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w w w. l o b - m a g a z i n . d e

Nr. 2

März/April/Mai 2013 D € 3,80 www.lob-magazin.de

mit c a 350 K . i t aAdre ssen Regi der on

für berufstätige Mütter und Väter Rhein-Neckar

Ausgabe

Peter Modler

„Leistung zählt nur, wenn man auf den Putz haut.“ Beruf und Pflege „Ich möchte diese intensive Zeit nicht missen.“ Karriere Traineeprogramm für berufstätige Mütter Ich Das Schweigen der Männer

Dossier:

Elternzeit & Weiterbildung

EXKLUSIV: MBA-Stipendium zu gewinnen


Karriere ÿ Vorurteile

Ist Ihr Unternehmen

familienfreundlich?

Wissen Ihre Bewerberinnen und Bewerber das schon?

Ihr Wiedererkennungsmerkmal Das Wichtigste zu Beginn!

LOGO

Überschrift Was sonst noch interessiert!

Ein ansprechendes Foto

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Was sollten unsere Leserinnen und Leser über Ihr Unternehmen wissen?

An wen können sich Interessentinnen und Interessenten wenden?

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Auflage: 50.000 Exemplare

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weitere Informationen www.lob-magazin.de LOB Nr. 1, November/Dezember/Januar 2013 LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Nicole Beste-Fopma

Familienpolitik, Frauenquote, Geburtenrate – diese Themen sind immer gut für Schlagzeilen. Wie neulich, als die aktuelle Geburtenrate veröffentlicht wurde oder der SPIEGEL einen Bericht über „Deutschlands gescheiterte Familienpolitik“ druckte. Doch was ist danach? Schnell ist alles vergessen. Bis zur nächsten Meldung zu dem Thema, wenn sich die Welle der Erregung erneut aufbaut. Wir wünschen uns mehr Nachhaltigkeit beim Thema Beruf und Familie, daher haben wir LOB gegründet. Wir brauchen in Deutschland eine Kultur der Vereinbarkeit. Kinder bekommen und erwerbstätig sein muss für alle, die diesen Lebensentwurf wählen, selbstverständlich sein dürfen. Das funktioniert aber nicht über ein Mehr an familienbewussten Maßnahmen. Es muss in die Köpfe der Menschen. Durch stete, positive Kommunikation. Sensationsmache schadet nur.

Dr. Lydia Hilberer

„Wir brauchen eine Kultur der Vereinbarkeit in Deutschland.“

Lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe, wie Vereinbarkeit im Alltag funktioniert. Eine Familie bringt Beruf, Kinder und Pflege der eigenen Mutter unter einen Hut (S. 60). Das Chemieunternehmen LANXESS hat ein Senior Traineeprogramm für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger aufgelegt (ab S. 24). Ein Vater macht bei der Suche nach einer Stelle als Softwareentwickler in Teilzeit neue Erfahrungen (S. 62).

Eine gute, spannende und anregende Lektüre wünschen Ihnen

Nicole Beste-Fopma und Dr. Lydia Hilberer

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Inhalt

1 2

20

33

Das Arroganz-Prinzip

Futter für den Geist

Karriere

Kinder

LOB intern

30 Warum? - Weinen beim Zwiebelschneiden

So machen sie das: Tina, René, Louisa und Elias

31 Buchtipp

33 Futter für den Geist

36 Wenn Kinder trauern

6

8

10 Vereinbarkeit morgens

12 Vereinbarkeit mittags

16 Vereinbarkeit abends

18 Vereinbarkeit Wochenende

20 Im Interview: Peter Modler

29 Fünf Vorurteile gegenüber Alleinerziehenden

4

24 Firmenportrait: Lanxess

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Inhalt

52

32

Der sparsame Umgang mit Worten

Karrierekick Elternzeit

Ich

Dossier

➲ 38 Weiterbildung

45 Buchtipps

48 So macht sie das: Petra Knoll 50 So macht er das: Gerd Schmied

Regionalteil

➲ 52 Das Schweigen der Männer

56 Von Frau zu Frau

58 Schnelle Küche

3

Editorial

4 Inhalt

7

Cartoon

62 „Verkehrte Welt“: Ironman 46 Kolumne: Hans Georg Nelles

47 Marktplatz / weiterführende Literatur

60 Kolumne: Ramona Jakob

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

61 Vorschau 03/2013 und Impressum

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LOB Intern

LOB Seminar „Alles unter einen Hut“ Vereinbarkeit beginnt Zuhause. Wenn alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen, kann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege gelingen. Dennoch stellen viele berufstätige Mütter und Väter fest, dass entweder der Job oder die Familie zu kurz kommen. Von den eigenen Bedürfnissen ganz abgesehen. Schnell kann das Hin und Her zwischen Beruf und Privatem zur Zerreißprobe werden. Besonders, wenn zur Doppel- oder Dreifachbelastung durch Beruf, Kinder und Pflege noch das schlechte Gewissen hinzukommt. Das zweitägige LOB Seminar „Alles unter einen Hut“ schafft Abhilfe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten ihren ganz persönlichen und konkreten Aktionsplan, um aus der Doppelbelastung doppelte Freude zu gewinnen. „Das Seminar hat mir die Augen geöffnet. Schon am Ende des ersten Tages habe ich festgestellt, dass ich mich ausgeglichener fühlte. Wirklich toll!“, so die Aussage einer Teilnehmerin. Das Seminar wird von LOB Beraterin Elke Flettner, Coach und Mentaltrainerin, und unsere Herausgeberin Nicole Beste-Fopma geleitet und richtet sich an Unternehmen, Institutionen, Verbänden, Kommunen etc. www.lob-magazin.de/kalender

www.lob-magazin.de Serie Mütterterror - Wie sie sich gegenseitig das Leben schwer machen. Beraterinnen So können Sie Pflege und Beruf vereinbaren. Ich Zehn goldene Regeln für entspannte Eltern Beruf Karriere und Kind: Was mache ich da eigentlich?

LOB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Eva-Maria Popp hat sich vor 15 Jahren als eine der Ersten dem Thema Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf verschrieben. Seither begleitet sie Unternehmen, Institutionen, Verbände und Familien bei der Konzeption und Umsetzung von Familienfreundlichkeit.

Jenny Menzel arbeitet als freie Lektorin in Dresden. Wenn sie nicht gerade nach Fehlern sucht, reist sie mit ihrer Familie am liebsten um die Welt – und schreibt dann darüber. Für diese Ausgabe hat Jenny sich dem Thema „Weiterbildung in der Elternzeit“ gewidmet.

Sabine Arndt ist freie Fotografin und arbeitet in Heidelberg. Nachdem sie viele Jahre fast ausschließlich für ihre Familie da war, startet sie jetzt beruflich durch. Mit Bildbänden von besonderen Orten und mit Familienportraits.

LOB unterwegs 1. März 2013 in Stuttgart, Wirtschaftskongress der Spitzenfrauen 12. April 2013 in Hannover, Hannover Messe: WoMenPower Entdecken Sie: LOB - nachhaltige und ganzheitliche Kommunikation für Vereinbarkeit für Ihr Unternehmen und Ihre Region Besuchen Sie unseren Messestand

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LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Cartoon

Bastian Klamke LOB Nr. 2, M채rz/April/Mai 2013

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Karriere ➲ So machen sie das! Sie: Tina (36) Er: René (42) Kinder: Louisa (7) und Elias (3)

Jede Familie muss für sich das richtige Maß finden Wer ist bei Ihnen „Herr“ über den Kalender?

Wann hat jeder Zeit für sich?

Die „Herrin” über den Kalender bin ich. René verlässt sich da voll und ganz auf mich. Das hat sich so eingespielt, da ich meinen Alltag mit Kindern und Arbeit regeln muss. René ist beruflich viel unterwegs, da fällt auch mal spontan Arbeit an.

Wir machen beide sehr viel Sport, um entspannt und ausgeglichen zu sein. Anfangs hatte ich immer ein schlechtes Gewissen. Ich habe die Kinder vorgezogen oder versucht, sie zu integrieren. Aber jetzt haben die beiden ein tolles Alter und viel Spaß an Bewegung. Ich habe es erst seit Elias´ Geburt gelernt, mehr auf mich zu achten und mir meine „eigene” Zeit zu nehmen.

Wie regeln Sie die Betreuung? Louisa geht nach der Schule in den Hort, und Elias ist im gleichen Haus im Kindergarten. Das macht es für mich sehr einfach und gibt mir Flexibilität. Die Betreuung geht bis 17 Uhr, aber ich versuche, die Kinder früher abzuholen. In anstrengenden Zeiten habe ich dann einen Zeitpuffer und ich weiß, dass meine Kinder gut versorgt sind. Ansonsten fehlen uns hier leider die Großeltern. Wir müssen unsere Zeiten sehr gut komprimieren und was über die Betreuungszeit hinausgeht, durch unseren Babysitter abdecken.

In wie weit unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber? Gar nicht. Da ich selbstständig arbeite, versuche ich mir meine Zeiten entsprechend zu legen.

Wie ist bei Ihnen die Hausarbeit verteilt? René macht die handwerklichen Tätigkeiten. Den Rest mache ich.

Wann ist bei Ihnen „Schicht im Schacht“? Die Kinder liegen gegen 19:30 Uhr im Bett. An den Wochenenden werden auch mal Ausnahmen gemacht. Wir selbst gehen dann meist erst sehr spät ins Bett, so gegen 0:00 Uhr. Das ist die einzige Zeit, mal zur Ruhe zu kommen und andere Dinge zu tun.

Wann haben Sie Zeit füreinander? Im Urlaub oder am Wochenende, sofern keine Termine im Kalender stehen. Mit Babysitter klappt das mittlerweile wieder sehr gut.

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Wie würden Sie Ihren Erziehungsstil bezeichnen? Eine gute Mischung aus Strenge, Disziplin und doch ganz viel Liebe, Kuscheln und ein schönes Miteinander. So streng man auch ist, man sollte sich als Eltern auf die Ebene der Kinder begeben können. Es ist einfach lustig, mal als „Wurm” durch das Kinderzimmer zu kriechen.

Wie profitieren Ihre Kinder davon, dass beide Elternteile berufstätig sind? Zum einen Teil sind wir sicherlich ein Vorbild, zum anderen sehen sie vielleicht auch Dinge, die sie selbst später anders machen wollen. Die Kita sehen wir für beide als eine Bereicherung. Diese intensive Betreuung könnte ich, selbst wenn ich zu Hause wäre, meinen Kindern niemals geben. Es ist dort wie in einer Großfamilie. Die Kinder fühlen sich sehr wohl. Sie werden mutiger und kontaktfreudiger. Ebenso lernen sie viele verschiedene und neue Situationen kennen, in denen sie lernen und an denen sie wachsen.

Was würden Sie anderen Eltern empfehlen, die Beruf und Familie vereinbaren wollen? Jede Familie muss für sich das richtige Maß finden und vielleicht zu Beginn auch ein wenig ausprobieren. Es hängt ja immer sehr viel von den Einrichtungen, Tagesmüttern, Großeltern und natürlich von der Arbeitssituation ab. Da braucht man viel Selbstvertrauen, Mut zum Ausprobieren und um das eine oder andere vielleicht wieder umzustellen. Man darf nicht traurig sein, wenn nicht gleich alles funktioniert.... Jeder muss sich den neuen Situationen anpassen können. ✖ LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Karriere ➲ So machen sie das!

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morgens Vereinbarkeit

OSTDEUTSCHE STÄDTE haben beim Thema „Familienfreundlichkeit“ die Nase vorn 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 21 22 23 24 25

Potsdam Brandenburg a.d. Havel Landkreis Dahme-Spreewald Jena Cottbus Dresden Leipzig Barnim Halle (Saale) Frankfurt (Oder) Trier Landkreis Mittelsachsen Landkreis Trier-Saasburg Heidelberg Frankfurt (Main)

Indikator für die Familienfreundlichkeit war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf u.a. mit den Chancen am Arbeitsmarkt, der Betreuungsquote und der Zahl zertifizierter Arbeitgeber. www.prognos.com/familienatlas

27 Mio

Menschen werden

2 0 3 0

einen Pflegefall in der Familie haben.

Q: R+V Versicherung auf Basis einer repräsentativen bundesweiten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach

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Wutanfall-Prophylaxe

Kleinkinder haben Wutanfälle. Vor allem in den so genannten „Trotzphasen“ legen sie mitunter eine enorme Energie an den Tag, um ihr Missfallen und ihren Willen kund zu tun. Sie werfen sich laut protestierend auf den Boden, vorzugsweise im Supermarkt oder vor der Haustür, Weinen und Schreien, dass die Wände wackeln. Dass es sich hierbei entwicklungspsychologisch um wichtige Erfahrungen handelt, ist ein schwacher Trost. Manchmal ist es besser, Wutanfällen vorzubeugen, vor allem morgens, wenn es darum geht, schnell aus dem Haus zu kommen.

Äußere Reize, Zeit und Gewohnheiten Manche Ursachen für einen Wutanfall lassen sich beiseite räumen. Sorgen Sie für eine Gesamtsituation, die möglichst keine Begehrlichkeiten weckt. Kleider, die nicht angezogen werden sollen, sollten Sie außer Sicht- und Reichweite schaffen, ebenso wie das scharfe Brotmesser oder die Knabbersachen vom Vorabend, die Ihre Kinder nicht in die Hände bekommen sollen. Planen Sie außerdem Puffer in den Ablauf ein, damit Ihr Kind in Ruhe die drei Knöpfe seiner Jacke „Alleiiiineeee!“ in die Knopflöcher fummeln kann, ohne dass diese halbe Stunde wertvoller feinmotorischer Praxis Sie in den Wahnsinn treibt. Auch Schuhe binden will gelernt sein und braucht seine Zeit. Erledigungen zwischen Haustür und Kindergarten sollten Sie nur einplanen, wenn es nicht anders geht oder zum festen Morgenritual gehört. Klären Sie beim Gang zum Bäcker vorher ab, ob es den Muffin gibt oder nicht. LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Karriere ➲ Vereinbarkeit

‚‚Wann ist endlich Mitbringtag?“ Laptop-Tasche in der linken Hand, rechts den Turnbeutel und die neue Wechselwäsche, und dann muss auch noch der Legolaster mit. Beladen wie ein Kamel geht´s aus dem Haus. Doch bleiben Sie ruhig. „Übergangsobjekte“ sind pädagogisch wichtig für einen guten Start in den Tag Ihrer Kleinen. Was packt Ihr Kind morgens ein?

Schließtag vergessen? Personalnotstand im Kindergarten? Eigentlich war alles anders geplant. Und Home Office ist heute keine Option. Also geht es gemeinsam ins Büro.

Spielsachen Mein Zweijähriger hatte heute sein Kopfkissen dabei. Cornelia B. via Facebook

Mal sein „Hasi“, mal Autos. Mal eins, mal drei und dann auch gern mal zwanzig Stück! Dietwart S. via Facebook

Unserer nimmt immer zwei Autos mit in die Krippe. Eins für sich und eines für seinen Kumpel. Jennifer G. via Facebook

Bei uns sind Spielzeuge neuerdings verboten. Angeblich, weil Eltern sich beschwert haben, dass es dort kaputt geht. Find ich blöd! Stephanie W. via Facebook

Bleiben Sie bestimmt! Bleiben Sie bei Ihrer Meinung, egal, was passiert. Unter gar keinen Umständen lassen Sie sich durch Gebrüll umstimmen und dazu hinreißen, Ihre Meinung um des lieben Friedens willen zu ändern. Genau das wäre Wasser auf die Mühlen des Wüterichs, der die erfolgreiche Methode ganz sicher beim nächsten Mal wieder zur Anwendung bringt.

Bei uns im Kindergarten ist freitags Spielzeugtag, da darf jedes Kind ein Spielzeug/Kuscheltier mitbringen. Es gibt allerdings regelmäßig Ärger, weil das Spielzeug immer größer und das Interesse der Kinder am Mitbringsel schon nach Minuten erloschen ist. Tina B. via Facebook

Viele Eltern-Kind-Zimmer bieten Spielsachen. Nehmen Sie aber sicherheitshalber auch das Lieblingsspielzeug Ihres Kindes mit. Etwas Vertrautes ist immer gut.

Geschichten Kinder hören gern Geschichten. Packen Sie Lieblingskassetten und -CDs ein – und vergessen Sie die Kopfhörer nicht.

Bilder Malutensilien und Bilderbücher lassen sich ebenfalls schnell organisieren.

Mittagsschlaf Hält Ihr Kind noch einen Mittagsschlaf? Denken Sie an die Lieblingsdecke und Kuscheltiere.

Telefonate Bei Telefonaten mit Kunden sollten Sie kurz die SonderSituation schildern und um Verständnis bitten, damit Ihr Kind nicht die ganze Zeit still sitzen muss. Ursula Madeja-Stieren, Personalberatung und -entwicklung, Bad Wünnenberg

„Basiert auf: Die Gummibärchenmethode - 99 geniale Tipps für einen fröhlichen Familienalltag von Nicole Wirtz. Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag, 2012. EUR 10,00

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Karriere ➲ Vereinbarkeit

mittags Vereinbarkeit

Väter-Tipp –

Geh aufs Ganze!

Wer seine Arbeitszeit selbst bestimmt, der ist ein Mann, der aufs Ganze geht. Ein richtiger Macho eben, der seine Ziele setzt und ihnen folgt, auch wenn’s schwierig ist. Jahre der vollen Arbeit, des beruflichen Werdens können sich mit Jahren abwechseln, in denen die Arbeit nicht mehr alle Kräfte bindet. Jahre, während denen man sich den Kindern widmet, Reisen unternimmt oder Ausbildungen macht. Männer, die ihr Leben so einzurichten vermögen, sind nicht nur Meister ihres Fachs – sie sind auch Meister ihres Lebens. Für ganze Männer ist die Arbeit eben erst die Hälfte des Lebens. Q.: Das Väter-Handbuch. Theorie, Forschung, Praxis

SpielplatzApp

§

Kennen Sie Ihr Recht? Darf ich während der Elternzeit meinen Dienstwagen behalten?

Nach der Arbeit mit den Kleinen auf den Spielplatz. Aber wo ist der nächste, wenn es nicht immer derselbe sein soll? Mit der preisgekrönten SpielplatzApp finden Sie unter den mittlerweile 4.200 Spielplätzen ganz sicher auch einen in Ihrer Nähe. Auch wenn noch nicht alle Spielplätze in allen deutschen Städten vertreten sind: Münster, Bremen und Frankfurt sind komplett. Großstädte wie Berlin und Hamburg, aber auch kleinere Orte ziehen gerade nach. Gratis im Apple-Appstore. 12

Frauen und Männer, die in Elternzeit gehen, fragen sich bisweilen, ob sie während dieser Phase auch den Dienstwagen weiter benutzen dürfen oder abgeben müssen. So pauschal kann man das nicht beantworten. Es kommt darauf an, ob das Fahrzeug nur zur dienstlichen Nutzung oder auch zur privaten Nutzung übergeben wurde und ob der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin während der Elternzeit auch in Teilzeit arbeitet oder nicht. Es ergibt sich folgendes Bild: • Nur dienstliche Nutzung und keine Teilzeitarbeit Die Herausgabe immer möglich, weil der Dienstwagen nur ein Arbeitsmittel ist, das jederzeit vom Arbeitgeber zurückverlangt werden kann. • Nur dienstliche Nutzung und Teilzeitarbeit Da es sich um ein reines Arbeitsmittel handelt, besteht grundsätzlich Herausgabepflicht. (Wir reden jetzt nicht davon, dass der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin den Job ohne Auto nicht mehr machen kann und es auch keinen anderen Job gibt. Dann entspräche die Rückgabe einem Entzug von Arbeitsaufgaben und würde dem Beschäftigungsanspruch zuwiderlaufen.) LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Karriere ➲ Vereinbarkeit

Rollentausch Das Verhältnis zwischen erwachsenen Kindern und Eltern ist selten spannungsfrei. Viele Menschen sind ein ganzes Leben damit beschäftigt, sich aus der Eltern-KindRolle zu befreien. Sie opponieren gegen ihre Eltern, sogar über den Tod hinaus. „Ab jetzt bin ich verantwortlich und leite die Geschicke meiner Eltern.“ Das veränderte, neue und vor allem klar definierte Rollenverständnis ist eine wichtige Voraussetzung, damit das Zusammenleben zwischen den Generationen gelingen kann. Nur wer seine neue Rolle kennt, kann sie leben. Das heißt: Hilfe annehmen, den Angehörigen auch mal in andere Hände geben, sich im Pflegealltag nicht verlieren, organisieren, klar kommunizieren, sowohl den Pflegepersonen als auch der Restfamilie und dem Arbeitgeber gegenüber. Eva-Maria Popp Dipl. Pädagogin Univ.

www.basic-erfolgsmanagement.de

• Auch private Nutzung und keine Teilzeitarbeit Da der Dienstwagen Entgeltcharakter hat und die Entgeltzahlungspflicht des Arbeitgebers während der Elternzeit ruht, hat der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin auch keinen Anspruch auf den Dienstwagen und muss ihn zurückgeben. • Auch private Nutzung und Teilzeitarbeit Hier bekommt der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin Entgelt und hat damit Anspruch auf den Entgeltbestandteil Dienstwagen. Die Frage ist, zu welchem Teil. Da der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin einen verminderten Entgeltanspruch hat, könnte sich daraus ergeben, dass er/sie einen verminderten DienstwagenAnspruch hat. Doch wie soll dies gehen? Ein kleineres Auto? Der Dienstwagen ist eine unteilbare Leistung. Es muss geprüft werden, ob der Vertrag für diesen Fall eine Lösung vorsieht. Enthält er hier eine Lücke, gilt es ihn auszulegen und auf diesem Weg eine Lösung zu finden. Oder der Arbeitgeber gibt dem Arbeitnehmer/ der Arbeitnehmerin einen dem Teilzeitverhältnis entsprechenden anteiligen Nutzungsausfall und nimmt den Dienstwagen zurück.

Dr. Sandra Fläming, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Stuttgart

www.kanzlei-flaeming.de

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Frauen-KarriereIndex Wo haben Frauen faire Chancen auf eine Karriere und wo nicht? Um Unternehmen vergleichen zu können, braucht es einen fairen Beurteilungsmaßstab. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums haben Wissenschaftler einen unabhängigen und objektiven Frauen-Karriere-Index entwickelt. Er soll Klarheit über die Aufstiegschancen von Frauen in Unternehmen schaffen. www.flexi-quote.de

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Karriere ➲ Vereinbarkeit

WoMenPower 2013 12. April 2013 in Hannover

Bereits zum zehnten Mal bietet der Fachkongress WoMenPower im Rahmen der Hannover Messe eine Plattform zu Karrierefragen, Erfolgsstrategien und moderne sowie innovative Arbeitsformen. Gleichzeitig zählt er mit seinen mehr als 1.200 Teilnehmerinnen zum erfolgreichsten deutschen Kongressangebot für hoch engagierte Frauen und Männer aus Unternehmen, Organisationen und Netzwerken. Schwerpunktthemen des Fachkongresses sind in diesem Jahr: Berufseinstieg/ Wiedereinstieg Führung und Kommunikation Beruf/ Karriere/ Aufstieg Vielfalt der Talente Weitere Informationen unter: www.womenpower-kongress.de

Save the date:

8. Juni 2013 in Bonn

Spitzenfrauen – Wege ganz nach oben

1. März 2013 in Stuttgart

Dritter Wirtschaftskongress des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg Der dritte Wirtschaftskongress „Spitzenfrauen - Wege ganz nach oben“ findet am 1. März 2013 unter dem Schwerpunktthema „Vielfalt in der Unternehmenskultur und Führung 2020“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Führungsetagen deutscher Unternehmen werden auf dem Kongress darüber diskutieren, wie die Unternehmenskultur der Zukunft aussehen wird. Gábor Jánszky, Trend- und Zukunftsforscher, wird in seinem Eröffnungsvortrag Arbeitswelten 2030 und Führungskompetenzen der Zukunft aufzeigen. Wilfried Porth, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Daimler AG wird über erfolgreiches „Diversity Management“ sprechen. Das Kongressprogramm bietet zwei Podien zur „Unternehmenskultur 2020“ und „Mixed Leadership 2.0“ mit Spitzenvertreterinnen und -vertretern der deutschen Wirtschaft, „Karrieretipps to go“ sowie zahlreiche Fach- und Infoforen zu Themen rund um Work-Life-Balance, Dual Career, Mentoring etc. Beim Gettogether am Abend wird Höhenbergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner von ihrem Weg zum Gipfel berichten.

Weitere Informationen unter: www.spitzenfrauen-bw.de

women&work, der größte Messekongress für Frauen in Deutschland, findet zum dritten Mal statt. www.womenandwork.de

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Spitzenfrauen an die Spitze! Das Interview führte Lydia Hilberer

Managerinnen wollen heute nicht mehr für die Karriere auf Kinder verzichten. 2009 wurde die Initiative „Spitzenfrauen“ ins Leben gerufen. Parallel dazu gab es den Wirtschaftskongress „Spitzenfrauen - Wege ganz nach oben“, der nun zum dritten Mal stattfindet. LOB hat sich mit Dr. Birgit Buschmann, Leiterin Referat „Frau, Wirtschaft und Technik“ des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, über die Spitzenfrauen, die Vereinbarkeit von Karriere und Kindern und den Kongress unterhalten.

Wie hilft die Initiative den Spitzenfrauen auf dem Weg nach oben? Wir nehmen Frauen in Spitzenpositionen in den Blick und machen sie als Vorbilder sichtbar. Auf unserem Online-Portal können sich Frauen auf dem Weg in Führungspositionen informieren und vernetzen. Spitzenfrauen berichten von ihrem Karriereweg. Arbeitgeber, die Frauen für die obersten Positionen gewinnen wollen, präsentieren sich mit ihren Karriereförderprogrammen. Es finden sich hier aber auch zahlreiche weitere Community-Angebote und wir veranstalten hochkarätige regionale Events, die der intensiven persönlichen Vernetzung dienen. Wir wollen damit der Karriereentwicklung der Frauen mehr Schub geben.

Wer kann Mitglied der Community werden? Frauen in Baden-Württemberg, die schon Top-Positionen besetzen bzw. im oberen Management tätig sind oder sich in die obersten Positionen vorarbeiten möchten.

Women only also. Sind Männer ausgeschlossen? Es findet ein reger Austausch mit Spitzenmanagern statt. Das Kongressprogramm zeigt es: Wilfried Porth, Personalvorstand der Daimler AG, Christoph Kübel, Geschäftsführer von Bosch, oder Alexander Kurz, Vorstand der FraunhoferGesellschaft, sie alle sind Redner. Wir legen aber den Fokus bewusst auf die Spitzenfrauen, da hier Nachholbedarf besteht. Die Frauen brauchen Rückenwind. Sie müssen sich LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

austauschen, positive Rollenvorbilder kennen lernen und sehen, wie man Aufstiegskompetenz entwickelt und eine Karriere aufbaut.

Gilt das auch für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie? Viele Spitzenfrauen haben Kinder. Früher haben viele Managerinnen auf Kinder verzichtet. Heute wollen Frauen das nicht mehr. Bei guter Organisation, passender Kinderbetreuung und familienbewusster Unternehmenspolitik ist Familie kein Hindernis für eine Karriere. Nehmen Sie zum Beispiel die Diversity Managerin in einem Unternehmen der Region. Sie war einige Monate im Job und dann schwanger. Seit der Geburt übt sie ihre Führungsposition in Teilzeit aus. Führungspositionen in vollzeitnaher Teilzeit sind gut möglich. Neue Technologien und Home Office ermöglichen uns viel mehr Flexibilität. Wir müssen weg kommen von der reinen Anwesenheitskultur. Und wir müssen lernen, verstärkt in Lebensphasen zu denken.

