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Vorwort

Liebe Mitglieder, schon wieder neigt sich das Jahr seinem Ende entgegen. Wir alle sind voll in der Vorbereitung zur 27. Europaschau und 94. Nationalen Rassegeflügelschau. Mehr als 12.000 Aussteller haben ihre Tiere für diesen Wettbewerb gemeldet. Die vier Hallen der Messe sind restlos ausgebucht. Mit einem solchen Meldeergebnis konnten wir nicht rechnen. Schon heute mein Dank an alle, die mithelfen, diese Ausstellung zum Erlebnis für alle werden zu lassen. Viele sind bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gefordert worden. Allen schon heute ein herzlicher Dank. Natürlich sind die Züchter enttäuscht, die nicht mehr aufgenommen werden konnten. Auch wissen wir, dass ein teilweise doppelstöckiger Aufbau nicht ideal ist. Diese Entscheidung musste getroffen werden, um wenigstens noch 15.000 Tiere annehmen zu können. Alles was bis zum Meldeschluss in Rochlitz eingegangen ist, wurde noch berücksichtigt. Wünschen wir uns alle eine günstige Wetterlage, um allen einen störungsfreien Besuch der Ausstellung zu ermöglichen. Alle, die mithelfen, werden ihr Bestes geben, um die Schau zum Erfolg werden zu lassen. Ich wünsche allen Mitgliedern beste Gesundheit und eine erfolgreiche Ausstellungssaison.

Herzlichst Dr. Lothar Heinrich 1.Vorsitzender


Vorstand

Vorstand des Leipziger Rassegeflügelzüchtervereins 1869 e.V. 1. Vorsitzender

Dr. Lothar Heinrich Panitzscher Str. 17, 04451 Borsdorf 034291 – 31 950 (d) oder 38 707 (p)

2. Vorsitzender

Heiko Metzlaff Peischweg 6, 04442 Zwenkau 034205 – 44 333

Kassierer

Dr. Gerald Sehmisch Pöppigstraße 29, 04349 Leipzig 0177 – 2721980

Schriftführer Stellv. Kassierer Stellv. Schriftführer Archivar Ringwart

Brigitte Heinrich Bernd Trachbrodt Jens Vogel Wolfgang Schlegel Klaus Dieter Pfoh

Vorsitzender der Revisionskommission

Andreas Reuter

Zuchtwarte: Groß- und Wassergeflügel Hühner Zwerghühner Tauben

Lutz Witt Dr. Manfred Golze Bernd Dietrich Matthias Beutel

LIPSIA-Ausstellungsleitung: Ausstellungsleiter

Timo Berger Wickershain 46 04643 Geithain

Stellv. Ausstellungsleiter Ausstellungskassierer Technischer Leiter Stellv. Technischer Leiter

Bernd Dietrich/ Dr. Lothar Heinrich Dr. Karin Göserich Matthias Beutel Günther Zwintscher


Aus dem Vereinsleben Vereinsfahrt am 04.08.2012

Leipziger Rassegeflügelzüchter besuchten das Robert-OettelDenkmal in Görlitz und die Landesgartenschau in Löbau Pünktlich um 7:00 Uhr fuhr der voll besetzte Bus der Fa. Reisevogel, Burgstädt in Richtung Görlitz. Ganz oben auf dem Programm unserer Vereinsfahrt stand ein Besuch des RobertOettel-Denkmals in Görlitz. In der Vereinsgeschichte des LRGZV 1869 e.V. war dieser Besuch sicher ein denkwürdiger Moment. Robert Oettel (1798 – 1884) ist der Begründer der deutschen Rassegeflügelzucht.

Im Gedenken an sein Lebenswerk wurde ihm im Stadtpark von Görlitz, direkt an der Neiße, ein stattliches Denkmal gewidmet. In der Altstadt von Görlitz befindet sich eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus. .


Aus dem Vereinsleben

Die Leipziger Zuchtfreunde pflegten die Tradition, indem sie mit der Vereinsfahne aufwarteten und ein Blumengebinde ablegten Der Vereinsvorsitzende, Dr. Lothar Heinrich, würdigte in einer Ansprache vor dem Denkmal die Verdienste von Robert Oettel und erinnerte an seine Biographie. Bemerkenswert, wie er den Kampf gegen die Mückenplage bestand. Unser aufmerksamer Archivar Wolfgang Schlegel bemerkte, dass Robert Oettel noch zur ersten Leipziger Rassegeflügelschau als Preisrichter tätig war. Damit schließt sich eine traditionsreiche Geschichte. Das Denkmal wird durch die Görlitzer Rassegeflügelzüchter gepflegt. Es wurde 1901 errichtet und 1992 wurde durch Initiative des BDRG und des SRV der stolze Hahn wieder aufs Denkmal gesetzt. Auf der Rückseite des Denkmals zeugen Tafeln davon.

Am Nachmittag stand ein Besuch der Landesgartenschau in Löbau auf dem Programm. Der Oberbürgermeister der Stadt Löbau, Herr Dietmar Buchholz, begleitet vom Geschäftsführer der Gartenschau, Herrn Jochen Heinz, führte uns persönlich durch die Anlagen. Diese Aufwartung war eine große Ehre für den LRGZV 1869 e. V. Aber wen wundert das, wenn der OB Pommernkröpfer züchtet und zur Europaschau ausstellt.

Im Rahmen der Landesgartenschau sind natürlich auch die Rassegeflügelzüchter mit einer Zuchtanlage präsent, gezeigt werden sächsische Rassen. Die Tiere werden durch Zuchtfreund Kaßner betreut.


Aus dem Vereinsleben

Vorn links: OB Dietmar Buchholz Hinten links: GF Jochen Heinz Mitte: Siegfried Kaßner und Gattin Rechts: Dr. Lothar Heinrich

Unser Vorsitzender Dr. Lothar Heinrich und seine Frau Brigitte haben ein tolles Programm organisiert, dafür herzlichen Dank. Das gilt auch für Reiseleiter Wolfgang Schlegel und Busfahrer Michael Scheibe. Matthias Beutel

Schweizer-Cup Zum 135jährigen Vereinsjubiläum stiftete unser Ehrenmitglied Urs Freiburghaus einen Wanderpokal, den Schweizer-Cup. Dieser Wanderpokal, eine wunderschöne traditionelle Schweizer Glocke, wurde erstmals zur 109. LIPSIASchau vergeben. Zur 116. LIPSIA wird dieser Pokal unter den Mitgliedern des Vereins in der Sparte Hühner und Zwerg-Hühner ausgelobt. In die Wertung kommen dabei die 5 besten Jungtiere einer Rasse und eines Farbenschlages beiderlei Geschlechts. Ein Mitglied kann mit mehreren Rassen teilnehmen. Der Erringer des Schweizer Cups erhält ein gesticktes Glockenband sowie eine Urkunde. Der Pokal bleibt im Eigentum des Vereins.


