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LIONS CLUBS INTERNATIONAL MD 102 | SCHWEIZ UND FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN

Spitzensport   Sport d’élite

August 2013


Wir helfen Ihnen – zu Ihrem Recht.

Recht haben, heisst nicht unbedingt auch Recht bekommen. Der Weg zum Recht ist oft lang – und kostspielig. Die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG – eineTochtergesellschaft der Mobiliar – übernimmt Kosten und Dienstleistungen, die durch rechtliche Streitigkeiten verursacht werden. Rufen Sie uns an – wir unterbreiten Ihnen gerne eine Offerte.

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Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG Monbijoustrasse 68, 3001 Bern Telefon 031 389 85 00,Telefax 031 389 85 99 info@protekta.ch, www.protekta.ch


editorial

Inhalt | Sommaire

Thema2 • Spitzensport mit dreiundneunzig? • Le marathon est un rendez-vous avec soi-même • Campioni del mondo non si nasce… si diventà!

National21 • Diskussionen in der privaten Küche oft wirksamer als bezahltes Lobbying • Nos différences font notre force! • IC Hamburg: Historische Teilnahme der Schweiz

LEO34 • Schnitzeljagd durch Bern • Le gouverneur évoluait à domicile

Clublife36 • Poschiavo – un gioiello torna a risplendere

Activity46 People68 Welcome72 In memoriam

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Impressum76 International77 Leo Leu

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Jenny Brierley (STV RG Langenthal) erreichte an den Schweizer Meisterschaften in Neuenburg im Gerätefinal mit dem Ball den 3. Rang./Jenny Brierley (Langenthal), 3e aux Championnats suisses de gymnastique artistique à Neuchâtel. (Photo: Markus A. Jegerlehner)

L’important, c’est de participer!

Imagegewinn für die Lions

«Si j’ose exprimer un regret légitime, c’est le peu d’intérêt des membres de notre club à participer aux activités hors club», écrivait Bernard Monnet, Président sortant du LC Sion-Valais romand dans le numéro de juin de son bulletin. La participation était précisément le leitmotiv de son année présidentielle qui vient de s’achever. La présence aux séances de notre club est une chose, mais pour recharger nos batteries, nous remotiver, apporter des solutions nouvelles pour la bonne marche de notre club, il faut aussi sortir et aller voir ailleurs!

An der Delegiertenversammlung in Vaduz stimmten wir Schweizer Lions zu, im Jahr 2017 die Organisation des Europa Forums zu übernehmen. Noch haben wir die Zusage der europäischen Gremien nicht, aber sie ist wahrscheinlich. Darüber sollten wir uns freuen und uns ein Beispiel an den deutschen Lions nehmen. Sie haben sich mit der Organisation der International Convention einem weit grösseren «Hosenlupf» gestellt, zahlten fünf Jahre lang elf zusätzliche Euro, um das Dreimillionenbudget, von dem die Stadt Hamburg die Hälfte übernimmt, zu bestreiten, und das OK arbeitete drei Jahre lang an den Vorbereitungen, in den letzten Monaten wohl mehr oder weniger rund um die Uhr. Aber was für eine Ernte durften sie einfahren! Nicht nur die Stadt Hamburg profitierte mit 75 ausgebuchten Hotels, mehr als 40 Millionen Euro Umsatz für Restaurants und Detailhandel sowie 23 000 Besuchern, die ihre Eindrücke vom bunt geschmückten Gastgeberort in die ganze Welt hinaustragen. Reiche Ernte eingefahren haben vor allem auch wir Lions. Der Imagegewinn ist unbezahlbar. Was unter normalen Umständen kaum einer Redaktion eine Zeile wert ist, erhielt anlässlich des fröhlichen Grossanlasses breiten Raum in den Tageszeitungen. 23 000 Besucher aus der ganzen Welt lassen sich nicht ignorieren. Jeder will wissen, wer sie sind und was sie tun. Der Auftritt der bunt gekleideten, winkenden, musizierenden, fröhlich lachenden Lions an der Parade zeigten augenfällig, dass wir weder eine Geheimloge noch ein Verbund klandestiner Geschäftemacher sind, sondern ein weltweites Netzwerk engagierter Persönlichkeiten, die sich verpflichtet haben, mit sinnvoller Hilfe zum Wohl der Menschheit beizutragen. Mit der Durchführung des Europa Forums 2017 backen wir in der Schweiz kleinere Brötchen. Gross genug für einen positiven Auftritt in der Öffentlichkeit sind sie allemal. Heidi Mühlemann

Echanger avec des Lions du monde entier ... Les 420 Lions et LEOS suisses qui se sont déplacés début juillet à Hambourg pour assister – souvent pour la première fois de leur vie – à une convention internationale l’ont bien compris. Ils ont pu échanger avec des Lions du monde entier qui, s’ils ne parlent pas forcément la même langue, partagent les mêmes valeurs. Ils ont pu prendre la mesure de ce magnifique réseau de 1,3 million de membres, actifs dans 208 pays et aires géographiques. Davantage que l’ONU! «L’important, c’est de participer!» Si la célèbre citation du baron Pierre de Coubertin, le fondateur des Jeux olympiques modernes, est en parfaite adéquation avec le thème de ce numéro, consacré au sport d’élite, elle devrait aussi guider notre comportement au sein de notre club, au moment où débute une nouvelle année Lions. Vos présidents frais émoulus, qui ont mis tant d’énergie à concocter un magnifique programme de visites et de conférences, et vos censeurs vous serons éminemment reconnaissants de vous inscrire dans les délais et surtout d’être au rendez-vous des manifestations qu’ils ont organisées pour vous et avec le cœur. C’est toujours plus sympathique pour un conférencier de renom qui s’est déplacé de s’adresser à une assistance étoffée et reconnaissante qu’on lui organise ses loisirs … qu’à une salle à moitié vide!  Régine Pasche

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Sp i t zensp or t Thomas Burkhardt (LC Biel), Mitglied des K aders bei Swiss Tennis

Ein Vorbild wie Roger Federer gibt es nicht alle Tage Die Zahlen jugendlicher Tennisspielerinnen und Tennisspieler verlaufen parallel zu den Karrierekurven von Martina Hingis und Roger Federer. Welche Bedeutung Vorbilder haben, was er von Ethik im Sport hält und was Tennis für ihn so faszinierend macht, sagt Thomas Burkhardt im Interview.

Was macht den Tennissport so attraktiv? Thomas Burkhardt: Das Spiel ist nicht einfach zu erlernen und zu spielen. Es ist ästhetisch sowie physisch und mental anspruchsvoll. Tennis lebt von der Spannung und von den Emotionen. Es gibt kein Unentschieden, es wird immer gespielt, bis eine Entscheidung gefallen ist. Tennis ist nicht mehr elitär, aber immer noch eine «gehobene» Sportart, die meist in gepflegter Umgebung ausgeübt wird. Man trifft mehr oder weniger erfolgreiche Leute, man möchte dazugehören. Im Tennis scheint die Welt also noch in Ordnung zu sein? Im Tennis gilt generell ein hohes Mass an Fairplay und Fairness. Bis weit hinauf wird ohne Schiedsrichter gespielt. Die Spielenden entscheiden selber, ob der Ball neben der Linie war oder nicht. Sie müssen sich untereinander arrangieren und einen Weg finden. Dies erfordert gegenseitige Achtung und das Respektieren von ethischen Grundsätzen und Werten. Selbst auf Topniveau werden die Entscheide des Schiedsrichters in der Regel ohne Murren akzeptiert. Im Tennis gibt es weder Gewalt noch Skandale und kaum Dopingfälle. Ich bin stolz, dass ich für den Tennissport unterwegs sein kann. Welche Rolle spielen Vorbilder wie Roger Federer? Roger Federer ist ein Glücksfall. Einen solchen Ausnahmesportler haben wir wahrscheinlich nie mehr. Stars wie er wirken sich direkt auf die Nachwuchszahlen aus. Die Kurven der lizenzierten Juniorinnen und Junioren verlaufen parallel zu den Karrieren der Spitzenspieler. Bei den Mädchen stiegen die Zahlen in den Jahren 1998 bis 2003, als Martina Hingis in den Toprängen spielte, deutlich. Als sie 2005 aufhörte mit dem Wettkampfsport, sanken auch die Zahlen bei den Nachwuchsspielerinnen. Die 2

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Kurve bei den Knaben steigt seit 2004, als Roger Federer erstmals die Weltnummer eins wurde, kontinuierlich an. Doch nicht nur die Stars, sondern auch ehemalige Sportgrössen und Trainer sind Vorbilder. Wichtig ist, dass all diese Personen ihrer Vorbildfunktion auch gerecht werden. Ich halte es für bedenklich, wenn sich bekannte Exponenten mit einer Vorbildfunktion grob unsportlich verhalten, die Fairness und ethische Grundregeln des Sports mit Füssen (oder Köpfen) treten und dies vom direkten Umfeld, von den Medien und der Gesellschaft weitgehend toleriert wird.   Hat der Starkult um Roger Federer auch Schattenseiten? Roger ist auch für uns als Sportverband enorm wichtig. Wir hatten in den vergangenen Jahren eine mediale Abdeckung, wie wir sie sonst nie gehabt hätten. Tennis erscheint praktisch täglich in der Zeitung. Hinzu kommt, dass das Welttennis der Männer (atp tour) derzeit mehrere Spieler mit gleich hohem Niveau an der Spitze hat. Das macht es zusätzlich spannend. Nach den vergangenen «fetten» Jahren werden wir es zu spüren bekommen, wenn die Situation eines Tages ändert. Allfällige Schattenseiten sehe ich im Personenkult rund um die Topstars. Wenn beispielsweise in einer Davis-Cup-Heimbegegnung Roger nicht spielt, haben wir Mühe, ein Stadion mit 4000 bis 5000 Zuschauern zu füllen. Wenn er spielt, will jeder ihn sehen, und wir müssen 10 000 bis 12 000 Zuschauer unterbringen. Für dasselbe Länderspiel gegen denselben Gegner! Topleistungen anderer Athleten wie zum Beispiel eines Stanislas Wawrinka erhalten im Schatten der grossartigen Erfolge nicht den verdienten Stellenwert. Welche Eigenschaften müssen Nachwuchsspieler mitbringen, um später erfolgreich zu sein?

Es braucht viel Talent und ein intaktes Umfeld. Es braucht Eltern, die den Jugendlichen unterstützen, nicht im Sinne, dass sie ihn auf Schritt und Tritt verfolgen und Druck ausüben, sondern indem sie sein Vorwärtskommen fördern. Es braucht den Willen, hart an sich zu arbeiten. Wenn Roger Federer mit achtzehn Jahren nicht angefangen hätte, intensives Konditionstraining zu betreiben, wäre er trotz all seinem Spieltalent nicht die Nummer eins der Welt geworden. Es braucht zudem auch Glück. Selbst eine kleine Verletzung zum falschen Zeitpunkt kann einen Spieler um ein oder zwei Jahre zurückwerfen. Was lernen junge Tennisspieler für ihr späteres Leben? Ich denke, es sind viele Elemente, die man lernt, um sportlichen Erfolg zu haben, und die später das Meistern des Alltags vereinfachen und Berufskarrieren fördern. Wer Erfolg haben will, muss

Thomas Burkhardt ist seit 2004 Mitglied des LC Biel und aktueller Präsident des Clubs. Nach seinem Sportund Pädagogikstudium arbeitete er als Turnlehrer, wechselte aber bald aus gesundheitlichen Gründen ins Marketing einer Bank. Von dort führte ihn der Weg zurück zum Sport. Seit dreizehn Jahren arbeitet er bei Swiss Tennis, wo er für das Marketing zuständig war und seit einem Jahr hauptamtlich für die Sponsorenakquisition und -betreuung verantwortlich ist. Thomas Burkhardt ist Mitglied des Kaders von Swiss Tennis.


früh lernen, seinen Tag, sein Training und sein Leben zu planen. Es gilt, verschiedenste Ansprüche (Training, Erholung, Schule, Familie und Freunde) unter einen Hut zu bringen. Dazu muss gelernt werden, zu fokussieren und zu priorisieren. Der Weg zum Erfolg führt aber auch über den positiven Umgang mit Niederlagen. Es muss ein Bewusstsein entwickelt werden, dass man nicht immer Topleistungen abrufen kann, dass andere auch mal stärker sind. Es gilt, aus Fehlern zu lernen und daran zu glauben, dass es nächstes Mal besser geht. Auch Konzentrationsfähigkeit, Entscheidungsfreude, Übersicht, ich könnte die lange Liste von Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, die gute Sportler prägen und die sie auch später vorwärtsbringen, endlos verlängern. Kurz, ich erachte Spitzensport in der Jugend durchaus als eine wertvolle, persönliche Lebensschule. Wie attraktiv ist der Tennissport finanziell? Tennis unterscheidet sich sehr stark zum Beispiel vom Fussball. Im Fussball leben Hunderte von Spielerinnen und Spielern allein in der Schweiz von ihrem Sport. Im Tennis ist die Spitze dünn. Die Schweiz

verfügt zurzeit nur über zwei Spieler, die von ihrem Einkommen, zusammengesetzt aus Sponsoring, Gagen und Preisgeldern, problemlos leben können: Roger Federer und Stanislas Wawrinka. Alle anderen verdienen weniger als sie ausgeben. Die Kosten für die Tennisprofis sind enorm. Vom Tennis kann man nur leben, wenn man bei den Frauen in den Top 50, bei den Männern in den Top 100 spielt. Was kostet denn so viel Geld? Tennis ist ein Individualsport. Es gilt in etwa die Regel, je grösser der Erfolg, desto höher die Kosten. Es beginnt mit Einzel- statt Gruppenlektionen mit dem Trainer. Die Anzahl gespielter Turniere steigt; jede Turnierteilnahme kostet Geld. Die Reisedistanzen wachsen an: Schweiz, Europa und schliesslich die ganze Welt, Hotelübernachtungen kommen hinzu, Betreuer reisen mit, und, und, und. Die Karriere eines Vierzehnjährigen (nur Europa) verschlingt schnell mal 30 000 Franken im Jahr. Nicht jede Familie kann das tragen. Mit 18 auf der Profitour (ATP/WTA) reden wir von einer sechsstelligen Zahl. Welche Rolle spielen die Sponsoren in der Karriere von jungen Sportlern?

Thomas Burkhardt (Foto: Heidi Mühlemann)

Für Jugendliche, die Spitzensport betreiben, werden Sponsoren im Laufe ihrer Entwicklung gerade wegen der steigenden Ausgaben immer wichtiger. Oft sind es zu Beginn der Karriere aber nicht Sponsoren, sondern die Eltern selber, potente Freunde und Personen aus dem näheren Umfeld, die eher als Gönner denn als Sponsor finanzielle Hilfen erbringen. So ergibt es sich auch, dass gerade im Tennis junge Spieler meist von ihren Eltern «vermarktet» werden. Erst mit grösseren Erfolgen werden sie auch für spezialisierte Agenturen interessant. Die Vermarktung von Spielern gehört nicht zum Kerngeschäft unserer Tätigkeit im Verband. Unsere Schnittstelle beschränkt sich mit wenigen Ausnahmen auf den Davis Cup und den Fed Cup, wenn also im Team für die Schweiz gespielt wird. Abschliessend stelle ich fest, dass im Tennis weit weniger wirklich lukrative Sponsorings von Spielern existieren, als dies landläufig angenommen wird. Gerade bei jungen Sportlerkarrieren zählt also jeder Franken. Läge hier eine Möglichkeit für Activities von Lions? Ja und nein – zu dieser Frage habe ich zwei Seelen in meiner Brust. Zum einen liegt es mir am Herzen, dass jungen Sportlern für die Finanzierung ihrer Karriere genügend Mittel zur Verfügung stehen. Swiss Tennis hat beispielsweise einen Fonds eingerichtet, mit dem grosse Talente aus weniger gut betuchtem Elternhaus unterstützt werden. Dieser wird auch durch private Spenden geäuffnet. Zum anderen erachte ich es aber nicht als eine der primären Aufgaben des Lions Clubs, sich für die Finanzierung von Spitzensport einzusetzen. Ich sehe dessen Aufgabe vielmehr darin, soziale und humanitäre Projekte zu unterstützen und sich zum Wohle von benachteiligten Menschen zu engagieren. Wenn Sport, dann Behindertensport! Verschiedene Clubs helfen jedes Jahr mit Manpower am Nationalen Behindertensporttag in Magglingen mit; unter anderem auch unser Club. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn Lions Clubs International im Jahr 2017 das 100-Jahr-Jubiläum feiert, die Lions Clubs der Schweiz einen nationalen Behindertensporttag mit Manpower und finanziellen Mitteln unterstützten und in Bern ein grosses, gemeinsames Fest mit behinderten Sportlern stattfindet. Interview: Heidi Mühlemann 4 I 2013

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Sp i t zensp or t Fabrizio Gull (Leo Club Alvier) strebt eine K arriere als Skirennfahrer an

Alles ist aufs Skifahren ausgerichtet Fabrizio Gull ist 21. Noch steht er am Anfang seiner Karriere. Ob er es bis auf den Olymp der Skirennfahrer schaffen wird, weiss er nicht. In ein, zwei Jahren muss er sich entscheiden, ob es mit dem Profisport weitergeht. Bis dahin sind alle seine ­Tätigkeiten auf das Skifahren ausgerichtet.

Fabrizio Gull mit einem seiner sechzehn Paar Ski (Foto: Heidi Mühlemann)

Sein erstes Skirennen, ein UBS-Open, fuhr Fabrizio Gull mit sieben Jahren. Da er noch keinen Renndress besass, wollte er das Rennen in der Skiunterwäsche bestreiten. Sein Skianzug erschien ihm zu wenig windschlüpfrig. Dass er dann doch in voller Bekleidung antreten musste, ärgerte ihn sehr. Auf allen Fotos von damals steht er mit dem Rücken zur Kamera. Doch Skianzug hin oder her, er qualifizierte sich auf Anhieb fürs Final. Heute stehen im Keller von Fabrizio etwa sechzehn Paar Ski. So genau weiss er es nicht. Er erhält sie von den Skilieferanten zu günstigen Konditionen. Sie sind Verbrauchsmaterial. Nach ein paar Rennen sind die Kanten derart abgeschliffen, dass auch bei bester Pflege nichts mehr zu machen ist. Stolz ist Fa-

brizio auf das Paar Ski, das er von Didier Defago «erben» konnte. Die seien unglaublich gut, sagt er. Er wisse auch nicht, was für Zaubertricks die grossen Rennfahrer auf Lager hätten, der Unterschied sei aber deutlich spürbar. Hartes Training und ein Rückschlag Bis vor einem Jahr trainierte Fabrizio zusammen mit seinem Bruder Giordano. Die beiden standen schon als fünfjährige Knirpse auf der Skipiste und waren dort kaum zu bremsen. «Ufe, abe, ufe, abe» sei es den ganzen Tag gegangen, erzählt Fabrizio, und schnell seien sie gefahren, bremsen hätten sie jedenfalls erst sehr viel später gelernt. Seit Giordano sich vom Spitzensport zurückgezogen hat, macht Fabrizio allein

weiter. Das Training ist hart. Mit seiner Körpergrösse von zwei Metern bringt er rund zehn Kilo mehr Gewicht auf die Ski als die meisten seiner Konkurrenten. In schnellen Disziplinen ist das ein Vorteil. Im Slalom nicht unbedingt. Fabrizio musste intensiv trainieren, bis er genügend Muskeln aufgebaut hatte, um den Rumpf zu stabilisieren. Aber, meint er, Roman Zenhäusern sei gleich schwer, gleich gross und gleich alt wie er und im Slalom derzeit der beste Schweizer. Noch steht Fabrizio am Anfang seiner Karriere. Er trainiert in einem privaten Team, muss also für jedes Rennen, das er bestreiten will, beim Schweizer Skiverband einen Antrag stellen. Dort wird dann entschieden, wer an den Start gehen darf. In den letzten beiden Jahren war dies kein Problem, da in der Schweiz die Junioren derzeit dünn gesät sind. Läuft es in der kommenden Saison gut, hat Fabrizio intakte Chancen, ins Kader berufen zu werden. Für die Saison 2012/13 allerdings sind die Würfel gefallen. Fabrizio brach sich Mitte Dezember den Daumen und

Fabrizio Gull ist Gründungsmitglied des Leo Clubs Alvier (Charter Night 2010). Die Lions-Bewegung kennt er von seinem Vater Christoph Gull, Mitglied des LC Bad Ragaz. Sein Vater war es auch, der ihn auf den neu entstehenden Leo Club Alvier aufmerksam machte. Fabrizio gefällt an seiner Mitgliedschaft im Leo Club, dass er mit jungen Leuten ausserhalb der Skiszene in Kontakt kommt und dass die Leos «coole Sachen» machen und sich sozial engagieren.

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Fabrizio Gull hofft auf eine grosse Karriere. (Foto: zvg) musste die Hand operieren lassen. Danach trug er während mehrerer Wochen einen Gips. In dieser Zeit konnte er nicht trainieren und erst Anfang März wieder ein Rennen bestreiten. Mit solchen Rückschlägen muss jeder Sportler fertig werden, nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental. «Zu Hause bei meinen Eltern in Flumserberg höre ich nachts das Pistenfahrzeug und tagsüber den Skilift direkt vor unserem Haus», sagt er. Mit diesen Geräuschen im Ohr werden die Tage hart für einen wie ihn, der aufblüht, sobald er auf den Ski steht. Deshalb verbrachte er in den

vergangenen Monaten viel Zeit in Zürich, wo seine Freundin wohnt und wo er auf die Matura hinarbeitet, die er im Sommer 2014 abschliessen will. Die nächsten zwei Saisons entscheiden über die Zukunft In ein, zwei Jahren muss Fabrizio über die Bücher. Wenn er in der nächsten Saison den Durchbruch schafft, wird er seine Karriere vorantreiben. Sein weiterer Lebensweg ist in diesem Fall noch völlig offen. Wenn es nicht klappt mit dem Skifahren, möchte er zur Polizei, eventuell auch zur Militärpolizei. Im

kommenden Winter muss er zur Aushebung. Eine Laufbahn bei den Grenadieren kann er sich gut vorstellen. Die körperlichen Voraussetzungen wird er ohne Weiteres erfüllen. Neben dem Skitraining schwitzt Fabrizio drei Mal pro Woche im Kraftraum, und für die Ausdauer schwingt er sich aufs Velo. Vor zwei Jahren fuhr er mit Giordano zusammen auf dem Fahrrad von den Flumserbergen bis nach Amsterdam. Sie nahmen die «Direttissima», was immer noch einen Weg von 1500 Kilometern bedeutete und im ersten Teil mit zahlreichen Steigungen verbunden war. Im Sommer erklimmt er, wenn er nicht gerade auf irgendeinem Gletscher beim Skitraining weilt, mit zwei Freunden zwei oder drei Mal pro Woche einen Berg, mit Seil und Steigeisen. Letztes Jahr bestiegen die drei die Dufourspitze, die mit 4634 Metern über Meer der höchste Gipfel der Schweiz ist und zu den Seven Second Summits, den zweithöchsten Bergen der sieben Kontinente, zählt. «Und ab und zu sollte ich ja auch mal Pause machen», sagt Fabrizio und fügt lachend hinzu: «Mit dem Training zusammen sind dann leicht acht bis neun Tage pro Woche ausgefüllt.» Heidi Mühlemann

Interview mit Christoph Gull (LC Bad Ragaz), Vater von Fabrizio

Die ganze Familie fiebert mit Christoph Gull ist der Vater von ­Giordano und Fabrizio Gull. Er und seine Frau begleiten die beiden sportbegeisterten Söhne, seit sie als Knirpse zum ersten Mal auf den Ski standen. Eine Aufgabe mit Höhen und Tiefen.

Christoph Gull

Welche Rolle spielen Sie als Eltern für Fabrizio? Ahnten Sie schon früh, dass aus ihm ein Spitzensportler würde? Christoph Gull: Fabrizio war schon früh begeistert vom Winter und von Skirennen, und es fiel auf, dass er wesentlich ausgeglichener war, sobald er auf den Ski stand. Unser Einfluss war in dieser Phase indirekt, indem wir unsere eigene Begeisterung für den Sport auf unsere beiden Söhne übertrugen. Als sie dann grösser wurden und begannen, zu trainieren und Rennen zu fahren, waren wir ihre Betreuer. Kinder im Alter von sieben bis vierzehn Jahren muss man zu den Trainings und Rennen fahren und ihnen

helfen, das Material vorzubereiten. Ohne diese Hilfe ist eine solche Karriere nicht möglich. Welche Rolle spielen Sie heute? Ab etwa fünfzehn Jahren haben wir zunehmend eine beratende Rolle eingenommen. Entscheidungen über Berufswahl und Karriereplanung mit oder ohne Spitzensport müssen unsere Söhne letztlich allein für sich entscheiden. Gior­ dano, der jüngere Sohn, hat vor einem Jahr entschieden, mit dem Spitzensport aufzuhören. Das hat die ganze Familie positiv beeinflusst. In welcher Weise? Eine Profisportkarriere ist mit sehr ­vielen Höhen und Tiefen verbunden. Das erlebt die ganze Familie hautnah mit. Die Erkenntnis, dass es wahrscheinlich nicht reicht für die ganz gross­e Karriere, und die daraus folgen-

de Entscheidung, aufzuhören, hat auch etwas Befreiendes. Was haben Ihre Söhne durch den Spitzensport gelernt? Sie haben einen hohen Grad an Selbstständigkeit entwickelt. Sie sind oft auf Reisen, müssen packen, planen, Entscheidungen treffen. Der Skisport ist zwar ein Einzelsport, aber man kann ihn nicht allein betreiben. Der Skifahrer bewegt sich auf einer Gratwanderung, er muss teamfähig sein, sich aber in vielen Situa­tionen auch durchsetzen können. Diese Fähigkeiten kommen im Beruf noch stärker zum Tragen. Ein weiterer positiver Aspekt ist das sportliche Umfeld. Die Freunde unserer Söhne sind ebenfalls sportlich, keiner raucht, alle sind aufgehoben in einer tragfähigen Struktur. Das ist für uns Eltern sehr beruhigend. Interview: Heidi Mühlemann 4 I 2013

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Sp i t zensp or t Fricktal

Im Einsatz gegen Krebs beim 100-Kilometer-Lauf Eine ausgefallene Aktion, um Spendengelder für die Prävention von Hautkrebs zu erhalten, liess sich Thomas Waldmeier aus Zeiningen einfallen. Das 39-jährige Mitglied des LC Fricktal suchte im Club Sponsoren, die ihm pro gelaufenen Kilometer am 100-Kilometer-Lauf in Biel einen Beitrag für eine Spende zusagten.

Thomas Waldmeier beendete den Lauf, der am 7. Juni um 22 Uhr begann und bis am frühen Abend des 8. Juni dauerte, auf dem hervorragenden 89. Rang in der Gesamtwertung und auf dem 13. Rang in seiner Alterskategorie. Wie gross dieser sportliche Erfolg ist, lässt sich daran bemessen, dass der Lauf von insgesamt 1400 Läuferinnen und Läufern in Angriff genommen wurde, von denen rund 1000 die gesamte Strecke von 100 Kilometern zurücklegten. Dank dem Lauferfolg von Thomas Waldmeier kam aus den clubinternen Spendenzusagen ein Betrag von 6500 Franken zusammen. Die Spende kommt einem konkreten Projekt im Kampf gegen Hautkrebs zugute. Dabei werden

«Sonnensegel an Kindertagesstätten» abgegeben. Die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer loste für die Aargauer Krebsliga Ende Februar pro Bezirk eine Kindertagesstätte aus, die kostenlos ein Sonnensegel erhielt. Mit dem Erlös aus der Laufaktion von Thomas Waldmeier werden nun weitere drei der zwölf Kindertagesstätten im Fricktal ein Sonnensegel erhalten, die bei der Verlosung der Krebsliga kein Glück hatten. So können die Kinder im Aussenbereich der Kindertagesstätten wirksam vor zu starker Sonneneinstrahlung und damit vor dem Risiko einer späteren Hautkrebserkrankung geschützt werden.

Thomas Waldmeier im Ziel, flankiert von Kassier Georges Collin (l.) und dem Activity-Delegierten Christoph Koch

Thomas Waldmeier bei seinem Lauf

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Michael Widmer


Publireportage SAP als Sponsor des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2013:

Was macht der Software-Anbieter SAP am Sägemehlring? Die faszinierende Welt des Schwingens ist gross geworden: Hunderttausende verfolgen jeweils mit Spannung die grossen Feste, diskutieren über die «Wyberhaken» und «Brienzer» der Bösen und die Aussichten der Favoriten aus ihren Teilverbänden.

Auch die Organisation solcher Grossanlässe ist komplex geworden. Wandtafel und Kreide genügen nicht mehr, um das Informationsbedürfnis zu stillen. Kein Wunder also, dass das «Eidgenössische» und der Marktführer für Unternehmenssoftware eine Partnerschaft eingehen. Darüber freut sich auch Stephan Sieber, Managing Director der SAP (Schweiz) AG. Herr Sieber, wie sind Sie als Vertreter der IT-Welt eigentlich zum Schwing-Fan geworden? Ich habe den Schwingsport schon seit langem verfolgt. Richtiger Fan bin ich während eines längeren Auslandaufenthalts geworden – vielleicht aus Heimweh! Und heute ist SAP Schweiz Sponsor des Eidgenössischen. Wie kommt es dazu? Auf der ganzen Welt engagiert sich SAP im Spitzen- und Breitensport. Aus unserer Partnerschaft mit Schwingerkönig Nöldi Forrer und unseren Erfahrungen im Umfeld des Sports ist die Idee einer SchwingfestApp entstanden – das war die Grundlage für unsere Zusammenarbeit mit dem ESAF.

Eine wichtige Frage: Was haben die Schwing-Fans von der Partnerschaft mit SAP? Mit unserem Engagement für Nöldi, das ESAF und das Schwägalp-Schwinget möchten wir dazu beitragen, dass die Fans auch 2013 wieder tolle Schwingfeste geniessen können. Am ESAF kommt auch unsere App zum ersten Mal zum Einsatz. Ob direkt am Sägemehlring oder irgendwo auf der Welt: Noch nie waren die Schwingfreunde näher am Geschehen! Und wie muss man sich so etwas vorstellen? Mit der offiziellen Fest-App erleben die Fans auf ihrem Smartphone in Echtzeit Eintei-

lungen, Kampfergebnisse und aktuelle Ranglisten. Sie können die Profile der teilnehmenden Schwinger aufrufen und sich per Push-Mitteilung über ihre Lieblingsbösen auf dem Laufenden halten. Das Beste: Sie erhalten ohne Zeitverzögerung die gleichen Informationen wie die Reporter vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF! Dazu liefert die App Wissenswertes rund um das Fest und den Schwingsport – und hält auch einige unterhaltende Überraschungen bereit! Die App kann über www.esafapp.ch heruntergeladen werden. Vielen Dank, Herr Sieber. Schon jetzt viel Spass am ESAF – und viel Erfolg!

Tickets fürs «Eidgenössische» gewinnen! Gerade unter Schweizer KMU haben sich SAP und seine Partner mit massgeschneiderten Lösungen einen hervorragenden Namen geschaffen. Gemeinsam haben sie auch das Vergleichstool «Business Performance Index» lanciert: Hier können sich Unternehmen mit anderen in der gleichen Branche vergleichen und Erkenntnisse über Ihre Stärken und Schwächen erhalten, ohne sich – wie die Schwinger – gleich gegenseitig auf den Rücken zu werfen! Mehr über den Business Performance Index und den Wettbewerb finden Sie auf www.sapkmu.ch/wettbewerb: Bis Mitte August wird jede Woche ein ganzer «Königs Chäs» aus der Käserei von Schwingerkönig Nöldi Forrer verlost – und in der Schlussziehung vom 19.8. auch noch 62 Tickets für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf!

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Sp i t zensp or t Charles Eugster (LC Zürich) wurde mit 78 Weltmeister

Spitzensport mit Dreiundneunzig? – Ein Lion zeigt es allen Charles Eugster, Mitglied des LC Zürich, ist ein Phänomen. Während andere in ­seinem Alter das Zeitgeschehen bestenfalls im Fernsehen verfolgen, sitzt er noch täglich im Rennskiff, um sich auf den nächsten Ruderwettkampf vorzubereiten.

wirkte. Sein Körper degenerierte. Muskelschwund und Übergewicht waren ein deutliches Zeichen. Sämtliche Alarmglocken begannen zu läuten. Mit 87 entschloss sich Charles, einem Bodybuilding-Club beizutreten. Zudem engagierte er einen früheren «Mr Universe» als seinen persönlichen Coach. Die Resultate liessen nicht lange auf sich warten. Innerhalb von zwölf Monaten verlor er zwölf Kilos, während gleichzeitig seine Muskeln wieder aufgebaut wurden.

