Page 1

18. Jahrgang / Juli 09

LJKE-Bayern Info-Dienst

Landesverband Jugendkunstschulen und Kulturpädagogische Einrichtungen

Blühende Landschaften

Kinder- und Jugendbildung außerhalb der Großstädte


Impressum

Inhalt

InfoDienst 18.Jahrgang, 2009

Redaktion: Katharina Steppe, LJKE Bayern e.V. Albert Greiner Straße 40 86161 Augsburg Tel.: 08 21 430 80 40 email: katharina.steppe@kabelmail.de

Geschäftsstelle Süd: Ute Haas, PA/Spielen in der Stadt Romanstraße 74 80639 München

Geschäftsstelle Nord: Irene Fritz, KulturWerkstatt Kalmreuth 2, 92685 Floß

Beiträge: Edith Eichhorn, Rosenheim Irene Fritz, Kalmreuth Biggi Liebich, Röttenbach Dr. Markus Wimmer und Céline Hölzemann, Landshut

Bildnachweis: Titel: Irene Fritz, KulturWerkstatt Kalmreuth Rückseite: Thomas Hüttl, Wolfratshausen S. 3: Kind und Werk, Rosenheim S. 16: Beate Diao, Ingolstadt Nicht namentlich gekennzeichnete Fotos stammen von den jeweiligen Projekten, bzw. aus der Redaktion Redaktionsschluss nächster InfoDienst: 15. November 2009 Auflage: 1.100 Stück Kontrast-Druck Augsburg Der Infodienst ist der Landesfachservice der

LJKEBayern

Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen Bayern e.V.

Mitglied in der Landesvereinigung Kulturelle Bildung

2

Hinterm Hügel die weite Welt - Kalmreuth -

Seite 4

Kultur auf dem Land - Röttenbach -

Seite 6

Meine Heimat ist bunt - Landshut -

Seite 8

32 Jahre Kind und Werk - Rosenheim -

Seite 10

Region, Lebensraum, Heimat - Weiden -

Seite 12

Termine

Seite 15

in der Mitte zum herauslösen: Blühende Landschaften ... der Bastelbogen Bayern liest

Seite 19

Schöne Aussichten. Kunstorte in Landkreisen - Oberpfalz -

Seite 22

Marktplatz

Seite 24


Blühende Landschaften Kinder- und Jugendbildung außerhalb der Großstädte Die Provinz lebt. Mit diesem Heft wollen wir den Blick in die weite bayerische Landschaft werfen. Unbemerkt, hinter dichten Büschen, wissen wir zahlreiche Einrichtungen. Ein insgesamt sorgfältig gewebter Teppich. Kulturelle Bildung in Bayern, das sind Werkstätten, Theater und Spielbusse in Weiden, Wolfratshausen oder Weißenburg;. In Roth, Diedorf Traunstein, Friedberg oder Höchstadt. Ortschaften, die nicht jeder auf Anhieb verorten kann. Wir porträtieren die Arbeit der „Perlen auf dem Land”, die klein und fein, anspruchsvoll und kommunikativ,

traditionsbewusst und zeitgemäß die Flächen außerhalb der Großstädte füllen. Diese Einrichtungen können nicht mit Teilnehmerzahlen punkten, aber womöglich mit zurückgelegten Kilometern. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsnetze ist schlecht, die Wege sind weit, Mütter und Führerscheine sind da wichtig. Die ausgewählten Porträts wollen zeigen: Das Land ist versorgt. Wenn Bayern diese Flächenndeckung möchte, dann muss es nur noch seine Spatzen besser füttern. Katharina Steppe

3


Hinterm Hügel die weite Welt Kulturwerkstatt Kalmreuth eine Kinder- und Jugendkunstschule aus Bayern; von Irene Fritz Von Nah und fern Jan zerreibt die Blüte vorsichtig auf dem Papier. Der Pflanzensaft färbt das Weiß gelborange. Das Huflattichblatt hinterlässt grüne Flecken. Gesammelt haben die Kinder die Pflanzen für den Färberworkshop draußen vor der Tür: Die Kulturwerkstatt Kalmreuth ist eine Kunstschule auf dem Land. Vom Hof nebenan beobachten schaulustige Kühe die Malenden auf der Wiese. Georg versucht sich an einer Landschaftstotalen. Fast 360° Naturrundblick erlaubt der Sitz der Kulturwerkstatt am Dorfrand des 100 – Seelen Dorfes Kalmreuth bei Floss. Ein Vorteil der Landkunstschule ist der natürliche Raum, der ihr zur Verfügung steht. Licht, Wechsel der Jahreszeiten, Wind und Wetter sind unmittelbar erlebbar. Äste, Rinde, Moose, Knospen, Wolkenfetzen und Wiesenstreifen: Die Landschaft mit ihrer Farben- und Formenvielfalt macht Staunen und belebt die Vorstellungskraft. Am Horizont sieht man bis zu einem alten Vulkankegel, aber manchmal wird er zum Wolkenkratzer, zur Raumstation oder einer ägyptischen Pyramide. Das Papierschiff im Grünen ein Symbol für Träume, Phantasie und den Versuch, das Unmögliche möglich zu machen.

Die Landkunstschule nützt die Ressourcen Nähe, Geborgenheit, Tradition und kombiniert sie mit Weltoffenheit und kultureller Vielfalt. Das gemeinsame Projekt „Kinder im Museum" verbindet die Kulturwerkstatt Kalmreuth mit der 16 km entfernten Stadt Weiden, Standort des Internationalen Keramik-Museums, einem Zweigmuseum der Neuen Sammlung München.

Von dort geht es Grenzenlos durch die Weltgeschichte. It´s just a jump to the left: 7000 Jahre Kulturgeschichte der Keramik aus verschiedenen Teilen der Welt beherbergt das Internationale Keramik-Museum in Weiden. In Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Kalmreuth finden dort jeden Freitag die Museumsreisen „Grenzenlos!" für Kinder mit Migrationshintergrund statt. Ein Skizzenbuch begleitet die Expeditionen und jede Begegnung mit einem Museumsobjekt führt zu einer eigenen praktischen Arbeit in der Museumswerkstatt. Mit dem Bleistift geht es auf Erkundungstour. Die Lieblingsvase, alte Schriftzeichen, ein Haus aus Lehm. Das Gesichtsgefäß schaut wie eine Eule aus, findet Sergej. Ardi nimmt sich Zeit für die Kreis- und Streifenmuster einer Gefäßkeramik aus Zypern. Ahmet zeichnet eine Denn hinterm Hügel liegt die weite Welt: Art Zisterne auf das Dach des orientalischen Hauses. Vor den in Blüte stehenden Rapsfeldern schlägt Hernán Alle Entdeckungen werden auf Papier gesammelt und Bajalqui Tenorio die Holzbalken seines Webstuhls fest zuum eigene Erfindungen erweitert. sammen. „Es tornillo" erklärt er auf die Frage nach der Das Architekturmodell aus Syrien bekommt noch einen Art des Holzes. Hernán kommt aus Ayacucho in Peru. Fernseher, hat eine Mumie im Keller und besitzt eine Weben ist eines der ältesten Handwerke der Welt. Für Bauinschrift aus Keilschrift und Hieroglyphen. Mesopoeinen Monat baute er seine Weberwerkstatt in Kalmtamien trifft Ägypten und die moderne Welt. Glasierte reuth auf, um Kindern, Kindergarten-Gruppen und Tonware aus Pakistan steht das nächste Mal auf dem Schulklassen sein Handwerk vorzuführen. Finanziert wurProgramm. Merve wird ihr Arabischbuch mitbringen, de das Projekt „Kreativität und Weltwissen" von der denn die Gefäße sind mit Kalligraphien verziert, die wir Weidener Maria Seltmann Stiftung. Wir wird aus Wolle übersetzen möchten: Neue Rätsel aus einer vielfältigen ein Faden, wann wird das Wollknäuel zum Stoff, was beWelt. deutet das Handwerk des Teppichwebens für Hernáns Heimatland? Gemeinsam wird gekämmt und gesponnen, Heimat Moderne gefärbt und gewebt. Löwenzahn kocht über der Gasflam- Im alten Hüterhaus der Kalmreuther Kulturwerkstatt erzählte der 70-jährige stellvertretende Bürgermeister me und ergibt eine gelbgrüne Tinktur. Hernán erzählt der Marktgemeinde Floss kürzlich von seiner Kindheit von roter Farbe, die aus Läusen hergestellt wird. Er als „Höutbua". Die „Hütejungen" trieben damals das Vieh spricht noch die alte indianische Sprache Ketschua und der Bauern vom Stall auf die Felder und zurück. Man lief lernt den Kindern ein Wort: „Rimaykullaykichik" heißt barfuß und um sich in der kalten Jahreszeit die Füße zu Hallo oder Habe d´Ehre, wie man hier auf oberpfälzisch wärmen trat man gerne in frischen Kuhdung. gerne sagt.

4


Im Hüterhaus befindet sich seit zwei Jahren die kleine Hausgalerie der Kulturwerkstatt. Vor 100 Jahren war die Galerie Wohnstube für die Kuhhirten reicherer Bauern. Die einfachen granitenen Mauern wurden aus Feldsteinen gebaut. Die Äcker sind auch heute noch reich an Steinen, „Stoapfalz" nennt man die Oberpfalz im Nordosten Bayerns deswegen gerne. Auf der Kulturwiese inmitten der Stoapfalz geht es heute einen Vormittag lang um Bauen mit Müll. Die vierte Klasse der Grundschule Parkstein ist zu Gast und erfindet, konstruiert, verdrahtet und klebt was das Zeug hält. Roboter entstehen. Kommunikationsmaschinen nehmen Platz neben Kühen aus Milchtüten. Kinder- und Jugendkunstschulen arbeiten mit Müll und Schaumstoff, Schafswolle und Computerschrott, Bambus und Eisendraht genauso wie mit den klassischen bildnerischen Materialien Stift, Tusche und Farbe. Von der Landschaftsmalerei vor weitem Horizont zur Arbeit mit Flüchtlingskindern im Museum über das freie Arbeiten mit Naturmaterialien, Müll, Draht, Holz oder Pappe.

Die Arbeit der Kulturwerkstatt zeigt viele Facetten und erzeugt ausgehend von einem 100-Selendorf im Nordbayerischen Grenzland Wellen. Das Konzept Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Moderne, Geborgenheit und Öffnung, Vertrautes und Ungewohntes spiegelt sich in der Architektur der Gebäude, die mit den Granitwänden des Hüterhauses und mit den großen Atelierfenstern des modernen Anbaus gleichzeitig Schutzraum und Tor zur Welt sein will. Irene Fritz Kulturwerkstatt Kalmreuth Geschäftsstelle Nord der LJKE Bayern e.V. (Landesverband Jugendkunstschulen und Kulturpädagogische Einrichtungen ) Erstabdruck in: Phantasie fürs Leben – 40 Jahre Jugendkunstschulen, die Jubiläumsbroschüre des infodienst des BJKE / Bundesverband Jugendkunstschulen und Kulturpädagogische Einrichtungen, Unna

5


Kultur auf dem Lande von Biggi Liebich, Röttenbach

Wenn das Laientheater der Feuerwehr in unserem 5000 Seelen Dorf wieder ein neues mundartliches, lustiges Stück präsentiert, dann ist der Saal voll. Der Heimat- und Trachtenverein zeigt sich stolz auf dem alljährlichen Dorffest und die Gemeinde denkt schwer darüber nach, ob man in dem alten Schulgebäude nicht ein Heimatmuseum installieren sollte. (Statist. Bundesamt: „Nahezu jedes zweite Museum ist ein Volks- und Heimatkundemuseum") Natürlich fehlt der Sport nicht, der Tanz ist karnevalistisch, Musik erschöpft sich im Gesangverein, Kirchenchor, Akkordeon- und der Blasmusik und für die Jugend wird auch einiges getan, dafür sorgen zwei Professionelle in der Gemeinde. Tja, und nicht vergessen sollte man die Bibliothek, die neuerdings auch Autorenlesungen initiiert und die VHS. Und dann, ja da war doch noch was,- ach ja die kleine Jugendkunstschule. Hatte man sie doch glatt vergessen. Im neuen Internetauftritt der Gemeinde war sie nicht als Link aufzufinden, geschweige denn unter Freizeitund Kultureinrichtungen benannt. (jetzt nachgeholt) Naja, mit Kunst hat man’s hier nicht so. Das bisschen Malen… Die braucht man eher für Dekorationen. Das musste auch erst unlängst das Landratsamt Erlangen Höchstadt erkennen, als man eine Dali-Ausstellung in unserer Sporthersteller - Hochburg und zur Zeit wegen Schaeffler in aller Munde: Herzogenaurach präsentierte und kaum einer hinging. Für alte Menschen, die sich nicht mehr so bewegen können, aber an kulturellen Angeboten interessiert sind, kommt angesichts der Möglichkeiten hier wenig Freude auf, denn die wirklich interessanten künstlerischen Angebote sind wie immer in den Städten zu finden. Dort können sich Museen, Kino, Theater, Literaturlesungen und Ausstellungen besser etablieren, weil sie mehr Publikum erreichen. Das hat einen wirtschaftlichen Hintergrund und wird sich deshalb auch so schnell nicht ändern.

6

Aber es gibt Ausnahmen, auch in der tiefsten Provinz gibt es qualitativ gute Angebote. Voraussetzung: man muss flexibel sein und sich gut informieren. Da wäre einmal das kleine Puppentheater im Nachbardorf zu nennen. Dann feiert der Verein Spielraum Kultur der Nachbargemeinde, der auch in unserem Ort Veranstaltungen präsentiert sein 20 jähriges Bestehen. Aber auch dieser Verein hat nur viel Zulauf, wenn bekannte Vorstellungen von Kabarettisten oder Musikgruppen wie die Biermöselblosn gehalten werden. Unlängst gab es einen kulturellen Austausch mit dem Partnerlandkreis Tarnowsky Gory in Polen. Kunst und Kultur hatte hier dank der rührseligen Landräte einen hohen Stellenwert. Ja, und ich muss zugeben, dass ich mit etwas Stolz sagen kann, dass die Jugendkunstschule sehr guten Zulauf hat. Aber das war‘s dann auch. Gut, geografisch liegen wir nicht schlecht: im Norden Bamberg, im Osten Erlangen und im Süden Fürth und Nürnberg. Das ist alles erreichbar, wenn man motorisiert ist und nicht gerade beide Beine in Gips liegen hat. Schaut man über unseren ländlichen Tellerrand hinaus, konnte man kürzlich in unserer großraumregionalen Zeitung lesen, dass angeblich nur 8 % der Befragten angegeben hätten, Kultureinrichtungen zu besuchen. Von den Befragten hätten 80 % Hochschulbildung. 42 % gaben an, überhaupt kein Interesse daran zu haben. Die Autorin fragt allen Ernstes, ob es überhaupt noch Sinn macht, Kultureinrichtungen zu fördern, wenn das Interesse so gering ist… Also hoffen wir mal, dass dieses Taliban-Rückschlussdenken sich nicht ausbreitet. Bei einem Blick in das Internetforum des statistischen Bundesamtes unter „Kultur" fällt folgendes auf : Im Durchschnitt wenden die Menschen in Deutschland wöchentlich gut 19 Stunden für kulturelle Aktivitäten auf. Das Fernsehen nimmt mit rund 13 Stunden den


größten Raum ein. Fast viereinhalb Stunden werden durchschnittlich mit dem Lesen von Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften verbracht. Deutlich weniger Zeit investieren die Bundesbürger in ihr aktives kulturelles Engagement, wie etwa Singen in einem Chor, Musizieren in einem Orchester oder dem Schauspielern in einer Theatergruppe. Interessant dabei: das statistische Bundesamt benennt unter „Kultur" keinerlei Bildende Kunst ! (Museen, Theater, Bibliotheken, Filmwirtschaft, Musikschulen, Deutscher Chorverband, Rundfunk! Punkt) Die Zahlen werden sich angesichts der immer stärkeren Nutzung des Internets noch mal mehr zu Ungunsten der aktiven, künstlerischen Kulturnutzung verändern. Also, wenn das bundesweit so ist, wie sollte es dann auf dem Lande besser sein? Wirklich beunruhigen kann eigentlich nur, wenn kulturelle Angebote an den Schulen so rasant gekürzt werden. Aber da tut sich was im Ländle, zumindest erst mal in den Städten, denn hier fängt man an aufzuwachen. Mit neuen Initiativen will man Schuleinrichtungen und Kulturanbieter vernetzen und damit Kultur an Schulen neu initiieren. „Kulturservice" ist das Zauberwort. Hier merkt man, dass Kultur eine neue Wertigkeit und öffentlichen Stellenwert bekommt, die sie bitter nötig hat. Und ich denke, die Landkreise werden nachziehen müssen. Ein erster Schritt ist getan: es wurde vom Landratsamt ein Förderverein für Kultur eingerichtet und davon schon ein Flyer finanziert, der alle Jugendkunstschulen in unserem Landkreis ERH benennt. So hoffe ich mit Kurt Marti: Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen. am 24.03.09, Biggi Liebich, Jugendkunstschule Röttenbach

Eing

s te h c ema

7


Meine Heimat ist bunt Ich, Du, Natur und Kosmos. Ein Kreativwettbewerb für Kinder in Landshut und Umgebung Textbeitrag von Céline Hölzemann, Praktikantin in Landshut Unter diesem Motto stand der große Kreativwettbewerb 2009 der Freien Kinder- und JugendKunstakademie Landshut, an dem 220 Kinder, 9 Schulklassen und ein Kinderhort teilnahmen. Ihre Kreativität bannten die Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im DIN A 3 Format auf Papier, Karton oder Leinwand oder in Objektkästen in Schuhkartongröße. Die Kinder arbeiteten mit verschiedenen Naturmaterialien, wie z.B. getrockneten Zweigen, Sand, Erde, verlassenen Schneckenhäusern, die sie wiederum mit Bildthemen aus dem Bereich Familie, Freunde, Landschaft, dem Lebensraum Wasser und dem Weltall verbanden. Es wurde gezeichnet, gemalt und geklebt. Wie viele Gedanken sich schon unsere Kinder über den Klimawandel und seine Folgen machen, zeigt eindrucksvoll die Arbeit der 10jährigen Margarete (Abb.). Sie fertigte einen Schaukasten aus einem alten Schuhkarton an, der die Jury zum Staunen brachte. Margarete gestaltete den Hintergrund des Schaukastens mit einer ihrer Phan-tasie entsprungenen Dschungellandschaft in Aquarelltechnik. Für den Mittelgrund des Kartons bastelte die 10jährige Blume, Palmen und verschiedenen Tiere, sogar ein kleiner Affe ist an einer Liane hängend zu sehen. All diese kleinen Kunstwerke malte Margarete zuvor mit Wasserfarben auf Papier, schnitt sie dann aus und staffelte sie, der Größenrelation entsprechend, auf der linken Seite des Schaukastens. Die rechte Seite des Schaukastens zeigt jedoch eine ganz andere Welt- die wundervollen grünen Blumen sind vertrocknet, abgestorben, die vielen schönen Tiere sind verschwunden, die saftige grüne Wiese ist trockenem Sand gewichen. Diese düstere Zukunfts-Welt gestaltet Margarete mit abgestorbenen Ästen und Zweigen, Sand, getrocknetem Moos und Pflanzenresten. Als auch besonders gelungen beurteilte die Jury die Arbeit von Max. Max, der 7 Jahre alt ist, malte mit Wasserfarben ein Bild seines Baumhauses. Besonders gekonnt wirkt die leicht transparente Malweise und die Detailgenauigkeit, mit denen er z.B. die Blätter des Baumes dargestellt hat. Dadurch strahlt das Bild eine unglaubliche Leichtigkeit aus - es scheint sogar fast so, als könnte man spüren wie viel Freude Max beim Spielen in seinem Baumhaus hat. Ganz anders dagegen hat Johanna Marie, die 6 Jahre alt ist, ihren Schaukasten gestaltet. Sie bemalt die Innenwände ihres Schuhkartons mit kräftigen, bunten Farben. Im Hintergrund sind Blumen, die sich vor einem kräftigen dunkel-

8

blauen Himmel abheben, gemalt und mit Pflanzenteilen collagiert. Für den Mittelgrund des Schaukastens hat Johanna Marie einen Hund, ein Mädchen auf einem Pferd, zwei weitere Menschen, einen Hasen und sogar einen, am Kartondeckel schwebenden, Vogel gebastelt, ausgeschnitten und eingeklebt. Mensch und Tier stellen ihre Familie dar. Abgeschlossen wird der kleine Objektkasten mit einem Regenbogen und einer flexibel befestigten Sonne. Der Deckel ist mit dem Nachthimmel gestaltet. Hier ist die Welt noch in Ordnung, das ist die glückliche Heimat einer Familie mitten in der Welt. Diese drei kleinen Kunstwerke stehen aber nur Beispielhaft für die vielen anderen Werke die in der Freien Kinderund JugendKunstakademie in der Galerie 561 in Landshut abgegeben wurden. Der Kreativwettbewerb wurde zum ersten Mal ausgelobt. Unterstützt wurde die Galerie 561 dabei von zahlreichen Projektpartnern, u.a. der UmweltMesse Landshut, dem Biomarkt Frisch und Fein, dem Tanzforum in Landshut, dem Sportgeschäft Alpenstrand, Bücher Pustet, dem Spielwarengeschäft Holzwurm, dem Hobby-Kunstmarkt Dax. 18 Belobigungen sprach die Jury aus und zusätzlich 39 Ausstellungsbeteiligungen. Der Betrachter bekommt bei den Ausstellungen auf der Umweltmesse, in der Galerie 561 und den Schaufenstern der Projektpartner für einen kurzen Moment die Möglichkeit in die Welt der Kinder einzutauchen. Die unglaubliche Lebensenergie und Fröhlichkeit der Kinderbilder scheint sogar auf ihn überzugehen. Die Jury setzte sich zusammen aus Dr. Markus Wimmer, Christine Grandy- Dick, Werner Weinberg (Freie Kinder und Jugend Kunstakademie), Gitti Gaull (Haus international), Reinhard Gromotka (Biomarkt Frisch und Fein) und Andreas Löscher (Tanzforum). Jedes der teilnehmenden Kinder bekam einen kleinen Mitmachpreis. Die Preise für die 18 Belobigungen und die 39 Ausstellungsbeteiligungen kamen aus den Bereichen Bewegung, Kreativität und Lesen. Der Wettbewerb soll 2010 mit neuem Thema erneut ausgelobt werden. Name: Céline Hölzemann, Geboren in Kreuztal/ Kredenbach. Aufgewachsen in Hilchenbach/ Dahlbruch, Lehramtsstudium der Fächer Deutsch, Geschichte, und Kunst, Universität Siegen, sowie Literatur-, Kultur-, und Medienwissenschaften in Kombination mit Kunstgeschichte. Praktikum in der Freie Kinder-und JugendKunstakademie, Landshut.


