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Feinstaub

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36. Jahrgang / Oktober 2011


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EDITORIAL Mag. Guido Jaklitsch, Herausgeber

Liebe Leserin, lieber Leser!

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– diese unscheinbare Zahl hat Leibnitz in diesem Frühjahr einen traurigen Rekord eingebracht. An keinem anderen Messpunkt in ganz Österreich wurde das Feinstaublimit im vergangenen Winter derart häufig überschritten.

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Leibnitz wurde mit sagenhaften 51 Überschreitungen in diesem Frühjahr zur Feinstaubhochburg Österreichs gekürt. Der kommende Winter wird ganz sicher auch nicht besser. Der Feinstaub dringt beim Einatmen tief in die Lunge vor und ist ein potenziell gefährlicher Bestandteil in der Luft. Eine große Anzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen hat gezeigt, dass es bei einem Anstieg von Feinstaubbelastungen zu einer erhöhten Anzahl von Todesfällen, zu mehr Atemwegserkrankungen und Schäden im Herz-Kreislauf-System kommt. Außerdem stehen die verschwindend kleinen Partikel – sie machen einen millionstel Teil eines Millimeters aus – im Verdacht, entzündliche Prozesse im Körper auszulösen. Grund genug, das Feinstaub-Thema nicht als unlösbar abzutun, sondern vielmehr ein langfristiges, effizientes Maßnahmenpaket für die Stadt Leibnitz zu schnüren. Es gibt aber auch positives zu berichten. Der Masterplan des Kasernengeländes Leibnitz wird von Architekt Thomas Pucher gerade fertiggestellt. Ein Grundsatzbeschluss darüber wird Ende Oktober im Gemeinderat getroffen. Danach wird der Bevölkerung, vor allem den Anrainern, das Projekt näher vorgestellt, um etwaige Änderungen bzw. Verbesserungen durchführen zu können. Die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger erachte ich bei einem Projekt dieser Größenordnung als besonders wichtig. Im Jänner des kommenden Jahres soll dann der Endbeschluss erfolgen.


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Liebe Aktuell

Die Liebe kennt keine Grenzen – von Vorarlberg bis in die Obersteiermark!

Von Eva-Maria Leodolter

Die Redaktion von „Liebe AKTUELL“ hat wieder drei schöne Liebesgeschichten zusammengetragen und verrät, weshalb die Liebe keine Grenzen kennt und was das Geheimnis ist, wenn man einmal über 40 Jahre verheiratet ist. Wenn auch Sie uns Ihre ganz persönliche Liebesgeschichte erzählen möchten, senden Sie diese mit einem Foto an die Redaktion von LEIBNITZ AKTUELL oder per E-Mail an redaktion@ leibnitzaktuell.at Lovestory Nr. 1 – Stephanie Franz (25 aus Tillmitsch) und Seppi Wrolli (28 aus Großklein) Als LEIBNITZ AKTUELL die beiden im neu eröffneten Betten-Reiter im Basta in Leibnitz antraf, wurde gerade gemeinsam geshoppt – für das Liebesnest ganz offensichtlich. „..Denn wir sind gerade eben mal einen Monat lang zusammen“, verrät Stephanie. Eigentlich wurden die beiden ja verkuppelt, schmunzelt auch Josef. „Schließlich war seine Schwester eine meiner besten Freundinnen,

