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2012 Leistungsbericht

Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll f端rs Land.


Büro der Landwirtschaftskammer Direktion Dir. Dr. Gebhard Bechter Sigrid Gasser

Team Bildung & Familie

Team Betrieb & Planung

Team Tier & Hof

Team Information & Service

Bäuerinnen FL Evy Halder Andrea Huber

Betriebswirtschaft DI Stefan Simma Petra Simmerle

Tierhaltung Dr. Thomas C. Jutz Julia Feßler

Lehrlings- und Fachaus­bildungsstelle (LFA) Florian Vinzenz Brigitte Willig

Leistungsabgeltung DI Bernhard Jenny Ramona Albrecht Lwm. Peter Achberger Ing. Arno Giselbrecht Christine Kaufmann DI Peter Nenning

Hofberatung Christoph Freuis Stephan Kopf Martina Taxer

Verwaltung/ Buchhaltung Andreas Deutschmann Silvia Fussenegger Rita Marent Ramona Fritz

Landjugend Bernhard Rogen Barbara Geißler Ländliches Fortbildungsinstitut (LFI) Ing. Andrea Blum Barbara Geißler Christina Rusch Martina Vierhauser

Obst & Garten DI (FH) Ulrich Höfert Claudia Immler Ing. Harald Rammel Bauplanung DI Dr. Andreas Weratschnig Petra Simmerle BSc. Arch. Heike Bruckner Klaus Küng Ing. Daniel Muxel Christoph Winder

Pflanzenbau & Fütterung Ing. Christian Meusburger Bioberatung Michael Kühne Fleisch Jürgen Mungenast Marlies Adams Milchwirtschaft Othmar Bereuter Gabi Stoß Fritz Metzler Labor Josef Oberhauser Burkhard Hiebeler Karl Lang Brigitte Schrotter Vladka Zadravec Heidi Riedmann

Sektion der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer Leit. Ang. DI Richard Simma Maria Ströhle 2

Leistungskontrollstelle Ing. Hubert Moosbrugger Lwm. Felix Fleisch Julia Feßler Christian Längle Robert Meusburger Siegmund Heinzle Lydia Rützler Ing. Gerhard Schröcker

EDV/Controlling Ing. Elmar Einsle Öffentlichkeitsarbeit Bernhard Ammann Christine Stadelmann Juliane Nogler Ing. Armin Schwendinger Recht & Steuer Mag. Tino Ricker Veronika Mätzler Mag. Alexander Zellhofer Brigitte Willig Forst DI Thomas Ölz Sigrid Gasser Ing. Edgar Häfele DI Peter Nenning Betriebshelferdienst Florian Vinzenz Veronika Mätzler

Stand 31.12. 2012


inhalt Büro der Landwirtschaftskammer Vollversammlung / Präsidium Besetzung der Ausschüsse Umsetzungsprioritäten 2013 der Ökoland-Strategie Organisation Direktion Öffentlichkeitsarbeit Recht & Steuer Forst Betriebshelferdienst Bäuerinnen / Urlaub am Bauernhof LFA / ARGE Meister Ländliches Fortbildungsinstitut Landjugend Betriebswirtschaft Leistungsabgeltung Bauplanung Obst & Garten Tierhaltung Hofberatung Pflanzenbau & Fütterung Bioberatung Fleisch Milchwirtschaft Leistungskontrollstelle Sektion Dienstnehmer Maschinenring Maschinenring Service Ländle Qualitätsmarketing Vorarlberger Landwirtschaft Zahlen & Fakten Die sieben Botschaften

Seite 2 Seite 4 Seite 5 Seite 6 Seite 7 Seite 8 Seite 9 Seite 10 Seite 11 Seite 12 Seite 13 Seite 14 Seite 15 Seite 16 Seite 17 Seite 18 Seite 19 Seiten 20/21 Seite 22 Seite 23 Seite 24 Seite 25 Seite 26 Seite 27 Seite 28 Seite 29 Seite 30 Seite 31 Seite 32 Seite 33 Seiten 34/35

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Die Vollversammlung Sektion Land- und Forstwirte Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz LAbg. KR Josef Türtscher Landesbäuerin KR Andrea Schwarzmann LAbg. KR Daniel Allgäuer KR Ulrich Kopf KR Georg Fink KR Oswald Ganahl KR Wolfgang Greber KR Annemarie Ennemoser KR Andreas Hagspiel KR Bernhard Schrottenbaum KR Gerhard Malin KR Jürgen Bereuter

BB BB BB BB FU BB BB BB BB BB FU BB BB BB

Sektion land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer Vizepräsident DI Hubert Malin KR Thomas Wohlgenannt KR Manfred Vonbank KR Gebhard Flatz KR Günther Muxel

BB BB BB FU BB

Präsidium Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz Vizepräsident DI Hubert Malin

Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Leitender Angestellter DI Richard Simma

BB = Bauernbund bzw. Dienstnehmersektion des Bauernbundes FU = Freiheitliche und unabhängige Land- und Forstwirte bzw. Freiheitliche und unabhängige land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer Die Mitglieder der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Vorarlberg (2011 bis 2015).

Fachausschüsse der Landwirtschaftskammer Paritätischer Ausschuss Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz LB KR Andrea Schwarzmann LAbg. KR Daniel Allgäuer KR Georg Fink KR Wolfgang Greber Vizepräsident DI Hubert Malin KR Thomas Wohlgenannt KR Manfred Vonbank KR Gebhard Flatz KR Günther Muxel Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI Richard Simma Mag. Tino Ricker

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Personal- und Finanzausschuss Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz KR Annemarie Ennemoser KR Bernhard Schrottenbaum Norbert Sieber KR Andreas Hagspiel Vizepräsident DI Hubert Malin Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI Richard Simma Andreas Deutschmann Betriebsratsobmann Ing. Gerhard Schröcker

Kontrollausschuss LAbg. KR Daniel Allgäuer LB KR Andrea Schwarzmann KR Oswald Ganahl KR Gerhard Malin KR Jürgen Bereuter KR Manfred Vonbank


Fachausschüsse der Landwirtschaftskammer Ausschuss für Milchwirtschaft Präsident StR. Josef Moosbrugger KR Ulrich Kopf KR Georg Fink KR Wolfgang Greber KR Bernhard Schrottenbaum KR Gerhard Malin KR Jürgen Bereuter Theresia Schneider Kurt Stark Klaus Kuster Anita Ritter KR Günther Muxel Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Othmar Bereuter Ing. Hubert Moosbrugger Josef Oberhauser Fritz Metzler Obmann Reinhard Summer Obmann Lothar Sieber Obmann Peter Dünser Franz Martin, AMA

Ausschuss für Viehwirtschaft Präsident StR. Josef Moosbrugger LAbg. KR Josef Türtscher KR Ulrich Kopf KR Wolfgang Greber KR Annemarie Ennemoser KR Bernhard Schrottenbaum Hubert Both Wolfgang Ott Christof Wohlgenannt Heinrich Blum Otto Rauch Christian Troy Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Dr. Thomas C. Jutz Dr. Norbert Greber Obmann Rupert Nigsch Obmann Johann Kaufmann Obmann Reinhold Kräutler Obmann KR Andreas Hagspiel Obfrau Auguste Gassner Obmann Markus Tschugmell Obmann Walter Steinhauser

Ausschuss für Betriebswirtschaft und Leistungsabgeltung Präsident StR. Josef Moosbrugger LAbg. KR Josef Türtscher KR Ulrich Kopf KR Georg Fink KR Oswald Ganahl KR Annemarie Ennemoser Bertram Seeberger Walter Neuhauser Norbert Sieber Markus Peßl Florian Küng Stefan Walter Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI Stefan Simma DI Bernhard Jenny

Ausschuss für Bergbauernfragen und Alpwirtschaft Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz LAbg. KR Josef Türtscher LB KR Andrea Schwarzmann KR Oswald Ganahl KR Wolfgang Greber KR Gerhard Malin Wolfgang Ott Martin Kaufmann Martin Meyer Markus Hartmann Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI Bernhard Jenny Dr. Franz Peter

Ausschuss für Acker- und Sonderkulturen Präsident StR. Josef Moosbrugger KR Georg Fink Markus Karg Andreas Burtscher Paul Summer Gebhard Erath KR Thomas Wohlgenannt Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI (FH) Ulrich Höfert Ing. Harald Rammel Ing. Christian Meusburger Michael Kühne

Ausschuss für Forst, Jagd, Umwelt und Energie Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz KR Georg Fink KR Jürgen Bereuter Kurt Stark Klaus Kohler Gerhard Dünser Vizepräsident DI Hubert Malin KR Manfred Vonbank Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter DI Thomas Ölz DI Dr. Andreas Weratschnig Obmann Bgm. Arnold Hirschbühl Mag. Ing. Walter Amann Obmann Josef Sohm Ing. Bernhard Nöckl Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich

Ausschuss für Soziales und Betriebshilfe Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz KR Georg Fink LB KR Andrea Schwarzmann KR Annemarie Ennemoser Helga Margreitter Kriemhilde Steurer Manfred Nägele Martin Meyer Ing. Bernhard Nöckl Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Mag. Tino Ricker Florian Vinzenz FL Evy Halder DI Richard Simma Obmann Ing. Armin Schwendinger GF Christian Prossliner Mag. Joachim Rhomberg Ing. Dietmar Mathis

Ausschuss für Bildung, Jugend und Bäuerinnen Präsident StR. Josef Moosbrugger LB KR Andrea Schwarzmann KR Annemarie Ennemoser KR Bernhard Schrottenbaum Helga Margreitter Anita Ritter Christian Troy Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter FL Evy Halder Ing. Andrea Blum Florian Vinzenz Bernhard Rogen DI Markus Schwärzler Landesleiterin Maria Gmeiner Obmann Ronald Eberle

Ausschuss für Marketing und biologische Produktion Präsident StR. Josef Moosbrugger LAbg. KR Josef Türtscher LB KR Andrea Schwarzmann KR Oswald Ganahl KR Jürgen Bereuter Bertram Seeberger Karl Danner KR Gebhard Flatz Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Michael Kühne Othmar Bereuter Obmann Kaspar Kohler Obmann Hubert Hehle Obmann Martin Winder GF Manuel Gohm GF Sabine Mayr

Ausschuss für Recht und Internat. Beziehungen Präsident StR. Josef Moosbrugger Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz LAbg. KR Josef Türtscher KR Ulrich Kopf KR Gerhard Malin Manfred Nägele Norbert Sieber Heinrich Blum Manuel Nardin Beratende Mitglieder Direktor Dr. Gebhard Bechter Mag. Tino Ricker Mag. Alexander Zellhofer

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Produktionsgrundlagen / Landschaft

die Flächen

Naturkreisläufe / Tierwohl / Energie

die Umwelt

Einkommen / Märkte / Marken

die Existenz

Werte / Bildung / Partnerschaft

der Mensch

Die Strategie 2020 für die Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft

Umsetzungsprioritäten 2013 der Ökoland-Strategie Lebensmittel n M ehr heimische Lebensmittel in die Küchen der öffentlichen Einrichtungen. n V orarlberger Position als Käseland stärken und den Selbstversorgungsgrad bei Obst, Gemüse, Eier und Fleisch verbessern. n E inheitliches Herkunfts- und Qualitätsgütesiegel für die Lebensmittel aus der heimischen Landwirtschaft. n L ebensmittel sind kostbar – Verringerung des Lebensmittelanteils im Abfall.

Bildung n E rweiterung des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums (BSBZ) Hohenems um einen mit Matura abschließenden Zweig. n Ü ber das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI) Persönlichkeitsbildung und Unternehmerschulung anbieten. n D as LFI-Angebot für die nicht bäuerliche Bevölkerung erweitern – mit den Themen Lebensmittel, Natur und Tier.

Partnerschaften n K ooperationsgespräche mit den Lebensmittelketten durch die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH (LQM) und die Bio Vorarlberg Genossenschaft.

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n D as Pilotprojekt „Landgut“ erprobt die einfache Belieferung ausgewählter Gastronomiebetriebe mit regionalen Spezialitäten. n I n der Strategieplattform Landwirtschaft/Tourismus werden gemeinsame Aktionsfelder eruiert und Aktivitäten im Sinne von Echtheit, Originalität und Menschlichkeit vorbereitet.

Biolandwirtschaft n E ine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Landes, des Bioverbandes und der Biogenossenschaft, sowie aus Beratern und Funktionären der Landwirtschaftskammer, erarbeiten konkrete Maßnahmen zur Erreichung des Strategiezieles „Bio mal zwei“. n F örderung des Umstiegs auf Biolandwirtschaft trotz Einstiegsstop im ÖPUL.

Tierschutz n D as Land Vorarlberg wird zusammen mit den Vorarlberger Nachrichten einen Tierschutzpreis ausschreiben und verleihen. n B etrieben, bei denen im Zuge der Frühjahrs-Untersuchung Mängel in der Tierhaltung oder Hygiene festgestellt werden, wird eine betriebsspezifische Beratung geboten.


Organisation

Funktionäre entscheiden Die Vorarlberger Landwirtschaftskammer (LK) gehört ihren rund 16.000 Mitgliedern und ist nach dem vom Vorarlberger Landtag beschlossenen Landwirtschaftskammergesetz eingerichtet. Die ureigenste Aufgabe der Landwirtschaftskammer ist die Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder. Über die Jahrzehnte sind neue Aufgaben hinzugekommen. Der allergrößte Teil sind die vom Land übertragenen Aufgaben, wie z. B. die Beratung, Information und Weiterbildung für alle in der Land- und Forstwirtschaft Tätigen. Aber auch für den Bund werden Aufgaben erledigt, z.B. die Serviceleistungen im Zusammenhang mit den Mehrfachanträgen für die EU-Programme.

LK-Büro Für die Erledigung der Aufgaben sind 65 Personen beschäftigt, davon 13 in Teilzeit. Das entspricht 59 Vollzeit­ äquivalenten. Im Berichtsjahr wurden die Agenden der Regionalentwicklung mangels ausreichender Aufträge ruhend gestellt. Der Bildungsbereich dagegen wurde personell aufgestockt. Das LK-Büro arbeitet in den vier Teams „Bildung & Familie“, „Betrieb & Planung“, „Tier & Hof“ sowie „Information & Service“. Ergänzend dazu wird die Betreuung der in der Land- und Forstwirtschaft unselbständig Beschäftigten vom Büro der Sektion der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer wahrgenommen, die Dienstgeberinteressen für die Sektion der Land- und Forstwirte werden von der Direktion und vom Fachbereich Recht und Steuer vertreten.

LK-Funktionäre Die gewählten Vertreter der Mitglieder – die Kammerräte – bestimmen in den LK-Gremien über Arbeit, Inhalte

PRÄSIDENT JOSEF MOOSBRUGGER

Liebe Mitglieder!

Das Jahr 2012 war für unsere BeDas LK-Präsidium / Vizepräsident Bgm. Klaus Schwarz, Präsident StR. Josef Moosbrugger und Vizepräsident DI Hubert Malin.

und Finanzen der Landwirtschaftskammer. Das oberste Gremium ist die Vollversammlung, bestehend aus den 14 Kammerräten der Sektion der Land- und Forstwirte und den fünf der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer (siehe Seite 4). Dieses „Bauernparlament“ hat zwei Mal getagt. Kernpunkte der Beratungen waren die Berichte des Präsidenten und der Vizepräsidenten über die aktuellen Entwicklungen in der Land- und Forstwirtschaft. Beschlossen wurde der Voranschlag und Rechnungsabschluss der Landwirtschaftskammer, die Höhe der Kammerumlage, die Tarife für die Kammerleistungen und die agrarpolitischen Forderungen in der Form von Resolutionen. In beiden Vollversammlungen wurden auch Grundsatzentscheidungen zum Standort des LK-Bürogebäudes gefällt. Ein definitiver Beschluss über den zukünftigen Standort samt Vorfrage der Finanzierung ist noch offen.

Ausschussarbeit Die Meinungsbildung zu den LKPositionen ist in den zwölf FachAusschüssen erfolgt. Sie haben 19 Mal getagt. Hauptthemen der Beratungen und Empfehlungen waren: Einkommensentwicklung, Unternehmensführung, Leistungsabgeltung, Einheitswert Hauptfeststellung und Pauschalierungsverordnung, das Vorarlberger Raumplanungs- und Grundverkehrsgesetz, Versicherungsberatung, Milchmarktordnung und Auslaufen der Milchquote, Qualitätssicherungsmaßnahmen für

bäuerliche Produkte, Kuh&StandortCheck, Viehabsatz, Ländle Vieh Vermarktung und Ausbau der Fleischproduktion, Vermarktung Obst/Gemüse, Kartoffelberatung, Brändeprämierung, Feuerbrand, Engerlinge, Maisbeize und Maiswurzelbohrer, Biolandbau und Direktvermarktung, Straßengesetz, Praktikantenvermittlung und Saisonarbeitskräfte, Bäuerinnenorganisation und Landjugend, LFI-Unternehmenskonzept und Regionalentwicklung, Berichte über Holzmarkt, Abschussplanerfüllung, Praxisplan Waldwirtschaft, Vorarl­ bergHolz, Energieautonomie und Forststrategie 2020 sowie das neue Pflanzenschutzmittelrecht.

Präsidium Das Präsidium, bestehend aus dem Präsidenten und den beiden Vizepräsidenten und hat in Fragen der laufenden Geschäfte wie Personal, Anschaffungen, Organisation und Verwaltung entschieden. 2012 waren Kammerstandort und -finanzierung, sowie der Dienstleistungsvertrag mit dem Land die Hauptthemen.

