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Vorwort

Liebe Mitglieder,

die Jahreshauptversammlung liegt hinter uns. Wir haben wiederum eine positive Entwicklung des Vereins feststellen können. Das Interesse neuer Zuchtfreunde an unserem Verein ist ungebrochen. Parallel zur Jahreshauptversammlung wurde das 140. Jubiläum der Vereinsgründung gefeiert. In der gebotenen Zurückhaltung erinnerten wir uns der einzelnen Etappen der Vereinsgeschichte und würdigten herausragende Persönlichkeiten, die den Verein wesentlich mitgestaltet haben. Wir konnten annähernd 200 Mitglieder und Gäste begrüßen. Leider mussten wir zu Jahresbeginn den Tod zweier langjähriger, verdienstvoller Mitglieder beklagen, den Tod von Erich Büsing und den Tod von Kurt Vetter. Beide haben in schwierigen Jahren den Verein geformt. Ihr Wirken für den Verein wird uns Verpflichtung bleiben. In das beginnende Zuchtjahr gehen alle Mitglieder mit neuen Hoffnungen. Die Jungtiere werden erwartungsfroh und hoffnungsvoll begutachtet. Jeder freut sich, wenn die Nachzucht den Wünschen entspricht. Aber liebe Zuchtfreunde, denken Sie immer daran, es ist ein Hobby! Am 8. August starten wir unsere Fachexkursion zur Gemeinschaftszuchtanlage Nürnberg und zum Taubenmuseum Nürnberg sowie einer Besichtigung des Stadtkernes von Nürnberg. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung. Danach, am 5. September, wollen wir den ersten offenen Vereinssonnabend an und in der „Fortuna-Klause“ mit den Mitgliedern, Familien und Gästen gestalten. Wir alle sind sehr gespannt auf die Resonanz des Experimentes. Es ist eine Reaktion auf die Anregung der Mitglieder, die weiter entfernt wohnen und durch den Arbeitsprozess nicht oder nicht immer an den monatlichen Mitgliederversammlungen teilnehmen können. Wir hoffen auch hier auf eine rege Beteiligung. Ich wünsche allen Mitgliedern beste Gesundheit und ein erfolgreiches Zuchtjahr 2009.

Herzlichst Dr. Lothar Heinrich 1.Vorsitzender


Vorstand

Vorstand des Leipziger Rassegeflügelzüchtervereins 1869 e.V. 1. Vorsitzender

Dr. Lothar Heinrich Panitzscher Str. 17, 04451 Borsdorf 034291 – 31 950 (d) oder 38 707 (p)

2. Vorsitzender

Heiko Metzlaff Peischweg 6, 04442 Zwenkau 034205 – 44 333

Kassierer

Dr. Karin Göserich Mühlenweg 24, 09328 Lunzenau 037383 – 61 303

Schriftführer

Jens Vogel Wilhelm-Michel-Str. 15, 04249 Leipzig 0341 – 42 49 871

Stellv. Kassierer Stellv. Schriftführer Archivar Ringwart

Bernd Trachbrodt Brigitte Heinrich Wolfgang Schlegel Klaus Dieter Pfoh

Vorsitzender der Revisionskommission

Andreas Reuter

Zuchtwarte: Groß- und Wassergeflügel Hühner Zwerghühner Tauben

Martin Linde Dr. Manfred Golze Bernd Dietrich Matthias Beutel

LIPSIA-Ausstellungsleitung: Ausstellungsleiter

Timo Berger Wickershain 46 04643 Geithain

Stellv. Ausstellungsleiter Ausstellungskassierer Technischer Leiter Stellv. Technischer Leiter

Bernd Dietrich/ Dr. Lothar Heinrich Dr. Karin Göserich Matthias Beutel Günther Zwintscher


Aus dem Vereinsleben

Jahreshauptversammlung des Leipziger Rassegeflügelzüchtervereines 1869 e.V. 7. März 2009, 14:00 Uhr Gasthof „Zur Sonne“ 04316 Leipzig, Zweinaundorfer Str. 210 Bericht des 1. Vorsitzenden Sehr geehrte Ehrengäste, sehr geehrte Gäste, liebe Mitglieder Wiederum ist ein Jahr vergangen. Erfolg und Misserfolg liegen oft dicht beieinander. Denken wir immer daran, unsere Rassegeflügelzucht ist unser Hobby. Erkennen wir an, dass andere Züchter, andere Aussteller auch standardgerechte Tiere züchten. Unser Verein begeht in diesem Jahr sein 140jähriges Jubiläum. 140 Jahre sind ein stolzes Jubiläum. Vielen verdienstvollen Mitgliedern ist es zu verdanken, dass der Verein durch alle Krisen der Geschichte, alle Wirren der Zeit bestehen und stets zum Wohle der Züchtergemeinschaft zum Gelingen der deutschen Rassegeflügelzucht wirken konnte. Wir werden uns heute noch diesem Jubiläum widmen. Das zurückliegende Jahr war wiederum von vielfältigen Aktivitäten geprägt. Es ist dem Vorstand und mir klar, dass wir nicht alle Wünsche erfüllen konnten, nicht alle Bäume in den Himmel wachsen. Generell kann ich feststellen, dass Mitglieder die angesprochen und um Mitarbeit gebeten werden, überwiegend zur Mitarbeit bereit sind. Das Zuchtjahr 2008 war wiederum durch die Unsicherheiten über die Ausbreitung und den Fortgang der klassischen Geflügelpest beeinflusst. Die wiederholte Frage der Züchter, soll man weitermachen oder aufhören, wurde oft gestellt. Liebe Zuchtfreunde, die deutsche Rassegeflügelzucht hat in ihrer Geschichte oft schwierige Phasen durchlebt. Wir werden auch diese Hysterie meistern. Danach wird die klassische Geflügelpest das sein, was sie naturwissenschaftlich ist, eine Geflügelseuche, die unsere ganze Aufmerksamkeit verdient, um die wertvollen, oftmals seltenen Rassegeflügelbestände zu erhalten. Die medienwirksame Politik und die auf negative Schlagzeilen lauernde Medienlandschaft werden das Thema „Geflügelgrippe“ dann wieder loslassen, wenn keine Auflagensteigerung, keine Erhöhung der Einschaltquoten mehr registriert werden. Ich hoffe auch, dass wir in Zusammenarbeit mit der Amtsleiterin, unter Mitwirkung des Ministeriums Lösungen erreichen, die für alle Beteiligten erträglich sind.


Aus dem Vereinsleben Dabei sollte die Politik berücksichtigen, dass die Rassegeflügelzüchter und ihre Familien auch Wähler sind, die unter Beachtung des hohen Prozentsatzes der Nichtwähler, regional auch den Ausgang von Wahlergebnissen beeinflussen können. Auch sollte man beachten, dass die im Europaverband organisierten Kleintierzüchter jährlich Umsätze von ca. 6,5 Milliarden € erzielen. In Deutschland sind es ca. 2 Milliarden €. In den Zeiten der Wirtschaftsrezession kein unbedeutender Betrag, wenn man dann noch berücksichtigt, dass bei 19 % Mehrwertsteuer aus dem Umsatz der Kleintierzüchter, an den deutschen Fiskus ca. 380 Mio. € fließen. Allein durch eine LIPSIA–Schau, in Verbindung mit einer VDT–Schau, fließen dem Stadtsäckel ca. 160.000 € zu (einschließlich Gastronomie, ohne Übernachtungskosten). Wenn dann noch die Einnahmen, die durch den Stadttourismus und die Übernachtungseinnahmen der Stadt zufließen berücksichtigt, wird schnell klar, dass unsere LIPSIA–Schauen auch ein wirtschaftlicher Faktor für die Stadt Leipzig und ihr Umfeld sind. Kleinvieh macht eben auch Mist. Wenn diese Zahlen gewertet werden, sollte man eine gute Zusammenarbeit erhoffen. Klammern wir den Amtstierarztbereich aus, wo diese Zusammenarbeit seit unserem Umzug zur neuen Messe existiert, gibt es hier noch Entwicklungspotential. Mit der Leipziger Messe, insbesondere mit Herrn Kaldenhoff, Frau Berger, Herrn Rahmen und, wir hoffen, zukünftig auch mit Herrn Buhl-Wagner, gibt es eine intensive, auf Erfolg orientierte Zusammenarbeit. Diese gute Zusammenarbeit resultiert auch aus der persönlichen guten Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen. Wenn dann auch noch die Passbilder zu den Grußworten im Katalog stimmen, ist die Zusammenarbeit fast perfekt. Eine Bitte habe ich trotzdem an Herrn Buhl-Wagner: Bitte prüfen sie nochmals, ob die Gastronomiepreise, die zur Einlieferung gültig sind, nicht auch an den Ausstellungstagen beibehalten werden können. Frau Berger, unsere direkte Ansprechpartnerin als Vertreterin der Leipziger Messe, war und ist immer eine zuverlässige Partnerin für uns. Gleiches trifft für Herrn Kaldenhoff, den Geschäftsbereichsleiter des Congress-Center Leipzigs, zu. Unabhängig der anstehenden Arbeiten und Aufgaben unterstützen uns beide mit ihren Teams. Dafür gebührt ihnen unser Dank. Die LIPSIA 2008, ohne Fachverbandsschau des Bundes, wurde gemeinsam mit dem Landesverband der sächsischen Kaninchenzüchter, die eine eigene Landesverbandsschau durchführten, organisiert. Die Ergebnisse blieben für beide Seiten unter den Erwartungen. Trotzdem können wir feststellen, dass der überwiegende Teil der Besucher mit der Kombination Geflügel - Kaninchen einverstanden waren. Für eine Fortführung des Experimentes sind alle Faktoren nochmals zu prüfen. Für mich kann ich feststellen, dass die beginnende Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Sächsischen Kaninchenzüchter im Allgemeinen gut war.


