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N° 14 – OKTOBER 2015 CHF 12

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Neu


AUSGABE

8/2015

CHEFREDAK TION

SA NDR A BAUK NECHT HER AUSGEBER

STEFA N HOTTINGER-BEHMER

REDAK TIONSL EIT UNG

MANAGING EDITOR

SENIOR EDITOR

DÖRTE W ELTI

LI V I A ZA FIR IOU

STÉPH A NE BON V IN

SENIOR CONTRIBU TING EDITOR

EDITORIAL COORDINATOR

BE AU T Y EDITOR

K ATH A R INA SA ND

LENA STÄ HELI 

VA LESK A JA NSEN

ART DIRECTOR

GR APHIC DESIGNER

PR AK TIKUM

R EINH A R D SCHMIDT

LISA M A R LEN AUSTM A NN

TIFFA N Y K EHR LI

KORREK TOR AT & ÜBERSE T ZUNG

PRO JECT MANAGER ÜBERSE T ZUNGEN

FINTR A NS

GOPA PINCH A

W W W.FINTR ANS.CH

MITARBEITER DIESER AUSGABE TEX T CONSTANCE ASSOR, PATRICK CABASSET, HERVÉ DEWINTRE, VALÉRIE FROMONT, PATRICK HEVEN, NINA MARTIN, MARION RENARD, ANTIGONE SCHILLING, LÉA TRICHTER-PARIENTE, HAYDÉE TOUITOU REALISATION EMILY MINCHELL A, LISA JOUVIN ILLUSTRATION FRANÇOIS BERTHOUD, SARAH GASSER FOTOGRAFIE STEFANO CANDITO, L AURENCE ELLIS, CHARLOT TE EVRARD, VALERIA GAIA, STEPHAN GL ATHE, NICK HUDSON, CASEY KELBAUGH, MARCELO KRASILCIC, MARCIO MADEIRA, CLÉMENT PASCAL, LUKE PIDGEON/SPINELLI, AGATA POSPIESZYNSK A, CL AIRBONE SEWANSON FRANK, NICOL AS SCHOPFER, LETHA WILSON

ST YLISTEN VANESSA BELLUGEON, SUSI BAUER, VANESSA COCCHIARO, AVENA GALL AGHER, INA LEKIEWICZ MAKE-UP/HAIRST YL ING AMÉL IE, SERGIO CORVACHO, KERSTIN J. HA JDU, LOIC HAUK , K ATSUMI MATSUO, PHIL IPPE MENSAH, GIUL IO PANCIER A , AIKIKO SAK AMOTO, PAWEŁ SOL IS, TAMAS, L ESL IE THIBAU T, MARIANNA Y URKIE WICZ BIL DBE ARBEIT UNG COVER SÜSSTRUNK & JERICKE, ZÜRICH PREPRESS NOR A HAL PERN, ANGEL INA SOFIA

HER AUSGEBERIN BLOND PUBLISHING AG BELLERIVESTRASSE 49, CH-8008 ZÜRICH TEL. +41 44 733 45 45, WELCOME@LOFFICIEL.CH, W W W.LOFFICIEL.CH


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CL AUDI A DELL A TOR R E

INTERNATIONAL EDITORIAL & ARCHIVES MANAGER

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ABO@LOFFICIEL.CH TEL. 041 329 23 40 – FA X 041 329 22 04 JAHRESABONNEMENT (10 AUSGABEN) ZUM PREIS VON CHF 96 (STAT T CHF 120) AUF W W W.LOFFICIEL.CH Alle Rechte vorbehalten. Die Schweizer Ausgaben von L’OFFICIEL in deutscher und französischer Sprache werden unter exklusiver Lizenz, er teilt von JALOU MEDIA GROUP, herausgegeben. Alle Tex te, die aus der französischen Aus gabe von L’OF F ICIEL reprodu zier t und in die S chweizer Aus gabe au f genommen worden sind, w urden unter al leiniger Ha f tbar kei t der BL OND P UBL ISHING AG über s e t z t. L’OF F ICIEL is t eine einge tragene Mar ke von JALOU MEDIA GROUP. Die Rechte zur Ver vielfältigung in elek tronischen Medien, einschliesslich der Rechte zur Ver vielfältigung von redak tionellem und ander weitig zur Veröf fentlichung bestimmtem Material , das in den vorherigen und ak tuel len Ausgaben er schienen is t und ur spr ünglich in der f ranzösischen Ausgabe von L’OF F ICIEL veröf fentlicht wurde, liegen aus schlies slich bei BLOND PUBL ISHING AG. Komplet te oder teilweise Wieder ver wendung und Reproduk tion, in jedem Medium und jeder Sprache, ist ohne vorherige schrif tliche Zustimmung von BLOND PUBL ISHING AG strik t verboten. BLOND PUBL ISHING AG ist eine eingetragene Gesell schaf t mit einem Ak tienkapital von CHF 200 000, errichtet und bestehend unter den Geset zen der schweizerischen Eidgenossenschaf t und eingetragen im Handel sregister des Kantons Zürich, Schweiz. Der eingetragene Firmensit z befindet sich an der Bellerivestrasse 49 in 8008, Zürich.


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BEAUTY 1 09 112 114 115 116 120 122 124 128

Gal Gadot für «Gucci Bamboo».

N°14 – OKTOBER 2015

RENDEZVOUS 6 IMPRESSUM

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EDITORIAL CONTRIBUTEURS FARBPALETTE – Herbst Weissheiten CHEMISE BLANCHE – FLORIE DUPONT

 NEWS

NEWS DUFTPARTY PARFUMS – Der Duft des Sommers INITIATIVE – Pink Ribbon ADDICTED TO LIPSTICK – Interview mit Dior Make-up Director Peter Philips FASHION WEEK WONDER WOMAN – Interview mit Gal Gadot, das neue Gesicht für «Gucci Bamboo» DER LAUDER FAKTOR – Interview mit Aerin Lauder BOMBASTISCHES DUO – Interview mit Viktor & Rolf

LA VIE 134 LES PETITS – Schwesternsache 138 GREGORY KNIE – Ohlala, ein Zirkuskind! 144 HOMEPAGE – Dressing Room

TRAVEL 146 SUITE TALK – Das Hotel Royal Evian 150 TRAVEL INSIDER – Catherine Sarr’s Abu Dhabi

LA NUIT FLÜGEL FÜR RIMOWA 153 154 80 JAHRE LANCÔME 156 HAPPY BIRTHDAY, FLOWERBOMB!

20 AUS MODE UND SCHMUCK

BIJOUX 26 28 30 100

UHREN – Rosige Zeiten LAS VEGAS – Report aus der «Shine City» ANATOMIE EINER UHR – Die «Ladies Calatrava» von Patek Philippe HAUTE JOAILLERIE – Karat und Kussmund

STYLE 24 32 33 34 35

KOLUMNE – Die fabelhafte Welt der Beautistas ANATOMIE EINER HANDTASCHE – Die «Luggage» von Céline LE CHOIX DE… Designer am See ACCESSOIRES – Blau machen TENDANCE – New Mod

INSIDER 160 INSIDERWISSEN ÜBER… Kiehl’s

Lena Gercke fotografiert von Stephan Glathe. Jacke, Burberry Prorsum. Pullover und Rucksack, Versace. Haare und Make-up Kerstin J. Hajdu Mit Produkten von M.A.C Cosmetics und Balmain Hair Couture Post Production Bram Blondeel Produktion Thomas Pierre Schwab @ Pirate Production


dior.com - 044 439 53 53


EDITORIAL Liebe Leserin, unsere Oktoberausgabe ist der Beauty gewidmet und voll gepackt mit den besten Tipps und Tricks aus der Welt der Kosmetik. Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie Lippenstift am besten haftet, empfehle ich Ihnen unbedingt Seite 116 aufzuschlagen und das Interview mit Peter Philips, dem kreativen Kopf hinter Dior Make-up, zu lesen. Er hat uns so einige Geheimnisse verraten.

Sandra Bauknecht

1.

2.

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5. 4.

Gal Gadot, das Gesicht für Guccis neusten Duft «Bamboo», hat mich förmlich umge-hauen, als ich direkt nach der Landung in NYC zu ihrem Hotel hetzte, um das Interview mit der israelischen Schauspielerin nicht zu verpassen. Sie berichtete mir von ihrem konstantem Schlafmangel und sah dennoch wunderschön aus. Auf meine Frage, wie das möglich sei, sagte sie, dass «es das Wichtigste sei, glücklich und positiv zu bleiben». Seien wir mal ehrlich: Schön ist, was man als schön empfindet und total subjektiv. Jeglicher anderer Erklärungsversuch wäre trivial. Am schönsten sind wir, wenn wir uns selbst schön finden und zufrieden sind. Manchmal fällt das einem aber ganz schön schwer. Eben genau in diesen Momenten, wenn man wie ich nach einem 8-Stunden-Flug gleich weiter muss, um am nächsten Tag wieder zurückzufliegen. Damit ich mich nicht wie ein Zombie fühle, habe ich meine kleinen Geheimwaffen, die ich immer an Bord habe: 1. «So Intense Mascara» von Sisley. Meine Lieblings­w imperntusche. Herrlich lange Wimpern, die durch das im Produkt enthaltende Wachstumsserum mit jeder Anwendung voller und dichter werden. 2. «Sensai Cellular Performance Hydrachange Mask» von Kanebo. Die Hyaluron-Produktion wird schnell angeregt, um der Haut eine kontinuierliche Befeuchtung von innen heraus zu schenken. Wirkt Wunder! 3. «Bronzing Powder» von Tom Ford. Wie von der Sonne geküsst – Ausstrahlung und Frische in nur wenigen Sekunden. Mehr braucht es meist nicht. 4. «Extreme Radiance Lifting Mask» von Ahava. Die auf Mineralien basierende Gesichtsmaske strafft die Kontur sichtbar und verleiht ihr einen strahlenden Look. 3. 5. «Lip Balm» von La Mer. Mit Hilfe der berühmten «La Mer Miracle Broth™» macht dieser Balsam Lippen bereits bei der ersten Anwendung geschmeidig und verleiht einen schönen Glanz. 6. «Benefiance Pure Retinol Instant Treatment Eye Mask» von Shiseido. Diese Augenpads sind perfekt für die Handtasche und lassen sich herrlich während eines Fluges anwenden. 15 Minuten unter die Augen legen und der Soforteffekt ist verblüffend! Und wenn alles nicht hilft, dann entfliehen wir wie Viktor & Rolf der Wirklichkeit und erfinden sie einfach neu. Das exklusive Interview mit dem Designerduo gibt es auf Seite 128.

Herzlichst,

Ihre Sandra Bauknecht 16

OKTOBER 2015

FOTOS : ADRIANA TRIPA; ZVG

Viel Spass mit dieser Ausgabe!


Vortice

G E N E VA B O U T I Q U E - R U E D U R H Ô N E 2 7 - T E L . + 4 1 ( 0 ) 2 2 3 1 7 1 0 8 2

ABU DHABI

BAL HARBOUR

LONDON

MOSCOW

CANNES

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G E N E VA

G S TA A D

S BARTHELEMY T

K U WA I T

S MORITZ T


CONTRIBUTORS V o n D Ö R T E W E LT I

Ina Lekiewicz

Stephan Glathe

INA LEKIEWICZ Bei Inas Arbeiten hat man immer ein bisschen das Gefühl, sie stylt eigentlich sich selbst. Die gebürtige Polin hat an der Universität in Warschau ihren PHD gemacht und an der University of Arts in Lodz studiert. Ihr Fokus: Die Anthropologie der Mode. Man sieht den Produktionen der ehemaligen Modechefin von ELLE Polen und Glamour an, dass sie mehr als nur Models anzieht, sie macht sich Gedanken über die Geschichte der Mode und bezieht die Locations in das Styling mit ein. Ein seltenes Talent, das aber logischerweise schon von High-End Magazinen wie L’OFFICIEL, Harper’s Bazaar und Vogue entdeckt wurde, und das sie für einen eigenen Blog nutzt (www.byinalekiewicz.com). Für L’OFFICIEL Schweiz fuhr Ina nach Island, um dort die neueste Maschenmode der Saison in artgerechtem Umfeld zu stylen. Ab Seite 64. STEPHAN GLATHE Stephan Glathe konstruiert und inszeniert ganz gerne seine Fotoshootings. Vielleicht hat es damit zu tun, dass der in Berlin geborene 15 Jahre lang in der Technologiebranche tätig war, bevor er auf Fotografie umgestiegen ist. Wir sind froh, hat er das gemacht, denn Stephan Glathe ist inzwischen eine feste Grösse in unserem Contributor Portfolio geworden. Für diese schöne Herbstausgabe setzte er Lena Gercke in Szene und produzierte einen so schweiz-herbstlich passenden Look, dass wir nicht umhin konnten, ein Coverfoto daraus zu wählen. Die Modestory dazu ab Seite 52. Ausserdem fotografierte Stephan Glathe die ausnahmslos eindrucksvollen Haute Joaillerie-Preziosen, von denen wir wünschen, dass Sie sich den Schmuck nicht nur anschauen, sondern ihn auch tragen können. Ab Seite 100.

MARCELO KRASILCIC Marcelo Krasilcic kann manchmal ganz schön ausgeflippt sein. Seine Bildsprache hat der Absolvent der New York University in den 1990er Jahren verfeinert, als er für so progressive Magazine wie Purple, Dazed & Confused, Self Service und Visionaire produzierte. Die Nouvelle Vague kam damals auf ihn, weil er schon kurz nach Uniabschluss mutig begonnen hatte, seine Fotokunst auszustellen, das imponierte. Heute stellt der in Brasilien geborene Amerikaner immer noch gerne aus, war schon im Centre Pompidou in Paris zu sehen und gehört zu den ganz Grossen der Fotobranche. Für uns hat er, der zwischen Kunst, Portraitfotografie (Stars wie Willem Dafoe schwören auf den Beau) und Mode pendelt, den provokativen Modetrend des Brutalismus in Szene gesetzt. Ab Seite 76. NICK HUDSON In der Modefotografie kommt man auch an Nick Hudson nicht vorbei. Sämtliche grossen Magazine von L’OFFICIEL Paris und L’OFFICIEL Italia über Vanity Fair Italia, Vogue Italia, Rolling Stone, Harper’s Bazaar bis zur Vogue Australia buchen den New Yorker, der auch mit Stars aller Couleur auf Du und Du ist. Erinnern Sie sich an die Kampagne mit David Beckham in Unterwäsche für H&M? Genau, auch das ist Nick Hudsons Werk. Sensibel und sinnlich kommen seine Models rüber, egal ob prominent oder völlig unbekannt. Für L’OFFICIEL Schweiz hat er das Trendthema «Geek», was soviel heisst wie Nerd oder Bücherwurm fotografiert und der neuen Mode sehr viel Sexappeal eingehaucht. Ab Seite 86.

Nick Hudson

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FOTOS: ZVG

Marcelo Krasilcic


ENTRテ右

Zu Zweit geht alles besser: Interview mit Alexis Martial und Adrien Caillaudaud, dem Designer-Duo von Carven. Ab Seite 40.

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FOTOS:FOTO: LETHA WILSON

ENTRテ右


NUANCIER

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RBST E H

Mit gefühlten 50 Millionen Nuancen ist Weiss die radikalste aller (Nicht-)Farben. Sie mischt sich ein, am liebsten in Naturtöne und mit glänzendem Erfolg.

LIVIA

Von Z AFIRIOU

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5 FOTOS: ZVG; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN.

2

ITE HE N

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4

1. Dior, CHF 1 440 2. Jimmy Choo, CHF 1 100 3 3. Maison du Monde, CHF 140 4. Graff, Preis auf Anfrage 5. Joop!, CHF 1 000  6. Giuseppe Zanotti Design, CHF 2 700 7. Levi’s, CHF 140 8. Maison Michel, CHF 480 9. Brunello Cuccinelli, CHF 2 550.

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CHEMISE BLANCHE

FLORIE DUPONT Makaber, doch mit viel Vergnügen und keiner Spur von Tristesse: Die Genfer Nachwuchsdesignerin Florie Dupont will mit Edelsteinen die Flüchtigkeit des Lebens und des Todes festhalten. Sie wirkt dabei vogelleicht, und trägt am liebsten puristisches Schwarz – oder eine knochenweisse Chemise. V o n K AT H A R I N A S A N D F o t o g r a f i e N I C O L A S S C H O P F E R

K

nochen, Medizin und Haut gehören zu den Inspirationsquellen der Schmuckdesignerin Florie Dupont. Ihre Mutter ist Krankenschwester, und fast wäre ein weisser Kittel auch für Florie eine Arbeitsuniform geworden. Stattdessen verwandelt Florie ihre Faszination für den Körper in ausserordentlichen Schmuck, und trägt dabei meist viel Schwarz – oder ab und zu eine weisse Bluse. Die grazile Schönheit mit dem präraffaelitisch blassen Porzellanteint gehört zu den vielversprechendsten Nachwuchsdesignern der Branche. Nach dem Abschluss ihres Mode- und Schmuckdesign Masters an der renommierten HEAD Schule in Genf (die gebürtige Französin Florie wuchs nur eine Viertelstunde von der Stadt entfernt auf) wurde ihr letzten November der Exzellenz Preis der Hans Wilsdorf Stiftung verliehen. Erlaubt hat ihr das Preisgeld vor allem den Kauf von mehr Edelsteinen, ihre höchsten Unkosten. Bald hofft sie, ganz von ihrer eigenen Arbeit leben zu können – noch arbeitet sie Teilzeit im Schmuckatelier von Nadia Morgenthaler – und träumt vom freien Schaffen ganz ohne Kompromisse. Die eigene Schmuckwerkstatt hat sie sich schon erspart – dem pensionierten ehemaligen Werkstattbesitzer zahlte sie dafür über Jahre monatlich in Raten ab.

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Sie lächelt: «Er verriet mir sein Geheimnis: Wenn Du nicht mehr weiter weisst, ordnest Du Dein Werkzeug. Mein Vater ist Maurer, und auf einmal fühlte ich mich durch meine Arbeit mit meinen beiden Eltern verbunden». Florie beschreibt die mit schwarzen Diamanten oder bunten Edelsteinen verzierten Vogelschädel ihrer «Vanitas» Kollektion als «Sieg über die Vergänglichkeit – schliesslich wird die Natur dadurch verewigt!». Erzählt sie, und sitzt dabei so feingliedrig und federleicht am Rande ihres Stuhles wie ein weisser Kranich auf kurzer Flugpause. Für ihre fröhlich makabere «Remains» Kollektion befasste sie sich mit Taxidermie und Einbalsamierungsmethoden. Mit kostbarstem Schmuckhandwerk feiert sie den Tod, aber auch die Haut und die Haare («die Ornamente der Natur»). Nachdem Haare im Schmuck nicht die Verkaufszahlen fördern, empfand sie diese durch silbrige Ketten nach, denn «Schmuck soll nicht Abscheu entfachen, sondern Anziehung fördern», erklärt sie. Für ihr neuestes Projekt tüftelt sie mit Hilfe eines 3D-Experten an einer neuen Serie von Ringen, deren Volumen Hautfalten ähneln. www.floriedupont.com


CHEMISE BLANCHE

Weisse Bluse: Hermès. Make up Amélie für Nars Coif fure Loic Hauk für Bal des Créateurs

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NEWS

ZEIT FÜR DIE FORSCHUNG

NACHWUCHS IST TRUMPF

Das junge britische Schmucklabel Anfray & Anfray macht sich einen Namen mit einem Stil, den sie «entspannter Luxus» nennen. Der Schmuck, den Alena Anfray seit 2013 designt, wird von Hand in Frankreich gefertigt und ist ab sofort bei Meister in Zürich zu bekommen. www.anfray-anfray.com

VIF ÉCLAT

Schon seit 15 Jahren stellt Suzanne Syz mit Begeisterung wunderbare, leichte Schmuckstücke her, die uns durch ihre Vielseitigkeit, ihre Sinnlichkeit und die Energie verzaubern, die sie vermitteln. Ein prächtiges und zärtliches Manifest, das man unbedingt entdecken sollte. www.suzannesyz.ch

Unter dem Patronat von HSH Prinz Albert II von Monaco haben sich einige der welt­besten Uhrmacher zusam­ mengetan und sammeln Geld für die Erforschung der Duchenne Muskel­ dystrophie, die häufigste muskuläre Erkrankung im Kindesalter. Mit dabei: Vulcain, die das Unikat «50s President’s Enamel Pegasus Only Watch» beisteuern. Die insgesamt 43 faszi­n ierenden Uhren touren in einer Ausstel­lung um die Welt, am 7. November sollen sie für den Guten Zweck versteigert werden. Vom 24. bis 27. Oktober kann man die Kollection noch in London bewundern, vom 5. bis 7. November ist sie dann in Genf für die Auktion. Alle Details und wie man mitbieten kann finden Sie online.

«Boy.Friend»: So heisst die neue Damen­ uhr von Chanel. Ihre achteckige Form erinnert an die Uhr mit dem Namen «Première», wohingegen ihre Grösse, ihr sonstiges Aussehen und Details, die die klassischen Codes der Uhrmacherei auf fröhliche Art und Weise durcheinanderbringen, darauf setzen, dass sich Masku­l inität und Weiblichkeit wunderbar ergänzen.

www.onlywatch.com

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TESTOSTERON

LEIHGABE

Kennen Sie die Szene aus Sex and the City, wo die Protagonistin Carrie eine Assistentin einstellt, die sich Luxustaschen mietet, um up-to-date zu sein? Elena und Ekaterina Derkatch haben sich mit dieser Idee in der Schweiz vor knapp zwei Jahren selbst­ständig gemacht. Vier Wochen lang die klassische Prada Saffiano Lux Tote Bag tragen? Für knapp CHF 100 kein Thema. Eine Michael Kors für eine Woche am Handgelenk baumeln lassen und damit im Ausgang glänzen? Mit CHF 20 ist man dabei. Die Auswahl wächst ständig, die Jungunternehmer­i n­ nen bauen sich Schritt für Schritt eine wohl klingende Requisite auf. Die perfekte Ergänzung zum eigenen Accessoire-Portfolio! www.metoyoubag.com

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NEWS

AUF HOHER SEE

Im mittelalterlichen Europa beflügelten die sieben Meere die Fantasie der Seefahrer. Das Haus Van Cleef & Arpels hat sich diese Legenden für seine neue Kollektion edler Schmuckstücke zu Nutzen gemacht und die Tausend Nuancen an Wellentypen mit einer Vielzahl glitzernder und kristallklarer Steinen visualisiert. www.vancleefarpels.com

NANO STARS Smartphone, Kreditkarte, Schlüssel – mehr passt in die Nano-Taschen von Louis Vuitton nicht hinein, aber mehr braucht man auch nicht zum Ausgehen. Lippenstift vielleicht, das geht noch und dann ist aber genug. Die Mini-Varianten gibt es von den Modellen «Speedy», der «Noé», die «Lockit» in klein, die «Alma» auch, die «Pallas», die «W» und die «Turenne», alle absolut massstabsgetreu. www.louisvuitton.com

SNACK TIME

Detox Delight hat sich zum Geheimtipp gemausert, wenn es darum geht, sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Internationale Gourmet Raw Food Köche und Ernähr­ungs­experten lassen sich ständig neue Rezepturen einfallen, um die rasant wachsende Fangemeinde an den in­zwischen acht Standorten in München, Paris, Wien, Dubai, Benelux und auch Zürich zu beglücken. Ganz neu sind Snacks, die «raw», «vegan» oder «glutenfrei» sind. Detox Delight punktet zusätzlich mit dem Hausliefer-Service. www.detox-delight.ch

LIMITIERTE PUMPS

Ab nach Genf. Im Roger Vivier Shop gibt es diese unwiderstehlich klassische Pumps als Sonder­edition. Ein Modell, das so ziemlich zu allem passt, was man an elegantem Schwarz-WeissGrau im Schrank hat! www.rogervivier.com

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STYLE

«Beautista» ist ein unschönes Wort für sehr schöne Menschen. Valérie Fromont greift zu ihrem Vergrösserungsspiegel, um sich diese genauer anzuschauen. V o n VA L É R I E F R O M O N T   I l l u s t r a t i o n S A R A H G A S S E R

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ine als Forscherin arbeitende Freundin schenkte mir bei einem gemeinsamen Mittagessen neulich ihr schönes, neu erschienenes Buch, in dem sie über die Entstehung des Begriffs der Schamhaftigkeit in der Renaissance schreibt. Wie muss man sich die Beziehung zum Körper und dem sexuellen Wissen in einer Zeit vorstellen, in der die Sprache zu zaghaft war, um über Lappalien zu sprechen? Heute sind bei den Sprachgrenzen die Hemmungen derart gefallen, dass uns nichts mehr daran hindert, Dinge beim Namen zu nennen. Und dennoch bleiben Denkzwänge weiterhin bestehen. Wenn die Grenzen auch nicht mehr durch Worte definiert werden, so sind es die Klischees und vorgefertigten Meinungen, die uns in unseren Gewohnheiten der Wahrnehmung und der Meinungsbildung so drastisch eingrenzen. Angefangen von der Meinung, die wir uns über uns selbst bilden. Nehmen wir das Wort «Beautista». Frauen, die heutzutage nach Schönheit streben, haben keine andere Wahl, denn als «Beautistas» abgestempelt zu werden. Das Wort ist einfach nur hässlich. Und das, obwohl der Gedanke hinter dieser Bezeichnung so schön sein könnte! Wenn es darum ginge, die Definition «die Schönheit liebend» zu unterschreiben, würde ich dies sofort tun. Viel zu oft werden Beautistas von der Gesellschaft um sie herum als zwanghafte Kosmetikasammlerinnen und Nail-Art-Verrückte heruntergestuft. Und diese Sichtweise ist derart prägnant, dass sie in dieser Definition verharren und sich nicht mehr die Möglichkeit vorstellen können oder sich die Freiheit nehmen, die Grenzen dieses Reviers zu überschreiten.

