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Wieder wßteten schwere Hagel­ stßrme. Das Zit­ tern geht weiter.

Pflanzen

Schweine

Rapsanbau

Die Erzeugerge­ meinschaft feierte kßrzlich den 40. Geburtstag.

Ab 20. August soll es losgehen. FrĂźher Anbau bringt Zeitfenster.

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Landwirtschaftliche Seite 4

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Mitteilungen

Seit 1852 die Zeitung der Landeskammer fĂźr Land- und Forstwirtschaft Steiermark

P.b.b. – GZ 02Z032405 M Erscheinungsort Graz, Verlagspostamt 8020 Graz

Ausgabe Nummer 15, Graz, 1. August 2012 Sie finden uns im Internet unter www.lk-stmk.at

Inhalt

meinung ie Landwirtschaft hat ein gutes Image. Neben den Krankenschwestern, Feuerwehrleuten, Piloten, Ă„rzten und Apothekern genieĂ&#x;en die Bauern bei der BevĂślkerung ein hohes Vertrauen. Trotzdem wissen immer weniger Menschen Ăźber das Arbeiten und Wirtschaften auf den HĂśfen Bescheid. Je unklarer die Vorstellungen der Menschen Ăźber die Arbeit auf einem Bauernhof sind, desto eher kommt es zu Irritationen und Missverständnissen. So kann es schon passieren, dass HĂśfe mit ein paar Tausend FreilandhĂźhnern oder ein paar

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Wichtig: Eigentumsschutz  kk

Eigentum Mehr Respekt vor Eigentum: Grund und Boden sind die Grundlagen fßr ein erfolg­ reiches Wirtschaften. Seiten 2, 3

Bauernvertretung und ­Molkereien verlangen vom ­ Handel mit der Preisschleu­ derei ­aufzuhÜren.  Seite 4

Botschaft

ikarus

Preis-Dumping

Ein Anziehungpunkt: Schafe und Lämmer auf Almen. Schafmilch und Fleisch werden immer beliebter

Schafe beweiden den Hauser Kaibling

Hofkarten 7.200 HÜfe bekommen neue Hofkarten. Eine Aktualisie­ rungsdigitalisierung ist somit verpflichtend. Seite 4

Getreidepreise Auf den internationalen BĂśrsen klettern sie in lichte HĂśhen. Heimischer Kassamarkt noch etwas gebremst. Seite 7

Stallbaupreise Wir stellen jene Ställe vor, die mit den Landespreisen fßr tierfreundliches Bauen ausge­ zeichnet wurden.  Seiten 10,11

Terminkalender Die wichtigsten Veranstal­ tungen, Seminare, Kurse und Sprechtage im Steirerland. Seiten 8, 9

Ăźr die Sommertouristen sind sie ein Magnet: die 950 Schafe und Lämmer, die in den Sommermonaten alljähr­ lich den Hauser Kaibling beweiden. Selbst Arthur Moser, GeschäftsfĂźh­ rer der Hauser Kaibling-Seilbahnen ist voll des Lobes: „Durch die Be­ weidung mit Schafen konnten die neu angelegten Pistenflächen gut anwachsen und Erosionen weitge­ hend verhindert werden.“ AuĂ&#x;er­ dem hat sich das Unternehmen bei den Pisten rund 50 Prozent der im Sommer anfallenden Pflegekosten erspart. Moser: „Wir mĂźssen we­

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Erholung vom Pflegealltag

Tierisch gute Futtermittel. www.cornvit.at

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Pflegende AngehÜrige neigen häu­ fig dazu, stets den Pflegling und die Familie in den Vordergrund zu stellen und erst ganz zuletzt an sich selbst zu denken. Die Sozialversi­ cherungsanstalt der Bauern bietet diesen Personen auch heuer, wenn sie bei der SVB kranken- oder pen­ sionsversichert sind, 14-tägige Er­ holungsaufenthalte an. Diese wohl­ verdiente Auszeit nutzen jährlich viele pflegende AngehÜrige aus ganz Österreich und sind sehr zu­ frieden mit dem vielfältigen Pro­ grammangebot. Nähere Informatio­ nen: Tel. 0732/7633-4350.

sentlich seltener schwere Maschi­ nen einsetzen und benĂśtigen weni­ ger DĂźnger.“ Das Beweiden schĂźtzt auĂ&#x;erdem vor dem sogenannten „Matten­ effekt“, der Lawinenabgänge er­ leichtert. „Beweidete Hänge haben kurzes Gras und eine strukturierte Oberfläche, Gras auf unbeweideten steilen Flächen ist lang, knickt und begĂźnstigt Lawinen“, erklärt Sieg­ fried Illmayer, GeschäftsfĂźhrer des steirischen Schaf- und Ziegenzucht­ verbandes. „Almen sind mit Schafen sehr gut zu bewirtschaften. Ein Zuwach­

sen der Almen kann mit ihnen ver­ hindert werden“, sagt auch Walter Schmiedhofer, Obmann des stei­ rischen Schaf- und Ziegenzuchtver­ bandes. AuĂ&#x;erdem sei es sinnvoll, das Futter im Tal den intensiveren Produktionssparten zu Ăźberlassen. Das Beweidungsprojekt auf dem Hauser Kaibling wird auch wissen­ schaftlich begleitet und vom stei­ rischen Schaf- und Ziegenzuchtver­ band forciert. Insgesamt weiden auf steirischen Almen knapp 8.000 Schafe. Der Markt fĂźr Lammfleisch und Milch ist auf Wachstumskurs.

Problemunkraut Ambrosie Pflanzen jetzt ausreiĂ&#x;en oder häckseln etzt besteht noch die letzte MĂśglichkeit, das Problem-­ unkraut Ambrosie erfolg­ reich einzudämmen. Ambrosie oder auch Ragweed ge­ nannt, beginnt bereits zu blĂźhen. Die Ambrosie, ein einjähriges Sa­ menunkraut (jede Pflanze erzeugt 4.000 Samen), wird meist durch Erntegeräte verschleppt. Empfeh­ lenswert ist, Ackerraine jetzt und in Folge alle drei Wochen zu mä­ hen oder zu häckseln, um eine Sa­ menbildung zu verhindern. Die­ se MaĂ&#x;nahme empfiehlt sich auch fĂźr stark befallene Randbereiche in

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Ackerkulturen wie beispielsweise Kßrbisflächen. Abgeerntete Som­ merungen sollte man kurz anwach­ sen lassen und dann die Ambrosie gezielt mit einem Totalherbizid be­ kämpfen. Meldeaufruf 2012: Das Land Stei­ ermark ersucht in den oberstei­ rischen Bezirken sowie in den Be­ zirken Deutschlandsberg, GrazStadt und Umgebung, Hartberg, Voitsberg und Weiz das Ambro­ sie-Vorkommen zu melden. Mel­ dezettel und Merkblätter gibt es in der Gemeinde und Bezirkskammer. Web: www.ambrosie.steiermark.at

Hundert Mastschweinen als Massentierhalter angeprangert werden. Im Nu kĂśnnen sich Gräben auftun, die immer schwerer zu planieren sind. Der Weg aus diesem Dilemma ist Offenheit mit dem Ziel, ein realistisches Bild Ăźber die Agrarwelt zu zeichnen. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Feste wie das Almlamm- oder Rindfleischfest, weil sie wichtige Botschaften transportieren. Und zwar: „Wir Bauern gehen sorgsam mit der Natur und den Tieren um und erzeugen beste und sichere Lebensmittel.“ Ebenso unbezahlbar sind hier die Leistungen der Direktvermarkter, bäuerlichen Vermieter sowie jener Initiativen, die SchĂźlern Einblick in die Landund Forstwirtschaft geben. So kĂśnnen viele die Landwirtschaft kennenlernen wie sie tatsächlich ist, ohne auf die Zerrbilder anderer angewiesen zu sein. Rosemarie Wilhelm

Handelsmarken legen weiter zu Der Ăśsterreichische Lebensmitteleinzelhandel setzt immer mehr auf Handelsmarken. Bei Spar tragen sie mittlerweile 35 Prozent zum Um­ satz bei, bei Billa sind es 20 Pro­ zent. Demnach liegt der Handels­ marken-Anteil bei schnelldrehen­ den Produkten (Nahrungsmittel) in der Alpenrepublik im Schnitt bei mehr als 30 Prozent. Vorreiter sind naturgemäĂ&#x; die Diskonter mit einem Anteil von 65 Prozent, die Konkurrenten Spar und Rewe holen allerdings auf. Hofer hält mit 38% Prozent den grĂśĂ&#x;ten Anteil, gefolgt von Spar (23%), Rewe (21%).


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Landwirtschaftliche Mitteilungen

1. August 2012

kritische ecke Franz Maierhofer Leiter der Rechtsabteilung Landwirtschaftskammer

ie rapid zunehmende Entfremdung der Menschen von der Natur sowie das häufige Nichtübernehmen von Verantwortung zählen zu den Hauptursachen für die weltweite Krise. Immer mehr Menschen – völlig unabhängig vom Ausbildungsgrad – sind ausschließlich auf sich selbst und ihre eigenen Vorteile fokussiert. Ein Beispiel, welches diese Fehlentwicklung verdeutlicht: Verantwortungsträger auf hoher Ebene richten derzeit für unsere vielfältige Kulturlandschaft und die Sicherung der eigenen Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln einen nicht wieder gutzumachenden Schaden an, indem sie ganz bewusst die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern für unser Gemeinwohl verschweigen. In Bausch und Bogen stellen sie diese als privilegierte Berufsgruppe dar, die kaum Steuern zahlt und unberechtigte Vorteile genießt. Damit schaden sie unserem Land massiv. Pauschalurteile sind prinzi-

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Verantwortung piell falsch, gefährlich und verantwortungslos. Die derzeit nicht nur in Diskussionen, sondern auch im Gesetzgebungsbereich eindeutig festzustellende Tendenz, die freie Verfügbarkeit über das Eigentum Schritt für Schritt einzuschränken, wird sich mit Sicherheit negativ auf unser Land auswirken. Was wir brauchen sind Konzepte und Ideen, wie die grundlegenden Ursachen der weltweiten Krise effizient und langfristig bekämpft werden können. Und eines steht fest: Die Bäuerinnen und Bauern sind ein wesentlicher Baustein für die Lösung der anstehenden Herausforderungen. Dazu brauchen sie unter anderem die Absicherung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Eigentumsrechte. Einige Beispiele, die von der Tragweite her nicht gravierend sind, jedoch die Bedeutung von Eigentum, Natur, Logik und Hausverstand aufzeigen sollen: Wenn das Läuten von Kuhglocken und das Krähen von Hähnen in ländlichen Gebieten als unzumutbare Belästigung erklärt wird, so geht die Welt nicht unter, aber es stellt sich unweigerlich die Frage, ob es nicht wichtigere Themen zu lösen gibt. Sachorientierte Lösungen im Sinne des Gemeinwohls sind immer dann möglich, wenn sich alle bemühen alte Denkmuster zu überwinden und das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Dann haben unsere Kinder und Jugendlichen Vorbilder, die ihnen das Übernehmen von Verantwortung für die Gemeinschaft sinnvoll und edel erscheinen lässt. Dafür lohnt es sich gemeinsam zu arbeiten.

Tierschutz in neuen Händen Ab 1.August übernimmt Landesrat Gerhard Kurzmann (FP) die Tierschutzagenden in der Steiermark. Seitingers Bilanz nach neun Jahren: „Es wurden viele Ziele erreicht, al­ lerdings ist der Tierschutz ein sehr emotio­ nales Thema und jeder sieht sich als Experte, wie beim Fußball.“ Wichtig ist es Seitinger, dass eine Harmonisierung der landwirtschaft­ lichen Tierhaltung auf Europa-Ebene durch­ gesetzt und die Bewusstseinsbildung weiter verstärkt an Schulen betrieben wird. Zum un­ befugten Eindringen in Ställe sagt der Lan­ desrat: „Tiere bei ihrer Nachtruhe zu stören, sie zu stressen und dann zu filmen, um damit Bauern zu skandalisieren, ist skandalös.“ Popu­ lismus dieser Art ist zutiefst undemokratisch.

Professionelle und nachhaltige Forst-, Obst- oder Weinwirtschaft ergänzen sich gut mit kleinräumig abgegrenzten Naturprojekten. Die Zukunft liegt, wie immer, im Miteinander

Der Respekt vor Eigentum Bäuerinnen und Bauern sind in jedem Land dieser Erde Gier und Egoismus haben unsere Welt in eine Sackgasse ­gebracht. Umdenken ist erforderlich. „Frag nicht was dein Land für dich tun kann, son­ dern was du für dein Land tun kannst.“ Diese Aussage von J. F. Kennedy aus dem Jahr 1960 ist aktueller denn je. Kennen Sie ein Land auf un­ serer Erde in dem ein breiter allgemeiner Wohlstand besteht und gleichzeitig Eigentum an Grund und Boden ausschließ­ lich in staatlicher Hand ist?

Diese Frage hat tiefe Wurzeln. Ohne Achtung von fremdem Eigentum gibt es keine De­ mokratie, keine Freiheit und keinen Wohlstand. Die Ar­ beit der Bauern auf ihrem ei­ genen Stück Land hat bei uns, und so ist es auch weltweit, für das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft eine fundamentale Bedeutung. Dieser Blickwin­ kel ist vielen Menschen nicht mehr bewusst, weil – vor allem bedingt durch den Wohlstand – Dinge, die selbstverständlich scheinen (gesunde Nahrungs­ mittel, gepflegte Kulturland­ schaft etc.) nicht entsprechend geschätzt werden. Doch meist

verliert der Mensch genau das, was ihm sicher und selbstver­ ständlich erscheint. So könnte uns dies auch mit unserer viel­ fältigen und weltweit nahezu einzigartigen Kulturlandschaft passieren. Bauer sein, und so­ mit das Eigentum an Grund und Boden, ist untrennbar mit der Verantwortung für die nächsten Generationen und für die gesamte Gesellschaft ver­ bunden.

Achtung des Eigentums Die nachhaltige Bewirtschaf­ tung unserer Äcker, Felder und Wälder gibt allen Menschen in unserem Land Geborgenheit,

Sicherheit und eine hohe Le­ bensqualität. So kann zum Bei­ spiel Naturschutz nur funktio­ nieren, wenn die Achtung des Eigentums wieder gestärkt und die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern respektiert und ent­ sprechend honoriert werden. Eigentumsschutz ist nicht Selbstzweck, sondern muss (müsste) im Interesse des Staates liegen! Der Schutz der Natur liegt nicht nur im Inte­ resse der Gesamtbevölkerung, sondern natürlich im Eigen­ interesse aller Bauern. Die­ se sind auch die einzigen Ga­ ranten für einen dauerhaften Naturschutz. Eingriffe in Ei­

Nur einvernehmliche Projekte Aufnahme von Geboten, Verboten und Maßnahmen in die 41 Europaschutzgebietsverordnungen aturschutz fällt nicht mehr allein in die Kompetenz der einzel­ nen EU-Mitgliedsstaaten. Der Großteil der Vorgaben erfolgt durch die Europäische Kom­ mission. Die EU-Behörden überwachen auch die Einhal­ tung der EU-weiten Vorgaben im Bereich des Naturschutzes.

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Europäischer Gerichtshof Vielen von uns ist noch das Urteil zum Europaschutzge­ biet „Niedere Tauern“ durch den Europäischen Gerichtshof in Erinnerung. Es richtet sich gegen die Republik Österrei­ ch mangels ordentlicher Vor­ schreibung von Ge- und Ver­ boten in den einzelnen Schutz­ gebieten. Der Europäische Ge­ richtshof hat in diesem Urteil aus Versehen oder Irrtum dem Land Steiermark damals kein Vertragsverletzungsverfahren aufgrund der Nichtaufnahme von Ge- und Verboten ange­ droht. Nunmehr werden seitens der EU diese Bestimmungen verstärkt eingefordert, sodass das Land Steiermark sicher wieder mit einem Verfahren zu rechnen hat. Es geht um Vorschreibungen von Ge- und Verboten, die den festgelegten Schutzgütern för­ derlich sein sollen. Gebote richten sich an alle Or­ gane der staatlichen Führung

und Durchführung, aber auch an alle Privatpersonen und Un­ ternehmen, die Projekte um­ setzen wollen. Dies gilt dann, wenn es darum geht, öffent­ liche Mittel einzusetzen oder Förderungen zu gewähren. Damit soll erreicht werden, dass sich der Zustand einer be­ stimmten Pflanzen- oder Tier­ art oder eines Lebensraumes für Pflanzen und Tiere nicht verschlechtert beziehungswei­ se bei schlechtem Zustand ei­ ne Verbesserung durch staat­ liche unterstützte Pflegemaß­ nahmen erreicht wird. Es geht um einen Ausgleich zwischen Öffentlichkeit und den betrof­ fenen Grundeigentümern so­ wie um das Erreichen einer erforderlichen Verbesserung durch staatliches Zutun.

Schutzgüter Ziel ist es, für Pflanzen und Tiere die natürlichen Lebens­ bedingungen zu erhalten und zu verbessern und somit die Lebensqualität zu erhöhen. Nun kann sich der Landwirt die Frage stellen, warum ge­ rade er Naturschutzmaßnah­ men auf seinen Flächen ver­ einbaren soll. Wie bei allen öf­ fentlichen Projekten (Straßen, Stromleitungen, Abwasser etc.) oder Dienstleistungen (Schnee­ räumungen, Abfallentsorgung etc.) zahlt zum Teil die Öffent­

lichkeit, da jeder mehr oder we­ niger davon profitiert. Bei Na­ turschutzprojekten ist das ähn­ lich der Fall. Bewirtschaftungs­ einschränkungen und Auflagen werden von der Öffentlichkeit finanziell unterstützt.

Volle Transparenz Diesen Ausgleich wollen auch die künftigen Inhalte der Euro­ paschutzgebietsverordnungen schaffen, wenn es darum geht, Ge- und Verbote vorzuschrei­ ben, um die Schutzgüter zu si­ chern. Derartige Handlungen sollen nur sehr eingeschränkt beziehungsweise dürfen nur gegen einen Ausgleich in Geld durch die öffentliche Hand er­ folgen. Es wird auch Aufgabe der Behörde sein, ihre Ziele in erster Linie, so ist es auch ge­

autor Hofrat Dr. Peter Frank, stellver-

tretender Leiter des Fachreferates für allgemeine Rechtsangelegenheiten der Steiermärkischen Landesregierung. Tel. 0316/8773075

setzlich festgeschrieben, nur durch solche Maßnahmen zu erreichen, wo ein Entgegen­ kommen seitens der Grundei­ gentümer erkennbar ist. Die Methode von Zwangsmaßnah­ men wäre im äußersten Fall nur dann anwendbar, wenn es die letzte Möglichkeit wäre, die Rahmenbedingungen für die Schutzgüter zu sichern.

Eingriffe minimieren Die künftig zu erlassenden Ver­ bote sollen auch Schutz gegen­ über Eingriffen von Dritten, beispielsweise durch Fußgän­ ger, Hundeführer, und der­ gleichen, bieten. Im weitesten Sinne soll die bisher übliche land- und forstwirtschaftliche Nutzung nicht geschmälert werden. Die Sorge um die bi­ ologische Vielfalt ist nicht aus­ schließlich eine Aufgabe des Naturschutzes. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf der Ebene der Ökosysteme, Ar­ ten und Gene, liegt in unserer Verantwortung. Ich bin überzeugt, wenn beide Seiten, Behörden und Grund­ eigentümer, für diese Ziele im offenen und im völlig trans­ parenten Dialog gegenseitiges Verständnis aufbringen und miteinander kooperieren, wird es möglich sein, im gegensei­ tigen Einvernehmen die Zu­ kunft erfolgreich zu gestalten.