Charles Eugster setzt auf Sixpack und Bizeps statt auf gesundheitsschädigendes Nichtstun.

Niemand hätte in den frühen Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts darauf gewettet, dass aus dem schmächtigen, oft kränkelnden Jungen dereinst ein Symbol würde für körperliche und geistige Fitness im hohen Alter. Geboren wurde Charles Eugster im Sommer 1919 in London. Hier besuchte er die Schulen und studierte Zahnmedizin. Nach weiteren Ausbildungsjahren in der Schweiz, in Deutschland und in den USA eröffnete er 1954 seine eigene Zahnarztpraxis in Zürich. Wie bereits in seinen Jugendjahren blieb Charles auch später anfällig für die verschiedensten Krankheiten. Unter anderem wurde er zweimal mit Tuberkulose angesteckt, was zu einem schweren Lungenschaden führte. Mit 78 Weltmeister «So kann das nicht weitergehen», sagte sich Charles, der damals bereits 48 Jahre alt war. Er begann, wieder vermehrt jenen 8

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Sport zu betreiben, den er schon in seiner frühen Jugend auf der Themse so geliebt hatte: Rudern. Mit über sechzig nahm er regelmässig an internationalen Ruderregatten teil und gewann seine ersten Medaillen. Mit 72 liess er sich von seiner ersten Frau scheiden. Mit 74 heiratete er erneut. Mit 75 gab er seine Praxis auf. Doch der Ruhestand war nichts für einen wie Charles Eugster. Im Alter von 78 beschloss er, noch intensiver zu trainieren. Resultat: In seinem Medallienschrank finden sich heute 36 Weltmeister- und sechs Europameisterpokale. Als Charles 81 Jahre alt war, starb seine zweite Frau. Mit 82 stellte er die Produktion seines regelmässigen Newsletters ein. Mit 87 Bodybuilding mit Mister Universe Doch schon bald stellte er erneut mit Schrecken fest, wie negativ sich das Nichtstun auf seine Gesundheit aus-

Mit 89 Weltmeister im Strenflex Später traf er auf seinen jetzigen Coach, eine Schweizerin namens Sylvia Gattiker. Sie studierte Sportwissenschaft und überzeugte Charles, sich einem Aufbauund Ernährungsprogramm nach streng wissenschaftlichen Kriterien zu unterziehen. Das Ergebnis war frappant. Mit 89 gewann er in seiner Altersklasse weitere Goldmedaillen im Rudern und wurde Weltmeister in Strenflex, einem Wettkampf, in dem die generelle Fitness gemessen wird. Nun gab es kein Halten mehr. Im Alter von über 90 Jahren wurde Charles Eugster zu einer gefragten Autorität bezüglich körperlicher und geistiger Fitness sowie Ernährung und Gesundheit im Alter. Kaum ein Fernsehoder Radiosender in Europa und in den USA, bei dem Charles nicht schon Gast war. Er hält Vorträge an Ärztesymposien sowie an unzähligen öffentlichen Veranstaltungen. Alfred Fetscherin


Charles Eugster (LC Zürich) Spitzensportler und gefragter Referent

Pensionierung heisst dreissig Jahre (un)freiwillige Arbeitslosigkeit Charles Eugster ist eine gefragte Autorität bezüglich körperlicher und geistiger Fitness sowie Ernährung und Gesundheit im Alter. Worauf es ankommt und wie er selbst es schafft, auch im hohen Alter topfit zu sein, erklärt er in Vorträgen rund um die Welt und kürzlich auch in seinem Heimclub, dem LC Zürich.

Zahl der Betroffenen verdoppelt. In den USA ist bereits jeder vierte übergewichtig. Wenn man zudem weiss, dass Fettleibigkeit nicht nur zu Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, sondern auch zu einer Schrumpfung des Gehirns führen kann, ergibt sich ein wahrhaft düsteres Zukunftsszenario.

Charles Eugster bei seinem Vortrag im LC Zürich

Wie ein Mann in den besten Jahren stand Charles Eugster, mittlerweile über 93 Jahre alt, vor seinen Lions-Freunden. Mit fester Stimme und voller Humor schilderte er seinen Werdegang zum «ältesten Bodybuilder der Welt», wie er kürzlich in einer Sendung von Radio SRF-3 bezeichnet wurde. An Beispielen belegte er, welche drastischen Veränderungen seit einiger Zeit am menschlichen Körper festzustellen sind. Im Verlauf der letzten hundert Jahre wurde dieser um durchschnittlich zehn Zentimeter grösser. Gleichzeitig nahm der Körperumfang stetig zu. Fettleibigkeit wurde zu einem weltweiten Problem. Allein seit 1980 bis heute hat sich die

Statt Freude im Alter Degeneration und Krankheit Dass die Leute immer älter werden, zählt für Eugster zu den markantesten Entwicklungen der Menschheit. «Aber der Mensch hat die Freude und das Wunder des Alterns zerstört, indem er es in ein Alter von Degeneration und Krankheit umgewandelt hat. So leiden heute in den USA 92,2 Prozent der über 65-Jährigen an einer oder mehreren chronischen Krankheiten. Von den über 60-Jährigen nehmen vierzig Prozent fünf oder mehr Medikamente am Tag ein. Dass es so weit kommen konnte, erklärt Eugster so: «Unsere Körper sind immer noch die gleichen wie in der paläolithischen Ära. Damals waren die Menschen vor allem Jäger und Sammler. Die Nahrung war so knapp, dass so viel Nahrung wie möglich aufgenommen werden musste. Der Überschuss wurde in Form von Fett gelagert. Nur so war es möglich, die nächste Hungersnot zu überleben. Da die physische Aktivität enorm gross war, wurde jede andere Aktivität nach Möglichkeit vermieden. Heute, bei einem Überangebot an Nahrung, hängt das Überleben schon längst nicht mehr von ausserordentlicher physischer Arbeit ab. Dennoch drängt uns unser Instinkt immer noch dazu, ein Zuviel an Nahrung aufzunehmen und andere Aktivitäten so weit wie möglich zu vermeiden. Diese Instinkte, die es uns in der Vergangenheit ermöglichten, zu überleben, zerstören uns nun.

Das Schlimmste ist die Pensionierung Was von vielen als Segen empfunden wird, nämlich der Ruhestand bzw. die Pensionierung, ist für Eugster – neben Bewegungsmangel und schlechter Ernährung – einer der Hauptgründe, ­warum so viele Menschen im Alter gesundheitlich verfallen. Eugster: «Pensionierung heisst: freiwillige oder unfreiwillige Arbeitslosigkeit während bis zu dreissig Jahren. Wir wissen, dass Arbeitslosigkeit oft die Ursache für chronische Krankheiten und seelische Probleme ist. Auf der anderen Seite ist es erwiesen, dass Arbeit therapeutisch wirkt und Krankheiten zu vermeiden hilft. Zudem ist Arbeit ein entscheidender Faktor zur Stärkung des Selbstbewusstseins, der persönlichen Identität sowie der Achtung in der Gesellschaft. Gemäss Eugster werden die zerstörerischen Folgen der Pensionierung auf die physische und seelische Gesundheit massiv unterschätzt. Deshalb seine Forderung: Die alten Menschen müssen nicht nur aus finanziellen, sondern vor allem aus gesundheitlichen Gründen wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Denn: «Die Pensionierung ist nicht das Ende. Sie kann ein neuer Anfang sein. Eine Gelegenheit, einen neuen Körper zu bilden, schlafende Talente zu wecken und für die nächsten dreissig Jahre ein neues Leben zu starten.» Die Lions rief er auf: «Gründen Sie eine neue Firma. Die Dekade 55 bis 65 Jahre weist bezüglich unternehmerischer Tätigkeit die höchste Langzeit-Erfolgsrate für neue Firmen auf.» Eitel sein ist ein grosser Vorteil Bei seinen Ausführungen über die Bedeutung von Bewegung im Alter wurde Charles Eugster sehr persönlich, aber auch selbstironisch: «Noch mit 87 wollte ich einen Körper wie ein Adonis haben, um den jungen, siebzig Jahre alten SexyGirls am Strand die Köpfe zu verdrehen. Ich wollte ein Sixpack, doch mein Coach sagte, wir müssten zuerst an meinem Po arbeiten. Der sei nämlich eine reine Katastrophe. Er hatte absolut recht, hat doch der Körper eines Achtzigjährigen seit dem Alter von fünfzig ungefähr fünf4 I 2013

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Sp i t zensp or t

Gesundheitliches und finanzielles Desaster Wenn bezüglich Ernährung, Bewegung und Arbeit im Alter nicht bald eine entscheidende Wende erfolgt, stehen wir nicht nur vor einem gesundheitlichen, sondern auch vor einem finanziellen Desaster. Davon ist Charles Eugster überzeugt: «Heute bedeutet eine längere Lebenserwartung nicht mehr als eine sich ständig verlängernde Periode von staatlich unterstützter oder von Unternehmen finanzierter Pensionierung. Die Folgen: mehr Invalidität und dramatisch steigende Gesundheitskosten. Gemäss Schätzungen werden im Jahr 2025 die Kosten für Zinszahlungen, Medicare, Medicaid und Sozialversicherungen das gesamte staatliche Einkommen in den USA verschlingen. Die ökonomischen Folgen chronischer Krankheiten sind mittlerweile so schwerwiegend, dass ganze Nationen bankrottgehen werden. Eugster: «In naher Zukunft werden die Länder mit der gesündesten Bevölkerung und mit dem gesündesten Geist die Welt regieren.» Alfred Fetscherin

zig Prozent seiner Muskelmasse verloren. Diese wurde durch Fett ersetzt. Indem man das Fett entfernt und die verlorenen Muskeln regeneriert, können wir heute einem Achtzigjährigen zu einem Körper verhelfen, der demjenigen eines um zwanzig oder sogar dreissig Jahre jüngeren ähnlich ist.» Bewegung ist nicht nur Prävention, sondern auch Behandlung Charles Eugster ist der lebende Beweis dafür, dass die Erfolgsrate einer richtigen Bewegungstherapie heutzutage bei über vierzig Prozent liegt. Eugster: «Die Anzahl Krankheiten, die allein mit Bewegung erfolgreich behandelt werden können, steigt ständig. Hier kann und muss die Fitnessindustrie einen Beitrag zur Volksgesundheit leisten, indem sie nicht nur der Prävention dient, sondern auch Behandlung anbietet. In Zukunft muss es eine engere Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft geben. Die Forschung hat zudem gezeigt, dass diejenigen, die anstrengenden sportlichen Wettkampf betreiben, länger leben.» Wer sportlichen bleibt, lebt länger: Charles Eugster trainiert seine Mukis

leserzuschrift

Spitzensport? Spitzensport hat selbst einiges von seiner Reinheit eingebüsst. Doping und Betrug nagen am guten Ruf. Selbst der vielleicht beliebteste Sport, Fussball, kommt nicht ungeschoren weg. Ist die FIFA wirklich eine ehrliche Vereinigung ohne Schimpf und Tadel? Und ist es wirklich richtig, dass man einige Spitzensportler mit happigen Geldsummen vergoldet und sich noch niemand gegen diese Abzockerei gewehrt hat? Vielleicht lässt sich das Thema aber auch für ein paar sinnvolle Gedanken verwenden. Lese ich da vor wenigen Tagen einen ganzseitigen Artikel in der Zeitung über Menschen in unserem Land, die als «kein nützliches Glied unserer Gesellschaft» in Anstalten versorgt wurden, und das bis in 1980er Jahre. Man traut seinen eigenen Augen nicht. Hat denn da niemand opponiert oder wenigstens protestiert? Doch, es haben das einige wenige getan, aber man überhörte sie. Der grösste Teil unserer Bevölkerung wehrte sich vehement oder mindestens innerlich gegen den Nationalsozialismus, tolerierte aber die Einsperrung in eine Anstalt wegen liederli10

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chem Lebenswandel ohne richterliche Verurteilung. Der Bundesrat hat sich jetzt, also im Jahre 2013, mit einer anerkennenswerten Erklärung von Frau Sommaruga entschuldigt, aber beigefügt, dass damit die Angelegenheit nicht erledigt sei. Das bedeutet, dass dieses düstere Kapitel, vor allem auch im Interesse der Betroffenen, aufgearbeitet werden muss. Zudem beginnt jetzt möglicherweise eine Debatte über eine finanzielle Entschädigung. Dazu sind aber einige weitere Überlegungen anzustellen. Es hat immer wieder Fehlverhalten von menschlichen Gesellschaften gegeben, etwa mit der Sklaverei. Man denke ­hierbei nicht nur an die Vereinigten Staaten, denn das gab es auch in Europa, wenn wir die Geschichte der Römer noch in Erinnerung haben. Wir machen es uns aber zu leicht, wenn wir frühere Generationen verurteilen, weil sie etwas taten, was wir als Unrecht bezeichnen. Die menschliche Gesellschaft und mit ihr das Sittengefühl ändern sich ständig. Das spricht keineswegs gegen eine Entschul-

digung. Sie ist aus heutiger Sicht sogar richtig. Aber muss die heutige Schweizer Bevölkerung jetzt Geld auf den Tisch legen, weil frühere Generationen etwas taten, das sie als richtig erachteten, wir aber als falsch empfinden? Selbst das Bundesgericht hat das offenbar noch 1947 gestützt. Aber müssen derartige Ereignisse mit Geld aufgewogen werden? Ich bin kein grundsätzlicher Gegner einer solchen finanziellen Lösung, aber man muss sich dennoch überlegen, ob es nicht etwas Besseres gäbe. Also zum Beispiel ein Denkmal oder, vielleicht richtiger, ein Mahnmal. Dazu braucht es sicher auch Geld. Unabhängig davon, wofür das Geld gebraucht wird, sollten wir Lions uns überlegen, ob wir hierzu eine gewisse Initiative ergreifen können. Wir haben Erfahrung im Helfen. Wir haben doch für SODIS und ebenso für SightFirst je über zwei Millionen Franken in relativ kurzer Zeit gesammelt. Wir könnten das sicher auch für Menschen in unserer Heimat tun. Ueli Hochuli, PCC


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Sp i t zensp or t/ sp or t d’el i t e Erlinsburg

Lions Club unterstützt Kantonalmeisterinnen Seit 2010 sponsert der LC Erlinsburg die Gruppe Rhythmische Gymnastik des STV Langenthal. Vereinsbeiträge und Lizenzen berappen die Turnerinnen selber. Extra Anschaffungen wie Turnkleid, Handgeräte (Ball, Keulen, Seil, Reif, Band) und einheitliche Trainingsoutfits belasten die Budgets zusätzlich. So sind Sponsorenbeiträge immer gern gesehen und werden auch sinnvoll eingesetzt. Der Trainingsaufwand der zwölf- und dreizehnjährigen Schülerinnen beträgt neun Stunden in der Woche. Dieser Aufwand wurde dieses Jahr, wie auch schon im Jahr zuvor, mit dem Titel der Berner Kantonalmeisterschaft belohnt. Markus Jegerlehner

Sion-Val ais romand invite un champion du monde de ski-alpinisme

Le témoignage du petit prince du Val de Bagnes Si en 2012–13 l’énergie du LC Sion-Valais romand s’est concentrée sur le soutien à «Cérébral», association d’handicapés, avec une participation globale de CHF 30 000.–, le club s’est aussi intéressé au sport d’élite en invitant , en mai, le champion du monde de ski-alpinisme Florent Troillet à commenter le film «Le petit Prince du Val de Bagnes» qui lui est consacré. Florent Troillet, multiples vainqueurs des plus grandes courses de skialpinisme, champion du monde, double vainqueur de la Patrouille des Glaciers, abonné aux victoires, aux podiums, membre de l’équipe nationale depuis 1996, est surtout d’une simplicité et d’une gentillesse extraordinaires, comme son cœur qui, au repos, bat toujours à 30 pulsations minutes: «J’ai été champion du monde, mais on ne gagne pas beaucoup d’argent. Je suis employé par les gardes-frontières, et les marques, ski et souliers, nous donnent quelque chose, de l’ordre de CHF 1200.– par année.

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Le champion du monde de ski-alpinisme Florent Troillet était l’ invité du LC Sion-Valais romand. Une marque de voitures nous fait des prix sur les véhicules. C’est tout!» souligne le sportif d’élite. «Je connais Florent depuis plusieurs années, précise le président sortant Bernard Monnet, car nous

fréquentons le même fitness, mais chacun à son rythme … et c’est de cette manière que je l’ai sollicité pour venir donner une conférence au Lions Club.» Quel lien de parenté avec le Lion Jacques Troillet, membre du club?: «Les Troillet viennent tous de Bagnes, plus précisément de Montoz, petit hameau à côté de Champsec, et ceci depuis plus de 600 ans. Il y a 200 ans, certains partirentt pour l’Entremont, créant ainsi la branche d’Orsières, d’où est issu notre ami Lions Jacques. On en trouve également à Liddes et Fully. Ce sont tous les mêmes qui aujourd’hui se rencontrent chaque trois ans à Sembrancher, où ils sont environ 120.» Et Bernard Monnet de préciser: «Pour comprendre Florent, sa philosophie de la vie, je vous renvoie à la base, sa famille, que vous découvrirez dans «L’or des Troillet», l’émission de «Passemoi les jumelles» du 1er mars 2013 sur la Télévision suisse romande. Régine Pasche


Le PAST-président Wayne A.Madden aime le sport et le basket en particulier

Pour un bon club, il faut une bonne équipe! Je parcours le monde et je n’ai pas beaucoup de temps pour regarder la télévision. Pourtant, ce printemps, j’ai réussi à voir quelques matchs de basket. Joué au plus haut niveau, c’est une démonstration fascinante de la collaboration au sein d’une équipe. Cinq joueurs courent dans tous les sens dans un but commun, comme s’ils étaient reliés par un fil invisible. Un bon Lions Club est avant tout une bonne équipe!

Wayne A. Madden Past-Président du Lions Clubs International.

J’ai joué au basket-ball, et peu de choses dans la vie sont aussi exaltantes que le fait de faire partie d’une équipe et d’œuvrer ensemble pour atteindre un but. Un bon Lions Club est une bonne équipe. Tout le monde joue un rôle. Les membres fournissent leur part d’effort, non pas pour recevoir des louanges et pour la gloire, mais pour atteindre un but commun. L’affiliation au Lions Club est enrichissante parce que nous rendons service aux côtés d’autres personnes que nous apprécions et dont nous partageons les valeurs. Les non-Lions ont peut-être l’impression que le service est une corvée, une tâche qui est davantage un devoir qu’un plaisir. Les Lions savent que cette

notion est absurde. Nous sommes ravis de faire partie d’un club, d’échanger des idées avec les autres membres aux réunions et de travailler ensemble pour le plus grand bien des autres. Comme membres, nous devons communiquer notre enthousiasme aux non-Lions et les inviter à nous rejoindre. Nous avons besoin de davantage de femmes, de jeunes, de personnes d’ethnies différentes. Nous avons besoin d’un plus grand nombre de membres. Révélons-leur notre «secret»: le fait que l’appartenance au Lions Club est non seulement satisfaisante, valorisante et enrichissante, mais qu’en plus nous y prenons un réel plaisir. Le site internet du LCI à l’adresse www.lionsclubs.org pro-

pose des outils, des ressources et des stratégies pour augmenter nos effectifs. Notre équipe mondiale de l’effectif, notre équipe mondiale de la formation, le comité spécial chargé du développement des membres Lions féminins et des familles, ainsi que des multitudes de Lions au niveau des districts et des clubs se consacrent à la croissance de l’effectif. Cependant, l’association ne réalisera jamais son plein potentiel tant que chaque club n’aura pas fait l’effort d’attirer de nouvelles recrues. En fin de compte, c’est très simple: l’avenir des Lions est entre de bonnes mains – les vôtres! Je ne suis plus assez jeune pour courir de long en large sur un terrain de basket ball ni pour jouer au base-ball, mais mon appartenance à la meilleure équipe de toutes est une grande priorité dans ma vie. Dans une optique de service, continuons à faire tourner ce monde, au fil des décennies, en sauvegardant et en recrutant de nouvelles équipes de Lions. PIP Wayne A.Madden

Le basket: un sport d’ équipe par excellence comme ici avec Kevin Garnett, des Celtics de Boston, dans ses œuvres.(Photo: freegreatpicture) 4 I 2013

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sp or t d’el i t e Serge Dal Busco (LC Genève) a couru 14 marathons, dont celui de Boston 2013

«Le marathon est un rendez-vous avec soi-même!» «La pratique assidue du sport d’endurance, essentiellement course à pied (marathon) et VTT, est pour moi non seulement une source de détente, mais également de rélexion …» Sportif accompli, le Lions genevois Serge Dal Busco était dans l’aire d’arrivée du récent marathon de Boston et recevait sa médaille à 150 m du tragique attentat … Comment a-t-il vécu ces événements et comment parvient-il à concilier vie professionnelle, engagement politique et vie de famille avec un sport d’endurance aussi exigeant que le marathon. Le dimanche 5 mai, le député au Grand Conseil et Past-Président du LC Genève-Doyen était à nouveau au départ du marathon de Genève.

L’occasion de courir sur les cinq continents: Serge Dal Busco (en rouge au milieu) au marathon d’Osaka au Japon en 2011.

Régine Pasche: La préparation d’un sport aussi exigeant que le marathon est-elle conciliable avec une intense activité professionnelle et politique comme la tienne? Serge Dal Busco: Oui, elle l’est, mais ce n’est pas toujours facile! Il faut un minimum d’organisation. J’essaie de faire plusieurs choses en même temps. Comme, par exemple, faire des réunions politiques en courant tôt le matin avec d’autres élus! On peut aussi raccourcir certaines réunions qui s’éternisent et renoncer à un repas d’affaires ou à un cocktail pour aller faire un peu de sport. On fait ainsi d’une pierre deux coups. Cela étant, il faut bien comprendre que, 14

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si on ne vise pas la performance à tout prix, ce qui est mon cas, la préparation spécifique d’un marathon se concentre sur environ huit semaines. Pour autant bien sûr que, en dehors de cette période, l’on coure régulièrement (environ trois sorties par semaine, pour un total d’environ 30 à 35 km). C’est donc tout à fait gérable. Pourquoi ce sport d’endurance et qu’est-ce que la course à pied longue distance t’apporte? Un bon équilibre. Cela permet de retrouver une certaine harmonie, laquelle est sérieusement mise à mal par le mode de vie compliqué, et potentiellement dan-

gereux, des gens comme moi. Cela permet de se vider la tête, de retrouver les sensations de son corps et d’éprouver un certain bien-être. La course à pied, en particulier de longue distance, est le sport qui offre le meilleur rapport entre le temps consacré et les bienfaits qu’il apporte. Je fais aussi du VTT, une activité plus ludique, mais qui nécessite d’y consacrer beaucoup plus de temps pour atteindre les mêmes effets positifs. As-tu ressenti une solidarité particulière du public et des concurrents lors du récent et tragique marathon de Boston? Oh oui! Ce marathon est un monument du genre. C’est le plus ancien (117 éditions) et le plus chargé d’histoire. Il a lieu chaque année en avril – le lundi du «Patriots’ Day» – un jour férié. C’est un évènement sportif et culturel énorme, qui célèbre en quelque sorte l’arrivée du printemps. Le drame qui est survenu ce lundi 15 avril, tout près de l’arrivée, a été ressenti de manière extrêmement profonde par les Bostoniens. Je suis passé devant le lieu de la première explosion exactement 5 minutes avant qu’elle ne se produise. Et je me trouvais à environ 150 mètres de ce lieu, en train de recevoir ma médaille, lorsque c’est arrivé. Jusqu’à ce moment précis, c’était la liesse absolue, dans une ambiance extraordinaire, dans une vraie communion entre un public extrêmement nombreux et tous les concurrents. Tout à coup, cela a basculé dans l’horreur et la terreur. Ce contraste était très marquant. Et j’ai été très impressionné. Ce sont des moments qu’on n’oublie pas. Le dimanche 5 mai, 20 jours après ces évènements tragiques, j’ai couru le marathon de Genève. Malgré la fatigue encore présente, c’était magnifique. Et c’était la meilleure manière, en quelque sorte, de tourner cette page noire. Quel a été ton parcours sportif dans ta jeunesse? Comme pour tous les jeunes de ma génération, l’offre sportive était bien plus limitée qu’aujourd’hui. J’ai donc pratiqué le football dans mon club du FC Signal Bernex, en y faisant toutes mes classes en juniors et en jouant même quelques matches dans la première équipe qui


évoluait en 2e ligue. J’ai ensuite arrêté car mon niveau était plus que modeste et parce que mes études m’ont éloigné de Genève pendant une dizaine d’années. Je me suis alors mis un peu au tennis. Entre 30 et 40 ans, je n’ai presque pas eu d’activité sportive. C’est apparemment souvent le cas dans cette tranche d’âge-là! Les contingences familiales et professionnelles y sont probablement pour quelque chose. Ensuite, je me suis passionné pour le VTT que je pratique avec des amis. C’est une activité magnifique, en pleine nature, mais assez astreignante au niveau du temps à consacrer. Je me suis donc mis à la compléter en me mettant à la course à pied. D’abord de manière assez légère, puis, dès l’été 2007, en allongeant les sorties. Décider de courir le marathon? C’est le fruit d’un pari avec un ami. J’ai commencé en novembre 2007 avec le mythique marathon de New York. Après cinq ans et demi de pratique, j’en suis maintenant à 14. Les cinq principaux (New York, Berlin, Chicago, Londres et Boston) en font partie, et j’ai eu l’occasion d’en courir sur chaque continent. Selon ce qui se passera lors des élections cantonales de cet automne, je vais peut-être devoir en rester là! Quel conseil donnerais-tu à quelqu’un qui a arrêté le sport pendant des années et souhaiterait s’y remettre? De se dire que tout est possible, vraiment. Cela peut-être difficile, il faut le reconnaître, surtout si ces années d’inactivité se sont traduites par une prise de poids importante. Il faut à mon avis s’imposer une petite discipline, comme celle de planifier cette activité sportive comme un rendez-vous professionnel. En fait, c’est un rendez-vous avec soimême et il doit donc être de la plus haute importance! Je conseillerais aussi de consulter son médecin (qui sera ravi!) et peut-être de faire appel à un conseiller sportif qui pourra établir un programme d’entraînement personnalisé. Je parle là d’activités individuelles comme la course à pied. Mais on peut aussi profiter de l’encadrement et de l’expertise qu’on trouve dans les clubs sportifs pour d’autres activités. Et enfin, ne pas se décourager. L’idéal serait de le faire conjointement avec un ami, afin de se motiver mutuellement. Avec un peu d’assiduité, sans trop d’efforts, les progrès peuvent être très rapides. Et là, c’est partie gagnée car c’est très motivant!

Serge Dal Busco lors du mythique marathon de Boston, juste avant le tragique attentat du 15 avril dernier.

Un Lion dans la course … au gouvernement Né à Genève en 1959, Serge Dal Busco est membre du LC Genève depuis 2001 (Président 2003–04). Il a obtenu sa Maturité au Collège Calvin, puis un diplôme d’ingénieur civil à l’EPFZ et a défendu sa thèse de doctorat à l’EPFL. Depuis dix ans, il est associé dans un grand bureau d’ingénieurs conseils en génie civil et en environnement à Carouge. Il est marié et père de quatre enfants de 26, 24, 21 et 15 ans. Député au Grand Conseil PDC, il est candidat à l’élection au Conseil d’Etat. Il est membre depuis 2003 de l’Exécutif de Bernex (10 000 habitants). Son site: www.serge-dalbusco.ch

Propos recueillis par Régine Pasche 4 I 2013

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sp or t d’el i t e RETO BISSEGGER (LC MOntreux) Golfeur et co-organisateur d’un tournoi caritatif

Le golf est-il toujours un sport réservé à une élite? Le golf a la réputation d’être un sport réservé à une élite. Qu’en est-il vraiment ­aujourd’hui en Suisse? Nous avons posé la question à un passionné de golf, l’ancien cadre bancaire, Past-Président et actuel délégué à l’information du LC Montreux Reto Bissegger. Il s’est engagé ces derniers mois avec passion au sein du comité d’organisation du tournoi de golf mis sur pied pour la première fois le 26 avril dernier par le LC Montreux à Aigle et a bien voulu répondre en toute franchise à nos questions.

Régine Pasche: Le golf est-il un sport réservé à une élite ou tend-il à se démocratiser? Reto Bissegger: Si vous prenez des pays comme la Grande-Bretagne, les EtatsUnis et d’autres, c’est bel et bien un sport démocratique. Bien sûr on y trouve aussi des clubs de golf plus ou moins fermés, réservé uniquement à leurs membres. En

Suisse, il y a vingt ans, l’Association Suisse de Golf (ASG) comptait 46 clubs et 22 400 joueurs licenciés. A fin 2012, ce sont 57 300 licenciés dans 96 clubs qui sont la preuve que le golf se démocratise de plus en plus. La création de l’ASGI (Association Suisses des Golfeurs Indépendants) avec 16 200 membres, puis de l’ASG Golf Card Migros, 11 200

membres, y sont pour beaucoup. Ces deux groupements sont affiliés à l’ASG, et c’est donc un total de 85 000 joueurs qui pratiquent le golf en Suisse sur les différents parcours. Par ailleurs, les conditions d’admission dans les clubs n’ont plus rien à voir avec celles pratiquées il y a vingt ans.

Reto Bissegger (LC Montreux) lors de son «Tour du monde» en 2008 à Taupo, en Nouvelle-Zélande, où une organisation de bienfaisance organisait un concours de précision, très sympa et décontracté. 16

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A-t-il aussi un rôle au niveau du réseautage et des contacts? Ni plus ni moins que dans d’autres clubs, sociétés, associations, que ce soit dans les domaines culturels, économiques ou sportifs. L’on peut toutefois relever les possibilités de mieux connaître quelqu’un durant les quatre heures d’un parcours de golf, que ce soit après un bon ou surtout un mauvais coup …

couvrir le golf, le virus m’a attrapé très rapidement. Ce mélange de technique, coordination des mouvements, marche, concentration, tactique et convivialité, c’était le cocktail qu’il me fallait!

Depuis quand joues-tu au golf? En 1962, j’ai eu l’occasion de taper quelques balles sur l’ancien golf du Palace à Villars avec mes copains qui étaient tous des hockeyeurs. Durant mon stage en Ecosse en tant qu’enseignant de ski durant l’hiver 1964/65, notre big boss nous a autorisés à jouer deux ou trois fois sur le parcours de son village, Kingussie, dans les Highlands. Puis ni «swing», ni «par» et ni «19e trou» jusqu’en 1983. Et c’est donc à l’âge de 50 ans que j’ai vraiment commencé le golf.

As-tu déjà participé à des tournois de golf en Suisse ou à l’étranger? Oui, comme tout joueur de golf! C’est chaque fois l’occasion de se mesurer à soi-même, aux autres membres du club ou à des personnes inconnues jusqu’alors et qui se trouvent dans votre équipe. Jouer une partie amicale ou une compétition, ce n’est pas pareil, je peux vous le dire! Les clubs offrent un large choix de tournois avec différentes formules de jeux. Parmi mes meilleurs souvenirs restent les participations aux Championnats suisses interclubs séniors. Une expérience intéressante a aussi été mon rôle de caddie d’une jeune joueuse professionnelle de notre club dans plusieurs tournois du Tour européen féminin.

Qu’est-ce qui t’a attiré vers ce sport? Après avoir pratiqué l’athlétisme, je me suis tourné vers les sports d’endurance et quand l’occasion s’est présentée de dé-

Depuis quand es-tu Lions et pourquoi as-tu dit oui à l’époque? Membre depuis 1991 du LC Montreux, j’ai tout de suite apprécié l’ambiance très

conviviale qui y régnait. Il s’agit d’un club très ancien, crée en 1951 et de ce fait, nos membres ont des âges très différents et viennent non seulement de Montreux, mais de toute la Riviera et du Chablais valaisan et vaudois. Mes deux parrains, dont l’un était même un concurrent sur le plan professionnel, ont su me préparer pour que le «oui» fût une simple formalité. Permettez-moi de finir par une anecdote et en même temps un aveu. En tant que président du LC Montreux en 1997/98, j’ai tenu à participer à la Convention Internationale qui se tenait à Birmingham en Grande-Bretagne. Le logement de la délégation suisse se trouvait, écoutez bien, au clubhouse du célèbre Golf Club de Belfry. La Ryder Cup qui oppose les 14 meilleurs joueurs européens aux 14 meilleurs américains s’est déroulée à plusieurs reprises sur ce parcours. Maintenant, il y a prescription, mais je dois reconnaître que je n’ai pas suivi toutes les séances de la convention. Le parcours de golf était trop beau … Propos recueillis par Régine Pasche

Championnat de golf du District 102 West à Vill ars

Lions golfeurs attendus dans les Alpes vaudoises Le LC La Glâne organisera le vendredi 13 septembre 2013 le Championnat de golf du District 102 W sur le parcours du Golf Club de Villars, assorti d’une action en faveur de Rafro‐Veveyse (Rafroball) Sport Handicap Fribourg. La compétition qui est ouverte aux membres des Lions Clubs et à leurs conjoints se déroulera selon la formule stabelford individuel avec deux catégories messieurs et une ou deux catégories dames selon la participation. Les départs seront donnés dès 8 h 30, et le nombre de participants sera limité à 100 personnes. Les départs seront publiés sur le site du Golf de Villars (www. golf‐villars.ch). Prix golfeur: CHF 230.– comprenant: petit déjeuner, tee gift, greenfee, carnet de parcours, jeton de driving, turn, apéritif, repas du soir avec vin (2 dl), eau et café. L’inscription est à retourner jusqu’au 20 août 2013 par email à François Ménétrey, Président du LC La Glâne (f.menetrey@bluewin.ch).

