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Schleswig-Holstein. Der echte Norden. MAGAZIN FÜR LÜBECK UND TRAVEMÜNDE € 1,90

Hereinspaziert

Lübeck und Travemünde. Eine Liebeserklärung.

EIN NIEDERLÄNDER VERLIEBT IN LÜBECK Stadtführer Jan Kruijswijk

DIE FRAU UND DAS MEER

Strandkorbvermieterin Charlotte Seipel

LÜBECKS NEUES MUSEUMSAREAL

Ein Rundgang durch das Europäische Hansemuseum


Lübeck & Travemünde

einfach unzertrennlich

Rund 1.000 Strandkörbe laden in der Saison zum Relaxen ein.

Der Leuchtturm in Travemünde wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt und ist der älteste Leuchtturm Deutschlands.

Hereinspaziert in unser Leben. In unsere Altstadt, in unser Seebad. Wir alle haben auf die eine oder andere Weise unser Herz an Lübeck und Travemünde verloren. Tag für Tag und Nacht für Nacht schreiben wir hier die Geschichte unseres Lebens – nicht immer sonnig, oft auch mal stürmisch rau, aber so ist er eben: der echte Norden. Und das ist gut so. Lübeck und Travemünde – das ist wie Segel und Wind: Wir gehören zusammen. Unsere Altstadt mit den verwunschenen Gängen, den sieben Kirchtürmen, Kultur, die jeden glücklich macht und kleinen Geschäften, die das Herz aufgehen lassen. Und unser Seebad mit seiner langen Tradition, den großen Pötten, die Weite der Promenade und Strände und der Viermastbark Passat, wir alle erleben diese Schönheit das ganze Jahr und möchten Sie gerne einladen, und sei es nur für wenige Tage, Teil unseres Lebens zu sein. Wir hier im Norden machen nicht gerne viele Worte, aber unsere Freundschaften haben Bestand. Das ist unser Versprechen. Lübeck und Travemünde auf Immerwiedersehen. Wir haben hier unser Herz verloren, und unter uns: das geht hier schnell.

1911 von der Schiffswerft Blohm+Voss zu Wasser gelassen, ist die Passat heute stolzes Wahrzeichen von Travemünde.

Wir freuen uns auf Sie!

Lübecks Altstadt ist mehr als nur schöne Kulisse: Seit 1987 ist sie UNESCO-Weltkulturerbe.

Concordia domi foris pax: kein Wunder, das Holstentor hat eine 3,5 m dicke Mauer.

Lübecks Welt der Puppenhäuser: Rund 70 Gänge und Höfe aus dem Mittelalter gibt es heute noch zu entdecken.

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IMPRESSUM

Herausgeber: Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Holstentorplatz 1, 23552 Lübeck Redaktion: Christian Martin Lukas, Annette Ritter, Maria Ewald Text: Doris Schütz, Janine Streu Konzept und Gestaltung: borowiakziehe KG, www.bozi.de Fotos: Archiv LTM S. 28/29; Sven-Erik Arndt S. 4/5; Torben Conrad S. 36, 50; Doriana Dreisbach S. 50; Oliver Fantitsch S. 22; Fotolia (Gero Brandenburg) S. 48/49; LIQUID PHOTOGRAPHY S. 6/7, 24/25; die LÜBECKER MUSEEN S. 14, 20; Wolfgang Maxwitat S. 46; Thomas Radbruch S. 8/9, 18; Bernd Schmidt S. 16/17, 44; Isadora Tast S. 19; Karl Erhard Vögele S. 30/31; Ingo Wandmacher S. 13, 26/27, 32/33, 34, 38, 40, 41, 42/43. Nachdruck auch Auszugsweise ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers erlaubt. Stand: März Print kompensiert 2015. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Haftung für Id-Nr. 1546216 www.bvdm-online.de Einzelangaben in den Anzeigen.

Urlaubsgefühl vom Feinsten

Mit Hilfe Ihres Smartphones können Sie sich jetzt entspannt auf dem Sofa zurücklehnen und informative Filme über Lübeck und Travemünde genießen. Wie das geht? Einfach der Anleitung folgen:

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Um diese Form der Videohinterlegung nutzen zu können, laden Sie sich zuerst die kostenlose App „LAYAR“ herunter und installieren sie auf Ihrem Smartphone.

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Ist die App installiert, kann es sofort losgehen. Öffnen Sie die App und scannen Sie die komplette Seite, auf der Sie das Layar Zeichen sehen.

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Jetzt erkennt die App das hinterlegte Video und Sie müssen nur noch „Play“ drücken.

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Lehnen Sie sich zurück und tauchen Sie ein in die schönsten Seiten von Lübeck und Travemünde.

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Holstentor

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Europäisches Hansemuseum Lübeck

Spaziergang durch das UNESCO Weltkulturerbe

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Ein Niederländer verliebt in Lübeck

Kulturerlebnisse

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Lübecks Museen

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Die Erfolgsstory des Seebades Travemünde


hereinspaziert

inhalt

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Shopping in L端beck und Travem端nde

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Zum Fischer muss man geboren sein

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Travem端ndes Str辰nde und Strandkorbvermietung

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Genuss

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Die Frau und das Meer

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Events & Festivals


Alle Mann an Bord !

Manchmal, wenn der Wind richtig steht, dann kann man sie riechen, die salzige Seeluft, die aus Travemünde zur Altstadtinsel hinüberweht. Wer raus aus dem Backsteinmeer ins echte Wasser hüpfen will, hat es in Lübeck nicht weit. An der Ostsee wartet Travemünde, die schönste Tochter der Hansestadt, und spielt mit Wellen, Strand und ihrem unverwechselbaren Seebadcharme all ihre Reize aus.

Viermastbark Passat


Immer schön der Reihe nach!

Wer mit Innenstädten Hochhausschluchten und große Shoppingmalls verbindet, wird von der Romantik und der Schönheit der Lübecker Altstadtinsel hingerissen sein. Schon ihre Silhouette, die seit dem 14. Jahrhundert nahezu unverändert ist, verleitet zum Träumen. Und hinter den Kulissen? Da eröffnet sich eine Welt aus Backstein, beeindruckenden Kirchen und verwinkelten Gassen.

Lübecker Giebelhäuser in der Depenau


STADTSPAZIERGANG DURCH DAS

UNESCO

WELTKULTURERBE

olstentor Ein Symbol für das Selbstbewusstsein und die Macht der einstigen „Königin der Hanse“ ist das Holstentor. Auch wenn es mit seinen über 500 Jahren etwas an seiner geraden Haltung verloren hat, bildet es noch immer das stolze Entrée zur Altstadtinsel. Das wehrhafte Bauwerk mit 3,5 m dicken Schutzmauern im spätgotischen Stil stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es diente einerseits der Verteidigung aber auch der Repräsentation. Im Inneren des Holstentors widmet sich eine Ausstellung dem Beruf des Kaufmanns. Mehr Informationen auf Seite 21.

alzspeicher Die Schatzhäuser der Stadt liegen direkt neben dem Holstentor. Lübecks Reichtum kam auf dem Wasser und wurde auch per Schiff weitertransportiert: Das „Weiße Gold“, das Salz, lagerten die Kaufleute in den sechs Salzspeichern. Aus der Lüneburger Saline gelangte es auf dem Stecknitzkanal, dem ältesten künstlichen Wasserweg Deutschlands, an die Trave. Die Lübecker tauschten es gegen Pelze und Heringe aus Skandinavien.

eiligen-Geist-Hospital Gottesfürchtigkeit, gepaart mit großem Wohlstand – das führte in Lübeck zu einem Bürgersinn, wie er seinesgleichen sucht. Das Heiligen-Geist-Hospital ist stolzes Zeugnis dieser Nächstenliebe und steht für den sozialen Fortschritt im Mittelalter. Schon in dieser Zeit kümmerte man sich hier um Kranke und Alte. Seit der Vollendung 1286 hat sich wenig geändert. Auf dem riesigen Gelände befindet sich noch heute ein Seniorenheim – doch in den engen Kabäuschen im uralten Langhaus, wo gerade mal Platz ist für ein Bett und einen Stuhl, nächtigt heute natürlich niemand mehr. Nicht verpassen: Zur Weihnachtszeit findet hier ein Kunsthandwerkermarkt mit Ausstellern aus Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum, Israel und Peru statt.

Große Petersgrube Lübecker

athaus

Ab 1230 entstanden am Markt drei Giebelhäuser, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach erweitert wurden: so entstanden der Hansesaal für Sitzungen und das Danzelhus (Tanzsaal) für gesellschaftliche Treffen. Im Inneren wartet der prächtige Audienzsaal. Die Türen zu diesem ehemaligen Gerichtssaal sind verschieden hoch. Freigesprochene Angeklagte durften den Saal durch die hohe Tür verlassen, verurteilte Angeklagte mussten gebückten Hauptes durch die niedrige Tür gehen. Noch heute tagt im Rathaus der Senat.

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Schlendern Sie durch die Große Petersgrube, die einzige Straße deren Fassaden vollständig erhalten geblieben sind. Hier finden Sie Häuser aller Baustile, die in Lübeck vertreten sind: Gotik, Renaissance, Barock, Spätbarock und Klassizismus.


ltstadtkirchen Die historischen Lübecker Altstadtkirchen bilden mit ihren sieben Türmen ein weltweit bekanntes Ensemble und sind stolze Zeichen der Stadtgeschichte. Weit sichtbar dominieren sie die einzigartige Stadtsilhouette. So imposant sie als Einheit daherkommen, so unterschiedlich sind sie. Jede Kirche erfüllt dabei ihre eigene Rolle, sowohl damals als auch heute. Die Ratskirche St. Marien ist die drittgrößte Backsteinkirche Deutschlands und beherbergt die größte mechanische Orgel. Johann Sebastian Bach kam einst hierher, um das Orgelspiel Friedrich Buxtehudes zu erleben und von ihm zu lernen. In der Romanik erbaut, in der Gotik erweitert, im Zweiten Weltkrieg zerstört und dann wieder aufgebaut wurde St. Petri, die heutige Wissenschafts- und Kulturkirche. Der traditionsreiche Dom zu Lübeck ist eine romanische dreischiffige Pfeilerbasilika und das älteste Gotteshaus Lübecks. Die kleinste der Altstadtkirchen ist St. Aegidien mit der wunderbaren Besonderheit eines geschnitzten Singchores. Die Bettelordenskirche St. Katharinen aus dem 14. Jahrhundert stellt eine Meisterleistung gotischer Baukunst dar. St. Jakobi als Kirche der Seefahrer ist Gotteshaus der Pilger, der Orgeln und des Gedenkens. Aufgrund der zahlreichen vorhandenen Orgeln in den Altstadtkirchen kommt der Musik hier eine ganz besondere Bedeutung zu. Tipp: Vom Turm St. Petris genießt man ein wundervolles Panorama über die Altstadt und bis zur Ostsee!

urgtor

Das Weltkulturerbe von Innen

Lübeck lebt – und so wird in der Werfen Sie einen Blick in das Stadt auch immer weiter um- und Museumsquartier St. Annen und neugebaut. Ein schönes Zeugerleben Sie das Weltkulturerbe nis dieser steten Veränderung von Innen. Mehr Informationen ist das Burgtor. Die ältesten Teile auf Seite 20. dieses Stadttors stammen aus dem 13. Jahrhundert, der Aufbau mit dem trutzigen Turm und einer Verzierung aus schwarzen und roten Ziegeln kam im Spätmittelalter hinzu, und aus dem frühen Barock stammt die kuriose Bronzehaube. Auch ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauer ist hier erhalten geblieben.

St. Jakobi

St. Katharinen St. Marien

urgkloster 1229 entstand das Burgkloster und ist bis heute die bedeutendste erhaltene mittelalterliche Klosteranlage Norddeutschlands. Viele Funktionen hatte es in der Zwischenzeit: Nach der Reformation nutzte die Stadt es als Armenhaus, später als Gericht und Untersuchungsgefängnis und zuletzt als Kulturforum. Auf dem Areal befindet sich heute das Europäische Hansemuseum. Mehr Informationen auf Seite 18.

