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Ausgabe 5  / 2016 Gratis für Sie!

Das Bad Homburg Magazin

Rot & Schwarz Rouge et Noir

Spielbank feiert den 175. Geburtstag Jazz-Festival in der Schlosskirche

www.louise-magazin.de


17.– 25. SEPTEMBER 2016 WWW.ORGELFESTIVAL-FUGATO.DE

Samstag, 17.09.2016 19.30 Uhr, St. Marien

MIT PFEIFEN UND TROMPETEN hr-brass und Christian Schmitt, Orgel. Werke von Giovanni Gabrieli, Charles-Marie Widor, Richard Strauss, Max Reger u. a. Sonntag, 18.09.2016 10.00 Uhr, Erlöserkirche

FESTGOTTESDIENST ZUR FESTIVALERÖFFNUNG Teil II der Gottesdienstreihe „Ist nicht des Herrn Wort wie ein Feuer?“ Predigt über das MendelssohnOratorium „Elias“ Chöre aus Mendelssohns „Elias“ Bachchor der Erlöserkirche, Leitung: Susanne Rohn Sonntag, 18.09.2016

EIN NACHMITTAG RUND UM MAX REGER Exkursionen in Leben und Werk 15.00 Uhr, St. Marienkirche – Chor 16.00 Uhr, Schlosskirche – Kammermusik 17.00 Uhr, Erlöserkirche – Orgel Moderation: Dr. Andreas Bomba

Dienstag, 20.09.2016 19.30 Uhr, Schlosskirche

Freitag, 23.09.2016 19.30 Uhr, St. Marien

MOZART AUF DER REISE NACH PRAG

BETWEEN DUSK AND DAWN

Aus dem Roman von Eduard Mörike. Orgelmusik von W. A. Mozart u. a. – Susanne Schäfer, Lesung – Martin Sander, Orgel

Katarzyna Mycka, Marimba Franz Raml, Orgel

Mittwoch, 21.09.2016 09.45 Uhr, ab Bad Homburg Bhf.

ELIAS

LANDPARTIE ZU DEN ORGELSCHÄTZEN IM TAUNUS Mit dem Bus nach Wehrheim, Eschbach und Merzhausen Susanne Rohn, Vorstellung der Instrumente Gregor Maier, Erläuterungen zur Geschichte der Kirchen Donnerstag, 22.09.2016 19.30 Uhr, Erlöserkirche

PREISTRÄGERKONZERT der Förderpreisträger um den Publikumspreis der Rotary Bad Homburg-Schloss-Stiftung

Samstag, 24.09.2016, 19.30 Uhr Erlöserkirche Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy – Solisten, Bachchor der Erlöserkirche, L’arpa festante Leitung: Susanne Rohn Sonntag, 25.09.2016 St. Marien, 11.30 Uhr

GOTTESDIENST ZUM FESTIVALABSCHLUSS Arvo Pärt: Berliner Messe Collegium Vocale Bad Homburg Leitung: Dr. Helmut Föller Bernhard Schmitz-Bernard, Orgel Sonntag, 25.09.2016, 17.00 Uhr Erlöserkirche

ELIAS Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy – Solisten, Bachchor der Erlöserkirche, L’arpa festante Leitung: Susanne Rohn Änderungen vorbehalten.

Montag, 19.09.2016 20.00 Uhr, Erlöserkirche

DIE FERIEN DES MONSIEUR HULOT Film von Jacques Tati (1953) Emmanuel Le Divellec, Orgel

TICKETS BEI TOURIST INFO + SERVICE IM KURHAUS, TEL. 06172-178 3710 SOWIE BEI WWW.FRANKFURT-TICKET.DE, TEL. 069-13 40 400

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, wie Sie sicher schon erfahren haben, feiert unsere Spielbank in diesem Jahr Jubiläum, weshalb wir uns in dieser Ausgabe dem Casino besonders widmen. Wir möchten Sie herzlich einladen, bei dem Festprogramm dabei zu sein, das in diesem Monat beginnt und sich bis in den Dezember hinein zieht. Vom 13. bis 23. Mai wird unter anderem der „Kurpark in Flammen“ stehen. Gleich zu Beginn dieses Monats feiert Bad Homburg aber erst einmal den Sport: Am 1. Mai können Sie beim Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ internationale Sportgrößen hautnah erleben und den tapferen Jedermännern an der Strecke zujubeln. Anstoßen können alle Feinschmecker am Monatsende mit einem guten

Tropfen: Das Bad Homburger Weinfest lädt zum Genuss ein. Grund zum Jubeln gibt es dort auch: Das Fest wird 30 Jahre alt. Und was Ihnen zwischen Anfang und Ende Mai an spannendem Programm

geboten wird, das erfahren Sie, wenn Sie durch unser Stadtmagazin blättern. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Herzlichst, Ihr Oberbürgermeister

Alexander W. Hetjes


Inhalt

3. Jazz-Festival: Swinging Castle

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Stadtgespräch 6

Rot & Schwarz – Rouge et Noir

SPecial

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Die Blancs setzten auf Rot und Schwarz – 175. Geburtstag der Spielbank Veranstaltungen zum Jubiläum

Proust’scher Fragebogen

15 Elena

Konzerte

16 W-Festival: Elena, Femme Schmidt und FEE 17 Forum für junge Künstler: Leon Wenzel, Klavier 17 Erlöserkirche: Peter und der Wolf für Kinder 17 Castle Concerts: Iveta Apkalna, Orgel 18 3. Jazz-Festival „Swinging Castle“ 20 Schlosskirche: Orgelmatinee 20 Gedächtniskirche: 2. Orgelnacht 20 Erlöserkirche: Chorkonzert A cappella 21 Vorschau: Lied- und Kammermusikfest 20 Kurkonzerte 22 22 22

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Bühne

Volksbühne: Muttertag! Comedy: René Marik – Jemand Ze Hage Vorschau: Theatersaison 2016/2017

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Galerie Artlantis: Installation im Kleinen Tannenwald

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V ERAN S TALTUNGEN Der Mai im Überblick

A u ss t e l l u n g e n

Galerie Artlantis: Lied vom Meer – Ausstellung und Installation im Kleinen Tannenwald 25 Galerie Artlantis: Vielschichtig und tiefgründig 26 Sinclair-Haus: Darren Almond – Fotografie und Film 26 Galerie Scheffel: Laura Ford – Fight or Flight 27 Englische Kirche: Ibrahim Alawad – Die Kunst überlebt immer … 28 Museum im Gotischen Haus: Trude Hellbusch-Tomaschek 28 StadtBibliothek: Brigitte Binzer-Zitouni – Malerei 29 Volkshochschule: Björn Maute – Malerei und Linolschnitte 29 Horex Museum: Horex-Rennmaschinen der Nachkriegszeit 30 Central-Garage: Mit dem Auto in die Kurstadt 30 Heimatmuseum Kirdorf: Aus der Schatzkiste des Museums 31 Gonzenheimer Museum: Puppenwelten

32 33 33 34 36 39

mitten in bad homburg Radsportklassiker am 1. Mai Grenzgänge am Limes mit Holzesel 30. Bad Homburger Weinfest Hölderlin – in Wort, Bild und Musik

Y o u n g L o u is e Veranstaltungen für Kinder Jugendkulturtreff e-werk


Inhalt

53 55 55 55 55 55 55 W-Festival: FEE

40 K I n o u n d K l a S S I K

Im Kurtheater

44 44 45 45 46 46 48 48 48 49 49 49 51 51 52 52 53

dIeS und daS Europäisches Jahr gegen Gewalt an Frauen stadtarchiv: Sportgeschichte(n) – Schauplatz Kurpark Filmclub: In den Cevennen stadtarchiv: Hebräische Buchkultur in Homburg vor der Höhe stadtBibliothek: Nellja Veremej – Nach dem Sturm Geschichtsverein: Die souveräne Landgrafschaft Hessen-Homburg 1816-1866 stadtarchiv: Rundwanderung „Kurlandschaft“ Wanderung: Blaue Stunde Lesung und Diskussion: Schicksalsgemeinschaft „Orient“/Europa Führung: Prunk und Prominenz auf der Promenade Tierschutzverein: Flohmarkt Museum im Gotischen Haus: Afternoon-Tea zu Elizas Geburtstag Neues Buch: Aspekte jüdischen Lebens in Bad Homburg Neues Buch: Reimers Garten Äppelwoi-Theater Hessenpark

a la carte

chapeau! Hölderlin-Relief

landgraFenSchloSS Frühstücksführung Der frühe Vogel … Mit dem Nachtwächter unterwegs Internationaler Museumstag Zeitreise für Menschen mit Demenz Eine Begegnung mit Prinzessin Elizabeth Flohmarkt im Schloss

römerKaStell Saalburg

56 56 56 57 57 57

Soldatenlager Altertum für Ältere Führung rund um die Saalburg Culinaria – Antike Esskultur Führung mit der Puppe Claudius Kulinarische Führung am Abend

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Kur-Royal: Specials im Mai Kur-Royal Aktiv Ayurveda im Kur-Royal

FIt und geSund

Für SIe geleSen

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„Der Stift und das Papier“ von Hanns-Josef Ortheil

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Wer wird gesucht? Impressum

rätSel

Gerne kündigen wir auch Ihre Veranstaltungen in LOUISe an, liebe Leserinnen und Leser. Beachten Sie aber bitte, dass wir jeden 5. eines Monats Redaktionsschluss für die Ausgabe des folgenden Monats haben. Ihre LOUISe-Redaktion

A la Carte: steigenberger Hotel – DinnerKrimi

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Alle Fotos © François Blanc Spielbank, Bad Homburg

Rot & Schwarz Rouge et Noir

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ein Herz schlägt rot, mein Herz schlägt schwarz und das auch noch gestreift!“, singt Kultmusiker und bekennender Eintracht-Fan Henni Nachtsheim. Etliche weitere Sportvereine in Deutschland tragen die gleichen Vereinsfarben wie der Frankfurter Traditionsclub. Rot und Schwarz findet man auch im Tierreich, zum Beispiel bei den Marienkäfern oder Schwarz-Rot-Kanarienvögeln, in der Elektrik, wo man tunlichst nicht den roten Pluspol mit dem schwarzen Minuspol verwechseln sollte, oder in der Informatik. Der Rot-Schwarz-Baum ist eine Suchstruktur, die schnellen Zugriff auf die in ihr gespeicherten Informationen garantiert. Durchgängig rot gefärbte Haare weisen Frauen eher als einfallslos aus, zweifarbig wirken sie viel aufregender, am besten ergänzt durch rot-schwarz-gestreifte Wimpern. Dazu passt der Nagellack Rouge-Noir, der für gepflegte Hände der Klassiker schlechthin ist. Dass die Herren der Schöpfung mit einer so geschmückten Dame gern einen Schwarzriesling, also einen leckeren Rotwein, trinken (würden), scheint verständlich. Und dann gibt es da noch diese Farbkombination in ganz enger Verbindung mit unserem Bad Homburger Dasein: beim Spiel. Rot und Schwarz sind die Farben sowohl des Roulettes als auch des Kartenspiels mit dem weit verbreiteten französischen Blatt.


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ine weiße Weste hatten die Zwillingsbrüder Blanc, die am 23. Mai vor 175 Jahren im Brunnensälchen den Roulettekessel mit den schwarzen und roten Fächern in Bewegung setzten, nicht, wie man weiß. Betrüger waren sie gewesen in ihrem Heimatland Frankreich. In das Reich der Legende aber gehört, dass sie mit dem Teufel einen Pakt geschlossen haben sollen. Angeblich waren sie besessen, das Geheimnis des Roulettespiels lüften zu wollen. Diese Sage hat mit der Zahl 666 zu tun. Johannes nennt sie in der Offenbarung in sehr kryptischem Zusammenhang, so dass sie seit Jahrhunderten in der christlichen Welt den unterschiedlichsten Deutungen unterliegt. Gemeinsam ist denen, dass die Zahl mit dem Antichristen, dem Teufel, gleichgesetzt wird. Im Alten Testament erscheint die 666 ebenfalls, und zwar in Zusammenhang mit Geld: König Salomo hatte in einem Jahr Einnahmen von 666 Talenten Gold, heißt es da. Die Gedankenkette 666 – Teufel – Roulette erhält ihre Logik, wenn man die 36 Zahlen im Kessel addiert: 1 + 2 + 3 + … 36 ergibt – 666! Kein Wunder, dass das Roulette als Spiel mit und gegen den Teufel, als „teuflisches Spiel“ und Casinos als „Spielhöllen“ verdammt werden. Als François und Louis Blanc 1841 in Homburg ihre Spielbank eröffneten, gab es das Roulette in dieser Form, wie wir es auch heute kennen, mindestens schon rund hundert Jahre. Dennoch wird ihr Name stets mit der Geschichte dieses Glücksspiels in Verbindung gebracht. Allerdings wird über die Blancs im World-Wide-Web auf den diversen einschlägigen Seiten auch, pardon, jede Menge Mist geschrieben. Abgesehen davon, dass einige Verfasser Homburg und Hamburg nicht auseinander

halten können – was bei uns Homburgern schlecht ankommt, denn die Blancs und vor allem François gehören uns! –, dichten ihnen andere zum Beispiel an, die Null erfunden zu haben, um der Bank einen Vorteil zu verschaffen. (Die Zero hat die Farbe Grün, weder Rot noch Schwarz können gewinnen, ebenso wenig Gerade oder Ungerade.) Wieder andere Schreiber schicken François sogar nach Amerika, um dort die Doppel-Null einzuführen. Irgendwie muss man ja erklären, warum es das europäische Roulette mit nur einer Zero und das amerikanische mit zweien gibt. Dabei ist es so einfach: Bis zur Eröffnung der Homburger Spielbank war überall die „0“ plus die „00“ üblich. Blanc schaffte vor 175 Jahren in Homburg die „00“ ab, um seine Konkurrenten in den rheinischen Spielbadeorten auszustechen, denn ohne die „00“ hatten die Spieler höhere Gewinnchancen. Alle deutschen Casinos folgten schnell Blancs Beispiel, jenseits des Atlantiks fand man jedoch keinen Gefallen daran. Also blieb es bei der Doppel-Zero des amerikanischen Roulettes.

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an schreibt die Erfindung des RouletteRades allgemein dem französischen Mathematiker und Physiker Blaise Pascal zu, der 1658 eine „Histoire de la roulette“ verfasste. Allerdings hatte der Wissenschaftler mit dem Glücksspiel nichts am Hut, das „kleine Rad“ war eher ein Abfallprodukt seiner Suche nach einem Perpetuum mobile. Ganz gerne werden die ersten Ursprünge des Roulettes im alten China gesucht. Dort soll es ein Spiel mit einem Rad gegeben haben, dessen Mitte mit einer uns bereits gut bekann-

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ten Zahl versehen war: 666. Wie es gespielt wurde, ist nicht bekannt, auch nicht, ob die Geschichte stimmt, dass ausgerechnet ein Dominikaner-Mönch es nach Europa brachte, weil er sich häufig langweilte und in dem Spiel einen netten Zeitvertreib sah. Vielleicht hat dieser Mönch das Rad weiter entwickelt und als mathematisch Begabter die Dreieckszahl 666 einfach zurückgerechnet, bis er auf 36 Felder stieß???

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pekulieren können wir auch nur, wenn es um das Rot und Schwarz der Zahlenfelder im RouletteKessel geht, haben dabei allerdings den einen oder anderen Fachmann mehr an unserer Seite. Die Felder könnten die Farben auf den Spielkarten aufnehmen. Die ebenfalls aus Asien stammenden Kartenspiele kamen mit der Erfindung des Papiers auf und wurden auch unter den einfachen Leuten populär, nachdem die Karten nicht mehr aufwändig mit der Hand gemalt werden mussten, sondern durch Druckverfahren billig hergestellt werden konnten. Rot und Schwarz? Möglicherweise, weil Schwarz die Druckerfarbe ist und man in Rot die passende Kontrastfarbe sah. Oder weil Rot Glück, Liebe, Freude und Erfolg symbolisiert. Unsere Rot-Schwarz-Pioniere hießen François Clerc und Jean de Dale, die um 1500 zusammen

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mit anderen Herstellern Lyon zur Metropole der Kartenspielproduktion machten. Ihre Kartensätze wurden zum Exportschlager, die bis heute anhaltende Dominanz des französischen Farbsystems liegt darin begründet.

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it solchen Karten also wird in unserer Homburger Spielbank Black Jack, das so ähnlich wie 17 und 4 funktioniert, und Poker gespielt. Das Trente et quarante, auf das wir in der Geschichtsschreibung über Blancs Zeiten immer wieder treffen, wird nur noch in wenigen Spielbanken außerhalb Deutschlands angeboten, etwa in unserer „Tochter“, dem Casino von Monte Carlo. Trente et quarante ging aus einem älteren Spiel hervor, dem Rouge et Noir. Beiden gemeinsam sind die auf den Spieltisch gezeichneten Tableaus Rot und Schwarz. Die „Pointeure“, die Spieler, setzen auf das eine oder andere. Der Croupier legt erst auf der Reihe Rouge, danach auf der Reihe Noir die Karten aus, wobei er jeweils einen Wert größer gleich 31 (trente) und kleiner gleich 40 (quarante) erreichen muss. Die Reihe mit dem kleineren Wert gewinnt. Interessanterweise wird die Chance Schwarz dabei jedoch nie genannt, auch wenn sie gewinnt. Es heißt dann immer „Le rouge perd“ – Rot verliert!


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jodor Dostojewski dürfte in Homburg neben Roulette auch Trente et quarante gespielt haben. Jedenfalls ließ er die Hauptfigur seines Romans „Der Spieler“, Alexej Iwanowitsch, nachdem der die Bank beim Roulette gesprengt hatte, das Spiel beim Trente et quarante fortsetzen. „Ich verstand von dem Spiel gar nichts und kannte kaum eine der möglichen Arten von Einsätzen, nämlich nur Rot und Schwarz. An diese Farben hielt ich mich also.“ Alexej Iwanowitsch gewann auch beim Kartenspiel ein Vermögen, verlor jedoch die Liebe von Polina, weil er der Spielsucht verfiel. Literaten haben dieses Motiv vielfach aufgegriffen, E.T.A. Hoffmann zum Beispiel schon ein halbes Jahrhundert vor Dostojewski in „Spieler-Glück“. Der berühmte Roman „Rot und Schwarz“ von Stendhal hat indes mit dem Glücksspiel nichts zu tun. Voller Sympathie schildert William Makepeace Thackeray aber in seinem Weihnachtsbuch „Die Kickleburys am Rhein“ 1850 das Spielbad Homburg, das er Rougetnoirburg nennt, und den Spielbankbetreiber Lenoir (!), den „verruchten Spielerfürst“, der doch so viel für das kleine Städtchen und seine Menschen getan habe. Der „Hades“ selbst sei „kein unfreundlicher Ort“, schreibt Thackeray und berichtet von einer einzigen lautstarken Emotion, deren Zeuge er wurde: die eines superreichen Russen. Der beklagte nicht den Verlust von Geld, sondern weil er es versäumt hatte zu gewinnen – mit einem Coupe de vingt, einer Serie von zwanzig Mal Rot hintereinander. Ein nettes kleines Büchlein, die „Kickleburys“, das für wenige Euros in Internet-Antiquariaten erhältlich ist.