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Landwirtschaftliche Mitteilungen

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aus meiner sicht Gerhard Wlodkowski Präsident Landwirtschaftskammer

ie Betroffenheit der steirischen Bauern im Zusammenhang mit Nutzungsauflagen und mit gesetzlichen Eigentumseinschränkungen ist berechtigt und groß. Das gilt für Regelungen im Raumordnungsgesetz wie die Abgabe für nicht verbautes Bauland. Ein weiteres Beispiel ist das Naturschutzgesetz mit überdimensionalen Ausweisungen von Schutzgebieten. Gravierend sind auch die Regelungen im Baugesetz durch das sogar im Nachhinein für bewilligte und bestehende Ställe zusätzliche Auflagen behördlich vorgeschrieben werden können. Nicht zu vergessen sind die Auflagen in den Wasserschutz- und Schongebieten. Diese Beispiele zeigen uns ganz deutlich, welche Konsequenzen zu erwarten sind, wenn die Bewirtschaftung von Grund und Boden vom Staat weiter in diesem Ausmaß behindert und erschwert wird. Diese bedrohliche Tendenz wird mit Sicherheit,

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Auf dem höchsten Stand der Technik produzierende, innovative und bestens ausgebildete Bäuerinnen und Bauern sichern die nachhaltige, regionale Versorgung mit gesunden Nahkinninger (2) rungsmitteln für die gesamte Bevölkerung

ist der Schlüssel zum Erfolg die Basis für eine positive gesellschaftliche Weiterentwicklung gentumsrechte dürfen nur un­ ter Abgeltung der erfolgten Be­ wirtschaftungsauflagen oder Bewirtschaftungseinschrän­ kungen erfolgen. Naturschutzprojekte, die ein­ vernehmlich zwischen dem Staat oder dem Land und den Grundeigentümern verein­ bart werden, sind sinnvoll und sichern die Artenvielfalt. Das Nebeneinander von spe­ zialisierten, auf dem neues­ ten Stand der Technik arbei­ tenden Land- und Forstwirten und extensiv Wirtschaftenden wird immer mehr zur Selbst­ verständlichkeit und stärkt die Position der Land- und Forst­

wirtschaft in der Gesellschaft insgesamt. Nach unzähligen Verhandlungen zwischen der bäuerlichen Interessenvertre­ tung und den verschiedenen Naturschutzbehörden ist es in letzter Zeit aus meiner Sicht zu einer wesentlichen Verbesse­ rung der Zusammenarbeit ge­ kommen.

Interessenvertretung Das Erreichen von gegensei­ tigem Verständnis und verant­ wortungsvoller Kooperation ist und bleibt immer ein hartes Stück Arbeit. So zeigt die Pra­ xis bei der Umsetzung der Eu­ ropaschutzgebiete – deren ge­

nerelle Sinnhaftigkeit und de­ ren Umfang dahingestellt sein soll – Folgendes: Die Behör­ den bemühen sich, wie mit der Landwirtschaftskammer vereinbart, die in den Euro­ paschutzgebietsverordnungen festgelegten Ziele ausschließ­ lich in einvernehmlichen Pro­ jekten zu erreichen. Die kürz­ lich zwischen der Naturschutz­ abteilung des Landes und der Landwirtschaftskammer Stei­ ermark getroffene Vereinba­ rung, dass die Aufnahme von Geboten, Verboten und Maß­ nahmen in die 41 steirischen Europaschutzgebietsverord­ nungen nur nach Rücksprache

mit der Landwirtschaftskam­ mer erfolgt, ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer part­ nerschaftlichen und transpa­ renten Vorgangsweise, die ge­ genseitiges Vertrauen schafft.

Festverwurzelt Die Bäuerinnen und Bauern hüten und sichern einen kost­ baren Schatz – die einzigartige Vielfalt unserer Kulturland­ schaft und die hohe Lebens­ qualität. Es gibt keine andere Chance, als die Menschen da­ für zu sensibilisieren. Manches lernen wir aus Katastrophen, wenig aus Erklärungen. Franz Maierhofer 

Beispiele Für Infrastruktur- und Naturschutzprojekte Blühflächen

Streuobstbau

Biotopholz

Vielfalt

Das gegenseitige Verständ­ nis von Bauern und Imkern ist Grundlage für die Auf­ rechterhaltung einer nachhal­ tigen Partnerschaft. 1.250 Hek­ tar Blühflächen sind ein deut­ liches Signal der Ackerbauern, die positive Weiterentwicklung bestmöglich zu gestalten.

Der klein strukturierte Streu­ obstbau ist ein Markenzeichen der Steiermark. Viele Konsu­ menten schätzen die Absiche­ rung der Arten- und Sorten­ vielfalt. Die Pöllauer Hirsch­ birn-Bauern streben einen eu­ roparechtlich abgesicherten Herkunftsschutz an.

Abgestorbene Bäume im Wald bieten Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Organis­ men. Schon ein paar stehende abgestorbene Bäume sind völ­ lig ausreichend, um dieses Ziel zu erreichen und haben keinen wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Ertrag.

Gemeinsam mit extensiven Be­ trieben sichern auf dem neues­ ten Stand der Technik produ­ zierende land- und forstwirt­ schaftliche Betriebe die eigene regionale Nahrungsmittelver­ sorgung und bieten durch die Erhaltung der Artenvielfalt ein hohes Maß an Biodiversität.

Wasserkraftwerk

Windkraft

Gasleitung

380 kV-Leitung

Die Errichtung von Wasser­ kraftwerken erlebt nach wie vor einen Boom. Die Lan­ deskammer kann in der Bera­ tung auf einen großen Fundus an Verträgen und Abgeltungs­ sätzen zurückgreifen. Wichtig ist eine umfassende rechtliche Prüfung von Verträgen, die Ab­ geltungen beinhalten.

Projektwerber schließen oft Vorverträge mit den Eigentü­ mern ab, um die notwendigen Projektierungsarbeiten durch­ führen zu können. Schon zum Zeitpunkt des Vorvertragsab­ schlusses sollte eine Vertrags­ prüfung erfolgen, um negative Auswirkungen im endgültigen Vertrag zu verhindern.

Großprojekte wie Gashoch­ druckleitungsanlagen bedür­ fen jedenfalls einer einheit­ lichen Vorgehensweise. Die­ se ist mit der Errichtung von Rahmenverträgen gewährlei­ stet. Rechtssicherheit sowie die Gleichbehandlung der Grund­ eigentümer sind oberste Ge­ bote bei Grundablösen.

Die Realisierung von StromAutobahnen ist mit wesent­ lichen Eigentumseingriffen verbunden und stellt eine Wun­ de in der Natur dar. Die Ab­ geltungen werden häufig von Außenstehenden als hoch be­ zeichnet. Bezogen auf den dau­ erhaften Eingriff in die Natur, sind sie absolut gerechtfertigt.

Umdenken wenn nicht rasch ein Umdenken erfolgt, unsere vielfältige und nachhaltige bäuerliche Land- und Forstwirtschaft ernsthaft gefährden. Aus diesem Grund richte appelliere ich an alle Menschen in unserem Land, unabhängig davon, welcher Berufsgruppe sie angehören, und an deren politische Vertreter, den Blick für das Gemeinsame und Realisierbare nicht noch weiter zu verlieren. Unsere europaweit nahezu einzigartig schöne Kulturlandschaft und die Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln kann nur gesichert werden, wenn die Verantwortung für die Bewirtschaftung unseres Landes wieder stärker dort angesiedelt wird, wo sie hingehört: Nämlich bei den steirischen Bäuerinnen und Bauern, die letztendlich die einzigen Garanten dafür sind, dass unsere Natur, die Fruchtbarkeit der Felder, Äcker und Wälder, die Qualität des Trinkwassers und die Offenhaltung der Kulturlandschaft dauerhaft und nachhaltig aufrechterhalten werden können. Bedenklich ist, dass nach jahrelangen Verhandlungen über die Abgrenzung der 41 Europaschutzgebiete nun von Seiten des Dachverbandes der Naturschutzorganisationen wieder eine Forderungsliste in Brüssel eingereicht wurde. In dieser wird eine Ausweitung der Gebietskulisse von derzeit 16 auf 20 Prozent der Landesfläche gefordert. Mit solchen Zielen, die kein Mensch mehr versteht, verlieren diese Organisationen jede Glaubwürdigkeit aus dem Blickwinkel eines verantwortungsvollen Agierens im Sinne unseres Staates und somit der Gesamtgesellschaft.

kontakte Berater der Kammer zu den Themen Eigentumsschutz, Grundinanspruchnahme, Vertragsprüfung: u Rechtsabteilung: Sekretariat: Katharina Herneth, Tel. 0316/8050-1247, Franz Maierhofer, Tel. 0316/8050-1249, Johannes Pommer, Tel. 0316/8050-1228, Gerhard Putz, Tel. 0316/8050-1251, Wilhelm Buchberger, Tel. 0316/8050-1362 u Forstabteilung: Sekretariat: Anita Schepp, Tel. 0316/8050-1269, Stefan Zwettler, Tel. 0316/8050-1270, Gerhard ­Pelzmann, Tel. 0316/8050-1271 u Pflanzenbau: Sekretariat: Ingrid Harb, Tel. 0316/8050-1428, Arno Mayer, Tel. 0316/8050-1261


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Agrarpolitik

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Strenge Regeln für Slowenien

Kristoferitsch

Erfolg für steirisches Kürbiskernöl 2009 formierte sich in Österreich Widerstand ge­ gen den slowenischen EU-Herkunftsschutzan­ trag „Stajersko prekmursko bucno olje g.g.A.“. Die Befürchtung bestand, dass durch die grund­ sätzlich zulässige Auslobung als „Steirisches Kürbiskernöl jenseits der Mur“ Verbraucher ir­ regeführt werden. Brisant auch, dass „Stajersko Prekmursko Kürbiskernöl“ keine Kernherkunft, sondern nur das Herstellungsgebiet festlegt. Da beim Steirischen Kürbiskernöl g.g.A. gerade die Kernherkunft aus einem abgegrenzten öster­ reichischen Anbaugebiet neben der heimischen Ölpressung kontrolliert wird, war entschlos­ senes Handeln angesagt. Landwirtschaftskammer Steiermark, Gemein­ schaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A., Arge Kürbisbauern mit der Ölmüllerinnung, Wirt­ schaftskammer Steiermark, Agrarlandesrat Jo­ hann Seitinger, zwei Firmen und selbst die Re­ publik Österreich legten 2009 Einspruch ein. Die EU-Kommission hat nun im Juli entschie­ den. Die slowenische g.g.A. ist zulässig, aber „Stajerkso Prekmursko“ wird nie übersetzt und am Etikett ist das Ursprungsland klar anzuge­ ben. Dieser Erfolg konnte nur durch eine starke landwirtschaftliche Interessenvertretung erzielt Barbara Reithmayer werden.

Anerkennung als Markenbaumschule Heuer besteht wieder die Möglichkeit, die Aner­ kennung als Markenbaumschule zu bekommen. Der Einkauf bei anerkannten „Österreichischen Markenbaumschulen“ soll den Verbrauchern die Sicherheit geben, dass die angebotenen Baum­ schulpflanzen den Qualitätsbestimmungen der österreichischen Baumschulen entsprechen. Die als „Österreichische Markenbaumschule“ anerkannten Betriebe haben das Recht, die da­ mit verbundene Qualifikation im Rahmen des einzelbetrieblichen Marketings und Werbung besonders hervorzuheben. Anerkannte Betriebe, die auch Mitglieder des Bundes österreichischer Baumschul- und Stau­ dengärtner sind, haben das Recht das Österrei­ chische Markenetikett zu verwenden. Anmeldung für eine Anerkennung ist bis 20. August bei der Gartenbauabteilung der Land­ wirtschaftskammer möglich. Informationen und Anmeldeunterlagen: Ange­ lika Grienschgl, Tel. 0316/8050-1611, E-Mail: angelika.grienschgl@lk-stmk.at

Handel liefert sich Preisschlacht mit heimischen Milchprodukten. Bauernvertretung verlangt , dass Preischleuderei eingestellt wird MR

Gegen Milchpreis-Dumping Bauernvertretung und Molkereien gegen Schleuderpreise Preiskampf um Marktanteile im ­Lebensmittelhandel darf nicht zulasten der Bauern gehen. Die Bauernvertretung und die Molkereien verwehren sich ge­ gen ein Dumping von hoch­ wertigen Milchprodukten. Hin­ tergrund ist, dass kürzlich ein Diskonter aus heiterem Him­ mel bei mehreren Milchpro­ dukten die Regalpreise gesenkt hat. Die Konkurrenz hat post­ wendend darauf reagiert und ebenfalls Preissenkungen ver­ anlasst.

Überraschend „Die neue Abwärtsspirale bei den Milchpreisen im Regal kommt für die Marktexperten völlig überraschend, weil sich

international die Anzeichen für eine Marktstabilisierung mehren. Sollte der Handel dennoch weitere Zugeständ­ nisse von den Molkereien und damit von den Bauern einfor­ dern, lehnen wir das entschie­ den ab. Es kann nicht sein, dass der Le­ bensmittelhandel seine Revier­ kämpfe zulasten der Bauern austrägt“, betonte Josef Moos­ brugger, Vorsitzender des Aus­ schusses für Milchwirtschaft in der Landwirtschaftskammer Österreich.

Ruinöser Preiskampf Moosbrugger unterstrich fer­ ner, dass die Ursache für die Preissenkung „nicht eine falsche Politik, sondern der ru­ inöse Preiskampf der Lebens­ mittelketten“ sei. Spar-Vor­ stand Hans Reisch sagte in die­

sem Zusammenhang kürzlich der Kleinen Zeitung: „Wir ha­ ben den Milchpreis gesenkt, weil die Diskonter damit be­ gonnen haben.“ „Die vorgenommene Preis­ senkung bringt die Milch­ wirtschaft und damit auch die Milchbauern unter immensen Druck“, betonte auch Helmut Petschar, Präsident der Verei­ nigung Österreichischer Milch­ verarbeiter (VÖM). Die Senkung sei erfolgt, als die Milchmärkte in Europa und auf dem Weltmarkt wieder begon­ nen haben, sich zu stabilisieren. Das lasse erkennen, „wie stark hochwertige Milchprodukte für die nicht leicht durchschaubare Preispolitik der Handelsketten herangezogen werden“, kriti­ siert Helmut Petschar ferner. Und er warnt: „Geiz ist geil“ solle nicht zur Philosophie der

Milchwirtschaft in Österreich werden, zumal die Folgen letzt­ endlich die Molkereien und die Bauern zu tragen haben. Er hält fest, „dass es nicht die Mol­ kereien waren, die diesen ru­ inösen Preiskampf wieder in Gang gesetzt haben“.

Schleuderei abstellen „Schon seit längerer Zeit kann man beobachten, dass die Han­ delsmarken und die Aktionitis im Handel weiter zunehmen. Wertvolle Lebensmittel wer­ den von den Handelsketten immer mehr als Lockmittel missbraucht. Verlierer sind als letztes Glied die Bauern“, be­ tont Moosbrugger, verlangt die Preisschleuderei abzustellen und fordert einen fairen Anteil an der Wertschöpfungskette für die Milchbauern ein. Rosemarie Wilhelm

Neue Hofkarten – Digitalisierung Pflicht 7.200 Höfe von Leoben bis Mürzzuschlag und Hartberg bis Graz/Umgebung erhalten neue Karten lle Flächenänderungen sind für den Herbstan­ trag sowie Mehrfa­ chantrag zu berücksichtigen. Gibt es neue Hofkarten, ist der Landwirt sogar verpflichtet, die Flächen neu zu beurteilen. In periodischen Abständen ak­ tualisiert die AMA die Hofkar­ ten. Für rund 7.200 Betriebe von Leoben bis Mürzzuschlag und von Hartberg bis GrazUmgebung sind neue Hofkar­ ten (Luftbilddatum Sommer 2011) vorhanden, die die Be­ zirkskammer an die Betriebe

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übermittelt. Alle Antragsteller erhalten für die erforderliche Aktualisierungsdigitalisierung einen persönlichen Termin zur Überprüfung der Feldstücke.

Unbedingt digitalisieren Die Digitalisierung kann nur mit dem Bewirtschafter oder einer schriftlich bevollmächtig­ ten Person durchgeführt wer­ den. Wenn der Termin nicht möglich ist, sollte ein Ersatz­ termin vereinbart werden. Be­ grünungsbetriebe können beim Digitalisierungstermin auch

den Begrünungsantrag abge­ ben, das spart Zeit. Es besteht die Verpflichtung, die Bewirtschaftungsgrenzen an die Gegebenheiten der Na­ tur laut neuer Hofkarte mittels Aktualisierungsdigitalisierung zu überprüfen und gegebenen­ falls anzupassen. Dies wird von der Bezirkskammer im behörd­ lichen Auftrag durchgeführt. Erfolgt keine oder keine voll­ ständige Aktualisierung (jedes abgebildete Feldstück muss neu beurteilt und gespeichert werden), ist für das betreffende

Feldstück keine Antragstellung möglich. Für eine Digitalisie­ rung soll sich der Antragstel­ ler mit der übermittelten Hof­ karte gut vorbereiten (Beispiel: Hilfsmessungen, Feldstücks­ breite, Überhang…). Dabei ist insbesondere auf die Waldrän­ der, auf die Nutzungsgrenzen zu benachbarten Betrieben und auf den Hofbereich zu achten! Die Hilfsmessungen und Än­ derungen an den bewirtschaf­ teten Flächen sollen in der Hof­ karte eingezeichnet werden. Stefan Steirer

Wieder schwere Unwetter in der Obersteiermark

Teures Futter: Höhere Eierpreise notwendig Kaum haben die österreichischen Eierprodu­ zenten die Schwierigkeiten der Umstellung von Käfigen auf alternative Haltungsformen und die Preissteigerungen, die durch die gentechnik­ freie Fütterung resultierten, halbwegs überwun­ den, werden sie jetzt durch erneute Kostenerhö­ hungen bei Futtermitteln empfindlich getroffen. In einer Aussendung schlagen die österreichi­ schen Frischeiererzeuger Alarm, denn sie be­ fürchten, dass viele Klein- und Mittelbetriebe die weiteren Futterpreissteigerungen nicht überleben werden. „Wenn sich die Futterpreise entsprechend der Prognosen entwickeln, wer­ den die Erzeugerpreise um bis zu zwei Cent pro Ei steigen müssen“, verlangt folglich die Erzeu­ gergemeinschaft Frischei.

1. August 2012

Nach St. Lorenzen im Paltental richteten Hagelstürme in Murau und Mooskirchen schwere Schäden an ie schweren Unwetter reißen nicht ab. Be­ sonders schwer traf es zuletzt die Bewohner von St. Lorenzen im Paltental. Eine Mure zog eine Spur der Verwü­ stung durch den Ort. Erst am Wochenende gingen vor allem im Bezirk Murau wieder schwere Unwetter nie­ der. Starkregen führte zu Mu­ renabgängen, Hagelschläge richteten in Murau und Moos­ kirchen schwere Schäden an. „Sturmböen haben in Schöder, Baierdorf und Baierdorf-Berg

D

50.000 bis 70.000 Festmeter zung steht der regionale Wald­ Holz zu Boden geworfen“, be­ verband gerne bereit. Schäden richtet Stefan Zwettler, Forst­ an Gebäuden und baulichen chef der steirischen Landwirt­ Anlagen sollten mittels Privat­ schaftskammer. Für die Be­ schadensausweis unter www. troffenen sind die Windwürfe agrar.steiermark.at gemeldet bitter, zumindest haben werden. Landwirte mit sie keine Brüche verur­ Ansprüchen auf Leis­ sacht und sind kleinflä­ tungen der Hagelversi­ chig ausgefallen. „Das cherung sollten sich am Holz ist damit nicht ent­ besten unter www.ha­ wertet, der Holzmarkt gel at. melden. ist aufnahmefähig und Futtermittelbörse die Holzpreise sind Minister In der Bezirkskam­ gut“, sagt Zwettler und ­Nikolaus betont: „Für Unterstüt­ Berlakovich mer Liezen wurde ei­

ne Futtermittelbörse eingerich­ tet. Bauern, die Futter brauchen oder abgeben, mögen sich unter Tel. 03612/22 531 melden. Für die Bezirke Bruck/Mur, Judenburg, Leoben, Knittel­ feld, Liezen und Mürzzuschlag ist Pflanzenbauberater Gün­ ther Wagner, Tel.0664/6025964815, Ansprechpartner für die Beratung von Rekultivierungs­ maßnahmen. Umweltminister Nikolaus Berlakovich hat wei­ tere 500.000 Euro für die La­ winen- und Wildbachverbau­ ung zugesagt.


