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ELBE-ELSTER-KREIS

RUNDSCHAU 7. November 2009

Das Extra zur Wende

E S L E BT S I C H G U T I M E L B E - E L ST E R - K R E I S

RUNDSCHAU-MAGAZIN

Das Tröbitzer Freibad existiert trotz knapper Kassen noch immer – heute sogar mit Solarheizung.

Die Finsterwalder Sänger – große wie kleine – tragen die Tradition und Lebenslust der SängerArchivfotos: Rösler (2), Seidel, Krengel, Sattler stadt Finsterwalde über die Kreisgrenzen hinaus.

Wie sich das Elbe-Elster-Land verändert hat

I MPRESSUM SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER LAUSITZER RUNDSCHAU HERAUSGEBER UND VERLAG: LR Medienverlag und Druckerei GmbH Straße der Jugend 54 03050 Cottbus GESCHÄFTSFÜHRUNG: Andreas Heinkel, Bernhard Liske REDAKTION: Frank Claus (fc) Karsten Bär (bä) Bodo Baumert (bob) KONTAKT: Telefon: 0180 1 22 22 30* direkt@lr-online.de ANZEIGEN: LR Mediaverkaufsgesellschaft mbH Karin Jach DRUCK: LR Medienverlag und Druckerei GmbH * 3,9 Cent/min aus dem dt. Festnetz. Mobilfunktarife können abweichen.

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STADT FINSTERWALDE

RUNDSCHAU 7. November 2009

Schöner Stadtkern Finsterwalde hat seit der Wende Millionen in die Sanierung des Zentrums investiert Seit der Wende hat die Sängerstadt viele Höhen und Tiefen erlebt. Ein Schwerpunkt in den 20 Jahren war vor allem die Stadtsanierung vor allem in der Innenstadt rund um Schloss und Marktplatz.

*Gültig bis 14.11.09, nur bei Neuaufträgen, nicht bei bereits getätigten Aufträgen, nicht auf Werbeund bereits reduzierte Ware. Ab einem Warenwert von 400.-. Abwicklung erfolgt durch unsere Hausbank.

Anfang der 90er-Jahre stand in Finsterwalde zunächst der Neuaufbau der Verwaltung im Vordergrund. Es folgten die Errichtung der städtischen Wohnungsgesellschaft und der Stadtwerke sowie die Strukturierung des städtischen Entwässerungsbetriebes. Wichtiges Instrument der Planer war die Stadtsanierung, die über den Einsatz von Mitteln der Städtebauförderung, des ZiS-Programms und anderer aktiv vorangetrieben wurde. Zu nennen sind hier die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung des gesamten Marktplatzbereichs, die Umgestaltung des Schlossparks, die Sanierung des historischen Schlosses und der verkehrsberuhigte Ausbau der Brandenburger Straße. Weitere Mittel flossen in die Sanierung und den Neubau der Straßenfolge: Tuchmacher- und Schützenstraße, Finspangsgatan und der Rue de Montataire. Die Förderung der Sanierung privater Wohn- und Geschäftshäuser im Sanierungsgebiet und das Schaffen von innerstädtischen Mietwohnungsangeboten als Ersatz für Rückbaumaßnah-

쏆 ZUM THEMA

Und es blüht doch!

I

n diesen Tagen wird viel Rückschau gehalten. Vor allem auf die Tage und Wochen vor und nach dem 9. November 1989, dem Von Frank Tag, an dem die Claus Mauer fiel. Die RUNDSCHAU hat das historische Ereignis zum Anlass genommen, um aufzuzeigen, wie sich in den 20 Jahren danach das ElbeElster-Land verändert hat. Und wenn auch längst noch nicht gleiche Lebensverhältnisse in West und Ost Einzug gehalten, Löhne hüben und drüben immer noch unterschiedlich, Arbeitsplätze mehr dort als hier im Angebot sind und der Osten deutlicher mit Bevölkerungsschwund und Wegzug zu kämpfen hat – es gibt sie doch, die von Altkanzler Helmut Kohl prophezeiten „blühenden Landschaften“. Nicht flächendeckend zwar, aber wer durch unsere Heimat fährt, kann einen deutlichen Aufwärtstrend nicht leugnen. Viele Dörfer und Städte sind Das Schloss zeugt von den investierten Geldern. Archivfotos: Seidel schmuck geworden, Farbe hat über das Einheitsgrau an Häusern und men im Rahmen des Stadtumbaus dorf für den Flugbetrieb und die Gebäuden gesiegt. Immer mehr Unterstützung der Ansiedlung einer längst marode Gewordenes wird Ost waren weitere Prioritäten. Flugzeugwerft waren wichtige Im Bereich der Wirtschaftsfördedurch Neues, Modernes ersetzt. Schritte. Über die stadteigenen rung gelang die Sicherung bedeuDie Redaktion dankt allen StadtStadtwerke wird weiterhin vertender traditioneller Industriebeund Amtsverwaltungen für die Unsucht, günstige Preise für Strom, triebe am Standort Finsterwalde terstützung bei der Bilanz und durch planerische Maßnahmen und Gas und Wasser für Bürger und wünscht Ihnen, werte Leser, viel unterstützenden Infrastrukturaus- Unternehmen im Stadtgebiet anzu- Erbauung und manchen Aha-Effekt red/Wohmann beim Lesen. bau, im Einzelfall durch städtische bieten. Bürgschaft. Auch die Sicherung des Flugplatzes Finsterwalde/Schacks-

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RUNDSCHAU 7. November 2009

VISITENKARTE

Amt Elsterland

AMT ELSTERLAND

Investitionen in Schulen und Straßen

Einwohner: 5354 Gemeinden: Eichholz-Drößig, Fischwasser, Oppelhain, Rückersdorf, Gruhno, Schadewitz, Lindena, Schönborn, Tröbitz und Schilda

In vielen Bereichen wurde im Amt Elsterland seit der Wende investiert. Schulen, Straßen und vieles mehr hat ein neues Aussehen bekommen. Einige Beispiele: 쏆 Ausbau der Torgauer- und Wildgruber Straße 1992 in Schilda für 985 000 DM. 쏆 Einbau eines Sportfußbodens in der Rückersdorfer Sporthalle 1993 Amtsdirektoren: für 133 000 DM. 1992-2006 Joachim Sander (CDU) 쏆 Sanierung und Ausbau der seit 2007 Jörg Gampe (parteilos, Sporthalle mit Sauna sowie Erseit Februar 2008 CDU) neuerung einer Kleinfeldsportanlage in Tröbitz für eine Million DM. Kontakt: 쏆 Neuanlage eines kombinierten www.elsterland.de Geh- und Radweges in Schönborn/ amt@elsterland.de Eichwald für 1,4 Millionen DM.

쏆 Neubau einer Kläranlage in Schilda 1993 – 94 für 1, 9 Millionen DM und anschließend der Schmutzwasserleitungsbau 1994 – 95 für 1,7 Millionen DM. 쏆 Modernisierung 32-WE Block in Schönborn für 1,2 Millionen DM. 쏆 Sanierung und familienfreundliche Gestaltung des Freibades in Tröbitz für 3,5 Millionen DM. 쏆 Sanierung Kita Tröbitz 1996 für 195 000 DM. 쏆 Sanierung Schulkomplex in Rückersdorf 1994 – 1998 für 847 000 DM. 쏆 Neubau der Ortsverbindungsstraße Fischwasser – Eichholz 1996 für 840 000 DM.

Nieder- und Aufgang des Industrieparks Amt Elsterland arbeitet sich nach oben – Investitionen in Tröbitz zahlen sich aus Im 1992 geschaffenen Amt Elsterland wurden in den vergangenen Jahren viele Projekte angeschoben. Plastisch wird der Wandel aber vor allem im Industriepark in Tröbitz. Ein besonderes schwieriges aber enorm wichtiges Projekt nach der Wende war ohne Zweifel die Wiederbelebung des Altindustriestandortes Tröbitz nach der Insolvenz des Landbaumaschinenbetriebes. Von den vormals mehr als 1000 Arbeitsplätzen waren zunächst nur noch knapp 30 übriggeblieben. Fast zwei Millionen Euro konnten von der Investitionsbank Brandenburg an Fördermitteln für das Projekt eingeworben werden. Damit war es möglich, das ehemals zusammenhängende Betriebsgelände zu parzellieren, neue Leitungs- und Versorgungsmedien sowie Straßen anzulegen. Dabei war es besonders wichtig, die bestehenden Arbeitsplätze zu stabilisieren, zu sichern und nach und nach mit Unterstützung des Insolvenzverwalters neue Firmen anzusiedeln, sodass nunmehr wieder annähernd 200 Menschen in unterschiedlichen Branchen im Industriepark Tröbitz arbeiten und produzieren. Heute gehört der Standort im Bereich Automotiv und Metall, als ein kleiner Bestandteil, zum gemeinsamen Wachstumskern Westniederlausitz. Auch in die Feuerwehren des Amtes flossen über die Jahre immer wieder Gelder, vom Neubau des Gerätehauses in Schönborn 1994 bis zur Ersatzbeschaffung eines TLF 20/40 für die Wehr Rückersdorf, der voraussichtlich Anfang Dezember übergeben werden soll.

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1,6 Millionen Euro über den Natur쏆 Bau von straßenbegleitenden schutzfond Brandenburg. Radwegen von Rückersdorf nach Friedersdorf und von Rückersdorf 쏆 Sanierung Kita Schönborn nach Bad Erna 1998 – 1999 für 2009 für 278 000 Euro. 747 000 DM. 쏆 Energetische Sanierung der Grundschule Rückersdorf 2009 für 쏆 Sanierung des Bauernmuse230 000 Euro. ums in Lindena 1996 – 98 für 277 000 DM. 쏆 Straßenbau in Schönborn in 2002 für 360 000 DM. 쏆 Ausbau des landwirtschaftlichen Verbindungsweges Lindena – Gruhno 2002 für 256 000 Euro. 쏆 Wiederherstellung historischer Flussschleifen der Die frisch sanierte Rückersdorfer Archivfoto: Seidel kleinen Elster 2007 für Schule.

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Im Zuge der landesweiten Einrichtung von Stützpunktwehren wollte der Landkreis 2008 die Wehrleute des Amtes der Feuerwehr Doberlug-Kirchhain unterstellen. Das

Archivfoto: Seidel

konnten Wehr- und Verwaltungsführung durch die Gründung einer gemeinsamen Stützpunktfeuerwehr Doberlug-Kirchhain/Elsterland verhindern. red/Gampe

DAS A M T E LST ER LAND Die Bildung des Amtes Elsterland erfolgte am 13. Juli 1992. Zunächst begann der Aufbau der Verwaltung für die amtsangehörigen Gemeinden Eichholz-Drößig, Fischwasser, Oppelhain, Rückersdorf, Gruhno, Schadewitz, Lindena, Schönborn, Tröbitz und Schilda. Zu Beginn gab es drei Standorte in Schönborn im Gemeindehaus und ehemaligen Kindergarten sowie in Rückersdorf im Gemeindehaus. 1998 folgte der Umzug in die Kindergartenstraße 2a in Schönborn. 2007 folgte die Inbetriebnahme des neuen Bürgerbüros.

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22 VISITENKARTE

Amt Kleine Elster Einwohner: 6378 Gemeinden: Crinitz mit Gahro, LichterfeldSchacksdorf mit Lieskau, Massen-Niederlausitz mit Babben, Betten, Gröbitz, Lindthal und Ponnsdorf, Sallgast mit Dollenchen und Göllnitz. Amtsdirektor: seit 1992 Gottfried Richter

AMT KLEINE ELSTER (NL)

RUNDSCHAU 7. November 2009

STADT FINSTERWALDE

RUNDSCHAU 7. November 2009

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Erfolg mit Gewerbegebiet Das Amt Kleine Elster investierte in die Infrastruktur und erntet nun die Früchte dieser Saat Mit den ersten Kommunalwahlen im Mai 1990 erhielten die Gemeinden des heutigen Amtes Elsterland wieder ihre kommunale Selbstständigkeit. Dennoch entschlossen sie sich ab 1992 zur gemeinsamen Verwaltung im Amtsgebiet zusammen. Bis heute ziehen die Einwohner ihren Nutzen daraus.

Der Amtsausschuss beschloss 1992 die Gründung einer zentralen Verwaltung mit Sitz in der Gemeinde Massen. Wegen der Fülle der Aufgaben wurde 1993 das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude des Maschinenbaubetriebes Fimag als Hauptsitz der Amtsverwaltung ausgebaut. Bis heute wird das Gebäude, das unmittelbar an der Bundes1992 entstand das Amt Kleine Els- straße 96 in zentraler Lage liegt, genutzt. Von dort werden alle Aufter, dass territorial am Flusslauf der Kleinen Elster im südlichen Teil gaben für die Gemeinden organides heutigen Landkreises Elbe-Els- siert, etwa die Grund- und weiterter in unmittelbarer Nähe der Sän- führenden Schulen, die Kindertagesstätten, die Flächennutzungsgerstadt Finsterwalde liegt. Als planung sowie die Wirtschafts- und erster Amtsdirektor wurde der Bürgermeister der Gemeinde Mas- Tourismusförderung. Den Schwerpunkt der Wirtschaftssen, Diplomingenieur Gottfried förderung im Amt findet man in der Richter, vom Amtsausschuss geGemeinde Massen-Niederlausitz, wählt. Er hat dieses Amt bis jetzt inne. Das Amt Kleine Elster besteht wo eines der größten Gewerbegebiete in Südbrandenburg mit über aus vier Gemeinden und hatte im 100 Hektar entstand. 17 Millionen Jahr 1990 etwa 7250 Einwohner. Euro wurden in die Infrastruktur Heute sind es noch 6500 Einwohan der B 96 und in die nicht mehr ner. Das Amt bekam im Jahr 1994 die Zusatzbezeichnung „Niederlau- benötigten Betriebsflächen der ehemaligen Maschinenfabrik Fimag sitz“.

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700 Einwohner verloren

Schulen und Wehren 쏆 In den Gemeinden Sallgast und Crinitz werden bis heute kleine Grundschulen betrieben, in der Gemeinde Massen-Niederlausitz eine Grund- und Oberschule. Wohnortnahe Beschulung und eine gute Bildungsinfrastruktur sind ein Hauptanliegen der politisch Verantwortlichen im Amtsausschuss. Für den Neubau und die Sanierung der Schulen sowie des Turnhallenneubaus in Massen wurden 4,3 Millionen Euro aufgewendet.

쏆 In den bevölkerungsstarken Orten Crinitz, Lichterfeld, Massen und Sallgast werden öffentliche Kindertagesstätten betrieben, in die 600 000 Euro flossen. 쏆 Als 1. Amtswehrführer wurde 1992 Oberbrandinspektor Konrad Haubold berufen. Er beeinflusste maßgeblich die zentrale Entwicklung der Feuerwehren, die heute fast 1000 Mitglieder haben. Es wurden vier Gerätehäuser gebaut und fünf Einsatzfahrzeuge gekauft.

Nach dem Aus des Schwimmstadions bleibt zumindest noch das fiwave.

Archivfoto: Seidel

Kultur und Freizeit Öffentliche Einrichtungen von Bildung bis Sport wurden verschönt und ausgebaut Ein Archivbild von 2005 zeigt die Entwicklung des Gewerbegebietes Massen.

investiert. Hier entstanden zwei neue Industriehallen, die heute durch Hightechunternehmen mit 100 Mitarbeitern genutzt werden. Die ehemalige Lehrwerkstatt ist zu einem Produkt-, Initiativ- und Lehrzentrum (PILZ) umgestaltet worden. Durchschnittlich werden 100 Lehrlinge und Schüler im Jahr beschult. Das PILZ hat 30 Festange-

stellte. Die Infrastrukturinvestitionen wurden von Bund und EU mit 70 Prozent bezuschusst. Heute sind im Gebiet etwa 80 Firmen mit rund 2000 Mitarbeitern tätig. Die Firmen haben in den letzten 20 Jahren etwa 200 Millionen Euro am Standort investiert. Das Amt Kleine Elster betreibt zudem mit der Stadt Finsterwalde zu-

Archivfoto: Seidel

sammen einen Flugplatz im Ortsteil Schacksdorf in den etwa 3,8 Millionen Euro von Bund, EU und aus Eigenmitteln geflossen sind und zukünftig auch eine Eisenbahnlinie als Infrastrukturelement geplant ist. Hier wurden eine Flugzeugwerft und fünf weitere Firmen mit insgesamt 70 Mitarbeitern angesiedelt. red/bob

F 60 ist Touristenmagnet Als touristisches Highlight wurde im Amtsgebiet in den vergangenen 20 Jahren das Besucherbergwerk F 60 am ehemaligen Tagebaurestloch des heutigen Bergheider Sees im Ortsteil Lichterfeld geschaffen, das jährlich 70 000 Besucher anzieht und Teil der Internationalen Bauausstellung ist. Der Bergbausanierer LMBV investierte rund vier Millionen Euro in die Ertüchtigung des Besucherbergwerks. Die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf gestaltete das Umfeld, um die Erreichbarkeit zu sichern und gab dafür 4,5 Millionen Euro aus. Geplant

ist hier in den nächsten Jahren die Errichtung einer Ferienhaussiedlung mit Campingplatz, Badestrand und schwimmender Architektur. Die Anlage soll 2012 in Betrieb gehen. Das im 13. Jahrhundert errichtete Wasserschloss Sallgast mit Schlosspark wurde für etwa 1,2 Millionen Euro aufwendig saniert. Das Töpferdorf Crinitz mit der Niederlausitzer Museumseisenbahn zieht jährlich 15 000 bis 20 000 Besucher an und ist ein beliebtes Ferienziel der Berliner. Einzigartig ist die Wiederbesiedlung des ehemaligen Ortes Kling-

mühl, der 1990 abgebaggert werden sollte und damals nur noch aus drei Einwohnern bestand. Jetzt wohnen hier wieder 70 Einwohner in neuen Eigenheimen. Hier wurden durch den Bergbausanierer LMBV und die Gemeinde drei Millionen Euro eingesetzt. Weiterhin wurden im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung seit 1989 im Amtsbereich rund 4,8 Millionen Euro für die Sanierung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen sowie für den landwirtschaftlichen und touristischen Wegebau investiert.

Zur Geschichte seit der Wende gehört in Finsterwalde auch das Ringen um den Erhalt und die Verbesserung vieler öffentlicher Einrichtungen.

und ihre Erweiterung mit Anlagen wie den Großrutschen, Wellnessund Babybecken und Vorleistungen für die spätere Ausstattung mit einer attraktiven Freibadanlage. Im Wohnbereich Süd wurde die frei zugängliche Bolzplatzanlage geÖffentliche Mittel flossen so unter schaffen, und im Zusammenwirken anderem in die Sanierung und Mo- mit dem Flugsportverein die Sicherung des Segelflugplatzes als überdernisierung des zentralen Stadiregional wirksame Sport- und Freions des Friedens einschließlich Flutlicht und Leichtathletikanlagen. zeitanlage vorangetrieben. Weitere Projekte im Bereich Sport Im Bereich Bildung steht die Sanierung des seinerzeit städtischen Jaund Freizeit waren die Errichtung einer frei zugänglichen Mehrzweck- nusz-Korczak-Gymnasiums, der Erweiterungsbau der Realschule, SaSportanlage, die Komplettsanienierung und Erweiterungsbau an rung der Schwimmhalle „fiwave“

Archivfoto: Rösler

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Das Besucherbergwerk lockt jährlich 70 000 Besucher an.

der Städtischen Gesamtschule und die Modernisierung der drei städtischen Grundschulen zu Buche. Acht sanierte Kindertagesstätten und die Wiederherstellung einer zwischenzeitlich geschlossenen Kinderkrippe wurden ebenso gestemmt wie die Modernisierung des Freizeitzentrums für Kinder und Jugendliche. Für die ältere Generation wurden zentrale Wohnformen geschaffen. Die Feuerwehren wurden durch den Neubau von drei Gerätehäusern, durch die Sanierung alter Anlagen und durch Investitionen in die Ausrüstung regelmäßig unterstützt. red/Wohmann

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Manches ist seit der Wende auch misslungen. Es war etwa nicht möglich, die im Zusammenwirken von Landesregierung und Landkreis vorbereitete Schließung der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses zu verhindern, so Bürgermeister Johannes Wohmann. Trotz umfangreicher Vorleistungen der Stadt sei bisher auch der Ausbau der L 60 von der Kirchhainer Straße in Finsterwalde bis zum Anschluss an die B 96 im Bereich Turmstraße nicht begonnen. Wohmann: „Es war ein Fehler, den Stadtverordnetenbeschluss zur Schließung des Freibades am Ponnsdorfer Berg nicht, wie vorgeschlagen, mit einem Beschluss zur unverzüglichen Errichtung einer Freibadaußenanlage an der Schwimmhalle zu verbinden.“

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STADT DOBERLUG-KIRCHHAIN VISITENKARTE

Doberlug-Kirchhain Einwohner: 9744 Ortsteile: Arenzhain, Buchhain, Dübrichen, Frankena, Hennersdorf, Lichtena, Lugau, Nexdorf, Prießen, Trebbus, Werenzhain Bürgermeister/Amtsdirektoren: 1983 – 1990 Walter Lange (SED) 1990 – 2002 Manfred Berl (FDP) seit 2002 Bodo Broszinski (FDP) Kontakt: www.doberlug-kirchhain.de info@doberlug-kirchhain.de

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Wirtschaft im Wandel Doberlug-Kirhchain erlebt Niedergang seiner alten Industrien und beschreitet neue Wege Wirtschaftlich hatte die Gerberstadt einige Rückschläge seit 1990 zu verkraften. Es gab aber auch positive Entwicklungen in der Gewerbeansiedlung.

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Konzernentscheidung und der damit verbundene Verlust von fast dreihundert Arbeitsplätzen hinter-

ließ natürlich ebenfalls ihre Spuren auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Doberlug-Kirchhain war 1990 durch das Gerberhandwerk und die Lederindustrie geprägt. Mit der Wiedervereinigung 1990 und danach wurde dieser, für die Stadt Doberlug-Kirchhain wichtige Erwerbszweig abgewickelt. Das hatte natürlich entsprechend gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt und auch für die städtebauliche Entwicklung im Stadtteil Kirchhain. Die Schließung des Produktionsbetriebes für Porenbeton am Standort Hennersdorf 2002 durch eine Das Fallschirmjägerbataillon 373 ging 2006.

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Die Verlegung des Fallschirmjägerbataillons 373 und der damit verbundene Verlust von 1090 Dienstposten am Standort Doberlug-Kirchhain führte ab 2006 zu negativen Auswirkungen für die Kaufkraft in der Stadt. Dennoch können die Stadtväter auch auf eine ganze Reihe Existenzgründungen im Ort verweisen, die erst nach der Wende möglich waren. Mit der Gründung verschiedener Handwerks- und Baubetriebe sowie der HIL GmbH wurden überregionale Arbeitgeber in die Stadt Archivfoto: Seidel geholt. red/Broszinski

AMT PLESSA

RUNDSCHAU 7. November 2009

VISITENKARTE

Gemeinden: Gorden-Staupitz, Schraden, Hohenleipisch mit Dreska, Plessa mit Döllingen und Kahla Bürgermeister 1989/heute: Plessa – Hans-Joachim Weinhold/Gottfried Heinicke

stätten, Straßenbauarbeiten zwischen Karl-Marx-Straße, Rückersdorfer Straße, Fischwasserstraße und Hirtenteichstraße. 쏆 2000: Amtsfeuerwehrgeräte-

Drei Naturparkgemeinden finden sich im Stadtgebiet, malerisch Archivfoto: Seidel entwickelte Orte wie hier Lugau.

 Planung  Statik  Bauleitung

Hohenleipisch – Bernd Eichler/ Wolfram Herold

Dipl.-Bauing. Hubert Freigang

Staupitz – Werner Bergmann/ Fred Wickfeld Schraden – Ruth Klauber/Frank Sims

Kahla – Joachim Seidel/Steffen Klotzsch Amtsdirektor: seit 1993 Manfred Drews Kontakt: www.plessa.de amtplessa@t-online.de

04928 Plessa, Gartenstraße 9 Tel. 0 35 33/53 18, Fax 51 18 47 Funk 0 15 77 / 2 49 92 23 E-Mail: h.freigang@t-online.de

Kraftwerk Plessa – Symbol für den Strukturwandel und Beispiel Archivfoto: mc für die Nachnutzung ehemaliger Industriebrachen.

Lebensqualität verbessert Amt Plessa baute rund 75 Straßen grundhaft aus Einst stark vom Braunkohlebergbau geprägt, musste das Amt Plessa nach dem Mauerfall einen drastischen Strukturwandel erleben. Einen Schwerpunkt der kommunalen Arbeit bildete die Verbesserung der Infrastruktur in den Gemeinden.

Hans-Joachim Weinhold, Hauptamtsleiter des Amtes Plessa. Wirtschaftlich brachte der Mauerfall Schwierigkeiten mit sich. Einen besonders schweren Start hatte Hatte das Amt Plessa 1994 noch die Gemeinde Plessa, brachen doch 607 Kinder in den Kitas zu betreuhier die vorhandenen industriellen en, sind es heute noch 270. Diese Strukturen weg. Die Schließung der Entwicklung war abzusehen. DarBrikettfabrik, des Kraftwerkes, der her erfolgte 1996 die Schließung Gartenproduktionsgenossenschaft der Einrichtung in Kahla, 1998 in und der Lehrwerkstatt kosteten Dreska und 2005 in Gorden. Um so Nach den ersten freien Wahlen viele Arbeitsplätze und hinterließen mehr bemühte man sich, die beste- 1990 etablierten sich die GemeinIndustriebrachen. henden Einrichtungen zu moderni- devertretungen, die das Heft des Mit der Erschließung des Gewerbesieren. In Hohenleipisch entstand Handelns in die eigenen Hände gebietes sollte dieser Entwicklung 1998 ein Neubau, der mehrere nahmen, fortan ohne von „oben“ Einhalt geboten werden. Leider Standorte vereinigte und zur Zeit beeinflusst zu werden. weiter ausgebaut wird, um die An- Die Gemeinden begannen frühzeitig konnte dies bis heute nicht zu gebote zu erweitern. mit der Zusammenarbeit, es bilde- 100 Prozent umgesetzt werden. Durch den Einsatz engagierter BürAufgrund der rückläufigen Schüler- ten sich die Verwaltungsgemeinger konnte der Großteil der ehemazahlen konnten auch nicht alle schaften Hohenleipisch, Gorden ligen Industriebrachen einer NachSchulstandorte in ihrer bisherigen und Staupitz sowie Plessa, Kahla, nutzung zugeführt werden. Form erhalten bleiben. Zuerst traf Döllingen. Daraus bildete sich am es Staupitz, der Standort lief 1997 21. Juli 1992 das Amt Plessa, dem Nach 1989 galt es vor allem, die vernachlässigten Infrastrukturen in aus. Dann verlor Plessa den Status sich nach einer Bürgerbefragung der Oberschule und ist seither eine die Gemeinde Schraden anschloss. den Gemeinden zu modernisieren, um die Lebensqualität zu verbesGrundschule. Frühzeitig wurde in Die Veränderung der GemeindeHohenleipisch mit der Rekonstruk- und Verwaltungsstrukturen war da- sern. Insbesondere der Straßenbau stellte hierbei einen Schwertion der Schulgebäude begonnen. mit noch nicht abgeschlossern: Mit der Übernahme in Amtsträger- Zum 31.Dezember 2001 schlossen punkt dar. Etwa 75 Straßen wurden grundhaft ausgebaut beziehungsschaft wurden neue Konzepte ver- sich Gorden und Staupitz zu einer weise mit einer Asphalt-Bitumenfolgt. Inhaltlich hat sich die Grund- Gemeinde zusammen. Zum gleischule zu einer verlässlichen Halb- chen Zeitpunkt gliederten sich Döl- decke versehen, Nebenanlagen gestaltet und die Straßenbeleuchtung tagsgrundschule entwickelt. Räum- lingen und Kahla in die Gemeinde modernisiert oder neu geschaffen. lich wurde sie weiterentwickelt und Plessa ein. Damit war der Grundauch gestaltet. In Plessa wurden stein für die zukünftige Entwicklung „Nur wenige unserer Einwohner brauchen sich über schlechte Straebenfalls erste Schritte in Richtung gelegt. „Es war eine Entwicklung, ßenverhältnisse zu klagen“, gibt moderner Grundschulstandort gedie man rückblickend als erfolgWeinhold zu verstehen. red/bä legt. Seit 2008 wird hier saniert. reich bezeichnen kann“, urteilt

Reduzieren und modernisieren

erhielten Unterstützung zur Bewirtschaftung ihrer Sportstätten. Auf diese Weise konnten Vereinsheime saniert werden, in Plessa erfolgte im Jahr 1998 ein Neubau. Darüber hinaus haben Hohenleipisch, Plessa und Schraden verantwortungsbewusst ihren vermietbaren Wohnraum saniert. red/bä

bauplanungsbüro

Gorden – Reinhard Pachtmann/ Frank Pfützner

쏆 1991: Wohnungsgesellschaft gegründet, Städtefreundschaft mit Hemer beschlossen, Gründung des Abwasserzweckverbandes und Bau der Abwasserkanalisation, Aufbau des Gewerbegebiets, erster Supermarkt eröffnet 쏆 1992: Erstes Frühlingsfest, Amt Doberlug-Kirchhain und Umland entsteht 1993: Städtefreundschaft mit Kirchhain (Hessen) beschlossen, Bau alters- und behindertengerechter Wohnungen am Kleinhof 쏆 1994: Kegelhalle im Sportzentrum eröffnet, Sanierung des Weißgerbermuseums abgeschlossen 쏆 1995: Neue Wolfssäule im Doberluger Forst aufgestellt 쏆 1996: Restaurierung der Kursächsischen Postmeilensäule, Einweihung des Altenpflegeheimes „Albert Schweitzer“, Sanierung Brücke Schillerstraße, Umgestaltung Marktplatz Doberlug, Südstraße fertiggestellt 쏆 1997: Umgestaltung Dr.–Wilhelm-Külz-Straße, Hirtenstraße, Schillerstraße, Renaturierung Blauer See abgeschlossen, neues Gerätehaus der Doberluger Feuerwehr eingeweiht 쏆 1998: Sohlgleiten in der Klei-

2007 bekam das Schloss seine Archivfoto: Seidel Turmspitze.

