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Wo ist Gott, wenn es stürmt?

Nr. 7 - 2010

Gott finden auf Seite 13

Das Print-Magazin von www.jesus.ch

Kofi Nimeley mit Familie.

EQ

Was im Leben wirklich trägt Der U17-Weltmeister und sein Glaube Die U17-Fussball-Nationalmannschaft hat die Schweiz zum Weltmeister gemacht. Mittelfeld-Spieler Kofi Nimeley geht mit Gott durch Siege und Niederlagen. Seite 17

Was trägt uns auch durch schwerste Krisen? Diese Frage stellt sich nach dem Erbeben auf Haiti neu. 200.000 Tote, 250.000 Verletzte, 1,5 Millionen Obdachlose: Diese Zahlen sind die traurige Billanz des Erdbebens auf Haiti. Der Schweizer «World Vision»-Mitarbeiter Urs Bernhard berichtete von dramatischen Szenen: «Die Menschen sind absolut verzweifelt und brauchen Trinkwasser, Nahrung und medizi-

nische Versorgung. Wir müssen so schnell wie möglich helfen, sonst könnte es zu Ausschreitungen kommen.» Die Katastrophe scheint grenzenlos – da stellt sich die Frage, was die Menschen in solchen Momenten noch trägt. Was hält uns, wenn die Welt aus den Fugen gerät? Mehr dazu ab Seite 4.

«Tragfähiges wird uns geschenkt»

Getragen: Berti Burkhardt.

Seit 88 Jahren vom Glauben getragen Berti Burkhardt schaut auf ein bewegtes Leben zurück. Dankbar ist sie dafür, dass Gott sie nie im Stich gelassen hat und ihr auch heute noch beisteht. Seite 7

Hilfe gebraucht – in Haiti.

Aufruf zum Gebet für Haiti Nach dem Erdbeben auf Haiti hat die Schweizerische Evangelische Allianz zum Gebet für die Betroffenen aufgerufen – und zum grosszügigen Geben. Seite 17

Pfarrer, Musiker und Buchautor Alex Kurz ist überzeugt, dass uns Dinge, die wir selbst im Griff haben, nicht tragen können. «Tragfähiges ist uns immer übergeordnet, wird uns geschenkt, bettet uns in etwas Grösseres ein», sagt er. Für Kurz persönlich ist es der Glaube an Gott, der ihn trägt. Seite 5

Sinnvolles tun gibt Halt.

zVg.

Was gibt meinem Leben Halt? Dass weder Geld noch Versicherungen echten Halt bieten, scheint klar. Doch was ist es dann? Wir haben für Sie sechs Tipps zusammengestellt. Seite 19


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Editorial 3

Nr. 7 - 2010

Editorial

Das perfekte Leben Ich liege auf meinen Hochsicherheits-Liegestuhl an einem meteoritensicheren Traumstrand, neben mir mein persönlicher Leibarzt; geerbt habe ich fünf Milliarden. Dank unserer Konfliktberater und der vielen Haushaltshilfen ist meine Familie makellos, meine Crew hat im Casting-Verfahren nur die besten «Freunde» für mich ausgewählt, welche in Geheimdienstmanier freundlich überwacht werden … So – oder anders – könnte man sich ein perfektes Leben ausmalen. Ja, wie schön ist es doch, wenn es im Leben rund und sorglos läuft! Dann sind wir glücklich und dankbar, betrachten unser Leben als Geschenk. Doch was ist, wenn Beziehungen zerbrechen, die Arbeitsstelle wankt, wenn die Gesundheit angeschlagen ist und Schmerzen auf die Stimmung schlagen? Wie gehe ich damit um, wenn Träume zerbrechen, wenn Ehen geschieden oder Freunde gestorben sind? Seit ich mich mit sechzehn Jahren entschlossen habe, mein Leben im Vertrauen auf Gott aufzubauen, darf ich heute mit vierzig Jahren bekennen: Er trägt in meinem

Leben wirklich durch, auch wenn ich oder mein Umfeld versagen. Jesus Christus, der selber das Leben ist, beschenkt mich durch seinen Heiligen Geist immer wieder neu mit frischer Lebenskraft. Ich schliesse mich gerne dem Statement von Hiob (siehe Seite 4) an: Ich weiss, dass mein Erlöser lebt. In diesem Jahr feiern Livenet und Jesus.ch das 10-jährige Jubiläum. Dabei gab es auch herausfordernde Zeiten, in welchen es gerüttelt hat. Doch Gott hat immer durchgetragen. Mit grosser Dankbarkeit und Staunen schauen wir zurück auf das, was unser himmlischer Vater alles durch unsere Arbeit bewirkt hat und freuen uns auf das, was er noch bereit hält. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich von Herzen, dass Sie erleben können, wie Gott Sie durch Ihre Herausforderungen hindurchträgt.

Beat Baumann.

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erscheint zweimonatlich als Ergänzung zur Internet-Plattform www.jesus.ch

Verlag:

Allianz (SEA) mitgetragen.

Seite 5. Seite 6. Seite 7. Seite 8.

Was Alex Kurz trägt Berater Rolf Lindenmann und das Seerosen-Prinzip Was für eine 88-Jährige tragend fürs Leben war Bildmeditation

Basics Seite 11. Seite 12. Seite 13. Seite 14. Seite 15.

Weshalb gerade Jesus? Unterwegs zu neuen Erfahrungen So können Sie beten Inspiriert glauben und leben

Magazin Seite 17. Seite 17. Seite 18. Seite 18. Seite 18.

Wo ist Gott, wenn es stürmt?

U17-Fussball-Weltmeister Kofi Nimeley

Aufruf zum Gebet für Haiti Musiker «B.Reith» auf dem Weg in die Ewigkeit Religion bei Radio DRS gefragt Älteste bekannte hebräische Inschrift entziffert

PC 30-470985-7

Redaktion:

Abo: siehe Seite 20 Auflage: 43’000

Weitere Autoren:

Der Verein Livenet ist eine überkonfessionelle Organisation und wird ideell von der Schweizerischen Evangelischen

Titelthema Seite 4. Der starke Halt

Spendenkonto zugunsten der Verteilung von Jesus.ch-Print:

Livenet Aareckstrasse 6 3800 Interlaken print@jesus.ch Tel: 0848 77 77 00 Fax: 033 533 77 12

Herausgeber:

Inhalt

Beat Baumann (bb.) Daniel Gerber (dg.) Bruno Graber (bg.) Peter Schmid (ps.) David Sommerhalder (ds.) Andreas Boppart (ab.) Rolf Frey (rf.) Fritz Imhof (fi.) Miriam Hinrichs (mh.) Rolf Lindenmann (rl.)

Gestaltung: David Sommerhalder

Ratgeber Seite 19. Was gibt meinem Leben Halt?

Verschiedenes Seite 20. Boppis Schlusswort Seite 9-10. Service: Adressen, Bücher, Angebote Seite 20. Cartoon


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4 Thema: Was im Leben trägt

Weil Rolf Frey keine Stelle findet, macht er aktuell ein Praktikum bei Jesus.ch. Wie der 45-Jährige mit seiner Situation umgeht, beschreibt er hier.

Rolf Frey.

zVg.

20 Jahre arbeitete ich als Kaufmann, schlug mich mit Steuern und Buchhaltung herum. Dann entschied ich mich, die Stelle zu kündigen, um mir neue berufliche Perspektiven zu erarbeiten. Es kam aber anders: Ich wurde arbeitslos, landete danach bei einer anderen Firma wieder in der Buchhaltung und stand ein weiteres Jahr später wieder ohne Arbeit da. An einem RAV-Kurs wurden wir ermuntert, selber nach Praktikumsplätzen Ausschau zu halten. Solche fand ich auch – zuerst bei einer Wiler Wochenzeitung und aktuell bei Jesus.ch. Doch eine feste Anstellung ergab sich noch nicht. In der Zwischenzeit lernte ich meine heutige Frau kennen. Wir heirateten und bekamen vor ein paar Wochen sogar Nachwuchs. Das waren grossartige Erlebnisse. Ich kann aber die These nicht bestätigen, dass sie die Wunderwirkung besitzen, um eine Arbeitslosigkeit locker wegzuzaubern. Wer über längere Zeit keine Arbeit findet, wird mit Zweifeln oder Entmutigung konfrontiert. Empfehlen kann ich, regelmässig Sport zu treiben. Oder sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, die einem gut tun. Um wieder neue Kräfte zu mobilisieren oder einfach um auf andere Gedanken zu kommen. Mir persönlich hat es geholfen, zu beten und die Gemeinschaft mit Christen zu pflegen. Und es hilft weiterhin. (rf.)