1. August 2012

Familie &

Landwirtschaftliche Mitteilungen

landjugend

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

brennpunkt

Haut-Experte Professor Werner Aberer klärt einige Mythen auf as hilft der gute alte Strohhut gegen die Sonne? Werner Aberer: Jeder Kör­ perteil, der bedeckt ist, ist bes­ ser geschützt und erleidet we­ niger Lichtschäden als ein un­ bedeckter. Ein (Stroh-)Hut zum Schutz des Kopfes ist be­ sonders wichtig, vor allem bei nachlassender Kopfbehaarung. Nicht alle Textilien sind gleich gut; so wie es den Sonnen­ schutzfaktor gibt, gibt es inzwi­ schen auch einen Schutzfaktor für Textilien. Die Unfallversi­ cherungsanstalt (Anm.: auch die SVB) weiß was an Schutz­ textilien angeboten wird. Verträgt man mehr Sonne, wenn man sich ihr schon vom Frühjahr weg aussetzt; wo sie noch schwach ist? Aberer: Die im Sonnen­ licht enthaltenen ultraviolet­ ten Strahlen (UV) führen, je nach Hauttyp, zu einer unter­ schiedlich starken Bräunung; diese Bräunung ist naturgemäß ein Schutz. Und dennoch muss ganz klar festgehalten werden: Jeder UV-Strahl, der auf die Haut auftrifft, wird abgespei­ chert und zählt, wenn es um die Krebsentstehung geht. Und so kann man klar sagen: Je mehr UV auf die Haut auftrifft, um­ so größer ist die Wahrschein­ lichkeit, dass die Haut einer­ seits vorzeitig altert und ander­ seits sich mit zunehmendem Alter gut- und bösartige Haut­ geschwülste entwickeln. Das heißt: Vorbräunen im Frühjahr

W

ist nicht wirklich hilfreich. Welche Sonnencreme brauche ich, wenn ich arbeite, also viel schwitze? Aberer: Der Sonnenschutz sollte an die Exposition an­ gepasst werden. Je höher der Schutzfaktor umso besser. Be­ sonders wichtig ist aber, dass er auch dort aufgetragen wird, wo die Belastung am größten ist, also etwa am Nacken, auf den Ohren oder der Nase. Was das Schwitzen betrifft: Es gibt was­ serfeste und nicht-wasserfeste Sonnenschutzmittel. Sonnen­ feste Textilien sind oft besser als Sonnenschutzmittel. Wie oft muss ich bei der Ar-

beit im Freien nachschmieren? Aberer: Die Notwendigkeit des Nachschmierens hängt von Faktoren ab wie Abrieb, Art des Mittels, Dauer der Expo­ sition und so weiter. Bei ganz­ tägiger Arbeit im Freien wird man wohl zumindest alle vier Stunden auffrischen müssen. Wirkt die angebrauchte Flasche aus dem Vorjahr noch? Aberer: Sollte sie grundsätz­ lich, allerdings hängt dies mit der Lagerung und der Gale­ nik zusammen, also der Zu­ sammensetzung des Produkts: Wenn nach dem Öffnen bei der Entnahme sich die Phasen ent­ mischt haben und vielleicht ei­

Kopfbedeckungen sind im Sommer besonders wichtig

Pixelio

ne relativ klare Flüssigkeit ge­ trennt von der cremigen Masse austritt, ist die Galenik „gebro­ chen“ und das Produkt auf je­ den Fall zu verwerfen. Wün­ schenswert wäre es aber, in der neuen Saison ein neues Pro­ dukt zu verwenden. Wenn man viel trinkt, bekommt man nicht so leicht einen Sonnenbrand. Stimmt das? Aberer: Ist wohl durch nichts bewiesen. Trotzdem: Beson­ ders beim Arbeiten im Sommer wird viel trinken gut und not­ wendig sein. Aber viele Medi­ kamente können stärker son­ nenempfindlich machen, das steht jedoch praktisch immer auf dem Beipackzettel. Was soll ich machen, wenn ich einen Sonnenbrand habe? Aberer: Kühlen, kühlen, küh­ len; angenehme Cremes auf­ tragen. Treten stärkeres Fie­ ber, Übelkeit oder starke Kopf­ schmerzen ein, ist ein Arzt auf­ zusuchen (Sonnenstich)! Ab welchem Alter muss ich mir meine Muttermale genauer anschauen lassen? Aberer: Muttermale können in jedem Lebensalter gefährlich sein. Wenn also bräunlich röt­ liche Herde am Körper an Grö­ ße wachsen, es zu Farbwech­ sel kommt, vielleicht sogar zu bluten beginnen oder irgend­ ein Verdacht auf Hautkrebs be­ steht, sollte jedenfalls der Arzt aufgesucht werden. Der wird dann auch empfehlen wie häu­ fig Kontrollen notwendig sind. 

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Roman Musch Redakteur Greinbach

räune ist ein fatales Schönheitsideal unserer Zeit. Denn alle Ärzte schreien förmlich heraus: Schützt euch mit hohem Lichtschutzfaktor! Und trotzdem sind die Bäder voll mit Leuten, die sich wie Würstchen auf dem Grill viertelstündlich wenden – freiwillig. Menschen, die in der Sonne arbeiten, sollten sich von diesem Wahn nicht beeindrucken lassen. Trotzdem: Aus Unwissenheit oder Leichtsinn lassen sich auch viele „Sonnenarbeiter“ braten – eher unfreiwillig. Wenn die Sonne herunter heizt, arbeiten Bäuerinnen und Bauern nun mal oft im Freien. Wenn das Wetter gut ist, muss das ja ausgenutzt werden. Auch wenn eine Studie bäuerlichen Sozialversicherung (SVB)aus dem Jahr 2007 ergab, dass der

B

Sonnenarbeiter Bauernstand kein erhöhtes Hautkrebsrisiko hat, wurde trotzdem bewiesen, dass andere Hautkrankheiten, vorzeitige Hautalterung und grauer Star häufiger auftreten. Vor allem grauer Star ließe sich leicht mit einer Arbeits-Sonnenbrille vermeiden. Leider fällt mir spontan kein Bauer ein, den ich je bei der Arbeit mit einer solchen gesehen hätte. Umso wichtiger ist es daher das Thema Sonnenbrille ernst zu nehmen. Schutz muss also sein, am besten durch Kleidung. Die SVB hat umfassendes Informationsmaterial zu spezieller Sonnenschutzbekleidung und Arbeits-Sonnenbrillen. Auf der Homepage www.svb.at sind diese Infos im Projekt „Sonne und Gesundheit“ auch online zu finden.

Interview: Roman Musch

Ein Land der Redner und Denker

Jung & frech

Landjugend Steiermark holt Bundessiege im 4er Cup, beim Reden und bei der Präsentation ine historische Lei­ stung für die steirische Landjugend: In jeder Disziplin, die beim Bundesent­ scheid Reden im salzburge­ rischen Bramberg ausgetragen wurde, holten die Steirer den Sieg. Als Draufgabe gab es noch drei silberne Medaillen.

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Ende einer Durststrecke Das Team der Landjugend Ga­ sen beendete eine siebzehnjäh­ rige 4er Cup Durststrecke der Steiermark. Der letzte weißgrüne 4er Cup Bundessieg da­ tiert nämlich aus dem Jahr 1995. Beim diesjährigen Bun­ desentscheid waren Andrea Arzberger, Julia Reitbauer, Christian Arzberger und Manu­ el Doppelhofer allerdings nicht zu schlagen. Die vier jungen GasnerInnen holten sich mit einer souveränen Leistung bei den Wissens- und Geschick­ lichkeitsstationen und einem soliden Finale den Bundessieg vor Vorarlberg. Mit diesem tol­ len Erfolg sicherten sich die jungen Oststeirer das Ticket für die European Rallye, einem eu­ ropaweiten Landjugend-Wett­ bewerb.

letzte Teilnahme am Bundes­ entscheid Reden perfekt. Er re­ dete sich mit tollen Reden in der Vorrunde und einem groß­ artigen Finale zu Gold bei der Spontanrede. Dabei gilt es, in­ nerhalb einer Vorbereitungszeit von einer Minute eine zwei bis vierminütige Rede zu einem gelosten Thema zu halten. Im Finale überzeugte der 27-jäh­ rige AHS-Lehrer beim Thema „Einmal arbeitslos – immer arbeitslos“ mit einer fachlich fundierten und zugleich poin­ tierten Rede.

Einen Doppelsieg gab es für weiß-grün in der Kategorie „Präsentation“. Markus Cebul von der LJ Kobenz setzte sich mit dem Thema „Geschick­ te Werbeindustrie oder gefähr­ liche Manipulationsmaschi­ nerie – was Werbung wirklich kann“ gegen seinen Teamkolle­ gen Martin Koch (LJ St. Martin im Sulmtal) durch. Der 20-jäh­ rige Obersteirer Cebul, der als Ersatzmann zum Bundesent­ scheid kam und der erst 16-jäh­ rige Weststeirer Koch durften sich mit diesem Erfolg gleich

An Kollau biss sich die Konkurrenz die Zähne aus

lj

Markus Kollmann LJ-Landesagrarreferent Köflach

Vorbereitete Rede In der Kategorie „Vorbereitete Rede“ haben die TeilnehmerIn­ nen die Möglichkeit, ihre vierbis sechsminütigen Reden vor­ ab zu Hause vorzubereiten. In zwei Altersklassen (über be­ ziehungsweise unter 18 Jahre) ermittelten die 26 besten Red­ nerinnen und Redner ihre Bun­ dessieger. Für die Steiermark gab es durch den sechzehnjäh­ rigen Florian Schindlbacher (LJ Gaal) und die Voitsberge­ rin Sonja Pichler zweimal Sil­ ber. Schindlbacher hielt eine flammende Rede über den Be­ ruf des Landwirts. Die ehema­ lige Bezirksleiterin und Lan­ desfunktionärin Pichler umriss die Herausforderungen unserer Zukunft in sozialen, politi­ schen und wirtschaftlichen Be­ reichen. Margit Rinnhofer (LJ Langenwang) verpasste das Stockerl und landete auf dem vierten Platz.

Sich Ausdrücken können

Gold in der Königsdisziplin Der ehemalige Landesobmann­ stellvertreter und Murauer Be­ zirksobmann Günther Kollau nutzte seine vierte und damit

bei ihrem allerersten Antreten auf Bundesebene über großar­ tige Medaillen freuen.

Diese Bewerbe sind noch ein Spiel, doch im Leben muss man sich Ausdrücken können, um von anderen verstanden zu werden. Die Landjugend zeigt seit Jahrzehnten vor, wie man das fördern kann.

mmer wieder ereilten uns in den letzten Tagen und Wochen Meldungen über schwere Unwetter die über die ganze Steiermark niedergingen. Durch Hagel und Überflutungen wurden enorme Schäden in der Landwirtschaft verursacht, Orte und Gehöfte waren teilweise durch Erdrutsche abgeschnitten. Man stellt sich nun die Frage, warum kommt es vermehrt zu solchen Katastrophen? Hat sich

I

Was ist der Grund? das Wetter wirklich verändert? Ist es normal, dass es sechs Monate fast keinen Niederschlag gibt und dann innerhalb kürzester Zeit enorme Regenmassen? Ich glaube diese Vorkommnisse sollten uns schon etwas aufmerksam machen, aufmerksam darauf, dass wir alle Verantwortung für unsere Natur und Umwelt haben. Heute ist es selbstverständlich, dass sich jeder von uns auch nur für kleinste Strecken in sein Auto setzt und losfährt, ohne einen kleinsten Gedanken zu verschwenden ob dies der Umwelt nun schadet oder nicht. Ich glaube man könnte hier eine Vielzahl an Beispielen aufzählen wie man umweltbewusst leben könnte. Nur gemeinsam, wenn wirklich jeder Einzelne sich an der Nase nimmt, wird es uns möglich sein, eine gesunde Umwelt zu erhalten.


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Gastautor & Leser

Landwirtschaftliche Mitteilungen

1. August 2012

Schwiegertochter auf dem Hof

bauernporträt

Gastkommentar: Zusammenleben erfordert viel Fingerspitzengefühl auernleben war nie einfach. Marktzwänge und administrative Vorgaben bilden oft Korsette, in denen man sich kaum rühren kann. Doch der Erfolg eines landwirtschaftlichen Betriebes hängt nicht nur von wirtschaftlichen Faktoren ab. An kaum einem anderen Arbeitsplatz wird so eng zusammen gear­ beitet, gelebt und gewohnt. Ist das Betriebsklima überall wichtig, so hat es in einem landwirtschaftlichen Betrieb enorme wirtschaftliche Aus­ wirkungen, ob „das Team“ – die Betriebsfamilie – gedeih­ lich funktioniert oder nicht.

B

Trummer veredelt sein Obst 

Musch

olunderbauern erkennt man zur Erntezeit an den roten Fingern“, scherzt Gottfried Trummer. Der Obstbauer hat unter anderem zwei Hektar dieser speziellen Frucht, die in der Steier­ mark besondere Bedeutung genießt. Hier werden auf 1.500 Hektar Holunderbeeren höchster Qualität produziert. Möglich ist das durch eine „perfekte Logistik“, wie Trummer es formuliert. Innerhalb von drei bis vier Tagen muss die Ernte über die Büh­ ne gehen. Maschinelle Ernte ist nicht mög­ lich. Durch unterschiedliche Sorten kann die Erntearbeit besser verteilt werden. Bei einem Ertrag von zehn bis 15 Tonnen pro Hektar und dem steirischen Flächenaus­ maß, kommt da sehr viel in sehr kurzer Zeit auf die Verarbeiter zu.

„H

Holunder und Most Trummer: „Die Beeren müssen nach der Ernte entweder sofort weiter verarbeitet oder schockgefrostet werden, weil sich sehr schnell Milchsäure bildet und der Farbstoff oxidiert.“ Und die Verwendung als Farb­ stoff ist die Haupteinnahmequelle der Ho­ lunderbauern, denn das Rot des Holunders ist neben dem Rot der Conchenille-Laus der einzige verfügbare Farbstoff im Rot­ segment. Daneben sind die Inhaltsstoffe des Holunders auch in der Pharmazie und Kos­ metik begehrt. Gottfried Trummer erntet aber auch Hollerblüten, was eine eher klei­ ne Nische darstellt. Die Vermarktung erfolgt komplett über die Beerenobstgenossenschaft. Auch 70 bis 80 Prozent der erzeugten Äpfel werden genos­ senschaftlich vermarktet. Weichseln, Bir­ nen, Pfirsich und die restlichen Äpfel wer­ den von einem Lohnverarbeiter zu Säf­ ten und zu Caldera-Most verarbeitet, die Trummer dann großteils ab Hof, aber auch über Buschenschenken und Gastronomie vermarktet. Höchste Qualität ist für Gottfried Trummer in der Direktvermarktung das Wichtigste. „Vor zehn Jahren wurde die Marke Calde­ ra-Most gegründet, seit fünf Jahren läuft´s gut“, so der Obstbauer. Caldera ist ein stets reinsortiger Most, der bei einer Verkostung eine Mindestpunktzahl erreichen muss. „Wir haben wegen Caldera wieder alte Sor­ ten ausgepflanzt“, betont Trummer die Be­ deutung des Mostes für den Erhalt alter Roman Musch Kultursorten. Betrieb & Zahlen: Gottfried Trummer 8342 Gnas, Lichtenberg 6 www.calderamost.at u Acht verschiedene Apfelsorten (sechs Hektar) sowie Pfirsich-, Weichsel-, Ma­ rillen-, Zwetschken und Holunderbäume (zwei Hektar). u Genossenschaftliche Vermarktung von Holunder und 70 bis 80 Prozent der Äpfel. Das übrige Obst wird bei einem Lohnverarbeiter zu Most und Säften veredelt und direkt vermarktet. u Trummer will sich in Zukunft noch stärker auf Holunder konzentrieren. Bildergalerie des Betriebes auf

www.lk-stmk.at

Verschiedene Familien Die Umbrüche der letzten Jahr­ zehnte haben nicht nur enorme technische Änderungen gebracht. Es hat auch massive Veränderungen im zwischen­ menschlichen Bereich gege­ ben: Menschen gestalten heu­ te ihre Paarbeziehungen an­ ders als früher, Kinder werden heute anders erzogen als bei­ spielsweise nach dem Krieg, das Zusammenleben der Ge­ nerationen wird seltener oder wandelt sich stark. Doch auch heute ist es auf landwirtschaft­ lichen Betrieben häufiger der Fall, dass – wenn der Jungbau­ er heiratet – seine Frau zu ihm auf den Hof zieht. Die Kon­ stellation „Schwiegertochter in Schwiegerfamilie“ wird jedoch immer schwieriger. Warum ist das so? Grundsätz­

lich können wir drei größere Problemfelder ausmachen: Bei der einen Familie ist es Brauch, am Sonntag um 12 Uhr gemeinsam mit allen zu essen, weil die Eltern die Kinder und Enkelkinder gern um sich ha­ ben und das ein Ausdruck der

Verschiedene Familienkulturen sind anders, aber nicht schlechter! Sylvia Reitbauer, ­Lebensberaterin

Verbundenheit ist. Bei der an­ deren Familie (zum Beispiel bei der Herkunftsfamilie der Schwiegertochter) gibt es die­ sen Brauch nicht: die Genera­ tionen und Familienmitglieder essen zu unterschiedlichen Zeiten und getrennt, weil Ar­ beitsbesprechungen an diesem Tag nicht notwendig sind, die Jungen sich ausschlafen wollen oder man vielleicht Freunde

zum Essen einladen möchte. Wenn diese Unterschiede nicht als Unterschiede, sondern als (Ab)Wertungen des jeweils an­ deren Hausbrauches verstan­ den werden, sind Konflikte und Verletzungen programmiert.