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ot und Schwarz – wie oft kann man in Filmen die Elfenbeinkugel durch den Kessel rollen sehen. In Casablanca versucht der Bulgare Jan Brandel das Geld für Visa für sich und seine Frau zu erspielen, James Bond frönt verschiedentlich dem Roulette oder dem Baccara, Ein unmoralisches Angebot kann nur in den Spielhöllen von Las Vegas spielen und Lola rennt im dritten Lauf in ein Spielcasino, setzt zwei Mal auf die 20 und gewinnt. Nostalgiker schwören freilich auf den ersten deutschen Farbfilm von 1941 mit Marika Rökk und Willy Fritsch: Frauen sind doch bessere Diplomaten handelt schließlich von der Schließung der Homburger Spielbank, die die Frankfurter Nationalversammlung 1849 durchsetzen wollte. Eine wahre Geschichte, denn in weiten Kreisen der Gesellschaft galten Spielcasinos als Stätten der Unsittlichkeit, als Sündenpfuhle und das Roulette als Teufelsspiel. 666! Das Symbol des Antichristen. Nur dass die Chinesen, die die Zahl erstmals mit dem Glücksrad in Verbindung brachten, keine Johannes-Offenbarung kannten. Für sie war und ist die 6 und besonders in dreifachem Vorkommen eine – Glückszahl. Eva Schweiblmeier

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Special

Die Blancs

setzten auf

Rot und Schwarz Vor 175 Jahren eröffnete die Spielbank Bad Homburg

François Blanc

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hne François und Louis Blanc wäre Bad Homburg möglicherweise eine kleine, ärmliche Gemeinde geblieben, als die sie die beiden in Südfrankreich geborenen Zwillinge 1840 kennen lernten. Sie waren gewitzte Unternehmer, konnten organisieren und kalkulieren, Menschen für sich gewinnen und Visionen entwickeln. In der Residenzstadt des Landgrafen von Hessen-Homburg sahen sie ihre Lebenschance, endlich Reichtümer zu erringen. Der Landgraf wiederum setzte alle Hoffnungen auf die Brüder, die dazu beitragen sollten, seine Schuldenlasten zu verringern. Das Zauberwort lautete: Einrichtung einer Spielbank und Expansion des dahinsiechenden Kurbetriebs. Homburg sollte zu einem führenden Spielbadeort werden. Die Wünsche wurden Wirklichkeit. Am 23. Mai 1841 rollte im Brunnensälchen zum ersten Mal die Elfenbeinkugel, zwei Jahre später eröffnete das Kurhaus, in dessen prächtige Räume auch das Casino einzog. Bereits 1852 musste es erweitert werden und nach einem Brand wurde es in noch größeren Ausmaßen wiedererrichtet. Zu diesem Zeitpunkt drängten sich schon längst die Aristokraten, die Reichen und Berühmten ihrer Zeit um die Homburger Spieltische. Denn François Blanc – Louis kränkelte früh und starb bereits 1850 – war auch ein äußerst geschickter Marketingstratege. Zum einen hatte er als erster die bis dahin beim Roulette übliche

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Doppel-Zero abgeschafft, was für die Gäste erheblich höhere Gewinnchancen bedeutete. Zum anderen arbeitete er intensiv mit der europäischen Presse zusammen. Von Paris bis Petersburg, von London bis Madrid berichteten die großen Zeitungen von den sagenhaften Gewinnen, die man in Homburg machen könne, von den luxuriösen Annehmlichkeiten und den vielseitigen Unterhaltungsmöglichkeiten des Ortes. Homburg war kein „kleines Drecknest“ mehr, auch dafür hatte Blanc gesorgt. Er ließ nach neuen Heilquellen bohren, vom großen preußischen Gartenbaudirektor Lenné den Kurpark anlegen, Badehäuser errichten. Er schenkte der Stadt ein Gaswerk zur Beleuchtung der Straßen und förderte die Anbindung der Stadt an die internationalen Verkehrswege. Die Homburger Bürger bauten für die Gäste komfortable Hotels, Logierhäuser und elegante Geschäfte. Ende 1872 aber kam das „Rien ne va plus“ für die Spielbank. Mit Ferdinand war 1866 der letzte hessenhomburger Landgraf gestorben, die Residenzstadt fiel an Preußen, das die Schließung des Homburger „Sündenpfuhls“ anordnete. François Blanc hatte vorgesorgt und ging nach Monaco, wo er nun das Casino Monte Carlo zu Weltruhm führte. Am 27. Juli 1877 starb er 70-jährig in der Schweiz. Seiner Familie hinterließ er ein Vermögen von über 80 Millionen Franc, dazu zahlreiche Grundstücke, Häuser und Schlösser.


Special

Spielen Sie mit beim Rätsel-Roulette! Die François-Blanc-Spielbank und LOUISe laden Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu einem JubiläumsGewinnspiel ein. Rätseln Sie mit uns und suchen Sie ein Lösungswort. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir

2 x ein Drei-Gänge-Menü für 2 Personen im Spielbank-Restaurant

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3 26 0 32 15 19 5 3 4 12

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Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Der Rechtsweg und eine Barauszahlung sind ausgeschlossen.

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LOUISe-Magazin Kur- und Kongreß-GmbH 61348 Bad Homburg Fax: 06172-178 3158 E-Mail: anzeigen@louise-magazin.de

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Schicken Sie Ihr Lösungswort mit dem Stichwort „Spielbank-Gewinnspiel“ bis zum 25. Mai 2016 an:

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Aber auch Homburg fiel nach 1872 nicht in die Mittelmäßigkeit zurück. Hier konzentrierte man sich jetzt auf den reinen Kurbetrieb und konnte den Ruf eines „Fürstenbades“ weiter ausbauen. Bis der 1. Weltkrieg dem munteren Geschehen ein Ende setzte. Trotz vielfacher Eingaben und Bittgesuche gelang es Bad Homburg erst nach dem 2. Weltkrieg, wieder eine Spielbankkonzession zu erhalten. Am 7. April 1949 erlebte die Stadt an historischem Ort, im Brunnensälchen, das Wiederauferstehen seiner Tradition. Hermann Heidtmann und ab 1976 Werner Wicker verhalfen dem Casino und damit Bad Homburg zu Aufstieg und Anerkennung. Seit 2013 steht die François-Blanc-Spielbank, wie sie nun heißt, unter öffentlich-rechtlicher Regie. Die Gesellschaft ist eine „Tochter“ der zu hundert Prozent städtischen Kurund Kongreß-GmbH. Die beiden Geschäftsführer Holger Reuter und Lutz Schenkel ließen die Räume im historischen Moller-Bau und in den Anbauten für über drei Millionen Euro komplett renovieren und modernisieren. Nach der Neupositionierung hat die Spielbank, Arbeitgeber für rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nach eigenen Angaben das breiteste Spielangebot in Deutschland und nimmt unter 65 deutschen Casinos Platz 6 ein. Neben den klassischen Spielen Roulette, Black Jack und Poker sowie dem umfangreichen Automatenangebot mit 160 Geräten sorgen das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Restaurant sowie die Lounge als gehobener Nachtclub für zeitgemäßes, exklusives Entertainment.

Die Buchstaben des Lösungswortes finden Sie auf den Seitenzahlen dieses Heftes. Sie müssen in der Reihenfolge wie die Zahlen im Roulette-Kessel angeordnet werden. Beginnen Sie mit der 32 rechts neben der Zero und folgen Sie den Zahlen im Uhrzeigersinn. Das Lösungswort hat 19 Buchstaben und wird in dem Film „Frauen sind doch bessere Diplomaten“ genannt. An dessen Ende entschließt sich der Homburger Landgraf, die Spielbank doch zu schließen und in – was ? – umzuwandeln.


Special

Spielbank Jubiläumsprogramm

Die Spielbank feiert Geburtstag – feiern Sie mit Das ganze Jahr über feiert die Spielbank ihren Geburtstag mit den unterschiedlichsten Aktionen und Veranstaltungen, die teilweise sogar noch in der Planung sind.

Hier das Programm für den Geburtstagsmonat Mai: Montag, 9. Mai: Ausstellung „Interlude“ von Devin Miles – der bei Hamburg lebende Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Contemporary Pop Art. Er arbeitet bei seinen Collagen mit Siebdruck und Airbrush. 13. bis 23. Mai: Unter dem Motto „Der Kurpark in Flammen“ wird der Kurpark rund um die Spielbank, das Kaiser-Wilhelms-Bad und die Brunnenallee kunstvoll illuminiert. Unter anderem gibt es am Kaiser-Brunnen eine Wasser-Simulation. 20. bis 23. Mai: Spiel der Geschichte – Schauspieler der Volksbühne Bad Homburg in historischen Kostümen lassen die Gäste die Geschichte der Spielbank hautnah erleben. Freitag, 20. Mai, und Samstag, 21. Mai: Geburtstagsparty in der Lounge – Klassik meets Electro. DJane Miss Sabién und Live-Act Miss VIO-LINE garantieren für Gänsehaut auf der Tanzfläche. Sonntag, 22. Mai: 11.00 bis 13.00 Uhr Tag der offenen Tür – kleine und große Besucher können in alle Spielbereiche reinschnuppern; 23.00 Uhr kunterbuntes Geburtstags-Feuerwerk im Kurpark. Sonntag, 29. Mai: Das Bad Homburger Poesie- und LiteraturFestival gratuliert der Spielbank – mit einer Lesung des deutschen Hollywood-Schauspielers Sebastian

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Koch. Er trägt in der Spielbank aus Dostojewskis „Der Spieler“ vor, dem Roman, in dem der russische Literat seine Erfahrungen u.a. in der Homburger Spielbank verarbeitete. Leider schon ausverkauft.

Im Mai in der Lounge Party-Night Freitags und samstags wird die Lounge ab 22.00 Uhr zum angesagten Dance-Club. Wechselnde Top-DJs – Holsh, A.N.D.Y. und Divided Souls – sorgen mit Dance, Funk, Soul und den Hits von heute für ausgelassene Party-Nights. Tea & Dance Kuchen essen und Spaß auf der Tanzfläche haben: Die reifere Generation vergnügt sich jeden Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr in der Lounge mit Hitklassikern aus vier Jahrzehnten. An jedem Sonntagnachmittag wird ein Abendessen im Spielbank-Restaurant „Le Blanc“ verlost.

In den Spielbereichen Mystery-Roulette Das Spiel am Donnerstag, 5.5., verspricht Spannung pur: An einem der Roulette-Tische wird die Kugel geworfen und der Kessel dann abgedeckt. Die Teilnehmer haben 15 Minuten Zeit, ihre Zahl zu tippen – ohne eigenen Einsatz. Aus den richtigen Tipps werden zwei Gewinner ausgelost, die jeweils 1000,00 € Preisgeld erhalten.


Spielbank Jubiläumsprogramm

Special

Und das ist noch geplant 10. Juni bis 10. Juli: Während der UEFA-FußballEuropameisterschaft 2016 in Frankreich heißt es nicht nur Daumen drücken, wenn unsere Jungs spielen – man kann sich auch selbst viel Glück wünschen. Bei dem großen EM-Roulette-Turnier geht es immerhin um ein Gesamtpreisgeld von insgesamt 10.000 €! Das Buy-In beträgt 20 € und der Tagessieger erhält garantiert 300 €. Gespielt wird jeden Donnerstag um 19.00 Uhr, 20.00 Uhr, 21.00 Uhr und 22.00 Uhr.

Freitag der 13. – Cashtwister Das Spiel ohne Einsatz von 20.00 bis 24.00 Uhr zu jeder vollen Stunde mit sechs Spielern pro Runde. Gefangene Scheine werden 1:1 in Jetons ausgezahlt. Homburger Glücks-Jeton Jeder Gast bekommt beim Eintritt einen Homburger Glücks-Jeton, den er beim Roulette auf „Plein“ – eine Zahl – setzen muss. Fällt die Zahl, beträgt der Gewinn 175,00 Euro.

Im Spielbank-Restaurant „Le Blanc“ Jubiläumsmenü – am Geburtstag, 23. Mai, kreiert die Küche ein ganz besonders raffiniertes 3-GängeMenü zum Jubiläumspreis Das Roulette-Dinner verbindet Genuss und Spiel: Nach dem 3-Gänge-Menü inklusive Begrüßungssekt wird am Roulette-Kessel der Preis ausgespielt. Von 0,00 bis 36,00 € ist alles drin! Serviert wird das RouletteDinner wieder an den Montagen 2. und 26. Mai. Bingo spielen bei Kaffee und Kuchen (4,80 €) im Spielbank-Restaurant „Le Blanc“! Der Termin in diesem Monat: Montag, 9. Mai. Beginn ist um 14.30 Uhr. Der beliebte DJ Peter Henninger moderiert. Weinverkostung: Donnerstags und freitags präsentiert das Team des Spielbank-Restaurants „Le Blanc“ ab 19.00 Uhr edle Tropfen von monatlich wechselnden Weingütern. Die Besonderheiten der jeweiligen Traube, der Verarbeitung und des Bouquets werden erläutert.

Mittwoch, 10. August: Der „Tigerpalast“ gratuliert der Spielbank zum Geburtstag – das Frankfurter VarietéTheater präsentiert sein neues Programm in einer exklusiven Open-Air-Vorpremiere vor dem Kaiser-WilhelmsBad und das zu moderaten Preisen. Bei schlechtem Wetter muss allerdings in das Kurtheater ausgewichen werden. Freitag, 9. September: Mario Biondi und seine Band treten in der Lounge auf. Der mit einer dunklen, rauchzarten Stimme ausgestattete Italiener gilt als einer der charismatischsten Soul-Jazz-Sänger der Gegenwart. Freitag, 9. Dezember: Tom Gaebel begeisterte schon einmal das Publikum im Kurtheater – nun kehrt „Dr. Swing“ zurück und präsentiert in der Lounge seine neue Show „Licence to swing“. Tom Gaebel huldigt der großen Zeit des internationalen Showbiz und belebt das lässige Lebensgefühl der einstigen Las-Vegas-Stars wieder.

François Blanc Spielbank Kisseleffstr. 35 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Tel. 0 61 72 / 17  01 - 0 www.spielbank-bad-homburg.de

Der Zutritt zur Spielbank und zur Lounge ist ab 18 Jahren erlaubt. Einlass nur mit einem gültigen Personalausweis. Damit Glücksspiel nicht zur Sucht wird: Beratung unter Tel. 06172 / 60080.

Am 1. Mai aus gesetzlichen Gründen geschlossen!

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... der Ticket-Shop in Ihrer Nähe.

bis 18.11. 2016 Speicher Bad Homburg Elena (W-festival), Kitty Hoff & Band, Carrousel, Sena Ehrhardt, Gisela João, Hattler, Elaiza, BERLIN-21, Marina & The Kats € 18,00 – 35,00 Führungen Bad Homburg 21.05. 2016: Prunk und Prominenz auf der Promenade 11.06.2016: Vom Alten Bahnhof zum Kulturbahnhof 16.07.2016: Geschichte und Geschichten der Tannenwaldallee Teilnahme je € 5,00 Filmtheater im Kurtheater Bad Homburg 05.05.‘16: Eddie the Eagle, € 9,00 08.05.2016: Zoomania, € 6,00 08.05.2016: Ein gutes Jahr (Kino et Vino), € 18,00 12.05.2016: My Big Fat Greek Wedding 2, € 9,00 13.05.2016: Spiel mir das Lied vom Tod, € 8,00 22.05.2016: Ich bin dann mal weg, € 8,00 25.05.2016: Les Misérables (mit Sektempfang), € 12,00 26.05.2016: Rico, Oscar und der Diebstahlstein, € 6,00 26.05.2016: Ein Mann namens Ove, € 9,00 bis 11.12.2016: Castle Concerts Schlosskirche, € 12,00 – 36,00 07. + 08. 05.2016 Peter und der Wolf Erlöserkirche, € 8,00

03. – 12.06.2016 5. Lied- und Kammermusikfest Schlosskirche, € 12,00 – 34,00 Volksbühne Bad Homburg Kurtheater Bad Homburg Genug ist nicht genug 18., 19. + 21.06. 2016 Der süßeste Wahnsinn 10., 11. + 13.09. 2016 Halbe Wahrheiten 12., 13. + 15.11. 2016 € 13,00 – 16,00 10.08.2016 Weltstars des Varietés Open Air im Kurpark Bad Homburg € 33,60 – 44,90 26. + 27.08.2016 Landesjugendsinfonieorchester Saalburg, € 25,00

19.11.2016 Das Beste von Marshall & Alexander Kurtheater, € 41,95 – 51,95

29.07. 2016 Simply Red Volkspark Mainz € 72,65 (Stehplatz)

26.11. 2016 Florian Schröder Kurtheater, € 27,70 – 34,60

31.07. 2016 Sting Bowlinggreen Wiesbaden € 78,40 (Stehplatz)

12.01.2017 Der Bettelstudent Kurtheater, € 39,80 – 52,80 28.01.2017 Vince Ebert Kurtheater, € 25,95 – 32,75 03.02.2017 Torsten Sträter Kurtheater, € 25,95 – 32,75 FRANKFURT UND UMGEBUNG bis 11.05. 2016 Internationale Frühjahrsrevue Tigerpalast Frankfurt € 59,75 – 66,50

22.10.2016 Wickie – Das Musical Jahrhunderthalle Frankfurt € 29,90 – 47,90

19.05.2016 Bodo Bach Stadthalle Oberursel, € 31,15

23.10.2016 Italienische Operngala Alte Oper Frankfurt € 34,00 – 84,00

26.05.2016 Herbert Grönemeyer Messepark Mainz, € 63,65 03. – 05.06.2016 Big City Beats World Club Dome Commerzbank Arena Frankfurt € 144,63

25. – 29.05.2016 Swinging Castle Schlosskirche Bad Homburg € 12,00 – 36,00

22.05.2016 Tischtennis Bundesliga Finale Fraport Arena Frankfurt € 15,00 – 25,00

28.05.2016 Femme Schmidt Women of the World Festival Kurtheater, € 15,00 – 30,00

11.06.2016 Ehrlich Brothers Commerzbank Arena Frankfurt € 39,00 – 97,00

29.05. –11.06. 2016 Literatur- und Poesiefestival 2016 Martina Gedeck & Ulrich Noethen, Max Moor, Christian Brückner, Johann von Bülow, Andrea Sawatzki & Christian Berkel (04.12.2016). € 18,50 – 59,10

21. & 22.06.2016 Udo Lindenberg Festhalle Frankfurt, € 67,00 – 89,50

27.10. 2016 Glenn Miller Orchestra Kurtheater Bad Homburg € 35,00 – 45,00

09.07.2016 Mark Forster Zitadelle Mainz, € 39,90

Ticket-Hotline 06172-178 37 10

Tourist Info + Service im Kurhaus Louisenstraße 58 Montag – Freitag 10.00 – 18.00 Uhr Samstag 10.00 – 14.00 Uhr

tourist-info@kuk.bad-homburg.de

www.kurtheater-bad-homburg.de

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13.08.2016 Rodgau Monotones Ziegelei Neu-Anspach € 23,00 17.09. 2016 The Rattles Stadthalle Oberursel, € 28,60

21.05.2016 Die Hochzeit des Figaro Oper Frankfurt, € 17,88 – 119,13

30.09.2016 Ray Wilson und Band Kurhaus Bad Homburg € 28,00 – 33,00

09. 08. 2016 Foreigner Zitadelle Mainz, € 60,00

28.10.2016 Deutsches Jazzfestival Alte Oper Frankfurt € 17,00 – 54,50 03.11.2016 J.B.O. Batschkapp Frankfurt, € 28,70 27.11. 2016 Jürgen von der Lippe Stadthalle Oberursel € 31,20 – 43,55 16.12. – 07.01.2017 Ich war noch niemals in New York Alte Oper Frankfurt € 22,60 – 117,50 29.12.2016 Stahlzeit Jahrhunderthalle Frankfurt € 33,90 – 42,90 22.01.2017 Andrea Berg Festhalle Frankfurt € 37,50 – 79,90

www.frankfurt-ticket.de

Hotline: 069 13 40 400

Änderungen vorbehalten

BAD HOMBURG V. D. HÖHE


P r o u s t ' s c he r F r a geb o ge n

© KBK

Der französische Schriftsteller Marcel Proust beantwortete auf einer Feier als einer der ersten „Prominenten“ einen Fragebogen, der heute noch Grundlage für zahlreiche Fragebögen dieser Art ist und vielerorts verwendet wird. Aus den über dreißig Fragen wählen wir jeden Monat einige Fragen aus und stellen Sie einem Künstler, der in Bad Homburg lebt, auftritt oder wirkt. Erfahren Sie etwas über unsere Künstler und Kulturschaffenden – und über sich, wenn Sie die Fragen für sich beantworten. Elena Bongartz, Schwester des Stargeigers David Garrett, lernte früh Klavier und erspielte sich diverse Preise bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“. Sie entschied sich schließlich für den Jazz und studierte Jazz-Klavier und – Gesang in Maastricht. Mit dem Musikproduzenten Kraans de Lutin, der bereits für Künstler wie Tim Bendzko oder Seed schrieb und produzierte, fand sie den idealen Partner für ihren eigenen musikalischen Weg. Ende April erschien ihr erstes Popalbum „Elena“, das die junge Sängerin am 27. Mai im Rahmen des W-Festivals im Speicher Bad Homburg vorstellt.

Ihr Lieblingsschriftsteller? Daniel Kehlmann.

Ihr Motto? Wenn man sich nur ordentlich bemüht, kann man alles auf die Beine stellen! (George McFly)

Ihre Lieblingsgestalt in der Wirklichkeit? Joanna Newsom, Harfenistin/Sängerin/Poetin/Pianistin (Gestalt ist hier auch der richtige Begriff :-D).

Ihre Lieblingstugend? Wahrheit.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Sportlichen Ehrgeiz (habe ich leider im Gegensatz zu anderen Formen des Ehrgeizes überhaupt nicht).

Und zwei zusätzliche Fragen, die unsere Leser interessieren: Woran arbeiten Sie zurzeit? An weiteren Live-Konzerten!

Ihr Kulturtipp? Das Bucerius Kunst Forum, das Zeise Kino und die Konzerte und Märkte in der Fabrik in Hamburg.