In einer Zeit, in der es dieses Wort noch nicht gab, war ich bereits eine Beautista. Als Kind faszinierten mich Parfümerien, diese Geschäfte voller vielversprechender Tiegel, paillettenfarbener, Flakons, die nicht nur Parfüms enthielten, sondern wahrhaftige Entdeckungen und Fantasiewelten. Die Verkäuferinnen waren freundlich, hatten glattes Haar und eine gepflegte Sprache und über den Verkaufsregalen hingen Porträts von Carole Bouquet oder Claudia Schiffer (ja genau, das war in den 1980er-Jahren). In meinen Augen hatten diese Fotos eine eben solche Erzählkraft wie die Bilderbücher für Kinder, denen ich gerade entwachsen war. Später erlebte ich die Enttäuschungen und die Freuden einer jeden Beautista, die etwas von sich hält: Himmelblaue Wimperntusche, Zöpfe in nassen Haaren als Dauerwellenersatz, Terrakottaorange, aufgetragen wie der Stuck eines Hauses in der Toskana, das von einem reichen amerikanischen Touristen gekauft wird. Aber ich habe auch im Laufe der Jahre und der Erfahrungen verstanden, wie die richtige Dosierung von Künstlichem und Natürlichem uns zu einer, in erster Linie in unseren eigenen Augen, liebenswerteren Version von uns machen kann. Diese Liebe für die schönen Dinge ist mir geblieben. Sie hat mich manchmal enttäuscht, gelangweilt, betrogen, hat jedoch nie die Fähigkeit eingebüsst, mich glauben zu lassen, dass es um mich herum und in mir ein fabelhaftes, wunderbares, verzaubertes Universum gäbe – viel wahrhaftiger als das, das mich umgab. Es war ein Rückzugsort für die Fantasie: Manchmal illusorisch – doch die Chance, an solche Welten zu glauben, rechtfertigt weitgehend diese kleinen Arrangements mit der Wirklichkeit. Diese vom Körper 28

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hergeleitete Schönheit beschränkt sich bei Weitem nicht nur auf das, was die Kosmetikindustrie anbietet. Sie ist da, um uns, an jeder Strassenecke, bei jedem Zusammentreffen. Die Welt so zu sehen ist mehr als eine Berufskrankheit, es ist eine Frage der Einstellung, ein unersättlicher Wunsch. Mein letztes ästhetisches Schockerlebnis rührt nicht von einer Modeschau oder einem Modefoto her. Als ich im Kino den Film «Maraviglioso Boccaccio» der Gebrüder Taviani, inspiriert vom Dekameron von Boccaccio sah, entzückte mich die Art, wie schön die Frauen dargestellt waren. Der Film erzählt davon, wie eine Gruppe junger Leute der Pest entkommt, die im 14. Jahrhundert in Venedig wütet. Während des gesamten Films konnte ich nicht umhin, auch von der Schönheit der Frauen während der italienischen Renaissance unter dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts begeistert zu sein. Von der Art und Weise, wie ihre Haare geknotet waren oder ihr hautfarbenes Makeup aufgetragen war. Von der Art, wie der Begriff der Reinheit und Würde dargestellt wurde. Einige Tage später sehe ich Amy, das Biopic über die britische Sängerin und ihre Dämonen. Im Laufe des Films entdecke ich ihre Nase und die Zähne eines jungen Mädchens, die neu gestaltet worden waren, um den Medien ein harmonischeres Gesicht bieten zu können. In dem Moment, in dem ich gerade in einem Café diese Zeilen schreibe, fällt mir die sehr gelungene Aschblond-Entfärbung der älteren Dame zu meiner Linken auf sowie die himbeerrote Farbnuance bei der jüngeren Frau zu meiner Rechten. Ob ein erhabenes Profil oder ein mit Botox aufgespritztes Gesicht – mir entgeht nichts. Meine Faszination für Schönheit ist derart, dass ich schon einmal Bücher kaufte, einfach nur, weil sie einen schönen Umschlag hatten. Selbst wenn ich mit meiner Psychologin spreche, komme ich nicht umhin mich zu fragen, wie es ihr gelingt, ihre Haare so zu knoten. Es gibt so viele Dinge, über die sich das Auge erregen kann. Eine Beautista sein bedeutet, die Welt unter einem einzigartigen Blickwinkel zu sehen, nämlich dem der Schönheit. Die Schönheit der Strasse und der Museen, der Gesichter von anderswo, der Geschichtsbücher, der extremen Bauten ebenso wie der herrlichen Schönheiten des Alltags. Die Beautistas waren nie nur auf ihr Badezimmer beschränkt, wie einige dies gerne glauben würden. Über all dies und über viele andere Dinge diskutiere ich während des Essens mit meiner Freundin. Auf dem Umschlag ihres Buches, einem äusserst seriösen, 800 Seiten dicken Lehrwerk, hat sie eine Nuance ihrer humorvollen Geisteshaltung eingefügt: Zieht man an einer Lasche, kommt ein weibliches Geschlechtsorgan zum Vorschein. Als Erinnerung an das breite Feld der Freiheit, das sich uns eröffnet, sobald wir hinter die Wörter, die Bilder, die Konzepte zu blicken wissen, die stets so definiert und definitiv erscheinen. Ästheten aller Schattierungen, Ihr, die Ihr von vornherein den weiten Horizont der Schönheit erfasst habt, ohne Euch jemals länger in einem Badezimmer aufgehalten zu haben, ärgert Euch nicht über diese Kolumne: Beautistas teilen gerne. Wenn Sie sich also eines Tages für den Kabuki-Pinsel entscheiden, werden sie Ihnen mit Vorliebe die Kunst lehren, diesen zu benutzen. Dominique Brancher, «Equivoques de la pudeur. Fabrique d’une passion à la Renaissance», www.droz.org.


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BIJOUX

Carven Carven

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ROSIGE ZEITEN Der warme Goldton trägt die Sonne in sich, die wir in den kommenden Herbsttagen dringend brauchen können! V o n E M I LY M I N C H E L L A

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FOTOS: ZVG; MARCIO MADEIRA

1. Cartier Uhr «Tank Anglaise» kleines Modell in Roségold, Quarz-Uhrwerk, CHF 25 600. 2. Audemars Piguet Uhr «Royal Oak» aus Roségold, Zifferblatt «Petite Tapisserie», extraflaches Uhrwerk mit automatischem Aufzug, CHF 48 400. 3. Dior Horlogerie Uhr «Dior VIII Grand Bal Plissé Soleil» in Roségold, Automatikuhrwerk, Schwungmasse mit Diamanten besetzt und weissen Elfenbeinintarsien verziert, Lünette mit Diamanten eingefasst, limitierte Auflage von 88 Stück, Preis auf Anfrage. 4. Chanel Horlogerie Uhr «Première» in Beigegold, exklusive Legierung, Elfenbein-Zifferblatt, mit Diamanten eingefasstes Gehäuse, QuarzUhrwerk, CHF 25 000. 5. Bulgari Uhr «Octo Solotempo» in Roségold, Automatikuhrwerk, 38 mm, Zifferblatt aus Silber, CHF 41 000. 6. Rolex Uhr «Oyster Perpetual Day-Date 40» aus Everose-Gold, Zifferblatt mit SundustFertigung, CHF 35 800. 7. Jaeger-LeCoultre Uhr «Reverso
Classic Duetto
Medium» in Roségold, mechanisches Uhrwerk mit automatischem Aufzug, Lünette mit Diamanten eingefasst, CHF 34 300. 8. Patek Philippe Uhr «Automatic Nautilus» in Roségold, Lünette eingefasst mit Diamanten, mechanisches Uhrwerk mit automatischem Aufzug, CHF 42 000. 9. Breguet 
Uhr «Reine de Naples Princesse» in Roségold, Uhrwerk mit automatischem Aufzug, Gangreserve, Krone mit einem BrioletteDiamant geschmückt, CHF 37 000.


Cynthia Feliciano Vanotti, «First Lady» du CEO de Vulcain Renato A. Vanotti

First Lady by Vulcain www.vulcain-watches.ch WATCHES OF SWITZERLAND - Lucerne • RUCKLI GOLDSCHMIED - Lucerne • KIRCHHOFER CASINO GALLERY - Interlaken • LA MAISON DE L’HORLOGERIE Geneva • LES AMBASSADEURS - Geneva • LES AMBASSADEURS - Zürich • LES AMBASSADEURS - Lugano • LES AMBASSADEURS St-Moritz • CLM - CHARLES-LOUIS MURI - Bienne • UHRSACHEN AG - Bern • JUVAL HORLOGERIE - La Chaux-de-Fonds • DORIS HERSCHMANN - Ascona • HANGL’S UHREN & SCHMUCK - Samnaun • JOSEF HAURI UHRENATELIER MANUFAKTUHR - Lenzburg • PIGUET - Nyon


BIJOUX Die Lieblingsstücke von L’OFFICIEL auf «The Couture Show»

COLETTE JEWELRY Siegelring aus Weissgold, besetzt mit weissen Diamanten und bunten Saphiren.

ANITA KO Anhänger mit Haizahn, Rotgold mit weissen Diamanten.

DAJJ Perlenkette, Türkis und Diamanten.

NIKOS KOULIS Armband mit Diamanten im Baguette-Schliff, einem Smaragd und schwarzer Emaille besetzt.

AS29 Armband, Onyx
und Diamanten, Kollektion «Onyx».

SHINE CITY

The Couture Show in Las Vegas ist eine Brutstätte für Talente und das neue Epizentrum der Juwelierskunst. Ein Besuch.

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1. Monique Péan  Ohrringe mit weissem Agath, schwarze Jade aus Guatemala, weisse Diamanten in BaguetteSchliff, schwarze Diamanten, Einzelstück, Preis auf Anfrage. 2. Alice Cicolini  Ring mit Blattmotiv «Jodhpur», Gelbgold 22K, Emaille und Smaragd, beginnend bei CHF 7 600. 3. Fernando Jorge  Ohrringe, Gelbgold 18K, Diamanten und Milky Quartz, CHF 7 550. 4. Fernando Jorge  Armband, Rotgold 18K, Diamanten mit Champagnerfärbung, Preis auf Anfrage 5. Brooke Gregson  Ring «Circle», Gelbgold 18K und schwarze Diamanten, CHF 1 060. 6. Delfina Delettrez   Ring «Handroid 1A», Weissgold 18K und Diamanten, CHF 3 420 7. Yves Spinelli   Ring «Nexus», Gelbgold, weisse Diamanten, cognacfarbene Diamanten, graue Diamanten, Diamanten mit Champagnerfärbung, CHF 6 870.

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uch die Avantgarde der Juwelierskunst hat auf diesem Planeten ihr jährliches Treffen. Vergessen Sie dabei einfach mal Paris, Mailand, New York und nehmen Sie Kurs auf Nevada in der glühend heissen Mojave-Wüste. Mitten im Herzen der Sin City erscheint einem The Couture Show im luxuriösen Wynn Resort, in dem die Crème de la Crème der weltweiten Juwelierskunst zu Frühjahrsende begrüsst wird, wie eine Fata Morgana. Mit seinen breiten Schultern, seinem offenen Lachen und seinen kristallklaren, meerblauen Augen leitet Gannon Brousseau diese Messe, die ihren 20. Geburtstag feiert, mit viel Leichtigkeit. «Ich sehe die Couture nicht als Geschäft, sondern als Event», erklärt der junge, aus Sacramento kommende Direktor. Valery Demure ist gerade am Durchstarten. Zu Mode und Schmuck kam sie quasi per Zufall und ist als extravagante Einkäuferin – durch ihren scharfen Blick und ihren feinen Geschmack – mit ihrem bemerkenswerten Showroom zur prominenten Sprecherin der neuen Schmuckszene geworden. Noor Fares, Delfina Delettrez, Monique Péan und Fernando Jorge schwören auf sie und lassen sich nur von ihr vertreten, um nur einige aufzuzählen. «Die Couture ist ein Traum. Hier trifft sich jeder. Jeden Abend ist etwas los, die Preisverleihungen sind sehr interessant», erzählt sie. Kann man im Schmuckdesign von einer Nouvelle Vague sprechen? «Ja, wir erleben gerade das Aufkommen einer neuen Generation, die sich ihre Inspiration ohne Komplexe in der Modewelt und der Kunst holt. Es geht nicht nur darum, sein Know-how zu zeigen, sondern auch eine individuelle Ästhetik zu schaffen, selbst wenn man dabei traditionelle Codes hinter sich lassen muss». Was sind die Trends? «Viel mehr Gelbgold als vorher, bunte Steine, aber vor allen Dingen sehr unterschiedliche Welten, leistungsstarke Signaturen und ikonoklastische Techniken, die man hier versteht, ins richtige Licht zu setzen. Meiner Meinung nach sind uns die USA ein paar Schritte voraus, was Schmuck betrifft». www.thecoutureshow.com

FOTOS: LUKE PIDGEON/SPINELLI, ZVG

Von HERVÉ DE W INTRE


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Eine Uhr mit rundem Gehäuse ist für Frauen ein Klassiker und Synonym zeitloser Eleganz in Reinkultur. Von NIN A M A RTIN

Realisation LIVIA Z AFIRIOU

URSPRUNG. Die Calatrava bezaubert seit 1932 mit klaren, vom minimalistischen Bauhausstil inspirierten Formen: rundes Gehäuse, flache, gravierte Lünette, schlichtes Zifferblatt und verlängerte Gehäusehörner. Damals unüblich, gab es sie gleich zu Beginn auch als Damenuhr. Der Zeitmesser, dessen Name vom Calatrava-Kreuz stammt, dem Markenzeichen von Patek Philippe, entwickelt sich im Laufe der Jahre weiter, ohne sich jedoch grossartig zu verändern und wird zum Lieblingsmodell des Genfer Uhrenhauses. Eine eigene Calatrava-Kollektion erscheint erst 1984. Sie bildet gleichzeitig einen Kontrast und einen Ausgleich zu den grossen uhrentechnischen Herausforderungen, die ansonsten die Modelle der Marke ausmachen. MYTHOS. Wenn man sich bei einer Manufaktur völlig einig ist, dann sicherlich bei Patek Philippe, die in jeglicher Form und vor allen für die Qualität und Ästhetik ihrer Kreationen geschätzt wird. Während des letzten Vierteljahrhunderts und bis zum erst kürzlich begangenen 175. Geburtstag einer ununterbrochenen Geschichte, zeigte sich das Know-how der Marke stets anhand einer Auswahl denkwürdiger Ausnahmemodelle: Calibre 89, Sky Moon Tourbillon und Grandmaster Chime. Seit 1839 erfüllt Patek Philippe seine Rolle als Pionier mit uhrentechnischen Neuheiten, dem Engagement zum 34

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Erhalt der kunsthandwerklichen Berufe, dem eigenen Qualitätssiegel und dem Museum mit der weltweit grössten Privatsammlung. So sind die historischen Chronometer Nautilus, Gondolo und natürlich Calatrava regelmässig begehrte Stücke bei Auktionen in der ganzen Welt. KNOW-HOW. «Ladies Calatrava» ist eine der klassischen Damenuhren, die sich in völliger Harmonie zu jeder Gelegenheit tragen lässt. Mit ihrer neutralen Formgebung gewährt sie eine grenzenlose Kreativität in der Ausstattung: in dieser Ausführung macht das Clou de Paris-Dekor auf der Lünette einer Einfassung mit 72 runden Diamanten Platz. Das Gehäuse aus Weissgold ist als schiere Augenweide mit einem Saphirglas-Boden versehen. Somit lässt sich das manuelle Aufziehen in allen Einzelheiten geniessen. Die Varianten in denselben Tönen werden durch ein silbergraues guillochiertes Zifferblatt, Gold-bestäubte Indexe und einem gebürsteten Satin-Armband in denselben Farbtönen vervollständigt. 1. Uhr «Ladies Calatrava – Referenz 4897G» in Weissgold, mit 72 Diamanten eingefasste Lünette (0.47 Karat), Zifferblatt silbergrau guillochiert mit Gold-bestäubten Indexen, silbergraues Satin-Armband mit Dornschliesse, mechanisches Werk mit Handaufzug Kaliber 215, Patek Philippe, CHF 25 300. 2. Burberry Prorsum, CHF 12 500. 3. Louis Vuitton, CHF 43 000. 4. Pierre Hardy, CHF 720. 5. Borsalino, CHF 260. 6. Roland Mouret, CHF 880.

FOTOS: ZVG; ROLAND MOURET ÜBER NETAPORTER.COM; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN

«LADIES CALATRAVA» VON PATEK PHILIPPE


www.chloe.com


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ANATOMIE EINER TASCHE

DIE «LUGGAGE» VON CÉLINE Dieser schlichten und praktischen, von Phoebe Philo gleich nach ihrem Antritt zum französischen Modellabel entworfenen Tasche mangelt es nicht an Ausstrahlung. Von L É A T RICH T ER-PA RIEN T E

STIL. Die Linienführung ist klassisch, kommt jedoch in Varianten daher, je nachdem, ob man die Nano-, die Micro- oder die MiniAusführung hat. Die jahreszeitlichen Modelle gibt es in unterschiedlichen Farben und aus beliebten Materialien. MYTHOS. Erfolg verpflichtet, daher kommt es öfters vor, dass man mehrere Monate warten muss, um eines dieser Modelle zu ergattern, um so mehr, als einige Grössen, die nicht mehr 36

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produziert werden, zu Sammlerstücken wurden. TECHNIK. Die Taschen werden unter strengen Vorgaben in den Werkstätten der Marke in Italien hergestellt. Bei Céline ist es Ehrensache, die schönsten Leder auszuwählen und ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung zu legen. ZUM VERLIEBEN. Das Modell aus pflanzlich gegerbtem Leder. Obwohl die Tasche auch aus Ziegenleder, exotischem Leder, Tuchstoff oder glattem Kalbsleder angeboten wird, ist dieses luxuriöse Material der ganze Stolz der Marke. Micro «Luggage», Céline, ab CHF 2 300.

FOTOS: ZVG

URSPRUNG. Die «Luggage» entstand 2010. Es ist die erste von Phoebe Philo, der talentierten künstlerischen Leiterin von Céline, designte Tasche. Diese zeitlose Reisetasche mit Ewigkeitswert gehört zur Garderobe der modernen Frau.


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LE CHOIX DE...

DESIGNER AM SEE Victoria Beckham

Wenn etwas gut ist, dann pilgern die Kundinnen gerne, und das tun sie, in den Concept Store von Ruth Reinger, am linken Seeufer Zürichs. Ihr Plus: Innovative Designer ins Portfolio nehmen, 20 Jahre konstant guten Service und – ganz wichtig in Zürich – Parkplätze genau vor der Tür. Einige Marken hat sie exklusiv, zum Beispiel die Taschen von Victoria Beckham und Schmuck von Aurélie Bidermann.

UNIVERSUM Die idyllische Lage am See, unweit der Hektik der City, verleiht Designer am See eine entspannte Atmosphäre in der man sich rundum wohlfühlt. NICHT OHNE

V o n L E N A S TÄ H E L I Preen by Thornton Bregazzi

NEUE SAISON IT-PIECES

Parfum, «Agua de Loewe», Loewe

LIEBLINGSLOOKS HERBST/WINTER 2015/2016 Königsblaue Phytonclutch von Victoria Beckham

FOTOS: ZVG

PERSÖNLICHER STIL Casual chic: Hemden und Blazer von Victoria Beckham, Jeans von Hudson, Sneakers/Booties von Barbara Bui und Church’s. INSPIRATION Meine Reisen in die Modemetropolen, Paris, London, Mailand und New York sowie Besuche von Kunstaustellungen, Galerien und Bookshops. Zudem befasse ich mich mit Trendforschung in Fashion und Design.

«Liberty Bag» von Victoria Beckham

Pre-Fall 2015 Sweater mit blauen Plastikpailletten von Preen by Thornton Bregazzi (Prefall 2015).

Oversize Grobstrickpulli von Nina Ricci in white/offwhite Herbst/Winter 2015/2016

LIEBLINGSSCHMUCK Gar nichts ausser meiner Rolex, Jahrgang 1975.

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BLAU MACHEN

Türkis, Azur und Denim-Blau halten entspannt Einzug in unsere Essentials. Realisation LISA JOUVIN

Fotografie CHARLOT TE E VR ARD

Handtasche «Gibecière Bianca» aus Pythonleder, Lancel, CHF 2 640. Agenda Hermès, CHF 5 250. Portefeuille Céline, CHF 510. Concealer «Une bonne correction» Serge Lutens, CHF 160. Portemonnaie Chanel, CHF 930. Nagellack Fortissimo Chanel, CHF 40. «Top coat tie dye» Dior, CHF 40. «Eau de soin Hydrabio» SPF 30 Bioderma, CHF 10. Brille Ray Ban, CHF 180. Kopfhörer Quietcomfort 25 Bose, CHF 330. Lippenstift «Pure Couture 6 Rose Bergamasque» Yves Saint Laurent,CHF 50.

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NEW MOD

Musik liegt in der Luft, die Swinging Sixties animieren die Designer immer wieder aufs Neue. Der Fokus in dieser Saison: Pucci-eske Popart-Prints, Olivia Oyl-Chic und mutige Cocktails für Stoffe und Muster. Von L IVIA Z A FIRIOU

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FOTOS: ZVG; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN. MARNI UND RED VALENTINO ÜBER WWW.MYTHERESA.COM UND WWW.LUISAVIAROMA.COM ERHÄLTLICH. MIT HERZLICHEM DANK ANTRENDFORTREND.COM. KLEID BORDEAUX, RED VALENTINO, ERHÄLTLICH ÜBER NETAPORTER.COM.

