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SAKURA


SAKURA Grace-Evert Valdez


Inhalt


Vorwort Little Tokio am Rhein Wohnkultur Ess- und Trinkkultur Schรถnheit Kunstkultur Popkultur Spiel und Spass Zwischenmenschliche Beziehungen Arigato Bildregister Impressum

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Nihon no shuto Düsseldorf he yokoso! Willkommen in Japans Hauptstadt Düsseldorf! Nihon oder Nippon, so bezeichnen die Einwohner des kleinen Inselstaates in Südostasien ihr Land. Bekannt als das Land des Lächelns, ist Japan das faszinierenste Land mit den größten Widersprüchen. Uralte Tempel und Schreine, bezaubernde Gärten und ästehtisches Design in vielerlei Hinsicht finden sich neben Wolkenkratzern, High-Tech und bunten Leuchtreklamen.

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Die Gegensätze von Tradition und Moderne faszinieren die Menschen der westlichen Welt so sehr, dass sie diese mittlerweile in ihren Alltag integriert haben und ihr Lebensstil von der japanischen Kultur beeinflusst wird. Ich habe mich deswegen auf Entdeckungsreise gemacht, um herauszufinden, was es mit dem japanischen Flair, vor allem hier in Düsseldorf auf sich hat. Dabei bin ich vielen interessanten Menschen begegnet, die mir einiges dazu erzählen konnten.


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Little Tokio am Rhein Düsseldorf – Japans Hauptstadt am Rhein.

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Japaner in Düsseldorf Wer heutzutage auf der Immermannstraße in Düsseldorf unterwegs ist, versteht schnell warum die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen auch als „Little Tokio am Rhein“ bekannt ist. Doch wie kommt es, dass es in Düsseldorf so viele Japaner und japanische Unternehmen gibt und jedes Jahr der JapanTag stattfindet?

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Geschichte Wir gehen in die frühen 50er Jahre zurück, zu dem Zeitpunkt als die ersten japanischen Geschäftsleute in Düsseldorf ihren Weg fanden. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Nachfrage der Japaner nach deutscher Schwerindustrie in den Bereichen Stahlverarbeitung und Maschinenbau sehr hoch. Die japanischen Geschäftsleute kamen daher nach Düsseldorf, um eine Basis zur Erschließung europäischer Märkte zu suchen. Aufgrund der aussichtsreichen Lage in Deutschland und der Möglichkeit zur Nähe zum Ruhrgebiet, profitierte Düsseldorf ebenso von den Schiffsverbindungen zu wichtigen Häfen, wie z. B. Rotterdam. Diese Faktoren waren ausschlaggebend dafür, dass 1955 das Handelshaus Mitsubishi als erstes japanisches Unternehmen in Düsseldorf angemeldet wurde.

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Die Entstehung und die Erweiterung der japanischen Infrastruktur erhöhte die Attraktivität des Standortes Düsseldorf, so dass immer mehr Unternehmen aus Japan in Düsseldorf eine wirtschaftliche Existenz aufbauten. Bis Ende der 80er Jahre war die gesamte Bandbreite der Dienstleistungen vollständig abgedeckt. Von Banken bis Versicherungen über Transportunternehmen bis hin zu japanischen Einzelhändlern, Medizinern und Gastronomen. Etwa 450 japanische Unternehmen haben sich derweil in NRWs Landeshauptstadt und Umgebung niedergelassen. Durch den Zuwachs der japanischen Infrastruktur und der Zahl der Mitarbeiter, die mit ihren Familien nach Düsseldorf kamen, wuchs auch gleichzeitig die japanische Gemeinde, die man unverkenntlich hauptsächlich auf der Immermannstraße antrifft ...

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Japanisch Leben Nicht nur auf der Immermannstraße sind viele Japaner unterwegs. In den Düsseldorfer Stadtteilen Ober- und Niederkassel finden sich viele japanische Familien, die dort ihren Wohnsitz haben. Denn nirgendwo in Deutschland finden sich so viele Japaner wie hier in Düsseldorf. Japanische Firmen versetzen ihre Mitarbeiter und deren Familien meist für ca. vier Jahre hierhin. Danach gehen sie wieder zurück nach Japan oder werden wieder in andere Länder versetzt. Japaner denken ganz gerne an ihre Zeit in Düsseldorf zurück und bezeichnen sie als ihre zweite Heimat.

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Warum sie sich so heimisch fühlen liegt auch daran, dass die Stadt am Rhein seit den 50er und 60er Jahren durch die japanische Infrastruktur einen fernöstlichen Touch hat. Es gibt mehrere Lebensmittelgeschäfte und Buchhandlungen, einen Golfclub, Reisebüros, Hotels, Friseure, Warenhäuser und Spielzeugläden, Karaoke-Bars, Ärzte und sogar eine japanischsprachige Wochenzeitung und Monatszeitschrift. Mittlerweile gibt es in ganz Düsseldorf mehr als 20 japanische Restaurants und Sushi-Bars. Ob geschäftlich oder privat, hier fühlen sich Japaner heimatlich wohl.


Die Düsseldorfer Kunstakademie und die RobertSchumann-Musikhochschule haben in Japan einen guten Ruf, so dass sich auch japanische Studenten für ein Studium in Düsseldorf entscheiden und zu den regelmäßigen Absolventen dieser Hochschulen gehören. In Düsseldorf gibt es verschiedene Institutionen, Clubs und Einrichtungen, die für die Japaner und für das deutsch-japanische Verhältnis sehr wichtig sind. Der Japanische Club gehört zusammen mit der Japanischen Industrie- und Handelskammer und der Japanischen Internationalen Schule zu den „Drei Säulen“ der japanischen Gemeinde.

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Deutsch

DER JAPANISCHE CLUB 1964 wurde in Düsseldorf der Japanische Club errichtet, bei dem der Großteil der in Düsseldorf lebenden Japaner Mitglieder sind. Vor allem Neuankömmlingen wird die Eingewöhnung erleichtert, indem diverse Kultur-, Unterhaltungs- und Aktivitätsprogramme in unterschiedlichen Lebensbreichen organisiert und angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel eine eigene Bibliothek, ein Männer- und ein Frauenchor und andere Aktivitäten in Sport und Spielkreisen. DIE JAPANISCHE INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER 1966 war das Gründungsjahr der Japanischen Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf e.V. . Für japanische Unternehmen spielt sie als Interessenvertretung eine große Rolle. Zu den bedeutendsten Aufgabenbereich der JIHK gehört ist die Grundversorgung von Informationen und Dienstleistungen für die Mitgliedsfirmen und der Beitrag zur deutsch-japanischen Wirtschafts- und Freundschaftsbeziehung. DIE JAPANISCHE INTERNATIONALE SCHULE Japanische Geschäftsmänner, die beruflich nach Düsseldorf versetzt werden, werden neben ihren Ehefrauen auch von ihren Kindern begleitet, die meist noch schulpflichtig sind. Seit 1971 besteht die Japanische Internationale Schule am Niederkasseler Kirchweg im Stadtteil Oberkassel. Die Schule richtet sich komplett nach dem japanischen Schulsystem (1. bis 9. Klasse) und erleichtert den Schulkindern bei einer möglichen Rückreise nach Japan, wieder in deren eigenen Ausbildungsstätten zurechtzukommen. Mit etwa 700 Schülerinnen und Schüler verfügt Düsseldorf über eine der größten japanischen Schulen außerhalb Japans.