9


32 Jahre “Kind und Werk”: jeder hat schöpferische Fähigkeiten von Edith Eichhorn, Rosenheim Der Leitgedanke in der kulturpädagogischen Arbeit der Kinder- und Jugendkunstschule „Kind und Werk“ e.V. Rosenheim ist heute so aktuell wie bei der Gründung vor 32 Jahren. Mit der Aufbruchstimmung in der Kulturpädagogik der 70er Jahre gelang es der Initiatorin Barbara Donning parallel zu den Initiativen in den Metropolen München und Nürnberg, vor über drei Jahrzehnten in der kreisfreien Stadt Rosenheim - im ländlichen Voralpenraum - eine adäquate Einrichtung zu etablieren. Als „Bastelwerkstatt“ gegründet, hat die Einrichtung kontinuierlich auf die veränderten Bedingungen in den Familien und der Gesellschaft reagiert und beständig neue Akzente in der kulturellen Bildung der Region gesetzt. Ausgehend vom Prinzip der „Ästhetischen Erziehung“ weit über Schule und Unterricht hinaus und einer Pädagogik, die vom Kind ausgeht, wurde 1985 der Name in „Kind und Werk“ geändert. Derzeit begleiten sieben MitarbeiterInnen, unterstützt von einer aktiven Vorstandschaft und vielen ehrenamtlichen Helfern und Förderern, professionell und engagiert die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung und der Jugendhilfe. Jahreskurse Kerngeschäft der Tätigkeit sind die fortlaufenden Jahreskurse für Kinder und Jugendliche von 2 ½ bis 17 Jahren im künstlerisch-handwerklichen Bereich mit einer Vielzahl von Materialien und Techniken. Besonderer Wert wird auf die ästhetische Bildung im Vorschulalter gelegt, denn eine frühe Förderung bildet die Grundlage für ein lebenslanges Lernen. Die kindliche Entwicklungsphase im Alter von 3 bis 6 Jahren ist in besonderem Maße von der Ausformung der Sinne und Sinnesaktivitäten geprägt. Spielerisch, neugierig und entdeckungsfreudig findet hier über das Malen, Zeichnen, Werken, Bauen, Tanzen und Erfinden kindliche Weltaneignung und Wertebildung statt. Grundschülern werden Basiskenntnisse in Zeichnung, Malerei und plastischem Gestalten vermittelt. Im Mittelpunkt stehen auch hier die Experimentierfreude und die Freude am Gestalten. Die Jugend-Ateliers wie „ART-factory“ sind Probier- und Erfahrungsräume für verschiedene bildnerische Techniken. Die Wahrnehmung wird verfeinert, Wissen über Kunstepochen und Kunststile vertieft, Ausstellungen werden besucht und regionale Künstler. Die Mappenbegleitung für

10

alle Berufs- und Studieninteressierten bietet neben einer kontinuierlichen Begleitung und Beratung eigenständiger Arbeiten die Möglichkeit zur Perfektionierung von Handwerk und Technik und gibt Impulse zur Sichtbarmachung der eigenen bildnerischen Kraft. Zusätzlich gibt es Angebote im Kreativen Schreiben und Tanzen. In allen Jahrskursen gilt es, Begabungen zu erkennen und ein selbst organisiertes Lernen anzuregen. Derzeit besuchen 190 Kinder und Jugendliche wöchentlich regelmäßig unsere Einrichtung. Workshops und Ferienangebote Komplettiert wird das Programmangebot von Kind und Werk e.V. durch Workshops und Angebote für die Familie. In der Reihe „Jugend für Jugend“ geben ehemalige Teilnehmer – wie z.B. eine Jugendleiterin/Kirchenmalerin ihr Wissen an die nächste Generation weiter. Ein weiterer Baustein in der kulturellen Bildung sind die thematischen Ferienwochen.. Kindergeburtstage und Außenaktionen Oft wird die Kinder- und Jugendkunstschule auch für Außenaktionen und Kindergeburtstage gebucht.


Kultur und Bildung Im Schnittfeld Jugend, Kultur und Schule sind wir als kultureller Bildungsträger zunehmend in Schulen, Horten und Kindertagesstätten tätig. Ob Kunst-AG oder Solarwerkstatt: Angebote der Kulturellen Bildung sind mehr und mehr wichtige Elemente einer umfassenden Bildung an Schulen. Es gilt, neben der reinen lehrplanbezogenen Wissensvermittlung auch Herz und Charakter zu schulen. Mit dem Ganztagsschulausbau haben wir z.B. in der ersten Ganztagsklasse einer Hauptschule im Landkreis kreative Impulse setzen können. Mit den Horten und Kindergärten in der unmittelbaren Nachbarschaft verbindet uns eine gute Zusammenarbeit in verschiedenen Werkstattprojekten. Darüber hinaus gibt es Bildungsallianzen mit weiteren Kindereinrichtungen in Rosenheim und im Landkreis. Sozialraum Eine relativ neue Säule in unserem Tätigkeitsfeld ist die Arbeit im Sozialraum. Was mit der Beteiligung am Ferienprogramm in den Stadtteilen begonnen hat, konnte durch Projektförderungen seine Fortsetzung in regelmäßigen offenen Angeboten finden, wie die der Mädchengruppe in der HS Fürstätt oder im Stadtteil Endorfer Au: Das Angebot hat sich für die hier Lebenden - oft sozial benachteiligten allein erziehende Mütter und Väter, Familien mit Migrationshintergrund, sowie Familien, die von Sozialhilfe leben - bereits zu einem festen Treffpunkt etabliert. Neben dem Erlernen motorisch-handwerklicher Fertigkeiten gibt die Kunstwerkstatt den Kindern und Etern/Großeltern die Möglichkeit, ohne Leistungsdruck kreativ und erfinderisch Freizeit gemeinsam zu gestalten und zu erleben. Museumspädagogik Im Modellprojekt MuseoVivo wurde ein mobiler museumspädagogischer Vermittlungsdienst für vier ausgewählte Museen der Region initiier. Derzeit werden die entsprechenden Vermittlungsmethoden entwickelt und die erste Lehrerfortbildung vorbereitet. Ein Großereignis in Rosenheim wird 2010 die Landesgartenschau sein. Sie soll ein buntes, lebendiges, INNspirierendes Gartenfest am Wasser werden – mit vielen bleibenden Werten für die Rosenheimer Bevölkerung. Die Kinder- und Jugendkunstschule ist unter anderem an einem interaktiven

schulartübergreifendem Kunstprojekt beteiligt, an dem 19 Schulen aus dem Stadtgebiet teilnehmen. Netzwerkarbeit Kulturelle Bildung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Schule, Jugend und Kultur, von Stadt und Land. Deshalb sind Netzwerke und Partnerschaften notwendig. Unsere Kinder- und Jugendkunstschule ist Mitglied in einer Reihe regionaler Netzwerke wie z.B. dem Arbeitskreis Mädchen, dem Arbeitskreis Jungen sowie dem Projekt Bündnisskulptur bei der Sozialen Stadt, dem Netzwerk Kunst- und Kulturprojekte und dem Netzwerk Bürgerstiftung. Sie ist Mitglied im Kulturforum, dem Kunstverein und dem Paritätischen Verband Rosenheim, arbeitet mit dem Stadtjugendring Rosenheim und dem Umweltamt Rosenheim, und die VHS nutzt die kreative Umgebung unserer Räume für eine praktische Sprachvermittlung und für experimentierfreudige kleine „Frühe Forscher“ gibt es bei uns einen Forscher-Stützpunkt. Überregional ist Kind und Werk e.V. vertreten im LJKE Bayern e.V. und mit ihm in der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V. sowie im Bundesverband. Auch internationale Kontakte werden gepflegt wir z.B. zu den Salzburger Museumspädagogen und Architekturvermittlern. Besondere Freude besteht darüber, dass die Rosenheimer Erfahrungen auch bei der Gründung der 1. Tiroler Kunstschule in Innsbruck genutzt werden konnten. In 32 Jahren ist Kind und Werk e.V. Rosenheim zu einem Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung geworden. Sie hat alle Voraussetzungen, um in einem partnerschaftlichen Modell mit der Kommune und dem Landkreis die Funktion eines zentralen Knotenpunktes in einem Netzwerk von Kultur- und Bildungsträgern der Stadt Rosenheim und der Region zu übernehmen.

V.i.S.d.P. Edith Eichhorn Kind und Werk Rosenheim Tel: 08031 / 37946 www.kindundwerk.de

11


Region, Lebensraum, Heimat: Ausstellungsprojekt und Nachwuchspflege des Kunstverein Weiden Der Kunstverein Weiden blickt in seinem 15jährigen Bestehen, das es 2009 zu feiern gibt, auf 10 Jahre erfolgreicher Nachwuchspflege zurück. Junge Kunstinteressierte und Akademie-Student/innen aus dem Bezirk Oberpfalz und der Stadt Weiden haben in den vergangenen 10 Jahren an einem Förder-Programm für JUNGE KUNST des Kunstverein Weiden teilgenommen. Die heute im Bereich Kunst Berufstätigen halten jetzt in einem zweiteiligen Projekt Rückschau. Dazu hat der Kunstverein Weiden unter dem Titel „Region, Lebensraum, Heimat" eingeladen. Die meisten der Geladenen leben und arbeiten in den Metropolen. Aber mit seiner Form der Nachwuchs Pflege, die im Laufe der Jahre selber die Qualität eines „Work in Progress" erhalten hat, will der Kunstverein Weiden die Bindung der künstlerisch-kreativen Nachwuchs-Kräfte an ihre Herkunftsorte stärken und der Landflucht im Bereich Gegenwartskunst modellhaft entgegenwirken. Beim Wiedersehen im Kunstverein reflektieren die 25 Teilnehmer/innen via Kunstwerk ihre einstige Ausgangslage, darüber hinaus planen sie im Gespräch untereinander und im Kontakt mit außerkünstlerisch- wissenschaftlichen Bereichen, namentlich mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden HAW, ein Gemeinschaftskunstwerk. Angedacht ist, dieses im FolgeJahr als Förder-Plattform für JUNGE KUNST und interdisziplinären Dialog fortzusetzen. Eine Ausstellung im Mai zeigte den gegenwärtigen Entwicklungsstand der Teilnehmer/innen; auf einem Symposion soll für den Zeitraum vom 18.10. bis zum 15.11. 2009 eine Gemeinschaftsarbeit zum Thema „Region, Lebensraum, Heimat" konzipiert werden. Das Thema „Region, Lebensraum, Heimat" verklammert die Vielzahl an Einzel-Aspekten, die seit 1999 bearbeitet worden waren : Generations-Abfolge, die eigenen Lehr- und Wanderjahre, Herkunft und Lebensraum: Momente, die einen in der Ferne heimsuchen und Bauklötze sind, ohne die keine Zukunft entsteht. Der Gedanke „Lebensraum in der Mitte Europas " war bereits bei den Vorgänger-Projekten „Relate - Junge Kunst", „Baum-Raum" und „Standpunkte-Landeplätze" zentraler Gegenstand der Reflexion.

12

Die „Grashalme" von Thomas May wurzeln mittlerweile überall in der Welt, der Baum-Sound, der in der Allee des ehemaligen Bezirksguts Wöllershof hörbar geworden war, ist im Internet nachzuhören. Aus dem Projekt Standpunkte-Landeplätze stammt ein markantes Sinnbild für den Kunstraum Weiden/Oberpfalz, der Hügel-Standpunkt auf dem ehemaligen Militärflugplatz Maierhof. Hier war Josef Beuys als Stuka-Flieger 1942 stationiert. Von der Höhe des Kunst-Hügels aus, der auch auf Verbindungen des späteren Weltkünstlers Beuys mit der Stadt Weiden verweist, zeigt sich die Oberpfalz im Licht eines erweiterten Kapital-Begriffs. Offene Enden, die zusammengeschnürt werden wollen. In seiner theoretischen und praktischen Verbindungsarbeit, die dem Konzept einer sozial-interaktiven Kunst folgt, spürt der Kunstverein Weiden den Schnittstellen nach, an denen sich künstlerische und nichtkünstlerische Bereiche treffen. Dabei weisen die Schnittstellen Kreativität und kulturelle Kompetenz dem Faktor Kunst eine herausragende Rolle zu. Unter diesem Leitgedanken wird die Zusammenarbeit mit der HAW Amberg /Weiden im Herbst fortgesetzt. Aus dem Treffen der Akademien Prag, Kassel und Berlin in Weiden, das zeitgleich stattfindet und ursprünglich den Namen „Drei Hoch Kunst" hatte, wird „Vier Hoch Kunst". Das Projekt, das die Gesichtspunkte: Atelier für alle Alters- und Bezugs-Gruppen, Natur, Ökologie und Technik, Biografie und geschichtlich/geopolitische Eigenheiten der Herkunft verbindet, wird dabei selber zum Bild eines Lebensraumes, den das Lebenselixier Kreativität durchströmt, es ist die Projektion eines HeimatBildes, das fernab jedweden Ressentiments liegt. Lebensraum Kunst und Kreativität: Das Kinderatelier im Kunstverein Entdecken, Sehen, Wahrnehmen, Nachempfinden: Kunst fordert unsere Sinnesorgane, berührt, weckt auf, macht Lust auf mehr. Naturwissenschaftler untersuchen die Bedeutung der sogenannten "Spiegelneuronen" für die wichtige Lebenskompetenz Empathie und Einfühlungsvermögen. Auch der Kontakt mit Kunstwerken jeglicher Art gibt den Spiegelneuronen Futter:


Lernen immer wieder durch das Betrachten von Bildern: Was zunächst unverständlich ist, fordert heraus, setzt Denkprozesse in Gang. Sinnliches Lernen durch den Umgang mit Materialien, kreatives Lernen durch die Freude am Experiment, am Spiel. Spaß beim Klecksen, Schmieren, Rühren, Kleben, Kritzeln, Schnipseln, Formen. Schwer ist leicht was, Kunstbaustelle, Spiel ohne Grenzen, junge Meister am Werk: Seit 10 Jahren bietet das Kinderatelier im Kunstverein in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Kalmreuth Kindern einen Spiel-Raum für Begegnungen mit Zeitgenössischer Kunst. Tonnenschwer sind die Skulpturen des amerikanischen Bildhauers Richard Serra, von denen die Bilder des Fotografen Dirk Reinartz erzählen. Schwer auf dem Herzen liegen die Fotografien aus den KZ-Gedenkstätten, die er in seiner Spurensuche „totenstill" dokumentierte. Weiche Watte, schweres Eisen. Gegensätze die man fühlen kann.: weich-hart, schrecklich- schön, hell-dunkel. In Zeichnung und Materialcollage sind die jungen Kunstbetrachter unterschiedlichen Empfindungen auf der Spur. Dabei entsteht ein selbstgemachtes Materialbuch der sieben Sinne. Im Mai steht beim Workshop „Frische Kunst für junge Meister" ein buntes Allerlei an Bildwerken zur Verfügung, das die allerjüngsten Künstler zum Nachempfinden, Selbermachen und Entdecken anregt. Die Kommunikation mit Kunst erweitert den eigenen Lebensraum und baut Zimmer mit durchlässigen Wänden und Fenstern nach innen und außen.

Wolfgang Herzer und Irene Fritz Kunstverein Weiden Irene Fritz leitet auch die Kulturwerkstatt Kalmreuth / Kinderatelier im Kunstverein www.kulturwerkstatt-info.de

13


Wie sieht die Rückseite eines Haares aus und wo geht die Farbe hin, wenn es dunkel wird? Der andere Blick auf die Welt: bayernweite Plakat-Aktion im September Kinder- und Jugendkunstschulen in Bayern starten eine landesweite Plakataktion nach dem siebenundzwanzigsten September. Was ist am siebenundzwanzigsten September? Die Bundestagswahl. Und was ist danach? Sollen die ganzen Plakatständer der Parteien einfach wieder trostlos im Depot landen? Nein: Wir zeigen in Bayern den anderen Blick auf die Welt. Wir wollen als Kunstschulen weithin sichtbar sein und nutzen die Flächen der örtlichen Parteien. In den Straßen der bayerischen Städte werden die Politikergesichter so von Kindern aus unseren Einrichtungen abgelöst: "Der andere Blick auf die Welt" . Vom Straßenrand aus werden wir den Passanten und Autofahrern Fragen stellen unsere Fragen: ... schmecken Erdbeeren wie Juni? Organisation: LJKE Bayern e.V., erste Kontakte kann man in den Kunstschulen Augsburg, Weiden, Cham, Fürth und Rosenheim aufnehmen. Email: katharina.steppe@kabelmail.de, www.ljke-bayern.de

14


TERMINE Bayernweit im Herbst Wo geht die Farbe hin, wenn es dunkel wird? Ist oben auch unten? Kommen Meinungen von selbst? Der andere Blick auf die Welt,bayernweite Plakat-Aktion Kinder- und Jugendkunstschulen in Bayern starten eine landesweite Plakataktion nach dem siebenundzwanzigsten September. www.ljke-bayern.de München bis August 2009 „Kein Land war zu sehen" Robinsonaden in der internationalen Kinder- und Jugendliteratur Die Jahresausstellung der Internationalen Jugendbibliothek widmet sich der Robinsonade, die von der meist unfreiwilligen Isolation einer oder mehrer Protagonisten auf einer Insel, fernab der vertrauten, vermeintlich zivilisierten Welt, erzählt. Eine Vielfalt, die manch einen überraschen wird: Neben kunstvoll illustrierten Robinsonaden aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen moderne Ausgaben sowie einige Pop-Up-Bücher und historische Papiertheater. Neben den Büchern begleiten Textzitate, Kommentare, Landkarten und „Fundstücke" die Besucher auf diesem Streifzug durch literarische Inselwelten. Internationale Jugendbibliothek, Schloss Blutenburg, Tel.: 089/891211-30 Dortmund bis 29. Aug Dialog im Stillen Wir kennen die Ausstellungen zum Dialog im Dunkeln - nun gibt es als Pendant den Dialog im Stillen - eine Ausstellung zur nonverbalen Kommunikation in der DASA Dortmund: „Sag´s mal ohne zu reden." „Augen auf! Sprache muss sichtbar sein, um verstanden zu werden. Du sprichst mit den Händen und hörst mit den Augen. Du erlernst Gebärden, experimentierst mit Deinem Gesichtsausdruck und übst Dich in Körper- und Gebärdensprache. ... Eine Reise in die Stille." Es gibt den Tanz der Hände, die Galerie der Gesichter, das Forum der Figuren, das Spiel der Zeichen und die Spür-Bar. Die Ausstellung können auch Gehörlose und Schwerhörige besuchen und dabei einen Gebärdendolmetscher buchen. www.dialog-im-stillen.de Nürnberg bis 6. Sept. Kunst und Kalter Krieg Deutsche Positionen 1945-1989, Nürnberg,