Ungelöste Elternkonflikte Wenn ein Hofübernehmer hei­ ratet und seine Beziehung zu seinen Eltern noch nicht er­ wachsen gelöst ist, hat es seine Frau – und somit Schwieger­ tochter in dieser Familie – nicht leicht: im schlimmsten Fall op­ poniert er entweder nach wie vor gegen seine Eltern wie ein pubertierender Jugendlicher oder er macht brav und ohne eigene Meinung, was die El­ tern von ihm erwarten. Auf al­

gastautorin Sylvia Reitbauer, Jahrgang 1965, ist systemische Lebens- und Sozialberaterin und hält Vorträge sowie Tagesseminare. Kontakt: sylvia.reitbauer@aon.at 0680/14 24 420

LESERstimmen Wie weit darf Tierschutz gehen? Die Verärgerung betroffener Bauern ist verständlich. Bemerken sie doch gar nicht, dass Unbekannte in Stallgebäude eindringen, diverse Sachverhalte fotografieren und zur Anzeige bringen. Die Anonymität dahinter verhindert auch eine direkte Kontaktaufnahme mit den eindringenden Personen. Die Folge ist, dass die Schweinehaltung kriminalisiert wird und Landwirte in der Öffentlichkeit als Tierquäler dargestellt werden. Bis 2050 wird sich die Nahrungsmittelerzeugung verdoppeln, wobei zehn Prozent weniger landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stehen werden. Das Bundestierschutzgesetz gibt seit 1. Jänner 2005 einheitliche Normen für die Nutztierhaltung vor. Stehen moderne Formen der Nutztierhaltung im Widerspruch zu gesellschaftlichen Erwartungen? Wie sollen Modelle einer künftigen Tierproduktion aussehen? Welche ethischen Aspekte sind bei der Nutztierhaltung zu berücksichtigen? Tierschutzanliegen nur am Rücken der Landwirtschaft beziehungsweise der Bäuerinnen und Bauern auszutragen ist aus der Sicht der Tierschutzom-

budsstelle zu einseitig. Tierfreundliche Maßnahmen über das konventionelle Maß hinaus erfordern Geld und die Bereitschaft der Betroffenen sich auf neue, geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen im Hinblick auf den Umgang mit dem Tier einzustellen. Für einen gelingenden Tierschutz sind alle Beteiligten mit ins Boot zu nehmen, das betrifft den Konsumenten, den Lebensmittelhandel, die Schlachtbetriebe, die Stallbaufirmen, aber auch die Politik. Der Konsument muss bereit sein für tierfreundlich produzierte Lebensmittel mehr Geld auszugeben und auf diese Art und Weise die Wertschätzung gegenüber dem Lebensmittelproduzenten zu vermitteln. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Lernfähigkeit von Tieren und hochkomplexe soziale Verhaltensweisen sind im täglichen Umgang mit den sogenannten Nutztieren zu berücksichtigen. Statt ausschließlich emotionaler Betroffenheit sind Strategien zu entwickeln, wie den kritischen Fragen der Öffentlichkeit im Hinblick auf Arzneimitteleinsatz beziehungsweise artgerechter Haltung von Nutztieren ehrlich begegnet werden kann.

Was ist in erster Linie zu tun? u Weiterentwicklung tierfreundlicher Haltungssysteme unter Einbindung interessierter Landwirtinnen und Landwirte u Verstärkter Einsatz von Fördermitteln für tierfreundliche Stallbauten u Evaluierung der laut Gesetz zulässigen Eingriffe wie beispielsweise das Kupieren der Schwänze u Optimieren des den Schweinen zur Verfügung stehenden Beschäftigungsmaterials, Kontrollen der Besatzdichte u Ehrliche Information des Konsumenten über die Tierhaltung u Ausbau bestehender Gütesiegelprogramme im Hinblick auf Tierfreundlichkeit u Erstellen einer Liste von Betrieben, welche tierfreundlich erzeugte Produkte tierischer Herkunft vermarkten u Offene Stalltüren für Interessierte u Konstruktiv kritischer Dialog mit Andersdenkenden u Schaffung von Tierschutzlabels Es gilt einen gemeinsamen Weg zwischen Verdinglichung und Vermenschlichung tierlicher Lebewesen zu finden. Barbara Köck,  Tierschutz-Ombudsfrau

le Fälle ist er selten ein starker Partner für seine Frau, der sie bei der notwendigen Integrati­ on in seine Familie unterstüt­ zen kann. Seine große Aufga­ be wäre es nämlich, Bindeglied zwischen seiner Herkunftsfa­ milie und seiner Partnerin zu sein und der einen Seite zu er­ klären, wie die andere „funk­ tioniert“. So könnte beispiels­ weise verhindert werden, dass Unterschiede zu Missverständ­ nissen und gegenseitiger Ab­ wertung führen.

Ältere Frau im Umbruch Eine Frau wird naturgemäß zur Schwiegermutter, wenn sie sel­ ber nicht mehr ganz jung ist. Es ist eine Zeit, in der es darum geht, die Kinder loszulassen, Abschied von der Fruchtbar­ keit zu nehmen, in der das En­ de ihrer Erwerbstätigkeit naht und damit die eigene Wichtig­ keit auf dem Hof zurückgeht. All das schafft Unsicherheit und Ängste, die gern verdrängt werden durch die Konzentrati­ on darauf, was die Schwieger­ tochter falsch (anders) macht. Aber natürlich stellt die Einhei­ rat einer Frau in ein neues Fa­ miliensystem auch „die Jun­ ge“ vor große Herausforde­ rungen. Ihre eigene Verunsi­ cherung schluckt sie dann – je nach Charakter – jahrelang, bis sich ihre Unzufriedenheit explosionsartig entlädt oder sie äußert sie und stößt damit ih­ re Schwiegerfamilie vor den Kopf.

personelles Den Fünfziger fei­ erte kürzlich Franz Pirker, der engagiert als Zuchtlei­ ter für Flei­ schrinder und Murbodner im Franz Pirker Tierzuchtzen­ feierte Fünftrum in Leo­ ziger ben wirkt. Pirker ist Absolvent der Universität für Bodenkul­ tur und hat dort den Studien­ zweig Tierzucht erfolgreich ab­ geschlossen. Nach der Gradu­ ierung zum Diplomingenieur trat Pirker als Tierzuchtberater in die seinerzeitige Tierzucht­ leitung Judenburg ein.

Im 89. Lebensjahr verstarb kürz­ lich Dr. Maria Lehrner, bis 1984 Referentin für Futter­ wirtschaft und Umweltschutz in der Landeskammer. Die Ab­ solventin der Hochschule für Bodenkultur baute in der stei­ rischen Landwirtschaft die Fut­ terkonservierung systematisch auf und führte verschiedenste Siliersysteme ein, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Kosten legte. Lehrner war in der steirischen Bauernschaft hochgeschätzt. Auf großes In­ teresse stießen ihre zahlreichen Vorträge, Veranstaltungen und Hofberatungen. Für ihr großar­ tiges Wirken wurde sie mit dem Goldenen Verdienstzeichen ge­ ehrt. Wir sagen Danke.


M a r k t & W i r t s c h a ft

1. August 2012

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Die Trockenheit in den Vereinigten Staaten und im Schwarzmeer-Raum heizen die Getreidepreise an

Getreidefeld /-körner

zwicklhuber

Getreidepreise in lichte Höhen Internationale Börsen erreichen bei Soja und Mais Allzeithoch Heimischer Markt ­ durch die ­Fixpreis-Angebote zu Erntebeginn noch gebremst.

sischen Analysten wenig fun­ damentalen Anlass zu Preishö­ henflügen geben sollte, so ist die Welt durch ihre Handelsbe­ ziehungen und digitale Vernet­ zung ein „Dorf“ geworden. Die Weltmarktpreise für Getrei­ de (Grafik) toppen teils schon die Höchstpreise aus dem Jahr 2007. Neben den Rapsnotie­ rungen in Paris haben an der Leitbörse Chicago nach Soja­ bohnen nun auch die Maisno­ tierungen mit umgerechnet et­ wa 258 Euro ein Allzeithoch erreicht. US-Meteorologen er­ warten bis Oktober keine große Änderung der Wetterlage im US-Mittelwesten, der schon zu 50 Prozent von einer schweren Dürre betroffen sein soll. Da­ her könnte Mais international weiter steigen. Auch der Wei­ zen klammert sich an die Mais­ notierungen, von Sojakursen gar nicht erst zu reden. Gene­ rell werden spätere Terminkon­ trakte zugunsten vorderer Ter­

und bei Weizen um sieben Mil­ lionen Tonnen. Allein in den USA liegt der Rückgang bei minus 46 Millionen Tonnen. Das ist mehr als die jährlich veranschlagten US-Exporte von 40 Millionen Tonnen. Auch Russland sieht seine Ge­ treideernte auf unter 80 Milli­ onen Tonnen sinken, erste offi­ zielle Schätzungen lagen noch bei 94 Millionen Tonnen. Eur­ opa ist dagegen in seiner Ver­ sorgungsbilanz relativ ausge­ glichen, Weizen stellt sich al­ lerdings negativer dar als Mais.

Haupttriebfeder der aktuellen Getreidepreissteigerungen ist die Trockenheit. Dies gilt vor allem für den US-Maisgürtel sowie die ertragreichen Böden der Schwarzmeerländer.

Ernteschätzungen sinken Alle internationalen Analysten­ häuser haben ihre Ernteschät­ zungen für sämtliche Getrei­ dearten gesenkt. Einen drama­ tischen Schwenk hat vor allem die jüngste Juli-Schätzung des US-Landwirtschaftsministeri­ ums gebracht. Demnach soll die weltweite Ernte gegenüber der Juni-Prognose von Mais und Weizen im Wirtschaftsjahr 2012/13 deutlich sinken: Bei Mais um 45 Millionen Tonnen

Preis: Welt ist ein Dorf Das Verhältnis zwischen End­ beständen und Verbrauch sinkt wieder teils deutlich unter die magische 20-Prozent-Schwelle für die Weltversorgung: Mais liegt mit seinen 134 Millionen Tonnen Endbestand bei rund 14,9 Prozent. Auch wenn es in der EU vor allem für die Mais­ preise nach Ansicht von franzö­

mine aufgelöst, was die aktu­ elle Euphorie weiter anheizt. China nutzt angeblich die gu­ ten Preise mit zwei Millionen Tonnen Maisexporten.

Heimischer Markt Der heimische Kassamarkt spiegelt die aktuelle Preissitu­ ation aufgrund von Fixpreisan­ geboten zu Beginn der jewei­ ligen Ernte nicht immer wider. Die Wiener Börse notiert Fut­ tergerste zu Redaktionsschluss (31. Juli) mit 215 bis 220 Eu­ ro netto. Da die steirischen Er­ zeugernettopreise frei Erfas­ sungslager traditionell knapp an der Wiener Börsenotierung liegen, müssten diese die 200er Hürde bereits genommen ha­ ben. Der weitere Trend ist fast vorgezeichnet. Jedoch sollte man beim Verkauf auch nicht vergessen wie China in Tei­ len Kassa zu machen, denn die Bäume wachsen selten in den Robert Schöttel Himmel.

Generell mehr als acht Tonnen Wintergerste bei professioneller Kulturführung schwache Nebentriebe vorzei­ tig reduziert wurden. Die häu­ fig aufgetretenen Lagerungen wurden dort festgestellt, wo keine Halmverkürzung erfolgte oder immer noch zu hohe Saat­ stärken gefahren werden. Für den sehr vertrockneten Süden hat es rechtzeitig für die Tau­ sendkorngewichtsausbildung geregnet. Ausgenommen davon sind die sehr leichten Böden – es kam lokal begrenzt sehr früh zur Notreife. Bei Winterweizen werden sechs bis sieben Ton­ nen je Hektar gemeldet. Hohe

hagelten Flächen traurigerwei­ se Schäden von 60 bis 100 Pro­ zent zu verzeichnen.

D

Regen kam rechtzeitig Zurückzuführen ist diese gute Ernte auf die rechtzeitigen Nie­ derschläge ab dem Schossen und der Anbau von mehrzei­ ligen Sorten oder Hybridsorten, die auch bei später Saat und ge­ ringerer Bestockung noch gute Erträge liefern. Die geringeren Winter-Niederschläge haben die übertriebene Bestockung etwas eingeschränkt, sodass

Temperaturen und die gerin­ geren Niederschläge im Osten und Süden haben zu verringer­ ten Tausendkorngewichten ge­ führt. Aufgrund der hohen Nie­ derschläge während der Blüte sind die Fusariuminfektionen höher als im Vorjahr. Hier rech­ net sich der Einsatz von Fungi­ ziden oder das Ausweichen auf resistentere Sorten. Auch die Sommergetreideerträge sind sehr gut. Leider wird noch zu dicht angebaut und zu wenig auf Standfestigkeit geachtet. Arno Mayer

weltversorgung 220 190

1200 900

Weizen, Mais und Sojaschrot $/Tonne 500 400

160

600 200

130

300

100

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2005/2006

2006/2007

Weizenverbrauch

2007/2008

2008/2009

Weizen Endbestand

2009/2010

Maisproduktion

2010/2011

Im Zuge eines sehr gelungenen Tages der offe­ nen Tür präsentierte der Landwirt, Unternehmer und Ökoenergie-Pionier Franz Penz aus Edel­ schrott kürzlich seine jüngste Errungenschaft – die größte Aufdach-Photovoltaik-Anlage der Steiermark. Dieser eindrucksvolle ÖkoenergieAnlagenpark mit 580 Kilowatt elektrischer Lei­ stung ist nicht nur die größte Aufdach-Photo­ voltaik-Anlage der Steiermark, sondern wahr­ scheinlich auch die größte landwirtschaftliche Photovoltaikanlage Österreichs. Diese Anlage produziert rund 600.000 Kilowattstunden Öko­ strom im Jahr. Damit kann der Strombedarf von insgesamt 170 Haushalten vollständig gedeckt werden. 5.000 Quadratmeter Dachfläche an drei Standorten in Edelschrott und Zeltweg wurden mit hochqualitativen, europäischen Photovolta­ ik-Modulen belegt. Dass der umtriebige Bioenergie-Pionier ein kon­ sequenter „Umsetzer“ ist, zeigen seine weiteren Ökoenergieanlagen, in die er seit dem Jahr 1990 investiert hat. So betreibt Penz ein Biomasse­ heizwerk mit 1,7 Megawatt Kesselleistung und versorgt damit 50 Haushalte und sämtliche öf­ fentlichen Einrichtungen in Edelschrott mit Biowärme. In seiner Biogasanlage mit 500 Kilo­ watt elektrischer Leistung produziert er 3,6 Mil­ lionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr, im Wasserkraftwerk 600.000 Kilowattstunden. In Summe versorgt er mit seinem erzeugten Öko­ strom aus Biogas, Wasserkraft und Photovoltaik rund 1.370 Haushalte.

Die Rapsernte ist wider Erwarten trotz Frost­ schäden im Frühjahr mit 3,3 bis 5,5 Tonnen je Hektar sehr gut. Im Durchschnitt sind bei den Betrieben 3,8 Tonnen je Hektar erzielt worden. Auch die Preise sind mit 504 Euro inklusive Umsatzsteuer je Tonne äußerst zufrieden stel­ lend. Ausnahme von der Regel sind Betriebe, die die Käferbehandlung im überdurchschnitt­ lich warmen Frühjahr nicht regelmäßig durch­ geführt haben. Sie sind mit deutlich schlechteren Erträgen von zum Teil nur einer Tonne je Hektar kon­ frontiert.

2011/2012

Maisverbrauch

2012/2013

Mais Endbestand 

quelle: USDA

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300

Weizenproduktion

Photovoltaik: Größte Aufdach-Anlage

preise

Weltversorgungsbilanz von Weizen und Mais 2004 bis 2012 in Millionen Tonnen Produktion/Verbrauch

2004/2005

penz

Trotz Frost sehr gute Raps-Ernte

Sehr gute Erträge bei Getreide ie Wintergerstenernte ist auf Flächen, die von Hagel verschont blieben, sehr hoch. Erträge mit guter pflanzenbau­ licher Führung brachten ge­ nerell über acht Tonnen Hek­ tarertrag, die Spitzenerträge la­ gen bei 10,5 Tonnen. Im Ver­ gleich zum ohnedies sehr guten Jahr 2011 stiegen die Durch­ schnittserträge 2012 im einstel­ ligen Prozentbereich. In den relevanten Getreide­ baugebieten der Bezirke Hart­ berg und Murtal sind auf ver­

Strom vom Dach für 170 Haushalte

7

100 0 2000

Weizen

2004

2008

Mais

2012

Sojaschrot

SGS Austria Controll-Co. GesmbH Diefenbachgasse 35, 1150 Wien Tel. 01/512 25 67-0 sgs.austria@sgs.com


rechtstipp Walter Zapfl Rechtsexperte Landeskammer

as Raumordnungsgesetz der Stei­ ermark definiert Raumordnung als eine „planmäßige, vorausschauen­ de Gestaltung eines Gebietes, um die nach­ haltige und bestmögliche Nutzung und Si­ cherung des Lebensraumes im Interesse des Gemeinwohles zu gewährleisten“. Eine Baulandausweisung sieht das Raum­ ordnungsgesetz nur für jene Flächen vor, „die als Bauland geeignet sind“. Als Bau­ land nicht geeignet gelten jene Flächen, die aufgrund der natürlichen Voraussetzungen (z. B. Grundwasserstand, Hochwasserge­ fahr) von einer Bebauung freizuhalten sind. Die Umsetzung der erklärten raumord­ nungsrechtlichen Ziele erfolgt durch die Gemeinden im Wege von örtlichen Ent­ wicklungskonzepten und Flächenwid­ mungsplänen. In diesen Plänen sind zwin­ gend solche Flächen ersichtlich zu machen, die durch Hochwasser, Vermurung, Erd­ rutsch, Lawinen und dergleichen gefähr­ det sind. Zu unterscheiden ist dabei zwi­

D

Gefahrenzonenplan schen der roten Zone (für Siedlungs- und Verkehrszwecke tabu) und einer gelben Zone (Bebauung unter Auflagen nach gut­ achtlichen Stellungnahmen ausnahmswei­ se möglich). Bei Hochwasser sind drei Ka­ tegorien maßgeblich: ein Hochwasser, das alle 30 (HQ 30), alle 100 (HQ 100) bzw. alle 300 Jahre (HQ 300) auftreten könnte. In HQ-100-Gebieten ist das Bauen grund­ sätzlich nicht, in HQ-30-Gebieten nur be­ dingt zulässig. Die regelmäßigen, teils heftigen Nie­ derschläge der letzten Tage und Wochen führten zu Hochwasser und Murenabgän­ gen, welche enorme Sachschäden verur­ sacht haben. Das Zusammenspiel vieler Faktoren machte die Schadensereignisse möglich. Bestimmte Naturereignisse sind nach menschlichem Ermessen eben nicht vorauszusehen. Ein Raumordnungsgesetz gab es erstmals 1974 und Hochwasser­ schutz bzw. Gefahrenzonenpläne wurden erst später ein Thema. Einerseits sind da­ her noch viele Gebäude in bedrohten Ge­ bieten zu finden und anderseits ist die Ge­ fahrenzonenplanung noch lange nicht ab­ geschlossen. Raumordnung ist ein ständiger Entwick­ lungsprozess; in den letzten Jahren geprägt vom Bemühen, zur Gefahrenvermeidung eine strengere Linie zu gehen. Die groß­ zügige Ausweisung von „roten Zonen“ als ausnahmslose Bauverbotsbereiche kann Schadensereignisse wahrscheinlich nie verhindern, wohl aber wesentlich minimie­ ren. Keinesfalls dürfen persönliche Begehr­ lichkeiten und politische Interventionen in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Das Sagen haben letztlich Sachverständi­ ge, denen damit eine große Verantwortung übertragen ist!

termine

bauern-tv

Bio-Hoftag Biogemüsebaubetrieb von Anita Pranger aus Jamm 54, St. Anna am Aigen lädt am 7. August, ab 17 Uhr zum Bio-Hoftag. Keine Anmeldung erforderlich. Nähere Infos unter: 0676/842214410. Kürbisnarische Wochen Am 1. August starten die „Kürbinarischen Wochen“ und 22 Ölspur-Wirte zwischen Stainz und laden ein. Unter dem Motto „Originalität und Regionlalität“ werden die Gäste mit haubengekrönten Kürbisgerichten kulinarisch verwöhnt. Liste der Ölspurwirte unter: www.oelspur.at

Ölspurwirte laden ein

KK

Waldverband: Tirol-Reise Der steirische Waldverband erkundet von 30. August bis 1. September 2012 die Forstwirtschaft in Süd-, Ost- und Nord-Tirol. Information und Anmeldung: 0316/8050-1370, Programm: www.waldverband-stmk.at Schilchertage Alljährlich läuten die Schilchertage in Stainz die touristische Hauptsaison der Weststeiermark ein. Highlights sind neben dem „Trachten-Sonntag“ die auswärtigen Volkstanz- und Folkloregruppen. 10. bis 12. August 2012. Infos: www.schilchertage.at Die lange Nacht des Weines Vom Freitag den 3. bis Samstag den 4. August gilt es für 16 Weinbauern der Südweststeiermark wieder ihre heurigen Weinkreationen der Besucher am Wieser Hauptplatz zu präsentieren. Steirerkäs-Wandertag Klein und Groß wird am 12. August zum Steirerkäswandertag geladen. Start ist um 9.30 Uhr beim Turmparkplatz in Spielberg. Die Wanderung führt zum „Turm im Gebirge“ (Tremmelberg). Für das leibliche Wohl sorgen die Knittelfelder Bäuerinnen mit besonderen Schmankerln.

