel Kunsthaus Centre d‘Art Telefon 032 322 55 86 www.pasquart.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h arkhaiologia – Archäologie in der zeitgenössischen Kunst bis 27.11.

Museum Schwab Seevorstadt 50, 2502 Biel Telefon 032 322 76 03 www.muschwab.ch Di–Sa 14:00–18:00 h / So 11:00–18:00 h Savoir-faire bis 27.11. Dauerausstellung: Das archäologische Fenster der Region

Photoforum PasquArt Seevorstadt 71–75, 2502 Biel Telefon 032 322 44 82 www.photoforumpasquart.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h Linus Bill, Patrick Hari, Timm Ulrichs – Was nun? 9.10. – 27.11.


ART-ETAGE Seevorstadt 71, 2502 Biel Telefon 032 322 09 13 www.art-etage.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–18:00 h Internationales 9DrangonHeads Symposium 12.10. – 20.10.

Gewölbe Galerie Obergasse 4 & 6, 2502 Biel Telefon 032 323 49 58 www.gewoelbegalerie.ch Mi&Fr 14:00–18:00 h / Do 14:00–20:00 h / Sa 10:00–17:00 h Susann Baur – Malerei Gruppenausstellung im Rahmen des Russischen Kulturjahres: Victoria Popova, Alexandra Schönenberger, Alexandre Egorov, Pavel Kamernev 21.10. – 12.11.

Galerie Silvia Steiner Seevorstadt 57, 2502 Biel Telefon 032 323 46 56 www.silviasteinergalerie.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Alfred Wirz – ... la clef des champs 12.11. – 18.12.

Bonstetten Galerie für Gegenwartskunst Elfie Bohrer Im Burgwies 2, 8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10 www.ggbohrer.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung W. Jo Brunner, Liz Gehrer, Gudrun Petzold Christian Ecker – Klimt-Zyklus (Kunstfenster) 1.10. – 30.10.

Brugg Galerie Zimmermannhaus Vorstadt 19, 5200 Brugg Telefon 056 441 96 01 Mi-Fr 14:30–18:00 h / Sa&So 11:00–16:00 h

Heidi Gerber, Art Place88

Andy Athanassoglou – Erinnerung an die Gegenwart 22.10. – 19.11.

Burgdorf Altes Schlachthaus Metzgergasse 15, 3400 Burgdorf Telefon 034 422 97 86 www.luginbuehlstiftung.ch Der Skulpturenpark ist immer am 2. Sonntag des Monats von 11:00–17:00 h geöffnet Timmermahn bis 4.12.

museum franz gertsch Platanenstrasse 3, 3401 Burgdorf Telefon 034 421 40 20 www.museum-franzgertsch.ch Mi–Fr 10:00–18:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Franz Gertsch. Aus dem Frühwerk Anna Lea Hucht. Aquarelle und Zeichnungen Franz Gertsch. Die vier Jahreszeiten 1.10. – 4.3.12

Fribourg Fri Art 22 Petites Rames, 1700 Fribourg Telefon 026 323 23 51 www.fri-art.ch Mi–Fr 12:00–18:00 h / Do 12:00–20:00 h / Sa&So 14:00–17:00 h Stéphane Dafflon Lang/Baumann – Comfort #6 bis 30.10.

Grenchen Kunsthaus Grenchen Bahnhofstrasse 53, 2540 Grenchen Telefon 032 652 50 22 www.kunsthausgrenchen.ch Mi–Sa 14:00–17:00 h / So 11:00–17:00 h Die Sicht der Dinge – Reto Leibundgut, Monica Germann & Daniel Lorenzi bis 23.10.

Matthew Day Jackson, Kunstmuseum Luzern

Interlaken Kunsthaus Interlaken Jungfraustrasse 55, 3814 Interlaken Telefon 033 822 16 61 www.kunsthausinterlaken.ch Mi–Sa 15:00–18:00 h / So 11:00–17:00 h Käthe Kollwitz (1867–1945) Arnold Brügger (1888–1975) bis 6.11.

Kriens Museum im Bellpark Kriens Luzernerstrasse 21, 6011 Kriens Telefon 041 310 33 81 www.bellpark.ch Mi–Sa 14:00–17:00 h / So 11:00–17:00 h Andreas Feininger – New York in the Forties bis 6.11.

