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Kostenlos zum Mitnehmen STADTMAGAZIN GELSENKIRCHEN AUSGABE 13 MÄRZ 2013

OPEL ADAM im Test Barrierefrei Leben im Alter Modeillustratorin Margarete Gockel Frühjahrsmodeschauen bei CORINNA und SCHMITZ Zirkus RONCALLI Lüttinghof_die Burg im Wasser


MUSIKTHEATER IM REVIER GELSENKIRCHEN

IL BARBIERE DI SIVIGLIA (DER BARBIER VON SEVILLA) Oper von Gioacchino Rossini PREMIERE

24. März 2013, 18.00 Uhr, Großes Haus WEITERE TERMINE

1., 6., 13., 26., 28. April 2013 2., 9., 20., 24. Mai 2013

SPRING AWAKENING (FRÜHLINGS ERWACHEN) Musical von Duncan Sheik und Steven Sater PREMIERE

15. März 2013, 19.30 Uhr, Kleines Haus WEITERE TERMINE

17., 23., 24. März 2013 23., 24., 27., 28. April 2013 Eine Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste

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WWW.MUSIKTHEATER-IM-REVIER.DE KARTENTELEFON 0209. 4097-200


Störenfriede leben gefährlich! Liebe Leserinnen, liebe Leser, in der Evangelischen Kirche Rotthausen bringt eine Gruppe engagierter Menschen seit Aschermittwoch zweimal die Woche die Passion Christi auf die Bühne. Die Geschichte ist uns alles bekannt und doch regt sie immer wieder zum Nachdenken an. Denn Unabhängig davon, ob man Christ ist und glaubt, das Jesus wirklich der Sohn Gottes ist und die überlieferten Wunder vollbracht hat, bleibt die Lebensgeschichte des Jesus von Nazareth eine wunderbare Parabel auf die menschliche Gesellschaft und deren Umgang mit „Störenfrieden“. Da kommt ein charismatischer Provinzprediger und redet davon, dass man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst, dass die herrschende Ordnung nicht von Gott gewollt und es daher keine Sünde ist, deren Regeln zu überschreiten. Er wendet sich gegen Kommerz und Frömmelei, gegen Korruption und Machtanmaßung. Trotzdem will er die „Sünder“ nicht bestrafen, lehnt Krieg und Gewalt ab und erklärt, dass nur einer das Recht habe, zu richten und das sei Gott. Er selber sei der von Gott auserwählte Messias und nicht nur das, sondern sogar dessen eigener Sohn. Als Beweis für seine Auserwähltheit vollbringt er Wunder, macht Blinde sehend und verwandelt Wasser in Wein, so wird es zumindest von vielen behauptet. Da dieser „gefährliche Sektenprediger“ dann immer mehr Anhänger gewinnt, ist es für die gesellschaftlichen Autoritäten höchste Zeit, etwas zu tun. – In einer heutigen Diktatur würde man so jemanden wohl einfach einsperren oder er fiele unglücklicherweise einem Attentat zum Opfer. In einer Demokratie würde man vielleicht versuchen, ihm etwas Ungesetzliches anzuhängen – eventuell Drogenmissbrauch oder sexuelle Gewalt gegen Abhängige. In gewissem Maße kann man die Verteidiger bestehender Ordnungen sogar verstehen: Man hat sich im Alltag eingerichtet, so wie er nun mal ist. Klar - manches, könnte besser sein, aber im Großen und Ganzen kommt man zu Recht. Als Händler hat man sein Auskommen, als Staatsdiener ein sicheres Gehalt. Man muss nicht hungern und frieren und ab und zu gibt es etwas Unterhaltung. Und dann kommt da jemand, der alles umschmeißen will, der das Unterste zu Oberst kehrt und dabei auch noch behauptet, von Gott gesandt zu sein. Was tut man mit so einem Stachel im trägen Fleisch. Geht es den Menschen schlecht genug, leitet so ein Prophet vielleicht eine Revolution ein. Ansonsten wird er mundtot gemacht, weggesperrt, im schlimmsten Fall getötet. – Genau das ist dem historischen Jesus passiert, nur dass es damals keine Psychatrie gab und keine Staatssicherheit sondern die Hohepriester, die Römer und das Kreuz. – Jesus Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie gefährlich es sein kann, unbequeme Wahrheiten zu verkünden und zu versuchen, die Menschen aus ihrem Alltagstrott zu reißen. Andererseits ist Veränderung nur möglich, wenn es Menschen gibt, die genau dieses wagen. Jesus ist zwar zunächst gescheitert, war aber letztlich das Gegenteil von erfolglos. Aus seiner verfolgten Sekte wurde schließlich eine der größten Religionsgemeinschaften der Welt... In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche Ostertage. Ihr Michael Otterbein

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Inhalt

Neue Kita Franz-Bielefeld-Straße

• PANORAMA

• MODE

• GESUNDHEIT

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VIVAWEST-Marathon: „Laufen, wo das Herz schlägt!“

Frühjahrsmode 2013 Leuchtende Farben, fließende Schnitte

„Bei mir gehen Sie richtig!“ 50 Jahre Orthopädietechnik Weiß

Gelsenkirchenerin entwirft Ritzenhoff-Design

Durch leuchtende Farben wird auch die Frühjahrsmode 2013 zur Belebung des Straßenbildes beitragen.

Vor fünfzig Jahren, am 01.03.1963, begann Jürgen Weiß seine Lehre als Orthopädie-Schuhmacher im elterlichen Geschäft auf der Cranger Straße in Gelsenkirchen-Erle.

Das Ruhrgebiet bekommt einen neuen Marathon. Am 12. Mai 2013 wird der VIVAWEST-Marathon die Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck miteinander verbinden. Neue Internetseite: www.gelsenkirchen-city.de Die City Initiative Gelsenkirchen e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Gelsenkirchener Agentur F.A.C.E. die Homepage www.gelsenkirchencity.de neu konzipiert.

7 ggw baut drei neue Kitas für Gelsenkirchen Im Jahr 2013 baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft ggw an Gebäuden für drei neue Gelsenkirchener Kindertagesstätten: in Schalke, Erle und Bulmke-Hüllen.

• GESUNDHEIT

10 Sabine Gronau - Wissen aus der chinesischen Medizin Essen im März - RosenkohlSuppe Sitzen in Stille „Meditation ist ein neuer und (alt) bewährter Weg zu innerem Frieden und gleichzeitig das beste Training für ein aktives Leben in der Welt!“

• leute

13 Barrierefrei leben - auch im Badezimmer! Mit zunehmendem Alter stellen sich Ansprüche an die Benutzbarkeit der eigenen vier Wände grundlegend neu. Besonders wichtig ist die barrierefreie Gestaltung bei Badezimmern.

Im Jahr 2003 hatte die Gelsenkirchener Illustratorin Margarete Gockel zum ersten Mal für den bekannten Glas- und Porzellanhersteller gearbeitet.

• THEATER

15 Tiefer Blick in menschliche Abgründe Am Musiktheater im Revier hat Generalintendant Michael Schulz „Lady Macbeth von Mzensk“ inszeniert.

16 MiR Chefdirigent Rasmus Baumann „Ich habe einen vielfältigen Beruf, den ich über alles liebe!“

Auf Lüttinghof _ Die Burg im Wasser sind Ihren Ideen keine Grenzen gesetzt. Von der Familienfeier bis zur Firmenveranstaltung. Wir setzen all Ihre Wünsche um und gestalten für jeden Anlass das passende Ambiente. Sprechen Sie uns einfach an und wir erstellen zusammen Ihr individuelles Konzept. Lüttinghof _ Die Burg im Wasser Lüttinghofallee 3-5 45896 Gelsenkirchen Tel +49 (0)209 / 604956-10 info@luettinghof.de www.luettinghof.de

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Frühjahrsmode 2013

Opel Adam

Rasmus Baumann

Wasserburg Lüttinghof

• AUTO

• kultur

• aktuelles

• AKTUELLES

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Opel Adam - Jeder sein eigener Chefdesigner

Gelsenkirchener Passion

Wasserburg Lüttinghof

Fünf Vorstelllungen der Passion Christi haben im Februar bereits in der evangelischen Kirche in Gelsenkirchen-Rotthausen stattgefunden.

„Fast alle, die die neu gestalteten Räume zum ersten Mal sehen, sind von der außergewöhnlichen Kombination von altem Gemäuer und modernem Design begeistert.“

Ausstellungseröffnung: Bernhard Ortlepp

Jetzt steigt auch Opel in das Segment der Lifestyle-Zwerge ein und landet direkt einen Volltreffer.

Bereits 1949 Passionsspiele in Gelsenkirchen-Heßler

• KULTUR

20 Circus Roncalli - Jeder Tag an dem du nicht lächelst ist ein verlorener Tag! Am 15. März startet der Circus Roncalli seine Deutschlandtournee wie auch in den letzten Jahren wieder mit einer großen Gala-Premiere in Recklinghausen.

Franz-Josef Bleichert ist 82 Jahre alt und noch heute stolz, 1949 bei den Passionsspielen dabei gewesen zu sein.

26 Liquid Assets Party Die große Party in der Gelsenkirchener Kaue - dieses Mal mit den „Gabys“ aus Berlin. 7. Schloss-Berge-Konzert

24 In Gedenken an Heribert Reismann In unserem Kulturmagazin GE:kult hatten wir Heribert Reismann im Januar 2012 vorgestellt. Seinen frühen Tod möchten wir zum Anlass nehmen, noch einmal an den Künstler und Menschen zu erinnern.

Bahnhofstraße

Judith C. Jakob trägt mit großer Intensität Mascha Kalékos Großstadtlyrik vor.

Der Maler, Fotokünstler, Verleger und Diplom-
Physiker, zeigt seine Arbeiten in der Art Galerie Unikat

28 Schantall tu ma die Omma winken! Ursprünglich stand der Titel von Kai Twilfers Erstlingsbuchs auf einer Postkarte aus der Reihe „Ruhrpott für Profis“...

• termine

27 Ausstellung: Zahlenbilder von Egon Karl Nicolaus Das umfangreiche malerische und zeichnerische Oeuvre im Kunstmuseum Gelsenkirchen

Gelsenkirchen

29 Termine in und um Gelsenkirchen vom 01. bis 31.03. 2013

facebook.com/Modehaus.Schmitz

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Panorama

Neue Homepage: www.gelsenkirchen-city.de Die City Initiative Gelsenkirchen e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Gelsenkirchener Agentur F.A.C.E. die Homepage www.gelsenkirchen-city. de neu konzipiert. Seit kurzem erscheint der Internetauftritt der City Initiative Gelsenkirchen im neuen Glanz. Die Website soll durch ein umfangreiches Angebot die Attraktivität der Innenstadt-Geschäfte entlang der Bahnhofstraße darstellen, sowie Besuchern der City einen kompakten Überblick über die gesamte Breite des Einzelhandels- und Gastronomieangebot verschaffen. Zusätzlich soll der neue Internetauftritt auch Händlern und Gastronomen als Präsentationsplattform dienen. Neben dem neu gestalteten Internetauftritt sorgen seit einiger Zeit ein FacebookAuftritt (facebook.de/gelsenkirchencity) und ein Newsletter dafür, dass

die Besucher der Gelsenkirchener Innenstadt immer auf dem aktuellsten Informationsstand sind. Zum besseren Überblick weist die neu gestaltete Internetseite jetzt Lagepläne für das Gastronomie und Shoppingangebot auf. In der Kategorie „Shopping” gibt es zusätzlich eine Branchenunterteilung, die dem Nutzer das Suchen nach einem bestimmten Geschäft, bzw. nach einem bestimmten Artikel, vereinfacht. Dazu eine generelle Suchfunktion, um einzelne Unternehmen direkt finden zu können. In der Kategorie „Service” gibt es einen Überblick über Öffnungszeiten und Kosten der Innenstadtparkhäuser, Infos zu privaten Parkplätzen und ebenfalls einen Übersichtsplan. In der Rubrik „City News” wird stets aktuell über Ereignisse, Veranstaltungen, verkaufsof-

fene Sonntage, Umbauten und Neueröffnungen informiert Angelehnt an die Homepage sollen zukünftig auch Flyer und Pläne für die City ent-

wickelt werden. Eine App für SmartPhones ist noch nicht in Planung aber ebenfalls angedacht.

VIVAWEST-Marathon: „Laufen, wo das Herz schlägt!“ Das Ruhrgebiet bekommt einen neuen Marathon. Am 12. Mai 2013 wird der VIVAWEST-Marathon die Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck miteinander verbinden und die Region von ihrer sportlichen Seite zeigen. Start und Ziel werden in Gelsenkirchen sein. Neben einem Marathonlauf werden auch ein Halbmarathon und eine Marathon-Staffel – ebenfalls mit Start und Ziel in Gelsenkirchen – auf dem Programm stehen. Das Titelsponsoring für den städteübergreifenden Marathon übernimmt das Wohnungsunternehmen VIVAWEST. Mit diesem Engagement drückt die größte Wohnungsgesellschaft in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Gelsenkirchen ihre Verbundenheit zur Region und seinen Menschen aus. „Aus unserer langjährigen

Essen, Events und vieles mehr! Das Transilvania-Restaurant wird Sie überraschen! Grothusstr. 44-46 45883 Gelsenkirchen Tel: 0209 /945 806 71 Mo - Fr:  11 - 24 Uhr Sa - So:   9 - Ende offen

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Erfahrung wissen wir, wie sportbegeistert die Menschen in der Region sind. Deshalb freuen wir uns sehr, ein hochattraktives Sportevent als Titelsponsor unterstützen zu können“, erklärt Robert Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vivawest Wohnen GmbH. Veranstaltet wird der VIVAWEST-Marathon von der Agentur MMP, die unter anderem seit zwölf Jahren den Deutsche Post Marathon Bonn erfolgreich gestaltet. „Wir freuen uns sehr über das uns von VIVAWEST und den beteiligten Städten entgegengebrachte Vertrauen und die Begeisterung für den Sport. Gemeinsam mit allen Beteiligten wollen wir den Lauf zu einem festen Termin im Laufkalender entwickeln“, sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Agentur MMP.

Eine schriftliche Anmeldung zum VIVAWEST-Marathon ist bis zum 1. Mai 2013 möglich, danach nur noch Anmeldungen vor Ort auf der Marathon-Messe in Gelsenkirchen am 10. und 11. Mai 2013. Der Organisationsbeitrag staffelt sich nach dem Anmeldedatum: bis zum

31.03.13 = 59,- €, bis zum 01.05.13 = 69,- €, danach vor Ort = 79,- €. Anmeldungen über MMP Veranstaltungs und Vermarktungs GmbH, Telefon: 0221-9467590, info@vivawest-marathon.de oder online unter: www.vivawest-marathon.de

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10.00 – 18.30 Uhr Sa. 10.00 – 16.00 Uhr Klosterstraße 3 45879 Gelsenkirchen 0209 15559410


Panorama

Im Jahr 2013 baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft ggw an Gebäuden für drei neue Gelsenkirchener Kindertagesstätten: in Schalke, Erle und Bulmke-Hüllen.

ggw Drei neue Kitas für Gelsenkirchen Kita Schulstraße – Erle

Die städtische Kindertagesstätte an der Franz-Bielefeld-Straße wird rund 100 Kindern des Stadtteils Schalke einen Betreuungsplatz bieten. Der zweigeschossige Bau wird ermöglichen, dass alle Gruppen nach Süden orientierte Gruppenräume besitzen. Auf Grund der verfügbaren Grundstücksgröße und der für diese Gruppe notwendigen Außenanlagen, wurde eine zweigeschossige Bauweise gewählt, die auch mit der Umgebung harmonisiert. Das Gebäude wird neben der Kindertagesstätte auch einen Multifunktionsbereich für den Stadtteil beinhalten An der Irmgardstraße in BulmkeHüllen wird eine Kindertagesstätte für 85 Kinder entstehen. Errichtet wird ein architektonisch ansprechendes, eingeschossiges Gebäude. Den Innenbereich bildet ein großzügiger, Licht durchfluteter Spielflur, über den die vier Gruppenräume, sowie Bewegungs- und Multifunktionsräume erschlossen werden. Der Spielflur wird mit einem wellenförmig angelegten Glasdach versehen. Der Spielbereich in den Außenanlagen wird von allen vier Gruppenräumen aus direkt erreicht werden können.

