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Die Große Messe LEIPZIGER BALLETT MARIO SCHRÖDER


Ausgangspunkt für das Projekt, welches uns jetzt beschäftigt, war Mozarts kirchenmusikalisches Schaffen. Herauskristallisiert hat sich die c-Moll-Messe, und sie hat dem Abend dann auch den Titel gegeben: „Die Große Messe“. Bei der Beschäftigung mit einer szenischen Wiedergabe des Fragment gebliebenen Werkes stellte sich die Frage: Wie ergänze ich die fehlenden Teile? Ich habe mich schließlich für eine sehr komplexe Lösung entschieden: Der c-Moll-Messe werden andere kirchenmusikalische Werke Mozarts, Gregorianik, zeitgenössische Musik und gesprochenes Wort zugeordnet. So ist ein Aufbau entstanden, der sich an der Form der Liturgie orientiert. „Die Große Messe“ wird der Versuch einer Auseinandersetzung mit den im Text formulierten großen Glaubensfragen sein, die ja alle auch große Menschheitsfragen sind – vielleicht eine sehr unorthodoxe Auseinandersetzung, sicher eine sehr weltliche, schon durch das Medium Bühne bedingt, aber von tiefem Respekt getragen vor der transzendenten Dimension, ‚dem Ewigkeitswert‘ dieser Aussagen. Uwe Scholz


Die Große Messe Ballett von Uwe Scholz nach Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (Messe c-Moll, KV 427; Adagio und Fuge c-Moll, KV 546; Motette „Ave verum corpus”, KV 618) sowie Thomas Jahn, György Kurtág und Arvo Pärt

Inszenierung, Choreografie, Bühne, Kostüme Uwe Scholz

Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Theaterpreis 1998


Hans Küng Spuren der Transzendenz? Erfahrungen mit der Musik Mozarts. … Letztlich dürfte es darauf ankommen, ob ich mich, studierend oder auskostend, dieser Musik ganz öffne, sie ganz in mich einlasse, mich ganz auf sie einlasse. Tut man dies, so kann man erfahren, dass gerade Mozarts Musik die hohe Kunst des Transzendierens ist, verstanden – zunächst musikwissenschaftlich – als Kunst des Formulierens, Variierens, Überleitens. Man kann in der Tat auch als Laie davon fasziniert sein, wie bei Mozart sämtliche Musikgattungen gestaltet und zugleich – in Sonaten, Kammermusik, Sinfonien und besonders in den Opern – ihre Grenzen überschritten werden; wie da – man denke an die Einbeziehung der Kontrapunktik Bachs und der Oratorien Händels oder an die c-Moll-Messe mit dem „barocken” Kyrie und dem „modernen” Christe – Stile wechseln und ineinandergehen; wie da eine unnachahmliche Balance zwischen den Gegensätzen – von Dur-Moll-Diatonik, Chromatik, Enharmonik – erreicht wird und damit unzählige überraschende Übergänge ermöglicht werden, die den Reiz der Ungewissheit des Woher-Wohin haben; wie insbesondere das Adagio als Mittelsatz zwischen den dramatischen und getanzten Ecksätzen eine neuartige Seelensprache oft meditativen Charakters spricht: Das neue Espressivo der Humanitätsmelodie und der Arien ohne Worte, die oft geradezu den Charakter der Versenkung, der vergeistigten Liebe, der Meditation und des Gebetes annehmen. Und hat dieses Transzendieren musikalischer Kategorien, Gattungsgrenzen und Modi in differenziertester Seelenkunst mit der Transzendenz im eigentlichen Sinn etwas zu tun? Durchaus … In seinen eigenen reifen Werken bildet die theologisch unreflektierte, doch hochsensible Vertonung der liturgischen Texte nicht nur den Raum, den Rahmen, die Atmosphäre für die Liturgie, sondern ist selber musikalisch erklingende Liturgie … Wahrhaftig, wie keine andere Musik so scheint mir Mozarts Musik – wiewohl keine himmlische, sondern eine durchaus irdische Musik – in ihrer sinnlich-unsinnlichen Schönheit, Kraft und Durchsichtigkeit zu zeigen, wie ganz fein und dünn die Grenze ist zwischen der Musik, die ungegenständlichste aller Künste, und der Religion, die es schon immer besonders mit der Musik zu tun hatte. Denn: Beide, wenngleich verschieden, weisen ins letztlich Unsagbare, ins Geheimnis. Und wenngleich Musik nicht zur Kunstreligion werden darf, so ist doch die Kunst der Musik das geistigste aller Symbole für jenes „mystische Heiligtum unserer Religion”, das Göttliche selbst …