Germanisches Nationalmuseum. Gerade erst anlässlich der Berliner Ausstellung „60 Jahre, 60 Werke" und dem Streit ums deutsche Einheitsdenkmal neu aufgelebt, wird nun ein weiteres Kapitel im Diskurs um die deutschdeutsche Kunst aufgeschlagen. Präsentiert werden über dreihundert deutsche Werke der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Video- und Installationskunst als Ausdruck einer umfassenden Auseinandersetzung um die konkurrierenden Menschenbilder und ideologischen Konzepte in Ost und West. Verbindend war der Anfang, der Aufstieg aus den Ruinen, als nach dem Krieg Künstler aller Sektoren gleichermaßen um eine Bildsprache zur Darstellung der grauenhaften Kriegsschrecken rangen. Für einen kurzen Moment war die Kunst frei: Man knüpfte an die Vorkriegszeit an, zeigte das zuvor als „entartet" Abgestempelte, und die erste große Kunstausstellung in Dresden 1946 präsentierte gleichwertig Werke aus allen Besatzungszonen. Mit der Gründung der beiden deutschen Staaten trennten sich die Wege.... München bis 20 Sept. Prägedruck und Klappen zum Öffnen - die Raupe Nimmersatt Seit 40 Jahren frißt sich die kleine Raupe Nimmersatt durch Blätter, Äpfel, Kuchen und andere Leckereien. Liebenswerte TierProtagonisten, die gute Identifikationsmöglichkeiten bieten, zahlreiche Spiel-Elemente – wie unterschiedlich breite Seiten, Klappen zum Öffnen, ausgestanzte Löcher oder Spinnennetze aus Prägedruck – und ein unverwechselbarer Illustrationsstil mit Collagen aus selbstbemalten, vielfarbig gemusterten Seidenpapieren sind charakteristisch für Eric Carle. Die Eric-Carle-Werkschau zum 80. Geburtstag ist in der Internationalen Jugendbibliothek im Schloß Blutenburg zu sehen. www.ijb.de München bis 22. Nov Salz - von der Saline zur Salzlette Eine Mitmachausstellung des Kinder- und Jugendmuseums München: Wie entsteht Salz, was macht das Salz im Meer, wieso schmecken Tränen salzig: Früher war Salz so wertvoll wie Gold und um das Salz aus dem Berg zu holen, braucht man eine Menge Muskelkraft. Das „weiße Gold ist ein lebenswichtiger Stoff. Pädagogische Aktion/Kinder- und Jugendmuseum München - direkt am Hauptbahnhof, www.kindermuseum-muenchen.de

München 13. Juni bis 13. Sept. KIKS- Kinder Kultur-Sommer 91 Tage zum Schauen, Mitmachen, Zuhören, Ausprobieren, Zeit für Phantasie, Kreativität, Konzentration und Spiel präsentiert von über 160 Partnern. Auf 8 Themeninseln heißt es wieder, die Möglichkeiten der Kinderkultur für sich zu entdecken und selbst aktiv zu werden oder einfach das zu genießen, was Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt haben. „ München nimmt das Recht der Kinder auf kulturelle Teilhabe ernst. Nicht nur im Jahr des 15-jährigen Bestehens der UN-Kinderrechtskonvention, das am 20.11. 2009 weltweit gefeiert wird, sondern als langfristige Perspektive. Koordinationsstelle, Kultur & Spielraum e.V., München, www.kiks-muenchen.de Ingolstadt, 11. Juli und München, 26. Sept Lernbar - spielend lernen Einführungsworkshop der beiden Sportphilologinnen Hannelore Bauer und Sigrid Wagner-Seitz und dem Spielpädagogen Gerhard Knecht. Für Eltern und PädagogInnen aus Tagesstätten, Freizeitheimen, Kindergärten, Schulen u.a.: Theoretische Ansätze und Prinzipien der Individual-, Sozial-, Entwicklungsund Lernpsychologie, der Erlebnispädagogik und des Empowerments werden vorgestellt und Spielsituationen zur Selbst- und Umgebungswahrnehmung hergestellt. Vom 31. Okt bis 3. Nov. findet in Augsburg ein Erweiterungslehrgang statt. Spiellandschaft Stadt München e.V., www.spiellandschaft.de München 14. Juli Vorstellung des 13. Kinder- und Jugendberichtes d. Bundesregierung „Chancen für ein gesundes Aufwachsen – Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe" ist das Thema des neuen, 13. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung, der gerade erst der Öffentlichkeit vorgestellt wird; Referenten sind Prof. Dr. Heiner Keupp, Vorsitzender der Sachverständigenkommission, 13. Kinder- und Jugendbericht und Dr. Hanna Permien, Deutsches Jugendinstitut München, Geschäftsführerin der Sachverständigenkommission; DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64 / mit dem Kreisjugendring München-Stadt

15


TERMINE München 15. Juli Floßbau Aus Latten, Luftballons, Mülltüten, Netz und Seilen werden Flöße gebaut - das ganze beginnt mit einem Frühstück in der Rupprechtstr. 29 und weiter geht´s am Feldmochinger See. Burg Schwaneck und Kreisjugendring München-Stadt, www.burgschwaneck.de Wien 17. - 26. Juli 1. Welt-Jugend-Theater-Festival „Recht und Unrecht". München 18. / 19. Juli Hörfestival 2009 des JFF-Institut für Medienpädagogik. „Hört, Hört!" ist ein Festival, das aus zwei Elementen besteht: einem Treffen von Audio-Fans und einem vorausgegangenen Wettbewerb für alle zwischen 14 und 25. Die eingereichten Soundcollagen, journalistischen Beiträge, Features, Reportagen und Hörspiele werden an verschiedenen Orten in München u.a. in einer langen Nacht des Hörens präsentiert. www.hoert-hoert.info Ingolstadt 22. - 24. Juli Alles Qualität – oder was? Wege zu einem guten Museum 15. Bayerischer Museumstag Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern veranstaltet in zweijährigem Turnus den Bayerischen Museumstag, die größte Museumsfachtagung des deutschsprachigen Raums. Der 15. Bayerische Museumstag wird sich mit dem Qualitätsbegriff im Museum, Standards für die Museumsarbeit und ihrer Umsetzung im Museumsalltag beschäftigen. www.museen-in-bayern.de/Die Landesstelle/Aktuelles. Turgi (Schweiz) 24. Juli - 2. Aug. 4. Internationales Kindertheaterfest Burg Schwaneck 23. - 24. Okt. Tagung „Zukunftspotentiale und Netzwerke Umweltbildung" Die Tagung bietet einen Überblick über den neuesten Stand der Umweltbildung und ihrer Netzwerke in Bayern, über innovative

16

Pro-jekte mit Erfahrungsaustausch und Abschlussfest. Der Trägerverbund Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck und die Ökologische Akademie e. V. und Ökoprojekt MobilSpiel e.V. bieten außerdem eine Zusatzqualifikation Bildung für nachhaltige Entwicklung an! . www.burgschwaneck.de 24. - 26. Juli Fortbildung: Web 2.0 - das Mitmach-Web für die Jugendarbeit Bei dieser Fortbildung an der Jugendbildungsstätte Waldmünchen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie die aktuellen Anwendungen des „Web 2.0" für die Jugendarbeit nutzen können. Besonders bekannte Angebote sind Soziale Netzwerke wie „SchuelerVZ", die Video-Plattform „YouTube" oder das Schreiben von Internet-Tagebüchern, sogenannten Blogs. Das Wochenende wird von der Medienfachberatung für den Bezirk Oberpfalz in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte Waldmünchen angeboten und durch "In eigener Regie" gefördert, dem Förderprogramm von BLM und JFF für Jugendmediengruppen im Bayern. www.jugendbildungsstaette.org Abgabeschluss 30. Juli Mephistos Erben Der 2. Innovationspreis der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile e.V. für spielpädagogische Innovation und Engagement 2009 steht unter dem Thema „Mephistos Erben - Spiel-

geräte des 21. Jahrhunderts, selbst gemacht„. Mit diesem Preis zeichnet die BAG Spielmobile zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Spielszene aus. Dieses mal für besonders innovative Spielentwicklungen. Kriterien sind u.a.: Einfach und nicht teuer. Originalität im Sinne eines Ergebnisses des Querdenkens und: es muss Spielregeln geben. www.spielmobile.de Allgäu Vorschläge bis 31. Juli Pioniere der Region 2009 gesucht Ob innovative Wohn- und Bildungskonzepte oder Impulse für einen lebendigen Alltag in der Region, etwa durch einen Dorfladen – so manch gute Idee, die im Verborgenen blüht, verdient es, ans Licht geholt und verbreitet zu werden. Mit "Pioniere der Region – regionale Strategien in Zeiten der Globalisierung" stellt die Stiftungsgemeinschaft seit 2006 Persönlichkeiten vor, die mit ihren Projekten oder ökonomischen Strategien den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten und zu einem neuen - solidarischen - Verständnis von Wohlstand beitragen. Erstmals können Pioniere vorgeschlagen werden. Für die nächste Veranstaltung am 9. Oktober 2009 im Kempodium in Kempten werden Pioniere aus Bayern, vorzugsweise aus dem Allgäu, gesucht, die mit ihrem Projekt bzw. ihrer Initiative neuartig oder originell auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren. Themen sind:


Bayerns blühende Landschaften Kulturelle Bildung im Überblick - der Bastelbogen. Lösen Sie die beiden Bögen aus dem Heft und kleben Sie Bayern bitte wieder zusammen! Auch ein paar kleine Städte kommen hier groß raus. Die Landschaft ist durch und durch gebildet, keativ und lebendig bevölkert. Es gibt in Bayern allein etwa 50 Jugendkunstschulen, außerdem zahlreiche Spielmobile oder Kinder- und Jugendtheater. Die Grafik ist also noch gar nicht vollständig. Helfen Sie mit. Wenn Sie zu jeder kleinen, wertvollen Einrichtumng, die Sie kennen, einfach ein Bild dazukleben! Decken Sie Bayern damit sorgfältig zu..Das Ergebnis wird beeindruckend sein!

17

Der “hintergründige” Text der Bayernkarte stammt aus der Webseite des Freistaates, www.bayern.de/Land-und-Leute


und Rhön, zwischen Main und Donau kreuzen sich die großen europäischen Verkehrsadern von Ost und West, N Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Bayern wieder das Tor zu den ost- und südo das Zentrum Europas sucht, wird es in Bayern finden. Nachbarn sind: im Westen und Nordwesten die Länder B Süden Österreich. Die Landesgrenzen sind 2.705 Kilometer lang, was einer Entfernung von München bis Moskau 85053 eindrucksvolle Alpenpanorama mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, und die romantische Felskulisse Main und Donau und die oberbayerische Seenplatte mit Chiemsee, Tegernsee, Königssee, Ammersee und Starn Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt sind boomende Wirtschaftsstandorte und kulturelle Zentren von alterliches Stadtbild durch die unversehrt bewahrt. Und im ländlichen Raum sind die Dorfgemeinsch ischen M zwJahrhunderte n u e s g ik, T neue Facette. Die bayerische Landschaft zeichnet aus. Vier natürliche Großlandschaft 86482 anz sich durch ihre große Vielfalt un n , bisch-Fränkische Schichtstufenland. Tradition wirdTgroßgeschrieben in Bayern. Zukunft auch. Die Menschen in Ba he Aystetten Musmodernsten ik und BeweStaaten r der ü f a leben und zugleich in einem Europas. In Bayern gehen Tradition und Zukunft Hand in Ha g e t u ng in er ul h u c A n rigen Portion Wirklichkeitssinn. Echte Geselligkeit und yurtümliche gehören zu den bayerischen Tuge S s e d BildnGemütlichkeit Or erisch varica". Es geht in Bayern vielleicht weniger hektisch zu tals Dafür hat hier den längeren Atem und tte nanderswo. t sg em Gestaman lten e s Bayern gilt der Grundsatz: viel von anderen lernen, caber hic nicht den anderen alles nachmachen. Vielleicht ist es Ba Ein tität zu bewahren. Bayerns Tradition ist lebendig. Die Trachtenvereine, Brauchtumsgruppen und Musi hte e K zahlreichen o e 86845 engagieren sich ehrenamtlich in der Brauchtumspflege Tradition e op undrlesetzen sich für den Erhalt der bayerischen un er b d e a solut gesellschaftsfähig. Die drei Stämme, Altbayern, Franken und Schwaben, unterscheiden sich durch Sprache Großde n r G tion 1 “N vertriebene gekommen, die ihre eigene TraditionJaund Kultur mitbrachten. bewohnen die Regieru ac Die Altbayern: Sie aitingen hr, roß der h a der bayerischen Bevölkerung. Weltoffenheit, Beharrungsvermögen 42 itin Kün undriein ch angeborener Sinn für alles Musische en ge Mittelstl und tUnterfranken ScOber-, rund 4,1 Millionen Franken aus den Regierungsbezirken gehören seit Beginn des aus erp rH ert” hü d d n e m u l a attaus. Die Schwaben: terkeit und ein schnelles Auffassungsvermögen zeichnen diesen Stamm Fleiß kein P rh 20. Jah"Ohne ler f or , 4 uptSchwaben sc m cim gleichnamigen Regierungsbezi Hang zur Untertreibung werden den rund 1,8 Millionen bayerischen Le hu ultu le hr ansässig rteam nannte "vierte Stamm", die den größten Teil der nach 1945 in Bayern gewordenen er .de Heimatvertriebenen a un Volksstämmen Bayerns" trachtet die sudetendeutsche Volksgruppe als einen Stamm unter den heißt es in der d6 wesentlichen Beitrag beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Bayern Ku ist das größte Land der Bundesrep ltur Bayern ist größer als die Schweiz und bevölkerungsreicher als Schweden. Und pBayern äda wächst: Rund eine Million goge jedes andere Bundesland. Bayern, - das Land mit seiner Vielzahl an Kultur- und Freizeitangeboten begrüßt Sie! Ü n che Dome prägen überall in Bayern die Stadtbilder. 40 Theater und Opernbühnen mit eigenen Ensembles, renomm für ein facettenreiches Kulturangebot. Daneben finden alljährlich zahlreiche historische Feste und Volksfeste satt. Tänzelfest in Kaufbeuren, der Drachenstich in Furth oder gar der Christkindlesmarkt in Nürnberg und andere sind nen jährlich über sechs Millionen Besuchern ziehen auch das Gäubodenfest in Straubing, dem Augsburger Plärre Sportbegeisterte. Die bayerischen Alpen, viele Seen und Flüsse und über 100 Radwanderrouten laden zu sportlic WM 2006 oder die Ski-WM 2011 bringen weltweite Aufmerksamkeit. Leben, wo andere Urlaub machen - die Lebe reiches Kulturerbe sind mitentscheidend für die bayerischen Ansiedlungserfolge. Wirtschaftliche Dynamik ist die w mit Zukunft, auch dank seines hohen Freizeitwertes. Familienfreundlichkeit ist ein weiterer Trumpf, den Bayern s Land in Deutschland. In Bayern sind in den letzten zehn Jahren mehr Arbeitsplätze entstanden als in jedem ander zen sich die großen europäischen Verkehrsadern von Ost und West, Waldsassen in der Oberp esondund ereSüd. an diBei as bNord esem D des Eisernen Vorhangs ist Bayern wieder das Tor zu den ost- und südosteuropäischen Nachbarländern und wichti Stad t r n u e r f v s o ü n K ern finden.Nachbarn sind: im Westen und Nordwesten die Länder Baden-Württemberg indund hrer im Norden ern iHessen, das llust ist ist, vielseitige 2.705 Kilometer lang, was einer Entfernung von München bis Moskau (Luftlinie) entspricht. Bayern ein r e l v l e i a r s t e ä n d r l i c h r ü undprägen t i Gesich lands höchstem Berg, der Zugspitze, und die romantische Felskulisse der fFränkischen Schweiz sich wdas rd. e r ü Elterneuropäischen h f beiden und Gro rlicMetropolr c platte mit Chiemsee, Tegernsee, Königssee, Ammersee und Starnberger See. Die u a ßelt h sind boomende Wirtschaftsstandorte und kulturelle Zentren von Weltrang. An derunRomantischen Or stundKulturGaStraße n. rage erhaben K alters her gewachsenen sehrt bewahrt. Und im ländlichen Raum sind die Dorfgemeinschaften mit ihrer von Struk füh er Ingolstad Stadt dierBayerischen t Alpen, da net sich durch ihre große Vielfalt aus. Vier natürliche Großlandschaften sind hier vereint: wird großgeschrieben in Bayern. Zukunft auch. Die Menschen in Bayern wissen, dass sie in einer der ältesten eur Staaten Europas. In Bayern gehen Tradition und Zukunft Hand in Hand. Bayern ist eine Lebensart. Heiter und ge ligkeit und urtümliche Gemütlichkeit gehören zu den bayerischen Tugenden, aber auch Weltoffenheit und Toleran hektisch zu als anderswo. Dafür hat man hier den längeren Atem und kann zwischen den wichtigen Dingen und d lernen, aber nicht den anderen alles nachmachen. Vielleicht ist es Bayern deshalb gelungen, immer auf der Höh bendig. Die zahlreichen Trachtenvereine, Brauchtumsgruppen und Musikkapellen in Bayern sind authentischer Brauchtumspflege und setzen sich für den Erhalt der bayerischen Tradition ein. Die Traditionspflege gehört in B Stämme, Altbayern, Franken und Schwaben, unterscheiden sich durch Sprache, Brauchtum, Mentalität und Lebe gene Tradition und Kultur mitbrachten. Die Altbayern: Sie bewohnen die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederb Weltoffenheit, Beharrungsvermögen und ein angeborener Sinn für alles Musische machen diesen Menschenschl den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken gehören seit Beginn des 19. Jahrhunderts zum bayeris fassungsvermögen zeichnen diesen Stamm aus. Die Schwaben: "Ohne Fleiß kein Preis" - so könnte wohl kurz d den den rund 1,8 Millionen bayerischen Schwaben im gleichnamigen Regierungsbezirk nachgesagt"vier Bayern is europäischen Verkehrsadern von Ost und West, Nord und Süd. Bei Waldsassen in der Oberpfalz ist noch heute

in

de Be r ge g

Ingolstadt


, ü

u ss a o c aften sind hier vereint: die Bayerischen Alpen, das Alpenvorland, das Ostbayerische Mittelgebirge und das SchwäB H g n B u

h r h s

z n e e o ! Über 100.000 Architekturdenkmäler und 1.200 Museen findet man im Freistaat. Prächtige Schlösser und festlim t nd SCHULE DER PHANTASIE – r Fürth/Franken e.V. l Ulrike Irrgang, Tel. 368 73 39 b www.schulederphantasie-fürth.de e

Re-Design! Die Salatschüssel in der alten Waschmaschine

e e h Was bestimmt eigentlich, wann etwas nicht mehr taugt und zu „Müll“ wird? Unser langgeprägtes Konsumverhalten? Unn ser Anspruch an bestimmte Wertigkeiten, unser Verharren an festgelegte Gebrauchsfunktionen, an modischen Diktaten, iges Land. unberührte Natur und pulsierendes Leben. Das eindrucksvolle Alpenpanorama mit DeutschoderEs an vereint unbedachter Materialherkunft? cht Bayerns ebenso wie diefrei ausgedehnten Flusslandschaften um Main unddenken Donau diejunge oberbayerische Teils kritisch oder noch von diesen Wertund Funktionsvorstellungen sehen, undund nutzen Menschen die Seenolregionen München undunvoreingenommen. Nürnberg und weitere wie Augsburg, Würzburg, Dinge ihrer Umwelt So wirdGroßstädte aus einer ausrangierten Pralinenschachtel ein Regensburg und Ingolstadt Schmuckkasten, und bevor die alte Waschmaschine entsorgt wird, findet sich im Bullauge eine fast unzerstörbare SalatO schüssel. Dieses phantastische Potential von jungen Menschen, eben auch „Müll“ anders zu denken, möchte u die SCHULE DER PHANTASIE-Fürth/Franken e.V. in Kooperation mit der Abfallwirtschaft Fürth auch dieses Jahr wieder d in verschiedenen Projekten fördern. u Unter dem Motto: Re-Design! Erfinde aus wertvollen Reststoffen ein Designerstück (oder dein Wunschobjekt, g oder eine geniale Produktneuheit) werden im Herbst die vielfältigen Ideen auf der 3.Kinder-JungErfinderMesse a Fürth präsentiert sein. d Zwei Zukunftspotentiale werden zusammengebracht:1. Das völlig andere Denken von Kindern, welches eine hohe Phanö tasie und Erfindergabe bereit stellt und 2. der gern übersehene Rohstoff von Verpackungsmaterial, der nicht e nur an sich wertvoll ist, sondern auch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten birgt. n Das ist ein Wink für die Zukunft. Die SCHULE DER PHANTASIE-Fürth, will diesen Wink aber nicht missverstan-den b wissen. Es geht nicht um Plattitüden, wie Kinder sind Zukunft oder Müll, die neue Ressource, sondern um einen verantwortungsvollen Umgang mit Material, bei der Produktentwicklung oder bei der Suche nach neuen Lösungen. Kinder sollten e mit ihrer kreativen Gabe und ihrem unkonventionellen Denken ernst genommen, gefördert und in den Gestaltungsproh 19 zess „Zukunft“ miteinbezogen werden. r

te der Stein zu sehen, mit dem Napoleon einst die Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall des Eisernen Vor-