Der starke Halt Was gibt mir Sicherheit, wenn es um mich herum unsicher wird? Klar ist, dass jeder von uns etwas braucht, worauf er sich auch in den schwierigsten Zeiten verlassen kann.

Was trägt uns, auch wenn es im Leben nicht rund läuft? Job, Gesundheit und gute Freunde – wenn wir diese drei Dinge haben, fühlen sich die meisten von uns ziemlich sicher. Und selbst wenn eines davon ausfällt, helfen uns die übrigen durchzuhalten und tragen uns durch die Schwierigkeiten. Doch was, wenn plötzlich alles weg ist?

Grenzenloses Vertrauen. Stellen Sie sich einen sehr gläubigen Mann vor. Er vertraut komplett auf Gott, richtet sein ganzes Leben nach ihm aus. Dann verliert er durch einen Überfall seinen ganzen Besitz. Seine Kinder werden Opfer einer Naturkatastrophe. Und schliesslich wird der Mann selber schwerkrank. Niemand könnte es ihm übelnehmen, wenn er dadurch jeglichen Halt im Leben verlieren würde. Es wäre verständlich, wenn er wütend auf Gott wäre.

Doch stattdessen sagt er: «Gott, du hast mir alles gegeben, du hast mir alles genommen, dich will ich preisen!»* Woher kommt dieses grenzenlose Vertrauen auf Gott? Es muss im Leben dieses Mannes irgendetwas geben, das ihn trägt – selbst wenn er alles, was ihm auf dieser Welt wichtig war, verloren hat.

Getragen werden. Die Lösung muss in der Beziehung des Mannes zu Gott zu finden sein. Weil er davon ausgeht, dass Gott nur das Beste für ihn will und ihn nie allein lässt, ist das Vertrauen stärker als das Leid. Natürlich leidet er trotzdem. Und scheut sich nicht, Gott zu sagen, wie wenig er seine aktuelle Situation verstehen kann. Doch der Grundsatz ist für ihn klar: Gott ist nicht dazu da, sein Leben von allen Schwierigkei-

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Leben trotz Arbeitslosigkeit

Nr. 7 - 2010

ten zu befreien. Er möchte ihm vielmehr in allen Schwierigkeiten nicht von der Seite weichen. Er möchte ihn tragen, wenn die Kraft nicht mehr reicht, um selber zu gehen.

Kontakt aufnehmen. Dieses tiefe Gottvertrauen kann jeder von uns erleben. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir uns auf eine Beziehung mit Gott einlassen. Das kann ganz einfach beginnen, indem wir mit ihm Kontakt aufnehmen. Wir können mit ihm über Dinge sprechen, für die wir dankbar sind – doch auch über das, was wir nicht verstehen und wo uns der Halt fehlt. Er möchte uns Wurzeln schenken, die uns auch dann halten, wenn der Sturm in unserem Leben tobt. (ds.) * Die Bibel berichtet über einen Mann, der genau das erlebte. Sie können seine Geschichte im Buch Hiob nachlesen.


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Thema: Was im Leben trägt 5

Nr. 7 - 2010

Nie mehr alleine

«Meine Beziehung zu Gott trägt mich»

Jeder hat seine Lebenseinstellung. Die richtet sich danach, was gefällt oder nützlich erscheint. Doch was, wenn Not ins Leben kommt? Wer sagt mir dann, was mich im Leben trägt?

Trügerische Sicherheiten loslassen, dazu rät Alex Kurz, reformierter Pfarrer, Musiker und Buchautor: «Viele Menschen halten sich an Dinge, Personen und Rollen, von denen sie gar nicht wirklich getragen werden.»

äusseren Umständen abhängig sind, Geistiges, Spirituelles, gute Grunderfahrungen, schöne Erinnerungen, starke Beziehungen.

Wie lässt sich das Tragende finden? Ich gehe davon aus, dass sich unsere Lebenserfahrung im Wesentlichen nach «trial» und «error» zusammensetzt. Wir stellen uns etwas vor, machen Erfahrungen, verwerfen Unhaltbares oder Unbrauchbares und kommen so allmählich auf das, was verlässlich und tragfähig ist. Entschei-

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dend ist wohl, dass wir unterwegs immer wieder genug Wertvolles und Wahres finden, um die Suche nach dem, was im Leben trägt, nicht vorschnell aufzugeben. Das ist immer auch ein bisschen ein Glücksfall.

Wie kann man erste Schritte in ein tragendes Leben machen? Da gehört eine gewisse Spielfreudigkeit dazu. Viele Menschen halten sich an Dinge, Personen und Rollen, von denen sie gar nicht wirklich getragen werden. Oft wissen sie das sogar, aber die Angst, alles zu verlieren, hin-

dert sie am Loslassen. Meine Erfahrung ist, dass wir die wirklich tragfähigen Netze des Lebens erst erfahren, wenn wir die falschen Sicherheiten loslassen. Das braucht nicht nur aus Verzweiflung zu geschehen, es kann auch aus Gottvertrauen oder aus Neugier auf das Leben heraus wachsen.

Was trägt nicht – auch wenn es im ersten Moment so aussieht? Das Sichtbare, Greifbare, Machbare, Verfügbare. Wir können uns nicht wirklich tragen lassen von Dingen, die wir selbst im Griff haben. Tragfähiges ist uns immer übergeordnet, es fällt uns zu, wird uns geschenkt, bettet uns in etwas Grösseres ein.

Tragfähige Netze erfahren – falsche Sicherheiten loslassen.

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Was trägt Sie persönlich? Im Grunde ist es eine Gottesbeziehung, die mein Leben in ein Gesamtes einbettet. Es ist die Zugehörigkeit zu Jesus Christus, der mit seiner Verkündigung des Gottesreichs eine geistliche Wirklichkeit aufgerichtet hat. Sie prägt und trägt das irdische Leben in all seinen Erfahrungen. Es ist ein heiliger Geist, der das Spielerische in mir erhält und mich immer wieder inspiriert, trügerische Sicherheiten loszulassen. (dg.)

«Hasst Gott Haiti?» Eine Schlagzeile in diesen Tagen, welche die Verlassenheit der Menschen dort ausdrücken soll. Wie immer reagieren die Betroffenen unterschiedlich: Manche dankten Gott für ihre Rettung, für andere gibt es keinen Gott mehr, weil sie so etwas Schreckliches erleben mussten. Wer glaubt, ist nie allein. Wer ist jetzt aber besser dran? In solchen Zeiten ist es doch schlimm, wenn man denkt, man sei nur auf sich alleine gestellt. Dazu braucht es nicht mal ein Erdbeben – die täglichen Sorgen genügen schon. Mir persönlich jagt allein die Vorstellung einen Schauer über den Rücken, dass ich alles im Leben wieder selber – ohne Gott – lösen müsste. Der Glaube führt mich zudem mit Gleichgesinnten zusammen. Auch die helfen mir, wenn ich sie bitte. (bg.)

Beziehungen tragen – besonders in der Not.

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: Was trägt im Leben? Alex Kurz: Dinge, die nicht von

Der Liedermacher Marius Westernhagen drückt dieses Gefühl in einem Song so aus: «Bin so alleine … ich weiss nicht, wohin … verloren den Sinn … alleine, ich bin so alleine … wir ohne Gott.»


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6 Thema: Was im Leben trägt

Das SeerosenPrinzip

«Mein Mann Markus wurde vor eineinhalb Jahren krank. Es war fraglich, ob er überlebt, und falls ja, welche Körperteile noch funktionieren werden», schildert Gaby Schildknecht, Gründerin der Organisation «Begegnung in der Ehe». Weil ihr Mann selbständiger Unternehmer ist, stellte sich für Gaby plötzlich die Frage, was nun trägt und woher Hoffnung kommen soll. «Gerade in dieser Zeit trug Gott mich durch die schwere Situation hindurch. Ich spürte seine Gegenwart und gewann Hoffnung. Was immer geschehen würde, ich merkte, dass ich getragen bin.» Immer wieder las sie aus Psalm 27 vor: «Der Herr ist mein Licht, er rettet mich. Vor wem sollte ich mich noch fürchten? Bei ihm bin ich geborgen wie in einer Burg. Vor wem sollte ich noch zittern und zagen?» Ihr wurde bewusst, dass sie diese Worte auch sich selbst vorgelesen hatte. «Ich setzte meine Hoffnung auf Gott. Auch standen mir meine Kinder, die Familie und Freunde zur Seite. Es war ein Beziehungsnetz nach oben und zur Seite. Egal, wie schwer eine Situation ist: Beziehungen sind sehr wichtig.» (dg.)

zVg.