Aus dem Vereinsleben Besonders hervorheben will ich diese, auf Vertrauen gegründete, Zusammenarbeit mit Michael Rockstroh. Nicht mit jedem Landesvorstandsmitglied existiert dieses Vertrauensverhältnis. Besonders ärgerlich ist es, wenn Fragen durch Vorstandsmitglieder wissentlich unkorrekt und falsch beantwortet werden. Trotz alledem sollten wir die Zusammenarbeit fortsetzen. Erstmals wurde mit der Förderung der Zucht der Deutschen Legegänse, gemeinsam mit der Firma Eskildsen, begonnen. Lutz Witt koordiniert das Programm. Die Mitgliederentwicklung des Vereines ist weiter positiv. Im vergangenen Jahr wurden 15 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. 5 Züchter schieden aus, davon 4 durch Tod. Der 5. gab aus beruflichen Gründen die Geflügelzucht auf. Am Stichtag wurden 237 Mitglieder und Ehrenmitglieder im Verein gezählt. Wir freuen uns, dass unsere positive Mitgliederentwicklung anhält. Wir erkennen darin die Verbundenheit zur LIPSIA–Schau und die Honorierung der Gestaltung der Mitgliederversammlungen. Der Verein hat den Charakter eines überregionalen Vereines. Es ist nicht zu erwarten, dass zu den Monatsversammlungen alle Mitglieder erscheinen. Trotzdem ist der Besuch mit 80 bis über 100 Mitgliedern beachtlich. Ich werte dies auch als Interesse an den monatlichen Fachvorträgen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle, die sich für solche Fachvorträge zur Verfügung stellen. Oft werden diese Vorträge zur Anregung für die eigene züchterische Arbeit. Die technischen Hilfsmittel, die wir mittlerweile nutzen können, erhöhen die Qualität der Referate. Eine Handmikrofonanlage wird das nächste sein, um eine weitere Verbesserung der Beschallung zu erreichen. Die günstige Verkehrslage des Versammlungsortes, ohne Parkplatzprobleme, sollte ebenfalls erwähnt werden. Dem Wunsch der Mitglieder, an zwei bis drei Sonnabenden Mitgliederversammlungen durchzuführen, sind wir nachgekommen. Die Hauptversammlung führen jeweils am 1. Wochenende im März durch. Erstmals in diesem Jahr werden wir am 1. Sonnabend im September eine offene Mitgliederversammlung durchführen. Am LIPSIA–Sonnabend führten wir wieder eine offene Versammlung durch, deren Gestaltung und Tradition noch wachsen muss. Die Mitgliederversammlungen werden jährlich mit den Fachvorträgen geplant, im Vereinskalender, der mittlerweile auch zur Tradition geworden ist, und im LIPSIA– Journal veröffentlich. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an Heiko Schilling, meiner Frau für die Gestaltung des Kalenders und an Heiko Metzlaff für die Redaktion des Journals. Die Fachvorträge werden von Zuchtwarten geplant und abgestimmt. Die Auswahl der Vorträge erfolgt unter Beachtung aktueller und fachlicher Aspekte.


Aus dem Vereinsleben Die Ausgewogenheit zwischen den Rassekategorien Groß- und Wassergeflügel, große Hühner, Zwerghühner und Tauben sollte gewahrt werden. Einen besonderen Dank auch an alle die Mitglieder, die monatlich weite Wege auf sich nehmen, um an den Versammlungen teilnehmen zu können. Die Vorstandsarbeit erfolgt ohne fixierten Arbeitsplan. Die Einladungen erfolgen schriftlich mit Tagesordnung. Der Vorsitzende der Revisionskommission wird zu jeder Vorstandssitzung eingeladen. Leider nahm er nur einmal teil. Bei Erfordernis wird auch in kleineren Gruppen beraten. Von jeder Vorstandssitzung wird ein Protokoll gefertigt. Die Vorstandsarbeit mit der der Ausstellungsleitung intensiviert sich, je näher der Ausstellungstermin rückt. Besonderer Dank an Heiko Metzlaff, der mir mehr und mehr Arbeiten für den Verein abnimmt. Eine exzellente Arbeit leistet nach wie vor Frau Dr. Karin Göserich als Vereins- und Ausstellungskassierer. Der Schriftführer, Jens Vogel, hat mitunter Probleme, Ehrenamt und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Fällt er aus beruflichen Gründen als Schriftführer aus, springt meine Frau als 2. Schriftführer ein. Bernd Trachbrodt leistet als 2. Kassierer, aber vor allem als Verantwortlicher für die Geburtstagsgrüße des Vereines eine umfangreiche Arbeit. Dafür mein herzlichster Dank. Viele unserer ehrenamtlichen Arbeit findet im Verborgenen statt, sie ist aber unerlässlich, soll der Verein leben. Wolfgang Schlegel als Archivar leistet eine unermüdliche Arbeit zur Vervollständigung unseres Archives. Klaus Dieter Pfoh ist ebenfalls für seine stille Arbeit als Ringwart des Vereines zu danken. Unser Ehrenvorsitzender, Walter Göserich nimmt, soweit es sein Gesundheitszustand erlaubt, an der Vorstandsarbeit teil und übernimmt auch repräsentative Aufgaben in der Innen- und Außenvertretung des Vereines. Die Arbeit der Zuchtwarte ist eine andere als die in einem Ortsverein. Sie beschränkt sich vor allem auf die Vorträge in den Mitgliederversammlungen, die Tierbesprechungen und Auswertungen von Zucht- und Ausstellungsergebnissen. Dr. Manfred Golze für die großen Hühner, Bernd Dietrich für die Zwerghühner und Matthias Beutel bei den Tauben leisten unter den Bedingungen unseres Vereines eine gute Arbeit. Dafür mein Dank. Martin Linde als Zuchtwart für Großund Wassergeflügel fiel studienbedingt weitestgehend aus. Unser Ausflug nach Potsdam und Umgebung war ein besonderer Tag. Wir haben hervorragende Zuchten und Zuchtstätten gesehen und die Rundfahrt auf den Potsdamer Gewässern hat einen bleibenden Eindruck auf die historischen Bauten der Residenzstadt ermöglicht. Ein besonderer Dank für die Organisation dieses Ausfluges geht an Andre Mißbach und seiner Frau Jacqueline, die uns diesen Tag gestaltet haben. Matthias Beutel organisiert gemeinsam mit seiner Frau Christina die jährliche Exkursionsfahrt nach Posnan. Auch dafür mein herzlichster Dank.


Aus dem Vereinsleben Bernd Dietrich als Ausstellungsleiter der LIPSIA, Günter Zwintscher als technischer Leiter, Timo Berger als stellvertretender technischer Leiter, Dr. Karin Göserich als Ausstellungskassierer für Bearbeitung der Sonderschauen und die Preisausgabe an den Ausstellungstagen, Brigitte Heinrich als Ausstellungsbuchhalter einen ganz besonderen Dank für ihre Arbeit. Ohne ihren Einsatz würde eine solche Ausstellung nicht gelingen können. Viele können die nötigen Arbeiten nur schwer einschätzen. Diese Ehrenämter sind mittlerweile fast zur Vollzeitbeschäftigung geworden. An den Ausstellungstagen ist darüber hinaus besonders Katja und Ingolf Zedler für ihre Arbeit im Bereich der Eintrittskassierung, dem Katalog- und Tierverkauf zu danken. Unsere Stützen im Ausstellungsleitungsbüro waren Gisela Zwintscher, Christine Beutel und Brigitte Heinrich. Ihnen gebührt Dank für ihre Arbeit beim Umgang mit den Ausstellern, den Behörden und den Mitarbeitern. Klaus Dieter Pfoh danke ich für seinen Einsatz bei der Katalogausgabe. Zufriedene Züchter sieht man, wenn sie ihre Preise in Empfang genommen haben. Dafür möchte ich mich bei Frau Dr. Göserich und ihrem Team für ihre Arbeit im Bereich Preisausgabe bedanken. Durch die Mitarbeiter der Differenzabteilung werden kleine und große Probleme geklärt, stellvertretend für alle möchte ich mich bei Timo Berger und Rolf Lange bedanken. Heiko Feist ist unsere Sicherheit beim Tierverkauf. Dank für seinen Einsatz. Wolfgang und Helga Schlegel gebührt mein Dank für die Repräsentation des Vereines am Vereinsstand während der Ausstellungstage. Dominique und Heiko Schilling ist für die Erstellung und Bearbeitung des Kataloges zu danken. Das Vorhandensein des Kataloges um 8.00 Uhr am ersten Ausstellungstag war nicht nur für sie eine große Freude. Allen, die am Gelingen der LIPSIA mitgewirkt haben, einen herzlichen Dank, auch wenn sie jetzt nicht namentlich genannt wurden. Mein Dank gilt auch dem Landesvorsitzendem Christoph Günzel und Danke auch an Rainer Wolf für seine Unterstützung. Allen mitarbeitenden Vereinen während der Ausstellung unser herzlicher Dank. Einen besonderen Dank an Reiner Fuchs. Was wäre der Verein ohne seine Bilddokumente. Seine Bilder stellen unser Vereinsleben ins Bild und sind bleibende Erinnerungen unserer Ausstellungen, Exkursionen und Mitgliederversammlungen. Unsere Öffentlichkeitsarbeit wird zum überwiegenden Teil durch unsere Schauen und die damit einhergehenden Berichte in den Fachzeitschriften gestaltet. Darüber hinaus müssen wir noch nach wirksamen Möglichkeiten suchen, um auf uns aufmerksam zu machen. Jeweils zur „Haus, Garten- und Freizeitmesse“ und zur „Agra“ gestalten wir Flyer, die an interessierte Besucher gegeben werden. Bernd Dietrich ist jeweils der Standbetreuer und Gestalter, so dass eine fachgerechte Erklärung gesichert ist. Auch dafür einen herzlichen Dank. Zur „Agra“ hat der Landesverband, innerhalb der sächsischen Tierzuchtverbände, die Konzeption erarbeitet und ist Mitveranstalter. Dr. Manfred Golze koordiniert jeweils im Auftrage der Landesregierung diese Veranstaltungen.