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1. Zadig&Voltaire, CHF 180 2. Thierry Lasry, CHF 410 3. Marni, CHF 560 4. Les Petits Joueurs, CHF 580 5. Marni, CHF 610 6. Alberta Ferretti, CHF 960 7. Aquazzura, CHF 530 8. Vivienne Westwood Red Label, CHF 1 390 9. Vivienne Westwood Red Label, CHF 740 10.Les Petits Joueurs, CHF 690 11. Red Valentino, CHF 590 12. Thierry Lasry, CHF 420

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EAST COAST EXZELLENZ

Die Elite trifft sich in den acht Universitäten, welche die sogenannte «Ivy League» bilden. Diese Scheinwelt besteht aus einer kunstvollen Mischung aus Efeu, der sich an roten Backsteinmauern entlang rankt und Genies, die ihre ersten amourösen Abenteuer erleben. Es ist eine Welt voller Widersprüche, in welcher der Schein manchmal trügt… und eine Quelle der Inspiration für das Kino. v o n H AY D É E T O U I T O U

HARVARD MÄDCHEN Love Story, von Arthur Hiller (1970). Es gab eine Zeit, in der junge Mädchen, egal, wie talentiert sie waren, keinen Zugang zu Harvard hatten und ans benachbarte Radcliffe College verbannt wurden. In diesem Kontext begegnen sich Oliver Barrett IV. und Jenny Cavalieri. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten, aber sie mag Brahms. Ali MacGraw und Ryan O’Neal, der Rest ist Geschichte…

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FOTOS: KOBAL COLLECTION

NACH DER IVY LEAGUE Last Days of Disco – Nachts wird Geschichte gemacht, von Whit Stillman (1998). Die jungen Absolventen der Ivy League sind sich ihrer strahlenden Zukunft bewusst und stürzen sich selbstsicher und prätentiös in die 1980er Jahre. Auf dem Programm: Chloë Sevigny, Desillusionierung und STD.

DAS GEGENBEISPIEL Ich glaub, mich tritt ein Pferd von John Landis (1978). In der in den College Movies repräsentierten Scheinwelt herrscht die vereinbarte, charmante Exzellenz der Ivy League, denen ein mächtiges Gegenbeispiel die Stirn bietet: die Verdorbenheit, die im Namen der Studentenverbindung Delta House errichtet wurde. Wo man John Belushi dabei zusehen kann, wie er einen ganzen Hamburger in einem Bissen verschlingt und anschliessend eine Toga-Party in Schwung bringt.

WARREN BEATTY IN YALE Fieber im Blut, von Elia Kazan (1961). Am Vorabend des Börsenkrachs 1929 wird Bud von seinem autoritären Vater gezwungen, an der Universität Yale zu studieren. Seine Liebe zu Natalie Wood wird durch die Tabus der Zeit zerstört. Das Mädchen wird nach einem Selbstmordversuch in ein Sanatorium eingewiesen. Bud muss wohl oder übel seinem Leben als privilegierter Student ins Auge sehen. Doch er hat nur einen Wunsch: Farmer werden und seine eigene Ranch führen.

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UNGLÜCKLICHE GENIES The Social Network, von David Fincher (2010). Unser alltägliches Leben ist in einem besseren Schlafsaal von Harvard verschwunden, als ein netter, zugegebenermassen hässlicher Nerd beschliesst, sich in den Graf von Monte Christo des digitalen Zeitalters zu verwandeln. David Fincher präsentiert die Erfindung von Facebook wie eine einfache Vergeltungsgeschichte nach einer Trennung, die aus dem Ruder gelaufen ist.

DIE ALTERNATIVE Ghostbusters – Die Geisterjäger, von Ivan Reitman (1984). Zur Ivy League gehört auch die Universität von Columbia in New York und die verschiedenen Lehrer, wie zum Beispiel die Figuren von Bill Murray und Dan Aykroyd. Vom Establishment Ivy abgewiesen, das ihre Recherchen über Geister nicht ernst nimmt, entwickeln sie eine Alternative, um gegen die Bedrohung zu kämpfen. «Who you gonna call?» 42

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FOTOS: KOBAL COLLECTION

HARVARD WIDER WILLEN Natürlich Blond, von Robert Luketic (2001). Eine flippige Wasserstoffblondine aus Kalifornien findet sich an der Juristischen Fakultät in Harvard wieder, wo es einer Grosstat gleichkommt, wenn man eine Nagelkosmetikerin findet, die sich ohne zu murren den Kummer der Kunden anhört. Der Zuschauer erhält zwar keine Ivy-League-Bildung, dafür aber die elementare Demonstration der Kunst von «bücken…und hep».


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EXZENTRIK STYLE Unsere Grossmütter wussten, was Klasse hat. Heute sind die Muster, Schnitte und Accessoires wieder total im Trend, ladylike und streng genommen aufregend. R e a l i s a t i o n L E N A S TÄ H E L I

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FOTOS: ZVG; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN. ISABEL MARANT, LANVIN, LELA ROSE UND M MISSONI ÜBER NETAPORTER.COM

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1. Acne Studios, CHF 640 2. Burberry, CHF 300 3. Acne Studios, CHF 280 4. Isabel Marant, CHF 510 5. Dior, CHF 380 6. Porsche Design, CHF 400 7. Chloé, CHF 2 380 8. Lanvin, CHF 840 9. Charlotte Olympia, CHF 1 090 10. Tommy Hilfiger, CHF 230 11. Gucci, CHF 1 500 12. Acne Studios, CHF 410 13. Lela Rose, CHF 1 750 14. Tommy Hilfiger, CHF 180 15. Charlotte Olympia, CHF 1 360 16. M Missoni, CHF 450 17. Alberta Ferretti, CHF 510.

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ZU ZWEIT GEHT ALLES BESSER!

Mit ihren knapp 30 Jahren haben Alexis Martial und Adrien Caillaudaud bereits 15 Jahre in der Modebranche hinter sich. Von der Begegnung mit einem kreativen, hochbegabten Duo, das die künstlerische Leitung im Hause Carven übernommen hat. V o n P AT R I C K C A B A S S E T

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ank der seit 2010 geleisteten Arbeit des exzellenten Designers Guillaume Henry (jetzt bei Nina Ricci) profitiert Carven von einer seltenen Energie und setzt seine Entwicklung mit Enthusiasmus fort. Inhaber und Geschäftsführer Henri Sebaoun hat zwei Designer entdeckt, die sich als würdig erweisen, in die Fussstapfen von Henry zu treten. Mit 15 neueröffneten Boutiquen in der ganzen Welt im Jahr 2013, zwölf im Jahr 2014, darunter zwei in Peking, und einer geplanten Neueröffnung in diesem Jahr in Bangkok sowie neuen Plänen in Los Angeles und Dubai hat die bei Moderedakteuren so beliebte Marke keine Gelegenheit, sich auf den eigenen Lorbeeren auszuruhen. Der Wille, Kontinuität zu gewährleisten und gleichzeitig wo nur möglich Aussergewöhnliches und Neues einzubinden, wurde bei 44

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der ersten Modenschau der neuen Designer mehr als deutlich. Alexis Martial und Adrien Caillaudaud besitzen nicht einfach nur schöne blaue Augen. Mit ihren 30 Jahren blicken sie in aller Ruhe auf berufliche Glanzleistungen zurück, die so manche autoproklamierte Berühmtheit erblassen lassen. Der Eintritt von Alexis Martial in die Modebranche beginnt bereits im Alter von 15 Jahren, als er beschliesst, am Lycée Albert-de-Mun im 7. Pariser Arrondissement eine Berufsausbildung zum Couturier zu beginnen. Ob Schnitt­ muster, Modelle, Zuschnitt oder Nähen, nach drei Jahren Schulzeit hält die Herstellung eines Kleidungsstücks für Alexis keine Geheimnisse mehr bereit. Fehlt nur noch der modische Aspekt, so dass man ihn bald im Atelier Chardon-Savard finden kann, wo er sich ganz dem Stil widmet.

FOTOS: LETHA WILSON; MARCIO MADEIRA; ZVG

Alexis Martial und Adrien Caillaudaud.


«Aspen legs circle fold» (2012) von Letha Wilson.

Herst/Winter 2015/2016.

Accessoires der letzten japanisch inspirierten Kollektion. Herst/Winter 2015/2016.

STYLE Es folgen ein paar Praktika bei Jean Paul Gaultier, Balmain und Alexander McQueen, bevor er gleich zum Ende seines Studiums bei Givenchy anfängt. Zuerst in der Broderie-Abteilung und dann in der Strickerei: «Dort habe ich entdeckt, wie man mit Strickerzeugnissen arbeitet. Das war eine ganz neue, äusserst technische Welt für mich und hat mir gefallen. Ich habe 5 Jahre lang mit Riccardo Tisci gearbeitet. Dabei gab es durchaus schwierige Momente, denn das Ganze war schnell, es gab nie eine Pause. Aber Erinnerungen habe ich nur gute.» Nach einem eineinhalbjährigen Zwischenspiel bei Paco Rabanne fährt er schliesslich nach Italien, um für Iceberg zu arbeiten. «Das war nochmal eine ganz andere Vision von Mode, eine andere, industriellere Art zu arbeiten. Ausserdem ein ständiges Hin- und Herreisen zwischen Italien und Paris.» Alexis ist der erste, der Henri Sebaoun trifft. «Wir hatten einfach ein gutes Gefühl. Ich habe ihm ein Projekt angeboten – nicht alleine, sondern mit Adrien. Wir wollten schon seit der Schulzeit unbedingt zusammenarbeiten». Adrien stammt aus dem Quartier de la Défense und macht zunächst eine Designerausbildung. Von der Langsamkeit der industriellen Ent­w icklung fühlt er sich jedoch ausgebremst. Er sucht nach etwas anderem und landet mit 18 Jahren ebenfalls im Atelier Chardon-Savard. Dabei wird er mehr von Objekten angezogen und wendet sich bald Accessoires zu. Nach ein paar Praktika bei Alexander McQueen und Balen­ ciaga kommt er nach der Schule zu Maison Margiela, legt einen Zwischenstopp bei Kris Van Assche ein und findet dann zu Marc Jacobs. «Unser Standort war in Paris. Zu Anfang in den Räumen von Louis Vuitton. Dort habe ich mit Damenschuhen begonnen und bin zwischen Paris, New York und Italien hin- und hergereist. Eine unglaubliche Erfahrung!» Dann tritt auch er für fünf Jahre bei Givenchy ein, ist dort zunächst bei den Accessoires und die letzten drei Jahre für Schuhe verantwortlich. Auf der Suche nach etwas Neuem wird er dann Freiberufler und arbeitet ein Jahr lang für Jil Sander und Tod’s, bevor ihn schliesslich Carven «packt»... L’OFFICIEL Schweiz: Wie haben Sie sich getroffen? ALEXIS MARTIAL: Am ersten Schultag in ChardonSavard. Ich war mit einem Freund zusammen, der sich die gleiche Schule ausgesucht hatte. Da war ich richtig froh. Im Raum befanden sich aber trotzdem 60 Leute, von denen die einen noch verrückter waren als die anderen. Adrien hat sich zu mir an den Tisch gesetzt und wir haben uns sofort zusammen unterhalten. Am Wochenende darauf waren wir gemeinsam auf dem Flohmarkt. So hat unsere Beziehung angefangen. Eigentlich ganz normal. ADRIEN CAILLAUDAUD: Als ich ihn gesehen habe, habe ich festgestellt, dass er nicht ganz so unter Stress stand wie ich. Für mich war das der erste Tag eines neuen Lebens... Wir sind dann gemeinsam gewachsen – in unserer Liebe, in unserer Begeisterung für Mode, aber auch in unserer Arbeit.


Kreationen von Carven für den Frühjahr/Sommer 2015.

Herst/Winter 2015/2016.

«Colorado purple» (2012) von Letha Wilson.

Gab es zwischen Ihnen in der Schule keinen Wettbewerb, keine Konkurrenz?
 BEIDE: Nein, denn wir haben alles zusammen gemacht. Die Lehrer haben verstanden, dass das so sein musste.
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Herbst/Winter 2015/2016.

Frühjahr/Sommer 2015.

Ist es nicht schwierig, sein privates und berufliches Leben miteinander zu teilen? ADRIEN: Es war nicht einfach, als jeder von uns für sich allein als Freelancer gearbeitet hat. Wir teilen gerne permanent, was wir leben, was uns antreibt, was wir lieben.
 ALEXIS: Diese Frage haben uns die Leute auch gestellt, als wir gemeinsam bei Givenchy waren. Wir hatten so unglaublich verrückte Arbeitszeiten, dass uns dies entgegenkam. Wir haben nicht auf dem selben Stockwerk gearbeitet, aber selbst wenn wir erst um Mitternacht fertig waren, wussten wir, dass wir zumindest gemeinsam nach Hause gehen.
 Wie sieht die Carven-Frau für Sie aus? Wie würden Sie sie beschreiben?
 ALEXIS: Sie passt zu Carven, ist jung, aus Paris und verbreitet Frische. Sie amüsiert sich gern und mag es, sich gut anzuziehen. Neu ist, dass sie auch arbeitet und reist. Sie ist erwachsener geworden. ADRIEN: Sie ist auch sehr dynamisch. Sie ist immer noch die Gleiche, aber mit mehr Leben. Über die Massen verändern wollen wir sie jedoch nicht.


Kreationen von Carven für den Frühjahr/ Sommer 2015.

Wie teilen Sie sich Ihre jeweiligen Aufgabengebiete auf?
 ALEXIS: Wir teilen alles, Prêt-à-porter und Accessoires.
 ADRIEN: Ja, wenn wir auf Ideensuche sind, Moodboards und Zeichnungen erstellen, dann ist das, als ob wir uns den Ball hin- und herwerfen. Wenn es um Farben und Stoffe geht, auch. ALEXIS: Wir haben gelernt, zu zweit nachzudenken. ADRIEN: Das ist eine sehr stimulierende Vorgehensweise, weil wir uns vor dem anderen ständig selbst in Frage stellen. Das, worauf wir vorher spezialisiert waren, ist nicht mehr als ein Zuckerl. Wir können so dauernd neue Projekte in die Welt setzen.

Wo holen Sie sich Ihre Inspiration?
 ALEXIS: Da gibt es vieles. Zunächst das Design. Auch Ausstellungen. Wir holen sie uns überall, aber das Design ist ein wichtiger Teil. Vor allen Dingen das der 1960erund 1970er-Jahre, Designer wie Pierre Paulin oder Joe Colombo. ADRIEN: Ideen haben wir auch durch Freundinnen. Schliesslich wollen wir ja Frauen anziehen. Das ist wichtig.
 ALEXIS: Auch durch die zeitgenössische Kunst. Da kommen vor allem Farben ins Spiel oder Materialien. Durch eine Künstlerin wie Letha Wilson z. B., und ihre Fotos in Beton, bei denen es sich fast um Skulpturen handelt.
 ADRIEN: Diesen Winter haben wir wirklich dafür unser Herz entdeckt. www.carven.com

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Herbst/Winter 2015/2016.

FOTOS: MARCIO MADEIRA, ZVG

Was für neue Vorhaben?
 ADRIEN: Zum Beispiel die Entwicklung einer neuen Schmuck- und Taschenserie. ALEXIS: Wir mögen Accessoires sehr. Die trägt und kauft man gerne und tauscht sie ständig gegen neue aus.



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Von links nach rechts und von oben nach unten: Riccardo Tisci für Givenchy, CHF 1 050. Dior, CHF 1 440. Marc Jacobs, CHF 1 570.

ROCKING BOOTS Ziggy Stardust wäre stolz auf uns, diese Stiefel garantieren einen starken Auftritt, echte Hingucker! Realisation LISA JOUVIN

Fotografie CHARLOT TE E VR ARD

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MAXIMALER CHIC 48

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Mit «Bespoke» wendet Boss sein legendäres Savoir-faire nicht mehr nur zur Herstellung von Kleidung an, sondern kreiert eine minimalistische Taschenserie mit maximalem Chic. Fotografie L AURENCE ELLIS St yling VA N E S S A B E L L U G E O N


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Mantel und Kleid aus Wollstoff, UnfinishedLook, Tasche «Boss Bespoke» aus Leder und Flanell, Reiterstiefel aus Leder, alles Boss. Linke Seite: Mantel «Tailored» aus Wollstoff, Hose aus Wollstoff, Tasche «Boss Bespoke» in zweifarbigem Leder, Reiterstiefel, alles Boss.

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STYLE

Mantel «Tailored» aus Wollstoff, Trapez-Rock aus Wolle im FischgrätDessin, Tasche «Boss Bespoke» aus Leder, Reiterstiefel aus Leder, alles Boss.

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STYLE

Strickkleid, Tasche «Boss Bespoke» aus Leder, alles Boss.

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STYLE

Kleid aus Seidenkrepp mit Origami-Falte, Tasche «Bag in Bag» aus Leder und Flanell, Lederboots mit Absätzen und Flanelldetails, alles Boss.

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Lochmuster-Kleid mit Dekolleté, Tasche «Boss Bespoke» aus Leder und Ponyfell, Boots aus Leder, alles Boss. Model Sophie Schleidweiler Haare Leslie Thibaut Make-up Sergio Corvacho Assistenz Styling Lola Tirand

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MODE


FOTOS: MARCELO KRASILCIC

Modetrend Brutalismus ab Seite 76. Kamila Hansen in Hedi Slimane f端r Saint Laurent, Vejas und Louis Vuitton.


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HÜTTENZAUBER

Das ursprüngliche Verszascatal im Tessin bildet die perfekte malerische Kulisse für einen kraftvollen Trend: Naturfarben, Cashmere, Seide, Leder und Pelz, Wolle. Am liebsten in den dem Material angestammten Farben und sanft miteinander kombiniert. Que bello! F o t o g r a f i e S T E P H A N G L AT H E

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St yling SUSI BAUER


MODE

Maxi-Strickkleid, Porsche Design. Orange-Weiss gestreiftes Hemd, Miu Miu.
Oversized Mantel aus Alpaka und Kalbsleder-Loafers, beides Max Mara. Knöchelhohe Söckchen, Kunert.


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Kurzärmeliges Wolltop und passende knöchellange Hose, beides Stella McCartney.
Bikerjacke aus Rippenstrick, Akris.
 Socken, Falke. Schwarze Leder-Booties, Tory Burch.

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Stretchrolli aus Silberlamé, Pallas Paris.
Graues Flanellkleid, Boss.
Kurze Jacke aus Shearling mit Lederkanten, Burberry Brit.
Shearling-Kragen als Kopfbedeckung drapiert, Ralph Lauren.

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Grauer Strickpulli im Mustermix, Miu Miu. Braun-Beiger Cardigan mit Fransen, Polo Ralph Lauren. Hellgraue weite Wollhose, Akris.
Socken, Kunert. KalbslederWedges mit Details aus Ponyfell, Sportmax.

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Minikleid aus wollenem Doubleface, Akris. Schwarze Strickweste aus Leder, Porsche Design. Overkneestiefel aus Lammnappa, Akris.

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Strickpulli in Gelb/ Grau-MÊlange, graue Seidenbluse und Fischgratmantel mit Felldetails und zweifarbige Pumps, alles, Prada. Culotte, Malaika Raiss.


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Bluse aus Crèpe mit Popelinekragen und –manschetten, Pallas Paris. Strickpulli, Belstaff.
Tweed-Minirock mit roten Schlangenlederdetails und graue Filztasche, beides Boss.

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Anthrazitfarbenes Kleid aus Boucléstrick, Boss.
Zweifarbiger reversible Hoodie aus Seide, Akris. Wollsocken, Falke.
Fellgefütterte Booties, Kennel & Schmenger.

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Schwarzer Spitzenbody, Calvin Klein Underwear. Sandfarbene Wolljacke und –rock mit Ledergürtel, beides Sportmax.

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Weisses Hemd, Jil Sander.
Blaues Stricktop mit Stoffapplikationen, Christian Wijnants. Graugrüne Weste, Porsche Design.
 Schotten-Minirock, Versus Versace.
 Olivgrüne Lederhandschuhe und braune Straussenledertasche, beides Prada.

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Strickmantel aus Cashmere mit Fellkragen, Cashmere-Pulli und Flanellhose, Fransentasche, alles Ralph Lauren. Petrolblaue Lederstiefel, Jil Sander. Model Lena Gercke @ MEGA MODELS Haare und Make-up Kerstin J. Hajdu Mit Produkten von M.A.C Cosmetics und Balmain Hair Couture Post Production Bram Blondeel Produktion Thomas Pierre Schwab @ Pirate Production

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MODE

ICELAND

Ein Mann soll das Stricken entdeckt haben, man schreibt dieses wunderbare Handwerk einem Sch채fer zu. Wer immer es tats채chlich begonnen hat: Was vor Hunderten von Jahren gut und richtig gegen K채lte war, ist es heute noch, die Art zu stricken, die Materialien, die Verarbeitung und die Kombinationen sind vielf채ltiger denn je. Designermaschen zum Verlieben, in Szene gesetzt hoch oben im Norden Europas. F o t o g r a f i e A G ATA P O S P I E S Z Y N S K A S t y l i n g I N A L E K I E W I C Z

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MODE Pullover aus texturierter Alpakawolle, The Row.

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Oversize Rollkragenpullover und durchbrochener Rock, beides, Acne Studios. Pullover um die H端fte gebunden, Max Mara.

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Gerippter Rollkragenpullover aus Wolle, Denim Jacke und Hose, alles Louis Vuitton.

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Oversized Cardigan mit Knöpfen und Schalkragen, Chloé. Lederboots, Acne Studios.

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Hosen aus geripptem Woll/Seidengemisch und Rollkragenpulli mit Trompeten채rmeln, beides, Stella McCartney. Umgebundener melierter Pullover, Etoile Isabel Marant.

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Zopfpullover, Polo Ralph Lauren.

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Rollkragenpullover aus Cashmeregemisch, Diesel Black Gold. Asymmetrischer Rock, Stella McCartney. Cashmerepullover um die Taille gebunden, Gucci. Geschn端rte Springerstiefel, Red Valentino.

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Maxikleid aus Spitzen-Patchwork mit Goldstickerei, Valentino.

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Rippenstrick aus Alpakawolle und Woll-PolyamidMischung mit angesetztem Schal J.W Anderson. Als Rock geknüpft: übergrosse Strickjacke aus Schurwolle und Mohair,Chloé. Lederstiefel, Acne. Model Dasha Denisenko @ The Hive Haare Paweł Solis mit Produkten von Balmain Hair Couture Make-up Marianna Yurkiewicz mit Produkten von M.A.C Casting Ania Jozwiak

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Schwarz-Weiss melierter langer Cardigan, Maje. Hohe Wildlederstiefel, Gianvitto Rossi.

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MODE

BRU TA LIS MUS

Architekturalgarderobe – so heisst die Antwort auf die Lust nach Moderne. Konzeptionelle, rigorose und puristische Kleidungsstßcke in neuen Materialien, gewollt asymmetrisch und radikal anders geschnitten. Fotografie MARCELO KR ASILCIC

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S t y l i n g AV E N A G A L L A G H E R


MODE Wickelhose aus Wolle, Giorgio Armani. T-Shirt aus Baumwolle, Mary Ping. Lederhandschuh, Lacrasia. Lederschuhe, Louis Vuitton.

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Asymmetrisches Pulloverkleid, Stella McCartney. Plisseerock aus Chiffon, DKNY. Lederboots mit Abs채tzen, Hedi Slimane f체r Saint Laurent.

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Kurzärmliger Mohairpulli, asymmetrisches Gilet aus Wollkreppgarn, an der Taille zusammengebunden und Lederpumps mit Absatz, alles CÊline. Leggings aus Wolle, Zadig & Voltaire. Goldring, Mary Ping.

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Moltonkleid und Tunika-Cape aus Wolle, beides Rick Owens. Pelzhut, Etro.

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Wollhose, CĂŠline. Asymmetrisches Top und Ringe aus Silber mit Wolle, beides Jacquemus. Goldring, Mary Ping. Wildlederschuhe, Missoni.