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Japanisch

DIE DEUTSCH-JAPANISCHE GESELLSCHAFT AM NIEDERRHEIN (DJG) Der Vorstand besteht aus deutschen und japanischen Bürgern, die ehrenamtlich für die Organisation tätig sind. Ihr Ziel ist es, Menschen beider Nationalitäten zusammenzuführen. Organisationen von Veranstaltungen wie Ausstellungen, Theater- und Konzertbesuche, Ausflüge oder Feste sind Bestandteile der Programme, die die DJG für gesellschaftliche Aktivitäten anbietet. DER DEUTSCH-JAPANISCHE WIRTSCHAFTSKREIS (DJW) Die DJW bietet deutschen Firmen praktische Zusammenarbeit mit Japan an, die von der Planung bis zur Durchführung unterstützt werden. Informationsmaterialien über verschiedene Wirtschaftsbereiche oder Unternehmensorganisationen werden den Teilnehmern angeboten. DAS JAPANISCHE GENERALKONSULAT Das Japanische Generalkonsulat regelt in ihrem Sitz auf der Immermannstraße nicht nur Konsularisches wie Visa-Angelegenheiten, sondern verfügt auch über ein Kultur- und Informationsbüro für japanbezogene Veranstaltungen im Raum NRW oder Informationen über Wirtschaft und Politik. DIE JETRO Die staatliche japanische Außenhandelsförderorganisation JETRO (Japan External Trade Organization) ist eine Institution des öffentlichen japanischen Rechts mit Sitz in Tokio. Sie ist Ansprechpartner für Unternehmen die in Japan investieren, mit japanischen Firmen kooperieren oder ihre Produkte in Japan exportieren wollen.

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EKÔ-Haus der Japanischen Kultur

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1993 wurde im Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel das japanische Kulturzentrum eröffnet: Das EKÔHaus. Zum Komplex des EKÔ-Hauses gehören: • ein buddhistischer Tempel mit dazugehörigem Glockenturm • japanische Gärten • ein im traditionellen Baustil gebautes japanisches Haus mit Teeraum • diverse Räume für Seminare, Vorträge, Ausstel- lungen und größeren Veranstaltungen

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Hier fühlt sich gleich jeder Besucher nach Japan versetzt, da eine Faszination des Tempels und die gesamte Anlage den fernöstlichen Charme zum Greifen nahe bringen. Seit 1999 wurde der Anlage noch ein zusätzliches Gebäude hinzugefügt. Im Kyôsei-kan befinden sich ein internationaler Kindergarten und eine öffentliche Bibliothek. Die in Düsseldorf und Umgebung lebenden Japaner haben die Möglichkeit im EKÔ-Haus die vertrauten Brauchtümer ihrer eigenen Kultur zu pflegen, diese anderen Kulturkreisen näher zubringen und sie daran teilhaben zu lassen.


Verschiedene Kurse und Kulturprogramme bestehen z. B. aus • Teezeremonien • buddhistischen Festen • Musik- oder Theaterdarbietungen • Filmvorführungen • Gesprächskreisen • Vortragsreden Kulturprogramm zur Einführung in traditionelle Künste: • Kalligraphie • Tuschemalerei • Ikebana (Blumensteckkunst) • Instrumenten-Spiel • Tanz

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Symbolik der Freundschaft

Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Düsseldorfs deutschen und japanischen Mitbürgern prägen Sympathie, Verständnis und Hilfsbereitschaft. Als Symbolik und als Dank dieser Freundschaft schenkte die japanische Gemeinde 1975 den Düsseldorfern den Japanischen Garten im Nordpark, dessen Anlage 5.000 qm2 umfasst und als Attraktion des gesamten Nordparks gilt. Die Theodor-Heuss-Brücke verbindet die Anlagen des Japanischen Garten und des EKÔZentrums und widmet sich der Deutsch-Japanischen Freundschaft. Ein weiteres Geschenk der Japaner ist der „Studienfond Düsseldorf – Japan“, aus dessen Erträgen in jedem Jahr für Fachleute der Region Studienaufenthalte in Japan finanziert werden.

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Japan-Tag in Düsseldorf Der Japan-Tag gehört zu den größten und beliebtesten Veranstaltungen, die jedes Jahr in Düsseldorf stattfinden. Seit fünf Jahren feiert die Landeshauptstadt Düsseldorf, das Land NRW und die japanische Gemeinde die enge Verbindung und Freundschaft. Unterhaltungsprogramme, Ausstellungs- und Verkaufsstände rund um die japanische Kultur finden sich auf dem Burgplatz in der Altstadt und auf der Rheinuferpromenade. Höhepunkt des Tages ist das berühmte japanische Feuerwerk, das immer wieder das gesamte Publikum und JapanFreunde begeistert.

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Vor drei Jahren 01. J Feuerwerk. Das w war ich das erste Mal beim japa uni 06 und Muster man ar richtig toll. Und was für Figunischen man da schon gen da erkennen kann. Allerdings m ren auch die Schwieri auer hingucken. Ich hatte anfanuss Altstadt ist sooo gkeiten was zu erkennen. Und diegs 2 Jahren beim Jo voll, das glaubt man garnicht. Freundin Liesel u apan-Tag 2004 wollten meine Vor Wir sind auch re nd ich uns das Feuerwerk ansch beste weil wir schon da chtzeitig mit dem Auto losgefahauen. aber ohne zu schermit gerechnet hatten, dass es voll ren, gefahren um einen zen...wir sind durch halb Düssel wird, das Feuerwerk verp Parkplatz zu finden und haben dorf immer aus dem Fenasst. Während der Fahrt haben dabei lich am Medienh ster was gesehen und als wir letz wir und ausgestiegen afen einen Parkplatz gefunden h tendShower“. Das ist sind, kam in dem Moment der “Gaben Feuerwerks und d die letzte Szene des etwa 25-min olden as große Finale. O h man >_< ütigen Dieses Jahr ist d Wetterbedingungener Japan-Tag leider wegen schle blöd war, weil viel ausgefallen, was auch irgendw chten extra nach Düssele Besucher aus ganz Deutschla ie freue ich mich au dorf gefahren sind. Naja, umsond 2007. Der soll nf den nächsten Japan-Tag im J mehr ächstes Jahr am ahr stattfinden. 02.Juni

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Wohnkultur Alles hat seine Ordnung und nimmt Bezug auf Mensch und Raum.

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Klare Formen und Linien Der wichtigste und zugleich individuellste Lebensbereich des Menschen ist sein Zuhause. Traditionelle japanische Häuser sind aus Holz erbaut und ruhen auf Holzpfeilern. Sie prägen klare Formen und Linien, verbinden ein durchdachtes Design mit Zweckmässigkeit, wobei nichts dem Zufall überlassen wird. Alles hat seine Ordnung und nimmt Bezug auf Mensch und Raum. Zur Anlage des EKÔ-Zentrums gehört solch ein traditionelles japanisches Haus, das in Düsseldorf besichtigt werden kann.

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Genau das habe 20. A lassen, was ich nuich gemacht und mich davon überzepril 06 Die Grundausstattr aus Filmen und Erzählungen her ugen ten und Bambus. ung besteht nur aus Holz, Tatam kenne. Hauses recht beschObwohl die Einrichtung eines japa i-Matfand es sehr gemü eiden ist, war ich sehr fasziniert unischen sowas auch zu H tlich und ästehtisch. Am liebsten nd ihre Zimmer oder ause. Kein Wunder, weshalb sich hätte ich Stil einrichten. SoWohnungen im japanischen oder aviele gern si Flingern. Ich hab ging es anscheinend auch Jasmin atischen war überrascht ei e sie in ihrer Wohnung besuchen d aus bei ihr im Wohnz nen großen Hauch der japanischenürfen und immer wiederzufin Kultur den ...

„Alles fing mit dieser Lampe an. Ich habe sie vor circa acht Jahren von meiner besten Freundin Nathalie zu Weihnachten geschenkt bekommen. Damals habe ich noch zu Hause gewohnt. Nachdem ich meine eigene Wohnung hatte, habe ich sie direkt ins Wohnzimmer gestellt und nach und nach kamen immer mehrere asiatische Wohnaccessoires dazu, so dass alles einheitlich aussah, was sich bis heute gehalten hat.“ Jasmin F. (24) 27


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Ess- und Trinkkultur Reis, Nudeln, Sushi und Co.