St.Petri

St. Aegidien

Dom zu Lübeck

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Ein Niederländer

verliebt in Lübeck

Lübeck ohne UNESCO Welterbe ist wie ein Sternekoch ohne Stern, sagt Jan Kruijswijk. Was hat Lübeck mit den Pyramiden von Gizeh, den Ruinen von Olympia, Stonehenge und der Chinesischen Mauer gemeinsam? Richtig, sie gehören alle zu den weltweit über 1.000 Welterbestätten, die unter dem Schutz der UNESCO stehen. 39 Denkmäler sind in Deutschland zu finden, Lübeck gehört seit 1987 dazu.

Seit 2007 bietet er regelmäßig Stadtführungen an Lübeck wurde als erste Hafenstadt an der Ostsee und erklärt den Gästen der „Königin“, was Lübeck als 1143 gegründet und entwickelte sich schnell zur UNESCO Welterbe ausmacht – auf Deutsch, Englisch reichen und mächtigen „Königin der Hanse“. Die Altund Niederländisch natürlich. „Das war eine Marktstadtinsel ist eines der schönsten Schmuckstücke der lücke, als ich beim Verein Lübecker Stadtführer annorddeutschen Backsteingotik. Seit dem Mittelalter fing“, lacht er und zupft an seinem grauen Kinnbärtprägen die sieben Türme der Kirchen die Silhouette chen. Besonderen der Stadt. SehensSpaß mache ihm wert sind neben die Kostümführung dem berühmten Mein Geheimnis ist eine Mischung aus als Jan Janszoon Holstentor das hisEntertainment und Geschichte. Eine van Wijck, einem torische Rathaus, die Salzspeicher, in Stadtführung dauert nur zwei Stunden, da niederländischen Kapitän, der 1668 denen früher das möchte ich meine Gäste nicht mit zu vie- in Lübeck mit sei„weiße Gold“ gener Galeone „Seelagert wurde, das len Jahreszahlen und Fakten langweilen löwe“ überwinterte. Heiligen-Geist-HosEr nahm sich eine pital, die stolzen Kammer in der Kaufmannshäuser „Schiffergesellschaft“ und genoss Speis und Trank, und die mittelalterlichen Gänge und Höfe. Auch der insbesondere den französischen Rotwein, der in Lüarchäologische Untergrund der Altstadt mit rund becker Kellern zum heute berühmten Rotspon herdrei Millionen Funden ist Bestandteil des Welterbes. anreifte. „Einmal habe ich ein besonderes Lob von Einer, der darüber genau Bescheid weiß, ist der einem Gast bekommen“, lacht Kruijswijk mit einem Stadtführer Jan Kruijswijk. Der gebürtige NiederlänAugenzwinkern. „Nach dem Stadtrundgang sagte der mit unverkennbarem Rudi Carrell-Akzent und er, vielen Dank für die tolle Führung – und das mit heißgeliebtem Norwergerpulli lebt seit 1991 in Lüdem holländischen Akzent haben Sie besonders gut beck. „Ich kam der Liebe wegen nach Lübeck“, sagt hinbekommen!“ Dieser Kapitän Jan Janszoon van er und meint damit seine Frau Dorit, die er beim Wijck lässt erahnen, wie Kruijswijk es schafft, seine Glühweintrinken mit Kollegen auf dem Lübecker Stadtführungen für die Gäste so spannend und unWeihnachtsmarkt kennenlernte. Damals noch bei vergesslich zu machen. Er erzählt Geschichten. „Mein Dräger im holländischen Zoetermeer als Diplom-InGeheimnis ist eine Mischung aus Entertainment und genieur tätig, ließ er sich flugs nach Lübeck versetzen Geschichte. Eine Stadtführung dauert nur zwei Stunund hat es nie bereut. „Lübeck ist viel mehr als eine den, da möchte ich meine Gäste nicht mit zu vielen schöne Kulisse“, schwärmt er. „Hier atmet man GeJahreszahlen und Fakten langweilen. Details findet schichte und ist doch mitten im Leben.“ Nach seiner man auch bei Wikipedia“, sagt er. „Ich möchte mit Pensionierung machte er sein Hobby, Geschäftskunmeinen Erzählungen begeistern, damit die Gäste den nach Feierabend „sein“ Lübeck zu zeigen, zum gerne noch einmal wiederkommen, um mehr über Beruf. die Stadt zu erfahren.“ 12


Stadtführer Jan Kruijswijk und sein Alter Ego Kapitän Jan Janszoon van Wijck aus den Niederlanden fühlen sich im Museumsquartier St. Annen – na klar, wie könnte es anders sein – im Raum „Niederländer in Lübeck“ am wohlsten. Im 19. Jahrhundert war die Kunst des niederländischen „Goldenen Zeitalters“ in der Hansestadt sehr angesagt. So manches Landschaftsbild, Stillleben oder Schiffsmotiv dieser Epoche zierte damals vornehme Salons und Wohnzimmer in Lübeck. Das Museum hat den niederländischen Meistern und ihren Schülern – gleich neben dem reichen Lübecker Kaufmann, Ratsherrn und Mäzen Thomas Fredenhagen – einen eigenen Raum gewidmet. Jan Kruijswijk im Raum „Niederländer in Lübeck“ im Museumsquartier St. Annen

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Stadtführungen

Januar bis März + November Sa + So: 11 Uhr April Mo – So: 11 Uhr Sa: 11 + 14 Uhr Mai + Juni Mo – Fr: 11 + 14 Uhr Sa: 10.30 + 11 + 14 Uhr So: 11 Uhr Juli bis Oktober Mo – Mi: 11 + 14 Uhr Do – Sa: 10.30 + 11 + 12 + 14 Uhr So: 11 Uhr Dezember Mo – So: 11 Uhr 24.12. + 31.12.: 11 Uhr an allen Adventssamstagen zusätzlich 14 Uhr Preis p. P.: € 7,– inkl. Rathauseintritt, Treffpunkt: Welcome Center Kostümführungen finden ab dem 03.04.2015 bis zum 27.11.2015 alle 2 Wochen immer freitags um 19 Uhr statt. Preis p. P.: € 10,– Informationen zu den öffentlichen Themenführungen unter  04 51/88 99 700. Um Voranmeldung wird gebeten. Audio-visueller Stadtrundgang Entdecken Sie bei einer Audioführung auf einer Route mit 20 Stationen ganz individuell die schönsten Sehenswürdigkeiten Lübecks. Wenn Sie pflastermüde geworden sind, kann die Tour auch ganz entspannt in einem Café mit dem itour System gehört und gesehen werden. Ausleihen können Sie sich die iTour-Führung im Welcome Center, Holstentorplatz 1. Die Führung kostet für 3 Stunden € 7,50 und für einen Tag € 10,– (zweiter Kopfhörer: € 2,50). Auch als kostenfreie iPhone und Android App verfügbar. Informationen zu den Hafen– und Kanalrundfahrten finden Sie unter www.luebeck-tourismus.de.

Holstentor

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Und was bedeutet die UNESCO-Marke für Lübeck? „Es ist ein Versprechen“, sagt Kruijswijk ernst. „Lübeck ohne UNESCO Welterbe ist wie ein Sternekoch ohne Stern. Die Gäste aus aller Welt können sich bei der Auszeichnung mit dem UNESCO Siegel darauf verlassen, dass es hier etwas ganz Besonderes gibt.“ Die häufigste Frage bei seinen Führungen gilt der Zerstörung im 2. Weltkrieg. „Lübeck hatte Glück im Unglück“, antwortet er dann. „Rund drei Viertel der Altstadt haben den Krieg trotz des verheerenden Luftangriffs von 1942 nahezu unbeschadet überstanden.“ 1944 wurde Lübeck zum Versorgungshafen des Internationalen Roten Kreuzes erklärt und war so für weitere Bombenangriffe tabu. Durch das alte Seefahrerviertel rund um die Jakobikirche führt Kruijswijk seine Gäste besonders gern. Hier ist das mittelalterliche Leben noch hautnah spürbar und bietet herrlichen Stoff für seine Geschichten. Da sind zum Beispiel die Seefahrerkirche St. Jakobi, die Gertrudenherberge als Pension für weitgereiste Pilger, die Schiffergesellschaft als Versammlungsstätte der Kapitäne, das Burgtor, das früher mitunter für echte Torschlusspanik sorgte, und das Heiligen-Geist-Hospital, in dem Arme und Kranke ein Gelübde für Gehorsam, Keuschheit und Armut ablegen mussten, um aufgenommen zu werden. „Immerhin bekam man damals aber auch jeden Tag ein Essen frei und 3 Liter Bier“, schmunzelt Kruijswijk, wohlwissend, dass es im Mittelalter bitter nötig war, Dünnbier statt Wasser zu trinken, um sich gegen Krankheit zu schützen. Auch an Bord der Handelsschiffe gehörte Bier übrigens zur täglichen Ration für die Besatzungen, kein Wunder also, dass es im Mittelalter rund 160 Brauereien in Lübeck gegeben haben soll. „Viele denken, dass das Mittelalter romantisch war“, erzählt Kruijswijk. „Aber das stimmt nicht, es war ein täglicher Überlebenskampf. Krankheit und Tod lauerten überall.“ Das war auch der Grund für die Spendenfreudigkeit der reichen Lübecker Kaufleute, die um ihr Seelenheil besorgt waren und sich ihren Eintritt in die Glückseligkeit erkaufen wollten. So entstanden viele Stiftshöfe wie zum Beispiel der Füchtingshof, in dem verarmte Witwen und Waisen eine Zuflucht fanden. Eine besondere touristische Attraktion sind heute die kleinen Ganghäuser in den Hinterhöfen der Altstadt, die wie Puppenstuben herausgeputzt sind und gerne auch als Ferienwohnungen gemietet werden. Hier wohnten früher Bedienstete, einfache Seeleute und kleine Handwerker zur Miete in ärmlichen Holzbuden, die aufgrund der Brandgefahr noch nicht einmal beheizt werden durften. 70 dieser historischen Gänge und Höfe sind bis heute erhalten und werden in das Programm vieler Stadtführungen eingebaut. „Die Gänge gehören einfach zu Lübeck dazu und jeder Gang erzählt seine ganz eigene Geschichte“, so Kruijswijk. Stundenlang könnte er voller Leidenschaft und Begeisterung von „seinem“ Lübeck erzählen, aber auch die schönste Stadtführung geht einmal zu Ende. Nur eine Frage sei noch erlaubt: Was ist sein Lieblingsplatz in Lübeck? „Der Weihnachtsmarkt natürlich“, antwortet er lächelnd. „Hier habe ich meine große Liebe im Schutz des historischen Rathauses gefunden.“ Wie romantisch!


Alles im grünen Bereich

Ein Hauch von Geheimnis und Abenteuer umgibt die Gänge und Höfe: Der Besucher muss gewohnte Pfade verlassen, oft am Ein- und Ausgang den Kopf einziehen, und es dauert ein paar Augenblicke, bis die Augen sich an das etwas dämmrige Licht in den stillen Oasen gewöhnt haben. Viele Gänge münden in einen weiteren Gang oder entlassen den Besucher überraschend in eine bekannte Straße.

Füchtingshof


Europäisches Hansemuseum Lübeck

Lübecks neues Museum

Die Hanse – von der Fahrgemeinschaft zum Global Player. Ein Rundgang durch das Europäische Hansemuseum. Die Hanse war ein Erfolgsmodell. Lange. Irgendwann war dann Schluss. Das Europäische Hansemuseum erzählt vom Aufstieg, Niedergang und Mythos der einstigen Wirtschaftsmacht und lädt zu einer interaktiven Zeitreise durch 600 Jahre Hansegeschichte ein.