Aus dem Vereinsleben Obwohl es immer wieder viele Interessenten gibt, ist der Zustrom zu den Kleintierzuchtvereinen bescheiden. Es nützt uns aber schon, wenn das Verständnis für die Kleintiere verbessert oder geweckt wird. Die Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Rassegeflügelzüchterverband e.V. ist gut. Sicher auch deshalb, weil der Vorsitzende Christoph Günzel Ehrenmitglied unseres Vereines und Heiko Metzlaff Vorstandsmitglied des Landesverbandes ist. Das verbindende Band ist die LIPSIA-Schau, die ja auch jährlich die Landesverbands- bzw. Landesverbandsjugendschau ist. Hier wird die Gelegenheit gesucht, sich innerhalb des BDRG zu präsentieren. Der Verein stellt darüber hinaus jährlich fünf Ehrenpreise für die sächsischen Jungzüchter bereit, die vom Ehrenvorsitzenden, Walter Göserich, anlässlich der Jungzüchtertage an die Erringer übergeben werden. Mittlerweilen sind mit dem Ehrenpräsidenten Edwin Vef, den 2. Vizepräsidenten Manfed Kull, dem stellvertretenden Schatzmeister Christoph Günzel und dem Beisitzer Andre Mißbach vier Vereinsmitglieder Mitglied des Präsidiums des BDRG. Wenn wir ein weiteres Präsidiumsmitglied gewinnen, haben wir die absolute Mehrheit im Präsidium und können die Sitzungen in Leipzig durchführen. Eine ebenso wertvolle Arbeit für den BDRG und seine Mitglieder leisten Prof. Dr. Schille als Beauftragter für den Tier- und Artenschutz im BDRG, die gleiche Aufgabe, einschließlich des Seuchenschutzes leistet er in der EE. Dietmar Kleditsch leistet in der Sparte I des BZA (Hühner, Groß- und Wassergeflügel) des BDRG und ebenso in der EE als Schriftführer der Sparte Geflügel eine umfangreiche Arbeit. Reiner Wolf ist Obmann der Sparte III-Tauben des BDRG und hat wesentlich an der Überarbeitung des Taubenstandards mitgearbeitet. Den Terminschutz unserer LIPSIA-Schau haben wir noch nicht erreicht, aber wir bemühen uns weiterhin, einen solchen Beschluss zu erreichen. Aus den Überschüssen der vergangenen LIPSIA-Schauen konnten wir unseren Inventarbestand erweitern. Mit dem Beginn des Jahres 2009 besitzen wir rund 11.000 Käfignummern, 75 Volieren unterschiedlicher Größen, ca. 92.000 Tränkund Futterbecher, Glasnäpfe, Alunäpfe und Gänsetränken, 40.000 Bewertungskartenhalter. Als Unterbauten 8.000 Bierkästen, 5.500 Pappständer, diverse Gießkannen, Schaufeln, Saalbesen, Handwagen, Schubkarren und Hubwagen. Durch Günter Zwintscher wird jeweils zu Jahresbeginn eine Inventur durchgeführt, die gleichzeitig dazu dient, den Reparaturbedarf festzustellen. In unserem Lager verwalten wir auch den Käfigbestand des Landesverbandes. Auch hier erfassen wir den Reparaturbedarf, um für die kommende Ausstellungssaison gerüstet zu sein. Jährlich haben wir ca. 10.000 € Aufwendungen für die Miete des Käfiglagers und die notwendigen Reparaturarbeiten. Die Leihgebühr unserer Käfige fließt dem Vereinskonto zu. Für die Vorfinanzierung unserer LIPSIA-Schauen benötigen wir jährlich 30 40.000 €, ohne Hallenmiete für die Messehallen.


Aus dem Vereinsleben Für das begonnene Jahr lassen wir uns Kostenvoranschläge für nichtbrennbare Unterbauten und 50er Käfige von Lieferanten erstellen. Die Möglichkeit einer Förderung durch den Freistaat wird durch Förderanträge geprüft. Am ersten Februarwochenende besuchten wir schon fast traditionell die Poznaner Taubenausstellung. Sie war diesmal eine Nationale. Ich denke, es war wieder ein Erlebnis. Uns angeschlossen hatten sich diesmal vier fränkische Züchter, die ebenfalls mit einem positiven Eindruck nach Hause gefahren sind. Christina und Matthias Beutel hatten den Besuch wiederum organisiert und betreuten uns während der Ausstellungstage. Allen Erringern der Championstitel einen herzlichen Glückwunsch. Die Verkaufstiere fanden fast alle ein neues polnisches Zuhause. Wir nahmen die Gelegenheit des Besuches wahr und luden die polnischen Züchter zur LIPSIA ein. Während der Pokalübergabe übergaben wir einen Taubenstandard an den polnischen Verband. Den „Europäischen Geflügelstandard“ übergaben wir einem jungen polnischen Preisrichter, der nach den Tauben, nun in der Ausbildung als Geflügelpreisrichter ist. Auf Wunsch des Verbandes haben wir einen weiteren Geflügelstandard an den Verband nachgeschickt. Für die LIPSIA-Schauen 2009 und 2011 liegen die unterschriebenen Verträge mit dem VDT vor. Für das Jahr 2012 haben wir Verträge mit dem VHGW und VZV. Für 2010 steht die LIPSIA in Vorbereitung. Wir müssen eine solche Kombination finden, dass die Schau auch ökonomisch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden kann. Unser Ausflug im August 2009 führt uns nach Nürnberg in die Gemeinschaftszuchtanlage des Nürnberger Vereines. Daran schließt sich ein Besuch des deutschen Taubenmuseums und eine Besichtigung des Altstadtkernes von Nürnberg an. Zum Besuch der Europa-Schau in Nitra, vom 20. bis 22.11.2009, erstellt uns das Reisebüro Burgstädt einen Kostenvoranschlag. Im Februar 2010 werden wir wieder nach Poznan fahren. An unseren Fahrten können auch interessierte Züchter anderer Vereine teilnehmen, wenn die Teilnehmer aus unserem Verein nicht alle Plätze benötigen. Ich wünsche allen Mitgliedern des Vereines für 2009 beste Gesundheit, gute Zuchtergebnisse und freue mich schon jetzt auf unsere monatlichen Mitgliederversammlungen mit interessanten Vorträgen und zahlreichem Besuch.