Bayern ist das Land im Herzen Europas. Zwischen Alpen und Rhön, zwischen Main und Donau kreuzen sich die noch heute der Stein zu sehen, mit dem Napoleon einst die Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall des Eiserne bindungsglied zwischen alten und neuen EU-Staaten. Wer das Zentrum Europas sucht, wird es in Bayern finden gen und Sachsen, im Osten die Tschechische Republik, im Süden Österreich. Die Landesgrenzen sind 2.705 Kilom Es vereint unberührte Natur und pulsierendes Leben. Das eindrucksvolle Alpenpanorama mit Deutschlands höch erns ebenso wie die ausgedehnten Flusslandschaften um Main und Donau und die oberbayerische Seenplatte m gionen München und Nürnberg und weitere Großstädte wie Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt sind wie Dinkelsbühl oder Rothenburg ob der Tauber ihr mittelalterliches Stadtbild durch die Jahrhunderte unversehrt immer noch intakt. Bayern zeigt aus jeder Perspektive eine neue Facette. Die bayerische Landschaft zeichnet sic Alpenvorland, das Ostbayerische Mittelgebirge und das Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland. Tradition wird ropäischen Kulturlandschaften mit über 1.500-jähriger Geschichte leben und zugleich in einem der modernsten S gelassen, manchmal etwas eigensinnig, aber immer mit einer gehörigen Portion Wirklichkeitssinn. Echte Gesellig ranz. Leben und leben lassen, das ist die vielgerühmte "Liberalitas Bavarica". Es geht in Bayern vielleicht wenige und den wirklich wichtigen Dingen im Leben noch en: gut unterscheiden. In Bayern gilt der Grundsatz: viel von andere k n Höhe der Zeit zu sein und trotzdem die unverwechselbare eigene Identität zu bewahren. Bayerns Tradition ist leb e e, D s s Ausdruck der Heimatliebe seiner Bewohner. e Menschen in Bayern engagieren sich ehrenamtlich in der Brau n Viele h r M und ern zum Alltag, und selbstverständlich sindeDirndl ürtTrachtenanzug absolut gesellschaftsfähig. Die drei Stämm F d gefühl. Dazu sind nach 1945 über zwei Millionen sieFlüchtlinge und Heimatvertriebene gekommen, die ihre eigene Tr a t bilden sie gut die Hälfte der bayerischen Bevölkerung. Weltoffen und Oberpfalz. Mit rund 6,4 Millionen Menschen über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Die Franken: Die rund 4,1 Millionen Franken aus den Regierun verband. Ausgeprägter Gemeinschaftssinn, Organisationstalent, Heiterkeit und ein schnelles Auffassungsvermög fassung der Schwaben charakterisiert werden. Sparsamkeit und ein Hang zur Untertreibung werden den rund 1,8 M drei Stämmen sind die Sudetendeutschen gekommen, der sogenannte "vierte Stamm", die den größten Teil de Schirmherrschaft übernommen. "Die Bayerische Staatsregierung betrachtet die sudetendeutsche Volksgruppe als Dankbar für eine neue Heimat leisteten die "Neubayern" einen wesentlichen Beitrag beim Wiederaufbau nach de dratkilometern leben und arbeiten über zwölf Millionen Menschen. Bayern ist größer als die Schweiz und bevölker den übrigen Bundesländern nach Bayern gekommen, mehr als in jedes andere Bundesland. Bayern, - das Land m Museen findet man im Freistaat. Prächtige Schlösser und festliche Dome prägen überall in Bayern die Stadtbilde Spitzenorchester manifestieren Bayern als lebendigen Schauplatz für ein facettenreiches Kulturangebot. Danebe ethenfest in Landsberg am Lech, die Kinderzeche in Dinkelsbühl, das Tänzelfest in Kaufbeuren, der Drachenstich teresse. Und neben dem weltbekannten Münchner Oktoberfest mit seinen jährlich über sechs Millionen Besuchern „ihre" Gäste zahlreich an. Freizeitspaß bietet Bayern außerdem für Sportbegeisterte. Die bayerischen Alpen, viele der Spitzensport zu Hause und große Sportevents wie die Fußball-WM 2006 oder die Ski-WM 2011 bringen weltwe ortfaktoren" wie eine intakte Natur mit großem Freizeitwert und ein reiches Kulturerbe sind mitentscheidend für die und Beschäftigung im Freistaat. Bayern ist und bleibt ein Standort mit Zukunft, auch dank seines hohen Freizeit 97070 mensansiedlungen. Bayern ist heute das wirtschaftlich erfolgreichste Land in Deutschland. In Bayern sind in den Europas. Zwischen Alpen und Rhön, zwischen Main und Donau kreuzen sich die großen europäischen Verkehrsa dem Napoleon einst die Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist Bayern wieder das neuen EU-Staaten. Wer das Zentrum Europas sucht, wird es in Bayern finden.Nachbarn sind: im Westen und Nor chische Republik, im Süden Österreich. Die Landesgrenzen sind 2.705 Kilometer lang, was einer Entfernung von pulsierendes Leben. Das eindrucksvolle Alpenpanorama mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, und di 90762 ten Flusslandschaften um Main und Donau und die oberbayerische Seenplatte mit Chiemsee, Tegernsee, Königss weitere Großstädte wie Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt sind boomende Wirtschaftsstandorte un ob der Tauber ihr mittelalterliches Stadtbild durch die Jahrhunderte unversehrt bewahrt. Und im ländlichen Raum s jeder Perspektive eine neue Facette.Die bayerische Landschaft zeichnet sich durch ihre große Vielfalt aus. Vier n telgebirge und das Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland. Tradition wird großgeschrieben in Bayern. Zukunft 1.500-jähriger Geschichte leben und zugleich in einem der modernsten Staaten Europas. In Bayern gehen Tradit aber immer mit einer gehörigen Portion Wirklichkeitssinn. Echte Geselligkeit und urtümliche Gemütlichkeit gehör vielgerühmte "Liberalitas Bavarica". Es geht in Bayern vielleicht weniger hektisch zu als anderswo. Dafür hat man noch gut unterscheiden. In Bayern gilt der Grundsatz: viel von anderen lernen, aber nicht den anderen alles nach verwechselbare eigene Identität zu bewahren. Bayerns Tradition ist lebendig. Die zahlreichen Trachtenvereine, B ner. Viele Menschen in Bayern engagieren sich ehrenamtlich in der Brauchtumspflege und setzen sich für den Erh Dirndl und Trachtenanzug absolut gesellschaftsfähig. Die drei Stämme, Altbayern, Franken und Schwaben, unter nen Flüchtlinge und Heimatvertriebene gekommen, die ihre eigene Tradition und Kultur mitbrachten. Die Altbayern schen bilden sie gut die Hälfte der bayerischen Bevölkerung. Weltoffenheit, Beharrungsvermögen und ein angeb und beliebt. Die Franken: Die rund 4,1 Millionen Franken aus den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- und Unte schaftssinn, Organisationstalent, Heiterkeit und ein schnelles Auffassungsvermögen zeichnen diesen Stamm aus risiert werden. Sparsamkeit und ein Hang zur Untertreibung werden den rund 1,8 Millionen bayerischen Schwaben

Bayerns blühende Landschaften

Vom vö Kinder llig an d J Schule ung E ere der r Ph fin an

der Bastelbogen

Würz burg

Fürth


K

"

die großen europäischen Verkehrsadern von Ost und West, Nord und Süd. Bei Waldsassen in der Oberpfalz ist nen Vorhangs ist Bayern wieder das Tor zu den ost- und südosteuropäischen Nachbarländern und wichtiges Veren. Nachbarn sind: im Westen und Nordwesten die Länder Baden-Württemberg und Hessen, im Norden Thürinometer lang, was einer Entfernung von München bis Moskau (Luftlinie) entspricht. Bayern ist ein vielseitiges Land. chstem Berg, der Zugspitze, und die romantische Felskulisse der Fränkischen Schweiz prägen das Gesicht Baye mit Chiemsee, Tegernsee, Königssee, Ammersee und Starnberger See. Die beiden europäischen Metropolrend boomende Wirtschaftsstandorte und kulturelle Zentren von Weltrang. An der Romantischen Straße haben Orte rt bewahrt. Und im ländlichen Raum sind die Dorfgemeinschaften mit ihrer von alters her gewachsenen Struktur sich durch ihre große Vielfalt aus. Vier natürliche Großlandschaften sind hier vereint: die Bayerischen Alpen, das er führenin Bayern wissen, dass sie in einer der ältesten euindMenschen ird großgeschrieben in Bayern. Zukunftisauch. 99. KDie Seni bTradition und Zukunft Hand ren Bayern ist eine Lebensart. Heiter und n Staaten Europas. In Bayern gehen in o Hand. 6 n " o lligkeit und urtümliche Gemütlichkeit gehören zu den bayerischen Tugenden, aber auch Weltoffenheit und Tolett Kalmreuth a t s V k r e , K ger hektisch zu als anderswo. Dafür hat man hier den längeren Atem kann zwischen den wichtigen Dingen eraund m urWnachmachen. Vielleicht ist es t i eren lernen, aber nicht den anderen alles Bayern l km deshalb gelungen, immer auf der u use in Bayern sind authentischer ebendig. Die zahlreichen Trachtenvereine, Brauchtumsgruppen und Musikkapellen um auchtumspflege und setzen sich für den Erhalt der bayerischen Tradition ein. Die Traditionspflege gehört in BayW mme, Altbayern, Franken und Schwaben, unterscheiden sich durch Sprache, Brauchtum, Mentalität und Lebense Tradition und Kultur mitbrachten. Die Altbayern: Sie bewohnen die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern enheit, Beharrungsvermögen und ein angeborener Sinn für alles Musische machen diesen Menschenschlag weit rungsbezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken gehören seit Beginn des 19. Jahrhunderts zum bayerischen Staatsögen zeichnen diesen Stamm aus. Die Schwaben: "Ohne Fleiß kein Preis" - so könnte wohl kurz die Lebensauf8 Millionen bayerischen Schwaben im gleichnamigen Regierungsbezirk nachgesagt.Der "vierte Stamm": Zu diesen der nach 1945 in Bayern ansässig gewordenen Heimatvertriebenen ausmachen. Über sie hat der Freistaat die als einen Stamm unter den Volksstämmen Bayerns" heißt es in der Verleihungsurkunde vom 5. November 1962. dem Zweiten Weltkrieg. Bayern ist das größte Land der Bundesrepublik Deutschland. Auf mehr als 70.000 Quaerungsreicher als Schweden. Und Bayern wächst: Rund eine Million Menschen sind in den letzten 25 Jahren aus d mit seiner Vielzahl an Kultur- und Freizeitangeboten begrüßt Sie! Über 100.000 Architekturdenkmäler und 1.200 lder. 40 Theater und Opernbühnen mit eigenen Ensembles, renommierte Festspiele und international bekannte ben finden alljährlich zahlreiche historische Feste und Volksfeste satt. Bekannten Anziehungspunkte wie das Ruch in Furth oder gar der Christkindlesmarkt in Nürnberg und andere sind längst nicht mehr nur von regionalem Inrn ziehen auch das Gäubodenfest in Straubing, dem Augsburger Plärrer, der Nürnberger Plärrer und viele weitere ele Seen und Flüsse und über 100 Radwanderrouten laden zu sportlichen Aktivitäten ein. In Bayern ist aber auch weite Aufmerksamkeit. Leben, wo andere Urlaub machen - die Lebensqualität in Bayern ist hoch. „Weiche Standdie bayerischen Ansiedlungserfolge. Wirtschaftliche Dynamik ist die wichtigste Voraussetzung für Lebensqualität eitwertes. Familienfreundlichkeit ist ein weiterer e nTrumpf, den Bayern spielen kann im Wettbewerb um Unternehn letzten zehn Jahren mehr Arbeitsplätze entstanden als in jedem anderen Land. Bayern ist das Land im Herzen mder Oberpfalz ist noch heute der Stein zu sehen, mit sadern von Ost und West, Nord und Süd. Bei Waldsassenain h as Tor zu den ost- und südosteuropäischen Nachbarländern und wichtiges Verbindungsglied zwischen alten und 92637 ordwesten die Länder Baden-Württemberg und Hessen, im Norden Thüringen und Sachsen, im Osten die Tschevon München bis MoskauWeiden (Luftlinie) entspricht. Bayern ist ein vielseitiges Land. Es vereint unberührte Natur und die romantische Felskulisse der Fränkischen Schweiz prägen das Gesicht Bayerns ebenso wie die ausgedehngssee, Ammersee und Starnberger See. Die beiden europäischen Metropolregionen München und Nürnberg und und kulturelle Zentren von Weltrang. An der Romantischen Straße haben Orte wie Dinkelsbühl oder Rothenburg m sind die Dorfgemeinschaften mit ihrer von alters her gewachsenen Struktur immer noch intakt. Bayern zeigt aus natürliche Großlandschaften sind hier vereint: die Bayerischen Alpen, das Alpenvorland, das Ostbayerische Mitft auch. Die Menschen in Bayern wissen, dass sie in einer der ältesten europäischen Kulturlandschaften mit über dition und Zukunft Hand in Hand. Bayern ist eine Lebensart. Heiter und gelassen, manchmal etwas eigensinnig, ören zu den bayerischen Tugenden, aber auch Weltoffenheit und Toleranz. Leben und leben lassen, das ist die an hier den längeren Atem und kann zwischen den wichtigen Dingen und den wirklich wichtigen Dingen im Leben chmachen. Vielleicht ist es Bayern deshalb gelungen, immer auf der Höhe der Zeit zu sein und trotzdem die un, Brauchtumsgruppen und Musikkapellen in Bayern sind authentischer Ausdruck der Heimatliebe seiner Bewoh93413 Erhalt der bayerischen Tradition ein. Die Traditionspflege gehört in Bayern zum Alltag, und selbstverständlich sind erscheiden sich durch Sprache, Brauchtum, Mentalität und Lebensgefühl. Dazu sind nach 1945 über zwei Millioern: Sie bewohnen die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz. Mit rund 6,4 Millionen Meneborener Sinn für alles Musische machen diesen Menschenschlag weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt terfranken gehören seit Beginn des 19. Jahrhunderts zum bayerischen Staatsverband. Ausgeprägter Gemeinus. Die Schwaben: "Ohne Fleiß kein Preis" - so könnte wohl kurz die Lebensauffassung der Schwaben charakteen im gleichnamigen Regierungsbezirk nachgesagt"vier Bayern ist das Land im Herzen Europas. Zwischen Alpen

We l t w i s s e n u n d Z u g re if d ie Pr äsenz bib l i oth ek i m Ku n s t B e t r i e b C

n ide

Cham


Kunstbetrieb – wir treiben´s kunst! Wir wollen den Trieb Kunst zu betreiben in unserem Betrieb hegen und pflegen, anregen fördern, motivieren ... damit sich neue Triebe ausbilden.

b

Der KUNSTbeTRIEB – Kunsstschule Cham ist ein gemeinnütziges, gesellschaftliches Projekt, das Interessierten die Möglichkeit und den Raum bietet sich regelmäßig und zielgerichtet aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen. Sein Anliegen ist neben Förderung von Kreativität und Fantasie, auch die Vermittlung theoretischer Grundlagen und Übung künstlerischer Techniken. In unseren Räumlichkeiten ergeben sich im Experimentieren und Spielen, durch handelndes Lernen in Projekten, in Kommunikation mit den Anderen vielfältige Wege eigene Erfahrungen zu sammeln und neue Perspektiven zu entdecken.

Diese Möglichkeiten unterschiedlicher Herangehensweisen an Aufgaben und Situationen, fördern differenzierte Selbstund Weltwahrnehmung, wirken vielschichtig auf Persönlichkeitsbildung und steigern die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft. KUNSTbeTRIEB Kunstschule Cham gemeinnützige GmbH www.kunstbetrieb-cham.de

l p s

22

t, ü r au ss a vo sc ha B H ug un B u n ch er h es n ez n e re o e! om tt nd är tl b e n de be ch en tig sic po O u d eu g a d Hö e n eb e ch er z n ute


t, Nord und Süd. Bei Waldsassen in der Oberpfalz ist noch heute der Stein zu sehen, mit dem Napoleon einst die üdosteuropäischen Nachbarländern und wichtiges Verbindungsglied zwischen alten und neuen EU-Staaten. Wer r Baden-Württemberg und Hessen, im Norden Thüringen und Sachsen, im Osten die Tschechische Republik, im au (Luftlinie) entspricht. Bayern ist ein vielseitiges Land. Es vereint unberührte Natur und pulsierendes Leben. Das sse der Fränkischen Schweiz prägen das Gesicht Bayerns ebenso wie die ausgedehnten Flusslandschaften um arnberger See. Die beiden europäischen Metropolregionen München und Nürnberg und weitere Großstädte wie von Weltrang. An der Romantischen Straße haben Orte wie Dinkelsbühl oder Rothenburg ob der Tauber ihr mittel86316 schaften mit ihrer von alters her gewachsenen Struktur immer noch intakt. Bayern zeigt aus jeder Perspektive eine haften sind hier vereint: die Bayerischen Alpen, das Alpenvorland, das Ostbayerische Mittelgebirge und das SchwäBayern wissen, dass sie in einer der ältesten europäischen Kulturlandschaften mit über 1.500-jähriger Geschichte Hand. Bayern ist eine Lebensart. Heiter und gelassen, manchmal etwas eigensinnig, aber immer mit einer gehöugenden, aber auch Weltoffenheit und Toleranz. Leben und leben lassen, das ist die vielgerühmte "Liberalitas Baund kann zwischen den wichtigen Dingen und den wirklich wichtigen Dingen im Leben noch gut unterscheiden. In Bayern deshalb gelungen, immer auf der Höhe der Zeit zu sein und trotzdem die unverwechselbare eigene Idenusikkapellen in Bayern sind authentischer Ausdruck der Heimatliebe seiner Bewohner. Viele Menschen in Bayern n ein. Die Traditionspflege gehört in Bayern zum Alltag, und selbstverständlich sind Dirndl und Trachtenanzug abche, Brauchtum, Mentalität und Lebensgefühl. Dazu sind nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimaterungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz. Mit rund 6,4 Millionen Menschen bilden sie gut die Hälfte he machen diesen Menschenschlag weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Die Franken: Die es 19. Jahrhunderts zum bayerischen Staatsverband. Ausgeprägter Gemeinschaftssinn, Organisationstalent, Hein Preis" - so könnte wohl kurz die Lebensauffassung der Schwaben charakterisiert werden. Sparsamkeit und ein ezirk nachgesagt.Der "vierte Stamm": Zu diesen drei Stämmen sind die Sudetendeutschen gekommen, der sogen ausmachen. Über sie hat der Freistaat die Schirmherrschaft übernommen. "Die Bayerische Staatsregierung beer Verleihungsurkunde vom 5. November 1962. Dankbar für eine neue Heimat leisteten die "Neubayern" einen republik Deutschland. Auf mehr als 70.000 Quadratkilometern leben und arbeiten über zwölf Millionen Menschen. on Menschen sind in den letzten 25 Jahren aus den übrigen Bundesländern nach Bayern gekommen, mehr als in e! Über 100.000 Architekturdenkmäler und 1.200 Museen findet man im Freistaat. Prächtige Schlösser und festliommierte Festspiele und international bekannte Spitzenorchester manifestieren Bayern als lebendigen Schauplatz tt. Bekannten Anziehungspunkte wie das Ruethenfest in Landsberg am Lech, die Kinderzeche in Dinkelsbühl, das nd längst nicht mehr nur von regionalem Interesse. Und neben dem weltbekannten Münchner Oktoberfest mit seiärrer, der Nürnberger Plärrer und viele weitere „ihre" Gäste zahlreich an. Freizeitspaß bietet Bayern außerdem für tlichen Aktivitäten ein. In Bayern ist aber auch der Spitzensport zu Hause und große Sportevents wie die Fußballbensqualität in Bayern ist hoch. „Weiche Standortfaktoren" wie eine intakte Natur mit großem Freizeitwert und ein e wichtigste Voraussetzung für Lebensqualität und Beschäftigung im Freistaat. Bayern ist und bleibt ein Standort n spielen kann im Wettbewerb um Unternehmensansiedlungen. Bayern ist heute das wirtschaftlich erfolgreichste deren Land. Bayern ist das Land im Herzen Europas. Zwischen Alpen und Rhön, zwischen Main und Donau kreuberpfalz ist noch heute der Stein zu sehen, mit dem Napoleon einst die Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall chtiges Verbindungsglied zwischen alten und neuen EU-Staaten. Wer das Zentrum Europas sucht, wird es in Bayen Thüringen und Sachsen, im Osten die Tschechische Republik, im Süden Österreich. Die Landesgrenzen sind tiges Land. Es vereint unberührte Natur und pulsierendes Leben. Das eindrucksvolle Alpenpanorama mit Deutschsicht Bayerns ebenso wie die ausgedehnten Flusslandschaften um Main und Donau und die oberbayerische Seenpolregionen München und Nürnberg und weitere Großstädte wie Augsburg, Würzburg, Regensburg und Ingolstadt Orte wie Dinkelsbühl oder Rothenburg ob der Tauber ihr mittelalterliches Stadtbild durch die Jahrhunderte unveruktur immer noch intakt. Bayern zeigt aus jeder Perspektive eine neue Facette.Die bayerische Landschaft zeichdas Alpenvorland, das Ostbayerische Mittelgebirge und das Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland. Tradition europäischen Kulturlandschaften mit über 1.500-jähriger Geschichte leben und zugleich in einem der modernsten gelassen, manchmal etwas eigensinnig, aber immer mit einer gehörigen Portion Wirklichkeitssinn. Echte Geselanz. Leben und leben lassen, das ist die vielgerühmte "Liberalitas Bavarica". Es geht in Bayern vielleicht weniger d den wirklich wichtigen Dingen im Leben noch gut unterscheiden. In Bayern gilt der Grundsatz: viel von anderen Höhe der Zeit zu sein und trotzdem die unverwechselbare eigene Identität zu bewahren. Bayerns Tradition ist leer Ausdruck der Heimatliebe seiner Bewohner. Viele Menschen in Bayern engagieren sich ehrenamtlich in der n Bayern zum Alltag, und selbstverständlich sind Dirndl und Trachtenanzug absolut gesellschaftsfähig. Die drei ebensgefühl. Dazu sind nach 1945 über zwei Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene gekommen, die ihre eierbayern und Oberpfalz. Mit rund 6,4 Millionen Menschen bilden sie gut die Hälfte der bayerischen Bevölkerung. chlag weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Die Franken: Die rund 4,1 Millionen Franken aus erischen Staatsverband. Ausgeprägter Gemeinschaftssinn, Organisationstalent, Heiterkeit und ein schnelles Aufz die Lebensauffassung der Schwaben charakterisiert werden. Sparsamkeit und ein Hang zur Untertreibung wern ist das Land im Herzen Europas. Zwischen Alpen und Rhön, zwischen Main und Donau kreuzen sich die großen ute der Stein zu sehen, mit dem Napoleon einst die Mitte Europas bezeichnete.Nach dem Fall des Eisernen Vor-

Friedberg

“Es ist nicht

wich wich tig de tig r ist ,

s ei n u z te s n.” g e i t d h r äc zu we berg M , ene ied r e F t s Eig hule r E er Sc t s d un K


Netzwerken im Landkreis Erlangen-Höchstadt Herr Eberhard Irlinger, Sie sind Landrat im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Sie haben in Ihrem Landkreis die „intelligenten und kreativen Orte der Jugendkunstschulen“ entdeckt und stellen sich mit der Entwicklung und Herausgabe eines Informationsflyers hinter sie. Was wollen Sie damit in Ihrem Landkreis bewegen? Wo liegen bildungspolitisch die Notwendigkeiten?