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Weisse Baumwollbluse, Comme Des Garçons. Kokonartiges ärmelloses Gilet und Baumwollleggings, beides Junya Watanabe. Rollkragenpullover aus Wolle, Gant. Derbys aus Leder, Bottega Veneta.

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Rollkragenpullover aus Latex, Philipp Plein. Zerschnittener Rock aus Wolle und Baumwolle, Chalayan. Gestreifte MaxiWolljacke, Vivienne Westwood. Ledersandalen, Kenzo.

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Mantel aus Schurwolle mit Alpaka, Boss.
Kurzes Top aus
Baumwolle, Marni. Minishort aus elfenbeinfarbener Baumwolle, Maryam Nassir Zadeh. Overkness aus Wildleder, CH Carolina Herrera. Bestickte Handschuhe, Moncler. Linke Seite: Wollkleid, Calvin Klein Collection. Bedruckter LycraJumpsuit, Dsquared2. Pumps aus Wildleder und Rips, Chanel. Model Kamila Hansen @ Elite Paris Haare Tamas Make-up Aikiko Sakamoto

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MODE

Mantel und Rock aus Kaschmirstoff, Bally. Wollpullover mit Zopfmuster, Iceberg. Brille aus Acetat, Prada. Brosche aus Metall und Kristall, Miu Miu.

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BOOK WORM Ein intellektueller Look verbreitet sich in der Mode. Die Vintage-Bewegung holt sich ihre Anregungen in den 1950er-Jahren und bringt scheinbar brave Bibliothekarinnen und strenge Sekret채rinnen hervor. F체r Geeks, die gerne verwirren... F o t o g r a f i e N I C K H U D S O N S t y l i n g VA N E S S A C O C C H I A R O

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Ärmelloser Mantel aus Wollstoff, Carven. Rollkragenpullover aus Baumwollmischgewebe, Comptoir Des Cotonniers. Wollkrepphose, Jil Sander. Baskenmütze aus Wollstoff, Laulhère. Keramikohrring mit Kunstperle, Céline. Ohrring, Rotgold mit Diamanten, O-Fée.

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Wollpullover, Eleven Paris. Rock aus Kalbsveloursleder, CĂŠline. Brille aus Acetat und Metall, Prada. Ohrringe aus Harz und Metall, Marni. Pochette aus bedrucktem Fohlenleder, Furla. Rippenstrick-SĂśckchen, Falke. Pumps aus Satin und Leder, Prada.

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Top aus Kaschmirgewebe und Lederrock, beides Gucci. Brille aus Acetat und Metall, Prada. Lacklederg端rtel, Michael Kors. Pumps aus Lackund Pythonleder, Miu Miu.

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Angoramantel, Akris. Bluse aus Seidenkrepp, CĂŠline. Brille aus Acetat und Metall, Prada. Brosche aus Harz, Marni.

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Bestickte Jacke aus Kaschmir und Lackleder-Derbys
mit Absätzen, beides Marc Jacobs. Stepprock aus Satin, Max Mara. Brille aus Acetat und Metall, Prada. Ohrringe aus Harz und Metall, Marni. Söckchen aus Baumwollmischgewebe, Falke.

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Mantel aus Wollstoff im Schottenmuster, Forte Forte. Pullover mit Lochmuster aus Wollgemisch und Tweedrock, beides Miu Miu. Brosche aus Kristall
und Metall, Hélène Zubeldia. Wollstrumpfhose, Burlington. Pumps aus Satin und Leder, Prada.

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Kaschmir-Jacke, John Galliano. Bluse aus Baumwoll-Popeline, Rock aus Wolltweed, Ohrring aus vergoldetem Metall und Boots aus Lackleder, alles Dior. Brille aus Acetat, Prada.

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Bedruckter Wollpullover, Comptoir des Cotonniers. Rock aus Wollstoff, Zapa. Baskenmütze aus Wolle mit Netz, Laulhère. Gürtel aus Leder und vergoldetem Metall, Gucci. Model Lena Hardt @ Viva Haare Philippe Mensah Make-up Giulio Panciera Assistenz Styling Salomé Zimmerlin

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MODE

NEO-HARLEKIN

Die Handtasche «Peekaboo» aus der Herbst-Winter-Kollektion von Fendi setzt auf bunte geometrische Formen und holt sich ihre Inspiration bei der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp. Fotografie CHARLOT TE E VR ARD

Handtasche «Peekaboo» aus Wildund mehrfarbigem Lackleder, Fendi.

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MODE Handtasche «Peekaboo» aus Velourskalbsleder, innen rotes Leder, Fendi.

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Handtasche ÂŤPeekabooÂť aus schwarzem Leder, Schaffell, Seidenbroderien und Cabochons, Fendi.

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Handtasche «Peekaboo» aus Leder und schwarzem Kalbsvelours, Bleu und Grün, Fendi.

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BIJOUX

KARAT UND KUSSMUND Statement Schmuck erobert die High Jewellery Welt. Die Prunkstücke kommen am besten konkurrenzlos zur Geltung, Stück für Stück. Das Make-up darf kräftig sein, aber nicht bunt, gerne auch edel zurückhaltend. Bei so viel Glanz und Glamour Vorsicht bei der Modewahl: zu cleanen Trends entfaltet der Schmuck an besten seine Wirkung. F o t o g r a f i e S T E P H A N G L AT H E

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St yling SUSI BAUER


BIJOUX

Chanel Kuppel-Ring «Secrets d’Orients» in 18 Karat Weissgold, rosa Turmaline, Rubellite, Citrine in Birnenschliff mit einem Gesamtgewicht von 2,7 Karat, Mandarin-Granaten in Birnenschliff mit einem Gesamtgewicht von 3,66 Karat, Zuchtperlen und Diamanten in Brillantschliff mit einem Gesamtgewicht von 3,4 Karat.

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Dior Joaillerie Ring «My Dior» in Rotgold mit Diamanten. Ring «Rose Dior Pre Catelan» in Rotgold mit Diamant und Rosenquarz. Ring «Bois de Rose» in Rotgold mit Diamanten. Ring «My Dior» in Rotgold. Ring «Rose Dior Pre Catelan» in Rotgold mit Diamanten und Rosenquarz.

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Pomellato Ring aus Rotgold und poliertem Silber mit Brillanten und braunen Diamanten in Rosenschliff. Rhodiniertes Armband aus Rotgold mit Diamanten im Silbereffekt.

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Repossi «White Noise» Choker in Rotgold.

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Bulgari Uhr «Diva Jewellery», 39 mm Gehäuse aus Rotgold, besetzt mit 68 Diamanten in Brillantschliff (0,75 Kt), 8 Mandarin-Granaten, 8 Turmalinen und 16 rosa Opal-Elementen. Weisses PerlmuttZiffernblatt. Braunes Satin-Armband mit Faltschliesse aus Rotgold, besetzt mit 14 Diamanten in Brillantschliff (0,43 Kt). Quartzwerk, individualisiert von Bulgari.

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Cartier Armband «Panthère» aus 18 Karat Gelbgold mit PantherkopfMotiv, Onyx-Nase, Flecken aus schwarzem Lack und Augen aus Tsavorit-Granaten. Ohrringe «Panthère» aus 18 Karat Gelbgold, besetzt mit einem Keramik-Ring, Flecken aus schwarzem Lack, Onyx-Nasen, Augen aus Tsavorit-Granaten und Diamanten.

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Chanel Kollektion «Parade», Ohrringe «Plume de Chanel» in 18 Karat Weiss- und Rotgold, besetzt mit 34 Diamanten in Birnenschliff mit einem Gesamtgewicht von 8 Karat, 77 Diamanten in Brillantschliff mit einem Gesamtgewicht von 2,5 Karat, 2 Saphire in Birnenschliff mit jeweils 1 Karat und farbige Saphire im Rundschnitt mit einem Gesamtgewicht von 20 Karat.

Model Mia Stass @ SEEDS Model Management Haare & Make-up Kerstin J. Hajdu Mit Produkten von M.A.C Cosmetics und Balmain Hair Couture Postproduction Bram Blondeel

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BEAUTY

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Make-up Walk: Backstage bei Marc Jacobs (NY, Foto) und anderen. Seite 120.

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NEWS BLACK DIAMOND Seit diesem Herbst gibt es das Kult Beauty Label BeautyLab® London auch in der Schweiz. Celebrities schwören auf die Anti Aging-Wirkung der Hightech-Produkte. Besonders exklusiv präsentiert sich das Star Produkt des Labels, «Black Diamond». Es besteht aus einer Mischung von schwarzen und verkapselten weissen Diamanten. Linien und Fältchen sollen dank der aussergewöhnlichen Formulierung aufgepolstert und geglättet werden.

WOLKIG

www.beautylab.co.uk

Beim neuen «Coiffeur Salon Baettig am See» in Romanshorn hat ein fünfköpfiges Kreativ Team eine neue Mode für Haartrends mit dem jeweils passenden Make-up Look kreiert. Unter dem Namen «Nube» (lat. Wolke) dreht sich alles um Farbe, Stimmung und Transparenz. Passend dazu Schnitt und Form, inspiriert vom Cloud House des New Yorker Design Studios Axis Mundi im 1970er-Jahre Stil. Kontrollierte Natürlichkeit begleitet Haarschnitt und Farbe mit dem passenden Make-up Look: Ein ebenmässiger Teint, konzentrierte Wimpern, konturierender Eyeliner und 3D-Lippen. www.baettig-sg.ch

KÖRPERKULT

BODYSHAPE

Nach Basel, Zürich und Luzern eröffnet der diplomierte Sportlehrer der ETH Zürich, Jonas Caflish, nun seinen vierten «Indigo Club» in Zug. Auf einer Fläche von rund 1 250 Quadratmetern können Clubmitglieder an den neuesten Technogym Geräten trainieren. Dusch- und Trainingshandtücher werden zur Verfügung gestellt, natürliches Mineralwasser aus der Zentralschweiz, Lavazza Kaffee und Tees werden gratis angeboten. Und nach dem Training erfrischen Molton Brown Pflegeprodukte.

Ein weltweit einzigartiges Gewichtsreduktions-System wurde von drei Schweizerinnen entwickelt: «HypnoBodyShape». Verantwortlich zeichnen Schönheitschirurgin Dr. Cynthia Wolfensberger, Claudia Pasch, Technologie- und Business-Expertin und Hypnose-Therapeutin, und Tatjana Strobel, Bestsellerautorin und Hypnose-Therapeutin. Ihre gemeinsame Entwicklung basiert auf einer ganzheitlichen Methode, die von innen nach aussen wirkt.

www.indigofitnessclub.ch/zug

FOTOS: ZVG

www.hypnobodyshape.ch

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KRISTALLKUNST Das Schweizer Kosmetikunternehmen La Prairie präsentiert zusammen mit der 1764 gegründeten Kristallmanufaktur Baccarat «Caviar Spectaculaire». In einem kunstvoll geschliffenen Kristallkelch verbergen sich 75ml der luxuriösen festigenden und straffenden «Skin Caviar Luxe Cream». Die Limited Edition kann nach dem Aufbrauchen einfach mit einem klassischen «Skin Caviar Luxe Cream» Tiegel neu aufgefüllt werden.

BALANCE

www.laprairieswitzerland.ch

Zu emotionalem und geistigem Wohlbefinden unter strengsten biologisch-ökologischen Kriterien sollen die Pflegeprodukte der Naturkosmetiklinie «ila» führen, das Boutique Hotel «Cotton House» auf der Karibikinsel Mustique zelebriert diese Pflegerituale in seinem Spa. In vier Behandlungsräumen werden Massagen, Gesichtsbehandlungen und Ganzkörper Treatments von holistisch geschulten Therapeuten individuell umgesetzt. Ob Körper- oder Gesichtsbehandlungen, alle sollen auf Körper, Geist und Seele wirken, Energien in Balance bringen und alle Sinne ansprechen. www.cottonhouse.net

GEHT UNTER DIE HAUT Als Dr. med. Jutta Knauer vor genau zwei Jahren ihre erste eigene Kosmetiklinie «Dr. JK Cosmeceuticals Privée» präsentierte überraschte sie mit ihrem Rezept, körpereigene, bzw. körperidentische Stoffe zu verwenden. Passend zum Herbst lanciert sie nun ein «Intense Lifting Eye Serum», das die durch UV-Strahlen entstandenen Hautschäden von innen restrukturieren und reparieren soll. Zusätzlich werden Tränensäcke minimiert und die Muskulatur wird entspannt. www.dr-jk.de

EINFACH SCHÖN

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Wenn es um straffe Körperkonturen geht, spielen Faszien eine gewichtige Rolle. Straffheit wird nicht durch möglichst viel Muskelmasse erreicht, sondern mass­ geblich vom Spannungszustand der umgebenden faszialen Muskelhüllen bestimmt. Im neuen, praxisorientierten Ratgeber «Training für die Faszien» (Weichteil-­ Komponente des Bindegewebes) hat die international bekannte Münchner Körpertherapeutin Divo Müller zusammen mit dem Faszienforscher Dr. Robert Schleip ein Übungsprogramm entwickelt, dass speziell auf die Faszien ausgerichtet ist.

Vom 9. Bis 11. Oktober verwandelt sich das «25hours Hotel Zürich West» zum dritten Mal in ein Mode- und Beauty-Mekka. Dabei stehen Jungdesignern, neuen Labels und kreativen Köpfen über vier Etagen Hotelzimmer sowie ein Markplatz zur Verfügung. Diese verwandeln die einzelnen Zimmer in Pop-upStores. Dieses Jahr können «Exurbe Cosmetics», «Whiteberry Smile», «Seifenfritz», «Lash Bar», «Similasan Naturkosmetik» und die «Schminkbar by Bea Petry» entdeckt werden.

www.randomhouse.de

www.fashionhotel.ch

FOTOS: ZVG

BEAUTY EVENT


T E G E R N S E E

EUROPAS MODERNSTES GESUNDHEITSRESORT RE-START YOUR LIFE Modernste Medizin und Diagnostik trifft auf traditionelle Naturheilverfahren: Das LANS Med Concept verbindet Gesundheit, Genuss und nachhaltige Regeneration zu einem einzigartigen Erlebnis. Buchen Sie jetzt Ihren persรถnlichen Neustart im Lanserhof Tegernsee. Wir freuen uns auf Sie. Sieben รœbernachtungen im Doppelzimmer inklusive medizinischen Basispakets ab 3.130 EUR p.P. Weitere Informationen erhalten Sie kostenlos unter 00800 8000 06 06 sowie unter info.tegernsee@lanserhof.com

LANS Architektur und Design: ingenhoven architects

TEGERNSEE

HAMBURG

www.lanserhof.com


BEAUTY

AJ ARABIA Ali Aljaberi ist in Abu Dhabi zu Hause und hat sich mit der Pariser «Nase» Jean-Claude Astier zusammengetan, um der Welt die Gerüche seiner Heimat, seiner Natur zu enthüllen. Entstanden sind Düfte, die wirklich in reinster Form orientalisch sind und in ihrer Zusammensetzung trotzdem äusserst delikat. Interessanterweise – übrigens wie alle Düfte, die wir hier präsentieren – gleichermassen für Frauen und Männer tragbar. www.ajarabia.com

STÉPHANE HUMBERT LUCAS - 777

PROFUMUM ROMA

Maler und Poet – was macht einer mit so vielen Talenten? Der Franzose Stéphane Humbert Lucas versucht von jeher, die Tonalität der Düfte zu erfassen und Atmosphären in Flakons zu packen. Aus Erfahrung, die er sich auch auf Reisen in den Orient angeeignet hat, vermag er heute für diese Welt so blumig wie kaum ein Zweiter zu begeistern.

Die vier Geschwister Durante entstammen einer Messerschmiedefamilie, die auch Grooming-Produkte verkauft hat. 1996 entwickelten die vier eine eigene Firma und eine eigene Philosophie, und starteten mit fünf Duftkreationen. Seitdem kommen jedes Jahr ein bis drei neue hinzu, jeder für sich eine Reise in eine bestimmte Region oder an einen bestimmten Ort in Bella Italia.

www.stephanehumbertlucas.com

www.profumum.com

DUFT PARTY

Die Welt der Düfte ist faszinierend. Vielfältig, individuell, jede Frau (und jeder) Mann hat mindestens einen Favoriten. Flakon, Verpackung und der Inhalt selbst sind bekannt, aber wer steckt hinter all den olfaktorischen Sensationen? Wir stellen eine Frau, vier Männer und eine ganze Familie vor, deren Parfumkreationen es exklusiv in Zürich in der Parfumerie Osswald gibt. Dufte Idee: Osswald veranstaltet regelmässig Duftnächte, in denen man die Parfumeure und ihre Welten live erleben kann (siehe rechts). V o n D Ö R T E W E LT I

ATELIER DES ORS

MORESQUE PARFUM

Es ist sicher von Vorteil, wenn man wie Pierre Guillaume schon einen berühmten Chemiker zum Vater hat, bei ihm lernen kann und dann alle Möglichkeiten der Welt hat, sich olfaktorisch auszutoben. Der Beau fängt in seinen Duftlinien den modernen Lifestyle zum Beispiel in Form von Beachbar-Life in Ibiza oder Miami ein. Augen zu, riechen und träumen, vom Duft natürlich!

«Ab und zu gibt es einen, der rockt sozusagen die Welt der Parfumerie», schreibt die parfumsociety.org über Jean-Philippe Clermont. Ursprünglich im Zigarrenbusiness zu Hause, faszinierten den Franzosen seit jeher Gerüche, logisch, mündete das in eine eigene Parfumkreation. Die Flakons verraten noch ein Erbe: Die Grosseltern verkauften kunstvolle Glaswaren und machten den Enkel mit dem Herstellungsprozess vertraut.

Sehr mutig von Cindy Guillemant, in der heutigen Zeit in das Universum der Luxusdüfte einzusteigen. Aber sie hat neben ihrer Erfahrung in den Bereichen Marketing und Produkt­ management in der Beautybranche auch richtig was zu bieten: extrem rare Dufterlebnisse, orientalisch und trotzdem modern und in wunderschönen Flakons verpackt, die es teils auch als Sondereditionen mit per Hand angebrachten Verzierungen gibt.

www.parfumerie-generale.com

www.atelierdesors.com

www.moresqueparfum.com

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FOTOS: ZVG

PIERRE GUILLAUME


BEAUTY

DIE Osswald-DUFTNACHT WANN 15. Oktober 2015, Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Zürcher Parfumerie Osswald 18 Uhr bis 22 Uhr eine Duftnacht. In der majestätischen Kulisse des Schloss Sihlberg WO Schloss Sihlberg, Sihlberg 10, 8002 Zürich TICKET CHF 25 in der Parfumerie Osswald, Bahnhofstrasse 17, 8001 Zürich oder auf www.osswald.ch erhältlich.

in Zürich werden sechs exklusive Parfüm-Marken die Gäste in eine faszinierende Welt voll olfaktorischer Sensationen entführen: AJ Arabia, Moresque, Profumum Roma, Stéphane Humbert Lucas, Atelier des Ors und Pierre Guillaume. In sechs verschiedenen Gemächern des Schlosses sind die unterschiedlichen Welten aufgebaut und die einzelnen Parfumeure freuen sich darauf, ihre ureigene Welt mit den ParfumliebhaberInnen zu teilen. So nah, so persönlich wie sonst nirgends. Der Event wird komplettiert mit einem kulinarischen Angebot, dass sich aus den Duftwelten hat inspirieren lassen. Zum Dessert wartet eine Überraschung: Natürlich ist es eine Duftsensation, was, wird jedoch noch nicht verraten!

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BEAUTY

DER DUFT DES SOMMERS Ein Touch Exotik, ein Spritzer Frische, spektakuläre Düfte, Erinnerungen an das Mittelmeer. Ein Ausflug zu sieben Destinationen, von denen man mit Parfum träumen kann. Von A NTIGONE SCHIL L ING Fo togra fie CH A RL OT TE E VR A RD

COLOGNE INDÉLÉBILE, FRÉDÉRIC MALLE

Inhaltsstoffe: Zitrusfrüchte, Orangenblüte. Destination: Italien.
 Für: eine Frau, die das Dolce Vita, aber auch den Charme und die Einfachheit der kleinen, versteckten toskanischen Dörfer schätzt. Sie werden es lieben, wenn: Sie eine exquisite, nie endende Frische suchen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 235.

PANORAMA, OLFACTIVE STUDIO

Inhaltsstoffe: Wasabi, Bambus, Galbanum Destination: Kyoto und seine Gärten.
Für: eine geheimnisvolle Frau, die von Exotik und dem Morgenland träumt. Sie werden es lieben, wenn: Sie originelle Düfte reizen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 145.

CHANCE EAU VIVE, CHANEL

Inhaltsstoffe: Pampelmuse, Jasmin, Weisser Moschus.
Destination: Versailles und seine französischen Gärten. Für: eine elegante und schicke Frau mit Esprit.
Sie werden es lieben, wenn: Sie eine zarte Frische suchen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 150.

CLASSIQUE, ÉDITION HINDI SUMMER, JEAN PAUL GAULTIER

Inhaltsstoffe: Clementine, Jasmin, Vanille. Destination: Indien oder Nepal, auf dem Weg nach Katmandu. Für: eine selbstbewusste Frau, die sowohl das Abenteuer sucht als auch in Fantasien schwelgt.
Sie werden es lieben, wenn: Sie einen Touch von Bohème mögen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 150.

LE JARDIN DE MONSIEUR LI, HERMÈS

Inhaltsstoffe: Kumquat, «Steine», Jasmin, Minze.
Destination: Suzhou, die Stadt der Gärten in China. Für: eine gebildete, kultivierte Frau, die Bücher, Kunst und Poesie mag.
Sie werden es lieben, wenn: Sie von einer zarten und subtilen Frische träumen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 140.

SUNSET IN SALINA LIGHT BLUE, DOLCE & GABBANA

Inhaltsstoffe: Blätter von Wein und Veilchen, Freesie, Amber. Destination: die Äolischen Inseln.
Für: eine freie Frau, die sich in ihrer Haut wohlfühlt und gerne olfaktorische Abenteuer eingeht. Sie werden es lieben, wenn: Sie sich nach Sonne, Nichtstun und Urlaub sehnen. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 120.

INFUSION D’AMANDE, PRADA

Inhaltsstoffe: Mandel, Bergamott, Sternanis, Tonkabohne.
Destination: Griechenland.
Für: eine elegante Frau von Niveau, die das Leben in vollen Zügen geniesst. Sie werden es lieben, wenn: Sie für ein CalissonGebäckstück um die Welt reisen würden. Eau de Toilette, 100 ml, CHF 140.

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BEAUTY

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PINK RIBBON

1992 begann Evelyn Lauder, Tochter von Estée Lauder und damalige Vizepräsidentin der Estée Lauder Company, ihr Engagement gegen Brustkrebs. Gemeinsam mit Alexandra Penney, damals Herausgeberin von Self, wurde die Idee geboren, eine Schleife zu kreieren, den «Pink Ribbon», als Zeichen der Solidarität. Inzwischen sind viele Firmen der Idee gefolgt, es gibt diverse pinkfarbene Produkte, speziell jetzt, im Oktober, dem weltweiten Aktionsmonat gegen Brustkrebs.

FOTOS: ZVG; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN.

Realisation TIFFANY KEHRLI

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1. Bikini, Stella McCartney, CHF 160 2. Moisturizing Lotion mit Anhänger, Clinique, CHF 90, 3. BCA limited edition Set, Bobbi Brown, CHF 80, 4. Gesichtslotion, Estée Lauder, CHF 145 5. Modern Muse Crème Parfüm, Estée Lauder, CHF 80 6. Lip Balm, La Mer, CHF 85, 7. Vintage Pink Air Haartrockner, ghd CHF 155. Ein Teil jedes verkauften Stückes wird an die «Breast Cancer Awareness Campaign» gespendet. w w w. b c a c a m p a i g n . c o m I n f o s i n d e r S c h w e i z : w w w. k r e b s l i g a . c h . P i n k R i b b o n - A k t i o n e n : w w w. p i n k- r i b b o n . c h .