Dr. Lothar Heinrich


Aus dem Vereinsleben

Bericht des Ausstellungsleiters Die 112. LIPSIA fand vom 5. bis 7. Dezember 2008 mit angeschlossener 4. Landesziergeflügelschau, Landesverbandsschau Sachsen, Landesjugendschau Sachsen und Bezirksschau Leipzig statt. Die LIPSIA-Schau, die als Bundesschau anerkannt ist, war mit fast 11.500 Tieren und breiten Gängen eine sehr schöne Ausstellung. Es waren 49 Industrieaussteller gekommen. Auch die 4.000 Kaninchen der sächsischen Kaninchenzüchter leisteten ihren Beitrag am Gelingen der Schau. . Es wurden 30 Volieren, 28 Stämme, 678 Groß- und Wassergeflügel, 1.310 Hühner, 2.596 Zwerghühner und 6.129 Tauben (davon waren die stärkste Gruppe die Formentauben mit 1.882 gefolgt von den 1.025 Huhntauben, 858 Farbentauben, 622 Tümmlern, 236 Strukturtauben, 192 Trommeltauben, 56 Mövchen, aber nur 8 Spielflugtauben, da diese zum gleichen Zeitpunkt ihre Hauptsonderschau durchführten) gezeigt. In der Jugendabteilung standen 1 Voliere, 4 Stämme und 493 Einzeltiere. Beim Ziergeflügel waren nur 6 Volieren reines Ziergeflügel und 24 Volieren Sittiche und Papageien vorhanden. Die Kanarienzüchter beteiligten sich mit 2 sehr gut gestalteten Volieren. Es beteiligten sich 1.509 Aussteller, deren Tiere von 149 Preisrichtern bewertet wurden. Es standen 12 Obleute zur Verfügung, es wurde 228 mal die Note V vergeben. Der Eingangsbereich wurde gut dargestellt und ausgeschmückt, auch die Kataloge waren pünktlich da. Die Eröffnungsveranstaltung wurde zügig und in einem sehr guten Rahmen abgehalten. Dr. Paul erhielt für seine langjährige Tätigkeit als Amtstierarzt ein Präsent und Blumen. Sehr gut war der Eingangsbereich gestaltet mit Volieren sächsischer Rassen. Es war eine sehr hohe Qualität zu verzeichnen, wie sich die Züchter mit ihren Tieren präsentierten. Es wurden Sachsenenten, Sachsenhühner und Zwerge, Dresdner und Zwerge, Sächsische Kröpfer, Sächsische Feldfarbentauben, Sächsische Weißschwänze, Sächsische Pfaffen, Sächsische Mönchtauben, Sächsische Storchtauben, Sächsische Verkehrtflügeltauben, Sächsische Schnippen, Sächsische Mondtauben,


Aus dem Vereinsleben Sächsische Brüster, Sächsische Flügeltauben, Sächsische Schildtauben, Sächsische Schwalben, Altdeutsche Mohrenköpfe, belatschte Eistauben, Dresdner Trommeltauben und Vogtländische Weißkopftrommeltauben gezeigt. Vielen Dank an alle Züchter und Sondervereine, welche die Volieren mit sächsischen Rassen besetzten. Auch die Rheinländer zeigten als Rasse des Jahres eine sehr gute Darstellung. Leider fehlten die schwarzen Wyandotten mit einer Präsentation. Nun einige Zahlen Zahlende Besucher waren es 6.915 und es wurden 239 Dauerkarten verkauft. Aber die Gesamtbesucherzahlen liegen höher, da Jugendliche, Preisrichter und Industrieaussteller, sowie Mitglieder des Leipziger Vereins und Ehrengäste freien Eintritt haben. Tiere wurden für 42.895 € verkauft. Die Sonderschauen wurden durch Frau Dr. Göserich angenommen und bearbeitet. Die technischen Sachen in altbewährter Weise durch Dr. Lothar Heinrich. PR-Einteilung durch Bernd Dietrich. Kassenbereich Familie Heinrich und Familie Zedler. Der Tierverkauf durch Heiko Schilling und Mitarbeiter. Preisausgabe Frau Dr. Göserich und Mitarbeiter, Aufbau Günter Zwintscher, Timo Berger und Matthias Beutel. Die Differenzabteilung stand unter Leitung von Timo Berger. Frau Heinrich erledigte die Buchhaltung. Als Ausstellungsleiter bedanke ich mich recht herzlich bei der Leipziger Messe, vor allem bei Frau Berger und den Hallenmeistern für die sehr gute Zusammenarbeit und für die hilfreiche Unterstützung. Dank sage ich auch dem gesamten Ausstellungskollektiv. Besonders Dr. Heinrich und Familie und Frau Dr. Karin Göserich, die auch das Verkaufsund Preisgeld überwies. Den vielen fleißigen Mitarbeitern des Auf- und Abbaues. Die Tierbetreuung, vor allem Gunter Zwintscher und seiner Frau, Timo Berger und Matthias Beutel, Heiko Schilling und seine Mitarbeiter. Ein besonderer Dank auch an unsere Frauen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Bernd Dietrich


In ehrendem Gedenken

Wir trauern um unser langjähriges Ehrenmitglied Erich Büsing Als 11Jähriger wurde Erich Büsing am 01.09.1930 Mitglied in der Jugendgruppe von Ornis 1891 Taucha. Er bekam zwei Paar Amsterdamer Ballonkröpfer, diese Rasse begleitete ihn bis an das Ende seiner Zuchtarbeit. 1938 fanden Nönnchen Einzug in seine Schläge. Noch vor dem II. Weltkrieg wurde Erich Büsing Mitglied im Sonderverein der Amsterdamer- und Norwichkröpfer. Erich Büsing wurde schon kurz nach Kriegsende, 1946, nach 16jähriger Mitgliedschaft im Tauchaer Verein dessen 1. Vorsitzender. Dieses Amt bekleidete er bis 1999, also 53 Jahre lang. Der Tauchaer Verein hat in der Rassegeflügelzucht nicht nur durch den 1. Vorsitzenden einen sehr guten Ruf. Schüler von Hans Günther Als junger Züchter hatte Erich Büsing das große Glück, im Jahre 1943 auch Mitglied im Leipziger Rassegeflügelzüchterverein zu werden. Hier gehörte er von 1947 bis 1996 zum Vorstand und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. In diesem bedeutenden Verein gab es mit den Zusammentreffen großartiger Fachleute und Organisatoren nicht nur um die Jahrhundertwende sondern auch ab 1920 ein in ganz Deutschland geachtetes Zentrum der Rassegeflügelzucht. Erich Büsing konnte bei dem großartigen Organisator Hans Günther und dessen Ehefrau in die Schule gehen. Er bekam von Hans Günther Unterlagen, die ihm viel bedeuteten. Auch von Karl Lenk hatte er viel gelernt und es war damals eine Ehre, am Vorabend der LIPSIA-Schau das Bewertungsbuch aus den Händen von Karl Lenk zu bekommen. Ab 1947 konnte sich Erich Büsing dann richtig entfalten und an der Seite von Fam. Bischoff, Heyßel, Storch, Kufs, Rother, Studienrat Fischer und Gustav Krauße mitwirken. Er begann damals mit seiner Ehefrau Irene im Aufbaustaub der LIPSIA-Schau und bis 1965 wirkte er in der Katalogvorbreitung unter Karl Lenk mit und übernahm die Differenzabteilung. Von 1965 bis 1978 war er selbst Ausstellungsleiter der LIPSIA und Intertau. Dabei stand unser Erich mitten im Geschehen und aufgrund seines Vertrauens und Könnens verlor er nie die Ruhe selbst bei großer Hektik.


In ehrendem Gedenken

1980 kam für Erich Büsing der „Hammer“ wie auch für uns alle vom Leipziger Verein. Im Jahre 1978 zählte die LIPSIA auf der Alten Messe 30.000 Tiere. Es war für die rund 55.000 Rassegeflügelzüchter in Ostdeutschland eine enorme Leistung, die LIPSIA hatte damals 350 Mitarbeiter und 300 Preisrichter waren im Einsatz. Die LIPSIA war den Oberen des VKSK jedoch immer ein Dorn im Auge. Das schlimmste Erlebnis war für Erich Büsing die LIPSIA 1978. Wilhelm Schönefeld, damals Präsident des BDRG, besuchte die LIPSIA und wurde im Büro von Erich Büsing (als Ausstellungsleiter) herzlichst empfangen. Diese Unterredung dauerte längere Zeit, man hatte sich ja viel zu erzählen. Der 1. Sekretär des VKSK wollte mit seinen Mitarbeitern gerade zu diesem Zeitpunkt etwas von unserem Erich, aber er hatte wegen der Gastgeberpflichten keine Zeit. Es war das Ende der LIPSIA-Schau in der DDR. Erich Büsing war auch Mitglied im Anerkennungsausschuss der DDR und schrieb auch einige Fachartikel. Durch die laufenden Anschuldigungen und teilweisen Tricks, Hinweise auf mögliches Eingreifen des Staatsanwaltes usw. zog er sich lieber aus diesem Kreise zurück. Auch seitens der Kommission wurde gegen die LIPSIA geschossen und er wollte danach mit einigen nicht mehr an einem Tisch sitzen. 1946 legte Erich Büsing die Preisrichterprüfung für Kropftauben und Tümmler ab. Ein Jahr später für alle Taubengruppen. Er war als Preisrichter auf Nationalen und Europaschauen tätig. Da zur LIPSIA die bekanntesten Preisrichter verpflichtet wurden, lernte Erich Büsing Kapazitäten wie Giesecke, Pfeifer, Sicker, Jahre und viele weitere kennen. Seine Vorbilder als Preisrichter waren Rudolf Eugling und Willi Maudrich. 1966 übernahm er den Vorsitz der Preisrichtervereinigung Sachsen. Diese Funktion führte er lange Jahre aus. Die PV Sachsen führte monatliche Versammlungen und Schulungen durch und galt als eine der besten im Lande. Erich Büsing züchtete Nönnchen. Er war auch 40 Jahre Vorsitzender der SZG. Er war auch in der SZG Norwich und Ballonkröpfer aktiv. Auch Homer, Engl. Zwergkröpfer, Brünnerkröpfer und vor allem Brieftauben bevölkerten seine


In ehrendem Gedenken Zuchtanlage. Dazu kamen Zwerghühner wie Sebright, Zwerg-Wyandotten und Moderne Englische Zwergkämpfer. Natürlich blieben auch seine Ausstellungserfolge nicht aus. Zum Beispiel hatte er 1947 bei der 1. LIPSIA nach dem II. Weltkrieg zwei Mal vorzüglich, viele Preise und Wimpel gelangten in seinen Besitz. Wenn jemand so lange im Reigen der Mitglieder im BDRG mitwirkt und jahrzehntelang mit die 1. Geige spielte, blieben Auszeichnungen nicht aus. Er hat als Rassegeflügelzüchter alles erreicht. Goldene Ehrennadel des Landes, des BDRG, der Preisrichtervereinigung, Ehrenmitglied in Bund und im LV Sachsen, Ehrenmeister des VDT, Ehrenvorsitzender des Tauchaer Vereins Ornis 1891.