Verstärkt haben sich die Gemeinden der Schaffung und Verbesserung von Freizeitsangeboten und der dazu notwendigen Strukturen in ihren Territorien gewidmet. Die Sporthallen in Staupitz, Gorden, Hohenleipisch und Plessa sind in diesem Zusammenhang aufwändig saniert worden. Die Sportvereine

Einwohner: 7176

Stadtentwicklung in Stichpunkten haus (Waldhufenstraße) übergeben, Technische Ausstellung des Weißgerbermuseums eröffnet, Einweihung des umgebauten Gemeindehauses der evangelischen Kirche 쏆 2001: Eröffnung einer Dauerausstellung im Schloss 쏆 2002: Einweihung der restaurierten Sauerorgel in der Klosterkirche 쏆 2003: Neue Brücke Am Krankenhaus fertiggestellt, Freigabe der neu gestalteten Leipziger Straße 쏆 2004: Küchenteich renaturiert, Torgauer Straße erneuert 쏆 2005: Eröffnung des Evangelischen Gymnasiums, Brücke am Umfluter (Baumschulenweg) fertiggestellt, Stadtfest „1000 Jahre Ersterwähnung Doberlugs“ 쏆 2006: Um- und Neugestaltung des Kirchhainer Marktplatzes, Abzug des Fallschirmjägerbataillons 373, Beginn der Sanierung des Refektoriums, 1. Höfefest in Doberlug, Neue Brücke Hennersdorfer Straße, Fertigstellung des Parkplatzes Karl-Liebknecht-Straße/ Finsterwalder Straße, Außenhüllensanierung des Doberluger Pfarrhauses 쏆 2007: Aufnahme der Stadt in die AG Städte mit historischen Stadtkernen, Einweihung des neu gestalteten Bahnhofsvorplatzes, Systeminstandsetzungszentrum wird Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, Turmhaube aufs Schloss gesetzt – Dachsanierung abgeschlossen 쏆 2008: Einkaufszentrum Gerberstraße eröffnet, Rathausstraße erneuert 쏆 2009: Sanierung des südlichen Sommerweges in der Hauptstraße, Stadtfest „775 Jahre urkundliche Ersterwähnung Kirchhains“ red/Broszinski

Sportstätten saniert

Amt Plessa

Döllingen – Helmut Jahre/Bernd Binder

nen Elster verlegt, Turmkugeln und Wetterfahnen der Stadtkirche restauriert, Baubeginn der Reihenhaussiedlung am Baumschulenweg, Festwochenende „900 Jahre Zisterzienser“ 쏆 1999: Stadthalle eröffnet, Arbeiten an Schloss und Außenanlage, Einweihung Behindertenwohn-

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Amt Schradenland Einwohner: 5106 Gemeinden: Gröden, Großthiemig, Hirschfeld, Merzdorf

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Für Grödens Grundschule sah es bereits düster aus: Wegen gesunkener Kinderzahlen sollte die Einrichtung geschlossen werden. Inzwischen steht dies nicht mehr zur Debatte.

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hat die ehemalige Jugendherberge, das „Landhaus“, im Blick. Das Gebäude ist mit hohem Aufwand und anteiliger Förderung erneuert worden und wird von einem privaten Pächter bewirtschaftet. Touristisch erschlossen ist die Gegend um Gröden durch Wanderund Radwege, die mithilfe von Fördermitteln entstanden sind. Mit dem Bau des Aussichtsturmes auf dem Heideberg ist – auf der höchsten Erhebung Brandenburgs – im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt geschaffen worden. Ebenfalls ein Anziehungspunkt ist der neue Skilift im Wintersportgebiet an der ehemaligen Schanze. Nicht nur für Gäste des Ortes ist Neues in Gröden entstanden. Der Ort ist zu 100 Prozent an das Ab-

ist weitgehend abgeschlossen. Finanziell unterstützt wurden Sanierungsmaßnahmen an der Kirche auch durch die Gemeinde. Gute Bedingungen sind auch für die Sportvereine geschaffen worden: Ein gut ausgebauter Rasenplatz, ein Trainingsplatz mit Flutlichtanlage sowie ein saniertes Sportlerheim stehen zur Verfügung. Gewerbeansiedlungen konnte Gröden Anfang der 90er-Jahre verzeichnen. Verblieben sind allerdings nur die ortsansässigen Unternehmen. Einen hohen Stellenwert als Arbeitgeber haben die örtIm August wurde der Heidelichen Landwirtschaftsbetriebe, die bergturm bei Gröden als neue Attraktion eröffnet. Archivfoto: vr ihre Produkte auch direkt vermarkten, etwa Fleischprodukte vom Büfwassernetz angeschlossen worden, fel und Rind oder Obstsäfte und red/bä der Straßenausbau in der Ortslage –erzeugnisse.

Lebendige Vereine Sport und Kultur sind in Hirschfeld ein eigenes Kapitel: Ob Heimatverein, Spielmannszug, Senioren- oder Sportverein, man unterstützt sich gegenseitig feiert miteinander. Auch die Feuerwehr reiht sich hier mit ein. Voraussetzungen für all diese Aktivitäten sind geeignete Plätze und Räumlichkeiten. Die Feuerwehr erhielt ein mit Fördermitteln gebautes neues Feuerwehrgerätehaus, in dem auch das moderne Feuerwehrauto seinen Platz fand. Das alte Gerätehaus wurde umgebaut zum

Bürgerhaus und zum Domizil des Heitmatvereins mit entsprechenden Ausstellungsräumen. Sportverein und Spielmannszug teilen sich die Flächen am Sportplatz und an der Waldbühne. Das Sportlerheim wurde mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde umgebaut und mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet. Die Nebengebäude der Waldbühne wurden zum Teil saniert. Fürs Jahr 2010 soll nun, nach mehrmaligem Verschieben, die Waldbühne selbst umgebaut werden. Die Gemeinde

hofft hierfür auf Fördermittel. Ständig erweitert worden ist die Kita des Ortes – die Nachfrage nach Kitaplätzen ist hoch. Aus diesem Grund müssen auch Ausweichmöglichkeiten für den Hort geschaffen werden: Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II wird die lange Zeit ungenutzte alte Grundschule wieder aktiviert. Heimische Handwerks- und Baubetriebe prägen die Wirtschaftsstruktur des Ortes. Wichtiger Arbeitgeber ist nach wie vor die Landwirtschaft. red/bä

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Wirtschaftlich erfolgreich Unter den Gemeinden des Schradenlandes ist Großthiemig bei den Gewerbeansiedlungen die erfolgreichste: Drei Betriebe haben sich in den vergangenen 20 Jahren neu etabliert. Unternehmen, die bereits vor der Wende existierten, sind immer noch am Platz. Vor allem die Firma Menzel Betonbausysteme und die Landwirtschaft sind als

wichtige Arbeitgeber zu erwähnen. Trotz der Schließung der staatlichen Grundschule Großthiemig ist die Gemeinde weiterhin Schulstandort geblieben. Der Elternverein „Evangelische Schradengrundschule“ hat in freier Trägerschaft das Schulgebäude übernommen und betreibt eine private Grundschule. Die kommunale Kita „Son-

nenschein“ ist saniert worden. Mit dem Erweiterungsbau des Sportlerheims sind die Bedingungen für den Sportbereich im Ort verbessert worden. In das Gebäude sind eine Gaststätte und eine Kegelbahn integriert. Zudem ist ein großer Mehrzweckraum für den Tischtennis und den Sport der Kita enstanden. red/bä

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Städtebauliche Entwicklung als Aushängeschild Doberlug-Kirchhains Auf dem Gebiet der Stadtentwicklung konnte DoberlugKirchhain in den vergangenen zwanzig Jahren die größten Erfolge verzeichnen. Mit der Nutzung der verschiedenen Förderprogramme (Städtebauförderung, Städtebaulicher Denkmalschutz, Brachflächenprogramm) konnten städtebauliche Missstände in den Städten und Ortsteilen beseitigt werden. Besonders die Verbesserungen in den Sanierungsge-

bieten „Doberlug Hauptstraße“ als auch „Kirchhain Markt“ sind davon beredtes Zeugnis, dass diese beiden Innenstadtgebiete für Bürger und Besucher attraktiver geworden sind. Durch die Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm konnten ebenfalls die Lebens- und Wohnbedingungen in verschieden Ortsteilen von Lugau bis Lichtena spürbar attraktiver gestaltet wer-

den. Die bereitgestellten Fördermittel für die Entwicklung des historischen Areals zwischen der Klosterkirche, dem Refektorium und dem Schloss sind dabei von herausragender Bedeutung. Dieses historische Ensemble hätte auf keinen Fall so entwickelt werden können, wie es in den vergangenen zwanzig Jahren dank der Fördermillionen nun geschehen ist. red/Broszinski

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Mit der Bildung des Amtes Doberlug-Kirchhain und Umland und der darauf folgenden Gemeindegebietsreform knapp zehn Jahre später hat ein Zusammenrücken der Stadt mit den ehemals selbstständigen Gemeinden und späteren Ortsteilen stattgefunden. Freie demokratische Wahlen waren die Grundlage dafür, dass sich die politische Vielfalt in den kommunalen Vertretungen widerspiegelt. Auch Wählergemeinschaften und Bündnisse sind im Stadtparlament gut vertreten.

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Jung und Alt im Blick Mit der Errichtung einer Mehrzweckhalle für den Schul- und Vereinssport wurden in DoberlugKirchhain nach der Wende gute Bedingungen für ein aktives sportliches Leben in der Gerberstadt geschaffen. Auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung wurden rechtzeitig für die älteren Bürger entsprechende Wohnangebote geplant und in der Folge errichtet. Dazu gehören die Wohnanlage für alten- und behindertengerechtes

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Wohnen sowie ein modernes Pflegeheim in der Satdt. Dennoch war Doberlug-Kirchhain in den vergangenen 20 Jahren von einem Aderlass im schulischen Bereich betroffen. Nachdem drei Grundschulen an einem Standort konzentriert wurden, mussten auch die weiterführenden Schulen (Gerberstadt-Gymnasium, Gesamt- beziehungsweise Oberschule) wegen zu geringer Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern auslaufen.

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STADT DOBERLUG-KIRCHHAIN

Die größte Gemeinde des Amtes Schradenland hat nicht nur in touristischer Hinsicht etwas zu bieten

Die Grödener Gemeindevertreter wollten diesen Schritt nicht gehen – und die gestiegenen Geburtenzahlen gaben ihnen im Nachhinein Recht. Der Fortbestand der Schule Alle vier Ortswehren im Amt Schra- wurde zum Anlass genommen, das Gebäude schrittweise zu sanieren, denland sind mit modernen Fahrum beste Lernbedingungen zu zeugen ausgerüstet. Die Mannschaffen. Investiert wurde auch in schaftsstärke liegt bei insgesamt gut 100 Kameraden. Im Jahr 2008 die örtliche Kita „Waldhäuschen“, ist eine Jugendfeuerwehr mit der- die vor allem im Krippenbereich gut ausgelastet ist. zeit 35 Jugendlichen gegründet worden. red/bä Ebenfalls Kinder und Jugendliche

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RUNDSCHAU 7. November 2009

Grödener Höhepunkte

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Amtsdirektoren: 1992 – 2008 Christa Schliebe (CDU) seit 2008 Thilo Richter (CDU)

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Junge Leute sollen im Dorf bleiben – deshalb gewährt Merzdorf Familien mit Kindern einen Nachlass von einem Euro pro Quadratmeter beim Kauf von kommunalem Bauland. Auch mit der Sanierung des Kita-Gebäudes hat die Gemeinde versucht, gute Bedingungen für Familien zu schaffen. Die Kindertagesstätte ist so eingerichtet, dass offene Gruppenarbeit im gesamten Haus möglich ist. Die Auslastung der Einrichtung ist gut, der starke

Rückgang der Kinderzahlen nach der Wende ist abgebremst. Die kommunalen Hauptstraßen in Merzdorf haben in den vergangenen Jahren einen grundhaften Ausbau erfahren. Aus- und umgebaut worden ist die ehemalige Grundschule zum Dorfgemeinschaftshaus. Der Ort ist inzwischen komplett an das Abwassernetz angeschlossen. Vier Wohnblöcke in kommunalem Besitz sind saniert worden und ha-

ben ein gutes Wohnniveau erreicht, wofür auch der geringe Leerstand spricht. Im Freizeitbereich kann Merzdorf mit einem komplett sanierten und modernisierten Freibad aufwarten. Neue Wege musste der Merzdorfer Sportverein gehen: Wegen des Bevölkerungsrückganges und dem damit verbundenen Mitgliederverlust schloss sich der Verein mit dem Nachbarverein aus Gröden zusammen. red/bä

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2006 wurde das evangelische Gymnasium eröffnet.

Archivfoto: Seidel


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STADT HERZBERG

Herzberg Einwohner: 9886 Ortsteile: Arnsnesta, Borken, Buckau, Fermerswalde, Friedersdorf, Gräfendorf, Löhsten, Mahdel, Osteroda, Rahnisdorf, Züllsdorf Bürgermeister/Amtsdirektor: 1989/90: Gerhard Pohl (SED) Mai 1990 bis 14.09.1992: Bernhard Willner (SPD) 30.11.1992 bis 3.9.1993: Gerd Thote (CDU) Seit 6.1.1994: Michael Oecknigk (CDU) von 1992-2001: Michael Oecknigk Bürgermeister als Amtsdirektor (CDU) Kontakt: www.herzberg-elster.de stadtverwaltung@stadt-herzberg.de

RUNDSCHAU 7. November 2009

GEMEINDE RÖDERLAND

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Zuerst Tiefschläge

Gut Saathain als Highlight

Ein schwerer Schlag 15 Jahre nach der Wende: Grohe macht dicht – doch der Standort wird wiederbelebt

Röderland hat als Amt und Gemeinde in den vergangenen 20 Jahren trotz Abwanderung viel bewegt

Personalintensive Baubetriebe, das Armaturenwerk, die Konsumbäckerei und vor allem die Landwirtschaft sowie landwirtschaftsnahe Firmen prägen das wirtschaftliche Gefüge Herzbergs zur Wende. Der Aderlass nach 1990 ist bitter. Doch die Stadt rappelt sich wieder auf.

Im Jahr 1992 zunächst als Amt und heute als Gemeinde zusammengeschlossenen Röderland hat sich seit der Wende manches verändert. Gemeinden und Ortsteile sind nach und nach zusammengewachsen.

Die Verunsicherung im Herzberg der 1990er-Jahre ist groß: Nach anfänglich guter Auftragslage schmiert ein großer, namhafter Baubetrieb nach dem anderen ab: Doil & Sohn, die Herzberger Hochund Tiefbau GmbH, die MeyNe-Bau GmbH. Alle drei waren Nachfolgeunternehmen von großen Baubetrieben zu DDR-Zeiten. Später folgen weitere kleinere Bauunternehmen, die auch nicht überleben oder deutlich abspecken müssen. Das schlägt in Herzberg aufs Gemüt. Auch als 2002 der InSeit dem 4. April 1999 pflegt Herz- dustrie- und Gewerbepark An den berg eine Städtepartnerschaft mit Steinenden mit großzügigen Straßen und breitem Grüngürtel entder Kleinstadt Dixon (15 000 Einsteht, bleiben zunächst lange Zeit wohner) im Bundesstaat Illinois. nur Wiesenflächen und gepflasterSwiebodzin in Polen ist seit 1996 fc te Gehwege beleuchtet. Die WirtPartnerstadt.

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schaftsförderer von heute konstatieren: Das Gebiet war schwer zu vermarkten, Herzberg nicht der Nabel der Welt, lange Genehmigungsverfahren, teilweise keine zeitnahe Begleitung durch Fördermittelgeber und immer wieder das leidige Problem der ungenügenden Verkehrsanbindung. Und als vermutet werden darf, dass die Talsohle durchschritten ist, folgt 2005, also 15 Jahre nach der Wende, ein weiterer, unfassbarer Schicksalsschlag: Das GroheAmaturenwerk in Herzberg knipst die Lichter aus und verlagert die Produktion – rund 300 Mitarbeiter stehen auf der Straße und müssen sich später ihren ausstehenden Lohn sogar noch von der Grohe-Geschäftsführung erkämpfen. Schon ein Jahr später zieht jedoch wieder Leben am Standort ein. Die Arbeitsgruppe „Perspektiven für Herzberg“ schafft kaum für möglich Gehaltenes und kann Akzente setzen: Gegenwärtig arbeiten bereits wieder 86 Mitarbeiter in sechs Firmen am Standort. Es sind die Hilse Metallbau GmbH, Siedle Galvanik, ASK GmbH, EEpL, Euro Train und das Sachverständigenbüro Buchwald. fc

September 2001: Da war die Welt im Herzberger Armaturenwerk noch in Ordnung, und Geschäftsführer Hans-Jörg Schröder, Bürgermeister Michael Oecknigk und Grohe-Vorstandsmitglied Detlef Spigiel (von links) freuten sich über die Entwicklung des neuArchivfoto: Frank Claus en Duschpanels.

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Die in Baulast der Gemeinde stehenden öffentlichen Straßen weisen nahezu alle einen guten bis sehr guten Zustand auf. Die Gemeinde Röderland legt sehr viel Wert auf eine gut ausgebaute In-

Einwohner: 4377

Amtsdirektorin: 1992 – 2003 Heiderose Hubrig (CDU) Mit kulturellen Veranstaltungen, wie hier dem Auftritt der Band Swingfield aus Reppen beim Archivfoto: Rösler Bürgermeisterin: 8. Dixielandfestival, lockt das Gut Saathain Besucher an.

gestalteten sie das dörfliche Geschehen mit. Als besonderes kulturelles Highlight ist das Gut Saathain mit Rosengarten zu erwähnen. Nach umfangreichen Umbau- und Renovie-

rungsarbeiten konnte aus dem ehemaligen Stallgebäude eine heute weit über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus bekannte Kulturstätte errichtet werden. Der Förderverein Gut Saathain und eine

frastruktur, insbesondere bei den Gemeindestraßen. Das gesellschaftliche Leben wird zum Großteil von den Aktivitäten der örtlichen Vereine geprägt. Deren Wirkungsstätten haben sich im

Allgemeinen wesentlich verbessert. So wurde etwa in Haida das Bürgerhaus errichtet, das den Landfrauen, dem Sportverein und natürlich den Einwohnern zur Nutzung zur Verfügung steht. red/Terne

Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Röderland organisieren auf dem Gutsgelände neben Ausstellungen lokaler Künstler auch kulturelle Veranstaltungen verschiedener Art. red/Terne

Halbtagsgrundschule. Des Weiteren wird am Schulstandort Prösen immer noch die öffentliche Bibliothek unterhalten. Die Real- beziehungsweise Oberschule Prösen wurde zwar ge-

In Prösen wird wieder gelernt.

Die Gemeinden Haida (mit Ortsteil Würdenhain), Prösen, Reichenhain, Saathain, Stolzenhain und Wainsdorf (damals Kreis Bad Liebenwerda, Bezirk Cottbus) schlossen sich am 15. September 1992 zum Amt Röderland zusammen. Beim Amt Röderland handelte es sich also um einen Gemeindeverband mit dem Status einer Bundkörperschaft. schlossen. Es engagierten sich da- Als Amtsdirektorin des Amtes Rörauf hin allerdings viele Bürger bei derland wurde die damalige Bürder Gründung der privaten Obergermeisterin der Gemeinde Wainsschule Prösen, welche nun mit Er- dorf, Heiderose Hubrig (CDU)´, gefolg seit einigen Jahren betrieben wählt. wird. red/Terne Im Oktober 2003 wurde die landesweite Gemeindegebietsreform in Brandenburg vollzogen. Anlässlich

Archivfoto: Mona Claus

Seit 2003 Heiderose Hubrig (CDU) Kontakt: www.gemeinde-roederland.de info@gemeinde-roederland.de

So entstand die heutige Gemeinde Röderland

Schule ist in privater Hand Die demografische Entwicklung ging auch an der Gemeinde Röderland nicht spurlos vorbei. 1992 wurde in Haida, Prösen, Reichenhain, Saathain und Stolzenhain jeweils noch eine öffentliche Kindertagesstätte unterhalten. In der Gemeinde Prösen gab es zudem eine Grundschule, eine Realschule, einen Hort und eine öffentliche Bibliothek. Durch die sinkenden Einwohnerzahlen und die damit einhergehenden niedrigen Geburtenzahlen, konnten nicht alle öffentlichen Kindereinrichtungen erhalten bleiben. So musste im Jahr 2006 die Kindertagesstätte im Ortsteil Reichenhain geschlossen werden, da die Auslastung nicht mehr gegeben war. Die Gemeinde Röderland ist bis heute aber weiterhin Träger von vier Kindertagesstätten, eines Schulhortes und einer verlässlichen

Röderland

Bürgermeister zur Wende: Prösen: Rudi Engelmann (bis 1998) Reichenhain: Volkmar Lehmann (bis 1992) Saathain: Bernd Milde (bis 1992) Stolzenhain: Wilfried Höntzsch (bis 1992) Wainsdorf: Heiderose Hubrig (bis 1992) Haida: Gerhard Preibisch (bis 1992)

Gute Straßen, gute Vereine

… gewohnt gut

Nach der Wiedervereinigung wurden große Herausforderungen gemeistert: Wir haben die Altschulden abgetragen, den Sanierungsstau beseitigt, neue Wohnungen gebaut und alte Wohnungen marktgerecht modernisiert. Überschüsse fließen zurück in die Bestände, ermöglichen deren Pflege und Erhalt. Wir reagieren auf die geänderten Bedürfnisse und Wohnansprüche der Bevölkerung mit intelligenten Instrumenten und innovativen Lösungskonzepten. Im Mittelpunkt unserer Gesellschaft steht die Förderung der Menschen und ihrer Wohnverhältnisse.

Die Wirtschaftsförderung im Röderland hat so manchen Erfolg vorzuweisen. In den Gemeinden Haida und Prösen entstanden Gewerbegebiete. Schwerpunkt im Gewerbegebiet Haida – mit einer Gesamtfläche von 27 Hektar – war und ist die Kies- und Sandgewinnung durch das damalige Unternehmen Zuschlagstoffe und Spezialsande GmbH Haida – heute Wolff & Müller Baustoffe GmbH. Aber auch ein Autohaus und mitteständische Unternehmen aus dem Baubereich siedelten sich im Gewerbegebiet Haida an. Im Gewerbegebiet Prösen mit einer Gesamtfläche von rund fünf Hektar ließen sich mittelständische Unternehmen der Transportbranche sowie des Baubereichs nieder. Das gesellschaftliche Leben in den Gemeinden wurde insbesondere durch die Aktivitäten der Vereine geprägt. Ob Sport-, Feuerwehr oder Heimatverein, alle

VISITENKARTE

Ortsteile: Prösen, Reichenhain, Stolzenhain, Saathain, Wainsdorf, Haida und Würdenhain

Die Wand- und Deckenlösung

VISITENKARTE

RUNDSCHAU 7. November 2009

dieser Reform wurde aus dem Amt die amtsfreie Gemeinde Röderland. Die ehemaligen Gemeinden des Amtes wurden Ortsteile der politischen Gemeinde Röderland. Die Bildung der amtsfreien Gemeinde wurde am 26. Oktober 2003 wirksam. An diesem Tag wurde auch die damalige Amtsdirektorin, Heiderose Hubrig, von den Bürgern zur neuen Bürgermeisterin der neu gebildeten amtsfreien Gemeinde gewählt. Ab diesem Zeitpunkt gab es auch keine eigenen Gemeindevertretungen mehr. Die Interessenvertretung der Großgemeinde wurde nun von der Gemeindevertretung Röderland wahrgenommen.

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STADT SCHÖNEWALDE

RUNDSCHAU 7. November 2009

Lichtblicke

VISITENKARTE

Schönewalde Einwohner: 3555

Schönewalde investiert in Menschen und Steine

Ortsteile: Ahlsdorf, Bernsdorf, Brandis, Dubro, Grassau, Jeßnigk, Knippelsdorf, Stolzenhain, Schönewalde Bürgermeister zur Wende: Ahlsdorf: Werner Thinius Bernsdorf: Helmut Wienick Brandis: Helmut Boche Dubro: Heinz Mieth Grassau: Manuela Fürst Jeßnigk: Ingrid Strubel Knippelsdorf: Doris Schwarz Stolzenhain: Lothar Giesel Schönewalde: Wolfgang Krause Wiepersdorf: Christiane Knese Wildenau: Lothar Wurm Amtsdirektoren/Bürgermeister: 1993 - 99 Wolfgang Krause (FDP) 1999 - 2005 Karl Kuba (parteilos) seit 2005 Irene Kluge (parteilos) Kontakt: www.schoenewalde.de info@schoenewalde.de

Als amtsfreie Stadt existiert Schönewalde erst sei 2001. Doch bereits seit 20 Jahren wird in den einzelnen Ortsteilen viel investiert – von privater wie öffentlicher Seite – und so mancher Lichtblick geschaffen

raum in Knippelsdorf. Viele Fördergelder sowie Eigenmittel flossen auch in den Straßenbau. Wege und Hauptstraßen in allen Gemeindeteilen wurden in den vergangenen 20 Jahren repariert und ausgebaut, etwa die Thälmannstraße in Stolzenhain, die bereits 1995 für rund 200 000 Euro erneuert wurde. Vieles ermöglichten aber auch die Sichtbar werden die Aktivitäten Bürger, die sich in Vereinen organiseit der Wende schon allein am Schönewalder Marktplatz, wo zwi- sierten und selbst mit Hand anlegten. So erbrachte der Heimatverein schen 1993 und 1997 alleine über Jeßnigk viele Eigenleistungen beim 1,5 Millionen Euro investiert wurBau der Mehrzweckhalle. Über eiden. Auch die Paltrockmühle oder nen Zeitraum von acht Jahren sadas umgebaute Rathaus geben nierten die Dorfbewohner von WilZeugnis des Wandels. denau ihre Kirche. Doch gerade auch in den Gemeindeteilen finden sich Spuren wie an Für besondere Lichtblicke sorgt der Heimatverein Bernsdorf, der die der Dorfangergestaltung in Dubro ebenso erkennbar wird, wie am sa- Insel der Erholung geschaffen und nierten Dorfgemeinschaftshaus von zu einem Naherholungsbereich gestaltet hat. Großen Anklang fanden Ahlsdorf. In die Sanierung des die „leuchtenden Fontänen“, die Dorfangers von Grassau floss auf der Insel einen besonders anebenso Geld wie in die Sanierung schaulichen Anziehungspunkt für des Fachwerkhauses in Jeßnigk Die „leuchtenden Fontänen“ von Bernsdorf erfreuen sich großer oder die Renovierung des Gemein- Besucher aus der ganzen Region bilden. red/Kluge Archivfoto: Nitsche dezentrums mit FeuerwehrgeräteBeliebtheit.

Neuer Glanz im Schloss

Gelungene Schlössernacht in Archivfoto: Nittmann Ahlsdorf.

Nicht nur aus öffentlicher Hand wurde und wird in der amtsfreien Stadt investiert. Ein Beispiel ist Familie Wehner, die 2001 von der Gemeinde Ahlsdorf das Schloss Ahlsdorf erworben hat und seitdem am Um- und Ausbau arbeitet. Gemeinsam mit der Stadt Schönewalde nahm die Familie an den Elbe-Elster-Schlossnächten 2005, 2007 und 2009 teil und zog damit viele neugierige Besucher in die alten Gemäuer. red/Kluge

Im Bund mit der Bundeswehr In den Ausbau des Baggersees Brandis zu einem Badesee samt Naherholungsbereich für die Bürger der Region und des Bundeswehrstandortes flossen seit 2002 rund 420 000 Euro. Der Ausbau des Wanderweges um den See kostete 2006 noch einmal rund 80 000 Euro. Aus der engen Verbundenheit zwischen Bundeswehr und der Stadt resultierte die Namensgebung des Badesees Brandis zum

Air Force Beach. Die jährlichen Air Force Beach Feste am Badesee sind in der Folge zu einer festen Einrichtung geworden. Seit 2006 existiert zudem zwischen dem Einsatzführungsbereich drei und der Stadt Schönewalde eine Patenschaft. Jährliche Paten-

schaftstreffen werden organisiert, um das gegenseitige Kennenlernen noch zu vertiefen. Seit 2004 existiert darüber hinaus ein Vertrag über gegenseitige Löschhilfe zwischen den Feuerwehren der Stadt Schönewalde und der Bundeswehrfeuerwehr. red/Kluge

STADT HERZBERG

RUNDSCHAU 7. November 2009

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Ein Glücksfall

Dank Regine Hildebrandt Brandenburgs ehemalige Ministerin für Soziales, Gesundheit und Frauen, Regine Hildebrandt (SPD), am 26. November 2001 im Alter von 60 Jahren an Brustkrebs viel zu früh verstorben, hat ihre Handschrift in Herzberg mehrfach hinterlassen – auch, weil sie in der Kreisstadt ihr Abgeordnetenbüro hatte. Ihr ist wesentlich der Neubau des Kreiskrankenhauses zu verdanken. Aber auch Paul Sellmann, Oberkreisdirektor a.D. im damaligen Partnerkreis Höxter, und der damalige Chefarzt Dr. Erhard Wolf galten als Motoren. Für die Entwicklung der Stadt Herzberg war die Zusammenarbeit mit den Partnerstädten Soest und Büdingen in der Wendezeit besonders wichtig, da großzügige Unterstützung beim Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen gewährt wurde. fc

Erfolgsmodell: AG Historische Stadtkerne Ein Beschluss mit Nachhall: Schon 1991 wird Herzberg in das Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen und ein Jahr später Mitbegründer der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“. Herzbergs Innenstadt kann so Stück für Stück zum Schmuckkästchen ausgebaut werden.

