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42. Jahrgang 路 3/2008

Sped. in a.p. - 70% - Filiale di Bolzano

Enneberg: Stadelbrand

Mals: Unwetter


Die Freiwillige Feuerwehr

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Inhaltsverzeichnis

Editorial

Die Feuerwehren berichten

Öffentlichkeitsarbeit bei der Feuerwehr . . . . . . . . . . . . . . 4

FF Eggen: Einweihung eines neuen KLF u. Sommerfest . . 26 FF Mals: Schweres Rüstfahrzeug mit Kran in den Dienst gestellt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 FF Mühlbach: Feuerwehr absolviert ein Fahrsicherheitstraining . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 FF Pfalzen: Neues Löschfahrzeug in den Dienst gestellt . . 29 FF Prissian: Zwei neue Fahrzeuge zum Jubiläum . . . . . . . 30 FF Prissian: Kameradschaft zu bayerischen Florianijüngern gestärkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 FF Rein: 45-Jahr-Feier mit Fahrzeugsegnung . . . . . . . . . . 32 FF Seis: Karl Prossliner feiert 100. Geburtstag . . . . . . . . . 34 FF Tschars: Teilnahme bei zweiter Feuerwehr-Oldtimer-WM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 FF St. Michael/Kastelruth: Feuerwehrhaus wird erweitert und gesegnet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 FF Vöran: Florianifeier und Segnung des neuen MTF . . . . 36 FF Walten: Feierliche Segnung des Mannschaftsfahrzeuges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 FF Zenoberg: Neues Tanklöschfahrzeug wird feierlich gesegnet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Landesfeuerwehrschule/Ausbildung Rußbrände in Schornsteinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Papstbesuch in Brixen – Brandschutzkurs für italienisches Heer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Falter »Erdgasinformationen für die Feuerwehren« neu aufgelegt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Aktuelles Papstbesuch in Brixen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Extremsport: In 19 Stunden von Genua auf den Mont Blanc . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Einsätze Enneberg: Stadel des Soratrùhofes wird ein Raub der Flammen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Mals: Wassereinbrüche in allen Dorfteilen . . . . . . . . . . . . 16 Marling: Fahrzeug gerät über die Fahrbahn . . . . . . . . . . 17 Penon: Bergung eines Traktors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Penon: Bäche vermuren die Fenner Straße . . . . . . . . . . . 18 Prösels/Ums: Brand zerstört Wohnhaus . . . . . . . . . . . . . . 18 Übungen Kastelbell: Rauchentwicklung in der Obstgenossenschaft Juval . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Lichtenberg: Waldbrand auf dem »Neurastboden« . . . . . 21 Kurtatsch: Evakuierungsübung im Altenpflegeheim . . . . 22 Untermais: Feuerwehren proben Gefahrguteinsatz . . . . . 23 Rein in Taufers: Brand Bergstation Pichlerlift . . . . . . . . . . 24

Jugend/Bewerbe/Sport FF Algund: Bayerisches Bronzeabzeichen für die FF Algund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 FF St. Lorenzen: 1. Florianischießen mit Kleinkaliber 50 Meter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 FF Lichtenberg: Fußballturnier des Feuerwehrbezirkes Obervinschgau . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 FF Prissian: Goldregen für drei Prissianer Florianijünger in Steinach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Tirol/Südtirol: Leistungsbewerbe – Vorankündigung . . . . 43 In die Zeit gesprochen Liebe Kameraden! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Einsatzstatistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

Impressum: Die Freiwillige Feuerwehr – Südtirols Feuerwehrzeitung Eintragung im Landesgericht: Bozen Nr. 6/68 R St.; Eigentümer und Herausgeber: Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, 39010 Vilpian, Brauereistr. 18, Tel. 0471 552 111; Fax 552 122; www.lfvbz.it; E-Mail: lfv@lfvbz.it; Presserechtlich verantwortlich: Dr. Luis Durnwalder; Chefredakteur: Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer; Organisation/Layout/Redaktion: Diddi Osele, Patrick Schmalzl, Judith Schweigl; Auflage: 6.000; Erscheinung: 4x jährlich (März, Juli, September, Dezember); Versand im Postabonnement; Jährlicher Bezugspreis: 8,- €; Einzahlungen: Raika Terlan, Filiale Vilpian, IBAN: IT 81N0826958961000301000055 - Swift-BIC: RZSBIT21042 oder direkt beim Herausgeber; Bestellungen und Anzeigen: beim Herausgeber; Abbestellungen: spätestens innerhalb November des Bezugsjahres Anzeigenpreise (+ 20% MwSt.): Format . . . . . . . . . . . . . . . . . schwarz-weiß 180 x 254 mm (ganze Seite) . . . . . . .775,- € 180 x 126 mm (halbe Seite) . . . . . .1.390,- € 118 x 126 mm (ca. 1/3 Seite) . . . . .1.130,- €

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Platzierungswunsch: Zuschlag +20%; Mengenrabatt: 15%; Druck: Ferrari-Auer, Bozen. Alle Urheberrechte sind vorbehalten. Jede Vervielfältigung bzw. Verwertung bedarf der Genehmigung des Herausgebers. Für eingesandte Manuskripte und Bildmaterial wird keine Haftung und keine Verpflichtung zur Veröffentlichung übernommen. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge zu kürzen bzw. zu überarbeiten. Die Veröffentlichung von Anzeigen bedarf der Freigabe durch den Herausgeber. Anzeigen gelten nicht als Empfehlung des Herausgebers.

Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden . 48 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Redaktionsschluss für die nächste Feuerwehrzeitung:

Freitag, 21. November ’08


Die Freiwillige Feuerwehr

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Editorial

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Öffentlichkeitsarbeit bei der Feuerwehr

Für jedes Unternehmen, aber auch für jede Organisation ist ein positives Erscheinungsbild, ein gutes Image in der Öffentlichkeit wichtig. Die Feuerwehren genießen bei breiten Teilen der Bevölkerung zu Recht ein hohes Ansehen. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns auf diesen Lorbeeren ausruhen dürfen. Es ist wichtig, dieses positive Bild zu erhalten und zu untermauern und auch Personen und Kreise, welche den Feuerwehren kritisch gegenüberstehen, von der Notwendigkeit eines flächendeckenden und leistungsfähigen Feuerwehrdienstes zu überzeugen. Dieses Ziel kann nur mit einer guten Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden. Öffentlichkeitsarbeit ist außerdem notwendig, weil die Öffentlichkeit einen berechtigten Anspruch auf Information besitzt.

Titelseite »Dolomitenmagazin« anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Landesfeuerwehrverbandes

Bei der Öffentlichkeitsarbeit unterscheidet man drei Bereiche, und zwar: • die »informative Öffentlichkeitsarbeit«, mit der die Feuerwehr ihre Tätigkeit darstellt, • die »pädagogische Öffentlichkeitsarbeit«, mit der die Feuerwehr Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung betreibt, und • die »repräsentative Öffentlichkeitsarbeit«, das heißt das Auftreten und Erscheinungsbild der Feuerwehr. Zu den einzelnen Bereichen einige Hinweise. Informative Öffentlichkeitsarbeit: Zielgruppen dieser Art von Öffentlichkeitsarbeit sind die Bevölkerung, Verwaltung und Politiker und die Feuerwehr-Fachwelt. Während in ländlichen Gegenden die Bevölkerung in der Regel gut über ihre Feuerwehr Bescheid weiß, weil Verwandte und Bekannte Mitglieder der Feuerwehr sind, ist es in größeren Orten und Städten erforderlich, über die Medien Informationen zu verbreiten. Damit die Presse korrekt und angemessen über die Feuerwehr berichten kann, müssen von der Feuerwehr entsprechende Informationen geliefert werden. Dabei ist zu beachten, dass ein Bericht über einen Feuerwehreinsatz die Leser weit mehr interessiert und mehr zum positiven Bild der Feuerwehr beiträgt, als etwa ein Bericht zur Einweihung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges mit Angabe der PSZahl. Nach dem Grundsatz »ein Bild sagt mehr als tausend Worte« ist für die Medien natürlich auch Bildmaterial wesentlich, was in der heutigen Zeit der digitalen Aufnahmetechnik und elektronischen Datenübermittlung technisch kein Problem darstellt. Nur muss die einzelne Feuerwehr daran denken und ein Feuerwehrmitglied einteilen, bei einem Einsatz auch aussagekräftige Bilder zu machen! Persönliche Kontakte zu Pressevertretern, Verwaltern und Politikern sind natürlich ebenso wichtig, um die Tätigkeit der Feuerwehr »in das rechte Licht zu rücken«. Auch bei der von vielen Feuerwehren jährlichen durchgeführten Kalender- und Sammelaktion besteht die

Kinder zu Besuch bei der Feuerwehr

Möglichkeit, mit dem einzelnen Bürger persönlich über die Tätigkeit und Anliegen der Feuerwehr zu sprechen. Pädagogische Öffentlichkeitsarbeit: Im Zuge der Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung kann sich die Feuerwehr auch vorstellen. Viele Feuerwehren führen in Kindergärten und Schulen Übungen und Vorführungen durch. Dabei wird bei jungen Menschen auch das Interesse für die Feuerwehr geweckt. An der Landesfeuerwehrschule wird bei den Brandschutzkursen für Betriebe auch die Organisation und Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehren behandelt. Bei einem Tag der offenen Tür mit Schauübungen kann der Bevölkerung ein Einblick in die Ausrüstung und Leistungsfähigkeit der Feuerwehr gegeben werden. Repräsentative Öffentlichkeitsarbeit: Bei Einsätzen, aber auch bei Veranstaltungen und Feierlichkeiten steht die Feuerwehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Professionelles Vorgehen bei der Hilfeleistung, aber auch korrektes und höfliches Verhalten muss für alle Feuerwehrleute eine Selbstverständlichkeit sein. Jedes Feuerwehrmitglied


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Editorial für die Bevölkerung ehrenamtlich einen unverzichtbaren Dienst, sie stehen rund um die Uhr bereit, um dem Nächsten in Not unentgeltlich zu helfen. Um wirkungsvoll helfen zu können ist eine gute Ausrüstung erforderlich, die nur mit finanzieller Hilfe der Bevölkerung und der öffentlichen Hand beschafft werden kann. Den guten Ruf der Feuerwehren und die Akzeptanz für die finanziellen Ausgaben müssen wir durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit festigen und auch für die Zukunft erhalten. Es gilt der Grundsatz: Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr ist zugleich Öffentlichkeitsarbeit für die Feuerwehr!

Großes Interesse beim Tag der offenen Tür in der Landesfeuerwehrschule

muss sich darüber im Klaren sein, dass ein Uniformträger die gesamte Feuerwehr repräsentiert und entsprechend gemustert und beobachtet wird. Ordentliche Bekleidung und tadelloses

Verhalten ist bei Brandsicherheitswachen, während und nach Feierlichkeiten wichtig, um das hohe Ansehen der Feuerwehr zu wahren. Die Freiwilligen Feuerwehrleute leisten

An der Landesfeuerwehrschule wird das Thema Öffentlichkeitsarbeit beim Lehrgang Funk- und Nachrichtendienst, beim Zugskommandantenlehrgang, beim Einsatzleiterlehrgang und beim Schriftführerlehrgang behandelt.

Dr.-Ing. Christoph Oberhollenzer Direktor und Schulleiter


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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

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Rußbrände in Schornsteinen Hinweise zum Feuerwehreinsatz beim Schornsteinbrand (Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus: Brandschutz/Deutsche Feuerwehr-Zeitung 10/2006, S. 689–691. Internet: www.bs-dfz.de) Die zunehmende Beliebtheit von Holz- und Kohleheizungen lässt seit einiger Zeit wieder die Zahl der Schornsteinbrände anwachsen. Der Beitrag stellt die Ursachen, die spezifischen Gefahren sowie den Verlauf von Schornsteinbränden dar und beschreibt die notwendigen Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Seit einiger Zeit häufen sich wieder die Schornsteinbrände. Aufgrund der stetig steigenden Preise für Heizöl und Erdgas heizen immer mehr Wohnungseigentümer wieder mit Holz und Kohle, teilweise nutzen sie ihre Öfen sogar unzulässigerweise als »Müllverbrennungsanlage«. Dabei drängt sich dem Fachmann die Frage auf, wer denn heute überhaupt noch »richtig« heizen kann, nachdem die alten Kohle- und Holzheizungen zwischenzeitlich fast verschwunden waren und vielen der richtige Umgang mit diesen fremd geworden ist. Deshalb wird sich der Trend vermutlich fortsetzen, und die Feuerwehren werden zukünftig wieder häufiger zu Schornsteinbränden gerufen.

Zugelassene Brennstoffe In den Feuerstätten für Feststoffe im häuslichen Bereich dürfen nur folgen-

de zugelassene Brennstoffe gemäß der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) [1] verbrannt werden: • Steinkohlen (nicht pechgebundene Steinkohlenbriketts und Steinkohlenkoks), • Braunkohlen (Braunkohlenbriketts und Braunkohlenkoks), • Torfbriketts/Brenntorf, • naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde (beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, Reisig und Zapfen), • Presslinge aus naturbelassenem Holz (beispielsweise in Form von Holzbriketts oder Holzpellets). Dennoch werden immer wieder auch andere Brennstoffe (beispielsweise Müllreste) verbrannt. Dies kann, genauso wie das unsachgemäße Durchführen des Heizens mit zugelassenen Brennstoffen, nach einiger Zeit zu einem Schornsteinbrand führen.

Ursachen und Gefahren von Rußbränden in Schornsteinen Bei einer unvollkommenen Verbrennung, die durch falschen Brennstoffeinsatz oder falsches Heizverhalten hervorgerufen wird, setzt sich der Koh-

Bei Schornsteinbränden sollten die zuständige Feuerwehr und der Bezirksschornsteinfegermeister in der Regel gemeinsam zum Einsatz kommen.

lenstoff bei der Abkühlung der Rauchgase an den Schornsteinwandungen ab. Solange der Ruß eine trockene Substanz ist, haftet er locker an den Schornsteinwandungen und lässt sich einfach mit den Kehrgeräten des Schornsteinfegers entfernen. Rauchgase können aber nur eine begrenzte Menge an Wasser- und Teerdämpfen aufnehmen. Wird trotz Erreichen des Sättigungspunktes weitere Feuchtigkeit (insbesondere durch Verwendung von feuchten oder nicht genügend abgelagerten Brennstoffen) zugeführt, so tritt eine Kondensatbildung ein. Die überschüssigen Teer- und Wasserdämpfe schlagen sich an Schornsteinwandungen nieder. Dort bildet sich dann ein Gemisch von Teer- und Wasserdampfkondensat. Zudem sind oftmals die Ofenrohre zu lang und oder nicht isoliert. Das sind ebenfalls Gründe dafür, dass sich die feuchten Rauchgase im Ofenroh und Schornstein absetzen können. Steigt dann die Rauchgastemperatur, so verdunsten die niedergeschlagenen Teerund Wasserdämpfe und der Kohlenstoff trocknet zum Hart- oder Glanzruß aus. Beim Rußbrand entzündet sich dieser an den Schornsteinwandungen haftende Ruß in Folge der Querschnittsveren-

Durch diesen geöffneten Reinigungsverschluss (Dachboden) ist der Rußbrand deutlich zu erkennen.


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7 3/2008 gung im Schornstein und des damit verbundenen Wärmestaus. Dabei geht die größte Gefahr von der Ausbreitung aus, da der brennende Ruß sein Volumen bis auf ein Zehnfaches vergrößert, sodass infolgedessen der betroffene Schornstein auf- oder sogar auseinander reißen kann. Durch die starke Entgasung des Rußbelages ist bei Rußbränden eine oft meterhohe, aus dem Schornstein schlagende Flamme zu beobachten. Wird der Schornstein durch den Ruß verstopft, können die heißen Gase und Dämpfe, die bei der Verbrennung entstehen, nicht mehr abziehen. In der weiteren Folge kommt es dann sehr schnell mitunter zu einer Verqualmung der ganzen Wohnung durch Risse im Mauerwerk, durch Reinigungsöffnungen im Schornstein, am Ofenrohr sowie aus der Feuerraumöffnung. Des Weiteren sind auch die Gefahren der Brandausbreitung durch Funkenflug und Wärmestrahlung zu berücksichtigen, die häufig beim Schornsteinbrand als Nebenerscheinung auftreten.

Brandphasen eines Schornsteinbrandes Bei einem Schornsteinbrand lassen sich grundsätzlich drei Phasen unterscheiden. In der Anfangsphase zieht starker Rauch aus der Schornsteinmündung auf. Der Ruß ist noch feucht und erreicht eine Temperatur von bis zu 600 °C. Daran schließt sich die Durchbrandphase an. Hier lässt der Rauchaustritt deutlich nach, bis er schließlich gar nicht mehrwahrzunehmen ist. Dann schlagen Flammen aus der Schornsteinmündung, wobei Temperaturen von zirka 1000 °C auftreten können. Der Ruß kann sich in dieser Phase bis zu einem Zehnfachen seines Volumens aufblähen. Infolgedessen verengt sich der lichte Querschnitt des Schornsteins, weswegen diese Phase auch die kritischste ist. In der Nachheizphase erfolgt schließlich der Durchbrand bis zum Mauerwerk. Hohlräume und/oder Deckendurchführungen, die eine Verbindung zum Schornstein haben, können sich durch die Wärmestrahlung und die Wärmespeicherung aufheizen. Auch wenn der Ruß nach zirka ein bis drei Stunden verbrannt ist, kann es noch Stunden später zu einem Aus-

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Schornstein-Werkzeugsatz nach DIN 14800-4. Ist dieser Satz nicht vorhanden, muss bei einem Schornsteinbrand auf jeden Fall der Bezirksschornsteinfegermeister angefordert werden.

bruch des Feuers im Haus bzw. in der Wohnung durch diese Hohlräume kommen.

