Juli 2020

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07 2020 monatlich kostenlos • lesbar

heft-nr. 189 seit 2003 aufl.: 15.000

das anhalt magazin

Schloss Wörlitz in altem Glanz Vor rund 250 Jahren entstand mit dem Schloss Wörlitz ein Gebäude, wie es das europäische Festland bis dahin nicht gesehen hatte. Jetzt kann es nach zwei Jahrzehnten Restaurierung in seiner ganzen Schönheit wiederentdeckt werden. • s. 12 FREILUFT-FILMGENUSS IN DER REGION Es kann endlich losgehen. Dank weiterer Lockerungen der Corona-Regelungen dürfen die Open-Air-Kinos in AnhaltDessau-Wittenberg in die diesjährige Saison starten. In diesem Sommer ohne Kuscheln, aber mit vielen Filmen für Seele, Herz und Hirn. • s. 30

leo dates

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über Juli-Termine für Anhalt




ȹ editorial

Etwas zaghaft noch wagen wir uns aus der Zwangspause. Ganz vorsichtig tasten wir uns in die Anhalter Freizeitund Kulturlandschaft voran und nehmen noch etwas scheu Kontakt mit Euch auf. Nachdem wir nun die Monate April und Mai ausschließlich digital verbringen mussten und im Juni gar eine nicht ganz freiwillige Pause eingelegt haben, sind wir wieder da. Wir hoffen, dass das kleine Neustart-Pflänzchen nicht von einem weiteren Virus-Wind weggewedelt wird. Wir hoffen, dass Sie alle noch da und gesund sind und wir hoffen, dass diese surreale Zeit ihren Weg in irgendwas Normales findet. Und wir bedanken uns bei Euch für die Unterstützung auf so vielen unterschiedlichen Wegen – wirtschaftlich und moralisch. Danke! Vor allem wollen wir aber hoffnungsfroh nach vorn schauen und einen kleinen Beitrag leisten, das Leben in Anhalt mit positiven Aspekten zu besetzen. Im anstehenden Monat Juli regt sich wieder erstes kulturelles Leben. Behutsam öffnen Einrichtungen ihre Türen, Ausstellungen, Führungen und auch musikalische Formate werden geboten. Uns ist bewusst, dass nicht nur Veranstalter sehr vorsichtig sind, aber wenn sich alle an die Spielregeln halten, wird dieser Sommer 2020 vielleicht ein ganz intensiver werden. In dieser Ausgabe gibt es vielleicht nicht den gewohnt prall gefüllten Veranstaltungskalender, aber wir haben uns bemüht, den aktuellen Status in Anhalt einzufangen. Kommen Sie mit und begleiten Sie uns durch den Sommer! Besuchen Sie mit uns gemeinsam Theater, Restaurants, Museen und Schlösser – das Schloss in Wörlitz ist übrigens prächtig wie noch nie in diesem Jahrtausend! Zwanzig Jahre Restaurierung und endlich vollständig zu besichtigen – es lohnt sich. Das LEO-Gespräch dazu lesen Sie auf den kommenden Seiten. Ihr Sebastian Völker Herausgeber

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„Schloss Wörlitz ist als Gesamtkunstwerk zu verstehen.“ • Seite 12 •

ȹ inhalt

6 Kurzmeldungen Kurz und knackig durch den Juli, die Region Anhalt und die angren zende Nachbarschaft mit den LEO-Kurzmeldungen.

12 Rückkehr einer Ikone Als Fürst Franz sich ab 1769 sein „Neues Haus“ in Wörlitz errichten ließ, konnte wohl selbst er nicht ahnen, wie sehr es auch 250 Jahre später noch bewundert werden würde. Und seit Kurzem sieht es auch wieder (fast) so aus wie damals. 30 Filme unter freiem Himmel Lange standen die Open-Air-Kinos in unserer Region, wie fast alle Veranstaltungen in diesen Tagen, auf der Kippe. Jetzt heißt es aber endlich wieder „Film ab!“. Mit ein paar notwendigen Einschränkungen, aber mit viel Liebe und Atmosphäre. 34 Ein Fluss, zwei Räder, viele Erlebnisse Das wir mit der Elbe ein Kleinod der Natur haben, weiß nicht nur die Tourismusbranche. Aber wann waren Sie das letzte Mal am Fluss unterwegs? Jetzt ist die perfekte Gelegenheit. Der Elberadweg wird 25 Jahre alt und es gibt viel zu entdecken! 35 23. Burgtheatersommer in Roßlau Ab 15. Juli werden am Fuße der Wasserburg Roßlau „Geschichten aus dem Wiener Wald“ erzählt. Aber auch ein slowakisches Märchen für Kinder, zwei Liedermacher-Konzerte und Theaterworkshops sind bis Mitte August Teil des Theatersommers.

foto: belvedere schloss wörlitz © kulturstiftung dessau-wörlitz

Neustart


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foto: © lilo wanders

foto: © maike helbig foto: »love sarah« als preview im tierpark dessau © weltkino

Drei Mal Ragna Schirmer

Lilo Wanders‘ Lieblingshobby • Seite 38 •

Vom Stummfilm-Klassiker bis zur Vor-Premiere – Sommerkino • Seite 30 •

leo-dates 07/20 20 VERANSTALTUNGSTIPPS Über 200 Tipps für die Region Anhalt im Juli: Bühne, Musik, Party, Kunst, Ausstellungen, Gewinnspiele, Freikarten und Empfehlungen 43 AUSSTELLUNGSTIPP Der Schlosspark Köthen als Lebensraum und Gartentraum steht anlässlich eines besonderen Jubiläums im Zentrum der aktuellen Ausstellung im Museum der Bachstadt.

LEO-GLÜCKSMOMENTE Diesmal: Testfahrten mit dem E-Bike, Premiere des 23. Burgtheatersommers, „Costa Divas“ in Wittenberg LEO-DATES ONLINE Die LEO-Veranstaltungstipps jeden Monat neu als Magazin gedruckt und tagesaktuell mit Gewinnspielen und News im Netz: www.leo-magazin.com

30 LEO Empfehlungen Die dreifache Ragna Schirmer in der Auferstehungskirche, die Rückkehr der Divas im Wittenberger ClackTheater, die Goitzsche ganz wild und Sex ohne Tabus mit Lilo Wanders. Außerdem Sichtweisen zwischen Rosen in der Lausitz, ein Bus oben ohne, musikalische Sommernächte unterm Balkon, verspätete Varietévögel, eine Wiese voller Kultur in der Landeshauptstadt, eine Erfolgsserie als Graphic Novel und, und, und… 41 LEO Buchtipps 44 LEO Rätselseite 45 Impressum 46 LEO Kolumne Die Fortsetzung des Corona-Tagebuchs unseres Kolumnisten rund um die Tücken des Homeoffice. Es geht um vergessene Kameras. Und Aluhüte. Und natürlich auch um Reptiloiden.


ȹ kurzmeldungen

Den Lebensweg des 1903 in Roßlau geborenen Architekten Richard Paulick zeichnet eine Ausstellung der Hermann-Henselmann-Stiftung nach, die bis Ende August im Dessauer Bauhausgebäude gezeigt wird. Thematisiert werden alle wichtigen Lebensstationen Paulicks, von seinem Studium am Bauhaus über seine Zeit in Shanghai und sein Wirken beim Bau der Stalinallee bis zu seiner erneuten Hinwendung zur Moderne. Als „Leiter des Aufbaustabs der Stalinallee“ entwarf Paulick sogar die prägende Straßenbeleuchtung, die heute als „PaulickKandelaber“ bekannt ist, obwohl er sich anfangs noch gegen die Abwendung der DDR vom Bauhaus gewehrt hatte. Mitte der 1950er Jahre verantwortete Paulick den Aufbau ganzer Städte wie Hoyerwerda, Schwedt oder Halle-Neustadt.

foto: © ahmed salinafish

ȹ Ausstellung „Bauhaus Shanghai Stalinallee Ha-Neu.“ 25. Juni – 23. August  Dessau, Bauhausgebäude www.bauhaus-dessau.de

foto: berlin, kalr-marx-allee © stiftung bauhaus dessau

Richard Paulicks Lebensweg

Kunst aus und gegen den Müll Unser modernes Leben produziert Unmengen an Müll – und sorgt dafür, dass wir von diesem Müll auch überall umgeben sind. Die Bilder des gigantischen Abfallstrudels im Pazifik gingen um die Welt, mit unserer Luft atmen wir Feinstaub, mit unserer Nahrung schlucken wir Mikroplastik. Für die Ausstellung „Zero Waste“, die durch das Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig realisiert wurde, setzten sich zeitgenössische Künstler mit dieser Problematik auseinander. Videos, Installationen, Skulpturen und Fotografien sollen den aktuellen Zustand unserer Erde verdeutlichen und zur Diskussion über Alternativen und Lösungsansätze anregen. „Zero Waste“ ist noch bis zum 8. November im Museum der bildenden Künste in Leipzig zu sehen. ȹ Ausstellung „Zero Waste“ 25. Juni bis 8. November Leipzig, Museum der bildenden Künste www.mdbk.de

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Erst die Winterpause, dann Corona – jetzt aber kann das Simonettihaus Coswig endlich wieder in die Fortsetzung seiner „Katzenmusik“-Reihe starten. Am 3. Juli ab 19.30 Uhr ist „Bluesrudy“ zu Gast. Begleitet wird er von Kat Baloun und Henry Heggen, die mit Mundharmonika und Gesang musikalische Unterstützung leisten und einen Bluesabend voller Leidenschaft und Feuer garantieren. Mit Tischen auf Abstand und Bedienung durch die Vereinsmitglieder soll den Hygienevorschriften entsprochen und trotzdem eine angenehm lockere Atmosphäre geschaffen werden. Da weniger Gäste als üblich zugelassen sind, wird es die ermäßigte „Mauskarte“ in diesem Jahr aber nicht geben. Karten sind im Vorverkauf im Vereinsbüro sowie im Reisebüro Wricke Touristik erhältlich.

foto: henry heggen und bluesrudy © kirsch

Blues im Simonettihaus

Ausflugstipps mer für den Som r gibt es unte mdv.de

MIT ZUG UND S-BAHN WEITER KOMMEN IM MDV

ȹ Katzenmusik Nr. 2 „Bluesrudy & Freunde“ Freitag, 3. Juli, 19.30 Uhr Coswig, Simonettihaus www.simonettihaus.de

Schon gewusst? MDV-Tickets gelten auch auf der Schiene im MDV-Nord

www.mdv.de

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ȹ kurzmeldungen

Klassik im Dessauer Rathaushof Mit fünf klassischen Konzerten an drei Tage verabschiedet sich das Anhaltische Theater Dessau vom 2. bis 4. Juli in die Spielzeitpause. Beim „Open Air Klassik“, veranstaltet vom Kulturamt der Stadt Dessau-Roßlau, spiele die Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie unter Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank ehrenamtlich. Auf dem Programm stehen mit der „Serenade Es-Dur KV 375“ und „Eine kleine Nachtmusik“ zwei berühmte Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Die jeweils rund 45-minütigen Konzerte beginnen am Donnerstag um 19 Uhr sowie am Freitag und Sonnabend um 17 und 19 Uhr. Einlass ist eine halbe Stunde vor Konzertbeginn. Tickets sind ausschließlich im Vorverkauf zum Preis von 10 Euro bei der Tourist-Information Dessau erhältlich.

foto: © thomas meixner

ȹ Open Air Klassik Dessau 2.Juli, 19 Uhr sowie 3./4. Juli, 17 Uhr und 19 Uhr Dessau, Großer Rathausinnenhof www.dessau-rosslau.de

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Ein Ticket, zahllose Möglichkeiten Selten lag es so im Trend, in den Ferien Deutschland und die eigene Region zu erkunden. Besonders günstig geht das mit dem beliebten Schülerferienticket. Für einmalig 28 Euro dürfen Schüler bis zum 23. Geburtstag in den gesamten Sommerferien, also vom 16. Juli bis zum 26. August, mit allen Nahverkehrszügen, Straßenbahnen und Bussen in Sachsen-Anhalt sowie dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) fahren. Auch eine einmalige Fahrt nach Berlin ist inklusive. Das Ticket gibt es ab sofort bei allen Verkehrsunternehmen im Geltungsgebiet. Gesucht werden übrigens auch noch die Werbegesichter für das Schülerferienticket 2021. Bewerbungen können auf der Seite zum Ticket hochgeladen werden, eine umfangreiche Castingtour wird es diesmal nicht geben können. ȹ Schülerferienticket 2021 Gültig vom 16. Juli bis 26. August Erhältlich bei allen teilnehmenden Verkehrsunternehmen Mehr Infos und Modelbewerbungen: www.sft-sachsen-anhalt.de


Wunder unter der Erde

foto: steinerner thron von barbarossa © barbarossahöhle

Die Barbarossahöhle im Norden Thüringens, Teil des Nationalen GeoPark Kyffhäuser, ist ein rund 15.000 m² großes Naturwunder. Riesige Hohlräume und faszinierende Gesteinsstrukturen, kristallklare Seen und weltweit einzigartige Gipsformationen, die wie Felle oder Lappen von der Höhlendecke hängen, lassen Besucher schon seit der Entdeckung der Höhle vor über 150 Jahren staunen. Und dann gibt es natürlich noch die alte Sage um den legendären Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der hier ruhen soll, um der Welt eines Tages Frieden und Eintracht zu bringen. Erleben lässt sich all dies seit Ende Mai wieder täglich. Die Führungen starten zwischen 10 und 17 Uhr – allerdings jeweils für maximal 20 Personen und nur mit Mund-Nasen-Schutz sowie ausreichend Abstand. ȹ Barbarossahöhle Rottleben Führungen täglich von 10 bis 17 Uhr Kyffhäuserland, OT Rottleben www.barbarossahoehle.de

Deutschland hat einen neuen Urlaubstrend: Immer mehr Menschen packen Rucksack und Zelt oder steigen auf Wohnwagen und Wohnmobil um und entdecken die Republik. Mit der bundesweiten Aktion „PopUp-Camping“ entstehen daher im Moment alternative Campingplätze, um diesem Bedarf gerecht zu werden – und nicht zuletzt auch den Betreibern von Veranstaltungsgeländen eine dringend nötige Einnahmequelle zu bieten. Darum darf ab sofort auch auf Ferropolis gecampt werden. Im Schatten der gigantischen Bagger, mitten auf dem Gelände des Freilichtmuseums oder direkt am Strand des Gremminer Sees. Die Preise beginnen bereits bei 15 Euro pro Übernachtung, den gemütlichen Bungalow für die ganze Familie gibt es für 75 Euro. Und der Familienhund darf auch mitkommen. ȹ PopUp-Camp Ferropolis Gräfenhainichen, Halbinsel Ferropolis

foto: © ferropolis

Strandurlaub unter Baggern

Plätz ab sofort buchbar www.popupcamps.de

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ȹ kurzmeldungen

Augenblicke mit Musik Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Ideen. Und als eine solche kann man sicherlich die „1:1 Concerts“ bezeichnen, die derzeit bundesweit zu erleben sind – auch in Dessau. Wie der Name bereits andeutet, musiziert hier ein Musiker für ein kleinstmögliches, nämlich einköpfiges, Publikum. In Zusammenarbeit von Musikern der Anhaltischen Philharmonie mit dem Anhaltischen Kunstverein und der Stadtverwaltung wird am 5. Juli erneut in die Orangerie des Georgiums eingeladen. Zu einer individuellen Begegnung Auge in Auge, bei Einhaltung aller Abstandsregeln und doch durch das Schaffen von Nähe in Zeiten großer Distanz. Der musikalische Teil dauert jeweils nicht länger als zehn Minuten. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. ȹ „1:1 Concerts“ ::: Sonntag, 5. Juli, 15–18 Uhr Dessau, Orangerie des Georgiums ::: Reservierung: www.1to1concerts.de

