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Sped. in a.p. - 70% - Filiale di Bolzano

43. Jahrgang 路 2/2009

Axams/ Sterzing: Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerbe


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Die Freiwillige Feuerwehr

3 2/2009

Inhaltsverzeichnis

Editorial Schadenarme Einsatztaktik (SET) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Terenten: Feuer zerstört Leitnerhof . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Marling: Auto hängt über dem Abgrund . . . . . . . . . . . . 48 Übungen

Landesfeuerwehrtag Landesfeuerwehrtag 2009 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Bericht zum Jahr 2008 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Landesfeuerwehrschule/Ausbildung Bericht zum Schuljahr 2008/2009 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Ausbildung im Schuljahr 2009/2010 . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Landesfeuerwehrschule Südtirol Lehrgangskalender 2009/2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Lehrgangsvoraussetzungen – Stand Juni 2009 . . . . . . . . 27 Rettung aus modernen Pkw mit extrem versteiften Fahrzeugsäulenkonstruktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Brandschutzkurs im Erdbebengebiet . . . . . . . . . . . . . . . .36 20.000ster Besucher eines Brandschutzkurses . . . . . . . . . 36 Brandschutzkurs für Bedienstete des Freizeitparks »Gardaland« . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Übungen der Fallschirmjäger des Heeres in der LFS . . . . . 37 Test eines russischen Löschsystems . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Zivilschutzmesse Civil Protect 09 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Aktuelles Einsatz Südtiroler Feuerwehrleute im Erdbebengebiet in den Abruzzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Squadra Emergenza Operativa dankt Landesfeuerwehrschule für die gute Zusammenarbeit . . . 42 Vorstellung des Handbuchs: »Feste Feiern« . . . . . . . . . . . 42

Kiens: Atemschutz- und Funkübung des Abschnittes 5 . . 49 Mühlbach/Tesselberg: Lawinenübung in Zusammenarbeit mit der Bergrettung . . . . . . . . . . . . . 50 Pfeffersberg: Feuerwehren proben den Ernstfall . . . . . . . 51 Die Feuerwehren berichten FF Kortsch: Neues Mannschaftsfahrzeug geweiht . . . . . . 52 FF Töll: Benefizpreiswatten für Waisenkinder . . . . . . . . . 52 FF Pichl-Gsies: Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen . . 53 FF Steinhaus: Ein Sonnentag für die Feuerwehr . . . . . . . . 54 FF St. Michael/Eppan: Neues Mannschaftsfahrzeug seiner Bestimmung übergeben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 FF St. Peter Villnöß: Freudentag für die Feuerwehr . . . . . 56 Jugend/Bewerbe/Sport Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerbe 2009 . . . . . . 57 Obereggen: 32. Landesmeisterschaft der Feuerwehren in Ski Alpin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 BFV Bozen/Axams: Erfolgreiche Bewerbsgruppe . . . . . . . 63 Prissian/Nordtirol: Atemschutzträger holen Silber . . . . . . 63 Prissian/Wolfersdorf: 14 Feuerwehrmänner in Wolfersdorf erfolgreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Verdins/Taser: Partschinser holen den Mannschaftssieg im Rodeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Ehrungen

Einsätze

Ehrungen 2009 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

Tschars: Obermair-Mühle wird ein Raub der Flammen . . . 44 Tils/Gereuth: Wohnhaus des Egaterhofes durch Brand zerstört . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Terenten: Gartenhaus landet auf Telefonleitung . . . . . . . 46

Einsatzstatistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 In die Zeit gesprochen Liebe Kameraden! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden . 69

Impressum: Die Freiwillige Feuerwehr – Südtirols Feuerwehrzeitung Eintragung im Landesgericht: Bozen Nr. 6/68 R St.; Eigentümer und Herausgeber: Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, 39010 Vilpian, Brauereistr. 18, Tel. 0471 552 111; Fax 552 122; www.lfvbz.it; E-Mail: lfv@lfvbz.it; Presserechtlich verantwortlich: Dr. Luis Durnwalder; Chefredakteur: Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer; Organisation/Layout/Redaktion: Diddi Osele, Patrick Schmalzl, Judith Schweigl; Auflage: 6.000; Erscheinung: 4x jährlich (März, Juli, September, Dezember); Versand im Postabonnement; Jährlicher Bezugspreis: 8,- €; Einzahlungen: Raika Terlan, Filiale Vilpian, IBAN: IT 81N0826958961000301000055 - Swift-BIC: RZSBIT21042 oder direkt beim Herausgeber; Bestellungen und Anzeigen: beim Herausgeber; Abbestellungen: spätestens innerhalb November des Bezugsjahres Anzeigenpreise (+ 20% MwSt.): Format . . . . . . . . . . . . . . . . . schwarz-weiß 180 x 254 mm (ganze Seite) . . . . . . .775,- € 180 x 126 mm (halbe Seite) . . . . . .1.390,- € 118 x 126 mm (ca. 1/3 Seite) . . . . .1.130,- €

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Platzierungswunsch: Zuschlag +20%; Mengenrabatt: 15%; Druck: Ferrari-Auer, Bozen. Alle Urheberrechte sind vorbehalten. Jede Vervielfältigung bzw. Verwertung bedarf der Genehmigung des Herausgebers. Für eingesandte Manuskripte und Bildmaterial wird keine Haftung und keine Verpflichtung zur Veröffentlichung übernommen. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge zu kürzen bzw. zu überarbeiten. Die Veröffentlichung von Anzeigen bedarf der Freigabe durch den Herausgeber. Anzeigen gelten nicht als Empfehlung des Herausgebers.

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Redaktionsschluss für die nächste Feuerwehrzeitung:

Freitag, 28. August 2009


Die Freiwillige Feuerwehr

4

Editorial

2/2009

Schadenarme Einsatztaktik (SET)

Ein erfolgreicher Einsatz ist nur möglich, wenn die richtigen Mittel richtig eingesetzt werden: Einsatztechnik und Einsatztaktik müssen dazu beherrscht werden. Die Einsatztaktik ist Aufgabe des Einsatzleiters und besteht darin, zum Erreichen des Einsatzzieles geeignete Maßnahmen zu finden und zu veranlassen. Alle Maßnahmen müssen sich am Einsatzziel orientieren, es ist also notwendig, klar zu wissen, was unsere Aufgabe ist, was die Feuerwehr letztlich erreichen will und muss. Im Landesgesetz vom 18. Dezember 2002, Nr. 15, das den Feuerwehrdienst in unserem Land regelt, steht im Artikel 1 Absatz 5: »Der Feuerwehrdienst gewährleistet den Schutz von Personen und Sachen durch Verhütung und Löschung der Brände und generell durch technische Hilfe«. Ohne Zweifel sind die Menschenrettung und der Schutz von Menschen – dazu gehören auch der Eigenschutz

und die Sicherheit der Feuerwehrleute – oberste Aufgaben und wichtigstes Einsatzziele. Daneben ist als Einsatzziel auch der Schutz von Sachen angeführt. Vorbeugen ist der beste Schutz und so gehört die Verhütung von Bränden richtigerweise auch zu den Aufgaben der Feuerwehren. Der Schutz von Sachen kann im Brandfall durch Brandbekämpfung erreicht werden, es gibt aber auch Fälle, wo z. B. ein kontrolliertes Abbrennen lassen zweckmäßiger ist. Ein allen bekanntes Beispiel dazu ist ein Kaminbrand. In der Taktiklehre wird schon seit einigen Jahren als eigentliches Einsatzziel für die Feuerwehr die Minimierung beziehungsweise Vermeidung von Schäden jeglicher Art gelehrt. Dieses Ziel kann nur durch geeignete Maßnahmen erreicht werden und es liegt auf der Hand, dass durch falsche Maßnahmen der Schaden noch größer werden kann. Zum heiklen Thema »Falsche Taktik – große Schäden« hat Dr. Markus Pulm schon im Jahre 2002 ein viel beachtetes Buch veröffentlicht und wir haben zu diesem Thema in der Feuerwehrzeitung in den Ausgaben 3/2004 und 4/2004 zwei Fachartikel veröffentlicht. Das Thema wird natürlich auch bei den Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule behandelt. Um das Ziel der Schadenminimierung bes-

ser erreichen zu können, wurde in Deutschland von Vertretern der Feuerwehren und Versicherer eine gemeinsame Arbeitsgruppe »Schadenarme Einsatztaktik« (SET) gegründet. Vor Kurzem stellte Dipl.-Ing. Konrad Schmitt, Direktor der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern, sieben Thesen dieser Arbeitsgruppe zur Schadensminimierung zur Diskussion. Die 7 Thesen zur Schadenminimierung in Kurzform lauten: 1. Der Anspruch der Gesellschaft befindet sich im Wandel. Die Feuerwehren müssen folgen. Das alleinige Ziel »Feuer aus« ist nicht mehr zeitgemäß. 2. Die moderne Feuerwehr muss sich als Dienstleister verstehen und den Kunden mit seinen Interessen in den Mittelpunkt ihrer Handlungen stellen. 3. Die Sicherheit der Einsatzkräfte und die Menschenrettung haben Vorrang. Dies darf die Vermeidung von Sachschäden jedoch nicht ausschließen. 4. Schäden im Zusammenhang mit Feuerwehreinsätzen können in Zukunft vermehrt Schadenersatzansprüche nach sich ziehen. 5. Schadenarme Einsatztaktik beginnt mit der Einsatzvorbereitung – vorbeugender Brandschutz einge-

Schadenminimierung bei der Brandbekämpfung

Belüftung zum Abführen von Rauch und Wärme

Gezielter Löschangriff zum Vermeiden von Wasserschäden


Die Freiwillige Feuerwehr

5 2/2009 schlossen – und endet mit der Nachbereitung. 6. Durch den besonnenen, sach- und fachgerechten Einsatz moderner Fahrzeug- und Gerätetechnik sowie die Berücksichtigung baulicher Vorkehrungen können mehr Schäden durch den Feuerwehreinsatz vermieden werden. 7. Das Ziel, Schäden zu vermeiden oder zu minimieren, ist unabhängig von Lage, vorhandenem Personal und verfügbarer Technik anzustreben. Die Grundlagen für die Vermeidung von Schäden müssen in der Einsatzvor-

Editorial bereitung gelegt werden. Neben einer guten Ausbildung und Ausrüstung spielen die Ortskenntnis und entsprechende Übungen bei besonderen Objekten, bei welchen nach den genannten Grundsätzen vorgegangen wird, eine entscheidende Rolle. Die Einsatznachbereitung mit kritischer Analyse der getroffenen Maßnahmen und ihrer Auswirkungen ist ein weiterer wichtiger Baustein.

Schäden durch den Einsatz sicher vermieden werden!

Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer Direktor und Schulleiter

Als einfache Regel für die Praxis gilt: Wenn sich jeder Einzelne so verhält, als ginge es um sein eigenes Hab und Gut, können zusätzliche

Dafür legen wir unsere Hand ins Feuer. Mercedes-Benz Actros. AUTOINDUSTRIALE - A. Grandi Straße 16 - BOZEN - Tel. 0471/550250 J. G. Mahl Straße 48 - BRUNECK - Tel. 0474/570000

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Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrtag

2/2009

Landesfeuerwehrtag 2009 Am 9. Mai 2009 fand in der Landesfeuerwehrschule Vilpian der 54. Landesfeuerwehrtag statt. Neben dem Landesfeuerwehrausschuss und den Delegierten waren auch zahlreiche Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens erschienen. Schwerpunkte der Tagung waren die Berichte des Landesfeuerwehrpräsidenten Rudi Hofer und des Direktors und Schulleiters Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer sowie das Referat des Landeshauptmanns Dr. Luis Durnwalder, der die Arbeit der Freiwiligen Feuerwehren Südtirols besonders lobte und die gute Zusammenarbeit zwischen den Zivilschutzorganisationen hervorhob. Grußworte an den Feuerwehrtag richtete auch der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes LBD KR Josef Buchta, der den Feuerwehren zu ihrer Arbeit gratulierte. In Anerkennung seiner langjährigen guten Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Niederösterreich verlieh Buchta, der gleichzeitig auch Landesfeuerwehrkommandant von Niederösterreich ist, dem Landesfeuerwehrpräsidenten Rudi Hofer das Verdienstkreuz des NÖ Landesfeuerwehrverbandes und BFP Hans Hellweger für seine Verdienste im Bereich der Leistungsbewerbe das Verdienstzeichen 1. Klasse in Gold des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.

Der Präsident der Wasserrettung Südtirol Franz Niederkofler dankte den Feuerwehren für die geleistete Arbeit und hob die stets gute Zusammenarbeit unter den Rettungsorganisationen hervor. Im Rahmen des Landesfeuerwehrtages drückte Präsident Hofer allen Feuerwehrleuten und deren Familien, den Feuerwehrfunktionären auf Orts-, Bezirks- und Landesebene sowie den politischen Verantwortungsträgern unseres Landes seinen Dank aus. Anerkennende Worte fand er auch für Franz Erhard, der 25 Jahre die Geschicke des Bezirksfeuerwehrverbandes Obervinschgau leitete und auch 14 Jahre dem Vorstand des Landesfeuer-

wehrverbandes angehörte und beim heurigen Bezirksfeuerwehrtag sein Amt in jüngere Hände gelegt hat. Im Anschluss an den Landesfeuerwehrtag hielt Landesfeuerwehrkurat P. Reinald Romaner beim Florianistöckl der Landesfeuerwehrschule eine kurze Gedenkfeier für den im heurigen Winter tödlich verunglückten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Winnebach, Josef Schönegger und alle verstorbenen Feuerwehrleute.


54. Landesfeuerwehrtag 2009

Bericht zum Jahr 2008 Der Feuerwehrdienst und S端dtirols Freiwillige Feuerwehren 2008 Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren S端dtirols 2008

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Der Feuerwehrdienst

8

in Südtirol Der Feuerwehrdienst in Südtirol

Legende: 1 Bezirk Bozen 2 Bezirk Meran 3 Bezirk Untervinschgau 4 Bezirk Obervinschgau 5 Bezirk Brixen/Eisacktal 6 Bezirk Wipptal/Sterzing 7 Bezirk Unterpustertal 8 Bezirk Oberpustertal 9 Bezirk Unterland Freiwillige Feuerwehren Berufsfeuerwehr Bozen Betriebsfeuerwehren

Der Feuerwehrdienst in Südtirol Der gesetzliche Auftrag des Feuerwehrdienstes gemäß Landesgesetz Nr. 15/2002 lautet: ■ Vorbeugender und abwehrender Brandschutz ■ Technische Hilfeleistung (Rettungsund Hilfsmaßnahmen zur Vermeidung und Abwehr von Gefahren und Beeinträchtigungen jeglicher Art für Menschen, Tiere, Umwelt und Sachwerte) und ■ Katastrophenhilfe. Der aktive Feuerwehrdienst in unserem Land wird ausgeübt von: 306 Freiwilligen Feuerwehren in allen Gemeinden 1 Berufsfeuerwehr in Bozen 3 Betriebsfeuerwehren.

Eigentümer und Herausgeber: Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols I-39018 Vilpian (BZ) - Brauereistraße 18 Tel. 0471 552 111 - Fax 0471 552 122 E-Mail: lfv@lfvbz.it Internet: http://www.lfvbz.it Druck: durch Eigentümer Ausgabe: Mai 2009 Titelbild: LKW-Unfall auf der Pustertaler Straße

Außerdem gibt es in vielen größeren Betrieben interne Löschmannschaften. Die Freiwilligen Feuerwehren in allen Ortschaften gewährleisten im ganzen Land flächendeckend den Personenund Sachschutz bei Bränden und anderen Notfällen. Flächendeckend heißt, dass in allen bewohnten Gebieten unseres Landes innerhalb von höchstens 5 bis 10 Minuten nach Alarmierung ein Ersteinsatz durch die Feuerwehr erfolgt. Die freiwilligen Feuerwehrleute üben den gesamten Dienst (Einsatz, Übung, Schulung, Gerätewartung, Organisation, Verwaltung, Aufbringen der Haushaltsmittel usw.) ehrenamtlich aus, das heißt in ihrer Freizeit, im Urlaub oder in Freistellung vom Arbeitsplatz. Die Haushalte der Freiwilligen Feuerwehr werden im Durchschnitt zur Hälfte von der öffentlichen Hand (Gemein-

Mitgliedsart

den und Land) und zur Hälfte von der Bevölkerung getragen. Dazu muss noch festgehalten werden, dass bei den Freiwilligen Feuerwehren keinerlei Personalkosten entstehen. Die Personalkosten für den Feuerwehrdienst würden ein Vielfaches der Sachkosten betragen und somit ist der Beitrag der Bürger für den Feuerwehrdienst wesentlich höher, als der finanzielle Aufwand der öffentlichen Hand.

Südtirols Freiwillige Feuerwehren 2008 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren In Südtirol gibt es 306 Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt 17.008 Mitgliedern.

31.12.07

31.12.08

Differenz

12.760

12.802

+42

Mitglieder außer Dienst

1.750

1.776

+26

Mitglieder der Jugendgruppen

1.223

1.116

-107

Ehrenmitglieder

1.007

1.047

+40

235

267

+32

16.975

17.008

+33

Aktive Feuerwehrmitglieder

Unterstützende Mitglieder Insgesamt

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols


54. Landesfeuerwehrtag 2009

9

Bericht zum Jahr 2008 Einsätze und Brandsicherheitswachen 2007

2008

Änderung (%)

Großbrände

129

102

-20,9

Mittelbrände

230

191

-17,0

Kleinbrände

1.407

1.220

-13,3

Brandeinsätze gesamt

1.766

1.513

-14,3

• Brandeinsätze

• Technische und Katastropheneinsätze:

Großbrand in Walten

Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehren Die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehren kann in Einsätze und Brandsicherheitswachen, Übungen und Schulungstätigkeit, sowie sonstige Tätigkeiten unterschieden werden. Insgesamt wurden im letzten Jahr 11.397 Einsätze geleistet. Durch die gute Ausbildung und Ausrüstung konnten die Feuerwehren den betroffenen Personen die mögliche Hilfe leisten, die Schäden begrenzen und Gefahren bekämpfen. Zu den besonderen Brandeinsätzen im letzten Jahr gehörten mehrere Großbrände in der Landwirtschaft, z. B. im Jänner in Völser Ried, im April in Enneberg und im November in Leifers. Im März kam es zu einem Brand in einem Sozial-Wohnheim in Dietenheim bei dem ein Jugendlicher ums Leben gekommen ist. Bei den technischen Einsätzen sind die Explosion einer Ammoniak-Flasche in Auer, mehrere schwere Verkehrsunfälle mit Toten darunter der Unfall im April in Tschars, bei dem fünf Menschen den Tod fanden und der Unfall im Oktober in Klausen, bei dem ein PKW unter einem umstürzenden LKW begraben wurde zu nennen. Durch die starken Schneefälle Ende November/Anfang Dezember waren die Feuerwehren im

Große technische Hilfeleistungen

144

179

+24,3

Mittlere technische Hilfeleistungen

765

987

+29,0

Kleine technische Hilfeleistungen

5.981

8.718

+45,8

Technische Hilfeleistungen gesamt

6.890

9.884

+43,5

• Einsätze gesamt

8.656

11.397

+31,7

Einsätze pro Tag

24

31

+29,2

Einsätze pro Wehr

28

37

+32,1

4.144

6.053

+46,1

10.005

10.041

+0,4

Einsätze

8.656

11.397

+31,7

Brandsicherheitswachen

4.144

6.053

+46,1

Ausbildung

10.005

10.041

+0,4

Ausrückungen insgesamt

22.805

27.491

+20,5

Ausrückungen pro Wehr

75

90

+20,0

2.649

2.588

-2,3

Lehrgangsstunden an der Feuerwehrschule 67.136

63.264

-5,8

467.076

515.598

+10,4

36,62

40,27

+10,0

• Brandsicherheitswachen • Ausbildung Zusammenfassung

Lehrgangsbesuche an der Feuerwehrschule

geleistete Arbeitsstunden Arbeitsstd. je aktives Feuerwehrmitglied Übersicht der Tätigkeiten

ganzen Land tagelang gefordert und haben hunderte Einsätze geleistet. Eine große Herausforderung für die Feuerwehren des Eisacktales war sicherlich der Besuch von Papst Benedikt XVI. im August in Brixen wo insgesamt 174 Feuerwehrleute mitgeholfen haben. Der Feuerwehreinsatz bringt immer eine gewisse Gefährdung für die Einsatzkräfte mit sich, weil diese zur Menschenrettung und Gefahrenabwehr in den Gefahrenbereich vorgehen müssen. Ein Schutz vor den Gefahren ist nur durch richtiges Verhalten und ge-

eignete Schutzausrüstung möglich; 100%ige Sicherheit gibt es aber nicht. So hat es auch im letzten Jahr einige Unfälle mit verletzten Feuerwehrleuten gegeben. Die Tabelle oben gibt eine Übersicht der Tätigkeiten auf Landesebene der beiden letzten Jahre (2007, 2008).

Sonstige Tätigkeiten Zu Einsätzen, Brandsicherheitswachen, Übungen und Lehrgangsbesuchen kommt noch die Wartung und Instand-


Südtirols Freiwillige Feuerwehren

10

im Jahr 2008

LKW-Unfall mit Brand in Auer

haltung der Geräte, Fahrzeuge und Räumlichkeiten, Sitzungen und Besprechungen, der Bereitschaftsdienst an Sonn- und Feiertagen, Leistungsbewerbe, der Zeitaufwand für das Aufbringen von Geldmitteln für die Feuerwehr (Veranstaltung von Festen, Bällen und Sammlungen) und vieles mehr hinzu.

Leistungsbewerbe, Sport und Veranstaltungen Feuerwehrleistungsbewerbe und sportliche Veranstaltungen fördern den Ausbildungsstand, die körperliche Ertüchtigung sowie die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Feuerwehrleute. Im Jahre 2008 fanden unter anderem folgende Leistungsbewerbe und Sportveranstaltungen statt:

Schneeeinsatz in Vilpian

■ Vom 27. bis 29. Juni 2008 fand in Brixen der 20. Landesfeuerwehrleistungsbewerb und der 32. LandesJugendfeuerwehrleistungsbewerb statt. Es galt insgesamt 650 Starte abzuwickeln. Während die Gästegruppen aus Deutschland, Österreich und dem Trentino die Südtiroler Bewerbe nutzten, um sich am internationalen Leistungsniveau zu messen, ging es heuer für die Südtiroler Gruppen auch um die Qualifikation für die Feuerwehr-Olympiade 2009 in Ostrava (Tschechien), an der die fünf besten aktiven Gruppen und die beste Jugendgruppe teilnehmen dürfen. ■ Die Feuerwehren und Bezirksverbände haben verschiedene sportliche Veranstaltungen ausgetragen

wie die Landesrodelmeisterschaft in Montal, das Landeseisstockschießen in Mühlwald, die Landesmeisterschaft Ski Alpin in Obereggen sowie weitere Wettkämpfe auf Bezirksebene.

Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols Allgemeines Der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren wurde im Jahre 1955 gegründet. Im Landesverband sind alle Freiwilligen Feuerwehren des Landes durch die neun Bezirksverbände vertre-

Feuerwehrleistungsbewerb in Brixen


54. Landesfeuerwehrtag 2009

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Bericht zum Jahr 2008 ten; der Landesverband vertritt alle Freiwilligen Feuerwehren des Landes nach außen.

Die Tätigkeit des Landesfeuerwehrverbandes gliedert sich in drei Bereiche: ■ Führung der Landesfeuerwehrschule - Schulung und Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols und der Betriebsfeuerwehren und Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung - Abhaltung von Brandschutzkursen für Betriebe und Organisationen - Bereitstellung von Lehrsälen, Übungsanlagen, Mensa und Heim für Schulungen und Veranstaltungen anderer Rettungsorganisationen ■ die technische Betreuung und Beratung der Freiwilligen Feuer-

Lehrgang Hochwassereinsatz

wehren Südtirols in allen Bereichen des abwehrenden Brand- und Katastrophenschutzes (z. B. auf den Gebieten Atemschutz, Körperschutz, Funk, Messtechnik, Fahrzeuge und Geräte, usw.) ■ die Verwaltung Betreuung der Freiwilligen Feuerwehren in allen Verwaltungsangelegenheiten, Versicherungswesen, Dienstführerscheine, Feuerwehrfahrzeugregister, Bearbeitung der Landesbeiträge, Mitgliederverwaltung, Ehrungen, Planungen, Feuerwehrzeitung, usw.

Die Landesfeuerwehrschule Südtirol Ausbildung der Feuerwehrleute Die schulmäßige Ausbildung der Feuerwehrleute erfolgt an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Die Schulungs-

tätigkeit umfasst neben den Freiwilligen Feuerwehren auch Betriebsfeuerwehren, sowie die Schulung anderer Kategorien. Das Ausbildungsprogramm wird jährlich auf Vorschlag des Landesfeuerwehrverbandes vom Sonderbetrieb für die Feuerwehr- und Zivilschutzdienste festgelegt.