Das Gebäude der „Schiefen Ecke“ in Herzberg ist zum Synonym für den städtebaulichen Aufschwung in der Kreisstadt geworden. Kaum einer hatte geglaubt, dass dieses Haus erhalten werden könnte – mit öffentlicher Unterstützung wurde es saniert und war später sogar das erste „Denkmal des Monats“ in der inzwischen allseits bekannten Reihe der Städte mit historiKnapp 800 Behinderte und schen Stadtkernen. 215 Fachkräfte haben ihren ArDas Sanierungsgebiet in Herzberg beitsplatz bei den gemeinnützigen Elster-Werkstätten. Das Unterneh- umfasst 50 Hektar, von 1991 bis men hat seinen Stammsitz in Herz- 2008 sind mit öffentlichen Mitteln Vorhaben in einem Wertumfang berg und sieben Niederlassungen in den Kreisen Elbe-Elster und Tel- von 20,54 Millionen Euro realisiert tow-Fläming. fc worden. Seit 1991 sind 27 Häuser

Leuchtturm

Steuerberater Rüdiger Hülsen Eine Innenstadt-Straße nach der anderen wird fertig, hier die Torgauer im März 2000. Brandenburgs damaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk und der damalige Landrat Walter Kroker (von links, beide CDU) geArchivfoto: LR ben sie frei.

im Gebiet komplett gefördert worden, für 47 wurde die sogenannte Hüllenförderung ausgereicht und an 120 Gebäuden wurden über die „kleinteiligen Maßnahmen“ Fenster, Dachelemente und Türen gefördert. Insgesamt sind 60 Prozent der 178 Wohn- und Geschäftshäuser im Sanierungsgebiet damit in den Genuss öffentlicher Förderung gekommen. Gut zehn Millionen Euro sind in die Sanierung von Straßen im Stadtzentrum geflossen, ein Umstand, der heute unübersehbar ist red/fc

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Dem Aus geweiht: die „Schiefe Ecke“ zur Wendezeit.

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STADT HERZBERG

Das alles wurde geschaffen Ein Überblick, was in Herzberg in den vergangenen 20 Jahren saniert und gebaut wurde Viele Gebäude der Stadt sind in den vergangenen 20 Jahren repariert, saniert, verschönert oder neu gebaut worden. Was hat sich alles seit der Wende in Herzberg getan? Eine kleine Übersicht:

nierung aller Turnhallen, darunter die Elsterlandhalle (1997), die Turnhalle des OSZ, die Turnhalle Kaxdorfer Weg (in Arbeit) 쏆 Modernisierung der Sportanlagen, darunter der Neubau des Sportplatzes Kaxdorfer Weg und die Sanierung der Tribüne des Werner Seelenbinder-Stadions 쏆 Neubau des Krankenhauses 쏆 Umbau des alten Krankenhau- 쏆 Rekonstruktion des Botanises zum Kultur- schen Gartens zentrum des 쏆 Umgestaltung Stadtpark und Landkreises Sanierung aller Denkmäler 쏆 Sanierung 쏆 Sanierung des Rathauses 쏆 Umbau Stadtbibliothek, Schafdes Seniorenfung der Galerie zentrums 쏆 komplette 쏆 Restaurierung Germania Modernisierung 쏆 Sanierung Schloss Grochwitz und Umbau al- 쏆 Gestaltung des Bahnhofsvorler Schulen in Herzberg, darunter platzes die Elsterlandgrundschule (2004), 쏆 Errichtung Elsterradweg das Gymnasium Haus I und II in 쏆 Erhalt und Sanierung Planetariverschiedenen Etappen, OSZ und um Johannes-Clajus-Oberschule 쏆 Umgestaltung Tiergehege Grochwitz 쏆 Neubau beziehungsweise Sa-

Der Kirchplatz lädt wieder zum Verweilen ein.

RUNDSCHAU 7. November 2009

KULTUR Auf die Fahnen kann sich Herzberg auch die Organisation und Durchführung kultureller Höhepunkte schreiben. Einige Beispiele: Brandenburger Dorf- und Erntefest, 100 Jahre Fußball 600 Jahre Schützengilde 825 Jahrfeier Stadt Herzberg Weiter zu nennen ist die erfolgreiche Arbeit in der AG Historische Stadtkerne mit zahlreichen jährlichen Aktivitäten: Schaustelle Stadtkern Historischer Adventskalender

In der Elsterlandhalle finden Schüler bei der Prüfung ebenso ein Archivfotos: Gückel (2)/Nittmann zuhause wie Vereine und Sportler.

쏆 Aufbau der Elsterwerkstätten mit Angeboten für Behinderte 쏆 Sanierung und Umbau Uferstraße 6 zum Bürgerzentrum in Arbeit 쏆 Jugendclub Frankfurter Straße mit Beach-Platz 쏆 Jugendclubs in den Ortsteilen

mit Freizeiteinrichtungen 쏆 Sanierung Stadtkirche, Orgel und Glocken 쏆 Gestaltung Kirchplatz 쏆 Schaffung einer attraktiven und aktiven Vereinskultur zur Pflege und Gestaltung des soziokulturellen, kommunalen Lebens. red/bob

Das Rathaus erstrahlt nicht nur im Advent.

Auch die aktive Gestaltung der Partnerschaften zu Büdingen, Soest, Dixon, Hertha BSC und LTG 62 sind erwähnenswert Ein attraktives kulturelles Jahresangebot wurde auch für 2009 wieder aufgeboten: Automeile Frühlingsball Tierparkfest Muttertagstour Gewerbemessen Chornacht Herzberg Beach Herbstsingen im Botanischen Garten Schlössernacht RaWaTa Bauernmarkt Stöbertag Seniorenweihnachtsfeier und Geburtstag des Monats Glühweinmeile Weihnachtsmarkt außerdem: Aktivitäten der Ortsteile und Vereine Programm der Bibliothek und Galerie Programm Schloss Grochwitz Sport -und Kulturevents in der Elsterlandhalle

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STADT SONNEWALDE

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Aufbruch hat viel bewirkt Sonnewalde hat sich seit der Wende nicht nur in seinen politischen Strukturen immer wieder gewandelt Stadt, Amt, amtsfreie Stadt – Sonnewalde hat nach der Wende viele Strukturreformen durchlaufen. Dabei wurde in den 20 Jahren dennoch viel erreicht und aufgebaut. Der Bau der Kläranlage mit Anschlüssen für die Haushalte, der Ausbau eines Trinkwassernetzes und die Ausweisung des Gewerbegebietes „Die Gehren“ waren große Projekte für die erste frei gewählte Stadtverordnetenversammlung. Inzwischen haben sich in diesem Gewerbegebiet und am „Peterhof“ zu den bestehenden Gewerken die Firmen Böllhoff, Schlieper, Lehniger, Kollesser, Herda, Golm und das Autohaus Tosch angesiedelt. Die Auslastung der Flächen ist noch nicht zufriedenstellend, umso erfreulicher ist es, dass 2009 für das Gebiet „Die Gehren“ ein Investor gefunden wurde, der mit dem Bau der Photovoltaikanlage einen Beitrag zur weiteren Vermarktung leistet. Auch innerhalb des Stadtgebietes Sonnewalde und

Sonnewalde Einwohner: 3655 Ortsteile: Birkwalde, Breitenau,Brenitz, Dabern, Friedersdorf, Goßmar, Großbahren, Großkrausnik, Kleinbahren, Kleinkrausnik, Münchhausen-Ossak, Möllendorf, Pahlsdorf, Pießig, Schönewalde, Sonnewalde, Zeckerin Bürgermeister: bis 1990 Günter Lorenz (SED) 1990 – 93 Horst Flieger (CDU)

Das Vorderschloss Sonnewalde wurde zwischen 1992 und 1994 rekonstruiert.

in vielen Ortsteilen gab es neben alt eingesessenen Betrieben und den Agrargenossenschaften viele Gewerbeneugründungen. Es sind nicht mehr alle vorhanden, aber die Aufbruchstimmung nach der Wende hat viel bewirkt. Auch die kulturell-sportliche Landschaft hat sich verändert. Zum Beispiel wurde die Schützengilde neu gegründet, im Vorderschloss ein

Alle Ortsteile profitierten Bewährte Dinge wurden seit 1989 beibehalten und neue geschaffen. Hier einige prägende Beispiele: 쏆 Sanierung der Kita Zeckerin 1992, 2002/2003 und 2009 쏆 Dacherneuerung und Innenraumsanierung der Kita Sonnewalde 1999 und 2007 쏆 Dacherneuerung und Sanierung der Kita Goßmar 2002/2003 쏆 Dorfauenbegrünung und Teichsanierung in Großkrausnik 1992 쏆 Neubau und Erweiterungen der Straßenbeleuchtungen in Kleinkrausnik (1992/93), Zeckerin, Brenitz und Münchhausen (1993), Birkwalde (1994), Schönewalde (1997), Breitenau (2002), Pießig (2003) und Sonnewalde (2004) 쏆 Gehwegbau in Goßmar 1993 쏆 Gehölzpflege im Schlosspark 1995 쏆 Anbau der Gesamtschule (1993), Dachneudeckung alte Schu-

VISITENKARTE

le (1995), Rekonstruktion der Grundschule (2000/2001) und Umbau der alten Schule zum Verwaltungsgebäude (2001) 쏆 Teile des Kellergewölbes der Schlossruine Sonnewalde konnten 2008 saniert werden 쏆 Rekonstruktion des Kulturhauses 1998/1999 쏆 Dorfangergestaltung in Friedersdorf 2002 쏆 ländlicher Wegebau zur Milchviehanlage Brenitz (1995), zur Milchviehanlage Zeckerin (1997), von Zeckerin nach Pahlsdorf (1998), Zuwegung zum „Georgshof“ Friedersdorf (1999/2000), zwischen Goßmar, Breitenau und Birkwalde (2003), von Münchhausen nach Hennersdorf (2004) und zwischen Münchhausen, Ossak und Schönewalde (2007) 쏆 Straßenbau in fast allen Ortsteilen zwischen 1993 und 2004

Die Feuerwehr Sonnewalde konnte sich 1997 über den Neubau Archivfoto: Seidel des Gerätehauses freuen.

Heimatmuseum eingerichtet und ein Planetenwanderweg angelegt. Vereine, Feuerwehren und engagierte Einwohner organisieren Veranstaltungen und sorgen für die Erhaltung des ländlichen Brauchtums. Natürlich gibt es auch einige Wermutstropfen. So musste etwa die Gesamtschule aufgrund geringer Schülerzahlen schließen. Dort sind jetzt aber der Rettungsdienst des

Archivfoto: Seidel

DRK und die Sozialstation untergebracht. Der unausgeglichene Haushalt, der seit Jahren Schulden des früheren TAZ beinhaltet, und auch sinkende Einwohnerzahlen bereiten Sorgen. Aber man darf darüber nicht die positiven Dinge vergessen, wie etwa die erst kürzlich entstandenen altengerechten Wohnungen im Sparkassengebäude. red/Neisser

Amtsdirektoren: 1993 – 2001 Horst Flieger (CDU) 2001 – 2003 Silke Neisser (parteilos) Bürgermeisterin: seit 2003 Silke Neisser (parteilos) Kontakt: www.stadt-sonnewalde.de stadt-sonnewalde@t-online.de

ENTWICKLUNG

Schädlingsbekämpfung und Bautenschutz

Bei der ersten freien Kommunalwahl nach der Wende wurde Horst Flieger 1990 Bürgermeister der Stadt Sonnewalde. 1992 erteilte das Innenministerium die befristete Zustimmung zur Bildung des Amtes Sonnewalde, 1994 erfolgte die Aufhebung dieser Befristung. Der Bürgermeister wurde Amtsdirektor. Nach der Kommunalwahl 1993 zog die Verwaltung vom Schloss in das Sparkassengebäude. Die vielfältigen Aufgaben für die 13 zum Amt gehörenden Orte erforderten mehr Platz. 1998 schlossen sich Münchhausen (mit Ossak) und Schönewalde zur Gemeinde Münchhausen zusammen. Das war ein Entschluss, der fünf Jahre später wieder rückgängig gemacht wurde. Zum 31.12.1999 wurde die Gemeinde Frankena auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgegliedert. Sie schloss sich wegen der räumlichen Nähe Doberlug-Kirchhain an. Jetzt umfasste der Amtsbereich noch elf Orte. Mit der Kommunalwahl 2003 wurden Sonnewalde als amtsfreie Stadt bestätigt und die beiden Gemeinden eingegliedert. Die Gemeinden Bahren, Breitenau, Goßmar und Münchhausen gliederten sich in einzelne Orte auf. Damit hatte die Stadt Sonnewalde nun 17 Ortsteile, und die Amtsdirektorin wurde Bürgermeisterin. 2004 zog die Verwaltung vom Sparkassengebäude in die alte Schule um.

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STADT UEBIGAU-WAHRENBRÜCK

RUNDSCHAU 7. November 2009

RUNDSCHAU 7. November 2009

STADT HERZBERG

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Vereine sind Partner samten Stadtgebiet sind Jugendclubs erhalten und weiterentwickelt worden“, so Claus. Die nicht einfache Aufgabe, die ärztliche Grundversorgung in einem ländlichen Territorium sicherzustellen, ist aus Sicht des Bürgermeisters gelungen. Mit der Bildung eines Seniorenbeirates und der Organisation von Senioren habe man die ältere Bevölkerung in das kommunale Leben integriert. Im gesamten Stadtgebiet unterstütze die Kommune die Kultur-, Heimat-, Schützen- und Sportvereine. Gemeinsam mit Partnern begleite man die Sicherung und Aufarbeitung des kulturellen Erbes in der Region. Zu diesen Partnern zählt Andreas Claus unter anderem den Saxdorfer Kunst- und Kultursommer, verschiedene Heimatvereine, Gegen den Strom anfänglicher Zweifel hat sich die Idee des Gewässertourismus in der Region inden Freundeskreis der Louise Archivfoto: privat zwischen durchgesetzt. Domsdorf und weitere Initiativen. Zum sozialen Engagement der Stadtverwaltung gehört es den Worten des Bürgermeisters zufolge, „unermüdlich und überdurchschnittlich“ für die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten über den zweiten Arbeitsmarkt im EinDie Idee des Gewässertourismus nahm in Uebigau-Wahrenbrück ihren Anfang satz zu sein. red/bä den Gewässertourismus investiert ne Spreewald in Wahrenbrück hat Die Kleine und vor allem die eine stete Aufwertung erfahren, worden, wobei 90 Prozent der Schwarze Elster prägen die die Brikettfabrik Louise hat sich Summe gefördert wurden. „Das Landschaft im Gebiet der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Projekt wird angenommen, und es zum Anziehungspunkt entwickelt, im Saxdorfer Pfarrgarten wird KulKein Wunder, dass das Thema sind erste Existenzgründungen im Umfeld des Gewässertourismus zu tur auf hohem Niveau geboten. „Wasser“ in der Kommune Radwege sind im ganzen Stadtgeeine große Rolle spielt. biet ausgebaut worden. „Die steigenden Übernachtungszahlen zeiAm Anfang war es bloße Vision: Als gen, dass unsere Angebote immer die Idee des Gewässertourismus in besser werden“, urteilt der BürUebigau-Wahrenbrück ihren Angermeister. fang nahm, da hielten es viele in Stark verbessert hat sich die Wasder Region noch für Spinnerei, mit serqualität der Kleinen und der dem Boot die Elster entlang zu fahSchwarzen Elster in den vergangeren. Inzwischen gilt das Vorhaben, nen 20 Jahren. Der Fischbestand das Bürgermeister Andreas Claus ist zurückgekehrt, und es hat sich mit viel Engagement vorangetriewieder eine biologische Vielfalt ben hat, als salonfähig. Ein städteeingestellt. Immer mehr ins Beübergreifendes Gewässertouriswusstsein rückt der Zustand der muskonzept ist entworfen worden. Uebigaus Stadtkern, hier ein Fachwerkhaus am Markt, hat sich Schwarzen Elster, für die es RenaEs soll Motor für eine touristische Archivfoto: gü und gewerbliche Regionalentwickzu einem Schmuckstück entwickelt. turierungspläne gibt. Denn die Theverzeichnen“, schildert Claus das men Wasserrückhalt und Landbisherige Ergebnis. lung sein, wie Uebigau-WahrenParallel sind an verschiedenen Or- schaftswasserhaushalt spielen aus brücks Bürgermeister erklärt. AlSicht von Andreas Claus angesichts lein in Uebigau-Wahrenbrück seien ten im Stadtgebiet Angebote entdes Klimawandels künftig eine bestanden, die den touristischen inzwischen 1,5 Millionen Euro in red/bä den Aufbau einer Infrastruktur für Wert der Region steigern: Der Klei- deutende Rolle. on mit den Wasserverbänden saMithilfe von Investitionen in Höhe von bisher rund zehn Millionen Eu- niert. Beim Neubau des Klärwerkes Uebigau und der Teichkläranlage ro ist in den vergangenen Jahren der historische Stadtkern von Uebi- Winkel orientierte man sich am tatsächlichen Bedarf. Vielerorts wurgau saniert worden. „Der Stadtden Feuerwehrgerätehäuser sadiese auch umgesetzt werden, zu halten und regionale Wertkreiskern ist damit vor dem Verfall geNach 20 Jahren ist natürlich nicht red/bob niert. Auch neue Einsatztechnik kann es gelingen die Jugend im Ort läufe zu schaffen. rettet worden“, urteilt Andreas alles positiv gelaufen. Sorgen beClaus, Bürgermeister von Uebigau- steht den Kameraden zur Verfüreitete vor allem der Bevölkerungsgung. Wahrenbrück. Saniert worden ist rückgang mit den daraus resultieEin Gebäude mit hohem denkmalrenden Problemen wie dem Verlust jedoch auch das historische Ortsschützerischen Rang hat die Stadt der weiterführenden Schulen in Uebild von Wahrenbrück im Bereich des Graun-Platzes. Auch die vielen mit der Brikettfabrik Louise Doms- bigau und Wahrenbrück. Auch der dorf retten und sinnvoll nachnutzen Verlust des Status als Kleinzentrum Ortsteile wurden verschönert: Im Rahmen der Dorferneuerung wur- können. Diese älteste noch vorhan- und die Verschlechertung der Rahdene Brikettfabrik Europas konnte menbedingungen für die Landwirtden zahlreiche Straßen, Rad- und schaft galt es zu verkraften. Gehwege gebaut und viele Dorfan- mit Unterstützung vieler Partner ger gestaltet. Trink- und Abwasser- saniert werden. Die Louise hat sich Dafür arbeitet die Stadt aber an schrittweise zum Technischen neuen Wegen, um die eigenen netze entstanden ebenfalls in vieDenkmal, Museum, Kultur- und Kräfte zu stärken und mit innovatilen Ortsteilen. Die bestehenden Wasserwerke wurden in Kooperati- Lernort weiterentwickelt. red/bä ven Ideen voranzugehen. Wenn In der Schülerakademie wird der Nachwuchs aktiv. Archivfoto: v Auf vielfältige Bemühungen der Stadt Uebigau-Wahrenbrück verweist Bürgermeister Andreas Claus im Bereich Bildung, Jugend, Soziales und Sport. Gute Voraussetzungen für die schulische Bildung habe die Kommune durch den Erweiterungsbau für die Grundschule Uebigau sowie die Teilsanierung der Grundschule Wahrenbrück geschaffen. Zugleich hat die Stadt die Schülerakademie Elbe-Elster, die im Technischen Denkmal Brikettfabrik Louise Domsdorf ansässig ist und ein naturwissenschaftlich-technisches und künstlerisches Zentrum werden möchte, beim Aufbau unterstützt. Kooperationsverträge zwischen Grundschulen und Unternehmen sollen dazu beitragen, junge Menschen frühzeitig an die Wirtschaft heranzuführen. Um gute Betreuungsangebote für Kinder anbieten zu können, wurden die Kitas in Uebigau, Wahrenbrück und Wildgrube saniert. Umfangreiche Sanierungsarbeiten erfolgten auch an der Schlossherberge und an der Kegelbahn in Uebigau. In den Ortsteilen wurden Dorfgemeinschaftshäuser erhalten, modernisiert und etabliert. „Im ge-

Vision wurde wahr

2004: Nach umfangreicher Sanierung werden Herzbergs Grundschüler nach den Ferien so in der Archivfoto: Gabi Zahn Elsterlandgrundschule empfangen.

Ganz ohne Schulden geht es nicht

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Für gute Lebensqualität hat jeder Herzberger 389 Euro Schulden Eine moderne, städtische Infrastruktur zu schaffen, bedurfte auch in Herzberg eines klaren finanzpolitischen Konzepts. Die größten Brocken waren Anfang der 90er-Jahre die Investitionen in das Klärwerk und das Kanalsystem, anschließend folgte der Herzberger Industrie- und Gewerbepark. Eine moderne Feuerwache wurde errichtet, das Rathaus 2004/05 umfassend saniert, anschließend mit der Elsterlandhalle eine moderne Schulsporthalle geschaffen. In der Zeitschiene 2003

bis 2005 konnte die Elsterlandgrundschule mit einem Bauvolumen von rund 2,3 Millionen Euro in einen vorbildlichen Zustand versetzt werden. Letztlich wurde mit Millionen-Investitionen in die Innenstadt durch konsequentes Festhalten an der Städtebauförderung eine attraktive Innenstadtentwicklung in der Kreisstadt Herzberg erreicht. Dabei war es nicht immer einfach, die nötigen städtischen Eigenanteile zu

Schönere Stadbilder

Manches fehlt, anderes wächst heran

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Die neue Tribüne auf dem Sportplatz des Landesklasse-VertreArchivfoto: Sven Gückel ters VfB Herzberg 68.

Angenehmes Wohnen In der Stadt Herzberg und in den Ortsteilen lässt es sich angenehm leben und wohnen. Die Wohnsiedlungen Grochwitzer Linse und an der Leipziger-/Anhalter Straße sowie am Mühlenweg und am Hirtenfeld im Ortsteil Mahdel sind Beleg dafür. Nach wie vor gibt es genügend freies Bauland und auch Möglichkeiten für Lückenbebauungen. Im Bauamt der Stadtverwaltung werden Interessierte mit offenen Armen empfangen. fc

erbringen und die Einwohner in den Ortsteilen von den Prioritäten für die Stadt Herzberg zu überzeugen. Als die „Pflichtaufgaben“ in gute Bahnen gebracht werden konnten, waren auch Mittel für den Ausbau von Sportstätten bereitzustellen. Die Stadt Herzberg unterstützte den SV Herzberg 68 wesentlich mit finanziellen Mitteln bei der Gestaltung der neuen Tribüne und konnte im Haushaltsjahr 2009 mit der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes (Westbahnhof) eine weitere wichtige Infrastrukturmaßnahme fertigstellen. Mit der begonnenen Gestaltung des Bürgerzentrums wird eine wichtige Maßnahme im kulturellen Bereich abgearbeitet. Durch maßvolle Haushaltswirtschaft konnte dies alles bei einer Verschuldung von etwa 4,1 Millionen Euro, das sind 389,30 Euro pro Einwohner, erreicht werden. red/Krüger

Kraftquelle Städtebund Der im Jahr 2004 gegründete Städtebund „Elbe-Elsteraue“ hat Kommunen an der Randlage von Brandenburg und Sachsen-Anhalt und die Bundeswehr am Standort Schönewalde/Holzdorf enger zusammenrücken lassen. Ziel des Netzwerkes ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Einwohner an den jeweiligen Randlagen der Länder zu verbessern. Eine abgestimmte länderübergreifende Kooperation und Koordination soll helfen, mit größeren Mehrheiten

wichtige Projekte voranzutreiben. Bisheriger Höhepunkt war die gemeinsame Kabinettssitzung der Landesregierungen beider Länder am Bundeswehr-Standort im Jahr 2008. Nachhaltig wurde dabei besonders auf infrastrukturelle Nachteile und ungünstige Verkehrsverbindungen hingewiesen. Nunmehr wird die Forderung aufgemacht, die Bundesstraße 87 im Raum Herzberg wieder in das Blaue Netz der vordringlichen Verkehrswege aufzunehmen. fc

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STADT FALKENBERG/ELSTER

VISITENKARTE

Falkenberg/Elster Einwohner: 7378 Ortsteile: Beyern, Großrössen, Kölsa, Schmerkendorf, Rehfeld

RUNDSCHAU 7. November 2009

Pionierarbeit am Flugfeld Falkenberg hat viel in die Stadtsanierung und die Schaffung von Gewerbeflächen investiert Die Stadt Falkenberg mit ihren Ortsteilen hat in ihrer Entwicklung seit 1989 umfangreiche Veränderungen erfahren. Es wurden beachtliche Investitionen umgesetzt, die derzeitig das Stadtbild und Umland prägen.

Bürgermeister: 1976–1990 Gerhard Mollenhauer (SED) 1990–2002 Peter Wolfframm So zum Beispiel haben die Europäi(CDU) sche Union und das Land Brandenseit 2002 Herold Quick (parteilos) burg erhebliche Mittel für die KonKontakt: www.falkenberg-elster.de rathaus-falkenberg-elster@t-online.de

Bürger bringen sich mit ein Für das ehrenamtliche Engagement der Falkenberger Bürgerinnen und Bürger hat Bürgermeister Herold Quick ein Wort: „Lobenswert!“. 58 Vereine und Arbeitsgemeinschaften existieren in Stadt und Ortsteilen. Dass die Stadt 2003 mit dem Titel „Kommune des Jahres“ , 2004 mit dem Titel „Sportlichste Stadt“ , 2007 als „Naturschutzkommune“ und 2008 vom Land Brandenburg als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet wurde, habe auch mit diesem Engagement zu tun. Stolz sei man auch, dass Rehfeld 2002 und Beyern 2005 als Kreissieger aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hervorgingen. „Und 2008 belegte Großrössen einen hervorragenden zweiten Platz“, berichtet der Bürgermeister stolz. bä

version, also die zivile Nutzung ehemaliger militärischer Flächen, auf dem Flugplatz Falkenberg/Lönnewitz nach dem Abzug der russischen Streitkräfte bereitgestellt. Gemeinsam mit der Stadt Mühlberg galt es, 560 Hektar für die zivile Nutzung herzurichten.

Impulse gesetzt

Flächen des ehemaligen Militärflughafens Lönnewitz, im Bild eine Aufnahme aus dem Jahr 1999, Archivbild: Rosenhahn sind zum Gewerbegebiet weiterentwickelt worden.

Mit der Erarbeitung eines Städtebaulichen Rahmenplanes wurden die Voraussetzungen für ein 70 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet geschaffen. Bis heute haben sich dort fünf Betriebe angesiedelt, die 77 Arbeitnehmer beschäftigen. „Stellvertretend für alle möchte ich den Geschäftsführer der UESA GmbH, Helmut Hoffmann, nennen, der dort Pionierarbeit geleistet hat und viele andere Aktivitäten unterstützt“, so Bürgermeister Herold Quick. Mit den Anbindungen zur B 183 sowie der Mühlberger Straße wurden für diese Konversionsfläche wichtige verkehrliche Infrastrukturen geschaffen. Weitere Kapazitäten für Gewerbeansiedlungen in Falkenberg entstanden mit der Ausweisung eines 15 Hektar großen Gewerbegebietes im nördlichen Bereich des ehemaligen Flugplatzes, wo sich

ebenfalls Betriebe ansiedelten. Um die Städtebauförderung anzuschieben, erarbeitete die Stadt Anfang der 90er-Jahre einen Rahmenplan. „In diesem Jahr blicken wir auf 15 Jahre Stadtsanierung zurück, in denen wesentliche Sanierungsziele umgesetzt wurden“, sagt der Bürgermeister. Beispielhafte Projekte für den Erhalt der Gebäudesubstanz seien die evangelische Kirche und das „Berliner Eck“ in der Bahnhofstraße. „Im Rahmen der Stadtsanierung konnten auch der Sportkomplex in der Ludwig-Jahn-Straße einschließlich Turnhalle und Vorplatz komplett saniert werden“, so Quick weiter. „Und mit der Gestaltung des Marktes wurde eine kleine Oase im Grünen geschaffen.“ Am gleichen Ort entstand 2004 ein Senioren- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt,

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Regionalverband Brandenburg Süd. Weiterhin konnte im Jahr 2000 auf dem ehemaligen Gelände der Molkerei das „Haus des Gastes“ seiner Bestimmung übergeben werden. „Eine wichtige Investition, die dazu beiträgt, das gesellschaftliche und kulturelle Leben in unserer Stadt zu fördern und zu unterstützen“, urteilt das Stadtoberhaupt.

Richtig entschieden Darüber hinaus biete es für die ganze Region Möglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen. Parallel dazu warte das Erholungsgebiet „Kiebitz“ mit optimalen Bedingungen für die Freizeitgestaltung auf. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten viel in die Infrastruktur investiert. Es entstanden ein Campingplatzgebäude und ein

Campingplatz mit modernster Ausstattung. Mit großer Wasserrutsche und Skaterbahn am Standort sind Investitionen für Kinder und Jugendliche getätigt worden. Auch für die Lernbedingungen von Kindern und Jugendlichen wurden erhebliche Mittel bereitgestellt. Für die Astrid-Lindgren-Grundschule wurde mit einem modernen Anbau dem Profil „Schule von Morgen“ Rechnung getragen. An der Oberschule und dem beruflichen Gymnasium kann nach wie vor das Abitur abgelegt werden. „Die Abgabe der Trägerschaft für diese beiden weiterführenden Schulen im Jahr 2004 an den Kreis war keine leichte Entscheidung, aber die richtige“, schätzt der Bürgermeister ein. „Bis zum Jahre 2011 wird der Landkreis Elbe-Elster hier rund 6,5 Millionen Euro investieren.“ red/bä

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Die Eisenbahnerstadt Falkenberg hat auch Federn lassen müssen. „Nicht glücklich sind wir über die Situation bei der Deutschen Bahn", erklärt Bürgermeister Herold Quick. Nach der Wende seien etwa 2 000 Arbeitsplätze weggebrochen. „Die Bahn hat sich nicht mehr um ihre riesigen baulichen Anlagen gekümmert und sie vernachlässigt.“ Die Falkenberger hoffen, dass sich das in Zukunft wieder ändern und

die Bahn mehr Bedeutung bekommen wird. Ein Hoffnungsschimmer sei die Erneuerung des Kreuzungsbauwerkes und die neue Brücke in Richtung Herzberg. „Leider sind auch mit der Schließung der Schuhfabrik und des Kalksandsteinwerkes wichtige Arbeitsplätze verloren gegangen, im Dienstleistungssektor und im Handwerk gab es Strukturveränderungen“, schildert Quick. Schmerz-

lich war der Weggang der Firma DELKO mit 70 Arbeitsplätzen. Doch es gibt auch Positives: „Die Elektroindustrie hat sich mit den Firmen UESA GmbH, Tyco Electronics Raychem GmbH und die Heller Elektro-Hausgeräte GmbH gefestigt und bietet vielen Menschen einen Arbeitsplatz.“ Auch die Landwirtschaft habe einen hohen Stellenwert – schließlich sei die Region hauptsächlich ländlich geprägt.