Die dritte derzeit von der ggw geplante Kita entsteht an der Schulstraße in Gelsenkirchen-Erle. Das zweigeschossige Gebäude soll Betreuungsplätze für 115 Kinder in sechs Gruppen bieten. Die Gruppen-, Bewegungs- und Funktionsräume werden sich in vier symmetrischen Baukörpern (sog. Kuben) befinden. Die Räume des Obergeschosses werden durch einen umlaufenden Laubengang miteinander verbunden sein, so können die Spielflächen im Außenbereich direkt über eine Freitreppe erreicht werden. Der Rückbau des ehemaligen Schulgebäudes ist bereits angeschlossen. Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich Mitte März 2013 begonnen werden.

Kita Irmgardstraße – Bulmke-Hüllen

Die Fertigstellung aller drei Kindertagesstätten ist für das erste Quartal 2014 vorgesehen. Die Stadt wird mit ihren Einrichtungen für 25 Jahre als Mieter einziehen, über endgültige Konditionen wird derzeit noch verhandelt. Derzeit betreibt die Stadt Gelsenkirchen 46 Kindertageseinrichtungen und 16 Familienzentren.

Text: Michael Otterbein Illustrationen: ggw

Kita Franz-Bielefeld-Straße – Schalke

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Mode Zwei bekannte lokale Unternehmen, das Modehaus Schmitz in GelsenkirchenMitte und Corinna Fashion & Mode in Buer an der Domplatte haben pünktlich zum Monatsbeginn ihre neuen Kollektionen vorgestellt. Wir haben die Modenschauen für Sie besucht, um Ihnen hier ein paar kleine Einblicke in die neue Modewelt geben zu können.

Frühjahrsmode 2013 Schnitte Leuchtende Farben, fließende Nach dem langen, grauen Winter wird es jetzt hoffentlich bald wieder wärmer und sonniger. Im März sprießen die ersten Blumen aus dem Boden und die ersten Knospen machen sich an Bäumen und Sträuchern bemerkbar. Durch leuchtende Farben wird auch die Frühjahrsmode 2013 zur Belebung des Straßenbildes beitragen. Alle Arten von Grüntönen strahlen uns jetzt entgegen, vom sommerlichen Grasgrün über kräftiges Türkis bis zum zarten Mint. Dazu kommen Sonnen- oder Zitronengelb, Orangetöne bis hin zum Feuerwehrrot, leuchtendes Violett und Himmelblau. Ein besonderer Trend sind Metallics wie z.B. Gold und Silber gerne auch mit Streifen oder geometrischen Mustern kombiniert. Überhaupt zeigen die Designer der diesjährigen Frühjahrsmode einen ausgeprägten Mut zu großflächigem Dekor. Überall sieht man Blumenprints in den unterschiedlichsten Farben. Es gibt weiße Blazer mit feinen pinkfarbenen Blüten und leuchtendrote Kleider mit Blumendekor in türkis, gelb und hellen Grüntönen. Gelegentlich werden florale Motive auch mit Muscheln und Seesternen oder geometrischen Strukturen kombiniert. Ein besonders wagemutiger Designer hat sogar eine Kombination von großen türkisfarbene und roten Blumen mit leuchtend violetten und orangen Flächen und seriellen geometrischen Mustern kreiert. – Frauen, die Spaß an leuchtenden Farben und auffallenden Mustern haben, werden dieses Frühjahr auf jeden Fall fündig werden. Aber natürlich kommen im Frühjahr und Sommer 2013 auch klassische Farben und Farbkombinationen zu ihrem Recht. Bunte Blusen und Jacken werden gerne mit Hosen in zurückhaltenden Farben kombiniert. Weiß oder Beige wird als Untergrund für fröhliche Blumenprints, Streifen oder Karos verwendet, und auch Klassiker wie Schwarz und Dunkelblau werden nicht in der Versenkung verschwinden. Für den Winter 2013/14 malt sich bereits jetzt ein Schwarz-Weiß-Trend ab. Kurzer Blazer mit großflächigen Margeritenmuster darunter ein schwarz-weiß geringeltes T-Shirt, dazu eine weiße Hose aus Baumwoll-Stretch (Marc Cain)

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Bei den Materialien stehen leicht schimmernde, seidig fließende Stoffe im Vordergrund. Auch transparente und halbtransparente Blusen sind sehr beliebt. Leder wird vor allem in hellen Farben und für leichte Jacken verwendet. Überhaupt sind (zumeist kurze) Jacken auch in der Saison 2013 ein wichtiger Bestandteil der Damenkleidung, ob

Farbenfrohe Bluse mit floralen und geometrischen Mustern, darüber hellblaue Kurz-Lederjacke (Riani)


Mode frisch und fröhlich mit Blumen bedruckt, in klassischen Farben in Blazerform oder sportlich leger und manchmal leicht geknautscht. Die Schnitte der aktuellen Frühlingsmode betonen die Körperformen der Trägerin, ohne zu sehr einzuengen. Nur Hosen werden häufig hauteng getragen. Die Hosen können in in diesem Frühjahr ebenfalls in vielen Farben getragen werden. Sogar Neontöne sind hier angesagt. Ergänzt wird die bunte Hosenpracht durch gemusterte Hosen in Blumendrucken oder geometrischen Dessins. – Sehr schön ergänzt wird die aktuelle Frühjahrsmode durch farbenfroh gemusterte Tücher und zumeist kleine Handtäschchen in den leuchtenden Farben der Saison. Corinna - Fashion & Mode Hochstraße 54, 45894 Gelsenkirchen-Buer Telefon: 0209-35 97 99 35 www.yourcorinna.de Schmitz – Das Modehaus Bahnhofstraße 21, 45879 Gelsenkirchen-Mitte Telefon: 0209-15 56 10 www.schmitz-mode.de

Leuchtendgelbe Jacke (FS), 7/8 Capri-Hose mit schwarz-weißem All-Over-Print (Cambio), dazu ein farbenfrohes Tuch mit floralen Mustern (Codello)

SPRING 2013 MARCCAIN | SCHUMACHER DIANE VON FÜRSTENBERG PATRIZIA PEPE | DRYKORN CLOSED | CAMBIO | SEVEN PEUTEREY | BELSTAFF U.V.M.

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Graue-Pinke Woll-Kaschmir-Strickweste mit Herzmuster (Zaubermasche) dazu passende pinkfarbene Hose (Cambio)

Gestreifter Kurzblazer mit Fransen, darunter T-Shirt „He loves me“ mit fein gezeichneter Illustration

Text: Michael Otterbein Fotos: Lothar Bluoss

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Gesundheit „Meditation ist ein neuer und (alt) bewährter Weg zu innerem Frieden und gleichzeitig das beste Training für ein aktives Leben in der Welt!“

Sitzen in Stille Einmal die Woche treffen sich bei Maria Egetemeyr Menschen, um gemeinsam zu meditieren. „Während des regelmäßigen Sitzens in Stille lassen Sie Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Vorstellungen und alles, was im Bewusstsein auftaucht, einfach da sein, ohne eine Beziehung dazu aufzubauen. Dadurch kann sich Ihnen ein Raum erschließen, in dem Sie Ihr wahres Wesen erkennen, was Ihnen wiederum ermöglicht, in Ihrem Alltag mehr Sinn und Bedeutung zu finden und mehr Klarheit über das eigene Leben zu gewinnen“, erklärt sie. „Durch die Bewußtwerdung der Bewegungen des Geistes kommt man zunehmend dahin, sich nicht mehr mit seinen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Sie merken, dass Sie nicht Ihre Wut, Angst, Verzweiflung oder auch Freude sind, sondern sie nur fühlen. Das hilft Ihnen zunehmend, in bestimmten Situationen nicht mehr automatisch zu reagieren, sondern größere Freiheitsgrade zu gewinnen. Um dorthin zu gelangen, muss ich allerdings bereit sein, einen länger währenden spirituellen Weg zu gehen. Dazu benötige ich Geduld und Ausdauer, denn nur durch regelmäßiges Üben kann ich Fortschritte erzielen. Die Früchte dieses Weges sind unvergleichlich in ihrer Schönheit, Klarheit und Freude.“ Ihre ersten Erfahrungen mit Meditation hat Maria Egetemeyr bereits als junge Frau gesammelt. Schon mit 16 machte sie sich auf den Weg, den Sinn des Lebens zu finden und reiste unter anderem nach London, Italien, Sri Lanka und Indien. Bei einer buddhistischen Nonne und in einem südindischen Ashram (klosterähnlichen Meditationszentrum) lernte sie östliche Meditationspraxis und erfuhr mystische Dimensionen ihres

Sabine Gronau Wissen aus der chinesischen Medizin

Kochen im März Die Beschäftigung mit Ernährung und Medizin hat in China eine lange Tradition. Schon von frühester Zeit an war man sich sehr deutlich bewusst, welche Auswirkungen die Nahrung auf den menschlichen Körper hat und wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für das allgemeine Wohlbefinden und auch die Schönheit ist. Doch was ist Schönheit?

ursprünglichen christlichen Glaubens. In späteren Jahren absolvierte sie eine Ausbildung zur Yogalehrerin und wurde Schülerin der Zen-Meisterin Doris Zölls. Hauptberuflich betreibt Maria Egetemeyr zusammen mit ihrem Mann die Dortmunder Bio-Bäckerei „Backdat“ ( www.biobackdat.de ) „Sitzen in Stille ist ein Angebot für Menschen, die ebenfalls einen spirituellen Weg gehen möchten“, erklärt Egetemeyr. „Zuerst meditieren wir 25 Minuten. Danach folgen fünf Minuten langsames Gehen und eine zweite etwa 25-minütige Meditationsphase. Zum Abschluss treten wir in den Dialog über die während der Meditation gewonnenen Erfahrungen und darüber, wie wir im Alltag mit diesen Einsichten umgehen und zur Entwicklung und Veränderung unseres Miteinanders und unserer Kultur beitragen können.“ Sitzen in Stille findet immer mittwochs um 18.30 Uhr bei Maria Egetemeyr, Arenfelsstraße 5 in Gelsenkirchen statt. Ein Einstieg in die Gruppe ist jederzeit möglich. Vor der ersten Teilnahme möchte Maria Egetemeyr ein Vorgespräch mit der Interessentin / dem Interessenten führen. Die Teilnahmegebühr beträgt 7,- € pro Woche.

In unserer heutigen Zeit wird mehr Geld ausgegeben, um Schönheit zu erlangen, als je zuvor; für Cremes und Faltenentfernung bis hin zu Schönheitsoperationen. Schön wollen wir sein, Schönheit wollen wir ausstrahlen, unsere Mitmenschen sollen uns schön finden. Schönheit lesen wir in erster Linie vom Gesicht ab; erst danach kommen der Körper, die Haare, unser Wesen und unsere Kleidung dazu. Doch gutes Aussehen – inklusive faltenloser Haut – hat nicht unbedingt nur mit dem Alter etwas zu tun, sondern vielmehr mit unseren Lebensgewohnheiten wie Schlafen, Essen, Trinken und: mit einer inneren Zufriedenheit. Eine gewisse Austrocknung der Haut kann mit zunehmendem Alter zwar nicht verhindert, aber doch günstig beeinflusst werden. So bietet die Ernährung nach der TCM mit dem Wissen um die befeuchtende Wirkung der Lebensmittel eine echte Alternative - auch zur Faltenunterspritzung! Die Chinesische Medizin basiert auf einem Jahrtausende alten Wissen. In dieser Küche haben Suppen und Kraftbrühen einen hohen Stellenwert. So sind sie gut geeignet, den Körper zu nähren und die Körpermitte zu stärken. Sie versorgen den Körper mit der notwendigen Lebensenergie und füllen die Körpersäfte auf.

Rosenkohl-Suppe (4 Personen) 1000 g Rosenkohl, putzen, Röschen halbieren ca. 650 ml Gemüsebrühe 2 El Öl 1 Knoblauchzehe 2 Msp Kreuzkümmel 1 Msp Kardamom 1 Msp Muskatnuss 1 Msp Nelken 1 El Ume Su (jap. Aprikosensauce, Bioladen) 2 El Sojasauce 1 El Balsamico-Essig 2 EL Schmelzkäse ,Kräuter‘ (ausnahmsweise) - alternativ Crème fraîche Pfeffer, Salz Topf mit dem Öl erwärmen, die Knoblauchzehe mit den Kräutern kurz anschmurgeln, dann die Saucen und den Rosenkohl dazu geben und mit der Brühe ablöschen. Kurz aufkochen und circa 15 Minuten köcheln lassen. Pürieren und mit dem Schmelzkäse abschmecken. Salzen und pfeffern nach persönlichem Belieben.

Sitzen in Stille Meditation Maria Egetemeyr · Arenfelsstraße 5 · 45891 Gelsenkirchen Fon (0209) 3 19 02 82 · Mail mje@sitzen-in-stille.de www.sitzen-in-stille.de

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Gesundheit Vor fünfzig Jahren, am 1. März 1963, begann Jürgen Weiß seine Lehre als Orthopädie-Schuhmacher im elterlichen Geschäft auf der Cranger Straße in Gelsenkirchen-Erle. Zehn Jahre später übernahm er dann das Unternehmen womit zu den „dienstältesten“ Unternehmern in Gelsenkirchen zählen dürfte.