Ausbildungskonzept für die Feuerwehren Die vielfältigen Aufgaben, welche die Feuerwehren zu bewältigen haben, erfordern eine qualifizierte und umfangreiche Aus- und Fortbildung. Das Ausbildungskonzept der Feuerwehrschule sieht folgende Kategorien vor: ■ Grundausbildung ■ Fachausbildung ■ Sonderausbildung ■ Führungsausbildung


Der Landesverband

12

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols Insgesamt werden derzeit rund 30 verschiedene Lehrgänge für Feuerwehrleute angeboten und damit kann der Ausbildungsbedarf gut abgedeckt werden. Es werden auch Nachschulungen in Form von eintägigen Lehrgängen für Feuerwehrleute, welche die Ausbildungslehrgänge schon vor längerer Zeit besucht haben, abgehalten. Die Ausbildung wird laufend weiterentwickelt und entspricht dem Stand der Technik und Taktik. In Vilpian stehen seit Fertigstellung der neuen Landesfeuerwehrschule die notwendigen Anlagen für eine zeitgemäße und realistische Ausbildung zur Verfügung.

Neue bzw. besondere Lehrgänge und Veranstaltungen im Jahre 2008 Neben den Standardlehrgängen wurde im Jahre 2008 der Lehrgang Hochwassereinsatz neu eingeführt und eine Rei-

he von besonderen Lehrgängen und Veranstaltungen abgehalten bzw. organisiert.

Lehrgang Hochwassereinsatz Am 18. Februar 2008 hat die Landesfeuerwehrschule Südtirol nach intensiver Vorbereitung den ersten eigenen Lehrgang »Hochwassereinsatz« durchgeführt. Dieser erste Lehrgang wurde in Zusammenarbeit und als Pilotlehrgang für den Bezirk Unterland abgehalten. Schwerpunkte des Lehrgangs waren die Entstehung von Hochwasser, Zuständigkeit und Aufgaben der Feuerwehren, Erkennen der Gefahren und Maßnahmen zur Deichsicherung und Deichverteidigung. Die möglichen Maßnahmen wurden bei Übungen auch in der Praxis geprobt. Der Lehrgang wird in das Ausbildungsprogramm aufgenommen und in Zukunft für alle Feuerwehren angeboten.

Informationstag für Funktionäre Am Samstag, den 15. November 2008 wurde an der Landesfeuerwehrschule der alljährliche Informationstag abgehalten. Dabei wurde das Thema Feuerwehrfahrzeuge ausführlich behandelt.

Schulung Brandbekämpfung für freiwillige Feuerwehrleute aus dem Trentino Im abgelaufenen Schuljahr wurden insgesamt 17 Schulungen Brandbekämpfung für freiwillige Feuerwehrleute aus dem Trentino abgehalten. Auf dem Programm standen neben den taktischen Grundlagen der Brandbekämpfung auch das Suchen und Retten von Personen sowie die Atemschutzüberwachung. In mehreren Übungseinheiten konnten die Teilnehmer unter realistischen Bedingungen im Brandhaus das Erlernte in die Praxis umsetzen. Es liegen auch weitere Anfragen aus ganz Italien für Feuerwehrkurse vor, die soweit von der Kapazität her möglich, berücksichtigt werden.

Know how der Landesfeuerwehrschule gefragt Die Landesfeuerwehrschule Burgenland plant ein Brandhaus mit einer gasbetriebenen Brandsimulationsanlage, wie es in Vilpian seit dem Jahre 2002 besteht, zu errichten. Ein Kollege der Landesfeuerwehrschule Eisenstadt (Burgenland) hat vom 6. bis 8. Oktober 2008 am Lehrgang Atemschutz teilgenommen, um die Ausbildungsmöglichkeiten im Brandhaus kennen zu lernen. Die Erfahrungen unserer Ausbilder werden für die Ausarbeitung eines entsprechenden Lehrganges sicher nützlich sein.

Benützung des Geländes und der Anlagen für Übungen der Feuerwehren

Schulung Brandbekämpfung für Feuerwehrleute aus dem Trentino

Das Gelände und die Übungsanlagen der Landesfeuerwehrschule werden auch außerhalb des Lehrgangsbetriebes fallweise für Übungen der Feuerwehren genutzt. Im letzten Jahr haben insgesamt 105 Feuerwehrleute Übungen in der Atemschutzübungsstrecke am Abend unter Anleitung eines Ausbilders durchgeführt.


54. Landesfeuerwehrtag 2009

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Bericht zum Jahr 2008

Brandschutzkurs für das italienische Heer

Cavalese: Tagung zum Thema »Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehrleute in Italien« Am 27. September 2008 fand in Cavalese, in der Nachbarprovinz Trient, eine Tagung zum Thema Feuerwehrausbildung statt. Bei dieser Tagung wurden die Ausbildungskonzepte des Innenministeriums, der Landesfeuerwehrschule des Trentino und der Landesfeuerwehrschule Südtirol vorgestellt und miteinander verglichen. Das Referat für die Landesfeuerwehrschule Südtirol wurde dabei von Direktor Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer gehalten. Bei der Tagung stellte sich heraus, dass die Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehrleute in Südtirol durch die zur Verfügung stehenden Übungsanlagen in Vilpian, ein gutes Ausbildungskonzept und die Motivation sowie Bereitschaft der freiwilligen Feuerwehrleute, die Ausbildung tagsüber und in Form von zusammenhängenden Lehrgängen zu absolvieren, sehr gut ist.

Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte Die Ausbilder der Feuerwehrschule nehmen laufend an Fortbildungslehrgängen und Seminaren teil und sind in Kontakt mit anderen Feuerwehrschulen, um die Ausbildung weiterzuentwickeln.

Brandschutzkurse und Kurse für Betriebe und Organisationen Von der Landesfeuerwehrschule werden seit dem Jahre 1995 Brandschutz-

Rettungshubschrauber in der Landesfeuerwehrschule

kurse mit entsprechender Prüfung für die Arbeitgeber und beauftragten Arbeitnehmer durchgeführt, die gemäß Arbeitsschutzgesetz im Betrieb die Brandschutz- und Notfallmaßnahmen durchführen müssen. Bei positivem Abschluss wird von der zuständigen Amtsstelle das technische Eignungszeugnis ausgestellt. Aufgrund der neuen Arbeitsschutzbestimmungen mussten diese Kurse im letzten Jahr überarbeitet werden. Auch im Jahr 2008 war die Nachfrage groß; im Laufe des Jahres haben 1.661 Leute einen Brandschutzkurs besucht. Ingesamt wurden seit dem Jahr 1995 bis zum 31.12.2008 schon rund 18.860 Teilnehmer bei Brandschutzkursen an der Landesfeuerwehrschule ausgebildet.

Papstbesuch in Brixen – Brandschutzkurs für das italienische Heer Der Brandschutzdienst für Hubschrauberflüge anlässlich des Papstbesuches in Brixen musste gemäß Vorgaben des Vatikans vom italienischen Heer durchgeführt werden. Die Landesfeuerwehrschule hat für die mit diesem Dienst beauftragten Soldaten im Juli einen eigenen Kurs abgehalten.

Sonstiges ■ Fortbildungen bzw. Nachschulungen in den Bezirken Auch im vergangenen Jahr wurden wieder mehrere Wiederholungsschulungen in Form von Tageslehrgängen und Abendkursen in den Bezirken zu verschiedenen Themen abgehalten. ■ Falter »Erdgasinformationen für die Feuerwehren« neu aufgelegt Bereits im Jahr 2000 haben die Firmen Energas und Südgas gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband den Falter »Erdgasinformationen für die Feuerwehren« herausgegeben. Dieser Falter wurde im letzten Jahr von der Firma Selgas in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband überarbeitet und für die Ausbildung kostenlos zur Verfügung gestellt. ■ Besuche und Besichtigungen Die Landesfeuerwehrschule wurde im letzten Jahr wieder von vielen in- und ausländischen Feuerwehrverbänden, Feuerwehrschulen, im Brand- und Katastrophenschutz tätigen Behörden besichtigt. Besonders das Brandhaus und die Übungsanlagen stoßen dabei auf großes Interesse.

Übersicht der von der Landesfeuerwehrschule abgehaltenen Lehrgänge

■ Sonstige Benutzung Der Übungsplatz der Landesfeuerwehrschule wird auch für die Kollaudierung von Feuerwehrfahrzeugen und im Rahmen der Verkehrserziehung der Schulen der Umgebung benutzt.

Die Tabelle auf Seite 15 zeigt das Angebot und die Anzahl der Teilnehmer an den Lehrgängen der Landesfeuerwehrschule in Vilpian im Vergleich in den Jahren 2006–2008.

■ Rettungshubschrauber Pelikan 1 in der Landesfeuerwehrschule stationiert Aufgrund von Arbeiten an der Hubschrauberbasis am Bozner Kranken-


Der Landesverband

14

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols haus war der Rettungshubschrauber Pelikan 1 für ca. einen Monat in der Landesfeuerwehrschule stationiert und flog von dort aus zu den Einsätzen.

Lehrgänge und Veranstaltungen anderer Organisationen an der Landesfeuerwehrschule Tauchstudie der Uni-Klinik Innsbruck in der Landesfeuerwehrschule Vilpian Für die Ausbildung der Tauchergruppen steht in der Landesfeuerwehrschule ein 10 Meter tiefes Tauchbecken zur Verfügung. Im Jahr 2006 ist die Universitätsklinik für Neurologie Innsbruck mit der Frage an die Landesfeuerwehrschule herangetreten, ob es möglich wäre das Tauchbecken für ein Forschungsprojekt mit Querschnittpatienten zu benützen. Wie bereits im Jahr 2007 waren auch im März und Oktober 2008 wieder einige Querschnittpatienten mit ihren Betreuern in Vilpian. Durch die Therapie konnten Verbesserungen wie späteres Auftreten von Krämpfen bis zur völligen Krampffreiheit erreicht werden. Extremsportler trainiert im Tauchbecken der Landesfeuerwehrschule Ein Extremsportler aus Cles im Trentino hat am 21. Juli 2008 nach monatelangen Vorbereitungen eine außerordentliche sportliche Leistung vollbracht: In

Ausbildung für Bauarbeiter

Tauchstudie der Uni-Klinik Innsbruck

18 Stunden und 58 Minuten hat er nach einem Tauchgang von 30 Metern im Hafen von Genua, 312 km mit dem Rennrad schließlich zu Fuß den MontBlanc bestiegen. Insgesamt hat er dabei 5.440 Höhenmeter bewältigt. Der Sportler war mit seinen Betreuern mehrmals im Tauchturm der Landesfeuerwehrschule, um sich auf dieses Vorhaben vorzubereiten.

Ausbildung für Bauarbeiter an der Landesfeuerwehrschule Vom Paritätischen Komitee im Bauwesen wurden für Bauarbeiter Kurse für Abseiltechniken organisiert, wobei die praktischen Übungen im Schlauchturm und Übungshaus der Landesfeuerwehrschule abgehalten wurden.

Erweiterung der Gleisanlage


54. Landesfeuerwehrtag 2009

15

Bericht zum Jahr 2008 Kurse für Feuerwehren Lehrgang

Dauer (Tage)

Lehrgangsteilnehmer im Jahr 2006

2007

2008

Grundlehrgang Brandeinsatz

5

450

438

462

Grundlehrgang Technischer Einsatz

5

356

340

360

Nachschulung Technische Rettung

1

88

47

62

Atemschutzlehrgang

3

281

316

346

Lehrgang Brandbekämpfung

2

160

181

27

Brandbekämpfung in unterirdischen Anlagen

1

25

106

150

Maschinistenlehrgang

5

135

118

113

Nachschulung für Maschinisten

1

23

25

29

Funk- und Nachrichtendienst

4

54

52

44

Nachschulung Funk- und Nachrichtendienst

1

-

25

24

Lehrgänge für Atemschutzwarte und -prüfer

1

33

1

32

Benützung der Struktur durch andere Rettungs- und Hilfsorganisationen Die Strukturen der Landesfeuerwehrschule stehen bei freien Kapazitäten auch den anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen (Bergrettungsdienst, Weisses Kreuz, Wasserrettung) zur Verfügung und werden auch viel genutzt. Die Verwaltung und Organisation wird vom Landesfeuerwehrverband durchgeführt.

Gerätewartlehrgang

4

-

28

18

Lehrgang für Schriftführer

2

13

4

8

Lehrgang für Kassiere

2

12

25

5

Bewerterlehrgang

1

103

-

95

Lehrgang Hochwassereinsatz

1

-

-

40

EDV-Schulung Buchhaltung

0,5

-

70

-

EDV-Schulung Tätigkeit Feuerwehren

0,5

36

29

-

Lehrgang für Jugendbetreuer

1

43

37

22

Lehrgangsteilnehmer an der Landesfeuerwehrschule Insgesamt sind an der Landesfeuerwehrschule im letzten Schuljahr 12.238 Teilnehmertage zu verzeichnen gewesen; umgelegt auf die Lehrgangsperiode von September bis Juni ergibt sich daraus, dass im Schnitt rund 60 Teilnehmer täglich die Strukturen nutzten.

Lehrgang für vorbeugenden Brandschutz

2

28

-

26

Lehrgang Erste Hilfe für die Feuerwehr

2

119

111

79

Gefährliche Stoffe – Grundlagen für Feuerwehren

3

31

25

31

Gefahrgut-Gerätetechnik

5

19

31

10

Gefahrgut-Fortbildung

1

67

-

-

Schulung Absturzsicherung

1

-

155

123

0,5

59

61

43

Erweiterung der Gleisanlage in der Landesfeuerwehrschule

Schulung Wärmebildkamera

1

158

157

151

Ausbildung für Bootsgruppen

3

-

-

-

Gruppenkommandantenlehrgang

5

187

146

88

Nachschulung für Gruppenkommandanten

1

25

-

-

Zugskommandantenlehrgang

5

57

42

35

Einsatzleiterlehrgang

3

50

79

62

2.612

2.649

2.485

Ausbildung des Bergrettungsdienstes in der Landesfeuerwehrschule

Auch Eisenbahnunfälle müssen von den Feuerwehren beübt werden. Auf den Bahnstrecken ist dies nicht bzw. kaum möglich, da dafür der Zugverkehr eingestellt werden muss. Deshalb wurde in der Landesfeuerwehrschule eine Gleisanlage errichtet, die im Jahr 2008 um ein Gleis erweitert wurde.

Schulung Explosimeter

Teilnehmer an Feuerwehrkursen gesamt Angebot der Lehrgänge und Anzahl der Teilnehmer


Der Landesverband

16

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols Brandschutzkurse und Kurse für Betriebe und Organisationen Brandschutzkurs - niedere Brandgefahr

0,5

181

74

188

Brandschutzkurs - mittlere Brandgefahr

1

1.111

1.120

1.322

Brandschutzkurs - hohe Brandgefahr

2

124

101

151

Brandschutzkurs für Hubschrauberlandeplätze

1

-

45

12

Schulung Brandbekämpfung für Trient

1

-

51

406

27. Ausbilderseminar des ÖBFV

3

-

82

-

Ausbildung Rettungshundeführer/-innen

2

43

27

-

363

-

-

Teilnehmer an Kursen für Betriebe und Org.

1.822

1.500

2.079

Teilnehmer insgesamt

4.434

4.149

4.564

Verschiedene Fortbildungen

Teilnehmer

Teilnehmertage

%

Feuerwehrlehrgänge

2.485

7.908

65

Brandschutzkurse Weitere Kurse

2.079

2.136

17

Externe

2.181

2.194

18

Summe

6.745

12.238

100

Lehrgangsart

Lehrgangsteilnehmer an der Landesfeuerwehrschule 2008

Lehrgänge und Veranstaltungen externer Organisationen an der LFS Organisation

Dauer (Tage)

Lehrgangsteilnehmer/ im Jahr 2006

2007

2008

Bergrettungsdienst BRD

0,5-1

963

847

1.058

Landesrettungsverein Weißes Kreuz

2-5

249

319

345

0,5

295

256

178

0,5-1

325

503

600

1.832

1.925

2.181

Benützung Bereich Wasserrettung Sonstige Insgesamt

Lehrgänge und Veranstaltungen externer Organisationen an der LFS

Teilnehmertage in Prozent

Teilnehmer

Technische Betreuung und Beratung Prüf- und Wartungsdienst für Atemschutzgeräte und Druckluftflaschen Die Landesatemschutzwerkstatt (LAW) hat ihren Sitz in Vilpian bei der Genossenschaft der Südtiroler Feuerwehren im Landesfeuerwehrverband. Ihre Hauptaufgabe ist die Instandhaltung der Atemschutzgeräte (Preßluftatmer, Atemluftflaschen) und der Atemluftfüllstationen der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols. Insgesamt müssen rund 2.560 Atemschutzgeräte, 7.200 Atemluftflaschen und 11 Atemluftfüllstationen instand gehalten werden. Die Landesatemschutzwerkstatt bietet zudem den Bezirksatemschutzprüfern logistische Unterstützung und technische Betreuung. Die Dienstleistungen der Landesatemschutzwerkstatt werden laufend bei der Abhaltung der verschiedenen Feuerwehrlehrgänge in Anspruch genommen. Anerkanntes Instandhaltungszentrum Die LAW ist ein anerkanntes Instandhaltungszentrum für Atemschutzgeräte der Hersteller Dräger, Interspiro und MSA/Auer. Sämtliche Techniker besuchen regelmäßig die vorgesehenen Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen dieser Hersteller. Die LAW führt auch die wiederkehrende Prüfung an Gasbehältern in Zusammenarbeit mit dem I.S.P.E.S.L durch und ist seit dem Vorjahr als eine von wenigen Einrichtungen in Italien ermächtigt, die wiederkehrende Prüfung von Atemluftflaschen aus Ver-


54. Landesfeuerwehrtag 2009

17

Bericht zum Jahr 2008 Technische Dienste für externe Organisationen Die Dienstleistungen der Landesatemschutzwerkstatt werden auch von der Berufsfeuerwehr Bozen, verschiedenen Landesdiensten und Zivilschutzorganisationen, sowie von der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren der Nachbarprovinz und diversen Privatbetrieben in Anspruch genommen. Insgesamt wurden 11.400 Dienstleistungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem das Füllen von 6.830 Atemluftflaschen, die wiederkehrende Prüfung von 1.545 Atemluftflaschen und die Instandhaltung von 775 Pressluftatmern, 1.325 Atemschutzmasken und 656 Feuerlöschern. Wartung der Atemschutzgeräte

bundwerkstoff der Firma MCS International durchzuführen.

Prüf- und Wartungsdienst für Sondergeräte und Sonderausrüstung Die Stützpunktfeuerwehren für Gefahrguteinsätze verfügen über Sondergeräte und spezielle Schutzbekleidung (z. B. Vollschutzanzüge). Zudem sind rund 120 Gaswarngeräte bei den Feuerwehren zum Erkennen der Explosionsgefahr im Einsatz. Bei diesen Sonderausrüstungen werden in der

Landesatemschutzwerkstatt laufend die vorgesehenen Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

Feuerlöscherwerkstatt In der Feuerlöscherwerkstatt erfolgt die Befüllung und Wartung der Feuerlöscher, welche im Rahmen der Ausbildung bei Feuerwehrlehrgängen und Brandschutzkursen benötigt werden. Dazu müssen noch die ca. 170 Feuerlöscher in den verschiedenen Gebäuden der Landesfeuerwehrschule betreut werden.

Dienstleistungen

2007

2008

Prüfung Atemluftflaschen – landesweites Zirkulieren

18

987

Erfassung von neuen Druckluftflaschen

63

64

479

558

6.454

6.830

Grundüberholungen von Pressluftatmern

272

142

Instandhaltung von Preßluftatmern (einschl. LFS)

334

375

Erfassung von Preßluftatmern

185

263

1.005

1.325

Instandhaltung von tragbaren Gasspürgeräten

74

76

Instandhaltung von Schutzanzügen

29

26

Instandhaltung von Atemluftkompressoren

72

78

Sicherheitstechnische Überprüfungen (Prüfgeräte, Füllschläuche, Adapter, usw.)

75

20

528

656

9.588

11.400

Druckluftflaschenprüfung für Betriebe und Externe Befüllung von Atemluftflaschen

Instandhaltung von Atemschutzmasken (einschl. LFS)

Instandhaltung von Feuerlöschern Summe

Technische Begutachtung und Ankauf von Ausrüstung Ausrüstung für die Feuerwehren Für die Feuerwehren werden von der Industrie laufend neue Geräte und Ausrüstungen angeboten. Die Landesfeuerwehrschule überprüft die Ausrüstung in Hinblick auf Tauglichkeit und Notwendigkeit, um Empfehlungen für die Feuerwehren geben zu können. Durch Änderung der europäischen Normen für Schutzkleidung der Feuerwehr war eine Überarbeitung der Uniformvorschrift im letzten Jahr notwendig.

Wartung Chemikalienschutzanzüge


Der Landesverband

18

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols sert. Alle diesbezüglichen Maßnahmen erfolgen in Absprache mit der zuständigen Landesabteilung. Im Berichtsjahr wurde ein Gleichwellennetz im Bezirk Oberpustertal und ein Reservekanal im Bezirk Unterpustertal installiert. Weiters wurde jeweils ein Gleichwellennetz in den Bezirken Wipptal und Untervinschgau finanziert. Um die Alarmierungszeiten zu verkürzen und mögliche Störungen durch die automatische Rückantwort der Fixstationen auszuschließen werden die Freiwilligen Feuerwehren seit März 2008 ohne Auslösung der Fixstationen alarmiert. Neues Gerätehaus der Feuerwehr Oberau/Haslach

Instandhaltung und Fernüberwachung

Stützpunktausrüstung

Die Funksysteme der Feuerwehren bedürfen laufender Instandhaltung, die vom Landesverband koordiniert und von Fachfirmen durchgeführt wird. Durch die Fernüberwachung der Sprechfunk- und Alarmierungsumsetzer sowie der Sirenensteuerung können auftretende Fehler frühzeitig und gezielt behoben werden.

Gemäß dem Ausrüstungskonzept und Stützpunktprogramm konnten im Jahr 2008 wiederum einige Sonderfahrzeuge und Stützpunktausrüstung, darunter ein Großraumlüfter für den Bezirk Brixen, eine Drehleiter für die Feuerwehr Wolkenstein, eine Hubrettungsbühne für die Feuerwehr Schlanders und ein Einsatzleitfahrzeug für den Bezirk Unterland angekauft werden. Auch die außerordentliche Instandhaltung von Stützpunktfahrzeugen und Stützpunktausrüstung (Drehleitern, Gefahrgutausrüstung, …) wird über das Stützpunktprogramm finanziert.

Beratung bei Planung und Bau von Feuerwehrgerätehäusern Die Bezirksverbände und der Landesverband stehen den Feuerwehren bei

Planung und Bau von Gerätehäusern beratend zur Seite. Gemeinsam werden aufgrund der Struktur des Einsatzgebietes, der möglichen Gefahren, der Stärke und eventueller überörtlicher Aufgaben der Feuerwehr die Planungsgrundlagen auf der Basis der vorhandenen Baurichtlinien festgelegt.

Funk Allgemeines Für die Alarmierung der Feuerwehren und die Kommunikation während des Einsatzes muss der Feuerwehrdienst über eigene, flächendeckende Funkund Alarmierungssysteme verfügen, welche die Informationen über Zubringer zu den Umsetzerstandorten transportieren und dort aussenden. Große Teile der Zubringer (Richtfunknetz) wurden in der Vergangenheit vom Landesverband und einigen Rettungsorganisationen errichtet. Die Wartung wurde vom Landesverband organisiert. Im Berichtsjahr wurde das Richtfunknetz an die Landesverwaltung übergeben, welche in Zukunft für die Instandhaltung und Erneuerung sorgen wird.

Ausbau der Funk- und Alarmierungssysteme

Mobiler Großventilator für den Bezirk Meran

Es gibt noch Zonen und einzelne Feuerwehren, die nicht optimal versorgt sind. Deshalb werden die Funksysteme ständig weiter ausgebaut und verbes-

Antennenmast bei Naturns


54. Landesfeuerwehrtag 2009

19

Bericht zum Jahr 2008 Projekt für digitale Alarmierung Für die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren über Personenrufempfänger wird in den nächsten Jahren ein digitales Alarmierungssystem errichtet werden. Vorteile des digitalen Systems sind die Trennung von Sprechfunk (Kommunikation) und Alarmierung, niedrigere Kosten der Endgeräte und schrittweiser Umstieg in eine zukunftsichere und ausbaufähige Technologie. Im Berichtsjahr wurden Vorbereitungen zur Ausschreibung – immer in enger Zusammenarbeit mit der Landesverwaltung – getätigt. Die vorhandene analoge Technik wird bis zur Realisierung dieses Großprojektes (in einigen Jahren) benötigt und kann auch darüber hinaus noch verwendet werden. Das Ausführungsprojekt wird in Kürze fertig gestellt sein und die Ausschreibung erfolgen.