Gartenkultur im Stadtzentrum

foto: © smg, sebastian köhler

In diesem Jahr feiert nicht nur das Gartenreich Dessau-Wörlitz den 20. Jahrestag der Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe, auch das Netzwerk „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ wird 20. Gefeiert wird das angesichts der Umstände jedoch erst im kommenden Jahr. So lange wollte die Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau nicht warten und holte mit der „Gartenträume-Lounge“ eine grüne Oase ins Dessauer Zentrum. Der neue Wohlfühlbereich soll auch kulturelle Akzente setzen. Musiker der Anhaltischen Philharmonie waren hier schon zu erleben – und alle Kulturschaffenden der Region sind herzlich eingeladen, es ihnen nachzutun. Ohne Anmeldung, ohne Gebühren, aber mit viel Freude für alle Beteiligte. Bespielbar ist die Lounge noch bis Oktober. ȹ „Gartenträume-Lounge“ Bespielbar täglich bis Oktober Dessau, Marktplatz

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Entdeckertouren im Gartenreich Die Tourismusgesellschaft Wörlitz-Oranienbaum lädt wieder zu öffentlichen Führungen zu den Kleinoden des Gartenreichs Dessau-Wörlitz ein. Jeden Sonntag ab 10 Uhr geht es noch bis Ende Oktober durch Oranienbaum, das im Zusammenspiel aus Schloss, Park und Stadt das bedeutendste Barockensemble Mitteldeutschlands darstellt – und ganz nebenbei auch noch einen Abstecher nach Holland und China verspricht. Die Schätze und Besonderheiten des Wörlitzer Parks lassen sich täglich ab 13 Uhr bei einer mehr als zweistündigen Führung entdecken. Oder zumindest ein intensiver Vorgeschmack davon. Denn um alle Facetten der Anlagen zu erkunden, müssten wohl eher Tage oder Wochen eingeplant werden. Auch individuelle Führungen sind nach Anmeldung übrigens möglich.

foto: gotisches haus im wörlitzer park © kulturstiftung dessau-wörlitz,heinz frässdorf

ȹ Öffentliche Parkführung Wörlitz: täglich, 13 Uhr Wörlitz, Treffpunkt Schloss Öffentliche Stadtführung Oranienbaum: sonntags, 10 Uhr Oranienbaum, Treffpunkt Marktplatz www.woerlitz-information.de

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das schlafzimmer der fürstin im schloss wörlitz mit grünen seidentapeten © kulturstiftung dessau-wörlitz, peter dafinger

Rückkehr der „Ikone des Klassizismus“ Sein Bauherr nannte es, mit einer kräftigen Prise Understatement, einfach das „neue Haus“. Doch schon für seine Zeitgenossen war das Landhaus im englischen Stil, dass Fürst Leopold III. Friedrich Franz von AnhaltDessau ab 1769 errichten ließ, sehr viel mehr als das. Das heute als Schloss Wörlitz berühmte Gebäude brachte einen neuen Stil der Kunst und Architektur nach Deutschland und Kontinentaleuropa, der sich wie ein Lauffeuer verbreiten sollte. Und es ist gebauter Ausdruck des neuen Geistes der Aufklärung, der im kleinen Fürstentum Anhalt bereits sehr früh gelebt wurde. Seit wenigen Wochen sind die Restaurierungsarbeiten am Schloss Wörlitz nach rund 20 Jahren abgeschlossen. Fast 250 Jahre nach seiner Fertigstellung ist es wieder so schön wie damals – auch wenn Interpretationen und Kompromisse aufgrund der über die Jahrhunderte verloren gegangenen Bauunterlagen unvermeidbar waren.

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Die Mangelwirtschaft der DDR machte auch vor den Wörlitzer Anlagen nicht Halt. Instandsetzungen oder gar Restaurierungen historischer Gebäude waren nur selten möglich und selbst dann auf das Mindeste beschränkt. Als im Jahr 2000 endlich mit den Arbeiten am Schloss Wörlitz begonnen werden konnte, wurden die Folgen dieser Vernachlässigung schnell überdeutlich: Der Echte Hausschwamm und diverse Schädlinge hatten die Balken, die Decke und die Zwischendecken des Schlosses befallen und gravierende Schäden verursacht. Unter Anwendung traditioneller Zimmermannstechniken wurde gerettet, was zu retten war, und ersetzt, was ersetzt werden musste. Das schiefergedeckte Dach wurde instandgesetzt, das Glasdach des Lichthofes leicht angehoben, um eine natürliche Entlüftung zu ermögli-

chen – denn auch die Luftfeuchtigkeit, die sich bis dahin im Dachraum gesammelt hatte, trug wesentlich zu den großen Schäden bei. Bis 2012 zog sich die bauliche Instandsetzung des Schlosses, bei der alle Räume auf beiden Etagen saniert und in ihren bauzeitlichen Grundrissen wiederhergestellt, alle Außenwände trockengelegt und entsalzt, Fußböden und Fachwerkskonstruktionen repariert sowie zahlreiche weitere Arbeiten durchgeführt wurden. Parallel wurden zahlreiche Erkenntnisse gesammelt, die in die folgenden Restaurierungsschritte einflossen. Von 2010 bis 2012 lag der Fokus auf der äußeren Hülle des Schlosses, also auf der Fassade mit ihren Sandsteinelementen, auf den Fenstern, Portalen und Türen. Zeitgleich wurden aber auch die Raumfassungen des Belvederes und der Mezzaninebene sowie die


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ȹ gespräch

das türkisblaue wohnzimmer wohnzimmer des erbprinzen friedrich, um 1890 (links) und heute (rechts). © kulturstiftung dessau-wörlitz, archiv

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Neapel-Räume im Obergeschoss restauriert. Der vorletzte Bauabschnitt von 2012 bis 2017 war anschliessend den weiteren Räumen des Obergeschosses, den chinesischen Zimmern und dem unterirdischen Gang gewidmet. Ursprünglich für die engere Hofgesellschaft angelegt, besteht das Obergeschoss aus sechs Suiten mit jeweils einem Wohn- und einem Schlafzimmer. Hier galt es insbesondere, den Urzustand der Räume möglichst authentisch wiederherzustellen. Vor allem Ende des 19. Jahrhunderts fanden zahlreiche Übermalungen statt, aber auch zu DDR-Zeiten wurden einzelne Räume neu gestaltet. Neben der zarten Farbigkeit des Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff wurden auch das Mobiliar sowie Grafiken, Skulpturen, Uhren und sogar Nachtgeschirre restauriert bzw. konserviert. Auch der große Saal im Erdgeschoss wurde 2017 fertiggestellt, nachdem hier neben der Restaurierung und Reinigung des Stuckmarmors der Wände auch elf große Leinwandgemälde, die Kamine, das vergoldete Mobiliar sowie die 56 Messingleuchter wiederhergestellt worden waren. Auf dem Erdgeschoss, der auch zu Lebzeiten von Fürst Franz vorrangig genutzten Hauptetage, lag schließlich das Hauptaugenmerk des letzten Bauabschnitts von 2017 bis 2020. Farblich sind die Veränderungen hier deutlich unauffälliger als im Stockwerk darüber, aber auch hier blieb kaum ein Quadratzentimeter unberührt und unrestauriert. Überraschungen gab es dabei dennoch so manche, beispielsweise im Kabinett der Fürstin, wie Robert Hartmann im LEO-Gespräch verrät. Der DiplomRestaurator ist seit 1997 bei der Kulturstiftung DessauWörlitz tätig und seit zehn Jahren Referatsleiter für Bauforschung und Baudenkmalpflege.

Herr Hartmann, 20 Jahre lang wurde das Schloss Wörlitz restauriert. Kann man da schon von einem Lebenswerk sprechen – auch wenn es natürlich nicht die einzige Aufgabe in diesen zwei Jahrzehnten war?

Robert Hartmann: Das Ganze ist schon ein Meilenstein. An dem ich aber natürlich nicht allein beteiligt war, sondern ein ganzes Team. Insbesondere für meine Kollegin Annette Scholtka, die Leiterin unserer Abteilung Baudenkmalpflege, war es sicherlich eine Art Lebensaufgabe, weil sie schon seit ihrer Jugend eng mit Wörlitz und dem Schloss verbunden ist und sich unwahrscheinlich engagiert hat. Ich selbst habe eher immer begleitend gewirkt, wenn es beispielsweise bei der Holzrestaurierung oder in anderen Bereichen um gewisse Fachfragen ging, aber Frau Scholtka war da federführend. Was macht das Schloss Wörlitz eigentlich so bedeutend?

Robert Hartmann: Das Schloss Wörlitz ist explizit dafür hervorzuheben, dass es das erste klassizistische Bauwerk auf dem europäischen Festland ist. Man sagt auch so schön, es sei die „Ikone des Klassizismus“. Von hier aus ging diese Idee, diese Formsprache, diese neue Ausdrucksform der Architektur und Ästhetik in den Ländern des Kontinentes umher. England war da schon Vorreiter und hatte gewisse Entwicklungen in der Richtung vorangetrieben. Aber für Preußen, für Sachsen, für viele andere europäische Länder, die alle noch im tiefsten Barock steckten oder im Rokoko aufblühten, kam da plötzlich jemand daher und baute da etwas, für das man teilweise auch zum Gaffen anreiste und sich vereinzelt auch den Mund darüber zerfetzte, wie sich da ein kleiner Fürst in Anhalt so ein hochmodernes Haus baute. Das ist ja vergleichbar mit heute: Wenn jemand etwas verrücktes, neues baut, wird auch erst einmal geschaut und skeptisch geguckt.


wiederanbringung des deckengemäldes im festsaal des wörlitzer schlosses. © kulturstiftung dessau-wörlitz, archiv

War diese Beobachtung also eher von Neid geprägt oder von Staunen und Bewunderung?

Robert Hartmann: Das ist schwer zu sagen. Da müsste man wahrscheinlich Historiker forschen lassen, inwiefern man es als Neid betrachten kann. Häufig wird über das Neue ja eher die Nase gerümpft oder man belächelt es. Neid kommt meist erst eine Generation später auf, mit der Anerkennung und der Erkenntnis, dass das damals schon etwas ziemlich gewagtes war, das funktioniert hat. Das Neue Palais in Potsdam ist ja relativ zeitgleich entstanden, aber eben noch in einer völlig anderen Formsprache. Und natürlich waren die großen Herrscherhäuser auch die Beherrscher der Ästhetik und ihre Bauweise galt als modern. Aber dann kam jemand und zeigte eine ganz andere Richtung auf. Man kann es durchaus mit dem Bauhaus vergleichen, das Gründerzeit und Jugendstil plötzlich eine ganz schlichte, gerade Formsprache entgegensetzte. Da war es ja anfangs auch eher eine kleine Gemeinde, die diese neue Ausdrucksform mit Begeisterung annahm, und nicht unbedingt die Allgemeinheit. Der Bau des Schlosses dauerte vier Jahre, seine Restaurierung fünf Mal so lange. Was hat die Arbeiten so zeit- und arbeitsintensiv gemacht?

Robert Hartmann: Restaurierung kennzeichnet ja, dass es eben kein Neubau ist. Einerseits hatte es natürlich den einfachen Grund, dass das Haus immer in Funktion gehalten wurde. Es war also eine Sanierung bzw. Restaurierung im laufenden Betrieb. Das geht natürlich nicht so schnell vonstatten, wie es bei einer Komplettschließung möglich wäre. Dann war es auch eine finanzielle Geschichte. Das heißt, es standen immer nur bestimmte Finanzposten zur Verfügung, die zweckgebunden abgearbeitet werden mussten bzw. konnten.

Aber das sind eigentlich nur Zusatzfaktoren, denn eine Restaurierung ist vom Grundsatz her eben schon langwierig. Man will ja so viel Originalsubstanz wie möglich erhalten. Als erstes musste die bauliche Grundsubstanz instand gesetzt werden, vom Fundament bis zu den Deckenbalken. Erst, als die Gebäudehülle und ihre Konstruktionselemente ertüchtigt waren, gab es die Möglichkeit, auch das Gebäudeinnere zu bearbeiten. Es hat ungefähr die letzten sechs Jahre in Anspruch genommen, das Erdgeschoss und das Obergeschoss in einer sehr umfangreichen Restaurierung mit vielen Einzelelementen, Wandflächen, Interieur und ähnlichem fertigzustellen. Ich mache da auch keinen Unterschied, was die Relevanz der einzelnen Schritte betrifft. In meiner Perspektive bildet alles eine Einheit, der Deckenbalken ist ebenso bedeutend wie das schöne Möbelstück. Schloss Wörlitz – und eigentlich auch all unsere Häuser – sind als Gesamtkunstwerk zu verstehen. Es geht nicht darum, an irgendeiner Stelle des Gebäudes eine Art Neubau zu schaffen und dann einfach das, was vom alten Interieur noch erhalten ist, wieder hineinzustellen, sondern das Ziel ist es, die Gesamtheit zu erhalten. Und das macht es ja auch so erlebnisvoll, durch die Räume zu schreiten und zu wissen, dass der Fußboden noch seine Originalität hat und bei den Deckenbalken zwar die Köpfe erneuert werden mussten, sie aber noch zu 80 Prozent die alten sind. Ist das Schloss Wörlitz jetzt so wiederhergestellt, wie es zur Eröffnung 1773 aussah?

Robert Hartmann: Es war ein Ziel, in diese Richtung zu arbeiten. Aber nicht alles war möglich. Es ist zum Beispiel so, dass Textilien einem bestimmten Verschleiß unterliegen. Die, die wir vorgefunden haben, also beispielsweise die grünen Wandbespan-

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ȹ gespräch Nach zwei Jahrzehnten können Besucher nun wieder alle Räume im Schloss Wörlitz sehen. Die Direktorin der Stiftung, Brigitte Mang, und Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, beim Rundgang durch das Schloss anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung im Juni dieses Jahres.

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nungen, sind 130 Jahre alt und wurden um 1890 dort eingebracht. Es haben sich Fragmente erhalten, aber nicht ausreichend, um daraus definieren zu können, welche Tapete in der Ursprungszeit in jedem Raum war. Das ging leider nicht. Wir wissen, dass es grüne Seidendamast-Tapeten gab, die sind beschrieben – aber eben nur von ihrer Farbe her. In einem einzigen Raum wird auch noch die Formsprache erwähnt, was das Dekor betrifft. Es lässt sich also nicht alles herausarbeiten, darum mussten wir auf Befunde zurückgreifen. Und wenn diese nicht bauzeitlich sind, müssen wir als Grundlage die ältesten nehmen, die sich zurückverfolgen lassen. Bei den Wandfarben war es anders. Wenn die Wandflächen noch ihren originalen Putz tragen, kann man sich da sehr gut „zurückarbeiten“, auch in die Anfangsphase. Darum ist insbesondere das Obergeschoss jetzt wieder in diesen pastellartigen, lichten Farben gestaltet, die zwischenzeitlich verloren gegangen waren. Im 19. Jahrhundert gab es hier Übermalungen in dunkleren Tönen, die nun rückgängig gemacht werden konnten. Auch im Kabinett der Fürstin im Erdgeschoss, das einen Grünanstrich hatte, haben wir herausgefunden, dass die ursprüngliche Wandfarbe ein helles Blau war. Und das passt auch hervorragend zu den dort aufgestellten Möbeln und den Textilfragmenten der Sitzpolster, die wir untersuchen konnten. Dieses Farbspiel der ehemals silbergrauen Möbel und des Blaus der Wände und der Decke, dazu die weißen Stuckarbeiten und Reliefs, das schafft eine ganz andere und viel schönere Atmosphäre. Und das lässt sich eben auch eindeutig belegen, weil es klare Befundlagen gibt. Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass man bei den Möbeln zwar weiß, dass sie silbergrau waren – aber dort lässt sich das nicht mehr zurückführen. Denn wenn die Holzfärbung einmal umgeschlagen

ist, dann ist sie auch unwiederbringlich weg. Wenn man die originale Holzoberfläche erhalten will, muss man dort also diese farblichen Veränderungsprozess akzeptieren. Es war ja kein Farbauftrag, sondern ein durchgefärbtes Holzfurnier. Gab es die Idee, ein Beispielobjekt neben den Originalen zu installieren, um zeigen zu können, wie der Ursprungszustand war?

