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Limbus Verlag Programm FrĂźhjahr 2016


Editorial Liebe Literaturinteressierte, ein Verlagsprogramm zu planen ist ein ewiger Balanceakt zwischen „Dafür kennt man uns, das sind unsere Kompetenzen“ und „Wir versuchen etwas Neues“. Nachdem wir mit Wolfgang Hermann erste, sehr positive Lyrik-Erfahrungen gemacht haben und sich zwei von uns geschätzte Schreibende mit Gedichten anboten, zögerten wir also nicht lange und wagten das Experiment Lyrik. Wir finden, es ist gelungen: Lassen Sie sich von Erwin Uhrmanns Abglanz Rakete Nebel und Regina Hilbers Landaufnahmen überraschen. Bastian Kresser hatte nach seinem Debüt Ohnedich noch mehr zu erzählen; sein zweiter Roman Piet lässt den Leser unter anderem teilhaben an den Nöten eines jungen Schreibenden – aber keine Angst, es handelt sich keineswegs um die Nabelschau des Bastian Kresser. Norbert Loacker bereichert die Limbus Essay-Reihe mit seinem Band Was Massen mögen zu Unterhaltungsindustrie und Themenparks; trivialste Unterhaltung birgt nämlich die tückische Gefahr, dass das eigene Leben im Vergleich sehr banal wirkt, was einen scharfen Blick auf die Thematik, aber auch auf die abgehobene Perspektive auf billige, aber massenhaft Geld abwerfende Unterhaltung erfordert. Ein im deutschsprachigen Raum zu wenig bekannter, aber umso wichtigerer Text bekommt auf diesem Weg hoffentlich möglichst viel Aufmerksamkeit: Étienne de La Boéties Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft. Boétie, der eng mit Michel de Montaigne befreundet war, wird im französischen Raum nach wie vor rezipiert, auf Deutsch erschienen bisher hauptsächlich gekürzte Fassungen. Teils aus Liebhaberei, teils als Verneigung vor einem wichtigen und mutigen Denker nimmt sich nun Limbus dieses Textes an. In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig, mit besten Lektürewünschen, Ihr Limbus Verlag Bernd Schuchter, Merle Rüdisser und Elisabeth Mayr


Inhalt Bastian Kresser – Interview Bastian Kresser Piet Regina Hilber Landaufnahmen Erwin Uhrmann Abglanz Rakete Nebel Erwin Uhrmann Der lange Nachkrieg

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Étienne de La Boétie Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft Norbert Loacker – Vorabdruck Norbert Loacker Was Massen mögen Limbus Essay

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Limbus Verlag Limbus Verlag 2006–2015. Festschrift Lieferbare Titel Impressum

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Interview – Bastian Kresser zu Piet Bastian Kresser stellt in Piet seinen Protagonisten Fabian in ein komplexes Beziehungsgeflecht, das ihm keiner erklärt, das er erst entwirren und verstehen muss – genau wie seine eigene Position in diesem Spiel. Merle Rüdisser hat den Autor zur Entstehung des Romans befragt.

Die blöde, aber naheliegende Frage gleich am Anfang: Wie viel von dir steckt in Fabian? Immerhin ist er ein junger Schriftsteller, der mit einem Roman debütiert hat und am zweiten schreiben sollte – kennst du das von dir? Manche behaupten, dass man sich erst nach dem zweiten Roman wirklich Schriftsteller nennen darf. Dieser Meinung, diesem Druck im Hinterkopf, dem habe ich mich stellen müssen, und auch der Protagonist der Geschichte muss sich dem stellen. Aber zur Frage, wie viel von Fabian in mir steckt: Jean Paul soll einmal gesagt haben, jeder Roman sei lediglich eine veredelte Biografie. So ganz stimme ich dem nicht zu, aber bestimmte Grundzüge dessen einzuarbeiten, was man kennt, ist eine Methode, auf die viele Schriftsteller gerne zurückgreifen. Irgendwie finden – ob man es nun geplant hat oder nicht – sehr oft bekannte und manchmal auch eigene Charakterzüge ihren Weg in die Geschichte. Deine Figuren – Fabian, Piet, die (Ex-)Freundinnen der beiden – reisen nicht nur, um etwas von der Welt gesehen zu haben. Was erhoffen sie sich vom Weitweg, vom Ganzanders? To travel is to live – reisen bedeutet leben: das Sich-Bewegen, Limbus Vorschau Frühjahr 2016

das Nicht-Stehenbleiben, Unbekanntes erfahren, sich fremden, schwierigen Situationen stellen – und dadurch zu wachsen. Ich denke, dass manche Menschen – im Roman Piet und seine Ex-Freundin – erst durch das Reisen in der Lage sind, sich selbst, also das, was man wirklich ist, kennenzulernen. Ob man das, was auf diesen Reisen zum Vorschein kommt, dann auch mag, das ist eine andere Frage. Du beschreibst die Schauplätze der Handlung sehr detailliert – hast du sie alle besucht? Da sind wir wieder beim Thema: Wie viel Autor steckt in der Geschichte? Auch in meinem Leben spielt das Reisen eine große Rolle und die meisten der Schauplätze des Romans habe ich selbst besucht und sie haben ihre Spuren hinterlassen. Doch Reisen fängt im Kopf an und so besuchen Piet und seine große Liebe auch Plätze, die mir nur durch Erzählungen und Fotos bekannt sind. Seitdem ich sie auf diese Art und Weise entdeckt habe, stehen sie aber auf meiner Liste von Orten, die ich noch sehen muss. Ein Polizist im Roman fühlt sich schuldig für Dinge, die seine Vorfahren getan haben. Glaubst du, Schuld kann sich über Generationen übertragen? Wie weit reicht die Verantwortung eines Einzelnen 4/5

