Page 27

WERDET IHR EIGENTLICH OFT AUF DEN BANDNAMEN ANGESPROCHEN?

„SEI BITTE STILL JETZT!“ (aka Gnee) machte uns ein Logo und meinte irgendwann Rhytm schreibt man mit zwei „h“. Aber mit einem fanden wir besser. Wir haben das so in Kauf genommen. Und gelernt damit zu leben. Dennoch: Police im Namen hat einen abschreckenden Charakter.

“Das Hobos” am zweiten Album rum. Leo macht mit “Angela Aux & LeRoy” ein zweites Album.

Wie oft seid Ihr denn schon auf den Bandnamen angesprochen worden?

Wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben?

Tom: Sei bitte still jetzt! (lacht) Habt Ihr einen Proberaum? Wie kann man sich den vorstellen? Wie oft trefft Ihr Euch zum Musizieren? Tom: Wir hatten bis 2014 einen Raum in Buchloe. Wir haben aber kurz nach dem Release von “turbo bells” aufgehört zu proben. Zuerst haben wir den Raum anderen auf Spendenbasis überlassen. 2014 mussten wir ihn dann wieder zurückgegeben. Wir treffen uns dagegen oft zum Live-Spielen oder Live-Improvisieren. Sind inzwischen auch in einigen anderen Formationen unterwegs. Was machen Eure anderen Bandprojekte? Tom: Wir produzieren gerade mit

Leo: Tom spielt als Hangonaut im Yogazentrum liegend Konzerte und versucht sich an einem Soloalbum.

Tom: Elektronika mit Dub-Einlagen. In fünf Adjektiven: Beschreibt ein Rhytm Police-Konzert. Tom: Laut, spannend, schmutzig, nass.

eckig,

Das erste Mal auf der Bühne, wie war das und wo? Tom: Zusammen haben wir uns im Hirsch zu einem spontanen Electronic Jam getroffen. Da war vielleicht so 2001 bei beatznbytez. Ne Allstar-Session, aus heutiger Sicht. Messel (Claire), Bade (Muggasäck), Leo (LeRoy) und ich. Welche Konzerte sind Euch bisher am heftigsten in Erinnerung geblieben und warum? Tom: Zum Beispiel die Fuchs und Haas Konzerte vor dem Rauchver-

bot. Da bist Du auf der Bühne vor Sauerstoffmangel fast verreckt. Und ein Konzert auf der Wakeboardanlage Blaichach. Da wurden wir angehalten, die Crowd nicht mehr grooven zu lassen, weil die ganze Sache fast untergegangen wäre. Zitat: Wir müssen aufhören, es wird statisch problematisch. Und ein Konzert im Intersoup Berlin, weil die kein Mischpult hatten. Wir haben direkt in die PA gespielt. Bass in die Box hinterm Tom, Sampler und Gesang in die Box hinterm Leo. Habt Ihr ein Bandritual vor dem Auftritt? Tom: Nee. Was ist ein absolutes Muss für einen Besucher bei einem Konzert von Rhytm Police? Leo: Ein Handtuch und vielleicht Badeschlappen. Auf welcher Bühne würdet Ihr gern mal auftreten? Japanisches Festival oder eher Kultkneipe in Moskau? Tom: In dem Fall würde ich das Japanische Festival vorziehen und zwar als RP Mangafiguren. In Moskau haben wir schon vier Mal gespielt.

Ist demnächst eine Konzert-Tour geplant? Leo: Ende November 2018 werden wir noch fünf, sechs Konzerte geben. Dann lassen wir das mit Rhytm Police gut sein, um uns mehr den anderen Projekten zu widmen. Auf welchen Konzerten kann man Euch demnächst erleben? Tom: Ich bin grad bis Mai in einem Schüler-Bildungsprojekt mit Zufallskompositionen beschäftigt. Leo kann man als Solo-Act erleben. Zusammen spielen wir manchmal mit dem Künstler „Protein“ (alientransistor) als Colossus Of The Road. Was gibt es neues bei Mongkong? Leo: Nix neues... Mongkong Musik verbindet einige Schnittstellen zwischen Kunst, Kultur und Musik. Nicht so konstant aber das wird so bleiben. Zum Schluss noch ein Wort an Eure Allgäuer Fans? Cheers! Interview: Felix Schleinkofer

Foto: Flavien Prioreau

RITOURNELLE

10.02.2018 - MÜNCHNER KAMMERSPIELE/MÜNCHEN

Mit einem imposanten Line-up kommt die Festivalnacht Ritournelle ins Jahr 2018 gerauscht. Die Liebhaber avancierter elektronischer Popmusik markieren sich den Termin am 10. Februar in den Münchner Kammerspielen besser mit einem dicken Filzer. Das unverwechselbare Berliner DJ-Duo MODESELEKTOR switcht mit frecher Leichtigkeit zwischen den Genres, bedient sich verschiedener Stilmittel und lotet so die Grenzen des Technos aus. Die im Senegal geborene und in Kuwait aufgewachsene Fatima Al Quadiri gilt als Gallionsfigur einer neuen Queer-Pop-Bewegung, die mit polyrhythmischen Arrangements konventionelle Konzepte von Kultur und Geschlecht unterwandert. Weitere Künstler in der Kammer 1 sind unter anderem der US-Amerikaner Yves Tumor, Carl Gari, Abdullah Miniawy, Jonas Friedlich und Benjamin Fröhlich.

02.2018

MODESELEKTOR

E

www.LIVE-IN.D

27

Allgäu LIVE IN (02.2018)  

Die erste Ausgabe im Neuen Jahr. Dein monatliches Kultur- und Freizeitmagazin für das gesamte Allgäu. Zusätzlich grosser Bildungsoffensive u...

Allgäu LIVE IN (02.2018)  

Die erste Ausgabe im Neuen Jahr. Dein monatliches Kultur- und Freizeitmagazin für das gesamte Allgäu. Zusätzlich grosser Bildungsoffensive u...