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… In bestimmten Momenten des Mitvollzugs mag es dem sensiblen, hörbereiten Menschen, einsam und doch nicht, geschenkt sein, sich in jenem vernünftig-übervernünftigen Vertrauen zu öffnen, von dem ich gesprochen habe: um feinhörig in dem reinen, ganz verinnerlichten und uns doch umfangenden wortlosen Klang etwa des Adagios des Klarinettenkonzerts in uns noch ein ganz Anderes zu vernehmen: den Klang des Schönen in seiner Unendlichkeit, ja, den Klang des einen Unendlichen, das uns übersteigt und für das „schön” kein Wort ist. Chiffren also, Spuren der Transzendenz! Man muss sie nicht, man kann sie wahrnehmen, hier gibt es keinen Zwang: Öffne ich mich, so kann ich gerade in diesem wortlos sprechenden Geschehen der Musik von einem unaussprechlich-unsagbaren Geheimnis angerührt werden, kann in diesem überwältigenden, befreienden, beglückenden Erleben der Musik die Anwesenheit einer tiefsten Tiefe oder höchsten Höhe selbst erspüren, erfühlen und erfahren. Reine Gegenwart, stille Freude, Glückseligkeit. Die religiöse Sprache braucht, um solche Erfahrung und Offenbarwerdung der Transzendenz zu umschreiben, noch immer das Wort Gott, dessen Wesen (Nikolaus von Kues zufolge) gerade jene – auch für Mozarts Musik charakteristische – Coincidentia oppositorum ausmacht: die Versöhnung aller Gegensätzlichkeiten. … Als aufgeklärter Mensch am Ende des 20. Jahrhunderts verliere ich also gerade beim Hören der Mozartschen Musik nicht etwa plötzlich alle Vernunft, werde vielmehr gerade zur Vernunft gebracht. Ja, hin und wieder werde ich – und dafür kann ich Wolfgang Amadeus Mozart nie genug dankbar sein, und ich möchte es deshalb auch Ihnen allen wünschen – in jenen Frieden versetzt, der alle kritische und auch theologische Vernunft übersteigt.

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Aus dem Skizzenbuch von Uwe Scholz zur Choreografie „Die Große Messe“


Die Große Messe Gregorianischer Gesang: Messe zum Fest des HI. Thomas von Canterbury Daraus: Introitus (Gaudeamus omnes) Wolfgang Amadeus Mozart: Missa c-Moll, KV 427 KYRIE (Kyrie eleison) GLORIA (Gloria in excelsis) (Laudamus te) (Gratias) (Domine) (Qui tollis) (Quoniam) (Jesu Christe / Cum Sancto Spiritu) Thomas Jahn: Orte und Zeiten – tempi e luoghi. Daraus: Nr. 2 „Zeit und Zeiten” György Kurtág: Játékok („Spiele” und „Transkriptionen von Machaut bis J.S. Bach”). Daraus: Blumen die Menschen, nur Blumen … – „Aus tiefer Not schrei ich zu dir” – Spiel mit Obertönen – … und noch einmal: Blumen die Menschen, nur Blumen … – Schläge-Zank – „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit” – Zorniger Choral – Mit den Handflächen – Aus der Ferne Paul Celan: Brandmal Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio und Fuge, KV 546 Paul Celan: Fadensonnen CREDO

(Credo in unum Deum) (Et incarnatus est) Arvo Pärt: Credo (1968) Wolfgang A. Mozart: „Ave verum corpus”, KV 618 Paul Celan: Psalm

SANCTUS (Sanctus / Osanna) BENEDICTUS

(Benedictus qui venit / Osanna) Thomas Jahn: Orte und Zeiten – tempi e luoghi. Daraus: Interludium „Viele Länder durchfuhr ich”

AGNUS DEI (Der liturgische Text ist der Musik des KYRIE unterlegt.)

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Maiko Oishi-Angermaier, Martin Svobodnik (vorn), Tatjana Paunovic´, Tenald Zace (hinten)