Gutes Gefüge, gutes Miteinander Kommunalpolitisch gab es in den vergangenen 20 Jahren verschiedene Etappen zu bewältigen. Die Bildung des Amtes Falkenberg/Uebigau im September 1992 führte zwei Städte und neun Gemeinden

zusammen. Die Gemeindegebietsreform 2001 hatte zur Folge, dass sich das Amt in einem demokratischen Prozess wieder auflöste und eine neue Körperschaft mit der Kernstadt Falkenberg entstand.

„Heute gehören zur Stadt die Ortsteile Beyern, Großrössen, Kölsa, Rehfeld und Schmerkendorf – ein gutes Gefüge mit einem guten Miteinander“, beurteilt Bürgermeister Herold Quick die Situation. bä

STADT UEBIGAU-WAHRENBRÜCK

RUNDSCHAU 7. November 2009

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Firmenwachstum begleitet

VISITENKARTE Uebigau-Wahrenbrück Einwohner: 6007 Ortsteile: Bahnsdorf, Beiersdorf, Beutersitz, Bomsdorf, Bönitz, Domsdorf, Drasdo, Kauxdorf, Langennaundorf, Marxdorf, München/Elster, Neudeck, Prestewitz, Rothstein, Saxdorf, Uebigau, Wahrenbrück, Wiederau, Wildgrube, Winkel, Zinsdorf Bürgermeister / Amtsdirektoren: Wahrenbrück 1976-93 Jürgen Wegeleben (Bürgermeister/ SED/SPD) 1992-98 Donald Leske (Amtsdirektor/FDP) Uebigau 1990-92 Ulrich Jachmann (FDP) Stadt Uebigau-Wahrenbrück 2002 Heinz-Gernot Winkler (parteilos) 2002/03 Jürgen Wegeleben (amtierend) seit 2003 Andreas Claus (parteilos) Kontakt: www.uebigau-wahrenbrueck.de info@uebigau-wahrenbrueck.de

Im Stadtgebiet von Uebigau-Wahrenbrück gibt es mehrere wirtschaftliche Leuchttürme In wirtschaftlicher Hinsicht, da ist sich Andreas Claus sicher, gibt es aus UebigauWahrenbrück durchaus Positives zu berichten. Der Bürgermeister kann hierbei nicht nur auf ein gut entwickeltes Gewerbegebiet in Uebigau verweisen. Mit den beiden Unternehmen UESA GmbH und der EFEN GmbH hat das Uebigauer Gewerbegebiet zwei „Schwergewichte“ an Bord. Beide Firmen haben sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und die Beschäftigtenzahlen stetig erhöht. Gegenüber dem Jahr 1990 habe sich die Mitarbeiterzahl bei UESA verdoppelt, betont der Bürgermeister. Leuchttürme gibt es jedoch auch in anderen Teilen des großflächigen Stadtgebietes: Zu nennen wären die Firma Predl in Bönitz, deren Weiterentwicklung die Kommune mit ihren Möglichkeiten begleitet, und die Firmen Schiffler Möbel in Wahrenbrück und Albrecht & Jäcker Metallbau, deren Entwicklung ebenfalls von der Stadt unterstützt wird. „Hervorzuheben sind auch die stabilen Landwirtschaftsunter-

Die Erweiterungspläne, die Manfred Predl (r.) im Jahr 2002 für sein Unternehmen umzusetzen Archivfoto: fc begann, sind längst abgeschlossen. Inzwischen sind wieder Erweiterungen geplant.

nehmen in der Stadt sowie der Erhalt kleiner Gewerbestrukturen im ganzen Stadtgebiet“, ergänzt Claus. Die Verantwortlichen in der Stadt hätten in Kooperation mit den Unternehmen stets für gute Rahmenbedingungen gesorgt und schnell erforderliche Planungs- und

Genehmigungsprozesse unterstützt, so der Bürgermeister weiter. Zielgerichtet habe man Brachflächen in den Ortsteilen Uebigau und Wiederau zurückgebaut und dort Neuansiedlungen der Staudengärtnerei Manig und des Gewässerunterhaltungsverbandes Kre-

mitz-Neugraben unterstützt. Als „Innovativer Energieort“ versuche die Stadt zudem neue Wege zu gehen und sich im Bereich der dezentralen Energieerzeugung aus regenerativen Quellen zu profilieren, weist Andreas Claus auf aktuelle Bemühungen hin. red/bä

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14 VISITENKARTE Mühlberg Einwohner: 4334 Ortsteile: Altenau, Brottewitz, Fichtenberg, Koßdorf, Martinskirchen Bürgermeister: 1978–1992 Hans-Georg Schulz (SED, später parteilos) 1992–2008 Dieter Jähnichen (bis 2001 Amtsdirektor/ parteilos) seit 2008 Hannelore Brendel (parteilos)

STADT MÜHLBERG/ELBE & AMT SCHLIEBEN

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Erfolg mit Gewerbegebieten

Mühlberg hat die Spuren seiner Geschichte aufgefrischt und sich neuen Möglichkeiten zugewandt

Elsterwerda lockt die Wirtschaft an

Die Stadt hat sich herausgeputzt: Mit Schloß, historischer Altstadt und vor allem dem Kloster hat Mühlberg jede Menge historischer Bausubstanz, die nach umfassenden Sanierungsarbeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr zum Tragen kommt.

Die Zeit nach der Wende war und ist in Elsterwerda durch Umwälzungen geprägt. Auszeichnungen wie 2005 als „Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Brandenburg“ belegen das. Doch das Rathaus sah auch harte Stunden.

Das Schweigen beendet

Als Bild im Kopf ist vielen Bürgern der Brand des Rathauses geblieben. Auch wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zum Verkauf des Stadthauses führten, belasten den Etat der Stadt bis heute. Doch so schlecht hat sich Elsterwerda in den vergangenen Jahren nicht entwickelt. Das belegen die erfolgrei-

Größtes Infrastrukturprojekt der vergangenen 20 Jahre in Mühlberg war der Neubau der Ende 2008 eröffneten Elbbrücke durch den Freisstaat Sachsen und das Land Brandenburg. Archivfoto: ddp

katholischer Kirche, die hier ein geistliches Zentrum einrichten möchte, und Stadt Mühlberg. Auch in den Ortsteilen, die sich 2001 mit Mühlberg zusammenschlossen, ist vieles passiert. Kulturhistorisch bedeutsam: Das Barockschloss Martinskirchen, dessen Marmorsaal sowie Fenster und Fassaden erneuert wurden. In Martinskirchen entstand aus einem

alten Konsum ein Sportlerheim, in Brottewitz entstand ein Dorfgemeinschaftshaus. In allen Ortsteilen wurden Straßen und Straßenbeleuchtung erneuert. Aus einem alten Technikstützpunkt in Brottewitz wurde ein Feuerwehrdepot. Das Mühlberger Depot wurde saniert und für Einsatztechnik des Kreises und des Bundes erweitert. Im Guten wie auch manchmal im

Viel Geld investiert eingesetzt, der sich zum touristischen und kulturellen Mittelpunkt der Stadt und des Amtes entwickelt hat. Gute Voraussetzungen für die Betreuung und Bildung von Kindern

und Jugendlichen werden im Amt Schlieben als wichtige Voraussetzung angesehen, um junge Familie in der Region zu halten. Froh ist man daher, dass die Grund- und Oberschule Schlieben und die

Allein in den Abwasserbereich flossen Investitionen in Höhe von elf Millionen Euro, davon 3,6 Millionen Euro für die Kläranlage und 7,4 Millionen für den Kanalbau. Hinzu kamen mehr als zwei Millionen Euro für den Bereich Trinkwasser. Der Anschlussgrad beträgt im gesamten Amtsbereich 100 Prozent.

Schlieben

Grundschule Hohenbucko in ihrem Bestand erhalten werden konnten. In beide Schulen wurde kräftig investiert (Schlieben: 900 000 Euro, Hohenbucko: 220 000 Euro). Im Amtsbereich existieren darüber hinaus Kindertagesstätten in Schlieben, Naundorf, Hohenbucko, Kolochau und Lebusa. In die einzelnen Einrichtungen wurden Summen zwischen 54 000 und 175 000 Euro investiert.

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Fünf Kitas im Amt

Zu einem kulturellen und touristischen Zentrum hat sich der rekonstruierte Drandorfhof in Schlieben entwickelt. Archivfoto: Gückel

Schlechten: Die Elbe prägt Mühlberg und seine Ortsteile. Durch gemeinsames Handeln und Glück blieb man in den Flutjahren 2002 und 2006 vor Überflutungen verschont. Wichtig für die Anbindung in Richtung Sachsen war die 2008 erfolgte Eröffnung der neuen Elbebrücke. Künftig soll der Hafen der Stadt wieder aktiviert und genutzt werden. red/bä

chen Ansiedlungen in den drei Gewerbegebieten. Das erste wurde mit dem 1. Spatenstich am 2. Oktober 1990 ins Leben gerufen. Hier, im Industrie- und Gewerbegebiet Ost, steht das Milchwerk, heute Campina, als einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Hinzu kommen Gizeh, Holzzentrum Theile, Impulsa AG und viele Unternehmen mehr. Im Gewerbegebiet West gelang die Umwandlung einer ehemaligen Industriefläche zu einem modernen Industrieort. Nächster Schritt ist nun das Industriegebiet Nord, wo bereist erste kleine Ansiedlungen erfolgten sind. Dennoch gab es auch Rückschläge. So misslang die Ansiedlung einer Backwarenfirma. Rathaus und Stadthaus stehen für gute wie schlechte Zeiten.

Viele Gebäude wurden saniert 20 Jahre Wende haben in Elsterwerda an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen. Zu sehen ist das etwa an der Altstadtsanierung seit 1994, am sanierten Rathaus und Stadthaus, am Elsterschloss samt Schlosspark, an der Erweiterung

der Turnhalle West oder an der Sanierung der Gesamtschule. Auch in die Infrastruktur flossen viele Millionen Euro, etwa 1993 für das Klärwerk, für den neuen Busbahnhof samt Park- & Ride-Parkplatz oder den Aufbau der zentra-

In allen Ortsteilen des Amtes Schlieben bestehen freiwillige Feuerwehren, deren Gerätehäuser und Ausrüstungen mit insgesamt 860 000 Euro unterstützt wurden. Viele Kameraden legten bei den notwendigen Baumaßnahmen Hand mit an. Wiederbelebt werden konnte das Gewerbegebiet Schlieben/Berga, wo Firmen wie Viezke Metallprodukte oder LDS Computerservice Arbeitsplätze für die Region schufen. Ein Gewerbekatalog gibt Auskunft darüber, welche Unterneh-

Einwohner: 5988 Ortsteile: Fichtwald mit Ortsteilen Hillmersdorf, Naundorf und Stechau, Hohenbucko mit Proßmarke, Kremitzaue mit Kolochau, Malitschkendorf und Polzen, Lebusa mit Freileben und Körba, Schlieben (Stadt) mit Frankenhain, Jagsal, Oelsig, Wehrhain und Werchau

Das Milchwerk ist größter Arbeitgeber.

Archivfotos: Rösler

len Schmutzwasserentsorgung in der gesamten Stadt. Auch zahlreiche Straßen im Altstadtgebiet und in den Ortsteilen wurden über die Jahre von den jeweiligen Trägern modernisiert und repariert, wenngleich hier noch etliche Arbeiten unvollendet sind oder auf ihre Erledigung warten. Auch private Investoren hinterließen Spuren in der Stadt. Die größten Projekte sind hierbei das Milchwerk, diverse Ansiedlungen im Industriegebiet Ost, der Neubau der Elstercenter I & II, die Tennisfreianlage und -halle, die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und die zahlreichen Wohngebäudesanierungen. red/Hennig

SOZIALE STADT UND STADT MIT SCHULEN Die Sicherung der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur gehört zu den Kernaufgaben der Verwaltung. Elsterwerda kann seit der Wende auf viele erfolgreiche Schritte verweisen, so die Kindertagesstättentwicklung. Aber auch dem demografischen Wandel wurde Rechnung getra-

VISITENKARTE

Elsterwerda Einwohner: 8927

VISITENKARTE

Infrastruktur, Schulen und Kitas wurden im Amt Schlieben auf einen modernen Stand gebracht

Große Summen flossen auch in die Erneuerung der Straßen, Plätze und Straßenbeleuchtungen: 21 Millionen Euro wurden hierfür aufgewendet. Im Bereich Hochbau flossen 5,5 Millionen Euro. Davon wurden 1,9 Millionen Euro für die Rekonstruktion des Drandorfhofes

STADT ELSTERWERDA

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Brückenschlag in die Zukunft

Seit 1991 ist Mühlberg im Stadtsanierungsprogramm – verbunden mit dem höchsten Fördersatz, aber auch vielen Auflagen des Denkmlaschutzes. Was geschaffen wurde, kann sich sehen lassen: Mühlberg ist zu einer Perle an der Elbe geKontakt: worden, die auch immer wieder www.muehlberg-elbe.de Gäste findet. Oft sind es Radtourisstadt-muehlberg@t-online.de ten, die über den Elbradweg oder andere Fernradwege oder über den vom Kulturamt des Landkreises initiierten Radweg „Kohle-Wind und Wasser“ in die Stadt finden. Mittel von Bund, Land und Deutscher Stiftung Denkmalschutz Erst der Mauerfall beendete das machten und machen die SanieSchweigen: Kurz nach der Wende rung des Klosterbereichs und der begann die Initiativgruppe Lager Mühlberg mit der Aufarbeitung der Klosterkirche möglich, Sponsoren Geschichte des ehemaligen sowje- wie die Volksbank Elsterland und der Klosterförderverein tragen tischen Speziallagers Mühlberg. ebenfalls dazu bei, dass das KlosJährlich findet seither ein Mahnter Marienstern restauriert wird. und Gedenktreffen mit vielen LaGrundlage der Sanierung des Klosgerinsassen und deren Angehörigen statt. bä ters ist ein Pachtvertrag zwischen

In die Infrastruktur des Amtes Schlieben sind seit dem Mauerfall jede Menge Mittel geflossen. Der Ausbau von Straßen sowie der Aufbau von Trinkwasser- und Abwassernetzen stellten die Schwerpunkte dar.

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gen, so beim Umbau einer ehemaligen Kindereinrichtung in ein betreutes Wohnen für Senioren. Für die medizinische Versorgung gibt es sechs Hausärzte, zwölf Fach- und zehn Zahnärzte, sechs Pflegedienste, zwei Sanitätsfachgeschäfte und vier Apotheken. Elsterwerda ist weiter eine Stadt

mit Schulen in Form von Elsterschloss-Gymansium, Oberschule mit Grundschulteil, Oberstufenzentrum, Förderschule und der Außenstelle der Musikschule. Hinzu kommen Kultureinrichtungen wie Stadtbibliothek, Kleine Galerie Hans Nadler, Elbe-ElsterHalle und Holzhof-Center.

Ortsteile: Kraupa, Biehla, Krauschütz, Kotschka Bürgermeister: 1975 - 1991 Wolf-Dieter Schwarz (SED) 1991 - 1994 Alfred Janko (CDU) 1994 - 2002 Peter Schwarz (SPD) seit 2002 Dieter Herrchen (parteilos) Kontakt: www.elsterwerda.de stadtelsterwerda@t-online.de

AUSZEICHNUNGEN Seitd er Wende hat die stadt Elsterwerda mehrmals Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten Einige Besipiele: 쏆 „Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Brandenburg“ 2005 쏆 Preis des polnischen Bot-

schafters in Deutschland für die beste deutsch-polnische Städtepartnerschaft im Jahr 2005 쏆 „Kommune des Jahres 2005“ verliehen durch die Sparkasse Elbe-Elster 쏆 „Kommune des Jahres 2007“, Sparkasse Elbe-Elster

Manches ging verloren oder war in Gefahr Neben vielen positiven Entwicklungen gibt es auch Einiges, das in den vergangenen 20 Jahren nicht nach Wunsch gelaufen ist. Verwiesen sei hier auf den Verlust des Postplatzes als innerstädtischen Festplatz, das Aus für Freibad und Kino oder die Schließung von Fach-

bereichen im Krankenhaus. Der Verkauf des Stadthauses und die Schließung der Ratsstuben stellten ebenso bittere Stunden dar wie das schwere Bahnhofsunglück im Jahr 1997 oder die Brände am Rathaus 1995 und am Vöwa-Plattenwerk 1997.

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men im Amtsbereich zu finden sind. Die Entwicklungspotenziale des Bundeswehrstandortes Schönewalde/Holzdorf versucht das Amt gemeinsam mit seinen Partnern aus dem Netzwerk Städtebund Elbe-Elsteraue zu erschließen. red/bä

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STADT BAD LIEBENWERDA

RUNDSCHAU 7. November 2009

Und jetzt Kurstadt

VISITENKARTE

Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda setzt auf Entwicklung im Gesundheits- und Tourismussektor Zu den wichtigsten Entwicklungen seit der Wende gehören in Bad Liebenwerda die Anstrengungen um die Anerkennung als Kurstadt und die damit verbundene Ausrichtung auf den Tourismus. Mit der Erarbeitung des Leitfadens „Kurstadtentwicklung“ beschritt die Stadt früh den Weg, der 1994 mit der – zunächst befristeten – Anerkennung als Kurstadt belohnt wurde. Zu den Meilensteinen gehören Neubau und Modernisierung der heutigen Fontana-Klinik, die

Etablierung der psychotherapeutischen Suchtklinik, die Gründung des Gesundheitszentrums und die Entstehung von Altenund Pflegeheimen. Parallel dazu entstand mit der Lausitztherme Wonnemar 2004 eine Einrichtung, die nicht nur für die Ortsansässigen und ihre Kurgäste ein Anziehungspunkt ist. In der Tourismusentwicklung wurde in das Radwegenetz und die überregionale Anbindung investiert. Strukturen für den Gewässer-

Die Fontana-Klinik.

Archivfoto: Hilbert

tourismus wurden aufgebaut, ein touristisches Leitsystem und Wegeplan erarbeitet und die Anbindung an den Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“ gesucht. Insgesamt wurden in den 20 Jahren von verschiedenen Seiten 62 Millionen Euro in der Stadt investiert. Großbaustellen waren etwa der Kurpark, das Haus des Gastes, das Grundschulzentrum, die sanierte Sporthalle und natürlich das Wonnemar. Für die wirtschaftliche Entwicklung war darüber hinaus die Etablierung der beiden Gewerbegebiete Nord und Lausitz wichtig. Neben der Ansiedlung neuer Firmen wie Mineralquellen, Bauer Fruchtsaft oder WTU gelang die Erweiterung oder Neuorientierung ansässiger Firmen wie REISS oder des Kieswerks Zeischa. Auch im Einzelhandel sowie Handels- und Handwerkssegment siedelten sich Gewerbetreibende in der Kurstadt an, die so auch zur 2004 wurde in der Lausitztherme noch gewerkelt. Mittlerweile Versorgung der Kurstädter ihren Beitrag leisten. red/Bragulla lockt das Wonnemar die Besucher in die Kurstadt. Archivfoto: fc

Investitionen in der Kernstadt wie in den Ortsteilen Neben dem Kerngebiet der Stadt waren die Angerbereiche in den Ortsteilen Dobra, Kosilenzien, Zeischa, Maasdorf und Möglenz in den vergangenen 20 Jahren Ziel von Investitionen. In den Ortsteilen wurde im Rahmen der Dorferneuerung und beim Ausbau von Landesstraßen ebenfalls vieles verbes-

sert, beispielsweise in Burxdorf, Neuburxdorf, Kröbeln oder Prieschka. Sichtbare Verbesserungen gibt es auch bei Straßenbeleuchtungen und Gehwegen. In Bad Liebenwerda flossen Straßenbaumittel in den Ausbau der Bahnhofstraße, Ladestraße, die Ortsdurchfahrten der Bundesstra-

ßen und die nördliche Ortsumfahrung B 101. Weiter wurde in den Neubau des Klärwerks in Bad Liebenwerda mit Schaffung einzelner Ortsnetze investiert, sowie in die Erneuerung der nötigen Trink- und Abwassernetze. Bei der räumlichen Planung waren

STADT BAD LIEBENWERDA

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der Flächennutzungsplan für Bad Liebenwerda mit allen Ortsteilen, die Bebauungspläne für Gewerbegebiete, Wohnstandorte und Kurbereiche sowie die Abrundungssatzungen für zwölf Ortsteile wesentliche Schritte, die von der Verwaltung seit der Wende zu erledigen waren.

Sichtbar wurden Veränderungen für die Bürger auch bei 200 Wohngrundstücken, die in den vergangenen 20 Jahren privatisiert wurden, um Gebäude mit den jeweiligen Grundstücken zusammenzuführen. Privatisierungen gab es auch bei den Bungalowsiedlungen in Dobra und Zeischa. red/Bragulla

Einwohner: 10 131

Neue Aufgaben nach 1989 Mit der Wende wechselte in Bad Liebenwerda nicht nur die Führung der Feuerwehr

„Die politische Wende brachte für die Freiwilligen Ortsteile: Feuerwehren erst einmal Burxdorf, keine neuen Aufgaben. Die Dobra, KoFeuer wurden noch genauso silenzien, gelöscht: mit Wasser.“ So die Kröbeln, Langenrieth, Lausitz, knappe Bilanz der Bad LieMaasdorf, Möglenz, Neuburxdorf, benwerdaer FeuerwehrchroOschätzchen, Prieschka, Thalnik. Geändert hat sich dann berg, Theisa, Zeischa und Zoaber doch so einiges.

bersdorf

Bürgermeister: 1988 - 1990 Richard Daschke, bis 1990 SED, hat vor dem Runden Tisch sein Parteibuch abgegeben 1990 - 1991 Ernst Riedel, FDP 1991 - 1993 Heinz Tiemeyer, parteilos 1993 - 1995 Detlev Leißner, SPD 1995 - 1996 Stellvertreter Horst Göhlert als amtierender Bürgermeister, CDU 1996 - 2004 Horst Große, CDU seit 2004 Thomas Richter, CDU Kontakt: www.badliebenwerda.de sekretariat@badliebenwerda.de

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenwerda wechselte 1990 aus unterschiedlichen Gründen die gesamte Führung. Für die neuen Leiter gab es massenweise neue Gesetze, Verordnungen und Anweisungen zu beachten, aber auch neue Technik. So wurden seit der Wende für die Bad Liebenwerdaer und die Ortswehren diverse Fahrzeuge angeschafft. Nach und nach wurde der Fuhrpark fast komplett ausgetauscht. Bereits im Mai 1990 wurde in einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses die Partnerschaft zwischen den Städten Bad Liebenwer-

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da und Lübbecke besiegelt und damit auch die zwischen den Wehren. Im Frühjahr 1991 übergab eine größere Delegation der Lübbecker Freiwilligen Feuerwehr gleich drei ausrangierte Löschfahrzeuge an die Kurstädter, die noch lange Jahre damit arbeiteten. Auch baulich wurde in die Wehren investiert. Bad Liebenwerda und Maasdorf erhielten neue Gerätehäuser. In Thalberg, Lausitz, Zeischa und Kosilenzien wurden die vorhandenen Gebäude saniert. Kleinere Maßnahmen gab es in den anderen Feuerwehren. Jährlich werden zwei bis drei Feuerlöschbrunnen neu gebohrt beziehungsweise die vorhandenen Feuerlöschteiche saniert. Neue Aufgaben fanden die Wehren auch, wie die Bad Liebenwerdaer

Chronik feststellt: „Nach der Wende stieg das Verkehrsaufkommen sprunghaft an. Wann hatten wir zu DDR-Zeiten schon mal mit Unfällen zu tun? Nun war diese Hilfeleis-

tung schon fast so oft erforderlich, wie Brände zu löschen.“ Neue Technik erhielten sie dafür auch. Ein 1990 angeschaffter Spreizer ist bis heute im Einsatz. red/bob

2005 gab es einen neuen VW-Bus für die Wehr. Den alten (l.) Foto: pr hatte 1991 die Partnerwehr aus Lübbecke spendiert.

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KITAS UND SCHULEN Nach der Wende begann in Bad Liebenwerda die Schließung von Kindergärten aufgrund zu geringer Auslastung. Es traf die Einrichtungen Goethestraße, Schweizerhaus und Schloßäckerstraße. In den Ortsteilen wurden die Kitas in Zobersdorf, Prieschka, Maasdorf, Lausitz, Burxdorf, Kosilenzien und Dobra dichtgemacht. Wechsel von kommunalen Einrichtungen in freie Trägerschaft gab es als erstes bei der Kita „Waldhaus“. Es folgten 2003 Oschätzchen, Kröbeln und die „Villa Kunterbunt“ als Kitaverbund. Im August 1992 eröffnete die Diakonie die Kindertagesstätte „Sankt Martin“ in Bad Liebenwerda. Ab Januar 2008 öffnete der Mühlenhof Lausitz die Kita „Mühlenhof“, die in freier Träger-

schaft geführt wird. Laut Betriebserlaubnis werden nun zehn Einrichtungen mit 593 Plätzen in Bad Liebenwerda und den Ortsteilen vorgehalten, die Auslastung mit Stichtag 1. September 2009 beläuft sich auf 450 Kinder. Im Schulbereich war die Schließung der Grundschulen und Horte in Theisa (1998), Zobersdorf und Neuburxdorf (2006) unumgänglich. Des Weiteren erfolgten die Verlegung der Oberschule Thalberg nach Bad Liebenwerda, die Schließung des EchtermeyerGymnasiums in Bad Liebenwerda und die Übergabe der RobertReiss-Oberschule an den Landkreis. In Bad Liebenwerda entstand 2007 das Grundschulzentrum als verlässliche Halbtagsschule. red/Büttner

Vom VEB zur Mineralquelle Einbruchmeldeanlagen

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Auch die Mineralquellen Bad Liebenwerda gehören zur Nach-Wende-Geschichte Bad Liebenwerdas. 1954 einst als Obst-, Süßmost- und Weinkelterei gegründet, wurde der Betrieb 1972 verstaatlicht. Als VEB Getränke Bad Liebenwerda entwickelte sich der Betrieb bis zur Wendezeit zum leistungsstärksten Abfüllbetrieb im Raum Cottbus. Ende 1990 wurde das Unternehmen von der Treuhand übernommen und Mitglied der RhönSprudel-Gruppe, einer der größten Mineralbrunnen Ostdeutschlands. Mit insgesamt sieben Mineralbrunnen sowie

203 Mitarbeitern produziert das mittelständische Unternehmen aus Südbrandenburg jährlich über 180 Millionen Füllungen. Das Absatzgebiet erstreckt sich auf alle neuen Bundesländer, wobei sich das Kerngebiet auf einen Umkreis von etwa 200 Kilometern um den Produktionsstandort konzentriert. Kernkompetenz ist das quellgesunde Bad Liebenwerdaer Mineralwasser sowie Produkte auf der Basis des „Quellgesunden“, die sich am Gesundheits- und veränderten Ernährungsbewusstsein der modernen Verbraucher orientieren.

Was genau ich am Wendetag gemacht habe, weiß ich heute nicht mehr. Ich war gerade 20 Jahre alt und absolvierte meine Ausbildung zum Möbelkaufmann. Der Fall der Mauer wurde sofort Thema in unserer Familie. Wir hatten bereits zu DDR-Zeiten entfernte Verwandte bei Dresden, die wir regelmäßig besuchten. Nach dem Mauerfall folgte dementsprechend auch schnell ein Besuch, da mein Vater die feste Absicht hatte, in der Nähe von Dresden ein Möbelhaus zu eröffnen. Pünktlich mit der Währungsunion am 2. Juli 1990 haben wir unser Geschäft in Wilsdruff in einer ehemaligen Blumenverkaufshalle eröffnet. Der Erfolg war großartig, so dass wir uns stetig vergrößerten. I Wir gehören heute zum Europa-Möbelverbund mit etwa 2000 Möbelanschlusshäusern, die gemeinschaftlich einkaufen. Dadurch ist es auch kein Problem, mit den Großflächenanbietern zu konkurrieren. I Wir bieten das komplette Möbelprogramm an, wie zum Beispiel Küchen, Wohnmöbel, Schlafzimmer, Wasserbetten, Matratzen, Speisezimmer, Jugendzimmer und Garderoben. I Wir beraten auf Wunsch unsere Kunden auch zu Hause bei ihnen vor Ort

Joachim Steinfeld

1994, ich hatte gerade mein BWLStudium in Köln abgeschlossen, stieg ich als Geschäftsführer und Gesellschafter mit ins Unternehmen ein. Heute kann ich sagen, dass wir hier sesshaft sind. Unsere Kinder sind hier geboren und gehen hier zur Schule. Auch das Unternehmen hat sich gefestigt. 1979 von meinem Vater im ostfriesischen Leer gegründet, ist das Familienunternehmen Möbel Steinfeld heute an zwei Standorten ansässig. Wir haben Geschäfte in Zeithain und Bad Liebenwerda. Mit Blick auf eine 30-jährige Geschäftstätigkeit können wir sagen, dass wir uns gut in der Region etabliert haben und heute etwa 20 hoch motivierte Mitarbeiter beschäftigen, die zu unserem Unternehmen stehen. Die Regionen Sachsen und Brandenburg haben sich seit dem Jahr

1989 für uns sehr gut entwickelt. Der Straßenbau, die Geschäfte und öffentliche Einrichtungen - in allen Bereichen hat sich etwas getan. Dadurch haben sich Sachsen und Brandenburg zu einer Region entwickelt, in der es sich heute sehr gut leben lässt. KONTAKT Möbel Steinfeld Teninger Straße 6 01619 Zeithain Telefon: 0 35 25/5 29 08 80 Telefax: 0 35 25/5 29 08 90 An der Feuerwache 7 04924 Bad Liebenwerda Telefon: 03 53 41/49 89 41 Telefax: 03 53 41/49 89 42 www.moebel-steinfeld.de info@moebel-steinfeld.de Ansprechpartner: Joachim Steinfeld


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Und jetzt Kurstadt

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Bad Liebenwerda setzt auf Entwicklung im Gesundheits- und Tourismussektor Zu den wichtigsten Entwicklungen seit der Wende gehören in Bad Liebenwerda die Anstrengungen um die Anerkennung als Kurstadt und die damit verbundene Ausrichtung auf den Tourismus. Mit der Erarbeitung des Leitfadens „Kurstadtentwicklung“ beschritt die Stadt früh den Weg, der 1994 mit der – zunächst befristeten – Anerkennung als Kurstadt belohnt wurde. Zu den Meilensteinen gehören Neubau und Modernisierung der heutigen Fontana-Klinik, die

Etablierung der psychotherapeutischen Suchtklinik, die Gründung des Gesundheitszentrums und die Entstehung von Altenund Pflegeheimen. Parallel dazu entstand mit der Lausitztherme Wonnemar 2004 eine Einrichtung, die nicht nur für die Ortsansässigen und ihre Kurgäste ein Anziehungspunkt ist. In der Tourismusentwicklung wurde in das Radwegenetz und die überregionale Anbindung investiert. Strukturen für den Gewässer-

Die Fontana-Klinik.