über seine eigenen Taten hinaus? Und wie ist das im Fall einer psychischen Erkrankung? Das ist eine Frage, die die Menschheit schon lange beschäftigt. Ich persönlich glaube nicht an das Prinzip der Erbsünde. Die Schuld liegt und bleibt beim ursprünglich Schuldigen. Ich denke jedoch, dass es Taten gibt, die nachfolgende Generationen belasten können – Schuld, die weitergeschoben und von den Nächsten aufgenommen werden kann –, sofern diese Nachfahren die Taten der früheren Generation nicht verarbeitet haben und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Bei psychischen Krankheiten gibt es natürlich auf der einen Seite die Genetik, die dem Einzelnen diese Entscheidung in vielen Fällen abnimmt. Doch auf der anderen Seite bin ich auch der Meinung, dass Muster – sei es eine Depression, sei es manisches Verhalten – an nahestehende Personen weitergegeben werden können. Dass es möglich ist, sich auch mit so einer Krankheit „anzustecken“. Zum Schuldig-Sein gehört das Verzeihen. Glaubst du, Christoph kann seiner Frau wirklich verzeihen? Kann etwas überhaupt jemals wieder gut werden? Alles, was passiert ist, ist passiert. Man kann weder Taten ungeschehen noch Gesagtes ungesagt machen. Es kommt letztendlich


„Kann man verzeihen? Ja. Kann man vergessen? Ich weiß es nicht. Kann etwas jemals wieder gut werden? Ich hoffe es doch stark.“ Bastian Kresser

nur darauf an, wie man selbst mit seinem individuellen Rucksack durchs Leben geht und wie das Gegenüber darauf reagiert. Kann man verzeihen? Ja. Kann man vergessen? Ich weiß es nicht. Kann etwas jemals wieder gut werden? Ich hoffe es doch stark. Warum hast du dich mit dem Thema „psychische Krankheit“ beschäftigt? Und wie hast du dich angenähert? Die psychische Erkrankung des Protagonisten habe ich mir ursprünglich nicht gezielt ausgesucht. Wenn ich schreibe, bestimmen oft die Figuren selbst, wer oder was sie sind. So war es auch in diesem Fall. Ich habe während der Arbeit am Roman Piets Zustand erst entdeckt und mich Schritt für Schritt seinem Verhalten, seinen Problemen angenähert. Gleichzeitig fanden außerhalb der Geschichte natürlich auch Recherchen und Gespräche über die Thematik statt, die mir den theoretischen Hintergrund geliefert haben. Die Figuren bestimmen also selbst, wer sie sind? Wie kann man sich das vorstellen? Meine Geschichten entstehen meist nicht aus einer Idee oder einer fertigen Handlung heraus. Was zuerst kommt, ist die Figur, um die sich die Handlung dreht. Oft lasse ich – speziell am An-

fang des Schreibprozesses – die Charaktere walten, lasse sie miteinander reden, gebe ihnen Raum, höre zu und finde heraus, was sie besonders macht. Natürlich wird vieles letztendlich gestrichen und findet nicht den Weg in den Roman, aber ich lerne die Figuren kennen. Bei Piet hatte ich – ähnlich wie der Ich-Erzähler – anfangs dieses romantisierte Bild vor Augen. Lange Zeit spielte er mir etwas vor. Irgendwann merkte ich, dass etwas nicht stimmt, dass er mir etwas verheimlicht, und ich begann mich zu fragen, wieso er sich so verhält. Plötzlich sah ich, was und wie er wirklich ist, und schlagartig war die Entwicklung des Romans völlig klar.

lügt, wenn man versucht, Erfahrenes genau so wiederzugeben, wie es sich abgespielt hat – auch in diesem Fall müssen wir davon ausgehen, dass jeder Mensch das Produkt seiner einzigartigen Erlebnisse, seiner individuellen Erfahrungen und subjektiv wahrgenommenen Wirklichkeit ist. Wir können uns getrost von einer absoluten Wahrheit verabschieden. Eine Annäherung kann stattfinden – mehr eher nicht. Doch solange wir uns in unserer eigenen, in unserer konstruierten Wirklichkeit wohlfühlen, solange wir sie als richtig und stimmig empfinden – solange ist doch alles gut, nicht wahr?

Fabian hört manche Geschichten aus mehreren Perspektiven, und diese Perspektiven unterscheiden sich drastisch. Gibt es eine Wahrheit, an die man sich annähern kann, oder gibt es Versionen, Wahrnehmungen der Einzelnen, die nur bedingt übereinstimmen mit den Wahrnehmungen anderer – was denkst du?

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Was ist schon wahr? Selbst Lügen, oft genug erzählt und in das eigene Leben integriert, können sich plötzlich wahr und real anfühlen. Es gibt Lügen, die man gar nicht missen will, sie passen viel harmonischer ins Leben als die Wahrheit. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, wenn man nicht

In Bastian Kressers zweitem Roman versucht also Jung-Autor Fabian krampfhaft einen zweiten Roman zu schreiben. Manche Autoren erzählen in ihrem Debüt die eine Geschichte, die sie erzählen wollen – ein andere haben sie nicht. Fabian sucht noch nach Geschichten, Bastian Kresser hat viele zu erzählen …


