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Graduiertenkompendium 2013


Graduiertenkompendium 2013

Leuphana Universit채t L체neburg, November 2013


GRATULATION

Liebe Absolventinnen und Absolventen, zunächst einmal möchte ich Ihnen herzlich zum erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums gratu­ lieren und Ihnen für Ihren weiteren Weg alles nur erdenklich Gute wünschen. Gleich, ob Sie weiter studieren oder den Start ins Berufsleben vor sich haben: Dieses Buch soll Ihnen dazu dienen, neue Verbindungen zu knüpfen, alte zu erhalten und vielleicht sogar Kontakt zu poten­ ziellen Arbeitgebern aufzunehmen. Die Leuphana Universität Lüneburg möchte nicht nur Raum zur Wissensbildung schaffen, sondern auch zur Persönlichkeitsbildung. Wenn Sie im Rahmen Ihres Studiums Ihre sozialen und inter­ kulturellen Kompetenzen und Ihre Toleranz und Aufgeschlossenheit anderen Menschen und Disziplinen gegenüber entwickelt und die Möglichkeit genutzt haben, diese Fähigkeiten un­ mittelbar gesellschaftlich anzuwenden, dann ist unser Anliegen in Erfüllung gegangen. Zur Prof. Dr. Sascha Spoun Bildung einer solchen Persönlichkeit gehören auch die Bereitschaft lebenslang weiter zu lernen – Präsident der Leuphana denn Fachinhalte unterliegen einem gewissen Verfallsdatum – und die kontinuierliche Universität Lüneburg Konfrontation mit neuen, mitunter fachfremden Inhalten. Ich bin sicher, dass die Leuphana Ihnen die Freiheit geboten hat, sich eine gute Basis zu schaffen, um den Entwicklungen in einem hochdynamischen Arbeitsmarkt entgegenzutreten. Auch über Ihren Abschluss hinaus bietet die Leuphana Ihnen nun Möglichkeiten sich weiterzubilden, neue Karrierewege für sich zu erschließen, Ihre Kompetenzen zu vertiefen oder Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig können auch Sie nun vielleicht nachfolgende Studierendengenerationen an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen und so die Universitätsgemeinschaft weiterhin mitgestalten. Deshalb würde ich mir wünschen, dass Sie über unser Netzwerk mit der Leuphana in Kontakt bleiben. Eine gute Möglichkeit dazu bietet der Alumni- und Förderverein der Leuphana e. V., und ich würde mich freuen, Sie als Mitglied gewinnen zu können. Alles Gute auf Ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg wünscht Ihnen Ihr Sascha Spoun


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6  Zukunft gestalten. Gemeinschaft fördern – Alumni- und Förderverein der Leuphana e. V. 7

Auf einen Blick – Vorteile. Karriere. Engagement.

9 FAQs 11

Leuphana Universität Lüneburg – Im Profil

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Leuphana College – Bachelor-Studium für eine neue Generation

14 Leuphana Graduate School – Einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft 16

Leuphana Professional School – Berufsbegleitend zum Erfolg

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Innovations-Inkubator – Spitzenforschung mit Unternehmen in Niedersachsen

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Leuphana Digital School – Erster Online-Hochschulkurs erfolgreich abgeschlossen

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Ausgezeichnet – Leuphana gewinnt Zeit Wissen Nachhaltigkeitspreis

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Leuphana feiert – Dies academicus 2013

22 Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis – Für Jüdisches Museum Frankfurt am Main 23 Startwoche 2013 – Die Stadt der Zukunft 25

Karriereberatung und Berufsorientierung – die eigene Begabung erkennen und fördern

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Career Service – Berufsorientierung für Studierende und Alumni

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FOR YOUR CAREER 2013 – Informieren. Vernetzen. Bewerben.

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Existenzgründungsservice – Wir bringen Ihre Geschäftsidee auf die Überholspur!

29 Leuphana Mentoring Programm – Den Übergang in den Beruf gemeinsam gestalten


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33 Leuphana Forschung – Fragen der Zivilgesellschaft 35

Stimmen aus der Forschung

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Biodiversität und Naturschutz – Komplexe Daten statistisch und räumlich auswerten

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Modellprojekte verändern die Bildungslandschaft – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich

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Freunde, Partner und Förderer – Gemeinsam für den Erfolg

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Vorgestellt – Zum Kollektiv e. V.

43 Absolventinnen und Absolventen 2013 44 Ingenieurwissenschaften 50

IT und Wirtschaftsinformatik

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Kultur- und Medienwissenschaften

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Lehrerbildung und Bildungswissenschaften

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Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften

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Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften


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ZUKUNFT GESTALTEN. GEMEINSCHAFT FÖRDERN. ALUMNI- UND FÖRDERVEREIN DER LEUPHANA E. V.

Der Alumni- und Förderverein freut sich, nun bereits zum dritten Mal mit dem Absolventenbuch einen Beitrag zur Vernetzung zwischen der Universität und ihren ehemaligen Studentinnen und Studenten leisten zu können, denn von einer solchen Verbindung können Alumni sowohl beruf­ lich als auch privat profitieren. Der Alumni- und Förderverein der Leuphana e. V. (AFL) ist institutioneller Träger der EhemaligenArbeit der Leuphana Universität Lüneburg. Entstanden 2010 aus den beiden Vorgänger­ institutionen Förderverein Netzwerk Wirtschaft e. V. und dem Lüneburger Alumni e. V. blickt er nun bereits auf 30 Jahre aktive Hochschul- und Studienförderung zurück. Inzwischen zählt der AFL mehr als 1.000 Mitglieder (international) und trägt mit unterschiedlichen Angeboten und „Unser internationales Netz­ Events zum Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis bei. So wird schließlich nicht nur der werk wächst stetig und Kontakt der ehemaligen Studierenden untereinander aufrechterhalten und intensiviert, sondern bietet unseren Mitgliedern auch der Austausch zwischen Alumni, Studierenden und der Wirtschaft unterstützt. zahlreiche Vorteile – sowohl privat als auch beruflich. Das Hauptziel des Alumnivereins ist es, ein Netzwerk über Generationen und Disziplinen hinweg zu Neben der Stärkung des schaffen. So sollen Mitglieder die Möglichkeit haben, auch nach dem Abschluss aktiv am Hoch­ Kontaktes der Graduierten schulleben teilzunehmen, ihr Netzwerk stetig zu erweitern und ihre Kommilitoninnen und Kommili­ untereinander bestehen die tonen regelmäßig in verschiedenen Veranstaltungen wiederzusehen. Die Möglichkeiten der aktiven erklärten Ziele des Vereins Mitgestaltung für Mitglieder sind zahlreich. So können Alumni ihre Erfahrungen mit Studierenden in der Unterstützung von teilen, indem sie im Praxisforum des Career Service von ihren Erfahrungen berichten oder sich im Forschung und Lehre sowie Mentoring-Programm engagieren. Neben der Stärkung des Kontaktes der Graduierten unterein­ in der Förderung des Aus­ ander sowie des Austausches zwischen Alumni und Studierenden ist die Unterstützung von tausches zwischen Studie­ Forschung und Lehre an der Leuphana ein zentrales Anliegen des Vereins. Zu diesem Zweck fördert renden, Alumni und der Wirt­ der AFL – finanziell und ideell – regelmäßig Projekte der Leuphana, von Alumni, Studierenden und schaft.“ studentischen Initiativen. Seien es Startwoche, dies academicus oder Essaywettbewerb, Graduierten­feier oder das vorliegende Graduiertenkompendium. Über das gesamte Jahr organisiert Henning Appé der Verein zudem verschiedene Veranstaltungen geselliger Art, um den Zusammenhalt der Alumni Vorsitzender Alumni- und und Studierenden zu stärken. Dazu gehören unter anderem deutschlandweite Stammtische und Förderverein der Leuphana e. V. Kaminabende, das jährliche Neujahrstreffen sowie das sommerliche Familien- und Grillfest. Das Studierenden- und Alumniportal bündelt unter www.leuphana.de/afl alle aktuellen Infor­ mationen für Alumni. Neben Veranstaltungshinweisen und Meldungen finden Sie hier stets aktuelle Angebote, die die Universität, ihre Einrichtungen oder externe Partner für Alumni und Vereins­ mitglieder anbieten oder können den Newsletter „Alumni Aktuell“ abonnieren und sich so über neue Entwicklungen an der Leuphana informieren. Zudem bietet das Alumni- und Studierendennetzwerk Studierenden, Alumni und Mitgliedern des AFL eine interne, geschützte Kommunikationsplattform. Neben diesem internen Mitgliederbereich erreicht die Leuphana Gruppe des Vereins auf dem führenden Business-Netzwerk XING über 4.250 Mitglieder (www.leuphana.de/xing).


AUF EINEN BLICK – VORTEILE. KARRIERE. ENGAGEMENT.

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Mitglieder des AFL können das vielfältige Kurs- und Sportprogramm des Hochschulsports auch nach Ende der Studienzeit vergünstigt nutzen. Die Universitätsbibliothek steht Absolventinnen und Absolventen auch nach ihrem Studien­ende offen. Ausgewählte Weiterbildungsseminare – beispielsweise aus den Bereichen Führung, Kommuni­kation, Coaching oder Persön­ lichkeit – können Alumni vergünstigt an der Leuphana Professional School belegen. Als Gasthörerinnen und Gasthörer haben Alumni die Möglichkeit, am Programm „Offener Hörsaal“ teilzunehmen. Die Karriereberatung des Career Service hilft während oder nach dem Studium bei der Planung und Verwirklichung von Karri­ erevorstellungen und bei der Weiterentwicklung des persönlichen Kompetenzprofils. Über die Stellenbörse des Career Service „Jobs & Praktika aktuell“ haben Studierende und Alumni die Möglichkeit, aktuelle Jobangebote zu finden und sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren. Der Existenzgründungsservice der Professional School unterstützt bei allen Fragen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und stellt Kontakte zu wichtigen Akteurinnen und Akteuren an der Leuphana sowie aus dem regionalen Umfeld her. Im Mentoring-Programm unterstützen Alumni Studierende sowie Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger bei der individu­ ellen Karriereplanung. Gleichzeitig können Mentorinnen und Mentoren Seminare besuchen und sich auf dem jährlichen Men­ toring-Fachtag präsentieren und austauschen. Das Praxisforum des Career Service bietet die Möglichkeit, als Referentin oder Referent vom eigenen beruflichen Werdegang zu berichten. Mit einem Gastvortrag in Lehrveranstaltungen tragen Alumni zur Verbindung von Wissenschaft und Praxis bei und bereichern die praxisorientierte Lehre der Leuphana. So teilen Absolventinnen du Absolventen ihre Branchenexpertise mit den Studierenden. Bei den Zulassungsgesprächen für die Bachelor-Studiengänge können Alumni sich als Gesprächsleiterin oder Gesprächsleiter einbringen.