Wie fing alles an? Warum verbündeten sich Kaufleute im Mittelalter? Waren sie nicht Konkurrenten? Wie haben sie gelebt, und was hatten sie, was andere nicht hatten? Auf 4.000 Quadratmetern erfährt der Besucher vom Wagemut der Fernhandelskaufleute, vom Leben in der Fremde, vom Kampf um Privilegien, von Reichtum, Gewalt, Piraterie, Pest, Glaube und Tod. Mehr Hanse geht nicht. Die Zeitreise beginnt im Untergrund in einer Ausgrabungsstätte. Archäologen haben hier ein Stück Geschichte aufgedeckt, das die Besucher zu den Anfängen der Stadt Lübeck führt. 1143 wurde sie als erste deutsche Hafenstadt an der Ostsee gegründet und schnell war klar: Lübeck hat das Zeug zur „Königin der Hanse“. Geschützte Inselstadt, Tor zur Ostsee, verkehrsgünstige Lage und natürlich das Gespür der Kaufleute für Profit und neue Handelsverbindungen. Weiter geht es durch eine imaginäre Zeitschleuse an das Ufer der Newa. Es gibt kein genaues Gründungsdatum der Hanse und auch keinen schriftlichen Vertrag, aber hier in der Fremde im hohen Schilf vor der Kulisse der schwer 18

beladenen Koggen könnte die Geburtsstunde der Hanse gewesen sein. 1193 treffen sich Kaufleute aus niederdeutschen Städten am Flussufer vor der Weiterfahrt in das russische Nowgorod, wählen einen Anführer und reisen im Schutz der Fahrgemeinschaft, um in der russischen Handelsmetropole lukrative Geschäfte zu machen. Lübeck im Jahr 1226. Die Stadt wächst und mit der Zeit entwickelt sich ein Meer aus rotem Backstein. Immer mehr Menschen zieht es damals in die aufstrebende Handelsstadt und der Wohnraum hinter der Stadtmauer wird knapp. Die Lübecker Kaufleute sind durch den Fernhandel im wahrsten Sinne des Wortes „steinreich“ geworden. Sie beginnen ihre Häuser aus gebranntem Stein statt wie früher mit Holz und Lehm zu bauen. Die Zeitreise geht weiter in das Hansekontor nach Brügge, dem Zentrum des damaligen „Welthandels“ nördlich der Alpen, in die „Oude Halle“ im Jahr 1361. Gehandelt werden hier Wollstoffe aus Flandern, Gewürze, Seide und Brokat aus Italien, Pelze und Wachs aus Russland, Südfrüchte aus Spanien, Reliquienbeutel aus Köln


und Rüstungen aus Mailand. Aber die internationalen Handelswege bringen nicht nur Reichtum und Macht, sondern auch Krankheit und Tod. So rafft die Pest im 14. Jahrhundert rund ein Drittel der Bevölkerung Europas dahin. Dass sich die Hansekaufleute mit ihrem Wohlstand und ihren weitreichenden Privilegien im Ausland nicht nur Freunde machen, erfahren die Besucher in London um 1500. Allerdings sind sie daran wohl auch nicht ganz unschuldig. Ihre Privilegien und ihr versnobter Lebensstil führen zu großem Unmut in der Bevölkerung. Er gipfelt in dem Versuch der wütenden Menge, das Hansekontor „Stalhof“ zu erstürmen. Doch auch innerhalb der Hanse gibt es zunehmend Probleme und Unstimmigkeiten, das wird auf dem Hansetag in Lübeck im Jahr 1518 sehr deutlich. Im Jahr 1517 beginnt die Reformation. Neue Werte erobern weite Teile Europas und mit ihnen entstehen neue Konflikte. Der Stern der Hanse sinkt trotz aller Anstrengungen und Erfolge wie zum Beispiel im Westfälischen Frieden 1648. Im Jahr 1669 findet in Lübeck der letzte Hansetag statt. Der letzte Zeit-

sprung führt die Besucher ins norwegische An der Untertrave 1 www.hansemuseum.eu Bergen, wo Mitte des 18. Jahrhunderts das Öffnungszeiten ab 30. Mai 2015 letzte Kontor der Hantäglich 10 – 17 Uhr se in ein norwegisches Eintrittspreise Kontor umgewandelt Erwachsene: € 11,50 wird. Das war das Ende ermäßigt: € 10,– der Hanse, aber das LeKinder: € 6,50 ben ging weiter. Auch für die einstige „Königin der Hanse“. Der Mythos Hanse bleibt und ist auch heute noch spürbar. 1980 wird im niederländischen Zwolle die „Neue Hanse“ gegründet, um den Geist der Hanse als Lebens- und Kulturgemeinschaft der Städte lebendig zu halten. Der „Städtebund DIE HANSE“ hat heute 183 Mitglieder in 16 Ländern und jedes Jahr lädt eine andere Stadt zum Hansetag, dem großen „Familientreffen“ der Hansestädte, ein.

FÜNF FRAGEN AN ANDREAS HELLER

Der Architekt und Konzeptionist Andreas Heller gründete1989 das interdisziplinär zusammengesetzte Architektur- und Designbüro Studio Andreas Heller Architects & Designers. Zahlreiche Museen und Ausstellungen sowie Freizeitund Bildungseinrichtungen realisierte er mit seinem Team aus Architekten, Designern und Geisteswissenschaftlern – wie zum Beispiel das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven und in Hamburg die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe sowie das Wälderhaus. Das Europäische Hansemuseum in Lübeck ist sein jüngstes Großprojekt.

Europäisches Hansemuseum Lübeck

1. Wie passt die moderne Architektur des Museums in das historische Stadtbild Lübecks? Die Architektur nimmt in ihrem Baukörper und den eigens für das Hansemuseum entworfenen Backsteinen die historische Bebauung auf. Es ist die Synthese aus zeitgemäßer Formensprache und der Wahrung traditioneller Baumaterialien. 2. Die Rolle der Hanse ist heute für viele Menschen schwer vorstellbar. ­ Wie schaffen Sie es, den Besuchern des Museums den Hansegedanken zu vermitteln? Uns ist besonders wichtig, die Besucher auf unterschiedliche Weise für das Thema zu begeistern. Die aufwendig präsentierte archäologische Grabung, modernste Museumstechnologie, Originalobjekte u.a. aus Russland, Norwegen, England, Belgien und natürlich aus Lübeck werden vervollständigt durch aufwendige Szenografien. Ein Wissenslabor zum Thema Hanse und die Möglichkeit, Sonderausstellungen zu präsentieren, bilden neben dem denkmalgeschützten Burgkloster den Inhalt des Museums.

3. War die Verbindung von Wissensvermittlung und Unterhaltung ein schwieriger Spagat? Gute Wissensvermittlung ist immer auch im positiven Sinne unterhaltend. Aufgrund der Unterstützung von einem Wissenschaftlerteam von 30 Historikern, Archäologen und Kunsthistorikern ist unserer Meinung dieser Spagat hervorragend gelungen. 4. Welches ist Ihr Lieblingsexponat der Ausstellung und welche Geschichte verbirgt sich dahinter? Eine Leihgabe aus dem Handelskontor der niederdeutschen Kaufleute in Nowgorod: ein Stück Birkenrinde aus dem 13. Jahrhundert, versehen mit Aufzeichnungen und einem Glaubensbekenntnis. 5. Was war die größte Herausforderung bei der Konzeption des Hansemuseums? Die Komplexität aus dem historisch wertvollen Dominikanerkloster, dem Gefängnis aus dem 19. Jahrhundert, der archäologischen Ausgrabung und der Einbeziehung eines unter Naturschutz stehenden Bergahorns, mitten ins Museum, war unglaublich anspruchsvoll.

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Museum Behnhaus Drägerhaus

Lübecks Museen MUSEUM BEHNHAUS DRÄGERHAUS

In zwei prachtvollen Kaufmannshäusern mit Palaischarakter wird die Wohnkultur der Goethezeit präsentiert. Zudem beherbergen beide Häuser eine bedeutende Sammlung von Gemälden des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne.  Königstraße 9 – 11

    01.01. – 31.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Di – So: 10 – 17 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | ermäßigt: € 3,– | Kinder: € 2,– www.museum-behnhaus-draegerhaus.de

MUSEUMSQUARTIER ST. ANNEN

Beeindruckende mittelalterliche und moderne Architektur vereinen sich zum Museumsquartier St. Annen. Die moderne Kunsthalle präsentiert Wechselausstellungen zur Kunst nach 1945, während das historische Museum in den Räumen des ehemaligen St. Annen Klosters auf fast 9.000 Quadratmetern bedeutende Exponate aus dem Mittelalter zeigt.  St. Annen-Straße 15

   01.01. – 31.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Di – So: 10 – 17 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 10,– | ermäßigt: € 8,– Kinder: € 4,– www.museumsquartier-st-annen.de

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MUSEUM HOLSTENTOR

WILLY-BRANDT-HAUS LÜBECK

 Holstentorplatz

 Königstraße 21

Hinter den dicken Mauern des berühmten Lübecker Wahrzeichens verbirgt sich die Ausstellung „Die Macht des Handels“. Die sieben spannenden Themenräume, bei denen verschiedene Installationen zum Mitmachen einladen, halten dabei so einige Entdeckungen bereit.    01.01. – 31.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Mo – So: 10 – 18 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | ermäßigt: € 3,– | Kinder: € 2,–

Spannend inszeniert, multimedial, interaktiv: In Willy Brandts Leben spiegelt sich wie bei keinem anderen die wechselvolle Geschichte Deutschlands und Europas im vergangenen Jahrhundert wider! Diesem politischen Leben widmet sich das Willy-BrandtHaus Lübeck.    01.01. – 31.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Di – So: 11 – 18 Uhr Eintrittspreis Der Eintritt ist frei.

www.museum-holstentor.de

www.willy-brandt.de/haus-luebeck

TheaterFigurenMuseum

MUSEUM FÜR NATUR UM UMWELT

 Kolk 14

 Musterbahn 8

Einzigartig in Europa! Hinter uralten Mauern verbergen sich die Nachlässe von drei Marionettenspielerdynastien. Die Figuren erzählen von indischen Mythen, chinesischen Bräuchen, afrikanischen Stämmen oder deutschen Jahrmärkten.    01.11. – 14.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 15.03. – 31.10. | Mo – So: 10 – 18 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | ermäßigt: € 5,– | Kinder: € 2,– www.theaterfigurenmuseum.de

Das Museum für Natur und Umwelt gibt spannende Einblicke in die Naturgeschichte von ganz ­Schleswig-Holstein. Man geht aber auch auf interessante Entdeckungsreise in die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt im Lübecker Raum.    Di – Fr: 9 – 17 Uhr I Sa – So: 10 – 17 Uhr montags geschlossen Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | Ermäßigt: € 3,– | Kinder: € 2,– www.museum-fuer-natur-und-umwelt.de

BUDDENBROOKHAUS

Wer kennt ihn nicht? Den Roman Buddenbrooks von Nobelpreisträger Thomas Mann. Lübeck hat dem Roman und der Familie Mann eines der außergewöhnlichsten Literaturmuseen der Welt gewidmet und lässt hinter der weißen Barockfassade aus dem Jahr 1758 die Geschichte der Buddenbrooks lebendig werden.

Rund um die Lübecker Altstadt

   01.01. – 31.03. | Mo – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Mo – So: 10 – 18 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | ermäßigt: € 3,– | Kinder: € 2,50

INDUSTRIEMUSEUM GESCHICHTSWERKSTATT HERRENWYK Arbeits- und Alltagsgeschichte „zum Anfassen“ sowie Sonderausstellungen zu kulturhistorischen Themen stellt das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk vor.

www.buddenbrookhaus.de

www.geschichtswerkstatt-herrenwyk.de

GÜNTER GRASS-HAUS

GRENZDOKUMENTATIONSSTÄTTE LÜBECK-SCHLUTUP Das kleine Grenzmuseum enthält eine interessante Sammlung von Uniformen, Orden, Berichten und Erinnerungsstücken zur Grenzöffnung 1989.

