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kmu life Sonderausgabe

Es ist angerichtet Marketingwelten auf der SuisseEMEX`12


Das ist Frau Kienreich, eine Ihrer persönlichen Ansprechpartnerinnen

Ihre neue Mitarbeiterin für alle Kommunikationsanliegen Bei uns erhalten Sie schon mit einem einzigen Abo Ihre persönliche Ansprechpartnerin, die sich um alle Telekommunikationsanliegen Ihrer Firma kümmert. Mit Direktwahlnummer, damit Sie sich nie mehr durch ein Menü wählen müssen. Und weil dieser Service kostenlos ist, ist er für Selbstständige und KMU besonders viel wert. Werden Sie jetzt Geschäftskunde. Rufen Sie unsere Frau Kienreich und das Service-Team an unter der Nummer 044 276 34 36. Weitere Infos auf orange.ch/kmu oder im Orange Center


Editorial

Liebe leserin und lieber leser

U

nsere Zeit ist hektisch, das heisst Geschwindigkeit ist auch im Marketing ein wichtiger Baustein. Marketingverantwortliche sehen manchmal aus wie Trüffelschweine, die Trends früher erkennen sollen, wie ihre Marktmitbewerber. Aber Vorsicht ist geboten, nicht jedes Schwein, das durch das Werbedorf getrieben wird ist ein wirklich spannendes und passendes Marketingwerkzeug. Marketingstrategien zu erarbeiten, ist schon aus diesem Grund ein Prozess mit vielen Hürden. Die Kunst liegt darin, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden und dann zu einem passenden MarketingMix zu kommen. Vereinzelte Kampagnen, die nicht in eine Strategie eingebettet sind, führen in Sackgassen. Auch aus diesem Grund liegt hiermit eine Sonderausgabe zur wichtigsten Marketingmesse der Schweiz, der SuisseEMEX`12 vor. Wir lassen für Sie spannende Trendscouts zu Wort kommen.

Differenzierung ist ein weiteres wichtiges Schlagwort. Wir sind alle mit einem Gedröhn von immer mehr sich ähnelnden Werbebotschaften konfrontiert. Gutes Marketing sucht nach Unterscheidung statt nach Gleichmacherei. Immer mehr vom Gleichen ist Out. Wir hoffen, an der SuisseEMEX`12 innovative Beispiele entdecken zu können, die Sie und uns inspirieren. Last but not least sind wir nicht nur Medienpartner der SuisseEMEX`12 und mit dieser Sonderausgabe dort präsent, sondern nutzen unseren eigenen Stand als Kommunikations- und Arbeitsplattform. Sie sind hiermit herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Unser Stand befindet sich in Halle 3 (3.318). Wir sehen uns!

Kunden sind gerade in Zeiten von Social Media für den Anbieter eine immer heterogenere Versammlung. Mit Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) führten wir ein Interview, um die zentralen Bausteine, die die heutige Beziehung zwischen Anbietern und Kunden prägen, heraus zu schälen. Unsere Sonderausgabe ist auch als praktische Vorund Nachbereitungshilfe der SuisseEMEX`12 einzusetzen. Einige Referentinnen und Referenten finden Sie bei uns als Autorin oder Autor. So bewertet Rita Lübbe die unterschiedlichen Verhaltentypologien und wie sie für die Markenführung eingesetzt werden können.

Georg Lutz Chefredaktor kmu life g.lutz@lifemedien.ch

kmu life · Sonderausgabe SuisseEMEX´12

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Inhalt

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Neue Wege gehen

Mythos Authentizität

Mit Hilfe der neuen Kommunikationstechnologien kann sich der Anbieter mit dem Kunden viel spezifischer auseinander setzen. Leider nutzen viele Anbieter die neuen Qualitäten zu wenig aus. Es gibt aber auch positive Beispiele, an denen man sich orientieren kann.

Kaum ein anderer Begriff ist so aufgeladen wie das Schlagwort Authentizität: «authentisch sein», «authentisch wirken» – das ist nicht nur für den Erfolg von Führungskräften und Verkäufern sehr wichtig. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff?

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Social Media in der Realität

Apps und Kundenbindung

Werbeartikel als zentraler Baustein

Das Schlagwort Social Media ist in aller Munde. Zunehmend stellen sich jedoch auch Fragen. Ist der personelle Aufwand für die Bewirtschaftung der neuen Medien gerechtfertigt? Werden die anvisierten Dialoggruppen erreicht? Wie nutzen diese die neuen Medien überhaupt? Wir bieten Antworten.

Im Smartphone-Zeitalter bekommen Marketing und Kundenbindung eine neue Bedeutung. Apps können dabei ein zentrales Instrument sein. Was vielen Unterenehmensverantwortlichen noch als Spielerei erscheint, kann bei richtigem strategischen Einsatz zu einer neuen Qualität von Kundenbeziehung führen.

Die Marketingwelten haben sich verändert. Klassische Kommunikationsstrukturen sind durch neue Kommunikationskanäle transparenter, aber gleichzeitig auch viel differenzierter geworden. Social Media ist hier das zentrale Stichwort. Welche Auswirkungen hat dies für die Branche der Werbeartikelanbieter?

kmu life · Sonderausgabe Suisse EMEX


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Ihr bester Verkäufer heisst Kunde von Anne M. Schüller

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ir leben in einer Empfehlungsökonomie. Umsätze steigen nicht länger proportional zum Werbedruck, sondern mit der Güte der Reputation, der Wertigkeit der Mundpropaganda und der Zahl der aufrichtigen Weiterempfehlungen. Werbung, auf die zu achten es sich lohnt, kommt nun vornehmlich aus dem Kreis der vernetzten Konsumenten. Nicht die Webseite eines Unternehmens, sondern das Suchfeld von Google & Co. ist zunehmend der Startpunkt für eine neue Kundenbeziehung – und oftmals gleichzeitig ihr Ende. Marken sind nur noch dann etwas wert, wenn sie aktives Unterstützungspotenzial von Freunden, Fans und Fürsprechern erhalten. Denn Menschen beobachten verstärkt, was andere mögen – und folgen dem dann. Hierbei rücken vor allem die in den Fokus, die als aktive Empfehler und Referenzgeber fungieren. Ihr Urteil beeinflusst das Konsumverhalten ganzer Gruppen. Denn viele hören erst mal, was andere über ein bestimmtes Angebot sagen. Dabei spielt nicht nur der eigene Kundenkreis eine tragende Rolle, ebenso zählt, was Multiplikatoren und Meinungsführer von sich geben. Wenn man sie alle als Botschafter gewinnt, wird vieles ganz leicht. Die wenigsten von uns sind nämlich Vormacher, die meisten sind Nachmacher. So kommt es, dass Menschen sich an denen orientieren, die was zu sagen haben. Einer aktuellen Nielsen-Studie zufolge vertrauen in der Schweiz 92 Prozent der Befragten auf Empfehlungen von Menschen aus ihrem Umfeld, 63 Prozent vertrauen dem, was Menschen im Web zu berichten wissen, aber nur 33 Prozent der Werbung von Anbietern im Markt. Verstärkt spielt also die Beeinflussung durch Dritte – und immer weniger die teuer bezahlten Selbstanpreisungen der Unternehmen – eine kaufentscheidende Rolle. Früher konnten die Unternehmen ihre Reklame unbekümmert in die Welt hinausballern. Heute erzeugt alles, was sie tun, öffentliche Resonnanz. Ist sie negativ, dann schadet dies dem Image und dem Umsatz empfindlich. Und selbst, wenn

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sie positiv ist, müssen die Anbieter moderieren. Das Beobachten dessen, was im Web über einen selbst geredet wird, ist unter diesen Umständen Pflicht. Das muss ein Unternehmer sich inzwischen mit derselben Selbstverständlichkeit anschauen wie seine E-Mails und die Umsatzzahlen – und zwar täglich! Kein Zweifel: Heutzutage sind es vor allem die als lebhafte Fans agierenden Kunden, die über das Schicksal eines Anbieters entscheiden. Wer nämlich «seine» Marke regelmässig kauft, wer sich voll und ganz mit ihr identifiziert und sich ihr hochgradig verbunden fühlt, der ist quasi immun gegen den Wettbewerb. Der wird «seine» Lieblingsobjekte vor Angreifern schützen – und sie seinem Umfeld wärmstens ans Herz legen Solche Loyalität ist freiwillige Treue. Sie entsteht durch Anziehungskraft und nicht durch Druck oder Zwang. Sie kann niemals eingefordert werden, man bekommt sie aus Überzeugung geschenkt. Das Ganze hat viel mit Emotionen zu tun und ist auch voller Leidenschaft. Leidenschaft kann aber nur dann entstehen, wenn sich die Leidenschaft in allem, was ein Anbieter tut, offenbart. Es ist die Leidenschaft, die den Unterschied zwischen Mittelmaß und Exzellenz schafft. So wird nur der, der sich als Kunde fachlich wie auch emotional wirklich exzellent behandelt fühlt, der Welt davon erzählen. Wer sich hingegen als Bestandskunde vernachlässigt fühlt, der wird auch keine Empfehlungen aussprechen.

Weitere Informationen

Anne M. Schüller ist Keynote-Speaker, zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und Management-Consultant. Zudem ist sie Expertin für Loyalitätsmarketing. Ihr neues Buch heisst «Touchpoints».

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Neue Qualitäten entdecken Das Verhältnis von Anbietern und Kunden im Zeichen von Social Media Interview mit Karin Frick von Georg Lutz

Mit Hilfe der neuen Kommunikationstechnologien kann sich der Anbieter mit dem Kunden sehr viel spezifischer auseinander setzten. Leider nutzen die Anbieter die neuen Qualitäten viel zu wenig aus, da sie die neuen Möglichkeiten nur mit den gleichen alten Botschaften füttern und uns als Kunden belästigen. Es gibt aber auch positive Beispiele.

Früher hatte das klassische Marketing Macht über die Kunden. Es gab weniger Kommunikationskanäle wie Fernsehen, Kino, Zeitungen und Radio, die die Anbieter besser im Griff hatten. Was stimmt an dieser These?

Sie trifft zu, ist aber gleichzeitig falsch.

Wie können wir das verstehen? Auf der einen Seite produzieren wir heute eine enorme Fülle von Daten, die ein Anbieter nüt-

zen kann. Heute ist man über uns viel besser informiert und kann uns verführerische Angebote machen. Auf der anderen Seite verliert das Marketing an Macht, da ich mich als Kundin oder Kunde viel besser, das heisst unabhängiger informieren und auswählen kann. Beide beteiligten Seiten haben an Macht gewonnen, agieren aber auf einem höheren Niveau und unter anderen Spielregeln.

In die Fussballsprache übersetzt, steht es nicht mehr Null zu Null, sondern Zwei zu Zwei? Ja, genau.

Das Schlagwort «Marketing 2.0» suggeriert neue qualitative Welten in der Werbebranche. Ich habe aber den Eindruck, dass es sich oft nur um neue technische Kommunikationskanäle handelt, die als Trend hochgeschaukelt werden. Es gibt aber kaum neues qualitatives Denken. Stimmt dieses Bild?

Die Schwierigkeit, viele Kommunikationskanäle passend und professionell in den Griff zu bekommen.

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Dem stimme ich zu. Es wird noch mehr vom Gleichen kommuniziert, beispielsweise über Social Media. Die Inhalte und die Vorstellungen sind aber die gleichen geblieben, sprich es geht immer noch um eine Einbahnstrassenkommunikation. Das qualitativ Neue an unserer Situation ist aber, dass heute wirkliche Gespräche, ein Austausch auf Augenhöhe, möglich sind. Diese Potenziale werden aber oft liegen gelassen. Es ist ja nicht so, dass ich weniger kaufen will. Ich will nur Angebote sehen, in denen meine Wünsche auch mit berücksichtigt werden. Der Anbieter braucht mich dann auch nicht mehr mit Werbebotschaf-


ten über seine neuen coolen Produkte belästigen. Erst wenn die Interaktion zustande kommt, nutzen wir die neue qualitative Situation.

Der Kunde ist nicht mehr nur Objekt, sondern auch Subjekt.

Fehlt einem dazu nicht schlicht die Zeit? Das sehen wir ja selbst in unserer Medienbranche. Ich schreibe eine Presserklärung und speise sie dann in unterschiedliche Kanäle ein. Selbstverständlich können Sie nicht jeden einzelnen Kunden individuell ansprechen. Dafür sind die Margen schlicht zu klein. Auch Sie schreiben ja nicht für jeden einzelnen Leser einen Beitrag. Aber an diesem Punkt hilft einem dann doch die neue Technik, um einen individualisierten Dialog realisieren zu können.

Wie sieht für Sie ein positives Beispiel aus? Der Klassiker, Amazon, agiert im Buchbereich immer noch vorbildlich. Das Angebot und die Kommunikation sind transparent aufgebaut. Ich bekomme Tipps, die aber nicht zwanghaft wirken. Mich persönlich interessieren viele Fach- und Sachbücher. Hier komme ich schnell

es meine Mailbox, die mich aber nicht berührt, da ich eine Mailadresse nur für solche Aktionen eingerichtet habe. Trotzdem ist das lästig. Schon heute und in der Zukunft wird dies auch vermehrt über die Kommunikationskanäle der Social Media gehen.

«Wenn die Botschaft lautet `Ich weiss mehr über dich als du selbst`, dann läuft was falsch.» zum Ziel und kann auch die Bewertungen von anderen Expertinnen und Experten lesen. Ich werde aber nicht mit Kommunikationsbotschaften belästigt. Man kann neue Kommunikationstechnologien auch mit Respekt vor dem Kunden einsetzen. Das ist Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Verkaufsstrategie.

Es gibt aber sehr viele unterschiedliche Produkte und unterschiedliche Zielgruppen? Richtig. Ich bin zum Beispiel jemand, der viele Bücher kauft und liest. Wenn es aber um Heimtextilien oder Schuhe geht, interessiert mich dies sicher nicht jeden Tag. Wenn ich Bettbezüge kaufe, brauche ich sicher nicht am nächsten Tag ein Mail in dem steht, dass ich doch noch eine neue Matratze kaufen soll. Früher füllte sich mein Briefkasten mit Prospekten. Heute ist

Halten wir fest. Die Herausforderungen liegen nicht auf der technischen Seite. Schliesslich und endlich fehlt das Wissen auf der Anbieterseite, die Technik cleverer einzusetzen? Viele Anbieter haben den Mechanismus noch nicht verstanden. Es wird immer mehr vom Gleichen in die Einwegkommunikation gesteckt. Man versucht immer noch den Kunden mit klassischen Kampagnenkonzepten zu beglücken.

