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0. Handmade.

Das Gestaltungskonzept der LOVED&FOUND ändert sich jedes Mal. Die Dinge sind durchnummeriert, im Gegenzug verzichten wir gänzlich auf Seitenzahlen. Außerdem dürfen in jeder Ausgabe Typografen und Designer ihre Handschrift hinterlassen. Diesmal haben wir den Kindern unserer Redakteure eine Hausaufgabe diktiert: in Schreibschrift für uns die Zahlen auszuschreiben! Gesagt, getan. Und so führt, von Kinderhand geschrieben, der schwarze Filzstift durchs Heft.


Editorial.   Keine Frage: Kinder

kriegen ist eine große Sache. Sie verändern das Leben schlagartig und, wenn es gut läuft, mit der Zeit auch die Welt. Sie sehen vieles anders als wir, und das ist gut so. Stillstand wäre schließlich eine Katastrophe, fragen Sie mal die fünf Wirtschaftsweisen. Oder Kinder auf dem Rücksitz, wenn das Navi noch 934 Autobahnkilometer bis zum Urlaubsziel anzeigt. Stau? Geht gar nicht, da wird ganz schnell Unruhe laut … Kurz vor Peng, dieses Gefühl kennen wir in der Redaktion auch. Aber anstelle von Ritalin haben wir uns lieber eine neue Ausgabe der LOVED&FOUND verordnet – den therapeutischen Erfolg halten Sie gerade in den Händen. Und wer uns kennt, könnte nun bei diesem ersten Wiedersehen nach knapp einem Jahr mitfühlend bemerken: »Du bist aber klein geworden!« – und Schlimmeres vermuten. Blödsinn!

Diese LOVED&FOUND begibt sich lediglich in Größe und Gestalt(ung) auf Augenhöhe ihrer nächsten Lesergeneration, die wir übrigens ganz erstaunlich finden. Denn während zahllose Designer, Marken und Medien sich um unsere Junioren reißen – mit Young Fashion, Mäusekonten, Kosmetikserien, Chinesisch-Kursen für Neugeborene und so –, schaffen es dennoch viele von ihnen, eben ganz normale Kinder zu bleiben. Sie wollen Süßigkeiten und Geheimnisse haben, so spät wie möglich einschlafen, Klingelstreiche machen und Eltern, die sich nicht streiten. Falls es dann doch einmal das eine oder andere zum Kauf oder zur Unterhaltung mehr sein soll: Wir haben das monströse Angebot da draußen hemmungslos kuratiert und auf eine LOVED&FOUND mini reduziert, natürlich frei von jeglicher Objektivität und pädagogischer Vorbildung. Wir haben einfach unsere Kinder gefragt. Viel Spaß mit dem Quatsch! Ihre/Eure LOVED&FOUND Redaktion


SC/sc

1. Ein mal eins, bitte! Der Onesie (englische Aus­ sprache: Wonsi), zu deutsch Einteiler, ist ein Kleidungs­ stück, das sich mit krakenartiger Verbreitung und affen­ artiger Geschwindigkeit unter Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen global ausgebreitet hat. Man sah ihn letzterdings unter quasi jedem Weihnachtsbaum, am Flug­ hafen immer da, wo die Langstreckenflüge nach Asien oder in die USA abgehen, und »You can even see them at Boots«, also in der Drogerie, wie Oma Brenda mit verzwei­ feltem Unterton bemerkte, als ihre Enkelin einen Onesie in Tiger- und einen in Leopardendekor von Santa Claus er­ hielt. Der Onesie überzeugt durch Tragekomfort, weil er innen flauschig ist und sich der Zipper von oben und unten öffnen lässt. Er strahlt eine derartige Heimeligkeit aus, dass manch ein Besitzer nur noch ungern wieder auf konventio­ nelle Kleidung umsteigt. Wir empfehlen allerdings Er­ wachsenen, sagen wir allen jenseits der 20, nicht den Fehler zu machen, bei diesem Trend zum Einteiler mitzumachen. Ein älterer Mensch sieht im Onesie aus wie ein Vollidiot im Strampler. Sorry! Eine große Auswahl findet man unter www.asos.com oder www.rinsedtshirts.co.uk


photographer: Rouven Steinke, model: Lloyd Cole


SC/ak

2. Krickelkrackel mit Niveau. Jared Clark tut Dinge, die Erwachsene sonst nicht tun. Außer sie sind Künstler. Künstler tun wie Kinder zuweilen Sachen, nur weil es geht, das verbindet die beiden Bevölkerungsgruppen. Jared Clark malt mit seinem Gesicht, seinem Mund und seinen Armen, indem er versucht, mit den Unebenheiten des menschlichen Körpers so viele Filzer zu führen, wie es eben möglich ist. In seinen Performances filmt er sich dabei, wie er Unmengen von verschiedenfarbigen Filzstiften über Papier örselt (ein besseres Wort zur Beschreibung dieser ungewöhnlichen Tätigkeit fällt der Autorin leider nicht ein). Dabei entstehen Punkte und Linien, die Clark derart beschreibt: »Die physische Einschrän­kung ist mein Weg, ein pures und schnörkelloses Ergebnis zu erhalten.« Ja, so gesehen, das funktioniert. Für den Betrachter beweisen die Bilder, dass Chaos durchaus eine gewisse Eleganz hat und sinnloses Tun auch manchmal zu Ergebnissen führt, über dessen Sinn es sich zumindest nachzudenken lohnt. www.jaredlindsayclark.com


Kinder zwar noch nicht kennen, einen Sinn für Harmonie haben sie aber allemal – Modulon füttert das Auge in allen erdenklichen Konstruktionen mit perfekten Proportionen (4. 5. 6. naefspiele.ch). Oder man tobt sich am KAPLA-Spiel aus, denn aus den kleinen Hölzchen lässt sich so ziemlich alles erschaffen: Modelle von Häusern, Raumschiffe oder gleich ganze Fantasiestädte (3. kapla.com). Also: Bau mal wieder was. Etwas Kleines, etwas Großes. Etwas Wunderbares. Bau dir die Welt, wie sie dir gefällt.

MF

3.–6. Bauklötze staunen. Früher hat man noch Dinge gebaut. Aus ein paar Legosteinen wurde ein Raumschiff, zwei Stöcke und ein Gummiband ergaben ein scharfes Schwert, und mit einer Decke und zwei Stühlen schuf man eine dunkle Höhle. Heute bauen wir Häuser oder Layouts – und höchstens manchmal noch Scheiße. Das kindliche, fantasievolle Bauen ist weit weg. Dabei können wir auch heute noch ganz einfach großartige Dinge erschaffen. Unendliche Spielmöglichkeiten zum Thema Räumlichkeit etwa eröffnet Cella, das »Versteckspiel im Würfel des Würfels des Würfels ...« von Designer Peer Clahsen. Ebenso genial: sein Diamant Metallic, ein hochkarätiges Spielzeug-Kleinod aus Holz in schimmernden Blautönen, das sich in zahllosen Kombinationen und Farbnuancen immer neu erfinden lässt. Den Goldenen Schnitt mögen


credits: 53. Mieke Haase, 54.–56. Naef Spiele AG found by: 53. Mh, 54.–56. Rus

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ACH

7. Siebensachen. Fantasie beflügelt. Besonders, wenn unsere Kinder sie selbst entwickeln und daran wachsen und nicht die plastikverarbeitende Spielzeugindustrie: Rund 80 Prozent des Spielzeugs in deutschen Kinderzimmern stammen nämlich mittlerweile aus China (www.elternwissen.com). Das macht uns echt giftig. Ganz anders unsere Siebensachen: Die haben seit Generationen noch keinem Kind geschadet, sie bringen einfach nur Spaß und, wer weiß, vielleicht sogar die große Karriere. Als Kapitän eines Superfrachters (Pappkarton), Manager (Himmel & Hölle), Geistlicher (Bettlaken), Diplomat (Fäden ziehen), Stratege (Kreide), Beamter (Kartoffel), Amor (Bogen). Und das quasi zum Nulltarif.