Finanzierung Der Verwaltungsaufwand der Landwirtschaftskammer lag 2012 bei EUR 4.217.238,61. Die Finanzierung erfolgte mit EUR 475.276,69 aus der Kammerumlage der Mitglieder, EUR 864.839,56 aus den Beiträgen der Leistungsempfänger, EUR 2.418.764,79 für übertragene Aufgaben des Landes und EUR 458.357,57 für die Leistungsabgeltung des Bundes.

rufsgruppe punkto Ertrag und Wirtschaftlichkeit ein durchschnittliches, bezogen auf die Stellung der Landund Forstwirtschaft in der Gesellschaft ein außerordentlich kritisches. Schweinebilder und Hühnerdung, sowie der Vorwurf der Kammerprivilegien, haben das Vertrauen in die Landwirtschaft und in die Landwirtschaftskammer belastet.

Wir waren gefordert, in den An-

lassfällen Rede und Antwort zu stehen und trotz aller Emotionen Lösungen zu finden. Zur Stärkung des gegenseitigen Vertrauens müssen wir noch viel bewusster das Gespräch mit den Konsumenten suchen und ihnen die realen Bilder der heutigen Landwirtschaft zeigen und erklären.

Die LK-Kampagne „Unsere Land-

und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.“ wurde daher mit dem Konsumentenmagazin LUAG, dem landesweiten Erntedank, dem ineluaga Tag, Schule am Bauernhof, Verteilaktionen und zahlreichen weiteren Aktivitäten, insbesondere auf Ortsebene, konsequent weitergeführt.

Agrarpolitisch konnten längerfristig

bedeutsame Meilensteine gesetzt werden. Der Vorarlberger Landtag hat sich einheitlich auf die Ökoland-Strategie geeinigt. Nach außerordentlich zähem Ringen konnte auf Bundes­ ebene eine Einigung zum Erhalt des Einheitswertes als Grundlage für die land- und forstwirtschaftlichen Abgaben erzielt werden. Auch die pauschalierte Einkommensberechnung konnte gesichert und die verpflichtende Buchführung verhindert werden. Für die Zukunft der Einheitlichen Betriebsprämie wurde ein Kompromiss gefunden, der eine prämienmäßige Gleichstellung von Acker und mehrmähdigem Grünland bringt.

2013 wird sich die agrarpolitische

Arbeit in der Landwirtschaftskammer auf konkrete Umsetzungsmaßnahmen zur Ökoland-Strategie, die Verhandlungen für die neuen EU-Programme und die Vorbereitung auf die Zeit ohne Milchquote konzentrieren. Pa­ rallel dazu laden wir ein, gemeinsam mit uns die Aktivitäten zur Stärkung des Konsumentenvertrauens weiter auszubauen. 7


Direktion

Grundlagen erneuert Der Vorarlberger Landtag hat beschlossen, der Landwirtschaftskammer ab 1. Jänner 2013 die Mietkosten für die von ihr benutzten Büroräumlichkeiten in Rechnung zu stellen. Diese Grundsatzentscheidung hat eine Neuordnung der vertraglichen Verhältnisse zwischen Land und Landwirtschaftskammer notwendig gemacht. Die Landwirtschaftskammer erledigt eine ganze Reihe von Aufgaben für das Land, insbesondere im Vollzug landwirtschaftlicher Gesetze sowie in der Beratung und Bildung für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe. Dafür wurden bisher der Landwirtschaftskammer die Räumlichkeiten ohne Verrechnung einer Miete zur Verfügung gestellt. Die Betriebs- und Sachkosten, wie z. B. die Büroeinrichtung, hat dagegen zur

Schwerpunkte 2012 • Einheitswertverhandlungen • Sicherung Steuerpauschalierung • Neuausrichtung Einheitliche Betriebsprämie • Mitarbeit Ökoland Strategie 2020 • Positionierung für neue EU-Programme • Abstimmung Ländle Marketing und LK-Schwerpunkte • Neuer Dienstleistungsvertrag Land / Landwirtschaftskammer • Verhandlungen LK-Räumlichkeiten • Organisation „Kammer kommt in die Region“ • Betreuung der LK-Gremien

Wussten Sie, … … wie viele Telefonate 2012 in der Landwirtschaftskammer geführt wurden? 98.017 eingehende Gespräche 34.118 ausgehende Gespräche 132.135 Gesamt

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Direktion / Sigrid Gasser, Präsident StR. Josef Moosbrugger und Direktor Dr. Gebhard Bechter.

Gänze die Landwirtschaftskammer selbst bezahlt. Für die Erledigung der übertragenen Landesaufgaben hat das Land die Personalkosten jener LK-Mitarbeiter übernommen, die Landesaufgaben erledigen.

Was ändert sich? Aufgrund des Landtagsbeschlusses wurde jetzt eine Neuordnung der Abgeltung der übertragenen Aufgaben per Verordnung der Landesregierung und mit Vertrag zwischen Land und Landwirtschaftskammer vorgenommen. Dabei wurde eine Systemumstellung vollzogen: • Die übertragenen Aufgaben inklusive der angestrebten Wirkungen für die Landwirtschaft und die Bevölkerung werden detaillierter beschrieben und stundenmäßig festgesetzt. Es sind gesamt rund 42.000 Fachstunden zu leisten. Das heißt, die Landwirtschaftskammer arbeitet, gemessen am Gesamtumfang ihrer Tätigkeiten, zu ca. zwei Drittel für das Land. • Die Personalkostenvergütung ist nicht mehr an bestimmte Personen gebunden. Es werden der Landwirtschaftskammer die mittels Leistungsaufzeichnung in drei Qualifikationsstufen erfassten Fachstunden mit drei unterschiedlichen Stundensätzen vergütet. Auch an den Reise-, Abfertigungsund Pensionskosten beteiligt sich das Land anteilig.

• D  ie Miete wird der Landwirtschaftskammer entsprechend dem Anteil der vom Land übertragenen Aufgaben zu zwei Drittel vergütet. Das Land beteiligt sich jetzt aber auch an den Betriebskosten. Sie werden schlüssigerweise auch zu zwei Drittel vom Land übernommen. • An den Sachkosten, wie beispielsweise Büroeinrichtungen, Telefon, Porto und EDV beteiligt sich das Land nicht. Die dafür anfallenden Kosten sind aus den Kostenbeiträgen, die die Landwirtschaftskammer bei der Leistungserbringung von den Kunden einhebt, zu finanzieren.  

Zusatzkosten Diese Änderungen werden bei der Landwirtschaftskammer Mehrkosten verursachen, deren Höhe im Vorhinein nicht genau abschätzbar ist. Jedenfalls sind für die LK höhere Ausgaben einzuplanen. Deshalb hat die LK-Vollversammlung im Dezember vergangenen Jahres einstimmig eine Erhöhung der Kammerumlage von 700 Prozent auf 800 Prozent der Grundsteuerbemessungsgrundlage beschlossen. Das sind Mehreinnahmen von ca. EUR 60.000,–. Ein Teil davon ist als Ansparung für ein eigenes Kammergebäude gedacht.

LK-Gebäude Nachdem ab 2013 die Landwirt-

schaftskammer für die Büroräume Miete bezahlen muss, stellt sich die Frage nach einer längerfristigen Eigentumslösung für das LK-Büro. Damit hat sich die Landwirtschaftskammer 2012 intensiv beschäftigt. Die Zusammenführung verschiedener bäuerlicher Organisationen an einen Standort wurde angedacht. Unter Beiziehung externer Experten wurden mehrere Möglichkeiten sondiert. Von über 20 angebotenen Standorten wurden sechs näher geprüft. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Von den Experten wurde nämlich empfohlen, die Frage Bürogebäude in Verbindung mit dem geplanten bäuerlichen Veranstaltungszentrum zu sehen. Allerdings müsste dieses auf die wichtigsten Funktionen zurückgestutzt werden. So hat die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer im Dezember 2012 beschlossen, neben dem • V  erbleiben am derzeitigen Standort in Bregenz sollen auch Kombinationsvarianten geprüft werden: • I n Dornbirn: Adaptierung und Sanierung der Versteigerungsanlage und daneben Neubau „Haus der Landwirtschaft“, • in Hohenems: Zwischen BSBZ und Rheinhof, Neubau „Haus der Landwirtschaft“ mit Versteigerungsanlage. Die Entscheidung wird maßgeblich von der Finanzierung beeinflusst. Daher sind die Finanzierungsgrundlagen umfassend aufzuarbeiten. Ohne eine weitere Erhöhung der Kammer­ umlage werden sowohl der Erwerb von Eigentum wie auch ein Neubau nicht realisierbar sein.

Direktion Leitung: Direktor Dr. Gebhard Bechter Assistenz: Sigrid Gasser T 05574/400-410 E praesidium@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Öffentlichkeitsarbeit

Verlässlich informiert

Schwerpunkte 2012 Fachinformationen (Zeitumfang 3.860 Stunden) • • •

Der Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit ist Knotenpunkt für den Informationsfluss zwischen Mitgliedern der Landwirtschaftskammer und den Konsumenten.

Dialog mit der nichtbäuerlichen Bevölkerung (Zeitumfang 1.830 Stunden)

Öffentlichkeitsarbeit / Christine Stadelmann, Juliane Nogler, Bernhard Ammann, Ing. Armin Schwendinger

erfahren. Die bäuerlichen Gastgeber und Ausstellungen trägt ebenfalls zeigten sich über das Interesse an zum besseren Verständnis für bäuihrem Beruf erfreut und nutzten ih- erliche Arbeit bei. rerseits die Möglichkeit die Wünsche und Vorstellungen der Konsumenten aus erster Hand zu erfahren. Gerade solche Tage der offenen Tür sind die beste Werbung für die heimische Landwirtschaft und tragen wesentlich zum positiven Image der Land- und Forstwirtschaft bei. Die Champion Die Organisation, Mitars beit und mediale Beglei3 9 tung von Messeauftritten, en au b n Experte Produktpräsentationen Holz!

Ländle

Unser

Mit den PR-Instrumenten und Aktivitäten des Fachbereichs tragen wir dazu bei, die Kluft zwischen den Erwartungen der Öffentlichkeit und den bäuerlichen Betrieben zu überwinden und beide Seiten wieder verstärkt füreinander zu interessieren. Dafür braucht es den direkten Dialog mit der nichtbäuerlichen Bevölkerung und die Bereitstellung entsprechender Fachinformationen. Dazu dienen die eigenen Printmedien wie die Wochenzeitung „Unser Ländle“ und das Konsumentenmagazin „luag“, elektronische Medien, Pressearbeit sowie zahlreiche PR-Aktivitäten und Konsumentenangebote.

Mitteilung en der Landwirt schaftska

Ländle Gala Bauen &

„ineluaga“ Das Ziel ist klar: Durch sachliche und direkte Information und Einblicke in den Arbeitsalltag der bäuerlichen Familien kann sich der Konsument ein objektives und unabhängiges Bild von der heimischen Landwirtschaft und deren Angeboten und Produkten machen. Ein Beispiel dafür ist der „ine­ luaga Tag“, der im September die Erwartungen der Konsumenten und der beteiligten Betriebe mehr als erfüllt hat. Rund 5.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Chance sich am Bauernhof über den Arbeitsalltag zu informieren und im direkten Gespräch mehr über das Unternehmen „Bauernhof“ zu

Heizen

Stütze der

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Konsumentenm

LK und des

er 2012 |

LQM | Dezemb

Ausgabe

mmer Vorarlber g | Ausgabe 16.11.201 2 | Nr. 46 | 78. Jahrgang

mit Holz

Region

N° 4

Bereits zum zwölften Mal in Folge Ausschusssitzun

g

Der Ausschuss für Viehwirtschaft befürwortet die geplante Zusammenführung der Rinderzuchtverbände.

mit

Unse re

Fors twirt Land - und

tvoll scha ft. Wer

wurde das Champ ionat in Dornb irn durchgeführt . Auszahlungen

Am 15. Novembe r erfolgt eine Vorschusszahlung an die und AZ-Antragsteller, ÖPULsofern die Vor-Ort-Kontrolle eingearbeitet ist.

. fürs Land

• 4  Ausgaben Konsumentenmagazin „luag“ (je 80.000 Auflage) • 3  30.000 Zugriffe auf der LKHomepage • E  rstellung von Foldern und Broschüren • E  rstellung von Informations- und Hoftafeln • B  runch am Bauernhof mit ca. 3.000 Besuchern • „ ineluaga Tag“ mit ca. 5.000 ­Besuchern • 2  .000 Schüler in Vorarlberger Gartenbaubetrieben • S  chulobstaktion in 90 Schulen für rund 10.300 Kinder • R  und 500 Kindergartenkinder am Bauernhof • D  as Kinderangebot „Bauernhof Detektiv“ • L andwirtschaftlicher Zukunftspreis <<i luag druf>> mit Ländle Gala •  K  ooperationen und gemeinsame Initiativen mit Bodenseeakademie, inatura, Verein für dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung. • T hemenschwerpunkte in ORF und VN-Medienkooperationen

Messeauftritte, Produktschauen (Zeitumfang: 1.240 Stunden)

Öffentlichkeitsarbeit Unser Ländle Leitung: Bernhard Ammann Assistenz: Christine Stadelmann T 05574/400-441 E presse@lk-vbg.at I www.diekammer.info

46 Ausgaben „Unser Ländle“ (je 5.000 Auflage) 2  60 Rundschreiben P  resseaussendungen und ­Pressekonferenzen

Die persönliche Begegnung mit den Nutztieren wie beim „ineluaga Tag“ ist der beste Weg fürs gegenseitige Verständnis.

• L ändle Halle bei Frühjahrs- und Herbstmesse in Dornbirn • 3  Käseprämierungen als Konsumentenevent • 3  5 Viehausstellungen • 1  5 Tierversteigerungen • M  ost- und Edelbrandprämierung

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Recht & Steuer

Alles was „Recht“ ist Die Land- und Forstwirtschaft arbeitet auf der Fläche. Daher gibt es sehr viele Berührungspunkte mit den anderen Flächennutzern und den Nachbarn. Die Sozialversicherungsbestimmungen werden verflochtener und unüberschaubarer. Die Landwirtschaft geht stärker in die Diversifizierung und wächst dadurch in neue Steuerverpflichtungen. Für diese Rechtsbereiche bietet die Landwirtschaftskammer gezielte Einzelberatung.

Recht & Steuer / Veronika Mätzler, Mag. Tino Ricker, Mag. Alexander Zellhofer, Brigitte Willig.

onen verhindert bzw. in gegenseitigem Einvernehmen gelöst werden.

Rechtliche Hilfestellung Durch Beratung und Hilfestellung in diesen komplexen Rechtsmaterien werden die Land- und Forstwirte in die Lage versetzt, ihr privat-, sozial- und steuerrechtliches Umfeld den aktuellen Gegebenheiten entsprechend optimal zu gestalten. So sollen Konfliktsituati-

Aufgaben und Umfang • ca. 3.000 telefonische Beratungen, ca. 500 persönliche Beratungen in allgemeinen, steuerlichen und Sozialrechtsfragen, 95 steuerliche Beratungen mit Hilfestellung. • 2 ganztägige Hofübergabe- Seminare, 1 halber Tag bei „50 Plus“ der SVB, 102 individuelle Hofübergabe-Beratungen • Meisterkurs: 11 Stunden • 13 Klagen und Verhandlungen beim Sozialgericht • 3 Schlichtungsverfahren • Besuch der Referentenbesprechungen im Sozialrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, allgemeines Recht; • Teilnahme an den Ausschüssen der LK Österreich in Wien;

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Hofübernahmeberatung Vorarlberg zählt rund 4.300 landwirtschaftliche Betriebe. Jährlich werden ca. zwei Prozent der Betriebe aufgelassen. Zur Sicherung einer funktionierenden Landwirtschaft für die Zukunft, ist die Weiterführung der Betriebe durch die junge Generation eine zentrale Frage. Dazu bietet die Landwirtschaftskammer eine umfassende Hofübergabe- und Hofübernahmeberatung an. Auch Übergeberund Übernehmerseminare stehen auf dem Programm. Dadurch wird die Motivation zur Betriebsübernahme gestärkt. Es werden menschliche, rechtliche und wirtschaftliche Bedingungen geschaffen, die dem Übernehmer eine gute Existenz ermöglichen und den Übergebern ihre Unabhängigkeit gewährleisten. Vorträge und Kurse Die Inhalte der Referate sind sehr breit gefächert: Umsatzsteueroption, ZLG Baumwärter, Hofübergabe, ZLG Edelbrandsommelier, Wie vermiete ich richtig? Nebentätigkeiten, Bäuerinnenbildung, Alpwege – Wege zum Rechtsfrieden (mit der ABB), ZLG Kräuterpädagogik.

Die Teilnehmer werden in kleineren oder größeren Gruppen umfassend über ein Thema informiert. Während den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen, nach der Veranstaltung zur Einzelberatung.

Artikel-Service Für „Unser Ländle“ wurden Artikel zu folgenden Themen verfast: Steuerliche Änderungen, Immobilienertragsteuer, Land- und forstwirtschaftliche Einheitswerte, Lärmbelästigung durch Kuhglocken, Neuer Steuersatz bei Holzverkauf, Pflegegeld, Umsatzsteueroption, Beschwerde im Steuerrecht, Zivilrechtliche Haftung für Bäume, Tierhalterhaftung. Weitere Aufgaben waren die Vertretung der Mitglieder vor Verwaltungsbehörden wie Bezirkshauptmannschaft und Landesagrarsenat. Auch für die land- und forstwirtschaftlich relevanten Gesetzes- und Verordnungsentwürfe wurden Stellungnahmen verfasst. Beispiele Frau P. wurde der Antrag auf Erhöhung des Pflegegeldes abgelehnt. Bisher hatte Frau P. die Pflegestufe 3. Mit Klage vom Februar dieses Jahres haben wir aufgrund unserer Einschätzung die Pflegestufe 6 eingefordert. In einem ärztlichen Gutachten wurde

die Stufe 5 festgestellt. Nach einer Gutachtensergänzung wurde aufgrund von Eigen- und Fremdgefährdung sowie zeitlich unkontrollierten Betreuungsmaßnahmen, regelmäßig während des Tages und der Nacht, die Stufe 6 zuerkannt. Der finanzielle Unterschied pro Monat macht EUR 817,10 aus. Familie M. hat in der Landwirtschaftskammer-Zeitung „Unser Ländle“ gelesen, dass die Grundbucheintragungsgebühr ab 1.1.2013 möglicherweise sehr teuer wird. Wie viele andere haben sie den Entschluss gefasst, den landwirtschaftlichen Betrieb noch im Jahr 2012 an die nächste Generation zu übergeben. In mehreren Besprechungsterminen im Rechtsbüro der Landwirtschaftskammer konnten die Einzelheiten der Übergabe zur Zufriedenheit der älteren Generation (Übergeber) und der Jungen (Übernehmer und Geschwister) geklärt werden. Ein Notar wurde mit der Ausarbeitung des Übergabe-Vertrages beauftragt. Damit konnte sichergestellt werden, dass der Lebensabend der Eltern gesichert ist und ein Landwirtschaftsbetrieb mit allen positiven Auswirkungen für die junge Generation und für das Land in der Zukunft weiterbetrieben werden kann.

