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Fotografie und Kunst

Limmat Verlag Herbst 2011

Markus Schürpf & Bernhard Giger Albert Winkler – Fotografien 1950–1975 Paul Joos & Christoph Schwyzer Valendas Alexander J. Seiler Geysir und Goliath. Karl Geiser – Bildhauer, Zeichner, Fotograf

Postkarten von Hans Baumgartner, Hans Steiner, Steivan Liun Könz Photochrompostkarten

Literatur Simona Ryser Helenenplatz Maja Peter Eine Andere Daniel de Roulet Sturz ins Blaue Gabriel Anwander Schützenhilfe Beat Portmann Alles still

Leben Daniele Muscionico Starke Schweizer Frauen Verein Frauenstadtrundgang Zürich «Fräulein, zahlen bitte!»

Ute Kröger «Nirgends Sünde – nirgends Laster» Raymond Naef Eine kleine Ungarin


Das starke Geschlecht Bekannte und verkannte aussergewöhnliche ­Schweizerinnen

Daniele Muscionico Starke Schweizer Frauen 24 Porträts Vorwort von Margrit Sprecher ca. 160 Seiten, 24 Fotografien / Abbildungen, gebunden ca. sFr. 32.–, € 25.50 ISBN 978-3-85791-637-3 August

Elisabeth Kübler-Ross Emilie Lieberherr Anne-Marie Im Hof-Piguet Meret Oppenheim Elsie Attenhofer Ella Maillart Mabel Zuppinger Emma Kunz Alfonsina Storni Sophie Taeuber-Arp Emilie Gourd Gertrud Woker

Isabelle Eberhardt Lydia Welti-Escher Lina Bögli Emile Kempin-Spyri Marie Heim-Vögtlin Elisabetha Grossmann Marie-Anne Calame Madame de Staël Regula Engel-Egli Anna Waser Catharina von Wattenwyl Heilige Wiborada

Foto Thoma Flechtner

Daniele Muscionico, geboren 1962, aufgewachsen im St.Galler Rheintal. Germanistikstudium an der Universität Zürich, langjährige Redaktorin für Theater und Fotografie der «Neuen Zürcher Zeitung». Gewinnerin des ­Zürcher Journalistenpreises und des Medienpreises für Freischaffende, seit 2008 freie Publizistin. Veröffentlichte u. a. die Monografie über die Zürcher «Kronenhalle», «Jetzt erst Hecht. 50 Jahre Theater am Hechtplatz» und ­eine Monografie zur Deutschschweizer Kabarett- und Comedyszene, «Backstage».

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Limmat Verlag

Daniele Muscionico

starke schweizer Frauen

l i M M at

Sie schrieben Geschichte und gingen vergessen. Sie leisteten Pionierarbeit und blieben unbekannt. Sie kämpften im Heer von Napoleon und opferten ihm ihre Kinder, sie reisten allein um die Welt und waren zu Gast beim Kaiser von China, sie politisierten in den Salons von Paris und brachten in Weimar Schiller zur Weissglut, sie forderten früh «gleichen Lohn für gleiche Arbeit!» und andere Frauenrechte ein. Die Schweizer Geschichte ist reich an Frauen, die Grosses geleistet haben, die aufmüpfig waren, sich nicht um Konventionen scherten. Die sich durchsetzten und wieder vergessen gingen. In 24 brillanten Porträts stellt Daniele Muscionico eine überraschende Auswahl aussergewöhnlicher Schweizerinnen vor. Sie hat dabei viele Vergessene wiedergefunden, aber auch Bekannte wie Meret Oppenheim oder Madame de Staël in ein neues Licht gerückt. «Eine Lektion und ein Déjà-vu, die manche Leserin so rasch nicht vergessen wird.» Margrit Sprecher


Stadt, Arbeit, Liebe Eine Dreiecksgeschichte in digitalen Zeiten

«Rauriser Literaturpreis für die beste Prosa-Erst­veröffentlichung in deutscher Sprache» für ­«Maries ­Gespenster»

simona ryser

Foto Yvonne Böhler

limmat

helenen platz

Simona Ryser, geboren 1969 in ­Zürich, Lehre als Verlagsbuchhändlerin, ­studierte Philosophie und deutsche ­Literatur an der Universität Zürich und bildete sich zur Opernsängerin aus. Sie arbeitete als Verlagslektorin und lebt heute als Autorin, Hörspielregisseurin und Sängerin in Zürich. Im Limmat Verlag ist der Roman «Maries Gespenster» lieferbar.