und als wir dann beide Single waren, hat sie gemeint, ob wir uns nicht einmal treffen möchten“, erklärt die Tillmitscherin. „Gekannt haben wir uns schon aus dem Kindergarten und eben durch meine Schwester, weil die Stephanie halt auch oft bei uns zu Hause war“, sagt Seppi. „Und als wir uns dann verabredet haben, waren wir deshalb auch nicht so nervös“, sagen beide. Für die Zukunft planen die zwei, die noch nicht zusammen wohnen, ganz kuschelig-romantische Wochenenden in der Therme... Das Strahlen der Frischverliebten ist ansteckend – gerade eben geschlüpfte „Liebesschmetterlinge“ flattern halt besonders intensiv.... Lovestory Nr. 2 – Hermine Haselsteiner (48 aus St. Gallen) und Gerhard Koller (40 aus Leibnitz) Als Kraftfahrer war Gerhard einfach überall unterwegs. Und so verschlug es den Leibnitzer auch einmal nach St. Gallen in der Obersteiermark. Dort in dem Betrieb, an den er lieferte, stach ihm sofort Hermine ins Auge. „Ich war als Produktionsmitarbeiterin tätig und so haben wir uns damals kennengelernt“, erklärt die Obersteirerin. „Ich war vorher sieben Jahre lang Single – ich habe den richtigen Partner einfach noch nicht gefunden gehabt und gedacht, so einen gibt‘s gar nicht. Bis ich den Gerhard traf“, sagt

Hermine. Er, Gerhard, kam gerade frisch aus einer 20-jährigen Verbindung „heraus“ und verliebte sich in die agile Blondine. „Ich habe zwei Kinder, Hermine drei“, sagt der Kraftfahrer. „Mein vierter Enkel ist grad unterwegs“, fügt Hermine noch an. Seit zwei Jahren sind die beiden nun ein Paar und es funktioniert sehr gut. Auf die Frage nach einem Trauschein kommt lachend die Antwort: „Wir haben eine LAP – eine Lebensabschnittspartnerschaft“, sagen beide. „Wahrscheinlich hat es auch Vorteile, wenn man sich nicht immer sieht – durch unsere beiderseitige volle Berufstätigkeit ist das halt so. Aber dafür genießen wir die Zeit miteinander einfach intensiver“, sagt Hermine, die in der Südsteiermark einen tollen Job als Fuhrparkleiterin gefunden hat, als sie zu ihrem Gerhard zog. Lovestory Nr. 3 – Elli (71) und Heinz Lunardon (70) aus St. Georgen/Stfg. „Seit 44 Jahren sind wir verheiratet“, berichten Elli und Heinz der LEIBNITZ AKTUELL. Das Kennenlernen war schon „kurios“, wie es Heinz schildert. Als Arbeiter in der Textilfabrik in Hart bei Bregenz, lernte man sich kennen. „Und ich hab ihr halt mal gesagt, dass am Abend ein ganz guter Film im Kino in Bregenz laufen tät‘ und ob sie nicht Lust hätte, mit mir dorthin zu gehen“, schil-

dert Heinz. Aber als es wie aus Eimern goss, sah der Vorarlberger seine Chancen bei Gabriele, wie sich Elli richtig schreibt, schon schwinden. „Ich hätt‘ nicht gedacht, dass sie an der vereinbarten Bushaltestelle erscheint... aber sie war da, waschelnass – und ich sehr froh. Ja, und so haben wir uns das erste Mal offiziell getroffen“, erzählt Heinz. Der Regen kann den beiden auch heute kaum was anhaben – wenn man auf gemeinsamen Wandertouren – etwa rund um Zell am See – unterwegs ist, ist man schon öfters mal ordentlich nass geworden. „Dann erinnern wir uns immer an die erste Verabredung im Regenguss“, sagt Elli. „Ich war damals als Saisonkraft in Vorarlberg und fuhr im Sommer immer wieder nach Hause in die Südsteiermark. Und irgendwann hat der Heinz mich angerufen und gesagt, dass er meine Heimat kennen lernen will“, erklärt die Ehefrau. „Mir hat‘s da auf Anhieb gefallen – die Aussicht ist einfach herrlich in St. Georgen am Berg. Ja und so bin ich 1968 hergezogen – zu meiner Elli“, sagt Heinz. Ein Jahr später fand er einen Job bei der Post und war fortan als der Postler mit dem fröhlich-vorarlbergerischem Witz und Dialekt bekannt. . „Mein Mann ist und war schon immer sehr aktiv – den Fußballverein hat er aufgebaut und bei der Feuerwehr ist er noch immer“, sagt Elli stolz. Und in der Freizeit werden Weinhecken oder Bäume in der ganzen Nachbarschaft geschnitten... Langweilig wird‘s den beiden sicher nicht – und das Geheimnis, wie man es schafft, so lange verheiratet zu sein, verraten sie LEIBNITZ AKTUELL gerne: „Die Zeit hat uns zusammengeschweißt und jeder gibt dem anderen Freiraum, und besonders stolz sind wir auf unsere drei Kinder und die fünf Enkerln“, sagen beide.


