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Kulturverein

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kunstBOX

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THEMA

2010 Einleitung

Thema 2010

These

Das offene Kulturhaus EmailWerk als Spielort des Trägervereins KunstBox versteht sich nicht nur als lebendiges Zentrum zeitgenössischer Kultur, Spiel- und Produktionsstätte für freie KünstlerInnen, sondern auch als Schmelztiegel aktueller gesellschaftlicher Strömungen, die in einem künstlerischen Kontext verdichtet die Jahresthemen des Kulturvereins bilden sollen. Dies umfasst beinahe alle Kultursparten, idealerweise sollte eine spartenübergreifende Aufarbeitung des definierten Themas erfolgen. Dieser Teil der Kulturarbeit bildet im Wesentlichen die Identität des Vereins und steht für die Verbindung alltäglicher Wirklichkeit und grenzenloser Kreativität. Die vergangenen Spieljahre haben sich jeweils mit signifikanten gesellschaft lichen Strömungen auseinandergesetzt: dem Wunsch nach Entschleunigung, die Flucht in vermeintliche Langsamkeit und der Umgang mit dem Phänomen Zeit (2005), der Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, Sinnbild für die Identität des Einzelnen (2006), unter dem Titel „Aufbruch“ wurde der Wunsch der Menschen nach radikaler Einfachheit und Authentizität thematisiert (2007), das „MannsBild“ war im Jahr 2008 das zentrale Thema. 2009 beherrschte das Thema „Lebensmittel Kunst“ die programmatische Gestaltung.

2010 | Zukunft ist heute

Es mag ein Zufall sein, dass wir entdeckt haben, dass das bevorstehende Jahr den gleichen Namen trägt wie ein Film aus dem Jahre 1984: 2010 - mit dem Zusatz: DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN. Der Film erzählt die fesselnde Geschichte von der Erforschung des Weltraums und dem Kontakt mit Außerirdischen. Eine amerikanisch-sowjetische Mission macht sich auf, den Grund des Versagens des verlassenen Raumschiffs Discovery zu erforschen. Währenddessen befindet sich die Erde am Rande eines nuklearen Krieges... Soviel zum Film. Dass 2010 das Jahr ist, in dem „wir Kontakt aufnehmen“, ist aus heutiger

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2010 Sicht eine unspektakuläre Feststellung, denn die Menschen scheinen weltumspannend eigentlich nur mehr ein Ziel zu haben: sich via Internet zu vernetzen. 2007 schreibt Deutschlands meistverlinkter Blogger Robert Basic in seinem Weblog „Basic Thinking“ einen Eintrag mit dem Titel DAS ENDE DES INTERNETS IM JAHRE 2010? Hintergrund: die wachsende Datenflut gerät außer Kontrolle. Schuld sind die Nutzer, die Videos hoch- und runterladen und eigene Inhalte ins Netz stellen... Szenenwechsel: Wir sind in der Wirklichkeit angekommen und schreiben das Jahr 2010, viele Möglichkeiten, die beim Entstehen des Films im Jahre 1984 noch als utopisch galten, sind bereits Wirklichkeit geworden, mehr noch, Optionen, die damals noch nicht einmal gedacht wurden, haben heute klare Konturen angenommen. Und – wie wir alle wissen, erfreut sich das Internet bis heute bester Gesundheit und ungebremster Aktivität – auch wenn die Debatte um Prinzipien von Netzneutralität und Privatsphäre neue Gräben aufreißt und vermutlich in einen der wichtigsten Kämpfe für den Erhalt eines offenen und freien Internets münden wird. Dies stellt zugegebenermaßen eine Momentaufnahme dar, ein Blitzlicht auf das Jahr 2010 und wie man vor knapp drei Jahrzehnten meinte, wie es sein würde. Soll man den filmischen Betrachtungswinkel einfach ins Science-Fiction-Genre stellen, oder besser gesagt, was bedeutet Fiktion heute eigentlich noch? In einer Zeit, in der sich Innovationen gegenseitig jagen, so dass man meinen könnte, Zukunft sei heute. Doch bleiben wir bei Science-Fiction. Die begriffliche Zusammensetzung dieses seit den 1930er Jahren bekannten Wortes besteht aus Science (Wissenschaft) sowie Fiction (Dichtung). Zu dieser Gattung gehören Romane, Erzählungen, Filme und andere Formen der Fiktion. Die Kontroversen über die Bezeichnung des Genres sind kennzeichnend für seine Entwicklung und seine Themen und Motive, aber auch für politische Anschauungen.

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2010 Fest steht, dass es den Menschen nicht an Fantasie mangelt, sich neue Welten zu erdenken. Diese Tatsache steckt auch in dem Wort „Fiktion“. Bei den vielen unterschiedlichen Ansätzen, Fiktion zu erklären, bleibt doch eine einfache Erkenntnis: Fiktion ist eine bedeutende Kulturtechnik, die in weiten Teilen der Kunst zum Einsatz kommt. Der Name führt uns ja direkt zum Sinn: der lateinische Begriff „fictio“ bedeutet „Gestaltung“, „Erdichtung“ und leitet sich vom Wort „fingere“, also „gestalten“, „formen“, „sich ausdenken“, ab. Fiktion bezeichnet die Schaffung einer eigenen Welt durch Literatur, Film, Malerei oder andere Formen der Darstellung sowie den Umgang mit einer solchen Welt. Stellt sich die Frage – wo ist der Unterschied zur tatsächlichen Gestaltung der Welt? Denn während die einen Filme über die ferne Zukunft drehen, arbeiten die anderen an Lösungen, die die Welt stetig verändern. Und sie bedienen sich alle derselben Gabe: der Fantasie und Kreativität, die allen Kulturtechniken zugrunde liegen, denn noch vor der Wissenschaft kommt die Fähigkeit, sich Dinge auszudenken, die unvorstellbar erscheinen – Fiktion. Darum widmet sich der Kulturverein Kunstbox im Jahr 2010 der Fiktion. In mehreren Kunstformen soll das utopische Element beleuchtet werden, vor allem in Literatur, Bildender Kunst, Theater und Film.

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S e m i n a r e

u n d

W o r ks h o p s

Reisen

ZEIT

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Reisen

ZEIT

SITUATION Einleitung

Reisen in die Zukunft. „Reisen in die Zukunft waren niemals eine unfruchtbare Beschäftigung. Die großen Utopien haben der Menschheit geholfen, Ideale zu finden. Und gerade das ist es, was die Welt von heute mehr denn je braucht.“

Diese Bemerkung des russischen Schriftstellers Daniil Granin beantwortet die Frage nach dem Anliegen und dem Wert der utopischen Literatur und verweist auch deutlich auf den praktischen Nutzen der Utopie. Spätestens seit Thomas Morus in dem Roman „Utopia“, dem ersten der Gattung Science Fiction, das Gedankenexperiment des idealen Staates machte, konnten wir feststellen, dass Utopien die Gesellschaft ebenso verändern wie wissenschaftliche und technische Entwicklungen. Utopisten sind daher nicht nur Science-Fiction-Autoren und Erfinder, sondern auch Denker, die ihre utopischen Reisen als Zukunftslabor

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ZEIT

SITUATION

betrachten und benutzen. Der Blick in die Geschichte beweist es: Fast immer waren Utopien auch Reaktionen auf technologische und gesellschaftliche Revolutionen und ihre eruptive Freisetzung von Euphorie und Angst. Das Neue zu bändigen, dabei das Mehr an Möglichkeiten und Risiken im Labor weiter zu denken, das ist eine wesentliche Funktion von Utopien. Dazu müssen wir in die Zukunft reisen oder vielmehr dahin, was wir darunter verstehen. Was brauchen wir dazu? Vor allem Vorstellungskraft und Kreativität. Und eine wichtige Zutat: „Entlernen“, wie es in den 80ern der Zukunftsforscher Gerd Gerken nannte. Bewusster Verzicht auf das Gelernte. Die wahrscheinlich schwierigste Übung. Aber es birgt eine große Chance – gerade in der momentan wirtschaftlich und gesellschaftlich ins Wanken geratenen Situation, die weithin als Krise bezeichnet wird. Dabei handelt es sich gar nicht um eine Krise im eigentlichen Sinne, um einen Unfall. Es geht um etwas Grundsätzliches. Wir befinden uns an einer inhaltlichen Weggabelung: In die eine Richtung gehen, das heißt: kleine kosmetische Reparaturen am System anbringen, ansonsten weitermachen wie bisher, bis zum nächsten Absturz. Oder wir entscheiden uns für einen Neustart und fragen endlich, was den Menschen wirklich wichtig ist – und damit begeben wir uns auf das Feld der Nachhaltigkeit, Werte und Sinn. „Utopie ist begriffene Hoffnung“ (Ernst Bloch)

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Reisen

ZEIT

SITUATION SeminarE

Utopie als Lernprinzip

Der Zukunftsforscher Robert Jungk spricht von Utopie, wenn er jenen Zustand meint, in den sich Teilnehmer versetzen sollen, wenn sie sich ihre erwünschte Zukunft ausmalen. Die Utopie in ihrem griechischen Wortsinn als „Nirgendwo-Land” wird, ausgehend von Thomas Morus „Utopia” überwiegend verstanden als „unausführbar geltender Plan ohne jede Grundlage”. Gerade diese Nicht-Realisierungsmöglichkeit will die Zukunftswerkstatt jedoch überwinden, indem die Mitwirkenden konkrete Schritte entwickeln, die zur Umsetzung ihres Traumes hinführen. Eine besondere innovative Wirksamkeit besteht in der Umkehrung der gewohnten Perspektive, die dadurch entsteht, dass die Entwicklungsmöglichkeiten der Gegenwart von der Zukunft aus betrachtet werden und damit das lineare Denken in der Zeitenfolge Vergangenheit (Ursache) und Zukunft (Wirkung) aufgebrochen wird. Gemeinsam mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen werden wir ein Seminar- und Workshopangebot ausarbeiten, das sich vor allem mit Zukunftsräumen im sozialen und kulturellen Umfeld, sowie mit Kreativitätstechniken auseinandersetzt.

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F i l m E

z u m

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S c h w e r p u n k t t h e m a

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spielfilm

2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (1984)

Eine russisch-amerikanische Crew wird im Jahr 2010 zum Jupitermond Lo entsendet, um dem bevorstehenden Weltkrieg auf der Erde entgegen zuwirken. Dort soll die Besatzung, die von Dr. Heywood Flood (Roy Scheider) geleitet wird, das offensichtliche Versagen des berüchtigten Bordcomputers HAL 9000 sowie den geheimnisvollen Monolithen untersuchen, an dem bereits im Jahr 2001 die Discovery-Mission scheiterte. Eine Erscheinung des toten Astronauten David Bowman bei dessen Ehefrau scheint wiederholt zu versprechen, dass „etwas Wundervolles“ passieren wird… Peter Hyams inszenierte dieses Science-Fiction-Highlight als Fortsetzung des Kultfilms 2001 – Odyssee im Weltraum, nach dem Roman von Arthur C. Clarke. 2010 ist nicht nur ein technischer Triumph, es ist auch ein wahnsinnig emotionaler Trip durch Raum und Zeit und ein menschlicher Thriller unter den Sternen.

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Kurzfilm

Am Rande des Rollfelds (1962)

Am Rande des Rollfelds (Originaltitel La Jetée) ist ein preisgekrönter Science-Fiction-Kurzfilm des französischen Filmemachers Chris Marker aus dem Jahr 1962. Er besteht mit der Ausnahme eines sekundenlangen bewegten Bildes nur aus Standbildern –in Eigenbezeichnung ein „Photoroman“ – und benutzt anstatt Dialogen einen Erzähler; allein die im Film dargestellten Wissenschaftler hört man im Off sprechen, allerdings in deutscher Sprache. Der im 35-mm-Format gedrehte Schwarzweißfilm ist von Alfred Hitchcocks Klassiker „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ inspiriert – und Markers einziger Spielfilm. Der Film erlangte Mitte der 1990er Jahre größere Bekanntheit und wurde in den USA unter den ausländischen IndependentfilmKlassikern zum Verkaufsschlager, nachdem er als Vorlage für das Drehbuch zu Terry Gilliams Hollywoodfilm 12 Monkeys mit Bruce Willis und Brad Pitt gedient hatte. Der französische Originaltitel La Jetée bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie „Anlegesteg“ und bezieht sich auf das Flughafenterminal von Paris-Orly, das Ausgangs- und Zielpunkt der Handlung ist.

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stummfilm

Metropolis (1925)

In der titelspendenden Stadt der Zukunft herrscht Fredersen uneingeschränkt über Menschen und Maschinen. Ganz kühler Teil der architektonischen und sozialen Hierarchie, regiert er von oben herab, erteilt den Arbeitern in den tiefer gelegenen Werkstätten seine Befehle. Zusammen mit einem Erfinder arbeitet er an einer künstlichen Frau, mit der er die Massen verführen, zum Aufstand aufwiegeln und danach, legitimiert durch die Umstände, endgültig versklaven kann. Es braucht da schon den Einsatz seines Sohnes Freder und des menschlichen Gegenstücks zur mechanischen Salome, um den Plan zu vereiteln. Wann immer der Moloch Stadt filmisch beschworen wird, gilt METROPOLIS als Maßstab. Unabhängig von einigen fragwürdigen Momenten gelingt Fritz Lang mit diesem Klassiker eine umfassende Kritik an den menschenfeindlichen Seiten der Moderne und ihrer Entwicklungen. Hier sieht man ein Menschenbild in der Krise, im Chaos technischer Entwicklungen und politischer Veränderungen. Hier kann nur noch die Liebe helfen.

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Spielfilm

Fahrenheit 451 (1966)

In einer Welt der Zukunft, die nirgendwo zeitlich oder örtlich festgelegt wird, legt der Feuerwehrmann Montag Feuer, statt Feuer zu löschen. Er verbrennt Bücher, denn in dieser Gesellschaft ist es verboten, Bücher zu lesen und zu besitzen. Als er eines Tages trotz Warnung seines Vorgesetzten selbst der Faszination des Lesens unterliegt, wird er verraten und flieht in die Wälder, wo Büchermenschen leben, die ihre Lieblingsbücher auswendig gelernt haben, um sie der Nachwelt zu erhalten. François Truffauts erster Farbfilm bezeichnet im Titel den Angelpunkt seiner Geschichte: Bei 451 Grad Fahrenheit beginnt Papier zu brennen. Er zeigt eine total entpersönlichte ScienceFiction-Welt, in der Kommunikation völlig technisiert ist und das Fernsehen als wichtigster Agent einer anonymen Staatsmacht fungiert, in der aber auch eine kleine Anzahl von Leuten Sensibilität entwickelt. „Selbst mit geschlossenen Augen könnte ich ihren Beruf erraten“, sagt Clarisse, das Mädchen, das Bücher liebt, als sie den Feuerwehrmann Montag trifft. Kein Wunder: Montag riecht nach Kerosin wie ein Metzger nach Blut...