Robert Hartmann: Nein, wir sind ja ganz bewusst nicht in einem kunsthistorischen Museum, wo man so etwas machen würde. Wenn man dort Möbel ausstellt und zeigen will, dass es sich um RoentgenMöbel mit einer Marketerie, also Einlegearbeiten, handelt, hängt man eine Arbeitsprobe daneben, um zu zeigen, wie sie früher aussahen. Wir sind hier aber in einer anderen Situation. Wir haben Räume im Originalzustand, die auch so erlebbar sein sollen, trotz fortgeschrittener Alterung einzelner Elemente. Es liegt also eher am Museumsführer oder auch am Vorstellungsvermögen jedes einzelnen Besuchers, wenn er auf diesen Umstand hingewiesen wird. Auch das Bett des Fürsten ist ein ähnliches Beispiel. Auf der fensterabgewandten Seite hat es noch die ursprünglich-typische dunkelrote Mahagonifarbe, auf der Fensterseite aber hat sich daraus ein Holzbild geformt, das eher an Ahorn oder Birke erinnert, weil der Rotton durch die Sonneneinstrahlung verloren gegangen ist. Auch das kann man nicht wieder zurückholen. Da muss der Besucher also quasi in seinem Kopf arbeiten und sich das komplette Bett in diesem Dunkelrot vorstellen. Auf welche Quellen konnten Sie sich für die Restaurierung stützen?

Robert Hartmann: Es gibt zum Beispiel ein Buch des Hofrats August Rhode, der 1788 das Haus durchschritt und sehr akribisch die Räumlichkei-


© kulturstiftung dessau-wörlitz, peter dafinger

ten erwähnt, als erstmalige Bestandserfassung des Schlosses. Von dieser Beschreibung gab es zwei erweiterte Neuauflagen. Wenn man diese liest und sich gedanklich damit auseinandersetzt, bekommt man also bestimmte Raumeindrücke. Es gibt hier und da auch Briefe, die sich erhalten haben und bei denen es um Fragen der Bestellung oder Beauftragung für das Schloss geht. Aber es gibt leider keine Bauakten mehr, die darüber berichten, die sind alle im 2. Weltkrieg verloren gegangen. Wir können uns also nur darauf beziehen, was unsere Vorgänger herausgefunden und festgehalten haben. Eine gute Quellenlage bietet auch ein Buch des Fotografen Adolph Hartmann, das noch vor dem 1. Weltkrieg erschienen ist. Was waren für Sie die spannendsten, aufregendsten oder auch überraschendsten Momente der Restaurierungsarbeiten?

Robert Hartmann: Ganz spannend fand ich die Arbeiten in den chinesischen Räumen, gerade auch im Vergleich zu den teilweise zeitgleich stattfindenden Bearbeitungen im Chinesischen Haus in Oranienbaum, das nur wenige Jahre nach dem Schloss entstand. Da wurden die gleichen Materialien verarbeitet, die aber total unterschiedlich gealtert sind. Somit waren auch die Restaurierungswege ganz andere. Es gibt also keine Pauschallösungen, sondern man muss immer den Zustand des jeweiligen Objektes erfassen und für die Befunde, die die Situation vorgibt, einen Lösungsweg finden und Konzepte stricken. Obwohl es die gleichen Materialien aus der gleichen Entstehungszeit sind, haben sie trotzdem in den unterschiedlichen Räumen und ihrer unterschiedlich durchlebten Geschichte andere Alterungsprozesse hinter sich. Und darum muss man mit ihnen anders umgehen. Das ist für mich ein gutes Beispiel, an dem man erkennt, wie spannend das

Thema Restaurierung ist, weil es jedes Mal neue und andere Herausforderungen gibt. Wenn es darum geht, historische Befunde originalgetreu wiederherzustellen, dürfte es heute doch beispielweise deutlich schwieriger sein, eine Manufaktur zu finden, die Seidentapeten nach Ihren Vorgaben produziert, als zu Zeiten von Vater Franz, oder?

Robert Hartmann: Es gibt in Crimmitschau die Firma Eschke, die so etwas noch kann und sich darauf spezialisiert hat. Aber auch hier steht die Frage im Raum, wie lange das noch gehen wird, weil das Ehepaar Eschke inzwischen auch schon im fortgeschrittenen Alter ist und ich nicht weiß, wie es sich dort in Dingen wie Übernahme oder Erbschaft fügen wird. Aber vom Grundsatz her betrachtet wird es natürlich immer komplizierter, diese Gewerke und Technologien fortzuschreiben, damit sie auch für neue Generationen nach uns verfügbar sind. Wahrscheinlich muss man da viel stärker im europäischen Raum denken, weil eine Nation allein gar nicht mehr in der Lage sein wird, das zu gewährleisten. Es wird immer problematischer, das stimmt.

Wo sollte ich als Besucher beim Schlossrundgang unbedingt genauer hinsehen, um Dinge zu entdecken, die nicht sofort ins Auge fallen – als Geheimtipp, sozusagen?

Robert Hartmann: Wenn man ganz bewusst durch das Haus schreitet und seinen Blick nicht nur auf Highlights lenkt, sondern die gesamte Atmosphäre in sich aufnimmt, dann finde ich das etwas ganz besonderes. Weil man das Gefühl entwickeln kann, dass man hier noch etwas sehr ursprüngliches vor sich hat, das auch nicht durch Haustechnik verbaut wurde. In vielen museal oder galeriemäßig genutzten historischen Bauten hat viel Überformung stattgefunden. Durch moderne Fenster, die klimatisch

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ȹ gespräch

gesichert sind, durch Heizungsanlagen und alles Mögliche. All das wird man in Wörlitz nicht finden. Die Schiebeholzfenster sind heute noch so, wie sie bauzeitlich waren. Es gibt keine Heizung und keine Klimaanlage. Natürlich gibt es verlegte elektrische Leitungen, aber ganz wenige nur und ganz versteckt, und auch die Steckdosen sind versteckt. Aber der Besucher wird keine Haustechnik entdecken. Das finde ich schon sehr bemerkenswert. Ist man da als Restaurator auch im Zwiespalt zwischen der Begeisterung, dass es so nah am historischen Bild ist und dem Wissen, dass die investierte Arbeit und Zeit damit eventuell auch ein früheres „Verfallsdatum“ hat?

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Robert Hartmann: Wir wissen alle, dass nichts ewig hält. Man muss also mit allen Dingen so umgehen, dass sie gepflegt werden. Es wird jetzt in gewisser Weise den Kampf darum geben, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um das, was man in diesen 20 Jahren wiederhergestellt hat, auch entsprechend zu pflegen. Durch Wartungsverträge, durch entsprechendes Monitoring, das dazu beiträgt, den Zustand möglichst zu erhalten. Natürlich wird wieder etwas vergrauen, natürlich wird wieder etwas verschmutzen, natürlich werden sich Textilien auch wieder zersetzen – das ist einfach der Lauf der Natur, man kann es nicht aufhalten. Aber man kann es zumindest hinauszögern, indem man zum Beispiel auf Lichtschutz achtet. Das ist eines der Dinge, die wir gemacht haben, die den Besuchern aber nicht auffallen werden. Alle Fenster sind UV-geschützt. Es sind größtenteils die historischen Gläser, aber sie haben einen Schutz erhalten, so dass keine ultraviolette Strahlung in die Räume einfällt, die wir für unsere Optik nicht brauchen, aber Schäden verursacht. An besonders exponierten Stellen sind aber auch immer Lichtschutzrollos angebracht. Und es gibt Fensterläden, das Haus wird also ohnehin verdunkelt, wenn es nicht besucht wird. Es gibt also schon konservatorische Dinge, um Haltbarkeiten zu verlängern. Und klimatisch werden regelmäßig Messungen gemacht, so dass man schnell reagieren kann, falls es nötig werden sollte. Man muss aber auch das Vertrauen haben, dass Dinge, die sich dort 250 Jahre unter den damaligen Voraussetzungen gehalten haben, bei entsprechend sorgfältiger Behandlung auch noch für die nächsten Generationen erhalten werden können. Ich bin da nicht so ängstlich, dass bald wieder irgendetwas Schaden nimmt. Man muss eben nur dran bleiben und auch weiterhin restauratorisch tätig sein. Dann sicherlich in anderen Formen, aber mit einer restauratorischen Reinigung, einer sehr sorgfältigen

Oberflächenkontrolle und dem Monitoring kann man schon viel zum Substanzerhalt beitragen. Wie geht es jetzt nach Abschluss dieser Mammutaufgabe in Sachen Restaurierung oder Sanierung im Gartenreich Dessau-Wörlitz weiter?

Robert Hartmann: Wir sind jetzt dabei, das Haus der Fürstin, das umgangssprachlich auch als Graues Haus bezeichnet wird, zu einem Ausstellungszentrum zu entwickeln. Da darf Haustechnik rein, da darf auch moderne Klimatechnik geschaffen werden, weil wir dort in der Lage sein wollen, auch Leihgabe zu präsentieren. Andere Museen haben teils sehr stringente Klimarichtwerte und würden Exponate daher nicht im Schloss Wörlitz zulassen. Da ist eben eine andere Raum- und Klimastruktur und letztendlich gehören dort auch keine fremden Leihstücke hin. Aber im Haus der Fürstin, das eigentlich keine eigene inhaltliche Ausrichtung mehr hat und in dem es bis auf sehr wenige Ausnahmen auch keine inhaltlichen Ausstellungsstücke gibt, lässt sich vieles machen, was an neuzeitlichen und wechselnden Ausstellungen möglich ist. Und oben gibt es dann den angrenzenden Galeriesaal, der noch in seiner Ausstattung sehr schön erhalten ist, mit all seinen Sammlungsschränken, Raumausmalungen und Graphikrahmen, der als besonderes Highlight eingebunden wird. Aber eben gekoppelt mit sehr modernen und flexiblen Ausstellungsräumen. Es bleibt also spannend im Gartenreich?

Robert Hartmann: Im Gartenreich ist es immer spannend. Auch in Oranienbaum entwickelt sich einiges. Da ist gerade das Kaffeehaus von der Rüstung freigestellt worden, die Schlossfassade ist jetzt abgeschlossen. Wenn uns die Fördermittelgeber wohlgesonnen sind, wird als nächstes der nördliche Wirtschaftsflügel restauriert. Das ist inzwischen der einzige Bereich des Schlosses, der noch sehr im baulichen Missstand liegt und dann auch mit einer neuen Nutzung versehen werden soll. Am Schloss Mosigkau finden gerade die Arbeiten im Ehrenhof statt, mit der Wiederherrichtung der Einfriedung. Auch mit vollkommen neuen Erkenntnissen über die Farbigkeit der Pfeiler, die nun in weiß erscheinen werden. Wir wissen inzwischen, dass auch das Schloss Mosigkau ursprünglich einen weißen Anstrich hatte, was sich in den Pfeilern wiederspiegelt. Künftig kann man das auf das gesamte Ensemble übertragen, aber das wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Wer das Gartenreich durchreist, wird eigentlich immer beobachten können, dass irgendwo etwas


im Gange ist. Man sollte Baustellen auch nicht als Schreckgespenster sehen oder als Ärgernis empfinden. Sie sind ein Zeichen des Aufbruches und des Sich-Veränderns. Keine Veränderung im negativen Sinn, dass etwas verloren geht, sondern ganz im Gegenteil als Ausdruck dessen, dass die Gesellschaft die Kraft hat, solche Sachen zu ertüchtigen. Jede Baustelle ist also etwas positives, das nicht nur dem Objekt als solches gut tut, sondern eben auch Leute in Lohn und Brot hält und letztendlich die wirtschaftlichen Kreisläufe der Region mit ertüchtigt. Und sie sorgt dafür, dass man auch zukünftig noch genügend Restauratoren findet, die in der Lage sind, die Objekte zu pflegen und zu erhalten. Zu versuchen, Dinge, die in der Vergangenheit entstanden sind, im Kontext ihrer Zeit zu verstehen, sie aber auch in die Gegenwart mitzunehmen und in die Zukunft weiterzuführen. Und das ist wirklich eine schöne Aufgabe. ȹ Schloss Wörlitz im Wörlitzer Park täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet (montags Ruhetag) www.gartenreich.de

Roentgen-Möbel – Handwerk, das Geschichte schrieb David Roentgen (1743–1807) war ein deutscher Kunsttischler und Kabinettmacher. Als Ende der 1760er Jahre eine schwere Rezession das väterliche Unternehmen trotz übervoller Möbellager vor dem Bankrott stehen ließ, hatte er die Idee, eine Lotterie zu veranstalten. Das machte die Werkstatt in Adelskreisen sehr bekannt – und brachte Roentgen 1771 wohl auch den Auftrag ein, das Schloss Wörlitz mit Möbeln auszustatten. Als sich das Schloss zum Mekka für stil- und modebewusste Adelige entwickelte, wurden auch die Roentgen-Möbel im neuen klassizistischen Stil, die oft mit raffinierten Geheimfächern und Mechaniken ausgestattet waren, zu einem „Must-have“. Roentgen belieferte fast alle Adels- und Königshäuser Europas, zu seinen besten Kunden zählten Ludwig XVI. von Frankreich und Katharina die Große.

Gartenträume-Lounge Marktplatz Dessau Verweilen ¬ Lesen ¬ Hören ¬ Genießen ¬ Abschalten ¬ Ruhen ¬ Entspannen 19


leo dates 07/20 ȹ kurzmeldungen

d e r v e r a n s ta lt u n g s f i n d e r f ü r a n h a lt

querflöte trifft klavier 23. burgtheatersommer

lässig unterm balkon

Aken, Nikolaikirche Freitag, 10. Juli, 19 Uhr

Roßlau, Wasserburg Mittwoch, 15. Juli, 20 Uhr

Dessau, Golfpark Freitag, 24. Juli, 19 Uhr

Ein scheinbar klassisches Duo, das in keine Schublade passt – LumiMare irgendwo zwischen Klassik, Jazz und Improvisation.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ werden am Fuße der Wasserburg in Roßlau noch bis Mitte August erzählt.