In drei Sätzen zusammengefasst, was erwartet die Besucher beim Wirtschaftskongress? Eine gute Mischung aus fachlichem Input, angefangen bei Vorträgen zum Thema „Vielfalt in der Unternehmenskultur“ bis hin zu „Führung 2020“ und die Möglichkeit, sich zu vernetzen mit Spitzenfrauen, Referenten, Experten und TopFührungskräften aus der Wirtschaft. Die Stimmung beim letzten Mal war hervorragend. ✖

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abends

Karriere ➲ Vereinbarkeit

Vereinbarkeit

Bewegungsspaß für drinnen

Draußen ist Schmuddelwetter und drinnen tobt der Bär. Der Bewegungstrieb von Kindern ist auch bei Regen, Eis und Schnee oft groß. Doch was tun, wenn man nicht raus kann? Unser Tipp: Machen Sie Bewegungsspiele zuhause. Schubkarrenfahren, Sackhüpfen, Reise nach Jerusalem, Sockenaufheben, Sitzkarussell – das macht Ihre Kleinen müde und hält Sie fit. Zum Beispiel:

Sitzkarussell Die Kinder setzen sich auf den Boden und heben die Beine an. Durch Schieben mit den Armen versuchen sie, sich auf dem Popo im Kreis zu drehen. Sie können sich links herum drehen oder rechts herum. Welche Seite geht einfacher? Wer schafft eine ganze Umdrehung?

Sockenaufheben Die Kinder stehen barfuß vor den ausgezogenen Socken und versuchen die Socke mit dem Fuß zu greifen und hochzuheben. Wer kann am längsten so stehen bleiben ohne umzufallen oder die Socke zu verlieren? Wer schafft es, die Socke in einen Eimer zu befördern?

www.kib-hd.de

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Karriere ➲ Vereinbarkeit

Tipps: Studieren mit Kind Spätschicht für gute Noten

Wer mit Kind studiert, muss oft abends lernen. Vor allem wenn Klausuren anstehen, wie jetzt zum Semesterende. Da ist vor allem Disziplin gefragt. Hier sind vier Tipps, wie Sie die Situation meistern: 1 Fangen Sie sofort mit dem Lernen an, sobald Ihr Kind im Bett ist. So banal es klingt, so wahr ist es auch: Je früher Sie anfangen, desto früher sind Sie fertig. Extreme Nachschichten sind mit Kind auf Dauer nicht durchzuhalten. Ihr Kind entscheidet, wann es am nächsten Morgen wieder losgeht. Die Aufstehzeit können Sie leider nicht variabel nach hinten verschieben. 2 Portionieren Sie Ihren Lernstoff lange im Voraus. Nehmen Sie sich nicht zu viel für einen Abend vor. Bleiben Sie bei Ihrer Planung realistisch und kalkulieren Sie Puffer ein. Es wird immer mal wieder einen Abend geben, an dem es mit dem Schlaf Ihres Kindes nicht so klappt, wie Sie es sich wünschen.

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Morgens Kind, mittags Uni und Lernen, nachmittags Kind, abends Lernen. Der Alltag für Studierende mit Kind ist eng getaktet. Zeit für sich selbst, für Freunde oder die Partnerschaft gibt es in der Klausurzeit kaum. Belohnen Sie sich nach der abendlichen Lernschicht dennoch mit etwas Zeit – ganz ohne Kind und ganz ohne Uni. 4 Lernen Sie so viel wie möglich in Lerngruppen oder in Tandems mit einer Kommilitonin bzw. einem Kommilitonen und laden Sie diese abends zum Lernen zu sich ein. Die meisten Ihrer Kommilitonen können sich die Lernzeit besser einteilen als Sie und sind nicht an die Wohnung gebunden. Außerdem ist das gemeinsame Lernen eine Abwechslung und bringt neue Energie und Konzentration nach einem anstrengenden und gefüllten Tag.

Kinderfilme legal downloaden

In der Online-Videothek Kinderkino.de können Eltern seit 2011 gemeinsam mit ihren Kindern ein Kinderprogramm zusammenstellen, ohne an Sendezeiten gebunden zu sein. Alle Kinderfilme sind jederzeit zum Ausleihen oder zum Kaufen verfügbar. Weiterer Vorteil: Die Filme laufen größtenteils nicht nur am PC, sondern über Apps auch auf anderen Geräten wie zum Beispiel internetfähigen TV-Geräten, Smartphones oder Tablet-PCs. Eine Film-Flatrate kostet zwischen 9,99 Euro für 30 Tage oder 69,99 Euro für 365 Tage. Es gibt aber auch einen Gratisbereich, in dem viele bekannte Kinderfilme kostenlos angeschaut werden können. Dieses Angebot wird regelmäßig aktualisiert.

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Karriere ➲ Vereinbarkeit

wochenende Vereinbarkeit

Die SmartphoneTaschengeld-Bank Vergessen Sie auch immer, Ihren Kindern pünktlich Taschengeld zu geben? Oder das Extrageld für‘s Rasenmähen auf die Habenseite der Kinder zu schreiben? Dann hilft Ihnen ab jetzt die App „Eltern Bank“. Jedes Kind bekommt ein eigenes Konto bei der „Privatbank der Eltern“ auf dem Smartphone eingerichtet. Der tägliche, wöchentliche oder monatliche Taschengeldbetrag wird festgelegt. Schon ist das Konto eröffnet, und das Taschengeld wird auf Wunsch automatisch dem Konto gutgeschrieben. Weitere Buchungen, wie zum Beispiel der spontane Sammelbild-Kauf im Supermarkt („das zahlst Du aber selber“) oder das Geburtstagsgeld von Oma werden durch den Kontoinhaber, also das Kind, per Knopfdruck bestätigt. Alle Buchungen können jederzeit auf dem persönlichen Kontoauszug nachvollzogen und erklärt werden. Da alle Daten lokal auf dem Smartphone gespeichert werden, sind die Daten absolut sicher. Eltern Bank ist für 0,89 Euro im Apple iTunes-Store erhältlich: www.ElternBankApp.de

Bouldern

Sport und ein Hauch von Abenteuer und Freigeist – damit kann man auch halbwüchsige Nachkommen hinterm Ofen hervorlocken. Warum also nicht einmal alle zusammen Bouldern? Boulder kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet „Felsblock“. Das Bouldern steht demnach für Klettern ohne Kletterseil und ohne Gurt an Felsblöcken oder Felswänden. Geübt werden kann das Klettern in Boulderhallen, die es mittlerweile in ganz Deutschland gibt. Manche haben auch Boulder-Gärten für Kinder ab zwei Jahren. www.boulderhallen.de

Zeit sparen und Gutes tun! So einfach und so genial. Bei Pfandgeben werden Sie Ihre angesammelten Flaschen los, ohne dafür zum nächsten Supermarkt fahren zu müssen und tun gleichzeitig noch etwas Gutes. Per Telefon können Sie Pfandnehmende im eigenen Stadtteil finden, die Ihre Flaschen abholen. Die Pfandnehmenden sind in aller Regel Bedürftige. Ihnen wird die Suche nach Pfand erleichtert. Weitere Infos gibt es unter: www.pfandgeben.de

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Karriere ➲ Vereinbarkeit

Haushaltshilfe anmelden „Immer mehr Deutsche lassen sich in Haus und Garten helfen: ob Babysitter, Gärtner oder Putzhilfe. Viele sind sich jedoch nicht bewusst, wie wichtig es ist, die Haushaltshilfe auch anzumelden. Und zwar nicht nur, weil Schwarzarbeit auch in den eigenen vier Wänden kein Kavaliersdelikt ist. Sondern vor allem, weil die Anmeldung handfeste rechtliche Vorteile für beide Seiten birgt. Der Arbeitgeber sichert sich vor finanziellen Ansprüchen bei Arbeitsunfällen ab und kann einen Teil der Ausgaben steuerlich geltend machen. Und die ‚helfende Hand’ ist unfallversichert und hat einen Anspruch auf Urlaub sowie Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. All dies ist nicht der Fall, wenn das Arbeitsverhältnis illegal ist. Ich kann nur jedem raten, sich einige Minuten für die Anmeldung Zeit zu nehmen – es ist wirklich ganz einfach!“ Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale

Ihre Vorteile durch die Anmeldung Bares Geld sparen durch Steuervorteile Die Beschäftigung von Minijobbern im Privathaushalt wird vom Gesetzgeber finanziell gefördert. Steuerpflichtige können 20 Prozent der gesamten Ausgaben – maximal 510 Euro im Jahr – von der Steuer absetzen. Das bedeutet: Bei 200 Euro Arbeitsentgeld im Monat sparen Sie im Jahr unterm Strich ca. 165 Euro.

Vorsicht FRÜHLING! Zeigen Sie Ihren Kindern, wie aus einer unscheinbaren Zwiebel eine Tulpe, Hyazinthe oder Narzisse wird. Sie brauchen dazu lediglich ein Glas, eine Blumenzwiebel, Wasser, einen hellen Platz mit Zimmertemperatur und einige Tage Geduld. Bereits nach einigen Tagen sind die ersten Ergebnisse zu sehen. Interessant ist auch das Pflanzentagebuch. Lassen Sie Ihre Kinder ihre täglichen Beobachtungen in Skizzen, mit Fotos und in Worten festhalten. Quelle: Glückliche Familie, starke Kinder

Unfallversicherung Durch eine Anmeldung bei der Minijob-Zentrale wird die Arbeitshilfe offiziell unfallversichert. Dadurch sichert sich der Arbeitgeber vor möglichen finanziellen Ansprüchen ab, falls sich die Hilfe bei einem Arbeitsunfall verletzt.

von Susanne Mockler und Rosita Tascherner. Pattloch Brunnen Verlag, 2011. EUR 14,99

Bußgeld Wer seine Haushaltshilfe nicht anmeldet, riskiert ein saftiges Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

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Im Interview ➲ Peter Modler

Arroganz kann man ausdrücken, ohne ein einziges Wort zu sagen.

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LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Im Interview ➲ Peter Modler

P eter

M odler

Männer ticken häufig anders als Frauen. Im Berufsleben kann das zu Missverständnissen führen. Und dazu, dass viele Frauen um Anerkennung kämpfen müssen. Der Unternehmensberater Peter Modler hat sich mit diesem Problem beschäftigt und das Arroganz-Training® entwickelt, um Frauen zu mehr Erfolg im Beruf zu verhelfen. Offensichtlich traf er damit einen Nerv, denn sein Buch „Das Arroganz-Prinzip“ wurde zum Bestseller, und seine Seminare und Vorträge sind stets gut besucht. Im Gespräch mit LOB erklärt er, was Frauen beachten sollten, wenn sie sich in einem von Männern dominierten beruflichen Umfeld durchsetzen wollen.

„Leistung zählt nur, wenn man auf den Putz haut.“ Das Interview führte Lydia Hilberer

Herr Modler, wie kommen Sie als Mann dazu, einen Karriereratgeber für Frauen zu schreiben? Ende der 90er Jahre arbeitete ich als Unternehmenssanierer im Mittelstand. Damit eine Sanierung gelingen kann, müssen zwei wesentliche Bedingungen erfüllt sein: Erstens müssen die Banken stillhalten, und zweitens müssen die Mitarbeiter genügend Potenzial für Veränderungen besitzen. Das Potenzial der Mitarbeiter kann man nur in Einzelinterviews herausfinden. Ich hatte also viele Gespräche mit allen Angestellten. Dabei sind mir häufig Frauen begegnet, die zwar hochqualifiziert waren, aber auf miesen Abschiebeplätzen saßen.

Zum Beispiel ... … die Frau, die seit zehn Jahren Vertriebsassistentin war, aber eigentlich den ganzen Vertrieb hätte exzellent managen können. Gerade Unternehmen, denen es nicht gut ging, waren unfähig, dieses Potenzial zu heben. Auch bei meinen Seminaren an der Uni waren die Frauen immer sehr gut vorbereitet. Bei den Männern fiel mir auf, dass ungefähr ein Drittel vollkommenen Mist abgeliefert hat, aber genau diese Leute ihre Null-Leistung mit größtem Selbstbewusstsein der Gruppe vortrugen.

Was störte Sie daran? Diese Schaumschläger haben die Leute zugetextet und uns nur die Zeit gestohlen. Zumindest alle Frauen haben das auch sofort durchschaut. Aber alle haben sich das brav angehört, niemand hat unterbrochen. Ich habe damals gefragt: „Warum seid Ihr so sinnlos höflich?“ Meine Studentinnen wussten darauf keine Antwort. Daraufhin entwickelte ich mit ihnen eine Übung, wie man diese Vielschwätzer stoppt. Später wurde daraus das Arroganz-Training®. LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

Was ist Arroganz? Kühle Herablassung? Arroganz kann man ausdrücken, ohne ein einziges Wort zu sagen. Mit Blicken, leicht heruntergezogenen Mundwinkeln, durch die Garderobe oder mit ein paar Schritten in den Raum hinein. Der Effekt bei Frauen ist in der Regel, dass sie das eher abstoßend finden. Im Konflikt mit Männern kann man damit aber oft Achtung erzielen.

Apropos Vielschwätzer, „viel reden“ ist ja eine Eigenschaft, die eher den Frauen zugeschrieben wird. Sie schreiben in Ihrem Buch zum Arroganz-Prinzip, dass die Kommunikation von Männern und Frauen grundsätzlich unterschiedlich funktioniert. Männer kommunizieren vertikal, Frauen horizontal. Was bedeutet das? Die Begriffe stammen von Deborah Tannen. Sie ist Soziolinguistin in den USA und fand heraus, dass sich das Sprachverhalten von Männern und Frauen bereits in der Kindheit unterschiedlich entwickelt, ohne dass Erwachsene eingreifen. Schon kleine Mädchen bringen sich horizontale Kommunikationsformen bei. Sie handeln untereinander aus, wer wem wie nahe steht. Ein Mädchen erzählt dem anderen seine Geheimnisse, wenn das andere ihm wiederum seine Geheimnisse anvertraut. Egalitärer Informationsaustausch. Jungen wollen hingegen wissen, welchen Platz sie in der Gruppe haben. Sie setzen Sprache und Bewegung ein, um den anderen klarzumachen, welchen Status sie haben.

Was heißt das für die Berufswelt? Dort treffen beide Systeme aufeinander. Die Beteiligten reden aneinander vorbei.

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Im Interview ➲ Peter Modler

„Wem die Leute in der Besprechung zuhören werden und wem nicht, das entscheidet sich oft schon auf der Strecke zwischen Tür und Tisch.“ Wie meinen Sie das?

Stellen Sie sich einen Besprechungsraum vor. Viele weibliche Führungskräfte kommen mit schnellen Schritten in den Raum, setzen sich und warten darauf, dass inhaltlich-verbal gesprochen wird. Männer betreten den Raum langsamer. Sie reden oft viel lauter als nötig, holen mit ihren Gesten aus, breiten großflächig ihre Unterlagen auf dem Tisch aus. Damit geben sie Revierbotschaften. Frauen empfinden das als überflüssig und lächerlich. Es ist jedoch ein politischer Akt. Wem die Leute in der Besprechung zuhören werden und wem nicht, das entscheidet sich oft schon auf der Strecke zwischen Tür und Tisch.

Das raubt viel Energie, oder?

An einem klassischen Arbeitstag im Büro erlebt man 100 bis 200 solcher Revier- und Rangspiele. Viele Männer strengt das überhaupt nicht an. Im Gegenteil: Das bringt Würze in den Tag. Während Frauen schnell inhaltlich denken, agieren Männer oft zuerst politisch und dann inhaltlich. Aber wenn sich die Frauen aus dieser Arena zurückziehen, können sie sich auch nicht durchsetzen. Spielfeld oder Ersatzbank – das muss man von vornherein überlegen. Wenn man einmal draußen ist, stellt sich die Frage, ob man jemals wieder eingewechselt wird.

Warum kann man das Geplänkel nicht einfach ignorieren? Weil dabei Ihr politisches Gewicht bestimmt wird. Meine Erfahrung ist inzwischen, dass weibliche Führungskräfte selten an zu schlechter Leistung scheitern, aber sehr oft an zu wenig Politik. Eine Chefin kann es sich deshalb nicht leisten, solche Rangspiele zu ignorieren. Wenn sie die Chefin sein will, sollte sie sich gegenüber Leuten aus dem vertikalen System auch wie die Chefin verhalten.

Wieso tun sich so viele Frauen schwer damit? Ich schätze, dass neunzig Prozent der weiblichen Führungskräfte ein Problem mit ihrem Rollenbewusstsein haben. Viele weibliche Chefs halten es für einen kosmischen Zufall oder einen Gnadenakt, dass sie in ihre Position gekommen sind. Dann wollen sie auch noch geliebt werden. Sie sind zwar nominell die Führungskraft, wären aber lieber eine Freundin oder die Mama ihrer Mitarbeiter und verhalten sich auch so. Wenn Sie als Chefin

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einen Raum betreten, müssen Sie das schon durch Ihr Auftreten deutlich machen. Es gibt einen wunderbaren Film dazu – „The Queen“ von Stephen Frears. Helen Mirren zeigt in der Hauptrolle der Elisabeth II., wie sich eine Frau in einer Machtposition verhalten muss. Sprache, Körperhaltung, Bewegung, Räume, Outfit und Accessoires, die Art zu telefonieren, wenige Worte zu wählen, den Blick bewusst einsetzen – das alles kann man zur Machtdemonstration nutzen. Den Film über diese imposante Erscheinung sollten sich Frauen immer wieder einmal ansehen.

Was raten Sie den Frauen außerdem? Frauen glauben viel zu viel offiziellen Botschaften. Wenn ein Unternehmen sich mit Genderthemen brüstet oder mit Frauenförderung, dann muss das leider noch überhaupt nicht heißen, dass das im Alltag auch tatsächlich passiert. Wenn es wirklich um Macht, Geld, Mitarbeiter, Projekte, Reputation geht, spielt politisch korrektes Verhalten sehr oft gar keine Rolle mehr. Und damit sollten Frauen von Anfang an rechnen. In der Praxis zählt Leistung meistens nur dann, wenn man sie auch offensiv darstellt.

Und was sollten Frauen beachten, wenn Sie in eine Führungsrolle kommen? Entscheidend ist immer, was eine Chefin in den ersten sechs bis acht Wochen macht. Macht sie ihre Königinnenposition geltend? Oder ist sie nur höflich und unterbricht niemanden? Wenn sie vor allem nett sein will, ist alles zu spät. Eine Chefin muss gegenüber Männern ihre Rolle ausüben, dafür wird sie respektiert – nicht, weil sie sich im Team versteckt.

Und was ist mit den „Waffen der Frau“? Zählen die nichts? Was meinen Sie damit? LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


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Im Interview ➲ Peter Modler

Die 10 Gebote der Arroganz

Erstes Gebot Du sollst nicht alles tödlich ernst nehmen! Zweites Gebot Du sollst nach der Macht greifen! Drittes Gebot Du sollst auch einmal unhöflich sein!

Viertes Gebot Du sollst Deine Stimme bewusst einsetzen! Fünftes Gebot Du sollst Deine berufliche Rolle ernst nehmen!

Nehmen wir das Beispiel mit dem Meeting. Kann man das Publikum auch mit Charme, mit einem Lächeln und mit Freundlichkeit für sich gewinnen?

In einem horizontalen System ist die gute Stimmung wichtig. Aber es soll ja auch etwas herauskommen bei der Besprechung. Charme ist o.k., aber die Ergebnisse müssen stimmen. Das ist nur mit harmonischen Gefühlen oft nicht möglich, mit dem Verzicht auf strukturgebende Maßnahmen schon eher. Wenn eine Chefin die Sitzung tatsächlich leitet – also dem Vielschwätzer ins Wort fällt und den Chaoten zur Ordnung ruft – wird sie von denen vielleicht nicht so gemocht, aber bestimmt ernstgenommen. Das ist etwas ganz anderes, als von allen gemocht werden zu wollen. Und Vorsicht mit dem Lächeln! Mit einem Flirt-Reflex schießen Sie sich ins Aus.

Ist Arroganz im Berufsleben überhaupt erstrebenswert?

Sechstes Gebot Du sollst die Ebenen der Auseinandersetzung nicht durcheinanderbringen! Siebtes Gebot Du sollst Dein Revier verteidigen!

Achtes Gebot Du sollst nicht glauben, dass Männer verkleidete Frauen sind! Neuntes Gebot Du sollst umschalten können! Zehntes Gebot Du sollst Statussymbole für Dich verlangen! Q: Peter Modler, Das Arroganz-Prinzip. So haben Frauen mehr Erfolg im Beruf, Fischer Taschenbuchverlag 2012

Arroganz sollte keine Lebenshaltung sein. Das empfinde ich als sehr zweifelhaft. Aber ich empfehle sie als Werkzeug, das Frauen in ihrer Toolbox haben sollten. Wenn sie mit ihren Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten nicht weiterkommen, holen sie sie eben aus dem Koffer. Wenn sie sie nicht brauchen: auch recht. In meinem Buch muss ich natürlich vereinfachen, aus methodischen Gründen; im wirklichen Berufsleben gibt es nicht nur schwarz oder weiß, sondern viele Übergänge. Die Fälle in meinen Seminaren zeigen aber, dass das Prinzip überall das gleiche ist. Es ist völlig egal, aus welcher Branche meine Teilnehmerinnen kommen. Es ist egal, welche Position sie haben. Diese Revier- und Rangspiele laufen immer gleich ab. Was natürlich nicht heißt, dass es in jedem Unternehmen schlecht läuft. Zu meinen Trainings kommen ja nur die Problemfälle. ✖ LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Karriere ➲ Firmenportrait

Nach zehn Jahren Familienzeit ist noch lange nicht Schluss Das Senior-Traineeprogramm bei LANXESS

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as Spezialchemie-Unternehmen LANXESS aus Leverkusen hat Anfang November ein SeniorTraineeprogramm für Wiedereinsteiger gestartet. Das Pilotprojekt läuft 18 Monate an den Standorten Leverkusen, Krefeld und Mannheim. LOB befragte Gudrun Ihling zum Thema. Sie ist Senior Business Partner der Abteilung Human Resources und Leiterin das Senior-Traineeprogramm von LANXESS.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen den persönlichen Wunsch mit, ihre bestehende Lebenssituation durch den beruflichen Wiedereinstieg zu verändern, und das mit sehr viel Motivation und Energie. Zudem überzeugen die Senior Trainees mit beeindruckenden Lebensläufen, zahlreichen Zusatzqualifikationen wie Ehrenämter, Auslandserfahrung etc., Organisationstalent, hoher Flexibilität sowie Lernbereitschaft und Offenheit.

Für Ihr Programm suchten Sie Mitarbeiter, vor allem Mütter, die mindestens sieben Jahre lang nicht berufstätig waren. Warum ist diese Zielgruppe so interessant für Sie?

Wie war der Rücklauf an Bewerbungen für das Programm? Haben sich auch Männer beworben?

Mit dem Programm möchten wir hochqualifizierte Akademikerinnen und Akademiker nach langer Familienphase bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen und somit einen Personenkreis für uns entdecken, dessen fachliches und persönliches Potenzial bisher kaum beachtet wird. Ziel ist es dabei auch, die Berufs- und Lebenserfahrung dieser auf dem Arbeitsmarkt häufig kaum beachteten Gruppe stärker zu nutzen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderungen sehen wir hier besondere Chancen.

Was zeichnet diese Gruppe an künftigen Mitarbeitern Ihrer Meinung nach aus? 24

Zwischen Mai und September sind 165 Bewerbungen eingegangen. Ein Fünftel der Bewerbungen kam von Männern. Anfang November sind 13 hochqualifizierte Frauen und ein Mann als Senior Trainees in das Berufsleben zurückgekehrt. In elf unterschiedlichen Unternehmensbereichen haben die Senior Trainees entsprechend ihrer beruflichen Qualifikation u.a. als Betriebswirtin bzw. Betriebswirt, promovierte Chemikerin oder Ingenieurin ihre neuen Tätigkeiten aufgenommen.

Wie alt sind Ihre Trainees durchschnittlich? Das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren. Die meisten sind verheiratet und haben mehrere Kinder. Die Familienzeit vor der Rückkehr in den Beruf betrug durchschnittlich 10 Jahre.

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Karriere ➲ Firmenportrait

„Mit dem Programm möchten wir einen Personenkreis für uns entdecken, dessen fachliches und persönliches Potenzial bisher kaum beachtet wird.“ Auf Ihrer Homepage werben Sie mit dem Satz: „Setzen Sie Ihre wertvolle Lebenserfahrung für anspruchsvolle Aufgaben ein.“ Lebenserfahrung allein kann berufliche Qualifikation aber nicht kompensieren. Gelten für die Teilnehmer andere Anforderungen als für den Rest der Belegschaft? Das Senior Traineeprogramm ist eine Starthilfe für den beruflichen Wiedereinstieg nach der Familienphase, in dem das fachliche Potenzial wiedererweckt und die Lebenserfahrung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer genutzt werden soll. Mit einer persönlichen Betreuung durch einen erfahrenen Mentor, einem individuellen Coaching während der gesamten Programmdauer, maßgeschneiderten und mit dem Vorgesetzten vereinbarten Fortbildungsmaßnahmen sowie einer intensiven Einführungswoche zum Kennenlernen bzw. Networking wollen wir den Senior Trainees besondere Unterstützung bei der Einarbeitungsphase und somit bei der Rückkehr in den Beruf geben. Das 18 Monate dauernde Vollzeitprogramm bietet somit sowohl für die Senior-Trainees als auch für die Einsatzbereiche viele Chancen.

Kinderbetreuung ist bei Ihren Trainees bestimmt auch heute noch ein Thema. Hat LANXESS Betreuungshilfe im Rahmen des Traineeprogramms angeboten? Die Senior Trainees sind hoch motiviert, wieder in den Beruf einzusteigen, sodass sie die Kinderbetreuung mit kreativen Lösungen selbst geregelt und organisiert haben. Aus diesem Grund hat LANXESS zu den bestehenden Angeboten auch keine zusätzliche Unterstützung bereitstellen müssen.

Trauen Sie den Trainees mit ihren Lücken im beruflichen Lebenslauf noch eine klassische Karriere zu?

Das Programm ist Anfang November gestartet. Wie sieht Ihr erstes Fazit aus? Dafür ist es noch etwas früh. Die Senior Trainees befinden sich noch in der Einarbeitungsphase. Wir können aber schon jetzt sagen: Was wir sehen, stimmt uns optimistisch. Der Leistungswille ist enorm.

Was ist nach Ablauf des Traineeprogramms? Welche Kapazitäten haben Sie, die Teilnehmer anschließend zu übernehmen? Nach den 18 Monaten besteht natürlich die Option zur Übernahme, sofern beide Seiten, Senior Trainee und Unternehmensbereich, daran interessiert sind.

Welchen Stellenwert hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie generell bei LANXESS? Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat im Unternehmen eine hohe Bedeutung. Im Rahmen des Demografieprojektes XCare erarbeitet LANXESS deshalb laufend neue Angebote zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf- und Familienleben. Ein Beispiel hierfür ist etwa eine LANXESSKindertagesstätte, die der Konzern derzeit an seinem größten Standort in Leverkusen baut.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Die vorhandenen Beratungsangebote, zum Beispiel in Kooperation mit einem Familienservice, werden bisher sehr gut angenommen – und zwar von der gesamten Belegschaft. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist mittlerweile nicht mehr nur ein Thema speziell für Frauen bzw. Mütter, sondern auch für Männer bzw. Väter.

Gibt es messbare Effekte wie z.B. Anzahl und Qualität der Bewerbungen, Arbeitsethos oder Elternzeit? Der gestiegene Anteil von Männern, die Elternzeit beantragen, zeigt, dass die Balance zwischen Job und Familie gerade den Vätern immer wichtiger wird. Bei LANXESS sind aktuell rund 50 Prozent derjenigen, die in Elternzeit sind, Männer.

Wo wird die Entwicklung in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf Ihrer Meinung nach hingehen? Die Entwicklung wird in Richtung stärkere Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit gehen. Denn die Anforderungen und Rahmenbedingungen verändern sich fortlaufend und erfordern daher zeitgemäße Lösungen.