Termine

VERANSTALTUNGSSPLAN 2013

08.01.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „100 Jahre Modeneser Zucht“ Referent: Bernd Trachbrodt 05.02.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Praktische Genetik in der Taubenzucht“ Referent: Dieter Schaller 02.03.2013 JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Achtung! Sonnabend 14:00 Uhr – Kulturhaus „Sonne“ Schulstraße 10, 04435 Schkeuditz 02.04.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Die Perlhuhnzucht – Tradition und Zukunft“ Referent: Ortwin Grossmann 07.05.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Thüringer Weißlätze, Sächsische Brüster“ Rasse des Jahres im Bund bzw. in Sachsen Referenten: Andreas Reuter / Reiner Wolf 04.06.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Zucht und Haltung der Sebright“ Referent: Gerd Wiedermann 02.07.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Dragoon – Zucht und Haltung“ Referent: Thomas Brückner, Annaberg-Buchholz

Unsere regelmäßigen Monatsversammlungen finden in der Gaststätte „Fortuna-Klause“ (04319 Leipzig-Paunsdorf, Riesaer Straße 101 - Telefon: 0341/2522741) statt.


Termine

VERANSTALTUNGSSPLAN 2013

03.08.2013 7:00 Uhr – „Fortuna Klause“ Vereinsausflug (Ziel wird später veröffentlicht) 07.09.2013 MITGLIEDERTAG Achtung! Sonnabend 10:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Geflügelzucht in der Schweiz“ Referent: Martin Wyss anschließend Tierbesprechung 01.10.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Federfüßige Zwerghühner – eine Rasse mit Zukunft“ Referent: Ruben Schreiter 05.11.2013 MITGLIEDERVERSAMMLUNG 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ „Die Zucht der Minorka“ Referent: Dr. Manfred Golze 06.12.– 08.12.2013 117. LIPSIA-Schau VHGW/ VZV/ VDT 07.12.2013 ZÜCHTERTREFF auf der LIPSIA-Schau 16:00 Uhr – Kongresszentrum Messe Leipzig 17.12.2013 19:00 Uhr – „Fortuna Klause“ Weihnachtsfeier Auswertung LIPSIA 2012

Unsere regelmäßigen Monatsversammlungen finden in der Gaststätte „Fortuna-Klause“ (04319 Leipzig-Paunsdorf, Riesaer Straße 101 - Telefon: 0341/2522741) statt.


Der Zuchtwart informiert

Rund um das Ei Einleitung Erwin Strittmatter schrieb im Buch „Tinko“, „im Frühjahr legen die Bauern die Kartoffeln und die Hühner die Eier“. Wenn auch bereits Karl der Große (742-814) in seiner Landgüterverordnung, neu herausgegeben von Heinz Brandsch 1990, in mehreren der 70 Kapitel die Geflügelhaltung und deren Produkte fördert und besonders die Eier würdigt, so war das Huhn noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auf den Bauernhöfen das „fünfte Rad am Wagen“. Untergebracht waren die Hühner meist in dunklen Verhauen, oft über den Schweinebuchten sich befindend. Zu diesen führte an der Außenwand angebracht die im Sprachgebrauch als „kurz und beschissen“ bezeichnete Hühnerleiter. Als Futter gab es ein paar Körner und das was die Hühner in der Spreu auf der Tenne oder den Misthaufen fanden und die anderen Tiere übrig gelassen hatten. Erst wenn im Frühjahr die Tage wieder länger und die Natur zusätzliche Nahrung bot, setzte, wie bei allen Vögeln, die Legetätigkeit wieder stärker ein. Diesbezüglich hat sich in der Hühnerhaltung viel verändert. Wenn man unsere landwirtschaftlichen Nutztiere betrachtet, ist die Entwicklung beim Huhn am stärksten vorangeschritten. Auf Grund des kurzen Generationsintervalls, der möglichen hohen Nachkommenzahl und der starken Spezialisierung auf wenige Merkmale ist der züchterische Fortschritt sehr groß. Die Haltungsbedingungen wurden immer besser tierartgerecht gestaltet. Selbst in Ställe mit wenig Fensterfläche wird den Hennen ein Lichttag über die Beleuchtung von 14-16 h geschaffen. Die Fütterung ist für jede Haltungs- und Leistungsphase optimal ausgerichtet. Das Huhn gilt heute, laut Schrifttum, als der auf der Welt am meisten vorkommende Vogel. Dabei nehmen allerdings die Fleischhühner den größeren Teil ein. Die Produkte Hühnerfleisch und Eier sind absolut weiter auf dem Vormarsch. Sie gehören zur modernen Ernährung auf der einen Seite und über das Geflügel kann aus Sicht der eingesetzten Stoffe am günstigsten ein Beitrag gegen den Hunger auf der Welt und für die Sicherung eines gewissen notwendigen Anteils an tierischem Eiweiß für die Menschen geleistet werden. Eiererzeugung In Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt die Stallkapazität wieder im Aufwärtstrend. Der Alleingang Deutschlands mit dem vorzeitigen Ausstieg aus der Käfighaltung bei Legehennen hatte dazu geführt, dass sich die nahezu 40 Millionen Legehennenplätze, auch bei starkem Gegensteuern durch Investitionen für neue Anlagen in einigen Bundesländern, um mehr als 15 % reduzierten. Kleinere Anlagenbetreiber scheuten die erneute große Investition und gaben auf. Größere Betriebe konnten nicht so schnell umgestellt werden.