Bekämpfung von Schornsteinbränden Im Folgenden werden einige Empfehlungen und Hinweise zum Kräfteansatz, zur benötigten Ausrüstung und zur Vorgehensweise bei der Bekämpfung von Schornsteinbränden gegeben. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass bei jedem Schornsteinbrand der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister oder dessen Stellvertreter zumindest informiert werden sollte. Verfügen die zum Einsatz kommenden Feuerwehrkräfte über keine geeignete Ausrüstung, so muss der Bezirksschornsteinfegermeister auf jeden Fall angefordert werden.

Kräfteansatz und notwendige Ausrüstung Die nachfolgenden Empfehlungen zur Bekämpfung eines Schornsteinbrandes gehen von der Mannschaftsstärke einer Löschgruppe (1/8/9) aus, die als taktische Grundeinheit hier mindestens zu empfehlen ist. Für die sachgerechte Durchführung der Brandbekämpfungsmaßnahmen wird ein SchornsteinWerkzeugkasten nach DIN 14800-4 benötigt, der folgende Werkzeuge enthält: • zwei Paar Hitzeschutzhandschuhe, • ein Schornsteinschlüssel, • zwei kurze Schultereisen, • eine Kohlenschaufel, • ein Kaminspiegel, • zwei Federstahlstangen mit einer Länge von drei Metern,

• zwei Stoßbesen mit einem Durchmesser von 250 Millimetern, • ein Rollenöffner, • ein Brandkehrgerät, • ein Kugelschlagapparat inkl. einer vier Kilogramm schweren Fallgranate mit einer 20 Meter langen Kette und Kratzfedereinlagen (Durchmesser: 160, 200 und 250 Millimeter). Zudem sollte mindestens die folgende feuerwehrtechnische Ausrüstung bereitgestellt werden: • eine Kübelspritze oder ein ähnliches Kleinlöschgerät, • ein Feuerlöscher (PG 12), • drei Mulden nach DIN 14060, • bei Bedarf zusätzlich ein C-Rohr.

Grundlegende Einsatzmaßnahmen Brennbare Gegenstände, wie beispielsweise Möbel oder Bilder, die sich am Schornstein befinden, müssen entfernt werden. Hohlräume, Schornsteinanschlüsse und Ofenrohre sind ständig zu kontrollieren. Bei Bauschäden, Materialermüdung oder Verschleiß ist gerade in diesen Bereichen mit einer Brandausbreitung zu rechnen. Der Angriffstrupp rüstet sich mit dem Brandkehrgerät inklusive Zubehör, Hitzeschutzhandschuhen, einer Mulde und einer Kübelspritze sowie mit einem Handsprechfunkgerät aus. Vom Dachboden (wenn eine Reinigungsöffnung vorhanden ist) beziehungsweise von der Schornsteinmündung (gegebenenfalls ist hier auch der Einsatz einer Drehleiter erforderlich) aus muss mehrmals das Brandkehrgerät herabgelassen werden, um den Schornstein vomaufgeblähten Ruß zu befreien. Ist im Bereich des Dachbodens eine Reinigungsöffnung vorhanden und erfolgt der Einsatz des Brandkehrgerätes von hier aus, so muss die Mulde direkt vor die Öffnung gestellt werden, damit kein brennender Ruß aus dem Schornstein auf den Fußboden fallen kann. Das mitgeführte Kleinlöschgerät dient ausschließlich zur Absicherung, falls der brennende Ruß während dieser Arbeiten Bauteile (z.B. Dachbalken, Fußboden) entzünden sollte. Auf keinen Fall ist Wasser in den Schornstein zu geben, da durch den entstehenden Wasserdampf (aus einem Liter Wasser können bis zu 1.700


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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

3/2008 auf die Standsicherheit des Schornsteines – insbesondere bei gezogenen Schornsteinen – zu achten. Nachdem die Brandbekämpfung abgeschlossen worden ist, muss vor der Wiederinbetriebnahme der Heizungsanlage eine Rauchdruckprobe des Schornsteines erfolgen. Diese nimmt der Bezirksschornsteinfegermeister vor, um festzustellen, ob das Schornsteinmauerwerk gasdicht geblieben ist. Erst nach seiner Freigabe darf die Feuerungsanlage wieder in Betrieb genommen werden.

Vorbeugende Maßnahmen

Übersicht über die einzuhaltenden Abstände von Kaminen und Verbindungsstücken zu brennbaren Baustoffen

Liter Wasserdampf werden) der Schornstein auseinanderreißen kann. Der Wassertrupp rüstet sich mit weiteren Mulden, einem Feuerlöscher, einer Kohlenschaufel inklusive Zubehör und mit Hitzeschutzhandschuhen aus. Zudem sollte der Trupp ein Handsprechfunkgerät mitführen und Funkkontakt halten, da immer nur ein Einsatztrupp (also entweder der Angriffs- oder der Wassertrupp) eine Maßnahme durchführen darf. Vom unteren Reinigungsverschluss an der Schornsteinsohle entnimmt der Wassertrupp das Brandgut und bringt es ins Freie. Falls erforderlich, gibt er vorsichtig stoßweise Pulver in den Schornstein, um dadurch den Brand einzudämmen. Das Pulver legt sich dann wie eine Kruste über die Glut im Schornstein (antikatalytische Löschwirkung). Kommt es im Schornstein zu einem starken Auftrieb, was sich durch ein verstärktes Rauschen bemerkbar macht, so sollte man die Sauerstoffzu-

fuhr drosseln, indem man den Reinigungsverschluss wieder verschließt. Der Schlauchtrupp rüstet sich mit einem C-Rohr aus, löscht im Freien das Brandgut ab und beobachtet von außen den Schornstein. Dabei sollte er vor allem auf den Funkenflug achten. Bei der Bereitstellung des C-Rohres ist eine ausreichende Schlauchreserve einzuplanen, damit dieses bei einer etwaigen Brandausbreitung schnell eingesetzt werden kann. Kritische Stellen bei einem Schornsteinbrand sind vor allem Deckendurchführungen (insbesondere Holzbalkendecken), Reinigungsverschlüsse, Rauchrohranschlussöffnungen, Holzverschalungen am Schornstein sowie angrenzende Fachwerkverbände. Sie müssen ständig kontrolliert werden. Hierfür sind bei größeren Gebäuden in der Regel weitere Einsatzkräfte erforderlich, um in jedem Geschoss eine entsprechende Brandwache sicherstellen zu können. Darüber hinaus ist

Um Schornsteinbrände zu vermeiden, sollten außer der regelmäßigen Reinigung des Schornsteines durch einen Schornsteinfeger folgende Punkte beachtet werden: • Die Feuerstätten und Ofenrohre sind vom Betreiber regelmäßig zu reinigen. • Es sollten nur zugelassene trockene und abgelagerte Brennstoffe verwendet werden. • Feuerungsanlagen dürfen gemäß Bauordnung, auch wenn sie geändert worden sind, erst in Betrieb genommen werden, wenn der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister die Tauglichkeit der Abgasanlagen und die sichere Benutzbarkeit der Feuerungsanlagen bescheinigt hat. Über das richtige Heizen informiert zum Beispiel das Bayerische Landesamt für Umweltschutz in der Broschüre »Heizen mit Holz«, die von der Internetseite www.bayern.de/lfu/luft (Publikationen) heruntergeladen werden kann.

Quellen/Literatur [1] Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV). [2] Feuerwehr-Dienstvorschrift 3, Einheiten im Löscheinsatz, Kohlhammer/Deutscher Gemeindeverlag, Stuttgart, 2005. [3] Feuerwehr-Dienstvorschrift 4, Die Gruppe im Löscheinsatz, Kohlhammer/Deutscher Gemeindeverlag, Stuttgart, 2003.

AUTOR: BERND STEFFEN, Bezirksschornsteinfegermeister und Ortsbrandmeister, Freiwillige Feuerwehr Varel Bilder: R. Gedamke (1), E. Richter (1), L. Thiede (1), J. Thorns (1)


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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

Falter »Erdgasinformationen für die Feuerwehren« neu aufgelegt Erdgas ist in Südtirol zu einem wichtigen Energieträger geworden. Bei guten technischen Anlagen und sorgfältigem Umgang ist die Sicherheit gewährleistet: entscheidend sind somit eine fachgerechte Verlegung der Leitungen, genormte Geräte und die Durchführung der notwendigen Kontrollen und Wartungsmaßnahmen. Bei unkontrolliertem Freiwerden kann das Erdgas zu einer großen Gefahr werden: durch eine Explosion können Gebäudeteile und sogar ganze Gebäude einstürzen sowie Menschen verletzt und getötet werden. Bereits im Jahr 2000 haben deshalb die Firmen Energas und Südgas gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband den Falter »Erdgasinformationen für die Feuerwehren« herausgegeben.

Dieser Falter wurde nun von der Firma Selgas überarbeitet und für die Ausbildung kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Falter enthält neben den allgemeinen Informationen zum Erdgas und zur Erdgasversorgung die Maßnahmen im Notfall. Die Feuerwehren haben den Falter bereits mit dem letzten Rundschreiben erhalten. Er wird auch bei den Gruppenkommandantenlehrgängen und Lehrgängen Explosimeter verwendet.

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Landesfeuerwehrschule/Ausbildung

3/2008

Papstbesuch in Brixen – Brandschutzkurs für italienisches Heer

Papst Benedikt XVI. hat seinen Sommerurlaub vom 28. Juli bis 11. August 2008 in Brixen verbracht und auch einen Ausflug mit einem Hubschrauber nach Oies im Gadertal unternommen.

Der Brandschutzdienst musste dabei gemäß Vorgaben des Vatikans vom italienischen Heer durchgeführt werden. Die Landesfeuerwehrschule Südtirol hatte dabei die Aufgabe, für die mit

diesem Dienst beauftragten Soldaten einen Brandschutzkurs abzuhalten, welcher am 16. Juli 2008 in der Landesfeuerwehrschule Vilpian abgehalten wurde.


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11 3/2008

Aktuelles

Papstbesuch in Brixen Eine Herausforderung für den Zivilschutz

© Carabinieri

Je 9.000 Menschen haben an den beiden ersten Sonntagen im August auf dem Brixner Domplatz das Angelusgebet mit Papst Benedikt XVI. gefeiert. Für deren Sicherheit waren über 450 Einsatzkräfte verantwortlich, Freiwillige, Behördenvertreter und Mitarbeiter der Landesabteilung Brand- und Zivilschutz. Mit 174 Freiwilligen stellte der Feuerwehrbezirk Brixen-Eisacktal den Hauptanteil an diesem Großaufgebot. Großveranstaltungen dieser Art erfordern auch im Rahmen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr umfangreiche Vorkehrungen. So sind Maßnahmen vorzusehen, die für die Sicherstellung der Notfallrettung, des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung getroffen werden müssen. Bereits etliche Wochen vor Ankunft des Papstes wurde gemeinsam mit den Verantwortlichen der Gemeinde Brixen, der Abteilung Brand- und Zivilschutz und dem Landesnotfalldienst ein Sicherheitskonzept erstellt. Grundlage dafür war die so genannte »Maurer-Formel« mit der eine eingehende Analyse des Gefahrenpotenzials für eine Großveranstaltung dieser Art erstellt werden konnte. Aufbauend auf dieser Analyse, wurde die erforderliche Anzahl an Ein-

satzkräften und Einsatzmitteln bestimmt. Das Sicherheitskonzept sah auch eine aus Vertretern verschiedener Behörden und Einsatzorganisationen zusammengesetzte »Gemeinsame Einsatzleitung (GEL)« vor. Basis dafür war die bundesdeutsche Feuerwehr-Dienstvorschrift DV 100 »Führung und Leitung im Einsatz«, die ein klar strukturiertes Führungssystem mit allgemeinen Führungsgrundsätzen beschreibt und die Zusammensetzung und Aufgabenteilung eines Führungsstabes vorgibt. Dieser Führungsstab besteht im Wesentlichen aus sechs Sachbereichen

mit unterschiedlicher Aufgabengliederung und Zuständigkeit. Die sechs Sachbereiche waren von jeweils zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landeszivilschutzes, einem Feuerwehrmann des Bezirks Brixen-Eisacktal oder einem Mitarbeiter des Betreuungsdienstes des Weißen Kreuzes besetzt. Diese Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Zusätzlich gab es einen so genannten »Entscheidungstisch«. An ihm fanden unter der Leitung der Gemeinde Brixen, der Landesabteilung Brand- und Zivilschutz und der Landesnotrufzentrale die fallweise einberufenen Lagebesprechungen statt. Bereits als der Brixner Bürgermeister, Albert Pürgstaller, bei Landeshauptmann Luis Durnwalder um Unterstützung durch den Landeszivilschutz angefragt hatte, konnte er mit der kräftigen Unterstützung des Feuerwehrbezirkes Brixen rechnen, dessen Feuerwehrleute ihr wertvolles InsiderWissen über die Stadt und die Umgebung einbringen konnten. Bezirksfeuerwehrpräsident Walter Zanon, sein Stellvertreter Franz Goller, der Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Unterthiner und der Abschnittsinspektor Albert Tauber waren schon in der Vorbereitungsphase unverzichtbare Mitglieder der entsprechenden Arbeitsgruppe. Bereits Wochen vor Ankunft des Paps-


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Aktuelles

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Besprechung in der Gemeinsamen Einsatzleitung

tes sind Feuerwehrleute des Bezirks gemeinsam mit den Mitarbeitern der Gemeinde und der Landesabteilung Brand- und Zivilschutz alle notwendigen Aufbauarbeiten angegangen. In die Konzeptphase wurden dann auch die Rettungsdienste von Weißem und Rotem Kreuz, die Bergrettungsdienste von Alpenverein und CAI sowie die Wasserrettung eingebunden. Um das leibliche Wohl der Einsatzkräfte hat sich zudem der Betreuungsdienst des Weißen Kreuzes gekümmert. In die Abwicklung einer einwandfreien Logistik wurden auch Freiwillige der Funknotfallgruppe eingebunden. Abschnittsinspektor Albert Tauber und der Kommandant der Feuerwehr Brixen, Hubert Lanz, koordinierten folgende Dienste: Brandsicherheit, Parkplatzdienst, Shuttledienst sowie Retter und Helfer des Feuerwehrpersonals der 24 beteiligten Feuerwehren. Jedem Dienst standen jeweils ein Abschnittsinspektor und zwei Kommandanten vor. Am Entscheidungstisch in der GEL, die sich an beiden Angelus-Sonntagen von morgens früh bis zum späten Nachmittag im Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Brixen eingefunden hatte, haben, unter der Leitung des Gemeindevertreters Alexander Gruber, der Leiter des Stabes Hanspeter Staffler sowie Walther Dietl, der Notarzt des Landesnotfalldienstes gemeinsam mit dem Bezirksfeuerwehrpräsidenten Walter Zanon bzw. dem Abschnittsinspektor Albert Tauber und den von den Staatsbehörden Entsandten alle umzusetzenden Direktiven beraten. Den Entscheidungsträgern haben jeweils drei hauptberufliche und freiwillige Zivil-

schützer zugearbeitet. Die sechs Sachbereiche hatten folgende Zuständigkeiten: S1 war für das gesamte Personal und den internen Dienst verantwortlich, S2 kümmerte sich um die Aktualisierung aller Informationen zur Lage, S3 war zuständig für alle Sanitätseinsätze, S4 für die Logistik und die Verpflegung der Einsatzkräfte, S5 bewältigte die Presse- und Medienarbeit und S6 war für die gesamte Telekommunikation zuständig. Als Beispiele für die Aufgaben der Sachbereiche von 1 bis 6 seien angeführt: die Bereitstellung des gesamten Personals (Freiwillige und Hauptamtliche) und die Vorbereitung der Checklisten zur Präsenz in der GEL oblag S1. S2 war für die Bereitstellung und Aktualisierung der digitalen und traditionellen Kartographie verantwortlich, S3 disponierte alle Sanitätseinsätze im Großraum Brixen. Hierfür wurde eine komplette Arbeitsstation der Lan-

Der Papst bedankt sich bei den Einsatzkräften

desnotrufzentrale in der Brixner GEL eingerichtet. S4 kümmerte sich im Vorfeld um den Aufbau und die Ausstattung sowie Anpassung der Räumlichkeiten für die GEL, organisierte die Dienstfahrten und kümmerte sich um die Übermittlung der Pressekommuniqués. Die Sachbearbeiter im S5 sammelten alle Informationen, die in der GEL einlangten, um sie in Form von Presseaussendungen für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Es wurden Interviews, Foto- und Filmtermine organisiert und betreut. Im Katastrophenfalle kümmern sich die Sachbearbeiter von S5 auch um die Einberufung und Vorbereitung einer Pressekonferenz. S6 war für die gesamte Kommunikation innerhalb der GEL und mit den Einsatzkräften vor Ort via Tetra, Tele- und Videokommunikation zuständig. Auch in Brixen kam, wie vor eineinhalb Jahren bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz, das Tetra-Funksystem zur Anwendung. Alle Trupps im Stadtgebiet von Brixen waren somit via digitalem Funk ständig mit der GEL in Verbindung. Eine besondere Rolle fiel der »Meldesammelstelle« zu. Diese Sammelstelle diente als zentraler Koordinierungsapparat für alle Meldungen von und nach außen sowie innerhalb des Stabes. Die Verteilung der Meldungen über EDV, Funk oder Telefon erfolgte durch zugeteilte Helfer der verschiedenen Einsatzorganisationen unter der Koordination von Disponenten des Landesnotfalldienstes.