photographer: Rouven Steinke


James Mollison (photos), Mosch Khanedani (text)

8. Where children sleep. Das Kinderzimmer gilt in unseren Gefilden als absolutes Refugium. Die Frage, ob es sich in anderen Ländern ähnlich verhält, hat James Mollison dazu bewegt, die Schlafstätten von Kindern unterschiedlichster Kulturen zu fotografieren. Dabei herausgekommen ist ein ernsthafter, bewegender Fotoessay, der jungen Menschen die Lebenswelt Gleichaltriger in anderen Kulturkreisen aufzeigt. Dank seiner einfühlsamen Fotografie bewahren auch Kinder, die scheinbar nichts haben, ihre Würde und ihren Stolz.


Thais ist elf Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester im dritten Stock einer Hochhaussiedlung in der City of God, einem berüchtigten Stadtteil in Rio de Janeiro. Ihr Zimmer teilt sie sich mit ihrer Schwester. Thais schwärmt für Felipe Dylon, einen brasilianischen Popsänger. Und für Gisele Bündchen. Wenn sie groß ist, möchte sie auch Model werden. Wenn das nicht klappt, dann Kinderärztin.


Der Name dieses Jungen darf nicht verraten werden, um sein Leben nicht zu gefährden. Er ist neun Jahre alt. Er hat drei Brüder, und seine Eltern leben nicht mehr. Er war einmal Kindersoldat an der Elfenbeinküste. Wo genau er herkommt, weiß er nicht mehr. Nun lebt er mit Tausenden in einer Schule für ehemalige Kindersoldaten. Mit einigen teilt er sich das Zimmer und das Bett. Wenn er groß ist, würde er gern Lehrer werden.


Das ist Kaya. Sie ist vier Jahre alt und lebt mit ihren Eltern in Tokio. Weil Wohnraum in Tokio sehr teuer ist, ist ihre Wohnung sehr klein. Trotzdem haben ihre Eltern ihr ein kleines Mädchenparadies eingerichtet. Ihre Mutter näht ihre Kleider und braucht dafür bis zu drei Monate. Kaya könnte jeden Tag im Monat ein neues Kleid und ein neues Paar Schuhe anziehen. Zur Schule trägt sie trotzdem eine Schuluniform.


Tzvika ist neun Jahre alt und teilt sich sein Zimmer mit seinen zwei Brüdern und seiner Schwester. Er lebt in Beitar Illit, einer ultraorthodoxen jüdischen Siedlung im Westjordanland. Wenn Tzvika groß ist, möchte er Rabbi werden. Am liebsten spielt er religiöse Spiele auf seinem Computer und liest im Talmud. Er wird mit dem Auto zur Schule gefahren, die nur zweieinhalb Minuten von der Wohnung entfernt liegt.

Where Children Sleep published by Chris Boot Ltd www.chrisboot.com photographer: James Mollison www.jamesmollison.com


Mosch Khanedani (text), Dave DeVries (illustration)

9. Von Monstern und Menschen.   Eigentlich hat Dave

DeVries seine Karriere seinem Bruder zu verdanken. Der sperrte ihn nämlich im zarten Alter von sechs Jahren in sein Zimmer ein und befahl ihm, ein Foto abzumalen – vorher würde er nicht aus dem Zimmer gelassen. Aus einem Bild wurden drei, und Dave verließ das Zim­ mer seines Bruders mit einer Berufung: dem Zeichnen. Heute arbeitet er für die Comicgigan­ ten Marvel und DC und hatte von Batman bis X-Men schon alle unter seiner Feder. Die Zeichnungen seiner kleinen Nichte brachten ihn auf die Idee, diese zu er­ weitern. Wie würde das Gekrickel aus­ sehen, wenn man es überarbeitet? So entstand sein erstes Monster. In kleinen Workshops gestaltet Dave mit Kindern seine Monster und hat mittlerweile eine kleine Armada ge­ schaffen, die Monster Engine. Ein Pro­ jekt, das Zeichenunterricht, Galerie und jetzt auch Bildband in einem ist. Dave, was definiert ein Monster? Dave DeVries: Kommt drauf an, ob es ein lustiges oder böses Monster ist. Bei einem lustigen Monster geht es haupt­ sächlich um Farben und Formen, die es »entmenschlichen«. Ein böses Monster definiert sich nicht über das Äußere, sondern über seine Taten. Das sage ich zumindest meinem Sohn. Im wahren Leben kann eine Per­ son äußerlich bildschön und innerlich ganz böse und grausam sein. Hattest du als Kind ein Monster unter deinem Bett? Nein. Aber ich hatte so große Angst vor

ihnen, dass ich mich nachts unter ­dicken Decken vergraben habe, auch im Hochsommer. Nur ein kleines Loch zum Atmen blieb frei. Aber ich bin nie einem begegnet. Bilder deiner Nichte inspirierten dich vor Jahren zur Monster Engine – gemeinsam mit Kindern malst du aus ihren Vorgaben Monster und hauchst ihnen Leben ein. Hast du je eines der Monster für deine Auftragsarbeiten genutzt? Nein, aber ich plane eine Graphic ­Novel über die Monster Engine, die ich zusammen mit meinem Sohn gestalten möchte. Er ist jetzt sechs, das ist das perfekte Alter für eine Zusammenar­ beit. Allerdings muss er vorher immer die Hausaufgaben machen. Wie läuft der Prozess ab? Wie entwickelt ihr die Monster? Ich schau zuerst, ob ich ’ne Deadline habe oder nicht. Wenn nicht, ist alles easy, wenn doch, dann schau ich, wie detailliert ich in der vorgegebenen Zeit zeichnen kann. Dann versuche ich meinem allerersten Eindruck der Zeichnung zu folgen, ich versuche alle Informationen drumhe­ rum zu ignorieren. Das gibt mir die Freiheit, vom Original abzuschweifen und das Kind zu überraschen. Alsbald der Erstentwurf steht, über­ nimmt das Kind die Kontrolle und erzählt mir die Geschichte zu dem ­ Monster, wer es ist, seine Hintergründe etc. Und dann machen wir es gemein­ sam fertig. Haben Kinder einen anderen Umgang mit Kreativität? Kinder folgen ihrer eigenen, nicht sehr linearen, eher »kreisförmigen« Logik.