Un programme pour non-golfeur avec balade en montagne et initiation au golf est aussi prévu pour le prix de CHF 70.–. Des renseignements complémentaires peuvent être obtenus chez Jacques Buache (tél. 079 353 77 36 ou par e-mail à l’adresse j.buache@bluewin.ch). Le LC La Glâne souhaite vous accueillir nombreux pour cette belle journée sportive et de fraternité entre membres de la grande famille Lions.

Le golf: un jeu ­d ’enfant sur le magnifique parcours 18 trous de Villlars! (Photo: Office du Tourisme de Villars) 4 I 2013

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sp or t PAOLO BASSO – L’UOMO CON «LE PAPILLE PIÙ FINi DEL MONDO»

Campioni del mondo non si nasce… si diventa! Quando abbiamo inserito il tema dello sport d’élite immaginavo un articolo con uno sportivo in senso stretto, ma la cronaca recente mi ha portato a fare altri ragionamenti. Se il lettore si attende un’intervista con uno sportivo, potrebbe trovare azzardato il mio accostamento, ma sono certo che «sportivamente» ognuno di voi saprà trovare le analogie. D’altronde, a molti sono noti i felici accoppiamenti tra vino e sport, grazie a Francesco Moser, Paolo Rossi, Jean Alesi o Jarno Trulli, tutti campioni per i quali è nata la passione per il vino. Ma le analogie non si fermano qui. Lo sport è sinonimo di attività praticata per divertimento e il nostro ospite di certo si diverte a fare il suo lavoro… tanto da essersi appena laureato Campione del Mondo!

ultimo, anzi magari soprattutto, comprendere i gusti del cliente. È un mestiere che richiede naso, in tutti i sensi, ma che nella fattispecie va allenato, per creare una solida e ampia memoria olfattiva in grado di determinare i profumi primari (che consentono di riconoscere la caratteristica dell’uva utilizzata), i secondari (quasi tutti caratterizzati da profumi fruttati) e i terziari (che permettono di valutare la maturazione e la longevità del vino)… ma per diventare Campioni ci vuole molto di più!

Paolo Basso, Best sommelier of the World ASI. È così che presso il Ristorante Conca Bella di Vacallo (stellato Michelin), ho avuto il piacere di incontrare l’amico Paolo Basso, che neanche a farlo apposta attraverso la sua società Ceresio Vini, collabora e supervisiona l’enoteca di questo famoso indirizzo gourmand del nostro Cantone. Fresco di nomina dell’alloro mondiale, conquistato in Giappone a fine marzo, Paolo viene oggi definito l’uomo con le «papille più fini del mondo», grazie al titolo conferitogli dall’ASI (Associazione della Sommellerie Internazionale). Il lavoro del Sommelier negli anni si è evoluto. Oggi deve essere in grado non solo di selezionare i migliori vini per la sua carta, ma anche di proporre un valido abbinamento con il piatto scelto dal cliente (o proposto dallo chef ) e non da 18

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Stefano Bosia: Sfiorato a più riprese, il titolo è finalmente nelle tue mani… Cosa significa prepararsi a una simile competizione? Paolo Basso: Prima di tutto per arrivare al campionato del Mondo è necessario arrivare primi nel proprio paese per affrontare la competizione. Indubbiamente fatta questa premessa, lo studio, quello vero, sui libri, ritengo sia la preparazione che richiede più tempo. La prima prova è infatti teorica ed esige una conoscenza veramente vasta. Le domande spaziano dalla formula chimica della fermentazione malolattica, al numero di volte che «vino» e «vigna» sono citate nella Bibbia (!)… insomma tutto quanto ruota attorno al vino è possibile domanda d’esame. Ma anche la degustazione va studiata e preparata, con un lavoro di affinamento costante e di continui aggiornamenti, anche perché oggetto d’esame possono essere anche altre bevande. Tutto questo, a differenza di quanto avviene nello sport, lo si fa «a

tempo perso», senza sponsor che ti incoraggiano e sostengono. Qual è stato il momento più difficile? La competizione che si svolge come in un torneo, con le eliminatorie, i quarti, le semi, e se si arriva fino in fondo, la finale. In questi anni sono arrivato diverse volte secondo, ma per arrivare primo il salto è stato davvero grande. Ci vuole molto allenamento, ma la capacità di gestire pressione mentale e stress non te la insegna nessuno. Quando arrivi in finale con i tre migliori sommelier del mondo, pensi già di avercela fatta. Sei tra i finalisti ed è a questo punto che non devi perdere lo spirito di competizione. Lasciarsi andare in quel momento significa salire sul podio… ma non sul gradino più alto. Accarezzare la vittoria come ho fatto io nel 2000, nel 2007 e nel 2010 è communque un onore, perchè ci si sta cimentando con i migliori! A Tokio si è poi aggiunto un ulteriore elemento di stress, in quanto dalle semifinali in poi, il concorso è pubblico e non più a porte chiuse… E anche se sei abituato a lavorare in sala, quando hai 4000 persone a osservarti non resti impassibile.

«Il lavoro del Sommelier negli anni si è evoluto!» Penso che ognuno di noi si chieda quali siano le prove cui siete confrontati, teorica, degustazione e poi? Solo vino? Come detto, si inizia da una prova teorica. Si tratta di un questionario sul quale si trovano le domande più disparate. Si passa poi alle prove pratiche: la degustazione, il riconoscimento (solo identificazione) di altri prodotti, la pratica di servizio, passando anche dalla correzione di una carta dei vini o l’identificazione, su uno schermo, di immagini relative al mondo del vino (regioni vitivinicole o personaggi). Detto così sembra facile, ma si tratta di prove a tempo. Nella degustazione ad esempio di due o tre vini, oltre alle considerazioni visive, olfattive e gustative (tipiche del processo di degustazione), si richiede anche di fornire informazioni sul


clima e sul suolo di provenienza del prodotto, indicazioni su come va servito (subito, nel bicchiere, in caraffa, …), nonché l’abbinamento «ideale». La prova consiste nel determinare se il vino è stato capito sia dal punto di vista tecnico, sia da quello ­«commerciale», se si è in grado cioè di valorizzarlo… Tutto questo in 10 minuti. Contrariamente a quanto si pensa, l’identificazione del vino è secondaria.

Il campione del mondo Paolo Basso insegna presso la Scuola di Changins.

E ora? Sei arrivato? O come nello sport si cerca d’inanellarne il maggior numero possibile? A valutarti in questa competizione vi sono ex-campioni del mondo. Vi è quindi una regola non scritta che porta il vincitore dall’altra parte del tavolo… quella degli esaminatori. Nel 2016 penso che farò parte della giuria. Torno quindi alla mia vita di tutti i giorni, alla mia professione, alla mia Ceresio Vini, la società grazie alla quale promuovo il mio lavoro presso ristoratori e amanti del buon vino, offrendo una carta capace di accontentare chiunque. È vero che il segreto del Sommelier oggi è quello di sapere proporre un vino di grande qualità a un prezzo

adeguato? E cosa ne pensa di quei ristoratori che applicano la regola del «per tre»? Certo, il Sommelier oggi non è più quella figura autoritaria e svuota tasche di un tempo. Il cliente è il nostro capitale, servirlo bene, fornirgli informazioni adeguate e proporgli quindi abbinamenti vincenti, ritengo sia la via per creare un rapporto di fiducia che, come in qualsiasi professione, non va mai tradito. L’annosa controversia legata al ricarico non è da ricondurre meramente al prezzo. Il prezzo del vino dev’essere adeguato oltre che alla qualità dello stesso, anche al servizio che lo accompagna. Detto cio, alcune carte dei vini propongono prezzi ingiustificati e questo è ahimè un dato di fatto. Da ticinese, cosa ne pensi dei vini proposti in Ticino? La nostra regione propone molti vini interessanti, che troverebbero una giusta collocazione in molte carte dei vini, ma ho l’impressione che i produttori facciano fatica a farli arrivare sulle tavole dei nostri ristoranti. Vorrei vedere più fantasia nelle carte e ricordare che essere un bravo produttore non significa essere anche un bravo commerciante. Con la mia azienda

(Ceresio Vini) cerco di applicare quanto faccio da anni al ristorante. I vini da me proposti sono stati selezionati per soddisfare chiunque abbia voglia di degustare e bere qualcosa di buono e mi permettero di valorizzare alcuni produttori che a mio parere offrono un’esperienza davvero memorabile, così facendo cerco di ampliare il contatto con chi mi conosce o semplicemente riconosce le mie capacità professionali. Per concludere, potresti consigliare ai nostri lettori qualche vino assolutamente da provare, diciamo al di sotto dei 30 franchi? Ma certo con piacere vi propongo di provare alcuni vini il cui prezzo attuale sicuramente non riflette il loro reale valore: Chianti Classico, Isole e Olena (2010), Barbera d’Alba, Luciano Sandrone (2010), Mario Schiopetto Bianco e non può mancare un ticinese: Tera Creda di Enrico Trapletti. Salute! Stefano Bosia

Paolo Basso Nato nel 1966, già membro del LC Mendrisiotto e campione del Mondo ASI in carica, negli anni ha raccolto più di un alloro: • 1997 Best Sommelier of Switzerland • 2010 Best sommelier of Europe ASI • 2013 Best sommelier of the World ASI Paolo Basso insegna presso la Scuola di Changins.

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sp or t LEO LUGANO – Sport e leadership

Leader non si nasce… Quest’anno si è ripetuto l’impegno LEO nell’organizzare una conferenza atta ad approfondire temi legati alla quotidianità non senza dimenticare l’aspetto benefico di raccolta fondi. Il LEO Lugano ci ha fornito un ulteriore spunto per parlare di sport, potendo contare sull’intervento del noto arbitro internazionale Massimo Busacca.

I relatori (da sinistra): Massimo Busacca, Gianmaria Frapolli (LEO) e il Professore Emmanuel Toniutti.

Ancora una volta è stata la splendida cornice del Palazzo Mantegazza di Paradiso ad accogliere lo scorso 16 maggio la conferenza dal tema: «Che cosa è la Leadership? Applicazione in campo sportivo» organizzata dal LEO Lugano. L’evento come sottolineato in apertura dal suo presidente Philippe Dudler non sarebbe possibile senza il prezioso contributo di alcuni sponsor particolarmente sensibili, quali: AIL SA, Heavens, Metamorphosis e l’azienda Vitivinicola Sacha Pelossi. D’altro canto Andrea Prati (CEO di AIL) ha voluto enfatizzare sull’importanza di simili appuntamenti e lodato l’impegno dei nostri giovani LEO in una simile organizzazione. Grande anche quest’anno il successo di pubblico grazie ancora una volta a due relatori d’eccezione; il Professor Emmanuel Toniutti e Massimo Busacca (miglior arbitro al mondo nel 2009 e dal 20

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2011 capo del dipartimento arbitrale FIFA) abilmente moderati dal past president Leo Gianmaria Frapolli. I relatori hanno definito, contestualizzato e mostrato esempi di leadership in campo sportivo. Grazie al Prof. Toniutti (presidente dell’International Ethics Consulting Group). Interessanti spunti sono stati presentati durante la serata, grazie anche ai contributi filmati discussi con i relatori. Molto emozionante rivivere alcune decisioni arbitrali, sulle quali gli appassionati di calcio in tribuna o davanti al piccolo schermo sono rimasti insoddisfatti. Poterle analizzare con il commento di chi le ha prese e argomentate sulla base delle tesi scientifiche sulla presa di decisioni ha sicuramente fornito un punto di vista diverso agli ospiti di questo incontro. Divertente è stato il connubio tra sport e scienza offerto dai due relatori. Vedere

che quanto accade in azienda in realtà è o può essere riscontrato anche in altri frangenti, nello sport, così come nel nostro quotidiano. Leader non si nasce, si possono avere particolari doti, ma come nello sport, la bravura non basta. È sicuramente positivo sapere che impegno e costanza permettono di raggiungere (quasi) qualsiasi obiettivo. Visto che le serate LEO non vogliono solo offrire un momento di svago e formazione o confronto, ma sostenere anche progetti benefici, al termine della conferenza è stata presentata l’associazione cui i LEO quest’anno devolveranno il loro contributo: l’associazione AAdO-Togo (Associazione Amici dell’Oasis-Togo). Gli aiuti saranno destinati in particolare al progetto atto a costituire delle famiglie di accoglienza per bambini orfani o abbandonati. Il progetto mira a garantire loro protezione, affetto e formazione scolastica. Il bambino viene cresciuto da una «maman» che lo segue, in collaborazione con un partner locale, fino al completamento degli studi o di una formazione e aiutandolo a bene inserirsi nella società. Altri progetti Altri sono però i progetti sostenuti e promossi da AAdO-Togo. Diversi altri importanti progetti sono portati avanti dall’associazione tra cui: il Progetto Latte che visto l’alto livello di sieropositività in Africa, mira a fornire latte in polvere al fine di limitare la trasmissione di questo virus nel corso dell’allattamento. Altri progetti mirano a garantire la presenza di un medico svizzero in loco, sostenere la formazione garantendo lo stipendio ad alcuni docenti togolesi. Gianmaria Frapolli


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Fünfte und letzte Governorratssitzung in Frauenfeld

Amtsübergabe in der Kyburger Stadt Am längsten Tag des Jahres traf sich der Governorrat in Frauenfeld zu seiner letzten Sitzung unter der Leitung von Council Chairman Peter P. Wanner. Die Begleitpersonen besichtigten während der effizient geführten Sitzung die Kyburger Stadt.

Im Rückblick auf die National Convention in Vaduz erwähnt der Governorrat mit Genugtuung die Zustimmung zum Antrag «Europaforum 2017 Montreux» und würdigt die kritischen Stimmen aus dem Kreis der Delegierten. Das Wichtigste in Kürze Im Distrikt Centro (Region 1) wurden im Raum Basel aus der Zone 14 drei neue Zonen (14, 15, 16) geschaffen. Die Richtlinien für Jugendlager, Friedensplakat und den Musikwettbewerb wurden diskutiert und deren Verabschiedung und Veröffentlichung zeitnah ins Auge gefasst. IPCC Pius Schmid informiert über die letzten Details der Teilnahme an der International Convention und freut sich, dass unser Multi Distrikt 102 in Hamburg mit 420 Teilnehmern zahlreich vertreten ist. Ehrungen und Abschiede Im Anschluss an diese Sitzung mit Amtsübergabe zwischen Peter P. Wanner und Pierre-Alain Ruffieux wurden beim Nacht-

essen offiziell einige Mitglieder aus dem Governorrat geehrt und verabschiedet. Unter anderen: PDG Moritz Bickel (LC Zürcher Oberland) für seinen langjährigen Einsatz für SODIS und Ueli Hochuli (LC Freiamt), der während über zwei Jahrzehnten auf nationaler und vor allem auf internationaler Ebene wirkte und vielen Lions mit Rat und Tat zur Seite stand. Sein Wissen und sein Netzwerk innerhalb der gesamten Organisation sind unübertrefflich. PCC Hochuli bekam eine Melvin-JonesProgressiv-Auszeichnung mit vier Diamanten und ein Certificate of Accomplishment. Mit einem Melvin Jones ausgezeichnet wurden weiter die beiden abtretenden Governors Daniel Brunner (Distrikt Centro) und Marco Barandun (Distrikt Ost) somit der abtretende Präsident des Governorrates Peter P. Wanner. Die erste Governorratssitzung 2013/14 findet mit der Wahl des Council Chairman 2014/15 am 16. August 2013 statt. Ursula Guillebeau und Régine Pasche

Je eine Melvin-Jones-Auszeichnung für die scheidenden Distrikt-Governors Daniel Brunner (l.) und Marco Barandun (r.) sowie einen Melvin Jones Progressive für Peter P. Wanner (Christian Binggeli war entschuldigt)

Council Chairman Peter P. Wanner (l.) übergibt sein Amt an PierreAlain Ruffieux (Fotos: Régine Pasche) PCC Ueli Hochuli wird für seine langjährigen Verdienste mit einem Melvin Jones Progressiv mit vier Diamanten ausgezeichnet 4 I 2013

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Die Amtsübergabe des Distrikts Ost fand in Gl arus stat t

Ein Ziegelstein, eine Stimmgabel und sechs Neue Die Amtsübergaben im Distrikt Ost beginnen, wie es sich gehört, mit einer Kabinettssitzung. Doch im Grunde warten alle ungeduldig auf den Moment, wenn anlässlich des anschliessenden festlichen Abends der abtretende Governor seinem Nachfolger den traditionellen Rucksack überreicht. Was wohl diesmal drin ist?

Beinahe wäre dieses Jahr der Rucksack ein anderer gewesen. Das grüne Ding sei nämlich ein Flachländerrucksack, erklärte der abtretende Distrikt-Governor und Bündner Marco Barandun, und absolut untauglich für steinige Wanderungen, vor denen ein Governor bekanntlich nicht gefeit ist. Ein Gebirgsrucksack, der jedem Wetter trotzt, hilft bei der Arbeit mit den Lions allerdings auch nicht weiter, weshalb das gute Stück dem Kabinett erhalten geblieben ist.

Ein Backstein für Thomas Klein (r.)

Beruhigungstee und Salz Auf jeden Fall hat der Kabinettsrucksack ein beachtliches Fassungsvermögen. Beruhigungstee, Salz für die Suppe, eine Flasche Pinot Noir aus Zizers und ein Wörterbuch Rumantsch-Grischun zur Erinnerung an den dreisprachigen Distrikt zauberte Marco Barandun daraus hervor. Ausserdem drückte er seinem Nachfolger Tho-

mas Klein einen Backstein und ein Metermass in die Hand, damit er gerüstet sei für sein Motto «Aufbauen». Eine Stimmgabel soll dafür sorgen, dass der neue DistriktGovernor den ersten Ton der Nationalhymne und auch sonst den richtigen Ton findet. Ruth Klein erhielt zum Dank für ihre Unterstützung einen Blumenstrauss und aus dem Rucksack das Büchlein «Bündner Landfrauen kochen». Thomas Klein bedankte sich für die vielen Geschenke und revanchierte sich mit einer Landkarte von Korea und handgeschöpftem koreanischem Papier. Beides soll Marco an die International Convention 2012 in Busan erinnern. Mit grossem Respekt vor so viel musikalischem Talent erzählte Thomas, wie Marco sich eines Abends in einem Lokal spontan ans Klavier gesetzt und gespielt habe. Auf Thomas’ Bitte hin tut er dies auch im Saal des Hotels Glarnerhof in Glarus. Bei «Strangers in the Night» wird es für einige Minuten ganz still unter den festlich gekleideten Kabinettsmitgliedern und ihren Partnerinnen und Partnern. Ehrung für abtretende Kabinettsmitglieder Für etliche Kabinettsmitglieder war der Tag in Glarus die letzte Kabinettssitzung.

Die neuen Kabinettsmitglieder v.l. René Manser (Zonenchairman Zone 12), Gian-Duri Ratti (ZC Zone 14), Thomas Hölting (Beauftragter Leo), Martin Thöny (Revisor), Ueli Schläpfer (Jugend), Matteo Cogliatti (ZC Zone 31) 22

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Unter grossem Applaus steckte Marco Barandun einem «Urgestein» des Kabinetts, dem langjährigen Revisor Hajo Thümen, einen Progressive Melvin Jones ans Revers und dankte Hajo für seine exakte und zuverlässige Arbeit. Ebenfalls aus dem Kabinett verabschiedet wurden Esther Weber (Beauftragte Hamburg), Sandro Forster (Activities), Men Wieland (Jugend) und Edi Haas (Zonenchairman Zone 12). Ihnen schenkte Marco Barandun zum Dank für ihre Arbeit ein Schreibset.

Aufbauen Mit sechs neuen Kabinettsmitgliedern steigt nun Thomas Klein in sein Amtsjahr als Distrikt-Governor. «Aufbauen» lautet sein Motto, 47 neue Mitglieder möchte er bis Juni 2014 netto im Distrikt Ost haben und zwei neue Clubs gründen. Mindestens einer davon soll ein Leo Club sein. Aufbauen möchte Thomas Klein zudem eine Ideenplattform für Activities, die von mehreren Clubs des Distrikts freiwillig unterstützt werden können. Heidi Mühlemann

Marco Barandun stemmt den prall gefüllten «Flachländerrucksack». (Fotos: Heidi Mühlemann)

Hajo Thümen wird mit einem Progressive Melvin Jones geehrt.

Der Präsident des Governorrats Pierre-Al ain Ruffieux hat das Wort

Die Unterschiede machen unsere Stärke aus!

Pierre-Alain Ruffieux (Foto: Tilman Kehren)

Die Präsidentschaft des Governorrats dauert nur ein Jahr. Das ist sehr kurz, und es wäre anmassend von mir, in dieser kurzen Zeit die Dinge grundlegend ändern zu wollen. Aus diesem Grund ist mein Vorsatz eher eine Analyse unseres Erfolgs als ein revolutionäres Schlagwort: «Die Unterschiede machen unsere Stärke aus!» Meine Maxime mag Ihnen seltsam erscheinen, doch sie machen, denke ich, die Stärke dieser Schweiz aus, die mir so teuer ist. Bei unseren internationalen Anlässen sind die Lions anderer Länder immer erstaunt über die kleine Schweiz im Herzen Europas. Unsere ausländischen Freunde wissen oft nicht, dass die Schweiz noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein armes Land war. Unseren Erfolg verdanken wir zu einem grossen

Teil der erfolgreichen Integration zahlreicher Flüchtlinge, die infolge verschiedener politischer Spannungen zu uns gekommen sind. Wo wäre unsere Uhrenindustrie ohne die Aufhebung des Edikts von Nantes? Was wäre unsere Industrie ohne die Browns, die Boveris, die Sulzers und in neuerer Zeit die Kudelskis und die Hayeks? Vor einigen Jahren wurde das Akronym LIONS übersetzt mit Liberty, Intelligence, Our Nations Safety! Ein ganzes Programm, über das nachzudenken ich Sie einlade! Es ist die Pflicht jedes Lions unseres Multi-Distrikts 102, seine Energie für das Verständnis zwischen den verschiedenen Ansichten, die in der westlichen Welt aufeinandertreffen, einzusetzen. Das so erfolgreiche Schweizer

Modell der Toleranz, könnte es nicht angewendet werden auf die Situation des 21. Jahrhunderts? Nutzen wir die Stärke unserer Unterschiede! Sitzen wir nicht selbstgefällig im Herzen Europas, sondern versuchen wir, die anderen von unseren guten Erfahrungen profitieren zu lassen und vielleicht auch unser Ansehen, das in den letzten Jahren gelitten hat, zu verbessern. Ein gutes Lions-Jahr! Pierre-Alain Ruffieux Council Chairperson MD 102 (Übersetzung: Heidi Mühlemann)

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Peter Hartmeier (LC Schaffhausen) neu Mitglied Herausgeberrat LION

Diskussionen in der privaten Küche oft wirksamer als bezahltes Lobbying Anfang Juli übernahm der Medien- und Kommunikationsexperte Peter Hartmeier die Nachfolge von Karl Lüönd als Mitglied des Herausgeberrats des LION. Warum er Diskussionen in seiner Küche für wichtig hält, welche Zeitungen er liest und welche Beziehung er zu seinem Club hat, erläutert er im folgenden Interview.

Markus Wiegand, Chefredaktor vom «Schweizer Journalist», bezeichnete dich im Zusammenhang mit einem Interview, das er kürzlich mit dir führte, als Branchenhaudegen. Bist du das? Es ist immer interessant, zu lesen, wie Beobachter einen beurteilen. Ich würde mich nicht als Haudegen bezeichnen, sondern eher als jemanden, der stets versucht, auszugleichen und Brücken zu bauen. Ich bin ein zutiefst liberaler Mensch, der aber von seinem Temperament her auch polarisieren kann, indem er klar Stellung nimmt oder sich für eine Idee oder eine Person einsetzt und dann vielleicht auch mal übertreibt. Nach deinem Wechsel vom Journalismus zur Kommunikation bei der UBS wurdest du heftig kritisiert. Hat dich diese Kritik getroffen? Ich war erstaunt über das Ausmass der Kritik und des Misstrauens, die mir entgegenbrandeten, nachdem ich mich entschieden hatte, für eine gewisse Zeit Kommunikationschef von UBS Schweiz zu werden. Interessant war, dass die Kritik nicht nur von Journalisten kam – das hatte ich erwartet –, sondern auch von Exponenten aus der Wirtschaft, vor allem von KMU-Vertretern. Ihr Misstrauen gegenüber der Grossbank UBS hatte ich in diesem Ausmass nicht erwartet. Wie erklärst du dir das Misstrauen der KMU-Exponenten? Der Wechsel fiel in den Beginn der Ära von Kaspar Villiger und Oswald Grübel, die den Grundstein des Wiederaufbaus legten, was heute von Axel Weber und Sergio Ermotti fortgesetzt wird. Gleichzeitig kulminierte die CompensationDiskussion, und die Diskussion über die Initiative Minder setzte ein. Der Erfolg 24

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Peter Hartmeier (Foto: Heidi Mühlemann)

der Minder-Iniative zeigte die Spaltung der Schweizer Wirtschaft auf: auf der einen Seite die global ausgerichteten Industrien und auf der anderen Seite die Schweizer Binnenwirtschaft. Diese Kluft zwischen der nationalen und der internationalen Schweiz ist sehr gross. Die Tatsache, dass die Schweiz so globalisiert daherkommt und gleichzeitig eine funktionierende Binnenwirtschaft hat, ist aber eine Stärke. Deshalb müssen wir diese Konflikte austragen. Diese Auseinandersetzung konnte man unter anderem an meiner Person festmachen. «Du warst doch unabhängiger Journalist, Chefredaktor vom Tages-Anzeiger, Moderator, Vortragsredner», hiess es etwa, «und jetzt gehst du hin und verteidigst diese Bank.» Aber gerade wegen dieser Kontroversen war meine Zeit bei der UBS sehr interessant und lehrreich – gerade auch für meine jetzige Tätigkeit als Berater.

Peter Hartmeier ist seit 2013 Partner und Miteigentümer von Lemongrass Communications, einem Team erfahrener Kommunikationsspezialisten in Zürich. Von 2010 bis Ende 2012 war er verantwortlich für die Unternehmenskommunikation von UBS Schweiz, davor sieben Jahre lang Chefredaktor des Tages-Anzeigers sowie unter anderem Geschäftsführer des Verbandes Schweizer Presse und Herausgeber und Co-Chefredaktor der Bilanz. Seit 1989 ist er Mitglied des LC Schaffhausen. www.lemongrass-communications.com

In welcher Beziehung? Ein Unternehmen wie UBS, das sich in einer so schwierigen Situation befindet, kommunikativ zu begleiten und zu beraten, ist vergleichbar mit der Aufgabe eines Rechtsanwalts. Jeder hat das Recht auf Darstellung seiner Interessen. Gab es Personen, die sich wegen deines Wechsels zur UBS von dir abgewendet haben?


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Falls es sie gab, habe ich sie nicht vermisst. Ich habe einen grossen Freundeskreis in ganz unterschiedlichen sozialen Schichten und mit ganz unterschiedlichen politischen Ansichten, auch aus dem linken Lager. Mein UBS-Engagement führte zu fundamentalen Debatten über die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Ich halte die liberale Mitte für ganz entscheidend für die Zukunft der Eidgenossenschaft.

über besondere Activities, Porträts von Menschen, die auffallen oder eine schwierige Situationen durchlebt haben, all dies interessiert. Ein gut gemachtes Magazin, das in regelmässigen Abständen in Papierform ins Haus kommt, löst durch seine Grafik und seine Anmutung ein Gefühl von Identität und Zusammengehörigkeit aus. Eine solche Publikation hat auch in zehn Jahren noch ihren Platz.

Konntest du überhaupt noch frei diskutieren? Ein guter Kommunikator ist wahrscheinlich einer der verschwiegensten Menschen, die es gibt. Er weiss ganz genau, was er sagen darf und wo er schweigen muss. Die grundsätzlichen Diskussionen, warum wir auch in Zukunft einen konkurrenzfähigen Finanzplatz haben sollten, gehörten in den letzten Jahren zu den wichtigsten Diskussionen im Freundeskreis. Wir reden viel über die Lobbyisten, die im Bundeshaus auf Parlamentarier, Bundesräte und Verwaltungsexponenten angesetzt werden. Sie sind nötig – das ist klar! Aber ebenso wichtig sind private Einladungen unter gut informierten Bürgern. Gespräche in der Küche oder in der Bibliothek im eigenen Haus, am besten nach einem guten Essen, sind glaubwürdig und oft viel wichtiger und einflussreicher als Auftritte von Lobbyisten. Glücklicherweise haben wir in der Schweiz immer noch viele solche privaten Begegnungsmöglichkeiten.

Die Bevölkerungszahl der Schweiz wächst, auch in der Zielgruppe für uns Lions, und trotzdem haben wir Mühe, unseren Mitgliederbestand zu halten. Woran liegt es? Wir Lions erwarten von unseren Mitgliedern, dass sie ein gewisses Mass an Verpflichtung übernehmen. Der gesellschaftliche Trend weist jedoch in eine andere Richtung. Man will sich nicht mehr verpflichten. Dabei vergessen viele, dass es einen besonderen Reiz hat, über Jahre mit einem Lions Club verbunden zu sein. Diesen Aspekt sollten wir stärker hervorheben. Zum Zweiten sind wir zu zurückhaltend gegenüber der Aufnahme von Ausländern. Wir haben zwanzig Prozent Ausländer in unserem Land, darunter hervorragend ausgebildete Fachkräfte beider Geschlechter, wie Ingenieure, Führungskräfte, Ärzte. In Regionen wie Basel oder Zürich haben sich Parallelgesellschaften hochqualifizierter Kreise gebildet, in denen nur englisch oder hochdeutsch gesprochen wird und in denen ausserhalb des beruflichen Umfelds wenig Kontakt mit der Schweizer Bevölkerung stattfindet. Um diese Leute sollten wir Lions uns bemühen. Als Drittes müssen wir aktiver werden bei den Jungen. Meine Kinder sind jetzt zwischen 20 und 25. Ich kenne deren Freunde und habe die jungen Mitarbeiter bei der UBS zwischen 20 und 35 beobachtet. In dieser Altersklasse wächst eine unglaublich interessante Generation heran, die mich extrem zuversichtlich stimmt für die Zukunft unseres Landes. Da liegt ein kreatives Potenzial, das wir auch in den Lions Clubs nutzen sollten.