EDV und Internet Internetauftritt Die zweisprachige Internetseite des Landesverbandes wird ständig aktualisiert und das Angebot an Formularen und Informationsdokumenten weiter ausgebaut. Sowohl der frei zugängliche Servicebereich als auch der geschützte Bereich, in dem beispielsweise sämtliche Rundschreiben des Verbandes oder der aktuelle Feuerwehranzeiger mit den Erreichbarkeiten der Führungskräfte eingesehen werden können, erfreuen sich großer Akzeptanz. Im Berichtsjahr wurde der Ausbau der Rubrik Bewerbe in Auftrag gegeben. Täglich sind ca. 500 Zugriffe auf die Internetseite zu verzeichnen.

Auswertungen und Listen, die bisher vom Landesfeuerwehrverband den Feuerwehren geschickt werden mussten, können nun direkt von der Feuerwehr aufgerufen werden.

Buchhaltungsprogramm für die Verbände und Feuerwehren Das webbasierte Buchhaltungsprogramm für Verbände und Feuerwehren »FeuBu«, das 2007 in Betrieb genommen wurde, ist bei den derzeitigen Anwendern sehr gut angekommen. Die einzelnen Benutzer werden von der Buchhaltung bei Fragestellungen laufend betreut.

Landesnotrufzentrale (LNZ) Seit dem Jahr 2003 werden alle Feuerwehren des Landes bei Notfällen von der Landesnotrufzentrale alarmiert. Die Landesnotrufzentrale erhält von den Feuerwehren über den Landesverband bei Änderungen jeweils die aktualisierten Alarmpläne und Pflichtbereiche sowie die Erreichbarkeiten der Funktionäre.

Feuerwehrzeitung Von der verbandseigenen Zeitschrift »Die Freiwillige Feuerwehr – Südtirols Feuerwehrzeitung« sind im 42. Jahr-

Webbasierte Software zur Erfassung und Auswertung der Tätigkeiten Im laufenden Jahr wurde die seit dem Jahr 2005 eingesetzte webbasierte Anwendung zur Erfassung der Einsätze, Übungen und Ausbildungen komplett überarbeitet. Die größte Neuerung stellt dabei die Integration der Mitgliederverwaltung dar. Nun können die Feuerwehren selbst den aktuellen Mitgliederstand mit allen Informationen zu Ausbildung usw. einsehen. Diverse

EDV-Programm für die Feuerwehren

gang 4 Nummern mit einer Auflage von jeweils 6.000 Stück erschienen. Die Fachartikel sind ein wichtiger Bestandteil der Fort- und Weiterbildung. Die Zeitung gibt darüber hinaus auch einen Einblick in die Tätigkeit der Feuerwehren, Bezirke und des Landesverbandes. Jede Feuerwehr hat im Schnitt 18 Zeitungen abonniert. Durch die Einnahmen aus Abonnements und Werbung finanziert sich die Zeitung zum Großteil selbst.


Der Landesverband

20

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols welche an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian für die Betriebe und die Bevölkerung angeboten werden. Nach 14 Jahren war eine Neuauflage des Brandschutzratgebers notwendig, wobei nur wenige Änderungen erforderlich waren.

Jugendarbeit

Neuauflage des Brandschutzratgebers

Brandschutzaufklärung Zu den Aufgaben der Feuerwehren und des Landesverbandes gehört auch die Brandverhütung durch entsprechende Aufklärung der Bevölkerung. Von vielen örtlichen Feuerwehren werden auf diesem Gebiet Schulungen und Übungen durchgeführt. Vom Landesfeuerwehrverband wurden dazu Richtlinien und Unterlagen erstellt. Mehrere Kindergärten und Schulen besuchten im vergangenen Jahr die Landesfeuerwehrschule, wobei den Kindern wichtige Brandschutzregeln erklärt und Informationen über den Feuerwehrdienst gegeben wurden. Allerdings ist es bei der derzeitigen Auslastung und dem vorhandenen Personal nicht möglich, diese Veranstaltungen regelmäßig anzubieten.

Neuauflage des Brandschutzratgebers Der Brandschutzratgeber wurde im Jahre 1994 zum ersten Mal veröffentlicht und im Rahmen einer landesweiten Initiative zur Brandschutzaufklärung von den Freiwilligen Feuerwehren an alle Haushalte in Südtirol verteilt. Bis heute hat der Brandschutzratgeber schon eine Auflage von über 200.000 Stück erreicht und ist zu einem Standardwerk der Brandschutzaufklärung geworden. Er ist auch eine wichtige Unterlage für die Brandschutzkurse,

Insgesamt gibt es bei den Südtiroler Feuerwehren 115 Jugendgruppen mit 1.116 Mitgliedern. Im Jahr 2008 sind insgesamt 157 Jugendfeuerwehrmitglieder in den aktiven Dienst übergetreten; dies beweist die Bedeutung der Jugendarbeit für die Nachwuchssicherung bei den Feuerwehren. Neben den Ski- und Rodelrennen, den Wissenstests und Orientierungsmärschen zählten vor allem die Vorbereitungsbewerbe, der 32. Landes-Jugendfeuerwehrleistungsbewerb und das Zeltlager vom 27. bis 29. Juni in Brixen zu den Höhepunkten. Die Jugendbetreuer erfüllen ihre verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis und erziehen die jungen Mitglieder zum Dienst an der Gemeinschaft. Der Landesfeuerwehrausschuss hat im letzten Jahr in Absprache mit den Bezirkjugendreferenten die Richtlinien

zur Organisation der Jugendgruppen erlassen.

Sonstiges Führung der Stützpunktlager In Vilpian gibt es ein größeres Lager für Ölbindemittel und sonstige Geräte und Mittel für den Einsatz. Die Stützpunktlager in den verschiedenen Bezirken werden von Vilpian aus bei Bedarf beliefert, wobei gleichzeitig auch zu prüfende Atemluftflaschen eingesammelt und geprüfte Atemluftflaschen ausgegeben werden. Rund 40 Fahrten sind dazu im Jahr notwendig.

Tätigkeit der Verwaltung Die Mitgliederverwaltung und Verwaltung der Lehrgangsteilnehmer (insgesamt sind zurzeit ca. 22.000 Leute erfasst), Ehrungen für Feuerwehrleute, die Beratung für die Feuerwehren und Bezirksverbände in Steuerfragen, im Haushalts- und Rechnungswesen, die Bearbeitung von Versicherungen und Beiträgen sind wichtige Dienstleistungen des Landesverbandes. Im Steuerbereich, im Rechnungswesen, für Veranstaltungen, bei der Erfassung von statistischen Daten usw. gibt es laufend Änderungen und Verpflichtungen, die auch die Feuerwehren betref-


54. Landesfeuerwehrtag 2009

21

Bericht zum Jahr 2008 formierung, Finanzierungen und der Ausbildung an der Feuerwehrschule befasst.

Mitarbeit in Fachausschüssen Der Landesverband arbeitet mit in verschiedenen Gremien und Fachausschüssen wie: ■ Verwaltungsrat des Sonderbetriebes für die Feuerwehr- und Zivilschutzdienste ■ Fachausschuss für Brand- und Zivilschutz ■ Lenkungsausschuss der Landesnotrufzentrale (LNZ) ■ Arbeitsgruppe Sicherheit in Tunnels ■ Landeszivilschutzkomitee und Landesleitstelle ■ Arbeitsgruppe Landesfunknetz ■ Arbeitsgruppe Strahlenschutz

Ausbildung für die Feuerwehrjugend

fen. Der Landesverband befasst sich mit der gesamten Materie und ist mit dem Raiffeisenverband, Fachleuten und Politikern ständig in Kontakt, um die Interessen der Feuerwehren zu vertreten und um die Feuerwehren zu beraten und soweit als möglich zu entlasten. Im letzten Jahr wurden unter anderem die Zusatzversicherungen für die Feuerwehren bei Veranstaltungen neu verhandelt und es musste in Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesämtern eine Regelung für Übungen mit Altautos ausgearbeitet werden. Im Zusammenhang mit dem neuen Arbeitsschutzgesetz waren und sind intensive Bemühungen notwendig, um die Interessen der Freiwilligen Feuerwehren zu wahren. Einschränkungen im Bezug auf die Steuergutschrift beim Ankauf von Feuerwehrfahrzeugen konnten gemeinsam mit den Fachfirmen und durch die Hilfe der politischen Vertreter erfolgreich verhindert werden. Auch die Erstellung und Führung des Haushaltes des Landesverbandes, der Landesfeuerwehrschule und der Genossenschaft, die Gebäudeverwaltung, der Ankauf von Geräten, das Personalwesen und die Verrechnung von Dienstleistungen gehören zu den Aufgaben der Verwaltung.

Tätigkeit der Verbandsorgane und Gremien Die Tätigkeit des Landesfeuerwehrausschusses, der Fachausschüsse und Gremien kann an dieser Stelle nur kurz angesprochen werden. Der Landesfeuerwehrausschuss hat sich im Berichtsjahr in sechs Ausschusssitzungen und Arbeitstagungen hauptsächlich mit den Themen Ausrüstungskonzept, Uni-

Verwaltung

■ Fachausschüsse »Freiwillige Feuerwehren«, »Ausbildung« und »Gefahrgut« beim Österreichischen Bundesfeuerwehrverband Insgesamt sorgt der Landesfeuerwehrverband mit seinen Einrichtungen und Gremien für das Studium und die Entwicklung auf allen Sachgebieten des Feuerwehrdienstes in Zusammenarbeit mit Fachleuten, Behörden, Berufsfeuerwehr, artverwandten Institutionen und gesetzgebenden Körperschaften. Er ist zusammen mit den Bezirksfeuerwehr-


Der Landesverband

22

der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols verbänden verantwortlich für die Koordinierung des abwehrenden Brandund Katastrophenschutzes auf Landesebene im Rahmen des Feuerwehrdienstes.

Personal Zur Bewältigung sämtlicher Aufgaben sind derzeit beim Landesfeuerwehrverband mit Landesfeuerwehrschule und Genossenschaft insgesamt 27 Angestellte beschäftigt. Außerdem kann sich der Verband auf rund 16 freie Mitarbeiter stützen, die fallweise Aufgaben übernehmen und zwar hauptsächlich in den Bereichen Ausbildung, Atemschutzgeräteprüfung und -wartung und spezifische Sachbearbeitung.

Schluss Durch die Strukturen in Vilpian und eine gute Organisation kann der Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren seine institutionellen Aufgaben wahrnehmen und insbesondere die Feuer-

wehrleute gut und realistisch ausbilden. Das Herzstück des gesamten Dienstes sind die Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Land. Durch den freiwilligen und ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute ist es möglich, Menschen bei Bränden, Unglücksfällen und Katastrophen innerhalb kürzester Zeit zu helfen und Gefahren zu bekämpfen. Eine ausreichende Mitgliederanzahl, eine entsprechende Ausrüstung und eine gute Ausbildung sind die Voraussetzungen für wirkungsvolle Hilfe. Diese Voraussetzungen sind in Südtirol gegeben und es ist unsere Aufgabe, die Schlagkraft des Feuerwehrdienstes auch in Zukunft zu gewährleisten und an etwaige neue Erfordernisse anzupassen. Wir danken allen, die den Feuerwehrdienst ausüben und mittragen: allen voran den Freiwilligen Feuerwehrleuten und ihren Familien, den Feuerwehrfunktionären und auch den hauptamtlichen Mitarbeitern im Lan-

desverband, der Bevölkerung, den einschlägigen Landesämtern, den Bürgermeistern der Gemeinden Südtirols und den politischen Verantwortungsträgern im Land. Vilpian, im Mai 2009

Der Landesfeuerwehrpräsident

Rudi Hofer

Der Direktor

Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer


Die Freiwillige Feuerwehr

23 2/2009

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

Bericht zum Schuljahr 2008/2009 1. Feuerwehrausbildung 1.1 Allgemeines Das Ausbildungskonzept der Feuerwehrschule sieht folgende Kategorien vor: • Grundausbildung • Fachausbildung • Sonderausbildung • Führungsausbildung Insgesamt werden derzeit rund 30 verschiedene Lehrgänge für Feuerwehrleute angeboten und damit kann der Ausbildungsbedarf gut abgedeckt werden. Es werden auch Nachschulungen in Form von eintägigen Lehrgängen für Feuerwehrleute, welche die Ausbildungslehrgänge schon vor längerer Zeit besucht haben, abgehalten. Die Ausbildung wird laufend weiterentwickelt und entspricht dem Stand der Technik und Taktik. Eine Übersicht der an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian abgehaltenen Lehrgänge und der Anzahl der Teilnehmer zeigt die Tabelle auf Seite 15. Im letzten Jahr haben insgesamt 2.485 Feuerwehrleute einen Lehrgang besucht.

1.2 Besondere Lehrgänge und Veranstaltungen im Schuljahr 2008/2009 Neben den Standardlehrgängen wurden im Schuljahr 2008/2009 folgende besondere Lehrgänge abgehalten: - 17 Schulungen Brandbekämpfung für freiwillige Feuerwehrleute aus dem Trentino - 5 EDV-Schulungen – Programm zur Erfassung der Tätigkeiten der Feuerwehren - 2 Lehrgänge Hochwassereinsatz

Benützung des Geländes und der Anlagen für Übungen der Feuerwehren Das Gelände und die Übungsanlagen der Landesfeuerwehrschule werden auch außerhalb des Lehrgangsbetriebes fallweise für Übungen der Feuerwehren genutzt. Im letzten Jahr haben insgesamt 105 Feuerwehrleute Übungen in der Atemschutzübungsstrecke am Abend unter Anleitung eines Ausbilders durchgeführt.

3. Lehrgänge und Veranstaltungen anderer Organisationen an der Landesfeuerwehrschule Die Strukturen der Landesfeuerwehrschule stehen bei freien Kapazitäten auch den anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen (Bergrettungsdienst, Weißes Kreuz, Wasserrettung) zur Verfügung und werden auch viel genutzt.

2. Brandschutzkurse und Kurse für Betriebe und Organisationen Auch im Jahr 2008 war die Nachfrage groß; im Laufe des Jahres haben 1.661 Leute einen Brandschutzkurs besucht. Insgesamt wurden seit dem Jahre 1995 bis zum 31.12.2008 schon rund 18.860 Teilnehmer bei Brandschutzkursen an der Landesfeuerwehrschule ausgebildet. Am 7. April 2009 wurde der 20.000 Teilnehmer an einem Brandschutzkurs in der Landesfeuerwehrschule gezählt.

Brandschutzkurs für das italienische Heer Der Brandschutzdienst für Hubschrauberflüge anlässlich des Papstbesuches in Brixen musste gemäß Vorgaben des Vatikans vom italienischen Heer durchgeführt werden. Die Landesfeuerwehrschule hat für die mit diesem Dienst beauftragten Soldaten im Juli einen eigenen Kurs abgehalten.

Ausbildung für Bauarbeiter an der Landesfeuerwehrschule Vom Paritätischen Komitee im Bauwesen wurden für Bauarbeiter Kurse für Abseiltechniken organisiert, wobei die praktischen Übungen in Schlauchturm und Übungshaus der Landesfeuerwehrschule abgehalten wurden.

Fallschirmjäger des italienischen Heeres üben in der Landesfeuerwehrschule Fallschirmjäger des italienischen Heeres haben an zwei Nachmittagen ihre Ausbildung in der Landesfeuerwehrschule abgehalten. Dabei wurde beim Übungsturm das Abseilen aus einem Helikopter simuliert.


Die Freiwillige Feuerwehr

24

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung 4. Übersicht der an der Landesfeuerwehrschule abgehaltenen Lehrgänge Eine Tabelle mit dem Angebot und der Anzahl der Teilnehmer an den Lehrgängen der Landsfeuerwehrschule in Vilpian im Vergleich in den Jahren 2006–2008 ist mit einem Bericht zum Landesfeuerwehrtag auf den Seiten 15

bis 17 der »Feuerwehrzeitung« abgedruckt.

5. Auslastung der Lehrgänge Im Schuljahr 2008/2009 haben 2.702 Feuerwehrleute einen Lehrgang an der Feuerwehrschule besucht (im Schuljahr 2007/2008 waren es 2.844 und im

2/2009 Schuljahr 2006/2007 2.774). Die Auslastung der abgehaltenen Lehrgänge für die Feuerwehren war im Jahresschnitt mit rund 85 Prozent sehr gut. In den Wintermonaten herrschte wie üblich ein großer Andrang; in dieser Zeit wurden nach Möglichkeit zwei und mehr Lehrgänge gleichzeitig abgehalten. Im letzten Jahr wurden auch insgesamt 33 Brandschutzkurse durchgeführt.

Ausbildung im Schuljahr 2009/2010 1. Allgemeines Grundlage für das angebotene Lehrgangsprogramm bildeten die Auswertung der Auslastung der Lehrgänge der letzten Jahre, die Besprechung mit den Bezirksverbänden und die durch Personalstand und Ausstattung der Feuerwehrschule gegebenen Kapazitäten. Im Schulkalender mit eingeplant sind auch bereits der Informationstag für Bezirksfunktionäre, Nachschulungen und die Termine für Brandschutzkurse.

Informationstag für Bezirksfunktionäre Der Informationstag wird am 14. November 2009 an der Landesfeuerwehrschule abgehalten. Geplante Themen sind: Notfallseelsorge und Notfallpsychologie sowie Überlegungen und Informationen zum Wahljahr 2010.

wird als Training für ausgebildete Atemschutzgeräteträger angeboten. Nach Behandlung der taktischen Grundlagen und der Löschtechnik sind Übungen im Brandhaus und Übungshaus der Feuerwehrschule vorgesehen, wo u. a. folgende Einsatzszenarien beübt werden: Kellerbrand, Wohnungsbrand und Dachstuhlbrand. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen.

Benützung Atemschutzübungsstrecke Die Atemschutzübungsstrecke der Landesfeuerwehrschule steht nach Voranmeldung am Dienstag- und Donnerstagabend zur Verfügung.

2. Brandschutzkurse Allgemeines

Besondere Lehrgänge Wie in den letzten Jahren sind auch im nächsten Schuljahr folgende besondere Lehrgänge geplant: • Lehrgänge Erste Hilfe für die Feuerwehr • Lehrgänge Absturzsicherung • Lehrgänge Brandbekämpfung in unterirdischen Anlagen • Lehrgänge Gefährliche Stoffe – Gerätetechnik • Lehrgänge Explosimeter • Lehrgänge Hochwassereinsatz • Lehrgänge Wärmebildkamera • EDV-Schulungen

Lehrgänge in italienischer Sprache In italienischer Sprache sind ein Grundlehrgang Brandeinsatz, eine Nachschulung Brandbekämpfung und technische Rettung und ein Atemschutzlehrgang geplant.

Von der Landesfeuerwehrschule werden seit dem Jahre 1995 Brandschutzkurse mit entsprechender Prüfung für Arbeitgeber und beauftragte Arbeitnehmer durchgeführt, die gemäß Arbeitsschutzgesetz im Betrieb die Brandschutz- und Notfallmaßnahmen durchführen müssen. Es werden folgende Kurse angeboten: • 4-stündige Kurse für Brandschutzbeauftragte für Betriebe mit niederer Brandgefahr • 8-stündige Kurse für Brandschutzbeauftragte für Betriebe mit mittlerer Brandgefahr • 16-stündige Kurse für Brandschutzbeauftragte für Betriebe mit hoher Brandgefahr.

Hinweis für Feuerwehrleute

Neuer Lehrgang »Brandbekämpfung Training«

Fortbildungslehrgänge – Nachschulungen

Seit dem Schuljahr 1999/2000 ist die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten in die Feuerwehrausbildung an der Landesfeuerwehrschule wie folgt integriert:

Im nächsten Schuljahr wird ein neuer Tageslehrgang »Brandbekämpfung Training« eingeführt. Dieser Lehrgang

Vorgesehen sind: Nachschulungen für Funk- und Nachrichtendienst, Maschinisten und Technische Rettung.

1. Stufe für Betriebe mit niederer Brandgefahr einschließlich Prüfung im Grundlehrgang Brandeinsatz.


Die Freiwillige Feuerwehr

25 2/2009 2. Stufe für Betriebe mit mittlerer Brandgefahr einschließlich Prüfung im Gruppenkommandantenlehrgang. 3. Stufe: Hierfür ist der Besuch eines weiteren 8-stündigen Kurses und die Ablegung einer Prüfung notwendig. In diese Stufe fallen nur wenige Betriebe wie z. B. Krankenhäuser, Altersheime, Fabriken und Lager für Sprengstoffe und andere gefährdete Betriebe. Für die zusätzliche Ausstellung der amtlichen Eignungsbescheinigung muss der Einzelne zwei Stempelmarken zu 14,62 Euro hinterlegen. Freiwillige Feuerwehrleute, die an Brandschutzkursen teilnehmen, sind von der Teilnahmegebühr befreit.

Anmeldung: Direkt beim Landesfeuerwehrverband.

3. Meldungen zu den Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule Für die Meldungen zu den Brandschutzkursen für Betriebe gibt es eine eigene Regelung (Rückfragen im Landesverband). Für Meldungen zu den Feuerwehrlehrgängen gelten folgende Bestimmungen: Die Plätze für jeden Lehrgang werden im Verhältnis der aktiven Mitglieder auf die Bezirke aufgeteilt. Die Vergabe der Restplätze bzw. der nicht besetzten Plätze erfolgt durch den Landesverband nach objektiven Grundsätzen. Der Lehrgangsbeauftragte sammelt die Lehrgangskarten seines Bezirkes ein, er führt eine Ersatzliste und sorgt dafür, dass eventuelle Ausfälle innerhalb des Bezirkes ersetzt werden. Die Lehrgangskarten werden vom Lehrgangsbeauftragten an den Landesfeuerwehrverband weitergeleitet. Der Landesverband bestätigt die Teilnahme anhand der eingeschickten Lehrgangskarten ca. zwei bis drei Wochen vor Lehrgangsbeginn über den Kommandanten. Achtung: Bei Ausfällen ist ein Ersatzteilnehmer zu schicken. Dieser muss die Lehrgangsvoraussetzungen erfüllen. Er kann auch von ei-

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung ner anderen Wehr sein. Kann kein Ersatz gefunden werden, so hat der Kommandant sofort den Bezirkslehrgangsbeauftragten zu informieren. Etwaige Restplätze werden auf der Internetseite veröffentlicht und können über den geschützten Bereich direkt von den Feuerwehren gebucht werden. Hinweis: Übernachtung von Minderjährigen in der Landesfeuerwehrschule Eine Übernachtung von Minderjährigen ist nur möglich, wenn der Kommandant und ein Erziehungsberechtigter die Hausordnung durch ihre Unterschrift zur Kenntnis nehmen und damit die Einwilligung für die Übernachtung erteilen. Außerdem verpflichtet sich der/die Minderjährige, bis spätestens 22.15 Uhr in der Landesfeuerwehrschule zu sein. Eine Aufsicht ist generell nur während der Unterrichtszeiten gegeben. Die Hausordnung ist auf unserer Internetseite www.lfvbz.it im geschützten Bereich unter »Allgemein« gespeichert.

Dank Abschließend bedanken wir uns bei allen Lehrgangsteilnehmern, Feuerwehren und Bezirken für das Interesse, die aktive und positive Mitarbeit und die guten Anregungen. Durch die zur Verfügung stehenden Übungsanlagen kann die Ausbildung realistisch und interessant gestaltet werden. Die Ausbildung wird insgesamt laufend weiterentwickelt, damit die Feuerwehrleute das notwendige Wissen und Können erlangen. Wir werden uns weiterhin bemühen, die Ausbildung auch in kameradschaftlicher Form abzuhalten, damit sich die Feuerwehrleute an ihrer Schule wohlfühlen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und die Zusammenarbeit im nächsten Schuljahr.