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Satire

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Leibnitzer Hochhausbau: Fälschung im Bauakt? Bei der baurechtlichen Abwicklung des „Schmid-Baus“ in Leibnitz herrscht noch immer helle Aufregung um eine angebliche Weisung von Bgm. Helmut Leitenberger, die er bestreitet, jemals getätigt zu haben. Liegt gar eine Fälschung im Bauakt vor? Von Reinhard Czar Bauaktes, aus dem hervorging, dass Bgm. Leitenberger dem zuständigen Sachbearbeiter die Weisung erteilt hatte, das Projekt positiv zu beurteilen. (Siehe Faksimile des Aktenvermerkes links.)

Fälschung oder Lüge?

Ist diese Weisung echt oder eine Fälschung? Aber warum sollten Bedienstete eine Weisung erfunden und ein Dokument gefälscht haben? Dafür gibt es keine nachvollziehbare Erklärung. Stimmt aber die Behauptung Leitenbergers, nie eine Weisung erteilt zu

Z

ur Vorgeschichte: Im Mai 2010 ersuchte die „modern living Immobilien GmbH“ die Gemeinde Leibnitz um eine Baubewilligung für die Errichtung eines siebenstöckigen Gebäudes im Bereich Hauptplatz 5, 7 und 9. Dieses Projekt wurde von dem von der Gemeinde Leibnitz beauftragten Ortsbildsachverständigen negativ beurteilt. Seitens der Bauwerber wurde ein positives Privatgutachten von Rudolf Fuhrmann vorgelegt. Von Anrainern wurde der Antrag gestellt, die Baubewilligung zu versagen. Zuständig für das Bewilligungsverfahren war in erster Instanz Bürgermeister Leitenberger. Da er sich schon vor dem Baubewilligungsverfahren für das Projekt ausgesprochen hatte, war klar, dass er die Baubewilligung erteilen würde. Überraschender waren allerdings Details, die erst

später bekannt wurden. In der Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ vom 23.09.2011 wies der Rechtsanwalt der Anrainer darauf hin, dass Bgm. Leitenberger dem zuständigen Sachbearbeiter in der Gemeinde eine Weisung erteilt hätte, einem „projektfreundlichen“ Gutachten von Rudolf Fuhrmann den Vorzug zu geben. Im selben Zeitungartikel behauptete Bgm. Leitenberger öffentlich und unmissverständlich: Ich habe nie eine Weisung gegeben. Gegen den Bewilligungsbescheid wurde Berufung eingelegt, die der Gemeinderat als Baubehörde 2. Instanz in der Sitzung vom 28.9.2011 zu behandeln hatte. Einige Tage vor dieser Sitzung wurde den Gemeinderäten seitens des Vertreters der Berufungswerber eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Angeschlossen war die Kopie eines Aktenteiles des

haben, dann muss es sich um eine Fälschung handeln und der Bürgermeister hat als Vorgesetzter die Konsequenzen zu ziehen: Einleitung eines Disziplinarverfahrens und Verständigung der Staatsanwaltschaft. Stimmt aber der Aktenvermerk und es gab diese Weisung, dann hätte Leitenberger öffentlich die Unwahrheit gesagt. Solange es aber kein Gerichtsverfahren gibt, bei dem Zeugen unter Wahrheitspflicht auszusagen haben, gilt die Unschuldsvermutung.