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In Zeiten der Angst Neues wagen: Für den Lebensberater Rolf Lindenmann wächst aus dem Vertrauen auf Jesus Christus Gelassenheit. Wenn Angst durchbricht. Unsere Gesellschaft ist nach meinem Eindruck sehr von Angst geprägt. Wir überspielen sie mit Hektik, lenken uns ab. Andauernde Angst wird nicht mehr bewusst empfunden; wir haben uns an Ungewisses gewöhnt. Doch eine Krise bringt sie uns heftig zu Bewusstsein. Ein Schwall aus den Medien – wir schrecken auf. Ich nehme wahr, dass vielen Menschen die Perspektive fehlt. Man fragt: Wozu das alles? «Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot», wie zu biblischen Zeiten. Oberflächlichkeit, Genuss und Action – aber darunter verborgen auch Angst. Wie die Seerose. Wo ansetzen? Mir gefällt das Bild der Seerose. Ein Stück Holz schwimmt auf dem Wasser; eine Sturmböe treibt es weg. Die Seerose dagegen entfaltet sich auf der Oberfläche und hat doch eine Wurzel, die sie im Sturm hält. Der Glaube an den lebendigen Gott ist mit einer solchen Wurzel zu vergleichen. Ich bin gehalten – und kann mich zugleich bewegen. Ich rede nicht von einem Glauben, der nur sagt, was ich darf und was nicht, sondern von einer lebendigen Be-

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«Der Tenor lautet: Hauptsache, ich bin gesund, habe einen Job und genug zu essen», sagt Gaby Schildknecht. Sobald sich diese Gleichung ändert, sieht alles anders aus.

ziehung zu Gott, der in jeder Lage mit mir ist und mich trägt.

Frei zum Wagnis. Eine Zeile der ehemaligen Schweizer Landeshymne kam mir quer hinein: «Frei lebt, wer sterben kann.» Irgendwann merkte ich, dass das stimmt. Die Angst vor dem Sterben führt dazu, dass wir es nicht wagen. Wenn ich ein Leben habe, das mir niemand nehmen kann, kann ich Problemen ins Auge sehen, muss sie nicht beschönigen. Gott ist auch mit mir, wenn’s schwierig wird. Es gibt äusserlich sichtbare Wagnisse und andere, verborgene. Wagnis bedeutet dabei: Ich gehe einen eigenen Weg, habe eine eigene Meinung, nehme eine unsichere Stelle an …

Gott steht zu mir. Innerlich gelassen, kann ich aus einer Situation das Beste herausholen. Angst und Panik verhindern das. Zuweilen ist Warten geboten. Warten ist manchmal auch ein Wagnis. Es gilt ja, zur richtigen Zeit zu warten – und zu handeln. Jesus war darin ein Meister; er hielt die Balance, indem er sich in die Stille zurückzog und im Gespräch mit dem Vater im Himmel Kraft und Klarheit gewann. Wenn Sorgen mich plagen, beeinträchtigt dies mein Schaffen und die Lebensqualität. Im Glauben darf ich immer gelassener werden aus der Erfahrung, dass Gott da ist und zu mir steht. (rl.)

Nicht zu verlieren. Wer gesichert ist im Vertrauen auf Jesus, kann es wagen. In meiner Kindheit spielten wir oft Völkerball in abgewandelter Form mit zwei Leben. Das befreit: Du wagst viel mehr, wirfst dich in einen Ball, weil du immer noch ein Leben hast, falls du eines verlierst. Ich kann das überall tun, weil ich weiss: Gott gibt mir ein Leben, das ich nicht verlieren kann. So kann ich aus meinen Möglichkeiten etwas machen.

Rolf Lindenmann (69) , Dr. phil., Biologe, ist als Coach und Berater tätig. Er lebt in Grüt im Zürcher Oberland.

zVg./Fritz Imhof

Eine neue Gleichung

Gaby Schildknecht.

Nr. 7 - 2010


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Thema: Was im Leben trägt 7

Nr. 7 - 2010

«Der Glaube trägt» Für Berti Burkhardt (88) gehören Spannungen zum Leben. Gott hat die Heimleiterin nie im Stich gelassen; er steht ihr auch im Alter bei.

Das «Kronbühl» in Wittenbach bei St. Gallen war ein Heim für mehrfach behinderte Kinder mit privater Trägerschaft. Ich habe es 1951-79 geleitet. Lange Jahre hatten wir keinen Lift; wer nicht gehen konnte, den trugen wir die Treppe hoch. Wir sorgten für 40 bis 50 Kinder; gegen Ende meiner Zeit waren 30 im Rollstuhl. In der Schule machten wir kleine Gruppen, damit jedes auf seine Rechnung kam.

Spenden statt IV. Am Anfang hatte ich für 40 bis 45 Kinder 18 Angestellte. Bis 1960 blieben die Kinder das ganze Jahr bei uns. Damals gab es keine Invalidenversicherung. Wir mussten jährlich etwa 80‘000 Franken sammeln, um die Löhne zu zahlen.

Frauen gingen von Tür zu Tür und baten um Spenden. Vor der IV-Finanzierung bauten solche Heime auf den Glauben der Betreiber. Die Löhne waren tief. Zwischen Limmat und Rhein gab es nur eine Handvoll Schulheime. Als die IV zu zahlen begann, konnte ich den Eltern zumuten, ihre Kinder in den Ferien nach Hause zu nehmen.

Feste. Feste gehörten zu den Höhepunkten. Jedes Jahr veranstalteten wir ein Herbstfest. Einmal führten wir den «Schellenursli» auf. Alle packten mit an und bereiteten eine Woche lang vor – eine grosse Freude für die Kinder. Der Glaube hat mir viel geholfen. Ich traf mich mit gläubigen Mitarbeiterinnen morgens zum

ps.

Durch ein bewegtes Leben getragen worden: Berti Burkhardt (88). Beten. Einigen konnte ich manches anvertrauen, und sie beteten dafür. Ich hatte Freude an der Arbeit und wusste: Gott hat sie mir gegeben. Nie zweifelte ich daran, wollte nie aufgeben. Spannungen, Lasten und Anfechtungen gehören zum Leben. Ich war unverheiratet. Überall, wo Leute zusammenwirken, gibt es Auseinandersetzungen. Doch wir hatten einen guten Geist im Haus – wie in einem Kibbuz*. Ich bin sehr dankbar dafür. Einige Beziehungen pflege ich heute noch. Kürzlich waren drei Ehemalige da.

Dankbar. Dass ich mit 88 noch

Gottes. Auch Gläubige erkranken an Alzheimer. Stehe ich morgens auf, danke ich Gott zuerst für die Gesundheit und dass ich mich zu den anderen Pensionären begeben kann. Was mich trägt? Der Glaube. Wenn ich Nöte und Anfechtungen habe, kann ich Gott vertrauen. Ich kann mich auf das Wort Gottes berufen, auf seine Zusagen in der Bibel. Als Christen wissen wir, was wir haben. Das ist ganz sicher. Ich habe mir eine Jahresbibel gekauft. 2010 will ich die ganze Bibel durchlesen. Es macht mich glücklich, sie zu lesen und mir Gedanken zu machen. Und es stärkt mich. (ps.)

geistig gesund bin, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit. Es ist erstens ein Gnadengeschenk

* ländliche Gemeinschaftssiedlungen in Israel mit gemeinsamem Eigentum


8 Thema: Was im Leben trägt

ÂŤDenn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.Âť (Die Bibel, 1. Korinther, Kapitel 3, Vers 11)

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Nr. 7 - 2010


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Medientipps zum Thema «Was im Leben trägt»

Mehr entdecken – auf unseren Webseiten

Anhaltspunkte – Was im Leben wirklich trägt

Dienstleistungen von Jesus.ch

Hänssler, 160 Seiten, CHF 7.90

News: Tagesaktuelle Meldungen Informationen: Mehr über den

Christoph Morgner kam an seine Grenzen, als er 2001 an Krebs erkrankte. Neben einem eindrücklichen Bericht über seine eigenen Erlebnisse bietet das Buch eine Sammlung von Predigten. Diese fordern heraus, sich in allen Lebenssituationen vertrauensvoll auf Jesus einzulassen.

