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ORTSPÖST zugestellt durch Post.at Folge 66/2012

Die gemeindeinformation der

SPÖ Aurolzmünster

Dezember 2012

Vorweihnachtstrubel (Ursel Scheffler)

Grüner Kranz mit roten Kerzen, Lichterglanz in allen Herzen, Weihnachtslieder, Plätzchenduft, Zimt und Sterne in der Luft. Der Garten trägt sein Winterkleid, wer hat noch für die Kinder Zeit?

Gesundheit und Glück für 2013

Frohe Weihnachten wünscht die SPÖ Die SPÖ Gemeinderatsfraktion wünscht Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in das Jahr 2013. Mit dem Jahr 2013 kommen wir schon in das 4. Jahr der laufenden Gemeinderatswahlperiode 2009-2015.

bringen und die Belange unserer Bürger und Bürgerinnen, der Jugend und der Vereine bestmöglich zu vertreten.

Leute packen, basteln, laufen, grübeln, suchen, rennen, kaufen, kochen, backen, braten, waschen, rätseln, wispern, flüstern, naschen, schreiben Briefe, Wünsche, Karten, was sie auch von dir erwarten. Doch wozu denn hetzen, eilen, schöner ist es, zu verweilen und vor allem dran zu denken, sich ein Päckchen Zeit zu schenken. Und bitte lasst noch etwas Raum, für das Christkind unterm Baum!

Unsere Arbeit für die Gemeinde Wir hoffen, unsere Arbeit findet ist darauf ausgerichtet, innova- ihren Zuspruch. tiv und bürgernah die Entwicklung unseres Ortes voran zu Ihre SPÖ Gemeinderatsfraktion Kommentar Bgm. Walter Schneiderbauer Hauptthemen meiner Gemeindearbeit

Aus dem Gemeinderat: Budget, Gebühren 2013 und die Sitzungstermine des Gemeinderat

Wehrpflicht Volksbefragung unsere Meinung dazu ab Seite 7

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Kommentar bgm. Walter Schneiderbauer

Neben der Schutzbauten im Ortsgebiet von Aurolzmünster wurden heuer auch die Grundflächen für das 3. Rückhaltebecken im Einzugsgebiet der Antiesen vom Wasserverband angekauft. Damit ist gewährleistet, dass auch dieses Becken gebaut werden kann.

SEHR gEehrte Damen und Herren, Liebe Jugend, In Aurolzmünster hat sich auch im Jahr 2012 einiges bewegt. Die Hauptthemen meiner Arbeit im heurigen Jahr waren: • •

Ich bitte um Verständnis, dass unsere Altstoffsammelinsel geschlossen wurde. Der bauliche Zustand und die Kosten für den Betrieb der Anlage waren die Gründe für den Standortwechsel.

Die Planung und Realisierung von weiteren Hochwasser-Schutzprojekten

Eine weitere Neuerung im Bereich unserer Infrastruktur ist der Einbau einer Enteisenungsanlage für die Brunnen im Schachawald. Die Höhe des Die Planungsarbeiten für die Verbesserung der Eisengehaltes im Trinkwasser machte diesen Verkehrssituation. Stichwort „Umfahrung von Schritt notwendig. Aurolzmünster und Forchtenau“

Der neue Standort für das Zeughaus der FF. Aurolzmünster

Die Planung einer Enteisenungsanlage für unsere Ortswasserleitung

Der Ausbau von Gemeindestraßen und die Verkehrslösung für das neue ASZ Region Ried

Die Mitarbeit der Gemeinde Aurolzmünster bei der Schaffung der „Familienfreundlichen Leader Region - vom Innviertel zum Hausruckwald“ und vieles mehr

Das neue Altstoffsammelzentrum „ASZ Region Ried“ in Danner hat am 10.12.12 seinen Betrieb aufgenommen. Ein kundenfreundlicher Abgabebereich mit ausreichend Parkmöglichkeiten und erweiterte Öffnungszeiten von Montag bis Samstagmittag, sprechen für den neuen Standort.

Am meisten freut es mich, dass wir im wichtigen Bereich des Hochwasserschutzes große Fortschritte machen konnten und weitere Projekte fertig geplant und auch zur wasserrechtlichen Verhandlung eingereicht werden konnten.