Lothar Wittke Uwe Scholz und Mozart: das Ballett „Die Große Messe“ Mozart – Spuren der Transzendenz? „Die Große Messe“ ist der Titel eines Balletts von Uwe Scholz, in dessen Zentrum Mozarts Musica Sacra steht. Der Titel leitet sich ab von der berühmten c-Moll-Messe, KV 427, die oftmals als „große“ bezeichnet wird, im Gegensatz zu Mozarts „kleineren“ Mess-Kompositionen. Diese Messe ist, ähnlich wie das Requiem, von der geheimnisvollen Aura des „Unvollendeten“ umgeben. Tatsächlich hat Mozart den größten Teil des „Credo“ und das abschließende „Agnus Dei“ nicht komponiert. Die von seiner Schwester Nannerl bezeugte Aufführung am 26. Oktober 1783 im Rahmen des Hochamtes in St. Peter in Salzburg, unter Mozarts eigener Leitung, enthielt nur „Kyrie“/„Gloria“ und „Sanctus“ /„Benedictus“; die liturgisch unerlässlichen Teile „Credo“ und „Agnus Dei“ müssen also aus anderen musikalischen Quellen gespeist worden sein. Im 19. Jahrhundert blieb der Torso weitgehend unbeachtet. Erst die Konzertpraxis des 20. Jahrhunderts hat das Werk wieder ins Bewusstsein gebracht. Fragment ist es trotzdem geblieben – obwohl die Nachwelt das „Fragmentarische“ scheinbar nicht zur Kenntnis nimmt, ist doch immer nur von „der“ c-Moll-Messe die Rede. * Das „Fragmentarische“ der c-Moll-Messe ist Ausgangspunkt für Uwe Scholz’ Überlegungen einer tänzerischen Umsetzung und szenischen Strukturierung. Der Titel „Die Große Messe“ steht dabei als geistige Klammer für ein Unternehmen, das die Struktur der Mess-Liturgie aufgreift, innerhalb derer ja die „Missa“ nur ein den Gesamtablauf gliederndes Teil, das „Ordinarium“, das allgemein Verbindliche, immer Wiederkehrende ist. Die variablen Komponenten, auf den jeweiligen Festtag inhaltlich bezogen, sind das „Proprium“ (dessen Elemente wie „Graduale“ oder „Offertorium“ in der kirchenmusikalischen Praxis des 18. Jahrhunderts als Instrumentalsätze oder Motetten anderer Komponisten musiziert wurden), sind ferner Gebete und Lesungen. In der „Großen Messe“ wird das Fragmentarische durch andere Werke Mozarts (live musiziert), durch Einspielung gregorianischer Gesänge und zeitgenössischer Musik sowie durch das gesprochene Wort ausgefüllt. Freilich: Die „Missa“, Mozarts c-Moll-Messe, bleibt „unvollendet“. Zwar ist durch einen Kunstgriff das „Agnus Dei“ zu retten – analog der auch von Mozart geübten Praxis, am Schluss der Messe den Text des „Agnus Dei“ der Musik des einleitenden „Kyrie“ zu unterlegen. Das „Credo“ aber bricht unvollendet ab, mit „Et incarnatus“ als dem Herzstück der Mozartschen Musik. Das kann nicht geglättet, das muss bewusstgemacht werden; es ist die Textstelle des Glaubensbekenntnisses, die auf das tiefste Mysterium zielt: die Menschwerdung Gottes. * 7


Es ist der Punkt, an dem das Strukturprinzip der Scholz’schen Choreografie am deutlichsten wird: durch Interpolation anderen Materials (sowohl musikalisch, als auch choreografisch) die „Missa“ zu gliedern und dieserart aus dem Gesamten hervorzuheben. Deren Unterteilung in die Satzpaare „Kyrie“/„Gloria“ und „Sanctus“/ „Benedictus“, mit dem zwischen ihnen stehenden „Credo“ und dem abschließenden „Agnus Dei“, wird durch die Unterbrechungen transparent gemacht, die diese Abschnitte erfahren. Beim „Credo“ kulminiert das Geschehen: Das „Fragmentarische“ wird zum Programm. Das gregorianische „Credo“ wird lediglich intoniert; das „Credo“ von Arvo Pärt ist eine Collage, in der krasse Gegensätze zusammengezwungen werden. Zwischen Anfang und Ende im Bachschen Stil (mit dem Zitat des C-Dur-Präludiums aus dem „Wohltemperierten Klavier“) bricht eine Welt zusammen, herrscht das Chaos, explodiert der Wahnsinn. Zwei Textfragmente stehen sich unversöhnlich gegenüber: „Ich glaube an Jesus Christus“ und „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Die Erlösung, individuell vollzogen im Bachschen Präludium, wird ins Allgemeine geweitet mit „Ave verum corpus“. Mozarts Motette, KV 618, bestimmt zur Feier des Fronleichnamsfestes, ist vielleicht das populärste Werk seiner Musica Sacra. Der mittelalterliche Text markiert den Gegenpol zum „Et incarnatus“ des Mozartschen „Credo“, dem Engelskonzert, das die frohe Botschaft der Geburt Jesu Christi verkündet: die schmerzvolle Bewusstmachung seines Leidens am Kreuz. Hinter scheinbar größter Einfachheit verbirgt sich kunstvolle Modulatorik und der verschleiernde „sotto-voce“-Vortrag beschwört die Sphäre des Geheimnisvollen. Auf solcherart Transzendieren ist Paul Celans „Psalm“ eine jähe Reaktion. Im lyrischen Werk des deutsch-jüdischen Dichters, das weithin als Höhepunkt und Vollendung der klassischen Moderne gilt, mischen sich bitterste Kritik mit sehnsüchtiger Utopie; vor allem die Heilige Schrift ist allgegenwärtig in seiner Dichtung – freilich immer ironisch, und die Psalmen wechseln zwischen Klage und Lobpreis. * Zurück zur „Missa“: Mozarts wohl bedeutendste kirchenmusikalische Komposition neben dem Requiem verdankt ihre Entstehung einer Art Gelöbnis, dessen Anlass und Hintergrund nicht ganz klar wird. „… ich habe es meinem herzen wirklich versprochen, und hoffe es auch wirklich zu halten“, schreibt er in einem Brief an den Vater, „zum beweis aber der wirklichkeit meines versprechens konnt die Spart von der hälfte einer Messe dienen, welche noch in der besten hoffnung da liegt.“ Ein weitaus mehr elementarer Anlass aber ist die Beschäftigung mit der Musik Bachs und Händels, die er zur gleichen Zeit kennenlernte und die ihn zu intensiver Auseinandersetzung mit den barocken Satztechniken zwang. Im Einleitungssatz des „Gloria“ erinnern die akkordischen Rufe „in excelsis“ an das „Halleluja“ aus Händels „Messias“, und er wird vielleicht auch die h-Moll-Messe gekannt haben, wie überhaupt das Bachsche Prinzip des „Vokaleinbaus“, bei dem

