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Unser

Ländle

Mitteilungen der Landwirt­­­schaftskammer Vorarlberg | Ausgabe 14.12.2012 | Nr. 50 | 78. Jahrgang

Tiefer Winter Diese Woche waren viele Personen mit dem Schneeräumen beschäftigt.

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Ökoland Österreich Die Landwirtschaftskammer Österreich will, dass die Landwirtschaft überall ökologisch betrieben wird.

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Wochengeld erhöht Ab Jahresbeginn 2013 wird das Wochengeld für Bäuerinnen und Selbstständige auf EUR 50,– pro Tag erhöht.

GZ 02Z030536 W | P.b.b. Verlagspostamt 6900 Bregenz


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Freitag, 14. Dezember 2012

ÖPUL hat viel bewegt Direktor Gebhard Bechter

Die verlorene ­Sicherheit

Was ist heute noch sicher?

Geld ist es jedenfalls nicht, ist die Erkenntnis der jüngsten Zeit. Da bieten Grund und Boden schon mehr. Der Griff nach diesem beständigen Gut hat für die Landwirtschaft bedrohlich zugenommen. Die Kapitalanleger verdrängen jene, die den Boden bewirtschaften, daraus Lebensmittel erzeugen und aus dem Ertrag den Lebensunterhalt ihrer Familie bestreiten.

Für Unsicherheit sorgt unter den

Bauern auch, was in der Produktion noch gesellschaftsfähig ist. Obwohl durch den Preisdruck auf die Optimierungsschiene gedrängt, spielt die Gesellschaft bei verschiedenen Praktiken nicht mehr mit, die über der Grenze zum Alltag gehören. Düngung ist verpönt. Wenn Kühe und Schweine als Nutztiere gehalten werden, kann das auch schon zu Diskussionen führen. Das richtige Maß zu finden ist heute eine Gratwanderung. Der Dialog ist unerlässlich.

Schließlich sorgen die interna-

tionalen Märkte für die größte Verunsicherung. Die Preisschlacht ist erbarmungslos. Schaffen wir es, uns mit Spezialitäten und besseren Preisen in diesem Umfeld durchzusetzen? Und zuletzt sind es auch noch die agrarpolitischen Rahmenbedingungen: Keine Einigung beim EU-Budget. Der ständige Vorhalt der öffentlichen Zahlungen, trotz öffentlicher Leistungen. Die unsichere Entwicklung der Leistungsabgeltung und der Preise, wenn die EU die Mengensteuerung zurücknimmt.

Was gibt der Bauernfamilie

heute noch Orientierung und Halt? War es lange der innerbäuerliche Zusammenhalt, so beginnt auch dieser zu bröckeln. Eine Zweiteilung ist nicht ausgeschlossen. Die einen, die in enger Partnerschaft und mit klaren Regeln für den regionalen Markt erzeugen und jene die sich mehr Freiheit herausnehmen und für den „Weltmarkt“ produzieren.

LK Österreich / Interessensvertretung weißt Rechnungshofkritik zurück Die Landwirtschaftskammer Österreich will, dass die Landwirtschaft überall ökologisch betrieben wird und nicht nur in ein paar ausgesuchten Nischen. Deshalb wurde das Österreichische Umweltprogramm (ÖPUL) so gestaltet, dass die Bauern die Umweltleistungen flächendeckend erfüllen können. „Dafür hat uns der EU-Kommissionspräsident als Vorbild für ganz Europa hingestellt. Wenn nun der Rechnungshof genau diesen Ansatz tadelt, so verkennt er die Intention der heimischen Agrarpolitik voll und ganz. Was darüber hinaus Anlass zu ernsten Sorgen gibt, ist die Reaktion einiger Parteien auf den RechnungshofRohbericht. Abseits jeglichen Fachwissens werden verbale Rundumschläge ausgeteilt und damit Österreichs Agrarpolitik, die EU-weit ihresgleichen sucht, madig gemacht. Das ÖPUL ist eine echte Erfolgsstory, die nicht von parteipolitischen Kleingeldwechslern schlecht geredet werden kann”, stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zum Rechnungshof-Rohbericht fest.

90 Prozent ÖPUL Österreichs Landwirtschaft ist nicht nur der einzige Bereich, der auf dem Kyoto-Zielpfad positiv unterwegs ist, die ÖPUL-Erfolge kann man auch mit Stolz herzeigen. 90 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Österreich sind vom Umweltprogramm erfasst. Ein Fünftel der Gesamtfläche wird sogar biologisch bewirtschaftet und macht Österreich zum Bio-­ Europameister. Auf 1,5 Mil­­lionen Hektar wird freiwillig auf chemisch-synthetische Pflanzen- und Düngemittel verzichtet beziehungsweise ist deren Anwendung stark eingeschränkt.

durch mangelnde Grünlandpflege das Vermurungsrisiko stark steigt. All diese Fakten zeigen, wie wichtig ein flächendeckender Ansatz bei Umweltprogrammen ist. Wir werden alles tun, um diesen Weg auch im neuen Programm Ländliche Entwicklung für die Jahre 2014 bis 2020 weitergehen zu können”, so Wlodkowski abschließend.

Klare Strategie

LK-Österreich-Präsident Gerhard Wlodkowski weist die Kritik des Rechnungshofes zurück.

Anreizsysteme „Unsere Vorstellung von ökologischer Landwirtschaft ist eine flächendeckende, keine selektive. Daher bedarf es auch gewisser ökonomischer Anreizsysteme, damit de facto ein ganzes Land an den dafür notwendigen Umweltmaßnahmen teilnimmt. Das ist eine Grundvoraussetzung und die Kritik daran verkennt die Realität. Die Bauern sind nicht nur die Erhalter der ökologischen Umwelt, sie müssen in erster Linie von ihrer Produktion leben. Das bedeutet, dass auch die Ökologisierung in die unternehmerische Planung miteinbezogen werden muss”, so Wlodkowski weiter.

Mehr Bio-Fläche „Das Wirtschaftsforschungsinstitut hat festgestellt, dass ohne das Umweltprogramm „ÖPUL” ein Verlust von bis zu 25 Prozent der Bio-Fläche Österreichs droht. Auch die Biodiversität würde leiden und die Umweltqualität sich verschlechtern. Selbst die Tourismusgebiete wären durch Naturgefahren bedroht, weil beispielsweise

„Das Österreichische Umweltprogramm verfolge eine ganz klare Strategie: Die Bewahrung und aktive Förderung einer intakten Umwelt. Wesentliche Zielsetzungen seien beispielsweise die Bewahrung der vielfältigen Kulturlandschaft, sauberes Wasser, gesunde Böden, Biodiversität, Tierschutz und der Erhalt seltener Kulturpflanzen sowie Nutztierrassen. Ohne den breiten, flächendeckenden Ansatz dieses Programms wären die Umwelteffekte in diesem Ausmaß nicht zu erreichen, heißt es in einer Mitteilung des Umweltministeriums. Die Stoßrichtung des Rechnungshof-Rohberichtes, dass in einer an sich „heilen Welt” ein „überdimensionales” Umweltprogramm nicht erforderlich sei, betrachtet das Lebensministerium als nicht zielführend. Ein Umweltprogramm solle nicht nur als „Sanierungsprogramm” gesehen werden. Das Prinzip „vermeiden statt reparieren” habe Priorität.

Zielformulierung Entgegen der Vorwürfe des aktuellen Rechnungshof-Rohberichts sind die Umweltziele klar formuliert und die Zielrichtungen damit eindeutig vorgegeben. Das Ziel von 20 Prozent Biobetrieben ist annähernd erreicht, das Österreich zum Bio-Land Nummer 1 in Europa krönt. Durch das Österreichische Umweltprogramm kann auch die sehr gute Wasserqualität erhalten und weiter verbessert werden.


Freitag, 14. Dezember 2012

Auf sozialen Spuren LK-Ausschuss / Betriebshilfe und Sozialversicherung waren die Schwerpunkte.

Im Ausschuss für Soziales und Betriebshilfe wurden Änderungen im Betriebshelferdienst beschlossen.

Am 30. November tagte der Ausschuss für Soziales und Betriebshilfe in der Landwirtschaftskammer. Dabei wurden Änderungen im Betriebshelferdienst beschlossen. Im Betriebshelferdienst steigen die Kosten überdurchschnittlich. Nicht dass die Anzahl der Einsätze zunehmen würde, konnte Geschäftsführer Florian Vinzenz berichten, vielmehr werden die Einsätze intensiver und es müssen immer mehr Personen eingesetzt werden, die selbst nicht in der Landwirtschaft tätig sind. In diesen Fällen läuft der Einsatz nicht unter Nachbarschaftshilfe, sondern die Helfer sind als Dienstnehmer anzumelden. Es fallen daher die Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer mit den anderen Lohnnebenkosten an.

BHD-Richtlinie geändert Der Ausschuss war einhellig der Meinung, wenn Betriebshelfer als Dienstnehmer anzumelden sind, soll der Betriebshelferdienst auch von den Lohnnebenkosten zwei Drittel übernehmen. Das wird die BHD-Kassa zusätzlich ordentlich belasten. Auf der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten wurde beschlossen, den Einsatzgrund „Urlaub“ zu

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streichen. Für Abwesenheit infolge Teilnahme an Bildungsveranstaltungen soll aber weiterhin für die Ersatzarbeitskraft der BHD-Zuschuss gewährt werden. Eine Änderung gibt es auch für Alpen und andere landwirtschaftliche Betriebe, die Dienstnehmer beschäftigen. In anhängigen Verfahren beim Finanzamt wird von den Prüfern festgestellt, wenn für einen Dienstnehmer eine Ersatzarbeitskraft eingestellt werde, könne das nicht als Nachbarschaftshilfe gewertet werden. Daher seien Betriebshelfer, die als Ersatz für einen Dienstnehmer im Einsatz sind, jedenfalls wieder Dienstnehmer mit allen Zusatzkosten. Weil es in diesen Fällen nicht um die Existenzsicherung geht, wurde festgelegt, dass für Einsatzkräfte, die einen Dienstnehmer ersetzen, keine Zuschüsse mehr gewährt werden. Bei der Vermittlung von Helfern ist der Betriebshelferdienst weiter behilflich. Es wurde vereinbart, dass der BHD die Mitglieder, die Dienstnehmer beschäftigen – insbesondere Alpen – über diese neue Situation direkt informiert.

SVB-Unterstützung Vizepräsident Bürgermeister Klaus Schwarz informierte über die pauschale Betriebshilfe. Bei Unfall und Krankheit,

verbunden mit Spitalsaufenthalt, wird ab dem siebten Tag für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ein Pauschalbetrag in der Höhe von EUR 30,– pro Tag gewährt, ohne dass Nachweise für den Einsatz eines Betriebshelfers vorgelegt werden müssen. Diese Regelung soll mit Anfang nächsten Jahres gelten. Die bisherige Regelung mit dem Einsatz eines Betriebshelfers und einer Entschädigung von maximal acht Stunden mit EUR 8,– je Tag bleibt daneben weiterhin bestehen.