Eberhard Irlinger “Ich fordere seit langem, dass Kunsterziehung in den Schulen mehr Bedeutung erlangt. Leider gibt es eine gegenteilige Entwicklung. Umso wichtiger ist es, wenn Jugendkunstschulen als Orte der Kreativität und Phantasie ein Angebot machen, das den Zugang für jedes Kind und jedem Jugendlichen möglich macht und offen hält. So wünsche ich mir noch mehr Jugendkunstschulen. Meine Unterstützung für die Jugendkunstschulen im Landkreis Erlangen-Höchstadt ist im Moment die Vernetzung untereinander. Ich hoffe, dass auch die Gemeinden die Bedeutung von Jugendkunstschulen erkennen. Sie sind unverzichtbar in der außerschulischen Bildung. Im Sinne von Ganzheitlichkeit müssen wir bei unseren jungen Menschen gerade auch die musischen Fähigkeiten und Begabungen fördern. Dies ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen.” Landrat im Landkreis Erlangen-Höchstadt:

24

Bild: Johannes L.M. Koch


TERMINE Soziale Netze & Engagement, Handwerk & Landwirtschaft, Bildung & Kultur, Wohnen & Arbeiten, Lebensqualität & Freizeit, Natur & Umwelt. Vorschläge an: slavicek@kempodium.de, i.reinecke@anstiftungertomis.deStiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, www.anstiftung-ertomis.de Waldmünchen 1. - 7. Aug Deutsch-Tschechische Medienakademie für Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 22 Jahren: Die deutsch-tschechische Medienakademie steht dieses Jahr unter dem Thema „Blickwinkel". In bi-nationalen Workshops wie Radio, Video, Web, Zeitung, Foto entstehen während der Woche zahlreiche Medienprodukte. Die Medienakademie findet in Zusammenarbeit mit dem deutsch-tschechischen Verein „Knoflik" statt. Seminarsprache ist Deutsch und Tschechisch. www.jugendbildungsstaette.org Nürnberg 11. / 12. Aug. Musiktheorie und Singen Jede Stimme ist so individuell wie ein Fingerabdruck, sie spiegelt Individualität und Persönlichkeit wider. Grundlagenkurs mit Silke Straub im atelier für stimme & spiel, Nürnberg, Rennweg 17, www.koerper-atem-stimme.de Schlierbach / Oberösterreich 31. Aug. - 3. Sept. KonsumTräume - LernRäume Die ÖKOLOG-Sommerakademie fordert die TeilnehmerInnen in Workshops und Diskussionen auf, sich mit dem eigenen Lebensstil und Konsumverhalten auseinander zu setzen, und entwickeln Ideen, wie sie das in ihre Bildungsarbeit übersetzen können. SPES-Zukunftsakademie Schlierbach und FORUM Umweltbildung, Anna Zrounek, Wien, 0043 1 4024701, forum@umweltbildung.at Remscheid 31. Aug bis 4. Sept Musikmachen mit Kindern Berufsbegleitende Fortbildung mit ; Erste von 4 Kursphasen; 2. Phase: 23. – 27.11.2009, 3. + 4. Phase: Frühjahr und Sommer 2010 Vermittelt werden vielfältige Methoden, um Kinder humorvoll und abwechslungsreich zum Singen und Musizieren anzuregen; Die Fortbildung richtet sich an pädagogische

Fachkräfte in Kindergärten, Schulen, Musikschulen, Fachschulen und anderen Bildungseinrichtungen. www.akademieremscheid.de Neuss 5. - 6. Sept. Rollen- und Probenarbeit mit den Theatermethoden Augusto Boals MULITIPLIK Fortbildung mit dem Bundesverband Theaterpädagogik e.V.; Dieser Workshop ist gedacht für TeilnehmerInnmen, die an Bühnenfiguren arbeiten wollen. Voraussetzung ist die Erarbeitung einer Bühnenrolle und einer damit verbundenen Schlüsselszene. Anmeldung: Off-Theater nrw, Neuss. Weitere theaterpädagogische Angebote: www.butinfo-de Gauting 7. - 10. September Abenteuer lernen - Lernen durch Abenteuer City Bound „Soziale und politische Kompetenzen kreativ fördern„. Konzeptionell baut das Seminar auf der themenzentrierten Interaktion und auf „City Bound„, Erlebnispädagogik in der Stadt auf. Der öffentliche Raum bietet einen Raum für „inszenierte" Wirklichkeit, die mehr sachliche und emotionale Betroffenheit auslösen kann, als Unterricht. Das Seminar ermutigt und befähigt, mit Jugendlichen spontane Aktionen zu initiieren und Abenteuergeschichten zu inszenieren. Institut für Jugendarbeit Gauting, www.institutgauthing.de Remscheid 7. - 11. Sept. Einführung in die Literaturpädagogik Beispielhaft werden Ansätze und Methoden vorgestellt, ausprobiert und reflektiert. Im besonderen befasst sich der Kurs mit der Förderung von Lese- und Literacy-Kompetenzen aus entwicklungspsychologischer Perspektive und mit pädagogischen Methoden zur Vermittlung, Nachbereitung und Vertiefung von Literaturerlebnissen bei Kindern. www.akademieremscheid.de Remscheid 10. - 12. Sept Spiele mit dem Kartonbeißer Werkstattkurs mit Papino alias Ralf Kettler, Designer und Papierkünstler. Mit einfachen und kostengünstigen Mitteln wie Papier und

Karton und dem Werkzeug „Kartonbeißer" werden Schritt für Schritt selbst erfundene Spiele für die Praxis mit Kindergruppen entwickelt. Die Themenauswahl ist vielfältig: Spiele, die Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer fördern oder Wissensspiele, bei denen es um Merkfähigkeit, Kombinationsvermögen und Strategien geht. www.akademieremscheid.de Remscheid 10. - 13. Sept Musikinterpretation durch Bewegung Eine Choreographische Werkstatt: Werke zeitgenössischer Komponisten sind der Ausgangspunkt einer bewegungsinterpretatorischen Umsetzung von Musik. www.akademieremscheid.de Remscheid 22. Sept. Theorie trifft Praxis Gründung eines Arbeitskreises Hochschule der BKJ e.V. Es gibt inzwischen eine große Zahl Lehrender an Hochschulen, die für die außerschulische und die schulische Kulturpädagogik ausbilden und die entsprechende Forschungen durchführen. Gleichzeitig ist das Praxisfeld der Kulturpädagogik, also der Arbeitsplatz der Hochschulabsolventen/innen, – von der Zirkuspädagogik bis zu Bibliotheken, von den künstlerischen Schulfächern bis zu Kindermuseen – weit gehend in der BKJ organisiert. Viele gelungene Kooperationsbeispiele von Hochschulen mit Orten Kultureller Bildung ermutigen dazu, eine solche Zusammenarbeit in eine verbindlichere Form zu bringen. Bei der Auftaktveranstaltung in der Akademie Remscheid soll in unterschiedlichen Zusammenstellungen von Arbeitsgruppen erkundet werden, in welcher Weise und zu welchen Themen Kooperationen sinnvoll sind. BKJ Remscheid; www.bkj.de Nürnberg 23. - 25. Sept. Jugendliche am AbsaufenJugendliche am Abtauchen ? Nürnberger Forum der Kinder- und Jugendarbeit Mit einem intelligenten Tagungsprogramm geht es in drei Tagen um Alkoholkontrollpolitik, Alkoholprävention, Gefährdungen, medizinische Einsichten, um Auslöser und Handlungsmöglichkeiten. Infostände, Ausstellungen, Planspiele oder ein „Alkorapical" sind einige

17


TERMINE Elemente der Tagung unter vielen. Ein raumumgreifendes Spektrum! Nürnberger Forum der Kinder- und Jugendarbeit, www.forum-jugendarbeit.nuernberg.de Loccum 28. - 30. Sept. Der Beitrag der Jugendarbeit zur Gestaltung lokaler Bildungslandschaften In der Bildung müssen sektorale Grenzen überwunden werden und Bildungsprozesse entlang der Lebensläufe und biografischer Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen konzipiert werden. In der zukunftsfähigen Bildungslandschaft agieren viele Partner. Tagung Akademie Loccum, www.loccum.de Nürnberg 9. - 11. Okt Geistesblitz und Neuronendonner Symposium zu „Intuition, Kreativität und Phantasie" im Germanischen Nationalmuseum. Zum „Untergrund des Denkens", der „Konsolidierung des Erlebten„, oder der „Kreativität zwischen Flow und Frust" vom Schöpferischen in Theorie und Praxis, u.a. Veranstalter: turmdersinne gGmbH, Nürnberg, www.turmdersinne.de; Schirmherr: Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Wolfenbüttel 9. - 11. Okt Die Literatur des PAP und Tanzformen des Hip Hop „Man wird sich nicht an einem Wochenende zum waschechten Rapper wandeln, aber doch manche Wirkungsmechanismen erkennen und kann einen Schritt weiter vom naiven Betrachter zum „Experten" kommen. Hip Hop und Rap sind Teil einer den Globus umspannenden Kultur, die Sprache, Kunst und Mode prägt. Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel, www.bundesakademie.de 19. - 22. Okt Wolfenbüttel Stückentwicklung im Kinder- und Jugendtheater - Dramaturgisches Denken Die Werkstatt vermittelt Fertigkeiten in der Stückentwicklung und diskutiert gelungene Beispiele, sowie eventuelle Projekte der TeilnehmerInnen. www.bundesakademie.de

18

Düsseldorf 22. / 23. Okt. Orientierung Kunstpädagogik 3. BDK-Forschungstag für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Kunstpädagogik. Inhaltliche Schwerpunkte: Probleme der kulturellen Bildung und der visuellen Kompetenz, Umgang mit dem Bilderrepertoire in Gesellschaft und Kultur, Forschungen zur Wirkung von Kunstpädagogik, inter- und transkulturelle Bildaspekte, neue Bildwelten der Kinder und Jugendlichen, die Öffnung der Schule und die Integration künstlerischer Kräfte in das Unterrichtsgeschehen, u.a. Weitere Information: http://bundeskongresskunstpaedagogik.de/ (Rubrik Forschungstag) Pegnitz 23. - 25. Okt Bauchreden lernen Bauchrednerschule, Regie- und Comedykurse, Puppenspiel und Körpersprache beim 3Nasen.com Kreativpool. http://www.3nasen.com Remscheid 26. - 30. Okt. Die vier Interventionsrichtungen Neue Entwicklungen in der integrativen/kreativen Gestaltarbeit Dieses Seminar bietet einen Einblick in neue Entwicklungen und Interventionstechniken der integrativen/kreativen Gestaltarbeit. Es ist ein Update für Gestalttherapeuten und Gestaltberater, aber auch interessant für andere Therapeut/innen und Berater/innen.Der integrative Gestaltansatz verbindet Aspekte der vier wichtigsten therapeutischen Orientierungen: 1. biographisch- rekonstruktiver Ansatz (tiefenpsychologische Aspekte), 2. projektiv- antizipatorische Sichtweise (lösungsorientierte und systemische Modelle), 3. Leiborientierung (tiefende Körper- und Energietherapie), 4. geistige Perspektive (spirituelle und transpersonale Therapieansätze).Techniken zu jeder der vier therapeutischen Richtungen werden erfahrungsorientiert präsentiert und für die eigene Praxis reflektiert.www.akademieremscheid.de München Okt 2009 bis März 2010 Lehrgang Fundraising In 6 Bausteinen: eine Einführung in Voraussetzungen und Instrumente des Fundraisings, über Konzeptentwicklung und Präsentation mit Übungen zu Kommunikation, Antragstellung u.a. IBPro e.V. München, www.ibpro.de

Freiburg 4. - 8. Nov 38. Internationaler Spielmobilkongress SPIELEN LEBEN LERNEN Spielmobile tragen schon seit ihrem Bestehen 1970 zu einer ganzheitlichen Bildung im außerschulischen Bereich bei, Spielmobile setzen zahlreiche kulturelle und gesellschaftliche Themen kindgerecht um. Der Kongress richtet sich an alle, die mit Kindern arbeiten und an einer erfahrungsorientierten Bildung interessiert sind. www.spielmobile.de/kongress/ Berlin 5. Nov. Partizipation – leicht gemacht! Ein Methoden-Praxis-Seminar Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen findet oft in übergeordneten Projekten statt. Aber welche Möglichkeiten können genutzt werden, um Kinder und Jugendliche im Alltag, wie z.B. in der Schule, in der Jugendarbeit oder in kleineren Projekten zu beteiligen? Welche Methoden eignen sich besonders gut für Ideenfindung, Planung, Abstimmung und Umsetzung? Im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollen Kinder und Jugendliche umfassender und nachhaltiger lernen, so genannte Gestaltungskompetenz erhalten, um damit zukunftsweisend handeln zu können. Ein zentraler Aspekt der Gestaltungskompetenz ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in dem für sie wichtigen Umfeld. Deutschen Kinderhilfswerks e. V. Berlin www.kinderpolitik.de/werkstatt Wolfenbüttel 27. - 28. Nov. Einführung in Qualitätsmanagement für Kultur Das Seminar gibt eine Einführung auf der Basis des EFQM-Modells. Der Kern ist die systematische Selbstbeschreibug einer Organisation mit dem Ziel, sichtbar zu machen, was eine Organisation gut kann und wie sie es macht. Dabei wird auch deutlich, wo Verbesserungen sinnvoll sind. Veranstalter: Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel. bundesakademie.de München 4. / 5. Dez. Ausbildung: Kompetenznachweis Kultur LJKE Bayern e.V. Geschäftsstelle Augsburg: 0821 4308040 oder www.ljke-bayern.de


BAYERNLIEST Von Kopftüchern, Tätowierungen und Uniformen: Ästhetische Muster-Bildungen Ein Lehrbuch mit ästhetischen Werkstätten zum Thema Kleid – Körper – KunstMenschen müssen wiederkehrende ästhetische Muster erkennen, weil sie in ihrer Umwelt möglichst stressfrei überleben wollen. Muster ordnen unser Leben und bestimmen unsere Wahrnehmung, unser Denken, Fühlen und Verhalten. Verfestigen sich diese Wahrnehmungsoder Handlungsmuster zu sehr, entstehen Vorurteile, Stereotypen und Klischees, Hier setzt das Lehrbuch an: Lehrende und Lernende in ästhetisch bildenden Fächern, wie Kunst, Mode, Textil, Design oder Werken, werden theorieund praxisorientiert in Musterbildungsprozesse eingeführt. Das Buch handelt von Kopftüchern und Männerröcken, Konstruktivismus und Bildung, Farbkreisen und Tätowierungen, Uniformen und Textil-»Terroristen« u.a.Iris Kolhoff-Kahl, Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik, München 2009

Der Kick ein Lehrstück über Gewalt Das Sachbuch von Andres Veiel hat den Deutschen Literaturpreis 2008 erhalten: Im Jahr 2002 ermordeten drei Jugendliche im brandenburgischen Potzlow einen Freund. Trotz Zeugen blieb der Mord monatelang unentdeckt. Der Filmemacher Veiel suchte vor Ort nach Erklärungen, er führte intensive Gespräche mit den Tätern und ihren Angehörigen und mit den Hinterbliebenen des Opfers. Aus den Recherchen entstand ein Theaterstück; später bündelte Veiel das gesamte Material zu einem Buch. Es liefert eine sachliche Chronik einer unfassbaren Tat. DVA 2008.

Backstreet Girl Projektionsfläche Popstar - Wenn der Fan zum Schriftsteller wird "Backstreet Girl" von Jennie Hermann erzählt von der Leidenschaft für Popstars, beleuchtet den soziokulturellen Kontext des Fan-Tums und widmet sich einer speziellen Ausdrucksform des Fan-Seins: dem Fan-Buch. Berlin, 2009 Bezug über jede Buchhandlung oder Dynamische Erlebniswelten: direkt: http://www.jugendkulturen.de/ Ästhetische Orientierungen in phantastischen Bildschirmspielen. BildschirmClash of Realities 2008 Dokumentierte Vorträge zu Theorie und spielen wird nachgesagt, dass sie jugendliche Spieler in phantastisch-virtuelle „ParÄsthetik des Spielens, Fragen nach dem allelwelten" entführen, die zumindest möglichen Suchtpotential und der vermuteten Gewaltwirkung der Bildschirmspie- zeitweilig die „eigentliche" Alltagswirklichkeit vergessen machen. Dieses Buch le, zu Bildschirmspielen als Mittel, um führt jedoch gute Gründe für eine diffeneuartige Lehr- und Lernumgebungen renziertere Sicht an: dass die ästhetischen herzustellen oder zu wirtschaftlichen Gestaltungsmuster phantastischer BildDimensionen der Spiele-Industrie. Hg. Winfred Kaminski / Martin Lorber, schirmspiele geradezu paradigmatisch in favorisierte „Realitätskonzepte" unserer Kopaed Verlag München, 2008

Kultur einführen.Dieser Band richtet sich an alle, die mehr über die Potentiale und Grenzen einer „ästhetischen Self-Education" Jugendlicher in virtuellen Spielwelten erfahren wollen und darin eine Herausforderung für die kunst- und kulturpädagogische Handlungspraxis sehen. Lars Zumbansen, Schriftenreihe Kontext Kunstpädagogik, München 2008 „Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern" Untersuchungen zu künstlerisch-kulturpädagogischer Lernkultur in Kooperationsprojekten mit Schulen. Kinder und Jugendliche sind die Experten für ihr eigenes Handeln. Wie können sie in diesem Sinne ins Zentrum von Lernund Bildungsprozessen rücken? Kann dies gelingen, wenn sich die künstlerische und pädagogische Arbeit an den Erfahrungsund Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen orientiert? Geleitet von diesen Forschungsfragen untersuchen die Autoren neue Handlungsstrategien und Möglichkeiten der Zusammenarbeit, wenn künstlerisches wie kultur-, sozial- und schulpädagogisches Knowhow über längere Zeit immer mehr ineinander greifen. Die Publikation richtet sich an ein breites Publikum, das an Schulentwicklung, Kultureller Bildung und ihren künstlerischen Methoden sowie neuen Forschungsansätzen Interesse hat: Lehrkräfte, Schulentwickler, Akteure in Kunst, Kultur, Bildung sowie in den entsprechenden sozialen und politischen Feldern und Verwaltungsebenen. Eine wertvolle Praxisanalyse von Alexander Wenzlik und Tom Biburger, Kopaed Verlag München, 2009 Ihr seid Deutschland, wir auch Die jungen Einwanderer, die hier ihre Geschichten erzählen, geben der Integration ein neues Gesicht. Es sind Erfolgsgeschichten von Einwandererkindern, die „es geschafft haben". Geschafft auch, weil sie vom „Start"-Schülerstipendienprogramm der Hertie-Stiftung unterstützt wurden. Da ist Leila aus dem Kosovo,

19


BAYERNLIEST Maojtaba aus Afghanistan, Abdel aus Togo und Melek aus der Türkei. Sie haben oft Vorgeschichten von Flucht, Vertreibung, Verletzung und Desorientierung in der fremden Kultur, und sie haben etwas Glück gehabt, weil sie Menschen auf sich und ihre schlummernden Talente aufmerksam machen konnten. Von Ruth-Esther Geiger, Frankfurt 2008

schaft gilt heute als unbestritten. Insbesondere in den bildungspolitischen Diskussionen um die allgemeinbildende Schule kommt der kulturellen Bildung eine ganz neue Rolle zu. Max Fuchs bietet eine Darstellung der Zusammenhänge von Theoriebildung, pädagogischer Praxis und politischer Argumentation, die den aktuellen Diskussionsstand spiegelt und sich den bildungstheoretischen Herausforderungen des neuen Jahrtausends widmet. Prof. Dr. Max Fuchs (Hg.), kopaed-Verlag München 2008;

kopaed-Verlag München 2008; Die Kurzzusammenfassung der Ergebnisse stehen zum Download auf der Seite des JFF, Institut für Medienpädagogik bereit.