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Leibnitz

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n Kasernengelände: DI Thomas Pucher präsentiert Masterplan n Migration: Gelungene Integration basiert auf Geben und Nehmen

Im rechten Licht FOTO: KASERNE

RA Mag. Claudia Höfler-Staudinger

Schadenersatz bei Gebäudeschäden Auch der vorsorgendste Hauseigentümer kann in der kalten Jahreszeit mit diversen Frost- und Wasserschäden an seinem Haus konfrontiert sein. Sie sind grundsätzlich zu jeder Jahreszeit unangenehm, im Winter bedeuten sie jedoch noch einen größeren Ärger, da oftmals die Witterung das Schadensausmaß vergrößert, die Ursachenbehebung verhindert oder die Sanierung erschwert. Auch wenn der Schaden zumeist durch eine Versicherung gedeckt ist, hat der geschädigte Hauseigentümer im Schadensfall einige Grundregeln des Schadenersatzrechtes zu beachten: • Jeden Geschädigten trifft eine Schadensminderungspflicht, die Verpflichtung zur Setzung von Maßnahmen, die eine Vergrößerung des Schadens hintanhalten. Zumal bis zur Zusage der Deckung eines Schadens durch den Gebäudeversicherer geraume Zeit vergehen kann, sollte der betroffene Hauseigentümer sich dieser Verpflichtung bewusst sein. Anderenfalls besteht das Risiko, dass trotz bestehendem Versicherungsschutz der Hauseigentümer auf einem Teil der Sanierungskosten sitzen bleibt. • Nachweis der Aufwendungen: Die Behebung von Gebäudeschäden erfordert neben dem Einsatz von Fachkräften auch etliche Stunden des Aus- und Einräumens, Putzens und vieles mehr. Arbeiten, die im Regelfall durch den Hauseigentümer selbst durchgeführt werden. Auch diese Arbeitsleistungen können von der Versicherung ersetzt werden. In diesem Fall gilt: Je genauer die Dokumentation des Zeitaufwandes und sonstiger Kosten, desto einfacher ist die Durchsetzung der Ansprüche. Denn die Beweispflicht für den tatsächlichen Aufwand trifft immer den Geschädigten. Die Beachtung dieser Prinzipien unseres Schadenersatzrechtes unterstützt nicht nur eine rasche außergerichtliche Schadensabwicklung, sondern verschafft eine immense Verbesserung der Position des Geschädigten im Streitfall. Fragen Sie Ihren Anwalt! RA Mag. Claudia Höfler-Staudinger ist Rechtsanwältin bei Kortschak + Höfler RAe OG Leibnitz.

Trotz intensiver Nutzung des Kasernengeländes für die Schaffung von Wohnraum sieht der Masterplan auch viel Raum für nachbarschaftliche Begegnungen vor. Foto: Atelier Thomas Pucher

Von Reinhard Czar

Wohnen im Cluster Städte werden als Wohn- und Lebensraum wieder attraktiver. Diesbezüglich verfügt Leibnitz mit dem Kasernengelände über ein großes Entwicklungspotenzial. Wie dieses am besten genützt werden soll, erklärte uns der Grazer Architekt Thomas Pucher, „Master“ des Masterplans für das Areal, im Exklusivinterview. Die militärischen Pioniere sind aus der Leibnitzer Hermann-Kaserne nach deren Schließung längst abgezogen. Geblieben zu sein scheint der Pioniergeist, den die Stadtgemeinde bei der Suche nach einer neuen Nutzung des Kasernengeländes an den Tag gelegt hat. Oder wie es der Grazer Architekt Thomas Pucher im Gespräch mit „Leibnitz aktuell“ formuliert: „Man kann die Stadt nicht genug loben, dass sie das macht. Dieser Prozess war vorbildhaft.“ Die Rede ist vom sogenannten Masterplan, den Pucher im Auftrag der Stadtgemeinde Leibnitz erarbeitet hat. Was man sich darunter vorstellen kann? „Der Masterplan“, so Pucher, „legt fest, wo und wie groß gebaut werden wird, wo Grünanlagen entstehen werden. Er ist zu hundert Prozent verbindlich und bildet die Grundlage für den in Erstellung befindlichen Bebauungsplan. Was der Masterplan aber nicht beinhaltet, ist der Entwurf der Gebäude selbst.“ Man könnte sich den Masterplan also in etwa

