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Bericht 2011

Verein f端r Krebsforschung Arlesheim Schweiz

Lukas Klinik Institut Hiscia


Der Verein für Krebsforschung

Einzahlungen

Die Ziele des Vereins für Krebsforschung sind:

Verein für Krebsforschung Kirschweg 9 CH-4144 Arlesheim Telefon +41 61 706 72 72 Fax +41 61 706 72 00 E-Mail: c.brodmann@vfk.ch Internet: www.vfk.ch

– Erforschung der Krebserkrankung – Weitere Ausarbeitung des von Rudolf Steiner angegebenen Heilmittels – Vervollkommnung der Behandlungsmethoden – Ausbildung von Ärzten in dieser Behandlung Das Heilmittel trägt den Namen Iscador. Es wird aus verschiedenen Mistelsorten (Viscum album) hergestellt. Der Verein für Krebsforschung verfolgt keine materiellen Ziele. Sein ideeller Charakter wurde von den Behörden durch Steuerbefreiung anerkannt. Kontrollstelle ist Streicher & Brotschin Revision und Unternehmensberatung AG, Basel. Der Vorstand Verein für Krebsforschung Iwer Helwig Michael Lorenz Michael Werner

Postcheck Basel 40-4988-9 oder Basellandschaftliche Kantonalbank Arlesheim, Konto-Nr. 16 3.108.686.51 BIC: BLKB CH 22 IBAN: CH 1200769016310868651

Für die Nachbestellung unseres Jahresberichtes, für Adressänderungen und Spendenbescheinigungen wenden Sie sich bitte an: Verein für Krebsforschung z.Hd. Frau Christine Brodmann Kirschweg 9 CH-4144 Arlesheim c.brodmann@vfk.ch

Jeder Autor ist für den Inhalt seines Beitrages selbst verantwortlich. Redaktion: Corina M. Caminada / Silke Helwig

Informationen zur Lukas Klinik:

Druck: Schwabe AG, Muttenz

www.lukasklinik.ch E-Mail: kontakt@lukasklinik.ch Infoline: +41(0)61 702 09 09 Mo 17.00–20.00 Mi 08.00–14.00 Fr 14.00–17.00

Fotos von V. Epper-Reinhart und Artikel P. Klocke, V. Vögtli, S. Dietsche: zVg. Alle weiteren Fotos: Jürg Buess Fotos Doppelseite: aus «Mistelkalender 2011» von Jürg Buess


Bericht 2011


Inhaltsverzeichnis

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Iwer Helwig: Zum Anfang etwas Neues – der Lukas Klinik Tag 2011

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Verena Epper-Reinhart: «Noch nie war ich zuvor so verwöhnt worden, noch nie so ernst genommen»

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Silke Helwig: «Der Arzt fängt da an, wo der Mediziner aufhört»

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Daniela Sauser: Komplementärmedizin gehört in die Grundversicherung – Brief an Bundesrat Burkhalter

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Stephan Baumgartner: Iscador schützt weisse Blutkörperchen

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Michael Werner: Zum Verlauf unserer Iscador-Studie in Serbien

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Peter Klocke: Von Pfoten, Pferden und Pionieren – ein Jahrzehnt Mistelforschung in der Tiermedizin

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Corina Caminada/Vital Vögtli: Dreharbeiten während der Mistelernte auf der schönen Eiche von Montereau/Frankreich

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Sebastian Dietsche: «Warum sich die Mistel an der Eiche die Zähne ausbeisst»

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Renatus Derbidge: Rhythmische Formveränderungen der Mistelbeere in Abhängigkeit von Mond-Tierkreis-Konstellationen

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Buchbesprechungen / Mistilteinn

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Silke Helwig im Gespräch mit Claudia Fuchs

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Personelles: Wir verabschieden / Wir begrüssen

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Wir gratulieren

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Christoph von Dach: Auf der Suche nach einer neuen Ganzheitlichkeit

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Literaturverzeichnis 3


Zum Anfang etwas Neues: Der Lukas Klinik Tag 2011

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r sollte ein Tag der Begegnung, des Austausches werden, Begegnung mit Betroffenen, Menschen mit einer Krebserkrankung, mit Angehörigen, mit Interessierten, mit Menschen, die Interesse an der Arbeit der Lukas Klinik haben, mit Fachpersonen, die etwas über das Behandlungskonzept der Lukas Klinik wissen wollten. Und es wurde so ein Tag, an dem all die Bedürfnisse, all die Wünsche erfüllt wurden, und das Ganze unter einem blauen Himmel mit einer wärmenden Frühlingssonne. Geplant und angemeldet waren 200 Personen, aber es kamen mehr. Der Gemeindesaal der reformierten Kirche in Arlesheim platzte aus allen Nähten. Aber das war kein Problem für die fleissigen Helfer. Bereits jetzt zeigte sich die exzellente Planung und Organisation. Die Wege waren perfekt ausgeschildert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Lukas Klinik-Warnwesten halfen über die Strassen und begleiteten Nachzügler.

Nach einer kurzen Begrüssung durch Christoph von Dach und Michael Lorenz eröffnete Klaviermusik die Tagung. Als erster Redner stellte PD Dr. med. Edward Wight, Leiter der Gynäkologie und gynäkologischen Onkologie der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel, die schulmedizinischen Behandlungskonzepte bei verschiedenen gynäkologischen Krebsgeschehen vor. Eindrückliche Statistiken und Zahlen wurden präsentiert, und besonders die beim Mammakarzinom aufgezeigten Auswertungen stellten Fragen zur Sinnhaftigkeit so mancher Chemotherapie. Es folgte Dr. med. H.-R. Heiligtag mit seinem Referat zum Behandlungskonzept der Lukas Klinik, dem Konzept einer individuellen integrativen Krebsbehandlung. Beide Vorträge, so unterschiedlich sie auch waren, wurden mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt. Dies zeigte sich auch in der regen Beteiligung an der nachfolgenden Fragerunde. Die Kaffeepause entwickelte sich, wie erhofft, zu einer Plattform, auf der sich Betroffene und therapeutisch Tätige trafen. An allen Stehtischen, die im Garten mit Getränken und Gipfeli aufwarteten, wurde fleissig diskutiert und so manche Information ausgetauscht. Im anschliessenden Podiumsgespräch mit dem Titel «Leben mit der Diagnose Krebs – Frauen erzählen», das geprägt war von tiefer Ernsthaftigkeit, gepaart mit einer grossen Prise Humor, stellten sich drei direkt vom Brustkrebs betroffene Frauen den Fragen und Aussagen der Moderatorin Cornelia Kazis. Gemeinsam mit der Ärztin Silke Helwig kamen Regula Gerber und Maria Brun, beide Patientinnen aus der Lukas Klinik, und Monika Schärer, eine in der Schweiz bekannte Fernsehjournalistin, in einen intensiven Erfahrungsaustausch.

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Nach einer sonnigen Mittagspause mit einem hervorragenden Risotto war der Nachmittag von verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops geprägt, die alle sehr gut besucht wurden. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Dr. Hartmut Ramm zur Mistelbiologie, -mythologie und -pharmazeutik. Auch bei diesem Vortrag war der Saal mit interessiert zuhörenden Menschen gefüllt. Fast niemand verliess die Veranstaltung vor der Verabschiedung durch Christoph von Dach. Von den Teilnehmern hörten wir viel Lob, und auch in den nachfolgenden Tagen kamen noch Danksagungen per E-Mail. An dieser Stelle möchte ich auch noch mal allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an diesem Tag beteiligt waren, danken für den Einsatz an ihrer Lukas Klinik. Der Lukas Klinik Tag 2012 wird kommen! So wie der Lukas Klinik Tag Einblick in die Vielfalt unserer Arbeit in Klinik und Forschung gab, so hoffen wir, Ihnen mit dem Jahresbericht 2011 auch einen Einblick in die grosse Spannweite unserer Tätigkeit im Verein für Krebsforschung geben zu können. Eine Spannweite, die über unser zentrales Anliegen, die umfassende individuelle Behandlung unserer Patientinnen und Patienten, hinausgeht. So finden Sie in diesem Jahresbericht Information über die angewandte Forschung, über die Herstellung des Iscadors, bis hin in die weite Welt der Tiermedizin oder des Filmschaffens. Vor Ihnen liegt eine spannende Lektüre, und alle, die an der Erstellung dieses Jahresberichtes beteiligt waren, hoffen, dass Sie einen interessanten Einblick in unsere Arbeit erhalten. Für die wohlwollende Unterstützung unserer Anliegen danken wir Ihnen von Herzen. Iwer Helwig Geschäftsführer Verein für Krebsforschung

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«noch nie war ich zuvor so verwöhnt worden, noch nie so ernst genommen»

Gedanken zu 15 Jahren mit der Lukas Klinik

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en Jahreswechsel 2010/2011 verbrachte ich in der Lukas Klinik, diesmal zur Erholung und Standortbestimmung und nicht wie vor 15 Jahren als Notfall. Es geht mir gut heute! Ich bin mir aber stets bewusst, dass ich meiner Gesundheit Sorge tragen muss. Und das ist nicht einfach neben einem behinderten Mann, einem zeitraubenden, unterbezahlten Job, finanziellen Engpässen, da die Kinder zum Teil noch studieren, usw. Oft bin ich völlig erschöpft und ausgelaugt.

Diese Woche in der Lukas Klinik hat mir unendlich gut getan! Ich konnte mich seit langem wieder einmal entspannen und richtig durchatmen (ohne Asthmaspray!). Die rhythmische Massage, das Lemniskatenbad und die Klangtherapie wirkten so wohltuend! Mahnende Worte erzielen bei mir 6


(leider) oft wenig Erfolg – diese Therapien hingegen gehen nicht über den Kopf, sie wirken direkt auf den Körper. Ich spürte, wie ich ruhiger wurde, Wärme mich durchdrang und wie mein Körper mit den Klängen zu schwingen begann. Auch dank der Eurythmie begann ich meine Mitte wieder zu spüren. Wir bereiteten zusammen ein paar Übungen vor, die ich nun daheim mache zum Tagesbeginn. Dieses kleine Programm hilft mir, dass ich am Morgen nicht gleich loshetze! Frau Dr. Helwig sorgte mit viel Einfühlsamkeit dafür, dass ich mir gute Vorsätze fürs neue Jahr fasste. Schriftlich! Wie kann ich mich besser abgrenzen? Worüber will ich mich nächstes Jahr nicht mehr ärgern? Was muss ich hinnehmen können, ohne dabei zu viel Energie zu verschwenden? Und vor allem: Welches sind meine Kraftquellen? Wie profitiere ich am besten von ihnen? Haben sie ihren Platz im neuen Jahr? Das waren die Fragen, die wir uns stellten. Frau Dr. Helwig legte mir nahe, das alles ernst zu nehmen! Ob ich diese guten Vorsätze berücksichtige oder nicht, davon hängt mein Kräftehaushalt ab und somit meine Gesundheit! In der Lukas Klinik erlebte ich eine Atmosphäre, die mich umgab wie eine warme Hülle! Auch sie trug dazu bei, dass es mir besser ging. Da war diese liebenswürdige Aufmerksamkeit, die einem vom ganzen Personal geschenkt wird. Jeder einzelne Patient wird als Individuum wahrgenommen! Aber auch die Dekorationen, die Blumensträusse, die Gestecke auf den Tischen, der prächtige Weihnachtsbaum gehörten zu dieser Hülle. Das abendliche Zusammensein beim Christbaum während der Heiligen Nächte war ein ganz besonderes Geschenk. Schon vor 15 Jahren half mir diese Wärme, wieder etwas Vertrauen ins Leben zu gewinnen. Ich war damals völlig verängstigt. Ich war 44 Jahre alt, und wir hatten vier Kinder zwischen 4 und 14 Jahren. Es war eine Katastrophe! Alles war so schnell gegangen, die Operation wurde so rasch wie möglich durchgeführt. Und diese lähmende Angst, die man mir machte! Rückblickend hege ich den leisen Verdacht, dass der Gynäkologe mehr Angst hatte als ich, denn ich nahm ja in der ganzen Betriebsamkeit gar nicht recht wahr, worum es eigentlich ging. Man erklärte es mir auch nicht! Es wurde über mich verfügt, man liess mir keine Zeit zum Nachdenken. Es war doch MEINE Brust! Ich fühlte mich völlig hilflos! Erst als ich auch noch eine Serie Termine für eine Chemotherapie in Händen hielt – wie eine Mehrfahrtenkarte für den Bus! –, da erwachte ich und streikte. Mein Vater war ein Jahr zuvor an Krebs gestorben: an der Krankheit oder an der Therapie? Das wird mir immer unklar bleiben. Aber was sonst? Ich brauchte Pflege, vor allem psychische! Eine Bekannte erwähnte die Lukas Klinik. Da ich das Glück gehabt hatte, im Gymnasium zu einem Anthroposophen in den Deutschunterricht gehen zu dürfen, wusste ich sofort, dass die Lukas Klinik die richtige Adresse für mich war. 7


Und tatsächlich! Schon damals halfen mir diese Therapien, wieder etwas zu mir zu kommen, wieder Wärme zu spüren. Schon damals stellte ich mit Dankbarkeit fest, dass ich es noch nie im Leben so schön hatte wie in dieser Klinik, noch nie war ich zuvor so verwöhnt worden, noch nie so ernst genommen. Und schon damals stellte ich mit Verwunderung fest, dass meine Ärztin ohne Angstmacherei auskam! Anstatt meine Gedanken zu lähmen, half sie mir, sie wieder etwas zu ordnen. Ich machte meine ersten Übungen in Biographiearbeit. Die 15 Jahre verliefen nicht ohne Aufregungen! Familiäre Probleme hatten meist physische Auswirkungen, und es waren auch Eingriffe nötig, für die ich in die Paracelsus-Klinik nach Richterswil ging. Frau Dr. Helwig half mir, all die Hürden zu nehmen und die Priorität nicht aus den Augen zu verlieren: meine Gesundheit! Das war nur möglich, weil ich regelmässig zu ihr in die Sprechstunde fuhr. Ich habe das alles 15 Jahre lang gemacht, und das aus dem Tessin! Die ersten zehn Jahre machte ich alle drei Monate sozusagen einen Tagesausflug zu ihr. Seit fast fünf Jahren, seit der Krankheit meines Mannes und einem grösseren Eingriff an der Narbe meinerseits, fahre ich etwa alle sechs Wochen nach Arlesheim zur Iscador-Infusion. Da nimmt sich Frau Dr. Helwig immer Zeit für mich und bespricht mit mir die aktuelle Lage. Sie kennt mich unterdessen sehr gut, mit all meinen starken und schwachen Seiten. Ich brauche diese Begegnungen, sie geben mir Halt, denn ich will diese Krankheit nicht unter den Tisch wischen, ich bin ja innerlich auch gewachsen an ihr und durch sie bewusster geworden. Während der Sprechstunden wird in regelmässigen Abständen (etwa alle drei Monate) eine Blutuntersuchung gemacht. Die zu spritzende Iscador-Menge richtet sich nach den Ergebnissen dieser Analysen. Für mich ist auch das Iscador ganz wichtig! Es ist eine Art «Zaubertrank» (oder Spritze)! Das Iscador wirkt nicht nur physisch kräftigend, es unterstützt auch psychisch. Am Anfang habe ich erlebt, wie ich depressiv wurde in den Pausen zwischen zwei Serien Spritzen. Seit 15 Jahren spritze ich regelmässig Iscador! Es gibt mir Abwehrkräfte (ich bin ganz selten erkältet) und die nötige Energie, um bei guter Laune zu bleiben. Frau Dr. Helwig verdanke ich auch das Wissen um die Biographiearbeit. Diese gibt mir eine zusätzliche solide Basis, Krisen anzupacken. Seit bald 15 Jahren gehe ich, anfangs regelmässig, heute noch ab und zu, nach Zürich zu Christian Althaus. Es sind für mich wichtige Auszeiten, wo ich zurücktreten kann und versuche, besser zu verstehen, was in meinem Leben «abgeht». Ich weiss nicht, wie ich die plötzliche Krankheit meines Mannes auch noch verkraftet hätte ohne Biographiearbeit! Ich bin unendlich dankbar, Frau Dr. Helwig und die Lukas Klinik im Rücken zu wissen! Verena Epper-Reinhart 8


«Der Arzt fängt da an, wo der Mediziner aufhört» Prof. Mumenthaler1 – Die Haltung des anthroposophischen Arztes

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as meinte Prof. Mumenthaler mit dieser Aussage in seiner Rede anlässlich der Staatsexamensfeier 2006 im Grossmünster in Zürich?