 Mengstraße 4

Literatur trifft im Günter Grass-Haus auf bildende Kunst und erlaubt einen spannenden Einblick in das vielfältige Schaffen des polarisierenden Künstlers. Unter dem Motto „Das Ungenaue genau treffen“ verbinden sich die Wort- und Bildwelten Grass‘ zu einem kuriosen Universum der ganz eigenen Art.  Glockengießerstraße 21

   01.01. – 31.03. | Di – So: 11 – 17 Uhr 01.04. – 31.12. | Mo – So: 10 – 17 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 6,– | ermäßigt: € 3,– | Kinder: € 2,50

www.grenze-luebeck.de

SEEBADMUSEUM TRAVEMÜNDE Mehr Informationen auf Seite 28. www.heimatverein-travemuende.de

www.grass-haus.de 21


Don Carlo, Theater Lübeck

Kulturerlebnisse Lübeck 1500: Die Jahrhundertausstellung – Kunstmetropole im Ostseeraum 20. SEPTEMBER 2015 – 10. JANUAR 2016

Museumsquartier St. Annen

2015 feiert Lübeck das 100-jährige Jubiläum des St. Annen-Museums und gleichzeitig den 500. Jahrestag der Gründung des ehemaligen St. Annen-Klosters – Anlass genug, die Bedeutung der Hansestadt als Kunstmetropole in einer umfassenden Sonderausstellung zu präsentieren. www.luebeck1500.de

15. Lübecker Museumsnacht 29. AUGUST 2015

Lübecker Museen

Die Lübecker Museen sowie zahlreiche Galerien und Kultureinrichtungen öffnen am letzten Samstag im August ihre Tore bis Mitternacht und bieten so ganz neue Einblicke in die Kunstoasen der Stadt. An verschiedenen Orten in der Stadt werden Lesungen, Führungen, Livemusik und Tanz veranstaltet. Weitere Informationen und Termine 2016 unter

Speeddating – Liebe auf den ersten Blick

Vier Lübecker Museen wollen Ihr Herz innerhalb von jeweils 15 Minuten erobern. In nur einer Stunde öffnen Ihnen das Buddenbrookhaus, das Willy-Brandt-Haus, das Günter Grass-Haus und das Behnhaus Drägerhaus ihr Herz und präsentieren mit einem zentralen Ausstellungsstück die ganze Leidenschaft des jeweiligen Hauses. Und dann liegt es an Ihnen – Thomas, Willy, Günter oder Edvard – Wer soll Ihr Herzblatt sein? Wir laden Sie ein zu einem unvergesslichen Stell-Dich-Ein mit Lübecks Museumslandschaft. Preis: € 6,– pro Person Wenn aus einer Liebelei eine große Leidenschaft wird, zahlen Sie zusätzlich einen ermäßigten Eintritt von € 3,– für das Museum Ihrer Wahl und können sich ausführlich kennenlernen. Informationen und Buchung unter  04 51/88 99 700 oder unter www.luebeck-tourismus.de

www.die-luebecker-museen.de

Bilderfluss auf der Trave 28. + 29. AUGUST 2015

Bilderfluss – was mag sich hinter diesem Titel verbergen? Mit offenen Schiffen fährt man um die Altstadtinsel durch ein zauberhaftes Theaterland. Man sieht Bilder, badet in Klängen und an jeder Biegung des Flusses wartet ein neues kleines Wunder: Metall-Musik, Funkenregen, Wasserwände, Stadtleben und Nachtgespinste. Über 100 Akteure sind an der Inszenierung beteiligt. www.combinale.de

Theater Lübeck

Werfen Sie einen Blick in das schönste Jugendstiltheater Norddeutschlands und lassen Sie sich von einer erstklassigen Aufführung auf einer der drei Bühnen mitreißen. Der Spielplan bietet die ganze Bandbreite von Schauspiel, Oper, Musical und Operette bis hin zu Stücken für junge Besucher. Weitere Theater finden Sie unter www.luebeck-tourismus.de

9. Lübecker Theaternacht – Lübecker Theater 12. SEPTEMBER 2015

Zu Beginn der neuen Spielzeit laden 25 Lübecker Theater und 15 Spielstätten zur Lübecker Theaternacht ein. Bis Mitternacht können die Besucher Kostproben aus den verschiedenen Sparten von Schauspiel über Oper bis hin zu Tanz und Figurentheater genießen. Weitere Informationen und Termine 2016 unter www.theaternacht-luebeck.de 22


Besser einkaufen, EINKAUFSZENTRUM LÜBECK

besser leben! Besser einkaufen, besser leben!

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Fischereihafen Travem端nde


Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer Hier wird fangfrischer Fisch direkt „von Bord“ verkauft. Egal ob Dorsch, Flunder oder Steinbutt – den besten Fisch kauft man im Fischereihafen. Wer nicht warten will, stillt den kleinen Hunger am Imbiss mit leckeren Fischbrötchen und anderen Spezialitäten frisch vom Kutter.


Gestatten, Wolf-Rüdiger Ohlhoff! Der pensionierte Travemünder Hobbyhistoriker ist ein Tausendsassa und Multitalent in Sachen Kunst und Kultur. An der Westküste in Husum geboren, fand er nach einer Gesangsausbildung sein Glück in Travemünde und kennt sich in der glanzvollen Geschichte des historischen Seebades aus wie kein Zweiter. Er volontierte Ende der 60er Jahre im noblen KurhausHotel, assistierte der Geschäftsleitung im legendären Casino Travemünde, war Empfangschef im Hansa-Hotel und hat so ganz nebenbei den mittlerweile berühmten Passat-Chor erfunden. Sein besonderer Stolz: er besitzt heute die wohl größte Jazz-Schellackplattensammlung im Norden. Ohlhoff erzählt leidenschaftlich gern Geschichten über Travemünde und posiert bei seinen Auftritten mitunter als Sommerfrischler der Jahrhundertwende in elegantem Zwirn mit „Kreissäge“ und Spazierstock. So auch im Ballsaal des Columbia Hotels Casino Travemünde, das vor hundert Jahren als „Kursaal“ zur Unterhaltung der Kurgäste eröffnet wurde, und heute als Luxushotel für exklusives Wohlbefinden sorgt.

Wolf-Rüdiger Ohlhoff im Ballsaal des Columbia Hotel Casino Travemünde 26


Nachmittags nackten Füßen

kurz mit

im Sand.

Unangenehm aufgefallen.

Die Erfolgsstory des Seebades Travemünde erzählt von Wolf-Rüdiger Ohlhoff. Internationale Berühmtheiten wie Josephine Baker, Sophia Loren, Thomas Mann, Caterina Valente und Gunter Sachs gaben sich in Travemünde die Klinke in die Hand. Wolf-Rüdiger Ohlhoff kennt sie alle, nicht persönlich, aber in puncto Travemünde als Treffpunkt der Reichen und Schönen kann dem Travemünder Hobbyhistoriker so leicht keiner was vormachen. Er ist ein wandelndes Lexikon und plaudert gerne mal aus dem Nähkästchen. Angefangen hat alles 1802, als das Seebad Travemünde gegründet und das Leben im ursprünglichen Fischerdorf so richtig auf den Kopf gestellt wurde. Baden im Meer kam damals in den besseren Kreisen groß in Mode, wenn auch vorerst nur von einem hölzernen Badekarren aus oder in einer der sechs Badewannen im Warmbadehaus am Strand. Schon im ersten Jahr wurden 3.000 Badegäste

„Monte Carlo des Nordens“, auch liebevoll „Travemonte“genannt. gezählt, das ließ die Kassen klingeln und die für Travemünde heute so typische Seebadarchitektur schnell wachsen. Hotels, Gasthäuser, Strandvillen und Vergnügungstempel sprossen wie Pilze aus dem Boden und Travemündes einzigartige Erfolgsstory als Seebad nahm ihren Lauf. Die Warteschlangen an den Badekarren und im Warmbadehaus wurden immer länger, bis 1873 endlich eine Seebadeanstalt auf Pfählen in das Wasser gebaut wurde. Das beflügelte den Badebetrieb ungemein, denn nun konnten viele Gäste gleichzeitig im Meer baden, wenn auch nach wie vor nach Männlein und Weiblein getrennt. Der technische Fortschritt bescherte Travemünde 1824 die erste Dampfschifffahrtslinie. Seitenraddampfer „Princessia Wilhelmine“ brachte einmal wöchentlich Gäste aus dem vornehmen Kopenhagen über die Ostsee nach Travemünde. Bald folgten Schiffsverbindungen von und nach St. Petersburg, Riga und Reval. Berühmte russische Zeitgenossen, die damals in Travemünde logierten, waren Iwan Turgenjew, Nikolai Gogol und Fjodor Dostojewski. So richtig voll wurde es in Travemünde dann ab 1882, als die erste Eisenbahn kam und ein paar Jahre später auch die Automobile sich ihren Weg bahnten. Gäste aus Nah und Fern genossen in Travemünde den Glamour der Kaiserzeit und reisten als Besucher zu den Segelwettbewerben der 27


Travemünder Woche und den Trabrennen auf dem Priwall an. Berühmte Namen wie Joseph von Eichendorff, Emanuel Geibel, Richard Wagner, Clara Schumann, Edvard Munch und natürlich Thomas Mann reihen sich in die prominente Gästeliste des historischen Seebades ein. Franz Kafka schrieb im Juli 1914 folgende Anmerkung in sein Tagebuch: „Nachmittags kurz mit nackten Füßen im Sand. Unangenehm aufgefallen“. War es damals doch noch verpönt, nackte Haut in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Glücksspiel war magischer Anziehungspunkt für die High Society und hat den Ruf Travemündes als mondänes Seebad entscheidend geprägt. 1833 wurde es im Kurhaus – dem heutigen A-ROSA Resort – offiziell genehmigt und Roulette, Rouge et Noire und Pharao hatten von Stund an eine magische Wirkung auf betuchte Gäste aus aller Welt. Vierzig Jahre später im Jahr 1872 wurde das Glücksspiel unter Reichskanzler Bismarck aber verboten und in Travemünde klappten die Spieltische wieder zu. Erst 1949 eröffnete der Spielbetrieb wieder, diesmal im „Kursaal“ aus dem Jahr 1914, dem heutigen Columbia Hotel Casino Travemünde, der die Kriegsjahre unbeschadet überstanden hatte. Es verhalf dem Seebad zu einem unglaublichen Comeback in der Nachkriegszeit als glamouröses „Monte Carlo des Nordens“, auch liebevoll „Travemonte“ genannt. Legendär war der Casino-Nightclub „La belle Epoque“, der in den 50er und 60er Jahren mit den Showauftritten internationaler Stars Furore machte. Josephine Baker, Lys Assia, Lale Andersen, die Kessler-Zwillinge, Lou van Burg, Vico Torriani, Eddie Constantine und Marlène Charell waren hier zu Gast und zogen andere berühmte Persönlichkeiten nach. Sophia Loren, Vittorio de Sica und Marlene Dietrich gehörten dazu. Letzterer verweigerte man – wie hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde – angeblich den Zutritt zum Spielcasino, weil sie als Frau einen Hosenanzug trug, das erlaubte die strenge Kleiderordnung nicht. „Richtige Skandale hat es bei uns aber nie gegeben“, betont Ohlhoff und beruft sich auf die norddeutsche Gelassenheit, die so manch bühnenreifes Temperament diplomatisch um den Finger wickelte. Eine „Bannmeile“ von 15 km verhinderte übrigens, dass sich die Travemünder selbst um Haus und Hof spielten, hatten die Stadtväter doch Bedenken, dass die Versuchung des nahgelegenen Casinos die Bürger in den baldigen Ruin treiben könne. „Travemünde blickt auf eine Wahnsinnsgeschichte zurück“, so Ohlhoff – sichtlich stolz auf den Erfolg „seines“ Seebades. Ob er einen Lieblingsplatz in Travemünde hat? Na klar, zwei sogar! Er liebt die Viermastbark Passat, die seit 1960 hier vor Anker liegt und längst zum Wahrzeichen Travemündes geworden ist, und er sitzt in den frühen Morgenstunden gern auf der Bank der neuen Seebrücke, um „große Pötte zu gucken“, die majestätisch einund auslaufen – ganz wie in alten Zeiten. Wahnsinn!