wie die Skizze eines Bildes vorstellen, die später mit Farben Punkt für Punkt ausgemalt wird.

Der Masterplan im Detail

Was hat sich das Team rund um den Shootingstar unter den Grazer Architekten nun für das Kasernengelände ausgedacht? „Es handelt sich um eine gute Mischung aus einer nach wie vor gefühlten Parklandschaft und vielen Bewohnern“, umreißt Pucher den Inhalt des Masterplans, „Der Plan lässt eine gemischte Nutzung offen, zu einer überwiegenden Mehrheit gibt es Wohnbebauung, aber auch eine öffentliche Nutzung sowie eine Bürobebauung sind möglich.“ Dieser Mix passt perfekt mit den Gegebenheiten rund um das Kasernengelände zusammen. So ist der Westen an der relativ ruhigen Wagnastraße mit Blick auf Seggauberg dem Wohnbau vorbehalten, für den östlichen Teil an der stark befahrenen Marburger Straße sind auch Bürogebäude möglich. Im gleichen Ausmaß, wie man vom „leisen“ Teil des Areals im Westen zum „lauten“ im Osten kommt, steigt auch die Höhe der Bauten: von zwei- bis dreigeschoßigen Wohnhäusern bis zu fünfgeschoßigen Bürogebäuden. Mit einem eher zufälligen, aber durchaus willkommenen Nebeneffekt: Die höheren Bürogebäude entlang der Marburger Straße werden bewirken, dass der Straßenlärm bis hin zur Wagnastraße künftig sogar weniger zu hören sein wird als jetzt. Die ostseitigen Gebäude werden somit als Schallschutz fungieren. Das haben Schallmessungen ergeben, die Pucher vornehmen hat lassen. „Im Prinzip haben wir zwei Achsen ins Zentrum“, erklärt der Architekt weiter, „die ruhige


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Wagnastraße mit wenig Verkehr ist ideal für Fußgänger und Radfahrer und die Marburger Straße, die ja jetzt schon stark befahren ist, eignet sich für den Autoverkehr.“ A la longue stellt sich Pucher den Ausbau der Wagnastraße als Boulevard mit Freizeitqualität, ähnlich einem linearen Park vor. Rund 500 Wohnungen sieht der Masterplan für das Kasernengelände vor, wobei das Ganze kein „Wohnsilo“ werden soll. Jeweils drei bis vier Gebäude um einen eigenen kleinen Park stellen die untergeordneten Einheiten dar. Dadurch soll Nachbarschaftspflege möglich werden, weil es Plätze gibt, wo man sich treffen kann. „40 bis 50 Wohnungen im Cluster“ schweben dem Architekten dabei vor. Aus solchen Einheiten entsteht dann die größere Einheit der gesamten Siedlung, die wiederum Bestandteil der übergeordneten Einheit Stadt Leibnitz wird.

Landflucht macht Kasernengelände zusätzlich attraktiv

Dass der Masterplan mit fünf Geschoßen im Osten des Kasernengeländes an der Marburger Straße klar über dem Wert liegt, den der Ortsbildsachverständige für Leibnitz, Hasso Hohmann, in der letzten Ausgabe von „Leibnitz aktuell“ empfohlen hat, sieht Pucher gelassen und verweist auf internationale Trends: „Die Stadtentwicklung geht heute in die Richtung, so viele Leute so zentral wie