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Konzerte

Das W-Festival in Bad Homburg Samstag, 28. Mai, 20.00 Uhr Kurtheater

Femme schmidt + FEE Femme Schmidt präsentiert ihr lange erwartetes zweites Album: „RAW“. Schon mit der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums 2012 sorgte die Berliner Pop Noir-Sängerin für reichlich medialen Widerhall. Rezensenten und Branchen-Establishment diskutierten über die provokanten Songs, über den typisch deutschen Nachnamen und über den für Deutschland absolut untypischen Sound. Und während die Medien noch diskutierten, spielte Femme Schmidt bereits ausverkaufte Clubtouren in der Heimat, eine Arena-Tour in Australien als Support von Sir Elton John und eigene Shows in LA, New York, Paris, Cannes und Budapest. Parallel steuerte sie Songs für den „Tatort“ und Bully Herbigs Kinoproduktion „Buddy“ bei. Zuletzt eröffnete sie im Herbst 2015 als Special Guest die Shows für die britische Pop-Ikone Bryan Ferry. FEE hatte im vergangenen Jahr mit einer tollen Performance das Nachwuchs-Casting gewonnen und bringt ihr Talent jetzt mit einem eigenen, „richtigen“ Auftritt vor Femme Schmidt ein. Die 24-jährige Singer-Songwriterin aus Marburg wurde in den letzten Jahren als Sängerin der Gießener Rock-Pop-Band „Neoh“ bekannt, mit der sie durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourte. Jetzt ist sie auch allein zu sehen und zu hören. Solo gewährt FEE mit ihren zerbrechlich-akustischen Songs mit deutschen Texten Eintritt in ihre ganz persönliche Welt

© Brainstorming Music Marketing

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– mal traurig, mal strahlend, immer ehrlich und voller Energie. Ob es die heile Welt ist, die FEE sich manchmal einfach gerne per Mausklick im Internet bestellen würde, die Vertonung einer gescheiterten Liebesbeziehung oder die Suche nach dem richtigen Platz im Leben – die Texte animieren zum Nachdenken. Eintritt: 15,00 bis 30,00 €. Freitag, 27. Mai, 20.00 Uhr Speicher Bad Homburg, Kulturbahnhof

Elena

Deutschpop Elena ist nicht nur die Schwester von Stargeiger David Garrett, sondern vor allem eine furiose Vereinigung scheinbar unvereinbarer Kontraste: Mädchenhafte Leichtigkeit trifft auf unauflösliche Melancholie, liebenswertes Chaos auf glasklare Strukturen, analoge Wärme auf elektronische Coolness. Eine unerhörte und bisher ungehörte Mixtur, mit der die 27-jährige Wahlhamburgerin das aktuelle Deutschpop-Spektrum erweitert. Virtuos bedient sie sich der verschiedensten Stilarten, paart ihre jazzigen Klavierläufe mit urbanen Beats und fast unverschämt eingängigen Hooks. Eintritt: 23,00 € | 20,00 €. Das komplette Programm des W-Festivals finden Sie unter www.w-festival.de

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Dienstag, 3. Mai, 20.00 Uhr Kurtheater, Foyer

Sonntag, 8. Mai, 19.30 Uhr Schlosskirche

Klavierabend Leon Wenzel

Himmel und Hölle

Forum für junge Künstler

Der 18-jährige Leon Wenzel aus Kassel ist noch Schüler, aber bereits seit einiger Zeit Jungstudent an der Musikhochschule Hannover. Er wird ein Programm präsentieren, vor dem selbst gestandene Profis großen Respekt hätten. Neben Werken aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach und einer Sonate von Franz Schubert steht die Krönung dieser Gattung auf dem Programm: die Sonate in h-Moll von Franz Liszt. Eintrittskarten zu 10,00 €, Schüler und Studenten 5,00 €, Mitglieder 8,00 €; ab 19.30 Uhr an der Abendkasse.

Samstag, 7. Mai, und Sonntag, 8. Mai, 16.00 Uhr Erlöserkirche, Dorotheenstraße

Sergej Prokofjew: Peter und der Wolf

Orgelkonzert von Iveta Apkalna Castle Concerts

Mit Iveta Apkalna setzt ein Weltstar auf der Bürgy-Orgel „Himmel und Hölle“ in Bewegung. Unter diesem Motto interpretiert sie abwechslungs- und spannungsreiche Werke von Johann Sebastian Bach, Philipp Glass, Johann Gottfried Müthel und Wolfgang Amadeus Mozart. Zum Abschluss erklingt die Orgelsonate op. 65 Nr. 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die junge lettische Ausnahmekünstlerin hat in den vergangenen Jahren wie kaum ein Anderer die Orgel als Königin der Instrumente von ihrem „angestaubten” Image befreit. Selbst bei technisch schwierigsten Anforderungen vermag sie in ihren Interpretationen noch aufregende Akzente zu setzen. Zur Vita von Iveta Apkalna gehören Auftritte mit den Berliner Philharmonikern oder dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Mariss Jansons sowie mehrere Echo-Klassik-Preise, darunter der als Instrumentalistin des Jahres. Eintritt. 24,00 €, ein Drittel Ermäßigung für Schüler und Studenten. Freie Platzwahl.

A n z e i ge

Orgelkonzert für Kinder ab 5 Jahren

Eintritt: 8,00 € Erwachsene, 6,00 € Kinder.

open air

Mit Otto Mayr, Rezitation, und Susanne Rohn, Orgel – siehe unter YOUNG LOUISE .

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Mittwoch, 25. Mai, bis Sonntag, 29. Mai, Schlosskirche

3. Jazz-Festival „Swing Bad Homburg swingt und jazzt wieder: Die Castle Concerts präsentieren am Fronleichnamswochenende in der Schlosskirche international renommierte Spitzenformationen. Mittwoch, 25. Mai, 19.30 Uhr

HUSsiten – Jazzrevue

Thomas Wright Waller (wegen seiner Statur als Fats bekannt) ist wohl wie kein anderer in der Jazzwelt der Überzeugung gefolgt, dass populäre Musik nicht nur mit Virtuosität gespielt werden sollte, sondern auch voller Spaß und Freude. Neben Soloauftritten und Auftritten in Big Bands arbeitete Fats hauptsächlich mit kleinen Besetzungen, die unter dem Namen Fats Waller and his Rhythm bekannt wurden. Pianist und Sänger Simon Holliday hörte Waller im Alter von fünf Jahren und dieses Erlebnis hat ihn bis heute nicht losgelassen. Eintritt: 12,00 bis 36,00 €.

Die HUSsiten bestehen aus rund 30 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 12 der Bad Homburger Humboldtschule (HUS) und ihrem Bandleader, dem Musiklehrer Alexander von Edlinger. Die Band wurde mehrfach beim Schulbigband-Wettbewerb des Hessischen Rundfunks mit Preisen ausgezeichnet. Schwerpunkte sind die Stilrichtungen Jazz, Rock und lateinamerikanische Musik.

Freitag, 27. Mai, 19.30 Uhr

Barrelhouse Jazzband mit Reimer von Essen

Eintritt: 12,00 € zugunsten der Band, freie Platzwahl.

Donnerstag, 26. Mai, 19.30 Uhr

Simon Holliday & His Rhythm – A Tribute to 'Fats' Waller

Klassischer Jazz mit Charme und Temperament ist das Markenzeichen von Deutschlands renommiertester Band des Traditional Jazz. Ihr vielfältiges Repertoire macht Jazzgeschichte mitreißend lebendig, als „kämen sie selbst aus New Orleans“, so die Presse. Auf der Basis ihrer intensiven Kenntnis der Tradition entwickelte die Band ihre ganz eigene Klangformel: den typischen „Barrelhouse-Sound“ mit Trompete und zwei Holzbläsern zur klassischen Vierer-Rhythmusgruppe. Die Barrelhouse Jazzband ist Ehrenbürger von New Orleans und gastierte auf Tourneen in über 50 Ländern auf vier Kontinenten. Eintritt: 15,00 bis 48,00 €.

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ging Castle“ Samstag, 28. Mai, 10.00 Uhr

Alexander Rodin & Friends

Jazz-Frühschoppen auf der Terrasse des Café Eiding, Herrngasse

Tradition der legendären Combos um Teddy Wilson, Benny Goodman, Bobby Hackett, Roy Eldridge und Louis Armstrong. Eintritt: 12,00 bis 36,00 €.

Sonntag, 29. Mai, 11.00 Uhr

Ahmed El-Salamouny – brasilianische Gitarre

alle Fotos © Castle Concerts

Die drei Musiker sind mit Klarinette, Kontrabass und Keyboard Garanten für einen swingvollen Morgen. Mit seinem Ensemble „Wolga Klezmer“ gastiert Alexander Rodin regelmäßig auf Festivals und Veranstaltungen in Europa. Eintritt frei.

Samstag, 28. Mai,19.30 Uhr

Engelbert Wrobels Hot Jazz 4

Ahmed El-Salamouny ist ägyptisch-deutscher Herkunft, aber seine musikalischen Wurzeln liegen in Brasilien. Der berühmte brasilianische Gitarrist Paulo Bellinati meinte: „Es ist ein Mysterium der Natur: Ahmed ist zwar woanders geboren, spielt aber wie ein Brasilianer. Und er versteht es, unserer Musik neue Impulse zu geben.“ Seit 1981 tritt er weltweit bei anerkannten Konzertreihen und Musikfestivals auf. Er ist Leiter des internationalen Seminars für brasilianische Musik in Salvador, Brasilien. El-Salamouny spielt auch Eigenkompositionen, die von brasilianischer Rhythmik beeinflusst sind, gleichzeitig aber Elemente von Jazz und orientalischer Musik erkennen lassen. Eintritt: 12,00 €, freie Platzwahl. Ein Drittel Ermäßigung gibt es für Schüler und Studenten, ebenso beim Wahlabo für alle, die mindestens drei verschiedene Konzerte besuchen.

Die Band, die mit Trompeter Duke Heitger aus New Orleans als Gast auftritt, setzt sich aus Vertretern einer neuen Generation von Hotjazz- und Swing-Musikern zusammen. Sie spielt authentischen New-Orleans-Jazz und Harlem-Swing der 20er und 30er Jahre in bester

www.swinging-castle.org

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Kurkonzerte im Mai Musikpavillon im Kurpark, 15.00 Uhr (nur bei guten Wetterbedingungen) Kurkonzert

Sonntag

1. Mai

Montag

2. Mai S p i e l f r e i

Dienstag

3. Mai

Kurkonzert

Mittwoch

4. Mai

Kurkonzert

Donnerstag

5. Mai

Kurkonzert (Christi Himmelfahrt)

Freitag

6. Mai

Kurkonzert

Samstag

7. Mai

Kurkonzert

Sonntag

8. Mai

Kurkonzert

Montag

9. Mai S p i e l f r e i

Dienstag

10. Mai

Kurkonzert

Mittwoch

11. Mai

Kurkonzert

Donnerstag

12. Mai

Kurkonzert

Freitag

13. Mai

Kurkonzert

Samstag

14. Mai

Kurkonzert

Sonntag

15. Mai

Kurkonzert

Montag

16. Mai

Kurkonzert

Dienstag

17. Mai S p i e l f r e i

Mittwoch

18. Mai

Donnerstag

Kein Kurkonzert, da Auftritt einer 19. Mai thailändischen Marching Band um 15.30 Uhr

Freitag

20. Mai

Kurkonzert

Samstag

21. Mai

Kurkonzert

Sonntag

22. Mai

Kurkonzert

Montag

23. Mai S p i e l f r e i

Dienstag

24. Mai

Kurkonzert

Mittwoch

25. Mai

Kurkonzert

Donnerstag

26. Mai

Kurkonzert

Freitag

27. Mai

Kurkonzert

Samstag

28. Mai

Kurkonzert

Sonntag

29. Mai

Kurkonzert

Montag

30. Mai S p i e l f r e i

Dienstag

31. Mai

Kurkonzert

Kurkonzert

Änderungen vorbehalten!

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Samstag, 14. Mai, 11.30 Uhr Schlosskirche

Orgelmatinee

Kuratorium Bad Homburger Schloss Nord- und mitteldeutscher Orgelbarock stehen im Mittelpunkt des Programms von Stipendiatin Pia Lee. Sie hat Werke von Samuel Scheidt, Johann Pachelbel, Dieterich Buxtehude, Georg Philipp Telemann, Gottfried August Homilius und Johann Gottfried Walther ausgesucht. Eintritt frei.

Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr Ev. Gedächtniskirche, Weberstraße

2. Orgelnacht Acht Organistinnen und Organisten spielen auf der Kern-Orgel Musik aus fünf Jahrhunderten. Es wirken mit: Annette Bonn, Karin Giel, Antonia Jacob, Michael Krüger, Ingeborg Kwadynski, Bernhard Lehnert, Hanno Lotz und Ekkehard Uhlmann an der Orgel sowie Martin Rücker, Saxofon. Das abwechslungsreiche Programm zeigt die ganze Vielfalt der Orgelmusik von barock, romantisch, volkstümlich, klassisch, modern bis jazzig. Durch die Videoübertragung auf eine Leinwand im Altarraum können die Konzertbesucher den Organisten beim Spielen zuschauen. In der Pause werden Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten. Eintritt frei.

Freitag, 27. Mai, 19.30 Uhr Erlöserkirche, Dorotheenstraße

Lass mich los!

Weltliches Chorkonzert A cappella Premiere: ein gemeinsames Konzert des Kammerchors der Erlöserkirche mit dem Jugendchor Hochtaunus! Dieser stellt das Programm vor, das er für das Deutsche Chorfest in Stuttgart erarbeitet hat. Einige Stücke werden auch von beiden Chören gemeinsam gesungen – das Publikum darf sich auf kraftvoll-frische, schwungvolle A-cappella-Klänge von Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Alfvén, Rautavaara und anderen freuen. Eintrittskarten 10,00 €, ermäßigt 8,00€.


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© Jessy Lee © Natalie Bothur

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Erstklassig pflegen, selbstbestimmt leben. Mit unserer „Pflege aus einer Hand“ bieten wir Ihnen immer die passende Form der Betreuung. Bei Ihnen zuhause oder bei uns im Stift.

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VORSCHAU

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3. bis 12. Juni, Schlosskirche

5. Bad Homburger Lied- und Kammermusikfest Von internationaler Klasse sind die Musiker, die alle zwei Jahre beim Bad Homburger Lied- und Kammermusikfest auftreten. Dafür garantieren die beiden künstlerischen Leiter, der renommierte Tenor Christian Elsner und Karl-Werner Joerg. Für die acht Konzerte des Musikfestes 2016 konnten sie wieder Weltstars wie dem gefragten Klavierbegleiter Gerold Huber sowie höchstbegabten Nachwuchs gewinnen, so die Sopranistin Anna Lucia Richter als Newcomer.

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Freitag, 3. Juni, 19.30 Uhr: Ausgewählte Volkslieder und Walzer von Johannes Brahms mit Christiane Oelze (Sopran), Christian Elsner (Tenor) und Gerold Huber (Klavier). Samstag, 4. Juni, 19.30 Uhr: Wiener Meister – Lieder von Franz Schubert, Hugo Wolf und Alban Berg mit Anna Lucia Richter (Sopran) und Gerold Huber (Klavier). Sonntag, 5. Juni, 17.00 Uhr: Konzert mit Werken von Mozart und Lesung mit Christian Elsner (Tenor und Rezitation), Bettina Hommen-Elsner (Querflöte), Karin Hendel (Violine), Ingrid Albert (Viola), Christiane Steppan (Violoncello) und Gerold Huber (Klavier). Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr: Werke von Rameau, Mozart, Debussy und Ravel mit Marcus Paul Hasenauer (Klavier). Freitag, 10. Juni, 16.00 Uhr: Villa Wertheimber – Kinderkonzert: Die Vier Jahreszeiten von Vivaldi in einer Fassung für Kinder im Grundschulalter mit dem Kammerorchester Mainzer Virtuosi und Karen Schreckegast-Humm (Moderation). Freitag, 10. Juni, 19.30 Uhr: Programm mit u.a. Schumann und Beethoven mit Felix Klieser (Horn) und Claire Huangci (Klavier). Samstag, 11. Juni, 19.30 Uhr: Werke u.a. von Mozart und Dvořak mit Felix Klieser (Horn), Sarah Christian (Violine), Maximilian Hornung (Violoncello) und Claire Huangci (Klavier). Sonntag, 12. Juni, 17.00 Uhr: Werke u.a. von Mozart und Dvořak mit Felix Klieser (Horn), Sarah Christian (Violine), Ágnes Langer (Violine), Manuel Hofer (Viola), Maximilian Hornung (Violoncello) und Nuron Mukumi (Klavier). Eintrittskarten zwischen 6,00 und 34,00 €. www.badhomburger-schlosskonzerte.de

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Anspruchsvoll Wohnen & Leben. In Bad Homburg bieten wir Ihnen: 1- und 2 -Zimmer Komfort-Wohnungen Betreutes Wohnen Sicherheit rund um die Uhr Barrierefreie Gästezimmer

Info-Nachmittag am Schlosspark, Vor dem Untertor 2. Jeden ersten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr! GDA Domizil am Schlosspark Vor dem Untertor 2 61348 Bad Homburg Telefon 06172 9006 www.gda.de

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Sonntag, 8. Mai, 16.00 Uhr Kulturzentrum Englische Kirche, Ferdinandsplatz

Muttertag!

© Michael Pe tersohn

© Kurt Krieger

© Michael Petersohn

l Koch © Isabel

bühne

© baraniak

© Thomas Kost

© Herbert Began

Die Kinder- und Jugendabteilung der Volksbühne Bad Homburg hat sich für den Muttertag etwas ganz Besonderes ausgedacht. An diesem Tag spielen, tanzen und singen die Kinder nicht nur für ihre eigenen Mütter, sondern auch für alle anderen Mütter in Bad Homburg. Die Jüngsten des traditionellen Theatervereins zeigen, was sie gelernt haben: Sie spielen bekannte und eigene Sketche, singen Lieder und unterhalten das Publikum mit vielen liebenswerten Überraschungen. Natürlich sind nicht nur Mütter eingeladen – es wird ein Tag für die ganze Familie!

© Sinje Sabine Hasjeider

Volksbühne Bad Homburg

Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 5,00 €. www.dievolksbühne.de

VORSCHAU Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr Kurtheater

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T!

René Marik – Jemand ze Hage René Marik und sein Maulwurfn sind zurück auf der Bühne! Im Dezember 2012 war der letzte Vorhang gefallen, weil der 1970 in Hildesheim geborene, preisgekrönte Puppenspieler, Komiker, Sänger und Schauspieler einmal etwas anderes machen wollte, als mit seiner Klappmaulpuppe durch die Lande zu ziehen. Das hat er auch getan. Aber dann, muss er einräumen, hat ihm der Maulwurfn, der so etwas wie sein „Naturclown“ ist, einfach gefehlt. Also beschloss René Marik, den Staub von der Nase zu putzen, die Stöcke zu richten und das Fell auszuschütteln. Seit Herbst geht er wieder auf Deutschland-Tournee. „Ze Hage!“ ist das ultimative MaulwurfnProgramm! Das Beste aus „Autsch'n!“ und „Kasperpop“ sowie neuen Nummern. Alles was nicht Puppenspiel ist, wie Musik etc., wird auf das Minimum reduziert und der Maulwurfn hat dabei gravierend seine Pfötchen im Spiel.

Das Programm der Theatersaison 2016/2017 Theaterfreunde können schon jetzt für die saison 2016/2017 im Kurtheater vorplanen. Das Programm steht und die Kur- und Kongreß-GmbH hat wieder großartige, von Film und Fernsehen bekannte Künstler verpflichtet. Ausführliche informationen geben die Homepage www.kurtheater-bad-homburg.de und die Theater-Broschüre, die bei Tourist info + service im Kurhaus ausliegt. Dort sind auch die Abonnements für die Reihen „Der schauspieler“ und „Der Vielseitige i und ii“ erhältlich, die bis zum 22. Juli bezahlt werden müssen. Einzelkarten werden ab 29. August angeboten, ab diesem zeitpunkt außerdem das Abonnement „Der individualist“. Es wird, nach Auswahl des Erwerbers, aus fünf oder mehr Veranstaltungen des „schauspieler“ und des „Vielseitigen“ zusammengestellt und beinhaltet deutliche Nachlässe gegenüber den Einzelkarten. Das Abonnement „Theater light“ kann auch nach dem 29. August erworben werden. Und das kommt im nächsten Winter auf die Bühne:

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© Dietrich Dettmann

© Bernd LAfrenz

© Ole Gra f

Der schauspieler

Der Vielseitige i/ii

19. Oktober

24. und 25. Oktober:

Private Peaceful

© Silke Winkler

© Christian Kaufmann

© sch lote p

roduc

tions

© B. Volkmer

© Andreas Re ntz

© Michael Petersohn

bühne

in alter Frische

23. November

Komödie über das Aufeinandertreffen zweier Generationen mit Walter Plathe, Philipp sonntag, Brigitte Grothum u. a.

Der Kredit

16. und 17. November:

Theater light

über alte und neue Beziehungsgeflechte mit Jürgen Prochnow, Verena Wengler, Ralf Komorr u.a.

8. November:

Plädoyer gegen den Krieg mit Robert stadlober und Andreas spechtl.

erfrischend komisches Psychoduell mit Markus Majowski und ilja Richter. 8. Dezember:

Ausgerechnet Weihnachten erheiternde Literatur mit Fritz Karl und dem Quartett sonare Linz. 17. Januar:

zwei wie wir Reise in die Vergangenheit eines ungleichen Paares mit Valerie Niehaus und stefan Jürgens. 15. Februar:

Kunst

Ein Mann fürs Grobe

5. und 6. Dezember:

zum shakespeare-Jahr mit Bernd Lafrenz.

stimmungsvolle irische Weihnacht mit Musik, Gesang und Tanz.

8. Februar:

irish Christmas 9. und 10. Januar:

Dein ist mein ganzes Herz große operettengala. 1. und 2. Februar:

Ein Volksfeind

Gesellschaftskomödie über eine Männerfreundschaft mit Heinrich schafmeister, Leonard Lansink und Luc Feit.

schauspiel nach Henrik ibsen mit Rufus Beck, Christiane Mudra u.a.

15. März:

Kabarett-Comedy-Konzert mit Chin und Hans-Werner Meyer und der A-cappella-Gruppe „Meier und die Geier“.

Me and the Devil ein teuflischer Abend von und mit Dominique Horwitz. 2. Mai:

Er ist wieder da Mediensatire über Adolf Hitler mit Kristian Bader, Kerstin Hilbig u. a.

