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Holzbulletin 111/2014 Wohnen – Gestaltete Vielfalt Mehrfamilienhäuser Citypark, Sursee Mehrfamilienhäuser Champagny, Saint-Sulpice Minergie-P-Siedlung Buchthalen, Schaffhausen Überbauung Gartenstrasse, Oberglatt Quartier Neugrüen, Mellingen Wohnen am Schaffhauserrheinweg, Basel

Im Quartier Neugrüen in Mellingen charakterisieren Ausdruckselemente die Aussenhaut der Bauten: Vordach, Holzschindeln, Fensterläden und Abwurf über den Fenstern. Architektur und Generalplanung: Dietrich Schwarz Architekten AG, Zürich


Ästhetische Vielfalt für das Wohnen mit Holz Die sechs im vorliegenden Holzbulletin dokumentierten Wohnüberbauungen zeigen, ohne im geringsten als abschliessende Aufzählung gelten zu wollen, die ästhetische Bandbreite des modernen Holzbaus. Allein schon ein Blick auf die Aussenhaut der dargestellten Projekte macht deutlich, dass Holzbau längst nicht mehr eine vordefinierte Erscheinung bedeutet. Das Typische, mithin auch das Klischee seiner Rezeption, weicht immer mehr dem Individuellen. Fassadenbekleidungen aus Glas, Metall und Holz bringen Nutzung, Standortqualität, Ästhetik und Konstruktion in Einklang. Volumen mit nicht zwangsläufig parallelen Fassaden verschmelzen zugunsten der Innenraum­ qualität miteinander. Fassadenebenen sind aufgelockert mit Einsprüngen und Auskragungen. Die Auflockerung passt sich ihrer Gegebenheit mit verschie­ denen Tiefen an. Fassadenenden sind eckig oder rund. Das Fassadenbild gewinnt mit wiederentdeckten Details am Fenster und Vordach an neuer Reichhaltigkeit. Die enorm vielfältige Ausdrucksweise des aktuellen Holzbaus macht neugie­ rig darauf, was im zeitgemässen Umgang mit dem Baustoff noch zu erwar­ ten ist. Denn sind die Grenzen des technisch Machbaren einmal deutlich verschoben worden – so wie in den letzten Jahren zugun­ sten des Bauens mit Holz –, dann wird die Manifestation im Grunde nur noch durch das Vorstellungsvermögen eingeschränkt. Wenn die intensive Planungsphase im Holzbau nicht nur für die Übertra­ gung von technischen Lösungen auf das jeweilige Projekt oder für die Optimierung der Baustellenlogistik genutzt wird, sondern auch dazu, viel­ leicht noch mehr als bisher gewohnt Detailreichtum in die Ausgestaltung einzubringen, werden wir in einigen Jahren vermutlich Holzbauten zu Gesicht bekommen, deren Erscheinung wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

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Roland Brunner Technische Kommunikation Lignum


Mehrfamilienhäuser Citypark, Sursee Die ehemalige Grundeigentümerin, eine Gärtnerei, zog an einen anderen Standort und wollte eine zukunftsorientierte und nachhaltige Neubebauung der freiwerdenden Fläche nahe der Altstadt von Sursee. Realisiert wurde darauf ein ökologisches Vorzeigeprojekt. Der Wunsch der Stadt Sursee nach mehr Verdich­ tung in der Zentrumsgegend führte zu einem Gestaltungsplan für eine Umzonung. In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Städtebaukommission wurde diese vors Volk gebracht und gutgeheissen. Ein Wettbewerb für die angrenzende Grünzone mit dem Flüsschen Sure entschied die Umgebungsgestaltung des Areals. In die Umgebung der Wohnüberbauung sind eine Parkanlage und strassenseitig Besucherparkplätze integriert. Der bestehende öffentliche Fussweg zur Sure bleibt frei zugänglich. Neben dem Grundstück gibt es zudem einen Weg, der direkt in die Altstadt führt. Die Überbauung mit drei Wohngebäuden verteilt sich auf vier Parzellen zwischen dem Flüsschen Sure und der Wilemattstrasse. Die Häuser liegen in der verkehrsberuhigten Zone. Die Lage bietet einen attraktiven Ausblick auf den Grün­ raum, die Sure und die schöne Kulisse der Altstadt von Sursee. Die Überbauung fügt sich optisch gut in das Kleinstadtquartier ein, obwohl sich die Häuser durch ihre eigenständige Form und die Fassadengestaltung als zeitgemässe Wohnbauten zeigen. Die geschickte Anord­ nung der Gebäude sorgt dafür, dass die dahinter wohnenden Nachbarn weiterhin Ausblick auf das Städtchen haben. Die Materialisierung der Fassade reduziert sich im wesentlichen auf die Materialien Holz und Metall: eine vertikale Holzschalung und eine hori­ zontale Metallbekleidung bei Boden-, Deckenund Dachübergängen. Grosszügige Fenster und zwei Balkone pro Etage unterbrechen die Fassade

und geben den Blick auf die Umgebung frei. Ob­ wohl sich die Gebäude sehr ähnlich sind, weichen die Grundrisse leicht voneinander ab. Bezeichnend sind jedoch die asymmetrisch verlau­ fenden Grundlinien und die zwei Gebäudeteile, die sich schräg ineinander verkeilen. So können die Lichtverhältnisse optimal genutzt werden. In den Häusern A und B werden 2½-, 3½- und 4½-Zimmer-Wohnungen vermietet, das Haus C bietet einen ähnlichen Mix an Eigentumswohnungen. Die Mietwohnungen verfügen über zwei Balkone, von denen der eine der Morgen-, der andere der Abendsonne zugewandt ist. Bei den Eigentumswohnungen bieten die Balkone einen schönen Ausblick Richtung Osten in die Parkanlage entlang der Sure beziehungsweise Richtung Westen. Die Wohnflächen in den Attika­ geschossen werden durch eine grosszügige Terrasse und einen Balkon ergänzt. Unter Terrain verbindet die Tiefgarage alle Gebäude und bietet direkten und trockenen Zugang zu den

Wohnhäusern. Besucherparkplätze stehen entlang der Wilemattstrasse zur Verfügung. Die Konstruktion der Gebäude baut auf einem massiven Untergeschoss auf. Treppenhauskern und Liftschacht sind ebenfalls in Beton aus­ geführt, wodurch die Gebäudeaussteifung und die nichtbrennbare Erschliessung realisiert werden. Um die Kräfte aus der Scheibenwirkung der Decken in die exzentrisch im Grundriss angeord­ neten Kerne einzuleiten, sind Stahlträger flächenbündig in die als Kastenelemente aufge­ bauten Decken eingearbeitet. Alle Innen- und Aussenwände sind im Holzrahmenbau erstellt. Die Häuser sind im Minergie-A-Eco-Standard erstellt. Eine sehr gut gedämmte Hülle bildet die Basis dazu. Auf den begrünten Flachdächern ist eine Fotovoltaikanlage installiert. Über eine Grundwasserwärmepumpe wird zentral die Wär­ meenergie erzeugt, welche über Bodenheizungen und Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung in den Wohnungen bereitgestellt wird.