Was bedeutet dir der Lions Club? Mir war der LC Schaffhausen immer wichtig, auch wenn es Zeiten gab, in denen ich nicht so häufig an den Meetings teilnehmen konnte. Dort treffe ich Vertreter anderer Branchen und Menschen mit anderem sozialen Hintergrund, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. Auch die Konstanz, die eine solche Mitgliedschaft mit sich bringt, halte ich für eine wesentliche Komponente. Man trifft sich über viele Jahre hinweg regelmässig, erlebt die Höhen und Tiefen des Clubs. Diese lokale Verankerung ist etwas sehr Positives und Wertvolles. Welche Bedeutung hat unser LionsMagazin? Am meisten interessieren sich die Menschen für andere Menschen. Wer macht was, wo ist etwas Spezielles passiert, wer ist Mitglied im Nationalrat, wo ist ein neuer Club gegründet worden? Solche Artikel lese ich gerne – auch Berichte

Sind diese jungen Leute interessiert an einer Lions-Mitgliedschaft? Das müssen wir selbstkritisch betrachten. Ich war gestern in einem Unternehmen, das ein enormes Wachstum hinter sich und eine grosse Zukunft vor sich hat, gegründet von drei 35-Jährigen. Innerhalb von sieben Jahren haben die drei eine Firma mit 250 Mitarbeitern aufgebaut. Unglaublich! Solche Leute wären

für unsere Lions Clubs eine Bereicherung. Sie sind aber auch sehr eingespannt in ihrem Beruf. Das ist sicher so. Man muss diesen Leuten aber auch klarmachen, dass es neben dem Beruf noch andere wichtige Werte gibt im Leben, und dass sie sich mit Menschen aus anderen sozialen Kreisen treffen und ihnen zuhören sollten, wenn sie erfolgreich bleiben wollen. Wie liest du die Zeitung, auf dem Tablet oder auf Papier? Ich bin ein intensiver Zeitungsleser und Medienkonsument. Morgens früh hole ich die NZZ, den Tages-Anzeiger und die Frankfurter Allgemeine aus dem Briefkasten, die Aargauer Zeitung und die Basler Zeitung erhalt ich per Post, alle anderen Zeitungen lese ich am Computer. Was liest du beim Coiffeur? Ich lese alles, was herumliegt, mit grösstem Vergnügen auch Klatschhefte, immer gerne die Bunte und Gala. Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch? «1812», eine Darstellung vom Napo­ leonfeldzug eines britischen Historikers, und «1913», ein Buch des deutschen Journalisten und Kunsthistorikers Florian Illies. Rauchst du am Sonntagabend immer noch eine Zigarre? Der Sonntagabend hat bei uns etwas Traditionelles. Meine Tochter studiert in Bern Medizin, mein Sohn in St. Gallen Betriebswirtschaft. Die beiden sind deshalb nicht mehr so oft zu Hause, aber am Sonntagabend sitzen wir oft zusammen und diskutieren. Dabei rauche ich gerne eine Zigarre. In unserem Haus darf man noch paffen. Du bist passionierter Wintersportler. Warum nicht Golf? Es hat sich bisher nicht ergeben. Das wenige, was ich über Golf weiss, ist, dass es sehr viel Zeit braucht. Diese Zeit habe ich bis jetzt nicht aufgebracht, aber ich wandere viel, und, ganz wichtig, ich bade im Rhein. Zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen im Rhein zu schwimmen ist etwas vom Schönsten auf der Welt. Abgesehen davon: Ich liebe die Berge – vor allem im Winter. Interview: Heidi Mühlemann 4 I 2013

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Die beiden Alphornbläser Marco Barandun (l.) und Franz Tscholl machten Furore. (Fotos: Heidi Mühlemann)

Die International Convention in Hamburg, ein grossartiger Lions-Auftrit t

Was ist denn hier los? Mehr als 23 000 Personen aus 131 Ländern nahmen an der International Convention in Hamburg teil. Fünf Tage lang stand die ganze Stadt im Zeichen der Lions. Tausende von Zuschauern säumten die Strassen während der Parade, überall flatterten ­Lions-Flaggen, in den Restaurants plauderte man über die Tische hinweg mit den anderen Gästen. Es gibt keinen besseren Anlass, um die Internationalität der LionsOrganisation zu erfahren.

Was für die Teilnehmer vorwiegend Spass und eindrückliches Erlebnis bedeutet, ist für den Austragungsort ein Kraftakt. Die International Convention der Lions, kurz LCIC genannt, war die grösste Tagung, die je in Hamburg stattfand. Die rund 23 000 Teilnehmer waren auf 75 Hotels verteilt; 180 Busse standen im Einsatz für die Transfers zum Kongresszentrum und zu den Plenarsitzungen in der multifunktionalen O2-Arena mit 16 000 Plätzen. In den Restaurants herrschte Hochbetrieb, für die Parade entlang der Alster wurden Strassen gesperrt, und manch ein Einheimischer oder Tourist fragte sich verwundert: «Was ist denn hier los?» 26

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Die Welt in einer Arena Es gibt drei Highlights an der LCIC, die jedes Lions-Mitglied einmal erlebt haben sollte: die Parade, eine Plenarsitzung und die Amtsübergabe auf höchster Ebene, nämlich auf jener des Internationalen Präsidenten und der International Directors, zu denen für die kommenden zwei Jahre auch der Schweizer Robert Rettby (LC Neuchâtel) gehört. Die Plenarsitzungen beeindrucken allein durch die Tatsache, dass in einem Raum mehr als 15 000 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern friedlich nebeneinander sitzen und sich – sofern es die sprachlichen Kompetenzen erlauben

– ungezwungen unterhalten, Nigerianer mit Holländern, Amerikaner mit Kolumbianern, Schweizer mit Chinesen. Mag sein, dass sich die Vorstellungen von Lionismus unterscheiden, das Clubleben von Land zu Land anders organisiert ist, manche kulturelle Gepflogenheit uns Schweizer befremdet, etwa wenn die Frau des zweiten Internationalen Präsidenten, des Japaners Jitsuhiro Yamada, einen Schritt hinter ihrem Mann hergeht und sich so tief verneigt, dass man ihr Gesicht kaum zu sehen bekommt, oder wenn ein hoher afrikanischer Lion mit einer Schar persönlicher Assistenten aufkreuzt. Und doch haben sich alle dem Lionismus verschrieben und versprochen, dem Motto «We serve» nachzuleben. Wenn wir eine weltweite Organisation sein wollen, müssen wir damit leben, dass sich nicht alles mit amerikanischer oder europäischer Elle messen lässt. Die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Gegebenheiten in Afrika, Asien und Südamerika sind, wie sie sind, und die dortigen Lions müssen sich so organisieren können, wie sie mit ihren


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Eindrücke von der Parade

Möglichkeiten das Ziel, den Schwächeren zu helfen, erreichen. Robert Rettby zieht in den Court ein Feierlich geht es zu, wenn der abtretende International President seinem Nachfolger den Lions-Eid abnimmt und ihm anschliessend den Präsidentenring ansteckt. Danach bricht Jubel aus. Die International Directors, die während der ganzen Schlusszeremonie auf der Bühne sitzen, erheben sich, der neue Präsident wird umringt von seinen Vorgängern, nimmt Gratulationen entgegen und tritt, umgeben von seiner Familie, ins Blitzlichtgewitter am Bühnenrand. Die rund

15 000 anwesenden Lions klatschen und schwenken Fahnen. Minutenlang tost und brodelt es auf den Zuschauertribünen, eine Musikkapelle zieht durch die Gänge, und auf der Bühne stehen dicht an dicht die Würdenträger der LionsOrganisation. Das geht unter die Haut. Auch wenn so viel brausendes Spektakel uns Schweizern eher fremd ist, die Erinnerung an dieses gemeinsame Erlebnis verbindet. Der Einzug der neuen International Directors gestaltet sich nüchterner. Aber auch sie werden mit tosendem Applaus begrüsst, wenn sie in Begleitung ihrer Ehepartner die Bühne betreten und sich,

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Robert Rettby betritt, begleitet von seiner Frau Catherine, die Bühne als International Director Die Führungscrew für das aktuelle Lions-Jahr v.l. Daniel Käslin (DG Centro), Robert Rettby (International Director), Pierre-Alain Ruffieux (Council Chairman), Thomas Klein (DG Ost), Georges Luggen (DG West)

nach einem Händedruck des neuen Präsidenten, auf die bereitstehenden freien Stühle setzen. Es ist exakt zehn Jahre her, dass mit Hans Ulrich Dätwyler (LC Altdorf ) das letzte Mal ein Schweizer zum International Director gewählt wurde. Nun zieht Robert Rettby in den Vorstand von LCI ein. Er wolle nicht nur die Schweiz, sondern die Interessen von ganz Europa vertreten, sagte er anlässlich des Schweizer Abends, der am Sonntag im 23. Stock des Scandic Hamburg Emporio stattfand. Das wird dem mehrsprachigen gebürtigen Schweden ohne Zweifel gelingen. Und für uns Schweizer ist es eine gute Gelegenheit, Einblick in die internationalen Diskussionen zu erhalten. Robert Rettby will in seinem Blog http://lion.rettby.ch/blog regelmässig

Dream big Das Motto des neuen International President Barry Palmer lautet «Follow your Dream». Seine Träume, die er bis Ende Juni 2014 wahr machen will lauten: – Traum 1: Lions vergeben Microdar­ lehen – Traum 2: 30 Prozent der Mitglieder sind Frauen (aktuell 23 Prozent) – Traum 3: 1,4 Mio. Lions-Mitglieder (aktuell 1,35 Mio.) – Traum 4: Lions sind «The ‹Go To› Group» bei Naturkatastrophen, Hunger, Analphabetismus u.a. Mehr über Barry Palmer unter www.lionsclubs.org.

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Der neue International President Barry Palmer aus Australien mit seiner Familie, kurz nach seiner Amtseinsetzung (Fotos: Heidi Mühlemann)

über seine Tätigkeit als International Director berichten. Grüezi, Ricola und zwei Alphörner Der fröhlichste Teil von LCIC war die Parade. Mehr als 12 000 Personen drängten sich auf dem Rathausplatz, tauschten Pins, posierten vor den allgegenwärtigen Kameras und drapierten schliesslich ihre Transparente und Landesflaggen, um sich in den Umzug einzuordnen. 131 Länderdelegationen defilierten entlang der Alster, begrüsst und bejubelt von Tausenden von Zuschauern, die sich am Rand des 1,6 Kilometer langen Parcours eingefunden hatten. Die rekordgrosse Schweizer Delegation erntete viel Applaus. Die mehr als 420 Vertreter unseres Landes, alle im roten «Sennechutteli» oder in Tracht, fielen auf, und die beiden Alphornbläser Marco Barandun, PastDistrikt-Governor Ost, und Franz

Tscholl, Zonenchairman Zone 13 Distrikt Ost, wurden begeistert beklatscht und fotografiert. Immer wieder rief jemand den Schweizern ein «Grüezi» zu, ein Zaungast erntete Gelächter mit dem Ruf «Ricola!», und mehrere Zuschauer meinten angesichts der grossen Delegation, die Schweiz sei jetzt wohl leer. Hamburg war die Reise wert. Für viele Jahre ist der Weg zur LCIC nun wieder wesentlich länger. Nach Nizza im Jahr 1962 und Birmingham im Jahr 1998 war Hamburg bisher erst die dritte europäische Stadt, die Gastgeberin der International Convention sein durfte. Dennoch, mindestens ein Mal im Leben sollte jeder Lion an einer International Convention teilnehmen. Die nächste Gelegenheit bietet sich vom 4. bis 8. Juli 2014 in Toronto. Heidi Mühlemann


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Premiers reflets de l a Convention internationale à Hambourg

«La Romandie était très bien représentée!» Une délégation helvétique et romande record a participé début juillet et par un temps radieux à la Convention du LCI à Hambourg. L’occasion d’assister souvent pour la première fois – comme ce fut le cas pour le 2e Vice-Gouverneur West ­Laurent Magnin (LC Gros-de-Vaud) – à un tel évènement, qui a notamment vu l’élection du PCC neuchâtelois Robert Rettby au poste de Directeur international.

Rencontre avec des Lions néerlandais lors de la parade pour Anne-France et Laurent Magnin (à dr.) en costume vaudois du dimanche!

C’était ta première convention internationale, quelle impression après la parade des nations? Laurent Magnin: Dans son ensemble, la parade c’est de la couleur, de la bonne humeur, des sourires, des chants et un grand moment d’échange. Sur un plan plus personnel, le fait de porter le costume vaudois m’a permis de ressentir la curiosité et l’intérêt aussi bien du public, des participants à la parade que de nos amis de la délégation suisse. Même à l’occasion de notre mariage, AnneFrance et moi n’avons jamais été autant photographiés!

Quelle était l’ambiance au sein de la délégation suisse? Avec une participation record de 420 personnes, la Suisse a fait honneur et a assurément marqué cette parade de Hambourg. On ne peut que féliciter le membres Lions de Suisse ayant fait le déplacement pour leur bonne humeur et leur entrain. Y avait-il beaucoup de Romands? Avec environ une quarantaine de participants, la Romandie était très bien représentée, parfois un peu bruyante, mais très bien représentée!

Tu es dans la course au gouvernorat, cela a-t-il renforcé ton adhésion au Lionisme? Vis-à-vis de le voie que je suis en train de suivre, je ne peux pas l’affirmer. Mais à l’occasion de certaines discussions que j’ai pu avoir avec des participants, j’ai eu le sentiment que c’était le cas pour eux. Interview: Régine Pasche n Notre

nouveau Directeur inter­ national suisse Robert Rettby alimente un blog avec des photos sur: http://lions.rettby.ch/blog/

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Une épinglet te d’un nouveau st yle a été distribuée à Hambourg

Pays-d’Enhaut et Gruyère, sources d’inspiration Chaque année, le nouveau président du Conseil des Gouverneurs a pour mission d’imaginer une épinglette officielle pour le Multi-District, à échanger lors de la Convention internationale avec des Lions du monde entier. Edelweiss, Cervin, drapeaux suisses et liechten­ steinois font en général partie de la composition, où l’on peut retrouver également des symboles liés aux sites des conventions nationales et internationales. Le pin’s 2013, imaginé par le nouveau CC Pierre-Alain Ruffieux (LC La Côte), largement distribué cet été à Hambourg, est «inspiré de l’art des découpages de papier très répandu dans le Pays-d’Enhaut et permet

d’illustrer la Suisse en évitant toute polémique sur notre richesse qui fait tant de jaloux, mais en revenant aux sources». La conception de l’épinglette, on la doit au Lion Alain Ciocca et à ses graphistes de l’agence Pulsion à Lausanne. Les passionnés de montagne relèveront au passage qu’une poule, des vaches, un oiseau, des fleurs se profilent délicatement et en noir et blanc au pied d’une montagne mythique, qui n’est pour une fois pas le Cervin, mais bien le Moléson, cher au coeur de ce Vaudois d’adoption, mais Gruyérien de cœur! Régine Pasche

L a parole au Président du Conseil des Gouverneurs Pierre-Al ain Ruffieux

«Nos différences font notre force!»

CC Pierre-Alain Ruffieux. (Photo: Tilman Kehren)

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La présidence du Conseil des Gouverneurs ne dure qu’une année. C’est très court et ce serait prétentieux de ma part de vouloir faire changer fondamentalement les choses en si peu de temps. C’est pourquoi ma résolution est plus une analyse de notre succès qu’un slogan révolutionnaire: «Nos différences font notre force!» Ma maxime peut vous paraître étrange, mais c’est, je pense, la force de cette Suisse qui m’est si chère. Lors de nos échanges internationaux, les Lions des autres pays s’étonnent toujours à propos du phénomène de cette petite Suisse du cœur de l’Europe. Nos amis étrangers ne savent souvent pas qu’au début du 20e siècle, la Suisse était un pays pauvre.

Sa réussite, nous la devons en grande partie à l’intégration réussie de nombreux réfugiés arrivés chez nous à la suite de diverses tensions politiques. Où serait notre horlogerie sans la révocation de l’Edit de Nantes? Que serait notre industrie sans les Brown, les Boveri, les Sulzer et plus récemment les Kudelski et autres Hayek? Il y a quelques années, l’acronyme LIONS était résumé par Liberty, Intelligence, Our Nations Safety. Tout un programme que je vous invite à méditer! Il est du devoir de chaque Lions de notre Multi-District 102 de mettre son énergie à promouvoir cette compréhension entre les divers courants de pensée qui s’affrontent dans la société occidentale. Le

modèle de tolérance suisse qui a eu tant de succès ne pourrait-il pas être appliqué à la situation du 21e siècle? Sachons utiliser la force de nos différences! Ne soyons pas prétentieux au cœur de l’Europe, mais essayons tout de même de faire profiter les autres de nos bonnes expériences et peut-être ainsi d’améliorer notre image de marque qui s’est bien ternie ces dernières années. Une bonne année Lions à toutes et à tous! Pierre-Alain Ruffieux Council Chairperson MD 102


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Passation des pouvoirs à l a tête du Multi-district 102

Transition en douceur de la Thurgovie au Pays de Vaud Vaud et Thurgovie sont entrés en 1803 dans la Confédération. Les deux cantons ont des armoiries dominées par le vert et le blanc. Ils bordent les deux plus grands lacs transfrontaliers du pays, et c’est à Frauenfeld que le Vaudois Pierre-Alain Ruffieux a succédé au CC thurgovien Peter Wanner. Une transition toute en douceur.

Une séance placée sous le signe de la satisfaction générale avec une délégation helvétique record de 420 participants – dont 15 Leos – pour la Convention internationale de Hambourg, une augmentation constante des effectifs puisque l’on tutoie les 10 000 Lions et des projets d’avenir avec l’acceptation à Vaduz de la candidature à l’organisation du Forum européen à Montreux en 2017. Pierre-Alain Ruffieux, qui a présenté avec fierté son épinglette inspirée des découpages du Pays d’Enhaut, aura notamment en point de mire la finalisation du projet de nouveau site internet du MD 102 et du concours de musique nouvelle formule. Il présidera sa première séance le vendredi 16 août prochain, au cours de laquelle sera désigné son successeur pour 2014–15.

Dernière séance 2013–14 pour le Conseil des Gouverneurs réuni à Frauenfeld, sous le signe de la satisfaction.

Passation des pouvoirs estivale lors du plus long jour de l’année entre Peter P. Wanner et Pierre-Alain Ruffieux. (Photos: Régine Pasche)

L’heure des remerciements Après la séance et lors du repas au Restaurant Goldenes Kreuz, plusieurs membres du Conseil des Gouverneurs ont été officiellement honorés et remerciés. Des distinctions de compagnons de Melvin Jones ont été remises aux Gouverneurs sortants Daniel Brunner (Centro) et Marco Barandun (Est) – Christian Binggeli étant excusé – ainsi qu’au Président du Conseil sortant Peter P. Wanner. Le Conseil a notamment pris congé du PCC Ueli Hochuli qui, durant plus de deux décennies, fut actif sur le plan national avec une présidence de zone dès 1991 et davantage encore sur le plan international pour conseiller et épauler les dirigeants du MD 102. Le CC Peter Wanner lui a remis un Melvin Jones progressif à quatre diamants ainsi qu’un certificat d’accomplissement. C’est le Secrétaire général Daniel Käslin, par ailleurs nouveau Gouverneur du district Centro, qui reprendra logiquement la fonction de responsable des relations internationales au sein du MD 102. Régine Pasche 4 I 2013

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passation des pouvoirs à l a tête du district West

La cloche du gouverneur quitte Neuchâtel pour le Haut-Valais En juin, la saison des passations de pouvoirs bat son plein et le Conseil de District West n’y échappe pas. C’est à Cortaillod, au siège de Nexans (Câbles de Cortaillod), qu’avait ainsi lieu la dernière séance présidée par le Gouverneur Christian Binggeli, qui a transmis la cloche au nouveau Gouverneur Georges Luggen (LC Oberwallis). Ce fut l’occasion de tirer un bilan très positif de cette année Lions, même si l’opération pain-paillasse aurait pu rencontrer un plus large écho encore. Près de 20 000 francs ont cependant pu être réunis pour soutenir la Fondation lausannoise Blackswan pour la recherche dans le domaine des maladies rares. Et une nouvelle action sera lancée cet automne pour écouler les sachets déjà imprimés. Place aux jeunes! Si le camp des jeunes de Soleure a été remarquablement organisé, l’an passé, par Egon Steiner (LC Erlinsburg) et sa zone 24, le district remet ça cet été aux Breuleux grâce à la zone 31 et à son Président sortant Yvon Cosandier (LC Le Locle). Le District West accueillera 25 jeunes du monde entier, et 18 jeunes

partiront dans le cadre de l’échange international du Lions Club. Au chapitre jeunesse, il faut relever l’arrivée aux côtés de Lausanne d’un deuxième club LEO à Neuchâtel. Cette fin d’année coïncide avec un certain nombre de départs du cabinet West. Sont ainsi chaleureusement remerciés pour leur engagement: Béatrice Simos-Rapin (Présidente Zone 14), Yvon Cosandier (Président Zone 31), Philippe Mouchet (Responsable jeunesse), Hans-Robert Weiss (Responsable formation), Marc Favre (Secrétaire) et Nicolas Merminod (Délégué LEO). D’autres membres changent de fonction, mais restent au Conseil.

C’est sur un terrain de foot que Christian Binggeli a remis la cloche au nouveau Gouverneur Georges Luggen! (Photos: Régine Pasche)

A vos agendas! La première séance du nouveau Gouverneur Georges Luggen aura lieu à Saas-Fee les 23 et 24 août août, et sa conférence des présidents à Brigue le samedi 31 août prochain, quand au séminaire de formation des LionsBase masters, il est agendé au samedi 21 septembre au CPLN à Neuchâtel et celui pour les nouveaux membres et vice-présidents au samedi 9 novembre à Châtel-St-Denis. A vos agendas! Régine Pasche

Dernière séance à Cortaillod pour le Conseil de District West avant de s’ initier à la boccia au sein du club local. 32

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Séance d’Information Jeunesse du MD 102 à soleure

Préparez bien vos valises! Ils vont vivre cet été une expérience unique et inoubliable. Pour que leur séjour à l’étranger soit réussi, ils doivent être bien préparés. Les jeunes Suisses, qui participent à l’échange international du LCI cet été, étaient conviés, fin mai, à une séance d’information obligatoire à Soleure.

20 juillet au 3 août aux Breuleux (West) et à Seedorf (Centro), la journée des familles étant agendée au 28 juillet. Les objectifs de ce programme international sont de permettre à des jeunes de différents pays de tisser des liens d’amitié, de partager des idéaux, de promouvoir la tolérance et l’amitié entre les pays, et d’œuvrer en faveur de la paix et de la compréhension entre les hommes, de développer un potentiel de leadership chez les jeunes motivés et d’encourager le respect des jeunes envers les autres. Contrairement à d’autres programmes d’échanges, le programme du Lions Club n’a pas pour but le tourisme, l’éducation ou l’emploi. Il s’agit bien davantage d’une opportunité unique de s’immerger dans une culture étrangère. Régine Pasche Les délégués jeunesse des districts ont animé cette rencontre à Soleure (de g. à dr.): Philippe Mouchet (dél. West sortant), Frédérique d’Agostino (nouvelle dél. West), Alex Suter (nouveau dél. Centro), Otto Kunz (dél.Centro sortant), Ueli Schläpfer (nouveau dél. Est), Urs Müller (dél. jeunesse et Leo MD 102), Alexia Vogt (Camp Leader et Leo).

n Davantage

d’informations sur: www.lionsclubs.ch

Les délégués jeunesses des trois districts et le Délégué du MD 102 Urs Müller ont participé à cette séance d’information bilingue qui a réuni une cinquantaine de participants à Soleure et ont pu répondre aux questions. Alexia Vogt (LEO Alvier) a partagé ses expériences de l’échange qu’elle a vécu en Scandinavie. Une centaine de camps sont organisés chaque année dans le monde, dans le cadre des programmes «jeunesse» du Lions Clubs International. Les clubs suisses organisent deux camps cet été, du

En présence du responsable du MD 102 Urs Müller, Alexia Vogt (Leo Alvier et Camp Leader) a pu partager ses expériences avec les jeunes réunis à Soleure. (Photos: Régine Pasche) 4 I 2013

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Leo Club Neuchâtel – Nuit de l a charte au Stade de l a Mal adière

Le gouverneur évoluait à domicile! Alors que l’édition 2013 du festival «Festineuch» battait son plein sous la pluie à Neuchâtel, le nouveau Leo Club recevait sa charte des mains du Gouverneur Christian Binggeli en compagnie d’une centaine d’invités réunis fin mai au Stade de la Maladière. Les premiers LEOS avaient été précisément approchés par la Présidente de zone Souad Hachler lors de «Festineuch 2012»: la boucle est bouclée! Le Gouverneur 2012–13 et président du FC Neuchâtel Xamax FCS Christian Binggeli jouait ainsi à domicile, au Stade de la Maladière, pour remettre sa charte au 11e Leo Club helvétique, fondé le 22 mars dernier. Une équipe de 26 Leos, emmenée par leur dynamique capitaine Mathieu Erb, a montré sa détermination d’évoluer sur le terrain de l’humanitaire et de l’aide aux plus démunis. Au micro, deux speakers de talent – Céline Freund et Jules Aubert – ont commenté la soirée. A l’assistance logistique et au ravitaillement, l’on relèvera la performance du club parrain – le LC Neuchâtel la Tène – emmené par son Président Jean-Daniel Montandon, dont les membres ont assuré le service de l’apéritif et du repas. Un bel exemple de solidarité! Au chapitre des supporters les plus enthousiastes, notons les encouragements des représentants des

Une remise de charte mémorable pour le Gouverneur Christian Binggeli (à dr.) et le président fondateur du LEO Club Neuchâtel Mathieu Erb. (Photos: Régine Pasche) autres LEOS clubs suisses – la Présidente 2012–13 Isabelle Wirth en tête – qui ont offert un étendard au benjamin de la grand famille des LEOS suisses et lui ont

appris à transformer la cloche de fondation … en coupe pour les libations futures! Régine Pasche

Le Président 2012–13 du club parrain Neuchâtel-la Tène Jean-Daniel Montandon remet un fanion à Mathieu Erb.

Des hôtes de marque se sont penchés sur le berceau (de g. à dr.): Le Directeur international elect Robert Rettby, la Lion-guide et Présidente de zone Souad Hachler et le PDG Pierre-Alain Häsler.

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Leo Bern

Schnitzeljagd durch Bern Seit dem Gründungsjahr 1997 erlebten die Mitglieder des Leo Clubs Bern viele spannende Activities und Meetings. Jetzt, wo die letzten Gründungsmitglieder wegen der Altersgrenze aus dem Club «herauswachsen», liegt es den Berner Leos sehr am Herzen, neue und vor allem auch junge Mitglieder für die Leo-Bewegung zu begeistern, um das Clubbestehen für viele weitere Jahre zu sichern.

Mit Einbezug der Lions Clubs von der Stadt und Agglomeration Bern organisierten die Berner Leos einen Interessentenanlass in der Hauptstadt. Um die potenziellen Leos besser kennenzulernen, nahmen die Leos mit Interessenten zusammen die spannende und abenteuerliche Schnitzeljagd «Foxtrail» durch die Stadt Bern auf. Während rund zweier Stunden liefen die jungen Füchse in Vierergruppen von Posten zu Posten und meisterten die dabei zu erledigenden Aufgaben wie Profis.

Am Ende des Foxtrails trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lounge des während dieser Zeit am Bahnhof stationierten Radiosenders Energy Bern und stiessen auf den gelungenen Anlass an. Es entstanden viele spannende Gespräche rund um das Thema Leo, und die Interessentinnen und Interessenten erhielten einen Eindruck von der LeoBewegung. Die Berner Leos sind überzeugt, dass dieser Anlass ein voller Erfolg war und bleiben mit den potenziellen

Leos in Kontakt, um die jungen Damen und Herren – bei gegenseitigem Einverständnis – in naher Zukunft definitiv im Club begrüssen zu dürfen. Die Berner Leos bedanken sich bei den Lions-Mitgliedern und den Lions Clubs, die den Leo Club Bern bei der Interessentensuche und der Durchführung des Schnitzeljagdanlasses unterstützt haben. Nicolas Hobi und Vivianne Esseiva Anstossen auf den erfolgreichen Foxtrail

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clublife

Zimmerberg

Jumelage mit LC Golden Pelican, St. Petersburg An die zwanzig Teilnehmende flogen am 12. Mai gemeinsam nach St. Petersburg, um die Jumelage zwischen dem LC Zimmerberg und dem dortigen LC Golden Pelican feierlich zu vollziehen. Dabei handelte es sich bereits um die zweite Jumelage: Die erste fand 2012 mit dem LC Sudoroy der Färöer-Inseln statt.

mitten im Zentrum der Stadt, wo die Lions-Reisegruppe Quartier bezieht. Eine stimmungsvolle Abendschiffahrt auf den Kanälen beendet den ersten Reisetag. St. Petersburg als Puzzle Womit soll man beginnen, wenn man ein Puzzle mit tausend Teilen zusammensetzen möchte? Eine Sightseeing-Tour hilft am 13. Mai beim Einsammeln und Einordnen der Puzzleteile und beim Schlendern durch die Geschichte der 1703 von Peter dem Grossen gegründeten Stadt; deren wechselvolle Geschichte widerspiegelt sich allein schon an ihren verschiedenen Namen im Verlaufe der Jahrhunderte. Aus allen Epochen findet man Zeugen

Die Zarenpracht im Fokus Der folgende Tag fokussiert ganz auf die glanzvollste Epoche des einstigen Zarenreichs: auf den gigantischen zaristischen Palastkomplex Peterhof, 1723 erbaut und während des Russischen Reiches Sommerresidenz der Zaren. Dreimal so gross wie Versailles sollte es werden und wurde es auch. Die von strengen Klassenschranken gezeichnete, hermetisch abgeschirmte Gesellschaftsordnung spürt man auch in der Ermitage, die am Nachmittag besucht wird und ein Teil des ehemaligen Winterpalais einnimmt. Die über 350 Säle dieses Kunstmuseums im Herzen St. Petersburgs bergen nicht weniger als 60 000 Exponate. Der Abend steht ebenfalls im Zeichen von Kultur.

Der Katharinenpalast

In St. Petersburg verläuft das Einreiseprozedere erstaunlich «schlank». Auch das voluminöse Mitbringsel des Präsidenten des LC Zimmerberg, Albert Stähli, an den LC Golden Pelican, eine stattliche Treichel, passiert problemlos und landet genau so rasch bei der Gepäckausgabe wie die Koffer. Und da steht sie auch schon, unsere umtriebige und erfahrene Fremdenführerin Irena. Routiniert kommentiert sie «ihre» Stadt, die sich zwischen Airport und Innenstadt in Form moderner Industriebauten aus Glas, Stahl und Beton präsentiert. Welch architektonischer Kontrast dazu das gediegene Grand Hotel Europe, die führende Adresse St. Petersburgs und ein ideal gelegener Fünfsterne-Rückzugsort 36

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Die einstige Zarenpracht wird für die Touristen effektvoll in Szene gesetzt. und Hinterlassenschaften, die die grosse geostrategische Bedeutung der 1703 von Peter dem Grossen eroberten schwedischen Festung «Nyenschanz» resp. der anschliessend erbauten Peter-und-PaulFestung und der boomartig wachsenden Stadt St. Petersburg reflektieren, die bereits 1712 zur Hauptstadt des aufblühenden Zarenreichs geadelt wird.

So besucht ein Teil der Reisegruppe das berühmte Schwanensee-Ballett im Ermitage-Theater. Der andere wiederum wählt Ruggero Leoncavallos veristische Oper Pagliacci (Der Bajazzo) im Makhailovyky-Theater. Am Morgen des 15. Mai steht die Besichtigung einer weiteren einstigen Sommerresidenz auf dem Programm, des


Clublife

Katharinen-Palasts, der auch das legendäre Bernsteinzimmer beherbergt. Feierliche Unterzeichnung des Friendship Agreement Die Delegation des LC Zimmerberg unter der Führung ihres Präsidenten wird am 15. Mai 2013 im gediegenen historischen Restaurant «Noble Nest» in St. Petersburg vom künftigen JumelagePartner resp. ihrem Präsidenten Pavel Yukhalin empfangen und willkommen geheissen. Hier findet abends die Zeremonie anlässlich der Unterzeichnung des Friendship Agreement mit dem LC Golden Pelican statt. In den Begrüssungsreigen ordnen sich auch der Governor der russischen Lions sowie der Präsident des zweiten St. Petersburger Lions Clubs ein. Pavel Yukhalin findet herzliche Worte des Dankes für die Jumelage-Initiative des LC Zimmerberg. Pavel freut sich auf den zukünftigen Jumelage-Partner des Schweizer Clubs. Die Jumelage ist vorerst auf drei Jahre terminiert. Danach wird über deren künftige Form entschieden. Auch Albert Stähli, Präsident des LC Zimmerberg, begrüsst mit warmen Worten die Jumelage und spricht von einem historischen Moment, verweisend auf die lange Tradition des geistigen Austausches zwischen der Schweiz und Russ-

land. Dann überreicht Albert seinem Amtskollegen Pavel die Urkunde, die das Friendship Agreement festhält. Beide Präsidenten unterzeichnen und behalten je ein Exemplar des gerahmten Dokumentes. Ebenfalls überreicht werden ein Wimpel mit dem Logo des LC Zimmerberg sowie Schweizer Schokolade für die Gastgeber. Ein besonderes Geschenk ist die prächtig geschmückte und verzierte Treichel. Ebenfalls typisch schweizerisch erklingt schliesslich das von den Lions intonierte Lied «Lueget vo Berg und Tal». Erinnerung an eine Fülle von Eindrücken Am Folgetag gilt es bereits, die Heimreise in die Schweiz anzutreten. Wieder einmal sind den Reiseteilnehmern die Tage um die Ohren geflogen, doch welche Intensität und Fülle der Eindrücke! Mancher Teilnehmer denkt wohl – irgendwann, irgendwie – an eine Rückkehr nach St. Petersburg. Nur mehr bleibt die Erinnerung an prägende Momente in einer bemerkenswerten Stadt und in freundschaftlicher Gesellschaft. Werner Knecht Die Sakralarchitektur besticht durch reiche Formensprache und kostbare Materialien.