Ittigen ArtFactory Stufenbau Pulverstrasse 8, 3063 Ittigen Telefon 079 832 25 45 www.artfactory-stufenbau.ch

Luzern Kunsthalle Luzern Bourbaki, Löwenplatz 11, 6004 Luzern Telefon 041 412 08 09 www.kunsthalleluzern.ch Di–So 14:00–18:00 h / Do 14:00–20:00 h und nach Vereinbarung In den Raum gestellt – Visuelle Gestaltung und Architektur im Dialog: Gastausstellung der Hochschule Luzern – Technik & Architektur bis 30.10.

Kunstmuseum Luzern Europaplatz 1, 6002 Luzern Telefon 041 226 78 00 www.kunstmuseumluzern.ch Di&Mi 10:00–20:00 h / Do–So 10:00–17:00 h Shanshui – Poesie ohne Worte? Landschaft in der chinesischen Gegenwartskunst. Werke aus der

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 25

Internationales 9DrangonHeads Symposium, Galerie Art Etage


Myriam Schahabian, AB Gallery

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 26

Sammlung Sigg bis 2.10. Matthew Day Jackson. In Search of ... ESCH. Ernst Schurtenberger 22.10. – 15.1.12 Der Moderne Bund. Arp, Helbig, Lüthy, Gimmi, Huber, Klee bis 13.11. Charlotte Hug. Insomnia bis 6.11.

AB GALLERY Arealstrasse 6, 6020 Luzern-Emmenbrücke Telefon 041 982 08 80 www.ab-gallery.com Do&Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Mohamed Abouelnaga – Sacred Papers bis 15.10. ART & MEDIA CROSSING – Gruppenausstellung mit 7 Künstlern aus dem Iran und Middle East 30.10. – 17.12.

Galerie Müller Haldenstrasse 7, 6006 Luzern Telefon 041 410 75 74 www.galeriemueller.ch Do&Fr 13:00–18:30 h / Sa 10:00–16:00 h Martin Ziegelmüller – Berg-Kristall bis 8.10. Eve Lene. Malerei – Inspiration Trachten 21.10. – 19.11.

Kunstraum Vitrine Kellerstrasse 25, 6005 Luzern Telefon 078 761 46 71 / 076 322 05 36 www.kunstraum-vitrine.ch Do 14:00–21:00 h / Fr 15:00–19:00 h / So 14:00–18:00 h Bunte Perlen – Jonas Baltensweiler, Nadja Baltenseiler, Sabina Nüssli Aquarelle, Collagen, Zeichnungen bis 23.10. Exklusivitäten, Roboter & Seifen – Heini Gut, Beat Schnyder, Eduard J. Feubli: Malerei & Objekte 27.10. – 20.11.

Eve Lene, Galerie Müller

sic! Raum für Kunst Sälistrasse 24, 6005 Luzern www.sic-raum.ch Do&Fr 15:00–19:00 h / Sa 14:00–17:00 h Thomas Galler – Lost Weekend Shooting Gallery: Lukas Hoffmann 13.10. – 5.11.

Münsingen Schloss Münsingen Schlossstrasse 13, 3110 Münsingen Telefon 031 724 52 81 www.muensingen.ch Fr 18:00–20:00 h / So 14:00–17:00 h Dauerausstellung

Thomas Galler, sic! Raum für Kunst

(Die Villa Abegg bleibt 2011 geschlossen) Mo–So 14:00–17:30 h Dauerausstellung bis 13.11.

Siselen Galerie 25 Regina Larsson Käsereiweg 1, 2577 Siselen Telefon 032 396 20 71 www.galerie25.ch Fr–So 14:00–19:00 h und nach Vereinbarung Ruth Burri – Retrospektive: Bilder und Objekte bis 30.10.

Solothurn

SLM Kunstausstellung

Kunstmuseum Solothurn

Spar + Leihkasse Münsingen AG, Dorfplatz 5, 3110 Münsingen Telefon 031 724 11 11

Werkhofstrasse 30, 4500 Solothurn Telefon 032 624 40 04 www.kunstmuseum-so.ch Di–Fr 11:00–17:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Science & Fiction – Künstlerische Praxis im Dialog mit den Wissenschaften bis 6.11. Andrei Roiter – Runaway (organisiert vom Kunstverein Solothurn) bis 13.11. Ferdinand Hodler und Cuno Amiet – Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne bis 2.1.12

Neuchâtel Centre Dürrenmatt Chemin du Pertuis-du-Sault 74, 2000 Neuchâtel Telefon 032 720 20 60 www.cdn.ch Mi–So 11:00–17:00 h MY-THOLOGY – Elodie Pong bis 18.12.

