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JAHRGANG 1 │ Nr. 1 │ KOSTENLOS

[FEBRUAR 2011]

Magazine HANNOVER DAS MAGAZIN FÜR DIE COOLSTE STADT UND DEN TOLLSTEN GROßRAUM

Trainer von Hannover 96

++WINTER-ZOO++YUKON BAY++ Lucky Lake Magazine 02/2011 www.luckylake-magazine.de

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Döbbecke - einfach weil´s schmeckt. www.doebbecke.de 2

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EDITORIAL

AB ... S ´ T H E G T Z T U ND J E Lucky Lake Magazine - DAS ERSTE Nun ist es endlich so weit. Ihr haltet die erste Ausgabe vom Lucky Lake Magazine in euren Händen. Wir wollen Euch in Zukunft mit vielen Themen zur Freizeitgestaltung, Eventund Partyberichten, Konzertreportagen und Interviews unterhalten.

Mirko Slomka S...

So wünschen wir jetzt viel Spaß beim Lesen unserer allerersten Ausgabe!

Country-Freunde aufgepasst. Falls Ihr wisst, wann und wo, in und um Hannover Country-Live Music gespielt wir, teilt es uns bitte mit. Wir werden diese Informationen in unserem Magazine publizieren.

Winter-Zoo S...

Yukon Bay S...

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FAMILIENTIP DES MONATS

… das Musical von Jörg Hilbert „Ritter Rost und das Gespenst“, das bogene, sein Schreiber Ratzefummel, Musical nach dem gleichnamigen Buch der Ritter Rost persönlich und viele anmit Noten und CD von Jörg Hilbert (Text/ dere Blechritter. Illustration) und Felix Janosa (Musik) Am Ende wird ein großes Turnier ausgeht auf Tournee. gerichtet, das mit einer dicken ÜberraDie 3. von bisher 4 Produktionen ist schung für den Ritter Rost endet. laut den Autoren auch schon für Kinder Sonntag, 13.02.2011 ab 4 Jahren gut geeignet. Theater am Aegi Hannover Hier kurz der Inhalt: Ein obdachloses Beginn 15:00 Uhr Gespenst erscheint auf der Eisernen (Einlass ab 14:00 Uhr) Burg von Ritter Rost und veranstaltet zusammen mit Koks dem Hausdrachen eine Gespenstershow. Dabei sind das Burgfräulein Bö, König Bleifuss, der Ver4

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BILD DES MONATS

Der Künstler: Günter Georg Burr Der am 31.08.1943 in Würzburg geborene Christian Burr erhielt seine erste malerische und zeichnerische Ausbildung bei Stud. Prof. Büchel. Es folgte eine Weiterbildung im Atelier des akademischen Kunstmalers und KoschkaSchülers Dieter Lukas-Larsen im Bereich der klassischen Öl– und Aquarellmalerei in Düsseldorf. Mit Eröffnung seines eigenen Ateliers in Karlstadt im Jahr 1969 dominieren in der Motivauswahl fränkische Landschaftsbilder, in denen trotz des deutlichen impressionistischen Einschlags die Lucky Lake Magazine 02/2011

Romantik der Landstriche, Städtchen und Dörfer lebendig bleibt. Seine Arbeiten zeigen eine bemerkenswerte Vielseitigkeit im Gebrauch malerischer Ausdrucksmittel und Techniken. In den letzten Jahren entstehen immer mehr Abstraktionen mit eruptivem Charakter, oft wird Tiefe, Ursprünglichkeit oder Unendlichkeit assoziiert. Information: Galerie am Kröpcke Luisenstr. 1 /Eingang Rathenaustr. 30159 Hannover Telefon 0511.32 58 89 5


TITELSTORY

Der Trainer von Hannover 96 beantwortet Fragen der Fans! HOLGER SASS (INTERVIEW) Durch das frühe Aus von Hannover 96 im DFB-Pokal wurden Erinnerungen an das Vorjahr wach. Da scheiterte die Mannschaft von Hannover 96 in der ersten Runde des DFBPokals am Viertligisten Eintracht Trier. In der letzten Bundesliga-Saison segelte Hannover 96 von einer Pleite zur nächsten. Der Klassenerhalt gelang dem Klub erst am letzten Spieltag. Entgegen diesem Trend startet das Team von Mirko Slomka mit einem 2:16

Sieg gegen Eintracht Frankfurt in die Bundeslia-Saison 2010/2011. Nach 21 Spieltagen steht der Klub auf Platz 3. Die Fußballfans von Hannover 96 sind völlig aus dem Häuschen. Und das interessiert die Freunde und Fans von Hannover 96. Fan-Frage: Wie ist es Ihnen gelungen die Mannschaft nach dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal auf die neue Bundesliga-Saison so optimal einzustellen? Mirko Slomka: Wir waren immer von Lucky Lake Magazine 02/2011


TITELSTORY unserer Linie überzeugt, haben stets an die Qualität der Spieler geglaubt und trotz der Enttäuschung über das Pokalaus konzentriert weitergearbeitet. Das hat sich mit den ersten Siegen in der Bundesliga dann auch bestätigt und ausgezahlt. So gab es natürlich auch einen wichtigen Schub für das Selbstbewusstsein und dann kamen wir so richtig erfolgreich durch die Hinrunde. Fan-Frage: Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus? Mirko Slomka: Ich treffe in der Früh um 08:15 Uhr in der AWD-Arena ein. Ab 08:30 Uhr führe ich zunächst ein Gespräch mit meinen zwei Co-Trainern. Ab 09:00 Uhr spreche ich dann den Tagesablauf mit dem gesamten Trainerstab ab, wo die Akzente und Schwerpunkte liegen. Je nach Ereignissen wird auch am Nachmittag mit der Mannschaft trainiert. Ich bereite Spiele vor und nach, habe Termine mit den Medien, dem Management des Vereins, Spielerscouts und mit den Sponsoren von Hannover 96. Im Regelfall endet mein Arbeitstag um 18:30 Uhr.