Der Mediziner, er steht sattelfest in seinem fachlichen Wissen des Berufes. Der Arzt aber drückt sich durch seine Haltung aus, eine Haltung, die den Patienten als einmalige Individualität ins Auge fasst. Eine Haltung, die zu Kopf und Hand eine Herzensaufmerksamkeit entfaltet, Denken und Handeln durchdringt, sich erwärmt für diesen einzelnen Menschen. Diese Haltung lässt im hilfesuchenden Menschen Vertrauen entstehen, oft schon in der ersten Begegnung. Vertrauen, das einen tragfähigen Boden schafft für den nicht immer einfachen Weg, den es gemeinsam zu gehen heisst. Das heutige Medizinsystem betont in der Ausbildung und Organisation den Wissensteil, die Entwicklung von Standards, Leitlinien. Daneben ist unter dem Druck der Kosten des Gesundheitssystems eine stark an der Kostenoptimierung ausgerichtete Organisation Alltag. Dies führt dazu, dass jemand, der mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, sehr oft von einer «medizinischen» Lawine überrollt wird. Nicht vielen gelingt es selbst, sich aus der Lawine zu befreien, den Kopf oben zu behalten und «Stop» zu sagen. «Ich will erst einmal begreifen, mich besinnen, innerlich nachkommen, um dann wirklich bei den notwendigen Therapien nicht nur körperlich, sondern auch innerlich, als ganzer Mensch, dabei sein zu können.» Nicht Hals über Kopf, sondern Schritt für Schritt. Die Diagnose Krebs ist selten wie beim Herzinfarkt ein Notfall, der unmittelbare Therapien zwingend benötigt, um der Gesundheit zu einer Chance zu verhelfen. Es ist Zeit da, in Ruhe zu entscheiden, sich Beratung/Beistand zu holen, so wie es dem Bedürfnis entspricht. Für viele Betroffene kommt erst nach dem ersten «Überrolltwerden durch die Lawine» die Phase der Besinnung und damit die erste Kontaktaufnahme mit uns Ärzten an der Lukas Klinik. Unser Anliegen ist es, möglichst von Anfang an die Patienten ärztlich zu begleiten. Mit der vorher beschriebenen Haltung, die Patienten von vornherein nicht als 1 Prof. Dr. med. M. Mumenthaler: Rede im Grossmünster Zürich 2006. SAEZ 2007; 88:1 9


medizinische Fälle mit bestimmten Daten/Diagnosen zu betrachten, sondern ihren seelisch-geistigen Anteil und ihren Lebenszusammenhang mit einzubeziehen. Was heisst das konkret? Es heisst, sie zusätzlich in ihrem biographischen Zusammenhang zu sehen, nicht nur auf den erkrankten Anteil zu schauen, dort oder dafür therapeutische Hilfe anzubieten, sondern in aufmerksam geführten Gesprächen aufzuspüren, wo im einzelnen Menschen selber gesundende Kräfte liegen. Diese gilt es durch zusätzliche Hinweise und Therapien zu aktivieren. «Das Ziel der Medizin ist die Zuordnung von Patienten zu diesen Typen – das Schaffen von Wissen über den Gesundheitszustand. Um dieses Wissen schaffen zu können, muss vom Individuum abstrahiert werden. Bei der Information und den Entscheidungen über das weitere Procedere tritt das Individuum wieder ins Zentrum.» Prof. Steurer in seinem Beitrag in der schweizerischen Ärztezeitung2. Der erste Teil dieser Aussage ist heute meist sehr gut ausgebildet, der zweite Teil aber? Was macht anthroposophische Ärzte aus? Nun, nicht allein das Menschenbild, das Leib, Seele und Geist umfasst und daraus resultierend einen anderen Ansatz für Gesundheit und Krankheit ergibt. Oder das Wissen über viele Heilmittel, die auch der Natur entnommen sind. Nein, es kommt hinzu, dass uns die Möglichkeit zu einem inneren Schulungsweg gegeben wurde, den jeder von uns schrittweise übend geht, um genau jene Haltung zu entwickeln. Den Willen und den Mut zum Heilen zu stärken, das liebevolle Interesse für die Patienten zu entwickeln, das Einmalige auch jeder Arzt-Patienten-Beziehung zu bejahen und Verantwortung hierfür zu übernehmen. Wenn von Jean Martin in der Ärztezeitung 3 Edouard Jéquier-Doge zitiert wird in seinem Artikel, er habe in seiner Antrittsvorlesung gesprochen von «den Patienten, die gesund werden, um ihren Therapeuten eine Freude zu machen», so können wir hier auch etwas erkennen, was uns anthroposophischen Ärzten von Rudolf Steiner gesagt wurde: «Wenn wir nur recht stark in uns den Heilwillen entwickeln und dieser dann von der Individualität des Kranken empfunden wird, dass bei dem Kranken selbst dann in gewisser Weise ein Reflex entsteht im Sinne von Gesundwerdewillen. Heilwillen auf der einen Seite, Gesundwerdewillen auf der anderen Seite.»

2 Prof. Dr. med. J. Steurer. SAEZ 2011; 92:7 3 Edouard Jéquier-Doge zitiert in «Jean Martin: EBM ist eine wichtige Komponente der medizinischen Praxis, doch nicht die einzige». SAEZ 2011; 92:7 10


Diese Beziehungsmedizin ist es, in Verbindung mit einer guten medizinischen Ausbildung, die uns zum Arzt werden lässt und die Grundlage gibt, immer wieder Anteil nehmen zu dürfen an sich entwickelnden, gesundenden Menschen. Bernhard Lowen, der Erfinder des Defibrillators, hat diese Notwendigkeit des Miteinanders beider Qualitäten kurz ausgedrückt: «Die Fürsorge für einen Patienten ohne Wissenschaft ist zwar gut gemeinte Freundlichkeit, nicht aber gute Medizin … andererseits beraubt eine Wissenschaft ohne Fürsorge und Anteilnahme die Medizin ihrer heilenden Fähigkeit.» Diese Qualitäten gilt es in der ärztlichen Begleitung gerade bei an Krebs Erkrankten frühestmöglich zu vereinen. Von unserer Seite lässt sich dies am besten erreichen in einer von Beginn an intensiven Behandlung im behüteten Rahmen der Klinik mit ihrem umfassenden Therapiebouquet, begleitet in einer tragfähigen, vertrauensvollen ArztPatienten-Beziehung. Diese hilft, oftmals über lange Zeit, immer wieder den Boden zu finden, um den Lebensweg weiter selbstgemäss, sich gesundend gehen zu können. Silke Helwig Ärztin Lukas Klinik

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Komplementärmedizin gehört in die Grundversicherung Herrn Bundesrat Didier Burkhalter Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern EDI Schwanengasse 2 3003 Bern

Sehr geehrter Herr Bundesrat Wie viele andere habe ich wahrnehmen können die kürzlich getroffene Entscheidung der «Eidgenössischen Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen» (ELGK), die dem Bundesrat empfiehlt, die fünf komplementärmedizinischen Methoden nicht wieder in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) aufzunehmen. In der Lukas Klinik in Arlesheim habe ich die anthroposophische Medizin selber kennengelernt und die nachhaltige Wirkung dieser fundierten Behandlungsmethode am eigenen Körper erfahren. Ich selber bin in einer Arztfamilie gross geworden und nach meiner Krebsoperation vor vierzehneinhalb Jahren absolut zufällig an die Lukas Klinik geraten. Aus diesem Grund ist die anthroposophische Medizin die einzige alternative Medizin, zu der ich eine Ansicht äussern kann und dies auch tun möchte. Durch meine Herkunft ist es leicht zu erklären, dass ich mich zuerst durch schulische Medizin (Chirurgie) behandeln liess. Dass diese für meinen seelischen Zustand wenig zu tun vermochte, war mir damals und ist es auch nach diesem langen zeitlichen Abstand für mich vollkommen klar. Ganz anders in der Lukas Klinik, die ich damals im Jahre 1996 sehr skeptisch und mit Vorbehalt betreten habe. Noch heute weiss ich, dass ich fünf Minuten, nachdem die Ärztin mein Zimmer betreten hatte, mir das absolut nicht vorstellen konnte, nicht unbedingt wegen dieser Erkrankung in der nahen Zukunft sterben zu müssen. Die ganzen vier Wochen, die ich damals in der Klinik liebevoll mit Anwendung aller Methoden, an die die Anthroposophie glaubt, behandelt wurde, wartete ich sehnsüchtig auf den Moment, in dem die Ärztin (zweimal pro Tag) in mein Zimmer trat. Gegen die Heilmethoden habe ich mich weder gewehrt noch an diese besonders geglaubt; ich habe mich einfach besser als überall sonst gefühlt. Bis zum heutigen Tag mache ich regelmässig die eurythmischen Übungen, die man mir im Sommer 1996 beigebracht hat. Ich gehe zweimal pro Jahr noch immer zur gleichen Ärztin zur Kontrolle, und obwohl ich weiterhin unter Ärzten der traditionellen Prägung lebe und selber nie Anthroposophin wurde, wurde mir zu meinem grossen Glück ein Besuch bei einem traditionellen Onkologen erspart. 12


Dies ist eine sehr persönliche Erfahrung, wie Sie, Herr Bundesrat, sicher viele zu lesen bekommen werden. Für Sie mag vermutlich von Interesse sein, wie unendlich viel Geld meiner Krankenkasse und mir in diesen Jahren erspart wurde. Ich hatte bis zum heutigen Tag keine Chemotherapie, keine einzige CTUntersuchung, kein einziges MRI und hatte eine einzige Lungenaufnahme, die glücklicherweise keinen Zusammenhang mit meiner ursprünglichen Erkrankung hatte. Selbstverständlich wäre dies nicht möglich gewesen, wenn ich gemeint hätte, dass man durch ständige Kontrolle und Untersuchungen mit teureren Maschinen gesund oder länger gesund bleibt. Der Lukas Klinik ist es bis heute gelungen, mich durch weniger komplizierte und billigere Untersuchungen zu beruhigen. Man kann sagen, dass ich vielleicht zu den glücklichen Menschen gehöre, die auf jeden Fall bis heute gesund geblieben wären. Wie ich aber die vielen Jahre verbringen durfte, dies war vielleicht das Entscheidende. Ich selber habe immer eine Zusatzversicherung gehabt, und dies hat mir die Nutzung der anthroposophischen Medizin ermöglicht. Es wäre sicher gerecht, wenn auch Menschen, die sich eine Zusatzversicherung nicht oder leider nicht mehr leisten können, einen Zugang zur anthroposophischen Medizin haben könnten. Ich bitte Sie deswegen, sehr geehrter Herr Bundesrat, Ihre Verantwortung gegenüber dem Volksentscheid wahrzunehmen, die Empfehlung der ELGK in demokratischer Hinsicht zu überdenken und die zur Diskussion stehenden komplementärmedizinischen Methoden wieder in die Grundversicherung aufzunehmen. Mit herzlichen Grüssen Daniela Sauser

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Iscador schützt weisse Blutkörperchen

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as Spektrum der Wirkungen von Iscador ist weit gefächert. In der Praxis werden immer wieder sehr gute Verläufe beobachtet, wie etwa Rückbildungen des Tumors oder zumindest eine Stabilisierung der Krebserkrankung. Auffällig ist auch, dass bei gleichzeitiger und angepasster Anwendung von Iscador und konventioneller Therapie (Chemotherapie, Bestrahlung, Hormontherapie) die häufig beobachteten Nebenwirkungen der konventionellen Therapie (wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände und Schlafstörungen) stark gelindert werden können und in vielen Fällen sogar ganz ausbleiben. Diese Praxisbeobachtungen konnten in den letzten Jahren in mehreren wissenschaftlichen Beobachtungsstudien an einer grossen Anzahl von Patienten mit verschiedenen Krebsarten (Brustkrebs, Melanom, Darmkrebs und Pankreaskarzinom) nachvollzogen und damit erhärtet und bestätigt werden. Es handelt sich hierbei um die Arbeiten von Paul Bock (2004), Matthias Augustin (2005), Walter Friedel (2009) und Harald Matthes (2010) (genaue Literaturangaben siehe Fachliteraturverzeichnis). Auf welche Vorgänge im menschlichen Organismus diese Linderung der Nebenwirkungen der konventionellen Therapie durch die Behandlung mit Iscador im Einzelnen zurückzuführen ist, ist aber noch nicht vollständig geklärt. Um hierfür weitere Anhaltspunkte zu gewinnen, haben wir eine Laborstudie mit Lymphozyten (weissen Blutkörperchen) durchgeführt. In dieser Untersuchung wurden die Blutzellen, welche von freiwilligen Blutspendern gewonnen wurden, mit Iscador vorbehandelt und anschliessend hohen Dosen von Cyclophosphamid (einem konventionellen Medikament zur Krebsbehandlung) ausgesetzt. Dasselbe Experiment wurde zum Vergleich auch mit Krebszellen durchgeführt. Der Einsatz von Cyclophosphamid in der Krebstherapie beruht auf der Idee, dass die sich schneller teilenden Krebszellen im Wachstum gehemmt und abgetötet werden sollen, währenddem die gesunden, sich langsamer entwickelnden Körperzellen möglichst wenig beeinflusst werden sollten. In der Praxis werden aber leider auch die gesunden Körperzellen durch die Chemotherapie oft beeinträchtigt, was auch zu den erwähnten Nebenwirkungen der konventionellen Therapie führt. In unserer Laborstudie wirkte Cyclophosphamid wie erwartet hemmend auf den Stoffwechsel und die Zellteilung der Zellen, sowohl bei den Krebszellen 14


als auch bei den weissen Blutkörperchen. Wenn die weissen Blutzellen mit Iscador vorbehandelt wurden, war der Effekt von Cyclophosphamid auf diese jedoch weit weniger ausgeprägt: der hemmende Effekt des Chemotherapeutikums konnte bei optimaler Dosierung durch Iscador um mehr als die Hälfte neutralisiert werden. Bei den parallel durchgeführten Experimenten mit den Krebszellen hemmte Iscador die Wirkungen von Cyclophosphamid jedoch nicht, sondern verstärkte sogar dessen hemmende Wirkung auf die Zellteilung. Damit wird klar, dass in unserer Laborstudie eine Behandlung mit Iscador die weissen Blutkörperchen vor den Wirkungen von Cyclophosphamid in einem grossen Ausmass zu schützen vermochte, währenddem die Krebszellen keinen solchen Schutzeffekt durch Iscador erfuhren, sondern durch das Chemotherapeutikum voll getroffen wurden. Diese Beobachtung im Labor entspricht genau den Erfahrungen aus der Praxis sowie denjenigen der klinischen Studien (s.o.): eine Iscador-Behandlung führt sowohl zu einer Reduktion der Nebenwirkungen der konventionellen Therapie und damit zu einer besseren Lebensqualität als auch zu einer Verlängerung der Überlebenszeit. Die Resultate dieser Laborstudie motivieren uns nun, den Iscador-Schutzeffekt auf gesunde Körperzellen genauer zu untersuchen. Wir erwarten uns davon ein besseres Verständnis der in den einzelnen Zellen ablaufenden Prozesse, die dazu führen, dass die gesunden Zellen weniger empfindlich auf Cyclophosphamid reagieren. Diese Kenntnis sollte uns dann ermöglichen, sowohl Iscador selbst als auch seine Anwendung in der Praxis weiter zu optimieren. Dr. Stephan Baumgartner

Fachliteraturangabe: Burkhart J, Wälchli C, Heusser P, Weissenstein U, Baumgartner S, Andres A-C: In vitro investigation into the potential of a mistletoe extract to alleviate adverse effects of cyclophosphamide. Alternative Therapies in Health and Medicine 2010; 16: S. 40–48. 15


Zum Verlauf unserer Iscador-Studie in Belgrad

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m letzten Jahresbericht wurde an dieser Stelle über die zurzeit in Serbien durchgeführte Studie mit dem Präparat Iscador Qu zur Behandlung des Pankreaskarzinoms berichtet. Nun ist ein weiteres Jahr vergangen, und der Verlauf dieser Studie soll hier aktualisiert werden. Vorweg aber einige Worte zu den Rahmenbedingungen.

Wir, das heisst der Verein für Krebsforschung als Hersteller der IscadorPräparate und die Firma Weleda als Fertigprodukthersteller und Vertreiber im Markt, befinden uns vor allem auf dem grössten und entscheidenden Iscador-Markt in Deutschland seit über 10 Jahren in einer sehr schwierigen Situation, denn der Absatz an Iscador-Ampullen nimmt stetig ab. Das hat sicherlich nichts mit der Qualität oder der Wirksamkeit unserer Präparate zu tun und ist auch nicht auf das Iscador beschränkt, sondern betrifft die ganze Familie der Mistelpräparate und darüber hinaus im Wesentlichen den gesamten Markt der komplementärmedizinischen Medikamente. Zum Absatzrückgang der Mistelpräparate muss der sicherlich entscheidende Grund dafür darin gesucht werden, dass Krebspatienten in den letzten Jahren zunehmend von Onkologen bzw. onkologischen Zentren betreut werden, welche es in dieser Form und in diesem Umfang früher nicht gab. Die Langzeitbetreuung von Krebspatienten durch Hausärzte und selbst durch Fachärzte wie Internisten oder Gynäkologen wird zunehmend seltener. Nun sind die hochspezialisierten onkologischen Fachärzte in aller Regel gegenüber den komplementärmedizinischen Methoden und Massnahmen und den dazu gehörenden Pflanzenpräparaten von Hause aus sehr kritisch eingestellt. Sie stehen zumeist an der Spitze der konventionellen medizinischen Forschung und Entwicklung, sind mit den Universitäten und Hochschulen eng verbunden und dadurch vornehmlich streng schulmedizinisch orientiert. Diesem Umstand müssen wir zunehmend Rechnung tragen, und das geht am besten über fundierte, sachliche und wissenschaftlich geprägte Informationen. Darum haben wir uns natürlich schon immer bemüht. Zusätzlich dazu werden heute aber überzeugende wissenschaftliche Belege bezüglich der Arzneimittelsicherheit, der Verträglichkeit und vor allem der Wirksamkeit verlangt; bei den Mistelpräparaten zunehmend auch in Verbindung mit den konventionellen Therapiemethoden wie Chemotherapie, Strahlentherapie und der Verabreichung von Hormonen etc. Das beste und anerkannteste Mittel, um diese Belege zur Wirksamkeit einer Iscador-Therapie zu erbringen und damit auch bei kritischen Onkologen Ver16