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ein instrumentales Thema der Eigenthematik des Chorsatzes übergeordnet ist, so als wäre dieser erst nachträglich eingebaut worden. Die andere Seite ist die spezifisch italienische Melodik der neapolitanischen Schule, die Mozarts ureigenste Ausdrucksweise war – vor allem in den Sopran-Arien feiert sie Triumphe. * Mozart auf der Reise zu Bach: Die c-Moll-Fuge für zwei Klaviere, KV 426, ist ein unmittelbarer Reflex auf die c-Moll-Messe. Fünf Jahre später, 1788, schuf Mozart eine Transkription für Streicher und setzte ein dunkles, fast schon „romantisch“ anmutendes Adagio voran, quasi als „Präludium“. Adagio und Fuge c-Moll, KV 546, spiegeln die Polarität der Messe – zwischen „barockem“ und „modernem“ Gestus – wider. Wir kennen den äußeren Anlass nicht, der zur Entstehung des hochbedeutenden Werkes führte; vielleicht war es als Musik zu einem Ritual der Freimaurer gedacht. Es ist jedenfalls die Summe der Auseinandersetzung Mozarts mit Johann Sebastian Bach. Im Kontext der „Großen Messe“ stehen György Kurtágs „Bach-Transkriptionen“ („Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, BWV 687 und „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“, BWV 106), ergänzt durch kurze Stücke aus dem Zyklus „Spiele“, auf der Seite der Schreie und Fragen. Thomas Jahns Zyklus „Orte und Zeiten – tempi e luoghi“, 1985 im Auftrag des Festivals von Montepulciano entstanden, erweitert das Thema „Reise nach Italien“ zu einer Begegnung mit der Geschichte. Seine Zeit-Reise in das Sehnsuchtsland der Deutschen ist eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart – ist Verstörtsein und die Beschwörung einer „Ewigkeit“ des unerbittlichen und unwiderruflichen Todes. * Spuren der Transzendenz? Uwe Scholz’ Ballett „Die Große Messe“ zielt darauf ab, in Mozarts Musik, wie es der Theologe Hans Küng formuliert, jene „Spuren der Transzendenz“ zu suchen, die das zum Ausdruck bringen, was die Religionen mit dem Begriff „Gott“ umschreiben; das „Ewige“ als Bezugspunkt und Maßstab des „Zeitlichen“. Wie in der Liturgie, gipfelt „Die Große Messe“ in der mystischen Bitte: „Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, miserere nobis, dona nobis pacem – Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme dich unser, gib uns deinen Frieden.“

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Leipziger Ballett


StĂŠphanie Zsitva-Gerbal, Mohamed Youssry, Amelia Waller


Texte Gregorianisch: Messe zum Fest des Hl. Thomas von Canterbury INTROITUS Gaudeamus omnes in Domino diem festo celebrantes sub honore Thomae martyris: De cuius passione gaudent angeli et colaudent Filium Dei.

Freut euch des Herren und lasst uns diesen heiligen Festtag zu Ehren Thomas des Märtyrers feiern, über dessen Martyrium die Engel frohlocken und preisen Gottes Sohn.

Exaudi Deus orationem meam cum deprecor: A timore inimici eripe animam meam.

Erhöre, Gott, mein Gebet und mein Flehen: Nimm meiner Seele die Furcht vor dem Bösen.

Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto: Sicut erat in principio et nunc et semper: Et in saecula saeculorum. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, so auch jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Wolfgang Amadeus Mozart, Messe c-Moll, KV 427 KYRIE Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.