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Das Auge isst mit Die traditionelle Esskultur in Japan wird liebevoll gepflegt. Japaner legen Wert auf frische Zutaten, eine schonende Zubereitung und einen authentischen Geschmack. Viele Lebensmittel werden daher nur kurz gegart oder sogar roh gegessen. Gewürzt wird sparsam und nur, um den Eigengeschmack eines Gerichts zu unterstützen – am liebsten mit Sojasauce. Reis ist eines der Hauptnahrungsmittel, das fast zu jedem Essen gereicht wird. Daneben gehören Gemüse, Fisch und alle Arten von Meerestieren und -pflanzen zum Speiseplan. Genauso gern kochen

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Japaner mit Fleisch und Tofu. Alle Zutaten werden in der Regel in reiner Form gereicht und nicht in einem Gericht miteinander vermischt. Ganz wichtig für die kulinarische Tradition in Japan ist die optisch ansprechende Präsentation der Speisen, denn hier gilt mehr als anderswo, dass das Auge mitisst. Für eine gewissenhafte Zubereitung und Feinheiten zur Dekoration, verwenden japanische Köche und Hausfrauen erheblich Zeit und Mühe, so dass jede Mahlzeit wie ein kleines Kunstwerk aussieht.


20. April 06 Auch ich habe mich das erste Mal mit japanischem Essen auseinandergesetzt und war zum einen sehr beeindruckt, aber zugleich auch etwas irritiert. Mit meinen zwei Freundinnen war ich zum ersten Mal im Japanischen Club essen. Die Bedienung war sehr freundlich, und hat in sommerlichen Kimonos (Yukata) serviert. Leider sprachen sie kein deutsch, deshalb war es gut, dass meine Freundin Tanja dabei war, die die japanische Sprache perfekt beherrscht. Nach dem wir die Bestellung aufgegeben hatten, sollten wir direkt zahlen, was ich sehr ungewöhnlich fand, da die anderen japanischen Gäste wie gewohnt erst nach dem Essen bezahlt haben. Seltsam...das sollte aber meine Erwartungen nicht trüben und enttäuscht wurde ich auch nicht. Das Essen war schnell serviert und es sah richtig toll und schmackhaft aus. Bestellt hatte ich mir Krokettenähnliche Kartoffeln mit Gemüse und panierten Schrimps. Als Beilagen gab es Suppe, Salat und natürlich Reis. Reis zu essen bin ich eigentlich gewöhnt, aber mit Stäbchen ist das doch alles sehr schwierig. Trotz Klebereis, fluppte der Reis mir ständig runter und mit Mühe und Not und der Ausleihe des Suppenlöffels meiner Freundin Katharina konnte ich das tolle dekorative Essen doch noch genießen.

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Teezeremonie Sake und Tee sind die traditionellen Getränke der Japaner. Tee wird in Japan immer und überall getrunken. Grüner Tee ist in Japan vor allem ein Alltagsgetränk. Früher wie heute bietet man ihn seinen Gästen an, im Restaurant wird er meist kostenlos gereicht. Im Gegensatz zu unseren Gewohnheiten allerdings ohne Zucker oder Zitrone. Die bekannte japanische Teezeremonie stammt von Zen-Mönchen, die die Zeremonie mit ihrem Glauben verbanden. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Teetrinken ritualisiert und Regeln für die Zeremonie festgelegt.

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Das herausragendste Merkmal der Teezeremonie ist die Langsamkeit - die Zubereitung einer Schale Tee kann schon einmal eine dreiviertel Stunde dauern! Sinn der Zeremonie ist nicht das Trinken selbst, sondern eine Art innere Reinigung durch den Tee. Fast jeder Handgriff hat eine ganz bestimmte Bedeutung, wobei sogar die Stellung der Finger wichtig ist. Die Utensilien (Schalen, Teebesen etc.) sind einfach, aber künstlerisch gearbeitet und haben eine vorgegebene Reihenfolge und einen bestimmten Platz.


Eigentlich tr 01. M krank bin unindke ich meistens nur Tee wen ai 06 Premiere japanisBauchweh habe. Nach m n ich ne eine richtige ch zu essen, wollte ich a einer uch gerleider nicht gek Teezeremonie mitmachen. D improvisieren unlappt, also musste ich einb as hat nie” veranstaltetd hab meine eigene “Teezer ischen getrunken...mmh und das erste Mal Grün emobei Eistee ^_~ hh...ich glaube, ich bleibeen Tee lieber Eine Teezer on ie werde ich aber mitmachen. em trot D a s an. Da werde ic EKÔ-Haus bietet sozlcdheme mal nächste Termin h doch mal gucken, wann Kurse ist und mich an d melden... er

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Wer denkt, dass Sushi das Hauptnahrungsmittel der Japaner ist, hat sich geirrt. Es gibt natürlich noch andere leckere Speisen die nicht nur Japaner begeistern, sondern auch die Appetitfreudigkeit der Düsseldorfer anregen. Die „Na Ni Wa“ auf der Klosterstraße ist die beliebteste Nudelbar im Stadtgebiet. Nicht umsonst heißt es bei Na Ni Wa: „Eine gute Nudel erkennt man an der langen Schlange.“

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Wer zum ersten 29 geht, denkt wahrsMal mittags an der Na Ni Wa .April 06 de. Aber so sieht cheinlich, dass es was umsonst g vorbeiaus. Die Wartes es eigentlich jeden Tag um die Meben würdraußen schon Bchlange vor dem Lokal ist so la ittagszeit während der Wa änke aufgestellt worden sind, d ng, dass daran ist, dass drterei auch mal sitzen kann. Dasamit man bis ein Tisch frei ie Gäste tatsächlich alle so lang lustige duldsprobe, als ic wird. Für mich war es schon ei e warten, Nudelfans mach h in der Schlange stand, aber nwe Gewirklich so lange,t das anscheinend nichts aus. Die aschechte Insgesamt war ic bis sie ihre Nudelsuppen kriegen warten gendwie habe ich h schon 2x in der Na Ni Wa un . Mittag essen. Vie das Gefühl, dass immer dieselbend irmir auch sagen lalleicht war es nur Zufall, aber ic dort zu japanischen Gesch ssen, dass es wirklich so ist, da h habe Zugegeben, die N äftsleute fast jeden Tag dort ss die Nach einem riesenudelsuppen werden ihrem Ruf geressen gehen. war ich richtig sa Pott voller Nudeln, Suppe und echt. besser geklappt att. Mit Stäbchen hat Nudeln es Fleisch sen sogar Gerücht, dass ma ls mit Reis ^_^ Und das ob jemand in der n hinterher riechen kann, gegessen hat, stim Na Ni Wa mt ...hihi ^_~

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Das bekannteste japanische Gericht bei uns im Westen ist Sushi. Anfangs war der Verzehr von rohem Fisch undenkbar. Jetzt ist Sushi bei uns im Westen so beliebt, dass es in Düsseldorf mittlerweile unzählige Sushi-Restaurants und Sushi-Bars gibt, die nicht nur ausschließlich von Japanern geleitet werden. Die bekannteste Sushi-Bar Kette, die in fünf Stadtgebieten verteilt ist, ist das „Maruyasu“.

06. Mai 06 mein Ding. Dennoch so t ch ni h ic tl en eig ist i Sush anden unterhalten, deshr i zu habe ich mich mit jem ständig mit Su g während seiner Arbeitlbszjaeit nischer Abstammun tun hat. Taro ist haseinempaStudium in der Maruund arbeitet neben r Königsallee. Er bestätigt die yasu Filiale auf des Essen für Japaner ein wichtiger Aussage, dass dad mittlerweile auch zum LifeBestandteil ist un style gehört.