Gibt es aus diesem Grund auch immer weniger Kunden, dafür Fans oder Communities? Kunden sind immer noch ein sehr wichtiges Stichwort. Das Thema Fans ist etwas für Liebhaberthemen und Nischenmärkte. Diese können trotzdem wichtig sein, damit wir uns

nicht missverstehen. Aber Sie werden nicht von jedem Produkt, das Sie kaufen, zu einem Fan werden. Bei trendigen Gadgets kann das natürlich anders aussehen. Das stimmt. Wenn ich Kartoffeln kaufe, muss ich nicht Fan sein. Wir können auch nicht ständig begeistert sein, auch wenn sich dies einige Marketingverantwortliche wünschen. Bei Produkten für den Tagesbedarf überzeugen mich die Qualität des Produkts und die Vereinfachung des Einkaufs. Preis und Leistung müssen stimmen. Ich brauche hier keine Lifestylegirlanden und Identifikationsangebote. Sie brauchen nicht um jeden Keks eine Fangruppe zusammen stellen. Zusammengefasst: Fangruppen und Communities sind auf Lovebrands limitiert. Viele Unternehmen haben bei diesen Entwicklungen Angst, die Kontrolle über ihren Brand zu verlieren. Ist diese These nicht schlüssig? Die Kontrolle über den Brand ist komplexer geworden. Im Rahmen von «Marketing 2.0» entwickelt sich der Kunde zum Mitproduzenten. Alte Kontrollmechanismen ziehen immer weniger. Zum Beispiel hat Adidas in letzter Zeit versucht, seine Produkte nur über seine eignen Vertriebskanäle zu vermarkten. Verschiedene EShops sind dadurch automatisch raus gefallen.

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Solches Vorgehen wird immer weniger goutiert. Das Web ist ein gefühlter Freiraum. Wer dagegen offensiv verstösst hat ein Problem am Hals. Transparenz ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Schlagwort. Es gibt einen alten Spruch von Lenin: «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.» Sie hielten in einem früheren Beitrag dagegen: «Kontrolle ist nichts, Vertrauen ist alles», lautete dort die Überschrift. Ist das nicht etwas naiv? Eine funktionierende Beziehung braucht Vertrauen. Denken Sie nur an unsere Paarbeziehungen. Kann eine Frau einen Mann vollständig kontrollieren? Nein, das kann sie nicht. Und umgekehrt gilt das auch. Solche Beziehungen können sich nicht entwickeln. Es bleibt nur eine autoritäre Hülle. Das sehen wir ja auch beim Thema Kindererziehung. Nehmen Sie das Beispiel Facebook. Das war für Kinder und Jugendliche ein Freiraum und aus diesem Grund so attraktiv … … War ein Freiraum? Ja, jüngste Zahlen aus der Schweiz belegen, dass unsere Kinder Facebook wieder verlassen, da dies kein Freiraum mehr für sie ist. Bei Facebook gibt es immer mehr Kontroll- und Beeinflussungsmechanismen. Die jüngere Generation merkt dies intuitiv am schnellsten. Andere werden folgen.

Aber das Web ist doch schon lange kein anarchistischer Raum mehr, wie es das in den Anfangsjahren für eine akademische Elite einmal war? Selbstverständlich müssen gesetzliche Rahmenbedingungen eingehalten werden. Wer allerdings denkt, er kann im Web das Thema Kontrolle als zentralen Baustein verwenden, der irrt. Ist die Forderung nach mehr Tansparenz nicht auch gefährlich? In Zeiten von Gesichtserkennungssoftware und Bewegungsbildern stehen nicht nur das Unternehmen und der Kunde völlig nackt da. Nicht ohne Grund sind Datenschützer entsetzt. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Wenn die Botschaft lautet «Ich weiss mehr über dich als du selbst», dann läuft was falsch. Wenn ich Werbebotschaften zu Produkten bekomme, nur weil ich vor wenigen Tagen etwas länger vor einem Regal gestanden habe werde ich schlicht sauer. Ich werde dann die Schuhe hassen, die mich über Wochen im Netz verfolgen. Hier kommt das Thema «Behavioral Targeting» zum Zug. Dabei werden Messdaten aus dem Surfverhalten mit Befragungs- oder Registrierungsdaten von Internetnutzern kombiniert. Wenn solche Vorgehensweisen übertrieben eingesetzt werden, wird es zu Punkt kommen, an dem sich Verbraucher und Kunden genervt abwenden. Es gibt immer mehr Daten

über uns. Das können und wollen wir nicht verhindern. Allerdings können wir erwarten, dass diejenigen, die mit diesen Daten umgehen, eine gewisse Sensibilität und Respekt an den Tag legen. Gibt es auch positive Beispiele? Ja, nehmen Sie den Finanzdienstleister Mint. Er hebt das Thams Personal Finance Management auf eine neue qualitative Stufe. Ich habe hier die Möglichkeit die eigenen Finanzen Online zu überwachen, gestalten und zu optimieren. Wenn ich als Kunde beispielsweise verschiedene Konten habe, zieht er mit meiner Einwilligung diese Konten zusammen. Ich sehe dann beispielsweise für welche Kategorien ich welche Ausgaben tätige. Zudem macht er mir Optimierungsvorschläge, zum Beispiel wie ich besser Sparen kann. Das sind Vereinfachungen und Optimierungen, die ich von unabhängigen Anbietern nutzen kann und dadurch auch meine Abhängigkeiten von meiner Bank reduzieren kann. Solch ein Vorgehen geht in die richtige Richtung, da ich unabhängig vergleichen kann und weiter Kontrolle über meine Daten habe. Karin Frick ist Leiterin Research und Mitglied der Geschäftsleitung des Gottlieb Duttweiler Instituts. Als Ökonomin erforscht und analysiert sie seit vielen Jahren Trends und Gegentrends in Wirtschaft, Gesellschaft und Konsum.

Weitere Informationen Karin Frick ist Leiterin Research und Mitglied der Geschäftsleitung des Gottlieb Duttweiler Instituts. Als Ökonomin erforscht und analysiert sie seit vielen Jahren Trends und Gegentrends in Wirtschaft, Gesellschaft und Konsum.

www.gdi.ch

Hat Facebook seinen Erfolgszenit wegen der fehlenden Sensibilität, was die Persönlichkeitsrechte betrifft, bereits überschritten?

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Im Zeichen des Dialogs Die Philosophie der SuisseEMEX’12 von Marinella Jenal

Bereits zum sechsten Mal findet vom 21. bis 23. August die SuisseEMEX statt. Die grösste Schweizer Marketing- und Business-Plattform gehört hierzulande zu den wichtigsten Terminen rund um das Thema Marketing und Live Communication. Unter dem Motto «Dialog verbindet» finden die rund 13‘000 erwarteten Fachbesucher eine 360° vernetzte Marketingwelt unter einem Dach vor.

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nde August öffnet die SuisseEMEX in der Messe Zürich ihre Tore für die über 13‘000 erwarteten Besucher, namentlich marktorientierte Unternehmer und Spezialisten aus allen Marketingrichtungen. Als einzige Business-to-Business-Messeplattform der Branche und All-inclusive-Anlass wird die SuisseEMEX von Fachspezialisten auf der Suche nach neuen Trends und Innovationen sehr geschätzt. Interaktive Networking-Plattform für Besucher und Aussteller Marktorientierte Geschäftsleute aller Branchen und Unternehmensgrössen finden auf der einzigen Messe- und Eventplattform der Schweiz bei den rund 350 Ausstellern praxisbezogene Lösungen für innovative Marketing-, Kommunikation-, Event- und Promotion-Massnahmen. Parallel zum Messegeschehen findet auf thematisch unterschiedlich gestalteten Fachbühnen ein hochkarätig besetztes Kongressprogramm statt. Über 80 Referenten informieren praxisnah über aktuellste Themen aus dem gesamten Marketing-Mix und zeigen auf, wohin die Kommunikations-Reise geht. Mit der Zeit gehen Live Communication und Live-Erlebnisse werden im B2B-Bereich wieder stärker geschätzt. Entsprechend lautet das Motto der diesjährigen SuisseEMEX: «Dialog verbindet».

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In Zeiten von Social Media gerät der Begriff Face-to-face-Kommunikation immer mehr ins Vergessen. Die SuisseEMEX zeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen und Gespräche auch im digitalen Zeitalter sind. So steht die Förderung des persönlichen Dialogs auch im Zentrum der grössten Marketingfachmesse der Schweiz. Qualität und Diversität im Fokus Die SuisseEMEX legt ihren Schwerpunkt auf zukunftsweisende Lösungen und innovative Ideen. Hier zählen die Messeveranstalter vor allem auf ihre kompetente Partner, die sie sowohl in der Organisation als auch in der Umsetzung unterstützen. Das sind neben den Ausstellern vor allem auch bedeutende nationale Verbände, die sich jeweils stark an der Messe engagieren. So sind dieses Jahr unter anderem wieder mit dabei: Swiss Marketing SMC, der Schweizerische Dialogmarketing Verband SDV, der Schweizerische KMU-Verband SKV, die Schweizer Werbung SW oder der Expo-Event Live Communication Verband Schweiz. Die Messebesucher können ihre eigenen Schwerpunkte selbst setzen. Mithilfe der Unterteilung in drei Thementage (Agenturen- und Unternehmertag am 21., XING Netwoking-Tag am 22. und Google-Tag am 23. August) wird das Messeprogramm optimal auf den Besucher

abgestimmt. Neben der Qualität legt die SuisseEMEX ihr Augenmerk auf ein vielfältiges Angebot, denn jeder potentielle Messebesucher soll direkt angesprochen werden. Aktiv das ganze Jahr über Obwohl sich die SuisseEMEX auf die drei Tage im Jahr konzentriert, ist sie während des restlichen Jahres nicht minder aktiv. Während der letzten Jahre ist ein Marketing-Netzwerk mit Besuchern, Ausstellern und Partnern entstanden, nicht zuletzt wegen des Zuwachses von Social Media, welche den Messeveranstaltern als weitere Plattform für ein interaktives und professionelles Networking dienen. So gibt es beispielsweise auf XING sowie auf Facebook eigene Gruppen, die ihre Mitglieder regelmässig über News und Trends aus der Branche informieren. Der persönliche Kontakt als Trumpf Höhepunkt ist und bleibt aber die SuisseEMEX im August. Als Live-Event bietet eine Messe viel mehr Raum für Interaktion. Unternehmen stehen hier im direkten Dialog mit ihren Kunden und können ihre Botschaften emotional und von Angesicht zu Angesicht vermitteln. Da der Kunde die Chance hat, Fragen zu stellen und innert kurzer Zeit eine Antwort zu erhalten, entsteht Vertrauen. So entsteht der Rahmen für einen professionellen und nachhaltigen Business-Austausch.


Facts&Figures Die SuisseEMEX ist die führende Schweizer Business-to-Business Messe und zugleich die grösste Netzwerkveranstaltung der sich stark wandelnden Marketing-, Kommunikations- und Eventbranche. Die rund 360 Aussteller verteilen sich auf folgende drei Hauptbereiche: Marketing / Kommunikation (Hallen 3&4) • Werbung, PR & Media • Aussenwerbung & Beschriftung • e-Business – online & mobile Marketing • CRM & Direktmarketing • Marktforschung • Visuelle Kommunikation • Druck & Veredelung

Promotion / Werbeartikel (Halle 5) • Promotion & Merchandising • Display & P.O.S.-Systeme • Werbe- & Geschenkartikel • Spezialitäten & Trendprodukte • Corporate Fashion • Zeltbau • Entertainment Event / Live Communication (Halle 6) • Meetings Industry • Event-Lokalitäten & -Dienstleister • Destinations & Venues • Messebau & Raumkonzepte • Veranstaltungstechnik • Catering Fachbesucher • Marktorientierte Unternehmer, Geschäftsführer und Abteilungsleiter von KMU, Agenturen & Grossfirmen

• Marketingleiter, Werbe-, PR-, Kommunikations- und Sponsoring-Verantwortliche • Verantwortliche aus den Bereichen Medien, Druck und Verlagswesen • Verantwortliche für Vertrieb, Verkauf und Verkaufsförderung • Event-, Seminar- und Kongressplaner Messe-, Live Communication Manager, Incentive Reise Planer • Schulungs- und Ausbildungsleiter, Trainer, Teamentwickler, Coaches • Fachspezialisten & Nachwuchskräfte aus Marketing, Kommunikation und Event Themenschwerpunkte • Agenturen- und Unternehmer-Tag am 21.08.2012 • XING Networking-Tag am 22.08.2012 • Google-Tag am 23.08.2012

Die SuisseEMEX´12, Fachmesse & Kongress für Marketing, findet vom 21. – 23. August 2012 in der Messe Zürich statt. Messe-Veranstalter: EMEX Management GmbH | Lindenbachstrasse 56 | 8006 Zürich info@suisse-emex.ch | www.suisse-emex.ch

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Ewa Ming, Geschäftsführerin EMEX Management GmbH Tel.: +41 44 366 61 11 E-Mail: info@suisse-emex.ch Marinella Jenal, Medienbeauftragte EMEX Management GmbH Tel.: + 41 44 366 61 12 | E-Mail: m.jenal@celebrationpoint.ch

Weitere Informationen

Marinella Jenal ist Medienbeauftragte der EMEX Management GmbH. Der Stand von kmu life im letzten Jahr. Auch dieses Jahr nutzen wir ihn als Kommunikations- und Arbeitsplattform.