Fremdarbeitskräfte Weil für Arbeitskräfte aus Rumänien und Bulgarien keine Arbeitsbewilligung mehr notwendig ist, wollte das Innenministerium das Ausländerkontingent stark zurücknehmen. Die LK hat das verhindert. So steht 2013 ein Kontingent von 70 Saisonarbeitern bzw. Erntehelfern zur Verfügung. Weil bei uns die Brasilianer eine besondere Rolle spielen, wird über die LK Österreich versucht, für Vorarlberg eine Sonderlösung zu finden, informierte Florian Vinzenz. Schlecht sieht es bei den ausländischen Praktikanten aus. Die Vermittlungsstelle für die Praktikanten aus der Ukraine hat ihre Vermittlungs-Tätigkeit für diese Region aufgegeben. Derzeit wird in der LK intensiv nach Ersatzlösungen gesucht.

Sozialversicherung der Bauern Vizepräsident Bürgermeister Klaus Schwarz informierte über Änderungen. Die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Theresia Maier, hat Nationalrat Karl Donabauer als Obmann abgelöst. Ein neuer Chefarzt wird auf Bundesebene bestellt und mit der Sanierung und Erweiterung von Bad Schallerbach und Bad Gastein sind jetzt alle fünf Kuranstalten der SVB in einem topmodernen Zustand. 2012 gab es einen Personaleinstellungsstop. Die Kosten für die Heilmittel sind um 1,5 Prozent gestiegen – prognostiziert waren 3,4 Prozent. Die Umsetzung der Härtefallregelung für die Erwerbsunfähigkeitspension lässt noch auf sich warten. Die Landwirtschaft muss sich auf den Datenaustausch zwischen Sozialversicherung der Bauern, AMA und Finanzministerium einstellen, der im Rahmen der neuen Einheitswertregelung kommen wird.

Gesetzliche Änderungen Wenn es im Rahmen der neuen Einheitswerthauptfeststellung zu Erhöhungen kommt, werden mehrere Betriebe, die derzeit nur unter Unfallversicherungsschutz stehen, auch in die Krankenversicherung und Pensionsversicherung rutschen, was zu einer enormen Beitragserhöhung führt. Für diese Fälle wurde eine Übergangsbestimmung in das Gesetz aufgenommen. Sie bleiben weiterhin von der KV und UV ausgenommen. Erst wenn sich am Ausmaß der Betriebsfläche etwas ändert, kommt die neue Regelung zum Tragen, informierte LK-Rechtsberater Mag. Tino Ricker. Nach dem SV-Änderungsgesetz wird von der SVB und der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft eine gemeinsame Begutachtungsstelle für die berufskundliche Begutachtung eingerichtet. Nach den Änderungen im Bundespflegegesetz kann mit Zustimmung des Gepflegten beantragt werden, das Pflegegeld direkt an das Pflegeheim zu überweisen.


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Holz, Wald und Wild Beratungen / Der LK-Ausschuss für Forst, Jagd, Umwelt und Energie hat am 28. November getagt.

Freitag, 14. Dezember 2012

Der Ausschuss unterstützt diese Ziele und Maßnahmen. Mit der Umsetzung soll möglichst schnell begonnen werden. Es wird auch die Forderung erhoben, in Versorgungsgebieten von Biomasseheizwerken die Erdwärme nicht zu fördern.

Forststrategie

Forstausschuss / Der Holzeinschlag in Vorarlberg ist um etwa zehn Prozent zurückgegangen.

Mit den Themen Holzmarkt und -marketing, Energieautonomie sowie Verbesserung der Wald-/Wildsitua­ tion beschäftigte sich der zuständige Ausschuss der Landwirtschaftskammer.

aber bereits zu einem Minderwachstum des Folgebestandes führen. Nur das ist nachhaltig. Aktuell läuft der Christbaumabsatz gut. Das Angebot ist zu gering. Die Marke Ländle Christbaum bewährt sich.

„Derzeit ist zu wenig Rundholz auf dem Markt. In Vorarlberg ist der Einschlag im heurigen Jahr um ca. zehn Prozent zurückgegangen“, informierte der LK-Holzvermarkter Förster Ing. Edgar Häfele. Das, obwohl die Preise für Nadelholz stabil sind.

LK-Forstreferent DI Thomas Ölz informierte über die durchgeführten und geplanten Marketingaktivitäten. Die Vorarlberger Nadelwertholzsubmission hat sich bewährt. Heuer wurden 280 Festmeter Nadelholz aufgelegt, davon 260 Festmeter Fichte. Damit wird das Vorarlberger Gebirgsholz in internationalen Händlerkreisen als Geheimtipp für Klangholz gehandelt. Die Weißtanne hält ihr Image als harzfreies und witterungsbeständiges Baumaterial. Auf Initiative von Vorarlberg wird nächstes Jahr zusammen mit dem Allgäu und dem Schwarzwald über das grenzüberschreitende InterregProjekt ein Weißtannenpreis ausgeschrieben, bei dem innovative und nachhaltige Weißtannenprojekte ausgezeichnet werden. Das vor drei Jahren gestartete Projekt VorarlbergHolz mit

Nachhaltige Holzernte Anders stellt sich der Laubholzmarkt dar. Preise und Nachfrage sind am Boden. Es wird kaum mehr zu erlösen sein, wie bei der Vermarktung als Brennholz. Der Energieholzmarkt ist derzeit auch gesättigt. Die Preise halten sich trotzdem. Der Ausschuss appelliert, auch bei der Aufarbeitung mit dem Prozessor das Ast- und Wipfelholz in Bezug auf die standörtliche Nachhaltigkeit im Wald zu belassen. Es erfolgt zwar nur alle 100 bis 150 Jahre ein Nährstoffentzug, auf kritischen Standorten kann dies

Erfolgreiches Marketing

dem die Herkunft garantiert und die regionale Wertschöpfungskette gesichert werden soll, hat zu wenig Schwung entwickelt. Die 30 Mitglieder, von den Waldbesitzern über den Handel bis zu den Tischlern, haben sich geeinigt, diese Initiative weiter zu führen. Wenn jedes Mitglied in seinem Bereich aktiv wird, müsste Holz ohne CO2-Rucksack im Sinne der Nachhaltigkeit ein gefragtes Produkt werden.

Energieautonomie Nach der Einigung über die strategischen Ziele im Land werden jetzt in verschiedenen Arbeitsgruppen Umsetzungskonzepte erarbeitet. Von 101 enkeltauglichen Maßnahmen ist die Rede. Bei der „Energie aus Holz“ ist das maßgebliche Ziel, den Einschlag im Kleinwald zu erhöhen. Dazu werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen: •  Die Zusammenarbeit zwischen Landesforstdienst und Waldverband ausbauen, •  die Anstellung des erforderlichen Fachpersonals beim Waldverband, •  die Öffentlichkeitsarbeit verstärken.

Die Vorarlberger Forststrategie verfolgt in der Wald-/Wildfrage das Ziel, auf 70 Prozent der Waldfläche einen tragbaren Wildeinfluss zu erreichen. Seit Einführung des Wildkontrollzaunsystems hat sich im Landesdurchschnitt noch nichts Wesentliches verbessert. Die Werte der tragbaren Wildeinflüsse liegen knapp über 50 Prozent. In der Diskussion wurde festgestellt, die Situation sei im Land sehr unterschiedlich. Man dürfe nicht alle Jäger über einen Kamm scheren. Der Verband der Vorarlberger Jäger sei um die Bewusstseinsbildung in den eigenen Reihen bemüht, versicherte Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich. Von der Forstseite wurde das Bemühen auf Landesebene als positiv gewertet. Aber das ist zu wenig, wenn auf nahezu der Hälfte der Waldfläche nicht vertretbare Waldschäden festzustellen sind. Die Taktierer müssten ausgeschaltet werden. Der Appell an die Behörde lautete, wenn Jagdverfügungs- und Jagdnutzungsberechtigte gemeinsame Wege zur Verbesserung der Waldsituation vereinbaren, diese zu unterstützen. An die Grundbesitzer ging der Rat, Jagden an jene zu verpachten, die „jagen können“. An die Adresse der Jägerschaft erging die Forderung, die Art der Durchführung der Hegeschau zu überdenken, damit nicht die am Pranger stehen, die für eine verträgliche Wald-/Wildsitua­ tion sorgen. In eigener Sache der Landwirtschaftskammer wurde vereinbart, für die Nominierung von Jagdverfügungsberechtigten zu den Abschussplanbesprechungen in den Wildregionen und in die Hegegemeinschaften alle sechs Jahre Wahlen unter den betroffenen Grundbesitzern durchzuführen.


Freitag, 14. Dezember 2012

Bio und Ländle LK-Ausschuss / Bio-Verband und -Genossenschaft, „vom Ländle Bur“ und Ländle Marketing Bei der Sitzung des LK-Ausschusses für Marketing und biologische Produktion am 27. November gab es für die Kammerräte und Experten eine geballte Ladung Informationen über die Aktivitäten um die Wertigkeit der heimischen Lebensmittel bewusst zu machen.

der Qualitätsrichtlinien für die Ländle Produkte und die Durchführung der Qualitätssicherung. Die Ausschussmitglieder begrüßen klare Produktionsrichtlinien, die auch öffentlich kommuniziert werden. In Zukunft soll darauf geachtet werden, dass Ländle Produkte auch mit der Ländle Marke auf den Markt kommen.

Umsetzung. Dabei will der Verein Hilfestellung bieten. Auch die öffentliche Präsenz ist den Direktvermarktern wichtig. So werden der Ländle Bauernadvent, Erntedankfeste in Bregenz und Bludenz zusammen mit den Bäuerinnen, der Dornbirner Herbst und 2012 auch ein Vogelscheuchen-Wettbewerb mit Volksschulen organisiert.

Für diesen Zweck wurde u. a. vor dem EU-Beitritt Österreichs im Jahre 1994 die Ländle Marke geschaffen. Markeninhaber ist heute die Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH (LQM).