Simona Ryser Helenenplatz Roman ca. 140 Seiten, gebunden ca. sFr. 32.–, € 25.50.– ISBN 978-3-85791-640-3 August

Hanna, Treuhänderin im Burnout, sitzt wie gelähmt vor ihrem Computer, flüchtet in die Stadt, klaut in Warenhäusern, versucht Männer kennenzulernen. Ihre junge Sekretärin Sabine übernimmt mehr und mehr die Dossiers, jubelt ihr Dates unter und träumt selbst von der Liebe. Georg, Gamedesigner im Timeout, rennt durch die Stadt, etwas Undefinierbares im Nacken, und geistert durch die Kontaktinserate auf den Bildschirmen von Hanna und Sabine am Helenenplatz. Drei moderne Stadtmenschen treffen und verpassen sich, gelenkt von der Stadt, ihren Strassen, Warenhäusern, Bürotürmen und Bildschirmen. Gelenkt von ihren Träumen einer Liebe, die länger hält als ein paar Nächte. Wunderbar musikalisch erzählt Simona Ryser von der Stadt, von der Arbeit und der Liebe. «Helenenplatz» ist ein modernes Märchen im Zeitalter der Onlineportale, auf denen einsame Singles auf der virtuellen Suche nach dem einzig wahren Date sind: Am Stadtrand unter der Kastanie.

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L i M M At

Ein rätselhaft bekanntes Frauenleben Oder Wann fängt das Leben an?

Studer/Ganz-Preis 2010 für das beste Prosadebüt

MAjA

Peter

eine Andere roMAn

Maja Peter Eine Andere Roman ca. 140 Seiten, gebunden ca. sFr. 32.–, € 25.50 ISBN 978-3-85791-639-7 August

Foto Patrick Marcet

Maja Peter, geboren 1969 in Zürich, Ausbildung zur Tänzerin am Opernhaus Zürich und Studium der Kulturtheorie an der ZHdK. Arbeitete als Journalistin (u. a. «Weltwoche», «Sonntags-Zeitung»), Redaktorin («Du») und Dramaturgin (Zürcher ­Theater am Neumarkt). Veröffentlichung von Lyrik und Prosa, die mehrfach ausgezeichnet wurde. «Eine Andere» ist ihr erster Roman. Maja Peter lebt in Zürich und Bern.

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Mit dem Leben der vierzigjährigen Protagonistin verhält es sich wie mit ihrem Gesicht. Vertraut ist sie nur mit einzelnen Linien, und die harmonieren nicht immer. Sie fürchtet sich vor dem, was sie herbeisehnt. Sie mag keine Erinnerungsfotos und blättert doch im Album. Sie will sich schreibend Handlungsraum erobern, aber immer kommt das Leben dazwischen. Wer ist die Frau, die sich einen anderen Vater ausgewählt hätte, auf dem Arbeitsmarkt als Nischenprodukt bezeichnet wird und das Glück für sich ­behält? In dem vielversprechenden Debüt «Eine Andere» fügen sich die Erzählsplitter zum Porträt einer rätselhaften Bekannten. Maja Peter erzählt eindringlich und schonungslos von Familie, unserer modernen Arbeits­welt und einer Suche nach sich selbst. «In ‹Eine Andere› gelingt, was Literatur im besten Falle leisten kann: mit Sprache einen neuen, imaginären Raum zu öffnen und Gelegenheit zur Reflexion auf das vermeintlich Bekannte zu bieten.» Kirstin T. Schnider, Laudatio