50„Bei Jahre Orthopädietechnik mir gehen Sie richtig!“ Weiß In den fünfzig Jahren seit Beginn seiner Lehre hat sich in der orthopädischen Schuhtechnik natürlich einiges geändert. „Vor allem gibt es heute viele Materialien und Technologien, an die man früher noch gar nicht gedacht hat“, so Jürgen Weiß. Nicht geändert hat sich die Grundaufgabe, Menschen dabei zu helfen, gesund und schmerzfrei zu gehen. Zu Jürgen Weiß Leistungen, die er zusammen mit seinen vier Mitarbeiterinnen erbringt, gehören heute die Versorgung mit orthopädischen Schuhen, oft auch für Diabetiker, die Anfertigung von Maßschuhen, die Anfertigung von passgenauen Einlagen, Kompressionsstrümpfe und natürlich medizinische Fußpflege. Bei der Anfertigung von Einlagen ist es wichtig, zu wissen, zu welchem Zweck die Einlagen getragen werden sollen. Ob zum Beispiel zum Laufen, Tanzen oder für den Alltagsgebrauch. „Das lässt sich nur mit intensiver persönlicher Beratung herausfinden“, stellt Weiß fest. „Nur individuell angepasste Einlagen können Verletzungen und Langzeitschäden entgegenwirken. Wir fertigen die Einlagen daher speziell für die Füße und Funktionsschuhe unserer Kunden an, nach Maß und Ab-

Beispiel kommt es immer wieder zu enormen Belastungsspitzen. Die Füße müssen hier für kurze Momente einen Druck aushalten, der dem Vierfachen des eigenen Körpergewichts entspricht. Deswegen müssen die Einlagen diesen Druck weich abfedern. Dagegen werden beim Radsport besonders steife Einlagen benötigt, um die Kraftübertragung auf die Rennradpedale zu optimieren.

druck sowie mit Ortho-Tronic Scan.“ – Eine Spezialität des Orthopädieschuhmachers sind Spezialeinlagen für Sportler. „Beim Laufsport zum

Orthopädie-Schuhtechnik

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Manche Menschen benötigen nicht nur Einlagen sondern einen orthopädisch angepassten Schuh. Hier bietet das Unternehmen ein großes Schuhsortiment in unterschiedlichen Designs und zu verschiedenen Anlässen und fertigt darüber hinaus auch selber Schuhe nach Maß an. Eines von Jürgen Weiß Spezialgebieten ist die Schuhversorgung von Diabetikern. Da Diabetiker aufgrund von Nervenschäden in den Füßen häufig nicht spüren, wenn sie Druckstellen, Blasen oder kleinere Wunden haben, kann das schnell zu schwerwiegenderen Problemen führen. Daher müssen gute Schuhe für Diabetiker daher innen weich sein, ohne drückende Kappen oder Nähte und außen fest, damit die Füße genügend Halt haben. – Die Kosten für orthopädische Schuhe werden von den Krankenkassen übernommen, wenn ein entsprechendes Arztrezept existiert. Wo es möglich ist, bereits im Besitz des Patienten befindliche Schuhe, zum Beispiel durch Umpolsterungen, Absatzangleichungen oder Einfügung von Abrollsohlen, orthopädisch anzupassen, wählt Jürgen Weiß diese kostengünstigere Alternative. Wer die Dienstleistungen von Orthopädieschuhtechnik Jürgen Weiß kennen lernen möchte, kann das Geschäft auf der Cranger Straße 280 montags bis freitags von 9 bis 13 und 14 bis 18.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr besuchen. Mittwochnachmittags ist geschlossen. – Im gesamten Jubiläumsmonat bietet das Unternehmen seinen Kunden einen Rabatt von 20 % auf alle Schuhreparaturen und es gibt auch noch einige Paare hervorragender MBT-Schuhe (Masai Barefoot Technology), die Aufgrund der Insolvenz des Herstellers zum unschlagbaren Preis von 70,- € angeboten werden. Text: Michael Otterbein Foto: Lothar Bluoss


Gesundheit  Mit zunehmendem Alter stellen sich Ansprüche an die Benutzbarkeit der eigenen vier Wände grundlegend neu.

Leben im Alter Barrierefrei - auch im Badezimmer! Im Eingangsbereich können bereits kleine Treppen und Schwellen zu Stolperfallen werden. Treppenhäuser und Bewegungsflächen müssen für Menschen mit Gehbehinderung oder Rollstühle angepasst werden, genauso wie die Wohnräume selber. Besonders wichtig ist die barrierefreie Gestaltung bei Badezimmern. Böden und Oberflächen sollten hier besonders rutsch- und trittfest sein. Die Türen von Bad und WC sollten nach außen öffnen, damit es bei einem Sturz im Bad nicht zu einer Türblockade kommen kann. Der Duschbereich sollte so groß sein, dass bei Bedarf ein Duschsitz Platz hat. Eine vorausschauende Badplanung beachtet auch Punkte wie einfache Bedienung von Armaturen, leichte Zugänglichkeit und optimale Sicherheit der BadEinrichtung. Dazu gehören auch Haltegriffe und die richtige Höhe von WC oder Waschplatz. Wichtige Funktionen eines barrierefreien Badezimmers sind:  Unterfahrbarer Waschplatz, an dem Sie sich auch im Sitzen waschen können  Gut erreichbare Armaturen – im Sitzen wie im Stehen  Genügend freier Raum vor und neben der Toilette für optimale Erreichbarkeit  Bodenebene Duschen – optisch ansprechend und praktisch zugleich

 Höhenverstellbare Handbrause für das Duschen im Stehen und im Sitzen Und dabei kann ein barrierefreies Bad genauso gut aussehen, wie eine herkömmliche Badeinrichtung. Elegante Badmöbel, formschöne Sanitärkeramik und innovative Technik machen auch das barrierefreie Bad zu einem wunderschönen Traumbad. Und wie sieht es mit der Finanzierung aus? – Fachlich kompetente Unternehmen können Umbauwillige auch bei der Finanzplanung unterstützen und dabei helfen, staatliche Fördermittel zu akquirieren. Über das Programm „Altersgerecht Umbauen“ fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nämlich Umbaumaßnahmen mit besonders zinsgünstigen Krediten. Gefördert werden alle Maßnahmen, die auch in Zukunft ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen. Unter anderem sind folgende Maßnahmen förderfähig:  Wohnungsgrundriss anpassen, mehr Bewegungsflächen schaffen  Türöffnungen verbreitern  Sanitärräume umbauen  den Gebäude- oder Wohnungszugang verbessern, z. B. durch Gegensprechanlagen, Türantriebe, beidseitige Handläufe im Treppenhaus, Rampen zur Überbrückung von Stufen, Abbau von Schwellen

Beratungen zum barrierefreien Umbau von Wohnungen und entsprechenden Fördermöglichkeiten bietet in Gelsenkirchen z.B. die Unternehmen: Klein bad & heizung Buschgrundstr. 37 45894 Gelsenkirchen Telefon 0209 / 930600 www.klein-badundheizung.de Sanitätshaus Rommeswinkel Dorstener Straße 15 45894 Gelsenkirchen Telefon: 0209/ 3 18 13-0 www.rommeswinkel.com

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Leute Im Jahr 2003 hatte die Gelsenkirchener Illustratorin Margarete Gockel zum ersten Mal für Ritzenhoff gearbeitet. Im Rahmen der Kollektion „Mon Amour“ entwarf sie eine stylische Milchkaffee-Schale für den bekannte Porzellan- und Gläserhersteller aus dem Sauerland.

Margarete Gockel Gelsenkirchenerin entwirft Ritzenhoff-Design Gockels Design gefiel Ritzenhoff und seinen Kunden so gut, dass die Gelsenkirchenerin in den Jahren 2003 bis 2007 immer wieder Designaufträge erhielt. Als nach fünf Jahren Pause im Frühjahr 2012 wieder eine Anfrage von Ritzenhoff ins Haus flatterte, freute sich Margarete Gockel daher besonders. Es ging um Entwürfe für ein Tee-Set mit insgesamt fünf Bestandteilen, um die Sparschwein-Kollektion „Mini Piggy Bank“ und wieder einmal um Champagner-Gläser. „Als ich das Briefing gesehen habe, war ich von Themen und Aufgabenstellungen angetan. Schon die Ausschreibungsunterlagen waren so wunderschön gestaltet, dass ich sofort mit der Arbeit anfangen wollte. Ich habe dann zwei Wochen über dem Thema gebrütet, darunter die gesamten Pfingsttage. Vor allem der Entwurf für das Tee-Set hatte es mir angetan. Hierfür habe ich eine traditionelle und eine moderne Geisha kreiert, dazu eine komplexe Story in fein detaillierter japanischer Umgebung mit Schmetterlingen, Vögeln und einem Koi-Teich“, erklärt Gockel.

in den Handel. Der Fachwelt hat Ritzenhoff die neue Kollektion bereits im Februar auf der Messe „Ambiente“ in Frankfurt vorgestellt. Gelsenkirchener Kunden können viele Ritzenhoff-Produkte, darunter auch Margarete Gockels Champagner-Gläser, im Haushaltswarenfachgeschäft Leifeld auf der Horster Straße in Buer bekommen.

Margarete Gockel

Margarete Gockel auf der „Ambiente”

Ritzenhoff entschied sich für die moderne Geisha und gab der Gelsenkirchenerin auch den Zuschlag für das Porzellanschweinchen und zwei Champagnergläser. Das zierliche Sparschwein in Form einer etwas molligen Balletttänzerin mit rosa Tutu ist bereits im Laden erhältlich, ebenso wie die mit Margarete Gockels goldhaariger Schönheit bedruckten Gläser. Das stylische TeeSet kommt allerdings erst im Herbst

Die Kollektion 2013 ist eingetroffen

Das Fachgeschäft in Buer

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Wie bei vielen Künstlern liegt das Kreative auch bei Margarete Gockel in der Familie. Als Kinder trugen sie und ihre beiden Schwestern sehr begeistert originelle Kinderkleidung, die ihre Mutter selber genäht hatte. So war es naheliegend, dass sie zunächst in Dortmund Kunst und Textilgestaltung studierte und später als Kostümdesignerin für Werbeagenturen arbeitete. Doch noch lieber als das Nähen mochte sie das Zeichnen, und nach der bestandenen Aufnahmeprüfung an der Folkwang-Schule in Essen für das Studium Kommunikationsdesign fühlte sie sich endlich angekommen. Unmittelbar nach dem Ende des Studiums lernte Margarete Gockel ihre deutsche Agentin kennen, die ihr sehr schnell hochkarätige Aufträge als Illustratorin verschaffte. Sie entwickelte sich außergewöhnlich schnell zur gefragten Illustratorin, so dass sie bald schon bei Kampagnen für die Europäische Union und die Bundespost mitwirkte und für die Gestaltung von Haarpflegeprodukten (Wella) und Porzellan (Ritzenhoff ) engagiert wurde. Inzwischen finden Gockels faszinierende Frauenfiguren auch internnational Fans quer durch alle Branchen und Unternehmen, vor allem in den USA. Cool, sexy, top-modisch und immer extrem schlank, fallen ihre Illustrationen sofort ins Auge. Das Arbeiten für internationale Kunden ist für sie durch digitale Bildbearbeitung und das Internet wesentlich leichter geworden. Trotz moderner Technik entstehen Margarete Go-

ckels Zeichnungen aber immer noch zum großen Teil von Hand. Ihre Figuren entwirft sie zuerst einmal mit dem Bleistift und zeichnet sie dann mit Tusche. Tintenkleckse und Spritzer, die dabei entstehen, bezieht sie in die Kreation mit ein, die gehören zu ihrem Stil. Die fertige Tuschezeichnung scannt sie, um sie am Rechner zu kolorieren. Um ihre Zeichnungen lebendiger zu machen verwendet sie häufig zusätzliche Elemente wie Fotos oder eingescannte Stoffproben. Einige Proben ihres Könnens und mehr Informationen über die Künstlerin unter www.margaretegockel.de

Text: Michael Otterbein Fotos: Ritzenhoff


Theater Am Musiktheater im Revier hat Generalintendant Michael Schulz „Lady Macbeth von Mzensk“ inszeniert. Der bildgewaltige Opernkrimi um Sexualität, Mord und Gewalt konnte bereits im Februar Publikum und Kritiker begeistern.

Lady Macbeth Mzensk Tiefer Blick in menschlichevon Abgründe E

igentlich ist Katerina Ismailowa eine bemerkenswerte Frau. Anstatt sich mit der starren geschlechtstypischen Rollenerwartung einer konservativen Gesellschaft abzufinden, lehnt sie sich mutig gegen die vorherrschende patriarchalische Unterdrückung auf. Doch aus Sehnsucht nach Liebe und Selbstbestimmung wird sie letztendlich zur Mörderin. Die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitri Schostakowitsch ist offenkundig nichts für schwache Nerven – in diesem Jahrhundertwerk über Sexualität, Mord, Gewalt und extreme Emotionen werden Grenzen gesprengt und tiefe menschliche Abgründe in aller Deutlichkeit aufgezeigt. Am Musiktheater im Revier (MiR) hat Generalintendant Michael Schulz die Oper inszeniert und sowohl das Gelsenkirchener Publikum als auch die Kritiker begeistert. Dieser opulent kreierte und bildgewaltige Opernkrimi zieht die Zuschauer in seinen Bann und lässt in der mehr als dreistündigen Aufführung keine Sekunde Langeweile aufkommen.

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ie reiche Kaufmannsfrau Katerina (Yamina Maamar) ist unglücklich verheiratet und schutzlos der Gewalttätigkeit ihres Schwiegervaters Boris (Renatus Mészár) ausgesetzt. Als ihr Ehemann Sinowi (Hongjae Lim) verreist, bricht Katerina aus ihrer Rolle aus und lässt sich auf ein Verhältnis mit dem Arbeiter Sergej ein. Nachdem ihr Schwiegervater das Verhältnis entdeckt und ihren Geliebten auspeitschen lässt, vergiftet Katerina ihn mit Rattengift, um weiterhin mit Sergej zusammen sein zu können. Das Liebespaar bringt später auch Sinowi um, als dieser unerwartet von seiner Geschäftsreise zurückkehrt und sie ertappt. Katerina und Sergej können nun endlich heiraten. Doch während der Feierlichkeiten wird Sinowis Leiche gefunden und das Brautpaar verhaftet. Auf dem Weg ins sibirische Gefangenenlager wendet sich Sergej von ihr ab und der Zwangsarbeiterin Son-

jetka zu. Katerina tötet die Nebenbuhlerin und wird schließlich selbst erschossen.

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ür ihre brillante Leistung erhielten die Sänger bereits bei der Premiere Anfang Februar stürmischen Beifall. Vor allem Sopranistin Yamina Maamar begeistert mit ihrer intensiven Darstellung und zeigt ein differenziertes Charakterbild der jungen Protagonistin, die fast sämtliche emotionale Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz durchlebt.

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ine emotionale Achterbahnfahrt erlebte auch das gesamte Team vor der zweiten Aufführung. Diese wäre nämlich um ein Haar ausgefallen. Sergej-Darsteller Lars-Oliver Rühl konnte wegen einer Erkältung nicht auf der Bühne stehen, sein Ersatzmann lag mit einer Grippe im Bett. Es wurde nach einer Vertretung gesucht und bei Sängern angefragt, die den Sergej an anderen Häusern verkörpern. All diejenigen, die den deutschen Text beherrschen, waren selbst an jenem Abend an anderen Aufführungen beteiligt. Nun gab es nur noch eine Möglichkeit: Ein Darsteller, der das Werk in der russischen Fassung kennt, musste gefunden werden. Tenor Alexej Kosarev vom Oldenburgischen Staatstheater sprang kurzerhand ein. Obwohl er nur ein einziges Mal mit dem MiR-Ensemble gemeinsam proben konnte, lieferte er eine hervorragende Performance und harmonierte derart blendend mit den anderen Darstellern als hätte er schon seit Wochen mit ihnen geprobt. Auch die restliche Besetzung meisterte die Herausforderung perfekt – dabei musste die Konzentration bei den russischen Textstellen noch höher sein als gewöhnlich. Dass dennoch eine hervorragende Aufführung auf die Bühne gebracht werden konnte, zeigt auch, wie alle Beteiligten in ihren Rollen aufgehen.

Sergej (Lars-Oliver Rühl) und Katerina (Yamina Maamar)

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ervorzuheben ist auch der Opernchor, der eine gesangliche Meisterleistung vollbrachte und ein ums andere Mal Gänsehaut bei den Zuschauern verursachte. Dazu unterstrich die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Rasmus Baumann auf eindrucksvolle Weise musikalisch die Stimmung der Protagonisten. Ruhige Passagen wurden ebenso bravourös gespielt wie die expressiven Parts, die an einigen Stellen fast schon an ekstatische Ausbrüche erinnerten. Die Musikkomposition ist ohnehin sehr expressionistisch, teilweise witzig und manchmal sogar grotesk. So verdeutlicht die klare musikalische Gestaltung ganz offenkundig die Handlung. Aus diesem Grund konnte der Regisseur auch weitgehend auf nackte Haut verzichten. Drastisch dargestellte Sexszenen spiegelten sich schließlich in der Musik wieder. Intensiviert wurden einige Szenen durch die Anwesenheit einer Blaskapelle, die direkt auf der Bühne erschien und die Geschichte begleitete. So lässt die geballte Intensität einiger Abschnitte - wie die Massenvergewaltigung der Köchin Axinja oder der Auspeitschung Sergejs - dem Zuschauer ein ums andere Mal den Atem stocken.