Archivfoto: Hilbert

tourismus wurden aufgebaut, ein touristisches Leitsystem und Wegeplan erarbeitet und die Anbindung an den Naturpark „Niederlausitzer Heidelandschaft“ gesucht. Insgesamt wurden in den 20 Jahren von verschiedenen Seiten 62 Millionen Euro in der Stadt investiert. Großbaustellen waren etwa der Kurpark, das Haus des Gastes, das Grundschulzentrum, die sanierte Sporthalle und natürlich das Wonnemar. Für die wirtschaftliche Entwicklung war darüber hinaus die Etablierung der beiden Gewerbegebiete Nord und Lausitz wichtig. Neben der Ansiedlung neuer Firmen wie Mineralquellen, Bauer Fruchtsaft oder WTU gelang die Erweiterung oder Neuorientierung ansässiger Firmen wie REISS oder des Kieswerks Zeischa. Auch im Einzelhandel sowie Handels- und Handwerkssegment siedelten sich Gewerbetreibende in der Kurstadt an, die so auch zur 2004 wurde in der Lausitztherme noch gewerkelt. Mittlerweile Versorgung der Kurstädter ihren Beitrag leisten. red/Bragulla lockt das Wonnemar die Besucher in die Kurstadt. Archivfoto: fc

Investitionen in der Kernstadt wie in den Ortsteilen Neben dem Kerngebiet der Stadt waren die Angerbereiche in den Ortsteilen Dobra, Kosilenzien, Zeischa, Maasdorf und Möglenz in den vergangenen 20 Jahren Ziel von Investitionen. In den Ortsteilen wurde im Rahmen der Dorferneuerung und beim Ausbau von Landesstraßen ebenfalls vieles verbes-

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ßen und die nördliche Ortsumfahrung B 101. Weiter wurde in den Neubau des Klärwerks in Bad Liebenwerda mit Schaffung einzelner Ortsnetze investiert, sowie in die Erneuerung der nötigen Trink- und Abwassernetze. Bei der räumlichen Planung waren

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der Flächennutzungsplan für Bad Liebenwerda mit allen Ortsteilen, die Bebauungspläne für Gewerbegebiete, Wohnstandorte und Kurbereiche sowie die Abrundungssatzungen für zwölf Ortsteile wesentliche Schritte, die von der Verwaltung seit der Wende zu erledigen waren.

Sichtbar wurden Veränderungen für die Bürger auch bei 200 Wohngrundstücken, die in den vergangenen 20 Jahren privatisiert wurden, um Gebäude mit den jeweiligen Grundstücken zusammenzuführen. Privatisierungen gab es auch bei den Bungalowsiedlungen in Dobra und Zeischa. red/Bragulla

Einwohner: 10 131

Neue Aufgaben nach 1989 Mit der Wende wechselte in Bad Liebenwerda nicht nur die Führung der Feuerwehr

„Die politische Wende brachte für die Freiwilligen Ortsteile: Feuerwehren erst einmal Burxdorf, keine neuen Aufgaben. Die Dobra, KoFeuer wurden noch genauso silenzien, gelöscht: mit Wasser.“ So die Kröbeln, Langenrieth, Lausitz, knappe Bilanz der Bad LieMaasdorf, Möglenz, Neuburxdorf, benwerdaer FeuerwehrchroOschätzchen, Prieschka, Thalnik. Geändert hat sich dann berg, Theisa, Zeischa und Zoaber doch so einiges.

bersdorf

Bürgermeister: 1988 - 1990 Richard Daschke, bis 1990 SED, hat vor dem Runden Tisch sein Parteibuch abgegeben 1990 - 1991 Ernst Riedel, FDP 1991 - 1993 Heinz Tiemeyer, parteilos 1993 - 1995 Detlev Leißner, SPD 1995 - 1996 Stellvertreter Horst Göhlert als amtierender Bürgermeister, CDU 1996 - 2004 Horst Große, CDU seit 2004 Thomas Richter, CDU Kontakt: www.badliebenwerda.de sekretariat@badliebenwerda.de

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Liebenwerda wechselte 1990 aus unterschiedlichen Gründen die gesamte Führung. Für die neuen Leiter gab es massenweise neue Gesetze, Verordnungen und Anweisungen zu beachten, aber auch neue Technik. So wurden seit der Wende für die Bad Liebenwerdaer und die Ortswehren diverse Fahrzeuge angeschafft. Nach und nach wurde der Fuhrpark fast komplett ausgetauscht. Bereits im Mai 1990 wurde in einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses die Partnerschaft zwischen den Städten Bad Liebenwer-

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da und Lübbecke besiegelt und damit auch die zwischen den Wehren. Im Frühjahr 1991 übergab eine größere Delegation der Lübbecker Freiwilligen Feuerwehr gleich drei ausrangierte Löschfahrzeuge an die Kurstädter, die noch lange Jahre damit arbeiteten. Auch baulich wurde in die Wehren investiert. Bad Liebenwerda und Maasdorf erhielten neue Gerätehäuser. In Thalberg, Lausitz, Zeischa und Kosilenzien wurden die vorhandenen Gebäude saniert. Kleinere Maßnahmen gab es in den anderen Feuerwehren. Jährlich werden zwei bis drei Feuerlöschbrunnen neu gebohrt beziehungsweise die vorhandenen Feuerlöschteiche saniert. Neue Aufgaben fanden die Wehren auch, wie die Bad Liebenwerdaer

Chronik feststellt: „Nach der Wende stieg das Verkehrsaufkommen sprunghaft an. Wann hatten wir zu DDR-Zeiten schon mal mit Unfällen zu tun? Nun war diese Hilfeleis-

tung schon fast so oft erforderlich, wie Brände zu löschen.“ Neue Technik erhielten sie dafür auch. Ein 1990 angeschaffter Spreizer ist bis heute im Einsatz. red/bob

2005 gab es einen neuen VW-Bus für die Wehr. Den alten (l.) Foto: pr hatte 1991 die Partnerwehr aus Lübbecke spendiert.

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KITAS UND SCHULEN Nach der Wende begann in Bad Liebenwerda die Schließung von Kindergärten aufgrund zu geringer Auslastung. Es traf die Einrichtungen Goethestraße, Schweizerhaus und Schloßäckerstraße. In den Ortsteilen wurden die Kitas in Zobersdorf, Prieschka, Maasdorf, Lausitz, Burxdorf, Kosilenzien und Dobra dichtgemacht. Wechsel von kommunalen Einrichtungen in freie Trägerschaft gab es als erstes bei der Kita „Waldhaus“. Es folgten 2003 Oschätzchen, Kröbeln und die „Villa Kunterbunt“ als Kitaverbund. Im August 1992 eröffnete die Diakonie die Kindertagesstätte „Sankt Martin“ in Bad Liebenwerda. Ab Januar 2008 öffnete der Mühlenhof Lausitz die Kita „Mühlenhof“, die in freier Träger-

schaft geführt wird. Laut Betriebserlaubnis werden nun zehn Einrichtungen mit 593 Plätzen in Bad Liebenwerda und den Ortsteilen vorgehalten, die Auslastung mit Stichtag 1. September 2009 beläuft sich auf 450 Kinder. Im Schulbereich war die Schließung der Grundschulen und Horte in Theisa (1998), Zobersdorf und Neuburxdorf (2006) unumgänglich. Des Weiteren erfolgten die Verlegung der Oberschule Thalberg nach Bad Liebenwerda, die Schließung des EchtermeyerGymnasiums in Bad Liebenwerda und die Übergabe der RobertReiss-Oberschule an den Landkreis. In Bad Liebenwerda entstand 2007 das Grundschulzentrum als verlässliche Halbtagsschule. red/Büttner

Vom VEB zur Mineralquelle Einbruchmeldeanlagen

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Auch die Mineralquellen Bad Liebenwerda gehören zur Nach-Wende-Geschichte Bad Liebenwerdas. 1954 einst als Obst-, Süßmost- und Weinkelterei gegründet, wurde der Betrieb 1972 verstaatlicht. Als VEB Getränke Bad Liebenwerda entwickelte sich der Betrieb bis zur Wendezeit zum leistungsstärksten Abfüllbetrieb im Raum Cottbus. Ende 1990 wurde das Unternehmen von der Treuhand übernommen und Mitglied der RhönSprudel-Gruppe, einer der größten Mineralbrunnen Ostdeutschlands. Mit insgesamt sieben Mineralbrunnen sowie

203 Mitarbeitern produziert das mittelständische Unternehmen aus Südbrandenburg jährlich über 180 Millionen Füllungen. Das Absatzgebiet erstreckt sich auf alle neuen Bundesländer, wobei sich das Kerngebiet auf einen Umkreis von etwa 200 Kilometern um den Produktionsstandort konzentriert. Kernkompetenz ist das quellgesunde Bad Liebenwerdaer Mineralwasser sowie Produkte auf der Basis des „Quellgesunden“, die sich am Gesundheits- und veränderten Ernährungsbewusstsein der modernen Verbraucher orientieren.

Was genau ich am Wendetag gemacht habe, weiß ich heute nicht mehr. Ich war gerade 20 Jahre alt und absolvierte meine Ausbildung zum Möbelkaufmann. Der Fall der Mauer wurde sofort Thema in unserer Familie. Wir hatten bereits zu DDR-Zeiten entfernte Verwandte bei Dresden, die wir regelmäßig besuchten. Nach dem Mauerfall folgte dementsprechend auch schnell ein Besuch, da mein Vater die feste Absicht hatte, in der Nähe von Dresden ein Möbelhaus zu eröffnen. Pünktlich mit der Währungsunion am 2. Juli 1990 haben wir unser Geschäft in Wilsdruff in einer ehemaligen Blumenverkaufshalle eröffnet. Der Erfolg war großartig, so dass wir uns stetig vergrößerten. I Wir gehören heute zum Europa-Möbelverbund mit etwa 2000 Möbelanschlusshäusern, die gemeinschaftlich einkaufen. Dadurch ist es auch kein Problem, mit den Großflächenanbietern zu konkurrieren. I Wir bieten das komplette Möbelprogramm an, wie zum Beispiel Küchen, Wohnmöbel, Schlafzimmer, Wasserbetten, Matratzen, Speisezimmer, Jugendzimmer und Garderoben. I Wir beraten auf Wunsch unsere Kunden auch zu Hause bei ihnen vor Ort

Joachim Steinfeld

1994, ich hatte gerade mein BWLStudium in Köln abgeschlossen, stieg ich als Geschäftsführer und Gesellschafter mit ins Unternehmen ein. Heute kann ich sagen, dass wir hier sesshaft sind. Unsere Kinder sind hier geboren und gehen hier zur Schule. Auch das Unternehmen hat sich gefestigt. 1979 von meinem Vater im ostfriesischen Leer gegründet, ist das Familienunternehmen Möbel Steinfeld heute an zwei Standorten ansässig. Wir haben Geschäfte in Zeithain und Bad Liebenwerda. Mit Blick auf eine 30-jährige Geschäftstätigkeit können wir sagen, dass wir uns gut in der Region etabliert haben und heute etwa 20 hoch motivierte Mitarbeiter beschäftigen, die zu unserem Unternehmen stehen. Die Regionen Sachsen und Brandenburg haben sich seit dem Jahr

1989 für uns sehr gut entwickelt. Der Straßenbau, die Geschäfte und öffentliche Einrichtungen - in allen Bereichen hat sich etwas getan. Dadurch haben sich Sachsen und Brandenburg zu einer Region entwickelt, in der es sich heute sehr gut leben lässt. KONTAKT Möbel Steinfeld Teninger Straße 6 01619 Zeithain Telefon: 0 35 25/5 29 08 80 Telefax: 0 35 25/5 29 08 90 An der Feuerwache 7 04924 Bad Liebenwerda Telefon: 03 53 41/49 89 41 Telefax: 03 53 41/49 89 42 www.moebel-steinfeld.de info@moebel-steinfeld.de Ansprechpartner: Joachim Steinfeld


14 VISITENKARTE Mühlberg Einwohner: 4334 Ortsteile: Altenau, Brottewitz, Fichtenberg, Koßdorf, Martinskirchen Bürgermeister: 1978–1992 Hans-Georg Schulz (SED, später parteilos) 1992–2008 Dieter Jähnichen (bis 2001 Amtsdirektor/ parteilos) seit 2008 Hannelore Brendel (parteilos)

STADT MÜHLBERG/ELBE & AMT SCHLIEBEN

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Erfolg mit Gewerbegebieten

Mühlberg hat die Spuren seiner Geschichte aufgefrischt und sich neuen Möglichkeiten zugewandt

Elsterwerda lockt die Wirtschaft an

Die Stadt hat sich herausgeputzt: Mit Schloß, historischer Altstadt und vor allem dem Kloster hat Mühlberg jede Menge historischer Bausubstanz, die nach umfassenden Sanierungsarbeiten in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr zum Tragen kommt.

Die Zeit nach der Wende war und ist in Elsterwerda durch Umwälzungen geprägt. Auszeichnungen wie 2005 als „Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Brandenburg“ belegen das. Doch das Rathaus sah auch harte Stunden.

Das Schweigen beendet

Als Bild im Kopf ist vielen Bürgern der Brand des Rathauses geblieben. Auch wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zum Verkauf des Stadthauses führten, belasten den Etat der Stadt bis heute. Doch so schlecht hat sich Elsterwerda in den vergangenen Jahren nicht entwickelt. Das belegen die erfolgrei-

Größtes Infrastrukturprojekt der vergangenen 20 Jahre in Mühlberg war der Neubau der Ende 2008 eröffneten Elbbrücke durch den Freisstaat Sachsen und das Land Brandenburg. Archivfoto: ddp

katholischer Kirche, die hier ein geistliches Zentrum einrichten möchte, und Stadt Mühlberg. Auch in den Ortsteilen, die sich 2001 mit Mühlberg zusammenschlossen, ist vieles passiert. Kulturhistorisch bedeutsam: Das Barockschloss Martinskirchen, dessen Marmorsaal sowie Fenster und Fassaden erneuert wurden. In Martinskirchen entstand aus einem

alten Konsum ein Sportlerheim, in Brottewitz entstand ein Dorfgemeinschaftshaus. In allen Ortsteilen wurden Straßen und Straßenbeleuchtung erneuert. Aus einem alten Technikstützpunkt in Brottewitz wurde ein Feuerwehrdepot. Das Mühlberger Depot wurde saniert und für Einsatztechnik des Kreises und des Bundes erweitert. Im Guten wie auch manchmal im

Viel Geld investiert eingesetzt, der sich zum touristischen und kulturellen Mittelpunkt der Stadt und des Amtes entwickelt hat. Gute Voraussetzungen für die Betreuung und Bildung von Kindern

und Jugendlichen werden im Amt Schlieben als wichtige Voraussetzung angesehen, um junge Familie in der Region zu halten. Froh ist man daher, dass die Grund- und Oberschule Schlieben und die

Allein in den Abwasserbereich flossen Investitionen in Höhe von elf Millionen Euro, davon 3,6 Millionen Euro für die Kläranlage und 7,4 Millionen für den Kanalbau. Hinzu kamen mehr als zwei Millionen Euro für den Bereich Trinkwasser. Der Anschlussgrad beträgt im gesamten Amtsbereich 100 Prozent.

Schlieben

Grundschule Hohenbucko in ihrem Bestand erhalten werden konnten. In beide Schulen wurde kräftig investiert (Schlieben: 900 000 Euro, Hohenbucko: 220 000 Euro). Im Amtsbereich existieren darüber hinaus Kindertagesstätten in Schlieben, Naundorf, Hohenbucko, Kolochau und Lebusa. In die einzelnen Einrichtungen wurden Summen zwischen 54 000 und 175 000 Euro investiert.

Partner gefunden

Fünf Kitas im Amt

Zu einem kulturellen und touristischen Zentrum hat sich der rekonstruierte Drandorfhof in Schlieben entwickelt. Archivfoto: Gückel

Schlechten: Die Elbe prägt Mühlberg und seine Ortsteile. Durch gemeinsames Handeln und Glück blieb man in den Flutjahren 2002 und 2006 vor Überflutungen verschont. Wichtig für die Anbindung in Richtung Sachsen war die 2008 erfolgte Eröffnung der neuen Elbebrücke. Künftig soll der Hafen der Stadt wieder aktiviert und genutzt werden. red/bä

chen Ansiedlungen in den drei Gewerbegebieten. Das erste wurde mit dem 1. Spatenstich am 2. Oktober 1990 ins Leben gerufen. Hier, im Industrie- und Gewerbegebiet Ost, steht das Milchwerk, heute Campina, als einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Hinzu kommen Gizeh, Holzzentrum Theile, Impulsa AG und viele Unternehmen mehr. Im Gewerbegebiet West gelang die Umwandlung einer ehemaligen Industriefläche zu einem modernen Industrieort. Nächster Schritt ist nun das Industriegebiet Nord, wo bereist erste kleine Ansiedlungen erfolgten sind. Dennoch gab es auch Rückschläge. So misslang die Ansiedlung einer Backwarenfirma. Rathaus und Stadthaus stehen für gute wie schlechte Zeiten.

Viele Gebäude wurden saniert 20 Jahre Wende haben in Elsterwerda an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen. Zu sehen ist das etwa an der Altstadtsanierung seit 1994, am sanierten Rathaus und Stadthaus, am Elsterschloss samt Schlosspark, an der Erweiterung

der Turnhalle West oder an der Sanierung der Gesamtschule. Auch in die Infrastruktur flossen viele Millionen Euro, etwa 1993 für das Klärwerk, für den neuen Busbahnhof samt Park- & Ride-Parkplatz oder den Aufbau der zentra-

In allen Ortsteilen des Amtes Schlieben bestehen freiwillige Feuerwehren, deren Gerätehäuser und Ausrüstungen mit insgesamt 860 000 Euro unterstützt wurden. Viele Kameraden legten bei den notwendigen Baumaßnahmen Hand mit an. Wiederbelebt werden konnte das Gewerbegebiet Schlieben/Berga, wo Firmen wie Viezke Metallprodukte oder LDS Computerservice Arbeitsplätze für die Region schufen. Ein Gewerbekatalog gibt Auskunft darüber, welche Unterneh-

Einwohner: 5988 Ortsteile: Fichtwald mit Ortsteilen Hillmersdorf, Naundorf und Stechau, Hohenbucko mit Proßmarke, Kremitzaue mit Kolochau, Malitschkendorf und Polzen, Lebusa mit Freileben und Körba, Schlieben (Stadt) mit Frankenhain, Jagsal, Oelsig, Wehrhain und Werchau

Das Milchwerk ist größter Arbeitgeber.

Archivfotos: Rösler

len Schmutzwasserentsorgung in der gesamten Stadt. Auch zahlreiche Straßen im Altstadtgebiet und in den Ortsteilen wurden über die Jahre von den jeweiligen Trägern modernisiert und repariert, wenngleich hier noch etliche Arbeiten unvollendet sind oder auf ihre Erledigung warten. Auch private Investoren hinterließen Spuren in der Stadt. Die größten Projekte sind hierbei das Milchwerk, diverse Ansiedlungen im Industriegebiet Ost, der Neubau der Elstercenter I & II, die Tennisfreianlage und -halle, die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und die zahlreichen Wohngebäudesanierungen. red/Hennig

SOZIALE STADT UND STADT MIT SCHULEN Die Sicherung der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur gehört zu den Kernaufgaben der Verwaltung. Elsterwerda kann seit der Wende auf viele erfolgreiche Schritte verweisen, so die Kindertagesstättentwicklung. Aber auch dem demografischen Wandel wurde Rechnung getra-

VISITENKARTE

Elsterwerda Einwohner: 8927

VISITENKARTE

Infrastruktur, Schulen und Kitas wurden im Amt Schlieben auf einen modernen Stand gebracht

Große Summen flossen auch in die Erneuerung der Straßen, Plätze und Straßenbeleuchtungen: 21 Millionen Euro wurden hierfür aufgewendet. Im Bereich Hochbau flossen 5,5 Millionen Euro. Davon wurden 1,9 Millionen Euro für die Rekonstruktion des Drandorfhofes

STADT ELSTERWERDA

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Brückenschlag in die Zukunft

Seit 1991 ist Mühlberg im Stadtsanierungsprogramm – verbunden mit dem höchsten Fördersatz, aber auch vielen Auflagen des Denkmlaschutzes. Was geschaffen wurde, kann sich sehen lassen: Mühlberg ist zu einer Perle an der Elbe geKontakt: worden, die auch immer wieder www.muehlberg-elbe.de Gäste findet. Oft sind es Radtourisstadt-muehlberg@t-online.de ten, die über den Elbradweg oder andere Fernradwege oder über den vom Kulturamt des Landkreises initiierten Radweg „Kohle-Wind und Wasser“ in die Stadt finden. Mittel von Bund, Land und Deutscher Stiftung Denkmalschutz Erst der Mauerfall beendete das machten und machen die SanieSchweigen: Kurz nach der Wende rung des Klosterbereichs und der begann die Initiativgruppe Lager Mühlberg mit der Aufarbeitung der Klosterkirche möglich, Sponsoren Geschichte des ehemaligen sowje- wie die Volksbank Elsterland und der Klosterförderverein tragen tischen Speziallagers Mühlberg. ebenfalls dazu bei, dass das KlosJährlich findet seither ein Mahnter Marienstern restauriert wird. und Gedenktreffen mit vielen LaGrundlage der Sanierung des Klosgerinsassen und deren Angehörigen statt. bä ters ist ein Pachtvertrag zwischen

In die Infrastruktur des Amtes Schlieben sind seit dem Mauerfall jede Menge Mittel geflossen. Der Ausbau von Straßen sowie der Aufbau von Trinkwasser- und Abwassernetzen stellten die Schwerpunkte dar.

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gen, so beim Umbau einer ehemaligen Kindereinrichtung in ein betreutes Wohnen für Senioren. Für die medizinische Versorgung gibt es sechs Hausärzte, zwölf Fach- und zehn Zahnärzte, sechs Pflegedienste, zwei Sanitätsfachgeschäfte und vier Apotheken. Elsterwerda ist weiter eine Stadt

mit Schulen in Form von Elsterschloss-Gymansium, Oberschule mit Grundschulteil, Oberstufenzentrum, Förderschule und der Außenstelle der Musikschule. Hinzu kommen Kultureinrichtungen wie Stadtbibliothek, Kleine Galerie Hans Nadler, Elbe-ElsterHalle und Holzhof-Center.

Ortsteile: Kraupa, Biehla, Krauschütz, Kotschka Bürgermeister: 1975 - 1991 Wolf-Dieter Schwarz (SED) 1991 - 1994 Alfred Janko (CDU) 1994 - 2002 Peter Schwarz (SPD) seit 2002 Dieter Herrchen (parteilos) Kontakt: www.elsterwerda.de stadtelsterwerda@t-online.de

AUSZEICHNUNGEN Seitd er Wende hat die stadt Elsterwerda mehrmals Auszeichnungen für ihre Arbeit erhalten Einige Besipiele: 쏆 „Wirtschaftsfreundlichste Kommune des Landes Brandenburg“ 2005 쏆 Preis des polnischen Bot-

schafters in Deutschland für die beste deutsch-polnische Städtepartnerschaft im Jahr 2005 쏆 „Kommune des Jahres 2005“ verliehen durch die Sparkasse Elbe-Elster 쏆 „Kommune des Jahres 2007“, Sparkasse Elbe-Elster

Manches ging verloren oder war in Gefahr Neben vielen positiven Entwicklungen gibt es auch Einiges, das in den vergangenen 20 Jahren nicht nach Wunsch gelaufen ist. Verwiesen sei hier auf den Verlust des Postplatzes als innerstädtischen Festplatz, das Aus für Freibad und Kino oder die Schließung von Fach-

bereichen im Krankenhaus. Der Verkauf des Stadthauses und die Schließung der Ratsstuben stellten ebenso bittere Stunden dar wie das schwere Bahnhofsunglück im Jahr 1997 oder die Brände am Rathaus 1995 und am Vöwa-Plattenwerk 1997.

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men im Amtsbereich zu finden sind. Die Entwicklungspotenziale des Bundeswehrstandortes Schönewalde/Holzdorf versucht das Amt gemeinsam mit seinen Partnern aus dem Netzwerk Städtebund Elbe-Elsteraue zu erschließen. red/bä

Motoristencenter Packroff Eines der Markenzeichen Elsterwerdas ist die Historische Einkaufsnacht im September. Auch das Frühlingsfest, die Gartentage und die Suppenmeile haben sich zur Tradition entwickelt.

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STADT FALKENBERG/ELSTER

VISITENKARTE

Falkenberg/Elster Einwohner: 7378 Ortsteile: Beyern, Großrössen, Kölsa, Schmerkendorf, Rehfeld

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Pionierarbeit am Flugfeld Falkenberg hat viel in die Stadtsanierung und die Schaffung von Gewerbeflächen investiert Die Stadt Falkenberg mit ihren Ortsteilen hat in ihrer Entwicklung seit 1989 umfangreiche Veränderungen erfahren. Es wurden beachtliche Investitionen umgesetzt, die derzeitig das Stadtbild und Umland prägen.

Bürgermeister: 1976–1990 Gerhard Mollenhauer (SED) 1990–2002 Peter Wolfframm So zum Beispiel haben die Europäi(CDU) sche Union und das Land Brandenseit 2002 Herold Quick (parteilos) burg erhebliche Mittel für die KonKontakt: www.falkenberg-elster.de rathaus-falkenberg-elster@t-online.de

Bürger bringen sich mit ein Für das ehrenamtliche Engagement der Falkenberger Bürgerinnen und Bürger hat Bürgermeister Herold Quick ein Wort: „Lobenswert!“. 58 Vereine und Arbeitsgemeinschaften existieren in Stadt und Ortsteilen. Dass die Stadt 2003 mit dem Titel „Kommune des Jahres“ , 2004 mit dem Titel „Sportlichste Stadt“ , 2007 als „Naturschutzkommune“ und 2008 vom Land Brandenburg als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet wurde, habe auch mit diesem Engagement zu tun. Stolz sei man auch, dass Rehfeld 2002 und Beyern 2005 als Kreissieger aus dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hervorgingen. „Und 2008 belegte Großrössen einen hervorragenden zweiten Platz“, berichtet der Bürgermeister stolz. bä

version, also die zivile Nutzung ehemaliger militärischer Flächen, auf dem Flugplatz Falkenberg/Lönnewitz nach dem Abzug der russischen Streitkräfte bereitgestellt. Gemeinsam mit der Stadt Mühlberg galt es, 560 Hektar für die zivile Nutzung herzurichten.

Impulse gesetzt

Flächen des ehemaligen Militärflughafens Lönnewitz, im Bild eine Aufnahme aus dem Jahr 1999, Archivbild: Rosenhahn sind zum Gewerbegebiet weiterentwickelt worden.

Mit der Erarbeitung eines Städtebaulichen Rahmenplanes wurden die Voraussetzungen für ein 70 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet geschaffen. Bis heute haben sich dort fünf Betriebe angesiedelt, die 77 Arbeitnehmer beschäftigen. „Stellvertretend für alle möchte ich den Geschäftsführer der UESA GmbH, Helmut Hoffmann, nennen, der dort Pionierarbeit geleistet hat und viele andere Aktivitäten unterstützt“, so Bürgermeister Herold Quick. Mit den Anbindungen zur B 183 sowie der Mühlberger Straße wurden für diese Konversionsfläche wichtige verkehrliche Infrastrukturen geschaffen. Weitere Kapazitäten für Gewerbeansiedlungen in Falkenberg entstanden mit der Ausweisung eines 15 Hektar großen Gewerbegebietes im nördlichen Bereich des ehemaligen Flugplatzes, wo sich

ebenfalls Betriebe ansiedelten. Um die Städtebauförderung anzuschieben, erarbeitete die Stadt Anfang der 90er-Jahre einen Rahmenplan. „In diesem Jahr blicken wir auf 15 Jahre Stadtsanierung zurück, in denen wesentliche Sanierungsziele umgesetzt wurden“, sagt der Bürgermeister. Beispielhafte Projekte für den Erhalt der Gebäudesubstanz seien die evangelische Kirche und das „Berliner Eck“ in der Bahnhofstraße. „Im Rahmen der Stadtsanierung konnten auch der Sportkomplex in der Ludwig-Jahn-Straße einschließlich Turnhalle und Vorplatz komplett saniert werden“, so Quick weiter. „Und mit der Gestaltung des Marktes wurde eine kleine Oase im Grünen geschaffen.“ Am gleichen Ort entstand 2004 ein Senioren- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt,

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Regionalverband Brandenburg Süd. Weiterhin konnte im Jahr 2000 auf dem ehemaligen Gelände der Molkerei das „Haus des Gastes“ seiner Bestimmung übergeben werden. „Eine wichtige Investition, die dazu beiträgt, das gesellschaftliche und kulturelle Leben in unserer Stadt zu fördern und zu unterstützen“, urteilt das Stadtoberhaupt.