Bestellen: www.shop.livenet.ch

Ein festes Fundament in 50 Tagen Rick Joyner

Schleife Verlag CH, 172 Seiten, CHF 21.90 Möchten Sie Ihr Glaubensleben vertiefen? Sehnen Sie sich nach mehr von Gott? Mit 50 Einheiten möchte Rick Joyner Sie dabei unterstützen, Ihre geistlichen Fundamente zu stärken und auszubauen.

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Was im Leben trägt von Margot Kässmann

Gütersloher Verlagshaus, 44 Seiten, CHF 16.90 Was ist Spiritualität und wie kann ich sie im Alltag leben? Viele Menschen sehnen sich danach, ihrem Leben mehr Tiefe zu geben. Mit diesem spirituellen Geschenkbuch bietet Margot Kässmann spannende Anregungen, sich auf einen Glauben einzulassen, der im Leben trägt.

christlichen Glauben erfahren Video-Andachten: Inspiration zum Tag Mit Gott erlebt: Ermutigende Erfahrungsberichte Vielfältiges Angebot Newsletter: Über das informiert sein, was auf www.jesus.ch. mich interessiert Community: Forum, Chat, Blog, Gebete Adressen: Christliches Adressenverzeichnis Stellenmarkt: Jobs suchen und finden Kostenlose E-Mail-Adresse: DeinName@jesus.ch Ratgeberseiten: Hilfreiche Texte und Dossiers Klein- und Kontaktanzeigen: Von Haus bis Heirat

Ermutigung per SMS Möchten Sie einen ermutigenden Bibelvers per SMS erhalten? Senden Sie ein SMS an die Nummer 939 mit folgenden Befehlen:

Täglicher Bibelvers: START BIBEL T Bibelvers alle 2 Tage: START BIBEL 2 Wöchentlicher Bibelvers: START BIBEL W

Ermutigend: BibelSMS von Jesus.ch.

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von Christoph Morgner

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Kosten pro SMS: 20 Rappen.

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E-Mail-Beratung Wir beantworten Ihre Fragen.

Schreiben Sie uns an fragen@jesus.ch oder füllen Sie das Kontaktformular aus: www.lebenshilfe.jesus.ch

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Haben Sie Fragen zum Thema «Was im Leben trägt»? Suchen Sie Lebenshilfe oder haben Sie Fragen zum christlichen Glauben? Gerne können Sie sich an eine E-Mail-Beraterin oder einen -Berater von Jesus.ch wenden. Ihre Anfrage wird vertraulich behandelt.


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10 Service / Partnerschaft

Nr. 7 - 2010

Empfohlene Angebote Patenschaft Fenster zum Sonntag, die TV-Sendung zu aktuellen Themen aus christlicher Sicht. Samstag, 17.30 Uhr, und Sonntag, 11.30 Uhr, auf SF ZWEI. www.sonntag.ch, www.tv.erf.ch

Bibellesebund, ermutigt zum Lesen der Bibel und bietet Bibeln sowie Bibellesehilfen für verschiedene Altersstufen an. Kostenlose Leseproben und Bestellungen im Internet. www.bibellesebund.ch

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Life Channel, das christliche Radio der Schweiz. Empfang via Kabel, Satellit Astra und Internet. www.lifechannel.ch

Ihr Ort: Möchten Sie eine Patenschaft übernehmen?

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lebenshilfe-net.ch bietet Ratgebertexte zu Themen wie Ehe, Geld, Internet-Sexsucht, usw. Zudem kann man sich mit Fragen an ein Team von Fragenbeantwortern wenden. www.lebenshilfe-net.ch

AGiK, Arbeitsgemeinschaft interkulturell, bietet ein Adressverzeichnis fremdsprachiger Gemeinden, Kirchen und Gruppen in der Schweiz an. www.agik.ch

wird – neben dem Abo- und Mitgliederversand – in verschiedenen Ortschaften auch an alle Haushalte verschickt. Und zwar dort, wo eine oder mehrere Personen die Kosten dafür übernehmen.

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Möchten Sie, dass eine Ausgabe von in die Haushalte an Ihrem Ort verteilt wird? Unter www.jesus.ch/print können Sie uns Ihre unverbindliche Anfrage mitteilen. Wir informieren Sie dann über die konkret anfallenden Kosten. Es würde uns freuen, wenn (auch künftig) an Ihrem Ort verteilt werden kann. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau S. Steffen:

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print@jesus.ch / Tel. 033 533 77 33

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Basics 11

Nr. 7 - 2010

Wo ist jetzt Gott? Wenn alles noch gut läuft. Zusammen mit Freunden charterten wir ein Hausboot und fuhren auf die finnische Seenplatte hinaus. Nichts schien die Freude und den Spass am Naturerlebnis, dem Wind und den Wellen zu trüben. Gegen Abend jedoch zogen Gewitterwolken auf. Vorsichtshalber warfen wir vor einer kleinen Insel, die keinen Landesteg bot, den Anker und warteten ab.

Wenn das Unerwartete geschieht. Da! Unvermittelt rast von der Seite her eine Wolkenbank auf uns zu. Wir spüren, wie das Boot gepackt und fortgerissen wird. Mit atemberaubender Gewalt treibt es das Boot gegen die Klippen. Der Anker wird losgerissen und verfängt sich zwischen den aus dem Wasser herausragenden Felsen. Das ist fatal, denn nun greift der Sturm dauernd von der Sei-

te her an und peitscht uns gegen die Klippen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als ein Stossgebet zum Himmel zu schicken, den Anker zu kappen und volle Kraft voraus von der Insel wegzufahren. Wir versuchen es in der Hoffnung, dass das Boot nicht aufläuft und die Schraube zerstört wird. Und tatsächlich: Es gelingt. Einfach unglaublich!

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Kennen Sie das auch? Am Morgen sieht noch alles gut aus, der Tag scheint nichts Unerwartetes mit Ihnen vorzuhaben. Und dann geschieht es! Am Abend fragen Sie sich dann, weshalb Sie wieder einmal davon gekommen sind – fast ohne Blessuren.

Noch einmal davon gekommen. Langsam klingt der Sturm ab. Wir untersuchen das Schiff nach Lecks. Ist irgendwo Wasser eingedrungen? Wir finden nur ein wenig Brackwasser im Motorraum. Sonst sind wir / ist das Boot mit einigen Dellen davongekommen. Und wo war Gott? Hätte er uns nicht vor diesem Jahrhundertorkan bewahren können? Er war da – mitten im Sturm! (fi.)

Der entscheidende Link

Gott hört uns – auch mittem im Sturm.

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Gott antwortet. Gott ist uns in Krisensituationen – wenn er weiter weg denn je zu sein scheint – näher als wir denken. Wir dürfen mit ihm reden, nach ihm rufen und schreien. Seine Antwort aber kann ganz unterschiedlich sein. Manchmal hören und verstehen wir sie erst später. Aber er antwortet. Sie antworten. Den Kontakt mit Gott können wir auch ohne eine besondere Notlage aufnehmen. Wir ziehen uns an einen ruhigen Platz zurück, schalten alles ab, was uns ablenken könnte, und sprechen laut oder leise zu Gott. Zum Beispiel so: «Gott, mein Schöpfer, du siehst, wo ich gerade bin, was mich beschäftigt. Bitte höre mich an, gib mir ein Zei-

chen, dass du da bist. Bitte melde dich und gibt mir Antwort.» Die Antwort kann ganz unterschiedlich eintreffen. Vielleicht, indem ich plötzlich ein gutes Gefühl bekomme und mich entspanne. Oder dass mich ein Freund oder eine Freundin unbewusst auf die richtige Spur verweist. Oder dass ich die Bibel öffne und gerade auf eine Stelle stosse, die meine Frage beantwortet ...

Erfahren Sie mehr über Jesus, die Antwort Gottes.