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Der Grazer Architekt Thomas Pucher zeichnet für den Masterplan zur künftigen Nutzung des Leibnitzer Kasernengeländes verantwortlich. Foto: Atelier Thomas Pucher

möglich wohnen und arbeiten zu lassen.“ Eine nur dreigeschoßige Bebauung auf dem gesamten Areal ist für ihn demnach nicht nachvollziehbar. Denn die Lage des Kasernengeländes, so sind sich im Prinzip alle Experten einig, ist ideal. Architekt Thomas Pucher: „Aus meiner Sicht gibt es mit Ausnahme des Lärms an der Marburger Straße keine Nachteile am Kasernengelände. Es verfügt im großräumigen Kontext von Leibnitz und Umgebung über eine irrsinnig zentrale Lage. Es ist nur einen Kilometer vom Hauptplatz entfernt und weniger als einen Kilometer von der Bahnstation. Und über den Bahnhof ist es ideal mit Graz verbunden.“ Letzteres, so schätzt der Architekt, werde in Zukunft wesentlich wichtiger sein als heute. Aufgrund der Kosten werde künftig in den Haushalten nämlich

zuerst einmal der Zweitwagen wegfallen und dann allgemein beim Auto gespart werden, weshalb sich die Menschen wieder verstärkt überlegen, wo sie wohnen wollen, analysiert Pucher den Hintergrund der neuen Landflucht. „In Europa beobachten wir den Trend, dass die Städte wieder wachsen.“ Zum Arbeiten müsse man ohnehin in die Stadt, wenn man auch in der Stadt wohne, profitiere man von den zusätzlichen Qualitäten der Stadt, angefangen von den Einkaufsmöglichkeiten über die Gastronomie bis hin zum Kulturangebot. Wie geht’s nun weiter? Eine gute Voraussetzung für die Umsetzung des Masterplans liegt in den Besitzverhältnissen: Das Kasernengelände gehört bekanntlich bereits der Stadtgemeinde Leibnitz. Allerdings: „Nur weil man einen Masterplan hat“, so Pucher, „bedeutet das noch nicht, dass eine qualitätsvolle Realisierung bis ins Detail sichergestellt ist. Aber ich hoffe, dass man in Leibnitz auch weiterhin so besonnen und wachsam ist wie bisher und dass die Stadtgemeinde als Eigentümer eine gezielte Verwertung anstrebt, die in der Auswahl der besten Projekte und Projektentwickler mündet.“ Denn, so der „Master“ des Masterplans, Thomas Pucher: „Leibnitz wird es auch in hundert Jahren noch geben.“ Eine geordnetes städtebauliches Wachstum ist somit nicht nur eine Frage der Gegenwart, sondern vielmehr die Basis für zukünftige Generationen.

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Geben und Nehmen, Kosten und Reden Kein anderes Thema weckt so viele Emotionen, kein anderes Thema sorgt so sehr für politische und gesellschaftliche Auseinandersetzungen wie das Ausländer-Thema – auch und gerade auf Ebene der Gemeinden. Gelungene Integration ist dabei ein Geben und Nehmen, auf beiden Seiten. Von Martin Link

S

chon als die Sache im Jänner aufflog, sorgte sie für große Schlagzeilen in österreichischen Medien. Und dann nochmals im März, als die Justiz ihr Urteil über den Sachverhalt fällte: Worum ging es? Ein 17-jähriges Mädchen kosovo-albanischer Herkunft hatte seinen Vater beschuldigt, sie mit einem Mann verheiraten zu wollen. Und tatsächlich erfüllte der Vater, 50 Jahre alt, österreichischer Staatsbürger und immerhin seit 20 Jahren in Leibnitz zu Hause, alle Vorurteile und Klischees, die es im Zusammenhang mit Ausländern und misslungener Integration gibt. „Bei uns werden Mädchen nicht mehr geheiratet, wenn sie keine Jungfrauen mehr sind“, erklärte der Bauarbeiter vor dem Straflandesgericht Graz. Dass er sich die Verhandlung von einem Dolmetscher übersetzen lassen musste, passte geradezu idealtypisch in das Bild eines Mannes, der trotz zweier Jahrzehnte in Österreich in einer offenen, mitteleuropäischen Gesellschaft nicht angekommen sein dürfte.