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Wer tickt wie? Erfolgreiche Marken-Führung von Rita Lübbe

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ei jedem Geschäftsführer, Marketing-Leiter, Manager kommen immer einmal Fragen der Art auf, warum die hart erarbeiteten Strategien wieder nicht umgesetzt werden und in der Schublade verschwinden, die Organisation vom wohldurchdachten Massnahmenpaket nicht überzeugt werden konnte, oder wieso der Potentialkunde nicht gewonnen wurde, obwohl die Kommunikation vermeintlich perfekt war. Verhaltenstypologie kann ein Schlüssel zum Verständnis werden. Basierend auf der Forschung von C. G. Jung, dem Begründer der analytischen Psychologie, wurde durch W. M. Marston die weit verbreitete Einteilung in vier Basistypen von Verhalten (DISC) entwickelt. Die Typen und ihre Mischformen werden heute mit einem Selbsteinschätzungsfragebogen (Forced Choice Verfahren) ermittelt. Beurteilt werden die Typen nach ihrer Ausprägung in den Dimensionen Denken versus Gefühls-Orientierung und Intuition versus Daten/Fakten-Ausprägung. Kurz und vereinfacht erklärt, unterscheidet man im Ergebnis die sogenannten D-, I-, S- und C-Typen anhand von Adjektiven und Grundverhalten. D-Typ: Wettbewerbsdenkend, fordernd, dominant, risikofreudig, direkt. I-Typ: Offen, sozial, aktiv, kommunikativ, emotional, impulsiv. S-Typ: Überlegt, bedächtig, vorsichtig, zurückhaltend, kompromissbereit. C-Typ: Präzise, perfektionistisch, logisch, detailliert, analytisch und sachorientiert. Natürlich gibt es Mischformen und im Detail geht die Beschreibung weit über Attribute hinaus. Die Bilder der Typologien mit den resultierenden Verhaltensweisen und Kommunikationsweisen werden komplexer. Deshalb müssen wir

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erkennen und verstehen, wie die jeweils typischen Verhaltensweisen erlernt und geübt werden. Sehr hilfreich, denn wem ist es noch nicht so gegangen, das Verhalten des anderen einfach nicht nachvollziehen oder es sich nicht erklären zu können, warum man seine eigenen Ideen nicht vermittelt bekommt. Durch verhaltenstypologische Kenntnisse gewinnt man ein tieferes Verständnis des eigenen Verhaltens, dem der Mitarbeiter und der Marke als Persönlichkeit. Dadurch kann nicht nur das eigene individuelle Verhalten optimiert werden, sondern es sind Umsetzungen der Erkenntnisse möglich, Motivationen und Barrieren in Bezug auf Marken-Strategien und ihre Implementierung zu beurteilen. Warum es beispielsweise einer typologisch klaren Marke und der dahinter stehenden Organisation schwer fällt, anders als entsprechend ihrer Verhaltensmuster zu agieren und andersartige Massnahmen umzusetzen. Warum es bei (Re-)Positionierungen unabdingbar ist, die Kollegen oder Mitarbeitenden frühzeitig auf die neue Reise mitzunehmen. Und wie die Vermittlung und die Implementierungsmassnahmen entsprechend der Ziele und Strategien adäquat ausgerichtet und trainiert werden, um auf den fremden Feldern spielen zu können und so zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Weitere Informationen Rita Lübbe arbeitet für die GMK Markenberatung Köln. Der Fokus der GMK liegt auf Firmen von Mittelstand bis Blue Chip, die bei allen Fragen der Definition und Führung ihrer Marken, Sortimentsportfolio und Markenmanagement unterstützt werden.

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Zuhörer begeistern! Storytelling in der Praxis von Kathrin Puhan-Henz

Wie Unternehmensverantwortliche mit ThinkStoryline!©, in drei strategischen Schritten, überzeugende Präsentationen erstellen und halten können, verdeutlicht der folgende Beitrag.

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o anfangen, was analysieren und wie präsentieren? Ein «Plan» würde vieles vereinfachen: für den Redner, die Informationslieferanten und die Zuhörer, die am Ende etwas mitnehmen wollen. ThinkStoryline! hilft, den gesamten Präsentationsprozess klar zu strukturieren und zu optimieren. Angefangen mit einer klaren Zielsetzung für die Präsentation, der Informationsanalyse und deren Interpretation, dem Entwurf einer spannenden Geschichte bis hin zur Präsentation selbst. Ein Referenzbeispiel Ein Automobilhersteller möchte herausfinden, welcher von fünf Slogans der optimalste ist, um ein neues Sportwagenmodell zu positionieren. Zu diesem Zweck wird eine Marktforschungsfirma beauftragt, eine repräsentative Gruppe potentieller Kunden zu befragen. Oft beginnt die Problemlösung damit, dass wenig Zeit für Überlegungen investiert wird, um das Ziel zu

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konkretisieren. Irgendwann stellt sich die Frage, welche Fakten überhaupt relevant sind. Hier ist die Kernfrage eindeutig: Welcher Slogan gefällt potentiellen Käufern am besten? Um diese Frage zu beantworten, wäre es sinnvoll, die finale Präsentation folgendermassen zu beginnen: «Slogan X ist der griffigste gemäss den Ergebnissen der Markstudie. Im Folgenden geht es um die Gründe, die ein professionelles Umsetzen ermöglichen.» Wenn Sie das Ziel Ihrer Präsentation so klar vor Augen haben, wie im obigen Beispiel, dann fällt es Ihnen viel leichter, die entsprechenden Informationen zu sammeln und zu analysieren. Sie wissen schon zu Beginn des Projektes genau, worauf es hinausläuft und können sich von Anfang an auf die Dinge fokussieren, die Sie für Ihre Präsentation brauchen. Das hektische Zusammentragen allerverfügbaren Informationen entfällt.

Mit Kernfrage überzeugen Mit Schritt eins definieren Sie den Inhalt Ihrer Präsentation: Sie legen die Ziele fest, indem Sie die Kernfrage klar formulieren. Bevor Sie die entsprechenden Informationen sammeln, die Sie für Ihre Kernaussage brauchen, überlegen Sie sich, welches der ultimative Rahmen für Ihre Präsentation wäre. Beim Slogan-Vergleich bietet sich eine Matrix an: auf der Y-Achse, die fünf verschiedenen Slogan-Typen und auf der X-Achse, die Bewertungskriterien. Nun sind Sie bereits einen Schritt weiter und wissen, welche Information Sie benötigen, um die Matrix zu füllen. Wenn Ihnen die Daten vorliegen, bilden Sie aussagekräftige Überschriften, entweder in Form einer Zusammenfassung oder einer Schlussfolgerung. Eine kompakte Geschichte Im zweiten Schritt verbinden Sie die Informationen aus Schritt eins zu einer spannenden Geschichte. Sie wissen bereits, was Sie sagen


wollen und haben die entsprechenden Analysen von der Marktforschungsfirma erhalten und ausgewertet. Jetzt gilt es aufzuzeigen, warum gemäss den Marktforschungsdaten Slogan X am vielversprechendsten ist. Ihre Argumente müssen logisch sein und am besten hierarchisch aufgebaut: «Unsere Marktstudie hat ergeben, dass Slogan X von Kunden bevorzugt wird. Es hat die beste Gesamtbewertung erhalten und die besten Noten in drei von fünf Kategorien.» Langweilen Sie Ihre Zuhörer nicht mit endlosen Hintergrundinformationen, sondern starten Sie direkt mit Ihrer Kernaussage und schliessen die unterstützenden Thesen an. Die Zuhörer werden es Ihnen danken und der logischen Struktur Ihrer Präsentation gut folgen können. Feinschliff für den Auftritt Erst innerhalb des dritten Schritts, sprich nach der Präsentationsentwicklung, befassen Sie sich mit «Ihrem Auftritt». Sie sind optimal vorbereitet, Ihre Präsentation ist strukturiert und Sie haben eine für den Zuhörer von Anfang an eine spannende Geschichte zu erzählen. Stel-

Im dritten Schritt einen optimalen Auftritt realisieren.

len Sie auf jeden Fall sicher, dass Sie sich nicht von Ihren PowerPoint-Charts dirigieren lassen, sondern, dass Sie die Hauptattraktion sind! Und vergessen Sie nicht, Ihre Zuhörer einzubeziehen. Das gibt Ihnen Energie und sie können einen Teil der Verantwortung abgeben. ThinkStoryline! ist in vielen Situationen anwendbar, vor allem dann, wenn Sie viele Informationen wirkungsvoll vermitteln wollen – und, wenn Sie Ihre Zuhörer begeistern wollen.

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Kathrin Puhan-Henz Kathrin Puhan-Henz ist Gründerin meetings that work in Zürich.

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Der Tanz um das eigene Ego Mythos Authentizität

von Hans-Jörg Schumacher

Kaum ein anderer Begriff ist so aufgeladen wie das Schlagwort Authentisch: «Authentisch sein», «authentisch wirken» – das ist nicht nur für den Erfolg von Führungskräften und Verkäufern sehr wichtig. Für viele Menschen ist dies ein Lebensideal. Doch was ist überhaupt Authentizität, und wie entsteht sie?

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ir fühlen uns oft fremd in uns selbst. «Eigentlich bin ich ganz anders, nur ich komm‘ selten nur dazu.» Diese Liedzeile singt Altrocker Udo Lindenberg in einem seiner bekanntesten Songs. Und der Titel des meistverkauften Buchs des Alltagsphilosophen David Precht lautet: «Wer bin ich – und wenn ja wie viele?» Über Authentizität spricht jeder. Und jeder möchte sie haben. Doch keiner weiss genau, um was es dabei eigentlich geht. Schon das Wort korrekt auszusprechen, fällt manchem schwer, weshalb viele Menschen lieber das Adjektiv benutzen und mit verklärtem Blick von «authentisch sein» und «authentisch bleiben» sprechen – nie aber vom «authentisch werden».

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Und damit stecken wir mitten im Dilemma. Für die meisten Menschen gilt: Sie betrachten das, was ist, als ihren wahren Wesenskern und leugnen damit die Chancen, die in einer Entwicklung ihrer Persönlichkeit liegen. Und was noch schlimmer ist: Viele Menschen neigen dazu, ihr Verharren in der Komfortzone als Ausdruck ihrer Authentizität zu verklären, die es gegen die Unwägbarkeit einer Veränderung zu verteidigen gilt. «Wenn ich das so machen, sagen oder tun würde, wäre ich nicht mehr authentisch.» Diesen Satz hört man zum Beispiel als Berater oder Coach oft, wenn Menschen an den Punkt geraten, an welchem gewisse Veränderungen ihrer Denk- oder Verhaltensweisen sinnvoll wären. «Authentizität» dient hier als Entschuldigung für ein Verharren im Gewohnten.

Erkenne und entwickle dich! Hiess es über dem Eingang zum Orakel von Delphi «Erkenne Dich selbst – und bleib wie Du bist»? Nein! Die tiefere Bedeutung des Sinnspruchs «Gnothi seauton» liegt in dem, was über dem Tempeleingang nicht in Marmor gemeisselt wurde, sondern als Botschaft der Götter mitschwingt: «... und entwickle Dich zu dem, was Du sein könntest – ein Ebenbild Gottes.» Dieser Auftrag bedeutet für uns Menschenkinder oft Stress. Deshalb überspringen viele, wenn Veränderungen anstehen, die sogenannte «Stressund Entwicklungszone» und landen unmittelbar in der Panikzone, um dann schnellstmöglich wieder in ihre Komfortzone zu flüchten. Mit der festen Überzeugung: Es ist besser, authentisch zu bleiben. Schuster, bleib bei deinen Leisten!


Das fertige, abgeschlossene Individuum ist also eine Illusion. «Panta rhei», alles fliesst. Und das ist auch gut so. Was aber ist mit uns und unserem Selbstkonzept? Hilft uns in dieser Frage der Begriff Authentizität weiter? Was unsere Authentizität ausmacht Die Sozialpsychologen Brian Goldman und Michael Kernis nennen vier Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit wir uns als authentisch denkend und handelnd erleben: • Bewusstsein: Wir müssen unsere Stärken und Schwächen sowie unsere Gefühle und Motive kennen, also wissen, warum wir uns so und nicht anders verhalten. Erst diese Selbstreflektion ermöglicht es uns, unser Handeln bewusst zu erleben und zu steuern.

Masken und Authenzität waren nicht nur früher ein wichtiges Thema.

Was ist denn nun diese ominöse Authentizität? Ein angestaubter, weitgehend unverständlicher Diskurs über etwas nicht Greifbares? Geführt von Philosophen über alle Generationen und Philosophieschulen hinweg? Und was bedeutet es, authentisch zu sein? Ist Authentizität ein alltagstauglicher Begriff, der es uns ermöglicht, uns in einer komplexen, sozialen Welt zu orientieren und unsere Persönlichkeit gezielt zu entwickeln? Auch unsere Persönlichkeit ist im Fluss Das Alltagsleben zeigt: Wir empfinden einen Kommunikationspartner meist schon dann als glaub- und vertrauenswürdig, wenn er sich uns gegenüber unseren Vorstellungen gemäss verhält. Wendet er zudem noch Rapporttechniken an – also passt er zum Beispiel seine Körpersprache uns und unseren Erwartungen an, dann sind wir hoffnungslos verloren. Wir gehen ihm gern auf den Leim. Typen mit Ecken und Kanten hingegen sind uns schnell verdächtig und unangenehm. So kommt es

zur absurden Situation, dass wir diejenigen als besonders sympathisch und authentisch empfinden, die ihre Rolle uns gegenüber perfekt spielen. Hier helfen uns der Begriff Authentizität und die Vorstellung eines authentischen Verhaltens als Beziehungskompass folglich nicht weiter. Alles viel zu subjektiv und vage, um als Grundlage für sichere Entscheidungen zu dienen. Gute Heiratsschwindler sind ja gerade gut, sprich erfolgreich, wenn sie ihre Rolle draufhaben und authentisch rüberkommen. Den radikalen Konstruktivisten verdanken wir einen Weg aus diesem Dilemma. Ihren Erkenntnissen zufolge ist unsere Persönlichkeit kein zementierter Zustand. Vielmehr hat unsere Identität die Tendenz, sich in regelmässig zu wandeln, ja zu erneuern. Das geschieht nach Auffassung der US-amerikanischen Forscher Jamie O’Boyle und Margaret King etwa alle 20 Jahre.