dem Trainingsgelände anwesend sein, das heißt um 09:00 Uhr. Verletzte und kranke Spieler müssen bereits um 08:30 Uhr da sein. Vor dem Training informiere ich die Mannschaft über den geplanten Ablauf. Das Training dauert 90 Minuten und endet damit, dass die Spieler in größeren Gruppen gemeinsam zum Mittagessen gehen. Es folgen dann medizinische Behandlungen, Krafttraining und Massagen. Die Spieler haben einen freien Tag pro Woche. Zwischenfrage: Wie verhalten sich die Spieler im Krankheitsfall.

Mirko Slomka: Grundsätzlich haben sich erkrankte oder verletzte Spieler bei einem der Vereinsärzte zu melden. Je nach schwere der Erkrankung bzw. Verletzung entscheidet dieser dann, wie die ärztliche Versorgung durchgeführt wird und ob eine fachärztliche Abklärung notwendig ist. Die in einem Arztbericht dokumentierten Ergebnisse werden mir als Cheftrainer zur Kenntnisnahme vorgelegt. Ansonsten gilt auch bei uns die ärztliche Schweigepflicht. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die ärztliche Versorgung der Spieler bei HannoFan-Frage: Wie sieht ein Trainingstag ver 96 sehr professionell ist. für Ihre Mannschaft aus? Fan-Frage: Welche Qualifikation sollte Mirko Slomka: Die Spieler müssen ein Torwart-Trainer haben? eine Stunde vor Trainingsbeginn auf Lucky Lake Magazine 02/2011

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TITELSTORY Mirko Slomka: Ein Torwarttrainer sollte selber als Torwart hochklassig gespielt haben und über die Trainerlizenz „A“ verfügen. Auch sollte er sich regelmäßig weiterbilden, schauen, wie die Torhüter von international erfolgreich spielenden Spitzenmannschaften trainiert werden.

tungsdiagnostik im Profifußball spielt eine wichtige Rolle. Der Bewegungswissenschaftler Professor Jürgen Freiwald, ehemals Schalke 04, berät Hannover 96 als Koordinator für Leistungsdiagnostik, Konditionstraining und Reintegration verletzter Spieler. In diesem Zusammenhang wird in regelmäßigen Abständen der Leistungsstand der Spieler in einem Fan-Frage: Wie denken Sie über den immer gleichen Test und unter immer Einsatz von Mentaltrainern? gleichen Bedingungen durchgeführt. Mirko Slomka: Mit Mentaltrainern Hierbei wird die Fitness, Kraft und die habe ich keine so guten Erfahrungen Kondition der einzelnen Spieler gemacht. Insofern haben wir aktuell bei „gemessen“. Dieser Test dauert einen Hannover 96 keinen Mentaltrainer. Ich Tag. selber arbeite nach der Reiss-Methode. Fan-Frage: Es heißt „11 Freunde“. Anmerkung Lucky Lake MagaziSind das die Spieler einer Fußballne: Begründer und Namensgeber die- Mannschaft wirklich? ses psychologischen Verfahrens ist der Mirko Slomka: „11 Freunde“ finde mittlerweile emeritierte USich unpassend. Besser ist es, wenn sich amerikanische Psychologieprofessor die gesamte Gruppe homogen verhält. Steven Reiss. Er vertritt die Ansicht, Auf das derzeitige Team passt diese dass die Erfolgsaussichten – sei es im Aussage. Je nach Alter und LebenssituaSport, im Beruf oder in alltäglichen Sitution unternehmen die Spieler viele Dinationen, im Team oder alleine – umso ge gemeinsam. Sie treffen sich zum Beigrößer sind, je genauer man weiß, was spiel zu Kartenspiel-Abenden, Kinobesueinen individuell antreibt. chen und vieles mehr. Ich fördere das Fan-Frage: Wie wichtig ist die Arbeit und freue mich über das gemeinsame Miteinander. eines Leistungsdiagnostikers und was macht er genau? Fan-Frage: Welche Rolle spielt bei der Mirko Slomka: Die moderne LeisMannschaftsaufstellung, dass die Spie8