Situation

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Haus A: Erdgeschoss

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Haus A: 1. + 2. Obergeschoss


Haus A: Dachgeschoss

Haus A: Schnitt

10 m

Ort Wilemattstrasse 13, 15 und 17, 6210 Sursee Bauherrschaft St. Georg Immobilien AG, Sursee Architektur Scheitlin Syfrig & Partner Architekten AG, Luzern GU und Energieplaner Renggli AG, Sursee Holzbauingenieur Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain Holzbau Renggli AG, Schötz Materialien Brettschichtholz und schichtverleimtes Vollholz 489 m3, Brettsperrholz 54 m3; Platten: Dreischichtplatten 27 mm 6000 m2, Gipsfaserplatten 11 400 m2 Grundstücksfläche SIA 416 2457 m2 Geschossfläche SIA 416 1471 m2 (alle drei Mehrfamilienhäuser) Gebäudevolumen SIA 416 3585 m3 (alle drei Mehrfamilienhäuser) Bauzeit März 2012 – Dezember 2013 Fotografie Bruno Meier, Sursee (Innenaufnahmen), und Renggli AG, Sursee (Aussenaufnahmen)

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Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung 100 mm Drainagevlies Wasserdichtung Dämmung 50 mm Gefällsdämmung 10–170 mm Dampfsperre Kastenelement: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 240 mm/Dämmung Dreischichtplatte 27 mm Luftdichtigkeitsfolie Installationshohlraum 208 mm/ Lattung 40 mm/Dämmung 40 mm Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Aufbau Decken Dachgeschoss von oben: Bodenbelag 15 mm Kalziumsulfat-Unterlagsboden 80 mm Trennlage Trittschalldämmplatte 2 x 20 mm Styrobeton 180 mm Trennlage Kastenelement: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 240 mm/Kalksplitt 100 mm Dreischichtplatte 27 mm Gipsfaserplatte 18 mm Installationshohlraum 138 mm/ Lattung 40 mm/Dämmung 40 mm Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Aufbau Decken EG und 1. OG von oben: Bodenbelag 15 mm Kalziumsulfat-Unterlagsboden 80 mm Trennlage Trittschalldämmplatte 2 x 20 mm Kastenelement: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 240 mm/Kalksplitt 100 mm Dreischichtplatte 27 mm Gipsfaserplatte 18 mm Installationshohlraum 138 mm/ Lattung 40 mm/Dämmung 40 mm Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Aufbau Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 15 mm Luftdichtigkeitsfolie Gipsfaserplatte 15 mm Ständer 260 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Fassadenbahn Lattung Fassadenbekleidung

Fassadenschnitte

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Mehrfamilienhäuser Champagny, Saint-Sulpice Aus einem ehemaligen Industriegebiet im waadtländischen Saint-Sulpice ist ein gepflegtes und ruhiges Wohngebiet mit insgesamt 250 Wohnungen entstanden, das von einer Infrastrukturanbindung erster Güte profitiert. Am Ort der früheren Industriebrache erheben sich heute zwei Mehrfamilienhäuser mit L-förmigen Grundrissen um einen zentralen, reich bepflanzten Innenhof herum. Diese Anordnung schafft grosszügige Aussenräume, was den beiden Gebäudekörpern wiederum grosse architektonische Unabhängigkeit gegenüber den benachbarten Häusern verleiht. Die 2- bis 6½-Zimmer-Wohnungen erstrecken sich mehrheitlich über zwei Geschosse. Auch wenn die Anordnung der Räume und Grundrisse ganz in den Dienst der Wohnqualität gestellt wurde, bestechen die Wohnungen durch ihre typologische Vielfalt. Allen Wohneinheiten gemeinsam ist die Aussergewöhnlichkeit von Volumetrie und Funktionalität mit der Integration von Glasfasertechnologie und interaktiven Werkzeugen des energetischen Monitorings. Die Bauherrschaft legte grosses Gewicht auf den massvollen Einsatz von Energie und Ressourcen. Deshalb wurde der Bau nach dem Minergiestandard ausgeführt. Alle Einheiten verfügen somit über eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, und die Fassaden wurden unter Nutzung neuster Technologien der passiven Sonnenenergienutzung konzipiert und erstellt.

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Die Loggien erstrecken sich teilweise über zwei Geschosse und erfüllen die Funktion von Übergängen zwischen innen und aussen. Obschon ihre Benützung ganzjährig möglich ist, werden sie im Winter nur temperiert. Sie funktionieren als thermischer Puffer und tragen zur Verbesserung der Gesamtleistung der Gebäudehülle bei. Durch die Anordnung der Gänge und Flure auf der Aussenseite liess sich das beheizte Volumen reduzieren. Für die Verbindung zwischen den einzelnen Gebäudeteilen sorgen spezielle Laufgänge. Die Fassaden sind je nach Ausrichtung verschiedenartig ausgestaltet. Zum einen beste­ hen sie aus verputzten Holzfaserplatten, zum anderen aus Glasplatten. Die Gangzonen hingegen sind mit dunklen, zementgebundenen Platten bekleidet und unterstreichen so die Volumetrie des Baus. Die Tragkonstruktion ist in Beton erstellt und von Fassadenelementen in Holzrahmenbauweise umhüllt. Das Holz wurde hier ganz in den Dienst einer rationellen und wirtschaftlichen Bauweise gestellt. Die Konstruktion erlaubte es, die Wärmedämmung innerhalb der Fassadenelemente anzubringen, so dass dem eigentlichen Wohnraum ein Maximum an Fläche zur Verfügung steht. Das geringe Gewicht der Holzelemente begünstigte überdies vertikale Auflockerungen in Form von Nischen für die Verbindungswege und von Erkern in den Wohnungen. Bezüglich grauer Energie verfügen die beiden Komplexe über eine hervorragende Bilanz.

Für das Gelingen des Projektes war eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Baubeteiligten von entscheidender Bedeutung. So galt es etwa, die unterschiedlichen konstruktiven Tole­ ranzen von Holz und Beton zu berücksichtigen, und auch das Problem der Abdeckung des Baukörpers während der Rohbauphase musste gelöst werden. Die Abfolge der Erstellung der Baugerüste wurde in einer ausführlichen Studie zwischen der Bauleitung, dem Baumeister und dem Holzbauer festgelegt, um während der gesamten Bauphase eine hohe Arbeitssicherheit zu gewährleisten.