• Ehrlichkeit: Wir Menschen neigen dazu, uns mit einer rosaroten Brille zu betrachten. Die beiden US-amerikanischen Forscher Nicholas Epley und Erin Whitchurch zeigten Menschen Porträtfotos, unter denen sich auch mit Photoshop geschönte Bilder befanden. Dann fragten sie die Versuchsteilnehmer, welches Foto sie selbst im «Original» zeige. Meist entschieden sich die Probanden für das geschönte Foto. Die anderen Teilnehmer hingegen wurden stets weniger positiv gesehen. Das heisst, bei ihnen bevorzugten die Probanden die ungeschönten Bilder. Fazit: Wer sich selbst authentisch fühlen will, muss der Realität ins Auge blicken und auch unangenehmes Feedback akzeptieren – optisch wie verbal. • Konsequenz: Wir sollten nach unseren Werten handeln und gemäss unseren einmal gesetzten Prioritäten – selbst dann, wenn hieraus Nachteile für uns resultieren. Denn kaum etwas wirkt langfristig zerstörerischer auf unser Selbstwertgefühl als Opportunismus. • Aufrichtigkeit: Natürlich können wir eine Zeit lang ein geschöntes Bild von uns haben. Doch um unserer Selbst willen, sollten wir, wenn es uns um Authentizität geht, die Grösse haben, auch unsere negativen Seiten, zumindest uns selbst, zu offenbaren.

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Chancen, die in einer Entwicklung einer Persönlichkeit liegen, ein Leben lang nutzen.

Unsere Authentizität ist ein Selbst-Konstrukt Der Moment des Empfindens von Authentizität beginnt also bei uns selbst. Er ist somit ein Selbst-Konstrukt. Ein Selbstkonstrukt, bei dem es nicht um richtig oder falsch, sondern passend oder unpassend geht – Heinz von Foerster und den radikalen Konstruktivisten sei Dank. Und in einem Wechselspiel von Versuch und Irrtum optimieren wir im Verlauf unseres Lebens dieses Selbstkonstrukt immer wieder und entwickeln uns so selbst. Es geht also bei einem uns nützlichen Verständnis von Authentizität immer um ein intrinsisches Verstehen unseres sich verändernden und anpassenden sowie sterbenden und wieder neu entstehenden Selbst. Nicht einfach nur sein, sondern werden! Das neue Paradigma lautet folglich: «Ich fühle, denke und handle – und so konstruiere ich mein Selbst.»

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Ist ein solches Verständnis von Authentizität hilfreich für uns als Selbstentwickler? Ja, denn der Abschied von einem statisch verstandenen Authentizität-Begriff hin zu einem dynamischen macht uns den Weg frei. Denn jetzt liegt die Entscheidung bei uns und der Frage: Wie konstruiere und entwickle ich mich in Zukunft so, dass ich

– sofern uns nicht zum Beispiel ein Coach auf den richtigen Weg führt. All deren Tipps und Ratschläge sind aber nur von Nutzen, wenn wir bereit sind, uns zu verändern. Ansonsten betreiben wir nur Oberflächenkosmetik, denn wir entwickeln nicht unser Selbst.

• ein Gefühl von Liebe zu mir selbst, • ein Gefühl von Wertschätzung und Respekt gegenüber meinen Kommunikationspartnern und • eine positive Einstellung zu den Aufgaben und Herausforderungen, die auf meinem Weg durchs Leben auf mich warten, habe? Wie wir zielgerichtet und effizient an der Entwicklung unserer Persönlichkeit arbeiten, das können wir heute vielen Ratgebern entnehmen

Weitere Informationen

Hans-Jörg Schumacher arbeitet als Managementberater und -trainer für die Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner in Bruchsal (D).

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Analoge Events sind Vergangenheit Paradigmenwechsel in der Eventkommunikation von Peter Cramer

Ein Event ist für viele Unternehmen immer noch ein analoges Ereignis mit Sahnehäubchen-Image. Allein diese Tatsache, oftmals noch kombiniert mit dem Versäumnis, die bestehenden Formate kritisch zu hinterfragen oder sie einer ernsthaften Erfolgskontrolle zu unterziehen, stellt heute so manches Eventformat in Frage. Den Beweis, dass sie probate und leistungsstarke Mittel in der Unternehmenskommunikation sind, blieben und bleiben viele Events schuldig. Sie gehören auf den Prüfstand.

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inige Experten sind der Ansicht, dass die meisten gängigen Eventformate längst überflüssig sind – auch weil sie sich seit Jahren nicht weiterentwickelt haben. Ja, selbst die Paradedisziplin des Eventmarketing, die Händler-, Kunden- und Journalisten-Events der Automobilhersteller werden in Fachzeitschriften1 öffentlich in Frage gestellt. Bisher konnte niemand – weder auf Unternehmens- noch auf Agenturseite – belegen, wie gross der Erfolg solcher Events tatsächlich ist oder Auskunft darüber geben, wie viele zusätzliche Autoverkäufe dadurch generiert wurden. Seit Jahren stochert man hier im Nebel und argumentiert gerne mit «Imagegewinn» oder absurden Aussagen wie: «Die Frage ist weniger, wie viele Autos ich mehr verkaufe, sondern eher, wie viele ich weniger verkaufe, wenn ich auf Events verzichte», so ein Verantwortlicher für die Fahrzeugeinführung bei Audi.

Werbung und PR auf dem Prüfstand und vor ganz neuen Herausforderungen. Dem Eventmarketing ergeht es dabei nicht anders. Die Menschen sind heute online bei wichtigen und unwichtigen Ereignissen «live» dabei – und das mit nur einem Mausklick. Sie kommentieren, sie posten Filme und Fotos und informieren so die Öffentlichkeit. Längst orientiert man sich zum Beispiel an den Empfehlungen der FoursquareCommunity (Netzwerk um an Orten einzuchecken und Tipps zu hinterlassen), wenn man in einer fremden Stadt ein Restaurant, oder Geschäft sucht. Das Smartphone ist das persönliche Medien-Center in der Hosentasche. So nutzen heute 43 Prozent der Schweizer und 29 Prozent der Deutschen ein Smartphone und 57 Prozent der Schweizer Nutzer (64 Prozent in Deutschland) greifen mit Ihrem Smartphone dabei täglich auf das Internet zurück (Quelle: Umfrage Google, Mai 2012).

Das persönliche Mediencenter Das «Social Web» bringt massgebliche Veränderungen für alle Marketingmaßnahmen mit sich. Längst glauben die Kunden nicht mehr, was die Werbung sagt und an das, was auf den Homepages der Unternehmen steht, sondern sie vertrauen viel mehr auf die Meinungen in ihren Communities auf Facebook, Twitter, LinkedIn und Co.. Damit steht die klassische

Wind der Veränderung Für Eventtreibende liegen hier Riesenchancen und Möglichkeiten, denn Events sind längst keine rein analogen Ereignisse mehr, sondern werden durch ihre Teilnehmer multimedial und transparent. Die Welt erfährt die Inhalte, kommentiert und bewertet diese. Verzweifelt versuchen Unternehmen, die sich an überholte Eventformaten klammern, dies zu verhindern.

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Zum Teil mit absurden Anweisungen, wie dem Verbot an die Teilnehmer Fotos der Veranstaltung auf Facebook oder Twitter zu posten. Das klingt nach «Eventmanagement bei Verzweiflung» und nicht nach Handeln auf der Höhe der heutigen Zeit. Ein chinesisches Sprichwort sagt: «Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Menschen Mauern und andere Windmühlen». Herkömmliche analoge und solitäre Events haben keine Zukunft, denn ihnen fehlt Format, Inhalt und Konzept um digital – im Sinne der Unternehmenskommunikation – standzuhalten. Das aber ist – in Zeiten der massiven Nutzung von Google & Co. – überlebenswichtig für Unternehmen. Eventmacher müssen sich diesem Wind der Veränderung stellen, sich dem «Social Web» annehmen und ihre Arbeit konsequent darauf ausrichten. Diese neuen Rahmenbedingungen gilt es zu akzeptieren, denn «wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit»... Das solitäre Event mit seinem SahnehäubchenImage im Rahmen der Gesamtkommunikation und seiner mangelhaften Integration ist nicht mehr gefragt, wenn ernsthaft UnternehmensKommunikationsziele erreicht werden sollen. Das Event wird durch die Kommunikation im «Social Web» – davor, dazu und danach – zu


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Analoger Schein reicht heute nicht mehr aus.

einem «Mittel-zum-Zweck», nämlich zum Anlass von Gesprächen und (positiven) Kommentaren. Gesteuert von den Teilnehmern ohne Rücksicht auf die Interessen des Veranstalters und ohne Rücksicht darauf, ob ihm das passt oder nicht; jedoch mit konzeptionell und organisatorisch richtig ausgesteuerten Events, lässt sich medienwirksamer Content exakt an den gewünschten Stellen platzieren und damit ein Grundstein für eine Kommunikation im Sinne des Unternehmens legen. Auf analoge Events, ohne Einbeziehung des Internets, lässt sich online nur unter Einbeziehung der Teilnehmenden reagieren, die dann auch (mit-)gestalten können. Damit ist das Eventerlebnis nicht mehr das alles entscheidende, sondern im Mittelpunkt steht eine Plattform und die Frage, wie sie medial verwertet und eingesetzt wird. Dabei bleibt die Umsetzung des Events so wichtig wie eh und je, jedoch bekommt die mediale Inszenierung im Web einen neuen Fokus. Das Referenzbeispiel So setzt zum Beispiel die Frankfurter Dependance des Schweizer Convention & Incentive Büros sehr erfolgreich für die Ansprache an deutsche MICE Corporates und Planner eine eigene Microsite – zugeschnitten auf die Besonderheiten des deutschen MICE-Marktes – ein (www.swiss-mice.de). Die MICE-Marke-

tingaktivitäten der Schweiz in Deutschland, zumeist über Events, Roadshows und Fam-Trips, bekommen so eine höhere Awareness, gewinnen an Reichweite und sind deutlich nachhaltiger. Dadurch rekrutiert die Microsite gezielt mehr deutsche Zielkunden auf die offizielle MICE-Website der Schweiz. Kunden-Events, wie Roadshows und Fam-Trips, die bisher in der analogen Kommunikation auf einen sehr kleinen Verteilerkreis reduziert waren, gehören der Vergangenheit an. Das MICE-Angebot der Schweiz gelangt so, über die Massnahmen, zu viel mehr Zielkunden, wird von denen im MICEMilieu weitergetragen und empfohlen. Anmerkung 1

Quelle: brand eins 2/2011

Weitere Informationen Peter Cramer ist Inhaber der Hamburger Agentur Panem et Circenses (brot vnd spiele) – Kontor für Kommunikation. Die Agentur bietet die Beratung, Kreation, Konzeption und Realisation von ganzheitlichen Kommunikationsmassnahmen.

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Volltreffer oder daneben gezielt? Social Media auf den Boden der Tatsachen geholt von Urs Gassmann und Corinne Päper

Das Schlagwort Social Media ist in aller Munde. Zunehmend stellen sich jedoch auch Fragen. Ist der personelle Aufwand für die Bewirtschaftung der Neuen Medien gerechtfertigt? Werden die anvisierten Dialoggruppen erreicht? Wie nutzen diese die Neuen Medien überhaupt? Um dies herauszufinden, hat der ODEC (Schweizerischer Verband der diplomierten Absolventinnen und Absolventen Höherer Fachschulen) eine Umfrage bei seinen 2‘015 Mitgliedern durchgeführt.

S

chon die Erstauswertung fördert Erstaunliches zu Tage: Von 2‘015 Teilnehmenden gab nämlich beinahe die Hälfte (43 Prozent) an, die neuen Medien «nie» zu nutzen. Nur 37 Prozent aller Befragten sind nach eigenen Angaben täglich oder mehrmals pro Woche in den neuen Medien präsent. Bemerkenswert ist besonders der Zusammenhang zwischen Altersgruppe und Nutzung der sozialen Medien: 31 Prozent der 50-jährigen nutzen soziale Medien mehrmals wöchentlich oder täglich, während dies für nur 27 Prozent der 20-jährigen zutrifft. Das überrascht, da die übliche mediale Meinung genau in die andere Richtung geht. Professionelle Businessplattformen Wer eine Kaderposition inne hat und zwischen 40-59 Jahren alt ist, nutzt Xing öfters als Facebook oder Twitter. Mit steigender Position und zunehmendem Alter gewinnen professionelle Netzwerke somit an Gewicht. Oder: Der Chef twittert nicht persönlich.

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Die aktuelle Lebenssituation hat hingegen kaum einen Einfluss darauf, wie Social MediaKanäle und -Plattformen genutzt werden. Personen, die Ihren Job als eher «gefährdet» betrachten, sind gleichermassen auf Social Media-Kanälen aktiv, wie jene, die sich sicher fühlen. Weiterbildungswillige unterscheiden sich in ihrem Nutzungsverhalten kaum von Personen, die sich nach ihrem HF-Studium nicht weitergebildet haben. Bedeutung der sozialen Medien nimmt zu In Widerspruch zu ihrem persönlichen Nutzungsverhalten schätzen aber 44 Prozent aller Teilnehmer, dass die Bedeutung von Social Media zukünftig zunehmen wird. Nur 20 Prozent glauben, dass die Neuen Medien nur ein vorübergehender Hype sind. Schaufenster für Kleinstunternehmen Für Kleinunternehmen (eine bis zehn Personen) haben Social Media als Werbe- und Absatzka-

nal eine weitaus grössere Bedeutung als für grössere Unternehmen. Kleinfirmen können sich dank der Sozialen Medien breit vernetzen und ihre Produkte und Dienstleistungen mit sehr geringen Werbekosten bekannt machen. Das bestätigt sich auch mit dieser Umfrage. 31 Prozent aller Beschäftigten in Kleinstunternehmen, die bis zu zehn Mitarbeiter haben, nutzen Social Media täglich, während dies bei Unternehmen mit 200 bis 1000 Angestellten nur 19 Prozent sind. Wer angibt, «Selbständig» zu sein, nutzt soziale Medien weitaus häufiger als Angestellte. Rund 64 Prozent der Selbständigen sind täglich oder mehrmals wöchentlich in den Sozialen Medien präsent, während dies bei Geschäftsleitungs- oder Direktionsmitgliedern nur bei 44 Prozent zutrifft. Personen auf den unteren Karrieresprossen setzen Soziale Medien zudem weniger häufig ein, als Kaderangestellte oder Geschäftsleitungs-/ Direktionsmitglieder. Dies deutet darauf hin, dass der Zugang zu Social Media in vielen grösseren Unternehmen nach wie vor hierarchisch stark eingeschränkt wird.