Schlichtungsstelle Die LK bietet über den Kreis der eigenen Mitglieder hinaus, für die ganze Bevölkerung die Möglichkeit ihre Fragen zum Thema „Bäume und Sträucher an der Grenze“ zu stellen und ein Schlichtungsverfahren beantragen zu können.

Recht & Steuer Leitung: Mag. Tino Ricker Assistenz: Veronika Mätzler T 05574/400-411 E recht@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Forst

Holz-Potenziale nutzen

• H  olzeinschlag: 359.000 Festmeter (minus 10 Prozent zum Vorjahr), Schadholz 80.961 Festmeter (2011 13.312 Festmeter);

Der Holzeinschlag hat im Jahr 2012 um ca. zehn Prozent auf knapp 359.000 Festmeter abgenommen. Die Abnahme ist auf einen Rückgang der Einschlagstätigkeiten im Kleinwald (Flächengröße unter 200 Hektar) zurück zu führen. Bei den Forstbetrieben über 200 Hektar ist der Einschlag faktisch gleich geblieben. Trotz gutem Holzpreis und guter Nachfrage nach Rundholz wirkt sich das allgemeine Wirtschaftsumfeld dämpfend aus. Holz im „Wald“ wird als sicherere „Anlage“ angesehen, als Holzerträge auf Finanzmärkten anzulegen. Die nachhaltig möglichen Nutzungsmengen liegen mit über 600.000 Vorratsfestmeter weit über dem getätigten Einschlag.

Holzmarktberatung und -service Die Beratungsaktivitäten der LK beginnen bei einer regelmäßigen Holzmarktinformation in der Kammerzeitschrift „Unser Ländle“ und in der „Kleinen Waldzeitung“ des Waldvereins, sie werden ergänzt durch Informationen der Landeswaldaufseher und Forstbetriebe und dem Holzvermarktungsservice im Vorarlberger Waldverband. Dieser konnte im letzten Jahr mit knapp 65.000 vermarkteten Festmetern wieder ein beachtliches Ergebnis erzielen. Es ist sehr erfreulich, dass immer mehr Waldbesitzer den Vermarktungsservice des Verbandes nutzen. Die kleinen Waldbesitzer werden damit zum „Großbetrieb“ – mit besseren Preisen. Auf den durchgeführten Wertholzsubmissionen konnten zudem für besondere Holzqualitäten Spitzenpreise erreicht werden. Der organisierte Kleinwald wird in der Rohstoffversorgungssicherung im Lande immer wichtiger. In diese Richtung wird mit den beschlossenen

Zahlen & Fakten

• W  aldverband mit 65.000 Festmetern größter Rundholzanbieter davon 15.000 Festmeter über Maschinenring-Service, ca. 30.000 Festmeter Nadel-Schwachholz, ca. 30.000 Festmeter an einheimische Sägewerke, durchschnittliche Vermarktungsmenge von 40 Festmeter. Forstteam / DI Peter Nenning, Sigrid Gasser, Ing. Edgar Häfele und DI Thomas Ölz.

Zielsetzungen in der Forststrategie 2018 und im Projekt „Energiezukunft Vorarlberg“ weiter gearbeitet. Ein flächig bewirtschafteter Wald bringt außerdem maßgebliche Vorteile für die Waldfunktionen, die in einem Gebirgsland wie Vorarlberg von enormer Bedeutung sind.

Haben Sie keine Wildschäden? Dann ist es gut so. Sie brauchen unsere Beratungs- und Serviceleis­ tungen zur Verbesserung der Situation nicht. Seit vielen Jahren wird von der Landwirtschaftskammer ein Mustervertrag zur Jagdverpachtung, in dem die Verhinderung von Wildschäden ein zentrales Thema ist, angeboten. Außerdem kann bei eingetretenen Wildschäden die Durchführung von Schadensbewertungen in Anspruch genommen werden. Im Wald/Wild Bereich wurden die Interessen der Grundbesitzer in einigen Besprechungen und Stellungnahmen nachdrücklich wahrgenommen. Die Information und Vernetzung der Jagdverfügungsberechtigten ist jedes Jahr ein Schwerpunkt auf mehreren Veranstaltungen.

Energie aus Holz Für die Vorarlberger Heizwerke steht genügend Brennholz zur Verfügung. Das nachwachsende Potenzial würde einen weiteren Ausbau ermöglichen: Die Berechnungen reichen bis zu einer möglichen Verdopplung des Aufkommens!

Brennholz hat einen wirtschaftlich rentableren Marktwert bekommen. Mit Serviceangeboten Richtung Waldbesitzer möchten wir uns aktiv am Ausbau der Holzenergie beteiligen. Damit unterstützen wir die Maßnahmen der Forststrategie 2018 und der Strategie zur Energieautonomie des Landes Vorarlberg. Im Jahre 2012 sind die Aktivitäten im Rahmen der Marken „Ofenholz“ und „Holzschnitzel“ mit über 50 Land- und Forstwirten, aber auch viele Beratungen zum Energiemarkt, im Contractingbereich (Landwirt als ­Energiewirt) und in der Öffentlichkeitsarbeitsarbeit durchgeführt worden.

Aus- und Weiterbildung Der Schwerpunkt der Aus- und Weiterbildung liegt in der Durchforstung und Waldpflege, Starkholzernte und Motorsägenwartung, Holzausformung, Laubwertholzproduktion oder in der Christbaumproduktion. Mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) wurden über 20 Kurse und Veranstaltungen mit über 600 Teilnehmern durchgeführt.

Forst Leitung: DI Thomas Ölz Assistenz: Sigrid Gasser T 05574/400-460 E forst@lk-vbg.at I www.diekammer.info I www.waldverband.at

• H  öchstpreis für einen geriegelten Ahornstamm auf der Wertholzsubmission in Bad Schussenried (EUR 2.730,– pro Festmeter exklusive Umsatzsteuer) • Z  weite Nadelwertholzsubmission in Laterns und Feldkirch/Altenstadt – höchsten Preise mit EUR 313,– für mehrere Fichtenstämme • Ü  ber 30 beteiligte Betriebe beim Projekt „VorarlbergHolz“ (Ursprungssystem aufgebaut, objektives Kontrollsystem mit der „Isotopenmethode“ entwickelt) • Ü  ber 50 Lieferanten von Ofenholz und Holzschnitzel über ganz Vorarlberg verteilt • M  itarbeit in Arbeitsgruppe „Erneuerbare Energie“ im Rahmen der Strategie zur Energieautonomie Vorarlberg • 3  3 Produzenten „Ländle Christbaum“ • Infoveranstaltung „Natürlich Wald und Holz“ am Dornbirner Marktplatz • F  orstinfotag anlässlich der Vollversammlung des Waldverbandes (Hauptbaumart Fichte) mit über 200 Teilnehmern • D  urchführung des Österreichischen Waldbauerntages mit der Staatspreisverleihung für beispielhafte Waldwirtschaft durch Bundesminister Niki Berlakovich • U  nterstützung der Wertschöpfungsinitiative „Vorarlberger Holzbau_Kunst“ mit EUR 19.200,– aus dem Holzwerbekonto der Vorarlberger Waldbesitzer • K  onzeption und Start des ersten Kurses „Motorsägenführerschein“

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Betriebshelferdienst

BHD hilft doppelt Aufgabe der Zivildiener ist meist die Stallarbeit. Somit sind sie Stütze bei physischer und psychischer Belas­ tung der Bauernfamilie. Einheitlich ist der Tenor der Zivildiener, dass sie während des Zivildienstes einiges lernen. Bauernsöhne können für den eigenen Betrieb Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten auf dem Einsatzbetrieb optimal einsetzen.

Betriebshelferdienst / Veronika Mätzler und Florian Vinzenz.

Wenn Betriebsführer oder auf dem Hof mitarbeitende Personen durch Tod, Unfall, Krankheit oder ähnliche Schicksalsschläge ausfallen, werden vom Betriebshelferdienst (BHD) Ersatzkräfte organisiert. Dieser Service wird ergänzt durch die Berechnung und Auszahlung eines finanziellen Zuschusses für den Einsatz der Betriebshelfer. Zivildiener werden vor allem für längere Einsätze organisiert.

Zivildiener sind unverzichtbare Helfer ­

Abgerechnete BHD-Einsätze 2012 Einsatzgrund 2012 2011 +/– Tod 1 Arbeitsunfall 37 Unfall 32 Krank 133 Kur 18 Mutterschaft 6 Alpe 2 Bildung 2 Urlaub 69 Überlastung 2

1 43 39 139 23 5 2 8 86 2

0 -6 -7 -6 -5 +1 0 -6 -17 0

Summen 302 348 -46 Umfang: 270 abgerechnete BHD-Fälle 80 vermittelte BHD-Fälle 50 vermittelte Zivildiener-Einsätze 28 Zivildiener waren in der Landwirtschaft im Einsatz 302 gemeldete BHD Fälle Zeitumfang: 1.620 Stunden

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Wirkung: Von den Betriebshelfern wurden über 36.000 Stunden (entspricht 20 Vollarbeitsplätzen) geleistet. Die Betriebshelfer legten rund 105.000 Kilometer zurück, um Hilfe vor Ort zu leisten. Die Weiterführung der Betriebe in besonderen Notlagen wird mit diesem Einsatz gesichert. Unaufschiebbare Arbeiten, vor allem in der Tierbetreuung werden prompt erledigt. Durch die Bezuschussung wird die Aushilfe für den Betrieb wirtschaftlich leistbar.

Das Ergebnis der Volksbefragung erlaubt auch in Zukunft landwirtschaftlich interessierten Burschen, über den Zivildienst zum Gemeinwohl beitragen zu können. Vorrangige

Saisoniere in der Landwirtschaft Für Saisonarbeiten können ausländische Saisonkräfte für die Höchstdauer von sechs bzw. neun Monaten angeworben werden. Das Fremdengesetz sieht diese Regelung für die Land- und Forstwirtschaft in einem zahlenmäßig beschränkten Kontingent vor. Für EU-Bürger gilt diese Beschränkung nicht mehr. Lediglich Rumänen und Bulgaren müssen über das AMS angefordert werden. Wer eine andere Arbeitskraft (Brasilien, Ukraine) einsetzen will, muss mit einer Absage rechnen, weil das Kontingent rasch ausgeschöpft ist. Im Rahmen des Ersatzkräfteverfahrens prüft das AMS, ob eine geeignete inländische Arbeitskraft oder ein EU-Bürger vermittelt werden kann, denen der Vorrang bei der Stellenvermittlung einzuräumen ist.

Ausgaben Betriebshelferdienst

Einkleidung Zivildiender 4%

Personalkosten Helfer 64 %

Personalkosten Haushaltshilfe 1%

KM-Geld für Helfer 7% Zivildienerabgeltung 24 %

Praktikanten aus der Ukraine IAAS (International Association of Students in Agricultural and related Sciences) bietet Studenten und Mittelschülern aus Nicht-EU-Ländern die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Ausbildung ein landwirtschaftliches Praktikum in Österreich zu absolvieren. Die Ziele des Praktikums sind das Kennenlernen anderer Völker, Kulturen, Gesellschaftsordnungen, Lebensweisen und Sammeln von Erfahrungen. Ebenso wichtig ist das Erlernen von anderen Produktionsmethoden in der Landwirtschaft, um in weiterer Folge das Erlernte in der Heimat umsetzen zu können. Auch das Verbessern bzw. Festigen von Sprachkenntnissen ist besonders wichtig. Die Praxis dauert üblicherweise zwischen vier und fünf Monaten. Über 30 Praktikanten hatten die Möglichkeit, sich in Vorarlberg weiterzubilden. Leider konnten im Jahr 2012 zum letzten Mal Praktikanten aus der Ukraine angefordert werden. Ab August 2012 war die Ukraine gesperrt. In Österreich wird versucht ein neues Team aus Studenten zu formieren, welche diese Aufgabe in Zukunft wieder wahrnehmen können.

Achtung! BetriebshilfeEinsätze sofort melden Die finanzielle Unterstützung für Arbeiten, die der Betriebsangehörige nicht mehr erledigen kann ist erst ab dem Tag der Meldung möglich. Es reicht ein Anruf, Fax, E-Mail oder eine Nachricht auf der Sprachbox, um den Einsatz zu melden. Maschinenring und Betriebshelferdienst verlangen je eine separate Mitgliedschaft!

Betriebshelferdienst Leitung: Florian Vinzenz Assistenz: Veronika Mätzler T 05574/400-411 E bhd@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Bäuerinnen / UaB

Lebens.Werte schaffen. Die Bäuerinnen leisten einen aktiven, oft auch innovativen Beitrag zum Betriebserfolg. Um die vielseitigen Aufgaben in der Landwirtschaft und Familie unter einen Hut zu bringen, stehen die Bäuerinnen vor großen Herausforderungen. Mit einem interessanten Bildungsangebot sollen Bäuerinnen angeregt werden sich selbst mit dem eigenen Betrieb auseinander zu setzten.

ZAM – zukunftsorientierte agrarwirtschaftliche Motivation Bei diesem Lehrgang handelt es sich um ein Bildungsprojekt des LFI und der Bäuerinnenorganisation. Sieben Pflichtmodule und zwei Wahlmodule umfasst das Seminar zu den Themen der Agrarwirtschaft und Agrarpolitik, Betriebswirtschaft, Recht, Rollen im Betrieb, Familie und Betriebsentwicklung. Welche Ziele werden angestrebt? • Die Bäuerin als Partner in der Entwicklung des gemeinsamen Betriebs- und Familieneinkommens qualifizieren. • Betrieb und Lebensqualität in Einklang zu bringen. • Austausch von Ideen und Erfahrungen mit Berufskolleginnen.

haltigen Einkauf hin. Somit wird auf die Herkunft von Lebensmitteln geachtet und auch Produkten die möglichst nah am Verkaufsort hergestellt werden der Vorzug gegeben.

Urlaub am Bauernhof – Botschafter der bäuerlichen Welt Der Betriebszweig „Urlaub am Bauernhof“ hat sich zu einer wichtigen Einkommensschiene entwickelt. Gute Perspektiven lassen „Urlaub am Bauernhof“ positiv in die Zukunft blicken. Die Verwendung von online Buchungsportalen im Internet eröffnet im Ausland neue Märkte und steigert die Nächtigungszahlen.

Lehrgang für Baby- und Kinderbauernhöfe Zusätzlich zur Qualitätsauszeichnung haben die Urlaub am BauernhofBetriebe die Möglichkeit sich zu spezialisieren. Voraussetzung dafür ist diese Ausbildung, bei der die Teilnehmerinnen alles über baby- und kinderfreundliche Angebote erfahren. Weiters wird in einer Projektarbeit das eigene Hofangebot entwickelt und vorgestellt.

Tourismusinnovationspreis Nach 2003 konnte „Urlaub am Bauernhof“ mit dem Projekt „LandHand“

Überreichung des Tourismusinnovationspreises durch Vorarlberg Tourismus.

2012 zum 2. Mal den Tourismusinnovationspreis bekommen. LandHandMitglieder bieten unter dem Motto „Hände die Werte schaffen“ verschiedene Kurse in ganz Vorarlberg an. Mit der Auszeichnung dieses Projektes sollen weitere touristische Leistungsträger motiviert werden, diese Angebote ihren Gästen näher zu bringen. Wichtig ist den LandHand-Mitgliedern die nachhaltige Pflege alter Handwerkstechniken und die Verwendung regionaler Produkte.

Lebensmittel sind kostbar Die ARGE Bäuerinnen veranstaltet gemeinsam mit dem Verein vom Ländle Bur Aktionstage und möchte auf die Wertigkeit heimischer Lebensmittel hinweisen. Mangelndes Wissen über Herkunft und Zubereitungsweisen von Lebensmitteln führen dazu, dass immer mehr Menschen unter den gesundheitlichen Folgeerscheinungen von Fehlernährung zu leiden haben. Die Bäuerinnen weisen Konsumenten besonders auf regionalen und nach-

Zahlen & Fakten Bäuerinnen Teilnehmer/-innen Gesunde Ernährung und kreatives Gestalten 1.586 Bäuerinnentage 500 Bäuerinnenbildungswoche / -programm 123 Aktionstage „Lebensmittel sind kostbar“ 3.500 Lebensqualität 696 Gesamt 6.405

Zahlen & Fakten UaB

Teilnehmer/-innen Kurse und Seminare 87 Exkursion 39 Erfahrungsaustausch 50 Aufbaulehrgang Baby- und Kinderbauernhof 30 Jahreshauptversammlung 80 Gesamt 286

Bäuerinnen / UaB Leitung: FL Evy Halder Assistenz: Andrea Huber T 05574/400-110 E urlaub@lk-vbg.at I www.baeuerinnen.at/vbg I www.urlaubambauernhof.at/ vorarlberg www.landhand.org Bäuerinnen engagieren sich für „Lebensmittel sind kostbar“ bei den Erntedankfesten.

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LFA / ARGE Meister

Berufsausbildung als Fundament

Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) / Florian Vinzenz und Brigitte Willig.