Liebe, Lust und Leidenschaft

scherbenpark nach dem Debütroman von Alina Bronsky aus dem Jahr 2008 mit dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim. 19. April:

Metropolis

nach dem stummfilm von Fritz Lang von 1927 mit dem N.N. Theater Neue Volksbühne Köln.

9. und 10. März:

Klangrazzia

3. und 4. April:

Paulette

Kriminalkomödie nach dem gleichnamigen Kinohit von 2013 mit Diana Körner u. a.

Eintrittskarten sind bei Tourist Info + Service im Kurhaus, Tel. 06172 -178 3710, E-Mail tourist-info@kuk.badhomburg.de, oder bei Frankfurt Ticket, Tel. 069 -13 40 400 oder www.frankfurt-ticket.de, erhältlich.

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© Bernd Mayer

A u ss t e l l u n ge n

20 Jahre Galerie Artlantis Die „Entdeckung von Artlantis“ geschah

bis 16. Mai

vor 20 Jahren. Damals waren die Hochtaunus-Künstler, die sich 1948 unter dem Namen „Künstlerbund Taunus“ zusammengeschlossen hatten, mehr oder weniger heimatlos geworden. Eine eigene Galerie hatten sie ohnehin nicht, aber mit dem Abriss des ehemaligen Stadthauses am Marienbader Platz verloren sie auch den Raum, in dem sie ihre Ausstellungen veranstalten konnten. Da entdeckte Hans Helmut Rupp, seit 1993 bis heute Vorsitzender, die alte, ungenutzte Kartonagenfabrik in Dornholzhausen. Die Künstler griffen zu Pinsel und Farbe – diesmal, um in Eigenregie die rund 250 Quadratmeter zu renovieren. Sie bauten die nüchterne, technische Werkhalle zu Räumlichkeiten um, in denen seit 1996 die Fantasie herrscht. Zur Galerie Artlantis. Und den „Künstlerbund Taunus“ formten sie zum zeitgemäßen „Kunstverein Artlantis“ um.

Lied vom Meer

Zwei Artlantis-Kunstschaffende – Anja Harms und Eberhard Müller-Fries – würdigen das 20-jährige Bestehen auf ihre ganz spezielle Art: mit einer Ausstellung einerseits sowie einer Installation im Kleinen Tannenwald andererseits, deren künstlerische Qualität Hans Helmut Rupp zutiefst beeindruckt hat.

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Mannshohe Buchskulpturen und raumgreifende Künstlerbücher – die Ausstellung zeigt Gemeinschaftsarbeiten von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries, die eine individuelle Autorschaft kaum mehr erkennen lassen. Anja Harms ist Buchkünstlerin. Jedes Jahr zur Buchmesse legt sie ein Buch in kleiner, selbstgefertigter Auflage vor. Die Texte stammen z.B. von Gertrud Kolmar, Hans Arp, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Goethe oder aus dem finnischen Epos „Kalevala”. Eberhard Müller-Fries ist Bildhauer. Holz ist das bevorzugte Material seiner großformatigen Skulpturen und Plastiken. Vor einiger Zeit haben die beiden Künstler festgestellt, dass die Bildund Formensprache ihrer völlig gegensätzlichen Werke ein überraschend großes Maß an Übereinstimmung zeigt. Daraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit. Es entstehen gemeinsam entworfene und realisierte BuchSkulpturen.


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ab 21. Mai

Kunstprojekt Kleiner Tannenwald Das über den Sommer laufende Projekt erweitert die Ausstellung „Lied vom Meer“ in den öffentlichen Raum hinein von Dornholzhausen nach Bad Homburg und wird erfahrbar im Kleinen Tannenwald, einem markanten Ort mit intensiver Ausstrahlung an der Achse Gotisches Haus–Schloss. Der Teich mit Insel und Tempel wird Bühne der Installation von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries. Schlanke Stelzen tragen bootsförmige Skulpturen über das Wasser, sie scheinen zu schweben. Teil der Installation sind eine Reihe von Abendveranstaltungen mit Lesungen, die in poetischer Weise Bezug zu den Objekten nehmen. Texte von Melville, Celan, Bachmann u.v.  m. bilden dazu den Rahmen. Aktuelle Termine und Hinweise zum Programm werden kurzfristig auf der Seite www.buchskulpturen.de  veröffentlicht. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Samstag, 21. Mai, um 20.00 Uhr mit Lesungen der Schauspielerin Ursula Illert statt.

21. Mai bis 12. Juni Galerie Artlantis, Tannenwaldweg 6

Vielschichtig und tiefgründig Christel Bars und Margot Hochberger

Vielschichtig und tiefgründig sind die Arbeiten der beiden Künstlerinnen gleichermaßen, trotz unterschiedlicher Inspirationsquellen und Vorgehensweisen. Margot Hochberger beschäftigt sich in ihrer abstrakten Malerei mit Erfahrungen in der Natur. Skizzen und Fotos sind Anregung für den Beginn eines Bildes. Sie hat jedoch kein „fertiges“ Bild im Kopf, es entsteht vielmehr aus einem Zwiegespräch zwischen der erlebten äußeren Welt und ihrer inneren Welt. Dies sind Erfahrungen, Wünsche, Gefühle, Erinnerungen, die sich im Malprozess „einmischen“. Christel Bars beschäftigt sich mit dem Porträt, primär als Ausdrucksort der Individualität und der Gefühle eines Menschen. Zu sehen sind gestisch expressive Darstellungen anonymer Personen, wobei weder Ähnlichkeit noch Schönheit angestrebt werden und die Grenze zwischen innerer und äußerer Welt häufig aufgehoben scheint. Durch Variationen im Abstraktionsgrad wird der Frage nachgegangen, wie viel Realitätsbezug erforderlich ist, um ein Gesicht „sichtbar“ zu machen. Vieles soll unscharf und uneindeutig bleiben, und damit lebensnah und im Wandel. Eröffnungsfest: Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr. Zur Kunst spricht Charlotte Lindenberg, M.A. Das Duo methuSAXlixe spielt einen bunten Mix aus Jazzstandards, Swing und Latin, Melodien aus Revuen und Filmen, Balladen, flotte Stücke und Anleihen aus Rock und Pop. Öffnungszeiten Galerie Artlantis, Tannenwaldweg 6: Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 11.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt frei.

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© Darren Almond, Courtesy of Galerie Max Hetzler, Berlin

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bis 26. Juni Museum Sinclair-Haus der ALTANA Kulturstiftung, Dorotheenstraße, Ecke Löwengasse

Darren Almond

Schatten und Licht. Fotografie und Film Die Bilder aus der Eifel mit ihren filigranen Konturen von Ästen vor mondlichtdurchfluteten Wiesen wirkten atmosphärisch so dicht, als habe jemand Caspar David Friedrich eine Kamera in die Hand gedrückt, schrieb der SPIEGEL im Dezember 2014 zu Darren Almond. Tatsächlich führt der britische Künstler das romantische Naturideal des 19. Jahrhunderts fotografisch fort. Den Hauch von Surrealität erzielt Almond, indem er seine Motive bei Vollmond mit einer Belichtungszeit von bis zu einer Viertelstunde aufnimmt. Das gleichsam Gespenstische regt zu Gedanken über Natur und Schönheit, über Zeit und Vergänglichkeit an. Neben den Fotografien widmet sich Darren Almond außerdem dem Genre Film. In der Ausstellung sind deshalb auch Videoarbeiten zu sehen, etwa über einen Bergarbeiter in Java, der Schwefel abbaut. Die Auslotung von Raum und Zeit wird durch die repetitiven Atemzüge und die Schritte des Bergmanns sowie die krächzenden Geräusche der Ladung deutlich. Darren Almond schloss 1993 sein Studium der Bildenden Kunst in Winchester ab und arbeitete in verschiedenen Medien, um die Auswirkungen der Zeit auf den Menschen zu erkunden. 2003 vertrat er Großbritannien auf der Biennale in Venedig. Seine Werke zeigte er u.a. in Einzelausstellungen in der Tate Gallery in London und der Nicola Trussardi-Stiftung in Mailand.

Begleitprogramm Sonntags: Führungen um 11.15 Uhr. 4,00 € zzgl. Eintritt. Dienstags: 18.30 Uhr „Kunst am Abend“, Führung und Kunstgespräch bei einem Glas Rotwein. 4,00 € zzgl. Eintritt. Sonntag, 1. Mai, 11.15 Uhr: Bildgespräch „Monchegorsk und Norilsk: Versehrtheit von Mensch und Natur“; 4,00 € zzgl. Eintritt. Mittwoch, 11. Mai, 19.00 Uhr: Künstlergespräch – Darren Almond und Daniella Baumeister von hr2-Kultur; 9,00 €. www.altana-kulturstiftung.de

Öffnungszeiten: Dienstag 14.00 bis 20.00 Uhr, Mittwoch bis Freitag 14.00 bis 19.00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 3,00 €, Familienkarte 12,00 €. Mittwochs Eintritt frei.

bis 28. Mai Galerie Scheffel, Ferdinandstraße 19

Laura Ford – Fight or Flight

© Galerie Scheffel, Bad Homburg

Laura Ford kreiert aus den unterschiedlichsten Materialien wie Stoff, Leder, Gips, Keramik oder Stahl verfremdete, meist lebensgroße Tier- und Kindergestalten, die zunächst verspielt und entwaffnend scheinen, sich bei genauerer Betrachtung jedoch als tiefgründig, widersprüchlich und rätselhaft erweisen. „Fight or Flight“ (Kampf oder Flucht) widmet sich gezielt den jüngsten Arbeiten der auch von den „Blickachsen“-Ausstellungen her bekannten Künstlerin aus den Jahren 2013 bis 2016. Zu sehen sind lebensgroße Einzelfiguren und Figurengruppen in der für Ford so typischen Mischtechnik ebenso wie kleinformatigere Bronzen und Keramikskulpturen sowie zahlreiche farbige Arbeiten auf Papier. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14.00 bis 19.00 Uhr, Samstag 11.00 bis 15.00 Uhr. Eintritt frei.

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14. Mai bis 12. Juni Kulturzentrum Englische Kirche, Ferdinandsplatz

Ibrahim Alawad Die Kunst überlebt immer …

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brahim Alawad, der in Damaskus und Aachen Kunst und Baugeschichte studierte, musste vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat Syrien fliehen. Atelier, Galerie sowie seine Kunstschule wurden in den Kämpfen ebenso zerstört wie die ganz besonderen, teilweise über zwei Meter hohen Skulpturen. Außer Leib und Leben für sich und seine Familie konnte er nur einige seiner ausdrucksstarken Bilder retten, denen er seit seiner Ankunft in Deutschland im Sommer 2014, trotz seiner schwierigen Situation, bereits wieder einige hinzufügen konnte. Die vielfältige Kultur Syriens und die Menschen, die verschiedenen Völkergruppe sowie Religionen angehören, sind seine Inspiration. Man solle den Glauben eines anderen respektieren, aber ihn nicht wegen des Glaubens beschuldigen, lautet die Ansicht von Ibrahim Alawad. Dass er diese Philosophie lebt und seine Kunst mit ihm überlebt, vermitteln seine Bilder und neu geschaffenen Skulpturen mit großer Intensität. Vernissage: Freitag, 13. Mai, 19.00 Uhr. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt frei. www.ibrahimalawad.jimdo.com Louise 5 / 2016 |

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bis 19. Juni Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

Die Welt sehen

Gemälde und Grafiken von Trude Hellbusch-Tomaschek Die Ausstellung kann die gesamte künstlerische Entwicklung von Trude Hellbusch-Tomaschek aufzeigen – von den konstruktivistischen Arbeiten der Wiener Zeit über Stillleben, Landschaften und Porträts der Nachkriegsjahrzehnte bis hin zu abstrakten Monotypien und späten Siebdrucken. Die 1903 in Prag geborene Künstlerin, die ihre Ausbildung in München und Wien erhielt, kam 1945 nach Bad Homburg. Sie engagierte sich u.a. im „Künstlerbund Taunus“ und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Malerinnen der Region. Trude Hellbusch-Tomaschek unternahm viele Reisen, die sich in ihren Gemälden niederschlugen. Eine wunderbare Serie von Aquarellen einer Schweiz-Reise von 1952 ist zu sehen, des Weiteren Werke, in denen sie Eindrücke von Italien oder Russland verarbeitete. Immer spielt das Licht eine zentrale Rolle. Das klare Nordlicht vermochte die Künstlerin ebenso festzuhalten wie die glutrote Hitze der südlichen Länder. Die Stadt Bad Homburg kaufte etliche Werke der 1982 verstobenen Künstlerin für die städtische Kunstsammlung. Die Leitung des Städtischen historischen Museums bringt sie nun seit langem wieder einmal an das Licht der Öffentlichkeit. Sie hat zugleich einen Katalog erstellt, der den Bestand der Gemälde und Grafiken im Besitz der Stadt dokumentiert, aber auch viele Informationen für die Besitzer anderer Werke von Trude Hellbusch-Tomaschek enthält.

bis 4. Juni StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24

Ägyptische Triptychen und Serien

Brigitte Binzer-Zitouni – Malerei 1996 bis 2016

Ägypten ist das Ausstellungsthema der Kronbergerin Brigitte Binzer-Zitouni. Während der Reisen nach Kairo, Hurghada, Luxor und El Quseir vor nahezu 20 Jahren entstanden zahlreiche Skizzen. Diese Bildideen fungierten als Input für mehrteilige abstrakte Acrylbilder und Papierarbeiten/Postkarten. Die Bilder spielen in archetypischer Art auf die altägyptische Hochkultur und auf universelle menschliche Befindlichkeiten hier und dort an.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr. Führungen auf Anfrage.

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag 11.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch 15.00 bis 18.00 Uhr sowie Samstag 11.00 bis 14.00 Uhr. Eintritt frei.

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bis 13. Mai Volkshochschule, Elisabethenstraße (Foyer der Musikschule)

Ausblicke

In den seriellen Arbeiten des Bad Homburger Künstlers und Kunsttherapeuten Björn Maute begegnet dem Betrachter eine impressionistisch anmutende, moderne „Heimatmalerei“ mit Fokus auf ein wiederkehrendes Motiv, die „Skyline“ Frankfurts. Anhand des spannungsreichen Kontrastes zwischen menschengemachter Urbanität und zeitloser Naturstimmung lenkt Björn Maute den Blick auf den Reichtum der Naturphänomene. Den sich wandelnden Jahres- und Tageszeiten und den damit verbundenen Farben und Lichtverhältnissen schenkt er großen Raum. Eingebettet ins Atmosphärische wirken die Bauwerke am Horizont mal still und andächtig, dann wieder wie den Himmel herausfordernde „Wolkenkratzer“.

© Horex Museum

Malerei und Linolschnitte von Björn Maute

bis August 2016 Horex Museum, Horexstraße 6

Horex-Rennmaschinen der Nachkriegszeit Die Rennmaschinen aus den Bad Homburger HorexWerken und ihre Erfolge in der Nachkriegszeit sind derzeit das Sonderthema im Horex Museum. Den Kuratoren ist es gelungen, dafür die Unterstützung eines profunden Kenners zu gewinnen: Reinhard Jutzi. Dessen private Sammlung genießt in Fachkreisen einen legendären Ruf, wurde aber noch nicht häufig öffentlich ausgestellt. Neun Maschinen stellte allein er für die Schau zur Verfügung. Öffnungszeiten: Mittwoch 10.00 bis 14.00 Uhr, Samstag und Sonntag 12.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt: 2,50 €, ermäßigt 1,00 €. Bad Homburger Schulklassen und Inhaber des Bad Homburg-Passes frei.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 20.00 Uhr. Eintritt frei. bjoernmaute.jimdo.com

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Bad Homburg, Louisenstr. 72-82, ggü. KARSTADT

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bis Sommer 2016 Central Garage, Niederstedter Weg

Mit dem Auto in die Kurstadt

Eine Zeitreise durch die Bad Homburger Autogeschichte Freunde der Central-Garage e.V. Oldtimer prunken in bester Ausstattung und glänzen mit hochkarätiger Entwicklungstechnik aus frühen Automobilzeiten. Von Benz bis Bergmann, Adler bis Mercedes, vom Dreirad, Rennwagen und Familienkutsche bis zum Adenauer sind etliche Wagentypen zu sehen. In Homburg eroberte das Automobil die idyllische Kurstadt moderat, wie es sich für einen Luxuskurort gehörte. Man kam am liebsten zur Sommerfrische im August und genoss die mediterrane Atmosphäre der gesamten Stadt. Wenn es mal regnete, ging man zum Palmenhaus und flanierte in der „Gurgelhalle“. Wie und wann die ersten Automobile kamen, sich das Straßenbild veränderte und die Kurstadt sich der autotechnischen Entwicklung anpasste, wird in der Ausstellung mit ausgewählten Themen beschrieben. Der Kaiserzeit wird viel Platz eingeräumt. Denn in (Bad) Homburgs Zeiten als „kaiserliche Sommerresidenz“ wurden Maßstäbe gesetzt, die die Infrastruktur der Stadt prägten und Traditionen schufen, die zum Teil bis heute erhalten sind. Dazu gehören auch Autorennen und -turniere, wie das erste internationale Automobilrennen, das im deutschen Kaiserreich ausgetragen wurde, das Gordon Bennett-Rennen von 1904 in Homburg. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 12.00 bis 16.30 Uhr. Eintritt frei, Spenden für einen sozialen Zweck sind willkommen. www.central-garage.de

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Aus der Schatzkiste des Museums Mit Feder und Pinsel durch Bad Homburg Mit einer historischen Fotoausstellung und einer Kunstausstellung feiert das Kirdorfer Heimatmuseum sein zehnjähriges Bestehen. Aus Kirdorfs Ortsgeschichte wählten die beiden Kuratoren Ursula Stiehler und Stefan Ohmeis Fotos aus, die vom einstigen dörflichen Leben erzählen, aber auch an den Weg nach der Eingemeindung zur „Vorstadt“ erinnern. Ergänzt wird dieses Ortsbild mit historischen Alltagsgegenständen aus dem Fundus des Heimatmuseums. Die Sammlung ist den vielen Kirdorfer Bürgern zu verdanken, die seit über zehn Jahren helfen, den Bestand an ortsgeschichtlichen Objekten aufzubauen. Die Kunstausstellung von Evelin Schmied zeigt mit der Feder gezeichnete Bilder von Bad Homburg und Kirdorf und seinen besten Seiten. Da sind romantische Plätze, Gebäude und Straßen zu sehen. Alle Motive sind verbunden mit Stadtgeschichte. Zur Ausstellung ist eine Begleitschrift mit einer Gesamtdarstellung der bisherigen historischen Ausstellungen erschienen. Dieses Buch und der Bildband der Künstlerin Evelin Schmied sind nur im Kirdorfer Heimatmuseum während der Öffnungszeiten zu erwerben. Öffnungszeiten: Sonntag und Mittwoch 15.00 bis 17.00 Uhr. Gruppenführungen über Hans Leimeister, 0160-5225047.

© Stadtarchiv Bad Homburg

© Stadtarchiv Bad Homburg

bis 18. Dezember Heimatmuseum Kirdorf, Am Kirchberg


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bis 18. Dezember Gonzenheimer Museum im Kitzenhof, Am Kitzenhof 4

© CENTRAL GARAGR Automuseum

Puppenwelten Puppen der verschiedensten Hersteller eines ganzen Jahrhunderts sind zu sehen. Dazu zeigen komplett und liebevoll eingerichtete Puppenstuben und ganze Puppenhäuser mit allem Zubehör die faszinierende Miniaturwelt in den Kinderzimmern vergangener Zeiten. Ein alter Puppenwagen voller kleiner Lieblinge lädt Kinder zum Spielen ein. Öffnungszeiten: Sonntag 15.00 bis 17.00 Uhr (außer in den Schulferien) und nach Vereinbarung Tel. 06172-453036 oder 06172-450134. Eintritt frei.

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PARKEN, SHOPPEN, WOHLFÜHLEN 485 STELLPLÄTZE 5 STROMTANKSTELLEN BARRIEREFREIE ZUGÄNGE PARKPLATZBREITE 250CM

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Sonntag, 1. Mai, Innenstadt

Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt”

© Gerhard Strohmann

Den Veranstaltern des traditionsreichen Radsportereignisses ist es wieder einmal gelungen, ein erstklassiges Teilnehmerfeld zu gewinnen – allen voran die russische Equipe Katusha mit Titelverteidiger Alexander Kristoff aus Norwegen. Zeitfahrweltmeister Tony Martin wird für die belgische Mannschaft Etixx-Quick Step an den Start gehen. Für das Team „Bora-Argon 18“ starten die beiden deutschen Rennsportler Paul Voss und Dominik Nerz. Für das Team „Stölting Service Group“ fahren Fabian Wegmann und Sprintstar Gerald Ciolek. Ob auch der bei einem Unfall verletzte Lokalmatador und Paris-Roubaix-Gewinner 2015 John Degenkolb (Oberursel) dabei sein kann, stand bis zum Redaktionsschluss von LOUISe noch nicht fest. Die Elite wird zwischen 12.45 und 13.00 Uhr Bad Homburg passieren und – wie auch die anderen Gruppen – vor dem Kurhaus eine Sprintwertung absolvieren. Hier wird außerdem das komplette Rennen auf einem Großbild-

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schirm vom Hessischen Rundfunk live übertragen und zudem moderiert. Für Musik sorgt die Band „Voll daneben“, für das Catering die Bad Homburger Vereinswelt, für das Glück ein Gewinnspiel mit Verlosungen um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr und für weitere Unterhaltung eine Roadshow mit E-Bike-Parcours der Firma Fahrrad Denfeld. Neben der Elite werden Hunderte weiterer Radsportler vor dem Kurhaus erwartet, und zwar die Velotour 104 und 115 der „Jedermänner Škoda“ zwischen 10.00 und 11.00 Uhr, die U23 zwischen 12.15 und 12.30 Uhr sowie die Junioren der U19 zwischen 13.25 und 13.40 Uhr. Der Streckenverlauf in Bad Homburg: Von Ober-Eschbach über die Quirinstraße, die Frankfurter Landstraße, die Friesenstraße und die Kaiser-Friedrich-Promenade, über die Kisseleffstraße, die Louisenstraße, die Ritter-von-Marx-Brücke und den Hindenburgring bis zum Ortsausgang Urseler Straße.


