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Gemeng KÄERJENG 2013 oktober

kaerjeng.lsap.lu

gepfefferte abfalltaxen

Die neuen Abfalltaxen (siehe oben) im Vergleich zu den „alten“ Taxen: (Bascharage: 179-223 Euro - Clemency: 190-305 Euro) Die neuen Abfallgebühren haben es wahrlich in sich: bis zu 792 Euro pro Jahr wird man in Kürze für die 240 Liter-Tonne berappen müssen (also quasi ene Erhöhung um 400%)! Wie eine 4-köpfige Familie mit Mindestlohneinkommen sich diese Taxen leisten kann, bleibt das Geheimnis des Schöffenrats... Die LSAP hatte vorgeschlagen, dass (wie bereits in vielen anderen Gemeinden), der Preis (mittels Chip) pro Entleerung berechnet wird. Doch der Schwarz-Grüne-BIGK Schöffenrat wollte davon nichts wissen. „Dieses System scheint uns zu umständlich“ meinte der Schöffenrat. Den Einwohnern raten wir deshalb schnellstens zu prüfen ob sie nicht mit einer kleineren Mülltonne auskommen könnten. Leider wird nicht jeder mit einer 60-Liter Tonne auskommen... Die LSAP hat geschlossen gegen die neuen Taxen gestimmt!

nouvelles taxes de déchets Dorénavant les ménages devront payer jusqu’à 792 Euro par an pour une poubelle de 240 Litres! Un coup dur pour les familles à faible revenu! Le LSAP avait proposé de fixer le prix par vidange (moyennant une puce électronique, comme dans de nombreuses autres communes). Mais le collège échevinal n’en voulait rien savoir. Nous recommandons donc vivement aux ménages de vérifier s’il leur est possible de se débrouiller avec une poubelle plus petite. Malheureusement pas tous les ménages ne pourront se débrouiller avec une poubelle de 60 litres... Le LSAP a voté contre ces nouvelles taxes!

Der schöffenrat greift nach dem küntziger musiksaal Nicht die Gemeinde, sondern die Harmonie Clemency ist Besitzer ihres Musiksaals. Dies ist dem Schöffenrat ein Dorn im Auge. So wurde beschlossen, der Musikgesellschaft künftig nicht mehr die Unterhaltskosten (Heizung, Wasser, Elektrizität usw) zu erstatten, so wie es in der alten Gemeinde Clemency üblich war. Als die Musikgesellschaft sich darüber beschwerte, wurde ihr vom Bürgermeister vorgeschlagen, die Gemeinde würde den Saal für 1 Euro abkaufen. Verständlicherweise lehnte

die Harmonie dieses unsägliche Angebot ab, hatten doch in der Vergangenheit die Mitglieder der Musik- und Feuerwehrgesellschaft ihr eigenes Geld und eigenen Schweiß in diesen Bau gesteckt. Per Motion verlangte die LSAP, dass auch die Harmonie Clemency, wie alle anderen Musikgesellschaften nicht für die Unterhaltskosten in ihrem Probesaal aufkommen müsse. Die Majoritätsparteien CSV, Grüne und BIGK lehnten ab!

Den 20. Oktober ginn d‘Weichen hei am Land frësch gestallt. Jidferengem seng Stëmm zielt! Ënnerstëtzt eis zwee Kandidaten vu Käerjeng och fir en Zeechen ze setzen an eiser Gemeng!


ënnerstëtzt eis kandidaten!

Äer kandidaten aus der Gemeng Kaërjeng:

Yves Cruchten Gemengerotsmember - Generalsekretär vun der LSAP Präsident vun der Sektioun Gemeng Käerjeng Fonctionnaire communal

„Eine der wichtigsten sozialen Fragen ist und bleibt der überteuerte Wohnungsmarkt. Wir brauchen eine regelrechte Wohnungsbauoffensive“

Wieso engagieren Sie sich in der LSAP? Bei meinem Eintritt ins Berufsleben habe ich schnell erkannt, dass in unserem Land viele Ungerechtigkeiten bestehen und nicht alle Bürger an unserem Wohlstand teilhaben können. Vor allem der Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit hat mich zur LSAP geführt. Bertolt Brecht sagte einst: „Ändere die Welt, sie braucht es.“ Recht hatte er, Recht hat er immer noch!

