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qualität dar. Die Stege und Hütten wurden bereits vor der Übergabe des Ausees an das Land entfernt. Den Fischern wurden seitens des Verkäufers soweit möglich Ersatzplätze an den anderen fischereilich genutzten Baggerseen in der Au angeboten. Derzeit werden ergänzende fischökologische Artenhilfsmaßnahmen wie die Etablierung seltener und gefährdeter Kleinfischarten geprüft. Ausblick

Ein Großteil der dargestellten Maßnahmen soll zusammen mit weiteren großflächigen Renaturierungsmaßnahmen, insbesondere der Umwandlung von Monokulturen in natürliche Auwälder, im Winterhalbjahr 2017/18 umgesetzt werden. Daran werden

sich basierend auf einer Wirkungskontrolle verschiedene Pflege- und Nachbesserungsmaßnahmen anschließen. Um die Besucher auf sanfte Weise an die neu entstehende Auenwildnis heranzuführen, wird spätestens 2020 gegen Ende des Projekts ein attraktiver Auenerlebnisweg eröffnet. Bernhard Riehl, Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung Natur- und Umweltschutz, Gewerbe, Projektleiter des LIFEProjekts www.life-salzachauen.at

Unse re Gr oßm usch el n : Tei l 3 – F r e m d e A r t e n

In Salzburgs Fischerei 2 und 3/2017 wurde Allgemeines über die Großmuscheln und Informationen über die heimischen Arten vorgestellt. In diesem Teil geht es um eingeschleppte Arten. In Salzburg handelt es sich nur um eine Art, zwei weitere stehen aber „vor der Türe“. Im 4. und letzten Teil werden wir über die möglichen Gründe für den allgemeinen Rückgang der Muscheln in stehenden Gewässern berichten. von Robert A. Patzner Die Wander-, Dreikant- oder Zebramuschel

Dreissena polymorpha Die Art ist eingewandert. Die natürliche Ausbreitung kann durch Wasservögel und stromabwärts über Fließgewässer erfolgen. Menschliche Einflüsse haben bei dieser Art eine enorme Ausbreitung bewirkt. Vor allem die Verschleppung mit Booten und der Kanalbau waren verantwortlich dafür. Auch Angler haben zur Verbreitung beigetragen, indem sie als Angelköder verwendete Muscheln freisetzten. Ökologie: D. polymorpha findet man hauptsächlich in stehenden Gewässern. Es sind zwei Eigenschaften, die diese Muschel so erfolgreich machen: Die große Zahl der Nachkommen und ihre Fähigkeit, sich mit Byssusfäden am Substrat anzuheften. Diese Fähigkeit von Dreissena ist einzigartig für Süßwasser­ 36

Die Wandermuschel Dreissena polymorpha wurde 1977 in Salzburg eingeschleppt und hat sich in vielen Seen bereits etabliert.

muscheln. Dafür besitzen sie eine Byssusdrüse, ähnlich den marinen Miesmuscheln, die 100 bis 200 feste Fäden absondert, mit welcher sie sich anheften. Sie brauchen dafür festes Substrat und nutzen deshalb in den schlammigen Seen alles Mögliche, wie einzelne Steine, Holz, Müll, Bootsrümpfe und auch Schalen von Großmuscheln. Die größten Dichten finden sich in Seen im Uferbe-

Salzburgs Fischerei, 4/2017

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15.11.2017 08:43:03

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Safisch 4 17  

Offizielles Presseorgan des Landesfischereiverbandes Salzburg

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