Der Zuchtwart informiert Die neuen Haltungsbedingungen erlauben es darüber hinaus, meist nur 70 % der Haltungsplätze in den Bauhüllen unterzubringen. Der Selbstversorgungsgrad reduzierte sich bei Eiern in Deutschland weiter auf unter 60%. Es sind aber bereits wieder in meldepflichtigen Betrieben (Betriebe mit 3000 und mehr Stallplätzen) 36,7 Millionen Hennenplätze mit 29,1 Millionen Legehennen vorhanden. Mehr als 8,6 Milliarden Eier wurden erzeugt. Die Durchschnittsleistung je Henne entwickelt sich auf knapp 300 Eier im Jahr, 2009 waren es 294,2. Spitzenwerte in der Legeleistung wurden im Freistaat Sachsen bereits 2007 mit 310 Eiern je Henne und Jahr erzielt. Verwendung der Hühnereier Die Hühnereier dienen in erster Linie der menschlichen Ernährung. Etwa 50 % der erzeugten Eier sind Konsumeier die als Schaleneier entweder über den Handel und in geringerer Stückzahl über die Direktvermarktung zu den Kunden kommen. Mindestens gleich viel gehen als Aufschlageier und somit als Flüssigei oder Eipulver in die Weiterverarbeitung in Nahrungsmitteln und Industrie. Ein Teil unserer erzeugten Eier werden als Bruteier genutzt. Aus diesen werden immerhin rund 42,5 Millionen weibliche Legehennenküken und 485 Millionen Küken, männlich und weiblich, für die Fleischerzeugung erbrütet. Des weiterem haben Eier für besondere Zwecke, wie z.B. die Impfstoffherstellung in bestimmten Territorien, wie Sachsen, Bedeutung. Eier verschiedener Geflügelarten In Deutschland werden für den Verzehr Hühnereier verwendet. In kleiner Zahl werden auch Eier der Wachtel und als Spezialitäten Eier des Perlhuhns, selten der Pute und im geringen Maße vom Strauß konsumiert. Territorial im Rheinland sowie Holland, früher nur zur Zeit des Karneval, heute fast ganzjährig, werden Gänseeier für den Verzehr nachgefragt. Seit Ende der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind Enteneier für den Konsum der Menschen in Deutschland verboten. Die Gefahr der Übertragung von Paratyphus wurde damit in Verbindung gebracht. Damit mussten die Entenlegefarmen ihr Bestehen einstellen. Im asiatischen Raum unserer Welt werden hingegen neben Hühnereiern auch Enteneier in nicht unbedeutender Menge von der Bevölkerung konsumiert. Es sind in Thailand und Vietnam etwa 40 % pro Kopf Verbrauch von Eiern und in China 15 – 20 %. Zu ergänzen bleibt, dass die Legeenten in Thailand und Vietnam über 300 Eier mit einem Eigewicht von 68-70g und die Gänse über 100 Eier im Jahr legen. (Pingel 2011) Eiervermarktung Eier werden nach Gewichtsklassen sortiert. Dabei sind die kleinen Eier, Gewichtsklasse „S“, Junghenneneier unter 53 g, die Eier mittlerer Größe „M“ 53 unter 63 g, die großen Eier „L“ 63 - unter 73 g und die sehr großen Eier „XL“ über 73 g schwer.


Der Zuchtwart informiert Im Handel erhältliche Eier müssen einen Erzeugercode aufweisen. Dabei wird mit der ersten Ziffer die Haltungsform angegeben. Mit 0 für erzeugt nach biologischen Richtlinien. Mit 1 Eier aus Freilandhaltung, mit 2 Eier aus Bodenhaltung und mit 3, dies aber nach Verbot der Käfighaltung für in Deutschland erzeugte Eier ein Auslaufmodell, für Käfighaltung. Danach folgt das Herkunftsland, z. B. DE für Deutschland. In den weiteren 7 Ziffern werden das Bundesland, der Regierungsbezirk, der Betrieb und die Stalleinheit ersichtlich. Einige Betriebe stempeln das Legedatum mit aufs Ei, so kann der Verbraucher das Alter berechnen. Zu ergänzen bleibt, dass wir in der Vermarktung Eier in die Güteklassen A und B einteilen. Für das Frühstücksei sind im Handel nahezu ausschließlich Eier der Güteklasse A zu finden. Auch die Eier der Güteklasse B haben keine schwerwiegenden Mängel. Sie sind meist nur etwas älter, eventuell durch Kühlung haltbar gemacht und die Luftblase etwas größer. Eiqualität Bezüglich der Qualitätsmerkmale unterscheiden wir zwischen äußeren und inneren Eigenschaften. Die äußeren Merkmale sind charakterisiert durch Größe und Gewicht, Form, Farbe und Aussehen sowie die Schalenstabilität. Das Gewicht der Eier bewegt sich zwischen 40 und 80 g (siehe auch Vermarktung) und ist abhängig vom Gewicht der Henne. Beginnen Hennen sehr jung mit der Legetätigkeit, so legen sie relativ lange kleine Eier. Ein nicht so früher Legebeginn und eine Verlängerung der Legeperiode, eventuell für Direktvermarkter eine zweite Legeperiode, wirken sich erhöhend auf das Eigewicht aus. Laut v. Lengerken und Pingel (2006), legen Weißleger durchschnittlich 62 – 63 g schwere Eier und Braunleger 3 – 4 g schwerere, 65 -67 g schwere Eier. Die braunen Herkünfte sind auch einige 100 g schwerer als die weißen. Das Eigewicht hat einen hohen Erblichkeitsgrad und konnte so züchterisch stark beeinflusst werden. Produzenten, die die Eier an den Handel abgeben, möchten am liebsten Eier der Größe M, dafür ein paar mehr und Direktvermarkter der Größe L. Die typische Eiform wird in der Literatur als ovoid bezeichnet .Der Formindex - ein Quotient aus Breite am Äquator und Länge mal 100 - sollte 70 bis 74 betragen. Laut Literatur ist übrigens auch die Schlupfrate aus dieser Eiform am höchsten. Die Schalenfarbe ist überhaupt nicht von der Gefiederfarbe, sondern von der Rasse bzw. Genetik abhängig. Als Regel kann angenommen werden, jedes Huhn mit weißen Ohren, so genannten Ohrscheiben, legt weißschalige Eier und jedes Huhn mit roten Ohren, so genannten Ohrlappen, legt braune Eier. Dabei kann die Farbe von cremfarbig bis fast mahagonifarbig, wie bei der Rasse Marans variieren. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Die spanische, richtiger katalanische Hühnerrasse Penedesenka, hat weiße Ohrscheiben, allerdings leicht mit rot durchzogen. Sie legen als Ausnahme braune Eier. Die aus Südamerika stammenden Araucana legen je nach Farbenschlag türkis bis grünfarbige Eier. Die Schalenfarbe der Braunleger lässt übrigens im Verlauf der Legeperiode nach. Wichtig ist es, dass die Farbe relativ gleichmäßig ist. Interessant, dass besonders