STECKBRIEF Yves CRUCHTEN 38 Jahre Wohnhaft in: Niederkerschen Beruf: Gemeindebeamter in der Gemeinde Steinfort Gemeinderatsmitglied in der Gemeinde Käerjeng seit November 2005 Präsident der LSAP Sektion Gemeng Käerjeng Generalsekretär der LSAP Sekretär des Tennis Club Bascharage Hobbies: Tennis, Reisen, Musik

Wofür wollen Sie sich konkret auf nationaler Ebene einsetzen? Unser Land steht vor großen Herausforderungen. Diesen können wir nicht mir alten Rezepten entgegnen. Eine Reform unseres Staats und seiner Institutionen drängt sich mehr denn je auf, nicht zuletzt seit den zahlreichen Verfehlungen wie dem Cargolux-Deal, der SREL oder der BommeleeërAffären. Da ich beruflich den öffentlichen Sektor gut kenne, weiß ich dass wir als Staat und Gemeinden schneller und effizienter handeln müssen. Deshalb müssen unsere Prozeduren überarbeitet werden. Ein besonderes Anliegen sind mir die sozialen Fragen: Ich stehe ein für gute und hohe Sozialleistungen. Doch diese hohen Sozialtransfers kommen in meinen Augen auch einher mit einerseits einer größeren Verantwortung Seitens der Empfänger und andererseits einer angemessenenren Kontrolle: Wer von der Solidarität anderer lebt verpflichtet sich auch diese nicht zu missbrauchen. In Zukunft gilt es demnach nicht die Leistungen herunterzuschrauben sondern sie gezielter und besser einzusetzen um denen unter die Arme zu greifen die es am Nötigsten haben. Welche Themenfelder wollen Sie besetzten? Als Kommunalpolitiker liegen mir besonders unsere Gemeinden am Herzen. Viele nationale Politiken werden in den Gemeinden umgesetzt. Ein Paradebeispiel ist sicherlich die Wasserpolitik: Hier wurde leider kaum über den Schutz unserer Gewässer oder über eine Verbesserung der Wasserqualität

diskutiert sondern fast ausschließlich über den Preis. Wir müssen dafür sorgen, dass auch die zukünftigen Generationen einen erschwinglichen Zugang zu sauberem und qualitativ hochwertigem Trinkwasser behalten. Das darf die öffentliche Hand ruhig etwas kosten! Eine der wichtigsten sozialen Fragen ist und bleibt der überteuerte Wohnungsmarkt. Der Premierminister hatte dies vor 8 Jahren zur Chefsache erklärt, leider ist aber nichts geschehen. Die heutige Wohnungspolitik beschränkt sich hauptsächlich auf ein Auszahlen von Subsidien, die aber größtenteils in den Taschen der Besitzer der Grundstücke landen. Wir brauchen eine regelrechte Wohnungsbauoffensive: Ausweitungen der Bauperimeter, Neuausrichtung des Fonds du Logement, öffentliche und kommunale Mietagenturen, Bekämpfung von Baulandspekulation, eine konsequente Anlage von öffentlichen Baulandreserven, neue Mietkauf- und Erbpachtmodelle. Wir müssen am „billigen Akt“ festhalten, die Notarkosten begrenzen, dichtere und energieeffiziente Bauweisen durchsetzen und ein kommunales Quotensystem für Sozialwohnungen anstoßen. Und die Gemeinde Käerjeng, Stichwort Umgehungsstraße? Kurz vor jeder Wahl wird das Thema Umgehungsstraße wieder aufgekocht, nach den Wahlen verschwindet es wieder in der Versenkung. Vor den Gemeindewahlen 2011 wurde den Einwohnern versprochen, noch im Herbst 2012 würde ein Gesetzesprojekt in der Abgeordnetenkammer eingereicht. Nichts ist geschehen! Das Nachhaltigkeitsministerium hat lediglich die anderen Verwaltungen gebeten ein Gutachten über provisorische Pläne abzugeben. Wir sind also immer noch am Anfangsstadium. Die Einwohner ihrerseits ersticken weiterhin in den Abgasen… Die Verkehrsprobleme beschränken sich allerdings nicht nur auf Bascharage sondern betreffen die ganze Region. Deshalb muss die Lösung auch eine regionale Lösung sein: Was bringt es, den Stau vom „Bommertbësch“ auf die „Biff“ zu verlagern? Obendrein muss man sich fragen ob nicht auch die Einwohner aus Schouweiler und Dippach einen berechtigten Anspruch auf eine Verkehrsentlastung haben? Was erwarten Sie sich von den Wahlen? Als Generalsekretär erwarte ich natürlich dass meine Partei gut abschneidet bei den Wahlen. Darüber hinaus hoffe ich, dass der Wahlkampf den Wählerinnen und Wählern verdeutlicht, dass Luxemburg einen Paradigmenwechsel braucht. Diesen durchzusetzen bedarf auch einer neuen Generation von Politikern.