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13 3/2008

Aktuelles

Extremsport: In 19 Stunden von Genua auf den Mont Blanc Training im Tauchturm der Landesfeuerwehrschule Der Extremsportler Andrea Daprai aus Cles im Trentino hat am 21. Juli 2008 nach monatelangen Vorbereitungen ei-

ne außerordentliche sportliche Leistung vollbracht: In 18 Stunden und 58 Minuten hat er, nach einem Tauchgang von 30 Metern im Hafen Arenzano in Genua, 312 km mit dem Rennrad bis zum Miage-See und von dort aus zu Fuß den Mont-Blanc mit einer Höhe von 4.810 m bestiegen. Insgesamt hat er dabei 5.440 Höhenmeter bewältigt. Andrea Daprai war in den letzten Monaten mit seinen Betreuern mehrmals im Tauchturm der Landesfeuerwehrschule, um sich auf dieses Vorhaben vorzubereiten.

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Die Freiwillige Feuerwehr

15 3/2008

Einsätze

Enneberg

Stadel des Soratrùhofes wird ein Raub der Flammen In der Nacht von Donnerstag, 10., auf Freitag, 11. April 2008, rückten die freiwilligen Feuerwehren von Enneberg, St. Vigil in Enneberg, Welschellen und St. Martin in Thurn zu einem Stadelbrand am Soratrùhof im Dorfzentrum von Enneberg/Pfarre aus. Gegen 2 Uhr in der Früh klingelte es bei der Kommandantenhaustür. Die Person meldete: Es brennt im Dorfzentrum. Der Kommandant Andrea Willeit alarmierte die eigene Wehr und die Nachbarwehr St. Vigil über die Landesnotrufzentrale. Während der neu aufgebaute Stadel bereits lichterloh brannte und das angrenzende Wohnhaus bedrohte, rückte schon das Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr aus und die Wehrmänner begannen mit allen Kräften gegen die hohen Flammen zu kämpfen. Kurz danach war auch die Nachbarwehr zur Stelle und unterstützte die Löscharbeiten. Die zwei TLF’s wurden zuerst mit den in der Nähe stehenden Hydranten gespeist. In der Zwischenzeit legten die zwei Wehren eine Zubringleitung vom Enneberger Bach hinauf zur Brandstelle. Die nachalarmierten Feuerwehren von Welschellen und St. Martin in Thurn

legten eine zweite, 1020 m lange BLeitung. Somit war ausreichend Löschwasser vorhanden. Bereits nach kurzer Zeit gelang es, das Wohnhaus abzuschirmen. Das Vieh hatte bereits der Besitzer in Sicherheit gebracht. Um 5 Uhr war der Brand unter Kontrolle und so konnten die Nachbarwehren einrü-

cken. Der Stadel konnte nicht mehr gerettet werden, das ebenfalls neu errichtete Wohnhaus nahm glücklicherweise keinen Schaden. Über die Brandursache ermittelten die Berufsfeuerwehr und die Carabinieri von St. Vigil. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Nachmittag. Der Schaden beläuft sich auf über 200.000 Euro.

Beteiligte Einsatzkräfte: • 93 Wehrmänner • 2 TLF • 1 DL • 8 sonstige Fahrzeuge • 1 Stromerzeuger • 6 Scheinwerfer • 4 TS • 65 B-Schläuche


Die Freiwillige Feuerwehr

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Einsätze

3/2008

Mals

Wassereinbrüche in allen Dorfteilen Das Nahen eines Gewitters zeichnete sich am Abend des 30. Juli immer deutlicher ab und gegen 19 Uhr entlud es sich vor allem über dem Gemeindehauptort mit einer Heftigkeit, die so auch alte Menschen nicht in Erinnerung hatten. Um 19.05 Uhr ging der erste Alarm über die Notrufnummer 115 ein. Garage und Magazin einer Bar im Dorfzentrum standen schon unter Wasser. Die erste Gruppe startete zum Einsatz, während das Gewitter immer stärker wurde. Kommandant und Bezirksinspektor Armin Plagg besetzte die Einsatzzentrale im Zivilschutzzentrum und konnte kaum mehr die der Reihe nach eingehenden Alarme bearbeiten und die Einsätze koordinieren. Zudem fehlte es bald an Wehrmännern, so dass im Hauptort Sirenenalarm ausgelöst wurde und etwas später auch die Nachbarwehren zu Hilfe gerufen wurden. Vom westlichsten Ortsteil Russland, wo die Garage einer Tischlerei überflutet wurde, bis in die Dorfteile Ortwein und Piz Lun bahnten sich die Wassermassen ungehindert ihren Lauf. Die Abwasserleitungen waren so überfordert, dass die Kanaldeckel weggespült wurden und das Wasser fontänenartig aus den Schächten schoss, wodurch einige

Straßenabschnitte gesperrt werden mussten. Durch das Überlaufen des teilweise verstopften Unterwaales wurde die Lage in den östlichen Dorfteilen noch verschlechtert. Die Alarme rissen nicht ab. Bis zuletzt waren es insgesamt 28 Notrufe innerhalb eineinhalb Stunden, so dass nach und nach die Wehren von Tartsch, Burgeis, Schleis und Laatsch zu Hilfe gerufen wurden. Brenzlig wurde die Situation, als Feuerwehrassessor und Vizebürgermeister Othmar Hellrigl die Nachricht brachte, dass der gesamte Heizraum und der Hackschnitzelsilo für die Fernheizung und das Sportzentrum bis zu zwei Meter unter Wasser standen. Daraufhin konzentrierten sich die Einsätze auf die tiefer gelegenen Ortsteile, denn auch neben dem Bahnhof stand eine offene Tiefgarage bis zu einem Meter unter Wasser. Gegen 21.30 Uhr legte sich das Gewitter und zusammen mit dem Straßendienst wurden erste Säuberungsarbeiten auf den Straßen durchgeführt. Erst gegen 22 Uhr wurde der

Eine private, offene Tiefgarage in der Nähe des Bahnhofes wurde ebenfalls unter Wasser gesetzt. Glücklicherweise war nur ein Kleinwagen abgestellt.

Einsatz als beendet erklärt. Am nächsten Tag jedoch wurde das gesamte Ausmaß der Zerstörung richtig sichtbar. Text und Fotos: Erich Waldner

Beteiligte Einsatzkräfte: • Wehrmänner: 119 • Feuerwehren: Mals, Burgeis, Schleis, Latsch, Tartsch • Fahrzeuge: Mals: sämtliche Einsatzfahrzeuge • LF und MTF von Burgeis, Schleis, Laatsch, Tartsch • Stromerzeuger Bezirk • Tauchpumpen: 8 + T 200 und T 300 Am schwersten betroffen war die Heizanlage für die Sportzone und das Fernheizwerk, am fast tiefstgelegenen Punkt des Dorfes, die tief unter Wasser stand.

Der erste Alarm galt der Garage und dem Magazin in der Bar Post, wo das Wasser durch die Abwasserleitung zurückgestaut wurde.

• Straßendienst: Räumfahrzeuge und LKW • Gemeindebauhof: Räumfahrzeug, Straßensperren


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17 3/2008

Einsätze

Marling

Fahrzeug gerät über die Fahrbahn Am 5. August 2008 kam es gegen 2.00 Uhr in der Nähe der Marlinger Kellerei zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person verletzt wurde. Ein aus Richtung Lana kommender Lenker verlor in der Linkskurve vor der Einfahrt in die Marlinger Auen die Herrschaft über sein Fahrzeug, geriet über die Fahrbahn und kam erst nach ca. 80 m Fahrt durch die Obstwiesen zum Stillstand. Da er das Fahrzeug nicht mehr aus eigenen Kräften verlassen konnte, machte er durch Hupen auf sich aufmerksam. Anwohner alarmierten daraufhin die Einsatzkräfte. Der Lenker wurde von Helfern des Rettungsdienstes erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallerhebungen führten die Carabinieri durch. Die Freiwillige Feuerwehr Marling stand mit 10 Männern bis 3.15 Uhr im Einsatz. Die Unfallstelle wurde großräumig ausgeleuchtet und

der Abschleppdienst bei den Bergungsarbeiten unterstützt. Diese gestalteten sich schwierig, nachdem das Fahrzeug ca. 20 m in einer Baureihe zum Stehen

Penon

Bergung eines Traktors Am 7. August 2008 wurde die Feuerwehr Penon zur Bergung eines Traktors samt Anhänger, der mit einem kleinen Bagger beladen war, gerufen. Eine Einzelfirma, die Baggerarbeiten im Tiefbau durchführt, hatte den Traktor samt Anhänger auf ihrem Parkplatz abgestellt. Nach einer Weile rollte das gesamte Gefährt ohne Fahrer zirka 20 m vom leicht abschüssigen Parkplatz Richtung Hofstelle und stürzte in der Folge über eine kleine Mauer. Der Bagger versperrte mit seiner Schaufel einen Teil der Gemeindestraße, sodass auch diese abgesperrt werden musste. Durch den Aufprall platzte ein Schlauch der Hydraulikleitung. Das austretende Öl wurde in einem Ei-

mer aufgefangen und das bereits ausgelaufene Öl mittels Bindemittel gebunden. Der Traktor wurde umgehend mittels Greifzug gesichert. Mit Hilfe eines zweiten Greifzugs wurde der Anhänger und anschließend der Bagger und Traktor wieder aufgerichtet. Die zwei Greifzüge wurden an einem Kirschbaum mittels Bergegurten verankert. Personen kamen keine zu Schaden. Warum der Traktor alleine ins Rollen kam, ist nicht bekannt.

gekommen war und deshalb erst aus dieser herausgezogen werden musste, um es mit dem Abschleppwagen bergen zu können.


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18

Einsätze

3/2008

Penon

Bäche vermuren die Fenner Straße

Am 30. Juli 2008 ging gegen 21.00 Uhr oberhalb Penon ein heftiges Gewitter nieder. 40 l pro m² in einer Zeit von zirka einer Stunde waren genug, um die Bäche bedrohlich anschwellen zu lassen. Nach der Alarmierung durch die Landesnotrufzentrale wurde sofort auf die Fenner Straße gefahren, wo wir schon nach km 6 beim »Torgglbach« nicht mehr weiterkamen. Das nachkommende Einsatzfahrzeug sperrte daraufhin die Straße bei der Grauner-FennerKreuzung ab. Einige Wehrmänner gingen zu Fuß weiter, um nachzusehen, ob Autos bzw. Personen in Gefahr sind. Einstweilen wurde der Bürgermeister, der Straßen-Bauhof, die FF Kurtatsch und die Löschgruppe Fennberg verständigt.

Die FF Kurtatsch kontrollierte die Bäche unterhalb Penon und brachte den Bürgermeister vor Ort, auch die Carabinieri waren anwesend. Nach unserem Kontrollgang Richtung Fennberg stellte sich heraus, dass insgesamt 3 Bäche die Fenner Straße vermurt hatten. Weiters wurde bestätigt, dass keine Person und kein Fahrzeug in Gefahr waren. In den Gasthäusern »Boarnwald« in Oberfennberg und »Zur Kirche« in Unterfennberg waren aber Leute, die aufgrund der versperrten Straße nicht mehr nach Hause konnten. Diese Personen, insgesamt 9, wurden mit dem Fahrzeug der Löschgruppe Fennberg bis zum ersten vermurten Bach transportiert. Danach wurden sie von unseren Wehrmännern zu Fuß und mit

Handlampen bis zu unseren Fahrzeugen und anschließend nach Hause gebracht. Der Bürgermeister, der Zuständige des Amtes für Straßenbau, die Carabinieri und die Feuerwehr beschlossen vor Ort, dass über Nacht keine Aufräumarbeiten durchgeführt werden und somit die Straße gesperrt bleibt. Grund dafür war, unter anderem, dass in den nächsten Stunden noch Regen vorausgesagt worden war (was dann auch eintraf) und die Bäche noch immer Schmutzwasser und Geröll führten. Am frühen Morgen des nächsten Tages wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen und ein Lokalaugenschein von Behörden des Zivilschutzes und der Geologen durchgeführt.

Prösels/Ums

Brand zerstört Wohnhaus Es war Karfreitag, 21. März 2008, um 3.10 Uhr, als ein aufmerksamer Autofahrer von der Völser Straße aus das Feuer beim Haus von Karl Gostner bei Prösels bemerkte und bei der Landesnotrufzentrale Alarm schlug. Kurz dar-

auf heulten in Ums, Völs und Seis die Sirenen. Nach kurzer Zeit traf das TLF der FF Ums mit Einsatzleiter KDT Richard Mahlknecht beim Brandobjekt ein. Ein am Haus angebauter Holzschuppen und der Dachstuhl des

Wohnhauses standen zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Sofort wurden die ersten Löschangriffe mit HD-Rohr durchgeführt. Die drei Personen der Familie Gostner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Wei-


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19 3/2008

Einsätze

tere eintreffende Mannschaften der FF Ums legten gleich zwei Zubringerleitungen vom 200 m oberhalb befindlichen Überflurhydranten zur Einsatzstelle und führten weitere Löschangriffe durch. In der Zwischenzeit waren auch Mannschaften der FF Völs und Seis mit drei Tanklöschfahr-

Beteiligte Einsatzkräfte: • FF Ums, 17 Mann, 1 TLF-A, 1 MTF, 1 MTF mit TSA • FF Völs, 19 Mann u. Frauen, 2 TLF-A, 1 KLF; • FF Seis, 9 Mann, 1 TLF-A, 1 DLK • Weißes Kreuz Seis • Carabinieri Völs • Brandermittler der BF Bozen

zeugen und Drehleiter eingetroffen und begannen mit den Löscharbeiten. Zwei Atemschutztrupps der FF Völs und Ums brachten eine in der Küche befindliche Gasflasche in Sicherheit und machten einen Innenangriff über das Dach. Nach ca. 45 Minuten war der Brand unter Kontrolle und die ersten Einsatzkräfte konnten wieder abrücken. Unter Atemschutz wurde der

Dachboden noch nach Glutnestern abgesucht und diese gelöscht. Das in die Wohnung eingedrungene Löschwasser wurde mit einem Wassersauger entfernt. Zuletzt wurde noch die Brandstelle gesichert. Am Brandobjekt sind auch die Carabinieri Völs, Brandermittler der Bozner Berufsfeuerwehr und der Kaminkehrer eingetroffen, um die Brandursache zu ermitteln.