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Stand: 18.06.2009

10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

TAS3 EX1 BRD BRD BRD BRD BRD BRD RH IT1 AS3 ASI3 BT3

BF

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2009/2010

Feuerwehrlehrgänge: AS= Atemschutzlehrgang, ASI= Schulung Absturzsicherung, AW= Atemschutzwartelehrgang, BK= Lehrgang Brandbekämpfung, BK-NTR ital= Fortbildung Brandbekämpfung-Technische Rettung ital., Boot= Kurs für Bootsgruppe, BS1- BS2- BS3= Kurs für Brandschutzbeauftragte, BT= Brandbkämpfung Training, BU= Brandbekämpfung in unterirdischen Anlagen, CIVILPROTECT= Zivilschutzmesse, EDV= EDV-Schulung Tätigkeit Feuerwehren, EH= Erste Hilfe für die Feuerwehr, EL= Einsatzleiterlehrgang, EX= Schulung Explosimeter, FD= Funk und Nachrichtendienst, GB= Grundlehrgang Brandeinsatz, GGL= Gefahrgut-Grundlagen, GGT= Gefahrgut-Gerätetechnik, GK= Gruppenkommandantenlehrgang, GT= Grundlehrg.Technischer Einsatz, GW= Gerätewartlehrgang, HW= Lehrgang Hochwassereinsatz, IT= Informationstag für Bezirksfunktionäre, JB= Jugendbetreuerlehrgang, KA= Lehrgang für Kassiere, MA= Maschinistenlehrgang, NFD= Nachschulung Funk u. Nachrichtendienst, NMA= Nachschulung Maschinisten, NTR= Nachschulung Technische Rettung, SC= Schriftführerlehrgang, VB= Vorbeugender Brandschutz, WBK= Schulung Wärmebildkamera, ZK= Zugskommandantenlehrgang Kurse für Externe: BF= BF Bozen, BRD = Kurs Bergrettungdienst, LVH= Kurs des LVH, TN= LFS Trient, TAS= Training Atemschutz f. Brandschutzbeauftragte Hubschrauberlandeplätze, TBH= Training Brandhaus f. Brandschutzbeauftragte Hubschrauberlandeplätze, RH= Rettungshundestaffel, WK= Weißes Kreuz

Juni

Mai

April

März

Februar

Jänner 2010

Monat

Dezember

November

Oktober

Neujahr

Tag der Arbeit

September

1

AS1

Ostermontag

Brückentag

August

Karfreitag

Staatsfeiertag

Dreikönig

Mariä Empfängnis

LFw-Tag

Monat 31

Landesfeuerwehrschule Südtirol - Lehrgangskalender

Pfingstmontag


Die Freiwillige Feuerwehr

27 2/2009

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

Lehrgangsvoraussetzungen – Stand Juni 2009 Lehrgang

Zeichen Teilnehmer Voraussetzung

Grundlehrgang Brandeinsatz

GB

40

Allgemeine Eignung zum Feuerwehrdienst

Grundlehrgang Technischer Einsatz

GT

30

Allgemeine Eignung zum Feuerwehrdienst

Nachschulung Technische Rettung

NTR

30

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz

Atemschutzlehrgang

AS

30

Grundlehrgang Brandeinsatz, Eignung (ärztl. Zeugnis)

Brandbekämpfung Training

BT

25

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz, Atemschutzlehrgang

Brandbekämpfung in unterirdischen Anlagen

BU

25

Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang

Schulung Absturzsicherung

ASI

25

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz

Lehrgang Funk und Nachrichtendienst

FD

30

Grundlehrgang Brandeinsatz

Nachschulung Funk- und Nachrichtendienst

NFD

30

Lehrgang Funk- und Nachrichtendienst

Maschinistenlehrgang

MA

30

Grundlehrgang Brandeinsatz

NMA

30

Maschinistenlehrgang

Schriftführerlehrgang

SC

40

Grundlehrgang Brandeinsatz

Lehrgang für Kassiere

KA

40

Grundlehrgang Brandeinsatz

EDV-Schulung Tätigkeit für die Feuerwehren

EDV

40

Grundlehrgang Brandeinsatz

Gerätewartlehrgang

GW

30

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz, Maschinistenlehrgang

Erste Hilfe für die Feuerwehr

EH

30

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz

Lehrgang Vorbeugender Brandschutz

VB

40

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz; Führungskräfte haben Vorrang!

Nachschulung Maschinisten

Atemschutzwartelehrgang

AW

30

Atemschutzlehrgang

Lehrgang Gefahrgut – Grundlagen

GGL

32

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang

EX

25

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang

Schulung Wärmebildkamera

WBK

25

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang

Lehrgang Gefahrgut-Gerätetechnik

GGT

32

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang

Lehrgang Gefahrgut-Fortbildung

GGF

36

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang, Gefahrgut-Gerätetechnik bzw. Gefahrgutlehrgang

Lehrgang Hochwassereinsatz

HW

30

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Einberufung

Bewerterlehrgang

BE

Jugendbetreuerlehrgang

JB

40

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz; Empfehlung: Gruppenkommandantenlehrgang

Gruppenkommandantenlehrgang

GK

40

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz; Empfehlung: Atemschutzlehrgang, Lehrgang Funk und Nachrichtendienst

Nachschulung für Gruppenkommandanten

NGK

40

Gruppenkommandantenlehrgang

Zugskommandantenlehrgang

ZK

50

Gruppenkommandantenlehrgang; Empfehlung: Atemschutzlehrgang, Lehrgang Funk und Nachrichtendienst

Einsatzleiterlehrgang

EL

40

Zugskommandantenlehrgang

Schulung Explosimeter

wird festgelegt


Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

2/2009

Rettung aus modernen Pkw mit extrem versteiften Fahrzeugsäulenkonstruktionen Grenzen der herkömmlichen Schneidmethoden und alternative Möglichkeiten (Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus: Brandschutz/Deutsche Feuerwehr-Zeitung 4/2008, S. 241–247. Internet: www.bs-dfz.de)

Selbst moderne, leistungsfähige Schneidgeräte stoßen bei einigen neuen Fahrzeugmodellen mit extrem versteiften Fahrzeugsäulenkonstruktionen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Bei der Befreiung von eingeklemmten Personen kann dies mitunter zu erheblichen Zeitverzögerungen bei der technischen Rettung führen. Im Beitrag werden die Hintergründe hierfür und mögliche alternative Vorgehensweisen zum Schaffen von Rettungsöffnungen vorgestellt.

Die passive Sicherheit von Kraftfahrzeugen konnte in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verbessert werden. Abgesehen von dem besseren Verhalten der Fahrzeuge bei den Crashtests zeigt sich dies besonders eindrucksvoll in der abnehmenden Zahl der getöteten Insassen bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen. Insbesondere der Anteil hochfester Stähle, die bei gleich bleibendem oder sogar geringerem Gewicht eine höhere Festigkeit aufweisen, wurde von den Fahrzeugherstellern zu diesem Zweck permanent gesteigert. Zusammen mit neuen

Die Darstellung dieses Mercedes-Benz CL-Klasse Coupé zeigt deutliche, dass in modernen Fahrzeugen eine Vielzahl verschiedener Werkstoffe zum Einsatz kommt. Insbesondere im Bereich der Fahrgastzelle sind häufig ultrahochfeste Stähle zu finden. Dieses Fahrzeug verfügt zusätzlich auch über ein hochfestes Stahlrohr zur Verstärkung der ASäule.

Fertigungsmethoden können die Sicherheitsfahrgastzellen moderner Fahrzeuge – insbesondere die unfallrelevanten Bereiche der Fahrzeugsäulen, der Übergänge hin zu den Schwellern sowie die Schweller selbst – so extrem steif gestaltet werden.

Gestiegene Anforderungen an die Rettungsgeräte Die Verfasser haben bei zahlreichen Schneidversuchen an modernen Fahrzeugmodellen (insbesondere der Mittel- und Oberklasse) umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Dabei hat sich gezeigt, dass insbesondere beim Durchtrennen der Fahrzeugsäulen häufig Schwierigkeiten auftreten, die direkt mit deren Konstruktion und den verwendeten Werkstoffen in Verbindung gebracht werden können. Die Herausforderung für die Einsatzkräfte besteht insbesondere darin, hydraulische Schneidgeräte so einzusetzen, dass die Strukturen möglichst rasch durchtrennt werden können. Doch je nach verwendetem Typ erreichen die Schneidgeräte immer häufiger ihre Grenzen. Insbesondere ultrahochfeste Stähle werden nicht geschnitten, sondern eher durch Verdrängung beim Erreichen einer ausreichend großen Kraft abgeschert. Das heißt, dass das Schneidgerät die Struktur zuerst auf ein gewisses Maß komprimiert bzw. verdrängt und erst anschließend durchtrennt. Ist ein gewisses Kraftniveau erreicht, wird die Struktur schlagartig durchbrochen. Dabei können freie Enden mit großer Wucht weggeschleudert werden, die sowohl für die Ein-


Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

Der untere Teil der A-Säule bei diesem Cabriolet ist durch ein hochfestes Rohr verstärkt. Erst nachdem Platz für das richtige Ansetzen des Schneidgerätes um dieses Rohr herum geschafft wurde, konnte es durchtrennt werden.

satzkräfte als auch für die Patienten eine Gefährdung darstellen. Besonders deutlich wird der hohe Kraftbedarf, der für das Durchtrennen moderner Fahrzeugsäulen notwendig ist, bei der Gegenüberstellung der Schneidkräfte von alten und modernen

Diese Fahrzeugdarstellungen aus dem Crash-Recovery-System zeigen die Position von Verstärkungsmaßnahmen bei verschiedenen Fahrzeugtypen. Während bei dem Coupé und dem Cabriolet insbesondere die A-Säulen verstärkt sind, werden bei Limousinen vor allem die B-Säulen verstärkt.

Geräten: Das Schneidgerät S 90 hatte früher eine Schneidkraft von maximal 260 Kilonewton. Moderne Schneidgeräte hingegen verfügen inzwischen über eine maximale Schneidkraft von mehr als 1000 Kilonewton. Aber selbst bei diesen Geräten kann zumindest bei einigen auf dem Markt angebotenen Fahrzeugmodellen mit spezieller Säulenverstärkung nicht mehr von einem mühelosen Durchtrennen der Säulen gesprochen werden. Besonders problematisch ist das Durchtrennen von Fahrzeugsäulen immer dann, wenn die Säulen zusätzlich mit Rohrverstärkungen versehen sind. Dies ist vor allem bei Cabriolets und Coupés häufig der Fall. Aber auch bei einigen Fahrzeugtypen der Oberklasse sind solche Konstruktionen zu finden. Auffällig ist bei Fahrzeugen mit ultrahochfesten Fahrzeugsäulen (mit oder ohne Rohrverstärkungen) auch der höhere Verschleiß der Messer. Der hängt unter anderem damit zusammen, dass die Festigkeit der verwendeten Werkstoffe und die Festigkeit der Schermesser sich immer weiter angenähert haben. Die Festigkeit der Messer könnte zwar problemlos erhöht werden; dies würde allerdings produktionsbedingt zu einer größeren Sprödigkeit und insbesondere bei der Fehlbedienung

schnell zu einer Zerstörung der Messer führen.

Einfluss der Schneidtechnik Der Gerätebediener selbst hat einen erheblichen Einfluss darauf, ob ein Schneidversuch zu einem optimalen Schnitt führt. Schneidgeräte müssen so eingesetzt werden, dass das Material möglichst an der Stelle geschnitten wird, an der die meiste Kraft vorhanden ist. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass das Schneidgerät vollständig geöffnet an der geplanten Schnittstelle angesetzt wird. Kommt es dann beim Schneiden zum Herausdrücken des Gerätes, sollte es, nachdem das Material schon gequetscht ist, wieder geöffnet und entsprechend nachgesetzt werden. So ist sichergestellt, dass der Drehpunkt der Messer immer möglichst nahe am Material liegt. Um dies zu erreichen, müssen gegebenenfalls zuvor zusätzliche Strukturelemente (z. B. Türrahmen der vorderen und hinteren Türen, die zusätzlich an der B-Säule anliegen) entfernt werden – mitunter muss der Gerätebediener sich dafür Stück für Stück vorarbeiten. Wichtig ist außerdem, dass die notwendige Zeit zum Aufbau des Maximaldrucks am Hydraulikgerät abge-


Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

2/2009 zum Beispiel einer Säbelsäge oder einer Metallhandkreissäge, den notwendigen Zeitbedarf reduzieren.

Alternative Rettungstechniken Als Schlussfolgerung aus der Betrachtung der angesprochenen Schwierigkeiten, welche die Entwicklungen in der Fahrzeugtechnologie mit sich bringen, kann festgestellt werden, dass die heute verwendeten Standard-Rettungstechniken bei der Unfallrettung selbst beim Vorhandensein modernster Rettungsgerätetechnik langfristig auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Um auch in Zukunft möglichst sicher, zügig und schonend eingeklemmte Personen aus Kraftfahrzeugen befreien zu können, sollte daher über neue Rettungstechniken nachgedacht werden. Die Verfasser stellen hierfür im Folgenden einige mögliche neue Techniken und Varianten vor.

Der Versuch, die Säule eines modernen Fahrzeugs mit einem Schneidgerät S 90 zu durchtrennen, scheitert in diesem Beispiel. Ursächlich hierfür dürfte insbesondere die geringe Kraft an den Spitzen des Schneidgerätes sein, sodass das Material nicht mehr durchdrungen werden konnte.

wartet wird. Dies kann bis zu sechs Sekunden dauern. Der Schneidversuch sollte abgebrochen werden, wenn sich das Schneidgerät zu stark (mehr als 45 Grad) verdreht, da sich dann das Schneidgut zwischen die Messer drücken kann und dies im ungünstigen Fall zu einem Messerbruch führen kann. Optimal verläuft der Schnitt, wenn in einem Winkel von 90 Grad geschnitten wird. Allerdings lässt sich dieser Winkel insbesondere bei Schneidgeräten mit langer Messerform häufig nicht erreichen, auch wenn das Schneidgerät in einem 90-Grad-Winkel angesetzt wird. Ein überdrehtes Ansetzen des Schneidgerätes (zirka 100 bis 120 Grad) kann hier Abhilfe schaffen und eine Schnittausführung mit einem Winkel von 90 Grad ermöglichen. Die Gerätebediener und die Führungskräfte sollten stets auch bei der Ausbildung, die in der Regel an älteren Fahrzeugen durchgeführt wird, auf ein richtiges Ansetzen der Schneidgeräte zur Erreichung der maximalen Schneid-

kraft achten, damit sich keine falschen Gewohnheiten einprägen.

Gestiegener Zeitbedarf Bedingt durch die erforderlichen hohen Schneidkräfte, die großen Säulendurchmesser und die Notwendigkeit, das Schneidgerät gegebenenfalls umzusetzen, wird für das Durchtrennen von steifen Fahrzeugstrukturen moderner Fahrzeuge auch mit den neuen Schneidgeräten mehr Zeit als bei älteren Fahrzeuggenerationen benötigt. Der große Nachteil der älteren Schneidgeräte liegt aber darin, dass moderne Fahrzeugsäulen zumindest in Teilbereichen überhaupt nicht mehr mit diesen durchtrennt werden können. Wenn Techniken angewendet werden, die das Durchtrennen mehrerer Fahrzeugsäulen erforderlich machen, ist es bereits heute sinnvoll mehrere Schneidgeräte parallel einzusetzen. Außerdem kann auch der Einsatz von alternativen Werkzeugen, wie

Kontrolliertes Reißen statt Schneiden Die Erfahrung hat gezeigt, dass deutlich geringere Kräfte zum Zerreißen als zum Durchtrennen (insbesondere in einem Schnitt) eines Blechs erforderlich sind. Beim Reißen besteht der Vorteil darin, dass das Material in der Regel automatisch an der schwächsten Stelle nachgibt, ohne dass der Geräteführer diese Schwachstelle zuvor identifizieren muss. Dieser Vorteil wird zum Beispiel bei der Technik zur Herstellung einer »großen Seitenöffnung« ausgenutzt, um den sehr breiten unteren Bereich der B-Säule nicht mit der Rettungsschere durchtrennen zu müssen. Hierfür wird die B-Säule in diesem Bereich nur angeschnitten und dann mit dem Spreizer oder einem Rettungszylinder abgerissen. Die Technik des »kontrollierten Reißens« kann auch noch in anderen Situationen angewendet werden, beispielsweise um die B-Säule im oberen Bereich vom Dach zu trennen. Vor allem in B-Säulen und im Bereich der Dachkante können bei den neuesten Fahrzeugmodellen warmumgeformte Borstähle in mehreren Schichten als Verstärkung für einen Seitenaufprall verbaut sein. Hier kommt das Reißen


Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

Bei den beiden dargestellten Versuchen wurde die B-Säule mithilfe eines Rettungszylinders vom Dach abgerissen. Ein Einschneiden mit dem Schneidgerät war hierfür nicht erforderlich.

zumindest nach einem missglückten Schnittversuch als unmittelbar anschließende alternative Technik infrage. Ein Rettungszylinder wird hierzu auf dem Schweller (gegebenenfalls auch im Fahrzeuginnenraum) angesetzt, wobei der Ansatzpunkt des Rettungszylinders entsprechend unterbaut werden muss. Dann wird der Rettungszylinder in Richtung Dachkante ausgefahren, der diese dann nach oben drückt und im Idealfall die Säule bzw. den Übergangsbereich zwischen Säule und Dach auseinanderreißt. Unter Umständen muss dieselbe Vorgehensweise bei der Säule auf der anderen Fahrzeugseite wiederholt werden. Ein besonderes Augenmerk sollte bei der Wahl dieser Methode auf die Kolben-

stange des Rettungszylinders gelegt werden, welche beispielsweise durch einen Holzkeil vor scharfen Kanten geschützt werden sollte.

Wegbiegen statt Abtrennen Auch das Wegbiegen bzw. das Auseinanderdrücken eines Bauteils stellt eine Alternative zum Abtrennen dar. Spreizer und Rettungszylinder verfügen hierfür in der Regel über ausreichende Kraftreserven und an vielen Fahrzeugen gibt es genügend Öffnungen, die sich mit diesen Geräten entsprechend erweitern lassen können. Bei einer Limousine kann beispielsweise durch den Einsatz eines Spreizers oder eines Rettungszylinders zwischen der Hutablage und dem Fahrzeugdach (nach er-

folgtem Glasmanagement) mitunter bereits so viel Raum geschaffen werden, dass eine Rettung mit einem Rettungsbrett nach hinten heraus möglich ist, ohne dass das Dach entfernt werden muss.

Technik zur Erweiterung des Heckfensters bei einer Limousine Um das Heckfenster eines Limousinenfahrzeuges zu erweitern, um so mehr Platz für die Versorgung eines Patienten oder zur Rettung zu schaffen, kann wie folgt vorgegangen werden: • die Heckscheibe entfernen, • die Scheibenöffnung mit dem Spreizer oder einem Rettungszylinder aus-

Mithilfe eines Rettungszylinders wurde die Heckscheibe bei dieser Limousine so erweitert, dass eine achsengerechte Rettung nach hinten heraus möglich ist.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

2/2009

Mittels eines Spreizers kann sowohl die Kopfstütze entfernt werden als auch die Sitzlehne nach hinten umgelegt werden. Dies ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die mechanische oder elektrische Verstellung nicht mehr funktioniert.

einanderdrücken (dabei ist es unerheblich, ob das Dach eher nach oben oder die Hutablage nach unten gedrückt wird), • gegebenenfalls die Rückbank vorklappen, • die Fahrer- bzw. Beifahrersitzlehne zurückstellen (manuell oder – wenn möglich – elektrisch). Eine störende Kopfstütze kann entweder abgeschnitten oder mit dem Spreizer herausgezogen werden, wenn

eine manuelle Entfernung nicht möglich ist.

Technik zum Zurückdrücken von Sitzlehnen Ist es mithilfe der Sitzverstellung nicht möglich, die Sitzlehne zurückzustellen, kann neben dem Abtrennen der Sitzlehne auch das Zurückdrücken der Sitzlehne eine alternative Möglichkeit sein. Hierfür sollte wie folgt vorgegangen werden:

• die Kopfstütze entfernen, • den Spreizer zwischen dem Fahrzeugdach und der Sitzlehne ansetzen und die Sitzlehne nach unten spreizen (der Spreizer muss dabei hinten hochgehalten werden, damit sich der untere Spreizerarm in die richtige Richtung vorarbeitet). Zur Rettung der Person muss der Spreizer anschließend wieder entfernt werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Sitzlehne dabei einige Zentimeter

Nachdem das Dach links und rechts mit dem Schneidgerät eingeschnitten wurde, konnte die Dachfläche mit einem Rettungszylinder nach vorne gedrückt werden (links). Es ist außerdem möglich, Schnitte entlang der Dachkante mithilfe einer Säbelsäge oder einer Metallhandkreissäge zu setzen und das Dach dann nach vorne zu klappen (rechts).


Die Freiwillige Feuerwehr

33 2/2009 zurückfedert, aber in der Regel eine plastische Verformung erhalten bleibt.

»Fischdosen-Methode« Eine weitere ähnliche Methode besteht darin, das Dach im Heckbereich zu entfernen, ohne dabei verstärkte Strukturen der Fahrzeugkarosserie schneiden zu müssen. Für diese Methode reicht auch die Kraft von älteren Schneidgeräten völlig aus. Das Dach wird ähnlich wie beim Entfernen eines Deckels einer Fischdose regelrecht abgerollt, um so eine ausreichend große Rettungsöffnung zu schaffen. Die Sitzlehne sollte zurückgestellt werden, bevor die Dachfläche weggedrückt wird, da ansonsten die notwendigen Ansatzpunkte fehlen. Die »Fischdosen-Methode« unterteilt sich in folgende Einzelmaßnahmen: • die Heckscheibe entfernen, • die Innenverkleidung entfernen, • den Schnittbereich auf das Vorhandensein von Gasgeneratoren o. Ä. kontrollieren, • die Dachkante links und rechts zirka zehn Zentimeter von der Außenseite einschneiden, • einen geeigneten Rettungszylinder ansetzen und • das Dach hoch- bzw. wegdrücken. Die größte Gefahr bei dieser Methode besteht darin, dass ein nicht ausgelöster Gasgenerator eines Kopfairbags durchtrennt werden könnte, da die Gasgeneratoren bei einigen Fahrzeugmodellen quer zur Fahrtrichtung an der hinteren Dachkante montiert sind. Durch ein Abnehmen der Innenverkleidung vor dem Setzen des Schnittes kann dies jedoch erkannt und verhindert werden. Gegebenenfalls können die Schnitte an der hinteren Dachkante auch durch den Einsatz eines Blechreißers oder einer elektrischen Säbelsäge vorangetrieben und das dazwischen liegende Blechstück anschließend vorgeklappt werden. Gute Erfahrungen haben die Verfasser an dieser Stelle auch mit einer elektrischen Handkreissäge gemacht, da hier die Schnitttiefe variabel eingestellt werden kann. Ein ähnliches Resultat kann auch erzielt werden, wenn nur der hintere Teil des Daches nach vorne geklappt wird. Das heißt, es wird nur die hinterste Fahrzeugsäule

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung durchtrennt und ein Entlastungsschnitt hinter der B-Säule im Dach gesetzt. Dann kann das Dach nach vorne geklappt werden.

Technik zum seitlichen Aufbiegen des Daches Alternativ ist das Wegbiegen des Daches natürlich auch dann möglich, wenn zum Beispiel auf einer Fahrzeugseite die Säulen bereits durchtrennt sind. Dann kann mithilfe eines Rettungszylinders das Dach bis zu einem Winkel von zirka 90 Grad aufgebogen werden, um so eine Befreiung der Fahrzeuginsassen nach hinten heraus zu ermöglichen. Folgende Schritte sind bei dieser Methode durchzuführen: • die Fahrzeugsäulen auf einer Fahrzeugseite durchtrennen (die B-Säule kann gegebenenfalls auch abgerissen werden, siehe oben), • den Rettungszylinder platzieren: bei Limousinen zum Beispiel gegen den Mitteltunnel und den oberen Bereich der B-Säule, bei Kombis zum Beispiel zwischen Dach und Fensterunterkante hinter der C-Säule (möglicherweise muss mit dem Spreizer soweit vorgespreizt werden, dass der Rettungszylinder in die Fensteröffnung eingesetzt werden kann),

• den Rettungszylinder ausfahren und das Dach bis zu einem Winkel von zirka 90 Grad nach oben biegen.

Weiche Bereiche nutzen Ein weiterer alternativer Ansatz zur Befreiung von eingeklemmten Fahrzeuginsassen stützt sich auf eine einfache Überlegung. Um die Schneidgeräte nicht an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu führen, sollten sie möglichst in Bereichen angesetzt werden, wo sich keine Verstärkungen aus hochfesten bzw. ultrahochfesten Materialien befinden. Da insbesondere die Seitenstruktur von Fahrzeugen verstärkt sind, kann bei Limousinen zum Beispiel der Bereich des Kofferraums bzw. der Hutablage als entsprechend »weicher« Bereich ausgewählt und dort geschnitten werden. Dies kann mit der Technik »Schaffung eines Tunnel durch Kofferraum« geschehen: • die Heckscheibe entfernen, • den Kofferraum öffnen, • die Rücksitzlehne umlegen, • die Hutablage mit dem Schneidgerät und/oder einer Säbelsäge durchtrennen (paralleles Arbeiten ist möglich), • die Rücksitzlehne entfernen und • die Sitzlehne des Vordersitzes zurückstellen.

In diesem Fall wurden die Fahrzeugsäulen nur auf einer Fahrzeugseite durchtrennt und das Dach anschließend mit einem Hydraulikzylinder so weit aufgebogen, dass eine Rettung nach hinten heraus möglich ist.


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Mithilfe eines Schneidgerätes und einer Säbelsäge wurde bei diesem Fahrzeug die Hutablage entfernt. Nach dem Umlegen der Rückbank kann der Insasse nach hinten aus dem Fahrzeug achsengerecht gerettet werden.