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BEAUTY Basic Instinct: Jennifer Lawrence in der «Dior Addict Lipstick» Werbekampagne.

Es ist Frühling im Hotel du Cap-Eden-Roc an der Côte d’Azur. Eine Traumkulisse für die Präsentation des ersten von Peter Philips kreierten Lippenstifts für Dior. Der neue Creative & Image Director für Dior Make-up hat uns in einem exklusiven Interview mehr über seine Arbeit für das französische Haute-Couture-Haus berichtet und zugleich ein paar Make-up Tipps gegeben. Von SA NDR A BAUK NECHT

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FOTOS: ZVG

SUCHT– GEFAHR


BEAUTY Vier It-Farbtöne: «Be Dior» (Jennifer Lawrence trägt es in der Werbekampagne), «Smile», «Tribale» und «Wonderful» sind ebenso als Dior Gel Coats erhältlich.

Peter Philips

S

eit seiner Lancierung im Jahr 2001 ist «Dior Addict Lipstick», der erste als Mode-Accessoire kreierte Lippenstift, auf aller Munde. Für diesen Herbst wurde er von Peter Philips neu konzipiert und zeigt sich in einer futuristischen ­Version mit ultimativem Glanz und lebendigen leuchtenden Farben. Durch seine ergonomische Form bedarf es noch nicht mal eines ­Spiegels bei der Applikation. Dank eines Hydra-Gel-Kerns, der zu 40 Prozent aus den hochwertigsten Kosmetikölen besteht, ist es der erste Lippenstift mit einer integrierten Deckschicht. Bei jedem Auftragen schmilzt die Gelschicht auf den Lippen und sorgt mit ihrem feuchtigkeits­spendenden Glanz für einen spektakulären Volumen-Effekt. ­L ippenbalsam ist nicht mehr notwendig. Die 35 Farbnuancen sind in drei verschiedene Lichteffekt-Gruppen aufgeteilt, «glittery», «flashy» und «glowy». Die Schauspielerin Jennifer Lawrence ist das Gesicht der neuen Werbekampagne mit dem Slogan «Shine, don’t be shy!». Die Kampagne erinnert stark an die berühmte Filmszene in «Basic Instinct», in der Sharon Stone ihre Beine gekonnt übereinanderkreuzt, nur dass hier die Zigarette ein Lippenstift ist. Der Spot kommuniziert auf perfekte Weise das Image einer modernen Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen. Jennifer Lawrence schwärmt über ihre Zusammenarbeit mit Peter Philips: «Er ist sehr liebenswürdig, unglaublich kreativ und genial. Ich mag die Art, wie er Make-up macht. Er versteht das Gesicht einer Frau und weiss, wie er es mit Make-up effektvoll gestalten, es aber gleichzeitig auch sehr natürlich wirken lassen kann.» Peter Philips ist eine Ikone in der Beauty-Welt, er gilt als einer der renommiertesten Visagisten der Branche. Im belgischen Antwerpen geboren war er über fünf Jahre Creative Director von Chanel Make-up. 2013 verliess er das Haus und arbeitete ein Jahr als Freelancer, bevor er die Zusammenarbeit mit Dior begann. Gemeinsam mit seinem Landsmann und langjährigem Freund Raf Simons, dem Chefdesigner von Dior, bildet er das ideale Arbeitsteam: beide haben die gleiche Vorstellung von Ästhetik. L’OFFICIEL Schweiz: Der Lippenstift als Modeaccessoire – was bedeutet das für Sie? PETER PHILIPS: Ich spreche über den Ursprung des Objekts, die Art, wie es sich in seiner Gestaltung von allen anderen Lippenstiften unterscheidet. Es ist ein schönes Objekt, das man genau wie ein Modeaccessoire in seine Handtasche steckt.

Lassen Sie sich beim Kreieren von Make-up Looks eher von Modetrends leiten oder orientieren Sie sich mehr an der Brauchbarkeit eines Produkts? Zunächst motiviert mich als Make-up Designer die Schönheit, das ist mein Hauptgrund. Trends in der Beauty­i ndustrie umzusetzen, ist eher eine Nische. Alle Frauen möchten schön sein. Nicht alle greifen deshalb vordergründig zu einem trendigen Farbton. Das Make-up soll in erster Linie schmeicheln. Zuerst lasse ich mich also von Schönheit leiten, und dann mache ich es mithilfe von Trends interessanter, um Effekte zu erzielen in der Couture, bei Photoshoots und natürlich bei Défilés. Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit Raf Simons aus? Bei unserem kreativen Prozess geht es weder um Kollektionen, noch Produkte, es geht um Looks. In der Praxis haben wir ein verschiedenes Timing. Raf arbeitet jetzt an der Haute Couture und sehr bald findet die Modenschau schon statt. Ich arbeite an der Entwicklung von Make-up Produkten eineinhalb Jahre im Voraus. Deshalb ist Schönheit für mich so wichtig, da ich Trends immer noch später integrieren kann. Wenn ich mit Raf zusammenarbeite, kreiere ich für seine Défilés einen Look und verwende meine Produkte als Mittel, um Rafs Vision zu umzusetzen. Die Werbekampagne erinnert mich so sehr an diese berühmte Szene in Basic Instinct mit Sharon Stone. Ist das beabsichtigt? Ja, es hat diese Anspielungen, aber es ist sehr kurz eingeblendet. Jennifer Lawrence ist Schauspielerin und sie liebt den Film. Visuell ist das ein hübscher Teaser. Es zeigt eine starke Frau und ist ein kleiner Fingerzeig auf eine andere Ikone von Dior, Sharon Stone. Können Sie uns ein paar Tipps geben, wie man Lippenstift aufträgt? «Dior Addict» ist ein intuitives Produkt. Das Wichtigste ist, den richtigen Farbton zu finden, oder den, der zu Ihrer Stimmung passt. «Be Dior» zum Beispiel schmeichelt vielen Frauen. Da die Textur transparent ist, kann man ihn sogar nur in der Mitte auftragen und dann beliebig darauf aufbauen. Er spendet viel Feuchtigkeit und ist angenehm zu tragen. Man braucht keine Tricks wie Primer, Konturenstift oder Lippenbalsam, da alles schon enthalten ist. Wie findet man den richtigen Farbton? OKTOBER 2015

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Sandra Bauknecht, Chefredakteurin L’OFFICIEL Schweiz, mit Peter Philips.

«Ich orientiere mich an Schönheit.»

Was kann machen, damit Lippenstift länger hält? Bei Fotoaufnahmen mache ich grundsätzlich gerne ein Peeling für die Lippen, um abgestorbene Haut loszuwerden. Dann führe ich ihnen Feuchtigkeit zu, am besten mit «Lip Maximiser», man kann aber auch jeden anderen pflegenden Lippenbalsam verwenden. Bevor man mit dem Farbauftrag beginnt, ist es ist sehr wichtig, die Fettigkeit zu reduzieren und überschüssigen Balsam abzutupfen. Für klassische Lippen empfehle ich einen Konturenstift, mit dem man sie ganz ausfüllen kann. Danach den Lippenstift auftragen.Wenn man nur einen «Lip Stain», einen Hauch von Tönung, wünscht, drückt man die Farbe einfach mit den Fingern leicht ein. Mit der integrierten Deckschicht des neuen «Dior Addict»-Lipsticks wird die Farbe versiegelt und die Pigmente haften länger. Welche Schönheitsprodukte sollte jede Frau besitzen? Jede Frau sollte die richtige Foundation finden, wenn sie eine braucht. Wenn man eine makellose Haut hat, einfach auf die richtige Pflege achten. Optisch soll eine Grundierung den Eindruck einer jugendlichen Haut vermitteln. Ich trage gerade «Star Foundation», weil ich einen schlimmen Sonnenbrand habe. Eine Wimpernzange ist ein Muss für jede Frau. Selbst wenn man kein Make-up trägt, es biegt die Wimper nach oben und öffnet die Augen sofort. Man soll sie aber nie verwenden, wenn man Mascara trägt, weil die Wimpern brechen könnten. Was ist Ihr persönlicher Stil? Wie ich zuvor schon sagte, ich orientiere mich an Schönheit. Ich liebe es, Produkte zu kreieren, die wirklich nützlich sind und interessante Elemente haben, wie neue Texturen oder anders­a rtige Farbtöne. Ich möchte nichts vorschreiben. Frauen, die mein Make-up tragen, sollten einfach Spass daran haben. Wenn ich für eine Modenschau arbeite, ist meine Loyali­t ät dem Designer gegenüber meine persönliche Note. Ich unterstütze ihn und stehle ihm nicht die Schau, deshalb arbeiten sie gerne mit mir. Ich bleibe unauffällig, aber wenn sie Spektakuläres 122

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wünschen, kann ich das natürlich auch bieten. Warum haben Sie den Job bei Dior angenommen? Nachdem ich bei Chanel weggegangen bin, habe ich ein Jahr freiberuf­lich gearbeitet und mir wurde klar, dass ich das Kreieren von Produkten vermisse. Ich kenne Raf seit 20 Jahren und machte immer seine Männermodenschauen. Eines Tages kam er zu mir und sagte: «Hast du aufgehört, damit du jetzt all meine Défilés machen kannst?» Er buchte mich und alles Weitere hat sich dann ergeben. Ich habe Claude Martinez, den Chairman und Chief Executive Officer von Parfums Christian Dior getroffen. Komischerweise war ich mir nicht sicher, ob ich mich wieder an eine Marke binden und in Paris bleiben wollte. (Lacht) Es war wahrscheinlich die Midlife Crisis, aber nach einem Jahr sehnte ich mich danach, Kollektionen zu machen und Neues zu kreieren, generell nach Innovation. Es war seltsam, wieder in ein Geschäft zu gehen und Produkte zu kaufen, die ich für meine Arbeit brauchte. Ich hatte ein sehr kritisches Auge und gleichzeitig tauchte Raf auf. Jetzt bin ich froh, dass ich zu diesem fantastischen Unternehmen gehöre. Die DNA ist dort anders als bei dem Unternehmen, in dem ich zuvor gearbeitet habe. Woran arbeiten Sie im Moment? Wir haben schon die Aufnahmen für die Werbekampagne für F/S 2016 gemacht. Herbst und Winter ist auch schon fast fertig und in den nächsten Wochen schiessen wir dann die Kampagne dazu. Was mögen Sie an Ihrem Job am liebsten? Dass ich mit Make-up meinen Lebensunterhalt verdiene. Die Vielseitigkeit meiner Arbeit. Ich kreiere ­Produkte, mache Modenschauen, Fotoaufnahmen und arbeite mit den ­Wissenschaftlern in den Laboren zusammen. Sogar dieser technische Austausch interessiert mich. Ich sehe mich nicht als Künstler, aber ich kann sehr kreativ sein. Ich beobachte gerne Frauen, die meine Designs tragen. Auch, dass ich mit einem Filmstar wie Jennifer Lawrence zusammenarbeiten kann, die mich einpacken und mit mir herumreisen möchte, macht das Ganze einfach klasse. Vielen Dank, Peter! Als Journalist trifft man viele Leute, aber es ist immer schön, sich mit jemandem zu unterhalten, der so eine Leidenschaft für seine Arbeit hat wie Peter Philips. Nachdem ich die neuen «Dior Addict Lipsticks» ausprobiert habe, kann ich seine Begeisterung verstehen und muss ein Geständnis ablegen: Ich bin süchtig geworden... Ihnen wird es nur allzu wahrscheinlich genauso gehen!

FOTOS: SANDRA BAUKNECHT, ZVG

Das ist schwer zu sagen, es ist wie mit allen Kosmetikprodukten, wie bei Lidschatten, Foundation oder Nagellack. Man muss sie testen, denn dafür gibt es keine Anleitung. Gehen Sie an den Counter, probieren Sie nach Herzenslust aus und lassen Sie sich beraten. Aus diesem Grund bin ich auch kein Freund vom Erstkauf im Internet. Man muss die Textur, die Farben erleben. Vergessen Sie auch nicht, sich in verschiedenen Licht­verhältnissen anzusehen. Die neuen «Dior Addict Lipstick»-Farbtöne zum Beispiel leuchten in der Sonne wie ein Feuerwerk.


BEAUTY Jennifer Lawrence

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MAKE-UP WALK

DER FRENCH TWIST VON CHANEL

Die Chanel-Frau trägt einen Bana­ nen-Chignon, den Hairstylist Sam McKnight ganz schnell mit einer Klammer samt Logo zusammengesteckt hat. Hinzu kommt ein schwarzes Satinband und ab und an eine Kamelie. Die Frauen sieht der Make-up-Artist Tom Pecheux mit bonbonfarbenen, rosa Wangen, die Augen werden von einem intensiven Schwarz betont, die Fingernägel ziert ein beiger Nudeton oder aber Rosa.

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TOM FORD

DIE VINTAGE HOLLYWOODIEN VON TOM FORD

Ein goldfarbener Teint und Augen mit Brun ambré. Das Make-up von Mary Greenwell ist von Beige bis Bronze in mehreren Nudetönen gehalten und eher schlicht. Mit einem voluminösen, atemberaubenden, geflochtenen Chignon verleiht Sam McKnight der Frau bei Tom Ford den natürlichen Sexappeal einer Kalifornierin.

SAINT LAURENT

DAS BAD GIRL VON SAINT LAURENT

Der Effortless-Look des Hairstylisten Didier Malige ist genau durchdacht, die Mähne gekonnt zerzaust, der Pony streng. Ein auffallend roter Mund kontrastiert sowohl mit dem Teint einer Porzellanpuppe als auch mit dem kräftigen Schwarz des Eyeliners. Signiert vom sehr rockigen Aaron de Mey. FOTOS: MARCIO MADEIRA

CHANEL


BEAUTY

Die Frisuren und Make-ups der Models bei Chanel, Tom Ford & Co auf den Catwalks sind genauso wichtig wie die Mode, die gezeigt wird. Für die Show sind sie überzeichnet und finden ihre Wege in unsere tägliche Aufmachung in «tragbarer» Form. Unsere Highlights, direkt von den Laufstegen dieser Welt. V o n M A R I O N R E N A R D & C O N S TA N C E A S S O R

GIVENCHY

DIE «CHOLA» VON GIVENCHY

Dieses Defilee zeigt das Schönheitsideal der Chola, das man bei den kalifornischen Lateinamerikanerinnen findet. Das Gesicht ist überzogen von Piercings aus Perlen, Kristallen und Schmucksteinen. Make-up von Pat McGrath (mit M.A.C). Luigi Murenu verleiht den Haaren mehr als Glanz. Accroche-Coeur-Locken.

MARC JACOBS

LA MUSE RÉTRO VON MARC JACOBS

Mit Guido Palau (Haare), François Nars (Make-up) und Jin Soon (Maniküre) holt sich die Show ihre Inspiration im Hollywood der 50er-Jahre. PorzellanTeint, auberginefarbene Lippen, nach oben gezogene Augenbrauen und Lidschatten in Taupe verleihen der Frau bei Marc Jacobs die Aura einer anderen Zeit.

PRADA

DER PONYTAIL-CHIGNON VON PRADA

Die Haare werden zu einem hohen Pferdeschwanz zusammengebunden und dann seitlich eingeschlagen sowie mit einer Blumenspange festgesteckt. Um diese einfache, aber nicht ganz so brave Kreation von Guido Palau richtig in Szene zu setzen, bleibt das Make-up von Pat McGrath diskret: beige-rosa rund um die Augen, rose bonne mine, Lippenbalsam im Nudeton, farbloser Mascara.

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Die israelische Schauspielerin Gal Gadot ist das Gesicht von Guccis neuestem Duft BAMBOO. Wir haben sie für ein persönliches Interview in New York City getroffen. Von SA NDR A BAUK NECHT

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FOTOS: SANDRA BAUKNECHT; ZVG

WONDER WOMAN


BEAUTY

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al Gadot ist als Ehefrau, Mutter und gleichzeitig erfolgreiche Geschäftsfrau der Inbegriff einer Wonder Woman. Berühmt wurde sie in ihrer Rolle als Gisele in der Filmreihe The Fast and the Furious. Demnächst können wir sie in Batman v. Superman: Dawn of Justice als Wonder Woman erleben. Sie hat sogar zwei Jahre Militärdienst in der israelischen Armee geleistet und wurde 2004 zur Miss Israel gekürt. Stark und schön, strahlt sie genau diese Dualität aus, für die der neue holzigblumige Duft «Bamboo» von Gucci steht. L’OFFICIEL Schweiz: Sie scheinen wirklich eine Wonder Woman zu sein, Model, Schauspielerin, Ehefrau und Mutter in einem. Wie bewältigen Sie all diese Aufgaben? GAL GADOT: Ich tue es einfach. Ich schlafe nicht viel. Wie sehen Sie mit wenig Schlaf so toll aus? (Lacht.) Zwei Stunden Styling und Make-up. Generell mache viel Sport und ernähre mich gesund. Ich reinige meine Haut vor dem Schlafengehen sehr gründlich. Ich trage nur wenig Make-up und trinke viel Wasser. Und das Wichtigste ist, dass ich glücklich und positiv bleibe. Sandra Bauknecht mit Gal Godot

Waren Sie an dem kreativen Prozess beteiligt, als das Parfum kreiert wurde? Oder war es schon abgeschlossen? Ich entdeckte den bereits vollendendeten Duft. Aber bevor wir den Werbespot filmten, wollte ich wirklich wissen, was sich in ihm verbirgt. Als ich ihn zum ersten Mal gerochen habe, gefiel er mir sofort. Er hat alle Merkmale, die mir bei einem Duft wichtig sind. Er ist sexy, blumig, süss und frisch zugleich, ohne Schwere.

Haben Sie gelernt, wie man eine Waffe benutzt? Hat Ihnen das für Ihre Rolle als Wonder Woman geholfen? Natürlich habe ich gelernt, wie man eine Waffe benutzt. Aber es hat mir nicht viel für Wonder Woman geholfen, weil sie nur über ein Schwert, ein Lasso und ein Schild verfügt. In dem Werbespot für Gucci Bamboo sind Sie eine vielseitige Frau. In einer Szene fechten Sie sogar. Können Sie uns bitte ein bisschen mehr über diese Werbefilmaufnahmen erzählen? Das war leider die einzige Szene, die ich wegen meinem vollen Terminkalender nicht selbst spielen konnte. Der Art Director Fabien Baron hatte eine schöne Vision, wie wir dieses Parfum auf der grossen Leinwand darstellen und es Menschen visuell nahebring­en möchten. Es geht im Grunde um eine starke Powerfrau, die gleich­ zeitig aber auch feminin, sexy und elegant ist. Haben sie Angst vor dem Älterwerden? Noch nicht. Ich habe gerade mit meinem Mann darüber gesprochen, dass Frauen rascher altern als Männer. Und ich habe mich gefragt, warum das so ist. Wir bemühen uns so sehr, jung zu bleiben, mit all den Gesichts­cremen und Behandlung­en. Ich glaube, es ist einfach die Natur. Sobald wir uns nicht mehr fortpflanzen können, altern wir. Andererseits gibt es heute so viele ältere Frauen, die zählen, die so stark sind und für so viele gute Dinge stehen. Ich habe schon vier graue Haare und fühle mich gut damit. Ich reisse sie nicht aus, ich habe sie mir verdient. Was macht Sie wirklich glücklich? Meine Familie.

Was ist Ihre erste Erinnerung an ein Parfum? Ich kann mich noch erinnern, als ich das erste Mal ein Parfum benutzte. Ich schlich mich in das Bad meiner Mutter und besprühte mich mit verschiedenen Düften. Ich war wohl 8 oder 9 Jahre alt.

Haben Sie eine Rolle im Auge, die Sie einmal gerne spielen möchten? Ja, eigentlich schon, es ist aber ein bisschen deprimierend. Ich würde gerne einen Film machen, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzt.

Was ist Bambus für Sie? Eine starke oder eine schwache Pflanze? Er ist beides. Er passt sich an.

Wer inspiriert Sie? Optimistische Leute, die dankbar sind, zu leben, die Persönlichkeit haben und über den Tellerrand schauen können.

Sie waren in der israelischen Armee. Wie war das? Es ist in Israel obligatorisch. Wir müssen alle gehen. Männer machen drei Jahre Wehrdienst und Frauen zwei Jahre. Es war für mich eine gute Erfahrung, ich habe viel gelernt. Es geht nicht um dich, es geht darum, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben und das finde ich schön. Die Disziplin hilft mir noch heute. Man muss um 6 Uhr morgens aufstehen, viel laufen, man ist ständig auf den Beinen.

Frauen aus Israel haben eine besondere Aura. Warum? Wir sagen alles direkt, was wir denken, ohne zu filtern. Und was den Stil angeht, das hängt mit dem Wetter zusammen. Es ist so heiss, dass wir einfach weniger tragen. Gal Gadot in drei Worten. Mutter, Ehefrau und Schauspielerin. Herz, Lächeln und Früchte.

Steht für Stärke und Anmut: Bambus. Vielseitig verwendet in Kreationen von Gucci, trägt auch der neue tiefgründige Duf t von Gucci seinen Namen, «Gucci Bamboo», 30 ml 78 CHF.

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DER LAUDER FAKTOR Die Enkelin von Estée Lauder, Aerin Lauder, hat den Spirit ihrer Grossmutter geerbt und mit ihrer eigenen Marke AERIN als Creative Director auch schon ein eigenes Lauder-Imperium geschaffen. Mit AERIN Fragrances lancierte die Mutter zweier Söhne jüngst ihre erste eigene Parfumkollektion mit gleich fünf Düften auf einmal, die alle sinnbildlich für einen Teil des unvergleichlichen Universums von Aerin Lauder stehen. R e a l i s a t i o n D Ö R T E W E LT I

Was ist Ihre erste Dufterinnerung? Ich würde sagen, dass mein erste Dufterinnerung wahrscheinlich natürliche Gerüche sind. Frisch geschnittenes Gras, der Duft frischer Blumen, das Meer – es gibt so viele. Ich bin von Düften umgeben aufwachsen, und egal wo ich war: Überall gab es Dinge zum Ausprobieren, Experimentieren und Spielen. Düfte waren immer ein Teil meines Lebens und werden es immer sein. Ich erinnere mich auch, wie ich zu meiner Grossmutter ins Auto gestiegen bin, und ihr Parfüm wahrgenommen habe. Sie hat immer verschiedene Düfte ausprobiert, liebte aber vor allem «Beautiful». Ich weiss auch noch, wie ich neben ihr im Schlafzimmer stand und zuschaute, wie sie sich schminkte – sie tat dies absolut professionell! Wovon haben Sie sich bei der Entwicklung der AERINDuftkollektion inspirieren lassen? Jeder Duft ist durch drei verschiedene Faktoren inspiriert. Zum einen durch mein Leben und meine Erinnerungen und zum zweiten durch die Noten und Inhaltsstoffe, die ich liebe. Und der dritte treibende Faktor ist der Wunsch, verschiedene Facetten 128

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meines Lebens und meiner Erinnerungen durch einmalige Kombinationen zum Ausdruck zu bringen. An welchen Typ von Frau denken Sie, wenn Sie Düfte kreieren? An moderne und klassische Frauen. Jeder Duft ist anders und meine Kollektion spiegelt damit die sich ändernden Stimmungen und Stilvorlieben einer Frau. «Ikat Jasmine» habe ich für eine sehr moderne Frau geschaffen, die Jeans und eine ungezwungene Atmosphäre liebt. «Evening Rose» hingegen ist eher ein Duft, den eine selbstbewusste, aber auch sehr sinnliche Frau im Ausgang trägt. Oder eben die gleiche Frau in verschiedenen Situationen ihres Lebens. Können Sie uns etwas über die Verpackung sagen? Die Verpackung ist durch natürliche Elemente wie Steine und Blumen geprägt. Jeder Flakon ist mit einem anderen Schmuckstein in einer soften Pastellfarbe und goldenen Details geschmückt. Die Umverpackungen, die den Geist jedes einzelnen Duftes zum Ausdruck bringen, sind mit einem exklusiven und sorgfältig ausgewählten AERIN for Lee Jofa-Design gestaltet. Die Verpackung von Amber Musk ist im «Kenlyn»-Design gestaltet: eine persönliche Interpretation der Blumenmuster, die überall im Haus ihrer Grossmutter zu sehen waren. Weshalb haben Sie sich für dieses Design entschieden? Ich liebe dieses Muster sehr, weil es mich an mein familiäres Erbe erinnert. Dieses Design ist meine Hommage an die wunderbaren Blumenmuster, mit denen Estée ihr Haus dekoriert hatte, und es passt perfekt zum warmen und einladenden «Amber Musk».