Perrefitte SELZ art contemporain Clos du Tacon 20 A, 2742 Perrefitte Telefon 079 779 56 27 www.selz.ch Sa&So 14:00–18:00 h und nach Vereinbarung Ignacio Ruiz – Dessin Zeichnung 9.10. – 30.10.

Riggisberg

Galerie Christoph Abbühl Schaalgasse 9, 4500 Solothurn Telefon 079 683 03 28

Haus der Kunst St. Josef Baselstrasse 27, 4500 Solothurn Telefon 032 621 09 80 www.hausderkunst.ch Do–So 12:00–18:00 h und nach Vereinbarung John Beech – Door to the Window bis 25.12.

Abegg-Stiftung

Kunstforum Solothurn

Werner Abegg-Strasse 67, 3132 Riggisberg Telefon 031 808 12 01 www.abegg-stiftung.ch

Schaalgasse 9, 4500 Solothurn Telefon 032 621 38 58 www.kunstforum.cc


Expressionisten II, Emil Nolde, Galerie Henze & Ketterer

Erwin Schatzmann, kunstkasten

Do&Fr 15:00–19:00 h / Sa 14:00–17:00 h oder nach Vereinbarung Michael Cleff – Über Gärten 22.10. – 26.11.

ween dog and cats 15.10. – 12.11.

So 10:00–18:00 h Alice Friedli, Gigi Hunter 21.10. – 6.11.

Spiez

Krebser-Haus, Bälliz 64, 3600 Thun Telefon 033 223 12 42 www.galerie-rosengarten.ch Di–Fr 14:00–17:00 h / Sa 10:00–16:00 h Roman Candio – Neue Acrylbilder bis 8.10. Martin Stucki – Strukturbilder, Judith Stucki – Keramiken, Ch. Fritz Minder – Holzplastiken 15.10. – 5.11.

Schloss Spiez Schlossstrasse 16, 3700 Spiez Telefon 033 654 15 06 www.schloss–spiez.ch Mo 14:00–17:00 h / Di–So 10:00–17:00 h Dauerausstellung bis 16.10.

Thun Kunstmuseum Thun Hofstettenstrasse 14, 3602 Thun Telefon 033 225 84 20 www.kunstmuseumthun.ch Di–So 10:00–17:00 h / Mi 10:00–19:00 h Davide Cascio und Peter Stämpfli – James Bond & Pin Ups labor 4: Jörg Köppl: NOW bis 20.11.

Schlossmuseum Thun Schlossberg 1, 3600 Thun Telefon 033 223 20 01 www.schlossthun.ch Täglich 10:00–17:00 h Dauerausstellungen

Thun-Panorama Schadaupark, 3602 Thun Telefon 033 223 24 62 www.dasthunpanorama.ch Einblicke – Thuner Lebenswelten im 19. Jahrhundert bis 30.10.

Galerie art-house Uttigenstrasse 27/354, 3600 Thun Telefon 033 222 93 74 www.art-house.ch Do 16:00–20:00 h / Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00– 16:00 h und nach Vereinbarung Ricardo Fernandez Alberti – almost human – bet-

Galerie Rosengarten Thun

Zug Kunsthaus Zug Dorfstrasse 27, 6301 Zug Telefon 041 725 33 44 www.kunsthauszug.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Carlfriedrich Claus – Geschrieben in Nachtmeer bis 20.11.

Vaduz

Zürich

Kunstraum Engländerbau

Daros Museum

Städtle 37, FL- 9490 Vaduz Telefon 00423 2333 111 www.kunstraum.li Täglich 13:00–17:00 h / Di 13:00–20:00 h Teres Wydler – Full Cycle / Short Cut bis 16.10.

Hubertus Exhibitions, Migros Museum für Gegenwartskunst, Albisriederstrasse 199A, 8047 Zürich Telefon 044 225 65 65 www.daros–latinamerica.net Di–Fr 12:00–18:00 h / Do 12:00–20:00 h / Sa&So 11:00–17:00 h (Wegen Umbauarbeiten auf dem LöwenbräuAreal bleibt Daros Museum bis im Frühjahr 2012 geschlossen. In der Zwischenzeit ist das Daros Museum mit temporären Ausstellungen zu Gast beim Migros Museum im Hubertus) Wifredo Díaz Valdéz bis 6.11.