Schlussbetrachtung Die in diesem Artikel dargestellten Methoden sollen als Diskussionsgrundlage für die Entwicklung weiterer (insbesondere schnellerer) Techniken zur Befreiung von eingeklemmten Fahrzeuginsassen dienen. Beim Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten. Von den Einsatzkräften sind daher Kreativität und Improvisationsvermögen gefragt, um in der jeweiligen Situation den günstigen Weg zu finden. Erlaubt ist grundsätzlich, was hilft und weder die Retter noch die zu rettenden Personen gefährdet. Allerdings muss hervorgehoben werden, dass die gezeigten Me-

thoden nicht ab sofort standardmäßig bei jedem Verkehrsunfall und an jedem beliebigen Fahrzeug angewendet werden sollten, da sie etwa bei älteren Fahrzeugen zeitaufwändiger sind als das direkte Durchtrennen der Fahrzeugsäulen zur Dachentfernung. Bei neueren Fahrzeugen können diese Methoden aber, insbesondere wenn kein leistungsfähiges Schneidgerät vorhanden ist, mitunter einen deutlichen Zeitvorteil bringen. Hierfür ist es aber unbedingt notwendig, die verschiedenen Techniken zu üben und Erfahrungen zu sammeln, um dieses Vorgehen sicher, zielgerichtet und zügig durchführen zu können.

Autoren Dipl.-Ing. (FH) Jörg Heck, Hauptbrandmeister, Freiwillige Feuerwehr MainzFinthen Klaus Krebs, Oberbrandmeister, Freiwillige Feuerwehr Twistringen Rüdiger Knoll, Brandmeister, Freiwillige Feuerwehr Wörth-Büchelberg Hubert Springer, Hauptbrandinspektor, Feuerwehr Rohrbach (Österreich) Die Autoren sind bundesweit als Ausbilder im Ausbilderteam der Firma Weber-Hydraulik tätig. Bilder: Verfasser (15), Mercedes-Benz (1), Moditech Rescue Solutions (1),


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Brandschutzkurs der Feuerwehrschule im Erdbebengebiet Südtirols Freiwillige Feuerwehrleute sind seit dem Erdbeben am 6. April 2009 im Erdbebengebiet im Einsatz. In San Elia haben die Feuerwehrleute Südtirols beim Aufbau des Zeltlagers mitgeholfen, gewährleisten den Brandschutz und führen technischen Arbeiten im Zeltlager durch. Nachdem nun der Aufbau und die Ausstattung des Zeltlagers abgeschlossen sind, hat eine 2. Phase

begonnen, in welcher die Bewohner des Zeltlagers mehr in die Führung des Zeltlagers mit eingebunden werden. Von den Ausbildern der Landesfeuerwehrschule Luis Oberkofler und Diddi Osele wurden dazu am 9. Juni 2009, 25 Personen des Zeltlagers vor Ort in Bezug auf Brandverhütungsmaßnahmen und Erstmaßnahmen im Brandfall in Theorie und mit praktischen Übungen

ausgebildet. Die Bewohner des Zeltlagers haben mit großer Begeisterung und viel Einsatz den Kurs besucht und bedankten sich herzlich bei der Landesfeuerwehrschule für ihre Bemühungen. Bis voraussichtlich Ende Oktober versehen weiterhin jeweils vier Freiwillige Feuerwehrleute aus Südtirol in San Elia den Brandschutzdienst und führen auch technische Hilfe durch.

20.000ster Besucher eines Brandschutzkurses Von der Landesfeuerwehrschule werden seit dem Jahre 1995 Brandschutzkurse mit entsprechender Prüfung für die Arbeitgeber und beauftragten Arbeitnehmer durchgeführt, die gemäß Arbeitsschutzgesetz im Betrieb die Brandschutz- und Notfallmaßnahmen

durchführen müssen. Am 7. April 2009 wurde der 20.000ster Besucher eines Brandschutzkurses in der Feuerwehrschule gezählt. Als kleine Überraschung übereichte Direktor Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer dem Teilnehmer eine Löschdecke.

Wenn möglich, sollten Beiträge und Bilder für die »Feuerwehrzeitung« mittels E-Mail gesendet werden. Die digitalen Bilder sollten eine Auflösung von 300 dpi haben. Danke!


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Brandschutzkurs für Bedienstete des Freizeitparks »Gardaland« Am 12. Juni 2009 fand der erste Brandschutzkurs für die Notfalleinsatzgruppe und Betriebsfeuerwehr des Freizeitparks »Gardaland« in der Landesfeuerwehrschule Südtirol statt. Auf dem Programm standen zahlreiche praktische Übungen mit verschiedenen Löschmitteln, das »Abfangen« und Zudrehen einer brennenden Gasflasche und es wurde auch das richtige Vorgehen bei Gasund Fahrzeugbränden gezeigt.

Übungen der Fallschirmjäger des Heeres in der LFS Am 27. März und 11. Mai 2009 haben Fallschirmjäger des italienischen Heeres Übungen in der Landesfeuerwehrschule abgehalten und dabei neu entwickelte Gerätschaften getestet. Am Übungsturm wurde das Abseilen aus einem Helikopter simuliert. Auch der Vizekommandant der AlpiniTruppen, Brigadegeneral Claudio Mora, hat während der Übungen seiner Mannschaft einen Besuch abgestattet und sich ein Bild über die Ausbildung gemacht.

Senden Sie Berichte und Fotos an unsere Redaktion!

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Test eines russischen Löschsystems in der Feuerwehrschule Am 9. März 2009 wurde in der Landesfeuerwehrschule Südtirol auf Anfrage der Vertriebsfirma für Europa mit Sitz in Bozen ein Löschversuch mit einem innovativen russischen Löschsystem durchgeführt. Bei der russischen Erfindung handelt es sich um ein Löschsystem, das als Löschmittel ein spezielles Löschpulver verwendet, welches ursprünglich für das

Versuchsbrände (Löschgerät vgl. Pfeil)

Löschen von Bränden bei Raketen-Startrampen entwickelt wurde. Dieses Löschpulver wird drucklos in Behältern vorgehalten; der zum Ausstoß des Pulvers erforderliche Druck wird durch einen sog. Kaltgasgenerator erzeugt. Die Auslösung kann dabei manuell, über Funk oder einen automatischen Brandmelder erfolgen. Beim Versuch konnten der Auslösemechanismus und die Lösch-

wirkung bei einem Flüssigkeitsbrand überzeugen, ein Stapel von Holzpaletten konnte aufgrund der Glutbildung – wie erwartet – mit dem Löschpulver aber nicht endgültig gelöscht werden. Das Löschsystem verfügt bereits über eine Zulassung in Bezug auf die europäische Druckbehälter-Verordnung, die Löschkapazität muss aber noch von einem Prüfinstitut geprüft werden.

Ausstoß des Löschpulvers

Zivilschutzmesse Civil Protect 09 Vom 27. bis 29. März 2009 fand die zweite Ausgabe der Zivilschutzmesse Civil Protect in Bozen. Während der drei Messetagen wurden mehr als 7.700 Besucher gezählt. Auch der Landesfeuerwehrverband war wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten. Die Landesfeuerwehrschule hat beim Fachkongress über die derzeitigen Ausbildungsmöglichkeiten und zukünftige Möglichkeiten und Visionen referiert. Im Jahr 2010 soll auch im fernen China eine Veranstaltung im Zivilschutzbereich stattfinden. Deshalb weilte anlässlich der Zivilschutzmesse eine Delegation aus China mit Vertretern des chinesischen Messeveranstalters Intex-Shanghai in Bozen. Diese Delegation hat auch

unserer Landesfeuerwehrschule einen Besuch abgestattet und sich über die

Ausbildung der Südtiroler Feuerwehren informiert.


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Aktuelles

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Einsatz Südtiroler Feuerwehrleute im Erdbebengebiet in den Abruzzen Nach dem starken Erdbeben in L’Aquila in den Abruzzen wurden die Berufsfeuerwehren des gesamten Staatsgebietes über das Innenministerium alarmiert, um erste Rettungsmannschaften ins betroffene Gebiet zu entsenden. So waren innerhalb kürzester Zeit über 2000 Berufsfeuerwehrleute im Erdbebengebiet, um die Suche und Rettung der Verschütteten und Erstmaßnahmen durchzuführen. In diesem Zuge wurde auch die Berufsfeuerwehr Bozen in der ersten Einsatzphase vom Staat alarmiert. Auch Freiwillige Feuerwehrleute haben sich spontan im Landesverband gemeldet und ihre Bereitschaft zur Hilfe erklärt. Daraufhin wurde im Landesverband in Zusammenarbeit mit den Bezirksverbänden folgender Hilfszug für Erstmaßnahmen zusammengestellt: 1 Tankrüstfahrzeug mit Seilwinde, 2 schwere Rüstfahrzeuge mit Kran und Seilwinde, 1 LKW mit Kran zum Transport von Stromerzeuger, Treibstoff und Beleuchtungsgeräten, 2 Mannschaftstransportfahrzeuge, 1 Kommandofahrzeug mit Kommunikationstechnik,

Wärmebildkameras, Explosimeter und Funkgeräten, 1 Fahrzeug der Rettungshundestaffel des Feuerwehrbezirkes Bozen mit 4 Rettungshunden für Trümmersuche. Rückmeldungen aus dem Katastrophengebiet haben dann ergeben, dass für die Ersatzeinsatzphase ausreichend Ressourcen vor Ort sind und zunächst keine Einsatzkräfte mehr gebraucht werden. Um die in einer zweiten Phase notwendige Hilfe festzulegen, wurde von Südtirol ein Erkundungstrupp nach Aquila geschickt. Gemeinsam mit Vertretern des Weißen und Roten Kreuzes und des Zivilschutzes sind am 7. April 2009 auch zwei Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes und zwar Direktor Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer und Diddi Osele, ins betroffene Gebiet gefahren um die Lage vor Ort zu erkunden. Dabei hat sich bestätigt, dass für die Menschenrettung und dringende technische Hilfeleistung ausreichend Feuerwehrleute und Gerätschaften vor Ort waren. Von der Einsatzleitung des Zivilschutzes wurde am 9. April 2009 dann eine Hilfeansuchen an den Landeshauptmann geschickt, in dem die Provinz Bozen gebeten wurde die Region Friaul-Julisch Venetien beim Aufbau eines Zeltlagers

für 600 Personen in der Nähe der Ortschaft S. Elia zu unterstützen und die Führung des Lagers zu übernehmen. Angefordert wurden folgende Dienste: Feldküche mit entsprechendem Personal, sanitätsdienstliche Betreuung, Notfallseelsorge, Brandschutz und technische Hilfeleistung und Personal für die Koordinierung und Führung des Lagers. Der Landeshauptmann hat daraufhin die Abteilung Brand- und Zivilschutz beauftragt, diese Hilfeleistung zu organisieren. Nach Absprache mit den Bezirksverbänden und aufgrund zahlreich eingetroffener Hilfsangebote von Freiwilligen Feuerwehrleuten hat der Landesverband daraufhin zugesagt, dass Freiwillige Feuerwehrleute den Brandschutzdienst und die technische Hilfeleistung im Zeltlager S. Elia übernehmen. Der erste Hilfszug aus Südtirol für das Zeltlager S. Elia ist am 10. April 2009 um 4 Uhr Früh ins Erdbebengebiet aufgebrochen und setzte sich aus 59 Personen und insgesamt 19 Fahrzeugen folgender Organisationen zusammen: Abteilung Brand- und Zivilschutz, Betreuungsdienst des Weißen Kreuzes, Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehren, Bergrettungsdienst, Amateurfunker, Notfallseelsorge und Notfallpsychologie. Für die Freiwilligen


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Feuerwehren hat den ersten Dienst die Feuerwehr Bruneck mit 5 Mann und 2 Fahrzeugen übernommen. In der Folge wurde im Landesfeuerwehrausschuss vereinbart, dass jeder Bezirksverband Mannschaften für jeweils eine Woche nach S. Elia entsendet. Folgende Feuerwehren waren bisher im Einsatzgebiet tätig (Stand 16.06.2009): Für den Bezirk Unterpustertal: FF Bruneck, FF St. Martin in Thurn, FF Enneberg, FF St. Vigil/Enneberg, für den Bezirk Bozen: FF St. Jakob/Grutzen FF Oberau/Haslach, FF Bozen, für den Bezirk Meran: FF Tisens, FF Untermais, FF St. Felix, FF St. Pankraz, FF Töll, FF Partschins, FF Algund, für den Bezirk Wipptal/Sterzing: FF Kematen/Pfitsch, FF Mauls, FF Sterzing, FF Ridnaun, FF Gossensass, für den Bezirk Unterland: FF Branzoll, FF Montan, FF Tramin und für den Bezirk Brixen/Eisacktal: FF Vahrn, FF St. Peter/Villnöß, FF Klausen, FF St. Peter/ Lajen, für den Bezirk Oberpustertal: FF Niederdorf, FF Oberolang, FF Niederolang. In S. Elia haben unsere Freiwilligen Feuerwehrleute neben der Gewährleistung des Brandschutzdienstes folgende technische Hilfeleistungen zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt: Einzäunung des Lagers, Verlegung von Wasser- und Abwasserleitungen (dabei kam auch ein Kleinbagger zum Einsatz, den die FF St. Jakob/Grutzen ins Erdbebengebiet brachte), Stromversorgung, Bekiesung, Anfertigung von Überda-

Aktuelles

chungen und alles was sonst noch notwendig und von den Betroffenen gebraucht wurde. Die Bewohner des Lagers haben sich immer wieder für die qualifizierte Hilfe bedankt. Die Mannschaft der FF St. Jakob/Grutzen wurde sogar zu einem Elektrobrand ins Dorf San Elia gerufen, da die Berufsfeuerwehr in Aquila keine Einheiten mehr zur Verfügung hatte. Nachdem der Aufbau und die Ausstattung des Zeltlagers abgeschlossen waren, hat ab 10. Juni eine 2. Phase begonnen, in welcher die Bewohner des Zeltlagers mehr in die Führung des Zeltlagers mit eingebunden werden.

Von der Landesfeuerwehrschule wurden dazu am 9. Juni 2009 ca. 30 Personen des Zeltlagers vor Ort in Bezug auf Brandverhütungsmaßnahmen und Erstmaßnahmen im Brandfall geschult. Im Zeltlager wurden Feuerlöscher für die Bewohner zur Verfügung gestellt. In dieser 2. Phase sind für das Zeltlager trotzdem ein »reduzierter« Brandschutzdienst und Mithilfe bei technischen Instandhaltungsarbeiten zu gewährleisten, welche von den Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt werden. Alle Bezirke haben ihre Unterstützung zugesagt und so werden bis voraussichtlich Ende Oktober jeweils vier Feuerwehrleute in Turnussen von 4 Tagen in San Elia diesen Dienst versehen. Ein Fahrzeug mit Tanklöschbehälter und weiterer Ausrüstung wurde vom Landesfeuerwehrverband im Zeltlager stationiert, sodass die Feuerwehren keine eigene Ausrüstung mitführen müssen. Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder hat beim Landesfeuerwehrtag die wertvolle Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren hervorgehoben und sich im Namen des Landes für ihren ehrenamtlichen Einsatz bedankt. Auch der Landesfeuerwehrverband möchte sich hiermit bei den Bezirksfeuerwehrverbänden und allen Freiwilligen Feuerwehrleuten, die im Einsatzgebiet Hilfe geleistet haben und noch zum Einsatz kommen, aber auch bei jenen, die ihre Bereitschaft zum Einsatz bekundet haben, herzlich bedanken.


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Aktuelles

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Squadra Emergenza Operativa dankt Landesfeuerwehrschule für die gute Zusammenarbeit Seit vielen Jahren nehmen Freiwillige der Squadra Emergenza Operativa aus Mailand Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule Südtirol teil. Die Squadra Emergenza Operativa ist eine Freiwilligenorganisation, die vorwiegend im Bereich Rettungsdienst tätig ist, aber auch bei Bränden erste Maßnahmen durchführt,bis die staatliche Feuerwehr eintrifft. Die Mitglieder dieser Organisation haben in den letzten Jahren an der Landesfeuerwehrschule die Grundausbildung und den Atemschutzlehrgang in italienischer Sprache besucht. Als Dank für die gute Ausbildung und Zusammenarbeit besuchten der Bürgermeister von Garbagnate Milanese, Herr Leonardo Marone, die Zivilschutzassessorin Roberta Zappettini und eine Abordnung der Squadra Emergenza Operativa im April die Landesfeuerwehrschule und überreichten dem Direktor Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer für die Feuerwehrschule eine Bronzeplakette der Gemeinde Garbagnate Milanese.

Vorstellung des Handbuchs: »Feste Feiern« Bereits im Jahr 2002 haben sich zahlreiche Verbände und Organisationen unseres Landes, darunter auch der Landesfeuerwehrverband, zur Erstellung einer gemeinsamen »Erklärung für eine neue Festkultur in Südtirol« entschlossen, mit dem Hauptziel, einen verantwortungsbewussten Umgang mit alkoholischen Getränken zu erreichen. Das Forum Prävention hat nun gemeinsam mit den Verbänden und Organisationen ein Handbuch »Feste Feiern« herausgegeben, das am 5. Juni 2009 im Beisein von Landesrat Dr. Richard Theiner und dem Bozner Bürgermeister Dr. Luigi Spagnolli im Kapuzinergarten in Bozen vorgestellt wurde. Mit Informationen und praktische Tipps werden die Veranstalter bei der Organisation von Festen unterstützt. Im Anhang des

Handbuches gibt es zusätzliche Informationen über die gesetzlichen Bestimmungen und eine Checkliste für die Organisation eines Festes, nützliche Adressen und weiterführende Links zu Festideen. Landesrat Dr. Richard Theiner dankte allen an der Realisierung dieses Handbuches Beteiligten und wies in seiner Rede auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung von Festen hin, die Teil unserer Kultur sind. Das Handbuch wird mit Rundschreiben an alle Feuerwehren und Funktionäre verschickt und soll auch über die Internetseite des Forums Prävention (www.forum-p.it) heruntergeladen werden können.


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Einsätze

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Tschars

Obermair-Mühle wird ein Raub der Flammen Von der Obermair-Mühle, auch bekannt als Wolfen-Mühle, sind nur mehr die Grundmauern übrig. Ein Schadenfeuer hat das als Abstellkammer genutzte Gebäude am Montagabend, dem 9. März 2009, kurz vor Mitternacht zur Gänze zerstört. Ein Nachbar war durch die starke Rauchentwicklung auf den Brand aufmerksam geworden; es schlugen bereits Flammen aus der ObermairMühle. Sofort schlug der Mann über die Landesnotrufzentrale Alarm. Für die Feuerwehr Tschars wurde Alarmstufe 1 ausgelöst. Wenige Minuten später war ein erster Trupp im Tanklöschfahrzeug auf dem Weg zum Brandherd. Bei der Ankunft stand die Mühle bereits in Vollbrand, worauf die Nachbarwehren aus Galsaun und Kastelbell nachalarmiert wurden.

Sofort machten sich die Wehrmänner daran, die Nachbarhäuser abzuschirmen. Direkt über der Mühle befand sich der Balkon eines angrenzenden Hauses, dessen Bewohner noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte das Gebäude verlassen konnten. Mit schwerem Atemschutz gelang es den Wehrmännern die Nachbargebäude zu schützen und einen erfolgreichen Löschangriff von mehreren Seiten zu starten. Zu Hilfe kam den Einsatzkräften auch der Oberwind, der die Funken von den angrenzenden Häusern wegblies. In der Zwischenzeit hatte auch die Feuerwehr Göflan mit Reserve-Atemluftflaschen das Brandobjekt erreicht. Gegen ein Uhr hieß es dann: Brand aus. Eine Brandwache blieb noch bis in die frühen Morgenstunden vor Ort. Die Inspektoren der Berufsfeuerwehr konnten einen ersten Lokalaugenschein vornehmen. Die Brandursache ist vorerst noch unklar. Gegen 8.30

Uhr rückten die letzten Männer der Feuerwehr Tschars in ihr Gerätehaus ein. An den Löscharbeiten waren insgesamt rund 60 Feuerwehrmänner beteiligt. Im Einsatz standen auch die Carabinieri und das Weiße Kreuz Naturns. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.

Beteiligte Einsatzkräfte: FF Tschars FF Galsaun FF Kastelbell FF Göflan (Reserveatemluftflaschen) BF Bozen (Brandursachenermittlung) WK Naturns Carabinieri


Die Freiwillige Feuerwehr

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Einsätze

Tils/Gereuth

Wohnhaus des Egaterhofes durch Brand zerstört Am 19. Februar wurden die Feuerwehren Tils, Tschötsch und Brixen um 9.08 Uhr über die Landesnotrufzentrale alarmiert: »Alarmstufe 3 Dachstuhlbrand beim Egaterhof in Gereuth-Tils.« Bei der Ankunft der ersten Wehrmänner wurde der Ernst der Lage sofort erkannt und es wurde eine Löschleitung vom nahe gelegenen Hydranten verlegt, um das anliegende Futterhaus zu schützen. Der Altbauer und seine Frau befanden sich allein am Hof. Sie konnten mithilfe einiger Nachbarn noch einige Gegenstände vor den Flammen retten. Da sich zu dieser Tageszeit die meisten Wehrmänner bei der Arbeit befanden, wurden die FF Milland und FF Vahrn nachalarmiert, um genügend Wehrmänner und Atemschutztrupps vor Ort zu haben. Der Brand breitete sich vom Dachstuhl sehr schnell in die darunterliegende Wohnung aus. Die Atemschutztrupps arbeiteten sich vom Erdgeschoss zum Feuer vor, während Wehrmänner der FF Brixen über die Drehleiter die Flammen von oben bekämpften. Das Wasser dafür wurde von einem Reservoir entnommen. Nach rund zwei Stunden war der Brand gelöscht, sodass einige Wehren einrücken konnten. Der 1. Stock – in dem der Jungbauer mit seiner Frau und zwei Kindern wohnten – und der Dachstuhl wurden vollkommen zer-

Beteiligte Einsatzkräfte: 5 Feuerwehren: • Tils, Tschötsch, • Brixen • Milland • Vahrn 70 Mann 1 Fahrzeug des Weißen Kreuzes

stört. Aus Sicherheitsgründen wurde der einsturzgefährdete Dachstuhl abgetragen und die einzelnen Glutnester,

die sich in den Holzdecken befanden, gelöscht. Die Ortsfeuerwehr Tils beendete ihren Einsatz um 17 Uhr.

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Die Freiwillige Feuerwehr Einsätze Terenten

Gartenhaus landet auf Telefonleitung Die extremen Wind- und Wetterverhältnisse der letzen Monate machten den Feuerwehren im ganzen Land zeitweise sehr zu schaffen. So auch der Feuerwehr von Terenten, die am 24. März 2009 zu einem Einsatz besonderer Art gerufen wurde. Als die Wehrmänner am Einsatzort eintrafen, staunten sie nicht schlecht, als sie sahen, welches besondere Kunststück der Wind vollbracht hatte. Zu bergen galt es ein Gartenhaus, das der Wind buchstäblich aus den Angeln gehoben und auf die Telefonleitung katapultiert hatte. Der Feuerwehr blieb nur die Möglichkeit, das Gartenhaus in seine Einzelteile zu zerlegen und so dem Besitzer zu übergeben.

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Einsätze

Terenten

Feuer zerstört Leitnerhof Einige Tage später, am Sonntag, dem 29. März 2009, kam es zu einem Brand, der das Wohnhaus des Leitnerhofes in Pichlern zerstörte. Kurz nach zwölf Uhr wurde der Brand am Terner Schneeberg bemerkt und Alarm geschlagen. Über die schmale und durch Schnee und Regen völlig aufgeweichte Straße eilte die Feuerwehr Terenten sofort mit 45 Mann zur Brandstelle. Nach und nach trafen auch die inzwischen alarmierten Feuerwehren von Niedervintl, Weitental, St. Sigmund, Kiens, Ehrenburg, Pfalzen, Issing und Bruneck an der Einsatzstelle ein. Bis die Wehrleute bei starkem Schneeregen eine über zwei Kilometer lange Versorgungsleitung gelegt hatten, konnte der Löschangriff über einen nahen gelegenen Hydranten, sowie über mehrere Tanklöschfahrzeuge gesichert werden. Der umsichtige Einsatz der Wehrleute unter der Einsatzleitung des Terner Kommandanten Herbert Engl und des Abschnittsinspektors Richard Abfalterer, vermochten zwar einen Teil des Wohnhauses und vor allem das unmittelbar daneben gelegene Wirtschaftsgebäude samt zehn Großvie-

heinheiten im Stall zu retten, dennoch war der Schaden am Wohnhaus so groß, dass das Gebäude aus Sicherheitsgründen für unbewohnbar erklärt wurde und in nächster Zeit abgerissen werden muss. Nur wenige persönliche Habseligkeiten konnten gerettet und

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ins Freie gebracht werden. Nach etwas mehr als zwei Stunden war der Brand soweit unter Kontrolle, dass die Nachbarwehren in ihre Gerätehäuser einrücken konnten. Die Feuerwehr Terenten war noch einige Stunden mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.