Veranstaltungs-Überblick Mai 2016 Bitte heraustrennen und an die Pinnwand hängen!

Kurseelsorge

Pfarrerin Beatrice Fontanive evangelische Seelsorgerin Tel. 0160 - 84 55 683 ev.kurseelsorge.badhomburg@web.de Sr. Maria Gabriel Kessenich CJ Katholische Seelsorgerin Tel. 0162 - 432 50 68 Gabriel.kessenich@congregatiojesu.de

Kurkonzerte

Die Termine finden Sie auf Seite 20

Stadtführung

am 6., 7., 13., 14., 20., 21., 27. und 28. Mai, 15.00 Uhr Treffpunkt: Tourist Info + Service im Kurhaus Teilnahmegeb. 5,00 €, Kurgäste 3,00 €

Kurparkführung

am 7. und 17 Mai, 15.00 Uhr Treffpunkt: Kaiser-Wilhelms-Bad mit Besichtigung der Russischen Kirche Teilnahmegeb. 5,00 €, Kurgäste 3,00 €

Botanische Führung

am 3. Mai, 15.00 Uhr Treffpunkt: Tourist Info + Service im Kurhaus Führung durch den Kurpark (nur bei schöner Witterung) Teilnahme kostenlos

Prunk und Prominenz auf der Promenade

am Samstag, 21. Mai, 10.00 Uhr Treffpunkt: Kaiserin-FriedrichPromenade Nr. 7 Teilnahmegeb. 5,00 €, Kurgäste 3,00 € Begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur mit Ticket, erhältlich bei Tourist Info + Service im Kurhaus

Kino und Klassik im Kurtheater Siehe Rückseite!

Ausstellungen Horex Museum Horex-Rennmaschinen der Nachkriegszeit Mi. 10.00 -14.00 Uhr, Sa., So. 12.00 -18.00 Uhr. Landgrafenschloss Führungen: Di. bis So. 10.00-17.00 Uhr, letzte Führung 16.00 Uhr. Römerkastell Saalburg Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr. bis 26. Juni Museum Sinclair-Haus Darren Almond – Schatten und Licht. Fotografie und Film Di. 14.00-20.00 Uhr, Mi. bis Fr. 14.0019.00 Uhr, Sa., So. und Feiertage 10.0018.00 Uhr. bis 19. Juni Museum im Gotischen Haus Die Welt sehen Gemälde und Grafiken von Trude Hellbusch-Tomaschek Di. bis Sa. 14.00-17.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.00-18.00 Uhr bis 16. Mai Galerie Artlantis Lied vom Meer BuchSkulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries Fr. 15.00-18.00 Uhr, Sa. und So. 11.00-18.00 Uhr ab 21. Mai Kunstprojekt im Kleinen Tannenwald

bis 28. Mai Galerie Scheffel Laura Ford – Fight or Flight bis 8. Mai Galerie Kunst in der Zehntscheune Gesine Arps + Barbara Burck Mi. bis Fr. 14.00-18.00 Uhr, Sa., So. und Feiertage 12.00-17.00 Uhr 14. Mai bis 12. Juni Kulturzentrum Englische Kirche Ibrahim Alawad – Die Kunst überlebt immer … Di. bis Fr. 16.00-19.00 Uhr, Sa. und So. 14.00-18.00 Uhr bis 4. Juni StadtBibliothek Ägyptische Triptychen und Serien Brigitte Binzer-Zitouni – Malerei 1996-2016 Di., Do. und Fr. 11.00-18.00 Uhr, Mi. 15.00-18.00 Uhr, Sa. 11.00-14.00 Uhr bis 13. Mai Volkshochschule Björn Maute – Malerei und Linolschnitte Mo. bis Fr. 9.00-20.00 Uhr bis 18. Dezember Heimatmuseum Kirdorf Aus der Schatzkiste des Museums Mit Feder und Pinsel durch Bad Homburg So. und Mi. 15.00-17.00 Uhr bis 18. Dezember Gonzenheimer Museum im Kitzenhof Puppenwelten So. 15.00-17.00 Uhr (außer in den Schulferien)

Tel. 0 61 72 - 2 90 71

Individuelle Beratung. In persönlichen Gesprächen.

bis Sommer 2016 Oldtimer-Museum Central-Garage Mit dem Auto in die Kurstadt Zeitreise durch die Bad Homburger Autogeschichte Mi. bis So. 12.00-16.30 Uhr, feiertags geschlossen

Bestattungshaus Eckhardt Marc - André Zahradnik Neue Mauerstraße 10 61348 Bad Homburg

info@bestattungen-eckhardt.de

21. Mai bis 12. Juni Galerie Artlantis Vielschichtig und tiefgründig Christel Bars und Margot Hochberger Fr. 15.00-18.00 Uhr, Sa. und So. 11.00-18.00 Uhr

www.bestattungen-eckhardt.de


Veranstaltungs-Überblick Mai 2016

1 Sonntag

6 Freitag

11 Mittwoch

10.00 Uhr, Kurhausplatz Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt Event rund um dem Radsportklassiker

14.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Altertum für Ältere Führung für Senioren und Gehbehinderte

10.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Soldatenlager auf der Saalburg Mit der 4. Vindelikerkohorte und der Cohors Secunda Raetorum

7 Samstag

13.28 Uhr Stadtbus Nr. 11 ab Kurhausplatz Taunus-Wanderung Hirschgarten, Goldgrube, Restaurant Taunusblick (Kaffeepause) Wanderstrecke ca. 12 km Teilnahmegeb. 3,00 €, Kurgäste 1,00 €

11.15 Uhr, Museum Sinclair-Haus Monchegorsk und Norilsk: Versehrtheit von Mensch und Natur Bildgespräch

2 Montag 12.57 Uhr Buslinie Nr. 50 Kurhausplatz Taunus-Wanderung Sandplacken, Limesweg, SaalburgRestaurant (Kaffeepause) Wanderstrecke ca. 15 km Teilnahmegeb. 3,00 €, Kurgäste 1,00 € 19.30 Uhr, StadtBibliothek Film „Kehrtwende“ mit Dietmar Bär

3 Dienstag 19.30 Uhr , StadtBibliothek Kabarett „Beziehungsweise“ mit Kabarett Kabbaratz 20.00 Uhr, Kurtheater Klavierabend Leon Wenzel Forum für junge Künstler Kulturkreis Taunus-Rhein-Main

4 Mittwoch 15.30 Uhr , Jugendkulturtreff e-werk Bakari und der Wind Kindertheater, ab 5 Jahren 16.15 Uhr StadtBibliothek Ober-Erlenbach Bücher-Picknick

5 Donnerstag 8.00 Uhr , Landgrafenschloss Der frühe Vogel … Frühstücksführung 15.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Grenzgänge – Der Limes als Grenze und Ort des Austauschs Wanderung mit Holzesel und Weltrekordversuch

14.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Rund um die Saalburg Führung auf dem Rundweg 16.00 Uhr, Erlöserkirche Sergej Prokofjew: Peter und der Wolf Orgelkonzert mit Rezitation (Susanne Rohn, Otto Mayr), ab 5 Jahren

8 Sonntag 16.00 Uhr, Erlöserkirche Sergej Prokofjew: Peter und der Wolf Orgelkonzert mit Rezitation (Susanne Rohn, Otto Mayr), ab 5 Jahren 16.00 Uhr Kulturzentrum Englische Kirche Muttertag! Kinder- und Jugendabteilung der Volksbühne Bad Homburg 19.30 Uhr, Schlosskirche Himmel und Hölle Castle Concerts: Iveta Apkalna, Orgel

9 Montag 18.30 Uhr, Kurhaus Parkinson 78. Medizinischer Bürgerdialog

10 Dienstag 18.00 Uhr Homburger Sportgeschichte(n) – Schauplatz Kurpark Sporthistorischer Abendspaziergang mit Dr. Klaus-Dieter Metz Stadtarchiv im Gotischen Haus 19.30 Uhr, Kurhaus Bad Homburg von A-Z Lichtbildervortrag von Heidi Delle 20.00 Uhr, Bürgerhaus Kirdorf In den Cevennen Filmclub Taunus

16.00 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk Offene Kreativwerkstatt 19.00 Uhr Stadtarchiv im Gotischen Haus Hebräische Buchkultur in Homburg vor der Höhe Vortrag von Dr. Konstanze GrutschnigKieser und Maike Strobel M.A. in der Reihe „Aus dem Stadtarchiv“, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 19.00 Uhr, Museum Sinclair-Haus Künstlergespräch mit Darren Almond und Daniella Baumeister 19.30 Uhr, StadtBibliothek Nellja Veremej – Nach dem Sturm Lesung

12 Donnerstag 16.15 Uhr, StadtBibliothek Kinderkino Für alle Kinder im Grundschulalter 19.45 Uhr, Kurhaus Die souveräne Landgrafschaft Hessen-Homburg 1816-1866 – ein staatsrechtlicher Anachronismus? Vortrag von Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, Bad Homburg Verein für Geschichte und Landeskunde

13

Freitag

19.00 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk Jamsession 20.00 Uhr, Landgrafenschloss Mit dem Nachtwächter unterwegs

14 Samstag 9.30 Uhr, Werner-Reimers-Stiftung Rundwanderweg „Kurlandschaft“ Wanderung 11.30 Uhr, Schlosskirche Orgelmatinee


Veranstaltungs-Überblick Mai 2016

20.00 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk Mitternachtsspiel Die lange Nacht des Spiels

15

Sonntag

10.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Culinaria – Antike Esskultur Thementag, 11.00 Uhr Vortrag 16.00 Uhr, Schlosspark Kasperl und die verwunschene Prinzessin Kasperl-Kompanie (fällt bei schlechtem Wetter aus)

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Montag

10.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Culinaria – Antike Esskultur Thementag

19.00 Uhr, Kurhaus Entspannt zum Zahnarzt Vortrag von Dr. med. dent. Jutta Thomas Kneipp-Verein Bad Homburg

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Freitag

19.00 Uhr, Parkplatz Hirschgarten Blaue Stunde Wanderung mit Naturparkführerin Anke Mohr 20.00 Uhr, Kurtheater Ausverkauft! René Marik – Jemand ze Hage Comedy 20.00 Uhr, Villa Wertheimber Und die Töne bereiten sich ihm und werden geflügelt Konzert mit Holger Falk (Bariton) und Hilko Dumno (Klavier) Hölderlin-Gesellschaft Tübingen

15.00 Uhr, Landgrafenschloss Köche, Mägde und Kutscher – Das Schloss und seine Diener Führung für Kinder ab 7 Jahren 15.00 Uhr, Museum im Gotischen Haus Lesung bei der Maus Thema: Bauernhof für Kinder bis 5 Jahren 20.00 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk Live-Konzert

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sonntag

10.00 Uhr, Landgrafenschloss Internationaler Museumstag kostenlose stündliche Führungen 15.00 Uhr, Landgrafenschloss Erzählt mal … Führung für Kinder

20.00 Uhr Kulturzentrum Englische Kirche Schicksalsgemeinschaft „Orient“/Europa Konfliktursachen und Friedensperspektiven Lesung und Podiumsdiskussion Lions-Club Bad Homburg Kaiserin Friedrich

15.00 Uhr, Museum im Gotischen Haus Afternoon tea zu Elizas Geburtstag Vortrag von Gerta Walsh, Internationaler Museumstag

20.00 Uhr, Gedächtniskirche 2. Orgelnacht

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15.00 Uhr, Museum im Gotischen Haus Schneewittchen Mitspieltheater, ab 3 Jahren

20.15 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk Poetry Slam Dichterwettstreit mit Jean Ricon

15.00 Uhr, Landgrafenschloss Zeitreise im Schloss für Menschen mit Demenz

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11.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Deutscher Mühlentag Führung mit Vorführung der Göpelmühle, auch 13.00 und 15.00 Uhr 12.57 Uhr Buslinie Nr. 50 ab Kurhausplatz Taunus-Wanderung Rundwanderung zum SandplackenRestaurant (Kaffeepause) Wanderstrecke ca. 12 km Teilnahmegeb. 3,00 €, Kurgäste 1,00 €

Mittwoch

15.50 Uhr, Jugendkulturtreff e-werk König Drosselbart Kindertheater, ab 4 Jahren

19

Donnerstag

15.30 Uhr, Brunnenallee Siam Symphonic Band (bei Regen Kurtheater) 16.15 Uhr, StadtBibliothek Spaß unter der Palme für Kinder im Kindergartenalter 17.30 Uhr, Gotisches Haus Hölderlins Homburger Folioheft Vortrag von Prof. Michael Franz, Hölderlin-Gesellschaft Tübingen

Samstag

10.00 Uhr Treffpunkt Kaiser-FriedrichPromenade Nr. 7 Prunk und Prominenz auf der Promenade Führung 10.00 Uhr Louisenstraße 85 vor der Frankfurter Volksbank Flohmarkt Tierschutzverein Bad Homburg 14.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Führung mit der Puppe Claudius für Kinder im Vorschulalter und ihre Eltern

16.00 Uhr, Schlosspark Kasperl und die blaue Fee Kasperl-Kompanie (bei schlechtem Wetter im Louissaal) Dienstag

Mittwoch

13.38 Uhr Stadtbus Nr. 11 ab Kurhausplatz Taunus-Wanderung Hirschgarten, König-Wilhelms-Weg, Bleibeskopf, HirschgartenRestaurant (Kaffeepause) Wanderstrecke ca. 12 km Teilnahmegebühr 3,00 €, Kurgäste 1,00 € 16.00 Uhr Jugendkulturtreff e-werk Offene Kreativwerkstatt 19.30 Uhr, Schlosskirche HUSsiten – Jazzrevue Jazz-Festival „Swinging Castle“


Veranstaltungs-Überblick Mai 2016

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Donnerstag

13.00 Uhr Landgasthof Saalburg Route 66 – Open Air Spring Welcome Live-Konzert 16.00 Uhr, Schlosspark Kasperl und das Zauberbuch Kasperl-Kompanie (bei schlechtem Wetter im Louissaal)

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Samstag

10.00 Uhr, Café Eiding, Terrasse Frühschoppen mit Alexander Rodin & Friends Jazz-Festival „Swinging Castle“ 12.00 Uhr, Innenstadt 30. Bad Homburger Weinfest 15.00 Uhr, Landgrafenschloss Eine Begegnung mit Prinzessin Elizabeth Spiel im Schloss

19.30 Uhr, Schlosskirche Simon Holliday & His Rhythm – A Tribute to ‚Fats‘ Waller Jazz-Festival „Swinging Castle“

19.30 Uhr, Schlosskirche Engelbert Wrobels Hot Jazz 4 Jazz-Festival „Swinging Castle“

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20.00 Uhr, Kurtheater Femme Schmidt + FEE W-Festival

Freitag

15.00 Uhr, Innenstadt 30. Bad Homburger Weinfest 18.00 Uhr, Römerkastell Saalburg Kulinarische Führung am Abend 19.30 Uhr, Schlosskirche Barrelhouse Jazzband mit Reimer von Essen Jazz-Festival „Swinging Castle“ 19.30 Uhr, Erlöserkirche Lass mich los! Weltliches Chorkonzert A cappella 20.00 Uhr, Speicher Bad Homburg Elena W-Festival

Gourmet-Spezialisten

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Sonntag

8.00 Uhr Hof des Landgrafenschlosses Flohmarkt 11.00 Uhr, Schlosskirche Ahmed El-Salamouny – brasilianische Gitarre Jazz-Festival „Swinging Castle“ 12.00 Uhr, Innenstadt 30. Bad Homburger Weinfest ab 13.00 Uhr verkaufsoffener Sonntag 12.00 Uhr Ausverkauft! François-Blanc-Spielbank Sebastian Koch liest aus Dostojewski „Der Spieler“ Sonderveranstaltung des Poesie& Literaturfestivals zum 175. Geburtstag der Spielbank 16.00 Uhr, Schlosspark Kasperl und der Medaillendieb Kasperl-Kompanie (bei schlechtem Wetter im Louissaal)

Änderungen vorbehalten. Alle Termine sind auch im Internet abzufragen unter www.bad-homburg.de www.bad-homburg-tourismus.de Kartenvorverkauf: Tourist Info + Service im Kurhaus Louisenstraße 58 61348 Bad Homburg v. d. Höhe Tel. 06172 / 178 - 3710 bis - 3713 Fax 06172 / 178 - 3719 tourist-info-kurhaus@ kuk.bad-homburg.de Öffnungszeiten: Montag–Freitag 10.00–18.00 Uhr Samstag 10.00–14.00 Uhr

Kino und Klassik im Kurtheater Donnerstag, 5. Mai, 17.00 Uhr Eddie the Eagle – Alles ist möglich Sonntag, 8. Mai, 14.00 Uhr Zoomania 17.00 Uhr, Einlass 15.30 Uhr Ein gutes Jahr Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr My big fat Greek Wedding 2 Freitag, 13. Mai, 19.30 Uhr Spiel mir das Lied vom Tod Sonntag, 22. Mai, 17.00 Uhr Ich bin dann mal weg Mittwoch, 25. Mai, 19.30 Uhr Les Misérables Donnerstag, 26. Mai, 14.00 Uhr Rico, Oscar und der Diebstahlstein 17.00 Uhr Ein Mann namens Ove

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M i t t e n i n B a d H o mb u r g

Donnerstag, 5. Mai, 15.00 Uhr Treffpunkt Römerkastell Saalburg

Freitag, 27. Mai, bis Sonntag, 29. Mai Innenstadt

Grenzgänge – Der Limes als Grenze und Ort des Austauschs

30. Bad Homburger Weinfest

Wanderung mit Holzesel und Weltrekordversuch

Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Transit“ veranstalten die Kulturregion FrankfurtRheinMain und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain eine mehrteilige Limes-Wanderung besonderer Art. An Himmelfahrt von 16.00 bis 18.00 Uhr geht es auf die erste Etappe. Der Limes wird heute in seiner historischen Funktion nicht nur als Grenze zwischen dem römischen Reich und den germanischen Stammesgebieten gesehen, sondern auch als Ort des Austauschs und der Begegnung zwischen den verschiedenen Kultur- und Wirtschaftsräumen. Die Theatergruppe Mobile Alba-nia wandert über drei Monate ganz langsam mit einem rollenden Holzesel den Limes entlang. Zwischen damals und heute, im Transitraum zwischen Autobahn und Dorf, zwischen Flughafen und Weiler, auf Straßen, in Dörfern, Städten und auf Hinterhöfen erforscht sie, welche Perspektiven auf Grenzen und Transit sich zwischen den Zeiten an der alten Grenzlinie wiederfinden lassen. In der Langsamkeit des Eselswegs sucht die Truppe die Begegnung mit Bewohnern und Passanten: Wie kommen wir zusammen in einer hypermobilen Gesellschaft? Welche Grenzen sind noch von Bedeutung? Was trennt uns? Welche Vorstellungen von Grenzen haben wir? Wer darf sich bewegen, wer nicht? Was bringt uns in Bewegung? Alle sind eingeladen, sich auf einer spielerischen, gemeinsamen Wanderung mit diesen Fragen zu beschäftigen und die Gruppe mit dem Holzesel ein Stück am Limes entlang zu begleiten. Die Tour verläuft in vier Etappen, die Museen entlang der Limeslinie sind Treffpunkte für Mitreisende. Im Dialog mit den historischen Grenzlinien entsteht über den Sommer ein vielstimmiges Mosaik, das abschließend im November und Dezember als Hörspiel an die einzelnen Museen zurückkehrt. Eröffnet wird die Wanderung auf der Saalburg mit einem Weltrekordversuch, bei dem alle mit um die Wette rufen können. Mit der weltweit längsten Rufkette wird – ganz analog – über den Limes ein Telefonanruf in den Geburtsort des Telefons, Friedrichsdorf, unternommen.

mit verkaufsoffenem Sonntag

Es ist ein Jubiläum der Feinschmecker. Zum 30. Mal gastieren Winzer und Gastronomen aus ganz Deutschland in Bad Homburg und offerieren ihre erlesene Auswahl zum Probieren und Genießen. Das Fest der Aktionsgemeinschaft bietet an rund 60 Ständen sowie im Weindorf in den Louisen-Arkaden alles, was das Herz des Weinkenners höher schlagen lässt: ein sowohl qualitativ als auch quantitativ exquisites Sortiment an Weinen aus mehr als zwölf Regionen, ferner Sekte und andere Getränke sowie die dazu passenden kulinarischen Köstlichkeiten. Obendrein stehen Weinmajestäten der verschiedenen Anbaugebiete für Fragen und Hilfestellungen Rede und Antwort. Sie fahren natürlich auch bei dem traditionellen Cabrio-Corso mit. Mehrere Bands und Musiker sorgen auf insgesamt fünf Bühnen für ein spritziges Rahmenprogramm. Auch die Kinder werden sich nicht langweilen und vor der Taunus-Sparkasse bei Theateraufführungen, VerkleideSpiele und Kinderschminken ihren Spaß haben. Auf der Bühne am Kurhausplatz wird das Fest am Freitag um 17.30 Uhr offiziell eröffnet. Die Stände öffnen bereits um 15.00 Uhr. Um 18.00 Uhr findet das erste der drei Weingewinnspiele statt – zum 30. Geburtstag wieder einmal in Form des früher so beliebten Spaßes „Aufwiegen in Wein“: Der Gewinner sitzt auf einer großen Waage und erhält so viel Wein, wie er selbst wiegt. Bei den beiden Gewinnspielen am Samstag und Sonntag, ebenfalls um 18.00 Uhr, wird der Wein dann wieder kistenweise verlost. Beginn des Weinfestes am Samstag und Sonntag ist um 12.00 Uhr. Zum verkaufsoffenen Sonntag haben die Geschäfte von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und bieten eine gute Gelegenheit zum Flanieren Niklas Schirra und Kaufen.