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TITELSTORY ler auch persönlich zueinander passen? dürfen natürlich nicht über die Stränge schlagen. Alkoholgenuss ist tabu. Das Mirko Slomka: Grundsätzlich sind gilt besonders zwei Tage vor dem Spiel. immer das Talent und die Leistung über Sollte der eine oder andere trotzdem den Spieleinsatz entscheidend. Wenn über den Zapfen hauen, dann kriege ich die Mannschaft allerdings einen Spieler das in jedem Fall raus – und das wissen ablehnt, kann er noch so gut sein wie er die Spieler. will, dann bleibt er auf der Bank. Es Fan-Frage: Welche Bedingungen muss eben auf allen Ebenen passen. muss ein Verein seinen Spielern bieten, Zwischenfrage: Was geschieht in der um sie möglichst lange in der MannHalbzeitpause in der Kabine. schaft halten zu können? Mirko Slomka: In der ersten Phase, Mirko Slomka: Erfolg und die Option, die ca. vier bis fünf Minuten dauert, ist international zu spielen. Hannover 96 zunächst ein Cool-Down. Jeder Spieler muss sich nicht verstecken. Wir haben macht das, was er meint machen zu Top-Trainingseinrichtungen, ein super müssen. Er kann trinken, kann sich friStadion und tolle Fans. Mit anderen sche Trikots, Hosen und Stutzen anzieWorten, Hannover ist ein sehr guter hen oder sich vom Physiotherapeut kurz Bundesligastandort. behandeln lassen. Die zweite Phase gehört dann mir. Ich versuche stets analy- Fan-Frage: Welche Rolle spielen Mike tisch vorzugehen. Was war gut und was Hanke, Mikael Forsell und Jan muss besser werden, um das Spiel ge- Schlaudraff für die Rückrunde? winnen zu können. Meine Ansprache Mirko Slomka: Mike Hanke hat den läuft allerdings nicht immer gleich ab. Verein verlassen. Im Moment liegen Sie kann ruhig, manchmal sachlich, aHannover 96 für Jan und Mikael keine ber auch sehr emotional sein. Da ist alAngebote anderer Vereine vor. Es besteles möglich. hen auch keine konkreten Gedanken Fan-Frage: Gibt es für die Spieler sei- der Spieler hinsichtlich eines Vereinstens des Vereins Regeln, nach denen sie wechsels. (…) Grundsätzlich gilt für mich sich außerhalb des Trainingsalltags zu als Trainer, dass alle Spieler zum Team verhalten haben? gehören und von mir trainiert und gefördert werden. Ich mache da keinen UnMirko Slomka: Unbedingt. Die Spieler Lucky Lake Magazine 02/2011

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TITELSTORY terschied. Fan-Frage: Gibt es in der taktischen Ausrichtung der Mannschaft einen Unterschied zwischen einem Heimspiel und einem Auswärtsspiel? Mirko Slomka: Taktik gibt es immer. Sicherlich können die Fans das Spiel unserer Mannschaft mit beeinflussen, indem Sie unser Team anfeuern und dadurch den Gegner ein Stück weit demoralisieren. Natürlich haben unsere Fans erst Recht einen Anspruch auf ein schönes Spiel mit gelungenem Kombinationsfußball im eigenen Stadion. Aber, es gibt da für uns noch sehr viel zu tun. Unsere Spiele werden meist nur knapp gewonnen. Das müssen wir ändern. Wir wollen mehr Tore erzielen.

101. Minute das entscheidende Tor. Dieser Schuss verfolgt mich, weil ich die Flugbahn des Balles ganz genau gesehen habe und wusste, der ist drin. Emotional auch deshalb, weil der Torschütze ein Jahr später auf dem Platz verstarb. Sevilla gewann übrigens 2006 und 2007 den UEFA-Cup. Fan-Frage: Was muss ein moderner Trainer besonders gut können? Mirko Slomka: Er sollte sich immer an den neuesten Trainingsmethoden orientieren, offen sein für Entwicklungen der Zukunft. Das gilt für alle Bereiche. Fitness, Taktik, aber auch teamorientierte Prozesse. Darüber hinaus sollte er kommunikativ und konsequent sein im Umgang mit den Spielern.

Fan-Frage: Was war Ihr aufregendstes Fan-Frage: Wie wird man professiooder schönstes Fußball-Erlebnis? neller Fußballtrainer? Mirko Slomka: Es gibt sicherlich viele emotionale Momente im Fußball. Es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis am letzten Spieltag der letzten Saison mit den Fans von Hannover 96 den Klassenerhalt erleben zu dürfen. Die Rückspielniederlage am 27.04.2006 mit Schalke 04 im UEFA-Cup gegen Sevilla gehört für mich auch zu einem sehr emotionalen Augenblick. Der eingewechselte Antonio Puerta Perez schoss in der 12

Mirko Slomka: Das ist zwischenzeitlich ein sehr langer und steiniger Weg. Ich hatte das Glück Sport und Mathe für das Lehramt zu studieren. Dadurch habe ich bereits gewisse Voraussetzungen für den Beruf des Fußballlehrers mitgebracht. Während meines Studiums bin ich als Trainer für die Amateure für Hannover 96 tätig gewesen und konnte erste Erfahrungen und Erfolge sammeln. Mir fiel auf, dass die Spieler sehr wissLucky Lake Magazine 02/2011


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begierig und fleißig waren. Eine Wahrnehmung, die ein Lehrer nicht unbedingt im täglichen Schulalltag erlebt. Das gefiel mir sehr gut und ich beschloss Fußballlehrer zu werden. Hierbei ist es sehr wichtig viele gute Kontakte aufzubauen. Sicherlich spielt auch der finanzielle Background eine große Rolle. Während des einjährigen Studiums an der Deutschen Sporthochschule in Köln, muss der Lebensunterhalt gesichert sein. Nach Beendigung des Studiums und dem Besitz der „A“-Lizenz ist man aber noch lange kein Bundesligatrainer. Irgendeiner muss dich dann auch noch entdecken. Ich selber habe zwei Absagen von Hamburg und Wolfsburg bekommen, obwohl ich der Meinung war, Lucky Lake Magazine 02/2011

genau der Richtige zu sein. Zu guter Letzt, haben wir noch einige Fragen Ihrer größten kleinen Fans: Tommy-Lee (6 J.): Warum heißt Hannover 96 Hannover 96? Mirko Slomka: Der Verein heißt so, weil am 12. April 1896 Hannover 96 als Hannoverscher Fußball-Club von 1896 e. V. gegründet wurde. Tommy-Lee (6 J.): Wer hat Hannover 96 erfunden? Mirko Slomka: (Lacht) Das werde ich noch herausfinden. Peter (7 J.): Magst Du auch keinen Spinat? 13