Seit Ende Juni trifft man sich immer freitags unterm Balkon im Golfpark – Ende Juli zu Gast: „Kathy & The Deadies“.

mittwoch 01 b ü hn e wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Comedy-Kabarett: Barbara Schüler und Ralph Richter „Dicke Luft und kein Verkehr 3 – Hals- und Beinbruch“

wa s n o c h köthen Museum im Schloss Köthen 10 Uhr Sonderausstellung: Schlosspark Köthen – Lebensraum und Gartentraum (bis 29. November) halle Kunstmuseum Moritzburg 10 Uhr „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ (verlängert bis 1. Januar 2021) wörlitz Treffpunkt: Schloss Öffentliche Parkführung (täglich bis 31. Oktober) dessau Technikmuseum „Hugo Junkers“ Museumstag „125 Jahre Junkers & Co“ wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien Öffentliche Stadtkirchenführung (täglich)

13 Uhr

14 Uhr

14 Uhr

was noch

wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

köthen Schloss 8.30 Uhr „Köthener Sprachtag“ – nach Anmeldung, Aktionen in Kleingruppen (bis 13 Uhr)

donnerstag 02

wittenberg Lutherhaus Öffentliche Führung im Lutherhaus

musik garitz Kulturhaus Garitz 13 Uhr Live: „Die Wildecker Herzbuben“ und Karen Friedrich dessau Großer Rathausinnenhof 19 Uhr Open Air Klassik mit Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie

freitag 03 büh n e wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Wir sind wieder da...“ – Die irre Show der „Costa Divas“ zur Wiedereröffnung

musik

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foto: © sebastian kaps

foto: © jenny fitz

foto: veranstalter

ȹ bühne, musik, party, ausstellungen, kunst, gewinnspiele, empfehlungen

dessau Großer Rathausinnenhof 17 Uhr Open Air Klassik mit Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie

magdeburg Festung Mark 18 Uhr Kultur-Picknick: Konzert mit der „Watertower Blues Band“ dessau Veranstaltungszentrum Golfpark 19 Uhr Unterm Balkon: Ostrock-Hits von Heike Huth, begleitet am Piano dessau Großer Rathausinnenhof 19 Uhr Open Air Klassik mit Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie coswig Simonetti Haus 19.30 Uhr Katzenmusik Nr. 2: Bluesrudy und Freunden

wittenberg Jugendclub „Techna“ Jans ReparaturCafe (bis 18.30 Uhr)

15.30 Uhr

15.30 Uhr

wittenberg Cranach-Hof Markt 4 17 Uhr Ausstellungseröffnung: „Babylon Berlin – Arne Jyschs Graphic Novel 'Der nasse Fisch‘ über das Berlin der 1920er-Jahre“ zerbst Essenzen-Fabrik 19 Uhr Film in der Fabrik: „Die Frau des Nobelpreisträgers“ wittenberg Cranach-Haus 20 Uhr Die Cranach-Stiftung lädt zum Tangotanzen am Cranachhaus ein

sonnabend 04

gräfenhainichen Ferropolis 22 Uhr Lautparken – Autokonzert: „Gestört aber GeiL“ (Tickets und Infos: www.lautparken.de, Einlass ab 20 Uhr)

wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü

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bühne


jeden monat neu & tagesaktuell unter: www.leo-magazin.com

wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Wir sind wieder da...“ – Die irre Show der „Costa Divas“ zur Wiedereröffnung

m u si k magdeburg Festung Mark Kultur-Picknick: Familienkonzert mit Gerhard Schöne

14 Uhr

dessau Großer Rathausinnenhof 17 Uhr Open Air Klassik mit Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie magdeburg Festung Mark Kultur-Picknick: Konzert mit der Danny Priebe Band

18 Uhr

dessau Großer Rathausinnenhof 19 Uhr Open Air Klassik mit Mitgliedern der Anhaltischen Philharmonie

was n o c h

wittenberg Cranach-Haus 10 Uhr Ausstellung: „Babylon Berlin – Arne Jyschs Graphic Novel ‚Der nasse Fisch‘ über das Berlin der 1920er-Jahre“ dessau Tourist-Information 11 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt köthen Stadtinformation 13.30 Uhr Stadtführung in Köthen bitterfeld Treffpunkt: Fritz-Heinrich-Stadion 14 Uhr Führung: Goitzsche-Wildnistour mit dem „Frauen helfen Frauen e.V.“ für Menschen mit und ohne Behinderung wittenberg Tourist-Info Führung: Wittenberger Nachtgeschichten

sonntag 05 bühne wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Wir sind wieder da...“ – Die irre Show der „Costa Divas“ zur Wiedereröffnung

mus i k dessau Auferstehungskirche 14.30 Uhr Drei Konzerte der Pianistin Ragna Schirmer (auch 17 und 19.30 Uhr) wörlitz Kirche St. Petri 15 Uhr Wörlitzer Sommermusiken: Orgelkonzert mit Stefan Nusser

21 Uhr

wittenberg Arsenalplatz 8 Uhr Wittenberger Wochenmarkt (bis 18 Uhr)

möllensdorf Sägewerk 22 Uhr Kultur mobil – Wanderkino zeigt: Stummfilme, musikalisch live begleitet

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dessau Schloss Georgium, Orangerie 15 Uhr 1:1 Konzerte mit Musikern der Anhaltischen Philharmonie Dessau (bis 18 Uhr) wittenberg Schlosskirche 17 Uhr Musikalisches Abendgebet mit Kantor Thomas Herzer

Kurzzeitheim St. Georg

• Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI

Kurzzeit- und Verhinderungspflege Georgenstraße 13-15 06842 Dessau-Roßlau Telefon 0340 / 2 60 55 50 kzh@diakonie-dessau.de

• Kurzzeitpflege nach § 39c SGB V

Diakonisches Werk

im Kirchenkreis Dessau e.V.

dessau Schloss Mosigkau 18.30 Uhr Trio-Konzert mit dem Residenz-Trio (inkl. Schlossführung um 17 Uhr)

was noc h oranienbaum Treffpunkt Orangenbaum 10 Uhr Stadtführung in Oranienbaum schlaitz Haus am See 11 Uhr Heidesonntag: Baumscheiben mit Naturmaterialien gestalten, Holz-Schmuckkästchen verzieren (bis 17 Uhr) dessau Schloss Mosigkau 14 Uhr Gartenführung: „Die Geschichte des Mosigkauer Schlossgartens“ – mit Ralph Wels zerbst Essenzen-Fabrik 19 Uhr Kneipenquiz (Anmeldung: www.essenzen-fabrik.de)

montag 06 was noc h wörlitz Treffpunkt: Schloss Öffentliche Parkführung (täglich bis 31. Oktober)

13 Uhr

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Kostenübernahme durch die Krankenkasse − NEU!

• Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI Kostenübernahme durch die Pflegekasse

• 24-Stunden-Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2-5, Pflegegrad 1 optional (§ 45b SGB XI) • Pflege und Betreuung von Personen auch ohne Pflegegrad

• Betreuung & Beschäftigung • Strukturierung des Alltags • Entlastung pflegender Angehöriger • Begleit- und Fahrdienst nach Absprache • Essenversorgung • Behandlungspflege nach ärztlicher Anordnung

Tagespflege der Diakonie Askanische Straße 55 06842 Dessau-Roßlau Tel. 0340 / 66 14 94 90

Tagespflege nach § 41 SGB XI • Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.30 Uhr • www.diakonie-dessau.de

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wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien 14 Uhr Öffentliche Stadtkirchenführung (täglich) wörlitz Falknerei „Wörlitzer Park“ 15 Uhr Flugshow in der Falknerei (täglich) dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt (Mo–Fr, 18 Uhr)

dienstag 07 wa s n o c h halle Kunstmuseum Moritzburg 10 Uhr Ausstellung: „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ wittenberg Haus der Geschichte 10 Uhr Kinderführung durch die Ausstellung „Alltagsleben im 20. Jahrhundert“ wittenberg Tourist-Information 19 Uhr Öffentliche Stadtführung (nur mit vorheriger Anmeldung)

mittwoch 08 büh n e wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Comedy-Kabarett von und mit Ralph Richter „Vom Schwindel verweht“

was n och wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Knives Out – Mord ist Familiensache“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de Furioser Auftakt zum Sommerkino 2020 im Dessauer Tierpark: An seinem 85. Geburtstag wird der renommierte Krimiautor Harlan Thrombey (Christopher Plummer) umgebracht! Live dabei waren die gesamte Familie und das Hauspersonal, doch niemand will etwas mitbekommen haben. Kommissar Benoit Blanc (Daniel Craig) muss nun also

die versammelte exzentrische Sippschaft befragen, die sich untereinander ebenfalls nicht wohlgesonnen scheint. Während Blanc den Mörder finden will, spinnen die Angehörigen immer weitere Intrigen, um sich gegenseitig ans Messer zu liefern.

OPEN AIR

donnerstag 09 mus i k dessau Kirche St. Johannis 19.30 Uhr Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts – mit KMD Siegfried Petri an der Orgel

freitag 10 bühne wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü wittenberg Clack-Theater Gastspiel: Lilo Wanders „Sex ist ihr Hobby“

19.30 Uhr

09. — 11. JULI KNIVES OUT – MORD IST FAMILIEN SACHE TICKETS ONLINE: SOMMERKINO-DESSAU.DE

mus i k magdeburg Festung Mark Kultur-Picknick: Konzert mit der „United Earth Band“

18 Uhr

zerbst Essenzen-Fabrik 19 Uhr „Maler-Meister Klecksel“ – Musikalische Lesung nach Wilhelm Busch, mit Uta Hauthal und Konrad Möhwald

Schulsozialarbeit Was sie leistet •

Angebot für Schüler_innen, Eltern/Sorgeberechtigte, Lehrkräfte

Förderung individueller Lern- und Bildungsprozesse

Wie sie methodisch arbeitet

Unterstützung bei der Gestaltung erfolgreicher Übergänge

Einzelfallhilfe

Soziales Lernen und Beteiligung ermöglichen

Prävention und Krisenintervention

Unterstützung in schwierigen Lebenslagen

Projekt- und Gruppenarbeit

Elternarbeit

Kooperationen mit außerschulischen Partner_innen

Netzwerkarbeit

Unterstützt und gefördert durch:

22

in Dessau-Roßlau

In Zusammenarbeit mit der Netzwerkstelle „Schulerfolg für Dessau-Roßlau“


dessau Veranstaltungszentrum Golfpark 19 Uhr Unterm Balkon: Talkrunde mit Claudius Dreilich und Bernd Römer von „Karat“ aken Nikolaikirche Konzert mit dem Duo LumiMare

19 Uhr

was n o c h zerbst Flugplatz Driftcamp-Burdinski Midseason 2 wittenberg Lutherhaus Öffentliche Führung im Lutherhaus wittenberg Jugendclub „Techna“ Jans ReparaturCafe (bis 18.30 Uhr)

10 Uhr

wittenberg Stadtkirche Orgelmusik zum Wochenschluss

18 Uhr

dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Knives Out – Mord ist Familiensache“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

sonnabend 11 b üh n e

15.30 Uhr

wittenberg Clack-Theater Gastspiel: Lilo Wanders „Sex ist ihr Hobby“

19.30 Uhr

musik 15.30 Uhr

dessau Gaststätte „Oberbreite“ 17 Uhr Sommerfest dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Ises Goldene Zwanziger – Kostümführung mit Ise Gropius

jeber-bergfrieden Haus Hauptstr. 20 Neue Musik im Fläming: „The Enchanted 3“ – mit Vlady Bystrov, Anne-Liis Poll, Anto Pett

18 Uhr

was n och dessau Gaststätte „Oberbreite“ ganztägig Sommerfest

dessau Lidiceplatz Bio- & Regionalmarkt (bis 13 Uhr)

Di. Mi.

MoNtagS DoNNerStagS

zerbst Tourist-Info 14 Uhr Öffentliche Stadtführung durch Zerbst

wörlitz Palmenhaus 10 Uhr Kinderführung mit dem Schlossgespenst Rudi Schussel – Entdeckungstour durch den Park

zerbst Schloss 14 Uhr Schlossführung durch das fürstliche Appartement und Öffnung der Ausstellungen (bis 17 Uhr)

zerbst Flugplatz Driftcamp-Burdinski Midseason 2

dessau Hauptbahnhof 14.45 Uhr Themenfahrt mit den Nahverkehrsfreunden im historischen Bus: „Auf den Spuren von Hugo Junkers“

10 Uhr

dessau Tourist-Information 11 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt wörlitz Jüdische Gedenkstätte 11 Uhr Führung: Toleranzweg – vom Jüdischen Friedhof zu Orten des jüdischen Lebens bis zur Synagoge holzweissig Heimatverein Holzweißig e.V. 14 Uhr Radwanderung durch die Goitzsche-Wildnis mit dem Heimatverein Holzweißig

Neue ZeiteN

Mo.

9 Uhr

Do.

wittenberg Cranach-Hof Schlossstr. 1 21.30 Uhr Wittenberger Sommerkino: „Frida“ dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Knives Out – Mord ist Familiensache“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

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füR IHRe Augen

Fr. Sa.

Hausbesuche Bitte Vor-Ort-Termin buchen. geöffnet bis 20 uhr Bitte einfach rein schauen.

Roßlau, Hauptstraße 8, Telefon 034901 82497 geöffnet: Di + Mi + fr: 9-18 uhr | Do: 9-20 uhr | Sa: 9-12 uhr Montags nur noch Hausbesuche nach Terminvereinbarung. 23


bühne

bitterfeld Begegnungsstätte ErnstThronicke-Stiftung 14 Uhr 23. Tag der offenen Tür

wittenberg Clack-Theater 17 Uhr Comedy-Kabarett: Barbara Schüler/Ralph Richter „Dicke Luft und kein Verkehr 3 – Hals- und Beinbruch“

wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien 14 Uhr Öffentliche Stadtkirchenführung (täglich)

wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü

wörlitz Falknerei „Wörlitzer Park“ 15 Uhr Flugshow in der Falknerei (täglich)

mus i k

dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt (Mo–Fr, 18 Uhr)

sonntag 12

wittenberg Christuskirche 16 Uhr Musik auf der Empore mit Mitgliedern der Capella Wittenbergensis jeber-bergfrieden Haus Hauptstr. 20 Neue Musik im Fläming: „The Enchanted 3“ – mit Vlady Bystrov, Anne-Liis Poll, Anto Pett

17 Uhr

wörlitz Gondelstation 18 Uhr Gondelsingen auf dem Wörlitzer See – Chorgesang des Sängerkreises Anhalt-Dessau e.V. magdeburg Festung Mark 19 Uhr SommerPicknick: In der Reihe „Hautnah – SommerPicknick“ erzählt Norbert Leisegang im Gespräch mit Kai Suttner seine Lebensgeschichte und sicher auch bisher noch gänzlich unbekannte Geschichten aus seinem vielfältigen Schaffen.

was noch oranienbaum Treffpunkt Orangenbaum Stadtführung in Oranienbaum zerbst Flugplatz Driftcamp-Burdinski Midseason 2 für M

ehrle

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Bald bin ich Ärztin Kleine Leute, große Ziele. Egal, welche Herausforderungen auf Sie warten, wir begleiten Sie mit unseren Leistungen auf dem Weg dahin. Unser GESUNDES-KONTO hilft Ihnen dabei, alles im Blick zu behalten. Von Impfungen bis hin zum Stressmanagement für Ihr Kind. www.deine-gesundheitswelt.de

24

dessau Gaststätte „Oberbreite“ Sommerfest (bis 14 Uhr)

10 Uhr

10 Uhr

18 Uhr

dienstag 14 was noch wörlitz Gondelstation Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

18 Uhr

mittwoch 15 bühne wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Travestie-Cabaret-Show der „Costa Divas“ – „eXquisit“ rosslau Wasserburg 20.30 Uhr PREMIERE Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

mus i k wittenberg Schlosskirche Mittagsgebet mit Orgelmusik

12 Uhr

11 Uhr

wittenberg Melanchthonhaus 11.30 Uhr Öffentliche Führung im Melanchthonhaus

montag 13 was noch wörlitz Treffpunkt: Schloss Öffentliche Parkführung (täglich bis 31. Oktober)

wittenberg Leucorea Vortrag: Sprache und Wissenschaft

13 Uhr

köthen Kirche St. Jakob 19.30 Uhr Orgelkonzert mit Gustav Jannert (Schweden) und skandinavischer Orgelmusik

donnerstag 16 bühne rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth


magdeburg Festung Mark 18 Uhr Kultur-Picknick: Konzert mit „Eric Fish & Friends“ + „Der Schulz“ wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien Gastkonzert: Kammerchor Radebeul

OPEN AIR

18 Uhr

was n och

16. — 18. JULI BERNADETTE TICKETS ONLINE: SOMMERKINO-DESSAU.DE

was n o c h rosslau Ölmühle 10 Uhr Fest der Generationen und Eröffnung des Zeichenwettbewerbs zum Kunstpreis „Der Baum, mein Freund“ wörlitz Gondelstation Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

18 Uhr

dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Bernadette“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de Cate Blanchett spielt die Stararchitektin Bernadette, die zu ihren Bauten passende Pullover strickt, wahrhaft meisterlich. Der Film zeichnet das tragikomische Porträt einer selbstbewussten Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, die eigentlich alles hat und trotzdem unglücklich ist – bis sie ihrem Alltag entflieht.