Situation

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[ P





































[ P













[ P





































[ P

Untergeschoss

Erdgeschoss

1. Obergeschoss

2. Obergeschoss 40 m

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3. Obergeschoss

4. Obergeschoss



5. Obergeschoss















 

 



























 

 















 

 

 

 

   

 

 

Querschnitte

Längsschnitt

20 m

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Ort En Champagny, 1025 Saint-Sulpice Bauherrschaft HRS Investment SA, Frauenfeld Totalunternehmen HRS Real Estate SA, Frauenfeld Architektur Pierre Steiner SA, Fontanivent Holzbau André SA, Yens Materialien Bauholz: Brettschichtholz 20 m3, schichtverleimtes Vollholz 137 m3; Platten: Holzfaserdämmplatten 40 mm 200 m2 und 60 mm 1478 m2, Gipsfaserplatten 3449 m2 Gebäudevolumen SIA 416 28 300 m3 Bauzeit April 2012 – Juli 2013 Fotografin Corinne Cuendet, Clarens

Aufbau verputzte Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Lattung 50 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 12,5 mm Dampfbremse Ständer 160 mm/Dämmung Holzfaserdämmplatte 60 mm Aussenputz 10 mm Aufbau verglaste Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 12,5 mm Lattung 50 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 12,5 mm Dampfbremse Ständer 200 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 12,5 mm Winddichtung Unterkonstruktion Glasbekleidung 8 mm Aufbau bekleidete Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Lattung 50 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 12,5 mm Dampfbremse Ständer 200 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 12,5 mm Winddichtung Unterkonstruktion 52 mm Zementgebundene Platte 8 mm

Fassadenschnitt

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Minergie-P-Siedlung Buchthalen, Schaffhausen Das langgezogene Areal, auf dem die neue Siedlung steht, wurde vom Kanton Schaffhausen für Starkstromleitungen in Reserve gehalten. So machte es die bauliche Entwicklung im Quartier nicht mit und bot bis zum Verkauf durch den Kanton Schrebergärten mitten in einem der beliebtesten Wohnquartiere der Munotstadt. Als Voraussetzung für den Verkauf mussten eine Projektidee und ein Kaufpreisvorschlag unterbreitet werden. Die Baugesellschaft MiP-S bot zusätzlich die Bebauung im MinergieP-Standard an, womit sie den Zuschlag erhielt. Im Süden an das Grundstück angrenzend, gegen die parallel zum Areal verlaufende Alpenstrasse, liegt ein bebauter Streifen mit Doppeleinfamilienhäusern aus den vierziger Jahren. Diese weisen altrechtliche, sehr geringe Grenzabstände zum Areal auf. Im Norden, leicht erhöht gegen das Areal, liegen Einfamilien­ häuser aus den fünfziger bis siebziger Jahren mit vorgelagerten Gärten und dichten Hecken, welche das Areal begrenzen. Diese umliegend bebauten Gebiete befinden sich alle in der Wohnzone W2 mit einer maximalen Ausnützung von 0,35. Auf dem dazwischen liegenden Streifen ist eine doppelt so hohe Ausnützung (0,70) und die doppelte Geschossigkeit möglich. So hatte das Architektenteam für einmal die Möglichkeit, das Projekt nach gestalterischen und städtebaulichen Massstäben zu entwickeln, ohne ständig an die Grenzen der Ausnützung zu stossen, und ohne lästige Einschränkungen bei der Ausgestaltung der Attikageschosse planen zu können. Die Ausnützung der realisier­ ten Bebauung liegt bei 0,52. Ein wesentlicher Umstand in der Prägung des Projektes lag bei den Grenzabständen, berechnet aus Gebäudehöhe und -länge. So weisen die vier Einfamilienhäuser zwar immer die gleiche Grundfläche auf, sind jedoch in den Proportionen unterschiedlich. Die Gebäude­ tiefe passt sich den Verhältnissen der nicht parallel verlaufenden nördlichen und südlichen Grundstücksgrenzen an. Das Grundstück wird gegen die Kesselstrasse hin immer breiter. Entsprechend ist das unterste der vier Häuser am tiefsten, dafür auch am schmalsten. Umge­ kehrt ist es beim ersten Haus aus der Reihe; dieses ist am breitesten und am wenigsten tief.

Dem Betrachter, der das Areal auf dem neuen Erschliessungsweg durchschreitet, fällt dies jedoch kaum auf. Zuunterst auf dem Areal, an der Kesselstrasse, öffnet sich das Grundstück so weit, dass die Grundfläche sogar ein kleines Mehrfamilienhaus ermöglicht. Es schliesst die Reihe der vier Einfamilienhäuser ab. Die Abstände zwischen den einzelnen Häusern sind so gering wie möglich gehalten. Das führte dazu, dass zwischen den Häusern kein Platz für einen Autoabstellplatz oder einen Unterstand war. Deshalb wurde ein offener Parkplatz innerhalb des Perimeters der einzelnen Häuser realisiert. Dies ergibt eine Nutzungseinschränkung im Erdgeschoss, dafür bleibt das Areal um die Häuser herum frei. Das Freilassen der Flächen und die gestalterische Klarheit lassen die gebaute Dichte positiv wirken. Als Konsequenz der für eine Wohnnutzung zu kleinen Grundfläche des Erdgeschosses und der nicht optimalen Besonnung aufgrund der südlich vorgelagerten, hofartigen Gartenflächen ist der Wohnraum mit Küche im Attikageschoss angeordnet, zusammen mit einer grossen Terrasse, von der man über die Dächer der südlichen Nachbarhäuser blickt. So weicht die hofartige Enge im Garten oben einer überraschenden Weite. Ab dem betonierten Keller sind die vier Einfamilienhäuser komplett als Holzelementbau realisiert, mit der Rahmenbauweise für Wände und Kastenelementen für Decken und Dach. Das Mehrfamilienhaus wurde als Hybridbau erstellt. Das Untergeschoss, der Kern mit Trep­ penhaus und Liftschacht sowie die Geschossdecken sind in Beton erstellt. Die Betondecken lagern den Rändern entlang auf Stahlstützen. Die Aussenwände und der ganze Attikaaufbau sind als Holzelementbau realisiert. Basis des Minergie-P-Konzepts ist die sehr gut gedämmte Gebäudehülle. Darüber hinaus werden die Einfamilienhäuser mit einer Wärme­ pumpe beheizt, welche die benötigte Energie aus einem Erdregister bezieht. Zusätzlich wird über die Fotovoltaikanlage Strom produziert, der in der Bilanz der benötigten Heizenergie zu­ gute kommt. Das Mehrfamilienhaus wird mit einer Pelletsanlage beheizt, und das Warm­ wasser wird zusätzlich mit einer thermischen Solaranlage aufbereitet.