Mit Kunst und Kultur Schule gestalten. Für qualifizierte Partnerschaften von Kultur und Schule wurden in den vergangenen Jahren Gelingensbedingungen und KlangKörper ZeitRäume Qualitätskriterien erarbeitet. Es verlangt Elementare Musik mit Erwachsenen Schulen, zu deren Selbstverständnis und Es ist nicht unbedingt erforderlich, Möglichkeiten es gehört, die ästhetischjahrelang ein Instrument erlernt zu haben künstlerische Dimension in allen BereiKulturelle Bildung: Integration Wesen und Bedeutung von Musik erchen des Schulalltags in ihrer Kommuniund Teilhabe durch Kulturelle möglicht viele Zugänge. Einsichten und kations- und Entwicklungsqualität zu inteBildung Impulse für die musikalische Bildungsargrieren. Eine Schule, die ein kulturelles Reflexionen . Argumente . Impulse - ein beit mit Erwachsenen. Charlotte FröhProfil wirksam umsetzt, fördert mit stärReader der BKJ für 4 Euro mit grundsätz- kenorientiertem Blick die Kreativität, lich, Hg., Con Brio Fachbuch, 2009 lichen und praxisbezogenen Anregungen Lernfreude und individuelle KompetenzKreativität für teilhabeorientierte, interkulturelle und entwicklung ihrer Schüler/innen. Sie ist Themenheft KUNST+UNTERRICHT sozialintegrative Modellprojekte. vernetzt im Stadtteil und in der Kommu331/332, 2009, Friedrich Verlag Velber, Redaktion: Kirsten Witt, Helga Bergers, ne und kooperiert eng mit außerschuliwww.kunst-und-unterricht.de BKJ Remscheid, www.bkj.de schen Kunst- und Kultureinrichtungen KUNST+UNTERRICHT hat außerdem sowie mit Kulturpädagogen/innen, KünstLienekes Hefte ein themenspezifisches Register veröflern/innen und Kulturmanagern/ innen. fentlicht, das alle Beiträge der letzten 20 Ein jüdischer Arzt schreibt jeden Monat Die Textsammlung enthält außerdem einen Vaterbrief. Er heißt Jacob van der Jahre ausweist, die die Förderung von das im Rahmen des BKJ-Modellprojekts Hoeden, Es ist das Jahr 1944. Die Familie Kreativität implizieren. „Kultur macht Schule" entwickelte Quawird getrennt, jeder Teil ist gezwungen, litätsmanagementinstrument für Koopesich woanders zu verstecken. Der Vater Künstlerische Bildung als Blick rationen (QMI) auf einer CD-ROM. schafft mit Briefen aus bunten Buchstaben auf uns selbst. Jugendliche zwiBKJ e.V. (Hg.) Remscheid 2009 und Zeichnungen eine Welt, in der sein schen Kunst, Kultur und GesellKind inmitten des Terrors noch Kind schaft. "Modernisierung des Sehens. sein kann. Entgegen des Auftrags haben Kunst wirkt in zwei Richtungen: u.a. die Sehweisen zwischen Künsten und Darstellenden Künste bieten Erfahrungs- die Gasteltern die Briefe nie verbrannt, Medien" ein Blick auf den Blick: nicht und so wird das Mädchen damit nach Isräume, in welchen es möglich ist, Leben nur die rein optischen Möglichkeiten wahrzunehmen und das Wahrgenomme- rael auswandern, sie dem Museum Jad bestimmen das, was gesehen und wahrVaschem geben, wo sie die Kinderbuchne künstlerisch zu reflektieren. In der genommen werden kann ebenso müsDokumentation werden Theaterprojekte autorin Agnes Désarthe entdeckt. Jacoby+Stuart Verlag Berlin 2009 und Jugendliche aus dem Förderprogramm „Künstlerische Bildung" der moll Medienhandeln in HauptschulmiFunktionsmöbel GmbH vorgestellt, die lieus – Mediale Interaktion und ProdukMöglichkeiten der Nachwuchsförderung tion als Bildungsressource vorgestellt und Grundlagentexte skizzieDie Studie gibt einen systematischen ren den inhaltlichen Rahmen, in welchem Einblick in den Medienumgang von heute kulturelle Bildung für Kinder und Hauptschülerinnen und Hauptschülern Jugendliche stattfinden kann. Hg. Lars aus sozialen Brennpunkten in DeutschGöhmann, kultur-Dialog Verlag 2009 land. Sie zeigt, dass der Umgang mit InKulturelle Bildung. Grundlagen – ternet, Computer, Handy und Spielkonsole selbstverständlicher Bestandteil des Praxis - Politik Alltags dieser Heranwachsenden ist und Kulturelle Bildung hat Konjunktur. Ihre bestimmte Web 2.0-Angebote für diese Bedeutung für die PersönlichkeitsentHeranwachsenden bereits eine wichtige wicklung junger Menschen und für das Rolle spielen. Wagner, Ulrike (Hrsg.), kommunikative Klima in einer Gesell-

20

alle Bilder auf diesen Seiten: Präsenzbibliothek im KunstBetrieb Cham


BAYERNLIEST sen bestimmte gesellschaftliche und kommunikative Voraussetzungen gegeben sein. Nur das, was gerade für das diskursive Bewusstsein relevant ist, kann auch gesehen werden. Von der philosophischen Disziplin der Erkenntnistheorie bis hin zu den bildwissenschaftlichen Überlegungen eines Hans Belting oder Gottfried Boehm - das „Sehen" wird seit der Antike in verschiedenen Kontexten thematisiert und analysiert. Als eine der wichtigsten Sinneswahrnehmungen, bildet es nicht nur die Grundvoraussetzung für die durch Bildkonsum gekennzeichnete Mediengesellschaft. Mit Beiträgen von Kunsthistorikern, Literaturwissenschaftlern, Medienphilosophen, Ethnologen und Medienwissenschaftlern. Hg. Matthias Bruhn, Kai-Uwe Hemken, transcript Verlag, Berlin 2009

„Qualitätskriterien für Museen: Bildungs- und Vermittlungsarbeit" Die Broschüre ist über die Geschäftsstelle des DMB / Deutschen Museums Bundes erhältlich und im Internet www.museumspaedagogik.org/Grundsatz. php4 Schmeckt´s? - Alles übers Essen Das Buch motiviert Jugendliche ab 12 Jahren mit Kochrezepten und Ernährungstipps, informiert über regionale und globale Märkte und ihre Gesetze, über Wirkungen des Konsumverhaltens u.v.m., Herrmann Schulz, Sabine Jäger, Düsseldorf 2008

Neue Wege der Anerkennung von Kompetenzen in der Kulturellen Bildung Der Kompetenznachweis Kultur ist über mehrere Jahre entwickelt, in der Praxis erprobt, evaluiert, neu aufgelegt worden und heute ein etabliertes Instrument für Fachkräfte und in Einrichtungen Kultureller Bildung. Theorie und PraxisVera Timmerberg / Brigitte Schorn (Hrsg.), Kopaed Verlag München, 2009, Schriftenreihe Kulturelle Bildung Ohrenkuss „Ohrenkuss ... da rein, da raus" ist gemacht von Menschen mit Down-Syndrom und ein Projekt der downtown Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Das Magazin erscheint zwei mal im Jahr mit Themen wie „Liebe„, „Essen„, „Eine Frau und ein Mann„, „In der Nacht„ oder „ Arbeit". Die Beiträge werden selbst getippt oder diktiert. Es gibt keine Zensur. Die Zeitschrift ist inhaltlich und ästhetisch ein Genuss! Ein „Muss für jedes Bücherregal" ist das Ohrenkuss-Wörterbuch, das zehn Jahre Ohrenkuss bündelt: von „A wie Affendame" über „M" wie Mongolei" bis „Z wie Zeitumstellung". Jeder Textseite ist eine Bildseite gegenübergestellt, gemalt oder fotografiert von einem der OhrenkussRedakteure. www.ohrenkuss-das-buch.de

Schöne neue Medienwelten http://schoene-neue.medienwelten.org , Tagungsdokumentation online: Das medienpädagogische Forum „Schöne neue Medienwelten", das Ende 2008 an der Akademie Remscheid stattfand, ist jetzt online dokumentiert. Eingebunden in die Dokumentationen über Digitalfotografie, das interaktive Geschichten-Erzählen und das Podcasting bis zur Family-LANParty sind Referate und Diskussionen zu den Perspektiven der Me-dienpädagogik im Online-Zeitalter, zu Fragen des Jugendschutzes und der Elternberatung. Daneben enthält die Dokumentation auch Videound Audiozusammenschnitte . Hg. Dieter Glaap

Soziale Ungleichheit – Medienpädagogik – Partizipation Die Dokumentation des Fachkongresses vom Oktober 2008 ist online. Beiträge und Ergebnisse. Diskutiert wurden Handlungsimpulse für pädagogische sowie für bildungs- und sozialpolitische Felder. Vereint sind Vorträge aus Medienpädagogik, Jugendbildungsforschung, Bildungspolitik und aus der medienpädagogischen Praxis. Die Dokumentation steht zum Download bereit unter: http://www.jff.de/?BEITRAG_ID=5739htt p://www.bpb.de SpielKünste Die aktuelle und erste Ausgabe der online- Zeitschift ÄSTHETISCHE BILDUNG: Mit der Intention, die Grenzen zwischen den Didaktiken der künstlerischen Fächer einerseits sowie zwischen schulischen und außerschulischen Bildungsinstitutionen andererseits zu überschreiten, wendet sich die ZÄB an Wissenschaftler, Pädagogen und Studierende, die sich mit Fragen ästhetischer Bildung und Erziehung auseinandersetzen. Die jährlich einbis zweimal erscheinenden Ausgaben werden je einem Schwerpunkt gewidmet sein – von Autoren unterschiedlicher Disziplinen. Unregelmäßig erscheinen Beihefte. http://zaeb.net und http://zaeb.net/index.php/zaeb/issue/ current "Was klotzt Du?" Spiele und Projekte mit Holzklötzchen Für ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen, pädagogische Fachkräfte und interessierte Eltern: Alle Klötzchen sind gleich, jedes Kind ist anders. So unterscheiden sich die Bauwerke, je nach Persönlichkeit. Die entstehende Vielfalt ist beeindrukkend. Bauen ist mehr als ein pures Vergnügen. Das Verhalten der Baukünstler lässt Rückschlüsse auf die sozialen Beziehungen innerhalb der Gruppe zu, egal ob in Kindergarten, Klassenverband oder in der Abteilung einer Firma. Der Teamgeist wird gestärkt, die Qualität der Beziehungen kann im Spiel weiterentwickelt werden. Gerhard Knecht/Bernhard Lusch Hg Bundesarbeitsgemeinschaft Spiel-mobile, www.spielmobile.de 21


Schöne Aussichten.Kunstorte in Landkreisen Standpunkte Landeplätze - Ein Projekt der Kulturkooperative Oberpfalz / KoOPf im Rahmen der Aktion „Kunsträume Bayern" Rückblick Die KoOpf, zu der auch Partner in Niederbayern und Tschechien gehören, hat in den vergangenen zwei Jahren 12 Studenten/Studentinnen der Akademien Prag und Nürnberg eingeladen, zum Titel „STANDPUNKTELANDEPLÄTZE" – Thema Aussichtspunkt erfinderisch tätig zu werden. Mittlerweile ist das ambitionierte Projekt abgeschlossen: Objekte wie die Himmelsleiter in Regensburg, das Labyrinth an der Gedenkstätte Flossenbürg, der BeuysHügel bei Meierhof sind installiert, das Kaleidoskop der Nürnberger Studenten Marcel Grosse und Konrad Richter tourte durch die Lande. Zwei Jahre lang haben die verschiedenen Konzepte, Entwürfe, Skulpturen und Stationen den Oberpfälzer Kunst- und Kulturraum grenzübergreifend beflügelt. Viele der begehbaren Installationen sind auch weiterhin Augenmerk und Hingucker, die an den verschiedenen Orten die individuelle Eigenheit unterstreichen und gleichzeitig die gemeinsame Kulturelle Identität ausbauen. Gedankenverbindung Zwei ursprünglich für sich bestehende Gedanken wurden zu einer Projektidee zusammengeschlossen. Das sind die architektonischen Improvisationen des KoOpf-Mitglieds, HAUSFLUSS (aus Neustadt an der Waldnaab), Standpunkte genannt, und das rot-weiße Multiple »Landeplätze für den Geist«, »Sitz« und »Bühne«, von Alois Öllinger, Kurator am Cordonhaus Cham. Verantwortlich für Konzept und Projektleitung zeichnet der Kunstverein Weiden. Die Planungen reichen bis in den Sommer 2005 zurück. Von Oktober 2007 bis zum Juni 2008 übernimmt der Künstler Thomas May die abschließende Projekt-Abwicklung. Standpunkte Vertreter der KoOpf arbeiten im Rahmen des Projektes »Standpunkte – Landeplätze« zum wiederholten Mal mit den Akademien Prag und Nürnberg zusammen und mischen darin das Motiv der regionalspezifischen künstlerischen Selbstdarstellung und Imagebildung mit dem übergeordneten Gedanken der Nachwuchs-Förderung, die im Grenzland am ehemaligen Eisernen Vorhang nicht nur in künstlerischer Hinsicht eines der Hauptthemen ist. Die Verrückung der Region aus der geopolitischen Randlage in die europäische Mitte, die hier seit dem Ende des Kalten Krieges stattfindet, verlangt insgesamt »verrückte« Ideen,

22

von denen eine die ist, im Rahmen des Regional-Marketing-Vereins »Oberpfalz in Ostbayern« einen Dialog zwischen Wirtschaft und Gegenwartskunst zu entwickeln. Auf einer für die Fachhochschule Amberg-Weiden konzipierte Veranstaltung »Kunst&Wirtschaft – eine Region geht neue Wege« war das Thema. In diesem Zusammenhang sind die Projekt-Aktivisten und ihre Sponsoren Wegbereiter. Zwölf Kunststudent/ innen der GrenzlandAnrainer- Akademien Prag und Nürnberg werden zum Thema Aussichtspunkt tätig, entwickeln Konzepte, bauen Modelle und führen in Abstimmung mit örtlichen Institutionen deren Realisierung durch. Mit Ausstellungen und in Verbindung mit den Medien wird die Öffentlichkeit über die einzelnen Entwicklungsschritte des Projektes auf dem Laufenden gehalten. Das Medienhaus »Der Neue Tag« bringt vom Oktober 2007 bis zum Januar 2008 eine 17-teilige Serie über die KoOpf-Einrichtungen und ihr gemeinsames künstlerisches Bauvorhaben. Betretbare und blicklenkende Kunstwerke (»Standpunkte«), die dem Entwicklungsraum am ehemaligen Eisernen Vorhang im speziell konkreten ebenso wie im allgemein übertragenen Sinn kreative Perspektiven öffnen, platzieren sich im vorwiegend ländlicher Gegend als Abmarkungen eines Kunstraumes voller noch brachliegender eigenwertiger Entwicklungspotenziale, der in dieser Form bayernweit hervorsticht. An Stelle von Wachtürmen, die hier Tradition hatten, werden in den Spannungsfeldern von Historie und Utopie, von Europa und Region Zeichen einer schöpferischen Grenzüberschreitung gesetzt, die zwischen den Nationen und Generationen ebenso wie zwischen den individuellen und gesellschaftlichen Bereichen zu wünschen ist. Die Weidener Sicht, die natürliche Nahsicht des Verfassers, gibt dem Projekt »Standpunkte – Landeplätze« durch eine Reminiszenz an die jüngere Kunstgeschichte einen zusätzlichen programmatischen Akzent. Ohne mit der stärker begründeten Bedeutung anderer Standorte konkurrieren zu wollen, wie beispielsweise Cham oder Neumarkt, wo die Oberpfalz als Gruppe-SPUR und Architektur-Landschaft in die Wahrnehmung tritt, gibt es hiereine beachtenswerte, freilich nur feingestrichelte historische Spur, die das KoOpf-Projekt mit dem Thema Kunst und Gesellschaft verbindet.


Der Beuys - Hügel Die Zusammenarbeit eines Weidener Arztes und Malers mit Joseph Beuys und die Stationierung des jungen Joseph Beuys 1942 als Stuka-Flieger auf dem ehemaligen Militärflugplatz Maierhof bei Weiden schaffen hier einen Schnittpunkt geistiger und biographischer Linien, der bis dato unbeachtet geblieben war. Jetzt errichtet die Nürnberger Kunststudentin Aenne Bittner hier das Objekt »BeuysDenkmal «, das »Standpunkt« und »Landeplatz« in sich vereint. Sie reflektiert damit die Netzwerkidee, die vor rund zehn Jahren zur Gründung der KoOpf geführt hat, im Zusammenhang mit der Idee der »Sozialen Plastik«, in der Beuys die Kunst als die Hefe evolutionär-gesellschaftlicher Entwicklungen ausgibt und die Begriffe Kapital und Kreativität gleichsetzt. Damit wird das regional eher schwache Vorkommen einer aufgeschlossenen Unternehmenskultur, wie sie der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI in seinen Leitbildern beschwört, zu einem nicht unwesentlichen Projektthema, bei dem es nicht nur um Geld geht.

Landeplätze Das Metall-Multiple »Ländeplätze für den Geist «von Alois Öllinger wird an einem Gebäude des jeweiligen KoOpf-Standortes angebracht. Die Objekte, die in stilisierter Form einen Sitz und eine Bühne darstellen und die Fluchtlinien ihrer Umgebung zentralperspektivisch in sich zusammenführen können, laden ein, neue Standpunkte einzunehmen und die vielleicht irritierende und befremdende Wahrnehmung zu wagen, die der künstlerische Blickwinkel öffnet.

Wolfgang Herzer, Kunstverein Weiden (aus dem Katalog „Standpunkte Landeplätze") www.Wolfgang Herzer, Kunstverein Weiden, Irene Fritz / Kunstverein Weiden www.koopf.de

23


MARKTPLATZ Den würfelförmige Apparat zum Auffinden von nicht existenten Dingen gibt es, und er stand bis Mai die einer Ausstellung im Museum für Kommunikation in Frankfurt: Norman Fuchs hat 50 "Erfindungen" von Daniel Düsentrieb in die Wirklichkeit katapultiert und sie mit Schülern tatsächlich gebaut: die butterproduzierende Hüpfstelze, den Tretroller mit Schuhen, den zusammenklappbaren Hubschrauber. Die Idee kam von Paul Spiegel aus dem Künstlerdorf Schöppingen. Phantasie fürs Leben Kulturenquete stärkt Jugendkunstschulen Heute können die 400 Jugendkunstschulen bundesweit eine „beeindruckende Leistungsbilanz" vorweisen (Gitta Connemann). Leider hat die Förderpolitik der Länder noch nicht das hohe Niveau der derzeit öffentlich geäußerten Wertschätzung erreicht. Der Enquetebericht fordert hier Abhilfe. Aus den handlungsorientierten Positionierungen des Enqueteberichts zu den Jugendkunstschulen lassen sich sieben Kernaussagen herausfiltern, die die Einrichtungs- und Verbandsperspektive in Bund, Ländern und Gemeinden leiten könnten. o Jugendkunstschulen gehören zur Infrastruktur kultureller Bildung. o Die Gewährleistung einer kulturellen Infrastruktur liegt im öffentlichen Interesse. o Bei einer noch defizitären Infrastruktur sollen Einrichtungen und Angebote wie beispielsweise Jugendkunstschulen aufund ausgebaut werden. Die Aussagen markieren den entscheidenden Schritt vom deskriptiven zum normativen Verständnis einer „Infrastruktur" kultureller Bildung. Gleichzeitig vollziehen sie den (qualitativ unabdingbaren) Quantensprung vom kompensatorischen zum substanziellen Verständnis des kulturellen Bildungsangebots der Kinder- und Jugendkunstschulen. Jugendkunstschulen sind Kompetenzzentren für kulturelle Bildung in ihrer ganzen Vielfalt. o Die Länder haben eine besondere Verantwortung in der Ausgestaltung der Infrastruktur von Musikschulen, Jugendkunstschulen und Bibliotheken. Für die Jugendarbeit ist diese besondere Verantwortung der Länder bundesgesetzlich im Kinder- und Jugendhilfegesetz geregelt: „Die Länder haben auf einen gleichmäßigen Ausbau der Einrichtungen und Angebote hinzuwirken" (§ 82,2 KJHG). Allerdings haben nur wenige Länder (wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen) diese Verantwortung für die Jugendkunstschulen auch förderrechtlich operationalisiert. Der bjke fordert eine Drittelfinanzierung der Jugendkunstschulen aus Landesmitteln und die angemessene Ausstattung und verantwortliche Einbindung der Landesfachverbände in die Strukturund Feldentwicklung. Zahlreiche Landesverbände, etliche Jugendkunstschulen arbeiten rein ehrenamtlich. Dies verdient allergrößte Anerkennung, hat aber nichts professioneller Infrastruktur von Bildungseinrichtungen zu tun. o Der demografische Wandel kann Verteilungskonflikte zwischen den Generationen bringen, die nicht zu Lasten der Infrastruktur kult. Kinder- und Jugendbildung gehen dürfen. 24

o Die rasant zunehmende Kooperation zwischen außerschulischen Partnern und Schulen (insbesondere Ganztagsschulen) bedarf fördernder und unterstützender Rahmenbedingungen (Finanzen, Recht, Organisationsstrukturen). Die Beobachtung markiert einen weiteren neuralgischen Punkt: Aus Sicht des außerschulischen Partners hat Schule in aller Regel kein (oder zu wenig) Geld. Gleichzeitig werden die Ressourcen des Kooperationspartners Jugendkunstschule immer stärker gesucht. Hier ist struktursichernde Bildungspolitik gefordert, die die Pluralität von Bildungsformen und Lernorten absichert und nicht untergräbt. (Aus einem Beitrag von Peter Kamp, Vorsitzender des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke) e.V., publiziert in "kulturpolitik" der KuPoGe)