Die Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) ist als Behörde bei der Landwirtschaftskammer eingerichtet.

Umfang und Aufgaben 1 Meisterkurs mit 21 Teilnehmern 1 Fachschulkurs für Berufstätige mit 28 Teilnehmern 1 Fachkurs für Forstlehrlinge 30 Lehrverträge wurden ­genehmigt 10 Lehrbetriebe neu anerkannt 130 Facharbeiterbriefe ausgestellt 3 Bildungs- und Orientierungsberatungen 50 Telefonberatungen Wirkung: Die duale Berufsausbildung ist auch in der Land- und Forstwirtschaft gemäß dem land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz gesichert. Die LFA übernimmt die im Gesetz vorgesehenen Aufgaben für die Fach- und Berufsausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Zeitaufwand: 1.320 Stunden

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Sie ist die Anlaufstelle für Lehrbetriebe und Lehrlinge, die in der Landund Forstwirtschaft tätig sind. In 14 Berufen kann eine Facharbeiterausbildung absolviert und der Meistertitel erreicht werden. Der Ausbildungsversuch „Biomasse und Bioenergie“ wird 2013 neu angeboten. Die Mitarbeiter der Lehrlingsstelle informieren über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten und bieten eine Bildungs- und Orientierungsberatung an. Ziel ist es, möglichst viele Betriebsführer mit ausreichender beruflicher Qualifikation auszubilden.

Ausbildung mit der Natur als Lehrmeister! Die Lehre in der Land- und Forstwirtschaft bietet einen idealen Zugang zur Natur und fördert die MenschTier-Umwelt-Beziehung. Arbeit in und mit der Natur ist wohl die beste Art diesen Beruf zu umschreiben. Wer diese Naturverbundenheit mitbringt, ist als Lehrling in der Land- und Forstwirtschaft gern gesehen. Ein Großteil der Lehrlinge besucht die Berufsschule Rotholz in Tirol (Gartenbau, Forst, Käserei), die Lehrlinge der Landwirtschaft besuchen die Berufsschule in Kirchschlag bei Linz. Die Pferdewirtschaftslehrlinge werden in Edelhof bei Zwettl unterrichtet.

Die Lehre als Fundament ­einer praxisbezogenen ­Ausbildung

sehr guten schulischen Ausbildung im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum auch die Lehre in land- und forstwirtschaftlichen Berufen gut angenommen wird. Die betriebliche Lehrlingsförderung bietet für die Lehrbetriebe einen zusätzlichen Anreiz Lehrlinge einzustellen. Gerade im „Tun“ können Tätigkeiten und Fertigkeiten erlernt und verbessert werden.

Meisterkurs Derzeit stehen 21 Meisteranwärter in Ausbildung und besuchen seit Herbst 2011 den landwirtschaftlichen Meis­ terkurs. Dabei wird unter anderem das fachliche Wissen vertieft, um leichter Zukunftsentscheidungen für den Betrieb treffen zu können. Die Meister bekommen das Rüstzeug um ihren Betrieb erfolgreich zu führen. Der Austausch mit Berufskollegen macht den Kurs für jeden Teilnehmer doppelt wertvoll.

ARGE Meister Obmann Werner Gasser stellte nach zwölf Jahren Obmann und acht Jahren Kassier sein Amt zur Verfügung. Ebenso zog sich Ilga Bickel nach acht Jahren als Obfrau aus dem aktiven Geschehen zurück. Auch Sigrid Muxel und Anni Fritsche stellten sich nach zwölf Jahren nicht mehr der Wahl. Den scheidenden Mitgliedern gilt Dank und Anerkennung!

Beirätin Anja Nenning, Langen Beirätin Christine Zündel, Hörbranz Beirat Othmar Müller, St. Gerold Beirat Harald Gasser, Au Nach der Jahreshauptversammlung berichteten Christoph Freuis und DI Anna Embacher über Ergebnisse und Erfahrungen beim „Kuh-& Standort Check“. Die Meister hatten Gelegenheit über die Ergebnisse zu diskutieren. Wichtig sind an diesem Tag auch Exkursionen und Infos zur Standortgemeinde. So wurden der Betrieb von Peter Achberger und die Feinbrennerei Prinz besichtigt. Besuchen Sie uns unter www.lko.at/meister.

Irland – Grünes Land und gefleckte Kühe ARGE Meister und Absolventen haben gemeinsam die Lehrfahrt nach Irland durchgeführt. Neben landwirtschaftlichen Betrieben haben die 44 Teilnehmer auch die Sehenswürdigkeiten des Landes besichtigt. Gemeinsame Veranstaltungen mit dem LFI rundeten die Tätigkeiten der ARGE Meister ab (z.B. Hofübergabeseminar, Schädlinge in Haus und Hof).

Neuer Vorstand

Es ist äußerst wichtig, dass neben der

Obmann Ronald Eberle, Buch Obfrau Yvonne Hubert, Braz ObmStv Michael Tschann, Thüringen

LFA / ARGE Meister Leitung: Florian Vinzenz Assistenz: Brigitte Willig T 05574/400-452 E lfa@lk-vbg.at I www.lehrlingsstelle.at

Berufsstatistik 2012 Lehrberufe Landwirtschaft Hauswirtschaft Gartenbau Feldgemüsebau Molkerei- u. Käsereiwirtschaft Pferdewirtschaft Fischereiwirtschaft Forstwirtschaft Forstgarten Gesamt

Abschlüsse Abschlüsse Abschlüsse Zweiter Fachschule Lehre Meister Bildungsweg 67 26 29 8 1 3 3 9 96 26 1 26

Lehrlinge Lehrlinge Lehrlinge im 1. Jahr im 2. Jahr im 3. Jahr 6 5 6 4 12 8 1 3 2 4 1 1 1 5 3 8 2 19 25 28


LFI

Bildung mit Weitblick Vorausschauend und zukunftsweisend wird in der Bildungseinrichtung der Landwirtschaftskammer Vorarlberg – dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) Vorarlberg – gearbeitet.

über das Ländliche Fortbildungsinstitut Vorarlberg angeboten und abgewickelt werden. Die Fachexperten der LK-Fachbereiche und -verbände sollen dabei zur Produktentwicklung, Abstimmung mit Beratung und der konkreten Zielgruppenansprache zur Verfügung stehen.

Auszeichnungen Neben dem Erwachsenenbildungsprogramm, bei welchem rund 3.700 Teilnahmen und 160 durchgeführte Veranstaltungen verzeichnet werden konnten, stand die Bearbeitung der strategischen Ausrichtung des Ländlichen Fortbildungsinstitutes, das ­als Sympathie- und Imageträger der Land- und Forstwirtschaft gilt, im Mittelpunkt der Arbeit im Berichtsjahr.

Erfolg Bildung ist eine zentrale Aufgabe der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, neben der Beratung, Interessensvertretung und Förderung. Dieser Auftrag wird von der LK-Bildungseinrichtung wahrgenommen – Bildungsprodukte werden entwickelt, geplant, administriert, durchgeführt und evaluiert. Im Mittelpunkt dieses Angebotes stehen interessierte Menschen mit bewusster Lebenseinstellung, insbesondere Bäuerinnen und Bauern. Mit dem Angebot stärkt das Ländliche Fortbildungsinstitut Vorarlberg den persönlichen und beruflichen Erfolg sowie die Lebensqualität, als Basis für das Leben und Arbeiten in landund forstwirtschaftlichen Betrieben.

Neben den zertifizierten und diplo­ mierten LFI-Mitarbeiterinnen wurde die Organisation nach ISO9001:2008 für das Qualitätsmanagementsystem rezertifiziert und im Qualitätsrahmen der Erwachsenenbildung Österreichs (Ö-Cert) anerkannt. Zudem wurde das Ländliche Fortbildungsinstitut Vorarlberg 2012 für den startenden Prozess im Bereich Umweltmanagement und Bildung für nachhaltige Entwicklung mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Fleißige Hände / Das LFI-Team mit ihren Bildungsmanagementkompetenzen hat auch 2012 ein umfangreiches Erwachsenenbildungsprogramm umgesetzt.

interne wie externe Bildungsmaßnahmen abgewickelt. Die Themen 2012 waren: Zusammenarbeit, Kommunikation, EDV und IT sowie OfficeManagement.

Betriebliche Weiterbildung Die Landwirtschaftskammer Vor­arl­­ berg, als Dienstgeberin für 65 Arbeitskräfte, bietet für ihre Mitarbeiter/ -innen ein betriebliches Weiterbildungsangebot an. Dabei wurden

Laufend aktuell informiert sind Sie unter www.lfi.at/vbg oder auf www.facebook.com/LFIVorarlberg. Ihr Wissen wächst.

Zahlen & Fakten • 3  .800 Schüler/-innen bei Schule am Bauernhof • 9.700 Stück Bildungskataloge • 210 Bildungsveranstaltungen • 102.000 Hits auf der Homepage • 240 Lehrgangsabsolventen • 7 (Zertifikats)Lehrgänge • 41 Veranstaltungsorte • 307 Trainer/-innen • 3.700 Teilnahmen • 159 Arbeitskreis-Mitglieder • E UR 145.000,– Bildungsförderung für 3.000 Teilnehmer/-innen • E UR 31.000,– an Schule am Bauernhof-Betriebe • E UR 70.000,– für Arbeitskreis­ beratung • 3,1 Arbeitskräfte

LFI Vorarlberg

Ländliches Fortbildungsinstitut Vorarlberg als Bildungs­einrichtung der LK Vorarlberg

Klarheit Um mehr Klarheit über das LFI zu schaffen, insbesondere wohin der Weg gehen soll, wurde 2012 aufbauend auf die bundesweite Vision und das überarbeitete Leitbild an einem Unternehmenskonzept gearbeitet, das in den verschiedensten Gremien präsentiert und zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. So soll u. a. die Bildung und Beratung enger verknüpft und das LK-Bildungsangebot

Montfortstraße 9 | 6900 Bregenz T 05574/400-191 | F 05574/400-600 E lfi@lk-vbg.at | I www.lfi.at/vbg Leitung: Ing. Andrea Blum Assistenz: Barbara Geißler Wissensvermittlung / Das Ländliche Fortbildungsinstitut Vorarlberg arbeitet mit verschiedensten Veranstaltungspartnern zusammen. Sie unterstützen durch Fachkompetenz, Produktvermarktung und vor Ort Betreuung.

T 05574/400-191 E lfi@lk-vbg.at

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Landjugend

Jakob Winder aus Alberschwende beim Bundesentscheid Sensenmähen in Niederösterreich.

Landjugend / Geschäfts­führer Bernhard Rogen mit Barbara Geißler.

die größte Jugendorganisation im ländlichen Raum.

so werden viele Feste gefeiert. Als Beispiel darf der Landesbauernball erwähnt werden, der von der Landjugend mitorganisiert wird. Ein Landesschirennen, ein Fassdubarennen der Bregenzerwälder und viele weitere sportliche Veranstaltungen gab es auch im vergangenen Vereinsjahr der Landjugend.

Landwirtschaft & Umwelt

Kultur & Brauchtum

Im Frühling fanden Bildungsangebote im Bereich Landwirtschaft statt. So wurde eine Agrar-Exkursion mit anschließender Diskussionsrunde zu Metzler Molke in Egg organisiert.

Die Brauchtumspflege ist ein wichtiger Bestandteil der Landjugend und darf nicht mit „altmodisch“ in Verbindung gebracht werden. Älplerbälle, Sonnwendfeuer, Erntedank und Projekte die Holzbrunnen wieder aufleben lassen wurden von den Mitgliedern im vergangen Jahr umgesetzt. Die Brauchtumspflege hat einen sehr großen Stellenwert in der Organisation.

Aktive Jugend Zahlreiche Veranstaltungen, die den Zusammenhalt der Landjugend stärken, und viel Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten stehen auf dem Jahresprogramm der Landjugend Jungbauernschaft Vorarlberg

Allgemeinbildung Die Landjugend setzt ihre Schwerpunkte auf sechs Säulen. Somit steht ein sehr breites Angebot an Veranstaltungen und Weiterbildungen zur Verfügung. 2012 fanden im ganzen Land über 150 Veranstaltungen statt und brachten somit viel Schwung in

Zahlen & Fakten • 2.400 Mitglieder • 120 Funktionäre • 150 Veranstaltungen

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Den Bereich Allgemeinbildung decken viele Veranstaltungen in den Gebieten ab. Diese sehr gut organisierte außerschulische Bildungsinitiative der Landjugend beinhaltet auf Landesebene als Beispiel den 4er Cup und die Agrar- und Genussolympiade. Diese Wettbewerbe fordern von den Teilnehmern Allgemeinwissen und Kreativität.

Sport & Gesellschaft Geselligkeit kommt bei der Landjugend bestimmt nicht zu kurz und

young & international Viele Landjugendliche bekommen die Möglichkeit Bekanntschaften in ganz Österreich zu knüpfen. Bei Bundesveranstaltungen, Funktionärsausflügen oder Projektprämierungen fah­ ren die Jugendlichen quer durch Österreich und lernen die anderen Bundesländer kennen. Auch beim

internationalen Jugendaustausch werden Lebenserfahrung in fremden Ländern gesammelt. Die Landjugend organisiert und unterstützt diese völkerverbindende Aktion.

Service & Organisation Ein essentieller Teil der Landjugend sind die Funktionäre und deren Ausbildung. Denn die gut 100 Ehrenamtlichen sind entscheidend für das Funktionieren der Organisation und den Erfolg der Veranstaltungen. So gab es 2012 eine Funktionärsausbildung, einen Funktionärsausflug und tausende Telefonate und E-Mails zwischen den Funktionären und dem Landjugend Referat. So ist es möglich, dass die Landjugend in allen Regionen Vorarlbergs aktiv sinnvolle Freizeit gestaltet.

Landjugend Leitung: Bernhard Rogen Assistenz: Barbara Geißler T 05574/400-130 E landjugend@lk-vbg.at I www.diekammer.info I www.landjugend.at


Betriebswirtschaft

Ein- und Ausgaben im Griff? Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahren, speziell nach dem EU Beitritt, vielfältige Entwicklungen erfahren. Mehr denn je ist es erforderlich, dass der landwirtschaftliche Familienbetrieb auch den unternehmerischen Herausforderungen gewachsen ist, auf Entwicklungen frühzeitig reagiert und mögliche Chancen nutzt um weiterhin am Markt bestehen zu können. Interessierte Betriebsführer erhalten bei Investitionsplanungen Unterstützung in der Form von Investitions- und Finanzierungsberatung. Für den Erhalt der landwirtschaftlichen Investitionsförderung ist diese Beratung ab einer bestimmten Größenordnung verpflichtend. Der Großteil der Stallbauten (fast 90 Prozent) in Vorarlberg wird heute als Laufstall mit besonders hohem Tierkomfort ausgeführt. Dies erlaubt eine Tierhaltung weit über dem bestehenden Mindeststandard und hat auch arbeitswirtschaftliche und ergonomische Vorteile. Allerdings sind die Baukosten höher wie bei Ausführung im Mindeststandard.

Finanzierbarkeit und Betriebswirtschaft Im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Beratung erfolgt gemeinsam mit dem Landwirt eine Darstellung der Ausgangs- und Zielsituation. Bei der Ausgangssituation wird einerseits die bestehende landwirtschaftliche Einkommenssituation erfasst aber auch das Gesamteinkommen sowie die mögliche Kapitaldienstfähigkeit. Das Investitionsszenario beinhaltet mögliche Investitionsförderungen, die Umsatzregelbesteuerung und die Darstellung der möglichen oder nicht möglichen Finanzierbarkeit. Daneben werden bestehende Kreditbelastungen gesichtet und besprochen und auch in vielen Fällen alternative Szenarien gerechnet, dargestellt und besprochen. Da der verfügbare Boden nicht vermehrbar und Geld nicht zweimal verplant werden kann, ist es bei langfristigen Investitionsentscheidungen wichtig, sich im Klaren zu sein, was genau das Ziel der Investition ist. Für rein arbeitswirtschaftliche Verbesserungen ist das Kriterium die Finanzierbarkeit und die Verbesserung der Arbeitswirtschaft oder die Verkürzung der Arbeitszeit. Investitionen, die der Betriebserhal-

Betriebswirtschaft / DI Stefan Simma hilft in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten weiter.

tung dienen oder Beendigung der Landwirtschaft, da das bestehende Gebäude nicht mehr entspricht, sind anders zu bewerten wie Investitionen die die Wirtschaftlichkeit erhöhen sollen.

Alternativen prüfen Insbesondere bei Fragen der Wirtschaftlichkeit müssen auch Alternativen mitgedacht werden: Was ist, wenn statt in die Stallerweiterung in zwei Ferienwohnungen investiert wird? Was ist, wenn Pachtflächen wegfallen? Habe ich ausreichend eigenes Grundfutter? Habe ich auch an die bereits bestehende/ zukünftige Arbeitsbelastung gedacht? Was ist, wenn sich die Rahmenbedingungen

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

Einkünfte aus LuF AFA Fixkosten ohne AFA Öffentliche Gelder DB Produktion

Ausgangjahr

Zieljahr

verschlechtern? Was ist, wenn ich kleiner/ größer baue? Was ist wenn ich meinen außerlandwirtschaftlichen Erwerb einstelle/ ausweite? Diese und ähnliche Fragestellungen werden in verschiedenen Szenarien gerechnet und überlegt. Sie helfen eine breitere Entscheidungsbasis zu finden.