Genuss am Berg

kk

u WDR Gartenlust. Samstag, 4. August, 18.20 Uhr. u ORF 2 20 Jahre „Bauern helfen Bauern“. Dokumentation. Sonntag, 5. August, 18.25 Uhr. u ARTE Plastik über alles. Dienstag, 7. August, 20.15 Uhr. u SWR Marktcheck checkt ... Donnerstag, 9. August, 21 Uhr. u 3 SAT Energiemodelle für die Zukunft. Mittwoch, 8. August, 20.15 Uhr.

Pioniere & Rebellen pixelio

kurzinfo Hunger & Lust Ernährungsratgeber „Hunger & Lust“, 260 Seiten. Autor und Ernährungswissenschaftler Uwe Knop hinterfragt kritisch alle gängigen und unausgesprochenen Ernährungsregeln und Vorurteile gegenüber dem „Dick sein“. Erhältlich zum Preis von 6,99 Euro, ISBN: 9783839175293. Innovationspreis Die österreichische Jungbauernschaft sucht die innovativsten Betriebsführer. Der Innovationspreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Bedingungen und Unterlagen auf www.jungbauern.at. Teilnahmeschluss ist der 15. Oktober. Aktiver Forstschutz Der Steiermärkische Forstverein lädt zur Jahreshaupttagung am 7. Septbemer nach Gröbming ein. Vormittags finden Vorträge zum Thema „Aktiver Forstschutz für gesunde Wälder“ und nachmittags verschiedene Exkursionen statt. Informationen, Exkursionsprogramm sowie Anmeldung bis 31. August unter 0316/825325 oder www.steirischerwald.at.

Gesunde Wälderpixelio

Sportliches R

Michael Walchhofer und Mario H Im Vordergrund wird aber der ­Genuss stehen: ­Haubenküche auf der Alm.

Jack“, ein Smoker-Grill. Das so zubereitete Rindfleisch über­ zeugt durch seinen angenehm rauchigen Geschmack und sei­ ne besondere Zartheit.

Es wird zweifellos der Höhe­ punkt des Almsommers wer­ den. Das Rindfleischfest auf der Brandlucken lockt wie­ der mit den köstlichsten Vari­ ationen an Rindfleischgerich­ ten, die man sich hierzulande vorstellen kann. Dafür sorgen Haubenkoch Ferdinand Bau­ ernhofer, AMA-Grillclub-Initi­ ator Johann Stabauer und zahl­ reiche Organisationen, begin­ nend von Almo über Styriabeef bis hin zu den Seminarbäue­ rinnen. Eine besondere Rind­ fleischspezialität bietet „Cactus

Am Nachmittag kommen gleich zwei heimische Sport­ größen beim Rindfleischfest vorbei: Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer und SK Sturm Rekordtorschütze Ma­ rio Haas. Sie werden am Nach­ mittag Autogramme geben. Für ein Eintrittsband um drei Eu­ ro gibt es einen gratis Shuttle­ dienst von und zu den Parkplät­ zen, sowie ein Los im Wert von zwei Euro, mit dem tolle Preise gewonnen werden können. Die Veranstaltung ist „wetterfest“. www.rindfleischfest.com

pichl-termine 15.9.: Schwammerlseminar 17.-28.9.: Traditioneller Blockhausbaukurs 17.9.-5.10.: Forstfacharbeiterkurs Fachteil 1 21.-22.9.: Böllerkurs 1.-3.10.: Baumsteigekurs 3.10.: Multiplikatorenschulung Holzmesskurs 4.-5.10.: Forstökonomisches Seminar 4.-5.10.: MS Kurs für Brennholzwerber 8.-19.10.: Forstfacharbeiterkurs Fachteil 2 8.-12.10.: Waldwirtschaft für Einsteiger M1 11.10.: Seminar: Dienstleister - Kosten Info bei FAST Pichl, Tel. 03858/2201, office@pichl.lk-stmk.at www.fastpichl.at

Sportlich, sportlich!

Bester Rat aus erster Hand: die a Recht – Soziales – Steuer In den Monaten Juli und August 2012 finden in den Bezirkskammern für Land-

und Forstwirtschaft keine Sprechtage der Rechtsabteilung (Recht, Sozial und Steuer) statt. Die Sprechtage der Rechtsabteilung

in der Landeskammer, Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, finden unverändert jeweils am Dienstag und Freitag Vormittag statt. Das Rechtsreferat (Tel. 0316/8050-1247), Sozialreferat (Tel. 0316/8050-1426) und Steuerreferat (Tel. 0316/8050-1256) ersucht um vorherige Voranmeldung.

Pflanzenbau Die Sprechtage finden, wenn nicht anders angeführt, jeweils in den Bezirkskammern statt: Deutschlandsberg: Nach Bedarf

Feldbach: Jeden Di., 8-12 Uhr; Graz: Sprechtag Di, 28. 8., 8-12 Uhr BK Oststeiermark – Hartberg und Fürstenfeld: Im August kein Sprechtag Knittelfeld: Jeden Do., 8.30-12 Uhr Leibnitz: Jeden Di. und Fr., 8.30-12 Uhr Liezen: Nach Bedarf Bad Radkersburg: Jeden Fr., 8-12 Uhr Voitsberg: Nach Bedarf Weiz: Nach Bedarf

Biozentrum Steiermark Ackerbau, Schweine: Heinz Köstenbauer: 0676/842214401. Ackerbau, Geflügel: Wolfgang Kober:


SERVICE

Mahlzeit

Die wichtigsten Termine und ­Hinweise für die ­steirischen Bäuerinnen und Bauern: www.lk-stmk.at, 0316/8050-1281, presse@lk-stmk.at

Pflügerkönige Landes- und Bundesentscheid Mitte August eim Pflügen Landes­ entscheid werden beim traditionellsten aller Landjugend-Wettbewerbe am 12. August in Stocking bei Wildon die Landessieger im Dreh- beziehungsweise Beet­ pflug ermittelt. Die besten drei der jeweiligen Kategorie quali­ fizieren sich für den Bundes­ entscheid 2013. Um 10 Uhr be­ ginnt der Tag mit der Pflüger­ parade, Frühschoppen und Ma­ schinenausstellung. Die heurige Ausgabe des Bun­

B

desfinales folgt nur eine Wo­ che später, am 18. August. Drei steirische Pflüger kämp­ fen im burgenländischen Bild­ ein um den Bundessieg. Start­ schuss zum Wettbewerb ist um 11 Uhr. Unterhaltung ver­ spricht auch der Frühschoppen und am Abend das Pflügerfest, bei dem auch die Sieger geehrt werden. Aber schon am Abend zuvor steigt im Festzelt eine große Party. Vorverkaufskarten und nähere Informationen auf www.bgldlandjugend.at.

Hildegard Kröll Schafbäuerin aus Öblarn

Zutaten 700g Lammfleisch (Schulter, Wade, Hals oder Bauch) 4EL Rapsöl 1 gr. Zwiebel 3 Karotten 3 Zehen Knoblauch 1/8lt. Weißwein 1 rote oder gelbe Paprika 1 Chilischote (getrocknet) 1 Msp. Cayennepfeffer 1 El. Paprikapulver edelsüß Saft ½ Zitrone ½ Becher Sauerrahm 1Ds. gewürfelte Tomaten 1 Bund frische Petersilie glatt Salz, Pfeffer Zubereitung Fleisch in ca. 1 cm kleine Würfel schneiden. Öl erhitzen, darin klein geschnittenen Zwiebel und würfelig geschnittene Karotten gla-

Lammg´schnetzeltes sig rösten. Das Lammfleisch dazugeben, kurz und kräftig anbraten, mit dem Weißwein aufgießen. Knoblauch und Chilischote fein hacken und untermischen, mit Cayenne, Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Zitronensaft, gewürfelte Tomaten und Sauerrahm dazugeben und ca. ½ Std. köcheln lassen. Event. etw. Wasser nachgießen. Vor dem Servieren mit Petersilie verfeinern.

Rindfleischfest

Als Beilage empfehle ich Bandnudeln und Blattsalat

Haas am 5. August in Brandlucken highlights

Festereigen

So viel ist am Rindfleischfest los, dass nur ein Auszug Platz hat: u Heilige Messe, zelebriert von Altbischof Johann Weber u Frühschoppen mit Puntigamer Bieranstich u Hubschrauber-Rundflüge über das Almenland u Große Preisverleihung mit vielen wertvollen Gewinnen u Brauchtumswiese: Altes Handwerk zum Anfassen nah u Kinderwelt mit Betreuung von 11 bis 16 Uhr u Geführte Naturparkwanderungen um 13 und 14.30 Uhr

Mit dem Almlammfest (siehe letzte Seite) ist der Startschuss für einen sommerlichen Festereigen rund um steirische Genüsse gefallen. Mit dem Rindfleischfest steht bald ein Highlight am Programm. u Rindfleischfest am 5. August auf der Brandlucken u Kürbis- und Gemüsefest am 15. und 16. September in Lebring u Käsefest am 15. September auf der Burgruine Obervoitsberg u Kulinarikfest am 16. September im Kammerhof in Graz u Milchfest am 29. September in Rachau

Die wichtigsten Wochenenden für Wettkampfpflüger

Landjugend

Tag der Paradeiser 8. August ist Ehrentag des beliebtesten Gemüses tolze 31.403 Tonnen Paradeiser im Wert von knapp 80 Millio­ nen Euro essen Herr und Frau Österreicher im Jahr laut RollAMA-Daten. Würde man diese gesammelt in LKW befüllen, reichte die Schlan­ ge 15 mal vom Boden- zum Neu­ siedlersee und zurück. Die große Beliebtheit des Paradeisers zeigen aber nicht nur die

S

Marktzahlen, sondern auch ei­ ne RollAMA-Motivanalyse aus dem April vorigen Jahres. Demnach bezeichnet jeder zweite Österreicher den Parad­ eiser als absolutes Lieb­ lingsfruchtgemüse. Jetzt haben hei­ mische Paradei­ ser Hochsaison und kommen vollreif geerntet mit bestem Aro­ ma und den mei­ sten Inhalts­ stoffen daher.

Forst Bruck/M.: Jeden Di.; 8-12 Uhr; Deutschlandsberg: Jeden Fr.; 8-12 Uhr;

Feldbach: Jeden Di.; 8-12 Uhr; Fürstenfeld: Fr., 3.8.; 9.-12 Uhr; Graz-Umgebung: Jeden Di. u. Fr.; 8-12 Uhr; Hartberg: Jeden Di. und Fr.; 8-12 Uhr; Judenburg: Jeden Fr.; 8-12 Uhr; Knittelfeld: Jeden Do.; 8-12 Uhr; Leibnitz: Jeden Fr. und Di.; 8-12 Uhr; Leoben: Jeden Mi.; 8-12 Uhr; Liezen: Jeden Mo.; 8-12 Uhr; Mürzzuschlag: Jeden Di. u. Fr.; 8-12 Uhr; Murau: Jeden Do.; 8-12 Uhr; Eichfeld/Mureck (Raiffeisengebäude): Mi., 8.8.; 8-12 Uhr; Radkersburg: Fr., 24.8.; 8-12 Uhr; Voitsberg: Jeden Di. u. Fr.; 8-12 Uhr; Weiz: Jeden Di.; 8-12 Uhr;

Saftig vom zarten LammKröll

landjugend-termine

aktuellen Sprechtage im juli 2012 0676/842214405. Grünland, Rinderhaltung: Martin Gosch: 0676/842214402 (auch Schafe und Ziegen) und Wolfgang Angeringer: 0676/842214413. Mur- und Mürztal: Georg Neumann: 0676/842214403. Bezirk Liezen: Wolfgang Angeringer: 0676/842214413.

Gutes Gelingen!

Anfragen bezüglich Hofwegebau sind künftig jeden Montag Vormittag an die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer, Hamerlinggasse 3, 8011 Graz zu stellen, bzw. telefonisch unter 0316/8050 für die Bezirke Bruck/Mur, Mürzzuschlag, Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg , Weiz und Hartberg unter 1552, für die Obersteiermark unter 1300 und für die Weststeiermark unter 1276 zu richten.

Direktvermarktung Bruck/Mur: Di., 7. 8. von 8-12 Uhr. Dlbg: Di.,14., 21. 8., 8-12 Uhr.

Feldbach: nach telefonischer Vereinbarung unter 0664/602596-4322. Hartberg: nach telefonischer Vereinbarung unter 0664/602596-4322. Graz-Umg.: Di., 7., 21. 8., 8-12 Uhr. Leibnitz: Fr., 3. 8. von 8-12 Uhr. Liezen: jeden Montag nach telefonischer Voranmeldung unter 03612/22531. Murau: Do., 2. 8. von 8.30-12 Uhr. Murtal: nach telefonischer Vereinbarung unter 0664/602596-4529. Radkersburg: Do., 2. 8. von 8-12 Uhr. Voitsberg: Di., 8-12 Uhr nach tel. Vereinbarung, 03142/21565-5521. Weiz: 21. und 24. 8., 8-12 Uhr.

Landestermine 11.8.: Kultivent, Piberstein, Maria Lankowitz 12.8.: Pflügen Landesentscheid, Wildon 1.-2.9.: Bewegter LJ Sommer, 1. Wochenende 9.9.: Fit for Spirit, Mariazell, 12.30 Uhr 15.-16.9.: Bewegter LJ Sommer, 2. Wochenende Bezirkstermine 2.8.: GU Bezirks-Agrarkreisexkursion, Großstübing 4.8.: BM Actionday Bezirk Bruck, Seebach-Teiche 4.8.: HB Bezirks-Agrarkreisexkursion, Hartberg 4.8.: MT Gartenfest, Rainer´s Obstgarten, Kobenz 4.8.: LB Bezirks-Pflügen, St. Georgen 4.8.: MU Agrar- & Genussolympiade, St. Lorenzen 4.8.: MU Theater, Waldfesthalle Zeutschach 4.8.: MZ Maibaumumschneiden, Klein Veitsch Mehr unter www.stmklandjugend.at


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M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Rindermarkt

Viktor Kickmayer aus Kirchbach ist mit seinem innovativen BioSchweinestall sehr zufrieden. Der planbefestigte Warmbereich bleibt sauber, die Schweine misten im dafür vorgesehenen Außenbereich. „Mehr als zwei Drittel misten die Jänner Tiere im Freiluft-Spaltenbereich, der Rest landet im Feber Strohbereich.“ März Selbst bei Minustemperaturen sind April die Schweine im offenfront Strohbereich anzutreffen, Mai weil „sie sich eingraben können“. Juni Probleme gab Juli es anfangs bei den Ferkelkästen. Die Ferkel misten auf derAugust dem Ausgang September gegenüberliegenden Seite. Der AusOktober gang wurde nun anders positioniert. November

Zuchtrinder

6. 8. Greinbach, 10.30 Uhr 20. 8. Leoben, BV 10 Uhr, HF 11 Uhr, FV 11.15 Uhr 22. 8. St. Donat, 11 Uhr Nutzrinder/Kälber

7. 8. Greinbach, 11 Uhr 14. 8. Leoben, 11 Uhr 21. 8. Greinbach, 11 Uhr 28. 8. Leoben, 11 Uhr Pferde

25. 8. Schöder, 10.30 Uhr 1. 9. Pleschkogel, 10 Uhr EU-Marktpreise Jungstierfleisch R in Euro/100 kg, Schlachtgewicht, kalt, Woche bis: 22. Juli 2012 Deutschland Österreich Italien EU-27 Ø

Wo.Tend.

383,61 370,33 376,75 370,91

+1,01 +0,11 +0,70

+ 1,09

Quelle: Europäische Kommission

Schlachthof-Einstandspreise AMA, 16. bis 22.7. Österreich

Stiere

Durchschnitt Tendenz Durchschnitt U Tendenz Durchschnitt R Tendenz Durchschnitt O Tendenz Durchschnitt E-P Tendenz E

3,85 +0,01 3,79 ±0,00 3,66 – 0,06 3,47 +0,08 3,75 – 0,01

Tolle Ställe

Vorjahressieger

Marktvorschau (3. August bis 2. September)

Kühe

Kalbinnen

3,47 +0,02 3,35 – 0,01 3,20 +0,02 2,95 +0,01 3,08 +0,01

3,56 – 0,17 3,63 +0,07 3,50 +0,04 3,15 +0,16 3,53 +0,05

Heinz und Elisabeth Jeitler aus Staudach haben bei ihrer kombinierten Schweinehaltung besonders auf artgerechte Haltung geachtet, obwohl sie dafür keinen Mehrwert erwarten durften. Der Kaltstall, bei dem die Liegefläche über den Boden beheizt wird hat sich sogar im strengen Winter bewährt. „Wir hatten immer 22, 23 Grad im Innenbereich. Zum Misten gehen die Tiere auch wenn´s sehr kalt ist raus.“ Und auch an den extrem heißen Tagen, hatte es dank der ausgeklügelten Bauweise maximal 28 Grad. „Die Schweine waren tagsüber herinnen und gingen erst Abends hinaus.“

Ermittlung laut Viehmelde-VO BGBL.42/2008, der durchschn. Schlachthof-Einstandspreise (inklusive ev. Zu- und Abschläge)

Rindernotierungen, 30. Juli bis 4. August EZG Rind, Qualitätskl. R, Fettkl. 2/3, in Euro je kg exklusive qualitätsbedingter Zu-und Abschläge Kategorie/Basisgew. warm

von/bis

Stiere (330/460) Progr. Stiere (335/460) Kühe (300/420) Kalbin (250/350) Kalbin -24 M (250/350) Programmkalbin (250/330) Schlachtkälber (80/105) Bio-ZS in Ct.: Kühe 35-40, Kalbin 40-65; AMA-ZS in Ct.: Stier 15, Schlachtkälber 20

3,60/3,64 3,83 2,86/3,04 3,18 3,33 3,60 4,90

Ochsen + Jungrinder

Bio-Ochsen (300/430) ALMO R3 (340/420), 20-36 M. Styriabeef (185/260)

4,02 3,99 4,20

Astrid Jaritz aus Rein hatte keine Möglichkeit ihren Milchkühen eine Weide anzubieten. Daher baute der Urlaub am Bauernhof Betrieb einen Kompost-Stall. „Er ist perfekt. Ich würde ihn sofort wieder so bauen.“ Auch das zweimalige Wenden des Komposts im Stall ist kein Problem, da eine eigene Maschine dafür bereit steht. „Wir brauchen dafür je fünf Minuten in der Früh und am Abend.“ Um die Kosten für Sägespäne zu drücken, mischt Jaritz Hackschnitzel ein und experimentiert auch mit Waldhackgut. „Die Tiere sind sehr, sehr ruhig und lassen sich auch von unseren Gästen nicht stören.“