Winterthur Galerie knoerle & baettig Jägerstrasse 50, 8006 Winterthur www.knoerle-baettig.com Do–Fr 11:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Michel Pérez Pollo – Jugando a comprender – Malerei 22.10. – 22.12.

kunstkasten Katharina Sulzer-Platz, 8400 Winterthur Rund um die Uhr einsehbar Erwin Schatzmann – Inseln – Eine Installation im Rahmen des Projekts «7 Seen für Winterthur» 29.10. – 4.12.

Worb

Haus Konstruktiv Selnaustrasse 25, 8001 Zürich Telefon 044 217 70 80 www.hauskonstruktiv.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Mi 12:00–20:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h Mai-Thu Perret – I dream of the code of the west – Zurich Art Prize 2011 Die phantastischen Vier – Zürich Konkret: Max Bill, Camille Graeser, Verena Loewensberg, Richard Paul Lohse & Special Friends bis 23.10.

Galerie Atelier Worb

Helmhaus

Enggisteinstrasse 2, beim Bahnhof RBS, 3076 Worb www.atelierworb.ch Di–Fr 15:00–20:00 h / Sa 12:00–18:00 h /

Limmatquai 31, 8001 Zürich Telefon 044 251 61 77 www.helmhaus.org

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 27

Ricardo Fernandez Alberti, Galerie art-house


Mani Matter, Landesmuseum Zürich

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 28

Di–So 10:00–18:00 h / Do 10:00–20:00 h Welt-Bilder 4 bis 13.11.

Landesmuseum Zürich Museumstrasse 2, 8023 Zürich Telefon 044 218 65 49 www.nationalmuseum.ch Di–So 10:00–17:00 h / Do 10:00–19:00 h A.-L. Breguet. Die Uhrmacherkunst erobert die Welt 7.10. – 8.1.12 Mani Matter (1936–1972) bis 2.10. WWF. Eine Biografie bis 23.10. Dauerausstellungen: Geschichte Schweiz, Galerie Sammlungen, Möbel und Räume der Schweiz, Waffenturm

Museum Bellerive Höschgasse 3, 8008 Zürich Telefon 043 446 44 69 www.museum-gestaltung.ch Di–So 10:00–17:00 h / Do 10:00-20:00 h Cartier Time Art bis 5.11.

Museum für Gestaltung Zürich Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich Telefon 043 446 67 67 www.museum-gestaltung.ch Di–So 10:00–17:00 h / Mi 10:00–20:00 h Showcase III – Ausstellen & Vermitteln 18.10. – 6.11. (Vestibül) Gute Bauten der Stadt Zürich bis 9.10. (Vestibül) François Berthoud – Die Kunst der Modeillustration bis 9.10. (Galerie) Hochhaus – Wunsch und Wirklichkeit bis 2.1.12 (Halle) Schweiz. Nationalbank Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich Städtebummel bis 7.11.

Hochhaus, Museum für Gestaltung

Aufschlussreiches Borneo, Völkerkundemuseum der Universität Zürich

Uhrenmuseum Beyer

Art Concept

Bahnhofstrasse 31, 8001 Zürich Telefon 043 344 63 63 www.beyer-ch.com/museum Mo–Fr 14:00–18:00 h Dauerausstellung

Militärstrasse 83, 8004 Zürich Telefon 079 378 10 36 www.art-concept.ch

Völkerkundemuseum Pelikanstrasse 40, 8001 Zürich Telefon 044 634 90 10 www.musethno.uzh.ch Di–Fr 10:00–13:00 h & 14:00–17:00 h / Sa 14:00– 17:00 h / So 11:00–17:00 h Abgedreht! China töpfert bodennah bis 30.10. Aufschlussreiches Borneo – Objekte, Fotografien und Dokumente des Schweizer Geologen Wolfgang Leupold in Niederländisch-Indien bis 27.11. Willkommene Kunst? Druckgrafiken aus Kanada und Äthiopien bis 26.2.12

AB GALLERY Klausstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 041 982 08 80 www.ab-gallery.com Do&Fr 11:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Ahmed Badry – 2 minutes delay AB PROJECTS: Samira Alikhanzadeh – With the Passage of Time bis 15.10. Barbara Belin – New Works AB PROJECTS: Jun Azumatei 26.10. – 17.12.