Der Zuchtwart informiert in den neuen Bundesländern braune Frühstückseier bevorzugt werden, in Frankreich z. B. weiße Eier und in Italien türkisfarbene. Für die Vermarktung ist die Schalenbeschaffenheit, insbesondere die Festigkeit von Bedeutung. Im Laufe der Legeperiode geht die Festigkeit zurück. Wichtig ist das ausgewogene Kalzium-Phosphor Verhältnis in der Versorgung der Tiere. Die Schalenfestigkeit wird mit Druckmessgeräten erfasst. Das Ei vom Perlhuhn weist eine Schalenfestigkeit auf, die dreifach so hoch ist wie beim Huhn. Deformationen sind gleichfalls unerwünscht. Diese Eier sind unschön und haben meist eine schlechte Bruchfestigkeit. Die Eier müssen bei der Vermarktung eine gute Sauberkeit aufweisen. Verschmutzte Eier sind nicht nur unansehnlich, sondern sie haben auch eine höhere Keimbelastung. Die innere Eiqualität wird durch den Nährwert, im Wesentlichen die Zusammensetzung des Eis, durch den Frischegrad, den Geschmack, damit die organoleptischen Eigenschaften bestimmt. Die Eier müssen ohne Geruchs- und Geschmacksabweichung sein. Auch die Beschaffenheit von Dotter und Eiklar ohne Blut- und Fleischflecken bestimmt diesen Wert. Obwohl die Dotterfarbe ohne Bedeutung für Nährwert und meist auch Geschmack ist, legen die Konsumenten darauf Wert. Die schöne vom Verbraucher gewünschte intensive Farbe wird im Wesentlichen durch Futterzusätze erzielt. Die von den Ernährungswissenschaftlern vor einigen Jahren einseitig geführte Diskussion betreffs hohen Cholesterin- und Fettgehaltes des Eidotters hat zu einem erheblichen Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs an Eiern geführt. Hatten wir um 1980 einen Pro-Kopf-Verbrauch von 280 Eiern, so hat sich dieser stark verringert, ist jetzt aber wieder leicht steigend auf 210 Eier 2009 und 2010 auf 2014 Stück pro Kopf der Bevölkerung. Da der hohe ernährungsphysiologische Wert des Ei wieder erkannt ist, wird sich dieser Trend sicherlich fortsetzen. Aus dem Vorlesungsmanuskript von Prof. Heinz Pingel sei die Problematik des Zusammenhangs zwischen Cholesterinspiegel im Blutplasma des Menschen und Eierverbrauch noch einmal wissenschaftlich dargestellt (ASA, Animal Nutrition Highlights, 1/80, aus den USA) Eierverbrauch je Woche 0,5

Cholesterinkonzentration im Blutserum (mg/dl) 199

2,4

195

4,9

196

9,2

203

15,1

193

20,9

201 (kritische Grenze 250 - 260 )


Der Zuchtwart informiert Das Ei ist von Natur her ein gesundes Produkt. Trotzdem werden Versuche unternommen, über Fütterung mit Fisch- oder Leinöl, Eier mit Omega - 3 Fettsäuren anzureichern, die gesundheitsfördernde Effekte bei chronischen Entzündungen und kardiovaskulären Krankheiten besitzen. Hier fragt sich meiner Meinung nach, ob es nicht effektiver ist, über Dorschleber oder Quark mit Leinöl diese Fettsäuren direkt aufzunehmen. Der hohe ernährungsphysiologische Wert der einmal durch den Gehalt an Eiweiß, Aminosäuren, Fett, Fettsäuren sowie Vitaminen und Spurenelementen besteht und besonders das Vorhandensein der Aminosäuren ausgewogen und im Verhältnis zueinander machen die hohe Eiweißwertigkeit des Eis von 100 für den Menschen aus. Nur Frauenmuttermilch liegt im gleichen Bereich. Selbst das Fischfleisch liegt darunter. Es wird eine biologische Wertigkeit in der Literatur im Mittel von 93 und für Fleisch von warmblütigen Tieren von 87 angegeben. Eiklar und Dotter unterscheiden sich erheblich in der Zusammensetzung Das Eidotter erhält wesentlich mehr Nährstoffe. Die Zusammensetzung der Eier unseres Geflügels (verändert und ergänzt nach Pingel 2011): Geflügelart Gewicht Dotter Ei g % Wasser

Eiklar Schale % %

Inhaltstoffe Eiweiß Fett Mineralstoffe %

%

%

% Huhn 61 28 62 10 12,6 12,0 1,1 73,7 Wachtel 10 35 56 9 13,2 12,2 0,9 73,2 42 37 48 15 13,5 12,0 0,9 Perlhuhn 72,8 Pute 86 33 56 11 13,4 11,2 0,9 73,7 Ente 80 36 54 10 13,7 14,4 1,0 69,7 Gans 160 35 52 13 13,8 14,4 1,0 69,5 10,6 8,3 1,2 Strauß 1500 21 60 19 79,9 Taube 20 19 71 10 Erfreulicherweise gilt das Ei in der Diskussion heute als besonders gute Nahrungsquelle, Lieferant von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Bei den Mengenelementen sollen nur Natrium, Kalium, Chlor, Calcium und Schwefel und bei den Spurenelementen Eisen, Zink, Kupfer und Jod genannt werden. Die Palette der Vitamine ist breit gestreut.


Der Zuchtwart informiert Den hohen Wert des Inhalts der Eier möchte der Autor auch damit verdeutlichen, dass das Hühnerei, so wie jedes Vogelei, alle lebenswichtigen Stoffe für neues Leben enthalten muss. Nach der Schalenbildung, ganz anders bei unseren Säugern, müssen die notwendigen Stoffe für das Küken vorhanden sein. Des weiterem steht beim Verbraucher der Frischegrad der Eier, da für die Verwertung wichtig, an vorderer Stelle. Als gut zu erkennendes Merkmal für die Frische kann die Luftkammerhöhe genutzt werden. Sie ist durch das Durchleuchten gut feststellbar. Bei einem frisch gelegten Ei ist diese unter 2 mm. Bei der Lagerung von Eiern vergrößert sich diese in Folge ständiger Wasserverdunstung und Kohlendioxidabgabe durch die Poren. Größer als 6 mm sollte diese nicht sein. Die Schwemmprobe der Eier, die unsere Großeltern angewendet haben, basiert auf dem gleichen Prinzip. Frische Eier mit kleiner Luftkammer liegen am Boden. Am aufgeschlagenen Ei kann die Frische an der Eiklarhöhe ermittelt werden. Bei frischen Eiern wird das Eidotter durch das umgebene zähflüssige Eiklar herausgewölbt. Einschlüsse im Ei, wie Blutflecke und Fleischflecke, haben zwar nur ästhetische Bedeutung und beeinflussen Wert und auch Geschmack nicht, sind aber vom Verbraucher ungewünscht. Begründet dürfen Geruchs- und Geschmacksabweichungen der Eier durch falsche Lagerung und ungeeignete Futterbestandteile nicht auftreten. Als eine der bedeutendsten Erkenntnisse in den letzten Jahren bei unseren Hühnern können wohl die Ergebnisse zur Erforschung des Auftretens von Fischgeschmack und Geruch der Eier angesehen werden. Hier handelt es sich um einen Gendefekt und nicht - wie früher angenommen – eine Verursachung durch die Fütterung. Einzelne Hennen können auf Grund des Defektes das Sinapin, welches im Raps enthalten ist, nur bis zum Trimethylamin abbauen, was diesen fischigen Geruch und Geschmack verursacht (v.Lengerken und Pingel 2006). Fazit Das Ei ist ein gesundes Nahrungsmittel. Nach einer einseitig gerichteten und fehlerhaften Diskussion der Ernährungswissenschaftler gewinnt das Ei als Nahrungsmittel mit hohem ernährungsphysiologischem Wert wieder an Bedeutung. Es wird als wertvoller Lieferant von Mineralstoffen und Spurenelementen anerkannt. Der hohe Wert des Hühnereieiweißes steht außer Frage. Der Platz in der modernen Ernährung hoch entwickelter Länder ist unumstritten. Die Bedeutung als Bestandteil für die Absicherung der Welternährung auch in den ärmsten Ländern steht außer Frage. Dr. Manfred Golze