KYRIE Herr, erbarme Dich. Christus, erbarme Dich. Herr, erbarme Dich.

GLORIA Gloria in excelsis Deo. Et in terra pax hominibus bonae voluntatis.

GLORIA Ehre sei Gott in der Höhe. Und auf Erden Friede den Menschen, die guten Willens sind.

Laudamus te. Benedicimus te. Adoramus te. Glorificamus te.

Wir loben Dich. Wir preisen dich. Wir beten Dich an. Wir verherrlichen Dich.

Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam.

Wir sagen Dir Dank ob Deiner großen Herrlichkeit.

Domine Deus, Rex coelestis, Deus Pater omnipotens. Domine Fili unigenite, Jesu Christe. Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris.

Herr und Gott, König des Himmels, Gott allmächtiger Vater! Herr Jesus Christus, eingeborener Sohn! Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters.

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Qui tollis peccata mundi, miserere nobis. Qui tollis peccata mundi, suscipe deprecationem nostram. Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.

Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Erbarme Dich unser. Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Vernimm unser Flehn. Du sitzt zur Rechten des Vaters: Erbarme Dich unser.

Quoniam tu solus Sanctus, tu solus Dominus, tu solus Altissimus.

Denn Du allein bist der Heilige, Du allein der Herr, Du allein der Höchste.

Jesu Christe.

Jesus Christus.

Cum Sancto Spiritu in gloria Dei Patris. Amen.

Mit dem Heiligen Geiste, in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Amen.

CREDO Credo in unum Deum, Patrem omnipotentem, factorem coeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium. Et in unum Dominum Jesum Christum, Filium Dei unigenitum, et ex Patre natum ante omnia saecula. Deum de Deo, lumen de lumine, Deum verum de Deo vero. Genitum, non factum, consubstantialem Patri, per quem omnia facta sunt. Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de coelis.

CREDO Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit. Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott. Gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch den alles erschaffen ist. Der für uns Menschen und um unseres Heiles willen vom Himmel herabstieg.

Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine: Et homo factus est.

Und Fleisch geworden ist durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria, und Mensch geworden ist.

(Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato, passus et sepultus est. Et resurrexit tertia die secundum scripturas, et ascendit in coelum, sedet ad dexteram Patris. Et iterum venturus est cum gloria,

(Gekreuzigt für uns unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden. Am dritten Tage wieder auferstanden, wie es geschrieben steht, und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und

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iudicare vivos et mortuos, cuius regni non erit finis. Et in Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem: Qui ex Patre Filioque procedit. Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur: Qui locutus est per prophetas. Et in unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam. Confiteor unum baptisma in remissionern peccatorum. Et exspecto resurrectionem mortuorum. Et vitam venturi saeculi. Amen.)

die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. Ich glaube an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten. Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und erwarte die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.)

(Die von Mozart nicht vollendeten Teile des CREDO stehen in Klammern)

SANCTUS Sanctus, Sanctus, Sanctus: Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt coeli et terra gloria tua. Osanna in excelsis.

SANCTUS Heilig, heilig, heilig: Herr, Gott der Heerscharen. Erfüllt sind Himmel und Erde von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe!

BENEDICTUS Benedictus qui venit in nomine Domini. Osanna in excelsis.

BENEDICTUS Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!

AGNUS DEI Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: Miserere nobis. Agnus Dei, qui tollis peccata mundi: Dona nobis pacem.

AGNUS DEI Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Erbarme dich unser. Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt: Gib uns Deinen Frieden.

(Der Text des AGNUS DEI, von Mozart nicht komponiert, wird auf die Musik des KYRIE gesungen)

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Arvo Pärt, Credo (1968) Credo in Jesum Christum.

Ich glaube an Jesus Christus.

Audivistis dictum: Oculum pro oculo, dentem pro dente. Autem ego vobis dico: Non esse resistendum iniuriae.

Ihr habt das Wort vernommen: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Leistet keinen Widerstand gegen das Unrecht.

Credo.

Ich glaube.

Wolfgang Amadeus Mozart, Motette „Ave verum corpus”, KV 618 Ave verum corpus, natum de Maria Virgine: Vere passum, immolatum in cruce pro homine: Cuius latus perforatum unda fluxit et sanguine: Esto nobis praegustatum in mortis examine.

Sei gegrüßt, Du wahrer Leib, geboren aus der Jungfrau Maria, der wahrhaft gelitten hat und für die Menschen ans Kreuz genagelt wurde, aus dessen durchbohrter Seite Blut und Wasser floss: Sei für uns ein Vorbild in des Todes Nöten.