Richtig entschieden Darüber hinaus biete es für die ganze Region Möglichkeiten für verschiedene Veranstaltungen. Parallel dazu warte das Erholungsgebiet „Kiebitz“ mit optimalen Bedingungen für die Freizeitgestaltung auf. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten viel in die Infrastruktur investiert. Es entstanden ein Campingplatzgebäude und ein

Campingplatz mit modernster Ausstattung. Mit großer Wasserrutsche und Skaterbahn am Standort sind Investitionen für Kinder und Jugendliche getätigt worden. Auch für die Lernbedingungen von Kindern und Jugendlichen wurden erhebliche Mittel bereitgestellt. Für die Astrid-Lindgren-Grundschule wurde mit einem modernen Anbau dem Profil „Schule von Morgen“ Rechnung getragen. An der Oberschule und dem beruflichen Gymnasium kann nach wie vor das Abitur abgelegt werden. „Die Abgabe der Trägerschaft für diese beiden weiterführenden Schulen im Jahr 2004 an den Kreis war keine leichte Entscheidung, aber die richtige“, schätzt der Bürgermeister ein. „Bis zum Jahre 2011 wird der Landkreis Elbe-Elster hier rund 6,5 Millionen Euro investieren.“ red/bä

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Die Eisenbahnerstadt Falkenberg hat auch Federn lassen müssen. „Nicht glücklich sind wir über die Situation bei der Deutschen Bahn", erklärt Bürgermeister Herold Quick. Nach der Wende seien etwa 2 000 Arbeitsplätze weggebrochen. „Die Bahn hat sich nicht mehr um ihre riesigen baulichen Anlagen gekümmert und sie vernachlässigt.“ Die Falkenberger hoffen, dass sich das in Zukunft wieder ändern und

die Bahn mehr Bedeutung bekommen wird. Ein Hoffnungsschimmer sei die Erneuerung des Kreuzungsbauwerkes und die neue Brücke in Richtung Herzberg. „Leider sind auch mit der Schließung der Schuhfabrik und des Kalksandsteinwerkes wichtige Arbeitsplätze verloren gegangen, im Dienstleistungssektor und im Handwerk gab es Strukturveränderungen“, schildert Quick. Schmerz-

lich war der Weggang der Firma DELKO mit 70 Arbeitsplätzen. Doch es gibt auch Positives: „Die Elektroindustrie hat sich mit den Firmen UESA GmbH, Tyco Electronics Raychem GmbH und die Heller Elektro-Hausgeräte GmbH gefestigt und bietet vielen Menschen einen Arbeitsplatz.“ Auch die Landwirtschaft habe einen hohen Stellenwert – schließlich sei die Region hauptsächlich ländlich geprägt.

Gutes Gefüge, gutes Miteinander Kommunalpolitisch gab es in den vergangenen 20 Jahren verschiedene Etappen zu bewältigen. Die Bildung des Amtes Falkenberg/Uebigau im September 1992 führte zwei Städte und neun Gemeinden

zusammen. Die Gemeindegebietsreform 2001 hatte zur Folge, dass sich das Amt in einem demokratischen Prozess wieder auflöste und eine neue Körperschaft mit der Kernstadt Falkenberg entstand.

„Heute gehören zur Stadt die Ortsteile Beyern, Großrössen, Kölsa, Rehfeld und Schmerkendorf – ein gutes Gefüge mit einem guten Miteinander“, beurteilt Bürgermeister Herold Quick die Situation. bä

STADT UEBIGAU-WAHRENBRÜCK

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Firmenwachstum begleitet

VISITENKARTE Uebigau-Wahrenbrück Einwohner: 6007 Ortsteile: Bahnsdorf, Beiersdorf, Beutersitz, Bomsdorf, Bönitz, Domsdorf, Drasdo, Kauxdorf, Langennaundorf, Marxdorf, München/Elster, Neudeck, Prestewitz, Rothstein, Saxdorf, Uebigau, Wahrenbrück, Wiederau, Wildgrube, Winkel, Zinsdorf Bürgermeister / Amtsdirektoren: Wahrenbrück 1976-93 Jürgen Wegeleben (Bürgermeister/ SED/SPD) 1992-98 Donald Leske (Amtsdirektor/FDP) Uebigau 1990-92 Ulrich Jachmann (FDP) Stadt Uebigau-Wahrenbrück 2002 Heinz-Gernot Winkler (parteilos) 2002/03 Jürgen Wegeleben (amtierend) seit 2003 Andreas Claus (parteilos) Kontakt: www.uebigau-wahrenbrueck.de info@uebigau-wahrenbrueck.de

Im Stadtgebiet von Uebigau-Wahrenbrück gibt es mehrere wirtschaftliche Leuchttürme In wirtschaftlicher Hinsicht, da ist sich Andreas Claus sicher, gibt es aus UebigauWahrenbrück durchaus Positives zu berichten. Der Bürgermeister kann hierbei nicht nur auf ein gut entwickeltes Gewerbegebiet in Uebigau verweisen. Mit den beiden Unternehmen UESA GmbH und der EFEN GmbH hat das Uebigauer Gewerbegebiet zwei „Schwergewichte“ an Bord. Beide Firmen haben sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und die Beschäftigtenzahlen stetig erhöht. Gegenüber dem Jahr 1990 habe sich die Mitarbeiterzahl bei UESA verdoppelt, betont der Bürgermeister. Leuchttürme gibt es jedoch auch in anderen Teilen des großflächigen Stadtgebietes: Zu nennen wären die Firma Predl in Bönitz, deren Weiterentwicklung die Kommune mit ihren Möglichkeiten begleitet, und die Firmen Schiffler Möbel in Wahrenbrück und Albrecht & Jäcker Metallbau, deren Entwicklung ebenfalls von der Stadt unterstützt wird. „Hervorzuheben sind auch die stabilen Landwirtschaftsunter-

Die Erweiterungspläne, die Manfred Predl (r.) im Jahr 2002 für sein Unternehmen umzusetzen Archivfoto: fc begann, sind längst abgeschlossen. Inzwischen sind wieder Erweiterungen geplant.

nehmen in der Stadt sowie der Erhalt kleiner Gewerbestrukturen im ganzen Stadtgebiet“, ergänzt Claus. Die Verantwortlichen in der Stadt hätten in Kooperation mit den Unternehmen stets für gute Rahmenbedingungen gesorgt und schnell erforderliche Planungs- und

Genehmigungsprozesse unterstützt, so der Bürgermeister weiter. Zielgerichtet habe man Brachflächen in den Ortsteilen Uebigau und Wiederau zurückgebaut und dort Neuansiedlungen der Staudengärtnerei Manig und des Gewässerunterhaltungsverbandes Kre-

mitz-Neugraben unterstützt. Als „Innovativer Energieort“ versuche die Stadt zudem neue Wege zu gehen und sich im Bereich der dezentralen Energieerzeugung aus regenerativen Quellen zu profilieren, weist Andreas Claus auf aktuelle Bemühungen hin. red/bä

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STADT UEBIGAU-WAHRENBRÜCK

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STADT HERZBERG

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Vereine sind Partner samten Stadtgebiet sind Jugendclubs erhalten und weiterentwickelt worden“, so Claus. Die nicht einfache Aufgabe, die ärztliche Grundversorgung in einem ländlichen Territorium sicherzustellen, ist aus Sicht des Bürgermeisters gelungen. Mit der Bildung eines Seniorenbeirates und der Organisation von Senioren habe man die ältere Bevölkerung in das kommunale Leben integriert. Im gesamten Stadtgebiet unterstütze die Kommune die Kultur-, Heimat-, Schützen- und Sportvereine. Gemeinsam mit Partnern begleite man die Sicherung und Aufarbeitung des kulturellen Erbes in der Region. Zu diesen Partnern zählt Andreas Claus unter anderem den Saxdorfer Kunst- und Kultursommer, verschiedene Heimatvereine, Gegen den Strom anfänglicher Zweifel hat sich die Idee des Gewässertourismus in der Region inden Freundeskreis der Louise Archivfoto: privat zwischen durchgesetzt. Domsdorf und weitere Initiativen. Zum sozialen Engagement der Stadtverwaltung gehört es den Worten des Bürgermeisters zufolge, „unermüdlich und überdurchschnittlich“ für die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten über den zweiten Arbeitsmarkt im EinDie Idee des Gewässertourismus nahm in Uebigau-Wahrenbrück ihren Anfang satz zu sein. red/bä den Gewässertourismus investiert ne Spreewald in Wahrenbrück hat Die Kleine und vor allem die eine stete Aufwertung erfahren, worden, wobei 90 Prozent der Schwarze Elster prägen die die Brikettfabrik Louise hat sich Summe gefördert wurden. „Das Landschaft im Gebiet der Stadt Uebigau-Wahrenbrück. Projekt wird angenommen, und es zum Anziehungspunkt entwickelt, im Saxdorfer Pfarrgarten wird KulKein Wunder, dass das Thema sind erste Existenzgründungen im Umfeld des Gewässertourismus zu tur auf hohem Niveau geboten. „Wasser“ in der Kommune Radwege sind im ganzen Stadtgeeine große Rolle spielt. biet ausgebaut worden. „Die steigenden Übernachtungszahlen zeiAm Anfang war es bloße Vision: Als gen, dass unsere Angebote immer die Idee des Gewässertourismus in besser werden“, urteilt der BürUebigau-Wahrenbrück ihren Angermeister. fang nahm, da hielten es viele in Stark verbessert hat sich die Wasder Region noch für Spinnerei, mit serqualität der Kleinen und der dem Boot die Elster entlang zu fahSchwarzen Elster in den vergangeren. Inzwischen gilt das Vorhaben, nen 20 Jahren. Der Fischbestand das Bürgermeister Andreas Claus ist zurückgekehrt, und es hat sich mit viel Engagement vorangetriewieder eine biologische Vielfalt ben hat, als salonfähig. Ein städteeingestellt. Immer mehr ins Beübergreifendes Gewässertouriswusstsein rückt der Zustand der muskonzept ist entworfen worden. Uebigaus Stadtkern, hier ein Fachwerkhaus am Markt, hat sich Schwarzen Elster, für die es RenaEs soll Motor für eine touristische Archivfoto: gü und gewerbliche Regionalentwickzu einem Schmuckstück entwickelt. turierungspläne gibt. Denn die Theverzeichnen“, schildert Claus das men Wasserrückhalt und Landbisherige Ergebnis. lung sein, wie Uebigau-WahrenParallel sind an verschiedenen Or- schaftswasserhaushalt spielen aus brücks Bürgermeister erklärt. AlSicht von Andreas Claus angesichts lein in Uebigau-Wahrenbrück seien ten im Stadtgebiet Angebote entdes Klimawandels künftig eine bestanden, die den touristischen inzwischen 1,5 Millionen Euro in red/bä den Aufbau einer Infrastruktur für Wert der Region steigern: Der Klei- deutende Rolle. on mit den Wasserverbänden saMithilfe von Investitionen in Höhe von bisher rund zehn Millionen Eu- niert. Beim Neubau des Klärwerkes Uebigau und der Teichkläranlage ro ist in den vergangenen Jahren der historische Stadtkern von Uebi- Winkel orientierte man sich am tatsächlichen Bedarf. Vielerorts wurgau saniert worden. „Der Stadtden Feuerwehrgerätehäuser sadiese auch umgesetzt werden, zu halten und regionale Wertkreiskern ist damit vor dem Verfall geNach 20 Jahren ist natürlich nicht red/bob niert. Auch neue Einsatztechnik kann es gelingen die Jugend im Ort läufe zu schaffen. rettet worden“, urteilt Andreas alles positiv gelaufen. Sorgen beClaus, Bürgermeister von Uebigau- steht den Kameraden zur Verfüreitete vor allem der Bevölkerungsgung. Wahrenbrück. Saniert worden ist rückgang mit den daraus resultieEin Gebäude mit hohem denkmalrenden Problemen wie dem Verlust jedoch auch das historische Ortsschützerischen Rang hat die Stadt der weiterführenden Schulen in Uebild von Wahrenbrück im Bereich des Graun-Platzes. Auch die vielen mit der Brikettfabrik Louise Doms- bigau und Wahrenbrück. Auch der dorf retten und sinnvoll nachnutzen Verlust des Status als Kleinzentrum Ortsteile wurden verschönert: Im Rahmen der Dorferneuerung wur- können. Diese älteste noch vorhan- und die Verschlechertung der Rahdene Brikettfabrik Europas konnte menbedingungen für die Landwirtden zahlreiche Straßen, Rad- und schaft galt es zu verkraften. Gehwege gebaut und viele Dorfan- mit Unterstützung vieler Partner ger gestaltet. Trink- und Abwasser- saniert werden. Die Louise hat sich Dafür arbeitet die Stadt aber an schrittweise zum Technischen neuen Wegen, um die eigenen netze entstanden ebenfalls in vieDenkmal, Museum, Kultur- und Kräfte zu stärken und mit innovatilen Ortsteilen. Die bestehenden Wasserwerke wurden in Kooperati- Lernort weiterentwickelt. red/bä ven Ideen voranzugehen. Wenn In der Schülerakademie wird der Nachwuchs aktiv. Archivfoto: v Auf vielfältige Bemühungen der Stadt Uebigau-Wahrenbrück verweist Bürgermeister Andreas Claus im Bereich Bildung, Jugend, Soziales und Sport. Gute Voraussetzungen für die schulische Bildung habe die Kommune durch den Erweiterungsbau für die Grundschule Uebigau sowie die Teilsanierung der Grundschule Wahrenbrück geschaffen. Zugleich hat die Stadt die Schülerakademie Elbe-Elster, die im Technischen Denkmal Brikettfabrik Louise Domsdorf ansässig ist und ein naturwissenschaftlich-technisches und künstlerisches Zentrum werden möchte, beim Aufbau unterstützt. Kooperationsverträge zwischen Grundschulen und Unternehmen sollen dazu beitragen, junge Menschen frühzeitig an die Wirtschaft heranzuführen. Um gute Betreuungsangebote für Kinder anbieten zu können, wurden die Kitas in Uebigau, Wahrenbrück und Wildgrube saniert. Umfangreiche Sanierungsarbeiten erfolgten auch an der Schlossherberge und an der Kegelbahn in Uebigau. In den Ortsteilen wurden Dorfgemeinschaftshäuser erhalten, modernisiert und etabliert. „Im ge-

Vision wurde wahr

2004: Nach umfangreicher Sanierung werden Herzbergs Grundschüler nach den Ferien so in der Archivfoto: Gabi Zahn Elsterlandgrundschule empfangen.

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Für gute Lebensqualität hat jeder Herzberger 389 Euro Schulden Eine moderne, städtische Infrastruktur zu schaffen, bedurfte auch in Herzberg eines klaren finanzpolitischen Konzepts. Die größten Brocken waren Anfang der 90er-Jahre die Investitionen in das Klärwerk und das Kanalsystem, anschließend folgte der Herzberger Industrie- und Gewerbepark. Eine moderne Feuerwache wurde errichtet, das Rathaus 2004/05 umfassend saniert, anschließend mit der Elsterlandhalle eine moderne Schulsporthalle geschaffen. In der Zeitschiene 2003

bis 2005 konnte die Elsterlandgrundschule mit einem Bauvolumen von rund 2,3 Millionen Euro in einen vorbildlichen Zustand versetzt werden. Letztlich wurde mit Millionen-Investitionen in die Innenstadt durch konsequentes Festhalten an der Städtebauförderung eine attraktive Innenstadtentwicklung in der Kreisstadt Herzberg erreicht. Dabei war es nicht immer einfach, die nötigen städtischen Eigenanteile zu

Schönere Stadbilder

Manches fehlt, anderes wächst heran

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Die neue Tribüne auf dem Sportplatz des Landesklasse-VertreArchivfoto: Sven Gückel ters VfB Herzberg 68.

Angenehmes Wohnen In der Stadt Herzberg und in den Ortsteilen lässt es sich angenehm leben und wohnen. Die Wohnsiedlungen Grochwitzer Linse und an der Leipziger-/Anhalter Straße sowie am Mühlenweg und am Hirtenfeld im Ortsteil Mahdel sind Beleg dafür. Nach wie vor gibt es genügend freies Bauland und auch Möglichkeiten für Lückenbebauungen. Im Bauamt der Stadtverwaltung werden Interessierte mit offenen Armen empfangen. fc

erbringen und die Einwohner in den Ortsteilen von den Prioritäten für die Stadt Herzberg zu überzeugen. Als die „Pflichtaufgaben“ in gute Bahnen gebracht werden konnten, waren auch Mittel für den Ausbau von Sportstätten bereitzustellen. Die Stadt Herzberg unterstützte den SV Herzberg 68 wesentlich mit finanziellen Mitteln bei der Gestaltung der neuen Tribüne und konnte im Haushaltsjahr 2009 mit der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes (Westbahnhof) eine weitere wichtige Infrastrukturmaßnahme fertigstellen. Mit der begonnenen Gestaltung des Bürgerzentrums wird eine wichtige Maßnahme im kulturellen Bereich abgearbeitet. Durch maßvolle Haushaltswirtschaft konnte dies alles bei einer Verschuldung von etwa 4,1 Millionen Euro, das sind 389,30 Euro pro Einwohner, erreicht werden. red/Krüger

Kraftquelle Städtebund Der im Jahr 2004 gegründete Städtebund „Elbe-Elsteraue“ hat Kommunen an der Randlage von Brandenburg und Sachsen-Anhalt und die Bundeswehr am Standort Schönewalde/Holzdorf enger zusammenrücken lassen. Ziel des Netzwerkes ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Einwohner an den jeweiligen Randlagen der Länder zu verbessern. Eine abgestimmte länderübergreifende Kooperation und Koordination soll helfen, mit größeren Mehrheiten

wichtige Projekte voranzutreiben. Bisheriger Höhepunkt war die gemeinsame Kabinettssitzung der Landesregierungen beider Länder am Bundeswehr-Standort im Jahr 2008. Nachhaltig wurde dabei besonders auf infrastrukturelle Nachteile und ungünstige Verkehrsverbindungen hingewiesen. Nunmehr wird die Forderung aufgemacht, die Bundesstraße 87 im Raum Herzberg wieder in das Blaue Netz der vordringlichen Verkehrswege aufzunehmen. fc

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STADT HERZBERG

Das alles wurde geschaffen Ein Überblick, was in Herzberg in den vergangenen 20 Jahren saniert und gebaut wurde Viele Gebäude der Stadt sind in den vergangenen 20 Jahren repariert, saniert, verschönert oder neu gebaut worden. Was hat sich alles seit der Wende in Herzberg getan? Eine kleine Übersicht:

nierung aller Turnhallen, darunter die Elsterlandhalle (1997), die Turnhalle des OSZ, die Turnhalle Kaxdorfer Weg (in Arbeit) 쏆 Modernisierung der Sportanlagen, darunter der Neubau des Sportplatzes Kaxdorfer Weg und die Sanierung der Tribüne des Werner Seelenbinder-Stadions 쏆 Neubau des Krankenhauses 쏆 Umbau des alten Krankenhau- 쏆 Rekonstruktion des Botanises zum Kultur- schen Gartens zentrum des 쏆 Umgestaltung Stadtpark und Landkreises Sanierung aller Denkmäler 쏆 Sanierung 쏆 Sanierung des Rathauses 쏆 Umbau Stadtbibliothek, Schafdes Seniorenfung der Galerie zentrums 쏆 komplette 쏆 Restaurierung Germania Modernisierung 쏆 Sanierung Schloss Grochwitz und Umbau al- 쏆 Gestaltung des Bahnhofsvorler Schulen in Herzberg, darunter platzes die Elsterlandgrundschule (2004), 쏆 Errichtung Elsterradweg das Gymnasium Haus I und II in 쏆 Erhalt und Sanierung Planetariverschiedenen Etappen, OSZ und um Johannes-Clajus-Oberschule 쏆 Umgestaltung Tiergehege Grochwitz 쏆 Neubau beziehungsweise Sa-

Der Kirchplatz lädt wieder zum Verweilen ein.

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KULTUR Auf die Fahnen kann sich Herzberg auch die Organisation und Durchführung kultureller Höhepunkte schreiben. Einige Beispiele: Brandenburger Dorf- und Erntefest, 100 Jahre Fußball 600 Jahre Schützengilde 825 Jahrfeier Stadt Herzberg Weiter zu nennen ist die erfolgreiche Arbeit in der AG Historische Stadtkerne mit zahlreichen jährlichen Aktivitäten: Schaustelle Stadtkern Historischer Adventskalender

In der Elsterlandhalle finden Schüler bei der Prüfung ebenso ein Archivfotos: Gückel (2)/Nittmann zuhause wie Vereine und Sportler.

쏆 Aufbau der Elsterwerkstätten mit Angeboten für Behinderte 쏆 Sanierung und Umbau Uferstraße 6 zum Bürgerzentrum in Arbeit 쏆 Jugendclub Frankfurter Straße mit Beach-Platz 쏆 Jugendclubs in den Ortsteilen

mit Freizeiteinrichtungen 쏆 Sanierung Stadtkirche, Orgel und Glocken 쏆 Gestaltung Kirchplatz 쏆 Schaffung einer attraktiven und aktiven Vereinskultur zur Pflege und Gestaltung des soziokulturellen, kommunalen Lebens. red/bob

Das Rathaus erstrahlt nicht nur im Advent.

Auch die aktive Gestaltung der Partnerschaften zu Büdingen, Soest, Dixon, Hertha BSC und LTG 62 sind erwähnenswert Ein attraktives kulturelles Jahresangebot wurde auch für 2009 wieder aufgeboten: Automeile Frühlingsball Tierparkfest Muttertagstour Gewerbemessen Chornacht Herzberg Beach Herbstsingen im Botanischen Garten Schlössernacht RaWaTa Bauernmarkt Stöbertag Seniorenweihnachtsfeier und Geburtstag des Monats Glühweinmeile Weihnachtsmarkt außerdem: Aktivitäten der Ortsteile und Vereine Programm der Bibliothek und Galerie Programm Schloss Grochwitz Sport -und Kulturevents in der Elsterlandhalle

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STADT SONNEWALDE

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Aufbruch hat viel bewirkt Sonnewalde hat sich seit der Wende nicht nur in seinen politischen Strukturen immer wieder gewandelt Stadt, Amt, amtsfreie Stadt – Sonnewalde hat nach der Wende viele Strukturreformen durchlaufen. Dabei wurde in den 20 Jahren dennoch viel erreicht und aufgebaut. Der Bau der Kläranlage mit Anschlüssen für die Haushalte, der Ausbau eines Trinkwassernetzes und die Ausweisung des Gewerbegebietes „Die Gehren“ waren große Projekte für die erste frei gewählte Stadtverordnetenversammlung. Inzwischen haben sich in diesem Gewerbegebiet und am „Peterhof“ zu den bestehenden Gewerken die Firmen Böllhoff, Schlieper, Lehniger, Kollesser, Herda, Golm und das Autohaus Tosch angesiedelt. Die Auslastung der Flächen ist noch nicht zufriedenstellend, umso erfreulicher ist es, dass 2009 für das Gebiet „Die Gehren“ ein Investor gefunden wurde, der mit dem Bau der Photovoltaikanlage einen Beitrag zur weiteren Vermarktung leistet. Auch innerhalb des Stadtgebietes Sonnewalde und

Sonnewalde Einwohner: 3655 Ortsteile: Birkwalde, Breitenau,Brenitz, Dabern, Friedersdorf, Goßmar, Großbahren, Großkrausnik, Kleinbahren, Kleinkrausnik, Münchhausen-Ossak, Möllendorf, Pahlsdorf, Pießig, Schönewalde, Sonnewalde, Zeckerin Bürgermeister: bis 1990 Günter Lorenz (SED) 1990 – 93 Horst Flieger (CDU)

Das Vorderschloss Sonnewalde wurde zwischen 1992 und 1994 rekonstruiert.

in vielen Ortsteilen gab es neben alt eingesessenen Betrieben und den Agrargenossenschaften viele Gewerbeneugründungen. Es sind nicht mehr alle vorhanden, aber die Aufbruchstimmung nach der Wende hat viel bewirkt. Auch die kulturell-sportliche Landschaft hat sich verändert. Zum Beispiel wurde die Schützengilde neu gegründet, im Vorderschloss ein

Alle Ortsteile profitierten Bewährte Dinge wurden seit 1989 beibehalten und neue geschaffen. Hier einige prägende Beispiele: 쏆 Sanierung der Kita Zeckerin 1992, 2002/2003 und 2009 쏆 Dacherneuerung und Innenraumsanierung der Kita Sonnewalde 1999 und 2007 쏆 Dacherneuerung und Sanierung der Kita Goßmar 2002/2003 쏆 Dorfauenbegrünung und Teichsanierung in Großkrausnik 1992 쏆 Neubau und Erweiterungen der Straßenbeleuchtungen in Kleinkrausnik (1992/93), Zeckerin, Brenitz und Münchhausen (1993), Birkwalde (1994), Schönewalde (1997), Breitenau (2002), Pießig (2003) und Sonnewalde (2004) 쏆 Gehwegbau in Goßmar 1993 쏆 Gehölzpflege im Schlosspark 1995 쏆 Anbau der Gesamtschule (1993), Dachneudeckung alte Schu-

VISITENKARTE

le (1995), Rekonstruktion der Grundschule (2000/2001) und Umbau der alten Schule zum Verwaltungsgebäude (2001) 쏆 Teile des Kellergewölbes der Schlossruine Sonnewalde konnten 2008 saniert werden 쏆 Rekonstruktion des Kulturhauses 1998/1999 쏆 Dorfangergestaltung in Friedersdorf 2002 쏆 ländlicher Wegebau zur Milchviehanlage Brenitz (1995), zur Milchviehanlage Zeckerin (1997), von Zeckerin nach Pahlsdorf (1998), Zuwegung zum „Georgshof“ Friedersdorf (1999/2000), zwischen Goßmar, Breitenau und Birkwalde (2003), von Münchhausen nach Hennersdorf (2004) und zwischen Münchhausen, Ossak und Schönewalde (2007) 쏆 Straßenbau in fast allen Ortsteilen zwischen 1993 und 2004

Die Feuerwehr Sonnewalde konnte sich 1997 über den Neubau Archivfoto: Seidel des Gerätehauses freuen.

Heimatmuseum eingerichtet und ein Planetenwanderweg angelegt. Vereine, Feuerwehren und engagierte Einwohner organisieren Veranstaltungen und sorgen für die Erhaltung des ländlichen Brauchtums. Natürlich gibt es auch einige Wermutstropfen. So musste etwa die Gesamtschule aufgrund geringer Schülerzahlen schließen. Dort sind jetzt aber der Rettungsdienst des

Archivfoto: Seidel

DRK und die Sozialstation untergebracht. Der unausgeglichene Haushalt, der seit Jahren Schulden des früheren TAZ beinhaltet, und auch sinkende Einwohnerzahlen bereiten Sorgen. Aber man darf darüber nicht die positiven Dinge vergessen, wie etwa die erst kürzlich entstandenen altengerechten Wohnungen im Sparkassengebäude. red/Neisser

Amtsdirektoren: 1993 – 2001 Horst Flieger (CDU) 2001 – 2003 Silke Neisser (parteilos) Bürgermeisterin: seit 2003 Silke Neisser (parteilos) Kontakt: www.stadt-sonnewalde.de stadt-sonnewalde@t-online.de

ENTWICKLUNG

Schädlingsbekämpfung und Bautenschutz

Bei der ersten freien Kommunalwahl nach der Wende wurde Horst Flieger 1990 Bürgermeister der Stadt Sonnewalde. 1992 erteilte das Innenministerium die befristete Zustimmung zur Bildung des Amtes Sonnewalde, 1994 erfolgte die Aufhebung dieser Befristung. Der Bürgermeister wurde Amtsdirektor. Nach der Kommunalwahl 1993 zog die Verwaltung vom Schloss in das Sparkassengebäude. Die vielfältigen Aufgaben für die 13 zum Amt gehörenden Orte erforderten mehr Platz. 1998 schlossen sich Münchhausen (mit Ossak) und Schönewalde zur Gemeinde Münchhausen zusammen. Das war ein Entschluss, der fünf Jahre später wieder rückgängig gemacht wurde. Zum 31.12.1999 wurde die Gemeinde Frankena auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgegliedert. Sie schloss sich wegen der räumlichen Nähe Doberlug-Kirchhain an. Jetzt umfasste der Amtsbereich noch elf Orte. Mit der Kommunalwahl 2003 wurden Sonnewalde als amtsfreie Stadt bestätigt und die beiden Gemeinden eingegliedert. Die Gemeinden Bahren, Breitenau, Goßmar und Münchhausen gliederten sich in einzelne Orte auf. Damit hatte die Stadt Sonnewalde nun 17 Ortsteile, und die Amtsdirektorin wurde Bürgermeisterin. 2004 zog die Verwaltung vom Sparkassengebäude in die alte Schule um.