Aussergewöhnliche Jumelage an einem geschichtsträchtigen Ort (Fotos: Werner Knecht) 4 I 2013

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Murten

Kulturpreis für die Kadettenmusik Murten Der LC Murten ehrte mit seinem Kulturpreis 2013 die Kadettenmusik für ihr Wirken zugunsten der musikalischen Ausbildung der Jugend. In einem feierlichen Akt in der Deutschen Kirche in Murten wurde dem Ensemble am 2. Mai der Scheck über 5000 Franken überreicht. Die Kadettenmusik Murten wird damit für ihre wichtige Rolle in der Musikausbildung für Jugendliche ab der 2. Klasse geehrt. Lions-Mitglied Markus Ith betonte in seiner Laudatio, die 1956 gegründete Kadettenmusik sei für eine grosse Anzahl von Musikkorps aus der Region Murten als professionelle und bestens geeignete Musikschule nicht wegzudenken. Sie bereite mit ihrem Enthusiasmus den Zuhörerinnen und Zuhörern immer wieder aufs Neue Freude. Der Gastredner Ueli Heiniger, dessen Sohn einst Vizespielführer der Kadettenmusik Murten war, verwies in seiner Ansprache auf die Wichtigkeit der mu-

sikalischen Schulung für die Allgemeinbildung der Kinder und Jugendlichen. Studien hätten belegen können, dass, wer ein Musikinstrument spielen lernt, damit seine allgemeine Lernfähigkeit erhöht. Gerade für die heutigen «digital natives» sei zudem die soziale Komponente des Zusammenspielens von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Michel Brechbühl verdankten die Verleihung des LionsKulturpreises mit ihrem beeindruckenden Können und begeisterten durch ihr gepflegtes und präzises Spiel die vielen Gäste, Familienangehörigen, Freunde und die Mitglieder des LC Murten. Die Anwesenden waren sich einig: Die Kadettenmusik Murten ist eine sehr würdige Gewinnerin des diesjährigen LionsKulturpreises. Silvan Jampen

Die Kadettenmusik Murten unter der Leitung von Michel Brechbühl bedankt sich musikalisch für den Kulturpreis. (Foto: Charles Ellena)

toggenburg

Jubiläumsprojekt abgeschlossen Die Mitglieder des LC Toggenburg besichtigten Mitte Juni auf Einladung des Spitals Flawil und im Beisein von Vertretern des Gesundheitsdepartements St. Gallen sowie des Kantonsspi-

tals St. Gallen die vom LC Toggenburg anlässlich seines fünfzigjährigen Bestehens gespendete Möblierung des im Spital Flawil integrierten neuen Cafés und Restaurant «aroma». Dank der

Das neue Restaurant «aroma» mit der vom LC Toggenburg finanzierten Möblierung 38

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grosszügigen Unterstützung des 2011 durchgeführten Jubiläumssponsorenlaufs, den namhaften Beiträgen der Partnerclubs Gossau, St. Gallen und Wil sowie des eng verbundenen deutschen LC Tuttlingen, konnte der LC Toggenburg mit einer Spende von über 60 000 Franken zur Möblierung des neuen Restaurants beitragen. Das im Januar 2013 eröffnete, öffentlich zugängliche Restaurant wurde bereits in der Kategorie «Business & Care» von Best of Swiss Gastro ausgezeichnet und qualifizierte sich damit zur Teilnahme in der Kategorie «Gewinner Best of Swiss Gastro». Im Restaurant werden täglich drei Menüs serviert, zusätzlich gibt es ein schmackhaftes Salatbuffet, es bietet eine Frischküche mit regionalen Produkten an, und es ist Culinarium zertifiziert. Zudem finden saisonale Spezialitätenwochen und einmal im Monat ein Sonntagsbrunch statt. Christoph Peterer


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Titlis

25-Jahr-Feier mit über 70 Lions Exakt auf den Tag genau 25 Jahre nach seiner Gründung feierte der LC Titlis am 24. Juni sein Clubjubiläum. Im idyllischen, direkt am Vierwaldstättersee gelegenen Kulturhaus Ermitage in Beckenried begrüsste Werner Grossniklaus mit seinem OK-Team über 70 Lions mit Partnerinnen zu den Jubiläumsfestivitäten.

v.l. Patrick Haf, Paul Furger, Daniel Käslin, Kurt Huber, Polo Murer, Werner Grossniklaus, das OK-Team mit Past-Präsident und Präsident Die Gästegesellschaft wurde mit einem stilvollen Ambiente und feinster Kulinarik überrascht – vom Apéro bis zur festlichen Geburtstagstorte. Das Valentino Cocktail Trio und der Luzerner Troubadour Adrian Klapproth, der bereits anlässlich der Gründungsveranstaltung einen Auftritt hatte, bildeten den unterhaltsamen Rahmen für

das Abendprogramm. Gründungsmitglied Roland Wyrsch schilderte in seiner Rede auf humorvolle Weise so manche Anekdote um die Gründung des LC Titlis mit den damals damit verbundenen Hürden und deren Akteuren. Die Gästedelegation des Patenclubs LC Unterwalden, vertreten durch Präsident Marcus Risi und Past-

Präsident Toni Furrer, überbrachte neben ihren Glückwünschen zum Jubiläum einen symbolischen Check über 1500 Franken zugunsten der Activity-Kasse des Gastgeberclubs. Die Jubiläumsveranstaltung war zugleich auch Übergabemeeting. Daniel Käslin legte den präsidialen Stab des LC Titlis für das neue Clubjahr in die Hände von Kurt Huber. Der neue Präsident würdigte die abwechslungsreichen, sehr ansprechenden Vereinsaktivitäten von Daniel Käslin im vergangenen Clubjahr und wünschte ihm viel Freude für das ehrenvolle Amt des Governors im Distrikt Centro, das er nahtlos an sein Präsidialjahr hängt. Den krönenden Abschluss zum 25-jährigen Bestehen bildete ein magisches Feuerwerk am See, das symbolhaft die ausserordentliche Freundschaft und das starke Gefühl der Zusammengehörigkeit innerhalb des LC Titlis in den Nachthimmel zeichnete. Dem Lions-Gedanken «We serve» verpflichtet, blickt der jubilierende LC Titlis mit grosser Freude den nächsten 25 Jahren aktiven Clublebens entgegen. Kurt Huber Unwiderstehliches Meisterwerk der Konditorkunst

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Erlinsburg

Wildsau-Essen auf Schloss Neu-Bechburg Im noch jungen LC Erlinsburg ist es bereits Tradition, das Lions-Jahr mit einem Wildsauessen auf Schloss Neu-Bechburg feierlich zu beenden. Die Burg aus dem Jahre 1250, strategisch an bester Lage oberhalb von Oensingen gelegen, bietet dafür einen stilvollen Rahmen, mit eindrucksvoller Aussicht weit ins Mittelland.

(Fotos: Markus Jegerlehner)

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Noch lieber würde der Club natürlich auf der Erlinsburg feiern; von der Burg auf der gegenüberliegenden Juraflanke zeugen aber nur noch Ruinen. Die Gästeliste, angeführt von Nationalrätin Christa Markwalder, umfasste zahlreiche Mitglieder befreundeter Clubs und Amtsträger aus der Zone 102 W. Die «Männergesellschaft» wurde durch einige weibliche Lions aufgelockert. Der Anlass begann mit einem Apéro auf der Schlossterrasse, ergänzt mit Darbietungen der Jagdhornbläser Falkenstein-Balsthal und der Begrüssungsansprache des (noch) Präsidenten Jean Herzig.

Würziger Duft vom Wildschwein Zur Tradition gehört, dass ein Wildschwein grilliert wird; gesponsert wird es von Clubmitglied und Jäger Theo Büttiker. Das Schweinchen drehte sich seit 10 Uhr am Spiess und verbreitete einen vielversprechenden, würzigen Duft. Nach weiteren Jagdhornklängen startete das Festmahl um 20 Uhr. Der Grillmeister Victor Bani und sein Team servierten den köstlichen Wildschweinbraten. Christa Markwalder hielt eine kurze und prägnante Tischrede, betonte die Abhängigkeit der Schweiz von guten Wirtschaftsbeziehungen und warnte davor, uns auf der schweizerischen Insel der Glückseligkeit

allzu bequem einzurichten. Das sollte uns Lions als Mitglied eines weltumspannenden Netzwerks nicht passieren. Ehrungen und Auszeichnungen Es folgten Ehrungen und Auszeichnungen verschiedener Mitglieder. Besonders zu erwähnen sind René Bannholzer, Urs Hauri, Jürg Häusler, Samuel Leuenberger und Fritz Steiner, die im vergangenen Lions-Jahr zusammen mit dem OK-Präsidenten Egon Steiner die erfolgreiche Durchführung des Jugendlagers 2012 sicherstellten. Egon wurde als Hauptverantwortlicher mit einem weiteren Melvin Jones Award ausgezeichnet. Der scheidende Präsident Jean Herzig bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit und wurde mit grossem Applaus «entlassen». Er darf auf ein erfolgreiches und vielfältiges Lions-Jahr zurückblicken. Der Präsidentenpin geht an seinen Nachfolger Markus Jegerlehner. André Hirt


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L angnau im Emmental

40 Jahre aktives Clubleben Am 2. Juli 1973 feierte der LC Langnau im Emmental seine Charter Night. Dies bewog den Club, nach vierzig Jahren einen Jubiläumsanlass zu veranstalten, verbunden mit einer Spende an die Stiftung Theodora.

Fritz Schneider (l.) überreicht Raphael Bischof das selbst gemachte Jubiläumsbuch aus Holz. Am Jubiläumsanlass geehrt wurden die Gründungsmitglieder Albert Berger, Theodor Gerber, Ernst Hetzner und Niklaus Lauterburg. Sie sind dem Club bis heute treu geblieben und immer noch sehr aktiv mit dabei. Der Club dankt seinen Mitgliedern für den unermüdlichen Einsatz.

79 500 Kinderbesuche pro Jahr Aus Anlass des Jubiläums beschloss der Club, eine gemeinnützige Institution zu unterstützen. Die Mitglieder entschieden sich für die Stiftung Theodora. Diese Stiftung wurde 1993 gegründet und verfolgt das Ziel, leidenden, kranken Kindern den Spitalaufenthalt durch Freude und Lachen zu erleichtern. Als gemeinnützig anerkannte ­Stiftung organisiert sie jede Woche den  Besuch von 52 Spitalclowns in 48 Spitälern und spezialisierten Institutionen für Kinder mit Behinderungen in der ganzen Schweiz. So können die kleinen Patienten einen Augenblick ihrem tristen, internierten Alltag entfliehen und in die echte Kinderwelt der Farben, Träume, der Fantasie und des Spiels zurückfinden. Mit 79 500 Kinderbesuchen pro Jahr schenken die Spitalclowns den kleinen Patienten Freude und Momente des Glücks.

Buch aus Holz Nach einigen spannenden, unterhaltsamen und lustigen Darbietungen eines seit Langem im Dienste der Stiftung Theodora tätigen Clowns konnte der LC Langnau im Emmental der Stiftung einem Check von 10 000 überreichen. Die vierzig Jahre haben auch Spuren der gemeinnützigen Arbeit des Clubs hinterlassen. Activity-Präsident Fritz Schneider überreichte dem Club ein selbst gemachtes, 100 mal 50 Zentimeter grosses Buch aus Holz, das alle Aktivitäten der vergangenen vier Jahrzehnten enthält. Der Club wird auch in Zukunft bestrebt sein, viele Activities für gute Zwecke gemeinsam in Angriff zu nehmen. Alles in allem war die kleine, feine Feier ein wahrlich unvergessliches Erlebnis. Peter Kobel

Peter Niklaus (Club-Präsident, ganz links) mit den Gründungsmitgliedern Theodor Gerber, Ernst Hetzner, Albert Berger und Niklaus Lauterburg. Im Vordergrund Elisabeth Gerber, Ehefrau von Theodor Gerber. 4 I 2013

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Poschiavo – Visita dell’Albergo «le Prese» dopo l a ristrut turazione

Un gioiello torna a risplendere Tesori e monili di solito si trovano nella cassetta di sicurezza e brillano ogniqualvolta si tolgono dalla stessa, in occasione di avvenimenti particolari. In riva al lago di Poschiavo si trova un gioiello d’albergo, con un grande retroscena storico, che dopo un periodo nel cassetto, torna a risplendere.

La facciata sud brilla dopo il ritocco.

Giovedì 30 maggio, il LC Poschiavo ha avuto l’opportunità di visitare l’albergo «Le Prese», dopo la sua totale ristrutturazione, guidati dall’architetto e socio Andrea Zanetti. L’albergo era stato costruito nel 1857 quale centro termale e di benessere, destinato ai clienti dell’alta società del diciannovesimo secolo. Una sorgente di acqua solforica veniva allora attinta e condotta all’albergo, dove in speciali vasche da bagno si ricercava il benessere fisico. Con lo sfruttamento idrico del bacino, oggi la sorgente eroga acqua unicamente quando il vicino lago è completamente pieno. Un fascino particolare Nel suo interno le strutture sono ora ripristinate e adeguate alle necessità del mondo moderno, pur avendo lasciato 42

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intatte le caratteristiche architettoniche originali. L’albergo ha sempre rappresentato un fascino particolare per gli abitanti della Val Poschiavo, essendo anche l’unico ostello in valle con la qualifica e il parametro di 4 stelle. L’albergo è passato in possesso delle Forze Motrici di Brusio nel 1904, quando s’iniziò con lo sfruttamento delle forze idriche e specialmente del lago di Poschiavo, che alimentava e alimenta tutt’oggi la centrale idroelettrica di Campocologno. Dopo circa un secolo di appartenenza all’azienda idroelettrica, l’albergo ha vissuto un periodo d’esercizio di transizione con la vendita da parte delle FMB a gestione privata. Qualche anno fa passò poi nelle mani di una banca italiana che però lo lasciò alla mercé del tempo. Ritornato ora nelle mani di una

famiglia basilese, il miracolo si è compiuto e la struttura è rinata, presentandosi ora in un aspetto veramente encomiabile. La vista sul lago di Poschiavo Quale gruppo il LC Poschiavo ha avuto il privilegio di poter visitare per primo il complesso appena ristrutturato, abbinando l’opportunità di gustare le delicatezze della nuova cucina. Nella veranda ristorante, la vista sul lago rappresenta uno spettacolo più unico che raro, por-


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tando dei momenti di relax a chi qui si ristora. Da quasi 160 anni, nonostante gli intermezzi meno felici, l’albergo «Le Prese» ha mantenuto il suo saldo fascino con posizione privilegiata sulle rive del lago di Poschiavo, attorniato da un parco particolare, con un piccolo porto. La struttura riserva a chi alloggia degli intervalli di quiete, che rappresentano un ristoro più che necessario per chi, in modo incalzante, è confrontato con le sfide dei tempi moderni. La benevolenza della signora Sarasin ha compiuto un miracolo, grazie! Mario Costa

Anche il giardino è rinato a nuova vita.

L’albergo era stato costruito nel 1857 quale centro termale e di benessere, destinato ai clienti dell’alta società del diciannovesimo secolo. 4 I 2013

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BOUDRY-LA BÉROCHE organise unE sortie entre clubS-service

Sympathique balade à bord d’anciens tramways Les membres des clubs Lions, Kiwanis et Rotary du District de Boudry partagent chaque année une activité commune pour créer des contacts. Le LC Boudry-La Béroche était l’organisateur de la sortie 2013, et son président 2012– 13, le Dr Antoine Weil, avait affrété deux anciens tramways, propriétés de l’Association Neuchâteloise des Amis du Tramway (www.anat.ch), pour transporter les participants à Neuchâtel et retour. Ceuxci ont profité d’une des premières belles soirées de l’année. Ce magnifique voyage rétro a emballé tous les participants: une première pour la majorité des plus jeunes et un retour réussi de quelques décennies pour certains des plus âgés. C’est le boucher-traiteur lions Fredy Frank qui servait l’apéro durant la balade. La soirée s’est terminée dans un restaurant de Colombier. Claude A. Stettler

Visite sportive de tchéquie pour le LC Grandson L ac & Château

Lionisme sans frontières grâce au hockey sur glace Les hasards de la vie font parfois bien les choses. En juin, le LC Grandson Lac & Château et son président 2012–13 Patric Raymondaz (photo: Régine Pasche) ont reçu la souriante visite d’Iva Rambouskova, qui fut une LEO très active en Tchéquie et qui a participé à l’échange des jeunes du Lions Club en Italie. Elle a présenté les mouvements Lions et LEO de son pays, initiés au lendemain de la chute du mur de Berlin. Son oncle Vaclav Hofreiter est très actif au sein du Lions Club tchèque de Tabor, une ville historique hussite des environs de Prague. Jiri Rambousek, le mari d’Iva, qui a évolué jusqu’à ce printemps et pendant huit ans comme hockeyeur professionnel à Gap, en France, va désormais entraîner le mouvement junior du Hockey Club Yverdon, présidé précisément par un Lion, Thierry Despland du LC Vallorbe-Vallée de Joux. Comme le monde est petit! Régine Pasche 44

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Jumel age des Lions clubs Sion-Val ais Romand et Aoste en italie

Un jalon de plus entre les hommes Les Lions Clubs Sion-Valais romand et Aoste Host ont procédé au jumelage de leurs clubs. Cette excellente initiative renforce le lien séculaire qui unissait les populations alpines aujourd’hui partagées entre trois pays. D’ailleurs participait également en invité à ce jumelage le Lions Club de Thonon.

Le président 2012–13 Bernard Monnet, de Martigny, renouait aussi avec une initiative née après la 2e Guerre mondiale, le «Triangle de l’Amitié». Pour les Valaisans, ce jumelage s’est concrétisé définitivement avec la visite des Valdôtains en Valais, le 6 juin dernier. Les quelque 68 membres et épouses qui ont fait le déplacement à Aoste en avril ont été reçus de façon admirable tant par les autorités valdôtaines que par les responsables du LC Aoste Host. Partis sous la neige de ce printemps capricieux, le tunnel du Grand Saint-Bernard a permis à

chacun de mesurer le lien entre ces deux régions qu’est cet ouvrage créé en 1964. La salle des réceptions de la mairie d’Aoste a impressionné les visiteurs valaisans tout comme les vestiges de la grandeur romaine passée et, durant ces deux jours, la gastronomie de la vallée. C’est au prestigieux Hôtel du Mont Blanc à La Salle, en face de la célèbre montagne, que s’est tenue la cérémonie du jumelage. Là, discours, cadeaux ont permis de mesurer que l’esprit Lions mais aussi l’amitié, l’histoire, le français, la culture, tout se conjuguait naturellement pour aboutir à ce jumelage.

Cette cérémonie du jumelage se couplait aussi avec la sortie traditionnelle du président. Si bien que les Helvètes ont découvert le Fort de Bard qui bloqua, en mai 1800, durant 14 jours, Bonaparte en route pour Marengo après avoir traversé le Valais. Aujourd’hui, la région autonome, avec le concours de l’UE, a conçu un joyau culturel avec de multiples expositions, l’une permanente sur la vie et les mœurs des Valdôtains d’autrefois, si proches de celles des Valaisans, et d’autres, plus contemporaines. Lors de cette visite, l’une des expositions était consacrée à la vision du monde, poétique et alarmante du photographe Yann Arthus-Bertrand. Ce jumelage Lions ajoute une pierre de plus à l’édifice culturel qu’est la philosophie lionne, d’une part, mais aussi, d’autre part, à la culture alpine. Un jalon de plus entre les hommes. Adolphe Ribordy

Lecture de la charte de jumelage en présence du gouverneur, des deux présidents des Lions Clubs: Bernard Monnet pour la Suisse et Mario Maione pour l’Italie, sous le contrôle attentif du Vice-Gouverneur Georges Luggen (à dr.). 4 I 2013

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Pécub en pleine action (Photo: Nicolas Heller)

PULLY et LEO L AUSANNE: ensemble pour une action de grand envergure

«J’oublie, tu oublies, nous oublions» … Réunis pour soutenir l’action de l’Association Alzheimer Suisse, section vaudoise, le LC Pully et le Leo Club Lausanne ont consacré plusieurs mois à organiser un programme ambitieux pour mieux faire connaître cet enjeu de santé publique à la population de l’agglomération lausannoise et offrir quelques pistes pour combattre cette terrible maladie. Aperçus. Sous le thème «J’oublie, tu oublies, nous oublions», plus de 400 personnes se sont pressées à l’auditoire César-Roux du CHUV pour suivre le 21 mai dernier un cycle de conférences publiques où les professeurs Jean-François Démonet, directeur du Centre Leenaards de la Mé-

moire CHUV, Christophe Büla, chef du Service de gériatrie et réadaptation gériatrique CHUV, et Armin von Gunten, chef du Service universitaire de psychiatrie de l’âge avancé CHUV, ont défini respectivement les causes, la prévention et la problématique du soutien aux ma-

(De g. à dr.):Marc Diserens (Alzheimer Vaud), Frédérique d’Agostino (LC Pully), Stéphanie Blanchet et Cédric Fabry (Leo Club Lausanne). (Photo: Philippe Jung, photo-people.ch) 46

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lades. Mais l’originalité de ce rendezvous a été non seulement de donner la parole aux meilleurs spécialistes et connaisseurs de la maladie, mais aussi à des proches aidants ainsi qu’à des professionnelles, coordinatrices ou «Alzamis», qui accompagnent quotidiennement les malades sur leur lieu de vie. Enfin, il a permis à Marc Diserens, président de la section vaudoise d’Alzheimer Suisse, de présenter dans le détail tout ce que la population concernée peut attendre en termes d’information, d’aide, de soutien, de conseils et d’interventions de son association. Le journaliste Laurent Bonnard a assuré avec brio la médiation de


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Ces dames du LC Pully. (Philippe Jung, photo-people.ch)

la soirée, alors que le dessinateur Pécub a illustré avec talent, sensibilité, voire même humour, les propos tenus par les intervenants. A la sortie, une petite librairie proposait un choix d’ouvrages aux intéressés. En bref, exercice réussi, but atteint! De l’information à la collecte de fonds Mais bien sûr, le but du Lionisme est d’abord et avant tout de lever des fonds pour les œuvres choisies. Et pour cette

action, une grande soirée caritative s’est tenue le 1er juin au Beau Rivage, à Ouchy. Un grand raout qui a rassemblé près de 170 invités, tous d’une rare élégance, dans les salons du palace lausannois. Le prestige et la magie du lieu ont déclenché mille surprises, dont la remise du «Coup de cœur Alzheimer Suisse» à la présidente Frédérique d’Agostino, mais destinée à l’ensemble des membres des deux clubs organisateurs, sous la forme d’une petite sculpture en témoignage de reconnaissance de leur engagement exceptionnel. Triangulaire, cette sculpture symbolise la triade «personne atteinte – proches – professionnels», et la scissure en son centre fait allusion au deux hémisphères cérébraux. Grâce à des donateurs plus que généreux, une tombola a été richement

dotée de prix si alléchants que les 500 billets ont été vendus en un clin d’œil. Dernière surprise, enfin, le montant généré par l’action Alzheimer, qui se monte à quelque CHF 50 000.–, dont CHF 5000.– de la Fondation du Casino Barrière et de CHF 4000.– réunis par le Leo Club lors de son action de Noël, deux montants remis directement à l’Association Alzheimer Vaud. Un immense merci à tous, membres, invités, sponsors, donateurs, de leur formidable générosité … car tous ensemble, c’est mieux! Françoise Zimmerli n Davantage

d’informations: http://alzheimer-vaud.ch

Au CHUV, le professeur JeanFrançois Démonet et le médiateur Laurent Bonnard. (Photo: Nicolas Heller)

La sculpture Alzheimer, un témoignage de reconnaissance aux deux clubs organisateurs. 4 I 2013

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Les clubs de la zone 15 en action au marché de Morges

Quand les Lions s’unissent autour d’une bonne cause commune Comme à son habitude, chaque premier samedi de juin, Morges accueille son grand marché de printemps. C’était l’occasion pour le LC Jura-Léman, en collaboration avec les LC Morges-Rives, La Venoge, L’Aubonne & Vignobles, Gros-de-Vaud et Pied du Jura (zone 15), de soutenir l’association «Le Copain».

C’est grâce aux nombreux stands tenus par les différents Lions Clubs proposant aussi bien des malakoffs, rôtis à la broche, saucisses, planchettes d’apéro que des mignardises, ainsi que la participation d’une Guggenmusik, que les badauds et visiteurs ont pu être accueillis dans une ambiance conviviale et plus chaude que la température extérieure de ce premier jour de juin. Le bénéfice de cette journée a été reversé au profit de l’association «Le Copain» dont les démonstrations ont intéressé et ému les passants tout au long de la journée. C’était ainsi l’occasion de pouvoir admirer le travail que font les bénévoles de l’association, qui fête ses vingt ans, mais également celui des chiens assistant les personnes nécessitant un soutien. L’occasion était également belle de pouvoir sympathiser entre les membres présents des six clubs de la jeune zone 15. Valérie Tacchini (Le Copain), Jean-François Journot (La Venoge), Pierrette ­Ménétrey (Morges-Rives), Valérie Chappuis (Pied du Jura), Valéria (assise), Laurent Magnin (Vice-Gouverneur), Patrick Kucera (Gros-de-Vaud), Florent Hermann (LC Jura-Léman), Sandrine Cottier (Le Copain) (Photos: Laurent Cuenez)

Des chiens d’assistance «Le Copain» est une association à but non lucratif qui a pour mission d’éduquer des futurs chiens d’assistance (golden retriever et labrador retriever) pour personnes handicapées, enfants ou adultes, et depuis peu pour personnes souffrant d’épilepsie. «Le Copain» place également des chiens d’éveil dont le rôle est de stimuler l’enfant dans des activités éducatives ou lors de séances de physio48

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thérapies ou autres. Ces chiens permettent la réinsertion de la personne handicapée dans la vie sociale et active. Ils obligent ces personnes à sortir et ainsi à reprendre contact avec l’entourage et à ne pas rester cloîtrées à la maison. Grâce au chien, le contact est plus facile, les gens s’arrêtent volontiers pour parler du chien et ainsi oublient la peur du handicap. Tous les chiens sont remis gratuitement, mais restent propriété de l’association. Ainsi, «Le Copain» peut, en tout temps, effectuer des visites de contrôle utiles, soutenir les bénéficiaires en cas de problèmes avec leur chien et leur apporter des solutions. Laurent Cuenez n Association Le Copain – 3979 Grône – www.lecopain.ch


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GROS-DE-VAUD – REPAS DE SOUTIEN EN FAVEUR DE L A BÉRALL AZ

«Je voudrais visiter le Colisée!» «Je voudrais manger une glace au bord de la mer avec ma copine», «j’aimerais voir les rochers rouges de la Corse», «je voudrais visiter le Colisée de Rome». Telles furent les réponses des enfants de la Bérallaz lorsque les éducateurs les ont interrogés sur leurs rêves de vacances. Des rêves inaccessibles dans la vie de tous les jours …

C’est ainsi qu’est née l’idée d’un voyage extraordinaire: emmener les 17 pensionnaires de la Bérallaz, avec quatre accompagnants à la découverte de la Corse, de la Sardaigne, de Rome et d’une partie de l’Italie. Avec deux minibus, tout le matériel de camping et une grosse envie de découvertes. Le voyage est conçu avec le concours et les idées des enfants. A ce jour, le programme n’est pas encore définitif, mais grâce au repas organisé par les Lions du Gros-de-Vaud, le rêve a pris le chemin de la réalité. En effet, plus de 260 convives se sont retrouvés en mai dans la grande salle d’Oulens. La formule de l’année passée ayant fait ses preuves, les membres du club ont préparé un menu du terroir, mais cette fois servi par une jeune brigade composée essentiellement des pensionnaires de la Bérallaz, assistés d’enfants de membres Lions. Sous la baguette experte de Suzanne Dessibourg, l’équipe du service a fait un travail remarquable, bien aidée par des convives qui

Au service, Laure Cornu, une fille de Lions! les ont accueillis par des applaudissements nourris. Un moment qui restera certainement gravé à jamais dans leur mémoire. A la fin du service, c’était un

véritable plaisir de voir la fierté de cette jeune brigade, soulagée de n’avoir rien renversé et surtout heureuse de pourvoir affirmer haut et fort que le rêve est devenu un peu plus réalité grâce à leur travail. La suite de la soirée s’est poursuivie autour du bar, et les chansons des années 80 ont accompagné les invités jusqu’au bout de la nuit, voire le début du matin … Pour le président du comité d’organisation, Frédéric Maillard, le sourire était également de mise le dimanche matin lors des rangements. En effet, son caissier venait de lui transmettre un résultat intermédiaire, et il est certain que les enfants vivront de merveilleuses vacances. Le LC Gros-de-Vaud peut dorénavant se consacrer à ses prochaines missions. En effet, le club souhaite continuer sur sa dynamique actuelle pour venir en aide à tous ceux qui connaissent des difficultés sur le chemin parfois chaotique de la vie. Vincent Cornu Un repas de soutien parfaitement organisé. (Photos: Vincent Cornu) 4 I 2013

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genève-L ac

Du ballon rond aux rouleaux de printemps! Le soleil était un doux compagnon lorsque les dames Lions ont apporté un don de 25 000 francs aux villageois. La joie se lisait tant dans leurs yeux que dans ceux de leurs hôtes. Après la réussite d’un lunch au Kempinski, en avril dernier, les dames du LC Genève-Lac ont offert aux dirigeants de ce beau village d’Aiguesvertes le chèque permettant l’installation d’un ascenseur qui aidera les villageois handicapés à accéder plus facilement aux nouvelles maisons construites dans le haut du village. La rampe d’escaliers, adjacente (photo), est en effet très raide. C’est toujours avec bonheur que les donateurs approchent le village d’Aigues-Vertes car l’accueil y est extrêmement chaleureux et les villageois sont très reconnaissants de l’aide qu’on leur offre. Comme chaque année, la période de l’Ascension a également permis l’organisation d’un grand tournoi international de football pour handicapés à Bernex, sous la houlette de notre ami Lion Serge

Dal Busco (LC Genève) et du club féminin genevois depuis plus de vingt ans. Ce dernier décerne une coupe à l’une des équipes. La pérennité de cette action offre le plaisir du jeu à ces garçons et filles, et les membres du club se rendent à Bernex pour assister aux matches, puis à la remise des coupes. Cette année, les participants ont écopé d’un magnifique orage, suivi d’un arc-en-ciel, et cette alternance a prouvé le plaisir et la ferveur des joueurs et du public. En décembre, pour se réchauffer, les membres du club se sont réunies dans la grande cuisine des pompiers et là, après avoir acheté de magnifiques légumes qu’elles ont épluchés, coupés, émincés, braisés, puis roulés, elles ont confectionné des rouleaux de printemps. Cet hiver, le LC Genève-Lac a vendu 784 rouleaux en faveur du Telethon. Colette Isoz

L AUSANNE soutient transborde

Remplacement d’appareils électroménagers TransBorde a pour but de rassembler sous une entité commune les diverses associations résidentes de la Borde 49bis à Lausanne. Ces anciens locaux du service de signalisation se sont métamorphosés en véritable centre interculturel au cœur de Lausanne. Afin de renforcer cette dynamique positive, de nombreux aménagements ont déjà été réalisés. Néanmoins, il en reste encore à effectuer, le plus urgent étant notamment le remplacement d’appareils électroménagers dans la cuisine (photo: René-Claude Gerini). Plusieurs activités se déroulent autour de la cuisine: l’atelier autour du monde, destiné aux jeunes et mené par un habitant du quartier qui leur fait découvrir la cuisine avec un plat typique de son pays d’origine; l’atelier de confection du goûter, le mercredi après-midi. Les animateurs y confectionnent avec les

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jeunes des gâteaux et toutes sortes de friandises qui seront ensuite servis pour le goûter; les cours de français pour adultes allophones (français en mangeant), donnés par Christel Rochat de l’AICLA, animatrice lausannoise (Agenda 21); le Sénevé, rencontres entre femmes du quartier, répond au besoin de pouvoir participer à des activités dans un but de socialisation, et enfin «Mon assiette, mes baskets». Ce projet communautaire de la Ligue vaudoise consiste à proposer des actions de prévention dans les quartiers et communes à forte population migrante. Pour toutes ces raisons, le comité du LC Lausanne a décidé de soutenir l’association en octroyant un chèque de CHF 5000.– lors de sa séance du 21 mai. René-Claude Gerini


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Stockhorn: 900 personnes à la Schlagernacht de Th0unE

Lions romands fans de «Schlager»? En marge de la journée de formation de Thoune du 13 avril, penchons-nous sur le succès d’une action sociale. La veille avait précisément lieu la 3e édition de la «Schlagernacht», soirée de variété, organisée par le LC Stockhorn et qui réunissait 900 personnes à Thun-Expo. Un nouveau record pour une action très réussie!