Phantasie fürs Leben / das Jubiläumsheft: über sich hinauswachsen! 40 Jahre Jugendkunstschulen werden gefeiert, unter anderem mit 65 Seiten Einrichtungsporträts, Stellungnahmen, Glückwünschen aus Bund und Ländern und Plädoyers aus Politikermund, die einmal mehr Wirkung und Qualität der Kinder- und Jugendkunstschulen in der Bundesrepublik belegen. "Vielfalt ist ihre Stärke!" - Diese Charakterisierung trifft nach wie vor zu: Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein kein Land fehlt auf der Landkarte. Ausgewählte Einrichtungsporträts zeigen, dass Kunstschulen alle erreichen, zeigen ihre Alltagsnähe, ihre Beweglichkeit, ihren Beitrag in den Bildungsbiografien ungezählter Kinder und Jugendlicher: bjke Infodienst, Unna, Tel.: 02303 69324, infodienst@bjke.de Zentraler Aufruf der EU-Kommission: Projekte zur Förderung der Kreativität und Innovation im Jugendbereich Die EU-Kommission hat endlich einen zentralen Projektaufruf gestartet für die "Aktion 4.4 - Projekte zur Förderung der Kreativität und Innovation im Jugendbereich". Im Einklang mit dem Beschluss des Europäischen Parlaments zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation 09 sollen mit dieser Aufforderung unterstützt werden: Projekte, die sich mit der Einführung, Umsetzung und Weiterentwicklung von innovativen und qualitativ herausragenden Elementen in der nichtformalen Bildung und Jugendarbeit befassen. Prioritätsthemen sind die Medienkompetenz junger Menschen und E-Jugendarbeit. Die Projekte müssen zwischen dem 1. Dezember 2009 und dem 31. März 2010 anlaufen. Die Projektlaufzeit beträgt mindestens 12 Monate und höchstens 18 Monate. Die Anträge müssen bis spätestens 30. September 2009 eingeschickt werden. Der vollständige Wortlaut der Aufforderung sowie die Antragsformulare können unter folgender Internetadresse abgerufen werden: eacea.ec.europa.eu/youth/funding/2009/ call_action_4_4_de.php Info: youthcallforproposals(@)ec.europa.eu „Ich kann was!"- Initiative der Deutschen Telekom gestartet Alle Kinder und Jugendlichen können etwas. Sie haben individuelle Fähigkeiten, Begabungen und Talente. Aber nicht alle


MARKTPLATZ haben die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Telekom AG im Frühjahr 2009 die Initiative gestartet.Die Initiative fördert Projekte oder Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die sich gezielt an die „Lückekinder" richten. Diese Gruppe der 9- bis 14-Jährigen fühlt sich häufig für Kinderprojekte zu alt, für Jugendclubs aber noch zu jung – und findet daher kaum Raum in den bestehenden Kinder- und Jugendeinrichtungen. Ziel ist, flächendeckend in der gesamten Bundesrepublik kompetenzfördernde Projekte und Einrichtungen zu unterstützen und den Erfahrungsaustausch zwischen ihnen zu fördern. Daher sollen jährlich weitere Ausschreibungen erfolgen. www.initiative-ich-kann-was.de PlusPunktKultur - der Preis der bkj hat jetzt Preisträger ... aus mehr als 270 eingereichten Beiträgen. Freiwilliges Engagement in der Kultur leistet „einen besonderen Beitrag zu gesellschaftlicher Integration, sozialer Gerechtigkeit und zivilgesellschaftlichem Engagement". Insbesondere Kindern und Jugendlichen bietet freiwilliges Engagement in der Kultur spannende Erfahrungsräume, um wichtige Lebenskompetenzen durch informelle sowie non-formale Bildungsprozesse zu erwerben. Die BKJ e.V. setzte mit einem Wettbewerb wertvolle Impulse bei der Ausgestaltung einer sozial gerechten Teilhabegesellschaft. Die jungen „Sintiforscher" in Bremen entwickelten eine Wanderausstellung „Mit Träumen und mit Tränen. Kommen. Gehen. Bleiben."; im Projekt „DEMOKRATIE AUF! DIE OHREN wurde eine eigene „Schulhof"-CD produziert mit hörbaren Zeichen gegen Rechts und für Demokratie. „ART IS MASTURBATION", ein Skizzenfestival, Osten und Westen, „Heimat", Jung und Alt ... Die prämierten Projekte zeichnen sich – so die Begründung der Jury – nicht nur durch ihren Ideenreichtum und ihre Kreativität aus. „Sie entführen die Zielgruppen Kinder, Jugendliche sowie die Generation 60 plus in z. T. bisher unbekannte ‚Bildungsräume’, wo weder der soziale Hintergrund noch das Lebensalter eine Rolle spielt," so das Jurymitglied Georg Pirker vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) in Berlin. „Die Motivation und Bereitschaft junger Erwachsener, sich freiwillig in der Kultur zu engagieren, ist sehr hoch", so Jurymitglied Dana Bauers, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für populäre Musik und Kreativwirtschaft e. V. in Rostock. „Mit dem Wettbewerb wird einmal mehr sichtbar, wie groß das Bedürfnis bei den jungen Erwachsenen ist, Gesellschaft selbst aktiv mitzugestalten und ihr Potenzial dabei einzubringen." www.plus-punkt-kultur.de. Die nächste Ausschreibung des zweiten PlusPunkt Kultur-Wettbewerbs erfolgt im Herbst 2009. Träger: Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. Abseits der gesicherten Pfade: „Ein Wettbewerb um die besten Projektideen" Unter diesem Motto fördert der Fonds Soziokultur modellhafte Kulturprojekte in Deutschland. Unterstützt wird Soziokultur, freie Kulturarbeit und kulturelle Bildung die abseits

der gesicherten Pfade im Kulturbetrieb etwas Neues, Ungewohntes und Überraschendes entwickeln wollen: Eine Opernproduktion mit Profis und Laien, an der ein ganzes Dorf beteiligt ist, Klein Leppin, das Projekt »Sprechende Steine – Ein akustischer Stadtteilrundgang" aus Leipzig, das Theaterprojekt »Zeit zu bleiben « mit 80 Schauspielern aus 20 Nationen zwischen 8 und 79 Jahren über die Anfänge der über 50jährigen neueren Migrationsgeschichte in Deutschland (Wiesbaden) – das sind nur drei Projekte, die in der aktuellen Dokumentation, der neuen »Kulturszene« dokumentiert sind. Sie enthält Förderprojekte aus dem Jahr 2008 sowie eine statistische Auswertung der Antragsentwicklung und Förderpraxis für den Zeitraum zwischen 2002 und 2008. www.fonds-soziokultur.de, Schutzgebühr von 2,20 Euro Deutsche Bank Stiftung - Jugend.Kunst.Preis Jetzt schon für 2010 bewerben: Der Förderwettbewerb „Jugend interpretiert Kunst" wird im Jahr 2009 zum neunten Mal durchgeführt. Hier wird talentierten Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland die Chance geboten zu zeigen, was an kreativem und organisatorischem Potential in ihnen steckt. Die teilnehmenden Schulen verbringen einen ganzen Tag im MKM – kunstpädagogisch betreut, diskutierend, schauend, zeichnend. Anschließend sind sie aufgefordert, die Interpretation ihres Kunsterlebens in einem eigenen künstlerischen Beitrag zu gestalten. „Herausforderer" für die kreative Eigenleistung sind keine Geringeren als die im MKM präsentierten Künstler. Über die Auseinandersetzung innerhalb des Teams soll eine spannende Idee eigenständig entwickelt und umgesetzt werden. Eine hochkarätige Fachjury (u.a. Bazon Brock, Markus Lüpertz, Coordt von Mannstein) bewertet die Schülerarbeiten und die Preisträger erhalten den Deutsche Bank Stiftung JugendKunst-Preis in Höhe von 5.000 €, 2.000 € und 1.000 €. Das Engagement aller mitwirkenden Schulen wird mit einer gemeinsamen Ausstellung im MKM honoriert. Insofern gibt es bei diesem Wettbewerb eigentlich nur Gewinner! „Offenheit ist bei „Jugend interpretiert Kunst" ebenso gefragt wie Phantasie und Teamgeist. Kunst ist Ausdrucksmöglichkeit, ist Lebensqualität, kann Neugierde wecken, betroffen machen oder Spaß – all dies vermittelt sich über die aktive Auseinandersetzung mit den Werken, unmittelbar vor den Originalen im Museum. Kunst wird so als spannende Begegnung mit neuen Ideen erfahrbar und beflügelt das eigene Denken." www.museum-kueppersmuehle.de (Duisburg) Das Programm Kultur.Forscher! Ein Programm der PwC-Stiftung – Jugend – Bildung – Kultur und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung: Schulen vernetzen sich mit Literaturhäusern, Volkshochschulen, Museen oder Musikhochschulen ihrer Umgebung. Fachleute aus Medienberufen, Musik, Kunst oder anderen Kultureinrichtungen gestalten mit Lehrkräften sowie Kindern und Jugendlichen ein Projekt. München ist einer der bundesweit ausgewählten Kultur. Forscher Standorte mit der Hauptschule Perlacher Straße der Willy-Brandt-Gesamtschule und dem Elsa-BrandströmGymnasium. www.kultur-forscher.de 25


MARKTPLATZ Der Pate für den Fliegenden Holländer Das Kinder- und Jugendprogramm an der Bayerischen Staatsoper sucht Paten: "Der Pate ist ein erfahrener Opern-, Ballettoder Konzertgänger, der Lust hat, seine Kenntnisse des Hauses, der Geschichte und der Vorstellung an einen jungen Besucher weiter zu geben." Heike Stuckert und Julia KesslerKnopp nehmen Bewerbungen entgegen! Tel.: 089 21851038, jugend@st-oper.bayern.de, www.staatsoper.de Mit Hilfe des zweiten Konjunkturpaketes müssen Schulen sinn- und fantasievoll umgestaltet werden,

fordert der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther: "Lernen funktioniert nicht allein durch das Vermitteln von Wissen. Wichtiger sind die Erfahrungen, die ein Mensch sammelt - und zwar sowohl die kognitiven wie die emotionalen. Sie prägen seine Einstellung und seine Haltung. Erfährt der Jugendliche also durch die Enge des Raumes, dass Eigeninitiative nicht gefragt ist, wird er keine entwickeln. Er wird bestenfalls das über sich ergehen lassen, was Lehrer vortragen." Gerald Hüther leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Uni Göttingen. Mit Schularchitekten, Kommunalpolitikern und Pädagogen fordert der Neurobiologe, das Konjunkturpaket II zum Umbau der Schulen in Lernlandschaften zu nutzen. (Interview, Stephan Lüke, Frankfurter Rundschau April 09)

trierte sich dabei stärker auf die einzelnen Kooperationsprojekte und weniger auf einen gesamten Schulentwicklungsprozess. Nun wird ein gesamter Schulentwicklungsprozess in den Blick genommen. Für die Bündelung von Instrumenten und praktischen Arbeitshilfen arbeitet die Schulentwicklung seit langem erfolgreich mit Online-Tools: Bei "Netzwerk-Schulentwicklung" finden sich u.a. Übungen, Folien und Materialien zur Evaluation. s.a.: Institut für Schulentwicklung der Uni Dortmund (IFS) und die Dortmunder Akademie für pädagogische Führungskräfte (DAPF). Ein wichtiger Orientierungspunkt auf dem Weg zur Entwicklung für Kulturschulen ist das Schulentwicklungsprogramm SEIS. Für die "Werkzeugbox kulturelle Schulentwicklung" stellen der SEIS-Qualitätsrahmen sowie das "Qualitätstableau für die Qualitätsanalyse an Schulen in Nordrhein-Westfalen" als exemplarisches Landeskonzept wichtige Säulen dar. http:/www.lebenskunstlernen.de/index.php?id=295

Jugendkulturelle Projekte in Jugendarbeit und Schule für Publikation gesucht: Das Archiv der Jugendkulturen plant eine Veröffentlichung zum Thema. Jugendkulturen sind ein hervorragender Schlüssel, um Zugang zu Jugendlichen zu bekommen. So ist auch die Offene Jugendarbeit kaum denkbar ohne Kenntnis und Einbeziehung der jugendkulturellen Interessen von Jugendlichen. Gerade in Zeiten, in denen zunehmend Mittel gekürzt werden, soll damit ein Zeichen für den Wert der (Offenen) Jugendarbeit gesetzt werden. Das geplante Buch ist als Signal an Kommunen und andere Finanziers zu verstehen, die Jugendarbeit weiterhin zu unterstützen. Helfen Sie mit, diese Veröffentlichung zu einer beeindruckenden Dokumentation der Vielfalt und Kreativität jugendkultureller Arbeit zu machen: Schreiben Sie, was für ein jugendkulturelles Projekt Sie durchgeführt haben, und nutzen Sie die Präsentation:Archiv der Jugendkulturen e. V., Klaus Farin, Berlin, 030 612 03 318; www.jugendkulturen.de

Schule in die Praxis - Partner in die Schulen: Das P-Seminar 2009 bis 2011 wird der Reformprozess des bayerischen Gymnasiums abgeschlossen. Wichtiger Bestandteil ist das ProjektSeminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar), das ab dem Schuljahr 2009 für alle Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe verpflichtend ist. Das Seminarkonzept greift zentrale Forderungen der Arbeitswelt auf, wonach die Berufswahl- und Berufsweltkompetenz der bayerischen Schülerinnen und Schüler gestärkt werden müsse. Im Zentrum des P-Seminars stehen Praxisbezug und die Förderung von methodischen und sozialen Kompetenzen. In konkreter Projektarbeit erhalten künftig alle Schülerinnen und Schüler durch gezielte Einbindung außerschulischer Projekt-Partner realitätsnahe Einblicke in die Arbeitswelt. Partner sind Unternehmen, Handwerksbetriebe, soziale, öffentliche und kirchliche Einrichtungen, Behörden, Museen, Theater, Vereine; Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V., Dr. Andreas Hochholzer, Andreas.Hochholzer@stmukwk.bayern.de Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), OStR Günter Manhardt, G.Manhardt@isb.bayern.de Informationen unter www.gymnasiale-oberstufe-bayern.de, www.schulewirtschaft-bayern.de, www.sprungbrett-bayern.de Mit Fragen zur praktischen Umsetzung wenden Sie sich an die örtlichen Gymnasien.

"Werkzeugbox Kulturelle Schulentwicklung" Die BKJ stellt Arbeitshilfen und Instrumente für Kulturschulen zusammen. Die "Werkzeugbox" befindet sich in einem stetigen Prozess des Ausbaus und der Weiterentwicklung: Die innerhalb der BKJ intensiv betriebene Qualitätsentwicklung von Kooperationen nahm bis dato vornehmlich die außerschulischen Träger und Einrichtungen der Kulturellen Bildung ins Visier und zielte vor allem darauf ab, deren spezifischen Bildungswirkungen zu sichern. So wurde z.B. das "Qualitätsmanagementinstrument für Kooperationen" (kurz QMI) entwickelt, das die Träger und Einrichtungen der kulturellen Bildung in ihrer Planung und Umsetzung von Schulkooperationen ganz pragmatisch unterstützt. Die Qualitätsentwicklung konzen-

Tanz in die Schulen bringen Köln und Hamburg erhalten eine Förderung von Tanzplan Deutschland zur Implementierung des Themas „Tanz in Schulen" in bestehende Studiengänge. Die Akademie Remscheid ist als Kooperationspartner der Deutschen Sporthochschule und der Hochschule für Musik und Tanz in Köln beteiligt. Tanzplan Deutschland, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, will damit die Qualifizierung des Tanzens in Schulen gezielt unterstützen und vorantreiben. An der bundesweiten Ausschreibung der Fördermittel von insgesamt € 100.000,- hatten sich Universitäten, Hochschulen und freie Träger beteiligt. In Köln wird am Institut für Tanz und Bewegungskultur eine Koordinationsstelle gefördert, die zum Ziel hat, ein Profil für Tanzpädagogik

26


MARKTPLATZ in Schulen für die neuen Masterstudiengänge zu entwickeln. Neben der Akademie Remscheid sind freie Träger der Tanzkultur aus NRW die Partner. In Hamburg wird an der Universität im Fachbereich Bewegungswissenschaft eine Stelle zur Erarbeitung eines curricularen Konzepts für Tanz in Schulen gefördert.

den und staatlich anerkannten Bachelor of Arts: Elementartheater, Sprecherziehung, Kreatives Schreiben, therapeutische Spielformen oder Projektemanagement sind einige der vielen Inhalte; die wissenschaftlichen Angebote erstrecken sich über Theater- und Literaturwissenschaft, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Psychologie, u.a. www.fh-ottersberg.de

Tanznet.tv Tanznet.tv eröffnet in Kooperation mit dem Bundesverband Tanz in Schulen e.V. einen eigenen Video-Kanal für entsprechende Schulprojekte in Deutschland. Interessenten können eigene Beiträge einreichen. Gefördert wird das Vorhaben vom Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. www.tanznetz.de

"Ideeninitiative 'Integration durch Musik'" Mit der Ideeninitiative möchte die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund fördern. Bis zum Juniende waren deutschlandweit wieder Institutionen, Vereine, Verbände, Stiftungen, individuelle Initiativen und Akteure etc. mit gemeinnütziger Zielsetzung eingeladen, musisch orientierte Projekte für eine erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Die Umsetzung von maximal 15 der eingereichten Projektanträge wird die "Ideeninitiative 'Integration durch Musik'" mit jeweils bis zu 5.000 Euro unterstützen. Informationen und ggf. Folgeausschreibungen: Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung: http://www.kulturund-musikstiftung.de/

Weiterbildungen: Moderner Tanz Die zweijährige Choreographiefortbildung unter Leitung von Dr. Ronit Land spiegelt sich die breite Vielfalt der zeitgenössischen Bewegungsansätze und internationalen Tanzkulturen, die den Tanz heute zu einer weltweit zu verstehenden Sprache machen. Alle choreographischen Ansätze können auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen übertragen werden. "Bei Kindern und Jugendlichen gilt der Tanz als eine der beliebtesten Ausdrucksformen ... ." Die nächsten berufsbegleitenden Ausbildungen finden Sie unter: www.akademieremscheid.de Berufsbegleitende Fortbildung: Rhythmik/Musikund Bewegungspädagogik 1. Phase: 14. – 18.9.2009, 2. Phase: 7. – 11.12.2009, 3. + 4. Phase: Frühjahr und Sommer 2010. Diese Fortbildung beinhaltet die Grundlagen für eine zeitgemäße Rhythmik/Musik- und Bewegungspädagogik. Sie basieren auf der Wechselwirkung von Musik, Bewegung, Stimme/Sprache und Material. Rhythmik ist Teil des kulturellen Bildungsangebotes in Kindergärten, Schulen und Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung. www.akademieremscheid.de Artistik und Theater Jojo, das Zentrum für Artistik und Theater in Oberspitzenbach gibt regelmäßige Information rund um das Thema Theater und Zirkus, zur Ausbildung in Zirkuspädagogik und über die Aktivitäten der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Zirkuspädagogik digital heraus. Wer dort zukünftig Informationen (z.B. Stellenangebote, Gesuche oder Sonstiges) veröffentlichen möchte, schickt sie an claudia@jojo-zentrum.de . Rückmeldungen für den Rundbrief Nr. 29 bis Anfang September 2009; Fortbildungen unter: www.jojo-zentrum.de Yorick - Berufsfachschule für Theater und Theaterpädagogik in München Die FestSpielHaus gGmbH gründet im Herbst 2009 die Berufsfachschule für Theater und Theaterpädagogik. Diese Berufsausbildung gibt es in dieser Kombination bisher noch nicht. www.festspielhaus.biz Studiengang Theater im Sozialen, Theaterpädagogik

Die Fachhochschule Ottersberg bietet den berufsqualifizieren-

Eine Musikschule für Afghanistan Eine deutsche Initiative sammelt Instrumente für eine Musikschule in Afghanistan, und das Echo ist groß. Einer der Initiatoren, Ralf Jeromin, ist unter doc@somm.eu zu erreichen. Milieus der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland Die SINUS-Studie beschreibt, wie die Lebenswelt von MigrantInen in Deutschland weitaus vielfältiger und differenzierter ist, als im gesellschaftlichen Diskurs allgemein angenommen. (Im Auftrag u.a. des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) Nach quantitativen Erhebungen unter über 2100 Personen ist es jetzt sozusagen amtlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland (und das sind immerhin 19% der hier wohnenden Bevölkerung) keine soziokulturell homogene Gruppe sind und sich weniger nach ethnischer Herkunft unterscheiden als vielmehr nach ihren Wertvorstellungen und Lebensstilen - so wie Menschen ohne Migrationshintergrund auch: www.sinus-sociovision.de/Download/ Report_Migranten-Milieus_16102007_Auszug.pdf Weißbuch zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen

Über 70 Kulturschaffende, KünstlerInnen und PolitikerInnen aus Deutschland haben beschlossen, ein Weißbuch zur UNESCO-Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt zu erarbeiten. Dies ist das Ergebnis der 7. Konsultation der Bundesweiten Koalition für Kulturelle Vielfalt, die vom 19. bis 20. Mai im Düsseldorfer Goethe-Museum tagte. Das Weißbuch soll die Umsetzung der UNESCO-Konvention in der deutschen Kulturpolitik unterstützen. Das Weißbuch wird unter anderem Initiativen vorstellen aus dem Bereich der Stadtkultur, der unabhängigen Kreativwirtschaft und der kulturellen Entwicklungszusammenarbeit. Welche Investitionen sind sinnvoll, um die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu fördern? Wie kann die kulturelle Infrastruktur – vor allem durch internationale 27