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STADT SCHÖNEWALDE

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Lichtblicke

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Schönewalde Einwohner: 3555

Schönewalde investiert in Menschen und Steine

Ortsteile: Ahlsdorf, Bernsdorf, Brandis, Dubro, Grassau, Jeßnigk, Knippelsdorf, Stolzenhain, Schönewalde Bürgermeister zur Wende: Ahlsdorf: Werner Thinius Bernsdorf: Helmut Wienick Brandis: Helmut Boche Dubro: Heinz Mieth Grassau: Manuela Fürst Jeßnigk: Ingrid Strubel Knippelsdorf: Doris Schwarz Stolzenhain: Lothar Giesel Schönewalde: Wolfgang Krause Wiepersdorf: Christiane Knese Wildenau: Lothar Wurm Amtsdirektoren/Bürgermeister: 1993 - 99 Wolfgang Krause (FDP) 1999 - 2005 Karl Kuba (parteilos) seit 2005 Irene Kluge (parteilos) Kontakt: www.schoenewalde.de info@schoenewalde.de

Als amtsfreie Stadt existiert Schönewalde erst sei 2001. Doch bereits seit 20 Jahren wird in den einzelnen Ortsteilen viel investiert – von privater wie öffentlicher Seite – und so mancher Lichtblick geschaffen

raum in Knippelsdorf. Viele Fördergelder sowie Eigenmittel flossen auch in den Straßenbau. Wege und Hauptstraßen in allen Gemeindeteilen wurden in den vergangenen 20 Jahren repariert und ausgebaut, etwa die Thälmannstraße in Stolzenhain, die bereits 1995 für rund 200 000 Euro erneuert wurde. Vieles ermöglichten aber auch die Sichtbar werden die Aktivitäten Bürger, die sich in Vereinen organiseit der Wende schon allein am Schönewalder Marktplatz, wo zwi- sierten und selbst mit Hand anlegten. So erbrachte der Heimatverein schen 1993 und 1997 alleine über Jeßnigk viele Eigenleistungen beim 1,5 Millionen Euro investiert wurBau der Mehrzweckhalle. Über eiden. Auch die Paltrockmühle oder nen Zeitraum von acht Jahren sadas umgebaute Rathaus geben nierten die Dorfbewohner von WilZeugnis des Wandels. denau ihre Kirche. Doch gerade auch in den Gemeindeteilen finden sich Spuren wie an Für besondere Lichtblicke sorgt der Heimatverein Bernsdorf, der die der Dorfangergestaltung in Dubro ebenso erkennbar wird, wie am sa- Insel der Erholung geschaffen und nierten Dorfgemeinschaftshaus von zu einem Naherholungsbereich gestaltet hat. Großen Anklang fanden Ahlsdorf. In die Sanierung des die „leuchtenden Fontänen“, die Dorfangers von Grassau floss auf der Insel einen besonders anebenso Geld wie in die Sanierung schaulichen Anziehungspunkt für des Fachwerkhauses in Jeßnigk Die „leuchtenden Fontänen“ von Bernsdorf erfreuen sich großer oder die Renovierung des Gemein- Besucher aus der ganzen Region bilden. red/Kluge Archivfoto: Nitsche dezentrums mit FeuerwehrgeräteBeliebtheit.

Neuer Glanz im Schloss

Gelungene Schlössernacht in Archivfoto: Nittmann Ahlsdorf.

Nicht nur aus öffentlicher Hand wurde und wird in der amtsfreien Stadt investiert. Ein Beispiel ist Familie Wehner, die 2001 von der Gemeinde Ahlsdorf das Schloss Ahlsdorf erworben hat und seitdem am Um- und Ausbau arbeitet. Gemeinsam mit der Stadt Schönewalde nahm die Familie an den Elbe-Elster-Schlossnächten 2005, 2007 und 2009 teil und zog damit viele neugierige Besucher in die alten Gemäuer. red/Kluge

Im Bund mit der Bundeswehr In den Ausbau des Baggersees Brandis zu einem Badesee samt Naherholungsbereich für die Bürger der Region und des Bundeswehrstandortes flossen seit 2002 rund 420 000 Euro. Der Ausbau des Wanderweges um den See kostete 2006 noch einmal rund 80 000 Euro. Aus der engen Verbundenheit zwischen Bundeswehr und der Stadt resultierte die Namensgebung des Badesees Brandis zum

Air Force Beach. Die jährlichen Air Force Beach Feste am Badesee sind in der Folge zu einer festen Einrichtung geworden. Seit 2006 existiert zudem zwischen dem Einsatzführungsbereich drei und der Stadt Schönewalde eine Patenschaft. Jährliche Paten-

schaftstreffen werden organisiert, um das gegenseitige Kennenlernen noch zu vertiefen. Seit 2004 existiert darüber hinaus ein Vertrag über gegenseitige Löschhilfe zwischen den Feuerwehren der Stadt Schönewalde und der Bundeswehrfeuerwehr. red/Kluge

STADT HERZBERG

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Ein Glücksfall

Dank Regine Hildebrandt Brandenburgs ehemalige Ministerin für Soziales, Gesundheit und Frauen, Regine Hildebrandt (SPD), am 26. November 2001 im Alter von 60 Jahren an Brustkrebs viel zu früh verstorben, hat ihre Handschrift in Herzberg mehrfach hinterlassen – auch, weil sie in der Kreisstadt ihr Abgeordnetenbüro hatte. Ihr ist wesentlich der Neubau des Kreiskrankenhauses zu verdanken. Aber auch Paul Sellmann, Oberkreisdirektor a.D. im damaligen Partnerkreis Höxter, und der damalige Chefarzt Dr. Erhard Wolf galten als Motoren. Für die Entwicklung der Stadt Herzberg war die Zusammenarbeit mit den Partnerstädten Soest und Büdingen in der Wendezeit besonders wichtig, da großzügige Unterstützung beim Aufbau neuer Verwaltungsstrukturen gewährt wurde. fc

Erfolgsmodell: AG Historische Stadtkerne Ein Beschluss mit Nachhall: Schon 1991 wird Herzberg in das Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen und ein Jahr später Mitbegründer der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“. Herzbergs Innenstadt kann so Stück für Stück zum Schmuckkästchen ausgebaut werden.

Das Gebäude der „Schiefen Ecke“ in Herzberg ist zum Synonym für den städtebaulichen Aufschwung in der Kreisstadt geworden. Kaum einer hatte geglaubt, dass dieses Haus erhalten werden könnte – mit öffentlicher Unterstützung wurde es saniert und war später sogar das erste „Denkmal des Monats“ in der inzwischen allseits bekannten Reihe der Städte mit historiKnapp 800 Behinderte und schen Stadtkernen. 215 Fachkräfte haben ihren ArDas Sanierungsgebiet in Herzberg beitsplatz bei den gemeinnützigen Elster-Werkstätten. Das Unterneh- umfasst 50 Hektar, von 1991 bis men hat seinen Stammsitz in Herz- 2008 sind mit öffentlichen Mitteln Vorhaben in einem Wertumfang berg und sieben Niederlassungen in den Kreisen Elbe-Elster und Tel- von 20,54 Millionen Euro realisiert tow-Fläming. fc worden. Seit 1991 sind 27 Häuser

Leuchtturm

Steuerberater Rüdiger Hülsen Eine Innenstadt-Straße nach der anderen wird fertig, hier die Torgauer im März 2000. Brandenburgs damaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), Herzbergs Bürgermeister Michael Oecknigk und der damalige Landrat Walter Kroker (von links, beide CDU) geArchivfoto: LR ben sie frei.

im Gebiet komplett gefördert worden, für 47 wurde die sogenannte Hüllenförderung ausgereicht und an 120 Gebäuden wurden über die „kleinteiligen Maßnahmen“ Fenster, Dachelemente und Türen gefördert. Insgesamt sind 60 Prozent der 178 Wohn- und Geschäftshäuser im Sanierungsgebiet damit in den Genuss öffentlicher Förderung gekommen. Gut zehn Millionen Euro sind in die Sanierung von Straßen im Stadtzentrum geflossen, ein Umstand, der heute unübersehbar ist red/fc

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STADT HERZBERG

Herzberg Einwohner: 9886 Ortsteile: Arnsnesta, Borken, Buckau, Fermerswalde, Friedersdorf, Gräfendorf, Löhsten, Mahdel, Osteroda, Rahnisdorf, Züllsdorf Bürgermeister/Amtsdirektor: 1989/90: Gerhard Pohl (SED) Mai 1990 bis 14.09.1992: Bernhard Willner (SPD) 30.11.1992 bis 3.9.1993: Gerd Thote (CDU) Seit 6.1.1994: Michael Oecknigk (CDU) von 1992-2001: Michael Oecknigk Bürgermeister als Amtsdirektor (CDU) Kontakt: www.herzberg-elster.de stadtverwaltung@stadt-herzberg.de

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GEMEINDE RÖDERLAND

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Zuerst Tiefschläge

Gut Saathain als Highlight

Ein schwerer Schlag 15 Jahre nach der Wende: Grohe macht dicht – doch der Standort wird wiederbelebt

Röderland hat als Amt und Gemeinde in den vergangenen 20 Jahren trotz Abwanderung viel bewegt

Personalintensive Baubetriebe, das Armaturenwerk, die Konsumbäckerei und vor allem die Landwirtschaft sowie landwirtschaftsnahe Firmen prägen das wirtschaftliche Gefüge Herzbergs zur Wende. Der Aderlass nach 1990 ist bitter. Doch die Stadt rappelt sich wieder auf.

Im Jahr 1992 zunächst als Amt und heute als Gemeinde zusammengeschlossenen Röderland hat sich seit der Wende manches verändert. Gemeinden und Ortsteile sind nach und nach zusammengewachsen.

Die Verunsicherung im Herzberg der 1990er-Jahre ist groß: Nach anfänglich guter Auftragslage schmiert ein großer, namhafter Baubetrieb nach dem anderen ab: Doil & Sohn, die Herzberger Hochund Tiefbau GmbH, die MeyNe-Bau GmbH. Alle drei waren Nachfolgeunternehmen von großen Baubetrieben zu DDR-Zeiten. Später folgen weitere kleinere Bauunternehmen, die auch nicht überleben oder deutlich abspecken müssen. Das schlägt in Herzberg aufs Gemüt. Auch als 2002 der InSeit dem 4. April 1999 pflegt Herz- dustrie- und Gewerbepark An den berg eine Städtepartnerschaft mit Steinenden mit großzügigen Straßen und breitem Grüngürtel entder Kleinstadt Dixon (15 000 Einsteht, bleiben zunächst lange Zeit wohner) im Bundesstaat Illinois. nur Wiesenflächen und gepflasterSwiebodzin in Polen ist seit 1996 fc te Gehwege beleuchtet. Die WirtPartnerstadt.

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schaftsförderer von heute konstatieren: Das Gebiet war schwer zu vermarkten, Herzberg nicht der Nabel der Welt, lange Genehmigungsverfahren, teilweise keine zeitnahe Begleitung durch Fördermittelgeber und immer wieder das leidige Problem der ungenügenden Verkehrsanbindung. Und als vermutet werden darf, dass die Talsohle durchschritten ist, folgt 2005, also 15 Jahre nach der Wende, ein weiterer, unfassbarer Schicksalsschlag: Das GroheAmaturenwerk in Herzberg knipst die Lichter aus und verlagert die Produktion – rund 300 Mitarbeiter stehen auf der Straße und müssen sich später ihren ausstehenden Lohn sogar noch von der Grohe-Geschäftsführung erkämpfen. Schon ein Jahr später zieht jedoch wieder Leben am Standort ein. Die Arbeitsgruppe „Perspektiven für Herzberg“ schafft kaum für möglich Gehaltenes und kann Akzente setzen: Gegenwärtig arbeiten bereits wieder 86 Mitarbeiter in sechs Firmen am Standort. Es sind die Hilse Metallbau GmbH, Siedle Galvanik, ASK GmbH, EEpL, Euro Train und das Sachverständigenbüro Buchwald. fc

September 2001: Da war die Welt im Herzberger Armaturenwerk noch in Ordnung, und Geschäftsführer Hans-Jörg Schröder, Bürgermeister Michael Oecknigk und Grohe-Vorstandsmitglied Detlef Spigiel (von links) freuten sich über die Entwicklung des neuArchivfoto: Frank Claus en Duschpanels.

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Die in Baulast der Gemeinde stehenden öffentlichen Straßen weisen nahezu alle einen guten bis sehr guten Zustand auf. Die Gemeinde Röderland legt sehr viel Wert auf eine gut ausgebaute In-

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Amtsdirektorin: 1992 – 2003 Heiderose Hubrig (CDU) Mit kulturellen Veranstaltungen, wie hier dem Auftritt der Band Swingfield aus Reppen beim Archivfoto: Rösler Bürgermeisterin: 8. Dixielandfestival, lockt das Gut Saathain Besucher an.

gestalteten sie das dörfliche Geschehen mit. Als besonderes kulturelles Highlight ist das Gut Saathain mit Rosengarten zu erwähnen. Nach umfangreichen Umbau- und Renovie-

rungsarbeiten konnte aus dem ehemaligen Stallgebäude eine heute weit über die Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus bekannte Kulturstätte errichtet werden. Der Förderverein Gut Saathain und eine

frastruktur, insbesondere bei den Gemeindestraßen. Das gesellschaftliche Leben wird zum Großteil von den Aktivitäten der örtlichen Vereine geprägt. Deren Wirkungsstätten haben sich im

Allgemeinen wesentlich verbessert. So wurde etwa in Haida das Bürgerhaus errichtet, das den Landfrauen, dem Sportverein und natürlich den Einwohnern zur Nutzung zur Verfügung steht. red/Terne

Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Röderland organisieren auf dem Gutsgelände neben Ausstellungen lokaler Künstler auch kulturelle Veranstaltungen verschiedener Art. red/Terne

Halbtagsgrundschule. Des Weiteren wird am Schulstandort Prösen immer noch die öffentliche Bibliothek unterhalten. Die Real- beziehungsweise Oberschule Prösen wurde zwar ge-

In Prösen wird wieder gelernt.

Die Gemeinden Haida (mit Ortsteil Würdenhain), Prösen, Reichenhain, Saathain, Stolzenhain und Wainsdorf (damals Kreis Bad Liebenwerda, Bezirk Cottbus) schlossen sich am 15. September 1992 zum Amt Röderland zusammen. Beim Amt Röderland handelte es sich also um einen Gemeindeverband mit dem Status einer Bundkörperschaft. schlossen. Es engagierten sich da- Als Amtsdirektorin des Amtes Rörauf hin allerdings viele Bürger bei derland wurde die damalige Bürder Gründung der privaten Obergermeisterin der Gemeinde Wainsschule Prösen, welche nun mit Er- dorf, Heiderose Hubrig (CDU)´, gefolg seit einigen Jahren betrieben wählt. wird. red/Terne Im Oktober 2003 wurde die landesweite Gemeindegebietsreform in Brandenburg vollzogen. Anlässlich

Archivfoto: Mona Claus

Seit 2003 Heiderose Hubrig (CDU) Kontakt: www.gemeinde-roederland.de info@gemeinde-roederland.de

So entstand die heutige Gemeinde Röderland

Schule ist in privater Hand Die demografische Entwicklung ging auch an der Gemeinde Röderland nicht spurlos vorbei. 1992 wurde in Haida, Prösen, Reichenhain, Saathain und Stolzenhain jeweils noch eine öffentliche Kindertagesstätte unterhalten. In der Gemeinde Prösen gab es zudem eine Grundschule, eine Realschule, einen Hort und eine öffentliche Bibliothek. Durch die sinkenden Einwohnerzahlen und die damit einhergehenden niedrigen Geburtenzahlen, konnten nicht alle öffentlichen Kindereinrichtungen erhalten bleiben. So musste im Jahr 2006 die Kindertagesstätte im Ortsteil Reichenhain geschlossen werden, da die Auslastung nicht mehr gegeben war. Die Gemeinde Röderland ist bis heute aber weiterhin Träger von vier Kindertagesstätten, eines Schulhortes und einer verlässlichen

Röderland

Bürgermeister zur Wende: Prösen: Rudi Engelmann (bis 1998) Reichenhain: Volkmar Lehmann (bis 1992) Saathain: Bernd Milde (bis 1992) Stolzenhain: Wilfried Höntzsch (bis 1992) Wainsdorf: Heiderose Hubrig (bis 1992) Haida: Gerhard Preibisch (bis 1992)

Gute Straßen, gute Vereine

… gewohnt gut

Nach der Wiedervereinigung wurden große Herausforderungen gemeistert: Wir haben die Altschulden abgetragen, den Sanierungsstau beseitigt, neue Wohnungen gebaut und alte Wohnungen marktgerecht modernisiert. Überschüsse fließen zurück in die Bestände, ermöglichen deren Pflege und Erhalt. Wir reagieren auf die geänderten Bedürfnisse und Wohnansprüche der Bevölkerung mit intelligenten Instrumenten und innovativen Lösungskonzepten. Im Mittelpunkt unserer Gesellschaft steht die Förderung der Menschen und ihrer Wohnverhältnisse.

Die Wirtschaftsförderung im Röderland hat so manchen Erfolg vorzuweisen. In den Gemeinden Haida und Prösen entstanden Gewerbegebiete. Schwerpunkt im Gewerbegebiet Haida – mit einer Gesamtfläche von 27 Hektar – war und ist die Kies- und Sandgewinnung durch das damalige Unternehmen Zuschlagstoffe und Spezialsande GmbH Haida – heute Wolff & Müller Baustoffe GmbH. Aber auch ein Autohaus und mitteständische Unternehmen aus dem Baubereich siedelten sich im Gewerbegebiet Haida an. Im Gewerbegebiet Prösen mit einer Gesamtfläche von rund fünf Hektar ließen sich mittelständische Unternehmen der Transportbranche sowie des Baubereichs nieder. Das gesellschaftliche Leben in den Gemeinden wurde insbesondere durch die Aktivitäten der Vereine geprägt. Ob Sport-, Feuerwehr oder Heimatverein, alle

VISITENKARTE

Ortsteile: Prösen, Reichenhain, Stolzenhain, Saathain, Wainsdorf, Haida und Würdenhain

Die Wand- und Deckenlösung

VISITENKARTE

RUNDSCHAU 7. November 2009

dieser Reform wurde aus dem Amt die amtsfreie Gemeinde Röderland. Die ehemaligen Gemeinden des Amtes wurden Ortsteile der politischen Gemeinde Röderland. Die Bildung der amtsfreien Gemeinde wurde am 26. Oktober 2003 wirksam. An diesem Tag wurde auch die damalige Amtsdirektorin, Heiderose Hubrig, von den Bürgern zur neuen Bürgermeisterin der neu gebildeten amtsfreien Gemeinde gewählt. Ab diesem Zeitpunkt gab es auch keine eigenen Gemeindevertretungen mehr. Die Interessenvertretung der Großgemeinde wurde nun von der Gemeindevertretung Röderland wahrgenommen.

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hat die ehemalige Jugendherberge, das „Landhaus“, im Blick. Das Gebäude ist mit hohem Aufwand und anteiliger Förderung erneuert worden und wird von einem privaten Pächter bewirtschaftet. Touristisch erschlossen ist die Gegend um Gröden durch Wanderund Radwege, die mithilfe von Fördermitteln entstanden sind. Mit dem Bau des Aussichtsturmes auf dem Heideberg ist – auf der höchsten Erhebung Brandenburgs – im wahrsten Sinne des Wortes ein Höhepunkt geschaffen worden. Ebenfalls ein Anziehungspunkt ist der neue Skilift im Wintersportgebiet an der ehemaligen Schanze. Nicht nur für Gäste des Ortes ist Neues in Gröden entstanden. Der Ort ist zu 100 Prozent an das Ab-

ist weitgehend abgeschlossen. Finanziell unterstützt wurden Sanierungsmaßnahmen an der Kirche auch durch die Gemeinde. Gute Bedingungen sind auch für die Sportvereine geschaffen worden: Ein gut ausgebauter Rasenplatz, ein Trainingsplatz mit Flutlichtanlage sowie ein saniertes Sportlerheim stehen zur Verfügung. Gewerbeansiedlungen konnte Gröden Anfang der 90er-Jahre verzeichnen. Verblieben sind allerdings nur die ortsansässigen Unternehmen. Einen hohen Stellenwert als Arbeitgeber haben die örtIm August wurde der Heidelichen Landwirtschaftsbetriebe, die bergturm bei Gröden als neue Attraktion eröffnet. Archivfoto: vr ihre Produkte auch direkt vermarkten, etwa Fleischprodukte vom Büfwassernetz angeschlossen worden, fel und Rind oder Obstsäfte und red/bä der Straßenausbau in der Ortslage –erzeugnisse.

Lebendige Vereine Sport und Kultur sind in Hirschfeld ein eigenes Kapitel: Ob Heimatverein, Spielmannszug, Senioren- oder Sportverein, man unterstützt sich gegenseitig feiert miteinander. Auch die Feuerwehr reiht sich hier mit ein. Voraussetzungen für all diese Aktivitäten sind geeignete Plätze und Räumlichkeiten. Die Feuerwehr erhielt ein mit Fördermitteln gebautes neues Feuerwehrgerätehaus, in dem auch das moderne Feuerwehrauto seinen Platz fand. Das alte Gerätehaus wurde umgebaut zum

Bürgerhaus und zum Domizil des Heitmatvereins mit entsprechenden Ausstellungsräumen. Sportverein und Spielmannszug teilen sich die Flächen am Sportplatz und an der Waldbühne. Das Sportlerheim wurde mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde umgebaut und mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet. Die Nebengebäude der Waldbühne wurden zum Teil saniert. Fürs Jahr 2010 soll nun, nach mehrmaligem Verschieben, die Waldbühne selbst umgebaut werden. Die Gemeinde

hofft hierfür auf Fördermittel. Ständig erweitert worden ist die Kita des Ortes – die Nachfrage nach Kitaplätzen ist hoch. Aus diesem Grund müssen auch Ausweichmöglichkeiten für den Hort geschaffen werden: Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II wird die lange Zeit ungenutzte alte Grundschule wieder aktiviert. Heimische Handwerks- und Baubetriebe prägen die Wirtschaftsstruktur des Ortes. Wichtiger Arbeitgeber ist nach wie vor die Landwirtschaft. red/bä

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Wirtschaftlich erfolgreich Unter den Gemeinden des Schradenlandes ist Großthiemig bei den Gewerbeansiedlungen die erfolgreichste: Drei Betriebe haben sich in den vergangenen 20 Jahren neu etabliert. Unternehmen, die bereits vor der Wende existierten, sind immer noch am Platz. Vor allem die Firma Menzel Betonbausysteme und die Landwirtschaft sind als

wichtige Arbeitgeber zu erwähnen. Trotz der Schließung der staatlichen Grundschule Großthiemig ist die Gemeinde weiterhin Schulstandort geblieben. Der Elternverein „Evangelische Schradengrundschule“ hat in freier Trägerschaft das Schulgebäude übernommen und betreibt eine private Grundschule. Die kommunale Kita „Son-

nenschein“ ist saniert worden. Mit dem Erweiterungsbau des Sportlerheims sind die Bedingungen für den Sportbereich im Ort verbessert worden. In das Gebäude sind eine Gaststätte und eine Kegelbahn integriert. Zudem ist ein großer Mehrzweckraum für den Tischtennis und den Sport der Kita enstanden. red/bä

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Städtebauliche Entwicklung als Aushängeschild Doberlug-Kirchhains Auf dem Gebiet der Stadtentwicklung konnte DoberlugKirchhain in den vergangenen zwanzig Jahren die größten Erfolge verzeichnen. Mit der Nutzung der verschiedenen Förderprogramme (Städtebauförderung, Städtebaulicher Denkmalschutz, Brachflächenprogramm) konnten städtebauliche Missstände in den Städten und Ortsteilen beseitigt werden. Besonders die Verbesserungen in den Sanierungsge-

bieten „Doberlug Hauptstraße“ als auch „Kirchhain Markt“ sind davon beredtes Zeugnis, dass diese beiden Innenstadtgebiete für Bürger und Besucher attraktiver geworden sind. Durch die Teilnahme am Dorferneuerungsprogramm konnten ebenfalls die Lebens- und Wohnbedingungen in verschieden Ortsteilen von Lugau bis Lichtena spürbar attraktiver gestaltet wer-

den. Die bereitgestellten Fördermittel für die Entwicklung des historischen Areals zwischen der Klosterkirche, dem Refektorium und dem Schloss sind dabei von herausragender Bedeutung. Dieses historische Ensemble hätte auf keinen Fall so entwickelt werden können, wie es in den vergangenen zwanzig Jahren dank der Fördermillionen nun geschehen ist. red/Broszinski

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Mit der Bildung des Amtes Doberlug-Kirchhain und Umland und der darauf folgenden Gemeindegebietsreform knapp zehn Jahre später hat ein Zusammenrücken der Stadt mit den ehemals selbstständigen Gemeinden und späteren Ortsteilen stattgefunden. Freie demokratische Wahlen waren die Grundlage dafür, dass sich die politische Vielfalt in den kommunalen Vertretungen widerspiegelt. Auch Wählergemeinschaften und Bündnisse sind im Stadtparlament gut vertreten.

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Jung und Alt im Blick Mit der Errichtung einer Mehrzweckhalle für den Schul- und Vereinssport wurden in DoberlugKirchhain nach der Wende gute Bedingungen für ein aktives sportliches Leben in der Gerberstadt geschaffen. Auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung wurden rechtzeitig für die älteren Bürger entsprechende Wohnangebote geplant und in der Folge errichtet. Dazu gehören die Wohnanlage für alten- und behindertengerechtes

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Wohnen sowie ein modernes Pflegeheim in der Satdt. Dennoch war Doberlug-Kirchhain in den vergangenen 20 Jahren von einem Aderlass im schulischen Bereich betroffen. Nachdem drei Grundschulen an einem Standort konzentriert wurden, mussten auch die weiterführenden Schulen (Gerberstadt-Gymnasium, Gesamt- beziehungsweise Oberschule) wegen zu geringer Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern auslaufen.

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Die größte Gemeinde des Amtes Schradenland hat nicht nur in touristischer Hinsicht etwas zu bieten

Die Grödener Gemeindevertreter wollten diesen Schritt nicht gehen – und die gestiegenen Geburtenzahlen gaben ihnen im Nachhinein Recht. Der Fortbestand der Schule Alle vier Ortswehren im Amt Schra- wurde zum Anlass genommen, das Gebäude schrittweise zu sanieren, denland sind mit modernen Fahrum beste Lernbedingungen zu zeugen ausgerüstet. Die Mannschaffen. Investiert wurde auch in schaftsstärke liegt bei insgesamt gut 100 Kameraden. Im Jahr 2008 die örtliche Kita „Waldhäuschen“, ist eine Jugendfeuerwehr mit der- die vor allem im Krippenbereich gut ausgelastet ist. zeit 35 Jugendlichen gegründet worden. red/bä Ebenfalls Kinder und Jugendliche

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RUNDSCHAU 7. November 2009

Grödener Höhepunkte

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Amtsdirektoren: 1992 – 2008 Christa Schliebe (CDU) seit 2008 Thilo Richter (CDU)

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Junge Leute sollen im Dorf bleiben – deshalb gewährt Merzdorf Familien mit Kindern einen Nachlass von einem Euro pro Quadratmeter beim Kauf von kommunalem Bauland. Auch mit der Sanierung des Kita-Gebäudes hat die Gemeinde versucht, gute Bedingungen für Familien zu schaffen. Die Kindertagesstätte ist so eingerichtet, dass offene Gruppenarbeit im gesamten Haus möglich ist. Die Auslastung der Einrichtung ist gut, der starke

Rückgang der Kinderzahlen nach der Wende ist abgebremst. Die kommunalen Hauptstraßen in Merzdorf haben in den vergangenen Jahren einen grundhaften Ausbau erfahren. Aus- und umgebaut worden ist die ehemalige Grundschule zum Dorfgemeinschaftshaus. Der Ort ist inzwischen komplett an das Abwassernetz angeschlossen. Vier Wohnblöcke in kommunalem Besitz sind saniert worden und ha-

ben ein gutes Wohnniveau erreicht, wofür auch der geringe Leerstand spricht. Im Freizeitbereich kann Merzdorf mit einem komplett sanierten und modernisierten Freibad aufwarten. Neue Wege musste der Merzdorfer Sportverein gehen: Wegen des Bevölkerungsrückganges und dem damit verbundenen Mitgliederverlust schloss sich der Verein mit dem Nachbarverein aus Gröden zusammen. red/bä

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2006 wurde das evangelische Gymnasium eröffnet.

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Doberlug-Kirchhain Einwohner: 9744 Ortsteile: Arenzhain, Buchhain, Dübrichen, Frankena, Hennersdorf, Lichtena, Lugau, Nexdorf, Prießen, Trebbus, Werenzhain Bürgermeister/Amtsdirektoren: 1983 – 1990 Walter Lange (SED) 1990 – 2002 Manfred Berl (FDP) seit 2002 Bodo Broszinski (FDP) Kontakt: www.doberlug-kirchhain.de info@doberlug-kirchhain.de

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Wirtschaft im Wandel Doberlug-Kirhchain erlebt Niedergang seiner alten Industrien und beschreitet neue Wege Wirtschaftlich hatte die Gerberstadt einige Rückschläge seit 1990 zu verkraften. Es gab aber auch positive Entwicklungen in der Gewerbeansiedlung.

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Konzernentscheidung und der damit verbundene Verlust von fast dreihundert Arbeitsplätzen hinter-

ließ natürlich ebenfalls ihre Spuren auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Doberlug-Kirchhain war 1990 durch das Gerberhandwerk und die Lederindustrie geprägt. Mit der Wiedervereinigung 1990 und danach wurde dieser, für die Stadt Doberlug-Kirchhain wichtige Erwerbszweig abgewickelt. Das hatte natürlich entsprechend gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt und auch für die städtebauliche Entwicklung im Stadtteil Kirchhain. Die Schließung des Produktionsbetriebes für Porenbeton am Standort Hennersdorf 2002 durch eine Das Fallschirmjägerbataillon 373 ging 2006.

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Die Verlegung des Fallschirmjägerbataillons 373 und der damit verbundene Verlust von 1090 Dienstposten am Standort Doberlug-Kirchhain führte ab 2006 zu negativen Auswirkungen für die Kaufkraft in der Stadt. Dennoch können die Stadtväter auch auf eine ganze Reihe Existenzgründungen im Ort verweisen, die erst nach der Wende möglich waren. Mit der Gründung verschiedener Handwerks- und Baubetriebe sowie der HIL GmbH wurden überregionale Arbeitgeber in die Stadt Archivfoto: Seidel geholt. red/Broszinski

AMT PLESSA

RUNDSCHAU 7. November 2009

VISITENKARTE

Gemeinden: Gorden-Staupitz, Schraden, Hohenleipisch mit Dreska, Plessa mit Döllingen und Kahla Bürgermeister 1989/heute: Plessa – Hans-Joachim Weinhold/Gottfried Heinicke

stätten, Straßenbauarbeiten zwischen Karl-Marx-Straße, Rückersdorfer Straße, Fischwasserstraße und Hirtenteichstraße. 쏆 2000: Amtsfeuerwehrgeräte-

Drei Naturparkgemeinden finden sich im Stadtgebiet, malerisch Archivfoto: Seidel entwickelte Orte wie hier Lugau.