Die Sanierung von Gemeindestraßen wird gemäß den finanziellen Möglichkeiten durchgeführt. Ich hoffe, das Gemeindebudget lässt 2013 umfangreiche Bauarbeiten zu. Im Bereich der Kinderbetreuung arbeiten wir zusammen mit unseren Nachbargemeinden ein Konzept für bedarfsgerechte Betreuungsplätze aus. Ziel ist es, ein familienfreundliches Angebot an Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen. Abschließend darf ich mich bei allen Vereinen und Körperschaften, den Gemeindebediensteten und dem Gemeinderat für die sehr gute Zusammenarbeit herzlich bedanken. Unseren Feuerwehren, der Polizei und allen Hilfsorganisationen gilt mein besonderer Dank. Durch Ihren umsichtigen Einsatz sind sie eine wichtige Stütze für die Gemeinde.

Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage, Die Natur hat uns ja auch heuer im Juni wieder Glück und Gesundheit für die Zukunft. gezeigt, mit welchem Ausmaß Starkniederschläge kommen können. Deshalb gilt es hier mit voller Hochachtungsvoll Kraft an der Realisierung der Schutzbauten zu Bgm.Walter Schneiderbauer arbeiten. www.spoe-aurolzmuenster.at 2 | ORTSPÖST


Fraktionsobfrau barbara Huber

in Maierhof fertig sanieren. Er wurde mit einem wunderschönen Fest im Sommer eröffnet . Viele Kinder und Jugendliche haben sich an diesem Projekt beteiligt und auch bei der Eröffnung tatkräftig mitgearbeitet. Kids vielen Dank dafür!!! Danke auch an alle Lehrer und Lehrerinnen der Volks-und Hauptschule Aurolzmünster.

ren Stellenwert haben. Sie sind die Säulen, die unser Zusammenleben und das Miteinander formen. Mit der wertvollen Jugendarbeit die hier Tag für Tag geleistet wird. Meinen aufrichtigen Dank dafür.

Wir, die SPÖ-Aurolzmünster sind stets bemüht, für unsere Bürger und Bürgerinnen, verantwortungsvoll in der Gemeinde zu arEine finanzielle Unterstützung beiten, Lösungen zu finden und Liebe Münsterer und haben wir von unseren ehema- für ein gerechtes Miteinander zu Münstererinnen, ligen Naturfreunden erhalten, kämpfen. auch hier an alle beteiligten NaLiebe Jugend! turfreunde ein herzliches Danke- Ich wünsche Euch allen, eine gesegnete Weihnacht, ein glückIm Jahr 2012 hat sich in unserer schön! liches neues Jahr 2013 und vor Gemeinde viel getan. Zahlreiche Projekte konnten umgesetzt Nicht zu vergessen sind unse- allem Gesundheit! re vielen Vereine, die mit ihren werden. Obmännern Liebe Grüße Ein Projekt war uns besonders Ehrenamtlichen wichtig ! Im Frühjahr konnten wir und Obfrauen und all ihren Mit- Barbara Huber endlich unseren Kinderspielplatz gliedern einen ganz besonde-

Unsere Arbeitsschwerpunkte für 2013 • Sanierung Straßen und Gehsteige im Ortsbereich von Aurolzmünster • Hochwasserschutz Römerweg, Forchtenau West, Oberweierfing, Lauterbrunnerbach • Bau der Enteisenungsanlage Trinkwasserversorgung • Familienfreundliches Angebot an Kinderbetreuungsplätzen • Vorantreiben der „Umfahrung von Aurolzmünster und Forchtenau“ • Planung eines Urnenbereiches im Friedhof Aurolzmünster • Renaturierung der Antiesen in Danner, Forchtenau und Dulmading • Bemühung um die Schaffung neuer , leistbarer Wohnungen Aus dem Gemeinderat - Vorschau auf die Sitzung vom 13.12.12 Budget 2013 ordentlicher Haushalt Einnahmen: € 5.048.700.Ausgaben: € 5.048.700.außerordentlicher Haushalt Einnahmen: € 966.800.Ausgaben: € 965.800.Überschuss: € 1.000.Veränderung zum Vorjahr in % ordenlicher HH: - 1,5 %

Sitzungstermine Gemeinderat: 14. März 2013 23. Mai 2013 04. Juli 2013 12. September 2013 31.Oktober 2013 12. Dezember 2013

Gebühren 2013: Wassergebühr: € 1.38.Kanalgebühr: € 3,40.- Diese Werte sind vom Land OÖ vorgegeben. Die Gebühren für die Abfallentsorgung standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.