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12 Basics

Nr. 7 - 2010

Weshalb gerade Jesus? Es ist eine Menschheitserfahrung – und die Bibel bestätigt sie: Der Mensch tendiert zur Eigenwilligkeit, er meint, das Leben auch ohne Gott bewältigen zu können – halt mit Ersatzgöttern. Mit Mammon zum Beispiel, dem Gott des Geldes. Dem in der Bibel offenbarten Gott geht er lieber aus dem Weg.

An Uneinsichtigkeit gescheitert. Und doch scheitert er mit dieser Strategie immer wieder. Ein Blick in die Menschheitsgeschichte genügt, um die Folgen zu sehen: Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, Egoismus mit allen Auswirkun-

gen. Die Schwachen werden unterdrückt, Kriege angezettelt mit Brutalität und Sadismus. Menschen leiden an Hunger und Armut. Viele verzweifeln. Doch Gott war das nie gleichgültig. Seit Tausenden von Jahren findet er Wege, zur Menschheit zu sprechen: Durch ausgewählte Menschen, Propheten, Verachtete, sogar durch einen Esel.

Botschaft der Liebe. Schliesslich riskierte er das Leben seines Sohnes. Als Jesus von Nazareth geboren wurde, fiel er bald durch ausserordentliche Äusserungen und Taten auf. Er wies beliebte

Vorurteile zurück. Er verkündigte eine Botschaft der Liebe, das Evangelium, die Gute Nachricht. Einige liessen sich überzeugen und wurden seine Schüler und Nachfolger.

Verurteilt und gekreuzigt. Die Mächtigen dagegen fürchteten seinen Einfluss immer mehr und versuchten, ihn «unschädlich» zu machen. Schliesslich verschworen sie sich gegen ihn und brachten ihn um. Doch was niemand für möglich gehalten hatte, nicht einmal seine Jünger, geschah: Das grösstes Wunder aller Zeiten: Jesus stand von den Toten auf.

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Es mag sich merkwürdig anhören, aber es ist so: Die Antwort Gottes auf die Fragen der Menschen ist Jesus Christus, sein Sohn. Millionen können das bestätigen.

Den Tod wird zum Neuanfang. So wurde Jesus die Brücke zwischen Leben und Tod, zwischen Gott und der Uneinsichtigkeit der Menschen. Er stellte die geltenden religiösen Vorstellungen auf den Kopf: «Wer an mich glaubt und mir nachfolgt», sagte er, «der hat das ewige Leben.» Der Gottessohn stieg nach seiner Auferstehung in die himmlische Welt auf, aber er bleibt unsichtbar präsent: im Herzen jedes Menschen, der an ihn glaubt. Weitere Infos zu Jesus: www.jesus.jesus.ch

Ja – aber wie?

Ein Entschluss – damit beginnt es.

Es gibt Menschen, die ganz unerwartet von Gottes Gegenwart überwältigt worden sind und deren Leben sich dadurch radikal verändert hat. Doch das ist die Ausnahme. Die Begegnung beginnt viel öfter mit einem Entschluss, sein Leben zu ändern und Gott endlich die Tür zu öffnen. Sie beginnt mit der Einsicht, dass es radikal falsch war, sein

Leben ohne Rücksicht auf Gottes Vorleistung an uns zu führen. Er hat Jesus Christus gesandt und ihm zugemutet, für mich zu sterben. Eigentlich hätte ich selbst den Tod verdient für meine Auflehnung gegen Gott.

Die Entscheidung. Jesus sagte Menschen, die auf der Suche nach Echtheit und Wahrheit waren,

wiederholt: «... und folge mir nach!» – Ihm «nachzufolgen» kann auch ein Loslassen von Dingen bedeuten, die mir bislang noch wichtiger waren. Aber es lohnt sich, denn Jesus gibt uns viel mehr, nämlich «echtes Leben im Überfluss», wie es im Johannes-Evangelium heisst. Und er verschafft uns den Zugang zu Gott, dem wahren Vater.

Was mir Jesus bedeutet? Kurz: Alles, denn er macht einen Menschen aus mir. Dass er die Schuld aller Menschen am Kreuz getragen hat, wirkt für mich, der darauf vertraut, bis in alle Ewigkeit nach. Beschenkt mit ewigem Leben und in einer geklärten Gottesbeziehung, kann ich mit Jesus Christus als einem absolut verlässlichen Gegenüber leben. Er ermöglicht mir neue zielgerichtete Perspektiven. Denke ich darüber nach, wer er war und was er wie tat, verändert es mein Handeln. Ich werde – schon auf der Erde – mehr und mehr eine Person, die Gott ehrt und ihre Mitmenschen liebevoll behandelt.» Andreas Reifler, Homemanager

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Die Bibel und die christlichen Kirchen kennen eine grosse Vielfalt von Wegen, wie Menschen durch Jesus Christus Gott gefunden haben. Die Wege treffen sich dort, wo Jesus plötzlich wichtiger als alles andere wird.


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Basics 13

Nr. 7 - 2010

Unterwegs zu neuen Erfahrungen sich auch in Krisen verankert und getragen weiss.

Das neue Ziel. Rolf war wie jeder andere im Leben unterwegs. Dann begann er nach Gott zu fragen. Er erfuhr von Jesus, begann Gottes Stimme zu hören und wurde sich mehr und mehr bewusst: Ich bin in der falschen Richtung unterwegs. Das tat ihm leid. Er bekannte

Jesus diesen Fehler, seine Schuld. Jesus hatte ja bereits für diese und andere Verfehlungen bezahlt. Er nahm die Vergebung in Anspruch. In seinem Herzen spürte er bald eine grosse Freiheit, tiefen Frieden und eine nie gekannte tiefe Freude: «Wahnsinn, dass es so etwas gibt!»

Schritt für Schritt. Rolf merkte bald, dass sich sein Denken und sei-

Ihre Antwort?

Lassen Sie sich nicht abhalten, die fällige Entscheidung zu treffen. Sie stehen vor drei Optionen:

Wenn Sie Gottes Angebot für ein neues ewiges Leben noch nicht angenommen haben, wäre jetzt ein idealer Zeitpunkt dafür.

1. Sie sagen: «Ja, ich akzeptiere Gottes Geschenk des ewigen Lebens und setze mein Vertrauen auf Jesus Christus.» 2. Sie sagen: «Nein.» Damit lehnen Sie das Angebot Gottes ab. Sie verzichten auf neues und erfülltes Leben aus Gott. 3. Sie sagen: «Vielleicht später.» Sie verschieben die Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt. Jesus Christus hat ei-

Wie antworten Sie auf Gottes Angebot?

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Drei Optionen

ne grosse Geduld mit vielen Menschen bewiesen. Trotzdem ermutigt er uns, die Entscheidung nicht aufzuschieben. Das Leben aus Gott ist zu wertvoll, um es herauszuzögern. Es gibt auch ein Zuspät.

Sie können es jetzt tun, wo immer Sie sind. Jesus sagt: «Wer immer zu mir kommt, den werde ich nie abweisen.» Wenn Sie ihn jetzt bitten, in Ihr Leben zu treten, können Sie das mit einem eigenen, ehrlichen und entschlossenen Gebet tun. Wenn Ihnen dazu die Worte fehlen, könnte Ihnen das Beispiel auf der folgenden Seite helfen.

ne Gesinnung zu ändern begannen. Vieles sah er in einem neuen Licht. Zunächst musste er zwar noch einiges in Ordnung bringen, was nicht gut gelaufen war: Ein paar «ausgeliehene» Dinge zurückgeben, sich entschuldigen für Versäumnisse und seinen Anteil an zerbrochenen Beziehungen. Doch jedes Mal erfuhr er dabei ein Stück Befreiung – und noch mehr Lebensfreude!

Idealer Zeitpunkt: Laden Sie Gott ein!

Möchten Sie das Angebot annehmen?

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Wir tun vieles, um anderen Menschen etwas zu beweisen: Wir pflegen uns, ziehen uns gut an, übernehmen Bräuche und Redewendungen der Gruppe, die uns wichtig ist. Wir suchen Einfluss, Karriere und Macht. Bis uns diese Dinge so stark im Griff haben, dass wir darin gefangen sind. Jesus sagt: «Kehr um! Lass es! Vergiss es! Ich gebe dir ein neues, viel besseres Leben.» Ein Leben, das

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Leben mit Gott – das bedeutet auch: gut verankert sein und den Stürmen des Lebens trotzen können.