Dezember Durchschnitt ab 2008 gew. Mittel Woche 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Familie Jeitler aus Rohr bei Hart16 17 berg ist mit ihrem Stall für 120 18 Mutterschafe sehr zufrieden. „Die 19 Tiere sind beim Fressen sehr ruhig 20 und bleiben im Fressgitter.“ Somit 21 konnten auch die Futterverluste ver22 ringert werden. Auch die behörnten 23 Schafe kommen gut zurecht. „Es 24 ist so wie wir uns das vorgestellt 25 haben.“ Vom Futtergang aus bietet 26 sich eine perfekte Übersicht. Obwohl 27 dieser mit dem Traktor befahrbar 28 ist, würden die Jeitlers ihn noch ein 29 Stück breiter machen. Auch die Wei30 deflächen haben sich von der Quali31 tät her verbessert. Das Problem lag 32 aber beim Wetter des Vorjahres. 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51/52 52/53

1. August 2012

Preis für tierfreundliches

Kälber lebend - netto

98 99 2000 2001 2002 2003 3,41 3,43 3,24 3,07 2,79 3,52 3,11 3,23 3,20 2,57 2,72 3,42 3,16 3,18 3,30 2,54 2,83 3,40 2,90 3,20 3,38 2,50 2,90 3,44 2,94 3,16 3,39 2,51 3,12 3,47 3,09 3,21 3,33 2,87 3,20 3,54 3,14 3,17 3,32 3,02 3,16 3,54 Ein 3,27 Stall 3,27 muss 3,00 in erster 3,03 3,27 Linie 3,38 immer kosten­ 3,32 3,41funktionell 3,26 2,91und 3,33 3,34 günstig 3,30 3,30 sein. 3,25Und 3,02er muss 3,47 den 3,39 Gesetzen zumindest entspre­ 3,25 3,33 3,26 2,85 3,50 3,44 chen.3,32 Trotzdem gibt 3,53 es Raum 3,27 3,16 2,84 3,21 für Kreativität und natürlich 3,15 3,27 3,28 2,86 3,17 3,43

Für viele war es eine wichtige ­Investition für den ­Erhalt der eigenen ­Landwirtschaft.

auch die Möglichkeit mehr für den Tierschutz zu tun, als vom 2003 Staat gefordert, was nicht auto­ 3,51 matisch teurer sein muss. Sol­ 3,58 che beispielhafte Bauten hinter 3,58 dem Vorhang hervor zu holen, 3,49 das hat sich der Tierschutzpreis 3,48 des Landes Steiermark zur 3,42 Aufgabe gemacht. 3,33

3,43 Entweder, oder 3,51 „Mit Ausnahme des Betriebes 3,37 Steiner fällt bei den Gewinnern 3,43 auf, dass sie vor der Entschei­ 3,42 dung standen entweder aufzu­ 3,39 hören oder sich etwas Neues zu 3,52 überlegen“, bemerkt Jury-Mit­ 3,55 glied Walter Breininger. Mit 3,39 dem Stallbau gab es auch Ver­ 3,30 änderungen bei der Ausrich­ 3,44 tung der Betriebe. Der neue 3,42 Stall ist die wirtschaftliche 3,57 Grundlage für den Fortbestand 3,49 der Landwirtschaft. 3,46 3,65 Die Ziele des Preises 3,43 Vor drei Jahren wurde der Preis 3,47 von der Tierschutzombudsfrau 3,60 Barbara Fiala-Köck ins Leben 3,60 3,65 3,61 3,44 3,39 3,54 3,52 3,33 3,22 3,18 3,19 eben den vier Haupt­ 3,59 preisen für bäuerliche 3,56 Betriebe erhielten 3,43 auch das Lehr- und For­ 3,45 schungszentrum Raumberg3,38 Gumpenstein sowie die Hechtl3,38 Ranch in Fladnitz an der Teich­ 3,33 alm Anerkennungspreise für 3,40 besonders tierfreundliche Hal­ 3,45 tung. Der Forschungsstall in 3,49 Raumberg ist für 80 Milchkühe 3,42 ausgelegt und nimmt Rücksicht 3,43 auf die Anforderungen der For­ 3,22 schung. Geplant wurde dieser 3,13 Stall von der Landwirtschafts­

2004

2005

2006 2007 2008 2009 3,36 3,40 3,36 3,43 3,38 3,62 3,42 3,40 3,42 3,24 3,18 3,27 3,37

gerufen. Die Initiatorin: „Gera­ 3,22 3,36 3,58 3,77 3,51 de 3,32 in der momentan geführten 3,37 3,63 3,64 3,59 intensiven öffentlichen Dis­ 3,34 3,34 3,83 3,66 3,63 kussion über Tierhaltung am 3,36 3,56 3,76 3,57 3,56 landwirtschaftlichen Betrieb 3,32 3,50 3,77 3,39 3,53 ist 3,41 es mir ein 3,66großes 3,88Anliegen, 3,42 3,57 die3,47 Leistungen der bäuerlichen 3,62 3,87 3,56 3,64 Landwirtschaft diese 3,41 3,67 auf 3,91 3,66Art3,53 und3,41 Weise 3,59 nach außen zu 3,84 3,58tra­3,59 gen3,50 und der nicht bäuerlichen 3,46 3,71 3,56 3,49 Bevölkerung vermitteln.“ 3,37 3,44 zu 3,65 3,36 3,34 Ziel3,42 war es3,45 von Anfang 3,70 an, 3,48be­3,38 sondere Leistungen und gelun­3,53 3,38 3,50 3,76 3,55 gene Konzepte des tierfreund­ lichen 2004 Bauens 2005 in der 2006Nutztier­ 2007 2008 haltung prämieren, 3,16 zu3,37 3,57 um 3,77die3,48 Motivation, im Agrarbereich 3,16 3,41 3,62 3,82 3,43 auf3,27 hohem3,37 Niveau3,56 zu planen 3,81 3,46 und3,23 zu bauen, 3,31 zu steigern 3,58 3,74und3,52 gute Beispiele 3,24 3,40 allen 3,57Landwir­ 3,65 3,64 ten3,28 zu präsentieren. 3,32 3,57 3,67 3,70 3,29 3,39 3,67 3,61 Soll fortgesetzt werden 3,37 3,43 3,70 3,62

3,58 3,51 Insgesamt wurden 3,82 heuer3,66 6.3003,58 3,32 3,18 Euro 3,26ausgeschüttet. 3,28 3,81Die 3,71vier3,63 prämierten (siehe3,60 3,30 3,48Betriebe 3,88 3,66 rechts), jeweils 1.5003,60 3,32 erhielten 3,50 3,88 3,62 Euro. beste3,69 3,46Zudem 3,34erhielt 3,77das3,64 Tierfoto einen Sachpreis 3,44 3,43 3,78 3,58 im3,53 Wert Mitzuma­ 3,40von 300 3,76 Euro. 3,74 3,57 3,61 chen für die 3,36hat sich 3,76 also3,75 3,58Be­3,59 triebe Mittel3,56 stell­3,50 3,35gelohnt. 3,48 Die3,77 te 3,31 der bislang Tierschutz 3,33 für3,77 3,53 3,59 zuständige Landesrat 3,31 3,49 3,76 Johann 3,44 3,55 Seitinger zur 3,36 3,65 Verfügung. 3,80 3,37Mit3,56 1. August geht 3,31 3,68 dieses 3,74Resort 3,29 an3,52 Landesrat Gerhard3,76 Kurzmann 3,29 3,64 3,29 3,48 über. 3,36Barbara 3,57 Fiala-Köck 3,89 3,40 ist3,63 aber diesen3,50 3,36 zuversichtlich, 3,62 3,92 3,39 Preis im nächsten Jahr3,61 3,41auch3,84 3,90 3,41 ausschreiben 3,46 3,80zu können: 3,82 3,48„Es3,55 gibt3,48 genug 3,45 positive3,88 Beispiele.“ 3,58 3,45 3,46 3,57 3,88 3,57 3,56 3,50 3,70 3,87 3,51 3,78 3,47 3,61 3,86 3,59 3,79 3,44 3,49 3,87 3,67 3,66 3,44 3,50 3,86 3,74 3,54 3,45 3,82 3,92 3,68 3,47 3,41 3,82 3,93 3,63 3,50 3,34 3,69 3,96 3,57 3,61 3,36 3,63 3,91 3,62 3,61 3,66 3,83 3,60 Auf3,41 der Hechtl-Ranch entwi­3,68 3,42Markus 3,61 Reith 3,83 ckelte ein 3,56 ausge­3,60 3,47 3,48 3,77 3,54 3,49 klügeltes Freiland-Ranch-Sys­ 3,47300 3,72 3,54 3,51 tem3,53 für rund Murbodner3,56 Windschutzzaun, 3,54 3,69 3,60 as­3,66 Rinder. 3,48 3,42 3,73Trennung 3,59 3,62 phaltierte Treibwege, 3,42 3,71 Zucht­ 3,56 3,41 der3,48 unterschiedlichen 3,42 3,39 3,68 3,48 3,28 gruppen, saubere Liegeflächen, 3,40zu reinigende 3,44 3,62 3,28 3,28 leicht Futterplät­ 3,38 3,63 3,27ma­3,27 ze, 3,43 frostgesicherte Tränken 3,35 3,50 sehr 3,61 3,39 3,39 chen die Arbeit effizient. 3,29 3,49 3,70 Vergeben wurde auch ein3,45 Sach­3,46 3,33 3,43von 300 3,70 Euro 3,61 für3,39 preis im Wert 3,56 3,35 das3,43 beste 3,46 Tierfoto.3,71Gewinner 3,50 3,45 3,68 3,38 3,39 ist Peter Prugger, Schafbauer 3,41 aus Aich.

Anerkennungspreise Forschungsstall und Ranch-System

N

kammer Steiermark.

Quelle: Wochenberichte bzw. Monatsberichte LK-EPE

Rindermarkt

Steirische Erzeugerpreise 23. bis 29. Juli – Totvermarktung Klasse

Ø-Preis Tend. Ø-Preis U Tend. Ø-Preis R Tend. Ø-Preis O Tend. E-P Su Tend. E

Stiere

3,75 ±0,00 3,69 ±0,00 3,63 +0,02 – – 3,68 +0,01

Kühe

– – 3,09 – 0,01 2,95 +0,04 2,73 – 0,04 2,81 – 0,06

Kalbinnen

– – 3,27 +0,02 3,20 +0,01 – – 3,25 +0,04

exklusive eventueller qualitätsbedingter Zu- und Abschläge

Steirische Erzeugerpreise 23. bis 29. Juli Rinder lebend

Ø-Preis Tendenz

Kühe Kalbinnen Einsteller Ochsen Stierkälber Kuhkälber

1,45 1,95 2,53 – 4,66 3,29

– 0,07 +0,04 +0,12 – +0,14 +0,24

Kälber gesamt

4,43

+ 0,19

AMA-Preise Österreich, frei Schlachthof, 16. bis 22. Juli Schlachtkälber 5,23 +0,04

Trend stabil bis fester Auf dem europäischen Schlachtrindermarkt ist ein stabiler bis fester Trend erkennbar. Das anhaltend knappe Ange­ bot ließ bei lebhafter werden­ der Nachfrage die Notierungen bei Schlachtstieren erneut nach oben klet­ tern. Der Export in Drittstaaten gerät aufgrund der allgemein guten Preissituation am Rindfleischsektor zunehmend ins Stocken. Der österreichische Markt ist ebenfalls von steigenden Notierungen geprägt. So konnten sich die Schlachtstier- und Schlachtkuhnotierungen weiter festigen. Die Tendenz sollte weiter auf stabil bis fest zeigen.

4,5

Kälber lebend (in Euro je Kilogramm)

2012 4,0

3,5

3,0

1. bis 53. Woche

2011

2010

2009 3,39 3,55 3,27 3,25 3,40 3,42 3,42 3,35 3,41 3,38 3,39 3,31 3,38 3,49 3,44 3,41 3,42 3,37 3,40 3,38 3,40 3,35 3,58 3,66 3,62 3,61 3,50 3,52 3,35 3,28 3,42 3,32 3,52 3,50 3,25 3,32 3,41 3,44 3,47 3,45 3,34 3,32 3,15 3,14 3,26 3,25 3,09 3,15 3,25 3,29 3,19 3,44


M a r k t & W i r t s c h a ft

1. August 2012

einfach zum Wohlfühlen

Kennzahlen Internationale Notierungen

Bauen: Geht´s den Tieren gut, geht´s dem Bauern gut

A

Lichteinfall. Es wurde ein Tief­ lauf- und Tretmiststall errich­ tet. Der Betrieb ist seit 1975 an­ erkannter Demeterbetrieb. Besonders hervorzuheben ist die Philosophie der Demeter­ gemeinschaft: Artgemäße Hal­ tung und Fütterung, hofeige­ nes Demeterfutter und respekt­ voller und einfühlsamer Um­ gang mit den Tieren ist für Demeterbauern selbstverständ­ Barbara Fiala-Köck lich. 

E

D

sehen, es wurde ein SägezahnSwing-Over-Melkstand mit Se­ parierbucht und Abkalbebox errichtet. Zwei Nachbarn ha­ ben sich hier zu einem Koope­ rationsbetrieb zusammenge­ schlossen, die beiden Familien einen Arbeitsplatz am bäuer­ lichen Betrieb sichert. Diese Form der Zusammenar­ beit könnte ein Vorbild für wei­ tere kleine Betriebe mit exis­ tenziellen Sorgen sein.  B.F-K

Agr ar

els

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+13,00 +0,10

bestehender Antr. in %

Neuer Antrag in %

3,10 2,53 3,11 2,91

2,82 2,60 3,84 3,08 5,47

3-Monats-EURIBOR Sekundärmarktrendite AIK Zinssatz (Brutto 2,625 %)

0,66 1,55 netto für Landwirt ab 1. 7. 2012

Hofübernehmer, benachteiligtes Gebiet, bestehende Verträge Hofübernehmer sonstiges Gebiet (best. Verträge) oder Förderwerber im benachteiligten Gebiet kein Hofübernehmer sonst. Geb.

0,656 1,312 1,68

Quelle: Österreichische Nationalbank

Agrarpreisindex land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse und Betriebsmittel mit Investitionsgütern Agrarpreisindex 1995 = 100 % Einn. mit Gesamtöffentl.Geld Ausgaben

Diff. z. Vorjahr

2008 109,8 134,5 +4,87 2009 99,7 133,2 – 9,20 2010 Jänner 98,9 131,7 – 6,87 April 101,0 133,9 – 2,13 Juli 105,6 133,2 +3,02 Oktober 108,7 134,5 +11,03 2010 107,2 134,2 +7,52 2011 Jänner 112,1 141,7 +13,35 April 117,0 144,4 +15,84 Juli 117,6 144,5 +11,36 Oktober 114,3 142,4 +5,15 2011 114,9 143,8 +7,18 2012 Jänner 115,6 145,8 +3,12 April 118,9 150,8 +1,62

schweine- und ferkelmarkt

Herzlich Wilkommen auf unserem Stand

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Referenzsätze

aus Passail. Hauptbeweggrund für den Stallbau war, dass das alte Stallgebäude nach Umstel­ lung zum Biobetrieb nicht mehr den hohen Anforderun­ gen entsprach. Zurzeit werden Krainer Steinschafe – eine ge­ fährdete Hausrasse – gehalten, welche durch ausreichend Licht, Platz und die Möglich­ keit zum freien Auslauf opti­ male, tiergerechte Bedin­ B.F-K gungen vorfinden. 

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bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Durchschnitt Überziehungskredite

bunden mit Erweiterung des Viehbestandes und der Umstel­ lung auf die bedrohte Nutztier­ rasse „Murbodner“. Der Be­ trieb präsentiert sich nun als optisch sehr ansprechender Massivholzbau in Hanglage mit klaren Strukturen. Das Ziel mit der größeren Her­ de, der anderen Rasse und dem neuen Stall ist es, den Betrieb im Vollerwerb bewirtschaften B.F-K zu können.

2012 in W ia

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Michael Schneider, Bio-Schaf er Bio-Schafhalter Mi­ chael Schneider aus Brodingberg baute ei­ nen Offenfrontstall mit beto­ nierter Grundplatte und Aus­ lauf mit einer bergseitigen Be­ ton-Stützmauer. Für den Stall­ bau wurde gefrästes Rundholz verwendet, die Strohlagerung ist arbeitstechnisch günstig in das Gebäude integriert. Pla­ nung, Baumeister und Zimme­ rer lieferte die Firma Feldgrill

1,226 105,21 255,59 260,00

Quelle: www.bankdirekt.at; www.agrarzeitung.de

Florian Kainrath, Biokühe er Betriebsführer ist durch vielfältige Aus­ bildungen (Tischler, Berufsjäger, laufende Ausbil­ dung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter) hoch qualifiziert. Hauptmotivation für den Um­ bau des Betriebes war nach der Übernahme der biologischen Landwirtschaft von den Eltern im Jänner 2011 die Umstellung des alten Anbindestalls auf ei­ nen modernen Laufstall, ver­

Tendenz seit 9.7.

Sojaschrot, 44 %, frei LKW Ham511,00 burg, Kassa Großh.,Aug.,Euro je t Rapsschrot, frei LKW Hamburg, 317,00 Kassa Großh., Aug., Euro je t Schweine Eurex, Aug., Euro je kg 1,71

Fink-Paar OG, Milchkuh s wurde ein CuccettenLaufstall (allseitig of­ fener Stall ohne Au­ ßenwände; es gibt nur mehr Überdachung der Futter- und Liegeplätze und einen wetter­ seitigen Windschutz) für 30 Milchkühe inklusive Nach­ zucht mit Triefstreu-Liege­ boxen in Rundholzbauweise errichtet. Die Außenseiten sind mit Curtains oder einer Space­ board-Lärchenverschalung ver­

Kurs 30.7.

Euro / US-$ Erdöl – Brent , US-$ je Barrel Mais CBoT Chicago, Juli, € je t Mais MATIF Paris, Aug., Euro je t

Johann Steiner, Bio Mutterkuh usgangssituation für den Umbau war ein sogenannter Bielen­ bergstall mit Anbindehaltung. Die Hauptanforderungen an den Um- bzw. Neubau waren die Möglichkeit der Haltung von ausschließlich behornten Rindern durch ausreichend Be­ wegungsfreiheit und Platz, die Trennung verschiedener Grup­ pen, das Erreichen von hoher Luftqualität und ausreichender

11

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Planung und Ausführung der Bau- und Zimmermeisterarbeiten

Steirische Erzeugerpreise 23. bis 29. Juli Ø-Preis 1,70 S Tendenz +0,01 Ø-Preis 1,58 E Tendenz +0,01 Ø-Preis 1,36 U Tendenz +0,01 Ø-Preis 1,27 R Tendenz +0,09 S-P 1,65 Su Tendenz +0,01 Ø-Preis 1,25 Zucht Tendenz +0,01

Notierungen EZG Styriabrid, 30. Juli – 5. August

inkl. ev. Zu- und Abschläge

Marktpreise ohne Mehrwertsteuerangabe sind Nettobeträge

Schweinehälften, in Euro je Kilo, ohne Zu- und Abschläge

Basispreis ab Hof Basispreis Zuchtsauen

1,56 1,29

ST-Ferkel, 30. Juli bis 5. August in Euro je Kilo, bis 25 kg

ST- und System-Ferkel Übergewichtspreis ab 25 - 31 kg Übergewichtspreis ab 31 - 34 kg Impfzuschlag Mycopl, je Stk. Impfzuschlag Circo-Virus, für ST, je Stk. Ab-Hof-Abholung durch Mäster, je Stk.