Heutzutage ist eine Karriere sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Neben den fachlichen Leistungen sind die so genannten „Soft Skills“ genauso wichtig. Auf eine Lücke im beruflichen Lebenslauf kann somit sehr flexibel reagiert werden. Im Prinzip ist alles möglich. LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Karriere ➲ Firmenportrait

„Das Senior-Traineeprogramm bietet mir die Möglichkeit, wieder in meinem Beruf als Chemikerin Fuß zu fassen und trotz der sieben Jahre Auszeit wieder einer adäquaten Tätigkeit nachzukommen.“

Als Trainee zurück in den Beruf Aurelia Reckziegel (47) ist eine Teilnehmerin des Lanxess Senior-Traineeprogramms. Frau Reckziegel ist promovierte Chemikerin, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren. Nach einer Familienzeit von sieben Jahren will sie nun über das Traineeprogramm wieder Fuß in ihrem Beruf fassen. LOB stellte der Chemikerin einige Fragen zum Wiedereinstieg.

Wie haben Sie persönlich Ihre beruflichen Chancen nach der langen Auszeit beurteilt? Ich habe sehr viele Absagen auf meine Bewerbungen bekommen. Nach sieben Jahren Familienzeit hat man sehr schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ich habe mich daher zunächst nicht getraut, mich nochmals zu bewerben, weil ich mir keine Chancen ausgerechnet habe.

Wie und wann haben Sie von dem SeniorTraineeprogramm erfahren? Was war Ihre erste Reaktion darauf? Über eine Freundin habe ich von dem Programm erfahren. Sie hat die große Anzeige in der Zeitung gesehen und meinte, dass das was für mich wäre und ich genau dem gesuchten Profil entspreche. Meine erste Reaktion war, dass ich wahrscheinlich keine Chance haben werde, aber dann habe ich mir gesagt, dass es auf eine Bewerbung mehr oder weniger auch nicht ankommt – und es hat tatsächlich geklappt.

Was versprechen Sie sich von dem SeniorTraineeprogramm? Mit welchen Zielen sind Sie gestartet? Das Senior-Traineeprogramm bietet mir die Möglichkeit, wieder in meinem Beruf als Chemikerin Fuß zu fassen und trotz der sieben Jahre Auszeit wieder einer adäquaten Tätigkeit

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Karriere ➲ Firmenportrait

Lanxess entstand 2005 als Ausgründung des Bayer-Konzerns. Das Chemieunternehmen beschäftigt

17.100

Mitarbeiter

weltweit an 31 Standorten, neun Standorte allein in Deutschland. Die Unternehmenszentrale in Leverkusen. Der Frauenanteil beträgt zurzeit 18 Prozent . Seit 2011 verfolgt das Vorstandsprojekt „Diversity & Inclusion“ das Ziel, in einem von Männern dominierten Industriezweig wie der Chemieindustrie die Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. 2012 startete das Senior-Traineeprogramm, das sich besonders an Akademikerinnen und Akademiker richtet. Mehr Informationen zum nachzukommen. Natürlich würde ich mich über eine Übernahme sehr freuen, aber der Wiedereinstieg in das Berufsleben steht zunächst im Mittelpunkt.

Senior Traineeprogramm unter www.karriere-lanxess.de

Die ersten Wochen sind nun vergangen. Entspricht das Programm bisher Ihren Vorstellungen? Ich hatte ehrlich gesagt nicht so viele konkrete Vorstellungen, aber dennoch gefällt mir bisher alles gut. Ich bekomme die nötige Unterstützung von meinem Vorgesetzten und auch von den Kollegen. Und ich habe die Chance und die Zeit, mich entsprechend in die neuen Aufgaben einzuarbeiten.

Wie schwer ist es nach einer so langen Auszeit, zurück ins Berufsleben zu finden? Ich bin überrascht, dass es mir nicht schwer gefallen ist. Was die fachlichen Inhalte angeht, da benötige ich noch Zeit. Aber was die Denkweise und die Fähigkeit betrifft, Probleme zu lösen, habe ich alles sehr schnell wieder parat. Mittlerweile kann ich sogar schon wieder eine gewisse Routine feststellen.

Mussten Sie die Betreuung Ihrer Kinder aufgrund des Traineeprogramms umorganisieren? Da mein Mann auch voll berufstätig ist, haben wir jetzt eine Kinderfrau für unsere zwei Kinder. Zusätzlich habe ich aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten immer die Möglichkeit, spontan auf familiäre Situationen zu reagieren. Das heißt also, dass ich durchaus mal etwas später anfangen oder auch früher gehen kann und dafür im Gegenzug an einem anderen Tag etwas länger bleibe. ✖

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Gudrun Ihling

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5. Auflage, 208 S., kart. • € (D) 22,90 • ISBN 978-3-87387-865-5

fürs Leben

144 S., kart. • € (D) 19,90 • ISBN 978-3-87387-766-5

256 S., kart. • € (D) 22,90 • ISBN 978-3-87387-673-6

Coaching

Elizabeth Marquardt Kind sein zwischen zwei Welten Scheidungskinder leiden – auch wenn die Trennung der Eltern »friedlich« verläuft. Das beweist Elizabeth Marquardt in dieser beeindruckenden Studie. »Das Buch enthält nicht gerade die Botschaft, die modernen Eheabbrechern in ihr Lebenskonzept passt.« – Süddeutsche Zeitung

Britta Hahn Mama, was schreist du so laut? Meist passiert es völlig unerwartet und unwillkürlich: Schreien und Schimpfen, weil Kinder und Eltern anders handeln als erwünscht. Emotionen kochen hoch, alle guten Vorsätze sind vergessen. Die Autorin zeigt, wie diese Mechanismen zustande kommen und wie Wut in Gelassenheit verwandelt werden kann.

Daniela Blickhan Mit Kindern wachsen Die neue Rolle als Vater und Mutter entpuppt sich sehr schnell als Vollzeit-Job ohne Urlaubsgarantie – und dafür gab es nicht einmal eine Ausbildung. Dieses Buch beschreibt, wie Erwachsene die Möglichkeiten des NLP in ihrem Alltag mit Kindern nutzen können. Ein Lese- und Arbeitsbuch für Eltern, Großeltern, Erzieher, Pädagogen und alle, die mit Kindern leben und arbeiten.

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Karriere ➲ Vorurteile

FÜNF Vorurteile

gegenüber Alleinerziehenden 3

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vorurteil Nr. 1

Alleinerziehende sind ständig überfordert und vernachlässigen ihre Kinder.

VORURTEIL NR. 3

TATSACHE: Alleinerziehende erleben zwar eine hohe Belastung, geben diese aber nicht an die Kinder weiter. Nicht die Tatsache, dass ein Kind von nur einem Elternzeit erzogen wird, ist Grund für Probleme, sondern die sozio-ökonomische Lage in der es heranwächst.

Teilzeit arbeitende Alleinerziehende schieben ihre Kinder vor, weil sie eigentlich gar nicht arbeiten wollen.

(Quelle: Studie „Alleinerziehung“ der Universität Bielefeld,

TATSACHE: 60 Prozent der Alleinerziehenden sind erwerbstätig, 42 Prozent davon in Vollzeit. Für 89 Prozent der alleinerziehenden Mütter ist der Beruf „sehr“ oder „ziemlich“ wichtig.

2011)

(Quelle: Studie „Lebenswelten und -wirklichkeiten von Alleiner-

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VORURTEIL NR. 2

Alleinerziehende sind „arm“ dran.

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TATSACHE: Alleinerziehende Mütter sehen ihre Lebenssituation überwiegend positiv und verfügen über ein hohes Selbstvertrauen. Alleinerziehende assoziieren ihren Alltag auffällig häufig mit Freude, glücklichen Momenten, Lachen und Überraschungen.

ziehenden“ im Auftrag des BMFSFJ, 2011)

VORURTEIL NR. 4

Alleinerziehende Männer sind keine echten Kerle. TATSACHE: Männer, die ein Kind alleine erziehen, starten anders in diese Phase als Frauen. In den meisten Fällen können sie nicht finanziell auf eine(n) Ex-PartnerIn zurückgreifen. Wer sich das zutraut, ist ein echter Kerl!

(Quelle: Studie „Lebenswelten und -wirklichkeiten von Alleinerziehenden“ im Auftrag des BMFSFJ, 2011)

VORURTEIL NR. 5

5

Die meisten Alleinerziehenden sind Hartz IVEmpfängerinnen.

TATSACHE: Von den nicht erwerbstätigen Alleinerziehenden wollen 61 Prozent am liebsten sofort wieder arbeiten. Nur 18 Prozent der Alleinerziehenden sind weder erwerbstätig noch arbeitssuchend. (Quelle: Studie „Lebenswelten und -wirklichkeiten von Alleinerziehenden“ im Auftrag des BMFSFJ, 2011)

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Kinder ➲ Warum

?

Warum?

Kinder wollen alles wissen,

auch auf die Gefahr hin, dass sie ihre Eltern oft ratlos und mit großen Löchern im Bauch zurück lassen. Wir schließen uns den Kindern an, stellen in jeder Ausgabe von LOB eine Frage und liefern die Antwort gleich mit. Wenn Sie auch eine Frage haben, schreiben Sie uns bitte an warum@lob-magazin.de. Von Stefanie Jordan

Warum muss man beim Zwiebelschneiden weinen, und warum sind Tränen salzig? Da diese beiden Fragen so schön zusammen gehören, gibt es ausnahmsweise eine Warum-Doppelfolge. Zu den Fragen kam es so: Meine Tochter und ich standen gemeinsam in der Küche und bereiteten das Essen zu. Es sollte Gulasch geben, das bei uns aus fast so viel Zwiebeln wie Fleisch besteht. Schon beim Schälen der ersten Zwiebel kullerten uns die Tränen aus den Augen – da hatten wir anscheinend ein paar sehr scharfe Exemplare erwischt. Meine Tochter probierte es mit der Schwimmbrille, das half ein wenig. Aber warum müssen wir überhaupt beim Zwiebelschneiden weinen? Das liegt daran, dass beim Schneiden der Zwiebel deren Zellwände zerstört werden. In der äußeren Zellschicht befindet sich die Aminosäure Iso-Alliin, im Zellinneren steckt das Enzym Alliinase. Durch das Zerstören der Zellwände kommen diese beiden Stoffe zu einem die Schleimhäute reizenden Gas zusammen. Der Körper wehrt sich dagegen, indem er versucht, das Gas mit Tränen wieder aus den Augen zu schwemmen. Gegen das Weinen beim Zwiebelschneiden gibt es jede Menge Tricks. Hilfreich ist es, die Zwiebeln, das Schneidbrett und das Messer anzufeuchten. Das Wasser bildet einen Film auf den Oberflächen und hält so – wenigstens kurzfristig – den Reizstoff zurück. Wenn man den Kopf

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nicht allzu tief über das Schneidbrett beugt und dazu noch die Dunstabzugshaube anstellt beziehungsweise das Fenster öffnet, fließen die Tränen ebenfalls weniger. Die reizende Substanz ist übrigens für die Zwiebel reine Verteidigungsstrategie, denn sie wehrt damit die Wühlmäuse ab.

Und nun zur zweiten Frage, die uns beschäftigte, nachdem das Gulasch im Topf und die Tränen getrocknet waren: Warum sind Tränen salzig? Tränen enthalten tatsächlich viel Salz, allerdings kein reines Kochsalz sondern verschiedene Elektrolyte, zum Beispiel Kalium. Da es keine Wasserleitung im Körper gibt, muss das Wasser für die Tränen aus dem die Tränendrüsen umgebenden Gewebe angezogen werden. Und um das Wasser anzuziehen, sondert die Tränendrüse Salz ab. Den gleichen Effekt kann man beobachten, wenn man zum Beispiel eine Tomate salzt – sie verliert daraufhin Wasser. In der Biologie heißt dieser Vorgang „Osmose“: Flüssigkeit geht immer dorthin, wo die Salzkonzentration höher ist. Apropos Salz… Vor lauter Wissensdurst hätten wir fast vergessen, unser Gulasch zu würzen. Guten Appetit!

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Kinder ➲ Buchtipp

LOB-Mitarbeiter präsentieren ihr Lieblingsbuch

Die Werkstatt der Schmetterlinge Von Stefanie Jordan

Dieses Buch erzählt von einer Zeit, als viele Blumen und Tiere noch auf ihre Erschaffung warteten; es ist jedoch keine klassische Schöpfungsgeschichte. Denn die Schöpfer in dieser phantasievollen Erzählung sind die „Gestalter Aller Dinge“, ein paar skurrile, kreative, liebenswerte Wesen, die – je nach Vorliebe beziehungsweise Abneigung – für bestimmte Gattungen zuständig sind. Es gibt Meistergestalter und deren Gehilfen und eine mächtige „Weise Alte“, die wie eine strenge aber gütige Mutter darüber wacht, dass alles seine Ordnung behält und die „Gestalter Aller Dinge“ nicht zu übermütig werden. Einer der Gestalter, der junge Rodolfo, träumt davon, ein Wesen zu erschaffen, das so schön ist wie eine Blume und fliegen kann wie ein Vogel. Ihn beobachtet die „Weise Alte“ besonders sorgfältig, denn ein Gesetz verbietet, dass das Pflanzen- und das Tierreich vermischt werden. Rodolfo arbeitet mit ein paar anderen jungen Gestaltern in der Insektenwerkstatt. Dort grübelt er über seinen Traum nach: ein Wesen, das Vogel und Blume zugleich ist, das Harmonie und Glück auf die Welt bringt – und erfindet eher nebenbei die Fledermaus und die Libelle. Er wird immer niedergeschlagener, weil sein Traum sich nicht verwirklichen lässt. Die anderen Gestalter machen sich große Sorgen und raten ihm, mit dem, was er bislang erfunden hat, zufrieden zu sein. Eines Morgens beobachtet Rodolfo einen Kolibri dabei, wie er seine Nahrung aus einer Blüte saugt und sich dabei im Wasser spiegelt. Das ist es! Rodolfo läuft schnell in die Werkstatt und entwirft ein Wesen mit leichten, bunten Flügeln, nennt es „Schmetterling“ und zeigt es seinen Freunden. Auf einer großen Versammlung unter Vorsitz der „Weisen Alten“ präsentiert Rodolfo sein Geschöpf schließlich allen anderen Gestaltern. Selbst die, die sich stets über Rodolfo und seine versponnenen Ideen lustig gemacht haben, bewundern nun die vollkommene Konstruktion der zarten Tiere. Alle stellen sich vor, wie glücklich eine Welt voller Schmetterlinge wäre – und Rodolfo erhält eine Werk-

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Gioconda Belli: Die Werkstatt der Schmetterlinge Illustrationen von Wolf Erlbruch Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2000, 11 EUR statt nur für Schmetterlinge am Ufer des Sees, an dem er den Kolibri gesehen hatte. Ein poetisches und lehrreiches Buch über Träume und dass es sich lohnt, an sie zu glauben und für sie zu kämpfen. Sie könnten eines Tages wahr werden. Gioconda Belli ist eine der bekanntesten lateinamerikanischen Autorinnen. Ihr Thema ist die Emanzipation der Frau im immer noch vom Machismo geprägten Lateinamerika. „Die Werkstatt der Schmetterlinge“, erstmals im Jahr 1994 erschienen, ist ihr erstes Kinderbuch. Der Illustrator Wolf Erlbruch wurde für sein Werk mit vielen Preisen ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für „Das Bärenwunder“.

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Regionales Porträt – Termine – Nachrichten – Service: Kita-Adressen

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Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

„Für mich ist es nicht vorstellbar, nur zuhause zu bleiben“ Portrait Natalie Müller, Weingut Adam Müller

Die Kleinstadt Leimen südlich von Heidelberg ist als Geburtsort von Boris Becker bekannt. Einheimische verbinden mit ihr noch das Weingut Adam Müller, das stolz auf eine 275-jährige Tradition zurückblickt. 22 Hektar Weinanbaufläche werden von dem Familienbetrieb bewirtschaftet. Je nach Jahrgang werden bis zu 100.000 Liter Wein hergestellt. Diesen Wein zu verkaufen, das ist die Aufgabe Natalie Müllers, mit der ich mich heute treffe. Ich will von ihr wissen, wie sie Familie und Beruf vereinbart.

In der Firma ist sie verantwortlich für Kundenkontakte, Vertrieb, PR und Veranstaltungen. Auch bei der Lese oder beim Rebenschneiden packt sie mit an. Die körperliche Arbeit, die frische Luft und das sichtbare Ergebnis gefallen ihr. Den Weinanbau hat sie von der Pike auf gelernt. Nach Abitur und Winzerlehre studierte sie Weinbau. Danach folgte ein Redakteursvolontariat bei einem renommierten Fachverlag für Weinzeitschriften. Ihren Mann, der zusammen mit seinem Bruder das Weingut in den späten 1990er Jahren vom Vater übernommen hat, lernte sie im Studium kennen.

Von der Arbeit abgehalten hat das Kinderkriegen nie 1999 kam ihr Sohn Leonard zur Welt. Zunächst führte sie ihren Redakteursjob von zu Hause aus weiter. Im Jahre 2000 stieg sie in den Familienbetrieb mit ein. Um halbtags im Weingut arbeiten zu können, engagierte sie eine Tagesmutter. „Die Tagesmutter kam zu uns ins Haus. Das war eine kostspielige Angelegenheit. Es hatte aber den Vorteil, dass

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ich arbeiten konnte, wenn das Kind krank war“, erinnert sich Natalie Müller. Sie weiß auch noch gut, wie die Reaktionen darauf waren. Alle haben sie ungläubig angeschaut, weil sie nicht zuhause blieb. Nach dem Motto: Wie, die arbeitet wieder? Muss das auch noch sein?

Am schwersten tat sich der Schwiegervater damit In seiner Generation hatten die Ehefrauen zwar auch in der Firma mitgearbeitet. Sie machten aber überwiegend Hilfsarbeiten und blieben nach der Geburt der Kinder daheim. Natalie Müller hatte jedoch von Anfang an einen wichtigen Posten. Sie ist optimal ausgebildet, bewegt sich mit ihrem Mann auf Augenhöhe und krempelte gemeinsam ihm und dem Schwager gleich mal das ganze Konzept um. Als dann auch noch der Sohn ab und zu zuhause blieb, um sich um den Enkel zu kümmern oder etwas mit ihm zu unternehmen und er dies auch noch freiwillig tat, musste der Schwiegervater schwer schlucken.

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Vor neun Jahren wurde Victoria geboren

Die Kinder sind auch heute im Betrieb präsent

Mit der Geburt von Tochter Victoria vor neun Jahren hat sich Natalie Müllers Lebensplan nicht geändert. „Es war alles einfacher. Ich hatte ein Netzwerk aufgebaut. Aber ich bin froh, dass ich noch sehr jung war und diese Kräfte zehrende erste Lebensphase körperlich gut verkraftete. Das hört sich jetzt alles so an, als ob alles prima lief. Im Alltag sah das natürlich anders aus. Als die Kinder noch klein waren, bin ich ganz schön im Viereck gerannt.“ Den Job erledigte sie überwiegend von zuhause aus. „Das ging mittlerweile dank der Technik viel leichter. Wenn das Baby schlief, habe ich gearbeitet. Ob ich meine Aufgaben morgens zwischen zehn und elf oder nachmittags um 17 Uhr erledigte, war egal. Hauptsache, ich habe mein Pensum geschafft. Wenn etwas zu klären war, hat man telefoniert. Zwei Mal in der Woche bin ich vormittags mit dem Baby im Büro angetanzt.“

Zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit. Dann hat Natalie Müller einen Hundert-Stunden-Job. In der Zeit von Mitte November bis Heiligabend wird am meisten Wein getrunken. Hinzu kommen die vielen Firmenkunden und der Glühwein. Die Kinder kommen in dieser Zeit direkt nach der Schule in den Betrieb. Sie essen in der Kantine mit den Mitarbeitern zu Mittag und machen dann ihre Hausaufgaben. Danach gehen sie zum Sport oder zu Freunden. „Jeden Tag Strohsterne basteln, Gedichte vorlesen, Weihnachtslieder singen, das gab es bei uns nie. Alles, was am Christbaum hängt, ist gekauft.“ Das einzige vorweihnachtliche Ritual, das sie sich gönnt, ist ein Mal Plätzchen backen mit den Kindern.

„Als die Kinder noch klein waren, bin ich ganz schön im Viereck gerannt.“

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

Ob die Kinder durch ihre Berufstätigkeit etwas vermisst haben? Schwierige Frage. Heute seien sie jedenfalls sehr selbständig. Sie helfen im Haushalt mit, bringen gute Noten nach Hause, machen ihren Sport und haben viele Freunde. „Manchmal wundere ich mich selbst, wie wenig psychologische Schäden die zwei davongetragen haben“, lacht Natalie Müller. Neulich habe sie in einem Interview gelesen, wie eine Mutter sagte, sie habe den größten Fehler gemacht, ihre Kinder dauernd zu bespaßen. Kinder müssten auch Langeweile und Frust aushalten lernen. „Da dachte ich: Na ja, dann ist es vielleicht nicht so dumm gelaufen bei uns.“✖

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Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

Termine 1. Tschick

Maik und Tschick steigen in einen alten Lada und fahren quer durch Ostdeutschland Richtung Walachei. Führerschein? Fehlanzeige. Das Auto hat Tschick sich „irgendwo geliehen“. Die beiden haben die achte Klasse beendet und brechen auf in den Sommer. Das Theater im Pfalzbau und das Kinder- und Jugendtheater Speyer bringen den erfolgreichsten Bestseller der Jugendliteratur der letzten Jahre nun auf die Bühne. Premiere: 02.03.2013, 19 Uhr: Tschick. Von Wolfgang Herrndorf. Bühnenfassung von Robert Koall (ab 12 Jahre), Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen

4. Sesamstrasse feiert Geburtstag

Die Bewohner der Sesamstraße sind in heller Aufregung. Bert hat eine großartige Idee: Samson hat Geburtstag, und er plant für ihn eine große Überraschungsparty. Alle sind von der Idee begeistert und beginnen mit den Planungen. Ob die große Überraschung gelingt? Familien-Event mit original Figuren, original Stimmen, Live-Dialogen und viel Musik. Eine Produktion des Kinder- und Jugendtourneetheaters THEATER auf Tour. 19.03.2013, 15 Uhr: Stadthalle Hockenheim

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2. Peter, der Wolf & Don Quijote

Live-Erzähler und Musik-Kabarettist Arnim Töpel interpretiert den Klassiker Peter und der Wolf mit der Musik von Sergei Prokofjew und dem Text von Loriot auf seine Art – Katze, Vogel und Ente sprechen Metropolregion-Dialekt. Den kleinen Vogel lässt er außerdem die Geschichte vom legendären spanischen Ritter erzählen. 03.03.2013, 11 Uhr, 21.04.2013, 14 Uhr, 12.05.2013, 14 Uhr Kinderprogramm des Schatzkistl Mannheim

3. Business English Kompakt

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5. Lernen im frühkindlichen Bereich

Wie kann Lernen gelingen? Was für ein Umfeld und welche Rahmenbedingungen werden für erfolgreiches Lernen benötigt? Welche Bedeutung hat die Beziehung? Prof. Dr. Gerald erklärt aus neurobiologischer Sicht, was frühkindliche Bildung ausmacht. Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe der BASF SE im Rahmen der „Offensive Bildung“. 13.03.2013, 17 Uhr: Feierabendhaus der BASF, Ludwigshafen

Frischen Sie Ihr Business Englisch auf. Das Deutsch-Amerikanische-Institut bietet ein umfangreiches Kursprogramm. Regelmäßig angeboten wird unter anderem der einwöchige Kurs „Early Birds“ mit täglich eineinhalb Stunden Unterricht und Konversation vor Bürobeginn. 18. bis 22.03.2013, jeweils 7.15 bis 8.45 Uhr, DAI Heidelberg

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LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

6. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Co

Mit Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung kann jeder Erwachsene rechtzeitig rechtliche Vorsorge für das Alter, den Fall einer Erkrankung oder eines Unfalles treffen. Die VHS Heidelberg informiert in Kooperation mit der Betreuungsbehörde der Stadt Heidelberg und SKM Heidelberg über Sinn und Zweck der Regelungen. 10.04.2013, 19.30 Uhr, VHS Heidelberg, Saal (kostenlos)

7. Infotag Wiedereinstieg

Wenn Frauen nach der Familienphase oder der Pflege von Angehörigen in den Beruf zurückkehren wollen, stellen sich erst einmal viele Fragen. Der Infotag Wiedereinstieg „Selbst ist die Frau“ macht Mut und bietet Unterstützung bei diesem Schritt. Organisiert von den Arbeitsagenturen, Kontaktstelle Frau und Beruf und Mannheimer Abendakademie. 16.04.2013, 9-13 Uhr: Mannheimer Abendakademie

9. Führungskompetenz für Frauen

Frauen in Führungspositionen sind unterrepräsentiert. Am Willen zur Macht mangelt es selten. Oder doch? Das zweitägige Seminar hilft Ihnen dabei, Ihr Führungspotenzial zu erkennen, Ihren Führungstyp kennen zu lernen, Ihre Kompetenzen zu stärken und die Unternehmensphilosophie in Ihrem beruflichen Umfeld zu analysieren. 04.05. und 05.05.2013, jeweils 10 - 17.30 Uhr, Mannheimer Abendakademie

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7 8. Kleine Menschen mit großen Manieren

„Auch für Kinder ist es wichtig, höflich und souverän auftreten zu können: Was sage ich zur Begrüßung und wen grüße ich zuerst? Wie stelle ich mich vor? Wie finde ich die richtigen Worte zur Verabschiedung. Wie speist man appetitlich Spaghetti & Co und vornehm im Restaurant. Ein kurzweiliger Kinder-Knigge für Achtbis Zwölfjährige mit Rollenspielen, Quizfragen, Gruppenarbeit. 07.03.2013, 14.30 Uhr, VHS Speyer 20.04.2013, 10 Uhr, VHS Heidelberg

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

10. Weg mit den Zeitfressern

Verbannen Sie durchgeschickte Planung die „Zeitfresser“ aus Ihrem Leben. Schaffen Sie sich durch systematische Einteilung jeden Tag Freiräume. Eine Expertin für persönliches Zeitmanagement erklärt Ihnen in der Veranstaltung „Doppelte Herausforderung – Beruf und Familie gesund meistern“ wie das geht. 14.05.2013, 9 Uhr: Agentur für Arbeit, Landau 11.06.2013, 9 Uhr: Agentur für Arbeit, Mannheim

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Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

Sie suchen eine passende Kinderbetreuung? Hier finden Sie rund 350 Kitas, Kindergärten, Kindergrippen und private Initiativen der Region für Nullbis Dreijährige, sortiert nach Lage und Betreuungsangebot.