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DAs War 2012 - Fotorückblick

oben, mitte: Eröffnung des Kinderspielplatzes in Maierhof am 17. Juni 2012. Bei herrlichem Sommerwetter feierten viele Familien, der Gemeinderat und die anwesenden Ehrengäste die Einweihung des neu gestalteten Spielplatzes.

Vor einem Jahr wurden die Pläne des neuen Altstoffsammelzentrums präsentiert. Am 30. November 2012 wurde das neue ASZ „Region Ried“ feierlich eröffnet.

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Kirchenrenovierung: Unsere Pfarrkirche erstrahlt in neuem Glanz. Wir haben nun für unsere kirchlichen Festage, Begräbnisse, Hochzeiten und Taufen wieder eine schön gestaltete Kirche. Die SPÖ bekannte sich klar zur finanziellen Unterstützung seitens der Gemeinde.

Einbau neuer Tore im Zeughaus der FF. Aurolzmünster

Straßengestaltung in Maierhof

unten: der Bebauungsvorschlag für das Grundstück der Familie Fuchs in Maierhof; 3 Reihenhausanlagen und 2 Wohnblöcke

links: Neue Infrastruktur(Ortswasserleitung, Kanal und Strassenbelag) für Danner.

SPÖ - Wir arbeiten für ein „lebenswertes“

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4 Jahre Regierung Faymann Stabilität. Gerechtigkeit. Fortschritt.

Am 2. Dezember 2008, wurde die Regierung Faymann angelobt. Vieles konnte seitdem erreicht werden. Österreich ist in diesen Jahren vergleichsweise gut durch die Krise gekommen: Unser Land hat seit Jahren die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa, auch bei der Jugendbeschäftigung gehören wir immer zu den Besten. Das Gesundheitssystem ist exzellent, die Exportwirtschaft stark, der Konsum stabil und die Zinsen auf Staatsanleihen auf einem historischen Tiefstand. Das heißt, unser Land gilt international als besonders verlässlich und stabil. Während in anderen Ländern radikal bei Bildung oder Sozialleistungen gekürzt wurde und die Jugendarbeitslosigkeit zum Teil dramatisch angestiegen ist, hat Österreich auf ei

4 Jahre Regierung Faymann Auszug der umgesetzten Projekte

nen Mix aus Investieren, vernünftigem Sparen und gerechten Einnahmen durch vermögensbezogene Steuern gesetzt. Bundeskanzler Werner Faymann hat hier eine Trendwende erreicht. Mit rund 9 Milliarden Euro tragen vermögensbezogene Steuern zur Budgetkonsolidierung bei. Geld, das für Zukunftsinvestitionen gebraucht wird. So bekommen etwa Schulen und Unis 1,6 Mrd. Euro zusätzlich. Der Kampf für mehr Verteilungsgerechtigkeit steht auch im Zentrum der Europapolitik unseres Bundeskanzlers. So hat sich Werner Faymann als einer der ersten EU-Regierungschefs massiv für die Finanztransaktionssteuer eingesetzt. Nun wird sie Realität. Das zeigt: Viele Probleme können heute nicht mehr allein in den einzelnen Staaten gelöst werden. Die Zukunft Europas liegt im gemeinsamen Kampf für Stabilität, für Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit. • Neue Matura • Einkommensabhängiges Kindergeld stärkt Väterbeteiligung • Papamonat im öffentlichen Dienst

• Österreich Europameister bei niedriger Arbeitslosigkeit

• Kinderrechte in Verfassung verankert

• Budgetdefizit sinkt, in Wachstumsbereiche wird investiert

• Mit Einkommenstransparenz gegen die Einkommens- schere

• Zinsen auf Staatsanleihen auf historischem Tiefstand • 9 Mrd. Euro gerechte vermögensbezogene Einnahmen als Beitrag der Banken und Vermögenden • Finanztransaktionssteuer kommt • Mehr Regulierung und Kontrolle bei Finanzmärkten und Banken

• Frauenquote für die Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen • Zweites Gewaltschutz-Paket • Eingetragene-Partnerschaft-Gesetz • Bundesamt für Asyl und Migration

• Rekordbudgets für aktive Arbeitsmarktpolitik

• Pilotprojekte Profi-Miliz starten

• Ausbildungsgarantie für Jugendliche

• Historische Lösung des Ortstafelkonfliktes

• Rot-Weiß-Rot-Karte

• Transparenzpaket und Medientransparenzgesetz für mehr Sauberkeit in der Politik