Ein Ikarus des Atoms Kernschmelze der Gefühle eines Atomingenieurs

Limmat

Daniel de Roulet Sturz ins Blaue

Foto Yvonne Boehler

Daniel de Roulet Sturz ins Blaue Roman Aus dem Französischen von Maria Hoffmann-Dartevelle Titel der Originalausgabe: «L´homme qui tombe» ca. 180 Seiten, gebunden ca. sFr. 34.–, € 27.– ISBN 978-3-85791-638-0 August

Daniel de Roulet, geboren 1944, war ­Architekt und arbeitete als Informatiker in Genf. Er ist seit 1997 ausschliesslich Schriftsteller, Autor mehrerer Romane, für die er in Frankreich mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet worden ist. Er lebt in Frankreich. Im Limmat Verlag sind acht Bücher von ihm lieferbar, aus der Blauen Serie – die anhand einer japanisch-schweizerischen Familie das ­nukleare Epos des 20. Jahrhunderts erzählt – die Romane «Die blaue ­Linie», «Blaues Wunder» und «Blaugrau». Im Mai ist von ihm der Essay «Fukushima mon amour» erschienen.

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Roman

Georges vom Pokk ist Ingenieur, Experte für nukleare Sicherheit. Geschieden nach einer lauen Ehe, lebt er für die Arbeit und reist für seine Firma in der Welt umher. Seine Gefühle hat er im Griff wie die Mailbox, die seinen Freunden automatisch zum Geburtstag gratuliert. Nach dem Rückflug aus Japan wird er mit anderen Passagieren am Flughafen in Quarantäne zurückgehalten. Da ist auch Tschaka, eine Tschetschenin auf der Flucht. Und plötzlich schlägt vom Pokks erst sachliche Neugier am Schicksal der Asylsuchenden in Liebe um, es kommt zu einer emotionalen Kernschmelze. Sein Sicherheitssystem bricht zusammen, er verliert die Kontrolle, beginnt sich für sie zu engagieren. Er tut Dinge, die in seinem Leben bisher nicht vorgesehen waren – aber da ist sein neues Leben auch schon zu Ende. «Daniel de Roulet zieht alle Register des Tragikomischen und erinnert gleichzeitig daran, dass es nie zu spät ist, seinem Leben einen Sinn zu geben.» Le Figaro

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Justiz und Gerechtigkeit Die Verteidigung eines Finanzbetrügers mit Folgen

Gabriel Anwander Schützenhilfe TatortSchweiz ca. 240 Seiten, Pappband ca. sFr. 34.–, € 27.– ISBN 978-3-85791-641-0 August

Gabriel anwander

TAT O R T S C H W E I Z

TatortSchweiz Bern — Langnau im Emmental

Gabriel Anwander, geboren 1956, ­aufgewachsen in Abtwil SG, durchlief die Ausbildung zum Landwirt und ­besuchte anschliessend die Fachhochschule in Zollikofen. Er arbeitete in Kanada, Indien und Kamerun. Heute lebt er in Langnau im Emmental, ist verheiratet und hat zwei erwach­sene Kinder. Erste Erfolge ­feierte er mit Kurzgeschichten, «Schützenhilfe» ist sein erster Roman.

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Am Stadtrand von Bern sitzt Anwalt Schild beim Essen. Just als seine Frau in die Küche geht, tritt jemand aus dem Garten ins Haus, erschiesst ihn und verschwindet wieder. Sein aktueller Mandant, den er verteidigen sollte, war ein Finanzbetrüger, der sich nach Lipari abgesetzt hatte. Der Expolizist Alexander Bergmann hält sich mit Schnüffelarbeiten über Wasser und träumt von einer grossen Aufgabe. Jetzt erhält er von Schilds Chefin den Auftrag, dessen Mörder zu suchen beziehungsweise möglichst ­viele Indizien und Beweise zu sammeln. Da sie selbst darauf spezialisiert ist, Anklagen zu zerpflücken, um Schuldige freizubekommen, fürchtet sie, dass es auch für den Mörder ihres Angetellten am Ende nicht für eine Verurteilung reichen könnte. Bergmann lehnt ab – bis sie mit einem grösseren Geldbetrag winkt … Immer leicht überfordert, beginnt er zu ermitteln.