Kita Herz Jesu

Salierstr. 100 67105 Schifferstadt 06235 5421 ab 2 Jahre

Kita Dörfelnest

Langgasse 59 67105 Schifferstadt 06235 3584 ab 2 Jahre

Kita Rappelkiste

Lillengasse 99 67105 Schifferstadt 06235 2279 ab 2 Jahre

Kinderbetreuung U3

Kita Pusteblume

Hinterm Graben 20 67157 Wachenheim 06322 92520 ganztags, unter 1 Jahr

in der Metropolregion Rhein-Neckar

LUDWIGSHAFEN KTS Heinigstraße

Benckiserstr. 50a 67059 Ludwigshafen 0621 504-3516 ganztags, unter 1 Jahr

KH am Ebertpark

Erzbergerstr. 109-111 67063 Ludwigshafen 0621 504-3497 ganztags, unter 1 Jahr

Kita Brückweg

Am Brückenweg 41 67067 Ludwigshafen 0621 504-3599 ganztags, unter 1 Jahr

KH Wolfsgrube

Uhlandstr. 97 67069 Ludwigshafen 0621 504-2896 ganztags, unter 1 Jahr

Kita Melm

Rheinhorststr. 40 67071 Ludwigshafen 0621 504-2818 ganztags, unter 1 Jahr

Tabaluga

Mörikestr. 28 67071 Ludwigshafen 0621 674014 ganztags, unter 1 Jahr

Spatzennest

Benckiserstr. 57a 67059 Ludwigshafen 0621 504-3517 unter 1 Jahr

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Kiga Abenteuerland Bayreuther Straße 47 67059 Ludwigshafen 0621 51 83 25 ganztags, unter 2 Jahre Kita Süd

Orffstr. 1 67061 Ludwigshafen 0621 504-2827 ganztags, ab 2 Jahre

Löwenzahn

Weißdornhag 3 67067 Ludwigshafen 0621 504-2810 ganztags, ab 2 Jahre

Kita Pfingstweide

Kita Ruchheim

Oggersheimer Straße 22 67071 Ludwigshafen 0621 504-2825 ganztags, ab 2 Jahre

Kiga Edigheim

Bruderweg 4 67069 Ludwigshafen 0621 504-2808 ab 2 Jahre

Kita Karl-Krämer-Straße

Karl-Krämer-Str. 4a 67061 Ludwigshafen 0621 68 56 09 60 ganztags, ab 2 Jahre

Kita Maudach

Integrativer Kiga Sonnenblume

Rheinhorststr. 38 67071 Ludwigshafen 0621 6712321 ganztags, ab 2 Jahre

Kath. Kita Christ König

Josef-Huber-Str. 45 67071 Ludwigshafen 0621 679947 ganztags, ab 2 Jahre

Kita Haus für Kinder

Ernst-Reuter-Siedlung Schlesier Str. 36a 67065 Ludwigshafen 0621 504-2809 ganztags

Eltern-Kind Gruppe der Naturfreunde

Kita Haus des Kindes

Neustückweg 1a 67105 Schifferstadt 06235 92 93 83 ganztags, ab 1 Jahr

Kita Großer Garten

Kath. Kiga St. Konrad

Pilgerstraße 4 67227 Frankenthal 06233 667915 ganztags, ab 1 Jahr

Max-Liebermann-Str. 5 67105 Schifferstadt 06235 44-318 ganztags, ab 1 Jahr Jägerstr. 16 67105 Schifferstadt 06235 38 46 ganztags, ab 2 Jahre

Kita am Wald

Maudacher Str. 5 67065 Ludwigshafen 0621 504-3514 ganztags, ab 2 Jahre

67 UMLAND

Wohlfahrtsweg 1 67105 Schifferstadt 06235 4910381 ganztags, ab 2 Jahre

Kinderhort Oppau

Kita Kecke Spatzen

Salinis

Kita St. Jakobus

Schulen und Kita 5 67069 Ludwigshafen 0621 504-2805 ganztags, ab 2 Jahre

KiGa Arche Noah

Regenbogen Kiga

Pfalzgartenstr. 12-16 67071 Ludwigshafen 06237 3143 ganztags, ab 2 Jahre

Kita Langgewann

Friedrich-Naumann-Str. 13 67071 Ludwigshafen 0621 504-2814 ganztags, ab 2 Jahre

Jahnstraße 19 67098 Bad Dürkheim Vormittag, ab 1 Jahr

Haus des Kindes Städt. Krippe

Bleichstr. 33 67105 Schifferstadt 06235 5138 ab 1 Jahr

Kita Kinderburg

Brüssler Ring 57 67069 Ludwigshafen 0621 662831 ganztags, ab 2 Jahre

Gerberstrasse 12 67098 Bad Dürkheim 06322 980675 ganztags, unter 1 Jahr

Große Kapellenstr. 26 67105 Schifferstadt 06235 929221 ab 1 Jahr

Kath. Kiga Kita St. Albert

Kreisjugend- und Sozialamt

Villa Regenbogen Kiga Rotes Kreuz

Londoner Ring 52 67069 Ludwigshafen 0621 66 72 76 ganztags, ab 2 Jahre

Philipp-Fauth-Straße 11 67098 Bad Dürkheim 06322 961-4604 ab 1 Jahr

Städt. Kita Nachtweideweg (Ostpark)

Nachtweideweg 63 67227 Frankenthal 06233 64898 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Londoner Ring 8 67069 Ludwigshafen 0621 504-2823 ganztags, ab 2 Jahre August-Bebel-Str. 77 67069 Ludwigshafen 0621 504-2822 ganztags, ab 2 Jahre

Ziegelhofweg 6 67227 Frankenthal 06233 65526 Vormittag, ab 1 Jahr

Rehbachstr. 21 67105 Schifferstadt 06235 60 55 ab 2 Jahre

Haus des Kindes

Städt. Kita Carl-Spitzweg

Carl-Spitzweg-Straße 28 67227 Frankenthal 06233 43022 ganztags, ab 1 Jahr

Städt. Kita Fontanesistraße Fontanesistraße 27 67227 Frankenthal 06233 26563 ganztags, ab 1 Jahr

Städt. Kita Hauptstraße

(Mörsch) Hauptstraße 51 67227 Frankenthal 06233 63010 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kita Jean-Ganss

Jean-Ganss-Str. 54 67227 Frankenthal 06233 43444 ganztags, ab 2 Jahre

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Sie suchen die passende Betreuung für Ihr Kind?

Deutschlands Verzeichnis für Kinderbetreuung

Qualifizierte Tagesmütter und liebevolle Babysitter finden Sie bei www.betreut.de Melden Sie sich kostenlos an Suchen Sie in unserer großen Datenbank nach Kinderbetreuern, Babysittern oder Tagesmüttern Geben Sie kostenlos ein Job-Angebot auf

Städt. Kita Jakobsplatz

Jakobsplatz 5 67227 Frankenthal 06233 43011 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kita Sapperstraße

Sapperstraße 2 67227 Frankenthal 06233 26194 ganztags, ab 2 Jahre

Integrative Kita Kirchgrabenstraße (Eppstein) Kirchgrabenstraße 11 67227 Frankenthal 06233 53188 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kita GotthilfSalzmann-Straße (Studernheim)

KH Flohkiste Speyer e.V.

Winternheimer Str. 10 67346 Speyer 06232 77670 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

KH Flohkiste Speyer e.V.

WaldKiga Winternheimer Str. 10 67346 Speyer 06232 77670 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kath. Kita St. Markus

Im Vogelgesang 50 67346 Speyer 06232 74212 ganztags, ab 2 Jahre

Prot. Kita Arche Noah

Gotthilf-Salzmann-Str. 70 67227 Frankenthal 06233 42360 ganztags, ab 2 Jahre

Falkenweg 4 67346 Speyer 06232 32358 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kath. Kita Odenwaldstraße (Flomersheim)

Prot. Kiga Villa Kunterbunt

Odenwaldstraße 34 67227 Frankenthal 06233 53294 ganztags, ab 2 Jahre

Haus für Kinder

Dackenheimer Str. 22 67251 Freinsheim 06353 2151 ganztags, ab 1 Jahr

Evangelischer Kiga Uhlandstraße

Uhlandstr. 54 67269 Grünstadt 06359 1400 ganztags, ab 2 Jahre

OrtsgemeindeKiga

Im Vogelsang 13 67273 Weisenheim am Berg 06353 8815 ganztags, ab 1 Jahr

Schiffergasse 25 67346 Speyer 06232 621836 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kita Regenbogen

Ginsterweg 40 67346 Speyer 06232 49388 unter 1 Jahr

Kinderland Sternschnuppe

St. Michaelstr. 10 67354 Römerberg 06232 815708 ganztags, unter 1 Jahr

Ev. Krippe Rasselbande

Wolfsburgstr. 10 67433 Neustadt 06321 2287 ganztags, unter 1 Jahr

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

Kath. Kita St. Johannes

Städt. Kiga Duttweiler

Neubergstr. 89 67435 Neustadt 06321 68372 ganztags, unter 1 Jahr

Dudostr. 35 67435 Neustadt 06327 4262 ab 2 Jahre

Städt. Kita Gimmeldingen

M annheim

Kirchplatz 3 67435 Neustadt 06321 66063 ganztags, ab 1 Jahr

Kita Hoppetosse

Martin-Luther-Str. 80 67433 Neustadt 06321 185758 ganztags, ab 20 Mon

Kita Westschule

Ludwigstr. 30 67433 Neustadt 06321 483398 ganztags, ab 2 Jahre

Städt.Kita Wirbelwind

Spitalbachstr. 30 67433 Neustadt 06321 17200 ganztags, ab 2 Jahre

Kath. Kiga St. Josef

Storchengasse 12 67435 Neustadt 06327 960926 ganztags, ab 2 Jahre

Integrativer Kiga Regenbogen

Adamsweg 10 67435 Neustadt 06327 3535 ganztags, ab 2 Jahre

Städt. Kita Haardt

Mandelring 94a 67433 Neustadt 06321 69354 unter 1 Jahr

Prot. Kiga Hambach

Dr.-Wirth-Str. 19 67434 Neustadt 06321 83898 unter 1 Jahr

KH Rheinauer Ring

Apenrader Weg 18-20 68307 Mannheim 0621 785700 ganztags, ab 2 Mon.

KH Gerhart-Hauptmann

EIKIZ Marienburger Straße

Sprossen e.V.

Ev. Kiga Paulusgemeinde

Rastatter Str. 71 68239 Mannheim 0621 4822164 ganztags, ab 2 Mon.

Stolberger Str. 10-12 68305 Mannheim 0621 757421 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Der Kinderladen Seckenheim e. V.

Seckenheimer Hauptstr. 93 68239 Mannheim 0621 476422 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

KH Torwiesenstraße

Torwiesenstr. 11 68163 Mannheim 0621 818255 ganztags, ab 2 Mon.

KH Gerhard-MarcksStraße

Gerhard-Marcks-Str. 20 68163 Mannheim 0621 4407840 ganztags, ab 2 Mon.

KH Neuhermsheim

Tambourweg 15 68163 Mannheim 0621 4382968 ganztags, ab 2 Mon.

KH Sentapark

Sentastr. 22 68199 Mannheim 0621 8283623 ganztags, ab 2 Mon.

KH Kerschensteiner

Rheinauer Ring 101-103 68219 Mannheim 0621 8060952 ganztags, ab 2 Mon. Wilhelm-Peters-Str. 74 68219 Mannheim 0621 892303 ganztags, ab 2 Mon.

Eichelsheimer Straße 40 68163 Mannheim 0621 8608848 vormittags, ab 10 Mon.

Sicher suchen & buchen

KH Rastatter Straße

KH Seckenheim

Kaiserstuhlring 72 68239 Mannheim 0621 48993 ganztags, ab 2 Mon.

KH Aubuckel

Am Aubuckel 68 68259 Mannheim 0621 792260 ganztags, ab 2 Mon.

KH Feudenheim

Spessartstr. 24 68259 Mannheim 0621 12938457 ganztags, ab 2 Mon.

EIZIK Luzenberg

Spiegelfabrik 25 68305Mannheim 0621 7629211 oder -10 ganztags, ab 2 Mon.

KH Friedrich-Ebert

Marienburger Str. 24 68307 Mannheim 0621 782604 ganztags, ab 2 Mon.

KH Parsenvalstraße

Parselvalstr. 20 68307 Mannheim 0621 7898100 oder -01 ganztags, ab 2 Mon.

KH Rosa Grünbaum

Ida-Dehmel-Ring 43 68309 Mannheim 0621 185859 ganztags, ab 2 Mon.

KH Dresdner Straße

Dresdner Str. 22 68309 Mannheim 0621 2938117 ganztags, ab 2 Mon.

Kiga Martinskiche

Halmhuberstr. 16 68219 Mannheim 0621 891626 ganztags, ab 2 Mon.

Krippe F 7,1

68159 Mannheim 0621 2931 ganztags, ab 2 Mon.

ElKiZ K 2,6

Wiesbadener Str. 6 68305 Mannheim 0621 2937657 ganztags, ab 2 Mon.

68159 Mannheim 0621 293 33 99 ganztags, ab 2 Mon.

EIKIZ Oberer Ried

Jungbuschstr. 22 68159 Mannheim 0621 1569862 ganztags, ab 2 Mon.

Frischer Mut 1-4 68305 Mannheim 0621 754430 ganztags, ab 2 Mon.

Die Kleinen Stromer

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Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

Kleine Wunder

Luisenring 34 68159 Mannheim 0621 43734655 ganztags, ab 2 Mon.

Kiga Tigris

Feldbergstr. 20 68163 Mannheim 0621 814228 ganztags, ab 2 Mon.

Kath. Kiga St. Peter

Krappmühlstr. 18 68165 Mannheim 0621 443107 ganztags, unter 1 Jahr

Wespin-Hort

Seckenheimer Str. 7-39 68165 Mannheim 0621 293651 ganztags, ab 2 Mon.

KH August-Kuhn-Straße

August-Kuhn-Str. 27 68167 Mannheim 0621 2937447 ganztags, ab 2 Mon.

KH Cheliusstraße

Cheliusstr. 1 68167 Mannheim 0621 365894 ganztags, ab 2 Mon.

KH Eichendorffstraße

Eichendorffstr. 25-27 68167 Mannheim 0621 374451 ganztags, ab 2 Mon.

KH Neckarufer

Neckarpromenade 30 68167 Mannheim 0621 2937659 ganztags, ab 2 Mon.

Ev. Kiga Melanchthonkirche

Melanchthonweg 6-8 68167 Mannheim 0621 36647 ganztags, unter 1 Jahr

MEDI-KIDS

Cheliusstr. 8-10 68167 Mannheim 0621 33939624 ganztags, unter 1 Jahr

ElKiZ Elfenstraße

Elfenstr. 21 68169 Mannheim 0621 3210201 ganztags, ab 2 Mon.

KH Kleine Riedstrasse

Kleine Riedstr. 1-3 68169 Mannheim 0621 3189162 ganztags, ab 2 Mon.

KH Neckarau

Katharinenstr. 85 68169 Mannheim 0621 86349 ganztags, ab 2 Mon.

Kath. Kita St. Johannes

Frobeniusstr. 30 68219 Mannheim 0621 892355 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga Johannes-CalvinGemeinde

Wallonenstr. 10 68229 Mannheim 0621 471479 ganztags, unter 1 Jahr

KH Wallstadt

Wertheimerstr. 23 68259 Mannheim 0621 7360686 ganztags, unter 1 Jahr

KH Friedrich-Ebert

Wiesbadenerstr. 6 68305 Mannheim 0621 2937657 ganztags, unter 1 Jahr

Kinderhaus

Parsevalstr. 20 68307 Mannheim 0621 7898200 ganztags, unter 1 Jahr

Krippe Krabbelkäfer

Bromberger Baumgang 12 68307 Mannheim 0621 8203970 ganztags, unter 1 Jahr

KH Ida Demel

Ida-Dehmel-Ring 77-79 68309 Mannheim 0621 72643 ganztags, unter 1 Jahr

KH Vogelstang

Freiberger Ring 10 68309 Mannheim 0621 2938243 ganztags, ab 2 Mon.

Steckenpferd-Institut zur ganzheitlichen Entwicklung und Förderung von Kindern

Mannheimerstr. 9 68309 Mannheim 0621 7273727 ganztags, unter 1 Jahr

Nimmerland

Schwalbenstraße 1c 68309 Mannheim 0621 43621052 ganztags, ab 2 Mon.

KH Studentenwerk

N 6, 1 68161 Mannheim 0621 49072570 ganztags, ab 1 Jahr

Kita Wichtelpark

Dynamostr. 7-11 68165 Mannheim 0621 44564001 ganztags, ab 1 Jahr

KH Herzogenried

Zum Herrenried 1 68169 Mannheim 0621 293766 ganztags, ab 1 Jahr

Kinderladen Hafenbande e.V.

Kita Kinderdörfel

Kurt-Schumacher-Allee 36-42 68519 Viernheim 06204 912592 ganztags, ab 1 Jahr

Kita Sonnenschein

Franconvillestr. 3 68519 Viernheim 06204 65240 ganztags, ab 1 Jahr

Städt. Kita St. Michael

Schultheißenstr. 14 68519 Viernheim 06204 607640 ganztags, ab 2 Jahre

Kath. Kiga Günther’sche

Eponastr. 12 68526 Ladenburg 06203 14050 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Kath. Kiga St. Johannes

Breslauerstr. 83 68526 Ladenburg 06203 2539 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Kath. Kiga St. Joseph

Rheingaustr. 15 68526 Ladenburg 06203 2239 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Kinder-Laden-Burg e.V.

An der Beint 9 68526 Ladenburg 0162 7074058 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Krippe Postillion e.V.

Siemensstraße 10 68526 Ladenburg 06203 794787 ganztags, unter 1 Jahr

Kath. Kiga St. Martin

Kolpingstr. 5 68535 Edingen-Neckarhausen 06203 82725 ganztags, ab 2 Jahre

Ev. Kiga Joh.PhilippAllmang-Straße

Joh.-Phil.-Allmang-Str. 2 68542 Heddesheim 06203 41134 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Kath. Kiga Schulstraße

Schulstr. 17 68542 Heddesheim 06203 41933 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Die Peperonis

Jungbuschstr. 32-34 68159 Mannheim 0621 26003 ganztags, ab 2 Jahre

Am Bundesbahnhof 14 68542 Heddesheim 06203 8406370 ganztags, unter 1 Jahr

RegenbogenKiga

Krippe Postillion e.V.

Ahornstr. 72 68542 Heddesheim 06203 4048644 ganztags, unter 1 Jahr

Stiller Weg 19 68305 Mannheim 0621 741529ganztags, ab 2 Jahre

8

68 UMLAND

Kinderkiste e.V.

Heddesheimerstr. 33 68549 Ilvesheim 0621 495477 ganztags, ab 1 Jahr

Kommunale Kita Saarstraße Saarstr. 43 68623 Lampertheim 06206 91 28 39 ganztags, ab 2 Jahre

Krippe Postillion e.V.

Im Altrott 13 68723 Plankstadt 06202 1263687 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga Spatzennest

Bodelschwinghstr. 16 68723 Schwetzingen 06202 21242 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Waldorfkiga

Marstallstr. 51 68723 Schwetzingen 06202 26534 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kiga Spatzennest

Bodelschwinghstr. 16 68723 Schwetzingen 06202 21242 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Bonhoeffer Kiga

Kiga St. Lioba

Berliner Str. 1 68782 Brühl 06202 73755 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kath. Kiga St. Michael

Kita St. Bernhard

Bewegungs-Krippe der TSG Rohrbach e. V.

Kirchenstr. 16 68782 Brühl 06202 78967 ganztags, ab 2 Jahre

Johannes-Kiga

Kaiserstr. 2 68782 Brühl 06202 73700 ganztags, ab 2 Jahre

Kinderhaus St. Josef

Leostr. 31a 68789 St. Leon Rot 06227 53423 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

St. Raphael

Kigaweg 2 68789 St. Leon Rot 06227 864930 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Haus der kleinen Füße

Kath. KH Edith-Stein

Wiesenstr. 8 68789 St. Leon Rot 06227 880622 ganztags, ab 1 Jahr

Peter-Gieser-Kiga

Krippe Postillion e.V.

IV. Industriestraße 5a 68766 Hockenheim 06205 208160 ganztags, unter 1 Jahr

Kath. Kiga Neurott

Gartenstr. 29 68775 Ketsch 6202 61150 ganztags, ab 2 Jahre

Kath. Kiga St. Bernhard

Herzogstr. 6 68775 Ketsch 06202 64085 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Haus der Kinder

Nibelungenstr. 12 68782 Brühl 06202 72882 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kinderladen Heuhüpfer e.V.

Heiliggeiststr. 17 69117 Heidelberg 06221 600334 Vormittag, ab 1 Jahr

Opelstr. 5 68789 St. Leon Rot 06227 3589110 ganztags, unter 1 Jahr

In den Seegärten 13 68723 Oftersheim 06202 52969 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre

Spitzweg 2 69126 Heidelberg 06221 337888 Vormittag, unter 1 Jahr

Kaiserstr. 4 68782 Brühl 06202 72584 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Marktplatz 28b 68723 Schwetzingen 06202 25529 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahre Erfurter Str. 1 68723 Schwetzingen 06202 17676 ganztags, ab 2 Jahre

H E I D elbe r g Generationenbrücke e.V.

Kita St. Elisabeth

St. Marien

Gutenbergstr. 4 68789 St. Leon-Rot 06227 50684 ganztags, ab 1 Jahr

Das Strolchenest

Leostr. 31 68789 St. Leon-Rot 06227 88 00 81 ganztags, ab 1 Jahr

Krippe Postillion e.V.

Carl-Busch-Str. 17 68799 Reilingen 06205 2084035 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga St. Anna

Johann-Strauß-Str. 1 68799 Reilingen 06205 7825 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Neulußheim

St. Leoner Str. 12 68809 Neulußheim 06205 33350 ganztags, ab 2 Jahren

Fabrikstr. 28 69126 Heidelberg 06221 370342 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Ev. Kita Lindenweg

Lindenweg 9 69126 Heidelberg 06221 332420 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Rohrbacher Kinderstube e.V.

Leimer Str. 2 69126 Heidelberg 06221 374902 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Kita an der Freien Waldorfschule HD

Mittelgewannweg 16 69123 Heidelberg 06221 820123 verlängerter Vormittag, ab 2 Mon.

Ev. Jakobuskiga

Kastellweg 18a 69120 Heidelberg 06221 401540 verlängerter Vormittag, ab 3 Mon.

Ev. Kiga Tischbeinstraße

Tischbeinstr. 66 69121 Heidelberg 06221 409128 verlängerter Vormittag, ab 3 Mon.

Krippe Purzelzwerg

Lindengasse 25 69121 Heidelberg 06221 6551955 verlängerter Vormittag, ab 10 Mon.

Kinderkiste e.V.

Ladenburger Str. 53 69120 Heidelberg 06221 485399 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kinderkiste e.V.

Ziegelhäuser Landstr. 5 69120 Heidelberg 06221 455603 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kleine Pusteblume Integrative Einrichtung

Helaweg 30 69126 Heidelberg 06221 3379225 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Rohrbacher Kinderstube e.V.

Little Foot

Kita Rasselbande

Karlsluststr. 6 69126 Heidelberg 06221 49771 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Fabrikstr. 17 69126 Heidelberg 06221 8945331 ganztags, unter 1 Jahr

Rischerstr. 12 69123 Heidelberg 06221 7277000 ganztags, ab 2 Mon.

Ev. Fröbel-Kiga der Christusgemeinde

Spitzwegstr. 2 69126 Heidelberg 06221 337888 ganztags, unter 1 Jahr

Krippe Bullerbü

Heidelberger Bewegungskrippe

Zähringerstr. 24 69115 Heidelberg 06221 20595 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Französische Vor- und Grundschule Pierre et Marie Curie

Im Schuhmachergewann 11/1 69123 Heidelberg 06221 840983 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Krippe Uni Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 685 69120 Heidelberg 06221 543923 ganztags, unter 1 Jahr

Krabbelstube des Studentenwerks

Humboldtstr. 19 69120 Heidelberg 06221 411685 ganztags, unter 1 Jahr

Beruf und Kind e.V. Die Wichtel

Die Sternchen

Mühltalstr. 21 69121 Heidelberg 06221 438780 ganztags, unter 1 Jahr

Heidelberger Bewegungskrippe

Kiku Kinderland Kirchheim

Glückskinder

Richard-Drach-Str. 2 69123 Heidelberg 06221 776581 ganztags, ab 3 Mon.

Krippe in der Plöck

Im Neuenheimer Feld 583 69120 Heidelberg 06221 588060 ganztags, unter 1 Jahr

Plöck 49 69117 Heidelberg 06221 149850 ganztags, ab 2 Mon.

Tageseinrichtung für Kinder e.V.

Krippe Rhein-NeckarKidZ

Ludwig-Guttmannstr. 8 69123 Heidelberg 06221 7379570 ganztags, unter 1 Jahr

Die Wühlmäuse gGmbH

Lenaustr. 12 69115 Heidelberg 06221 6533029 ganztags, ab 3 Mon.

Kindernest Heidelberg

Vangerowstr. 11 69115 Heidelberg 06221 58-37220 ganztags, ab 2 Mon.

Rottmannstr. 12-14 69121 Heidelberg 06221 3279579 ganztags, ab 2 Mon.

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

Krippe Mary Poppins

Wieblinger Weg 17 69123 Heidelberg 06221 7267248 ganztags, ab 6 Mon.

Bergheimer Str. 147 69115 Heidelberg 06221 5860157 ganztags, ab 3 Mon.

Städt. Kita Vangerowstraße

Mozartstr. 4 69121 Heidelberg 06221 7267900 ganztags, ab 6 Mon.

Felix-Wankel-Str. 3 69126 Heidelberg 06221 3703-44 ganztags, ab 2 Mon.

Fabrikstr. 28 69126 Heidelberg 06221 370341 ganztags (Mo - Do), ab 2 Mon.

Vangerowstr. 2 69115 Heidelberg 06221 438296 ganztags, ab 2 Mon.

Metropolitan International School

Ev. Kinderhaus Panama

Haus für Kinder

Mannheimer Str. 225 69123 Heidelberg 06221 833531 ganztags, ab 3 Mon.

Ev. Kiga Arche

Glatzer Str. 31 69124 Heidelberg 06221 781316 ganztags, ab 3 Mon.

Ev. Kiga Boxberg

Ginsterweg 22 69126 Heidelberg 06221 382774 ganztags, ab 3 Mon.

Krippe Dreikäsehoch

Zeppelinstr. 9 69121 Heidelberg 06221 6565196 ganztags, ab 6 Mon.

Am Dorf 9 69124 Heidelberg 06221 7145562 ganztags, ab 6 Mon.

Ev. Kita der Versöhnungsgemeinde Mühlweg 10 69118 Heidelberg 06221 801533 ganztags, ab 9 Mon.

AWO Kita Bergheim Mittermaierstr. 15 69115 Heidelberg 06221 182738 ganztags, ab 1 Jahr

Städt. Kita Schwetzinger Terrasse

Langer Anger 27 69115 Heidelberg 06221 4264660 ganztags, ab 1 Jahr

First Steps

Rohrbacher Str. 88/90 69115 Heidelberg 06221 6512767 ganztags, ab 1 Jahr

Kath. Kiga St. Marien

Steinbachdamm 1 69118 Heidelberg 06221 802568 ganztags, ab 1 Jahr

Kinderkiste

Ziegelhäuser Landstr. 5 69120 Heidelberg 06221 455603 ganztags, ab 1 Jahr

Krabbelstube des Studentenwerks Humboldtstraße

Humboldtstr. 19 69120 Heidelberg 06221 411685 ganztags, ab 1 Jahr

Paletti Kleinkindgruppe kunstpädagogische Frühförderung

Steubenstr. 54/1 69121 Heidelberg 06221 452266 ganztags, ab 1 Jahr

Kiga Mückenloch

Josef-Werner-Str. 38 a 69151 Neckargemünd 06223 72221 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Am Feuertor

Am Feuertor 1 69151 Neckargemünd 06223 990012 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Krippe Rappelkiste e.V.