Fotoimpressionen 115. LIPSIA 2011

Altrheiner Enten, elstergescheckt-braun – v 97 ELT – Matthias Walter

Sächsische Schnippen mit Rundhaube, blau – v 97 EB – Manfred Gitz


Fotoimpressionen 115. LIPSIA 2011

Zwerg-Italiener, goldfarbig – v 97 ELT – Volkmar Köhler

Hessische Kröpfer, schwarz-gemöncht – v 97 EB – Claus-Peter Bierstedt


Fotoimpressionen 115. LIPSIA 2011

Berliner Kurze, blau – v 97 EB – Fredi Rosenthal

Deutsche Langschnäblige Tümmler, gelb – v 97 ELB – Thomas Süß


LRGZV 1869 e.V. Fachexkursion zur Geflügelausstellung nach Posen von Freitag, den 8. Februar bis Sonntag, den 10. Februar 2013

Teilnahmemeldung Spätester Meldetermin ist die Mitgliederversammlung am 08.01.2013. Die Bearbeitung erfolgt nach Meldedatum bis die Kapazität erreicht ist.

Name:________________ Datum:____________ Vorname:__________________ Straße:_______________________________ PLZ:___________ Wohnort:_________________________ Tel:___________________ Fax:___________________ E-mail:______________________________ Personenzahl:_____ Zimmerwunsch / Anzahl: ( ) EZ, je Nacht ca. 35,00 Euro je Person ( ) DZ, je Nacht ca. 30,00 Euro je Person ( ) 3-Bett Zimmer ca. 25,00 Euro je Person Preise sind nach dem derzeitigen Kurs berechnet, der Wechselkurs kann sich ändern. Bezahlung in Zloty, Euro oder mit Karte möglich.

Für Aussteller

Tiermeldung: Groß- und Wassergeflügel, große Hühner nur Selbsteinlieferer 1.Rasse:___________________________________ __________ ______________________________ Anzahl / Tiere

1. Farbenschlag (Geschlecht und Alter nicht erforderlich)

__________ ______________________________ Anzahl / Tiere

2. Farbenschlag (Geschlecht und Alter nicht erforderlich)

2.Rasse:___________________________________ __________ ______________________________ Anzahl / Tiere

1. Farbenschlag (Geschlecht und Alter nicht erforderlich)

__________ ______________________________ Anzahl / Tiere

(

2. Farbenschlag (Geschlecht und Alter nicht erforderlich)

) Sammeltransport zum Einliefern

Mittwoch 06.02.2013 - 8.00 Uhr ab „Fortuna Klause“, je Kiste 15,00 Euro

Börse / Käfigbestellung:

Anzahl:_____ Käfige a. 5,00 Euro Die Ausschreibung zur Ausstellung liegt noch nicht vor. Daher kann zu Kosten derzeit keine Aussage getroffen werden. Diese werden sich im Rahmen des letzten Jahres bewegen.

Meldung an: Matthias Beutel, Reideburger Straße 17, 06188 Landsberg Tel.: 0172-2645465 Fax: 034602-51830 E-Mail: matthias.beutel@gmx.de


Aus dem Vereinsleben

Fachexkursion zur Geflügelausstellung in Poznan vom 08.02. bis 10.02.2013 Der Leipziger Rasse-geflügelzüchterverein bietet nun schon traditionell eine Fachexkursion zur Rasse-geflügelausstellung in Poznan an. Die Organisation liegt in bewährter Weise in den Händen von Matthias Beutel. Wer Interesse hat, an dieser Reise teilzunehmen, meldet sich bitte unter Verwendung des Anmeldeformulars (Vorseite) direkt bei Matthias Beutel. In erster Linie richtet sich das Angebot an Mitglieder unseres Vereins. Nichtmitglieder sind ebenfalls gern gesehen. Bei einer starken Nachfrage werden Mitglieder allerdings vorrangig berücksichtigt.

Ringbestellung Die Ringbestellung für 2013 ist bereits erfolgt. Nachbestellungen (erster Termin 15.01.2013) sind an unseren Ringwart Klaus Dieter Pfoh Heiterblickallee 25, 04329 Leipzig, Tel./ 0172-7653080 zu richten. Generell ist zu beachten, dass die Ringbestellung bitte nur im sogenannten 10er Sprung (10 Ringe einer Größe) vorzunehmen ist. Die Ringe sind bei der Bestellung, also im Vorhinein, zu bezahlen! Die Bestellung kann ansonsten nicht bearbeitet werden.

ACHTUNG! Eintritt zur LIPSIA Die Mitglieder des Vereins erhalten ihre kostenfreien Eintrittskarten während der LIPSIA-Schau an einer besonders gekennzeichneten Kasse am Haupteingang. Hier wird gegen Vorlage der postalisch versandten Einladung der entsprechende Chip/ die Karte ausgegeben.


Mitglieder stellen vor

Orloff und Zwerg-Orloff im Jubiläumsjahr Der Sonderverein der Orloff- und Zwerg-Orloffzüchter begeht in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Und auch für diese Rasse steht die deutsche Wiege in Sachsen. Nachdem der Pfarrer Dr. Ranft aus Oberhelmsdorf (Sächsische Schweiz) im September 1910 die Orloff wieder nach Deutschland einführte, wurde im Februar 1912 im Dresdner Hotel Drei Raben der Sonderverein gegründet. Die ersten Tiere kamen bereits 1884 über Moskau nach Deutschland. Und es war ein Leipziger, Herr Prof. Zürn, der den ersten Stamm importierte. Die Farbe wurde mit rotbraun angegeben, so dass davon auszugehen ist, dass es sich um mahagonifarbige Orloff gehandelt haben dürfte. Die erste Hochzeit erlebten die Orloff nach dem Ersten Weltkrieg. Im Jahre 1919 übernahm Rudolf Barth aus Schmölln (Krs. Bautzen) den Vorsitz des Sondervereins. Dieser Rudolf Barth war es auch, der einen Satz prägte, der noch heute der Charakterisierung der Rasse dient und nichts von seiner Richtigkeit verloren hat: Kopf und Bart machen den Orloff.