Hie und da meldete sich mein Verleger und fragte, woran ich schriebe. Er grinste nicht. „Für ein Debüt hat man ein Leben lang Zeit“, sagte er. „Aber danach sollte regelmäßig was erscheinen.“ Ich stimmte ihm leise zu. „Und?“, fragte er. „Wann kommt was?“ Fabian hat seinen ersten Roman veröffentlicht, jetzt sollte ein zweiter folgen, da sind er und sein Verleger einer Meinung. Aber er ist leer, kann keine Zeile schreiben. Sein Bruder Christoph weiß Rat: Fabian soll Piet kennenlernen, der voller Geschichten ist. So sitzt Fabian in Piets Souterrainwohnung, und tatsächlich: Piets Fotografien und Erzählungen faszinieren Fabian ungemein. Aber es tauchen Ungereimtheiten auf in Piets Großzügigkeit mit seiner Vergangenheit – oder seiner Version davon. Wer ist Piet? Was stimmt mit ihm nicht? Warum hat Christoph Fabian ausgerechnet zu ihm geschickt? Fabian wird benutzt, darüber ist er sich bald im Klaren, aber was für ein Spiel wird hier gespielt? Bastian Kresser führt souverän durch Innsbruck, Sylt, Mostar und Marrakesch, lässt seine Figuren selbst erzählen und seine Leser immer wieder in dieselbe Falle tappen: Dass sie glauben, was nur eine Facette der Geschichte ist – nicht jede Wirklichkeit ist die Wahrheit.

Bastian Kresser, geboren 1981 in Feldkirch/Vorarlberg. Studium der Anglistik und Amerikanistik in Innsbruck, veröffentlichte unter anderem in den Literaturzeitschriften Akzente und Karussell, übersetzte gemeinsam mit Michael Köhlmeier, Hans Magnus Enzensberger, Durs Grünbein u. a. Gedichte von Wallace Stevens (Hellwach – am Rande des Schlafs, Hanser 2011). Nach seinem Romandebüt Ohnedich (Limbus 2013) erhielt Kresser das Achensee Literatour Stipendium und den Anerkennungspreis der Wuppertaler Literatur Biennale. Bastian Kresser lebt in Feldkirch.

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Foto: Stefan Wilfinger


Bastian Kresser

Bastian Kresser Piet Roman ca. 224 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag ISBN 978-3-99039-074-0 € 20,– (A/D) Erscheint im März 2016. Auch als E-Book erhältlich


„Sind Sommer aus Seidenpapier oder in Blei gegossen fielen Wolken vom Himmel oder fiel ich aus ihm heraus“ Der Gedichtzyklus Landaufnahmen von Regina Hilber nimmt den Leser mit auf Reisen, in die Alpen, nach Slowenien, Italien, in die Hohe Tatra und in die weiten Landschaften von Brandenburg, Orte, an denen die in diesem Band enthaltenen Langgedichte entstanden sind. Aber auch die Wege zwischen den Orten, Stationen einer Reise, sind Gegenstand von Erwartung, Erleben und Erinnerung, die aufeinander verweisen und mit der Lektüre zu einer poetischen Landkarte verschmelzen. Im Gepäck: ein Blick für feine Unterschiede, eine Stimme, sie zu benennen, den Zauber des Vertrauten und des Fremden einzufangen, um reisend Worte zu suchen, in denen äußere und innere Bilder gleichermaßen ihr Echo finden.

Regina Hilber, geboren 1970 in Niederösterreich, lebt als Schriftstellerin in Wien. Sie schreibt Lyrik, Essays und Prosa. Ihre lyrischen Zyklen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt das Hans-Weigel-Literaturstipendium und das Wiener Autorenstipendium. Buchveröffentlichungen: Schanker (2014), Im Schwarz blühen die schönsten Farben (2010). Beiträge für zahlreiche Anthologien, u. a. Mein Weinviertel (2016); Bewegte Sprache (2015); paar.weise (2014) und zeichensetzung.zeilensprünge (2009). Publikationen in Literaturzeitschriften, z. B. in Lichtungen, Die Rampe, Podium. Limbus Vorschau Frühjahr 2016

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Foto: poprad


Regina Hilber

Regina Hilber Landaufnahmen Gedichte ca. 120 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-076-4 € 10,– (A/D) Erscheint im Mai 2016


Zwischen praller, konkreter Realität – Schweiß, Hitze, Staub – und zartesten Assoziationen, die sich im Atemhauch auflösen, bewegt sich das Ich in diesen Gedichten, örtlich und zeitlich beweglich – wie modern! Der Archäologe stochert im Alltag der Vergangenheit, Erinnerungen strecken ihre Finger in die Gegenwart, die gleichermaßen tröstlich wie verstörend sein kann, Löwen, Pferde, Roadrunner tummeln sich – erinnerte und vorgestellte, lebendige und tote –, denn vergänglich ist alles, nur Erinnerungen bleiben. Die Zukunft ist ungewiss, aber sie wird kommen, das ist gewiss. Immerhin, miepmiep. Illustrator Julian Tapprich betont die Flüchtigkeit von Existenz und Wahrnehmung, lässt Morbides und Springlebendiges nebeneinander bestehen, indem er auf die Cartoon-Ästhetik der Dreißigerjahre zurückgreift – gleichermaßen tröstlich wie verstörend. Erwin Uhrmann, 1978 in Niederösterreich geboren, lebt in Wien. Studierte Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Mitbegründer des KünstlerInnenvereins Kunstwerft, zahlreiche Kunstprojekte. Diverse Stipendien und Lesereisen, Mitarbeit im Essl Museum für Gegenwartskunst und Leitung des dortigen Literaturprogramms. Bei Limbus: Der lange Nachkrieg (2009), Glauber Rocha (2011) und Ich bin die Zukunft (2014). Julian Tapprich, geboren 1982 in Zürich, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Paris und Fotografie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er arbeitet als freischaffender Illustrator in Wien.