Banngartenstr. 16 69151 Neckargemünd 06223 8684684 ganztags, unter 1 Jahr

Kita am Bildungszentrum/ Fachkrankenhaus

AWO Kita Kranichgarten

Friedrich-Ebert-Str. 67 69151 Neckargemünd 06223 892662 ganztags, ab 1 Jahr

69 UMLAND

Friedrichstr. 6 69168 Wiesloch 06222 4536 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kranichweg 53 69123 Heidelberg 06221 7366731 ganztags, ab 1 Jahr

Kiga Waldhilsbach

Heidelberger Str. 14 69151 Neckargemünd 06223 1080 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kath. Kiga St. Ulrich

Hauptstr. 29 69151 Neckargemünd 06223 71020 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Dilsberg

Allmendweg 4 69151 Neckargemünd 06223 1528 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga St. Laurentius

Tagesmütter Löwenzahn

Schillerstr. 11 69181 Wiesloch 06222 381371 ganztags, unter 1 Jahr

Zwergenstube Sonnenwirbel

Zum Keitelberg 9 69168 Wiesloch 06222 385059 ganztags, unter 1 Jahr

Krippe Wiesloch

In den Breitwiesen 2 69168 Wiesloch 06220 5217116 ganztags, unter 1 Jahr

9


Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

Kinderhaus Wiesloch

In den Breitwiesen 10 69168 Wiesloch 06222 3071606 ganztags, unter 1 Jahr

Kita Unterm Sternenhimmel

Finkenweg 21 69168 Wiesloch 06222 2265 ganztags, ab 1 Jahr

Kita Abenteuerland

Haus der Kinder

Haydnweg 27 69190 Walldorf 06227 841677 ganztags, unter 1 Jahr

Krippe Postillion e.V.

Rindweg 15 69198 Schriesheim 06203 8399072 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga Altenbach Bärenhöhle Altenbach

Bannholzweg 41 69168 Wiesloch 06222 4118 ganztags, ab 1 Jahr

69198 Schriesheim 06220 7444 ganztags, ab 2 Jahren

Rappelkiste

Tannenweg 32 69207 Sandhausen 06224 599140 ganztags, ab 1 Jahr

In der Warthütte 12 69181 Leimen 06224 175277 ganztags, ab 1 Jahr, ab 3 Mon. in Gründung

Comenius Kiga

Rostocker Weg 2 69181 Leimen 06224 72822 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Ev. Kiga

Schulstr. 2 69190 Walldorf 06227 9314 Vormittag, ab 2 Jahren

Krippe Zipfelmützen e.V.

Bürgermeister Willinger Str. 65 69190 Walldorf ganztags, unter 1 Jahr

Wirbelwind

WaldKiga

Am Galgenbuckel 1 69207 Sandhausen 06224 922960 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Ev. Kiga Friedrich Fröbel

Otto-Hahn-Str. 1 69214 Eppenheim 06221 765270 ganztags, unter 1 Jahr

„Konfetti“ Kiga der Jugendkunstschule Heidelberg

Konrad-Adenauer-Str. 10 69221 Dossenheim 06221 861486 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Spielstube des Turniersportvereins Racket Center e.V. Walldorfer Str. 100 69224 Nußloch 06224 99090 Vormittag, ab 1 Jahr

Kinderhaus Apfelbäumchen e.V. Kurpfalzstr. 75 69224 Nußloch 06224 16572 Vormittag, ab 1 Jahr

Paul-Gerhardt-Kiga

Hauptstr. 99 69224 Nußloch 06224 12329 ganztags, ab 2 Jahren

Krippe Postillion e.V.

Dambach-la-Ville-Str. 4/1 69231 Rauenberg 06222 3879129 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga Balzfeld

Dorfstr. 66 69234 Dielheim 06222 74147 Vormittag, ab 2 Jahren

Krippe Sonnenschein

Schulstr. 9 69234 Dielheim 06222 73470 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Ev. Kita Schatzinsel

Rosenweg 20 69239 Neckarsteinach 06229 525 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Abenteuerland

Greiner Str. 6a 69239 Neckarsteinach 06229 7234 ganztags, ab 1 Jahr

Kiga St. Nikolaus

Am Mansbach 2 69242 Mühlhausen 07253 2 63 94 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Heiligkreizsteinach

Rathausstr. 13 69253 Heiligkreuzsteinach 06220 52148132 ganztags, ab 1 Jahr

Kindernest e.V.

Hauptstr. 107 69254 Malsch 07253 26883 ganztags, ab 1 Jahr

Kath. Kiga St. Michael

Hauptstr. 54a 69257 Wiesenbach 06223 4503 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Kommunaler Kiga „Unterm Regenbogen“ Panoramastr. 6 69257 Wiesenbach 06223 49805 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Krippe Johann-WilhelmStraße

Johann-Wilhelm-Str. 109a 69259 Wilhelmsfeld 06220 3140260 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

St. Maria

Scheffelstr. 27 69412 Eberbach 06271 4862 ab 2 Jahren

St. Josef

Waldstr. 50 69412 Eberbach 06271 4863 ab 2 Jahren

St. Elisabeth

Kiga „Eulennest“

Odenwaldstr. 22 69412 Eberbach 06271 5854 ab 2 Jahren

Krippe Zwergenland

Birkenweg 3 69434 Hirschhorn/ Langenthal 06272 912093 ganztags, ab 1 Jahr

Schulstr. 11 69259 Wilhelmsfeld 06220 50936 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren Angelhofweg 2 69259 Wilhelmsfeld 06220 521118 ganztags, unter 1 Jahr

SpatzenNest im Badehaus

Bussemerstr. 10 69412 Eberbach 0176 45128984 ganztags, unter 1 Jahr

SpatzenNest am Rosenturm

Backgasse 19 69412 Eberbach 06271 9476420 ganztags, unter 1 Jahr

KiGa Gernegroß

Städt. Kita

Klingenstr. 41 69434 Hirschhorn 06272 39151 ganztags, ab 2 Jahren

Krippe Mierendorffstraße Postillion e.V.

Mierendorffstr. 28 69469 Weinheim 06201 2580789 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr


Regional ➲ Metropolregion Rhein-Neckar

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

Kiga Mäusenest Kaiserstr. 19 69469 Weinheim 06201 9599254 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

Kiga Löwenzahn

Kirchenstr. 28 69256 Mauer 06226 993 1354 ganztags, ab 2 Mon.

Zwingerstr. 19 69412 Eberbach 06271 942 059 ganztags, ab 2 Mon.

Krippe Großsachsen Postillion e.V.

Riedweg 2b 69493 Hirschberg 06201 9599259 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Krippe Leutershausen

Bahnhofstraße Bahnhofstr. 16 69493 Leutershausen 06201 9599319 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Ev. Kiga Schatzinsel

Nördliche Hauptstr. 71 69469 Weinheim 06201 63676 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Montessori SchulKiga

Sternschnuppe Theodor-Heuss-Str. 17 69469 Weinheim 06201 905425 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kita „Bürgerpark“

Bismarkstr. 6 a 69469 Weinheim 06201 12864 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

In der Dell 11/1 69469 Weinheim 06201 22699 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kath. Kiga

Im Langewann 14 69469 Weinheim 06201 55614 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kiga Postillion e.V.

Theodor-Heuss-Str. 17 69469 Weinheim 0176 12013854 ganztags, unter 1 Jahr

Krippe Mannheimer Str. Postillion e.V.

Mannheimer Str. 11-13 69469 Weinheim 06201 9860960 ganztags, unter 1 Jahr

Kiga „Nordlicht“

Langmaasweg 3 69469 Weinheim 06201 12203 ganztags, ab 2 Jahren

Kiga und Kita Pusteblume

Fichtenstr. 16 69469 Weinheim 06201 64599 ganztags, ab 2 Jahren

Kath. Kita St. Laurentius

Pater-Delp-Kiga

Moltkestr. 10 69469 Weinheim 06201 185876 ganztags, ab 2 Jahren

Stettiner Str. 40 69502 Hemsbach 06201 73454 ab 2 Jahren

Krippe

Abenteuerland

Hauptstr. 119 69488 Birkenau 0151 59177686 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Kiga Hornbescher Sunn

Heimstr. 8 69488 Birkenau 06201 32382 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kita Kleine Strolche

Am Langenberg 13 69488 Birkenau 06201 373326 ganztags, ab 2 Jahren

Krippe Leutershausen

Karlsruher Straße Karlsruher Str. 69493 HirschbergLautershausen 06220 52171-16 ganztags, unter 1 Jahr

Regenbogenland

Gleiwitzer Str. 42 69502 Hemsbach 06201 74675 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Ev. Bonhoefferkiga

Breslauerstr. 14/2 69502 Hemsbach 06201 71919 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Schmittgasse 18 69509 Mörlenbach 06209 712277 ganztags, ab 1 Jahr

Ev. Kiga

Schließmauerstr. 18 69514 Laudenbach 06201 75414 ab 2 Jahren

Abenteuerland

Untere Str. 26 69514 Laudenbach 06201 75267 ganztags, ab 2 Jahren

Krabbelkäfer e.V. Mosbach

Martin-Luther-Str. 18 74821 Mosbach-Neckarelz 06261 89999-0 ganztags, unter 1 Jahr

Städt. Kiga Rohrbach

Theodor-Heuss-Str. 60 74889 Sinsheim 07261 4207 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Ev. Martin-Luther Kinderhaus Sinsheim

Werderstr. 7 74889 Sinsheim 07261 4990 verlängerter Vormittag, unter 1 Jahr

Ev. Kiga Eschelbach

Kindergartenstr. 4 74889 Sinsheim 07265 8676 verlängerter Vormittag, ab 1 Jahr

Städt. Kiga Hasselbach

Grundstr. 21 74889 Sinsheim 07268 576 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Städt. Kiga Ehrstädt

Ehrenstr. 31 74889 Sinsheim 07266 2280 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Städt. Kiga Adersbach

Neuwiesenstr. 16 74889 Sinsheim 07261 1204781 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Städt. Kiga Pusteblume

Reihen Oberer Renngrund 37 74889 Sinsheim 07261 2624782 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

(ab August 2013) Klosterstr. 50 74931 Lobbach ganztags, ab 2 Mon.

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

Neue Straße 20 74933 Neidenstein 07263 408531 ganztags, ab 2 Mon.

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

Friedrich – Ebert - Str. 18 74915 Waibstadt 07263 - 408 6783 ganztags, ab 2 Mon.

Kinderkrippe Rappelkiste e.V.

Bahnhofstr. 29/1 74909 Meckesheim 0160-97367364 (wegen Umzug) ganztags, ab 2 Mon.

Städt. Kiga Vogelnest

Hoffenheim Sperberstr. 13 74889 Sinsheim 07261 17182 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Ev. Kiga Weiler

Burggrafenstr. 12 74889 Sinsheim 07261 3477 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Ev. Kiga Waldangelloch

Friedenstr. 2 74889 Sinsheim 07265 509058 verlängerter Vormittag, ab 2 Jahren

Kita: Kindertagesstätte Kiga: Kindergarten KH: Kinderhaus

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Nachrichten Zentrale Betreuungsvormerkung in Mannheim

Eine große Erleichterung für Eltern, die ihr Kind an einer Mannheimer Kita anmelden möchten, soll das Meldesystem für Kinderbetreuungsplätze MeKi schaffen: Es ermöglicht eine zentrale Vormerkung für alle Krippen, Kinder-gärten, Horte und sogar Tagespflegepersonen. Dabei können die Eltern drei Wunscheinrichtungen angeben, die Platzvergabe soll nach einem Punktesystem erfolgen, das z.B. berücksichtigt, ob beide Eltern oder nur ein Elternteil berufstätig sind oder ob das Kind bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt. Die Stadt will das zentrale Vormerksystem bis August 2013 umsetzen.

Finanzielle Hilfen für Frauen

In Rheinland-Pfalz leben rund 134.000 Alleinerziehende. Davon sind 85 Prozent Frauen. Insbesondere an sie richtet sich die Internet-Datenbank „Finanzielle Hilfen für Frauen“, die das rheinland-pfälzische Frauenministerium nun aktualisiert hat und die Frauen die Suche nach finanziellen Hilfen erleichtern soll. Frauenministerin Irene Alt erklärt dazu: „Mit wenigen Klicks können sie sich über rund 225 Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes, des Landes Rheinland-Pfalz sowie von Banken und Stiftungen informieren. Hierbei können sie ganz gezielt nach Hilfen für ihre Lebenssituation, zum Beispiel als Alleinerziehende, Migrantin, Studentin oder Berufsrückkehrerin nach der Familienphase suchen.“

Pflegefall – was nun?

Druckfrisch informiert der neue „Praxisleitfaden für Beschäftigte mit behinderten Kindern und anderen pflegebedürftigen Angehörigen“ der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH über die ersten Schritte und Maßnahmen, die erforderlich sind, wenn man neu in eine Pflegesituation kommt. Der Leitfaden gibt über die gesetzlichen Regelungen Auskunft, über die Gestaltung der Pflege und die Ansprüche an die Rentenkasse, über Krankheitsbilder und Vorsorgemaßnahmen. Zusammen mit den aufgelisteten Anlaufstellen, Betreuungsangeboten, weiterführenden Links, Buchtipps und Checklisten bietet der Leitfaden eine umfassende erste Orientierung. Sie können den Leitfaden direkt bestellen unter: www.m-r-n.com/publikationen

Heidelberg baut Ferienbetreuung aus In den Sommerferien 2013 wird an allen staatlichen Grundschulen in Heidelberg erstmals eine einheitliche Ferienbetreuung für alle Schüler von max. 8 bis 17 Uhr angeboten. Die Ferienbetreuung ist wochenweise buchbar. Durchgeführt wird die Ferienbetreuung durch päd-aktiv e.V.

„Wir wollen weiterhin Schwerpunkte in den Bereichen Kinder, Familie, Bildung und Wohnen setzen.“ Dr. Eckart Würzner, OB Heidelberg

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Kinder ➲ Mit Kindern ins Museum

Futter für den Geist Im Kindermuseum ist anfassen und ausprobieren ausdrücklich erwünscht Von Lydia Hilberer

Aufrecht steht sie da, die schöne junge Frau auf der Reproduktion des Gemäldes von Parmigianino von 1537. Sie trägt noble Kleidung, eine Goldkette mit eingefassten Edelsteinen und um die Schultern einen kostbaren Zobelpelz. Wie alt mag sie sein? Vierzehn Jahre? Fünfzehn? Im heiratsfähigen Alter ist sie nach damaliger Auffassung auf jeden Fall. Das Porträt ist vermutlich eine Auftragsarbeit, die potentielle Ehemänner von der Schönheit der Braut beeindrucken sollte. Wer denkt angesichts dieser Darstellung daran, dass der kostbare Zobelpelz nicht vorrangig der Zierde diente? Vielmehr war der Zobelpelz ein Flohschutz. Er sollte der jungen Frau die Viecher buchstäblich „vom Halse halten“ und ihr so das unangenehme Jucken und Kratzen ersparen, das die lästigen Blutsauger verursachten. Flöhe waren zu jener Zeit weit verbreitet, auch in der feinen Gesellschaft. Der Grund dafür war unter anderem die mangelnde Hygiene – Waschen galt als gesundheitsschädlich. Das war auch im 18. Jahrhundert noch so. Aus dieser Zeit stammt die Flohfalle, die ebenfalls in der Ausstellung im Kindermuseum Frankfurt zu sehen ist. Das zirka sieben Zentimeter lange Ausstellungsstück sieht aus wie ein mit Löchern verziertes, großes Osterei. Solche Flohfallen wurden vorzugsweise in den turmhohen Perücken versteckt, die damals Mode waren. Oder man trug sie als Anhänger um den Hals. In das Innere des Eis tat man einen in Blut oder in Honig getränkten Lappen. Dieser sollte die kleinen Tiere anlocken. Waren sie erst ins Ei gekrabbelt, klebten sie fest und kamen nicht mehr heraus. LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Kinder ➲ Mit Kindern ins Museum

„Hier wird nicht nur geschaut. Hier wird auch angefasst und untersucht. Es wird gestempelt, gekurbelt, gedreht, gestochen, gemalt, gehört, gesucht und gezählt. “ Wie anders das Leben damals im Vergleich zu unserem heute doch war! Die beiden Ausstellungsstücke im Kindermuseum Frankfurt machen deutlich, wie spannend es sein kann, vergessene Gebräuche und Lebensumstände neu zu entdecken. Dabei ist die Reise in die Vergangenheit nur eine Möglichkeit, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Im Kindermuseum Frankfurt werden noch viele andere Wege beschritten und für Kinder nachvollziehbar gemacht. In der Ausstellung „Blutsauger“, aus der auch die beiden historischen Exponate zum Flohschutz stammen, werden insgesamt sieben Lebewesen gezeigt, die sich von menschlichem Blut ernähren. Da sind lebende Blutegel, die man mit einer Lupe untersuchen kann. Kopfläuse können unter dem Mikroskop bestaunt werden. Ein Glasröhrchen zeigt an, wie viel Blut sie an einem Tag saugen. An einem Perückenkopf kann man künstliche Nissen suchen und zählen – eine Fertigkeit, die bei der Häufigkeit

von Kopfläusen vor allem in Kindergärten höchst alltagstauglich ist. Auch die Zecke wird erklärt. Ein Animationsfilm zeigt, wie sie im Gras auf Beute lauert. Da sie keine Augen hat, ist sie auf ihr so genanntes „Hallersches Organ“ angewiesen. Dies sitzt an den Vorderbeinen und reagiert auf Schweiß und menschlichen Atem. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie die Zecke damit einen vorbeilaufenden Jogger aufspürt, auf seine Wade überspringt und ihm die gezackten Rüssel ins Fleisch rammt. Wie das genau vor sich geht, das macht eine Installation aus Küchenmessern, Kartoffelschälern, Käsereiben und anderen Eisenteilen lebhaft vor. Schaurig schön, etwas eklig und doch unheimlich faszinierend ist diese Insektenwelt in der Frankfurter Ausstellung. Die Kinder sind sichtlich fasziniert von den fremden Gegenständen. Sie haben großen Spaß daran, die ruckelnde Zecken-Installation mit einer seitlichen Kurbel in Bewegung zu setzen. Hinzu kommen die Werkstationen, wo sie eifrig basteln und malen. Aus blutroter Farbe entstehen Aquarellbilder von Blutsaugern. Aus Elektronikschrott werden Mücken, Fliegen und Schmetterlinge zusammengebaut. Sogar einen eigenen Ausstellungskatalog können die Kinder zusammenstellen. Die eigens für die Ausstellung gebauten oder geliehenen Exponate, Illustrationen, Geräte, Apparaturen und Werkstationen machen deutlich: Kindermuseen sind keine Kunstmuseen für Kinder. Kindermuseen sind mit den pädagogischen Angeboten der Kunstmuseen nicht zu verwechseln, sondern stellen eine ganz eigene Kategorie dar. Hier wird nicht nur geschaut. Hier wird auch angefasst und untersucht. Es wird gestempelt, gekurbelt, gedreht, gestochen, gemalt, gehört, gesucht und gezählt. Das Frankfurter Haus ist die älteste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Es wurde 1972 eröffnet und feierte im Juni 2012 sein 40-jähriges Jubiläum. Die Entstehung fällt mit der Neukonzeption des Historischen Museums der Stadt Frankfurt zusammen. Diese hatte das Ziel, Stadtgeschichte so zu erklären, dass sie von allen verstanden werden kann. Egal welche schulische und berufliche Ausbildung die Besucher haben und ungeachtet der gesellschaftlichen Schicht, der sie angehören. Zusätzlich sollten von nun an alle Themen

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Kinder ➲ Mit Kindern ins Museum

so aufbereitet werden, dass sie auch von Kindern verstanden werden können. „Gründungsidee des Kindermuseums war 1972, dass Kinder die Möglichkeit bekommen, im Museum etwas zu tun, aktiv zu werden, die Welt zu entdecken und so zu mündigen Bürgern heranzuwachsen. Das ist heute noch aktuell“, erläutert Susanne Gesser, Leiterin des Kindermuseums Frankfurt, die gesellschaftliche Aufgabe der Kindermuseen. „Wir gestalten unsere Ausstellungen daher so, dass die Kinder sich die Themen selbst erschließen können. Der Museumsbesuch soll Spaß machen. Für Kinder ist es zu anstrengend, sich langatmige Vorträge anzuhören. Kinder sind da viel ungeduldiger als Erwachsene. Bei unseren Ausstellungen gibt es immer einen aktiven Teil. Hier können die Kinder selbst Hand anlegen, mitmachen, ihre Kreativität entdecken.“ Dies wird auch bei der neuen Ausstellung „Sammelfieber“ im Kindermuseum Frankfurt der Fall sein, die noch bis September 2014 läuft. In dieser Ausstellung können die Kinder vollständige Sammlungen verschiedener Sammler oder ihre wertvollsten Stücke bewundern. Zu erkunden ist der Nachbau einer historischen Wunderkammer, dem Vorläufer moderner Naturkundemuseen. Es gibt Hosentaschensammlungen von namhaften Künstlern zu sehen, Sammlungen von Alltagsgegenständen wie Zuckertütchen, Streichholzschachteln oder Sammelbildchen. Sammlungen von glitzernden, bunten oder glänzenden Dingen können von den Museumsbesuchern durch mitgebrachte Dinge erweitert werden. Sammeln, das macht jedes Kind gern – Muscheln, Steine, Fußballstars oder Sammelbildchen für ein Album. In Frankfurt lernen die Kinder spielerisch, dass Sammeln viel mehr bedeutet als das pure Zusammentragen von Dingen. Es bildet die Grundlage für das Ordnen, Kategorisieren und Erforschen von Dingen und deren Bewahren für künftige Generationen. ✖

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Das Frankfurter Kindermuseum ist längst nicht mehr das einzige seiner Art in Deutschland. Mittlerweile gibt es über ganz Deutschland verteilt rund 50 Einrichtungen, und jede hat einen eigenen Schwerpunkt und andere Highlights. Das Kinderreich im Deutschen Museum in München beispielsweise ist schon für Kleinkinder ab drei Jahren geeignet. Hier gibt es unter anderem eine Musikabteilung, in der man Instrumente mit allen Mitteln ausprobieren kann. Die Kinder können versuchen, Regen oder Sturm auf dem Klavier nachzuspielen. Es gibt eine Riesengitarre, in die sie von hinten reinklettern können. So können sie sich den Klang der Gitarrensaiten von innen anhören und die Schwingungen der Töne an den Wänden der Gitarre fühlen. Das Junge Museum im Historischen Museum der Pfalz in Landau hingegen bietet seinen kleinen Besuchern eindrucksvolle Erlebnisund Erfahrungswelten, parallel zu den historischen Wechselausstellungen im Haupthaus. Hier können die Kinder auf den Spuren von Steinzeitjägern, alten Römern, mittelalterlichen Rittern oder alten Ägypter wandeln. In aufwändig inszenierten Ausstellungen erstehen vergangene Lebenswelten wieder auf. Die Kinder dürfen alle Gegenstände anfassen und ausprobieren. Sie dürfen damit spielen und somit in die Rolle des Ritters oder alten Ägypters schlüpfen. Viele Kindermuseen richten sich an Kinder ab sechs Jahren. Jüngere Kinder können in Begleitung von Erwachsenen jedoch mit den meisten Kindermuseen auch schon etwas anfangen. Da Anfassen ausdrücklich erwünscht ist, muss man schließlich keine Angst haben, einen Alarm auszulösen. Das spezielle Angebot vor Ort lässt sich bequem im Internet recherchieren. Die Website des Bundesverbandes Deutscher Kinder- und Jugendmuseen bietet einen Überblick und verlinkt zu den einzelnen Häusern. So sind die Kindermuseen allemal eine schöne Beschäftigung für verschneite oder verregnete Nachmittage.

Adressen und Angebote der Kindermuseen in Deutschland: www.bv-kindermuseum.de

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Kinder ➲ Kinder & Trauer

Wenn Kinder trauern... Über den Tod sprechen und Trost spenden von Eva-Maria Popp

Der Tod spielt im Leben von Kindern eine große Rolle. Es stirbt der Hund oder die Katze. Wir finden einen toten Vogel im Garten. Im Kindergarten ist der Papa eines Kindes gestorben. In der eigenen Familie stirbt die Oma oder der Opa. Der Tod stellt in unserer Gesellschaft immer noch eines der größten Tabuthemen dar. Viele von uns haben verlernt, mit ihm umzugehen und haben daher Angst, mit den Kindern darüber zu reden. Tod und Trauer annehmen Eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Krisenverarbeitung ist es, die Trauer anzunehmen und vor allem zuzulassen. Dazu gehört eine Konfrontation mit dem Unfassbaren von der ersten Sekunde an. Kinder im Vor- und Grundschulalter haben noch ein sehr natürliches Verhältnis zum Tod. Er passt in ihr Weltbild, in das Bild der Wunder und Mythen. Sie sind wissbegierig und neugierig. Für sie ist es sehr wichtig, dass sie über alles reden können und alle ihre Fragen beantwortet werden. Gerade die Fragen nach den Fakten geben den Kindern Sicherheit im Verarbeiten. Das gilt auch für Fragen nach dem Tod. Es gibt nichts, was Kinder nicht verstehen würden. Vor allem aber müssen sie begreifen, und das im ursprünglichen Wortsinn. Nur wer anfasst – begreift –, kann annähernd verstehen, was vorgeht. Es gehört allerdings zum Mysterium der Menschen, dass sie den Tod nie begreifen werden – obgleich durch die direkte Konfrontation mit dem Toten das Begreifen beginnt. Es greift die Erkenntnis, dass jetzt die Trennung beginnt und der Tote niemals wiederkehren wird. Das ist eine sehr schmerzliche, aber heilsame Erkenntnis und der Beginn einer erfolgreichen Krisenverarbeitung und Trauerarbeit.

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Erwachsene erleben Trennung anders als Kinder Trennungen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Sie lösen heftige Gefühle in uns aus, machen uns Angst. Oftmals fühlen wir uns in diesen Situationen hilflos dem Chaos der Welt ausgeliefert. Denn durch Trennungen werden wir immer wieder daran erinnert, dass wir uns von etwas Vertrautem, etwas, das uns Sicherheit und Geborgenheit gegeben hat, trennen müssen. Als Erwachsene haben wir durch unsere eigene Sozialisation gelernt, mit diesen Gefühlen zu leben. Sie unter Kontrolle zu halten und in die Realität einzuordnen. Denn parallel zu diesen Gefühlen haben wir das Bewusstsein darüber erworben, dass wir diese Trennungen benötigen, um unseren eigenen individuellen Weg zu finden. Wir wissen, dass nur da, wo etwas zu Ende geht, etwas Neues beginnen kann. Die Auseinandersetzung mit dem Prozess des Abschieds ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, das Neue wahrzunehmen und daran zu wachsen. Doch um bei aller Eigenmotivation mit einer gewollten oder ungewollten Trennung klarzukommen, sind uns vertraute Menschen auch von hoher Bedeutung. Sie helfen uns bei der Bewältigung, bringen Verständnis auf, führen uns aber auch zunehmend in die Realität zurück. Kinder haben dieses Wissen noch nicht. Sie haben noch nicht gelernt, mit Trennungen umzugehen. Sie sind daher auf Menschen angewiesen, die sie in Krisenzeiten begleiten – trösten. Trennungen, Krisen und Abschiede sind jedoch Themen, die wir eher nicht so gerne mit Kindern besprechen. Entweder weil sie uns selbst zu sehr schmerzen oder weil wir die Kinder vor diesen heftigen Gefühlen bewahren wollen. Doch durch Schweigen, Nicht- oder ausweichende Antworten nehmen wir ihnen – zusätzlich zum eigentlichen Verlust – die Offenheit und Nähe der ihnen vertrauten Menschen. Wir nehmen ihnen die Chance, sich

Trost sp LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Kinder ➲ Kinder & Trauer

die Natürlichkeit ihrer Gefühle zu bewahren. Wir nehmen ihnen die Möglichkeit, diese, Gefühle zu akzeptieren, auch wenn sie unangenehm sind. Wenn wir beispielsweise das verstorbene Haustier schnell ersetzen, versagen wir ihnen einen wichtigen Teil menschlicher Erfahrung. Wir versagen ihnen, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. Wir können Kinder nicht vor der Konfrontation mit Trennung und Tod verschonen. Wir können diese Situationen nicht verhindern, nicht verschönern. Wir können Kindern lediglich Hilfen für den Umgang mit Gefühlen anbieten und durch Trost den positiven Aspekt von Trennungen vermitteln: ein bisschen Hoffnung! Trost sollte dabei aber nicht die wahllose Erfüllung materieller Wünsche sein. Auch nicht das Dramatisieren oder Abwerten von Schmerz. Trost ist vielmehr, sich Zeit zu nehmen, um Einblick in die kindliche Vorstellungs- und Erlebniswelt zu bekommen. Wahrzunehmen, was welchen Stellenwert für das Kind hat. Trost muss angemessen „verteilt“ werden und im Verhältnis zum tatsächlichen Schmerz stehen. Dabei ist die Intensität des empfundenen Schmerzes von Mensch zu Mensch unterschiedlich, ebenso wie es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Trost zu spenden.