Öffentliche Wahrnehmung und Realität fallen oft auseinander.

Zum ODEC ODEC ist der Schweizerische Verband der diplomierten Absolventinnen und Absolventen Höherer Fachschulen und vertritt deren Interessen in Wirtschaft und Politik. Der ODEC setzt sich für die nationale und internationale Positionierung der HF-Titel sowie die berufliche Mobilität seiner Mitglieder ein und fördert durch seine Aktivitäten den Bekanntheitsgrad der HF-Titel.

Die Hierarchie der unterschiedlichen Nutzer ist deutlich.

Personalverantwortliche setzen auf Social Media Nach Bereichen betrachtet, finden Social Media vor allem bei den Personalverantwortlichen einen weiten Verbreitungsgrad. 29 Prozent der Antwortenden nutzen Social Media täglich. Dies steht in einem starken Kontrast zu anderen Umfrage-Ergebnissen1, die besagen, dass in der Schweiz im Bereich Human Resources Social Media mit sehr grosser Zurückhaltung eingesetzt werden. Erst danach folgt die Marketing-Abteilung, wo immerhin noch 27 Prozent der Beschäftigten die Neuen Medien täglich nutzen. Am seltensten sind Angestellte in den Bereichen Einkauf sowie Forschung und Entwicklung in den Neuen Medien anzutreffen. Wahrnehmung und Nutzung sind nicht deckungsgleich Die Umfrage-Ergebnisse des ODEC zeigen deutlich, dass die Wahrnehmung eines Themas wie

Social Media oft durch die öffentliche Meinung geprägt wird. Das tatsächliche Nutzerverhalten scheint vom Idealbild des Nutzers, der dauernd online ist und möglichst viele Daten von sich preisgibt, jedoch abzuweichen. Untersuchungen sollten sich deshalb weniger stark darauf ausrichten, wie Unternehmen Soziale Medien einsetzen, als festzuhalten, welche Bedürfnisse die Dialoggruppen tatsächlich haben und wie sie sich in der Online-Welt verhalten. Dabei gilt es, auch gesellschaftliche Strömungen mit einzubeziehen (demografischer Wandel, sinkende Bereitschaft vieler Menschen, ihre persönlichen Daten ins Netz zu stellen, Informationsflut und damit zunehmende Verweigerung der Nutzer). Wenn solche Faktoren vernachlässigt werden, werden Entscheide aufgrund subjektiver Einschätzungen gefällt und daraus die falschen Schlüsse gezogen.

Weitere Informationen

Urs Gassmann ist Geschäftsführer des ODEC.

Corinne Päper ist bei ODEC verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit.

Anmerkung Social Media Studie Schweiz: vom Web 2.0 zum

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www.odec.ch www.odec-edu.ch

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Grundsteine für eine erfolgreiche Zukunft Die Bedeutung von Apps für die Kundenbindung von Sylvia Schwarz

Im Smartphone-Zeitalter bekommen Marketing und Kundenbindung eine neue Bedeutung. Apps können dabei ein zentrales Instrument sein. Was vielen Unterenhemensverantwortlichen noch als Spielerei erscheint, kann bei richtigem strategischen Einsatz zu einer neuen Qualität von Kundenbeziehung führen.

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rüher lernte die Freizeitwelt von der Geschäftswelt und die Jungen von den Alten. Heute ist bei mobilen Lösungen die Freizeitwelt weiter. Daher lohnt es sich für Unternehmensverantwortliche, nicht nur einen Blick auf die Software und Hardware in dem Zimmer iherer Tochter oder Sohn zu werfen. Dort entdecken sie Tablet-PC’s wie das iPad und Smartphones. Während bei der älteren Generation noch eine klassische PCKiste im Home-Office steht, auf der das gute alte Betriebssystem XP von Microsoft werkelt, werden die täglichen Office-Aufgaben für die Schule mit einem Tablet-PC oder Smartphone gemeistert. Apps ersetzen dabei zunehmend herkömmliche Software. Der zentrale Vorteil wird schnell sichtbar. Mit keinem Instrument hat man eine direktere Verbindung zu Ihren Kunden als mit einer App. Kunden können ein Firmen-App auf dem Smartphone haben, mit dem inzwischen sehr viele Dinge des alltäglichen Lebens gemanaged werden. Wobei auch hier gilt, dass ein App, als neues Marketinginstrument, nie isoliert eingesetzt werden darf. Wie in anderen Fällen, geht es um eine Ergänzung der Marketingstrategie, in diesem Fall durch mobile Möglichkeiten.

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In den letzten Jahren geisterte das Zauberwort vom «Viralen Marketing» durch die Medien. Wir brauchen da nicht lange bei der Theorie zu bleiben. Mit dem richtigen Einsatz eines Apps, können Kunden ganz praktisch Empfehlungsmarketing betreiben. Das ist ein Hebleeffekt, der fast umsonst zu haben ist. Das ist die moderne Mund zu Mund-Werbung. Diese Stategie ist immer noch mit Abstand am wirksamsten. Das Referenzbeispiel KMU-App Es gibt inzwischen Apps, die auf die speziellen bedürfnise von KMU-Verantwortlichen zugeschnitten sind. Auf dem von meinem Hause angebotenen App, einem internetbasierten Backend, können Apps ohne Progammierkenntnisse selber editiert werden. Bilder hinzufügen oder entfernen, Texte neu verfassen, abändern und löschen, neue Kapitel und Rubriken hinzufügen, bewirtschaften und wieder löschen sind Beispiele, die schnell auch von IT-Laien beherrscht werden können. Das App wird auf dem iPhone (Andorid) via HTML5 (Blackberry, Nokia, Win7) und auf den Tablets publiziert. Und das alles passiert in einem Arbeitsgang. Pflege und Strategie Das App ist ganz einfach zu bedienen. Zudem kann es an vielen Stellen direkt mit der Web-

site verlinkt werden, um den Pflegeaufwand zu minimieren. Die Strategie und das AppKonzept sind abhängig von den Bedürfnissen des Unternehmens. Es geht um spezifische Dienstleistungen, genaue Produktanalysen und dem Markt respektive dessen Rahmenbedingungen. Abhängig von den oben genanten Punkten wird das jeweilige App aus den umfangreichen Möglichkeiten, welche das KMUApp bietet, zusammengestellt. Je griffiger die Strategie und das Konzept, desto erfolgreicher agiert das App. Das App ist allerdings ein neues Medium und erfordert auch ein neues Denken, um das Potential des App’s zu nutzen. Hier kann nicht einfach alter Wein in neue Schläuche gegossen werden. Das ist eines der springenden Punkte für den App-Erfolg. Daher braucht es oft Unterstützung von erfahrener und professioenller Seite. Finanzieller Rahmen Bei neuen Anschaffungen stellt sich immer die Frage nach einem Kostenrahmen. Hier kann ich selbstverständlich nicht für andere Anbieter sprechen. Allerdings kann ich den finanziellen Rahmen für die KMU-App aus meinem Hause aufspannen, um einen ersten und vergleichen-


den Eindruck zu vermitteln. Zunächst fallen einmalige Einrichtungsgebühren von knapp CHF 1000.– an. Auf CHF 129.– ist die monatliche Grundgebühr fixiert. Dabei geht es neben der konzeptionellen Weiterentwicklung und dem Design um Inhalte wie Texte und Fotos. In den monatlichen Gebühren ist das Hosting, die Software und die Pflege beinhaltet. Wenn Apple, Google oder andere Anbieter etwas ändern, müssen wir unsere App-Software anpassen und diese auch Pflegen. Mit den verschiedenen Betriebssystemen für die Smartphones ist das heute eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Konzept, Texte und Fotos sowie das Design kann der Kunde selbst liefern. Dann entfallen diese Budgetposten. Kundenprojekte haben geziegt, dass sich Investitionen in ein gutes Konzept und Design lohnen. Damit kann man mit 30 – 50 Downloads pro Tag rechnen.

Mit Kosten für weniger als ein Espresso pro Tag (ca. CHF 3.30 pro Tag) erhalten Anbieter eine neue und bisher einzigartige Werbeplattform. Sie ist immer in der Westentasche dabei, der Gast erinnert sich bereits beim Blick auf’s Handy an den Anbieter (iPhone-Icone) und nimmt ihn überall mit, wo er gerade ist. Das App ist für die Kunden selbstverständlich gratis. Heuschnupfen App & FotoMarlin App Um den praktischen Erfolg zu verdeutlichen stelle ich im Folgenden noch zwei Beispiele vor: Die Paracelsus Klinik Lustmühle (www.paracelsus.ch) wollte Ihre Kompetenz der Behandlungen auf natürliche Art und Weise aufzeigen. Sie wählten den Bereich Heuschnupfen, unter dem bekanntlich viele Menschen leiden. Viele Infos rund um das Thema Heuschnupfen sind für die Betroffenen aufgearbeitet worden. Mit Tipps und Tricks können sie ihren Alltag

Funktionen eines KMU-App Das sollte ein KMU-App bieten: Direkter Telefonbutton Weiterempfehlen Kontaktknopf Foto-Galerie Kunden-Galerie Veranstaltungskalender Textbereich – bis zu 3 Navigationsebenen Website einbinden Newsletter Message PDF QR-Scanner Podcast YouTube RSS-Feed Facebook Google+ Twitter Around us

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erleichtern. In Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz wurde der Pollenflugkalender in das App integriert. Jetzt können Betroffene jeden Tag schauen, wie hoch die Pollenbelastung und wie die Prognose ist.

unter der Rubrik Pollen und Natur eine Sammlung sehr schöner Filme zusammengestellt, die jedes Herz, trotz der triefenden Nase, erwärmt. Auch dies gehört zur ganzheitlichen Behandlung, welche die Paracelsus Klinik anbietet.

Empfehlungen und Tipps Zur Linderung der Beschwerden, können die Betroffenen ein Wohlfühlset oder eines der verschiedenen Heuschnupfen-Sets, je nach ihren Symptomen, bestellen. Die Begleitung durch einen Facharzt wird offeriert. Damit ein weitgehend beschwerdefreies Leben ermöglicht wird, ist die Prävention im Herbst und Winter sehr wichtig. Auch dazu gibt es Angebote.

Diese Naturfilme zeigen sehr schön auf, wie die Philosophie der Pracelsus Klinik, via Multimedia im App integriert, kommuniziert werden kann. Die Kernbotschaft wird vermittelt. Die Paracelsus Biologisch-Integrative Medizin behandelt nicht nur mit Naturmitteln, sondern führt den Patienten in eine dynamische Vernetzung mit den Gesetzen und Rhythmen von Natur und Erde zurück.

Zusätzlich erhalten die App-Kunden via PushTexte laufend Empfehlungen und Tipps damit das Leben auch während des Frühlings und Sommer so angenehm gestaltet werden kann wie möglich.

Wenn sich die Betroffenen für eine Behandlung in der Pracelsus Klinik entschliessen, hat die Klinik einen besonderen Service für Ihre Kunden eingerichtet. Unter dem Menupunkt Umgebung, werden einige Highlights und Ausflugsziele aus der Umgebung im Appenzellerland empfohlen.

Für die Betroffenen ist die Pollenalergie sehr lästig. Jedoch ist die Blütezeit für die Natur sehr wichtig. Um trotz dem Leiden die schöne Seite der Pollen aufzuzeigen, ist im Menupunkt Video

Zu einem späteren Zeitpunkt wird das App mit einer intelligenten Software ergänzt, die jedem einzelnen aufzeigt, wie die Pollenbelastung in-

dividuell zunehmen wird. Bevor die Belastung zu hoch ist, kann man präventiv reagieren. Foto Marlin Basel (www.fotomarlin.ch) hat ein App rund um die Fotografie und die Videowelt konzipiert. Wert wird besonders auf schnelle Kommunikation der Neuheiten und Innovationen der Branche gelegt. Das Fotofachgeschäft wird mit seinen Spezialitäten und besonderen Dienstleistungen vorgestellt. Der Eventkalender weist auf die vielen Veranstaltungen hin, wo die neusten Modelle präsentiert werden. Der beliebte Occasionsbereich wird neu auch mobil zugänglich gemacht. Jede Woche wird ein Foto- oder Video-Tipp aufgeschaltet. Social Media ist prominent Der Bereich «News aus der Foto- und Videobranche» wird mit ausgesuchten, externen Dienstleistern ergänzt: fotointern.ch, fotoagenda.ch, RSS Feeds, Videopodcast, Foto Podcast, FotoTV. Dieser Service bietet dem Kunden eine geprüfte und exklusive Auswahl, sich mit dem Gebiet vertieft zu beschäftigen. Für ein innovatives und erfolgreiches Unternehmen wie Foto Marlin Basel, gehören auch die Social Media zur Marketingstrategie. Deshalb hat Google+, Facebook und Youtube einen prominenten Platz im App. Als Tipp: Google+ wird für ein gutes Ranking im Google für jede Website immer wichtiger.

Heuschnupfen und Pollenallergie Viele nützliche Tips und Tricks, welche Ihnen das Leiden und Leben erleichtern. Unsere individuelle Beratung und Behandlung in der Komplementär Medizin (Homöopathie, Phytotherapie, Spagyrik usw.) falls notwendig mit Schulmedizin kombiniert, ist für: • Betroffene • Familien • Angehörige • Freunde • Lehrer • Arbeitskollegen • Ärzte • Heilpraktier • Apotheken • Drogerien Viele Lösungen können Sie selber erarbeiten. Wir garantieren eine risikofreie, natürliche und sanfte Behandlung. Die Paracelsus Klinik Lustmühle erklärt Ihnen auch Ihre Laborwerte und alles Wissenswerte.