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20

Übungen

3/2008

Kastelbell

Rauchentwicklung in der Obstgenossenschaft Juval Am Samstag, 12. April 2008, wurde im Abschnitt I im Bezirk Untervinschgau die alljährliche Abschnittsübung abgehalten. Als Übungsobjekt wurde von der FF Kastelbell die Obstgenossenschaft Juval gewählt. Kurz vor 15 Uhr heulten im gesamten Abschnitt I die Sirenen. Die FF Kastelbell erreichte als erste Wehr den Einsatzort und der Kommandant stellte eine starke Rauchentwicklung im Staplerraum fest. Laut Angaben eines Arbeiters der Genossenschaft befinden sich Personen im stark verqualmten Raum. Sofort wurde ein erster Trupp mit schwerem Atemschutz zur Erkundung und zur Rettung der möglichen verletzten Personen losgeschickt. Zeitgleich wurde die Einsatzleitstelle eingerichtet. Nach Eintreffen der FF Tschars und FF Galsaun wurde sofort die Wasserversorgung gesichert und die Atemschutzsammelstelle und Verletztensammelstelle aufgebaut. Weitere Atemschutztrupps wurden zur Rettung der vermissten Personen losgeschickt bzw. für den Einsatz vorbereitet. Mittlerweile schlugen auch die Rauchmelder im Embalagenraum Alarm. Die Einsatzleitung beauftragte sofort die FF Galsaun mit der Erkundung des Raumes. Aufgrund der Kontrolle der Stechkarten war darauf zu schließen, dass sich noch sieben Personen in diesem Bereich aufhalten. Nach kurzer Zeit war klar, dass ein Rückzug über eine bestehende Treppe nicht mehr

möglich war. Somit wurde die Drehleiter der FF Schlanders alarmiert, um die Verletzten aus dem Gebäude zu retten. Den Atemschutztrupps wurde durch das weitere Vordringen in das Gebäudeinnere das Ausmaß des Szenarios deutlich: durch eine Explosion im Staplerraum wurde auch der darüber liegende Ammoniakraum in Mitleidenschaft gezogen und es trat Ammoniak aus einem Leck der Leitung aus. Daraufhin wurde von der Einsatzleitung die Gefahrgutwehr Kortsch, die Dekowehr Göflan und die erweiterte Gefahrgutwehr Morter nachalarmiert. Nach dem Eintreffen der Gefahrgutwehr Kortsch wurde diese von der Einsatzleitung und einem Mitarbeiter des Obstmagazins eingewiesen und übernahm diesen Einsatzabschnitt. Nach der Erkundung eines Trupps unter Vollschutz wurde ein kontaminierter Arbeiter gefunden und zum eingerichteten Dekoplatz gebracht. Ein zweiter Trupp begann währenddessen mit der Leckabdichtung. Im Embalagenraum hatte inzwischen die Rettung der Personen mittels Drehleiter begonnen. Mit Hilfe der Wärmebildkamera konnte rasch der Brand-

herd gefunden und der Schwelbrand an einer Kartonklebemaschine unter Kontrolle gebracht werden. Mit dem Überdruckbelüfter der FF Tschars wurde das Gebäude umgehend vom dichten Rauch befreit und die Arbeit im Inneren des Gebäudes wesentlich erleichtert. Insgesamt kamen elf Atemschutztrupps zum Einsatz, die sämtliche vermissten Personen im Stapler- und im Embalagenraum retten konnten und die Brandherde unter Kontrolle brachten. Aufgrund der Größe des Objektes

Beteiligte Einsatzkräfte: • FF Kastelbell: RLF, ELF-Boot, KLF, MTF • FF Galsaun: TLF, RLF, LF • FF Tschars: TLF, KLF, MTF, KLF-A • FF Kortsch: TLF, GSF, ELF, MTF • FF Göflan: TLF, MTF, Pickup zum Flaschentransport • FF Morter: KLF, RLF • FF Schlanders: DL • Weißes Kreuz: 1 Fahrzeug 2 Mann


Die Freiwillige Feuerwehr

21 3/2008 wurden zwei Brandabschnitte gebildet sowie zwei Atemschutzsammelstellen eingerichtet. Die Versorgung mit Atemluftflaschen wurde von der FF Göflan durchgeführt. Mit einem Einsatzwagen war auch das Weiße Kreuz Schlanders am Einsatz beteiligt. Nach Rückmeldung der einzelnen Einsatzabschnitte wurde nach ca. 1 1/2 Stunden von der Einsatzleitstelle das Übungsende gemeldet. Der gesamte Übungsverlauf wurde von BFP Franz Tappeiner, BFI Hans Telser, AI Walter Moschen, AI Kurt Tappeiner, Obmann der OG Juval Alois Alber, dem Geschäftsführer Peter Stricker sowie vom Vorstandsmitglied der OG Juval Herbert Kreidl aufmerksam verfolgt. In der anschließenden Aussprache wurde der Übungsverlauf von den Funktionären durchwegs gelobt, einige Kleinigkeiten seien jedoch immer verbesserungsbedürftig. Obmann Alois Alber bedankte sich bei den Wehren, dass

Übungen die OG Juval bei der diesjährigen Abschnittsübung als Objekt gewählt wurde, und lud im Anschluss sämtliche Be-

teiligten zu einer Marende im Magazin ein. Insgesamt beteiligten sich 115 Wehrmänner an dieser Übung.

Lichtenberg

Waldbrand auf dem »Neurastboden« Am 2. Juni 2008 fand um 14 Uhr die Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehren des Abschnittes 4 des Bezirks Obervinschgau in Lichtenberg statt. Angenommen wurde ein Waldbrand auf dem »Neurastboden« auf 1.886 Metern. An der Übung nahmen neben

den Freiwilligen Wehren von Lichtenberg, Prad, Stilfs und Sulden auch das Weiße Kreuz mit einem Einsatzfahrzeug und die Forststation von Prad mit drei Forstbeamten teil. Die 73 anwesenden Wehrmänner, die sehr rasch am Einsatzort eintrafen, mussten zur Brandbekämpfung eine

Relaisschaltung aufbauen, die einen Höhenunterschied von ca. 142 Metern zu bewältigen hatte. Um 15.05 Uhr gelangte das erste, über vier Pumpen transportierte Löschwasser an der Einsatzstelle an. Dadurch konnte der Brand in kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. An der Gemeinschaftsübung waren die einzelnen Wehren mit insgesamt zehn Fahrzeugen beteiligt. Anwesend waren auch der Bezirksfeuerwehrpräsident Franz Erhard, der Bezirksfeuerwehrinspektor Armin Plagg, der Abschnittsinspektor Josef Prugger, die Leiterin der Forststation Prad Barbara Folie und der Bürgermeister von Prad Dr. Hubert Pinggera. Sie alle betonten am Ende der Übung die Bedeutung der Koordination zwischen den einzelnen Rettungsorganisationen und verwiesen darauf, dass Gemeinschaftsübungen die beste Übungsmöglichkeit darstellen, um auch für den Ernstfall optimal gerüstet zu sein. FF Lichtenberg


Die Freiwillige Feuerwehr

22

Übungen

3/2008

Kurtatsch

Evakuierungsübung im Altenpflegeheim Einen etwas anderen Heimalltag erlebten am Samstag, den 7. Juni 2008 die Bewohner des Altenpflegeheimes von Kurtatsch, da an diesem Tag die periodische Evakuierungsübung mit der Feuerwehr durchgeführt wurde. Übungsannahme war ein Feuer im Kellergeschoss, das die zum großen Teil bettlägerigen Bewohner bedrohte. Gegen 9.30 Uhr wurde die Feuerwehr Kurtatsch mit der Meldung »Brand in der Wäscherei des Pflegeheimes« alar-

Beteiligte Einsatzkräfte: • FF Kurtatsch mit 20 Mann, MTF, TLF, KLF, KRF

miert. In kurzer Zeit waren die ersten Mannschaften vor Ort und wurden dort sofort von einer Pflegerin über die Anzahl und Lage der Heiminsassen sowie über den Ort des Brandherdes informiert. Umgehend wurden vom Einsatzleiter die Abschnitte »Evakuierung« und »Brandbekämpfung« gebil-

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det. Die Rettung der 28 Heiminsassen sowie der sechs Pflegerinnen über das Stiegenhaus und die Nottreppe verlief zügig, bewährt haben sich dabei die vom Pflegeheim angeschafften Evakuierungstücher. Diese ähnlich dem Tragetuch ausgeführten Tücher befinden sich unter jeder Bettmatratze. Die darauf liegende Person wird mit Gurten festgeschnallt und kann dann von einer einzelnen Person aus dem Gefahrenbereich gezogen werden. Parallel zur Evakuierung ging ein Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung vor. Um zu verhindern, dass sich durch das Öffnen der Tür zum Brandraum der Rauch ungehindert im Stockwerk ausbreiten konnte, musste der Trupp durch einen Kellerschacht einsteigen. Dabei fanden sie eine verletzte Person vor, welche mit der Schleifkorbtrage in Sicherheit gebracht wurde. Die Brandbekämpfung selbst wurde nun durch einen zweiten Atemschutztrupp durchgeführt. Nach Abschluss der Übung äußerten sich das Pflegepersonal sowie der anwesende Brandschutzbeauftragte des Heimes positiv über den Verlauf der Übung. M. Marcinczak


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23 3/2008

Übungen

Untermais

Feuerwehren proben Gefahrguteinsatz

Am Samstag, 17. Mai, organisierte die FF Untermais in Zusammenarbeit mit dem Milchhof Meran eine Gemeinschaftsübung. Simuliert wurde ein Entstehungsbrand im Kartonagenlager im Untergeschoss mit Austritt gefährlicher Stoffe. Die Freiwillige Feuerwehr Untermais wurde kurz nach 14 Uhr gemäß Alarmstufe 1 mit Stichwort »Rauchentwicklung im Kartonagenlager des Milchhofs Meran, zwei Personen vermisst« alarmiert und rückte aus. Die Feuerwehr führte eine Lageerkundung durch und ging zur Personenrettung

Beteiligte Einsatzkräfte: • FF Untermais, 24 Mann, 1 TLF, 1 KDO-A, 2 KLF, 1 GW • FF Meran, 5 Mann, 1 GSF, 1 Pick-up • FF Freiberg, 10 Mann, 2 KLF • FF Gratsch, 2 Mann, 1 ASF • FF Labers, 9 Mann, 2 KLF • FF Obermais, 6 Mann, 1 GW-Deko • FF Marling, 7 Mann, 1 TLF • WK Meran, 2 Personen, 1 KTW • Stadtpolizei Meran, 2 Personen

mit schwerem Atemschutz vor. Dabei stellte sich heraus, dass sich das Feuer im Untergeschoss ausgebreitet hatte und aus einem Behälter Natriumhydroxidlösung austrat. Aufgrund des angenommenen Großereignisses wurden gemäß Alarmstufe 7 die Feuerwehren von Meran, Obermais, Freiberg/Sinich, Labers und Gratsch alarmiert. Zudem wurde aufgrund des Brandes im Kartonagenlager auch die FF Marling nachalarmiert. Die beiden verletzten Personen konnten rasch gerettet und Helfern des Weißen Kreuzes von Meran übergeben werden. Die FF Meran übernahm mit ihrem Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug (GSF), unter Mitarbeit von Wehrmännern der FF Freiberg, wie im Gefahrgutkonzept vorgesehen, das Suchen und Abdichten des Natriumhydroxidbehälters. Die Feuerwehr Obermais baute in der Zwischenzeit die Dekontaminationsstelle auf und führte die Dekontamination von Verletzten und Einsatzkräften durch. Die Feuerwehr Gratsch war für die Atemschutzüberwachung und -sammelstelle verantwortlich. Den Feuerwehren Untermais und Marling oblagen der 3-fache Brandschutz (Wasser, Pulver und Schaum) sowie die Brandbekämpfung im Kartonagenlager. Zudem mussten die FF Labers und Freiberg eine ca. 300 m lange Zubringer-

leitung vom nahe gelegenen Tiefwasserbrunnen eines Bauernhofes legen. Nach 1 1/2 Stunden konnte die Übung beendet werden. Bei der Nachbesprechung stellte der Einsatzleiter Josef Fuchsberger, Kommandant der FF Untermais, fest, dass neben dem Spezialgerät auch eine große Anzahl an Einsatzkräften zur Abarbeitung der vielfältigen Aufgaben notwendig ist. Nach der Besprechung lud der Milchhof Meran alle beteiligten Wehrmänner und Mitarbeiter des Milchhofs zu einem gemütlichen Beisammensein bei einer kleinen Grillfeier ein.


Die Freiwillige Feuerwehr

24

Übungen

3/2008

Rein in Taufers

Brand Bergstation Pichlerlift Am Samstag, 31. Mai 2008, organisierte die Freiwillige Feuerwehr Rein eine Gemeinschaftsübung des Abschnittes 7. Als Übungsobjekt diente das Gebäude der Bergstation beim Pichlerlift in Rein. Um Punkt 9 Uhr rückte die Feuerwehr Rein zur Übung aus. Gleichzeitig wurden vom Gerätehaus über Funk alle neun Wehren des Abschnittes mit den dazu benötigten Einsatzmitteln sowie die Freiwillige Feuerwehr Bruneck mit 30 Atemluftflaschen und einem KLF mit Besatzung alarmiert. Das Weiße Kreuz Ahrntal wurde telefonisch angefordert. Raimund Eppacher, der Kommandant der Feuerwehr Rein, übernahm die Gesamteinsatzleitung. Der Erstangriff am Brandobjekt wurde von der FF Rein mit einem TLF, einem Löschfahrzeug und mit drei C-Strahlrohren durchgeführt. Die Versorgung des TLF erfolgte über die Leitung der Beschneiungsanlage. Der Atemschutztrupp 1 Rein, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, hatte die Aufgabe, das Gebäude nach vermissten Personen abzusuchen. Der Atemschutztrupp 2 Rein war als Rettungstrupp vor Ort in Bereitschaft. Nach 15 Minuten Übungseinsatz wurde eine Atemschutzsammelstelle (Lösch-Rein mit Atemschutzwart Ernst

Seeber) und ein Atemschutz-Abschnittsleiter (KDT-STV Ernst Mairhofer) eingerichtet. Der Zugskommandant Robert Berger wurde vom Einsatzleiter als Abschnittsleiter für die Wasserförderung ernannt. Er bekam den Einsatzauftrag, von der Wasserentnahmestelle Knuttenbach bei der Ebnerbrücke und über weitere vier Pumpen eine Zubringerleitung zum TLF 5000 der FF Mühlen am Brandobjekt aufzubauen. Weiters erhielt die FF Ahornach mit einem TLF (Wasser und Leichtschaum) den Befehl, die Brandbekämpfung im Keller und Heizraum durchzuführen. Die FF Mühlen schirmte mit ihrem TLF5000 (Wasser und Schwerschaum) den Wald und die Liftanlage ab. Für die Versorgung der Patienten wurde für den Rettungsdienst ein Einsatzzelt der Feuerwehr Sand in Taufers errichtet. Von den sechs Atemschutztrupps wurden sieben Personen aus Keller und Tiefgarage gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Der Einsatzleiter des Weißen Kreuzes erklärte bei der Nachbesprechung, dass dies eine echte Herausforderung gewesen sei. Eine solche Situation könnte sich auch schnell im Ernstfall ergeben, da der Anrufer dem Disponenten der Landesnotrufzentrale keine

genauen Angaben über verletzte Personen im Keller machen konnte. Er lobte die Übung und deren Koordinierung. Bezirksfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Hermann Schmid überbrachte die Grüße des Präsidenten und des Inspektors, lobte die Übung und die Wichtigkeit solcher Großübungen und dankte den 102 Wehrleuten für ihren Einsatz in ihrer Freizeit. Abschnittsinspektor Alois Steger ging in seinen Ausführungen auf die Einsatztaktik ein. Er lobte zum Ersten den raschen Atemschutzeinsatz und die gezielte Atemschutzüberwachung, zudem hob er die Wichtigkeit einer Abschnittsbildung bei größeren Ereignissen hervor. Der Leiter der Forststation von Sand in Taufers Georg Ratschiller dankte der Feuerwehr Rein und allen anderen Wehren, die immer wieder Waldbrandübungen organisieren. Der Kommandant Raimund Eppacher bedankte sich abschließend bei allen für die Teilnahme an der Übung sowie bei Herrn Benjamin Steinkasserer für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und lud alle zu einem Mittagessen ein. Der Kommandant Raimund Eppacher


Die Freiwillige Feuerwehr

26

Die Feuerwehren berichten

3/2008

FF Eggen

Einweihung eines neuen KLF und Sommerfest Seit einigen Monaten ist die Feuerwehr Eggen in der Gemeinde Deutschnofen im Besitz eines neuen Kleinlöschfahrzeuges. Am Sonntag, 8. Juni, wurde das Fahrzeug nun anlässlich des Sommerfestes der Feuerwehr feierlich seiner Bestimmung übergeben. Die Patenschaft hat dabei Frau Wally Pichler übernommen. Am Morgen des 8. Juni hatten sich auf dem Festplatz in Birchabruck zahlreiche Abordnungen, Ehrengäste sowie ein großer Teil der Eggener Bevölkerung eingefunden, um der Einweihung des neuen Fahrzeugs beizuwohnen. Nachdem Pfarrer Wendelin Pohl gemeinsam mit dem Bezirksfeuerwehrkuraten Pater Reinald Romaner den Segen Gottes auf das Fahrzeug herabgefleht hatte, erläuterte Kommandant Karlheinz Fäckl die Gründe und den Ablauf der Neuanschaffung. Das vorherige Löschfahrzeug Chevrolet aus dem Jahr 1981 entsprach in keiner Weise mehr den heutigen Sicherheitsbestimmungen. Es wurde auch immer schwieriger, das Fahrzeug bei der technischen Überprüfung für den Straßenverkehr zuzulassen. Außerdem musste für die Löschgruppe Birchabruck, die in ihrem Gerätehaus auch den Abschnittsstützpunkt betreut, ein Fahrzeug für neun Personen mit Atemschutz und Wasservorrat angeschafft werden. So begann man ein neues Fahrzeug zu planen, wobei man sich nach vielen Besichtigungen, Vorfüh-

V.l.n.r.: Das neue Eggener Kleinlöschfahrzeug mit AI Peter Simmerle, BFP Josef Mair, BM Bernhard Daum, Patin Wally Pichler, Kdt. Karlheinz Fäckl, Kdt.-Stv. Max Niederstätter

rungen und Probefahrten für das heutige Fahrzeug entschied. Kommandant-Stellvertreter Max Niederstätter stellte daraufhin die Neuanschaffung kurz vor: Es handelt sich dabei um einen MB Sprinter 518 4X4 Mantra von Achleitner, sechs Tonnen Gesamtgewicht, 185 PS, Mannschaftsraum für neun Personen, 200-LiterWassertank und 20 Liter Schaummittel mit Schnellangriff, Tragkraftspritze Ziegler Ultra Power, Lichtmast, Stromgenerator und weiteren Gerätschaften für technische und Brandeinsätze. Das Fahrzeug bietet der Mannschaft dank des starken Motors und des Bremssystems Thelma im geographisch extrem schwierigen Einsatzgebiet der Feuerwehr Eggen ausgezeichnete Sicherheit und Schnelligkeit. Der Kassier der Eggener Wehr und zugleich Abschnittsinspektor Peter Simmerle trug in seinen Ausführungen die Geschichte des Ankaufs aus finanzieller Sicht vor. Der stolze Gesamtpreis von 150.000 Euro wurde von der Gemeinde Deutschnofen mit 42.000 Euro, der Fraktion Eggen mit 30.000 Euro, dem Land mit 25.300 Euro, der

Raika Deutschnofen-Aldein mit 5.000 Euro und der Obereggen AG mit 8.000 Euro großzügig mitfinanziert. Den Restbetrag übernahm die Feuerwehr selbst. Bei der Feier zur Übergabe des Kleinlöschfahrzeugs ergriffen auch Bürgermeister Bernhard Daum, Gemeindereferent Siegfried Pichler, Fraktionsvorsteher Hubert Eisath sowie Bezirksfeuerwehrpräsident Josef Mair das Wort. Sie alle beglückwünschten die Eggener Wehr zum neuen Fahrzeug, bekräftigten dessen Notwendigkeit und dankten der Bevölkerung für ihre großzügigen Spenden. Anschließend konnte das Fahrzeug bei einem Umtrunk und einer Vorführung begutachtet werden. Noch den ganzen Tag hindurch war es Anziehungspunkt für die zahlreichen Besucher, die zum Sommerfest der Feuerwehr Eggen kamen.