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FAQS

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Wer kann Mitglied im Alumni- und Förderverein werden? Der AFL richtet sich an Studierende, Alumni, Mitarbeitende und Lehrende der Leuphana und ihrer Vorgängerinstitutionen. Mit­ glied werden können Studierende und Alumni aller Fächer der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Lüneburg, der FH Nordostniedersachsen und der Pädagogischen Hochschule. Wie wird man Vereinsmitglied? Für die Mitgliedschaft muss lediglich der Aufnahmeantrag ausgefüllt und an den Vorstand des Vereins gesendet werden. Der Eintritt wird mit der Aushändigung der schriftlichen Einverständniserklärung wirksam. Der Aufnahmeantrag ist beispielsweise online unter www.leuphana.de/afl zu finden. Was kostet die Mitgliedschaft? Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro. Der Beitrag ist in einer Summe auf das Geschäftskonto des AFL zu überweisen oder wird durch den Verein eingezogen, sollte eine Einzugsermächtigung vorliegen. Da der AFL ein gemeinnütziger Verein ist, sind die Mitgliedsbeiträge steuerlich absetzbar. Wofür werden die Mitgliedsbeiträge verwendet? Die Mitgliedsbeiträge dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Der Vorstand stimmt in seinen monatlichen Sitzungen über die Verwendung der Beiträge ab. Die Satzung legt fest, dass der Verein der Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie der Studierendenhilfe dient. Die Förderung von Wissenschaft und Forschung erfolgt durch den Einsatz von sachlichen Mitteln, indem beispielsweise technische Geräte vom AFL angeschafft werden. Die Unterstützung der Studierenden wird unter anderem durch Beratungs- und Vermittlungs­angebote geleistet, aber auch durch die Organisation der Abschlussfei­ ern, die Förderung der nachuniversitären Kontakte oder durch finanzielle Zuwendungen. Die Mitglieder des Alumni- und Förder­ vereins erhalten keine Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus Vereinsmitteln. Sind Fördermitgliedschaften möglich? Unternehmen und Organisationen können Fördermitglieder im AFL werden. Kontaktaufnahme über afl@leuphana.de (Vorstand des Vereins).


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LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG IM PROFIL

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Die Leuphana Universität Lüneburg versteht sich als Ort forschenden Lernens: Studierende lernen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, von Fachleuten aus der Praxis, aus Büchern und nicht zuletzt aus Erfahrungen. Vor allem aber lernen sie voneinander und mit­ einander. Sie gestalten gemeinsam einen Campus, der ihnen regen Austausch ermöglicht. Egal, wie unterschiedlich ihre Persönlichkeiten und ihre späteren Wege sein mögen – zwei Dinge haben die Mitglieder der Leuphana gemeinsam: eine Leidenschaft für Bildung und ein Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft. Die Leuphana konzentriert sich in ihren Forschungsaktivitäten auf vier transdisziplinär aus­ gerichtete Wissenschaftsinitiativen – Nachhaltigkeit, Kultur, Bildung und unternehmerisches Handeln – in denen sie sich gesellschaftlich relevanten Fragestellungen widmet. Für ihre Entwicklung als humanistische, handlungsorientierte und nachhaltige Universität wurde die Leuphana im Jahr 2007 durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Wettbewerb „Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen“ sowie 2010 im bundesweiten Wett­ bewerb „Zukunft der Lehre“ von der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung ausgezeichnet.

„Die Leuphana ist eine der innovativsten Universitäten in Deutschland. Besonders hoch schätze ich den in­ terdisziplinären Ansatz. Für einen Philosophen ist es nicht nur wichtig, Fach­ wissen zu vermitteln, son­ dern auch dabei zu helfen, junge Menschen auszu­ bilden, die ein möglichst breites Wissen mit eigenen Ideen verbinden und später flexibel einsetzbar sind.“

Im Zuge ihrer Neuausrichtung realisiert die Leuphana seit 2007 ein für Deutschland einmaliges neues Universitätsmodell als ihr Alleinstellungsmerkmal: Das Erststudium erfolgt im College, in dem im Rahmen eines interdisziplinär organisierten Studienmodells alle Bachelor-Studieren­ den beheimatet sind. Verantwortungsvolles Arbeiten und das Kennenlernen anderer Disziplinen und Perspektiven stehen im Vordergrund des auf vielfältigen Perspektivenwechsel und fächer­ übergreifende Fragestellungen gründenden Bachelor-Studium, das Hauptfach, Vertiefungs­ fach und Komplementärstudium umfasst. Für das weiterführende Studium bietet die Graduate School in den Feldern Education, Arts & Science, Management & Entrepreneurship Masterpro­ gramme mit verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten. Durch das besondere Studienmo­ dell können Studierende Master und Promotion an der Graduate School direkt mit­einander Richard David Precht verzahnen. Die Leuphana Professional School vereint unter ihrem Dach Weiterbildung, Wissen­ Philosoph und Autor stransfer und Gründung und bekennt sich so zu der Idee des lebenslangen Lernens. Mit ihrem Weiterbildungsprogramm richtet sich die Professional School an Berufstätige, die sich weiter­ qualifizieren wollen – von Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern bis hin zu Führungs­ kräften. Mit der Leuphana Digital School stieg die Leuphana im Oktober 2012 in die Online-Hochschulausbildung ein und setzt auf diesem Wege neue Maßstäbe für das Social Learning. Weltweit erhalten Menschen so die Möglichkeit, an Bildungsangeboten der Hoch­ schule teilzuhaben. Doch auch regional nimmt die Universität ihre Verantwortung für die Zivil­ gesellschaft des 21. Jahrhunderts ernst. Mit dem EU-Innovations-Inkubator haben die Leuphana und das Land Niedersachsen ein europaweit einmaliges Projekt zur Förderung der Wirtschaft im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg ins Leben gerufen.


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LEUPHANA COLLEGE BACHELOR-STUDIUM FÜR EINE NEUE GENERATION

Die Herausforderungen der Zukunft machen selten vor Fachgrenzen halt. Nicht zufällig ent­ stehen die meisten Innovationen an den Schnittstellen verschiedener Disziplinen. Der Erwerb von Fachwissen bildet das Fundament für ein erfolgreiches Studium, doch Expertise allein macht heutzutage keine Meister mehr. Die Zukunft gehört denen, die ihr Wissen in größere Zusammen­ hänge einbetten, ihr Handeln reflektieren und verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen können. Das Bachelor-Studium an der Leuphana Universität Lüneburg bietet daher die Möglichkeit der individuellen Studiengestaltung und des fachübergreifenden Kompetenzerwerbs. Das Leuphana College folgt dafür einem deutschlandweit einzigartigen und einfach strukturierten Studien­ „Das College unterstützt modell in den Disziplinen Bildungs-, Medien-, Kultur-, Wirtschafts-, Verhaltens- und Rechts­ die Studierenden in ihrer wissenschaften sowie Umwelt- und Technikwissenschaften. intellek­ tuellen wie persön­ lichen Entwicklung weil es Den Auftakt des Bachelor-Studiums bildet die Startwoche. In dieser ersten Woche gilt es nicht ihnen immer wieder neue nur Kontakte zu knüpfen und den Campus kennenzulernen, sondern auch mit der akademischen Herausforderungen bietet.“ Arbeit zu beginnen. Dr. Karin Beck Geschäftsführende Leiterin Leuphana College

Nach der Startwoche erarbeiten sich die Studierenden aller Fachrichtungen gemeinsam im Leuphana Semester die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und Denkens. Ab dem zweiten Semester beginnt das Studium des gewählten Hauptfaches (Major), welches durch ein Neben­ fach (Minor) ergänzt wird. Studierende von Programmen der Lehrerbildung studieren anstelle von Major und Minor ihre späteren Unterrichtsfächer. Das Fachstudium wird ab dem zweiten Semester durch das Komplementärstudium ergänzt, das zum Ausprobieren und Entdecken anderer Disziplinen anregt. Das Komplementärstudium ist eine Besonderheit der Universität und setzt als fachübergreifendes Element das Leuphana Semester fort. Das besondere Bachelor-Studium an der Leuphana zielt auf Charakterbildung: ein neuer Bildungs­standard für eine neue Studiengeneration. Am Leuphana College werden Studierende darin bestärkt, das akademische Leben der Universität mitzugestalten und dem nachzugehen, was sie persönlich interessiert: mit Neugierde und Feuereifer. Individualität soll gefördert und Persönlichkeit gestärkt werden. Aus diesem Grund hat die Leuphana ein spezielles Zulassungs­ verfahren entwickelt, bei dem besondere Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen berück­ sichtigt werden können. Der Bachelor am College ist ein voll berufsqualifizierender akademi­ scher Abschluss, der Absolventinnen und Absolventen die Türen in unterschiedlichste Arbeitsfelder öffnet. Internationalität Die Leuphana ist eine international ausgerichtete Universität, die ihre Studierenden dazu ermu­


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tigt, während des Studiums andere Kulturen kennenzulernen. Um den Studierenden Auslands­ aufenthalte zu ermöglichen, kooperiert die Leuphana Universität Lüneburg mit Hochschulen weltweit. Zudem ist die Universität bestrebt, das Angebot an Studiengängen mit integrierten Auslandsaufenthalten ständig zu erweitern. So ist beispielsweise das Studienprogramm Digital Media international ausgerichtet. Die Ver­ anstaltungen im Hauptfach finden in englischer Sprache statt. Zusätzlich besteht die Möglich­ keit, das Studium teilweise im Ausland zu absolvieren, so zum Beispiel an der School of Creative Media der Hong Kong City University. Auch das Studienprogramm „Environmental and Sustaina­ bility Studies“ beinhaltet einen Auslandsaufenthalt an einer von drei internationalen Partner­ universitäten. Studierende der Wirtschaftsinformatik erhalten die Gelegenheit, ein Semester am Instituto de Ciências Matemáticas e de Computação (ICMC) in São Carlos (Brasilien) zu studie­ ren. Der sechsmonatige Auslandsaufenthalt wird durch den Deutschen Akademischen Aus­ tausch Dienst (DAAD) finanziert. Neue Programme im Rahmen des Komplementärstudiums er­ möglichen darüber hinaus den Aufenthalt auf den Philippinen oder in Indonesien. Der „Global Classroom“, eine Zusammenarbeit der Leuphana und der Arizona State University, fördert zudem auf digitaler Ebene den internationalen Austausch zwischen Studierenden.

„Das Komplementärstudium der Leuphana ist eine echte Innovation. Kreativität und Verantwortungsbewusstsein entstehen immer dort, wo Menschen bereit sind, sich auf fremde Sichtweisen ein­ zulassen und neue Impulse Praxisbezug und Betreuung in ihr Denken und Handeln Um die Potenziale eines Studiums optimal nutzen zu können, sind eine intensive Betreuung und einzubeziehen.“ Beratung unerlässlich. Die „College Studienreflexion“ bietet Studierenden daher die Möglichkeit, sich während ihres gesamten Studiums mit qualifizierten Ansprechpartnerinnen und Ansprech­ Amelie Deuflhard partnern auszutauschen, um ihren Studienverlauf optimal zu gestalten. Auch die frühzeitige Intendantin Kampnagel Berührung mit der Praxis ist ein wichtiger Aspekt der Studiengestaltung am College. Die „Leuphana College-Studien in der Praxis“ eröffnen ein praxisnahes Studium, um eine fach­ bezogene Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt zu gewährleisten, welche für die Berufs­ orientierung äußert sinnvoll ist. In interdisziplinären Teams werden kleinere Forschungsprojekte durchgeführt, um – gemeinsam mit einem Unternehmen aus der Region – Lösungsansätze für aktuelle betriebliche Probleme zu entwickeln. Einen frühzeitigen Bezug zur Praxis herzustellen ist auch Ziel des „Basisprogramm Praxisphase“, das Studierende vor und während eines Ausflugs in die Berufswelt – im Rahmen eines Praktikums – begleitet. „College Studienreflexion“ und „Leuphana College-Studien in der Praxis“ werden als Modell­ vorhaben über den Innovations-Inkubator von der Europäischen Union gefördert, da sie helfen, Studierende bestmöglich auf ihre späteren Berufe vorzubereiten.