0,1 Orloff, rotbunt


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Der Orloff stellt eine Mischung zwischen Landhuhn und Malaien dar. Der Stand sollte mittelhoch und die Haltung aufgerichtet sein, wobei die Schenkel mittellang und gut sichtbar sein sollen. Der Rumpf sollte breit und gedrungen, mit gut absetzenden breiten Schultern sein. Die Körperform soll seitlich betrachtet dreieckig erscheinen – Schultern, Schenkel und Schwanzansatz bilden dabei die Eckpunkte. Der Rücken des Orloff soll ebenfalls breit, sowie mittellang, flach und abfallend sein. Der Hals ist lang und mit einem recht vollen Halsbehang, der im Genick gut absetzt und dadurch den so genannten Hengstnacken bildet. Bei gestrecktem Hals sollte man von diesem über die Brust bis hin zu den Schenkeln eine Linie ziehen können. Wobei die Brust nicht vorgewölbt, dafür aber breit sein sollte.

1,0 Zwerg-Orloff, rotbunt Der Kopf soll mittelgroß, mäßig gewölbt und mit überstehenden Augenbrauen versehen sein, die dem Gesicht einen finsteren Ausdruck verleihen. Der Schnabel wird kurz und kräftig verlangt und sollte wenig gebogen sein. Der Kamm sollte ein 1-2 cm hoher Wulstkamm mit Vertiefungen sein. Dabei wirkt der Schädel breiter, wenn auch der Kamm etwas breiter ist. Das Auge unserer Orloff ist groß und perlfarbig bis orangerot gefordert. Des Weiteren wirkt das Auge durch die überstehenden Augenbrauen klein und finster.


Mitglieder stellen vor

Der Bart sollte aus einem möglichst vollen und weit am Unterschnabel vorgezogenen Kinnbart sowie einem stark ausgeprägtem Backenbart bestehen, der die Zierde des Kopfes darstellt. Sowohl bei den „großen“ Orloff als auch bei den Zwergen sind sechs Farbenschläge anerkannt: rotbunt, mahagonifarbig, weiß, schwarz, gesperbert und schwarz-weißgescheckt. Der Hauptfarbenschlag ist ohne jeden Zweifel rotbunt. Ob es sich dabei auch in der russischen Heimat um den Ursprungsfarbenschlag gehandelt hat, ist allerdings sehr zweifelhaft. Die Orloff können sich auf eine treue Züchterschaft verlassen. Etwa 120 Zuchtfreunde widmen sich in Deutschland der Zucht und Pflege dieser schönen Tiere. Gerade in den letzten Jahren haben sich auch in unseren europäischen Nachbarländern immer mehr Rassegeflügelfreunde mit dem „Orloffvirus“ infizieren lassen. Zuchtfreunde aus Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Großbritannien zählen zu den Ausstellern und Besuchern der Hauptsonderschauen. Anlässlich des einhundertjährigen SV-Jubiläums wurde in diesem Jahr auf der Junggeflügelausstellung in Hannover der Goldene Siegerring auf Orloff und Zwerg-Orloff vergeben. Dabei wurden nahezu 400 Tiere in allen anerkannten Farbenschlägen aufgetrieben. Der Verbreitung/ Häufigkeit entsprechend stellten die 105 großen und 81 Zwerge in rotbunt etwa die Hälfte der ausgestellten Tiere. Bis auf wenige Ausnahmen konnte aber in allen Farbenschlägen ein insgesamt doch recht hoher Zuchtsstand nachgewiesen werden. Da die Verbreitung der einzelnen Farben aber unterschiedlich ist, sind die Qualitätsunterschiede folgerichtig. Auch die Meldezahl für die diesjährige LIPSIA ist durchaus beachtlich: 71 große Orloff in vier Farbenschlägen und 96 Zwerge in allen Farbenschlägen werden gezeigt. Es fehlen lediglich Vertreter der großen gesperberten und schwarzweißgescheckten Orloff. Eingangs habe ich darauf hingewiesen, dass die deutsche Wiege der Orloffzucht einmal in Sachsen stand. Leider haben sich die Verhältnisse diesbezüglich geändert. Zwar sind Orloff auch bei sächsischen Züchtern zu Hause, die „Hochburgen“ sind aber mittlerweile anderswo. Dabei kann ich nur jedem Interessierten raten, sich dieser frohwüchsigen und sehr zahmen Rasse zu widmen. Heiko Metzlaff


Aus dem Vereinsleben

Unser Züchtertag 2012 Am 1. September 2012 war zum Züchtertag auf das Gelände der „FortunaKlause“ geladen. Die Stimmung war gut, die Teilnahme hätte besser ausfallen können. Schließlich war Schulanfang und die Preisrichter hatten in Sachsen und Sachsen-Anhalt ihren Schulungstag. Sicher ist es überlegenswert, ob der Termin am zweiten Samstag im September nicht besser platziert wäre. Pünktlich um 10.00 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Dr. Lothar Heinrich die Versammlung. Als Referent war Jürgen Schulz geladen. Er sprach zum Thema: „Cauchois“ - eine französische Taubenschönheit.


Aus dem Vereinsleben

Dr. Lothar Heinrich ehrte im Auftrag des LV Sachsen die Zuchtgemeinschaft Hahn als Sachsenmeister, errungen auf Hessische Kröpfer.

Nach der Mittagspause gab es eine Züchterschulung in Form einer Tierbesprechung. Das Interesse war groß und die anwesenden Preisrichter gingen im Dialog auf spezielle Fragen der Züchter ein.