Betriebswirtschaft Leitung: DI Stefan Simma Assistenz: Petra Simmerle T 05574/400-210 E petra.simmerle@lk-vbg.at I www.diekammer.info

Zahlen & Fakten • 3  5 Betriebskonzepte und 10 Betriebspläne • 45 Investitions- und Finanzierungsberatungen • 7 Konsolidierungsberatungen • 5 Jungübernehmerförderungen des Landes • Bergmaschinenförderung im Nachhinein: 94 Fälle • Maschinenringförderung: 3 Förderfälle • Unternehmensführung: 107 Teilnehmer am Arbeitskreis • Wöchentlicher Marktbericht landund forstwirtschaftlicher Produkte

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Leistungsabgeltung

Ein-, Um-, Aussteigerberatung

Leistungsabgeltung / Lwm. Peter Achberger, Christine Kaufmann, DI Bernhard Jenny, Ramona Albrecht und Ing. Arno Gisel­brecht.

Die Bauernfamilien sind immer wieder gefordert, sich auf neue Entwicklungen einzustellen. Um ihr Einkommen zu sichern, müssen sie ihre Betriebsentwicklungen laufend den neuen Gegebenheiten anpassen. Bei größeren Betriebsveränderungen stellt sich oft die Frage, ob der Betrieb weitergeführt, verändert oder aufgegeben werden soll. Für

Neueinsteiger stellt sich die Frage welche Voraussetzungen für die Führung eines erfolgreichen Betriebes erforderlich sind. Der Fachbereich Leistungsabgeltung übernimmt neben seiner Haupttätigkeit, der Abwicklung der Mehrfachanträge und Beratung zur Leistungsabgeltung auch die Aufgabe der Betreuung von landwirtschaftlichen Ein-, Um- und Aussteigern. Als erste Anlaufstelle werden grundsätzliche Fragen beantwortet. Für

die speziellen Fachfragen werden die zuständigen Produktionsberater einbezogen. Für Neueinsteiger ist das Vorhandensein einer landwirtschaftlichen Betriebsnummer Grundvoraussetzung.

Wichtige Fragen Grundvoraussetzung für den Erhalt von ÖPUL, Ausgleichszulage, Tierprämien und Einheitliche Betriebsprämie sind die Einhaltung der Cross-Compliance-Bestimmung wie

Zahlen & Fakten 130 E  in-/Um-/Ausstiegsberatungen 85 Förderungschecks 3.697 MFA Flächen 247 Herbstanträge 15.000 Feldstücke digitalisiert 569 Alpauftriebslisten 389 Bewirtschafterwechsel 3.434 Anträge auf Mineralöl steuerrückvergütung 110 Übertragungen von Zahlungsansprüchen und Mutterkuhquoten

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Düngeausbringungsverbote, Düngeobergrenzen, Tierkennzeichnung bei Rindern, Schweinen, Schafe oder Ziegen, Tierschutz, die Lebensund Futtermittelsicherheit, Aufzeichnungsverpflichtungen etc. Bei betrieblichen Veränderungen stellt sich die Frage ob der Förderungswerber die ÖPUL-Verpflichtungsdauer weiterhin einhalten kann oder einen möglichen Ausstieg ohne Rückzahlung von bisher erhaltenen Förderungen möglich ist. Gerne stehen wir für Rückfragen zu diesen Themen zur Verfügung. Der Nutzen dieser Beratung ist die optimale Ausschöpfung bestehender Ausgleichszahlungen und Kenntnis über Auflagen und Fördervoraussetzungen.

Überblick Angebot: • M  ehrfachantrag, Herbstantrag und Flächendigitalisierung • Österreichisches Umweltprogramm, Umweltbeihilfe des Landes, Bergbauernförderung und Tierprämien • Einheitliche Betriebsprämie (EBP) und Übertragung von Zahlungsansprüchen • Zuteilung von Zahlungsansprüchen für Neubeginner • Beantragung der Mineralölsteuerrückvergütung • Informationen zu AMA VorOrt-Kontrollen • Einsprüche oder Berufungen zu Mitteilungen und Bescheiden der AMA • Beratung zur Optimierung der Leistungsabgeltung.

Leistungsabgeltung Leitung: DI Bernhard Jenny

Die Mehrfachanträge können auf den einzelnen Gemeindeämtern zu den von der Landwirtschaftskammer vorgegebenen Terminen abgegeben werden.

T 05574/400-223 E invekos@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Bauplanung

DI Dr. techn. Andreas Weratschnig

Petra Simmerle

Ing. Daniel Muxel

Bsc. Arch. Heike Bruckner

Klaus Küng

Christoph Winder

Herbert Österle, ABB

Klaus Sutterlüty, ABB

Sorgfältig planen bringt‘s Die Entwicklung, Planung und Errichtung land- und forstwirtschaftlicher Objekte stellt an Bauherrn und Planer hohe Ansprüche. Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb ist ein komplexes Unternehmen mit hohen Anforderungen an die Gebäudestruktur. Sowohl das landschaftsgerechte, funktionelle und kostengünstige Bauen, wie auch die arbeitssparenden Betriebsabläufe mit hohen Anforderungen an das Tierwohl erfordern ein sorgfältiges Planen. Die Berater der Landwirtschaftskammer und Agrarbezirksbehörde helfen dabei.

Ablauf Ein Projekt wird in mehreren Schritten entwickelt. Der bauwillige Landwirt nimmt nach seiner Anmeldung eine Erstberatung durch den Bauberater seines Gebietes in Anspruch. Zeichnet sich ab, dass ein Objekt geplant und errichtet werden soll, so wird gemeinsam mit dem Planer die Planung in mehreren Stufen

Bauplanung Leitung: DI Dr. techn. Andreas Weratschnig Assistenz: Petra Simmerle T 05574/400-210 E petra.simmerle@lk-vbg.at I www.diekammer.info

gestartet. Diese Stufen nennen sich Vorentwurf, Entwurf und Einreichung und sollen eine kontinuierlich sich verfeinernde Projektentwicklung mit gleichzeitiger Kostenbeobachtung durch Kostenschätzungen und Kos­ tenberechnung gewährleisten.

Ausschreibung und Vergabe Nach der Einreichplanung, der Bauverhandlung und dem daraus folgenden Baubescheid hat der Bauherr die Möglichkeit eine Unterstützung in der Detailplanung, der Ausschreibung und eine Hilfestellung bei der Vergabe in Anspruch zu nehmen. Durch diese Schritte wächst die Rechts-, Planungs- und Kostensicherheit für den Bauherrn und für die ausführenden Firmen. Die Präzisierung der Kosten durch Preisspiegel und Kostenvoranschlag sind vor allem dem Bauherrn eine große Hilfe. Damit verbunden sind auch der Zeitplan und die notwendigen Details der Planung. Für den Bauherrn sind zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal die Materialisierung, Baumengen und Baumassen erfasst und die Errichtungskos­ ten sind umfassend ermittelt und es kann über die Auftragsvergaben entschieden werden. Durch die Vergabe des Bauprojektes wird nun kontrolliert mit der Umsetzung begonnen, der Baufortschritt laufend in der Projektdokumentation erfasst und Teilrechnungen kontrolliert, sodass das ganze Projekt

Der Zusatz-Service „Ausschreibung, Vergabe und Rechnungskontrolle“ findet großen Zuspruch.

sowohl technisch als auch finanziell in geordneten Schritten bis zur Fertigstellung abgewickelt werden kann.

Wirkung Sowohl die Umbauten und Zubauten als auch die Neubauten von landwirtschaftlichen Betrieben inklusive Gärtnereien sollen sich gut in das offene Landschaftsbild einfügen. Sie sind funktional, arbeits- und betriebswirtschaftlich durchdacht und erfüllen die Anforderungen der Ökonomie, der Arbeitswirtschaft und des Tierkomforts. Eine professionelle Umsetzung ist durch die stufenweise Projektentwicklung mit Projektbegleitung ge-

währleistet und der Kostenrahmen kann eingehalten werden.

Zahlen & Fakten 265 E  rstberatungen von land- und forstwirtschaftlichen Objekten 65 Vorentwürfe 59 Entwürfe 75 Einreichplanungen 17 Ausschreibungen 8 Deckplanungen 12 Teilnehmer Bauherren seminare 24 Biogasanlagen betreut im Arbeitskreis Biogas 8 Energieeffizienz-Beratungen

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Obst & Garten

Blumen, Früchte und Veredeltes Für die jährliche Landesprämierung von bäuerlichen Obstbränden, Mos­ ten, Fruchtlikören, Säften und Obstessigen wurden 50 Verkoster in der Beschreibung und Bewertung an neun Trainingsabenden geschult und getestet. Für die Landeskommission werden nur Verkoster eingesetzt, die diese Tests bestanden haben. Anfang Jänner erfolgte die Einreichung und EDV-technische Erfassung der Obstbrände und Liköre. Jedes Produkt erhält eine einmalige Nummer, unter der es anonym weiter geführt wird. Es wurden 255 Brände und 25 Liköre eingereicht. Am 8. Februar erfolgte die Verkostung und Bewertung in fünf Verkostergruppen zu je vier Personen. Die Proben wer-

eine Gruppenbewertung zusammengestellt. Bei Unklarheiten oder Uneinigkeiten wird das Produkt unter einer neuen Nummer von einer anderen Gruppe erneut verkostet.

Veredeltes

Obst & Garten / DI (FH) Ulrich Höfert, Claudia Immler und Ing. Harald Rammel.

den anonym in Verkostungsgläsern zusammen mit einem Gruppenbewertungsblatt mit den wichtigsten

Angaben an die Verkostungstische serviert. Jeder Verkoster bewertet zunächst selbst. Anschließend wird

Die Einreichung von Most, Saft und Essig war Mitte Februar möglich. 49 Moste, sechs Säfte und fünf Essige wurden am 23. Februar von drei Verkostergruppen bewertet. Die Gruppenbewertung wird EDVtechnisch erfasst. Fehlerfreie Proben erhalten eine Medaille und die Berechtigung, das Ländle Gütesiegel zu führen. Innerhalb einer Woche bekommen die Einreicher eine ausführliche, schriftliche Bewertung ihrer Probe. Anschließend werden die Produkte in einem Getränkelabor auf wichtige gesetzliche oder Qualitätsvorgaben untersucht. Auch diese Ergebnisse werden dem Einreicher, ggf. mit entsprechenden Empfehlungen, schrift-

Zahlen & Fakten Produktionsberatung Obst, Obstverarbeitung, Gemüse, Zierpflanzen, Kartoffel, Wein (inkl. Bio) Profi und Hobby • 26 eigene Rundschreiben, ca. 200 E-Mail-Newsletter (Kurznachrichten, Fachinformationen anderer Kammern und Verbände) • 28 Fachveranstaltungen mit 597 Teilnehmern • 1 Zertifikatslehrgang Baumwärter mit 60 Teilnehmern • 2 Fachexkursionen mit 37 Teilnehmern • 28 Fachvorträge vor Hobbygärtnern mit ca 1.000 Zuhörern • Organisation des Tag der offenen Gartentür mit 45 Gärten und 15.000 Besuchern • 26 Obstbauwarndienste an je 90 E-Mail- und 13 Fax-Empfänger, 1.132 Abrufe vom Anrufbeantworter • 9 Kartoffelwarndienste über die LK-Zeitung • Sensorische und analytische Bewertung von 343 Proben im Rahmen der Landesprämierung • ca. 400 Kurzberatungen (Telefon, Mail, Büro) im Profi- und Hobbybereich • Fachliche Betreuung von 7 Fachverbänden mit ca.16.000 Mitgliedern • Fachliche Betreuung der Marken Ländle Apfel, Ländle Gemüse, Ländle Beeren, Ländle Kartoffel

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Feuerbrand • Technische Betreuung von 9 Wetterstationen, Verrechnung der Daten • täglicher Feuerbrandwarndienst in der Blütezeit • Telefonberatungen und Ortstermine • 2 Kurse für Gemeindebeauftragte (Grundkurs und Aufbaukurs) mit 73 Teilnehmern, 3 Info-Rundschreiben für Gemeindebeauftragte • Zusammenstellung der Feuerbrandstatistik von 85 Gemeinden und Berichtlegung • Abwicklung der Hochstammnachpflanzaktion (115 Bäume von 45 Bestellern) • Abwicklung der Entschädigung für Erwerbsobstbauern (ausgeschnitten oder gerodet: 6,5 ha Kernobstanlagen mit 22.000 Bäumen) • Erarbeitung der Bekämpfungsstrategie, regional und überregional, Beschaffung und Verteilung von Alternativmitteln sowie deren Abrechnung • Durchführung von Feuerbrand-Versuchen in 11 Kernobstbetrieben

Amtlicher Pflanzenschutz, Pflanzenschutzrecht • Jährliche Kontrollen von 38 registrierten Holz- und Pflanzenbetrieben • 106 Pflanzengesundheitszeugnisse (Export von Holz und Pflanzen) • Überwachung und Berichtlegung für derzeit ca. 15 Quarantäneschaderreger • Erstellen des mehrjährigen Integrierten Kontrollplanes für Vorarlberg • 40 Telefonauskünfte • 9 Arbeitstage Sitzungen und Schulungen auf Bundesebene • 30 Besprechungen mit Mitarbeitern von Land und Gemeinden • Schwerpunktmäßige Beratungen zum Buchsbaumzünsler, Erstellung eines Merkblattes, Akkordierung der Vorgangsweise mit Land und Gemeinden


Obst & Garten

lich mitgeteilt. Einreicher prämierter Produkte haben 23.200 Medaillen-/Gütesiegel­ aufkleber bestellt. Diese wurden gedruckt und an die Einreicher verschickt. Die 24-seitige Broschüre mit den prämierten Produkten wurde den Einreichern zur Verfügung gestellt, sowie an Gemeinden, Tourismusverbände und die Gastronomie verschickt. Am 27. April fand die feierliche Verleihung der Urkunden und Ehrung der Landes- und Sortensieger mit anschließender Publikumsverkos­ tung statt. 2012 wurden knapp 85 Prozent der Proben als fehlerfrei bewertet. 1994 lag diese Quote noch bei 31 Prozent. Das Ziel einer Qualitätssteigerung wurde also eindeutig erreicht. Beteiligt sind der Vorarlberger Verkosterkreis, die Mostsommeliers, die Edelbrandsommeliers und die VAKÖ.

Fachverband der Vorarlberger Gärtner Die Berufsgruppe der produzierenden Gärtner im Lande umfasst 56 Betriebe mit 40 Hektar Anbaufläche, wovon 25 Hektar Glas- und Foliengewächshäuser ausmachen. Der Schwerpunkt der kultivierten Zierpflanzen liegt nach wie vor im Sommerblumenbereich, der die Beet- und Balkonpflanzen umfasst.

Der Fachbereich „Obst & Garten“ stellt sein Fachwissen neben den Mitgliedern auch allen Gartenliebhabern zur Verfügung.

Daneben haben traditionelle Frühjahrskulturen wie Violen, Primeln, Zwiebelpflanzen im Topf und in den letzten Jahren auch ausgefallenere Frühlingsboten Bedeutung. Sowohl im Freiland wie unter Glas werden auch Schnittblumen in Vorarlberg kultiviert. In den Zierpflanzenbaubetrieben wächst eine Vielzahl von Gewürzkräutern im Topf heran. Traditionell werden Gemüsejungpflanzen zum Verkauf angeboten. Die zweite Jahreshälfte über dominieren Herbstpflanzen für den Beetbereich sowie Weihnachtssterne, Cyclamen und Christrosen das Sortiment. Zwölf Verkaufsbaumschulen runden den Gartenbau im Lande ab. Der Fachbereich Obst & Garten betreut die Gärtnerschaft auf breiter Ebene. Beginnend bei der Investi-

Feine Nase, gute Augen und einen sensiblen Gaumen braucht es für die Bewertung der Edelbrände.

tionsberatung über die Kultur- und Pflanzenschutzberatung bis hin zur Unterstützung bei der Vermarktung der Produkte reicht das Aufgabengebiet. Die Vermarktungshilfe erfolgt großteils durch die fachliche Umsetzung des Werbekonzeptes der Vorarl­berger Gärtner & Floristen. Dieses Programm besteht einerseits aus Konsumenteninformationen zu den Vorarlberger Gartenbauprodukten, umschließt andererseits aber auch die Organisation des Flora Blumen& Gartenbewerbes, durch welchen Blumen und Pflanzen im privaten wie auch im öffentlichen Raum thematisiert und gefördert werden. Ein schöner Blumenschmuck an den Vorarlberger Häusern gehört ebenso zu unserer vielgepriesenen Kulturlandschaft wie blühende Wiesen und gepflegte Agrarflächen. Fachartikel und verschiedene Vorträge zu aktuellen Gartenbauthemen, auch für die Gärtnerjugend, runden unser Beratungsangebot für die Betriebe ab. Neben dem Gartenbau zählt die Betreuung der Gemüsebaubetriebe in das Aufgabenfeld des Fachbereichs. Von 29 Betrieben wird Feldgemüse auf einer Fläche von 51 Hektar angepflanzt, großteils mit mehreren Ernten pro Jahr. In der Gemüseproduktion steht vor allem die Produktsicherheit im Vordergrund. Der Fachbereich machte in den letzten Jahren große

Anstrengungen, neue Gemüseproduzenten zu gewinnen, um auch hier die Versorgungsmenge im eigenen Land zu heben.

Gartenbaugenossenschaft Lustenau Ein Schwerpunkt des letzten Jahres war die Betreuung der Garten-, Obstund Gemüsebaugenossenschaft Vorarlberg (GBL). Diese Zuliefergenossenschaft versorgt den Großteil des Vorarlberger Gartenbaus mit gärtnerischen Bedarfsartikeln. Da die Personalstruktur eine Änderung des Betriebes notwendig machte, wurde eine Kooperation mit dem bundesweit agierenden Gartenbaucentrum Österreich (GBC) mit Sitz in Wels eingegangen. Das Genossenschaftsgebäude in Lustenau wurde an das GBC verpachtet und die Welser übernahmen die Versorgung der Vorarlberger Gärtner. Aus diesem Grunde wurde der Vorstand der GBL verkleinert und die administrativen Geschäfte auf Gartenbauberater Ing. Harald Rammel übertragen.