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Einsätze

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Marling

Auto hängt über dem Abgrund Zu einem spektakulären Verkehrsunfall kam es am 23. Februar 2009 gegen 15.00 Uhr in der Nähe der Marlinger Brücke. Zwei Fahrzeuge stießen in der Nähe des Geschäftes »Hallali« aus unbekannter Ursache zusammen. In der Folge durchstieß eines der beiden Fahrzeuge das Geländer und blieb ca. 6 Meter über dem Abgrund hängen. Die im Fahrzeug befindliche Person konnte sich nicht mehr selbst aus ihrer misslichen Lage befreien. Die herbeiberufenen Wehrmänner von Marling und Meran stabilisierten das Fahrzeug mit einem Greifzug und brachten es mithilfe eines Autokranes auf die Fahrbahn zurück. Erst jetzt konnte die Lenkerin ihr Fahrzeug verlassen. Rotes und Weißes Kreuz mit Notarzt nahmen die Erstversorgung vor und brachten die Verletzten ins Meraner Krankenhaus. Aufgrund des Unfalls bildeten sich längere Staus in beiden Richtungen. Nach ca. einer Stunde konnte die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Einsatz standen auch die Carabinieri und die Straßenpolizei.

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Übungen

Kiens

Atemschutz- und Funkübung des Abschnittes 5 in Kiens Am Montag, dem 20. April 2009 organisierte die Freiwillige Feuerwehr Kiens eine Übung des Abschnittes 5. Als Übungsobjekte dienten die Volksschule und das Kellerlager des Vereinshauses Kiens. Um 19.30 Uhr wurden über Funk die FF Kiens, FF Ehrenburg, FF St. Sigmund, FF Terenten und FF Bruneck mit Atemschutzfahrzeug zum Übungsobjekt nach Kiens gerufen. Am Schulplatz wurde eine Kommandostelle errichtet, die vom Einsatzleiter KDT Paul Engl und KDT-STV Leo Obermair besetzt wurde. Auch das eingetroffene Atemschutzfahrzeug der FF Bruneck wurde neben der Kommandostelle positioniert. Dort wurden zwei Abschnittsleiter eingeteilt, Atemschutzwart Andreas Engl übernahm den Abschnitt Schule und Funkwart Klemens Seebacher übernahm den Abschnitt Keller. Die ankommenden Wehren mit ihren Fahrzeugen wurden mittels Lotsen zum Parkplatz unterhalb des Gebäudes beordert und die inzwischen ausgerüsteten Atemschutztrupps meldeten sich beim Einsatzleiter, der die nacheinander eintreffenden Trupps

den zuständigen Abschnittsleitern zuordnete. Der Atemschutztrupp Kiens musste mit Rettungstasche im Abschnitt Keller zum Auffinden einer vermissten Person vordringen, sowie verschiedene Gefahrgutbehälter sicherstellen. Der Atemschutztrupp Terenten rückte mit Hebekissen und Wärmebildkamera zur Rettung der vermissten Person sowie Auffinden von noch vorhandenen Gasflaschen und künstlich erzeugten Wärmestellen nach. Der Atemschutztrupp Ehrenburg wurde in den Abschnitt Schule eingewiesen und rückte mit Wärmebildkamera aus, um einen Heizungsbrand im Raum 2 zu lokalisieren und Maßnahmen zur Brandbekämpfung durchzuführen. Außerdem wurden einige Kanister mit Chlor sichergestellt. Der Atemschutztrupp St. Sigmund drang ebenfalls im Abschnitt Schule vor und fand eine bewusstlose Person, die von einem Eisenteil verletzt wurde. Der Atemschutztrupp Bruneck rüstete sich mit Rettungstasche aus und rückte ebenfalls in den Abschnitt Schule vor, um die verletzte Person zu retten. Es mus-

sten weiters verschiedene Holzteile zersägt und andere Barrieren, die das Eindringen erschwerten, überwunden werden. Beide Abschnitte waren stark verraucht, und so war auch der Einsatz von Wärmebildkameras notwendig. Der Übungskanal des Einsatzleiters war Kanal 35, der Abschnittsleiter Schule verwendete den Kanal 67 und der Abschnittsleiter Keller funkte über Kanal 71. Jeder Atemschutztrupp wurde von der eigenen Wehr überwacht. Auch die »Funker« in den Gerätehäusern wurden mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert. Bei der anschließenden Aufstellung zur Übungsbesprechung konnte KDT Paul Engl den BezirksfeuerwehrpräsidentStellvertreter Hermann Schmid, den Abschnittsinspektor Richard Abfalterer, den Abschnittsfunkbeauftragten Bernhard Passler, sowie alle Kommandanten, Kommandanten-Stellvertreter und die 66 anwesenden Kameraden begrüßen. Bei der Übungsbesprechung wurde vor allem die Abschnittsbildung angesprochen und analysiert. Solche gemeinsame Übungen, besonders Atemschutz- und Funkübungen, sind als Vorbereitung auf größere Einsätze extrem wichtig und verlangen besonders im Funkverkehr viel Disziplin. Abschließend lud die FF Kiens nach dieser gelungenen Übung alle zu einem kleinen Imbiss in das Gerätehaus Kiens ein.

Beteiligte Wehren: FF Kiens: 25 Mann FF St. Sigmund: 12 Mann FF Ehrenburg: 7 Mann FF Terenten: 18 Mann FF Bruneck: 6 Mann


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Übungen

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Mühlbach/Tesselberg

Lawinenübung in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Die aktuelle Schneelage, sowie die vorherrschenden Lawinenwarnstufen gaben den Anlass zu einer Gemeinschaftsübung mit der Bergrettung. Inhalt der Übung war die Rettung von Personen sowie die Bergung von Gegenständen nach einem Lawinenabgang. Die Freiwillige Feuerwehr Mühlbach Tesselberg organisierte in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Bruneck hierzu eine Lawinenübung mit den Nachbarwehren FF Gais, FF Uttenheim und der FF Oberwielenbach. Die FF Mühlbach Tesselberg wurde um 13.40 Uhr mit dem Stichwort »Lawinenabgang oberhalb des Mühlbacher Badl’s im Mühlbacher Tal, zwei Personen vermisst« alarmiert und rückte aus. Anschließend wurden über das Gerätehaus die FF Gais, FF Uttenheim und FF Oberwielenbach mit den notwendigen Einsatzmitteln und Gerätschaften sowie die Bergrettungsstation Bruneck, die Finanzwache Bruneck und das Weiße Kreuz alarmiert. Nach Ankunft der Wehren am vereinbarten Ausgangspunkt, wurden die Einsatzkräfte von der vom Bergrettungsdienst Bruneck eingerichteten Sammelstelle angefordert und koordiniert. Unter anderem übernahmen bis zu 38 Mann – mit Sonden ausgerüstet – das Absuchen des Einsatzgebie-

tes. Um 14.43 Uhr, knapp eine Stunde nach der Alarmierung, wurde von der FF Uttenheim gemeldet, dass eine Person gefunden und gerettet werden konnte. Mit einer Trage wurde die Person anschließend sofort in den angelegten Sicherheitsbereich gebracht und konnte dort vom Weißen Kreuz medizinisch erstversorgt werden. Um 15.20 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die zweite Person wurde ebenfalls gerettet und war bereits unterwegs in den Sicherheitsbereich. Nachdem alle vermissten Personen in Sicherheit waren, gab die Einsatzleitung das Ende der Suchaktion bekannt und erteilte um 15.40 Uhr, zwei Stunden nach Alarmierung, den Befehl an alle beteiligten Einsatzkräfte, die Geräte aufzunehmen und sich bei der Sammelstelle einzufinden. Bei der abschließenden Übungsbesprechung richtete der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mühlbach Tesselberg, Anton Wolfsgruber, Grußworte an die anwesenden Einsatzkräfte der Bergrettung mit Hundestaffel, an die Finanzwache sowie an die Feuerwehren. Als Ehrengäste konnte er die Bürgermeisterin von Gais, Dr. Romana Stifter sowie den Abschnittsinspektor des Abschnittes 7 des Bezirkes Unterpustertal, Raimund Eppacher begrüßen. Er unterstrich bei seiner Ansprache die Wichtigkeit von solchen Übungen unter realen Bedingungen um für den Ernstfall gerüstet zu sein. In seinen Ausführungen hob er zudem die Bedeutung, Übungen übergreifend gemeinsam mit anderen Hilfsorganisatio-

nen zu veranstalten, hervor. Damit können Erfahrungen und Know-how ausgetauscht sowie die Zusammenarbeit und die Kommunikation erprobt werden. Der Leiter der Bergrettung, Karl Niedermair, bedankte sich für die Einladung und schlug bei seinen Abschlussworten in dieselbe Kerbe. Er hob vor allem die Koordination zwischen der Feuerwehr und anderen Rettungskräften hervor. Zudem merkte er an, dass es sehr wichtig sei, dass die Rettungskräfte schnell reagieren, bedacht arbeiten, sowie die Anstrengungen nicht unterschätzen. Hierfür sei es entscheidend, dass auch genügend Einsatzkräfte vor Ort zur Verfügung stehen. Der Abschnittsinspektor Raimund Eppacher, ging bei seinen Ausführungen speziell auf die Kommunikation zwischen den Rettungskräften ein, da zum Beispiel die Bergrettung im 2-MeterBand, die Feuerwehr hingegen im 4Meter-Band funkt. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Gais dankte für die Organisation der Übung und für das zahlreiche Erscheinen. Auch sie lobte die Übung und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der einzelnen Rettungsorganisationen. Mit dem Dank an alle Beteiligten für die zahlreiche Teilnahme sowie bei der Bergrettung für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung lud der Kommandant alle Anwesenden zu einer Stärkung ins Gerätehaus ein. SF Daniel Fraccaroli

Beteiligte Einsatzkräfte: FF Mühlbach Tesselberg: 18 Mann FF Gais: 11 Mann FF Uttenheim: 11 Mann FF Oberwielenbach: 8 Mann Bergrettung mit Hundestaffel: 15 Mann Finanzwache: 6 Mann Weißes Kreuz: 6 Mann


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Übungen

Pfeffersberg

Feuerwehren proben den Ernstfall Die freiwilligen Feuerwehren des Abschnitts 1 des Bezirkes Brixen–Eisacktal, hielten am Samstag, dem 2. Mai 2009, am Pfeffersberg eine groß angelegte Waldbrandübung ab. Um 13.00 Uhr ging von der Ortsfeuerwehr Tils an die Feuerwehren von Tschötsch, Brixen, Milland, Sarns, Albeins, Elvas, St.Andrä, Afers und Lüsen folgender Einsatzbefehl: »Waldbrand oberhalb von Tils«. Unmittelbar nach der Alarmierung der 10 Feuerwehren wurde vom Einsatzleiter Christoph Hilpold bei der Forstbehörde ein Hubschrauber zur Unterstützung der Löscharbeiten angefordert. Dazu wurde beim Feichterhof ein Gerüstbehälter mit Wasser aufgestellt. Der primäre Löschangriff wurde von den Feuerwehren Tils, Tschötsch und Sarns über eine 1000 Meter lange Leitung und mithilfe von drei Pumpen durchgeführt. Da am Pfeffersberg zu gewissen Jahreszeiten (Frühjahr) nur begrenzt Wasser zur Verfügung steht, wurde von den Feuerwehren Brixen, Elvas, Lüsen St. Andrä, Afers, Milland und der Feuerwehr Albeins eine 2 km lange Zubringerleitung (Höhenunterschied von 360 m) von Brixen nach Tils aufgebaut. Es waren insgesamt 7 Pumpen notwendig, um den Höhenunterschied zu überwinden. Eine Stunde nach Auslösung des Alarms, konnte schließlich »Wasser marsch« gegeben

werden. Bei dieser Übung kamen ein Löschhubschrauber, 16 Feuerwehrfahrzeuge, 10 Pumpen, 3080 Meter Löschleitung sowie 120 Feuerwehrleute zum Einsatz. Die Übung wurde um 15.15 Uhr abgeschlossen. Der gesamte Ablauf der Übung wurden vom Bürgermeister der Gemeinde Brixen Albert Pürgstaller, vom Bezirksforstinspektor Georg Mitterrutzner und seinen Mitarbeitern, sowie vom Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Unterthiner und Abschnittsinspektor Albert Tauber mitverfolgt. Bei der anschließenden Nachbesprechung am Schulhof von Tils dankte der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr von Tils, Christoph

Hilpold, allen Wehrmännern für ihren Einsatz. Bürgermeister Albert Pürgstaller und Bezirksforstinspektor Georg Mitterrutzner lobten den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute und die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forstbehörde, die den Einsatz des Löschhubschraubers leitete. Bezirksinspektor Konrad Unterthiner und Abschnittsinspektor Albert Tauber gratulierten der Feuerwehr von Tils zur gelungen Probe und hoben hierbei die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren hervor. Bei einer gemeinsamen Marende klang dieser Übungsnachmittag aus.


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FF Kortsch

Neues Mannschaftsfahrzeug geweiht Am Sonntag, dem 3. August 2008, wurde in Kortsch ein neues Mannschaftsfahrzeug geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche wurden die Feierlichkeiten, die von der Kortscher Musikkapelle feierlich umrahmt wurden, auf dem Kirchplatz fortgesetzt. Im Beisein der Dorfbevölkerung sowie zahlreicher Behördenvertreter wurde die Segnung des Fahrzeugs von Dekan Dr. Josef Mair vorgenommen. Die Patenschaft für das neue Mannschaftsfahrzeug hat Frau Emma Reich übernommen. Der Kommandant Rudi Lechthaler unterstrich die Notwendigkeit für die Anschaffung des Fahrzeuges und stellte es den Anwesenden kurz vor. Das Fahrzeug des Typs VW T5 2,5 TDI Allrad bietet neun Wehrmännern Platz, wobei zusätzlich noch genügend Gepäckraum zur Verfügung steht. Ausgebaut wurde das Auto von der Fa. Rosenbauer Brandschutz. Dabei wurden aber keine speziellen Aufbauten vorge-

nommen, da das Fahrzeug vorwiegend zum Personentransport eingesetzt wird. Anschließend richteten Bezirksfeuerwehrpräsident Franz Tappeiner, Landesrat Richard Theiner, Senator Manfred Pinzger sowie die Vizebürgermeisterin Monika Holzner und der Obmann-Stellvertreter der Raiffeisenkasse

Schlanders, Johann Telser, ihre Grußworte an die versammelte Festgemeinde. Nach Abschluss der Festansprachen marschierten wir geschlossen, begleitet von der Musikkapelle, zum Festplatz im Wellenzohn-Anger, wo alle Beteiligten im Rahmen unseres Sommerfestes zum Mittagessen geladen waren.

V.l.n.r.: Kdt Rudi Lechthaler, Patin Emma Reich, Kdtstv Martin Greis

FF Töll

Benefizpreiswatten für Waisenkinder Am 7. März 2009 organisierte die FF Töll gemeinsam mit dem Viehversicherungsverein Quadrat im Gerätehaus der FF Töll ein Preiswatten. Der gesamte Erlös kommt den Kindern aus dem Sarntal, deren Eltern bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kamen, zugute. Es fanden sich 32 Teilnehmer ein, um für die Kinder die beträchtliche Summe von 2.600 Euro zu erspielen. Das Preiswatten wurde nach einer Stärkung mit Kraut und Wurst mit der traditionellen Preisverteilung beendet. Für die musikalische Umrahmung sorgten einige Kollegen aus Aschbach mit der Ziehharmonika. Alle Preise sowie die Verpflegung wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt. Ein großes Dankeschön gilt allen, die bei dieser Veranstaltung mitgeholfen haben.

Übergabe der Spende an den Obmann des Bäuerlichen Notstandsfonds. V.l.n.r.: Thomas Schönweger, Franz Haller, Josef Dariz, Josef Breitenberger, Manuel Laimer


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FF Pichl-Gsies

Feuerwehr feiert ihr 100-jähriges Bestehen Am Sonntag, den 26. April feierte die FF Pichl ihr 100-jähriges Bestehen. Kommandant Peter Stoll begrüßte zahlreiche Ehrengäste und Abordnungen der Nachbarwehren. Unter anderem waren Regionalratsassesorin Dr. Martha Stocker, Bürgermeister Paul Schwingshackl, Bezirkspräsident Hans Hellweger, Abschnittsinspektor Johann Felderer und zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine anwesend. Um 10 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit dem Einmarsch der Schützenkapelle Pichl, der Abordnung des Bezirkes Oberpustertal, der Nachbarwehren und der Jubelwehr. Nach dem Festgottesdienst, der von Pfarrer Werner Mair zelebriert wurde, stellte der Kommandant Peter Stoll die Festschrift vor, die anlässlich des Jubiläums herausgegeben wurde und ließ die letzten 100 Jahre Revue passieren. Der Kommandant betonte in seiner Ansprache, dass sich die Feuerwehr dank der großen Unterstützung und Mitarbeit der Dorfbevölkerung und der öffentlichen Körperschaften gut entwickeln konnte. Im Anschluss daran folgten die Ansprachen und Grußworte der Ehrengäste. Sie dankten den Gründern, die damals den Mut aufbrachten, eine eigene Wehr zu errichten und auch in den nachfolgenden Kriegsjahren und während des Faschismus die Feuerwehr weiterführten. Im Anschluss an die Festreden wurden alle, die in letzten Jahren einen Dienst für die Wehr geleistet haben, gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden und deren Familienangehörigen zu einem Mittagsessen eingeladen. Am Nachmittag wurde ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt geboten. Unter anderem wurden ein Löschangriff mit einer Handpumpe aus dem Jahr 1911 und eine Fettexplosion gezeigt. Für die Kinder gab es verschiedene Angebote wie z. B. das Zielspritzen, das Anlegen eines Atemschutzgerätes oder die Fahrt mit den Feuerwehrautos. Ein besonderes Erlebnis für jeden Einzelnen war sicherlich die Fahrt mit der Drehleiter. Dafür möchten wir den Ka-

meraden von der Feuerwehr Oberolang herzlich danken. Den Auftakt des Jubiläumsjahres machte am 4. April 2009 der Bezirkstag des Feuerwehrbezirkes Oberpustertal. An drei Tagen im Monat Mai fand die Aktion »Hydrant« statt, wo der Bevölkerung von den Wehrmännern vor Ort der richtige Einsatz von Feuerwehrgeräten für einen eventuellen Erstangriff gezeigt wurde. Es wurden auch nützliche Tipps über die richtige Alarmierung und den vorbeugenden Brandschutz gegeben. Eine weitere Veranstaltung ist der traditionelle »Keila Kirschta«, organisiert von der Feuerwehr, der am letzten Wochenende im September stattfindet. Der Kommandant Peter Stoll


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FF Steinhaus

Ein Sonnentag für die Feuerwehr Bei strahlendem Frühlingswetter beging die Feuerwehr Steinhaus am 3. Mai 2009 in St. Peter im Ahrntal den Tag ihres Schutzpatrons, des Hl. Florian. Nach dem feierlichen, von der Musikkapelle St. Jakob/St. Peter umrahmten Einzug, hielt Ortspfarrer Josef Steinkasserer den Festgottesdienst. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Mädchenchor und die Musikkapelle. »Wenn ein Mensch seine Berufung erkennt, wird er auch seine Fähigkeiten und Wünsche in ihren Dienst stellen«. Nach diesem Motto ging der Pfarrer in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Feuerwehr ein und hob dabei hervor, dass ihr Einsatz allgemein geschätzt und anerkannt wird. Die Wehrmänner sind pflichtbewusst zur Stelle, wenn es gilt, Hab und Gut zu schützen, vermisste Personen zu suchen oder für Ordnung bei Festen und Prozessionen zu sorgen. Daher ist es selbstverständlich, dass ihnen an ihrem Fest gebührend für ihren selbstlosen Einsatz gedankt wird. Idealismus ist es, der dabei gefragt ist, und gerade von diesem Idealismus lebt die Feuerwehr. Ein solcher Tag soll aber auch ein Fest des Dankens, ein Fest der Freude und des Stolzes sein, ein Beweis der Bewährung und des Erfolges. Dass in einer Feuerwehr nicht um materiellen Gewinn und nicht zum persönlichen Vorteil gearbeitet wird, sondern dass jede Mühe in den Dienst der

V.l.n.r.: KDT Josef Rauchenbichler, Fahrzeugpatin Andrea Eder Steger, Patin der Wärmebildkamera Margareth Mairhofer, KDT-STV. Walter Fischer

Kameradschaft und der gesamten Bevölkerung gestellt wird, ist eine allseits bekannte und geschätzte Selbstverständlichkeit. Aber gerade diese Ehrenamtlichkeit ist ein Grundpfeiler, der den Verein trägt und auf dem eine Gemeinschaft aufbauen kann, denn ohne Ehrenamtlichkeit wäre die Existenz nicht denkbar. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das neue Mehrzweckfahrzeug mit Kran und eine Wärmebildkamera gesegnet. Kommandant Josef Rauchenbichler konnte neben dem Zivilschutz- und Feuerwehr-Referenten der Gemeinde

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Ahrntal, Hansjörg Tasser, den Fraktionspräsidenten von St. Jakob, Kajetan Steger, den Fraktionspräsidenten von St. Peter Walter Fischer, den Abschnittsinspektor Alois Steger und viele Bürgerinnen und Bürger von St. Peter begrüßen und willkommen heißen. Ein besonderer Gruß und Dank ging an die Patin des neuen Einsatzfahrzeuges Andrea Eder Steger und an die Patin der Wärmebildkamera Margareth Mairhofer. In kurzen Worten erklärte der Kommandant die Einsatzmöglichkeiten, die sich mit dem neuen Fahrzeug eröffnen. Die Wehr wird nämlich in Zukunft auf das Wechselcontainersystem umsteigen, wodurch ein rascher und gezielter Einsatz der benötigten Einsatzgeräte möglich ist. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf ca. 80.000 Euro, die teils durch Landesbeiträge, Beiträge der Gemeinde, der Fraktionen St. Johann, St. Jakob und St. Peter und mit Eigenmitteln finanziert wurden. Mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Pension Waldhaus in St. Peter wurde die Feier abgeschlossen. FF Steinhaus / St. Jakob / St. Peter Der Kommandant Josef Rauchenbichler


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FF St. Michael/Eppan

Neues Mannschaftsfahrzeug seiner Bestimmung übergeben

V.l.n.r.: Obermaschinist Luis Romen, Patin Erika Oberlechner, Kommdandant Armin Meraner, Kommandantstellvertreter Andreas Zublasing und die Fahne

L O G I S T I C PA R T N E R

BERNI

Am Sonntag, dem 3. Mai lud die Freiwillige Feuerwehr St. Michael/Eppan zu ihrer traditionellen Florianifeier und Fahrzeugsegnung. Um 8.45 Uhr zogen die Feuerwehrmänner mit den Ehrengästen und dem Herrn Pfarrer unter musikalischer Begleitung der Bürgerkapelle St. Michael zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche. Nach der Heiligen Messe fanden am Festplatz von St. Michael Eppan die feierliche Segnung des neuen Mannschaftsfahrzeugs, Angelobung der Wehrmänner und Ehrungen statt. Der Kommandant Armin Meraner konnte neben der Bevölkerung auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Ein besonderer Gruß ging dabei an die Patin, Frau Erika Oberlechner. Ihr wurde als Dank für ihre Patenschaft eine Erinnerungsurkunde überreicht. Der Kommandant erklärte in kurzen Worten die Notwendigkeit des neuen Fahrzeuges und dessen technische Ausführung. Das neue Fahrzeug ist ein VW Caravelle mit permanentem Allradantrieb und dient als Ersatz für das vor über 24 Jahren angeschaffte Fahrzeug VW T2. Für die finanzielle Unterstützung zur Anschaffung des Fahrzeugs dankte der Kommandant der Bevölkerung für die Spenden sowie der Gemeindeverwaltung und dem Land. Im Anschluss an die Ehrungen gratulierte der Kommandant Armin Meraner den Geehrten und fand lobende Worte für ihren freiwilligen Einsatz für die Bevölkerung. Auch der Bürgermeister Dr. Franz Lintner, die Ortsvorsteherin und der Bezirksinspektor dankten allen Geehrten für ihren Dienst, gratulierten den Jungfeuerwehrmännern zur Angelobung und lobten die Jugendarbeit in der Wehr. Der Kommandant bedankte sich bei Hochwürden Dr. Josef Stampfl, der Bürgerkapelle von St. Michael Eppan und allen Anwesenden und lud zu einem Umtrunk ein.