Zeichnung: Julian Tapprich


Erwin Uhrmann und Julian Tapprich

Erwin Uhrmann Abglanz Rakete Nebel Gedichte Mit Zeichnungen von Julian Tapprich ca. 120 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-077-1 € 10,– (A/D) Erscheint im März 2016 Limbus Vorschau Frühjahr 2016

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Erwin Uhrmann Der lange Nachkrieg

„Ich trinke bitteren Espresso. Zucker hat man mir zu bringen vergessen.“ Hectors Großtante Helene ist schon lange tot und er hat sie eigentlich auch kaum gekannt, aber plötzlich scheinen die Umstände ihres Todes im Pflegeheim von enormer Wichtigkeit zu sein. Hector – junger Akademiker, gut ausgebildet, eigentlich am Beginn eines erfolgreichen Lebens – beginnt Nachforschungen; aber vielleicht stürzt er sich nur in die Vergangenheit, um nicht sein eigenes Leben, das immer mehr zerfasert und verschwimmt, in die Hand nehmen zu müssen. Im Laufe eines heißen Sommers verliert Hector allmählich den Bezug zur Gegenwart und zu anderen Menschen – Carla ist ihm da keine Hilfe, und seine Mutter schon gar nicht.

Erwin Uhrmann Der lange Nachkrieg. Roman ca. 176 Seiten Kartoniert ISBN 978-3-99039-078-8 € 9,90 (A/D) Erscheint im April 2016

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Erwin Uhrmann, 1978 in Niederösterreich geboren, lebt in Wien. Studierte Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Mitbegründer des KünstlerInnenvereins Kunstwerft, zahlreiche Kunstprojekte. Diverse Stipendien und Lesereisen, Mitarbeit im Essl Museum für Gegenwartskunst und Leitung des dortigen Literaturprogramms. Lehrt gemeinsam mit Moussa Kone „Schreiben über Kunst“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Bei Limbus: Der lange Nachkrieg (2009), Glauber Rocha (2011) und Ich bin die Zukunft (2014).

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Étienne de La Boétie Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft

„Welches Ungeheuer von Laster ist das also, das nicht einmal den Namen Feigheit verdient?“

Étienne de La Boétie Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft ca. 64 Seiten. Kleinformat Broschur mit Leinenstruktur Mit einem Begleitwort von Bernd Schuchter ISBN 978-3-99039-081-8 € 5,– (A/D) Erscheint im Mai 2016

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Étienne de La Boétie kennt man in der Literaturund Philosophiegeschichte als Freund von Michel de Montaigne, dem er nach seinem frühen Tod seine umfangreiche Bibliothek vermacht, durch die Montaigne zu seiner Lektüre und schließlich zum Verfassen seiner Essais gelangt. Doch de La Boétie war selbst ein kluger Kopf, der antike Texte aus dem Griechischen übersetzte und lateinische und französische Verse verfasste. Seine Streitschrift „gegen einen Tyrannen“, sein Discours de la servitude volontaire, entstand unter dem Eindruck von Revolten des Volkes gegen den König, die in Südwestfrankreich 1548 als Widerstand gegen die Einführung einer Salzsteuer ausgebrochen waren. Sie gilt als Vorläufer des Anarchismus und des zivilen Ungehorsams und dreht sich um die Kernthese der paradoxen, weil freiwilligen Unterwerfung der Unterdrückten unter den Unterdrücker. „Wie kommt er zur Macht über euch, wenn nicht durch euch selbst? Wie würde er wagen, euch zu verfolgen, wenn ihr nicht einverstanden wärt?“ Étienne de La Boétie, geboren 1530, starb allzu früh im Alter von zweiunddreißig Jahren an einer für die Zeit üblichen Seuche, vermutlich der Pest.

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Norbert Loacker – Was Massen mögen Sind Disneyland und andere Themenparks reines Vergnügen, Paradies für die ganze Familie für einen Tag? Oder steckt mehr dahinter – unglaubliche Geldmacherei, Ideologie, Gigantomanie und schließlich ein im Kontrast unerträglich banaler Alltag?

John Hench, seit 1939 enger Mitarbeiter des Meisters, kolportiert eine unter Disneys Vertrauten tradierte Stiftungslegende. Sie bezieht sich auf Walt Disneys Gewohnheit, mit seinen Töchtern Diane Marie und Sharon Mae an Samstagen – „Daddy’s days“ – Ausflüge in die Umgebung von Los Angeles zu machen und dabei lokale Vergnügungsparks zu besuchen: Während Disney die Zeit mit seinen Töchtern genoss, beobachtete er, dass die Eltern oft gelangweilt auf den Bänken saßen, Popcorn aßen und ihren Kindern auf den Geräten und Bahnen zusahen. Zu seinem wachsenden Unbehagen kam der allgegenwärtige Schmutz vieler Einrichtungen. Während dieser Ausflüge entwickelte Walt eine neue Vision: einen kleinen Vergnügungspark, so konzipiert, dass er sowohl Kinder als auch Erwachsene anzog. Disney erläuterte, es sollte „etwas zwischen Messe, Ausstellung, Spielplatz, Gemeinschaftszentrum, Museum lebendiger Objekte und Showbühne der Schönheit und Magie“ sein. Aus diesem Urerlebnis, das so schlicht und einfach ist, dass es auch wahr sein kann, ist bekanntlich etwas mit unerwartet weitreichenden Folgen geworden: 1963 hat der bekannte amerikanische Stadtplaner James Rouse Disneyland als „den größten Wurf städtischen Designs in den USA von heute“ beschrieben. Wer sich mit räumlicher Anordnung, Architektur und Konstruktion der gebauten städtischen Einrichtung beschäftigte, verstand Disneyland als Vorbild für Projekte wie Shopping Malls, öffentliche und private Gebäude, Limbus Vorschau Frühjahr 2016