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Als besondere Kundenbindung hat Foto Marlin Basel im App das «App-Special» entwickelt. In diesem Bereich werden spezielle Angebote publiziert, welche nur via App erhältlich sind. Dies sind oft Gelegenheiten, bei welchem die Kunden günstigere Preise für die Kameras erhalten.

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Ihr Fotofachgeschäft mit der besten Auswahl an Foto- und Videokameras. Spezielle Rubriken wie Video Podcasts, Foto Podcasts, RSS, FotoTV und YouTube Channel geben Ihnen laufend Tipps rund ums Fotografieren und Filmen. Ein weiterer Fokus sind Tricks bei der Bild- und Filmbearbeitung. Sie können über diese App auch Ihre besten Fotos hochladen. Wir veröffentlichen diese Bilder gerne für Sie in der Marlin-App. Bleiben Sie jederzeit informiert mit der Foto Marlin-App. Und besuchen Sie uns - es lohnt sich! Foto Marlin Basel Ihr Foto-Profi Team

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Kundenbindung stärken und Vertrauen schaffen Der Werbeartikel als zentraler Baustein im Marketing-Mix

Interview mit Marcel Spiess von Georg Lutz

Die Marketingwelten haben sich verändert. Die klassischen Kommunikationsstrukturen sind durch neue Kommunikationskanäle transparenter, aber gleichzeitig auch viel differenzierter geworden. Social Media ist hier das zentrale Stichwort. Welche Auswirkungen hat dies für die Branche der Werbeartikelanbieter?

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Der Kunde hat heute mehr Einfluss und bestimmt mit, wie das Unternehmen wahrgenommen wird? Ist diese Einschätzung für Sie als Präsident des Verbandes der Schweizerischen Werbeartikelindustrie und praktizierendem Fachmann richtig? Grundsätzlich ist das sicher richtig, allerdings hatte der Kunde schon immer das letzte Wort; den Kaufentscheid traf er schliesslich immer selbst. Kunden «über den Tisch zu ziehen» war somit schon seit jeher die falsche Strategie, denn langfristig setzt sich allein die Qualität durch. Konsumenten können heute aber noch besser vergleichen und sich vernetzen. Der ganze Markt ist viel transparenter geworden – und dies zum Glück. Wir von Promoswiss sind sehr froh darüber, weil wir als Verband Wert auf qualitativ einwandfreie und unter ethischen Gesichtspunkten produzierte Werbeartikel legen.

Die Welt ist immer noch die gleiche. Mit den neuen Medien haben wir keine neuen Kontinente entdeckt. Richtig, wir leben immer noch in der gleichen Welt. Heute ist alles viel transparenter und gleichzeitig komplizierter geworden. Der Kunde kann theoretisch alles über das Internet bestellen. Doch kennt er den Lieferanten? Kennt er die zolltechnischen Probleme, die entstehen können? Hat er die Transportkosten eingerechnet? Und wie sieht es mit der neuen Vorschrift bezüglich Produktehaftung aus? Wurden ökologische und soziale Aspekte bei der Produktion eingehalten? Das sind Fragen über Fragen, die der Kunde nicht beantworten kann. Da er damit völlig überfordert wäre, müssen wir als Anbieter diesen Service leisten und diese kritischen Punkte transparent beantworten.

Wie reagieren die Händler auf solche Herausforderungen?

Heute ist ein guter Werbeartikelhändler eine Dienstleistungsagentur. Diese bietet eine Beratung, arbeitet anhand eines detaillierten Briefings Vorschläge aus und ist von Anfang an dabei. Hier muss eine aktive Partnerschaft zwischen dem Kunden und der WerbeartikelAgentur entstehen.

Hat dies auch Auswirkungen auf die Ziele und die Ausrichtung Ihres Verbandes? Absolut. Wir vom Promoswiss-Verband legen schon seit einigen Jahren den Schwerpunkt bei der Aus- und Weiterbildung. Wir wollen, dass unsere Mitglieder umfassend geschult sind. Sie sollen wissen, welche Problematiken beim Transport, Druck, Zoll und bei der Beschaffung entstehen können. Vor allem müssen sie dem Kunden garantieren können, dass nur Materialien verwendet werden, die auch umwelttechnisch verträglich sind. Und bezüglich dem seit

Wir stellen an der EMEX aus.

Spielend werben. Karten verbinden.

Besuchen Sie unseren Stand 3.323

AGM AGMüller, Faites vos Jeux! Bahnhofstrasse 21 8212 Neuhausen am Rheinfall Tel. 052 674 03 30 - Fax 052 674 03 40 www.agm.ch

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1. Januar 2012 geltenden ProduktehaftpflichtGesetz, das sehr unangenehme Folgen haben kann, ist es ganz wichtig, dass sie den Kunden auch beraten können. Voraussetzung dafür ist, dass unsere Mitglieder stets über die neuesten Trends auf dem Werbeartikel-Markt informiert und als Berater akzeptiert sind.

Wer das neue ProduktehaftpflichtGesetz nicht beachtet, hat plötzlich einen Skandal am Hals und seine Reputation ist am Boden? Genau. Es gab ja in den letzten Jahren schon einschlägige Erfahrungen, als sich Anbieter mit mangelhaften Produkten aus China die Hände verbrannt haben. Das ist gleichzeitig unsere Chance, hier andere Wege anbieten zu können. Integrierte Qualität steht heute bei professionellen Werbeartikeln im Vordergrund und führt zu zufriedenen Kunden.

«Heute gehört der Werbeartikel zwingend zu einer umfassenden Kampagne dazu.»

Ein Werbeartikel steht meist als ein Baustein im Marketing-Mix. Welche Rolle kann er darin spielen?

len die Dinge in die Hand nehmen, berühren, fühlen, Emotionen haben! Wenn ich Ihnen was gebe, befassen Sie sich damit.

Der Kunde, der dies bereits nützt, hat einen immensen Vorteil gegenüber seinen Mitbewerbern. Eine Studie der DIMA Marktforschung aus dem Jahr 2011 belegt zum Beispiel, dass ein Werbegeschenk das Bild eines Unternehmens positiv beeinflusst. Laut Studie stärkt es die Kundenbindung und schafft Vertrauen. Eigentlich fatal, wie früher so auf die Schnelle noch ein paar Werbeartikel produziert wurden, damit auch wirklich jeder ein «Souvenir» mit nach Hause nehmen konnte. Heute wird der Werbeartikel ganz gezielt und differenziert eingesetzt. Die Werbebotschaft steht immer im Mittelpunkt, darum ist der Erfolg des Werbeartikels so überwältigend.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Heute gehört der Werbeartikel zwingend zu einer Kampagne dazu. Das ist dann ein umfassendes Konzept, welches den ganzen Marketing-Mix einbindet und entsprechend auch den Erfolg garantiert.

Genau! Und zweitens muss der Werbeartikel immer in Kampagnen eingebettet sein.

Dadurch hat sich auch Ihre Branche verändert?

Es geht nicht mehr um isolierte Produkte. Was heisst das für die Entwicklung des Brands?

In unserem Verband gibt es den klassischen Werbeartikelanbieter nicht mehr. Das leistet heute das Internet. Dort können Sie verschiedenste Gadgets bestellen. Heute sind wir Berater. Wir sind für unsere Mitglieder eine Agentur. So kommt man zu zielführenden Lösungen.

Bereits als Kind haben uns alle Artikel, die wir berühren konnten, viel mehr interessiert, als Dinge, die nur virtuell oder gezeichnet vor uns lagen. So ist das auch heute noch – wir wol-

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Früher hat sich der Geschäftsführer um einen coolen TV-Spot und grosse Printkampagnen gekümmert, und eine Mitarbeiterin hat am Schluss noch bemerkt, dass man noch etwas zum Mitgeben braucht. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute produziert man nicht mehr 1000 Regenschirme, die nach einem Event mitgegeben werden, sondern der Werbeartikel ist in die Brandentwicklung integriert. Mit dem «richtigen» Werbeartikel können Sie die Entwicklung des Brands optimal unterstützen.

Das Thema Swissness spielt nach meinem Eindruck wieder eine grössere Rolle. Wie können Schweizer Werbeartikelhändler damit im globalisierten Umfeld punkten? Auch hier geht es nicht um oberflächliche Lösungen. Schweizer Werbeartikelhändler kön-


nen in punkto Kreativität, Qualität, Service, Dienstleistung und Wissen einmalige Pluspunkte aufweisen. Wir wissen, auf was der Kunde Wert legt und identifizieren uns voll und ganz mit den gelieferten Produkten. Als Partner nehmen wir dem Kunden in Sachen Werbeartikel alle Unwägbarkeiten ab und garantieren zudem auch noch die fristgerechte Lieferung zu absolut fairen Preisen.

Umgekehrt gefragt, welche Rolle spielen ausländische Unternehmen in Ihrem Umfeld im Schweizer Markt? Natürlich versuchen immer mehr ausländische Unternehmen auf den Schweizer Markt zu drängen. Aber es ist nicht einfach damit getan, dass man billig anbietet. Wie ich eingangs schon erwähnt habe, muss heute der Werbeartikelhändler kreativ beraten können und er muss vor Ort direkt beim Kunden sein. «Schreibtisch-Täter» oder Internet-Anbieter haben heute auf dem Markt keine Chance – das Internet ist immer nur ein gutes Hilfsmittel, ersetzt aber die Beratung vor Ort in keinem Fall. Jeder Kunde, der Werbeartikel professionell einsetzt und mit dem investierten Geld Erfolg haben will, der arbeitet auch mit einer professionellen Werbeartikel-Agentur zusammen. Wenn er ganz sicher gehen will, dann entscheidet er sich für ein Mitglied des PromoswissVerbandes.

Werbeartikel haben aber noch ein Akzeptanzproblem. Das Billigimage liegt immer noch auf dem Tisch. Woran liegt das? Weil bei vielen Unternehmen der Werbeartikel ganz am Schluss noch bestellt wird und nicht integrierender Bestandteil des Marketing-Konzeptes ist. Und die meisten Unternehmen ihre eigenen Kunden massiv unterschätzen. Nur wer sich mit dem Werbeartikel intensiv auseinandersetzt, der weiss um dessen Akzeptanz und Erfolgsaussichten Bescheid.

Weil die Wahl des «richtigen» Werbeartikels das Unternehmensimage entscheidend prägt, haben Sie auch ethische Grundsätze für Ihren Verband entwickelt. Wie sehen diese aus?

Mit allen Sinnen wahrnehmen, das überzeugt.

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Menschenrechte und Kinderarbeit sind in vielen Ländern der Welt, in denen Werbeartikel produziert werden, immer noch nicht befriedigend geregelt. Daher müssen wir hier Antworten finden und haben uns deshalb ethischen Grundsätzen verschrieben, die man nachverfolgen und überprüfen kann. Wir wollen nachhaltig produzieren und wir wollen die Würde und die Menschenrechte jederzeit schützen. Unser Stand an der SuisseEMEX´12: Halle 5, Stand 108

Weitere Informationen

Marcel Spiess ist Präsident des Verbandes der Schweizerischen Werbeartikelindustrie.

Promoswiss Postfach 88 CH-8952 Schlieren Telefon +41 (0)43 433 79 79 marcel.spiess@promoswiss.ch www.promoswiss.ch

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Strategische Kommunikation ist konsequente Kommunikation

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von Jean-Pierre Neuhaus

n den Führungsetagen von Unternehmen wird strategische Kommunikation immer mehr zu einem Thema. Was aber hat es auf sich, mit diesem etwas theoretisch anmutenden Begriff? Und wie lässt sich theoretische Erkenntnis erfolgreich in unternehmerische Praxis umsetzen? Lassen Sie mich die Fragen mit Antworten aus meinem Hause beantworten. Wir, bei Bystronic, verstehen Kommunikation als ein strategisches Instrument der Unternehmensführung, das wir bereits seit längerem zum Erreichen unserer Ziele einsetzen. Aus diesem Grund ist der Bereich Corporate Communications in der Unternehmensleitung auf gleicher Augenhöhe mit den übrigen Geschäftsbereichen vertreten. Konkret bedeutet dies: Kommunikation kommt nicht erst zum Tragen, nachdem eine Strategie feststeht, sondern sie ist von Anfang an in die Entscheidungsprozesse eingebunden und prägt diese mit. Denn Unternehmensentscheide sind letztlich immer auch Kommunikationsentscheide. Welches sind nun aber die Kriterien, um erfolgreich strategisch zu kommunizieren? In erster Linie braucht es konsequentes Handeln. Das reicht von der Definition der Zielsetzung, über die Planung der Mittel bis zu deren Einsatz. Konsequenz vor allem aber auch in einem klaren Bekenntnis der Unternehmensführung zur Kommunikation als solcher und zu einer transparenten Kommunikationspolitik im Besonderen. Aus Konsequenz darf aber nicht engstirniges Handeln werden. Denn erfolgreiche Kommunikation erfordert stetiges Vorausschauen und Reflektieren. Dies schafft die notwendige Flexibilität, um auf sich verändernde Marktgegebenheiten reagieren zu können und die strategische Ausrichtung entsprechend anzupassen. Ebenso wichtig ist ein unverwechselbares Unternehmensprofil, um sich im Markt eigenständig und authentisch zu positionieren. Jedes Unternehmen sollte sich die Frage stellen: Wer sind wir und welche sind unsere zentralen Werte? Dabei ist es nicht entscheidend, welche Werte sich ein Unternehmen gibt. Wesentlich aber ist, dass diese Werte durch das Management vorgelebt und von den Mitarbeitenden mitgetragen werden. Der internen Kommunikation kommt hier eine

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Schlüsselfunktion zu. Denn Information schafft Motivation – und motivierte Mitarbeitende sind die besten Botschafter eines Unternehmens. Auch die Wahl zeitgemässer Kommunikationskanäle ist Teil der strategischen Kommunikation. In den Konsumgüterbranchen, aber auch im B2B-Bereich, geht die Tendenz heute verstärkt von den klassischen Printmedien zur Online-Kommunikation. Dabei ist das Internet für die meisten Unternehmen längst State of the Art. Doch im Zeitalter der Digitalisierung eröffnen sich ständig weitere Kanäle: Web 2.0, YouTube, Apps, Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke sind aktuelle Beispiele. Hier gilt es für die Medien der Zukunft offen zu sein. Denn in vielen Zielgruppen findet ein Generationenwechsel statt – hin zu den «Digital Natives», für die das Nutzen solcher und zukünftiger Plattformen selbstverständlich ist. Allerdings: Gerade in einer virtuellen Welt ist der persönliche Kontakt zu den Kunden nach wie vor substanziell, um deren Bedürfnisse ganz real kennen zu lernen! Um es auf einen Nenner zu bringen: Strategische Kommunikation ist konsequente Kommunikation – ohne Scheuklappen und in allen Facetten. Ich bin davon überzeugt: Wer Kommunikation nicht strategisch betreibt, gibt einen wesentlichen Erfolgsfaktor aus der Hand.