FOTOS: CLAIRBONE SEWANSON FRANK, ZVG

Weshalb eine eigene Duftkollektion? AERIN LAUDER: Diese Kollektion ist der persönlichste und intimste Ausdruck meiner selbst – meines Lebens, meiner Erinnerungen. Düfte sind Teil meiner Geschichte und waren für mich schon immer eine Leidenschaft. Ich wollte mehr davon preisgeben, wer ich bin und wie mein Leben aussieht. Für mich gibt es keinen intimeren Weg, um zu zeigen, wer ich bin, als über Düfte.


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Ein Bild von einer Frau: Aerin Lauder in Valentino.

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Umhüllt einen wie eine kuschelige Decke: «Amber Musk» enthält eine sinnlich florale Herznote aus Maiglöckchen und Provence Rose, Ambroxan, Moschusnoten und Sandelholz.

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Der Winterduft: Das Verpack­ ungsdesign von Amber Musk ist inspiriert vom AERIN for Lee Jofa Design, florale Prints, die Aerin Lauder an das Interieur im Haus ihrer Grossmutter erinnern.

Schönheit als Business: Accessoires wie Clutches aus Bast und Beauty Essentials gehören zu Aerin Lauders Welt.

FOTOS:

Home Styling Queen: Aerin Lauder designt unter ihrem Brand AERIN Möbel, Stoffe, Teppiche und Lampen.


BEAUTY Weshalb haben Sie fünf Düfte statt nur einen kreiert? Ich wollte eine moderne Duft-Garderobe kreieren – Düfte, die für die Frau, die sie trägt, sehr persönlich sein können. Estée meinte jeweils, sie würde ja auch nicht das gleiche Kleid tragen, um Tennis zu spielen und Essen zu gehen. Weshalb sollte sie also den gleichen Duft tragen? Meine neue Duftkollektion umfasst fünf ganz unterschiedliche Düfte, damit Sie je nach Stimmung, Jahreszeit oder Anlass auswählen können. Estée sagte immer, am besten trage man einen Duft auf, indem man ihn in die Luft sprühe und dann durch die Duftwolke hindurch gehe. Ich trage morgens gerne ein wenig Parfüm auf, und wenn ich abends ausgehe nochmals. Manchmal benutze ich denselben Duft, manchmal einen anderen. Das hängt von der Jahreszeit oder auch vom Anlass ab. Was ist der beste Rat, denn Ihnen Ihre Grossmutter Estée je gegeben hat? Estée war für mich ein unglaubliches Vorbild. Sie hat mir beigebracht, wie wichtig Leidenschaft, Stilbewusstsein, harte Arbeit, Familie und natürlich alles Schöne ist. Ihr Motto war: «Was immer du machst, mach es gut!» und «Arbeite hart und liebe das, was du tust.» Hat Ihnen Ihre Grossmutter auch ein paar ihrer Schönheitsrezepte verraten? Und wenn ja, welche? Meine Grossmutter sagte immer: «Du hast nur ein Gesicht: Trag Sorge dazu!» Ganz egal, wie müde du bist, nimm dir immer Zeit, um die Haut zu reinigen und mit einer Feuchtigkeitspflege zu verwöhnen. Ausserdem ist es gut, die Sonne zu meiden und viel Wasser zu trinken. Estée war auch ein grosser Fan von Düften und sie legte mir ans Herz, nie ohne einen Duft aus dem Haus gehen. Wie sieht Ihre Hautpflege-Routine aus? Estée Lauder Re-Nutriv Ultimate Diamond Sculpting/Refinishing Dual Infusion, Estée Lauder Re-Nutriv Re-Creation Face Creme, Estée Lauder Re-Nutriv Re-Creation Eye Balm und Night Serum for Eyes. Ganz toll finde ich auch die Re-Nutriv Intensive Smoothing Body Creme: Sie ist unglaublich luxuriös!

FOTOS: CLAIRBONE SEWANSON FRANK, ZVG

Sie sind bei der Marke Estée Lauder immer noch als Style & Image Director involviert. Wie schaffen Sie es, zwei Jobs, Ihre persönlichen Projekte und Ihr Familienleben unter einen Hut zu bringen? Ja, stimmt: Ich bin Style & Image Director der Estée LauderMarke. Allen Aufgaben gerecht zu werden ist eine meiner grössten Herausforderungen – da geht es mir wie jeder berufstätigen Mutter. Ich bin trotzdem überzeugt, dass man immer versuchen sollte, sich auch Zeit für sich selbst zu nehmen. Wenn Sie glücklich sind, dann ist es auch ihr Umfeld. Was ist Ihr Beauty- und Fitness-Tipp für vielbeschäftigte berufstätige Mütter? Sie brauchen nicht unzählige Produkte oder eine komplizierte, zeitaufwendige Pflege, um schön auszusehen. Wie die meisten Frauen habe auch ich meist nur wenig Zeit, um mich am Morgen bereit zu machen, aber ich will trotzdem möglichst gut aussehen. Deshalb bevorzugte ich eine einfache Pflegeroutine mit wenigen Produkten und ein wenig saisonales Make-up wie Lippenstift oder Lidschatten in trendigen Farben. Was die Fitness anbelangt, so betreibe ich drei Mal die Woche Pilates mit Liz Redinger und unternehme gerne lange Spaziergänge, oft mit meinen Hunden. Wenn Sie nicht da wären, wo Sie heute sind: Welchen Traum hätten Sie dann verwirklicht? Wenn ich nicht in der Beauty-Industrie arbeiten würde, dann wäre ich wohl Herausgeberin eines Magazins geworden.

«Estée war für mich ein unglaubliches Vorbild. Sie hat mir bei­ gebracht, wie wichtig Leidenschaft, Stilbewusstsein, harte Arbeit, Familie und natürlich alles Schöne ist» Was macht einen Menschen schön? Das Entscheidende ist, dass man sich selbst gegenüber ein gutes Gefühl hat. Wichtig ist, selbstbewusst zu sein und sich Zeit für die Pflege zu nehmen. Estée sagte immer: «Wer innerlich schön ist, ist auch äusserlich schön.» Sie war überzeugt, dass jede Frau schön sein kann, wenn sie sich nur etwas Zeit dafür nimmt. Wer ist Ihre Beauty-Ikone? Ich bin ein Fan von Kate Moss: Sie hat ein unglaubliches Gefühl für Stil – immer feminin und immer nonchalant. Worauf sind Sie am meisten stolz? Auf meine Kinder, dass ich geheiratet habe und dass ich meiner Leidenschaft gefolgt bin und mit AERIN meine eigene Marke aufgebaut habe. Wirklich stolz bin ich, wenn mir jemand sagt, er liebe meine Produkte. Alles, was wir erschaffen, ist das Ergebnis eines langen Prozesses und muss ganz einfach aussergewöhnlich sein. Wenn Sie nur ein einziges Kosmetikprodukt haben könnten: Was würden Sie wählen? Einen Bronzer: Damit sehen Sie am schnellsten wach und gesund aus! Wovon kann man nie genug haben? Lipgloss! Ich bewahre sie in Silberbechern in meinem Apothekenschrank auf. Haben Sie selbst einen Lieblingsduft in der AERIN-Duftkollektion? In jedem dieser Düfte steckt ein Teil von mir – jeder bringt etwas von mir zum Ausdruck. Ich liebe sie alle und benutze jeden von ihnen für verschiedene Stimmungen und Gelegenheiten.

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DIE UNZERTRENNLICHEN– TREFFEN MIT EINEM BOMBASTISCHEN MODE-DUO Vor zehn Jahren haben sich Viktor Horsting & Rolf Snoeren bei einer Sternschnuppe etwas gewünscht. Sie wollten einen Duft kreieren, der die Welt zu einem besseren Ort macht. Ihr Wunsch wurde wahr und mit «Flowerbomb» war eine weitere Erfolgsgeschichte des holländischen Avantgarde-Modehaus geboren. Von SA NDR A BAUK NECHT

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BEAUTY 2006 kam die erfolgreiche Kollektion von H&M mit Viktor & Rolf in die Läden. Zu dem Zeitpunkt die erst dritte der Designer-Kollaborationen des schwedischen Modeimperiums. Es folgten viele weitere Zusammenarbeiten mit verschiedenen Häusern, so zum Beispiel Reisegepäck für Samsonite, eine Neuinterpretation der Piper-Heidsieck Champagnerflasche (sie stellten die Flasche auf den Kopf und versahen sie mit einem rosa Label) und eine Linie von falschen Couture-Wimpern für Shu Uemura, um nur einige zu nennen. 2008 erwarb der Bekleidungsmagnat Renzo Rosso, Präsident der OTB Group, der Holding-Gruppe von Maison Martin Margiela, Marni und Diesel Anteile mit beherrschendem Einfluss im Unternehmen, was Horsting & Snoeren ermöglichte, Vorkollektionen und Modeschauen zu kreieren, die das Label zum heiss diskutierten Thema machten. Diesen Herbst werden Viktor & Rolf nach ihrer H/W 2015 Präsentation eine Pause vom Prêt-à-porter-Programm einlegen, um sich mehr auf ihre Couture Linie zu konzentrieren, die in jeder Saison eine kreative Atombombe ist.

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n Paris scheint die Sonne. Es ist der Morgen nach der 10. Jubiläumsparty für Viktor & Rolfs äusserst erfolgreichen Duft «Flowerbomb» (siehe S. 156) und der Tag nach ihrer neuesten Haute Couture Modenschau. Selbst etwas müde nach all den tollen Eindrücken von gestern, bin ich dennoch voller Energie und gespannt darauf, das Designer-Duo persönlich kennenzulernen. Ich trage ein Seidentop mit Schleifenverzierung und passendem Rock aus einer ihrer früheren Kollektionen. Als ich die Suite im Peninsula Hotel betrete, erkennen sie ihre Kreationen sofort und ich werde von zwei freundlichen Lächeln begrüsst.

ILLUSTRATIONEN: FRANÇOIS BERTHOUD

«WIRKLICHKEIT IST LANGWEILIG. WAS WÄRE, WENN WIR SIE EINFACH ERFINDEN?» Mein erster Eindruck? Es mag vielleicht trivial klingen, aber die beiden waren mir sofort sympathisch. Bei Mode und Düften geht es um Fantasie und das Designer-Duo weiss genau, wie man sie umsetzt. Auf intellektuelle, sogar theatralische Weise werde ich sofort in ihre Welt versetzt. Aber wer genau sind diese zwei Holländer, die mit ihren Kreationen die Welt zu einem besseren Ort machen wollen? Ihr Lebenslauf liest sich wie eine Gute NachtGeschichte, wie Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden und sich später im Leben wieder gefunden haben. Beide wurden 1969 in der gleichen Region geboren. Sie trafen sich während ihres Studiums an der Arnhem Academy of Art and Design und begannen nach dem Abschluss ihre Zusammenarbeit. 1993 gewannen sie einen Talentwettbewerb und lancierten ihr gleichnamiges Label. Zuerst wurden ihre Kreationen in Kunstgalerien präsentiert, bis sie schliesslich 1998 ihre erste Haute Couture Show zeigten, gefolgt von ihren Prêt-à-porter Kollektionen ab dem Jahr 2000.

«WIR VERSTEHEN UNS ALS MODE-KÜNSTLER» Am Tag vor dem Interview hatten sie ihre H/W 2015 «Wearable Art» (Tragbare Kunst) Haute Couture Kollektion im Mezzanin-Bereich des Palais de Tokyo präsentiert. Während der Show erschien das Designer Duo auf der Bühne: sie nahmen zerbrochene Bilderrahmen mit Stoffen von der Wand und verwandelten sie in Kleider, mit denen sie die Models drapierten. Vor zehn Jahren hatte ein anderer künstlerischer Laufsteg stattgefunden. Mit den drei geflüsterten Worten «Flowerbomb, Flowerbomb, Flowerbomb» genau in der Mitte der F/S 2005 Show, die in schwarz und in dunklen Farbtönen präsentiert war, drehte sich die Bühne und zeigte ein vollkommen verändertes Bild, ein Tableau vivant mit Models in pink, rosa und cremefarbenen Tönen. Die Einführung ihres ersten Damenparfums war für Viktor & Rolf ein entscheidender Moment, und es in einen komplexen Zusammenhang mit ihren aussagestarken Modekollektionen zu stellen – beides ein Zeichen für Veränderung und Selbstbehauptung. L’OFFICIEL SCHWEIZ/: H/W 2015 wird Ihre letzte Prêtà-porter Kollektion sein, weil Sie sich wieder mehr auf Couture konzentrieren möchten. Warum? V&R: Es war eine künstlerische Entscheidung. Am Anfang unserer Karriere zeigten wir Couture und bei unserem 20. Jubiläum vor zweieinhalb Jahren sind wir wieder darauf zurückgekommen. Couture ist, was wir wirklich mögen und daher möchten wir uns darauf konzentrieren. Das Wunderbare an Couture ist, dass man damit bis an ihre Grenzen gehen kann. Es ist wie Ideen in der Poesie. Da das Modesystem sehr anspruchsvoll sein kann, gibt es uns mehr Freiheit. Wird die Couture Ihre Duftlinie beeinflussen? Eigentlich erscheint der nächste Schritt, dass Sie in die Welt der Haute fümerie einsteigen werden, eher offensichtlich zu sein. (Beide lächeln) Das ist so ungefähr das nächste Projekt. Aber es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. OKTOBER 2015

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«Wir fühlen ein starkes Bedürfnis, uns wieder auf unsere künstlerischen Wurzeln zu konzentrieren.» Wie wurde das «Flowerbomb» Projekt gestartet? Hat L’Oréal Sie angesprochen oder waren Sie es? L’Oréal kam zu uns. Sie erkannten den Geschichtenerzähler in uns. Wir träumten von einem Duft, der die Kraft hatte, eine positive Message zu verbreiten.

Gibt es für Sie eine Frau, die Sie gerne kleiden würden? ROLF: Gestern, als ich Tori Amos «Wishing Upon a Star» in unserem Couture Cape aus der Zen Kollektion von vor ein paar Jahren singen gehört habe, ging ein Traum in Erfüllung. Sie ist eine wahre «Flowerbomb».

«Flowerbomb», das mit seinem Gourmand-Ansatz sehr innovativ war, wurde von Oliver Polge, Carlos Benaim und Domitille Bertier kreiert. Wie wurden Sie in den Herstellungsprozess Ihres ersten Parfums einbezogen? Nun ja, es begann mit dem Wort «Flowerbomb». Das war unsere Idee, denn Blumen haben für uns eine starke Anziehungskraft. Es wird einfach schön. Bei dem Namen geht es um Gegensätze, die sich anziehen. Gegensätze, die in einer unerwarteten Kombination etwas Neues schaffen. Ein Parfümeur ist eigentlich ein Künstler. Als wir es das erste mal gerochen haben, wussten wir, das wir es gefunden hatten. 1996 hatten wir schon einmal ein Kunstprojekt in einer Galerie durchgeführt. Damals hatten wir noch keine Karriere, aber einfach grosse Träume, also haben wir unsere Ambitionen in kleinen Installationen mit Puppen visualisiert. Da war zum Beispiel eine Puppe in einem Fotostudio oder in einem Geschäft. In der Ausstellung war auch ein gefälschtes Parfum, weil wir dachten, dass es wunderbar wäre, unseren eigenen Duft zu haben. Es wurde mit 500 Stück als limitierte Edition mit 500 Exemplaren hergestellt, und die Flasche liess sich nicht öffnen. Sie war versiegelt und so blieb der Duft ein Geheimnis. Alles war ein Ausdruck unseres Wunsches und der Ambition, Designer zu sein.

Stimmst du dem zu, Viktor? VIKTOR: Ich stimme zu, wir haben viele Prominente gekleidet. Aber mit Tori hat sich über die Jahre hinweg eine persönliche Beziehung ergeben, und das gibt dem Kleiden eine zusätzliche Bedeutung.

Wenn Sie «Flowerbomb» an einer Frau riechen, wie ist das für Sie? VIKTOR: Manchmal ist es merkwürdig, jemand in der Strasse zu sehen, der «Flowerbomb» oder unseren männlichen Duft «Spicebomb» trägt. Es fühlt sich fast grenzwertig und unangebracht an, als ob man etwas Unerlaubtes über die Person wüsste. ROLF: Wenn ich es rieche, möchte ich sehen, wer es trägt. Die Werbekampagne wurde zusammen mit Ihren Freunden kreiert, dem berühmten Fotografen-Duo Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin. Die Anzeige ist seit zehn Jahren nicht geändert worden. Können Sie sich ein berühmtes Gesicht für «Flowerbomb» vorstellen, wie es die meisten Dufthäuser tun? Nicht so einfach. Was wir an der Werbung mögen, ist, dass es ein Geheimnis ist. Es geht um die Geschichte von «Flowerbomb», die Emotion, das Gefühl und nicht um eine Frau. Es geht um eine Idee, nicht um einen Prominenten, und den Wunsch, wie dieser sein zu wollen. Es zielt auf Anderes ab.

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Sie scheinen immer im Einklang zu stehen. Streiten Sie jemals? (Beide lachen) Nicht so viel. Es ist ganz einfach. Wenn wir bei der Arbeit verschiedener Meinung sind, sprechen wir darüber und das bedeutet für uns, dass es noch nicht abgeschlossen ist. Was bewundern Sie am anderen? ROLF: Er ist mein bester Freund. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, und ich möchte es auch nicht, denn er ist alles für mich. VIKTOR: Das hast Du schön gesagt. Danke! Ich möchte es nicht mit Worten schmälern, aber Rolf, du bist ein Genie. Das ist schon mal der Anfang. Wenn Sie in einer Beziehung sind, wie gehen Ihre Partner mit Ihrer starken Verbindung um? Wenn es einen Partner gibt, ist es eine Voraussetzung. Sie wissen von Beginn, wie nahe wir uns stehen. Sie scheinen oft ähnliche Outfits zu tragen. Besprechen Sie am Morgen, was Sie tragen? (Beide lachen) Das war früher so, aber jetzt nicht mehr so oft. Es geht mehr um den gleichen Stil. Tragen Sie andere Designer? Nicht wirklich andere Designer. Hauptsächlich unsere eigenen Sachen, oder Sachen, die wir nicht machen, wie Nike Turnschuhe. Welchen Duft tragen Sie beide? Spicebomb, die extreme Version. Wie werden Sie kreativ? Wir sprechen viel, aber es fliegt einem nicht immer zu. Manchmal muss man sich zwingen, sich hinzusetzen, einfach zu arbeiten und es aus sich herauszuholen. Sich eine Deadline zu setzen, hilft ungemein.

FOTOS: ZVG. LLUSTRATIONEN: FRANÇOIS BERTHOUD

Was bedeutet Parfum für Sie? Es ist eine sehr direkte und konkrete Art, ein Gefühl auszudrücken. Und es ist eine Herausforderung, ein Parfum zu kreieren, es gut zu machen. Klar zu sein. Man hat einen Namen, ein Image, eine Flasche, einen Duft, eine Message, die man vermittelt. All diese Faktoren müssen von Anfang an stimmen.

Wie kann ich mir Ihren kreativen Prozess vorstellen? Er ist eine ständige Diskussion. Gleich beim Aufwachen whats appen wir miteinander. Es ist ein fortlaufender Prozess, eine Aussage prägt die andere. Gleich zu Beginn fühlten wir, dass unser Workflow richtig gut lief. Vor 23 Jahren hatten wir ein Gespräch, und es läuft immer noch. Wir beginnen buchstäblich mit Worten und dann erarbeiten wir Ideen. Wir müssen es sehr klar darstellen und visualisieren es, bevor es richtig losgeht.


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Sandra Bauknecht, Chefredakteurin L’OFFICIEL Schweiz, mit Viktor Horsting (l.) und Rolf Snoeren.

Was denken Sie über Social Media und seine Schnelllebigkeit? Wir haben eine ambivalente Einstellung. Wenn wir an unsere Kindheit in den Niederlanden zurückdenken, da gab es nicht viel Zugang zur Mode. Es ist toll, wie sehr die Kids von heute auf dem Laufenden sind. Gleichzeitig geht auch viel Geheimnisvolles verloren und es wird so austauschbar. Aber wir benutzen zum Beispiel Instagram. Für unsere letzte Couture Show versuchten wir, Bilder zu machen, die noch nicht existierten. Verwalten Sie selber Ihr eigenes Instagram Konto? Wir haben einen Assistenten, mit dem wir es zusammen machen, aber wir sehen uns es auch selbst an. 136

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Auf was in Ihrer Karriere sind Sie besonders stolz? Unsere Freundschaft. Gibt es eine Kollektion, auf die sie am meisten stolz sind? Mehrere, aber die letzte Couture Show war für uns eine Errungenschaft, da wir versucht haben, auf das Wesentliche, wer wir wirklich sind, zu kommen. Viktor & Rolf. Die Marke in drei Worten. Viktor (lächelt): Können es sechs sein? Provokative Couture. Überraschende Eleganz. Konzeptioneller Glamour. Dies sind die kreativen Säulen, die das Avantgarde Haus von Viktor & Rolf definieren. Viktor & Rolf können sicher nicht in eine Schublade gesteckt werden. Sie sind anders, besonders. Für mich sind sie wie Zauberer der Mode Ich bin schon sehr auf ihre zukünftigen Projekte und Kollektionen gespannt, jetzt, wo sie sich mehr auf ihre künstlerischen Fähigkeiten konzentrieren können. Mit dem anhaltenden Erfolg von «Flowerbomb» als finanzieller Basis wird für das Designer Duo der Traum wahr, sich ihrer Passion zur Couture zu widmen. Vertrau deinem Herzen und du wirst Erfolg haben. Im Fall von Viktor & Rolf scheint das genau zu stimmen.

FOTOS: SANDRA BAUKNECHT; ZVG

Heutzutage ist es für einen Duft ein enormer Erfolg, 10 Jahre lang im Geschäft zu bleiben. Sehen Sie Ihre Duftlinie in Zusammenarbeit mit L’Oréal als Marketingtool? Ja, in unserer Wegwerfgesellschaft ist es faszinierend, etwas zu haben, das eine Bedeutung hat. Besonders wenn man den Umstand berücksichtigt, dass wir, als wir mit der Herstellung des Duftes begonnen haben, nicht an andere gedacht haben. Wir wollten etwas, das uns am Herzen liegt, das uns wichtig ist. Es ist einfach fantastisch, dass es so ein Erfolg wurde.


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Oh la la, ein Show-Shooting! Die ganze Story ab Seite 138.

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LA VIE In Carolines Schlafzimmer posiert sie selbst mit ihrem Hund und ihrer Schwester Alix, die am Bücherregal lehnt – dem Kopfende des Bettes. Beide tragen Heimstone.

