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BEZIRKSLIGA

VORBERICHT 27. SPIELTAG

11ER – DAS FUSSBALLMAGAZIN

VORBERICHT TOPSPIEL 27. SPIELTAG

SG Wallenborn - SV Sirzenich Abstiegskampf pur in Niederstadtfeld Wenn am kommenden Sonntag die SG Wallenborn den mitbedrohten SV Sirzenich empfängt, steht ein brisantes Duell zweier Tabellennachbarn im Parterre der Liga auf dem Programm. Die Mehles-Elf war am Mittwochabend in Konz zu Gast und Sirzenich genoss Heimrecht gegen Ockfen. Da das Ergebnis bei Redaktionsschluss noch nicht feststand, müssen alle Beteiligten davon ausgehen, dass die Partie in Niederstadtfeld richtungsweisend im Endspurt sein wird. Die SG Wallenborn ist mäßig in die Rückrunde gestartet und konnte in diesem Jahr noch keinen Sieg verbuchen. Doch stellte das 1:1 gegen den Titelmitfavoriten Stadtkyll ein Highlight dar. “Gegen Lüxem musst du nicht unbedingt davon ausgehen, das Spiel zu gewinnen. Die spielen in einer anderen Liga. Doch wenn Sirzenich kommt, bist du zum Siegen verdammt. Überhaupt müssen wir die Heimspiele gewinnen, wenn wir nächstes Jahr auch überkreislich spielen wollen”, findet Günter Mehles, Trainer der SG, deutliche Worte in Richtung ei-

gene Mannschaft. Beim 2:4 musste Mehles zum wiederholten Mal auf seine komplette Innenverteidigung und den rotgesperrten Torwart Lars Becker verzichten. “Das sind schon bedeutende Ausfälle, die wir so nicht kompensieren können, auch wenn die, die gespielt haben, eine ordentliche Leistung zeigten”, so Mehles weiter. Die Verantwortlichen im Wallenborner Lager rechnen mit der Rückkehr von Patrick Hunz und Luis Mehles, so dass die Verteidigung mit Marcell Irmen und Sven Tombers wieder komplett sein könnte. Während Sebastian Zunk und Benny Schmitt mit Kreuzbandproblemen weiterhin ausfallen, könnten auch Jochen Zimmer und Winter-Neuzugang Benny Domas wieder im Team stehen. Domas, ein 19-jähriges Offensivtalent, kam in der Winterpause vom Bezirksligisten FC Bitburg und soll die Sturm-und Drangabteilung des Tabellensechzehnten verstärken. “Benny ist schnell, trickreich und bereit, sich in das taktische Gefüge optimal einzupassen”, sagt der Trainer über die

Die Trainer im Interview Günter Mehles - SG Wallenborn

“Müssen Initiative ergreifen” 11ER: Herr Mehles, wie bewerten Sie die 2:4-Niederlage in Lüxem? Günter Mehles: Zuerst muss ich anführen, dass man beim aktuellen Tabellenzweiten durchaus verlieren kann und wir stark ersatzgeschwächt in die Partie gegangen sind. Die Niederlage ist nicht unverdient, dennoch wäre mehr drin gewesen. Denn nach unseren beiden Toren zum Anschluss waren wir nahe dran, den Ausgleich zu erzielen. So fingen wir uns in der Schlussminute durch einen Konter aber noch das 2:4. 11ER: Gab es dennoch positive Dinge, die man nun in die nächsten Partien transportieren kann? Günter Mehles: Durchaus. Wir haben nach dem 0:3 wieder ins Spiel hineingefunden und gaben uns nie auf. Die Moral der Mannschaft stimmt also. Zudem haben einge junge Leute ins Team gefunden und ihre Chance genutzt. Gegenüber dem Oberweis-Spiel haben wir mehr investiert, sind aber an einem offensivstarken Gegner gescheitert. Lüxem ist in dieser Form ein ganz großer Titelkandidat. 11ER: Wie bewerten Sie die Rückrunde bislang? Günter Mehles: Wir stehen auf einem Abstiegsplatz – damit können wir nicht

zufrieden sein. Vor allem beim 0:1 in Oberweis haben wir zu wenig investiert. 11ER: Jetzt geht es gegen einen weiteren Kandidaten im Abstiegskampf. Was erwarten Sie von dieser Partie? Günter Mehles: Es ist ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, welches wir unbedingt gewinnen müssen und auch wollen. Ohne Bewertung der Partie in Konz vom Mittwoch, bei der wir nur Außenseiter sind, wollen wir offensiv ausgerichtet und aggressiv auftreten, um den Gegner frühestmöglich in die eigene Hälfte zu zwingen. Wir sind gezwungen, die Initative zu ergreifen. 11ER: Besteht die Gefahr, den Gegner nach dem souveränen 4:0-Sieg aus dem Hinspiel zu unterschätzen? Günter Mehles: Unterschätzen werden wir Sirzenich auf keinen Fall. Sie sind ein sehr unbequemer Gegner, der sehr kampfstark agiert und einige erfahrene Leute im Kader hat. Sie haben mit Christian Kinzig zudem einen überdurchschnittlichen Stürmer in ihren Reihen, den man nie ganz aus dem Spiel nehmen kann. 11ER: Wie kann der Aufenthalt in der Bezirksliga verlängert werden? Günter Mehles: Der Klassenerhalt geht nur über Heimsiege.