Weitere Informationen Jean-Pierre Neuhaus ist Leiter Corporate Communications der Bystronic Gruppe. Weiter spannende Beiträge zum Thema Unternehmenspositionierung können auf www.wirtschaftsmagazin.ch gelesen werden.

www.bystronic.com


WERBEANSTALT.CH

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Unterstützung im Büro Ein BÜROBEDARFSANBIETER und seine Kompetenzen von Georg Lutz

Büromenschen brauchen heute vielfältige, kleine und grosse Helferlein, um ihren Arbeitsalltag professionell meistern zu können. Das reicht von der kleinen Büroklammer über passende Papierlösungen und überzeugenden Präsentationsinstrumenten bis hin zu emissionsarmen Druckern. Um dies alles zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort bringen zu können, sind vielfältige Lösungskompetenzen fast schon selbstverständlich. Wir stellen im Folgenden den Schweizer Bürobedarfsanbieter iba ag vor, der sich seit Jahrzehnten auf Geschäftskunden spezialisiert.

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rüher standen in einem Büro ein Aktenschrank, ein Bürostuhl und ein Schreibtisch. Auf dem Tisch lagen Papiere, Schreibgeräte und in der Mitte stand eine Schreibmaschine. Telefone waren nicht in jedem Büro zu finden. Heute gibt es, ausser der Schreibmaschine, das alles auch noch. Darüber hinaus sind bei den neuen Gegenständen aber kaum Grenzen gesetzt. So findet man im Aktenschrank neben den klassischen Ordnern vielleicht einen leistungsstarken Beamer, der auf die nächste Präsentation wartet. Auf oder unter

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dem Schreibtisch steht heute nicht nur ein PC, sondern meist auch ein Smartphone. Ein Bürostuhl ist heute nicht nur eine Sitzgelegenheit, sondern er soll zudem unseren Rücken fit halten. Aus diesen Gründen muss ein Bürobedarfsanbieter daher heute nicht nur Quantität, sondern auch Qualität liefern. Zudem soll er uns auch emotional ansprechen, denn wir arbeiten heute nicht nur im Büro, sondern auch im Zug oder im Home-Office. Da sollte die Atmosphäre und Beziehung schon stimmen.

Positive Emotionen «Einfach mehr Freude ins Büro bringen» lautet das Motto der iba ag. Dies widerspiegelt auch das emotionale Marketing der Firma. Das Titelblatt der monatlich erscheinenden Kundenzeitung zum Beispiel, ziert jeweils ein herziges Tierfoto. Im Inhalt findet man neben den Produktangeboten auch redaktionelle Teile, wie Weisheitssprüche, Comics oder eine Fortsetzungs-Geschichte, die überhaupt nichts mit Büromaterial zu tun haben. «Wir wollen den Büromenschen in Ihrem Alltag Abwechslung bieten und so positive Emotionen wecken – ein Schmunzeln genügt schon» erklärt uns die Werbeleiterin Monika Martiny. So ist auch der blaue iba Plüsch-Elch entstanden, der uns aus vielen Büros entgegenlacht. Legendär ist die Hand voll Sugus, die jedem iba-Päckli beigelegt wird: eine von vielen kleinen Aufmerksamkeiten, die den Büroalltag versüssen. Die kompetente E-Shop Lösung Der Online-Handel im Geschäftskundenbereich (B2B) sollte einfach, verständlich und schnell erfolgen und den Kundenbedürfnissen gemäss individualisierbar sein. Der iba E-Shop entspricht all dem und dafür wurde die iba zusätzlich mit «Silber» beim Online Award 2012 ausgezeichnet. Sympathisch wie der Firmenclaim «iba c’est sympa» ist auch der iba Online-Shop. Inzwischen wickelt iba rund die Hälfte ihrer Bestellungen online ab. Dazu betont Unternehmensleiterin Christa Furter: «Wir wollen die Kundenerwartungen stets übertreffen und mit den Produkten und Dienstleistungen einfach mehr Freude ins Büro bringen – dies verbunden mit einem emotionalen Shopping-Erlebnis.» Für jeden Kunden sind mehrere Kernsortimente definierbar Diese Kernsortimente lassen sich auf Stufe Firma, Kostenstelle oder Benutzer zuteilen und können sogar bei einem Kunden variabel aufgebaut sein. Wichtige Bausteine dabei sind:


Die Hälfte der Bestellungen wird inzwischen online abgewickelt.

• Mit einem einzigen Login kann für mehrere Kunden bestellt werden. • Die Navigation baut sich wie der gedruckte iba-Katalog auf. • Kundenindividuelle Artikelnummern können hinterlegt werden. • Der Warenkorb bleibt gespeichert, auch bei Unterbruch des Online-Einkaufs. • Auf jeder E-Shop-Unterseite von iba ist die Sprache wechselbar, ohne über die Hauptseite gehen zu müssen. • Der E-Shop steht in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung. Kompetenz Logistik Wer ein Angebot von knapp 7’000 Artikeln für unsere Bürowelt offeriert, braucht eine ausgeklügelte Logistik, um die Vertriebskanäle professionell bedienen zu können. Daher haben die Verantwortlichen in den letzten drei Jahren kräftig investiert. Nach intensiven Umbauphasen und einer Gesamtinvestition von 4.5 Millionen Franken, ist der Bürobedarfsanbieter mit neuer Fördertechnik und grösserer Lagerkapazität für die Zukunft gerüstet. Über 99 Prozent sofortige Warenverfügbarkeit und ein 24 Stunden Lieferservice (bis 17 .00 Uhr bestellen, am nächsten Tag beim Kunden) wird von den Firmenkunden sehr geschätzt. Strategische Weiterentwicklung Es gilt laufend den Markt zu beobachten und dann von Fall zu Fall das Angebotsdach zu erweitern. Kürzlich übernahm die iba ag, die Bürogeräte, Bürobedarf und Büroeinrichtung spezialisierte Traditionsfirma Tramondi Büro

Die ganze Vielfalt der Bürowelten im Angebot.

AG, Hägendorf (SO). Dadurch kann die iba ag im Bereich Bürotechnik an Bedeutung gewinnen und mit der Tramondi Büro AG ihren Kunden einen kompetenten Partner für Managed Print Services anbieten. Verantwortung für die Umwelt Heute gilt es, über den betriebswirtschaftlichen Tellerrand hinauszuschauen. Nachhaltigkeit darf kein beliebiges Schlagwort werden. Auch dafür steht die iba ag. Mit dem iba «ÖkoTipp» weist sie ihre Kunden gezielt auf umweltfreundliche Produkte hin. Zusammen mit ihren Partnern fördert sie umweltschonendes Verhalten wie unter anderem die Rücknahme und Wiederbefüllung von Tonern und Tintenpatronen. Bei der Aktion «bike to work» haben iba Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihr Engagement bewiesen.

Kurz vorgestellt Unter dem Motto «echt Schweiz» umfasst der um 100 Seiten ausgebaute Jahreskatalog 2012 ein Sortiment von rund 7’000 Artikeln. Auch die Bilanz des Jahres 2011 kann sich sehen lassen: Der Jahresumsatz konnte um 4.5 Prozent auf über CHF 60 Millionen gesteigert, die Belegschaft von 145 auf rund 150 Stellen ausgebaut werden. Die iba ag ist der grösste Schweizer B2B Bürobedarfsanbieter, der Start ins Jahr 2012 ist erfreulich. Der Umsatz wächst um rund 11 Prozent in den ersten sechs Monaten.

Die Logistik funktioniert.

Georg Lutz ist Chefredaktor der Life Medien GmbH.

Weitere Informationen iba ag Gewerbestrasse 16 3065 Bolligen Gratis-Telefon +41 (0)800 82 82 82 info@iba.ch www.iba.ch

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Jass ist Top

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artenspiel ist immer wieder ein kurzweiliger Zeitvertreib. In der Schweiz gibt es dafür einen speziellen Namen: Jass. «Chom mer mache en Jass!» Und bald ertönt es: «Une ufe, obenabe», «Schelle Schilte dopplet», «gschobe!» Was ein Jassunkundiger unter diesen Begriffen versteht, ist das Herumschieben von farbigen Spielkarten, unterstützt durch helle und weniger helle Gesichter, durchbrochen mit Wortfetzen wie: «Du bisch e Wohltat für‘d Gegepartei – Au en Teil, aber en Trottel – S’hätt wider zäh Eichle am Tisch, nün Charte und du.» Wer jasst denn eigentlich? Vom simplen Spieler bis zum Strategen sind alle Alters- und Stärkeklassen vorhanden und alle wollen sich auf ihre Art die Zeit vertreiben. Es gibt solche,

• die nie begreifen können, dass sie verloren haben • die während einer Stunde 60 Minuten lang über schlechte Karten jammern

• denen ein Gewinn nicht in den Kopf steigt • die sich für die besten auf der nördlichen Halbkugel halten • die der Karten wegen sogar die Nachthemdverteilung zu Hause vergessen

• die nach der allerallerletzten Partie keine neue mehr beginnen Jass verkörpert eine Spielkultur, bei der lustige, ernste, hitzige und fröhliche Stimmungen aufkommen können. Ist es nur ein Spiel? Bei weitem nicht! In der einschlägigen Literatur finden wir um die 50 Jassarten, die in allen Facetten erklärt und beschrieben werden. Nebst den klassischen Begriffen wie: Schieber, Pandur und Differenzler gibt es weitere interessante Spielevarianten wie der Schaffhauser, der Zuger, der Guggitaler, der Hindernis-Jass, der Schaggi-Jass, der MesseJass (!) und viele weitere Varianten. Nebenbei bemerkt, der sogenannte Nidwaldner Kaiserjass hat mit jassen nichts zu tun. Es heisst deshalb hier auch kaisern und nicht jassen. Aber haben wir heute nicht die vielen neunen Kommunikations- und Spielmöglichkeiten im Internet? Das ist richtig. Aber Jass kann seinen Platz in der Schweiz behaupten.

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Eine von AGM beauftragte Untersuchung eines Zürcher Marktforschungsinstitutes ergab, dass 58 Prozent aller 15 – 74 jährigen Deutschschweizer mindestens einige Male im Jahr jassen, während nur 42 Prozent nie jassen. Neben hunderttausenden von Jasskartenspielen in allen Formen, welche über den Ladentisch verkauft werden und zuhause benutzt werden, muss berücksichtigt werden, dass tausende Spieler und Spielerinnen Jasslokale aufsuchen und somit den Wirten die Tageseinnahmen erheblich verbessern. Als krönender Abschluss einer Jass-Saison kommen Reiseunternehmer, Feinschmecker-Restaurants und andere Anbieter zu traumhaften Umsätzen. Damit das Feuer der Jassfreude nie ausgeht, unterstützt die AGM diverse Jass-Meisterschaften. Die beliebten WerbeJasskarten unterschiedlichster Firmen, Vereine, Organisationen usw., welche jährlich zu Hunderttausenden verteilt werden, zeugen von einer sehr attraktiven Form, Werbung mit «Langzeitwirkung» einzusetzen. Das traditionelle Jassen wird in der Schweiz, trotz EuropaAnnäherung und einer totalen Globalisierung, weiter existieren. Oder sollen die Europäer und Amerikaner vielleicht den Guggistaler spielen? Die Asiaten den Schaffhauser? Eine Idee, die es noch zu prüfen gilt!

Weitere Informationen AGM AG Müller Urania Bahnhofstrasse 21 CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon +41 (0)52 674 03 30 Telefax +41 (0)52 674 03 40 info@agm.ch www.agm.ch


Die Nadel im Heuhaufen finden

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gister gleich ganz ersparen. Schon beinahe entmutigt blättere ich auf die zweite Seite der Google-Resultate. Und was sehe ich da, den Link auf die Homepage der von mir gesuchten Unternehmung. Also schnell die Seite angeklickt und die Firmenadresse kopiert – Job finally done.

Zu diesem Zeitpunkt suchte ich die Adresse einer Firma, deren Namen ich bereits kannte. Keine herausfordernde Aufgabe für einen Normalbürger wie mich, würde man meinen. Als Geschäftsführer von «Help.ch – your e-guide» habe ich den Aufstieg des Internets zur ultimativen Informationsquelle hautnah miterlebt. Ich schätze bei einer Internetrecherche die Qualitäten eines umfassenden Netzwerks von Informationsportalen. Also tippe ich den Namen flugs in die Help-Firmensuche ein. Doch leider hat das Unternehmen kein Profil publiziert und in den vorhandenen Handelsregisterinformationen finde ich die gewünschte Adresse auch nicht. Also gut, dann eben auf eine andere Art. Ich gebe den Firmennamen, gefolgt von «.ch» gleich direkt in die URL-Zeile meines Browsers ein. Die Seite wird geladen – doch wieder bleibt der Erfolg aus. Die Homepage, die mir entgegenlacht, gehört nicht zur Firma, deren Adresse ich nun schon seit geraumer Zeit suche. Meine Ungeduld wächst. Das kann doch nicht so schwer sein!