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as Publikum muss sich also auf einige harte Themen und eine Bildgewalt gefasst machen, die einen auch nach der Aufführung noch beschäftigen. Dabei lässt das weiße minimalistische Bühnenbild die Geschichte zeitlos erscheinen. Lediglich einige Requisiten erinnern an die Zeit Stalins. Besonders interessant ist das facettenreiche Gesellschaftsbild, das in erster Linie durch die groteske Überzeichnung im Text und in der Musik gezeichnet wird. Mit „Lady Macbeth“ ist Michael Schulz eine in allen Belangen außergewöhnliche Inszenierung gelungen, die eine Intensität erreicht, die den Zuschauer auch noch beschäftigt, wenn der letzte Vorhang schon längst gefallen ist. Weitere Vorstellungen von „Lady Macbeth von Mzensk“ sind am 9. und 28. März, am 5. Und 14. April sowie am 5. Und 12. Mai im Musiktheater im Revier zu sehen. Karten sind zu einem Preis zwischen 10,50 und 37,50 Euro erhältlich.

Text: Carola Magnus Foto: Karl Forster

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Theater MiR-Chefdirigent Rasmus Baumann hatte sich an 15 Musikhochschulen beworben und ist 12 Mal durchgefallen. Von manchen Prüfer bekam er sogar den Rat, es mit der Musik besser zu lassen…

Rasmus Baumann „Ich habe einen vielfältigen Beruf, den ich über alles liebe!“ „N

ach meinem Abitur in Gladbeck wollte ich unbedingt Klavier und Dirigieren studieren und habe mich in den Jahren danach an fünfzehn Musikhochschulen beworben. Dabei bin ich zwölf Mal durchgefallen und nur drei Mal angenommen worden, von manchen Prüfern bekam ich sogar den Rat, es mit der Musik lieber zu lassen, aber das hat mich erst Recht angestachelt, es weiter zu versuchen“, erklärt der gebürtige Gelsenkirchener Rasmus Baumann, heute Chefdirigent am hiesigen Musiktheater. Obwohl ihn manche Musiklehrer und Professoren für unbegabt hielten, absolvierte er schließlich vier musikalische Ausbildungen und hat heute Diplome als Klavierlehrer, Kirchenmusiker, Konzertpianist und Dirigent vorzuweisen. Als erstes studierte er Klavierpädagogik an der Essener Folkwang-Hochschule, wurde in Bochum zum Kirchenmusiker ausgebildet und studierte anschließend Klavier Konzertfach weiter und parallel dazu Dirigieren an der Frankfurter Musikhochschule. „Meine ersten Dirigierstunden bekam ich aber schon vorher als Schüler mit

17 in meinem jetzigen Arbeitsraum hier im Musiktheater, und zwar vom damaligen Generalmusikdirektor Neil Varon. Nach einer verpatzten Klavier Aufnahmeprüfung für Jungstudenten an der Folkwang-Hochschule riet mir der damalige Gladbecker Musikschuldirektor Günter Waleczek, es doch auch als Kapellmeister zu versuchen und vermittelte mich zu Varon.“

für musste er wie ein Dirigent in der Lage sein, auch umfangreiche Orchesterpartituren lesen zu können. Da er seine Arbeit gut machte, wurde er 2002 zum 2. Kapellmeister befördert. Parallel dazu leitete er ab 1999 den Philharmonischen Chor Bochum, bis er 2003 zunächst das Ruhrgebiet verließ, um 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel zu werden.

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ein erstes Dirigat übernahm Rasmus Baumann bereits während seines Studiums, als er das Musical „Die Schöne und das Biest“ auf der Deutschlandtournee 1995/96 dirigierte und als erstes eigenes Orchester leitete er das Kammerorchester Gladbeck. Viele der Musiker kannte er noch aus seiner Musikschulzeit. Noch vor Abschluss seines Studiums ging Baumann in der Spielzeit 1998/99 ins Festengagement ans Essener Aalto-Theater, zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung. Die Aufgabe bestand darin, mit Sängern deren Partien am Klavier zu erarbeiten und dabei das Orchester zu ersetzen. Da-

ls Rasmus Baumann 2008 das Angebot des Gelsenkirchener Musiktheaters bekam, dort Chefdirigent zu werden, war er zuerst nicht überzeugt, ob das der richtige Schritt sei. „Meine erste Reaktion war – Nein! Das ist ein Rückschritt, weil ich das MiR seit meiner frühesten Kindheit kenne, ich wollte mich ja auch räumlich weiter entwickeln. Heute bereue ich es überhaupt nicht mehr, ans MiR gekommen zu sein. Im Gegenteil, die Arbeit hier macht unendlich viel Freude. Ich wurde auch vom Orchester sofort sehr gut aufgenommen und fühle mich hier am Haus sehr wohl.“ Für seine innovativen Konzertprojekte wie „MiR goes Film“ und seine überregional viel beachtete Einstudierung von Brittens „Peter Grimes“ wurde er bereits nach der ersten Spielzeit mit dem Gelsenkirchener Theaterpreis ausgezeichnet. In der Folge stand er bei fast allen wichtigen Musiktheater-Produktionen am Dirigentenpult, von „Peter Grimes“ (2008/09) über die „Zauberflöte“ (2009/10) zu „War Requiem“ und „Rheingold“ (2010/11) bis zur „Rusalka“ und „Salome“ (2011/12). In der aktuellen Spielzeit hat er bereits für „Don Carlo“ und vor allem die Schostakowitsch-Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ überregional euphorische Kritiken bekommen, die Premieren vom „Zigeunerbaron“, „Rosenkavalier“ und auch die Fortsetzung der beliebten „MiR goes...“ Reihe stehen noch aus.

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ine Oper wie Lady Macbeth zu dirigieren, ist wie Leistungssport“, erklärt Baumann im Interview. „Da schwitze ich pro Vorstellung zwei Fräcke bis auf die Unterwäsche durch. Die Arbeit eines Dirigenten mag für manche kinderleicht aussehen, ist aber sehr anstrengend, da man während der gesamten Aufführung hochkonzentriert sein muss und Schultern und Rücken stark gefordert werden. Die Arme können nach drei Stunden dirigieren ganz schön schwer werden.“ Um ein guter Dirigent zu sein, sollte man also auch körperlich fit sein, neben technischer Kompetenz,

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Theater

Rasmus Baumann im Interview

dem Wissen über die Spielweise der einzelnen Instrumente, musikalischer Bildung und Kenntnisse in der wichtigsten Musiksprache Italienisch. Natürlich gehört auch ein guter Musikgeschmack dazu, man muss zudem führen und Inhalte vermitteln können, also sowohl klare Vorgaben machen als auch individuell auf einzelne Musiker eingehen. Die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester läuft zum großen Teil nonverbal. Nur wenn die Chemie auf beiden Seiten stimmt, kann man ein gutes Ergebnis erzielen.“

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ass Rasmus Baumann es immer wieder schafft, eine gute Beziehung zu unterschiedlichen Orchestern herzustellen, zeigt sich an der Vielzahl seiner Gastspiele und sofortigen Wiedereinladungen. Er leitete zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland, unter anderem in Hamburg, Hannover, Köln, Berlin, Wiesbaden, Bochum, Duisburg, Bonn, Koblenz, Würzburg und Nürnberg, aber auch in Polen, der Schweiz oder Österreich. „Es kam nur zwei oder drei Mal vor, dass es mit einem Orchester nicht klappte“, erzählt Baumann. „Wenn man aber musikalisch wie menschlich harmoniert sind sogar Sprachbarrieren überwindbar. Bei einem Hochschulprojekt in Saarbrücken, an dem Studenten aus mehreren Ländern teilnahmen, konnten wir keine Sprache finden, die alle beherrschten, sind aber trotzdem zu einem sehr guten Ergebnis gekommen.“

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ch habe einen sehr vielfältigen Beruf, den ich über alles liebe! Wenn man mich fragen würde, was ich tun möchte, wenn ich frei wählen könnte, würde ich immer wieder Dirigieren sagen. Ob ich mit einem Orchester gut arbeiten kann, weiß ich aber erst, wenn ich es probiere, deswegen kann ich auch nicht sagen, dass ich irgendein Traumorchester habe, dass ich unbedingt mal dirigieren möchte, ich stehe jedem Orchester erst einmal sehr offen und neugierig gegenüber. Mit der Neuen Philharmonie Westfalen, unserem Orchester am MiR, bin ich jedenfalls sehr zufrieden. Ich freue mich immer wieder aufs Neue auf jede Probe und jede Vorstellung, weil die nicht nur gut spielen können, sondern auch die Arbeitsatmosphäre mit den Musikern konstruktiv und zugleich humorvoll und locker ist. Ich bin halt auch ein Kind des Ruhrgebiets und kann mir daher durchaus vorstellen noch einige Zeit in Gelsenkirchen zu bleiben, vor allem jetzt, da ich Anfang Februar zum ersten Mal Vater geworden bin. „Das war sicher die schönste Premiere meines Lebens!“ .

Text: Michael OtterbeinFotos: Lothar Bluoss Pedro Malinowski (1)

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in großer Teil von Rasmus Baumanns Arbeit findet allerdings auch in seinem Arbeitszimmer statt, in welches er sich stundenlang oft nachts zurückzieht. Bevor er nämlich ans Dirigentenpult tritt, muss er sich erst einmal intensiv in das Musikstück einarbeiten, eventuell mehrere Aufnahmen anhören und sich dabei mit den Eigenheiten des Komponisten vertraut machen. Als erfahrener Dirigent hat er längst ein sogenanntes inneres Gehör entwickelt, welches ihm erlaubt, die Musik beim bloßen Lesen der Partituren hören zu können. Trotzdem spielt er die Stücke vor der ersten Orchesterprobe immer auch auf seinem Klavier durch und zwar nach der Partitur für das gesamte Orchester. „Es ist ziemlich schwierig bis unmöglich, eine gesamte Partitur mit nur zwei Händen auf dem Klavier darzustellen. Manchmal geht das auch nicht flüssig, es hilft mir aber das Dirigieren optimal vorzubereiten“, so Baumann.

Orchesterprobe

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Auto

Opel Adam Immer noch glauben viele, Opel stelle zwar technisch ordentliche Autos her, die aber leider null Sex-Appeal haben. Graues Mittelmaß, aber nichts Besonderes. Kein Wunder dass die Automarke aus Rüsselsheim sich auf dem direkten Weg in den Abgrund befinde. – Der neue Opel Adam (sprich englisch „Ädäm“) sollte endlich auch die missmutigsten Kritiker überzeugen, dass das absolut nicht stimmt. Schon die Opel-Modelle der letzten Jahre, sei es der neue Astra, der neue Zafira Tourer oder der Mini-SUV Mocca, haben dem aufmerksamen Beobach-

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ter gezeigt, dass Opel nicht nur praktisch kann, sondern auch modern und schön. Mit dem Adam haben die OpelDesigner jetzt noch einen oben drauf gesetzt und einen außergewöhnlich stylischen Kleinwagen ins Leben gerufen. Fiat 500, Mini und Co. haben bewiesen, dass es auch im Kleinwagensegment nicht ausschließlich um den Preis gehen muss. Jetzt steigt auch Opel in das Segment der LifestyleZwerge ein und landet direkt einen Volltreffer. Der nur 3,70 Meter lange Adam überzeugt durch pfiffige Op-

Jeder sein eigener Chefdesigner tik und seine vielfältigen Wahlmöglichkeiten. Im Rahmen der drei Grundvarianten „Jam (verspielt), Glam (elegant) und Slam (sportlich)“ gibt es jeweils ein „EXTREME“-Paket, dazu eine „BLACK“ und eine „WHITE“-Version und die „TWISTED“-Pakete mit denen man Leichtmetallräder, Außenspiegelgehäuse, Kühlergrillspangen und weitere Dekorelemente in „Mojito Green“, „Chocolate Brown“ oder „Fire Red“ bekommen kann. Das Armaturenbrett ist grundsätzlich mindestens zweifarbig gestaltet, oben in der Außenfarbe und unten schwarz oder oben und unten schwarz und in der Mitte in der Außenfarbe, was vor allem bei leuchtenden Farben wie „Sunny Yellow“ oder „Curry Red“ einen erfrischenden optischen Effekt ergibt. Man kann den Innenraum des Adam aber auch mit MosaikMustern, Tapetenblümchen oder feinen geometrischen Mustern auf schwarzem Untergrund dekorieren. Dazu lässt sich wählen, ob der

Dachhimmel mit einem SchachbrettRallye-Muster, einem LED-Sternenhimmel oder einem blauen Himmel mit feinen, weißen Wölkchen versehen werden soll. Die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten ist beinahe unbegrenzt. Beim Opel Adam darf jeder Käufer sein eigener Chefdesigner sein. Die Silhouette des neuen Opel-Minis wirkt rund, ja fast kugelig. Vorne zeigt der Adam ein typisches Opel-Gesicht, dass an den Astra erinnert. Markant sind die beiden kleinen, runden Zusatzlampen. Das Dach hebt sich bei den meisten Versionen farblich von der übrigen Karosserie ab. Der dynamische Faltenwurf der Seitenverkleidung gibt dem Kleinen eine sportliche Note. Der verspielte „Adam“-Schriftzug ist nicht wie sonst üblich auf der Fahrzeugrückseite angebracht sondern auf beiden Seiten der C-Säule. Innen setzt sich die dynamische Linienführung nahtlos fort. Je nach Farb- und Ausstattungsvariante wirkt der Adam frech und verspielt, sportlich oder elegant. In der Sportversion „Slam“ bekommt man ein Lederlenkrad mit unterschiedlich farbigen Nähten, Ledersitze und Aluminium Sportpedale. Wer es noch sportlicher mag und ein paar Euro mehr ausgeben Text: Michael Otterbein kann, bestellt zusätzlichFoto:s Rallye-DeLothar Bluoss kor für Dach, Motorhaube und Türen


Auto und natürlich 18-Zoll-Leichtmetallräder. – Aber das Innenraumdesign ist nicht nur trendy und verspielt. Das Armaturenbrett des Adam wirkt wesentlich aufgeräumter als das der größeren Brüder Astra, Insignia und Co. – keine verwirrende Knöpfchenvielfalt sondern eine klare Aufteilung. Diese Einfachheit ist vor allem durch den Touchscreen des Bordcomputers möglich, in dem sich viele elektronische Steuerelemente verbergen. Pfiffig ist auch, dass auf Geschwindigkeits- und Drehzahlmesser der aktuelle Leistungswert durch einen Leuchtpunkt verdeutlichen wird. Und wie sieht es aus mit den inneren Werten, Ergonomie, Leistung, Verbrauch und Preisen? – Auch ergonomisch ist der Adam gut gelungen, so lange man ihn nicht mit mehr als zwei Personen nutzt und nicht zu viele schwere und sperrige Lasten transportieren möchte. In der Höhe haben Fahrer und Beifahrer genügend Platz. Die

lativ hohe Ladekante leider zusätzlich erschwert. Leistungsmäßig kann der kleine Adam natürlich nicht an Mittelklasselimousinen oder Sportathleten heranreichen. Für einen Cityflitzer reicht die Motorisierung jedoch völlig aus. Bereits die kleinste Version mit 70 PS (51 kW) lässt sich flott bewegen. Mangels Turbo zeigt er in den unteren Drehzahlbereichen zwar einige Schwächen, ist man aber erstmal auf über 3.000 Touren gelangt, kommt man durchaus schnell vom Fleck. Mit der 70-PS-Version erreicht man maximal 165 km/h bei einer Beschleunigung von 14,5 Sekunden von 0 auf 100. Entscheidet man sich für die größte Motorversion 100 PS erreicht man eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h und beschleunigt in 11,5 Sekunden auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt nach Werksangaben bei allen Motorversionen unter 6 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer, wobei die mit Start/