Une délégation du Conseil de District West avait fait le déplacement à Thoune et a pu apprécier l’ambiance et le succès de cette soirée mise sur pied par Hanspeter Weber, Président fondateur du LC Stockhorn, au lendemain de la création de ce club mixte. «Notre club voulait être actif, mais ne souhaitait pas confectionner des tresses et les vendre au marché, d’où l’idée de cette «Schlagernacht» qui s’adresse à un très large public. Six

groupes ou artistes se sont succédé sur scène, dont une membre du Lions Club: Aline-Alexandra. Quant à Christa Rigozzi, Miss Suisse 2006, elle était présente comme ambassadrice de l’association «La lampe magique» qui exauce les vœux de jeunes atteints d’une maladie grave ou d’un handicap. Durant la journée précédant ce festival musical, des vœux ont pu être réalisés: faire un vol en hélico, rencontrer la chanteuse Mélanie

Oesch ou l’ex-Miss Christa Rigozzi, et passer une journée avec elles. Un don de 10 000 francs va ainsi être remis à la fondation «La lampe magique» qui a aussi une antenne romande à Bremblens/VD. Les Lions romands présents ont-ils aapprécié? Laurent Magnin (2e VG) et son épouse Anne-France étaient déjà venus il y a deux ans et avaient aimé la bonne ambiance de la soirée. Ils sont revenus cette année avec deux amis, fans de Mélanie Oesch, qu’ils ont d’ailleurs, grâce à Jürg Vogt (2e VG), pu rencontrer dans les coulisses avant le spectacle! Quant à Souad Hachler et Rémy Voirol, ils sont venus de Neuchâtel car ils aiment la bonne humeur, l’ambiance et ce style de musique entraînante. La Past-présidente de la Zone 14 Béatrice Simos-Rapin est plutôt fan de Madonna ou de Lady Gaga qu’elle a déjà eu l’occasion d’entendre en concert; elle venait également pour la deuxième fois à cette soirée pour son ambiance et la ferveur du public. Si vous voulez aussi tenter l’expérience, rendezvous le 29 mars 2014 pour la 4e édition de la Schlagernacht de Thoune! Régine Pasche

Andrea Luggen, Souad Hachler, Rémy Voirol et Laurent Magnin (2e VG) dans l’ambiance de la Schlagernacht! La Past-présidente de la Zone 14 Béatrice SimosRapin avait fait le déplacement de Lausanne. (Photos: Régine Pasche)

Mélanie Oesch et sa famille sont venus en voisins et ont déplacé les foules! 4 I 2013

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Der LC Murten lanciert den Lions-Trail Suchen – rätseln – finden – erleben. Mit der Familie, in Gruppen oder ganz alleine. Spass haben in der Freizeit und dabei Neues entdecken. Ein zweisprachiger Trail mit modernster Technik und kostenlos obendrein. Das alles bietet der Murten Trail, der erste Lions-Trail, den der LC Murten am 4. Mai eröffnet hat.

Die Präsidentin von Murten Tourismus, Marianne Siegenthaler, und der Direktor, Stéphane Moret, waren unter den ersten Besuchern des Murten Trails.

Aus Anlass seines 50-Jahr-Jubiläums lanciert der LC Murten das Konzept LionsTrail, das auch von anderen Lions Clubs mit geringem Aufwand übernommen und auf unterschiedlichste Anwendungen angepasst werden kann. Der LionsTrail bietet neuartige Entdeckungsreisen mit modernster Technik. Er basiert auf der Idee, anhand von Wissensposten einen Parcours zu absolvieren. Ausgerüstet mit einem Smartphone lassen sich über das Internet die einzelnen Posten finden. Beim Murten Trail liegen sie rund ums und im historischen Städtchen. Bei den Posten gilt es sodann, Fragen zu beantworten, wobei jeweils verschiedene Antwortmöglichkeiten zur Auswahl stehen. Die Auflösung der Rätsel – und zusätzliche Informationen – werden wieder über das Smartphone empfangen. 52

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Bereicherung des touristischen Angebots «Mit dem interaktiven Wissensquiz wollen wir insbesondere Jugendlichen und Familien, aber auch weiteren Besuchern des Stedtli Murten ein attraktives Freizeitangebot bieten», sagt Hannes Wittwer, Präsident der Activity-Kommission des LC Murten. Der Murten Trail kann auf Deutsch oder Französisch absolviert werden und ist, auch dank Sponsorengeldern, kostenlos. An der Eröffnungsfeier freute sich auch der Direktor von Murten Tourismus, Stéphane Moret, über diese Bereicherung des touristischen Angebots: «Der Lions-Trail ist eine innovative Idee, die gleichzeitig Wissen vermitteln und neue, vor allem junge Besucherinnen und Besucher nach Murten locken kann.»

Beispielhafte Teamarbeit Der Lions-Trail stellte für den LC Murten eine der Hauptaktivitäten anlässlich seines 50-Jahr-Jubiläums dar. Er wurde in einer intensiven und beispielhaften Teamarbeit erarbeitet von Adrian Urwyler (geistiger Vater), Alfons Endress (technische Umsetzung), Markus Baschung (Sponsoring), Andreas Aebersold (Eröffnung), Hannes Wittwer (Koordination) sowie Jean-Marc Vögele und Fabian Perroud (Übersetzung). Finanziert wurde der Murten Trail durch die Mitglieder des LC Murten. Als Technologiepartner hat die Berner fugu GmbH massgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen. Erfreulich ist auch, dass sämtliche Sponsorengelder aus der Werbung auf dem Trail vollständig in soziale und kulturelle Projekte des LC Murten fliessen. Die Murtner Lions sind dankbar, dass ihr 50-Jahr-Jubiläum damit zu einer nachhaltigen Stärkung ihres gemeinnützigen Wirkens führt. Silvan Jampen

Logo-Karte des Murten-Trail

Informationen für interessierte Lions Clubs Der Lions-Trail ist ein offenes und multiplizierbares Konzept, das verschiedenste Anwendungen zulässt, so z.B. als Lehrpfade durch die Natur, Spielanlagen oder touristische Anwendungen. Die Handhabung der internetbasierten Plattform ist zudem einfach zu erlernen und zu bedienen. Das Wichtige sind die Inhalte, denen keine Grenzen gesetzt sind. Der LC Murten stellt deshalb dieses nachhaltige Konzept den Lions Clubs in der Schweiz gegen eine moderate Lizenzgebühr zur Verfügung. Weitere Informationen sind erhältlich bei Hannes Wittwer, Präsident Activity-Kommission, 079 672 10 94, und Silvan Jampen, Verantwortlicher Medien/PR, 079 290 24 43, sowie unter www.lionstrail.ch und info@lionstrail.ch.


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Zone 23 Distrikt West

Unterwegs mit der Dampfbahn Unter der Leitung von Zonenchairperson Hanspeter Weber vom LC Stockhorn organisierte die Zone 23 des Distrikts West eine Activity in Form einer Dampfbahnfahrt von Interlaken nach Meiringen für Bewohner verschiedener Behinderteninstitutionen des Berner Oberlandes.

Schon zum dritten Mal organisierte die Zone 23 eine gross angelegte Activity, an der mehrere Oberländer Lions Clubs teilnahmen: Aaretal, Thunersee, Stockhorn, Frutigland, Gstaad-Saanenland, Interlaken, Grindelwald, Lauterbrunnental, Meiringen und zudem BernCity. Ziel der gemeinsamen Activity war, Bedürftigen die Chance zu geben, an einer speziell für sie organisierten Reise teilzunehmen, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit gesamthaft über 120 Personen fuhr am 1. Juni die Ballenberg-Dampfbahn bei nassem und nebligem Wetter in Interlaken Ost pünktlich um 9.45 Uhr ab. Nach unbeschwerter Dampffahrt erreichten die Reisegruppe das schöne Meiringen, wo der LC Meiringen sie in Empfang nahm. Der Club war besorgt für das gute Mittagessen, das sich sehr

vielfältig präsentierte. Umrahmt wurde das Ganze von den musikalischen Klängen der Kapelle Enzian aus Gümligen. L wie Lachen und Lebensfreude Der Präsident des LC Meiringen, Oskar Linder, begrüsste die Anwesenden und übergab das Wort Hans Jakob Walther, Gemeindepräsident von Meiringen, der den Besuchern den Hasliberger Tourismus schmackhaft machte. Zonenchairperson Hanspeter Weber erklärte das Wort Lions. Das L steht für Lachen und Lebensfreude, das I für die Idee einer Activity, das O für Organisation, das N für die Nächstenliebe und das S für Spass. Den Alltag vergessen, ein unvergessliches Erlebnis bieten, dank vielen Helfern im Sinne von «we serve» dienen, soziales Engagement fördern, geniessen und «entschleunigen», mit diesen Aus-

sagen erklärte er den Anwesenden den Lionismus auf einfache Weise. Ein besonderer Dank gilt dem LC Meiringen sowie allen Lions Clubs, die mitgemacht haben, Hanspeter Weber, der Kapelle Enzian und auch der Zentralbahn für die Ermöglichung der Dampfbahnfahrt. Vielen Dank auch den ­freiwilligen Helfern des Vereins Ballenberg-Dampfbahn, welche die Kohle immer zum Glühen brachten, Wasser auffüllten und für die Sicherheit sorgten. Das Schönste an dieser Activity aber waren die friedlichen, glücklichen Gesichter mit den leuchtenden Augen der Gäste. Was für ein Glück für die Lions, auf diese Art eine unbeschreibliche Freude bereitet zu haben. Iris und Jürg Vogt

Die Kinder wollten mit auf die Dampfbahn Noch im Gründungsjahr des LC Bern-City engagiert sich der Club für seine erste Activity, die gemeinsame Dampffahrt der Zone 23 im Berner Oberland mit Bewohnern von Behinderteninstitutionen. Eigentlich wollte der Club die Blindenschule Zollikofen nur besichtigen, aber als die Lions erzählten, dass eine richtige Dampfbahn von Interlaken nach Meiringen fährt, war die Freude der sehbehinderten Kinder so enorm, dass der Club beschloss, mit ihnen an der gemeinsamen Activity der Zone 23 des Distrikts West teilzunehmen. Neun Kinder und deren Eltern konnten die Freude kaum verbergen, als die Dampfbahn loszischte. Iris Vogt, LC Bern-City

Glückliche Gesichter beim Ausflug mit der Dampfbahn 4 I 2013

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Solothurn

Prähistorische Megalithkultur sichtbar machen Der LC Solothurn stellte erneut seinen Grundsatz unter Beweis, Activities als echte aktive Tätigkeit zu verstehen. Bei garstigem Wetter fanden sich 25 unentwegte Mitglieder mit Schaufel und Pickel ausgerüstet im Wald ein, um ein Projekt des Vereins Solothurner Steinfreunde tatkräftig zu unterstützen.

Der Verein der Solothurner Steinfreunde (www.steinmuseum.ch) setzte sich zum Ziel, an Hand der zahlreichen erratischen Blöcke in den Wäldern nördlich der Stadt die Megalithkultur der Öffentlichkeit näherzubringen. Es entstand der «Solothurner Megalithweg», der als Rundweg mit einer Auswahl von Naturund Kulturdenkmälern konzipiert ist. Informationstafeln erläutern in prägnanter Sprache die Bedeutung der gezeigten Objekte. Ein umfangreicher Faltprospekt erläutert in instruktiver Form die tiefere Bedeutung der Megalithkultur in

Schwerarbeit im Dienst von Natur und Kultur

der Jungsteinzeit vor circa 12 000 Jahren. Die Findlinge aus Granit sind Zeugen des kultisch-religiösen Lebens; sie verdeutlichen aber auch die erstaunlichen astronomischen Kenntnisse jener Zeit. Zuerst die Schwerarbeit Für die Errichtung von fünf der insgesamt dreizehn Informationstafeln mussten 90 Kilogramm schwere Eichenstelen durch enge, teils morastige Waldwege über längere Strecken getragen werden. Ein tolles gemeinsames Erlebnis! Mit Locheisen und Pickel wurden im steinigen Boden 60 Zentimeter tiefe Löcher gegraben, die sich teilweise bald mit Wasser füllten. Nachdem die Stelen aufgerichtet waren, wurden sie mithilfe von Mergel im Boden verankert.

Und jetzt noch eine Schaufel Mergel 54

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Dann das Vergnügen Es gehört zur Tradition, nach getaner Arbeit das gesellige Zusammensein zu pflegen. Der Verein der Steinfreunde bedankte sich für den Einsatz des Lions Clubs mit einem bodenständigen Apéro im Walde. Auf dem nahe gelegenen ­Bauernhof überraschte die Lions an­ schlies­send ihre eingespielte Küchenmannschaft mit einem währschaften Mittagessen, dem traditionellen Ossobuco alla Milanese. Grosszügiger Beitrag Neben dem körperlichen Einsatz konnte der LC Solothurn einen ansehnlichen finanziellen Beitrag an die Errichtung des Megalithweges beisteuern. Der Club ist überzeugt, einen wichtigen Beitrag für ein sehenswertes Projekt geleistet zu haben, das von grossem öffentlichem Interesse ist. Rolf Steiner


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Kloten

Ein Tag mit Kindern aus Tschernobyl Gewöhnlich gibt ein Lunch des LC Kloten kaum Anlass zu einem Artikel. Der Lunch vom 10. Juni 2013 war jedoch speziell: Nicht nur, dass die Klotener Lions im Klotener Dorfnäscht, einem Restaurant im ehemaligen Zivilschutzzentrum direkt am Altbach, speisten, sie spielten wieder mit den Tschernobylkindern.

Noch scheint nicht alles klar beim Minigolf.

Jedes Jahr organisiert der gleichnamige Verein für ungefähr vierzig Kinder aus der Region Tschernobyl Ferien in der Schweiz, damit sie einen Monat frei von gesundheitsschädigender Strahlung sein können. Diejenigen Kinder, die das Glück haben, vom Verein «Tschernobylkinder» ausgewählt zu werden, haben im Leben sonst wenig Glück. Sie stammen aus eher minderbemittelten Familien, die sich einen Auslandaufenthalt nicht leisten können. Es ist immer rührend, in die Augen dieser Kinder zu sehen. Das jüngste war acht, das älteste vierzehn Jahre alt. Alle scheinen zwischen Neugier und Unsicherheit hin- und hergerissen zu sein. Alle sind aber sehr gesittet, dankbar und höflich. Und was sehr positiv

auffällt: Sie helfen einander und sind füreinander da, insbesondere schauen die Älteren ganz selbstverständlich zu den Kleinen. Minigolf in der Grindel-Halle Die Kinder verbringen ihren Aufenthalt in Gastfamilien, die während ungefähr der Hälfte der Zeit mit ihnen etwas unternehmen. Der LC Kloten übernimmt jeweils einen Tag der übrigen Zeit. In letzter Zeit durften die Kinder am Vormittag mit einer Klasse eines benachbarten Schulhauses turnen. Sie assen gemeinsam mit den Mitgliedern des LC Kloten zu Mittag und spielten am Nachmittag unter deren Anleitung Minigolf in der Grindel-Halle. Dieses Jahr ersetzten die

Lions das Schulturnen durch eine Kletterpartie im Grindelboulder. «Bouldern» heisst eine seit 1970 eigene Disziplin des Sportkletterns. Dabei klettert man ohne Seil und Gurt an einer künstlichen Kletterwand bis maximal fünf Meter Höhe über einer sehr dicken und weichen Schaumgummimatte. Die Kinder übten an einer höchstens drei Meter hohen Wand. Die meisten hatten viel Spass und versuchten es an immer anderen und immer schwierigeren Stellen. Florian, der Besitzer des Grindelboulder, hat dann freundlicherweise mit den Kindern noch ein Spiel gemacht. Zum Schluss sassen die Lions mit den Kindern im Garten des Restaurants Grindel beim Glaceplausch zusammen. Diese skandierten im Chor «danke schön – merci beaucoup – thank you – balschue sbassiba», so ähnlich jedenfalls klang die russische Variante. Es ist immer schön, zu sehen, wie die Kinder dankbar alles aufnehmen, was sie hier erleben dürfen. Peter Addor

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A arau-Ket tenbrücke

Benefizkonzert mit dem Jugendchor Seetal «Jugendliche singen für Kinder», unter diesem Motto stand das Konzert am 2.  Juni 2013 in der Aula der Neuen Kanti Aarau. Es war ein musikalisches und choreografisches Feuerwerk, mit dem 44 Sängerinnen und Sänger des Jugendchors Seetal unter der musikalischen Leitung von Toni Oliver Rosenberger das Publikum begeisterten. Die Freude am Singen und Musizieren, welche die Jugendlichen versprühten, war ansteckend. Manchmal wäre man am liebsten vom Sitz gesprungen und hätte mitgetanzt! Solo- und Chorgesang wechselten sich ab und sehr bewegten Songs folgten besinnlichere. Musikalisch unterstützt wurde der Chor von vier Musikern. Immer wieder verblüfften die choreografischen Einfälle von

Jugendchor Seetal Simone Gysi. Mal wurden zum Beispiel Sonnenbrillen und Hüte aufgesetzt, mal Liedtext auf Plakaten in die Luft geho-

ben. Nach dem kräftigen Schlussapplaus bedankte sich Frau Hoffmann von der Stiftung Theodora beim Jugendchor für sein Engagement und überraschte alle Musikantinnen und Musikanten mit roten Clownnasen zur Erinnerung an dieses gelungene Konzert, dessen Erlös von 2000 Franken mithilft, Spitalclowns zu finanzieren, die kranken Kindern etwas Licht, Ablenkung und Freude ins Krankenzimmer bringen. Mit dem Konzert wurde auch die äusserst sinnvolle Arbeit des Jugendchors Seetal unterstützt. Zum Ausklang lud der Club den Chor sowie das Publikum zu einem Apéro ein. Danielle Riedhauser

A ARGAU

Ein Golftag mit schönem Gewinn Am 15. Mai fand auf dem Golfplatz in Bad Schinznach die Lions Charity Trophy statt. Initianten waren Werner Twerenbold und Heinz Niggemeier vom LC

Baden Heitersberg. Seit fünf Jahren beteiligen sich auch die Lions Clubs Baden, Brugg, Lenzburg und Zurzach am Turnier. In all den Jahren generierte der

Die Lions Charity Trophy auf dem Golfplatz Bad Schinznach ist eine Erfolgsgeschichte.

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sportlich-gesellschaftliche Anlass rund 300 000 Franken für gemeinnützige Zwecke. Auch das diesjährige Turnier warf dank Spenden der Hauptsponsoren UBS, Amag Retail, Golf Club Schinznach und mehrerer Lochsponsoren sowie namhaften Wettkampfeinsätzen der über 40 Golfspielerinnen und Golfspieler 20 000 Franken ab. Der Gewinn ging je zur Hälfte an zwei aargauische Institu­ tionen: an das Rumänienhilfswerk des Arztes Hans-Peter Faes in Ehrendingen und an die Kinderspitex der Stiftung Familie und Kind in Zofingen. Letztere unterstützt Familien, die zu Hause schwerstbehinderte Kinder betreuen. Praktische und wirksame Hilfe leistet auch das Arztehepaar Faes mit einem orthodoxen Pfarrerehepaar im rumänischen Sibiu (Hermannstadt), wo Dutzende Betagte mit Essen versorgt und rund 50 Kinder tagsüber beaufsichtigt werden. Hans-Peter Widmer


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Toggenburg

Unterstützung für Nomadenschule in Tibet Auf das letztjährige Engagement des LC Toggenburg bei einem Schulhausbau in Indien folgte kürzlich die Unterstützung einer fahrenden Nomadenschule in Tibet mit einem Betrag von 15000 Franken. Die Schule wird vor Ort von der schweizerischen Stiftung Amici di Qinghai betreut.

Lernen, lernen, lernen – wo auch immer der Unterricht stattfindet

Die fahrende Nomadenschule, bestehend aus einem umgebauten Pick-up, besucht abwechslungsweise insgesamt sechs Unterrichtsstellen auf der 3800 Meter über Meer gelegenen Hochebene von Zeku. Nomadenkinder im Alter von vier bis sechs Jahren lernen hier lesen, schreiben und rechnen, ohne ihr Zuhause verlassen zu müssen. Während der zwei Jahre in der Nomadenschule werden die Kinder auf die obligatorische Primarschule im Internat in einer Kleinstadt bei Zeku vorbereitet. Die fahrende Schule erlaubt es den Kindern somit, sich in diesem spärlich besiedelten Ge-

Emblem der Nomadenschule biet erste schulische Fähigkeiten anzueignen und sich schrittweise auf die Trennung von den Eltern sowie das Leben im Internat vorzubereiten. Hartes Leben auf der Hochebene Die klimatischen Bedingungen auf der Hochebene sind sehr hart: Die Winter dauern rund vier Monate bei Temperaturen von minus zehn bis minus dreissig Grad sowie einem bissigen Dauerwind. Das Einkommen der Nomaden ist bescheiden und kommt ausschliesslich aus der Zucht von Yaks, Ziegen und Schafen. Dank einer passablen Naturstrasse hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise etwas Handel entwickelt. Christoph Peterer

Den Kindern scheint es Spass zu machen. 4 I 2013

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Zimmerberg

Unterstützung für Unesco-Weltkulturerbe

Distrikt-Governor Marco Barandun ehrt Rolf Gassmann (l.) mit dem Progressive Melvin Jones Award. Die einzigartigen Fresken im UnescoWeltkulturerbe Kloster St. Johann inVal Müstair motivieren Rolf Gassmann vom LC Zimmerberg zu einer ebensoeinzigartigen Spendenaktion. Die Lions-Activity wurde vor bald dreissig Jahren gestartet. Vor genau 28 Jahren begann der (mittlerweile pensionierte) Zürcher Arzt Rolf Gassmann, treues Mitglied des LC Zimmerberg, die fragilen Fresken des Klosters St. Johann in Val Müstair – dieses wurde 1983 ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen – in aufwendiger Kleinarbeit

einzeln zu kopieren, selbstverständlich autorisiert durch die Stiftung Pro Kloster St. Johann in Müstair. Die Reproduktionen dieser kleinen Kunstwerke schmücken seither Jahr für Jahr die vom LC Zimmerberg hergestellten und vertriebenen Weihnachtskarten, deren Erlös vollumfänglich zur Rettung der Fresken verwendet wird. Jedes Jahr kommt ein neues Sujet hinzu. Seit Beginn der erfolgreichen Lions-Activity sind durch den Kartenverkauf über 500 000 Franken zusammengekommen und nach Val Müstair geflossen. Allein letztes Jahr brachten der Verkauf der Karten sowie Spenden im Rahmen von Anlässen des Clubs 17 000 Franken ein. Kürzlich wurde nun der entsprechende Check der Priorin des Klosters, Sr. Domenica Dethomas, übergeben. Angereist nach Val Müstair war neben dem Ehepaar Gassmann eine vierzigköpfige Delegation des LC Zimmerberg. Die Übergabe des grossformatigen Checks erfolgte sinngemäss durch Club-Präsident Albert Stähli. Die Priorin zeigte sich erfreut über die Delegation des LC Zimmerberg, «auch deshalb, weil sie ein so schönes Geschenk mit-

brachte», wie sie mit fröhlichem Augenzwinkern bemerkte. Der Check ging an den Stiftungspräsidenten Walter Anderau, mit der genauen Zweckbestimmung, dass das Geld für kommende Freskenrestaurierungen verwendet wird. Auszeichnung mit dem Progressive Melvin Jones Award Rolf Gassmann wendet für seine Kunstwerke die klassische Gouachemalerei an. Wie er ausführt, ist es infolge der Mehrschichtigkeit der Freskenübermalungen schwierig, die Fresken möglichst ori­ ginalgetreu wiederzugeben. Deshalb arbeitet er ebenfalls mit mehreren Malschichten und erreicht dadurch eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Original. Seine Weihnachtskarten erfreuen Jahr für Jahr unzählige Empfänger und natürlich auch das Kloster als Spendenempfänger. Governor Marco Barandun überreichte anlässlich eines feierlichen Aktes am 22. Mai im Clublokal des LC Zimmerberg in Thalwil Rolf Gassmann den Progressive Melvin Jones Award. Werner Knecht

BÜREN AN DER A ARE

Teamwork von Lions und Rotariern Das seit einigen Jahren geschlossene Kellertheater im Lindenhof Büren a.A. steht vor der Wiedereröffnung. Der neu gegründete «Verein Kellertheater» wird die Infra-

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struktur den heutigen Ansprüchen anpassen und muss dafür mit Kosten von über 100 000 Franken rechnen. Zur Unterstützung dieses kulturellen Vorhabens haben

sich der Lions Club und der Rotary Club Büren a.A. zu einer gemeinsamen Activity gefunden und beabsichtigen, sich an den Baukosten mit einer namhaften Spende zu beteiligen. Dazu führten die beiden Clubs als Team einen gemeinsamen Stand am Maimarkt in Büren a.A. und bewirteten ihre Gäste unter anderem mit «Löie-Tatze» und Aare-Bier. Zudem bot sich der Marktstand für die Theaterleute als ideale Plattform zur Präsentation ihres Vorhabens an. Insbesondere die Verkaufsaktion «Ein Stuhl, der deinen Namen trägt» fand grosses Interesse und wurde zum Erfolg. Am Abend waren praktisch alle Stühle an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. An der Eröffnungsvorstellung vom 18. Oktober 2013 wird somit jede/r auf dem eigenen Stuhl Platz nehmen können. Christian Lauper


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Stäfa

Ausbildung für einen Blindenführhund Aus Anlass seines 20-Jahr-Jubiläums entwickelte sich beim LC Stäfa die Idee, einem sehbehinderten Menschen eine effiziente Unterstützung zu bieten. Der Club investierte 25 000 Franken in die Ausbildung eines Blinendführhunds. Der Gedanke, einen Blindenführhund zu vermitteln, verdichtete sich im Mitgliederkreis rasch. Im April 2010 begab sich eine Delegation des Clubs nach Allschwil, um sich in der Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde ein Bild davon zu verschaffen, wie eine entsprechende Ausbildung abläuft und was logistisch wie finanziell alles dahintersteckt. Es war eine beeindruckende und zielführende Exkursion, die im Verlaufe der Zeit noch weitere drei Male wiederholt wurde. Anspruchsvolles Unterfangen Die Möglichkeit anerbot sich, einen Wurf von neun Welpen, die einige Tage vor dem Besuch das Licht der Welt erblickt hatten, zu begutachten und auch gleich ins Herz zu schliessen. Der LC

Stäfa entschied sich, in die Ausbildung eines Blindenführhundes 25 000 Schweizer Franken zu investieren, was den ungedeckten Kosten des sehr anspruchs­ vollen Unterfangens entsprach. Die Mittelbeschaffung erfolgte über zwei Standaktionen im Rahmen der Slow-upVeranstaltungen 2010 und 2011 sowie mit dem Verkauf des Weines aus der Bewirtschaftung des Lions-Rebberges am Strick in Stäfa. Zwei bis drei Jahre Hundeschule Die Ausbildung zum Blindenführhund dauert zwei bis drei Jahre. Im ersten Lebensjahr werden die Welpen in einer Gastfamilie an das soziale Umfeld gewöhnt. Danach kehren sie in die Blindenhunde-Schule nach Allschwil zurück, wo sie in optimalen infrastrukturellen

Verhältnissen durch diplomierte und äusserst engagierte Fachkräfte zum Blindenführhund ausgebildet werden. Aus dem seinerzeitigen Wurf von neun Welpen haben gerade zwei Hündinnen die äusserst anforderungsreiche Hürde zum Blindenführhund geschafft. Eine davon ist Lilou, die eine Delegation des LC Stäfa anfangs Mai 2013 in Anwesenheit von Verantwortlichen der Schweizerischen Blindenführhunde-Schule in Allschwil offiziell ihrer Führerin übergeben konnte. Dieses Gespann wurde in den letzten Monaten intensiv begleitet und auf sein neues, gemeinsames Leben vorbereitet. So fand eine sinnvolle Jubiläums-Activity des LC Stäfa ihren frohen und glücklichen Abschluss. Hans Hochuli

Blindenführhündin Lilou mit ihrer Führerin und Halterin, umgeben von Verantwortlichen der Blindenführhunde-Schule in Allschwil und einer Delegation Stäfner Lions 4 I 2013

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Winterthur-W yland

Waldlehrpfad Oberwinterthur wieder wie neu Fast zwanzig Mitglieder des LC Winterthur-Wyland waren am 25. Mai zu früher Stunde angetreten, um den etwas ramponierten Waldlehrpfad in Oberwinterthur wieder auf Vordermann zu bringen. Der Club hat den Waldlehrpfad im Jahre 2006 neu gebaut und in der Zwischenzeit bereits einmal gepflegt. Der Waldfachmann und Landwirt Ernst Bachmann hatte Material und Werkzeug vorbereitet, sodass unverzüglich mit der Arbeit begonnen werden konnte. Es galt, eine ganze Wagenladung Holzschnitzel mit Stosskaretten auf die Wege zu transportieren und dort zu verteilen. Daneben mussten zwei kleine Brücklein, die bereits Zerfallserscheinungen zeigten, abgebrochen, abtransportiert und neu erstellt werden. Mit grosser Präzision bohrten Lions-Freunde, die in ihrem Berufsalltag nie mit solchen Werkzeugen in Kontakt kommen, an genau vorgezeichneter Stelle Löcher in die Bretter, während andere ihre sportliche Kon-

Ungewohnte Knochenarbeit

Kurze Pause dition mit rasanten Schubkarrenfahrten bergauf und bergab unter Beweis stellen konnten. Bereit für die Spaziergänger Förster Michael Vogel, der die Verpflegung für die ganze Mannschaft bereitgestellt hatte, war denn auch des Lobes voll über die geleistete Arbeit. Natürlich durften auch eine Kaffeepause und eine währschafte Bratwurst vom Grill nicht fehlen. Selbst der Wettergott hatte ein Einsehen. Er liess die Arbeiten ohne nennenswerte Niederschläge über die Bühne gehen. 60

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Die Bevölkerung ist eingeladen, das gelungene Werk zu besichtigen. Die gepflegten und bestens gekennzeichneten Wege führen zu zahlreichen Beschriftungsschildern, die über die daneben stehenden Bäume im Detail Auskunft geben. Sicher ein guter Tipp für einen Sonntagmorgenspaziergang mit den Kindern. Peter Hirsiger, Präsident der Holzkorporation Oberwinterthur und sein Vize Ueli Arbenz verpassten es nicht, den einsatzfreudigen Lions-Mitgliedern ihren besten Dank auszusprechen. Jean-Pierre Mosimann


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Herzogenbuchsee

Hochsitz für Jagdgruppe Buchsi Anlässlich einer Arbeits-Activity baute der LC Herzogenbuchsee am 25. Mai einen Hochsitz, der im Anschluss der «Jagdgruppe Vieille Prune Buchsi» als Geschenk übergeben wurde. Die Idee dazu entstand vor fast einem Jahr, worauf ein Marathon von Vorbereitungsarbeiten begann.

Der Präsident des LC Herzogenbuchsee, Beat Meister, investierte unzählige Stunden in Planung und Bewilligungsverfahren. Lion Martin Stauffer bot sich und seine Schreinerei spontan an, leistete in dieser Zeit wertvolle Vorarbeit und produzierte die einzelnen Bauelemente für den Hochsitz. Transport, Bauwerkzeug und weiteres Baumaterial organisierte Lion Andreas Wagner mit seiner Gartenbaufirma. Knapp, aber pünktlich zum geplanten Termin waren alle Bewilligungen da, die Vorarbeiten abgeschlossen und das Material bereit für den Aufbau. Über zwanzig aktive Mitglieder des LC Herzogenbuchsee fanden sich, trotz nass-kühlem Wetter, um acht Uhr auf dem Bauplatz am Waldrand in Walliswil ein. Wesentlicher Beitrag zur Wildpflege Mit vereinten Kräften wurden in einem ersten Schritt die Fundamente erstellt und die vorgefertigten Holzbauelemente zu-

Der Unterbau wird aufgerichtet.

sammengebaut. Im Anschluss wurde das Grundgerüst mit vereinten Kräften und ohne Kran im Fundament positioniert, ausnivelliert, fixiert und einbetoniert. Bei der nahe gelegenen Waldhütte wurde inzwischen der Grill vorbereitet und für schmackhafte Bratwürste gesorgt. Dank dieser tollen Stärkung waren die Schlussarbeiten nur noch ein Kinderspiel, und der Hochsitz konnte in rekordverdächtiger Zeit fertiggestellt werden. Mit einer kurzen Ansprache von Beat Meister wurde der Hochsitz in einem feierlichen Akt der Jagdgruppe Vieille Prune Buchsi übergeben. Hans-Ueli Fuhrer bedankte sich im Namen der Jagdgruppe. Er ist überzeugt, dass dieser Hochsitz wesentlich zur Wildpflege beitragen wird.

