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Neuer Burger Festplatz eröffnet im nächsten Mai

Burg

Bauarbeiten kosten laut Verwaltung 679 000 Euro NACHRICHTEN

Handpuppen-Werkstatt in Burger Heimatstube Burg. In der Burger Heimatstube werden an diesem Wochenende, dem 10. und 11. Oktober, Handpuppen genäht. Die Workshops finden nach Auskunft des Veranstalters jeweils von 13 bis 15 Uhr und 15 bis 17 Uhr statt. „Material ist vorhanden“, teilt Christoph Neumann von der Amtsverwaltung mit. „Jeder kann aber auch selbst Stoffe, Knöpfe, Bänder und andere basteltaugliche Dinge mitbringen.“ Es wird um Anmeldung für 13 Uhr oder 15 Uhr gebeten, da die Zahl der Teilnehmer-Plätze begrenzt ist. Der Eintritt beträgt laut Ankündigung 1,50 Euro und ermäßigt 1 Euro. rw

Antragstellung für die Burger Thermalsole Burg. Der Antrag auf die Über-

tragung der Rechte für die Thermalsole-Bohrung auf das Amt Burg ist gestellt. Das erklärt Amtsdirektor Ulrich Noack (CDU). Nach seinen Worten existieren keine Pläne, sie einem privaten Investor zu übertragen. rw

Die Bauarbeiten am Burger Festplatz sollen im Mai 2010 abgeschlossen werden. Wie Bauamts-Leiterin Brigitte Muschick mitteilt, weicht der Weihnachtsmarkt wegen der Arbeiten in diesem Jahr einmalig auf das Hafengelände aus. Von René Wappler

Vor der Bühne entsteht nach Auskunft der Bauamts-Chefin ein neues, helleres Pflaster. Außerdem werden neue Bänke mit Lehnen für die Besucher aufgestellt. Entlang der Straße Am Hafen ist nach ihren Worten eine begehbare Pergola als Teil der Flaniermeile vorgesehen. Außerdem plant die Verwaltung eine Bepflanzung mit neuen Bäumen. „Unser zuständiger Mitarbeiter schaut sich deswegen gerade in den Baumschulen der Region um“, erklärt Brigitte Muschick. Der Termin der Fertigstellung des Festplatzes könnte sich laut Bauamt lediglich verzögern, wenn im Winter sehr ungünstiges Wetter für die Bauarbeiten herrscht. Der Programmplan für das kommende Jahr steht hingegen bereits fest. „Das Heimatfest, der Handwerker- und Bauernmarkt sowie der Töpfermarkt

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sollen im Jahr 2010 auf jeden Fall wieder auf dem Festplatz stattfinden“, sagt Brigitte Muschick. Bis dahin soll neben den Bauarbeiten auch das Versorgungssystem für das Abwasser ergänzt werden – neben der Installation eines neuen Kanalsystems für Elektround Steuerungskabel. Wie Amtsdirektor Ulrich Noack (CDU) erklärt, kosten die Arbeiten auf dem Festplatz insgesamt ungefähr 679 000 Euro, wovon rund 371 000 Euro aus Fördermitteln stammen. Nach Auskunft des Bürger-

Foto: René Wappler

meisters Martin Schmidt (Die Linke) wird allerdings ein Bauantrag eines benachbarten Gasthauses keinen Erfolg haben: Die Betreiber hatten sich nach seinen Worten ungefähr 20 Stellplätze in Folge einer geplanten Erweiterung ihrer Zimmerkapazität inklusive eines Wellnessbereiches gewünscht. „Das hätte bedeutet, dass wir dafür die Fläche des Festplatzes einschränken müssen“, erläutert Schmidt. „Doch dies wird nicht möglich sein, da wir den Raum dringend benötigen.“

Burger Tourismuschefin beharrt auf Eigenständigkeit der Gemeinde Reaktion auf Kritik des Bürgermeisters Martin Schmidt Burg. Die Gemeinde Burg wird