Situation

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MFH: Längsschnitt

10 m

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MFH: UG


MFH: Querschnitt

Haus A: Querschnitt

Haus D: Querschnitt

MFH: EG

Haus A: UG

Haus D: UG

MFH: 1. OG

Haus A: EG

Haus D: EG

MFH: 2. OG

Haus A: 1. OG

Haus D: 1. OG

MFH: Attika

Haus A: Attika

Haus D: Attika

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Ort Kesselstrasse 33 sowie Dürstlingweg 3–3c, 8203 Schaffhausen Bauherrschaft Baugesellschaft MiP-S: Bergamini Néma Architekten GmbH, Schaffhausen, und Sandri Architekten GmbH, Schaffhausen Architektur ARGE Bergamini Néma Architekten und Sandri Architekten, Schaffhausen Bauingenieur WRS, Wüst Rellstab Schmid AG, Schaffhausen Holzbauingenieur Renggli AG, Sursee Holzbau Renggli AG, Schötz Materialien Bauholz: schichtverleimtes Vollholz 130 m3, Brettschichtholz 8 m3; Platten: Dreischichtplatten 1180 m2, OSB 2875 m2, Gipsfaserplatten 170 m2 Baukosten BKP 2 CHF 5,095 Mio. (inklusive Einstellhalle) davon BKP 214 CHF 1,48 Mio. (inklusive Fenster) Grundstücksfläche SIA 416 2065 m2 Geschossfläche SIA 416 1073 m2 Gebäudevolumen SIA 416 5870 m3 (total), 830 m3 (pro Einfamilienhaus), 1800 m3 (Mehrfamilienhaus), 750 m3 (Einstellhalle) Kubikmeterpreis (BKP 2) CHF 868.– Bauzeit November 2010 – September 2011 Fotograf Christoph Roost, Sandri Architekten, Schaffhausen

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Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung 80 mm Wasserdichtung Dämmung 20–80 mm Dämmung 140 mm Luftdichtigkeitsbahn Kastenelement: OSB 22 mm Rippen 220 mm/Dämmung 60 mm Dreischichtplatte 27 mm Aufbau Aussenwand Attika und EFH von innen: Gipskartonplatte 12,5 mm Luftdichtigkeitsbahn OSB 15 mm Ständer 380 mm/Dämmung OSB 15 mm Lattung 27 mm Fassadenbekleidung 20 mm

MFH: Fassadenschnitt

Haus A: Fassadenschnitt

Aufbau Aussenwand MFH von innen: Gipskartonplatte 12,5 mm Stützen 100 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Luftdichtigkeitsbahn Ständer 280 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Lattung 27 mm Fassadenbekleidung 20 mm

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Überbauung Gartenstrasse, Oberglatt Die Bauherrschaft, ein am Ort ansässiger Familienbetrieb aus der Baubranche, wollte ein Projekt realisieren, das im eigenen Immobilienportfolio verbleiben sollte. Werthaltigkeit war unter dieser Voraussetzung ein zentraler Aspekt der Überbauung. Der Holzbau trägt wesentlich dazu bei. Das Grundstück befindet sich in zentraler Lage in Oberglatt und ist Teil eines bestehenden Einfamilienhausquartiers unterhalb des Dorfzentrums. Hier schliesst die Überbauung eine der wenigen noch vorhandenen Baulücken mit zwei in ihrem Grundriss gespiegelten Doppeleinfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus mit acht 3½-Zimmer- und einer Studiowohnung im Eingangsgeschoss. Die Gebäude staffeln sich aufgrund der sanften Hanglage auf verschiedenen Niveaus und werden durch einen grosszügigen Grünraum zusammengehalten. Die Bebauung orientiert sich mit ihrer Dachform am Bestand im Ortszentrum. Zu den umliegenden Einfamilienhäusern hin tritt das Ensemble mit den um jeweils ein Vollgeschoss reduzierten Doppeleinfamilienhäusern in Beziehung. Strassenseitig schliesst das grossmassstäblichere Mehrfamilienhaus die Bebauung ab. Dieses wird in seiner Erscheinung durch die Giebelhöhe und den südseitigen Zugang auf der Ebene des Untergeschosses noch vergrössert. Auf eine Aus­

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formulierung des Sockelgeschosses wurde hier bewusst verzichtet. Durch das Herunterziehen der Fassadenhaut bis über das Untergeschoss und die Tiefgarage wird einerseits die Fassade überhöht und andererseits der tiefliegende Eingang aufgewertet. Die Ansprüche an ein Projekt für das eigene Immobilienportfolio waren hoch. Nachhaltigkeit und zukunftsfähige Technologien waren Aspekte, die für die Umsetzung des Projektes als Holzbau ausschlaggebend waren. Aber auch die im Mietwohnungsbau üblichen Themen wie kosteneffiziente Bauweise, Dauerhaftigkeit und eine unterhaltsarme Konstruktion waren zentral. Hinzu kam die Überzeugung, mit Holz qualitativ guten und architektonisch anspruchsvollen Wohnraum zu schaffen. Die Überbauung wurde als klassisches Architek­ tenprojekt mit Planung und Bauleitung aus einer Hand erstellt. Aufgrund der personellen Verbindung von Bauherrschaft und Architekten sowie aufgrund bereits gemeinsam mit dem Holzbauingenieur realisierter Projekte waren sich die Hauptbaubeteiligten schon bekannt. Diese Konstellation führte im Projekt nicht nur zu kurzen Entscheidungswegen, sondern schuf auch Offenheit für Experimente und neue Konstruktionen. So wurden nebst einem neuen Lösungsansatz für das Treppenhaus mit vorgefertigten Betonelementen zum Beispiel auch Messungen für Forschungsprojekte

(Schwingungsverhalten, Schallschutz) während der Bauphase durchgeführt. Die Neubauten wurden über dem betonierten Untergeschoss im Holzsystembau erstellt, wobei als Bauteile dieselben Konstruktionen für alle Gebäude zum Einsatz kamen: Holzrahmenbauweise für Wände, Holz-Beton-Ver­ bund mit Brettstapelelementen für die Geschossdecken, Kastenelemente für das Dach. Die Gebäudestabilisierung erfolgt jeweils über die Wandelemente. Bezüglich Tragwerksausbildung weist das Mehrfamilienhaus einige Unterschiede zu den kleineren Gebäuden auf: Zum einen sind Skelette in Längsrichtung aus Trägern in Furnierschichtholz auf Stützen in Brettschichtholz mit einem Raster von 2,5 m angeordnet. Die Stützen sind in den Innenund Aussenwänden integriert. Die Decken- und Dachelemente schliessen seitlich an die Träger an. Zum anderen besteht die Erschliessung mit Liftschacht, Treppenelementen und Podesten aus Betonelementen. Treppe und Podeste sind über schallentkoppelte Stahldornen an eine 120 mm starke lastabtragende Schale in Brettsperrholz mit innenseitiger Brandschutzbekleidung angeschlossen. Wohnungsseitig ist dieser Schale eine Holzrahmenbauwand vorangestellt. Bezüglich Elementierung ist die Erschliessung geschossweise ausgebildet und konnte gleichzeitig mit dem Holzbau mon­ tiert werden. So wurde das Mehrfamilienhaus