Mit dem Adam haben die Opel-Designer jetzt noch einen oben drauf gesetzt und einen außergewöhnlich stylischen Kleinwagen ins Leben gerufen. Sportsitze sind bequem und haben eine gute Seitenführung. Das Lenkrad ist höhenverstellbar und dank der großen Seitenspiegel lässt sich der Adam mit viel Übersicht fahren. Besonders leichtgängig geht die Lenkung im City-Modus, da reichen die sprichwörtlichen zwei Finger, um den Wagen um enge Kurven zu bugsieren. Wer trotz geringer Abmessungen immer noch Probleme mit dem Einparken hat, kann sich für 580,- € einen automatischen Parkassistenten einbauen lassen. Für XXL-Insassen ist der Innenraum allerdings nicht konzipiert. Kommt man sich vorne mit zwei breiteren Zeitgenossen bereits öfters in die Quere, so ist der Aufenthalt für normal- bis übergroße Menschen im Fonds wirklich nicht zu empfehlen. Für eine junge Mutter mit Kind im Grundschulalter ist der Adam dagegen wunderbar geeignet. Die sollte den OpelMini allerdings nicht für die Fahrt in den Ski-Urlaub oder den Besuch im Möbelhaus einplanen. Bedingt durch die geringen Außenabmessungen ist auch der Gepäckraum ziemlich klein geraten. Pur fasst er gerade einmal 170 Liter. Erst wenn man die Rücksitze umklappt, steigert sich der Laderauminhalt auf 484 Liter (bis Oberkante Vordersitzrücklehne). Das Beladen mit schweren Lasten wird durch eine re-

Stop-Automatik ausgestatteten Motoren 0,3 bis 0,4 Liter weniger schlucken sollen. Größere Motoren und Dieselversionen sind geplant genau wie ein Adam Cabrio. Preislich beginnt der günstigste Adam (Basisversion mit 70 PS) bei 11.500,- €. Für die teuerste Serienversion (Adam Ausstattungsvariante Slam mit 100 PS und Start/Stop-Automatik) muss man bereits 16.085,- € hinlegen. Der günstigste „Slam“ liegt bei 14.290,- €, aber der verfügt dann auch schon über eine umfangreiche Serienausstattung. Die Preise für den Adam starten etwas über dem VW up und liegen etwa gleichauf mit denen des Fiat 500. Unser Fazit: Opels neues Kleiner ist wirklich ein pfiffiger Lifestyle-Flitzer. Mit dem Adam dürften die Rüsselsheimern bei jungen Menschen und Frauen gegenüber den Mitbewerbern deutlich aufholen. Und der Adam ist nicht nur gut designt, auch technisch und ergonomisch hat er einiges zu bieten, solange man ihn so einsetzt, wie er konzipiert ist, als City-Auto für ein bis zwei Personen. Das Verhältnis Preis-Leistung stimmt unserer Meinung nach auch. Für 12 bis 15.000 Euro bekommt man ein außergewöhnliches kleines Auto mit großem Glamour-Faktor. Text: Michael Otterbein Fotos: Lothar Bluoss

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Kultur Am 15. März startet der Circus Roncalli seine Deutschlandtournee, wie auch in den letzten Jahren wieder mit einer großen Gala-Premiere in Recklinghausen. Die Tournee 2013 steht unter dem Motto „Time is Honey“. Preisgekrönte Artisten in und über der Manege nehmen die Zuschauer mit auf eine Gedankenreise…

Circus Jeder Tag, anRoncalli dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag. D

er Satz trifft ziemlich genau die Philosophie des Circus Roncalli und seines Gründers. In über drei Jahrzehnten war es Bernhard Paul immer ein besonderes Anliegen, Poesie und Phantasie in den Alltag der Menschen zu bringen. „Die größte Poesie des Universums“, „Phantasie verboten“ und „Die Reise zum Regenbogen“ hießen drei seiner frühen Programme. Bei Roncalli geht es um Eleganz, Leichtigkeit und Schönheit, das Ganze mit einem Schuss Melancholie und natürlich Humor. Beispielhaft für diesen besonderen Zirkusstil steht die wunderbar sanfte Seifenblasennummer, mit der Clown „Pic“ (Richard Hirzel) berühmt geworden ist. Überhaupt spielen Clowns neben schönen Frauen und staunenswerten Artisten eine zentrale Rolle in der Zirkuswelt des Bernhard Paul, der unter dem Namen „Zippo“ selber immer wieder als „Dummer August“ in die Manege gestiegen ist. Elefanten, Löwen und andere wilde Tiere sucht man bei Roncalli heute dagegen vergebens. Nur im ersten Jahrzehnt hatte Paul mit dem Schweizer „Raubtierflüsterer“ Rene Strickler, auch bekannt als Dr. Doolittle, eine Raubtiernummer im Programm. Heute beschränkt sich der Roncalli-Zoo auf Pferde und Ponys.

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it seinem Zirkusprogramm möchte Bernhard Paul seinen Gästen das zurückgeben, was viele verloren haben, ihre Kindheit. Er selber ist in der niederösterreichischen Provinz aufgewachsen und zunächst sah es nicht so aus, dass aus dem kleinen Bernhard einmal ein legendärer Circusdirektor werden würde. „Mit fünf oder sechs Jahren habe ich zum ersten Mal einen Zirkus gesehen und das hat mich von Anfang an

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fasziniert, die ganze Exotik, die Artisten, die Elefanten und später die schönen Frauen haben in mir schon früh den Wunsch geweckt, auch an dieser Welt teilzuhaben“, erzählt der heutige Roncalli-Chef. So kam es dann, dass er mit 28 Jahren den gutbezahlten Job des Art-Directors in einer internationalen Werbeagentur aufgab und sich ein Zelt und ein paar Holzwagen kaufte.

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rgendwann hatte ich einfach genug von der x-ten HardsellingKampagne und beschloss meinen Traum, mit einem eigenen Circus über die Dörfer zu fahren, endlich wahr zu machen.” – Die Premiere seines Circus „Roncalli“ feiert Bernhard Paul 1976 zusammen mit seinem österreichischen Landsmann André Heller, der in der Zeitung von dem Projekt gelesen hatte. Aber bereits nach wenigen Monaten entzweien sich die beiden und Bernhard Paul geht seinen Weg alleine weiter. Es folgt zunächst eine Durststrecke, während der Zirkusgründer gezwungen ist, sich mit Clown-Auftritten in Kaufhäusern, auf Jahrmärkten und Festivals über Wasser zu halten. Aber er schafft es mit viel Arbeit, Kreativität und der Unterstützung des bekannten Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger bald wieder, einen neuen Zirkus auf die Beine zu stellen und erzielt mit dem ab 1980 gespielten Programm „Die Reise zum Regenbogen“, das insgesamt mehr als 8 Millionen Menschen sehen, einen ersten durchschlagenden Erfolg.

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n den folgenden Jahren kann sich Roncalli vor Besuchern kaum noch retten. Der Zirkus gastiert am Berliner Funkturm, auf Theaterfestivals und in der Frankfurter Oper. 1986 reist Roncalli auf Vermittlung von Mi-

Bernhard Paul

nisterpräsident Johannes Rau als erster deutscher Zirkus nach Moskau und verzaubert auch die Einwohner der russischen Hauptstadt. Ab Mitte der 80er ist Roncalli in der Mitte des Showgeschäfts angekommen. 1985 produziert die ARD eine sechsteilige Serie mit dem Titel Roncalli und das 15-jährigen Bestehen des Circus wird 1991 mit einer 90-minütigen Fernsehshow gewürdigt. Zwischendurch spielen Bands wie BAP und die Lords zusammen mit der Roncalli-Band und die weltbekannten Illusionisten Siegfried und Roy krönen mit ihrer Anwesenheit die Premiere eines Gastspiels in München. Das 30-jährige Jubiläum begeht Bernhard Pauls Circus 2006 mit fünf großen Galaveranstaltungen unter dem Motto „Classic meets Circus“in der Kölnarena. Die Jubiläumstour führt Roncalli unter anderem nach Wien, wo Bernhard Paul zum Professor ernannt wird. Es folgen gemeinsame Programm mit der Kelly Familiy und der Kölner Band „Die Höhner“. Im Jahr 2012 feiert Bernhard

Paul schließlich sein ganz persönliches Comeback in der Manege. Mit dem belgischen Clown Jan van Dyke kann Zippo nun wieder vor das Publikum treten.

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n 36 Jahren hat sich unser Programm natürlich stetig gewandelt“, weiß Bernhard Paul zu berichten. „Aber unser grundsätzlicher Stil ist geblieben. Die Gäste wollen zwar immer wieder neue Attraktionen, aber trotzdem wollen sie auch immer noch ihren Circus Roncalli wiedererkennen. So behalten wir zum Beispiel auch nach wie vor unsere schönen alten mit Gold verzierten Holzwagen und die nostalgischen Zelte, Requisiten und Uniformen. Nicht umsonst heißt unser neues Programm „Time is honey“. Es geht bei uns nach wie vor um Entschleunigung. Heute ist es wichtiger denn je, ein Gegengewicht gegen Stress, Gier und Hektik zu schaffen. Für mich kann reines Geldverdienen kein Ziel sein, sondern nur ein Mittel, um es uns zu ermöglichen, einen tollen Zirkus zu machen.


Kultur

Kunstwerkstatt im Winterquatier

Natürlich können auch wir uns dabei nicht völlig der neuen Zeit verschließen. Wir verwenden inzwischen neueste Technologien wie Smartphones und das Internet. Und auch unser Programm ist in den letzten Jahren sicher schneller geworden. Nur mit einer Mischung von langsamen und rasanten Showelementen kann man die MTV-Generation ansprechen.“

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icht geändert hat sich die Grundstimmung des „fahrenden Volks“. Wie seine Frau Eliane, die aus einer traditionsreichen italienischen Zirkusfamilie stammt, freut sich auch Bernhard Paul jedes Jahr auf den Saisonbeginn, wenn es wieder auf große Reise geht. „Wenn ich mehr als vier Wochen in einer Stadt bin, werde ich immer noch unruhig. Genauso geht es vielen hier. Und das obwohl sich der Roncalli-Chef in seinem Winterlager in Köln ein wunderschönes Domizil geschaffen. Aus einem nüchternen Industriebau wurde eine Zirkusdirektorenvilla im Stil des Art déco, ausgestattet mit edlen Jugendstilintarsien, verschnörkelten Holzschränken und einer prächtigen Hausbar. Hier in Köln haben auch Bernhard Pauls in Jahren gesammelte Schätze eine Heimstatt gefunden, so seine außergewöhnliche Beatles-Sammlung mit Gitarren, Musikinstrumenten, Anzügen und anderen Requisiten der KultBand. Seit gut zwei Jahren beschäftigt der Roncalli-Direktor mit Kurt Binder sogar einen eigenen Archivar, der um Bernhard Pauls persönliches Archiv aufbaut. Bisher hat er schon etwa 80.000 Fotos und 1.000 Filme gesichtet. Auf diese Weise entsteht das Medienarchiv des geplanten Circusmuseums. Schon jetzt verfügt Paul über eine der größten, wenn nicht die größte Circussammlung Europas.

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abei sind die Grenzen zwischen Museumsstücken und tatsächlich genutzten Circusutensilien bei Roncalli seit jeher fließend. Im Roncalli-Winterquartier am Kölner Stadt-

Malerarbeiten am Grillwagen

rand werden zwischen den Tourneen bis zu 100 Wagen repariert, restauriert und gewartet. Dazu kommen über 150 weitere Wagen und eine große Menge Wagenbestandteile und Circusutensilien, die an anderen Orten eingelagert sind und teilweise darauf warten, der Öffentlichkeit in einem zukünftigen Circusmuseum präsentiert zu werden. In den circuseigenen Werkstätten arbeiten Werkstattleiter Olaf Kossakowski und acht festangestellte Handwerker ständig für Roncalli. Unter anderem gibt es eine Schreinerei, eine Schlosserei, eine Lackiererei und einen Mitarbeiter, der die goldenen Verzierungen auf den Circuswagen auffrischt. „Unsere ältesten Wagen haben noch Bauteile von 1880 oder 1890. Ein großer Teil des Wagenparks stammt aus der Zeit vor 1950“, erklärt Kossakowski. Da es heute keine Firmen mehr gibt, die komplette hölzerne Circuswagen herstellen, machen wir das meiste selber.“ – Während das Reparaturteam und die Mitarbeiterinnen der Roncalli-Verwaltung in der Regel in Köln arbeiten, fahren die Auf- und Abbaumannschaften natürlich immer dahin, wo sie gebraucht werden. Neben der Stammmannschaft werden für Auf- und Abbau jedes Mal etwa 45 bis 50 Helfer benötigt. Für die Funktionsfähigkeit des reisenden Dorfes müssen etwa fünf Kilometer Kabel, drei Kilometer Wasserleitungen und 1.500 Meter Abwasserschläuche verlegt werden, dazu Leitungen für Telefon und Internet, weil auch der „Nostalgiecircus“ Roncalli die Infrastruktur der modernen Zeit benutzt. Während ein großer Teil der Crew wieder abreist, wenn das Roncalli-Dorf nach zwei Tagen steht, fährt das Stammteam zusammen mit Artisten und Schaustellern durch die Welt, um den reibungslosen Ablauf des Circusbetriebs zu garantieren.

Aber wir überzeugten Circusleute lieben nun mal unser Boheme-Leben. So kommen auch immer wieder Menschen zu uns, die mich bitten teilhaben zu dürfen, weil sie ihren Traum erfüllen möchten. Viele von denen geben allerdings bald wieder auf, da Circus eben auch mit sehr viel harter Arbeit verbunden ist. Einige bleiben da und werden schließlich Teil der Roncalli-Familie“, so Bernhard Paul. – Auf die gleichbleibende Begeisterung für das Zirkusleben baut Paul auch bei seiner eigenen Familie,

denn der fast 66-jährige weiß, dass er die anstrengende Rolle eines Zirkusdirektors nicht ewig ausfüllen können wird. Über mangelnde Zirkusbegeisterung muss er sich bei seinem Nachwuchs zum Glück keine Sorgen machen. Seine Kinder Lilian, Adrian und Vivian proben bereits ihre eigenen Artistiknummern. An die Leitung des Zirkus führt ihr Vater sie nach und nach heran, damit er sein Lebenswerk eines Tages an die nächste Generation weiter geben kann. Text: Michael Otterbein Fotos: Lothar Bluoss

„W

er wert auf einen immer gleich geregelten Tagesablauf legt, ist bei uns natürlich falsch.

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Kultur „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott...“ erklärt die Erzählerin und gibt eine kurze Einführung die Passionsgeschichte Jesu.