Alix kreiert Kleidung. Caroline restauriert alte Möbel. Als gebürtige Pariserinnen haben die Zwillingsschwestern Petit New York zu ihrer Wahlheimat erklärt und teilen alles. Eine Begegnung im Süden von Soho, im Herzen der Boho-Atmosphäre. Von L É A T RICH T ER-PA RIEN T E

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Fo togra fie CL ÉMEN T PASCA L

HAARE UND MAKE-UP: KATSUMI MATSUO

SCHWESTERN- SACHE


WAS SIE AM LIEBSTEN MÖGEN H Ö R E N  Cameron McGill, Iron and Wine (Caroline), Rihanna (Alix). BETRACHTEN Die Werke von Gustave Klimt (Caroline) und Egon Schiele (Alix). A N S C H A U E N  Filme von Will Farrel und den Coen-Brüdern (Caroline), Im Rausch der Tiefe, Into the Wild und Filme von Wes Anderson (Alix). E S S E N  Nudeln (Caroline), «den Schokoladenkuchen meiner Schwester» (Alix).

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an kann sie nur schwer auseinanderhalten. Zusätzlich zu den äusserlichen Ähnlichkeiten (lockere Eleganz, entzückende blonde Mähne, feine Gesichtszüge) haben die Petit-Schwestern einen sehr ähnlichen Lebensstil und Geschmack. Caroline hat «Three Seven» gegründet, eine Marke für Möbel im Vintage-Stil, während Alix «Heimstone» erschuf, eine Prêt-à-Porter-Linie im FolkStil. Zwei verschiedene Bereiche, ein Esprit: Der Wind der Freiheit, eine Prise Poesie und etwas Abenteuerlust prägen beide Unternehmen. Caroline lässt sich von der Schönheit amerikanischer Landschaften inspirieren und entwirft abgewetzte, bunte Möbel mit Geschichtsprägung, während Alix in all ihren Kollektionen eine ländlich-idyllische Mode anbietet. Nach einem Soziologiestudium an der Sorbonne geht Caroline nach Los Angeles, um dort Kurse an der UCLA zu belegen. Anschliessend zieht sie nach New York, wo sie in der Werbeagentur TBWA Chiat Day arbeitet. Nach vier Jahren bereichernder, aber stressiger Arbeitserfahrung entschliesst sie sich, im Alter von 26 Jahren, zu kündigen. Sechs Monate lang bereist sie mit ihrem Ehemann Jonas die Strassen des ursprünglichen Amerikas. Sie klopfen an die Türen alter Bauernhäuser, tragen Möbel zusammen, die sie restaurieren und gründen «Three Seven». «Ich habe gelernt, wie man einen Tisch fertigt, indem ich es hundertmal geübt habe; genauso habe ich auch Holzhacken geler nt: Ich h abe stundenlang gehackt.» Ihr erster Verkauf fand in Paris in einem PopUp-Laden statt. Ihre Kreationen sind leicht zu erkennen: Bewusst abgenutzt und immer von leicht verblichener Farbe, die zu ihrem Markenzeichen wurde. «Unsere Kreationen bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Material. Das verwendete Holz und das Metall kommen aus Schmelzhütten und Scheunen im Mittleren Westen Amerikas.» A li x w ieder um hat Stillehre am «Atelier Chardon-Savard» in Pa r is studier t und sich auf Strickarbeiten spezialisiert. Ebenso wie ihre Schwester malt und kreiert sie seit ihrer Kindheit. «Heimstone» hat sich seit seiner Gründung 2006 einen ganz besonderen Entspannung in der Familie bei Namen in der Modewelt Caroline. gemacht. Alix bleibt der Silhouette treu, die sie sich am Anfang vorgestellt hat und schafft einen fröhlichen, bequemen und einzigartigen Stil ausserhalb jeglicher Trends. «Die Kunden schätzen an Heimstone, dass unsere Marke anders ist als alle anderen. Unsere Followergemeinde in sozialen Netzwerken ist sehr stabil. Einige Fans des Labels haben sich lustige Hashtags ausgedacht, zum Beispiel ’myheartbeatsforheimstone ’. Sie haben sich sogar untereinander vernetzt. Das spornt OKTOBER 2015

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Muses Zimmer,(ganz rechts), Wohnzimmer (oben) und Küche (Seite vorher), – das Mobiliar und die Gegenstände tragen den Stempel Three Seven.

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mich enorm an.» Auch wenn der Grossteil des Teams in Paris wirkt, wo sich in der Rue Cherche-Midi auch der Hauptsitz befindet, hat Alix sich entschieden, von New York aus zu arbeiten. «Ich liebe die Energie, die Leute und das Gefühl, dass in dieser Stadt alles möglich ist.» Ihr persönlicher Stil ist ein Spiegel ihrer Kollektionen, «tagsüber Garçonne, abends verführerisch». Leder, Seide und Drucke bilden die Basis ihrer Kollektionen. Ihre Kultstücke? Kleider mit grosszügigen Auslassungen, weitmaschige Pullover und Lederwesten mit makellosem Schnitt. Alix ist die Königin des Material-, Farb- und Schnittmixes und hört so gut wie nie auf zu zeichnen. Kreativität liegt bei den Petits in der Familie, ihre Mutter ist Innenausstatterin, ihr Vater ist Mitbegründer der Werbeagentur BDDP (und der aktuelle PDG – présidentdirecteur général – von McDonalds Frankreich und Südeuropa) und ihr grosser Bruder ist ein talentierter Fotograf. «Wir hatten das Glück, dass unsere Eltern nie von uns verlangt haben, einen anständigen Beruf zu lernen,» vertraut uns Caroline an. «Sie haben uns immer nur ermutigt, an uns zu glauben,» fügt Alix hinzu. Sie stehen ihrer Familie noch immer sehr nah: «70 Prozent unseres Umfelds besteht aus Familienmitgliedern und 30 Prozent aus Leuten, die wir als Adoptivfamilie betrachten. Wir verbringen den Grossteil unserer Ferien in dem friedlichen Familienhaus in Saint-Tropez oder in den Alpen.» Die Zwillinge, die sieben Jahre voneinander getrennt waren, haben sich endlich ihren Traum erfüllt: Eine Familie gründen und ganz nah beieinander

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wohnen. Sie haben sich vor zwei Jahren in New York wiedergefunden. Und – perfektes Timing – in Abständen von weniger als sechs Wochen ihre Kinder bekommen. Caroline bekam Muse, jetzt elfeinhalb Monate, und Alix Ellis Bloom, zehn Monate. «Wir sehen uns fast jeden Tag. Ich lebe in der Lower East Side und Caroline an der Grenze zu Soho und Chinatown. Unsere Töchter spielen nachmittags zusammen und ich bin sehr oft bei meiner Schwester zum Abendessen. Wenn mein Mann auf Geschäftsreise ist, schlafen Ellis und ich sogar manchmal bei ihr», erzählt Alix. Als liebende Mütter «haben wir die gleichen Ansichten, was die Erziehung angeht, selbst wenn unsere Babys sehr unterschiedlich sind», sind sich die beiden einig. «Allerdings bin ich viel nachgiebiger als Alix», fügt Caroline hinzu. «Ich kann Muse einfach nicht schreien lassen, auch wenn ich weiss, dass es zu 95 Prozent Launen sind!» Zwar ist ihr Leben durch die Ankunft der Kinder nicht komplett aus den Fugen geraten, dennoch mussten sie ihren Tagesablauf neu organisieren. «Wir können nicht mehr so oft reisen, und unsere Arbeitstage sind natürlich kürzer geworden», sagt Alix. Sie arbeiten hart und stehen immer zeitig auf. «So sind wir erzogen worden.» Ausschlafen? Nur ganz selten. «Mein Tag beginnt um 6 Uhr morgens mit stürmischen Küssen und dem sogenannten ’morning sandwich’», erzählt Alix. Danach gehen die beiden Schwestern zum Sport. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht Yoga machen, boxen oder laufen. Anschliessend geht Caroline in ihr Atelier, das 20 Minuten von Manhattan entfernt ist. «Ich versuche gegen 17 Uhr nach Hause zu kommen, damit ich noch etwas von Muse habe. Ein Bad mit ihr ist das Schönste am ganzen Tag.» Alix dagegen verbringt vormittags viel Zeit am Telefon mit Paris. «Ab 12 Uhr mittags New Yorker Zeit ist in Paris alles geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt beginne ich zu zeichnen.» Alix isst gewöhnlich früh zu Abend. «Ich bin wie eine Oma. Ich gehe gern abends mit meinem Mann auf dem Essex Market einkaufen. Dort entscheiden wir, was wir essen. Meistens schlafen wir um 20.30 Uhr vor dem Fernseher ein.» Caroline hat gern Freunde bei sich. «Anfangs laden wir ein oder zwei Paare ein, aber am Ende kommen für gewöhnlich 15! Ich koche unheimlich gern Brathähnchen, Schmortöpfe, Nudeln oder Gratins; dazu ein schönes Glas Wein. Unsere Wohnung ist sehr gastfreundlich und eignet sich gut für solche Momente.» Diese typische New Yorker Wohnung ist ideal gelegen und Anlaufpunkt für all ihre Freunde. Jonas und Caroline haben sie von Grund auf erneuert und einen halb rustikalen, halb fabrikmässigen Stil geschaffen. Im Wesentlichen haben sie Holz und Metall verwendet. Das elterliche Schlafzimmer ist um das Kopfende des Bettregals angeordnet. Jonas fand das Möbelstück auf einer Auktion. Nun ist es voller alter Bücher. Carolines Lieblingsmöbel? Der niedrige Tisch «Elwin Mosaics», den sie selbst entworfen hat. Die Küche mit den Borden voller Gewürze wirkt wie ein altes Café. Muses Zimmer wurde vierhändig im gleichen Stil hergerichtet: «Jonas hat das Bett und das Regal im Trödelladen entdeckt und neu gestrichen. Ich habe mich um die Bilder an den Wänden, den Wickeltisch und die Vintage-Lastwagen aus den 1930er- bis 1940er-Jahren gekümmert.» Die Stärke der Petit-Schwestern? Es ist ihnen gelungen, aus ihrem Beruf eine Lebensart zu machen. www.heimstone.com und www.threesevenus.com


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Caroline in Heimstone vor ihrem Zuhause, sie führt ihren Hund aus.

IHRE NEW YORKER GEHEIMTIPPS MUSEEN Dia Beacon 3 Beekman St., Beacon www.diaart.org

Das Museum of Arts and Design 2 Columbus Circle www.madmuseum.org R E S TA U R A N T S Lovely Day 196 Elizabeth St. lovelydaynyc.com

Fat Radish 7 Orchard St. www.thefatradishnyc.com Peasant 194 Elizabeth St. www.peasantnyc.com Thai Restaurant Uncle Boons 7 Spring St. www.uncleboons.com BARS Polo Bar Ralph Lauren 1 East 55th St. www.ralphlauren.com

Die Bar des Bowery Hotel 335 Bowery. www.theboweryhotel.com SPA Das Spa des Greenwich Hotel www.thegreenwichhotel.com

Mit ihren Töchtern Ellis Bloom und Muse.

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OHLALA, EIN ZIRKUSKIND! Artisten, die sich in Minimalstkostümen lasziv verbiegen, kraftvolle Darbietungen, bei denen sich durch ein Hauch von Hüllen jeder, aber auch wirklich jeder Muskel abzeichnet, provokant-erotische Nummern, die einen völlig vergessen lassen könnten, dass man nicht alleine im Chapiteau sitzt – das und vieles mehr ist «Ohlala», die sexy, crazy, artistische Show, die momentan in Dübendorf gastiert. Ihr Direktor: Gregory Knie. V o n D Ö R T E W E LT I

FOTOS: AMANDA NICOLIC (1); ZVG

Glückliches Zirkuskind: Gregory Knie wollte immer Peter Pan werden.

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LA VIE Der Herr Direktor: Als die Eigenschaf t Charme verteilt wurde, hat Gregory Knie mit vollen Händen zugegrif fen.

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ls Kind wollte Gregory Knie Peter Pan werden. Und in gewisser Weise hat er es geschafft, er, der einer der vielen Mitglieder der siebten Generation der Schweizer Zirkusfamilie Knie ist, hat sich eine Traumwelt erhalten. Wir treffen uns in seinem Nimmerland. Gregory erscheint nicht auf einer weissen Gans, sondern im schwarzen Sportwagen. Pferdestärken statt Flügelschlagen. Das Nimmerland hingegen, sein Rückzugsort im Sommer, wenn es heiss und hektisch hergeht, wenn die Vorbereitungen für die nächste Show auf Hochtouren laufen, ist nicht viel mehr als eine Hütte, darin ein Tisch, ein Bettsofa, eine Dusche, ein WC. Ein Retreat zum Nachdenken, zum kreative Ideen entwickeln, zum Ausruhen. Zum fünften Mal läuft «Ohlala», die sinnliche Show, der Kritiker

zu Beginn keine grossen Überlebenschancen gaben. Zu freizügig sei das alles, zu gewagt, das Schweizer Publikum sei nicht so offensichtlich, «Stöhnen in der Manege» titelt der «Blick» zur ersten Show 2011 vemeindlich süffisant. Sind sie aber eben doch, die Schweizer, aufgeschlossen. Heimlifeiss vielleicht, aber sie kommen. In Scharen. Dass Gregory Knie auch Zirkus macht, müsste man meinen, sei gegeben, ist doch normal, als Kind einer so imposanten Dynastie. Stimmt aber nicht. Wenn man dem blonden blauäugigen Beachboy Typ gegenüber sitzt, spürt man, dass er etwas Rebellisches in sich hat. Nie und nimmer hätte sich Peter – sorry: Gregory sagen lassen, was er zu tun und zu lassen und OKTOBER 2015

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FOTOS: ZVG

Showtime: Die Kostüme spielen eine zentrale Rolle in der sinnlichen Show «Ohlala»: Minimaler Stof f, maximale Wirkung.

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THEMA

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En Detail: Das Make-up wird Abend für Abend kunstvoll aufgelegt.

wann er erwachsen zu sein hat. Es gibt Aufnahmen von einem verschmitzten kleinen Bub in der Manege, von einem goldigen Young boy als Peter Pan im Rund. Er sieht aus, als ob er flöge, so selig und so selbstverständlich. Mit 7 Jahren jedoch verlässt Gregory das Zirkusleben, geht auf eine öffentliche Schule, mit 12 nach Mallorca auf eine High School und mit 18 auf eine Nussfarm in Costa Rica. Das mit dem Entertainment lässt ihn aber nie ganz los und er ergattert ein Praktikum bei Disney in Orlando, bleibt in Florida und studiert 4 Jahre internationales Business. Die Welt ist nicht immer bunt und schön, 9/11 zeigt die grausame Seite. Gregory ist in Miami zu der Zeit, spürt, dass das nicht mehr die USA sind, die er meint und folgt einem Ruf seines Vaters, Rolf Knie, dem Künstler in der grossen bunten Familie. Wir machen ein Projekt, einen Winterzirkus, sagt der Vater. Und die beiden entwickeln «Salto Natale», für den Winter, damit man der Familie nicht an den Zirkuswagen fährt. Vor fünf Jahren dann beschlossen Vater und Sohn noch mal etwas Neues zu versuchen. Etwas Aufregendes. Etwas Gewagtes, etwas für die Jungen und jung gebliebenen. Gregory, der Reisen und verschiedene Kulturen liebt, ist derjenige, der international unterwegs ist und nach den geeigneten Acts für die Show sucht, Liebeszirkus nannten sie es. Klingt nach jeder Menge Versuchungen, auch on the road, ist Gregory Knie der designierte Playboy? Nein, die blauen Augen lachen verschmitzt, nicht wirklich. Er schaut sich vieles an, in Europa, Las Vegas, die Abwechslung ist willkommen, Peter Pan wird es schnell langweilig. Zu Hause dann geht es an die Arbeit, die Acts müssen ausgewählt und eine Show konzipiert werden, ein Jahr im Voraus jeweils. Musik braucht es natürlich auch, dafür ist die junge DJane Giorgina Hauser zuständig, Lebensgefährtin von Gregory Knie. Sie definiert mit der Zirkusband die Musik, Vorschläge werden gemacht, in Absprache mit den Künstlern. Rund drei Wochen geht es dann vom Aufbau des Zeltes auf dem Areal des Air Force Centers Dübendorf bis zur Vorpremiere, drei Wochen für Proben, drei Wochen, um Menschen miteinander leben und arbeiten zu lassen, die sich bisher meist nie gesehen haben. Eine Familie auf Zeit bildet sich, Gregory ist der Kapitän, der die Crew beisammen hält, Reibereien gibt es immer mal, das gehört dazu. Auch zwischen Vater und Sohn, man ist sich mitnichten pausenlos einig, kreative Auseinandersetzungen, bei denen es grundsätzlich nur um Eines geht: die Show. Sie soll einzigartig sein, es sind wunderbare Körper, die wunderbare Dinge tun, begnadete Körper, in – auch wenn es verdammt wenig Textil ist – aufwändigen Kostümen und Make-ups. Die Liebe zum Detail ist sichtbar, Gregory will es so perfekt wie möglich, aber nicht klinisch rein, voll das Leben eben, Entertainment. Panem et Circenses, angekommen im 21. Jahrhundert.

FOTOS: ZVG

www.circusohlala.ch

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Anziehen, Umziehen, Stylen und natürlich auch Ausziehen – Akte, die mehr als nur praktische Aspekte haben sollte. In sinnlicher Umgebung, entspannten Lichtverhältnissen und von schönen Accessoires umgeben fühlt man sich wie in einem Boudoir en Style und kann dem Thema Kleider mit neuer Lust begegnen.

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Realisation TIFFANY KEHRLI 11.

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8. 1. Wandlicht, Argent & Sable, CHF 1 150 2. Nachtrobe, Agent Provocateur, CHF 2 250 3. Champagnergläser, Baccarat, beide CHF 290 4. Moët Ice Impérial Champagner, Moët & Chandon, CHF 50 5. High Heel, Roger Vivier, CHF 1 160 6. Tisch, Amara by Andrew Martin, CHF 460 7. Stuhl, Fornasetti, ca. CHF 2 990 8. Champagnerkühler, Oscar de la Renta, CHF 160 9. Wandtisch, Ralph Lauren, CHF 11 040 10. Lippenstift, Chanel, CHF 40 11. Kerzenständer, Amara by William Yeoward, CHF 550 12. Parfümflasche «Pomme», Lalique, CHF 1 375 13. Wandspiegel, Maison du Monde, CHF 310 14. Buch, Mario Testino, Taschen Verlag, CHF 60 15. Scheinwerferlampe, Ralph Lauren, CHF 3 540.

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FOTOS: ZVG; MANCHE DER AUFGEFÜHRTEN PREISE WURDEN AUS DER ORIGINALWÄHRUNG UMGERECHNET UND ENTSPRECHEN NICHT ZWINGEND DEN SCHWEIZER EINZELHANDELSPREISEN

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Die SCHEICH-ZAYID-MOSCHEE in Abu Dhabi, mehr 端ber die Lieblingsstadt von Catherine Sarr auf Seite 150

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WIE EIN KÖNIG IN FRANKREICH Gibt es einen besseren Ort zum Erholen und Entspannen als ein wahrhaft königlicher Palast im Land des legendären Mineralwassers Evian mit dem Genfer See und den Alpen am Horizont? Das historische und in Würde in die Jahre gekommene Hotel Royal Evian aus dem Jahr 1905 wurde von Grund auf renoviert. V o n P AT R I C K H E V E N

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egenüber von Lausanne am Genfer See in der Schweiz liegt der französische Kurort Evian-les-Bains, dessen Kult-Mineralwasser in der ganzen Welt bekannt ist. 1808 ergab sich bei einer Analyse des Wassers der ursprüng­ lichen Quelle, dass es zahlreiche heilende Eigenschaften aufwies. Später, in 1905, gab das Mineralwasser-Unternehmen Evian den Bau eines Luxushotels in Auftrag. Für das mythische neue Grand Hotel wurde eine Name gesucht, der das Ansehen seiner zukünftigen Gäste widerspiegeln sollte, wie König Edward VII von England, der versprochen hatte, als einer der Ersten dort abzusteigen. Am 16. Juni 1909 eröffnete das Hotel Royal Evian. Der König starb ein Jahr später, ohne dass er jemals in dem Hotel logiert hatte – der Name blieb jedoch bis heute bestehen.

Angenehm grosszügiges Bad mit freistehender Badewanne.

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Der Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen bildete durch die ständige Anwesenheit von gekrönten Häuptern und internationalen Persönlichkeiten im Hotel den Höhepunkt für das Ansehen der Stadt. 1938 fand hier die vom amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt initiierte Konferenz von Evian statt, die sich um Hilfe für Juden drehte, die vor der Naziverfolgung fliehen mussten. Nach 1945 verblasste der Ruhm der Stadt als Kurort etwas, bis die Region durch sportliche Aktivitäten wieder stärker in den Fokus rückte. 1994 wurde der 1904 angelegte Golfplatz zum Austragungsort eines internationalen Damenturniers, das seit 2013 als «The Evian Championship» eines der Hauptereignisse der Golfsaison ist. Das Resort war einst ein Urlaubsort für Privilegierte, zieht jetzt aber eine Vielzahl von Gästen aller Altersgruppen an. Seine Offenheit und Aufgeschlossenheit macht das Royal Evian auch für Familien sehr interessant. Die Fresken im Neubarock von Gustave-Louis Jaulmes sind Zeugen der glamourösen Geschichte des Palasts. Die ursprüngliche Eleganz und Pracht dieser Fresken und ebenso der Bögen und Kuppeln des Gebäudes wurden bei der umfangreichen Renovierung des Palasts erhalten.

FOTOS: FOTOS: GUILLAUME DE LAUBER

Blick von der Exclusive President Suite auf den Genfersee.


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Interieur Architekt Franรงoios Chatillon hat die Belle Epoque und die Moderne miteinander in Einklang gebracht.

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Die Generalsanierung wurde von dem Architekten François Chatillon geleitet und die Neugestalt­u ng der Inneneinrichtung geht auf das Konto von Designer François Champsaur. Neben einer dezenten Verbindung des alten Stils mit modernen Akzenten gab es grössere Veränderungen, wie die neue Lage der Bar. In dem runden Raum befindet sich unter einem fantastischen LED-Kronleuchter ein Tresen aus einem einzelnen Stück Marmor. Auch der Einbau von neuen Aufzügen setzt im Kontrast zur Palast-Atmosphäre moderne Akzente.

Doch kein Grand Hotel wäre vollständig ohne einen Wellness-Bereich. Momentan ist der Wellness-Bereich noch nicht renoviert. Wenn man aber nach dem erstaunlichen Ergebnis der Modernisierung des Anwesens urteilt, wird es sicher ein erstklassiger Wellness-Bereich werden. Und wo könnte ein Wohlfühl-Erlebnis besser sein, als direkt an der Quelle des vielbeschworenen Evian-Mineralwassers? In der gelassenen Gesellschaft des Genfer Sees wurde das legendäre Hotel Royal wieder eröffnet und bietet seinen Gästen geschmackvollen Luxus und eine einzigartige Gelegenheit, das wahre französische «Art de vivre» zu geniessen. 152

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Im Salon verbreiten kräftige Farben gute Laune, die wunderbare Aussicht (oben) lädt zum Verweilen ein.

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Der Novitätsfaktor ist natürlich ebenso in den Zimmern und Suiten zu finden, wo die Intimität der Räume durch das subtile Gleichgewicht von edlen Materialien und hochmodernem Komfort erhalten wurde. Für Gäste mit höchsten Ansprüchen eignen sich die Suiten auf dem neu errichteten 6. Stock. Die 92 qm grosse Präsidenten Suite ist eine wahre Oase mit Panoramablick über den Genfer See, einem Doppelzimmer, riesigem Badezimmer mit freistehender Badewanne, einem separaten TV Zimmer und zwei privaten Terrassen. Die Innen­ ausstattung ist wunderschön und die Liebe zum Detail ist absolut bemerkenswert.


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INSIDER INFOS CHECK-IN Hotel Royal – Evian Resort 960 Avenue du Léman, Evian-Les-Bains, France Das Hotel ist 45km vom Internationalen Flughafen Genf und 3km vom Bahnhof in Evian-Les-Bains entfernt. www.evianresort.com

3 GRÜNDE, WARUM SIE IHRE SUITE VERLASSEN: LES FRESQUES Im Feinschmecker-Restaurant des Hotel Royal bieten Chefkoch Patrice Vander und sein Team kreative anspruchsvolle Küche in einem hochwertigen modernen Ambiente und auf einer Terrasse mit atemberaubendem Blick auf den Genfer See an.