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Spielfilm

2001: Odyssee im Weltraum (1968)

Ein mysteriöser, schwarzer Monolith vermutlich außerirdischer Abstammung beeinflusst in der Urzeit die Evolution und Entstehung der Menschheit. Millionen Jahre später wird der Monolith von Wissenschaftlern auf dem Mond entdeckt. Er lockt ein Raumschiff Richtung Jupiter. Doch die Mission endet nach dem Zusammenbruch des autarken Bordcomputers HAL 9000 in einer Katastrophe. Der einzige Überlebende muss sich dem Monolithen stellen. So sehr „2001“ inszenatorisch seinerzeit die Gemüter gespalten hat, so erstaunlich ist aus heutiger Sicht die Treffsicherheit, mit der Stanley Kubrick und Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke die Richtung, die die Technologieentwicklung eingeschlagen hat, vorausgeahnt haben. Die saubere Ausarbeitung der Weltraumszenen und die Akribie, mit der Kubrick seine interpretationsschwangere Vision aufgebaut hat, beeindrucken in diesem Jahr jedenfalls genauso wie damals. „Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt. Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantworten können.“ (Stanley Kubrick)

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Spielfilm

Unternehmen Capricorn (1977)

Drei NASA-Astronauten sollen als erste Menschen zum Mars fliegen, um mit der Mission die öffentliche Kritik an den immensen Raumfahrtkosten zum Schweigen zu bringen. So bestaunt die Öffentlichkeit bald die erste Landung der „Capricorn 1“ auf dem Mars. Doch was im Fernsehen übertragen wird, ist nur massenwirksam im Studio inszeniert. Da ein Sicherheitssystem versagt hatte, musste das Raumschiff ohne die Besatzung fliegen. Deshalb werden nun Flug und Landung in einem Filmstudio simuliert. Als die Astronauten aus dem Spiel aussteigen wollen, müssen sie um ihr Leben fürchten ... Vor allem zu Beginn ist dies ein überaus kritischer Science-FictionFilm über die Manipulierbarkeit der Menschen.

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Serie

Raumpatrouille Orion (1966)

Duschköpfe in Position, Bügeleisen auf Volldampf und ab zu den äußersten Raumsektoren – so begann 1966 die Fernseh-ScienceFiction in Deutschland-West in elegantem Schwarz-Weiss. Und war Kult von der ersten Folge an und brachte es dennoch nur auf sieben Folgen, die in den Studios der Bavaria in München produziert wurden. Ob es die martialischen Sprüche waren, die in der Obersten Raumfahrtbehörde grassierten oder die xenophobe Missachtung galaktischer Fremdlinge, insbesondere jener, die man Frogs nannte, darüber sinniert die zahlreiche Fan-Gemeinde immer noch. Heute fesseln uns neben der genial improvisierten Ausstattung und den galaktischen Modetänzen im Starlight-Casino vor allem die Mimen in ihren hautengen Weltraum-Ski-Anzügen, allen voran Dietmar Schönherr alias Cliff Allistair McLane, der erste Antiautoritäre im deutschen Fernsehen und das auch noch als strafversetzter Raumschiff-Kommandant! Nicht zufällig geht es in zahlreichen 08/15-Dialogen darum, wer wann, wo und warum das Sagen hat, also um den Konflikt zwischen (falscher) Autorität und (echter) Kompetenz...

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Spielfilm SITUATION

E.T. - Der Außerirdische (1982)

Eines sollte man nicht vergessen: Papiertaschentücher. Denn selbst als harter Mann wird man diesen Film nicht ohne feuchte Augen überstehen. Es ist einfach zu rührend, wenn der kleine Außerirdische E.T. (Extra Terrestrial) von seinen Artgenossen auf einem Trip zur Erde genau dort vergessen wird. Der kleine Junge Elliot (Henry Thomas), ein Außenseiter, findet das hilflose Wesen und nimmt es mit zu sich nach Hause. Dort versucht E.T. mit seinem Heimatplaneten Kontakt aufzunehmen: „E.T. nach Hause telefonieren“, ist einer der Sätze, den sogar diejenigen kennen, die den Film noch nicht gesehen haben. Steven Spielbergs Meisterwerk von 1982 brachte dem Regisseur nicht nur kommerziellen Erfolg, sondern auch den Ruf eines filmenden Wunderkindes ein. Der ganze Film wird aus der Kinderperspektive erzählt - Erwachsene sieht man häufig nur bis zur Gürtellinie. Dass daraus kein reiner Kinderfilm geworden ist, sondern ein, wie der Regisseur einmal feststellte, „zeitgenössisches Science-Fiction-Traumgebilde“, das auch anspruchsvolle Gemüter zu befriedigen weiß, liegt an Spielbergs genialer Inszenierung.

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L e s u n g

u n d

P e r f o r m a n c e

literatur F i k t i o n ,

U t o p i e

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F a n t a s y

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literatur

SITUATION Performance

Juli Zeh und Slut | Corpus Delicti

Juli Zeh entwirft in CORPUS DELICTI das spannende ScienceFiction-Szenario einer Gesundheitsdiktatur irgendwann im 21. Jahrhundert. Sie zeichnet ein System, das alle und alles kontrolliert. Gesundheit ist zur höchsten Bürgerpflicht geworden. Die „Methode“ verlangt ein festes Sportpensum ebenso wie die Abgabe von Schlaf- und Ernährungsberichten. Buchstäblich über jeden Schritt seiner Bürger ist dieser Staat informiert: Die junge Mia Holl muss sich wegen Nichteinhaltung der Gesundheitsgesetze vor Gericht verantworten. Sie will beweisen, dass ihr Bruder, verurteilt wegen einer Vergewaltigung, unschuldig ist. So gerät sie in Stellung gegen das System, aus Liebe zu ihrem Bruder, der sich das Leben nahm... CORPUS DELICTI handelt von höchst aktuellen Fragen: Wie weit kann und wird der Staat individuelle Rechte einschränken? Gibt es ein Recht des Einzelnen auf Widerstand? Juli Zehs CORPUS DELICTI. EIN PROZESS ist ein visionäres und ungeheuer spannendes Buch über unsere Zukunft – und unsere Gegenwart.

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literatur

Der im Frühjahr 2009 erschienene Roman ist aber auch zum Ausgangspunkt eines Projektes geworden, das Grenzgänge zwischen den Genres Hörspiel, Lesung, Theater und Konzert unternimmt. Das düstere Szenario einer Gesundheitsdiktatur wird hier – gemeinsam mit der deutschen Rockband Slut – zur „Schallnovelle“. Slut hat zu CORPUS DELICTI acht neue Songs komponiert und eingespielt. Juli Zeh hat Textpassagen aus dem Roman dazu arrangiert und teilweise neu entworfen: so entsteht ein Klangbild des Buches, eine Idee, wie der Konflikt zwischen Gemeinwohl und individueller Freiheit klingen kann und wie ein Science-FictionKrimi als Hörspiel funktioniert. Einzelne Sätze inspirierten die Band zu instrumentalen, sphärischen Stücken, andere wiederum zu kraftvollen, melodischen Rocksongs. „Erwartet keinen normalen Slut-Gig, es wird ein Mix aus Hörspiel und Konzert, verziert mit komplett neuem Slut-Material“, schreibt die Band auf ihrer Website.

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literatur

Lesung

Leon de Winter | Das Recht auf Rückkehr

Seinen neuen, in den Niederlanden groß gefeierten Roman, siedelt der holländische Romancier Leon de Winter in der beklemmend nahen Zukunft an. Er spielt im Tel Aviv des Jahres 2024. Israel ist auf einen streng gesicherten Stadtstaat zusammengeschrumpft. Bram Mannheim ist einer von jenen, die geblieben sind. Er betreibt eine Agentur, die nach verschwundenen Kindern sucht. Auch sein Sohn Bennie verschwand aus heiterem Himmel. Als eine Welle von Selbstmordanschlägen das winzige Land erschüttert, entdeckt er, dass sich dahinter ein ungeheuerliches Geheimnis verbirgt und dass das Verschwinden seines Sohnes durchaus mit Weltpolitik zu tun haben könnte. Er tut alles, um seinen Jungen wiederzubekommen... Leon de Winter wurde 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden geboren. Er arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher in Holland und den USA. Einige seiner Romane wurden für Kino und Fernsehen verfilmt. Leon de Winter erhielt 2002 den „Welt“-Literaturpreis.

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literatur

SITUATION Lesung

Nina Horvath & Thomas Templ | Science-Fiction & Fantasy

NINA HORVATH und THOMAS TEMPL entführen in eine alternative Realität, in eine zukünftige Welt mit kosmischen Dimensionen. „Science-Fiction & Fantasy“ ist die literarische Gattung, die die beiden jungen und in der österreichischen und internationalen Science-Fiction-Szene bereits sehr beliebten und populären AutorInnen vertreten. Im Rahmen der Lesung stehen folgende Werke im Mittelpunkt: Nina Horvath, mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem „Deutschen Phantastik Preis“ (2. Platz), liest aus „Die Spirale“ und „Darwins Schildkröte“ – einer Anthologie, die im Oktober 2008 im FabylonVerlag erscheinen wird und Thomas Templ, Gründungsmitglied des österreichischen Vereins Earth Rocks zur Förderung phantastischer Literatur, aus „Zepharinon“ und „Die Justierung des Echnaton“.

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literatur

SITUATION

Alles beginnt in der Wirklichkeit, die naturwissenschaftlich-technischen Erkenntnisse sind grundlegend, dann fließen Gegenwart und Zukunft ineinander, es entsteht Fiktion: die Protagonisten, echte oder künstliche Menschen, werden einer schwer durchschaubaren, utopischen und fantastischen Welt gegenübergestellt, es ist außergewöhnliches Science-Fiction oder Fantasy mit Humor, Hard Science-Fiction oder Science-Fantasy, Horror- oder Krimi-Science-Fiction. Willkommen sind ALLE, die eine dichterische Verschmelzung von Wissenschaft und Fiktion & Gegenwart und Zukunft live erleben möchten!

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T h e a t e r

|

Theater Ta n z

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P e r f o r m a n c e

SITUATION

Theater

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Theater

SITUATION Einleitung

Das Proben- und Experimentier-Theater

Das Emailwerk ist nicht nur Theater, sondern auch längst Studio und Experimentierbühne geworden. Die Bühne ist auch tagsüber oft über Wochen mit regem Leben erfüllt. Ob es sich um eine zeitgenössische Produktion wie „Gut gegen Nordwind“ handelte, deren Uraufführung im EmailWerk erarbeitet wurde, oder Kinder ein Semester lang an einer Inszenierung des „Dschungelbuch“ arbeiteten oder das örtliche Gymnasium ein Theaterstück mit SchülerInnen und LehrerInnen herauszubringen gedachten – alle verbindet die Liebe zum Theater. Wir sind nicht nur stolz, dass alle diese Produktionstätigkeit letztlich in gut verkauften Publikumsvorstellungen ihren Niederschlag finden, sondern dass wir mit dem Angebot, ein offenes Haus für Kreativität zu sein, so vielen Menschen eine gestalterische Heimat bieten konnten und können.

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Theater

SITUATION SchulTheater

English Theatre | Kooperation mit Gymnasium Seekirchen

Eine Brücke zu den Jugendlichen und Schülern zu schlagen, war uns immer ein besonderes Anliegen. Im Theaterbereich gibt es z.B. eine Kooperation mit dem Gymnasium Seekirchen, für das wir regelmäßig unser Haus dem English Theatre widmen. 2010 stehen vorläufig drei Gastspiele auf dem Programm:

MACBETH, Oberstufe

Sacrifice, Mittelstufe

The Fame Game, Unterstufe

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Theater

SITUATION Theater

Der letzte der feurigen Liebhaber | Neil Simon

Neil Simon, der gefeierte amerikanische Komödienautor, der mit Stücken wie „Sonny Boys“ oder „Ein seltsames Paar“ (genial verfilmt mit Jack Lemmon und Walter Matthau) weltweit berühmt wurde. Autor zahlreicher preisgekrönter Filmdrehbücher für Robert Redford, Steve Martin; oscarnominiert, Pulitzer- und Golden Globe-Preisträger. Den „Napoleon des Boulevardtheaters“, oder „amerikanischen Moliere“, haben Kritiker den New Yorker Schriftsteller Neil Simon (geb. 1927) genannt. Er ist seit vielen Jahren einer der meistgespielten und weltweit erfolgreichsten Broadway-Stückeschreiber. Sein Markenzeichen sind hochunterhaltsame, aber auch bissige, melancholische, gesellschaftskritische Komödien. Das Stück „Der letzte der feurigen Liebhaber“ lief jahrelang am Broadway und wurde zum Dauerbrenner auf Bühnen rund um den Globus.

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Theater

SITUATION Theater

Regie: Hans Peter Horner Komödienspezialist und Regiestar: Bregenzer Festspiele, Tiroler Landestheater, Theater in der Josefstadt Wien, u.v.m. Schauspieler: Anita Köchl „eine außerordentliche Begabung“ (FAZ) und Edi Jäger „ein grandioser Mime“ (FAZ) Das Stück: Barney Silberman besitzt ein gut gehendes Fischrestaurant. Da fangen die Probleme schon an – er riecht an den Fingern. Aber dagegen hilft Duftwasser. Dann hat er noch ein Problem: Er ist Mittvierziger, Vater von drei Kindern und 23 Jahre mit derselben Frau verheiratet: Und? Soll es das gewesen sein? Neeiiiin! Barney will es noch einmal wissen. Barney will den Kick, den Rausch der Gefühle und der Leidenschaft, dieses Gefühl, verdammt noch mal am Leben zu sein. Er will ausbrechen aus dem alltäglichen Trott. Zwei Stunden in der Woche kann er heimlich die Wohnung seiner Mutter als Absteige benutzen. Barney, das gut erzogene Gewohnheitstier, sagt „Hallo Mami“, wenn er in das leere Appartment kommt. Barney erwartet Besuch. Von einer Frau, aber nicht der eigenen. Und nicht nur von einer, sondern von dreien. Natürlich nicht gleichzeitig. Drei turbulente Seitensprungversuche mit Witz, Slapstick, Charme und absolut verrückten Situationen. Ein furioses Stück Entertainment auf höchstem Niveau, das die Zuschauer allerorts zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

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Theater

SITUATION Theater

The Rocky Horror Picture Show | Blaue Hunde & cieLaroque

Janet und Brad, ein junges Liebespaar auf der Rückfahrt von einer Hochzeit, bleiben mit ihrem Wagen bei strömendem Regen im Wald stecken. Auf ihrer Suche nach Hilfe geraten sie zu einem geheimnisvollen Schloss. Riff-Raff, ein devoter, buckliger Wächter, gewährt ihnen dort Einlass und ehe sich die beiden versehen, befinden sie sich inmitten der illustren Jahresversammlung der Transsylvanier unter dem Vorsitz eines gewissen Frank N. Furter, einem Transvestiten. Dieser bereitet gerade die Geburt seines muskelstrotzenden Kunstmenschen Rocky vor... Aus einer knalligen Broadway-Parodie auf bekannte Klischees der Horror- und Science-Fiction-Filme der 70er inszenieren die Blauen Hunde/Wolf Junger in Kooperation mit cieLaroque/ Helene Weinzierl eine Bühnenfassung für behinderte und nicht behinderte Darsteller. Wie gewohnt geht es dem Ensemble nicht um die Ausstellung des Andersartigen, sondern um die eigenwilligen ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten und die besondere Sensibilität von Menschen, die nicht den gesellschaftlich gesetzten Normen entsprechen. In der Inszenierung der „Rocky Horror Picture Show“ wird ein Tabu-Thema gebrochen - Wolf Junger thematisiert die Sexualität bei Menschen mit Handicap.