Evangelische Kirche Rotthausen Passionsspiele Auf der Bühne erscheint der Prediger Johannes, der die Menschen zu gottgefälligem Leben auffordert. Kehrt um! Ändert euer Leben! Teilt euren Besitz! Spontan lassen sich viele aus der Menschenmenge taufen, darunter Jesus von Nazareth. Aber schon bald kommen die Vertreter der römischen Ordnungsmacht im besetzten Palästina und führen Johannes ab. Es ist nicht gut, sich mit den herrschenden Mächten anzulegen. Mit denen kommt auch Jesus in Konflikt. Seine Weigerung, die Gebote der Priesterschaft zu befolgen, seine Behauptung, der lang erwartete Messias, ja der Sohn Gottes zu sein und die ihm nachgesagten Wundertaten, machen ihn zu einem gefährlichen Menschen. Der Rat der jüdischen Hohenpriester tritt zusammen und beschließt seinen Tod. Durch den Verrat des Judas können die Priester Jesus gefangen nehmen und ihn der römischen Besatzungsmacht ausliefern. Statthalter Pontius Pilatus sieht keine Schuld bei dem Gefangenen, beugt sich aber schließlich dem Druck der Priester und den wütenden Forderungen aus der Volksmenge, den falschen Messias endlich zu töten. Da lässt man lieber einen verurteilten Mörder frei und quält und tötet den Mann, der es gewagt hat sich gegen die Autoritäten zu stellen. Soweit die den allermeisten von uns aus der Bibel bekannte Geschichte über das Leben und Sterben des Jesus von Nazareth. Das Besondere dabei ist, dass die Passion Christi hier vor dem Altar einer kleinen evangelischen Kirche im Ruhrgebiet und größtenteils von Laiendarstellern aufgeführt wird. Und auffallend ist, dass der biblische Stoff kaum Requisiten und Dekorationen benötigt, um seine Botschaft zu entfalten. Regisseur Elmar Rasch arbeitet mit verschiedenen Lichtstimmungen und der Einspielung sakraler Musik. Natürlich gibt es ein großes Holzkreuz, und die Darsteller tragen die passende Kleidung, aber ansonsten bleibt der gründerzeitliche Kirchenraum pur. Man kann sich gut vorstel-

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len, dass letztlich sogar die wenige Theatertechnik verzichtbar gewesen wäre. Die Aufführung lebt von dem großen Engagement, dass die passionierten Freiwilligen auf der Bühne vor dem Altar zeigen. Das monatelange Proben hat sich offensichtlich gelohnt. Im Mittelpunkt der Aufführung steht natürlich Jesus, der von dem Gelsenkirchener Grafik-Designer Jesse Kraus mit großer Hingabe gespielt wird. Herausragend sind auch WolfRainer Borkowski als wortgewaltiger Hohepriester Kaiphas und Jens Dornheim aus Oberhausen als Pontius Pilatus. Er spielt den zweifelnden römischen Amtsträger, der schließlich dem Druck der Priester und deren Anhänger nachgibt sehr glaubwürdig. Ebenfalls im Zweifel ist Judas (Alexander Welp), bevor er Jesus Christus an seine Feinde verrät. Verzweiflung überkommt ihn, als er sieht, was er angerichtet hat. Die einzige weibliche Hauptrolle ist die der Maria. Ihr großer Auftritt ist die Trauerszene, als sie den Leichnam Jesus in den Armen hält. – In einigen Aufführungen sprang der Schauspieler und Leiter des Trias-Theaters Ulrich Penquitt ein und übernahm die wichtige Rolle des Johannes.

Johannes tauft Jesus

Fünf Vorstelllungen der Passion Christi haben im Februar bereits in der evangelischen Kirche in Gelsenkirchen-Rotthausen stattgefunden. Weitere Zehn sind bis zum Ostermontag geplant. Immer freitags und sonntags geht Elmar Raschs Theatertruppe mit viel Engagement und Herzblut auf die Bühne und erzählt diese ewig junge Geschichte. Karten und weitere Infos bekommt man unter www.buehneim-revier.de bei allen WAZ-Vorverkaufsstellen, bei den Geschäftsstellen des Medienhauses Bauer und im Internet über diverse Ticketportale. Die Priester sind entzürnt

Text: Michael Otterbein Fotos: Lothar Bluoss


Kultur Kurz nach dem Erscheinen der Februar-Ausgabe unseres Magazins erreichte uns der Anruf von Franz-Josef Bleichert aus Hassel, der bereits 1949 bei einem Gelsenkirchener Passionsspiel auf der Bühne gestanden hatte.

Zeitzeuge Bereits 1949 Passionsspiele in Heßler! zu stellen. Als ehemaliger Steiger möchte ich allen Beteiligten ein herzliches Glückauf wünschen.“ – Die Passionsspiele des Jahres 1949 fanden die in der katholischen Kirche St. Elisabeth in Gelsenkirchen-Heßler statt, die noch immer teilweise kriegszerstört war. Nachdem der damalige Pfarrer Niggemeyer von Einbrechern in seinem Pfarrhaus erschlagen und dabei 2.000 Mark Gemeindegelder gestohlen worden waren, musste die Gemeinde einen Weg finden, die dringend nötigen Reparaturarbeiten zu bezahlen. Da kam die noch vom ermordeten Pfarrer angeregte Idee der Passionsspiele genau richtig.

Franz-Josef Bleichert

Kurz nach dem Erscheinen der Februar-Ausgabe unseres Magazins erreichte uns der Anruf von Franz-Josef Bleichert aus Hassel, der bereits 1949 bei einem Gelsenkirchener Passionsspiel auf der Bühne gestanden hatte. Der damals 18-Jährige ist einer der letzten noch lebenden Teilnehmer der Aufführung. „Ich freue mich sehr, dass sich heute wieder Menschen gefunden haben, die die Passion Christi auf die Bühne bringen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was das für eine Arbeit ist, so etwas auf die Beine

Zum Glück gab es gute Beziehungen zu Mitgliedern des ehemaligen Gelsenkirchener Theatervereins „Thalia“, die sich bereitwilig zur Verfügung stellten, so dass ein professionelles Ensemble auf die Bühne steigen konnte. Jesus wurde von dem langjährigen Thalia-Vorsitzenden Alex Feldhausen verkörpert. Ein wichtiger Helfer war auch Gemeindemitglied Johann Müller, der nicht nur den Judas darstellte sondern auch mit dem Wittener Kostümverleiher verhan-

Passionsspiele 1949 – ganz links Franz-Josef Bleichert

delte und in Heßler von Haus zu Haus ging und, um die Menschen über die geplanten Passionsspiele zu informieren „Ich ging auch zur evangelischen Kirchengemeinde. Schließlich haben wir alle den gleichen Herrgott und Christus ist für alle Menschen gestorben“, erklärte er damals gegenüber der Presse. Und das große Engagement aller Beteiligten zahlte sich aus. Die Kirche St. Elisabeth war an allen drei Spieltagen bis zum letzten Platz besetzt und die Gemeinde konnte der erschütternden Mordtat ein positives Ereignis entgegensetzen.

Franz-Josef Bleichert ist heute 82 Jahre alt und daher bereits seit längerer Zeit im wohlverdienten Ruhestand. Auch sein jahrelanges Engagement bei der Hasseler Kirchengemeinde St. Pius hat er bereits seit längerem aufgegeben. Er ist aber noch heute stolz, bei den Passionsspielen von 1949 dabei gewesen zu sein, und hat sich fest vorgenommen, sich anzusehen, was die Passionsspieler des Jahres 2013 in Rotthausen auf die Bühne bringen. Text: Michael Otterbein Foto: Lothar Bluoss

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Kultur „Dem Wesen der Dinge nachspüren“ „Heribert Reismann ist ein akribischer Forscher seiner Umwelt. Was er bei seinen Streifzügen an Flächen, Winkeln, Helligkeitsstufen, Tiefen oder zufälligen Anordnungen sieht und wahrnimmt, hält er mit der Fotokamera fest. Aus diesen Fundstücken entwickelt er seine Bildidee, um diese schließlich mit seinen spezifischen künstlerischen und technischen Mitteln und Methoden in Bilder und Objekte umzusetzen.“ (H. Peter Rose)

Im Gedenken an Heribert Reismann Nach kurzer, schwerer Krankheit starb im Alter von 58 Jahren am 8. Februar 2013 der Gelsenkirchener Künstler Heribert Reismann. Sein Leichnam wurde am 23. Februar unter großer Anteilnahmen der lokalen Öffentlichkeit auf dem Neustadtfriedhof in Gelsenkirchen-Ückendorf beigesetzt. – In unserem Kulturmagazin GE:kult hatten wir Heribert Reismann im Januar 2012 vorgestellt. Seinen frühen Tod möchten wir zum Anlass nehmen, noch einmal an den Künstler und Menschen zu erinnern. (Bei uns im Verlag sind noch einige Magazine mit Heribert Reismanns Porträt vorrätig. Interessenten können sich kostenlos ein Exemplar abholen.) Obwohl Heribert Reismann 1954 in Essen geboren wurde, stammte er aus einer alten Gelsenkirchener Familie, die seit mehreren Generationen in der Neustadt wohnt. Dort ist er auch aufgewachsen. Nach seiner ersten Ausstellung wurde der junge Künstler schnell in Gelsenkirchen und darüber hinaus bekannt, stellte unter anderem bei Rolf Glasmeier aus und schaffte sich mit dem Verkauf seiner Kunst einen kleinen Nebenverdienst. Er machte sein Abitur und studierte „Visuelle Kommunikation“ mit den Schwerpunkten Foto und Typografie an der Uni Wuppertal. Nach dem Studium arbeitete er ein Jahr in einer Essener Werbeagentur und entschied sich dann für die Selbständigkeit. Als Grafiker arbeitete er für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen zum Beispiel für Handwerksbetriebe, Kultureinrichtungen und ein Geldinstitut, aber auch für einige Privatleute. Viele seiner Kunden kamen aus Gelsenkirchen und der näheren Umgebung. Andere aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands von Zwickau über Frankfurt bis Vreden an der niederländischen Grenze. Nachdem die Grafikertätigkeit in den 80er und 90er Jahren im Vordergrund gestanden hatte, wurde die Kunst für Heribert Reismann in seinen letzten Lebensjahren wieder wichtiger. Jetzt legte er seinen Schwerpunkt stärker auf die Fotografie und blieb dabei der konstruktiven Kunst treu. Seine neueren Arbeiten verbanden fotografierte Details mit geometrischen Ordnungen und Strukturen. Von 2003 bis zu seinem Tod arbeitete er eng mit den Künstlerkollegen Heinrich Jüttner und Wolfgang Sternkopf zusammen, mit denen er 2004 das „Atelier JRS“ in der Gelsenkirchener Ruhrstraße gründete.

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Aktuelles Nachdem die Renovierungs- und Umbauarbeiten an der Wasserburg Lüttinghof am äußersten nördlichen Rand Gelsenkirchens Ende Oktober abgeschlossen waren, präsentierten Burgherr Carlo Philippi und Küchenchef Stefan Opgen-Rhein ihr „Kind“ mit einem gelungenen „Warm up“. am 3. November 2012 erstmals der Öffentlichkeit.

Wasserburg „Hier wird es Lüttinghof nur hochwertige Veranstaltungen geben!“

Vom späten Vormittag bis in die Nacht konnten sich über 300 geladene Gäste einen ersten Eindruck von den frisch renovierten Räumlichkeiten machen und ein paar kleine Leckereien aus der Burgküche genießen. Das war ein gelungener Auftakt der Startphase für Lüttinghof_Die Burg im Wasser“, wie Carlo Philippi die Wasserburg Lüttinghof bezeichnet. „Fast alle, die die neu gestalteten Räume zum ersten Mal sehen, sind von der außergewöhnlichen Kombination von altem Gemäuer und modernem Design begeistert. Wir haben bewusst auf allen altertümlichen Schnickschnack verzichtet und die Burg sehr modern und hochwertig eingerichtet“, erklärt er. Und das Konzept scheint aufzugehen. In den knapp zwei Monaten bis zum Jahresende 2012 fanden hier bereits acht Veranstaltungen statt. Für 2013 sind schon über dreißig Events geplant. „Sehr viel positives Feedback bekommen wir auch von der Öffentlichkeit“, erzählt der stolze Burgherr. „Unsere Botschaft ist angekommen! Das sieht man an den steigenden Klickzahlen auf unserer Homepage und an den vielen Anfragen für Veranstaltungen. Und es rufen auch immer wieder Leute an, die einfach einmal bei uns essen wollen, ohne ein großes Event zu buchen. Für die haben wir bald auch etwas im Programm, wenn ich auch keinesfalls vorhabe, Lüttinghof_ Die Burg im Wasser als öffentliches Restaurant zu führen.“ – Bald schon will Philippi die Burg alle ein bis zwei Monate einen Freitagabend für Privatpersonen öffnen, die ein tolles Essen in spannender Atmosphäre genießen möchten. „Wir werden zwei Spitzenköche haben, die für etwa 60 Personen kochen. Es wird außergewöhnliche Themenmenüs geben. Die Tische werden wir im Rittersaal ganz nach Gästewunsch aufstellen. Das können Zweiertische sein, Vierertische oder auch eine lange Tafel für eine größere Gruppe. Bei schönem Wetter, wäre es auch denkbar, das unsere Gäste draußen essen.“

Ab Sommer soll die alte Tradition der Wasserburg Lüttinghof als Ausflugsziel wiederaufgenommen werden. An Wochenenden und Feiertagen wird auf der Wiese vor der Burg einen Kuchengarten eingerichtet. „Den Garten öffnen wir dann aber nur bei passendem Wetter und es wird selbstgebackenen Blechkuchen und leckere Kaffeespezialitäten geben“, so Philippi. „Und in der „Jotty B Jules Bar“ im Untergeschoss wird es vielleicht demnächst „Jams“ für junge Leuten, bei denen gute DJs auflegen und bis zum Morgengrauen getanzt werden kann. Ob und wann das stattfinden soll, werden wir spontan entscheiden.“ Ab Herbst soll es darüber hinaus Weinund Whiskeytastings geben, die ausschließlich von erfahrenen WhiskeyDozenten und Weinkennern durchgeführt werden und bei denen nur ausgesuchte Tropfen ins Glas kommen - vom torfig anmutenden Single Malt bis hin zum fruchtig schmeckenden Cabernet Sauvignon. Terminlich fixiert ist bereits ein Teil des geplanten öffentlichen Kulturprogramms: Am 17. Februar hat bereits das erste Kammerkonzert – ein Violinsonatenabend mit der internationalen Preisträgerin Lisa Schumann – in der Burg stattgefunden und am 17. März heißt es „Iva in Concert!“. Dann gibt die junge serbische Pianistin Iva Jovanović eine Kostprobe ihres außergewöhnlichen Könnens. Im Sommer will Philippi sogar ein Open-airKonzert mit dem Sinfonieorchester Pécs unter der Leitung von Kornél Györi und dem Pianisten Oleg Poliansky als Solist auf dem Burggelände auf die Beine stellen. – Auch für Kunstausstellungen sowie interessante Lesungen und Vorträge soll die Burg demnächst geöffnet werden. So wird ab Oktober ein New Yorker Künstler seine Werke in der Burg präsentieren und der Maler und frühere Filmschauspieler Ernst Reinhold wird über sein Projekt der „längsten Kunstgalerie der Welt“ berichten. Im Frühjahr 2014 soll es dann die Venezianische Nacht geben, die

Wasserburg Lüttinghof am Abend

Bar im Kellergewölbe

ursprünglich bereits für dieses Jahr geplant war. „Wie man an dem geplanten Programm sehen kann, soll die Lüttinghof_Die Burg im Wasser absolut kein „closed shop“ sein. Wir werden die Burg immer wieder zu ausgewählten Anlässen der Öffentlichkeit zugänglich machen“, so Carlo Philippi. „Wichtig ist mir dabei, dass hier nur qualitativ hochwertige Veranstaltungen stattfinden. Bisher hatten wir eine große Bandbreite von Nutzern: von Hochzeitsgesellschaften und anderen privaten Festivitäten bis zu Firmenseminaren und Tagungen. Ich weiß aber, dass hier zukünftig noch viel mehr möglich ist. Gerade bin ich in Verhandlung mit einer Top-Eventagen-

tur, die Lüttinghof_Die Burg im Wasser im Rahmen ihrer maßgeschneiderten Event-Konzepte mit anbieten will. – Mir persönlich macht das ganze nach wie vor einen Riesenspaß – und das vielleicht auch, weil ich meine Aufgabe immer noch nicht rein aus der professionell betriebswirtschaftlichen Sicht betrachte sondern aus Kundensicht und immer wieder gerne, neue spannende Konzepte entwickele.“ Lüttinghof_Die Burg im Wasser Lüttinghofallee 3-5 45896 Gelsenkirchen Telefon: 0209- 60 49 56-10 www.wasserburg-luettinghof.de Text: Michael Otterbein Fotos: Thomas Philippi