Obst & Garten Leitung: DI (FH) Ulrich Höfert Gemüsebau: Ing. Harald Rammel Assistenz: Claudia Immler T 05574/400-232 E obst-garten@lk-vbg.at I www.diekammer.info

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Tierhaltung

Bedeutung der Tierhaltung ein ist Mitglied beim Tiroler Grauviehzuchtverband

Viehzählung 1. September 2012

Pferde • V  erein Vorarlberger Norikerzüchter • Verein Vorarlberger Warmblutpferdezüchter

Rinder Rinderbestand 63.082 (-571 Stk) Rinderhalter 2.419 (-17 Betriebe) Milchkühe 23.716 davon Mutterkühe ca. 1.000 Stk

Der Vorarlberger Haflingerzuchtverband ist Mitglied beim Haflingerzuchtverband Tirol.

Der Rinderbestand hat im Berichtsjahr leicht abgenommen. Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl der Rinderhalter ebenfalls leicht zurück gegangen.

Schafe, Ziegen, Schweine • Vorarlberger Schafzuchtverband • Vorarlberger Ziegenzuchtverband Die Viehversteigerungen bilden das Preisbarometer für die Rinderwirtschaft.

Schweine Schweinebestand Schweinehalter

6.845 344

Der „Schweineskandal“ führte zu einer starken Verunsicherung der Schweinehalter, der Rückgang ist mit über 60 Schweinehaltern im Berichtsjahr enorm. Auch die Preissituation trug zu einer wesentlichen Verringerung der Attraktivität des Produktionssektors bei.

Schafe und Ziegen Schafbestand Schafhalter Ziegenbestand Ziegenhalter

10.703 456 4.350 534

Die Viehhaltung ist der Schwerpunkt in der Vorarl­ berger Landwirtschaft. Die Verwertung des Grünlandes und die Nutzung der Alpen sind nur über die Viehzucht möglich.

war die Teilnahme an den Besprechungen der Tierzuchtdirektoren im BMLFUW, an den Viehwirtschaftlichen Ausschusssitzungen der LK Österreich, den Sitzungen der ZAR und den Treffen der Beratungsreferenten im BMLFUW notwendig.

Das neue Tierzuchtgesetz für das Land Vorarlberg ist seit 1. Februar 2009 in Kraft. Der Tierzuchtrat arbeitet intensiv an der Anerkennung der einzelnen Zuchtverbände. Die ersten Zuchtprogramme für Vorarlberg sind begutachtet worden. Mit Bescheid sind der Vorarlberger Braunviehzuchtverband sowie der Verein der Vorarlberger Norikerzüchter anerkannt. Zur bundesweiten Koordination und Vertretung der Vorarlberger Anliegen

Folgende Zuchtorganisationen werden betreut:

Pferde (Angaben der Zuchtverbände 2012) Haflingerstuten 215 Norikerstuten 203 Warmblutstuten 37

• V  orarlberger Braunviehzuchtverband • Vorarlberger Holstein Friesian Züchtervereinigung • Verein Vorarlberger Fleckviehzüchter • Vorarlberger Fleischrinderzüchtervereinigung Der Vorarlberger Grauviehzuchtver-

Aufgabenschwerpunkte • V  ollzug des neuen Tierzuchtgesetzes; Anerkennung der Zuchtverbände • Sicherstellung der Leistungskontrolle • Hofberatung und Milchqualitätssicherung im Tal und auf den Alpen • Koordination der Bereiche Tierhaltung, Milchwirtschaft, Fütterung, Grünland, Fleischproduktion, Bioberatung und Beratung allgemein • Effizienter Einsatz der Förderungsmittel für die angeschlossenen Bereiche • Beratung und Förderung der Zuchtorganisationen • Leistungskontrolle Milch und Fleisch • CC-(Cross Compliance)Beratung

Tierhaltung

Die Schaf- und Ziegenbestände haben leicht zugenommen und stabilisieren sich auf einem hohen Niveau. Der Bestand an Zuchtstuten ist bei allen Rassen faktisch unverändert.

Leitung: Dr. Thomas C. Jutz Assistenz: Julia Feßler

Tierzucht / Dr. Thomas C. Jutz und Julia Feßler.

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Rinder

Die verbliebenen Vorarlberger Schweinezüchter werden vom OÖ. Schweinezuchtverband betreut.

T 05574/400-310 E tierzucht@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Hofberatung

Milchqualität auf höchstem Niveau als Neuabnahme von Melkanlagen durchgeführt.

Arbeitskreis Milchproduktion

Hofberatung / Martina Taxer, Stephan Kopf und Christoph Freuis.

In Zeiten, in denen die Lebensmittelqualität immer wieder in Frage gestellt wird, in denen steigende Produktionskosten und stagnierende Milchpreise den Betrieben zu schaffen machen, ist es für die Landwirte unerlässlich eine Milchqualität auf höchstem Niveau zu produzieren. Dies verlangt ein großes Fachwissen und eine strikte Umsetzung der Qualitätsmaßnahmen. Genau dabei unterstützen die Hofberater der Landwirtschaftskammer die Bäuerinnen und Bauern.

Personalveränderungen In diesem Jahr gab es große Veränderungen im Personalstamm der Hofberatung. Melitta Sohler ging Anfang des Jahres in Karenz und Anna Embacher wechselte im Sommer zum LKV Bayern. Seit Anfang Juli hat Christoph Freuis Unterstützung

durch Martina Taxer aus Biberwier im Tirol und Stephan Kopf aus Mäder bekommen.

Propiberatungen überholten Zellzahlberatungen Durch die gesteigerte Sensibilisierung kam es ab dem Sommer zu vermehrten Untersuchungen auf Propionsäurebakterien. Aufgrund dessen erhöhte sich die Zahl der Propiberatungen auf 229 Beratungen, so dass diese sogar die Zellzahlberatungen mit 189 überholten. Die hartkäsereischädlichen Propionsäurebakterien machen vor allem ab dem vierten Monat Probleme bei der Käsereifung durch ihre Querrissbildung. Die Beratung konzentriert sich hier vor allem auf die Melkanlagen, die Milchlagerung und die Reinigung der Geräte. Probleme machen vor allem alte, raue Gummiteile, zu geringe Reinigungstemperaturen und anlagenspezifische Probleme. Zusätzlich spielen auch die Haltung, das Management und die Fütterung eine bedeutende Rolle.

Egal ob es Probleme mit der Zellzahl, Keimzahl oder mit den Propionsäurebakterien gibt, es zeigt wie wichtig ein jährlicher Melkanlagenservice ist und dass das Geld dort gut investiert ist. Weiters wurden 98 Keimzahlberatungen durchgeführt, wobei die Probleme teilweise noch mit der Reinigungsmittelumstellung zusammenhängen. Dies war nötig, da QAV-hältige Produkte vom Markt genommen wurden.

MA-Check und ISO 6690 Prüfung Der Melkanlagen-Check ist eine einfach aufgebaute und schlank gehaltene, aber effektive Überprüfung der Melkanlage. Hierbei werden die Vakuumhöhe, die Pulsation und die Pumpenleistung überprüft, das Regelventil gereinigt und auf grobe Mängel hingewiesen. Bei der Prüfung nach ISO 6690 wird die gesamte Melkanlage nach internationalen Normen auf ihre Komponenten und richtige Montage geprüft. Diese Prüfung wird hauptsächlich

Derzeit werden 26 Betriebe in zwei Arbeitskreisen „Milchproduktion“ betreut. Der Arbeitskreis Nord setzt sich überwiegend aus Heubetrieben zusammen und wird von Martina Taxer betreut. Den Arbeitskreis Süd, mit überwiegend Silagebetrieben, betreut Christoph Freuis. Die Arbeitskreisarbeit verteilt sich mit ihren zahlreichen Veranstaltungen und Weiterbildungen über das ganze Jahr. Die Themenschwerpunkte werden von den Mitgliedern ausgewählt und richten sich nach aktuellen Bedürfnissen der Betriebe. Durch den Vergleich der betrieblichen Aufzeichnungen, die von jedem Teilnehmer geführt werden müssen, werden die Verbesserungspotenziale sichtbar. Das Highlight dieses Arbeitskreisjahres war sicher die mehrtägige Exkursion zur EuroTier in Hannover und der Besuch von drei Betrieben, zwei davon mit dem Milchpreis vom Land Niedersachsen, der „goldenen Olga“, ausgezeichnet.

Beratungsstatistik 2012 Propionsäureberatung 229 Zellzahlberatung 189 Keimzahlberatung 98 Frühwarnsystem Alpen 96 Melkanlagen-Check 42 Kuh&Standort-Check 12 ISO 6690-Check 10 Sonstige Beratungen (Tierschutz, Bau, Hemmstoff, Fütterung, ….) 31

Hofberatung Team: Stephan Kopf Christoph Freuis Martina Taxer

0664/6025919-332 0664/6025919-333 0664/6025919-334

E hofberatung@lk-vbg.at I www.diekammer.info

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Pflanzenbau & Fütterung

Augenmerk: Grundfutterqualität

Ing. Christian Meusburger ist für den Fachbereich Pflanzenbau & Fütterung zuständig.

Im Frühjahr 2012 zeigten sich nach der Schneeschmelze erhebliche Schäden an der Grasnarbe.

Zahlen & Fakten • 255 Futterproben • 65 Fütterungsberatungen • 85 Beratungen Naturvielfalt / Boden- und Klimaschutz, Wasserqualität • 65 Bodenproben inkl. Beratung Beratungsangebot: • Grünlandmanagement (Pflege, Nachsaat, Pflanzenbestand, Sanierung Grünland) • Düngung (Düngeempfehlung, Auswertung Bodenproben) • Futterkonservierung (Heubelüftung, Silagebereitung) • Pflanzenschutz (Unkrautbekämpfung, Schädlinge Acker/Grünland) • Fütterungsberatung (Rationsgestaltung, Rationsberechnung) • Futteruntersuchungen (Probenziehung, Analyse im Labor) • Schätzungen (Flur-, Wildschaden Acker/Grünland)

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Diese wurden durch die übermäßige Mäusepopulation verursacht. Begüns­tigt wurde die Situation dadurch, dass im Herbst 2011 der Schnee auf den noch nicht gefrorenen Boden gefallen ist. Unter der schützenden Schneedecke fanden die Nager optimale Bedingungen. Erhebliche Schäden an der Grasnarbe waren die Folge. Die Schäden traten regional sehr unterschiedlich auf. Im Bregenzerwald wurden bis zu 80prozentige Schäden an der Grasnarbe bonitiert. Auf diesen Flächen war keine Regeneration der Grasnarbe durch Nachsaat mehr möglich. Hier kam nur noch eine Neuansaat der Dauergrünlandflächen in Frage.

Grünlandversuche In Reuthe bei Bezau wurde eine zusammenhängende Fläche von ca. acht Hektar Dauergrünland mittels Kreiselegge neu angelegt. Dabei wurden verschiedene Dauergrünlandmischungen eingesät und unterschiedliche Deckfruchtvarianten gewählt. Zum einen wurde Hafer und zum anderen Alexandrinerklee als Deckfrucht eingesetzt. Im Laufe

des Sommers wurden die Flächen immer wieder begutachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Variante Alexandrinerklee deutliche Vorteile im Bezug auf Ampferbesatz zeigte. Ebenso waren zwischen den Saatgutmischungen deutliche Unterschiede im Bewuchs erkennbar.

Engerlingbefall Im Sommer wurden wieder vermehrt Engerlingschäden im Walgau und Klostertal gemeldet. Eine kurzfristige Bekämpfungsaktion, bei der erstmals zwei Varianten angeboten wurden, war aufgrund der Wettersituation nur in einem sehr geringen Umfang möglich. Im Herbst wurde die weitere Vorgangsweise in der Engerlingproblematik mit den Landwirten/-innen diskutiert.

Fütterung Die anhaltend hohen Preise für Getreide und Eiweißfuttermittel treiben die Futterkosten enorm in die Höhe. Bei den Rationsberechungen zeigte sich wieder einmal, dass Betriebe mit sehr gutem Grundfutter (Gras-/ Maissilage, Heu) deutlich weniger

Kraftfutter für die Ergänzung benötigen. Gerade die Qualität der Grassilagen und des Heus spielen in Bezug auf den Eiweißgehalt eine wichtige Rolle. Eiweiß vom eigenen Grünland muss nicht importiert werden. Die rechtzeitige Nutzung, ein optimaler Pflanzenbestand und eine bedarfsgerechte Düngung sowie eine optimale Konservierung sind die bestimmenden Faktoren für ein optimales Grundfutter. Eine gute Grundfutterleistung ist für die Gesundheit der Tiere und für die Wirtschaftlichkeit der Tierproduktion von großer Bedeutung. 1.000 Kilogramm mehr Milch aus dem Eiweiß des Grünlandfutters bedeutet eine Einsparung von rund 300 Kilogramm HP Soja oder rund 340 Kilogramm Rapsextraktionsschrot pro Jahr! 20 Gramm mehr nutzbares Eiweiß im Grundfutter gibt 1.000 Kilogramm mehr Milch!

Pflanzenbau & Fütterung Leitung: Ing. Christian Meusburger Assistenz: Julia Feßler T 05574/400-310 E pflanzenbau@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Bioberatung

Bio soll kontinuierlich wachsen Das Land Vorarlberg hat sich zum Ziel gesetzt, die biologische Landwirtschaft weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es noch großer Anstrengungen. Nachdem beim ÖPUL zum Ende der Programmperiode kein Einstieg in die Maßnahme „Biologische Produktion“ mehr möglich ist, ist das Land in die Bresche gesprungen. Betriebe, die auf biologische Produktion umsteigen und sich verpflichten in der nächsten Periode dabei zu bleiben, bekommen vom Land die Bioprämie bezahlt.

Zahlen & Fakten • Auskunftstelefon für Fragen der biologischen Produktion • 29 Umstellungsberatungen • 16 Umstellungskursteilnehmer • Bio-Fest in Bregenz • Vermittlung Bio-Tiere

wirten bringen den Teilnehmern die biologische Landwirtschaft näher. Gemeinsam mit dem LFI wird die Organisation und Begleitung des Umstellungskurses durchgeführt.

BIO AUSTRIA Vorarlberg Bioberater Michael Kühne und Julia Feßler.

Beratungen 29 Betriebe haben die Vor-OrtUmstellungsberatung auf die biologische Wirtschaftsweise in Anspruch genommen. Bei dieser Beratung wird erstmals aufgezeigt, welche Veränderungen für den Betrieb notwendig sind, um den Umstieg auf die biologische Wirtschaftsweise zu realisieren. Die meisten Fragen, die bei der Vor-Ort-Beratung gestellt werden, beziehen sich auf die Stall- und Auslaufflächen, die ein Bio-Betrieb erfüllen muss. Es wurden auch fast täglich telefonisch Fragen zur biologischen Landwirtschaft beantwortet.

verschiedene Fachtagungen und die Bio Austria Bauerntage zeigen was sich in der Forschung und am Bio Markt tut.

Umstellungskurs Der alljährlich stattfindende Umstellungskurs ist wieder auf re-

ges Interesse gestoßen. Die 16 Kursteilnehmer/-innen wurden zu den Grundkenntnissen und aktuellen Erfordernissen im Biolandbau unterrichtet, sowie mit einem Feld- und Exkursionstag mit praktischen Tipps versorgt. Zahlreiche Fachreferenten und Praxisberichte von Bio-Land-

Damit die Beratung mit der Vermarktung und der Verbandstätigkeit übereinstimmt, gibt es einen wöchentlichen Jour Fixe im Büro von BIO AUSTRIA Vorarlberg, um die Aufgaben und Arbeitsaufträge abzustimmen.

Markt Die Bio-Börse ist auf der Homepage der Landwirtschaftskammer www. diekammer.info unter dem Menü­ leistenpunkt „Vorarlberg“ zu finden. Hier können sowohl Bio-Tiere und Bio-Waren angeboten, sowie zur Suche aufgegeben werden. Die Betreuung erfolgt gemeinsam mit Julia Feßler.

Information für Bauern In der Kammerzeitschrift „Unser Ländle“ wurde über neue Richtlinien und interessante Termine für Landwirte berichtet. Bio Austria Mitglieder erhalten jeden zweiten Monat die „Bio Austria Mitgliederinformation“.

Beratertreffen Um den neusten Stand der Richtlinien zu erfahren, werden regelmäßig österreichweite Beratertreffen besucht, welche zweimal im Jahr stattfinden. Zwei Grünlandberatertreffen,

Bio-Fest Bioberatung Leitung: Michael Kühne Assistenz: Julia Feßler T 05574/400-310 E michael.kuehne@lk-vbg.at I www.diekammer.info

Biokälber werden über die Bio-Börse der Landwirtschaftskammer vermittelt.

Zusammen mit Bio Austria wurde im September ein Bio-Fest vor dem Festspielhaus in Bregenz organisiert. Zahlreiche Landwirte und Konsumenten erhielten Informationen aus erster Hand und konnten ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm genießen.

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Fleisch

Heimisches Fleisch ist gefragt vermarktet werden. Das Interesse an Kreuzungskälbern war hoch. Schwierig war die Situation bei sehr leichten Kälbern. Viele Mäster stellen nur Kälber mit entsprechendem Gewicht ein.

Alpschweine 2012 war die Nachfrage nach „Ländle Alpschweinefleisch“ weiterhin hoch. Die Preise lagen, je nach MFA, durchschnittlich fünf Prozent über dem Vorarlberger Ländle MetzgSchweinepreis und 17 Prozent über dem Vorarlberger Marktpreis.

Schlachtviehmarkt

Ländle Vieh Vermarktung / Dr. Thomas C. Jutz, Franz Fechtig, Marlies Adams und Martin Elsensohn.