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LEUPHANA GRADUATE SCHOOL EINZIGARTIG IN DER DEUTSCHEN HOCHSCHULLANDSCHAFT

Nach dem Bachelor noch in den Master – wer sich zu diesem Schritt entschlossen hat, erwartet ein qualitativ hochwertiges und im Vergleich zum Bachelor fachlich deutlich spezialisiertes Studium. Führungspositionen in Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder der Aufbau einer wissenschaftlichen Karriere durch eine anschließende Promotion sind die Ziele der Studierenden der Leuphana Graduate School. Die klassische Lernpyramide – breit zu Beginn, eine schmale Spezialisierung zum Abschluss – ist nicht die Antwort auf die vielfältigen Erwartungshaltungen von Studierenden und Arbeit­ geberinnen bzw. Arbeitgebern. „Ein anspruchsvolles Gradu­ iertenstudium vermittelt den Studierenden die Fähigkeit, Lösungen über Fachgrenzen hinaus zu entwickeln, mit Experten unterschiedlicher Disziplinen konstruktiv zu­ sammenzuarbeiten und eine Idee effektiv in die Tat um­ zusetzen.“ Dr. Anja Soltau Geschäftsführende Leitung Leuphana Graduate School

Die Leuphana bietet dazu innovative Graduiertenprogramme in einer, nach anglo-amerikani­ schem Modell konzipierten, Graduate School an. Neben dem Erwerb wissenschaftlicher und fachspezifischer Kompetenzen stehen in Lüneburg vor allem interdisziplinäre Zusammenarbeit und praxisrelevante Erfahrungen im Fokus. Die enge Verzahnung von Master und Promotion ermöglicht zudem eine frühe Kontaktaufnahme und ein Abwägen der eigenen Interessen im Hinblick auf eine wissenschaftliche Laufbahn. Lernen über Fachgrenzen hinaus – Die Masterprogramme Die Leuphana Universität Lüneburg hat sich in ihrem fachlichen Profil klar positioniert. Vier Forschungs­initiativen liegen der Bachelor-, Master- und Promotionsausbildung zugrunde: Kultur­ forschung, Bildungsforschung, Nachhaltigkeitsforschung sowie Management und Unternehmer­ isches Handeln. In diesem Forschungsspektrum bietet die Leuphana Graduate School insgesamt vierzehn Masterstudiengänge an. Neben einem konkurrenzfähigen Fachprofil bieten die Master­ studiengänge eine hohe Interdisziplinarität. Denn den Blick über den Tellerrand erlernt man nicht nur durch die Kenntnis neuer Wissenschaftsfelder, sondern auch durch das gemeinsame Lernen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen anderer Studiengänge und durch die Begegnung mit Lehrenden fachfremder Gebiete. Das Studienmodell der Leuphana Graduate School beinhaltet daher unter anderem das Komplementärstudium – ein Lüneburger Markenzeichen und in der Graduate School mit einem speziellen Fokus auf wissenschaftsphilosophischen Fragestellungen. Forschendes Lernen, Projektorientierung und umfassender Kompetenz­erwerb – dies sind weitere inhaltliche rote Fäden, die sich durch die Graduiertenausbildung der Leuphana ziehen. Lehr­ forschungsprojekte, Projektbänder, transdisziplinäre Forschungsprojekte sowie die Management Studies in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen – dies alles sind konkrete Umset­ zungsbeispiele unserer Leitlinien und die Grundsteine des großen überregionalen Zuspruchs, den sowohl unsere Studiengänge als auch unsere Absolventinnen und Absolventen erfahren. Zielgerichtet und gut betreut – Promovieren an der Leuphana Das teilstrukturierte Promotionsprogramm der Leuphana Graduate School sichert eine optimale


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Betreuung aller Doktorandinnen und Doktoranden. Innerhalb der Regelstudienzeit von sechs Semestern präsentieren die Promovierenden ihr Forschungsvorhaben zweimal vor einem Fach­ gremium, um mögliche Hürden frühzeitig zu identifizieren. Verpflichtende Forschungsseminare geben dem Promotionsvorhaben zudem eine Basisstruktur und ermöglichen den vertieften Erwerb verschiedener Aspekte der wissenschaftlichen Debatte. In zwei fachübergreifenden Modulen arbeiten die Promovierenden mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus an­ deren Forschungsfeldern zusammen. Sie wechseln systematisch die Perspektive und trainieren so unterschiedliche Lösungswege für Problemstellungen in Wissenschaft und Praxis. Zwei fachspezifische Methoden- und Forschungskolloquien unterstützen den Auf- und Ausbau des eigenen Dissertationsvorhabens. Jüngsten Herausforderungen der Promovierendenausbildung in Deutschland hat sich die Leuphana bereits gestellt: So entscheidet eine Kommission über die Zulassung zur Promotion anstelle einer Einzelperson, und die Bewertung der abschließenden Dissertation erfolgt in einem Gutachterausschuss von drei Personen mit externer Beteiligung.


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„Heute gilt: 'Was Hänschen gelernt hat, reicht Hans nicht mehr.' Lebenslanges Lernen ist in vielen Berufs­ feldern eine Selbstverständ­ lichkeit. Die Professional School zeigt Ihnen, wie Sie die neusten Ergebnisse aus der Wissenschaft konkret in der Praxis umsetzen.“ Prof. Dr. Jörg Philipp Terhechte Leiter Leuphana Professional School (Weiterbildung)

Prof. Dr. Sabine Remdisch Institut für Performance Management

LEUPHANA PROFESSIONAL SCHOOL BERUFSBEGLEITEND ZUM ERFOLG

Berufsbegleitend zu studieren ist eine große Herausforderung, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich: Berufs- und Privatleben sowie Studium müssen miteinander in Einklang gebracht werden, wodurch sich persönliche Zeitressourcen verändern und Prioritäten neu gesetzt werden müssen. Denn selbst dann, wenn Absolventinnen und Absolventen in ihrem ursprünglich ge­ wählten Beruf verbleiben, verändern sich die Anforderungen an das Tätigkeitsfeld laufend. Die Leuphana Professional School hat sich auf die besondere Situation von berufstätigen Studieren­ den eingestellt. Mit Präsenzveranstaltungen am Wochenende, einem innovativen E-LearningSystem und durch eine Reihe von vielseitigen Serviceangeboten, die den Ansprüchen des heuti­ gen Arbeitsmarktes angepasst sind, unterstützt sie gezielt diese besondere Studiensituation. Interessierte, die den Wunsch haben sich weiterzubilden, finden an der Professional School Ba­ chelor-, Master-, MBA- sowie Zertifikatsstudiengänge und Seminare, die die nötigen Fähigkeiten und Kompetenzen vermitteln, um diesen Veränderungen gerecht zu werden. Dabei folgt die Leuphana höchsten Qualitätsansprüchen: Alle Studiengänge der Professional School sind be­ reits akkreditiert oder befinden sich im Akkreditierungsprozess. Darüber hinaus helfen verschie­ dene Coaching-Formate dabei, eigene Fragestellungen zu klären, die in direktem Zusammen­ hang mit dem persönlichen Studien- und Karriereerfolg stehen. Ein besonderer Schwerpunkt der Professional School liegt auf der Initiierung und Förderung hochschulnaher Gründungen. Im Rahmen der Existenzgründungsprojekte des Innovationsinkubators bietet der Existenzgrün­ dungs-Service sowohl Einstiegsberatungen als auch spezielle Coachings. Da sich die Professio­ nal School zudem als Kooperationspartner für die Region und als Ansprechpartner für internati­ onale Projektvorhaben begreift, steht sie im ständigen Dialog mit Verantwortlichen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre Transferabteilung ermöglicht einen unkomplizierten Erstkon­ takt. Sie steht auf Wunsch für ein Vorgespräch vor Ort zur Verfügung, informiert über bestehende Transferangebote, bietet kostenlose Kooperationsberatungen und begleitet bei Bedarf auch die komplette Projektentwicklung. „Neben punktgenau abrufbarem Fachwissen sind in der heutigen Arbeitswelt eine Reihe weiterer Faktoren für den persönlichen Erfolg ausschlaggebend. Der Verbindung von fachlichen und über­ fachlichen Kompetenzen kommt daher große Bedeutung zu. So trainieren unsere Angebote die „Personal Performance“ in Kommunikations-, Präsentations- oder Führungsprogrammen. Zudem sind unsere Angebote verschiedenen Berufs- und Lebensphasen an­gepasst. So können berufs­erfahrene Studierende auf universitärem Niveau Qualifikationen sammeln und parallel weiter berufstätig sein. Praxisnahe Fortbildungen in Unternehmen tragen zum Wissens­transfer zwischen Universität und Praxis bei. Diese Struktur bildet das Modell des Lebens­langen Lernens in Gänze ab und bietet optimale Voraussetzungen für die persönliche Weiter­entwicklung.“


INNOVATIONS-INKUBATOR SPITZENFORSCHUNG MIT UNTERNEHMEN IN NIEDERSACHSEN

Innovation ist der Motor von Wirtschaft und Wohlstand. Aber wie hält man ihn am Laufen? Erfolg­reiche Unternehmen koppeln Wissensgenerierung im eigenen Haus mit Offenheit für Ideen von außen. Von 2009 bis 2015 hat die Wirtschaft im Dreieck zwischen Hamburg, Hannover und Bremen hierfür starke Partner: die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Innovations-Inkubators der Leuphana Universität Lüneburg. In diesem massiv von der Europäischen Union geförderten Großprojekt vermitteln Spitzenforscher Unternehmern Knowhow aus ihren Fachgebieten – und achten dabei stets auf die Anwendbarkeit in der Praxis. Außerdem entwerfen Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam gänzlich neue Methoden, Produkte und Dienstleistungen. 370 Unternehmen und Organisationen profitierten Mitte 2013 bereits vom Inkubator („Brutkasten“), der Ideenschmiede der Lüneburger Hochschule. Das Ziel: Mit Wissenschaft die Wirtschaft stärken Die Kooperationsangebote des Inkubators an Unternehmen reichen von kleineren Studierenden­ projekten bis hin zu großen internationalen Forschungskooperationen, sogenannten Kompetenz­ tandems. Vorrangig konzentriert sich der Inkubator auf die drei Cluster Digitale Medien, Gesund­heit und Nachhaltige Energie. Alle Vorhaben zielen darauf ab, Arbeitsplätze in zukunfts­ orientierten Branchen zu schaffen oder zu sichern sowie regionale Forschungs- und Entwick­ lungsaktivitäten – insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen – auszubauen. Der Inkubator fördert außerdem die Bereitstellung hoch qualifizierter Absolventinnen und Absolventen für den regionalen Arbeitsmarkt. Der Innovations-Inkubator hat bereits eine Vielzahl junger Gründerinnen und Gründer beim Ausbrüten und Umsetzen ihrer Geschäftsidee unterstützt. So entwickelten beispielsweise Medien­wissenschaftler im Kompetenztandem „Moving Image Lab“ ein neues ErklärfilmFormat. 2012 gründeten sie die Produktionsfirma „Explainity“ in Lüneburg aus, die sich inzwischen mit dem Medienpartner Zeit Online auf höchstem Niveau etabliert hat. Die Video­ clips wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alternativen Medienpreis 2013 der Kategorie „Online“. Rund 4.400 Vertreter regionaler Unternehmen und Organisationen besuchten Experten-Vorträge, Workshops und Netzwerkveranstaltungen des Inkubators, wie etwa die Konferenz „Leuphana Energieforum“ zur regionalen Energiewende. Die Leuphana Weiterbildung wird als Modell­ vorhaben des Inkubators gefördert. Gründungsinteressierte berät intensiv der Existenz­ gründungsservice der Leuphana Universität Lüneburg.