2,20 1,10 0,45 1,563 1,50 1,00


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M a r k t & W i r t s c h a ft

Landwirtschaftliche Mitteilungen

Links: Führungstrio der Styriabrid steuert sicher durch den Markt (v.l.: Decker, Polz, Tschiggerl). Oben: Moderator Sepp Loibner steuerte durch den Abend. styriabrid

Höchste Auszeichnung für Top-Betriebe

Zehn Hoftafeln für steirische Betriebe

LK/Illemann

Gleich zehn Schweine­ halter wurden bei der Jubilä­ umsversamm­ lung der Sty­ riabrid mit der AMA-Hoftafel ausgezeichnet. Diese wird an je­ ne Betriebe verlie­ hen, die die letzten beiden Kontrollen fehlerfrei und qua­ si mit einem „Sehr gut“ bestanden haben. Jede dieser emailierten Tafeln ist ein Unikat mit Seri­ ennummer. Wir gratulieren: Siegfried Hirschmann, St. Stefan i. R.; Birgit Durlacher, Hirns­ dorf; Johann Reisinger, Schölbing; Anton Weber, Gschmaier; Maria und Johann Friedl, Rittschein; Marianne und Franz Rupp, Lei­ tersdorf; Johanna Aust, Straß; Maria und Franz Prutsch, Pichla; Heinz Drobetz, Goritz; Gu­ drun Stampfl, Hörmsdorf.

Mit uns voll am Ball Wir sichern die höchstmögliche Wertschöpfung im Schweinebereich für jeden Einzelbetrieb durch Marken­ programme, Einkaufsgemeinschaften für Futtermittel und Stallbedarfsartikel.

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1. August 2012

Schweine: Steirische Qualität Erfolgsgeschichte: Styriabrid vermarktete 800.000 Mastschweine Regionalprogramme sind ein wichtiger Meilenstein für ­Mäster und auch Ferkelerzeuger. „2011 war ein gutes Jahr für die Mäster und ein weniger gutes für die Ferkelprodu­ zenten“, zog Geschäftsführer Raimund Tschiggerl bei der Ju­ biläums-Jahreshauptversamm­ lung zum 40-jährigen Bestehen der Schweineerzeugergemein­ schaft Styriabrid Bilanz über das abgelaufene Jahr. Konkret erzielte die Styriabrid 2011 einen herzeigbaren Durch­ schnittspreis von 1,37 Euro je Kilo Schlachtgewicht, das im Schnitt mit 95,25 Kilo um 0,11 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 gestiegen ist. Mit 799.380 verkauften Mastschweinen hat die Vermarktungsgemeinschaft bereits unaufhaltsam an der 800.000-Marke gekratzt, die 2012 mit Sicherheit überschrit­ ten werde, so der Geschäfts­ führer. Damit wurde eine Wert­ schöpfung von beachtlichen 159 Millionen Euro erzielt. Mit der Wirtschaftlichkeit war man im Frühjahr zufrieden. Und nach den letzten Preisein­ brüchen sieht man jetzt wie­ der Licht am Horizont. Auch

die Ferkelpreise waren im er­ sten und zweiten Quartal 2012 mit durchschnittlich 2,75 Eu­ ro besonders hoch, gleichzeitig sind die Futterkosten gestiegen. „Die höheren Ferkelkosten wa­ ren auch eine massive Notwen­ digkeit, denn 2011 lagen sie im Schnitt bei nur 2,09 Euro, 2010 sogar darunter“, unterstrich Hans-Peter Bäck, Leiter der Ferkelvermittlung in der Styri­ abrid. Dass Ferkelproduzenten und Mäster an einem Strang ziehen, wie Obmann Josef Polz betonte, zeigt sich auch in der 2011 umgestellten Preismaske. „Dadurch können die Ferkel­ produzenten einen gerechteren Preis erzielen“, rechnet Bäck vor, der im Vorjahr 439.000 Ferkel an die Mäster vermit­ telte. Auch das 2011 ins Leben gerufene Lohnmast-Modell sei gut angelaufen.

Regionalprogramm Auch der steirische Weg hat gefruchtet: Ein Meilenstein für Mäster und Ferkelproduzenten ist das Regionalprogramm, mit dem die steirische Herkunft vom Ferkel über die Mast bis hin zur Verarbeitung nachvoll­ ziehbar dokumentiert ist. An den Marken „absolut steirisch“ und „Steirerglück“ ist rein stei­ risches Markenfleisch für die

Endverbraucher erkennbar. 2011 konnten wir einen Regi­ onalbonus von rund 2,5 Mil­ lionen Euro auszahlen, davon 160.000 Euro für die Ferkel­ produzenten, betonte Tschig­ gerl. Pro Mastschwein ist das ein Plus von 5,30 Euro brutto.

Herausforderungen Im Zuge des 40-jährigen Be­ standsjubiläums skizzierten Obmann Josef Polz und Land­ wirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski die He­ rausforderungen der hei­ mischen Schweinebauern. „Die Regionalität und Quali­ tät sind für die Zukunft ent­ scheidend“, betonte Wlodkow­ ski, der die bäuerlichen Fami­ lienbetriebe als wirtschaftlich unschlagbar bezeichnete. Er sei froh, dass der Lebensmit­ telhandel auf heimische Ware setze. Allerdings müsse auch der Preis für die Produzenten passen, forderte der Kammer­ präsident. Heftige Kritik übten Wlodkowski und Polz am der­ zeit geltenden Baugesetz, das den Neu- oder Zubau von Stäl­ len zu einem Hürdenlauf für die Bauwerber mache. Auch betriebswirtschaftlich stehen die heimischen Schweinebau­ ern vor großen Herausforde­ rungen, führte Polz aus. Die

Mitbewerber in Norddeutsch­ land und Dänemark seien, be­ zogen auf die Bestände, zehn­ mal größer als die steirischen Produzenten, ebenso sind alle 15 bis 20 Jahre die Ställe zu er­ neuern. Der Bioproduktion gibt Polz lediglich als Nische eine Chance, Zukunft habe die regi­ onale Herkunft des Fleisches. „Der Preis ist ausschlaggebend für die Kaufentscheidung“, zi­ tierte Polz entsprechende Um­ frageergebnisse. Daher bleibe das Motto der Styriabrid auch in Zukunft: „Leistbare Lebens­ mittel für die Menschen herzu­ stellen.“

Tierwohl ausschlaggebend Gleichzeitig bemühe man sich tierfreundliche Haltungssy­ steme zu forcieren. Eine klare Absage erteilte Polz auch der siebenprozentigen Stilllegung von Ackerflächen bei der ge­ planten Agrarreform ab 2014. Der stellvertretende StyriabridObmann Alois Decker hob her­ vor, dass das Tierwohl für die Produzenten oberste Priorität habe. In Richtung Tierschüt­ zer, die zuletzt in 20 steirische Schweinebetriebe eingedrun­ gen sind, sagte er: „Ohne Tier­ wohl könnten die Schweine­ bauern keinen ökonomischen Erfolg erzielen.“  R. Wilhelm

Styriabrid feierte 40-jähriges Bestandsjubiläum Erfolgsgeschichte: gestärkte Marktposition, Gebrauchskreuzung, Todvermarktung, Klassifizierung, Gesundheitsdienst eute ist die Schweiner­ zeugungs- und Ver­ marktungsorganisati­ on Styriabrid ein gewichtiger Marktpartner für die Schlacht­ höfe. Mehr als drei Viertel der heimischen Schweine werden von ihr vermarktet. Doch diese Schlagkraft wurde von den der­ zeit rund 2.300 Mitgliedern, ih­ ren Verantwortungsträgern und Gründungsvätern lange und hart erarbeitet.

H

Schweineerzeugerringe In den 1960er Jahren, als sich die ersten Schweineer­ zeugerringe formierten, wa­ ren Schweinepartien mit 20 Schlachtschweinen groß, heu­ te sind solche Partien klein. In St. Stefan im Rosental for­ mierte sich 1963 der erste Schweineerzeugerring. Um

am Markt respektiert zu wer­ den, schlossen sich im März 1972 die Ringe Bruck, Mur­ feld, Grenzland und St. Veit zur Styriabrid zusammen. Voraus­ setzung für die Mitgliedschaft waren für Ferkelerzeuger vier Zuchtsauen und für Mäster zwei Zuchtsauen mit Weiter­ mast. Ziel war es gleiche Preise für alle Produzenten zu erzie­ len, das überzeugte in der Fol­ ge immer mehr Bauern. Mitt­ lerweile sind 23 Erzeugerringe Mitglied bei der Styriabrid. Ein Meilenstein für den anhal­ tenden Erfolg war das Kreu­ zungsprogramm des Wei­ ßen Edelschweins mit dem in Norddeutschland entdeckten fleischstarken Pietrain-Eber, der allerdings stressanfällig war, wie sich später heraus­ stellte. Mittlerweile ist auch

dieses Problem beseitigt. Ein ne Wurzeln bei den steirischen weiterer wichtiger Meilenstein Schweinebauern. 1975 wurde war die Einführung der Totver­ der Schweinegesundheitsdienst marktung. Hier ging es darum ins Leben gerufen, den es mitt­ die Schlachtbetriebe zu über­ lerweile für sämtliche Tiergat­ zeugen. tungen österreichweit gibt. Dem langjährigen Obmann Das Werk der Gründungsvä­ August Jost gelang es mit dem ter wurde von den Nachfol­ Leipziger Universitätsprofes­ gern stets ausgebaut. Wurden sor Helmut Pfeiffer einen Ex­ 1973 rund 24.000 Schwei­ perten zu gewinnen, der ein ne vermarktet, sind es heute System zur Klassifizierung der knapp 800.000; Rund 32 Mal Schlachtkörper entwi­ so viele wie seiner­ ckelte, das heute noch zeit. Eine Erfolgsge­ in den Grundzügen gül­ schichte, die sich se­ tig ist. Dazu Josef Ko­ hen lassen kann. Für wald, Chef des Stei­ seine herausragenden rischen Klassifizie­ Leistungen wurde Au­ rungsdienstes: „Das gust Jost bei der Jubi­ System der Klassifizie­ läumsjahreshauptver­ rung ist technisch per­ sammlung auch mit fektioniert und transpa­ August Jost dem Goldenen Ehren­ rent.“ Auch der Tierge­ führte Klassi- ring der Kammer aus­ sundheitsdienst hat sei­ fizierung ein gezeichnet. R. Wilhelm


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1. August 2012

Raps: Vier Tonnen sollten´s sein

Holzmarkt Nadelholzpreise: Juni 2012

Früher Anbau bringt nötigen Zeitpolster um aufs Wetter zu reagieren Ab 20. August soll der Anbau starten. Bremsen ist ­besser als Gas geben zu müssen. In den letzten Jahren wurde die Rapsanbauergemeinde immer kleiner, aber dafür umso pro­ fessioneller. Die Betriebe ha­ ben in den letzten Jahren ge­ lernt Erträge um vier Tonnen je Hektar regelmäßig über die Jahre zu erzielen und rechtzei­ tig auf die ungünstigen Wetterund Entwicklungsbedingungen des Rapses zu reagieren.

Sehr gute Preise Das heurige Erntejahr spricht außerdem viele neue Interes­ senten an, weil die Erträge gut und die Preise noch besser laufen. Der Erzeugerpreis für Raps liegt heuer bei 500 Euro je Tonne, damit müssen sich alternative Kulturen schon an­ strengen. Nicht uninteressant ist Raps auch vor dem Hinter­ grund der Zwangsfruchtfolge seit dem Frühjahr 2012, weil damit das Problem der Gül­ leausbringung und der Frucht­ folge unter einem Hut zu brin­ gen sind. Der Einwand vieler Landwirte als Vorfrucht noch­ mals keinen Mais zu haben, wird durch die ebenfalls sehr hohen Getreideerträge entkräf­ tet. Bormangelsymptome bei Raps im Frühjahr

Zum Pflanzenbaulichen ist für einen erfolgreichen Rapsan­ bau immer wieder darauf hin­ zuweisen, das Bremsen mit Wachstumsreglern Ende Sep­ tember besser ist als Gas ge­ ben, wenn die Temperaturen für das Wachstum nicht mehr passen. Das heißt, dass ein Rapsanbau ab dem 20. bis 25. August sicherlich zu begrüßen ist, um die nötige Blattanzahl von zehn bis maximal zwölf je Pflanze vor dem Winter zu er­ reichen. Denn damit werden

die qualitativ besseren Seiten­ äste für das Folgejahr gebildet. Wird nämlich bis spätestens 10. September (nur in guten Jahren kann auch noch bis 15. September Raps angebaut wer­ den) der Raps bestellt, steigt das Risiko einer mangelhaften Entwicklung. Zwar kann durch eine Düngung Ende September mit 40 bis 50 Kilo Stickstoff je Hektar die Entwicklung bei Beständen unter vier Blättern zu diesem Zeitpunkt beschleu­

rapssorten Adriana Californium Casoar Catalina Chagall Gloria Ladoga Remy Sammy Sherlock Siska

2 4 5 6 3 2 3 3 5 3 5

2 3 3 3 3 3 3 3 2 3 4

3 2 3 2 3 4 1 5 1 2 4

5 3 4 3 4 4 5 5 3 4 5

6 6 6 5 5 5 6 6 6 5 5

6 6 5 5 6 6 6 6 5 7 6

5 6 4 6 5 4 4 3 5 6 6

4 4 4 3 5 5 6 5 5 6 7

3 3 4 5 4 4 3 3 4 3 3

3 98 4 3 100 4 99 5 100 3 99 3 99 3 93 3 98 5 105 4 92

Karl mayer

nigt werden, aber vorteilhafter wäre es, wenn der Bestand zu diesem Zeitpunkt ohne Dün­ gung schon mehr als vier Blät­ ter hätte.

Zur Saat Die Saat sollte generell von er­ fahrenen Sämännern durchge­ führt werden, um keine schwer­ wiegenden Fehler zu begehen. Das Behandeln mit Triazolen (Carax 0,7 bis 1,0 l/ha, Tilmor 0,8 bis 1,0 l/ha, Folicur 0,5 bis

1,0 l/ha und Toprex 0,5 l/ha) Ende September bis Anfang Oktober bei warmen wüch­ sigen Temperaturen hat sich in den letzten Jahren als Stan­ dardmaßnahme für einen er­ folgreichen Rapsanbau, wel­ che die Auswinterung deutlich reduziert und überschießende Pflanzen einkürzt, herauskri­ stallisiert. Ein wesentlicher Fehler pas­ siert rasch, wenn die Saatstär­ ke zu hoch bemessen wird. 40 bis 50 Körner bei Hybridraps­ sorten und 50 bis 60 Körner bei Linienrapssorten je Quadrat­ meter reichen völlig aus, um letztendlich 30 bis 40 Pflan­ zen für einen Spitzenertrag je Quadratmeter im Frühjahr vor­ zufinden (entspricht rund zwei bis drei Kilo Saatgut je Hek­ tar je nach Tausendkornge­ wicht, Saatgut wird in Hektar­ packungen verkauft). Eine Er­ höhung der Saatstärke um zehn Prozent wäre nur gerechtfer­ tigt, wenn Raps in den späteren Terminen des Septembers aus­ gesät werden würde. Anson­ sten besteht das Risiko, dass die Pflanze hochgetrieben wird und die Auswinterung neuer­ lich zunimmt. Im abgelaufenen Rapsjahr hatten wir, insbeson­ dere durch das trockene Früh­ jahr, große Probleme mit der Borversorgung der Bestände. Ein Mangel bei Bor führt zu Herz- und Trockenfäule (siehe Bild). Aus diesem Grund wird bei jeder Spritzung ab dem Herbst eine Zugabe von Solubor (1 bis 2 kg/ha und 300 bis 400 l Wasser) empfohlen.

Rapssorten In den letzten Jahren haben sich für die Steiermark die Hybridrapssorten als erfolg­ versprechende Lösung heraus­ gestellt. Vor allem dann, wenn später ausgesät wird. Her­ vorzuheben wären auch die et­ was frühreiferen Sorten bei den Hybriden (siehe Tabelle unten). 

Für die Steiermark goldrichtig! U

NE

Karl Mayer

nsatz jetz t Flexibler Ei und f au ufl ra im Vo auflauf frühen Nach

Artoga DK Exfield DK Expower Exagone Pulsar Sherpa Visby

3 3 3 6 5 3 2

3 3 3 3 3 3 3

4 3 4 5 5 3 3

4 5 6 6 4 5 5

4 3 4 4 4 4 4

4 4 4 4 4 4 5

105 100 107 99 100 104 99

Hybridsorten Standardmittel dt/ha 54,9

Bambin DK Sequoia

3 3

Halbzwerg-Hybridsorten 3 7 6 4 4 1 3 8 7 4 4 2

Halbzwerg-Hybridsorten Standardmittel dt/ha 54,9

5 5

96 99

-

96,0 96,0 96,0 98,0 98,0

-

65,0 78,0 55,0 100,0

-

120,0

-

74,0

andere Sortimente

Braunbloche, Cx, 2a+ Schwachbloche, 1b Zerspaner, 1a Langholz, ABC

60,0 72,0 51,0 94,0

Lärche [€/FMO o. FOO]

ABC 2a+

100,0 Kiefer [€/FMO o. FOO]

ABC 2a+

66,0 Industrieholz [€/FMM]

Schleifholz Faserholz

Fi/Ta Fi/Ta Ki Lä

47,0 37,0 38,0 37,0

Brennholz [€/RMM]

Brennholz, hart, 1m Brennholz, weich, 1m

50,0 34,0

-

65,0 49,0

Qualitätshackgut (frei Heizwerk oder Haushalt)* €/to atro

€/MWH

G 30 Nh, Lh gemischt 109 - 138 22 - 27 G 50 Nh, Lh gemischt 104 - 115 21 - 23 alle Preise exkl. 10, bzw. 12% Ust., frei Straße * to atro= Tonne, absolut trocken; G30= überwiegender Anteil, Hackschnitzel mit über 30mm Länge; G50= überwiegender Anteil, Hackschnitzel mit über 50mm Länge; MWh= Megawattstunde

Rundholzpreis im Aufwind

924 Fi/Ta Der Jahreszeit entsprechend ist der Holzeinschlag auf einem Sägerundholz o.R. geringen Niveau. 2bStmk (ohne Ust.) Die vermarktete Holzmenge liegt rund 10

Prozent unter der Menge des Vorjahres. Was an den Preisen des Monats Juni noch nicht97deutlich wird99– beim Säge0 98 2000 2001 rundholz und beim Schleifholz werden Preiserhöhungen von 77,69 77,61 78,12 74,49 rund Jän einem Euro in 73,04 Aussicht70,71 gestellt. Gleichzeitig versucht Feb 72,31 70,86 77,69 77,61 75,94 74,13 die Sägeindustrie durch die Absenkung des Einschnitts die März 68,68 70,93 76,96 77,61 75,94 73,40 Rundholznachfrage zu senken und die Schnittholzpreise zu April 67,22 71,73 76,31 77,76 74,85 72,67 heben. FaserholzEnergieMaiAnders entwickeln 66,86 sich 71,58die 76,16 77,76und75,58 72,31 holzpreise. Überschuss energetisch verwertJuni Durch den 66,13 71,58 an 79,94 77,76 75,58 72,31 barenJuliund qualitativ66,86 schlechten 71,58 Holzqualitäten 76,45 77,76 gerät 75,58 der 72,31 Faserholzpreis unter67,95 Druck, 72,45 wobei mit Aug 76,31Preisabschlägen 78,12 75,22 von 71,95 bis zuSept zwei Euro gerechnet wird. 76,45 78,49 75,22 72,67 69,04 73,04 Die Gewitterstürme der vergangenen Wochen Okt 69,77 75,36 76,89 78,85haben 75,00klein72,67 räumige Während der Obersteier­ Nov Schäden verursacht. 70,13 76,89 77,11 in79,00 74,49 72,67 70,42und77,54 77,11 Forst­ 78,85straßen 74,49 die 72,67 markDezMurenabgänge zerstörte Jahresdurchschnitt Holzabfuhr erschweren, wurden aus der Oststeiermark Windwurfschäden gemeldet. Die unfreiwillig mobilisierten Holzmengen haben jedoch keine Relevanz für die Holzpreisentwicklung. Nadelholzbestände sind weiterhin auf Borkenkäfer zu kontrollieren.