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Mirko Slomka: Ich mag Spinat. Am einem Oberbegriff antworten. Ich esse Liebsten mit zerdrückten Kartoffeln und sehr gerne thailändisch und dann schön scharf. Rühr- oder Spiegelei. Markus (9 J.): Werden die Sportsachen der Spieler auch von deren Müttern gewaschen?

Elena (9 J.): Wie bist Du auf die Idee gekommen, Trainer bei Hannover 96 zu werden?

Mirko Slomka: Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen. Man hat es mir angetragen. Eigentlich wollte ich nicht so gerne in der Stadt, in der ich mit meiner Familie lebe, ein solches Amt übernehmen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei meinen Kindern. Die werden natürlich oft nach Erfolgen und vor allem nach Misserfolgen mit meinem Beruf konfrontiert. Ich versuche aber, das soSven (10 J.): Was ist Dein Lieblingsesweit möglich von ihnen fernzuhalten. sen? Mirko Slomka: Nein, das wäre zu aufwendig. Besonders bei diesen Temperaturen haben wir ein hohes Wäscheaufkommen. Das übernimmt bei uns der Zeugwart. Die Trainingsbekleidung wird in großen Industriewaschmaschinen gewaschen, dann getrocknet, gebügelt und den Spielern wieder zur Verfügung gestellt.

Mirko Slomka: Das ist nicht so einfach zu beantworten. Ich möchte da mit Lucky Lake Magazine 02/2011

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REZEPT DES MONATS

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TIEF „PETRA“

… EINFACH SCHÖN!!! SIMONE SCHNEIDER, HOLGER SASS (TEXT UND FOTOS)

peratur. Doch dieses Jahr sollte alles ganz anders kommen …

Das Jahr geht zur Neige und wie jedes Jahr, wenn die Tage kürzer und trister werden, die Sonne kaum noch scheint, es kalt und regnerisch ist, sinkt bei mir und meinen Freunden das Stimmungsbarometer langsam aber sicher auf den Tiefpunkt. Um frische Lebensfreude und neue Energie zu tanken, ist unsere Devise zum Jahreswechsel ab in die Sonne!

Die Meteorologen warnten vor starken Unwettern, mit Frost und viel Schnee. Das Unwetter hatte einen Namen. Es hieß „Petra“. Der Namenstag von Petra ist der 29. Juni, im Juni ist es warm und deshalb wird das Tief „Petra“ vielleicht milder gestimmt sein, wie es die Meteorologen vorausgesagt hatten. Stutzig machte uns jedoch, dass Petra soviel wie die „Felsenfeste“ bedeutet. Das verhiess allerdings nichts Gutes. In der Nacht vom 16. 12. auf den 17.12. war es dann soweit. „Petra“ suchte uns heim und hinterließ mit einem winterlichen Cocktail aus sehr viel Schnee, Frost und Eis ein regelrechtes Winterchaos.

Unser Reiseziel ist diesmal Lanzarote, eine der kanarischen Inseln vor der Küste Westafrikas. Nach einem vierstündigen Flug erwartet uns ein Badeurlaub bei angenehmen 22 Grad Außentemperatur sowie 20 Grad WassertemLucky Lake Magazine 02/2011

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WINTERSPASS IM ZOO HANNOVER Ich spottete, Frau Holle hat jetzt einen neuen Namen, sie heißt jetzt „Petra“. „Petra“ bescherte uns ein Wetter um erst recht davon zu fliegen. Doch dann hörten wir die aktuellen Nachrichten. Der Straßenverkehr kam zum Erliegen, vielerorts blieben die Flugzeuge am Boden, die Bahn blieb im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Vor die Wahl gestellt, unseren Urlaub anzutreten und irgendwo im Schneechaos stecken zu bleiben, entschieden wir uns den Jahreswechsel nach vielen Jahren, erstmals wieder einen Urlaub mit viel Winterfreude im „Wintererholungsland Hannover“ zu verleben. Wir verbrachten die Tage damit, Schneemänner und Iglus zu bauen, Schlitten zu fahren, Wanderungen durch die Winterlandschaft zu genießen, Eisblumen zu sammeln und vieles mehr.

begann sogleich eine mühselige Suche nach einem Parkplatz, denn auch der Zoo blieb von den Schneemassen nicht verschont. Das oberste Parkdeck war von einer dichten Schneedecke überzogen und deshalb geschlossen. Na, dass fängt ja gut an. Nach langer Suche fanden wir endlich einen Parkplatz und unser Erlebnis Winterzoo konnte beginnen. Im Eingangsbereich sah ich als erstes ein mit Geschenken „giraffenhoch“ bepacktes Fahrzeug. Vielleicht gehört es dem Nikolaus. Wie auch immer, der Fahrer dieses Autos hat es auf jeden Fall gut getroffen und einen sehr guten Parkplatz, wahrscheinlich ohne lange Parkplatzsuche, erwischt.

