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Creative Minds

Organismus Organismus

Körper

Gedanken

Organismus

Körpersprache

Einstellung

Stress

Stimme

Glaubenssätze

Angst

Sprache/Ausdruck

Automatische

Überzeugung

Gedanken

Sicherheit

Trainingsunterlagen Grit Burmeister

häufig unangemessen und verlieren entweder die Kontrolle, gehen in den Angriff oder unterdrücken unsere Emotionen.4 Unser Organismus ist also durch das Wechselspiel unseres Körpers, unserer Gefühle und Gedanken gekennzeichnet (siehe hierzu die Abb. „Organismus“). Lassen Sie uns fortfahren mit dem Beispiel: Angenommen wir haben unseren Ärger unterdrückt und mit dem Kollegen nicht gesprochen. Was haben wir in diesem Moment erreicht? Wir haben weder den Mitarbeiter darauf aufmerksam machen können, dass wir mit seiner Arbeit unzufrieden sind, noch konnten wir angemessen mit dem Gefühl Ärger umgehen. Dies kennzeichnete sich dadurch, dass wir unsere Emotionen unterdrückt haben und uns zurückzogen. Unser Ziel ist es, unseren Ärger so auszudrücken, ohne dass dabei unser Verhalten ins Unangemessene übergeht. Wären wir gereizt oder irritiert gewesen, hätte dies unser kommunikatives Verhalten tendenziell stärker gefördert. Eine gute Möglichkeit zu reagieren kann dann sein, nachzufragen und uns mitzuteilen, wie wir das finden, dass der Mitarbeiter seine Aufgaben nicht erledigen konnte,

Glaubenssätze

Werte

– Verallgemeinerungen, die wir

– Aspekte, die in unserem

über uns selbst, über andere Menschen und unsere Umwelt treffen – Prinzipien, nach denen wir handeln – Bewirken i.d.R. „ganz oder gar nicht“-Entscheidungen – Verändern sich im Laufe unseres Lebens – Wirken wie sich selbst erfüllende Prophezeiungen

Leben wichtig sind – Jeder Mensch hat seine eigenen Werte, die sich von denen der anderen Menschen unterscheiden – Sie sind der Grund dafür, warum wir etwas Bestimmtes tun – Erschweren Entscheidungen, wenn Konflikt zwischen den eigenen Werten entsteht

wie das auf uns wirkt und was wir uns für die Zukunft wünschen. Was hat den Projektleiter dazu veranlasst anders zu reagieren? In unserem Beispiel können wir davon ausgehen, dass die Reaktion des Projektleiters von seinen Glaubenssätzen, Werten, Erwartungen und/oder Vorstellungen stark beeinflusst wurde, die Teil unserer Persönlichkeit sind.

„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellung von den Dingen.“ Epiktet, griech. Philosoph (50–138)

Wenn wir von der ABC-Theorie5 ausgehen, löst ein konkretes Ereignis bestimmte Gedanken, Bewertungen und Interpretationen bei uns aus, die uns eben zu einer bestimmten emotionalen Reaktion, physiologischen Reaktion oder Verhaltensreaktion bewegen. Unser Glaubenssystem und unsere Verhaltensmuster sind dabei unser ganzes Leben lang von außen beeinflusst worden. Es beginnt mit den Erfahrungen in unserer Kindheit, unserer Erziehung, Erlebnissen in unserem Leben, dem Einfluss von Freunden und letztendlich auch dem der Medien. Was heißt das jetzt in unserem konkreten Beispiel? Es kann sein, dass der Projektleiter glaubt, dass sich im Leben alles von selbst regelt und Harmonie eines seiner wichtigsten Werte ist. Dies würde erklären, wieso er seinen Ärger unterdrückt hat und dem Gespräch mit seinem Mitarbeiter aus dem Weg gegangen ist. Lösen wir uns aus unserem Beispiel und sprechen wir abschließend darüber, wie es uns gelingen kann, unser Verhalten so zu beeinflussen und ggf. zu ändern, dass es uns und andere Menschen nicht schädigt. Letzten Endes hängt ein angemessenes Verhalten und damit einhergehend eine

O’ Connor, Seymour (1996), S. 137 ff.

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metamorphosis Sommer 11 - Erstausgabe  

Das studentische Wirtschaftsmagazin Der Fokus des Magazins liegt auf Entwicklung und Innovationen in der Wirtschaftswelt. Veränderungen, di...

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