Die Rahmenbedingungen waren durch angenehmes Wetter und die Zelte sehr gut. Ein besonderer Dank an Dr. Sehmisch für die Bereitstellung der Zelte und an Günter Zwintscher und Jens Vogel für Bereitstellung und Transport der Käfige. Unsere Züchter fassten beim Aufbau tatkräftig zu. Zum Abbau war eine kleine, aber engagierte Mannschaft geblieben. Als alles verladen war, konnten wir Dr. Sehmisch noch beim Rückbau und Verladen der Zelte unterstützen – eine feine Geste der Zuchtfreunde. Dafür von meiner Seite ein besonderer Dank ! Matthias Beutel


Informationen

Vorankündigung Veranstaltungen 2013 Liebe Zuchtfreunde des Leipziger Vereins! Damit Ihr rechtzeitig planen könnt, möchte ich Euch über Veranstaltungen 2013 informieren, an denen sicher wieder Zuchtfreunde teilnehmen möchten. Ich wurde zu den Veranstaltungen 2012 mehrmals darum gebeten, so dass ich dies hiermit gern tun möchte. Ich hoffe, wir sehen uns dann zu der einen oder anderen Veranstaltung. 18. und 19.04.2013 Praxistag für Geflügel- und Kleintierzüchter im Fachzentrum für Geflügel- und Kleintierzucht der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Kitzingen. Zum 17. Mal führen die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zusammen eine Fortbildungsveranstaltung durch. Kitzingen ist die letzte Einrichtung Deutschlands, in der auch die Praxis von der Gans, übers Huhn, Ente, Pute, Fasan, Perlhuhn, Wachtel, Fleischtaube u. a. und diese von der Brüterei bis zur Schlachtung betrachtet werden können. 2013 wird diese Veranstaltung in Kitzingen stattfinden. Es steht das Huhn und die Hühnerhaltung im Mittelpunkt. Natürlich werden die anderen Geflügelarten und der Versuchskaninchenstall auch besichtigt. Da bereits jetzt mehrere Züchter ihr Interesse bekundet haben, ist eine Busvariante geplant. Die ersten 24 Anmeldungen können im Lehrlingswohnheim in Kitzingen übernachten; aber umliegend sind auch ausreichend kostengünstige Hotels vorhanden. Denkt auch an Eure Zuchtfreunde im Verein, benachbarten Vereinen oder SV. Wer Interesse hat, teilt mir das bitte schriftlich mit und gibt dabei seine genaue Anschrift oder E.-Mail an, damit wir das Programm und die Anmeldungspapiere zusenden können. Bitte teilt auch mit, wieviele Personen teilnehmen wollen und ob Interesse an einer Busfahrt besteht (für die Planung) Sobald das genaue Programm vorliegt, wird dieses dann an die Interessenten versandt. Erst dann müsst Ihr Euch entscheiden und es erfolgt die konkrete Anmeldung. Post: Dr. Manfred Golze, Kleinpelsen 1a, 04703 Leisnig; oder E.-Mail: mhgolze@gmx.de 09.02.2013 bis 17.02.2013 In dieser Zeit findet auf dem Messegelände in Leipzig die Messe Haus-Garten-Freizeit statt. Diese wird durch Bernd Dietrich betreut. In diesem Jahr wird wahrscheinlich der „Lipsia-Hof“ aufgebaut. Wir freuen uns natürlich, wenn ihr als Besucher kommt, aber auch, wenn ihr uns unterstützt. Einen Wunsch haben wir. Es schlüpfen seit 10 Jahren Küken und Wachteln. Wir würden gern mal Gössel und/ oder Entenküken zeigen. Wenn also Eure Zuchtgänse oder Zuchtenten vor Weihnachten unerwünscht schon legen oder die Weihnachtsgänse kurz vorher begonnen haben zu legen, dann werft die Eier nicht weg. Wir würden sie gern Anfang Januar einlegen.


Informationen 24.04.2013 – 28.04.2013 In dieser Zeit wird auf dem Messegelände in Leipzig die nächste agra stattfinden. Auch unsere Rassegeflügelzüchter sind dort aktiv gefragt. Vielleicht kann dieser oder jener dies auch schon in seine Planung aufnehmen. Von besonderem Interesse sind Sächsische Rassen und Rassen, deren Existenz bedroht ist. Dies gilt für Puten, Gänse, Enten, Hühner Zwerghühner und auch Tauben. 07.03.2013 bis 08.03.2013 Praxisseminar „Wurst aus Geflügel“ Im Lehr- und Versuchsgut in Köllitsch, der Lehrwerkstatt Fleischverarbeitung des LfULG, findet ein Lehrgang zur Herstellung verschiedener Wurstsorten aus Geflügelfleisch statt. Wer also schon immer Interesse hatte, Wurst aus seinem Geflügel herzustellen oder mit dem Alttierabsatz Probleme hat, sollte daran teilnehmen. So kann er Alttiere, die aus der Zucht oder Legetätigkeit ausscheiden, sinnvoll zu wertvollen Produkten verarbeiten und verwerten. Neben der Herstellung von Wurst wird es auch um geräucherte Enten- oder Gänsebrust gehen. Bei Bedarf meldet euch an bei: Viola Schlegel, Am Park 3, 04886 Köllitsch; Tel.: 034222 462622; E.-Mail: Viola.Schlegel@smul.sachsen.de 07.09.2013 Der Sächsische Kaninchentag findet im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in der Zeit von 10:00 bis 15:30 Uhr in der Multifunktionalhalle (Mufi) statt. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie führt in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sächsischer Rassekaninchenzüchter e.V. diesen Fachtag durch. Auch hierzu sind alle Interessenten herzlich eingeladen. 24.09.2013 Am 24.09.2013 findet im Landgasthof Deuben bei Wurzen in der Zeit von 13:00 -16:30 Uhr der Sächsische Geflügeltag statt. Im Mittelpunkt steht die LegehennenhaltungTiergesundheit. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der Sächsische Geflügelwirtschaftsverband e.V. veranstalten diese Vortragstagung. Alle Geflügelzüchter - auch die Rassegeflügelzüchter - sind gleichermaßen eingeladen. 07.12.2013 Auch auf der „Lipsia“ 2013, der Landesverbandsrassegeflügelausstellung und Landesverbandsrassegeflügeljugendschau, werden vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Sächsischer Rassegeflügelzüchter e.V. und dem Geflügelwirtschaftsverband Sachsens e.V. Fachforen stattfinden, zu denen bereits heute herzlich eingeladen wird. Sollte es Themen geben, die unsere Züchter besonders interessieren, dann meldet diese bitte. Oft können wir geeignete Referenten finden und diese in den Fachforen berücksichtigen. Dr. Manfred Golze, Zuchtwart Hühner im Leipziger Rassegeflügelzüchterverein e.V.