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„Die deutsche Wirtschaft braucht exakt diese Art von wissensbasierten Ge­ schäftsentwicklungen, um Wachstum zu generieren.“ Prof. Dr. Jürgen Kluge Ehemaliger Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey


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LEUPHANA DIGITAL SCHOOL ERSTER ONLINE-HOCHSCHULKURS ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN

Rasant stieg im Januar 2013 die Leuphana Digital School in das Zeitalter der Online-Hochschulen ein. Für den Leuphana-Kurs „ThinkTank Cities“ schrieben sich Teilnehmer aus 91 Nationen ein. Thema: das künftige Leben in Ballungsgebieten. Die Möglichkeit, das Thema Urbanisierung in einem weltweit zugänglichen Online-Kurs zu behandeln, ist aus Sicht der mitwirkenden Experten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu neuen Konzepten und Ideen für den „Megatrend“ Stadt. Vertreter international herausragender Hochschulen unterstützten das Leuphana Projekt, darunter Saskia Sassen von der Columbia University in New York. Sie gilt als eine der weltweit führenden Wissenschaftlerinnen, die sich mit der Soziologie der Stadtentwicklung befassen. Weitere beteiligte Wissenschaftler kamen aus den Universitäten London School of Economics, Goldsmiths University of London, Hebrew University of Jerusalem, ETH und Zürich, Collegium „Die digitalen Medien helfen Helveticum, Universität Zürich, Sun Yat-Sen Universität Guangzhou und der City University Hong uns dabei, Bildung zu de­ Kong. Auch Experten aus Politik, Presse und Wirtschaft, wie zum Beispiel von der WHO, wirkten mokratisieren. Die Vorstel­ an dem Studienprogramm mit. lung, dass ich mit meinem Lehrangebot interessierte Projektpartner der Leuphana Digital School ist die Fraunhofer Gesellschaft, die größte Organisa­ Menschen auf der ganzen tion für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Die Leitung des Kurses übernahm der Welt erreichen kann, unab­ weltbekannte Architekt Daniel Libeskind, der international zahlreiche bahnbrechende Konzepte hängig von ihrem jeweiligen entwickelte. Zu seinen Hauptwerken gehört u. a. das Jüdische Museum Berlin. Seit Sommer 2007 Bildungsstand oder ihren nimmt der Architekt eine nebenberufliche Professur an der Leuphana Universität wahr. finanziellen Voraussetzun­ Zusammen mit Studierenden entwarf er auch das neue Leuphana Zentralgebäude. gen, ist faszinierend für mich.“ Die Digital School der Leuphana Universität Lüneburg will Maßstäbe für das Social Learning setzen. Zulassungsbeschränkungen oder Studiengebühren gibt es nicht. Eine Besonderheit ist Daniel Libeskind die Vergabe von Leistungspunkten. Sie können von der jeweiligen Heimathochschule als Studien­ Architekt und Leuphana leistung angerechnet werden. Der verantwortliche Vizepräsident der Leuphana, Holm Keller, Professor sieht in der Verbindung von Social Media wie YouTube oder Facebook und herkömmlichen Fern­ studiengängen eine neue Form der Hochschulausbildung. „Langfristig“, sagte er, „sollten global einheitliche Bildungsplattformen entstehen, die sich flexibel den Ansprüchen der Studierenden anpassen und im Idealfall anerkannte akademische Abschlüsse bieten.“ Aus fünf Finalisten-Teams wurde Anfang August 2013 schließlich das Team Cookbook als Gewinner bekannt gegeben. Das Team und ihre entwickelte Zukunftsstadt „New Port City Brazil“ wurden erstmals bei der Leuphana Startwoche Anfang Oktober 2013 vorgestellt.


AUSGEZEICHNET LEUPHANA GEWINNT ZEIT WISSEN NACHHALTIGKEITSPREIS

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Im Rahmen des Nachhaltigkeitskongresses wurde die Leuphana Universität Lüneburg am 21. Februar 2013 mit dem ZEIT WISSEN Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. ZEIT WISSEN und die Initiative „Mut zur Nachhaltigkeit“ honorieren das Konzept der Universi­ tät, wonach das Thema Nachhaltigkeit in sämtliche Bereiche des akademischen Lebens integ­ riert wird. „Wissen und Handeln werden dabei vorbildlich miteinander verknüpft“, begründete die Jury die Entscheidung. Es spielte eine zentrale Rolle, dass die Universität die Ausbildung junger Menschen zu aktiven Bürgern der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts fördert. So unterstützt die Leuphana in zahlreichen Projekten das soziale Engagement der Studenten. Die Jury bezeichnet die Universität als „Pionier einer nachhaltigen Entwicklung inmitten unserer Gesellschaft“. Als erste Hochschule Deutschlands hatte die Leuphana 2010 eine Fakultät für Nachhaltigkeit gegründet. Dort arbeiten Wissenschaftler fachübergreifend an der gemeinsa­ men Fragestellung: Wie gestalten wir eine nachhaltige Gesellschaft? Die konsequente Weiter­ entwicklung des Nachhaltigkeitsgedankens wirkt sich auf alle Bereiche der Universität aus – von der Forschung bis zur Campusgestaltung. Innovative Lehrveranstaltungen, Forschungs­­projekte, Konferenzen und beispielhafte Initiativen in der Hochschulverwaltung zeigen, warum die Lüneburger Hochschule als Vorbild in Nachhaltigkeitsfragen gilt. Die Leuphana zählt heute zu den klimafreundlichsten Hochschulen Deutschlands. Bereits im Jahr 2000 wurde sie als eine der ersten Universitäten nach dem Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert. Die weiteren Fortschritte hin zu einer „Sustainable University“ dokumentieren seit vier Jahren die Nachhaltigkeitsberichte der Universität. Die Leuphana geht deutlich über die politischen Ziele zum Klimaschutz hinaus. Seit dem Jahresbeginn 2012 wird sie zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Der Nachhaltigkeitsgedanke bestimmt auch die Campusentwicklung. Die Bauarbeiten für ein wegweisendes, besonders energieeffizientes neues Zentralgebäude nach einem Entwurf des weltbekannten Architekten Daniel Libeskind haben im vergangenen Jahr begonnen. Wissen­ schaftlerinnen und Wissenschaftler der Leuphana sind an der Entwicklung des neuartigen Energiekonzeptes beteiligt. Durch die baulich-energetische Sanierung vorhandener Gebäude und die Sanierung des Wärmeleitungsnetzes auf dem Campus konnten außerdem weitere Einsparungen beim Ausstoß von Kohlendioxid erreicht werden. Im vergangenen Jahr ist die Leuphana in das Energie-Contracting eingestiegen. In den kommenden Jahren will sie bis zu 40 Prozent Energie einsparen und ihre Versorgung gleichzeitig auf erneuerbare Energie umstellen.

„Die Arbeit am Thema Nach­ haltigkeit hat an unserer Universität eine lange Tra­ dition. Sie findet nicht nur in Forschung und Lehre statt, sondern hat auch ganz kon­ krete Auswirkungen auf un­ seren universitären Alltag.“ Prof. Dr. Gerd Michelsen Professor für Umwelt- und Nachhaltigkeitskommuni­ kation


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LEUPHANA FEIERT DIES ACADEMICUS 2013

Mit der Verleihung von Ehrendoktor-Titeln an zwei international renommierte Wissenschaftler aus dem Ausland und zahlreichen Preisen für erfolgreiche Forschende und Studierende der eigenen Hochschule hat die Leuphana Universität Lüneburg das akademische Jahr in festlicher Atmosphäre ausklingen lassen. Mehrere hundert Gäste waren der Einladung zum dies academicus 2013 gefolgt. Bei diesem traditionellen Ereignis versammelt sich einmal jährlich die Universitätsgemeinschaft, um hervorragende wissenschaftliche Leistungen, die Ein­ werbung von Drittmitteln, hervorragende Lehrveranstaltungen, exzellente Wissenstransfer­ projekte und das ehrenamtliche Engagement von Studierenden zu würdigen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Verleihung von Ehrendoktorwürden der Fakultäten Kulturwissenschaft und Wirtschaftswissenschaften. Die Fakultät Kulturwissenschaften zeichnete Professor Dr. Richard Sennett für seine weg­ weisenden Beiträge zur Gegenwartssoziologie und seine anhaltenden Bemühungen um stärkere interdisziplinäre Beziehungen innerhalb der Kulturwissenschaften mit der Ehrendoktorwürde der Fakultät aus. Der Sozialwissenschaftler lehrt seit 1971 als Professor für Geschichte und Soziologie an der New York University. Seit 1999 ist er auch als Centennial Professor für Sozialund Kulturtheorie an der London School of Economics tätig. Weltweit bekannt wurde Sennett durch sein bahnbrechendes Werk The Fall of Public Man (1977). Darin beschäftigt er sich mit dem Niedergang städtischer Strukturen, ausgelöst durch Privatisierungsbestrebungen im öffentlichen Raum. Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften verlieh den Ehrendoktortitel an den schwedischen Wissenschaftler Prof. Dr. Per Erik Lage Davidsson. Der Betriebswirt und Wirtschaftspsychologe hat seit 1996 die Professur für Entrepreneurship an der Jönköping International Business School inne. Gleichzeitig ist er Professor und Direktor des Australia Centre for Entrepreneurship Research an der Queensland Univerisity of Technology in Brisbane. Zu Professor Davidssons besonderen Verdiensten zählt unter anderem die Untersuchung von neuen Start-ups. Dabei beschäftigt ihn die Frage, wie „opportunities“ für Entrepreneurship genutzt werden können und wie unternehmerische Chancen realisiert werden.


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HOSENFELD/SZPILMAN-GEDENKPREIS FÜR JÜDISCHES MUSEUM FRANKFURT AM MAIN

Der Hosenfeld/Szpilman-Gedenkpreis, dotiert mit 2.500 Euro und ins Leben gerufen von der Leuphana, wurde im Jahr 2005 erstmals verliehen. Mit der Verleihung des Preises möchte die Leuphana Universität Lüneburg ethisches Widerstandshandeln während des Nationalsozialis­ mus in den Blick der Öffentlichkeit rücken. In diesem Jahr ging der Preis an das Jüdische Museum Frankfurt am Main. Er ist der Aus­ stellung „Gegen den Strom“ gewidmet. Sie beschäftigt sich mit Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgten Juden halfen. Das Projekt überzeugte die neunköpfige Jury der Leuphana Universität Lüneburg, weil es auf eindrucksvolle Weise ethisch-praktisches Wider­ standshandeln dokumentiere. Mit der Auszeichnung werden auch die der Ausstellung zugrun­ deliegende Forschungsleistung und die pädagogische Wirkung des Projekts gewürdigt. Der Preis erinnert an den Lehrer und Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld und den Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman. Hosenfeld hatte Szpilman 1944 im Warschauer Ghetto ken­ nengelernt. Er rettete ihn vor dem Vernichtungslager Treblinka und damit vor dem sicheren Tod. Der polnisch-französische Regisseur Roman Polanski verfilmte diese authentische Geschichte in dem Holocaust-Drama „Der Pianist“. Der Preis wurde am 27. Januar 2013, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, an Heike Drummer und Monica Kingreen vom Kuratorenteam des Jüdischen Museums übergeben. In ihren Dankesreden erläuterten sie das Zustandekommen, die Intention und die verschiedenen Perspektiven ihrer Arbeit. In seiner Rede während der Preisverleihung wies Universitätspräsident Prof. Dr. Sascha Spoun darauf hin, dass das Gedenken an die Geschichte von Wilm Hosenfeld und Wladislaw Spzilman über die beiden Persönlichkeiten und ihre Schicksale hinausgehe, sich auch auf die zahllosen Menschen, die Opfer wurden in der Schreckenszeit des Nationalsozialismus, richte. Wichtig sei es aber auch, der Retter zu gedenken, gaben sie doch Beispiele für humanistisches Handeln unter schwierigsten äußeren Bedingungen. Die Laudatio auf die Preisträgerinnen hielt Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe von der Ruhr-Universität Bochum. Sie würdigte die intensive wissenschaftliche Arbeit und das pädagogische Engage­ ment, das der Ausstellung zugrunde liegt. Das Projekt beruhe auf Recherchen und Publikatio­ nen von Monica Kingreen unter anderem zu den Deportationen von Juden aus Hessen und der Veröffentlichung von Petra Bonavita mit dem Titel „Mit falschem Pass und Zyankali. Retter und Gerettete aus Frankfurt am Main in der NS-Zeit“. Mit der Ausstellung werden u. a. auch Briefzeugnisse zugänglich gemacht, um die Geschichte der Deportation zu dokumentieren. Ein pädagogisches Begleitprogramm wen­det sich an Schülerinnen und Schüler. Dabei kommen auch Zeitzeugen zu Wort, die von ihren Eltern als stillen Helfern berichten.