Die Tier-Exporte in den Osten halten die Fleischpreise weiterhin auf einem hohen Niveau. Auffallend ist, dass im regionalen Fleischbereich immer mehr Wert auf Qualität und Herkunftsgarantie gelegt wird. Die Nachfrage nach Fleisch vom „Bauer vor Ort“ mit kurzen Transportwegen und ohne Massentierhaltung hält weiter an.

produzieren zu können. Es wurden 6.480 Ferkel vermittelt. Auch die Schlachtschweine unterlagen einem enormen Wirtschaftlichkeitsdruck. Die ständig steigenden Futterkosten konnten durch die Schlachtpreise nicht aufgefangen werden. Die Rentabilität in der Mast konnte sich aus diesem Grund für den Land-

wirt nicht verbessern. Anfang 2012 lag der Basispreis der Schweinebörse bei EUR 1,48 pro Kilogramm, die Preise stiegen dann kontinuierlich bis im Oktober 2012 auf den Höchststand von EUR 1,89 pro Kilogramm.

Kälbervermarktung Im Jahr 2012 konnten von der Ländle Vieh Vermarktung (LVV) 1.691 Kälber

Interessierte können sich bei Dr. Thomas C. Jutz T 05574/400-300 oder bei Marlies Adams T 05574/400340 melden.

Der Landwirt sollte mehr Aufmerksamkeit auf die Qualitätskriterien, wie Fleischigkeit, Fettabdeckung und ein ideales Schlachtgewicht legen. Er könnte damit einen höheren Erlös erzielen.

Team der Ländle Vieh Vermarktung eGen. Dr. Thomas C. Jutz Leitung Marlies Adams Sachbearbeitung, Büro Franz Fechtig Zuchtwart, Transporteur Martin Elsensohn Transporteur

Ferkel- und Schweinemarkt Der Rückgang in der Ferkelproduktion sowie in der Schweinemast ist alarmierend. Die hohen Futterkosten und die neuen Haltungsvorschriften verteuern die Schweineproduktion. Schweinebauern sehen sich kaum mehr in der Lage, gewinnbringend

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Erfreulich ist hier die gute Entwicklung für die Ländle Vieh Vermarktung. 110 Schlachtrinder (Kalbinnen) konnten zu 100 Prozent in Vorarlberg vermarktet werden. Preislich wurde ein eher zufriedenstellender Preis erwirtschaftet. 569 Schlachtkühe zu einem Durchschnittspreis von EUR 655,– sind ebenfalls im Schlachthof Dornbirn geschlachtet worden und in Folge im Land vermarktet. Nach Deutschland sind 124 Schlachtkühe zu einem Durchschnittspreis von EUR 838,– exportiert worden.

T 05574/400-340 E marlies.adams@lk-vbg.at I www.diekammer.info Die Eigenversorgung bei Schweinefleisch ist unter zehn Prozent gesunken.


Milchwirtschaft

Gentechnikfreie Milchwirtschaft schaft und Kontrollstellen wird vom Fachbereich „Milch“ in der Landwirtschaftskammer durchgeführt. Teilweise sind auch schon Futtermittelunternehmen unserer Region auf das Projekt Donausoja umgestiegen, welches im Jahr 2012 als Plattform und Koordinationsstelle für Anbau und Vermarktung von europäischem Soja ins Leben gerufen wurde.

Milchwirtschaft Milchwirtschaft / Josef Oberhauser, Fritz Metzler, Vladka Zadravec, Brigitte Schrotter, Karl Lang, Heidi Riedmann, Milchwirtschaftsreferent Othmar Bereuter, Burkhard Hiebeler und Gabi Stoß.

Leitung: Othmar Bereuter Assistenz: Gabi Stoß

Am internationalen und europäischen Milchmarkt kamen im ersten Halbjahr 2012 die Produkt- und somit auch die Milcherzeugerpreise stark unter Druck. Auch die österreichischen und vor allem regionalen Verarbeiter und Landwirte bekamen dies zu spüren.

T 05574/400-352 E milch@lk-vbg.at I www.diekammer.info

Im letzten Drittel des Jahres 2012 kam es zu einer leichten Erholung der Preise. Diese Verbesserung reichte aber nicht aus, um die höheren Umfeldkosten abdecken zu können. Die Vorarlberger Milchwirtschaft erwirtschaftet einen Erlös von rund EUR 70 Millionen. Die Vorarlberger Produkte haben sowohl im Lebensmittelhandel wie bei den heimischen Konsumenten einen sehr hohen Stellenwert. Die Exportquote liegt bei Milch und Milchprodukten in etwa bei einem Drittel. Der Hauptmarkt ist Deutschland.

Gentechnikfreie Milchviehfütterung Bereits im Jahr 2006 wurde in Abstimmung mit den Verantwortlichen der heimischen Milchwirtschaft das Projekt „Gentechnikfreie Sojafütterung in der Milchviehhaltung in Vorarl­ berg“ initiiert. 2008 wurde der Codex zur gentechnikfreien Produktion von

Lebensmitteln zusammen mit allen Vorarlberger Milcherzeugern und Verarbeitungsbetrieben beschlossen. Sechs Futtermittelunternehmen haben sich vertraglich verpflichtet, für die Futtermischungen ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel in ihren Werken zu verarbeiten und bei ihren Zukäufen HP-Ware bei Soja (< 0,1 Prozent zufällige Verunreinigung bei GVO) zuzukaufen und in ihren Futtermittelmischungen zu verwenden. Die Futtermittelwerke haben die in der Projektrichtlinie beschriebenen Anforderungen und Spezifikationen einzuhalten und werden dahingehend laufend über externe Untersuchungen und Zertifizierungen überwacht. Die Verarbeitungsunternehmen (Sennereien und Molkereien) haben die Vereinbarungen in ihren Lieferverträgen/Lieferordnungen ver­bindlich für die Landwirte festgeschrieben. Jeder einzelne Milcherzeuger wird über eine extern akkreditierte Kontrollstelle im Hinblick auf die Einhaltung der gentechnikfreien Fütterung und Zukauf von Futtermitteln kontrolliert. Ebenso werden die Verarbeitungsunternehmen im Rahmen ihrer Produktion und Weiterverarbeitung des Rohstoffes über eine externe Kontrolle überprüft.

Durchgängige Kontrolle Die Vorarlberger Milchwirtschaft ist somit bis auf ganz wenige Ausnahmen in der Fütterung vollkommen

gentechnikfrei. Die Koordination und Abstimmung zwischen Landwirtschaft, Verarbeitern, Futtermittelwirt-

Zahlen & Fakten • • • • • • • • • • • • • • • • • •

Beratungen Milchmarkt-Ordnung 250 Fälle Stellungnahmen und Gutachten zur Milchmarkt-Ordnung 50 Stück Lebensmittel-Recht (Kennzeichnung und Etikettierung) zwei Seminare 30 TN Milchliefer-Verträge, Milchliefer-Ordnung und sonstige Verträge im Rahmen der Milchmarkt-Ordnung 20 Stück Förderabwicklung für qualitätssichernde Maßnahmen 30 Fälle Alpberatungen, Alpkäserei- und Produktionsberatungen 90 Beratungen Käsereiberatungen 25 Verarbeitungsbetriebe / 800 Stunden Qualitätsverbesserung und Qualitätssicherung für Milch und Milchprodukte 2.390 Stunden Betreuung geographischer Ursprungsschutz 340 Stunden Betreuung von Fachverbänden (ARGE Milch Vorarlberg, ARGE Sauerkäse) 340 Stunden Landwirtschaftliche Interessensvertretung (Marktordnung, Agrarpolitik, Tierschutz) 85 Stunden Weiterbildungsveranstaltungen für Alpsennpersonal (fünf Seminare) 90 TN Melkkurse für Anfänger und Fortgeschrittene 27 TN Beratungen, Vorträge im Rahmen von Jahreshauptversammlungen, Ausschuss- und Vorstandssitzungen 70 Veranstaltungen Organisation, Koordination und Umsetzung diverser Qualitätsschwerpunkte, Fragestellungen (mit Universitäten und Forschungsanstalten) 190 Stunden Käseprämierungen Schwarzenberger alptag & markt und Montafoner Sauerkäseprämierung mit rund 5.000 Besuchern Organisation, Betreuung und Umsetzung regionaler Projekte (Gentechnikfreie Fütterung, AMA Gütesiegel und ARGE Heumilch) 350 Stunden Labor-Untersuchungen: Rohmilchqualität, Milchinhaltsstoffe im Rahmen der Leistungskontrolle, Eutergesundheitsdienst, Trinkwasseruntersuchungen, Produktuntersuchungen im Rahmen von Produktmonitorings 1.700.000 Einzelanalysen

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Leistungskontrollstelle

Auftrag Qualitätssicherung Die Daten der Leistungskontrolle bieten ein breites Spektrum an Informationen über den Leistungs-, Ernährungs- und Gesundheitszustand der Kontrollherden.

Fleischklassifizierung

Milchleistungsprüfung Die Grunddaten werden bei der monatlichen Stallkontrolle auf den Kontrollbetrieben und -alpen von 179 Probenehmerinnen und Probenehmern der Vereine erhoben; das Probenehmerpersonal wird von den Angestellten der Leistungskontrollstelle geschult, betreut und überwacht. In der Zentrale werden die EinzeltierMilchmengen mit den Analysedaten der Milchuntersuchungsstelle und zahlreichen Zusatz-Informationen im RinderDatenVerbund (RDV) zusammengeführt. Aus dem großen Datenpool wird den Betrieben mit einem modernen Berichtswesen und einer speziellen Internet-Anwendung ein aussagekräftiges Managementpaket zur Verfügung gestellt.

Eutergesundheit der Alpkühe • Z  ur Kontrolle der Eutergesundheit wurde auch für die 26 Nicht-

Leistungskontrollstelle / Julia Feßler, Robert Meusburger, Ing. Gerhard Schröcker, Ing. Hubert Moosbrugger, Lydia Rützler, Siegmund Heinzle, Christian Längle und Felix Fleisch.

Kontrollbetriebe die Möglichkeit geschaffen, die Zellzahl ihrer Kühe vor dem Alpauftrieb festzustellen. • Während der Alpsaison hat die Leis­ tungskontrollstelle mit täglichen Auswertungen Zellzahl auffällige Alpbetriebe und Kühe aus der Datenbank selektiert und somit einen gezielten Einsatz der Hofberatung ermöglicht.

Fleischleistungsprüfung In den Fleischrinder-Zuchtbetrieben erfolgt die Leistungsprüfung durch Wiegung des Jungtierbestandes unter Aufsicht der Kontrollstelle und des Verbandes. Im Jahr 2012 wurde

Durchschnittliche Milchleistung der Vorarlberger Kontrollkühe, -ziegen und -schafe:

Rasse Braunvieh Original Braunvieh Holstein Fleckvieh Grauvieh Jersey Pinzgauer Tuxer Landesdurchschnitt Kühe: +/-2011 Bunte Edelziege Gemsfarbige Gebirgsziege Saanenziege Toggenburger Ziege Bündner Strahlenziege Landesdurchschnitt Ziegen: +/-2011

Anzahl Milch kg Fett % Eiweiß % 12.659 6.871 4,06 3,46 194 4.661 3,90 3,26 4.692 8.345 4,00 3,28 954 6.241 3,99 3,36 134 4.949 3,71 3,29 88 5.156 5,06 3,84 9 5.663 3,69 3,14 2 2.923 4,79 3,53 18.538 7.188 4,04 3,40 +368 +84 +0,01 +0,01 295 733 3,45 3,03 146 728 3,57 3,10 175 786 3,06 2,84 8 575 3,14 2,67 8 511 4,04 3,18 644 743 3,36 2,99 +63 +18 - -

Krainer Steinschaf 3 Ostfriesisches Milchschaf 7 Landesdurchschnitt Milchschafe: 10 +/-2011 -9

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608 3,37 3,08 459 4,10 4,67 504 3,84 4,09 +65 -1,42 -0,91

auf 174 Betrieben eine Frühjahrswiegung und auf 156 Betrieben eine Herbstwiegung durchgeführt. Die ermittelten Standardgewichte und Zuwachsleistungen geben indirekt Rückschlüsse auf die Milchleistung des Muttertieres bzw. auf die Aufzuchtleistung des Tieres selbst.

Lehr- und Leistungsschauen Im Jahr 2012 wurden 30 Braunviehund drei Holstein-Lehr- und Leis­ tungsschauen, eine Jubiläumsausstellung und eine Braunvieh-Lokalausstellung durchgeführt. Zu diesen Viehausstellungen wurden 5.642 (+ 71 Stück) Zuchttiere aufgetrieben.

Herdebuchführung In der Leistungskontrollstelle werden das Fleischrinder-, Grauvieh-, Schaf- und Ziegenherdebuch, sowie die Herdebücher des Noriker- und Warmblutzuchtverbandes geführt.

Tierkennzeichnung Von den insgesamt 89.894 Einzelmeldungen der Vorarlberger Rinderhalter im Jahr 2012 an die Tierkennzeichnungsdatenbank wurden 27,1 Prozent vom Personal der Leistungskontrollstelle erfasst. Die Ausgabe der Ohrmarken für Schafund Ziegenhalter, die Zuordnung der ausgegebenen Kennzeichen der Betriebe im Veterinär-InformationsSystem (VIS), sowie das Meldewesen für Sammelauftriebe erfolgt ebenfalls durch die Kontrollstelle.

Im Schlachthof Dornbirn und in der Metzgerei Fetz in Andelsbuch wurden vom Landesdienst im Berichtsjahr die Schlachtkörper von 2.210 Kühen, 77 Altstieren, 1.397 Jungstieren, 164 Ochsen, 692 Kalbinnen, 288 Jungrindern, 4.079 Kälbern und 10.280 Schweinen klassifiziert. Auf der Homepage www.oefk.at kann der Tierbesitzer in die ermittelten Schlachtdaten seiner Tiere einsehen. Dieser Datenbank-Zugriff trägt wesentlich zur Transparenz der Fleischklassifizierung bei und wirkt vertrauensbildend für den Erzeuger und den Schlachtbetrieb.

Zahlen & Fakten • • • • • • • • • •

22.283 Milch-Kontrollkühe (-31) 1.404 Milch-Kontrollbetriebe (-20) 357 Alp-Kontrollbetriebe 9.558 Alp-Kontrollkühe (-40) 304 Alp-Kontrollziegen 278.001 verarbeitete Einzel-Kontrollergebnisse pro Jahr 84 Ziegen-Kontrollbetriebe (+1) 760 Kontrollziegen (+29) 2 Milchschaf-Betriebe 32 Kontrollschafe (+8)

• 184 Wiegebetriebe (-2) • 1.282 Fleisch-Kontrollkühe (-78) • 3.050 Einzelwiegungen pro Jahr (-54) • Anzahl Wiege-Rassen: 19 • 9  .756 ausgegebene Schaf- und Ziegenohrmarken • 110 ausgestellte Pferdepässe • 1  9.187 klassifizierte Schlachtkörper pro Jahr (- 22,5 %)

Leistungskontrollstelle Leitung: Ing. Hubert Moosbrugger Assistenz: Lydia Rützler T 05574/400-360 E mlk-tzv@lk-vbg.at I www.diekammer.info


Sektion Dienstnehmer

Für alle Dienstnehmer da Kollektivvertragsverhandlungen Im Paritätischen Ausschuss wurde vereinbart, die Mindestlöhne ab 01.01.2013 um drei Prozent anzuheben und die bestehenden Überzahlungen beizubehalten. Außerdem wurde erstmals eine Einmalzahlung in Höhe von EUR 50,– vereinbart. Die Lohn- und Gehaltserhöhung bei den Jagdschutzorganen ist seit dem Jahr 2000 an die der Landesbediensteten gekoppelt. Für 2012 wurde aber ein etwas höherer Abschluss von dreieinhalb Prozent verbunden mit einer Einmalzahlung von EUR 200,– für hauptberufliche Jagdschutzorgane vereinbart. Dies deshalb, weil zwischen Vorarlberger Jägerschaft und Verband der Jagdschutzorgane eine Umstellung des Kollektivvertrages erst ab 01.04.2013 vereinbart wurde. Ab diesem Zeitpunkt wird der durchschnittliche Jahres VPI als Grundlage für die Erhöhung herangezogen und der Zeitpunkt dafür auf das Jagdjahr angepasst.

lichkeit, Artikel zu platzieren. Aktuelles ist auch auf der Internetseite der Sektion Dienstnehmer nachzulesen.

Übertragene Aufgaben

Sektion Dienstnehmer / Leit. Ang. DI Richard Simma und Maria Ströhle.

le Dienstnehmer/-innen den neuen Bildungskatalog erhalten. Das LFI übernimmt die Organisation der von uns vorgeschlagenen Kurse und Bildungsmaßnahmen und wickelt etwaige Förderungen ab. Im Jahr 2012 wurden dadurch insgesamt wieder zahlreiche Lehrlinge und weitere Kammermitglieder unterstützt.

Förderungen

Arbeitsrecht/ Sozialrecht/ Interessenvertretung

Der Aus- und Weiterbildung der Mitglieder wurde auch 2012 großes Augenmerk geschenkt. Speziell die Übernahme eines Großteils der Schulungskosten der Lehrlinge und die Weiterbildung der Facharbeiter/innen wurden stark unterstützt. Die Zusammenarbeit mit dem LFI hat sich bewährt. Erstmals haben al-

Es wurden vier Sektionssitzungen abgehalten und an den Sitzungen der Fachverbände teilgenommen. In den monatlichen Präsidiumssitzungen der Landwirtschaftskammer wurden Angelegenheiten der gemeinsamen Kammer behandelt und der Austausch mit der Sektion Landwirte gepflegt. Die Vorstandssitzungen und

die Vollversammlung des Österreichischen Landarbeiterkammertages wurden besucht und die Vorarlberger Standpunkte vertreten. Beratung und Vertretung der Kammermitglieder im Arbeits- und Sozialrecht ist ein Hauptteil der Tagesarbeit. Es waren wieder Schlichtungsverhandlungen zur Vertretung von Mitgliederinteressen nötig. Insgesamt belaufen sich die Kontakte mit den Mitgliedern in Arbeits- und Sozialrechtsangelegenheiten auf mehrere hundert jährlich.