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27 3/2008

Die Feuerwehren berichten

FF Mals

Schweres Rüstfahrzeug mit Kran in den Dienst gestellt Zusammen mit der diesjährigen Florianifeier wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Mals das langersehnte neue Rüstfahrzeug offiziell in den Dienst gestellt. Um 8.30 Uhr begann die Feier mit dem festlichen Einzug von der früheren Gerätehalle (heute Musikprobelokal) ausgehend durch das Dorf zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche. Den Festzug führte die Musikkapelle Mals an, gefolgt von Abordnungen der Feuerwehren des Bezirkes Obervinschgau, den Ehrengästen, der FF Mals mit ihren Patinnen, der Jugendfeuerwehr und schließlich dem festlich geschmückten Rüstwagen mit Obermaschinist Elmar Pazeller am Steuer. Nach dem Festgottesdienst begrüßte Kommandant und Bezirksinspektor Armin Plagg die Ehrengäste, allen voran Bürgermeister Josef Noggler, den Landesfeuerwehrpräsidenten Rudi Hofer und den Kommandanten der Berufsfeuerwehr Bozen Ernst Preyer. Aber auch die Bezirksfunktionäre, mit Be-

zirkspräsident Franz Erhard an der Spitze, die Kommandanten der 21 Wehren des Bezirkes, die Gemeindeausschussmitglieder, die Vertretung des Landesstraßendienstes mit Werner Stecher sowie die eigenen Wehrmänner und Patinnen. Das alte Rüstfahrzeug habe 30 Jahre auf dem Buckel gehabt und den heutigen Anforderungen an Leistung und Ausrüstung längst nicht mehr entsprochen, sagte der Kommandant in seiner Ansprache. Drei Anforderungen wurden an das neue Fahrzeug gestellt: es muss auf dem neuesten Stand der Technik und mit einem Kran ausgerüstet sein, es soll wieder eine Lebensdauer von vielleicht auch mehr als dreißig Jahren haben und für die Feuerwehr Mals finanzierbar sein. Weiters soll es möglich sein, die engen Dorfstraßen mit dem Fahrzeug zu befahren. Deshalb sei die Kaufentscheidung nicht leicht gefallen. Doch mit Beiträgen des Landes, der Gemeinde Mals, der Frak-

Gruppenbild mit dem neuen SRF – A – v.l.n.r.: Bezirksfeuerwehrpräsident Franz Erhard, Landesfeuerwehrpräsident Rudolf Hofer, Kommandant der Berufsfeuerwehr Ernst Preyer, Obermaschinist Elmar Pazeller, Patin Erika Waldner, Bürgermeister Josef Noggler, Patin Elfriede Waldner, Bezirkspräsidentstellvertreter Manfred Thöni, Kommandant Armin Plagg und sein Stellvertreter Karl Josef Angerer

Aufstellen der Rettungsbühne

tionsverwaltung und Finanzmitteln der eigenen Wehr konnten die rund 300.000 Euro aufgebracht werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass einige Geräte und Werkzeuge aus dem »Vorgänger« weiterverwendet werden konnten. Im Rahmen einer Schauübung wurde das neue Rüstfahrzeug den Gästen und der sehr interessierten Bevölkerung vorgestellt. Das Fahrzeug SRF–A ist auf MERCEDES AXOR 1833 aufgebaut und mit Kran HIAB HIDUO 166D-5 versehen. Weitere Ausstattung in groben Zügen: Seilwinde 7,5 t, Stromerzeuger 50 kVA, Lichtmast, Rettungsbühne, Plasmaschneider, zwei Tauchpumpen, drei Hubzüge usw. Das Rüstfahrzeug steht im Zivilschutzzentrum des Obervinschgauer Hauptortes Mals und dient als Bezirksfahrzeug. Dort sind auch die weiteren Bezirksfahrzeuge untergebracht und werden von der FF Mals betreut und im Notfall auf Bezirksebene eingesetzt, wie das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug, die Drehleiter, das Einsatzleitfahrzeug und das Kleintransportfahrzeug mit Kran.


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FF Mühlbach

Feuerwehr absolviert ein Fahrsicherheitstraining

Elchtest bestanden! Als erste Freiwillige Feuerwehr Südtirols hat die Feuerwehr Mühlbach ein Training im kürzlich eingeweihten Safetypark in Pfatten absolviert. Am 7. Juni traten 13 Wehrmänner mit Fahrzeugen an, um bei einem Fahrsi-

cherheitstraining das Feuerwehrfahrzeug und dessen Grenzen besser kennen zu lernen. Nach einer kurzen theoretischen Einschulung wurde allen Beteiligten ein Funkgerät übergeben, durch welches der Instruktor die jeweiligen Übungen erklärte.

Ein erheblicher Unterschied wurde bereits beim Slalomfahren auf trockenem Asphalt und anschließend auf nassem Boden festgestellt. Es folgte ein Rundkurs mit nassem, rutschigem Straßenbelag, bei dem es darum ging, mit dem Fahrzeug in der Spur zu bleiben. Nach einer weiteren Vorstellung durch die Instruktoren wurde der Bremsweg gemessen. Wasserfontänen wurden in die Höhe geschossen und die Teilnehmer hatten die Aufgabe, vor dem Wasser abzubremsen, und das bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Anschließend folgte noch der »Elchtest«. Zwei Wasserfontänen wurden wieder in die Höhe geschossen. Sofern ein Abbremsen nicht möglich war, musste der Lenker mit dem Fahrzeug dem Wasser ausweichen. So konnte speziell das ABS-System nicht nur ausprobiert, sondern richtig kennen gelernt werden. Der abschließende Schleuderkurs war eine besondere Herausforderung für jeden Fahrzeuglenker. Nachdem das Heck des Wagens künstlich geschleudert wurde, galt es, den Wagen in der »Spur« zu halten und entsprechende Gegenlenkungen vorzunehmen. Nach dem vierstündigen Training, das sehr viel Konzentration abverlangte, traten die Wehrmänner sehr zufrieden den Heimweg an. Die Begeisterung war allen anzumerken. Egon Daporta


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FF Pfalzen

Neues Löschfahrzeug in den Dienst gestellt Bereits vor zwei Jahren begann die Freiwillige Feuerwehr Pfalzen unter der Leitung des Kommandanten Paul Mairvongraßpeinten über den Austausch des Kleinlöschfahrzeuges vom Typ CHEVROLET nachzudenken und konkret nach Alternativen zu suchen. Am Florianisonntag war es nun so weit und das neue Fahrzeug vom Typ IVECO – Daily wurde gesegnet und offiziell in den Dienst gestellt. Nach dem traditionellen Festgottesdienst zu Ehren des Schutzpatrons St. Florian, an dem die Feuerwehren Pfalzen und Issing begleitet von der Musikkapelle Pfalzen teilnahmen, wurde die Segnung des neuen Fahrzeuges und der Festakt bei der Feuerwehrhalle vorgenommen. Kommandant Paul Mairvongraßpeinten konnte neben Hochwürden Leopold Neumair, Bürgermeister Josef Gatterer, Landesrat Hans Berger und Bezirksfeuerwehrpräsident Anton Schraffl eine Reihe weiterer Ehrengäste, die Mitglieder der Feuerwehren Pfalzen und Issing und auch die gesamte Dorfbevölkerung begrüßen. Die festliche Segnung des neuen Fahrzeuges wurde durch Hochwürden Leopold Neumair im Beisein der Fahrzeug-

patin Erika Mairvongraßpeinten vorgenommen. Alle Festredner waren sich darin einig, dass ein den derzeitigen und den zu erwartenden Anforderungen gerecht werdendes Fahrzeug notwendig wurde. Mit dem IVECO-Daily wurde ein Fahrzeug gewählt, das für unsere Gegebenheiten die besten Voraussetzungen hat, wie: Allradantrieb, sechs Tonnen Gesamtgewicht und leistungsstarker Euro-4-Dieselmotor. Nach dem Festakt, der von den Klängen der Musikkapelle Pfalzen begleitet wurde, lud Kommandant Paul Mair-

vongraßpeinten alle Anwesenden zum Umtrunk ein. An dieser Stelle sei allen herzlichst gedankt, die zur Finanzierung des neuen Fahrzeuges beigetragen haben. Neben Land und Gemeinde, die den Großteil der Gesamtkosten von 120.000 Euro übernommen haben, wird der Fraktionsverwaltung Pfalzen, der Raiffeisenkasse Pfalzen und insbesondere der Dorfbevölkerung gedankt, welche durch eine Vielzahl von Geld- und Sachspenden immer wieder die Feuerwehr unterstützt und somit zur Finanzierung mit beiträgt. Kurt Gatterer


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FF Prissian

Zwei neue Fahrzeuge zum Jubiläum

V.l.n.r.: German Mair, die Patinnen Marianne Mair und Helene Geiser, Max Pollinger, Thomas Knoll sowie die Patinnen Johanna Windegger und Olivia Holzner mit Vizekommandant Christoph Matscher

Zwei neue Einsatzfahrzeuge, ein Kleintransportfahrzeug Mercedes Sprinter und ein Kleinrüstfahrzeug Mercedes G, wurden am 20. April 2008 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Prissian vom Tisner Ortspfarrer und Dekan Alexander Raich gesegnet und somit offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Davor hatte der Seelsorger beim Pavillon einen Festgottesdienst zelebriert. Das neue Kleinrüstfahrzeug ersetzt einen alten und nicht mehr zeitgemäßen Land-Rover, der vor ca. 20 Jahren in den Feuerwehrdienst gestellt worden war. Neben neuester Weber-Rettungstechnik ist das in Südtirol vermutlich einzi-

ge Fahrzeug mit diesem Aufbau u. a. mit vier Atemschutzgeräten, einem Wassertank mit Löschsystem Wasser/ Schaum sowie einer Seilwinde ausgestattet. Im Rahmen der Jubiläumsfeier erhielt der langjährige Kassier Norbert Mair aus den Händen von Kommandant German Mair das silberne Verdienstkreuz mit dazugehörender Urkunde für 25 Jahre treuen Dienst für Gott und den Nächsten überreicht. Zudem hat die Gesellschaft ITAS Landesversicherungen der FF Prissian 100 hochwertige Polo-Shirts mit dem neuen Logo der Wehr gesponsert. Somit können die Florianijünger bei Veranstaltungen u. a. einheitlich auftreten.

Mit ihrem Besuch beehrten u. a. auch der Tisner Bürgermeister Thomas Knoll, Bautenlandesrat Florian Mussner, der Landtagsabgeordnete Seppl Lamprecht, Bezirksfeuerwehrinspektor Max Pollinger und Abschnittsinspektor Richard Gasser die Prissianer Florianijünger. Leo Hillebrand stellte die neue und vor allem aufwändig gestaltete Vereinschronik vor. Die Musikkapelle Prissian umrahmte die Feier passend. Zur Feier waren auch Kameraden der umliegenden Wehren sowie jene aus Wolfersdorf gekommen: an der Spitze der bayrischen Delegation war der gute Freund der Freiwilligen Feuerwehr Prissian, Heinz Fischer, Kreisbrandrat von Freising Land.

Kameradschaft zu bayerischen Florianijüngern gestärkt Eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr Prissian mit Kommandant German Mair an der Spitze zog es vom 26. bis 27. Juli nach Wolfersdorf in Bayern im Landkreis Freising. Anlass dazu war die Segnung eines neuen Mehrzweckeinsatzfahrzeugs Mercedes Sprinter der Freiwilligen Feuerwehr Wolfersdorf. Seit einiger Zeit verbindet die beiden Wehren eine besondere Kamerad-

schaft, die mit Gegenbesuchen immer wieder neu gestärkt wird. Zuletzt waren Wolfersdorfer Wehrmänner bei der 100-Jahr-Feier und beim großen Zeltfest der Freiwilligen Feuerwehr Prissian im Burgendorf. Begrüßt wurden die Prissianer in Bayern u. a. von Kommandant Anton Kaindl, Bürgermeister Sebastian Mair und Kreisbrandrat Heinz Fischer.


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FF Rein

45-Jahr-Feier mit Fahrzeugsegnung Am Sonntag, 25. Mai 2008, feierte die Feuerwehr Rein ihr 45-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass konnte auch das neue Einsatzfahrzeug vom Typ Iveco Daily eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Nach dem feierlichen Einzug von der Grundschule zur Feuerwehrhalle, begleitet von der Musikkapelle Ahornach, den Fahnenabordnungen des Bezirkes Unterpustertal sowie des Abschnittes 7, Delegierten, Funktionären, Patinnen und der Jubelwehr, wurde gemeinsam mit Pfarrer Harald Köstler und großer Beteiligung der Bevölkerung von Rein der Festgottesdienst gefeiert. Im Rahmen dieser Feier wurde auch das neue Einsatzfahrzeug gesegnet, dessen Patenschaft Frau Edith Holzer übernommen hat. Nach dem Festgottesdienst konnte Kommandant Raimund Eppacher in seiner Ansprache zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran den höchsten Feuerwehrmann des Landes Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, Landesrat Hans Berger, Bürgermeister Helmuth Innerbichler, Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, Bezirksfeuerwehrinspektor Herbert Thaler, Bezirksfeuerwehrpräsident-Stv. Hermann Schmidt samt mehreren Funktionären

des Bezirkes, Schützenhauptmann Andreas Bacher, alle anwesenden Referenten und Gemeinderäte, Forstinspektor Georg Ratschiler, die Direktoren der Raiffeisenkasse und der Volksbank Hartmann Forer und Leonhard Gruber sowie Josef Ramminger von der Fa. Lohr-Magirus bei Graz. Nach der Begrüßung streifte der Kommandant kurz die 45-jährige Geschich-

te der FF Rein, wobei er sich hauptsächlich auf den Ankauf der Fahrzeuge beschränkte, da ein detaillierter Rückblick über die Feuerwehr bereits bei der 40-Jahr-Feier gemacht wurde. Die Anschaffung des neuen Fahrzeuges war notwendig geworden, da das alte Löschfahrzeug, Baujahr 1972, nicht mehr den Anforderungen entsprach und somit ausgetauscht werden musste. Gemäß den Vorgaben seitens des Bezirkes, wurde jedoch ein kleineres Fahrzeug angekauft, angepasst an die Bedürfnisse der heutigen Zeit für die Feuerwehr Rein. Es handelt sich hierbei um einen Iveco Daily Allrad mit 180 PS und einem Gesamtgewicht von 6,7 Tonnen, einer Neun-Mann-Kabine, einer TS8/8 mit Zubehör, Stromaggregat über Nebenantrieb mit 20kVA sowie einem Lichtmasten mit 4 x 1000 W. Als Besonderheit verfügt das Fahrzeug über eine hydraulisch aufrollbare Schlauchhaspel mit 300-m-B-Leitung, welche eine Neuheit bei den Südtiroler Feuerwehren ist. Wie wertvoll die schnelle Hilfe der Feuerwehr Rein in den ersten Minuten, aufgrund der geographischen Entfernung zu den Bodenfraktionen, ist, hob Bürgermeister Helmuth Innerbichler in


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Die Feuerwehren berichten

seiner Ansprache hervor. Auch aus diesem Grund hat die Gemeindeverwaltung mitsamt Gemeinderat den Ankauf des neuen Löschfahrzeuges unterstützt. Überhaupt sei die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehren in unseren Dörfern hoch einzuschätzen. Er dankte dem Kommandanten für die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, lobte die vorbildliche Instandhaltung des Gerätehauses und wünschte den Wehrleuten weiterhin viel Freude bei ihrer Arbeit. Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer gratulierte der Reiner Wehr für den Ankauf des neuen Fahrzeuges, dankte auch der Bevölkerung für die Unterstützung und lobte die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr. Bezirksinspektor Herbert Thaler überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes und gratulierte der Feuerwehr Rein ebenfalls zum Ankauf des neuen Löschfahrzeuges. Er betonte hierbei besonders, dass der Aufbau des Fahr-

Rescue & Work

zeuges den neuesten technischen Anforderungen entspricht und dabei besonders auf Funktionalität und Einsatztaktik geachtet wurde. Die vorbildliche Vorgangsweise beim Ankauf dieses Fahrzeuges sei auch deshalb hervorzuheben, weil das Fahrzeug von 11 Tonnen auf 6,7 Tonnen Gesamtgewicht reduziert wurde. Dass Landeshauptmann Luis Durnwalder auch immer ein offenes Ohr für die Reiner Bevölkerung und insbesondere für die Feuerwehr hat, zeigt allein die Tatsache, dass wir ihn nach 2003 bereits zum zweiten Mal zu einer Einweihungsfeier der Feuerwehr Rein begrüßen durften. Es soll auch in Zukunft so bleiben, zumindest brachte er dies in seiner Festrede zum Ausdruck. Als Bindeglied fungiert dabei besonders Landesrat Hans Berger, der gleich einem Funkumsetzer die Belange der Feuerwehr an den Landeshauptmann weiterleitet, wie es Kommandant Eppacher passend zum Ausdruck brach-

te. Er stellte den Zusammenhalt der örtlichen Vereine sowie der Dorfgemeinschaft als Beispiel des Ehrenamtes hin, das in Südtirol, angefangen bei den Chören bis hin zu den Zivilschutzorganisationen, noch funktioniert und deshalb auch gefördert wird. Neben der Segnung des neuen Fahrzeuges wurde der Kamerad Hermann Oberarzbacher für seine 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr Rein mit dem Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet sowie den Patinnen Annelies Berger und Edith Holzer das Patinnenabzeichen als Anerkennung des Dankes verliehen. Mit einem Umtrunk und einem kleinen Buffet, umrahmt von der Musikkapelle Ahornach, und der Besichtigung des neuen Einsatzfahrzeuges klang das Fest aus. Freiwillige Feuerwehr Rein Die Kommandantschaft Raimund Eppacher Ernst Mairhofer

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FF Seis

Karl Prossliner feiert 100. Geburtstag Dem wahrscheinlich ältesten Feuerwehrmann Südtirols, Karl Prossliner, konnten der vor 30 Jahren jüngste Kommandant Südtirols Erich Mayrl sowie Bezirksfeuerwehrpräsident Josef Mair und eine Abordnung Feuerwehrmänner der FF Seis zum 100. Geburtstag gratulieren. Prossliner ist am 26. August 1908 geboren und seit 1936 Mitglied der FF Seis. 37 Jahre war er aktives Mitglied und seit 35 Jahren ist er Mitglied außer Dienst. Zum Dank überreichte man ihm einen geschnitzten Florian, worüber sich der Jubilar sichtlich freute. Neben seiner Verwandtschaft waren

auch zahlreiche andere Gratulanten erschienen. Der rüstige Jubilar wohnt seit kurzer Zeit im Martinsheim Kastelruth. Dessen Präsident Otto Dissertori gratulierte von Herzen und berichtete den Anwesenden kurze Episoden aus Karls arbeitsreichem und manchmal nicht so einfachem Leben. Der Bürgermeister Dr. Reichhalter überbrachte im Namen der Gemeindeverwaltung die besten Glückwünsche zum runden Geburtstag. Wir wünschen unserem Feuerwehrkameraden alles Gute, weiterhin viel Freude und Gesundheit!