Wer in sehr klaren, linearen Struk­ turen denkt, der wird der kindlichen Logik schwer folgen können. Kreis­ rund deswegen, weil es an den Tan­ genten auf einmal abgehen kann, und dann findet man sich auf einer wilden Achterbahnfahrt der Fantasie wieder, bevor es dann irgendwie wieder zum Anfang zurückfindet. Und es macht auf einmal alles Sinn. Kindern ist auch nichts peinlich. Kleine Kinder machen sich keinerlei Gedanken um ihre Außenwirkung – sie sind völlig ungefiltert. Ich sage immer, dass man, um echten Zugang zur Kreativität zu haben, ­keine Angst davor haben darf, sich auch mal total lächerlich und zum Affen zu machen. Gibt es irgendwas, das du von der Zusammenarbeit mit Kindern für ­ dich gelernt hast? Ja, eine Menge: Sei unvoreingenom­ men. Und richte nicht vorschnell über andere. Nimm nicht alles per­ sönlich und sei nicht nachtragend. Sieh den Spaß in den Dingen, und auf einmal wird das meiste magisch. Magie ist in allem, und manchmal – ganz selten – kann ich es auch noch fühlen. Wenn das passiert, dann ist alles Leben lebendig, und ich kann die Welt wieder durch die Augen eines Kindes sehen. Und dann wird die Ampel grün, der hinter mir hupt, und ich muss zur Arbeit … www.themonsterengine.com


Links: Studio: Tattoo Nouveau www.tattoo-nouveau.de, Artist: Robert Gorlt, Kunde: Katja Pettig. Rechts: Studio: Gestochen Scharf www.gestochen-scharf.net, Artist: Duy Tan „Ti“ Nguyen, Kunde: Hüseyin Yaltay.

mit Beschriftungen und Bildern zu versehen, die den Träger bis ans Ende seiner Tage begleiten, ist zu einem Massenphänomen geworden. Gibt es im Alltag doch kaum noch Entscheidungen mit Tragweite, wächst das Bedürfnis, etwas zu tun, was man nicht mehr rückgängig machen kann: sich tätowieren und Kinder kriegen. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt, wer beides gleichzeitig tut. Indem man sich den Namen des Nachwuchses auf die Körperoberfläche nadeln lässt,

suggeriert der Tätowierte die Fähigkeit zur ewigen Hingabe und Treue. Früher waren das die Namen des Liebsten, heute weiß man, die sind schneller futsch, als man gucken kann, und damit auch die Aktualität des Körperschmucks. Das Tattoo des NachwuchsNamens, oder auch das Porträt oder der Abdruck des Neugeborenenfüßchens, das hält jedoch ewig. Kinder wird man schließlich mindestens 18 Jahre nicht mehr los. Wenn es gut läuft. SC/iy

10. Drum prüfe, wer sich. .ewig bindet. Der Trend, die Haut


photographer: Michi Schunck

muss. Je erwachsener unser LiveSound wurde, desto mehr haben die Kinder auf unseren Konzerten mit­ gefeiert – auch Kinderbäuche werden gern vom Bass geschüttelt.« Das neue Album Heile Welt gehorcht wieder dem obersten Motto der drei Musiker, die Deine Freunde sind: Spaß! »Inhaltlich ist von allen Torten des Familienlebens ein Stück dabei. Es geht um

Mut, Freundschaft, Wachsen, Angst, Nachtisch und deine Mudder.« Und um: Wann sind wir da? (Die Hymne auf lange Autofahrten mit lupenreinem Elektropop und knackigen Beatgerüsten), Auf den Dächern ist ein Nachruf an alle zu hoch geflogenen Bälle, die auf eben­jenen Dächern einsam liegen bleiben. Und für die klitzekleinsten Fans konstatiert Häschen hüpf, dass kleine Hoppler jetzt Techno hören (auch wenn der schlecht gelaunte Dachs behauptet, dass das gar kein Techno sei). Deine Freunde sind genaue Beobachter, das macht Erwachsenen Spaß, und coole Verbündete, darüber freuen sich Kinder. Die Musik rockt oder besser bounced, Markus Pauli, Florian Sump und Lukas Nimscheck spielen nicht Rapper, sie sind es, und der HipHop, naturgemäß Freund des kleinen Menschen, macht das, was Kinder am meis­ ten mögen: reimen. »Wir ham versprochen, du bist niemals mehr ­a llein – und was wir versprechen, halten wir auch ein.« Heile Welt erscheint am 7. 3. 2014 auf Universal Music Family Entertainment, unbedingt die Tourdaten auf www.deinefreunde.info im Blick behalten. SC/sc

11. Kinder brauchen Bass!

Für Babys und Kleinkinder tut man alles. Nachts stündlich aufstehen, sich im Überschwang der Nahrungsaufnahme aufs Stella McCartney for adidas kotzen lassen, Klötzchen stapeln, zwei Oktaven höher reden und unelegante Großraum-Autos fahren. Man muss aber auch wissen, wann die Grenze der Selbstaufgabe erreicht ist. Rolf Zuckowski hören und 1000-mal »Anne Kaffeekanne«, das geht zu weit. Trotzdem mögen Kindergartenund Grundschulkinder altersadäquate Musik und können nicht vom Start weg die gleiche Begeisterung für die Beastie Boys aufbringen wie Vati. Die Hip-Hop-Band Deine Freunde aus Hamburg ist eine beat- und stylemäßig ernst zu nehmende Alternative und begeistert Kinder vom Hops-Alter bis zum Übertritt in die weiterführende Schule. Mit ihrem ersten Album Ausm Häuschen leisteten sie Pionierarbeit in Sachen Kindermusik, nun folgt der zweite Streich. »Nur weil wir Musik für Kinder und Familien machen, heißt das nicht, dass unser Sound wie die Titelmusik der Teletubbies klingt«, so Rapper Flo. »Auf unseren Konzerten haben wir vor allem eins gelernt: Es gibt musikalisch nichts, wovor Kindermusik zurückschrecken


»Herr Ober, da ist ein Tribble in meinem Glas.« »Ja, entschuldigen Sie bitte. Wir haben einen neuen Haarmixer.« In den siebziger Jahren kannte die kleinen, plüschigen Fellwesen jedes Kind. Na gut – jedes größere Kind, das schon »Raumschiff Enterprise« schauen durfte. Folge 15 der zweiten Staffel war bei ihrer (deutschen) Erstausstrahlung am 23. September 1972 ein Straßenfeger – wie eigentlich sämtliche Episoden der Serie in einer Zeit, als es drei Fernsehprogramme gab, plus den DDR-Kanal. »Kennen Sie Tribbles?« hieß die Folge in der typisch schräg-geheimnisvollen Art der Betitelung von 70er-Jahre-Serien. Auch ein Teil von Die Zwei mit Roger Moore und Tony Curtis hätte so hei-

ßen können, von Mit Schirm, Charme und Melone oder Biene Maja. Es handelte sich aber um Raumschiff Enterprise. Das Original mit William Shatner als permanent den Bauch einziehenden Käpt’n Kirk und Leonard Nimoy, der Mr. Spock, den klugscheißenden Vulkanier, verkörperte. Ernie und Bert im Weltraum, gewissermaßen. In der Folge mit den Tribbles kam es mal wieder zur Konfrontation mit den fiesen Klingonen, einer kriegerischen Rasse chronisch übel gelaunter Hackfressen, die Kirk und seiner Crew sowie dem ganzen Universum das Leben schwer machte. Noch heikler wurde die Situation durch sich rasend schnell vermehrende Plüschwesen, die bald aus Ladeluken purzelten und Kommunikationsoffizier Uhura vom Funken ablenkten – die Tribbles. Nach einigen Verwicklungen um vergiftetes Getrei-

de helfen die Tribbles bei der Enttarnung eines Klingonen-Spions, und Maschinist Scotty gelingt es, die Plüschplage auf das Klingonen-Schiff zu verlagern. Das klingt vordergründig nach einer recht simplen Story, aber in den 70ern hatte jede Serienhandlung auch eine metaphorische Bedeutung. Was also will uns diese Tribble-Invasion sagen? Steht sie für die zunehmende Umweltzerstörung, die Ausbreitung der Kommunisten (ach nee, das sind die Klingonen) oder gar Disco-Musik? Wahrscheinlich hatte der Drehbuchautor seinen Kindern einfach eine Meerschweinchendame geschenkt, die ohne sein Wissen trächtig war. Oder er hatte LSD gelutscht.