Sportstadien und den Umgang mit der historischen Substanz. Das alles hat über die Frage hinweggetäuscht, warum der Herr der Mäuse nach seinen ersten Trickfilmerfolgen mit siebenundzwanzig doppelt so alt werden musste, bevor er zwölf Jahre vor seinem frühen Tod Disneyland in Anaheim eröffnete. Für Walt Disney World in Florida hat er nach langen inneren Widerständen noch grünes Licht gegeben, eröffnet wurde WDW 1971, fünf Jahre nach seinem Tod. Der Themenpark von Anaheim ist Disneys Alterswerk und, blickt man auf das Zeitgeschehen, seine kindliche Antwort auf ein historisches Chaos. Den ersten Kontakt mit den Umbrüchen der Zeit suchte der achtzehnjährige Disney als freiwilliger Ambulanzfahrer im Jahr eins nach dem Ersten Weltkrieg in Paris. Falls er vom Versailler Vertrag etwas mitbekommen hat, fuhr er seine Rotkreuzautos mitten durch die Ursprünge des nächsten Weltkriegs. Auch die in diesem Jahr deklarierte Alkohol-Prohibition, die in den folgenden vierzehn Jahren wie ein Krebsgeschwür an Amerikas Ökonomie und kommerzieller Ethik zehrte, war kaum dazu angetan, Disney zum notorischen Meisterlächler zu prägen, als der er später die Bildschirme beherrschte. Im Jahr nach den frühen Mickey-Mouse-Filmen Plane Crazy und Steamboat Willie schlitterte Amerika 1929 in die Große Depression, die es während der 14/15

ganzen Dreißigerjahre im Würgegriff hielt. Der Zweite Weltkrieg brachte an der Heimatfront den totalen Krieg gegen den Kommunismus, angeführt von Senator Joseph McCarthy und exekutiert vom berüchtigten „Ausschuss für unamerikanische Umtriebe“. Disney rückte den neun Monate langen Streik in den Burbank-Studios in das Licht, das ihm und der Kommission das rechte schien, und erstickte in der Folge den leisesten Zweifel an seiner Vaterlandstreue als Special agent contact des FBI durch Denunziationen von Künstlern, die links vom amerikanischen Way of Right wandelten. Zu seinen Opfern gehörte nach einer zählebigen Legende auch Charles Spencer Chaplin Jr., Freund und künstlerisches Vorbild in den frühen Dreißigern bei United Artists. Aufgrund der belastenden Aussagen Disneys soll das FBI Chaplin 1952 die Rückreise aus Europa verweigert und damit der Filmkarriere des Künstlers den Todesstoß versetzt haben. Außer in seinem Mickeyversum fand Disney Halt und Identität im Weltbild der Republikaner. Dabei brachte er allerhand unter einen Hut: die geradezu mythische Verehrung für Abraham Lincoln, die lebenslangen Freundschaften mit Richard Nixon und Ronald Reagan (den er angeblich erst von links nach rechts drehen musste) sowie die Wahlhilfe für den McCarthy-Intimus und Extrem-Rassisten Barry Goldwater.


Die Eröffnung von Anaheim 1955 fiel in die Startphase des Vietnamkriegs. Dieser atavistische Konflikt mit den Konturen eines Kreuzzugs umbrandete das Never-Never-Land Disneys wie eine Bastion konservierter Kindheit. Ich bin sicher, dass er ein bestimmtes Alter in sich und in seiner Entwicklung nicht überschreiten wollte und nicht überschritten hat. Er soll mit seinem Luftballon in der Hand wie ein achtjähriger Junge ausgesehen haben, nach der Eröffnung von Disneyland. Er hatte dort eine puppenstubenähnliche Wohnung, in der er relativ oft übernachtete. Soweit ich weiß, ganz allein. Wie ein Kind besuchte er sein eigenes Disneyland. Das war ihm persönlich das Wichtigste, was er in seinem Leben geschaffen hatte. Als es mit Walt Disney zu Ende ging, hatten die Proteste gegen den Wahnsinn von Vietnam bereits volle Fahrt aufgenommen. Disney befürwortete den Krieg ohne Vorbehalte. Gegen Muhammad Ali, der sich als Kriegsgegner geoutet hatte, reagierte er mit päpstlicher Allüre, indem er über ihn ein lebenslanges Zutrittsverbot in sein Allerheiligstes verhängte. Auch wenn der Mann, der sich glaubhaft „ein Leben lang hinter einer Maus und einer Ente versteckt hat“, sich handkehrum als „König von Amerika“ und „bekannter als selbst Jesus“ fühlte, brachte der Tod im Herbst 1966 keinen Übermenschen zu Fall: Seine Ehefrau Lillian scheint ihm wenig bedeutet zu haben. Sie war einfach da. Disney unterhielt über Jahrzehnte ein sehr enges Verhältnis zu einer Krankenschwester namens Hazel George. Es ist mir nicht bekannt, ob sie noch lebt. Disney hatte sie eingestellt, um täglich wegen der Bandscheibenschmerzen, die ihn seit einem Polounfall quälten, massiert zu werden. Neben seiner Adoptivtochter Sharon muss diese Frau