„Die deutschen Kunden, die zu uns kommen, sind zum Teil auch Kunden, die immer zur selben Zeit vorbeikommen und das Gleiche bestellen. Der jüngste Kunde ist erst 1½ Jahre alt und der älteste vielleicht so um die 75. Öfters werden von Kunden auch Fragen gestellt, die mich manchmal zur Verzweiflung bringen. Sie verwechseln Sushi mit Süßigkeiten oder Marzipan oder kombinieren Sushi mit anderen Zutaten, wie z.B. einer erdnußähnlichen Soße. Für uns Deutschen ist das so, als würde man Trüffel mit Ketchup essen.“ Taro M. (23) 37


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Seit Ende April 2006 hat am Düsseldorfer Medienhafen das neue Sushi-Restaurant „Sushi+Soul“ seine Pforten eröffnet. Geschäftsführer dieses Restaurants ist Christian Herbst. Der deutsche Chef-Gastronom betreibt bereits einen Standort in München, dessen Konzept sich deutlich von anderen Restaurants abhebt.

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„Als Student bin ich damals durch Zufall in die japanische Gastronomie gerutscht. Ein Komilitone hatte mich gebeten, bei einem japanischen Restaurant als Kellner auszuhelfen. Eine Weile später haben die Inhaber dieses japanischen Restaurants ein weiteres eröffnet, bei dem ich für ca. 3 ½ Jahre als Geschäftsführer gearbeitet habe. Die japanische Küche präsentierte sich damals nur auf der Luxusschiene. Es gab immer nur sehr teure, förmliche und kühle Restaurants. Spätestens nach meinem ersten Aufenthalt in Japan war mir klar, dass das eigentlich garnicht so sein muss. Von der Idee her, wollte ich kein Restaurant mit gehobener Gourmetküche konzipieren, bei dem man bei jedem Bissen vor Ehrfurcht erschauern muss. Ich will eine gut bürgerliche japanische Küche mit gemütlichem Ambiente anbieten, bei dem ich die traditionelle japanische Küche mit modernen Elementen und moderner Gastronomie verbinden will.“ C. Herbst (Geschäftsführer von Sushi+Soul)

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Das ist ihm deut h ge . Mai 06 lungen. Bei meine0m9B bei ,,Sushi and Slic l“ war ich von den Räu esuch keiten sehr angetaou mlicherwarten typisch jan.paDniie Atmosphäre war wie zu tehtisch und stilvoll um sch und zudem sehr äshaben mir die Teilberei gesetzt. Besonders gefallen ausgelegt waren und in che, die mit Tatami-Matten im japanischen Stil oh denen man sich traditionell an niedrigen Tischen hine Schuhe im Schneidersitz die das nicht gewohnt sinsetzen kann. Für diejenigen, schnell einschlafen, be nd und die Beine und Füße sich ,,normal“ hinzusetzesteht auch die Möglichkeit sind extra ,,Freiräume n. Denn unter den Tischen Beine ihre gewohnte Hmiteingebaut“, bei denen die altung finden. 41


„Das zentrale Element von Sushi+Soul ist der lange Tisch in der Mitte des Lokals. In Japan gibt es eine Art von Restaurant, das sich Isayaka nennt. Das sind ganz einfache Restaurants, die buntgemischte Speisekarten von Spaghettis bis Sushis anbieten und immer einen langen Tafeltisch in der Mitte haben. Diese Idee habe ich mir direkt von den Japanern kopiert, weil ich jede Zielgruppe ansprechen möchte und vielleicht sogar die Jeans neben dem Nerzmantel sitzt.“ C. Herbst (Geschäftsführer von Sushi+Soul)

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Schönheit Asiatische Schönheit für zu Hause.

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Schönheit für Haut und Haar

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Asiatische Frauen wirken für westliche Europäer als sehr anmutig. Ihr junges und gepflegtes Erscheinungsbild durch glänzende glatte Haare und Elfenbeinteint fasziniert nicht nur europäische Männer, sondern vor allem auch europäische Frauen. Das Geheimnis liegt an der Rezeptur und den traditionell und hochwertigen Wirkstoffen, die in den Pflegeprodukten für Haut und Haar enthalten sind. Das Unternehmen Henkel hat zusammen mit Schwarzkopf den asiatischen Lifestyle-Trend für Schönheit und Wellness erkannt und bietet auch den Europäern mit ihren neuen Produkten und Haarschnitten asiatische Schönheit für Haut und Haar.

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Kunstkultur Japaner machen aus allem eine Kunst.

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GEISHA

Die berühmteste „Stellvertreterin“ der japanischen Künste ist die Geisha. Spätestens seit der erfolgreichen Kinoverfilmung von Arthur Goldens Bestsellerroman „Die Geisha“, ist die Faszination dieser Künstlerin bei uns noch größer. Schon immer spielte sie in der Kultur und Geschichte Japans eine wichtige Rolle. Die Ausbildung einer Geisha in der heutigen Zeit dauert etwa fünf Jahre. Die Grundlagen dieser Ausbildung umfassen die Beherrschung verschiedener Musikinstrumente, gute Konversation, Gesang, Tanz, Kalligraphie, Ikebana und die Beherrschung zur Ausübung von Teezeremonien. Besondere Merkmale einer Geisha sind die schönen Kimonos, das weiß geschminkte Gesicht mit den roten Lippen und die kunstvoll hochgesteckten Haare.

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Kampfkunst Im Kampfsport sind die japanischen Kampfkünste stark vertreten. Budo (zu deutsch übersetzt: Kampfkünste), bezeichnet die traditionellen japanischen Kampfkünste, die eine Art philosophische Ausbildung für den Krieger darbietet. Diese Ausbildung dient der Disziplin und Selbstkontrolle und auch der eigenen Lebensfindung. Sehr bekannte japanische Kampfkünste sind Judo und Karate. Hinzu kommen noch Aikidô, Jiû Jitsu, Ninjutsu und Sumo.

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In vielen Städten Deutschlands und natürlich auch in Düsseldorf, gibt es mehrere Vereine und Schulen, in denen man die japanischen Kampfkünste erlernen kann. Die meisten Jungs, die sich auf irgendeine Art und Weise mit Japan beschäftigen, haben ihren Ursprung im Kampfsport und/oder in Kampfkunstfilmen entdeckt. Im Kindesalter haben sie sich z.B. die Ninja Turtles angeguckt oder waren von Ninja oder Samurai so sehr fasziniert, dass sie ihre Fernsehvorbilder ständig nachahmten und so in Kampfsportschulen gelandet sind.


„Kampfkunst hat bis jetzt mein ganzes Leben begleitet. Schon als Kleinkind bin ich mit 5 Jahren rumgesprungen, habe in der Luft geschlagen und getreten bis das meiner Mutter auffiel und sie überlegt hat, ob man das sportlich nicht fördern könnte. Somit habe ich im Alter von 6 Jahren mit Judo angefangen. Im Fernsehen habe ich dann Kung-Fu Filme entdeckt und so wurde Judo nach drei Jahren langweilig, so dass ich mit 10 Jahren zwei Jahre Karate gemacht habe. Danach folgte mit ca. 15 ein Jahr Ninjutsu und mit 17 habe ich mich ein halbes Jahr mit ThaiBoxen beschäftigt. Mit 19 habe ich auch WT-Kung Fu gemacht, was aber auch aufgrund meiner Bundeswehrzeit nur 4 Monate ging.