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F i g u r e n -

u n d

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P u pp e n t e h a t e r

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NON Verbal

Familie Flöz: GARAGE D‘OR

In einer kleinen Garage planen vier Männer den Aufbruch in neue, bessere Welten. Angetrieben von ihren ehrgeizigen Frauen, von ihren anspruchsvollen und schwer erziehbaren Kindern, vor allem jedoch von aufrichtiger Liebe, stoßen sie eine Tür auf, die sie nicht wieder schließen können. Ihre Mission führt sie durch ungeahnte Weiten des Raumes und in die dunkelsten Tiefen ihrer selbst. Der ewige Traum, der Zeit ein Schnippchen zu schlagen, scheint zum Greifen nah, doch plötzlich stolpern sie über unerklärliche Dinge: Warum steht, Lichtjahre von ihren Familien entfernt, der Müll immer noch vor der Tür? Mit kühnem Mut schreiten sie weiter voran. Wenn es jedoch mehr als eine Möglichkeit gibt, eine Sache zu erledigen, und eine Möglichkeit endet in einem Desaster, dann findet sich mindestens einer, der diesen Weg einschlägt... GARAGE D’OR erzählt von der Ohnmacht der Väter, von der Macht des Möglichen und von der Suche nach Freiheit in der Grenzenlosigkeit. Eine Geschichte vom Traum vierer Männer, die goldenen Bande zu lösen und neu zu knüpfen; vom Traum, Häuser

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NON Verbal

zu bauen und vom Wunsch, nicht in ihnen leben zu müssen; von der Pflicht, Bäume zu pflanzen, aber nicht warten zu können, bis sie in den Himmel wachsen. Die Garage wird für die Männer zum Heimathafen des Unmöglichen. Ihre Erinnerung und Imagination besteht letztendlich aus dem gleichen Stoff. GARAGE D’OR ist aber auch ein von der Zeit befreites Bilder-Theater, mit viel Raum für und durch die Musik, die nicht müde wird, die innere Schönheit des Universums zu preisen. FAMILIE FLÖZ wagt sich mit der neuen Produktion weiter vor in das große Feld jenseits der Worte und in die Erkundung einer internationalen Theatersprache. Die Masken werden immer mehr zu Seismographen der menschlichen Seele, die in einem Moment das Publikum zu Lachtränen bringen und im nächsten die Zeit scheinbar anhalten können. „Solange das Gehirn ein Geheimnis ist, wird auch das Universum – als Widerschein des Gehirns – ein Geheimnis bleiben.“ Santiago Ramón y Cajal

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Miniatur

Girovago e Rondella family theatre: Mano Viva

Manege frei für die zwei Artisten! Das Spektakel kann beginnen: Seiltanz, Akrobatik, Jonglage und Feuerspucken. Doch nicht im Zirkuszelt mit hoher Kuppel, sondern auf einer kleinen Tischbühne mit handgroßen Darstellern: Den figurierten Händen von Marco Grignani und Federica Lacomba. Das Familientheater Girovago e Rondella kreiert diese Vorstellung für das allerjüngste Publikum und wirkt hierbei wie eine fahrende Zirkustruppe, in der auch die ganze Sippe mitarbeitet: als Musiker, als Techniker, als Akteur. Die beiden Söhne Timoteo Grignani und Facundo Moreno zaubern auf Gitarre und Cajon eine stimmige musikalische Sprache für das poetische Spiel der beiden Eltern. Kinder im Publikum honorieren diese auf sie abgestimmte entsprachlichte Form im Regelfall mit Begeisterung. Zunächst finden wir uns im Zirkus wieder, in dem die verschiedenen Möglichkeiten dieser Spielform in verschiedenen Kunststücken demonstriert werden. Der Geist der Perfomance

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Miniatur

greift auf das Publikum über und es entsteht eine Leichtigkeit, eine Fröhlichkeit mit anschließendem Nummernapplaus wie im Zirkus. Und natürlich gibt es nach der Vorstellung auch noch Merchandising in Form von DVDs und Puppenteilen zum Selbstversuch. Das ästhetische Prinzip scheint die Linie dieser Komposition – dieser Nummernrevue zweier Hände – zu sein. Inhaltlich wirken die Verbindungen zwischen den einzelnen Darstellungen hingegen gar nicht bedingt. So tritt die Aufführung bald aus dem Zirkus heraus: Wir sehen eine Urzeit-Variation mit dem Birnenbaum der Erkenntnis und der Schlange. Ein Vulkan explodiert – wobei die Bilddramaturgie hier leider ins Leere läuft – und die Höhlenmenschen spielen Bobby McFerrin. Es entwickelt sich behutsam eine Parabel über Töten und Aufblühen, über Streit und Nähe. Zu den figurierten Händen gesellen sich Schmetterlinge und Vögel, die schließlich ziemlich brachial-keck den männlichen Protagonisten mit einer Straßenlaterne erschlagen. Dieser entschwebt schließlich als bearmter Luftballon – und trägt seine Partnerin als Mitfliegerin auch hinfort.

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Kasperl

Christoph Bochdansky: Ich habe gerade eine Frau gegessen

Können alle Fragen über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen am Beispiel eines Kasperltheaters beantwortet werden? Wer weiß, vielleicht ja! Der Kasperl wünscht sich eine Frau – und wie! Der Teufel hingegen will Trost bei einer Riesin suchen. Die scheint auch dem Kasperl groß genug: Er schleicht dem Teufel nach, um ihm die Riesin wegzuschnappen. Nun kommt noch ein missmutiges Krokodil dazu, das liebend gerne Frauen isst. Es wurde vom Ensemble dazu bestimmt, den Puppenspieler zu geben, den dümmsten Job im Kasperltheater. Währenddessen machen sich die Triebe Kasperls selbstständig und treffen auf das vom Teufel vergessene Herz ... Der kongeniale Puppenspieler, Schauspieler, bildende Künstler und Regisseur Christoph Bochdansky spielt eine böse Hommage über das altehrwürdige Kasperltheater. „Wie das traditionelle Kasperspiel ist auch Bochdanskys Stück von einer nahezu unerschütterlichen Geradlinigkeit und Eindeutigkeit: Gemeint ist, was gezeigt wird. Und das ist ebenso banal wie existenziell, ebenso obszön wie anrührend. Und in seiner ritualisierten Langsamkeit und Beiläufigkeit schon fast eine Provokation.“

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Non Verbal

Bouffou Théâtre à la Coque: Der Traum vom Meer

Die Geschichte des Bouffou Théâtre von der bretonischen Küste basiert auf einer Zeitungsmeldung: Ein Mann aus Osteuropa, der noch nie das Meer gesehen hat, setzt sich auf sein Fahrrad und macht sich auf den Weg. Dabei macht er Bekanntschaft mit fremden Ländern und unbekannten Menschen, bis er sein Ziel erreicht – fast zumindest. Da er sich nicht ausweisen kann, wird er kurz vorher verhaftet und in ein Flugzeug gesetzt, das ihn zurück nach Hause bringt. Voller Poesie und fantastischer szenischer Einfälle erzählt das Bouffou Théâtre diese Tragödie über die Unvereinbarkeit der Fantasie mit der Welt bestehender Gesetze. „Manche werden einwenden, dass Immigration und Menschen ohne Identität keine Themen für Kinder sind. Mit unserem romantischen Blick auf die Kindheit vergessen wir gerne, dass wir alle in derselben Welt leben, denselben Gesetzen unterworfen sind, die von Erwachsenen geschaffen wurden, ohne dass Kinder sie in Frage stellen könnten.“ (Serge Boulier) Die Inszenierung, die für Kinder (ab 4 Jahren) wie für Erwachsene gleichermaßen faszinierend ist, wurde 2007 mit dem „Molière“, dem wichtigsten französischen Theaterpreis ausgezeichnet.

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Figuren

Figurentheater Katinkaspringinsfeld: Das Wolkenschiff

Hier haben gleich zwei einen Traum: die Mutter einen unerfüllten, ihr Kind einen wirklichen. Die Mutter wäre gerne als Kapitän zur See gefahren, tatsächlich ist sie Wäscherin geworden. Ihre Tochter Klara will nicht einschlafen, tut es dann doch, und macht dabei eine unwahrscheinliche Reise zum Sandmann. Im „Wolkenschiff“ legt Spielerin Kathrin Blüchert mit einem Blechtrog auf kleinem Raum hunderte von Kilometern zurück – und verlor dabei am vergangenen Samstag im Theater am Markt in Eisenach eine Menge Sternenstaub. Klara taucht anfangs nur als Schatten auf und will partout nicht einschlafen. Ihre Mutter soll ihr eine Menge Fragen beantworten. Zum Beispiel, ob der Sandmann manchmal auch im Stau stecken bleibt? Nein, weil er fliegen würde. Ach so, der Sandmann ist Pilot? Komm Klara, schlafe endlich! Und dann schwebt das kleine Mädchen samt Bett aus ihrem Schattenhaus hinaus und über die Dächer. „Ich fliege? Ich fliege.“ Ihre Fragen zum Sandmann hören nicht auf. Und auch wenn der Wetterhahn oben auf der Kirchturmspitze sprechen kann, weiß er am Ende doch keine Antwort.

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Figuren

Spielerin Blüchert zaubert das Mädchen aus der Schattentheaterwelt dann als Tischfigur auf die Bühne. Dort hat sich eine Zinkwanne, eben noch ein Wäschetrog vor einer Leine mit hängenden Laken, inzwischen in ein Segelschiff verwandelt und schwebt nun mitten auf der Bühne. Klara fliegt weiter und weiter – inzwischen ohne Bett – und verfängt sich weit über unseren Köpfen im Nachthimmel kopfüber in einem grobmaschigen Beutel und brüllt, „ich stecke fest“. „Eine sprechende Sternschnuppe?“ Die scheinbar aus dem Nichts gestellte Frage kommt vom Schiff, der Kapitän erscheint und freut sich über den Besuch. Er holt Klara aus seinem Cacher, mit dem er - wie er später erzählt – Sternschnuppen fängt. Klara merkt schnell, dass sie beim Objekt ihrer Fragen angekommen ist – dem Sandmann. Bevor sie durch den Sternenhimmel zurück reist, bekommt sie viele Antworten mit auf den Weg, kann einigen Sternenstaub verteilen und sogar ihren Eltern ein paar Träume schicken. Vielleicht wird bei ihrer Mutter ja auch noch was aus dem Traum vom Kapitän.

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Miniatur

Uta Gebert: „Jakusch“

Wenig Licht brennt in der Mansarde. Auf einer kleinen Bank eine kleine, schöne, alte Frau am Abend ihres Lebens; gehalten von zarten Fäden. Virtuos und hoch konzentriert wird sie animiert. In zwölf Echtzeitminuten gleitet sie aus dem Dunkel durch die Erinnerung mit weit ausgebreiteten Armen hinaus in die Zeit. Die intime Miniatur über das Altsein und die Angst davor ist wie ein Herz- oder Wimpernschlag. Oder wie eine Umarmung. Die Kurzperformance Jakusch entstand 2004 und zeigt Uta Gebert als virtuose und sensible Puppenspielerin. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und an der École Superieure Nationale des Arts de la Marionnette in Charleville-Mézières. Seit 1996 ist sie als freiberufliche Puppenspielerin im In- und Ausland tätig. Neben mehreren Solostücken, die in den vergangenen Jahren entstanden, beteiligte sie sich in unterschiedlichen Konstellationen an internationalen Projekten u.a. in Paris, Florida und New York.

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F i g u r e n -

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Bastien & Bastienne

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Bastien & Bastienne

Einleitung

Endlich wieder eine Eigenproduktion!

Nachdem wir das letzte Jahr aus organisatorischen Gründen keine Eigenproduktion auf die Bühne gebracht haben, freut es uns umso mehr, dass es 2010 wieder soweit sein wird. Die Puppen kommen wieder aus dem Archiv! Wir schließen an den Erfolg unserer Zauberflöten-Produktion im Mozartjahr an. Die Inszenierung, eine Kooperation zwischen Musikum Seekirchen und Kulturverein Kunstbox, die im Emailwerk uraufgeführt wurde, stand einer klassischen Aufführung in Tiefgang und Subtilität in nichts nach, entwickelten aber dank der hinreißenden Darsteller einen ganz besonderen Charme...

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Bastien & Bastienne

Das stück

Bastien und Bastienne | W. A. Mozart, K.V. 50

Nach der französischen Operette „Les amours de Bastien et Bastienne“ von Guerville de Harny und Charles Simon Favart war das Stück ursprünglich als Parodie auf Jean Jacques Rousseaus Hirtenspiel „Le devin du village“ gedacht. Ins Deutsche übersetzt wurde das Stück im Jahr 1764 von dem Wiener Schauspieler Friedrich Wilhelm Weiskern. „Bastien und Bastienne“ wurde von Dr. Franz Anton Messmer (zu seiner Zeit anerkannter Meister in der „Magnetismus“ genannten Heilmethode) bei dem damals erst 12jährigen Mozart in Auftrag gegeben und in seinem Gartentheater vorgestellt. Hier wurde diese Oper am 7. Dezember 1768 uraufgeführt. Es dauerte aber noch über ein Jahrhundert, bis diese deutsche „Operetta“ im Jahre 1891 am Wiener Hof – jedoch in stark veränderter Form – wieder aufgenommen wurde. Durch die Verschmelzung der französischen Rokoko-Musik mit Wienerlied und Volksmusik entstand dieses leichte Singspiel. In der Rolle des Colas kann man den gutmütigen Messmer erkennen.

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Bastien & Bastienne

Das stück

Das Stück erzählt von Bastienne, die traurig ist, weil sie glaubt, ihr geliebter Bastien wolle sie wegen eines reichen Mädchens aus der Stadt verlassen. Sie klagt dem weisen Colas ihren Schmerz. Dieser rät ihr, die Eifersucht ihres Geliebten zu wecken. Als Bastien daraufhin zu seiner Geliebten zurückkehren will, gibt Colas vor, Bastienne habe bereits einen anderen erhört. Weil Bastien das nicht glauben will, befragt Colas sein „Zauberbuch“ und macht ihm wieder Hoffnung. Beim erneuten Zusammentreffen der beiden Verliebten erhält Bastien zunächst einen Korb. Beide geben mit ihren „neuen“ Geliebten an. Als sie sich jedoch an die wunderschöne gemeinsame Zeit erinnern, versöhnen sie sich. Das Paar bedankt sich bei Colas für seine geleisteten „Zauberkünste“. Handelt es sich bei dem Singspiel „Bastien und Bastienne“ nur um ein biederes Geschichtchen, das erzählt, wie die verlassene Bastienne ihren geliebten Bastien mit Colas „Zauberei“ wieder zurückgewinnt und durch die Musik des 12jährigen Wolferl in die „ewige Kunst“ einging? Schon in diesem Singspiel hat man es nicht mit einem herzig-heiteren Wunderkind zu tun, sondern mit dem Frühgenie, das die musikalischen Formen seiner Zeit nach seinen eigenen Gesetzen und fern jeder normalen Durchschnittsentwicklung eines Kindes diesen Alters verarbeitet. Der Text des Singspiels ist inhaltlich alles andere als kindlich. Partnertausch war sicher nicht das Problem des 12jährigen Mozart, dem der Vater den Stoff zum Geldverdienen vorlegte (Die textliche Urform stammt von J. J. Rousseau mit dem Titel „Le devin du village“, Mozart bediente sich deren ins bäuerlich derbe travestierenden Bearbeitung von Favarat in der Übersetzung von Friedrich Wilhelm Weiskern, Johann H. F. Müller und Johann Andreas Schachter). Man kann in „Bastien und Bastienne“ schon eine Vorstudie zur „Cosi fan tutte“ sehen, wo Mozart dieses ähnliche Thema, entsprechend seiner künstlerischen Erfahrung und Entwicklung, selbstverständlich mit weit mehr Brillianz, komponierte.