„Badenixen“ in Travemünde Ende der 1940er Jahre

PASSAT

Das maritime Wahrzeichen Travemündes hat für immer am Priwall festgemacht. Transportiert er heute auch keine schwere Fracht mehr über die Weltmeere, so erinnert dieser elegante Segler seine Besucher an damals, als die „Passat“ unter vollen Segeln bei Windstärke 10 Wind und Wellen trotzte. Heute kann man auf dem Museumsschiff die spannende Zeit der Windjammer nacherleben.   Am Priwallhafen 16

   05.04. – 17.05. und 28.09. – 31.10. | täglich 11 – 16.30 Uhr | 18.05. – 27.09. | täglich 10 – 17 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 4,– | Kinder: € 2,– www.travemuende-tourismus.de

SEEBADMUSEUM

Die spannende Ausstellung mit Stücken aus alter Zeit sowie einzigartige Fotografien rund um die Themen Fischerei, Bademode und Schifffahrt entführen in das frühere Leben im Kurort Travemünde.  Gesellschaftshaus, Torstraße 1

   01.03. – 31.12. | Di – So: 11 – 17 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 5,– | Schüler, Studenten: € 2,50 Kinder bis 14 J. in Begleitung Erwachsener: frei www.heimatverein-travemuende.de

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Travemündes schönste Seiten ALTE VOGTEI

Im kommenden Jahr blickt die ehemalige Polizeiwache auf stolze 465 Jahre zurück. In ihren Räumen befinden sich heute neben einem gemütlichen Café, einem Restaurant und einer kleinen Weinstube das Lübecker Teekontor und das Künstleratelier von Ninette Mathiessen, die immer wieder wechselnde Bilder, Skulpturen und Kinetic-Art-Objekte ausstellt. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die einzigartigen Renaissance-Malereien an der Decke der alten Vogtei.  Vorderreihe 7

www.alte-vogtei-travemuende.de

ALTER LEUCHTTURM TRAVEMÜNDE

Im Jahr 1972 ging der Alte Leuchtturm in Travemünde in seinen wohlverdienten Ruhestand. Beliebtes Ausflugsziel ist der älteste Leuchtturm Deutschlands allerdings nach wie vor. Heute ist in dem bauchigen Backsteinturm, der aus dem Jahr 1539 stammt, ein maritimes Museum untergebracht.  Am Leuchtenfeld 1

   01.04. – 30.06. und 01.09. – 31.10. | Di – So: 13 – 16 Uhr 01.07. – 31.08. | täglich 11 – 16 Uhr Eintrittspreis Erwachsene: € 2,– | Kinder: € 1,– www.leuchtturm-travemuende.de

ST. LORENZKIRCHE

Mehr als 450 Jahre steht das wuchtige, alte Gotteshaus. Die evangelische Kirche wurde auf den Fundamenten der vorherigen, zu Beginn des 16. Jahrhunderts abgebrannten, Kirche gebaut. Ihre Reste sind an der Nord- und Ostseite des Chores zu erkennen. Schmuck des Kirchenschiffs sind der barocke Altar von 1723 und die herrlich bemalte Kassettendecke.  Vogteistrasse 22

   Di – Fr: 9 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr Sa – So: 9 – 12 Uhr www.kirche-travemuende.de

AUDIO-VISUELLER STADTRUNDGANG Bei der individuellen iGuide-Tour entdecken Sie die Geschichte Travemündes und die glanzvolle Vergangenheit des historischen Seebades. Wenn Sie pflastermüde sind, kann die Tour auch ganz entspannt in einem Café mit dem itour System gehört und gesehen werden. Ausleihen können Sie sich die iTour-Führung bei uns im Welcome Center im Strandbahnhof. Die Führung kostet für 3 Stunden € 7,50 und für einen Tag € 10,– (zweiter Kopfhörer: € 2,50). Auch als kostenfreie iPhone und Android App verfügbar. Weitere Infos unter www.travemuende-tourismus.de

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Ein Schiff wird kommen

Direkt am Wasser an der Vorderreihe locken viele Cafés mit leckerem Cappuccino und süßen Verführungen. Während man sich den Kaffee servieren lässt, spielt sich vor den Augen eine ganztägige Parade auf dem Wasser ab: vor dem grünen Priwall mit der Passat – dem ehrwürdigen alten Museumsschiff – manövrieren die riesigen weißen Fähren, Fischkutter ziehen in Richtung Ostsee vorbei und unzählige Segelboote fahren in den Hafen. Hier spürt man diese Atmosphäre mit dem Hauch der großen, weiten Welt. Oder man entspannt bei einem Spaziergang auf der großzügigen bis zu 20 m breiten und 1,7 km langen Strandpromenade, der schönsten Flaniermeile SchleswigHolsteins, mit Blick auf die Weiten der Ostsee.

Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth in Travemünde


Jungfischer Dennis Freitag

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Zum Fischer muss man geboren sein Jungfischer Dennis Freitag ist die Zukunft des Travemünder Fischereihafens. Es ist ein raues Leben, das sich Dennis Freitag, 21 Jahre jung, da ausgesucht hat. Besonders im Winter, wenn sich der frühe Morgen noch wie die tiefe Nacht anfühlt und schon im alten Fischereihafen der eisige Ostseewind zu spüren ist, zieht wohl manch ein Schreibtischtäter den Hut vor den Männern, die zu diesen widrigen Bedingungen ihre Schiffe klar machen und sich auf einen langen Tag auf See vorbereiten. vemünde nach. Der 65–Jährige ist so etwas Wann dieser Tag enden wird, ist morgens wie der Mentor von Dennis Freitag, eine Art nicht absehbar. „Wenn man so richtig auf Ziehvater, der ihm die Leidenschaft für dieden Teich rausfährt, ist man leicht mal 12 sen Beruf vermittelt hat. Das geschäftige Stunden unterwegs“, weiß Dennis Freitag und doch immer besonnene, norddeutsch zu berichten. „Auf den Teich“ – damit ist bodenständige Treiben am Hafen erlebte natürlich die Ostsee gemeint, die sich vor Dennis Freitag bereits als ganz lütter TraTravemünde verheißungsvoll in ihrer ganvemünder. Sein Vater nahm ihn oft hierhin zen Weite auftut. Bis zu 28 Seemeilen geht mit und bald ging er Harry mit ersten Hilfses dann raus, also rund 50 Kilometer: Mit arbeiten zur Hand. Mit zehn Jahren nahm einem betagten Kutter und Gegenwind Harry ihn das erste Mal zum Aalfang mit in kann das locker zwei, drei Stunden daudie Wik, ein ruhiges Fanggebiet Richtung ern. Jungkapitän Dennis nutzt diese Zeit, Lübecker Innenstadt. „Damals war die Traum das Logbuch zu pflegen. Wie viel Meve noch Hauptfanggebiet für den Aal“, beter Netz haben sie heute dabei, welche richtet Dennis und klingt dabei wehmütig Maschenweite, in welches Fanggebiet wie ein alter Kapitän. „Unsere Brotfische soll es gehen. „Da muss man ganz genau sind heute Dorsch sein, die Kontrollen und Hering. Seit sind streng“, sagt Tja, das mit den Mädels ist zwei Jahren verirrt er ernst. Überhaupt sich auch der Seemerkt man der pernicht so leicht lachs immer mehr in sonifizierten Zukunft die Bucht“. Es klingt des Travemünder noch immer merkwürdig, wenn der 21–JähFischereibetriebs sein junges Alter kaum rige von „damals“ spricht, doch der tägliche an. Na klar, rein äußerlich hat man einen Umgang mit den erfahrenen Fischern und drahtigen Kerl vor sich, dessen jungenhafseine Liebe zum Beruf haben ihn innerlich ten Gesicht Sonne, Wind und Wellen noch längst zu einem echten Seebären reifen lasnichts anhaben konnten, aber wer ein paar sen, der nächstes Jahr voraussichtlich seiWorte mit ihm spricht, begreift schnell: Hier nen eigenen Betrieb übernehmen wird. weiß einer ganz genau, was er will und vor Nachdem Dennis 2013 sein Kapitänspatent allem, was er tut. erworben hat, fehlt ihm zu seinem Glück „Harry sagt immer: Fischer werden ist nicht nun nur noch der Meisterbrief. Doch es gibt schwer, Fischer sein dagegen sehr“, erzählt nicht viele junge Menschen wie ihn, die sich Dennis Freitag lachend. Gemeint ist Harry ein Leben als Fischer vorstellen können. Lüdtke, eine Ikone des Fischereihafens, Fünf Anwärter müssen es mindestens sein. der noch in der alten Fischersiedlung an Das klingt nicht viel, aber bei rund 150 Beder Trave aufgewachsen ist und Zeiten errufsfischern in ganz Schleswig-Holstein und lebt hat, als noch über 70 große Kutter von vier in Travemünde – was will man da erwarTravemünde aus zum Fischen aufbrachen. ten. Es steht nicht gut um den alten Beruf Die Siedlung gibt es heute nicht mehr und des Fischers und Dennis hofft, dass die Lüzusammen mit Harry Lüdtke gehen 2015 becker Politik den Fischereihafen und seine vier Berufsfischer ihrem Handwerk in Tra33


„Bewohner“ noch lange als schützenswert einstufen wird. „Die Leute kommen ja hierher, weil der Hafen so alt und ursprünglich ist. Zu viel moderner Kram ist auch nicht schön. Und fangfrischen Fisch direkt vom Kutter bekommt man nicht überall.“ Er selbst isst am liebsten Bratfisch, den er selbstverständlich in allen Variationen zubereiten kann. Das hören die Mädchen sicher gerne, oder? „Tja, das mit den Mädels ist nicht so leicht“, gibt Dennis offen zu. Er sei ja schon froh, wenn er mit gleichaltrigen Fischern zusammen komme und Frauen seien in dem Berufsfeld eben eher selten.

Noch schöner ist es, wenn diese Profis und harten Kerle von einem auf den anderen Moment plötzlich zum Romantiker werden. Wir sitzen in einem Café direkt an der Kaikante, das Tuckern eines Kuttermotors nähert sich. Plötzlich herrscht Aufruhr im eben noch beschaulichen Hafen: Gefühlt alle Möwen Travemündes schwingen sich auf und nehmen Kurs auf den ersehnten Futterlieferanten. Ein Ärgernis für die Fischer? Dennis lächelt nur und sagt noch immer aufs Wasser schauend: „Wir arbeiten halt mit der Natur. Manchmal mischt sich sogar ein Seeadler unter die Möwen. Das sieht toll aus – dieser große Vogel mitten unter ihnen“, und dann nach einer kurzen Pause: „Am schönsten aber sind die Farben! Der Himmel auf See ist so unglaublich schön, das kann man nicht in Worte fassen“. Stille. Zum Fischer muss man eben geboren sein.

Ausflugsfahrten von und nach Travemünde –

Schiff ahoi!