Presse Unsere Mitgliederzeitung „DINE“ erscheint viermal jährlich und berichtet über aktuelle Themen und Wissenswertes. Auch im „Ländle“ und in der Jagdzeitung gab es wieder die Mög-

Nachdem es aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, dass der leitende Angestellte ausschließlich Kammerinteressen wahrnimmt, erledigt er darüber hinaus noch andere Aufgaben. So gibt es eine vertragliche Vereinbarung mit der Österreichischen Hagelversicherung, dass Richard Simma 30 Prozent seiner Arbeitszeit als Landesleiter für das Unternehmen tätig ist. Nachdem der Westen, namentlich Vizepräsident DI Hubert Malin, treibende Kraft bei der Gründung des Forstwettkampfverein Österreich war, stellt Vorarlberg mit Hubert Malin den ersten Obmann und mit Richard Simma den ersten Geschäftsführer des neuen Vereins. Dieser ist die Drehscheibe zur Vorbereitung, Entsendung und Betreuung der österreichischen Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft der Forstarbeiter.

Förderungen • 6  9 Lehrlinge erhielten Schulungsbeihilfen • 43 Lehrlinge erhielten Lehrlingsbeihilfen • 4 Fachverbände mit ca. 900 Mitgliedern wurden unterstützt • 9 Personen wurden im Rahmen des Landarbeiterwohnungsbaues unterstützt • 21 Personen erhielten eine Treueprämie

Sektion Dienstnehmer Leitung: Leit. Ang. DI Richard Simma Assistenz: Maria Ströhle

Das WM Team 2012 bei BM DI Niki Berlakovich: v.l. DI Josef Huber (FS Litzlhof), Obmann DI Hubert Malin, Ing. Armin Graf (Betreuer), Benjamin Greber, Robert Leichtfried, BM DI Niki Berlakovich, Harald Umgeher, DI Johannes Kröpfl (Betreuer), Johannes Koch, GF DI Richard Simma, Ing. Christian Mandl (Österreichischer Landarbeiterkammertag), Daniela Baumgartner (Österreichische Landjugend).

T 05574/400-771 E dienstnehmer@lk-vbg.at I www.landarbeiterkammer.at/ vorarlberg

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Maschinenring

steten rund 126.000 Arbeitsstunden. In Summe ergibt sich in der MR-Gruppe ohne Betriebshilfe eine Steigerung von 4,84 Prozent auf EUR 12,5 Millionen.

Personalleasing hoch im Kurs

Rund 2.600 Bäuerinnen und Bauern sind Mitglied bei einem der drei Vorarlberger Maschinenringe. Viele von ihnen nützen die Möglichkeit, ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften.

Die Profis vom Land Die Mitgliedschaft beim Maschinenring eröffnet jedem einzelnen Landwirt ein „Paket“ an Vorteilen, das positive Antworten auf die Fragen der Absicherung in Notfällen, Lebensqualität sowie Erwerbschancen und betriebliche Optimierung bietet. Darüber hinaus bietet die Mitgliedschaft ein lebendiges Netzwerk, das Gemeinschaftsgeist, Informati-

Zahlen & Fakten • Mitglieder: 2.578 • Agrar Geschäftsvolumen: EUR 2,57 Millionen • Service Umsatz EUR 6,31 Millionen • Personalleasing Umsatz EUR 3,62 Millionen • Mitarbeiter in den Geschäftsstellen: 10

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onsaustausch und Innovation pflegt. In Kombination mit den Tochterunternehmen MR-Service und MRPersonal nützen immer mehr die vielfältigen Jobmöglichkeiten, um sich so ein wichtiges Zusatzeinkommen zu verdienen.

Zahlen, Daten, Fakten 2012 Die drei Vorarlberger Maschinenringe – Bregenzerwald, Oberland und Unterland – verzeichneten im Jahr 2012 einen Mitgliederstand von 2.578. Das Geschäftsvolumen im Unternehmensbereich Agrar er-

reichte EUR 2,57 Millionen, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 17,3 Prozent bedeutet. Maschinenring Service erreichte einen Umsatz von EUR 6,31 Millionen, was einem Zuwachs von 13,02 Prozent entspricht. Bei der gewerblichen Tochter Maschinenring Personal konnte das Vorjahresergebnis wieder erhöht werden. Der Umsatz betrug EUR 3,62 Millionen, was eine Steigerung von knapp zwölf Prozent bedeutet. Über MR-Personal waren vergangenes Jahr 1.366 (+125) Dienstnehmer beschäftigt. Diese lei-

Umsatzentwicklung der MR-Gruppe 2008 bis 2012

Im Unternehmensbereich MR-Personal konnten in Vorarlberg die vermittelten Einsatzstunden für die Mitglieder von 116.149 im Jahr 2011 auf 125.543 Stunden im Jahr 2012 gesteigert werden, was durchschnittlich rund 78 beschäftigten Voll-Arbeitskräften entspricht. Die Arbeiten im Bereich MR-Personal wurden größtenteils von Landwirten durchgeführt. Bauernfamilien wird so die Möglichkeit zu einem attraktiven Zusatzeinkommen geboten, damit auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe eine sichere Existenz haben.

Bergmaschinenförderung im Nachhinein 2011 Für den überbetrieblichen Einsatz der Bergmaschinen im Jahr 2011 wurde aus Mitteln des Jahres 2012 eine Förderung in Höhe von EUR 39.429,72 für 94 Betriebe aufgewendet.

Der MR in Ihrer Nähe Maschinenring Bregenzerwald T 05/9060-801 E bregenzerwald@maschinenring.at Maschinenring Oberland T 05/9060-804 E oberland@maschinenring.at Maschinenring Unterland T 05/9060-805 E unterland@maschinenring.at Maschinenring Service Vorarlberg T 05/9060-800 E service.vbg@maschinenring.at Maschinenring Vorarlberg T 05/9060-800 F 05/9060-8900 E vorarlberg@maschinenring.at I www.maschinenring.at/


Maschinenring Service

Die Profis für alle Fälle Gerade für Landwirte bietet der Maschinenring insofern ideale Möglichkeiten des Zuerwerbes, als er die vorhandenen zeitlichen, fachlichen und maschinellen Ressourcen bestmöglich an Kunden vermittelt und zum Einsatz bringt. Damit passt sich der Maschinenring der jeweiligen Situation des Dienstnehmers an und ermöglicht den Landwirten größtmögliche Flexibilität. Zweck der Arbeit von MR-Service ist die Sicherung von Einkommen und Lebensqualität durch professionelle und innovative Dienstleistungen für unsere Mitglieder. Der ländliche Raum ist ein aktiver und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit den Dienstleistungen sorgt Maschinenring Service dafür, dass landwirtschaftliche Strukturen erhalten, Arbeitsplätze am Bauernhof gesichert und neue Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden. Dadurch bleibt auch die Wertschöpfung in den Regionen. Rund 560 Bäuerinnen und Bauern waren im vergangenen Jahr als Dienstleister in den Bereichen Winterdienst, Sommerdienst, Forst und Energie für Maschinenring Service tätig und erzielten so ein attraktives Zusatzeinkommen.

Von den rund 6,31 Mio Euro Umsatz wurden 2012 rund 43 Prozent allein im Wintergeschäft erwirtschaftet. Witterungsbedingt um gut 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Starkes Plus im Winterdienst Die größten Anteile am Umsatz verzeichneten die Geschäftsbereiche Winterdienst mit rund 43 Prozent und der Bereich Forst mit rund 34 Prozent. Im Bereich Forst wurden 2012

branz bis Langen am Arlberg sind Landwirte im Winterdienst für Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen im Einsatz. Zu den Kunden des Dienstleistungsunternehmens zählt auch die Österreichische Bundesbahn. Das Unternehmen Maschinenring Service Vorarlberg erledigt für die ÖBB den Winterdienst auf sämtlichen Bahnhöfen in Vorarlberg.

Zahlen & Fakten • • • •

Kunden ca 1.600 Dienstleister ca 560 Angestellte 11 Umsatz EUR 6,31 Millionen

MR-Service Team Rund 560 Bäuerinnen und Bauern nutzten die Chance auf eine attraktive Tätigkeit in ihrer Region, indem sie für den Maschinenring arbeiteten.

Umsatz in Prozent nach Geschäftsbereichen

Starkes Umsatzplus Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Maschinenring Service Vorarl­ berg einen Umsatz von EUR 6,31 Millionen gegenüber EUR 5,58 Millionen im Jahr 2011. Dies entspricht einem Umsatzplus von 13,02 Prozent. Der gute Start in die Winterdienst-Saison hat zu diesem Ergebnis maßgeblich beigetragen. Die Umsätze wurden mit rund 1.600 Kunden erzielt.

22.000 fm Nutzholz, 1.000 fm Brennholz und 1.100 srm Hackschnitzel vermarktet. Im Geschäftsbereich Winterdienst sorgt Maschinenring Service in ganz Vorarlberg für sichere Straßen, Wege und Plätze. Von Hör-

7% 43%

GF Christian Prossliner Günter Wohlgenannt Ing. Jürgen Kostelac DI Gerhard Lercher Ingrid Rehm Monika Büchele Annette Österle Mathias Becvar Martin Hosp Martin Wohlgenannt Marina Fink Jonathan Fetz

34%

Maschinenring Service Vorarlberg 16%

T 05/9060-800 F 05/9060-8900 E service.vbg@maschinenring.at I www.maschinenring.at/vorarlberg

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Ländle Qualitätsmarketing

Fürs Image der Lebensmittel aus der heimischen Landwirtschaft setzt sich die „Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH“ ein.

Für sichere Qualität Durch Qualitätssicherungsund Marketingaktivitäten die Wertschöpfung in der heimischen Landwirtschaft zu steigern, ist das ureigenste Unternehmensziel der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH. Eine Vielzahl an Aktivitäten zur Erreichung dieses Ziels standen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Einige daraus sollen exemplarisch dargestellt werden. Ländle Gala Bereits zum sechsten Mal fand am 23. November 2012 in der Kulturbühne AmBach in Götzis die Ländle Gala als einer der Höhepunkte des bäuerlichen Jahres statt. Über 300 Gäste folgten der Einladung von Ländle Marketing und Landwirtschaftskammer Vorarlberg, bei der die diesjährigen Preisträger des land- und forstwirtschaftlichen

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Zukunftspreises << i luag druf >> geehrt wurden. Würdiger Ausklang des Abends war das Ländle-Buffet mit allerlei saisonalen Köstlichkeiten aus der Region, serviert von den Schülerinnen der Landwirtschaftsschule Hohenems.

Kooperation Gastronomie Im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft in Vorarlberg, wurde eine gemeinsame Inseratenkampagne gestartet. Dabei wurden erfolgreiche Beispiele der Zusammenarbeit in diesen Bereichen vorgestellt. Die Kampagne war sehr erfolgreich und hat insbesondere auch in den eigenen Reihen für großen Anklang gesorgt. An dem Modell der Zusammenarbeit wird weiterhin verstärkt gearbeitet. Weitere Projekte, wie das Kooperationsprojekt „landgut“ oder das AMA Gastrosiegel für Vorarlberg, sollen diese Zusammenarbeit intensivieren.

Verein vom Ländle Bur Als Interessensvertretung der Di-

rektvermarkter in Vorarlberg nimmt der Verein „vom Ländle Bur“ eine wichtige Funktion in Vorarlbergs Bauernlandschaft ein. Einen Schwerpunkt hat die bisherige Projektleiterin und nunmehrige Geschäftsführerin DI Elisabeth Zeiner in die Beratung der Mitgliedsbetriebe gelegt. Dies ist mit Sicherheit ein richtiger und wichtiger Schritt für die Zukunft der Direktvermarkter. Weiters sind die Veranstaltungen zum Abschluss der Erntesaison in Dornbirn, Bregenz, Feldkirch und Bludenz sowie der Bauernadvent sehr schöne Veranstaltungen, um für die Konsumenten Landwirtschaft erlebbar zu machen.

Zukunft Die verstärkte Implementierung aller Projekte sowie die strategische Umoder Neuorganisation im Zuge der Umsetzung der Ökoland Strategie werden die wesentlichen Zielsetzungen des Ländle Marketing in den kommenden Jahren. Eine spannende und reizvolle Aufgabe.

Ländle Marketing Team Ing. Matthias Marxgut (Geschäftsführung) Sabrina Zerlauth, MA (Projektleitung Marketing und Kommunikation) DI Elisabeth Zeiner (Geschäftsführung Verein vom Ländle Bur) Isabell Achberger (Assistenz der Geschäftsführung und Projektassistenz) Mag. (FH) Marlene Dorner (Grafik) Othmar Bereuter (freier Mitarbeiter Qualitätsmanagement)


Wertvoll fürs Land Der Lebensraum 73 Prozent der Landesfläche werden von den bäuerlichen Familien gepflegt.

Die Menschen bäuerliche Betriebe ca. 4.000 davon Biobetriebe 570 Beschäftigte in der Landwirtschaft 7.700 davon Bergbauern 70 % Vollerwerbsbauern 20 % Eine Bauernfamilie „ernährt“ 85 Personen Beschäftigte im vor- und nachgelagerten Bereich der Land- und Forstwirtschaft ca. 3.000

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind bäuerliche Familienbetriebe Die Familie selbst bewirtschaftet den Hof. Dienstnehmer sind die Ausnahme. Die naturgegebenen Verhältnisse in Vorarl­berg (Berge, Steilflächen) setzen der Betriebsgröße natürliche Grenzen. Ein Vergleich dazu: Vorarlberg: Ø 20 Rinder pro Betrieb Norddeutschland: Ø 100 Rinder pro Betrieb

Landwirtschaftliche Kulturen in Vorarlberg (in ha) Wiesen, Weiden 38.100 Alpfutterflächen und Bergmähder 40.000 Ackerland 2.950 Sonderkulturen (z. B. Weingärten, Obstanlagen, Blumen/Zierpflanzen) 182 Landwirtschaftlich genutzte Fläche (mit Alpflächen) ca. 85.000

Ackerfrüchte Mais Rotklee, Luzerne, Kleegras (Feldfutter) Getreide Kartoffeln Gemüse (inkl. Blumen) Erdbeeren

Viehbestand Milchkühe Mutterkühe Jungrinder und Kalbinnen Schweine Schafe Ziegen Hühner

Viehhalter Kuh- und Rinderhalter Schweinehalter Pferdehalter/Einhufer Schafhalter Ziegenhalter Hühnerhalter

(in ha) 1.455 307 133 45 40 11

Stück 23.700 4.800 35.000 6.700 11.200 4.200 120.000

Stück 2.400 400 500 446 580 1.500

Milch & Käse in Vorarlberg Milchlieferanten 1.450 Betriebe Milchproduktion (pro Jahr) 165 Mio. kg davon gehen an Milchverarbeiter 140 Mio. kg Käseproduktion in Vorarlberg (pro Jahr) 9.600 t

Anbauflächen (in ha) Obst Gemüse Baumschulen und Zierpflanzen Weinbau

56 67 44 15

Fleisch aus Vorarlberg Deckung Eigenbedarf in % (ca.) Rind / Kalb Schwein

60 % 8%

Alpwirtschaft in Vorarlberg Die Weideflächen und Bergmähder auf den 539 bewirtschafteten Vorarlberger Alpen und 137 Sennalpen umfassen insgesamt eine Fläche von rund 53.000 Hektar.

Gealpte Tiere Kühe 9.588 Jungvieh (Rinder) 21.017 Pferde 986 Schafe 3.805 Ziegen 744 Alpschweine 1.000

Der Vorarlberger Wald in Zahlen Waldfläche: 97.000 Hektar • 47.000 Hektar Schutzwaldanteil, 62.000 Hektar Ertragswaldfläche • Nachhaltiger Zuwachs: 609.000 Vorratsfestmeter pro Jahr, • Baumartenzusammensetzung (Fläche): Fichte 50 %, Tanne 11 %, Kiefer 2 %, Buche 11 %, sonstiges Laubholz 15 % (Eiche, Esche, Ahorn, Ulme, Erlen), 11 % Sträucher, Lücken, Blößen • Nutzung (Zehnjahresdurchschnitt): 340.000 Erntefestmeter, • Sägewirtschaft: jährlicher Einschnitt: ca. 250.000 Festmeter Nutzholzeinschnitt, • Besitzstruktur: 2/3 Kleinwaldbesitzer, 1/3 Betriebe über 100 Hektar

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<< i luag druf>> Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.

Vorarlbergs Bäuerinnen und Bauern bringen Wertvolles auf den Teller.

Vorarlbergs Bauern und Forstwirte machen Natur­kreisläufe ­erlebbar.

Vorarlbergs Bauern und Forstwirte bieten Service­leistungen mit Herz und Handschlagqualität.


Vorarlbergs Bauern und Forstwirte pflegen Raum zum Leben und ­Erholen.

Vorarlbergs Bauern und Forstwirte liefern nachwachsende Baustoffe und Energie aus der Region.

Vorarlbergs Bäuerinnen und Bauern verbinden Tradition mit Innovation.

Vorarlbergs Bauern und Forstwirte ­sichern Arbeitsplätze in der ­Region.


Landwirtschaftskammer Vorarlberg

Information Bildung Beratung Vertretung die Servicestelle für alle Menschen in der Land- und Forstwirtschaft

Unser

Ländle

Mitteilungen der Landwirt­­­schafts­­­kammer Vorarlberg | April 2013 | Sonderausgabe 1/13 GZ 02Z030536 W | P.b.b. Verlagspostamt 6900 Bregenz Impressum: Herausgeber, Medieninhaber, Verleger und Sitz der Redaktion: Landwirtschafts­kammer Vorarlberg, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, T 05574/400-0, F 05574/400-600, E office@lk-vbg.at, Abonnement: Christine Stadelmann, T 05574/400-441, F 05574/400-600, E presse@lk-vbg.at, Druck: Russ Media GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

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