Aus der Psyche der verhinderten Hauptstadt Kein einfacher Auftrag im katholisch-patrizischen Milieu

TatortSchweiz Luzern — Emmenbrücke München — Einsiedeln Flühli

Foto Anna Schneeberger

Beat Portmann Alles still TatortSchweiz ca. 240 Seiten, Pappband ca. sFr. 34.–, € 27.– ISBN 978-3-85791-642-7 August

Beat Portmann, geboren 1976 in ­Luzern. Vorkurs an der Jazzabteilung der Musikhochschule Luzern, lebt als freier Autor und Singer/Songwriter in Emmenbrücke. Er wurde mit einem Werkpreis des Kantons und der Stadt Luzern ausgezeichnet. Sein Kartenspiel «jarmony» wurde von der Musikhochschule Luzern herausgegeben. Im Limmat Verlag ist sein erster Roman «Durst» lieferbar, der ins Albanische übersetzt wurde.

Eine junge Frau aus einem alten Luzerner Patriziergeschlecht möchte herausfinden, wer ihr Vater ist, nachdem ihre Mutter das Geheimnis mit ins Grab genommen hat. Gemeinsam mit einem vermeintlichen Privatdetektiv macht sie sich auf die Suche nach den Spuren, die das Liebespaar in den frühen Siebzigerjahren hinterlassen hat. Dabei dringen sie immer tiefer in die Psyche einer Stadt vor, die mit dem Namen der Patrizierin eng verbunden und bis heute über ihren Bedeutungsverlust nicht hinweggekommen ist. In wechselnden Begegnungen mit frommen Kindermädchen, wortkargen Marktfrauen und mysteriösen, kettenrauchenden Jesuiten kommen sie einem Verbrechen auf die Spur und schliesslich einer Liebesgeschichte, die sie auf verhängnisvolle Weise in ihren Bann zieht. «Der Protagonist gefällt von der ersten Seite an, weil er eben kein abgebrühter Typ ist, sondern sich manchmal naiv, manchmal schlitzohrig vortastet, bis er den Fall aufgeklärt hat.» wortreich.de

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Aufgetischt und eingeschenkt Frauen in der Zürcher Gastronomie

«Fräulein, zahlen bitte!» Von legendären Wirtsfrauen, ­s tadtbekannten Lokalen und hart ­verdientem Geld Vorwort von André Odermatt, Stadtrat Einleitung von Elisabeth Joris Herausgegeben vom Verein Frauen­ stadtrundgang Zürich ca. 240 Seiten, etwa 80 Fotografien/ Abbildungen, zweifarbig, Pappband ca. sFr. 38.–, € 30.50 ISBN 978-3-85791-643-4 Oktober

Der Verein Frauenstadtrundgang Zürich wurde 1991 gegründet. Die Historikerinnen machen Frauen- und Geschlechtergeschichte in Form von Stadtrundgängen, Publikationen und Ausstellungen sicht- und erlebbar. Das 1995 im Limmat Verlag erschienene Buch «Chratz & quer» gilt als eigent­li­ ches Standardwerk und wurde mit einer Ehrengabe des Kantons Zürichs ausgezeichnet. 2009 konnten die Historiker­ innen für ihr Wirken den Gleichstellungspreis der Stadt ­Zürich entgegennehmen. Mit «Fräulein, zahlen bitte!» ­erscheint zum 20-jährigen Jubiläum die dritte Publikation des Vereins im Limmat Verlag.