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Bastien & Bastienne

Das stück

Das Stück lebt von dem Widerspruch bürgerlicher Moral und den tatsächlichen geheimen Wünschen der drei Protagonisten. Bastienne betrachtet Bastien als ihr Eigentum („Deine Treue gehöret mir“.... „Meiereien, Feld und Wiesen bot ich ihm an... jetzt soll ich verstoßen werden, weil ich ihm so viel getan!“) und treibt ihn mit ihrer Ergebenheit fordernden Art in die Arme einer anderen Frau, bei der er sich, ohne Verpflichtungen einzugehen, in heiterer Frivolität verwöhnen lassen kann. Bastiennes Schmerz gilt weniger einem enttäuschten tiefen Gefühl, als ihrer verletzten weiblichen Eitelkeit und der Blamage („...aber alle Leute sagen, dass Bastien mich verlassen hat...“). Aber auch Bastiennes Annäherung an Colas und ihre Bitte um Rat ist weder naiv noch ohne Absicht. Sie setzt ihre Reize ein (Colas: „mit ein paar Busserln nehme ich schon vorlieb..“) und geht durchaus in Wort und Musik auf Colas Vorschlag ein, mit ihm einen Seitensprung zu wagen – bei dessen Durchführung es leicht geschehen könnte, daß sie das ursprüngliche Ziel, Bastien zurückgewinnen, aus den Augen verliert. Der hartnäckige Verweis auf ihre Tugend wirkt nach der koketten Tändelei mit Colas nur noch als Zitat des moralisch Gesollten. Auch Colas ist kein Zauberer. Er weiß um seine eigenen Gelüste und Fehler, schließt von sich auf andere und gibt diesen Unterricht in Selbsterkenntnis. Ironisch parodiert er seine „Zauberei“ mit „Binsenweisheiten“, wenn er Bastien und Bastienne mit einer „magischen Liebesformel“ einem Gebräu aus Kindersprache und Pseudolatein wieder aneinander binden will und sieht seine Philosophie bestätigt, wenn sie sich singend eingestehen müssen: „Wechsel im Lieben, tilgt das Betrüben und reizet wie man sieht, zur Lust den Appetit“ Mit diesem Bewusstsein findet das Paar erneut zusammen! Ein Happy End mit Fragezeichen. Das Singspiel findet nicht im Schäfermilieu auf der Weide statt, denn die ganze Geschichte hat nichts mit einer Rückkehr zur Natur und zur Unschuld zu tun – auch Rousseau hatte das Stück nicht im Sinne seiner Theorie verfaßt – sondern in der Form einer Pastorale auf dem Lande zeigt sie ein erheiterndes bürgerliches Gesellschaftsspiel.

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Bastien & Bastienne

Idee

Inszenierung

Unsere Inszenierung spielt mit der Identität der Geschlechter, mit Täuschungen und Manipulation und zeigt, was Liebe anund ausrichten kann. Mozarts zauberhafte Musik wird dabei zu mehr als nur dem Rahmen einer ewig aktuellen, weil ewig menschlichen Geschichte. Wir versetzen die Handlung ins Hier und Heute: Eine Romanze, die sich jeden Abend in einer kleinen Bar irgendwo ereignen könnte, wäre da nicht... ein fatales Missverständnis! Statt einer reichen jungen Edelfrau rennt Bastien seiner Karriere hinterher...

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K o n z e r t e

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Konzertprogramm 2010

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konzerte 2010

ASITUATION Cappella

Velvet Voices | Vocal Pearls

Vokalmusik auf höchstem Niveau ist aus dem erstklassigen Entertainmentsektor gar nicht mehr wegzudenken. Doch wo waren da eigentlich, geschichtlich gesehen, die Anfänge? Die neue Show von VELVET VOICES ist ein Feuerwerk aus den Perlen der Vokalmusik des 20. Jahrhunderts. Stilsicher und virtuos werden von den unvergänglichen Highlights der Comedian Harmonists und Andrew Sisters, über Evergreens der Manhattan Transfer und den Supremes bis hin zu stimmgewaltigen Hits von En Vogue präsentiert. VELVET VOICES bestechen nicht nur durch stimmliche Virtuosität. Swingende Tanzeinlagen, perfekt inszenierte Moderationen und stilgerechte Kostüme verdichten sich zu einer brillanten Show. VELVET VOICES reihen sich somit in die Riege der „vocal pearls“ herausragender Vokalgruppen ein.

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konzerte 2010

SITUATION VolksmusiK

Die Strottern | i gabat ois

Die Strottern mischen mit ihrem großartigen neuen Programm „i gabat ois“ das Wienerlied auf. Zwar unter größtmöglicher Aussparung von Larmoyanz und Weinseligkeit, dafür aber unter reichlicher Beigabe von wertvoller Poesie und galanter Melodie führen sie in die geheimsten Winkel der mal grausamen, dann wieder „baatzwachen“ Wiener Seele. Ob sie Wilhelm Busch ins Wienerische überführen, die wundersam zwischen morbider Melancholie und drastischem Schmäh changierenden Texte des befreundeten Dichters Peter Ahorner vertonen oder Klassikern einen neuen Dreh geben – das überlieferte „Bei mir is all´s verdraht” etwa wurde zu einer fast dadaistischen Freejazz-Nummer – alles ist intelligent, perfekt inszeniert und noch bei eigentlich Tödlich-Traurigem extrem lustig. Dass David Müller ausnehmend gut Gitarre und Klemens Lendl ordentlich Geige spielen kann, wird fast zur Nebensache, angesichts von Lendls kabarettistischem Talent und seiner einmalig pointierten und variablen Sprech- und Gesangsstimme.

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Crossover SITUATION

Female Version | Gershwin Variationen

Mittlerweile traten innerhalb des Formats „open stage“ um die 40 Bands im Emailwerk auf. Dass es dabei immer noch etwas ganz Neues geben kann, bewiesen die fünf Mädels der Formation „Female Version“. Sie hatten mit ihrem Auftritt voll und ganz überzeugt – nicht nur das Publikum. Auch wir waren so angetan, dass wir den talentierten Musikerinnen einen ganzen Abend widmen wollen. Was wohl herauskommen wird, wenn drei tolle Sängerinnen in Begleitung von Piano und Percussion den US-Komponisten George Gershwin interpretieren? Wir freuen uns darauf, dass der große Klassik- und Jazzkomponist kraftvoll und mit soviel weiblichem Esprit auf die Bühne gebracht wird. Beschwingten Gershwin, in ausgezeichneter Qualität aus drei fröhlich lächelnden Mündern zu hören, macht nämlich richtig gute Laune.

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konzerte 2010

ASITUATION cappella

EinKlang | Sommerkonzert

Das Vokalensemble EinKlang wurde 1989 unter dem Namen The Singers von der Londonerin Mary Mogil gegründet. Im Jahre 1994 ergänzten junge Bässe und Tenöre das erfolgreiche DamenEnsemble und machten es zum gemischten Chor. Von 1996 bis 2002 leitete der Salzburger Musikpädagoge Harald Teufl das Vokalensemble. In diese Dekade fällt nicht nur die Namensänderung in „EinKlang“, sondern auch einer der Höhepunkte des Ensembles: EinKlang errang beim internationalen Chorwettbewerb in Bad Ischl im April 2001 den 2. Preis im Wahl- und Pflichtprogramm. Im Herbst 2002 übernahm der in Salzburg lebende gebürtige Litauer Mag. Arunas Peciulis die musikalische Leitung. Derzeit umfasst das Ensemble 25 Sängerinnen und Sänger, die hauptsächlich aus Seekirchen und Umgebung stammen. EinKlang entwickelt seine musikalischen Vorlieben immer mehr vom klassischen Chorgesang weg zu außergewöhnlicher Literatur: seltene Madrigale, anspruchsvolle Poparrangements, Sprechchöre, Bodypercussion, Gospels und Spirituals.

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SITUATION Crossover

Kitsch‘n‘Glory | Maria Augustin & Viola Falb

Kennengelernt haben sich Viola Falb und Maria Augustin an ihrem ersten Studientag an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit vagen Vorstellungen, wie denn so ein Studium, das Musizieren und das Leben generell in Wien so funktioniere, wandten sie sich hilfesuchend aneinander. Musikalisch bewegten sich die beiden Damen in den unterschiedlichsten Stilrichtungen, stets mit der Intention „neue“ Musik zu schaffen und diese ihren Klangvorstellungen unterzuordnen. Erst vor Kurzem gründeten die beiden das Duo Kitsch‘n‘Glory. In dieser Formation werden sämtliche musikalische Einflüsse eingearbeitet, sei es aus der klassischen, improvisierten oder Volksmusik. All dieses vermischt – mit innovativen Kompositionen versehen und dem Bedürfnis, bestehende Klangstrukturen zu durchbrechen – übertragen Viola und Maria auf die reizvolle Besetzung Bassklarinette/Akkordeon und Gesang/Flöte. Sie erreichen dadurch einen einzigartigen Bandsound, dem alle stilistischen, klanglichen und visuellen Möglichkeiten offen stehen.

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SITUATION Jazz

Triotonic | Triotonic meets Lorenz Raab

Triotonic meets Lorenz Raab ist die Symbiose zwei der innovativsten Stimmen des neuen österreichischen Jazz. Alles fließt – mit selbstverständlicher Leichtigkeit verschmelzen die mal lyrischen, mal hochenergetischen Linien Raabs mit dem bewährt kultivierten Sound des Trios. Von ätherisch-balladesk bis kräftig-zupackend erklingt die ganze Bandbreite des Jazz und der improvisierten Musik. Dabei machen sich die Einflüsse aus der Klassik und dem weiten Feld der Worldmusic äußerst positiv bemerkbar und geben dem Ganzen einen unverwechselbaren Touch. Lorenz Raab - trumpet Volkhard Iglseder - piano Oliver Steger - doublebass Bernhard Wittgruber - drums

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konzerte 2010

Jazz

mg3 | Frank Hoffmann & Martin Gasselsberger Trio

„Alles was bleibt – Momente in Musik und Literatur“. Frank Hoffmann liest Auszüge aus dem literarischen Schaffen von Erich Fried, die Musik des Martin Gasselsberger Trios (zusammen mit Roland Kramer und Gerald Endstrasser) dient als verstärkendes Element der kraftvollen Worte. Egal, ob mit den Kriegs- oder Liebesgedichten – Frank Hoffmanns Stimme, Erich Frieds Gedichte und die unvergleichliche Musik von „mg3“ schaffen eine spannende, zauberhafte Stimmung, welche die Zuhörer unmittelbar in ihren Bann zieht. Frank Hoffmann - stimme Martin Gasselsberger - piano Roland Kramer - bass Gerald Endstrasser - drum

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3 Tage A-cappella pur im EmailWerk Seekirchen

DIE STIMME ALS EINZIGES INSTRUMENT. Diesem Credo folgten bereits unzählige StimmvirtuosInnen aus erstklassigen A-cappellaFormationen aus Österreich und Italien, die das Emailwerk jedes zweite Jahr zu einer Hochburg des Vokalgesangs erheben. Die vom Kulturverein KunstBox ins Leben gerufenen o-ton vocal days - eine Kombination aus Workshops und Konzerten - sind eine Erfolgsgeschichte. Da aber dieses kleine Festival biennal durchgeführt wird, die Sucht des Publikums nach a cappella aber fast nicht zu stillen ist, gibt es in Jahren mit einer geraden Jahreszahl ein kleines aber feines A-cappella-Programm:

a cappella 3 (sprich: hoch drei!)

2010 wird sich das Festival ganz einem einzigen Thema verschreiben: A-Cappella-Musik aus Litauen. 3 Gruppen unterschiedlichster Ausprägung werden im EmailWerk Seekirchen zu Gast sein. Anlass für diese konsequente Ausrichtung ist ein Jubiläum: 40 Jahre Partnerschaft Salzburg – Litauen.

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40 Jahre Salzburg – Litauen

Seit vier Jahrzehnten währt die Partnerschaft zwischen der Republik Litauen und dem Bundesland Salzburg. Die im Jahr 1970 von der Österreichisch-Sowjetischen Gesellschaft und der Litauischen Gesellschaft für Freundschaft und kulturelle Verbindung mit dem Ausland begründete Partnerschaft war zunächst auf die Bereiche Wissenschaft und Kultur beschränkt, wurde mittlerweile jedoch auf diverse Ausstellungen, Künstler- und Expertengespräche, Konzerte, Theatergastspiele, gegenseitige Besuche von Volksmusik- und Tanzensembles, Gastprofessuren und Lesungen ausgedehnt. Es gibt jährlich Stipendien für litauische Studenten für die Salzburger Universität, die Hochschule Mozarteum, die Sommerakademien für Bildende Kunst, für Musik und für internationale Sprachkurse zum Erlernen der deutschen Sprache. 2010 wird das Jubiläum auf vielseitige Weise begangen. Der Kulturverein Kunstbox trägt diesen musikalischen Baustein bei.

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Cappella‘A | Jazz, Rhythm & Blues, Soul, Pop, Funk

Die Gruppe startete die gemeinsame Karriere 2003 und füllt seitdem erfolgreich die „A-cappella Lücke“ am Litauischen Markt. Sie treten auch immer wieder mit Jazz-Bands auf. Wobei ihr musikalischer Schwerpunkt im Jazz, Rhythm & Blues, Soul, Pop und Funk liegt. Außerdem sind sie in Litauen mittlerweile fester Bestandteil von diversen Festivals.

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Jazz Island | Von Jazz bis Volksweise

Als A-cappella-Geheimtip in Litauen gilt das Vokalensemble Jazz Island unter der Leitung von Arturas Novikas. Als beste Gruppe hat Jazz Island den „Goldenen Vogel“ bekommen, die höchste Musikauszeichnung in Litauen. Mit Bigband-Sound und litauischen Volksweisen begeistern die fünf jungen Sängerinnen und drei jungen Sänger ihr Publikum in der Heimat und im Ausland. Sie gastierten in den USA und vielen Ländern Europas. Der typische Bigband-Sound überzeugt – schmachtende Trompeten, sensibles Schlagzeug und Saxofon beeindrucken mit ihrer Klangfülle. Neben Swing und Jazz gelingen ihnen litauische Volkweisen genauso wunderbar wie Rock und Pop.