Annamarie M. Andersen Galerie Bodmerstrasse 8, 8002 Zürich Telefon 044 281 18 81 www.andersenfineart.com Mi–Fr 12:00–18:00 h und nach Vereinbarung Hommage à Zoran Music – Zoran Music, Alexandre Hollan, Lisa Pruckner, Andreas Legath bis 23.12.

art gallery ryf Militärstrasse 83, 8004 Zürich Telefon 079 393 09 06 www.alvart.ch Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 10:00–16:00 h Hossein Ali Zabehi – Ruhiges Herz 14.10. – 23.10.

atelier 497 – kunst am see Seestrasse 497, 8038 Zürich-Wollishofen Telefon 079 293 70 21 www.atelier497.ch Mi&Fr 15:00–18:00 h / Do 15:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Künstler der Galerie – Bilder und Skulpturen Oktober

art station isabella lanz Hochstr. 28, 8044 Zürich Telefon 043 343 99 44 www.artstation-zuerich.ch Mi–Fr 14:00–19:00 h / Sa 12:00–17:00 h und nach Vereinbarung Zeichen in Bewegung – Harald Naegeli, WilliPeter Hummel bis 8.10. Kunsttanken – Christine Bänninger, Bettina Beres, Robert Bosisio, Annemarie Frascoli, WilliPeter Hummel, Stanislaw Koba, Albert Mauerhofer, Judith Peters, Beata Stankiewicz, Peter Stiefel, Andy Wildi, Manu Wurch 5.11. – 3.12.

Nadja Brykina Gallery Sihlstrasse 91, 8001 Zürich Telefon 044 222 05 05 www.brykina.com Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 11:00–17:00 h Andrei Krasulin – Material. Prozess. Intuition bis 14.10. Russland heute 28.10. – 23.12.


Werner Casty, Kunstraum R57

Esther Stocker, The Essential Collection

Sylva Denzler

Hammer Gallery

Galerie La Ligne

Gemeindestr. 4, 8032 Zürich Telefon 043 268 43 83 www.galerie-sylva-denzler.ch Di–Fr 14:00–18:30 h / Sa 14:00–16:00 h und nach Vereinbarung Klaus Born – Neue Bilder 29.10. – 26.11.

Beethovenstrasse 20, 8002 Zürich Telefon 043 817 62 10 www.hammergallery.ch Mo–Fr 11:30–19:00 h / Sa 11:30–18:00 h und nach Vereinbarung Mat Hennek – The2Circles – Alpenpässe und Woodlands bis 15.10. Young Talents – Stéphanie Marie Couson, Jonathan Heyer, Catherine Leutenegger, Julian Salinas, Zhang Peng 27.10. – 14.12.

Heinrichstrasse 237 (im Hof), 8005 Zürich Telefon 043 205 28 29 www.galerie-la-ligne.ch Di–Fr 11:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Räume – müller-emil & Gerhard Frömel bis 8.10. John Carter – Between Dimensions 15.10. – 26.11.

Elten & Elten Wilfriedstr. 19, 8032 Zürich Telefon 044 260 53 30 / 076 390 85 33 www.mve.ch

The Essential Collection Giesshübelstrasse 62 C, 8045 Zürich Telefon 043 333 08 37 www.theessentialcollection.ch Nach Vereinbarung Esther Stocker bis 21.10.

Galerie Bob Gysin Ausstellungsstr. 24, 8005 Zürich Telefon 044 278 40 60 www.gbg-galerie.ch Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Christoph Hänsli – Hauptschalter bis 19.11.

Christophe Guye Galerie Dufourstrasse 31, 8008 Zürich Telefon 044 252 01 11 www.christopheguye.com Mo–Fr 11:00–17:00 h / Sa 12:00–18:00 h Helsinki School – Nanna Hänninen, Sandra Kantanen, Ola Kolehmainen, Anni Leppäla, Niko Luoma, Jaana Maijala, Susanna Majuri, Riitta Päiväläinen, Nelli Palomäki, Jyrki Parantainen und Tuomo Rainio bis 22.10. Syoin Kaji – Tsuki (DittingRaum, Rennweg 35, 8001 Zürich) bis 15.10. Michael Wolf – Life in Cities 28.10. – 26.11.