JST/sc

12. Kennen Sie Tribbles?


photographer: Stefan Thurmann www.stefanthurmann.de styling: Silke Baltruschat www.silkebaltruschat.de assistant: julia waldmann


Eva Bolhoefer, Anna da Costa Henriques (text)

13. Maulhelden. Mit stolz geschwellter Brust und extra breitem Grinsen stehen sie da. Wochenlang hatten Carl und seine Kumpel auf diesen Moment gewartet, doch der erste Wackelzahn wollte nicht so schnell weichen. Deshalb wurde ausnahmsweise mal der Rat der Zahnärztin befolgt, nämlich mit der Zunge so lange Druck zu machen, bis das lästige Anhängsel ausfallen würde. Jetzt ist sie endlich da, die klaffende Lücke – der Zahnfleisch gewordene Mindestabstand zum Klein­kind. Und zack – verschwinden die weißen Trophäen dann auch unter den Kopfkissen. Erstens, weil sie einem dann endlich aus dem Gesichtsfeld sind, und zweitens, weil die Zahnfee sie dort (und nur dort) ord-

nungsgemäß entsorgt. Gegen Gebühr, versteht sich. Auch Alexander (9) aus München kann sich noch gut an seinen ersten Wackelzahn erinnern. Und weil er damals einen ganz bestimmten Wunsch an die Zahnfee hatte, schrieb er ihr einen Brief: »Liebe Zahnfee, ich hab meinen Zahn verloren und wünsche mir die Nr. 32 von den Fußball-DFB-Karten.« Und um ganz auf Nummer sicher zu gehen, klebte er eine Kopie der gewünschten Karte mit dem Hinweis »und so sieht sie aus« mit dazu. Sein kleiner Bruder Frederik (6) hatte erst vor Kurzem seinen ersten Zahn verloren, am Frühstückstisch bei einem Biss ins Nutella-Brot. »Das war vielleicht

eine Sauerei«, erinnert sich die Mutter der beiden. »Aus Angst, den Zahn zu verschlucken, spuckte er das durchgekaute Brot wieder auf den Teller und stocherte so lange darin herum, bis er seinen winzigen Zahn gefunden hatte.« Köstliche Geschichte, ehrlich. Apropos Geschichte: Wer seine Nase einmal in ein Geschichtsbuch steckt (oder in diese LOVED&FOUND), erfährt, dass Bräuche im Zusammenhang mit dem Verlust der Milchzähne bereits bis ins Mittelalter zurückreichen, einer Epoche des Aberglaubens und der Fabelwesen. Damals forderten die Eltern ihre Kinder dazu auf, die Milchzähne ins Feuer zu werfen, weil sie nicht in die Hände von bösen Hexen geraten durf-


Jungs, ihr seht klasse aus, das müssen wir hier einfach mal zeigen! Die Mädels dürfen ja schon ihre tolle Mode (Nr. 39) vorstellen.

ten, die Macht über Menschen ergreifen konnten, wenn sie Zähne, Haare oder Fingernägel von einem besaßen. Deshalb war deren Entsorgung so wichtig. Seit dem 19. Jahrhundert übernimmt die Zahnfee diesen Job, zuerst im angloamerikanischen Raum und seit einigen Jahren auch in Deutschland. Andere Wackelzahnsitten finden sich wiederum in anderen Ländern: So bekommt die Zahnfee in der Schweiz von einer Ameise Konkurrenz, die den weißen Schatz gegen ein Geldstück eintauscht. In Japan wiederum werfen die Kinder die Zähne ihres Unterkiefers unter die Veranda und die ihres Oberkiefers auf das Hausdach, das soll

Glück bringen. Und damit die neuen Beißer gut wachsen, pflanzt man in Polen den ersten Milchzahn sogar wie einen Blumensamen in die Erde. Zurück zu unseren Wackelkandidaten. Nach der Premiere wiederholt sich das Spektakel weitere 19-mal, bis die bleibenden Zähne im zwölften Lebensjahr alle Lücken wieder aufgefüllt haben. Die nächste Errungenschaft dürfte dann (infolge der hierzulande allgemein butterweichen Ernährung) die fest verschraubte Zahnspange sein. Aber da sind Carl & Co. noch nicht, vorerst haben sie zum Glück zweimal täglich einige Zähne weniger zu putzen. So eine Zahnlücke ist also nicht nur optisch äußerst vorteilhaft.

Dennoch, Jungs und Mädels: Zahnpflege ist wichtig, sie spielt tatsächlich auch gesellschaftlich eine besondere Rolle. »In einer Schweizer Studie hat man herausgefunden, dass Hänseleien unter Kindern am zweithäufigsten auf die Mundhygiene zurückzuführen sind«, erklärt Zahnärztin Stefanie Auras, die in 2012 die Kinderzahnarztpraxis Hamburger Wackelzähne eröffnet hat. Das setzt sich auch im Erwachsenenalter weiter fort, denn ungesunde Zähne gelten als unästhetisch. Dem können wir nur zustimmen: Die gesunden Zahnlücken unserer Kinder sind wirklich unvergleichlich smarter.


14. Er an sie.

Verehrer 17 Jahre alt, 2005

AC/ac

Wie viel du mir bedeutest, ist nicht in Worte zu fassen. Deinen Wert zu ermessen? Da muss ich passen. Ich habe versucht, mich deinem Bann zu entziehen, Doch erkannte ich schnell, es hilft nicht zu fliehen. Es war falsch, diesen Weg einzuschlagen. Ich fühlte mich antriebslos, wie ein Rad ohne Wagen. Du fehlst mir so unsagbar doll, Sodass verborgene Traurigkeit hervorquoll. Begierig sah ich abends zum Sternenhimmel, Auf der Suche nach dem Stern, den ich anhimmle. Ohne dich verschwand die Sonne aus meinem Leben, Mein Lebensweg ward nicht länger eben. Ich empfinde noch immer tiefe Gefühle für dich, sie werden nicht ruhen. Doch sie offenbaren, das weiß ich nicht zu tun. Was ich eigentlich sagen will, ich danke Gott für deine Existenz. Und schäme mich für meine Inkompetenz (als Dichter).


15b. Shopping-Check. Mit dem ersten Kind setzt bei Eltern und Fami­ lienfreunden regelmäßig der Reflex ein, tausend süße Sachen zu kaufen – besonders solche, zu denen der Spross selbst nicht den geringsten Zugang

15c. Familienidylle im Netz.