• Bedarfsorientierte Mindestsicherung

• Sicherung und Sanierung der Krankenkassen

• Fit2work: Menschen länger gesund im Erwerbsleben halten

• Durchbruch bei der Gesundheitsreform

• Reform der Invaliditätspension

• Neue Gratis-Impfungen für Kinder

• Pflegefonds

• „Pille danach“ rezeptfrei

• Soziale Verbesserungen für Ein-Personen-Unterneh men und KMU • Gratis-Kindergarten und Sprachförderung für mehr Chancengleichheit

• Verkehrssicherheitspaket – Höhere Strafen für Hochrisikolenker • Rekordinvestitionen in die Infrastruktur

• Ausbau der schulischen Ganztagesbetreuung

• Novelle Telekommunikationsgesetz 2011 – Stärkung von Verbraucherrechten

• Flächendeckender Ausbau der Neuen Mittelschule

• Forschungsoffensive für KMU

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Foto: Andreas Macher

Sozialdemokratische Partei Oberösterreich

Egal ob bei der Hubschrauberbergung beim Heer oder mit dem Notarzt beim Zivildienst: Sicherheit braucht Profis.

JA ZU PROFIHEER UND SOZIALJAHR

Optimaler Schutz für die MitbürgerInnen Die Sicherheitsanforderungen innerhalb Europas und der Welt haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Schutz ist komplexer und aufwendiger geworden - das bedeutet, wir brauchen mehr Profis beim Bundesheer und nicht junge, unerfahrene Männer, die wir Gefahren aussetzen, die sie gar nicht abschätzen können. „REFORMEN sind in jedem Fall notwendig“, sagt Oberbefehlshaber Heinz Fischer. So darf´s nicht länger weiter gehen: „Wir brauchen ein gut ausgebildetes Profiheer und keine Kurzzeitsoldaten, die dreimal jährlich ausgewechselt werden, bevor sie richtig einsetzbar sind“, fordert Verteidigungsminister Norbert Darabos. MEHR ALS 3000 SOLDATEN SIND ALS KELLNER ODER KOCH IM EINSATZ Jedes Jahr werden 11.000 neue Präsenzdiener eingeschult. Den 1100 Pionieren und 1300 Infanteristen steht in Österreichs Kasernen eine erschreckende Übermacht von 6000 Kraftfahrern, 2600 Wachleuten, sowie 1300 Köchen und 1800 Kellnern in den Offiziers- und Unteroffizierscasinos gegenüber. Samt einer 2000 Mann starken Armee, die sich in veralteten Schreibstuben und Werkstätten aufreibt. Den Großteil des Katastro-

phendienstes machen auch heute schon Andere. „Unsere Feuerwehrleute müssen den Großteil des Katastrophenschutzes allein schon deshalb übernehmen, weil sie dafür besser ausgebildet und ausgerüstet sind und die notwendige Übung und Erfahrung haben“, weiß der SPÖ-Feuerwehrsprecher im oberösterreichischen Landtag, Erich Pilsner, „deshalb soll das Militär nicht so tun, als würde es nach jedem schlimmeren Unwetter gleich gebraucht und angefordert.“ AUCH BEI KATASTROPHEN BESSER PROFIS ALS NACHWUCHSHELFER Ein modernes Profi-Heer, wie es schon 21 von 27 EU-Staaten zu ihrer vollsten Zufriedenheit haben, könnte jedoch im Katastrophenfall effizienter eingreifen und aufräumen: Ohne Mehrkosten zu verursachen, stünden für den

Ernstfall bundesweit 12.500 Spezialisten bereit, also immerhin 12.500 freiwillige Assistenten jener 55.000 freiwilligen Feuerwehrleute, die allein in Oberösterreich im wahrsten Sinne des Wortes „sturmerprobt“ sind. DIENST AN DER GEMEINSCHAFT SOLLTE UNS ALLEN AUCH WAS WERT SEIN! Normalerweise stehen in einem Jahr durchschnittlich rund 9600 soziale Helfer zur Verfügung, die 142 Millionen Euro pro Jahr netto kosteten. Für das Alternativmodell „Sozialjahr“ wären lediglich um fünf Millionen mehr notwendig, um 6500 freiwillige Profis aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts mit fairen 1285 Euro netto monatlich zu entlohnen. „Ich plädiere generell für ein kollektivvertragliches Entgelt für jeden speziellen Einsatzbereich“, fordert der FSG-Gewerkschafter Andreas Stangl, „den dazu eventuell fehlenden Restbetrag sollen halt die Trägerorganisationen drauflegen.“