trauen zu erzeugen, sind die klassischen klinischen Studien: prospektiv, randomisiert und am liebsten doppelblind. Letzteres ist mit Mistelpräparaten wegen der zwangsläufigen Entblindung der meisten Mistelpatienten durch die Lokalreaktion an der Einstichstelle allerdings nicht möglich. Als solche Studie wurde die schon oben erwähnte Untersuchung mit Pankreaskarzinom-Patienten in Serbien konzipiert und der aktuelle Verlauf dieser Studie gibt in der Tat zu grossen Hoffnungen Anlass. Seit Beginn der Studie im Januar 2009 bis heute (März 2011) konnten fast 250 der 400 geplanten Patienten aufgenommen werden. Davon bekommt die eine Hälfte als Kontrollgruppe die ortsübliche Standardtherapie und die andere Hälfte das Gleiche plus eine Misteltherapie mit dem Präparat Iscador Qu aus der Eichenmistel. Die Behandlungs- und Beobachtungszeit beträgt protokollgemäss in jedem Fall zwölf Monate. Obwohl die offizielle Zwischenauswertung der Studie erst erfolgt, wenn 200 Patienten diese Beobachtungszeit von zwölf Monaten hinter sich gebracht haben – was im Herbst diesen Jahres der Fall sein wird –, kann man jetzt schon einiges zum Ergebnis der Studie vorhersagen, denn die Studie selbst wird «offen» durchgeführt. Das heisst, die betreuenden Ärzte wissen genau, welche Patienten in der Iscador- und welche in der Kontrollgruppe sind. Alle wichtigen und interessanten Patientendaten und damit der Krankheitsverlauf werden in fest vorgegebenen Zeitintervallen erfasst und dokumentiert, im Verlaufe des Behandlungsjahres genau genommen siebenmal. Erfasst wird dabei vor allem und ganz gezielt die Lebensqualität der Patienten und – wegen der Schwere und des fortgeschrittenen Stadiums der Erkrankung und der damit verbundenen schlechten Prognose – die Überlebenszeit der Patienten seit Beginn der Studie. Leider hat bis heute kein Patient der Kontrollgruppe die Endvisite nach zwölf Monaten erreichen können, in der Iscador-Gruppe hingegen eine beeindruckend hohe Anzahl. Das spiegelt die lebensverlängernde Wirkung einer Iscador-Therapie sehr anschaulich wider. Hinzu kommt eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität, die sich in Mass und Zahl überzeugend am Körpergewicht der Patienten aufzeigen lässt. Das mittlere Patientengewicht nimmt in der Kontrollgruppe erwartungsgemäss von Visite zu Visite stetig ab, während es in der Iscador-Gruppe im Verlaufe des Jahres ansteigt (!). Wir sind sicher, dass sich diese Beobachtungen durch die Zwischenauswertung konkret bemessen und damit auch signifikant aufzeigen lassen. Die Veröffentlichung dieser Ergebnisse wird vermutlich bei vielen Onkologen ein ungläubiges Staunen hervorrufen und hoffentlich helfen, der Misteltherapie mit dem Iscador neue Akzeptanz, neue Verbreitung und damit neuen Schwung zu verleihen. Voraussichtlich wird dieses Ergebnis im Frühjahr des nächsten Jahres vorliegen, und wir werden im Jahresbericht 2012 sicherlich ausführlich darüber berichten können. Dr. Michael Werner Betriebsleiter Institut Hiscia 17


Von Pfoten, Pferden und Pionieren – ein Jahrzehnt Mistelforschung in der Tiermedizin

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s begann vor zwölf Jahren. Der Verein für Krebsforschung, die Weleda AG in Arlesheim und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick entschlossen sich, die Wirkungen und Wirksamkeiten von Iscador® in der Tierwelt systematisch zu untersuchen. Das Forschungsteam stiess seinerzeit auf eine kleine Gruppe von nicht einmal zehn Tierärztinnen und Tierärzten in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich, welche die Krebstherapie mit Mistelextrakten, wie sie seit vielen Jahren in der Humanmedizin etabliert war, auch beim Tier mit überzeugenden Erfolgen anwendeten. Es bot sich daher an, diese Erfahrungen zu bündeln und in ein Konzept zu fassen, das es ermöglichen sollte, auch unerfahrenen Anwendern im Veterinärbereich Wissen und Sicherheit in der Misteltherapie zu vermitteln und die Misteltherapie in der tierärztlichen Praxis einzuführen. Das Forschungsteam des FiBL setzte dabei von Anfang an auf eine Mischung aus klinischer Forschung, Anwendung und Beratung. Heute ist die Gruppe international bekannt und die Misteltherapie auch in vormals skeptischen Kreisen etabliert. Dabei waren die ersten Schritte gar nicht einfach. Im Jahr 2001 trafen sich erstmals Hersteller, Forscher und Tierärzte aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Brasilien zum Erfahrungsaustausch in Arlesheim. Es wurden Gemeinsamkeiten in der Anwendung, aber auch Unterschiede diskutiert, die sich aus den verschiedenen Erfahrungen, aber auch aus den jeweils voneinander abweichenden arzneimittelrechtlichen Strukturen der Länder ergaben. Wie sollten daraus einheitliche Richtlinien für die Tiermedizin entstehen? Doch es gelang, und es entstanden mit gut abgestimmten Behandlungsprotokollen die ersten Forschungsprojekte mit den Tierkliniken der Universitäten. Iscador in der universitären Forschung Anfängliches Ziel der Gruppe war es, den Kontakt zu den Universitäten zu etablieren, da nur hier grosse Zentren zur Verfügung standen, die für die klinische Forschung notwendig sind. Dies erwies sich zunächst als grosse Hürde, war doch die Skepsis der Universitäts-Tierärzte unüberhörbar. Die Ursache dafür lag darin, dass es zu diesem Zeitpunkt keinerlei publizierte Forschungsergebnisse in der Veterinärmedizin zum Thema Misteltherapie gab. Auch musste die Komplementärmedizin generell immer noch um Anerkennung an den Hochschulen kämpfen. Die Kontaktaufnahme begann zu einer Zeit, als die Diskussion um die Wissenschaftlichkeit und Lehrplanfähigkeit komplementärer Heilmethoden entbrannt war. Durch das steigende Interesse der Tierbesitzer, 18


dem sich auch die Hochschulkliniken nicht verschliessen konnten, war es der Gruppe dennoch bald möglich, die Kleintierklinik des Tierspitals in Zürich sowie die Pferdeklinik in Bern für eine enge Zusammenarbeit zu gewinnen. Entscheidend war dabei, dass es gelang, die Misteltherapie beim Tier in onkologische Therapiekonzepte einzubinden und damit Therapielücken zu schliessen, wo dies mit herkömmlichen Methoden nicht möglich war. Das Konzept, den Tierbesitzer in die Therapie zu integrieren und nach erfolgter Basistherapie (z.B. chirurgischer Entfernung der Tumoren) eine langfristige Vorbeuge gegen ein Wiederaufflammen der Krebserkrankung zu vermeiden, war überzeugend. Insbesondere in der Therapie der Equinen Sarkoide des Pferdes, deren chirurgische Entfernung zwar Routine ist, die aber mit einer extrem hohen Rate an wiederkehrenden Tumoren verbunden ist, wurde ein Konzept erarbeitet, bei dem die Pferde ohne vorherige Chirurgie über 100 Tage mit Iscador behandelt wurden und dabei im placebokontrollierten Blindversuch ein eindeutiger Therapieeffekt nachgewiesen werden konnte. Dennoch wurde die Durchführung der Arbeit am FiBL in Verbindung mit dem Universitäts-Tierspital in Bern erst durch die Offenheit des Tierarztes des Schweizerischen Nationalgestüts für komplementäre Heilmethoden ermöglicht. Von hier aus wurde ein grosser Teil der Pferde rekrutiert. Auch die Entwicklung der Erforschung der Misteltherapie bei Hunden und Katzen war verbunden mit dem persönlichen Engagement zweier Hochschullehrerinnen, die inzwischen das grösste private veterinäronkologische Kompetenzzentrum in der Schweiz (Animal Oncology and Imaging Center, AOI) gegründet haben. Auch die Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Gross- und Kleintiere der Universität Giessen war bereit, eine Studie zur Misteltherapie bei Gesäugetumoren der Hündin zu unterstützen und durchzuführen. Dort ist Iscador® mittlerweile ebenso fester Bestandteil der Behandlungsstrategien bei Hunden wie in Bern bei Pferden. Mit diesem Netzwerk begann eine rege Erforschung der Misteltherapie beim Tier. Mensch und Tier Der Unterschied einer Iscador-Therapie bei Tieren zur Humanmedizin besteht darin, dass die Tierbesitzer mit hohem persönlichem und teilweise finanziellem Aufwand den Entscheid für eine langfristige und aufwändige Therapie treffen müssen. Befürchtungen, dass diese Überlegung der Mitarbeit und letztlich dem Erfolg hinderlich sein könnte, erwiesen sich allerdings als unbegründet. Zum einen lag dies darin begründet, dass sonst kein bekanntes Therapiekonzept bei Krebserkrankungen den Besitzer derart mit einbezieht, dass er selbst aktiv an der Genesung oder nach einer Operation der Gesunderhaltung der Tiere beteiligt wird. Im Weiteren konnte insbesondere bei Katzen ein Therapieprotokoll Anwendung finden, das die ansonsten zu bevorzugende Injektionsbehandlung durch eine Applikation mit dem Futter (orale Applikation) ersetzte. Dadurch konnte zum einen das Problem der sinkenden Toleranz bei Katzen durch die wiederholten Injektionen umgangen werden, zum anderen auch die Gefahr, durch Injektionen wiederum ein Fibrosarkom zu provo19


zieren. Denn diese stehen vor allem im Rahmen von Impfungen im Verdacht, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung dieser Tumorerkrankung zu spielen («Vakzine-assoziiertes Sarkom»). Inwieweit die orale Therapie mit Mistelextrakten in Zukunft bei Tieren thematisiert werden kann, ist derzeit offen. Zwar stellen Injektionen einen für das Tier nicht begründbaren und damit zumindest längerfristig mit Abwehrreaktion einhergehenden Eingriff dar, aber die hervorragende Akzeptanz bei Hunden und Pferden und die vermutlich deutlich bessere Wirksamkeit lassen die Injektionsbehandlung als Methode der Wahl erscheinen, während orale Behandlungen auf spezifische Indikationen, also dort wo die Spritze vermieden werden sollte, beschränkt bleiben. Nicht vergessen werden darf bei der Ursachenfindung für den hohen Kooperationsgrad von Halter und Therapeut aber die Zufriedenheit der Besitzer, ohne die der Erfolg der Misteltherapie in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Dosisfindung Wie sollte Iscador im Vergleich zu den beim Menschen bekannten Therapieplänen angewendet werden? Da von Beginn an keine spezielle Formulierung für Tiere zur Verfügung stand, mussten die Erfahrungen der Praxis, die pharmakologischen Überlegungen und die vorhandenen Iscador-Formulierungen (Serienpackungen) in die Forschungskonzepte und die Beratung der Tierärzte zusammengeführt werden. In der Humanmedizin gibt es keine Dosisangaben je kg Körpergewicht, wie allgemein in der Veterinärpraxis üblich. Um Vergleiche zwischen den extremen Grössendimensionen der Tierarten, in unserem Fall von der Katze zum Pferd, überhaupt zu ermöglichen, basieren Dosiskalkulationen üblicherweise auf dem metabolischen Körpergewicht (KGW0.75). Ein 75 kg schwerer Mensch besitzt ein KGW0.75 von 25,5 kg. Da der normale Dosisbereich von Iscador bei maximal 5 bis 10 mg/Injektion liegt, beträgt die Maximaldosis beim Menschen 0,2 bis 0,4 mg/kg KGW0.75. Beim Vergleich mit den aus der Praxis bekannten Therapieschemata mit Serienpackungen ergab sich, dass die Maximaldosis Mistelextrakt offenbar nicht dieser Überlegung folgt, sondern mit der Grösse der Tierart abfällt. So erhalten Katzen, von bestimmten Modifikationen abgesehen, bis zu 3 mg, kleine Hunde bis 1,8 mg, grosse Hunde bis 0,6 mg, Pferde hingegen nur bis zu 0,2 mg, in Einzelfällen bis 0,3 mg/kg KGW0.75. 20


Die in der Humanmedizin übliche Prüfung der wirkenden Dosis mittels Beurteilung der Schwellung an der Injektionsstelle und Erhöhungen der Körpertemperatur erwies sich für die Praxis als nur bedingt tauglich, da nur einzelne Pferde mit einer Schwellung, aber keiner der Patienten mit beobachteten Temperaturerhöhungen reagierte. In diesem Bereich müssen zukünftige Forschungsprojekte neue Erkenntnisse zur Dosisfindung liefern. Wirtsbäume Generell wird auch in der Veterinärmedizin die Iscador-Sorte nach den Richtlinien der Humanmedizin ausgewählt. Pferde, bei denen überwiegend Hauttumoren auftreten, werden gemäss Richtlinien mit Iscador P behandelt. Im Rahmen der Tätigkeit der Veterinärgruppe am FiBL gibt es aber Ausnahmen. Zur Behandlung des Haut-Fibrosarkoms der Katze wurden Tropfen zur oralen Behandlung eingesetzt. Da Vorversuche bei Schweinen im Jahr 2001 nur relativ niedrige Antikörpertiter nach Applikation von Iscador über Schleimhäute erbrachten, wurde die Sorte mit der höchsten Konzentration an aktiven Inhaltsstoffen, die Eichenmistel, gewählt und nicht, wie bei Hauttumoren üblich, die Kiefernmistel. Bei Gesäugetumoren der Hündin wurde in Absprache mit der französischen Arbeitsgruppe ein Standardprotokoll mit Kiefernmistel umgesetzt, die in der Humanmedizin nur bei Postmenopausen-Brustkrebs appliziert wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei nachlassender Reaktivität der Tierpatienten Wirtsbaumwechsel nicht nur möglich, sondern oftmals wünschenswert sind. Wann sollte Iscador beim Tier angewendet werden? Trotz aller Vielfalt an Erfahrungen gelang es der internationalen Veterinärgruppe frühzeitig, die Erkrankungen beim Tier zu definieren, die bezüglich der Wirksamkeit, aber auch der Akzeptanz bei Tierärzten und Tierbesitzern aussichtsreich erschienen. Tatsächlich wichen die Vorbehalte, indem die Gruppe Indikationen anbieten konnte, auf welche die herkömmliche Onkologie keine Antworten wusste oder bei denen sie die Behandlungskonzepte als zusätzliche Therapie dankbar annehmen konnte. Grundsätzlich wurde bislang keine Tumorart gefunden, bei der Iscador nicht empfohlen werden kann, Erfahrungen liegen aber besonders dort vor, • wo Forschungsergebnisse vielversprechende Erfolgsaussichten zeigen (Sarkoid des Pferdes, Fibrosarkom der Katze, Gesäugetumoren der Hündinnen), • wo eine herkömmliche Therapie keine Verbesserungen des Zustandes mehr erwarten lässt, • nach Operationen, • begleitend zu anderen Basistherapien. 21


Insbesondere der Begriff der Lebensqualität zieht sich wie ein roter Faden durch die Patiententagebücher. Viele Besitzer berichten von erstaunlichen Verbesserungen des Befindens ihrer Tiere, auch und besonders bei Patienten im Endstadium, die oftmals richtiggehend aufblühen, ehe sie den Kampf gegen die Erkrankung aufgeben müssen. Beratung und Forschung Im Jahre 2009 konnten dann zwei Studien abgeschlossen werden. Die Behandlung mit Iscador P beim Pferd ergab in einer randomisierten Placebountersuchung signifikante Effekte bezüglich der Besserung von Hautsarkoiden. Gleichzeitig wurde die Anwendungsbeobachtung zur Therapie von Fibrosarkomen mit dem Oralpräparat Viscum bei Katzen dargelegt, die ohne Kontrollgruppe erfolgte, im Literaturvergleich aber vergleichbar erfolgreich wie eine Chemotherapie war. Neben diesen Forschungsprojekten ist der Hauptbestandteil der Arbeit der Veterinärgruppe die Beratung von Tierbesitzern, Heilpraktikern und Tierärzten, mittlerweile weltweit. Anfragen aus den Niederlanden, den USA, Südamerika, England und Italien werden inzwischen schnell beantwortet. Inzwischen wurden Tierhalter und -ärzte von je etwa 100 Pferden (und einigen Eseln, die hervorragend auf die Misteltherapie reagieren), Hunden und Katzen zur Therapie beraten und teilweise intensiv betreut. Hinzu kommen etwa 150 Studienpatienten, so dass zur Klientel der Gruppe weit über 400 Patienten zählen. Nicht zuletzt durch die starke Präsenz der Gruppe in der Öffentlichkeit wächst das Interesse an einer Iscador-Behandlung bei Tieren stetig. Dazu beigetragen hat zum einen die Publikation im renommierten «Journal of Veterinary Internal Medicine» über die Arbeit zum Sarkoid bei Pferden 2010. Daneben wurden die Ergebnisse auf internationalen Fachtagungen (München 2007, Berlin 2009 und 2010, Nantes 2009 und 2010) sowie auf den Jahrestagungen verschiedener tierärztlicher Gesellschaften in der Schweiz und Deutschland präsentiert. Im Jahr 2009 wurde ein Fortbildungstag zur Iscador-Therapie nur für Tierärzte in Frick organisiert, der grossen Anklang fand. viscumvet.org Um diese intensiven Beratungs- und Disseminationstätigkeiten besser zu organisieren, wurde im Jahr 2010 eine Website gestaltet, die alle notwendigen Informationen für Tierhalter und Anwender von Iscador® beinhaltet. Unter der Adresse www.viscumvet.org gelangt man in verschiedene Bereiche, getrennt nach allgemeinen Informationen und spezifischen Fakten für Tierärzte. Auch ein interner Bereich für Mitglieder der internationalen viscumvet-Gruppe und die Hersteller von Iscador wurde implementiert. Wir haben darauf Wert gelegt, dass diese Inhalte so kompakt und doch so informativ wie möglich erscheinen. So wurden alle Therapieprotokolle mit den entsprechenden Indikationen bei Pferd und Katze als einseitige Merkblätter umgestaltet, welche herunterladbar sind. 22


Die vielen Informationen lassen sich ergänzen durch die Möglichkeit einer Literaturrecherche entweder auf organic eprints, wo stets alle Publikationen der FiBL-Mitarbeiter gespeichert werden, bei pubmed, wo man die hochrangige medizinische Literatur zum Thema Misteltherapie befragen kann, oder auf den Recherchemasken des Instituts Hiscia, die noch weitaus mehr Referenzen zum Thema Mistel und Iscador® enthält. Fazit Die Therapie mit Iscador bei Tieren ist von vielen schönen Erfolgen gekrönt. Die Pioniere aus Arlesheim und Frick sind inzwischen ein gefragtes Expertenteam, vom Besitzer des kleinsten Haustieres bis zum renommierten Wissenschaftler. Peter Klocke FiBL, viscumvet-Gruppe

Weitere Informationen unter: www.viscumvet.org, www.orgprints.org, www.pubmed.org, www.hiscia.ch 23


Lukas Klinik und Institut Hiscia neu verfilmt!