freitag 17 b ühn e wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Greatest Women“ – Travestie, Revue, Livegesang, Tanz und Stand-up-Comedy rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

m u si k aken Nikolaikirche Benefizkonzert mit Linda und Philipp Zeiler

halle Zoo 9 Uhr Magie der blauen Stunde – den Zoo am Abend erleben (geöffnet bis 23 Uhr) garitz Kulturhaus Garitz 2. Fantreffen Willy Lempfrecher aus Südtirol wittenberg Lutherhaus Öffentliche Führung im Lutherhaus wittenberg Jugendclub „Techna“ Jans ReparaturCafe (bis 18.30 Uhr)

ROSENGARTENSAISON 2020

14 Uhr

im Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz)

15.30 Uhr

15.30 Uhr

dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Romantischer Stadtspaziergang – Musik, Sagen und Geschichten wittenberg Cranach-Hof Schlossstr. 1 21.30 Uhr Wittenberger Sommerkino: „Anna“ dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Bernadette“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

sonnabend 18 b üh n e rosslau Wasserburg 15 Uhr Burgtheatersommer: „Salz ist kostbarer als Gold“ – Kindertheater wörlitz Insel Stein 18 Uhr Theaterdinner: „Der Geizige“ – in 4 Akten und mit 4-Gang-Menü wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Travestie-ComedyMusical-Show „Jukebox“

17 Uhr

GARTENKUNST UND ROSENPRACHT SEIT 1913 Genießen Sie ein blühendes und duftendes Rosenmeer im historischen Parkensemble mit zehntausenden Rosen in 1.000 Sorten. täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet AU SST E LLUN DER BE G SONDE ZWE I S R E B LICK – ICHT W EISEN IM DIA LOG Skulptu ren von Thoma Fotogra s S c h w a r z un d fien vo n Fra n im Bes k S t ein ucherz entrum

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rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

mus i k magdeburg Festung Mark 18 Uhr 2. Magdeburger Jazz Picknick mit „Be-Swingt“ & Warnfried Altmann dessau Veranstaltungszentrum Golfpark 19 Uhr Unterm Balkon: Konzert mit Susan Albers

Wir sind täglich für Sie ab 10 Uhr da. Gerne richten wir Ihre Feiern jeglicher Art aus.

jeber-bergfrieden Haus Hauptstr. 20 20 Uhr Neue Musik im Fläming: „Hof-Lounge – Ludwig van!“ – Ein Abend zu Beethovens 250. Geburtstag

was noc h

Forsthaus »Leiner Berg« Leiner Berg 1 06844 Dessau-Roßlau Tel. 0163 74 44 135 www.forsthaus-dessau.de

Dessau hat eine

Leuchte unter den üblichen Leuchtengeschäften!

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wittenberg Arsenalplatz 8 Uhr Wittenberger Wochenmarkt (bis 18 Uhr) halle Zoo 9 Uhr Magie der blauen Stunde – den Zoo am Abend erleben (geöffnet bis 23 Uhr) dessau Tourist-Information 11 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt dessau Schloss Mosigkau 11 Uhr Veranstaltungsreihe „Mosigkauer Schätze“ – einzelne kunsthandwerkliche Objekte stehen im Mittelpunkt dessau Treffpunkt: Restaurant am Georgengarten 14 Uhr Führung: Einmal Arkadien und zurück – Wanderung durch den Welterbepark Georgium gräfenhainichen Vereinshaus des GCC e.V. 14 Uhr Haus- und Hoffest beim GCC – mit Kaffee und Kuchen, ab 19 Uhr Abendveranstaltung wittenberg Cranach-Hof Schlossstr. 1 21.30 Uhr Wittenberger Sommerkino: „100 Dinge“ dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Bernadette“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

sonntag 19 bühne rosslau Wasserburg 15 Uhr Burgtheatersommer: „Salz ist kostbarer als Gold“ – Kindertheater wittenberg Clack-Theater 17 Uhr Comedy-Kabarett von und mit Ralph Richter „Vom Schwindel verweht“ rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

mus i k magdeburg Festung Mark 14 Uhr Kultur-Picknick: Konzert mit Wolfram Huschke – „Cello on the Rocks“ köthen Schlosspark 15 Uhr Bachfesttage: „Vorspiel III“ – „Clavierpicknick“ mit Sylvia Ackermann am Hammerflügel wörlitz Kirche St. Petri 15 Uhr Wörlitzer Sommermusiken: Klavierzeitreisen – Konzert für Klaviersolo mit Andy Mokrus


dessau Kirche St. Peter und Paul 20 Uhr „Musik und Besinnung“ – an der Orgel: Christoph Lehmann

was n o c h wittenberg Melanchthonhaus 11.30 Uhr Öffentliche Führung im Melanchthonhaus rosslau Ölmühle 15 Uhr Vernissage: „Zauberhafte Welten“ von Frank Fiedler (Ausstellung läuft bis 8. September) wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

montag 20 was n o c h rosslau Ölmühle 10 Uhr Ferienprogramm: Zeichenwettbewerb „Der Baum, mein Freund“ bitterfeld Begegnungsstätte Ernst-Thronicke-Stiftung 10 Uhr 10. Malsommer bis 26. August, immer montags und mittwochs bis 17 Uhr wörlitz Treffpunkt: Schloss Öffentliche Parkführung (täglich bis 31. Oktober)

13 Uhr

wörlitz Falknerei „Wörlitzer Park“ 15 Uhr Flugshow in der Falknerei (täglich) dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt (Mo–Fr, 18 Uhr)

dienstag 21 was n o c h rosslau Ölmühle 13.30 Uhr Kaffeeklatsch für Kreative im Mühlentreff dessau Schloss Mosigkau 14 Uhr Sommerferienprogramm: Was kleine Prinzessinnen und Prinzen lernen mussten! (Führung und Basteln) rosslau Ölmühle 14 Uhr Ferienprogramm: Kinovorstellung „Yogi Bär“

mittwoch 22 büh n e wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Comedy-Kabarett: Barbara Schüler/Ralph Richter „Dicke Luft und kein Verkehr 3 – Hals- und Beinbruch“ rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

musik wittenberg Schlosskirche Mittagsgebet mit Orgelmusik

12 Uhr

was n och rosslau Ölmühle 14 Uhr Treffen der Sangesfreunde im Mühlentreff wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

donnerstag 23 büh n e rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

was n och holzweissig BUNDstiftung Goitzsche-Wildnis 9 Uhr Ferienprogramm: Bibertag – Einen Tag als Biber erleben (mit Anmeldung) dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Rettet den Zoo“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de Tae-soo träumt von einer Karriere in einer Anwaltskanzlei. Sein Wunsch scheint zum Greifen nah, als ihm sein Chef eine Festanstellung unter folgender Voraussetzung verspricht: Er soll einen ziemlich heruntergekommenen Zoo wieder zum Laufen bringen. Der Haken: Es gibt fast keine Tiere mehr. Also schlüpfen die Angestellten in lebensechte Kostüme –wer würde schon unechte Tiere in einem Zoo vermuten? Das klingt völlig bescheuert und endet natürlich in einer Reihe absurder Szenen. Eine schöne und gelungene Komödie im Tierpark Dessau.

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freitag 24

Spielspaß auf dem Land

Riesen-Hüpfkissen Streichelziegen Spielplatz mit 2 Rutschen Kletterwald für Groß & Klein Maislabyrinth Naturwildgehege Landeis (eigene Herstellung) Juli+August: Heidelbeeren selbst pflücken

bühne wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Greatest Women“ – Travestie, Revue, Livegesang, Tanz und Stand-up-Comedy rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

mus i k dessau Veranstaltungszentrum Golfpark Unterm Balkon: Rockabilly-Konzert mit „Kathy & the Deadies“

19 Uhr

was noch

Täglich von 8-20 Uhr geöffnet Glindower Straße 28 14547 Klaistow Tel. 033 206 - 610 70

www. spargelhof-klaistow.de

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Karl Lagerfeld FOTO G RAF I E Die Retrospektive 08.03.2020 – 06.01.2021

halle Zoo 9 Uhr Magie der blauen Stunde – den Zoo am Abend erleben (geöffnet bis 23 Uhr) wittenberg Jugendclub „Techna“ Jans ReparaturCafe (bis 18.30 Uhr)

15.30 Uhr

TICKETS ONLINE: SOMMERKINO-DESSAU.DE

rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

was noch halle Zoo 9 Uhr Magie der blauen Stunde – den Zoo am Abend erleben (geöffnet bis 23 Uhr) wörlitz Schloss 10 Uhr Sommerferienprogramm: „Entdeckungsreise in die Südsee mit Georg Forster“ (Führung und Basteln)

dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Abendspaziergang mit der Türmerin von St. Marien

zerbst Essenzen-Fabrik 14 Uhr Trommel-Workshop mit Falk Röske (Anm.-Tel. 03923-486108)

wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

sonnabend 25 bühne rosslau Wasserburg 15 Uhr Burgtheatersommer: „Salz ist kostbarer als Gold“ – Kindertheater

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23. — 25. JULI RETTET DEN ZOO

wittenberg Cranach-Hof Markt 4 16.30 Uhr Öffentlicher Ausstellungsrundgang durch die Ausstellung „Babylon Berlin“ 05.06.20 14:20

dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Rettet den Zoo“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

www.lagerfeld-fotografie.de

OPEN AIR

wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Travestie-Cabaret-Show der „Costa Divas“ – „eXquisit“

wittenberg Cranach-Hof Schlossstr. 1 21.30 Uhr Wittenberger Sommerkino: „Das Beste kommt zum Schluss“ dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Rettet den Zoo“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

sonntag 26 bühne rosslau Wasserburg 15 Uhr Burgtheatersommer: „Salz ist kostbarer als Gold“ – Kindertheater wittenberg Clack-Theater 17 Uhr Comedy-Kabarett: Barbara Schüler/Ralph Richter „Dicke Luft und kein Verkehr 3 – Hals- und Beinbruch“


rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

donnerstag 30 bühne rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

m u si k forst (lausitz) Ostdeutscher Rosengarten 11 Uhr Konzert mit dem Duo „Paseo“ (im Rosenpark)

was noch oranienbaum Schloss 16.30 Uhr Führung: „Schloss Oranienbaum. Vom Keller bis zum Dach“ – mit Wolfgang Savelsberg

was n o c h oranienbaum Treffpunkt Orangenbaum 10 Uhr Stadtführung in Oranienbaum wittenberg Melanchthonhaus 11.30 Uhr Öffentliche Führung im Melanchthonhaus zerbst Essenzen-Fabrik 14 Uhr Trommel-Workshop mit Falk Röske (Anm.-Tel. 03923-486108) wörlitz Gondelstation Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

18 Uhr

dienstag 28 musik

magdeburg Festung Mark 19 Uhr Hautnah – Sonntagspicknick: Dieter „Maschine“ Birr im Gespräch mit Kai Suttner

dessau Kirche St. Johannis 20 Uhr Musik und Besinnung: Musik zum 270. Todestag von Johann Sebastian Bach

was n och

was n o c h

rosslau Ölmühle 13.30 Uhr Kaffeeklatsch für Kreative im Mühlentreff

coswig Simonetti Haus 10 Uhr Tag der offenen Tür mit Führungen sowie Kaffee und Kuchen (bis 17 Uhr)

rosslau Ölmühle 14 Uhr Ferienprogramm: Kinovorstellung „Epic – verborgenes Königreich“

montag 27

wörlitz Treffpunkt: Schloss Öffentliche Parkführung (täglich bis 31. Oktober)

13 Uhr

wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien 14 Uhr Öffentliche Stadtkirchenführung (täglich) wörlitz Falknerei „Wörlitzer Park“ 15 Uhr Flugshow in der Falknerei (täglich) dessau Tourist-Information 18 Uhr Führung: Stadtrundgang durch die Dessauer Innenstadt (Mo–Fr, 18 Uhr)

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mittwoch 29 b üh n e wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr Comedy-Gastspiel: Der Tod „Mein Leben als Tod“ rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

musik wittenberg Schlosskirche 12 Uhr Mittagsgebet mit Orgelmusik

was n och wörlitz Gondelstation 18 Uhr Italienische Abendgondelfahrt auf dem Wörlitzer See und den Kanälen

dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Enkel für Anfänger“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de Ruhestand? Noch lange nicht! Feel-Good-Komödie über drei kinderlose Rentner, deren Alltag gehörig auf den Kopf gestellt wird, als sie sich dazu entschließen, als Leih-Oma bzw. Leih-Opa Patenkinder zu betreuen.

freitag 31 bühne dessau Veranstaltungszentrum Golfpark 19 Uhr Unterm Balkon: Brett‘l-Keller-Kabarett „Corona-Nachlese – Männer und Frauen passen nicht zusammen!“ wittenberg Clack-Theater 19.30 Uhr „Wir sind wieder da...“ – Die irre Show der „Costa Divas“ zur Wiedereröffnung rosslau Wasserburg 20.30 Uhr Burgtheatersommer: „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth

mus i k wittenberg Hofwirtschaft 18 Uhr Bluesdinner mit Denny Hertel (bis 22 Uhr) wittenberg Ev. Stadtkirche St. Marien Orgelmusik zum Wochenschluss

18 Uhr

was noch halle Zoo 9 Uhr Magie der blauen Stunde – den Zoo am Abend erleben (geöffnet bis 23 Uhr)

www.leo-magazin.com

wittenberg Lutherhaus 15.30 Uhr Öffentliche Führung im Lutherhaus wittenberg Jugendclub „Techna“ Jans ReparaturCafe (bis 18.30 Uhr)

15.30 Uhr

dessau Tierpark 21.30 Uhr Open Air Sommerkino im Tierpark: „Enkel für Anfänger“ Infos & Tickets: www.sommerkino-dessau.de

ihre termine Senden Sie uns Ihre Termine bis zum 15. des Vormonats: LEO – DAS ANHALT MAGAZIN Humperdinckstraße 1 B 06844 Dessau-Roßlau dates@leo-magazin.com Telefax: 0340 210649-5 Wir veröffentlichen Ihre Termine gern kostenlos, finanzieren uns aber ausschließlich aus Werbeeinnahmen. Nutzen auch Sie den LEO, um Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung zu präsentieren. Ansprechpartner: Verena Kaczinski Telefon: 0340 2106494 Telefax: 0340 2106495 Mit uns erreichen Sie die Menschen in Anhalt! Sie haben Vorschläge, Tipps und Anregungen für einen redaktionellen Beitrag? Gern können Sie sich mit uns in Verbindung setzen. Platzieren Sie ihre Veranstaltungen als Stopper-Werbung im größten Veranstaltungskalender der Region Anhalt. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Kunden. Wir beraten Sie gern zu allen Möglichkeiten der Anzeigenschaltung im LEO Magazin. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir beißen wirklich nicht. www.leo-magazin.com

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foto: © hartmut bösener

ȹ empfiehlt

Frische Luft und feine Filme Organisatoren von Open-Air-Veranstaltungen sind einiges gewöhnt. Von Dauerregen bis Rekordhitze waren es bisher aber vor allem Witterungseinflüsse, die Veranstalter bangen ließen. Im Sommer 2020 ist das alles ein bisschen anders. Aber nachdem es lange Zeit so aussah, als müsse das Freiluftvergnügen aufgrund der geltenden Auflagen gänzlich entfallen, sorgen die Lockerungen der letzten Wochen nun für den sprichwörtlichen Silberstreif am Horizont. Insbesondere Filmfans dürfen sich daher freuen, denn seit Ende Juni ist die Open-Air-Kino-Saison offiziell eröffnet. Nicht ganz ohne Regeln und Änderungen im Vergleich zu „normalen“ Jahren. Aber auch ohne Kuscheln wird des kuschelig. Und schön sowieso. Versprochen.