MARKTPLATZ Zusammenarbeit auch in Entwicklungsländern – gestärkt werden? Welche Maßnahmen sind vom Gesetzgeber notwendig? Das Weißbuch der Zivilgesellschaft wird im November 2009 vorgelegt und an den neu gewählten Bundestag übermittelt. Die BKJ wird an der Erarbeitung des Kapitels zur Kulturellen Bildung des Weißbuchs federführend mitwirken. Weitere Informationen: Christine M. Merkel Leiterin des Fachbereichs Kultur / Memory of the World, Deutsche UNESCO-Kommission e.V. Nationale Kontaktstelle für das UNESCO-Übereinkommen zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen Tel: 022860497-18, www.unesco.de The Afghan Dream: Jugendliche drehen Film über Bodybuilding in Afghanistan: Ein Jugendredakteur des Medienzentrums München machte sich auf die Reise nach Afghanistan, um auf Einladung eines dort lebenden Journalisten einen Beitrag für das Jugendfernsehmagazin "matz-TV" im Aus- und Fortbildungskanal zu machen. Mitgebracht hat er Material, das eine ganz andere Seite von Afghanistan zeigt: das Leben junger Menschen in Afghanistan, die Subkultur des Bodybuilding in Kabul. Sollten Sie mehr über den Filmemacher und die maTz-Jugendredaktion erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an: ilona.herbert@jff.de 60 Jahre israelisch-palästinensische Feindschaft in einem Schulbuch In einen gemeinsam erarbeiteten Schulbuch versuchen Israelis und Palästinenser ihre Feindschaft zu verstehen. Initiatoren sind Sami Adwan aus Hebron, heute Professor für Erziehungswissenschaften in Bethlehem und der israelische Akademiker Dan Bar-On von der Ben-Gurion-Universität. Im Buch werden die wichtigsten Daten der israelisch-palästinensischer Geschichte im 2o. Jahrhundert dargestellt. Und so sehen die drei Bände aus: Auf der linken Seite steht die israelische Sicht der Dinge, auf der rechten Seite die palästinensische und in der Mitte ist Raum für Notizen und Gedanken der Schüler. Das Projekt "Learning each other´s historical narrative" wird u.a. vom Auswärtigen Amt finanziert; das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung wirkt beratend mit. Das Buch wird Ende Juli in Ramallah und Tel Aviv vorgestellt werden.

an Problemschulen. Berlin stellt jetzt die ersten Quereinsteiger der Initiative "Teach First" ein. Sie gehen für 2 Jahre an Schulen in sozialen Brennpunkten, nachdem sie von der Initiative ausgewählt und fortgebildet wurden. Das Archiv der Jugendkulturen geht online 18.Mai 1998: Das Archiv der Jugendkulturen erblickt das Licht der Welt: Klaus Farin ist Gründer und Leiter des Archivs. Die Bibliothek umfasst auf 200 Quadratmetern mittlerweile rund 6.000 Bücher und Broschüren, 28.000 Fanzines, Zeitschriften und Zeitungen, 320 Magister- und Diplomarbeiten, 4.000 CDs, LPs, MCs, DVDs und Videos sowie Zehntausende von Presseausschnitten und ungezählte Flyer.1991 brachte Farin in Zusammenarbeit mit Eberhard Seidel-Pielen den Band „Krieg in den Städten" über Jugendgangs und Rechtsradikalismus heraus, ein Pionierwerk der modernen Jugendsozialforschung. Immer wieder geht Klaus Farin für die Recherche in die Szenen hinein. Das Archiv der Jugendkulturen erhält bis heute keinerlei Regelförderung. Deshalb erscheint die Nr. 13 nun ausnahmsweise nur als Online-Magazin. Unter www.jugendkulturen.de kann es sich jede/r kostenlos downloaden. Selbstdarstellung und Vernetzung Jugendlicher Die Studie „Das Internet als Rezeptions- und Präsentationsplattform für Jugendliche" wurde von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) in Auftrag gegebenen. Ergebnisse sind unter dem Titel „Web 2.0 als Rahmen für Selbstdarstellung und Vernetzung Jugendlicher" veröffentlicht und abrufbar unter www.jff.de und www.blm.de.

Die "Schlau-Schule" für jugendliche Flüchtlinge Das Schlau-Projekt unterstützt jugendliche, “unbegleitete” Flüchtlinge. Während ihr Asylantrag läuft, können sie Deutsch lernen und im schulanalogen Unterricht den deutschen Hauptschulabschluss vorbereiten. Das Projekt ist mittlerweile eine vom Kultusministerium anerkannte Ergänzungsschule. Es wurde im Jahr 2000 vom "Trägerkreis zur Förderung von Bildung und Integration von Flüchtlingskindern und-jugendlichen e.V. " München gegründet. Die Stadt München und eine Reihe von Stiftungen, u.a. children for a better world unterstützen das Projekt seit Beginn.

Keine Bildung ohne Medien! Das JFF – Jugend, Film, Fernsehen e.V. hat zusammen mit anderen ein Medienpädagogisches Manifest veröffentlicht. Gefordert wird darin eine dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen. „Medienkompetentes Handeln setzt fundierte Kenntnisse voraus: Kenntnisse über technische Grundlagen und ästhetische Formen, über die Bedingungen und Formen medialer Produktion und Verbreitung in der Gesellschaft, ein Bewusstsein für die kulturellkommunikative, ökonomische und politische Bedeutung, die Medien in globalisierten Gesellschaften haben. Medienkompetenz zielt auf die Fähigkeit zur sinnvollen, reflektierten und verantwortungsbewussten Nutzung der Medien. Hierzu gehören u.a. die Fähigkeit zu überlegter Auswahl, zum Verstehen und Interpretieren medialer Kodes, zu einer reflektierten Verwendung von Medien in Freizeit, Schule und Beruf. Das aktive und kreative Gestalten mit Medien für Selbstausdruck, für die Artikulation eigener Themen, für Kontakt und Kommunikation ist ein weiterer, zentraler Bereich von Medienkompetenz. Schließlich fördert Medienpädagogik die Medienkritik, die sich sowohl auf die gesellschaftliche Medienentwicklung als auch die (selbstreflexive) Mediennutzung und die eigene Gestaltung mit Medien bezieht." www.jff.de

Elite am Brennpunkt Spitzenkräfte lehren an Schulen: das Modell kommt aus den USA. Die besten Uni-Absolventen unterrichten für einige Zeit

FRAME - Netzwerk der Medienzentren gegründe Um ihren Einfluss in der politischen Landschaft und in der medienpädagogischen Praxis zu stärken, haben sich die

28


MARKTPLATZ deutschsprachigen Medienzentren zusammengeschlossen. FRAME steht dabei symbolhaft für den gemeinsamen Rahmen. FRAME steht aber auch als Kürzel für "FRei Arbeitende MEdienzentren", die es als medienpädagogische Facheinrichtungen auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene seit über 30 Jahren im außerschulischen Bereich gibt. Mitglieder sind unter anderem der Bundesverband Jugend und Film, das jfc Medienzentrum Köln, das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland, das Medienkulturzentrum Dresden, das Medienzentrum Parabol, das Medienzentrum München des JFF, das Medienzentrum Wien und das Schülerfilmzentrum up-and-coming Hannover. Koordinierungsstelle für die nächsten zwei Jahre ist das Medienzentrum München des JFF gewählt. www.frame-info.de. LAGFilm Bayern e.V. wählt neuen Vorstand 40 Jahre lang hat Walter Stock die LAG Film Bayern als Vorsitzender geführt. Sein Nachfolger heißt Stefan Stiletto. Weiter geführt wird der Anspruch, junge Menschen kritisch und kompetent in die Welt der Filmkunst und der Filmgeschichte zu locken. Das Freiwillige Soziale Jahr Kultur ... ein prägendes Bildungsjahr: Koordinationsstelle in Bayern: Eva Sambale, / BAG Spielmobile, in der Albrechtstr. 37 in München; Tel.: 089 12 79 96 67, fsj-kultur@spielmobile.de. "BRAVO goss green" Die Teenangerzeitschrift BRAVO hat Jugendliche zum Thema Klimawandel befragt: der Klimawandel ist das drängendste Thema im Interesse der 11-17jährigen, noch vor der Weltwirtschaftskrise, Gewalt an Schulen und der Bekämpfung des Terrorismus. Allerdings offenbart die Studie auch, dass die Jugendlichen einen großen Informationsnachholbedarf hätten, und dass nur 20% von ihnen ein Umweltinitiative in ihrer Nähe kennen. Darum startet BRAVO jetzt die Kampagne "BRAVO goss Green" mit einer wöchentlichen Berichterstattung. www.bravo.de/online/render.php?render=87889 Jüdisches Leben in Oberfranken eine Ausstellung von Jugendlichen Die Ausstellung ist aus einem Jugendprojekt hervorgegangen; verantwortlich zeigt sich die kulturwerkstatt in Bamberg. Die Ausstellung kann von Schulen, Jugendinitiativen und interessierten Organisationen ausgeliehen werden und durch Mikroprojekte vor Ort erweitert werden, die von der kulturwerkstatt ausgeführt werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit aus einem Pool von Vorschlägen ein Rahmenprogramm zusammenzustellen (Filme, Vorträge, Lesungen etc.) Kontakt: Johanne Krause M.A. und Judith Siedersberger, krause@kulturwerkstatt-bamberg.de UNBEZAHLBAR Das Papiertheater Nürnberg begann am 16. Mai auf dem Hauptmarkt Nürnberg das auf zwei Jahre angelegte Kunstprojekt UNBEZAHLBAR. Das Papiertheater errichtete einen ca. 40 m langen Tisch mit Tellern und Besteck in Papier verpackt. Er diente als „Ausstellungsfläche" für Kommentare über unbe-

zahlbare Dinge im Leben. Die Besucher schreiben ihre Aussage in die Teller oder auf das Tischtuch. Das Projekt will eine Diskussion über unsere Werte jenseits des Geldes anstoßen. Die Kommentare werden in einer Kunstpostkarten Edition veröffentlicht. Das Projekt unbezahlbar finanziert sich durch den Verkauf dieser Edition. Weitere Aktivitäten werden sich entwickeln. Der Tisch soll in verschiedenen Städten aufgebaut werden: u.a. in München, Stuttgart, Aachen, Erlangen, Bochum, Berlin, Maastricht, Liege, Rom, Barcelona, London, Sarajevo, St. Petersburg, Washington. Johannes Volkmann, Papiertheater Nürnberg, www.daspapiertheater.de Der Struwwelpeter Vor 200 Jahren wurde Heinrich Hoffmann geboren, der unter dem Pseudonym Reimerich Kinderlieb den Struwwelpeter schrieb - oder besser, als Weihnachtsgeschenk 1844 für seinen dreijährigen Sohn zeichnete. In 36 Jahren wurden 100 Auflagen gedruckt, wir kennen Hans-guck-in-die-Luft und Paulinchen und den Zappelphilipp - einmal nicht gehorchen, und es fließt Blut, einmal neugierig sein, und man geht in Flammen auf. Schocktherapie und Benimmfibel. Und zwischen den Zeilen vielleicht eine ganz andere Nachricht: "Für die Gegenwart halten wir fest: Offenbar hat es auch schon im 19. Jahrhundert genug vernünftige Eltern gegeben, die ihre Kinder mal in Ruhe gelassen haben, statt sie rund um die Uhr pädagogisch sinnvoll unter Überwachung zu halten. Denn so geht es hier ja los mit dem Entdecken: "Die Eltern waren beide aus." (Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT) Lichttaler Zum Geben und Nehmen werden Kinder und Jugendliche in diesem Projekt "erzogen". Sie sollen füreinander Verantwortung übernehmen und bekommen dafür eine imaginäre Währung, Lichttaler. Damit können sie sich Leistungen oder auch Kleidung kaufen. Susanne Korbmacher gründete im Jahr 2000 zusammen mit anderen den Verein Ghettokids in München. Für ihre Projekte wurde sie unter anderem mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Weitere Projekte sind der "Bildungssupermarkt" oder der "Salon für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche" www.kinderphilosophie.ch „Philosophieren heißt, beharrlich im Dialog stehen über „Dinge, die wir (noch) nicht verstehen". Dies geht über den bloßen Gedankenaustausch, der gemeinhin „Diskussion" genannt wird, hinaus, denn beim Philosophieren beschäftigt man sich nicht nur mit Bekanntem, und man versucht, aus den unterschiedlichen Meinungen der GesprächspartnerInnen einen gemeinsamen Erkenntnisfortschritt zu erreichen." Wie kommen wir überhaupt dazu, mit Kindern zu philosophieren? Wie kann mit Kindern oder Jugendlichen philosophiert werden? Kleine groß im Kommen Frühförderung und Museum Die Frühjahrsausgabe der museumspädagogischen Zeitung "Standbein Spielbein" widmet sich den Bildungsprozessen der 29


MARKTPLATZ frühen Kindheit und den Chancen und Möglichkeiten der Kunstvermittlung für Vorschulkinde, Romy Steinmeier, www.museumspaedagogik.org/standbein/standbein.php4, Email: romy.steinmeier@gmx.de Aus Liebe zum Nachwuchs - die Edeka-Stiftung ... möchte eine bedenkliche Entwicklung stoppen: immer mehr Kinder verlieren den sinnlichen Bezug zu Lebensmitteln Gemüse kommt für sie aus der Dose?! Diese Jahr gehen 350 Tagesstätten und Kindergärten in mehr als 150 Städten unter die Gärtner: Gemüsebeete für KIDS! Die Edeka-Gruppe fühlt sich auch verpflichtet, "soziale Verantwortung zu übernehmen. www.edeka-stiftung.de Pädagogik ansteckend Ein Klima, das Kreativität fördert, Kontakte zu unterschiedlichen "Spezialisten", Handlungsräume, um mitzugestalten, selbstorganisierte Lernprozesse, Zusammenarbeit unter Kollegen, Umgang mit Vielfalt, Pädagogen, die sich selbst als lebenslang lernend verstehen.... Diese Stichworte charakterisieren unsere pädagogische Arbeit und sie sind inzwischen Charakterzüge mancher Schulen, "die sich auf den Weg machen". Der Deutsche Schulpreis, den die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung ausgelobt haben, erkennt genau diese pädagogischen Strategien an, die unserer pädagogischen Alltagsarbeit von Beginn an zugrunde liegen. Langzeitstudie "Deutsche Bildungswege" ohne die Außerschulischen? Der Bamberger Soziologe Hans-Peter Blossfeld leitet die Langzeitstudie mit 60 000 Bürgern: Pisa liefere einzelne Fotos, das gestartete nationale Bildungspaneel liefere einen Film um Bildungswege und Lebensverläufe abzubilden und auszuwerten. Wie entwickeln sich Fähigkeiten im Verlauf mehrerer Jahre? Welche Wirkungen haben verschiedene Schultypen? Wodurch werden Migranten in der Schullaufbahn gehemmt oder gefördert? Ein riesiges und komplexes Unterfangen! Bis 2014 kostet die Bestandaufnahme etwa 60 Mio Euro, mehr als 150 Wissenschaftler sind beteiligt und "alle namhaften Institute" des Landes. Die Wissenschaftler wollen an mehreren Schnittstellen jährlich Daten erheben: in der Vorschule, am Ende der Grundschule, in der neunten Klasse, zu Beginn eines Studiums und während des Berufslebens. Jetzt stellt sich die (rhetorische) Frage: Geschieht Bildung nur in Schulen? Berliner Erklärung für die Umsetzung der mathematischen und naturwissenschaftlich-technischen Kinder- und Jugendbildung Eine entsprechende "kontinuierliche Bildungsarbeit setzt ausdifferenzierte, die individuellen Entwicklungsstände berücksichtigende Angebote voraus und braucht lebensweltbezogene Bildungskonzepte." Das Projekt KON TE XIS ist eine Plattform von Fachleuten, die seit der Gründung anstrebt, naturwissenschaftlich technische Inhalte und sozialpädagogische Anliegen zu verbinden und die Inhalte bundesweit in die Angebotsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe zu integrieren.

30

Der KON TE XIS Fachbeirat wendet sich explizit an die Verantwortlichen in der Politik, entsprechende Ressourcen bereit zu stellen. Der dahinter stehende Technische Jugendfreizeitund Bildungsverein e.V. in Berlin gibt auch eine anregende wissenschaftspädagogische Zeitschrift heraus: www.kontexis.de EXPLORADO Heißt "Deutschlands größtes und modernstes Kindermuseum" in Oberhausen: Erlebnisstationen auf 4tausend Quadratmetern: Das Kindermuseum biete “eine einmalige Mischung aus spannender Unterhaltung und edukativem Anspruch". Street Art Luftballons füllen eine Telefonzelle, ein Apfelbaum verstellt den Zebrastreifen, Spielgeräte im Sand füllen eine Verkehrsinsel: noch kann man eine 60-teilige Bildserie im Netz durchklicken: Das ist die neue Stadtguerilla, illegale Skulpturen und Interventionen im öffentlichen Raum der Postgraffiti-Generation. Bereits seit Jahren brechen Künstler aus den ihnen zugedachten Kunsträumen aus und landen dabei auf der Straße. www.art-magazin.de/kunst/13576/street_art_skulpturen Kulturelle Bildung und die Gewalt: Für eine Pädagogik und Politik der Würde und Anerkennung Am 6. und 7. 3. 2009 führte die BKJ eine Fachtagung zu der Notwendigkeit von Kulturschulen durch. Eine Kulturschule ist eine Schule, in der die Künste eine wichtige Rolle spielen. Es geht darüber hinaus aber auch um eine Kultur der Anerkennung, es geht um eine Pädagogik, die an den Stärken der Kinder und Jugendlichen ansetzt. Es wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt anmaßend, über Motive und Ursachen des erschütternden Amoklaufes in Winnenden zu spekulieren. Die BKJ erinnert jedoch an die Stellungnahme des Vorstandes vom 14. Mai 2002.

“... Gewalt kommt nicht plötzlich von außen in die Gesellschaft, sie entsteht offensichtlich in der Mitte der Gesellschaft und hat auch dann gesellschaftliche Ursachen, wenn sie letztlich von Einzeltätern begangen wird. Kulturelle Bildungsarbeit kann dies nicht ignorieren, wenn sie etwas mit der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu tun haben will. Sie wird dabei nicht beanspruchen, Erklärungen für Ereignisse geben zu können, die uns fassungslos machen. Sie hat jedoch Möglichkeiten des Erkennens und Bearbeitens von Gewaltphänomenen, und sie muss reflektieren, wo sie selber zur Quelle von Gewalt werden könnte. Gewalt taucht nämlich in vielen Erscheinungsformen auf: Neben der realen Gewalt gibt es z. B. vielfältige Gewaltdarstellungen in Bildern und Medien. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen realer und fiktionaler Gewalt. Beide sind insbesondere Thema in der kulturellen Medienbildung. Gewalt findet jedoch auch verborgen im Alltag statt: als strukturelle, symbolische oder kulturelle Gewalt. .. Es werden Menschen beschädigt: In ihrer Integrität, in ihrer Würde. Es wird – gerade Kindern und Jugendlichen – Anerkennung versagt oder erst gar keine Möglichkeit gegeben, Selbstbewusstsein und Freude an eigenen produktiven Kompetenzen zu entwickeln. " (Auszug) Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. Hildegard Bockhorst, Remscheid


Bildung sichtbar machen! Kompetenznachweis Kultur Lernen bei uns ist anders. Es fußt auf Freiwilligkeit, Partizipation und Eigeninitiative. Es ist vielfältig, unlinear. Kindern und Jugendliche kommen zu uns, um ihre Ideen einzubringen, um sich auszuprobieren, um Andere zu kennen, um Spaß zu haben, um zu arbeiten und um etwas zu erlernen Wenn sie in Ausbildung und Beruf treten, liegt hinter ihnen ein ganzer Kosmos an Erlebtem, Erarbeitetem, Erfahrungen … Bisher gab es dafür keinen sichtbaren Nachweis. Der „Kompetenznachweis Kultur" ist eine kleine Mappe, die der Jugendliche als “Zeugnis” (im wahrsten Sinn des Wortes) mit auf den Weg “in die Welt” bekommt. Um den Kompetenznachweis Kultur in der Praxis anzuwenden, müssen Sie als Fachkräfte ihren Blick schärfen. Dafür hat die BKJ (Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung) sensible Tableaus entwickelt, Diese Tableaus sind systematisch aufgebaut, transparent für Dritte und leicht anwendbar. Dabei sind sie gleichzeitig so offen, dass sie die Besonderheiten jedes einzelnen Jugendlichen individuell anerkennen. Praxisnahe Fortbildungen werden regelmäßig in Bayern angeboten. Sie bestehen aus zwei Schulungsblöcken und einer Praxisphase dazwischen. Der Abschluss – ein bundesweit anerkanntes Zertifikat zum/zur Berater/in – ermächtigt zur Vergabe des Kompetenznachweises Kultur. Der nächste Fortbildungsworkshop in Bayern beginnt am 25./26. Januar 2010 Leitung: Mirtan Teichmüller, Information: Katharina Steppe, LJKE Bayern e.V., www.ljke-bayern.de oder beim Jugendinstitut Gauting

31


Profile for LJKE-Bayern

Ljke infodienst 2009  

Ljke infodienst 2009  

Advertisement