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Aktuelles

Samstag, 16. März Liquid Assets Party in der Kaue Zum zweiten Mal lädt die Band zur großen Party in die Gelsenkirchener Kaue ein. Mit dabei - und spät am Abend sicherlich auch auf der Bühne zusammen - sind „Die Gabys“ aus Berlin und Nico „die Lady“. Liquid Assets, gegründet in den späten Achtzigern, machten sich mit ihrem treibenden Gitarren-Sound in der Szene schnell einen Namen. Die Bochumer Zeche wurde das „Wohnzimmer“ der Assets und so dauerte es nicht lange, bis man mit der ersten Platte auch über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus bekannt wurde. Nach der großen Comeback Party 2010 in der Kaue in Gelsenkirchen, Auftritten beim Juister Musikfestival, in Berlin und mit „Chaemeleons Vox” in der Zeche Carl sind die Liquid Assets jetzt wieder ein fester Bestandteil der Musikszene im Ruhrgebiet. Weitere Infos: www.liquidassets.de Die Gabys, sieben Ladies aus Berlin begeistern mit kraftvoll gecoverten Songs aus vier Jahrzehnten Popgeschichte, darunter Discohits der 70er und 80er und legendäre Soul- und Rockklassiker. Immer live, immer in Farbe, immer in unvergleichlicher Gabys-Manier, machen sie vor nichts Halt und präsentieren sich mit unverwechselbarem musikalischem Charme und eigens arrangierten mehrstimmigen Chorsätzen. Weitere Infos: www.diegabys.de Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr Eintritt im Vorverkauf 9,- €, Abendkasse 12,- € Kaue, Wilhelminenstraße 174 45881 Gelsenkirchen www.emschertainment.de

7. Schloss-Berge-Konzert

Mascha – … zerreiß deine Pläne, sei klug und halte dich an Wunder… Mascha Kaléko galt als das „schreibende Fräuleinwunder der 30er Jahre“. Sie widmete sich der Alltagspoesie, war charmant, kess, melancholisch und betörend nüchtern. Sie war eine wichtige Stimme der Neuen Sachlichkeit, man nannte sie auch die Schwester von Kurt Tucholsky und verglich sie mit Ringelnatz, Kästner und Heine. Judith C. Jakob, die viele Gelsenkirchener als Ensemblemitglied des Musiktheaters, u.a. in Rollen wie „Eliza“ in My Fair Lady oder „Zeitel“ in Anatevka kennengelernt haben, trägt mit großer Intensität Mascha Kalékos Großstadtlyrik mit ironisch-zärtlichem, melancholischem Ton vor. Ihr idealer Partner am Flügel ist Joachim M. Jezewski aus Brühl. Da bei allen Schloss-Berge-Konzerten die Mitwirkenden auf ihr Honorar verzichten, kommt der Erlös der Schloss-Berge-Konzerte ohne Abzug den vom Friedensdorf in Oberhausen betreuten schwerverletzten Kindern aus den Kriegsgebieten der Welt zu. Veranstalter ist der Lions Club Gelsenkirchen-Buer ( www.lions-buer.de ). 15. März 2013, 19.30 Uhr Schloss Berge, Adenauerallee 103 45894 Gelsenkirchen Eintritt: 18 €, ermäßigt 15 €, Abendkasse 20 €. Vorverkauf: Goldschmiede Böckmann, Ophofstr. 7, GE-Buer Musik Gläsel, Gildenstraße 18, GE-Altstadt

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Aktuelles

Zahlenbilder von Egon Karl Nicolaus Erstmals wird in einer retrospektiv angelegten Museumsausstellung das umfangreiche malerische und zeichnerische Oeuvre von Egon Karl Nicolaus (1928 Hamburg - 1988 Köln) gewürdigt. Ausgehend von der Bedeutung der Zahl in der modernen Kultur erhob Egon Karl Nicolaus sie zum zentralen Motiv seines künstlerischen Schaffens. Während in den 60er- Jahren einzelne Ziffern oder Zahlenfragmente als visuelle Zentren im bewegten malerischen Gestus dienten, entwickelte er über strenger konturierte Konzeptionen im nachfolgenden Jahrzehnt im Spätwerk eine bewegte, auch Bildgrenzen sprengende Monumentalität mit leuchtendem Kolorit. — Die Präsentation wurde gemeinsam mit der Egon Karl Nicolaus Stiftung und Marianne Nicolaus, die den Nachlass ihres verstorbenen Mannes verwaltet, vorbereitet. Weitere Infos: www. egon-karl-nicolaus.de Ausstellung Egon Karl Nicolaus 17.02. – 07.04.2013 Öffnungszeiten: Di.- So. 11 bis 18 Uhr Kunstmuseum Gelsenkirchen Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen Telefon: 0209-169-4361 www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de

31. März - Art Galerie Unikat Bernhard Ortlepp Der Autor Bernhard Ortlepp, Maler, Fotokünstler, Verleger und Diplom-
Physiker, zeigt in seinem Buch eine neue, faszinierende Sichtweise von
Schönheit, Abstraktion und Kunst im Verborgenen.
Auf über 120 großformatigen Fotografien, die er mit seinem
Rasterelektronenmikroskop in den Jahren 2011 und 2012
aufgenommen hat, nimmt er uns mit in die fantastische Welt der Natur
im Verborgenen.
In seinem aktuellen Projekt hat sich der Künstler, der hauptberuflich als
freischaffender Maler und wissenschaftlicher Fotokünstler arbeitet, die
Aufgabe gestellt, seine hoch aufgelösten Aufnahmen aus der
faszinierenden Mikrowelt der Blumen und Pflanzen, verstärkt durch die
"Brille" eines Malers zu sehen.
Damit hat er seine bisherige wissenschaftliche Sichtweise verlassen,
eine andere, neue Richtung gewählt. Als Ergebnis sind beeindruckende
Bilder entstanden, wie man sie teilweise von der abstrakten Malerei her
kennt. Im Jahr 2013 präsentiert der Autor ausgewählte Werke aus seinem Buch als
limitierte, großformatige Fine Art Drucke erstmalig in Ausstellungen. Infos zum Künstler: www.bernhardortlepp.de Ausstellungseröffnung Sonntag 31.03. – 16 Uhr Ausstellung Bernhard Ortlepp – 31.03. – 27.04.2013 Öffnungszeiten: Mo.- Do. 10 bis 17 Uhr 
Fr. 10 bis 14 Uhr Art Galerie Unikat Husemannstraße 35, 45879 Gelsenkirchen Telefon: 0209-972 970 90 www.art-galerie-unikat.de

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Aktuelles

Schantall, tu ma die Omma winken! Ursprünglich stand der Titel von Kai Twilfers Erstlingsbuchs auf einer Postkarte aus der Reihe „Ruhrpott für Profis“, die er als Inhaber eines Verlags für Ruhrpott-Artikel im Programm hat. „ Schantall tu ma die Omma winken!“ war eine der Karten mit den besten Verkaufszahlen. Andere Postkarten der Reihe präsentieren den Lesern sprachliche Highlights wie „Getz is den Käävin seine Omma ihr Geburtstag!“ oder „Schackeline sach ma für den Onkel Tach!“. So kam er schließlich auf die Idee, daraus mehr zu machen, als nur eine Postkarte, nämlich ein Buch über die besonderen Verhaltensweisen der bildungsfernen Schichten. Wobei der Autor betont, dass es ihm von Anfang an fern lag, die Unterschicht zu bewerten oder lächerlich machen zu wollen. „Mir ist aufgefallen, dass es in Deutschland Milieus gibt, die oft unbewusst eine eigene und häufig auch humorvolle Note innehaben. Das gilt übrigens ebenso für die Mittel- und Oberschicht. Bei der Unterschicht waren aber derart viele witzige Eigenschaften erkennbar, dass sie eine gute Grundlage boten, dieses Milieu in einem Buch satirisch zu verarbeiten.“ Und obwohl er seine Geschichte in einem fiktiven BochtropRauxel ansiedelt, betont er, dass die Familie Pröllmann nicht zwingend im Ruhrgebiet leben muss. Schantall und Co. gibt es überall in Deutschland. Die zweite Hauptfigur von Twilfers satirischem Roman ist der Sozialarbeiter Jochen, der unfreiwillig aus dem beschaulichen Kulturamt direkt an den sozialen Brennpunkt versetzt worden ist. Er hat die heroische Aufgabe übernommen, Schantall Pröllmann und ihre Familie wieder etwas näher an die bürgerliche Gesellschaft heranzuführen. Das gelingt ihm nur sehr begrenzt. Dafür liefert er dem Leser eine amüsante Beschreibung

5 x 2 Eintrittskarten

des Alltags einer deutschen „Proll-Familie“. Es geht um Schantall, ihren Bruder Jason und den kleinen „Tschastin“. Vater Günther, Mutter Hildegard und natürlich die „Omma“. Der Leser wird Zeuge, wie Schantall zusammen mit ihrer Freundin Cheyenne in einer discomusik-verseuchten TeenieBoutique einkauft, wie sie sich als Regaleinräumerin im Supermarkt versucht und dort aufgrund des kriminellen Talents ihres Bruders und seiner Kumpel scheitert, was sie alles auf einer Bustour nach Lloret de Mar erlebt und wie sie schließlich Cedric, den Sohn des halbseidenen Unternehmers „Fireman“ Bernie Schwarzer heiratet – natürlich absolut stilecht im Pool eines Saunaclubs. Es geht um strassbesetzte Handys, leuchtendblaue Teppichböden und einen mattschwarz lackierten Mercedes. Am Ende freut sich Sozialarbeiter Jochen, nicht mehr im Kulturamt zu arbeiten. So viel Spannendes hätte er dort sicher nicht erlebt. Am Ende jedes Kapitels gibt Jochen eine kurze Zusammenfassung seiner aktuellen Erkenntnisse über die Pröllmanns, deren Lebensweise er als „Kevinismus“ bezeichnet. Dabei geht es nicht nur um den „krankhaften Zwang auffallend vieler Eltern, ihrem Nachwuchs einen ganz besonderen Vornamen wie beispielsweise Cheyenne, Jason oder Schanaia zu geben, sondern um eine ausufernde Niveaulosigkeit, die vor allem durch die Unterhaltungsindustrie propagiert wird und in allen Bevölkerungsschichten der deutschen Gesellschaft auftritt – wenn auch die bildungsferne Unterschicht besonders betroffen zu sein scheint.“ – Kai Twilfer kann sich gut vorstellen, demnächst ein weiteres satirisches Buch über ein anderes deutsches Sozialbiotop zu schreiben. Vielleicht ist dann die Oberschicht an der Reihe. Bis dahin kann er sich

weiterhin einer seiner Lieblingsbeschäftigungen widmen, der Beobachtung skuriler Alltagsphänomene. Der gebürtige Gelsenkirchener hat in Bochum Wirtschaftswissenschaften studiert, gründete noch während des Studiums eine Produktionsfirma für Werbefilme und betreibt heute, wie bereits erwähnt, einen Großhandel für Ruhrgebiets-Artikel wie z.B. Postkarten, Kalender oder bedruckte T-Shirts.

Kai Twilfer: Schantall, tu ma die Omma winken! Taschenbuch 224 Seiten mit Illustrationen von Susanne Granas ISBN 978-3-86265-219-8 Preis der Originalausgabe: 9,95 € Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag Berlin 2013 www.schwarzkopf-schwarzkopf.de

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sa 02.03.

mo 04.03.

Fr 08.03.

sportparadies 14.00 Badeparadies „Wasserspiele SPORTIS Zirkus-Club“

Schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Neuer Dokumentarfilm“, „More than Honey“, A/D/CH 2011, 91 min., FSK: o. A.

musiktheater im revier 17.00 „MIR.Menschen“, Die Inspizienten, führt Sie direkt an den Arbeitsplatz der Mitarbeiter des Musiktheaters, Musiktheater

di 05.03.

evangelische kirche rotthausen 19.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi

Musiktheater im Revier 19.30 Musical „Anatevka“ (WA), Großes Haus oisin kelly gallery 20.00 Buersche Musiknacht, Live-Konzert mit „Yen“ Kaue 20.00 Horst Schroth „Was weg ist, ist weg“ consol theater 20.00 African Melody Percussions „Rendezvous des Tambours“

so 03.03. Schauburg filmpalast 12.45 Film aus der Reihe „Neuer Dokumentarfilm“, „More than Honey“, A/D/CH 2011, 91 min., FSK: ohne sportparadies 13.30 Badeparadies „Kreativwerkstatt SPORTIS Zirkus Club“ consol theater 15.00 eine Stückentwicklung des Consol Theaters „Adler an Falke“ schloss horst 17.00 Konzert „Deutschland Treffpunkt der Kulturen“, mit dem Barockensemble „Musica Franconia“

Schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“, S 2011, 101 Min., FSK: o. A. oisin kelly gallery 19.30 live Musik Session Kaue 20.00 Jörg Knör „Alles nur Show!“

sa 09.03.

consol theater 11.00 „Adler an Falke“, eine Stückentwicklung des Consol Theaters, ab 4 J.

sportparadies 14.00 Badeparadies „Wasserspiele SPORTIS Zirkus-Club“

consol theater 19.00 „Roter Salon“, vor 80 Jahren - was war 1933 und was bedeutet das für heute Gesamtschule Ückendorf 19.30 Film aus der Reihe „Neuer Dokumentarfilm“, „More than Honey“, A/D/CH 2011, 91 min., FSK: ohne

do 07.03. schloss horst 18.00 öffentliche Schlossführung, Geschichte des Schlosses und der Familie von der Horst, Glashalle

die flora 17.00 Ausstellungseröffnung von medica mondiale e. V. „Vergewaltigung als Kriegswaffe - Frauen in der Demokratischen Republik Kongo“

die flora 19.30 Dokumentarfilm von Heidi Specogna „Carte Blanche“, Schweiz 2011, 91 min, FSK: ohne

Musiktheater im Revier 18.00 Ballett, eine Geschichte von Aschenputtel „Russ“, letzte Vorstellung, Kleines Haus

Kaue 20.00 René Steinberg „Wer lacht, zeigt Zähne! - Steinberg dreht auf!“

mi 06.03.

evangelische kirche rotthausen 17.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi

Musiktheater im Revier 18.00 Oper „Le nozze di Figaro“, Großes Haus

Musiktheater im Revier 19.30 Oper „Le nozze di Figaro“, letzte Vorstellung, Großes Haus

Kaue 20.00 Django Asül „Paradigma“ Cafe stilbruch 20.30 Hubertus Frank Rösch live in Concert „Auf den Spuren von Bob Dylan“

termine

schauburg filmpalast „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ Alex beginnt im Behindertenheim und meldet seine Truppe bei „Schweden sucht den Superstar“ an.