Seit zwei Jahren mache ich wieder Ninjutsu und spiele einwenig mit dem Gedanken vielleicht sogar eine eigene Kampfkunstschule zu eröffnen. Was ich mir persönlich verinnerlicht habe, ist der Grundsatz: „Die beste Selbstverteidigung ist, einen Konflikt zu vermeiden.“ Das habe ich während meiner langjährigen Kampfkunsterfahrung gelernt, was auch meine Lebenseinstellung geprägt hat.“ Orazio M. (24)

„Als Kind habe ich mir mit meinen Eltern immer gerne Karate-Filme angeguckt. Für ein Mädchen eher ungewöhnlich, aber ich fands trotzdem toll. Ich wollte auch nie Judo oder was anderes machen, sondern eigentlich immer nur Karate. Mit 12 habe ich damit angefangen und sieben Jahre gebraucht bis ich den schwarzen Gürtel machen konnte. Nach meinem Auslandsaufenthalt auf den Philippinen habe ich mit Karate aufgehört und vor 2 Jahren mit Orazio Ninjutsu angefangen.“ Janine S. (24)

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Ikebana

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Ikebana ist die japanische Kunst des Blumensteckens. Im Gegensatz zur dekorativen Form des Blumensteckens in der westlichen Welt, schafft das Ikebana eine Harmonie von linearem Aufbau, Rhythmik und Farbe. Wo im Westen hauptsächlich die Blüten beachtet werden, legen die Japaner Wert auf die linearen Aspekte der Anordnung. Vase, Stängel, Blätter, Zweige haben in dieser Kunst den gleichen Stellenwert wie die Blüte. Für die Gestaltung eines lkebana-Arrangements, müssen neben den der Natur abgeschauten Gesetzen auch die der Kunst beachtet werden, da jedes lkebana zugleich auch als Skulptur anzusehen ist. Wie diese besitzt jedes Arrangement Höhe, Breite und Tiefe. Gerade Linien wirken strenger und weicher. Während Ruhe und Gleichgewicht sich durch waagerechte oder senkrechte Linien darstellen lassen, vermitteln diagonale Linien den Eindruck von Bewegung. Für die Wirkung ist natürlich auch die Verwendung warmer oder kalter Farben von Bedeutung.

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UKIYO-E Ukiyo-e ist der japanische Farbholzschnitt, der über Jahrhunderte zur traditionellen Kunstform Japans gehört. Das Ukiyo-e entstand in der Edo-Epoche (1603-1868) und beinhaltet Themenbereiche wie Schauspieler- und Sumobildnisse, Mythologie, Le-

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genden, Naturdarstellungen und erotische Szenen. Die Kunst der japanischen Farbholzschnitte, gelangte ab 1850 nach Europa und beeinflusste mehrere europäische Künstler und den Jugendstil im Jahre 1896 bis 1940.


„Ich studiere an der Heinrich-Heine Universität das Fach Modernes Japan. Meine erste Hausarbeit ging über das Thema Ukiyo-e und seitdem bin ich von japanischen Farbholzschnitten sehr beeindruckt und fasziniert. Wenn sie nicht so teuer wären, würde ich sie glatt alle sammeln.“ Susanne K. (25)

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Ein japanischer Garten ist ein Stück bewusst gestaltete Natur. Ein typisch Japanischer Garten benötigt viel Raum, um seine ganze Energie freizusetzen. Die Weite ist daher ein zentrales Element. Während normale Gärten, wie wir sie kennen, oftmals überladen sind, kommt ein Japanischer Garten mit wenigen Elementen wie Pflanzen und Steinen aus. Die Art und Weise wie Steine und Felsen gesetzt werden, wie der Kies gemustert ist, wie Pflanzen angeordnet sind und wie der Blick des Betrachters gelenkt wird, all das ist geplant und nichts dem Zufall überlassen. Alles hat eine tiefe kulturelle Verwurzelung. Die Details sind stark auf das Wesentliche reduziert, die Gesamtwirkung daher umso stärker und ganzheitlich von Körper und Seele gleichermaßen erlebbar. Solch ein japanischer Garten befindet sich im Düsseldorfer Nordpark und ist ein Geschenk der japanischen Gemeinde an die Landshauptstadt Düsseldorf.

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japanischer garten 62


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SAKURA Neben Bonsai und Bambus ist die Sakura (Kirschblüte) ein wichtiges Element in der japanischen Botanik. Die Kirschblüte hat in Japan einen sehr hohen Stellenwert und wird als nationales Symbol geehrt. Ihre Blütezeit zwischen März und April wird von zahlreichen Menschen beobachtet. Dazu finden jährlich Hanami-Feste (Kirschblütenfeste) statt, bei denen Menschen mit Familien und Freunden unter blühenden Kirschbäumen Picknicke veranstalten und sich der Blütehauptzeit erfreuen. Die Blütezeit, macht das Naturereignis für die Japaner zu einem hochgeschätzten Kulturerlebnis.

Das Symbol des Sakura hat für das japanische Volk mehrere Bedeutungen. Sakura steht zum einen als Symbol für den Verlauf des Lebens und gilt als Ausdruck des japanischen Lebensgefühls. Ihre weiß- bis rosa- und pinkfarbenen Blüten prägen die Begriffe der Schönheit, der Ästehtik, der Kraft und der Jugend. Auch die Symbolik der Vergänglichkeit wird mit Sakura assoziiert und ist zum Inbegriff der japanischen Ästehtik geworden. Die Vergänglichkeit ist mit dem Leben vergleichbar und gilt für den natürlichen Verlauf der menschlichen Entwicklung.

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Japanische Schrift Das japanische Schriftsystem, das ursprünglich aus China kommt, ist eins der komplexesten auf der Welt. Um Japanisch zu schreiben werden drei verschiedene Arten von Schriftzeichen verwendet. Eines der Zeichen wird Kanji genannt und ist ein Bildschriftzeichen. Zusätzlich zum Kanji gibt es im Japanischen zwei Silbenalphabete, Hiragana und Katakana, die sich beide aus Kanjis entwickelt haben. Hiragana werden zusammen mit Kanji verwendet, um normale japanische Worte zu schreiben. Katakana werden benutzt, um Worte zu schreiben, die aus anderen Sprachen übernommen wurden, für ausländische Personen- oder Ortsnamen sowie für Lautmalereien und Tierlaute. Die typische Lese- und Schreibweise der Japaner verläuft von oben nach unten und von rechts nach links. Mittlerweile gibt es aber auch eine Lese- und Schreibweise, die dem westlichen angepasst ist und horizontal von links nach rechts verläuft.

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Die Zeichen des Katakana-Alphabets Mit Hilfe des Katakana-Alphabets werden fremdsprachige Begriffe, also auch deutsche Namen und Worte, in japanische Schrift umgesetzt. KatakanaZeichen kĂśnnen waagerecht oder senkrecht ge-

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schrieben werden. Bei vertikaler Schreibrichtung steht der Dehnungsstrich fĂźr lang gesprochene Vokale ebenfalls in senkrechter Richtung.

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hodo

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Shodo ist der japanische Begriff für Kalligraphie oder Schönschreiben. In Japan ist die Kalligraphie eine hoch angesehene Kunst, die schon im Kindesalter beigebracht wird. Kalligraphien auf Papierrollen sind besonders beliebt und werden gerne zu Dekorationszwecken aufgehangen. Die Kanjis werden oft für Tattoo-Motive genutzt, als auch für Dekorationsaccessoires wie Vasen, Kerzen oder ähnlichem.

Liebe

u Q B g Freundschaft

Schönheit

Haus

Kultur

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Alternativ zum kom 18. Juli 06 ich mir heute auf d pletten Kalligraphie-Set ha be laden einen Pinselstier ImmermannstraĂ&#x;e im Buchkauft. Uff, so ein ft und Kalligraphie Papier geschwierig, aber es Kanji zu zeichnen ist ganz schĂśn auch mal aus ^_^ macht Spass. Probiert es doch

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Zum Anfertigen einer kalligraphischen Arbeit bedarf es „vier Kostbarkeiten“. Dazu zählen der spitz zulaufende Haarpinsel, der Malgrund (Papier oder Seide), der Tuscheblock oder -riegel, aus dem die Tusche gewonnen wird, sowie der Tuschereibstein. Mittlerweile gibt es auch Tuschestifte, die wie ein normaler Filzstift aussehen, an der Spitze aber einen Tuschepinsel haben, die dem Effekt des Kalligraphie Schreibens nahe kommt.

Es gibt zwei wichtige Regeln, die beim Schaffen einer kalligraphischen Arbeit unbedingt beachtet werden müssen. Die beiden Regeln sind einfach zu merken und plausibel, aber auch manchmal schwer einzuhalten.