STARTWOCHE 2013 DIE STADT DER ZUKUNFT

Die Stadt der Zukunft vereint die Generationen, ist umweltfreundlich, lebenswert und bürger­ orientiert. Das ist die Vision der siegreichen Teams der diesjährigen Startwoche, dem traditi­ onellen Auftakt des Wintersemesters an der Leuphana Universität Lüneburg. Die rund 1.700 Erstsemester der Leuphana hatten die Aufgabe, ein Zielbild für die fiktive Stadt Leinwig im Jahr 2050 zu entwickeln. Dafür beschäftigten sie sich fünf Tage lang mit Zukunftstrends, Kreativitätstechniken und Stadtentwicklungsthemen, entwickelten ihre Vorstellungen für eine Stadt der Zukunft und diskutierten sie mit zahlreichen internationalen Gästen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, unter ihnen Leuphana Professor Daniel Libeskind, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und der maltesische Bildungsminister Evarist Bar­ tolo. Am besten schnitten dabei zwei Gruppen ab. Team 21 entwickelte das Bild einer Stadt, die geprägt ist durch Bürgerbeteiligung, Solidarität zwischen den Generationen und die Schonung von Ressourcen durch die gemeinsame Nutzung von Gebrauchsgütern. Das Team 36 entwarf eine Zukunftsstadt, die sich selbst versorgt, familienfreundlich ist und über eine transparente kommunale Demokratie verfügt. Den Publikumspreis gewann das Team „My super sweet 16“ mit einem eindrucksvollen Schat­ tenspiel zur zivilgesellschaftlichen Verantwortung. Dessen Mitglieder wünschen sich eine star­ ke lokale Ökonomie, eine lebendige Partizipation aller Bürger und einen Zugang zu Bildung und Kultur für alle Generationen und sozialen Schichten. Mehr als 110 Teams mit jeweils bis zu 15 Mitgliedern hatten sich an der Entwicklung der Stadt­ visionen beteiligt. Dabei verwendeten die Studierenden parallel zu den Lehrveranstaltungen vor Ort erstmals die von dem Lüneburger Start-up candena entwickelte Onlineplattform der Leuphana Digital School.

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„Die neuen Studierenden haben eigene Visionen für das zukünftige Zusammen­ leben in einer Zivilgesell­ schaft entwickelt und im Team zu einem aussage­ kräftigen Film verarbeitet. Wir waren beeindruckt von Ideenreichtum, Kreativität und Engagement der Studie­ renden. Davon werden sie auch während des Studiums profitieren.“

Holm Keller Die Startwoche der Leuphana Universität Lüneburg gehört zu den herausragenden Ereignissen Hauptberuflicher Leuphana in und um die Hochschule der alten Hansestadt. In den Vorjahren hatten die Erstsemester unter Vizepräsident anderem einen großen Start-up-Wettbewerb erlebt oder Leitideen eines neuen Gesundheitssys­ tems entwickelt. Während einer anderen Startwoche hatten Künstler aus verschiedenen Län­ dern bei der Artotale die Stadt Lüneburg in eine Streetart-Ausstellung verwandelt.


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KARRIEREBERATUNG UND BERUFS­ORIENTIERUNG DIE EIGENE BEGABUNG ERKENNEN UND FÖRDERN

Die eigene berufliche Entwicklung ist ein (arbeits-)lebenslanger Prozess, in dem es darum geht, die eigenen Interessen, Fähigkeiten und Wünsche mit den Möglichkeiten und Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt zu verhandeln. Berufsorientierung geht deshalb eng zusammen mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung und der Stärkung der Selbstkompetenz. Bildung und Karriere werden folglich an der Leuphana als ein individuell zu gestaltender Weg verstanden, auf dem alle fachlichen und persönlichen Erfahrungen zusammenfinden, und es gibt ein breites Angebot an professioneller Unterstützung zu diesem zentralen Themenfeld. Dabei geht es vor allem darum, die eigenen Begabungen und Fähigkeiten zu erkennen, sich die eigenen Wünsche und Erwartungen sowie Risiken bei der Berufswahl zu vergegenwärtigen und sie einschätzen zu lernen. In zahlreichen Veranstaltungsformaten unterstützt die Universität Studierende und Alumni dabei, ihr persönliches Ziel zu definieren und ihren beruflichen Werdegang entspre­ chend zu planen, damit der Einstieg in den Beruf erfolgreiche – und das heißt vor allem zur eigenen Persönlichkeit passend – gelingen kann. Von individueller Berufsberatung, Bewerbungsunterlagen-Check oder Arbeitgebermesse: Der Career Service der Leuphana Universität Lüneburg bietet Studierenden und Alumni ein um­fassendes Angebot in verschiedenen Aktionsfeldern zur Karriere- und Berufsorientierung sowie zur Vernetzung mit dem Arbeitsmarkt. Studierende und Alumni, die sich in der Phase der Berufs­ orientierung befinden oder eine Promotion anstreben, können darüber hinaus die An­gebote des Leuphana Mentoring Programms für sich in Anspruch nehmen und so die Chance nutzen, ihre persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Berufstätige finden an der Profes­ sional School Möglichkeiten, individuelle Kenntnisse zu vertiefen und sich professionell beraten zu lassen. Ausgewählte Weiterbildungs-Seminare können von Alumni vergünstigt belegt werden, um fachliche und persönliche Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wer hingegen während oder nach dem Studium in die Selbstständigkeit starten möchte, findet beim Existenzgründungs­ service professionelle Unterstützung. Weiterführende Informationen finden Sie im folgenden Kapitel oder auf den Internetseiten der jeweiligen Einrichtungen.

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CAREER SERVICE BERUFSORIENTIERUNG FÜR STUDIERENDE UND ALUMNI

Der Career Service der Leuphana bietet eine umfassende Palette verschiedener Beratungs­ angebote sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Workshops und Seminaren zu Karriere- und Berufsorientierung im Studium und zur Vernetzung mit dem Arbeitsmarkt. Die Angebote gründen auf mehrjähriger Erfahrung im Bereich der Beratung und Personalentwicklung. Ziel des individuellen Beratungsangebots ist es, bei der Weiterentwicklung von KarriereRessourcen behilflich zu sein, Impulse zu geben und Optionen zu öffnen. Studierende und Alumni werden so bei der erfolgreichen Planung und Verwirklichung ihrer Karrierevorstellungen unterstützt. Stellenbörse „Jobs und Praktika aktuell“ Das vielseitige Angebot des Career Service wird ergänzt um die umfangreiche Stellenbörse „Jobs & Praktika aktuell“, die neue Möglichkeiten bei der Suche nach Jobs und Mitarbeitenden bietet. Egal, ob Stelle für den Berufseinstieg, Praktikum, studentischer Job oder Abschluss­ arbeit in einem Unternehmen – in der Stellenbörse „Jobs & Praktika aktuell“ im Netzwerk des Career Service und des Alumni- und Fördervereins der Leuphana Universität Lüneburg e. V. werden Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen fündig. Für Unternehmen bietet die Online-Plattform attraktive Möglichkeiten der Eigendarstellung sowie eine optimale Möglich­ keit, passende Nachwuchskräfte zu finden.

„Aktivieren und erweitern Sie Ihr Netzwerk: Beson­ ders für den Berufseinstieg können ehemalige Mitstu­ dierende, Praktikumsgeber oder Lehrende wichtige Multikplikatoren sein, um Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern herzustellen.“ Jetzt Karriere starten mit „Jobs & Praktika aktuell“ Die neue Leuphana Stellenbörse „Jobs & Praktika aktuell“ ist die Schnittstelle zwischen Studie­ Ilka Buecher renden, Alumni und Unternehmen. Die kostenlose Registrierung auf der gemeinsamen Leiterin Career Service Kommunikationsplattform des Career Service und des Alumni- und Fördervereins ermöglicht es, entweder selbst aktiv nach aktuellen Jobangeboten zu suchen oder attraktive Unternehmen mit Lebenslauf und Kurzprofil in der Bewerberdatenbank auf sich aufmerksam zu machen. Darüber hinaus bietet die Plattform die Gelegenheit, fachliche und berufliche Kontakte zu pflegen und mit (ehemaligen) Kommilitoninnen und Kommilitonen in Verbindung zu bleiben. Registrierungen unter www.leuphana.de/jobs&praktikaaktuell.

Für Unternehmen: E-Recruiting an der Leuphana Im Wettbewerb um Absolventinnen und Absolventen ist die direkte Zielgruppenansprache ein adäquates Mittel, um hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Um alle Vorteile der Stellenbörse für das Recruiting nutzen zu können, genügt die Registrierung im Login­bereich für Unternehmen. Durch ein individuelles Profil können Arbeitgeberinnen und Übrigens: Arbeitgeber aktiv geeignete Bewerberinnen und Bewerber ansprechen. Über eine einfache Mehr als 1.150 Unternehmen Eingabe­maske können Stellenanzeigen kostenlos und unkompliziert erstellt werden. Mit über mit über 800 Job­ angeboten 250.000 Seitenaufrufen pro Jahr und der Anbindung an unsere Social-Media-Plattformen ist sind derzeit auf der Plattform eine hohe Sichtbarkeit garantiert. Veröffentlichte Stellenangebote erscheinen automatisch auf vertreten. der Homepage der Leuphana sowie auf Facebook, XING und lueneburg.de.


FOR YOUR CAREER 2013 INFORMIEREN. VERNETZEN. BEWERBEN.