Liebe Jungs und Mädels, wenn ihr denkt, ihr seid cool, habt ihr euch ge­ schnitten: Eure Väter hatten den Style, und ihr seid womöglich nur deren müder, weichgespülter Abklatsch! Auf dadsaretheoriginalhipster.tumblr.com könnt ihr das anhand von Original­ belegen einsehen oder auch mit eige­ nen Beiträgen die ewig Jetzigen ent­ zaubern. Übrigens ist dieser Blog so erfolgreich, dass dazu nun auch das passende Begleitbuch erschienen ist, für alle, die das Internet immer noch entsprechend skeptisch zu den neuen Medien zählen. Danach geht es dann allerdings nur noch online weiter, die Fortsetzung folgt auf: iwasanawesomerkid.tumblr.com Da es mittlerweile Blogs zu wirklich

allen Befindlichkeiten und Lebens­ lagen gibt, war es dann auch nur eine Frage der Zeit, dass Stil-Ikonen wie Julia Restoin-Roitfeld (Tochter der ehemaligen Chefredakteurin der fran­ zösischen Vogue, Carine Roitfeld) uns auf romyandthebunnies.com an ­i hrem schicken Mutteralltag teilhaben las­ sen. Dort erwarten einen neben den üblichen Mode- und Produktempfeh­ lungen noch Interviews mit promi­ nenten Modelmüttern von Karolína Kurková bis Miranda Kerr. Das deut­ sche und auch authentischere Pendant zu theglow.com (»... a glimpse into the world of inspiring and fashionable moms«) wird auf littleyears.de ausge­ strahlt – betrieben von zwei Superma­ mis aus Berlin (woher auch sonst?), die aus ihrem Kinderkosmos berichten, praktische Tipps geben und unverstell­ te Homestories produzieren. Aus New York melden sich außerdem regelmäßig Naomi, ihr Mann Josh und ihre zwei kleinen Kinder. Worum es da geht? Um Naomi, ihren Mann Josh und ihre zwei kleinen Kinder, sieh mal an: lovetaza.com. Dann wäre da noch das Thema Bas­ teln: Es gibt sie tatsächlich, Mütter mit Nerven wie Blumendraht, die die­ ses Bastelding mit ihren Kindern durchziehen. Und mit Kindern, die das mitmachen. Anregungen hierzu auf: handmadecharlotte.com. Spiele und Basteleien als Download-Vorlage mit Print-Funktion und nach Klassen­ stufen sauber sortiert (das Geschmiere beim Zusammenkleben erfolgt im Off­ line-Modus) bietet mrprintables.com. Und wer jetzt denkt, das bunte BastelWeb sei allein auf Mütter mit kleinen Mädchen zugeschnitten, irrt, denn auch für Jungs gibt es passende Blogs, beispielsweise mit der Anleitung zur Herstellung des perfekten Gummi­ schleims (allfortheboys.com).

JCH

PM

Streichelzoo: Fingergesten werden zu witzigen Effekten. Fiete Match: Fiete ist so was wie der Star unter den Klein­ kinder-Apps, hier als Memory. Toontastic: Von 6 bis 99, Cartoons zum Selbermachen. Babel the King: Ein Buch von einer »grumpy cat«, die ­König werden will. Der Marsch der Dinosaurier: Beste App mit allem Wissenswerten zu Dinosauriern. Der menschliche Körper: Für die ersten ana­tomischen Studien des Ärztenach­ wuchses. Toothbrush Games: Endlich haben die Kämpfe abends im Bad ein Ende. Backseat Driver: Auf diese App hat nicht nur Lisa Simpson gewartet. VideoMonster: Sehr sinnvoll, ein Vi­ deo­player nur mit (sinnvollen) Kinder­ inhalten. Schlaf gut: Eine schön ge­ machte Alternative zum Vorlesen.

Reizend: www.peanutandpip.com Nachhaltig: www.macarons-group.com Modisch: www.stellamccartney.com Dekorativ: www.serendipity.fr Exklusiv: www.en.smallable.com Systematisch: www.kalon.de Spielerisch: www.tollabox.de Kuschelig: www.vikprjonsdottir.com Adoleszent: www.giftsfortweens.co.uk Bewahrend: www.timecapsules.co

PM

15a. App und zu.   Ein abgegrif­ fenes Kinderbuch oder ein handge­ schnitztes Memory mögen pädago­ gisch wertvoll sein, dennoch gibt es auch auf digitalem Einsteiger-Level tolle Spiele mit wirklich sinnvollen ­interaktiven Elementen. Wer diesbe­ züglich Zweifel hat, gebe sehr kleinen Kindern einmal die intuitive Apfel­ technik in die Hand. Sehr lustig – wir können viel von ihnen lernen. Zum Beispiel, dass man durchaus in zwei Zeitzonen gleichzeitig leben kann, ­gestern und heute.

hat, weil er das Ungetüm Suchmaschi­ ne noch gar nicht beherrschen kann. Erwachsene glauben das zu können, also wird munter drauflos gegoogelt und Unglaubliches bestellt, gerne auch zielsicher am Geschmack, am Spiel­ verhalten oder an der individuellen Passform des Kindes vorbei. Um die­ ser für beide Seiten oft frustrierenden Erfahrung entgegenzuwirken, hier eine Auswahl an zehn empfehlens­ werten Onlineshop-Adressen für die nächsten sinnvollen oder auch einfach nur schönen Anschaffungen:


Vor die App haben wir den QR-Code gestellt. Um den nutzen zu können, muss man sich – genau: erst mal die App (z. B. i-nigma) für den QR-Code-Scanner herunterladen. Nur zur Erinnerung. (Für präzise Scan-Ergebnisse umlie­ gende Codes abdecken.)

Streichelzoo

Fiete Match

Toontastic

Babel the King

Der Marsch der Dinosaurier

found by: 15a. Mah, 15b. Pm, Jch, Ka, 15c. Jch

Toothbrush Games

Der menschliche Körper

Backseat Driver

Schlaf gut VideoMonster – YouTube für Kinder


20. 19.

16.

16.–25. Mini-Literatur-Mashup.

AK/AK

Verdammt mies steht es um das Leseuniversum unserer Töchter und Söhne. Glauben wir. Also spionieren wir ihnen (unter dem pädagogischen Deck­ mäntelchen) nach, wenn flinke Finger über die glatten Oberflä­ chen elektronischer Spaßgeräte huschen, wenn nachts durch die mit Starschnitten (gibt es noch) abgehängten Kinderzimmer­ türen die Facebook/Skype-Glühwürmchen unter der Bettdecke hervorblitzen. Verdammt, da flackert es schon wieder – und vor unserem inneren Auge: »HDGDL« und »CU« und berstende, heulende oder verknallte Smileys, die man praktischerweise auch versteht, ohne lesen und schreiben zu können. Aaaarggghhh! Danke, Verblödung vorprogrammiert, liebe Software-Entwick­ ler. Oder doch nicht? Ganz direkt haben wir von vielen Schülern erfahren, sie wollen und können mehr als nur chatten, skypen und ballern. Sie lesen erwachsene Bücher (Oliver Kahn/Ich. Erfolg kommt von innen), regelmäßig Tageszeitungen (Hamburger Morgenpost) und Zeitschriften (Geolino/Mädchen/11 Freunde) und kennen die Bestsellerlisten und Kinderbuchempfehlungen ziemlich gut. Wir können also beruhigt einschlafen.

17.

18.


21. 22.