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m Frühsommer 2010 hat der Verein für Krebsforschung einem jungen Filmteam in Basel den Auftrag gegeben, die Arbeiten in der Lukas Klinik und im Institut Hiscia neu zu verfilmen. Als Vorlage dazu dienten die beiden bereits bestehenden Kurzfilme (Jung 1998) auf DVD, die wir hier im Bericht des VfK schon vorgestellt hatten.

Wir freuen uns sehr, Ihnen die beiden gelungenen neuen Filme (Mistelforschung und -verarbeitung / Krebstherapie in der Lukas Klinik) von je etwa 20 Minuten Lauflänge ab Sommer 2011 vorzustellen. Sie werden auf unserer Homepage www.lukasklinik.ch zu sehen sein und können auch als DVD bei uns kostenlos bezogen werden. Dreharbeiten während der Mistelernte auf der schönen Eiche von Montereau/ Frankreich Dass die Filmaufnahmen der Eichenmistelernte nicht zeitgleich mit den bereits Anfang Jahr festgesetzten Erntedaten vonstatten gehen konnten, stand von Anfang an fest. Die Mistelernte in Frankreich, wo von wildwachsenden Eichen die Misteln eingeholt werden, ist ein mehrtägiges Unternehmen, das in einen festen Zeitrahmen eingespannt ist. Eine Mistelernte dokumentarisch zu begleiten, mit den hohen Ansprüchen eines jungen professionellen Filmteams, musste deshalb als gesondertes Projekt mit genügend Zeit für Wiederholungen und allfälligen Pannen angelegt werden. So wurde die Filmreise nach Frankreich in die erste Woche der Basler Sommerschulferien 2010 gelegt. Dazu wurde von den erfahrenen Mitarbeitern der Mistelkultivierung eine schöne, etwa 250-jährige Eiche bei Montereau (südlich von Paris) in Frankreich ausgewählt. Sie steht frei und erhaben mitten in einer schönen weiten Landschaft, umgeben von einem Kornfeld. So fuhren denn die Hiscia-Mitarbeiter Konrad Urech und Vital Vögtli mit dessen dreizehnjährigem Sohn Samuel am vereinbarten Montagmorgen los in Richtung Montereau. Nach viereinhalb Stunden Autofahrt quer durch Frankreich konnte die ausgewählte Eiche mühelos aufgespürt werden. Auf Konrads genaue Wegbeschreibung war Verlass. Für die genannte Eiche, wie für jede andere der Hiscia genau und über Jahre bekannten Ernteeichen, wurde eine Dokumentationsmappe angelegt, die alle notwendigen Informationen enthält für die jährliche Erntereise. 24


Das Filmteam unter Leitung von Matthias Hefel hatte sich bereits einen Tag zuvor vor Ort eingefunden, um die Umgebung abzutasten, die Geräte einzustellen und alle notwendigen Vorabklärungen zu treffen, die für einen reibungslosen Drehablauf sorgen sollten. Für die spektakulären Flugaufnahmen mit einem ferngesteuerten kleinen Kamerahelikopter war gleichzeitig ein Spezialteam angereist. Nach der gegenseitigen Begrüssung und einer kurzen gemeinsamen Lagebesprechung ging es direkt los mit den Dreharbeiten. Konrad zog sich seinen Overall über, in dem er schon viele Misteleichen erklettert hatte und der ihm den Nimbus des Druiden Miraculix verlieh, allerdings in zeitgemässer Aufmachung. Vital rüstete sich ebenfalls für den geplanten Einsatz. Zuerst brachte Matthias Hefel die Mikrophone an. Die Arbeiten waren immer wieder mit Warten verbunden. Es gehört nun mal viel Technik zu modernen Filmaufnahmen. Vitals Sohn Samuel jedenfalls war fasziniert von all den Möglichkeiten moderner Hilfsmittel und war bereits sehr gespannt auf den Flugeinsatz. Am Rande eines riesigen Getreidefeldes, aber immer noch umgeben von einem breiten Getreideband, steht die prächtige, hohe Eiche von Montereau. Dorthin schleppten die tapferen Männer nun Kletter-, Ernte- und Filmausrüstung. Wie gesagt, dieser Aufwand wäre bei einer herkömmlichen Ernte nicht machbar gewesen. Allein die Einrichtung und Feineinstellung der gesamten Filmapparaturen brauchten ihre Zeit. Bei der Eiche angelangt, kletterte Jonas Jäggy, der Kameramann, als Erster hoch in die Baumkrone, um ein Seil zu fixieren, welches Filmer und Erntende sichern sollte. Alle Vorbereitungsarbeiten liefen nun auf Hochtouren, konzentriert und mit sicheren, geübten Handgriffen. Schon bald konnte Jonas in luftiger Höhe auf einem Ast sitzend die Mistelerntenden beim sorgfältigen Ausbrechen des kostbaren Mistelpflanzenmaterials filmen. Immer wieder wurde die Arbeit unterbrochen vom regieführenden Matthias Affolter, der das ganze Treiben unten auf seinem grossen Monitor verfolgen konnte. «Kamera läuft … Ton läuft … Szene ab!»; das Filmteam war fast nie auf Anhieb zufrieden mit den Aufnahmen. Und so mussten die einzelnen Szenen, in klassischer Spielfilm-Manier, zum Teil sogar mehrmals neu gespielt und gedreht werden. Wie gesagt, es war den jungen Filmern ein ernstes Anliegen, die Mistelernte zwar so realistisch wie möglich, aber eben auch mit den heutigen technischen Hilfsmitteln so ästhetisch wie möglich festzuhalten. Für einmal sollte die Mistel der Filmstar sein, wobei Konrad und Vital nicht unbedeutende Nebenrollen besetzten, die unerlässlich waren (ob es für einen Oscar reichen wird …??). Es wurde langsam Abend – das Sommerwetter war immer noch strahlend schön und die gewünschte Lichtstimmung gegeben –, da kam endlich das Flug-Filmteam zum Einsatz. Besonders Samuels Neugier wurde jetzt geweckt. Er hatte den ganzen Tag geduldig auf diesen Moment gewartet. Der Elektrohelikopter mit seinen acht Rotoren, an dem die ziemlich teure Digitalkamera angebracht war, hatte seine Testflüge bereits erfolgreich durchgeführt. Während der Pilot am Boden den Helikopter in die gewünschte Richtung fernsteuerte, konzentrierte sich der Kameramann auf die Fernsteuerung der Kamera. Zu die25


sem Zweck trug er eine speziell angefertigte Brille; auf die Innenseite der Gläser wurden die von der Kamera per Kabel gesendeten Bilder direkt projiziert. Die Aussenseite der Brille war mit einem lichtundurchlässigen Klebeband abgedichtet. So ausgestattet, konnte der Filmer die von der Kamera aufgenommenen Bilder direkt mitverfolgen, so als ob er sein Auge an der Filmkamera dran hätte, und diese je nach Bedarf durch seine Kopfbewegungen nach oben oder unten schwenken. Dabei musste er aber in ständigem Austausch mit dem neben ihm stehenden Piloten sein, der für die Steuerung des Helikopters zuständig war. Die perfekt aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit von Kameramann und Helikopterpilot konnte von Konrad und Vital nicht richtig mitverfolgt werden: Sie sassen, an einem Seil gesichert, zuoberst in der Baumkrone der alten Eiche in luftiger Höhe und liessen sich von unten die Regieanweisungen für die Szenen geben. Sobald sie das Nahen des Helikopters hörten, setzten sie ihre Handlung ein. Wann das jeweils war, konnte anhand der Motorengeräusche des Helikopters leicht bemerkt werden. Es begann bereits einzudämmern, als das letzte Filmequipment in den Autos verstaut war und das Filmteam und die Hiscia-Mitarbeiter sich nach einem anstrengenden und arbeitsreichen Tag auf den Weg zum nahegelegenen Hotel machten. Seit der Ankunft bei der Eiche am Morgen war ununterbrochen die Bewässerungsanlage weit hinten auf dem Feld in Betrieb gewesen; eine Notwendigkeit wohl, damit auf diesem sandigen Boden volle Getreidekörner heranreifen können. Sicher würde sie trotz des möglichen Wetterumschwungs die Nacht hindurch weiterlaufen. Solche Zeichen der Zivilisation galt es auszublenden, um die Filmaufnahmen reibungslos ablaufen zu lassen und eine Mütze voll erholsamen Schlafs zu geniessen. Am nächsten Morgen fand sich die Truppe – nach einigen Verspätungen im Hotel (eben die Umstände der Zivilisation …) – erst gegen neun Uhr bei der Eiche wieder ein. Der heutige Drehtag galt dem Thema «Transport des Ernteguts». Das Filmteam wollte die Szenen drehen, in denen Konrad und Vital mit den grossen Erntesäcken beladen den Fussmarsch zum Auto antraten. Dazu wurden die grossen Erntesäcke mit Pflanzengut gefüllt. Weil der Inhalt der Säcke ja im Film nicht sichtbar ist, war es nicht nötig, die kostbare Mistelpflanze dazu zu ver(sch)wenden. Und ein Klettern in den Baum erübrigte sich auch. So buckelten Konrad und Vital die gut gefüllten grünen Säcke und stapften los in Richtung Transportfahrzeug: zuerst durchs Getreidefeld und dann quer durch den Wald. 26


Der eigentliche Weg, den sie jedes Jahr wie gewohnt passierten, war nun dem anspruchsvollen Regisseur nicht abenteuerlich genug! Am liebsten hätte er die beiden wohl mit Machete bewaffnet und unter den Erntesäcken schwer schnaufend gegen giftige Schlangen und riesige Spinnen sich durch einen gefährlichen Dschungel kämpfen lassen. Nur wäre dies dem unbedarften Filmpublikum wohl doch etwas sonderbar vorgekommen. (Gibt es im Urwald auch Misteln? Fahren die von Arlesheim eigens in den tropischen Regenwald für die Ernte??). Wie bereits erwähnt, um den Massstäben des eifrigen Filmteams gerecht zu werden, sollte der geplante Film nicht einfach nur eine langweilige Dokumentation sein, sondern auch fürs Auge ansehnlich und abwechslungsreich, ohne die Realität zu verfälschen. Es sollte lediglich ein Hauch mehr Maske aufgetragen werden, um mittels getarnter Theatralik den Betrachter zu fesseln. Nun denn: Konrad und Vital machten die «Mission impossible» möglich und stiegen über verwitterte Baumstrünke, wichen bedrohlichen Bäumen und querliegenden dicken Ästen aus, litten eindrücklich unter der sengenden (morgendlichen …) Sommerhitze und versuchten tunlichst, allen weiteren Anweisungen des Regisseurs zu folgen, ohne sich vom penetranten Gebrumme und Gesurre des Helikopters über ihren Köpfen ablenken zu lassen. Dieser wurde für diese Szenen nochmals eingesetzt, um – wie bereits mehrfach erwähnt – die filmische Dramatik durch ungewohnte Perspektiven zu steigern. Fairerweise muss hier erwähnt werden, dass es sich eigentlich um einen Ersatzhelikopter handelte. Kein Projekt ohne Pannen … Bei den ersten Aufnahmen des Morgens war es nämlich zu besagter Panne gekommen: ein Energieversorgungsunterbruch war zur Ursache des Absturzes geworden. Der Helikopter fiel aus etwa 20 Metern Höhe ganz plötzlich wie ein Stein vom Himmel und prallte mit einem dumpfen Schlag auf den Waldboden auf. Verletzte gab es dabei zum Glück keine, der Sachschaden hielt sich in Grenzen und die Kamera war noch funktionstauglich. Glück gehabt! Es hatte etwas Blechschaden gegeben, einige Teile waren arg verbogen, und somit war der Helikopter eben flugunfähig geworden. Das Filmteam war gerüstet für alle Fälle und hatte in weiser Vorausschau für Ersatz im Gepäck gesorgt. Somit konnten die Filmaufnahmen in gewünschter anspruchsvoller Manier fertiggestellt werden, und Konrad und Vital wurden doch noch von der fliegenden Kamera umschwärmt. 27


Die Filmaufnahmen waren im Kasten. Das Hiscia-Team – Konrad, Vital und sein Sohn Samuel – rüstete sich bereits für die lange Heimfahrt. Das Filmteam blieb noch vor Ort, um einzelne Naturnahaufnahmen der Mistel zu machen. In bereits bekannter Manier arbeiteten sie mit kleinen Tricks, um die Natur der Dinge in ein noch schöneres Licht zu rücken: Sie hefteten für Nahaufnahmen Mistelzweige und Eichenblätter unsichtbar an eine Klammer, die an einem Ständer fixiert war. Das war allemal einfacher, als hochzuklettern in die Eiche in schwindelerregende Höhen, um dann doch kein zufriedenstellendes Modell zu finden. Obwohl Samuel staunend meinte, das sei eigentlich Betrug, so meinen wir, dass die Schönheit der Eichenmistel, umkränzt von Eichenblättern zur Würdigung ihrer Herkunft, hier lediglich unterstrichen wurde. Eben mit einigen Haarklammern und Puder … Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich unsere wertvolle Eichenmistel, die wunderschöne Eiche von Montereau und nicht zuletzt die Co-Stars Konrad und Vital in dem Spielfilm-Debüt machen. Jedoch sind wir zuversichtlich und neugierig-gespannt, wie professionelle Filmemacher, die zudem noch von aussen an uns herangetreten sind, unsere tägliche Arbeit in der Mistelkultivierung, Mistelernte und auch in der therapeutischen Anwendung in der Lukas Klinik umgesetzt haben. Der Film ist nun in der Endphase, und wir werden Sie, liebe Leser, unbedingt auf dem Laufenden halten über das Ergebnis. Sie dürfen uns dann gerne Ihre geschätzte Meinung zukommen lassen. Zusammengestellt von: Corina M. Caminada Sekretariat Hiscia

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nach persönlichen Reiseberichten von: Vital Vögtli Landschaftsgärtner/Mistelkultivierung Hiscia


«Warum sich die Mistel an der Eiche die Zähne ausbeisst» Betrachtungen über die Mistel aus junger Sicht

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urch ihre Gestalt und ihre Lebensweise zeigt uns die Mistel, dass sie eine äusserst eigenartige und auch besondere Pflanze ist. Im Biologieunterricht an der RudolfSteiner-Schule in Basel wurde die Mistel in Verbindung mit dem Parasitismus betrachtet. Sie gehört den parasitischen Pflanzen an, da sie auf ihrem Wirtsbaum lebt und sich zu einem grossen Teil auch von dessen Substanzen ernährt. Die Mistel erweckte bei mir allerdings nicht nur durch ihre Lebensweise als Parasit, sondern vor allem als Heilpflanze in der Krebstherapie grosses Interesse. Dieses naturwissenschaftliche und zugleich medizinische Thema liess mich nicht mehr los und war gut geeignet für meine Abschlussarbeit an der Schule. Und so stellte ich mich als 17-jähriger Schüler mit dem Ziel, die Mistel zu behandeln, im März 2008 im Mistelforschungsinstitut Hiscia bei Herrn Dr. Ramm vor. Und da ich mich zu diesem Zeitpunkt gedanklich bereits intensiv mit der Mistel auseinandergesetzt hatte, wurde mir ein Forschungsprojekt mit weitgehend eigenständiger Erarbeitung ermöglicht. Wesentlicher Schwerpunkt meiner Arbeit wurde dabei der Vergleich der Mistelsenkerbildung (Haustorialentwicklung) auf Apfelbaum und Eiche. Hierfür waren die Auswahl und das Ausbringen von geeigneten Mistelkernen auf ihre Wirtsbäume die erste praktische Arbeit. Daneben beschäftigte ich mich gründlich mit der relevanten Mistelliteratur. In regelmässigen Gesprächen mit dem Biologen Dr. Ramm, mit einem Arzt der Lukas Klinik und auch mit Krebspatienten vertiefte ich mich sehr intensiv und voller Begeisterung in das grosse Gebiet der Mistel und ihrer potentiellen Kraft, als Heilmittel bei Krebs zu wirken. Im Sommer 2008 hatte ich auch Gelegenheit, an der Mistelernte und zu Michaeli an der Herstellung des Iscador teilzunehmen. Während die insgesamt 120 ausgebrachten Mistelkeimlinge ein halbes Jahr lang auf ihren Wirtsbäumen versuchten, einen Senker zu entwickeln, habe ich die allgemeine Mistelentwicklung im Jahresverlauf studiert und fertigte nebst Zeichnungen bereits den schriftlichen Teil der Arbeit «Über die allgemeine Biologie der Mistel» an. Dabei war für mich die Art und Weise, wie sich die Mistel auf anderen Pflanzen ansiedelt, eine wichtige Erkenntnisgrundlage – da sich die Mistel laut R. Steiner ihre «spezifische Heilkraft» gerade durch diesen einzigartigen Wachstumsprozess aneignet. Die technisch anspruchsvolle Auswertung des Projekts im Labor erfolgte im Herbst 2008. Dazu gehörte nach dem Erfassen von Basisdaten vor allem das 29