ab Bodenplatte über Untergeschoss innerhalb von drei Wochen regendicht geschlossen. Die hinterlüftete Fassadenhaut ist in braun druck­ imprägnierten, sägerohen, vertikalen Holzlatten ausgeführt. Die feinen, in verschiedenen Breiten unregelmässig angeordneten und bis zu 12 m langen Latten sind sichtbar geschraubt und kommen fast ohne Stösse und ohne horizontale Unterteilungen aus. Die Schraubenköpfe wurden dunkel eingefärbt und treten daher optisch kaum in Erscheinung. Durch die unregelmässige Anordnung und die stosslose Verarbeitung erhält die Fassade eine hohe optische Präzision und Qualität, trotz des einfachen Aufbaus und der geringeren Anforderung (N2) an die Holzqualität. Im Mehrfamilienhaus wird die Wärme über Erd­ sonden mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe gewonnen. Der Technikraum ist zentral direkt unter den Nasszellenkernen und Küchen angeordnet. Von dort sind die Medien über die vertikalen Hauptsteigzonen beidseitig des Treppenhauses in die Geschosse verteilt. Die kontrollierte Wohnraumlüftung wird über zwei Hauptgeräte betrieben, welche im Estrich plaziert sind. Sie ziehen die Frischluft an der Giebelfassade an und blasen die Abluft über das Dach aus. In den Wohnungen wird die horizontale Lüftungsverteilung in der abgehängten Decke im Korridor geführt. Die Haustechnik der Doppeleinfamilienhäuser ist analog zum Prinzip im Mehrfamilienhaus ausgeführt.

Situation

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Ort Gartenstrasse 20, 22, 24 und 26 sowie im Sack 8, 8154 Oberglatt Bauherrschaft Ferrario Bau AG, Oberglatt Architektur Zindel Brönnimann Ferrario, ZBF Architekten AG, Zürich Bauingenieur Adali Engineering GmbH, Wallisellen Bauakustik Pirmin Jung Büro für Bauphysik AG, Rain Elektroplaner Meier Elektro AG, Oberglatt HLS-Planer Schüpbach Engineering AG, Wallisellen Holzbauingenieur Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau AG, Rain Holzbau Artho AG, St. Gallenkappel Materialien Bauholz: schichtverleimtes Vollholz 65 m3, Brettschichtholz 68 m3, Brettstapel 98 m3; Platten: Dreischichtplatten 42 m3, Furnierschichtholz 7 m3, OSB 16 m3, Gipsfaserplatten 34 m3, diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatten 8 m3; Holzfaserdämmplatten 21 m3 Baukosten BKP 1–9 CHF 6,65 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 5,78 Mio. (inklusive Erdsondenbohrungen) davon BKP 214 CHF 1,46 Mio. (inklusive Treppenhaus-Betonelemente und Überbeton der Holz-Beton-Verbunddecken) Grundstücksfläche SIA 416 2845 m2 Geschossfläche SIA 416 2795 m2 Gebäudevolumen SIA 416 8950 m3 Kubikmeterpreis (BKP 1–9) CHF 743.– Kubikmeterpreis (BKP 2) CHF 645.– Bauzeit August 2012 – September 2013 Fotograf Ariel Huber, Lausanne

Querschnitt

Untergeschoss

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Längsschnitt

Erdgeschoss


Obergeschoss

Dachgeschoss

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Dachaufbau von aussen: Ziegeldeckung Ziegel- und Konterlattung Unterdachbahn Holzfaserdämmplatte 35 mm Sparren 280 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Dampfbremse Gipskartonplatte 15 mm Wandaufbau vom Wohnen zur Treppe: Gipskartonplatte 15 mm Gipsfaserplatte 18 mm, Stösse abgeklebt Rippen 120 mm/Dämmung Dämmung 20 mm Brettsperrholzplatte 120 mm, Stösse abgeklebt Lattung 30 mm Gipsfaserplatte 15 mm Deckenaufbau von oben: Bodenbelag Zementunterlagsboden 80 mm Trittschalldämmplatte 40 mm Holz-Beton-Verbund: Überbeton 120/140 mm Brettstapelelemente 100/120 mm Aufbau Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 15 mm Dampfbremse OSB 15 mm, Ständer 280 mm/Dämmung Diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatte 15 mm Lattung 40 mm auf Distanzhaltern 4 mm und Nageldichtung 6 mm Fassadenbekleidung in Weisstanne 25 mm, druckimprägniert

Detailschnitte

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Quartier Neugrüen, Mellingen Im Städtchen Mellingen an der Reuss zwischen Baden und Lenzburg ist unter dem Namen ‹Neugrüen› die derzeit grösste Holzbau-Wohnsiedlung der Schweiz entstanden. Sie bildet ein vollständig neues Quartier, das Mellingen auf einen Schlag etwa 10 % mehr Einwohner bringt. Die Credit Suisse Anlagestiftung Real Estate Switzerland als Eigentümerin des Areals ‹Grosse Kreuzzelg› in Mellingen führte Ende 2008 einen Studienauftrag mit drei eingeladenen Architekturbüros durch. Als Zielsetzung galt die Ausarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes, das unter den Aspekten Städtebau, Architektur, Wohnwert, Nachhaltigkeit und Energieverbrauch wegweisend sein sollte. Im Frühjahr 2009 ging daraus das Architekturbüro Dietrich Schwarz als Sieger hervor und realisierte in der Folge den Quartierneubau als Generalplaner. Das Areal ‹Grosse Kreuzzelg› liegt am südwestlichen Stadtrand von Mellingen in Richtung Wohlenschwil und ist der Hauptzugang von Zu­ bringern aus Richtung Bern, sozusagen die Pforte nach Westen. Die umliegenden Bauten sind weitgehend Teil einer drei- bis viergeschossi­ gen Wohnzone und haben einen vorstädtischen Charakter. Die Architekten suchten eine Balance zwischen den sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedürfnissen zu erreichen, indem sie eine Arealüberbauung mit den Qualitäten einer zwar stark verdichteten, aber dennoch aus­ gesprochen dörflichen Struktur entwarfen. So ist das neue Quartier von einem mächtigen, in vier Baukörpern gegliederten Hauptbau längs der Lenzburgerstrasse gefasst. Dahinter