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FF St. Peter Villnöß

Freudentag für die Feuerwehr Die Feuerwehr St. Peter Villnöß hatte beim heurigen Florianitag Grund zum Feiern. Wie jedes Jahr feierten die Feuerwehren St. Peter und St. Magdalena Villnöß auch heuer das Fest ihres Schutzpatrons gemeinsam. Nach der Heiligen Messe segnete Pfarrer

Nikolaus Laimer das neue Fahrzeug. Hierzu konnte Kommandant Christian Steiner die beiden Wehren, verschiedene Abordnungen, den Abschnittsinspektor Friedrich Fischnaller, Bürgermeister Robert Messner, den Gemeindeausschuss, die Vorsitzenden verschiedener Vereine und Verbände, den Obmann der Raiffeisenkasse, die Ehrenmitglieder, die Patinnen und die Bevölkerung des Tales begrüßen. Kommandant-Stellvertreter Paul Obwexer stellte das Fahrzeug vom Typ VW Transporter mit neun Sitzplätzen, Auszugschlitten für ein Containersystem und Allradantrieb kurz vor und erläuterte die Finanzierung des Fahrzeugs durch Beiträge der Gemeinde, des Landes, der Raiffeisenkasse Villnöß, Spenden der Bevölkerung und Eigenmittel der Feuerwehr. Gleichzeitig konnte das ausgediente hydraulische Rettungsgerät durch ein zeitgemäßes neues Gerät ersetzt werden. Die Kosten für das Fahrzeug und Rettungsgerät belaufen sich auf 69.000 Euro. Die Patenschaft übernahmen

Evi Wieland Steiner und Maria Luise Gasser Obwexer. Der Bürgermeister dankte der Wehr für ihre Arbeit zum Wohle der Dorfgemeinschaft und gratulierte zum gut durchdachten Fahrzeugkauf. Die Feier wurde von der Musikkapelle Villnöß und den Villnösser Musikanten umrahmt. Für das leibliche Wohl sorgte die Mannschaft des Zivilschutzes Brixen.

V.l.n.r.: Bürgermeister Robert Messner, Kdt Christian Steiner, Evi Wieland Steiner, Maria Luise Gasser Obwexer, Kdt-Stv Paul Obwexer


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Jugend/Bewerbe/Sport

Gesamttiroler FeuerwehrLeistungsbewerbe 2009 Axams/Tirol

Feuerwehrleistungsbewerb der aktiven Gruppen Das Gedenkjahr 1809–2009 war der Anlass dafür, den Fokus im Feuerwehrwesen noch stärker auf die Zusammenarbeit von Tirol, Südtirol und Trentino zu richten. Die Tiroler Feuerwehren, nördlich und südlich des Brenners, aus Osttirol sowie aus dem Trentino (ehemaliges Welschtirol), trafen sich anlässlich des Tiroler Gedenkjahres 1809–2009 zu den Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerben. Axams war am 5. und 6. Juni Austragungsort der Bewerbe der aktiven Gruppen. Dabei wurden 878 Starts verzeichnet. Über 100 Bewerter waren nötig, um die Leistungen der rund 400 Bewerbsgruppen (ca. 4.500 Teilnehmer) im Rahmen der 2-tägigen Veranstaltung zu erfassen. Einige Südtiroler Gruppen konnten bemerkenswerte Ergebnisse erzielen. So holten sich die Gruppe Rodeneck 1 in der Kategorie Bronze A und die Gruppe Labers in der Kategorie Bronze B (mit Alterspunkten) klar den Sieg. In der Kategorie Silber A gingen Platz 2 Vollständige Ergebnislisten: www.feuerwehrverband-tirol.at

und 3 an die Gruppen Rodeneck 1 und Galsaun. Die Gruppe St. Martin/Gsies 2 konnte die Siegertrophäe in der Kategorie B von Axams mit nach Hause nehmen. Außerdem wurde für die Tiroler Gruppen ein sogenannter Sicherheitsbewerb in den Kategorien Bronze und

Silber ausgetragen. Der Unterschied zwischen Leistungs- und Sicherheitsbewerb liegt darin, dass beim Sicherheitsbewerb die Anwendung der Schutzkleidung (Einsatzstiefel, -handschuhe usw.) vorgeschrieben ist. Beim Leistungsbewerb steht hingegen das Sportliche im Mittelpunkt.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Jugend/Bewerbe/Sport

Anlässlich des Bewerterabends wurden langjährige Bewerter aus Nord- und Südtirol für ihren Einsatz geehrt. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Feuerwehr – darunter Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann-STV Anton Steixner und der Präsident des Internationalen Feuer-

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wehrverbandes CTIF – Walter Egger aus der Schweiz – gaben diesen einzigartigen Feuerwehrfestspielen eine besondere Aufwertung. »Die Gesamttiroler Leistungsbewerbe waren gekennzeichnet vom hohen Ausbildungsstand und von Kameradschaft weit über die Grenzen hinaus«,

betonte der Tiroler Landesfeuerwehrkommandant Klaus Erler bei der Abschlussfeier. Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer meinte, dass der Bewerb zwei große »Hauptsieger« hervorgebracht habe, und zwar die »hervorragende Kameradschaft und die Zusammenarbeit«. Fotos: Florian Mair

Sterzing

Jugendfeuerwehrleistungsbewerb Rund 2.500 Jugendfeuerwehrleute, Betreuer und Bewerter aus Süd-, Nordund Osttirol, dem Trentino, den restlichen österreichischen Bundesländen, Deutschland und Luxemburg waren vom 26. bis 28. Juni 2009 bei den Leistungsbewerben der Jugendgruppen in

Sterzing dabei. Die örtlichen Feuerwehren von Sterzing und Thuins sowie der Landesfeuerwehrverband Südtirol hatten diese Veranstaltung organisiert. Die Bewerbseröffnung fand am Freitagabend statt. Der Bürgermeister von Sterzing Dr. Fritz Karl Messner und der

Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer richteten ihre Grußworte an die Anwesenden und eröffneten die Gesamttiroler Bewerbe. Folkloregruppen aus allen drei Tiroler Landesteilen zeigten verschiedene Darbietungen. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier wurde der Abend mit imposanten Wasserspielen der Freiwilligen Feuerwehr Reischach abgeschlossen. Jugendlager Die 180 Jugendgruppen mit 2.000 Jugendlichen und 400 Jugendbetreuern schlugen bereits am Freitag ihre Zelte in Sterzing auf, wo sie vom Betreuungszug des Weißen Kreuzes mit ca. 50 Helfern bestens versorgt wurden. Am Samstagabend nach der Heiligen Messe in der Pfarrkirche von Sterzing mit Landesfeuerwehrkurat Pater Reinald Romaner wurde auf dem Sportplatz ein besonderes Programm ange-


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Jugend/Bewerbe/Sport

boten. Zuerst spielten bekannte Nordtiroler und Südtiroler Athleten gegeneinander Fußball. Wobei Südtirol mit 7:1 das Spiel für sich entschied. Anschließend »kämpften« bei den Spaßspielen Mannschaften bestehend aus Funktionären und Politikern aus dem Trentino, Tirol, Südtirol und der Gästegruppen um möglichst viele Punkte. Das Jugendlager ist sicherlich ein wichtiger Bestandteil jedes Bewerbes. Es werden neue Kontakte geknüpft und es wird den Jugendlichen auch gezeigt, dass ohne Kameradschaft und ohne gegenseitigen Respekt kein Zusammenleben so vieler Personen auf engem Raum möglich ist.

Gewinn-Nummern der Verlosung Gesamttiroler Bewerb in Sterzing

Bewerbe Am Samstagmorgen um 7.00 Uhr gingen dann die ersten Jugendgruppen an den Start. Auf sechs Bahnen galt es die insgesamt 286 Starte abzuwickeln. Für die Bewertung standen rund 100 Bewerter zur Verfügung. Schlussveranstaltung Bei der Schlussveranstaltung konnte Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer neben den Teilnehmern und Bewertern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch unseren Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, den Landeshauptmann-Stv. von Tirol, Anton Steixner, Sterzings Bürgermeister Dr. Fritz Karl Messner, zahlreiche Feuerwehrfunktionäre aus dem ganzen Land und hochrangige Feuerwehrfunktionäre aus Österreich, Deutschland und Luxemburg.

Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer dankte den Feuerwehren von Sterzing und Thuins mit ihren Kommandanten Benno Egger und Erich Holzknecht und allen Mithelfern, dem Bewerbsleiter Eberhard Rainer und seinem Stellvertreter Manfred Auer, dem Landesjugendreferenten Peter Volgger und dem Bewerterstab für die vorbildliche Abhaltung der Bewerbe. Unter großem Applaus wurden die Sieger in den einzelnen Kategorien prämiert und Bewerter für ihre langjährigen Verdienste bei Bewerben ausgezeichnet. Mit dem Einholen der Wettbewerbsfahne wurde die Veranstaltung offiziell abgeschlossen. Vollständige Ergebnislisten: www.lfvbz.it

Die Erstplazieren der Kategorie Bronze mit LFP Rudi Hofer und dem Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner

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131 381 556 1333 1522 3941 4218 4691 5297 7788 7916 9134 9364 9371 10000 12048 12500 12835 14122 15057 15084 15206 15222 15324 16999 17456 17832 18666 19557 20095 20540 21450 21478 21948 21953 22395 22405 23192 23779 24323 24657

Die Erstplazieren der Kategorie Silber mit LH Luis Durnwalder und dem Tiroler Landesfeuerwehrkommandanten Klaus Erler


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Jugend/Bewerbe/Sport

2/2009

Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerb der aktiven Gruppen Bronze A

Südtirol Lienz Imst Lienz Südtirol Imst Imst Lienz Südtirol Südtirol

Gutpunkte 500 500 500 500 500 500 500 500 500 500

Löschangriff Zeit Strafpunkte 32 0 34,4 0 35,2 0 34,3 0 34,8 0 37,5 0 36,2 0 32,4 5 36 0 39,7 0

Staffellauf Zeit Strafpunkte 51,2 0 51,3 0 51,1 0 52,1 0 52,9 0 52 0 53,6 0 52,9 0 54,4 0 50,7 0

Gesamtpunkte 416,8 414,3 413,7 413,6 412,3 410,5 410,2 409,7 409,6 409,6

Lienz Südtirol Innsbruck-Land Imst Südtirol Südtirol Südtirol Südtirol Lienz Südtirol

511 517 525 515 510 509 521 525 516 517

32,1 35,1 43,3 38,9 37,9 39,4 39,3 44,4 42 48,9

0 0 0 0 0 0 10 5 5 0

53,1 56,2 57,5 53,5 55,9 55,3 58,7 63,3 58,3 59,6

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

425,8 425,7 424,2 422,6 416,2 414,3 413,0 412,3 410,7 408,5

Lienz Südtirol Südtirol Südtirol Südtirol Lienz Südtirol Südtirol Südtirol Südtirol

500 500 500 500 500 500 500 500 500 500

38,3 40,3 38,7 40,5 40 41,2 46,4 45 40,8 49,9

0 0 0 0 0 5 0 0 10 0

52,6 51,5 54,1 53,6 56,3 52,5 53,4 55,2 52,1 53,3

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

409,1 408,2 407,2 405,9 403,7 401,3 400,2 399,8 397,1 396,8

Südtirol Südtirol Südtirol Lienz Südtirol Imst Südtirol Südtirol Lienz Südtirol

525 508 516 516 521 516 513 514 512 504

51,7 45,1 50,4 46,6 56,3 50,7 45,2 48 46,3 54,8

0 0 0 5 0 0 10 5 10 0

63,4 55,2 59,7 59,0 59,7 56,5 56,4 60,9 61,8 57,1

0 0 0 0 0 5 0 0 0 0

409,9 407,7 405,9 405,4 405,0 403,8 401,4 400,1 392,9 392,1

Rang

Feuerwehr

Land

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Rodeneck I Sillian I Huben i.Ö. II Außervillgraten I Winnebach Niederthai I Haiming I Glanz Taisten I Kastelbell I

Bronze B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Ainet II Labers Sellrain I Huben i.Ö. I Welsberg I Steinhaus I Teis St. Martin/Gsies II Außervillgraten II Niederolang

Silber A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Sillian I Rodeneck I Galsaun Allitz St. Andrä Außervillgraten I Afing Tils St. Martin/Gsies I Taisten II

Silber B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

St. Martin/Gsies II Steinhaus I Niederolang Außervillgraten II Teis Huben i.Ö. I Labers Antholz Mittertal II Ainet II Verdins


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Jugend/Bewerbe/Sport

Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerb der aktiven Gruppen Gäste Bronze A

Niederösterreich Salzburg Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg Niederösterreich Niederösterreich Oberösterreich

Gutpunkte 500 500 500 500 500 500 500 500 500 500

Löschangriff Zeit Strafpunkte 33,8 0 33,3 0 32,5 5 36 0 34,6 5 37,4 0 35,6 0 39,6 0 41,3 0 41,4 0

Staffellauf Zeit Strafpunkte 50,6 0 51,8 0 52,1 0 54,8 0 52,1 0 55,2 0 52,6 5 54,4 0 53,2 0 54,0 0

Gesamtpunkte 415,6 414,9 410,4 409,2 408,3 407,4 406,8 406,0 405,5 404,6

Kärnten Deutschland Kärnten Oberösterreich Vorarlberg Deutschland Deutschland Burgenland Deutschland Salzburg

516 519 510 516 520 512 512 510 508 509

34,4 43,4 38,8 45,3 40,7 48,4 42,2 52 54 52,7

0 5 5 0 5 0 5 0 0 10

55,9 56,4 54,7 59,6 58,9 61,1 62,4 60,2 59,9 58,7

0 0 0 0 5 0 0 0 0 0

425,7 414,2 411,5 411,1 410,4 402,5 402,4 397,8 394,1 387,6

Niederösterreich Vorarlberg Vorarlberg Niederösterreich Oberösterreich Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg Vorarlberg

500 500 500 500 500 500 500 500 500 500

38,1 38,2 42,1 43,3 46,5 42,8 41,1 40,6 48,5 50,2

0 0 0 0 0 5 5 5 0 0

51,4 53,1 52,4 53,0 52,6 52,0 54,9 56,1 55,8 55,2

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

410,5 408,7 405,5 403,7 400,9 400,2 399,0 398,3 395,7 394,6

Deutschland Salzburg Oberösterreich Vorarlberg Deutschland Deutschland Burgenland Oberösterreich Oberösterreich

512 509 516 514 515 508 510 509 512

55,8 59 60,8 63,8 60,9 65,8 69,1 85,4 93,6

0 5 10 10 20 10 10 0 20

62,2 58,0 63,8 63,5 56,3 59,8 59,7 59,8 70,0

0 0 0 0 5 0 0 0 0

394,0 387,0 381,4 376,7 372,8 372,4 371,2 363,8 328,4

Rang

Feuerwehr

Land

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Kottingneusiedl Neukirchen a.Grv. Ludesch Reuthe Düns Au II Röns Klausen-Leopoldsdorf Kollnbrunn Frankenburg

Gäste Bronze B 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Puch Langenbach Drassnitzdorf Oepping Wolfurt II Steingaden I Bundenthal II Pöttsching I Driedorf I St. Georgen LZ Eching

Gäste Silber A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Kottingneusiedl Ludesch Schnifis Kollnbrunn Obernstrass I Düns Satteins Klaus Alberschwende Reuthe

Gäste Silber B 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Steingaden I St. Georgen LZ Eching Oepping Dornbirn I Langenbach Driedorf I Pöttsching I LFKDO Oberösterreich I BFKDO Freistadt


Die Freiwillige Feuerwehr

62

Jugend/Bewerbe/Sport

2/2009

Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerb der Jugendgruppen Südtirol Bronze Rang StartNr. 1 219 2 74 3 199 4 75 5 24 6 61 7 217 8 153 9 163 10 150

Hindernissübung Staffellauf Vorg.- Zeit Fehler- Erreichte Gesamt- Soll- IstFehlerpunkte punkte punkte alter Zeit Zeit Punkte 1000 44,90 0 955,10 130 74 78,31 0 1000 48,30 0 951,70 134 71 71,96 0 1000 50,50 0 949,50 130 74 73,26 0 1000 47,20 0 952,80 130 74 76,80 0 1000 45,40 0 954,60 137 71 67,08 10 1000 47,50 0 952,50 137 71 75,40 0 1000 44,00 10 946,00 131 71 69,33 0 1000 48,70 0 951,30 136 71 76,31 0 1000 50,50 0 949,50 122 74 78,29 0 1000 53,00 0 947,00 126 74 76,67 0

Jugendgruppe Weitental 1 Antholz/Mittertal Tione Di Trento Wengen Pfalzen Mitterdorf 1 Kastelbell Oberolang Rinn 2 Volders 1

Erreichte Punkte 95,69 99,04 100,74 97,20 93,92 95,60 101,67 94,69 95,71 97,33

GesamtPunkte 1050,79 1050,74 1050,24 1050,00 1048,52 1048,10 1047,67 1045,99 1045,21 1044,33

Südtirol Silber 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

55 106 105 37 250 248 112 118 95 117

Pfalzen Wengen Antholz/Mittertal Völlan Weitental 1 Kastelbell Oberrasen Reinswald Jenesien St. Magdalena/Gsies

1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000 1000

45,63 48,90 49,80 51,57 48,88 49,34 51,40 55,60 59,00 58,33

0 0 0 0 10 10 10 0 0 0

954,37 951,10 950,20 948,43 941,12 940,66 938,60 944,40 941,00 941,67

137 136 134 135 130 132 128 127 128 123

71 71 71 71 74 71 74 74 74 74

66,29 73,86 75,61 76,20 71,93 68,52 70,58 77,06 77,64 79,32

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

104,71 97,14 95,39 94,80 102,07 102,48 103,42 96,94 96,36 94,68

1059,08 1048,24 1045,59 1043,23 1043,19 1043,14 1042,02 1041,34 1037,36 1036,35

1000 1000 1000 1000 1000

52,10 53,70 53,22 50,20 54,30

0 0 0 0 5

947,9 946,3 946,78 949,8 940,7

128 129 136 132 131

74 74 71 71 71

71,66 70,55 70,63 75,22 71,18

0 0 0 0 0

102,34 103,45 100,37 95,78 99,82

1050,24 1049,75 1047,15 1045,58 1040,52

1000 1000 1000 1000 1000

53,04 52,60 52,30 53,20 58,38

0 0 5 0 0

946,96 947,4 942,7 946,8 941,62

136 130 129 132 124

71 74 74 71 74

69,34 73,84 72,20 76,09 82,35

0 0 0 0 0

101,66 100,16 101,80 94,91 91,65

1048,62 1047,56 1044,50 1041,71 1033,27

Gäste Bronze 1 2 3 4 5

235 226 241 22 236

Gaubitsch (NÖ) Lètzebuerg 1 (L) Unterpremstätten (ST) Pfendhub (OÖ) Schnifis (VA)

Gäste Silber 1 2 3 4 5

284 266 52 53 268

Unterpremstätten (ST) Gaubitsch (NÖ) Hollenthon (NÖ) Pfendhub (OÖ) Utzenaich (OÖ)

Feuerwehrleistungsabzeichen Bronze Aktive

Feuerwehrleistungsabzeichen Silber Aktive

Feuerwehrleistungsabzeichen Bronze Jugend

Feuerwehrleistungsabzeichen Silber Jugend


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Die Freiwillige Feuerwehr

2/2009

Jugend/Bewerbe/Sport

Obereggen

32. Landesmeisterschaft der Feuerwehren in Ski Alpin Die Sportgruppe der Berufsfeuerwehr Bozen lud am 7. März 2009 alle Südtiroler Feuerwehren zur 32. Landesmeisterschaft in Ski Alpin nach Obereggen ein. Diese wurde zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband, der Berufsfeuerwehr Bozen und dem Bezirk Untervinschgau organisiert. Das Rennen konnte ohne Unfälle und Verletzungen ausgetragen werden; darüber konnten sich alle beim Verpflegungsstand im Zielraum freuen. Der Präsident der Sportgruppe, Wilhelm Dalvit, begrüßte die Ehrengäste, darunter den Kommandanten der Berufsfeuerwehr Bozen Dr.-Ing. Ernst Preyer, den Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, den Präsident der Obereggen AG, Herrn Weissensteiner, den Bürgermeister der Gemeinde Deutschnofen Bernhard Daum und viele Bezirksfunktionäre, und übergab dann das Wort an den Abschnittsinspektor des Bezirks Untervinschgau, Thomas Tecini, der die Preisverteilung vornahm. Landesmeister wurde Peter Gufler (Bezirk Meran) und Landesjugendmeister

wurde, schon zum zweiten Mal, Felix Franzelin (Bezirk Unterland). In der Bezirkswertung belegte der Bezirk Meran den ersten Platz, vor dem Bezirk Unterpustertal und dem Bezirk Bozen. Somit geht die Wandertrophäe wiederum nach Meran. Der Bezirk Meran hatte letztes Jahr die Wandertrophäe zum dritten Mal in Folge gewonnen und dadurch musste für dieses Jahr eine neue angefertigt werden. Der Kunstschmied Robert Condin aus Tramin ge-

staltete eine schöne Trophäe, die von der Obereggen AG spendiert wurde. Der Bezirk Untervinschgau bedankt sich nochmals bei den vier Hauptsponsoren, der Firma Lechner Marmor, der Firma Marx, der Firma Hoppe und der Firma Mair Josef und bei den anderen Firmen für die schönen Trophäen aus Laaser Marmor und den vielen Sachpreisen. Ein besonderer Dank geht an die Obereggen AG für die tatkräftige Unterstützung und allen Helfern der Sportgruppe der BF Bozen und der drei Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bozen. Ergebnisliste, weitere Infos und Fotos sind auf www.sport-bf.org zu finden.

Prissian/Nordtirol

Atemschutzträger holen Silber

BFV Bozen / Axams

Erfolgreiche Bewerbsgruppe Der Bezirksfeuerwehrverband Bozen hat anlässlich des Gesamttiroler Feuerwehrleistungsbewerbes in Axams am 5. Juni mit einer eigenen Bewerbsgruppe teilgenommen. Die Bewerbsgruppe,

die von Bezirksfeuerwehrinspektor a.D. Konrad Ambach trainiert wurde, absolvierte den Bewerb in Bronze mit Rang 26 und Silber mit Rang 14 – und zwar jeweils fehlerfrei. Mit Erfolg bestanden die drei Prissianer Florianijünger Benjamin Mair (im Bild von links), Daniel Niedrist und Florian Holzner am 18. April 2009 die zweite Stufe der Atemschutz-Leistungsprüfung des Landesfeuerwehrverbandes Tirol in Obernberg am Brenner (Nordtirol). Ausbilder Erich Holzner sowie Feuerwehr-Schriftführer Toni Mair freuten sich darüber, dass die jungen Wehrmänner das silberne Leistungsabzeichen erlangt haben. Kommandant German Mair und die restlichen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Prissian gratulieren.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Jugend/Bewerbe/Sport

2/2009

Prissian/Wolfersdorf

14 Feuerwehrmänner in Wolfersdorf erfolgreich 14 Wehrleute der Bewerbsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Prissian nahmen am 7. und 8. März 2009 an einer Löschangriff-Leistungsprüfung in Wolfersdorf in Bayern im Landkreis Freising teil: Kommandant German Mair und Stellvertreter Christoph Matscher, Martin Unterholzner, Erich und Florian Holzner, Benjamin Mair, Martin Matscher, Roman Aspmair sowie Martin und Andreas Kiem zeigten ihr Können in der Leistungsstufe drei und nahmen das deutsche Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold mit nach Prissian. Kurt Dirler, Leo Winkler und Martin Aspmair erkämpften sich Silber in der Leistungsstufe zwei, Daniel Niedrist bekam Bronze in der Stufe eins. Schon länger verbindet die Prissianer Wehr eine gute Freundschaft mit ihren Wolfersdorfer Kameraden und es wurden schon Pläne für eine nächste Bewerbsteilnahme geschmiedet.

Verdins/Taser

Partschinser holen den Mannschaftssieg im Rodeln Beim Rodelrennen der Feuerwehrjugendgruppen des Bezirks Meran, das am 1. März 2009 auf der Rodel-

bahn Verdins/Taser stattfand, holte sich der Nachwuchs der Feuerwehr Partschins den Mannschaftssieg. Auf Platz

V.l.n.r. Jugend-Erstplatzierte: Johannes Hasler, Matthias Troger, Simon Kofler, Wolfi Gapp und Wilhelm Großgasteiger bei der Ehrung der Sieger.

zwei landete die Gruppe aus Plaus, den dritten Rang fuhr die Jugendgruppe aus Unsere Liebe Frau im Walde ein. Rodel-Bezirksmeister wurde Matthias Troger von der Prissianer Jugendfeuerwehr, gefolgt von Simon Kofler aus Unsere Liebe Frau im Walde und Johannes Hasler aus Partschins. Bei den Betreuern hatte Toni Mair (Prissian) die Nase vorne: Auf die Plätze zwei und drei verwies er die Partschinser Betreuer Martin Österreicher und Martin Pföstel. Insgesamt nahmen über 40 Jugendmitglieder bzw. Betreuer am Rodelrennen teil. Bei der Siegerehrung waren Bezirksfeuerwehrpräsident Wolfi Gapp, sowie Bezirksjugendreferent Wilhelm Großgasteiger und dessen Vize Claudio Turato dabei – eine gelungene Veranstaltung zur Förderung der Kameradschaft. Ein Dank geht an das Weiße Kreuz Meran für den Bereitschaftsdienst und an den Rodelclub Verdins für die tatkräftige Mithilfe.