ihm von allen Menschen am nächsten gestanden haben. Ob es eine erotische Beziehung zwischen den beiden gab, ist mir unbekannt. Disney war als extremer Einzelgänger an Sexualität einfach nicht besonders interessiert. Er ist einer, der zeitlebens nie wirklich ohne Depressionen leben konnte, trotz der Beachtung und Anerkennung, trotz seiner 32 Oscars. Ich denke, er war alkoholabhängig, jedenfalls trank er schon tagsüber Whiskey. Sicher litt er auch unter ständiger Überarbeitung, ein echter Workaholic. Seine Lebensgeschichte ist tragisch. Aus einfachsten Verhältnissen kommend, schafft er dieses unglaubliche Imperium und sagt ein paar Monate vor seinem Tod: ‚Wenn ich jetzt noch fünfzehn Jahre vor mir hätte! Was ich jetzt noch leisten würde, stellte alles in den Schatten, was ich bisher geschaffen habe!‘ Verhältnismäßig früh stirbt er mit 65 Jahren an Lungenkrebs. Selbst sein letzter Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Er wollte mit Hilfe der Kryotechnik eingefroren und in Disneyland oder der von ihm geplanten, jedoch nie verwirklichten Zukunftsstadt EPCOT aufbewahrt werden. Die Familie hielt es für ein Hirngespinst. Sie ließen ihn einäschern. Und das Werk dieses Mannes? Wie der Historiker John M. Findlay gezeigt hat, ist es nicht im theoriefreien Raum entstanden. Es trägt die bekannten Züge einer naiven pädagogischen Utopie, entwickelt mit erstaunlicher Konsequenz. In den despotischen Arbeitsbedingungen von Burbank und Disneyland hat die Aufklärung niemals stattgefunden. Sie durfte es nicht. Trotzdem scheint Disney nie zum Bewusstsein durchgedrungen zu sein, eine Theorie von Gesellschaft im Allgemeinen und Unterhaltung im Besonderen zu haben: „Ich stehe dazu, ich geniere mich in keiner Weise dafür: Wir produzieren Corn“, was im übertragenen Sinn so viel bedeuten dürfte wie

Massenkost für die Fun-Diät. Die Aversion des Grundschulabgängers Disney gegen ‚Intellektuelle‘ und ‚Genies‘ ist notorisch. Die Romantisierung des Bildungsdefizits in der Figur des Selfmademan überlagert nicht nur bei Disney die allzu offene Neigung zum Personenkult. Die Absicht und Einsicht, „Corn“ zu produzieren, hat Disney nicht davon abgehalten, ein absolutistisches Denk- und Stilmonopol in seinem Universum durchzusetzen. Für sein Personal auf, neben und hinter der Bühne war und ist ‚Disney thinking‘ kein Freifach. Um sowohl neue als auch länger dienende Angestellte im Disney-Stil auszubilden, schuf das Management die University of Disneyland. Sie lehrte die Geschichte von Walt Disney und dem Park und instruierte die angehenden Mitarbeiter, wie man alle denkbaren Besucherfragen beantwortete. Sie bot Arithmetikkurse für Leute, die mit Geld umgehen mussten, und Rhetorik für die, die Kontakt mit Besuchern hatten. Die Handbücher der University of Disneyland erklärten, dass die Angestellten, indem sie andere glücklich machten, sich selbst glücklich machten. ‚Vergnügen zu bereiten ist unsere Arbeit. Und unsere Arbeit bereitet Vergnügen – für uns und unsere Gäste.’ ***


„Man fällt auf eine Stufe des Daseins zurück, auf der man die Illusion aus ganzem, weil kindlichem Herzen für das Wahre und allein Seligmachende hält. Gegen Brecht: Man glotzt romantisch – und wie gern!“ Wer kennt es nicht? – Disneyland, die begehbare Fantasie aus Kindheitstagen mit epischen Helden zum Anfassen. Entweder man liebt es, oder man hasst es; als Hochkultur gilt es jedenfalls nicht. Vielleicht übersieht der typisch europäische Hochmut gegenüber dem Trivialen und der „Disneysierung der Welt“ aber etwas sehr Zentrales hinter dem Bedürfnis nach Zerstreuung: das Grundgefühl des modernen Menschen, sein Heimweh nach dem Garten Eden. We make the magic happen, so das Versprechen des zweifellos bekanntesten Themenparks der Welt, und in diesem Mantra schwingt vielerlei mit, wie Norbert Loacker auf brillante und zugleich nüchterne Weise analysiert: Machbarkeitswahn, Gigantomanie und quasireligiöse Attitüde. Walt Disney ist Visionär, aber auch Verführer, wenn er uns seine künstliche Gegenwelt als Lösung verkauft, als Erlösung von unserem im Vergleich geheimnislos-banalen Alltag.

Norbert Loacker, geboren 1939 in Altach/Vorarlberg. Studium der Philosophie, Geschichte und klassischen Philologie in Wien, lebt in Kaltenbach (Schweiz). Verfasser von Romanen, Hörspielen, Lyrik, Sachbüchern, Essays und wissenschaftlichen Periodika. Bis 2004 Präsident der Robert-Walser-Stiftung Zürich. Ehrengaben der Stadt Zürich und des Landes Vorarlberg. Zahlreiche Veröffentlichungen. Bei Limbus: Der Zufällige (2009) und Leben Lesen Träumen (2010).

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Foto: Limbus Verlag


Norbert Loacker

Norbert Loacker Was Massen mögen Essay ca. 128 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-079-5 € 10,– (A/D) Erscheint im März 2016. Auch als E-Book erhältlich


Im Zweifel – für Limbus Essay

Was gibt es Spannenderes und Faszinierenderes als freies Denken? Diesem freien Denken fühlt sich die Reihe Limbus Essay verpflichtet – Fragen an das konkrete Leben zu stellen und darauf eine Antwort zu versuchen. Diese Versuche (französisch „l’essai“: Probe, Versuch) sehen sich als in einer literarischen Tradition stehend, die sich ausdrücklich auf Kants Aufsatz zur Frage „Was ist Aufklärung?“ beruft.

