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Konzerte

Die Band, die nie eine Band sein wollte, feiert ihren 10. Geburtstag

RHYTM POLICE

FanpakeWir verlosen 2 s: zwei au d en te, besteh r CD ne ei d un s et Tick te et oder Kas . m“ Stichwort:“Rhyt

03.02.2018 - KÜNSTLERHAUS/KEMPTEN Seit sie sich bei der Veranstaltungsreihe „beatznbytez“ in Lindenberg (Ostallgäu) 2001 kennenlernten, sind Leo Hopfinger (alias LeRoy) und Tom Simonetti (alias mycrotom) zusammen mit verschiedenen Projekten unterwegs. 2008 erschien das Debüt „turbo bells“. Es ist eine Mischung aus nach vorne treibenden Stücken, durchdachten Slogans mit verzerrtem Bass und der ehrlichen Energie einer springenden Menge. Der Erfolg der ersten Veröffentlichung schlug sich neben einem positiven Medienecho vor allem in den legendären Live-Auftritten nieder, die sie einer immer größer werdenden Fangemeinschaft präsentieren. Neben Konzerten und DJ-Sets in ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien wurden auch zwei Russland-Touren absolviert. Ihre zweite Platte „Debaser“ von 2012 hat discoide und elektronische Fragmente sowie Dub und psychedelisch-mystischer Pop vergangener Tage, was in Rhythmik, Soundästhetik und Texten mitschwingt. Wir durften Tom und Leo bei ihrem erst zweiten offiziellen Interview ein wenig auf den Zahn fühlen und haben ohne Rücksicht auch

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die obligatorische Frage gestellt, die sie nicht mehr hören können. Leo Hopfinger: (Produktion, Bass, Elektronik) Der musikalische Head kommt ursprünglich aus Marktoberdorf und lebt heute in München. Tom Simonetti: (Schlagzeug, Live-Operator, Booking) kommt aus Baden und lebt in Augsburg. Das wievielte Interview ist das für Euch? Tom: Keine Ahnung... Habe nie mitgezählt… das Zweite? (lacht) 10 Jahre Bandgeschichte. Wenn sie verfilmt wird, wie könnte der Film heißen? Wer sollte Regie führen? Titel: Partners in Crime Regie: Klaus Kinski Cutter: Wolfgang Weigl natürlich! Wie und wann kam es zu der Gründung von Rhytm Police? Tom: Wir wollten die Band nie gründen. Es fügte sich vermutlich 2007. Wir wollten uns freispielen und trafen uns während der Orkan Kyrill wütete im Proberaum in der Löwengrube. Wir hatten etwas Aufnahmequipment und eine Flasche Gin. Mit dabei war der alte Bass

meiner Mutter, die 2006 verstorben war. Das Resultat dieser Session florierte irgendwie im Umfeld unserer Bekannten. So fragten uns unsere Freunde Wolfgang Weigl und Axel König, ob sie ein Stück daraus für ein Musikvideo benutzen dürfen, da sie noch ein Video für ein Showreel brauchten. Wir drehten am Mittwochmorgen zwischen 6 Uhr und 14 Uhr in den Wäldern des Unterallgäus. Am Freitag war das Ding glaub schon fertig.

Ich hatte das nie… Ich kann mich auch schlecht über Musik unterhalten. Immer diese peinlichen Fragen, “Hey kennst den krassen Drummer?” Und ich so… “Nein?” Mein letztes Live-Konzert war NAH live auf dem Allien Disco Festival.

Wie habt Ihr angefangen Musik zu machen? Gab es auch Jugendsünden in Cover-Bands?

Wo oder wie kommt Ihr an neue Musik? Plattenladen, Flohmarkt oder Online-Portal?

Tom: Ich kam zur Musik durch meine Mutter. Sie spielte in einer Rockband und hatte uns Kinder immer im Schlepptau. Unterricht hab’ ich nie genossen, deswegen kann ich auch eigentlich nix. (lacht) A drummers life.

Tom: Internet Bandcamp, Second Hand, Discogs.

Leo: Ich hab‘ klassisch mit Blockflöte angefangen. Habt Ihr musikalische Vorbilder? Geht Ihr selbst auf Konzerte von anderen Bands? Was habt Ihr Euch zuletzt live angeschaut? Tom: Musik ist überall. Entweder sie kommt bei mir an oder nicht. Jetzt zu sagen, ich hab ein Vorbild, find ich ‘ne komische Vorstellung.

Was hört Ihr privat und wann habt Ihr Euch das letzte Mal ein Album gekauft? Tom: Letzte Woche, der Soundtrack von “Everything Game”.

Wie kommt man an Eure Musik? Tom: Im Internet und auf unseren Konzerten. Ich glaub’ im Saturn gibts das derzeit nimmer… Ist uns auch relativ egal. Wir haben zwei Labels sterben sehen: biegen&brechen (RoughTrade) und In Gute Hände (Cargo). Wie kam es zu dem Bandnamen und was sagt er über Euch aus? War die Namensfindung ein schwieriger Prozess? Tom: Wie gesagt, wir hatten eigentlich nicht mal vor ‘ne Band daraus zu machen. Der Tommy Schmid

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Allgäu LIVE IN (02.2018)  

Die erste Ausgabe im Neuen Jahr. Dein monatliches Kultur- und Freizeitmagazin für das gesamte Allgäu. Zusätzlich grosser Bildungsoffensive u...

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