mit ihrem Tourismuskonzept auf einem eigenständigen Weg beharren: Dies erklärt Julia Kahl (Foto), Leiterin des Fachbereiches Tourismus im Amt Burg und neu gewählte Chefin im Marketingbeirat des Tourismusverbandes Spreewald. Zugleich reagiert sie damit auf die Kritik des Bürgermeisters von Burg, Martin Schmidt (Die Linke), der im RUNDSCHAU-Interview erklärt hatte: „Es hat uns nie gut getan, das touristische Erfolgsmodell der Stadt Lübbenau zu kopieren – genau so wie es Lübbenau nicht gut tut, uns zu kopieren.“ Julia Kahl entgegnet: „Ich wüsste nicht, inwiefern wir Lübbenau kopieren.“ Zwar ähneln sich nach ihren Worten Kultur und Brauchtum der beiden Spreewald-Orte – „aber das ist nun mal dem spezifischen Gesicht unserer Region geschuldet“. Generell verfolge Burg jedoch ein auf die Gemeinde zugeschnittenes Konzept. „Auch die unverwechselbare Natur mit Holzbohlenhäusern und Wiesen zeichnet Burg aus“, stellt Julia Kahl fest. Nach Ansicht der Chefin des Marketingbeirats im Tourismusverband wirbt jeder Ort im Spreewald mit einem eigenen Profil für sich. Lübben stehe demnach für kulturelle Höhepunkte, Lübbenau könne mit dem Pfund des Dorfes Lehde wuchern, und Burg sei für „Entspannung durch Ruhe und Weitläufigkeit sowie Gesundheit und Wellness“ bekannt. „Der Zuwachs der Besucherzahlen in den Sommermonaten rührt nicht allein von der Therme her“, erklärt Julia

Berufsberatung unterstützt Schule

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Amtsdirektor Ulrich Noack an der Baustelle.

S A/S O, 1 0./1 1 . OKTOBER 2009

ferenz der Theodor-FontaneOberschule Burg ist am Donnerstag ein Kooperationsvertrag mit der Berufsberatung besiegelt worden. Wie Koordinatorin Manuela Schichan von der Schule mitteilt, verweist auch Amtsleiter Ulrich Noack (CDU) auf ein neues Ganztagsangebot, welches in diesem Schuljahr mit Unterstützung des Tourismusverbandes Burg startete. Im Projekt „Schule trifft Tourismus“ können die Schüler beispielsweise hinter die Kulissen eines Hotels schauen. Sie erfahren, was in Vorbereitung einer großen Veranstaltung geplant werden muss und welche

Betriebe in Burg und Umgebung in diesem für die Region wichtigen Wirtschaftszweig welche Berufe ausbilden (die RUNDSCHAU berichtete).

Die Teilnehmer der Konferenz.

Als neues fächerübergreifendes Projekt wurde in diesem Schuljahr das Praxislernen für die Klassenstufen 7 und 8 eingeführt. Manuela Schichan berichtet: „Völlig neu an diesem Projekt ist, dass die Schüler der 8. Klasse im zweiten Schulhalbjahr an einem Tag in der Woche die Schulbank mit einem Arbeitsplatz in einem Betrieb tauschen.“ Der Unterricht finde an diesem Tag nicht in der Schule statt, sondern an der Werkbank, dem Schreibtisch oder dem Supermarktregal. Für die Praxislernprojekte erhalte die Schule finanzielle Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit. rw

Burg. In der Nachbarschaft der Burger Hauptstraße plant die Gemeinde den Ausbau eines leerstehenden Gebäudes zu einem Parkhaus. Nach Auskunft des Amtsdirektors Ulrich Noack (CDU) soll der Komplex voraussichtlich 220 Stellplätze beherbergen. „Wir diskutieren derzeit mit den Wirtschaftsförderern darüber“, berichtet Noack. „Momentan handelt es sich allerdings nur um eine Idee, die noch eines konkreten Konzepts bedarf.“ Die PSG Greifswald GmbH hatte im Som-

mer dieses Jahres signalisiert, sie wolle als Dienstleister für die Gemeinde Burg am Bau eines Parkhauses mitwirken und dieses bewirtschaften (die RUNDSCHAU berichtete). Das Gebäude, in dem das Parkhaus unterkommen soll, war nach Angaben der Amtsverwaltung im Jahr 1989 errichtet worden, allerdings habe es seitdem niemand benutzt. Neben dem vorgesehenen Parkhaus befindet sich das ebenfalls brachliegende Gelände der früheren Landfleischerei. rw

Burger Handel blüht auf Touristen und Gäste bringen Kaufkraft in den Ort

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Burg. Der Chefkoch des Burger Burg. Im Rahmen der Elternkon-

Das leerstehende Gebäude soll umgebaut werden.