Das Werk ist vollbracht, der Hochsitz steht.

Hand anlegen fördert den Zusammen­halt Die Idee zu diesem Projekt entstand, weil der Club vermehrt Aktivitäten anpacken will, bei denen die Clubmitglie-

der Hand anlegen und nicht nur Geld spenden. Dies fördert den Zusammenhalt und die Freundschaften im Club. Dazu können tolle Projekte realisiert werden, zu denen der Club dann einen ganz besonderen Bezug hat. In der Region gibt es kaum einen Hochsitz. Dieser bietet gerade auch für unsere Kinder die interessante Möglichkeit, Tiere in der Natur zu beobachten. Die Jagdgruppe besteht schon sehr lange und aus vorwiegend älteren Mitgliedern. Bis anhin hatten sie einen mobilen Hochsitz, der nicht mehr so einfach bewegt werden kann. Ein Schlüssel für den neuen Hochsitz bleibt beim LC Herzogenbuchsee. Somit können die Clubmitglieder den Hochsitz ebenfalls zur Beobachtung der Tiere nutzen. Die Jäger haben aber natürlich Vorrang. Claude Martin

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GOSSAU-FÜRSTENL AND, ST. GALLEN DREILINDEN, ST. GALLEN-MÖRSCHWIL

Dreamnight at the Zoo Was am Nationalen Lions-Tag 2012 noch ganz bescheiden begonnen hatte, fand am ersten Freitag im Juni, wiederum bei prächtigem Sommerwetter, eine fulminante Fortsetzung: Die «Dreamnight at the Zoo»-Ausgabe 2013.

Gastronomie, eine harte Probe Tolle Preise und Trostpreise für alle kleinen und grossen Gäste winkten beim Büchsenwerfen, Blasrohrblasen, Entenfischen, «Schaumkuss»-Schleudern, ­Lions-Ausmalen und Lions-Basteln. Das Ponyreiten, Kamelreiten und der Streichelzoo sorgten für direkte Begegnungen mit den Zootieren. Eine ganz besondere Aufgabe erwartete an diesem Abend die Lions. Sie verwöhnten die über 1200 Gäste mit Bratwurst und Brot oder einem vegetarischen Chili, mit Getränken und einer Glacé«Rakete» zum Dessert. Die Gastronomie war es denn auch, die den Lions wirklich alles abverlangte. Auch an den vielen Aussenposten waren die Lions-Dienste gefragt. Fenja, die Einhornwächterin Das Highlight des Abends war für die kleinen (und erwachsenen!) Gäste eine spannende Geschichte mit Artistik, Komik und Tieren im Zirkuszelt des Walter Zoos. Dort durften sie sich von «Fenja, der Einhornwächterin» im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern und einlullen lassen. Ans Schlafen dachte in dieser

Kleines Juwel im Lebensgepäck

Zauber im Zirkuszelt

Zwei Reaktionen von dankbaren Eltern: «Ich möchte mich sehr herzlich bei Ihnen für dieses wunderbare Erlebnis bedanken. Wir sind eine Familie mit vier Kindern. Unser zweiter Sohn ist mit einem Gendefekt auf die Welt gekommen und geistig behindert. Der Anlass war ausgezeichnet organisiert, und es ist sehr grosszügig von den Lions Clubs, was den Familien offeriert wurde. Das Beeindruckendste für mich war die Stimmung, die geherrscht hat. Es war einfach wunderbar, zusammen mit all diesen besonderen Familien den Zoo zu besuchen, niemand wurde blöd angestarrt. Behindert zu sein, war an diesem Abend einfach auch normal, es gehört nun mal zum Leben dazu. Auch unsere Kinder waren hell begeistert von diesem Abend, und wir werden die Dreamnight in guter Erinnerung behalten, als kleines Juwel in unserem Lebensgepäck.» «Das Zusammensein mit vielen anderen Eltern und Kindern war ein wirklicher Traum! Die Erfahrung, dass man nicht allein ist und einen niemand anstarrt oder verständnislos den Kopf schüttelt. Von A bis Z und darüber hinaus einfach ein wundervoller Abend, der einem lange in Erinnerung bleibt.»

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Am Nationalen Lions-Tag 2012 führten die Lions Clubs von Gossau-Fürstenland, St. Gallen Dreilinden und St. Gallen-Mörschwil zusammen mit dem Walter Zoo Gossau die erste gemeinsame «Traumnacht im Zoo» durch. Der Anlass war so erfolgreich, dass sich eine Wiederholung förmlich aufdrängte. Am 7. Juni öffnete der Walter Zoo in Gossau wiederum einen Sommerabend lang exklusiv für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sowie deren Angehörige und Betreuer seine Tore. Dort erwartete alle ein Riesenspektakel mit tierischen Begegnungen, Spiel, Spass und weiteren tollen Überraschungen. Die kranken und behinderten Kinder waren die VIP des Abends. Wie am Nationalen LionsTag gestalteten auch dieses Jahr wieder 75 Lions aus den drei Clubs mit ihren Helferinnen und Helfern und dem ganzen Team des Walter Zoos diesen Anlass.

1200 Gäste wollten verpflegt sein.

warmen Sommernacht niemand. Bis 22 Uhr durften die Kinder im Zoo bleiben. Dann wurden die Gäste von den Lions mit dem obligaten, liebevoll mit dem Lions-Emblem dekorierten St. Galler Biberli verabschiedet. Fazit für die Lions: Die clubübergreifende und nachhaltige Activity war erfolgreich, ein lebhaftes Beispiel von «We serve» mit vielen tollen Erfahrungen und neuen und aufgefrischten Freundschaften. Kurt Frech, LC St.Gallen-Mörschwil


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Zürich-Turicum

Kinoabend im Mathilde Escher Heim «Da geht es mir ja noch richtig gut», sagte ein Jugendlicher, der in einem der Lehrbetriebe der Schenkung Dapples, einem Jugendheim in Zürich, arbeitet. Bevor er zur Schenkung Dapples kam, hatte er keine einfache Situation. Aus privaten Gründen aus der Bahn geworfen, konnte er sich fangen und nach mühsamem Kampf ins soziale Leben zurückkehren. Der Jugendliche machte seine Feststellung anlässlich des Kinoabends, zu dem er und seine Heimkollegen Anfang April vom LC ZürichTuricum ins Mathilde Escher Heim eingeladen worden waren, einem Heim, das sich auf die Betreuung von Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen spezialisiert hat. Gezeigt wurde der Schweizer Film «PIFF, PAFF, PUFF». Neben Jugendlichen und Mitarbeitenden der Schenkung Dapples waren auch Jugendliche und Erwachsene des Mathilde Escher Heims eingeladen. So entstand im Filmraum ein bunter Mix aus

jüngeren und älteren Zuschauenden in fahrbaren und fest stehenden Stühlen. Während des anschliessenden Apéro riche bestand die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen. Jugendliche der Schenkung Dapples durften Zimmer besichtigen und kamen mit Geschichten und Sorgen aus dem Leben von Menschen mit Körperbehinderung in Berührung, wie etwa dem Finden einer Freundin. Solche und ähnliche Geschichten boten auch nach der Rückkehr in die Schenkung Dapples noch Gesprächsstoff. «Die haben ja noch viel grössere Probleme als ich», meinte ein Jugendlicher. Der Kinoabend wurde ermöglicht durch den Fundraiser-Brunch, der im März im Restaurant Sento in Zürich stattfand und vom LC Zürich-Turicum organisiert wurde. Der Reinerlös lag bei rund 2500 Franken und wurde für das Kino-Equipement und den Apéro riche eingesetzt. Michael Bumb

Philippe Hornstein serviert

Zürich Central, Zürich St. Peter, Zürich Turicum, Zürich Waldegg

Neues Auto für den Inselhof Am Lions-Tag 2012 boten die Stadt­ zürcher Lions Clubs Central, St. Peter, Wald­ egg und Turicum am Zürcher Hechtplatz Passanten und Freunden ein vielseitiges Angebot an Aktivitäten, Unterhaltung und Restauration mit dem Ziel, gemeinsam das Zentrum Inselhof im Triemli zu unterstützen. Das Sammelergebnis ermöglichte es, den Inselhof bei der Beschaffung eines neuen Transportfahrzeugs massgeblich zu unterstützen. 1908 als Verein für Mutter- und Säuglingsschutz gegründet, bietet das Zentrum heute Betreuung für Kinder und junge Mütter. Im Kinderhaus stehen Heim- und Tagesstrukturen zur Verfügung für Kinder aus Familien, die ihnen zu wenig Halt bieten können. In vier Heimgruppen finden 32 Kinder ein Zuhause, in der Tagesbetreuung zusätzlich zwölf Kinder bis sieben Jahre. Für den Transport der Kinder zu Aktivitäten und in die regelmässig stattfindenden Lager war über viele Jahre «Methusalem» im

Einsatz, ein inzwischen dreizehnjähriger Bus. Die gemeinsam gesammelten 13000 Franken, die grosszügige Spende einer weiteren Stiftung, ein wesentliches Entgegenkommen der AMAG sowie der sehr gute Verkaufserlös für «Methusalem» ermöglichten die Beschaffung eines

neuen, geräumigen VW-Caravelle-Busses. Insbesondere im Winter wird das neue Fahrzeug auch dank Vierradantrieb geschätzt werden. Rudolf Fischer, LC Zürich-Waldegg

Übergabe des neuen Busses im Zürcher Zentrum Inselhof 4 I 2013

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Val Müstair

Schicksalsschlag durch Rückenmarksinfarkt Am 30. April 2008 wurde Flurin Tschenett mit der Rega nach Chur geflogen. Er hatte einen Rückenmarksinfarkt erlitten, der wegen der akuten Durchblutungsstörung zu einer Querschnittslähmung führte. Seither ist er an den Rollstuhl gebunden.

Flurin Tschenett ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Bis zum tragischen Ereignis war er bei der Grenzwacht angestellt. Mit seiner Ehefrau Monica wohnt er im eigenen Wohnhaus mit kleinem Bergrestaurant, dem «Hof Terza» auf 1850 m ü. M. Für das Ehepaar ist es wichtig, im Eigenheim auf Hof Terza im Val Müstair weiterleben und das Bergrestaurant weiterführen zu können. Die Liegenschaft hatte Flurin Tschenett von seinen Eltern geerbt und sie renoviert. Das Haus steht unter Heimatschutz. Das Wohnen in diesem Haus war allerdings mit grossem Kraftaufwand und vielen unangenehmen Umtrieben verbunden. Flurin Tschenett konnte das Stockwerk nur Stufe um Stufe, sitzend und nur mit Hilfe seiner Frau überwinden. Er ist in seiner Selbstständigkeit und in seiner Fortbewegung sehr stark eingeschränkt und entsprechend auf viel Unterstützung angewiesen. Hindernisfreie Wohnung Im September 2008 wurde die Wohnsituation durch das Zentrum für hindernisfreies Bauen abgeklärt. Bauliche Anpassungen am bisherigen Wohnobjekt

Bain Terza 64

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wurden nicht als sinnvoll angesehen. Stattdessen wurde beabsichtigt, in der Scheune neben dem Wohnhaus eine rollstuhlgängige Wohnung einzurichten. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 450 000 Franken. Wo aber das Geld für das vorgesehene Bauvorhaben holen? Als der Vorstand des LC Val Müstair von dieser äusserst tragischen Situation erfuhr, erklärte sich der damalige Präsident Roman Andri nach eingehender Diskussion im Club bereit, sich für die nötige Finanzierung einzusetzen. Er richtete unzählige Gesuche um finanzielle Unterstützung an Vereine, verschiedene Persönlichkeiten, Stiftungen und andere Institutionen. Der Erfolg blieb nicht aus. Die nötigen Finanzen kamen tatsächlich zusammen. Die effektiven Baukosten betrugen total 383 900 Franken, die beachtlichen Eigenleistungen der Mitglieder des LC Val Müstair noch zusätzlich 53 670 Franken. Die Gesamtkosten des Umbauprojektes betrugen schliesslich 437 570 Franken. Zu den zahlreichen Gönnern gehört auch der Lions Club International mit dem Betrag von 10 000 Franken.

Monica und Flurin Tschenett vor dem Haus (Fotos: Lucas Pitsch) Wieder befriedigende Tätigkeit ­gefunden Die komplett neue Wohnung, inklusive einer rollstuhlgängigen Garage, konnte bezogen werden. Die Einweihungsfeier mit den geladenen Gönnern fand in würdigem Rahmen statt. Nachdem die Familie Tschenett bereits seit längerer Zeit in der neu erstellten Wohnung lebt, kann man mit grosser Freude feststellen, dass es sich in jeder Hinsicht um einen sehr zweckmässigen und auch sehr gelungenem Bau handelt. Dank der hindernisfreien Einrichtung und der grossräumigen Küche kann Flurin Tschenett seiner Frau Monica auch bei Bestellungen für die Gäste behilflich sein und findet trotz seiner Behinderung eine befriedigende Tätigkeit. Das Val Müstair ist sicherlich eine Reise wert. Auf dem Hof Terza kann man sich bei wunderschöner Aussicht einen «Terza-Teller» schmecken lassen. Die Familie Tschenett freut sich auf Besuch! Marcus Burkhard


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bülach

Einsatz im Neeracherried Die Mitglieder des LC Bülach befreiten am 15. Juni Teile des Neeracherrieds im Zürcher Unterland von der kanadischen Goldrute. Das Neeracherried ist eines der letzten grossen Flachmoore der Schweiz. Es bietet Lebensraum für unzählige Vögel, Pflanzen, Amphibien und Reptilien. Die kanadische Goldrute wird als invasiver Neophyt eingeordnet, da die wuchskräftige Zierpflanze durch die Verwilderung eine grosse ökologische Auswirkung hat. Neophyten verdrängen die einheimischen lichtliebenden Pflanzen. Im Naturschutzzentrum soll sich diese Pflanze nicht ausbreiten, da sonst die Biodiversität ge­ fährdet wäre. Chemische Mittel zur Vernichtung der kanadischen Goldrute darf man im Naturschutzzentrum Neerach nicht verwenden. Die Hilfe des Bülacher Clubs bei der Bekämpfung des ungebremsten Wucherns dieser Pflanzen war deshalb sehr willkommen. Daniela Gehring

Auf Knien suchten die Lions den Boden nach kleinen Goldruten ab. (Foto: Daniela Gehring)

Chur Kora

Einsatz für gepflegte Alpweiden Sobald der Schnee geschmolzen ist, machen sich die Alpgenossenschaften auf, um die Alpweiden zu pflegen. Am 8. Juni griff der LC Chur Kora den Älplern auf Stams tatkräftig unter die Arme. Am ersten schönen Sommertag bevölkerte sich eine steile Alpweide auf rund 1800 m ü.M. oberhalb des Walser-Weilers Stams bei Says im Churer Rheintal mit fleissigen Helferinnen und Helfern. Die Mitglieder des LC Chur Kora arbeiteten unter der Leitung des Alpgenossenschafters Hitsch Hartmann aus Says vier Stunden unter sengender Sonne. Vor acht Jahren war die Alpweide zum letzten Mal entbuscht worden. Nun war es höchste Zeit. Bereits vierzig bis fünfzig Zentimeter hoch waren die jungen Nadelbäume. Erlen begannen, sich breit zu machen. Werden die Alpweiden nicht regelmässig entbuscht, werden sie in wenigen Jahren zu kleinen Wäldern. Mit Motorsäge und grossen Astscheren wurden die Bäumchen und Büsche gekappt, um dann in Geländemulden zu

grossen Haufen zusammengetragen zu werden. Eine schweisstreibende Arbeit! Wie froh waren die Helferinnen und Helfer für das grosszügig bemessene Znüni und vor allem für kühles Nass aus den Getränkeflaschen! Zum Abschluss war die Gruppe zu Grillbratwurst und Kartoffel-

salat im alten Schulhaus Says eingeladen. Am Grill stand Hitsch Hartmann und dankte für den Arbeitseinsatz: «Ende Juni können wir nun mit den Mutterkühen auf eine gepflegte Alpweide!» Silvia Hofmann

Christina Casanova und Hermann Just in Aktion, und auch der Nachwuchs der Clubmitglieder war mit von der Partie. 4 I 2013

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Wädenswil

100 Mannstunden für einen Spielplatz Die Stiftung Bühl in Wädenswil am Zürichsee betreibt ein «Zentrum für Heilpädagogik und berufliche Eingliederung», wo Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger Behinderung oder Lernbehinderung in den Bereichen Schule, Berufsbildung, Arbeit sowie Wohnen und Freizeit bedürfnisgerechte Lebens- und Entwicklungsräume angeboten werden. Dazu gehört natürlich auch ein Spielplatz. Dieser war aber in die Jahre gekommen und – wie Fachleute feststellten – nicht mehr in allen Teilen betriebssicher. Die Lions des Clubs Wädenswil liessen sich nicht lange bitten und stiegen an zwei Samstagen in die Hosen: Rund 20 Wackere griffen zu Schaufel, Bohrmaschine, Säge, mischten Beton, legten Drainagerohre ein und brachten Kies aus. Zehn Mann und ihre Muskeln benötigte allein das Setzen eines rund vier Meter langen Balkens.

Die Bühl-Küche sorgte mit einem ausgezeichneten Mittagessen für Kaloriennachschub, wo auch die Pflege der Freundschaft zum Zug kam – wie immer ein schöner Nebeneffekt einer solchen Activity. Seitens der Stiftung betreute Josua Gerber, Leiter Gartenunterhalt, die Lions fachkundig und lobte deren Einsatz in den höchsten Tönen. «Das sind ja Fachleute», meinte er (offenbar etwas erstaunt). Brigitte Steimen, BühlDirek­torin, schloss sich im Lob ihrem Mitarbeiter begeistert an. Geleistet wurden an den beiden Samstagen 90 bis 100 Stunden Manpower. Dazu kamen für den Kauf gewisser Geräte und als Beitrag an den anspruchsvollen Bau einer Hängebrücke 10 000 Franken aus der Activity-Kasse. Josua Dürst

Einer der beiden Bühl-Bautrupps des LC Wädenswil, im Hintergrund die ersten Teile des neuen Spielplatzes

glat tal

Auf nach Kloten zum Risottoplausch! Am 7. September ab 11.00 Uhr ist es wieder so weit! Der LC Glattal serviert sein sämiges Risotto. Das Risotto des LC Club Glattal gibt es nicht alle Tage, deshalb lohnt sich der Weg nach Kloten!

Der LC Glattal, dessen Mitglieder vorwiegend aus dem Glattal stammen, ist vor allem in der Flughafenregion aktiv und somit natürlich auch in Kloten. Die Wirtschaft der Lions befindet sich vis-à-

vis der Migros, zusammen mit dem städtischen Flohmarkt, auf dem Stadtplatz Square in Kloten. Ab 10.00 Uhr werden Getränke serviert, ab 11.00 Uhr serviert der LC Glattal seinen Risotto «so lang wie’s hätt». Für musikalische Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt. Fat Pencil, die Bluesband mit dem unverkennbaren Sound, interpretiert Songs von B.B. King über Deep Purple bis Steppenwolf. Die sechs idealistischen Musikliebhaber spielen Rock und Blues mit Freude und Herzblut. Der Erlös aus dem Risottoplausch kommt der Activity-Kasse des LC Glattal zugute. Der Club freut sich auf zahlreiche Besucher und dankt schon jetzt für die Unterstützung der ClubActivities. Urs Müller Die Zwirni-Band am Risottoplausch anlässlich des Lionstags vom 2. Juni 2012

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ac t i v i t y

Suhren-/W ynental

15 000 Franken für die Kinderkrebshilfe «Tu Gutes und sprich darüber!», insbesondere wenn dadurch eine unterstützenswerte Organisation eine Plattform erhält, um sich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der LC Suhren-/Wynental organisierte ein Charity-Golfturnier zugunsten der Kinderkrebshilfe Schweiz.

Frisch geduscht, aufwendig gestylt, gut gelaunt und mit sonnengeröteten Wangen sassen die Mitglieder des LC Suhren-/Wynental zu Tisch im komfortablen Golfrestaurant in Oberentfelden. Ein erfreulicher, befriedigender, aber auch schweisstreibender Tag lag hinter ihnen, denn sie hatten Golf gespielt, auf einer wunderschönen Anlage, bei königlichem Wetter und für einen guten Zweck. Endlich durften sie den Abend in vollen Zügen geniessen im Wissen, eine Organisation unterstützt zu haben, die zahlreichen schwerbetroffenen Familien ein bisschen Linderung in der Not bringen kann. Im Laufe des Abends wurden sich die meisten schnell einig, dass sie am 13. Juni 2014, wenn das nächste Charity-Golfturnier steigt, wieder dabei sein werden. Nur Betroffene kennen die Not Der Hauptgast des Abends war Sonja Aytar. Sie vertritt die 25 Jahre alte Kin-

Erfolgreicher Golftag: Club-Präsident Willy Wenger (2. v.l.) mit Beatrice Wenger (l.), Jolanda Küng, Siegerin Nettogewinn zweite Kategorie, und Jörg Meier, Präsident Golfclub Entfelden

Sonja Aytar erzählt von ihren Erfahrungen als betroffene Mutter. (Fotos: Frieda Steffen)

derkrebshilfe Schweiz als Präsidentin der Elterngruppe Aarau. Die sympathische junge Frau und zweifache Mutter stellte ihre Institution mit viel Leidenschaft vor. Ihre Familie wurde vor fünf Jahren mit der Diagnose Krebs bei ihrer Tochter konfrontiert. Heute gehe es ihrer Tochter gut, konnte sie versichern. Aber diese Erfahrung war Motivation genug, um sich für die Krebshilfe Schweiz zu engagieren. Diese besteht aus vier Elterngruppen, die sich an den Spitälern mit onkologischen Kinderabteilungen einsetzen, so in St. Gallen, Bern, Aarau und neu auch Basel. Die Institution wird zu hundert Prozent von Spendengeldern finanziert. Die Elterngruppe agiert an der Basis mit dem obersten Ziel, die frisch betroffenen Familien so rasch als möglich abzuholen. Der Gefühlszustand nach der Diagnose kann nicht beschrieben werden, und nur selbst Betroffene können nachvollziehen,

wie gross die Verzweiflung ist, wenn die kleine Welt der Familie zusammenbricht. In dieser Phase brauchen Familien dringend einen Beistand mit Erfahrung, denn Betroffenheit ist die Stärke der Mitglieder der Elterngruppe. Neben der mentalen Betreuung werden auch reale Dinge an die Hand genommen, beispielsweise die Mitbetreuung der gesunden Kinder zu Hause, die ob der Fürsorge für das kranke Kind unweigerlich zu kurz kommen. Nach Überwindung der Krankheit ist die Leidenszeit noch nicht vorbei. Und auch da hilft die Elterngruppe den Familien mit verschiedenen Mitteln, im normalen Leben langsam wieder Fuss zu fassen. Für den respektablen Check von 15 000 Franken dankte Sonja Aytar mit Tränen in den Augen. Frieda Steffen

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people

Städtepavillons Basel, Zürich und Genf an der World Expo 2010 in Schanghai

basel

Ein Lion gestaltet die Schweiz Lion Christian Stauffenegger, seit fünf Jahren im LC Basel, hielt unter dem Titel «Von der World Expo Shanghai bis zum Bundesplatz in Bern» seinen Einführungsvortrag. Der Gestalter und Absolvent des Studiums Visuelle Kommunikation an der FH Basel hat in seiner zwanzigjährigen Tätigkeit zahlreiche renommierte Projekte realisiert.

Christian Stauffenegger

Nach seinem Studium entschloss sich Christian direkt für die Selbstständigkeit und gründete die Firma «Stauffenegger + Stutz, Visuelle Gestaltung», zusammen mit seinem besten Studienkollegen. «Ich habe nie für jemand anderes gearbeitet», ist denn auch ein wichtiges Leitmotiv für Christian. In der rund zwanzigjährigen Aktivität seiner Firma konnte er eine Viel­ zahl von Projekten realisieren; eines von ihnen soll hier näher vorgestellt werden.

Der Bundesplatz in Bern im Jahre 1991 68

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Neues Gesicht für den Bundesplatz 1991 entschloss sich die Eidgenossen­ schaft, den Bundesplatz in Bern neu zu gestalten. Damals beherrschte ein gros­ ser Parkplatz die Szenerie; nicht gerade die beste Gestaltung für den wichtigsten öffentlichen Platz der Schweiz. Die Ausschreibung der Neugestaltung hatte es in sich. Eine der Rahmenbedingun­ gen lautete, der Platz sollte nach dem Umbau frei verwendbar bleiben. Es

durfte also nichts auf den Platz gebaut werden. Kernidee des Vorschlags, den Christian und sein Team erarbeiteten, war es, das Bundeshaus viel stärker zur Geltung zu bringen. Als einer der wenigen Regie­ rungs- und Parlamentssitze weltweit ist das Bundeshaus ebenerdig zugänglich. Die Treppe befindet sich im Innern. Es galt, diese Erdnähe durch die Platzgestal­ tung zu verstärken. Es sollte auch eine klare Achse entstehen, die auf das Bun­ deshaus hinweist. Dies als kleiner Ersatz für die fehlende Prachtallee, die in ande­ ren Metropolen der Welt die Achse der Macht architektonisch betont. So weit, so gut. Im Detail ergaben sich dann aber grosse Herausforderungen. Man kann einen frei nutzbaren Platz nicht einfach als eine grosse, flache Fläche modellieren. Regenwasser zum Beispiel würde so nicht abfliessen und mit der Zeit hässliche Dau­

Der Bundesplatz heute


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erpfützen bilden. Die Lösung war hier eine leicht geneigte, auf das Bundeshaus ausgerichtete Platzfläche aus Schweizer Naturstein. Die Entwässerung erfolgt unsichtbar zwischen den Fugen der ein­ zelnen Steinplatten, sodass die Grosszü­ gigkeit des präzisen Rechtecks nicht ver­ loren geht, eine knifflige Detailarbeit. Brunnen gehören zur Schweiz wie das Matterhorn Und wie könnte man den Platz dann doch noch spannend gestalten? Brunnen­ anlagen gehören in das Orts- und Stadt­ bild der Schweiz wie das Matterhorn zu Zermatt. Wenn aber der Bundesplatz frei nutzbar bleiben soll, muss der Brunnen im Boden verschwinden. Die Idee des Springbrunnens mit 26 Düsen war gebo­ ren. Es sollte aber kein langweiliger Aller­ weltsbrunnen werden. Ein unregelmäs­ siges Wasserbild, wie man es auch in der

«Parapluie»: Tram- und Buswartehallen für die Basler Verkehrsbetriebe

Natur findet, war das Ziel. Es wird nie langweilig, das Meer oder einen Fluss an­ zuschauen, da sie sich ständig verändern und sich nie wiederholen. Auch hier wie­ der leichter gesagt, als getan. Um ein sol­ ches unregelmässiges Wasserbild mit 26 Düsen zu erzeugen, fertigten die Mitar­ beiter von Christian Stauffenegger Video­ aufnahmen von Flüssen und Seen an. Im Büro entstand ein Modell für Spritzsimu­ lationen. Diese Arbeiten dauerten viele Wochen. Schliesslich musste das gene­ rierte Muster auch noch am Bundesplatz in Bern selber programmiert werden, ebenfalls eine wochenlange Arbeit. Es war dann ein mehr als ergreifender Augen­ blick, das Wasserbild zum ersten Mal in der Realität zu sehen, so, wie wir es als Besucher von Bern jetzt erleben können. Insgesamt dauerte das Projekt «Neuer Bundesplatz» aus Christians Sicht von 1991 bis 2004. Der effektive Stunden­ lohn von Christians Team war am Ende minimal, so viel Aufwand wurde betrie­ ben, um ein perfektes Ergebnis zu erzie­ len. Man muss ein leidenschaftlicher Überzeugungstäter sein, um solche Pro­ jekte zum Erfolg zu führen.

Von Basel bis Schanghai Im Verlaufe seines Vortrages stellte Chris­ tian noch viele Projekte vor, wie zum Beispiel den Städtepavillon an der World Expo 2010 in Schanghai und die Warte­ häuschen der Basler Verkehrsbetriebe. Etwa die Hälfte der Ausschreibungen hat das Büro von Christian Stauffenegger im langjährigen Durchschnitt seit seiner Gründung gewonnen. Als Grundlage dieses eindrücklichen Erfolgs nennt Christian die sorgfältige, intensive kun­ denorientierte Analyse. Als die Stadt Aarau den neuen Bundesplatz in Bern sah, kam sie zum Schluss: «Wir wollen genau so einen Springbrunnen auch in Aarau haben.» Christian und sein Team analysierten nach diesem Auftrag aber zunächst einmal die Geschichte und die Gegebenheiten der Stadt. Sie kamen zu einem ganz anderen Vorschlag: den Was­ serrinnen mit Brunnenanlage, wie wir sie heute alle kennen. Der LC Basel ist stolz auf die Erfolge seines Mitglieds und freut sich darauf, wie er auch in Zukunft unsere Schweiz gestalten wird. Martin Strobel

Die Wasserrinnen mit Brunnenanlage in der Altstadt von Aarau 4 I 2013

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people

Philippe Mouchet (LC Neuchâtel) quit te le poste de délégué jeunesse du D 102 W

Tout est dans le tour de main, le choix des ingrédients et le bon assaisonnement! Une invitation à manger chez Philippe Mouchet ne se refuse pas, car c’est un excellent cuisinier! Le délégué jeunesse sortant du District West s’est mis aux fourneaux pour nous mijoter le bilan – à sa façon – de son activité en faveur notamment de l’échange des jeunes, exercée avec goût et talent pendant six années bien remplies.

En 2007, le géologue neuchâtelois a suc­ cédé à Lucie Echenard au poste de délé­ gué jeunesse du District West. «Elle ac­ complissait cette tâche pratiquement à plein temps!», se souvient-il, car placer quelque 25 jeunes dans des familles d’accueil pour une à deux semaines en été, pour la grande majorité, mais aussi en hiver pour les Malaisiens et les Aus­ traliens, n’est pas une sinécure. Même s’il y a un tournus entre les clubs, il faut animer un réseau de Lions motivés. Comme dans les cuisines des grands chefs, l’on doit parfois pousser des «coups de gueules» pour motiver ses troupes tout en sachant assaisonner le tout avec humour. «Les clubs Lions ne sont pas toujours conscients que les acti­ vités jeunesse (échanges, concours, SEMO) font partie du ‹package› et ne sont pas facultatives.» Même si le tournus des clubs a passé de trois à quatre ans, il faut souvent batailler pour réunir toutes les familles d’accueil. Les ingrédients d’un échange réussi Pour que l’échange soit réussi, il faut que le club dispose d’un délégué jeunesse motivé et qui n’a pas peur de se former et de s’informer. «Cette année à Thoune, nous avons invité des clubs à venir pré­ senter leurs expériences dans le cadre de l’accueil des jeunes. C’était très moti­ vant», souligne Philippe. «Car accueillir des jeunes ne doit pas être perçu comme

Philipe Mouchet s’essayant à «Top Chef» pour ses fils Guillaume, Benjamin et votre rédactrice! (Photo: Régine Pasche)

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Les citations du chef! • «Comment peut-on se connaître soimême? Jamais par la méditation, mais bien par l’action. Cherche à faire ton devoir et tu sauras ce que tu vaux.» • «Ce n’est pas parce qu’il y a un tournus, que ça tourne!» • «Nous ne portons pas notre pin’s juste pour faire joli sur le costard!» • «On est pas obligé d’être Lion, mais être Lion oblige!

la corvée de vaisselle, mais constituer un enrichissement, une ouverture au monde et aux autres. L’opportunité de redevenir touriste dans son propre pays.» C’est l’occasion aussi de souder le club par des sorties entre membres avec les jeunes en provenance de l’étranger. «La vie et les activités au Conseil de Dis­ trict ont été pour moi comme appartenir à un deuxième club Lions, plus vaste et régional.» Au moment de faire ses adieux lors de sa dernière séance à Cortaillod, Philippe Mouchet a remercié les six gou­ verneurs avec qui il a œuvré pour «la li­ berté de manœuvre dans la gestion des activités pour la jeunesse».