Thomas Jahn, Orte und Zeiten – tempi e luoghi ZEIT UND ZEITEN Die Zeit – das sind unterschiedliche Zeiten: Viele Stränge laufen parallel, oft im Gegensinn, selten einander treffend. Wenn sie sich aber doch überschneiden, dann offenbart sich die einzige Wahrheit. Kaum enthüllt, wird sie schon wieder ausgelöscht von denen, die die Apparate und Mechanismen überwachen, die Weichen unserer Wahrnehmung stellen.

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So fallen wir zurück in die einzige Zeit, die über uns zuschlägt wie eine lichtundurchlässige Luke. In dem Augenblick allein, der die verschiedenen Stränge erkennen ließ, haben sich erkannt die wenigen Lebenden, haben sich Lebewohl zu sagen, nicht: Aufwiedersehn. Bernhard Laux

Multas per gentes … (Viele Länder durchfuhr ich …) Multas per gentes et multa per acquora vectus advenio has miseras, frater, ad inferias, ut te postremo donarem munere mortis et mutam – nequiquam! – alloquerer cinerem, quandoquidem fortuna mihi tete abstulit ipsum, heu, miser indigne frater adempte mihi! nunc tamen interea haec, prisco quae more parentum tradita sunt tristi munere ad inferias, accipe fraterno multum manantia fletu atque in perpetuum, frater, ave atque vale! Viele Länder durchfuhr ich, fuhr über endlose Meere, um endlich hier zu stehen, Bruder, am einsamen Grab. Gaben hab ich zu bringen, wie wir unsern Toten sie opfern, will mit dem stummen Staub führen ein schweigsam Gespräch, da nun einmal ein unwiderruflich Geschick dich dahinnahm, Bruder, du ärmster, und dich unzeitig früh mir entriss. So empfange denn, was der Väter uralte Sitte heißt, den Verblichnen zu weihn als unser letztes Geschenk, was meiner Wehmut Tränen benetzen, Bruder, nimm hin, und in deine Ewigkeit folg dir mein leises Lebwohl! Catull (Deutsche Nachdichtung von Wolfgang Tilgner)

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Paul Celan, Drei Gedichte BRANDMAL Wir schliefen nicht mehr, denn wir lagen im Uhrwerk der Schwermut und bogen die Zeiger wie Ruten, und sie schnellten zurück und peitschten die Zeit bis aufs Blut, und du redetest wachsenden Dämmer, und zwölfmal sagte ich du zur Nacht deiner Worte, und sie tat sich auf und blieb offen, und ich legt ihr ein Aug in den Schoß und flocht dir das andre ins Haar und schlang zwischen beide die Zündschnur, die offene Ader – und ein junger Blitz schwamm heran. FADENSONNEN über der grauschwarzen Ödnis. Ein baumhoher Gedanke greift sich den Lichtton: es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen. PSALM Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm, niemand bespricht unsern Staub. Niemand. Gelobt seist du, Niemand. Dir zulieb wollen wir blühn. Dir entgegen. Ein Nichts waren wir, sind wir, werden wir bleiben, blühend: die Nichts-, die Niemandsrose. Mit dem Griffel seelenhell, dem Staubfaden himmelswüst, der Krone rot vom Purpurwort, das wir sangen über, o über dem Dorn.

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Adriana Suarez und Sibylle Naundorf, Auff端hrungsfoto 1998


Uwe Scholz bei einer Probe zur Urauff端hrung 1998


Gedanken von Mario Schröder Zur Wiederaufnahme „Die Große Messe“ „Die Große Messe“ ist ein Herzstück im Schaffen des Choreografen Uwe Scholz. Darum ist es mir besonders wichtig, diese Arbeit – in der ich selbst als Tänzer auf der Bühne stand – auch in meiner ersten Spielzeit als Leiter des Leipziger Balletts wieder in den Spielplan aufzunehmen. Die „Messe“ erscheint mir darüber hinaus für eine inhaltliche Auseinandersetzung der Company mit dem Werk und der spezifischen choreografischen Sprache von Uwe Scholz sehr geeignet. Wir haben uns ja fest vorgenommen, seine Stücke in Beziehung zu Arbeiten anderer Choreografen zu setzen. Außerdem passt die „Große Messe“ auch inhaltlich hervorragend zu unserem Spielzeitthema Erleben, Bewegen, Fliegen und setzt sich im Besonderen mit dem Thema ZEIT auseinander. Auch in der „Messe“ geht es um den Kreislauf des Lebens, das Werden und Vergehen, um die Wahrnehmung von Zeit in unterschiedlichen Situationen. Mich hat immer sehr beeindruckt, wie Uwe mit dem Material Mozarts umgeht. Er wollte Mozarts Unvollendete gerade nicht vollenden, sondern vielleicht eher Ergänzungen suchen und zeigen, dass genau das, was man nicht greifen kann, nicht komponiert werden kann. Er mischt Mozarts „Messe“ mit fremder Musik von Thomas Jahn, György Kurtág und Arvo Pärt und Texten von Paul Celan. Und das ist das Geniale: In seiner hochmusikalischen Art erzeugt er eine Reibung von unglaublicher Intensität. Er mischt diese Elemente, stellt sie nebeneinander, aber lässt sie dennoch miteinander kommunizieren und inhaltlich ganz fest zueinander gehören. Ich persönlich fand das auch damals schon als Mitglied der Company sehr aufregend und spannend. Gerade die Unterbrechungen Mozarts durch die „Fremdkörper“ ergeben völlig neue Ausdrucksräume. Diese musikalischen Einschübe kamen eher aus dem unterbewussten, emotionalen Bereich, Uwes choreografische Sprache über Mozart dagegen ist viel klarer und abstrakter. Damit treffen zwei unterschiedliche Seelen aufeinander. * Ich glaube, dass Uwe Scholz gerade in den letzten Jahren versucht hat, sehr viel von sich selbst zu erzählen und in der Vermittlung durch Tanz darzustellen. Das ist normal: Uwe war ja ein Künstler, der in seiner Arbeit wie im privaten Leben immer bis an die Grenzen gegangen ist und diese Lebensenergie spürt man auch in all seinen Werken. Er hatte Momente, wo er seine eigene Situation und seine eigene Persönlichkeit stark reflektierte, um auszubrechen aus den Formalismen. Er war ein unglaublich musikalischer Choreograf, der gerade deshalb darum kämpfte, nicht von der Musik überrollt zu werden, um nicht als Sklave der Musik