Dr. Danielle Schmit Gemengerotsmember Vize-Präsidentin vun der Sektioun Gemeng Käerjeng Allgemengmediziner

„Es gibt in vielen Bereichen viel zu viele zeitraubende bürokratische Prozeduren, die die zukünftige Entwicklung unseres Landes hemmen“

Was hat Sie motiviert, Politikerin zu werden? Mein Weg in die Politik ist für mich eine Ergänzung zu meinem Beruf, in dem ich für das körperliche Wohlbefinden der Leute sorge , aber leider keinen Einfluss auf ihr soziales Umfeld habe. Das kann ich als Politikerin jedoch bewerkstelligen indem ich den Leuten helfe ihre alltäglichen Probleme zu lösen. Welche Themen in der Politik interessieren Sie am Meisten und wofür wollen Sie sich einsetzen? Natürlich liegt mein Hauptfeld in der Politik im Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch in der Arbeitspolitik, wo ich tag täglich mit den verschiedensten Problemen konfrontiert werde, sei es Mobbing, Arbeitslosigkeit (und die damit verbundenen finanziellen Sorgen) oder ein unsicherer sozialer Status wegen langer bedingter Arbeitsunfähigkeit. Die LSAP setzt sich für eine Vereinfachung der administrativen Abläufe ein, welches nicht nur im Industrie- und Bauwesen sondern auch im Gesundheitswesen bitter nötig ist. Viele Leute haben durch längere Krankheitsverläufe ihre Arbeit verloren, oder müssen monatelang auf eine Entscheidung seitens eines Kontrollmediziners warten ohne sichere Zukunftsperspektive. Diese Prozeduren müssen drastisch vereinfacht und zeitlich reduziert werden damit die Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber schneller informiert werden und somit eine effizientere Arbeitsumverteilung in Gang gesetzt werden kann.

Des Weiteren wird viel über die Reform des Rettungswesens diskutiert, auch hier sind schon grundlegende Veränderungen eingetreten, jedoch sind auch dies nur halbherzige Maßnahmen, die immer noch zu sehr auf freiwilligen Helfern beruhen und gerade eben diese Freiwilligen auch nur mäßig für ihre Bereitschaft entschädigen. Schade ist auch dass die eingestellten Sanitäter die luxemburgische Staatsbürgerschaft besitzen müssen, meines Erachtens müsste das Beherrschen der luxemburger Sprache maßgebend sein und nicht die Herkunft. Die hier sind nur einige Ansatzpunkte bezüglich meiner politischen Auffassungen, meiner Meinung nach gibt es in vielen Bereichen viel zu viele zeitraubende bürokratische Prozeduren, die die zukünftige Entwicklung unseres Landes hemmen. Was muss in der Lokalpolitik noch verbessert werden? Ich habe vorhin schon erwähnt dass in etlichen Domänen viel Zeit verschwendet wird mangels effizienten und schnellen Entscheidungen. Lange Wartezeiten gibt es daher immer noch in den Seniorenheimen. Obschon in den letzten Jahren viele neue Plätze geschaffen worden sind, müssen viele ältere Menschen, die plötzlich auf Pflegehilfe angewiesen sind, wochen-oder monatelang in Krankenhäusern ausharren (wo sie oft multiresistente Infektionskrankheiten riskieren) bevor eine Stelle in einem Pflegeheim für sie verfügbar wird.