Doch das Highlight unserer Aktivitäten sollte der Besuch des „Winterzoo Hannover“ werden. Ehrlich gesagt fragten wir uns, was soll da schon passieren - die meisten Tiere sind sicherlich nicht zu sehen, da es ihnen viel zu kalt ist und die paar Glühweinstände haben wir doch bereits auf jedem Weihnachtsmarkt wahrnehmen können! An einem kalten Wintertag zwischen Weihnachten und Neujahr, als die meisten Menschen immer noch auf den Flughäfen und in Der Andrang an den Kassen war riesig! Wir sonstigen Notunterkünften fernab Ihrer Reisepassierten die Schranken und dann begann ziele ihre Zeit verbrachten, brachen wir in den Winterzoo Hannover auf. Mit Eintreffen am Zoo unser Erlebnis Winterzoo … 20

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WINTERSPASS IM ZOO HANNOVER

Wir machten uns auf den Weg in Richtung Meyers Hof. Vorbei an „Haus Brockel“, ein Zwei-Ständer-Fachwerkhaus aus dem Jahr 1547, das zu den ältesten datierten Fachwerkhäusern Deutschlands gehört, erreichten wir eine verlockende Eisfläche, den „Dorfteich“.

Schlittschuhe an die Füße und schon waren wir mit von der Partie. Für einige von uns wäre so ein Eisbär oder Pinguin sicherlich hilfreich gewesen. Ohne größere Blessuren haben wir unser Schlittschuhvergnügen überstanden. Zum Durstlöschen und innerlichen aufwärmen fanden wir uns an einem der zahlreichen GlühWenn dem Pinguin zu wohl wird, geht er weinstände in der Nähe des „Dorfteichs“ ein. auf's Eis - in dieser Abwandlung trifft das Umringt von vielen fröhlich plaudernden und Sprichwort voll ins Schwarze. Neben zahlreilachenden Menschen beobachteten wir die chen Kindern, Eltern, Paaren, Großeltern oder nostalgische Dampfschiffsschaukel, die zu Singles, tummelten, schoben sich auch kleine einer fröhlichen „Seereise“ einlud. Pinguine und Eisbären über die Schlitterfläche zwischen den idyllischen Fachwerkhäusern. Auf dem Weg zum Kinderland Mullewapp Die Pinguine und Eisbären stehen besonders bestaunten wir einen Hanomag im Hühnerstall, den Kleinsten als Stütze zur Verfügung, wenn ein Scheunenfund auf dem Meyer´s Hof. Dersie auf den Kufen noch nicht so sicher sind. zeit teilt er sich sein Quartier mit einigen HühLucky Lake Magazine 02/2011

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WINTERSPASS IM ZOO HANNOVER

nern und einem Puter. Mit dem Lied auf den Lippen „Unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ erreichten wir Mullewapp. Ach übrigens, Mullewapp ist ein von dem Kinderbuchautor Helme Heine erfundener Bauernhof. Auf diesem friedlichen Stück Erde leben Franz von Hahn (ein Hahn), Jonny Mauser (ein Maus), Waldemar Wutz (ein Schwein) und Walke Wollschal (ein Schaf) und wir sind jetzt zu Besuch in Mullewapp.

konnten gar nicht genug von dieser Rodelfahrt bekommen und genossen weitere Rutschpartien.

Für die ganz kleinen Winterfreunde ist in Mullewapp natürlich auch gesorgt. Sie konnten auf „Snowgleidern“ eine 20 Meter lange Rodelrampe, „Tattis Po-Rutscher“ genannt, hinunter sausen. Es gab auch eine kleine Schlittschuhbahn in Mullewapp, die ausschließlich für die Mini-Schlittschuhläufer vorgesehen ist. Aus zehn Meter Höhe von der Spitze des Hü- An der Hand der Eltern konnten sie Kufenkurgels in Mullewapp, winden sich die drei Rodel- ven fahren. bahnen „Mauseflitz“, Hühnersause“ und Nach der Rodel-Gaudi und schön durchge„Wilde Sau“ in langen Kurven talwärts. Wir froren begaben wir uns in eine Jurte. Eine Jurte brausten auf rasanten „Tubes“ über den ist eine zeltförmige Behausung, die traditionell Schnee der 60 bis 70 Meter langen Rodelbahn bei den Mongolen und Kirgiza aber auch von und der Fahrtwind wehte uns ins Gesicht. Wir asiatischen Nomadenvölkern verwendet wird. 22

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WINTERSPASS IM ZOO HANNOVER

Hier wurden wir mit heißen Getränken, in wohliger Wärme, bewirtet. Nachdem wir uns wieder richtig aufgewärmt hatten, begaben wir uns auf den Rückweg. Beim Verlassen von Mullewapp sahen wir uns noch kurz das Treiben an einem aus dem Jahr 1946 stammenden historischen Kinderkarussell an. Die Kinder hatten auf Ihren Karussellrunden viel Spaß in schnittigen Rennwagen, einer Straßenbahn, Polizei- und Feuerwehrautos, flotten Motorrädern, Rollern und sogar Raketen. So langsam tratt die Dämmerung ein und wir machten uns auf den Weg. Der Schnee knirschte unter den Schuhen, die verschneite Winterzoo-Landschaft ist ein Traum, und mit jedem Schritt wuchs die Vorfreude auf die illuminierten Fachwerkhäuser. Wir genossen den Lichterzauber, der das „Dorf“ in eine romantische 24