Montag–Freitag, 9–18 Uhr, Samstag, 9 –17 Uhr

Das Ortsporträt

Kooperationsvertrag am Donnerstagabend in Burg unterzeichnet

220 Stellplätze könnten laut Amtsverwaltung entstehen

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Parkhaus-Idee für Bauruine

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Kahl und bezieht sich damit ebenfalls auf die Worte des Bürgermeisters Martin Schmidt, der kritisiert hatte: „Wir verzeichnen zwar eine erfreuliche Zunahme der Gästezahlen seit der Eröffnung der Therme – aber die Therme allein macht noch keinen Kurort aus.“ Der Marketingbeirat des Tourismusverbandes soll nun nach Auskunft der Geschäftsführung weitere Strategien für die Vermarktung der Region entwerfen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg ist die Zahl der Gäste in der Gemeinde Burg in den Monaten Januar bis Juni 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,8 Prozentpunkte gestiegen. Auch bei den Übernachtungen ergibt sich demnach ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6,7 Prozentpunkten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen beträgt aktuell 3,2 Tage. Insgesamt zählte Burg im ersten Halbjahr 2009 genau 52 831 Gäste. rw

lung hat der Burger Ortskern in den vergangenen Jahren genommen. „Das Bild von Burg-Dorf wurde schon früh durch den Fremdenverkehr verändert“, konstatierte Bürgermeister Martin Schmidt (Linke). Wurden nach der Wende zuerst ältere Wohn- und Geschäftshäuser saniert, kommen seit dem Jahr 2000 immer mehr Neubauten hinzu. Sie schließen Lücken oder ersetzen marode Vorgänger.

Dieser Trend schwappt von der Hauptstraße auf den gesamten Ortskern über. Ein Beispiel ist das Schuhhaus Strauch, das nach Erweiterungen des ursprünglichen Gebäudes im Frühjahr 2009 durch einen Neubau ergänzt wurde. „Wir haben Stammkunden in der ganzen Region. Hinzu kommen immer mehr Touristen und Gäste der Spreewald Therme“, sagte Inhaber Helmut Strauch. Der Familienbetrieb setzt auch auf das Internet. Ronald Ufer

Neue Blicke auf Burg.

Foto: Ufer

Hotels „Zur Bleiche“, Oliver Heilmeyer, empfiehlt dieses Rezept: Spreewälder Karpfentatar im Kartoffelplins / herbstliche Blattsalate / Leinölmarinade mit Szechuanpfeffer und Curry. 쏆 Karpfentatar, Zutaten für vier Personen: Messerentgrätetes

Karpfenfilet 320 bis 400 g, Wurzelgemüse (Lauch, Sellerie, Möhren) 500 g, Dill und Fenchelkraut je 1 Bund, eine Limone, Meersalz 70 g, Zucker 35 g, Sauerrahm, Schmand ein Esslöffel, Schalottenwürfel von zwei Schalotten, eine mittelgroße Spreewälder Gewürzgurke, Kürbiswürfel süßsauer eingelegt zwei Esslöffel. 쏆 Kartoffelplins: zwei Eier, Mehl 90 g, Milch 0,2 l, flüssige Butter 50 g, gekochte Kartoffeln 50 bis 60 g. 쏆 Leinölmarinade: Bio-Leinöl 0,1 l, Curry halber Teelöffel, Raz el Hanout (arabische Gewürzmischung) halber Teelöffel, Szechuanpfeffer, grob gestoßen ein Teelöffel. 쏆 Zubereitung: Wurzelgemüse sehr fein schneiden oder durch den Wolf drehen, Dill und Fenchelkraut fein geschnitten hinzugeben, Limone in Scheiben schneiden. Das entgrätete Karpfenfilet mit Gemüse, Limonenscheiben und Salz und Zucker zehn bis zwölf Stunden einlegen (je nach Dicke des Filets). Filets herausnehmen, kurz abwaschen, trockentupfen. Mit scharfem Messer sehr fein schneiden und durchhacken, mit Sauerrahm, Schalottenwürfel, Gurkenwürfel und Kürbiswürfel mischen. Aus den Zutaten für Kartoffelplins sämigen Teig herstellen und in der Pfanne goldgelb zu dünnen Crêpes backen. Das Karpfentatar auf den erkalteten Kartoffelplins aufstreichen und aufrollen, panieren und kurz goldgelb braten, so dass das Tatar noch medium bleibt. In breite Scheiben schneiden und mit einer herbstlichen Salatgarnitur (Kürbiswürfel einarbeiten) anrichten. Leinöl mit Gewürzen mischen und über Salat und Teller träufeln.


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