Und was nehme ich mit aus meiner Suchodyssee? Vertraue im Internet keinem, den Du nicht kennst! Die sicherste Quelle für die aktuelle Adresse einer Unternehmung ist immer noch deren eigene Homepage. Sofern man sie denn auch rasch in den Suchresultaten findet. Vertrauenswürdige Firmeninformationen bieten aber auch die führenden Branchenregister der Schweiz, die sich im Schweizer Adressbuch- und Datenbankverleger-Verband SADV zusammengeschlossen haben. Die Mitglieder des SADV garantieren seriöse Verzeichnisse, das von ihnen verwendete SADV-Gütesiegel macht Datenqualität für jedermann erkennbar. Stolz bin ich, dass auch «Help.ch – your e-guide» zu diesem erlauchten Kreis gehört. Wenn Sie also auf Help.ch das Basisprofil Ihrer Unternehmung erfassen, bauen Sie auf Qualität – und werden nächstes Mal von mir gleich im ersten Anlauf gefunden. Meine Nerven verdanken es Ihnen.

von Andy Rauch

ross und allwissend ist das Internet. Eine geballte Ladung Know-how, die für alle zugänglich ist. Wer eine Information benötigt, findet sie hier. Zumindest dachte ich das bis vor kurzer Zeit.

Na ja, Google wird mir bestimmt aus der Patsche helfen! Diesmal gebe ich den Firmennamen in die Suchmaschine des Internetgiganten ein – und werde wieder enttäuscht. Zuoberst erscheinen drei gesponserte Links von Firmen, die mit meinem Suchbegriff für sich werben; rechts prangen die Anzeigen weiterer Google-Werbekunden. In den generischen Resultaten finden sich zwei Dutzend Einträge sogenannter Branchenregister im Wechsel mit Seiten, die Informationen wie Bonitätsauskünfte zur von mir gesuchten Firma anbieten. Da reisst mir beinahe der Geduldsfaden: Ich will doch lediglich die Postanschrift eines Unternehmens – mich interessieren keine Werbeanzeigen, keine zwielichtigen Adressportale aus dem Ausland und auch keine obskuren Informationsangebote. Liebe Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin: Sieht so Eure Unterstützung aus? Aus Erfahrung weiss ich, dass bei den zahlreichen neuen Adressplattformen, die wie Pilze aus dem Boden schiessen, Vorsicht geboten ist. Also kann ich mir den Mausklick auf die angeblichen Branchenre-

Weitere Informationen

Andy Rauch ist CEO der Help Searchengines AG.

www.help.ch

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Image- und umsatzrelevante Faktoren Sponsoring ist sympathisch und effektiv von Marc Santschi

Die Zeiten sind turbulent und wenig krisenresistent. Ein eigentlicher Imagetreiber – in Erfolgs-, aber gerade auch in Krisenzeiten – ist das Sponsoring. Denn ihm kommt eine sehr hohe Glaubwürdigkeit zu. Richtig eingesetzt, wirkt sich Sponsoring positiv auf die Kundensympathie und den Unternehmensumsatz aus.

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irca 15 Prozent des gesamten Kommunikationsbudgets geben die namhaften Schweizer Unternehmen im Durchschnitt für Sponsoring aus. Das hat eine Studie der Universität St. Gallen im Auftrag der IG Sponsoring ergeben. Damit nimmt Sponsoring den zweitgrössten Budgetposten, hinter den Ausgaben für Werbung, im gesamten Kommunikationsmix ein. Der Schweizer Sponsoring-Markt kann mit rund 700 Millionen Franken beziffert werden. Was die Studie ebenfalls ergeben hat: Sponsoring wirkt auf Kundinnen und Kunden sympathisch. Konsumenten haben eine äusserst positive Einstellung gegenüber Sponsoring und fühlen sich stärker angesprochen als von klassischer Werbung. Sponsoring-Engagements finden grundsätzlich sehr guten Anklang. Mehr noch: Die Konsumenten sind der Meinung, dass Sponsoring positiv für die Gesellschaft ist. Sponsoring wirkt Damit ist Sponsoring ein eigentlicher Imagetreiber – in Erfolgs-, aber gerade auch in Krisenzeiten. Sponsoring wirkt sich positiv auf das Markenimage, die Kundenloyalität und den finanziellen Erfolg eines Unternehmens aus.

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Denn es fördert unmittelbar den Absatz, bietet Möglichkeiten zur Kundenpflege, aber auch den Aufbau von neuen Kundenbeziehungen. Sponsoring ist somit ein zentrales Instrument für die Umsetzung von Kommunikations- und Unternehmenszielen. Sport dominant, Nachhaltigkeit im Trend Wie wird Sponsoring definitert? Es ist die Förderung von Einzelpersonen, einer Personengruppe, von Organisationen oder Veranstaltungen durch ein Unternehmen. Diese Förderung kann in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen geschehen. Im Gegenzug erwartet das Unternehmen einen positiven Effekt auf das Erreichen der Kommunikations- und Marketingziele und damit in letzter Konsequenz auf den Unternehmenserfolg. Dem Sport-Sponsoring kommt der grösste Etat zu, denn die Wirkung eines Engagements im Sport kann enorm sein: Bei Erfolg emotionalisiert der Sport unvergleichlich, der Sponsor partizipiert an der Euphoriewelle. Doch bei Nicht-Erfolg – zum Beispiel bei privaten Skandalen oder einem Veranstaltungs-Fiasko – hat der Sponsor unangenehme Rückkoppelungswirkungen auszuhalten.

Zunehmend bedeutender für Sponsorings wird der Sozio- und Umweltbereich. Die Aktualität von Corporate Social Responsibility und das verstärkte Verlangen der Kunden nach Nachhaltigkeit und Fairness unterstützen diese Tendenz. Sponsoring ist eine ideale Plattform, um das unternehmerische Verantwortungsbewusstsein und Engagement im unmittelbar gesellschaftlichen Kontext zu verdeutlichen. Sozio-Sponsorings stossen auf breite gesellschaftliche Anerkennung, wie das Beispiel «2 x Weihnachten» zeigt, eine gemeinnützige Aktion des Schweizerischen Roten Kreuz (SRK), der SRG SSR und der Schweizerischen Post, die den Internationalen Sponsoring Award 2012 in der Kategorie Public Sponsoring gewonnen hat. Neben dem reinen Sozio-Sponsoring nimmt auch die Bedeutung von Umweltsponsoring zu. Die Zahl der NonProfit-Organisationen, die mit namhaften Sponsoring-Beiträgen von Unternehmen alimentiert werden und schweiz- und weltweit nachhaltige Projekte umsetzen, wächst schnell. Dem Umweltsponsoring haftet aber eine politische Komponente an, die auf einige Unternehmen auch hemmend wirken kann. Vier gute Gründe Im Vordergrund stehen vier Gründe, die Sponsorships für Unternehmen interessant machen


Sport steht beim Thema Sponsoring an erster Stelle.

können: Die Unternehmen wollen ihre Markenund Produkte-Bekanntheit steigern, sie wollen ihr Image stärken, sie wollen ihre Mitarbeiter motivieren und sie wollen die Kundenzufriedenheit durch das Angebot von HospitalityPlattformen erhöhen. Diese vier Hauptgründe verdeutlichen, dass mit Sponsoring unterschiedliche interne und externe Anspruchsgruppen animiert werden können. Dabei unterscheiden sich Sponsoringengagements von KMU und Grosskonzernen in ihren Grundüberlegungen nur unwesentlich: Die Unterschiede betreffen vor allem die Reichweite des Sponsorings. KMU sind in der Regel regional sehr stark verankert, deshalb drängen sich für sie eher regionale Engagements auf, um eine optimale Mitarbeitermotivation und eine optimale Kundenbindung zu erreichen. International agierende Grossunternehmen hingegen richten ihre Sponsoring-Aktivitäten national und international aus und gehen in der Regel mehrerer Sponsoringengagements ein. Systematik in Konzeption und Umsetzung Damit Sponsoring-Engagements den nötigen Erfolg bringen, braucht es eine systematische Konzeption und eine ebensolche Umsetzung

der Strategie. Nur so können Engagements Glaubwürdigkeit entwickeln und ihre volle Wirkung entfalten. Die konzeptionelle Aufbereitung eines Sponsoring-Engagements muss auch bei kleinen Budgets erfolgen. Damit kann verhindert werden, dass Sponsoring mit Aktivismus gleichgesetzt wird. Einem Aktivismus, der kaum zum gewünschten Erfolg verhilft. Sponsorships müssen fokussiert und langfristig aufgebaut werden und können nicht losgelöst von der Gesamtkommunikation des Unternehmens und damit von den restlichen Kommunikations-Massnahmen eingegangen werden. Ziele und Kontrolle Dem Entscheid für ein Sponsoring-Engagement muss eine genaue Prüfung vorangehen. An der Basis steht dabei der Image-Fit, das heisst die Frage: Passen Sponsorgeber und Sponsornehmer zusammen, bilden sie eine glaubwürdige Einheit? Dieses Zusammenspiel ist elementar. Sodann muss ein Sponsoringengagement langfristig angelegt und beidseitig professionell geführt werden. Langfristigkeit und Professionalität sind natürlich abhängig von den personellen und finanziellen Ressourcen. Mit einer klaren Zielvorgabe kann das hierzu nötige Budget definiert werden. Dieses Budget darf nicht nur kurzfristig Bestand halten, sondern muss

über eine sinnvolle und zielbringende Periode zugesprochen werden. Gleichsam muss das Sponsoring und seine Wirkung regelmässig überprüft werden, sei das durch quantitative oder durch qualitative Untersuchungen. Diese Kontrollen und Auswertungen sorgen dafür, dass nötige Anpassungen vorgenommen und die strikte Ausrichtung an den Unternehmenszielen eingehalten werden können,damit die Sponsoringaktivitäten nachweislich auf den Unternehmenserfolg einzahlen.

Weitere Informationen

Marc Santschi ist Leiter Sponsoring der Schweizerischen Post und Vorstandsmitglied des Branchenverbandes IG Sponsoring.

www.post.ch/sponsoring www.igsponsoring.ch

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Impressum

Jahresabo (6 Ausgaben plus 2 Sonderausgaben) CHF 49 anstatt CHF 64

kmu life – Vierte Ausgabe 2012 kmu life

Kontaktieren Sie bitte info@lifemedien.ch

Am 20. September erscheint die vierte Ausgabe von kmu life. Folgende Punkte stehen auf unserer Agenda: Richtig beraten Finanzdienstleister auf dem Prüfstand

Sonderausgabe

Die Paketlösung Die Vorteile von Full Service Leasing und neue Mobilitätskonzepte Flame und mehr Neue Bedrohungen aus dem Netz Schnell Finden Aktuelle Archivierungslösungen

Es ist angerichtet Marketingwelten auf der SuisseEMEX`12

Herausgeber Life Medien GmbH Basel Dreispitz Areal Leimgrubenweg 4 CH-4053 Basel Tel. +41 (0) 61 338 20 00 Fax +41 (0) 61 338 20 22 Verleger Rolf Hess Verlagsleiter Hasan Dursun / h.dursun@lifemedien.ch

Autoren Peter Cramer Urs Gassmann Marinella Jenal Rita Lübbe Jean-Pierre Neuhaus Corinne Päper Kathrin Puhan-Henz Andy Rauch Marc Santschi Hans-Jörg Schumacher Anne M. Schüller Sylvia Schwarz

Kundenverzeichnis AGM AG Müller Urania 29 / 36 AXA-ARAG Rechtsschutz AG 13 iba AG 9 / 34-35 Oxymount AG 33 MO MOLL GmbH 15 Polypins AG 5 Samsung Electronics Austria GmbH 3 Spring Möbel AG 19 Victorinox AG 21 World Luxury Channel 27

Chefredaktor Georg Lutz / g.lutz@lifemedien.ch Redaktion Valérie Ziegler / v.ziegler@lifemedien.ch Pia Krättli / p.kraettli@lifemedien.ch Verkauf Sandra Baumgartner / s.baumgartner@lifemedien.ch Produktion und Art Director Kathrin Ganz / k.ganz@lifemedien.ch

Bilder AGM AG Müller Urania Die Schweizerische Post Digital-Marketing iba AG Shutterstock SuisseEMEX

Aboservice info@lifemedien.ch Korrektorat / Lektorat Jelena Perovanovic Sven Wilms Druck Kliemo Printing AG

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Orange Communications SA/AG 2. Umschlagseite Die Schweizerische Post 4. Umschlagseite


In Bewegung bringen

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Abo von kmu life an der SuisseEMEX’12 abschliessen und einen Bürostuhl HÅG Capisco PULS der MO MOLL GmbH gewinnen.

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Mitten im Wirtschaftsleben und nah an den Bedürfnissen von KMU stehend: Das ist kmu life. Wir bringen Ihre Botschaften auf den Punkt!

kmu life hat an der Marketingmesse, der SuisseEMEX`12, einen eigenen Stand. (Halle 3 Stand 3.318). Sie sind herzlich eingeladen. Abonnieren Sie an der Marketingmesse das Fachmagazin kmu life (6 Ausgaben plus 2 Sonderausgaben, CHF 49 anstatt CHF 64) und mit etwas Glück gewinnen Sie einen HÅG Capisco Puls der MO MOLL GmbH. Dieser Stuhl bringt Ihr Arbeitsleben in Bewegung. Testen Sie den HÅG Capisco Puls an unserem Stand an der SuisseEMEX`12. Keine Zeit, uns an der SuisseEMEX`12 zu besuchen? Dann können Sie auf unserer Seite www.kmulife.ch unser Fachmagazin abonnieren und ebenfalls die Chance nutzen, Ihr Arbeitsleben in Bewegung zu bringen. (Wettbewerb läuft bis 31.12.2012).

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Sehen Sie Direct Marketing mit anderen Augen …

… in der «Wirkungszone Direct Marketing» Besuchen Sie uns an der SuisseEMEX’12 am Stand Nr. 3.100! Tauchen Sie an der SuisseEMEX’12 am Stand Nr. 3.100 in unsere «Wirkungszone Direct Marketing» ein und entdecken Sie in dieser Erlebniswelt die Schlüsselfaktoren für konsequent wirkungsorientiertes Direct Marketing. Profitieren Sie zudem von attraktiven Messeangeboten. Zusammen mit unseren namhaften Partnern aus der Branche beantworten wir Ihre Fragen zu aufmerksamkeitsstarken Mailings – von der Idee bis zum Versand. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! t an d rille am S lb ia z e p S 7 cm r er on drei 11 Mit unse v n e in e n un d innen! klar sehe t-T Vs gew r a m -S D G -3 S A M SU N

Profile for tobias merz

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