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Foto: Bilderbox.com

Sozialdemokratische Partei Oberösterreich

JA zur absoluten Sicherheit für unsere MitbürgerInnen JA zum Profiheer und zum sozialen BürgerInnenjahr KEINE KOMPROMISSE BEI SCHUTZ UND FÜRSORGE

Unser Österreich in besten Händen Die SPÖ steht für die Neutralität Österreichs und für Solidarität innerhalb Europas. Wir sind überzeugt davon, dass beides besser in den Händen von Profis aufgehoben ist. Zwangsdienste sollten im 21. Jahrhundert Geschichte sein. Sie haben es in der Hand: Helfen Sie am 20. Jänner 2013 bei der Volksbefragung mit, die Wehrpflicht auszumustern und mit einem sozialen BürgerInnenjahr unser Pflegesystem und Rettungswesen nachhaltig zu stärken. WER SICHERHEIT und Friede von heute gewährleisten will, der darf sich nicht auf den Schutz von gestern verlassen. Die Anforderungen an die Sicherheit haben sich stark verändert. Heeresprofis werden heute gebraucht, um Hilfseinsätze zu unterstützen, um die Europäische Friedenssicherung zu garantieren oder um Terrorismus zu bekämpfen – auch im Internet. PROFIHEER: VOLLER EINSATZ UND BESTES RÜSTZEUG Wer aus eigenem Antrieb heraus entscheidet, sich als Soldat für seine Mitmenschen einzusetzen, der bringt das Wichtigste für den Job schon mit: Einen stark ausgeprägten Sinn für das Gemeinwohl, große Hilfsbereitschaft, und die Bereitwilligkeit, sich selbst zum Schutze anderer außergewöhnlichen Belastungen und Gefahren auszusetzen. Zwangsverpflichtete Soldaten bringen diese Qualifikation nicht mit. Sie empfinden die Wehrdienstzeit zu Recht oft als Bürde, die sie hindert, ihren eigentlichen beruflichen Werdegang zu verfolgen. Jedes Jahr rücken 11.000 neue Präsenzdiener ein. Davon

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gehen 60 Prozent in die Systemerhaltung. 1100 Pionieren und 1300 Infanteristen stehen 6000 Kraftfahrer, 2600 Wachleute, 1300 Köche und 1800 Kellner in Offizierscasinos gegenüber. 21 VON 27 EU-STAATEN OHNE WEHRPFLICHT Der internationale Trend geht in Richtung Abschaffung der Wehrpflicht. 21 von 27 EU-Staasten verlassen sich schon auf Profi-Armeen. Nur Österreich, Griechenland, Zypern, Finnland, Dänemark und Estland halten noch am historischen Zwangswehrdienst für junge Männer fest. GUT BETREUT: DAS SOZIALE BÜRGERINNENJAHR Wer schon einmal auf die Pflege durch andere angewiesen war, der weiß: Gute Pflege ist verlässlich, menschlich und zuwendungsvoll. Es ist für uns oberstes Gebot, dass Pflege in Österreich in guten Händen ist. Ein Zwang zum Dienst an anderen Menschen kann für alle Betroffenen nur von Nachteil sein. Menschen, die sich aus eigenem Antrieb heraus in der Kran-

kenpflege oder anderen sozialen Diensten einsetzen, bringen immer ein besonderes Maß an Mitmenschlichkeit, menschlicher Stärke, Tatkraft und Einfühlungsvermögen mit. Sie machen den Unterschied – sie motivieren, sie machen gesund, sie lindern Leid und Angst. Das soziale BürgerInnenjahr öffnet die Tore für jene, die sich im sozialen System aus eigenem Antrieb heraus verpflichten wollen. Dass dieser Weg funktioniert, zeigt sich in Deutschland. Für 32.000 verfügbare Stellen meldeten sich freiwillig 60.000 Interessenten! Dabei wird es die notwendige Anzahl helfender Hände im Sozialwesen nur dann geben, wenn wir das soziale BürgerInnenjahr auch für Frauen öffnen und die geleisteten Beiträge angemessen entlohnen. Das soziale BürgerInnenjahr soll auch als Teil des Berufseinstiegs wirken können. In diesem Jahr erworbene Kenntnisse sollen für eine spätere Ausbildung im Sozialbereich angerechnet werden können (zum Beispiel Medizinstudium, Pflegeausbildung).

SPÖ Zeitung Aurolzmünster  

Die Ortsparteizeitung der SPÖ in Aurolzmünster.

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