Trost durch emotionale Begleitung Trost durch emotionale Begleitung ist daher die wichtigste Hilfestellung. Sie beinhaltet die verlässliche, ehrliche und vertraute Nähe von Menschen, die versuchen, Gefühle zu verstehen. Das Gefühl von Schutz und Geborgenheit vermitteln. Respekt haben vor individueller Trauer und auch Scham- oder Schuldgefühlen. Begleiten durch wertfreie Anteilnahme.

Trost durch Kommunikation und Antworten Ein offenes, unverkrampftes Gespräch ist meist tröstlicher als ein „Das verstehst du noch nicht!“ oder „Dafür bist du noch zu klein!“. Diese Bewertungen verunsichern das trauernde Kind und widersprechen einer Mut machenden Gemeinsamkeit. Sich mitteilen können und dürfen ist dabei der eine Teil. Der andere ist das Zuhören. Die Erfahrung, dass andere ähnliche Gefühle haben, kann ungemein trösten. Ein Klima der Akzeptanz und des Verständnisses erhöht die Möglichkeit, auch einmal naturphilosophische Fragen zu besprechen. Auf die Veränderungen und die Vergänglichkeit des Lebens anhand anderer Beispiele einzugehen. Es kann aber auch dabei helfen, neue Perspektiven aufzuzeigen.

„Lange saßen sie dort und hatten es schwer, aber sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.“ (Astrid Lindgren – Ronja Räubertochter)

penden Trost durch Sich-Erinnern, durch Hoffnung

Innere Bilder bewahren und sie immer wieder dann hervorzu-

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holen, wenn einem danach zumute ist, ist auch eine gute Art, Trost zu spenden. Hoffnung ist der Ansatz für das Neue. Ist eine offene Richtung und kann wachsen, indem auch Erinnerungen ihren Platz haben, aber die Lebensperspektive wieder die eigentliche Führung übernimmt.

Trost durch Alternativen für den Augenblick Ein gemeinsames Spiel, die Erfüllung eines Wunsches, ein Spaziergang, ein Kopfstreicheln oder eine Umarmung, ein einfaches Zusammensitzen … ✖

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Dossier ➲ Weiterbildung

Karrierekick Elternzeit Mit Kind weiterbilden und durchstarten Von Jenny Menzel Wenn ein Kind geboren wird, ändert sich alles. Bei den meisten Müttern bleibt jedoch der Wunsch, erwerbstätig zu sein. Drei von vier Müttern nehmen sich daher vor, sich während der Elternzeit weiterzubilden. Aber nur jede dritte junge Mutter setzt den Plan um. Wer nach der Elternzeit, insbesondere dann, wenn sie auf mehrere Jahre angelegt ist, weiterhin gute berufliche Perspektiven haben möchte, sollte die Karrierepläne auch während der Elternzeit verfolgen und entwickeln. Nicht immer ist es möglich, an den „alten“ Arbeitsplatz zurückzukehren. Sei es, weil die Stelle anders besetzt wurde oder weil man wegen der Kinderbetreuung weniger Arbeitsstunden leisten kann oder will. Hinzu kommt: Nach einer bis zu dreijährigen Arbeitspause ist der Anschluss an die Entwicklung im Unternehmen schnell verpasst.

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Dossier ➲ Weiterbildung

Am Ball bleiben

Lebenslanges Lernen ist heute eine Grundlage nahezu jeder Erwerbstätigkeit. Tauchen Sie also während der Elternzeit nicht komplett unter und legen Sie auch nicht für die nächsten Jahre jeden Gedanken an die Welt „da draußen“ ad acta! Grundvoraussetzung, um aus der Elternzeit keinen Karriereknick zu machen, ist der Kontakt mit dem Arbeitgeber. Während der Elternzeit dürfen Sie bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten, ohne den Anspruch auf Elternzeit zu verlieren. Das Übernehmen von Krankheits- und Urlaubsvertretungen ist eine kluge Strategie, um fachlich am Ball zu bleiben und sich nach der Rückkehr nicht erst neu einarbeiten zu müssen. Außerdem wird so die gefürchtete Lücke im Lebenslauf verhindert. Stehen Seminare oder Firmenevents an: Nehmen Sie teil!

Elternzeit als Neustart nutzen

Ein Kind kann das Leben komplett auf den Kopf stellen – auch, was die beruflichen Prioritäten und Ziele angeht. Manchmal passen die Anforderungen der bisherigen Tätigkeit einfach nicht zum schmaleren Zeitkontingent einer berufstätigen Mutter oder eines Vaters, der sich auch um die Kinder kümmern möchte. Reisetätigkeiten, Schichtdienste, Rufbereitschaft – all das kann mit Kindern problematisch werden. Immer mehr Frauen nutzen die „Auszeit“ daher, um gezielt über eine neue Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber nachzudenken – mit Offenheit und Flexibilität auf beiden Seiten ist das oft möglich. Kann die Firma keine adäquate Stelle anbieten, bleibt der Schritt in die Selbständigkeit – als freie Mitarbeiterinnen können Mütter oft flexibler und selbstbestimmter arbeiten.

die Qualifizierung investieren? Gibt es eine Möglichkeit, Ihr Kind stundenweise betreuen zu lassen, und welchen Beitrag leistet Ihr Partner/Ihre Partnerin, um das Projekt Weiterbildung zu unterstützen?

So finden Sie das passende Angebot

Der Markt für Weiterbildungen wird immer unübersichtlicher. Mittlerweile gibt es mehr als 35.000 Seminaranbieter und über 200 Veranstalter von Fernlehrgängen. Da den richtigen Anbieter zu finden, ist schwierig. Am einfachsten ist es, wenn man auf den eigenen Arbeitgeber zurückgreifen kann, denn viele bieten Weiterbildungen speziell für Elternzeitler an. Einen Großteil des Lernstoffs können sich die Teilnehmenden dabei online am heimischen Rechner erarbeiten. Somit ist dieses Angebot das einfachste und kostengünstigste. Erkundigen Sie sich einfach, ob auch Ihr Arbeitgeber so ein Angebot macht. Volkshochschulen, Akademien und andere anerkannte Weiterbildungsträger bieten ebenfalls geeignete Seminare und Lehrgänge an. Den besten Überblick und eine passgenaue Beratung bekommen Mütter zum Beispiel bei den regionalen Frauenberatungsstellen (www.frauundberuf. de). Neben dem Frauenbeauftragten und der Personalentwicklungsstelle des eigenen Arbeitgebers haben auch die Arbeitsagenturen (www.arbeitsagentur.de) wertvolle Tipps parat: In speziellen Sprechstunden werden dort „Berufsrückkehrerinnen“ zu Qualifizierung, flexiblen Arbeitszeitmodellen und Förderungsmöglichkeiten beraten. Die Stiftung Warentest empfiehlt übrigens, grundsätzlich mehrere Beratungsstellen aufzusuchen. Noch ein Tipp: Wenn es in Ihrer Branche Kongresse, Fachmessen und Tagungen gibt, sind diese oft eine gute Möglichkeit, sich kurzfristig und gezielt weiterzubilden.

Grundvoraussetzung, um aus der Elternzeit keinen Karriereknick zu machen, ist der Kontakt mit dem Arbeitgeber.

Richtig qualifizieren und weiterentwickeln

Auch für eine umfassende Weiterbildung oder Neuorientierung, etwa im Rahmen eines Fernlehrgangs oder eines Studiums, bietet die Elternzeit eine gute Gelegenheit. Vor der Weiterbildung sollten Sie sich aber über das Ziel im Klaren sein: Wollen Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse aufpolieren? Dann kann eine Auffrischung des BusinessEnglisch sinnvoll sein. Wollen Sie eine bestimmte IT-Qualifizierung über mehrere Monate oder gar ein ganz neues Berufsfeld erschließen? Dann bietet sich ein Fernlehrgang an. Eine wichtige Voraussetzung ist die ehrliche Einschätzung der eigenen Möglichkeiten: Wie viel Zeit können Sie für die Weiterbildung aufbringen? Wie weit können Sie zum Schulungsort fahren? Wie viel können und wollen Sie in

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Wer bezahlt?

Finanziert wird eine Weiterbildung häufig ganz oder teilweise durch den Arbeitgeber. Klären Sie diesen Punkt bereits während der Schwangerschaft. Für Ihren Arbeitgeber ist das eine Investition in die Zukunft, die er sogar steuerlich geltend machen kann. Ein Argument, das Sie für sich nutzen sollten. Wer nach der Elternzeit von Arbeitslosigkeit bedroht ist, weil zum Beispiel die Öffnungszeiten der Kita nicht mit der Arbeitszeit vereinbar sind, dem bezahlt die Arbeitsagentur unter Umständen eine Weiterbildung. Dafür müssen Sie sich spätestens drei Monate vor dem Ende Ihrer Elternzeit

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Dossier ➲ Weiterbildung

arbeitssuchend melden. Auch dann, wenn kein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht. Lehrgänge, die auf staatliche Prüfungen vorbereiten, werden nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) mit dem sogenannten „Meister-BAföG“ unterstützt. Der Bund und Institutionen wie der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen, auch in der Elternzeit. Bildungsgutscheine, Weiterbildungsprämien und Bildungskredite sind von der Einkommenshöhe, teilweise vom Alter und von der bisherigen Qualifikation abhängig. Häufig muss die gewünschte Weiterbildung allerdings selbst finanziert werden. Seriöse und gleichzeitig günstige Anbieter sind die Volkshochschulen mit ihrem umfangreichen und bezahlbaren Angebot besonders bei Sprach- und IT-Kursen. Aber auch die Fernuniversität Hagen, als staatliche Hochschule vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, bietet bezahlbare Fernkurse für jeden Geschmack. Ein Trost: Die Kosten für die berufliche Weiterbildung können als Werbungskosten beim Finanzamt geltend gemacht werden. Nehmen Sie an einer von der Agentur für Arbeit geförderten Maßnahme teil, werden Ihnen Betreuungskosten in Höhe von 130 Euro monatlich je Kind erstattet.

Wie machen es andere?

Berufstätige Mütter finden Unterstützung in immer mehr lokalen und regionalen Netzwerken. Erste Anlaufstellen zum Austausch oder bei Problemen sind der Verband berufstätiger Mütter (VBM) und die „Business and Professional Women“ (bpw), die in ganz Deutschland Informationen und Beratung vermitteln. Kontakte zu seriösen, professionellen Karriereberatern vermitteln der Deutsche Verband für Bildungs- und Berufsberatung e. V. (DVB) und die Deutsche Gesellschaft für Karriereberatung e.V. (DGfK). Seriöse Anbieter von Weiterbildungen sowie eine Liste interessanter Frauennetzwerke finden Sie unter www.lob-magazin.de.

Check: Was ist eine gute Fortbildung? Leider gibt es kein bundeseinheitliches Prüf- oder Gütesiegel für Weiterbildungen. Ein Urteil über die Qualität eines Angebots müssen Sie sich also selbst bilden. Die folgenden Punkte sollten vor dem Abschluss jedes Vertrags geklärt werden: Erfüllen Sie alle Voraussetzungen für die Weiterbildung? Bekommen Sie einen anerkannten Abschluss? Wie hoch sind die Kosten? (Als Anzahlung sollten stets zehn Prozent genügen.) Fallen zusätzliche Kosten für Unterrichtsmaterialien oder Prüfungen an? Sind im Vertrag akzeptable Rücktritts- oder Kündigungsbedingungen vorgesehen, etwa bei Krankheit? (Es darf keine Rücktrittspauschale berechnet werden, wenn ein Ersatzteilnehmer einspringt!) Wird der Kurs von der Arbeitsagentur gefördert? Wird die Abschlussprüfung vom Anbieter abgenommen oder müssen Sie sich extern prüfen lassen? Wie sind die Atmosphäre und der Umgangston im Weiterbildungsinstitut? Wie ist der Kurs gegliedert? Können Sie bei Lernproblemen Kontakt zu Dozenten und Tutoren aufnehmen? Gibt es Lerngruppen? Wie sehen die Schulungsräume aus, wie modern ist die technische Ausstattung?

Buchtipp: Bettina S. Wiese: Mama startet durch, orellfüssli 2010 Svenja Hofert/Uta Nommensen: Wiedereinstieg in den Beruf – Berufsbilder und Stellensuche, Humboldt Verlag 2010

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Lassen Sie sich möglichst viel Info-Material zuschicken und vergleichen Sie grundsätzlich mehrere Anbieter. Beziehen Sie Ihren Arbeitgeber mit ein: Welche Weiterbildung empfiehlt er Ihnen? Mit welchen Angeboten und Anbietern hat er bereits gute Erfahrungen? Wichtig für Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer, die sich von der Arbeitsagentur fördern lassen wollen: Unterschreiben Sie erst den dann den Weiterbildungsvertrag, wenn die Zustimmung des Arbeitsberaters für den Lehrgang vorliegt

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Irene Wagner und Oksana Wurzinger über ihre Weiterbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin

Schwer, aber machbar Das Interview führte Katrin EckrichVo n Nicole Beste-Fopma

Irene Wagner (46) ist gelernte Hotelfachfrau. Sie ist verheiratet. Ihre Kinder sind 15 und 16 Jahre alt. Oksana Wurzinger (30) war Sachbearbeiterin in einem Verlag. Sie ist ebenfalls verheiratet und Mutter von zwei Kindern im Alter von 3 Jahren und 11 Monaten. Beide Frauen machen zurzeit eine Weiterbildung zur staatlich geprüften Betriebswirtin an den Kaufmännischen Schulen Hanau. Die Ausbildung dauert sechs Semester. An zwei Abenden in der Woche und jeden Samstag drücken die Studentinnen die Schulbank.

Was machen Ihre Kinder heute Abend? Irene Wagner: Die sind alleine zu Hause. Ich hoffe, dass sie ihre Hausaufgaben machen und sich für den morgigen Schultag vorbereiten. Ansonsten beschäftigen sie sich wunderbar alleine.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen?

alles vorbei ist. Er würde gerne meine Bücher verbrennen und träumt von einem großen Lagerfeuer.

Belastet Ihre Weiterbildung das Familienleben? Oksana Wurzinger: Mein Mann möchte, dass ich mich weiterbilde. Er sagt immer, dass er mich bei all meinen Plänen unterstützt. Aber ich bin froh, dass die Weiterbildung bald ein Ende hat. Es belastet sehr. Die Familie, die Beziehung...

Irene Wagner: Nicht mehr. In den ersten Monaten schon. Ich bin aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl: Ich kann meine Kinder jetzt nicht alleine lassen. Weniger weil ich sie beaufsichtigen musste. Ich wollte sie unterstützen. Wenn sie zum Beispiel am nächsten Tag eine Klassenarbeit hatten, und noch Fragen ungeklärt geblieben waren. Oder wenn Termine anstanden und ich sie nicht hinbringen oder abholen konnte.

Oksana Wurzinger: Meine guten Schulnoten verdanke ich meinem Fleiß. Wenn ich eine freie Minute habe, nutze ich sie sofort, um etwas zu schreiben oder zu lernen. Dadurch entsteht Stress, denn alles andere bleibt liegen.

Wie sieht das bei Ihnen aus, Frau Wurzinger? Was machen Ihre Kinder?

Mit welcher Motivation haben Sie die Weiterbildung begonnen?

Oksana Wurzinger: Mein Mann geht dienstags und donnerstags früher zur Arbeit, damit er rechtzeitig nach Hause kommt und ich zur Schule gehen kann.

Oksana Wurzinger: Nach dem Erziehungsurlaub habe ich angefangen, mich zu bewerben und sehr schnell gemerkt, dass ich keine Chance auf eine adäquate Stelle habe. Wir waren umgezogen, so dass ich nicht in meine alte Stelle zurück konnte. Ich habe dann eine Stelle als Hauswirtschafterin angenommen. Aber eigentlich wollte ich mehr. Mir war klar,

Hat er sich jemals beschwert? Oksana Wurzinger: Immer! Er freut sich auf den Tag, wenn

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Müssen Sie zu Hause noch viel für die Schule vorund nachbereiten?

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Dossier ➲ Weiterbildung

dass ich mich qualifizieren muss, um wieder eine Arbeit zu finden, die mich befriedigt.

Frau Wagner, was war Ihre Motivation? Irene Wagner: Ich hätte gerne wieder im Hotelfach gearbeitet, aber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist im Gastronomiegewerbe kaum gegeben. Außerdem ist die Bezahlung unterdurchschnittlich. Ich würde mich freuen, wenn ich meine Interessen und meine Qualifikationen im Gastronomiebereich miteinander kombinieren könnte – eventuell im Produktmarketing für Lebensmittel. Allerdings habe ich feststellen müssen, dass bei Einstellungsgesprächen die praktische Erfahrung mehr zählt als die schulische Qualifikation.

Frau Wurzinger, wie war das bei Ihnen? Oksana Wurzinger: Ich bin vor elf Jahren aus Estland nach Deutschland gekommen, um in Frankfurt am Main zu studieren. Anstelle eines Studiums habe ich mich dann für eine Ausbildung zur Bürokauffrau entschieden. Unter anderem, weil ich in der Zeit damals meinen Mann kennen gelernt und geheiratet habe. Nach meiner Ausbildung habe ich anderthalb Jahre gearbeitet und mich danach an den Kaufmännischen Schulen Hanau beworben. Gleichzeitig bin ich schwanger geworden. Die ersten Semester habe ich sehr genossen. Alles hat wunderbar funktioniert. Der Kleine schlief oft, und ich wusste auch noch vieles aus der Ausbildung oder vom Abitur. Aber das dritte, vierte und fünfte Semester, das war schon etwas anderes. Hinzu kam die Geburt unseres zweiten Kindes während der Projektphase – eigentlich ein absolutes „no-go“.

le. Wenn die Kinder leiden, dann muss man Konsequenzen ziehen. Man hat aber auch die Verantwortung für die eigene Rente, für das eigene Glücksempfinden. Als Frau sollte man auch da weitsichtig sein. Irene Wagner: Oder wenn die Kinder studieren möchten. Ich fühle mich besser, wenn ich weiß, dass ich meinen Kindern ein Studium finanzieren kann.

Was halten Ihre Kinder von Ihrer Entscheidung, noch einmal drei Jahre „die Schulbank zu drücken“? Irene Wagner: Meine Kinder sind stolz auf mich. Vor kurzem habe ich meiner Tochter erklärt, wie man die Nullstellen einer Parabel berechnet. Wenn die Kinder früher nach dem Beruf ihrer Mutter gefragt wurden, mussten sie sagen: „Meine Mutter putzt und kocht. Sie ist Hauswirtschafterin.“ Heute sagen sie: „Meine Mutter studiert.“

„Die Familie muss einverstanden sein“

Würden Sie Frauen in einer ähnlichen Lebenssituation diese Weiterbildung empfehlen? Oksana Wurzinger: Wenn sie gerade ein Kind bekommen haben oder schwanger sind, ja. Aber ein zweites Kind während der Weiterbildung – das ist wirklich schwierig. Schnupfen, Krankenhaus, schlaflose Nächte und am nächsten Tag eine wichtige Klausur. Nebenbei der Haushalt. Manchmal bin ich morgens aufgewacht, habe ins Kissen gebissen und geheult. Zwischenzeitlich wollte ich sogar die Schule abbrechen. Ich habe gemerkt, dass ich ungeduldig bin – mit meinem Mann, mit meinen Kindern. Das gefällt mir überhaupt nicht. Ich will nicht so sein, wie ich geworden bin. Aber ich mache weiter.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Irene Wagner: Ich glaube, ich würde wesentlich ruhiger schlafen, wenn ich wüsste, wo ich in fünf Jahren bin. Ich hoffe, dass ich einen Job gefunden haben werde, in dem ich glücklich bin. Ich habe nicht das Ziel, in einer Führungsposition zu arbeiten. Ich möchte mit netten Menschen zusammen arbeiten. Oksana Wurzinger: Was – keine Führungsposition? Ich muss nicht ein ganzes Unternehmen führen. Das schaffe nicht. Ich würde aber gerne eine Abteilung leiten, organisieren, eine Gruppe vertreten. Ob ich das schaffen werde? Keine Ahnung. Sicherlich nicht mit einem Halbtagsjob.

Was wollen Sie interessierten Frauen mit auf den Weg geben? Irene Wagner: Ich denke, dass man sich nur für die Weiterbildung entscheiden sollte, wenn man wirklich voll dahinter steht. Sonst gibt man zu viel dafür auf. Oksana Wurzinger: Auf jeden Fall muss die Familie einverstanden sein. Es ist sehr schwierig, wenn der Partner nicht mitzieht. Aber die Weiterbildung ist eine super Möglichkeit, sich fachlich und persönlich weiterzubilden. Gerade für Berufstätige, Wiedereinsteiger oder Frauen in Elternzeit.

Sie betrachten also die Ausbildung trotz aller Schwierigkeiten als Chance? Oksana Wurzinger: Auf jeden Fall. Es ist schwer, aber es ist machbar. ✖

Sie beschreiben gerade eine Situation, die viele Frauen aus eigener Erfahrung kennen. Wo setzen Sie Ihre Prioritäten? Oksana Wurzinger: Die Familie steht natürlich an erster Stel-

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Familie, Beruf und MBA Die Henley Business School bietet einen elternfreundlichen MBA an Das Interview führte Nicole Beste-Fopma

Job und Familie zu vereinbaren ist eine Herausforderung. Zusätzlich eine Weiterbildung oder gar einen MBA-Studiengang zu absolvieren ein regelrechter Kraftakt. Nicht so bei der Henley Business School. Wer hier einen Abschluss in General Management machen möchte, bekommt drei statt der üblichen zwei Jahre Zeit. LOB im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Henley Business School Deutschland, Felix Müller.

Herr Müller, gewöhnlich dauert ein MBA-Studium, das neben dem Beruf absolviert werden kann, zwei Jahre. Sie bieten als einzige Business School in Deutschland einen MBA über einen Zeitraum von drei Jahren. Warum? Mit unserem Programm sprechen wir in erster Linie Angestellte in verantwortlicher Position an. In den meisten Fällen sind diese familiär schon gefestigt. Das heißt, sie haben bereits Kinder. Zeit ist für sie das höchste Gut. Mit unserer dreijährigen MBA-Ausbildung geben wir ihnen die Möglichkeit, Beruf, Familie und Studium optimal zu vereinbaren.

eine Stufe auf der Karriereleiter erklommen, auf der sie merken, dass sie jetzt ein wirtschaftswissenschaftliches Fundament benötigen, um weiter zu kommen. Wir bieten ihnen dieses Fundament und geben ihnen gleichzeitig Orientierung. Der Arbeitgeber profitiert aber durchaus von der Weiterbildung. Unser MBA legt großen Wert auf Praxisarbeit. So müssen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Seminare theoretische Modelle entwickeln, die dann in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen ihres Unternehmens auf Anwendbarkeit überprüft werden.

Wie ist das prozentuale Verhältnis Männer zu Frauen?

Warum sollten Ihrer Meinung nach gerade berufstätige Mütter und Väter einen MBA machen?

Wir haben im Durchschnitt 70 Prozent männliche und 30 Prozent weibliche Studenten. Unter unseren aktuellen Studentinnen sind übrigens drei berufstätige Mütter.

Ein entscheidender Grund für einen MBA, unabhängig davon, ob Mutter, Vater oder nicht, ist die sowohl berufliche als auch persönliche Weiterentwicklung. Elternzeitlern empfehle ich eine MBA-Ausbildung aus drei Gründen. Erstens: die intellektuelle Herausforderung, zweites: Das Programm eignet sich aufgrund der Praxisarbeit hervorragend, um zum Arbeitgeber Kontakt zu halten, und drittens: die Imagepflege. Wer sich während der Elternzeit weiterbildet, zeigt, dass sie bzw. er auch nach der Geburt des Kindes noch am Job, an der Karriere interessiert ist.

Welche Grundvoraussetzungen müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfüllen? Sofern sie einen akademischen Abschluss haben, müssen sie über drei Jahre Management-Erfahrung gesammelt haben. Dazu zählen auch Projektleitung oder Budgetverantwortung. Ohne akademischen Abschluss müssen sie fünf Jahre Management-Verantwortung vorweisen. Des Weiteren sollten sie gute bis sehr gute Englischkenntnisse haben, da die Unterrichtssprache Englisch ist.

Werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von ihren Arbeitgebern zu Ihnen geschickt? Leider nur selten. Unsere Studentinnen und Studenten sind in aller Regel Spezialisten auf ihrem Gebiet. Juristen, Ingenieure, Geisteswissenschaftler, die beschlossen haben, ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen. Die meisten haben

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Wann ist Ihrer Meinung nach für eine berufstätige Mutter/einen berufstätigen Vater der ideale Zeitpunkt, um ihren/seinen MBA zu machen? Das ist das gleiche wie mit dem Kinderkriegen. Eigentlich ist es immer zu früh oder zu spät. Daher: Jetzt! Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen und 12 bis 15 Stunden pro Woche und einen Tag am Wochenende für Lernen aufbringen können – machen Sie es! ✖

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EXKLUSIV bei LOB

Gewinnen Sie ein Ein-Jahres-Stipendium an einer der besten Business Schools Die Henley Business School gehört zu den renommiertesten Business Schools der Welt. Als eine der wenigen ist sie mit den drei wichtigsten internationalen Akkreditierungen (AACSB in den USA, AMBA in Großbritannien und EQUIS in Europa) ausgezeichnet. 2012 lag sie im Business-School-Ranking des „Economist“ auf Platz 12 in Europa. In den Teilbereichen Wissensniveau der Studenten sowie Potenzial und Umfang des Alumni-Netzwerks, das aus über 30.000 Mitgliedern aus 140 Ländern besteht, sogar auf Platz 1.

Das Stipendium Die Henley Business School sponsert für eine Teilnehmerin oder einen Teilnehmer die Kosten der Gebühren des ersten Jahres eines dreijährigen Flexible- MBA-Lehrganges im Wert von 10.500 Euro. Nach erfolgreichem Studium des Jahres erwerben Sie das „Post-Graduate Certificate in Management“. Selbstverständlich können Sie nach diesem Jahr weitermachen und auf eigene (Rest-)Kosten den gesamten Lehrgang abschließe

Wer kann mitmachen? Das Stipendium richtet sich an alle Mütter und Väter in Elternzeit, die mindestens drei bis fünf Jahren Managementerfahrung haben, das heißt Erfahrung im Management von Projekten, Budgets oder Personen, sowie über gute bis sehr gute Englischkenntnissen verfügen. Idealerweise haben Sie parallel zum Studium noch Lust, über ihre Erfahrungen im Lehrgang regelmäßig für LOB zu bloggen.

Bewerbung Sie sind interessiert und qualifiziert? Dann bewerben Sie sich bis zum 15. August 2013 mit einem englischen Essay von zwei bis drei DIN A 4-Seiten (Arial oder Times New Roman Schriftgröße 10, ca. 1.500 Wörter) zum Thema „Warum sind Eltern gute Manager?“ bewerben.

Wichtig: Um sicherzustellen, dass Sie alle Studienvoraussetzungen erfüllen, müssen Sie sich parallel für das reguläre Studium bewerben. Die Studienbewerbung ist unverbindlich. Sie melden sich damit nicht zum MBA-Studium an.