Direktvermarkter

Der Ausschuss steht hinter den Zielen der Landwirtschaftsstrategie 2020, die Zahl der Biobetriebe – derzeit sind es rund 500 – zu verdoppeln. LK-Bioberater Michael Kühne sieht darin einen klaren Auftrag, die landwirtschaftsinterne Information zum Biolandbau auszubauen. Seine Aufgabe ist es, die Umstellungsberatung durchzuführen und zusammen mit dem LFI die Umstellungskurse zu organisieren. Er betreut auch das erst jüngst ins Leben gerufene Netzwerk der „Jungen Biobauern“. Bioverband und Biogenossenschaft sind gefordert, neue Abnehmer zu finden, um

Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH Was in dieser Gesellschaft unternommen wird, um die Ländle Marke zu stärken und das Vertrauen in die Vorarlberger Lebensmittel zu festigen, informierte Geschäftsführer Ing. Matthias Marxgut: Messeauftritte in der Ländle Halle und das Konsumentenmagazin luag, gemeinsam herausgegeben mit der Landwirtschaftskammer, dienen der breiten Öffentlichkeitsarbeit. Mit den Ländle Metzg Aktivitäten, den Werbemitteln für Ländle Apfel, -Gemüse und -Kartoffeln, der Ländle Kitzund -Alpschweinaktion werden die Absatzbemühungen der Produzenten unterstützt. Mit Milch- und Apfelverteilaktionen und dem „Fahrenden Kochtopf“, wird der direkte Dialog mit den Konsumenten gepflegt. Neu ist der Online-Einkaufsführer. Viel verspricht man sich vom Projekt „Landgut“, das gemeinsam mit der Wirtschaftskammer entwickelt wird. Es geht dabei um eine Produktebörse mit Logistik-Konzept, um mehr Ländle Produkte in der heimischen Gastronomie platzieren zu können. Othmar Bereuter, der Qualitätsbeauftragte des LQM, informierte über die Überarbeitung

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Im Oktober hat DI Elisabeth Zeiner die Geschäftsführung des Vereins vom Ländle Bur von Ing. Matthias Marxgut übernommen. Sie unterstützt die 129 direktvermarktenden Mitglieder mit Informationsbereitstellung, Schulungen und Beratung. Hauptthemen sind wie auch österreichweit die Hygiene in Verarbeitung und Verkauf, die Kennzeichnung verpackter Lebensmittel und Tipps für die Vermarktung. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Überarbeitung der Qualitätsrichtlinien, die in einem ersten Schritt erfolgt ist. Jetzt geht es um die Vervollständigung und

Bio mal zwei

die Nachfrage zu steigern. DI (FH) Martin Klabacher als Geschäftsführer dieser beiden Organisationen informierte über die laufenden Aktivitäten. Im Verband liegt der Schwerpunkt bei der Weiterbildung, der Auszeichnung der Höfe mit Hoftafeln und Transparenten, der Präsenz bei verschiedensten Veranstaltungen mit dem BioGlücksrad, der regelmäßigen Pressearbeit und im Kundenkontakt mit Bioaktionstagen und dem Biofest sowie mit Filmabenden. An die Einrichtung von Schau-Bauernhöfen ist gedacht und der Arbeitsschwerpunkt liegt im nächsten Jahr beim Thema Boden. Von der Biogenossenschaft berichtete DI (FH) Martin Klabacher von den Projekten BioBeef, Bio-Weiderind sowie dem steigenden Absatz von BioSchweinen und Milchmastkälbern. Die Zusammenarbeit mit der Ländle Vieh Vermarktung eGen soll ausgebaut werden. Nachdem die beiden Geschäftsführer Ing. Matthias Marxgut und DI (FH) Martin Klabacher ihre Unternehmen verlassen, bedankte sich Präsident StR. Josef Moosbrugger für ihre Arbeit zum Wohle der Vorarlberger Landwirtschaft und wünschte ihnen bei ihren neuen Unternehmungen viel Erfolg.

Der LK-Ausschuss steht hinter den Zielen der Landwirtschaftsstrategie 2020, die Zahl der Biobetriebe – derzeit sind es rund 500 – zu verdoppeln.


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Biobauern aus Leidenschaft Die Energieseite ist ein Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg mit freundlicher Unterstützung der Landwirtschaftskammer Vorarlberg und der Vorarlberger Landesregierung.

DI (FH) Martin Klabacher, Bio Austria

BIO AUSTRIA – „Wir schauen aufs Ganze“ Biologisch wirtschaften heißt, in ganzheitlichem Sinne wirtschaften. Die Biobäuerinnen und Biobauern erbringen dadurch vielfältige Leistungen für die Gesellschaft. Im Kreislauf der Natur arbeiten, bestehende Ressourcen optimal nutzen und Energie bewusst einsetzen sind die grundlegendsten Ziele in der Bio Landwirtschaft. Vor allem der bewusste Verzicht auf mineralische Dünger und chemisch-synthetische Pflan­ zenschutzmittel ist wichtig, denn zu deren Herstellung ist ein beträchtlicher Energieeinsatz notwendig: • Österreichs Biobauern sparen durch biologische Tierhaltung gegenwärtig mindestens 30.000 Tonnen CO2 pro Jahr. • Andererseits werden in Österreich allein zum Herstellen chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und mineraHerausgeber, Medieninhaber, lischerund Dünger über 800.000 Verleger Sitz der Redaktion: Tonnen CO2 freigesetzt. Landwirtschaftskammer • WeltweitMontfortstraße benötigt man 9jährVorarlberg, lich 90 Millionen Tonnen 6900 Bregenz Erdöl bzw. Erdgas für die ProT 05574/400-441 duktion von Stickstoff-DünF 05574/400-600 ger – letzlich ist es Erdöl, was Druck: Vorarlberger Medienhaus auf die Felder geworfen wird. Gutenbergstraße 1 6858 Schwarzach Diese drei Punkte zeigen nur Anzeigen: MEDIA TEAM einige wesentliche Vorteile der Gesellschaft m.b.H., Interpark biologischen Landwirtschaft. Werden wirRöthis uns über unsere Focus 3, 6832 Dann T Lebensweise 05523/52392, Fbewusst! DW 9 produzieren und konsumieren Abonnement: wir mitStadelmann Rücksicht auf Natur, Christine Tier und Mensch. Schauen wir T 05574/400-441 gemeinsam aufs Ganze und arF beiten 05574/400-600 an einer dauerhaft proE duktiven presse@lk-vbg.at Landwirtschaft. Jahres-Abo: EUR 35,–

Impressum

Biobauer Manfred Schär zitiert gerne den Schweizer Bio-Bauern und Bestsellerautor Martin Ott: „Die Kuh ließ Menschen sesshaft werden. Sie hat die besondere Fähigkeit, durch ihren Dünger die Böden fruchtbarer zu machen.“

Biologische Landwirtschaft ist einfach ausgedrückt: das Respektieren von natürlichen Lebenskreisläufen und das Minimieren von menschlichem Einfluss auf die Umwelt. In Göfis-Runggels betreibt die Familie Schär den Luziahof. Für Annelies und Manfred Schär ist die biologische Landwirtschaft die einzige, die Zukunft hat. Vor 20 Jahren hat der Biopionier den Hof seiner Eltern auf biologische Landwirtschaft umgestellt und ist heute noch absolut überzeugt. „Unsere Kinder und Kindeskinder müssen mit dem zurechtkommen, was wir ihnen hinterlassen. Wir glauben, dass die zukünftige Umwelt nur dann so schön und vielfältig sein kann, wenn wir zurückgeben, was wir nehmen. Ohne große Eingriffe oder Veränderungen von Tier oder Natur“, schildern Annelies und Manfred gemeinsam ihre Vision.

Erfolgreich wirtschaften mit aussterbenden Tierrassen Auf dem Luziahof leben Kühe,

Hühner, Ziegen und Bienen als Nutztiere sowie Katzen und Hasen als Haustiere. „Eigentlich sind alle unsere Tiere unsere „Haustiere“. Von Geburt an bekommen sie einen Namen, wir pflegen und hegen sie bis sie sogar handzahm werden“, erzählen Annelies und Manfred. Das Interessante – die Biobauern wirtschaften prächtig mit zwei Tierrassen, die vom Aussterben bedroht sind. Die beiden Gen-Erhaltungsrassen sind das Original Montafoner Braunvieh (OBV) und die Sulmtaler Hühner. Das Original Braunvieh war früher in unserer Region heimisch und ist deshalb in allen landestypischen Gegebenheiten zuhause. „Unsere Kühe sind kleiner, robuster und genügsamer als gewöhnliches Milchvieh. Das original Braunvieh ist Fleischund Milchlieferant. Wir betreiben Mutterkuhhaltung. Die Kühe sind ein halbes Jahr auf der Weide und der Alp, wo sie nur fressen, was dort wächst. Im Winter genügt Heu und Silage. Das OBV ist äußerst genügsam, robust, gesund und langlebig. Zehn bis 15 Kälber sind für ein Kuhleben daher

keine Seltenheit. Vor einigen Jahren wurde die älteste Kuh Österreichs ermittelt, es war eine OBV Kuh mit 25 Jahren und erwartete ihr einundzwanzigstes Kalb. Ähnliches gilt für unsere Hühner. Jedes Kücken wird aufgezogen – auch die männlichen. Die Hennen sind Eier- und Fleischlieferanten und die Hähne sind bestens als Brathähnchen geeignet. Zusätzlich haben wir noch BurenZiegen als Steilflächenpfleger und unsere Bienen für Honig“, berichten die Bioexperten vom bunten Treiben am Luziahof. Familie Schär verkauft Fleisch, Eier, Kartoffeln und Honig gern an überzeugte Kunden und freut sich immer über Gespräche zum Thema Herstellung und Entstehung ihrer Produkte.

„Wir heizen mit Hackschnitzel“ Die Schärs bauten ihre Hackschnitzel-Anlage vor rund 17 Jahren. Damals mussten sie sich entscheiden, ob sie in einen Öltank oder in ein anderes Heizsystem investieren. Manfred Schär war von Anfang an klar: „Eine Ölheizung war für mich nie ein Thema. Allerdings waren dazumal Hackschnitzelheizungen nicht sehr populär, dementsprechend gab’s auch kaum Erfahrungswerte. Dennoch entschied ich mich für die Hackschnitzelanlage und wir hatten bis heute keine Probleme damit. Zur Zeit sind das Haus meiner Eltern und mein Haus angeschlossen. Kapazität hat die Anlage noch für ein weiteres Haus. Mit einem Jahresverbrauch von 30 bis 40 srm (Schüttraummetern) Hackschnitzel – das entspricht ungefähr 3.000 Liter Öl – sparen wir uns einiges an Heizkosten und genießen den Umweltbonus.“ Um energieautonom zu sein fehlt Annelies und Manfred Schär nur noch eine Fotovoltaikanlage, und dieser Traum ist zumindest in ihren Köpfen schon sehr real.


Freitag, 14. Dezember 2012

Bäuerinnen

Lebens.Werte schaffen.

Wochengeld wird erhöht Bäuerinnenorganisation / Bessere soziale Absicherung für Bäuerinnen erreicht Gute Nachricht für Österreichs Bäuerinnen: Sie können bei der Geburt eines Kindes ab Jahresbeginn 2013 mit einer deutlichen Erhöhung des Wochengeldes rechnen. Damit wurde eine langjährige Forderung der Bäuerinnenorganisation durchgesetzt. „Eine flächendeckende und hochqualitative Landwirtschaft ist in Österreich nur mit den Bäuerinnen machbar bzw. auch langfristig zu sichern. Umso wichtiger ist daher eine gute soziale Absicherung und Gleichstellung der Frauen in

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der Landwirtschaft mit berufstätigen Müttern in den Bereichen außerhalb der Landwirtschaft. Mit der Anhebung des Wochengeldes für Selbstständige hat die Bundesregierung nun einen weiteren Schritt zur Verbesserung der sozialen Absicherung berufstätiger Frauen in der Landwirtschaft gesetzt“, freute sich Bundesbäuerin Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen, über diesen Erfolg. Während weibliche Angestellte im Mutterschutz ihr Einkommen fortbezahlt bekommen, erhielten Unternehmerinnen, Bäuerinnen und Freiberuflerin-

nen acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt bis jetzt nur EUR 26,97 pro Tag als Fixbetrag. Dieser Pauschalbetrag wird nun auf täglich EUR 50,– angehoben. Hinzu kommt auch die Befreiung von der Beitragspflicht zur Sozialversicherung für die Dauer des Wochengeldbezuges. Laut Sozialversicherungsanstalt der Bauern gebührt das Wochengeld in jenen Fällen, in denen die Beistellung einer Ersatzarbeitskraft nicht möglich ist oder die Bäuerin selbst für eine Aushilfe sorgt. Wochengeld wird auch dann gewährt, wenn aufgrund der örtlichen Lage des Betriebes eine Hilfe

nicht eingesetzt werden kann und Nachbarschaftshilfe ebenfalls nicht durchführbar ist. „Damit ist ein Meilenstein für mehr Gleichberechtigung zwischen selbstständigen und unselbstständig erwerbstätigen Müttern geschaffen worden”, zeigt sich der NR-Abgeordnete und Bauernbundpräsident Jakob Auer erfreut über diese notwendige Unterstützung für die bäuerlichen Familien.