Infinity Pool im Garten.

DER GOLFPLATZ Der legendäre Golfplatz des Evian Resort Golf Club ist einer der wichtigen Plätze in Kontinentaleuropa und ist jedes Jahr im September der Austragungsort des «The Evian Championship»

Der Bartresen ist aus einem Stück Marmor.

DAS CASINO Versuchen Sie Ihr Glück in einem der grössten europäischen, ebenfalls von Evian Resort geleiteten Themencasinos, oder essen Sie einfach in dem eleganten Restaurant am See.

Die Exclusive President Suite hat sogar vom Bett aus Blick auf den Genfersee.

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TRAVEL

CATHERINE SARR:

ABU DHABI In Paris geboren, wuchs Catherine Sarr in Frankreich in einem beninisch geprägten Zuhause auf, wo ihr Interesse an Schmuck entstand. Nach ihrem Schulabschluss führte ihre Leidenschaft sie nach London, wo sie die Kunst des Schmuckhandwerks aus aller Welt entdeckte und förderte. Sie war für verschiedene Luxusmarken tätig, darunter auch einige Jahre für die De Beers Group, bei der sie einzigartige Schmuckkollektionen kuratierte. Von der Geschichte der alten Königreiche und Afrikas reichem ornamentalem Erbe inspiriert, vereint ihre neu gegründete Marke Almasika (unter anderem bei Colette in Paris und bei Meister in Zürich erhältlich) ikonische Motive mit internationaler Sensibilität. Einen Teil ihres Lebens verbringt sie in Abu Dhabi – und im Folgenden berichtet sie uns über ihre Lieblingsplätze:

WELCHES IST IHRE LIEBSTE SEHENSWÜRDIGKEIT? Die SCHEICH-ZAYID-MOSCHEE – eine der schönsten Moscheen der Welt. Ganz unabhängig von der Religion ist man dort von einem sprituellen Gefühl erfüllt. Sheich–Zayid–Moschee – Airport Road, Tel. +971 2 4191919

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IHRE LIEBLINGSSTADT? ABU DHABI ist einer meiner Lieblingsorte. Mir gefallen die Ruhe und die hervorragenden Veranstaltungsorte.

FOTOS: MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON ALMASIKA FINE JEWELLERY; © ETIHAD AIRWAYS; © DAVE PEABODY DAVE PEABODY/PR; © ST REGIS HOTEL; ANDREW MOORE; © SANDRA BAUKNECHT

Von SA NDR A BAUK NECHT


TRAVEL

IHR UNVERZICHTBARES ACCESSOIRE? Die ALMASIKA Le Cauri Endiamanté Diamant-Halskette. Sie begleitet mich von früh bis spät. www.almasika.com

IHR LIEBLINGSSTRAND? DER BESTE SOUNDTRACK FÜR DIESES REISEZIEL? TOUMANI DIABATE – Elyne Road. Er ist ein meisterhafter Kora-Spieler. Mein Lieblingsinstrument. www.toumaniandsidiki.com

NURAI ISLAND – eines der exklusivsten Resorts auf einer Privatinsel weltweit, nur einige Minuten vor der Küste des Saadiyat Island in Abu Dhabi entfernt. Dort gibt es wunderbar feinen, weissen Sand. Sheikh Khalifa Hwy, Saadiyat Island, Tel. +971 2 506 6222 www.zayanuraiisland.com

IHR LIEBLINGSHOTEL? Das ST. REGIS HOTEL SAADIYAT ISLAND Schon beim Betreten der Hotelanlage ist der weite Blick aufs offene Meer einfach atemberaubend! Ich fühle mich schon allein durch das Panorama des türkisfarbenen Wassers erholt. Saadiyat Island, Tel. +971 2 498 8888 www.stregissaadiyatisland.com

IHR LIEBLINGSPARK? Der CORNICHE PARK – Er erstreckt sich auf einer Länge von 5 km entlang der Küste von Abu Dhabi. Perfekt für einen Familienausflug. An einer der vielen Leihstationen kann man ein Fahrrad mieten.
 Corniche Rd W, Al Khalidiyah

IHR LIEBLINGSLADEN? Übrigens,kürzlich hat Etihad Airways seine neue Boeing 787 Dreamliner auf der Streck Abu Dhabi – Zürich eingeführt. Geboten werden die besten First Suites, Business Studios und Economy Smart Seats der Branche, so dass Reisende beispiellosen Komfort und Innovation geniessen können.
Gute Reise!

THE GALLERIA –Das ist mehr als ein Laden, es ist ein exklusives Shoppingziel mit ausgewählter Mode, Schmuck und Uhren, aber man kann dort auch essen und es werden kuratierte Shows präsentiert.
 Al Falah St, Tel. +971 2 616 6999 www.thegalleria.ae

DAS BESTE BUCH FÜR EINEN URLAUB IN ABU DHABI? JUST READ IT! Ein Buch des neuen Starautors der Emirate, Omar Al Busaidy. Ich kann Ihnen nicht sagen worum es geht – lesen Sie es einfach!

IHRE LIEBLINGSBAR ODER IHR LIEBLINGSCLUB?

www.etihadairways.com

CARAMEL LOUNGE – Mit dem besten 90er R’n’B-Live-Mix im Hintergrund kann man Drinks geniessen oder zu Abend essen. Saaydiyat Island, Tel. +971 26783344 www.caramelgroup.com

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Happy Birthday Flowerbomb! Seite 156.

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FOTOS: ZVG

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LA NUIT

NEUE FLÜGEL FÜR RIMOWA V O N P AT R I C K H E V E N

Alessandra Ambrosio (m.) mit Rimowa CEO Dieter Morszeck (l.) und Modelkollege Johannes Huebl.

N

ach jahrelanger Planung und einem 15 Monate langen Bauprojekt hat Rimowa in Oshkosh in Wisconsin an einem glamourösen Event 150 Gästen aus allen vier Himmelsrichtungen des Globus einen getreuen Nachbau der Junkers F13 präsentiert, dem weltweit ersten Ganzmetallflugzeug für Passagiere. Die F13 revolutionierte die Luftfahrt wie kein zweites Flugzeug und schuf neue Verbindungen zwischen Ländern. 330 Flugzeuge waren bis 1933 gebaut worden und nur wenige kann man heute noch in Museen sehen. Der Rimowa-Nachbau wird nächstes Jahr in den Himmel steigen, die Auftragsbücher sind bereits geöffnet. Unternehmenspräsident und CEO Dieter Morszeck, der auch begeisterter Pilot und Luftfahrt-Fan ist, präsentierte den Nachbau der Junkers F13 in einer im Stil der Goldenen Zwanziger dekorierten Flugzeughalle, während Models eine speziell für diesen Anlass entworfene besondere Ausgabe einer Gepäckserie vorstellten: Die silbernen Aluminium-Schalen der Koffer hatten eine Zeichnung des Flugzeugs eingeprägt und waren mit schwarzen Griffen und Ecken aus Leder gefasst. Der besondere Abschluss des Events war der Auftritt der 9-fachen Grammy Award-Gewinnerin, Norah Jones, die das Publikum mit ihrer wunderbaren Stimme begeisterte.

Tanzshow im Stil der 1920er-Jahre.

Superstar Norah Jones.

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LA NUIT

WÔW PARTY IN PARIS Von SA NDR A BAUK NECHT

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Lancôme Ambassadorinnen v.l.n.r.: Daria Werbowy, Alma Jodorowsky, Lily Collins, Lupita Nyong’o, Isabella Rossellini, Kate Winslet, Penélope Cruz und Julia Roberts.

FOTOS: STÉPHANE FEUGÈRE FÜR LANCÔME; SANDRA BAUKNECHT

Jahre Lancôme – Grund genug, ausgiebig zu feiern im Casino de Paris während der Haute Couture Woche. Der «WÔW»-Party des Hauses, das 1935 von Armand Petitjean gegründet wurde, wohnten alle berühmten Botschafterinnen, unter ihnen Kate Winslet und Julia Roberts, bei und erfreuten sich am energiegeladenen Privatkonzert von Kylie Minogue. «Das Leben ist schön – La Vie est Belle», das Leitmotiv des französischen Beautykonzerns, war bis ins kleinste Detail an jenem Abend zu spüren.

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LA NUIT

Showgirl: Kylie Minogue.

Sandra Bauknecht, Chefredakteurin L’OFFICIEL Schweiz (r.) mit Elettra Wiedemann, Isabella Rossellini’s Tochter.

Führte durch den Abend: Isabella Rossellini.

Sandra Bauknecht und Sänger John Legend.

Kylie Minogue.

Lancôme Power: Natacha Klein, Vincent Mottier, Margherita Masiello und Claire Jamet (v.l.n.r.).

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LA NUIT

HAPPY BIRTHDAY, FLOWERBOMB! Von SA NDR A BAUK NECHT

A

nlässlich des 10.Geburtstages von Flowerbomb, dem berühmten Duft von Designerduo Viktor & Rolf, war das Pariser Trianon durchflutet von pinkem Licht und explodierte förmlich anhand der zahlreichen Blumendekorationen. Ein Auftritt von Tori Amos und eine spätere Live Performance von Charli XCX verzauberte die VIP-Gäste, die bis in die frühen Morgenstunden tanzten. 160

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Viktor & Rolf.

Performerin Charli XCX.

Fotografin Ellen von Unwerth.

FOTOS: SANDRA BAUKNECHT, ZVG

Schauspielerin Michelle Rodriguez.


LA NUIT

Ellen von Unwerth mit Fotografenduo Inez Van Lamsweerde (r.) und Vinoodh Matadin.

On stage: Tori Amos.

Topmodel Petra Nemcova.

On stage: Charli XCX.

Viktor Van Horsting (l.), Tori Amos und Rolf Snoeren.

Sandra Bauknecht, Chefredakteurin L’OFFICIEL Schweiz, und Renzo Rosso.

Sandra Bauknecht (r.) und Sängerin Tori Amos.

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ADRESSEN

ADRESSEN-SERVICE Auf den Webseiten aller Brands finden Sie Store-Locator, Spa-Finder oder den Kontakt eines Kundenservices, der Ihnen den Distributeur in Ihrer Nähe angibt.

FASHION

BURBERRY WWW.BURBERRY.COM

DIESEL WWW.DIESEL.COM

JACOB COHEN WWW.JACOBCOHEN.IT

ACNE STUDIOS WWW.ACNESTUDIOS.COM

BURLINGTON WWW.BURLINGTONCOATFACTORY.COM

DIOR WWW.DIOR.COM

JACQUEMUS WWW.JACQUEMUS.COM

AGNONA CASHMERE WWW.AGNONA.COM

CALVIN KLEIN WWW.CALVINKLEIN.COM

DIOR JOAILLERIE WWW.DIOR.COM

JAEGER LE COULTRE WWW.JAEGER-LECOULTRE.COM

AKRIS WWW.AKRIS.CH

CALZEDONIA WWW.CAL ZEDONIA.IT

DOLCE & GABBANA WWW.DOLCEGABBANA.COM

JEAN PAUL GAULTIER WWW.JEANPAULGAULTIER.COM

ALBERTA FERRETTI WWW.ALBERTAFERRETTI.COM

CARL F. BUCHERER WWW.BUCHERER.COM

DONNA KAREN NEW YORK WWW.DKNY.COM

JIL SANDER WWW.JILSANDER.COM

ALEXANDER MCQUEEN WWW.ALEXANDERMCQUEEN.COM

CARTIER WWW.CARTIER.CH

DSQUARED2 WWW.DSQUARED2.COM

JIMMY CHOO WWW.JIMMYCHOO.COM

ALICE CICOLLINI WWW.ALICECICOLLINI.COM

CAROLINA HERRERA WWW.CAROLINAHERRERA.COM

ETRO WWW.ETRO.COM

JOHN GALLIANO WWW.JOHNGALLIANO.COM

ALL SAINTS WWW.ALLSAINTS.COM

CARVEN WWW.CARVEN.COM

FALKE WWW.FALKE.COM

JOOP WWW.JOOP.COM

AMARA WWW.AMARA.CH

CÉLINE WWW.CELINE.COM

FENDI WWW.FENDI.COM

KENNEL & SCHMENGER WWW.KENNEL-SCHMENGER.DE

ANITA KO WWW.ANITAKO.COM

CHANEL WWW.CHANEL.COM

FERNANDO JORGE WWW.FERNANDOJORGE.CO.UK

KENZO WWW.KENZO.COM

ARGENT & SABLE WWW.ARGENTANDSABLESIGNS.CO.UK

CHAL AYAN WWW.CHAL AYAN.COM

FLORIE DUPONT WWW.FLORIEDUPONT.COM

KIEHL'S WWW.KIEHLS.CH

AQUAZZURA WWW.AQUAZZURA.COM

CHARLOTTE OLYMPIA WWW.CHARLOTTEOLYMPIA.COM

FORTE FORTE WWW.FORTE-FORTE.COM

KUNERT WWW.KUNERT.DE

AS29 WWW.AS29.COM

CHLOÉ WWW.CHLOE.COM

FURL A WWW.FURL A.COM

L ACRASIA WWW.L ACRASIAGLOVES.COM

AUDEMARS PIQUET WWW.AUDEMARSPIQUET.COM

CHRISTIAN WIJNANTS WWW.CHRISTIANWIJNANTS.COM

GANT WWW.GANT.COM

L ALIQUE WWW.L ALIQUE.COM

BALENCIAGA WWW.BALENCIAGA.COM

COACH WWW.COACH.COM

GIANVITO ROSSI WWW.GIANVITOROSSI.COM

L ANCEL WWW.L ANCEL.COM

BALLY WWW.BALLY.COM

COLETTE JEWELRY WWW.COLETTEJEWELRY.COM

GIORGIO ARMANI WWW.ARMANI.COM

L ANVIN WWW.L ANVIN.COM

BELSTAFF WWW.BELSTAFF.DE

COMMES DES GARCONS WWW.COMME-DES-GARCONS.COM

GIUSEPPE ZANOTTI DESIGN WWW.GIUSEPPEZANOTTIDESIGN.COM

L AULHÈRE WWW.L AULHERE-FRANCE.COM

BIODERMA WWW.BIODERMA.DE

COMPTOIR DES COTONNIERS WWW.COMPTOIRDESCOTONNIERS.DE

GRAFF WWW.GRAFFDIAMONDS.COM

LES PETITS JOUEURS WWW.LESPETITSJOUEURS.COM

BLUEMARINE WWW.BLUMARINE.COM

CULTI WWW.CULTI.CH

GUCCI WWW.GUCCI.COM

LEL A ROSE WWW.LEL AROSE.COM

BORSALINO WWW.BORSALINO.COM

DAJJ WWW.DAJJ.COM

HEDI SLIMANE FÜR SAINT L AURENT WWW.YSL.COM

LEVI'S WWW.LEVI.COM

BOSE WWW.BOSE.CH

DE GRISOGONO WWW.DEGRISOGONO.COM

HÉLÈNE ZUBELDIA WWW.HELENEZUBELDIA.COM

LOUIS VUITTON WWW.LOUISVUITTON.COM

BOTTEGA VENETA WWW.BOTTEGAVENETA.COM

DELFINA DELETTREZ WWW.DELFINADELETTREZ.COM

HERMÈS WWW.HERMES.COM

MAISON DU MONDE WWW.MAISONDUMONDE.COM

BRUNELLO CUCINELLI WWW.BRUNELLOCUCINELLI.COM

DIEGO M. WWW.DIEGOM.IT

HUBLOT WWW.HUBLOT.COM

MAISON MICHEL WWW.MICHEL-PARIS.COM

BUCHERER WWW.BUCHERER.COM

ICEBERG WWW.ICEBERG.COM

BULGARI WWW.BULGARI.COM

ISABEL MARANT WWW.ISABELMARANT.COM

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ADRESSEN MAJE WWW.MAJE.COM

ROGER VIVIER WWW.ROGERVIVIER.COM

MAL AIKA RAISS WWW.MAL AIKARAISS.COM

ROL AND MOURET WWW.ROL ANDMOURET.COM

MARC JACOBS WWW.MARCJACOBS.COM

ROLEX WWW.ROLEX.COM

MARNI WWW.MARNI.COM

SALVATORE FERRAGAMO WWW.FERRAGAMO.COM

MARYAM NASSIR ZADEH WWW.MNZSTORE.COM

SANTONI WWW.SANTONISHOES.COM

MARY PING WWW.MARYPING.COM

SECRETS D'ORIENT WWW.SECRETSDORIENT.CH

MAX MARA WWW.MAXMARA.COM

SERGE LUTENS WWW.SERGELUTENS.COM

MICHAEL KORS WWW.MICHAELKORS.COM

SONIA RYKIEL WWW.SONIA RYKIEL.COM

MISSONI WWW.MISSONI.COM

SPORTMAX WWW.SPORTMAX.COM

MIU MIU WWW.MIUMIU.COM

STELL A MCCARTNEY WWW.STELL AMCCARTNEY.COM

MONCL AIR WWW.MONCL AIR.COM

STONE PARIS WWW.STONEPARIS.COM

MONIQUE PÉAN WWW.MONIQUEPEAN.COM

SUZANNE SYZ WWW.SUZANNESYZ.COM

NIKOS KOULIS WWW.NIKOSKOULIS.GR

THIERRY L ASRY WWW.THIERRYL ASRY.COM

NINA RICCI WWW.NINARICCI.COM

THORNTON BREGAZZI WWW.PREENBYTHORNTONBREGAZZI.COM

O-FÉE WWW.O-FEE.COM

TIFFANY & CO. WWW.TIFFANY.COM

PALL AS PARIS WWW.PALL ASPARIS.FR

TOM FORD WWW.TOMFORD.COM

PATEK PHILIPPE WWW.PATEK.COM

TOMMY HILFIGER WWW.TOMMY.COM

PFISTER WWW.PFISTER.CH

TORY BURCH WWW.TORYBURCH.COM

PHILIP PLEIN WWW.PHILIPP-PLEIN.COM

VALENTINO WWW.VALENTINO.COM

PIAGET WWW.PIAGET.CH

VAN CLEEF & ARPELS WWW.VANCLEEFARPELS.COM

BEAUTY

PIERRE HARDY WWW.PIERREHARDY.COM

VERSACE WWW.VERSACE.COM

BOBBI BROWN WWW.BOBBIBROWN.COM

L A MER WWW.L A-MER.COM

POMELL ATO WWW.POMELL ATO.COM

VICTORIA BECKHAM WWW.VICTORIABECKHAM.COM

CHANEL WWW.CHANEL.COM

L'ORÉAL WWW.LOREAL.COM

PORSCHE DESIGN WWW.PORSCHE-DESIGN.COM

VIKTOR & ROLF WWW.VIKTOR-ROLF.COM

CL ARINS WWW.CL ARINS.COM

L ANCÔME WWW.L ANCOME.CH

PRADA WWW.PRADA.COM

VIVIENNE WESTWOOD WWW.VIVIENNEWESTWOOD.COM

CLINIQUE WWWW.CLINIQUE

OLFACTIVE STUDIO WWW.OLFACTIVESTUDIO.COM

PUCCI WWW.EMILIOPUCCI.COM

YVES SALOMON WWW.YVES-SALOMON.FR

DIOR WWW.DIOR.COM

PAUL MITCHELL WWW.PAULMITCHELL.COM

RALPH L AUREN WWW.RALPHL AUREN.COM

YVES SPINELLI WWW.SPINELLIKILCOLLIN.COM

GUERL AIN WWW.GUERL AIN.COM

SISLEY WWW.SISLEY.COM

RAY BAN WWW.RAYBAN.COM

ZADIG&VOLTAIRE WWW.ZADIG-ET-VOLTAIRE.COM

ESTÉE L AUDER WWW.ESTEEL AUDER.COM

TOM FORD WWW.TOMFORD.COM

REDEMPTION CHOPPERS WWW.REDEMPTION-CHOPPERS.COM

ZAPA WWW.ZAPA.FR

FÉDÈRIC MALLE WWW.FEDERICMALLE.COM

YVES SAINT L AURENT WWW.YSL.COM

Lena Gercke, fotografiert von Stephan Glathe, trägt TORY BURCH, BELSTAFF und BOSS.

RICCARDO TISCI FÜR GIVENCHY WWW.GIVENCHY.COM

GHD WWW.GHDHAIR.COM

RICK OWENS WWW.RICKOWENS.EU

KIEHLS WWW.KIEHLS.CH

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INSIDER

INSIDERWISSEN ÜBER...

KIEHL’S

Die Beautymarke Kiehl’s darf getrost als New Yorker Urgestein bezeichnet werden. Seit 1951 verkauft das ursprünglich kleine Pharmageschäft mit grossem Erfolg Haut- und Haarpflegeprodukte und entwickelte sich über die Jahre zu einem weltweit etablierten Brand. Die Marke steht dabei insbesondere für Integrität und überzeugt durch einen persönlichen Service für die Kundschaft. V o n L E N A S TÄ H E L I

PHILOSOPHIE Mit dem Leitspruch «Qualität vor Quantität» vertritt das Unternehmen Kiehl’s eine klare Philosophie. Dieser Linie bleibt die Beautymarke auch nach der Einführung eines breiteren Produktesortiments und dem Zusammenschluss mit dem Marktführer der Kosmetikindustrie, L’Oréal treu. Die Kooperation beweist, dass es möglich ist, sowohl einer stetig steigenden Nachfrage als auch einem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden.

NEWS Ein neu entwickeltes Gesichtsöl schützt die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen und verleiht ein junges und frisches Aussehen. Als Vorreiter diente dabei das 2010 entwickelte Bestsellerprodukt «Midnight Recovery Concentrate». Der Name Kiehl’s steht für natürliche Inhaltsstoffe, es werden für das neue Öl nur 100 Prozent natürliche Komponenten wie Ingwerwurzel-Öl, Sonnenblumenkern-Öl und Tamanu-Öl verwendet.

PRODUKTE Die Produktepalette von Kiehl’s umfasst die Behandlung von Gesicht, Körper und Haar. Das perfekt auf den Kunden zugeschnittene Produkt lässt sich anhand von individuellen Analysen eruieren und wird von speziell geschulten Mitarbeitern unterstützt.

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GESCHICHTE Im Jahre 1851 gründet der New Yorker John Kiehl die Apotheke Kiehl’s. Irving Morse, ursprünglich Pharmazielehrling, kauft 1921 die Apotheke und ergänzt das Produktesortiment mit Tee, Kräutern und den ersten eigenen Produkten. Der Sohn von Irving Morse baut als studierter Pharmazeut das Unternehmen in den darauf folgenden Jahren mit neuen Produkten und Dienstleistungen weiter aus. Als dann auch noch Tochter Jamie und ihr Mann in die Firma einsteigen, wird das Sortiment sowohl mit Sport-, Kinderund Baby-Pflegeprodukten wie auch mit Produkten für Pferde und Ponys komplettiert. www.kiehls.com

HEUTE Kiehl’s hat sich über Generationen stets weiterentwickelt und es dennoch geschafft, der Firmenphilosophie und einer alten Tradition treu zu bleiben. So tragen noch heute alle Mitarbeiter einen weissen Kittel.

FOTOS: ZVG

Kiehl’s «Daily Reviving Concentrate», CHF 49.


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AZZE DINE ALAÏA AL AÏ A AZ ZE DI NE TOMM Y HILFI GER V LF IG ER E RHI S CY ER ER N OMM PRI Ü ST A NTO INS IDE R CA FLEL ENAV AUTR ER M CARO LINA D IE FR HERR ERA TANA SLI A C RO GENER ATIONEN CA IA M U SE DES STILS T ITEI A N ER L A ETA SE HE RR ER EX STI LS

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