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«Fräulein, zahlen bitte!» spürt den Lebenswegen von Frauen in der Zürcher Gastronomie nach. Das Buch erzählt von legendären Kellnerinnen, Köchinnen und Wirtinnen, die in Zürich ihr Glück suchten und fanden. Der Blick aus Frauensicht auf die Gastronomie der letzten hundert Jahre schlägt ein schillerndes Kapitel Zürcher Stadtgeschichte auf. Es ist eine halböffentliche Welt, in der die Geschlechterrollen verwischen, eine Welt zwischen Abstinenz und feuchtfröhlichem Alkoholgenuss, zwischen Birchermüsli und Schwartenmagen, eine Welt zwischen verrauchten Spelunken und edlen Etablissements der Haute Volée. Im Mikrokosmos der Beizen, Speisewirtschaften, Bierhallen, Confiserien, noblen Tanzlokalen und anrüchigen Variétés zeigt sich die vielfältige Präsenz der Frauen im städtischen Alltag. Die Autorinnen verweben Lebensgeschichten und Recherchen zu einem farbigen Kaleidoskop und ermöglichen damit einen spannenden Blick hinter die gutbürgerliche Fassade.


Von Kloten bis zur Ufenau Zürich in der Literatur

«Nirgends Sünde – nirgends Laster»

Ute Kröger «Nirgends Sünde – nirgends Laster» Zürich inspiriert Literaten ca. 480 Seiten, etwa 350 Fotografien/ Abbildungen, gebunden ca. sFr. 68.–, € 54.50 ISBN 978-3-85791-644-1 Oktober

Ute Kröger, Germanistin und His­to­ri­ kerin. Lebt als freie Publizistin in Kilchberg. Im Limmat Verlag sind lieferbar: «‹In welchen Zeiten leben wir!› Das Schauspielhaus Zürich 1938–1998» (Co-Autorin), «‹Zürich, du mein blaues Wunder›. Literarische Streifzüge durch eine europäische Kulturstadt» und «‹Wie ich leben soll, weiss ich noch nicht›. Erika Mann zwischen ‹Pfeffermühle› und ‹Firma Mann›».

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Ute Kröger

Zürich inspiriert Literaten

Egon Erwin Kisch besuchte das «Zürcher Zuchthaus», Hans-Rudolf Hilty den Flughafen Kloten und Franz Kafka die Bahnhofstrasse. Hugo Balls Flammetti fischt frühmorgens bei der Fleischhalle, Hugo Loetschers Kranzflechterin ­feiert den Allerheiligenumsatz auf dem Döltschihof, Klaus Manns berühmte Familie bevölkert Zürich in seinem Emigrantenroman «Der Vulkan». Zürich als Schauplatz von Literatur, literarische Texte über Zürich: berühmte und vergessene, brillante und kuriose aus allen Zeiten, Ausschnitte aus ­Romanen, Erzählungen, Erinnerungen, Gedichte … Von Oskar Panizza bis Max Frisch, von Maria Waser bis Nelly Sachs, Goethe, Tom Stoppard, Robert Walser, Richard Wagner … alle haben Zürich literarisch verewigt. Die konkret erstehenden Orte zwischen Fiktion und Wirklichkeit werden illustriert durch – viele noch nie veröffentlichte – zeitgenössische Bilder, und Bildlegenden erzählen die Geschichte der Orte. So entsteht ein faszinierendes literarisches Porträt eines Raums mit historischer Tiefendimension.

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«Käseteilete», Sprachheilschule, SBB … Der vergessene Berner Fotograf Albert Winkler

Albert Winkler Fotografien 1950 –1975

Markus Schürpf & Bernhard Giger Albert Winkler – Fotografien 1950–1975 Herausgegeben vom Büro für Fotografiegeschichte Bern ca. 100 Seiten, davon etwa 80 Seiten Duplexfotografien, gebunden ca. sFr. 38.–, € 30.50.– ISBN 978-3-85791-645-8 Juni

Albert Winkler, geboren 1923 in Zürich. Nach Abschluss der Fotografenlehre folgten Reisen im Nachkriegseuropa und acht Jahre Arbeiten für Fotoateliers, hauptsächlich Porträts und Sachauf­ nahmen. 1953 Niederlassung in Bern, selbständiger Fotograf. Der ­Vater ­zweier Töchter verstarb 1978. Markus Schürpf, 1961 geboren, Studium Kunstgeschichte, Ethnologie, Architekturgeschichte an der Universität Bern. Bernhard Giger, 1952 geboren, Fotografenlehre. Filmemacher, Journalist, Leiter des Berner Kornhausforums.