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WINTERSPASS IM ZOO HANNOVER

Atmosphäre tauchte. Auf den Dächern leuchteten hell die Silhouetten von Tieren. Mit diesen fantastischen Eindrücken, dem Wissen noch lange nicht alles im Winterzoo erlebt zu haben, und dem Duft von gebrannten Mandeln in der Nase verließen wir zögernd den Winterzoo. Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir alle über den heutigen Tag noch einmal so richtig ins schwärmen. Der Winterzoo ist eben kein normaler Weihnachtsmarkt, sondern ein so besonderes Erlebnis, dass wir es auf jeden Fall wiederholen werden. Ach, da wäre noch etwas anzumerken. Eine Bauernregel besagt: „So kalt wie im Dezember, so heiß wird´s im Juni“. Danke „Petra“… (grins) Lucky Lake Magazine 02/2011

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KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND

ABENTEUER IM YUKON TERRITORY! WOLFGANG J. S. WEIHER (TEXT UND FOTOS)

ges dem ‚Lockruf des Goldes‘ erliegen würde und es so machte, wie es vor 114 Jahren tausende von Wagemutigen und Abenteurern Von Mai bis Oktober fliegt CONDOR zweimal taten, als sie in die kanadische Wildnis mit in der Woche nonstop von Frankfurt nach WhiZiel Dawson City am Klondike aufbrachen, tehorse, der Hauptstadt des kanadischen Terrium dort ihr Glück zu finden. toriums Yukon. Zubringerflüge gibt es von allen größeren Flughäfen in Deutschland. Mit AIR Schon einmal war ich dort oben im Norden CANADA kann man sogar täglich fliegen, aller- des amerikanischen Kontinents, damals dings mit Umsteigen. Wie man es auch dreht, 1981 bei einem Zwischenstopp in Anchoraweit weg ist Yukon also nicht, mehr oder weni- ge/Alaska auf dem Rückflug von Tokyo über ger also ‚nur‘ einen Nonstop-Flug entfernt, wie den Nordpol nach Hamburg. Das war meine es hieß, als Elaine Taylor, Tourismus-ministerin ‚große‘, ruhelose Zeit als Direktor der Abteiund stellvertretende Ministerpräsidentin des lung Internationale Verbindungen beim Yukon Territoriums im vergangenen September Hauptvorstand einer großen deutschen Gein Hannover zu Gast war. werkschaft. Das jedoch ist alles schon längst Geschichte; denn seit über 10 Jahren nun Da lag es ganz nah, dass auch ich eines Taschon schreibe (und lebe) ich in der deut26

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KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND schen und internationalen Country Music Szene. Und auch dieses Mal sollte ich fündig werden . . . Die ersten Großtiere, die ich sah, nachdem wir eine stillgelegte Goldmine passiert hatten, waren Karibus und gar nicht viel später Waldbisons. Sie zählen neben den Elchen zu meinen Lieblingstieren. Meine mich begleitende Fotografin und ich konnten uns gar nicht satt sehen: friedlich weideten die einen und die anderen – gar nicht weit voneinander entfernt.

sich dann wieder zu entspannen. Ich erwischte einen günstigen Augenblick gerade, als zwei von ihnen irgendetwas entdeckt zu haben schienen.

Aus der Abgeschiedenheit der Wildnis entlang des Klondike Highways gelangten wir ganz plötzlich in die lebhafte, quirlige Hafenstadt Yukon Bay. Hier war Leben. Gerade wurde das im Hafenbecken liegende Frachtschiff, die Yukon Queen, entladen – glaubten wir. Bei näherem Hinsehen merkten wir, dass sie wohl beim letzten großen Sturm gekentert war Und dann sahen wir sie: mehrere schwarze und seitdem hier im Hafen manövrierunfähig Timber-Wölfe. Ich hatte gar nicht gewusst, auf Grund liegt. Das tat der Neugier jedoch dass sie so groß sind. Sie hatten schon ihr Winkeinen Abbruch. Genauestens inspizieren wir terfell, dösten meistens vor sich hin. Manchdas Schiff – und stellen fest, dass sich dort mal richtete einer sich auf, streckte sich, um bereits neue ‚Gäste‘ einquartiert haben. See-

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KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND

bären, ja, sogar Pinguine und Riesen-Pelikane tummeln sich im Wasser und am Kai. Vom Schiff selber aus können wir durch riesige Bullaugen sogar einen Blick unter Wasser werfen. Und dort herrscht ein ganz lebendiges Treiben. Da der Kapitän des havarierten Schiffs bei unserem Besuch leider nicht zu sprechen ist, gibt es auf unsere weiteren Fragen in diesem Augenblick keine Antworten. Und dann eine kleine Sensation. Plötzlich entdecken wir zwei Eisbären, die ihre Kräfte miteinander messen, keine 40 Meter von uns entfernt. Fast eine halbe Stunde lang kämpfen sie miteinander und lassen erst dann erschöpft voneinander ab. Jetzt hatten wir beide Appetit bekommen und fanden gar nicht weit auf der anderen Seite des Hafenbeckens die Market Hall. Sie 28

machte einen erstaunlich ‚modernen‘ Eindruck. Draußen auf dem einladenden Vorplatz sahen wir im weggeräumten Schnee rot leuchtende Schirme mit Stehtischen darunter, einladend dekoriert, ein schmuckes Häuschen mit kanadischen Spezialitäten, unter anderem am offenen Feuer geflammten frischen Wildlachs, heißem, duftendem CranberryPunsch oder Kakao. Dazu ertönte einschmeichelnde Country Music, aus den Lautsprechern zwar – trotzdem fühlten wir uns ‚wie Zuhause‘. Bei einer leckeren kleinen Mahlzeit also verbrachten wir eine kleine Mittagspause während ein mir bis dahin unbekannter Country Sänger mein Herz erfreute; es war HANK KARR aus der Hauptstadt des Yukon, Whitehorse, mit Songs seiner CD Lucky Lake Magazine 02/2011


KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND

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KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND ‚Paddlewheeler‘, auf der er so einprägsame Balladen und lebensnahe Songs wie z. B. ‚Whispering Pines‘, ‚The Blizzard‘, den Song vom ‚Yukon Gold‘ oder auch das wunderbare Lied ‚Yukon Book of Memories‘ darbot.