Situation

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prägt ein grosszügiger Quartiercharakter die Über­ bauung, zusammengesetzt aus dreigeschossigen Reihenhausgruppen und in eigenen Parkanlagen stehenden, viergeschossigen Punkthäusern. Der so geschaffene Aussenraum, ein dichtes Geflecht von Wegen, privaten Gärten, Begeg­ nungsflächen und Plätzen, sorgt für eine willkommene Mischung aus Privatsphäre und Gemeinschaftlichkeit und lässt sich unterschiedlich nutzen und bespielen. Die 14 längs angeordneten Reihenhausgruppen bestehen aus 34 verschränkten Doppelhäusern mit je einer 4½- und einer 5½-ZimmerWohnungshälfte in Split-Level-Technik, deren Autoeinstellplatz jeweils im Erdgeschoss liegt. Ein erhöhter, geschützter Aussensitzplatz ist jedem Wohnzimmer zugeordnet. Rund die Hälfte der gesamten Wohnfläche und alle eigentlichen Familienwohnungen der Überbauung werden mit diesem Bautyp abgedeckt. Die drei Mehrfami­ lien-Punkthäuser weisen auf vier Geschossen gut besonnte Geschosswohnungen auf, deren Parkmöglichkeit ebenfalls mit Direktzufahrt über die Tiefgarage im Untergeschoss liegt. Abgerundet wird der Wohnungsmix durch zwei dreigeschossige, lange Mehrfamilienhausriegel am Siedlungsrand Rietschenweg mit südwestorientiertem Durchwohnen. Sie verfügen ebenfalls über eine gemeinsame Tiefgarage im Untergeschoss. Die vier Kopfbauten parallel zur Lenz­ burgerstrasse stehen im Erdgeschoss durchgehend publikumsorientierten, dem täglichen Bedarf dienenden Aktivitäten von Gewerbe und Dienst­ leistung, aber auch Freizeit und Sport offen. Die oberen zwei Stockwerke werden durch die nach Südwesten orientierten Wohnungen einge­ nommen. Im Untergeschoss werden alle vier

Kopfbauten durch eine Tiefgarage für Bewohner, Personal und Kunden direkt erschlossen. Insgesamt entstanden 198 Wohnungen in total 23 Häusern in einem ausgewogenen Mix mit 2½ bis 5½ Zimmern, der auch genügend kleinere Wohnungen für Jung und Alt sowie Singles und Paare enthält. Der architektonische Ausdruck wird auch von der Aussenhaut der Bauten charakterisiert, die sich in grossformatigen, farbig lasierten Holzschindeln zeigt. So erscheint die Fassade mit einer silbernen Patina, welche den farblichen Alterungs­ prozess des Holzes vorwegnimmt und die Gebäu­ de selbstverständlich in den Bestand einbindet. Gleichzeitig schützt sie das Holz vor Pilzbefall. Weitere architektonische Ausdruckselemente wie Fensterläden, ein rund 700 mm vorstehendes Vordach oder auch der Abwurf oberhalb der Fenster vervollständigen das Fassadenbild stilgerecht. Neben dem architektonischen Ausdruck dienen diese Elemente auch dem baulich-konstruktiven Holzschutz. Die Konstruktion aller Gebäude baut auf einem Sockel- respektive Untergeschoss in Massivbau­ weise auf, worüber ein Holzbau die Wohn- und Nutzräume fasst. Dazu sind die Geschossdecken im Holz-Beton-Verbund mit Brettstapelelementen ausgeführt, die Wandelemente in Holzrahmenbauweise, das Dach mit Kastenelementen. Bei den Reihenhäusern übernehmen die haustrennenden Wände zusammen mit den über drei Geschosse hochlaufenden Brett­ sperrholzscheiben beim Treppenhaus die Gebäudeaussteifung. Aufgrund der Grösse der Siedlung konnten Decken, Wände und Dächer in hohen Stückzahlen industriell gefertigt werden, wobei bei den dreigeschossigen Haustypen Trag­


system und Raumbildung in einem Element ver­ eint sind. Die viergeschossigen Punkthäuser verfügen über einen massiven Treppenhauskern zur Gebäudeaussteifung. Der geschossweise kons­ truierte Holzbau dieser Mehrfamilienhäuser besteht im Gegensatz zu den dreigeschossigen Haustypen aus einem eigenständigen Skelett in Stahl, welches als Auflager für Decken, Aussen­ wände und Dächer dient. Die Innenwände sind so nichttragend ausgebildet und ermöglichen eine flexible Wohnungs- und Zimmereinteilung. Die Überbauung Neugrüen ist der erste Siedlungs­ bau der Schweiz im Standard Minergie-P-Eco und -A-Eco. Neben gut gedämmten Gebäudehüllen verfügt die Siedlung über ein umfassendes Gebäudetechnikkonzept. Dazu wird die Energie für die Beheizung und die Warmwasseraufbereitung aus Erdsonden und Wärmepumpenanlagen pro Gebäude erzeugt. Die Raumwärme wird über Bodenheizungen eingebracht, welche im Sommer auch zur Kühlung genutzt werden. Eine Komfortlüftung bietet konstant hohe Luftqualität. Die Wärmerückgewinnung erfolgt dezentral bei den Lüftungen und zentral beim Warmwasser über einen Wärmerückgewin­ nungsschacht. Dieser entzieht dem warmen Brauchwasser die Energie und führt sie dem Heizund Warmwassersystem wieder zurück. Auf 15 der 23 Häuser ist zudem eine Fotovoltaik­ anlage für 430 MWh pro Jahr installiert. Über die elektrische Verschaltung aller Module werden 600 V Gleichspannung erzeugt, welche mittels mehrerer Wechselrichteranlagen dezentral pro Gebäude auf die übliche Netzspannung von 400/230 V Wechselspannung umgeformt werden. Die produzierte elektrische Energie wird ins Netz des Elektrizitätswerk Mellingen einge­ speist und von dort an die Endkunden verteilt.

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Reihenhaus: Schnitt

Reihenhaus: Untergeschoss und Erdgeschoss

Reihenhaus: Hochparterre und 1. Obergeschoss

Reihenhaus: 2. Obergeschoss

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10 m


Ort Neugrüenstrasse–Jurastrasse, 5507 Mellingen Bauherrschaft Credit Suisse Anlagestiftung Real Estate Switzerland, Zürich Architektur und Generalplanung Dietrich Schwarz Architekten AG, Zürich Generalunternehmer Implenia Schweiz AG, Buildings Nordwest, Aarau Landschaftsarchitektur Hager Partner AG, Zürich Bauingenieur Holzbau Josef Kolb AG, Romanshorn Bauingenieur Massivbau Haag + Partner GmbH, Küsnacht Bauphysik Michael Wichser + Partner AG, Dübendorf HLKS-Ingenieur W&P Engineering AG, Stansstad/Zürich Elektro-Ingenieur Büchler & Partner, Zürich Holzbau Implenia Schweiz AG Holzbau, Zürich Materialien Bauholz: schichtverleimtes Vollholz 1900 m3, Brettschichtholz 100 m3, Brettstapel 1600 m3, Brettsperrholz 150 m3, Furnierschichtholz 100 m3; Platten: Dreischichtplatten 19 000 m2, OSB 9500 m2, Gipsfaserplatten 46 000 m2, diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatten 8000 m2; Fassadenbekleidung 11 000 m2 Anlagekosten CHF 119 Mio. Grundstücksfläche SIA 416 31 033 m2 Geschossfläche SIA 416 26 327 m2 (total) Gebäudevolumen SIA 416 129 634 m3 (total), 102 990 m3 (oberirdisch), 26 644 m3 (unterirdisch) Bauzeit Oktober 2010 (Baueingabe), Januar 2012 (Baubewilligung), März 2012 – Mai 2014 (Bau), September 2012 – Oktober 2013 (Holzbau), Juni 2013 (Bezug Musterwohnung), Juni 2014 (Fertigstellung) Fotograf Jürg Zimmermann, Zürich