Lieblings-Lesestoff für über und unter der Bettdecke: Superhero: Ein Drehbuch, ein Comic und eine wundervolle Liebesgeschichte, mitreißend traurig, und man möchte der Freund des unverschämt talentierten Donald sein. (21. www. diogenes.de) Das platte Kaninchen: So übergemangelt auf der Straße zu kleben ist traurig. Aber Hund und Ratte bereiten die schönste Luftbestattung der Welt, zum Schreien komisch. (20. www.jacobystuart.de) Fingerprint Art: Einfacher kann Kreativität nicht sein. Finger, Farbe, Fantasie, lets do the in­ spiration boost. (22. www.laurenceking.com) Ein roter Schuh: Mit nur wenigen Zeichnungen erzählt die Graphic Novel mehr über den Nahostkonflikt als jede politisch beleuchtete Reportage. (23. www.luebbe.de) Polymeer: Das alte Holland ist abgesoffen, das neue entsteht auf Plastikmüll. Das Thema Umweltverschmutzung knallig erzählt und illustriert, ohne moralisierend zu sein. (16. www.onkelundonkel.com) Doktor Proktors Pupspulver: Die Erfindung ist genial, der Plan auch: Pupspulver als Raketenstarthilfe an die NASA verkaufen. Da ist Neid natürlich vorprogrammiert. Von Krimiautor Jo ­NesbØ! (25. www.buecher.de) Dark Lord: Die abgefahrene englische Version für alle »Star Wars«-Fans. Dark Lord alias Dirk Lloyd ist der größte Weltzerstörer des Universums. (17. www.buecher.de) Plötzlich Zombie – so ein Mist: Der totale Loser, immer nur Zweitbester und nicht sichtbar, da ist das Dasein als Zombie gar nicht so schlecht, auch wenn einem die Füße abgammeln. (19. www.luebbe.de) Anorak: Was wäre, wenn Monty Python, Ralph Steadman und René Magritte ein Kindermagazin kreieren würden ... Anarchisch, sauwitzig und l­esenswert. (18. www.anorakmagazine.com) Abenteuer Lesen: Die Conarte Children’s Library, eine ultramoderne Kinder-Bibliothek, in der sich Leseratten und Rennmäuse gleichermaßen austoben können. Leider nur in Monterrey, Mexiko, zu besuchen. (24.)

23.

24. 25.


ACH

 26. Hände hoch!   Fahrräder haben Lenker, und das aus einem ganz plausiblen Grund: Nur so kann man schließlich lernen, das Teil in voller Fahrt loszulassen. Irgendwann, diverse Löcher in Ellenbogen, Hosen und unseren Portemonnaies (wegen all der neuen Hosen) später, klappt es denn auch mit dem Loslassen. Also des Lenkers. Das ist dann der Ritterschlag für jeden JuniorBiker, und aus Elternsicht ist diese Übung auch pädagogisch sehr sinnvoll, wir sollen ja stolz auf unsere Kinder sein und, genau: loslassen! Das klappt sehr gut, indem man beispielsweise einfach nicht hinschaut, wenn das Kind Fahrt aufnimmt, wenn wir es mutig machen lassen – und wenn der Untergrund möglichst eben und knallhart ist. Asphalt oder Beton eignen sich hervorragend, suchen Sie sich das Schmerzhafteste aus, das minimiert die Anzahl der Stürze deutlich. Und dann drehen Sie sich erst wieder um, wenn Sie gar nichts mehr hören, dann ist Ihr Kind offensichtlich unversehrt an seinem Ziel angekommen. Freihändig fahren, ist doch pippi-einfach.


photographer: Jan van Endert model: Fritzi van Endert


27.

28.

31.

29.

30.


32.

ich würde als Superheld die Stadt vor finsteren Gestalten beschützen. Mit den Little Hero Capes wäre meine Tarnung perfekt – und das fiese Spiel der Ganoven ein für alle Mal vorbei (31. www.littleherocapes.com). Mit dem Grime Writer würde ich mein Superhelden-Logo auf den verschmutzten Wänden der Stadt hinterlassen und auch dem letzten Gauner zeigen, dass das hier mein Revier ist (28. www. suck.uk.com). Und hätte mir im Gefecht der Bösewicht einen Kratzer zugefügt, müsste mir meine Mama die GRÆÐIR-Pflegesalbe auf die Wunde schmieren. Denn auch als Superhelden-Kind hätte ich die heilende Wirkung isländischer Kräuter schon zu schätzen gewusst (30. www.pureschoenheit.de). Ja – heute noch mal klein sein. Das wäre groß.

MF

credits: 27., 32. Land of Nod , 28. suck uk, 29. Snurk for horizontal living, 30. Pure Schönheit, 31. ittle hero capes found by: 27.,28.,31.,32., Rus, 29. Rs, 30. Ach

27.–32. Forever young.   Versteht mich nicht falsch: Meine Kindheit war toll. Ich durfte auf Bäume klettern, mich beim Schnitzen schneiden und mit meinem Opa im Wald Indianerhütten bauen, die nur wir kannten und niemand außer uns je entdecken würde. Aber wenn ich ­heute noch mal Kind sein dürfte, das wäre was! Dann würde ich mich jeden Abend in meine Astronauten-­Bettdecke kuscheln und dann nicht einschlafen, sondern abheben (29. www.snurkbed dengoed.nl). Im Traum würde ich ferne Galaxien erkunden, bewacht vom Ceiling Solar System Kit. Fürchten müsste ich mich dann natürlich auch nicht, weil die neun kleinen Planeten ja im Dunkeln leuchten. Manchmal wäre ich aber auch ein Piratenkapitän, und in den dunklen, stürmischen Nächten auf See wäre die Jolly-RogerLampe meine Laterne (27. und 32. beides auf www.landofnod.com). Oder


Tim MacPherson (photos), Anna da Costa Henriques (text)

33. Kids @ home.   Im Flur hatte es über Nacht geschneit. Perfekter Powder, dachte Ina, flog die Treppe hinauf und machte sich sogleich ans Training: Bis zum Wettbewerb wollte sie ihrem Nose Turn noch den letzten Schliff einhauchen. Unterdessen ritt ihre Schwester Mia auf Creamy, dem treuen Palomino, durch die sengende Hitze der Mojave-Wüste. Am Horizont tauchte bereits das Bücherregal auf, das Ziel ihrer langen Reise. Oder war es nur eine Fata Morgana? Mia war durstig, der feine Wüstensand hatte ihr die Kehle ausgetrocknet. Hoffentlich kommt Mama bald vom Einkaufen zurück, eine große Kirschcola wäre jetzt genau das Richtige. Außerdem nervte sie der ohren­b etäubende Krach, der aus dem Wohnzimmer herüberdrang: Ben ließ mal wieder im Sekundentakt den Motor seiner Ducati Superbike 1199 Panigale aufheulen. »Alter Angeber!«, zischte Mia, hoffte aber schon im nächsten Moment, dass er sie nicht gehört hatte; gegen einen chronisch Handball trainierenden Elfjährigen hätte sie keine Chance …


Die Bedingungen kรถnnten besser nicht sein: Neuschnee, blauer Himmel und Zimmertemperatur.


Kommt ihr in friedlicher Absicht?

Ään-ään-nääääänääään! Brrrrrääaaarrr ... Nnnn-äää-äänn-ään ...!