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Sternenklarer Himmel über dem Tierpark Dessau, atmosphärisch leuchtendes Mausoleum, laue Sommernacht und entspannte Atmosphäre. Kann Kino noch schöner sein?

„Wir freuen uns riesig und sind gleichzeitig extrem erleichtert, dass wir auch in diesem Jahr in den Tierpark zurückkehren können“, so Thomas Ohrmann vom Sommerkino Dessau. Mehrere Monate der Ungewissheit liegen hinter den Kinomachern, ob überhaupt und zu welchen Bedingungen zum nunmehr dritten Mal zu entspannten Open-Air-Kinonächten auf der Wiese vor dem Mausoleum eingeladen werden darf – auch wenn das keinesfalls am mangelnden Interesse lag. „Wir haben im Tierpark einen äußerst engagierten Hausherren und Partner gefunden, die Zusammenarbeit mit den Ämtern der Stadtverwaltung war und ist von Entgegenkommen und ideeller Unterstützung geprägt, die Jungs von B+S Gerüstbau sind sowieso schon Teil unserer kleinen Kinofamilie, beim Publikum – übrigens so ziemlich dem besten, das man finden kann – rennen wir mit unserem Angebot weit offene Türen ein. Und dass wir mit ganzem Herzen und Leidenschaft dabei sind, versteht sich von selbst“, fasst Ohrmann zusammen. Seit wenigen Tagen (Stand 25. Juni) liegen nun aber auch alle Genehmigungen vor, um vom 9. Juli bis 8. August wieder zum sommerlichen Kinovergnügen einzuladen. Präsentiert von der Wohnungsgenossenschaft Dessau eG, fünf Wochen lang, immer von Donnerstag bis Sonnabend, mit Einlass ab 19.30 Uhr und Filmbeginn mit der Dämmerung. So weit, so

gewohnt. Änderungen sind, Pandemiemaßnahmen sei Dank, jedoch unvermeidbar. Das fängt bereits beim Ticketkauf an: Karten für das „Open Air Sommerkino im Tierpark Dessau“ wird es ausschliesslich Online unter www.sommerkino-dessau.de geben, eine Abendkasse ist leider nicht möglich. Das hat jedoch den Vorteil, dass der einzige Wermutstropfen der letztjährigen Kinosaison vermieden werden kann: Ausverkaufte Abende sind schon im Internet ersichtlich, die Kinomacher müssen keine enttäuschten Spontanbesucher wegschicken. Denn auch wenn die Landesregierung weitere Lockerungen in Aussicht gestellt hat, gilt es nach wie vor, Ansteckungsrisiken zu minimieren. Auch weitere Schritte – wie ein „Einbahnstraßensystem“ zur Besucherführung rund um die Kinowiese, Hinweisschilder zu Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Verzicht auf die ansonsten so beliebten Kuscheldecken – sollen einen Beitrag zum Kinospaß ohne böses Nachspiel leisten. „Dank durchdachter Platzverteilung sind wir zuversichtlich, trotz aller Einschränkungen mindestens so viele Sitzplätze anbieten zu können wie im letzten Jahr“, betont Sebastian Völker, Inhaber der Dessauer Agentur 3undzwanzig, die von Anfang an organisatorisch und ausführend das Open Air Sommerkino und die Wörlitzer Filmtage verantwortet.

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ȹ empfiehlt

Frischluftkino im Überblick WITTENBERGER SOMMERKINO IM CRANACHHOF 26. und 27. Juli Der Junge muss an die frische Luft 11. Juli Frida 17. Juli Anna 18. Juli 100 Dinge 15. Juli Das Beste kommt zum Schluss www.exil-wittenberg.de

SOMMERKINO IN DER SCHLOSSRUINE IN GRÄFENHAINICHEN 21. August 100 Dinge SOMMERKINO AMSELGRUND IN WITTENBERG 29. August König der Löwen WANDERKINO IN MÖLLENSDORF 4. Juli Historische Stummfilme live musikalisch begleitet www.wanderkino.de

Aber wie sieht es nun mit dem Programm selbst aus? Ziemlich gut und ganz schön aktuell, kurz gesagt. Oder etwas länger: Zum Auftakt gibt es die starbesetzte und hochgelobte Krimi-Komödie „Knives Out“ (9. bis 11. Juli), gefolgt von der umwerfenden Kate Blanchett in einer ungewohnt tragikomischen Rolle in „Bernadette“ (16. bis 18. Juli). Skurril, herzerwärmend und höchst unterhaltsam wird es mit der koreanischen Komödie „Rettet den Zoo“ sowie dem deutschen Kinoerfolg „Enkel für Anfänger“ (30. Juli bis 1. August). Und zum Abschluss ist mit der romantischen Komödie „Love Sarah“ (6. bis 8. August) noch ein echtes Feel-GoodMovie zu sehen, dessen offizieller deutscher Kinostart erst am 10. September geplant ist. foto: © exil e.v.

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Das „Open Air Sommerkino im Tierpark Dessau“ ist aber natürlich nicht die einzige Option für Freunde des Freiluft-Filmvergnügens. Schon am letzten Juni-Wochenende lud der Exil e.V. zum Auftakt des Wittenberger Sommerkinos ein. Auf die HapeKerkeling-Verfilmung „Der Junge muss an die frische Luft“ folgt am 11. Juli „Frida“, die Film-Biografie der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo aus dem Jahr 2002 mit Salma Hayek in der Titelrolle. Den französischen Action-Thriller „Anna“ von Regie-Ikone Luc Besson gibt es am 17. Juli. Am Abend darauf trennen sich zwei Konsum-Junkies, gespielt von Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz, der auch Regie führte, von 100 Gegenständen, von denen sie täglich nur einen in ihr Leben zurückholen dürfen, um fest-

OPEN AIR SOMMERKINO IM TIERPARK DESSAU 9. bis 11. Juli Knives Out – Mord ist Familiensache 16. bis 19. Juli Bernadette 23. bis 25. Juli Rettet den Zoo 30. Juli bis 1. August Enkel für Anfänger 6. bis 8. August Love Sarah (Preview) www.sommerkino-dessau.de

zustellen, welche „100 Dinge“ sie tatsächlich brauchen. Zwei Schauspiellegenden – Jack Nicholson und Morgan Freeman – bilden dann zum Abschluss am 25. Juli ein außergewöhnliches, tragikomisches Duo: In „Das Beste kommt zu Schluss“ gehen der weiße Milliardär Edward und der schwarze Automechaniker Carter, die nur ihre Krebserkrankung im Endstadium verbindet, auf eine gemeinsame abenteuerliche Reise, um noch all die Dinge zu erleben, die sie sich immer vorgenommen aber nie getan haben. Alle Vorstellungen beginnen um 21.30 Uhr im Cranachhof in der Schlossstraße, über die geltenden Corona-Regelungen informiert ein Aushang vor Ort. „100 Dinge“ ist außerdem auch am 21. August ab 21 Uhr in der Schlossruine Gräfenhainichen zu sehen. Und am 29. August gibt es ab 20 Uhr anlässlich des 10. Geburtstages der „Projektschmiede Wittenberg“ im Amselgrund die Neuverfilmung des Disney-Klassikers „Der König der Löwen“. Alles andere als neu – und zwar mit voller Absicht – ist das Programm des Sommerkinos, das am 4. Juli im Coswiger Ortsteil Möllensdorf Station macht. Seit über 20 Jahren ist das Wanderkino durch ganz Europa unterwegs, um Kino wie in seinen Kindertagen erlebbar zu machen. Eine Oldtimer-Feuerwehr ist Transportfahrzeug und mobiles Kino in einem, die Vorführtechnik ist historisch, auf die Leinwand kommen Stummfilm-Klassiker von Charlie Chaplin, Laurel & Hardy und Buster Keaton, dazu gibt es Live-Musik


foto: © wanderkino

ȹ Open Air Sommerkino im Tierpark Dessau 9. Juli bis 8. August, immer Donnerstag bis Sonnabend, 19.30 Uhr (Einlass), Beginn gg. 21.30 Uhr Dessau, Tierpark www.sommerkino-dessau.de ȹ Wittenberger Sommerkino 26. Juni bis 29. August Wittenberg und Gräfenhainichen www.exil-wittenberg.de ȹ Kultur Mobil – Wanderkino Sonnabend, 4. Juli, 20 Uhr (Einlass) Coswig, Sägewerk Möllensdorf www.naturpark-flaeming.de

V.i.S.d.P.: Ralf Zaizek, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ferd.-von-Schill-Str. 37, 06844 Dessau-Roßlau

auf Klarinette, Saxophon und Piano. Und selbst der Eintrittspreis fällt mit 4 bzw. ermäßigt 2 Euro fast schon altmodisch günstig aus. Einlass ist ab 20 Uhr, zwei Stunden später beginnt das Programm. Wer angesichts dieser Angebotsvielfalt jetzt also immer noch meckert, dass in unserer Region sowieso nie etwas los sei und in diesem etwas anderen Sommer erst recht nicht… dem wünschen wir jetzt einfach mal weiterhin viel Spaß in der eigenen kleinen Welt.

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foto: © dominik ketz

ȹ empfiehlt

Flusstour auf zwei Rädern 1.112 Kilometer weit schlängelt sich die Elbe von ihrer Quelle im tschechischen Riesengebirge bis zu ihrer Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven. Dabei passiert der Fluss zahlreiche bekannte Städte und Sehenswürdigkeiten und zieht sich in seinen größtenteils naturbelassenen Abschnitten durch traumhafte Landschaften und Auenwälder. Erleben lässt sich das entweder vom Wasser aus, bei einer Paddeltour oder Flussreise – oder deutlich flexibler bei einer Fahrt auf dem Elberadweg. Der feiert in diesem Jahr übrigens sein 25-jähriges Bestehen. Ein Grund mehr also, den Sommerurlaub im Sattel zu verbringen. Es muss ja nicht gleich die ganze Strecke sein.

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Sind es 1.220 Kilometer? Oder doch 1.270? Oder sogar noch einmal 100 Kilometer mehr? Die Angaben zur Länge des Elberadweges sind unterschiedlich. Fest steht aber, dass er länger ist als der Lauf der Elbe selbst, denn nicht immer folgt er dem Flusslauf, sondern führt Radreisende auch zu besonderen Sehenswürdigkeiten und touristischen Highlights. Wer die ganze Strecke von Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) in Tschechien bis zum Wattenmeer entdecken will, sollte also mindestens zwei Wochen einplanen, gemütlichere Naturen lieber noch eine Woche mehr. Natürlich kann der Elberadweg, der in den frühen 1990ern in Sachsen seinen Anfang nahm und dessen offizielle Geburtsstunde im Jahr 1995 gefeiert wurde, auch abschnittsweise erkundet werden. Ideal für den Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende eignet sich der Abschnitt K zwischen Dessau-Roßlau und Elster mit einer Gesamtlänge von 48 Kilometern. Wer stur durchfährt, schafft die zwar in unter fünf Stunden, verpasst aber dabei einiges. Also lieber mal im Gartenreich Dessau-Wörlitz Halt machen, die Dessauer Bauhaus-Tour absolvieren und die Stätten der Reformation in Wittenberg besuchen. Fahrradfreundliche Unterkünfte gibt es überall – auch

wenn natürlich gerade in diesem Sommer vorherige Reservierungen anzuraten sind. Hilfe und Tipps für alle Besucher halten die örtlichen Tourist-Informationen bereit. Empfehlenswert ist für Erlebnishungrige sicherlich auch die „WelterbeCard“, mit der kostenlose Eintritte, Rabatte und Boni bei über 100 touristischen Zielen in der Region möglich sind. Erhältlich ist diese ebenfalls in allen Tourist-Informationen entlang des Abschnitts K des Elberadweges. ȹ Informationen zum Elberadweg in der Region: www.elberadweg.de/Abschnitt/k/ Tipps für Radtouristen und Natururlauber: www.anhalt-dessau-wittenberg.de

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foto: © jenny fitz

Theater zu Füßen der Burg Auf der Wasserburg Roßlau wird wieder Theater gespielt. Nach langer Zitterpartie um die Zukunft des beliebten Burgtheatersommers konnte eine Regelung gefunden werden, die trotz Corona-Einschränkungen vom 15. Juli bis 16. August die inzwischen 23. Ausgabe der sommerlichen Theaterreihe zulässt. Um die Abstandsregeln einzuhalten, wird erstmals nicht auf den Hof der Oberburg eingeladen, sondern auf den großen Platz der Unterburg. Das Programm ist diesmal sogar noch umfangreicher als sonst.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ werden ab 15. Juli immer von Mittwoch bis Sonntag beim Burgtheatersommer zu erleben sein, immer sonnabends mit anschließenden Publikumsgespräch für alle interessierten Gäste. Inszeniert wird Ödön von Horváths Schauspiel, das als heiteres Volksstück daherkommt, in dessen scheinbar heiler Welt aber längst nicht alles gut ist, erneut von Andrea Pinkowski, unter deren Regie seit 2017 alle Hauptstücke standen. Musikalische Elemente steuert der Liedermacher Karl Neukauf bei, der am 10. und 11. August außerdem mit einem eigenen Programm aus Liedern und Texte zu erleben ist, begleitet von Mitgliedern des Theaterensembles. Ein slowakisches Märchen lieferte die Vorlage für das diesjährige Kinderstück, das immer an den Wochenenden um 15 Uhr zu sehen ist. „Salz ist kostbarer als Gold“ schildert die Reise der Königstochter Maruschka, die bei ihrem Vater in Ungnade fiel und auf ihrem langen Weg nach Hause allerlei wundersamen Gestalten begegnet. Das Kinderstück wird im Schatten der Streuobstwiese hinter dem Burggelände gezeigt. Junge Theaterfans dürfen aber nicht nur zuschauen, sondern auch selbst aktiv werden: In zwei Workshops

in Kooperation mit dem Ölmühle-Verein. Vom 26. Juli bis 4. August richtet sich dieser an Jugendliche von 14 bis 18 Jahren, die das Stück „Kasimir und Karoline“ erarbeiten werden – und am Abend des 4. August auch auf die Bühne bringen. Zum Märchen-Workshop sind von 5. bis 9. August dann alle 6- bis 14-Jährigen eingeladen. Anmeldungen sind per Mail an info@oelmuehlerosslau.de möglich. Tickets für die Abendveranstaltungen des 23. Burgtheatersommers sind im Vorverkauf beim Besucherring am Anhaltischen Theater sowie bei der Tourist-Information Roßlau erhältlich. ȹ 23. Burgtheatersommer 15. Juli bis 16. August Roßlau, Wasserburg www.theaterburg-rosslau.de

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foto: © maike helbig

foto: © clack theater

ȹ empfiehlt

Drei Mal Ragna Schirmer

Die Rückkehr der Divas

Am 5. Juli gastiert die international bekannte Pianistin Ragna Schirmer auf Einladung der Evangelischen Landeskirche Anhalts in der Auferstehungskirche Dessau. Insgesamt drei Konzerte wird sie an diesem Tag geben, von denen sich eines speziell an ein jüngeres Publikum richtet. Die Zuschauerzahl ist aufgrund der Corona-Beschränkungen auf jeweils 40 Personen je Konzert begrenzt.

Echte Diven sind nur schwer zu zügeln. Doch auch die „Costa Divas“ mussten sich in den letzten Monaten den Bedingungen der deutschlandweiten Pandemie-Regeln beugen und ohne ihr geliebtes Live-Publikum auskommen. Jetzt dürfen sie wieder auf der Bühne ihres heimischen „Clack Theater“ in Wittenberg stehen – und das machen sie vom 3. bis 5. Juli unter dem Motto „Wir sind wieder da“ natürlich auf ihre unnachahmliche Weise.