FF Tschars

Teilnahme bei zweiter Feuerwehr-Oldtimer-WM Vom 4. bis 6. Juli 2008 fand in Bruck bzw. Fusch am Großglockner die 2. Feuerwehr-Oldtimer-Weltmeisterschaft statt. Höhepunkt dieser Veranstaltung, an der über 30 Feuerwehr-Oldtimer teilnahmen, war eine Ausfahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße. Bereits am Freitag begann die Veranstaltung im Brucker Ortszentrum mit der Aufstellung der Fahrzeuge sowie der Startnummernausgabe. Nach einer kurzen Fahrerbesprechung stand eine erste Fahrt mit den Oldtimern durch den Ort Bruck mit offizieller Vorstellung der Fahrzeuge auf dem Programm. Danach erfolgte die Abfahrt in

Richtung Fusch-Großglockner als erste Wertung des Gleichmäßigkeits-Zeitfahrens der Feuerwehr-Oldtimer-WM 2008. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Strecke von etwa 7 km mit einer kurz vor dem Start bekannt gegebenen Geschwindigkeit (25,8 km/h) zu bewältigen. Ab 19 Uhr fand in Fusch die offizielle Eröffnung der Feuerwehr-Oldtimer-WM 2008 statt. Am Samstag um 8 Uhr erfolgte die Abfahrt Richtung Mautstelle Ferleiten, von wo aus im Minutentakt auf den Großglockner gestartet wurde. Für die Bewältigung dieser Strecke mit über 1.300 Höhenmetern und einem atem-

beraubenden Ausblick war wieder die Gleichmäßigkeit der Fahrt ausschlaggebend. Das Ziel dieser Fahrt befand sich auf 2.428 m auf dem Fuscher Törl. Am Samstag Nachmittag trafen die Teilnehmer im WM-Areal bei der Stiegl-Halle in Bruck ein, wo ab 20 Uhr die Preisverleihung der 2. FeuerwehrOldtimer-Weltmeisterschaft 2008 stattfand. Mit dem Oldtimer-Corso rund um den Zeller See am Sonntag Vormittag war auch die Feuerwehr-OldtimerWM 2008 zu Ende. Weitere Infos der Veranstaltung finden Sie auf www.feuerwehrautowm.at


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FF St. Michael/Kastelruth

Feuerwehrhaus wird erweitert und gesegnet Ein Freudentag für die Feuerwehr von St. Michael! Die Erweiterung des Feuerwehrhauses ist gut gelungen. Der Wettergott hatte Einsicht mit der Feuerwehr und so konnte ein festlicher Einzug von der Kirche zum Feuerwehrgerätehaus stattfinden, wo im nahe liegenden Schulgebäude der Gottesdienst mit Dekan Franz Pixner gefeiert wurde. Nach der Segnung des Gerätehauses begrüßte der Kommandant Norbert Karbon den Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, den Landesrat Dr. Florian Mussner, den Bürgermeister Dr. Hartmann Reichhalter, den Vizebürgermeister und Referenten für Feuerwehrwesen Dr. Martin Fill, den Fraktionsvertreter und Gemeindereferenten Richard Trocker, die Gemeindereferentin Annemarie Lang Schenk und die anwesenden Gemeinderäte. Weiters begrüßte er den Bezirksfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Norbert Merler, den Abschnittsinspektor Arthur Rauch, die Abordnungen der Feuerwehren der Umgebung und den Obmann der Raiffeisenkasse Josef Fulterer. Ein besonderer Gruß galt den Kameraden der Michaeler Feuerwehr, dem Ehrenkommandanten Anton Rier, den Mitgliedern außer Dienst, den Gründungsmitgliedern und den Patinnen. Rückblickend schilderte Karbon den Werdegang der bestehenden Feuerwehr, die im Jahre 1972 als Löschzug der Feuerwehr Kastelruth und am

4. Juni 1986 als eigenständige Wehr gegründet wurde. Im Jahre 1982 wurde mit dem Bau des Gerätehauses begonnen, vorher waren die Geräte und ein Fahrzeug bei Privaten untergebracht. Nach dreijähriger Bauzeit, zum größten Teil durch Eigenleistung, konnte das Gebäude am 15. September 1985 eingeweiht werden. Durch den Ankauf von nötigen Geräten und Fahrzeugen wurde der Platz knapp und bereits im Jahr 1995 wurden der Funkraum und eine Räumlichkeit für Einsatzkleidung errichtet. Bald entstand die Idee, man könnte den Frei-

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raum zwischen Gerätehaus und Schule sinnvoller nutzen. Im Jahr 2005 stimmte die Gemeindeverwaltung der geplanten Erweiterung zu. Nach Genehmigung des Projektes entschloss man sich zu einer schnellen Realisierung des Zubaus in der schulfreien Zeit und die Gemeinde gab der Feuerwehr die Bauleitung zur Koordinierung der gesamten Arbeiten. Mit Hilfe einheimischer Firmen und dem Einsatz der Bauleitung zweier Feuerwehrkameraden konnte der Zubau in der Zeit von Ende Juni bis Anfang September zum Großteil abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 135.000 Euro, größtenteils finanziert von der Gemeinde und dem Land. Auch die Raiffeisenkasse hat einen Beitrag gegeben. In den Grußworten der Ehrengäste wurde vor allem die schnelle Verwirklichung des Bauvorhabens positiv hervorgehoben. Der Kommandant dankte abschließend der Gemeindeverwaltung, dem Landeshauptmann und dem Obmann der Raiffeisenkasse für den gewährten finanziellen Beitrag. Nach der offiziellen Banddurchschneidung wurden alle zum Aperitif eingeladen, zubereitet von Hausfrauen aus St. Michael. Anschließend konnten die Räumlichkeiten besichtigt werden.


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FF VĂśran

Florianifeier und Segnung des neuen MTF Die Freiwillige Feuerwehr VĂśran hatte am 4. Mai 2008 gleich zweifachen Grund zum Feiern. Zum einen wurde das Fest des hl. Florian begangen, zum anderen fand die Segnung des neuen Mannschaftsfahrzeuges statt. Bei strahlendem FrĂźhlingswetter marschierten Feuerwehr, Musikkapelle, Patinnen und Ehrengäste zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche von VĂśran. Dort wurde die traditionelle Florianimesse von Pfarrer Jakob Senn gefeiert. Pfarrer Senn ging in seiner Ansprache auf die wertvolle Arbeit der Feuerwehrmänner ein und hob besonders den christlichen Aspekt ihrer Tätigkeit hervor. Im Anschluss an den Festgottesdienst fand auf dem Dorfplatz die Segnung des neuen Mannschaftsfahrzeuges statt. Kommandant Alfred Alber konnte eine Reihe von Ehrengästen begrĂźĂ&#x;en und willkommen heiĂ&#x;en; darunter den Ortspfarrer Jakob Senn, Ehrenmitglied der FF VĂśran, BĂźrgermeister Alfons Alber, den Landtagsabgeordneten Seppl Lamprecht, Abschnittsinspektor Karl Freund, die Musikkapelle, die Fah-

ÂŞ FKG

V.l.n.r.: Kommandant Alfred Alber, Franz Gufler, Fahrzeugpatin Waltraud Gufler, Kommandant-Stellvertreter Karl Aichner und Abschnittsinspektor Karl Freund vor dem neuen Mannschaftsfahrzeug der VĂśraner Feuerwehr

nenpatin und Fahrzeugpatinnen. Ganz besonders begrĂźĂ&#x;te er die Patin des neuen Fahrzeuges Waltraud Gufler sowie alle anwesenden BĂźrgerinnen und

OKV FGT 527.8144+%*670)

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BĂźrger von VĂśran. In seinen GruĂ&#x;worten lieĂ&#x; der Kommandant die Geschichte der Feuerwehr VĂśran von den Anfängen ihres Bestehens bis zu den technischen Errungenschaften der heutigen Zeit kurz Revue passieren. Er erklärte die Notwendigkeit des Ankaufes des rund 34.700 Euro teuren, allradbetriebenen Mannschaftsfahrzeuges, das eine Ăźber 40 Jahre alte Campagnola, die nicht mehr den Anforderungen entsprach, ersetzt. Das Fahrzeug bietet 7 Feuerwehrleuten Platz und wurde von der Firma Ziegler aus Lana aufgebaut. Der Kommandant dankte der Landesverwaltung, der Gemeindeverwaltung, der Raiffeisenkasse Lana sowie der BevĂślkerung fĂźr die Beiträge und Spenden zur Finanzierung des Fahrzeuges. Nach den Ansprachen der Ehrengäste, die immer wieder den freiwilligen und unentgeltlichen Dienst der Feuerwehr zum Wohle der Allgemeinheit hervorhoben, wurden alle Anwesenden zu einem Umtrunk und zur Besichtigung des neuen Mannschaftsfahrzeuges eingeladen. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und gemĂźtlichen Beisammensein lieĂ&#x; man diesen feierlichen Tag ausklingen.


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FF Walten

Feierliche Segnung des Mannschaftsfahrzeuges Am Sonntag, 8. Juni 2008, wurden im Rahmen der Florianifeier das neue Mannschaftsfahrzeug und eine Tragkraftspritze ihrer Bestimmung übergeben. Angeführt von der Musikkapelle Walten, begann die Feier mit einem festlichen Einzug der Ehrengäste, der Dorfbevölkerung, der Feuerwehrabordnungen der Nachbarwehren, der Feuerwehrpatinnen und der Feuerwehr Walten zum Gerätehaus, wo Pater Basilius den Festgottesdienst zelebrierte und anschließend die Segnung des Mannschaftsfahrzeuges und der Pumpe vornahm. Die Patenschaft übernahm Klara Raich. Nach der Begrüßung erläuterte der Feuerwehrkommandant Albert Oberprantacher in seiner Ansprache die Zweckmäßigkeit des neuen Einsatzfahrzeuges: Dabei handelt es sich um ein Mannschaftsfahrzeug der Marke Landrover – Defender, das für 7 Wehrmänner Platz bietet und sich als Geländefahrzeug bestens eignet. Es wurde bei der Firma Mobil-Tec in Algund angekauft. Im Frühjahr 2007 wurde kurzfristig auch der Ankauf einer Tragkraftspritze, Marke Ziegler nötig. Die Gesamtkosten für beide Anschaffungen beliefen sich auf 48.000 Euro. Der Kommandant bedankte sich für die finanzielle Unterstützung beim Land, bei der Gemeindeverwaltung St. Leonhard, bei der Forstverwaltung und nicht zuletzt bei der Bevölkerung für die gesammelten Spenden. Einen besonderen Dank richtete er auch an die Feuerwehrpatinnen für die großzügigen Spenden und die bereitwillige Mithilfe, die zum guten Gelingen der Einweihungsfeier maßgeblich beigetragen hat. Der Bürgermeister Konrad Pfitscher hob in seinen Ausführungen den selbstlosen und freiwilligen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung hervor und wies auf den Wert einer effizienten Ausrüstung, aber auch auf eine wirklichkeitsnahe Ausbildung hin, um im Ernstfall rasche und organisierte Hilfe zu leisten. Der Bezirksfeuerwehrinspektor Max Pollinger überbrachte die Grüße und

V.l.n.r.: Bezirksinspektor Max Pollinger, Kommandant-Stellvertreter Karl Haller, Feuerwehrpatin Klara Raich, Fähnrich Manuel Pichler, Kommandant Albert Oberprantacher, Abschnittsinspektor Michael Schwarz

Glückwünsche des Bezirksfeuerwehrverbandes und gratulierte zum Ankauf des Fahrzeuges. Mit der Besichtigung

des neuen Fahrzeuges und einem gemeinsamen Buffet fand die Feier einen gemütlichen Ausklang.

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FF Zenoberg

Neues Tanklöschfahrzeug wird feierlich gesegnet Am Sonntag, 10. August 2008, hatten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Zenoberg allen Grund zur Freude. Bei einer Feier in der Handwerkerzone Zenoberg wurde ihr neues Tanklöschfahrzeug gesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das Fest begann mit dem Einmarsch der Abordnungen und Fahnenträger der Nachbarwehren, der Ehrengäste, der Partnerwehr aus Krailling/Bayern und der Jubelwehr zum Festzelt, wo die hl. Messe stattfand. Nach dem feierlichen Gottesdienst segnete Dekan Albert Schönthaler das neue Tanklöschfahrzeug. Danach begrüßte Kommandant Oswald Waldner die Bevölkerung und alle Gäste, besonders den Vizebürgermeister der Gemeinde Tirol, Alexander Dilitz, die Bürgermeisterin aus Krailling, Frau Christine Borst, den Präsidenten des Bezirksfeuerwehrverbandes Meran, Wolfram Gapp, die Patinnen des neuen Fahrzeuges Monika Pfischer und Waltraud Zwischenbrugger, die Abordnung der Partnerwehr aus Krailling sowie die Abordnungen der Nachbarwehren. Nach den Ansprachen der Ehrengäste stellte der Kommandant das neue Fahrzeug kurz vor: Es handelt sich um ein Tanklöschfahrzeug mit 1500-l-Wassertank, das auf ein Fahrgestell Iveco Eurocargo 100E22 aufgebaut ist, mit einer Leistung von 217 PS und einem Gesamtgewicht von 10 Tonnen. Das

V.l.n.r.: Bezirkspräsident Wolfram Gapp, Patin Waltraud Zwischenbrugger, Kommandant Oswald Waldner, Patin Monika Pfitscher, Kommandant-Stellvertreter Michael Pirhofer und Fähnrich Franz Pfitscher mit dem neuen Tanklöschfahrzeug

Fahrzeug entspricht der Abgasnorm Euro 5. Es verfügt über eine Doppelkabine und bietet sieben Feuerwehrmännern Platz. Eine moderne Feuerlöschkreiselpumpe, die sowohl mit Niederals auch mit Hochdruck betrieben werden kann, sorgt für die Wasserförderung. Weiters sind im Fahrzeug für die Brandbekämpfung folgende Geräte untergebracht: drei Atemschutzgeräte,

Wenn möglich, sollten Beiträge für die »Feuerwehrzeitung« auf CD oder durch E-Mail übermittelt werden. Digitale Bilder sollten eine Auflösung von 300 dpi haben. Danke!

445 m diverses Schlauchmaterial, ein modernes Überdruckbelüftungsgerät und sämtliche notwendigen Armaturen. Das Fahrzeug verfügt auch über ein modernes Stromaggregat und einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast. An Material für die technische Hilfeleistung sind ein Greifzug mit Seilen und diversen Zusatzgeräten sowie zwei Hebekissen, eine Motorsäge mit dazugehörender Ausrüstung und diverses Kleinmaterial untergebracht. Der Kommandant bedankte sich bei der Gemeinde Tirol, bei der Südtiroler Landesregierung und den heimischen Bankinstituten für die großzügigen Beiträge bei der Finanzierung des Fahrzeuges. Ein besonderer Dank galt auch der Zenoberger Bevölkerung, die immer hinter ihrer Feuerwehr steht und sie durch Spenden unterstützt. Im Anschluss waren alle Festgäste zum Mittagessen geladen und hatten danach Gelegenheit, das neue Fahrzeug zu besichtigen und mit der Freiwilligen Feuerwehr Zenoberg diesen Festtag zu feiern.