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Albert Winkler ist ein zu Unrecht in Vergessenheit geratener Schweizer Fotograf. Er schuf soziale wie Wirtschafts- und Industriereportagen und war zugleich der Fotograf der Berner Künstlerszene. Diese Monografie beleuchtet seine Biogra­fie als vielseitigen Fotografen der Nachkriegszeit und trägt allen Schaffensbereichen Rechnung. Albert Winklers Werk ist geprägt von hohen ästhetischen Ansprüchen. Seine Bildsprache lässt Anlehnungen an den humanen Realismus und den italie­ ni­­schen Neorealismo erkennen, und in den Reportagen kommt eine Sach­ lichkeit sondergleichen zum Ausdruck. Winkler porträtiert die Schweiz von innen – von Reportagen über «Käseteileten», Wasserrohrverlegungen oder eine Sprachheilschule und die Berner Künstlerszene um Harald Szeemann bis hin zu den Auftragsarbeiten für sbb, Post oder die Von-Roll-Werke.


Ein Bergdorf im Aufbruch Bilder und Berichte vom Wandel in einer alpinen Region

Fotografien von Paul Joos | Texte von Christoph schwyzer

Va l e n das di e We l t i m dor f

Valendas Die Welt im Dorf Fotografien von Paul Joos Texte von Christoph Schwyzer ca. 170 Seiten, etwa 120 Duplexfotografien, gebunden ca. sFr. 48.–, € 38.50 ISBN 978-3-85791-646-5 August

Paul Joos, geboren 1944, lebt in Wil SG. Er ist gelernter Kaufmann und ­arbeitet seit 2002 als Fotograf. Buchveröffentlichung «Hauterive – Leben im Kloster», sowie Beiträge für die Zeitschrift «ferment». Ausstellungen in der Schweiz und in Deutschland. Christoph Schwyzer, geboren 1974, lebt in Luzern. Er arbeitet als Journalist und Schriftsteller. Buchveröffentlichungen: «und heim», Prosaminia­ turen, «Augen Blicke und andere Gedichte – Literatur des 20. Jahrhunderts, Lyrik aus der Zentralschweiz», im Herbst 2011 erscheint der Roman «Wenzel».

Paul Joos begleitete die knapp 300 Einwohner von Valendas GR mit der Kamera. Die eindrucksvollen Schwarz-Weiss-Fotografien zeigen, wie im Dorf gelebt, gearbeitet, gefeiert wird. Christoph Schwyzer lässt die Menschen zu Wort kommen. Sie erzählen von ihren Hoffnungen und Wünschen, erinnern sich an das alte Valendas und machen sich Gedanken über die Zukunft. In literarischen Skizzen erhalten auch das Dorf und die Landschaft eine Stimme. Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung lebt in Berggebieten, die rund zwei Drittel der Landesfläche ausmachen. Viele Bergregionen haben mit Abwanderung zu kämpfen, Post und Schule schliessen – zurück bleiben ältere Menschen und Erinnerungen an bessere Zeiten. Das Bergdorf Valendas oberhalb der Rheinschlucht zeigt: Das muss nicht so sein. Die Einwohner retteten den Dorfladen und das einzige Gasthaus vor dem Untergang, sie engagieren sich für die Renovation altehrwürdiger Häuser und pflegen in zahlreichen Vereinen die Dorfgemeinschaft.

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Der solitäre Steppenwolf Leben und Werk des Bildhauers Karl Geiser

Der Film Alexander J. Seiler Geysir und Goliath Karl Geiser – Bildhauer, Zeichner, Fotograf Mit den Stimmen von Bruno Ganz, Daniel Kasztura und Anna Katarina Produktion Dschoint Ventschr DVD, 52 Min. sFr. 29.90.–, € 23.– ISBN 978-3-85791-635-9 Juni

Das Buch David Streiff Karl Geiser, Fotografien Vorwort von Peter Pfrunder Herausgegeben von der Fotostiftung Schweiz 224 Seiten, 153 Duplexfotografien, 16 Seiten vierfarbig, fadengehefteter Pappband sFr. 68.–, € 43.– ISBN 978-3-85791–531–4 Ebenfalls lieferbar: Postkarten