Erich Büsing mit seiner Frau

Wir haben mit Erich Büsing ein Mitglied verloren, das durch sein Leben und Wirken die Rassegeflügelzucht in der Region Leipzig und in ganz Deutschland wesentlich geprägt hat.

Bernd Dietrich


Informationen

Fachexkursion des Leipziger RGZV 1869 e.V. zur Europaschau in Nitra (Slowakei) 20.11. 2009 – 22.11.2009 1. Tag:

Mit dem komfortablen Reisebus starten wir 7.00 Uhr in Leipzig und beginnen unsere Fahrt in Richtung Slowakei. Für die kommenden beiden Nächte wohnen wir im ***Hotel Barbakan in Trnava (www.barbakan-trnava.sk) Dieser Tag ist für den Ausstellungsbesuch der EE-Europaschau in Nitra vorgesehen. Unser Bus übernimmt die Hin- und Rückfahrten. Für all diejenigen, die nicht den gesamten Tag auf der Messe verbringen möchten, ist eine Halbtagsfahrt in die slowakische Donaustadt Bratislava mit einer Führung durch die historische Altstadt sowie eine kleine Fahrt durch die Landschaft der Male Karpaty geplant. Wir reisen zurück in die Ausgangsorte.

2. Tag:

3. Tag: Leistungen:

+ Fahrten im modernen Fernreisebus mit Bordservice, WC + Frühstück im Bus am Anreisetag + Übernachtung mit HP + alle Straßengeb��hren

Bitte melden sie sich rechtzeitig beim 1. Vorsitzenden, Dr. Heinrich, für die Fahrt an. Voranmeldungen sind bis zum 31.07.2009 erwünscht.

Ringbestellung Die Ringbestellung für 2010 ist bis zum 15.09.2009 (Hauptbestellung) bei unserem Ringwart Klaus Dieter Pfoh Heiterblickallee 25, 04329 Leipzig, Tel./Fax: 0341–35544273 vorzunehmen. Mit der Bestellung wird die Zahlung fällig. Erster Termin für Nachbestellungen ist der 15.01.20109. Generell ist zu beachten, dass die Ringbestellung bitte nur im sogenannten 10er Sprung (10 Ringe einer Größe) vorzunehmen ist.


Termine

VERANSTALTUNGSSPLAN 2009 02.06.2009

Mitgliederversammlung „Barnevelder und ihre Zwerge“ Referent: Günter Heilemann

07.07.2009

Mitgliederversammlung „Vogtländische und Deutsche Trommeltauben“ Referent: Wilfried Metzner

08.08.2009

Vereinsausfahrt

05.09.2009 Beginn: 10:30 Uhr

Mitgliederversammlung – ACHTUNGN SONNABEND! „Holländische Zwerghühner“ Referenten: Bernd Dietrich und Werner Karge

06.10.2009

Mitgliederversammlung „Nürnberger Farbentauben“ Referent: Holger Kaps

03.11.2009

Mitgliederversammlung „Eine Taubenpraxis im Dienste der Züchter“ Referent: Tierarzt Andre Pfützner

04.-06.12.2009

LIPSIA-Schau

15.12.2009

Mitgliederversammlung „Leipziger RGZV 1869 e.V. gestern u. heute“ Referenten: Dr. Lothar Heinrich u. Wolfgang Schlegel

VEREINSAUSFLUG Unser diesjähriger Vereinsausflug findet am 8. August 2009 mit dem Ziel Nürnberg statt. Wir fahren wieder mit einem Komfort-Reisebus, Start ist 7:00 Uhr auf dem Parkplatz Fortuna-Klause. Unsere Fachexkursion führt uns zur Gemeinschaftszuchtanlage Nürnberg und zum Taubenmuseum Nürnberg. Der kulturelle Teil beinhaltet eine Besichtigung des Stadtkernes von Nürnberg. Die Anmeldungen erfolgen bitte schnellstmöglich bei Wolfgang Schlegel (0341/5213562).


Rasse des Jahres

Gimpeltauben – Rasse des Jahres 2009 Tradition und Beständigkeit sind Tugenden der Farbentauben und hier im Besonderen auch der Gimpeltauben, so dass die Auswahl als Rasse des Jahres eine nachvollziehbare Entscheidung des VDT war. Durch ihre Konstanz in der Verbreitung und auf Schauen aller Ebenen beweist sie ununterbrochen ihre Beliebtheit unter den Züchtern. Passend dazu unterstützt durch einen aktiven Sonderverein und dessen Fachkompetenz war früher und ist heute die Basis für ständige Entwicklung in Richtung Standardnähe bei bester Vitalität über inzwischen Jahrhunderte. Bei einem eingeschränkten Blick in die historischen Aufzeichnungen sei daran erinnert, dass die Gimpeltaube zu einer der Rassen gehörte, die standardmäßig auf dem 1. Geflügelzüchtertag 1869 in Dresden die erste gültige Festlegung erhielt. Diese und andere Festlegungen wurden in den Dresdner Blättern für Geflügelzucht (Nr. 43/1898) erstmals veröffentlicht und zur Musterbeschreibung auch für Gimpeltauben mit besonderen Hinweisen versehen. Grund dazu waren die gesammelten Erfahrungen, dass die deutschen Farben- und Trommeltauben auf den Geflügelausstellungen nach verschiedenen Grundsätzen und Anschauungen beurteilt werden würden und in Folge Fortschritte und Vervollkommnungen der Rassen nicht eintreten könnten. Sinngemäß wird ergänzt, dass die Notwendigkeit zur Erstellung von eingehenden Musterbeschreibungen zwingend notwendig sei, welche dann als Richtschnur für die Herren Preisrichter zu gelten hätten. Nicht unbekannt ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert die Vielzahl von Autoren, wo jeder Einzelne seine Meinung als die einzig richtige darstellte. So wurde beispielsweise in der Columbia 1/1879 geschrieben: „Die Farbentauben gehören doch eigentlich auch nur zu den Feldtauben, es sind eben keine Rassetauben.“ Ähnliche Perspektiven für die Farbentauben und somit auch für die Gimpeltauben wurden in dieser Zeit von verschiedenen Autoren bis zum vollständigen Verschwinden prognostiziert. Im vorigen Jahrhundert schwenkte dann die Meinung über Farbentauben um, so dass bekannte Farbentaubenexperten, wie Neubert, Wittig, Hahn oder später Engmann den festen Platz der Farbentauben und ihre hervorragende Entwicklung in Wort und Bild dokumentierten. Selbst Schachtzabel beschreibt die Gimpeltauben in seinem Standardwerk auf Tafel 23 und 24 mit exakten Rasseangaben.


Rasse des Jahres Er lässt allerdings zum Stammland die genaue Bestimmung offen und führt „Dalmatien und Illyrien oder Österreich und Oberbayern“ auf. Nicht selten wurde auch ihre Herkunft nach Archangelsk verlegt, was vermutlich fälschlicherweise wegen ihrer feurigen Farbe mit dem englischen Wort Archangel (Erzengel) in Verbindung gebracht wurde. Lavalle schreibt 1905, dass die Gimpeltaube schon vor 100 Jahren in Oberbayern bekannt war. Er führt weiter aus, dass ihre schwächliche und zarte Konstitution Anlass zur Annahme gebe, dass sie aus Süddeutschland stamme. Zum Rassehabitus wird in der Korth`schen Hühnerund Taubenzeitung, Jahrgang 1858, vermerkt, dass Gimpeltauben zumeist mit Spitzkappe in verschiedenen Farbenschlägen auf der Grundlage von Kupfer und Gold vorkommen, was inzwischen eine Wahrheit von eineinhalb Jahrhunderten darstellt. Weiterhin wird neben Farben auch ausgesagt, dass es welche mit weißen Handschwingen (nicht weniger als sechs), mit weißem Stirnfleck oder Blassen mit weißen Spießen gäbe. Allerdings wird festgestellt, dass im Salzburgischen die vorhandenen Blauflügel mit glattem Kopf mehr Aufmerksamkeit verdienen. 1910 wurde ein Klub sächsischer Gimpeltaubenzüchter und 1912 ein süddeutscher Klub der Gimpeltaubenzüchter gegründet, die dann 1924 den Zusammenschluss vollzogen. Nach der Trennung Deutschlands wurde in der DDR die Rasse von der SZG Gimpeltauben betreut und nach der Wende 1990 zur Wiedervereinigung erfolgte auch die Vereinigung mit dem Sonderverein der alten Bundesländer zum Sonderverein der Gimpeltaubenzüchter von 1912, so dass damit auch die im VKSK–Standard nicht mehr mit aufgeführten Glattköpfe wieder anerkannt waren. Wegen der Einfachkeit der nicht vorhandenen Kopfstruktur blieben und sind die Glattköpfe erstaunlicherweise gegenüber anderen Taubenrassen weiterhin selten. Im Sächsischen waren Gimpeltauben schon immer zu Hause und sind es auch zur heutigen Zeit nach wie vor. Grundlage dazu ist selbstverständlich die hier ansässige Untergruppe des SV Gimpeltauben mit einem aktiven Vorstand unter der Leitung des Spitzenzüchters