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Jugend/Bewerbe/Sport

FF Algund

Bayerisches Bronzeabzeichen für die FF Algund Am Wochenende vom 4. bis 6. Juli reiste eine Gruppe der FF Algund auf Einladung der Feuerwehr der Partnergemeinde Etzenricht in die Oberpfalz. Das ganze erfolgte aber nicht nur zum Spaß, denn es stand die Abnahme des Bayerischen Leistungsabzeichens in Bronze für die Disziplin »Die Gruppe im Löscheinsatz« auf dem Programm. Nach einigen Übungen, die in Algund vorausgegangen waren, musste sich die Gruppe, die vom vollzähligen Ausschuss mit Verstärkung der FF Algund gebildet wurde, am Freitag nach der Ankunft mit den Maschinen und Gerätschaften der FF Etzenricht vertraut machen. Am Abend versammelte sich unsere Gruppe mit der FF Etzenricht zu einem gemeinsamen Grillabend im Gerätehaus. Am Samstagnachmittag fand dann die Abnahme des Bayerischen Leistungsabzeichens in Bronze statt. Dafür waren eigens der Kreisbrandrat Richard Meier und die zwei Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz und Jürgen Haider als Schiedsrichter zugegen. Die Prüfung wurde dann von der Gruppe in der vorgegebenen Richtzeit souverän gemeistert. Bevor aber die Übergabe der Abzeichen im Gerätehaus erfolgte, hatte die FF Algund für ihre Etzenrichter Kollegen noch eine Überraschung parat.

Die Gruppe tritt zur Leistungsprüfung an.

Auf einem Hänger wurde das alte Einsatzfahrzeug Fiat Campagnola mitsamt Hänger und Pumpe nach Etzenricht gebracht. Mit dieser Gerätschaft wurde eine Übung abgehalten, wobei es natürlich lockerer und nicht mehr unter demselben Zeitdruck herging wie bei der vorherigen Abnahme. Anschließend marschierte die Blaskapelle Etzenricht mit dem Gemeinderat, dem Vorstand der FF Etzenricht und den Gästen zum Festplatz, wo das diesjährige Fischerfest stattfand. Auf diesem

Fest ließ man das gelungene gemeinsame Wochenende ausklingen, bevor die Gruppe am Sonntag wieder die über 500 km lange Heimreise antrat. Ein großer Dank gilt hiermit der FF Etzenricht für die Einladung sowie dem zweiten Kommandanten der FF Etzenricht Michael Roith, der das Zustandekommen dieser Leistungsprüfung Anfang dieses Jahres initiiert und uns an einem Wochenende in Algund mit einigen Kollegen darauf vorbereitet hat.

Senden Sie Berichte und Fotos an unsere Redaktion!

Die Gruppe der FF Algund mit dem Vorstand und der Kommandantschaft der FF Etzenricht sowie dem Gemeinderat von Etzenricht

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Jugend/Bewerbe/Sport

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FF St. Lorenzen

1. Florianischießen mit Kleinkaliber 50 Meter Einen sportlichen Wettstreit der besonderen Art organisierte die FF St. Lorenzen in Zusammenarbeit mit der Sportschützengilde von St. Lorenzen und lud zum 1. landesweiten Florianischießen vom 10. bis 31. Mai 2008 ein. Hierbei ging es einmal nicht so sehr um »schneller, höher, weiter«, sondern um Präzision, Konzentration und eine ruhige Hand. Die Idee zur Planung und Durchführung des friedlichen Wettstreits mit Waffen entstand aus der bereits seit jeher guten Zusammenarbeit der beiden Vereine, die zudem auch räumlich aneinandergrenzen. Geschossen wurde auf dem hochmodern ausgerüsteten 50-Meter-Stand der Schießanlage von St. Lorenzen mit Kleinkalibergewehren sitzend aufgelegt. Gewertet wurden die jeweils besten 3er-Serien, die in insgesamt fünf Kategorien ausgeschossen wurden. Zusätzlich wurden die besten fünf Schützen jeder Mannschaft für die Mannschaftswertung herangezogen. Den Ehrenschutz für diese bislang einzigartige Veranstaltung übernahmen Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder und Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, die in ihren Grußworten unter anderem die lange Tradition des Schießsports in unserem Land und die Kameradschaft und Zusammenarbeit der Vereine im Dorf ansprachen. Nach insgesamt 10 Schießtagen, an denen jeweils bis zuletzt um Platzierun-

Die siegreiche Mannschaft aus St. Lorenzen. V.l.n.r.: Bezirksfeuerwehrpräsident Anton Schraffl, Josef Gasser, Florian Gasser, Karl Rieder, Josef Huber - Vertreter der Volksbank, Bürgermeister Helmuth Gräber, Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer und Michael Töchterle

gen, Ringe und Teiler gekämpft wurde, standen die Platzierungen der einzelnen Teilnehmer und der Mannschaften fest. Für die ersten fünf Platzierten jeder Kategorie gab es schöne Sachpreise, für die fünf besten Mannschaften jeweils eine handgeschnitzte und bemalte Florianistatue. Als eine Klasse für sich erwies sich in der Einzelwertung Hubert Mittermair von der FF Deutschnofen, der mit 308,5 von 327 möglichen Punkten die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ. Hart umkämpft bis zuletzt blieb die Mannschaftswertung, die sich letztlich die gastgebende Mannschaft der FF St. Lorenzen mit 1512,8 Zählern vor der Mannschaft der FF Stefansdorf mit 1505,7 Zählern und jener von Deutschnofen mit 1503,2 Punkten sichern konnte. Bei der Siegerehrung waren un-

Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer mit Kdt.-Stv. der FF St. Lorenzen Michael Töchterle

ter anderen der Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, der Bezirksfeuerwehrpräsident Anton Schraffl und der Bürgermeister der Marktgemeinde St. Lorenzen anwesend. Sie fanden in ihren Grußworten anerkennende Worte für die in kameradschaftlichem Geist und Freundschaft abgehaltene Veranstaltung. Der Kommandant der FF St. Lorenzen Andreas Wanker bedankte sich bei allen, die zum guten Gelingen des Florianischießens beigetragen haben, und kündigte an, auch für nächstes Jahr zum 125-jährigen Gründungsjubiläum der FF St. Lorenzen eine ähnliche Veranstaltung zu planen. Hierbei wird überlegt, das Florianischießen auf Gesamttirol auszuweiten und darüber hinaus auch Patinnen und Feuerwehr-Jugendgruppen einzuladen.

Kdt.-Stv. Töchterle mit dem Sieger der Wertung D, Hubert Mittermair aus Deutschnofen


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Die Freiwillige Feuerwehr

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Jugend/Bewerbe/Sport

FF Lichtenberg

Fußballturnier des Feuerwehrbezirkes Obervinschgau

Wehrmänner der Siegermannschaft der FF Mals (II)

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Am Samstag, 5. Juli 2008, lud die Freiwillige Feuerwehr Lichtenberg wieder zum mittlerweile traditionell auf dem Lichtenberger Sportplatz stattfindenden Fußballturnier des Feuerwehrbezirks Obervinschgau ein. Insgesamt traten acht Mannschaften in einem fairen Wettstreit gegeneinander an. Neben Feuerwehrleuten des Feuerwehrbezirkes Obervinschgau nahmen auch in diesem Jahr wieder Wehren des Bezirkes Untervinschgau am Turnier teil. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte die FF Lichtenberg. Gegen 19 Uhr standen nach zahlreichen spannenden Spielen die Sieger des Turniers fest. Den ersten Platz konnte in diesem Jahr durch ihre fabelhafte Leistung die Mannschaft der FF Mals (II) für sich erzielen, den zweiten Platz belegten die Wehrmänner der FF Latsch und den dritten Platz konnten, wie bereits im Vorjahr, die Feuerwehrmänner der FF Lichtenberg erringen, gefolgt von jenen aus Laatsch, Prad am Stilfser Joch, Tschengls, Mals (I) und Schluderns. Die Pokale für die einzelnen Platzierungen, der Wanderpokal und die vielen Sachpreise der großen Tombola überreichten zur großen Freude der FF Lichtenberg in diesem Jahr der Bezirksfeuerwehrpräsident Franz Erhard, Abschnittsinspektor Josef Prugger, Kommandant der FF Lichtenberg Ewald Ortler und der Gemeindereferent Manfred Lechner. Sie alle lobten die Wehrmänner für gelebte Kameradschaft und ihre guten sportlichen Leistungen. In diesem Sinne bedankt sich die FF Lichtenberg bei allen Wehren für ihre Teilnahme und einem fairen und spannenden Wettkampf. Ein besonderes Vergelt’s Gott geht an die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer, die Sponsoren der Pokale und Sachpreise und an die Schiedsrichter, die für einen reibungslosen Ablauf der Spiele sorgten. Die FF Lichtenberg

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Jugend/Bewerbe/Sport

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FF Prissian

Goldregen für drei Prissianer Florianijünger in Steinach Gruppenkommandant-Stellvertreter Erich Holzner, Kommandant-Stellvertreter Christoph Matscher und Gruppenkommandant Hannes Geiser von der Freiwilligen Feuerwehr Prissian holten sich als erste Südtiroler Feuerwehrmänner das Atemschutz-Leistungsabzeichen in Gold des Tiroler Landesfeuerwehrverbandes. Nach der schwierigen und vor allem anspruchsvollen Prüfung in Steinach am Brenner wurden die drei Goldjungen von Kommandant German Mair und den restlichen Kameraden kräftig gefeiert. Gerade die gute und gediegene Ausbildung sowie die bestmögliche persönliche Schutzausrüstung im Atemschutzbereich sind der Prissianer Wehr ein Herzensanliegen. Einige Tage später wurden die drei Atemschutzträger sogar »Südtiroler des Tages« auf Südtirol 1. Florian Mair

Die erfolgreichen Atemschutzträger. V.l.n.r.: Erich Holzner, Christoph Matscher und Hannes Geiser

Mit Weihnachts- und Grußkarten des Bäuerlichen Notstandsfonds (BNF) Betroffenen helfen

Weihnachten wird kommen – auch dieses Jahr wieder Im Frühjahr denkt man noch nicht an Weihnachten. Auch im Sommer ist Weihnachten noch weit, weit weg. Irgendwann im Herbst ist es dann so weit: Die ersten Gedanken ans Weihnachtsfest kommen einem in den Sinn. Dann ist es Zeit, die Weihnachtspost zu schreiben. Wer mit seinen Weihnachtsgrüßen einen guten Zweck verfolgen will, der findet beim BNF wieder ein Kartensortiment, das von Südtiroler Künstlern gemalt wurde. Unter anderen konnten wir für dieses Jahr Peppi Tischler für unsere Aktion gewinnen. Die neuen Weihnachts- und Grußkarten sind ab Oktober erhältlich. Weihnachtskarten können Sie bestellen unter: Tel. 0471 99 93 30 – nur vormittags oder im Internet unter www.menschen-helfen.it Auf Wunsch werden Ihnen die Karten nach Hause geliefert.


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Jugend/Bewerbe/Sport

Tirol/Südtirol

Leistungsbewerbe – Vorankündigung Das 200-Jahr-Jubiläum der Erhebung von 1809 ist Anlass zum Gedenken und Feiern. Unter dem Motto »1809–2009. Geschichte trifft Zukunft« bereiten die drei Länder Tirol, Südtirol und das Trentino verschiedene gemeinsame Veranstaltungen vor. Die Landesfeuerwehrverbände von Tirol und Südtirol haben sich darauf geeinigt, 2009 gemeinsam den Landes-Feuerwehrleistungsbewerb in Tirol und den Landes-Jugendfeuerwehrleistungsbewerb in Südtirol auszutragen. Termine und Austragungsorte: • 5.–6. Juni 2009 in Axams (Tirol): Landes-Feuerwehrleistungsbewerb (nur aktive Gruppen) • 26.–28. Juni 2009 (Austragungsort steht bis Redaktionsschluss nicht fest) Südtirol: Landes-Jugendfeuerwehrleistungsbewerb Bestimmungen: • Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber des ÖBFV, Heft 11, Ausgabe 2002 • Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Bronze und Silber des ÖBFV, Heft 4, Ausgabe 2005 Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit in der Feuerwehrzeitung und unter: www.lfvbz.it bekannt gegeben. Die beiden Landesfeuerwehrverbände freuen sich auf eine zahlreiche Beteiligung.


Die Freiwillige Feuerwehr

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In die Zeit gesprochen

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In die Zeit gesprochen von Landesfeuerwehrkurat Pater Reinald Romaner Liebe Kameraden! Wir haben sie noch deutlich vor Augen, die beeindruckenden Bilder des Papstbesuches in Brixen. Der Aufenthalt des katholischen Kirchenoberhauptes hat hohe Wellen geschlagen; viel ist im Vorfeld diskutiert worden – pro und auch contra! Eines aber ist sicher: der Urlaub hat Papst Benedikt gut getan, er hat sich offensichtlich erholen können von den Strapazen seines Amtes, erholen können in einer Umgebung, die ihm vertraut war von früher her und die ihm Wohlwollen entgegenbrachte. Verständlich, dass der Papst Ruhe und Zurückgezogenheit, die Atmosphäre der Geborgenheit im Priesterseminar jener des Trubels und des Aktionismus vorzog! Neben Papst Benedikt war häufig unser Landesbischof zu sehen: Wilhelm Egger – strahlend und zufrieden, richtig glücklich! Einige Tage nach der Abreise des Heiligen Vaters traf uns alle die Nachricht von Bischof Wilhelms Ableben wie ein Keulenschlag. Niemand konnte es fassen, dass Augenblicke tiefster Zufriedenheit und Gelassenheit von Momenten absoluter Niedergeschlagenheit abgelöst wurden. Wie können Freud und Leid nur so eng beieinander liegen, fragen wir uns. Wenn der Tod plötzlich und unerwartet an die Türe klopft, ist die Rat- und Hilflosigkeit der Hinterbliebenen noch größer und drückender als sonst – das gilt für alle

Gesellschaftsebenen! Mir sind einige Stationen eingefallen, auf denen ich Bischof Wilhelm begegnete: er war mein Professor für Neues Testament an der Hochschule in Brixen, er hat mich vor genau 20 Jahren als noch junger Bischof in der Franziskanerkirche von Bozen zum Priester geweiht, bei mancher Feldmesse durfte ich konzelebrieren, die Segnung des Floriani-Stöckls an unserer Feuerwehrschule in Vilpian sei nicht vergessen. Immer war Bischof Wilhelm bescheiden und freundlich. Beim Requiem in Bozen hat ihn Diözesanadministrator Josef Matzneller mit den Worten Papst Benedikts wie folgt charakterisiert: »ein hervorragender Bibelgelehrter, ein liebenswürdiger Bischof, ein tieffrommer Priester«. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Auf dem Hirtenstab unseres Bischofs prangt das griechische Wort »SYN«, wir wissen es alle. »SYN« heißt »MITEINANDER«. Auf das Miteinander kam es Bischof Wilhelm an, nicht nur, aber auch in Bezug auf das Zusammenleben der Volksgruppen in unserem Land. Mir fällt ein, dass auch wir als Feuerwehren das Miteinander, also das »SYN« auf unsere Fahnen geschrieben haben. Nur im Miteinander geht es, sonst fällt unser Einsatz bald wieder zusammen oder hatte bloß Selbstdarstellungszweck! Die Freiwilligen Feuerwehren Südtirols und ihre Kuraten verabschieden sich von Bischof Wilhelm mit einem aufrichtigen »Vergelt’s Gott!« »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist!« (Joh 11,25) P. Reinald

Bischof Wilhelm Egger bei der Segnung des Florianistöckls in der Landesfeuerwehrschule im Jahr 2005.