Bundesbäuerinnentag 2013 Die nächste Festveranstaltung findet von Mittwoch, 3. April bis Freitag, 5. April in Linz statt. Das Programm wird noch bekannt gegeben. Anmeldung bei Evy Halder oder Andrea Huber unter T 05574/400-110, E andrea.huber@lk-vbg.at

Ein großer Erfolg

Gleichstellung / Mit der Anhebung des Wochengeldes für Selbstständige hat die Bundesregierung nun einen weiteren Schritt zur Verbesserung der sozialen Absicherung berufstätiger Frauen in der Landwirtschaft gesetzt.

Was wäre die Landwirtschaft, unsere Höfe und Dörfer, gäbe es nicht die Familien, die Ihnen Leben und Zukunft geben. Bäuerinnen sichern und prägen gemeinsam mit ihrer Familie die Zukunft unserer bäuerlichen Betriebe. Sie beleben die Dörfer und stärken den damit verbundenen ländlichen Raum. Die soziale und finanzielle Absicherung der Familien ist dabei ein wesentlicher Grundstock für den Erhalt unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Der sensible Bereich des Mutterschutzes war für Bäuerinnen und selbstständig erwerbstätige Frauen anders geregelt als für unselbstständige erwerbstätige Frauen. Es freut mich, dass der Forderung der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Bäuerinnen seitens der SVB und Bundesregierung Rechnung getragen wurde und das Wochengeld im kommenden Jahr von bisher EUR

27,97 auf EUR 50,– erhöht wird. Da die Arbeitsleistung der Bäuerin und Selbstständigen weit über eine geregelte 40 Stunden Woche hinausgeht, ist es mehr als gerechtfertigt, dass Frauen in der Landwirtschaft, die sich für Kinder entscheiden, gleichbehandelt werden wie Unselbstständige. Mit dieser Verdoppelung des Wochengeldes ist ein bedeutender Schritt in Richtung sozialer Gleichstellung der Bäuerinnen gelungen. Ein herzliches Danke an alle die dazu einen Beitrag geleistet haben. Landesbäuerin Andrea Schwarzmann


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Bauprojekt des Monats In der Parzelle Madlens gibt es noch keinen Strom, dafür aber einen neuen Stall. Die Familie Maier bewirtschaftet auf 1.200 Meter Seehöhe den höchst gelegenen Bauernhof in der Gemeinde Zwischenwasser. Das Anwesen konnte vor einigen Jahren käuflich erworben werden und wurde nun für die Haltung von sechs Mutterkühen ausgebaut.

Kein Stromanschluss Der bestehende Stall war sehr klein und auch das Heulager entsprach nicht den gewünschten Vorstellungen. Deshalb wurde der Hof insgesamt um zehn Meter verlängert und bergseits ein Geräteschopf angehängt. Erschwerend kam hinzu, dass in die Parzelle Madlens noch keine Stromleitung führt. Der für den Haushalt und die Beleuchtung des Wirtschaftsgebäudes benötigte Strom wird großteils aus der südseitig angebrachten Solaranlage gewonnen. Da die Parzelle über der üblichen Nebelgrenze liegt, kommt die Solaranlage auf viele Betriebsstunden im Jahr. Der Restbedarf wird durch ein Stromaggregat gedeckt, das auch für den Betrieb des Heukranes angeschafft werden musste.

Pinzgauer Die Familie Maier hält auf ihrem Hof Mutterkühe der Rasse

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Mit Strom geht es leichter... Pinzgauer. Maier ist auch Mitglied beim Pinzgauer Rinderzuchtverband. Die Kühe haben im neuen Stall viel Bewegungsraum zur Verfügung. Neben einer großen Liegefläche und einem überdachten Auslauf haben die Kühe auch noch einen Auslauf ins Freie und können sich in den alten Stall zur gewohnten Futterkrippe zurückziehen. Die Entmistung erfolgt händisch und ist in wenigen Minuten erledigt. Das Heu bekommen die Kühe über eine Futterraufe, die direkt vom Heuboden gefüllt werden kann. Den Sommer verbringt die Familie Maier mit ihren Tieren auf der Alpe Unterdamüls. Im Winter findet Peter Zuerwerb beim Maschinenring. Der Hof liegt nicht gerade in einer Gunstlage und erfordert eine gewisse Portion Idealismus, um ihn zu bewirtschaften. Aber gerade für die Offenhaltung des Hangbereiches zwischen Talebene und Alpgebiet und der Erhaltung unserer Kulturlandschaft ist es von großer Bedeutung, dass auch in Zukunft diese Flächen regelmäßig und ordentlich bewirtschaftet werden. Durch den Ausbau des Hofes ist zumindest in der Parzelle Madlens die Bewirtschaftung der Bergwiesen in den kommenden Jahren gesichert. Mit dem Kauf des Anwesens und dem Ausbau des Wirtschaftsgebäudes hat sich die Familie Maier den Wunsch eines eigenen Hofes erfüllen können.

Familienbetrieb / Peter, Susanne, Jakob und Paul Maier.

Sonnige Lage / Der Strom für den Haushalt und die Stallbeleuchtung stammt hauptsächlich von der Solaranlage.

Erweiterung / Das bestehende Gebäude wurde um zehn Meter verlängert, um genügend Platz für die Tiere und das Futter zu bekommen.

Umbau Madlenser Hof, Familie Maier, Zwischenwasser Bauherr: Susanne und Peter Maier Planung: Planungsabteilung der Landwirtschaftskammer und der Agrarbezirksbehörde, Herbert Österle Zimmerer: Sohm Holzbau, Alberschwende

Freitag, 14. Dezember 2012

Fütterung / Das Heu holen sich die Kühe in der Futterraufe.

Arbeitserleichterung / Die Einlagerung und die Entnahme des Heus erfolgt mittels Heukran.

Stromversorgung / Für den Betrieb des Heukranes musste ein Generator angeschafft werden.


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Genetisch hornlose Mutterkühe

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Fleischrinderzüchtervereinigung / Exkursion führte ins Tirol und nach Salzburg Wie jedes Jahr veranstaltete die Fleischrinderzüchtervereinigung auch heuer einen Ausflug.

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von Michael Gaßner Fleischrinderzüchtervereinigung

Die dreitägige Reise führte uns am ersten Tag ins benachbarte Tirol nach Schwaz, dort besichtigten wir das alte Silberbergwerk. Nach einem gemütlichen Nachmittag fuhren wir dann weiter in unsere erste Herberge nach Stumm im Zillertal, dort erwartete uns ein Abendessen besonderer Art. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir Richtung Zell am See, leider konnten wir aufgrund der Schneelage nicht wie geplant über den Gerlospass fahren, trotzdem kamen wir pünktlich bei unserem ersten landwirtschaftlichen Höhe-

Eres Milan Hof & Stalleinrichtungen A-6840 Götzis Lager und Werkstatt: Dr. A.-Heinzlestr. 57, 6840 Götzis Tel. ++43 664 3361339

Fax ++43 5523 51239

Email: info@stalltec.com

Ich bedanke mich bei der Bauherrschaft für das entgegengebrachte Vertrauen!

punkt, dem Betrieb von Sandra und Martin Hartl an. Sie präsentierten uns einen genetisch hornlosen Fleckviehzuchtbetrieb mit 77 Mutterkühen plus Nachzucht. Als äußerst interessant bei diesem Betrieb erwies sich die Vermarktung, da sämtliche Nachzucht, die nicht zur Zucht bestimmt ist, in den eigenen Schlachträumlichkeiten geschlachtet und zerlegt wird. Vermarket werden diese Tiere ab Hof sowie über die familieneigene Gastronomie. Nach einer interessanten Fachdiskussion fuhren wir weiter zum Betrieb von Oswald Dick. Herr Dick genehmigte uns einen Einblick in seine gene-

tisch hornlose Pinzgauerzucht. Die Faszination dieser Rasse sprang auf mehrere Reiseteilnehmer über, sodass manches Rind den Besitzer wechselte. Nach längeren kühlen Preisverhandlungen freuten sich unsere weiblichen Begleitungen auf die Ankunft im Hotel, um den angebotenen Wellnessbereich noch nützen zu können. Bei der Heimfahrt am Sonntag machten wir noch einen Abstecher nach Kitzbühel zum Betrieb von Georg Hochfilzer, er züchtet auf seinem Bauernhof Angusrinder. Nach dem Mittagessen traten wir dann gestärkt und erholt die Heimreise ins Ländle an.

Produktprämierungen im Rahmen der „Ab Hof“ in Wieselburg Durch die Teilnahme an Prämierungen erhalten Direktvermarkter Aufschluss über die Qualität der eigenen Produkte, da diese von Experten eingeschätzt und beurteilt werden. Die Ergebnisse können als Grundlage für Verbesserungen dienen, eine Auszeichnung ist eine tolle Werbung! Die Messe Wieselburg führt im Zuge der „Ab Hof 2013“ – Spezialmesse für bäuerliche Direktvermarkter von 1. bis 4. März 2013 verschiedene Produktprämierungen durch. Es sind dies: Brot-Kaiser: Brot aus bäuerlicher Produktion

Speck-Kaiser: Rohpökelwaren, Kochpökelwaren, Rohwürste aus bäuerlicher/gewerblicher Produktion Die goldene Birne: Moste, Fruchtsäfte, Obstweingetränke, Essige, Marmeladen Das goldene Stamperl: bäuerliche Brände und Liköre Öl-Kaiser: Speiseöl aus bäuerlicher Produktion Die Einreichtermine sind im Jänner festgelegt – nähere Informationen und die Einreichunterlagen gibt es auf www.messewieselburg.at oder bei Elisabeth Zeiner unter T 05574/400-703.


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UNSER LÄNDLE

<< i luag druf >> 2012 Die Preisträger des landwirtschaftlichen Zukunftspreises im Portrait

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gen Platz ein, was durch Lehrausgänge und Exkursionen vertieft wird. So gibt es z.B. auch Kooperationen mit dem BSBZ in Hohen­ ems oder dem Käsehaus Andelsbuch. Auch der sorgfältige Umgang und die Verarbeitung regionaler Lebensmittel tragen zur Wertschätzung bei. Das ständige Hinterfragen des Lebensmittelangebotes in der Schule bringt immer wieder Verbesserungsvorschläge, die nach Möglichkeit umgesetzt werden. Das intensive Engagement der jungen Damen, in Sachen gesunder Ernährung und regionaler Wertschöpfung stellt gerade in dieser Altersklasse eher die Ausnahme dar und beeindruckte die Jury.