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14 Basics

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Wir erfahren aus der Bibel, dass jeder, der sich Gott zuwendet und an Jesus glaubt, tiefgreifend verändert wird und ewiges Leben empfängt. Wenn Sie Jesus in Ihr Leben eingeladen haben, lebt er nun geistig in Ihnen und begleitet Sie. Sie haben das Vorrecht, mit Gott in einer Beziehung zu stehen!

Und nun? Wenn Sie an dieser Beziehung festhalten, wird sich Ihr Leben positiv verändern. Jesus möchte uns in eine nie gekannte Freiheit führen – frei von Ängsten, Minderwertigkeitsgefühlen und negativen Denkmustern. Er möchte Ihnen Geborgenheit, Freude und Hoffnung schenken, wie nur er sie geben kann.

Wikipedia

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«Wenn du keine grosse Beziehung mit Gott hast, kannst du in der Tiefe enden. Das christliche Fundament ist wirklich das perfekte Ideal, auf dem man jede zu treffende Entscheidung gründen sollte, weil es von einem Sinn der Liebenswürdigkeit, einem Sinn des Gebens, einem Sinn der Fairness herkommt. Und es vermeidet die Dinge, denen ich jeden Tag in meiner Industrie ausgesetzt bin – Habgier, Geiz, Eifersucht und Verbitterung.» Sylvester Stallone, Schauspieler, (Zitat von www.vck-web.org)

Er starb für Sie: Das Angebot von Jesus gilt ganz persönlich. Fragen Sie ihn aber auch, was er sich von Ihnen wünscht, und lesen Sie sein Buch, um mehr über das Leben mit Gott zu erfahren.

möchten. Gerne schenken wir Ihnen eine zeitgemäss übersetzte Bibel, eine Anleitung zum Bibellesen und beantworten Ihre Fragen. Sie erreichen uns über:

Kontakt. Schreiben Sie uns, falls

fragen@jesus.ch oder www.lebenshilfe.jesus.ch

Sie Jesus in Ihr Leben eingeladen haben und in einer persönlichen Beziehung mit Gott leben

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«Jesus Christus, ich danke dir, dass du mich liebst und dass du Mensch geworden bist. Mir ist klar geworden, dass ich mein Leben ohne Rücksicht auf dich geführt habe. Bitte vergib mir meinen Egoismus und meine Schuld, die ich gegenüber dir und meinen Mitmenschen angehäuft habe. Danke, dass du mir alles vergibst, weil du für mich am Kreuz gestorben bist. Ich öffne mich dir als meinem Herrn und Erlöser. Bitte komm in mein Leben! Heile alle Wunden meines Lebens und verändere mich so, wie du mich haben willst. Ich danke dir. Amen.»

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So können Sie beten ...

Es braucht nicht jeder dieselbe Art von Gemeinschaft und auch nicht in der gleichen Häufigkeit – doch ist nicht in jedem von uns eine Sehnsucht nach Gemeinschaft, Freundschaft, Geselligkeit und ungezwungenen Begegnungen eingebaut? Ohne Zuwendung geht ein Mensch ein! Ich bin dankbar für meine Familie, meine Kleingruppe und meine Freunde, mit denen ich meinen Glauben teilen kann – alleine geh ich ein.» Stefan Gerber, Gemeindegründer & theologischer Mitarbeiter von SCM bvMedia (Zeitschriften-Verlag)


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Basics 15

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Inspiriert glauben und leben istockphoto.com

Wer sein Leben Jesus Christus anvertraut hat, wird früher oder später den Wunsch spüren, seine Beziehung zu Gott zu vertiefen. Folgende drei Schritte helfen dabei:

1. Lassen Sie sich durch Gottes Buch ermutigen geistige Kraftnahrung. Ernähren Sie sich davon reichlich, angefangen bei den vier Evangelien, die Ihnen Einblick in die Geschichte und Ziele von Jesus Christus geben. Auch der Besuch von guten Gottesdiensten oder der Erfah-

rungsaustausch mit christlichen Freunden hilft, Gott besser kennenzulernen.

Weitere Infos zur Bibel: www.jesus.ch/bibel

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2. Sprechen Sie mit Gott Mit zunehmender Erfahrung lernen Sie, mit Jesus Christus wie mit einem Freund zu reden. Das geht ohne vorformulierte Gebete – laut oder leise. Sie können ihm danken oder ihm Ihre Sorgen erzählen. Das ist total erfrischend! Prüfen Sie auch Ihr Ge-

wissen vor Gott. Gegen seine Absichten und Ziele zu handeln, verstopft Ihre inneren Ohren und betrübt Gottes Geist in Ihrem Innersten. Wenn Sie falsche Worte und negative Handlungen Gott bekennen, wird Ihre Leitung zu Gott wieder frei; Sie können seine

Vergebung jeden Tag beanspruchen. Die Bibel motiviert uns, zuversichtlich zu Gott zu kommen, wenn wir Hilfe brauchen.

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Die Bibel ist die wichtigste Quelle, durch die Gott zeitlos zu uns spricht. Biblische Erzählungen, Gleichnisse, Lieder und Biografien geben Ihnen Hinweise, wie Sie ein erfülltes Leben führen können. Die Bibel ist die stärkste

Durch das Gebet kann ich jederzeit und an jedem Ort mit meinem himmlischen Vater in Kontakt treten. Ein Leben ohne den vertrauten Umgang mit Gott kann ich mir nicht vorstellen, weil mir sonst mein wichtigstes Vis-àvis fehlen würde!» Hanspeter Wild, Maschinenkonstrukteur

Weitere Infos zu Beten: www.jesus.ch/beten

Für Gott ist Kirche überall, wo sich Christen treffen. Glauben kann nicht Privatsache bleiben, sonst verflacht er. Wir empfehlen daher, Kontakt zu Gleichgesinnten in einer Kirche oder christlichen Gemeinde zu knüpfen, wo Sie sich wohlfühlen. Sie brauchen Ermutigung und Rückhalt von anderen «Jesus-Nachfolgern». «Aber ich möchte nicht in eine Sekte geraten!» Richtig! Deshalb empfehlen wir Ihnen, bei der Suche nach einer Gemeinde folgende Tipps zu beachten:

• Nehmen Sie innere Warnungen ernst. Bleiben Sie kritisch, wenn Sie unter Druck gesetzt werden, wenn man Sie zu etwas überreden will oder wenn die Bibel nicht die einzig wesentliche Grundlage der Gruppe oder Gemeinde ist. • Christliche Gemeinden und Kirchen, welche im Rahmen der Evangelischen Allianz (SEA) zusammenarbeiten, sind vertrauenswürdig. • Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie beim ersten

Besuch einer Gemeinde noch nicht das Richtige gefunden haben. Es gibt viele Arten von Gemeinden und Kirchen. Bleiben Sie dran, bis Sie das für Sie Passende gefunden haben.

Eine Kirche finden: www.jesus.ch/kirchen Dossier zum Thema Sekten: www.jesus.ch/sekten

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3. Treffen Sie andere Christen Durch Gemeinschaft mit anderen Christen finde ich ein “geistliches Zuhause“ – einen Ort, wo ich mit meinen Fragen, Nöten und meiner Freude hingehen kann, unterstützt werde und andere unterstützen kann. Ich bin keine Einzelkämpferin und dankbar für die Chance, mit anderen das Leben zu teilen.» Deborah Vaßen, Jugendarbeiterin


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16 Basics

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Stellen Sie Ihre Fragen

Besuchen Sie Lesen, hören, sehen Sie mehr einen Kurs Wir empfehlen Ihnen folgende Medien:

Haben Sie Fragen zum christlichen Glauben oder suchen Sie Rat? Das Ratgeberteam von Jesus.ch hilft Ihnen gerne. Sie erhalten eine Antwort per E-Mail. Ihre Mitteilung wird vertraulich behandelt.

www.lebenshilfe.jesus.ch www.fragen.jesus.ch fragen@jesus.ch

alphalive.ch

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Der Jesus-Film do-

Der «Alphalive»-Kurs ist eine gute Möglichkeit, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Der Kurs dauert zehn Wochen. Die Abende bestehen aus einem gemeinsamen Essen, einem Kurzvortrag und anschliessender Diskussion. Die Kurse werden alleine in der Schweiz an über 600 Orten angeboten, also auch in Ihrer Nähe.