Ablauf: Die Gewinnerin/ der Gewinner wird bis zum 12. September 2013 bekannt gegeben. Start des MBA-Studienganges ist der 4. Oktober 2013 in Frankfurt. Der Unterricht findet dann über das Jahr verteilt an vier Präsenzwochenenden in Großbritannien und auf Schloss Montabaur statt. Infos zur Studienbewerbung gibt Anna Boden (anna.boden@henleybusinessschool.de)

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Ich ➲ Bücher-Tipps

Christina Mundlos:

David Safier:

Amy & Marc Vachon:

Mütterterror

Happy Family

Wirklich gemeinsam Eltern sein

Angst, Neid und Aggressionen unter Müttern Tectum Verlag, EUR 19,90

Rowohlt Taschenbuch Verlag, EUR 8,99

Kreuz Verlag, EUR 19,90

Die Mutter der drei Monate alten Liane ist bei der Babymassage. Als sie bei der Vorstellungsrunde an die Reihe kommt, geht ein Raunen durch die Gruppe. Was? Das Baby ist mit drei Monaten schon so groß und schwer? Ob sie stillt, wird sie unverblümt gefragt. Lianes Mutter ist erleichtert, dass sie diese Frage bejahen kann. Doch die gute Laune ist verflogen. Was fällt den anderen ein, sie wegen des Gewichts ihres Babys so an den Pranger zu stellen? Was Lianes Mutter hier passiert, ist ganz alltäglicher Mütterterror. Christina Mundlos beschreibt zahlreiche Situationen, Schauplätze, Sprachen und Akteure dieses andauernden, gegenüber allen und überall In-der-KritikStehens und bricht damit ein Tabuthema. Wenn Christina Mundlos auch bei der Begründung des Phänomens viele Gemeinplätze belegt, liegt eine große Stärke des Buchs darin, dass sie den Mütterterror entlarvt und ihm damit den Schrecken nimmt.

Emma ist genervt – von ihren halbwüchsigen Kindern, von ihrem dauermüden Ehemann, von ihrem schlecht laufenden Buchladen. Deshalb hat sie an allem und allen etwas auszusetzen. Sie meckert und kritisiert den ganzen Tag. Als sie dann auch noch ihrer ehemaligen Studienkollegin Lena begegnet, kinder- und makellos und auf dem Zenit ihrer Karriere, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Die Familie mutiert zu Monster Family. So schlecht ist die neue Daseinsform zwar nicht. Emma ist als weiblicher Vampir ein heißer Feger. Ehemann Frank ist als Frankenstein gar nicht mehr verschlafen und will dauernd „FMUMSI“ mit ihr machen. Dennoch setzt sie alles daran, dass die Familie zurückverwandelt wird. „Happy Family“ ist das neueste Werk des Metamorphose-Spezialisten Safier. Es ist eine völlig verrückte, abwegige und doch klug beobachtete Roadstory. Ein flottes Lesevergnügen, wie Emma ihre Familie wieder lieben und schätzen lehrt.

Als Marc und Amy Vachon erfahren, dass sie Eltern werden, fassen sie einen Entschluss. Sie wollen „alles – das Gute und das Schlechte – gemeinsam erleben und teilen“. Mit „alles“ meinen die beiden auch wirklich alles: die Kinderbetreuung, den Haushalt und das Geldverdienen. Als Tochter Maia schließlich geboren ist, beginnt das Abenteuer. Durch den Blog, den sie dazu schreiben, und auf Betreiben einer Journalistin der „New York Times“ werden sie in den USA zum Vorzeigepaar für partnerschaftliches Elternsein. Ihr Weg, sich Beruf und Familie egalitär zu teilen, heißt in den USA equally shared parenting, kurz ESP. In ihrem Buch berichten sie davon, wie sich Gleichberechtigung in voller Konsequenz auf beide Partner und alle Lebensbereiche auswirkt und wie Eltern ESP praktizieren können.

Bücher LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Ich ➲ Kolumne

Hans-Georg Nelles – „Neue Väter“

Andere Länder, andere Väter? „Andere Länder, andere Sitten“, sagt der Volksmund. Aber gilt das auch für Väter? Und wenn ja, worin bestehen diese Unterschiede? Konkret: Welche Bedeutung hat Arbeit, und wie sind Erwerbsund Familienarbeit aufgeteilt? In welchem Umfang beteiligen sich Väter an der Kindererziehung und anderen Fürsorgeaufgaben? Für welchen Zeitraum gehen Väter in Elternzeit, und welche Konsequenzen hat dies für die weitere berufliche Entwicklung? Bei der Beantwortung der Fragen wende ich meinen Blick vornehmlich nach Norden. Also in die skandinavischen Länder, die auch als Vorbild für die „Partnermonate“ hierzulande gedient haben. In den letzten Wochen hatte ich bei verschiedenen Veranstaltungen Gelegenheit, virtuell durch Island, Schweden und Norwegen zu reisen und Erfahrungsberichte aus erster Hand zu bekommen. Mein erster Eindruck: Die Politik dort ist gleichstellungsorientiert. Darüber, dass die Quote für Frauen in Führungspositionen gesetzlich geregelt ist, besteht in den Gesellschaften ein breiter Konsens. Auf den Arbeitsmärkten gibt es aber auch dort eine Aufteilung der Berufe entlang der Geschlechterlinie. Nach der Geburt eines Kindes sehen sich die Mütter in der Hauptverantwortung für ihre Kinder. Die Väter erwerben sich Anerkennung und Wertschätzung in der Arbeitswelt. Gewiss geben ihnen die Partnermonate die Möglichkeit, sich auch in der Familie zu engagieren und eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Die „Erlaubnis“ dazu haben sie aber nur im Umfang der für sie reservierten Zeit. Weder Arbeitgeber noch Frauen- oder Mütterorganisationen sind begeistert von der Idee, die Partnermonate auf „Kosten“ der

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Mütter auszudehnen. Das legen zumindest Umfragen nahe. Die Statistiken sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. In Island zum Beispiel nehmen die meisten Väter die ihnen zugedachten drei Monate. Die weiteren drei Monate, die frei aufgeteilt werden können, nehmen die Mütter. Dass in den skandinavischen Ländern bis zu 90 Prozent der Väter die Partnermonate beantragen, liegt auch daran, dass während dieser Zeit fast der volle Lohn gezahlt wird, nämlich bis zu 90 Prozent. In den Unternehmen, die diese Leistung freiwillig auf 100 Prozent aufstocken, nehmen (fast) alle Männer Elternzeit. Wenn es also stimmt, dass die schwedischen Väter ihre Elternzeit vor allem in die Monate der Elchjagd legen, wäre diese Tierart sicherlich schon längst ausgestorben. Die Hartnäckigkeit dieser Legende zeigt vielmehr die mangelnde Wertschätzung der väterlichen Erziehungs- und Pflegeleistung. Sind die skandinavischen Väter also anders? Ja und nein zugleich. Die Rahmenbedingungen, der gesellschaftliche Diskurs und die betriebliche Praxis erleichtern ihnen, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Auf der anderen Seite sehen sie sich mit fast den gleichen Rollenstereotypen konfrontiert wie ihre deutschen Kollegen. Die im Gesetz festgelegte Anzahl der Monate ist zugleich die gesellschaftliche und betriebliche Norm. Wer also möchte, dass Väter, egal ob in Island, Schweden oder Deutschland mehr als durchschnittlich drei Monate Elternzeit nehmen, muss die gesetzlich eingeplante Zeit verlängern. Den Frauen hierzulande ist das durchaus zuzumuten, denn der Gewinn ist eine partnerschaftlichere Aufgabenteilung, die in Island auch Jahre nach der Väterzeit noch nachweisbar ist.

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Ich ➲ Marktplatz

Weiterführende Buchtipps: Vereinbarkeit Die Gummibärchenmethode - 99 geniale Tipps für einen fröhlichen Familienalltag von Nicole Wirtz. Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag, 2012. EUR 10,00 Das Väter-Handbuch - Theorie, Forschung, Praxis von Heinz Walter, Andreas Eickhorst (Hg.). Psychosozial-Verlag, 2012. EUR 69,90. Glückliche Familie, starke Kinder von Susanne Mockler und Rosita Tascherner. Pattloch Brunnen Verlag, 2011. EUR 14,99.

Wenn Kinder trauern Tim trauert um seinen Freund von Eva-Maria Popp. basic erfolgsmanagement, 2007. EUR 9,98 Georgs Reise zu Gott von Bernard Jakoby. basic erfolgsmanagement, 2008. EUR 12,80

Das Schweigen der Männer Männergefühle - Was denken Männer, wenn sie nichts sagen? von Stephan Bartels und Till Raether Krüger Verlag, 2011. EUR 8,99

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Ich ➲ So macht sie das! Petra Knoll (46), Ausbilderin, Mutter von Lars (19) und Kristoffer (13), verheiratet mit Thomas Knoll (42), kaufmännischer Leiter und Vater von Selina (14) und Lessandro (11)

„Ich möchte diese intensive Zeit nicht missen.“ Beruf, Kinder und die Pflege der eigenen Mutter Von Nicole Beste-Fopma

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eden Morgen hat sie den jüngsten Sohn für die Schule und den ältesten Sohn für die Ausbildung auf den Weg gebracht, ist dann zur Arbeit gegangen, hat anschließend von 14 bis 18 Uhr die Mutter gepflegt und sich abends um Kinder, Ehemann und den eigenen Haushalt gekümmert. Das war von August bis Dezember 2011 Petra Knolls Alltag. Um ihre Mutter pflegen zu können, war sie sogar näher zu ihren Eltern gezogen. Eine Entscheidung, die sie keinen Tag bereut hat.

„Meine Eltern sind immer für mich da gewesen. Für meine Mutter war es immer selbstverständlich, dass sie mich unterstützte. Für mich war es daher auch selbstverständlich, dass ich sie unterstützen und in diesem Fall pflegen würde“, erzählt Petra Knoll. „Meine Mutter hat sich, als ich allein erziehende Mutter war, jederzeit um meine Jungs gekümmert. Samstags, wenn ich nach Mannheim musste, um meine Zusatzausbildung zu machen, aber auch unter der Woche, wenn einer der Jungs krank wurde und ich arbeiten musste.“ Und das, obwohl Petra Knolls Mutter ebenfalls berufstätig war; gemeinsam mit ihrem Mann betrieb sie eine Gärtnerei. „Sie hat sich, im wahrsten Sinne des Wortes, immer von ihrer Arbeit freigeschaufelt, um mich zu unterstützen“, so die Tochter.

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2006 wurde dann plötzlich alles anders: Die Mutter erkrankte an Altersleukämie. Jeden Tag fuhr Petra Knoll zu ihr. Aber obwohl sie nur fünf Kilometer vom Elternhaus entfernt wohnte, wird es ihr bald zu viel, und sie beschloss, ein Haus in der Nähe zu suchen. „Ich wusste nicht, wie lange ich meine Mutter würde pflegen müssen. In ihrer Nähe zu wohnen, hat alles sehr viel einfacher gemacht. Für mich, aber auch für meine Kinder. Ich habe abends vorgekocht, und die gesamte Familie hat sich dann mittags im Haus meiner Eltern zum Essen getroffen. Kristoffer hat nach dem Essen bei den Großeltern seine Hausaufgaben gemacht, und ich konnte mich währenddessen um meine Mutter kümmern“, erzählt sie. Da die Mutter zuletzt rund um die Uhr gepflegt werden musste, hatten Petra und ihr Vater einen Pflegestundenplan ausgearbeitet, ohne den alle Beteiligten diese schwere Zeit nicht durchgehalten hätten. Morgens kamen der Pflegedienst und Freundinnen, mittags übernahm Petra und abends und nachts der Vater. „Wir haben in den Monaten der intensiven Pflege sehr darauf geachtet, dass zwar immer jemand bei meiner Mutter war, aber auch, dass wir, die Pflegenden, immer Auszeiten hatten. Sonst hätten wir das nicht so gut durchgestanden“, erzählt Petra LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


„Wir haben in den Monaten der intensiven Pflege sehr darauf geachtet, dass zwar immer jemand bei meiner Mutter war, aber auch, dass wir, die Pflegenden, immer Auszeiten hatten.“ Knoll. Sie gibt aber auch zu, dass weder sie noch die anderen Pflegenden diesen Zustand dauerhaft hätten aufrecht erhalten können: „Hätte meine Mutter länger gepflegt werden müssen, hätten wir uns Hilfe geholt.“ Und in Petra Knolls eigenem Haushalt wäre nicht alles so glatt gelaufen, hätte nicht die ganze Familie geholfen. „Das Hotel Mama gibt es bei uns nicht. Auch jetzt, nach dem Tod meiner Mutter nicht“, erklärt Petra Knoll. „Bei uns müssen alle mit anpacken. Es ist alles ein Geben und Nehmen, und wenn meine Jungs etwas nehmen wollen, müssen sie auch etwas geben. Zum Beispiel im Haushalt helfen.“ „Die Pflege meiner Mutter war nicht nur zeitaufwendig, auch die mentale Belastung darf nicht unterschätzt werden“, erzählt Petra Knoll weiter. Dass sie sich trotz Kinder, Beruf und eigenem Haushalt so intensiv um die eigene Mutter kümmern konnte, hat sie auch ihrem Ehemann und ihrer Kollegin zu verdanken. „Mein Mann hat selbst seine Oma gepflegt und weiß daher, was das bedeutet. Er hat mir immer auch mental den Rücken gestärkt. Nie habe ich von ihm einen Vorwurf gehört. Selbst wenn mal wieder mitten in der Nacht das Telefon läutete und ich meiner Mutter in Krankenhaus gefolgt bin, weil mein Vater das nicht konnte. Thomas war immer derjenige, der gesagt hat: ,Geh’ nur!‘ Und wenn ich dann morgens nach einer durchwachten Nacht in die Arbeit kam, war meine Kollegin für mich da.“ Nicht zu arbeiten wäre der Ausbilderin nie in den Sinn gekommen. „Meine Eltern wollten nie, dass ich meinen Beruf aufgebe, um sie zu pflegen, und auch ich wollte das nicht. Ich liebe meine Arbeit, und während der Pflege brauchte ich den Ausgleich.“ Rückblickend stellt Petra Knoll für sich fest, dass nicht die Zeit der intensiven Pflege, sondern die Zeit davor die anstrengendere war: „Die letzten Monate waren planbar. Ich wusste: Ab 14 Uhr bin ich vier bis fünf Stunden bei meiner Mutter. In den Monaten davor, also die Zeit der Chemotherapie, war die Ungewissheit unser ständiger Begleiter. Nie wussten wir, was als nächstes passieren würde. Wir waren in ständiger Alarmbereitschaft. Ein Kinobesuch zum Beispiel war undenkbar, weil wir das Handy hätten ausschalten müssen.“ Auch während dieser Zeit war es sehr hilfreich, ein verständnisvolles Umfeld zu haben. Heute, elf Monate nach dem Tod der Mutter, sind Petra Knoll und ihre Söhne jeden Tag im Haus der Großeltern. Noch immer kocht Petra jeden Abend vor, und noch immer kommen Kristoffer und Lars nach der Schule beziehungsweise nach der Arbeit zu ihrem Opa. Petra Knoll ist sich ganz sicher: „Ich würde es immer wieder so machen. Ich möchte diese intensive Zeit mit meiner Mutter nicht missen.“ ✖ LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

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Ich ➲ So macht er das! Gerd Schmied (42), Softwareentwickler, verheiratet mit Cordula Schmied (46), Pastoralreferentin. Kinder: Laura (9), Viktor (8), Hans (4) und Sara (2)

Montag bis Mittwoch Arbeit, Donnerstag bis Sonntag Familie

„Wir brauchen klare Arbeitszeiten, keine flexiblen!“ Von Nicole Beste-Fopma

„Ich kannte meine Frau schon lange, bevor wir zusammenkamen. Und ich glaube, es war während einer ihrer Predigten, dass ich mich in sie verliebte“, erzählt Gerd Schmied. „Man sieht Cordula die Liebe zu ihrem Beruf an. Ich sehe das gern, und es wäre schade, darauf zu verzichten.“ Für Gerd war es daher selbstverständlich, dass er und Cordula sich sowohl das Geldverdienen als auch die Kindererziehung von Beginn an teilen würden. Als Laura und ein Jahr später Viktor geboren wurden, gab es die Partnermonate noch nicht, also beantragte der Familienvater Urlaub. Nach den Ge-

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burten von Hans und Sara nahm er jeweils zwei Monate Elternzeit. „Ich wollte die Kinder ab dem ersten Tag miterleben.“ Nach Lauras Geburt handelte er mit seinem Chef eine vierTage-Woche mit insgesamt 40 Stunden aus. Nach Viktors Geburt wurde dann weiter reduziert. „Mein Arbeitgeber und ich haben ein ‚Gentlemen‘s Agreement’: Ich reise montags früh nach München und konzentriere mich dann, bis ich wieder zu Hause in Augsburg ankomme, voll und ganz auf die Arbeit. Das heißt, dass ich auch mal nach dem offiziellen Feierabend weiterarbeiten kann, denn ich übernachte in München. Auf der anderen Seite heißt das aber auch, dass ich mich von Donnerstag bis Sonntag ganz meiner Familie widmen kann“, erklärt der Softwareentwickler. Das Aufteilen der Erwerbstätigkeit und der Familie bedeutet für den Familienvater sowohl Herausforderung als auch Ausgleich. „Ich finde Hausarbeit gar

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keine so üble Aufgabe. Man sieht gleich, was gemacht ist. Ganz anders als bei der Entwicklung einer Software. Da kann es schon mal länger dauern, bis man ein Ergebnis sieht“, stellt Gerd Schmied fest. „Außerdem haben Cordula und ich viel mehr Verständnis füreinander. Wenn beide allzu unterschiedliche Arbeitsalltage haben, kann der eine die Sorgen und Nöte des anderen schwer nachvollziehen. Ich weiß jetzt, was es bedeutet, sich den ganzen Tag um den Nachwuchs zu kümmern. Cordula weiß aber auch, wie es ist, erwerbstätig zu sein. Das schweißt zusammen.“ Lächelnd ergänzt er: „Diese Art der Arbeitsteilung hat aber auch ihre Nachteile. Wenn meine Kollegen Zeit mit ihren Kindern verbringen, empfinden deren Kinder ihren Papa als ein Highlight. Meine tun das nicht. Für die ist unsere Situation normal. Wobei ich mit den Kindern schon anders umgehe als meine Frau. Ich balge mich zum Beispiel gern mit ihnen auf dem Boden. Das ist nicht so Cordulas Ding. Und immer läuft es bei uns auch nicht rund.“ Denn obwohl das Ehepaar Schmied den Vereinbarkeitsalltag nahezu perfekt durchgeplant hat, sind auch sie nicht vor den kleinen Katastrophen des Alltags gefeit. Als vor kurzem die kleine Sara ins Krankenhaus musste, war der Softwareentwickler gerade in Dortmund. Zu weit weg, um schnell nach Hause zu fahren. Auf die Großmütter zurückgreifen können die vierfachen Eltern auch nicht, denn

„Wenn ich von anderen höre ‚Ich würde ja gerne, aber...’, denke ich oft: ‚Dann mach es doch!’ Ich für meinen Teil finde mein Leben toll.“ beide wohnen mehr als 100 Kilometer entfernt. „Dann ist es schon gut, wenn man ein verlässliches Netzwerk aus Nachbarn und Freunden hat“, bestätigt Gerd Schmied. Aber deshalb in ein klassisches Familienmodell verfallen? „Niemals! Wenn ich von anderen höre ‚Ich würde ja gerne, aber...’, denke ich oft: ‚Dann mach es doch!’ Ich für meinen Teil finde mein Leben toll.“ Leider droht das Konstrukt der Arbeitsteilung zu kippen. Gerds Arbeitgeber möchte seine Mitarbeiter zentral in Dortmund zusammenführen. Ein Umzug kommt für die Familie aber nicht in Frage. Der Softwareentwickler ist daher seit knapp einem Jahr auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in Teilzeit. „Nicht ganz einfach, aber die Zeit spielt für mich“, davon ist er überzeugt. „Softwareentwickler gehören zu den Fachkräften, die stark nachgefragt sind. Aber Softwareentwickler in Teilzeit wohl noch nicht. Sobald ich meinen Wunsch nach Teilzeit erwähne, bekomme ich Absagen oder höre gar nichts mehr.“ Noch ist das aber alles kein Problem, denn noch kann der vierfache Vater an drei Tagen von München aus arbeiten. Eines ist ihm in den vielen Gesprächen mit Personalern bewusst geworden: „Wir brauchen eher Verlässlichkeit als Flexibilität in unseren Arbeitszeiten. Sowohl für mich als auch für meinen Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, wann ich zu 100 Prozent für ihn zur Verfügung stehen kann. Das ständige Hin und Her ist weder für mich noch für meinen Arbeitgeber von Vorteil. Ich glaube, die ‚Schmerzen’ entstehen da, wo der ständige Wechsel ist.“ ✖

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Ich ➲ Das Schweigen der Männer

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Das Schweigen der Männer So interpretieren Sie den sparsamen Umgang mit Worten richtig Von Nicole Beste-Fopma

Abends an einem beliebigen Ort in Deutschland. Er kommt nach einem langen Arbeitstag genervt nach Hause. Ihr Tag war gut. Sie ist bester Laune. Nach dem gemeinsamen Abendessen–die Kinder sind schon im Bett–fragt sie ihn: „Was ist los, Schatz?“ Er: „Nichts.“

Falsche Antwort! Wider besseren Wissens hat er ignoriert, was er eigentlich weiß: Die meisten Frauen spüren es, wenn ihren Partner etwas bedrückt. So auch seine. Selbst dann, wenn er versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Für die meisten Männer ein Phänomen – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel! Schlechte Stimmung ist vorprogrammiert. Denn aus Sicht seiner Frau hat er mit nur einem Wort drei Fehler auf einmal gemacht: 1.) Er bezieht sie nicht in sein Leben ein. 2.) Er belügt sie. 3.) Er macht dicht.

Das Schweigen als Verschwörung? Glaubt man Verschwörungstheoretikern, ist das Schweigen der Männer pure Taktik. Die Männer dieser Welt haben sich im Kampf um das schöne Geschlecht zusammengeschlossen. Konnten Männer früher Frauen mit Geld und sozialer Stellung an sich binden, ist dies heute nicht mehr möglich. Die meisten Frauen sind gut gebildet und finanziell unabhängig. Nach der Theorie des Familientherapeuten (DGSF) Peter Thiel haben die Männer sich daher auf ein anderes Luxusgut als Verhandlungsmasse besonnen: die „Emotionen“. Aber anstatt sich gegenseitig auszustechen, bilden die Männer eine solidarische Reihe und blocken. Konsequent verriegeln sie ihr Innenleben und erpressen Frauen mit einer gezielten Strategie der Verweigerung und Entsagung. Keiner ist

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netter, gefühlvoller als der andere. Dem Mann damit zu drohen, ihn gegen ein „neues Modell“, einen gefühlvolleren Mann, einzutauschen, ist zwecklos. Der Haken an der Theorie: Männer sind nicht erst schweigsam, seit die Frauen sich emanzipiert haben und für ihren eigenen Unterhalt sorgen können. Männer waren schon immer eher sparsam im Umgang mit Worten. Statistisch gesehen verwenden Männer pro Tag etwa 20.000 Worte, Frauen 30.000. Jetzt sind 20.000 Worte an einem Tag gesprochen nicht unbedingt wenig. Schon gar nicht aus Sicht eines Mannes. Ganz abgesehen davon, dass dies nur ein Mittelwert ist. Männer können sehr wohl sehr viel reden. Es muss lediglich über das richtige Thema gesprochen werden. Stundenlang können sie sich dann mit anderen unterhalten oder im Extremfall monologisieren. Zu Schweigern werden Männer erst dann, wenn es um das geht, was Frauen am wichtigsten ist: um Gefühle. Und das war schon immer so. Also doch eine Verschwörung? Ist das Schweigen genetisch vorprogrammiert? Über die Hintergründe, warum Männer das wortkargere Geschlecht sind, gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen. Diesen zufolge ist die rechte Gehirnhälfte, die beim Menschen das spontane, emotionale und künstlerische Handeln steuert, bei der Frau ausgeprägter als beim Mann. Ihr Sprachzentrum ist größer und stärker. Zusätzlich sind bei Frauen die beiden Gehirnhälften mit 40 Prozent mehr Nervenfasern verbunden. Frauen lösen Aufgaben mit dem LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


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„Antwortet ein Mann also nicht auf die Frage seiner Frau, fängt diese an, das Schweigen zu interpretieren. In den wenigsten Fällen zu Gunsten ihres Gesprächspartners.“

„ganzen Gehirn“, während Männer nur eine Hemisphäre einsetzen. Das führt dazu, dass Frauen zwischen Denken und Fühlen, Wahrnehmen und Formulieren schneller hin und her schalten. Während sie reden, denken sie bereits weiter und verarbeiten so die Situationen. Die „Eingangspforte“ für das Verstehen ist bei Frauen das Ohr.

Wer schweigt, spricht Bände Paul Watzlawick, österreichischer Psychotherapeut, Philosoph und Autor, stellte vor vielen Jahren fest: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Antwortet ein Mann also nicht auf die Frage seiner Frau, fängt diese an, das Schweigen zu interpretieren. In den wenigsten Fällen zu Gunsten ihres Gesprächspartners. Dabei kann das Schweigen bei Männern ganz harmlose Ursachen haben. Stephan Bartels und Till Raether sind dem Phänomen der schweigenden Männer in ihrem (Fach)Buch „Männergefühle“ auf den Grund gegangen und haben neun Thesen für das Schweigen der Männer aufgestellt.

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Männer schweigen, weil sie gerade mit etwas anderem beschäftigt sind. Es ist gemeinhin bekannt, dass Frauen eher dazu befähigt sind, mehrere Dinge auf einmal zu tun als Männer. Beschäftigt sich ein Mann mit einem Thema, ist er für ein anderes nicht offen. Till „Schweiger“ Raether, wie er sich selbst nennt, erklärt das anschaulich an dem Beispiel eines Ehepaars. Sie steht in der Küche und bereitet Essen vor, während er sich ein Reklameblättchen anschaut. Tief in die Angebote versunken, hört er zwar, dass seine Frau etwas zu ihm sagt. Er hört aber nicht was. „Ich lese“, antwortet er folgerichtig. Sie interpretiert seine Reaktion als Ignoranz und emotionales Desinteresse. Und lässt die Tatsache, dass er sich gerade intensiv mit etwas anderem beschäftigt, vollkommen außer Acht. Was frau daraus lernen kann: Bei Männern kann körperliche Anwesenheit nicht mit Erreichbarkeit gleichgesetzt werden.

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Männer schweigen, weil ihnen einfach nichts einfällt. Den meisten Frauen liegt das Herz auf der Zunge. Sie sprechen aus, was sie gerade denken. Nicht immer wissen Männer darauf eine Erwiderung. Hier führt der selbst ernannte „Schweiger“ folgendes Beispiel an. Sie sagt: „Wir sollten uns mal wieder mit den Maiers treffen.“ Er schweigt. Warum? Weil, ja, sie hatten das mal so locker über den Zaun verabredet, aber einen wirklichen Grund gibt es nicht. Weder die Meiers noch er noch sie sind wirklich an diesem Treffen interessiert. Es wird also nie zu diesem Treffen kommen. Er weiß das, und sie weiß das auch. Und er weiß, dass sie das weiß. Was soll er also dazu sagen? Was frau daraus lernen kann: Männer sprechen ungern über Angelegenheiten, die eigentlich klar auf der Hand liegen.

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Männer schweigen, weil das, was ihnen gerade einfällt, eher unpassend ist. Eine These, deren Erklärung wenig mit Kommunikation zu tun hat. Denn Raether behauptet,

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Ich ➲ Das Schweigen der Männer

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„Männer sprechen ungern über Angelegenheiten, die eigentlich klar auf der Hand liegen.“ dass Männern als Antwort auch schon mal „komische Geräusche machen“ durch den Kopf geht. Da sie aber wissen, dass diese Antwort bei Frauen nicht gut ankommt, schweigen sie lieber. Was frau daraus lernen kann: Männer ticken einfach anders. Und um ihre Gesprächspartnerin nicht auf die Palme zu bringen, schweigen sie lieber. Ein Paradoxon, denn das Schweigen bringt viele Frauen erst recht auf die Palme.