Anerkennungen Tourismusschulen Bludenz

Vorbilder / Die Mädchen der Klasse 2c setzen sich engagiert mit heimischen Lebensmitteln auseinander.

In dieser Woche wollen wir die Preisträger des landwirtschaftlichen Zukunftspreises << i luag druf >> 2012 in der Kategorie Schulen vorstellen. Ausgezeichnet wurden Schulen, die sich besonders um das Thema „Gesunde Ernährung“ während des Schulbetriebes engagieren. Dabei geht es um die Versorgung der Schüler mit Lebensmitteln aus der heimischen Landwirtschaft in der Schulkantine und -küche sowie deren Verwendung im Unterricht.

Hauptpreisträger­ HLW Rankweil, Klasse 2c „Wertvolles auf den Teller“ ist für die Schülerinnen der HLW Rankweil mehr als ein Slogan. An der Schule wird seit zehn Jahren großer Wert darauf gelegt, dass den Schülerinnen und Lehrpersonen gesunde, regionale Produkte aus der Vorarlberger Landwirtschaft angeboten werden. „Man lernt die Produkte des

eigenen Landes mehr zu schätzen und die Bedeutung der Landwirtschaft kennen“, so Direktorin Mathilde Kostal. „Dieses regionale Bewusstsein und die Wertschätzung für gesunde Lebensmittel wollen wir den Schülerinnen für ihre Zukunft mitgeben“, erklärt Klassenvorstand Elisabeth Schmid.

Nach Saisonangebot Von verschiedenen Lieferanten

werden in der Schulkantine, zur Jause am Schulkiosk oder bei Elternabenden je nach Saisonangebot jährlich rund 3.700 Kilogramm Obst und Gemüse, 1.400 Kilogramm Fleisch und Fisch, 11.000 Eier und über 500 Kilogramm Käse und Butter aus der Vorarlberger Landwirtschaft angeboten. Das Thema Landwirtschaft nimmt in den verschieden Unterrichtsfächern einen wichti-

Gerade im Tourismusbereich ist es wichtig, den Schülern die Bedeutung der Lebensmittel aus der heimischen Landwirtschaft und deren Bedeutung für die Gastronomie zu vermitteln.

In den Tourismusschulen Bludenz wird darauf besonders viel Wert gelegt. Wenn man sich die lange Liste und Mengen der heimischen Lebensmittellieferanten der Schulen anschaut, weiß man, dass in den rund 60.000 Mahlzeiten, die jährlich ausgegeben werden, viel Ländle steckt.

Outdoor Aktivitäten „An den Tourismusschulen Bludenz versuchen wir möglichst ganzjährig heimische Lebensmittel zu verwenden, vor allem dann, wenn die Lebensmittel in Vorarlberg gerade Saison haben“, so Direktor Klaus Mähr. Im Rahmen von Exkursionen und Lehrausgängen in den Biosphärenpark Großes Walsertal (Haus Walserstolz) oder ins Käsehaus Montafon lernen die Schülerinnen und Schüler z.B. Käse selber zu machen. Der Transfer der landwirtschaftlichen Lehr- und Lernin-


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UNSER LÄNDLE

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Über den Anerkennungspreis für die Tourismusschulen Bludenz freuten sich Mag. Dagmar Wlcek, Fachvorstand Michael Götsch und Dir. Mag. Klaus Mähr.

GF Mag. Arnt Buchwald und Leiterin Maria Bauer-Debois nahmen den Anerkennungspreis für das Schulheim Mäder in Empfang.

halte in die Familien der Schülerinnen und Schüler gelingt damit besonders leicht. Dieses Engagement um die regionalen Lebensmittel ist nicht alltäglich und hat somit Vorbildcharakter für andere schulische Einrichtungen. Dieses Engagement hat die Jury überzeugt.

kauft. Zum einen soll die Wertschöpfung im Lande verbleiben, zum anderen will man im Schulheim Mäder lange, teure und umweltbelastende Transporte verhindern. Zahlreiche bäuerliche Lieferanten wie z.B. der Martinshof, Ländle Metzger Herbert Walser und die Vorarlberg Milch gehören seit Jahren zu den Partnern der Schule. Dies wird auch mit beeindruckenden Liefermengen unterlegt. „Es wird sehr darauf geachtet, unsere Kinder auf

ihre Bedürfnisse abgestimmt zu bekochen. Daher werden auch keine Fertigprodukte, Geschmacksverstärker, Hefeextrakte oder ähnliche Produkte verwendet. Wir legen auch sehr viel Wert darauf, keine Lebensmittel zu verschwenden und sind bemüht portionsgenau zu kochen. Der Speiseplan unseres diplomierten Diätkochs wird mit dem ärztlichen Leiter des Schulheims besprochen“, so Geschäftsführer Mag. Arnt Buchwald.

habt haben und damit serologisch positiv sind. Das heißt aber nicht gleichzeitig, dass in diesen Betrieben Krankheitsfälle vorkommen. Nur die Schweiz gilt als PRRS frei und möchte es auch gerne bleiben –

das ist aber ein nationales Programm. Bei uns tritt PRRS gewöhnlich als Faktorenerkrankung auf. Wenn wirtschaftliche Schäden im Zusammenhang mit PRRS entstehen werden die Tiere prophylaktisch geimpft.

Schulheim Mäder Im Schulheim Mäder arbeiten die Landes­sonderschule Mäder und der Verein „Arbeitskreis für körperbehinderte Kinder

Vorarlbergs“ unter einem Dach eng zusammen. In der Kantine und beim Jausenbuffet wird besonders darauf geachtet, dass die Kinder und Mitarbeiter des Hauses mit gesundem, ausgewogenem Essen versorgt werden. Deshalb werden – wann immer möglich – Produkte von regionalen Produzenten einge-

Entwarnung! Letzte Woche wurden die heimischen Bauern und Konsumenten durch einen vermeintlichen Ausbruch der Schweinpest in der Schweiz aufgeschreckt. Es konnte aber rasch Entwarnung gegeben werden. Weder in der Schweiz noch bei uns war die Schweinepest ausgebrochen. Es handelte sich um Fälle von PRRS Erkrankungen auf einem Schweizer Betrieb in Appenzell/Innerrhoden. Dazu Landesveterinär Dr. Norbert Greber: „Bei der PRRS handelt es sich um eine eigenständige Viruserkrankung, die Nichts

mit Schweinepest zu tun hat. Schweinepest wird durch ein anderes Virus ausgelöst und ist eine anzeigepflichtige Erkrankung! Es gibt dort auch behördliche Maßnahmen wie Bestandssperre und Keulung! Eine Schutzimpfung oder Behandlung der Tiere ist verboten! Die PRRS ist nicht anzeigepflichtig, viele Betriebe leben damit und wenn es klinische Fälle und Verluste gibt, begegnet man dem mit einem Impfprogramm!

Krankheit heilbar Die PRRS kommt weltweit vor, in Österreich nimmt man an, dass 60 Prozent der Zuchtbetriebe schon Viruskontakt ge-

Landesveterinär Dr. Norbert Greber konnte die Situation rasch aufklären und Entwarnung geben.


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UNSER LÄNDLE

Gemeinsam erfolgreich Genossenschaften / Im Kooperieren liegt die Zukunft

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oft von Zusammenarbeit und Kooperation gesprochen. Diese Ziele können unter anderem durch Genossenschaften unterstützt und auch erreicht werden.“

Erfolgreiche Genossenschaften im Land

Genossenschaften / Sich gemeinsam den Aufgaben zu stellen ist ein bewährtes Modell, das gerade im regionalen Raum großes Zukunftspotenzial hat.

Genossenschaften sind im Trend. Doch schlummert im landwirtschaftlichen Bereich (in dem der genossenschaftliche Gedanke auch geboren wurde) und vor allem bei erneuerbaren Energien noch viel Potenzial. Aufwachen im geschindelten Holzhaus, das von der Biomasse-Fernwärme beheizt wird, zum Frühstück die Brötchen vom Genossenschaftsbäcker, Milch und Käse von Vorarlbergmilch oder Sennereigenossenschaften, auf dem Weg zur

Arbeit noch bei der Raiffeisenbank Geld geholt, abends zum Friseur oder ein FeierabendBier von Frastanzer – für viele Menschen ist jeder Tag auch ein Genossenschaftstag. Nicht zuletzt das ablaufende internationale Jahr der Genossenschaften hat dafür gesorgt, dass dies auch immer bewusster wahrgenommen wird. Dass Genossenschaften schon jetzt eine bedeutende Rolle im wirtschaftlichen und sozialen Gefüge spielen, zeigen schon die Statistiken: Laut Schätzungen der UNO findet fast die halbe Weltbevölkerung ihre

Rita Bertolini stellt im Buch zahlreiche Beispiele für regionale Kooperationen vom Brotbacken bis zur Schindelerzeugung vor.

Nahrungsgrundlage in Kooperativen und allein in Österreich gibt es 3,3 Millionen Genossenschaftsmitglieder.

Krisensicheres Geschäftsmodell Vor allem hat sich das genossenschaftliche Geschäftsmodell gegenüber anderen als sehr krisensicher herausgestellt. Im Jahr 2009 – während der Finanzkrise – sind beispielsweise in Deutschland lediglich 0,1 Prozent der Genossenschaften in die Insolvenz gegangen. Das war die niedrigste Quote, während bei den GmbHs der Wert sechsmal höher lag. Der Grund dafür: Bei Genossenschaften wird solide gearbeitet und langfristig geplant. „Genossenschaften sind die marktwirtschaftliche Antwort auf blindes Gewinnstreben und negative Auswüchse des Marktes. Genossenschaften stehen für Bodenständigkeit, Transparenz sowie demokratisches und nachhaltiges Wirtschaften“, erklärt auch Dr. Jürgen Kessler, Leiter des Revisionsverbandes der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. In der Strategie 2020 für die Vorarlberger Landwirtschaft (Ökoland Vorarlberg – regional und fair) wird sehr

Trotzdem gibt es auch bei uns für den Gedanken der solidarischen Selbsthilfe noch Luft nach oben. Obwohl Potenzial vorhanden ist, wird die Genossenschaft als mögliche Rechtsform viel zu selten wahrgenommen. Menschen, die sich zu Kooperativen zusammenschließen, können Felder, Dorfläden, Landgasthöfe und vieles mehr übernehmen und erfolgreich fortführen. Erfolgreiche Beispiele gefällig? Das Projekt „Allmeinde Vorarlberg“ der Autorin Rita Bertolini (auf Initiative der Vorarlberger Raiffeisenbanken) stellt nicht nur 30 heimische Genossenschaften vor, sondern auch die Entstehung und Bedeutung des Systems bei uns im Land. Dem Buch liegt auch eine 45-minütige Dokumentation auf DVD bei, in der die Geschichte und Zukunft der Genossenschaften betrachtet wird und die Zeitzeugen sowie Vorarlberger Genossenschafter zu Wort kommen.