Einen Kurs finden: www.alphalive.ch

kumentiert das Leben von Jesus Christus gemäss dem LukasEvangelium. Er wurde zu einem riesigen Erfolg und in 1000 Sprachen übersetzt. Den Film online anschauen und bestellen:

www.jesusfilm.org Fragen an das Leben. Nicky Gumbel: Worauf kommt es im Leben wirklich an? Wie kann ich in Glaubensfragen Sicherheit gewinnen? Wer

war Jesus Christus und was bedeutet er für mich? Das Buch gibt Antworten auf zentrale Fragen, die viele Menschen an das Christentum stellen. Bestellen:

www.shop.livenet.ch «mittendrin» ist eine Anleitung zum täglichen Bibelstudium. Eine Sonderausgabe des Hefts und weitere Leseproben (auch für Kinder und Jugendliche) sowie eine modern übersetzte Bibel können Sie kostenlos bestellen:

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Magazin 17

Nr. 7 - 2010

«Meine Familie hat für uns gebetet»

«Der gebürtige Ghanaer ist gläubig und bekreuzigt sich jeweils, wenn er den Platz betritt», schreibt die Aargauer Zeitung vom in einem Porträt des jungen Weltmeisters. «Ich mache das, um zu zeigen. dass jemand da ist, der mich beschützt und mir Kraft gibt», begründete Nimeley. Und: «Ich bete vor jedem Spiel.» Gerne hört Nimeley auch christliche Musik: «Wenn wir zu den Spielen fahren, beruhige ich mich mit Gospel-Musik.»

Auch bei der WM habe er das so gemacht. Dass die U17-Mannschaft so erfolgreich war, hat für ihn nebst der guten Vorbereitung noch einen weiteren Grund: «Meine ganze Familie in Ghana hat für uns gebetet und an uns geglaubt!»

Ein Teamplayer. Nimeley kann auch mit Rückschlägen umgehen. Eine Woche vor dem WMTurnier verletzte er sich und verlor seinen Stammplatz im Team.

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Der U17-Fussball-Weltmeister Kofi Nimeley wusste sich im WM-Final in Nigeria von Gott getragen und von seiner Familie im Gebet begleitet. Sein Glaube half ihm zuvor auch, eine schwierige Erfahrung durchzustehen. Erst im Achtelfinal konnte er wieder spielen. «Ich nahm es ziemlich locker. Und ich versuchte, meine Teamkameraden so gut wie möglich zu unterstützen», bilanzierte der Fussballer.

Nicht unfehlbar. Dass ihn sein Glaube nicht unfehlbar macht, gesteht er mit einem Beispiel ein. Kurz nach der WM spielte er mit Basel gegen Luzern. Dabei kam es zu diversen Provokationen. Auch Nimeley wurde von einem Spieler

der anderen Mannschaft rassistisch beleidigt. «Normalerweise perlt das von mir ab, aber dieses Mal konnte ich mich nicht mehr kontrollieren. Da sah ich rot.» Seine Mitspieler waren alle überrascht, dass er so reagierte. Nimeley bekam eine Sperre von vier Spielen, weil der Schiedsrichter die Provokationen nicht gesehen hatte. «Ich weiss, dass das ein grosser Fehler war, aber aus solchen Situationen lerne ich.» Auch dabei helfe ihm Gott. (fi.)

«Was die 10 Gebote heute noch bedeuten»: Der «Beobachter» beschäftigte sich mit den «moralischen Regeln, die seit je die menschlichen Kulturen steuern».

Moderner ErsatzGott: Geld.

Die Evangelische Allianz (SEA) hat zum Gebet für Haiti aufgerufen. Daneben würden christliche Hilfswerke einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau leisten.

Hilfe und Gebet für Haiti sind gefragt.

In der Neujahrsausgabe hat die Zeitschrift die Zehn Gebote aktualisiert. So scheine zum Beispiel das Erste Gebot, «Du sollst keine andern Götter neben mir haben», heute wenig aktuell. Doch für den «Beobachter» ist klar, dass es Ersatz-Gott Mammon ist, der heute die Herrschaft übernommen hat. «Profit ist das oberste Gebot für die Hohepriester der Finanzwelt», schreibt er. Das zeige

sich just bei den Boni oder überrissenen Manager-Gehältern. Ergänzt hat der «Beobachter» das Thema mit einer Umfrage über persönliche und gesellschaftliche Werte. Denn hinter den Geboten stecken schliesslich Werte. Als höchsten persönlichen Wert nannten die Befragten Gesundheit. Der oberste gesellschaftliche Wert lautet gemäss der Umfrage Ehrlichkeit. (fi./ds.)

«Das Leiden der Menschen in Haiti rüttelt Menschen weltweit zu intensivem Gebet auf», sagt der SEA-Zentralsekretär Hansjörg Leutwyler. Während der SEAGebetswoche von Anfang Jahr sei auch in der Schweiz in vielen Versammlungen für die Karibikinsel gebetet worden. «Neben dem Beten ist auch das grosszügige Geben ein Zeichen von Nächstenliebe», so Leutwyler. Nicht nur

Soforthilfe sei gefragt – Haiti werde noch lange auf externe Unterstützung angewiesen sein. Christliche Hilfswerke sind gemäss der SEA in der Lage, dank enger Beziehungen zu lokalen Kirchen und Hilfswerken aktuelle und längerfristige Bedürfnisse zu decken. So könne ein materieller, emotionaler und spiritueller Beitrag zur Stabilisierung der Gesellschaft geleistet werden. (ds.)

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Beten für Haiti

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Gebote & Werte


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18 Magazin

Nr. 7 - 2010

«Wir sind auf dem Weg in die Ewigkeit» Vor kurzem erschien sein Debut-Album «Now is not forever». Der aufstrebende Musiker Brian Reith, genannt «B.Reith», überzeugt mit einem Mix aus Hip-Hop, R&B, Pop und Texten, die aus tiefstem Herzen kommen. Wir wollten mehr über den jungen Amerikaner wissen.

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: Du bezeichnest deine Musik als Soulful-Pop. Was ist das? B.Reith: Es ist schwer, meine

mer neu. Ich finde es toll, eine Verbindung mit der Menge aufzubauen und gleichzeitig mit jedem Individuum. Es ist eine Herausforderung, am Donnerstag in einem Cafe zu spielen, am Freitag in einem College und am Samstag auf einem Festival. Aber das macht es spannend. Ich muss mich dem Publikum anpassen.

Musik nur einem Stil zuzuordnen, weil sie von so vielem beeinflusst wird. Am besten, man hört es sich einfach mal an, anstatt viel darüber zu reden. Mein Wunsch wäre es, ein weisser, männlicher Lauren Hill zu werden – wow, das wär cool!

Was ist die grösste Herausforderung im Musikbusiness?

Ich fuhr in meinem Auto und sprach laut vor mich hin, drückte meine Gedanken aus, betete. Dabei kam mir der Satz «Now is not forever» («Das Jetzt währt nicht ewig») in den Sinn. Als es dann darum ging, einen Titel für das Album zu finden, dachte ich, das könnte doch gut passen. Für mich bedeutet es, dass der Mo-

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Wie kam es zu dem Titel «Now is not forever»? «Mir und Gott treu bleiben»: Brian Reith. ment, den wir eben erleben, nur ein winziger Bruchteil von allem ist. Und ich denke, wir sollten uns darauf konzentrieren, dass unser Weg in die Ewigkeit geht, anstatt uns nur darum zu kümmern,

möglichst cool die Zeit rumzubringen.

Was begeistert dich, wenn du irgendwo ein Konzert geben kannst? Dass es immer anders ist, im-

Wahrscheinlich, dass man sich von den anderen abhebt und sich selbst treu bleibt. Ich muss wissen, wer ich in den Augen Gottes bin und dass ich das alles für ihn mache.

Hast du Hobbys ausser der Musik? Ich lese total gern. Und ich spiele gern Beachvolleyball. (mh.)

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Bei Radio DRS 2 reagiert man auf das gesteigerte Interesse an der Religion. Ab dem 1. April gibt es dafür nach fünf Jahren Pause wieder ein eigenes Ressort.

Religion stärken: DRS 2 reagiert auf Hörer-Zahlen.

Die älteste bekannte hebräische Inschrift der Welt ist entziffert worden. Sie befindet sich auf einer Tonscherbe und untermauert die Authentizität der Bibel.