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open stage Jugend

Bühne für den Nachwuchs

Die „open stage im Emailwerk“ wurde 2006 unter dem Motto „Singer/ Songwriter“ ins Leben gerufen. Die Rückkehr des Folk, des Songs und der intimen Musik sowie die vielen Nachwuchsmusiker Innen ohne Auftrittsmöglichkeit waren Impulsgeber für die Schaffung dieses Formats. Die Veranstaltung bietet unentdeckten Talenten mehrmals im Jahr die Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten und ihre eigene Bühnenfähigkeit auf die Probe zu stellen. Beginn ist immer um 21 Uhr im Kulturhaus Emailwerk, der Eintritt ist frei. Für Auftritte kann man sich per E-mail an info@kunstbox. at anmelden. Instrumente müssen selbst mitgebracht werden, die notwendige Technik steht bereit. Spieldauer: zwischen 3 und 30 Minuten. Aufbau bzw. Abbau der eigenen Anlage und Instrumente: maximal 15 Minuten. Anschließende Jam-Sessions nicht ausgeschlossen...

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open stage JUGEND

open stage | Weiterbildung

Singer-Songwriter Workshop Dieser Workshop richtet sich an Musiker und Laien, die ihre Fähigkeiten im kreativen Schreiben und Vortragen von Liedern auf spielerische Art weiterentwickeln möchten. Im Zentrum steht lockeres „learning by doing“ ohne viel Theorie, unterstützt durch die anwesenden WorkshopteilnehmerInnen und den erfahrenen Workshopleiter. Die Freude am Schreiben, Vortragen, Begleiten und Hören von Liedern steht dabei im Mittelpunkt. Wir wollen mit diesem Workshop anregen, motivieren und unterstützen. Der Workshopleiter David Hauser ist ein erfahrener SingerSongwriter und gerne bereit, seine eigenen Erfahrungen mit jüngeren Musikerkollegen zu teilen. Neben der „ernsthaften Arbeit“ soll auch viel Raum bleiben für Freude, Freundschaft und Kreativität und für gemeinsames Singen, Musizieren und Zuhören. Voraussetzung: Interesse am Liedermachen und gute Vertrautheit mit der Gitarre.

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open stage Reaktionen

open stage | Feedback

„Ich kann gut nachvollziehen, warum das Interesse so groß ist - im ganzen Bundesland gibt es keine vergleichbare Veranstaltung...“ Bernhard Helminger, Musiker, Salzburg

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open stage

open stage Donnerstag 11. Feb. 2010 ab 21.00 Uhr

or f g n i Looker/song S i n g ers 20e1rk0.at Wpernsittage@emailw

emailwerk A n t o n - W i n d h a g e r - S t r ass e 7 , 5 2 0 1 S e e k i r c h e n , www . e m a i l w e r k . a t

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SITUATION Einleitung

Breakdance | Ausdruck lebendiger Jugendkultur

Breakdance zählt zu den augenfälligsten tänzerischen Ausdrücken der modernen Jugendkultur und ist vorrangig ein Resultat der Hip-Hop-Kultur. Es waren vor allem junge Schwarze und Latinos, die diese Kunst entwickelten. Sie wollten durch HipHop, Breakdance und Graffiti ihr Lebensgefühl ausdrücken und ihre gesellschaftskritische Botschaft an die Öffentlichkeit richten. Es zeigt auch einen Aufschrei gegen der Tristheit in den Slums von Amerika, in denen sie meist wohnten. Schließlich trug auch die Praxis des Straßenvortrags dazu bei, dass relativ rasch ein stilistischer Reichtum und eine überregionale Verbreitung dieses Tanzes entstand.

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SITUATION Einleitung

Breakdance | Phänomen zwischen Sport und Kunst

Die weltweite Anhängerschaft der Breakdancer tritt auch in Form von Wettbewerben, den sogenannten Breakdance-Battles, hervor. Bei kleineren Wettkämpfen zeigen Teams oder Solotänzer ihre tänzerischen Fähigkeiten. Interessant ist die Weise der Tanzperformance. Es gilt, in abwechselnder Reihenfolge den gegenüberstehenden Tanzkonkurrenten mittels eigener Tanzpräsentation zu beeindrucken und dessen Leistung damit in den Hintergrund zu stellen. Dabei darf die gegnerische Tanzcrew nicht absichtlich berührt werden, denn dies führt zumeist zur Disqualifikation. Bei großen Wettkämpfen entscheidet eine Jury – zumeist ehemalige Breakdancer – über die Vergabe des Sieges.

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Workshop

Breakdance | Breakdance Workshop

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, hat sich Breakdance Ende der 70er Jahre entwickelt und bot den Jugendlichen eine Alternative zu den sich in den Straßen der verarmten Stadtvierteln organisierenden, kriminellen Gangs und gleichzeitig eine Perspektive, aus dem Alltagsleben des Ghettos zu entfliehen. Auch heute noch ist Breakdance eine Möglichkeit, überschüssige Energie aber auch Frust und Wut positiv umzusetzen und ein Körperbewusstsein zu entwickeln. Zum Breakdance gehört die „Battle-Kultur“: das spielerische sich Produzieren innerhalb der Gruppe zu Funk, Breakbeat und Hip-Hop-Rythmen. Der Battle bietet eine gewaltfreie Alternative sich als Einzelner aber auch Gruppe gegen Gruppe zu behaupten und zu messen. Der Kulturverein KunstBox bietet Jugendlichen in der Region bereits seit 2 Jahren die Möglichkeit, an Breakdance-Workshops teilzunehmen.

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SITUATION Event

Breakdance | Der Circle Industry

Einmal im Jahr verwandelt sich Seekirchen am Wallersee in eine Hochburg der österreichischen und internationalen Hip-Hopund Breakdance-Szene. Hier begegnet man einer Plattform für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die das urbane Gefühl der ursprünglichen Kultur erleben und neu aufleben lässt. Drei Tage lang können Tänzerinnen, Tänzer und interessierte Jugendliche miteinander trainieren, sich gegenseitig inspirieren und austauschen sowie an Workshops teilnehmen. Den Höhepunkt bildet das Event „Pepsi Circle Industry“ im Emailwerk Seekirchen, wo sich jeweils zwei gegen zwei B-Boys und B-Girls (Breakdance Boys und Girls) messen und versuchen, sich in einem k.o.-System bis ins Finale zu kämpfen. Dabei wurden 2009 mehr als 30 international hochkarätig besetzte Crews aus Ländern wie Russland, Frankreich, Schweden, Finnland, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich, Serbien, Polen, Kroatien, Slowenien, Ungarn und vielen mehr für diesen Abend zu einem freundschaftlichen Gegeneinander eingeladen. Durch seine einzigartige Kombination aus Sport, Kreativität, Akrobatik und Individualität erlebt Breakdance bei Jugendlichen

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Event SITUATION

einen erneuten Aufschwung und löst Begeisterungsstürme aus. Bei den „Battles“ messen sich die TänzerInnen nicht nur aneinander – großer Wert wird dabei auch auf die Philosophie der alten Hip Hop Kultur gelegt: Peace, Unity, Respect and Having Fun. Gewalt ist tabu, denn im „Battle“ gibt es nur eine Regel: „Wer den Gegner berührt verliert“. Im Kampf zählen Kreativität und Können – somit gewinnt der Teilnehmer, der den Tanz als Ausdrucksform für sich umsetzen kann. Durch den internationalen Breakdance-Boom werden die Veranstaltungen immer größer und sind von wirtschaftlichen Gedanken geprägt, was dem familiären Charakter nicht förderlich ist. Der Circle Industry stellt wieder die ursprüngliche Intention eines Breakdance Battles in den Vordergrund: das Miteinander. Circle Industry 2009 war der Auftakt einer Reihe von Breakdance Veranstaltungen, die für die Zukunft geplant sind. P.S.: Wie schon beim ersten Breakdance-Battle 2007 herrschte während des Battles absolutes Alkoholverbot, was der ausgelassenen Stimmung der zahllosen Gäste keinen Abbruch tat...

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SITUATION Einleitung

5 Jahre Kreative Kindertage

Die Kreativen Kindertage des Kulturvereins Kunstbox gehen bereits in das fünfte Jahr! Zwischen September und Dezember jeden Jahres bietet das Kulturhaus Emailwerk in Seekirchen ein vielfältiges Kinderprogramm, bestehend aus den verschiedensten Workshops, Konzerten und Theateraufführungen für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren. Gerade im „Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation“ eine gute Gelegenheit, kurz inne zu halten und nachzudenken, warum eine Veranstaltungsreihe wie diese so bemerkenswert und notwendig ist. Lassen Sie uns ganz vorne beginnen: Kinder haben ein Recht auf Bildung und Erziehung, sie haben insbesondere ein Recht auf Kunst und Spiel, Musik und Theater, Tanz und Rhythmik, Literatur und Medienbildung. Solange aber Schulsystem und Lehrpläne noch so konzipiert sind, dass primär das lineare Denken anstelle der Intuition angesprochen wird, ist es auch für Schulen und Lehrer schwer, dieses Recht uneingeschränkt einzulösen. Darum ist es erforderlich, dass Kinder in ihrer Kreativitätsentwicklung eine maximale Förderung außerhalb der Klassenzimmer erfahren.

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SITUATION Einleitung

Der Gründer und programmatische Leiter der Kreativen Kindertage, Dr. Paul Herbst, sieht die Zielsetzung so: „Ganz abgesehen davon, dass wir durch die Kreativen Kindertage unsere zukünftige Kundschaft schon auf das Kulturhaus konditionieren wollen, quasi die nächste und übernächste Generation, zeigt sich nunmehr schon durch mehrere Jahre, dass gerade durch die Etablierung ungewöhnlicher Themen die Kinder einen ungemeinen kulturellen Lustgewinn erzielen. Wer glaubt schon, dass Griechische Mythologie spielerisch umgesetzt einen Nachmittag dramatisch versüßen kann, dass der Bau eines eigenen Drachens zum mitreißenden Bewegungsfest im Zentrum Seekirchens werden kann oder die erste selbstgebaute Teufelsgeige zuhause wahrscheinlich über Tage gewaltige Begeisterungsstürme hervorruft.

Der Bezug zur Region, gefördert zum Beispiel durch geschichtliche Workshops (Kelten, Steinzeit,...), aber auch sozusagen „klassische“ Themen wie Malerei, Musik vermögen die Kinder ungemein zu begeistern und auch die Organisatoren dadurch mitzureißen. Und schon stellen sich einige Kulturhausmitarbeiter gerne am Nachmittag ins Foyer um tonnenweise Butterbrote zu schmieren, krugweise Saft auszuschenken und nebenher die eine oder andere kleine Blessur zu versorgen.

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SITUATION Einleitung

Seit Beginn der Kindertage bemühen wir uns, sowohl regionale Künstler und Kulturschaffende wie auch noch weniger etablierte, dafür oftmals aber überaus ambitionierte und motivierte Workshopleiter zu finden, bisweilen wurden auch schon einzelne beinahe „gezwungen“, den einen oder anderen Workshop durchzuführen, da wir von vornherein von deren Qualität in Thematik und Vermittlung restlos überzeugt waren. Der Erfolg gibt uns bis jetzt auch Recht. Dies zeigt Auslastung, Nachfrage und Echo. Mit einem Wort, die Kindertage sind nicht nur für die durchaus aktiven „Konsumenten“ ein angenehmes Ereignis, auch für die Mitarbeiter sind es durchaus kurzweilige Nachmittage und Abende. Auch die Kooperation mit den regionalen Schulen, Kindergärten und sonstigen Kindereinrichtungen etabliert sich mehr und mehr, die Vormittagsveranstaltungen werden gut besucht, sind sie doch willkommene Abwechslung im Alltag. Alles in allem: Wir freuen uns auch 2010 wieder auf viele kreative Gäste.“

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R端ckblick SITUATION 2009

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R端ckblick SITUATION 2009

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SITUATION R端ckblick 2009

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D i a s h o w s + M u l t i v i s i o n + F i l mE

Weltbilder

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SITUATION Diashow

Herbert Raffalt | Tauernhöhenwege

Die Dachstein-Tauern Region. Vom Norden des Ennstals und dem steil ragenden Dachstein bis zum Urgestein der Schladminger Tauern beherrscht die Präsenz der Berge die Welt: „… unsere Welt in Worte fassen zu wollen wird immer nur ein Versuch sein. Bilder hingegen schicken unsere Gedanken auf Reisen und wecken Träume …“ Herbert Raffalts nachhaltig beeindruckende nBilder unterstreichen die Naturschönheiten der DachsteinTauern-Region. Mit viel Gefühl für das richtige Licht und mit Liebe zum Detail hält der passionierte Leica-Fotograf den Zauber des Augenblicks fest. Erlebe die „Faszination der Gegensätze“ durch alle vier Jahreszeiten – live kommentiert. Herbert Raffalt hat seine Bergleidenschaft zum Beruf gemacht. Der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer aus Schladming leitet die Alpinschule Herbert Raffalt. Als Leica-Fotograf bringt er seine Verbundenheit zur Dachstein-Tauern-Region und den „Zauber des Augenblicks“ in vibrierend lebendigen Bildern zum Ausdruck. Diavorträge, Fotoseminare, Bücher und Kalender bringen Herbert Raffalts einzigartige Aufnahmen einem breiten Publikum näher.

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Weltbilder

SITUATION Diashow

Bernhard Brenner | Indien - Am Fluss der Götter

Mit modernster digitaler Technik präsentiert Bernhard Brenner die 2500 km lange Reise indischer Pilger. Gemeinsam mit einem Lehrer und zwei Bauern aus Bansera, einem kleinen Dorf in der Wüste Rajasthans, war er auf Pilgerfahrt. Die Ganga Yatra ist die heiligste aller hinduistischen Pilgerreisen. Sie führt in über 4000 Meter Höhe zur Gangesquelle im Himalaya-Hochgebirge und endet auf der tropischen Insel Gangar Sagar im Golf von Bengalen. Von klein auf beschäftigte sich Bernhard Brenner mit fremden Ländern und Kulturen. Er verschlang Reisebücher und GeoMagazine. Nach abgeschlossenem pädagogischem Studium machte er seine erste Indienreise und es wurde klar, dass Reisen fortan sein Leben bestimmen würde. Als Fotograf setzt er sich vor allem mit Menschen, ihrem Alltag und ihrer Religion auseinander. Nähe zu den Menschen und Toleranz prägen seine Fotos. Sie erzählen Geschichten und sollen zur interkulturellen Verständigung beitragen.