Rita Bertolini: „Allmeinde Vorarlberg” Bregenz, Bertolini Verlag 2012, 18x24cm, Hardcover, 416 Seiten, ca. 450 Farbabbildungen, ISBN 978-3-9502706-2-4 Dem Buch liegt ein Film von Frank Mätzler bei. www.allmeindevorarlberg.at Seit Oktober 2012 im Buchhandel.


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Bildung mit Weitblick Weitblick für mehr für mehr Lebensqualität

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UNSER LÄNDLE

BIO AUSTRIA Vorarlberg ist ein Verein zur Förderung des Biolandbaus und seinen Mitgliedern in Vorarlberg. Bio Vorarlberg reg.Gen.mbH ist eine Genossenschaft mit dem Ziel der Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten zur Sicherung der kleinbäuerlichen biologischen Landwirtschaft. Unser Ziel ist es, eine Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln und den nachhaltigen Schutz der Umwelt zu gewährleisten.

Lebensqualität

Gemeinsam suchen wir eine/n neue/n engagierte/n

Geschäftsführer/in Ihr Wissen wächst

Gute Hygienepraxis Hygiene ist in Betrieben, die Lebensmittel produzieren und verarbeiten, unumgänglich. Sie umfasst jene Maßnahmen, die der Herstellung gesundheitlich unbedenklicher Lebensmittel dienen. Im Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz werden auch regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern, die in der Lebensmittelproduktion oder im -vertrieb tätig sind, gefordert. Diese Fortbildungsveranstaltung, in Zusammenarbeit mit der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH sowie dem Verein „vom Ländle Bur”, ist für direkt vermarktende Bäuerinnen und Bauern, Mitarbeiter/-innen von Betrieben, die in der Lebensmittelproduktion, -verarbeitung oder im -vertrieb tätig sind, sowie für Bäcker/-innen oder Metzger/-innen gedacht. Inhalte dieses Informationsnachmittages: Rechtliche Grundlagen, Mikrobiologie, Schädlinge, Personal- und Betriebshygiene, Reinigung und Desinfektion. Termin: Montag, 21. Jänner, 14:00 bis 17:00 Uhr, BSBZ Hohenems Referenten: Othmar Bereuter (Landwirtschaftskammer Vorarlberg), Elke Gander (Lebensmittelsicherheit und -kontrolle)

Erfolg im Newsletter-Marketing In diesem Workshop lernen Sie, wie der Newsletter zu Ihrem persönlichen Erfolg im Unternehmen und Verein werden kann. Sie erfahren die gesetzlichen Rahmenbedingungen, warum Qualität wichtiger als Quantität ist und wie Sie erreichen, dass Ihr Newsletter-E-Mail zu gern gesehener Post im Posteingang wird. Termin: 24. und 31. Jänner sowie 14. und 21. Februar 2013, jeweils 19:30 bis 22:00 Uhr, Medienhaus Vorarlberg, Schwarzach Referent: Dietmar Hohn

Ihre Hauptaufgaben: • Konzepterstellung; Jahresplanung und Budget • Ressourceneinsatz (Personal, Finanzen) steuern • Entscheidungen für den Vorstand vorbereiten und Ergebnisse umsetzen • Öffentlichkeitsarbeit – Professioneller Außenauftritt • Bundesweite Abstimmung und Umsetzung der Verbandsarbeit • Vermarktung von Vorarlberger Bio Produkten Ihre ideale Qualifikation: • Kaufmännische Ausbildung • Führungserfahrung erwünscht • Grundkenntnisse der Struktur des Biolandbaus in Vorarlberg • Netzwerkverständnis • Kommunikations- und Konfliktfähigkeit

Diese Stelle bietet ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeiten mit dem Ziel einer natürlichen Gesellschaftsentwicklung. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Kontaktieren Sie uns unter T 05574/53753 oder senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an E vorarlberg@bio-austria.at

Schenken Sie Bildung und Wissen!

Weiteres Veranstaltungsprogramm Produktkennzeichnung und -etikettierung Termin: Montag, 18. Februar, 14:00 bis 17:30 Uhr Referenten: Othmar Bereuter, Harald Siegl Erfolg mit Newsletter-Marketing Starttermin: Donnerstag, 24. Jänner, 19:30 bis 22:00 Uhr Referent: Dietmar Hohn Chemie auf Ihrem Teller Termin: Donnerstag, 24. Jänner, 20:00 bis 22:30 Uhr Referent: Angelika Kirchmaier

Nähere Informationen und Anmeldung: Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, T 05574/400-191, E lfi@lk-vbg.at, www.lfi.at /vbg

Weihnachten rückt immer näher und Sie haben noch kein Geschenk? – Schenken Sie Ihren Lieben Bildung und Wissen! Zu jedem LFI-Bildungsgutschein bekommen Sie als besonderes Extra noch ein LFI-Weihnachts­package dazu.


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UNSER LÄNDLE

Rätsel 599

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RÄTSEL Schreiben Sie nach dem Lösen des Rätsels die Buchstaben der Ziffernfelder zur selben Stelle in die Kästchenreihe. Wenn alles stimmt, entsteht eine Disziplin im Pferdesport. ein Lamm, das noch Muttermilch aufnimmt abgeschmeckt (Speisen) Raummeter, Abkürzung

Eingang zu einer botanischen Anlage

2

Hauptstadt Faulaffe der Baha20. Letter mas im ABC

entsteinte, getrocknete Pflaume, Mz.

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Übrigens ... ... hat es in den letzten Tagen unser ganzes Land vom Piz Buin bis zum Bodensee mit Schnee zugedeckt. Eigentlich schön, wenn so vor Weihnachten die ganze Natur in Weiß erstrahlt. Mich hat es auch gefreut, als Anfang Dezember der Schnee kam und die Arbeit draußen zudeckte. Aber anstatt die Winterruhe am Kachelofen genießen zu können, hieß es heuer leider sofort wieder arbeiten, arbeiten – nämlich den ganzen Tag Schnee räumen... meint euer „Dängelema“

flach, planiert

Initialen d. US- Mimen und Regisseurs Allen

Straße, französisch Werkzeug, Mehrzahl

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Branntwein aus Melasse oder Zuckerrohrsaft

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im Wald Aminosäure, Abk.

die, italienisch Rabenvogel, Mehrz.

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Zn. f. Neon Israels größte Hafenstadt

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Die Lösung ergibt eine Disziplin im Pferdesport. (Auflösung in der nächsten Ausgabe)

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um die Vorarlberger Landwirtschaft und vieles mehr.

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Impressum

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T 05574/400-441 F 05574/400-600 Druck: Russmedia Verlag GmbH

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Bereits zum zwölften Mal in Folge wurde das Championat in Dornbirn durchgeführt. Mit teil

Ausschusssitzung

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Am 15. November erfolgt eine Vorschusszahlung an die ÖPULund AZ-Antragsteller, sofern die Vor-Ort-Kontrolle eingearbeitet ist.

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Auszahlungen

Der Ausschuss für Viehwirtschaft befürwortet die geplante Zusammenführung der Rinder. zuchtverbände. berg

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Verleger und Sitz der Redaktion:

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abonnement von „Unser Ländle“? Mit unserer Wochenzeitung erfahren Freunde der heimischen Land- und Forstwirtschaft Interessantes, Nützliches und NeuDie Champions es rund um die Themen Viehzucht, Pflanzenbau, Lebensmittel, Gartenbau, Forst, Bildung, etc. 9 3 ung Die Zeitung erscheint wöchentlich bis r h Fü auf die Sommermonate Juli und August. eue N Da haben die Leser das Vergnügen nur alle 16 14 Tage. Wenn Sie also für jemanden, der sich für die heimische Land- und Forstwirt4 schaft interessiert, ein nützliches Geschenk suchen, liegen Sie mit einem „Ländle“ JahresTag de s Apfe abo um EUR 35,– genau richtig. ls Weitere Infos erhalten Sie bei der Landwirtschaftskammer 3 Vorarlberg, Öffentlichkeitsarbeit, Christine Stadelmann unter 9 T 05574/400-441 oder E presse­@lk-vbg.at. .1 1.

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Herausgeber, Medieninhaber,

Mitteilungen der Landwirt schaftskammer Vorarlberg | Ausgabe 16.11.2012 | Nr. 46 | 78. Jahrgang

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„Unser Ländle“– Geschenksidee In zehn Tagen ist Weihnachten. Wer noch nicht alle Geschenke hat, dem können wir helfen.

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Aktuelles und Interessantes rund ADAM

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Auf unserer Homepage finden Sie 12

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www.diekammer.info

Abkürzung Rankengefür eine wächs Himmelsrichtung

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Anzeigen: MEDIA TEAM Gesellschaft m.b.H., Interpark Focus 3, 6832 Röthis T 05523/52392, F DW 9 Abonnement:

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In Zwisch Woche enwasser tag rund 80 ten Thema Experte letzte „Dö gung und rfliche Nah n zum ver Lebens qualitä sort“.

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Christine Stadelmann T 05574/400-441 F 05574/400-600 zwisc hend urch.

E presse@lk-vbg.at Jahres-Abo: EUR 35,–


Freitag, 14. Dezember 2012

Wochentermine Landjugend Vorarlberg Junglandwirtetagung Samstag, 15. Dezember, 9:00 bis 13:00 Uhr, BSBZ Hohenems Anmeldungen und Infos beim LFI Vorarlberg T 05574/400-191

Leiblachtal

Freitag, 25. Jänner 1552 | Tiertransportschulung Samstag, 26. Jänner 1408 | Großrahmige oder kleinrahmige Rassen Samstag, 2. Februar 1539 | Marmeladeherstellung Infos und Anmeldung Im LFI Vorarlberg unter I www.lfi.at/vbg, E lfi@lk-vbg.at oder T 05574/400-191

Bauernadvent Samstag, 15. Dezember, 16:00 Uhr – Familie Rietzler, Im Dorf 4, Übersaxen

Weihnachtsfeier Sonntag, 16. Dezember, 14:00 Uhr Herz Jesu Heim, Lochau

Samstag, 15. Dezember, 15:30 Uhr – Flötzerhof, Familie Hörfarter, Frickenescherweg 14, Wolfurt

Klostertal

Sonntag, 16. Dezember, 14:00 Uhr – Bickel’s Mostschenke, Unterkirchdorfstraße 3, Laterns Sonntag, 16. Dezember, 18:30 Uhr – Helgas Lädele, Familie Tschabrun, Kirchplatz 7, Frastanz

Nachtrodeln mit Hüttngaudi in der Brunella Donnerstag, 27. Dezember, 17:30 Uhr, Garfrescha, St. Gallenkirch Anmeldungen bei Martina T 0650/4157731

SVB-Sprechtage Blons: Dienstag, 18. Dezember 10:00 bis 11:00 Uhr, Gemeindeamt, 1. Stock, Bücherei Schruns: Dienstag, 18. Dezember, 14:00 bis 15:30 Uhr, Gemeindeamt, Erdgeschoss Egg: Mittwoch, 19. Dezember, 9:00 bis 10:30 Uhr, Gemeindeamt, 1. Stock Schoppernau: Mittwoch, 19. Dezember, 13:30 bis 14:30 Uhr, Gemeindeamt, 1. Stock Kleinwalsertal: Donnerstag, 20. Dezember, 9:30 bis 11:00 Uhr, Gemeindeamt Riezlern, Erdgeschoss. Damit konkrete Auskünfte gegeben werden können, bitte vorher anrufen unter T 05574/4924, damit der entsprechende Akt mitgenommen werden kann.