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zu gelten. Das klingt zwar hart, aber dieses Ausbrechen aus Konventionen, das fand ich damals sehr stark. Er hatte den Mut, sowohl emotionale Vorgänge zu zeigen, die evt. formal erscheinen können, als auch Situationen auszuformen, die tiefe Verletzungen darstellten – bis zum brutalen Schrei. Hätte er „nur“ Mozarts Messe choreografiert, wäre das vielleicht in der Lebensphase, in der er sich befand, zu „einfach“ oder zu „glatt“ gewesen. Er brauchte die Gegensätze, um Zerbrechlichkeit und Zerrissenheit zu zeigen – man sagt ja auch, dass man ohne die Wärme die Kälte nicht spüren kann. Ohne Trauern gibt es keine Freude. Das Leben bedeutet immer eine Berg- und Talfahrt. * Am Anfang der Probenarbeit war überhaupt nicht klar, wo das alles hingeht – ein großes spannendes Experiment. Ich habe in der damaligen Produktion die unglaublich anspruchsvollen Celan-Texte gesprochen und konnte mich persönlich selbst darin entdecken. Das ist generell die große Frage eines Tänzers: Wo taucht man selbst in dem Stück auf? In der „Großen Messe“ kam ich, der Mensch Mario Schröder, authentisch zum Vorschein. Das war und ist wirklich spannend und eigentlich auch genau das, was wir anstreben: Wir erzählen authentische Geschichten von uns, von den Menschen, die hier leben oder von den Begegnungen, die wir haben. So beginnt der Dialog mit dem Publikum und auch die Identifikationssuche, die wir jeden Tag neu anstreben, wenn wir in den Ballettsaal gehen um zu arbeiten. * Die Probenarbeit an der „Großen Messe“ war damals sehr intensiv und es gab natürlich auch Situationen, in denen man nicht auf die Uhr schaute, die Zeit vergaß. Uwe hat mich manchmal gegen 1.00 Uhr früh angerufen und wir haben eine Probe gemacht. Das habe ich nie hinterfragt. Das spricht für den unglaublichen Einfluss, den er auf mich hatte, für meine Faszination von seiner Arbeit. Er war sowohl mein Freund und später auch wichtiger Mentor für mich. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man einen Teil des Wesens Uwe Scholz’ in meinen Werken wieder. Das Vorhandensein von Visionen, Träumen, Ängsten, von Energien, die da mitschweben und das Spiel mit Raum und Zeit ist mir ebenso wichtig wie ihm. Genau das faszinierte mich: Das Spiel mit der Dynamik, das Spiel mit der Energie. Den energetischen „Tanz der Seele“ für die Bewegung zu nutzen, das konnte Uwe sehr gut. Da hab ich von ihm für meine Arbeit ganz viel mitnehmen können. Insofern ist es wichtig, dass wir mit der „Großen Messe“ den Choreografen Uwe Scholz wieder auf die Bühne holen – für mich, für die Company und für das Publikum.

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Mario Schrรถder, 1998 im Gasometer


Gefördert von:

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Verein der Freunde und Förderer des Leipziger Balletts e.V.