Auch in der Gemeinde Käerjeng hat die jetzige Koalition durch eine unprofessionelle Handhabung den Zug verpasst und die geplanten betreuten Seniorenwohnungen wegen überteuerten Mieten fallen gelassen. Das ganze Projekt war unausgegoren und zeigt, dass der jetzige Schöffenrat die Problematik nicht richtig erfasst hat. Viel intelligenter wäre es jedoch gewesen, ein bitternötiges Pflegeheim zu errichten, denn die Nachfrage nach freien Betten steigt mit der alternden Bevölkerung. Ein immer wieder erwähntes Problem ist auch die Umweltverschmutzung durch Abgase seitens des Durchgangsverkehrs in Bascharage. Hohe Werte von Kohlenmonoxiden, Stickstoffoxiden sowie Feinstaub belasten die Gesundheit der dort lebenden Einwohner. Die schon seit langem geplante Umgehungsstraße würde hier für eine bessere Lebensqualität sorgen. Viel gäbe es noch zu sagen über etliche Probleme in der Gemeinde Käerjeng, jedoch ist es in der Opposition immer wieder schwierig sich Gehör zu verschaffen. Was erwarten Sie Sich vom Wahlkampf? Ich meinerseits wünsche mir einen fairen Wahlkampf und hoffe dass die Wähler sich ihrerseits nicht durch falsche Versprechen dazu verleiten lassen ihre ehrliche Meinung bezüglich verschiedener politischen „Berühmtheiten“ zu ändern.

STECKBRIEF Dr. Danielle Schmit 42 Jahre Wohnhaft in: Niederkerschen Beruf: Allgemeinmediziner Gemeinderatsmitglied in der Gemeinde Käerjeng seit Januar 2012 Vize-Präsidentin der LSAP Sektion Gemeng Käerjeng Präsidentin der Harmonie Hautcharage Vorstandsmitglied im U.N. Käerjeng 97 Vorstandsmitglied im OGBL Hautcharage-Kéinzeg Studierte Medizin in Brüssel Hobbies: meine beiden Shih-Tzu, Fotografie und Kochen


Gemeng käerjeng.

oktober 2013

„Wischi-Waschi“ So bezeichnete der CSV-Präsident Michel Wolter im Radio eine mögliche Dreierkoalition. Wir hoffen dass unser Bürgermeister Michel Wolter andächtig zugehört hat, denn in der Gemeinde Käerjeng steht derselbe an der Spitze einer solchen „WischiWaschi“-Dreierkoalition. Eine Dreierkoalition auf lokaler Ebene sei nicht mit einer solchen auf nationaler Ebene zu vergleichen, meinte er weiter. In der Tat ist man in Käerjeng verwöhnt: Denn hier entscheidet nur einer: Der Bürgermeister himself. Die beiden Partner der CSV, Grüne und BIGK kuschen und parieren resp. applaudieren wenn ihr „Chef“ gesprochen hat!

„Et gëtt Zäit an eisem Land d‘Fënstere grouss opzerappen an ze lëften!“ huet eise Spëtzekandidat, den Etienne Schneider op eisem Kongress gemengt. D‘LSAP-Käerjeng an hier 2 Kandidaten, d‘Danielle Schmit an den Yves Cruchten ënnerstëtzen den Etienne Schneider a sénge Beméihungen, eise Staat a séng Institutiounen ze reforméieren. Eist Land ass bis elo besser ewéi aner europäesch Länner duerch dës Krise komm. Fir an Zukunft och nach Wuesstem ze schafen, musse mer eis awer nei opstellen, economesch gread ewéi och politesch. Den 20. Oktober hunn d‘Wieler an d‘Wielerinnen et am Grapp, fir nei Weeër anzeschloen: wielt d‘Lëscht 7, d‘Lëscht vun de Sozialisten!

Är Kandidaten fir de Süden: Asselborn Jean, Spëtzekandidat - Asselborn-Bintz Simone, Bertinelli Fred, Biancalana Dan, Biwer Roby, Bodry Alex, Bofferding Taina, Cruchten Yves, Dall’Agnol Claudia, Di Bartolomeo Mars, Engel Georges, Gonçalves Cátia, Haine Henri, Jungen Tom, Kersch Dan, Lorent John, Mutsch Lydia, Negri Roger, Schmit Danielle, Schreiner Roland, Schweich Christine, Tonnar Jean, Wagner Sammy. Contact: LSAP Käerjeng c/o

2@tango.lu

tcharage Tel: 691-260-926 jos

n-Pierre Thill L-4924 Hau Jos Weimerskirch 6, rue Jea

LSAP. loscht op muer!

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