LFI Erwachsenenbildung Montag, 21. Jänner 1383 | Gute Hygienepraxis Mittwoch, 23. Jänner 1504 | Mostverkostertraining Donnerstag, 24. Jänner 1353 | Erfolg im NewsletterMarketing Donnerstag, 24. Jänner 1522 | Chemie auf Ihrem Teller? Donnerstag, 24. Jänner 1528 | Sind teure Produkte wirklich besser? Freitag, 25. Jänner 1433 | Mein Betriebskonzept

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UNSER LÄNDLE

Nähere Informationen unter www.laendle.at

Holstein-Friesianzüchter Demnächst werden wiederum Herdebuchbewertungen durchgeführt. Wer Tiere einstufen bzw. nachbewerten lassen will, möge sich bitte umgehend in der Geschäftsstelle unter T 05574/42368-12 melden

Tasche mit ­ Botschaft! Eine Geschenksidee bietet die Bäuerinnenorganisation an. Es gibt eine schöne und vor allem hochwertig verarbeitete Stofftragetasche im Angebot. Die Tasche wurde nach den Vorstellungen der Bäuerinnenorganisation und der Landwirtschaftskammer designt und von der Firma Übelhör, Höchst angefertigt. Zum Preis von EUR 5,– kann die belastbare und in zwei Farbkombinationen erhältliche Tragetasche bei der Bäuerinnenorganisation, Andrea Huber unter T 05574/400-110 bestellt werden. Ein langlebiges Geschenk mit Botschaft!

Milchquotenzuteilung Milchanlieferung / Quote wird um ein Prozent aufgestockt Österreich stehen für das Milchwirtschaftsjahr 2012/2013 30.000 Tonnen zusätzliche Quoten für Lieferungen zur Verfügung. Die entsprechende Milchquotenzuteilungsverordnung 2012 wurde durch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich unterzeichnet und sieht eine Zuteilung von ca. einem Prozent auf die einzelbetriebliche Quote für Lieferungen aus der nationalen Reserve vor, während eine Mindestzuteilungsmenge von 100 Kilogramm Quote für Lieferungen festgelegt ist. Grundvoraussetzung für die Zuteilung 2012/2013 ist ein Mehrfachantrag Flächen 2012. „Bei allen Milcherzeugern, welche die rechtlichen Voraussetzungen erfüllen und einen Mehrfachantrag Flächen 2012 abgegeben haben, erfolgt die Zuteilung antragslos“, informiert Günter Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der Agrarmarkt Austria (AMA). Weitere Bedingungen für eine Zuteilung 2012/2013 sind: Der Betrieb muss zum 1. April 2012 über eine Quote verfügen, im Jahr 2011/2012 Milch an einen Käufer geliefert haben und darf keine Übertragung von Milchquoten (A-Quote oder D-Quote) im Wege der Handelbarkeit (§ 8 MQuV 2007) als abgebender Betriebsinhaber angezeigt haben. Die Zustellung des Zuteilungsbescheids an die Milcherzeuger erfolgt bis Mitte Jänner 2013.

Leasing bis Ende Dezember möglich Eine zeitweilige Übertragung (Quotenleasing) muss für das laufende Quotenjahr bis spätestens 31. Dezember beim zuständigen Abnehmer (Käufer) angezeigt werden.

Quotenumwandlung Nicht genutzte D-Quoten können – bei entsprechender Begründung des Rückganges in

der Direktvermarktung – in A-Quote umgewandelt werden. Anträge auf Umwandlung sind für das laufende Quotenjahr ebenfalls bis 31. Dezember bei der AMA zu stellen. Dazu ist das von der AMA aufgelegte Formular zu verwenden, das vom jeweils zuständigen Abnehmer (Käufer) bestätigt werden muss. Das Formular ist auch auf der AMA-Homepage abrufbar unter Formulare / Milch- und Milchprodukte / Milchquoten.

Quotenverfall Ein Milcherzeuger muss seine Quote nutzen, um weiterhin über sie verfügen zu können. Bei Nichtnutzung während zwei aufeinanderfolgender Quotenjahre verfällt die Quote in die nationale Reserve. Betriebe, deren Quote in die nationale Reserve verfallen ist, können bei der AMA schriftlich um Wiederzuteilung ansuchen. Der Antrag auf Wiederzuteilung ist formlos möglich und muss spätestens bis 31. Dezember des auf den Verfall folgenden zweiten Quotenjahres schriftlich bei der AMA gestellt werden.

Öffnungszeiten der Tierkennzeichnungsstelle während der Weihnachtsfeiertage und zum Jahreswechsel: Die Tierkennzeichnungsstelle ist am 24. und 31. Dezember ganztags geschlossen. An allen anderen Werktagen erreichen Sie uns zu den üblichen Öffnungszeiten. Dringende Tierkennzeichnungsmeldungen können außerhalb unserer Bürozeiten über das Internet direkt an die AMA-Datenbank (www.eama.at) oder per Fax an die TKZ-Stelle der Landwirtschaftskammer übermittelt werden (F 05574/400 - 600). Das Fax-Übertragungsdatum wird bei der Erfassung der Tierkennzeichnungsmeldungen als Meldedatum berücksichtigt.


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UNSER LÄNDLE

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Marktbericht

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Totvermarktung Rinder, Kälber

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Wurststier

2,91 - 3,69

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3,80 - 3,98

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3,76 - 3,94

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60

1,90

2,15

1,83

59

1,87

2,12

1,80

58

1,83

2,08

4,85

57

1,79

2,04

1,76 1,72

3,55

--

56

1,70

1,99

1,67

--

--

55

1,65

1,94

1,62

54

1,61

1,61

1,58

Klasse E

Bio Ländle MetzgSchwein3 Vorarlberg

O 2-3

3,49 - 3,67

3,60

Wurstkalbinnen Kühe U 1-4

2,74 - 3,44 2,34 - 2,90

3,03 -

R 1-4

2,27 - 2,83

-

53

1,57

1,57

1,54

O 1-4

2,12 - 2,68

2,46

52

1,54

1,54

1,51

P 1-4

1,97 - 2,53

2,25

51

1,51

1,51

1,48

E

5,98 - 6,42

-

50

1,49

1,49

1,46

U

5,83 - 6,27

6,30

Klasse R

49 u. weniger

1,48

1,48

1,45

R

5,68 - 6,12

6,05

O2

5,48 - 5,92

5,80

Zuchtsauen

3,80 - 4,70

-

--

1,44

Kälber

Wurstkälber *) **)

wie efef

Klasse U

von

bis

1,41

1,47

1) inklusive Vorleistungskosten i.H. v. 10 Cent (Anlieferung, Partienbildung) 2) Muskelfleischanteil 3) Für Lieferanten mit Erfüllung der Ländle-Metzg-Schwein-Kriterien.

Bio Vorarlberger Weiderind, Kalbinnen und Ochsen bis 24 Monate Bio Freilandbeef bis 1 Jahr

Lebendvermarktung Einstellrinder Salzburg männlich 210–250 kg 2,23 – 3,18

Ferkelpreis pro Kilogramm LG

weiblich 210–250 kg 1,65 – 2,55

Kreuzungsferkel (bis 25 kg)

Rasse

pro kg LG

von - bis

Ø

Braunvieh männlich

1,20 - 1,70

-

-

Braunvieh weiblich

bis 0,90

-

-

Belgierkreuzungen männlich

4,20 - 5,00

-

-

Belgierkreuzungen weiblich

3,00 - 3,30

-

-

sonstige Kreuzungen männlich sonstige Kreuzungen weiblich Fleckvieh männlich

2,00 - 2,50 1,80 - 2,20 -

-

-

-

-

-

50,00 - 100,00

-

-

80,00 - 140,00

-

-

Fleckvieh weiblich Holstein männlich/Stück (45-55 kg) Holstein männlich/Stück (55-90 kg)

Holzmarkt (Dezember 2012)

Versteigerung Dornbirn am

Kälber LVV (Preise ohne MwSt. frei ab Hof)

Stärkeklasse Fi 3a+, Blochholz Fi 2a+, Schwachnutzholz Ta 3a+, Blochholz

Qualität B B/C B

Preis in EUR (exkl. MwSt.) 94,– bis 100,– 92,– bis 95,– 80,– bis 88,–

Preisangaben: Durchschnittspreise, FMO (Festmeter in Rinde angeliefert, ohne Rinde ­gemessen und verrechnet), exkl. MwSt (+12% bei pauschalierten LW+FW), frei Straße Markttelegramm: Nachfrage weiter gegeben, gute Konditionen der Holzvermarktungsorganisationen nutzen, Durchschnittserlöse über alle Sortimente und inkl.- und exkl.Preise beachten! Weitere Infos: Fachbereich Forst, LK Vorarlberg, T 05574/400-461 oder 0664/6025919461, E edgar.haefele@lk-vbg.at, www.waldverband.at Brennholz nach Qualitätssiegel / Preise 2012 „Ofenholz“ und „Holzschnitzel“ (in EUR, inkl. MwSt) Ofenholz Weichholz ofentrocken 50 cm pro rm 68,– Ofenholz Hartholz ofentrocken 50 cm pro rm 98,– Waldholzschnitzel, fein Fi/Ta > w 30 pro srm 29,– (exkl. MwSt) Infotelefon: 05574/400-462, www.ofen-holz.at

Entwicklung Schweinepreis efef QF, Klasse S, 60 % MFA

Entwicklung Kälberpreis efef Klasse R

Entwicklung Stierpreis efef R 2/3

2,50 - 2,65

2,2

4,2

2,1

6,1 2

6

Euro/kg

Euro/kg

3,8

3,6

5,9

1,9

5,8

1,8

Euro/kg

4

5,7 5,6

1,7

1,6

5,5 3,4

1,5

5,4 1,4

5,3

3,2

5,2

1,3

5,1

3 KW 41

KW 42

KW 43

KW 44

KW 45

Wochen

KW 46

KW 47

KW 48

2011

KW 49

KW 50

2012

KW 41

KW 42

KW 43

KW 44

KW 45 Wochen

KW 46

KW 47

KW 48 2011

KW 49

KW 50 2012

1,2 KW 41

KW 42

KW 43

KW 44

KW 45

KW 46

Wochen

KW 47

KW 48

2011

KW 49

KW 50

2012


Freitag, 14. Dezember 2012

UNSER LÄNDLE

17

Vorarlberger Kühe bei der Europaschau Erfolge der Österreicher Abt.11 (14 Kühe) 7. JOLDEN „Jamaika“ von Hubert Egger, Tirol Abt.12 (14 Kühe) 7. VIGOR „Lupine“ von Christine und Manfred Feuerstein, Vorarlberg Abt.13 (15 Kühe) 11. ZASTER „Fee“ von Gebrüder Voppichler, Vorarlberg Abt.16 (14 Kühe) 8. GIGANT „Blanka“ von Richard und Marianne Gmeiner, Vorarlberg 11. ETVEI „Flosse“ von Gebrüder Voppichler, Vorarlberg Abt.17 (14 Kühe) 5. STUWARD „Cindy“ von Michael Kegele, Vorarlberg 6. PRUNKI „Erna“ von Christian Fehr, Vorarlberg Abt.20 (15 Kühe) 4. PRUNKI „Julia“ von Richard Lins, Vorarlberg 13. JETWAY „Jolanda“ von Hansjörg Schneeberger, Tirol Abt.22 (14 Kühe) 7. PRELUDE „Heidi“ von Lorenz Bickel, Vorarlberg Abt.23 (15 Kühe) 3. und Eutersieg EROS „Gina“ von Joachim Dobler, Vorarlberg 13. JOLT „Renate“ von Richard und Marianne Gmeiner, Vorarlberg Abt.24 (14 Kühe) 3. STARBUCK „Sissi“ von Heinz Kuen, Tirol 5. PRESIDENT „Simone“ von Hubert Egger, Tirol 8. STARDUST „Tina” von Martin Elsensohn, Vorarlberg