Rasse des Jahres

Jürgen Winkler, Dreiskauer Str. 8 in 04552 Eula, also in Greifweite des Leipziger Rassegeflügelzüchtervereines 1869 e.V., der gerne Interessenten der Gimpeltauben beraten wird. Dass diese Untergruppe im SV Gimpeltauben ehemals 1912 jetzt 1910 eine tragende Rolle spielt, ist Beweis der Sonderschauen, Hauptsonderschauen und letztlich der Europaschau im erzgebirgischen Zschorlau. Die beiden Schmidts aus Schneeberg sind darüber hinaus international bekannt und Erringer von höchsten Auszeichnungen bis hin zu Championaten auf nationaler und internationaler Bühne. Wohlgemerkt, dies sind nicht die einzigen erfolgreichen Züchter des sächsischen Landes, denn in der Oberlausitz und auch in der Dresdner Pflege sind rassige Gimpeltauben anzutreffen. Wer die Gimpeltauben als Ganzes in Kupfer und Gold und ihrer Flügelfarben sowie Scheckungsmuster sichten möchte, der muss die 113. LIPSIA–Bundesschau und die angeschlossene 58. VDT Schau am 4. bis 6. 12. 2009 auf der Neuen Messe in Leipzig besuchen. Die Gimpeltaubenzüchter laden Sie dazu herzlichst ein. Reiner Wolf Schönfeld (Fotonachweis: Die Fotos sind www.gimpeltauben.com entnommen)

der

Homepage

des

Sondervereins


Wir gratulieren

Günter Sallas zum 80. Am 2. Februar feierte unser Ehrenmitglied Günter Sallas seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren recht herzlich. Schon in jungen Jahren verlor er sein Herz an die Geflügelzucht. Besonders angetan hatten es ihm die hellen und die dunklen Zwerg-Brahma. 1954 gesellten sich noch die Pfaffentauben blau mit weißen Binden dazu. Am 4. Juli 1957 trat er unserem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein bei und es gab kaum eine Versammlung, an der er nicht teilnahm. Über 50 Jahre Zwerg-Brahma und Pfaffen: vom Sonderverein wurde er mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Der Landesverband ehrte ihn mit der Silbernen Ehrennadel und in unserem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein ist er Ehrenmitglied und Träger der Goldenen Ehrennadel. Wir wünschen unserem Zuchtfreund Günter Sallas alles Gute, Gesundheit und noch viele Jahre Freude an seiner Zucht.


Aus dem Vereinsleben

Die Geflügelausstellung in Poznan war wieder eine Reise wert Der Leipziger Rassegeflügelzüchterverein 1869 e.V. organisierte vom 6. bis 8. Februar 2009 eine Busfahrt nach Poznan. Ziel war die Nationale Ausstellung für Rassetauben und Geflügel. Angeschlossen war eine regionale Kaninchenausstellung.

Diesmal schlossen sich auch einige Zuchtfreunde aus Nürnberg, mit Karl Heinz Sollfrank an der Spitze, dem Geschehen an. Es gab Neues und Interessantes zu entdecken, insbesondere das Treiben in der Halle 1, wo ein gewaltiger Geflügelmarkt stattfand. Schätzungsweise wurden an beiden Tagen zusammen ca. 30.000 Tiere aufgetrieben. Jeder versuchte, bestmöglich Tiere zum Verkauf zu präsentieren. Der Kenner konnte durchaus wertvolle Zuchttiere herausfinden. Der Handel blühte auf der ganzen Linie völlig unbürokratisch. Auf der Nationalen Rassetaubenausstellung herrschte eine gepflegte, ruhige Atmosphäre. Knapp 3.000 Rassetauben wurden in einreihig aufgestellten Käfigen sehr übersichtlich präsentiert. Die meisten Tiere wurden in den Rassen Danziger Hochflieger 132, Deutsche Schautauben 129, Carrier 120, Pfautauben 104 und natürlich Pommernkröpfer 99 gezeigt. Die Hühner waren mit ca. 150 Tieren vertreten, aber gleichzeitig fand in Warschau eine bedeutende Ausstellung für Hühnergeflügel statt. Die begehrten Championtitel wurden auf das beste Tier jeder Rasse vergeben, vorausgesetzt es waren sechs Tiere ausgestellt.


Aus dem Vereinsleben Weitere Championtitel gab es nach einem vorgegebenen Schlüssel auf weitere Farbenschläge. Die Kollektionswertung wurde auf drei Tiere einer Rasse, aller Farbenschläge ermittelt. Als Ehrenpreise gab es eine Vielzahl von Pokalen und Diplomen. Die Siegerehrung war sehr aufwändig und sprengte fast den Zeitrahmen der Festveranstaltung. Diese stand im Zeichen des 140. Jubiläums des Poznaner Vereins. Christoph Günzel ehrte zwei Züchter mit Plaketten des Landesverbandes Sachsen. Dem schloss sich Dr. Lothar Heinrich mit drei

weiteren Sonderpreisen vom Leipziger RGZV an. Die Gewinner freuten sich über diese unerwartete Ehrung. Stellvertretend für die Leipziger Rassegeflügelzüchter hatte Dr. Lothar Heinrich schon im Vorfeld einen Rassetaubenstandard an die Poznaner Züchter übergeben, dieser war sehr begehrt und zeigt, wo Unterstützung sinnvoll ist. Der begeisterte und engagierte Jungzüchter Przemyslaw Orpel wurde geehrt, indem Dr. Lothar Heinrich einen Europastandard für Groß- und Wassergeflügel, Hühner sowie Zwerghühner übergab. Die Leipziger Züchter waren mit den ausgestellten Tieren sehr erfolgreich. Bei den Hühnern errangen Gerald Tümmler, Günther Zwintscher, Werner Karge und Kurt Freist Championtitel. Bei den Taubenzüchtern gingen die Champions an Harald Weber, Timo Berger, Matthias Beutel, Gerald Tümmler und Reiner Awe. Fast alle ausgestellten Tiere blieben bei den polnischen Züchtern, sicherlich eine fördernde Maßnahme. Freuen wir uns auf die polnischen Züchter anlässlich der 113. LIPSIA und VDT– Schau in Leipzig und natürlich auf den nächsten Besuch in Poznan. Matthias Beutel


Der Zuchtwart informiert

Ausstellung in Poznan 07./08.02.09 Die Mitglieder des LRGZV errangen folgende "Champion" Titel Hühner Gerald Thümmler Zwerg Ko - Shamo weizenfarbig Günther Zwintscher Mod. Engl. Zwerg-Kämpfer birkenfarbig Kurt Freist Brahma schwarz Werner Karge Holländische Zwerge silberhalsig Tauben Gerald Thümmler Thüringer Schwalben m. Haube blaugehämmert Timo Berger Strasser blau ohne Binden Günther Zwintscher Coburger Lerchen silber mit Binden Matthias Beutel Starwitzer Flügelsteller Kröpfer blauschimmel Harald Weber Dt. Modeneser Schitti rotfahlgehämmert Reiner Awe Altholländische Kaputziener blau mit schw. Binden

Auswertung der 112. LIPSIA Erfolgreichste Aussteller nach Qualitätsbewertung Einzeltiere Aussteller Trinkerl, Helmut Trachbrodt, Bernd Trachbrodt, Bernd Prosowski, Rene Lange, Rolf Beutel, Matthias Bunge, Gerhard Podkowa, Rainer ZG Dietrich K. u. L. Linke, Horst

Bewertung V 97 BM V 97 BLP V 97 ELB V 97 LVEP V 97 LVEP V 97 ELB V 97 ELB V 97 ELB V 97 ELB V 97 BLP

Rasse, Farbenschlag 0,1 alt Cauchois blaufahl-sulphur geschuppt 0,1 jung Deutsche Modeneser Schietti schwarz 0,1 jung Deutsche Modeneser Gazzi schwarz 1,0 jung Dragoon blau-schimmel 0,1 alt Luchstauben blau m. w. B. farbschwingig 0,1 jung Starwitzer Flügelsteller blaufahlschimmel 0,1 alt Hessische Kröpfer Rieselkopf schwarz 1,0 jung Steigerkröpfer schwarz 1,0 alt Dt. Modeneser blau-hellschildig gesäumt 0,1 jung Thüringer Storchtaube rot

Erfolgreichste Aussteller nach Punkten Aussteller Trachbrodt, Bernd Trinkerl, Helmut Beutel, Matthias Bunge, Gerhard Fuchs, Reiner