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Punkthaus: Erdgeschoss

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Punkthaus: 1.+2. Obergeschoss

Punkthaus: 3. Obergeschoss

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Punkthaus: Schnitt

10 m

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Dachaufbau von aussen: Substrat 70 mm Schutzschicht 30 mm Wasserdichtung Dämmung 65 mm Kastenelement: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 240 mm/Dämmung Dreischichtplatte 27 mm Dampfbremse Lattung 25 mm Gipskartonplatte 15 mm Deckenaufbau von oben: Eichenparkett 10 mm Zementunterlagsboden 55 mm Trennlage Trittschalldämmplatte 35 mm Trennlage Holz-Beton-Verbund: Überbeton 150 mm Brettstapelelemente 160 mm Lattung 25 mm Gipskartonplatte 15 mm )=$ :

Fassadenschnitt Reihenhaus

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Aufbau Aussenwand von innen: Gipskartonplatte 15 mm Dampfbremse OSB 15 mm Ständer 360 mm/Dämmung Diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatte 16 mm Windpapier Lattung horizontal Konische Stülpschalung in Fichte geschuppt 15–24 mm, mit Vorvergrauung lasiert


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Wohnen am Schaffhauserrheinweg, Basel Das neu bebaute Areal liegt an ausserordent­ lich attraktiver Lage im Basler Wettsteinquartier, direkt am Rhein, ruhig und doch sehr zentrumsnah. Hier entwickelte der Kanton ein qualitativ hochstehendes, quartierverträgliches und investorentaugliches Wohnbauprojekt mit 86 Wohnungen von 2½ bis 6½ Zimmern. Dazu wurde im Jahr 2009 ein anonymer Ideen­ wettbewerb mit Präqualifikation durchgeführt. Von den 30 teilnehmenden Teams wurde das Projekt RIVA des Basler Büros jessenvollen­ weider Architektur aufgrund seiner städtebaulichen Qualitäten zur Umsetzung gewählt. Die Realisierung des Bauprojekts nach dem Weg­ zug des Universitäts-Kinderspitals beider Basel im Januar 2011 übernahm die Sarasin Anlagestif­ tung SAST als Baurechtsinhaberin des Areals. Das Gebäudeensemble von vier kompakten, zueinander versetzten Solitären mit fünf bis acht Geschossen (Häuser A bis D) spannt einen durchlässigen, parkartigen Freiraum auf und schafft damit ein grünes Pendant zur offenen Blockbebauung des angrenzenden WarteckAreals. Die dreieckigen, abgerundeten Solitäre führen einerseits das Muster der bisherigen Blockrandbebauung fort, indem sie die Fluchten der umgebenden Bebauung aufnehmen, und schaffen andererseits einen zusammenhän­ genden Raum in der gesamten Blocktiefe vom Rheinufer bis zur Alemannengasse. Der Geschosswohnungstyp stellt bei der Lage und dem städtebaulichen Konzept die logische Konsequenz dar, wobei die Wohnungsgrundrisse den hohen Anforderungen für den Mietund Eigentumsstandard entsprechen. Aufgrund der unterschiedlichen Baukörpergeometrien variieren die Grundrisse und entwickeln sich über einen Hauptwohnraum an attraktivster Stelle bis hinaus auf die Loggia. Daneben gibt es loftartige Wohnungen mit eingezogenen Loggien. Die Loggien selber bilden eine durchlaufende, selbstragende, den Wohnungen vorgelagerte Schicht, die als ‹Filter› dient. Die Tiefe dieses ‹Filters› variiert je nach Ausrichtung der Baukörper und gewährt dem Bewohner zugleich guten Ausblick und Schutz vor Einblick. Die Holzoberflächen der Loggienschicht verleihen den Wohnungsaussenräumen Sinnlichkeit und schaf­ fen eine maximale Aufenthaltsqualität in den Loggien. Davon getrennt ist der Betonrohbau mit Ortbetondecken und tragenden Treppenkernen, der durch seine Spannweiten eine hohe Grund­ rissflexibilität sicherstellt. Das Tragwerk der Wohnhäuser ist in den Obergeschossen mit Ausnahme der stabilisierenden Kerne in Skelettbauweise konzipiert. Der vertikale Lastabtrag und die Stabilisierung gegenüber Erdbeben und Wind erfolgt über die Kerne, die Wohnungstrennwände sowie wenige Zimmer­ trennwände. An den äusseren Deckenrändern sind Verbundstützen in die innere Schale der Fassadenelemente integriert. So resultieren Deckenspannweiten von maximal 9 m bei ver­ nünftigen Deckenstärken von bis zu 28 cm. Die vor Ort gefertigten Treppenläufe und Podes­ te sind von den Treppenwänden mittels entsprechender körperschallisolierender Auflager akustisch abgetrennt. Die Fundation erfolgte als Flachfundierung über Bodenplatten und ein­ zelne Fundamentvertiefungen. Die Holzstützen der Loggienschicht befinden sich bei zwei Gebäuden ausserhalb des Gründungsperimeters der Untergeschosswände. Sie werden im strassenseitigen Bereich mit Hilfe ausbetonierter

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Brunnenringe fundiert und im hofseitigen Bereich durch auskragende Untergeschossdecken abgefangen. Bei den anderen beiden Gebäuden besteht die Erdgeschoss-Loggienzone aus dunkel eingefärbtem Beton, der mit Isokörben an den Rohbau angehängt ist. Hier steht die Holzkonstruktion der Loggien auf dieser Beton­ konstruktion. Die massive Skelettstruktur ist mit vorgefertigten Fassadenelementen in Holzständerbauweise um­ hüllt. Die Lastabtragung dieser Wandelemente erfolgt geschossweise auf die Stahlbetondecke. Die Balkonplatten sind auf der Innenseite linear auf den Holzelementen aufgelegt und auf der Aussenseite in einem Raster von 2,50 m punktu­ ell von Holzstützen aufgelagert. Ihr Aufbau, generell eine Rippenplatte, variiert in Abhängig­ keit von der Loggientiefe: Im Eckbereich mit bis zu 3,2 m Tiefe bilden 27 mm starke Furnier­ schichtholzplatten auf Rippen in Brettschichtholz die Platte aus, bei geringeren Tiefen bis 0,6 m sind OSB-Platten aufbeplankt. Dem konstruktiven Holzschutz wurde in allen Belangen Rechnung getragen. So sind die stärker bewitterten Bauteile wie Stirnbretter einfach und ohne grossen Aufwand auswechselbar. Die Geländer sind in Stahl ausgeführt und lackiert. Die Fassadenelemente dagegen sind von den auskragenden Balkondecken vor Witterung gut geschützt. Bekleidet sind diese von einer ge­ schossweise hinterlüfteten und geschosshohen Holzschalung in Tanne, welche mit einem dunklen Anstrich aus einer lösungsmittelfreien Dünnschicht-Beizlasur mit Aluminiumglimmer behandelt ist. Auch bezüglich Brandschutz war die Überbauung von Beginn her richtig konzipiert. Die Anforde­ rungen an die nichttragenden Fassadenelemente waren mit dem Holzrahmenbau einfach einzuhalten. An die Balkone selbst bestanden keine Anforderungen. Und mit dem eingehaltenen