Karl Geiser (1898–1957), geboren und aufgewachsen in Bern, ab 1922 in ­Zürich, Aufenthalte in Paris und Reisen nach Venedig. Bildhauer, Zeichner, ­Radierer, Fotograf. Seine Hauptwerke: die Figurengruppe vor dem Kirchenfeldgymnasium in Bern, der Löwe vor dem Walchegebäude und das Denkmal der Arbeit in Zürich. Alexander J. Seiler, geboren 1928 in Zürich. Studium in Zürich, Basel, Paris und München. Seit 1961 Filmemacher (u. a. «Siamo italiani», «Palaver, Palaver», «Il vento di settembre»).

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Der Film zeigt das Leben und Werk des Bildhauers Karl Geiser mit Ausschnitten aus seinem plastischen, grafischen und fotografischen Werk sowie aus seinen Briefen und Tagebüchern. Dabei liegt der Fokus auf dem Lebenswerk im Doppelsinn des Wortes. Für Geiser haben sich Leben und Werk unauflöslich ineinander verflochten. Er hat ganz in der Tradition der Romantik und des ­­19. Jahrhunderts für sein Werk gelebt. Zerrissen zwischen Euphorie und Selbstzweifel lebte er als solitärer Steppenwolf. «Geysir» nannten ihn seine Freunde. Der Film verzichtet darauf, die wenigen noch lebenden Zeitzeugen zu ­befragen sowie psychologische und kunsthistorische Interpretationen und Kommentare abzugeben. Neben Geiser selbst kommen in mündlich oder schriftlich überlieferten Aussagen Menschen zu Wort, die ihm nahestanden. «Ich habe noch selten so direkt erlebt, dass die Form eines Filmes – diese wirklich aussergewöhnliche Form – den Inhalt beschrieb.» Peter Bichsel


Wie Grandmaman von den Indianern gefangen wurde Ein Familienalbum in Geschichten und Bildern

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Raymond Naef

Eine kleine Ungarin

Limmat

und andere Geschichten

Raymond Naef Eine kleine Ungarin und andere Geschichten 128 Seiten, 34 Fotografien/ Abbildungen, broschiert sFr. 24.50.–, € 20.– ISBN 978-3-85791-636-6 Juni

Raymond Naef, 1948 in Zürich geboren, lebt als Grafiker und Ausstellungsgestalter in Zürich Aussersihl. 2002 veröffentlichte er die Biografie «Grock – eine Wiederentdeckung des Clowns» und konzipierte gleichzeitig eine gros­­ se Ausstellung über den legendären ­Musikclown, die im Museum Neuhaus in Biel und im Zürcher Stadthaus ­gezeigt wurde.

Wie Grandmaman Cécile von den Penacook-Indianern gefangen wurde und von ihnen Korbflechten lernte. Wie «Oncle Georges» bereits als 13-jähriger Artist im «Moulin Rouge» auftrat, wo er prompt vom noch unbekannten Toulouse-Lautrec aufs Tischtuch gebannt wurde. Wie dessen Schwager und Partner Grock Bilder von Nazigrössen an die Wand hängte, bis das bewunderte Deutschland von ihm selbst einen Arierausweis verlangte … Raymond Naefs Grosseltern, Eltern und Verwandte haben ihm immer wieder Abenteuer und Andekdoten aus der Familiengeschichte erzählt. Als er im Jahr 2008 selbst Grossvater wurde, begann er aufzuschreiben, was er davon für bewahrenswert hielt. Auch selbst erlebte ‹kleine Sensationen› fügte er hinzu. Die dreissig «wahren» Geschichten mit illustrierenden Abbildungen sind ein überraschendes Familienalbum über ein ganzes Jahrhundert. Sie erzählen von Ferdinand Hodler oder Fritz Brupbacher wie von russischen Offizierstöch­ tern und Nazis, von Revolutionären wie revoltierender Jugend.