Ragna Schirmer konzertierte bereits in ganz Europa, in China und Neuseeland. Sie ist Trägerin von zwei „ECHO Klassik“ und als einzige Künstlerin zweifache Gewinnerin des Leipziger Bachwettbewerbs. Die seit mehr als 20 Jahren in Halle lebende Pianistin trat auch in Dessau bereits häufiger auf. Am 5. Juli präsentiert Schirmer um 14.30 Uhr das Konzert „Corönchen – Clara Schumann mit ihren Kindern auf der Flucht vor der Chorlera“, das sich thematisch und mit einer Dauer von 30–45 Minuten besonders an ein junges Publikum richtet. Um 17 Uhr und um 19.30 Uhr widmen sich zwei Konzerte unter dem Titel „Licht und Schatten“ dann der Musik von Mozart und Chopin. Karten für die Konzerte sollten vorab per Mail an presse@kircheanhalt.de reserviert werden. Die Bezahlung ist an der Abendkasse sowie vorab per Überweisung möglich. ȹ Konzerte mit Ragna Schirmer Sonntag, 5. Juli, 14.30 Uhr, 17 Uhr und 19.30 Uhr Dessau, Auferstehungskirche www.kircheanhalt.de

Schwindelerregend hohe Stöckelschuhe, die den Atem des Publikums stocken lassen. Überwältigender Charme, der auf Entertainerqualitäten der Extraklasse und eine gehörige Portion Selbstironie trifft. Poesie, Temperament, Stimmgewalt und sicheres Gespür für Pointen – die „Costa Divas“ sind für die Bühne geboren. Ihre Rückkehr feiern sie mit einer zweistündigen BestOf-Show, in der sie gemeinsam mit ihren Gästen all das nachholen, was sie in den letzten Monaten verpasst haben. Und wie immer ist schon nach wenigen Minuten vergessen, dass diese Wahnsinns-Frauen eigentlich Männer sind. Und die, nämlich Stefan Schneegaß und Mario Welker, freuen sich als geistige und kreative Väter des „Clack Theater“ umso mehr, nun wieder vor Publikum in ihre Paraderollen schlüpfen zu können. ȹ Costa Divas „Wir sind wieder da“ 3. und 4. Juli, 19.30 Uhr + 5. Juli, 17 Uhr Wittenberg, Clack-Theater www.clack-theater.de

leo glücksmoment glücksmomente Wir verlosen Freikarten für die irre Show der „Costa Divas“ am 5. Juli im Clack-Theater Wittenberg unter leo-magazin.com/gluecksmoment oder per Post. einsendeschluss: bitte online einsehen www.leo-magazin.com

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foto: © falko heidecke

ORANIENBAUM

20 Jahre wilde Goitzsche Über 50 Jahre lang, von 1949 bis 1991, wurde im Tagebau Goitzsche Braunkohle abgebaut. Wo einst ein historischer Auwald stand, blieb eine zerklüftete Landschaft aus Kratern, Halden und Brachflächen zurück. Heute gilt der Große Goitzschesee als eines der attraktivsten Naherholungsgebiete der Region. Doch es gibt noch eine andere, wilde Goitzsche, der eine Sonderausstellung des Kreismuseums Bitterfeld gewidmet ist.

Stadtführungen, sonntags 10-11 Uhr Treffpunkt: Orangenbäumchen auf dem Markt

WÖRLITZ

Öffentliche Parkführungen, täglich 13 Uhr Treffpunkt: am Schloss April bis Oktober

WWW.WOERLITZ-INFORMATION.DE

Eigentlich sollte die Ausstellung „20 Jahre GoitzscheWildnis. 20 Jahre Veränderung.“ schon am 20. März eröffnet werden. Warum daraus nichts wurde bedarf wohl keiner Erklärung – vielleicht schon eher, was es mit der Goitzsche-Wildnis überhaupt auf sich hat. Von 2000 bis 2004 erwarb der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) größere Gebiete der ehemaligen Tagebauflächen. Ziel war es, dass die Natur sich die Flächen ohne menschliche Eingriffe zurückerobert. 20 Jahre später ist daraus eine einmalige und artenreiche Wildnis mit Seen, Feuchtgebieten und jungen Wäldern geworden, die im Zentrum der Ausstellung steht. Fotos, die an fixen Punkten zu verschiedenen Zeiten entstanden, machen die Veränderungen erlebbar. ȹ „20 Jahre Goitzsche-Wildnis. 20 Jahre Veränderung.“ Dienstag bis Freitag sowie Sonntag, 10 bis 16 Uhr Bitterfeld, Kreismuseum www.kreismuseum-bitterfeld.de

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foto: © stadt forst

foto: © lilo wanders

ȹ empfiehlt

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten… Mit der Kultsendung „Wa(h)re Liebe“ wurde Lilo Wanders von 1994 bis 2004 zur Sexpertin der Nation. Mehr als zehn Jahre lang führte Ernie Reinhardt in der Rolle der spitzzüngige Diva einmal wöchentlich durch die Welt der Sexualität und Erotik. Und auch mit ihrem aktuellen Programm widmet sich die Wanders dem Thema Nr. 1 – denn „Sex ist ihr Hobby“.

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Sichtweisen zwischen Rosen Südöstlich von Cottbus, im Herzen der Niederlausitz und an der Grenze zu Polen, liegt die Stadt Forst. Neben ihren rund 19.000 Einwohnern ist die grüne Stadt an der Lausitzer Neiße auch Heimat von zehntausenden Rosen in fast 1.000 Sorten. Der Ostdeutsche Rosengarten, eine über 100 Jahre alte Parkanlage auf 17 Hektar, zieht jährlich zehntausende Besucher an.

„Ich habe zwei große Hobbies, und das zweite ist Lesen“, sagt Lilo Wanders über sich selbst. Denn neben der beruflichen Tätigkeit ist die Auseinandersetzung mit Liebe, Sex und Erotik schon immer ein persönliches Steckenpferd der warmherzigen Aufklärerin gewesen, dem sich die Diva nun auf die ihr eigene Art widmet. Kein Platz also für politische Korrektheit oder gar Prüderie, nicht umsonst trägt ihr kabarettistisches Bühnenprogramm den Untertitel „Eine eindeutige Show“. Direkt, frech, frivol – aber immer mit viel Charme und ohne zu verletzen – berichtet sie über Erkenntnisse im Swinger-Club oder Erlebnisse mit Sextoys, beschäftigt sich mit Penisgrößen und erklärt, warum Männer und Frauen es miteinander so schwer haben. Schonungslos stellt sie sich allen drängenden Fragen rund um die Zweisamkeit, getreu ihrem Motto „Öffnet die Herzen, herzt die Öffnungen“.

Unter dem Titel „Der besondere Blick“ ist im Besucherzentrum derzeit eine Ausstellung zu sehen, in der Skulpturen von Thomas Schwarz und Fotos von Frank Stein einander begegnen. Sie zeigen ihre persönliche Sicht auf versteckte und magische Momente von Lebensräumen. Trotz der unterschiedlichen Kunstformen und Perspektiven ergeben sich in der regelmäßig aktualisierten Präsentation spannende Berührungspunkte. Ein Besuch im Rosengarten öffnet in dieser Saison übrigens auch den Blick auf ein Meer an Sommerblüten, die auf 1.000 Quadratmetern im gesamten Park verteilt sind. Die sonntäglichen Parkführungen im Juli und August, jeweils 10.30 Uhr, vertiefen die Eindrücke. Und mit den „Rosengartensonntagen“, die bis Ende September immer am 2. und 4. Sonntag im Monat zu Konzerten, Vorträgen und Workshops locken, wird der farbenfrohe Sommer noch einmal deutlich bunter.

ȹ Lilo Wanders „Sex ist ihr Hobby“ 10. und 11. Juli, 19.30 Uhr Wittenberg, Clack-Theater www.clack-theater.de

ȹ „Der besondere Blick – Zwei Sichtweisen im Dialog“ bis 30. September, täglich von 9 bis 19 Uhr Forst (Lausitz), Ostdeutscher Rosengarten www.rosengarten-forst.de


foto: veranstalter

UNTER DER SCHIRMHERRSCHAFT VON HERBERT KÖFER UND GEORG „MARY“ PREUSSE

Endlich wieder auf Achse Am 11. Juli kann der Nahverkehrsfreunde Dessau e.V. endlich in seine diesjährige Saison starten. Geplant war die natürlich ganz anders, mit jeweils einem besonderen Angebot in den Monaten April, Mai und Juni. Passend zum Jahresmotto „Industriekultur im Gartenreich“ auch mit Stationen am Dessauer Technikmuseum und in Ferropolis. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Zwangspause nutzten die Nahverkehrsfreunde, um die vereinseigenen Busse zu warten – natürlich mit Abstand und zu zweit – sowie um einen besonderen Neuzugang fit für seinen Einsatz in Dessau zu machen. Nämlich einen Doppeldeckerbus von 1977, der bisher in Berlin Stadtrundfahrten absolvierte und schon in der Hauptstadt zum Cabrio umfunktioniert wurde. Ob er nach seiner Überholung bereits am 11. Juli bei der „Hugo-Junkers-Rundfahrt“ zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht sicher. Wohl aber, dass der Verein die ausgefallenen Termine nachholen will und seine Saison kurzerhand bis Dezember verlängert hat. Dann sicherlich nicht „oben ohne“, aber vielleicht wenigstens ohne MundNase-Schutz. Denn mit dem müssen die Fahrgäste zum Auftakt erst einmal noch leben, ebenso wie mit den im normalen Nahverkehr geltenden Abstandsregeln. ȹ „Hugo-Junkers-Rundfahrt“ Sonnabend, 11. Juli, 14.45 Uhr Dessau, Hauptbahnhof (Bussteig D) www.nahverkehrsfreunde-dessau.de

Wir machen Theater...

Varieté e i t s e v a r T Musical Comedy Konzerte

CLACK Theater Markt 1 • 06886 Lutherstadt Wittenberg Tickets: 03491 459245 oder www.clack-theater.de

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Sommernächte „Unterm Balkon“ Das Veranstaltungszentrum Golf-Park Dessau zeigt, wie bunt unsere Kulturlandschaft trotz mehrmonatiger Auftrittsverbote immer noch ist: „Unterm Balkon“ heißt es seit 19. Juni jeden Freitagabend auf der Terrasse des Stammhauses. Nach einem Live-Konzert von Björn Hain und einer Travestieshow mit „Lady Maxime“ geht es bereits am 3. Juli weiter.

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foto: © susann albers

ȹ empfiehlt

Varietévögel fliegen später Es kommt nicht wirklich überraschend, doch das dürfte die Enttäuschung kaum lindern: Das für Ende September geplante Varietéspektakel „La Cour“ findet in diesem Jahr nicht statt. Lange hatten das Schloss Köthen und die Künstler um Initiator Stephan Masur mit der Absage der 9. Ausgabe gehadert, die – inspiriert von der Vogelwelt Johann Friedrich Naumanns – den Titel „Les Oiseaux – die Vögel“ tragen sollte.

Mit Klassikern des Ostrock wird Heike Huth am ersten Juli-Freitag den Besuchern die laue Sommernacht versüßen. Eine Woche später werden mit Claudius „Es ist schon ein kleiner Stich ins Herz, da ja auch ein Dreilich und Bernd Römer von „Karat“ dann auch zwei gutes motiviertes Team bereitsteht“, so Stephan Masur. Ostrock-Originale erwartet. Wendet man die derzeit geltenden Abstandsregeln an, Weiter geht es, ausnahmsweise an einem Sonnabend, hätten im Veranstaltungszentrum Schloss Köthen nur dem 18. Juli mit Susann Albers. Am 24. Juli folgen 80 statt 400 Besuchern Platz. Die Folge wären Verluste „Kathy & The Deadies“ und am 31. Juli gibt es Kabarett in fünfstelliger Höhe – und wie die Regelungen im vom „Brett‘l Keller“. „Unterm Balkon“ steht allen September aussehen werden, kann niemand seriös Kreativen offen, ob für Musik, Comedy oder Kleinkunst. abschätzen. Eines stand für alle Beteiligten fest: „La Cour“ soll Bewerbungen sind unter 0340 – 540 740 40 oder per Mail an info@veranstaltungszentrum-dessau.de mög- „La Cour“ bleiben. „Wenn man sich anpassen und lich. Beide Kontaktmöglichkeiten sollten auch alle das Ganze verkleinern würde, käme etwas deutlich Besucher für ihre Reservierung nutzen. Anderes heraus. Wir leben von der Nähe zum Publikum Ermöglicht wird die Reihe durch regionale und dem Austausch mit den Zuschauern, was so nicht Unternehmen, die als Paten der Künstler auftreten. mehr möglich wäre“, fasst Masur zusammen. „Die Vögel“ werden nun im September 2021 fliegen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende – die wie der größte Teil aller Einnahmen den auftretenden Künstlern Bereits gekaufte Tickets können zurückgegeben werzukommt – wird jedoch gebeten. den, der Kaufpreis wird erstattet. ȹ „Unterm Balkon“ Immer freitags, 19 Uhr Dessau, Veranstaltungszentrum Golf-Park www.veranstaltungszentrum-dessau.de

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ȹ La Cour 9: „Les Oiseaux – die Vögel“ September 2021 Köthen, Veranstaltungszentrum Schloss www.varietespektakel.de/schloss-köthen


ȹ buchtipps von stefan möller

Guillermo Martínez

der fall alice im wunderland

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar.

Eine bisher unbekannte Seite aus den Tagebüchern von Lewis Carroll taucht auf. Aufregung in der Lewis-CarrollBruderschaft in Oxford, verspricht die Seite doch Enthüllungen über das Verhältnis Carrolls zum tatsächlichen Vorbild für Alice. Vor der Veröffentlichung geschehen plötzlich Morde, die Motive aus dem Werk des Autors aufzugreifen scheinen. Ein Fall für Logik-Professor Arthur Seldom und seinen Mathematik-Doktoranden. Martínez entwirft in seinem Krimi einen klugen, ungewöhnlichen Plot im akademischen Milieu Oxfords, KrimiUnterhaltung auf bestem Niveau.

gottesanbieterin

Ich war noch nie so froh wie zurzeit, dass ich zumindest zum Lesen keine Brille benötige. Am letzten Wochenende fuhr ich erstmals seit Februar wieder mit dem Zug, insgesamt rund drei Stunden hin zu Lieblingsnichte und -neffe, drei Stunden zurück. (Mal so nebenbei, liebe Deutsche Bahn, was läuft falsch bei dir? Auf nichts ist mehr Verlass in diesen Zeiten, sowohl Hin- als auch Rückfahrt, trotz insgesamt dreimal Umsteigen, auf die Minute pünktlich. Das ist nicht der Service, den ich gewohnt bin!). Auf jeden Fall: Maskenpflicht, ist wichtig, keine Frage. Die Kombination Maske-Brille – puh, von der Dreifaltigkeit Maske-Brille-Vollbart fangen wir mal gar nicht erst an. Während ich aber dank beschlagener Gläser halb blind durch den Supermarkt irre und aus Versehen schon mal danebengreife und zu Hause feststelle, dass das gekaufte Eis kalorienreduziert ist und entsprechend „schmeckt“, klappt das mit dem Lesen im Zug doch ganz gut.

In ihrem neuen Band versammelt die Bachmann-Preisträgerin, Künstlerhaus-Direktorin, Katholikin und Besitzerin eines Star-Wars-Kleides persönliche, lyrische Betrachtungen, viele davon über ihren Glauben. Auch wenn der Verfasser dieser Zeilen dem Konzept Glauben eher wenig abgewinnen kann, berühren Gomringers Texte sehr. Ergreifend die vielen Zeilen, in denen sie versucht, mit dem Tod ihres engen Freundes Tim umzugehen, ihn zu akzeptieren. Und immer wieder findet man auch sich selbst, schon im Blick auf das silberne Cover spiegelt man sich. Mag das Cover glänzen, noch mehr glänzt der Inhalt.

Abschließend noch ein Tipp, falls Ihnen doch mal langweilig sein sollte: Gestern trank ich Rhabarberschnaps auf Eis, den die Mutter einer Freundin selbst gemacht hatte. War super! Probieren Sie das mal aus, Sie können auch gern ein Probierfläschchen in die Redaktion senden.