Die Treue einer Dame allerdings ist Dennis bereits gewiss. Die Rede ist von seinem eigenen Kutter „Heike“, die – bis ihr Kapitän seinen Meister gemacht hat – geduldig im Travemünder Hafen auf ihren Einsatz wartet. „Heike“ ist eine erfahrene Schiffsdame, die mit ihrem Vorbesitzer Heinrich Raddatz schon 40 Jahre in den Fischgründen rund um Travemünde unterwegs war. Mit ihren 40 Jahren ist „Heike“ im besten Kutter-Alter. „Die halten ewig“, winkt Dennis ab. Nur, wenn es um ihren Preis geht, will er mit der Sprache nicht so recht rausrücken. „Berufsgeheimnis!“, zwinkert er, „und das Wertvollste sind sowieso die Rechte und Fangquoten, die mit dem Kutter verbunden sind“. Auch das Equipment ist nicht zu unterschätzen: Auf der „Christoph“, Harrys größtem Kutter, den Dennis derzeit steuert und wahrscheinlich auch bald übernehmen wird, liegen unzählige Netze, die einen Laien schon beim Anblick des riesigen, scheinbar hoffnungslos ineinander verknoteten Maschenberges zur Verzweiflung bringen. Für einen einzigen „Beutezug“ werden schon mal über 100 Stellnetze ausgelegt – und das meist mit zwei Mann. „Das ist schon klar gemacht“, zeigt Dennis trocken auf einen dieser Haufen, „und unser Decksmann Paul hat die anderen da drüben auch locker in zwei Stunden fertig“. Na, gut dass es Profis gibt!

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MS „Marittima“ Die „Marittima“ startet zu einem einstündigen kombinierten Hafen- und Ostseetörn.  ab Überseebrücke/ Travepromenade Erwachsene: € 2,– | Kinder: € 1,– Tickets direkt am Anleger erhältlich www.marittima-travemuende.de

Könemann Schiffahrt Bei der Könemann Schiffahrt erlebt man eine 105-minütige Fahrt auf der Trave. Vom Hafenbecken geht es vorbei am Skandinavienkai und am malerischen Fischerdorf Gothmund bis nach Lübeck.  ab Überseebrücke/ Travepromenade Erwachsene € 14,– | Kinder: € 6,50 Familien: € 31,50 Tickets direkt am Anleger erhältlich www.koenemannschiffahrt.de

Informationen zu den Ausflugsfahrten von und nach Travemünde finden Sie unter www.travemuende-tourismus.de.


Altstadtbummel in Lübeck Flanieren an der Trave Frische Luft, das Glockengeläut der sieben Türme, dicke Pötte, typisch hanseatische KaufVORDERREIHE mannshäuser und feiner Sandstrand – wenn man neben dem Shoppingerlebnis eine BereiKÖNIGSTRASSE cherung für alle Sinne sucht, sind die Lübecker BREITE STRASSE Altstadt und das Seebad Travemünde genau die richtige Wahl. Die Breite Straße in Lübeck HÜX- UND empfängt Kauflustige als Fußgängerzone mit FLEISCHHAUERSTRASSE einer großen Vielfalt an Geschäften und bekannten Modeketten. Parallel dazu liegt die Königstraße. Hier trifft Kultur auf Handel und reges Treiben auf historische Fassaden. Wer in Inhaber geführten und kleinen Geschäften stöbern möchte, kann sich von der Hüxund Fleischhauerstraße im Herzen der Lübecker Altstadt verzaubern lassen. In dieser Backsteinwelt findet sich neben viel Altstadtcharme so mancher Schatz. Auch die malerische Vorderreihe in Travemünde ist eine Einkaufsmeile ohnegleichen – kreischende Möwen, tuckernde Fischerboote und eine frische Meeresbrise werden hier mit stilvollen Geschäften, gemütlichen Cafés und erstklassigen Restaurants kombiniert und ganz nebenbei ziehen die großen Fährschiffe – die dicken Pötte – vorbei.

SHOPPINGLIEBLINGE:

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Das haben Sie sich verdient! Shoppingpausen

GENUSSVOLL NATÜRLICH Domhof

Einfach die Ruhe genießen in diesem wunderschönen Wohnhof in unmittelbarer Nähe zum Lübecker Dom.

Malerwinkel

Beine und Seele am Ufer der Obertrave baumeln lassen.

Godewindpark

Mit einer Decke am Teichufer die Sonne genießen.

Strandpromenade

Kurzweilige Spiel- und Verweilangebote reihen sich in unregelmäßigen Abständen entlang der Promenade auf. Hier lässt es sich – auch ganz im Vorbeigehen – Ausruhen, Beobachten oder herrlich Spielen und Toben.

Ristorante Il Gabbiano

Mediterrane Küche der gehobenen Klasse und dazu das passende Trave-Panorama  Vorderreihe 17  täglich ab 11.30 Uhr www.ilgabbiano-travemuende.de

Grenadine

Stiller Hinterhof fern von allem Trubel!  Hüxstr. 67  täglich ab 9 Uhr www.grenadine-hl.de

Pegelhäuschen

Kleine Snacks rund um den Fisch und vorbeiziehende „dicke Pötte“.  Vorderreihe 53a  täglich ab 10 Uhr www.pegelhaeuschentravemuende.de

Su Wanyo

Den Tag mit einer entspannenden Massage ausklingen lassen.  An der Obertrave 8  Mo – Fr: 9 – 19 Uhr Sa: 10 – 17 Uhr www.wanyo.de

A-ROSA Travemünde

In diesem wunderschönen Wellness-Bereich kann man sich fabelhaft erholen.  Außenallee 10  täglich 7 – 21 Uhr www.resort.a-rosa.de

Miera

Der idyllische Garten im Hinterhof hat sogar einen Teich.  Hüxstr. 57  Mo­– Sa: 9.30 – 24 Uhr (Bistro/ Feinkostgeschäft) • Restaurant im 1. Stock ab 18 Uhr www.miera-luebeck.de

Schlumachers

Im typischen Innenhof eines lübschen Kaufmannshauses kann man heute entspannt in familiärer Atmosphäre speisen.  Schlumacherstraße 4  So – Fr: 17 – 23 Uhr Sa: 12 – 23 Uhr www.schlumachers.de

Lübeck

ENTSPANNEND

Weitere Restaurants, Cafés, Wellnessangebote und idyllische Plätzchen finden Sie auf www.luebeck-tourismus.de oder www.travemuende-tourismus.de.

Travemünde 37


Aykut Kayabas am Kaffeeröster im Geschäft ONE Fairtrade

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MEHR ALS KAFFEE UND SCHOKOLADE ONE FAIRTRADE Woran denken Sie, wenn Sie an fairen Handel denken? An verschrobene Läden in den hintersten Winkeln der Stadt, die ausschließlich von langbärtigen Weltverbesserern bevölkert werden? Nicht so in Lübeck! Mit über 30 Anbietern von Produkten aus fairem Handel ist Lübeck 2011 als erste Stadt Schleswig-Holsteins zur Fairtrade Stadt ausgezeichnet worden. Wenn Sie auf einen Blick erleben möchten, wie bunt, modern und kreativ die Welt des fairen Handels sein kann, sollten Sie unbedingt bei ONE Fairtrade in der Königstraße vorbeischauen. Schon durch die großzügigen Schaufenster des Eckladens wird die Vielfalt des Angebots sichtbar. Von hochwertigen Hängematten aus El Salvador über hippe Bambusschalen aus Vietnam bis hin zu fantasievollen Taschen aus Thailand – auf 75 Quadratmetern einmal um die Welt! Auf die fröhlichen Taschen ist Inhaberin Juliane Aigner besonders stolz. „Die hat meine Schwester auf einer ihrer Reisen entdeckt. Für mich geht es

Genuss

bei fairem Handel nicht in erster Linie um das Siegel, sondern um das Prinzip. Nachhaltige Produktion, gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne. Die Näherinnen fertigen die Taschen aus den Stoffresten ihrer Trachten. Mit ihren tollen Farben passen sie super zum Frühling!“. Währenddessen macht sich Julianes Geschäftspartner Aykut Kayabas am großen Röster, dem eisernen Herzstück des Geschäfts, zu schaffen. Die Maschine zischt und dampft und verströmt schließlich den unnachahmlich köstlichen Duft frisch gemahlenen Kaffees. Das perfekte Mitbringsel: „Liubice“, Lübecks alt-slawischer Name, bedeutet „die Liebliche“ und ist der einzig fair gehandelte Kaffee, der hier vor Ort geröstet wird. Den Namen hat er sich gerade patentieren lassen. „Zwei milde, bekömmliche Kaffeesorten treffen auf einen kleinen Schuss Espresso – wie wunderbar das schmeckt, müssen Sie selbst probieren“, zwinkert er. www.one-fairtrade.de

MARZIPAN AUS LIEBE – LÜBECKS SÜSSESTER EXPORTSCHLAGER J.G. NIEDEREGGER Hinter der stolzen Fassade des Niederegger-Stammhauses in der Breiten Straße verbirgt sich wohl eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Stadt. Von Panzerglas beschützt sowie ausschließlich dem engsten Familienkreis und dem leitenden Konditor bekannt, rätselt die Naschkatzen-Welt noch heute vergeblich, welche besondere Zutat das Niederegger-Marzipan zu dem macht, was es seit 1806 ist: „Marzipan von Weltruf“. Die feine Mischung aus Mandeln, Zucker und Zauberzutat hat sich auch nach über 200 Jahren seinen edlen Charakter erhalten und gilt noch immer als erlesene Köstlichkeit. Besonders gut schmeckt das Marzipan natürlich dort, wo noch heute die Seele des Ur-Konditors und Firmengründers Johann Georg Niederegger und die Leidenschaft für dieses einzigartige Produkt zu spüren ist, im Stammhaus gegenüber dem historischen Rathaus. Folgen Sie einfach dem „goldenen Faden“, der Sie im Erdgeschoss empfängt und schließlich –

im Boden und in der Decke des Hauses eingelassen – von einem liebevollen Detail zum nächsten führt. Alte Backformen an den Wänden, der „Klassiker“, das kleine Marzipan-Brot, als Fahrstuhlknopf, die Tapete, die dem Firmenlogo nachempfunden ist, und nicht zuletzt das Marzipan-Museum, in dem die bewegte Geschichte des Niederegger-Marzipans kurzweilig nacherzählt wird. Hier treffen Sie auch auf ein paar der berühmtesten Marzipan-Liebhaber: Von der Zarenmutter Luise über Thomas Mann bis Wolfgang Joop ist zu jedem seine eigene Niederegger-Anekdote nachzulesen. Haben Sie Appetit bekommen? Dann gönnen Sie sich zum Abschluss in gemütlicher Caféhaus-Atmosphäre die berühmte Marzipan-Nusstorte des Hauses und lassen eine der faszinierendsten Lübecker Erfolgsgeschichten noch einmal in Ruhe auf sich wirken. www.niederegger.de

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Genuss

EIN GEFÜHL WIE „FRISCH VOM KUTTER“ FISCH-HÜTTE LÜBECK

„Bei uns gibt’s das beste Fischbrötchen am Platz!“. Wer Inhaber Rudi Adam bei dieser Aussage in die Augen schaut, hat keinen Zweifel mehr: Sollte ein Kunde einmal nicht zufrieden sein, geht der Chef der Sache höchstpersönlich auf den Grund. Und wenn man ihm so zuhört, wie er über Herkunft und Verarbeitung seiner Fischspezialitäten erzählt, von seinem hohen Anspruch, immer auf der Suche nach dem reinen, unverfälschten Geschmack und ihn dabei selbst mit Wonne in seinen geliebten Bismarckhering beißen sieht, ist man rundum überzeugt: Dieses Lübecker