Sirzenichs Kapitän Oliver Uhl (links) benötigt gegen Wallenborn dringend drei Punkte im Abstiegskampf. Foto: Rainer Braband “zweite Waffe” in Wallenborns Offensive. Der SV Sirzenich hat das 0:4 aus dem Hinspiel mental abgehakt und setzt auf Wiedergutmachung. “Wenn wir die Liga halten wollen, sind 40 Punkte Pflicht. Wir müssen dann am absoluten Limit spielen. Dazu brauchen wir gesunde Spieler”, sagt Elmar Klodt. Verzichten muss der Trainer auf Peter Grundheber, Tom Kohns und Henning Schmitz. Fraglich ist der Einsatz von Christian Kinzig, der an Leistenproble-

men laboriert. Jens Altenmüllers Probleme mit dem Knie sind erneut aufgebrochen, doch Stefan Charles und Ben Buschmann sind nach ihren langwierigen Verletzungen zurück. “Wir werden wohl einige gute Leute aus der Zweiten rausziehen müssen. Ich denke da beispielsweise an meinen Neffen Aleks Klodt, Nico Leone, Jan Uwe Mautsch oder Jonas Tsigos”, erklärt Klodt weiter. Niederstadtfeld, 20.03.2011, 15.00h

Elmar Klodt - SV Sirzenich

“Jetzt die Kurve kriegen” 11ER: Herr Klodt, erst gab es ein 5:2 gegen Osburg, nun ein 1:3 gegen Großkampen. Wie sind diese Ergebnisse zu bewerten? Elmar Klodt: Beim Sieg über Osburg machten wir alles richtg, boten eine überragende Offensivleistung. Doch gegen GLÜ befanden wir uns in den ersten zehn Minuten im Tiefschlaf. Gut war, dass die Mannschaft nach den drei Gegentoren zurückgekommen ist, Druck aufgebaut hat und die bessere Mannschaft war. Hier wurde uns ein klarer Elfmeter verwehrt, der zum Ausgleich hätte führen können. Die Einstellung, Laufbereitschaft und der Wille haben jedenfalls gestimmt. 11ER: Gibt es jetzt eine Zielkorrektur? Elmar Klodt: Nach der Niederlagenserie zuletzt und den schmerzhaften Winterabgängen kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen. Das einzig und allein ist realistisch. Wir haben eine starke Vorrunde gespielt – den 13. Platz zu erreichen wird schwierig genug. 11ER: Wer hat denn den Verein verlassen? Elmar Klodt: Steven Busch hat ein Studium begonnen, David Heintz hat sich wohl per Amateurvertrag mit Leiwen geeinigt und hat die Freigabe zum 31. Ja-

nuar erhalten. Zudem hat sich Sascha Schirra Rudi Dres und dem B-Ligisten Wasserliesch angeschlossen und zu guter Letzt hat Youngster Nils Mayerer aus beruflichen Gründe aufhören müssen. Das ist schmerzhaft und nicht kompensierbar. 11ER: Hatten Sie auch Zugänge? Elmar Klodt: Ja, Philipp Kartz kam vom A-Juniorenteam aus Konz zu uns. Er wird defensiver agieren und hat das Spiel vor sich. Er kann sehr wertvoll für uns werden. 11ER: Was ist jetzt im Abstiegskampf wichtig? Elmar Klodt: Die kämpferische Einstellung und der Willen müssen stimmen. Mit hoher Laufbereitschaft müssen wir die spielerische Überlegenheit der Gegner ausgleichen. Zudem müssen wir über die Heimspiele, in denen viel mehr drin ist, die Kurve bekommen. 11ER: Wie groß ist die Belastung in dieser Saison? Elmar Klodt: Wenn man bedenkt, dass wir als kleiner Amateurverein mehr Spiele absolvieren als mancher Bundesligist, ist das schon sehr grenzwertig. Wenn man an den unvermeidbaren Mittwochspieltagen dann noch über 150 Kilometer fahren muss, dann ist ein Verschleiß in jeder Hinsicht für alle Teams unverkennbar.

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Elfer, 11 Freunde, Fussball

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