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M i t t e n i n B a d H o mb u r g

© Museum im Gotischen Haus

Hölderlin – in Wort, Bild und Musik Der Dichter Friedrich Hölderlin, der insgesamt fast vier Jahre in Homburg vor der Höhe lebte, steht wieder einmal im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens in der Stadt. Am 12. Juni wird, wie alljährlich, der Hölderlin-Literaturpreis verliehen und vom 19. bis 22. Mai veranstaltet die Tübinger Hölderlin-Gesellschaft nach langer Pause ihre Jahrestagung wieder einmal in Bad Homburg. Interessierte können sich gern für eine Teilnahme anmelden – E-Mail: www.hoelderlin-gesellschaft.de oder telefonisch über 07071-254245 oder 07071-22040. Aber die Gesellschaft lädt auch zu zwei öffentlichen Veranstaltungen ein, zu einem Vortrag und einem Konzert. Das Städtische historische Museum präsentiert darüber hinaus aus diesen Anlässen im Gotischen Haus ein kleine, aber feine Sonderausstellung mit Objekten aus seiner Hölderlin-Sammlung. Und in der Taunus-Sparkasse wird als besondere Attraktion sogar eine Original-Handschrift von Friedrich Hölderlin gezeigt (nicht abgebildet).

Hölderlin-Porträt von Louis Jacobi nach Franz Karl Hiemer.

Donnerstag, 19. Mai, 17.30 Uhr Gotisches Haus, Tannenwaldweg 102

Hölderlins Homburger Folioheft

Vortrag von Prof. Michael Franz, Hölderlin-Gesellschaft Tübingen Das „Homburger Folioheft“! In ihm sind die wichtigsten späten Texte Hölderlins zusammengefasst. Die wertvollen, in Millionenhöhe geschätzten Papiere befinden sich im Besitz der Stadt Bad Homburg und werden aus konservatorischen Gründen im Stuttgarter Hölderlin-Archiv aufbewahrt. Das Folioheft ist das Hauptthema der Jahrestagung 2016 der Hölderlin-Gesellschaft, die eine der größten literarischen Gesellschaften weltweit ist. Der Dichter hat die Zusammenstellung der Texte wohl selbst so beabsichtigt. Auf jeden Fall wird sie bis heute immer wieder neu interpretiert und verstanden. Darüber berichtet Prof. Michael Franz, Vizepräsident der Hölderlin-Gesellschaft, in seinem Vortrag.

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Hölderlin-Originalhandschrift aus Homburger Folioheft


© Museum im Gotischen Haus

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13. Mai bis 12. Juni Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

Bad Homburger Hölderlin-Rezeption

Ausstellung Bildnis aus dem Besitz von Isaac von Sinclair.

Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50

Und die Töne bereiten sich ihm und werden geflügelt Holger Falk (Bariton) und Hilko Dumno (Klavier)

Das geistige und körperliche Unterwegssein ist mit dem Künstler-Dasein geradezu untrennbar verbunden. Friedrich Hölderlin wanderte von Homburg aus regelmäßig nach Frankfurt zur geliebten „Diotima“ Suzette Gontard. Unter dem Motto „und die Töne bereiten sich ihm und werden geflügelt“ interpretieren der Bariton Holger Falk und der Pianist Hilko Dumno Lyrik-Vertonungen aus zwei Jahrhunderten. Das Konzert findet in Kooperation mit dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der KulturRegion FrankfurtRheinMain unter dem Schwerpunktthema „Transit bewegt Rhein-Main“ statt. Eintritt frei.

In der kleinen Ausstellung wird nach mehreren Jahren wieder das schöne und bekannte Porträt Hölderlins gezeigt, eine Kopie von Louis Jacobi (1836–1910) nach dem Hölderlin-Porträt von Franz Karl Hiemer (1768–1822) aus dem Jahr 1792. Auch Ölporträts von Sinclair, dem Hölderlin-Freund, und Hamel, dem Hölderlin-Sammler, sind zu sehen. Zu den interessantesten Stücken der Schau gehören Silhouetten, die aus dem Besitz Isaac von Sinclairs stammen sollen – darunter ein Hölderlin-Bildnis und ein Bildnis von Alexander Adam von Sinclair. Die Echtheit ist jedoch fraglich und die Besucher des Hölderlin-Kabinettes können ihr Expertenwissen testen: Ist er´s oder ist er´s nicht? Darüber hinaus gibt es neben alten Buchausgaben Hölderlins auch neue Künstlerbücher, neben alten Grafiken und Silhouetten auch moderne Künstlergrafiken und -gemälde. Zu den wichtigsten modernen Werken gehören drei Radierungen von Alfred Hrdlicka (1928–2009): Es ist der Zyklus „Hölderlin, Wahnsinn I – III, 1971–1972“. Alte Gläser mit dem Bad Homburger Hölderlin-Denkmal, historische Plaketten und eine moderne Büste des Dichters ergänzen die Schau. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr.

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Young louISe

Samstag, 7. Mai, und Sonntag, 8. Mai, 16.00 Uhr Erlöserkirche, Dorotheenstraße

sergej Prokofjew:

© otto Mayr

Peter und der Wolf orgelkonzert für Kinder ab 5 Jahren Mit otto Mayr, Rezitation, und susanne Rohn, orgel Susanne Rohn, Organistin und Kantorin der Erlöserkirche, und Otto Mayr, Schauspieler und Kasperl-Vater, treten wieder zusammen auf der Orgelempore der Erlöserkirche auf. Diesmal geht es nicht um gestohlene Orgelpfeifen, die der Kasperl 2013 und 2014 suchen musste, sondern um die bekannte Geschichte von Peter und dem Wolf, für die Otto Mayr in ein Wolfskostüm schlüpft: Früh am Morgen geht Peter durch die Gartenpforte auf die große Wiese. Dort beobachtet er den kleinen Vogel und die Ente und die Katze. Großvater kommt aus dem Haus und schimpft, weil Peter die Gartenpforte offen gelassen hat. „Das ist gefährlich. Wenn nun der Wolf aus

dem Wald kommt, was dann?“ Da kommt tatsächlich der Wolf. Doch Peter hat gar keine Angst. Er klettert mit einem Seil auf den Baum und fängt mit Hilfe des kleinen Vogels den Wolf. Peter und der Wolf ist aber auch ein musikalisches Märchen. Susanne Rohn lässt das Orchesterstück von Sergej Prokofjew in der von Heinrich Grimm (Bad Bergzabern) für die Orgel eingerichteten Fassung erklingen. Die „Königin der Instrumente“ kann ebenfalls einen Reichtum an Klangfarben hervorbringen und Prokofjews Idee, bei der musikalischen Begleitung des Märchentextes auch die einzelnen Orchesterinstrumente vorzustellen, auf neue, spannende Weise umsetzen. Eintritt: 8,00 € Erwachsene, 6,00 € Kinder.

Mittwoch, 4. Mai, 15.30 Uhr Jugendkulturtreff e-werk, Wallstraße 24

Bakari und der Wind

Erzähl-, Figuren- und schattentheater, ab 5 Jahren

Bakari, ein neugieriger kleiner Junge, wohnt in einem armen Dorf in Westafrika. Seine Eltern besitzen nicht genug Geld, damit er weiter die Schule besuchen kann. Also fängt Bakari an, ein Windrad zu bauen. Dafür benutzt er alles, was er so finden kann: Metallschrott, alte Fahrradrahmen und was die Leute sonst nicht mehr brauchen können. Und so baut er Dinge, die dem gesamten Dorf helfen. Das Stück macht deutlich, dass man auch mit wenig eine Menge bewirken kann und dass jeder die Welt ein kleines Stückchen verändern kann. Eintritt: 3,00 €, Kartenverkauf ab 15.00 uhr.

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© Otto Mayr

Y o u n g L o u is e

Der Kasperl im Schlosspark Jedes Frühjahr ist der Kasperl unterwegs in Bad Homburg. Mal fand man ihn in der Landgräflichen Gartenlandschaft oder im Kurpark, mal bei den Feuerwehren oder auf Bauernhöfen. In diesem Jahr taucht er im Schlosspark auf. Wo genau dort, das müssen die Kinder selbst herausfinden, denn sie sollen ja nicht nur Kasperls Abenteuer erleben, sondern auch den Schlosspark kennenlernen. Wenn’s regnet, zieht der Kasperl allerdings in den Louissaal des Schlosses um. Die Aufführungen der Kasperl-Kompanie Bad Homburg, die von der Stadt und der Schlösserverwaltung veranstaltet werden, beginnen um 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Sonntag, 15. Mai

Kasperl und die verwunschene Prinzessin. Der böse Zauberer Bartholomäus Zaubermeier hat die Prinzessin in einen Stein verwandelt. Ihre Erlösung naht in Person des Kasperls. (Bei Regen muss diese Veranstaltung ausfallen, da der Louissaal anderweitig besetzt ist.) Sonntag, 22. Mai

Kasperl und die blaue Fee. Die Hexe Wackelzahn verzaubert Kasperl in einen Drachen. So hat kann er aber den Bösewichtern Hexe, Räuber und Zauberer einen gehörigen Schrecken, was er mit Hilfe der Kinder auch ordentlich tut. Die gute Fee Amanda Blue hilft ihm am Ende, wieder ein Kasperl zu werden. Donnerstag, 26. Mai

Kasperl und das Zauberbuch. Kasperl und sein Freund Seppel haben das Zauberbuch von Bartholomäus gefunden. Der beauftragt den Räuber Klaumichel, es ihm zurückzubringen. Ob das klappt? Wer trägt den Sieg davon? Sonntag, 29. Mai

Kasperl und der Medaillendieb. Für den Sieger des olympischen Wettlaufs hat der König eine wertvolle Medaille in seiner Schatzkammer liegen. Räuber Klaumichel will das Gold mit unsportlichen Mitteln erringen. Kasperl und Seppel überlisten ihn.

Montag, 16. Mai, 15.00 Uhr Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

Schneewittchen

Mitspieltheater, ab 3 Jahren

Das Mitspieltheater ist eine besondere Form des Theaterspielens, bei dem ein erfahrener Schauspieler ein Märchen erzählt und dabei in die verschiedenen Märchencharaktere und Rollen schlüpft. Die Kinder erleben die große Kunst des Schauspielens hautnah mit, nämlich den Rollenwechsel, den der Spieler vor ihren Augen auf der Bühne vollzieht. Dabei dürfen sie dem Märchen nicht nur gespannt zuhören, sondern aktiv mitwirken. Sie können ihre Gedanken und Ideen dem Spieler auf der Bühne zurufen, der diese Impulse spontan in die Geschichte integriert. Außerdem können sie an vielen Stellen selbst auf der Bühne mitspielen! So entsteht ein interaktives und lebendiges Theaterspiel. Eintritt: Kinder 6,00 €, Erwachsene 9,00 €. Anmeldungen unter museum@bad-homburg.de.

Für kleine Leseratten Donnerstags um 16.15 Uhr in der StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24 12. Mai

Kinderkino – Grundschulalter

19. Mai

Spaß unter der Palme – Kindergartenalter Mittwoch, 4. Mai, 16.15 Uhr

Bücher-Picknick

auf dem Spielplatz neben der Zweigstelle der StadtBibliothek in Ober-Erlenbach, Am AltenRathaus 5 Eintritt frei. Louise 5 / 2016 |

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Y o u n g L o u is e

Mittwoch, 18. Mai, 15.30 Uhr Jugendkulturtreff e-werk, Wallstraße 24

Samstag, 21. Mai, 15.00 Uhr Landgrafenschloss

König Drosselbart

Köche, Mägde und Kutscher – Das Schloss und seine Diener

erzählt von zwei Prinzessinnen, ab 4 Jahren

Führung für Kinder ab 7 Jahren

Im Landgrafenschloss gab es ganz schön viel zu tun. Wer kochte für die Landgrafen, ihre Familien und Gäste? Wer kümmerte sich um die Kinder, die Pferde und den Garten? Wohnten all die Diener auch im Schloss? Eine Spurensuche im Schloss und auf dem Schlossgelände. Kosten: Kinder 5,50 €, Erwachsene 7,00 €. Anmeldung unter Tel. 06172-9262 122 oder museumspaedagogik@schloesser.hessen.de.

Zwei große Prinzessinnen erinnern sich: Da war doch noch eine dritte! Eine richtige Prinzessin, mit Schloss, König und Hochmut. Eine, die nicht erwachsen werden will. Oder vielleicht nicht richtig erwachsen werden kann? Der Vater, der sie liebt, will das Beste für sie: die Heirat. Die Prinzessin aber macht sich über alle Bewerber lustig, besonders über einen König, dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen ist – ein „Drosselbart“ eben. Tja, manchmal muss das Schicksal seltsame Umwege nehmen, bis eine Prinzessin Demut und Fürsorge lernt. Und vor allem lernt zu lieben. So wie eine richtige, große Prinzessin: eine Königin! Eintritt: 3,00 €, Kartenverkauf ab 15.00 Uhr.

Samstag, 21. Mai, 15.00 Uhr Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

Lesung bei der Maus

für Kinder bis 5 Jahre

Jutta Seidenfaden liest im Museum eine Geschichte vor. Sie sucht dazu Objekte aus der Museumssammlung aus, die den Kleinsten ausführlich erklärt werden. So erleben auch die jüngsten Besucher, dass es uralte Dinge gibt, die noch heute spannend sein können. Und zur Erinnerung gibt es immer eine kleine Überraschung! Das Thema: Bauernhof. Eintritt frei, Anmeldungen erbeten: Tel. 06172-37618 E-Mail: museum@bad-homburg.de.

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Sonntag, 22. Mai, 10.00 bis 17.00 Uhr Landgrafenschloss

Internationaler Museumstag Die stündlichen Schlossführungen sind an diesem Tag kostenlos, auch das Offene Atelier von 14.00 bis 17.00 Uhr ist frei. Für die Kinderführung „Erzählt mal …“ um 15.00 müssen Kinder 5,50 € und Erwachsene 7,00 € entrichten. Auch werden hierfür Anmeldungen unter Tel. 06172-9262 122 oder museumspaedagogik@schloesser.hessen.de erbeten. Bei einem Streifzug durch das Schloss mit seinen vielen Gemälden denken sich die Kinder Geschichten zu den Bildern aus. Wer gehörte zu wem, sind die Menschen, die gezeigt werden und im Schloss lebten, alt oder jung, was haben sie gemacht und hatten sie Kinder?


Young louISe

Freitag, 13. Mai, 19.00 Uhr

spiel und spaß mit dem spielmobil

Jam session – open age

Montag bis Freitag 14.30 bis 18.30 uhr Das Spielmobil geht ab Mai wieder auf Tour. Es steht bis zum Herbst an verschiedenen öffentlichen Plätzen und bietet kostenlose Aktivitäten und Spielgeräte für Kinder an. Beim Spielmobil können diverse Spielzeuge wie Trampoline, Fahrzeuge oder ein Tischkicker frei genutzt werden. Gegen ein kleines Pfand (idealerweise etwas, das dem Kind gehört) können Wurf- und Fangspiele, Bälle und viele weitere Geräte zur sportlichen Betätigung entliehen werden. Außerdem stehen Gesellschaftsspiele und Bastelmaterial zur Verfügung. Zusätzlichen Spaß bringen täglich wechselnde Angebote, z.B. Hindernisparcours, Fußballturniere, Arbeit mit Modelliermasse, Speckstein oder Serviettentechnik. Natürlich wird an besonders schönen Tagen auch wieder die Rollenbahn aufgebaut. Bei Regen und an Feiertagen bleibt das Spielmobil leider geschlossen. 2. bis 20. Mai: Berliner siedlung, Bommersheimer Weg

spielen – improvisieren – zuhören Eintritt frei.

Samstag, 14. Mai, 20.00 Uhr

Mitternachtsspiel Die lange Nacht des spiels Eintritt frei.

Freitag, 20. Mai, 19.30 Uhr

Poetry slam

Dichterwettstreit mit Jean Ricon

23. Mai bis 10. Juni: ober-Eschbach, städt. Kindergarten Eschbachtal

Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 5,00 €.

13. Juni bis 1. Juli: Kirdorf, Hofheimer straße 4. bis 22. Juli: innenstadt, Kurhausgarten

Samstag, 21. Mai, 20.00 Uhr

25. Juli bis 12. August: Berliner siedlung, Bommersheimer Weg

Live-Konzert

15. August bis 2. September: ober-Eschbach, städt. Kindergarten Eschbachtal

Eintritt: 5,00, ermäßigt 3,00 €.

5. bis 23. September: Kirdorf, Hofheimer straße (Änderungen vorbehalten) www.bad-homburg.de/spielmobil

Jugendkulturtreff e-werk Wallstraße 24 Bad Homburg v.d. Höhe info@e-werk-hg.de Tel. 06172 - 253420 www.e-werk-hg.de www.kulturtreff.info www.kulturtreff-ewerk.de

© stadt Bad Homburg

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KIno und KlaSSIK Im Kurtheater

Donnerstag, 5. Mai, 17.00 Uhr

Eddie the Eagle – Alles ist möglichRegie: Dexter Fletcher Mit: Taron Egerton, Hugh Jackman, Christopher Walken

Es gibt Kino-Geschichten, die sind so unglaublich, dass sie einfach wahr sein müssen. Und selbst unter diesen Kuriositäten des Lebens ist die Geschichte des Skispringers Michael „Eddie“ Edwards, der es gegen alle Widerstände zu den Olympischen Spielen schaffte, etwas Besonderes. Eintritt: 9,00 €.

Sonntag, 8. Mai, 14.00 Uhr

zoomania Regie: Byron Howard, Rich Moore Mit: Josefine Preuß, Rüdiger Hoffmann, Frederick Lau

Schon seit Kindheitstagen hat die kleine Judy Hopps einen großen Traum. Die Häsin aus dem beschaulichen Karottenbauern-Örtchen Nageria möchte die erste Hasen-Polizistin in der Hauptstadt Zoomania werden. Eintritt: 6,00 € (Kinderkino).

Sonntag, 8. Mai, 17.00 Uhr, Einlass 15.30 Uhr

Ein gutes Jahr Kino et Vino – Film- und Weingenuss Regie: Ridley Scott Mit: Russell Crowe, Albert Finney, Marion Cotillard

Eine besondere Kinovorstellung in Zusammenarbeit mit der Weinhandlung C&C Fine Wine: Vor dem Film probieren die Besucher drei exzellente Weine (0,1l), während leichte Jazz-Musik einstimmt. Nach einem kleinen Snack geht es auf eine Reise in die malerische Provence: Basierend auf dem gleichnamigen Roman des britischen Schriftstellers Peter Mayle verzaubert auf der Leinwand eine wunderbar romantische Geschichte. Mit viel Liebe zum Original setzt Ridley Scott, selbst passionierter Hobbywinzer, die südfranzösische Lebensart in Bilder und Musik. Eintritt: 18,00 €.

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KIno und KlaSSIK Im Kurtheater

Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr

My big fat Greek Wedding 2 Regie: Kirk Jones (II) Mit: Nia Vardalo, John Corbett, Lainie Kazan

Einige Jahre sind seit der der chaotischen, multikulturellen Vermählung von Toula und Ian Miller vergangen, die beiden immer noch ein Paar. Doch im weiteren Familienkreise droht mal wieder Stress, als sich herausstellt, dass Toulas Eltern, Maria und Gus Portokalos, formal gar nicht verheiratet sind. Der Priester vergaß einst, die Urkunde zu unterzeichnen! Also steht eine neue Hochzeit mit der ganzen Familie bevor. Eintritt: 9,00 €.