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Hohenleipisch – Bernd Eichler/ Wolfram Herold

Dipl.-Bauing. Hubert Freigang

Staupitz – Werner Bergmann/ Fred Wickfeld Schraden – Ruth Klauber/Frank Sims

Kahla – Joachim Seidel/Steffen Klotzsch Amtsdirektor: seit 1993 Manfred Drews Kontakt: www.plessa.de amtplessa@t-online.de

04928 Plessa, Gartenstraße 9 Tel. 0 35 33/53 18, Fax 51 18 47 Funk 0 15 77 / 2 49 92 23 E-Mail: h.freigang@t-online.de

Kraftwerk Plessa – Symbol für den Strukturwandel und Beispiel Archivfoto: mc für die Nachnutzung ehemaliger Industriebrachen.

Lebensqualität verbessert Amt Plessa baute rund 75 Straßen grundhaft aus Einst stark vom Braunkohlebergbau geprägt, musste das Amt Plessa nach dem Mauerfall einen drastischen Strukturwandel erleben. Einen Schwerpunkt der kommunalen Arbeit bildete die Verbesserung der Infrastruktur in den Gemeinden.

Hans-Joachim Weinhold, Hauptamtsleiter des Amtes Plessa. Wirtschaftlich brachte der Mauerfall Schwierigkeiten mit sich. Einen besonders schweren Start hatte Hatte das Amt Plessa 1994 noch die Gemeinde Plessa, brachen doch 607 Kinder in den Kitas zu betreuhier die vorhandenen industriellen en, sind es heute noch 270. Diese Strukturen weg. Die Schließung der Entwicklung war abzusehen. DarBrikettfabrik, des Kraftwerkes, der her erfolgte 1996 die Schließung Gartenproduktionsgenossenschaft der Einrichtung in Kahla, 1998 in und der Lehrwerkstatt kosteten Dreska und 2005 in Gorden. Um so Nach den ersten freien Wahlen viele Arbeitsplätze und hinterließen mehr bemühte man sich, die beste- 1990 etablierten sich die GemeinIndustriebrachen. henden Einrichtungen zu moderni- devertretungen, die das Heft des Mit der Erschließung des Gewerbesieren. In Hohenleipisch entstand Handelns in die eigenen Hände gebietes sollte dieser Entwicklung 1998 ein Neubau, der mehrere nahmen, fortan ohne von „oben“ Einhalt geboten werden. Leider Standorte vereinigte und zur Zeit beeinflusst zu werden. weiter ausgebaut wird, um die An- Die Gemeinden begannen frühzeitig konnte dies bis heute nicht zu gebote zu erweitern. mit der Zusammenarbeit, es bilde- 100 Prozent umgesetzt werden. Durch den Einsatz engagierter BürAufgrund der rückläufigen Schüler- ten sich die Verwaltungsgemeinger konnte der Großteil der ehemazahlen konnten auch nicht alle schaften Hohenleipisch, Gorden ligen Industriebrachen einer NachSchulstandorte in ihrer bisherigen und Staupitz sowie Plessa, Kahla, nutzung zugeführt werden. Form erhalten bleiben. Zuerst traf Döllingen. Daraus bildete sich am es Staupitz, der Standort lief 1997 21. Juli 1992 das Amt Plessa, dem Nach 1989 galt es vor allem, die vernachlässigten Infrastrukturen in aus. Dann verlor Plessa den Status sich nach einer Bürgerbefragung der Oberschule und ist seither eine die Gemeinde Schraden anschloss. den Gemeinden zu modernisieren, um die Lebensqualität zu verbesGrundschule. Frühzeitig wurde in Die Veränderung der GemeindeHohenleipisch mit der Rekonstruk- und Verwaltungsstrukturen war da- sern. Insbesondere der Straßenbau stellte hierbei einen Schwertion der Schulgebäude begonnen. mit noch nicht abgeschlossern: Mit der Übernahme in Amtsträger- Zum 31.Dezember 2001 schlossen punkt dar. Etwa 75 Straßen wurden grundhaft ausgebaut beziehungsschaft wurden neue Konzepte ver- sich Gorden und Staupitz zu einer weise mit einer Asphalt-Bitumenfolgt. Inhaltlich hat sich die Grund- Gemeinde zusammen. Zum gleischule zu einer verlässlichen Halb- chen Zeitpunkt gliederten sich Döl- decke versehen, Nebenanlagen gestaltet und die Straßenbeleuchtung tagsgrundschule entwickelt. Räum- lingen und Kahla in die Gemeinde modernisiert oder neu geschaffen. lich wurde sie weiterentwickelt und Plessa ein. Damit war der Grundauch gestaltet. In Plessa wurden stein für die zukünftige Entwicklung „Nur wenige unserer Einwohner brauchen sich über schlechte Straebenfalls erste Schritte in Richtung gelegt. „Es war eine Entwicklung, ßenverhältnisse zu klagen“, gibt moderner Grundschulstandort gedie man rückblickend als erfolgWeinhold zu verstehen. red/bä legt. Seit 2008 wird hier saniert. reich bezeichnen kann“, urteilt

Reduzieren und modernisieren

erhielten Unterstützung zur Bewirtschaftung ihrer Sportstätten. Auf diese Weise konnten Vereinsheime saniert werden, in Plessa erfolgte im Jahr 1998 ein Neubau. Darüber hinaus haben Hohenleipisch, Plessa und Schraden verantwortungsbewusst ihren vermietbaren Wohnraum saniert. red/bä

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Gorden – Reinhard Pachtmann/ Frank Pfützner

쏆 1991: Wohnungsgesellschaft gegründet, Städtefreundschaft mit Hemer beschlossen, Gründung des Abwasserzweckverbandes und Bau der Abwasserkanalisation, Aufbau des Gewerbegebiets, erster Supermarkt eröffnet 쏆 1992: Erstes Frühlingsfest, Amt Doberlug-Kirchhain und Umland entsteht 1993: Städtefreundschaft mit Kirchhain (Hessen) beschlossen, Bau alters- und behindertengerechter Wohnungen am Kleinhof 쏆 1994: Kegelhalle im Sportzentrum eröffnet, Sanierung des Weißgerbermuseums abgeschlossen 쏆 1995: Neue Wolfssäule im Doberluger Forst aufgestellt 쏆 1996: Restaurierung der Kursächsischen Postmeilensäule, Einweihung des Altenpflegeheimes „Albert Schweitzer“, Sanierung Brücke Schillerstraße, Umgestaltung Marktplatz Doberlug, Südstraße fertiggestellt 쏆 1997: Umgestaltung Dr.–Wilhelm-Külz-Straße, Hirtenstraße, Schillerstraße, Renaturierung Blauer See abgeschlossen, neues Gerätehaus der Doberluger Feuerwehr eingeweiht 쏆 1998: Sohlgleiten in der Klei-

2007 bekam das Schloss seine Archivfoto: Seidel Turmspitze.

Verstärkt haben sich die Gemeinden der Schaffung und Verbesserung von Freizeitsangeboten und der dazu notwendigen Strukturen in ihren Territorien gewidmet. Die Sporthallen in Staupitz, Gorden, Hohenleipisch und Plessa sind in diesem Zusammenhang aufwändig saniert worden. Die Sportvereine

Einwohner: 7176

Stadtentwicklung in Stichpunkten haus (Waldhufenstraße) übergeben, Technische Ausstellung des Weißgerbermuseums eröffnet, Einweihung des umgebauten Gemeindehauses der evangelischen Kirche 쏆 2001: Eröffnung einer Dauerausstellung im Schloss 쏆 2002: Einweihung der restaurierten Sauerorgel in der Klosterkirche 쏆 2003: Neue Brücke Am Krankenhaus fertiggestellt, Freigabe der neu gestalteten Leipziger Straße 쏆 2004: Küchenteich renaturiert, Torgauer Straße erneuert 쏆 2005: Eröffnung des Evangelischen Gymnasiums, Brücke am Umfluter (Baumschulenweg) fertiggestellt, Stadtfest „1000 Jahre Ersterwähnung Doberlugs“ 쏆 2006: Um- und Neugestaltung des Kirchhainer Marktplatzes, Abzug des Fallschirmjägerbataillons 373, Beginn der Sanierung des Refektoriums, 1. Höfefest in Doberlug, Neue Brücke Hennersdorfer Straße, Fertigstellung des Parkplatzes Karl-Liebknecht-Straße/ Finsterwalder Straße, Außenhüllensanierung des Doberluger Pfarrhauses 쏆 2007: Aufnahme der Stadt in die AG Städte mit historischen Stadtkernen, Einweihung des neu gestalteten Bahnhofsvorplatzes, Systeminstandsetzungszentrum wird Heeresinstandsetzungslogistik GmbH, Turmhaube aufs Schloss gesetzt – Dachsanierung abgeschlossen 쏆 2008: Einkaufszentrum Gerberstraße eröffnet, Rathausstraße erneuert 쏆 2009: Sanierung des südlichen Sommerweges in der Hauptstraße, Stadtfest „775 Jahre urkundliche Ersterwähnung Kirchhains“ red/Broszinski

Sportstätten saniert

Amt Plessa

Döllingen – Helmut Jahre/Bernd Binder

nen Elster verlegt, Turmkugeln und Wetterfahnen der Stadtkirche restauriert, Baubeginn der Reihenhaussiedlung am Baumschulenweg, Festwochenende „900 Jahre Zisterzienser“ 쏆 1999: Stadthalle eröffnet, Arbeiten an Schloss und Außenanlage, Einweihung Behindertenwohn-

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Amt Kleine Elster Einwohner: 6378 Gemeinden: Crinitz mit Gahro, LichterfeldSchacksdorf mit Lieskau, Massen-Niederlausitz mit Babben, Betten, Gröbitz, Lindthal und Ponnsdorf, Sallgast mit Dollenchen und Göllnitz. Amtsdirektor: seit 1992 Gottfried Richter

AMT KLEINE ELSTER (NL)

RUNDSCHAU 7. November 2009

STADT FINSTERWALDE

RUNDSCHAU 7. November 2009

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Erfolg mit Gewerbegebiet Das Amt Kleine Elster investierte in die Infrastruktur und erntet nun die Früchte dieser Saat Mit den ersten Kommunalwahlen im Mai 1990 erhielten die Gemeinden des heutigen Amtes Elsterland wieder ihre kommunale Selbstständigkeit. Dennoch entschlossen sie sich ab 1992 zur gemeinsamen Verwaltung im Amtsgebiet zusammen. Bis heute ziehen die Einwohner ihren Nutzen daraus.

Der Amtsausschuss beschloss 1992 die Gründung einer zentralen Verwaltung mit Sitz in der Gemeinde Massen. Wegen der Fülle der Aufgaben wurde 1993 das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude des Maschinenbaubetriebes Fimag als Hauptsitz der Amtsverwaltung ausgebaut. Bis heute wird das Gebäude, das unmittelbar an der Bundes1992 entstand das Amt Kleine Els- straße 96 in zentraler Lage liegt, genutzt. Von dort werden alle Aufter, dass territorial am Flusslauf der Kleinen Elster im südlichen Teil gaben für die Gemeinden organides heutigen Landkreises Elbe-Els- siert, etwa die Grund- und weiterter in unmittelbarer Nähe der Sän- führenden Schulen, die Kindertagesstätten, die Flächennutzungsgerstadt Finsterwalde liegt. Als planung sowie die Wirtschafts- und erster Amtsdirektor wurde der Bürgermeister der Gemeinde Mas- Tourismusförderung. Den Schwerpunkt der Wirtschaftssen, Diplomingenieur Gottfried förderung im Amt findet man in der Richter, vom Amtsausschuss geGemeinde Massen-Niederlausitz, wählt. Er hat dieses Amt bis jetzt inne. Das Amt Kleine Elster besteht wo eines der größten Gewerbegebiete in Südbrandenburg mit über aus vier Gemeinden und hatte im 100 Hektar entstand. 17 Millionen Jahr 1990 etwa 7250 Einwohner. Euro wurden in die Infrastruktur Heute sind es noch 6500 Einwohan der B 96 und in die nicht mehr ner. Das Amt bekam im Jahr 1994 die Zusatzbezeichnung „Niederlau- benötigten Betriebsflächen der ehemaligen Maschinenfabrik Fimag sitz“.

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700 Einwohner verloren

Schulen und Wehren 쏆 In den Gemeinden Sallgast und Crinitz werden bis heute kleine Grundschulen betrieben, in der Gemeinde Massen-Niederlausitz eine Grund- und Oberschule. Wohnortnahe Beschulung und eine gute Bildungsinfrastruktur sind ein Hauptanliegen der politisch Verantwortlichen im Amtsausschuss. Für den Neubau und die Sanierung der Schulen sowie des Turnhallenneubaus in Massen wurden 4,3 Millionen Euro aufgewendet.

쏆 In den bevölkerungsstarken Orten Crinitz, Lichterfeld, Massen und Sallgast werden öffentliche Kindertagesstätten betrieben, in die 600 000 Euro flossen. 쏆 Als 1. Amtswehrführer wurde 1992 Oberbrandinspektor Konrad Haubold berufen. Er beeinflusste maßgeblich die zentrale Entwicklung der Feuerwehren, die heute fast 1000 Mitglieder haben. Es wurden vier Gerätehäuser gebaut und fünf Einsatzfahrzeuge gekauft.

Nach dem Aus des Schwimmstadions bleibt zumindest noch das fiwave.

Archivfoto: Seidel

Kultur und Freizeit Öffentliche Einrichtungen von Bildung bis Sport wurden verschönt und ausgebaut Ein Archivbild von 2005 zeigt die Entwicklung des Gewerbegebietes Massen.

investiert. Hier entstanden zwei neue Industriehallen, die heute durch Hightechunternehmen mit 100 Mitarbeitern genutzt werden. Die ehemalige Lehrwerkstatt ist zu einem Produkt-, Initiativ- und Lehrzentrum (PILZ) umgestaltet worden. Durchschnittlich werden 100 Lehrlinge und Schüler im Jahr beschult. Das PILZ hat 30 Festange-

stellte. Die Infrastrukturinvestitionen wurden von Bund und EU mit 70 Prozent bezuschusst. Heute sind im Gebiet etwa 80 Firmen mit rund 2000 Mitarbeitern tätig. Die Firmen haben in den letzten 20 Jahren etwa 200 Millionen Euro am Standort investiert. Das Amt Kleine Elster betreibt zudem mit der Stadt Finsterwalde zu-

Archivfoto: Seidel

sammen einen Flugplatz im Ortsteil Schacksdorf in den etwa 3,8 Millionen Euro von Bund, EU und aus Eigenmitteln geflossen sind und zukünftig auch eine Eisenbahnlinie als Infrastrukturelement geplant ist. Hier wurden eine Flugzeugwerft und fünf weitere Firmen mit insgesamt 70 Mitarbeitern angesiedelt. red/bob

F 60 ist Touristenmagnet Als touristisches Highlight wurde im Amtsgebiet in den vergangenen 20 Jahren das Besucherbergwerk F 60 am ehemaligen Tagebaurestloch des heutigen Bergheider Sees im Ortsteil Lichterfeld geschaffen, das jährlich 70 000 Besucher anzieht und Teil der Internationalen Bauausstellung ist. Der Bergbausanierer LMBV investierte rund vier Millionen Euro in die Ertüchtigung des Besucherbergwerks. Die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf gestaltete das Umfeld, um die Erreichbarkeit zu sichern und gab dafür 4,5 Millionen Euro aus. Geplant

ist hier in den nächsten Jahren die Errichtung einer Ferienhaussiedlung mit Campingplatz, Badestrand und schwimmender Architektur. Die Anlage soll 2012 in Betrieb gehen. Das im 13. Jahrhundert errichtete Wasserschloss Sallgast mit Schlosspark wurde für etwa 1,2 Millionen Euro aufwendig saniert. Das Töpferdorf Crinitz mit der Niederlausitzer Museumseisenbahn zieht jährlich 15 000 bis 20 000 Besucher an und ist ein beliebtes Ferienziel der Berliner. Einzigartig ist die Wiederbesiedlung des ehemaligen Ortes Kling-

mühl, der 1990 abgebaggert werden sollte und damals nur noch aus drei Einwohnern bestand. Jetzt wohnen hier wieder 70 Einwohner in neuen Eigenheimen. Hier wurden durch den Bergbausanierer LMBV und die Gemeinde drei Millionen Euro eingesetzt. Weiterhin wurden im Rahmen der integrierten ländlichen Entwicklung seit 1989 im Amtsbereich rund 4,8 Millionen Euro für die Sanierung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen sowie für den landwirtschaftlichen und touristischen Wegebau investiert.

Zur Geschichte seit der Wende gehört in Finsterwalde auch das Ringen um den Erhalt und die Verbesserung vieler öffentlicher Einrichtungen.

und ihre Erweiterung mit Anlagen wie den Großrutschen, Wellnessund Babybecken und Vorleistungen für die spätere Ausstattung mit einer attraktiven Freibadanlage. Im Wohnbereich Süd wurde die frei zugängliche Bolzplatzanlage geÖffentliche Mittel flossen so unter schaffen, und im Zusammenwirken anderem in die Sanierung und Mo- mit dem Flugsportverein die Sicherung des Segelflugplatzes als überdernisierung des zentralen Stadiregional wirksame Sport- und Freions des Friedens einschließlich Flutlicht und Leichtathletikanlagen. zeitanlage vorangetrieben. Weitere Projekte im Bereich Sport Im Bereich Bildung steht die Sanierung des seinerzeit städtischen Jaund Freizeit waren die Errichtung einer frei zugänglichen Mehrzweck- nusz-Korczak-Gymnasiums, der Erweiterungsbau der Realschule, SaSportanlage, die Komplettsanienierung und Erweiterungsbau an rung der Schwimmhalle „fiwave“

Archivfoto: Rösler

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Das Besucherbergwerk lockt jährlich 70 000 Besucher an.

der Städtischen Gesamtschule und die Modernisierung der drei städtischen Grundschulen zu Buche. Acht sanierte Kindertagesstätten und die Wiederherstellung einer zwischenzeitlich geschlossenen Kinderkrippe wurden ebenso gestemmt wie die Modernisierung des Freizeitzentrums für Kinder und Jugendliche. Für die ältere Generation wurden zentrale Wohnformen geschaffen. Die Feuerwehren wurden durch den Neubau von drei Gerätehäusern, durch die Sanierung alter Anlagen und durch Investitionen in die Ausrüstung regelmäßig unterstützt. red/Wohmann

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Manches ist seit der Wende auch misslungen. Es war etwa nicht möglich, die im Zusammenwirken von Landesregierung und Landkreis vorbereitete Schließung der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses zu verhindern, so Bürgermeister Johannes Wohmann. Trotz umfangreicher Vorleistungen der Stadt sei bisher auch der Ausbau der L 60 von der Kirchhainer Straße in Finsterwalde bis zum Anschluss an die B 96 im Bereich Turmstraße nicht begonnen. Wohmann: „Es war ein Fehler, den Stadtverordnetenbeschluss zur Schließung des Freibades am Ponnsdorfer Berg nicht, wie vorgeschlagen, mit einem Beschluss zur unverzüglichen Errichtung einer Freibadaußenanlage an der Schwimmhalle zu verbinden.“

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STADT FINSTERWALDE

RUNDSCHAU 7. November 2009

Schöner Stadtkern Finsterwalde hat seit der Wende Millionen in die Sanierung des Zentrums investiert Seit der Wende hat die Sängerstadt viele Höhen und Tiefen erlebt. Ein Schwerpunkt in den 20 Jahren war vor allem die Stadtsanierung vor allem in der Innenstadt rund um Schloss und Marktplatz.

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Anfang der 90er-Jahre stand in Finsterwalde zunächst der Neuaufbau der Verwaltung im Vordergrund. Es folgten die Errichtung der städtischen Wohnungsgesellschaft und der Stadtwerke sowie die Strukturierung des städtischen Entwässerungsbetriebes. Wichtiges Instrument der Planer war die Stadtsanierung, die über den Einsatz von Mitteln der Städtebauförderung, des ZiS-Programms und anderer aktiv vorangetrieben wurde. Zu nennen sind hier die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung des gesamten Marktplatzbereichs, die Umgestaltung des Schlossparks, die Sanierung des historischen Schlosses und der verkehrsberuhigte Ausbau der Brandenburger Straße. Weitere Mittel flossen in die Sanierung und den Neubau der Straßenfolge: Tuchmacher- und Schützenstraße, Finspangsgatan und der Rue de Montataire. Die Förderung der Sanierung privater Wohn- und Geschäftshäuser im Sanierungsgebiet und das Schaffen von innerstädtischen Mietwohnungsangeboten als Ersatz für Rückbaumaßnah-

쏆 ZUM THEMA

Und es blüht doch!

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n diesen Tagen wird viel Rückschau gehalten. Vor allem auf die Tage und Wochen vor und nach dem 9. November 1989, dem Von Frank Tag, an dem die Claus Mauer fiel. Die RUNDSCHAU hat das historische Ereignis zum Anlass genommen, um aufzuzeigen, wie sich in den 20 Jahren danach das ElbeElster-Land verändert hat. Und wenn auch längst noch nicht gleiche Lebensverhältnisse in West und Ost Einzug gehalten, Löhne hüben und drüben immer noch unterschiedlich, Arbeitsplätze mehr dort als hier im Angebot sind und der Osten deutlicher mit Bevölkerungsschwund und Wegzug zu kämpfen hat – es gibt sie doch, die von Altkanzler Helmut Kohl prophezeiten „blühenden Landschaften“. Nicht flächendeckend zwar, aber wer durch unsere Heimat fährt, kann einen deutlichen Aufwärtstrend nicht leugnen. Viele Dörfer und Städte sind Das Schloss zeugt von den investierten Geldern. Archivfotos: Seidel schmuck geworden, Farbe hat über das Einheitsgrau an Häusern und men im Rahmen des Stadtumbaus dorf für den Flugbetrieb und die Gebäuden gesiegt. Immer mehr Unterstützung der Ansiedlung einer längst marode Gewordenes wird Ost waren weitere Prioritäten. Flugzeugwerft waren wichtige Im Bereich der Wirtschaftsfördedurch Neues, Modernes ersetzt. Schritte. Über die stadteigenen rung gelang die Sicherung bedeuDie Redaktion dankt allen StadtStadtwerke wird weiterhin vertender traditioneller Industriebeund Amtsverwaltungen für die Unsucht, günstige Preise für Strom, triebe am Standort Finsterwalde terstützung bei der Bilanz und durch planerische Maßnahmen und Gas und Wasser für Bürger und wünscht Ihnen, werte Leser, viel unterstützenden Infrastrukturaus- Unternehmen im Stadtgebiet anzu- Erbauung und manchen Aha-Effekt red/Wohmann beim Lesen. bau, im Einzelfall durch städtische bieten. Bürgschaft. Auch die Sicherung des Flugplatzes Finsterwalde/Schacks-

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RUNDSCHAU 7. November 2009

VISITENKARTE

Amt Elsterland

AMT ELSTERLAND

Investitionen in Schulen und Straßen

Einwohner: 5354 Gemeinden: Eichholz-Drößig, Fischwasser, Oppelhain, Rückersdorf, Gruhno, Schadewitz, Lindena, Schönborn, Tröbitz und Schilda

In vielen Bereichen wurde im Amt Elsterland seit der Wende investiert. Schulen, Straßen und vieles mehr hat ein neues Aussehen bekommen. Einige Beispiele: 쏆 Ausbau der Torgauer- und Wildgruber Straße 1992 in Schilda für 985 000 DM. 쏆 Einbau eines Sportfußbodens in der Rückersdorfer Sporthalle 1993 Amtsdirektoren: für 133 000 DM. 1992-2006 Joachim Sander (CDU) 쏆 Sanierung und Ausbau der seit 2007 Jörg Gampe (parteilos, Sporthalle mit Sauna sowie Erseit Februar 2008 CDU) neuerung einer Kleinfeldsportanlage in Tröbitz für eine Million DM. Kontakt: 쏆 Neuanlage eines kombinierten www.elsterland.de Geh- und Radweges in Schönborn/ amt@elsterland.de Eichwald für 1,4 Millionen DM.

쏆 Neubau einer Kläranlage in Schilda 1993 – 94 für 1, 9 Millionen DM und anschließend der Schmutzwasserleitungsbau 1994 – 95 für 1,7 Millionen DM. 쏆 Modernisierung 32-WE Block in Schönborn für 1,2 Millionen DM. 쏆 Sanierung und familienfreundliche Gestaltung des Freibades in Tröbitz für 3,5 Millionen DM. 쏆 Sanierung Kita Tröbitz 1996 für 195 000 DM. 쏆 Sanierung Schulkomplex in Rückersdorf 1994 – 1998 für 847 000 DM. 쏆 Neubau der Ortsverbindungsstraße Fischwasser – Eichholz 1996 für 840 000 DM.

Nieder- und Aufgang des Industrieparks Amt Elsterland arbeitet sich nach oben – Investitionen in Tröbitz zahlen sich aus Im 1992 geschaffenen Amt Elsterland wurden in den vergangenen Jahren viele Projekte angeschoben. Plastisch wird der Wandel aber vor allem im Industriepark in Tröbitz. Ein besonderes schwieriges aber enorm wichtiges Projekt nach der Wende war ohne Zweifel die Wiederbelebung des Altindustriestandortes Tröbitz nach der Insolvenz des Landbaumaschinenbetriebes. Von den vormals mehr als 1000 Arbeitsplätzen waren zunächst nur noch knapp 30 übriggeblieben. Fast zwei Millionen Euro konnten von der Investitionsbank Brandenburg an Fördermitteln für das Projekt eingeworben werden. Damit war es möglich, das ehemals zusammenhängende Betriebsgelände zu parzellieren, neue Leitungs- und Versorgungsmedien sowie Straßen anzulegen. Dabei war es besonders wichtig, die bestehenden Arbeitsplätze zu stabilisieren, zu sichern und nach und nach mit Unterstützung des Insolvenzverwalters neue Firmen anzusiedeln, sodass nunmehr wieder annähernd 200 Menschen in unterschiedlichen Branchen im Industriepark Tröbitz arbeiten und produzieren. Heute gehört der Standort im Bereich Automotiv und Metall, als ein kleiner Bestandteil, zum gemeinsamen Wachstumskern Westniederlausitz. Auch in die Feuerwehren des Amtes flossen über die Jahre immer wieder Gelder, vom Neubau des Gerätehauses in Schönborn 1994 bis zur Ersatzbeschaffung eines TLF 20/40 für die Wehr Rückersdorf, der voraussichtlich Anfang Dezember übergeben werden soll.

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1,6 Millionen Euro über den Natur쏆 Bau von straßenbegleitenden schutzfond Brandenburg. Radwegen von Rückersdorf nach Friedersdorf und von Rückersdorf 쏆 Sanierung Kita Schönborn nach Bad Erna 1998 – 1999 für 2009 für 278 000 Euro. 747 000 DM. 쏆 Energetische Sanierung der Grundschule Rückersdorf 2009 für 쏆 Sanierung des Bauernmuse230 000 Euro. ums in Lindena 1996 – 98 für 277 000 DM. 쏆 Straßenbau in Schönborn in 2002 für 360 000 DM. 쏆 Ausbau des landwirtschaftlichen Verbindungsweges Lindena – Gruhno 2002 für 256 000 Euro. 쏆 Wiederherstellung historischer Flussschleifen der Die frisch sanierte Rückersdorfer Archivfoto: Seidel kleinen Elster 2007 für Schule.

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Im Zuge der landesweiten Einrichtung von Stützpunktwehren wollte der Landkreis 2008 die Wehrleute des Amtes der Feuerwehr Doberlug-Kirchhain unterstellen. Das

Archivfoto: Seidel

konnten Wehr- und Verwaltungsführung durch die Gründung einer gemeinsamen Stützpunktfeuerwehr Doberlug-Kirchhain/Elsterland verhindern. red/Gampe

DAS A M T E LST ER LAND Die Bildung des Amtes Elsterland erfolgte am 13. Juli 1992. Zunächst begann der Aufbau der Verwaltung für die amtsangehörigen Gemeinden Eichholz-Drößig, Fischwasser, Oppelhain, Rückersdorf, Gruhno, Schadewitz, Lindena, Schönborn, Tröbitz und Schilda. Zu Beginn gab es drei Standorte in Schönborn im Gemeindehaus und ehemaligen Kindergarten sowie in Rückersdorf im Gemeindehaus. 1998 folgte der Umzug in die Kindergartenstraße 2a in Schönborn. 2007 folgte die Inbetriebnahme des neuen Bürgerbüros.

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ELBE-ELSTER-KREIS

RUNDSCHAU 7. November 2009

Das Extra zur Wende

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Das Tröbitzer Freibad existiert trotz knapper Kassen noch immer – heute sogar mit Solarheizung.

Die Finsterwalder Sänger – große wie kleine – tragen die Tradition und Lebenslust der SängerArchivfotos: Rösler (2), Seidel, Krengel, Sattler stadt Finsterwalde über die Kreisgrenzen hinaus.

Wie sich das Elbe-Elster-Land verändert hat

I MPRESSUM SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER LAUSITZER RUNDSCHAU HERAUSGEBER UND VERLAG: LR Medienverlag und Druckerei GmbH Straße der Jugend 54 03050 Cottbus GESCHÄFTSFÜHRUNG: Andreas Heinkel, Bernhard Liske REDAKTION: Frank Claus (fc) Karsten Bär (bä) Bodo Baumert (bob) KONTAKT: Telefon: 0180 1 22 22 30* direkt@lr-online.de ANZEIGEN: LR Mediaverkaufsgesellschaft mbH Karin Jach DRUCK: LR Medienverlag und Druckerei GmbH * 3,9 Cent/min aus dem dt. Festnetz. Mobilfunktarife können abweichen.

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