ȹ erschienen bei Eichborn, 16 Euro ISBN: 978-3-8479-0046-7

Hubertus Butin

kunstfälschung Das Fälschen von Kunstwerken ist ein lukratives Geschäft. Wie es vonstatten geht und welche Rolle die verschiedenen Akteure der Kunstwelt dabei spielen, legt Butin in diesem Band ausführlich dar. Er schärft dabei Begrifflichkeiten, beleuchtet die Rolle der Medien in diesem Spiel ebenso wie die Interessen der Sammler und Gutachter und führt zahlreiche Beispiele an. Die Stärke des Buchs liegt nicht allein in der präzisen, umfassenden Darstellung, sondern auch in seiner hervorragenden Lesbarkeit, die es auch für interessierte Laien zu einer spannenden Lektüre macht. ȹ erschienen bei Suhrkamp, 28 Euro ISBN: 978-3-518-42911-2

Nora Gomringer

ȹ erschienen bei Voland & Quist, 20 Euro ISBN: 978-3-863912-50-5

Bleiben Sie gesund!

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foto: © tino reinhold

ȹ empfiehlt

Kultur auf der Wiese Entdecke ein sagenhaftes Wunder der Natur! Mühlen 6, 99707 Kyffhäuserland, OT Rottleben Tel.: 03 46 71 / 5 45 0 service@hoehle.de Fax: 03 46 71 / 5 45 14 www.hoehle.de

Wir geben Ihrem Urlaub Farbe Wernigerode, idyllisch am Nordrand des Harzes gelegen und liebevoll auch »die Bunte Stadt am Harz« genannt, sollten Sie gesehen haben.

Ihr kompetenter Ansprechpartner vor Ort: TOURIST-INFORMATION WERNIGERODE Marktplatz 10, 38855 Wernigerode Tel. (0 39 43) 5 53 78-35 info@wernigerode-tourismus.de www.wernigerode-tourismus.de

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Am langen Pfingstwochenende wurde an der Festung Mark in Magdeburg erstmals zum „KulturPicknick“ eingeladen. Und damit der Auftakt eines neuen Veranstaltungsprojektes gefeiert, das dazu beitragen soll, Künstler und ihr Publikum wieder zueinander zu bringen. Das Team der Festung arbeitet dabei eng mit der Stadt und dem Bewerbungsbüro Magdeburg 2025 zusammen, um unter Beachtung aller geltenden Einschränkungen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Mehr als 50 Veranstaltungen in den Monaten Juni und Juli – das klingt so beeindruckend wie ehrgeizig. Von Programmen für die ganze Familie über Theater, Comedy, Konzerte bis zu Gottesdiensten wird alles auf die Bühne des Magdeburger Kultur-Picknicks gebracht, immer von Freitag bis Sonntag. Hauptanliegen ist es, vor allem Magdeburger Künstlern wieder eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten. Aber auch große Namen wie Gerhard Schöne, „Keimzeit“-Sänger Norbert Leisegang, „Subway to Sally“-Frontmann Eric Fish oder Dieter „Maschine“ Birr werden im Juli erwartet. Picknickdecken markieren die begrenzten Plätze, eine eigene App sorgt für die Lieferung von Speis und Trank inklusive kontaktloser Bezahlung und ein riesiger Schirm für Regenschutz und Schatten bei heißer Sonne. ȹ Magdeburger Kultur-Picknick Bis Ende Juli, immer Freitag bis Sonntag Magdeburg, Festung Mark www.kulturpicknick.com


leo ausstellungen

schlosspark köthen – lebensraum und gartentraum

foto: © arne jysch

abb: © köthen kultur und marketing

Köthen, Museen im Schloss Köthen bis 29. November 2020 (Di–So 10–17 Uhr)

„Babylon Berlin“ als Graphic Novel Die Dramaserie „Babylon Berlin“ ist einer der größten Fernseherfolge der letzten Jahre. Auch international sorgt die atmosphärische Handlung, die eine spannende Kriminalgeschichte mit dem Berlin der ausgehenden 20er Jahre als ausschweifendem Sündenpfuhl auf dem Weg in den Abgrund verbindet, für Begeisterung. Die Cranach-Stiftung Wittenberg widmet sich der Vorlage in besonderer Weise. „Der nasse Fisch“ ist der Titel des 2008 veröffentlichten Romans von Volker Kutscher um den aus Köln ins Berlin des Jahres 1929 versetzten Kriminalkommissar Gereon Rath. Bis heute gibt es sechs Fortsetzungen des Bestsellers und drei Staffeln der auf ihm beruhenden Serie. Der Bremer Zeichner und Autor Arne Jysch hat die Vorlage nun als Graphic Novel neu interpretiert. Seine ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Szenen sowie Skizzen und Studien stehen im Zentrum der aktuellen Ausstellung im Cranach-Haus Wittenberg. Ergänzt wird die Präsentation durch Originalgraphiken, Mode und Alltagsgegenständen der 1920er Jahre. Die Cranach-Stiftung sieht die Ausstellung in der Tradition ihres Namensgebers: Seine Graphikzyklen gelten als frühe Vorläufer dieses künstlerischen Mediums – auch wenn sein Sündenbabel damals in Rom zu finden war. ȹ Ausstellung „Babylon Berlin“ 4. Juli bis 27. September Wittenberg, Cranach-Haus www.cranach-stiftung.de

Nahezu 200 Bäume – darunter prächtige Eichen, Platanen und Linden – sind ideale Schattenspender im Sommer. Nachtigallen, Turmfalken und viele andere Vögel haben im Schlosspark ihre Heimat gefunden, Teichrallen und Stockenten schippern gemütlich im Schlossgraben. Der Schlosspark ist eine grüne Insel mitten in Köthen. Die neue Sonderausstellung im Museum Köthen erzählt die Geschichte des Köthener Schlossparks als Oase im Herzen der Stadt und als Protagonist für die Zukunft des Köthener Landes. Die Ausstellung ist Teil des Netwerkes „Gartenträume“, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. www.bachstadt-koethen.de rosslau Ölmühle bis 14. Juli Di, Do und So, 14–17 Uhr „Mal-Jahre“ – Kunstausstellung von Ute Weisflog aus Dessau köthen Museum im Schloss Köthen bis 29. November Sonderausstellung: Schlosspark Köthen – Lebensraum und Gartentraum dessau Bauhausgebäude bis 23. August Bauhaus Shanghai Stalinallee Ha­-Neu. Der Lebensweg des Architekten Richard Paulick 1903–1979 wittenberg Cranach-Haus, Markt 4 4. Juli bis 27. September Babylon Berlin – Arne Jyschs Graphic Novel „Der nasse Fisch“ über das Berlin der 1920er-Jahre rosslau Ölmühle 19. Juli bis 8. September Vernissage: 19. Juli, 15 Uhr „Zauberhafte Welten“ von Frank Fiedler halle Kunsthalle „Talstrasse“ verlängert bis 1. November „Guy Bourdin – Pariser Avantgarde der Nachkriegszeit“

halle Kunstmuseum Moritzburg verlängert bis 1. Januar 2021 „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ bitterfeld Kreismuseum zeitlich unbefristet Sonderausstellung „20 Jahre Goitzsche-Wildnis. 20 Jahre Veränderung.“ dessau Museum für Naturkunde und Vorgeschichte bis Mai 2021 Sonderausstellung: „Stadt gibt’s hier natürlich“ – Teil des Projektes „Städte wagen Wildnis“ dessau Bauhaus Museum Dessau Dauerausstellung „Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung“ wittenberg Museum im Zeughaus Dauerausstellung „Wittenberger Stadtgeschichte – Im Wandel der Jahrhunderte“ & „Riemers Welt“ köthen Naumann-Museum (im Schloss) Dauerausstellung Johann Friedrich Naumann – Begründer der modernen Ornithologie

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Waagerecht: 1 anberaumen, terminieren; einziehen, rekrutieren 5 dt. Kirchenmusiker, Komponist +1847 10 Handelsverpackung für Flüssigkeiten 11 engl.-amerik.: na so was! 12 dalmat. Insel/Adria 13 weibl. Vorname 16 frz.: Wein 17 frz.: Schrei 20 arg; gemein; schlimm; unangenehm; unfreundlich 21 frz. Fluss zur Oise 300 km; frz. Dep.

Eine Frage: 44

Brettspiel für eine Person?

25 Währung: Belgien, Frankreich, Luxemburg, Senegal 26 Haar, Wuschelkopf 27 niederl. Fluss z. Maas (Ruhr) Senkrecht: 1 vorderasiatischer Fluss, 2.700 km lang 2 Laufbursche; Sendling; Überbringer; Beruf 3 komisch; originell; urtümlich; urwüchsig; zünftig 4 annähernd; ca.; im Großen und Ganzen; ungefähr 6 Getränk; Heilgetränk 7 Spritztüte

8 dt. Filmgesellschaft; russische Stadt 9 amerikanischer Komponist (William) *1910 +1992 11 weibl. Vorname 14 Frau von Adam; bibl. Urmutter 15 Fisch; treibendes Eis; Erdklumpen; Heimaterde 18 lat.: zukünftig (2 Worte) 19 Grasstengel; Getreidestengel 21 lat.: Fläche 22 Geräusch fliegender Insekten (Bienen etc.) 23 blutsaugender Wurm; Saugwurm 24 schweiz. männl. Vorname

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impressum HERAUSGEBER Sebastian Völker c/o 3undzwanzig – Agentur für Werbung und Kommunikation, Humperdinckstr. 1 B, 06844 Dessau MITARBEIT AN DIESER AUSGABE Verena Kaczinski, Tina Wende, Luise Fiedler, Thomas Ohrmann, Marco Henze, Georg Hübler, Marcus Herold, Stefan Möller, Dirk Breitfeld, Sebastian Völker TITELBILD Foto © Hartmut Bösener Open Air Sommerkino im Tierpark Dessau, 2019 Retusche: 3undzwanzig KONTAKTDATEN LEO – Das Anhalt Magazin, Humperdinckstr. 1 B, 06844 Dessau ist eine Produktion der 3undzwanzig – Agentur für Gestaltung und Kommunikation, Sebastian Völker, Humperdinckstr. 1 B, 06844 Dessau Telefon: 0340 2106494 | Telefax: 0340 2106495 E-Mail: info@leo-magazin.com Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 11 / Januar 2019 Gewinnspiele: gewinnspiel@leo-magazin.com Veranstaltungstermine: dates@leo-magazin.com Verteilstellen: vertrieb@leo-magazin.com Anzeigen: anzeigen@leo-magazin.com INTERNET www.leo-magazin.com

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redaktionsschluss: 25. juni 2020

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von dirk breitfeld

Chronologie eines Exilarbeiters – Teil 2 Ich werde im zweiten Teil meiner Dokumentation auf tägliche Reporte verzichten, zu ähnlich war die Abfolge der Ereignisse nach meinem Urlaub. Ja, ein Flug auf die Malediven fiel in diesem Jahr wegen der Corona-Krise ins Wasser. All die anderen Jahre hatte ich nur keine Kohle dafür. Daher galt: Social Distancing statt gemütlicher Runden in geselliger Atmosphäre. Hardcore-Chillen in Verbindung mit der Dezimierung der Rum-Reserven und diverse erfreuliche Einzelbesuche. So kann man kein Gewicht halten...

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ag 35: Der Wiedereintritt in den heimatlichen Arbeitsalltag begann mit einer unangekündigten Überraschung. Meine beiden Kolleginnen ließen es sich nicht nehmen, mir zur ersten Telefonkonferenz die neue Errungenschaft der Videotelefonie zu präsentieren. Ich war gerade auf dem Weg zur Dusche und dementsprechend dezent geschürzt. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis ich registrierte, dass zusätzlich zum Ton eine visuelle Wahrnehmung der Zwei erfolgte. In beide Richtungen, was auch das gehaltvolle Gejubel hinsichtlich meiner farbenfrohen Boxershorts erklärte. Und ich war verdammt froh, diese noch zu tragen. Welch fulminanter Start in die Woche! Tag 38: Endlich geht’s um Prioritäten! Die Würde des Spargels ist unantastbar! Tag 40: Das Wochenende startet, ich überfliege genüsslich die E-Mail einer russischen Dating-Agentur, die mit den Worten beginnt: „Hallo, schöner Mann!“ Das tut gut. Beim Blick in die asozialen Medien kommt mir eine Geschäftsidee. Aluhüte! In allen Größen und Varianten! Tag 42: Mir fällt ein latentes Entspannungsdefizit auf. Ich habe mich zu Zeiten der alten Normalität immer über die drei geschlossenen Pistazien geärgert, die in jeder Tüte zu finden sind. Heute bin ich durchgedreht und habe im Kampf ein Stück Zahn geopfert. Muss ich mich sorgen? Tag 45: Die Forschung nach einem Impfstoff geht voran! Alternativ haut der mächtigste Mann der Welt seine Geheimwaffe unters Volk und rät zum Verzehr von verdünntem Desinfektionsmittel. Ja, warum einen Riesen-Aufwand betreiben, wenn´s doch so simpel sein kann? God bless America und seinen Präsidenten! Gott segne auch das amerikanische Volk mit Hirn vor den nächsten Wahlen.

Tag 48: Ich frage mich erneut, wie die anderen Brillenträger es schaffen, klare Sicht zu behalten und mit Mundschutz unfallfrei ihren Einkauf abzuwickeln. Tag 52: Ich habe einen Fernsehsender gefunden, der nichts kostet und einige bis dato unbekannte Dokumentationen bringt. Freude. Mir fällt auf, ich brauche dringend einen Kamm... Tag 54: Ich habe endlich eine Atemtechnik gefunden, die ein Beschlagen der Sehhilfe verhindert. Einfach die Oberlippe im 45° Winkel etwa 5 Zentimeter nach vorn unten schieben, ordentlich Luft saugen und kräftig ausatmen. Lord Vader ist bei Aldi! Tag 56: Der neue Fernsehsender hat als Motto: Und ewig grüßt das Murmeltier. Er wiederholt nicht alle paar Tage die Sendungen, sondern mehrmals täglich. Immer immer wieder... Tag 58: Ich lege mich mit dem Kundenservice des größten Versanddienstleisters an. David gegen Goliath. Angeblich stimmen meine Daten plötzlich nicht mehr. Ich schwöre, die Strafgebühr nicht zu zahlen und verweise in meiner, von Pathos triefenden Antwort darauf hin, dass der Weg zum besten Kundenservice der Welt noch ein weiter ist. Ich bin stolz auf meine Standhaftigkeit. Tag 60: Weitere Lockerungen stehen an. Es ist jetzt erlaubt, sich mit bis zu fünf Personen aus anderen Haushalten zu bewegen, ohne die Aufmerksamkeit der Exekutive auf sich zu ziehen. Schlecht für alle, die keine fünf Freunde haben. Tag 63: Endlich wieder Prioritäten: Fußball ist wichtiger als Bildung. Tag 64: Ich widerlege die Bibel. Nicht immer gewinnen die Kleinen. Goliath fordert seine Gebühr ein und droht mit Konsequenzen. Tag 65: Endlich gibt es Ersatz für die Fridaysfor-Future-Bewegung! Jetzt ist es en vogue, seine Protesthaltung in illustrer Runde kund zu geben. Jedem seine Verschwörungstheorie! Ich kann noch immer Niemanden überzeugen, Aluhüte zu basteln... Tag 68: Heute kam der Schornsteinfeger. Ich war wieder komplett in Unterwäsche. Es war uns beiden egal. Neue Normalität. Tag 70: Ich habe meinen Favoriten aus dem Kreis der Verschwörer gewählt. Reptiloiden! Und „Mutti“ ist eine von ihnen! Ein Hoch auf die Krönung der Evolution. Bleiben Sie gesund – bis zum nächsten Mal.


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