Häusler Contemporary Stampfenbachstr. 59, 8006 Zürich Telefon 043 810 04 26 www.haeusler-contemporary.com Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Curator’s Choice – Energies, unplugged and reloaded bis 5.11.

Galerie Kashya Hildebrand Talstrasse 58, 8001 Zürich Telefon 044 210 02 02 www.kashyahildebrand.org Mo–Fr 11:00–18:30 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung Marwan Sahmarani – The Wolf was Crying like a Child bis 8.10. Nobina Gupta – Prana – The Life within 20.10. – 3.12.

Katz Contemporary Talstrasse 83, 8001 Zurich Telefon 044 212 22 00 www.katzcontemporary.com Di– Fr 11:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Florian Bühler – Wärme- und Kältequellen Nino Baumgartner – 24.05.2011 – 24.08.2011 bis 15.10. Gabi Hamm, Martina von Meyenburg 28.10. – 23.12.

Galerie Kornfeld Titlisstrasse 48, 8032 Zürich Telefon 044 251 03 60 www.kornfeld.ch

Galerie Lange + Pult Limmatstrasse 291, 8005 Zürich Telefon 044 212 20 00 www.langepult.com Di-Fr 12:00-18:00 h / Sa 11:00-17:00 h Didier Rittener bis 15.10.

Anne Mosseri-Marlio Galerie AG Bleicherweg 33, 8002 Zürich Telefon 043 243 03 80 www.annemoma.com Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Delphine Coindet – Le partage des pouvoirs bis 8.10. Société Réaliste – Archiscriptons 28.10. – 17.12.

Mark Müller Hafnerstrasse 44, 8005 Zürich Telefon 044 211 8155 www.markmueller.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Judy Millar – Push, Pop, Stack! 8.10. – 12.11.

Galerie Nordstrasse 152 Nordstr. 152 (Innenhof), 8037 Zürich Telefon 044 364 62 46 www.galerie-nordstrasse.ch Fr 18:00–21:00 h / Sa&So 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Christine Zwicky, Katrin Riesterer-Imboden 7.10. – 5.11.

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 29

Kunsttanken, Judith Peters, art station isabella lanz


Hossein Ali Zabehi, art gallery ryf

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 30

Galerie Proarta Bleicherweg 20, 8002 Zürich Telefon 044 202 02 02 www.proarta.ch Di–Fr 11:00–18:00 / Sa 11:00–16:00 h Gary Komarin bis 13.10. Björn Wessman – Wessmanland 20.10. – 15.12.

Kunstraum R57 Röschibachstrasse 57, 8037 Zürich Telefon 076 589 67 82 www.R57.ch Mi–Fr 17:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 Werner Casty 7.10. – 27.10.

Galerie Rosenberg Staffelstrasse 12, 8045 Zürich Telefon 044 311 79 52 www.galerie-rosenberg.ch Mi–Fr 13:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Pierre Haubensak – pochoirs bis 8.10. Patrik Brida (Raum 3) 12.10. – 5.11. Rolf Winnewisser – Neue Bilder 26.10. – 3.12.

Russland heute, Alla Esipovich, Nadja Brykina Gallery

Maria Zgraggen, Galerie Susanna Rüegg

Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung Alex Herzog 26.10. – 26.10.

Kornel 6.10. – 9.10.

Galerie Schlégl Minervastr. 119, 8032 Zürich Telefon 044 383 49 63 www.galerieschlegl.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–13:00 h & 14:00– 16:00 h Wolfram Ullrich, Conrad Meier bis 19.11.

Barbara Seiler Galerie Anwandstrasse 67, 8004 Zürich Telefon 043 317 42 10 www.barbaraseiler.ch Mi-Fr 14:00-18:00 h / Sa 12:00-16:00 h und nach Vereinbarung Dina Danish – A Matter of Time 8.10. – 3.12.

semina rerum – Iréne Preiswerk Cäcilienstrasse 3, 8032 Zürich Telefon 044 251 26 39 www.seminarerum.ch Do&Fr 14:00–18:00 h / Sa 13:00–17:00 h Nives Widauer bis 15.10.

Galerie Susanna Rüegg

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Militärstr. 76, 5. OG, 8004 Zürich Telefon 044 211 53 00 www.susannarueegg.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h oder nach Vereinbarung Stille, vermessen – 4 Positionen aus Ob- und Nidwalden: Eugen Bollin, Heini Gut, Charlie Lutz, Rochus Lussi bis 8.10. Maria Zgraggen & Otto Grimm – Papierarbeiten 22.10. – 10.12.