Punkte 576 576 572 571 571

Rasse, Farbenschlag Deutsche Modeneser Cauchois Starwitzer Flügelsteller Kröpfer Hessische Kröpfer Damascener

Zusammenstellung: Matthias Beutel

Punkte 95 96 96 95 96 96 96 96 97 97


Der Zuchtwart informiert

Bericht des Zuchtwartes für Hühner Jahreshauptversammlung Leipziger RGZV 1869 am 07.03.2009 Auf der Landesverbandsschau und Landesjugendschau des Freistaates Sachsen, der LIPSIA-Schau, stellten im Dezember 2008 107 Zuchtfreunde unseres Vereines 164 Rassen aus. Teilweise, besonders bei den Tauben, in mehreren Farbenschlägen. Dies wird nicht berücksichtigt. 11,3 Prozent davon waren ausgestellte Rassen große Hühner. Im Vergleich dazu wurden 31,33 Prozent Zwerghühner, 58 Prozent Tauben, 7,3 Prozent Enten, 6 Prozent Gänse sowie je 1,3 Prozent Puten und Perlhühner ausgestellt. Folgende Rassen wurden ausgestellt: 2 Züchter Brahma in 4 Farbenschlägen, 2 Züchter Cochin in 2 Farbenschlägen, 2 Züchter Italiener in 2 Farbenschlägen, 2 Züchter Deutsche Lachshühner Und jeweils ein Züchter stellte Tiere der Rassen Marans, Sussex, New Hampshire weiß, Orloff, Vorwerkshühner, Westfählische Totleger und Bergische Kräher aus. Dazu 1 Züchter in 2 Farbenschlägen Thüringer Barthühner Auch im Vergleich der von unseren Züchtern betreuten Zuchten verhält sich dies ähnlich. Auf alle Rassen bezogen machen die Zuchten großer Hühner 12,1 Prozent aus. Im Vergleich großer Hühner zu Zwerghühnern entfällt ein Drittel auf die Hühnerzuchten und das doppelte auf die Zuchten der Zwerghühner. Dieser Trend, er bedeutet in der Regel Abnahme der großen Hühnerzuchten und Zunahme der Zwerghühnerzuchten, ist in ganz Deutschland festzustellen. Die Hühner sind Hobby und Freizeitbeschäftigung. Das Interesse an großen und eventuell vielen Eiern besteht kaum. Für die Familie liefern auch die Zwerghühner ausreichend wohlschmeckende Frühstückseier. Das Verhältnis ist jedoch territorial sehr unterschiedlich und kann bei uns noch als positiv bezeichnet werden. In einigen Vereinen und Territorien beherrschen teilweise Tauben und Zwerghühner bereits das Bild. Für die Erhaltung genetischer Ressourcen, die uns obliegt, sollten wir aber bemüht sein, die Hühnerzuchten weiterhin zu erhalten. Im vergangenen Jahr wurden 3 Fachvorträge zu großen Hühnerrassen gehalten, d. h. die Schwerpunkte in 3 Mitgliederversammlungen wurden zu den Hühnern gestaltet. In der Februarversammlung referierte Frank Peschke über die Schönheiten der Haubenhühner. In der Aprilversammlung wurden von Dietmar Kleditsch Brakel und Zwerg-Brakel besprochen und in der Novemberversammlung stellte uns Christoph Franz die goldfarbigen Italiener vor. Im Jahr 2009 werden Beiträge zu den schwarzen Wyandotten, einer Rasse des Jahres, sowie den Barneveldern und deren Zwerge folgen.


Der Zuchtwart informiert Die Fachforen, die mit der Europa-Kleintierschau wieder intensiv begonnen wurden, widmeten sich ebenfalls in einer Session dem Großgeflügel, Wassergeflügel und den Hühnern. Dabei standen Themen wie Fütterung der Hühner in der Zuchtsaison, der unterschiedlichen Vererbung des weißen Gefieders unserer Hühner und der Bewirtschaftung von Ausläufen auf der Tagesordnung. Dieser Fortbildungsteil wird sich hoffentlich etablieren und führt eigentlich eine gute Leipziger Tradition fort. So wurden seit den 60er Jahren Geflügeltage parallel zur LIPSIA-Schau erst von Professor Brandsch und später von Professor Pingel jährlich als Internationale Tagung für Geflügel durchgeführt. Neben der Zuchtarbeit, des Züchtergespräches und der Fortbildung spielt aber die Öffentlichkeitsarbeit gleichfalls eine sehr große Rolle. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an unseren Schauleiter, Zuchtrichterkollegen und Zuchtfreund Bernd Dietrich. Auf der Messe Haus-Garten-Freizeit betreute er nun bereits zum sechsten Mal den Geflügel- und Kleintierhof. Diese Messe ist wohl der bedeutendste Ort des Dialoges zwischen Stadt und Land, zwischen Züchtern und Bevölkerung auch über unser Geflügel. Nicht nur die Kinder, angezogen durch den Kükenschlupf, der dort täglich stattfindet, sondern auch die Demonstration von Rassetieren, und hier besonders von Großrassen, seien erwähnt. Die 7 Hähne verschiedener Rassen waren schon eine Augenweide, die in diesem Jahr die Haus-Garten-Freizeit zierten. Über 176.000 Besucher und fast 90 % wählten das Programm Geflügel- und Kleintierhof und Tiere vom Bauernhof als sehr gut gelungen. Viele Gespräche konnten geführt werden und manchen Interessenten Bruteier oder Hühner vermittelt werden. Auch die Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit auf der agra wird in ähnlicher Weise von Zuchtfreund Bernd Dietrich gestaltet werden. Wenn auch hier das Publikum etwas anders gelagert ist. Bezüglich der großen Hühner sollten alle Aktivitäten genutzt werden, um einen weiteren Rückgang zu vermeiden oder eventuell auch eine Ausbreitung zu sichern. Die Unterstützung unserer Züchter auf der einen Seite, die Zusammenarbeit mit Hühnerhaltern sollte ebenfalls geprüft werden. Hier wäre an die Gesellschaft zum Schutz vom Aussterben bedrohter Rassen GEH gedacht, die bei Ihren Mitgliedern auf den Archehöfen Rassetiere der seltenen und alten Haustierrassen favorisiert haben und gleiches trifft für unser Geflügel zu. Mit diesen Zuchten oder Hühnerhaltungen besteht eine Möglichkeit, die Populationsgröße der einzelnen Rassen zu vergrößern. Damit kann der Erhalt und der züchterische Fortschritt positiv beeinflusst werden. Letzteres gelingt jedoch nur, wenn es hier auch eine Betreuung und eine Zusammenarbeit


Der Zuchtwart informiert zwischen den Rassezüchtern, den Sondervereinen und den Hühnerhaltern gibt. Unselektiertes Tiermaterial und Tiere, die oftmals nicht dem Rasseanliegen genügen, bewirken dabei wenig. Auf der einen Seite sollte eine Art Körung angedacht sein. Des Weiterem eine zielgerichtete Betreuung. Auf der anderen Seite sollte eine Sicherung allgemeiner Leistungsmerkmale unserer Hühner Beachtung finden. Denn nur so können wir unsere Zuchten und die Bestände der GEH als echte Genreserve für die Erhaltung genetischer Ressourcen betrachten. Beides ist gegenwärtig sehr schwer machbar und sollte von uns diskutiert und nach Möglichkeiten gesucht werden. Als positives Beispiel ist hier das Projekt der Deutschen Legegans zu nennen. Dr. Manfred Golze Zuchtwart Hühner Angebote Fort– und Weiterbildung für unsere Mitglieder und alle Freunde der Rassegeflügel- und Kleintierzucht aus nah und fern Sächsischer Bienentag: 03.06.09 Reichenbach/V. Ratssaal Beginn 9:30 Uhr In Verbindung mit Landesgartenschau des Freistaates Sachsen Achtung! Fortbildung für Geflügelzüchter: 11./12. 06.09 in Kitzingen/Bayern Legehennenhaltung/ Vortragstagung und Besichtigung der Station sowie Exkursion Achtung ! Sächsischer Geflügeltag: Legehennenhaltung: 23.06.09 Gasthof Deuben/Bennewitz Beginn 13:00 Uhr Sächs. Kaninchentag: 12.09.09 in Reichenbach,V. Ratssaal Beginn 9:30 Uhr in Verbindung mit Landesgartenschau des Freistaates Sachsen Achtung! Arbeitskreis Sondergeflügel: 19.09.09 Beginn 10:00 Uhr in Oederan OT Schönerstadt, Gasthof Tagung und Besichtigung der Fleischtauben, Wildenten, Perlhühner und mehr in Agrozucht Breitenau, Oederan OT. Breitenau Achtung! Fachforen auf der LIPSIA-Schau: Sa. 05.12.09 10:00 Uhr Groß- und Wassergeflügel; Sa. 05.12.09 14:00 Uhr Hühner und Zwerghühner; So. 06.12.09 Tauben. Des weiteren: 12.05.09 Treff Gatterwild in Weichlitz/V. OT Kröstau 16.05.09 AK Muffelwild in der Räuberschenke in Hartha/Oederan Die Programme oder Informationen bei: Romi Wehlitz, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Am Park 3 04886 Köllitsch T.034222 46158;Fax 034222 46109; E-Mail: romi.wehlitz@smul.sachsen.de Dr. Manfred Golze, LfULG