Original hat in seinem Leben noch nie etwas anderes gemacht. Dabei würde der 65–Jährige lachend abwinken. Er selbst führt die Geschäfte seiner Fischhütte, direkt an der Trave mit tollem Blick auf den Museumshafen gelegen, tatsächlich erst seit rund zehn Jahren. „Ich habe das ganze Umland durchprobiert und nie ein richtig leckeres Fischbrötchen gefunden. Da wusste ich, das muss ich selbst in die Hand nehmen“. Gesagt, getan – das passt zu Rudi Adam, der Wert darauf legt, dass bei ihm „nichts ewig in der Theke vor sich hin weicht“, sondern immer frisch für den Kunden zubereitet wird. Die hohe Qualität seiner Waren hat sich längst rumgesprochen. Auch in diesem Jahr wird er für das renommierte Lübecker „7 Türme-Gericht“ kochen und dabei ein Schollenfilet kredenzen, das „in der Form einzigartig an der ganzen Ostseeküste ist“. Das Geheimnis? Danach fragen Sie Rudi Adam am besten selbst oder noch besser: Probieren Sie es! Denn als „Nordsee-Teller“ steht es ab sofort für ein Jahr auf seiner Speisekarte. Jedes Wochenende im September können Sie Sohnemann Sebastian beim Aale Räuchern über die Schulter schauen. Verwendet wird bester Spitzkopfaal und „der Preis geht nicht nach Gewicht, sondern nach Lächeln“, verspricht der Chef. Ab 12 Uhr geht`s los – pünktlich sein lohnt sich! www.fischhuette-luebeck.de

DEUTSCHLANDS ÄLTESTER WEINHANDEL WEINHAUS CARL TESDORPF Wenn die goldenen Lettern auf dem alten TesdorpfHaus in der Nachmittagssonne blitzen, ahnt man es schon ein wenig: Dieser Name gilt was in Lübeck! Früher eine einflussreiche Patrizierfamilie mit politischen Ämtern, ist ihr heute – in der 12. Generation – vor allem die Liebe zum Wein geblieben. Wer einen wirklich guten Tropfen schätzt, kommt in Lübeck am Weinhaus Tesdorpf nicht vorbei. Zwar kommt der Wein heute nicht mehr per Schiff an der Unter-

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trave vorgefahren, auf die erlesene Qualität seiner Weine legt Firmenchef und Genussmensch Carl Johann Tesdorpf aber immer noch allergrößten Wert. Besonders beliebt ist der Lübecker Rotspon. Den finden Besucher nicht nur hier, doch Rotspon ist natürlich nicht gleich Rotspon! Zwei Voraussetzungen haben sich über die Jahrhunderte durchgesetzt: Es muss sich um einen französischen Rotwein handeln, der in Lübeck abgefüllt wird. Doch welcher Wein sich hinter dem Rotspon verbirgt, das ist der Auswahl des Sommeliers vorbehalten und die Tesdorpfs sind bekannt für ihre ausgezeichneten Beziehungen zu französischen Weingütern und Chateaus. 1678 gründete Peter Hinrich Tesdorpf sein Weinimperium und setzte damit einen Meilenstein im deutschen Weinhandel. Diese Verbundenheit zur Tradition des Familienunternehmens ist im heutigen Weinhaus in der Mengstraße überall zu spüren. Das 800 Jahre alte Kaufmannshaus ist schon für sich ein Schmuckkästchen und macht einen Besuch in der ältesten Weinhandlung Deutschlands zum doppelten Vergnügen. www.tesdorpf.de


Schiffergesellschaft

ZEITLOSE SCHÖNHEIT IM NEUEN GEWAND SCHIFFERGESELLSCHAFT Manchmal braucht es zwei Prinzen, um eine schlafende Schönheit wach zu küssen. Frank Höhne und Michael Engel haben die Herausforderung angenommen und sich mit der Übernahme der Schiffergesellschaft einen lang gehegten Traum erfüllt. Das stolze Giebelhaus gegenüber der Seefahrerkirche St. Jakobi ist seit 1535 Heimat der Seeleute und beherbergt seit 1866 zugleich eines der berühmtesten Restaurants der Stadt. Es ist diese besondere Atmosphäre gelebter Geschichte, die einen Besuch der Schiffergesellschaft noch heute zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Doch auch zeitlose Schönheiten brauchen mal eine Frischzellenkur. „Um die Tradition des Hauses mit dem modernen Alltag zu verbinden, ist viel Fingerspitzengefühl gefragt“, betont Frank Höhne. Im Fokus der beiden Neu-Pächter steht eine „frische, bezahlbare Küche bei höchster Qualität“. Die Speisekarte, die wie eine Zeitung gestaltet ist, wird alle ein bis zwei Monate mit neuen Gerichten versehen und kann als Erinnerung auch mitgenommen werden. Besonders stolz ist der 51–Jährige auf seinen Southbend-Grill, mit dem sich „das perfekte Steak zubereiten“ lässt. Ebenfalls neu ist die Hausmarke

„The Captains“. Unter dem maritimen Namen, der sich überall im Haus wiederfinden wird, gibt es Biere, Weine, Secco und Spirituosen. Im Sommer lockt der Garten im Innenhof, der direkt von der Engelsgrube erreichbar ist. Wenn man Frank Höhne über die vielen Neuerungen und „entscheidenden Kleinigkeiten“ erzählen hört, hat man ein gutes Gefühl, dass die Gradwanderung zwischen Bewahren und Erneuern wunderbar gelingen wird. Testen Sie es aus! www.schiffergesellschaft.de

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Charlotte Seipel am Brodtener Steilufer

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Die

Frau Meer und das

Charlotte Seipel, Strandkorbvermieterin mit Herz

Im Frühling und Sommer gehören sie zu Travemünde dazu wie das Wellenrauschen zur Ostsee und das Holstentor zu Lübeck: Die Strandkörbe, die sich entlang des langen Sandstrandes wie Sonnenhungrige zum Meer ausrichten und Einheimischen wie Urlaubern mitten am Strand ein kleines Zuhause auf Zeit bieten. Sieben Strandkorbvermieter teilen sich in Travemünde die begehrte Fläche und laden ihre Gäste jeder auf seine Weise zu sich ein. Wer morgens seinen Blick von der Promenade über den weiten Strand von Travemünde schweifen lässt, erlebt ein herrliches Bild: Ordentlich in Reih und Glied erwarten die berühmten Strandkojen ihre Besucher und verheißen einen entspannten Tag am Meer. Doch Moment mal: Einige Körbe scheinen neben den braven Zinnsoldaten nebenan aus der Reihe zu tanzen. Das Empfangshäuschen leuchtet

Meine Gäste rücken sich das schon zurecht in kräftigen Farben und eine nicht weniger fröhlich gekleidete Frau begrüßt ihre ersten Gäste mit einem frisch gebrühten Kaffee. Unverkennbar, das ist Charlotte Seipel, 57 Jahre und Strandkorbvermieterin mit Leib und Seele. „Meine Körbe leben“, sagt Charlotte Seipel und zeigt stolz ins Rund. Natürlich hat jeder Strandkorb seinen Platz und auch bei ihr gibt es die begehrte erste Reihe, doch „meine Gäste rücken sich das schon zurecht“. Freiheit ist ein wichtiges Wort für die sechsfache Patchwork-Mutter und achtfache Oma. Vielleicht zeigt sie sich deshalb auch ihren Gästen gegenüber so besonders tolerant und geht mit viel Feingefühl auf deren Wünsche ein. Mit 30 Jahren wurde Charlotte ein Leben im Rollstuhl prognostiziert, doch sie kämpfte sich zurück. Sie weiß, dass das nicht allen gelingen kann und

so hält sie „Strandrollis“ bereit und sorgt für möglichst kurze Wege. Der Spielplatz am Eingang lässt Kinderherzen höher schlagen und steht „selbstverständlich“ nicht nur Mieterkindern offen. Nicht selten nimmt sich die kunterbunte Oma Seipel selbst der Kinder an, liest etwas vor oder macht einen Spaziergang zum Brodtener Ufer mit ihnen. Dann zeigt sie ihnen „ihre Steilküste“, die sie so liebt und die mit ihrer rauen, von der Natur geformten Struktur so wunderbar zum bewegten Leben der Wahl-Travemünderin passt. Mit gut 30 Jahren zog es sie der Liebe wegen nach Travemünde und sie heiratete in die Strandkorbvermieter-Familie Seipel ein. Heute blickt sie mit ihrem Mann Bernd auf eine 80-jährige Familientradition zurück und möchte das in diesem Sommer natürlich ausgiebig feiern. Die Schicksalsschläge, aber vor allem auch die vielen schönen Erlebnisse in Charlotte Seipels Leben spiegeln sich in ihrem offenen Gesicht, dem wachen Blick aus klaren blauen Augen und dem herzlichen Lachen, das ihre Mimik weich und fast mädchenhaft wirken lässt. Sie sei eine „Schönrednerin“, sagt ihr Mann, doch genau diese Eigenschaft ist wahrscheinlich der Grund dafür, warum sie an den Schicksalsschlägen ihres Lebens nicht zerbrochen ist, sondern sich ihre wunderbare Fröhlichkeit und Wärme bewahren konnte. „Manchmal muss man einfach machen“, lacht sie und oft genug sind daraus Vertriebszweige entstanden, die heute fest zu ihrem Portfolio gehören und ihren Beruf noch etwas vielfältiger machen. Hin und wieder sind es auch ihre Gäste, die sie auf diese guten Ideen bringen. „Eines Tages kam ein Paar aus Timmendorf zu mir an den Strand. Die Frau hatte sich in mei43


ne Farben verguckt und wollte sich unbedingt hier trauen lassen. Zuerst war ich skeptisch, ob ich das überhaupt realisieren kann, aber dann haben wir es einfach gemacht und es wurde wunderschön!“, erzählt Charlotte Seipel und erinnert sich: „Die weißen Hussen für Tische und Bänke habe ich damals selbst genäht, die Gäste kamen barfuß und feierten bis 2 Uhr in die Nacht.“ Seitdem haben schon einige Paare ihr Glück zwischen Charlotte Seipels Strandkörben gefunden – dabei muss es ja auch nicht immer gleich der Trauschein sein. Von einer jugendlichen Sommerliebe bis zum Eifersuchtsdrama hat sie schon so manche Seifenoper live miterlebt und freut sich, wenn sie hört, dass die Menschen auch nach dem Urlaub in Kontakt bleiben. Eine Geschichte rührt sie bis heute: „In den 90ern haben sich mal zwei ältere Herrschaften bei mir eingemietet. Die waren so um die 80 und hatten erst jeder ihren eigenen Strandkorb. Irgendwann kamen sie ins Gespräch und stellten fest, dass sie sich von früher kannten. „Ich erkannte gleich, dass da eine besondere Chemie zwischen den beiden war“, lächelt sie spitzbübisch und wird dann ernst. „Sie kamen schließlich zusammen und als sie ein paar Jahre später starb, ging es ihm sehr schlecht. Er ist kurz darauf auch gestorben – ich könnte schwören, dass es aus gebrochenem Herzen war.“

So geht eine Strandkorbsaison schnell vorbei. 12 Stunden-Tage bei jedem Wetter, Gäste von nah und fern, aus allen Schichten, mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Geschichten. Doch was macht eine Strandkorbvermieterin eigentlich im Winter? „Korbpflege!“, lautet die klare Antwort. „Nähen, flechten, reparieren – ich liebe diese handwerkliche Seite an meinem Beruf.“ Wenn es zu Ostern wieder losgeht, müssen sich die rund 200 Strandkörbe wieder in Bestform präsentieren. Das gilt natürlich auch für Charlotte Seipel und so darf ein bisschen Urlaub nicht fehlen. Doch das Strandkorbgeschäft ist hart, großer Luxus ist da nicht drin. Zum Glück liebt sie, was sie tut, und vor allem liebt sie ihre Ostsee. Und so kann sie den Tag kaum erwarten, an dem sie wieder „raus“ und wieder zur Strandkorbvermieterin werden darf. Wenn sie von diesem Moment erzählt, hört es sich so an, als würde sie mit dem Beginn der neuen Saison ein Stück Freiheit zurück gewinnen. „Ich ziehe dann als erstes die Schuhe aus und mache mich mit meiner Fläche vertraut. Am liebsten ganz früh morgens. Dann schaue ich zu, wie die Sonne langsam am Horizont aufgeht. Das ist für mich der perfekte Start in den Tag. Nun können die Gäste kommen!“

Travemündes Strände KURSTRAND Er wächst ständig und jedes Jahr kommt mehr als ein Zentimeter dazu – der Kurstrand von Travemünde. Neuer Sand wird kontinuierlich vom Brodtener Steilufer angespült und lässt den Kurstrand inzwischen so breit wie ein Fußballfeld werden, mit reichlich Platz für Jeden: Beachvolleyballstars, Fußballasse, Sandburgenfans, Sonnenanbeter und Strandläufer. Und im Herbst ist es der perfekte Ort für Drachenflieger. Kurstrand Travemünde 44

PRIWALL Wer etwas mehr Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, lässt sich am besten mit der Personenfähre auf den Priwall übersetzen – dort gibt es den ursprünglichen Naturstrand mit sanften Dünen und angrenzendem Wäldchen sowie einen FKK Bereich und einen Hundestrand. Außerdem bieten sich hier beste Bedingungen für Familien mit Kleinkindern, denn besonders auf dem Priwall fällt der Strand ganz sanft ab.