Anfertigen von exakten Querschnitten des Wirtsbaumzweiges, in dem sich der Mistelsenker etablieren sollte. Nebst vielen anderen Kriterien wurden die Tiefe der Mistelsenker vermessen, die Messwerte sachgemäss verrechnet und die Resultate dann graphisch dargestellt, indem die Mistel auf Apfelbaum und Eiche verglichen wurde. Innerhalb von knapp einem Jahr entstand so meine 60 Seiten umfassende Arbeit «Warum sich die Mistel an der Eiche die Zähne ausbeisst». Nach dem abschliessenden Mistelvortrag an der Schule vor rund 300 Zuhörern wurde ich von der Hiscia eingeladen, während meines letzten Gymnasialjahres am naturwissenschaftlichen Gymnasium Kirschgarten in Basel das Forschungsprojekt weiterzuführen. Diese Einladung habe ich mit Freude und Begeisterung angenommen und vertiefte mich neben der Schule weiter in die Fragestellung, um damit einen Beitrag an die anspruchsvolle Mistelkultivierung auf Eichen zu leisten. Ein Praktikum in der Lukas Klinik in Arlesheim im Dezember 2010 und Januar 2011 gab mir dann die Möglichkeit, ausser Grundelementen der Iscador-Therapie auch die onkologische Pflege im Rahmen einer ganzheitlichen Misteltherapie kennenzulernen. Deutlich zu sehen war dabei, dass die Lukas Klinik mit ihren praktizierten Therapien grosse Verantwortung gegenüber den Patienten trägt und daher aus festen Erfahrungswerten handeln muss. Der andere Pol, das Mistelforschungsinstitut, kann dabei auch aus der freien Initiativkraft der Forscher schöpfen und insofern junge Menschen zur Mistel- und Krebsforschung einladen. Besonders spannend war, dass ich im Februar 2011 gemeinsam mit Herrn Ramm vor dem Forscherkollegium der Hiscia über mein Mistelprojekt referieren durfte. Mein schon lange vorhandener Wunsch, Arzt zu werden, konnte sich durch diese inzwischen dreijährige wissenschaftliche Arbeit mit der Mistel noch deutlicher formulieren. Tatsächlich kann ich mir vorstellen, nach meinem Medizinstudium und der folgenden Assistenzarzt-Zeit in der Krebsmedizin tätig zu werden, obgleich ich mich – da auch weitere Interessen vorhanden sind – noch nicht festlegen möchte. An dieser Stelle möchte ich dem verbindenden Glied des Instituts Hiscia und der Lukas Klinik, dem Verein für Krebsforschung, meinen herzlichen Dank aussprechen. Es bereitet mir grosse Vorfreude auf meinen späteren Beruf, heute schon an der Mistel zu forschen und mich mit meinen Aufgaben in der Krebsforschung einzubringen. In diesem Sinne wünsche ich dem Verein für Krebsforschung weitere positive Schritte in der Mistelforschung und ein erfolgreiches Jahr 2011. Sebastian Dietsche

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Rhythmische Formveränderungen der Mistelbeere in Abhängigkeit von Mond-Tierkreis-Konstellationen

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n den schottischen Highlands, in einer bescheidenen Cottage im Dorf Strontian1, umgeben von wunderbarer Natur lebte Lawrence Edwards (1913–2004), der neben seiner Tätigkeit als Biologie- und Mathematiklehrer an der Waldorfschule Edinburgh über 40 Jahre lang unermüdlich Knospen von Bäumen und aller Art Pflanzen untersuchte. Aus der projektiven Geometrie kommend (er lernte bei George Adams am Goetheanum), interessierte er sich für die «Geometrie des Lebendigen»2 – so auch der Titel seines Buches, welches seine wichtigsten Untersuchungsresultate präsentiert. Er machte die faszinierende Entdeckung, dass alle Knospen der vielen untersuchten Pflanzen in der Winterzeit, wo sie, so dachte man bisher, ruhen, rhythmische Formveränderungen zeigen. Diese Formveränderungen vollziehen sich zeitlich in einem eindeutigen Zusammenhang mit einer Mond-Planeten-Konstellation, und zwar bei jeder Pflanzenart mit einem spezifischen Planeten. So pulsieren die Knospen den Winter über in planetarischen Rhythmen, bis sie sich öffnen. An der Hiscia (Verein für Krebsforschung) in Arlesheim hat man in mehreren Versuchsjahren ab 1995 die Methode von L. Edwards auf die Mistelbeere3 übertragen. Diese Methode besteht darin, die Beerenform mit Hilfe eines Parameters, welcher durch projektiv-geometrische Mittel eindeutig erfasst werden kann (Lambda), zu vermessen. Dieser Wert gibt den speziellen Formzustand der Umrisslinie an (siehe Foto 1). Verändert er sich, hat sich die Mistelbeerenform verändert. Überraschenderweise waren keine Mond-Planeten-Rhythmen zu finden, hingegen ergaben sich signifikante Korrelationen zwischen Formveränderung in Abhängigkeit von Mond-Tierkreis-Konstellationen. Diese Arbeiten4 von S. Baumgartner, H. Flückiger und H. Ramm werden nun aufgegriffen, erweitert und vertieft im Zuge einer Dissertation. Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation zwischen der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum und der Hiscia und wird an der Uni Witten/Herdecke durch Prof. Dr. P. Heusser betreut. 1 Das chemische Element Strontium wurde in der Nähe entdeckt und nach dem Ort benannt. 2 Edwards, L. (1986): Geometrie des Lebendigen. Stuttgart. 3 Botanisch gesehen handelt es sich um eine Scheinbeere. Näheres zur Mistelbeere siehe z.B. Mistilteinn 2002/03. 4 Baumgartner, S., Flückiger, H. (2004): Mistelbeeren – Spiegel von Mond- und SternbildKonstellationen. Mistilteinn 5, S. 4–19. Baumgartner, S., Flückiger, H., Ramm, H. (2003): Mistelbeerenformen und Tierkreis. Elemente der Naturwissenschaft 79, S. 2–20. 32


Auf dem Gelände der Hiscia wurden für diese Forschung bereits mehrere, teilweise für jeden Besucher gut sichtbare Hütten gebaut (siehe Foto 2). In ihnen befinden sich nun geschützte Mistelbüsche mit Beeren, auf die Tag und Nacht Digitalkameras gerichtet sind, welche stündlich ein Bild aufnehmen5. Diese Fotos dienen als Grundlage zum Ermitteln des Lambda-Wertes. Ziel ist es, die Arbeiten von L. Edwards, welche bisher in der Wissenschaftswelt wenig rezipiert wurden, methodisch zu überprüfen und auszuarbeiten, um sie grösseren Kreisen zugänglich zu machen. Hierfür werden neben den Mistelbeeren, wachsend auf Apfel, Eiche und Kiefer, auch die Knospen dieser Wirtsbäume untersucht. Weitere Ziele sind, die Resultate der Vorarbeiten, das heisst die Mond-TierkreisWirkungen auf die Mistel, zu bestätigen und im Detail zu analysieren. Die zu erwartenden Ergebnisse ermöglichen neben grundlegenden Erkenntnissen über die Mistel Rückschlüsse über den Himmel. Wenn sich Tierkreisregionen über die Mistelbeerenform und vom Mond vermittelt unterschiedlich in der biologischen Welt erkenntlich zeigen, liessen sich daraus Einteilungen am Himmel, Grenzen der Tierkreisbilder, bestimmen. Durch die exakte Formveränderung der Mistel, welche mit den genannten Konstellationen korreliert, lassen sich empirisch Wirk-Bezirke am Himmel kartieren – unsere heutige Einteilung der Tierkreisbilder auf neuzeitliche Weise festlegen. Renatus Derbidge Biologe; Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum

5 Bezieht sich auf die Mistelbeerensaison von etwa August bis Dezember. Die Fotos der nächsten Doppelseite sind aus dem Mistelkalender 2011 (Texte: Marta Buess) 33


– UND HEUTE, WER KÖNNTEIHN IHNGERING GERING SCHÄTZEN. SCHÄTZEN. VOR FÜNF JAHREN NUR EIN ZUFALL ZUFALL, UND HEUTE, WER KÖNNTE

UMGEBEN VON UMGEBEN VONVERBORGENEN VERBORGENENQUELLEN. QUELLEN.


HIERWIRD WIRDMICH MICH KEINER FINDEN, DACHTE HIER KEINER FINDEN, DACHTE ICH.ICH.

NICHTS BLEIBT BLEIBT WIE HEUTE. NICHTS WIE HEUTE.


Anthroposophische Medizin und Wissenschaft

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eter Heusser legt den ersten umfassenden und aus medizinischer Perspektive gefassten Versuch einer anthropologisch-anthroposophischen Gesamtansicht auf geisteswissenschaftlicher Grundlage vor. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Beobachtung, dass eine konventionelle sowie verschiedenste komplementäre medizinische Methoden und Konzepte umfassende integrative Medizin mehr leisten muss als eine qualitativ-narrative und/oder quantitative Zusammenfassung heterogener Studienergebnisse. Angesichts sowohl der Vielfalt komplementär-medizinischer Methoden (z.B. Homöopathie, Ayurveda, Traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur, Neuraltherapie, anthroposophische Medizin) als auch der Methodenvielfalt der rein naturwissenschaftlich orientierten konventionellen Medizin scheint eine Brückenbildung konzeptioneller Art kaum möglich. In komplementären Richtungen wird auf unterschiedlichste Weise von Leib, Leben, Seele und Geist gesprochen, während im Bereich der konventionellen Medizin davon entweder gar nicht oder nur als Emergenzprodukt auf materiell-energetischer Grundlage die Rede ist. Peter Heusser macht den anspruchsvollen Versuch zu zeigen, dass der Ansatz der anthroposophischen Geisteswissenschaft – insbesondere deren anthropologische Grundlagen –, die sich als sachgemässe Erweiterung naturwissenschaftlicher Methoden versteht, als gerechtfertigter Ausgangspunkt für eine systematische und empirisch fundierte integrative Sicht dienen kann. Dieser Ansatz wird sowohl der Vielfalt der wichtigsten komplementärmedizinischen Richtungen als auch der streng naturwissenschaftlich orientierten konventionellen Medizin gerecht. Für dieses Projekt muss eine Vielzahl schwieriger Probleme angegangen werden, welche das Buch zwar nicht leicht lesbar, dafür umso anregender machen. Dr. Renatus Ziegler, Qualitätssicherung und Klinische Forschung

Peter Heusser: Anthroposophische Medizin und Wissenschaft: Beiträge zu einer ganzheitlichen medizinischen Anthropologie. Stuttgart: Schattauer 2011, 272 S. 36


Die Mistel als Heilpflanze für die Krankheiten unserer Zeit

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ies ist kein Buch allein zur Misteltherapie des Krebses, sondern zu Botanik und Mythologie, zu traditionellen und modernen Anwendungen der Mistel sowie zu verschiedensten Herstellungsverfahren von Mistelpräparaten. Das Buch gibt einen reichen Überblick über verschiedenste Gebiete rund um die Mistel, aus den unterschiedlichsten Gesichtspunkten (Magie, Signaturenlehre, Mythologie, Anthroposophie, Naturwissenschaft …) mit Hinweisen auf heterogene Quellen aus Antike, Mittelalter, Neuzeit und Moderne. Als erster Einstieg, wenn man sich von der Fülle des dargebotenen Materials nicht irritieren lässt, ist das Buch durchaus geeignet.

Auf die Tumor- und Immuntherapie mittels Mistel aus anthroposophischer Sicht, insbesondere im Umfeld einer anthroposophisch orientierten Gesamttherapie auf menschenkundlicher Grundlage, wird in einem längeren Aufsatz von Stefan von Löwensprung eingegangen: «Die Mistel – Anthroposophisches Arzneimittel zur Behandlung der Tumorerkrankung und des Immunsystems: Die Bedeutung von Selbstregulation und Prävention in einer menschengemässen, salutogenetisch ausgerichteten Medizin» (S. 177–237). Auch hier hat der weitreichende Überblick Vorrang vor einer detaillierten Darstellung, die auch Verweise auf wissenschaftliche Originalliteratur berücksichtigt. Dr. Renatus Ziegler, Qualitätssicherung und Klinische Forschung

Olaf Rippe (Hrsg.): Die Mistel – Eine Heilpflanze für die Krankheiten unserer Zeit: Mythologie, Botanik, Signaturen, Pharmazie, Naturheilkunde, Onkologie. München: Pflaum 2010, 352 S. 37


Mistilteinn Nr. 9, 2011

EDITORIAL

HISCIA

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it diesem Heft kommt ein weiteres Mal die Vielfalt der Mistel und ihrer Erforschung zum Ausdruck. Hartmut Ramm gibt eine Übersicht zu Steiners Verhältnis zur Mistelpflanze und zum Wesen der Mistel, die wichtige Motive aus seinem Lebensgang aufnimmt und zu einem Gesamtbild vereinigt. So hatte Steiner vermutlich schon als junger Student Begegnungen mit der Mistel und der mit ihr verbundenen mythologischen Tradition. Auf der Grundlage seiner Studien zur Goethe’schen Metamorphosenlehre und ihrer Einbettung in die kosmische Evolution greift er später in seinem Leben das Thema Mistel wieder auf und entwickelt daraus in vielen Vorträgen seine bis in konkrete Einzelheiten reichenden medizinischen Ausführungen zur Mistel als spezifischem Heilmittel für die Krebserkrankung.

Wie Konrad Urech und andere bereits in früheren Arbeiten verdeutlicht haben, MISTILTEINN spielt die Polarität von Prozessen in Ge9 2011 Beiträge zur Mistelforschung stalt- und Substanzbildung der Mistelpflanze eine hervorragende Rolle. Der sich in der Giftwirkung zeigende Gegensatz erweist sich als Grundprinzip der beiden Giftsubstanzgruppen der Mistel, der Viscotoxine und der Mistellektine, und zeigt sich auch in der räumlichen und zeitlichen Verteilung in der Mistel. Wie in der vorliegenden Arbeit nachgewiesen wird, sind auch die polaren Absterbeprozesse in der Pflanzenwelt (Holzbildung und Zerfall der Blüten) in ihrer Metamorphose in der Mistel verwandt mit der genannten Polarität: Die in der Mistel zurückgehaltenen Absterbeprozesse der Gestaltbildung erscheinen verwandelt auf der Ebene der Substanzbildung in den Giftprozessen. Gertraud und Gerd Schorer zeigen in ihrer Arbeit mit vielen reich kommentierten und farbenprächtigen Abbildungen, insbesondere von Holzschnitten aus Inkunabeln und frühen Drucken, wie sich die Illustration von medizinisch orientierten Kräuterbuchtexten von einer unwichtigen, kaum erkennbaren Darstellung der Mistel zu einem eigenständigen Instrument der naturgetreuen Präsentation verwandelt hat, welche auch eine eindeutige botanische Identifizierung der Mistel ermöglicht. Die im Laufe des 17. Jahrhunderts eingesetzte Technik des Kupferstiches hat diese Tendenz weiter begünstigt. 38


Dorian Schmidt hatte vom Institut Hiscia den Auftrag angenommen, eine Untersuchung zu den Bildeprozessen der Mistel mittels nicht sinnlicher Erfahrungen durchzuführen. Der Artikel von Dorian Schmidt und Stephan Baumgartner skizziert auf der Grundlage methodischer Überlegungen zu Zielsetzung und Vorgehensweise einige Beobachtungsergebnisse in Wort und Bild, die einen Eindruck von der Vielfalt und der Tragweite der eingesetzten Erfahrungsmittel wecken. Es zeigt sich, dass die selbständig – das heisst ohne Vorwissen von Steiners Erkenntnisergebnissen – von Dorian Schmidt gewonnenen Einsichten eng mit den von Steiner stammenden Hinweisen zur besonderen Qualität der Mistelpflanze zusammenstimmen. Zur Erläuterung der vorangehenden Darstellung der Bildekräfte-Konfiguration der Mistel dient ein von Renatus Ziegler und Stephan Baumgartner erarbeitetes Glossar. Dieses soll einige spezifische anthroposophische Termini erklären, die im Aufsatz selbst in ihrer Begrifflichkeit nicht entwickelt werden konnten. Für das Redaktionskollegium Renatus Ziegler

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«Ich habe immer gesagt, die Lukas Klinik hat mich gefunden»

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ilke Helwig, Ärztin der Lukas Klinik, im Gespräch mit Claudia Fuchs, Leiterin des Medizinischen Labors: Wir begrüssen Claudia Fuchs als neue Leiterin des Medizinischen Labors seit Herbst 2009.