1. Regel: Schreibfolge Die erste Regel besagt, dass die Linien und Striche, aus denen die jeweiligen Schriftzeichen und Buchstaben bestehen, nur in einer genau vorgegebenen Reihenfolge geschrieben werden dürfen. Im Allgemeinen bedeutet das, dass ein Schriftzeichen bzw. Buchstabe von oben nach unten und von links nach rechts geschrieben werden muss. An dieser Tatsache orientiert sich die Reihenfolge der Linien beim Schreiben.

2. Regel: Verbot des Zweifachschreibens Die zweite und in der Schriftkunst sehr wichtige Regel ist das so genannte Nijukaki (wörtlich übersetzt „Zweifachschreiben“). Diese Vorschrift beihnhaltet das Verbot, ein bereits geschriebenes Schriftzeichen nachträglich zu verändern. Die Schriftzeichen bleiben auf diese Weise mit all ihren Fehlern und Makeln bestehen; aber genau dies verleiht dem Werk Leben und Bewegung.

Der Wechsel zwischen Schmaler- und Breiterwerden der Linie erfolgt durch die Auf- und Abbewegung des Pinsels.

Der Pinsel wird senkrecht zum Papier gehalten und von zwei oder drei Fingern in einer Höhe von ein Drittel bis zu zwei Dritteln des Pinselstiels umfasst.

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Befolgt man die Kakijun-Regel und achtet auf die Struktur des Zeichens, erhält man ein ausgewogenes Schriftzeichen. Hier als Beispiel das Kanji für die Bedeutung der Blume

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Popkultur Japans moderne Seite.

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Manga und Anime Die ersten beiden Dinge, die mit der heutigen japanischen Popkultur verbunden werden, sind Animes (japanische Zeichentrickfilme und Zeichentrickserien) und Mangas (japanische Comics). In den letzten Jahren hat der Manga- und Anime-Boom bei uns gewaltig eingeschlagen.

Hayao Miyazaki ist der sogenannte japanische Walt Disney und Macher der berühmten Animationsfilme „Prinzession Mononoke“, „Das wandelnde Schloss“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“, der im Jahr 2003 sogar als bester Animationsfilm den Oscar erhalten hat.

„Sailor Moon“ gehört zu dem ältesten Manga und Anime die man hier in Deutschland kennt und junge Mädchen in den 90ern begeistert haben. Die meisten Animes gab es anfangs nur als Mangas. Durch die große Beliebtheit wurden sie schliesslich als Animes verfilmt.

Es gibt viele verschiedene Mangas, die in Deutschland stark an Popularität gewonnen. Viele Jugendliche sammeln Mangas, verkleiden sich wie ihre Vorbilder oder nehmen einfach selber den Stift in die Hand, um den Versuch zu starten eigene Figuren zu zeichnen.

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„Ich war ungefähr 13, als ich das erste Mal Sailor Moon im Fernsehen gesehen habe und fand die Art von Zeichentrickfigur total cool. Die Figuren mit den großen Augen waren für mich sehr ansprechend. Richtige Mangas zeichnen kann ich nicht, aber durch das große Interesse und das ständige Ausprobieren entstehen schonmal einzelne Figuren wie meine Ichi-NiSan. Ichi-Ni-San heißt ganz einfach auf japanisch 1-2-3.“ Rachel S. (24) 76


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Cosplay, Gothic Lolita und Visual Kei Die heutige japanische Jugend steht in einem starken Umbruch. Die Zeiten der Gruppenorientierung sind vorbei und Individualismus rückt bei den jungen Japanern immer näher in den Vordergrund. Dieser Individualismus zeichnet sich sehr stark an dem äußeren Erscheinungsbild und dem Kleidungsstil aus. Harajuku ist ein Stadtviertel von Tokio und beliebter Treffpunkt für japanische Cosplayer, Visual Keis und Gothic Lolitas. Die Szene, die vorher nur unter Insidern bekannt war, ist mittlerweile ein Trend der sich ausbreitet und sich auch bei einem Besuch auf der Immermannstraße in Düsseldorf bemerkbar macht. Beim

Cosplay verkleiden die Jugendlichen sich wie ihre japanischen Vorbilder aus Mangas, Animes und Videospielen. In der J-Rock (japanische Rockmusik)und J-Pop (japanische Popmusik) Szene ahmen die Fans ihre japanischen Musikidole nach. Das nennt man Visual Kei oder auch kurz Visu. Die Verkleidungen dieser Gruppen erkennt man durch verrückte und aufwendige Kostüme, die meist selbst geschneidert werden. Anime-Conventions, die in ganz Deutschland stattfinden, sind Veranstaltungstreffs bei denen verschiedene Workshops rund um die japanische Kultur angeboten werden.

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25. Juli 06 h konnte mit den c I s? ta li o L ic Bis ? Goth Visus? Cosplay al überhaupt nichts anfangen.Keis und Begriffen erstm rte, dass Cosplayer, Visual Vorbilder mir jemand erkläsich gerne wie ihre japanischen te, die Gothic Lolitas a, das sind also die bunten LeuImmerverkleiden. Ah e mal am Wochenende auf derschon gewunsich auch gern fhalten. Hatte mich sowieso e gerade mannstraße au mer so aussehen, als würden si as wie dert, dass sie im entsprungen sein. Für sie istadbgedreht a aus dem Manng die Kostüme sehen echt totalmir erzählt, Karneval, den ie wohl herhaben? Man hat er nähen. aus. Wo die d re Kostüme tatsächlich selb rer Generation dass sie sich ihan doch, dass Nähen in unse eint es wohl Dabei meint m usgestorben sei. Demnach sch schon längst azu Freuden der Mütter ^_^ nicht so. Sehr 79


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„Wie die meisten Mädchen auch, hat mich das Manga- und Japan-Fieber durch Sailor Moon angesteckt. Ich finde die japanische Kultur einfach toll und das hat sich allerspätestens nach meinem Japanaufenthalt im Frühjahr 2006 verstärkt. Cosplayen mache ich seit ca. zwei Jahren. Ich habe 10 Kostüme, von denen ich 3 Stück selber genäht habe. Zu meinen Lieblingen gehört auch das schwarze Gothic Lolita Kostüm. Der Aufwand für das Nähen dieser Kostüme ist sehr groß und nimmt viel Zeit und vor allem auch Geld in Anspruch. Die Kosten für Stoffe und Accessoires belaufen sich zwischen 20-170 Euro. Das variiert aber bei jedem, je nachdem wie aufwendig der nachgemachte Charakter ist.

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Momentan arbeite ich an einem neuen Kostüm. dass in die Farbrichtung schwarz und pink gehen soll und einen Visu-Touch hat.“ Sandra C. (25)


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In Japan ist Visual Kei eine Unterkategorie von japanischer Rockmusik. Bei uns im Westen bezeichnen sich Visus als Fans und Anhänger der japanischen Musiker aus der J-Pop und J-Rock Szene. Auffällig sind vor allem ihr dunkles Erscheinungsbild die sehr provokativ aussehen und an Gruftis und Heavy Metall erinnern. Die japanischen Visual Kei Bands bestehen hauptsächlich aus Männern, was man aber auf den ersten Blick garnicht erkennt, da sie sehr feminin aussehen.

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Adrogynität ist ein wichtiger Bestandteil in der Visual Kei Szene. Das auffällige Styling durch Kostüme (teilweise Kleider), ausgefallene Frisuren, farbige Kontaktlinsen und das starke Make Up verstärken den Eindruck der Adrogynität. Trotzdem ist nur ein kleiner Teil homosexuell veranlagt. Der Rest macht es einfach nur um die Leute zu schocken und zu verwirren. Zudem galt es in Japan früher als Schönheitsideal, so hübsch wie eine Frau zu sein. In Deutschland ist die Band Tokio Hotel so ein Visual Kei Beispiel. Daher wahrscheinlich auch der Name „Tokio Hotel“.