Situation

Schutzabstand der zwei am nächsten zusammen­ stehenden Gebäude von mindestens 10 m war auch der Einsatz einer brennbaren Fassaden­ bekleidung unproblematisch. Für die Montage der vorgelagerten Loggien­ schicht wurde nach dem Erstellen des Rohbaus das Gerüst abgebaut. Der erneute Aufbau erfolgte dem Baufortschritt folgend entsprechend nach aussen versetzt. Die Loggienschicht wurde geschossweise von unten nach oben montiert, wobei zuerst die Wandelemente auf der Betondecke befestigt wurden und anschliessend die vorgefertigten Balkonplatten in ihre Lage ge­ hoben und in ihren Auflagern verschraubt wurden. Nun konnten die Fenster in den Wandelementen befestigt und schliesslich die weiteren Fassadenarbeiten wie die Verschalungen an den Stirnen der Loggien, die Fensterlaibungsbretter, die Abdichtungen der Loggien, Spengler­ arbeiten, Staketengeländer und als letztes der Holzrost fertiggestellt werden. Nach Fertig­ stellung der Staketengeländer wurde das Gerüst wieder abgebaut. Hinsichtlich Nachhaltigkeit sind die Gebäude auf den Minergie-P-Eco-Standard ausgerichtet. So wird die Wärme für die Raumheizung und das Brauchwarmwasser mit einer Grundwasser-Wär­ mepumpe pro Haus erzeugt. Das Grundwasser dazu wird zentral über einen Brunnen gefasst; dessen Rückgabe erfolgt über eine drucklose Wasserleitung in den Rhein. Zum Vorwärmen des Brauchwarmwassers sind auf jedem Hausdach Flachkollektoren montiert, wobei deren Flächen unter dem Vorbehalt der Einhaltung der Anforde­ rungen an die Primärenergie nach Minergie-P optimiert wurden. Alle Wohnungen sind mit dezentralen Kleinlüftungsgeräten kontrolliert beund entlüftet. Die Rohre zu den Ein- und Ausläs­ sen sind in den Betondecken eingelegt. Die Raumheizung erfolgt durch eine Fussboden­ heizung mit Einzelraumregulierung.


Regelgrundriss 1. Obergeschoss

40 m

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Axonometrie

Ort Alemannengasse 22/24, Burgweg 32/34 und Römergasse 4/6, 4058 Basel Bauherrschaft Sarasin Anlagestiftung, Nachhaltige Immobilien Schweiz, Basel Gesamtleitung und Architektur jessenvollenweider, Basel Bauleitung Itten + Brechtbühl AG, Basel Landschaftsarchitekt 4d AG Landschaftsarchitekten, Bern Bauingenieur Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel, und Rothpletz, Lienhard + Cie. AG, Bern Fachkoordination und Sanitäringenieur Gemperle Kussmann GmbH, Basel Elektroingenieur Pro Engineering AG, Basel HLK-Ingenieur und Minergie-P Waldhauser + Hermann AG, Basel Bauphysik Zimmermann + Leuthe AG, Aetigkofen Bauakustik Martin Lienhard, Langenbruck Brandschutz Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See Geologe Dr. Heinrich Jäckli AG, Baden Holzbauingenieur Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See Holzbau Hector Egger Holzbau AG, Langenthal Materialien Bauholz: schichtverleimtes Vollholz 496 m3, Brettschichtholz 263 m3; Platten: Dreischichtplatten 137 m3, OSB 122 m3, Gipsfaserplatten 4264 m2; Bodenrost in Red Cedar 86 m3; Fassadenschalung in Tanne aus dem Kanton Bern mit Herkunftszeichen Schweizer Holz 210 m3 Baukosten BKP 1–9 CHF 53,7 Mio. davon BKP 214 CHF 4,9 Mio. Grundstücksfläche SIA 416 7639 m2 Geschossfläche SIA 416 19 400 m2 Gebäudevolumen SIA 416 64 000 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 615.– Bauzeit Juni 2012 – Dezember 2014 Fotograf Philip Heckhausen, Basel Axonometrien Holzbau

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Bodenaufbau Balkon von oben: Holzrost in Lärche 25 mm Lattung 30 mm Lager 21–73 mm Schalldämmlager 12 mm Gummischrotmatte 10 mm Abdichtung Dreischichtplatte 22 mm Lattung 22–55 mm Rippenelemente: Furnierschichtholz 27 mm Rippen 120 mm Lattung 20 mm Dreischichtplatte 22 mm, hell lasiert Aufbau Aussenwand in der Geraden von innen: Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm Blechständer 50 mm/ Dämmung 100 mm Dampfbremse OSB 15 mm Ständer 300 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Winddichtung Lattung vertikal 10 mm Lattung horizontal 30 mm Schalung vertikal 22 mm

Fassadenschnitt Loggia

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Aufbau Aussenwand in der Rundung von innen: Gipskartonplatte 2 x 12,5 mm, gebogen Blechständer 50 mm/ Dämmung 60–120 mm Dampfbremse Dämmung 140 mm OSB 15 mm Ständer 260 mm/Dämmung Gipsfaserplatte 15 mm Winddichtung Lattung horizontal 20–80 mm Schalung in Tanne vertikal 22 mm, dunkle Dünnschicht-Beizlasur mit Aluminiumglimmer


Detailschnitt Loggia

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Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno Mühlebachstrasse 8 CH-8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Holzbulletin, Juni 2014 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich Christoph Starck, Direktor

Redaktion Roland Brunner, Lignum, und Denis Pflug, Lignum-Cedotec Gestaltung BN Graphics, Zürich

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und französischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.– Einzelexemplar CHF 20.– Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 140.– Sammelordner leer CHF 10.– Preisänderungen vorbehalten.

Administration, Abonnemente, Versand Andreas Hartmann, Lignum

Lignum-Mitglieder erhalten das Holz­bulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der Veröffentlichung für die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern.

ISSN 1420-0260

Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Tele­fon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Freitag gratis zur Verfügung steht.

Druck Kalt Medien AG, Zug

Holzbulletin 111/2014  

Wohnen - Gestaltete Vielfalt

Holzbulletin 111/2014  

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