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Männer schweigen, weil sie das, was ihnen gerade einfällt, nicht in Worte fassen können. Wie bereits beschrieben, haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Frauen über mehr Synapsen verfügen, daher mit dem ganzen Gehirn arbeiten und schneller zwischen Denken und Fühlen, Wahrnehmen und Formulieren hin und her schalten können. Und: Frauen reden mehr als Männer. Auch und ganz besonders im Streit. Was frau daraus lernen kann: In manchen Situationen geht dem starken Geschlecht einfach die Luft aus. Und Männer wissen nicht mehr, was sie antworten könnten.

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Männer schweigen, weil sie wissen, dass alles, was sie sagen, gegen sie verwendet werden kann. Sind Sie eine Frau? Kennen Sie das? Sie sind sauer auf Ihren Partner. Sie sind der festen Überzeugung, dass er Mist gebaut hat. Egal, was er sagt, Sie lassen nichts gelten. Der Mann weiß das und schweigt. Was frau daraus lernen kann: Es gibt Situationen, in denen frau schweigen sollte. Denn nur so kann sie herausfinden, ob ihr Gegenüber vielleicht schon längst verstanden hat, worum es ihr geht.

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Männer schweigen, weil sie Angst haben, die Wohnung zusammenzutreten. Oder in Tränen auszubrechen. Es gibt Wortgefechte, die sich so hochschaukeln, dass die sich im Mann anstauende Wut, Ohnmacht oder Hilflosigkeit in einem destruktiven Gefühlsausbruch enden könnte. Um dies zu verhindern, schweigt der Mann. Raether räumt ein, dass es selbstverständlich angebracht wäre, wenn der

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Mann mit der Frau genau über diese Wut sprechen würde, aber davor hat er Angst. Was frau daraus lernen kann: Auch Männer haben Ängste. Sie sind nicht immer das starke Geschlecht.

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Männer schweigen, weil sie darauf warten, endlich handeln zu können. Wie bereits erwähnt, verarbeiten Frauen Probleme, indem sie darüber sprechen. Männer hingegen verarbeiten Probleme schweigend und sprechen erst darüber, wenn sie eine Lösung haben. Spricht eine Frau über ein Problem, geht der Mann nach seiner Logik davon aus, dass sie von ihm eine Lösung haben möchte. Sein Schweigen ist kein Zeichen für Desinteresse, sondern vielmehr dafür, dass er gerade überlegt. Was frau daraus lernen kann: Reden Sie ruhig weiter, bis sie alles erzählt haben. Sobald Sie fertig sind, wird er sich in die Konversation einschalten.

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Männer schweigen, weil Frauen nicht richtig zuhören können. Diese achte These von Raether beruht darauf, dass er der Meinung ist beziehungsweise die Erfahrung gemacht hat (und diese auch mit anderen Männer teilt), dass Frauen alles, was ihre Partner ihnen erzählen, auf Informationen hin filtern, die sie dann in Beziehung zu sich oder ihren Gefühlen setzen. Was frau daraus lernen kann: Nicht alles, was ein Mann sagt, hat direkt oder indirekt mit ihr zu tun.

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„Männer verarbeiten Probleme schweigend und sprechen erst darüber, wenn sie eine Lösung haben.“

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Männer schweigen, weil sie sich ungern wiederholen. Insbesondere die Worte „Ich liebe Dich!“ wiederholen Männer ungern allzu häufig. Sie gehen davon aus, dass ihre Partnerin weiß, dass sie sie lieben. Sie hatten es ja schon irgendwann einmal gesagt. Was frau daraus lernen kann: Können Sie sich noch daran erinnern, dass er mal „Ich liebe Dich!“ zu Ihnen gesagt hat? Dann ist alles ok. Nein? Fragen Sie ihn. Schweigt er? Dann gehen Sie jetzt die Thesen 1 - 8 durch. Was tun? Was eine Frau tun kann, wenn ihr Mann schweigt: Siehe „Was frau daraus lernen kann“. Was aber kann ein Mann tun, der kein Schweiger sein möchte? Gehen wir zurück zu unserem Ursprungsbeispiel: Er

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fühlt sich schlecht, seine Frau spricht ihn darauf an. Er antwortet einsilbig, gefolgt von Schweigen. Lektion 1: Frauen haben feine Antennen, wenn es um Menschen geht, die ihnen nah stehen. Anstatt darüber zu grübeln, wie das sein kann, sollten Männer diese Tatsache sehr ernst nehmen. Lektion 2: Frauen können schon mit ganz wenig zufrieden sein. Sie wollen nur wissen, was los ist. Lektion 3: Frauen wollen beachtet werden. In unserem Beispiel könnte der Mann also auf die Frage: „Was ist los?“ einfach antworten: „Momentan läuft es im Job nicht so gut. Aber ich bin froh, dass ich wenigstens bei dir abschalten kann und mich nicht mit dem ganzen Müll rumärgern muss.“ Und schon hat der Mann, wo er zuvor drei Fehler gemacht hat, dreifach gepunktet: 1. Seine Frau ist zufrieden, denn sie hat eine Ant wort auf ihre Frage erhalten. 2. Sie hat ein Kompliment bekommen. 3. Sie versteht, wie sie ihm helfen kann. Nämlich indem sie ihn einfach in Ruhe lässt. Selbstverständlich gibt es auch Situationen, in denen Frauen schweigsame Männer lieben. Situationen, in denen sie das Schweigen des Mannes als Melancholie interpretieren. Frauen lieben Melancholie. Nur leider sind diese Situationen selten. Und je länger der Alltag dauert, desto seltener werden sie! ✖

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Ich ➲ Von Frau zu Frau

Berufstätige Frau an berufstätige Mutter Liebe Michaela!

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itten Art.

Begegnung der dr

ltung in die Schlan ressanten Veransta te in s hr in se r en ne m ei f ka ir au terer Herr, und w nd reihte ich mich dlich lächelnder äl Nichts Böses ahne un fre men. Er war n ka ei d en ch an st re Vor mir f(ung) zu sp ru Be ) (n ne ei m ge am Buffet ein. f l Kinder von ir au ern gehörten, wei ar sehr nett, bis w nd Ki n re ih zu en Gespräch. Alles w ss Frau als vielfacher Überzeugung, da Vätern hätten. Er en n st de fe r zu de s h al lic rn m te nä n Müt man in der re Bindung zu de gelegt sei, könne ge an en so r ne tu ei s Na r au r de Natu gentlich s von u. Ich schluckte! Ei teilen. Und dass da na ur ge be s s da da er e e nn iss w kö wenn Vater erwelt ja nichts dagegen, r und Kenner der Ti be ge ha Jä s Er Al g: n. un he ön se t Kr Tierwel nn kam die chlos, und das ist n gereicht, aber da d. Nun war ich spra sin r ne , än M o hatte mir das scho w , da t m nehmen wollte er doch bitte nich er mich auf den Ar ss da , ich te ch Frauen arbeiten, ab da erst ltener Zustand. Zu as er sagte. bei mir ein eher se wirklich meinte, w er ss da n, le el st st fe er ab musste dann ist es nicht undieses Mannes – ng tu al dh un Gr ten habe mein rhalten muss? Ich n von der verstaub he he n se he ge sc ab en nz M s ga un Mal , wie man der für stet und gefragt erwelt immer wie po Ti e ge di te ie ei w -S , ok ich bo bl glau tet: Der B-Face Fakten geantwor ch auf unserer LO it m au n ch be rli ha tü ge na ni is soll. Ei Erlebn m zivilihabe sich zu eine umente reagieren rg Sie ga / la Er . ch ts en er To Ti e n r auf solch entlich von de r Gesellschaft, in de eide sich ganz wes t und lebe in eine el ick tw ol w en n Mensch untersch en be kt ei in st eren bl eits von bloßen In entativ bei den Ti m gu ar ir n w ne ei en sierten Wesen jens Kl llt e di . So chwuchs, sondern g ein hohes Gut ist eiben bei ihrem Na Gleichberechtigun bl re ie rt te ut M d. e ie : Nicht di eidender Untersch len, gilt aber auch r, aber sehr entsch ne ei Kl . rn te üt M n bleiben bei ihre gibt, bei ss es Spinnenarten da l, ie isp Be m Zu gelacht. Gesprächssen. Ob meinem ten habe ich laut es or ffr tw au An g re un tt de ga an Über nach der Be n die Männchen denen die Weibche n würde? m partner das gefalle r enger sei als zu r Kinder zur Mutte de is t tn ng äl di rh be Ve s un da nicht s Argument, dass s einig – das liegt un ir w en sie ar w ss Andere fanden da da rin d da n vielmehr daran, schade. Denn – un bracht hat, sonder ge t Vater, einfach nur el W r Väter zu ihren zu er nd utter die Ki ganz sicher, dass M ir e m di n ss bi da Ich n, t. ra ha da racht men. Es gibt it mit ihnen verb nen mehr Zeit wid Ze ih r eh sie m n en eg w , tw en ich schl haben könn ich enge Bindung Kindern eine ähnl n. se le, die das bewei ffe unzählige Beispie . Auf jeden Fall ho äßig LOB schicken lm ge re s. er us tn m ar n sp re hö meinem Gespräch führen oder mit an Vielleicht sollte ich solche Gespräche r eh m t ch ni t nf Zuku ich sehr, dass ich in

Nicole

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Ich ➲ Von Frau zu Frau

Liebe Ni cole, Dein Brief

hat mich e rschüttert! In welchem solche Mein ungen vorh Jahrhunde rt leben wir e rr sc h e n?! Die Sich fremd, abe , dass noch tweise diese r ein Funke immer s M W a a n h n rh e s eit scheint empfinde ic gestern ein trotzdem d h als welten Artikel g arin vergra elesen, der ben zu sein Amerikane mich nachd . Ich habe rin, der ma enklich gest n angebote immt hat. n hatte, im ne mitzuarb V e rf a sserin ist ein Weißen Ha eiten. Sie is e us auf höch t Mutter vo unterstützt. ster politisc n zwei Söh her Ebenen und ha Sie arbeite te während t einen Ehe chenenden mann, der der Woche zu Hause b sie sehr in Washing ei ihrer Fam to n u n d verbrach wie der Um ilie. Doch n te die Wogang mit ih ach etwas mehr als ein ren pubertie immer deu e re m n Ja d en Söhnen hr merkte si tlicher, dass immer schw e, sie bei ihren ieriger wurd und sie die K in d e rn sein sollte e. Sie fühlte volle Unters . Und obwo tützung ih hl es ihr Tra beschreibt res Manne umjob war s hatte, ga sie, wie sch b sie den Jo wer es ihr g b auf. In de geben. Sie efallen ist, m Artikel musste akze ihre Annah me „you ca ptieren, da Politik nich n have it a ss ihr der ze ll“ aufzut genügend itintensive Spielräume und anspru diese Erken ch li e sv ß , o u ll m für die K e Job in de ntnis am sc r inder da zu hwersten, so sein. Jedoch musste sich ndern die R war nicht sagen lasse eaktionen der Frauen n, dass sie Familie und um sie heru sich offensi Politik unte ch m. Sie tl ich zu wen r einen Hut ig d a rum bemü zu bringen ht hatte, . Als Erfahru ng hat sie a us der Situa einer große tion mitge nommen, d n Flexibilitä ass Familie t in der Zeit ten müssen UND Beruf e in te il u ng möglich : Jeder sollte nur mit sind. Das is die Möglich t Arbeits- un e s, k w e o it ra h n a ben, seine wir arbeid Familien Zeit so einzu zeit so gest Verständnis teilen, dass alten kann , wie es ge er seine und gegen rade notw seitigem Re endig ist. M ein Termin sp e k t is t es dann au verschoben it etwas ch kein Dra werden mu ma mehr, w ter bin, ka ss , w e il e in Kind kra nn ich das enn mal nk ist. Auch Gefühl nach wenn ich k wird. Und v o ll zi e h e n, wenn m eine Mutwenn wir an merkt, diesem Ge dass man fühl nachg und mache g eben, könn ebraucht n auch un en wir me sere Jobs b nschlicher esser. Weil re wir Mensch agieren Alles Liebe en sind un d keine Ma schinen.

Michaela

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Ich ➲ Rezepte

Seelachs mit Rucola FÜR 2 PERSONEN 300 g Seelachs Salz, Pfeffer 2 ELOlivenöl 2 EL Zitronensaft 120 g Rucola 1 Knoblauchzehe 2 Tomaten (ca. 200 g) 2 EL Pinienkerne 2 EL TK-Petersilie 1 EL Balsamico bianco Den Fisch waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und eventuell vorhandene Gräten entfernen. Fisch in Portionsstücke schneiden, salzen und pfeffern. 1 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Seelachs darin bei mittlerer Hitze 4 - 5 Min. braten, dabei ein Mal wenden. Mit dem Zitronensaft beträufeln, zugedeckt bei schwacher Hitze 2 - 3 Min. weitergaren. Währenddessen den Rucola putzen, waschen und trocken schleudern. Knoblauch schälen und fein hacken. Tomaten waschen, halbieren, Stielansätze und Kerne entfernen und das Fruchtfleisch längs in feine Spalten schneiden. 1 EL Öl in einer zweiten Pfanne erhitzen. Pinienkerne, Knoblauch und Rucola hineingeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren 2 - 3 Min. Braten. Petersilie und Tomatenspalten untermischen, alles mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Den Seelachs auf dem Rucolagemüse anrichten.

Seeteufel mit Balsamico FÜR 2 PERSONEN 250 g Seeteufelfilet Salz, Pfeffer 2 EL Olivenöl 1 Knoblauchzehe 2 Sardellenfilets in Öl (ca. 20 g) 3 EL Aceto balsamico 4 EL Gemüsebrühe Zucker 2 EL fein gehackte Basilikumblättchen Das Fischfilet waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und eventuell vorhandene Gräten entfernen. Fisch in 2 gleich große Stücke teilen, salzen und pfeffern. In einer beschichteten Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, die Fischstücke darin 6 - 8 Min. braten, dabei ein Mal wenden. Inzwischen den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Sardellenfilets auf Küchenpapier abtropfen lasen, ebenfalls fein hacken. 1 EL Olivenöl in einer zweiten Pfanne erhitzen. Knoblauch und Sardellen darin unter Rühren 3 - 4 Min. andünsten. Essig und Brühe dazugeben, alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer sowie 1 Prise Zucker abschmecken. Das Basilikum zur Sauce geben. Den gebratenen Seeteufel mit der Balsamico-Sauce anrichten.


Ich ➲ Rezepte

Zutaten 1 Beutel 8-Minuten Reis (125g) Salz, 1 Knoblauchzehe 2 EL Zitronensaft 2 EL Olivenöl 4 Frühlingszwiebeln 1 kleine Paprikaschote (ca. 150 g) Cayennepfeffer getrocknetes Oregano 1 Dose Thunfisch in Olivenöl (Abtropfgewicht 140 g)

Malaga-Reissalat FÜR 2 PERSONEN 1l Salzwasser aufkochen, den Reis darin nach Packungsangabe garen. In ein Sieb abgießen, kalt abspülen und gut abtropfen lassen. Reis aus dem Beutel in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Knoblauch, 1 EL Zitronensaft und Olivenöl zum lauwarmen Reis geben, alles gut mischen. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden; die Hälfte beiseitelegen, Paprikaschote putzen, waschen, längs halbieren, Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte der Zwiebelringe und Paprikawürfel zum Reis geben. Alles mit Salz, Cayennepfeffer und Oregano würzen. Thunfisch in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. In einer kleinen Schüssel mit 1 EL Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer mischen. Den Reissalat auf Teller verteilen. Den Thunfisch darauf anrichten, mit den restlichen Frühlingszwiebeln und Paprikawürfeln bestreuen. NOCH SCHNELLER ... geht‘s mit Express Langkornreis.

20 minuten sind genug Cornelia Trischberger: 20 minuten sind genug! Über 150 Rezepte aus der frischen Küche Preis: 14,99 € (D) / 15,50 € (A) / 24,50 sFr LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Ich ➲ Kolumne

Karriere, Kind und Cappuccino

MOMSTER Gespenster unter dem Bett verjage ich mit links. Sogar die Spinne über der Wohnzimmertür bekomme ich heil aus dem Haus. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben: mit dem linken in meinem Familien- und mit dem rechten im Berufsleben. Scheue mich nicht vor Verhandlungen, weder mit dem Vorstandsvorsitzenden noch mit der Schuldirektorin. Doch es gibt etwas, das mir wirklich Gänsehaut über den Rücken jagt und mich erschaudern lässt: MOMSTER! Kennen Sie diese Frauen, die zwischen Pilates und Powerpoint Präsentation ihre geglättete blonde Mähne lässig über die leicht gebräunte Schulter werfen, um den kleinen Neo zur Leichtathletikstunde zu bringen? Die weiblichen Wesen, die mit ihrem SUV zwar nicht einparken können, aber dennoch immer schon irgendwie „da“ sind, wenn man selbst gerade erst ankommt? Die Sorte Mensch, die ohne Schweißdrüsen geboren wurde, weil das die einzige Erklärung sein kann, warum sie nie schwitzt? Deren Instyle Outfit perfekt zum Landhausstil des Eigenheims passt? Jeden Tag! Momster, von denen man geglaubt hat, sie existierten gar nicht mehr. Momster fressen Zeit. Und zwar meine. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass eben jene mir ständig fehlt, während sie darin schwelgen. Wie sonst ist zu erklären, dass selbst der Nachwuchs stets im frisch gebügelten Hemd zur Schule geht, während meine Wäscheberge ins Guinness Buch der Rekorde wollen? Wie

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sonst können sie mit ihrem mageren Lächeln am Kuchenstand ratschen, während ich schnaufend meine FertigbackmischungMuffins abliefere, um auch schon wieder zu verschwinden, damit ich den nächsten Termin überhaupt noch schaffe. Ich kann noch so oft versuchen, mein Zeitmanagement zu verbessern, dank Planer, Handy und PC alle Termine zu koordinieren. Wahrscheinlich werde ich es nie so gut in den Griff kriegen, wie ich es mir wünschte. Schließlich sind 24 Stunden gleich 24 Stunden. Nicht mehr und nicht weniger. Für jeden gleich viel, ganz gerecht. Und wenn mir klar wird, dass wir alle gleich viel Zeit haben und es an uns liegt, diese für uns selbst sinnvoll zu nutzen, dann verschwindet meine Gänsehaut. Das Beste aus jedem Tag zu machen, vertreibt mir die Angst. Einfach mal fünf gerade sein zu lassen, baut Abwehrkräfte auf. Und nicht nur das, man entwickelt das Gegengift gegen MOMSTER: Gelassenheit!

Herzlichst Ihre Ramona Jakob

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


Impressum

Vorschau 03 / 2013

LOB – Die Zeitschrift für berufstätige Mütter und Väter Rannenbergring 82, 63755 Alzenau Tel: 06023 99 30 81, Fax: 06023 97 08 40 www.lob-magazin.de

Juni/Juli/August

die nächste LOB erscheint am Ende Mai 2013

Verlag: Lob Verlag UG (haftungsbeschränkt), Anschrift s.o. Redaktion: Nicole Beste-Fopma (V.i.S.d.P.) redaktion@lob-magazin.de Autor(inn)en: Dr. Sandra Flämig, Nicole Beste-Fopma, Dr. Lydia Hilberer, Katrin Eckrich, Ramona Jakob, Stefanie Jordan, Ursula Madeja-Stieren, Jenny Menzel, Michaela Muschitz, Hans-Georg Nelles, Eva-Maria Popp Lektorat: Stefanie Jordan Titelfoto: Sabine Arndt Illustrationen: Bastian Klamke, Irina Pfenning, Kindermuseum Franfurt/ Javier Alberich Bildnachweis: fotolia.de, Stock Photos, Sabine Arndt, NDR/ Thorsten Jander, Deutsches Museum, Fischer Verlag, Kindermuseum Frankfurt/ Uwe Dettmar, Franziska Hüther, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Tom Perper, Elke Kern Design: Irina Pfenning, seventy-two design lab In der Unteren Rombach 8/12, 69118 Heidelberg Tel: 06221 896075 Email: irina@seventy-two.com , Internet: www.seventy-two.com Druck: BWH GmbH Beckstraße 10, 30457 Hannover Tel: 0511 94670-0, Fax 0511 94670-38 Email: info@bw-h.de, Internet: www.bw-h.de Anzeigenverkauf: Verler Medienhaus, Telefon: 05246 8 38 60 0, Fax: 05246 8 38 60 50, anzeigen@lob-magazin.de Anzeigenpreise: Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/ 2012 Abonnements: Jahresabonnement: EUR 15,00 inkl. Versand (Ausland zzgl. Versandkosten) Einzelpreis: EURO 3,80 zzgl. Versandkosten abo@lob-magazin.de Erscheinungsweise: LOB erscheint dreimonatlich März/Juni/September/Dezember Für unverlangt eingesendete Beiträge übernehmen wir keine Haftung. Alle erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Veröffentlichung und Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlages.

LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013

Karriere

Eltern an der Macht Es gibt sie. Mütter, die nicht an der gläsernen Decke gescheitert sind. Mütter, die Kinder und Karriere machen wollten und gemacht haben. Und Väter, die beides durchziehen: Beruf und Kindererziehung. Wir stellen sie vor. Lesen Sie in unserer Reihe „Eltern an die Macht“ ab der nächsten Ausgabe, wie diese Mütter und Väter Beruf und Kinder vereinbart haben und noch vereinbaren. Welche Herausforderungen sie meistern mussten und wie sie damit umgegangen sind.

Kinder:

Voluntary Travel Früher ist die Familie in ferne Länder gefahren, um sich als Touristen fremde Kulturen anzuschauen. Heute fahren Familien noch immer in ferne Länder. Aber heute machen sie es, um die Menschen dort zu unterstützen. Sie arbeiten in Waisenhäuser, bauen Schulen oder retten gefährdete Tierarten.

Ich:

Urlaub mit Papa Mal nur mit Papa in den Urlaub. Die ungeteilte Aufmerksamkeit haben. Von morgens bis abends. Es muss ja nicht gleich der Jahresurlaub sein, aber mal ein paar Tage nur Vater und Sohn oder Vater und Tochter. Welches Kind wird sich daran nicht ein Leben lang erinnern.

Dossier:

Pflege Auf die Geburt eines Kindes freut man sich. Neun Monate haben die werdenden Eltern Zeit, um alles gut vorzubereiten. Die meisten Pflegefälle kommen plötzlich. Sie belasten die Betroffenen nicht nur zeitlich, sondern auch mental. Schnell kann die Situation dann zu Überforderung führen. In unserem Dossier stellen wir Lösungen vor, die Betroffenen helfen, Beruf und Pflege optimal zu vereinbaren.

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Ich ➲ Verkehrte Welt?

Aufgeben ist keine Option Mit 38 Jahren entdeckte Eva Helms ihre Leidenschaft für den Triathlon. Drei Jahre später war die Mutter von vier Kindern im Alter von zehn bis 16 Jahren bereits Europameisterin in ihrer Altersklasse. Im Oktober 2012 ging sie bei der Triathlon-Weltmeisterschaft an den Start, dem Ironman auf Hawaii.

Was ist das Besondere am Ironman?

Die langen Distanzen. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen geht es ohne Pause aufs Rad. Der Wettkampf dauert den ganzen Tag. Es werden 180 Kilometer gefahren. Anschließend wird der Marathon gelaufen.

Was macht Hawaii so interessant?

Die klimatischen Verhältnisse: Es ist heiß und schwül. Es gibt starken Wind. Man läuft über schwarze Lavafelder und schwimmt im Meer, wo man mit den Wellen und der Dünung kämpft und jede Menge Salzwasser schluckt.

Haben Sie keine Angst vor Haien?

Die haben wahrscheinlich mehr Angst vor uns. In einem Feld mit rund 1.800 Athleten ist alles voll mit strampelnden Armen und Beinen. Das ist wie in der Waschmaschine.

Wer tunkt mehr, Männer oder Frauen?

Ich würde mal frech sagen, die Männer. Frauen sind auch rücksichtslos. Aber die Männer sind weniger gehemmt, sich durch Tunken Vorteile zu verschaffen. Manche legen sich hinten auf die Beine drauf, um sich Platz zu machen. Da trete ich schon mal aus.

Auf der einen Seite Mutter von vier Kindern, also immer im Team. Auf der anderen Seite ein Einzelkampfsport. Wie passt das zusammen?

Langdistanzen lehren Geduld. Und das Suchen von Alternativen. Beim Wettkampf in Frankfurt hatte ich Magenkrämpfe. Ich wollte aber auf gar keinen Fall stehen bleiben. Also habe ich Salz gegessen. Aufgeben ist keine Option.

Wie vereinbaren Sie Familie und Sport?

Ich habe einen festen Trainingsplan. Außerdem bin ich bei allem ziemlich schnell. Ich versuche, alles so effektiv wie möglich und immer drei Sachen gleichzeitig zu machen.

Wie kommen Sie nach dem Training wieder runter?

Es gibt nur einen Weg: Essen. Manchmal rufe ich vom Fahrrad aus zuhause an, damit meine Kinder Wasser aufsetzen oder Kuchen kaufen.

Sind Ihre Kinder stolz auf Sie?

Meine Tochter, die Älteste, ist super stolz. Sie fährt beim Laufen oft parallel Rad. Das ist unsere Zeit zum Reden. Meine Jungs fragen nach einem Wettkampf immer: Und, hast Du gewonnen? Für sie zählt nur, ob ich als Erste durchs Ziel bin.

Machen alle Kinder Sport?

Ja. Ohne Bewegung und Sport kommt man über die Pubertät nicht lebend hinweg.

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LOB Nr. 2, März/April/Mai 2013


w w w. l o b - m a g a z i n . d e

Nr. 4

August/September/Oktober 2012 D € 3,80 www.lob-magazin.de

NEU:

Thema Pflege für berufstätige Mütter und Väter

Hannelore Kraft

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„Beide Elternteile müssen an einem Strang ziehen.“ Karriere Sabbatical

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Kinder Von leisen und lauten Kindern

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Dossier:

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Elternzeit

Mir ist bekannt, dass ich diese Bestellung innerhalb von 14 tagen widerrufen kann. es genügt eine einfache Mitteilung an Lob Verlag ug, rannenbergring 82, 63755 alzenau.

J a, ich möchte schnuppern und bestelle 2 Ausgaben von LOB für € 7,50 (inkl. MwSt., Porto und Versand). Wenn mich LOB überzeugt, erhalte ich das Magazin automatisch 4 x im Jahr per Post frei Haus zum Vorzugspreis von E 15,00. Sollte mir LOB nicht zusagen, genügt eine kurze Mitteilung innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der zweiten Ausgabe an den Lob Verlag UG, Rannenbergring 82, 63755 Alzenau. Ich kann LOB jederzeit wieder kündigen. Bereits bezahltes Geld für noch nicht gelieferte Hefte erhalte ich zurück.

J a, ich bestelle LOB gleich für ein Jahr zum Vorzugspreis von zur Zeit € 15,00. Nach dem ersten Jahr kann ich die Lieferung jederzeit schriftlich kündigen (Lob Verlag UG, Rannenbergring 82, 63755 Alzenau). Das Geld für bezahlte und nicht gelieferte Ausgaben erhalte ich zurück. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Zustellkosten. Die gesamten Preise gelten nur innerhalb Deutschlands. Auslandspreise auf Anfrage. Vorname / Name

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Stark f端r Beruf und Familie in der Metropolregion Rhein-Neckar.

LOB Ausgabe 02/2013  

Dossierthema: Weiterbildung in Elternzeit Schwerpunktregion: Rhein-Neckar

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