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Wie jedes Jahr im Mai veranstaltete der Career Service der Leuphana auch 2013 seine Unter­ nehmenskontaktmesse FOR YOUR CAREER. Bereits zum sechsten Mal präsentierten Ausstelle­ rinnen und Aussteller vielfältige Angebote für Studierende und Alumni. Darüber hinaus hatten potenzielle Arbeitgeber hier die Möglichkeit, frühzeitig mit hochqualifiziertem Nachwuchs in Verbindung zu treten. Die Messe richtet sich mit diesem Angebot an Studierende und Alumni der Leuphana, die sich mit der Berufsorientierung befassen wollen, egal, ob sie sich mitten im Studium befinden und einen Praktikumsplatz suchen oder bereits am Ende ihres Studiums stehen und in den Beruf einsteigen wollen. Im Mittelpunkt der Messe steht der persönliche Dialog mit den Arbeitgebern. In direkten Gesprächen mit Personalverantwortlichen können Alumni und Studierende wichti­ ge Kontakte und Informationen sammeln. Kompetente Fachleute beraten in Bewerbungs- und Karrierefragen. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich vor Ort für Praktika, Nebenjobs, Abschlussarbeiten, Traineestellen oder den Direkteinstieg zu bewerben. Darüber hinaus soll die Messe für Studierende und Bewerber auch eine Übung in Sachen Selbstdarstel­ lung sein, denn der erste Eindruck ist nicht zu unterschätzen. Man sollte sich im Voraus über die anwesenden Unternehmen und das angestrebte Tätigkeitsfeld informieren, seine eigene Motivation hinterfragen und sich seine Ziele bewusst machen. Zahlreiche Kick-Off-Veranstal­ tungen sollen bei der Vorbereitung auf die Eigenpräsentation am Messestand helfen. Interes­ sierte haben zudem die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen checken zu lassen. Erstmals konnten Besucherinnen und Besucher professionelle Bewerbungsfotos schießen lassen. 2013 präsentierten sich 42 Arbeitgeber verschiedener Größen und Branchen. Unter den Aus­ stellern finden sich Unternehmen, Non-Profit-Organisationen sowie universitätsinterne Ein­ richtungen, die Fragen nach dem Weg zum Wunschberuf beantworten. Im Prinzip können sich Studierende aller Fächer auf der Messe informieren. Doch auch für die Unternehmen selbst bietet die Messe zahlreiche Vorteile. Die FOR YOUR CAREER ist eine Möglichkeit, gezielt an die richtigen Adressaten heranzutreten. Ausstellende Arbeitgeber können ihre Unternehmenskultur und ihre Karriereangebote vorstellen. Ein Kurzprofil des jeweiligen Unternehmens wird in der Messebroschüre und auf der Internetseite des Career Service veröffentlicht. Darüber hinaus können Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Selbstdarstellung in Imagebroschüren, auf Flyern, Bannern, Plakaten etc. nutzen.

„Als Markenmacherei verei­ nen wir die Kompetenz von Strategie-Agenturen mit der kreativen und operativen Ex­ zellenz von Werbeagenturen. In interdisziplinären Teams unterstützen wir unsere nam­ haften Kunden bei allen The­ men der strategischen und operativen Markenführung – von der Entwicklung eines Produktes über die Positio­ nierung einer Marke bis hin zur kreativen Aus­ gestaltung der Verpackung und aller Kommunikationsmaßnahmen. Dafür sind wir stets auf der Suche nach exzellent aus­ gebildeten Talenten, die ihre Zukunft im strategischen Marketing sehen und mit uns große Marken entstehen und wachsen lassen wollen.“ Dr. Lars Lammers Geschäftsleitung Marken­ betreuung, Pahnke Marken­ macherei


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EXISTENZGRÜNDUNGSSERVICE WIR BRINGEN IHRE GESCHÄFTSIDEE AUF DIE ÜBERHOLSPUR!

Sie haben eine kreative Geschäftsidee, die Sie schon immer verwirklichen wollten? Sie fühlen sich als geborener Unternehmer? Sie möchten sich neben oder nach dem Studium ein zweites Standbein in der Selbstständigkeit aufbauen? Dann finden Sie an der Leuphana Universität Lüneburg optimale Bedingungen. Gemeinsam mit dem EU-Großprojekt Innovations-Inkubator zur Förderung der regionalen Wirtschaft unterstützt die Leuphana gründungsinteressierte Studierende und Absolventen und hilft Ihnen, ihr eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Das Angebot der Leuphana setzt dabei zentral auf die Bausteine Beratung, Qualifizierung und Förderung. Gründungsberatung „Im Mittelpunkt unserer Ar­ Der Existenzgründungsservice bietet Ihnen ein individuelles und umfassendes Beratungsangebot: beit steht immer die Frage, Sie erhalten eine kostenlose und persönliche Erstberatung. wie Ihre Gründung möglichst Wir stellen grundsätzliches Wissen zum Thema Selbständigkeit und Gründung bereit. zielgerichtet und erfolg­ Wir vermitteln Ihnen Expertenkontakte und helfen Ihnen dabei, die Infrastruktur der Universität reich geplant und umgesetzt für Ihre Geschäftsidee zu nutzen. werden kann.“ Sie erhalten Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen für Gründerinnen und Gründer. Carsten Wille Sie haben Interesse an einer Gründungsberatung? Dann melden Sie sich direkt bei Carsten Leiter Existenzgründungs­ Wille, Leiter Existenzgründungsservice, per E-Mail unter wille@inkubator.leuphana.de und ver­ beratung einbaren Sie einen Termin! Qualifizierung: Leuphana Enterprise Academy Die Leuphana Enterprise Academy ist ein Weiterbildungsprogramm, das gründungsinteressierte Studierende aller Studienfächer und Absolventen beim Einstieg in die Selbstständigkeit unter­ stützt. In zweitägigen Modulen wird mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten Basiswissen zur Gründung eines Unternehmens vermittelt. Sie erwerben Gründungswissen in kleinen Gruppen von maximal 15 Teilnehmern praxisorientiert durch Rollen- und Planspiele, Fallstudien und Übrigens: zahlreichen Beispielen aus eigenen Gründungsprojekten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmel­ Die Leuphana gehört offiziell dungen nimmt Dr. Mark Euler unter euler@inkubator.leuphana.de entgegen. zu den führenden Gründer­ hoch­schulen in Deutsch­land Förderung: Leuphana Business Accelerator und wurde zuletzt Anfang 2013 Der große Gründerwettbewerb der Leuphana: Bis zu zwei Gründerinnen und Gründer pro Gewinnerbeim Finale des vom Bundes­ Team werden mit je einer halben Stelle an der Leuphana angestellt, um ihr Gründungs­konzept ministerium für Wirtschaft weiterzuentwickeln. Sie erhalten dabei individuelle Beratung durch Professorinnen und Profes­ und Technologie ausgerich­ soren so­wie Wissenschaftliche Mitarbeitende der relevanten Fakultäten und des Existenz­ teten Wettbewerbs „EXIST- gründungsservice der Leuphana. Die nächste Ausschreibungsrunde startet Anfang 2014. Gründungs­kultur – Die Gründer­ Die genauen Teilnahmebedingungen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie dann unter hochschule“ aus­gezeichnet. www.leuphana.de/business-accelerator


LEUPHANA MENTORING PROGRAMM DEN ÜBERGANG IN DEN BERUF GEMEINSAM GESTALTEN

Die sich stetig verändernden Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt stellen Absolventinnen und Absolventen vor zahlreiche neue Herausforderungen. Diese Vielfalt prägt auch das Angebot des Leuphana Mentoring Programms: Mentoring erweist sich an der Leuphana seit dem Jahr 2001 als effektives und effizientes Instrument der Nachwuchsförderung. Die Angebote richten sich an Studierende und Alumni, die sich in der Phase der Berufsorientierung befinden („Vom Stu­ dium in den Beruf“) oder eine Promotion anstreben („Pro_M“). Sie zielen auf eine persönliche Entfaltung der Teilnehmenden, indem sie verschiedene Kompetenzen durch unterschiedliche Angebote thematisieren. Die Möglichkeit der Entwicklung von Kompetenzen ist im Zusammen­ spiel mit der persönlichen Weiterentwicklung bedeutend für ein erfolgreiches Auftreten und Agieren während des Studiums, in (außer-) universitären Arbeitsfeldern, Bewerbungssituationen, Gruppenprozessen und Führungspositionen. In beiden Programmen besteht die Möglichkeit, ein Tandem mit einer Mentorin oder einem Mentor zu beginnen. Teilnehmende werden so während des Studiums, in der Promotionsphase oder auch in der Phase des Berufseinstiegs unterstützt und beraten. Das Mentoring-Angebot „Vom Studium in den Beruf“ bietet Studierenden in der Abschlussphase und Alumni einen Einstieg in die Arbeitswelt und eine professionelle Vorbereitung auf die nächsten Karriere­ schritte. Seit Beginn des Mentorings an der Leuphana liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Förderung weiblicher Karriereverläufe. Nach dem Prinzip der persönlichen Weitergabe tragen Mentorinnen und Mentoren mit Wissen, Rat, Strategien sowie Kontakten zur aktiven, individuellen und zielgerichteten Zukunftsgestaltung der Mentees bei. Das Mentoring an der Leuphana ver­ steht sich als Netzwerk für alle Beteiligten, auch über die Zeit der aktiven Teilnahme hinaus. Sowohl Studierende als auch kooperierende Einrichtungen und Personen können von einem Rahmenprogramm und regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen profitieren, Mentorinnen und Mentoren ihre Führungs- und Beratungskompetenzen ausbauen und ihren eigenen Karriere­weg sowie ihre individuellen Arbeitsweisen reflektieren. Für Studierende und Absolventinnen bzw. Absolventen Eine erfahrene Mentorin bzw. ein Mentor unterstützt und berät Studierende oder Alumni, die sich in der Phase der Berufsorientierung befinden. Eigene Stärken werden darüber hinaus gezielt in den Veranstaltungen des Rahmenprogramms reflektiert. Das Leuphana Mentoring bietet die Möglichkeit, das Bewusstsein für die eigenen fachlichen, personalen, sozial-kommu­ nikativen und aktivitätsbezogenen Kompetenzen zu schärfen, neue Berufsfelder kennenzu­ lernen und das persönliche Netzwerk zu erweitern. Darüber hinaus können in Workshops private und berufliche Ziele geklärt und miteinander in Einklang gebracht werden. Durch ein Einzel­ coaching kann außerdem jede Situation individuell analysiert und aktiv gestaltet werden. Nach vorheriger sorgfältiger Auswahl im Hinblick auf fachliche und persönliche Passung wird der Teilnehmerin bzw. dem Teilnehmer eine Mentorin oder ein Mentor zugewiesen – wobei persön­ liche Vorschläge und Wünsche berücksichtigt werden.

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„Das Leuphana Mentoring lebt von dem Engagement jedes einzelnen Mentors. Mit viel Herzblut geben sie ihr Wissen, Rat und Stragi­ en zum Berufseinstieg an Studierende weiter. Gemein­ sam wird die Tandemphase als Orientierungsmöglich­ keit vom Studium in das Berufsleben genutzt, in der sich die Studierenden auf ihre individuelle Karriere­ gestaltung konzentrieren können.“ Lima-Alissa Gawor, M.A. Koordinatorin des Leuphana Mentoring Programms „Vom Studium in den Beruf“ und ehemalige Mentee


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Für Alumni als Praxispartnerinnen und -partner Mentorinnen und Mentoren kommt eine zentrale Bedeutung in den Angeboten „Vom Studium in den Beruf“,„Pro_M“ und „ProScience“ zu, denn als Persönlichkeiten mit einschlägiger Berufs­ erfahrung berichten sie den Mentees vom eigenen beruflichen Werdegang und geben so Einblick in ihre Tätigkeitsbereiche. Während der Berufsorientierung oder der wissenschaftlichen Karrie­ regestaltung stehen die Mentorinnen und Mentoren ihrer bzw. ihrem Mentee beratend zur Seite, geben ihr Wissen weiter und helfen bei der Vernetzung mit interessanten Kontakten. So können im lebendigen Austausch Kompetenzen reflektiert und Prioritäten gesetzt werden, um eine ziel­ gerichtete Karriereplanung in Angriff zu nehmen. Allen Mentorinnen und Mentoren eröffnet das Programm Einblicke in eine neue Studien- und Hochschulkultur. Innerhalb des Mentorings be­ steht darüber hinaus die Möglichkeit, frühzeitig Kontakt zu potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzustellen und diese im Prozess kennenzulernen. Als Praxispartnerin und -partner können Sie an Mentoring Weiterbildungsangeboten teilnehmen und sich sowohl mit dem quali­ fizierten Nachwuchs, als auch mit anderen Aktiven vernetzen. Registrieren Sie sich auf der Leuphana Mentoring Webseite und werden Sie wie über 500 aktiven Mentorinnen und Mentoren Teil der gemeinsamen Übergangsphase „Vom Studium in den Beruf“.