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SITUATION Diashow

Pascal Violo | Südostasien – Thailand, Laos & Kambodscha

Nach einer halbjährigen Reise erzählen die Fotografen, Lebenskünstler und Eltern Heidi & Pascal Violo, gemeinsam mit David Jelinek, von der kulturellen Vielfalt Südostasiens. Vor allem das Reisen mit ihrer 3-jährigen Tochter Amelie-Fé öffnet ihnen viele Türen und bereichert die tiefen Freundschaften mit den Menschen, denen sie unterwegs begegnen. Neben den „Giraffenfrauen“ im Norden von THAILAND, dem Volk der Akha und vielen anderen Bergvölkern in LAOS erleben sie auch berührende Begegnungen mit jungen Mönchen, die ihnen einen tiefen Einblick in die Philosophie des Buddhismus ermöglichen. Nachdem sie sich in KAMBODSCHA von den weltberühmten Tempeln um Angkor Wat faszinieren lassen, lassen sie ihre Reise auf einer kleinen Insel im Golf von Thailand ausklingen, um über all die erlebten Eindrücke zu reflektieren. In Wien geboren, zog es Pascal Violo immer schon sehr stark in die Natur und bald auch in ferne Länder. Schon mit 15 Jahren schwänzte er oft die Schule, um 2 Wochen durch Israels Wüsten zu wandern oder Freunde in Irland zu besuchen. Eine Kamera war schon damals dabei...

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Film SITUATION

HOME | ein Film von Yann Arthus-Bertrand

Über vier Milliarden Jahre herrschte auf der Erde ein empfindliches, aber stabiles Gleichgewicht. Nur kurze Zeit hat der Mensch gebraucht, um dieses Gleichgewicht vollkommen durcheinander zu bringen. Globale Erwärmung, Verknappung der Bodenschätze, bedrohte Artenvielfalt: der Mensch gefährdert die Grundlagen seiner eigenen Existenz. Der Film HOME nimmt uns mit auf eine Reise um die Welt. Für die Luftaufnahmen des Films reiste Yann Arthus-Bertrand mit seinem Team in über 50 Länder. Die Bilder verdeutlichen uns komplexe Zusammenhänge, ohne dass es komplizierter Erklärungen bedarf. Wir sehen überwältigende Panoramen unserer natürlichen Umwelt, aber auch der Narben, die die menschliche Zivilisation auf der Erde hinterlässt. HOME will aufrütteln und uns bewusst machen: es ist Zeit zu handeln, um unseren Heimatplaneten zu retten!

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Kulturverein

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Einleitung

„Bewegung, Wandel, Licht und Zerfall sind das Herzblut der Natur. Ich bin mir darüber klar geworden, dass sich Natur in einem Zustand ständigen Wandels befindet und dass diese Erkenntnis der Schlüssel zu ihrem Verständnis ist.“ Andy Goldsworthy Kunst und Natur zu einer Einheit zu verbinden bedeutet, sich von der umgebenden Landschaft anregen zu lassen und einen Platz in ihr zu finden. Das elementare Erleben von Natur mit allen Sinnen, die Aufnahme von Düften, Farben, Geräuschen und vielen anderen Dingen weckt schöpferische Kräfte. Die Betrachtung der Natur aus ungewöhnlichen Blickwinkeln, das kennen lernen der vor Ort vorhandenen Materialien und das Gestalten bei Wind und Wetter machen diese Erfahrungen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Aber auch die inspirierenden Kräfte, die sich in der Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft entfalten, wirken auch außerhalb der Mechanismen, mit denen wir ein Abbild unserer Welt schaffen wollen - sie wirken im verborgenen, als atmosphärische Grundlage zum Beispiel in der Literatur, beim Schreiben und Dichten. Es ist nahe liegend, dass naturverbundene Menschen ein offenes Herz für die Kunst haben. Denn auch die durch künstlerische Kreativität geschaffenen Werke gehören letztendlich zu den Wundern, die uns die Natur in so überwältigender Fülle darbietet. Kunst und Naturschutz können Verbündete im gemeinsamen Bemühen um die Erhaltung unserer Umwelt sein. Kunst öffnet die Augen durch neue Perspektiven; Kunst provoziert Gefühle und Gedanken, die zu neuen Einsichten führen können.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Projekt

Die Natur bildet einen wesentlichen Ausgangs- und Schwerpunkt der Arbeit des Kulturverein KunstBox Seekirchen. Das Programm „Kunst|Raum|Natur“, das sich die nächsten Jahre vor allem mit den kulturellen Qualitäten des Salzburger Seenlandes auseinandersetzen soll, teilt sich in zwei wesentliche Bereiche:

1. Bildende Kunst: Die stille Kraft der Vergänglichkeit Landart im Salzburger Seenland 2. Literatur: Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers Literaturlandschaft Wallersee

Ziel

Ziel ist, mit diesem Projekt und seinen beiden Schwerpunkten die bewusste Auseinandersetzung des Dreiecks

Mensch + Kunst + Natur

zu initiieren und eine breite Öffentlichkeit damit anzusprechen. Wir wollen die Identität der regionalen Bevölkerung durch ein stärkeres Geschichts- und Naturbewusstsein heben, sie sensibilisieren für einen einzigartigen Naturraum. Dieses Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung von Kultur im ländlichen Raum und zur Förderung des Kulturund Naturtourismus.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Landschaft

Das Salzburger Seenland Das Salzburger Seenland umfasst zwölf Gemeinden, die vier Seen des Salzburger Seenlandes (Wallersee, Obertrumer See, Mattsee, Grabensee) bieten landschaftliche Schönheit, klares und sauberes Trinkwasser und viel Naturerlebnis rund um das Wasser.

Die ca. 259 km2 große Region Salzburger Seenland ist Teil des Politischen Bezirkes Salzburg-Land und nimmt den nordöstlichen Flachgau ein. Im Norden und Osten grenzt das Verbandsgebiet an das Land Oberösterreich. Das abwechslungsreiche Landschaftsbild (Wald, Grünland, Moore, Seen) macht die Region als Erholungslandschaft und Wohnstandort gleichermaßen attraktiv. Als Teil der Stadtregion Salzburg profitiert das Salzburger Seenland vom Image der Kernstadt und trägt im Gegenzug zum Image und Wohlstand der Gesamtregion bei. Dabei konkurriert das Seengebiet mit anderen Regionen im Salzburger Zentralraum, sei es bei Wohn- oder Betriebsstandorten, Freizeitinfrastrukturen, Kulturangeboten, Verkehrsinfrastruktur und anderem mehr.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland SITUATION

Schwerpunkt 1: Bildende Kunst

Die stille Kraft der Verg채nglichkeit Landart im Salzburger Seenland

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

Die Ausgangslage

Durch die Entwicklung von Naturwissenschaft und Technik hat der moderne Mensch sich weitestgehend von den Einflüssen des Naturlebens emanzipiert. Dadurch hat er sich aber auch immer weiter von der Natur und dem Natürlichen entfernt. Da der Mensch jedoch immer ein Teil der Natur bleibt, bedeutet Naturzerstörung für den Menschen gleichermaßen Selbstzerstörung. In naturwissenschaftlichen Fachkreisen ist dieses Problem schon seit langem präsent, in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand wurden viele zerstörte Naturräume wieder rückgebaut. Bei einer genauen Betrachtung jedoch wird deutlich, dass am Anfang des 21. Jahrhunderts „das Thema Natur etwas Neues ist, besser gesagt, dass es sich in einer bisher nie da gewesenen Weise stellt, dass Natur eine Aufgabe ist, die vor uns liegt.“ (G. Böhme, Die Natur vor uns, Zug 2002, S.10)

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland hintergrund

Land Art

In den frühen sechziger Jahren hatten künstlerische Protestbewegungen den Ausstieg aus dem etablierten Kunstbetrieb eingeleitet und dabei den tradierten Werkbegriff aufgelöst. Mit der Ausweitung des Werkbegriffs waren Voraussetzungen geschaffen, die in die LandArt eingingen. Land-Art ist die Bezeichnung für eine in den 70er Jahren vor allem in den USA entwickelte Kunstrichtung. Die den Menschen umgebende Landschaft, sei es Wiese, Wald, Gebirge, Wüste, wird zum Gegenstand, zum Arbeitsfeld des Künstlers. An die Stelle des zu behauenden Steines oder der zu bemalenden Leinwand tritt die Natur in Ihrer Gesamtheit, die durch raumgreifende Eingriffe des Künstlers verändert wird. Die Künstler, die das unmittelbare Naturerleben suchen, markieren die Landschaft durch meist vergängliche Zeichen: durch das Errichten von Stangen, das Aufstellen von Zäunen, das Auslegen und Aufschichten von Platten und Steinen, das Anordnen von pflanzlichen Fundstücken, das Ausheben von Gräben und das Aufwerfen von Dämmen. Das so „plastisch“ bearbeitete Gelände wird neu und im Laufe der Zeit auch immer wieder anders erfahren, denn die Gestaltung ist nicht alleine vom Künstler abhängig, sondern auch von den Gegebenheiten der Natur. Witterungseinflüsse wie Regen,

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland hintergrund

Sonne, Wind oder Frost verändern für den Augenblick oder auf Dauer das vom Künstler Gestaltete und zerstören es schließlich. Die in die Natur gesetzten Zeichen sind vornehmlich in Wüsten, Gebirgen, auf ausgetrockneten Seen, Moorgebieten, in einsamen Gegenden oder an schwer zugänglichen Küstenregionen errichtet. Dort kann der Mensch in der Weite und Einsamkeit der Landschaft frei von zivilisatorischen Zwängen neue Erfahrungen in und mit der Natur erleben. Die Kunstrichtung Landart ist ein bedeutendes Medium, das dazu

beitragen kann, die Natur thematisch neu für den Menschen zu erschließen. Land-Art-Projekte reflektieren die Gegebenheiten unveränderter oder gestalteter Natur, betonen mit einer großen ästhetischen Komponente die Eigenheiten der speziellen Landschaft. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien und Farben schärft den Blick, macht aufmerksam, verändert unsere Sichtweise der Dinge. Die Arbeit selbst wie auch die Rezeption des Ergebnisses vergrößert das Verständnis für das Wesen der Natur. Die Wahrnehmung von Zeit, Wetter, Licht, Tages- und Jahreszeiten wird zunehmend sensibilisiert.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

1. Ein sichtbares Zeichen in der Landschaft Jedes Jahr soll ein(e) international anerkannt(e) Landart-KünstlerIn eingeladen werden, ein sichtbares Zeichen im Salzburger Seenland in Form eines Kunstwerkes zu installieren. Im Jahr 2010 soll der Schweizer Künstler Urs Twellmann eingeladen werden, ein Kunstwerk aus Holz in die Landschaft des Seenlandes zu setzen. Hölzer in allen Erscheinungsformen bilden die Ausgangslage für die Objekte, Installationen und Interventionen von Urs Twellmann. Die Auseinandersetzung mit dem Material, das Erforschen seiner Eigenschaften und Möglichkeiten stehen im Zentrum des kreativen Prozesses, in dem der Künstler die Hölzer bricht, spaltet, zersägt und analysiert, um sie schliesslich in neue Anordnungen und Zusammenhänge zu bringen. Im meisterhaften Umgang mit der Kettensäge werden auch hier die Möglichkeiten der verschiedenen Hölzer immer neu ausgelotet.

Geplante (Wunsch-) Künstler für die weiteren Jahre (ohne Zusage):

2011: Lars Endel Roger Vilks (Schweden) 2012: Hannsjörg Voth (Deutschland) 2013: Chris Drury (England)

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

2. Die Vermittlung von Kunst und Landschaft Workshops: Die beiden Künstler Wolfgang Buntrock und Frank Nordiek (Atelier Landart/Hannover) sollen 2008 eingeladen werden, um Workshops zum Thema abzuhalten: Kunst-Interessierte erhalten in einem 3-tägigen Workshop die Möglichkeit, sich aktiv mit Landschaft und Landschafts-Elementen auseinanderzusetzen. Der künstlerische Prozess und die daran gekoppelte intensive Beschäftigung mit natürlichen Strukturen, Formen, Farben und Materialien führt zu einer intensiven und einzigartigen Natur-Wahrnehmung. Den Auftakt zum Workshop bildet eine kurze Einführung in die Ursprünge der LandArt. Für die nächsten zweieinhalb Tage wird das Wenger Moor zum NaturAtelier. Orte werden entdeckt, Inspirationen gesucht, mit den verschiedensten Materialien experimentiert. Dann werden die Ideen umgesetzt: es entstehen vergängliche Kunstwerke, die am Ende des Workshops der Landschaft übergeben werden. Kooperation mit Schulen: Durchführung von LandArtWorkshops in Zusammenarbeit mit Schulen im Salzburger Seenland. Anschließend werden die von den Schülern geschaffenen Werke fotografisch dokumentiert und in einer Ausstellung präsentiert. Bildung: Vorträge und Podiumsdiskussionen, in denen die Referenten aus den verschiedenen Themenbereichen sich mit dem Thema KUNST | RAUM | Natur auseinander setzen.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Bilder

Beispielhafte Arbeiten der eingeladenen LandArt-K端nstler.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Bilder

Impressionen des Pilot-Projektes 2007 im Wenger Moor.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland SITUATION

Schwerpunkt 2: Literatur

Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers Schreiben im Salzburger Seenland

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Projekt

Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers

Eingebettet in die hügelige Landschaft des Flachgaus liegt der Wallersee, der größte der Salzburger Seen. Die Orte Seekirchen, Henndorf und Neumarkt bildeten seit Jahrhunderten die Basis der Besiedelung dieser damals scheinbar unwirtlichen Region: „Eine Sage erzählt, dass in den Tiefen des Wallersees ein mächtiger Waller haust, der alljährlich nach einem goldenen Ring verlangt. Erhält er diese Opfergabe nicht, peitscht er in seinem Zorn die Wassermassen über die Ufer und überschwemmt das umliegende Land.“ Doch Ende des 19. Jahrhunderts begann man nach und nach die Vorzüge des Sees und der Landschaft als Quell der Erholung und des Naturerlebnisses zu schätzen. Nach Anfängen eines bescheidenen Ausflugsverkehrs setzte erst in der Zwischenkriegszeit die wirkliche „Entdeckung“ der Wallersee-Ufer ein. Auch die Kunst machte sich auf den Weg zu den inspirierenden Wallersee-Ufern - sie lockten zahlreiche Künstler und Literaten an, ihre Präsenz machte z.B. Henndorf zu einem Kulturtreffpunkt und steigerte damit die Bekanntheit der kleinen Gemeinde. Doch viele wirkten im Verborgenen - erst in den letzten Jahrzehnten wurde man sich dieser Schätze wieder bewusst - hier die Liste der bekanntesten LiteratInnen, die sich ihre Inspiration an den Ufern des Wallersees holten - und wann sie hier wirkten:

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Projekt

Sylvester Wagner 1848–1865; Franz Stelzhamer 1867–1874; Johannes Freumbichler 1881–1937; Alice Herdan-Zuckmayer 1934–1938; Carl Zuckmayer 1934–1938; Ödön von Horváth 1936-1937; Thomas Bernhard 1935–1937; In Zusammenarbeit mit den Orten Seekirchen, Neumarkt und Henndorf sowie dem Literaturforum Leselampe Salzburg haben wir 2005 eine „Reise“ an die Ufer der Inspiration jener durchgeführt, die hier geschrieben haben (z.B. „Jugend ohne Gott“ von Ödön v. Horvarth enstand hier). Sichtbares und bleibendes Ergebnis dieser Periode sind ein Literaturführer und eine Anthologie, sowie eine Reihe beispielhafter Veranstaltungen im Zeitraum 2005 bis 2008. Eine Weiterführung für die Periode 2008-2013 ist eine logische Fortsetzung des bisher so erfolgreichen Projektes.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

Aufenthalts-Stipendium für AutorInnen Ausschreibung im gesamten deutschsprachigen EU-Raum für ein Aufenthalts-Stipendium am Wallersee. In der tourismusfreien Zeit (Oktober/November) stellt uns die Salzburg AG am Ufer des Wallersees zwei Wohnungen zur Verfügung. Diese werden für einen Zeitraum von 3-4 Wochen an AutorInnen vergeben, denen wir damit Raum und Zeit zum Schreiben geben wollen. Ziel ist eine „Beweisfindung” der inspirativen Qualitäten der Wallerseeufer. Das Projekt ist als dauerhafte Einrichtung zu verstehen. Bedingungen des Aufenthalts Die Abgeltung der Unkosten beträgt 1000 Euro pauschal. Die Unterkunft in den Seehäusern ist kostenfrei. Die Kosten der Verpflegung und die Fahrkosten sind von den SchriftstellerInnen selbst zu übernehmen.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

Profil der AutorInnen - deutschsprachige AutorInnen aus dem EU-Raum - sie müssen zumindest ein Werk in einem Verlag (kein Selbstverlag) veröffentlicht haben (Roman, Prosa, Novellen, Gedichte usw.) - die AutorIn soll damit einverstanden sein, während der Dauer des Aufenthalts am Wallerseeufer zu wohnen und an verschiedenen literarischen Treffen teilzunehmen - die AutorInnen stellt Texte für eine Anthologie kostenfrei zur Verfügung Bewerbung und Jury Interessierte AutorInnen stellen eine Bewerbungsmappe zusammen, welche die folgenden Unterlagen beinhalten sollte: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, vollständige Bibliographie, jeweils ein Exemplar der zuletzt erschienenen Publikation. Diese Mappe sollte beim Kulturverein KunstBox bis zum 31. Mai des jeweiligen Jahres eingereicht werden. Eine Jury aus deutschsprachigen SchriftstellerInnen und Fachleuten aus dem Bereich der Literatur, die vom „Referat 12/02 - Kunstförderung des Landes Salzburg“ ernannt wird, wird bis Anfang Juli die AutorInnen auswählen.