Sometimes in the morning, when it’s a good surf, I go out there, and I don’t feel like it’s a bad world.
– Kary Mullis

Tim MacPherson wurde in Surrey, England, geboren und wollte eigentlich Grafik-Design studieren, seine Bewerbung wurde jedoch abgelehnt. Über die Assistenz in einem Londoner Fotostudio für Kunst kam er dann zur Fotografie – und zur Kunst eben, von der er selbst sagt, die Auseinandersetzung mit all den großartigen Bildern und Skulpturen in jener Zeit hätte seine Arbeit maßgeblich inspiriert. Heute gilt Tim MacPherson als einer der »Big Picture« Fotografen. Und wer sein Portfolio durchstreift, wird uns zustimmen: schöne Geschichten ... www.timmacpherson.com


1. »Housten we have a problem.«

34. Hasta la vista, baby!

Eltern kleiner Knirpse kommen auf alle möglichen Ideen, sich stolz mit ihrem eigen Fleisch und Blut zu präsentieren. Alltagsinszenierungen vor der Kamera par excellence! Egal ob von zu Hause oder unterwegs: Es wird selbstverständlich geteilt, und das freut die Freunde, die Social Community – ja die ganze Welt. Selfie wird zu Wefie. So machen’s auch Lilly und Leon, in deren Leben Baby Orson die Hauptrolle spielt und damit weit über Australiens Grenzen hinaus bekannt ist. Wir und 18 000 weitere Fans verfolgen die Fotos der Marke Eigenbau mit dem größten Vergnügen. Ganz großes Kino – FSK 0 Jahre: www.cardboardboxoffice.com

AC/ac

Filmfreunde, aufgepasst! Wer uns die Titel der vier hier gezeigten Blockbuster bis zum 1. 3. 2014 an info@loved.de mailt, kann zwei Kinokarten für den Start von Muppets Most Wanted gewinnen.

2. »We spared no expense.«


credits: Cardboard Box Office

3. »Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.«

4. »Ist irgendjemand hier?«


35.–38. Zwei linke und zwei rechte Hände.   Wenn sich Teile

Die Ballons mit Charakter unter www.npwgifts.com

zusammenfügen, die zusammengehö­ ren, und dann etwas Großes, von eige­ ner Hände Arbeit Geschaffenes dabei herauskommt, ist das ein unglaublich erhabenes Gefühl. Deshalb bastelt der Mensch, von Kindesbeinen an bis hi­ nein ins hohe Alter. Wer je (erfolg­ reich) ein schwedisches Regal aufge­ baut, ein Fahrrad zerlegt und wieder fahrtauglich gemacht oder eine go­ tische Sandburg gebaut hat, kennt die­ sen Rausch. Wer nicht, dem bleiben dann irgendwann nur die handels­ üblichen Rauschmittel – Sie wissen schon. Die sollten wir unseren Kin­ dern so lange es geht vorenthalten, des­ halb unser Appell: bastelt! Am besten gemeinsam. Es gibt unendliche Ange­ bote mit, kein Scherz, verständlichen Anleitungen, die zum Erfolgserlebnis führen – auch für den Fall, dass Sie zwei linke Hände haben; Kinder ha­ ben in der Regel zwei rechte, und dann geht die Rechnung ja wieder auf.

ACH

35.

36. Lustige Fingerspiele auf www.npwgifts.com


37.

credits: 35., 36. Npw Gifts, 37. Manufactum, 38. Fordable Me found by: 35. Rs, 36. Ak, 37. Ak, 38. Rs

F端r fortgeschrittene Bastler: die Seifenkiste von www.manufactum.de

38. Die eigene Familie aus Pappe bauen kann man auf www.foldable.me


Milla: Shirt: Vladimir Karaleev, Cap: Ucon, Kette: Selected


39. Stil.  Sie sind zwölf – und sie wissen sehr genau, was ihnen gefällt und was nicht. Milla und Lou betrachten sich, bevor es vor die Kamera geht, im Spiegel: »Ja, das ist cool!«, sagen beide wie aus einem Munde. Nur jede meint damit ein ganz anderes Outfit, nämlich das, was sie sich selbst von der Kleiderstange gegriffen haben. Trend hin oder her, Milla und Lou haben uns schwer beeindruckt mit ihrer Wahl und ihrem selbstbewussten Auftreten vor der Kamera. Sehr mutig, weil beide die Größe zeigen, nicht jedem gefallen zu wollen. Trotzdem: Uns gefällt’s. Just sayin’ – Girl Power!

AC/ac

Lou: Bluse: Issever Bahri, Top: Kidneykaren, Hose: Outfitters Nation

Daniel Schröder (photos), Pascal Holdinger & Ava Carstens (styling)


Milla: Pullover: COS, Bluse: Kids own, Leggings: Monki, Schuhe: Kavat


Lou: Kleid: 5 Preview, Jacke: Mums Own, Ohrringe: Pilgrim


Lou: Pullover: Monki, Hut: Kids own


Milla: Hemd: Julian Zigerli, Top: Kidneykaren, Socken: Kids own, Schuhe: Adidas Neo


Milla: Shirt: IWISHUSUN, Hose: Outfitters Nation, Schuhe: adidas Neo, Rucksack: Julian Zigerli photographer: Daniel Schrรถder www.nergermao.com production: Ava Carstens styling: Pascal Hildinger, Ava Carstens and the kids grooming: Daniel Schrรถder models: Milla Steinke, Lou da Costa Henriques postproduction Primate Postproduction www.primate.tv


Lou: Kleid: COS


40. 41.

43.

44.


42.

fort!« Nicht gleich an die Decke gehen: Im ersten Baumhaushotel Deutschlands (40.) verbringen Familien ihre kompletten Ferien bis zu zehn Meter über dem Boden. Das Abenteuer gibt’s über: www.kulturinsel.com »Nicht auf die Möbel klettern!« Wer schreit, hat selten recht. Besonders, wenn es um den Abooba-Stuhl (41.) geht. Er vereint Lesesessel mit Spielplatz – und Vater mit Kind. Der Kletterstuhl ist noch nicht im Verkauf und uns hier ins Netz gegangen: www.jaewookkim.com »Geh mal an die frische Luft!« Gehen – nö. Aber Fahrrad heizen gerne, und zwar mit den super coolen KinderBikes von Supurb (42. www.supurb. de). Dünnere Griffe, die Bremshebel näher dran, das Ganze viieeel leichter und kleiner. »Sag mal, träumst du?!« Na, warum denn nicht? Bei der faszinierenden Optik von Le Nuage kommen selbst bei Erwachsenen Kindheitsfantasien zum Vorschein. Die Häuser in Wolken­ form (43.) sichtet man in der Nähe von Bordeaux und über www.buy-sellf.com »Keine Kritzeleien an den Wänden!« Na gut. Unser Friedensangebot: bunte Magnete aus Karton. Mit satten 288 Teilen lassen sich wahrscheinlich eben­so viele Figuren legen. Tatlin big (44.) ist bestellbar über: www.kidsonroof.com

SA

credits: 40. Kultur Insel, 41. Jae Wook Kim, 42. photographer: Jan von Endert 43. Zébra3/Buy-Sellf found by: 40., 41., 43. Jch, 42. Rs, 43. Ak

40.–44. Von Terror und  Interior.   »Komm da runter! So-


das, was ihnen wichtig ist. Das Ergebnis ist ein Bildband, der unerwartete Einblicke in eine Welt fast ohne Bilder zeigt. Jo van de Loo ist Galerist und Fotograf, sein Buch Nalang gibt es unter www.jovandeloo.com

IJ/ij

 45. Das erste Foto. Die Kinder aus dem kleinen Dorf Nalang in den Bergen Nepals kennen keine Reizüberflutung. Ashis Bilderwelt besteht aus dem roten Lehmhaus, in dem seine Familie wohnt, den Dorfbewohnern, den Hühnern im Hof, den Rindern, dem einzigen Moped im Dorf, zwei in Gold ge­rahmten Buddhas über dem Eingang, den alten Tageszeitungen im Gemeinschaftsraum und dem Printmotiv auf seinem Pullover, ein Geschenk ­ seines Onkels: ein weißer Junge mit Brille, der auf einem Besen sitzt. Jo van de Loo hat den Kindern von Nalang, die keinen Disneyfilm, kein Familienalbum und keine Werbebanner kennen, Einwegkameras mitgebracht. Sie fotografierten


Das Buch Nalang von Jo van de Loo enth채lt acht offsetgedruckte Fotoessays und eine Dokumentation in einem Schuber.