Philippe Mouchet entouré de ses deux «Frédérique»: son épouse (à g.), très active au sein du Kiwanis, et la nouvelle déléguée jeunesse Frédérique d’Agostino (à dr.). (Photo: Régine Pasche)

Mission accomplie avec bravoure donc pour le responsable de l’Institut géogra­ phique militaire auprès de Swisstopo à Berne. Lieutenant-colonel à l’état-major de la Brigade blindée 1 à la retraite, il ne va pas totalement rentrer dans le rang, puisqu’il est actuellement vice-président du LC Neuchâtel. En 2014–15, Philippe accomplira son troisième mandat de pré­ sidence d’un club Lions après celui du LC Tenant Creek (Australie) en 1997–98 et 2000–01. Pour Frédérique d’Agostino, Past-Présidente du LC Pully, qui a vécu à Minneapolis/USA pendant plusieurs années et qui vient de reprendre le sac à dos de la jeunesse pour le District West, la voie est toute tracée: «Philippe a fait un tel travail ces six dernières années que c’est un plaisir de reprendre cette fonc­ tion de responsable jeunesse après lui.»

Danke Philippe! Ich möchte mich bei Philippe Mouchet (LC Neuchâtel) herzlich für seine exzellente Arbeit als Jugenddelegierter bedanken und wünsche ihm im zweiten Glied weiterhin viel Erfolg, sowohl beruflich als auch privat und im Lionismus. Vor allem auch ein herzliches Dankeschön dafür, dass er mit Frédérique d’Agostino (LC Pully) eine sehr gute Nachfolgerin gefunden hat. Die Charge nämlich ist eine Sache – die Nachfolge zu regeln eine andere. Auch das hat Philippe gut gemacht. Ich hoffe, er konnte auch etwas mit auf seinen zukünftigen Weg nehmen. Georges Luggen Governor D 102 West

Régine Pasche 4 I 2013

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w e lc o m e

Neumitglieder | Nouveaux membres | Nuovi membri AARAU

AARAU

Riner Marc A.

Willi Jürg

Masch.-Ing. ETH, Geschäftsführer, JoinTech Medical AG, Aarau 5000 Aarau

Unternehmensberater, Inhaber und Geschäftsführer, Jürg Willi & Partner AG, Aarau 5022 Rombach

1970

1979

Ing. Raum- u. Umweltplanung, Projektleiterin, Flury Planer + Inge­ nieure AG, Lenzburg 4663 Aarburg

APPENZELL

APPENZELL

APPENZELL

Fässler-Signer Yvonne

Fässler Jacqueline

Leiterin Kulturamt AI 9050 Appenzell

1951

Inhaberin, Kosmetik/ med. Fusspflege 9050 Appenzell

1964

Gatronomin/ Geschäftsführerin und Inhaberin Landbäckerei Sammelplatz 9050 AppenzellMeistersrüte

APPENZELL

BELLINZONA

BERN-ESPRIT

Kölbener Vreni

Tonelli Giovanni

Hayoz Barbara

Schulberaterin/Präsidentin der Appenzellischen Gemeinnützigen Gesellschaft 9050 Appenzell/ Steinegg

Direttore Rogica SA 6500 Bellinzona

Betriebsökonomin FH/EMBA, Partner Gullotti & Partner Management & Consulting Services 3005 Bern

BERN-ESPRIT

BIEL-BIENNE

BROYE-VULLY

Schumacher Hanspeter

Zoboli Alberto

1964

1952

1962

Perseguers Xavier

1963

1980

Verkaufsleiter, Generalagent Stv., Die Mobiliar Generalagentur Biel 2557 Studen

Ingénieur en informatique, CEO Causal Sàrl 1700 Fribourg

FALKENSTEINBALSTHAL

LANGENTHAL

1955

Deichmann Samuel

1963

Techn. Kaufmann, Geschäftsführer Stiebel Eltron AG, Lupfig 5236 Remigen

Projektleiter, Bauleiter, Künstler 4714 Aedermannsdorf

1966

Elektroinstallateur, Geschäftsführer Elektro Paganini AG 3067 Boll

Brugg Stalder Paul

LANGENTHAL Schick Daniel

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Hiller Angela

Dörig Ottilia 1959

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1969

AARAUKETTENBRüCKE

1957

LAUSANNEGALICIEN

1962

Guerrero Manuel

Bankfachmann, CEO, Raiffeisenbank FulenbachMurgenthal-Langenthal 4900 Langenthal

Conseiller en assurances et prévoyance, La Mobilière, Lausanne 1040 Echallens

1982

Bieler Toni Metallbautechniker, Inhaber/Geschäftsführer Bieler Metallbau AG 4912 Aaarwangen

LENZBURG Zuckschwerdt Balthasar 1983

Geschäftsführer, Baumeister 5603 Staufen


w e lc o m e

Neumitglieder | Nouveaux membres | Nuovi membri LEO RAPpERSWIL

LUZERN

LUZERN

Schneiter Rebecca

Dürr Marcel

Kilchmann Roland

Studentin Gymnasium Zürich 8308 Illnau

Parallel Informatik AG, Mitglied der Geschäftsleitung 6006 Luzern

Niederlassungsleiter Livit AG, Luzern 6003 Luzern

1992

1964

1972

MAGGLINGEN

MAGGLINGEN

NEUCHâTEL

Bürer Corsin

Luginbühl Reto

Brügger Patrick

Technischer Kaufmann, Component Manufacturing Solutions, Siemens AG 2500 Biel

Koch, RestaurateurHotelier, BBA, Gastronaut, Luginbühl’s Event & Catering GmbH 2500 Biel

Représentant, HG commerciale, Fribourg 2054 Chézard

1970

1972

1971

NEUCHâTEL

PAYS D’ENHAUT

SENSETAL

Kiel Ralf

Josianne Jaccard

Aebischer Armin

D , médecin-chef Service ophtalmologie Hôpital de la Providence, Neuchâtel 2022 Bevaix

Retraitée 1660 Château-d’Oex

Schreiner/Techniker, Geschäftsführer Boschung Innenausbau u. Kücheneinrichtungen AG, Schmitten 3184 Wünnewil

SOLOTHURNAARE

ST. GALLEN

SURSEE

Stüdeli Alexander

Imobersteg Michel 1971

Achermann Josef

Unternehmer, Adrian Baumann’s, St. Gallen 9053 Teufen

Ing. Agr. ETH, lic. ök. HSG 6205 Eich

SURSEE

SURSEE

SURSEE

Infanger Andreas

Müller Alex

Wolf Werner

Dr. med. FMH Hals-Nasen-Ohren, Hals- und Gesichts­ chirurgie 6214 Schenkon

Inhaber Beck Design AG, Buttisholz 6018 Buttisholz

Dr. Chemie/Physik, Inh. Bio Innovations Switzerland 6275 Ballwil (Übertritt aus LC WeilheimAmmersee)

THURGAU

TITLIS

TITLIS

Nüesch Ernst

Baumgartner Thomas

Fasciati Renato

1973 r

1968

Maschinen-Ingenieur HTL, Geschäftsführer ProWork AG, Grenchen 4512 Bellach

1973

1959

Versicherungs­ fachmann, Generalagent Die Mobiliar, Frauenfeld 8360 Eschlikon TG

1946

1964

1971

El. Ing. HTL, Vorsitzender der GL, Elektrizitätswerk Obwalden, Kerns 6074 Giswil

1957

1942

1975

Fr. oec. HSG , CEO zb Zentralbahn AG, Stansstad 6370 Stans

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w e lc o m e

Neumitglieder | Nouveaux membres | Nuovi membri VAL MüSTAIR Berger Simon

VALLORBELA VALLéE

VALLORBELA VALLéE

1981

De Icco Luigi

M.A. Bauhüttenmeister, Stiftung Pro Kloster St. Johann 7537 Müstair

1957

1979

Directeur Garage De Icco, Vallorbe 1337 Vallorbe

Directeur Office du Tourisme Vallée de Joux, Le Sentier 1348 Le Brassus

WINTERTHURALTSTADT

WINTERTHURALTSTADT

WINTERTHUREULACH

Jucker Martin

Meier René

Patt Susanne

Fürsprecher, Leiter Beratung überbetriebliche Lösungen, AXA Leben AG 8400 Winterthur

Fachspezialist berufliche Vorsorge, AXA Leben AG 8311 Brütten

Kundenberaterin Raiffeisenbank 8542 Wiesendangen

WINTERTHUREULACH

ZIMMERBERG

ZIMMERBERG

Stählin Gabriela

Rupp Florin 1980

Wyser Markus

Technical Consultant/Software Engineer Full Speed Systems AG, Sursee 8810 Horgen

Dr., Unternehmer/ Consultant, City Cellar AG, Basel 8832 Wilen b. Wollerau

1969

1958

Steuerexpertin, Treuhänderin PricewaterhouseCoopers AG 8311 Brütten

Paillard Cédric

1957

1953

1950

Visualisierungs-Tools für die BusinessWelt

Komplexe Zusammenhänge einfach darstellen

Sketching at Work: 35 starke Visualisierungs-Tools für Manager, Berater, Verkäufer, Trainer und Moderatoren, Martin J. Eppler, Roland Pfister, Schäffer-Poeschel Verlag, 2012, broschiert, 147 Seiten, ISBN 9783791032122, erhältlich im Buchhandel oder bei Roland Pfister, Tel. 055 290 23 35, www.sketchingatwork.ch 74

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In seinem Buch Sketching at Work präsentiert Roland Pfister (LC Linth) 35 verblüffend einfache, aber umso authentischere und wirkungsvollere Tools für Moderation, Präsentation und Problemlösung in der Businesswelt. Die darin versammelten Ad-hoc-Diagramme und visuellen Metaphern können alleine oder in Gruppen verwendet werden, und sie eignen sich für Flipcharts, Notizzettel, Tablets und interaktive Whiteboards. Die Tools leisten unschätzbare Dienste, wenn es darum geht, Fragen und Probleme zu klären, Diskussionen zielführend zu moderieren oder Information zu strukturieren. Sie ermöglichen zudem eine einfache Darstellung komplexer Zusammenhänge, wie sie für strategische Planungsund Analyseaufgaben charakteristisch

sind. Die präsentierten VisualisierungsTools sind flexibel einsetzbar, sehr effektiv und verleihen den Präsentationen einen unverwechselbaren persönlichen Stil. Die rund 35 Vorlagen sind mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen versehen und somit sofort in der Praxis verwendbar. Unter den Tools finden sich u.a. SWOT-Analyse, Mindmap, Sze­ nariogramm, Flussdiagramm, soziale Netzwerkanalyse, Stakeholder-Map, Synergie-Map, Entscheidungsbaum, Risikokarte, Strategie-Canvas u.v.m. Hintergrundinformationen zur richtigen Anwendung der einzelnen Tools, eine anschauliche Beispielsammlung sowie Tipps und Hinweise zum Üben und Perfektionieren der eigenen Skizzierfähigkeiten runden das Buch ab.


in memoriam

dorneck

Gürbetal

Franz Zumthor-Hoffmann

Hans Fleischmann

Nach einem reich erfüllten Leben verstarb Franz Zumthor am 6. Mai nach kurzer, schwerer Krankheit. Der LC Dorneck verliert mit ihm ein hochgeschätztes Gründungsmitglied, welches das Clubleben während Jahrzehnten massgeblich mitgeprägt hat. Viele Jahre war Franz Revisor. Zum 40-jährigen Bestehen des LC  Dorneck verfasste er eine wunderschöne Jubiläumsschrift mit vielen wertvollen Anekdoten. 1933 in Therwil in einfachen Verhältnissen geboren, verbrachte Franz sein ganzes Leben dort. Nach der kaufmännischen Lehre wurde er, erst 18-jährig, zum Kanzlist der Gemeindeverwaltung gewählt und fünf Jahre später zum Gemeindeverwalter ernannt. 38 Jahre lang diente er seiner Heimatgemeinde und prägte die rasante Entwicklung vom Bauerndorf mit 1500 Einwohnern bis zur heute stattlichen Gemeinde mit 7000 Einwohnern massgeblich mit. Franz war zwölf Jahre lang Vertreter der CVP im Ba­ sel­ bieter Landrat, wurde in zahlreiche kantonale Ämter und ­Kom­missionen gewählt und nahm Einsitz in Aufsichts- und Verwaltungskommissionen und Verwaltungsräten, vielfach in führender Position. Bei COOP Basel ACV wirkte er als Verwaltungsratspräsident. Trotz übervoller Agenda fand er dank der grossen Unterstützung durch seine Frau Ruth auch immer wieder Zeit für seine Familie, seine Kinder und Grosskinder. Robert Heimberg

Im April fand sich eine grosse Trauergemeinde in der Kirche Belp zum Gedenkgottesdienst von Hans Fleischmann ein. Viel zu früh hat eine tückische Krankheit ihn besiegt. Hans war ein Lion der ersten Stunde. 1975 Mitgründer des LC Gürbetal, war er als Präsident und in anderen Funktionen stets eng mit dem Club verbunden. Sein Respekt und seine Achtung gegenüber anderen Mitmenschen, seine Beharrlichkeit, sein sehr umfassendes Allgemeinwissen und die ausgeprägte freundschaftliche Verbundenheit waren nur einige seiner markantesten Merkmale. Als eidg. dipl. Drogist führte er während Jahrzehnten erfolgreich die Drogerie Fleischmann in Belp und engagierte sich während vieler Jahre als Prüfungsexperte und Lehrkraft im Ausbildungswesen seines Berufs. Seine grosse Verbundenheit zu seinem Dorf bekundete er als jahrelanger Kommandant der Feuerwehr, Mitglied des Gewerbevereins, Mitglied diverser Kommissionen und Institutionen und als Mitgründer des Belper Ortsmuseums. Stolz war Hans auch auf seine Militärkar­riere. Im Grad eines Majors beendete er seine Dienstzeit als Motorfahreroffizier. Mit seiner Ehefrau Regina bereiste er die ganze Welt. Besonders Afrika mit seiner beeindruckenden Tierwelt hat es beiden sehr angetan. Im Oktober wäre wieder eine Reise nach Botswana geplant gewesen. Leider kommt es nun nicht mehr dazu.

meilen

sursee

Hans Ulrich Steinmann

Sepp Bättig-Walpert

Hans Ulrich Steinmann als VR-Delegierter von Gurit Essex leitete Vorstand und Club führungskompetent und klar. Vom Vorstand erwartete er, dass er vorbereitet zur Sitzung erschien. Vom Schreibenden als seinem Sekretär wünschte er das Protokoll jeweils innert einer Woche. Dank den guten Sitzungsvorbereitungen dauerten diese nur kurz. So sassen die Vorstandsmitglieder immer im Nachgang bis Mitternacht gemütlich bei einem leckeren Nachtessen zusammen, das seine charmante Gattin für die Lions zubereitete. Es war nicht so, dass Hans Ulrich über sich erzählte, er wollte die Geschichten der anderen erfahren. Seine Clubvorträge waren immer mit höchst kompetenten Freunden bestückt. Für Aussenstehende schien es nicht so einfach, mit ihm warm zu werden. Doch nach einer gewissen Zeit fand man zu ihm als einem liebenswürdigen Freund. Das Clubleben war ihm sehr wichtig. Es war für ihn ein Ausgleich zum geschäftlichen Stress. Er war gerne Präsident seines Clubs. Leider verstarb seine liebenswürdige kanadische Gattin sehr früh, was ein grosser Schlag für ihn war. Lange lebte er zurückgezogen in seinem Heim, bis er eine neue, schottische, Lebenspartnerin fand. Mit dieser zog er dann nach Schottland und war leider nur noch selten Gast im LC Meilen. Ein liebenswerter echter LionsGentleman hat uns verlassen! PDG Niklaus Schleiffer

Ende März begleiteten die Lions-Freunde des LC Sursee ihr Gründungsmitglied und ihren Freund Sepp Bättig-Walpert auf seinem letzten Weg. Sepp ist nach langer, geduldig ertragener Krankheit von seinen Leiden erlöst worden. Geboren wurde Sepp am 9. Dezember 1938 in Rickenbach. Er war verheiratet mit Trudi, Vater von vier Töchtern und einem Sohn und stolzer Grossvater von zwölf Grosskindern. Nebst seiner erfolgreichen Tätigkeit als Geschäftsführer, selbstständiger ­Unternehmer und Verwaltungsrat diverser Firmen war Sepp auch politisch interessiert. Er engagierte sich aktiv im Gemeindeleben von Rickenbach sowie als Mitglied der CVP Luzern im Kantonsrat von Luzern. 1974 gründete er zusammen mit Gleichgesinnten den LC Sursee. Als verdientes Mitglied und ehemaliger Präsident hat er in seinem Lions Club unter anderem die beliebte Herbstwanderung ins Leben gerufen. Sepp hat sich jederzeit uneigennützig und mit vollem Engagement für die Werte des Lionismus eingesetzt. Der LC  Sursee hat eine Persönlichkeit und einen liebenswürdigen Freund verloren. Cornelius Frhr. von Werthern

Markus Huber

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in memoriam

Winterthur-Wyland

Zürich-Dolder

Walter Schedler

Bruno Trachsel

Walter Schedler kam 1924 kam in Bürglen/TG zur Welt. Nach der Lehre als technischer Zeichner bei der Firma Sulzer in Winterthur motivierte ihn seine Leidenschaft für die Technik, berufsbegleitend das Abendtechnikum zu besuchen, das er erfolgreich als Ing. HTL abschloss. 1958 erhielt er von Sulzer den Auftrag, in Spanien Grosskesselanlagen zu entwerfen und zu verkaufen. So siedelte er mit seiner Frau Yvette und seinem erstgeborenen Sohn dorthin um. In Madrid vergrösserte sich die Familie um weitere drei Söhne. Durch seine Geschäftsreisen in Spanien lernte Walter Land und Leute kennen und auch sehr schätzen. Die Verbundenheit zu Iberien blieb bis ins hohe Alter bestehen. Gleichzeitig entdeckte er seine Liebe zum Reisen und zur spanischen Sprache, die ihn immer wieder in spanischsprachige Länder führte. 1969 kehrte er aus familiären Gründen in die Schweiz zurück und übernahm eine Stelle als Ingenieur bei der Firma Schneider Dämmtechnik, die er bis zu seiner Pen­ sionierung innehatte. 1983 gründete er zusammen mit Kollegen den LC Winterthur-Wyland und führte die Finanzen des Clubs während über acht Jahren. Er war ein spannender, anregender und vorbildlicher Lions-Kollege. Leider hinderten ihn in den letzten sieben Jahren seine Altersbeschwerden an der aktiven Teilnahme am Clubleben. Daniel Kummer

Bruno Trachsel war Gründungsmitglied des LC Zürich-Dolder. Als Zahnarzt hatte er seine Praxis in Greifensee/ZH. Dort lebte er mit seiner Familie und engagierte sich auch stark im Dorfleben. Mit demselben inneren Engagement prägte er auch das Leben seines Clubs. Bei den Anlässen war er ein beliebter Gesprächspartner. Sein breites Allgemeinwissen beeindruckte ebenso wie seine träfen Sprüche, die nie verletzend waren. Als Mitglied der Activity-Kommis­sion war er vor allem für die «Chrampf»-Activity zuständig. Während einiger Jahre organisierte er den Einsatz des Clubs auf der Baumgartenalp, wo es ihm sichtlich Freude bereitete, konkret Hand anlegen zu können. Beliebt und bewundert waren und sind seine kunstvollen Schwarz-Weiss-Fotos, die viele Reminiszenzen, speziell aus den Clubreisen, festhielten und nun in doppelter Hinsicht Erinnerungswerte darstellen, für die ihm seine Clubfreunde dankbar sind. Regelmässig luden er und seine Frau Bettina zum alljährlichen Adventsapéro in ihr Haus ein. In den vergangenen Monaten konnte Bruno nur noch gelegentlich an den Anlässen des Clubs teilnehmen. Mit seinem Tod hat der LC Zürich-Dolder einen liebenswürdigen Freund und ein engagiertes Clubmitglied verloren. Benjamin Stückelberger

we serve Official publication of Lions Clubs International. Publish­ed by authority of the Board of Directors in 21 languages – English, Spanish, Japanese, French, S­ wed­ish, ­Italian, German, Finnish, ­Indonesian and Polish, Korean, Portuguese, Dutch, Danish, ­Chinese, ­Norwegian, Icelandic, Turkish, Greek, Hindi and Thai. EXECUTIVE OFFICERS President Barry J. Palmer, Berowra, Australia; Immediate Past President Wayne A. Madden, Auburn, Indiana, United States; First Vice President Joseph Preston,Arizona, United States. Contact the officers at Lions Clubs International, 300 W. 22nd St., Oak Brook, Illinois, 60523-8842, USA. DIRECTORS First Year Directors: PCC Robert Rettby, Neuchâtel, Switzerland. Second Year Directors: Benedict Ancar, Bucharest, Romania; Jui-Tai Chang, Multiple District 300 Taiwan; Jaime Garcia Cepeda, Bogota, Colombia; Kalle Elster, Tallinn, Estonia; Stephen Michael Glass, West Virginia, United States; Judith Hankom, Iowa, United States; John A. Harper, Wyoming, United States; Sangeeta Jatia, Kolkata, West Bengal, India; Sheryl May Jensen, Rotorua, New Zealand; Stacey W. Jones, Florida, United States; Tae-Young Kim, Incheon, Korea; Donal W. Knipp, Missouri, United States; Sunil Kumar R., Secunderabad, India; Leif Ake “Kenneth” Persson, Vellinge, Sweden; Dr. Ichiro Takehisa, Tokushima, Japan; Dr. H. Hauser Weiler, Virginia, United States; Harvey F. Whitley, North Carolina, United States..

Supplies/Fournitures Lions Iris Vogt, Tel. + Fax. 033 222 54 42, E-Mail: supplies@lionsclubs.ch Herausgeberrat/Conseil d’édition Lion Président: Alfred Haas (LC Vevey), D 102 W; Peter Hartmeier (LC Schaffhausen), D 102 E, Ambros Zgraggen (LC Altdorf) D 102 C. Sekretär: Bernhard Stoll (LC Bern-Grauholz); Finanzen: Bernhard Egger (LC Frutigland) RÉDACTRICE EN CHEF/Welcome Régine Pasche, Case postale 60, 1462 Yvonand, Tél. 024 430 18 53, E-Mail: revue.lion@bluewin.ch REDAKTORin FÜR DEN DEUTSCHEN TEIL Heidi Mühlemann, Rent a Brain®, Bergstrasse 320, 8707 Uetikon am See. Tel. 044 790 16 71, Fax 044 790 16 74, E-Mail: redaktion.lion@rab.ch REDAZIONE ITALIANA Stefano Bosia, Via Carivee 10, 6944 Cureglia, Tel. 079 337 24 77, e-mail: sbosia@bluewin.ch anzeigenregie/régie d’annonces CeMedia AG, Etzelmatt 1, Postfach 89, 5430 Wettingen Tel. 056 618 33 11, Fax 056 618 33 10, www.cemedia.ch, lion@cemedia. ch

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Auflage/Tirage: 9995 Ex. (WEMF/REMP 2012)

Generalsekretär/secrétaire général DG Daniel Käslin (LC Titlis) Pilatushof AG, Hirschmattstrasse 15, 6003 Luzern, tel 041 226 61 08.

Der nächste «Lion» erscheint Ende September 2013 – Thema: Der Duft der grossen weiten Welt. Einsendeschluss für Texte und Fotos: 23.8.2013 Parution du prochain ­numéro: Fin septembre 2013 – Thème: Parfums du vaste monde. Délai d’envoi des textes et photos: 23.8.2013 website: www.lionsclubs.ch/de/revuelion

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I n t e r n at i o n a l

Message from the international President Barry J. Palmer

Lofty Dreams Lead to Great Service Just beyond the modest home I grew up in Australia was the bush, where kanga­ roos, wallabies and kookaburras roamed amid gum and wattle trees. My father, Jack, was an accountant who took the same train to work and sat in the same seat day after day. I trained to be a wool classer, rotely producing wool. But I dreamt of doing something more influ­ ential. So I eventually went into real estate and built up my business. As a Lion I also dreamt of making a big impact. So when a young Australian wo­ man spoke to our club about an or­ phanage she worked at in India, my club dove right in. The parents of many of these children had been killed by rebels. We helped get them better housing, and from that point many thrived in school. For years I had another dream I kept to myself. I saw the remarkable ability of Lions to change lives, and I wanted to fully devote myself to Lions. The dream came true a few years ago when I learned I was to be nominated for international president. Lions, follow your dreams. They will not lead you astray. Nearly every great accomplishment began as a wildly am­ bitious dream whether it was landing a man on the moon, running a four-­ minute mile or webbing together the entire world through computers. Lis­ ten to your heart. Don’t ever impede a great idea whose time has come. To me, dreams are not visions that arise in sleep but plans that don’t let you sleep.

Identify your dream and work to achieve it. It’s up to you to decide what your dream is. Plant the seed and let it grow. Find inspiration and guidance from other clubs and from Lions Clubs Inter­ national. As I like to say, don’t tell me to aim for the stars when there are foot­ prints on the moon.

Anne and I look forward to you Fol­ lowing Your Dream in 2013-14. Good luck, godspeed and congratulations– great service is the inevitable result of pursuing dreams. Barry J. Palmer Your Lions Clubs International President

Anne and IP Barry J. Palmer (Foto: LCI)

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I n t e r n at i o n a l

sightFirst – Swiss Lions Ten by Ten projects in africa

Meeting Eye Care Needs in Africa – The Importance of Good Management In African countries providing high quality, comprehensive eye care is a difficult task for many different reasons. The ability to provide good care requires both clinical skills and management skills and resources. Hospitals certainly need skilled doctors and nurses, but they also need strong systems to support these doctors and nurses: systems to ensure that outreach visits are scheduled and conducted, that human resources are properly managed and that patients have access to medical services. In Switzerland and other industrialized countries, we take many of these management systems for granted – that would be a serious mistake in Africa. It is always important to remember that most eye clinics in Africa are under-performing! public health approach to ophthalmol­ ogy that seeks to provide quality training and strengthen health systems. A crucial aspect of this vision is building capacity in management. The need for trained managers dedicated to eye departments often becomes ap­ parent during regional or national plan­ ning meetings. During the course of these planning meetings, as participants decide on strategies for service delivery, they realize that it is necessary to hire and

Planning for child eye care in Burundi.

After completing residency programmes, many African ophthalmologists return to communities and hospitals where they are responsible for providing quality care to patients but also expected to manage other doctors and the nursing staff, order supplies and even singlehandedly run their departments – without any training in management and without any mana­ gerial support staff. It is unreasonable to expect ophthal­ mologists to be responsible for the many minor management tasks and decisions required to run a department: it is par­ ticularly difficult for them to deliver adequate clinical services while also jug­ gling management duties. To address this particular gap KCCO has endorsed a 78

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Elizabeth (KCCO) mentors the child eye health programmes in Ten by Ten. train a manager to plan and properly carry out outreach, to develop and coor­ dinate publicity materials, and to ensure that health workers are properly trained. To help meet this need KCCO runs two courses in management each year – one for ophthalmologists who are in charge of eye departments, and one for eye de­ partment managers.

The course for ophthalmologists focusses on how to work with managers and use them effectively. The course for manag­ ers emphasizes the special aspects of de­ livering eye care services. Both courses articulate the importance of good man­ agement and explore strategies for its effective implementation. Topics include effective communication, running effi­ cient and productive meetings, mana­ ging conflict and finding creative ­solutions to programme obstacles. Oph­ thalmologists’ responses to the course are overwhelmingly positive; they all leave equipped with strategies and ideas for increasing the productivity of their de­ partments. They also benefit from the chance to communicate with doctors from other countries around Africa; the


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Cibitoke eye clinic waiting area (Foto: KCCO).

course gives them an opportunity to dis­ cuss barriers to providing quality care and to brainstorm solutions. The course for eye department (or hos­ pital) managers begins with defining blindness and articulating the goals of VISION 2020. Since many managers have little background in eye care ser­

vices, the course also covers basic topics in the field. Other sessions address lead­ ership, creative problem-solving, inter­ preting survey and clinic findings, finan­ cial and organizational sustainability, and improving quality of service. An external faculty member (an ophthal­ mologist with experience in manage­ ment) assists with each course. Participants (many supported through Swiss Lions MD 102 sites in Africa) al­ ways leave the courses with enthusiastic determination to change things back home; that enthusiasm is necessary but not sufficient to make the changes hap­ pen. KCCO recognizes that it is critical to mentor the ophthalmologists and managers as they try to implement new ideas, to be there to give practical advice, keep up the enthusiasm, and to help them negotiate more effectively with lo­ cal health authorities. Mentoring always includes the 3 most important principles of management – follow up, follow up, and follow up! The links between good management and sight restoration may not be obvious at first, but thanks to the Swiss Lions

Cibitoke, Burundi, is one of the sites providing patients for Western Region.

MD 102 programme in supporting training and mentoring, the programmes in Africa have doubled or tripled their surgical services – which means more people will see again. Starting in 2013, with Swiss Lions sup­ port, KCCO’s work will “go west” to include some sites in francophone Afri­ can countries in Central and west Africa. The management challenges in Franco­ phone West Africa will likely be different than the management challenges in an­ glophone Eastern Africa – it will be a good learning experience for all of us! Dr. Paul Courtright Director Kilimanjaro Centre for Community Ophthalmology International

“The partnership (with KCCO) has created a window through which a Malawian blind child sees . . it has opened up a future for kids who thought they had lost it. The management course has been a learning rollercoaster for me; it is the only course which gives a broad perspective to the subregional health system problems and how to solve them.” Dr. Gerald Msukwa (paediatric ophthalmologist at QECH, Blantyre, Malawi, one of the Swiss Lions Ten by Ten projects) “In 2012, support from KCCO has strengthened the Vision 2020 Sava programme, despite the politico-economical crisis, by improving access to eye care within all Sava Region by supporting the eye team to reach unreachable patients. Interventions allowed us to observe an increase of the cataract surgical rate from 323 in 2009 to 670 in 2012. For Madagascar, programmes in 3 regions are functioning, with clear and well defined plans and good management systems.” Dr. Philippe Rakotondrajoa (ophthalmologist at SALFA hospital, Sava Region, Madagascar, one of the Swiss Lions Ten by Ten projects) “The care with which KCCO is leveraging Lions support is skillful and effective. With support from MD 102, you are building a powerful framework upon which Seva and other partners can add funding, volunteers, and other tactical inputs. The results are among the finest in Africa: services now and building people & systems for the future.” PhD Suzanne Gilbert (Director Center for Innovation in Eye Care, SEVA Foundation; Berkeley CA) 4 I 2013

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da s L E T Z T E V O N L E O L EU

Der heitere schlusspunkt im Lion

«Es Glesli …»

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m Zeitalter der Business Lunches haben sich neue Regeln etabliert. Vor einiger Zeit, eingeladen von einem hohen Tier in einem grossen Konzern, habe ich es erlebt. «Es Glesli Wii?», fragte die freundliche Kellnerin. Die Tafelrunde wartete gespannt auf das Verdikt des einzigen externen Gastes am Tisch. Da es sich bei diesem Gast um Leo Leu handelte, war die Antwort klar: «Ja, gern, zum Anstossen …» Erleichterung bei den übrigen Herren: Jetzt durften sie auch. In diesem Direktionsrestaurant gilt: Wenn der Gast Wein nimmt, gibts für die Internen ebenfalls. Aber nur dann. Ich habe natürlich niemandem verraten, dass mich mein Kontaktmann zuvor diskret über diese Hausregel aufgeklärt hatte. Sicher ist es kein Schaden, dass bei Lunches – auch im Lions Club – die Zeiten der schweren Flaschenweine und der abschliessenden Verdauungsschnäpse vorbei sind. Die Ein-Glas-Regel dage-

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gen wird auffallend flexibel gehandhabt. Die Aktiven und Fitten kaprizieren sich aufs Wasser (einschliesslich des grotesken Luxusproblems «mit oder ohni Gas?»); wer hingegen nicht gleich um 13.30 Uhr wieder auf die Piste muss, gönnt sich eher ein zweites Glas. Der Wirt wird schon aufpassen, dass seine Kalkulation nicht durcheinanderkommt. Die Mischrechnung muss aufgehen. Ein Glas zum Mittag? Da fällt mir ein Anwalt ein, sehr lang ists her. Wir hatten einen ziemlich nervigen Prozess vor uns, mein Fürsprecher bestellte zum voran-

gehenden Mittagessen eine Flasche Bordeaux und entsorgte deren Inhalt fast im Alleingang. Frisch gestärkt gings in den Gerichtssaal. Ich machte mir ernstliche Sorgen um die Fitness meines Rechtsvertreters, aber vergeblich. Sein Assistent, der mitgekommen und beim Mineralwasser geblieben war, zischte mir zu: «Er hat kein Problem mit Alkohol, nur ohne …» Leo Leu PS: Wir haben den Prozess gewonnen. Seither bin ich in der Frage «Alkohol am Mittag?» extrem tolerant.


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