Stefanie Holzer Wer, bitte, passt auf meine Kinder auf ? Essay

Alois Schöpf Kultiviert sterben Essay

Günther Oberhollenzer Von der Liebe zur Kunst Essay

136 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-048-1 € 10,– (A/D)

168 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-050-4 € 10,– (A/D)

184 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-036-8 € 13,– (A/D)

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die Aufklärung relevante h c s ti li o p s ft a h Gesellsc ereitet fb u a r a b s le t u Themen g

Bernhard Kathan Wir sehen Tiere an Essay

Gerhard Engelmayer Warum man seine Kinder nicht taufen lassen sollte. Essay

Rainer Juriatti Spaghettifresser Essay

184 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-026-9 € 13,– (A/D)

120 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-008-5 € 10,– (A/D)

104 Seiten. Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-010-8 € 10,– (A/D)

Weitere Essays auf www.limbusverlag.at


10 Jahre Limbus Verlag Festschrift

Zeit für eine Rückschau – Zehn Jahre Limbus Verlag Im Frühjahr 2006 erschienen die ersten beiden Bücher im Limbus Verlag: Nicht zu glauben von H. W. Valerian, eine essayistische Anleitung zum Atheismus, und Der lange Gang, ein autobiografischer Roman von Uwe Bolius, beide Bücher in bescheidener Ausstattung und kleinster Auflage, aber mit Engagement verlegt. Auch thematisch war die Richtung deutlich vorgezeichnet – Limbus steht für furchtloses kritisches Denken und für anspruchsvolle deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Das Programm im Herbt 2015 war das zehnte Limbus-Herbstprogramm und wir können zurückblicken auf mit Büchern prall gefüllte Jahre. Das wollen wir zum Anlass nehmen, Autoren und Autorinnen, Weggefährtinnen und Freunde um Texte zu bitten, um Bilanzen, Ansichten, Anekdoten – um was auch immer einfällt zu diesem Jubiläum.

Limbus Verlag 2006–2015 Festschrift ca. 128 Seiten Gebunden mit Lesebändchen ISBN 978-3-99039-052-8 € 10,– (A/D) Erscheint im April 2016

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Wir wollen zurückschauen auf gemeinsame Bücher, auf Veranstaltungen und Messen, auf Lektoratsarbeit und das Ringen um Worte (oder Wörter?), wir wollen staunen, was alles wir geschafft und geschaffen haben.

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Lieferbare Titel Étienne de La Boétie Über die freiwillige Knechtschaft. Essay ISBN 978-3-99039-081-8

Jürgen-Thomas Ernst Levada. Erzählung ISBN 978-3-902534-62-0

Regina Hilber Landaufnahmen. Gedichte ISBN 978-3-99039-076-4

Uwe Bolius Hitler von innen. Roman ISBN 978-3-902534-20-0 ISBN 978-3-902534-15-6. TB Juttas Tod. Erzählung ISBN 978-3-902534-34-7

Essl Museum (Hg.) Literatur im Museum. Anthologie ISBN 978-3-902534-63-7

Lina Hofstädter Er und Sie. Doppelerzählung ISBN 978-3-902534-84-2 Im Schneckenhaus. Roman ISBN 978-3-902534-28-6

Gabriele Bösch Schattenfuge. Roman ISBN 978-3-902534-61-3 Carmen Bregy Nicolas schläft. Roman ISBN 978-3-902534-53-8

Hubert Flattinger Der größte Fisch entwischt Redaktionsgeschichten ISBN 978-3-99039-044-3 Katharina Götsch Linke Liedermacher. Sachbuch ISBN 978-3-902534-04-0

Rainer Juriatti Lachdiebe. Roman ISBN 978-3-902534-60-6 ISBN 978-3-99039-064-1. TB Spaghettifresser. Essay ISBN 978-3-99039-010-8 Strandschatten. Roman ISBN 978-3-99039-061-0

Manfred Chobot Reise nach Unterkralowitz. Roman ISBN 978-3-902534-29-3 Versuch den Blitz einzufangen. Roman ISBN 978-3-902534-51-4

Daniel Dlouhy u. a. (Hg.) Poetik des Zeigens. IFFI zwanzig Festschrift für Helmut Groschup ISBN 978-3-902534-49-1 Elmar Drexel Kellertheater. Roman ISBN 978-3-99039-024-5 Gerhard Engelmayer Warum man seine Kinder nicht taufen lassen sollte Essay ISBN 978-3-99039-008-5

Judith Gruber-Rizy Schwimmfüchslein. Roman ISBN 978-3-902534-83-5 Michaela Gufler Mythos Stockholm-Syndrom. Sachbuch ISBN 978-3-99039-030-6 Heinrich Heine Bummel durch Tirol. Reiseerlebnisse ISBN 978-3-99039-065-8 Wolfgang Hermann Die letzten Gesänge. Erzählungen ISBN 978-3-99039-059-7 Konstruktion einer Stadt. Versuche ISBN 978-3-902534-27-9 Paris Berlin New York Verwandlungen ISBN 978-3-99039-063-4 Schatten auf dem Weg durch den Bernsteinwald ISBN 978-3-902534-93-4

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Stefanie Holzer Franz Ferdinand. Ein Katzenleben ISBN 978-3-902534-42-2 ISBN 978-3-99039-028-3. TB Wer, bitte, passt auf meine Kinder auf?.Essay ISBN 978-3-99039-048-1

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Bernhard Kathan Hungerkünstler. Essay ISBN 978-3-902534-39-2 Stille. Essay ISBN 978-3-902534-74-3 Wir sehen Tiere an. Essay ISBN 978-3-99039-026-9 Alexandra Keller Ein Land wird besichtigt. Essay ISBN 978-3-902534-66-8