kunstmuseum gelsenkirchen 15.00 Landschaftsmalerei in der Gemäldesammlung - öffentliche Führung mit Kunstvermittlerin Tatiana Sajko

werkstatt 19.30 "Hammer+3" Zeitgenössische Kompositionen und freie Improvisationen

consol theater 15.00 Geschichten für Kinder mit Melody Reich und André Wülfing, „Von Drachen und Riesen“, FSK: ab 8 J

schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Literatur im Film“, „Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger“, USA 2012, 125 Min., FSK: ab 12 J.

evangelische kirche rotthausen 17.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi

Cafe stilbruch 19.30 Lesung mit Jana Engels „Ausgesprochen lebensnah“

Musiktheater im Revier 18.00 Musical „Anatevka“ (WA), Großes Haus Musiktheater im Revier 18.00 Hör.Genuss „Komponistinnen“, Kleines Haus

15.00 Vortrag mit BeamerPräsentation „Karl Friedrich Schinkel - Geschichte und Poesie“ schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „The Sessions - Wenn Worte berühren“, USA 2012, 96 Min., FSK: ab 12 J.

mo 11.03.

schloss horst 19.00 Wissenschaftlicher Vortrag „Renaissance und mehr ...“, die Angst der Monarchen - Schlossbau und Revolution in Mitteleuropa 1815-1866, Kaminzimmer

Musiktheater im Revier 19.30 Konzert 07, mit Werken von Antonin Dvorak, Darius Milhaud und Richard Strauss, Großes Haus

consol theater 19.00 Klang und Stille mit Michael Gees „KOnzertMEDitation“, Kellerbar Musiktheater im Revier 19.30 Konzert 07, mit Werken von Antonin Dvorak, Darius Milhaud und Richard Strauss, Großes Haus

di 12.03. kunstmuseum gelsenkirchen

Musiktheater im Revier 19.30 Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, Großes Haus oisin kelly gallery 20.00 „Whisky Tasting“, durch den Abend führt Wolfgang Katzer, bitte nur mit Voranmeldung Kaue 20.00 Kabarett Jochen Busse „Wie komme ich jetzt da drauf?“

so 10.03. BGK-DOMIZIL 11.00 "Torso Textil - Geflügelte Orte" Vernissage der Ausstellung mit Arbeiten von Marianne Ulrich und Dieter Henning Musiktheater im Revier 11.00 Musikbrunch „Ein Frühstück bei Yves Klein“, Foyer Schauburg filmpalast 12.45 Film aus der Reihe „Literatur im Film“, „Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger“, USA 2012, 125 Min., FSK: ab 12 J. KULTURGEBIET CONSOL 14.00 "Doppelbock und Dampfmaschine" Industriehistorische Führung

Die neue ow Sh sensation im Revier!

Karten ab 16,50 Euro, Kartentelefon 02325 - 588 999

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Consol theater „Pünktchen und Anton" Pünktchen ist ein selbstbewusstes Mädchen aus gutem Hause. Sie hat ein großes Herz und eine sprudelnde Phantasie ...

mi 13.03. die flora 19.30 Dokumentarfilm von Chanoch Ze’evi, Filmreihe „Projektionen“ „Meine Famile, die Nazis und ich“, Israel/ Deutschland 2011, 80 Min., FSK: ohne Gesamtschule Ückendorf 19.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“, S 2011, 101 Min., FSK: o. A.

DO 14.03. Jazz & art galery 21.00 GEjazzt open Live-Musik mit Martin Fuhrmann und Freunden

Fr 15.03. evangelische kirche rotthausen 19.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi Musiktheater im Revier 19.30 Musical-Premiere, „Spring Awakening“, Kooperation des Musiktheater im Revier und der Folkwang Universität der Künste, Kleines Haus schloss berge 19.30 "Mascha zerreiß deine

GE:spräch Stadtmagazin

IMPRESSUM Herausgeber und Verlag Lüttinghof-Verlag UG Lüttinghofallee 5a 45896 Gelsenkirchen Telefon: 0209 - 60 48 66 92 Telefax: 0209 - 60 48 66 96 info @ ge-spraech.de

Pläne, sei klug und halte dich an Wunder!" Judith C. Jacobs musikalisch gelesene Hommage an Mascha Kaleko VA: Lions Club GE-Buer consol theater 20.00 Geschichten auf Consol mit Ilhan Atasoy, dem König vom Borsigplatz „Herr Ober, ein Gedicht bitte“ Cafe stilbruch 20.30 Konzert mit Mathias Schüller und HB Hövelmann „Zwei mal Stimme und Gitarre“

sa 16.03. sportparadies 14.00 Badeparadies „Wasserspiele SPORTIS Zirkus-Club“ Musiktheater im Revier 14.00 Baukunstführung mit Architekt Professor Werner Ruhnau, Foyer kunstmuseum gelsenkirchen 15.00 und 17.30 Mit Oma und Opa ins Museum - Ein Spiel mit den Farben sportparadies 18.30 Eisparadies „Drink Pong Challenge“ schloss horst 19.00 Konzert „Meinhard Redaktionsleitung Michael Otterbein Autoren Michael Otterbein, Carola Magnus Art Director Lothar Bluoss Gestaltung Lothar Bluoss, Nadine Chlebowski Fotografie Lothar Bluoss Anzeigen Lothar Bluoss Druck Griebsch & Rochol Hamm Nachdruck und Verviel-

www.luettinghof-verlag.de fältigung (auch auszugsweise) nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers. Vom Verlag gestaltete Anzeigen dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers für andere Publikationen verwendet werden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos kann keine Gewähr übernommen werden. Gerichtsstand ist Gelsenkirchen.Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4 vom 1. Januar 2012.

30 GE:spräch

Siegel Trio+“, Klaviertrio + Gitarrist, Glashalle Musiktheater im Revier 19.30 Musical „Anatevka“ (WA), Großes Haus oisin kelly gallery 19.30 „Patricksday-Party“ mit der Band Dublinskis Kaue 20.00 Liquid Assets „ Die Party mit den Gabys aus Berlin“

so 17.03. WISSENSCHAFTSPARK 10.00 10. Immobilientag „GE|WOHNT|GUT“

termine

und die "Streichhölzer" der Musikschule unter Leitung von Tina van Bebber evangelische kirche rotthausen 17.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi consol theater 17.45 „Our day out“, from the musical by Willy Russel, Alternative-Drama-Highlights des Annette-von-DrosteHülshoff Gymnasiums Gelsenkirchen in englischer Sprache, FSK: ab 14

Consol theater „ Adler an Falke“ Max und Aloysius sind Freunde, wollen die Welt zu retten, schneller, höher, weiter kommen, Verbote der Eltern umgehen. schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Filmwunsch“, „Argo“, USA 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J. bluebox 18.30 "Tossehofzeichen" Vortrag von Wolfgang Sternkopf consol theater 19.00 „Der Fluch“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der Jugendkunstschule Gladbeck, FSK: ab 15

mi 20.03.

schloss horst 11.00 Schlosskonzert „Frühjahrskonzert des Männerchor Frohsinn“, Glashalle

Musiktheater im Revier 18.00 Musical „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation des Musiktheater im Revier und der Folkwang Universität der Künste, Kleines Haus

consol theater 11.00 „Hänsel und Gretel“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der Förderschule Gecksheide, FSK: ab 6

kunstmuseum gelsenkirchen 11.30 "Forschen Fliegen Schweben Fallen" - Eröffnung der Ausstellung

WERKSTATT 18.00 Klassische Gitarre Konzert von Fabian Freesen mit Werken von J.K.Mertz, J.Turina, M.C.Tedesco u.a.

consol theater 11.00 „Der Zauberlehrling“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der Grundschule Barbaraschule, FSK: ab 6

Musiktheater im Revier 11.00 Klassik for Kids – Jubiläumskonzert „Alles Mozart, oder was?“, das Sparkassenkonzert für Kinder mit Monique Mead – seit 15 Jahren!

mo 18.03.

kunstmuseum gelsenkirchen 11.30 Ausstellungseröffnung der Kölner Künstlerin Helga Elben – 12.05.2013 „Forschen Fliegen Schweben Fallen“ schauburg filmpalast 12.45 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Der Geschmack von Rost und Knochen“, F/B 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J. sportparadies 13.30 Badeparadies „Mitmach-Zirkus SPORTIS Zirkus Club“ consol theater 17.00 „Eröffnungsveranstaltung der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage“, mit Grußworten, Vorstellung der Gruppen und dem Jazz-Ensemble des Grillo-Gymnasiums SCHLOSS HORST 17.00 Orchesterkonzert Es spielen die jungen Streicher

schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Der Geschmack von Rost und Knochen“, F/B 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J. consol theater 19.00 „Mehr als Pygmalion“, Im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit dem Grillo-Gymnasium Gelsenkirchen, FSK: ab 14 MARITIM HOTEL 19.00 "Balz, verhalten! Ein Vorspiel für Schüchterne" Satirischer Songtalk mit dem amtlichen Frauenflüsterer Martin Herrmann Cafe stilbruch 19.30 Lyrikkonzert mit Jazznote „Franza und die Lemonairs“

di 19.03. consol theater 11.00 „Die Nashörner“, Im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der Gesamtschule GelsenkirchenÜckendorf, FSK: ab 16

schloss horst 17.00 Konzert „Klassenvorspiel“, Klavierklasse von Peter Schmitz präsentieren ein abwechslungsreiches Programm aus Klassik und Pop, sportparadies 18.00 Badeparadies „AquaTriathlon“, Anmeldung erforderlich, max. 14 Teilnehmer (Kurs-Nr. C31-1), bitte geeignete Wasserschuhe mitbringen Jazz & art galery 19.00 Konzert „Ligg“ die flora 19.00 Vortrag „Demokratische Republik Kongo: Reich an Ressourcen, arm an Menschenrechten“, Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Vergewaltigung als Kriegswaffe“ rosen-apotheke 19.00 "Als Gelsenkirchen nch schwarz-weiß war" Lichtbildvortrag (Teil 2) - Leitung Joachim Koenen Gesamtschule Ückendorf 19.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Der Geschmack von Rost und Knochen“, F/B 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J.

do 21.03. consol theater 11.00 „Ritter Rost“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der Realschule Mühlenstraße Gelsenkirchen, FSK: ab 6 consol theater 19.00 „Leonce und Lena, Florence, Theo und die anderen“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit dem Ricarda-Huch Gymnasium Gelsenkirchen, FSK: ab 14 schloss horst 19.30 Lesung und Buchvorstellung mit Ina Tomec, „Ayleva - Die Reise im Licht des Nebels“, Kaminzimmer BLECKKIRCHE 20.00 "Porajmos – Das Verschlingen" Die Deportation der Sinti & Roma im Nationalsozialismus Ein literarischmusikalisches Gedenken Kaue 20.00 Wigald Boning „Butter, Brot und Läusespray: Was Einkaufszettel über uns verraten“

fr 22.03. evangelische kirche rotthausen 19.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi consol theater 19.00 „Chasing Rapunzel“, im Rahmen der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage mit der II. Liceum Ogólnoksztalcace aus Olsztyn und dem Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums Gelsenkirchen, FSK: ab 10 Cafe stilbruch 19.00 politisches Kabarett mit Christoph Tiemann „Eine Satire-Machete lässt Köpfe rollen“ consol theater 19.00 Abschlussveranstaltung der 13. Gelsenkirchener Schultheatertage „Rückblick und Preis der Jury“ BLECKKIRCHE 20.00 Klangkosmos Weltmusik


MUSIKTHEATER IM REVIER „Lady Macbeth von Mzensk"“ Dimitir Shostakowitschs Oper erzählt ein Drama rund um menschliche Abgründe. .

Valeri Dimchev Trio · Bulgarien Musik vom Schwarzen Meer Kaue 20.00 Carmela De Feo „Die schwarze Witwe der Volksbelustigung“

sa 23.03. WISSENSCHAFTSPARK 12.00 Große Mobilitätsmesse Gelsenkirchen sportparadies 14.00 Badeparadies „Wasserspiele SPORTIS Zirkus-Club“ die flora 18.00 Preisverleihung „Migradonna“, Preisverleihung für ehrenamtliche Arbeit von Frauen im Integrationsprozess Musiktheater im Revier 19.30 Musical „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation des Musiktheater im Revier und der Folkwang Universität der Künste, Kleines Haus Kaue 20.00 die querschlaeger „CDRelease live 2013“

so 24.03. schloss horst 11.00 Frühlingsmarkt „13. Rotary Frühlingsmarkt“, Glashalle schauburg filmpalast 12.45 Film aus der Reihe „Neuer Deutscher Film“, „Jesus liebt mich“, USA 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J. KULTURGEBIET CONSOL 14.00 "Doppelbock und Dampfmaschine" Industriehistorische Führung KUNSTMUSEUM GELSENKIRCHEN 15.00 Ausstellungseröffnung "Der Weg der Zahl" Zahlenbilder von Egon Karl Nicolaus BLECKKIRCHE 17.00 Gelsenkirchen Barock · Alte Musik im Ruhrgebiet "O Primavera, gioventù de l'anno" - Frühjahrskonzert mit Gamben und Lauten evangelische kirche

rotthausen 17.00 Erste Gelsenkirchener Passionsspiele - Der Leidensweg Christi PROPSTEIKIRCHE ST. URBANUS 18.00 Orgelvesper / -konzert anlässlich der Renovierung der großen Breil-Orgel: Domkapellmeister Thomas Berning (Paderborn) Musiktheater im Revier 18.00 Premiere, komische Oper „Il Barbiere die Siviglia“, Großes Haus Musiktheater im Revier 18.00 Musical „Spring Awakening (Frühlings Erwachen)“, Kooperation des Musiktheater im Revier und der Folkwang Universität der Künste, Kleines Haus

mo 25.03. schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Neuer Deutscher Film“, „Jesus liebt mich“, USA 2012, 120 Min., FSK: ab 12 J. Cafe stilbruch 19.30 Romanlesung mit Brigitte Griehl „Das Kind hinter dem Spiegel“

di 26.03. schauburg filmpalast 18.00 und 20.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Silver Linings“, USA 2012, 120 Min., FSK:12 J.

mi 27.03. schauburg filmpalast 19.30 Film aus der Reihe „Handicaps“, „Silver Linings“, USA 2012, 120 Min., FSK:12 J.

do 28.03. Ziegenmichelhof 15.30 Osterbacken „Die Osterbäckerei auf dem Ziegenmichelhof“, für Kinder ab 6 Jahren Musiktheater im Revier 19.30 Oper „Lady Macbeth von Mzensk“, Großes Haus MONDPALAST

termine

EVangelische kirche rotthausen „Passion" Im Februar 2013 werden in Gelsenkirchen zum ersten Mal Passionsspiele aufgeführt.

Consol Theater Bismarckstraße 240 45889 Gelsenkirchen 0209 / 988 22 82

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Mondpalast von Wanne-Eickel Wilhelmstraße 26 44649 Herne-Wanne 02325 / 588 999 Musikschule An der Rennbahn 5 45899 Gelsenkirchen 0209 / 169 - 6174

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Ziegenmichelhof 14.00 Alles rund ums Osterei „Große Ostereiersuche auf dem Ziegenmichelhof “, für Kinder ab 4 Jahren

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Musiktheater im revier Kennedyplatz 45881 Gelsenkirchen 0209 / 40 97-0

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Musiktheater im Revier 14.00 Theaterführung (Foyer) Musiktheater im Revier 19.30 Musical „Anatevka“ (WA), Großes Haus Cafe stilbruch 20.30 Folk-, Blues- & RockKonzert mit „Jaana“

so 31.03. schauburg filmpalast 12.45 Film aus der Reihe „Debütfilm“, „Quartett“, GB 2012, 98 Min., FSK: o. A

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der Ziegenmichelhof Eggemannstraße 51 45883 Gelsenkirchen 0209 / 944 36 81

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