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LEUPHANA FORSCHUNG FRAGEN DER ZIVILGESELLSCHAFT

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Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen wird die Leuphana nicht verlassen, sondern den Berufsweg an der Universität, in der Wissenschaft, beginnen. Jenseits der Seminare und Hör­ säle ist die Hochschule auch ein Arbeitgeber vom Rang eines mittelständischen Unternehmens. In der „Denkfabrik“ Leuphana – den wissenschaftlichen Instituten, Zentren und Kompe­ tenztandems – sind mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter zahl­ reiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Ihr „Produkt“ ist Wissen in viel­ fältiger Form: als Publikation, neue Methodik oder Intervention bis hin zu handfesten Geräten oder Programmen. Jenseits des sprichwörtlichen Elfenbeinturms ist Forschung jedoch auch eine wettbewerbsorientierte Welt, in der – oft global – um die erste Entdeckung, finanzielle Mittel und helle Köpfe konkurriert wird. Der Forscher von heute – und auch die Universität – muss sich zu vermarkten wissen und gleichzeitig das Primat der Wissenschaft wahren. „Ob Wissenschaft oder Wirtschaft – unsere Alumni Erste Station für angehende Forscherinnen und Forscher ist die Promotion. Für den Standort fassen zum großen Teil Leuphana sind diese jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wichtige Stütze, Fuß in wissensintensiven wie auch die rund 50 neuen Professorinnen und Professoren, die in den letzten fünf Jahren be­ Berufen. Wer informiert rufen wurden. Mit ihrer Neuausrichtung hat sich die Leuphana Universität Lüneburg bundes­ bleiben möchte, findet in der weit als Modelluniversität etabliert und setzt sich auch eine bedeutende Stellung in der natio­ Forschungsdatenbank Pure nalen und internationalen Forschungslandschaft zum Ziel. Es gilt, den Ruf der Universität auch eine zentrale und verläss­ als akademischen Standort zu festigen. liche Ressource für For­ schungsinformationen.“ Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bundesministerien, Stiftungen und Unternehmen fördern Projektideen an der Universität. Um diese Förderungen konkurriert die Universität mit zahlrei­ Dr. Barbara Ebert chen weiteren Wissenschaftsstandorten in Deutschland. Die Gewinnung guter Köpfe ist we­ Leiterin Forschungsservice, sentlich, ebenso wie die Schaffung eines attraktiven Forschungsumfeldes. Für die Förderung Leuphana Universität der Forschung steht im Leuphana House of Research ein Fonds mit einem jährlichen Budget Lüneburg von 400.000 Euro zur Verfügung. Alle Fördermaßnahmen orientieren sich an der wissenschaft­ lichen Leistung und internationalen Standards der verschiedenen Fachgemeinschaften. Im Geschäftsbereich der Graduate School besteht ein internes Förderprogramm mit einem Etat von jährlich 100.000 Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Auch International Office und Gleichstellungsbüro bieten in ihren Ressorts Förderungen für Forschende an. Die Forschungspolitik der Leuphana Universität fördert eine wertorientierte, durch internatio­ nale und interdisziplinäre Zusammenarbeit geprägte Forschung und ermutigt den wissen­ schaftlichen Nachwuchs zu den ersten Schritten einer Forschungskarriere. Traditionelle Stärke des Standorts ist die disziplinenübergreifende Forschung mit lebensweltlichen Bezügen und Kooperationen. Das wissenschaftliche Profil der Leuphana bilden die vier Wissenschaftsinitia­ tiven Bildungsforschung, Kulturforschung, Nachhaltigkeitsforschung sowie Management & Entrepreneurship. Unter diesem Dach verorten sich zahlreiche Initiativen und Projekte unserer


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Forscherinnen und Forscher. Als Querschnittsthemen der Universität werden erneuerbare Ener­ gien, Digitale Medien und Gesundheit entwickelt, die nicht nur wissenschaftliches, sondern auch wirtschaftliches Potenzial für die Region Lüneburg bergen. Ein guter Service für Forschende gehört zu den Grundprinzipien der Leuphana Forschungspoli­ tik: Eine großzügige Anschubfinanzierung erleichtert die Vorbereitung neuer Forschungsvorha­ ben. Anträge und Kooperationen werden durch Forschungsservice und die Transferstelle indivi­ duell begleitet, Forschungskonferenzen finanziell bezuschusst. ALMA, das Programm zur Förderung der Forschungskultur gibt Unterstützung in Fragen der Forschungsplanung und der Qualitätssicherung. Seit 2008 vergibt die Universität jährlich Preise für besondere Forschungs­ leistungen. Um begabten Nachwuchs in der Forschung zu halten, wird eine Weichenstellung hin auf wissenschaftliche Karrierewege durch spezielle Mentoringprogramme unterstützt. Das Pro­ jekt „ProScience – Mentoring in die Professur“ begleitet z. B. hochkarätige Wissenschaftlerin­ nen bei der Besetzung akademischer Spitzenpositionen und wird aus Mitteln des bundesweiten Professorinnen-Programms gefördert. Die Leuphana als „Universität für die Zivilgesellschaft für das 21. Jahrhundert“ ist ein noch junges Konstrukt. Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Forschenden und die zunehmende internationale Sichtbarkeit in der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14 ist die Leuphana Universität Lüneburg jetzt als einer von 100 Preisträgern ausgezeichnet worden. Zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Ideen finden Stadt“ lieferte das im Innovations-Inkubator der Universität angesiedelte Projekt „Thermische Batterie als Wärmespeicher“ eine Antwort auf die Frage, wie dezentrale Energieversorgung in der Stadt von morgen gelingen kann. Die Leuphana konnte damit bereits die sechste Auszeichnung in Folge verbuchen. Bei der Ver­ leihung des Preises sagte Laudator Thorsten Frahm von der Regionalleitung der Deutschen Bank Hamburg/Schleswig-Holstein: „Die Leuphana Universität stellt einmal mehr unter Be­ weis, dass sie sich zu einer echten Innovationsschmiede entwickelt hat. Sie ist ein Aushänge­schild für den Standort Deutschland.“


STIMMEN AUS DER FORSCHUNG

„Für uns im digitalen Zeitalter mag das seltsam klingen, aber: Auch im 19. Jahrhundert glaubten die Menschen be­ reits, dass die Welt immer enger zusammenrückt. Reisen und Kommuni­kation wurden einfacher, Karten, Fotos und Personen, die über ihre Reisen schrieben, transportierten ferne Welten in die Heimat. Wie wurden dabei die ‚anderen‘ Länder wahr­genommen? Wie wurden Kindern die fremden Menschen vermittelt? Eine wichtige Rolle dabei spielten Bil­ derbücher und ABC-Bücher, in denen typische Deutsche, Engländer, Inder usw. präsentiert wurden. Die Darstellungen waren bunt und vielfältig, sie waren wichtige Vehikel, um die Überlegenheit der eigenen Kultur herauszustellen, aber auch um internationale Verbundenheit zu befördern. Die Ana­ lyse des komplizierten Geflechts der Repräsentation der An­ deren ist umfassend nur durch eine kulturübergreifende und interdisziplinäre Kooperation möglich.“ „Frauen gründen in Deutschland ebenso wie in vielen ande­ ren Ländern deutlich seltener ein Unternehmen als Männer. Ist dieses gender gap auf eine fehlende Chancengleichheit zurück­zuführen? Trauen sich Frauen eine Existenzgrün­ dung seltener zu als Männer? Haben Frauen Gründungside­ en, die sie aber häufig nicht in die Tat umsetzen? Im Rah­ men des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Selbstständigkeit im Berufs- und Karriereverlauf von Aka­ demikerinnen“ untersuchen wir diese und weitere Fragen. Unter anderem haben wir dazu in Zusammenarbeit mit em­ nid deutschlandweite Telefoninterviews mit Studentinnen so­ wie selbständigen und nicht-selbständigen Akademikerin­ nen durchgeführt.“

Prof. Dr. Emer O’Sullivan Professorin für Englische Literaturwissenschaft

Dr. Silke Tegtmeier Institut für Unternehmens­ entwicklung

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BIODIVERSITÄT UND NATURSCHUTZ KOMPLEXE DATEN STATISTISCH UND RÄUMLICH AUSWERTEN

Ein aktuelles Projekt untersucht den Einfluss des Klimawandels auf temperate Regenwälder an der Westküste Nordamerikas. Die Riesenmammutbäume sind weltbekannt, aber ihr Vorkommen wird in Zukunft wohl stark zurückgehen; je nach Stärke des Klimawandels sind diese Wälder vielleicht sogar in wenigen Jahrzehnten aus Kalifornien und Washington nahezu verschwunden. Dies hat auch starke Auswirkungen auf die Ökosystemdienstleistungen, da diese signifikant höher in diesen Regen­ wäldern im Vergleich zum Umland sind.

„Im Fokus unsere For­ schung stehen Biodiversität und Naturschutz. Hierbei decken wir methodisch wie auch räumlich eine breite Palette ab. Statistik sowie geographische Informa­ tionssysteme sind für uns wichtige Werkzeuge, um unsere Forschung umfang­ reich, fundiert und reprodu­ zierbar durchzuführen.“ Prof. Dr. Henrik von Wehrden Professor für naturwissen­ schaftliche Methoden