30 Jahrhunderte alt: Text auf der Tonscherbe.

2005 legte DRS 2 die Fachredaktionen von Religion und Gesellschaft zusammen. Nun soll es wieder ein eigenes Ressort «Religion» geben. Die Nachfrage an religiösen Sendungen nehme deutlich zu, sagte der künftige Leiter des Ressorts, Hansjörg Schultz. Bei einer neuen Messmethode hat sich laut Schultz die Zuhörerquote als viel höher herausgestellt als bisher angenommen.

Demnach hören zehn Prozent der DRS 2-Hörer die Sendung «Perspektiven», in der jeweils am Sonntagmorgen ein aktuelles religiöses Thema beleuchtet wird. Damit ist «Perspektiven» die erfolgreichste Wort-Sendung von Radio DRS 2. Das Interesse zeige sich auch daran, «dass uns auf religiöse Sendungen hin ungewöhnlich vielen Zuschriften erreichen», so Schultz. (ds.)

Die Inschrift wurde laut der Universität Haifa von einem israelischen Forscher entziffert. Diese stamme aus dem 10. Jahrhundert vor Christus, als laut der Bibel König David regiert habe, teilte die Universität mit. Die Inschrift sei nicht nur ein Beweis dafür, dass das Königreich Israel bereits existiert habe, sondern dass es zu dieser Zeit auch schon Bibelinschriften gegeben habe. Nach

bisheriger Gelehrtenmeinung seien die Bibel oder Teile davon nicht zu einem solch frühen Zeitpunkt geschrieben worden. Sinngemäss heisst es im Text: «Du sollst nichts tun als Gott zu verehren. Respektiere den Sklaven und die Witwe. Respektiere den Waisen und den Fremden. Kümmere dich um das Kind, kümmere dich um den Armen und die Witwe.» (ds.)

Universität Haifa

Antike Inschrift

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Religion gefragt


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Ratgeber 19

Nr. 7 - 2010

Was gibt meinem Leben Halt?

1. Feste Abläufe

4. Auf Jesus hören

Wenn Sie mit Jesus leben, dann wird er immer wieder zu Ihnen sprechen; vor allem durch die Bibel – aber nicht nur! Dort, wo Sie sich mit anderen Christen treffen – in Gruppen und Gemeinden – können wir Jesus auch reden hören. Mit der Zeit bekommt man Übung darin, die Stimme von anderen und unsere eigene von der Stimme von Jesus zu unterscheiden. Und wenn Jesus spricht, sind das Worte, die uns Mut machen und uns leiten. Auf seine Worte zu hören – das gibt Sicherheit!

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Für manche Menschen ist es angenehm, wenn sie ihren Stimmungen nachgeben und den Tag frei gestalten können. Das ist ein Gefühl von Freiheit! Doch in der Regel ist ein solches Leben auf die Dauer unbefriedigend. Auch wenn feste Zeiten spiessig erscheinen, helfen sie uns und geben unserem Lebensalltag einen festen Rahmen. Manches Mal mag ein wenig Spontanität angebracht sein, aber oft ist es nur eine Ausrede für unsere Bequemlichkeit oder dass wir Angst vor etwas haben und es vor uns herschieben. Dank festen Zeiten brauchen wir weniger Zeit und Energie für die Planung.

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Vieles verändert sich um uns herum, alles scheint im Fluss. Und so wird die Sehnsucht nach Halt zunehmend grösser: Die einen kämpfen um eine möglichst gute finanzielle Absicherung, andere versuchen sich durch Versicherungen gegen das Schlimmste zu wappnen. Was aber gibt wirklich Halt?

2. Freunde und Familie

5. Etwas Sinnvolles tun

Tun Sie etwas, was über Sie und Ihr Leben hinausweist: Helfen Sie anderen, setzen Sie sich für Dinge ein, die Sie wichtig finden. Das gibt Ihrem Leben Halt und Sinn!

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Einer der tiefsten Erfahrungen ist die, dass man von anderen nicht nur akzeptiert, sondern angenommen wird. Das können Sie in Freundschaften und in Ihrer Familie erleben, wenn Sie einen Partner oder eine Partnerin haben. Aber: Die Zufriedenheit kommt nicht einfach so von selbst. Sie müssen auch Kraft, Zeit und Liebe in diese Beziehungen investiere. Dazu gehört, dass man im Gespräch ist.

3. Jemand, der Sie unglaublich gern hat

Tatsächlich ist es so, dass der grösste Halt darin besteht, dass Sie erleben, wie sehr Gott Sie liebt! Klingt das seltsam? Vielleicht. Aber stellen Sie sich einmal, unabhängig von Ihren Gottesbildern und Ihren früheren Erfahrungen mit Christen, folgendes vor: Da gibt es jemanden, der Sie schon kannte, bevor es Sie gab. Er liebt Sie unbeschreiblich, und nicht deshalb, weil Sie etwas Bestimmtes für Ihn tun. Er findet Sie – mit Ihren Macken und Ihren unangenehmen Seiten – wirklich toll! Nicht, weil er naiv ist, sondern weil er Sie kennt und wertschätzt. Was glauben Sie, was das für einen Halt gibt! Das ist wie ein Rückenwind, wie eine nicht versiegende Energiequelle!

6. Kinder

Wer eigene Kinder hat, kann es sicher nachvollziehen: Kinder geben einem Leben nicht nur viel Mühe, Sorgen und Arbeit, sondern auch eine unglaubliche Freude und Befriedigung! Das ist schon eine ganz besondere Erfahrung: Da gibt es einen oder mehrere Menschen, die durch die Liebe zwischen zwei Menschen entstanden sind. Ein ganz neuer Mensch, als Produkt einer liebevollen Beziehung. Und für diesen Menschen sind Sie nun auch noch verantwortlich. Das gibt einem Leben Haltung und Bedeutung! (na.)


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20 Die Letzte

Nr. 7 - 2010

Boppis Schlusswort

In meinem Portmonee gibt es sechs Stempelkarten für den Bahnbetrieb. Diese Karten sind meine Sicherheit, wenn es um stressfreies Reisen geht. Eine ist für die Postautoverbindung von mir zu Hause bis zum nächstgelegenen Bahnhof. Zwei gelten von eben diesem Bahnhof bis nach Zürich HB und drei weitere erlauben mir im Bereich der Zone 10 irgendwelche Kurzstrecken zu fahren, so dass ich vom HB bis zu meinem Büro gelange. Wenn ich also in eines dieser öffentlichen Dislozierungsmobile einsteige, muss ich a) die richtige Karte rauswühlen b) diese Karte abstempeln und c) mein Portmonee mit den Karten dabei haben. Als ich nach einem Meeting mit meinem Team das Starbucks verliess und MEIN Tram vorfahren sah, verliess mich jedoch jegliche Fähigkeit, klar zu denken. Ich stürzte mich kopflos den Kollegen nach. Dabei blieb jedoch das Stempeln auf der Strecke. Das wurde mir schmerzlich bewusst, als ich die blaubemäntelten Kontrolleure durch die Scheibe betrachtete, die sich daran machten, MEIN Tram zu stürmen, das

Mein Tram: Gestempelt oder nicht gestempelt, ist hier die Frage. gar nicht mein Tram war, weil ich nicht bezahlt hatte. Ein unbehagliches Gefühl machte sich in mir breit. Weil der Zahlen-Buchstaben-Code auf der Karte fehlte, war auch die Sicherheit weg. Mich beschleicht das Gefühl, verstanden zu haben, was die Bibel mit folgender Aussage meint: «Wer durchhält und das Böse besiegt, dessen Namen werde ich nicht aus dem Buch des Lebens streichen.» Dabei geht es nicht um eine halbe Stunde Tramfahren, sondern um eine unendliche Reise. Nicht um Zahlencodes, sondern um meinen eigenen Namen. Nicht um eine Steckkarte, sondern um ein ganzes Buch. Wer sich jetzt überlegt, wie er seinen Namen in dieses himmlische Stempelbuch reinkriegt, der kann das auch in der Bibel nachlesen: «Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein.» (ab.)

Mehr vom Autor: www.jesus.ch/boppi

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Jonas Gebet wird gerade beantwortet ...

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Stempel für die unendliche Reise

Jesus.ch-Print Nr. 7  

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Nr. 7 von Jesus.ch-Print, dem gedruckten Magazin von Jesus.ch.

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