Südtirols Feuerwehrzeitung

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Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

HERMANN GROSSGASTEIGER FF Mühlwald Bezirkskapelle Unterpustertal Es war nicht leicht für die Familie, Freunde und Freiwillige Feuerwehr Mühlwald, den Zugskommandant-Stellvertreter Hermann Grossgasteiger jetzt, im Alter von 56 Jahren, schon zu seiner ewigen Ruhe zu begleiten. Am 7. Juli 2008 verstarb er ganz unerwartet durch ein plötzliches Herzversagen. Neben seiner Arbeit als Maurer bei der Firma Unionbau, war er mit Leib und Seele bei der Feuerwehr Mühlwald, der er im Jahre 1969 als aktives Mitglied beigetreten ist. Hermann wusste in der Feuerwehr die Kameradschaft sehr zu schätzen und bekleidete von 1974 bis 2000, also 26 Jahre das Amt des Zugskommandanten. Seit 2000 war er Zugskommandant-Stellvertreter. Lange Zeit war er auch Funkbeauftragter in unserer Wehr und verstand es bei Einsätzen und Übungen, diese Funkleitstelle sehr ruhig und mit viel Fleiß zu leiten, und war somit eine große Hilfe und Unterstützung für die Einsatzleitung. Er war auch Gründungsmitglied und Mitglied der Bezirksfeuerwehrkapelle Unterpustertal und war dort mit ebenso großer Begeisterung und Fleiß dabei. Der Höhepunkt in der kurzen Zeit, die ihm vergönnt war, bei der Feuerwehrmusik dabei zu sein, war im Jänner 2006 die Fahrt nach Rom zur Audienz beim Hl. Vater Benedikt XVI. Er war ein unkomplizierter Mensch und mit allem sehr zufrieden. Er spielte in gekonnter Weise das Waldhorn. Hermann war bei jeder Musikprobe und Ausrückung pünktlich und pflichtbewusst dabei und war auch über 40 Jahre Mitglied der Musikkapelle Mühlwald. Hermann war bis zu seinem Ableben als Maurer bei der Fa. Unionbau beschäftigt, wo er auch sehr beliebt war und seinen Beruf mit viel Fleiß und Freude

ausübte. Im nächsten Jahr hätte Hermann das Verdienstkreuz in Gold für seine 40-jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Mühlwald verliehen werden sollen. Er hatte sich auf diesen Tag sehr gefreut, da bei der letzten Vollversammlung diese Verleihung schon angesprochen wurde. Die Kommandantschaft, der Feuerwehrausschuss und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mühlwald und auch die Mitglieder der Bezirksfeuerwehrkapelle Unterpustertal danken unserem Hermann für seine Kameradschaft und werden ihn stets als großes Vorbild in dankbarer Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Für die Bezirkskapelle: Paul Engl Für die FF Mühlwald: KDT Hartmann Oberlechner

JOSEF DORFMANN FF Gufidaun Am 5. Juli 2008 wurde unser geschätzter Feuerwehrkamerad außer Dienst Josef Dorfmann »Pflanzer Sepp« in Gufidaun im Alter von 78 Jahren plötzlich aus unserer Mitte gerissen. Während seines über 40-jährigen Mitwirkens bei der Feuerwehr Gufidaun war er ein gewissenhafter und kameradschaftlicher Feuerwehrmann. Am 8. Juli 2008 haben wir Sepp unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und seiner Feuerwehrkameraden zur letzten Ruhe getragen. Zum letzten Gruß dankte Bezirksinspektor a. D. Siegfried Lageder am Grab für seine Kameradschaft und Tätigkeit und drückte seiner Familie sein herzlichstes Beileid aus. An unseren Kameraden Pflanzer Sepp werden wir uns stets in Dankbarkeit erinnern. Seine Verdienste möge Gott belohnen. Siegfried Lageder

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ALOIS KRÖLL FF Verdins Am 26. Februar 2008 ist unser Feuerwehrkamerad Alois Kröll nach langer, mit Geduld ertragener Krankheit im Alter von 86 Jahren verstorben. Bereits mit 16 Jahren, im Jahre 1938, trat er der Verdinser Wehr bei. Als stets pflichtbewusster und fleißiger Wehrmann führte er anfangs für mehrere Jahre das Amt des Schlauchkommandanten und danach das des Gruppenkommandant-Stellvertreters aus. Der Hofer-Bauer erhielt auch das Ehrenzeichen in Gold, worüber er sich sehr freute. Aus gesundheitlichen Gründen musste er bereits einige Jahre vor seinem 65. Lebensjahr aus dem aktiven Dienst austreten, beteiligte sich aber gerne bei den Ausflügen und saß mit Stolz jedes Jahr beim Einlass des traditionellen Sommerfestes der Feuerwehr Verdins. Mit dem Feuerwehrfahrzeug wurde der Verstorbene vom Trauerhaus bis zur Seilbahn Verdins geführt. Von dort aus begleiteten ihn seine Gattin, die zwölf Kinder mit Familien, die Feuerwehr Verdins, die Frontkämpfer Schenna, weitere Vereine und zahlreiche Trauergäste zur Kirche und anschließend zum Ortsfriedhof. Die Musikkapelle Schenna, bei der er als Bassist einige Jahre lang tätig war, umrahmte die Trauerfeier mit würdevollen Klängen. Zum letzten Gruß wurde die Feuerwehrfahne gesenkt. Wir wollen unseren geschätzten Kameraden stets in ehrenvoller Erinnerung behalten. Thomas Kröll SF Verdins


Die Freiwillige Feuerwehr

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Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

PETER HASLER

ALOIS GAMPER

WALTER RAINER

FF Trens

FF Marling

FF Trens

Am 3. Juni 2008 verstarb plötzlich unser geschätzter Kamerad und ehemaliger Kassier Peter Hasler im Alter von 89 Jahren. Peter Hasler trat im Jahre 1947 unserer Feuerwehr bei. Von 1956 bis 1990 wachte er als pflichtbewusster Kassier über die Finanzgebarung unserer Wehr. Von 1960 bis 1965 fungierte er auch als Bezirksschriftführer beim Bezirksverband Wipptal. Als Lehrer an der Volksschule Trens hat er auch vielen FF-Kameraden ein gutes Allgemeinwissen vermittelt und blieb ihnen auch später noch mit seiner humorvollen Art eng verbunden. Außerdem war der »Hasler Lehrer«, wie er genannt wurde, auch in anderen Institutionen tätig. Als politisch interessierter Mensch gehörte unser Kamerad viele Jahre dem Gemeinderat Freienfeld an, davon war er von 1952 bis 1956 auch Bürgermeister. Weiters war Peter Ortsobmann des SKFV, Mitglied der Schützenkompanie Trens und der Geschichtswerkstatt Freienfeld. Seine größte Freude war die Imkerei, die ihn weitum bekannt machte, und viele suchten bei ihm Rat. Zu den vielen Ehrungen, die unser verstorbener Kamerad erhielt, zählt auch das Verdienstkreuz in Gold für die 40-jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr Trens, das Verdienstkreuz in Gold der Gemeinde Freienfeld und die Verdienstmedaille des Landes Tirol als Dank für die vielfältigen Aufgaben, die Peter Hasler für unsere Heimat geleistet hat. So gestaltete sich seine Beerdigung zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung, an der neben zahlreichen Kameraden unserer Wehr auch eine Abordnung des Bezirksverbandes teilnahm. Zum Lied des guten Kameraden senkte sich auch unsere Fahne über sein Grab und wir Kameraden von der Feuerwehr Trens werden unseren »Hasler Lehrer« in dankbarer Erinnerung behalten.

Plötzlich und unerwartet wurde unser Kamerad Alois Gamper, Kofler-Luis, am 6. August durch einen tragischen Arbeitsunfall allzufrüh aus unserer Mitte gerissen. Luis erblickte am 16. Februar 1950 am Bruggerhof in Marling das Licht der Welt. Bereits mit 17 Jahren ist er der Feuerwehr Marling – Gruppe Berg – beigetreten. Er hat trotz der vielen Arbeit auf seinem Hof – einem der höchstgelegenen am Marlinger Berg – und in einem Sägewerk in Algund all die Jahre seinen Dienst verlässlich und gewissenhaft erfüllt. Beim heurigen Bezirksfeuerwehrtag wurde ihm deshalb für seine 40-jährige Mitgliedschaft das Verdienstkreuz in Gold verliehen. Am 9. August hatten wir die traurige Pflicht, Luis auf den Friedhof von Marling zu geleiten. Während die Musikkapelle das Lied vom guten Kameraden spielte, senkte sich die Feuerwehrfahne zum letzten Gruß über seinen Sarg. Wir behalten Luis in ehrender Erinnerung. Gott möge ihn für seinen Einsatz belohnen und ihm die ewige Ruhe schenken.

Am 20. Juli 2008 verstarb nach schwerer Krankheit allzu früh im Alter von erst 52 Jahren unser geschätzter Kamerad Walter Rainer. Der »Korl Walter«, wie er allgemein genannt wurde, trat im Jahre 1977 der Freiwilligen Feuerwehr Trens bei und war als Mitglied des Atemschutztrupps und als Maschinist bis zuletzt ein zuverlässiger Kamerad. Walter war auch 15 Jahre lang Vorsitzender des Bildungsausschusses Trens, in dieser Funktion war er auch verantwortlich für das Kulturhaus, das er mustergültig führte. Es war immer Walters Bestreben, die im Bildungsausschuss zusammengeschlossenen Vereine im Rahmen des Möglichen zu unterstützen. Überhaupt galt Walter in der Dorfgemeinschaft von Trens als hilfsbereiter und geselliger Mensch. Eine Periode lang vertrat er sein Heimatdorf Trens auch als Mitglied des Gemeinderates von Freienfeld. Die Wertschätzung zeigte sich auch bei der Beerdigung, wo eine überaus große Trauergemeinde den Verstorbenen zu Grabe begleitete. Die Feuerwehrkameraden von Trens waren zahlreich angetreten, um in Begleitung von Abordnungen der Nachbarwehren ihrem werten Kameraden die letzte Ehre zu erweisen, und werden den »Korl Walter« immer in dankbarer Erinnerung behalten.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

KONRAD KRÖSS

JOSEF MAIR

FF Tschars

FF Ratschings

Als die Rettungskräfte am 26. Mai 2008 zu einem schweren Traktorunfall beim Unterschönegghof gerufen wurden, ahnte noch keiner der beteiligten Wehrmänner, dass für ihren Kameraden Konrad jede Hilfe zu spät kommen würde. Konrad wurde am 4. April 1963 als erster Sohn von Josef und Anna Kröss in Schlanders geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern Alfred und Hilde am Unterschönegghof oberhalb von Tschars auf. Die Volksschule besuchte Konrad in Tschars, die Mittelschule in Schlanders und anschließend absolvierte er die Landwirtschaftliche Schule »Fürstenburg« in Burgeis. Konrad arbeitete stets am elterlichen Hof mit und übernahm diesen im Jahre 1991. Im Jahre 1982 trat Konrad der Freiwilligen Feuerwehr Tschars bei und war über 25 Jahre lang aktives Mitglied. Für 15 Dienstjahre erhielt Konrad 1997 das Verdienstkreuz in Bronze, im Jahr 2007 das Verdienstkreuz in Silber für 25 Dienstjahre. Als Mitglied der Wettkampfgruppe nahm er an mehreren Bewerben im In- und Ausland teil. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von seinen Feuerwehrkameraden am 30. Mai zur letzten Ruhestätte getragen. Wir werden ihn stets als Kameraden in guter Erinnerung behalten.

Am 27. Juni 2008 verstarb nach längerer, mit Geduld ertragener Krankheit unser Kamerad und Gründungsmitglied Josef Mair (Jendeler). Der Verstorbene war seit der Gründung der FF Ratschings im Jahre 1954 bis zum Erreichen des Höchstalters Mitglied unserer Wehr und erfüllte stets fleißig und pflichtbewusst seinen freiwillig übernommenen Dienst. Auch nach dem altersbedingten Ausscheiden war er, solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, bei vielen Feierlichkeiten und bei fast jeder Vollversammlung unserer Wehr mit dabei. Am 30. Juni wurde der Seppl von seinen Feuerwehrkameraden auf den Friedhof von Sterzing zu Grabe getragen, wo sich die Fahne zum letzten Gruß für ihn senkte. Gott möge ihn für seinen Einsatz am Nächsten belohnen und ihm die ewige Ruhe schenken. Die Feuerwehr Ratschings wird ihren Kameraden Sepp stets in dankbarer und ehrenvoller Erinnerung behalten.

JOHANN GASSER FF Naraun Am 6. März 2008 verstarb unser Kamerad Johann Gasser, der »Marklbauer«, im 80. Lebensjahr. Johann Gasser wurde am 10. März 1928 in Naraun geboren und 1942 trat er der FF Naraun bei.

3/2008 35 Jahre übte er mit viel Fleiß und Einsatz das Amt des Gerätewarts aus. Aus Altersgründen schied er 1993 als aktives Mitglied aus und wurde im Jahr 1995 zum Ehrenmitglied ernannt. Er blieb unserer Wehr aber weiterhin mit viel Einsatz als Mitglied außer Dienst erhalten. Am 10. März 2008 begleiteten wir unseren Kameraden Johann unter zahlreicher Beteiligung der Ortswehr und der Dorfbevölkerung zu seiner letzten Ruhestätte auf den Friedhof von Tisens, wo sich die Feuerwehrfahne zum letzten Gruß auf seinen Sarg senkte. Die Feuerwehr Naraun bedankt sich bei ihrem Kameraden für seinen Einsatz und seine Kameradschaft und wird ihn stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.

ALOIS NIEDERSTÄTTER FF Villanders Am 27. Jänner 2008 verstarb nach längerer Krankheit im Alter von 54 Jahren unser geschätzter Kamerad Alois Niederstätter. Im Jahre 1983 trat er der Feuerwehr Villanders bei. Er besuchte in seiner aktiven Zeit verschiedene Lehrgänge, darunter auch den Gruppenkommandantenlehrgang. Seit dem Jahr 2000 war Luis auch Gerätewart, dieses Amt übte er mit viel Einsatz, Fleiß und Freude aus. Er war auch im Ausschuss tätig, wo seine Meinung sehr gefragt war. 2008 hätte er das Verdienstkreuz in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst verliehen bekommen, aber es sollte wohl nicht sein. Wir danken unserem Kameraden für seinen Einsatz und seine Kameradschaft und werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.


Die Freiwillige Feuerwehr

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Im Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden

ALOIS STEINWANDTER

JOHANN STOFNER

FF Prags

FF Reinswald

Am 10. Februar 2008 verstarb im 79. Lebensjahr unser langjähriger Kamerad Alois Steinwandter. Der »Jaga Lois«, so wurde er von jedem genannt, trat im Jahre 1954 der Feuerwehr Prags bei und war bis zum Jahre 1984 ein begeisterter Feuerwehrmann. Als Vater von fünf Kindern musste er zusätzlich zu seiner kleinen Landwirtschaft nebenbei noch einem Nebenverdienst nachgehen. Im Jahre 1984 schied er wegen eines schweren Arbeitsunfalls aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr Prags aus. Als »Steiger« übte er seinen Dienst gewissenhaft und fleißig aus. Weiters war er auch in der Wettkampfgruppe der Feuerwehr Prags aktiv. Am 13. Februar begleiteten wir unseren Kameraden Alois unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu seiner letzten Ruhestätte auf den Ortsfriedhof von Niederdorf und verabschiedeten uns mit einem letzten Fahnengruß. Die Feuerwehr Prags wird ihn in ehrenvoller Erinnerung behalten.

Am 8. November 2007 wurde in Reinswald der Hofmannbauer Johann Stofner zu Grabe getragen. Mit ihm nahm nicht nur ein Familienvater und Bauer, sondern auch eine Dorfpersönlichkeit und vor allem ein begeisterter und verdienter Feuerwehrmann Abschied von dieser Welt. Johann Stofner wurde am 23. Mai 1926 als drittes von sechs Kindern am Unterguggnhof in Reinswald geboren. Er war als Vorstandsmitglied oder Obmann verschiedener Vereine und Gremien eine bestimmende Figur im Reinswalder Dorfleben. Seinen unauslöschlichen Stempel aber drückte er der Reinswalder Feuerwehr auf, die im Jahr 1960 als Löschzug der FF Astfeld ins Leben gerufen und vier Jahre später zur selbständigen Feuerwehr wurde. Als sich im Jahr 1960 siebenundzwanzig Männer aus Reinswald und Unterreinswald zusammentaten, um eine Feuerwehr für Reinswald und Durnholz auf die Beine zu stellen, war Johann Stofner dabei von Anfang an eine treibende Kraft. Vier Jahre lang sammelten diese Männer der ersten Stunde als Löschzug der FF Astfeld wichtige Erfahrungen und Feuerwehrpraxis. Im Jahr 1964 wurde die FF Reinswald per Gemeinderatsbeschluss zur selbständigen Wehr erklärt und Johann Stofner wurde zu ihrem ersten Kommandanten gewählt, nachdem er schon vorher die Funktion eines Löschzugführers innehatte. Johann Stofner schrieb die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr von Reinswald mit. Er war Gründungsmitglied und erlebte den Aufbau, das Wachsen und die langsame, aber sichere technische Entwicklung der Wehr hautnah und auch hauptverantwortlich mit – vom »Ziehwagele« bis zum ersten

Tanklöschfahrzeug. Bei seiner »Pensionierung als Feuerwehrmann« im Jahr 1985 konnte Johann Stofner nicht nur auf 25 schöne, erfolgreiche, aber auch schwierige Feuerwehrjahre zurückschauen, sondern auch auf eine 51 Mann starke, bestens ausgerüstete und geschulte Feuerwehr und damit auf ein großes und stolzes Lebenswerk blicken. Es war dann auch fast selbstverständlich, dass Johann Stofner zu seinem Feuerwehrabschied (1985) zum Ehrenmitglied der FF Reinswald ernannt wurde. In den letzten Jahren litt Johann Stofner an einer schweren Krankheit, die es ihm verwehrte, weiterhin am Dorfund am Vereinsleben der Feuerwehr teilzunehmen und die am 5. November 2007 schließlich zu seinem Tod führte. Aber wenn es im Himmel eine Feuerwehr gibt, dann ist er bestimmt schon mit dabei … Ruhe er nun in wohlverdientem Frieden – Gut Heil!

JOSEF WEITHALER FF Katharinaberg Am 13. Juni 2008 verstarb unser Gründungsmitglied Josef Weithaler im 81. Lebensjahr. Seit der Gründung der FF Katharinaberg war Josef stets um die Belange der Feuerwehr bemüht. Er war maßgeblich am Aufbau der Feuerwehr beteiligt und war immer bereit, aktiv mitzuarbeiten. 1989 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt 1993 das Verdienstkreuz in Gold. Josef wurde am 18. Juni 2008 in Katharinaberg von seinen Kameraden und der gesamten Dorfgemeinschaft beigesetzt. Die FF Katharinaberg wird Josef stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.


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