Die Freiwillige Feuerwehr

65 2/2009

Ehrungen

Ehrungen 2009

Verdienstkreuz Gold Bezirk Bozen Prader Konrad Timpfler Alois Tratter Johann Höller Karl Höller Walter Höller Franz Pfeifer Josef Pichler Emil Taber Josef Giuliani Günther Fill Gottfried Perathoner Helmut Perathoner Theodor Ploner Max Kofler Peter Ohnewein Alois Greif Hermann Hafner Othmar Tammerle Heinrich Reider Josef Tasser Anton Wieser Josef Pichler Walter Pichler Rudi Hofer Rudolf Karbon Josef Mayrl Erich Mulser Karl Runggaldier Alfons Bertagnoll Anton Dissertori Walter Seppi Richard Lutz Josef Prossliner Florian Damian Toni Pardeller Hubert Mussner Florian

Barbian Flaas Flaas Glaning Glaning Glaning Glaning Glaning Glaning Kaltern/Markt Kastelruth Leifers Leifers Lengstein Missian Missian Mitterdorf Mitterdorf Mölten Pens Pens Pens Perdonig Perdonig Sarnthein Seis am Schlern Seis am Schlern Seis am Schlern St. Christina St. Josef am See St. Nikolaus/Kaltern St. Nikolaus/Kaltern Steinegg Tagusens Tiers Welschnofen Wolkenstein

Bezirk Meran Santer Johann Alber Markus Gögele Matthias Gögele Josef Kofler Heinrich Holzner Jakob Ungericht Adolf Aspmair Anton Hillebrand Edmund Platter Heinrich Seifarth Josef Pircher Erich Breitenberger Karl Zöggeler Robert

Algund Hafling Labers Partschins Platt Prissian Tabland Tisens Tisens Tscherms Tscherms Vöran St. Nikolaus/Ulten Vöran

Bezirk Untervinschgau Pircher Walter Marx Johann-Stephan

Allitz Tanas

Bezirk Obervinschgau Weger Alois Blaas Florian

Mals Schluderns

Bezirk Brixen/Eisacktal Catulli Willi Gamper Hubert Eichner Georg Steinmann Pius Unterrainer Josef Baumgartner Johann Gasser Augustin Kerschbaumer Peter Vonklausner Josef Fischnaller Peter Nothdurfter Josef Silgoner Gottfried Gasser Johann Hofmann Franz Leitner Peter Profanter Heinrich Steiner Othmar Pfeißinger Silvester Steinacher Urban

Brixen Klausen Mittewald Mittewald Mittewald Neustift Neustift Neustift Neustift Rodeneck Rodeneck Rodeneck Schnauders St. Andrä St. Magdalena Villnöß St. Magdalena Villnöß St. Peter Villnöß Verdings Verdings


Die Freiwillige Feuerwehr

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Ehrungen

2/2009

Bezirk Wipptal/Sterzing Kofler Walter Badstuber Josef Leitner Walter Rainer Alois

Verdienstkreuz in Silber mit zwei Sternen Gossensass Trens Trens Trens

Bezirk Unterpustertal Unterhofer Walter Renzler Siegfried Untergasser Albin Hilber Johann Großgasteiger Hermann Lang Raimund Mayrl Karl Mutschlechner Günter Pizzinini Lois Niedermair Richard Töchterle Michael Hofer Alfons-Sebastian Stolzlechner Rudolf-Josef Weger Emil

Aufhofen Gais Gais Issing Mühlwald Sand in Taufers Sand in Taufers St. Georgen St. Kassian St. Lorenzen St. Lorenzen Steinhaus Steinhaus Steinhaus

Bezirk Oberpustertal Messner Anton Oberhauser Josef Bergmann Hansjörg Jud Alois Selbenbacher Anton Selbenbacher Peter Lanz Johann

Antholz/Niedertal Antholz/Niedertal Innichen Innichen St. Magdalena/Gsies St. Magdalena/Gsies Toblach

Bezirk Unterland Zwerger Reinhard

Tramin

Ehrungen für langjährige Kommandantschaft Verdienstkreuz in Bronze mit einem Stern Egger Erwin Costner Hubert Costa Werner Pertot Andy

Verschneid Corvara Kolfuschg St. Kassian

Mitterer Michael Tappeiner Franz

Proveis Galsaun

Ehrungen für langjährige Bezirksausschussmitglieder Verdienstkreuz in Bronze mit einem Stern Matzoll Paul

St. Pankraz

Verdienstkreuz in Gold mit drei Sternen Rauch Arthur

Kastelruth

Ehrungen für besondere Verdienste Ehrenzeichen in Gold Wiedenhofer Alois

Unterinn


Südtirols Feuerwehrzeitung

Anzahl

EINSATZSTATISTIK 500

450

437 408

400

350

350 301

300

291

250

219 200

150

107 87

100

72

50

0

Februar

März

Einsätze

Einsätze Technische Einsätze Brandeinsätze

April

Technische Einsätze

Brandeinsätze

Februar

März

April

437 350 87

408 301 107

291 72 219

Monat


Die Freiwillige Feuerwehr

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In die Zeit gesprochen

2/2009

In die Zeit gesprochen von Landesfeuerwehrkurat Pater Reinald Romaner Liebe Kameraden! Tagtäglich müssen wir Entscheidungen treffen; schwierige und leichtere, weitreichende und kurzfristig greifende, erfreuliche und schmerzliche … Letztendlich dürfen wir dankbar dafür sein, da wir damit ein Grundrecht des Menschen ausüben können. Zu den bedeutendsten Entscheidungen in unserem Leben zählen sicher die Berufswahl und die Partnerwahl. Zur Berufswahl: Obwohl heutzutage viele von uns im Lauf der Zeit ihren Beruf wechseln, ist es kein kleines Unterfangen, sich frühzeitig zu entscheiden – etwa für das Studium oder eine Lehre! Wohlergehen, Glück und Zufriedenheit, ja geradezu Selbstverwirklichung hängen nicht zuletzt von einer guten Wahl ab. Es ist gut, wenn Eltern und Freunde uns dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich habe junge Menschen kennen gelernt, die in der Schule nur mit großer Mühe über die gesetzten Hürden gesprungen sind, später dann im Berufsleben wunderbar ihren Mann / ihre Frau gestanden haben. Ich habe mich immer darüber gefreut! Am Ende des Schuljahres tut es gut, auch um eine gute Berufswahl zu beten! Eine zweite bedeutende Lebensentscheidung betrifft die Partnerwahl: Wenn wir die Sonntagszeitung aufschlagen, finden wir gerade in den Monaten Mai und Juni ziemlich viele Fotos von frischgebackenen Ehepaaren. »Sie haben sich getraut«, heißt es manchmal recht süffisant! Sie riskieren, vielleicht gegen den Trend der Zeit zu schwimmen

und ein deutliches JA zueinander zu sagen. Dieses JA ist keines auf Probe, nach Lust und Laune, sondern eines aus Überzeugung. »… in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und in Krankheit, bis der Tod uns scheidet«, betont die kirchliche Trauungsformel. Ich weiß sehr wohl, dass viele dieser JA-Worte zerbrechen – aus verschiedensten Gründen –, dass wir dann vorsichtig sein sollen mit einseitigen Schuldzuweisungen! Ich weiß aber auch und das freut mich ehrlich, dass es gut gehen kann. Beweis dafür sind die Jubelpaare. Warum sollten wir nicht auch einmal auf sie verweisen – somit auf das Gelungene mit allem Auf und Ab, mit den »guten und bösen Tagen«? Vor Kurzem war ich bei einer Trauung zugegen, zugleich feierten die Eltern des Bräutigams ihr Ehejubiläum. Ein Augenblick, in dem der Priester durchaus Hoffnung und Sorge, Spannung, Gelingen und Dankbarkeit in einem sieht und empfindet! Uns allen ist der Brauch des »Zaunes« bei Hoch-

zeitsfeiern geläufig: Freunde errichten ein »Hindernis« (meist lustig), das es für das Paar zu bewältigen gilt. Dieser Brauch hat, in Maßen angewendet, durchaus Sinnvolles an sich: im Leben, nach Partnerund Berufswahl, treten uns genug Zäune und Hindernisse in den Weg. Sie zu bestehen, ist eine der größten Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben, denen wir nicht beliebig ausweichen können. Gebe es Gott, dass wir sie zu meistem imstande sind, gebe es Gott aber auch, dass wir nach zerbrochenen Hoffnungen nicht verzweifeln und zerbrechen, sondern einen neuen Anfang wagen!

Einen erholsamen Sommer wünscht Euch P. Reinald


Die Freiwillige Feuerwehr

69 2/2009

JOSEF SCHÖNEGGER Kommandant der FF Winnebach Es war ein gewöhnlicher Feuerwehreinsatz, der unserem Kommandanten Josef Schönegger am 18. März 2009 das Leben kostete. Die FF Winnebach hatte den Einsatzauftrag erhalten, das Vordach der Grundschule vom Schnee zu befreien. Es bestand nämlich die Gefahr, dass die darunter spielenden Kinder der Grundschule und des Kindergartens von einer Dachlawine getroffen werden könnten. Deshalb machte sich der »Jaufa Peppe«, wie er allgemein genannt wurde, mit einigen Wehrmännern daran, das Dach vom Schnee zu befreien. Von diesem Einsatz sollte er jedoch nicht mehr nach Hause zurückkommen. Die Feuerwehr war für Peppe alles; da konnte das beste Heuwetter sein, da konnte im Wald noch so viel Arbeit warten; wenn für die Feuerwehr etwas zu tun war, dann war alles andere zweitrangig. Der Peppe nahm sich immer Zeit. Die Feuerwehr und der damit verbundene Dienst am Nächsten, das war für unseren Kommandanten Ehrensache und Verpflichtung zugleich. Peppe wurde am 1. Juni 1955 in Innichen geboren und trat im Jahr 1972 der Feuerwehr von Winnebach bei. Lange Zeit war er ein aktives Mitglied der Wettkampfgruppe. Besonders stolz war er auf den Sieg mit Bestzeit bei der Olympiade der Feuerwehren in Böblingen 1981, wo er seine Gruppe als Gruppenkommandant anführte. Wie wichtig ihm aber auch die Erringung des Leistungsabzeichens in Gold war, als er in der Steiermark im Jahre 2001 die Prüfung ablegte, das zeugte so manche lustige Geschichte, die er oft zum Besten gab. Im Jahre 2005 wurde Peppe zum Kommandanten der FF Winnebach gewählt und er erfüllte seinen Auftrag mehr als nur gewissenhaft. Unvergessen bleiben unter zahlreichen Momenten, die wir mit dir erlebt

Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden haben, sicher auch die Einkehrschwünge nach den Sitzungen, wo dann der Tagesordnungspunkt »Allfälliges« ausgiebig besprochen wurde. Wir verlieren mit Dir, Peppe, nicht nur unseren Kommandanten, sondern einen teuren Freund, der immer ein Lachen auf dem Lippen und einen guten Spruch parat hatte. Uns bleibt nichts anderes, als dein Andenken hochzuhalten und in deinem Sinne weiterzumachen, getreu dem Leitspruch unserer Wehr »Die Ehre geben wir Gott, die Hilfe den Menschen in Not! Gut Heil!«

KEVIN BENEDETTI FF Kastelbell Am 18. April 2009 verstarb nach einem tragischen Verkehrsunfall unser Mitglied der Jugendgruppe Kevin Benedetti im jungen Alter von 16 Jahren. Der aus Tschars stammende Kevin trat mit zwölf Jahren unserer Jugendgruppe bei und beteiligte sich mit großer Begeisterung an den verschiedenen Aktivitäten der Jugendgruppe. Mit seinem Einsatz erreichte die Jugendgruppe Kastelbell gute Ergebnisse in Vorbewerben und gewann das Landesfeuerwehrleistungsabzeichen in Bronze. Sehr stolz war Kevin auf die erreichte Qualifikation seiner Jugendgruppe zur heurigen Feuerwehrolympiade in Tschechien. Kevin stellte seine Freizeit nicht nur in den Dienst der Feuerwehr, sondern war auch Mitglied der Jugendgruppe des Weißen Kreuzes in Naturns. Vereinsmitglieder und Freunde gestalteten eine würdevolle Trauerfeier, an der eine unüberschaubare Menschenmenge Kevin die letzte Ehre erwies. Die FF Kastelbell wird Kevin stets in dankbarer Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

OTTO MAIR FF Prissian Plötzlich und unerwartet ist unser langjähriges aktives Mitglied Otto Mair am Anfang des Jahres zu Gott, seinem Schöpfer heimgekehrt. 1964 trat der »Ruaner Otto« der Freiwilligen Feuerwehr Prissian bei und zeichnete sich durch Genauigkeit, Pünktlichkeit und große Hilfsbereitschaft am Nächsten aus. Ein Vorbild für die jungen Feuerwehrleute. 25 Jahre hindurch brachte er sein wertvolles Wissen als Gruppenkommandant und Mitglied des Ausschusses in die Feuerwehr Prissian ein. Fünf Jahre lang war der passionierte Jäger auch Gruppenkommandant-Stellvertreter. Doch das Schicksal machte auch vor Otto Mair nicht Halt: Vor einigen Jahren, kurze Zeit nach dem Tod seiner geliebten Gattin Rosina, fiel er einem schweren Unfall zum Opfer. Seitdem war er an den Rollstuhl gefesselt, hatte viele gesundheitliche Probleme und konnte sich am aktiven Vereinsleben nicht mehr beteiligten, was ihn sehr belastete. Der Musikkapelle und den anderen Vereinen blieb er aber trotzdem verbunden. 2004 erhielt unser verstorbener Kamerad in einer kleinen Runde auf Schloss Wehrburg noch das Verdienstkreuz in Gold verliehen. Die Freiwillige Feuerwehr Prissian wird Otto Mair stets ein ehrendes Andenken bewahren. Er ruhe in Frieden. Gott vergelte Otto das, was er in seinem irdischen Leben ehrenamtlich geleistet hat, zur Ehre des Allmächtigen, im Sinne des heiligen Florian, und zum Schutz der Menschen.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

2/2009

de unser Ehrenkommandant Rudi am 30. Dezember 2008 ehrenvoll zur letzten Ruhestätte geleitet. Geschätzter Kamerad Rudi, wir danken Dir für Deinen wertvollen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung und werden Dich stets in Erinnerung behalten.

RUDI DEMETZ

EMIL MULSER

FF St. Christina

FF Naturns

Am 28. Dezember 2008 erhielten wir die traurige Nachricht vom Tod unseres Ehrenkommandanten »Bera Rudi«. Rudi ist im Alter von 89 Jahren nach einem arbeitsreichen Leben aus dieser Welt geschieden. Ein halbes Jahrhundert lang war er aktiv in der FF St. Christina tätig, davon 32 Jahre als Kommandant. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Feuerwehr in St. Christina praktisch nicht mehr existierte, übernahm eine Gruppe überzeugter Wehrmänner unter der Führung von Bera Rudi im Jahre 1947 die Wiedergründung unserer Wehr. Am Anfang war es sicher nicht leicht, es standen keine Geräte und auch keine Mittel zur Verfügung. Dank des großen Einsatzes von Rudi gelang es schon bald, schrittweise eine effiziente Organisation auf die Beine zu stellen. Im Jahre 1951 wurde die erste Motorspritze angekauft und bereits 1955 stand das erste Geländefahrzeug zur Verfügung. Nach und nach wurde der Fuhrpark vergrößert und bereits 1969, anlässlich der Ski-WM in Gröden, wurde das erste Tanklöschfahrzeug angekauft. Dieses war das erste Fahrzeug dieser Art im Tale. 1979 schied Rudi aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus. In diesem Jahr wurde noch das alte Fahrzeug durch ein neues des Typs Unimog 1700 ersetzt. Bera Rudi wurde zum Ehrenkommandanten ernannt und blieb auch nach seiner aktiven Dienstzeit der Feuerwehr immer verbunden. Unser Ehrenkommandant war wegen seiner Geschicklichkeit im Dorf bekannt. In seiner Laufbahn war Rudi auch jahrelang im Gemeinderat tätig und Mitglied mehrerer Interressenschaften und Verbände. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der gesamten Ortswehr wur-

Die FF Naturns musste am 20. Dezember 2008 von einem verdienten Feuerwehrmann Abschied nehmen. Emil Mulser ist im Jahr 1965 der Naturnser Wehr beigetreten und besuchte zahlreiche Kurse an den Feuerwehrschulen in Naturns, Innsbruck und Vilpian. Bald erkannte man seine menschlichen Qualitäten und Fähigkeiten und ernannte ihn im Jahr 1978 zum Maschinisten. Von 1982 bis 1984 erfüllte er pflichtbewusst die Aufgabe als Gruppenkommandant-Stellvertreter und von 1985 bis 1990 jene des Gruppenkommandanten. Weit über unsere Gemeindegrenzen trug er sein Wissen als Ausbilder an der ersten Landesfeuerwehrschule in Naturns hinaus. Er war Jugendbetreuer und vermittelte sein Wissen an zahlreiche, heute noch aktive Wehrmänner. Neben seiner Tätigkeit in der Ortswehr engagierte er sich als Bezirksjugendreferent-Stellvertreter im Bezirk Meran und als Bewerter der Leistungsbewerbe der Feuerwehrjugend. Im Jahr 2005 wurde ihm das Verdienstkreuz in Gold für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung verliehen. Auf Grund seiner Krankheit konnte er den Dienst in den letzten beiden Jahren nicht mehr seinem Wunsch entsprechend ausüben. Die zahlreichen Teilnehmer an der Beerdigungsfeier zeugten von der Wertschätzung, die der Verstorbene in der Bevölkerung und in Feuerwehrkreisen genossen hat. Mit dem Tod dieses allseits geschätzten Feuerwehrmannes ist ein Stück Naturnser Feuerwehrgeschichte von uns gegangen. Was uns bleibt, ist die Erinnerung an einen aufrechten und vorbildlichen Kameraden. In ehrenvollem Gedenken Die Kameraden deiner FF Naturns

GEORG FEDERER FF Ums Am 27. Jänner 2009 wurde in Völs Georg Federer – Schlernmüller in Ums – zu Grabe getragen. Georg Federer war am 15. Mai 1940 auf dem Schlernmüller-Hof geboren. In jungen Jahren war er trotz einer Behinderung am Arm ein kräftiger Holzfäller. Ebenso trat er in jungen Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Ums bei. Er war ein guter Organisator von Veranstaltungen, vor allem von Feuerwehrbällen. Im Jahre 1972 wurde er zum Kommandant-Stellvertreter und für die Periode 1975 bis 1980 zum Kommandanten gewählt. In seine Kommandantschaft fiel auch die Anschaffung der neuen Feuerwehrfahne. In seinen letzten Jahren zog er sich auf Grund seiner Krankheit immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Die FF Ums verlieh ihm anlässlich der 100-Jahr-Feier im vorigen Jahr die Ehrenmitgliedschaft. Wie bekannt der Jörg war, das zeigte sich an seinem Begräbnistag. Die FF Ums marschierte geschlossen mit Fahne mit, Kameraden trugen den Sarg, ebenso waren aus dem gesamten Abschnitt 5 Vertretungen anwesend. Am offenen Grabe spielte eine Bläsergruppe das Lied vom guten Kameraden und die Fahnen, auch jene der Frontkämpfer, senkten sich zum letzten Gruß. Die Feuerwehr Ums wir ihren Kameraden in ehrenvoller Erinnerung behalten. Er möge im wohlverdienten Frieden ruhen.


Die Freiwillige Feuerwehr

71 2/2009

Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

JOHANN GIRTLER FF Schalders Nach langer und mit Geduld ertragener Krankheit verstarb am 1. Adventsonntag, den 30. November 2008, unser Ehrenmitglied Johann Girtler. Der Hons, wie er von allen genannt wurde, kam am 23. Juli 1930 am Steinwendthof in Hinterschalders auf die Welt. Seine Kindheit und Jugend waren geprägt von Entbehrungen, die in den Kriegs- und Nachkriegszeiten alltäglich waren. Nachdem durch die Kriegswirren die Freiwilligen Feuerwehren von den Faschisten im ganzen Lande großteils aufgelöst wurden, erkannten im Jahre 1963 einige Entschlossene die Notwendigkeit, auch in Schalders die Freiwillige Feuerwehr erneut zu gründen. Einer von ihnen war auch der Hons. Im Jahre 1964 wurde die FF Schalders offiziell gegründet und der Vorstand bei der ersten Vollversammlung ernannt. Hons wurde gleich zum Kommandanten-Stellvertreter gewählt. Zusammen mit zwei weiteren Mitgliedern des Ausschusses besuchte er im Jahre 1965 in Reichenau bei Innsbruck einen Lehrgang. In der Folge legte er großen Wert auf die Fort- und Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder. Das Amt des Stellvertreters meisterte er mit Bravour und bekleidete dieses 29 Jahre lang bis zum Jahre 1993. Als dann der damals amtierende Kommandant sein Amt aus Gesundheitsgründen niederlegte, wurde er einstimmig zum neuen Kommandanten gewählt. Im Jahr 1995 schied er durch das Erreichen der Altersgrenze vom aktiven Dienst aus, nicht aber von der Feuerwehr. Auf Vorschlag des Ausschusses wurde er zum Ehrenmitglied ernannt und der Hons trug auch weiterhin mit Stolz die Feuerwehruniform. Er nahm auch gerne am Geschehen in der Feuerwehr teil und war immer zur Stelle, wenn es

galt, eine Abordnung zu stellen. Der Hons war auch ein sehr geselliger Kamerad, der zu einem »Watterle« nach getaner Arbeit nie Nein sagte. Auch erzählte er gerne von seinen Jagderlebnissen, denn in seiner Freizeit war er ein begeisterter Jäger. Im Jahre 2000 begann dann sein langer Leidensweg, bis er in den letzten Jahren auf die völlige Pflege seiner Familie angewiesen war. Am ersten Adventsonntag holte ihn schließlich der Herrgott in sein Reich. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, der gesamten Ortsfeuerwehr sowie der Abordnungen der Nachbarwehren, der Jäger und der Schützen wurde er am 2. Dezember im Ortsfriedhof beigesetzt. Der Herr möge ihm all das Gute vergelten, das er zu Lebzeiten vollbracht hat. Die Freiwillige Feuerwehr Schalders verliert mit Deinem Tod einen guten und treuen Kameraden, aber in unseren Erinnerungen lebst Du weiter! Danke, Hons!

FRANZ BACHER FF Rein in Taufers Am 22. März 2009 ist unser Gründungsmitglied Franz Bacher verstorben. Er diente 34 Jahre als aktiver Feuerwehrmann in unserer Wehr. Er beteiligte sich fleißig an den Übungen und war auch bei Einsätzen stets zur Stelle. 1988 wurde Franz mit dem Verdienstkreuz in Silber geehrt. Im Jahre 1997 ging er als aktives Mitglied in den Ruhestand, worauf er zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Wir bedanken uns bei Franz für seinen unentgeltlichen Einsatz zum Wohle unserer Bevölkerung recht herzlich. Ruhe Du jetzt bei Gott im ewigen Frieden!

JOSEF PIRPAMER FF St. Martin in Passeier Am 23. Februar 2009 verstarb unser Kamerad außer Dienst Josef Pirpamer im Alter von 68 Jahren. Der Gotterer Sepp ist 1962 der Martiner Wehr beigetreten und fungierte ab 1965 als Melder. 1970 absolvierte er den Maschinistenlehrgang, 1974 wurde er Gruppenkommandant-Stellvertreter und ab 1985 Gruppenkommandant. Im Jahre 1995 zog er sich von dieser Verantwortungsposition zurück und überließ das Amt einem Jüngeren. Sepp blieb aber bis zur Pensionierung im Jahre 2007 seiner Gruppe 4 treu und verfolgte auch noch nachher mit Interesse die Tätigkeiten »seiner« Mannschaft. Gerne kam er noch nach der Probe mit einer kleinen Marende vorbei, um mit den Kameraden zusammenzusitzen. Eine Zeit lang ging Sepp bei der Fahnenabordnung mit und auch beim Feuerwehrrodeln war er mit großer Begeisterung dabei und konnte für unsere Wehr öfters Preise gewinnen. Dass Sepp einen Sinn für Humor hatte, zeigte seine stetige Teilnahme an den Faschingsumzügen. Er war beliebt bei Alt und Jung und seine Kameradschaft und Freundlichkeit waren vorbildlich. Umso tiefer traf uns die Nachricht von seiner schweren Krankheit, von welcher er sich nicht mehr erholte. Am 26. Februar 2009 haben wir unseren geschätzten Kameraden unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung zum Ortsfriedhof von St. Martin begleitet. Die FF St. Martin wird ihn stets in kameradschaftlicher Erinnerung behalten. FF St. Martin in Passeier SF Manfred Raffl


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