Über J-Pop u 04 ugust 06 nur was von Fre nd J-Rock habe ich an.fA Immermannstraundinnen gehört. Als ich aangs und mir das Co ße vor einem CD-Regal st uf der angeguckt habe,ver mit den japanischen Mand eine Zeit lang g musste ich mir das Bild usikern te nicht einordn enauer anschauen, denn ic erstmal oder Frauen hanen, ob es sich dabei um Mh konnMänner. Die V delten. Tatsächlich waren änner Gruppe, die ma isual Kei Band Gazette is es alles könnte. Wie kran doch glatt für Frauen hat so eine le reine glatte Hss weiblich die aussehen. S lten o n laus wie die, hätt e ich auch geerto ne.

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Spiel und Spass Kawaii, Kitsch und Kult.

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Hello Kitty

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Kawaii, sagt der Japaner, wenn er etwas niedlich findet. Die weiĂ&#x;e Mietzekatze mit dem riesigen, mundlosen Gesicht, dem runden Nasenknopf und der Haarschleife am linken Ohr ist so ein Kawaii-Fall. Hello Kitty ist seit 30 Jahren eines der bekanntesten japanischen Exportprodukte und nicht nur bei Kindern, sonder vor allem auch bei jungen Frauen sehr beliebt. Es gibt unendlich viele Hello Kitty Produkte. Von Haarspangen, Taschen, Portmonaies, Stofftieren, Schmuck bis Toaster, Handys, MP3-Playern, Fernseher und anderen High-Tech Geräten bietet Sanrio mit seinem Hauptcharakter eine ganze Palette von Hello Kitty Produkten an.


10. August 06 n dem Hello Kitty bi ich ch au n, be ge zu ss Ich mu le vieles was mit Hello Wahn verfallen und sammhaben es mir die Taschen und Kitty zu tun. Vor allem rosa machte sich be ar F e di je, Oh n. ta ge an Accessoires y bemerkbar. Irgendwie itt K o ell H h rc du r nu t ch ni was nur rosa werden war auf einmal alles rodusang, oder das Handy. Hatte konnte. Sei es die Klei rosa zu streichen. Aber sogar überlegt meinen PCzu aufwendig. Zum Glück das war mir dann dochmit der Hello Kitty Mania stehe ich nicht alleinedere, die sogar noch “schlimda. Es gibt auch an mer” sind ...

„Die einzige wirkliche Sammelleidenschaft, die ich habe, ist das Sammeln von süßen Dingen. Dazu gehören vor allem Taschen, Portmaines und andere Accessoires von Hello Kitty und anderen Sanrio Produkten.“ Rachel S. (24) 88


Karaoke ist eines der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Asien und vor allem auch in Japan. Den meisten ist es eher peinlich vor vielen Leuten irgendwelche Lieder nachzusingen. Heute ist Karaoke auch bei uns sehr beliebt und wird nicht nur in Karaoke Bars unter Insidern gesungen, sondern auch schon in TVShows wie „Shibuya“ oder „Karaoke Countdown“ oder einfach nur zu Hause im Wohnzimmer mit Freuden als Partyspiel mit „Singstar“.

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15. August 06 h von meinemusste ic e b a h l ie p S r gsta as m Mein erstes S2in5.Geburtstag bekommen.aD meiner s u Freund zum eiht werden und so wurde ke Abend. direkt eingew arty der absolute Karao atten Geburtstagsp heinend viele über ihre Sch Da sind ansc ber man hat ihnen angesehench gesprungen, aagt angehört, dass sie wirkliich oder eher ges gen hatten. Seitdem treffe Spass am sinßig immer öfters mit Freunmich regelmägstar Sessions zu veranstalden um Sin weile besitze ich auch alle ten. Mittlerar Spiele, hihi ^_~ fünf Singst

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9 6 4 8 9 2 3 5 9 8 1 8 6 5 4 8 7 9 1 2 9 4 7 7 6 8 3 2 4 9 1 5

Sudoku ist der neuste Rätselspass für jung und alt und bricht über Europa herein wie Toyota-Autos und Koi-Karpfen, wie japanische Manga-Comics oder einst der Sony-Walkman. Mittlerweile gibt es Sudoku Rätsel in verschiedenen Schwierigkeitsgraden in Büchern, Zeitungen oder im Internet als Online-Spiel. Es ist unglaublich, wieviele schon dem Sudoku-Fieber verfallen sind und wieviele sich im Alltag damit beschäftigen. Sei es während der Fahrt zur Arbeit in der Bahn, in der Mittagspause oder nach Feierabend in der Freizeit. Sudoku scheint den Alltag für sich gewonnen zu haben. Probiert es einfach mal aus!

SUD KU 7 8 5 3 8

9 4 5 2 6 8 5 7 4 8 2 1

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4 5 6 1 2 6 5 4 8 2 9

1 7 4

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1 3 4 8 2 7 3 5 3 7 8 9 1 4 3 4 1 9 4 2 6 3 6 2

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8 2 3 5 9 5 1 9 4 7 6 7 4 2 1

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9 5 1

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SPIELANLEITUNG: Das Puzzlefeld besteht aus einem Quadrat, das in 3 x 3 Unterquadrate eingeteilt ist. Jedes Unterquadrat ist wieder in 3 x 3 Felder eingeteilt. Das Gesamtquadrat besitzt somit 81 (= 9 x 9) Felder. In einige dieser Felder sind zu Beginn Ziffern von 1 bis 9 eingetragen. Das Puzzle muss nun so vervollständigt werden, dass – in jeder Zeile, – in jeder Spalte und – in jedem der neun Unterquadrate jede Ziffer von 1 bis 9 genau einmal auftritt.

4 7

7 1 3 9 5 9 6

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8 3 5 1

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5 4 6 4 9

5

7 3 1 9 4 92


Origami Origami stammt aus dem japanischen und bedeutet Papierfalten. Die Japaner betrachen Origami als einen festen Bestandteil ihrer Kultur. Selbst im Zeitalter der Computer ist eine Welt ohne Papier unvorstellbar. Papier gibt es seit Jahrtausenden und ist das wichtigeste Medium zur Ă&#x153;bermittlung und Archivierung von Information.

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Kranich Die bekannteste Origamifigur ist der Kranich. Hier findest du die Anleitung einen eigenen fliegenden Kranich zusammenfalten. Viel Spass dabei!

herüberfalten Übergangsform

1

4

halbieren

zusammendrücken

5

2 umwenden

Spitze eindrücken

3

nach oben umknicken

6 94


Spitze eindr체cken ken

r

Hie

vorl채ufige Grundform!

c kni

10

7

Wenn die Taschen nicht seitlich erscheinen, ist bei 9 falsch geknickt worden. Mit den Daumen links und rechts in die Taschen greifen ...

zusammendr체cken

8 vorne und hinten entlang der Markierung falten

11 9 95

... auseinanderziehen und die Zunge nach oben aufklappen.


12 flach pressen wie in 13

13 herumdrehen und den Vorgang wiederholen

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15 entlang der Markierung beiderseits umknicken

16

so eindrĂźcken

18

17

die andere Seite ebenfalls

beide FlĂźgel nach auĂ&#x;en knicken und den Kopf falten

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19 H채lt man den Hals fest und zieht am Schwanz, bewegen sich die Fl체gel!

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rtenzeit. Ich a g er d in K er d h noch aus ss ich das Origami kenn ich sehr gut daran erinnern, dahselt habe. kann mich noc ständig mit Oregano verwecnmal Origami Wort Origamiotz wird jeder bestimmt schfochen und das Nichtsdestotr aben. Das berühmte Schif ng hinkriegen. ausprobiert hrde man noch ohne Anleitun eine größere Hütchen wü ender Kranich wäre scho aus! Aber ein fliegung. Probiert es mal selber Herausforder 99


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Zwischenmenschliche Beziehungen Kultur verbindet Menschen.

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u Freundschaft und Liebe Die Mischung verschiedener Nationen und Kulturen prägen das Bild unserer heutigen Gesellschaft. Japan gehört dazu und weckt nicht nur durch seine Kultur das Interesse anderer Länder, sondern führt zugleich verschiedene Menschen zusammen. Freundschaften und Partnerschaften entstanden durch Japan und veränderten das Leben vieler Menschen.