Impressum Oper Leipzig. Kommissarischer Intendant und Geschäftsführender Direktor Alexander von Maravic´ Ballettdirektor: Mario Schröder | Spielzeit 2010 /2011 | Heft 13 Redaktion: Katrin Böhnisch nach dem Premierenpogrammheft vom 14.2.1998 Gestaltung: Heinrich Kreyenberg /heutemorgen | Satz: Evelyn Richter Fotos: Andreas Birkigt (Probenfotos der Wiederaufnahme 2011, Proben- und Aufführungsfoto der Uraufführung 1998, Standfoto der Filmaufnahme des Bayerischen Fernsehens im Gasometer, 1998) Druck: Werbe- und Sofortdruck | Gedruckt auf exklusiv von IGEPA Nachweise Wolfgang Amadeus Mozart, Missa c-Moll für vier Solostimmen, Chor und Orchester, KV 427 (417a). Nach dem Urtext revidiert, ergänzt und herausgegeben von Franz Beyer, Verlag C.F.Peters, Frankfurt am Main (Originalverlag dieser Fassung: Amadeus-Verlag, Winterthur/Schweiz) | Wolfgang Amadeus Mozart, Adagio und Fuge für Streicher, c-Moll, KV 546. Bärenreiter-Verlag, Kassel (Neue Mozart-Ausgabe) | Wolfgang Amadeus Mozart, „Ave verum corpus”, Motette für Chor, Streichorchester und Orgel, KV 618. Carus-Verlag, Stuttgart /Bärenreiter-Verlag, Kassel (Neue Mozart-Ausgabe) | Thomas Jahn, Orte und Zeiten – tempi e luoghi. Zyklus für vier Instrumentalisten nach Gedichten von Ingeborg Bachmann, Catull, Peter Härtling, Marie Luise Kaschnitz, Bernhard Laux, Salvatore Quasimodo, Edoardo Sanguinetti, Giuseppe Ungaretti und Harald Weinrich. Peer Musikverlag GmbH, Hamburg | György Kurtág, Játákok (Spiele) und Átiratok Machaut-tol J. S.Bachig (Transkriptionen von Machaut bis J.S.Bach). Verlag Editio Musica, Budapest (in Deutschland vertreten durch Ricordi, München) | Arvo Pärt, Credo (1968) für Klavier solo, gemischten Chor und Orchester. Verlag Universal-Edition, Wien (in Deutschland vertreten durch Schott, Mainz) | Paul Celan, Brandmal © S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main | Paul Celan, Fadensonnen © Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main | Paul Celan, Psalm © Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart Der Text von Mario Schröder ist ein Originalbeitrag für dieses Programmheft. Einspielungen Gregorian Chant from Canterbury Cathedral (Metronome, 1994, MET CD 1003–01). The Lay Clerks of Canterbury Cathedral Choir. Master of the Choristers: David Flood | Thomas Jahn, Orte und Zeiten – tempi e luoghi. (col legno Musikproduktion, 1989, 429355-2). Norma Enns, Sopran – Ensemble l’art pour l’art György Kurtág, Játékok, (ECM Records, 1997, GEMA/ECM 1619,453511-2). Márta und György Kurtág, Klavier Arvo Pärt, Credo, (Chandos Records Ltd., 1993, CHAN 9134). Boris Berman, piano – Philharmonia Orchestra, Philharmonia Chorus – Conductor: Neeme Järvi Literatur Celan, Paul: Gesammelte Werke. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1992 | Felstiner, John: Paul Celan. Eine Biographie. Verlag C. H.Beck, München 1997 | Kindlers Neues Literaturlexikon. Hrsg. v. Walter Jens. Kindler-Verlag, München 1989 | Küng, Hans: Mozart – Spuren der Transzendenz. Piper, München–Zürich 1991 | Küster, Konrad: Mozart. Eine musikalische Biographie.Deutscher Taschenbuch Verlag, München/ Bärenreiter, Kassel 1995 | Mozarts Kirchenmusik. Hrsg. v. Harald Schützeichel. Verlag der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg, Freiburg i. Br. 1992 | Werner-Jensen, Arnold: Vokalmusik. Reclams Musikführer Wolfgang Amadeus Mozart, Bd. 2. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1990

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Choreografien konzertanter Musik sind meine Spezialit채t. Ich suche das, was dahinter steht, spiegele mich selbst und meine Beziehung zum jeweiligen Komponisten. Uwe Scholz


Mozart ist mein bester Freund. Schon deshalb, weil mein erstes Ballett ein Mozart-Abend war. Dennoch ist unser Verhältnis ambivalent. Obwohl ich recht gut Klavier spiele, war es mir nicht mÜglich, seine Musik so zu spielen, dass sie nach Mozart klang. Seine gÜttliche Einfachheit fasziniert mich. Uwe Scholz

Programmheft "Die Grosse Messe"  

Programmheft zur Produktion "Die Grosse Messe" Leipziger Ballett Spielzeit 2010 / 2011

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