Ostseestation Priwall Einmaliges Erlebnis für Kinder. www.ostseestationpriwall.de

BRODTENER STEILUFER Eine echte Augenweide ist das Brodtener Steilufer an der Lübecker Bucht. Neben einem Hundestrand laden umgefallene Bäume, steile Hänge und eine frische Ostseebrise zu herrlichen Spaziergängen ein. Vier Kilometer zieht sich das gefurchte, mitunter turmhohe Kliff. Die gesamte Landschaft wird Brodtener Winkel genannt und steht komplett unter Landschaftsschutz.


Sommer, ich wär' dann soweit ! Strandkorbvermietung

Kurstrand ANJA UND NORBERT BABIES – DIE ZUGEREISTEN Husch, Husch ins Körbchen! Das Ehepaar Anja und Norbert Babies sind die „Frischlinge“ in unserer Strandkorbfamilie. Ihre Körbe sind – Achtung: Weiß! – und auch ansonsten bringen sie frischen Wind nach Travemünde. Mit Herz und Charme sorgt sich das Ehepaar Babies ganz vortrefflich um alle sonnenhungrigen Gäste am Travemünder Kurstrand. Lust auf Abwechslung? Try this. 04 51/39 49 89 01 70/7 66 89 77 www.strandkorb-travemuende.de

HEINRICH SCHLÜTER – DER LÄSSIGE

Immer am Start: Die Sonnenbrille und ein nordisches „Moin moin“ auf den Lippen. Wer gechillt ein paar Stunden am Strand verbringen will, der sollte sich auf Heiner Schlüter einlassen. Hier können Sie bei einem leckeren Cappuccino relaxen, neu auftanken und vielleicht auch mal den Regen nach oben fallen lassen. Ein Mann, ein Wort – und das macht ihn so besonders! Wer Unaufgeregtheit sucht, der ist bei Heiner Schlüter genau richtig.   0 45 05/14 27 01 71/4 86 87 70

GABRIELE BÜHRINGPEGEL – DIE TRENDIGEN

Gabriele und Johannes Pegel empfangen ihre Gäste mit Esprit und Witz. Wer die „Gala“ bei einem leckeren Glas Wein im Strandkorb lesen will, ist hier garantiert richtig. Und wer noch die neuesten Modetrends erfragen will, ist bei Gabriele Bühring-Pegel an der richtigen Adresse, die – ganz nebenbei – auch noch unsere Gäste im Modegeschäft Matzen berät. Was trägt Frau/Mann in der nächsten Saison am Strand? Hier finden Sie die Antwort.    0 45 02/88 90 96 01 63/1 43 07 50 www.strandkorbvermietungtravemuende.de

THOMAS KNOLL – DER HIPSTER

Jung, modern und allzeit bereit – so ist unser jüngster Strandkorbesitzer Thomas Knoll – und das ist gut so. Mit immer neuen Ideen, vom Balance Parcours für kleine Badenixen und Wasserratten bis zu neuen Kaffeekreationen, gepaart mit echt nordischer Servicequalität, überrascht Herr Knoll seine Gäste. Wer sich nach Abwechslung im Strandkorb sehnt, ist hier richtig.   01 70/2 74 25 60 www.knollskoerbe.de

Einen Strandkorb gibt es pro Tag ab € 8,50, ab 15.00 Uhr zahlt man für den Strandkorb einen Sondertarif. Reservieren Sie vor allem in der Hochsaison Ihren Strandkorb vorab per Telefon oder im Internet.

FAMILIE SEIPEL – DIE FARBENFROHE

Wer in seinem Herzen das Chaos trägt, wer anders ist, bunt und abseits der Norm, den verschlägt es zu Charlotte Seipel. Man erkennt sofort: Hier hat Chaos System. Hier darf man sein. Die junge Oma Seipel bietet Unterschlupf und der Strandkorb wird zur Heimat.    0 45 02/56 65 01 79/2 04 49 85 www.travemünder-strandkörbe.de

FAMILIE STÖTER – DIE KLASSISCHE

Wer Tradition und Ruhe sucht, der wird Karin Stöters Strandkorbvermietung lieben. Großartig, wie Karin mit kleinen Gesten ihre Gäste bezaubert. Wer einfach die Seele baumeln lassen will, wird sich bei ihr rundum wohlfühlen.    0 45 02/55 69 01 52/02 65 80 85

Priwall DIETER PAULSEN – DER NATURVERBUNDENE

Abseits des großen Sommertrubels liegt die Strandkorbvermietung von Dieter Paulsen auf dem Priwall. Zwischen Dünengras und Strandhafer schmiegen sich die Körbe vereinzelt in die wunderbare Landschaft des Naturstrandes von Travemünde ein. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, nimmt bei Herrn Paulsen im Strandkorb Platz.    01 51/14 11 91 39 www.strandkorbtravemuende. npage.de

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Weihnachtsstadt des Nordens

Ende November bis Ende Dezember ist Lübeck ein einziger Weihnachtstraum. In der klaren Winterluft duftet es nach gebrannten Mandeln, Glühwein, Kräuterbonbons und leckeren Bratwürstchen. Die Verkaufsstände auf dem Markt und in der Breiten Straße bieten Christbaumschmuck, Spielzeug und viele tolle Geschenkideen. Besonders jetzt zur Weihnachtszeit bezaubert das UNESCO Welterbe mit seiner prächtigen Kulisse und den besonderen Kulturereignissen. Schlendern Sie gemeinsam mit Ihrer Familie und Freunden durch die geschmückten Altstadtstraßen und über die wunderschönen Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkte.

Weihnachtsmarkt auf dem Markt

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Events

& Festivals

BrahmsFestival

Schleswig-Holstein Musik Festival

02. – 10.05.2015 22. – 31.04.2016

Sinfonisches und Kammermusik von Johannes Brahms auf höchstem künstlerischen Niveau www.mh-luebeck.de Travemünde jazzt 22. – 25.05.2015 13. – 16.05.2016

Internationales Jazz- und Swingfestival www.travemuendetourismus.de Shanty-Festival Travemünde 26. – 28.06.2015 24. – 26.06.2016

Ein mitreißendes Musikprogramm entlang der Travepromenade www.shantytravemuende.de Travemünder Promenadenfest 03. – 05.07.2015 01. – 03.07.2016

Musik, Kleinkunstbühnen und kulinarische Köstlichkeiten beim Strandfrühstück www.travemuendetourismus.de

11.07. – 30.08.2015 02.07. – 28.08.2016

Festival mit hochkarätigen, internationalen Solisten und Orchestern www.shmf.de Travemünder Woche 17. – 26.07.2015 22. – 31.07.2016

Die schönste Segelregatta der Welt www.travemuenderwoche.com Duckstein Festival 07. – 16.08.2015 05. – 14.08.2016

Kunst, Kultur und Kulinarisches am Traveufer www.ducksteinfestival.de Kino unterm Ostseehimmel 20. – 29.08.2015 17. – 27.08.2016

Sommer, Strand und große Filme an den Travemünder Strandterrassen www.travemuendetourismus.de Travemünder Fischerfest 04. – 06.09.2015 02. – 04.09.2016

Maritimes Sommerfest im Fischereihafen mit Shanties, Segeltörns und Kinderprogramm www.travemuendetourismus.de

Lübeck

Travemünde

Travemünder Lichterzauber

18. – 20.09.2015 23. – 25.09.2016

Ein ganzer Park wird zu einem leuchtenden Kunstobjekt www.travemuendetourismus.de Travemünder Herbstdrachenfest 01. – 04.09.2015 30.09. – 03.10.2016

Vom Winde verweht: ein Drachenmeer erobert den Himmel von Travemünde www.travemuendetourismus.de Nordische Filmtage 04. – 08.11.2015 02. – 06.11.2016

Das bedeutendste Schaufenster des nordischen Films in Europa www.filmtage. luebeck.de Ostermünde Osterfest 25. – 28.03.2016

Das Seebad Travemünde startet gut gelaunt mit einem bunten Osterfest für die ganze Familie in den Frühling www.travemuendetourismus.de

Lübecker Weihnachtsmärkte WEIHNACHTSMÄRKTE IN DER HISTORISCHEN ALTSTADT

23.11. – 30.12.2015 21.11. – 30.12.2016

(geschlossen am 25. Dez.) WEIHNACHTSMÄRCHENWALD 23.11. – 30.12.2015 21.11. – 30.12.2016

an der Marienkirche WEIHNACHTSWUNDERLAND

23.11.2015 – 03.01.2016 21.11.2016 – 01.01.2017

an der Obertrave

HISTORISCHER WEIHNACHTSMARKT 23.11. – 23.12.2015 21.11. – 23.12.2016

auf dem Marienkirchhof KUNSTHANDWERKERMARKT IN ST. PETRI 26.11. – 20.12.2015 24.11. – 18.12.2016

KUNSTHANDWERKERMARKT IM HEILIGEN-GEISTHOSPITAL 27.11. – 07.12.2015 25.11. – 05.12.2016

www.luebeckweihnachtsmarkt.de

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Sieben auf einen Streich

Wie ein Fels in der Brandung stehen Sie da, die sieben Türme! Die Lübecker Altstadtkirchen sind stolze Zeichen der Stadtgeschichte und prächtige Kulisse für besondere Veranstaltungen und besinnliche Momente. Wer durch die mächtigen Türen der Kirchen schreitet, kann kurz Atem holen vom Trubel in den Straßen und sich von ihrer festlichen Stille bezaubern lassen.

An der Obertrave mit Blick auf St. Petri und St. Marien


Vorfreude ist die schönste Freude

Von der ersten Idee bis zur Buchung Ihres Urlaubes sind wir an Ihrer Seite und beraten Sie als Ihr persönlicher Lübeck & Travemünde-Experte und kompetenter Ansprechpartner! Bei uns ist Ihr Urlaub in den besten Händen – wir freuen uns auf Sie!

Egal ob Hotel, Pension oder Ferienwohnung – wir helfen Ihnen schnell und bequem bei der Urlaubsplanung und finden garantiert die passende Unterkunft für Sie. Sie möchten vorab lieber ein bisschen stöbern? Dann liefern wir Ihnen das Gastgeberverzeichnis und unsere Pauschalangebote direkt nach Hause. Rufen Sie einfach an:  04 51/88 99 700 oder besuchen Sie unsere Webseite www.luebeck-tourismus.de oder www.travemuende-tourismus.de.

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WELCOME CENTER LÜBECK Direkt am Holstentor gelegen ist unser Welcome Center (Tourist-Information) der ideale Startpunkt für Ihre Entdeckungstour durch Lübeck. Nicht umsonst beginnen auch die meisten Stadtführungen hier. Sie erkunden die Stadt lieber auf eigene Faust? Unsere Lübeck-Experten stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und halten ganz nach Ihren Bedürfnissen wertvolle Tipps für einen unvergesslichen Lübeck-Besuch bereit.   Kernöffnungszeit: 9 – 18 Uhr HA Lübe

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Hereinspaziert  

Lübeck und Travemünde. Eine Liebeserklärung.

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