Ein beeindruckendes Bild boten die österreichischen Kühe am Samstag auf der Europaschau in St. Gallen. 15 Spitzenkühe aus Tirol (4) und Vorarlberg (11) vertraten Österreich bei der Europaschau anlässlich der 9. Weltkonferenz der Braunviehzüchter. Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche begann die 9. Weltkonferenz der Braunviehzüchter mit einer Fülle von Vorträgen über die Braunviehzucht in den einzelnen Ländern der Welt und die neusten Ergebnisse der genomischen Zuchtwertschätzung. Freitag Abend startete dann der erste Teil der Bruna 2012 mit den Kalbinnen und Jungrindern. Für die Jungzüchter aus den Mitgliedsländern gab es einen Jungpreisrichter-Wettbewerb. Vorarlberg war durch Wernfried Nesensohn vertreten. Am Samstag wurden die Kuhklassen in 24 Abteilungen gereiht. Die zahlreichen Besucher aus Vorarlberg waren begeistert von der Präsentation der Tiere und warteten gespannt auf die einzelnen Entscheidungen. Alle ausgestellten Kühe landeten meist im Mittelfeld und wurden vom Team Austria ausgezeichnet vorgeführt. Eros GINA von Joachim Dobler erreichte Platz drei und wurde Eutersiegerin in der Abteilung

Bruna 2012 in St. Gallen / Die österreichische Gruppe im Stall. Ganz rechts Etvei „Flosse“ von den Gebrüdern Voppichler, daneben Eutersiegerin Eros „Gina“ von Joachim Dobler.

23 und war somit beste Vertreterin der Vorarlberger Kühe. Beim Länderwettbewerb waren für Österreich die bestplatzierten Kühe der Einzelabteilungen im Schauring. Prunki JONDA von Richard Lins, Stu-

ward K.S.SINDY von Michael Kegele und Eros GINA von Joachim Dobler haben unser Land beim Länderwettbewerb vertreten. Sie erreichten hinter der Schweiz und Deutschland den dritten Rang.


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UNSER LÄNDLE

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Hoffnung im Slum Rostige Wellbleche, eng an eng gebaut, keine Straßen, keine Strommasten, kein Grün – das ist das Bild von Kiberas, dem größten Slum in Nairobi. Durch die ohnehin schon engen Pfade ziehen sich offene Abwassergraben und Pfützen, in denen mehr Müll als Wasser schwimmt. Die Lebensbedingungen sind katastrophal. Unhygienische und beengte Verhältnisse führen in den Elendsvierteln zu Krankheiten und Epidemien. Jedes dritte Kind wird in einem dieser Slums groß, oft unterernährt, ohne Zugang zu Schulen und Gesundheitsversorgung. Viele Kinder sind allein unterwegs, leben als Lumpensammler oder Schuhputzer auf der Straße, werden missbraucht oder verkauft. Im Straßenkinderprojekt „Amani“ in Nairobi, Kenia, werden die Bedürfnisse und Rechte der Kinder wahrgenommen. Die Kinder bekommen drei Mahlzeiten am Tag, medizinische Betreuung und die Möglichkeit, den Teufelskreis der Armut durch Bildung zu durchbrechen. Doch neben diesen materiellen Bedürfnissen erhalten die Kinder vor allem menschliche Wärme, Fürsorge und Wertschätzung.

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UNSER LÄNDLE

Die Sicherung von Menschenrechten wie Bildung, Ernährung, Trinkwasserversorgung und Gesundheit sind die Ziele von "Bruder und Schwester in Not". Mit Ihrer Unterstützung schenken Sie nicht nur den Kindern im Straßenkinderprojekt „Amani“ wieder Hoffnung sondern unterstützen auch unsere anderen Hilfsprojekte wie z.B. das Waisenhaus in Katete, Malawi, Brunnenprojekte in Burkina Faso, Selbsthilfeprojekte für Frauen in Kerala, Indien, und das medizinische Grundversorgungsprojekt in Malambo, Malawi. Wenn Sie uns unterstützen möchten, erreicht uns Ihre Spende auf dem Konto der Sparkasse Feldkirch (BLZ 20604), Konto Nr. 35600, IBAN AT23 2060 4000 0003 5600, BIC: SPFKAT2BXX. Ihre Spende ist beim Finanzamt absetzbar. Vielen herzlichen Dank. Mag. Markus Fröhlich Coordinator "Bruder und Schwester in Not"

STELLEN Engagierte LandwirtschaftsmeisterIn für den Agrarmarkt gesucht. www.Landwirtschaftsmeister.at, Tel. 0664 9971180 Sennpersonal für 2013 auf Gr. Walsertaler Alpe gesucht. Tel. 0664 1419982


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Von Freeride- Profis lernen Pulverschnee und unberührte Hänge abseits der Pisten: verlockende Aussichten für Snowboarder und Freeskier. Und so mancher stürzt sich ins Vergnügen ohne an die Gefahren zu denken. Wer im freien Gelände (Backcountry) unterwegs ist, muss sich eines immer vor Augen halten: Ein Risiko besteht immer. Wie man dieses allerdings bestmöglich minimiert, wird den Teilnehmer/-innen der Freeride-Safety-Camps beigebracht. Boarder und Freeskier haben hier nämlich die Möglichkeit, von Ski- und Snowboardprofis zu lernen. Die von Tom Kuster geleiteten Freeride-Safety-Camps erfreuen sich großer Beliebtheit. ,,Bei den Camps können Jugendliche ab 14 Jahren teilnehmen”, sagt Kuster. Am 11. Jänner geht das nächste Camp der Wintersaison 2012/13 in Mellau-Damüls über die Bühne. Im theoretischen Teil am Freitag Abend erhalten die Teilnehmer/­ -innen vorab Tipps über die Einschätzbarkeit des Risikos abseits der Pisten, Infos zu Wetter- und Schneeverhältnissen, zum Lawinenlagebericht, zur Gruppendynamik und zu den neuesten Trends am Materialsektor. Bekannte Guides aus dem FreerideBereich machen die Camps zum Erlebnis. Für all jene die schon einmal bei einem Camp mit dabei waren, finden am Ende der Saison zwei „Advanced Classic“ Camps statt. Neben dem Aufstieg mit Schneeschuhen, Splitboards und Tourenskis steht die Tourenplanung und die Orientierung im Gelände im Vordergrund. Weitere Infos: www.boardersworld.at sowie www.skiersworld.at

UNSER LÄNDLE

Freitag, 14. Dezember 2012

ÖKR Ludwig Hagspiel

U Verkaufsstart / Das Team vom Sunnahof Tufers freut sich schon auf den Besuch.

Ländle Christbaum Am Mittwoch startete der landesweite Verkauf des echten Ländle Christbaumes. Im Rahmen eines Pressegespräches am Sunnahof Tufers in Göfis, wurden die Vorteile der heimischen Christbäume vorgestellt. Ein Hektar Christbäume verbraucht im Wachstum während zehn Jahren an die 143 Tonnen Kohlendioxid und produziert im selben Zeitraum bis zu 105 Tonnen Sauerstoff. Darüber hinaus wirken sich natürlich die kurzen Transportwege der heimischen Bäume sehr positiv aus. Ein heimischer Baum legt nur wenige bis gar keine Kilometer von der Kultur bis zum Verkaufsort zurück. Jedes Jahr werden etwa zwischen 80.000 und 90.000 Christbäume in Vorarlberg vermarktet. 60 bis 70 Prozent

der Haushalte haben damit einen Christbaum. Aus heimischer Produktion stammen nur etwa 25 Prozent. Sehr erfreulich ist, dass für viele Kunden die heimische Produktion ein wichtiges Kaufkriterium darstellt. Dabei heißt es aufpassen. Die großen Anbieter versuchen zu suggerieren, dass ihre Christbäume aus einer heimischen Produktion stammen. Dabei stammt der Großteil aus Ungarn oder Dänemark. Nur Christbäume, die mit dem Ländle Christbaumstern gekennzeichnet sind, stammen garantiert aus Vorarlberg.

Verkaufsstellen Die Vorarlberger Produzenten bieten ihre Christbäume ab Hof bzw. auch direkt ab der Christbaumkultur an. Die Verkaufsstellen finden Sie unter www.weihnachtsbaum.at

Saisonstart / DI Thomas Ölz (LK Vorarlberg), Mag. Sabrina Zerlauth, (Ländle Marketing) und Thomas Lampert (Sunnahof) präsentierten den Medienvertretern den Ländle Christbaum.

Im Alter von 90 Jahren hat der frühere Vizepräsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer, ÖKR Ludwig Hagspiel, diese Welt verlassen. Damit ist ein angesehener Bauernvertreter von uns gegangen, der in vielen Funktionen für seine Berufsgruppe gewirkt hat. 1970 bis 1983 Abgeordneter zum Nationalrat, 1966 bis 1986 Vizepräsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer und 1974 bis 1989 Vorsitzender der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, Landesstelle Vorarlberg. Das waren seine bedeutendsten Aufgaben neben seinen zahlreichen Funktionen auf regionaler und Gemeindeebene. ÖKR Ludwig Hagspiel blieb trotz höchster Ämter ein Mann der Basis, den Grundsatztreue, Ehrlichkeit und großes Wohlwollen gegenüber den Menschen ausgezeichnet haben. Er war kein Mann der großen Worte, aber ein Mann der Taten, der mit seiner menschlichen Art zu überzeugen wusste. 1983 wurde ihm das große goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Seine besondere Leidenschaft innerhalb der Landwirtschaft galt der Alpwirtschaft. Darüber hinaus engagierte er sich in der Sozialund Familienpolitik mit einem festen Fundament in den christlichen Werten. ÖKR Ludwig Hagspiel führte zusammen mit seiner Gattin Hedwig in Hittisau einen Milchviehbetrieb mit Alpwirtschaft und eigener Alpkäseerzeugung in Balderschwang/D. Fünf Töchtern und zwei Söhnen war er trotz der vielen öffentlichen Verpflichtungen ein fürsorglicher Vater. Wir danken ÖKR Ludwig Hagspiel für seine Verdienste um die Vorarlberger Landwirtschaft.

Unser Laendle KW 50-2012  

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