Sonntag, 22. Mai, 17.00 Uhr

ich bin dann mal weg Freitag, 13. Mai, 19.30 Uhr

spiel mir das Lied vom Tod Regie: Sergio Leone Mit: Charles Bronson, Henry Fonda, Claudia Cardinale

Brillant schon die Eröffnungssequenz des berühmtesten und wohl auch besten Western der Filmgeschichte, bei der drei Männer am Bahnhof auf den einfahrenden Zug warten. Niemand scheint ausgestiegen zu sein, doch als der Zug wegfährt, steht dort Charles Bronson. Sergio Leone hat sich mit seinem Meisterwerk ein Denkmal gesetzt, ebenso Ennio Morricone der den vielleicht bekanntesten Soundtrack komponiert hat, der je geschrieben wurde. Eintritt: 8,00 €.

Regie: Julia von Heinz Mit: Devid Striesow, Martina Gedeck, Karoline Schuch

Nach einem Zusammenbruch will der gestresste Entertainer Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg pilgern. Er lernt zwei andere Pilgerinnen kennen, die zurückhaltende Stella und die forsche englische Journalistin Lena. Der steinige, steile Weg ist für den Sportmuffel Hape beschwerlich, die überfüllten, engen Pilgerherbergen sagen ihm nicht zu. Er will abbrechen, doch Lena, Stella und der südamerikanische Lebenskünstler Americo bringen ihn wieder auf Kurs. Eintritt: 8,00 € (seniorenkino).

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KIno und KlaSSIK Im Kurtheater

Mittwoch 25. Mai, 19.30 Uhr, Einlass 18.30 Uhr

Les Misérables Klassik im Kino, mit Sektempfang Regie: Tom Hooper Mit: Hugh Jackman, Russell Crowe, Anne Hathaway

Victor Hugos monumentaler Roman „Die Elenden“ („Les Misérables“) von 1862 gilt als eines der berühmtesten Bücher in französischer Sprache. Aber vor allem im angloamerikanischen Raum ist die Geschichte um den Ex-Sträfling Jean Valjean längst in der Musical-Version bekannter, die 1985 ihre Premiere feierte. Oscar-Preisträger Tom Hoopers Musical-Verfilmung sorgt durch die hervorragenden Darsteller- und Gesangsleistungen für einige beeindruckende Höhepunkte, besticht darüber hinaus aber auch durch opulente Bilder und die perfekte Ausstattung der Sets.

Donnerstag, 26. Mai, 14.00 Uhr

Donnerstag, 26. Mai, 17.00

Rico, oscar und Ein Mann der Diebstahlstein namens ove Regie: Neele Leana Vollmar Mit: Rainer Reiners, Anton Petzold, Juri Winkler

Regie: Hannes Holm Mit: Ralf Låssgard, Bahar Pars, Filip Berg

Der tiefbegabte Rico und sein neunmalkluger kleiner Kumpel Oskar sind zurück – und mit ihnen auch Regisseurin Neele Leana Vollmar, die vor zwei Jahren mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ einen der besten Kino-Kinderkrimis überhaupt abgeliefert hatte. In ihrem neuen Kinoabenteuer müssen die zwei ungleichen Freunde Berlin verlassen, um an der Ostsee das Rätsel eines verschwundenen Kiesels zu lösen.

Ove ist seit dem Tod seiner Frau verbittert und hat keine Freude mehr am Leben. Als seine neuen Nachbarn mit dem Auto in seinen Briefkasten brettern, bringt das den Griesgram zunächst mächtig auf die Palme. Doch im Nachhinein entpuppt es sich als wahrer Glücksfall, denn nach und nach entdeckt der Witwer, der hinter der rauen Schale einen samtweichen Kern verbirgt, dass es direkt um ihn herum immer noch Dinge gibt, für die es sich zu leben lohnt.

Eintritt: 6,00 € (Kinderkino).

Eintritt: 9,00 €.

Texte in gekürzter Form aus Filmkritiken www.filmstarts.de.

Eintritt: 12,00 €.

Wichtig:

Garderobenpflicht im Kurtheater! Louise 5 / 2016 |

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Di e s u n d d a s

Der Magistrat der Stadt Bad Homburg, die Kommunale Frauenbeauftragte und das AWO-Frauenhaus Bad Homburg laden in Kooperation mit den Bad Homburger Frauennetzwerken zu zwei Veranstaltung in die StadtBibliothek, Dorotheenstraße 24, ein.

Dienstag, 10. Mai, 18.00 Uhr Stadtarchiv im Gotischen Haus

Homburger Sportgeschichte(n) – Schauplatz Kurpark

Sporthistorischer Abendspaziergang mit Dr. Klaus-Dieter Metz

© Stadtarchiv Bad Homburg

Europäisches Jahr gegen Gewalt an Frauen

Montag, 2. Mai, 19.30 Uhr

Film „Kehrtwende“ Das deutsche Fernsehdrama „Kehrtwende“ thematisiert die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf den Alltag einer vierköpfigen Familie. Dietmar Bär verkörpert den Lehrer Thomas Schäfer, der sowohl gegenüber seiner Frau als auch seinen Kinder gewalttätig ist. Im Anschluss Gespräch mit den Anwesenden. Eintritt frei. Dienstag, 3. Mai, 19.30 Uhr

Kabarett „Beziehungsweise“ Ab einem gewissen Alter wissen Frauen eher als Männer, dass sie sich nicht verstehen können. Sie versuchen diese Einsicht zu verbergen, indem sie miteinander reden, und packen die eine oder andere Beziehungskiste aus. Astrid Kehl, Leiterin des AWO-Frauenhauses Bad Homburg, gibt eine thematische Einführung in die Vorstellung des Kabaretts Kabbaratz.

Können Kur und Sport überhaupt miteinander auskommen? Ruhe, Erholung, Heilung auf der einen Seite – Anstrengung, Leistung, Wettbewerb auf der anderen? Doch es waren Kurgäste, die zuerst den Sport nach Homburg mitbrachten. Nach und nach fanden Tennis, Golf, Krocket, Radfahren, Turnen, Reiten und Laufen im Kurpark ihren Platz, sogar Automobilsport und Boxen hielten Einzug, und sie alle lockten nicht selten ihre Stars nach Homburg. Manche Ereignisse waren bald wieder vergessen, einige blieben bis heute in der Erinnerung wach. Ein historischer Kurpark-Spaziergang lässt vieles wieder aufleben. Dabei geht es weniger um Wettkämpfe, Ergebnisse und Sieger, sondern eher um das Zusammensein von Park und Sport in einem Kur- und Heilbad. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer jedoch begrenzt. Daher ist eine Anmeldung beim Stadtarchiv erforderlich: Tel. 06172 -37882, E-Mail: stadtarchiv@bad-homburg.de. Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben.

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Di e s u n d d a s

© Stadtarchiv Bad Homburg

Dienstag, 10. Mai, 20.00 Uhr Bürgerhaus Kirdorf, Stedter Weg 40

In den Cevennen

Durch die Tarnschluchten auf der Suche nach Bastiden

Videofilm von Elfriede und HansJoachim Urban, Filmclub Taunus

Die Cevennen, ein wildes Mittelgebirge südöstlich des französischen Zentralmassivs, waren während der Religionskämpfe ein Zufluchtsort der Hugenotten. Zwischen den bis zu 1700 Meter hohen Gebirgskämmen winden sich abenteuerliche Schluchten. So bildet der Tarn den in Europa fast , über 50 Kilometer langen Canyon mit 450 bis 600 Meter hohen Steilwänden. Originalgetreu erhaltene Steindörfer aus dem 9. Jahrhundert sind bewohnt, Bastiden aus den kriegerischen Zeiten zwischen 1100 und 1300 strahlen beschauliche Ruhe aus. Ein kontrastreiches Erkundungsprogramm führt von der in Europa einmaligen Tropfsteinhöhle Aven Armand mit 30 Meter hohen Stalagmiten zur längsten Schrägseilbrücke der Welt in Millau, in das kleine, für seinen Blauschimmelkäse bekannte Städtchen Roquefort und zu mächtigen Wehrkirchen, z. B. in Albi, der Stadt, in der der Maler Henri de ToulouseLautrec geboren wurde. Eintritt frei.

Mittwoch, 11. Mai, 19.00 Uhr Stadtarchiv im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

Ich war noch niemals in New York | 16.12.-07.01. Alte Oper Frankfurt

Hebräische Buchkultur in Homburg vor der Höhe Vortrag von Dr. Konstanze GrutschnigKieser und Maike Strobel in der Reihe Aus dem Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für ChristlichJüdische Zusammenarbeit Hochtaunus

„Gedruckt zu Homburg v.d.H“ – es sind nicht nur deutsche, sondern auch jiddische und hebräische Schriften, die in Homburg publiziert wurden. Inzwischen konnten im Gotischen Haus etwa 50 hebräische Drucke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zusammengetragen werden. Wer diese Bücher betrachtet, ist fasziniert von der hervorragenden Druckqualität und der anspruchsvollen Typographie. Woher kamen die Drucker dieser Schriften und warum ließen sie sich in Homburg nieder? Welche Werke wurden hier gedruckt und wer kaufte sie? Aber auch: Welche Bedeutung haben die gedruckten Texte für die jüdische Kultur? In ihrem Vortrag geben die beiden Referentinnen einen Einblick in die hebräische Druck- und Verlagsgeschichte der Stadt und stellen bedeutende Beispiele aus der wertvollen Sammlung vor. Eintritt frei. Louise 5 / 2016 |

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Swinging Castle | 25. – 29.05. • DIE HUSsiten • Simon Holliday & His Rhythm • Barrelhouse Jazzband • Engelbert Wrobel‘s International Hot Jazz 4 • Ahmed El-Salamouny brasilianische Gitarre

Schlosskirche im Landgrafenschloss

Johann von Bülow | 08.06. Loriot - Der ganz offene Brief

Bad Homburger Poesie & LiteraturFestival

Kurtheater Bad Homburg

Weltstarts des Varietés | 10.8. François Blanc Spielbank Open Air im Kurpark Bad Homburg

Ray Wilson & Band | 30.09. Genesis Classic - The Best Of 20 Years And More Kurhaus Bad Homburg

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dIeS und daS

Mittwoch, 11. Mai, 19.30 Uhr StadtBibliothek Dorotheenstraße 24

Nellja Veremej – Nach dem sturm Lesung

Donnerstag, 12. Mai, AC HT UN G! 19.45 Uhr TE RM IN VE RL EG T Kurhaus

Alt ist Ivo noch nicht, aber zu alt dann doch, um sich in die Freundin des eigenen Sohnes zu verlieben. Mira raubt ihm den Schlaf. Nicht im Ehebett, das teilt er längst nicht mehr mit seiner Frau, die Gesangslehrerin ist, aber ein Star hätte werden können. Überhaupt ist alles anders gekommen in der kleinen Stadt an der Grenze. Anders als erhofft. Es ist August, es ist drückend heiß, seine Tochter Ana hat Geburtstag, ein großes Fest steht bevor. Als wäre die Katastrophe, die Ivo auf sich zukommen sieht, nicht schon genug, hat sein Sohn auch noch einen Autounfall. Nellja Veremej wurde 1963 in der Sowjetunion geboren, studierte an der Universität von Leningrad Russische Philologie und lebt seit 1994 in Berlin. Für ihren ersten Roman „Berlin liegt im Osten“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war, erhielt sie 2014 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis und den Förderpreis des Bad Homburger Friedrich-Hölderlin-Preises. Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 4,00 €.

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Die souveräne Landgrafschaft Hessen-Homburg 1816 -1866 Ein staatsrechtlicher Anachronismus?

musste aber im selben Jahr an Preußen abgegeben werden. In diesen 50 Jahren konnte das „Souveräne Landgrafthum“ seine nunmehrigen Rechte nicht voll realisieren. Weiterhin war der „große Bruder“ Darmstadt in vielen Belangen für Homburg tätig – ein Auseinanderklaffen von Anspruch und Realität. Eintritt frei.

Vortrag von Prof. Dr. Barbara Dölemeyer, Bad Homburg, Verein für Geschichte und Landeskunde

Landgraf Friedrich V. Ludwig verkündete am 15. Juli 1816 seinen Untertanen, dass Hessen-Homburg auf dem Wiener Kongress die volle Souveränität und außerdem einen Gebietsgewinn erreicht hatte und er nun „Souverainer Landgraf zu Hessen“ war. Dass ein Territorium auf dem Wiener Kongress seine volle Souveränität erhielt, war einmalig, denn infolge der Umbrüche um 1800, der Rheinbund-Gründung und des Endes des Alten Reichs 1806 hatten viele Kleinfürstentümer ihre Selbständigkeit verloren. Die Herrlichkeit dauert aber nur 50 Jahre: 1866 starb als Letzter seines Hauses Landgraf Ferdinand. Homburg fiel zurück an Hessen-Darmstadt,

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© stadtarchiv Bad Homburg

dIeS und daS

Samstag, 14. Mai, 9.30 Uhr Werner-Reimers-Stiftung, Am Wingertsberg 4

Rundwanderweg „Kurlandschaft“ Zum Kur- und Modebad Homburg vor der Höhe gehörte im 19. Jahrhundert auch die „Kurlandschaft“ mit Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und Gaststätten. Sie ist in großen Teilen noch erhalten und wird jetzt besser erlebbar gemacht: Der Taunusklub Bad Homburg, das Stadtarchiv und die Umwelt- und Landschaftsplanung der Stadt weihen am Pfingstsamstag den Rundwanderweg „Kurlandschaft“ ein, zu dem es auch ein Faltblatt mit Informationen und Wanderkarte gibt. Der gesamte Weg soll erwandert werden, beginnend an der Lindenallee. Weiter führt er durch den Hardtwald, über den Rotlaufweg, hinauf zum Pelagiusplatz und zur Saalburg. Von dort geht es über den Herzberg und den Marmorstein, vorbei am Gotischen Haus und über die Tannenwaldallee zurück in die Stadt. Die etwa 23 Kilometer lange Strecke braucht acht bis zehn Stunden. Am Waldfriedhof, auf der Saalburg und am Gotischen Haus besteht die Möglichkeit, mit dem Stadtbus zurückzufahren. Donnerstag, 19. Mai, 15.30 Uhr Brunnenallee im Kurpark

Konzert mit der thailändischen siam symphonic Band Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in das Kurtheater verlegt.

Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr Kulturzentrum Englische Kirche Ferdinandsplatz

schicksalsgemeinschaft „orient“/Europa: Konfliktursachen und Friedensperspektiven

Lesung und Podiumsdiskussion mit Düzen Tekkal und Dr. Rainer Hermann (F.A. z.)

Die aktuelle Situation der Flüchtlinge aus Nahost hat den Lions-Club Bad Homburg Kaiserin Friedrich und den Magistrat der Stadt Bad Homburg als Kooperationspartner zu dieser Veranstaltung bewogen. Ziel ist, die Problematik in breiteren Zusammenhängen zu betrachten, historische Hintergründe zu erhellen und konstruktive Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu diskutieren. Dafür konnten zwei Experten gewonnen werden: Die renommierte Politologin, Journalistin, Filmemacherin und Autorin Düzen Tekkal (Berlin) ist Kurdin, Jesidin und Deutsche. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Integrationsfragen und erhielt dafür 2010 den bayrischen Fernsehpreis. In ihrem gerade erschienen Buch thematisiert sie die Gefahren der „Zwillinge“ Rechtsradikalismus und Islamismus. Der Volkswirt, Islamwissenschaftler und Buchautor Dr. Rainer Hermann ist in der politischen Redaktion der F.A.Z. für den Nahen Osten und die islamische Welt zuständig. Ab 19.00 Uhr kann die Ausstellung des aus Syrien geflüchteten Künstlers Ibrahim Alawad besichtigt werden. Eintritt: 10,00 €.

Freitag, 20. Mai, 19.00 Uhr Parkplatz Hirschgarten

Blaue stunde

Wanderung mit Naturparkführerin Anke Mohr Die blaue Stunde, die bläuliche Färbung des Abendhimmels kurz vor der nächtlichen Dunkelheit, ist eine geradezu magische Tageszeit. Auch im Wald herrscht eine besondere Stimmung, die die Teilnehmer der zwei- bis dreistündigen Wanderung erleben. Kosten: 5,00 €, Kinder unter 14 Jahren kostenfrei.

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Di e s u n d d a s

Samstag, 21. Mai,10.00 bis 16.00 Uhr Louisenstraße 85, vor der Frankfurter Volksbank

Flohmarkt für den Tierschutz Tierschutzverein Bad Homburg

Samstag, 21. Mai, 10.00 Uhr Treffpunkt Kaiser-Friedrich-Promenade Nr. 7

Prunk und Prominenz auf der Promenade

Geschirr, Glas, Bücher, schöne Deko-Artikel, Bilder vom Druck bis zum Ölschinken, Spielzeug, saubere Kuscheltiere und vieles mehr verkaufen die Tierschützer an ihrem Stand in der Fußgängerzone. Den Erlös verwenden sie komplett für Tiere in Not. Außerdem kann man sich natürlich über die Arbeit des Tierschutzvereins informieren – und über die Möglichkeiten, sich aktiv an ihr zu beteiligen.

Kosten: 5,00 €, Kurgäste 3,00 €. Teilnehmerzahl begrenzt. Tickets sind bei Tourist Info + Service im Kurhaus erhältlich.

A n z e i ge

Ha en

ch

Sonntag, 22. Mai, 15.00 Uhr Museum im Gotischen Haus, Tannenwaldweg 102

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Von „Landgräflicher Promenade“ über Städtische Promenade zur „Kaiser-Friedrich-Promenade“ wuchs sie an Aussehen und Bedeutung wie kaum eine andere Straße Bad Homburgs. An ihr kann die Entwicklung des Kurwesens und die Bad Homburger Baugeschichte abgelesen werden. Mit der Wiederentdeckung der zweiten Heilquelle im Jahr 1834 stieg die Attraktivität Homburgs als Heilbad und führte zu einem beispiellosen Bau-Boom. Bei der Führung geht man auf eine Zeitreise, die von prächtigen Häusern mit ihren Geschichten, von interessanten Architekten und außergewöhnlichen Bewohnern und Gästen erzählt. Angehörige des europäischen Hochadels, gekrönte Häupter aus Übersee, Geldmagnaten und berühmte Künstler kamen nach Homburg. Und unzählige wohnten in der Promenade!

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Führung

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Internationaler Museumstag Afternoon Tea zu Elizas Geburtstag mit einem Vortrag von Gerta Walsh Traditionell wird am 22. Mai im Gotischen Haus der Geburtstag seiner Erbauerin gefeiert: der der englischen Prinzessin und Landgräfin von Hessen-Homburg, Elizabeth (1770-1840). In diesem Jahr fällt der Tag mit dem Internationalen Museumstag zusammen. Das Museum lädt zu einem Afternoon Tea ein, bei dem es nicht nur Tee und Sandwiches gibt, sondern auch einen Vortrag von Heimatforscherin Gerta Walsh. Sie spricht über die britischen Einflüsse, die Eliza an den Hof und in die Kulturlandschaft von Homburg vor der Höhe mitbrachte. Eintritt in das Museum an diesem Tag frei. 10,00 € für die Teilnahme am Afternoon Tea. Anmeldungen sind erforderlich unter Tel. 06172 37618, E-Mail: museum@badhomburg.de. Louise 5 / 2016 |

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© Michael Petersohn

03./04.04.2017 PAULETTE MIT DIANA KÖRNER

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08.12.2016 AUSGERECHNET WEIHNACHTEN MIT FRITZ KARL

19.10.2016 PRIVATE PEACEFUL MIT ROBERT STADLOBER

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15.02.2017 KUNST MIT HEINRICH SCHAFMEISTER, LEONARD LANSINK, LUC FEIT

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15.03.2017 ME AND THE DEVIL DOMINIQUE HORWITZ & FRIENDS

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24./25.10.2016 IN ALTER FRISCHE MIT WALTER PLATHE, PHILIPP SONNTAG, BRIGITTE GROTHUM U. A.

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16./17.11.2016 17.01.2017 EIN MANN FÜRS GROBE ZWEI WIE WIR MIT JÜRGEN PROCHNOW MIT VALERIE NIEHAUS UND VERENA WENGLER UND STEFAN JÜRGENS

01./02.02.2017 EIN VOLKSFEIND MIT RUFUS BECK UND CHRISTIANE MUDRA

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dIeS und daS

Reimers Garten

Aspekte jüdischen Lebens in Bad Homburg Den zwölf Autorinnen und Autoren, die sich in der vhs-Geschichtswerkstatt mit den „Aspekten jüdischen Lebens in Bad Homburg“ beschäftigten, war es wichtig, frühere jüdische Bürger und Bürgerinnen nicht nur als Oper zu sehen, sondern auch ihr Leben und ihre Leistungen für Familie, Nachbarn, Religionsgemeinschaft und die Stadt aufzuarbeiten. Die Forschungsarbeit erbrachte in vielen Bereichen neue Erkenntnisse, die in diesem Band zum ersten Mal veröffentlicht werden. So wird u.a. über die jüdischen Vereine im 19. Jahrhundert berichtet, die sich wie der „Israelitische ArmenHolz-Verein“ um sozial schwache Menschen kümmerte, über Bad Homburger Geschäfte von jüdischen Eigentümern, das hebräische Druck- und Verlagswesen, die Stiftungen der wohlhabenden Familie Speyer oder über die Schicksale von Bürgermeister und Landrat Dr. Ritter von Marx bzw. des Kurarztes Dr. Paul Weiss. Das Buch ist in drei Themengruppen gegliedert: das jüdische Leben bis 1933, die Verfolgung im Dritten Reich und die aktuelle Erinnerungs- und Gedenkkultur. Betreut wurde seine Erstellung von Dr. Peter Lingens, Kursleiter der Geschichtswerkstatt und Mitarbeiter des Städtischen historischen Museums.