1. bis 4. Klasse

5. bis 6. Klasse

46. Abstullen. Gesundes Essen fördert gesundes Denken, also schmieren wir Eltern ab Schuleintritt fleißig (sehr fleißig oft, und sehr früh morgens!) drauflos. Es gibt kunstvoll kreierte Vollwertkost, bis die Dose platzt, oder noch schlimmer: unser Schulkind. Schon weil es ­spätestens ab Klasse 5 dieses ganze Grünzeug regelrecht geschmacklos findet und genervt alles entsorgt, was nicht auf eine coole


7. bis 10. Klasse

Stulle gehört. So geht es über die Jahre hinweg weiter mit dem Nahrungsabbau. Was gegen Ende der Schulzeit von unserem Catering dann noch übrig ist, hat mit unseren hausgemachten Vorstellungen nichts mehr zu tun. Irgendwann wollen sie unsere Brote einfach nicht mehr – das müssen wir wohl schlucken.

11. bis 12. Klasse

photographer: Christian Lohfink www.lohfink.de styling: Frauke Riekmann www.riekmann-styling.de art direction & styling: Julia Holtz text: Anna da Costa Henriques


Cover photographer: Daniel Schröder www.nergermao.com styling: Pascal Hildinger, Ava Carstens and the Kids model: Milla, Shirt: Vladimir Karaleev, Cap: Ucon, Kette: Selected

contributions or comments? please contact us at contributions@loved.de Publisher loved gmbh tel. +49-40- 800 04 86 -0 fax. +49-40- 800 04 86 -99 Brandstwiete 46 20457 Hamburg info@loved.de www.loved.de www.lovedandfound.de Managing Director Sandra Rehder Editors-in-Chief Mieke Haase (MH), Anna da Costa Henriques (ACH) Creative Directors Mieke Haase, Rouven Steinke (RS, Dep.) Fashion Director & Project Manager Ava Carstens (AC) Editorial Eva Bolhoefer (EB), Ava Carstens (AC), Sabine Cole (SC), Mosch Khanedani (MOK), Jan Strahl (JST) Photo Editor Anja Kneller (AK) ak@loved.de

Art Direction Imke Jurok (IJ), Ruben Scupin (RUS) Layout Kim Arendt (KA), Christiane Eckhardt (CE), Patricia Hofmeister (PAH), Mareike Holst (MAH), Julia-Christin Holtz (JCH), Maria Karschunke (MKA), Julia Kerschbaum (JUK), Alexandra Michels (AM), R uben Scupin (RUS) loved gmbh tel. +49-40- 800 04 86 -0 fax. +49-40- 800 04 86 -99 Brandstwiete 46 20457 Hamburg www.loved.de Postproduction primate postproduction www.primate.tv Responsible for the contents of this issue Anna da Costa Henriques, Mieke Haase Contributors Stefan Anlauf (SA), Silke Baltruschat, Lloyd Cole, Lou da Costa Henriques, Carl Linden Haase, Michel Foertsch (MF),

Pascal Hildinger, Juliane Kringe (JK), Christian Lohfink, Peter Matz (PM), Frauke Riekmann, Steffi Roemke (STR), Daniel Schröder, Milla Steinke, Stefan Thurmann, Jan van Endert, Julia Waldmann, Ilker Yilmazalp (IY) Final Editing Timo Ahrens www.timo-ahrens.de Production Gass Medienservice GmbH & Co. KG Steilshooper Allee 61 tel. +49-40-632 799-0 22309 Hamburg fax. +49-40-632 799-40 www.gass-hh.de Print Production Schulz + Co Professional Production Services GmbH Mühlenkamp 6c tel. +49-40-271 505-5 22303 Hamburg fax. +49-40-271 505-333 www.schulz-und-co.de


47. Aus Kindern werden Leute. .

D+S Druck und Service GmbH Flurstraße 3 tel. +49-3 95-581 07-0 17034 Neubrandenburg www.dusgmbh.de info@dusgmbh.de Distribution Ava Carstens Brandstwiete 46 tel. +49-40- 800 04 86 -44 20457 Hamburg www.lovedandfound.de ac@loved.de

SC

Print & Processing

Auch die Mitglieder dieser Redaktion waren mal Kinder. Bei einigen ist das sogar gar nicht lange her. Anhand der Bilder, der technischen Qualität sowie des Spielgeräts mag man erahnen, in welchem Jahrzehnt der Delinquent geboren ist. Wir beginnen visuell in den frühen Siebzigern und enden in den Neunzigern des letzten Jahrtausends. Im Impressum haben wir Zahlen hinter die Namen gesetzt. So kann der Leser herausfinden, wie die »Leute« damals aussahen. Kinderfotos der nächsten Generation möchten wir Ihnen ersparen, an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass es zwölfmal Nachwuchs bei der loved gibt und alle an dem Heft auf die eine oder andere Weise – als Model, Kritiker, Schreiber oder Bastler – beteiligt waren. Kinder, macht Kinder, es ist bald Valentinstag!


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Index Zum Träumen no 27 Ceiling Solar System – die Planeten des Sonnensystems fürs Zimmer // no 29 Astronauten-Bettdecke // no 32 Piraten-Lampe // no 40 Das erste deutsche Baumhaushotel Zum Mitmachen no8 3–6 Bauklötze staunen – Briks in jeglicher Ausführung // no 7 Siebensachen – Selfmade-Spielzeug // no 11 Kinder brauchen Bass! – die Band Deine Freunde // no 15 a, b, c App und zu – Apps für Kinder / Shopping-Check – Onlineshops / Familienidylle im Netz – Blogs // no 30 Die Super-Salbe // no 34 Hasta la vista, baby! – Filmszenen zum Mitraten // no 41 Abooba-Stuhl, zum Sitzen und Klettern // no 42 Supurb-Fahrrad – Mountainbike für Kinder // no 43 Wolkenhütte – zum Selberbauen // no44 Wandmagnete Zum Lachen

no 2 Kritzeln mit Niveau – Künstler, der mit Mund und Augen zeichnet // no 12 Kennen Sie Tribbles? – Fantasievolle Haustiere // no 13 Maulhelden – Kinder mit Zahnlücken // no 46 Abstullen – ein Blick aufs Pausenbrot // no 47 Impressum und little loveds – wer macht was und die Kinderfotos der Redaktion

Zum Nachdenken no 8 Where children sleep – Porträt-Serie // no 9 Von Monstern und Menschen – Interview // no 10 Darum prüfe, wer sich ewig bindet – Tattoos // no14 Er an sie – Liebesbriefe // no 16–25 Lieblingsbücher // no 33 Kids @ home – Fotostrecke // no 45 Das erste Foto – PolaroidStrecke aus Nepal Zum Vor- und Nachmachen no 1 Onesie // no26 Hände hoch! – freihändig fahren // no 28 Grime Writer – ein Stift, der sauber macht // no 35–38 Zwei linke und zwei rechte Hände – Basteln // no 31 Little Hero Capes – für echte Helden // no 39 Stil – Kids-Fashion-Strecke



Loved & Found #6 The Kids Issue