Der Zuchtwart informiert

Bericht des Zuchtwartes für Zwerghühner 2008 Im Leipziger Rassegeflügelzüchterverein züchten 91 Mitglieder Zwerghühner. Von den Mitgliedern werden 33 Rassen gezüchtet, am beliebtesten sind die Zwerg-Wyandotten mit 12, gefolgt von den Zwerg-Welsumern mit 10, Federfüßige Zwerghühner mit 8, Zwerg-Cochin mit 7, Antwerpener Bartzwerge mit 6 und Deutsche Zwerghühner mit 5 Züchtern. Wird können auch stolz sein, dass auch seltene Rassen, wie z. B. Bergische Zwergkräher, Bergische Schlotterkämme oder Zwerg-Brakel gezüchtet werden. Zur 112. LIPSIA stellten 32 Züchter 210 Tiere in 17 Rassen aus. Es wurde 2x die Note V 97 Punkte, 35x sg 95 Punkte, 51x sg 94 Punkte, 43x sg 93 Punkte, 29x g 92 Punkte, 17x g 91 Punkte vergeben. 13 Käfige blieben leer. Beteiligt waren (Anzahl der Farbenschläge der beteiligten Rassen): Zwerg-Wyandotten Zwerg-Cochin Dt. Zwerghühner Bantam Dt. Zwerg-Lachshühner Zwerg-Araucana Antwerpener Bartzwerge

5 3 3 2 2 2 1

Zwerg-Rhodeländer Moderne Engl. Zwergkämpfer Zwerg-Italiener Bergische Zwergkräher Bergische Schlotterkämmer Zwerg-Brakel

1 1 1 1 1 1

Im Jahre 2008 wurden Fachvorträge über Zwerg Haubenhühner, Zwerg-Brakel und Zwerg-Orpington gehalten. Bei der Haus-Garten-Freizeit waren wir wieder präsent mit 6 Volieren „Küken und Wachtelschlupf“, welche sehr gut ankamen. Auch zu den täglichen Tierschauen im Vorführring zeigten wir Enten und Brahmas. Die Haus-Garten-Freizeit wurde von 178.000 Besuchern besucht. 87,5 % der Besucher besuchten die Haus- und Heimtiere und 84 % die Tiere vom Bauernhof. Auswertung Schweizer Cup 2008: 1. 2. 3. 4. 5.

Gordon Patzelt Joachim Hammer Eberhard Koch Steffen Lose Wachsmuth, M. + Ch.

475 Punkte 474 Punkte 474 Punkte 474 Punkte 474 Punkte

Zwerg-Welsumer – rebhuhnfarbig Zwerg-Rhodeländer Dt. Zwerghühner – orangehalsig Zwerg-Brakel – silber Zwerg-Lachshuhn – weiß

Wir gratulieren den Erringern des Titels Deutscher Meister und SV Meister und wünschen allen Zuchtfreunden für das Jahr 2009 viel Gesundheit und viel Erfolg in der Zucht und eine gute Beteiligung an der 113. LIPSIA-Schau. Bernd Dietrich


Aus dem Archiv Mein Schatz A. Seidel - 1926

Oh kommt doch her zu euerm Herrn Kommt schnell, kommt schnell herbei! Ich bin euch gut, ich hab euch gern, Ich bringe Leckerei. Ihr seid mein Stolz und meine Freud, Erholung spät und früh! Ihr seid mir schönstes Augenweid Nach Tages Last und Müh: Ihr legt mir Eier „Viel und Dick“ Wie’s Hühner meistens tun! Ereilt euch Messers Geschick gibt’s Fleisch vom Hahn und Huhn. Einen herzlichen Dank den Zuchtfreunden Scheffold, Kenn, Wolters, Henze, Klaus Fritzsche, Kleditsch, Fichtner und Valdor für die Archiv-Spenden. Ich benötige alles, was mit dem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein im Zusammenhang steht: alte Bilder vom Vereinsleben, Schriftstücke, Korrespondenz, Mitgliederausweise, Eintrittskarten und Kataloge der LIPSIASchau vor 1979, alte Geflügelbörsen usw. Des Weiteren Fachbücher über Hühner, Tauben, Enten und Gänse für unsere im Aufbau befindliche Bibliothek. Für Eure Archivspende habe ich in den Monatsversammlungen oder am Telefon immer ein offenes Ohr. Dringend gesuchte Kataloge sind 1930 und 1931 sowie vor 1929. Wolfgang Schlegel, Archivar

Rassebezeichnungsschild auf Ausstellung 1902


Aus dem Archiv

Hühnerzucht in der Küche Vielen Menschen ist ein Ding der Unmöglichkeit, ohne Hühner oder Tauben durch das Dasein zu wandern, vielleicht schon im Elternhaus daran gewöhnt, lässt sich diese Neigung schwer unterdrücken und wird unter den schwierigsten Verhältnissen in die Tat umgesetzt. Besonders in Großstädten kann man oftmals staunen über die Erfindungsgabe armer Menschenkinder, welche verurteilt sind, in diesen Steinwüsten zu leben und die doch auch irgend ein Tier haben möchten, an dem sie ihre Freude haben und die Verbindung mit der Natur nicht vollends aufhört. Bei meinem mehrtägigen Aufenthalt in Berlin habe ich einen eigenartigen Fall erlebt. Wiederholt hatte ich bemerkt, dass meine Flurnachbarin an jedem Nachmittag mit einem großen Marktkorb ausging und scheinbar etwas Lebendes in diesem fort trug. Das Rätsel löste sich auch bald, denn bei einem Zusammentreffen auf dem Flur kam ich mit der Frau ins Gespräch und sehe dabei wie ein Huhn seinen Kopf unter dem Korbdeckel hervorstreckt, worauf ich dann erfuhr, dass sie ohne Hühner nicht leben könne und sich zwei angeschafft habe, welche ich Heim unter dem mit Drahtgeflecht umgebenen Küchentisch gefunden haben. Vormittags gingen sie auf das am Küchenfenster angebrachte Blumenbrett, welches ebenfalls mit Geflecht umrandet ist und wo sie nach Belieben hoch und runter fliegen können. Am Nachmittag werden sie in den Körben aufs Feld gebracht, wo sie sich dann einige Stunden tummeln können. Und diese ging alles auf die einfachste Weise, denn sowie der geöffnete Korb hingestellt wird, setzen sie sich ohne weiteres hinein und warten der Dinge, die da kommen sollen. Auf dem Felde machen sie mitunter große Entdeckungsreisen aber immer in Sicht ihres Korbes, wohin sie auch flüchten, wenn Gefahr droht. Nach einigen Sunden des Umherspazierens gingen sie wieder in ihren Korb und warteten nach Hause getragen zu werden. Diese Hühner von unbestimmter Rasse legten nach Angaben der Frau im Sommer wöchentlich ein Dutzend Eier, im Winter die Hälfte und pausieren nur während der Mauser. Sie waren so gut erzogen, dass sie außer auf ihrem Blumenbrett nirgends aufflogen, auch wenn ihre Herrin nicht anwesend war, sondern höchstens einmal die Küchendiele lang spazierten. So hatte die Frau nicht nur ihr Vergnügen auf dem denkbar kleinsten Raum, sondern auch immer frische Eier und die Zeit auf dem Felde blieb ihr auch nicht ungenutzt, sondern durch eine Handarbeit ausgefüllt. Leipziger Züchter H. E. im Jahr 1910


Der Zuchtwart informiert

Deutsche Meister und Bundessieger 2008 aus dem Leipziger Rassegeflügelzüchterverein 1.

VHGW-Schau Hannover – Groß- und Wassergeflügel, Hühner DEUTSCHE MEISTER

Wilfried Große Helmut Bethmann Lutz Witt

2.

VDT-Schau Dortmund – Tauben DEUTSCHE MEISTER

Helmut Trinkerl Helmut Trinkerl Siegfried Faber ZG Dietrich

3.

Deutsche Puten, bronze Rouenenten, wildfarbig Laufenten, blau

Cauchois, blau bronzegeschuppt Cauchois, blaufahl sulphurg. Show Racer, dunkel Dt. Mod. Schietti, blau-hellsch. ges.

Nationale Erfurt BUNDESSIEGER

Wilfried Große Andre Klein Jürgen Stiller Helmut Trinkerl Clemens Schlotböller Gerhard Bunge

Deutsche Puten, bronze Landenten mit Haube, wildfarbig Asil, rotbunt Cauchois, blaufahl sulphurgesch. Dt. Modeneser, dunkel-hellsch. ges. Hessische Kröpfer, schwarz

Herzlichen Glückwunsch!

Liebe Mitglieder, Wir sind bemüht, jedes Mitglied, welches einen der obigen Titel errungen hat, durch diese spezielle Veröffentlichung nochmals zu ehren. Helft deshalb bitte mit, dass niemand vergessen wird! Danke!



Lipsia-Journal Heft 20