Seit der Wiederherstellung und Eröffnung der historischen Lindenallee ist viel von Reimers Garten die Rede gewesen. Jetzt hat die WernerReimers-Stiftung ein kleines, reich bebildertes Buch über den Park am Wingertsberg herausgegeben, der einstmals zum Park des (abgerissenen) Schlosses Wingertsberg gehörte und den der Bad Homburger Unternehmer, Mäzen und Stifter Werner Reimers mit viel Liebe hegen und pflegen und auch weiterentwickeln ließ. Bettina Clausmeyer-Ewers verfasste das „Porträt“ von Reimers Garten einschließlich einem übersichtlichen Gartenrundgang. Ihm vorangestellt sind zwei Beiträge, mit deren Hilfe der Leser die Anlage als spätes Beispiel der im 19. Jahrhundert entstandenen großbürgerlichen Villengärten einordnen kann. Klaus-Henning von Krosigk beschreibt die Kulturgeschichte dieser Lebensform anhand verschiedener Bürgervillen und ihrer Parks in Berlin, Wenzel Bratner desgleichen mit Beispielen aus dem Taunus. Werner-Reimers-stiftung (Hrsg.): Reimers Garten – Ein Bürgerpark am Taunus Verlag schnell & steiner Regensburg isBN 978 -3 -7954 -3117- 4; 6,95 € Am Donnerstag, 19. Mai, sowie am 23. Juni und am 23. september finden in Reimers Garten öffentliche Gartenführungen statt. Weitere informationen und Anmeldungen unter info@kultur-erlebnis.de.

Aspekte jüdischen Lebens in Bad Homburg 128 seiten, 14,95 €, Michael imhof Verlag isBN: 978-3-7319-0328-4 Erhältlich unter anderem im Gotischen Haus.

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Deutsches Äppelwoi theater

Über den Tellerrand geschaut

Hessenpark

Neu-Anspach, Laubweg 5

Donnerstag, 12. und 19. Mai, 20.00 Uhr

Kitsch oder Liebe Die große Musical-Revue

Samstag, 14. und 21. Mai, 20.00 Uhr

Krieg der Geranien Die Nachbarschafts-Show Freitag, 20. Mai, 20.00 Uhr

Die Äppelwoi-Piraten Enunner, enniwwer, enuff und enoi

Deutsches Äppelwoi-Theater Bad Homburg Im Kurhaus, Schwedenpfad 1 www.deutsches-aeppelwoi-theater.de Eintrittskarten: 19,80 € | 22,50 €. Erhältlich bei Tourist Info & Service im Kurhaus, Tel. 06172 -178 3710. Bei Angabe der Kreditkarte werden die Tickets auch zugesandt. Karten außerdem am jeweiligen Spieltag 90 Minuten vor Show­beginn an der Abendkasse, Tel. 06172 - 690407.

30. April, 1. Mai: Pflanzenmarkt. 5. Mai: Handwerk im Museum: Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Handwerken“. 15. Mai: Museumstheater „Mühlenleben 1783“ – Episoden der Rückkehr: Hessische Soldaten kommen aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zurück. Doch das Wiedersehen mit der Heimat wird eine Reise in die Fremde. 16. Mai: Deutscher Mühlentag, mit Aktivitäten rund um das Mühlen- und Müllerwesen. 22. Mai: Internationaler Museumstag – Aktionstag „Handwerk im Hessenpark“; 11.00 Uhr Zünden des Kohlenmeilers; Bauernmarkt. 26. Mai: 13.00 und 16.00 Uhr Museumstheater „Schwarze Füße, weißes Herz – Mietshausgeschichten 1957“. Samstags 15.00 Uhr: öffentliche Museumsführung. (Auszug aus dem Programm) Öffnungszeiten: täglich 9.00 bis 18.00 Uhr. www.hessenpark.de

Louisee5 / 2016 5 / 2016 52 || Louis


a la carte

chapeau

sTEiGENBERGER Samstag, 28. Mai, 19.30 Uhr

DinnerKrimi „Bei Verlobung: Mord“ 79,00 € inkl. 4-Gang-Menü und Programm. Einlass eine halbe stunde vor Beginn.

Aus Anlass der Tagung der Hölderlin-Gesellschaft, die vom 19. bis 22. Mai in Bad Homburg stattfindet, und zur Verleihung des Friedrich Hölderlin-Preises am 12. Juni zeigt das städtische historische Museum im Gotischen Haus für einen Monat einige kostbare Hölderlin-objekte. Dieses Relief gehört dazu.

Reservierungen 06172 -181 641 Kaiser-Friedrich-Promenade 69 – 75

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Espressobar Ernesto

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Öffnungszeiten Di. - Sa. 10 bis 20 Uhr Sonn- und Feiertags Kaffeespezialitäten & 10 bis 18 Uhr leckere Snacks auch auf der Sonnenterasse Jeden Sonntag im Innenhof Brunch ab 10:30 Uhr

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Schwedenpfad 6 61348 Bad Homburg T. 06172 8073108

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Hölderlin-Relief Das Homburger Hölderlin-Denkmal im Kurpark hat eine lange Entstehungsgeschichte: 1870 geplant und begonnen, wurde es erst 1883 fertiggestellt. Der Entwurf für das Denkmal stammte von Louis Jacobi, die Ausführung lag bei Jakob May. Von ihm stammt auch das ReliefMedaillon am obelisken des Monuments. Die PorträtDarstellung ist eine Nachbildung des bekannten Hölderlin-Porträts von Franz Karl Hiemer aus dem Jahr 1792, das in Homburg aber durch die hervorragende Kopie von Louis Jacobi aus dem Jahr 1870 vorlag und ebenfalls im Museum ausgestellt ist. Vom Relief selbst besitzt das Museum diese Gips-Fassung, vermutlich ist es das Modell. Es dürfte 1928 als Nr. 9888 „Plakette Hölderlin. Geschenk der Frau May“ ins Museum gekommen sein. PL

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Elena Deutsch pop | 27. Mai 2016 Speicher Bad Homburg

Femme Schmidt + FEE

Singer-/ Songwriter

Pop Noir | 28.Mai 2016 Kurtheater Bad Homburg

TICKETS UNTER WWW.FRANKFURTTICKET.DE | T. 069 13 40 400 TOURIST INFO BAD HOMBURG | T. 06172 178 3710 WWW.SPEICHER-KULTUR.DE | WWW.W-FESTIVAL.DE 54 | Louise 5 / 2016

BAD HOMBURG


L a n d g r a f e n s c h l o ss

Donnerstag 5. Mai, 8.00 bis 12.00 Uhr

Der frühe Vogel …

Frühstücksführung

Unter dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ können die Gäste den Tag im Schloss beginnen. Nach einer Führung durch den morgendlichen Englischen Flügel geht es in den Louissaal, wo sie sich bei einem ausgiebigen Frühstücksbüfett Stärkung für den Tag holen können. Eintritt: 25,00 €; Anmeldung unter 067172-9262-148 oder info@schloesser.hessen.de.

Freitag, 13. Mai 20.00 bis 22.00 Uhr

Mit dem Nachtwächter unterwegs Die Teilnehmer begleiten den „Nachtwächter“ beim Verschließen der Türen und Tore von Schloss und Schlosspark und erleben einen Rundgang, den es so schon seit Urzeiten gibt. Dabei erzählt der „Nachtwächter“ Begebenheiten aus seiner und der Tätigkeit seiner Vorgänger. Beendet wird dieser „Schließgang“ mit einem Glas Wein am Ende des Weges. Eintritt: 12,00 €; Anmeldung unter 067172-9262-148 oder info@schloesser.hessen.de.

Sonntag, 22. Mai, ab 10.00 Uhr

Samstag, 28. Mai, 15.00 Uhr

Landgrafenschloss

Spiel im Schloss

Internationaler Museumstag

Eine Begegnung mit Prinzessin Elizabeth

Die stündlichen Schlossführungen sind an diesem Tag kostenlos, auch das Offene Atelier von 14.00 bis 17.00 Uhr ist frei, Spenden wären indes willkommen.

Dienstag, 24. Mai, 15.00 Uhr

Zeitreise im Schloss

Veranstaltung für Menschen mit Demenz Nach einer gemütlichen Kaffeetafel geht es im Schloss auf einen Märchenparcours. Verschiedene Gegenstände regen zum Miterzählen an. Eintritt:5,00 €, Begleitpersonen frei; Anmeldung unter 06172-9262 122 oder museumspaedagogik@schloesser.hessen.de.

© Britta Reimann

Elizabeth, die Tochter des englischen Königs Georg III., hat in Homburg viele Spuren hinterlassen. Die Aufführung führt zurück ins Jahr 1830 und lässt Eliza in ihren Räumen im Englischen Flügel des Schlosses selbst zu Wort kommen. Zu hören sind Geschichten ihres Lebens und von der Liebe zu ihrem „Dear Fritz“. Die Schauspielerin Eveline Fuchs schlüpft in das Witwenkostüm Elizabeths, das einem ihrer Porträts nachgeschneidert wurde. Eintritt: 10,00 €; Anmeldung unter 06172-9262 122 oder museums­ paedagogik@schloesser.hessen.de.

A n z e i ge

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1. Stunde kostenlos für Kunden, ab € 1 Einkauf

Bad Homburg, Louisenstr. 72-82, ggü. KARSTADT

Sonntag, 29. Mai 8.00 bis 16.00 Uhr

Flohmarkt im Schloss In dem romantischen Ambiente vor der historischen Kulisse rund um den Weißen Turm bieten ausschließlich private Verkäufer ihre Waren an. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Louise 5 / 2016 |

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Römerkastell Saalburg

Freitag, 6. Mai, 14.00 Uhr

Altertum für Ältere

Führung durch das Kastell für Senioren und Gehbehinderte

Etwa 30 Minuten dauert die Führung durch das Kastell, anschließend gibt es beim Kaffeetrinken in der Taberna weitere Informationen zum Leben in römischer Zeit. Kosten: 10,00 € inkl. Eintritt, Führung, einer Tasse Kaffee/ Tee und einem Stück Kuchen. Anmeldung bis eine Woche vorher.

© Römerkastell Saalburg

Sonntag, 1. Mai, 10.00 bis 17.00 Uhr

Soldatenlager Zum Saisonauftakt in der Saalburg schlagen die Soldaten der 4. Vindelikerkohorte ihr beeindruckendes Marschlager auf und begeistern die Besucher mit Militärvorführungen und fundiertem Hintergrundwissen. Sie bestreiten das Wochenende gemeinsam mit der Cohors Secunda Raetorum, der Haustruppe der Saalburg, die die Besucher durch das Kastell begleitet und Groß und Klein für das römische Militär rekrutiert. (Auch Samstag, 30. April) Geänderte Eintrittspreise: Erwachsene: 7,00 €, Kinder und Jugendliche: 5,00 €, Familien: 14,00 €. Teilnahme an Führungen und Aktionen kostenlos.

© Römerkastell Saalburg

Samstag, 7. Mai, 14.00 Uhr

Rund um die Saalburg Führungen auf dem „Rundweg Saalburg“

Nach einem einführenden Vortrag im Kastell geht es über rund 2,5 Kilometer (1,5 bis 2 Stunden) auf den „Rundweg Saalburg“. Dort sind archäologische Denkmäler aus der römischen Epoche und Rekonstruktionen aus der Zeit des Wiederaufbaus der Saalburg um 1900 zu sehen. Kosten: 4,00 € für Erwachsene, 2,00 € für Kinder, zuzüglich Eintritt ins Kastell.

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Römerkastell Saalburg

Sonntag, 15. Mai, und Montag, 16. Mai, 10.00 bis 17.00 Uhr

Culinaria – Antike Esskultur

Thementage

Die Culinaria am Pfingstwochenende werden gemeinsam mit der I. Römercohorte Opladen gestaltet, die ihr Versorgungszelt den Besuchern öffnet. Selbstverständlich sind auch die Feuerstellen im Kastell in Betrieb, die Backöfen rauchen und es brodelt und brutzelt in den Töpfen und Pfannen. Wie man mit der römischen Reibschale Pasten zubereitet, im Lehmkuppelofen Brot backt oder über dem offenen Feuer verschiedene Gerichte zubereitet, wird an diesem Wochenende gezeigt. Dazu gibt es eine Fülle von Informationen. Kosten: 7,00 € Erwachsene, 5,00 € Kinder und Jugendliche, 14,00 € Familien. Sonntag, 15. Mai, 11.00 Uhr:

Vortrag „Römische Esskultur – Dinieren im Liegen oder Fast-Food am Lagerfeuer“ von Prof. Dr. Angela Kreuz, Wiesbaden; kostenlos. Montag, 16. Mai, 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr:

Führungen am Deutschen Mühlentag (Vorführung der großen Göpelmühle); kostenlos.

© Römerkastell Saalburg

Freitag, 27. Mai, 18.00 Uhr

Kulinarische Führung am Abend Auf dem Rundgang lernen die Gäste Ausstellungsstücke und inszenierte Räume kennen, die vom Essen und Trinken sowie von den Tischsitten zur Römerzeit erzählen. Einen Eindruck, wie es damals geschmeckt hat, bekommen sie über kleine kulinarische Kostproben. Wer möchte, kann den Abend mit Wein und weiteren römischen Speisen im Museumscafé Taberna ausklingen lassen. Kosten: 19,00 € pro Person inkl. Eintritt und Kostproben während der Führung. Nur mit Anmeldung bis zwei Tage vorher.

© Römerkastell Saalburg

Samstag, 21. Mai, 14.00 Uhr

Führung mit der Puppe Claudius

Die Lumpenpuppe Claudius wohnt seit der Römerzeit im Kastell. Sie erzählt den Kindern, wie es damals auf der Saalburg zugegangen ist, wie die Römer lebten und sich kleideten. Kosten: Erwachsene 2,00 €, Kinder 1,00 €, zzgl. Eintritt.

Anmeldungen Sofern Anmeldungen erforderlich sind, werden diese unter Tel. 06175-93740 (Montag bis Freitag 10.00 bis 14.00 Uhr) oder E-Mail: info@saalburgmuseum.de entgegengenommen. Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr. Eintrittspreise (regulär): Erwachsene 5,00 €, ermäßigt 3,50 €; unter 6 Jahren frei, 6 bis 18 Jahren 3,00 €; Familien 10,00 €, Inhaber der Familienkarte Hessen 7,50 €.

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5. bis 8. Mai: Special zum Muttertag Das Rasul steht in dieser Woche als Dampfbad während des Verwöhnaufenthaltes kostenfrei zur Verfügung. Ein Peeling kann am Counter oder an der Quellenbar erworben werden. Am Muttertag am 8. Mai erhalten alle Damen eine kleine Aufmerksamkeit.

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Hanns-Josef Ortheil erzählt in seinem autobiografischen Roman „Der Stift und das Papier“ fesselnd von seinen ersten Schreibanfängen. Von Dierk Wolters / Taunus Zeitung

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F ü r S i e ge l ese n

Der lange Weg vom ersten Wort bis zur Erzählung Er hat es schon wieder getan! Hanns-Josef Ortheil ist ein Tausendsassa der Ich-Erkundung und hat schon in so vielen Romanen und gelegentlich auch biografischen Schriften sein außerordentliches Schicksal kundgetan, so dass man es hier kurzhalten möchte: Als fünftes Kind wird er sechs Jahre nach Kriegsende geboren, die ersten vier Söhne gehen den Eltern im Krieg verloren. Die Mutter, traumatisiert, spricht lange Jahre kein Wort, der kleine HannsJosef auch nicht. Erst spät, als alle in der Schule ihn schon verspotten, schafft es sein Vater, ihm das Benennen der Dinge sprechend und, vor allem, schreibend, beizubringen. Seitdem ist Ortheil ein Zwangsschreibender, kann nicht anders, als das, was er erlebt, zu notieren. Erst dann wird es für ihn verfügbar. Wie ihn einst das Klavierspielen aus seiner Stummheit weckte – ursprünglich wollte er Pianist werden –, hat er eindrücklich in dem Roman „Die Erfindung des Lebens“ beschrieben. In „Der Stift und das Papier“ wendet er sich dem Schreiben zu. Kehrt dafür zurück in das elterliche Wochenendhaus im Westerwald, setzt sich in die Gartenhütte, in der er vor Jahrzehnten mit seinem Vater saß, einem Geodäten, der offenbar mit großer Geduld und außerordentlicher Einfühlsamkeit ausgestattet war. Ohne den autobiografischen Anteil zu verhüllen, lässt Ortheil ungeschminkt ein Ich erzählen, das man getrost mit ihm identisch setzen darf. Wie sich in ihm erst Worte bilden, aus den Worten Sätze werden, die einfache Beobachtungen festhalten, vor allem aber, wie der Wille zur Exaktheit, eine väterliche Mitgift, den Stil prägt, das beeindruckt sehr. Erst ist es die Übungshütte, die er beschreibt, dann wagt er sich in den Wald. Später schildert der Siebenjährige, was ihm in der Schule oder beim Einkaufen mit der Mutter widerfährt. Permanent schreibt er, immer

mehr, immer ausführlicher, alles will er beschreiben. Das klingt erschöpfend, aber das ist es nicht, es erfrischt ihn vielmehr, gibt ihm Luft zum Atmen. Bald kann er gar Freundschaften schließen, die überaus enge Elternbindung bleibt aber bestehen, bis zum Schluss. So erzählt Ortheil abermals eine Jugendgeschichte von sich, diesmal aber nicht die des werdenden Pianisten, sondern des angehenden Schriftstellers. Sie endet beim Auszug aus dem Elternhaus. Nach Rom will er gehen, sich dort allein entdecken. Bis zur Ankunft im Bahnhof Termini begleitet ihn der Leser, begeistert, wieder einmal.

Hanns-Josef Ortheil: Der Stift und das Papier, Luchterhand, ISBN: 978-3-630-87478-4, 21,99 €.

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R ä t se l

Der Gesuchte, ein in Avignon geborener Sohn

eines kleinen Steuereinnehmers, führte 1840 die ersten Verhandlungen zur Gründung einer Spielbank in der Landgrafschaft Hessen-Homburg. Zunächst war er die treibende Kraft im jungen Spielbankunternehmen, zog sich dann aber recht bald aufgrund seiner schwachen Gesundheit zurück und überließ die Geschäfte vor Ort seinem Bruder. Im Alter von 44 Jahren verstarb er in Paris.

Wen suchen wir?

Der Weg zu den Mediadaten:

IMPRESSUM Offizielle Informationsschrift der Kur- und Kongressstadt Bad Homburg v.d.Höhe Herausgeber: Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg v.d.Höhe Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Redaktion: Kur- und Kongreß-GmbH (verantwortlich) Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Tel. 06172-178-3152 Fax 06172-178-3158 Mail: info@louise-magazin.de Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe Rathausplatz 1 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Tel. 06172-100-1300 Fax 06172-100 1360 Mail: pressestelle@bad-homburg.de

1. Preis

Zwei Eintrittskarten für das Konzert von Carrousel am 23. September im Speicher Bad Homburg.

2. Preis

Zwei Vierstundenkarten für die Taunus Therme.

3. Preis

Katalog zu Blickachsen 8.

Ein Austausch der Gewinne oder eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Einsendungen per Postkarte, Fax oder E-Mail an: Kur- und Kongreß-GmbH Tourist Info + Service im Kurhaus 61348 Bad Homburg v.d. Höhe Fax: 06172-178 3158 E-Mail: info@louise-magazin.de Einsendeschluss: Freitag, 20. Mai 2016. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der Juli-Ausgabe bekanntgegeben. Auflösung des März-Rätsels: Wir suchten den Restaurantkritiker Maurice Edmond Sailland, genannt Curnonsky (1872 –1956). Die Gewinner des März-Rätsels sind: 1. Preis: Lilo Wagner, Frankfurt am Main 2. Preis: Bettina Ruhl, Bad Homburg v.d.Höhe 3. Preis: Michaela Lenz, Bad Homburg v.d.Höhe

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Chefredakteurin: Eva Schweiblmeier Tel. 06033-970283 Fax 06033-970284 Mail: eva.schweiblmeier@t-online.de Vertrieb u. Anzeigen: Kur- und Kongreß-GmbH (verantwortlich) Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Tel.  06172-178-3700 Fax 06172-178-3709 Mail: anzeigen@louise-magazin.de IS Anzeigenservice Ingrid Scheidemantel Am Auweg 25 60437 Frankfurt/Main Tel. 06101- 42165 Fax 06101- 49167 Mail: pnoerig@t-online.de Grafische Gestaltung: Dorothea Lindenberg www.lindisein.de Ralf Dingeldein www.dingeldeindesign.de Produktion: Schleunungdruck GmbH Eltertstraße 27 97828 Marktheidenfeld Telefon: 09391-6005-42 Nächster Redaktionsschluss: 5. Mai 2016 Titelbild: Betting on Roulette


JAHRE

KINDERZAHNÄRZTIN IN BAD HOMBURG Ich danke Euch, meine kleinen und zum Teil auch schon ganz schön großen Patienten, für Euer Vertrauen.

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SABINE HANKE

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Kinderzahnärztin

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seit 175 Jahren

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LOUISe Stadtmagazin Ausgabe 5/2016  

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