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Baumhaus soll weg Eine Schöneberger Familie baut sich ein Häuschen in den Pflaumenbaum des eigenen Kleingartens. Was daran nicht nur besonders, sondern auch besonders falsch sein soll? Nichts, findet nicht nur die Familie und viele andere Baumhausbesitzer Berlins, sondern auch der Regierende Bürgermeister. Lediglich der Bezirksverband sieht es anders. Seit mehr als sechs Jahren tobt nun schon der Streit um ein Schöneberger Baumhaus. Nun fordert eine Petition: „Unser Baumhaus, der Traum unserer Kinder und Rückzugsort für geschützte Tierarten, soll nach dem Willen des Kleingartenverbandes weg! Bitte helfen Sie uns, den Abriss zu verhindern.“ Die Geschichte begann 2008, als der Schöneberger Ivos Piacentini mit seinen Kindern Luke und Alec so lang im Garten herumwerkelte, bis ein Baumhaus in einem riesigen Pflaumenbaum in ihrem Kleingarten am Berliner Südgelände stand. Weinreben wanden sich schon bald darum und im Winter kamen Siebenschläfer zu Besuch. Plötzlich kamen dann Bußgelddrohungen und störten den Frieden. Zuerst forderte das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg bis zu 50.000 EUR Bußgeld, dann klagte der Bezirksverband der Kleingärtner Schöne-

berg-Friedenau e.V. 2013 auf Abriss. Das Baumhaus entsprach nicht den angegeben Größen aus dem Unterpachtvertrag. 2014 verlor der Bezirksverband die Klage in erster Instanz. Der Bezirksverband aber ging in Berufung. 2009 wurden in Berlin die Verwaltungsvorschriften für Kleingärten modernisiert und Größenbegrenzungen für Kinderspieleinrichtungen ersatzlos gestrichen (§11 Abs. 2.7). Dennoch beharrte der Bezirksverband auf der Abrissforderung, mit der Begründung, dass der Verwaltungsaufwand, der durch den Bau von Baumhäusern entstünde zu groß sei. Nachdem die Klage vor dem Amtsgericht abgewiesen wurde, hat nun das Landgericht in der zweiten Instanz der Klage auf Abriss stattgegeben. Der Bezirksverband der Kleingärtner Schöneberg-Friedenau e.V. weigert sich vehement die neuen Verwaltungsvorschriften umzusetzen und kündigt an, jetzt gegen alle Baumhäuser und andere unkonventionelle Kinderspieleinrichtungen vorzugehen. Mit einer Petition soll nun der Erhalt des Traumhauses erreicht werden. Näheres unter www.Change.org (Quelle: berlinonline.de, Fotos Ivo Piacentini)

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Das Baumhaus im Garten der Familie Piacentini

Die Kinder sind stolz auf ihr Baumhaus

Verkaufsoffene Sonntage 2016 Nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz dürfen pro Jahr acht verkaufsoffene Sonn- oder Feiertage zulassen werden. Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, hat durch Allgemeinverfügung die verkaufsoffenen Sonntage in Berlin für das Jahr 2016 bestimmt. Bei der Auswahl der Termine wurde vor allem berücksichtigt, welche Publikumswirksamkeit und welche Bedeutung für Berlin die geplanten Veranstaltungen haben. Auch ihr Bezug zu anderen touristisch relevanten Ereignissen fiel ins Gewicht. Nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz dürfen pro Jahr acht verkaufsoffene Sonn- oder Feiertage zulassen werden. Verkaufsstellen dürfen danach in der Zeit von 13.00 bis 20.00 Uhr aus folgenden Anlässen geöffnet sein: 24.01.2016: Internationale Grüne Woche 2016 13.03.2016: Internationale Tourismus-Börse Berlin (ITB) 2016 22.05.2016: 53. Berliner Theatertreffen 2016 04.09.2016: Internationale Funkausstellung Berlin 2016 16.10.2016: Berlin leuchtet - Lichterfest 2016 06.11.2016: Jazzfest Berlin 2016 04.12.2016: Veranstaltung von zahlreichen Weihnachtsmärkten 18.12.2016: Louis- Lewandowski-Tage 2016 - World Festival of Synagogal Music, Veranstaltung von zahlreichen Weihnachtsmärkten Die Genehmigung gilt auch für das Anbieten von Waren außerhalb von festen Verkaufsstellen. Mit der Sonderregelung ist keine Pflicht zur Öffnung der Verkaufsstellen verbunden.

Lokaljournal friedenau dezember 2015  

lokaljournal - Stadtmagazin für Berlin Friedenau

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