Ihr Lebensweg begann in Köln, wo sie auch aufwuchs, mitten in der Altstadt. Sie genoss eine strenge Erziehung, entsprechend war die Schulzeit gradlinig. Bereiche wie Biologie, Chemie, aber auch die Arbeit mit Menschen interessierten sie, und da der eigentliche Berufswunsch Hebamme nicht zu verwirklichen war, machte sie zunächst eine Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin bei einem Labormediziner. Der Kontakt mit dem Labor und dem Bereich der Hämatologie führte zu einem Aha-Erlebnis: «Da hat es Aha gemacht, das ist genau das, was du gesucht hast.» Der Weg führte weiter über die Ausbildung zur Biomedizinischen Analytikerin (Medizinisch-technische Assistentin), wo sie einen der 25 Ausbildungsplätze von 300 Bewerbern erhielt. Die Ausbildung war in Köln in dem Spital, wo sie geboren wurde. Tätig war sie in wechselnden Bereichen, wie Klinischer Chemie, insbesondere Proteinanalytik, Hämatologie, Nuklearmedizin, Parasitologie und weiteren Spezialanalytik. Von Köln in die Schweiz nach Liestal Wie war dein Weg in die Schweiz? Mein Mann ging 1989 ans Kantonsspital Liestal. Nach einer Zeit der Fernbeziehung wollte ich mir gerne das dortige Labor anschauen. Die damalige Laborleiterin freute sich darüber und war sehr interessiert. Am Ende der Unterhaltung hat sie gesagt, bei ihr werde eine Stelle frei. Das war dann ein Zufall, und so bin ich 1990 mit einem Zweijahresvertrag nach Liestal gegangen. Wie war der Wechsel? Schlecht. Ich habe wahnsinnig Heimweh gehabt. Ich tanzte damals in einer Formation, das war mein Hobby, ich ging dreimal pro Woche tanzen. All das habe ich in Köln gelassen. In der Schweiz dauerte es relativ lange, für meine Begriffe, wieder einen Bekanntenkreis aufzubauen. Ich bin jemand, der sehr offen auf die Menschen zugeht, schnell Kontakt bekommt, aber es war schwierig, über die Arbeit hinaus Kontakte zu knüpfen. So war das erste Jahr sehr, sehr schwer. Dann habe ich mir einen Freundeskreis aufbauen können ausserhalb der Arbeit, und damit begann ich auch, mich wohlzufühlen. Beruflich begannen auch neue Wege, zum einen als Ausbilderin für Medizinische Laborantinnen, ab 1992 zunächst als Teilzeitjob von Liestal aus. Da40


nach habe ich ganz an die Laborschule Basel gewechselt, diese war damals dem Unispital Basel angeschlossen. Berufsbegleitend habe ich die Höhere Fach- und Kaderausbildung sowie eine Ausbildung zur Berufsbildnerin gemacht, dann sieben Jahre lang Biomedizinische Analytikerinnen ausgebildet in den Fachbereichen Hämatologie, Harndiagnostik, Qualitätskontrolle und Liquordiagnostik. Zudem war ich stellvertretende Schulleiterin. Es war eine tolle Erfahrung, und ich habe das sehr gerne gemacht. Verschiedene Umbrüche in der Schule ergaben dann die Situation, wieder etwas Neues zu machen, und mein Weg führte mich zurück nach Liestal, wo meine frühere Chefin auf dem Weg war, in Pension zu gehen. Ich übernahm die Leitung des Hämatologieteams und konnte noch ein Jahr von der grossen Erfahrung meiner Chefin profitieren. Daneben habe ich noch Weiterbildungen für das Institut Viollier gegeben für Praxisassistentinnen und diplomierte medizinische Laborantinnen. Anderes war nebenher nicht mehr möglich, da auch die Weiterbildung von Assistenzärzten in Liestal von mir übernommen wurde. Ausserdem machte ich eine Ausbildung in Qualitätsmanagement u.a. als Auditorin. Ich finde es sehr wichtig, dass Lehrer auch den Bezug zur Praxis nicht verlieren, deshalb habe ich mich bemüht, nie den praktischen Bezug zu meiner Arbeit zu verlieren. In Liestal war ich 80% in der Praxis und 20% hatte ich für die Führung des Teams und für das Qualitätsmanagement, was zu wenig war. Daneben habe ich vollen Dienst gemacht, Nacht- und Wochenenddienste. So blieb dann irgendwann das Privatleben auf der Strecke. Waren das Gründe, den Weg für Neues offen zu halten? Wie war dein Weg in die Lukas Klinik? Das war Zufall. Ich habe immer gesagt, die Lukas Klinik hat mich gefunden. Liestal hat eine grosse Onkologieabteilung und ich kannte von dort sehr viele Patienten, auch Patienten, die parallel in der Lukas Klinik waren. Was mich immer fasziniert hat, gerade bei Gesprächen mit betroffenen Frauen: Sie waren anders als andere Onkologiepatienten, sehr positiv, sehr ruhig und sehr ausgeglichen. Sie erzählten oft von der Lukas Klinik und ich habe das irgendwie im Hinterkopf behalten. Nach einer ganz stressigen Phase in Liestal habe ich unser Fachheft für medizinische Laborantinnen aufgeschlagen und bei einem Espresso, ich weiss noch genau, im Sommer auf der Terrasse gesessen und habe das durchgeblättert, so auch die Stellenanzeigen. Auf einmal, huch, wieder zurückgeblättert, und ich sah die Stellenanzeige der Lukas Klinik und dachte, die suchen dich. Das war genau mein Anforderungsprofil: Hämatologie, Kaderausbildung. Dann blätterte ich weiter. Der Gedanke drängte sich aber immer wieder vor. Ich bin jetzt schon zehn Jahre in Liestal und möchte doch noch einmal etwas Neues versuchen. So setzte ich mich hin und schrieb die Bewerbung. Vier Tage später rief mich Herr Helwig an, dann ging alles ganz schnell. Ich kam in die Klinik, sprach mit Herrn Helwig, dann mit Herrn Lorenz, alles an einem Nachmittag. Es war eine unheimlich gute Atmosphäre. Im Labor traf ich Frau Montavon, die mich bereits kannte, da sie einen Morphologiekurs bei mir besucht hatte. Mein Eindruck war, dass ich es mir sehr gut vorstellen könnte, in der Lukas Klinik zu arbeiten, aber ich bat mir eine Woche Bedenkzeit aus. In einem an41


schliessenden Gespräch mit meiner früheren Chefin sagte sie, sie könne sich das gar nicht vorstellen, ich mit meiner Power, all die Ideen, die ich immer habe. Ich daraufhin: Ich bin auch ruhiger geworden, und es ist ein Arbeitsfeld, wo es sich lohnt, Power reinzugeben. Am nächsten Tag tauchten noch Fragen auf, und ich rief an und sprach mit Frau Müller und hatte wieder den Eindruck, alle sind so nett. Da habe ich gedacht, doch das ist es. Mein Mann hat mich natürlich auch sehr unterstützt. So bin ich in der Lukas Klinik gelandet und habe es keinen einzigen Tag bereut. Ich habe ein ganz tolles Team hier, das ist extrem wichtig, um sich wohlzufühlen. In der ersten Zeit hatte ich so viel Hilfe, ich habe nie wie in anderen Kliniken diesen Stress gemerkt. Die Leute haben auch sehr viel zu tun hier, aber der ganz grosse Vorteil ist, man nimmt sich noch die Zeit für den Menschen. Der Mensch ist der Mittelpunkt, das erlebe ich jeden Tag so. Wo siehst du aktuell die Bereiche, wo du all Deine Fähigkeiten auch einbringen kannst? Ich bin auch in der Qualitätskommission aktiv, wo ich sehr gerne mitarbeite. Hier wäre auch von meiner Seite die Mithilfe als ausgebildete Auditorin bei einem Weg in Richtung Zertifizierung möglich. Im Labor habe ich die Qualitätskontrollen à jour gebracht, wir haben alle Ringversuche bestanden. Wichtig sind die Weiterbildungen der Mitarbeiter und auch meine eigene. Mir schwebt auch vor, dass in Zukunft vielleicht einmal monatlich ein Nachmittag für die Assistenzarzt-Weiterbildung möglich wäre. Das hiesse, auch wieder auszubilden? Ja, im Weiteren sehe ich, dass wir auch Auszubildende und Praktikantinnen ins Labor bekämen. Das braucht sicher noch einige Zeit, da wir durch die Zusammenlegung mit dem Immunologieteam erst noch zusammenwachsen müssen. Claudia Fuchs privat Was macht Claudia Fuchs privat aus? Meine Freunde, mein soziales Umfeld. Ich bin leidenschaftliche Köchin, bin in einem Kochclub, koche einmal im Monat mit anderen. Eine weitere grosse Leidenschaft ist mein kleiner Garten, die über 60 Rosenstöcke, Kräuter, Obstbäume, ganz viele Stauden, ein kleines Biotop, das braucht sehr viel Pflege, und ich habe die Chemiekeule schon von Anfang an sehr schnell abgestellt. Ich weiss noch von einem anderen Bereich, wo du dich über das Persönliche hinaus engagierst. Ja, bei den Soroptimisten (www.soroptimist.ch, www.soroptimisteurope.org). Das ist ein Zusammenschluss von Frauen, weltweit organisiert, wir setzen uns weltweit für die Menschenrechte und für die Stellung der Frau ein, unterstützen Ausbildung von Mädchen und Frauen, Förderung im Bereich Schule. Ein letztes grosses Projekt war in Indien, wo wir Toiletten gebaut haben. Hierfür haben die Schweizer Clubs den Best Practice Award für Europa gewonnen. Im Jahre 2012 hat der Club Liestal das 50-Jahr-Jubiläum, und dort bin ich im OK 42


dabei, es soll etwas Künstlerisches im Vordergrund stehen und der Erlös soll auch einer jungen Künstlerin zugutekommen. Auch in der Schweiz sind wir aktiv, auch hier gibt es Bedürftige, z.B. gerade eine 15-jährige Mutter, der wir ermöglichen, dass sie ihre Ausbildung wiederaufnehmen kann. Du hast selbst keine Kinder? Ja, aber ich habe immer gefunden, dass ich mich trotzdem für Kinder und Jugendliche starkmachen möchte. Wenn Frauen gut ausgebildet sind, dann gibt es weniger Gewalt gegen Frauen, und Frauen können selbst bestimmen, ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten, bilden auch ihre Kinder wieder anders aus. Dort kannst du also auch viel von dir einbringen? Ich werde ab 2012 die nächste Präsidentin sein. Ich bin jemand, der organisiert, der Ideen hat und dann sehr gut im Team diese Ideen umsetzen kann. Aber wenn es nötig ist, bin ich auch jemand, der sagt, jetzt probieren wir mal aus und schauen dann weiter. Mit Blick in die Zukunft – was wären aus deiner Sicht Wünsche für die Lukas Klinik? Mir wären die Entwicklungsmöglichkeiten der Lukas Klinik wichtig, das Potential für die Klinik in Richtung Zertifizierung, weiterer Ausbau der Qualität. Ich denke, mit der anthroposophischen Medizin sollte man immer wieder die Kontakte suchen zur konventionellen Onkologie bzw. zu den konventionellen Kliniken. Genau so, wie ich von den konventionellen Kliniken den Weg hierher gefunden habe, werden auch Patienten und Ärzte diesen Weg finden. Das ist wichtig, dass wahrgenommen wird, dass es nicht irgendwie ein kleiner, geschützter Rahmen ist, der dabei ganz weit draussen in der Stille liegt, sondern dass da etwas für die Patienten getan wird. Aber auch, dass hier Entwicklung stattfindet und eine hohe Qualität in der Medizin geboten wird. Es ist wichtig, weiter zu wachsen und immer bekannter zu werden. Ich denke, dass die komplementären Methoden, sei es anthroposophische Medizin oder auch Akupunktur, immer wichtiger werden, weil die Spitäler, wie sie heute existieren, für mich zum Teil zu Fabriken geworden sind. Sie tun zwar alle ihr Bestes, wenn ich überlege, was Liestal für Spitzenleistungen gebracht hat im Labor, aber ich sehe im Grunde genommen nicht, dass es den Patienten besser geht. Wir sprechen statistisch, dass man heute vielleicht mit dem Tumor ein Jahr länger lebt, aber das stellt für mich nicht das Umfeld für den Patienten dar. Was heisst das, ein Jahr oder sechs Monate, wenn der Rest nicht stimmt. Deshalb denke ich, es ist wichtig, dass man mit den verschiedenen Disziplinen zusammenarbeitet und dann das Optimale für die Patienten erreicht. Liebe Claudia, herzlichen Dank für das Gespräch und auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

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Vreni Latscha – 20 Jahre Mitarbeit im Analytiklabor

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rau Latscha ist nach 20 Jahren treuer Mitarbeit im Analytischen Labor des Institut Hiscia in den Ruhestand getreten. Getreu ihrer initiativen Art stellt sie nun ihre Energie ein Jahr vor dem Pensionsalter in den Dienst ihrer Familie und der Gestaltung ihres neuen Lebensabschnittes.

Frau Latscha hat durch ihre gewissenhafte und speditive Arbeit massgeblich bei der Entwicklung der heutigen Analysenmethoden für die Kontrolle des Iscadors mitgewirkt und zum aktuellen Stand der Qualitätskontrolle beigetragen. Umsichtig hat sie die immer höheren Anforderungen im analytischen Labor organisiert und erledigt. Dies trifft insbesondere für die sehr komplexen und umfangreichen Untersuchungen zur Stabilität des Iscadors zu, die Schwerpunkt ihrer Arbeit der letzten Jahre waren. Frau Latscha war der Arbeit am Iscador und der Hiscia eng verbunden und hat ihre Aufgaben pflichtbewusst und mit grosser Verantwortung erledigt. Ihre soziale Art hat das Arbeitsklima in der analytischen Abteilung und der Hiscia positiv beeinflusst. Offen und geradlinig ist sie mit ihren Mitarbeitern umgegangen und hat die Zusammenarbeit mit Kompetenz in vielen Lebensfragen bereichert. Wir danken ihr von ganzem Herzen und wünschen ihr für ihre neuen Aufgaben und den weiteren Lebensweg alles Gute.

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Wir begrüssen: Joy Lehmann

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ufgewachsen bin ich in Witterswil (SO) im schönen Leimental. In meinem 13. Lebensjahr sind wir noch tiefer ins Schwarzbubenland nach Büren gezogen. Nach der Schulzeit absolvierte ich eine Lehre als Chemielaborantin bei der Firma Roche in Basel. Nach der Ausbildung habe ich noch einige Zeit bei der Roche auf dem erlernten Beruf weitergearbeitet. In den nachfolgenden Jahren habe ich beruflich viel Neues entdeckt, wie z.B. Schreinerarbeiten; ich arbeitete auch im Verkauf, im Gastgewerbe und war für diverse Promotions in der ganzen Schweiz unterwegs. Im neuen Millennium bin ich wieder zurück in meinen angestammten Beruf gegangen und habe fünf Jahre bei Rohner in Pratteln gearbeitet. Angefangen habe ich in der Verfahrensentwicklung, später habe ich in die Analytik gewechselt, wo ich mich wohler fühlte. Im 2006 bin ich von der Chemie- wieder in die Pharmaindustrie zur Pentapharm in Aesch. Dort war ich zwei Jahre in der Qualitätskontrolle der Kosmetik tätig. Nebenbei habe ich einige zusätzliche Ausbildungen (von der Massageschule über die Feuerwehrfrau bis zum Clown) absolviert. Seit 2008 habe ich zu Hause ein Studio, wo ich verschiedene Massagen anbiete und regelmässig Pilates unterrichte. Dass ich seit Juli 2010 in der Hiscia arbeite, macht mich glücklich, weil ich meinen Beruf an einem Ort ausüben kann, wo ich mich wohlfühle. Ich bin neugierig und interessiert und habe hier viele Möglichkeiten, Neues zu entdecken. Seit einigen Jahren wohne ich mit meinem Mann auf dem Land in Nuglar (SO). Zu meinen leidenschaftlichen Hobbys zählen Kochen, Essen und die Arbeit in meinem Garten. Eine weitere grosse Leidenschaft sind Reisen in die Wüste.

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Wir begrüssen: Marc Pfaehler

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eit Januar 2011 bin ich neuer Mitarbeiter im Bereich Herstellung im Laboratorium Hiscia.

Geboren wurde ich im Mai 1967 in Basel und besuchte die RudolfSteiner-Schule Mayenfels in Pratteln von der ersten bis zur zwölften Klasse. Eine Berufslehre als Chemielaborant bei Ciba-Geigy in Basel führte mich in die Industrie mit anschliessenden Arbeitstätigkeiten in verschiedenen Betrieben in: chemischer Analytik, Mikrobiologie, Softwareentwicklung für Laborautomation, Bau von Maschinensteuerungen sowie Elektronik- und Softwareentwicklung. 1992–1995 folgte ein Studium der Waldorfpädagogik am Lehrerseminar in Stuttgart mit nachfolgender Unterrichtstätigkeit in Unter- und Oberstufenklassen in Deutschland und der Schweiz. Davon war ich über 14 Jahre an der Christophorus Schule Basel als Klassenlehrer und in der Oberstufe in Fächern wie Chemie, Physik und Informatik tätig. Die Mitarbeit im Schulleitungs-Team von 2001 bis 2009 führte zur Beschäftigung mit Fragen der Qualitätssicherung, der Strukturierung und Definition von Abläufen. Nach dieser Zeit der vielfältigen wertvollen Erfahrungen wuchs in mir das Bedürfnis einer Neuorientierung, die mich an die Hicia in Arlesheim führte. Ich freue mich, nun hier an der Herstellung des Iscadors mitarbeiten zu dürfen und mich den neuen Herausforderungen zu stellen.