2011

2002 72,67 73,00 74,50 75,00 75,00 75,00 75,00 75,00 77,00 77,00 77,00 76,00

100

Fi/Ta Sägerundholz (o. Rinde 2a+) 2010

90 80

70

80 Steiermarkwerte, Q: Statistik Austria 70 Jän

Gegen alle wichtigen Rapsunkräuter (inkl. aller Kamille-Arten und Klettenlabkraut, Hirsen, Ungräser) Gute Verträglichkeit ohne Aufhellungsrisiko

6 6

Preisbänder

90,0 90,0 91,0 91,0 91,0

90

Erfolgreiche Bekämpfung von Hirsentäschel, Hellerkraut und Besenrauke

6 6

ABC, 2a+

Oststeiermark Weststeiermark Mur- u. Mürztal oberes Murtal Ennstal u. Salzkammergut

2012

Liniensorten Standardmittel dt/ha 54,6

Hybridrapssorten 2 5 4 6 5 5 5 6 3 5 4 6 4 6 6 8 4 5 6 7 3 4 4 6 2 5 4 6

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Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez

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oidium u Kontrollgänge durchführen. Traubenzone auflockern, Sonnenbrandgefahr jedoch berücksichtigen (Traubenzone auf der Nord- bzw. Ostseite öffnen). u Bei ersten Symptomen (mehliger Belag auf Beeren und Blättern): Karathane Gold (0,6 kg/ha, max. 2x nach der Blüte im Abstand von mind. 7 Tagen). Bei sichtbarem Befall nach 7 Tagen wiederholen. u Ansonsten beispielsweise Prosper (max. 4x/Jahr); Legend Power oder Legend (in Summe max. 4x/Jahr), Talendo (max. 4x/Jahr), Vivando (max. 3x/Jahr); Collis, Flint Max, Discus oder andere Strobilurine (in Summe max. 3x/Jahr, keine Folgebehandlungen). Netzschwefel sollte nicht mehr eingesetzt werden. Keine Sterolsynthesehemmer (Topas, Bayfidan) während der erhöhten Infektionsgefahr einsetzen!

Peronospora u Weiterhin Mittel aus der Gruppe F (z.B. Pergado, Melody combi oder Vincare, in Summe max. 4 x/Jahr) oder Präparate aus der Gruppe L (Mildicut oder Sanvino, in Summe max. 4x/Jahr) verwenden. u In Anlagen mit Traubenbefall und/oder frischen Ölflecken (weißer Belag auf der Blattunterseite) wird eine zweimalige Behandlung mit Forum in Kombination mit Ortho-Phaltan oder Folpan oder Forum Star empfohlen. Achtung: Auch diese Mittel gehören zur Gruppe F (in Summe max. 4x/Jahr!) u Präparate aus der Gruppe der Strobilurine wie Cabrio Top, Universalis oder Equation Pro nur nach einigen regenfreien Tagen in gesunden Weingärten eingesetzen. Auch der Einsatz von Aviso Plus, Aviso oder Curifol sollte bei stabiler Witterung in gesunden Anlagen erfolgen! Wartezeiten bereits jetzt beachten!

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Schädlingsfrei (10 l/ha) im Ab­ stand von 10 – 12 Tagen bis An­ fang August durchführen. u Weinhecken, Weinlauben, Einzelstöcke inklusive Direkt­ trägerreben: Zur Abschirmung des Zikadenzuflugs ist jetzt ent­ weder ein Einsatz von Steward erforderlich oder es kann alter­ nativ dazu eine Bekämpfung der Adulten durch das Wegfan­ gen mit Gelbtafeln erfolgen. Bei Einzelstöcken sind dazu zwei Gelbtafeln pro Stock not­ wendig, bei größeren Hecken ist eine Gelbtafel pro Laufme­ ter anzubringen. Für alle anderen Betriebe in den Befalls- und Sicherheitszonen werden Maßnahmen empfoh­ len, um einen möglichen spä­ teren Zuflug von krankheits­ übertragenden Zikaden abzu­ wehren, sind aber nicht ver­ pflichtend.

Pilzkrankheiten Derzeit herrscht bei Oidium sehr hoher Infektionsdruck. Auch bei Peronospora gab es mögliche Infektionstermine. Hinweise zu diesen Krank­ heiten sind in den Kästen links Josef Klement zu finden. 


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Neue Führung bei der Firma Hußauf in Kalwang

rich Hußauf war wie die Bäume aus seiner Heimat, die auch den Grundstein seiner Arbeit bildeten: wettergegerbt, urwüchsig und stark, scheinbar unverwüstlich. Trotzdem hat er am 11. Juli den Kampf gegen eine heim­ tückische Krankheit verloren. Er widmete sein Leben mit vollem Einsatz immer der Arbeit, seine Arbeit war zugleich auch sein Hobby, der Fixpunkt in seinem Leben, neben seiner Familie und seinem Heimathof an den steilen Hängen in der Liesing. Seit zehn Jahren ist die Firma Hußauf in Kalwang im obersteirischen Bezirk Leoben angesiedelt und stetig gewachsen. Der Weitblick, der außergewöhnliche Geschäftssinn und der untrügliche Instinkt des Unterrnehmers ermöglichten auch in schwierigen Zeiten eine Erweiterung der Geschäftsfelder. So steht die Firma heute auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament. Diesen Weitblick hatte Erich „Sepp“ Hußauf auch bewiesen, als er schluss­endlich die Tragweite seiner schweren Krankheit erkannte: Er gab seine Erfahrungen, sein Wissen und seine Ideen rechtzeitig weiter und sorgte dafür, das diejenigen Werte, die die Firma Hußauf groß gemacht haben, auch bei der neuen Geschäftsleitung hochgehalten werden.

E

Fleiß, Geradlinigkeit, Einsatzfreude und Handschlagqualität werden auch in Zukunft den Tagesablauf und den Umgang mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden prägen. Erich Hussauf hatte diesen Stil konsequent vorgelebt. In seinem Sinn wird Kurt Berghofer, der schon über zwei Jahre als geschäftsführender Gesellschafter in der Firma tätig ist, dafür sorgen, dass die Erfolgsgeschichte der Firma Hußauf weitergeht. Bereits in den letzten Monaten, in denen Erich Hußauf auf Grund seiner schweren Erkrankung nur mehr bedingt einsatzfähig war, leitete Kurt Berghofer das Unternehmen in Eigen- Großräumig und modern: Firmengelände und Fuhrpark der Firma Hußauf verantwortung. Sein Vorgänger, Onkel in Pisching in der Gemeinde Kalwang und Lehrmeister hat ihm ein Team geformt und übergeben, mit dem er den erfolgreichen Weg weiterbeschreiten und sicherstellen kann, dass die Firma Hußauf auch in Zukunft ein treuer, verlässlicher Partner im Holzhandel und Transportwesen bleibt. „Nicht nur der Fleiß und der Einsatz unseres Chefs und seiner Mitarbeiter, sondern auch die gute Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden haben uns so weit gebracht. Jetzt setzen wir darauf, dass uns auch unter der neuen Geschäftsleitung alle die Treue halten“, sagt Kurt Berghofer und blickt voll Zuversicht in die Zukunft.

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass mein lieber Gatte, unser herzensguter Papa, Sohn, Schwiegervater, Opa, Bruder Schwager, Onkel und Großonkel, Herr

Anzeigenannahme und -beratung

Erich „Sepp“ Hußauf

Michaela Fritz

Holzhandel- und Transportunternehmer

T: 0316/8050-1342 michaela.fritz@lk-stmk.at

am Mittwoch, dem 11. Juli 2012, nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit im 59. Lebensjahr allzufrüh von uns gegangen ist.

Gut beraten

Eine große Anzahl von Verwandten, Freunden, Kunden und Geschäftspartnern haben ihn am 17. Juli 2012 auf seinem letzten Weg begleitet.

mit einer wortanzeige

Ihre Wortanzeige in den Landwirtschaftlichen Mitteilungen ­erreicht zielgenau alle bäuerlichen Haushalte der Steiermark und erscheint zudem kostenlos im Internet.

Wir danken für die herzliche Anteilnahme und die gute, jahrelange Zusammenarbeit mit Erich „Sepp“ Hußauf und werden sein Werk in seinem Sinne weiterführen.

Silvia Steiner, T: 0316/8050-1356 silvia.steiner@lk-stmk.at

Wortanzeigen online:

www.agrarnet.info

Hatte einen guten Lehrmeister: Kurt Berghofer, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Hußauf (Tel. 0676 84 166 323)

Kundenbetreuung im Sinne ihres Vaters: Karin Hußauf (Tel. 03846 8591)

1. John Deere Mähdrescher in der Weststeiermark Übergabe an Mähdruschgemeinschaft Unteres Kainachtal

echtzeitig vor der Getreideernte wurde ein neuer John Deere Mähdrescher W 540 an die Mähdruschgemeinschaft Unteres Kainachtal übergeben. Die hohen technischen Standards sowie das gute Preis-Leistungsverhältnis haben zur Entscheidung für die Marke John Deere geführt, wie der Obmann der Mähdruschgemeinschaft Kainachtal, Herr Franz Roll, anlässlich der Übergabe betonte. Diese Erntemaschine ist mit einem modernen und leistungsfähigen 260 PS 6-Zylinder PowerTech PSX Motor, mit 5 Schüttlern und

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Trauriger Einschnitt

Offene Stellen ALWERA AG sucht eine/n Produktionsmitarbeiter/ in für den Bereich Kürbis. Aufgaben: Rohwarenaufbereitung zur Erntesaison, Aufbereitung und Verarbeitung von Kürbis-Saatgut, Kommission und Ausgabe der Ware, Pflege und Verwaltung der Anlagen. Profil: Zuverlässlichkeit und Flexibilität, Staplerschein mit Praxis, Schichtarbeit, EDV-Kenntnisse. Entlohnung: € 1.370,-- brutto (Bereitschaft zur Überzahlung). Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto an: Alwera AG, Wollsdorf 75, 8181 St. Ruprecht/Raab, z.H. martina.radkohl@ alwera.at. Suchen Landwirte für die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung ab 2.500 Legehennen, Gnaser Frischeiproduktions GmbH, 03151/2487.

Landwirtschaftliche Mitteilungen

einem Korntankvolumen von 8.000 Liter ausgestattet. Für die Getreideernte ist ein klappbares Schneidwerk mit 4,90 Meter Arbeitsbreite im Einsatz und für die Maisernte wird ein 8 reihiger Maispflückvorsatz aufgebaut. Der John Deere Mähdrescher W 540 wird die Ernte einer Gesamtdruschfläche von 350 Hektar für die 30 Mitglieder der Gemeinschaft bewerkstelligen. Beim ersten Einsatz im Getreidedrusch waren die Mitglieder von der hohen Qualität der Druschleistung und vom Komfort dieser Erntemaschine begeistert.

Obmann Franz Roll mit Mitgliedern der Mähdruschgemeinschaft ­Kainachtal, Günther Reitbauer vom Lagerhaus Technikcenter, ­Geschäftsführer Dir. Ing. Josef Hütter und Werkstättenmeister Erich Sagmeister vom Lagerhaus Graz Land und Franz Moises von der Grazer Wechselseitigen Versicherung bei der Übergabe

Familie Hußauf Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Firma Hußauf Wald am Schoberpaß, Kalwang, im Juli 2012

Impressum Herausgeber und Verleger: Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark,  Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel. 0316/8050-0, E-Mail: tanja.kelemina@lk-stmk.at, DW 1281 Chefredakteurin: Mag. ­Rosemarie Wilhelm, DW 1280, rosemarie.wilhelm@lk-stmk.at Redaktion: Roman Musch, DW 1368, roman.musch@lk-stmk.at Anzeigenleitung: Michaela Fritz, DW 1342, michaela.fritz@lk-stmk.at Beilagen, Wortanzeigen und Verrechnung: Silvia Steiner, DW 1356, silvia.steiner@lk-stmk.at Layout und Produktion: Klaus Perscha, DW 1265, klaus.perscha@lk-stmk.at Ronald Pfeiler, DW 1341, ronald.pfeiler@lk-stmk.at Druck: Styria GmbH & CoKG, 8042 Graz Die Landwirtschaftlichen Mitteilungen erscheinen 14-tägig; ­Jahresbezugspreis im Inland 43 Euro. Nachdruck und f­otomechanische ­Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des ­Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über.


Land & Leute

aktuelles aus der steiermark von Roman Musch  0316/8050-1368 oder roman.musch@lk-stmk.at

Lämmer und Schafe wohin das Auge blickt – das ist typisch für das Almlammfest in Haus im Ennstal

Baumann

Ein Lamm kommt selten allein Hunderte Schafe erfreuten 4.000 Besucher beim Almlammfest Im Mittelpunkt ­standen die vielen tollen, leckeren Lamm-Produkte und die Herde. Da von den 4.000 Besuchern des Almlammfestes niemand eingeschlafen ist, hat wohl nie­ mand erfolgreich die Schäfchen gezählt. Daher hier die Auflö­ sung: Es waren 850. Der Wie­ ner Schäfer Simon Winterling führte mit seinem „wichtigsten Mitarbeiter“, Border Collie „Skip“ die Schafe und Lämmer

Jungwinzerinnen: ­ alender mit Jubiläum K Der Jungwinzerinnenkalender geht in seine zehnte Auflage und die ist streng auf 4.000 Stück limitiert. Fotograf Max Weber, der auch schon für Playboy oder FHM fotografierte, setzte die jungen Weinbäuerinnen in Szene. Kalender-Pa­ te ist Entertainer Dieter Chmelar. Der Kultka­ lender, der mittlerweile als begehrtes Sammler­ stück gilt, ist zum Preis von 25 Euro pro Stück unter e.ledermueller@aon.at erhältlich. Models für 2014 werden schon wieder gesucht: Bewer­ bungen mit Foto an obige Mailadresse.

vom Hauser Kaibling ins Ziel­ stadion. Vor allem bei den Kin­ dern sorgte dieser Anblick für helle Begeisterung.

Kulinarische Sternstunden Das Fest zu verschlafen wä­ re auch ein großer Fehler ge­ wesen, gab es doch allerhand Kulinarisches zu entdecken. Die Bäuerinnen servierten Köstlichkeiten vom „Ennsta­ ler Almlamm“ in allen Varia­ tionen: Besonders begehrt bei den Gästen waren das Enns­ taler Almlammbratl, der Alm­ lamm-Genuss-Teller sowie die

gebratenen Lammwürstel. Und bei den süßen Köstlichkeiten fanden die typischen „Ennsta­ ler Steirerkrapfen“ besonde­ ren Anklang. Und auch Petrus war heuer gnädig, wie Organi­ sator Siegfried Illmayer fröh­ lich feststellte: „Das Wetter hat super gepasst. Der Platzregen um 16 Uhr störte da auch nicht mehr.“

Vertrauen und Qualität „Erfreulicherweise bekommen regionale Spezialitäten wie bei­ spielsweise das Ennstaler Alm­ lamm in den Haushalten der

Steirerinnen und Steirer sowie in der heimischen Gastronomie und Hotelerie einen immer grö­ ßeren Platz“, freut sich Land­ wirtschaftskammer-Vizepräsi­ dent Hans Resch und er appel­ lierte, bei Lebensmitteln auf die heimische Herkunft zu achten. Denn: „Auf heimische Spezia­ litäten wie dem Ennstaler Alm­ lamm kann man 100-prozentig Vertrauen – die Herkunft ist ga­ rantiert nachvollziehbar. Und die Qualität am ist Teller vor­ züglich.“ Die Almlämmer, die 20 Bauern gehören, sind den ganzen Sommer auf der Alm.

Käse, so vielfältig wie das Leben Die besten Handwerkskäsereien der Steiermark bei größter Käsekost Österreichs ausgezeichnet äuse hätten sich wie im Paradies gefühlt: In der Alten Universität Graz werden alljährlich die be­ sten steirischen Käse bei der größten Publikumskost ihrer Art aufgetischt. Hunderte Kä­ seliebhaber versammelten sich und auch die besten Käserinnen und Käser. Denn in sieben Ka­

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tegorien wurden Landessiege vergeben (siehe Kasten). Da­ runter sicherte sich ein Betrieb einen Doppelsieg. Renate und Johann Grabenhofer sind in Sachen Ziegenkäse nicht zu biegen gewesen. Auch ihre Butter überzeugte die 20-köp­ fige Jury, die sich durch 142 eingereichte Produkte kostete.

Als erste Gratulanten stellten sich Landesrat Hans Seitinger und Präsident Gerhard Wlodkowski ein. „Viele Betriebe ha­ ben Hofläden, in denen man neben den Produkten auch die Menschen kennen lernt, die da­ hinter stehen“, strich Grete Reichsthaler von der Landes­ kammer hervor.

Die Sieger u Doppellandessieger: Bio Hofkäserei Grabenhofer mit Ziegenbutter und Ziegenweichkäse in Kräuteröl, Tel. 0676/7046193. u Barbara Zeiler-Koller mit Gute Laune Aufstrich, Tel. 03685/22072. u Vinzenz Michael Stern mit Frischkäse mit Kräutern, Tel. 0664/1304716.

Auflage ist streng limitiert

Der Landessieg ist der Lohn für penible Arbeit, die viel Liebe braucht Jungwinzerinnen

u Liesl´s Milchhof mit Naturjoghurt, Tel. 0664/4650091. u LFS Hatzendorf mit Räuchermandl. Tel. 03155/2252.

Suppan

Bislang noch ­einmaliges Zertifikat Siegfried Polz, Kammersekretär in Leoben, er­ hielt kürzlich eine für Österreich noch einzig­ artige Auszeichnung aus den Händen der IalbPräsidentin Edda Albers: das Cerca-Zertifikat. Um dieses Zertifikat für „europäische Berater in ländlichen Gebieten“ zu erhalten, müssen internati­ onale Weiterbildungen be­ sucht, und eine Abschluss­ arbeit geschrieben werden. Polz: „Nachdem ich nun der erste und (noch) ein­ zige in Österreich mit die­ Cerca-Zertifikat sem europaweitem Zertifi­ für Kammerse- kat bin, hoffe ich, dass bald weitere folgen werden.“ kretär Polz

u Monika und Harald Mühlthaler mit Murtaler Steirerkäs, Tel. 0664/3690824.

Hinter den Kulissen

Hattrick im Burgenland

Jungbauern schauten sich bei Steirerfleisch um

Weingut Hundsdorfer schreibt Weingeschichte

as mit Schweinen und Rindern nach der Schlachtung ge­ schieht, liegt für viele im Ver­ borgenen. Deshalb war das In­ teresse groß, als Kammerob­ mann Josef Kowald für die Jungbauernschaft eine Exkur­ sion in den Schlachthof Steirer­ fleisch in Wolfsberg organisier­ te. Bauernbundgeschäftsführer Markus Habisch und Jungbau­ ern-Landesobmann Peter Hüttig wurden daher von 40 Jung­ bäuerinnen und -bauern beglei­

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tet. Bis zu 15 Stempel bekommt eine Schweinehälfte bis zur Zerlegung, Klassifizierer er­ klärten den Besuchern warum.

Besuch bei Steirerfleisch barbic

as gibt es nur selten und wird in der bur­ genländischen Wein­ geschichte einen fixen Platz einnehmen: Das Weingut An­ ton Hundsdorfer im mittelbur­ genländischen Neckenmarkt erzielte bei der diesjährigen Weinprämierung mit drei Lan­ dessiegern einen Hattrick. Ent­ sprechend stolz ist man daher auf die Siegerweine: dem Zweigelt Reserve 09, dem DAC Blaufränkisch Reserve 09 und den Merlot Reserve 09.

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Glückliche Sieger

Landwirtschaftliche Mitteilungen Nr.15/2012  

Agrarische Fachzeitung der steirischen Kammer für Land- und Forstwirtschaft

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