Es war ein zwar kalter, jedoch herrlicher Sonnentag, der Wind der letzten Tage war zur Ruhe gekommen und so machten wir uns irgendwann wieder auf den Weg, weil wir wussten, dass es trotz weißer Winterlandschaft bald und schnell dunkel werden würde – hier fast genau am (gefühlten) 60. Breitengrad.

Wir fegten den Schnee von unserem in Alaska angemieteten uralten Ami-Kombi-Schlitten mit Kajak auf dem Dach und Karibu-Geweih als Frontschutz (!) und dann ging’s mit ihm an diesem Tag noch ein gutes Stück weiter. Wir schauten kurz bei Digger Billy’s Gold Rush Inn herein und am Schluss machten wir noch einen Stop (Coffee to sit in!) im Yukon Bay Tourist Information Center. Hier war alles wunderbar weihnachtlich geschmückt. Es gab jede Menge Souvenirs: Plüschtiere wie Elche, Für einen großen Freund der Country Music wie Bären, Murmeltiere, Bisons, Kaffeekannen aus Email, CDs mit Country Music vom Yukon, mich ein persönliches Geschenk, denn schon natürlich von Hank Karr (!), Kalender, die obliim letzten Jahr hatte ich vorgehabt, bei einem Live Concert des Amerikaners ALAN JACKSON gaten T- und Sweat Shirts usw. usw. in Dawson Creek, im Westen Kanadas, in BriKurz vor Einbrechen der Dunkelheit erreichtish Columbia nämlich, dabei zu sein; jedoch ten wir dann unser gemütliches Zuhause, leghatte es Schwierigkeiten bei der Beschaffung ten am Kamin die Beine hoch, schauten ein der (doch recht teuren) Karten gegeben. Und wenig TV und ließen den Tag Revue passieren. damals hatte eine von mir an seine Agentur Immerhin war ja heute mein Geburtstag, aus versandte Email mit der Bitte, mich doch zu dessen Anlass wir überhaupt diese ‚Reise‘ meinem runden Geburtstag dorthin einzulaunternommen hatten. den, scheinbar den Empfänger nicht erreicht Und - der pfiffige Leser hat es wahrscheinoder war wohl irgendwo im Spam gelandet. lich schon geahnt - das alles haben wir erlebt Heute nun erfüllte sich dieser Traum in leicht und dabei auch ein wenig geträumt in der abgewandelter Form also – einfach so! YUKON BAY, jener brandneuen, urigen Erleb30

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KANADA: COUNTRY WINTER WONDER LAND nislandschaft im Zoo Hannover, die all das zu bieten hat, was ich gerade beschrieben habe und mir einen Nonstop-Flug und den Preis dafür erspart hatte – mitten in meiner Heimatstadt also. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch Country Freunde an diesem Erlebnis ebenfalls großen Gefallen finden werden! Das einzige, was bisher noch fehlt, ist eben hin und wieder ein wenig COUNTRY MUSIC – live gespielt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden . . .

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THE BOSSHOSS

LIVE IN DER AWD-ARENA AM WOLFGANG J. S. WEIHER (TEXT) Vor fünf Jahren habe ich sie zum allerersten Mal erlebt – beim 1. Country Open Air auf der Waldbühne in Northeim. Damals waren die Besucher geteilter Meinung, einige meinten, das sei doch keine Country Music, andere hingegen fanden die Art der eigenwilligen ‚countryfizierten‘ Interpretation der Songs von z. B. Britney Spears gelungen und durchaus hörenswert. Alle waren fröhlich auf der Bühne, unkompliziert und stachen auch dadurch hervor, dass sie einheitlich in weißen FeinrippUnterhemden und mit hellen Stetsons auftraten; aber das passte einfach zu ihnen. Kaum mehr als 150 Zuschauer jedoch hatten 2005 bei schönstem 32

Spätsommerwetter den Weg in das wunderschöne Areal gefunden. Diesmal nun, an einem ausnahmsweise trüben, regnerischen Tag in diesem frühen Winter, vor knapp 2000 Zuschauern in der gut besuchten, mit schwarzen Vorhängen abgehängten und damit leicht verkleinerten AWD HALL in Hannover, trugen sie mal nicht die weißen Unterhemden, sondern tatsächlich Cowboyhemden, allerdings ohne Ärmel, wobei sie auf die Stetsons natürlich nicht verzichteten. Und: sie hatten Verstärkung mitgebracht, eine 11-köpfige Streicher- und eine siebenköpfige Bläsergruppe (‚The Fabulous Babelsberg GStrings‘ bzw. ‚The Tijuana Wonder Brass‘), beide sehens- und hörenswert, Lucky Lake Magazine 02/2011