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Wir gratulieren

01.01.2011

Milomirka Jelusic

Hausdienst

20 Dienstjahre

01.02.2011

Ursula Regueiro

Röntgen/Labor Hiscia

25 Dienstjahre

01.03.2011

Michael Lorenz

Chefarzt

35 Dienstjahre

01.03.2011

Maya Kilcher

Dokumentation

15 Dienstjahre

01.03.2011

Marion Montavon

Labor Lukas Klinik

10 Dienstjahre

01.03.2011

Therese Sieber

Verwaltungssekretariat

35 Dienstjahre

01.03.2011

Hermann Spindler

Hotellerie/Küchenchef

25 Dienstjahre

01.04.2011

Vitorino José Martins

Hotellerie/Küche

10 Dienstjahre

01.04.2011

Margrith Moser

Heilmittellabor Widar

20 Dienstjahre

01.05.2011

Renatus Ziegler

Forschung Hiscia

10 Dienstjahre

01.07.2011

Antonella Pagliula

Hausdienst

10 Dienstjahre

01.08.2011

Pedro Heinz Moesch

Arzt

10 Dienstjahre

01.10.2011

Friederike Burkheiser

Buchhaltung VfK

25 Dienstjahre

01.11.2011

Henrique Neves

Schreinerei/Hausdienst 35 Dienstjahre

01.12.2011

Jennifer Müller

Sprachtherapie

15 Dienstjahre

Für die Treue über so viele Jahre möchten wir allen Jubilaren danken.

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Auf der Suche nach einer neuen Ganzheitlichkeit Die Krankenpflege steht heute an einem Wendepunkt. Wirtschaftliche Zwänge gefährden das Ideal der Ganzheitlichkeit, das den Pflegeberuf in den letzten 30 Jahre zunehmend geprägt hat. Wird Prozessoptimierung zum neuen Dogma, dem der Mensch untergeordnet wird? Eine brisante Frage – gerade auch für die anthroposophische Pflege. Wenn wir die Geschichte der Krankenpflege zurückverfolgen, fällt auf, dass sie im Laufe der Jahrzehnte bedeutende Veränderungen und Entwicklungen durchgemacht hat. Gerade die Schweiz hat für die Entwicklung der professionellen Krankenpflege weltweit entscheidende Impulse gegeben. Denn die Anfänge gehen auf die Pioniertaten Henry Dunants zurück, aus denen 1863 das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und 1866 das Schweizerische Rote Kreuz entstand. Ganzheitlichkeit war damals noch kein Thema, es ging in erster Linie darum, verletzte Soldaten – während oder nach einer Schlacht – zu versorgen und zu pflegen. Erst allmählich etablierte sich Krankenpflege als eigenständige berufliche Disziplin. Sie war anfänglich sehr einfach und funktionell ausgerichtet. In der Medizin schien alles möglich Etwa ab Mitte des letzten Jahrhunderts gewann die Krankenpflege ein neues Gesicht. Die Diagnose des Patienten stand nun im Mittelpunkt. Es galt, die Krankheit zu bekämpfen. Der Mensch als Träger der Krankheit spielte dabei eine untergeordnete Rolle. Die Spitäler waren geprägt von der Omnipräsenz der Ärzte. Diese wurden von den Krankenschwestern und den Patientinnen und Patienten als «Halbgötter in Weiss» diskussionslos akzeptiert. Es war die Zeit der grossen Fortschritte in der Medizin, seit kurzem war das Penicillin als erstes Antibiotikum für die Spitäler verfügbar geworden, und plötzlich schien in der Medizin alles möglich zu sein. Dann kamen die sechziger Jahre mit ihren grossen Idealen, die sich auch auf Medizin und Pflege auswirkten. Patientinnen und Patienten wurden nicht mehr auf die Diagnose reduziert, sondern rückten als Menschen in den Mittelpunkt der Pflege. Es ging nicht mehr ausschliesslich darum, eine Krankheit zu bekämpfen, sondern darum den ganzen Menschen zu behandeln. Die Möglichkeiten und Ressourcen, die ein kranker Mensch in sich trägt, wurden zunehmend erkannt und gefördert. 48


Ganzheitlichkeit wird zum Leitmotiv In den siebziger Jahren kam es zu einem eigentlichen Paradigmenwechsel. Die schweizerische Krankenschwester und Ordensschwester Liliane Juchli prägte als Pionierin der modernen Krankenpflege den Begriff der Ganzheitlichkeit. Sie führte dieses neue Ideal in der Schweiz ein, und dieser Ansatz verbreitete sich schnell auch in den Nachbarländern. Ganzheitliche Pflege entwickelte sich zum Leitmotiv einer ganzen Generation von Krankenschwestern und wurde sogar zu einem Schlagwort der achtziger und neunziger Jahre. In dieser Zeit hielt auch die Salutogenese, die Orientierung am Gesunden, ihren Einzug in die Pflege und in die Pflegeausbildung. Die Krankenschwester hiess neu Gesundheits- und Krankenschwester. So veränderte sich auch der Stand der Pflegenden im Spital. Sie stellten ihren Beruf auf eigene Beine und entwickelten ein Selbstbewusstsein, das es ermöglichte, ein eigenständiges Arbeitsfeld aufzubauen und sich gegenüber der Welt der Ärztinnen und Ärzte zu behaupten. Aus den Halbgöttern wurden wieder Menschen. In den folgenden Jahren wurde die Pflege immer mehr professionalisiert und akademisiert – heute kann an der Universität Pflege studiert werden. Gleichzeitig wurde aus der Gesundheits- und Krankenschwester die Pflegefachfrau bzw. der Pflegefachmann, und aus den Patienten wurden Pflegeempfänger. In diese Zeit gehört auch die Ablösung des Berufsstandes vom Schweizerischen Roten Kreuz, aus dem die Pflege hervorgegangen ist. Neu ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) für die Ausbildungen im Gesundheitswesen zuständig. Eine, wie ich denke, aus ideologisch-esoterischer Sicht nicht ganz unbedeutende Tatsache. Neue einschneidende Veränderungen Heute stehen wir wiederum mitten in einem Paradigmenwechsel, der mindestens so einschneidend ist wie in den achtziger Jahren. Plötzlich steht nicht mehr die Patientin, der Patient im Mittelpunkt, sondern das Geld, also der wirtschaftliche Druck. Alles dreht sich darum, wie Geld gespart und Anreize geschaffen werden können, damit weniger Geld ausgegeben wird. Diese Entwicklung wird sich noch verschärfen durch die Fallkostenpauschalen, die in der Schweiz voraussichtlich im Jahr 2012 eingeführt werden sollen. Als Folge davon wird nicht nur das Geld knapp sein, sondern dann auch die Ressource Zeit verkürzt werden, die für einen Spitalaufenthalt zur Verfügung steht. Mit der Wirtschaftlichkeit rückt die Prozessoptimierung ins Zentrum. Also die Frage: Wie kann man den Prozess am optimalsten gestalten, so dass mit möglichst wenig Aufwand und in möglichst kurzer Zeit möglichst viel geleistet werden kann? Patienten, Pflegepersonen und Ärzte werden nicht mehr im Mittelpunkt des Geschehens stehen, sondern sich einordnen müssen um die neue Achse der Prozessoptimierung. Etwas sarkastisch formuliert könnte man sagen: Der optimale Prozess kann erst dann erreicht werden, wenn es keine Patien49


ten mehr gibt, die diesen Prozess stören können. Es wird vergessen, dass alle am Prozess Beteiligten Menschen sind – ob Patienten, Pflegende oder Ärzte. Und vergessen ist auch das Ideal der ganzheitlichen Pflege. Was können wir tun? Auch die Lukas Klinik ist Teil dieser Entwicklung, weil sie als Akutspital arbeitet und Teil des schweizerischen Gesundheitswesens ist. Natürlich hat sich die Anthroposophische Pflege bereits seit 1921 zum Teil eigenständig entwickelt und teilweise verborgen eine eigene Entwicklung vollzogen. Und so betrachte ich es als eine besondere Herausforderung für uns anthroposophisch Pflegende, uns selber in diesem schwierigen Umfeld treu zu bleiben und weiterhin den einzelnen Menschen als ganzes Wesen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit zu behalten. Es darf nicht sein, dass Prozessoptimierung zum neuen Dogma wird und dabei vergessen geht, dass der Prozess, der optimiert wird, letztlich der Patientin, dem Patienten dienen muss. Hierfür müssen wir viel investieren, nicht nur materiell. Es geht darum, mit Ideen und Argumenten die massgeblichen Akteure in der schweizerischen Gesundheitspolitik anzusprechen und ebenso alle Beteiligten im medizinischen Alltag. Denn das neue Idol der optimalen Prozesse betrifft nicht nur die Medizin, sondern ist Ausdruck eines Zeitgeistes, der die ganze Gesellschaft durchzieht. Dieses Ideal sucht nicht mehr Ganzheit, sondern Teile des Ganzen und diese Teile sollen dann optimal funktionieren. Und dies wäre unserem Ansatz gänzlich entgegengesetzt. Es ist mir ein persönliches Anliegen, mit diesen Gedanken wachzurütteln und Fragen aufzuwerfen. Ich denke, wir müssen das Ideal der Ganzheitlichkeit neu ergreifen, neu fassen und vielleicht auch ein neues Wort dafür finden. Gerade die Anthroposophische Medizin und Pflege hat dazu viel beizutragen. Vielleicht haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eine Idee, wie wir zu neuen Impulsen und Begriffen kommen können. Ich freue mich auf Ihre Anregungen. E-Mail: c.vondach@lukasklinik.ch Christoph von Dach Pflegedienstleiter in der Lukas Klinik und Mitglied der Klinikleitung

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Literatur zur Mistel- und Iscador-Therapie Die folgenden, in Fachgebiete geordneten Literaturangaben sind chronologisch aufgeführt. Es handelt sich notwendigerweise um eine beschränkte Auswahl aus der grossen Menge publizierter Resultate. In den als Review markierten Arbeiten sowie im Kapitel «Systematische Reviews und Übersichten zur Misteltherapie» finden sich Zusammenfassungen und weiterführende Literatur. Eine vollständige Dokumentation publizierter klinischer Studien mit Iscador, welche alle publizierten Referenzen zu klinischen Versuchen und Beobachtungsstudien mit Iscador umfasst, findet man auf unserer Webseite (http://dokumentation.vfk.ch). Sie enthält Publikationen zu den Themen Immunologie, DNA-Reparatur, Lebensqualität / Schmerz, Tumorremissionen, Überlebenszeit, Sicherheit, systematische Reviews, Meta-Analysen und ausführliche Einzelfalldarstellungen. Anhand von Kurzfassungen ausgewählter Arbeiten wird ein Einblick in die entsprechende klinische und pharmakologische Wirksamkeit von Iscador gegeben.

Botanik der Mistel Tubeuf K.V. (Review)

Monographie der Mistel. Verlag Oldenbourg, München, Berlin, 1923

Grazi G., Urech K.

Einige morphologische Merkmale der Mistelbeere (Viscum album L.) und deren taxonomische Bedeutung. Beitr. Biol. Pflanzen 56, 293–306, 1981

Sallé G.

Germination and establishment of Viscum album L. In: The Biology of Mistletoe; Calder M., Bernhardt P. (eds.), Academic Press, 145–159, 1983

Grazi G., Zemp M.

Genista cinerea DC., ein natürlicher Sammelwirt für Viscum album ssp. album und Viscum album ssp. austriacum. Vollmann, Wiesbaden. Ber. Dtsch. Bot. Ges. 99, 99–103, 1986

Sallé G.

Bases structurales et biochimiques de la résistance au gui dans le genre Populus. Acta Bot. Gall. 140 (6), 633–648, 1993

Urech K.

Accumulation of arginine in Viscum album L.: Seasonal variations and host depen­ dency. Journal of Plant Physiology, 1997

Urech K., Ramm H.

Die Polarität der Mistel. Merkurstab 50 (3), 157–168, 1997

Ramm H.

Zur Entwicklung der weissbeerigen Mistel (Viscum album L.): Bildung des Haus­ torialsystems. Mistilteinn (1), 2–13, 2000

Ramm H., Urech K., Scheibler M., et al.

Cultivation and development of Viscum album L. In: Mistletoe – The Genus Viscum. Büssing A. (ed.), Harwood Academic Publishers, Amsterdam, 75–94, 2000

Ramm H.

Zur Entwicklung der weissbeerigen Mistel (Viscum album L.): Bildeprozesse im Mistelspross. Mistilteinn (2), 2–11, 2001

Ramm H.

Zur Entwicklung der weissbeerigen Mistel (Viscum album L.): Bildeprozesse in Blüte, Frucht und Same. Mistilteinn (3), 32–41, 2002

Urech K.

Die Eiche von Isigny­le­Buat – Wahrzeichen der Eichenmistel in Frankreich. Mistilteinn (3), 4–13, 2002

Baumgartner S.M., Flückiger H., Ramm H.

Mistelbeerenform und Tierkreis. Elemente der Naturwissenschaft 79 (2), 2–20, 2003

Zuber D. (Review)

Biological flora of Central Europe: Viscum album L. Flora 199, 181–203, 2004

Ramm H.

Mangan – ein wichtiges Spurenelement für Eiche und Eichenmistel. Mistilteinn (8), 58–67, 2008

Urech K.

Misteltragende Eichen – Häufigkeit und geographische Verbreitung in Frankreich. Mistilteinn (8), 28–39, 2008

Urech K., Jäggy C., Schaller G.

Räumliche und zeitliche Dynamik der Viscotoxin­ und Mistellektingehalte in der Mistel (VISCUM ALBUM L.). In: Die Mistel in der Tumortherapie 2 – Aktueller Stand der Forschung und klinische Anwendung. R. Scheer, et al. (Hrsg.). KVC Verlag, 67–78, 2009 51


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Iscador­Behandlung der Genital­Karzinome I (Kopie)

Heft 2/1969, 1. Jg.

Iscador­Behandlung der Genital­Karzinome II (Kopie)

Heft 3/1969, 1. Jg.

Methoden zur Früherfassung der Malignome

Heft 1/1970, 2. Jg.

Iscador­Behandlung des Mammakarzinoms

Heft 2/1970, 2. Jg.

Iscador­Behandlung der Lympho­Granulomatose

Heft 3/1970, 2. Jg.

Sonderheft zur Ernährung der Malignomkranken

Heft 2/1971, 3. Jg.

Behandlung der Sarkome

Heft 3/1971, 3. Jg.

Künstlerische Therapie bei Malignomkranken

Heft 1/1972, 4. Jg.

Behandlung der Malignome des Verdauungstraktes

Heft 2/1972, 4. Jg.

Behandlung der Blasen­Karzinome

Heft 3/1972, 4. Jg.

Behandlung der Haut­Malignome

Heft 2/1973, 5. Jg.

Leber und Karzinom

Heft 3/1973, 5. Jg.

Die Metallkombinationen des Iscadors

Heft 1/1974, 6. Jg.

Behandlung der Gehirntumoren (Kopie)

Heft 2/1974, 6. Jg.

Die Mistel

Heft 1/1975, 7. Jg.

Krebs und Psyche – Viscaceae und Loranthaceae

Heft 2/1975, 7. Jg.

Zur Entstehung und Behandlung der Genital­Karzinome

Heft 3/1975, 7. Jg.

Zur Entstehung und Behandlung der Genital­Karzinome

Heft 1/1976, 8. Jg.

Nierenmalignome

Heft 2/1976, 8. Jg.

Aus der Arbeit der Hiscia: Apis in der Krebstherapie 63


Heft 3/1976, 8. Jg.

Chemotherapie, Kaelin­Blutsteigbild

Heft 1/1977, 9. Jg.

Hodenmalignome

Heft 2+3/1977, 9. Jg.

Zur Iscador­Behandlung des Mamma­Karzinoms

Heft 1/1978, 10. Jg.

Zur Iscador­Behandlung des Prostatakarzinoms

Heft 2/1978, 10. Jg.

Zur Iscador­Behandlung der Problem­Tumoren

Heft 3/1978, 10. Jg.

Immunologie

Heft 1/1979, 11. Jg.

Galle und Leber

Heft 2/1979, 11. Jg.

Pankreaskarzinom – Mistelzüchtung

Heft 3/1979, 11. Jg.

Neue Erkenntnisse beim Bronchuskarzinom

Heft 1/1980, 12. Jg.

Krebs und Licht

Heft 3/1980, 12. Jg.

Behandlung der Malignome des Verdauungstraktes

Heft 1/1981, 13. Jg.

Krebs und Wärme – die Nadelholzmisteln

Heft 2/1981, 13. Jg.

Behandlung des Lymphödems – Die Wirtsbäume der Laubholzmistel

Heft 3/81 bzw. 1/82

Berichte aus der Forschungsabteilung des Hauses Widar

Heft 2/1982, 14. Jg.

Pleuritis carcinomatosa

Heft 3/1982, 14. Jg.

Behandlung des malignen Melanoms

Heft 1/1983, 15. Jg.

Nachsorge bei Patienten mit bösartigen Erkrankungen

Heft 2+3/1983, 15. Jg.

Zur Iscador­Behandlung des Mammakarzinoms (erw. Auflage)

Heft 1/1984, 16. Jg.

Krebs und Seele

Heft 2+3/1984, 16. Jg.

Behandlung der Gehirntumoren (neue erw. Aufl.)

Heft 1/1985, 17. Jg.

Blei und Silber in der Krebstherapie

Heft 2+3/1985, 17. Jg.

Maligne Lymphome

Heft 1+2/1986, 18. Jg.

Behandlung der Sarkome

Heft 3/1986, 18. Jg.

Immunologische Wirkungen von Mistelpräparaten

Heft 1/1987, 19. Jg.

Leber und Karzinom (neue erw. Aufl.)

Heft 2/1987, 19. Jg.

Naturwissenschaftliche Ergebnisse: Wirkung der Mistel auf Tiertumoren

Heft 3/1987, 19. Jg.

Grundsätzliches zum Verständnis der anthroposophischen Medizin und Krebstherapie

Heft 1+2/1988, 20. Jg.

Iscador­Behandlung bei Patienten im Osten und andere Krankengeschichten

Iscador-Informationen (Diese Ärztezeitschrift ersetzt die oben erwähnte, 1988 abgeschlossene Serie der «Mitteilungen») Bisher erschienen: Heft 1/1994, 1. Jg.