Die zwei ausgewählten AutorInnen werden noch vor dem 15. Juli informiert.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Konzept

Dokumentation Das Buch: Aus den an den Ufern entstandenen Werken soll alle drei Jahre eine umfassende Dokumen-tation in Form eines Buches entstehen. Der Inhalt besteht aus zwei Teilen: 1. Die im Projektzeitraum entstandenen Texte der ausgewählten AutorInnen. 2. Eine fotografische Dokumentation der entstandenen „LandArt“-Projekte - als spartenübergreifende Aktion.

Das Internet: Mittlerweilen hat das Projekt „Literaturlandschaft Wallersee“ schon in einigen Wissensplattformen seinen Platz gefunden, zum Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Wallersee http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Kulturverein_KunstBox http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Wallersee

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Der Literaturführer In Zusammenarbeit mit der Leselampe Salzburg initiierte der Kulturverein Kunstbox Seekirchen die Dokumentation und Aufbereitung der literarischen Vergangenheit des Salzburger Seenlandes für BürgerInnen und für Touristen – einen Literaturführer (verfasst von Dr. Silvia Bengesser), der im Sinne des eingereichten Projektes die Weiter-führung der literarischen Tradition und die Sicherstellung der Nachhaltigkeit zum Ziel hat.

Rückblick

Die Anthologie: Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers Die erste Wallersee-Anthologie erschien 2008. Sie enthält die am Ufer entstandenen Aufzeichnungen, Gedanken, Gedichte und Geschichten von Zdenka Becker, Claudia Bitter, Christian Futscher, Semier Insayif, Johanna Straub und Jochen Weeber, die bei ihrem Wallersee-Aufenthalten entstanden sind.

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Kurzform

Art des Projektes: Das Projekt liefert einen wesentlichen Beitrag zur Positionierung des Salzburger Seenlandes als beispielhafter Natur- und Kulturraum und ermöglicht durch eine neue Perspektive einen weiteren Impuls zur Öffentlichkeitsarbeit im Bereich des Natur- und Kultur-Tourismus, der von großer regionalwirtschaftlicher Bedeutung ist. Schwerpunkte: Vernetzung Kunst und Landschaft Öffentlichkeitsarbeit Tourismus und Freizeit Titel: KUNSTRAUM SALZBURGER SEENLAND Zeitraum: Oktober 2008 bis Dezember 2013 Räumlicher Wirkungsbereich: Salzburger Seengebiet Ausgangslage: Seit drei Jahren veranstaltet der Kulturverein KunstBox in Seekirchen gut besuchte Kulturveranstaltungen. Diese haben einerseits Themen des zeitgenössischen Kulturschaffens zum Inhalt, andererseits steht der Kulturraum Salzburger Seenland im Mittelpunkt (z.B. Literaturprojekt und -führer). Die stetige Auseinandersetzung mit den noch ungehobenen Schätzen der Geschichte und Tradition soll mit den Bereichen Bildnerische Kunst und Literatur vertieft werden. Projektziele: - Identität der regionalen Bevölkerung durch ein stärkeres Geschichts- und Naturbewusstsein heben - Sensibilisierung der Bevölkerung für einen in Europa einzigartigen Naturraum und Kulturlandschaft - Stärkung von Kultur im ländlichen Raum - Förderung des Kultur- und Naturtourismus

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KUNSTRAUM Salzburger Seenland Kurzform

Projektaktivitäten: Der inhaltliche Ausgangs- und Schwerpunkt soll vor allem die Auseinandersetzung mit der hiesigen Landschaft „Salzburger Seenland“ sein. Innerhalb dieses Gebiets sind einerseits Landart-Installationen einzelner oder auch miteinander verbundener Objekte geplant, die ästhetisch und inhaltlich nach bestimmten Prinzipien aufgestellt werden und so eine Einheit bilden. Das Projekt würde im Zeitraum von 2008 bis 2013 umgesetzt werden und damit mehrere künstlerische Sichtweisen und KünstlerInnen beinhalten: diese werden eingeladen, Kunstwerke aus Naturmaterial, das sie an Ort und Stelle vorfinden, in die Landschaft des Seenlandes zu setzen. Die Arbeiten der Künstler sind die geeignete Initialzündung für eine Reihe von Aktivitäten, vornehmlich im Bildungsbereich: Vorträge, in denen die Referenten aus den verschiedenen Themenbereichen sich mit dem Schwerpunkt KUNST | RAUM | Natur auseinandersetzen sowie Durchführung von LandArt-Workshops (auch in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen). Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Literatur: Ausgehend von der literarischen Geschichte des Seenlands beziehen jedes Jahr zwei ausgewählte AutorInnen ein Quartier am Seeufer und beginnen zu schreiben. Vor allem mit dem Ziel, der inspirativen Atmosphäre der Wallersee-Ufer auf den Grund zu gehen, die schon Zuckmayr, Horváth und Bernhard zu Lebzeiten faszinierten. Aus all diesen Texten soll eine Buchreihe entstehen - die erste Wallersee- Anthologie ist bereits erschienen. Zudem sind Lesungen und Marketingaktivitäten rund um die Publikationen geplant (Buchmessen, Präsentationen). Fazit: Die Förderung und Entwicklung von Naturraum und Landschaft ist im Salzburger Seenland als ein zentrales Schlüsselfeld der Regionalentwicklung vereinbart. Dieses Projekt trägt zu dieser Zielsetzung wesentlich bei. Aktivierung der kulturellen Potenziale der Region als wertschöpfende Wirtschaftsfaktoren auch in der Außenwirkung; Positionierung Kultur im Naturraum als gemeinsamer Nenner für die Region. Projektträger: Kulturverein KunstBox Anton-Windhager-Strasse 7, 5201 Seekirchen, www.kunstbox.at

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R e g i o n a l e

Z e i t g e s c h i c h t e

Reine

Sommerfrische

N a ti on a l s o z i alism us

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W a lle rse e

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Reine

Sommerfrische

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Plädoyer wider das Vergessen

Wir schreiben das Jahr 2009. Vor mehr als 70 Jahren, mit dem 12. März 1938 begann eine furchtbare Zeit mit sieben Jahren Schrecken, Grausamkeit und Menschenverachtung. Die angerichteten Gräueltaten, die absolute Kälte, mit der Menschen planmäßig ausgerottet wurden, wirken auch über eine Distanz von 70 Jahren nicht weniger erschütternd. Doch die Verlockung des Verdrängens ist groß. Darum gibt es Gedenk-Veranstaltungen, darum errichten wir Denkmäler und Mahnmale, die aber den Opfern weder Leben noch Würde zurückgeben können. Den Überlebenden und ihren Nachfahren können sie vielleicht als Symbol ihres Leidens gelten. Aber - und das ist das Wichtigste: uns allen dienen sie als Signal gegen das Vergessen. Und das ist notwendig, weil die Zeitzeugen nach und nach sterben und dadurch das Bewusstsein für die immer gegenwärtige Gefahr verloren geht. Zwei aktuelle Beispiele:

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Projekt

Jeder vierte Deutsche ist der Meinung, dass der Nationalsozialismus auch gute Seiten hatte. In einer Umfrage des Magazins «stern» vertraten 25 Prozent der Befragten die Ansicht, dass unter den Nazis nicht alles schlecht gewesen sei. Mit steigendem Alter nimmt die Meinung zu: Bei den über 60-Jährigen lag sie bei 37 Prozent. Aber, das viel schlimmere Signal: Unter den Jüngeren vertrat rund jeder Fünfte die Auffassung, die Hitler-Diktatur habe auch positive Aspekte gehabt.

Die TV-Moderatorin Eva Herman meinte in einer öffentlichen Sendung des NDR über die Nazi-Ära: „Was gut war, das sind die Werte, Kinder, Mütter, Familie, Zusammenhalt.“ Nach ihrem Rauswurf aus dem Sender meinte sie zur Rechtfertigung: „Wenn man nicht über Familienwerte der Nazis reden dürfe, könne man auch nicht über die Autobahnen sprechen, die damals gebaut wurden.“ Dabei weisen Historiker immer wieder darauf hin, dass das Autobahnnetz schon in den 1920er Jahren geplant wurde und der Bau - anders als von den Nazis behauptet - kaum zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit beitrug. Zudem wurde er mit Versicherungsgeldern der Arbeitnehmer bezahlt. In Österreich waren es gar nur 6 km Autobahn, die unter dem Hitler-Regime gebaut wurde. Die NS-Familienpolitik wiederum stand nach Ansicht von Forschern allein im Dienst einer rassistischen Bevölkerungspolitik zur Mehrung der „arischen Rasse“. Geburten wurden zwar finanziell gefördert, Ehen mit „Nicht-Ariern“ aber verboten und minderwertig eingestufte Frauen zwangssterilisiert.

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Projekt

Noch unerträglicher sind die Umstände in Österreich:

Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, Mitglied der deutschnationalen Burschenschaft Olympia, hat Mitarbeiter, die beim „Aufruhr“-Versand eingekauft haben (für Jugendveranstaltungen!), der Neonazi-Materialien vertreibt; er schweigt dazu zehn Tage lang, während seine FPÖ den Aufdecker dieses Faktums, die Grünen, anschüttet; in einem Gespräch mit den Parlamentschefs der beiden Regierungsparteien, die ihn mit gewählt haben, nennt Graf die Materialien des Versandes dann „Nazi-Dreck“, steht aber zu seinen Mitarbeitern, die nur Harmloses bestellt hätten und damals ja jung gewesen seien; und jetzt ist irgendwie alles in Ordnung, weil mehr als „appellieren“ (Barbara Prammer) kann man ja nicht. Das alles überrascht nicht. Die Causa Graf fügt sich lediglich ins Bild. Einmal ist es die Beschäftigungspolitik, dann sind es Wehrsport-Übungen. Einmal wird antisemitisch gewitzelt, dann gegen Ausländer agitiert. Einmal wird der Holocaust geleugnet, dann die Waffen-SS relativiert. Aber immer wieder bewegen sich politisch relevante Persönlichkeiten Österreichs an oder sogar jenseits hygienischer Grenzen. Das Diagnose-Spektrum reicht von kleinen Wunden bis zum chronischen Ausfluss. Und jede geforderte Distanzierung wird zum unerträglichen Eiertanz der Worte, zur Spielwiese der Demagogen, die es so nie gemeint haben wollen. Bis der Schwamm drüber ist.

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Im Sinne der literarischen Tradition des Wallersees ist Thomas Bernhards Einstellung zur Bewältigung von Vergangenem einzubeziehen. Er nannte das Verschweigen der Untaten der Nazi-Zeit stets die „zweite Schuld“, die er für gravierender hielt als die Gräueltaten selbst, und plädierte immer für das Sich-zur-Wehr-setzen gegen das Vergessen und die Befürwortung aktiver Aufarbeitung. Denn nur so kann ein neuerliches Auftauchen faschistischer Strömungen verhindert werden, ansonsten kann hier über Nacht wieder der Nationalsozialismus in beherrschende Erscheinung treten.

Die Vorkommnisse der Nazizeit rund um den Wallersee sind unaufgearbeitet, es gibt keine Antworten, oft nicht einmal Fragen. Man begegnet einem Schweigen, das mehr Angst macht als die Aufklärung und das Sichtbarmachen. Die Kulturinitiativen, KulturvermittlerInnen und KünstlerInnen rund um des Wallersee werden sich nun dieses Stoffes annehmen und so ihrer gesellschaftspolitischen Aufgabe nachkommen. Gespräche darüber laufen bereits zwischen Neumarkt und Seekirchen, das ja damals die Marketingidee das Jahrhunderts hatte und fleißig Prospekte aussandte, in denen „Garantiert judenreine Sommerfrische“ angepriesen wurde.

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Projekt

Die Kulturinitiativen KunstBox Seekirchen, Fronfeste Neumarkt und Drehbuchwerkstatt Salzburg sind übereingekommen, ein langfristiges Programm zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vorgänge rund um den Wallersee ins Leben zu rufen. In Arbeit sind:

- Experten- und Zeitzeugen-Vorträge - Diskussionen - Begehungen und Führungen - Kooperation mit Schulen - Ausstellungen - Ausführliche Dokumentationen - Theater- und Film-Beiträge

Umgesetzt wurde bereits:

- Prosst - eine Kunstaktion.

Wesentliches Ziel dieses Projektes ist, die Gefahren autoritärer, politischer Systeme zu behandeln. Nur eine Gesellschaft, die fähig ist, autoritäre Strukturen zu erkennen, kann ihnen auch wirkungsvoll und mit den Instrumenten der Demokratie entgegentreten – Fremdenfeindlichkeit, Minderheitenfeindlichkeit, Rassismus sind auch heute bei uns allgegenwärtig. Nur wer sich der Vergangenheit bewusst ist, kann die Lehren für die Zukunft ziehen. Deshalb dürfen wir bei der Vergangenheitsbewältigung keinen willkürlichen Schlussstrich ziehen und den Prozess der Bewusstmachung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln aufrechterhalten.