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„Den ersten Kontakt mit der japanischen Kultur hatte ich schon recht früh im Kindergartenalter. Ich hatte eine japanische Kindergartenfreundin, die einpaar Straßen weiter wohnte. Reiko und ihre Familie haben ungefähr vier bis fünf Jahre in Deutschland gelebt. Ihr Vater war ein typischer japanischer Geschäftsmann und wurde immer alle paar Jahre in andere Länder versetzt. Wenn die Familie aber in Europa war, haben wir uns wiedergesehen und haben sie in Amsterdam besucht als sie dort eine Zeit lang lebten. Wir sind auch mit ihnen in Griechenland im Urlaub gewesen, weil Rei-

kos Eltern sich für die griechische Kultur interssierten. Durch den ständigen Umzug ist es manchmal schwierig gewesen, den Kontakt zu halten so das wir für längere Zeit lange nichts mehr voneinander gehört haben. Zum Glück gibt es ja das Internet und wir haben jetzt auch wieder per Email noch Kontakt zueinander. Sie wohnt mittlerweile in Miami und will bald wieder nach Europa und mich in Düsseldorf besuchen kommen.“ Katharina P. (25)

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„Obwohl meine Mutter philippinischer Abstammung ist, habe ich mich eigentlich nicht wirklich für Asien interessiert. Mein spezielles Interesse an Japan war eher Zufall und kam erst mit der Zeit, als ich bemerkte, dass vieles was mich interessierte aus Japan stammt. Als Kind habe ich mir immer Sailor Moon und Kampfkunstfilme angeschaut oder Street Fighter gespielt. Jedoch interessiere ich mich überwiegend für das alte, traditionelle „feudale“ Japan, da mich die damalige Mentalität und Disziplin der Menschen faszinieren. Japan hat mein Leben in sofern verändert, dass ich durch die Suche zur Erlernung einer neuen Kampfkunst meinen Freund Orazio kennengelernt habe, da wir uns beide für das Budo begeistern.“ Janine S. (24) 105


„Asien und Japan haben mich schon immer fasziniert. Nicht nur, weil ich mich für Kampfkunst interessiere. Es ist einfach alles um Japan herum und irgendwie schwer in Worte zu fassen. Die Religion, die Mentalität, ihre traditionellen Rituale und ihre Verhaltensweisen. Japaner kenne ich persönlich nicht. Meine Freundin Janine habe ich über eine asiatische Internetcommunity kennengelernt. Aus einfachem Interesse habe ich mir verschiedene Mitgliederprofile angeguckt und bin auf ihres gestoßen, weil sie sich auch für Kampfkunst interessierte und aus Düsseldorf kam. Ich habe sie einfach angeschrieben, weil ich es interessant fand, dass sie als Mädchen Kampfkunst betreibt und den 1. Dan in Karate hat. Jetzt sind wir seit über einem Jahr zusammen.“ Orazio M. (24)

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„Gegen den Willen meiner Eltern habe ich vor einigen Jahren mein Studienfach gewechselt. Ich wollte Japanisch lernen. Schon immer war ich von japa„Japan nischen Mangas, Animes und Computerspielen wird für mich begeistert gewesen. Ich wollte in Japan leben immer eine besondeund für eine Manga- oder Animefirma arbeire Bedeutung haben, ten. Das Japanstudium zu beginnen und am da ich in Japan meinen Austauschprogramm für Japan teilzunehEhemann kennengelernt habe. men, waren die besten Entscheidungen Vor 6 Jahren hat eine Bekanntschaft mit einem meines Lebens. Mit Japan verbinde deutschen Halbjapaner mein Interesse an der japaich viele schöne Erinnerungen, vor nischen Sprache geweckt. Im Japanischunterricht an der allem die mit meiner Ehefrau.“ Uni hat mir eine Freundin dann von ihrem AustauschaufDavy Q. (24) enthalt in Japan erzählt. So stand mein Entschluss fest, am Austauschprogramm mit einer japanischen Universität teilzunehmen. Bis heute sind mir einige Freundschaften mit meinen japanischen Freunden erhalten geblieben. Nihon ni ikitai!!!! (Bedeutet: „Ich will nach Japan!“)“ Liesel M. (25) 107


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Arigato Danke.

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t 06 19. Augus ch gsreise dur irklich n u k c e d t n w E eine kleine Die Arbeit hat mirschen zu m o s l a t e So end okio am Rhein”. auch den Men peziellen “Little T pass gemacht, was i begleitet haben. S allen sehr viel S ist, die mich dabe Tanja Kekuli und eit verdanken Rie Kinoshita und meine Interviews Z durch Danke an euten, die sich für japanische Kultur anderen L haben und mir die cht haben. chen genommen hlungen nahe gebra uch bei den japanisstroihre Erzä möchte ich mich aannstraße, den Ga s zu Bedankenen auf der Immermir ermöglichten Foto g zu Geschäft d Firmen, die es m terial zur Verfügun nomien un nd Informationsma machen u azu gehören u. a. : stellen. D s GmbH, u m is r u o T f Düsseldorhes Generalkonsulat er Heind n a n Japanisc kstore a p nes Ja OCS Boo Institut für Moder Ostasien- e Universität, rich-Hein u, Maruyas a und Na Ni Woul. . es mir Leid t Sushi + S u t , n e b ergessen ha v n e d n a m je Sollte ich n! e Sumimas race auf G n a m t So schreib ^__^ japanisch

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Impressum und Bildregister

IMPRESSUM Dieses Buch ist im Rahmen der Diplomarbeit im Fachbereich „Mediadesign“ der Mediadesign Hochschule für Design und Informatik (Düsseldorf) entstanden. 2006 ©Grace-Evert Valdez www.grace-evert.com info@grace-evert.com 1. Auflage mit 2 Exemplaren Druck Alpha-Print, Düsseldorf Buchbindung Mergemeier, Düsseldorf

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BILDREGISTER LITTLE TOKIO AM RHEIN Japan-Tag in Düsseldorf, S. 17-18, 20 Ulrich Otte, Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH ESS- UND TRINKKULTUR Teezeremonie, S. 33-34 www.dreamstime.com SCHÖNHEIT Essential Look Models, S. 45-46, 48 Schwarzkopf Professional, Hamburg Produktfotos, S. 47, 49 Brandzeichen, Düsseldorf KUNSTKULTUR Geisha Memoirs of a geisha, S. 54 www.cinempire.om Geisha, S. 53 Alain Davreux, www.alaindavreux.com Ikebana, S. 57-58 Diane Norman/Michelle Cornell, Ikebana – Japanische Blumenkunst für moderne Räume Ukiyo-e, S. 59-60 Nigel Cawthorne Ukiyo-e – Die Kunst des japanischen Farbholzschnitts Sakura, S. 63-64 www.dreamstime.com Shodo, S. 70 Tomo Yoshihara Japanische Kalligraphie für Einsteiger POPKULTUR Sailor Moon, S. 74 Naoko Takeuch Sailormoon – Original Artbook Ichi-Ni-San, S. 76 Rachel Saulog

Comic-Seite, S. 75 Chihiros Reise ins Zauberland www.impawards.com Detektiv Conan www.dconan.net One Piece Nipponia – Japan entdecken Dragonball www.cinextrem.com Das wandelnde Schloss www.movie-gazette.com Yu-Gi-Oh www.cine.publispain.com Cosplay, Gothic Lolita und Visual Kei Cosplay, S. 77-80 Joachim Seidl Gothic Lolita S. 82 Christoph Gerlach Geisha, S. 81 Björn Poremski Kostümskizze, S. 81 Sandra Cieslik Gazette, S. 84 www.gazerock.de.vu Visus, S. 84 www.visualkei-heaven.de.vu SPIEL UND SPASS Hello Kitty Sammlung, S. 88 Rachel Saulog Illustration, S. 90 Rachel Saulog Screenshots Singstarspiel, S. 89 www.singstar.de 114


Sakura