Zur Behandlung des Mammakarzinoms

Heft 2/1994, 1. Jg.

Die Mistel: Botanik – Morphologie – Inhaltsstoffe

Heft 3/1995, 2. Jg.

Bronchialkarzinom, Pleurakarzinose

Heft 4/1996, 3. Jg.

Iscador M 5 mg spezial, Iscador Qu 5 mg spezial – Eine Praxisbeobachtung – 1993–1996 von Dr. med. R. Wagner

Heft 5/1996, 3. Jg.

Von der Mistel zum Iscador

Heft 6/1997, 4. Jg.

Maligne Pankreastumoren und ihre Behandlung

Heft 7/1998, 5. Jg.

Zur klinischen Wirksamkeit von Iscador

Heft 8/2002, 6. Jg.

Maligne Lymphome und ihre Behandlung

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Richtlinien

Richtlinien für die Iscadorbehandlung in der Malignom­Therapie, 2005. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd (D). Ausgabe für die CH Iscador in der Tumortherapie. Empfehlungen für die Behandlung, 2009. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd (D). Ausgabe für DE (Die Richtlinien sind auch auf Englisch und Französisch erhältlich).

Jahresbericht

Jahresbericht des Vereins für Krebsforschung Arlesheim. Die Jahrgänge ab 1994 sind erhältlich beim Verein (auf Deutsch, Englisch und Französisch).

Lukas Klinik

Prospekt der Lukas Klinik. Bebildert und mit allen Informationen. 2003. (auch in Englisch und Französisch).

Ernährung

Das Kochbuch – Rezepte aus der Küche der Lukas Klinik. Neuerscheinung 2006, baag Arlesheim (CHF 28.– / € 20.–). Neu auf Englisch und Italienisch. Helwig S.: Hinweise für eine gesunde Ernährung. Hrsg.: Lukas Klinik, 1998 (erhältlich auch auf Französisch und Englisch)

Ratgeber

Krebsbehandlung und ergänzende Misteltherapie. Ein Leitfaden für Patienten und Angehörige. Hrsg.: Verein für Krebsforschung, Arlesheim 2004 (auch auf Französisch) Faltprospekt Anleitung zur Injektion von Iscador. Hrsg.: Verein für Krebsforschung, Arlesheim; 2004 (auch auf Englisch, Französisch und Italienisch) Informationen für Krebspatienten – Schwerpunkt Misteltherapie. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd 2004 (deutsch und englisch) Eine Chance mehr bei Brustkrebs – die Krankheit ganzheitlich behandeln. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd 2006 Eine Chance mehr bei Prostatakrebs – die Krankheit ganzheitlich behandeln. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd, 2007 Eine Chance mehr bei Darmkrebs – die Krankheit ganzheitlich behandeln. Hrsg.: Weleda Schwäbisch Gmünd, 2009

Overstolz A.

Die Mistel in der Krebstherapie. Möglichkeiten der adjuvanten Behandlung am Beispiel von Iscador. Sonderdruck aus Schweiz. Zschr. für GanzheitsMedizin 10 (7/8), 352–356, 1998 (auch auf Französisch, Englisch und Italienisch erhältlich)

Overstolz A.

Iscador – Mistelpräparate aus der anthroposophisch erweiterten Krebsbehandlung. Basel: Verlag für GanzheitsMedizin, zweite Auflage 2005 (auch auf Englisch) DVD Iscador­Misteltherapie. Von der Mistelpflanze zum Krebsmittel Iscador. Erste Schritte mit der Iscador­Misteltherapie. Beide Filme je deutsch/englisch auf einer DVD. Seit 2010 Version mit französischen Untertiteln.

Weiterführende Literatur finden Sie unter www.hiscia.ch Zudem möchten wir Ihnen die folgenden Websites empfehlen: www.lukasklinik.ch www.mistel-therapie.de www.einechancemehrbeikrebs.de www.stiftung-patientenkompetenz.org www.patientenkompetenz.ch www.swisscancer.ch www.krebsgesellschaft.de www.betacare.de www.leben-wie-zuvor.ch www.stiftungpath.de www.cancernet.nci.nih.gov www.nccam.nih.gov www.mdanderson.org/cimer

Homepage der Lukas Klinik, Arlesheim Ausführliche Datenbank zu Mistel Homepage der Weleda zu Mistel und Krebs Informationen zur Selbsthilfe für Deutschland … und für die Schweiz Krebsliga Schweiz Deutsche Krebsgesellschaft e.V. Liste der Selbsthilfeorganisationen Schweizer Verein für Frauen nach Brustkrebs Weltweit einzige Tumorbank von Patienten für Patienten National Cancer Institute in USA Abteilung für Komplementärmedizin der amerikanischen Gesundheitsbehörde Krebszentrum der Universität Texas mit sehr ausführlichen Infos zur Komplementärmedizin 65


Neue Publikationen 2010 Braedel-Ruoff S.

Immunomodulatory effects of VISCUM ALBUM extracts on natural killer cells: Review of clinical trials. Forschende Komplementärmedizin 17, 63–73, 2010

Burkhart J., Wälchli C., Heusser P. et al.

In vitro investigation into the potential of a mistletoe extract to alleviate adverse effects of cyclophosphamide. Alternative Therapies 16 (3), 40–48, 2010

Freudlsperger C., Dahl A. et al.

Mistletoe lectin­I augments antiproliferative effects of the PPARgamma agonist Rosiglitazone on human malignant melanoma cells. Phytotherapy Research 24 (9), 1354–1358, 2010

Grah C.

Misteltherapie bei nicht­kleinzelligem Bronchialkarzinom – Randomisierte, offene Phase­II­Studie zur Untersuchung der Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von Viscum album­Extrakt in der palliativen, additiven Behandlung des fortge­ schrittenen, nicht­kleinzelligen Bronchialkarzinoms. Diss. Med. Fakultät Charité, Universität Berlin, 2010

Kienle G., Kiene H.

Influence of VISCUM ALBUM L (European Mistletoe) extracts on quality of life in cancer patients: A systematic review of controlled clinical studies. Integrative Cancer Therapies 9 (2), 142–157, 2010

Kim B.K., Choi M.J. et al.

Protective effects of Korean mistletoe lectin on radical­induced oxidative stress. Biological and Pharmaceutical Bulletin 33 (7), 1152–1158, 2010

Kovacs E.

Investigation of the proliferation, apoptosis/necrosis, and cell cycle phases in several human multiple myeloma cell lines. Comparison of VISCUM ALBUM QuFrF extract with vincristine in an in vitro model. The Scientific World Journal 10, 311–320, 2010

Lin L., Liu S.R., Ye M. et al.

Effects of over­expression of CYLD in apoptosis induced by mistletoe lectin in HCT1 16 cells. Chinese Journal of Cancer Prevention and Treatment 17 (15), 1172–1175, 2010

Loewensprung von S.

Die Mistel – anthroposophisches Arzneimittel zur Behandlung von Tumoren. Naturheilpraxis 62 (12), 1511–1516, 2010

Längler A., Spix C., Edelhaeuser F. et al.

Anthroposophic medicine in paediatric oncology in Germany: Results of a population­based retrospective parental survey. Pediatric Blood and Cancer 55 (6), 1111–1117, 2010

Mandera R.

Die Besonderheiten von VISCUM ALBUM im Vergleich mit ihren Verwandten. In: Die Mistel. Eine Heilpflanze für die Krankheiten unserer Zeit. Rippe O. et al., Pflaum Verlag, München, 38–63, 2010

Matthes H., Friedel W., Bock P., Zänker K.

Molecular mistletoe therapy: Friend or foe in established anti­tumor protocols? A multicenter, controlled, retrospective pharmaco­epidemiological study in pancreas cancer. Current Molecular Medicine 10 (4), 430–439, 2010

Melzer J., Iten F., Hostanska K., Saller R.

Systematic review of VISCUM ALBUM (mistletoe) preparations for cancer (Abstract with commentary of Wesa and Cassileth and author’s reply). Focus on Alternative and Complementary Therapies, 15 (2), 124–125, 2010

Park H., Hong. J., Kwon H. et al.

TLR4­mediated activation of mouse macrophages by Korean mistletoe lectin­C (KML­C). Biochemical and Biophysical Research Communications 396 (3), 721–725, 2010

Ritter P.R., Tischoff I., Uhl W. et al.

Sustained partial remission of metastatic pancreatic cancer following systemic chemotherapy with gemcitabine and oxaliplatin plus adjunctive treatment with mistletoe extract. Onkologie 33 (11), 617–619, 2010

Sabova L., Pilatova M., Szilagyi K. et al.

Cytotoxic effect of mistletoe (VISCUM ALBUM L.) extract on Jurkat cells and its interaction with doxorubicin. Phytotherapy Research 24 (3), 365–368, 2010

Schramm H.

Krebs als verlagertes Sinnesorgan: die Entwicklung des Ohres und ihre Beziehung zur Karzinogenese. Der Merkurstab 63 (1), 22–28, 2010

Schramm H.

A unique intracellular, extracellular and transmembrane circulation of potassium ions in the auditory inner ear as an anticarcinogenic principle? Part 1. Inflammation & Allergy – Drug Targets 9, 109–119, 2010

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Schramm H.

The role of the osteoimmune axis in the inflammation of the inner auditory ear and with regard to the putative anticarcinogenetic principle: Part 2. Inflammation & Allergy – Drug Targets 9, 120–129, 2010

Son G., Ryu W., Kim H. et al.

Immunologic response to mistletoe extract (VISCUM ALBUM L.) after conventional treatment in patients with operable breast cancer. Journal of Breast Cancer 13 (1), 14–18, 2010

Su-Yun L., Won-Bong P.

Mistletoe lectin transport by M­cells in follicle­associated epithelium (FAE) and IL­12 secretion in dendritic cells­situated below FAE. In vitro. Pharmaceutical Research 33 (9) 1433–1441, 2010

Tomaszewski J., Smaldone M.

Emerging intravesical therapies for management of nonmuscle invasive bladder cancer. Open Access Journal of Urology 2 (1), 67–84, 2010

Tröger W., Jezdic S., Zdrale Z., et al.

Lebensqualität und Neutropenie bei Patientinnen mit Brustkrebs, die mit Chemo­ therapie behandelt werden. Der Merkurstab 63 (3), 210–217, 2010

Tröger W.

Early breast cancer: Mistletoe during chemotherapy? Results of a randomized clinical trial. Der Merkurstab 63 (1), 80, 2010

Wode K., Schneider T., Lundberg I., Kienle G.

Die Mistel in der Behandlung des Fatigue­Syndroms bei Krebs: ein Fallbericht. Der Merkurstab (2), 162–170, 2010

Hinweis auf Bücher zur Misteltherapie Haller L., Heusser P., Treichler M., et al.

Immunologie und Krebskrankheit – Zur Therapie mit Iscador. Beiträge zur Krebs­ therapie. Verlag Urachhaus, Stuttgart, 1993

Goebel T.

Erdengeist und Landschaftsseele; Gestaltwirkungen geistiger Wesen im Pflanzen­ reich und in der Mistel. Persephone, Arb.berichte der Med.Sektion am Goetheanum, Bd. 6, Verlag am Goetheanum, Dornach, 1994

Glöckler M., Schürholz J.

Krebsbehandlung in der anthroposophischen Medizin. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1996

Heiligtag H.R.

Krebs besser verstehen. Ein Ratgeber aus der Sicht der anthroposophisch erweiter­ ten Medizin. aethera im Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus, Stuttgart, 1999

Büssing A. (Hrsg.)

Mistletoe – The Genus Viscum. Medical and aromatic plants – Industrial profiles. Vol. 16, Harwood Academic Publishers, 265 Seiten, 2000

Scheer R., Bauer R., Becker H., et al. (Hrsg.)

Die Mistel in der Tumortherapie. KVC Verlag Essen, 2001

Wagner R.

Iscador M/Qu spezial – Erfahrungen und Ergebnisse. Beiträge zur Krebstherapie. Verlag Urachhaus Stuttgart, 164 Seiten, 2001

Fintelmann V.

Onkologie auf anthroposophischer Grundlage. Verlag J.M. Mayer & Co., Stuttgart, Berlin, 2002

Wagner R.

Prostatakrebs und Iscador. Ein Klinikbegleiter und Leitfaden für Diagnostik, Operation, Nachsorge und Folgetherapie. Verlag J.M. Mayer & Co., Stuttgart, Berlin, 2002

Kienle G., Kiene H.

Die Mistel in der Onkologie. Fakten und konzeptionelle Grundlagen. Verlag Schattauer, Stuttgart, 749 S., 2003

Wagner R.

Krebs – den Lebensfaden wiederfinden; Psychoonkologie für Arzt und Patient. Verlag Mayer, Stuttgart, Berlin, 171 S., 2003

Bopp A., Nagel D., Nagel G.

Was kann ich selbst für mich tun? Rüffer & Rub, Sachbuchverlag, Zürich, 128 Seiten, 2005 67


Glöckler M. (Hrsg.)

Anthroposophische Arzneimitteltherapie für Ärzte und Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Band 1 und 2, 2005

Overstolz A. (Hrsg.)

Iscador – Mistelpräparate aus der anthroposophisch erweiterten Krebsbehandlung. Verlag für GanzheitsMedizin Basel, 102 Seiten (2. Auflage), 2005

Scheer R., Bauer R., Becker H., et al. (Hrsg.)

Fortschritte in der Misteltherapie. Aktueller Stand der Forschung und klinische Anwendung. KVC Verlag Essen, 662 Seiten, 2005

Wagner R.

Darmkrebs und Iscador. Verlag J.M. Mayer, Stuttgart, Berlin, 2005

Bopp A.

Die Mistel – Heilpflanze in der Krebstherapie. Rüffer & Rub Sachbuchverlag, Zürich, 1. Auflage Dezember 2006

Kienle G., Kiene H., Albonico H.U.

Anthroposophic Medicine, effectiveness, utility, costs, safety. Schattauer Verlag, Stuttgart, New York, pp. 351, 2006

Wagner R.

Mammakarzinom und ISCADOR. Leitfaden für eine qualifizierte Misteltherapie. Verlag J.M. Mayer, Stuttgart, Berlin, 2007

Wagner R.

Fragen und Antworten zur Misteltherapie. Verlag J.M. Mayer, Stuttgart, Berlin, 2007

Scheer R., Alban S., Becker H., et al. (Hrsg.)

Die Mistel in der Tumortherapie 2. KVC Verlag Essen, 2009

Schramm H.

Heilmittel der anthroposophischen Medizin. Urban und Fischer Verlag, München, 2009

Wagner R.

Von der Erfahrungsheilkunde zur rationalen Therapie. Ein Leitfaden zur Mistel­ therapie aus praktischer Erfahrung. Verlag J.M. Mayer, Stuttgart, Berlin, 2009

Rippe et al.

Die Mistel – Eine Heilpflanze für die Krankheiten unserer Zeit. Pflaum Verlag, München, 2010

Selg P.

Rudolf Hauschka am Klinisch­Therapeutischen Institut in Arlesheim (1929–1941). Verlag des Ita Wegman Instituts, Arlesheim, 2010

Selg P.

Dr. Oskar Schmiedel 1887–1959; Der erste anthroposophische Pharmazeut und Weleda­Direktor. Verlag des Ita Wegman Instituts, Arlesheim, 2010

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Der Verein für Krebsforschung

Einzahlungen

Die Ziele des Vereins für Krebsforschung sind:

Verein für Krebsforschung Kirschweg 9 CH-4144 Arlesheim Telefon +41 61 706 72 72 Fax +41 61 706 72 00 E-Mail: c.brodmann@vfk.ch Internet: www.vfk.ch

– Erforschung der Krebserkrankung – Weitere Ausarbeitung des von Rudolf Steiner angegebenen Heilmittels – Vervollkommnung der Behandlungsmethoden – Ausbildung von Ärzten in dieser Behandlung Das Heilmittel trägt den Namen Iscador. Es wird aus verschiedenen Mistelsorten (Viscum album) hergestellt. Der Verein für Krebsforschung verfolgt keine materiellen Ziele. Sein ideeller Charakter wurde von den Behörden durch Steuerbefreiung anerkannt. Kontrollstelle ist Streicher & Brotschin Revision und Unternehmensberatung AG, Basel. Der Vorstand Verein für Krebsforschung Iwer Helwig Michael Lorenz Michael Werner

Postcheck Basel 40-4988-9 oder Basellandschaftliche Kantonalbank Arlesheim, Konto-Nr. 16 3.108.686.51 BIC: BLKB CH 22 IBAN: CH 1200769016310868651

Für die Nachbestellung unseres Jahresberichtes, für Adressänderungen und Spendenbescheinigungen wenden Sie sich bitte an: Verein für Krebsforschung z.Hd. Frau Christine Brodmann Kirschweg 9 CH-4144 Arlesheim c.brodmann@vfk.ch

Jeder Autor ist für den Inhalt seines Beitrages selbst verantwortlich. Redaktion: Corina M. Caminada / Silke Helwig

Informationen zur Lukas Klinik:

Druck: Schwabe AG, Muttenz

www.lukasklinik.ch E-Mail: kontakt@lukasklinik.ch Infoline: +41(0)61 702 09 09 Mo 17.00–20.00 Mi 08.00–14.00 Fr 14.00–17.00

Fotos von V. Epper-Reinhart und Artikel P. Klocke, V. Vögtli, S. Dietsche: zVg. Alle weiteren Fotos: Jürg Buess Fotos Doppelseite: aus «Mistelkalender 2011» von Jürg Buess


Bericht 2011

Verein f端r Krebsforschung Arlesheim Schweiz

Lukas Klinik Institut Hiscia


Jahresbericht 2011 Verein für Krebsforschung