Wir erforschen in unserer Arbeitsgruppe auch die Auswirkungen von nuklearen Desastern auf das Ökosystem. Zahlreiche Studien haben Grundlagendaten hierfür bisher bereitgestellt, aber nur wenige Studien bieten reale Ergebnisse, die wirklich reproduzierbare Daten liefern. Dies ist insoweit erstaun­ lich, da die Auswirkungen nach unserem bisherigen Kenntnisstand drastisch und langfristig sind. Darüber hinaus überschreiten zahlreiche Grenzwerte z.B. aus Europa auch nach Jahrzehnten noch die gesetzlichen Richtlinien. Oft sind die Auswirkungen auch deutlicher komplexer: So werden konta­ minierte Fische jetzt rund um Fukushima nicht mehr gefangen, da sie nicht mehr zu Tierfutter wei­ terverarbeitet werden dürfen. Dies führt momentan dazu, dass der Anteil gebietsfremder, aus Nord­ amerika eingeschleppter Arten zunimmt. Wohingegen die einheimischen japanischen Fische immer weiter abnehmen. Unsere Arbeitsgruppe arbeitet auch an zahlreichen anderen eingeschleppten Ar­ ten. So verdrängt z.B. eine asiatische Ulme in Nordamerika die einheimischen Pflanzenarten. Durch Hybridisierung hat diese Ulme es vermutlich geschafft die Umweltbedingungen in Nordamerika besser auszunutzen. Diese schnelle Anpassung zeigt, das menschgemachte Prozesse aktiv in die Evolution eingreifen, was sich oft nachteilig auf Ökosysteme auswirkt. Vergleichbar drastische Effek­ te aus unserer Forschung finden sich in Beweidungssystemen. In einem quantitativen Review der vorhandenen Literatur haben wir die Effekte von Beweidung auf das Ökosystem untersucht. Hierbei zeigt sich, dass in Gebieten mit einem stark schwankenden Niederschlag Weidetiere regelmäßig natürlicherweise sterben. In dieser Zeit erholt sich die Pflanzendecke. Werden die Viehzahlen nun durch den Menschen künstlich erhöht, so wird das Ökosystem nachhaltig gestört, und oft sogar auch teilweise zerstört. Dies ist grundlegend anders in Gebieten mit stabilem Niederschlag. Hier wird durch starke Beweidung das Ökosystem immer weiter degradiert, es sei denn, die Beweidung wird zeitweise ausgesetzt. Trockengebiete sind somit durch starke klimatische Variabilität gekennzeich­ net, und das Ökosystem ist an diese Schwankungen angepasst. So zeigen auch andere Befunden von uns aus der Wüste Gobi ähnliche Muster. Dort haben wir Wildtiere, z.B. Wildkamele, Wildesel und Wildpferde mit Halsbändern ausgerüstet, die täglich die Position des Tieres an einen Satelliten schi­ cken. Die Auswertung dieser Daten zeigt, dass die Tiere diese fluktuierenden Trockengebiete opportu­ nistisch nutzen, d.h. sie suchen aktiv Gebiete mit möglichst hoher Vegetations­produktivität, aber meiden den Menschen. Dieser schränkt somit als Jäger, aber auch durch Störung durch seine Nutz­ tiere und durch den Ausbau von Rohstoffen in Tagebauminen diese Streifgebiete ein. Zur Zeit arbei­ tet unsere Arbeitsgruppe zusammen mit zahlreichen inter­nationalen KollegInnen an der Erstellung eines nachhaltigen Naturschutzkonzeptes der süd­lichen Mongolei.


MODELLPROJEKTE VERÄNDERN DIE BILDUNGSLANDSCHAFT BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG IM ELEMENTARBEREICH

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Das Projekt „Leuchtpol. Energie & Umwelt neu erleben!“ war das erste bundesweite Modell­ projekt zur Implementation von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich. Diese Aufgabe wurde in Kooperation von Wissenschaft und Praxis durchgeführt. Partner waren die Leuchtpol gGmbH als eine Tochtergesellschaft der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umwelt­ bildung (ANU), das Institut für integrative Studien (infis) der Leuphana Universität Lüneburg und natürlich die ErzieherInnen im Elementarbereich und ihr jeweiliges Praxisfeld. Die Projekt­ gesellschaft war verantwortlich für die Realisierung des Projekts, in dessen Mittelpunkt Fort­ bildungsangebote für ErzieherInnen in Tageseinrichtungen für Kinder unter sechs Jahren standen. Das Institut für integrative Studien (infis) der Leuphana Universität Lüneburg war für die wissen­schaftliche Begleitung verantwortlich; sie umfasste die Aufgaben Beratung, Forschung und Evaluation. Inhaltlich standen dabei Fragen im Vordergrund, die sich aus der Herausforde­ rung ergaben, das Konzept Bildung für eine nachhaltige Entwicklung für die Praxis von Erzieher­innen und Erziehern zugänglich zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf das Themenfeld „Energie und Umwelt“ und damit auch auf die Aufgabe, naturwissenschaftliche Grund­bildung als Aufgabe von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu konzipieren, gelegt. Da von dem Projekt 4.000 ErzieherInnen erreicht wurden, flossen in die Evaluation des Vor­ habens beachtliche Datenmengen ein. 9.510 Fragebögen, die die TeilnehmerInnen an der Fort­ bildung jeweils nach einem Fortbildungsabschnitt ausfüllten, und noch einmal 2.564 Frage­ bögen aus zwei Nachbefragungen wurden einbezogen. Darüberhinaus gaben 3.585 Praxis­dokumentationen Einblick in die Arbeit der ErzieherInnen nach der Fortbildung, alle wurden quantitativ und 1.010 von ihnen auch qualitativ ausgewertet. Auf dieser Grundlage konnte aufgezeigt werden, dass Erzieherinnen und Erzieher als Change Agents einer nachhaltigen Entwicklung wirken können. Das Projekt Leuchtpol konnte dazu bei­ tragen, dass die pädagogischen Fachkräfte das Potential des Konzeptes „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ für ihre Arbeit im Elementarbereich kennenlernten und auch nutzten. Zudem konnten Impulse des Modellprojekts für Qualitätsentwicklung und Professionalisierung im Elementarbereich, für die Weiterentwicklung des Bildungskonzepts selbst sowie für bildungs­politische Rahmenbedingungen und weitere wissenschaftliche Arbeit herausgearbeitet werden.

„Modellprojekte können da­ zu beitragen, die zugrunde liegen­ den Ideen zu ver­ breiten, Akzeptanz dafür zu gewinnen und die Arbeit mit dem Konzept weiterzuentwi­ ckeln.“ Prof. Dr. Ute Stoltenberg Professorin für nachhaltige Entwicklung und Sach­ unterricht


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FREUNDE, PARTNER UND FÖRDERER GEMEINSAM FÜR DEN ERFOLG

Die Anforderungen an und das Verständnis von Bildung haben sich im 21. Jahrhundert stark verändert. Die Leuphana antwortet auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Globalisie­ rung, Digitalisierung, demographischen Wandel und erhöhte Mobilität mit einem innovativen Universitätsmodell und kooperiert in zahlreichen Projekten und Programmen mit verschiedenen Partnern aus der Praxis, sei es bei der Suche nach hervorragend qualifizierten Recruitees, der Entwicklung von Ideen für die Stärkung des eigenen Employer Brand, der Weiterbildung des eigenen Personals oder der Zusammenarbeit in wissenschaftlichen Forschungsprojekten, als Förderer der Leuphana oder als Veranstaltungspartner. Regionale Wirtschaft fördern: EU-Innovations-Inkubator Im EU-Regionalentwicklungsprojekt Innovations-Inkubator arbeiten Wissenschaft und Wirt­ schaft unter einmaligen Bedingungen gemeinsam an visionären Projekten. Der Inkubator er­ möglicht die direkte Umsetzung wissenschaftlicher Forschung in die Praxis und bietet mehr als 50 unterschiedliche Wege der Zusammenarbeit. Er setzt Initialzündungen in zukunftsträchtigen Branchen, in denen dadurch neue Produkte und Dienstleistungen entstehen. Durch diese Impulse wird die Leuphana zum Motor einer starken regionalen Wirtschaftsentwicklung. In fast 50 Projekten arbeiten mehr als 300 Firmen des ehemaligen Regierungsbezirkes Lüneburg mit Wissenschaftlerteams zusammen. Auf den Internetseiten des Inkubators können Sie sich über bisherige erfolgreiche Projekte und Kooperationsmöglichkeiten informieren. In Bildung investieren: stiften und sponsern Investition in Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Als Kooperationspartner der Leuphana können Sie diese Zukunft gezielt mitgestalten. Ob Sie Veranstaltungen sponsern, für Projekte spenden oder eine Professur in einem für Sie relevanten Entwicklungsfeld stiften möchten – gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen ein individuelles Kooperationsformat, das zu Ihrer Organisa­ tion oder Ihrem Unternehmen passt. Die Leuphana bietet regelmäßig Förder-Optionen unter­ schiedlicher Art, denn ein aktives Leben auf dem Campus wäre ohne die Vereine, Organisationen und Initiativen nicht denkbar, die sich um vielfältige Aufgaben im Umfeld von Studium, Lehre und Wissenschaft kümmern. Umfangreiche Angebote für Ihr Unternehmen Die Kooperationsangebote der Leuphana an Unternehmen, NGOs und andere Körperschaften sind vielfältig. Nutzen Sie beispielsweise die vielfältigen Recruiting-Angebote der Leuphana Universität Lüneburg. So erreichen Sie frühzeitig hochqualifizierte Studierende und Alumni, die durch das mehrfach ausgezeichnete, interdisziplinäre Studienmodell bestens für die An­ forderungen eines sich ständig verändernden Arbeitsmarktes gerüstet sind. Auch auf dem Gebiet der Personalentwicklung präsentiert sich die Leuphana als kompetenter Partner: Die

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Professional School bietet Ihnen und Ihren Mitarbeitenden berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungsangebote. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Professional School passgenaue Weiterbildungsangebote für Ihre Mitarbeitenden ins Leben zu rufen. Nutzen Sie spezielle Beratungs- und Coachingangebote für Gründerinnen und Gründer, wenn Sie in die Selbständigkeit starten möchten oder stellen Sie Ihr Unternehmen auf unserem Universitätscampus vor. Darüber hinaus bestehen für Kooperations­ partner zahlreiche Möglichkeiten zum Aufbau nachhaltiger Verbindungen zu fachlich und persönlich passenden Nachwuchskräften: sei es über initiierte Wettbewerbe, Projekte oder andere Programme. Kooperation international Die Leuphana ist eine international ausgerichtete Universität, die weltweit mit verschiedenen Hochschulen kooperiert. Sie ist bestrebt, das Angebot an Studiengängen mit integrierten Auslandsaufenthalten ständig zu erweitern, die internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu fördern und die strategischen Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen weiter auszubauen.


VORGESTELLT ZUM KOLLEKTIV E.V.

„Zum Kollektiv e. V.“ ist ein eingetragener Verein in Lüneburg. Das Projekt gründete sich aus dem studentischen Umfeld der Leuphana und dem lunatic Festival, ist aber bewusst keine studentische Initiative, um den Schritt von der Universität hin in die Stadt zu wagen. Auf dem diesjährigen dies academicus erhielt das Projekt den ersten Preis in der Kategorie „Ehrenamt­ liches Engagement innerhalb und außerhalb der Universität“. Der Verein soll Privat- und Einzelpersonen sowie öffentliche Einrichtungen zur Förderung einer gemeinsamen Zusammen­ arbeit vernetzten. Basis dieser Zusammenarbeit sind gemeinsame Werte wie der All-WinGedanke, die vier Säulen der Nachhaltigkeit, Vertrauen und Respekt. Anstoß für das erste Projekt „Zum Kollektiv – ein Ladencafé“ gab die große Distanz zwischen Studierenden und Lüneburger Bürgerinnen und Bürgern. Das Café sollte Treffpunkt, Marktplatz, Kontaktbörse und Projektlabor zugleich werden. Ein Cafébetrieb mit regionalen Produkten. Inzwischen organisiert der Verein diverse Kulturveranstaltungen. „Zum Kollektiv e. V.“ lebt den Nachhaltigkeitsgedanken selbstverständlich – ohne provokative Kommunikation, sondern durch alltägliches Handeln. All dies ist jedoch nur möglich durch die ehrenamtlichen Mitglieder. Der Verein hofft, auch in Zukunft auf so viel positive Reaktion zu stoßen, um noch viele Jahre das Lüneburger Kulturleben bereichern zu können.

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Alumni- und Förderverein der Leuphana Universität Lüneburg e.V. Scharnhorststraße 1 21335 Lüneburg www.leuphana.de/afl Folgen Sie uns auf:


Absolventenbuch 2013