THE BOSSHOSS weil excellent im Spiel – die Bläser dazu block folgen sollte, dessen dann nach 2 mit Komiker-Einlagen, will heißen, jede ½ Stunden wirklich letzter Titel, G. LightGruppe für sich schon mal erlebenswert! foots Ballade ‚Early Morning Rain‘, für mich persönlich das absolute Highlight Und die ausschließlich englisch (?) überhaupt an diesem Abend war: nur sprechenden Berliner Jungs selbst? In noch die sieben Jungs auf der Bühne, der aktuellen Besetzung mit Alec Völkel jeder - und das nach mehr als zwei(Gesang, Waschbrett), Sascha Vollmer stündigem Non-Stop-Concert (!) – ruhig, (Gesang, Akustikgitarre), Ansgar Freykonzentriert, rhythmisch, einfühlsam, berg am Schlagzeug, Malcolm Arison gefühlsstark, gekonnt und brillant an (Multiinstrumentalist u. a. bravourös auf seinem Instrument! Bravo!!! Meinetweder Mundharmonika) – ich denke da an gen hätte es mehr dieser Art Songs an das ‚Duell‘ Mundharmonika contra diesem Abend geben dürfen. Trompete -, André Neumann (Kontrabass), Stefan Buehler (E-Gitarre) sowie Netter Gag am Rande: beim Song Tobias Fischer (Percussion) brannten sie ‚Shake & Shout‘ (2008 auch als Single wahrlich ein vielfarbenes Feuerwerk ab, erschienen) bat und ‚holte‘ Man(n) Ladessen letzter Song nach circa 110 Mi- dies aus dem Publikum auf die Bühne. nuten erklang, dem dann jedoch noch ‚Hello, Hanover, Lena-Town, klang es da ein fast 45 Minuten langer Zugabenvon oben, we heard, Lena is there within

FOTO:WOLFGANG J. S. WEIHER Lucky Lake Magazine 02/2011

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THE BOSSHOSS the audience ?!?‘ – Leider war Lena nun nicht im Publikum; dafür fanden sich rund ein Dutzend mutiger Teenies, die sich auf den Weg die Treppe hoch zur Bühne machten, einige davon wurden von den Boss Hoss Boys zwar nicht auf Händen, dafür galant auf der Schulter hinaufgetragen und gaben ihr Bestes, tanzten fröhlich zu den Rhythmen und erhielten anschließend reichlich Beifall fürs spontane Mitmachen – zusammen mit allen Akteuren auf der Bühne.

ren echte Boss Hoss Fans, in entsprechende Hemden und Blusen gewandet, dazu viele mit dem typischen ‚BossHossHut‘ und zum Teil von weither angereist . . .Auf der großen, breiten Bühne mit insgesamt 25 Akteuren eine sparsame, leicht nostalgische Deko, ein ansprechender, satter Sound und alles verpackt in eine exklusive Light Show! Wer allerdings ‚low voltage‘ in Gedanken vorab vielleicht mit ‚unplugged‘ gleichgesetzt hatte, der wurde eines anderen belehrt. BOSS HOSS bedeutet eben imInsgesamt fast drei Stunden Party mer auch Power - punkig, rockig und pur, die Zuhörer schwangen die Arme, manchmal leicht countrymäßig angenicht nur unten vor der Bühne, sondern haucht. Zusammen mit den Bläsern und auch auf den Rängen, und viele sangen Streichern ein wenig abgemildert. Gedie Texte mit; die meisten nämlich wawagt, jedoch überzeugend. Thanx, boys!

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KONZERTTIP DES MONATS

„Küssen kann man nicht allein“ „Ob China, die USA oder ganz Europa: die Regel sind ausverkaufte Konzerte. Der besondere Mix aus alten, fast vergessenen Schlagern, Eigenkompositionen und auch der gelegentliche Einbau von Titeln des American Songbook garantiert unterhaltsame Abwechslung. Die ganz besondere Note dabei ist die Gesangsarbeit des gelernten Baritons Max Raabe, der mit unnachahmlicher Grandezza und besonderer stimmlicher Wandlungsfähigkeit den alten Nummern einen neuen Glanz verleiht. Anfang nächsten Jahres wird der Entertainer mit dem Palast Orchester wieder Lucky Lake Magazine 02/2011

auf Tournee gehen, um sein neues Album „Küssen kann man nicht allein“ live zu präsentieren. Eintrittskarten für die Shows am Donnerstag und Freitag, 17./18. Februar 2011, im Kuppelsaal Hannover sind bereits unter 0511 – 444066, www.hannover-concerts.de und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. Sonntag, 13.02.2011 Kuppelsaal Hannover Beginn 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr)

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The same procedure as every year. Wer kennt das nicht? Nach dem übermäßigen Genuß von Keksen, Plätzchen, Schokaladenweihnachtsmännern und Gänsebraten kneifen plötzlich und unerwartet die Hosen nach den Feiertagen doch schon mal.

Nach einer Woche Grünfutter und den kläglichen Versuchen mich zum Joggen aufzuraffen, schwenke ich die weiße Fahne und kapituliere.

Doch jetzt gibt es eine Lösung, wie ich doch noch eine gute Figur beim StrandKein Problem, denke ich, pünktlich zur urlaub mache. Sporttasche gepackt und Bikinisaison sind die überflüssigen Kilos ab in den Fitness-Club. schon wieder weg. Also ein typischer Vorsatz fürs neue Jahr.

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