Aus dem Vereinsleben

Einige Gedanken des langjährigen Ausstellungsleiters Bernd Dietrich Liebe Mitglieder und Freunde des Leipziger Rassegeflügelzüchtervereins 1869! Mit diesen Zeilen möchte ich einiges klarstellen. Der Leipziger Rassegeflügelzüchterverein ist der durchführende Verein der LIPSIA-Schau. Mich stört es, dass in neuester Zeit viele unserer Mitglieder nur noch von der LIPSIASchau sprechen und weniger von unserem Verein. Einige sehen vor allem die Vorteile, wie Standgeldrabatt und freien Eintritt zur Lipsia. Betrachtet man die steigenden Mitgliederzahlen in den letzten Jahren, ist das einerseits positiv. Andererseits nehmen fast alle den Standgeldrabatt und den freien Eintritt in Anspruch - was ihnen ja auch zusteht – finden aber den Weg zur Ausstellungsleitung nicht, um sich den Kalender persönlich abzuholen und damit dem Verein die Versandkosten zu ersparen. Meiner Meinung nach sollte man sich mit seinem Verein identifizieren und versuchen, das Vereinsleben mitzugestalten. Für mich ist es eine Ehre, Mitglied in diesem Leipziger Verein zu sein, und die größte Auszeichnung war, als ich nach 10 Jahren Einsatz als Ausstellungsleiter zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Diese Auszeichnung steht bei mir an erster Stelle, vor allen anderen Auszeichnungen. Ohne den Leipziger Verein gäbe es keine LIPSIA-Schau. Beides gehört zusammen und ich möchte an die jüngere Generation appellieren, dass man sich bewusst sein sollte, in welchem Verein man Mitglied ist und welche Verpflichtungen wir von unseren Vorfahren übernommen haben. Man sollte das Ideelle vor das Materielle stellen, denn der Leipziger Rassegeflügelverein hat die Geschichte in der deutschen Rassegeflügelzucht mit geschrieben. Hier nur einige Zahlen: 1878 fand der erste Kongress der Rassegeflügelzüchter in Leipzig statt, 1895 wurde der ersten internationale Klub der Zwerghuhnzüchter mit Sitz in Leipzig gegründet, 1896 fand in Leipzig die erste internationale Zwerghuhnschau statt. Auch ein Weltgeflügelkongress und Weltausstellung fanden in Leipzig statt. Die ersten drei Nationalen wurden 1923 und 1924 in Leipzig von den Mitgliedern durchgeführt. 1931 fand mit der 25. Nationalen eine ganz besondere Nationale in Leipzig statt. Die 50-jährige Jubiläumsausstellung führte Hans Günther mit seinem Stab durch. Hans Günther führte auch die erste Stammausstellung in Deutschland durch. 1934 fand die 1. Reichssieger-Schau mit über 20.000 Tieren statt. Danach mussten Hans Günther und seine Stellvertreter die Bühne der Leipziger Rassegeflügelzucht verlassen. Es wurden durch die Nazis Reichsfachschaften gegründet. In der Nacht vom 3. zum 4. Dezember 1943 vernichteten Bomben auf Leipzig 15.000 Nr. Käfige in der Messehalle 6 sowie unsere Fachbibliothek im Kristallpalast und das Archiv im Eckzimmer des Rathausturmes.


Aus dem Vereinsleben

1945 wurde Hans Günther beauftragt, im Bereich der damaligen Ostzone die Belange der Rassegeflügelzucht und den Wiederaufbau des Verbandes in die Hand zu nehmen. Er wurde auch wieder 1. Vorsitzender unseres Vereins. 1953 verstarb Hans Günther viel zu früh. Seine Nachfolger, Karl Lenk, Gustav Krause, Erich Büsing sowie Elsa und Fritz Heysel mussten das schwere Erbe antreten.


Aus dem Vereinsleben

Im Jahr 1956 gab es eine riesige Lipsia-Schau mit 25.000 Tieren. 1969 zum 100. Jubil채um wurden 22.000 Tiere, davon 750 Puten, G채nse und Enten, 11.200 H체hner und Zwergh체hner und 10.000 Tauben ausgestellt. Nur 61 Mal wurde die Note V vergeben.


Aus dem Vereinsleben

1979 wurde unsere traditionelle Lipsia-Schau von den VKSK-Oberen abgeschafft. Dafür wurde 2 Jahre später die so genannte Kleintiersiegerschau durchgeführt. Wir verloren wieder unsere Käfige und Volieren, diese mussten in das zentrale Käfiglager des VKSK und jeder Geflügelverein hatte eine Nummer. Wir waren R1 Leipzig. 1991 wurde die erste LIPSIA nach der Wende mit 1.849 Tieren durch Erich Büsing, Heinz Rackwitz und Karl Rosenke durchgeführt. In den darauf folgenden Jahren stiegen die Meldezahlen wieder. 1998 fand die erste Nationale nach der Wende auf der Agra statt.


Aus dem Vereinsleben

1999 wurde der bedeutende Schritt in die Zukunft gemacht, wir gingen auf die Neue Messe mit Autobahnanbindung. Diese Hallen wurden unsere neue Heimat. Diesen Schritt haben wir vor allem Dr. Lothar Heinrich zu verdanken. Walter Göserich wurde 1. Vorsitzender des Vereins. Frau Dr. Göserich und Familie Zwintscher, Familie Dr. Heinrich, Karl Rosenke und Familie Dietrich gestalteten die LIPSIA auf der Neuen Messe. Bernd Dietrich wurde zum Ausstellungsleiter berufen. 2001: LIPSIA-Schau mit angeschlossener VDT-Schau mit 38.922 Tieren 2004: Nationale, VHGW und Zwerghuhnschau 2005, 2007, 2009 und 2011: VDT-Schau 2006: Europaschau und Nationale. Zu Zeiten von Hans Günther waren es mal 600 Mitglieder, nach der Wende waren es noch 80 und 1994 war die Mitgliederzahl auf 46 Mitglieder gesunken. Nach der Wende hatte der 1. Vorsitzende Karl Rosenke den Rassegeflügelzüchterverein 1869 e. V. wieder eintragen lassen. Dies waren nur einige Zeilen und Zahlen zu unserem Verein. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da dies den Rahmen sprengen würde. Ich hoffe, mit diesen Zeilen an das Bewusstsein zu appellieren, einmal darüber nachzudenken, in welchem Verein man Mitglied ist und dass man sich für diesen auch einsetzen sollte. Bernd Dietrich


Aus dem Vereinsleben


Aus dem Vereinsleben

DANKE! Ein Dankeschön an unseren Zuchtfreund Eckehard Prehm (Foto links). Er ist in Norddeutschland zu Hause und züchtet Perlhühner. Während der Schaudurchführung fährt er Gabelstapler und nun unterstützt er die LIPSIA- Schau mit der Beretstellung von Wasserfässern.

GLÜCKWUNSCH! Ein Grund zur Freude jagd den nächsten! Kurz nachdem unser Ehrenmitglied, der sächsischen Landesverbandsvorsitzende Christoph Günzel, seinen runden Geburtstag feierte, gab es anlässlich der Eröffnungsfeier der Junggeflügelausstellung in Hannover erneuten Anlass zur Freude. BDRGPräsident Wilhelm Riebniger ernannte ihn zum Bundesehrenmeister (Foto rechts)!


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