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TEAM

Die Gesamtverantwortung des Projektes teilen sich die beiden Trägervereine KULTURVEREIN KUNSTBOX SEEKIRCHEN, MUSEUM FRONFESTE NEUMARKT, DREHBUCHWERKSTATT SALZBURG, vertreten von Leo Fellinger (Kunstbox) und Ingrid Weydemann (Fronfeste) und Gabriele neudecker (Drehbuchwerkstatt). Neben den Mitarbeitern der Trägervereine sollen Experten zugezogen werden. Das Wunschteam: Mag. iur. / Mag. phil. Christian Strasser ist Salzburger, studierte Rechtswissenschaften, Publizistik, Kultursoziologie und Politikwissenschaften an der Universität Salzburg. 1988 ging er im Auftrag von Thomas Klestil und Henry Grunwald als Journalist und „Junior Ambassador“ zur Verbesserung des Österreich-Images in die USA. Seit 1990 erarbeitete er ca. 12 Buchpublikationen zur Kultur- und Zeitgeschichte, unter anderem eine Biographie über Carl Zuckmayer. Christian Strassers Interesse gilt dem fast unsichtbaren und doch immer spürbar mit den Abgründen der nationalsozialistischen Vergangenheit verbundenen Salzburg und dessen Umland.

Dr. phil. Maria Ecker ist Oberösterreicherin, studierte Geschichte und Sozialkunde sowie Philosophie, Psychologie und Pädagogik. 2006 schloss Maria Ecker ihr Doktoratsstudium an der Universität Salzburg ab, wo sie auch arbeitet. Sie gilt als „die“ Expertin für Zeitgeschichte und Erinnerungsund Gedächtniskultur, sowie Oral History, einer Methode für Zeitzeugenbefragung. Ihre Analysen und Erkenntnisse über Nationalsozialismus und Holocaust, über Gedenkkulturen in Österreich, USA und Israel, ihre Interviews mit NS-Überlebenden bereitet sie für den für den Unterricht auf, um den jungen Menschen ein objektives Wissen über die Auswirkungen des Nationalsozialismus weiterzugeben.

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TEAM

Ao.Univ.-Prof. Dr. Albert Lichtblau 1954 in Blindenmarkt geboren, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Uni Wien. Publikationen und Mitarbeit an zahlreichen Forschungsprojekten über Wohnungspolitik, Mieterprotests, die Geschichte der Minderheiten und Zuwanderung, jüdische Geschichte und Geschichte des Antisemitismus. Von 1987 bis 1989 war Lichtblau wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin. Seit 1990 am Institut für Geschichte der Universität Salzburg in der Abteilung für Zeitgeschichte und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Juden in Österreich.

Organisation

kunstBOX Kulturverein KunstBox Leo Fellinger Anton-Windhagerstraße 7 5201 Seekirchen +43 664 3424726 leo.fellinger@kunstbox.at

Kulturverein

Museum in der Fronfeste Ingrid Weydemann Hauptstraße 27 5202 Neumarkt a. W. +43 6216 5704 museum@neumarkt.at

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K u n s t

+

K u l t u r

u n t e r w e g s

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Einleitung

Neues Format – neue Partnerschaft Der Start erfolgte im Herbst 2009: der Kulturverein Kunstbox Seekirchen und die Società Dante Alighieri Salzburg luden zu einer geführten Kunstreise zur 53. Kunstbiennale Venedig, auf der 77 Länder und mehr als 90 KünstlerInnen ihre Werke zeigten. 45 Kunstinteressierte, die sich sorgenfrei und unkompliziert diesen einmaligen Kunstgenuss gönnen wollten, sind dieser Einladung gefolgt, der Erfolg gab uns Recht – daher wird dieses Format weitergeführt und ausgebaut.

Auch 2010 werden wir wieder Italien bereisen – diesmal ins Trentino, wo wir uns 3 Highlights ausgesucht haben: MART - Museum für Moderne in Rovereto Il Vittoriale - D’Annunzio Museum in Gardone Riviera Giardino botanico - der Kunstgarten von André Heller

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Ziel #1

MART | Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst

Ein wahres Prachtstück ist dieses von Mario Botta in Zusammenarbeit mit Giulio Andreolli entworfene Gebäude mit einer Fläche von mehr als 12.000 m², von denen 6.000 der Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert gewidmet sind, und über mehr als 5.000 m² Fläche für Forschung, Didaktik und Serviceeinrichtungen verfügt. Unerwartet findet der (bis dahin einfach meist unwissende) Reisende aus den nördlichen Gefilden hier einen Tempel der Architektur, gefüllt mit moderner Kunst in Dauer- und Wechselausstellungen auf höchstem Niveau. Der Effekt ist überwältigend. Der Besucher hat das Gefühl, auf einer Theaterbühne zu stehen, dem Brennpunkt der um diesen Platz herum angeordneten Museumsanlage. Wenn man das Glück hat, das Mart an einem schönen Sonnentag zu besuchen, kann man das Spiel des Lichts bewundern, das auf der großen Dachkuppel mit einem Durchmesser von 40 m und einer Fläche von 1300 m² auf 25 m Höhe entsteht.

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Der gelbe Stein von Vicenza, mit dem die Museumsmauern verkleidet sind, harmoniert mit den angrenzenden historischen Bauwerken und dem für die erhabenen Skulpturen von Mimmo Paladino entworfenen Platz. Im Erdgeschoß befinden sich die Rezeption, das Informationsbüro, der Büchershop, die Cafeteria, der Konferenzraum und die Garderobe; im Kellergeschoß das Archiv des 20. Jh. und die Bibliothek; im ersten Stock Ausstellungsbereiche zur Zeitgenössischen Kunst, der didaktische Bereich und die Büros; im zweiten Stock auf einer Fläche von 3.800 m² befindet sich die Dauerausstellung des Museums, eine große italienische aber auch international angehauchte Kunstsammlung, vom Futurismus bis zur Gegenwart. Die didaktische Abteilung umfasst Werkstätten für Schulen und Familien. Darüber hinaus werden Fortbildungskurse für Lehrer, geführte Besichtigungen und didaktische Ausstellungen geboten.

MART Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst von Trient und Rovereto Corso Bettini, 43 38068 Rovereto, Italien Tel: +39/800/397760 Web: www.mart.trento.it E-Mail: info@mart.trento.it

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Ziel #2

Il Vittoriale | D’Annunzio Museum in Gardone Riviera

Das „Vittoriale degli Italiani“ ist ein kurioses Kultur-Highlight in Gardone am Gardasee. Der umstrittene Dichter und Kriegsheld D’Annunzio schenkte den Italienern seinen früheren Wohnsitz als Nationaldenkmal. In der weitläufigen Museumsanlage gibt es allerhand zu bestaunen, so z.B. das Schlachtschiff Puglia, das der Poet in seinem Park aufbauen ließ. 1921 ließ sich der Dichter Gabriele D’Annunzio in Gardone Riviera nieder, in der damaligen „Villa Cargnacco“, die dann vom Dichter selbst zum monumentalen Gebäudekomplex Vittoriale umgestaltet wurde. In der eklektischen Zusammenstellung ist der ursprüngliche Glanz erhalten, die Besucher haben die Möglichkeit, in eine andere Welt einzutauchen, fast greifbar sind die Gedanken und Fantasien des eigenartigen Künstlers aus Pescara. An diesem magischen Ort kann man die Prioria bewundern, den persönlichen Wohnsitz von D’Annunzio, den Kreuzer Puglia, das Mausoleum, in dessen Mitte der Dichter begraben liegt, und das Torpedoboot M.A.S, die Automobile, die Gärten und das Freilichttheater, in dem jedes Jahr in den Sommermonaten zahlreiche Theater-, Musik- und Tanzveranstaltungen angeboten werden.

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Ziel #2

„Nach so viel Lärm sehne ich mich nach Ruhe, und nach so viel Krieg nach Frieden.“ Nach dem Schiffbruch der Diktatur der Kunst zieht sich Comandante Gabriele D’Annunzio nach Gardone am Gardasee zurück und kauft dort eine Villa, die Keimzelle des späteren Vittoriale degli Italiani. In der Zwischenzeit bedienen sich die Faschisten der Mythen von Fiume, um einen Staatsstreich vorzubereiten. D’Annunzio spricht von „jugendlichen Nachahmern“ und von „widerrechtlicher Machtergreifung“. Mussolinis Marsch auf Rom ist nicht der Marsch von Ronchi und für D’Annunzio eine unrechtmäßige Machtergreifung. D’Annunzio zieht sich in sein „Schneckenhäuschen“ zurück und meidet fortan die Niederungen der Politik. Das Vittoriale wird zum Monument des Ersten Weltkrieges und der Zeit von Fiume – mit dem Flugzeug, aus dem er Flugblätter über Wien abgeworfen hat, dem Torpedoboot MAS, aus dem nicht Torpedos, sondern eine Flaschenpost an die feindlichen Streitkräfte gesandt wurde, und dem Bug des Königlichen Kreuzers Puglia als Hauptbestandteilen dieser festlichen Inszenierung. Auf dem nach D’Annunzios Tod gebauten „Hügel der Toten“ unweit der Puglia ruhen einige Legionäre von Fiume, der Architekt des

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Vittoriale, Gian Carlo Maroni, und D’Annunzio selbst. Ihre sterblichen Überreste wurden auf Wunsch D’Annunzios in römischen Steinsarkophagen bestattet. Der Bug des Königlichen Kreuzers Puglia kam Anfang 1925 in 20 Bahnwaggons nach Gardone und wurde von dort aus ins Vittoriale transportiert. Den in den Hügel des Berges eingelassenen Bug rühmt selbst Guy Debord in seiner „Gebrauchsanweisung für die Zweckentfremdung“ als gelungenes Beispiel einer Zweckentfremdung im Sinne der Situationistischen Internationale. 1920 kommt der Erfinder des Radios, Guglielmo Marconi, nach Fiume, um dort eine Radiostation aufzubauen. Hierzu kam es nicht mehr, aber D’Annunzio konnte von Marconis Yacht aus eine kurze Radiobotschaft versenden. Der Text und die Aufnahme dieser Botschaft haben sich erhalten.

Il Vittoriale degli Italiani Via Vittoriale 12 I-25083 Gardone Riviera (BS) Tel: 0039/ 0365/ 296506 Fax: 0039/ 0365/ 20385 teatro@vittoriale.it www.vittoriale.it

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Ziel #3

Giardino botanico | Der magische Garten von André Heller

Man mag zu André Heller stehen wie man will, aber eines müssen ihm auch die Gegner lassen: Er besitzt jenes Gespür fürs Feine, das vermutlich in seiner Herkunft begründet liegt, in einem nostalgischen Element, das zutiefst in der untergegangenen Monarchie wurzelt und von dort seine geistige Potenz bezieht. Und so ist es, wenn man vorangegangene Passionen des Künstlers kennt, nicht verwunderlich, dass er sich einen Garten kauft, einen ganz besonderen Garten, den ,,Giardino botanico“ in Gardone, am Westufer des Gardasees. Hermann Hesse bezeichnet den Gärtner als tiefen Philosophen, und so ist Heller, der zwar selbst wohl kein Gärtner ist, aber seiner Seele nach einer sein muss, zwar der Eigner dieses Gartens, aber dennoch nicht sein einziger Nutznießer. Die Schönheit ist öffentlich, und Besucher dürfen die grüne Oase durchwandern und werden still dabei. Über Jahrzehnte ist der Garten unter den liebevollen Händen der ehemaligen Besitzer gewachsen. Pflanzenraritäten aus aller Herren Länder wurden zusammen-

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getragen, und oft ist das Unauffälligste das Kostbarste, so wie im Ikebana das Gesteck einfach ist, unaufdringlich und für Unwissende nicht auffindbar.

Am Rande des Gartens steht das Haus, um das Gesamt der Anlage, in der ausschließlich die Natur unter menschlicher Anregung agiert, nicht zu stören. Wasser als das Element, das jedes Wachstum überhaupt erst ermöglicht, ist ein wichtiges Zitat auf den verschlungenen Wegen durch den Garten. Aber auch Bambus, der hier baumhoch Wäldchen bildet, obwohl er ,,nur“ ein Gras ist, gehört zu den Synonymen für Wachstum und Leben. Darin zwei Wasserspeier, grimmige Köpfe, aus deren Mündern abwechselnd Wasser schießt, um das Gegenüber zu bespeien, eine Persiflage auf die Sinnhaftigkeit jedes Streits, da keiner gewinnt, wie lange es auch dauern mag. Inmitten des Gartens erhebt sich ein künstlicher Berg, in dessen Nischen und Ritzen alpine und mediterrane Pflanzen ein trautes Nebeneinander zelebrieren, als wären sie ein Aushängeschild für den AlpenAdria-Gedanken. Schattgarten, Sonnengarten, Pflanzenkolonien, die sich im Halbschatten am wohlsten fühlen, an alles ist hier gedacht. Saftige Agaven ragen in die Rasenpartien, Ziergräser umwuchern Rastbänke, und die Wege sind mehr Verlockung,

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hinter die nächste Biegung zu sehen, als Mittel, sich fortzubewegen. Die im Paradies Geduldeten gehen leise, bescheiden ihrer Wege, spazieren, schlendern, staunen, rasten und seufzen, wenn sie gehen müssen.

Botanischer Garten „A. Hruska“ Via Roma, 25083 Gardone Riviera Tel. +39/336/410877

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Planung

JAHRESTHEMA 2011 noch offen

KULTURELLE GRUNDVERSORGUNG Theater: Eigenproduktionen, Gastspiele, Workshops, Kinderund Jugendtheater, Theater für Klein- und Kleinstkinder (Kooperation Toihaus, Salzburg), Schultheaterproduktionen und English Theatre (Kooperation mit Bundesgymnasium Seekirchen) Kabarett: zum Jahresthema Literatur: Lesungen/Musik Tanz: Breakdance-Workshop, Internationaler Breakdance-Battle, Kooperation mit ORFF-Institut (Präsentation Abschluss-Studien Bacc./Mag.) Konzerte: A-cappella-Konzerte, Chorkonzerte, Klassische Konzerte, Jazz, Worldmusic; open stage (offene Bühne für Singer & Songwriter, 4x jährlich) Bildnerische Kunst: Ausstellung zum Jahresthema, Euregio Kunstpreis 2011 Information/Bildung: Naturwissenschaftliche Vorträge, Information- und Bildungsveranstaltungen, Diashows

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SCHWERPUNKTE Literaturprojekte: Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers (3-wöchiges Literaturstipendium für 2 deutschsprachige AutorInnen; „Seeschreiber“) Literaturtage (Lesungen und Schreibwerkstätten zum Jahresthema mit Rahmenprogramm) LandArt-Projekt: Kunst/Raum/Natur (Workshops mit SchülerInnen und Erwachsenen; Beauftragung 1-2 LandArtKunstwerke) Kultur für Kinder: Kreative Kindertage (Kombination aus Kreativ-Workshops und Kinderveranstaltungen) A-cappella-Festival: O-Ton-Vocal-Days (Konzerte + Seminare) Kunstreisen: Mind. 1 Kunstreise, Destination noch offen

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