Lieferbare Titel Walter Klier Der längste Sommer. Roman ISBN 978-3-902534-89-7 Die Stadt und die Berge. Katalog ISBN 978-3-902534-59-0 Grüne Zeiten. Roman ISBN 978-3-902534-17-0. TB Leutnant Pepi zieht in den Krieg. Roman ISBN 978-3-902534-16-3 ISBN 978-3-902534-67-5. TB

Reinhard Kocznar Hamster im Laufrad. Essay ISBN 978-3-902534-92-7 Bastian Kresser Ohnedich. Roman ISBN 978-3-902534-76-7 Piet. Roman ISBN 978-3-99039-074-0

Otto Licha Kripp. Roman ISBN 978-3-902534-56-9 Salzkruste. Roman ISBN 978-3-902534-40-8 Sieben. Hypo-Roman ISBN 978-3-902534-78-1

Otto Licha Geiger. Roman ISBN 978-3-902534-19-4 ISBN 978-3-902534-70-5. TB

Norbert Loacker Der Zufällige. Roman ISBN 978-3-902534-31-6 Leben Lesen Träumen. Essay ISBN 978-3-902534-41-5

Hans Platzgumer Trans-Maghreb. Novelle ISBN 978-3-902534-55-2 Susanne Preglau Ani. Essay eines Lebens ISBN 978-3-902534-68-2 Eva Rossmann Krummvögel. Roman ISBN 978-3-902534-72-9

Utta Roy-Seifert Der Webfehler. Erinnerungen ISBN 978-3-902534-35-4

Norbert Loacker Was Massen mögen. Essay ISBN 978-3-99039-079-5 Christian Mähr Karlitos Reich. Roman ISBN 978-3-902534-38-5 Naturschutz in Vorarlberg. Sachbuch ISBN 978-3-902534-57-6 Didi Neidhart Musik ist Müll. Essay ISBN 978-3-902534-65-1 Günther Oberhollenzer Nach Picasso. Ausstellungskatalog ISBN 978-3-99039-058-0 Von der Liebe zur Kunst. Essay ISBN 978-3-99039-036-8

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Hans Platzgumer Der Elefantenfuß. Roman ISBN 978-3-902534-43-9 Musik ist Müll. Essay ISBN 978-3-902534-65-1

Limbus Verlag (Hg.) Limbus Verlag 2006–2015. Festschrift ISBN 978-3-99039-052-8

Erika Kronabitter Mona Liza. Roman. ISBN 978-3-902534-95-8. TB Nora. X. Roman ISBN 978-3-902534-91-0 Viktor. Roman ISBN 978-3-902534-30-9 Kurt Leutgeb Kirchstetten. Roman ISBN 978-3-902534-52-1

Alexander Peer Land unter ihnen. Novelle ISBN 978-3-902534-45-3 Bis dass der Tod uns meidet. Roman ISBN 978-3-902534-75-0

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Doris Rüdisser Fuchsgesicht. Erzählung ISBN 978-3-902534-36-1 ISBN 978-3-902534-69-9. TB Ralf Schlatter Maliaño stelle ich mir auf einem Hügel vor ISBN 978-3-99039-046-7 Sagte Liesegang. Roman ISBN 978-3-902534-90-3


Alois Schöpf Die Hochzeit. Libretto ISBN 978-3-902534-37-8 Die Sennenpuppe. Libretto ISBN 978-3-902534-23-1 Glücklich durch Gehen. Essay ISBN 978-3-902534-64-4 Heimatzauber. Roman in Scenen ISBN 978-3-902534-13-2

Alois Schöpf Kultiviert sterben. Essay ISBN 978-3-99039-050-4 Platzkonzert. Essay ISBN 978-3-902534-26-2 ISBN 978-3-99039-051-1. TB Vom Sinn des Mittelmaßes. Essay ISBN 978-3-902534-02-6 Wenn Dichter nehmen. Essay ISBN 978-3-902534-99-6

Erwin Uhrmann Abglanz Rakete Nebel. Gedichte ISBN 978-3-99039-077-1 Der lange Nachkrieg. Roman ISBN 978-3-902534-33-0 ISBN 978-3-99039-078-8. TB Glauber Rocha. Novelle ISBN 978-3-902534-46-0 Ich bin die Zukunft. Roman ISBN 978-3-99039-004-7

Gabriele Weingartner Die Hunde im Souterrain. Roman ISBN 978-3-99039-020-7 Tanzstraße. Roman ISBN 978-3-902534-32-3 ISBN 978-3-99039-033-7. TB Villa Klestiel. Roman ISBN 978-3-902534-50-7 ISBN 978-3-99039-032-0. TB

Bernd Schuchter Jene Dinge. Erzählung ISBN 978-3-902534-97-2

Otto Tremetzberger Nelson Mandela hatte vielleicht eine schöne Zeit auf Robben Island. Erzählung ISBN 978-3-99039-002-3 Christine Trüb Ach der. Roman ISBN 978-3-902534-96-5. TB Die Liebe der beiden Frauen zu den Gärten. Roman ISBN 978-3-902534-54-5 Sonntagmorgen. Erzählung ISBN 978-3-99039-022-1

Thomas Weyr Die ferne Stadt. Erinnerungen ISBN 978-3-99039-040-5 Reinhard Wilczek Stefan Zweigs Reise ins Nichts. Essay ISBN 978-3-99039-042-9 Micha Wille / Hans Wörtl Zirkus in Schrummschrumm. Bilderbuch ISBN 978-3-902534-77-4 Erika Wimmer Nellys Version der Geschichte. Roman ISBN 978-3-99039-000-9


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Limbus Vorschau Frühjahr 2016  

Die neuen Bücher im Frühjahr 2016 im Limbus Verlag.

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