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Neue Postkarten Verkaufseinheit à 10 Karten pro Sujet, A6-Format, Duplex oder vierfarbig Nettopreis pro Karte (inkl. MwSt), sFr. –.90, € –.50

Hans Baumgartner

Nr. 2205

Nr. 2206

Nr. 2210

Nr. 2211

Nr. 2212

Nr. 2207

Nr. 2208

Nr. 2209

Nr. 2213

Nr. 2214

Nr. 2215

Arthur Zeller Steivan Liun Könz

Nr. 2231

Nr. 2232

Nr. 2234

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Limmat Verlag

Nr. 2233

Nr. 2235


Endstation Eismeer – Photochrompostkarten

Nr. 2216

Nr. 2217

Nr. 2218

Nr. 2219

Nr. 2221

Nr. 2222

Nr. 2220

Hans Steiner

Nr. 2223

Nr. 2225

Nr. 2226

Nr. 2227

Nr. 2228

Nr. 2224

Nr. 2229

Nr. 2230

Elisabeth Kaestli

Nr. 2236

Nr. 2237

Limmat Verlag

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«Jede Ecke sei genutzt, die grossartigen Fotobände des Zürcher Limmat Verlags zu preisen» Die Zeit

Emil Brunner Tausend Blicke

Theo Frey Fotografien

Kinderporträts von Emil Brunner aus dem Bündner Oberland 1943/44 Mit Erinnerungen der Porträtierten und Texten von Erika Hössli, Paul Hugger und Peter Pfrunder Herausgegeben von der Fotostiftung Schweiz 5. Auflage, 240 Seiten, 191 Duplex­ fotografien, Pappband sFr. 68.–, € 41.50 ISBN 978-3-85791-410-2

«Schatz gehoben. Brunners Kinder­porträts nehmen in der Schweizer Fotogeschichte eine Sonderstellung ein.» Neue Zürcher Zeitung

Herausgegeben von Peter Pfrunder/ Fotostiftung Schweiz Mit Texten von Theo Frey, Martin ­Gasser, Klaus Merz, Sabine Münzenmaier, Peter Pfrunder 2. Auflage, 240 Seiten, 177 Duplex­fotografien und Dokumente, Pappband sFr. 68.–, € 42.– ISBN 978-3-85791-553-6

«Eine Reise in das Innere der Schweiz, die Entdeckung eines grossen Fotoreporters der Kriegs- und Nachkriegszeit.» Die Zeit

Aufbruch in die Gegenwart

Il lungo addio — Der lange Abschied

Die Schweiz in Fotografien 1840–1960 Herausgegeben von Dieter Bachmann und den Schweizerischen Landesmuseen Mit literarischen Texten zur Schweiz von damals bis heute, sowie einer kleinen Fotogeschichte von Peter Herzog 184 Seiten, 106 Fotografien, durchgehend 4-farbig, gebunden sFr. 48.–, € 31.80 ISBN 978-3-85791-593-2

138 Fotografien zur italienischen Emigration in die Schweiz nach 1945 Herausgegeben von Dieter Bachmann Italienisch und Deutsch 208 Seiten, 138 Duplexfotografien, gebunden sFr. 48.–, € 29.80 ISBN 978-3-85791-420-1

«Das Buch ist eine mal bezaubernde, mal ernüchternde Reise durch jene Jahrzehnte, da die alte Schweiz sich ­allmählich in einen modernen Staat verwandelte.»

«Danke Italien! Es kommt nicht oft vor, dass sich eine Nation mit einer grossen ­Anzahl Immigranten beim Land bedankt, aus dem diese Immigranten losgefahren sind.»

Die Zeit

La Repubblica

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Bildnachweis Das Bild auf der Umschlagseite und auf dem Buchumschlag auf Seite 3 stammt von Rahel Winiger, die Schuhpaare auf den Umschlägen auf den Seiten 6 & 7 sind von Anna Sommer.

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Die neuen Bücher im Herbst 2011: Simona Ryser; Maja Peter; Daniele Muscionico, Daniel de Roulet; Valendas, Karl Geiser, Raymond Naef, Beat P...

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