Sihlquai 55, 8005 Zürich www.sihlquai55.ch Do&Fr 15:00–19:00 h / Sa 13:00–17:00 h About Painting 1: Zürich – Florian Bühler, Alison Dalwood, The Gao Brothers, Stephan Hausmeister, Margret Hoppe, Raphael Linsi & Pedro Wirz, Bettina Mürner, Tobias Oehmichen, P.F.T., Gerald Smith, Bertold Stallmach, Sebastian Utzni 6.10. – 27.10.

Sam Scherrer Contemporary Kleinstrasse 16, 2. Stock, 8008 Zürich Telefon 044 260 44 33 www.samscherrer.ch

SOON.ZH Militärstrasse 83, 8003 Zürich (in der art gallery ryf) www.soon-art.ch Do 6.10. ab 17:00 h (Vernissage) / Fr 7.10. 14:00–20:00 h / Sa 8.10. 10:00–20:00 h / So 9.10. 10:00–17:00 h

Galerie Erich Storrer Scheuchzerstr. 25, 8006 Zürich Telefon 044 362 73 14 www.galeriestorrer.com Geöffnet nach Vereinbarung Gunter Damisch – Bilder-Skulpturen-Zeichnungen bis 25.10.

Keller Galerie Heidi Suter Selnaustrasse 15, 8001 Zürich Telefon 044 202 09 63 / 079 329 58 56 Di–Fr 14:00–18:30 h / Sa 12:00–17:00 h und nach Vereinbarung Retrospektive 30 Jahre Keller Galerie 8.10.– 29.10.

Verein für Originalgraphik Verena Conzett-Str. 7, 8004 Zürich Telefon 044 241 53 00 www.vfo.ch Mi 15:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Edition August 2011 – Istvan Balogh, Zuni Halpern, Barbara Heé, Nils Nova, Cécile Wick, Annelies Strba und Bernhard Schobinger bis 2.11.

Annemarie Verna Galerie Neptunstr. 42, 8032 Zürich Telefon 044 262 38 20 www.annemarie-verna.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–14:00 h und nach Vereinbarung Joseph Egan – across the board bis 15.10. Jerry Zeniuk – Retrospektive – Paintings 1977–2011 29.10. – 21.1.12

Fabian & Claude Walter Galerie g27, Grubenstrasse 27, 8045 Zürich Telefon 044 440 40 18 www.fabian-claude-walter.com Mi–Fr 12:00–18:00 h / Sa 10:00–14:00 h und nach Vereinbarung Abstraction & Illusion – Sean Dawson (GB) &


Jean Miotte, Galerie WILD

Klaus Born, Galerie Sylva Denzler

Arnold Helbling (CH) 31.10. – 11.11.

Kaserne Basel

Galerie WILD

OKTOBERHIGHLIGHTS

Heinrichstrasse 215, 8005 Zürich Telefon 043 960 34 84 www.galerie-wild.ch Mi–Fr 13:00–18:30 h / Sa 12:00–14:00 h und nach Vereinbarung Kunst aus Kolumbien bis 8.10. 30 Jahre Galerie WILD Zürich/Frankfurt – Künstler der Galerie 28.10. – Januar 2012

Zuzwil station8 Hauptstrasse 8, 3303 Zuzwil Telefon 031 761 10 69 www.station8.ch

art ensuite Kunstkalender Oktober 2011 | 31

Abstraction & Illusion, Arnold Helbling, Fabian und Claude Walter Galerie

SA 01.10. Michael Koch | Theater Mein Kopfschuss sitzt nicht Sandweg & Velte, die Banditen von Basel

SA 08.10. The Dø | Musik Support: Jeanne Added

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DI 18. – DO 20.10. Das Helmi | Theater Die Verlobung in Santo Domingo - Das Kleistmusical

DO 27.10. Marianne Faithfull & Sinfonieorchester Basel | Musik MI 26. – FR 28.10. Laura de Weck | Theater Mit freundlicher Unterstützung von

www.kaserne-basel.ch

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(mr), Sylvia Mutti (sm), Nicola Schröder (ns), Heidi Schlumpf Steimer (hss), Jana Vanecek (jv), Marianne Wagner (mw) Korrektorat: Monique Meyer

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