Alle leben im Ghetto

Kurzzeitig, aber auch einseitig warf die Causa rund um versuchte schwere Nötigung und Freiheitsentziehung auch ein Schlaglicht auf die Situation von und mit Ausländern in einer Stadt wie Leibnitz, die sich in diesem Punkt laut Experten nicht von anderen Bezirksstädten unterscheidet. „Die Probleme entstehen durch eine Ghettoisierung der Ausländer. Damit ist aber in aller Regel nicht nur gemeint, wo Ausländer konzentriert wohnen, sondern auch eine Abschottung voneinander“, schildert der Soziologe Ludger Bermann, der sich anhand deutscher Städte mit Fragen der Zuwanderung beschäftigt hat. Ganz egal, ob Feldbach, Leoben oder Leibnitz: Man bleibt unter sich – und innerhalb der Gruppe der Zuwanderer wiederum mit Menschen eigener Herkunft stärker verbunden. Eingeschleppt und damit zum Teil auch ausgelebt werden dabei jene Konflikte zwischen einzelnen Gruppen, die die Auseinandersetzungen aus ihrer eigenen Heimat oftmals importieren. Und noch ein Phänomen ist

häufig zu bemerken: Kein Thema wird so sehr an seinen negativen Aspekten bewertet wie das Zusammenleben zwischen Aus- und Inländern. „Wir müssen positive Beispiele gelungener Integration dieser Grundhaltung entgegensetzen“, sagt auch der neue Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz von der ÖVP, der gemeinsam mit den zuständigen Landesräten aus allen österreichischen Bundesländern auf Schloss Seggau kürzlich die erste BundLänder-Konferenz zu diesem Thema abgehalten hat. Also touren in den nächsten Wochen prominente Neo-Österreicher durch die Schulen des Landes, aber nicht um – wie Kurz betont – das Integrationsthema schönzureden. Nein: Sie sollen mit ihren eigenen Erfahrungen, den guten und den schlechten, ein authentisches Bild vermitteln. Mit dabei sind etwa die Dancing-Queen Kelly Kainz, der ehemalige Sturm- und Nationalteamspieler Ivo Vastic oder die TV-Moderatorin Arabella Kiesbauer.

So schmeckt Integration

Aber wie kann man gelungene In-

tegration abseits von Schulbesuchen erfahrbar machen? Wie lässt sich die kulturelle Vielfalt auch in einer vergleichsweise kleinen Stadt wie Leibnitz vermitteln? Nein, es müssen nicht unbedingt die teure Plakatserie oder der jährlich verliehene Integrationspreis sein, obwohl viele positive Impulse das Auseinanderfallen in verschiedene gesellschaftliche Gruppen verhindern helfen würden. Gelungene regionale Integration spiegelt sich in der Breite des kulinarischen Angebotes wider. „Menschen, die zuwandern, können oft in ihren erlernten Berufen nicht Fuß fassen oder sie haben, aus welchen Gründen auch immer, keinen Beruf erlernen können“, erläutert Soziologe und Ausländerforscher Bermann. Um ihre soziale und finanzielle Existenz abzusichern, geschehe es daher häufig, dass sich diese Menschen in der Gastronomie buchstäblich ihr Brot verdienen. Ob Taiwanesen, Kurden oder Türken, Albaner oder ehemalige Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien, vielfach bestimmen sie das kulinarische Angebot mit. Im Übrigen, so Bermann, sei das


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einer der wenigen Bereiche, in denen Zuwanderer als solche auch öffentlich sichtbar werden. „Sonst sind Ausländer ja oftmals die großen Unsichtbaren, weil sie einerseits abgeschottet leben und meist hinter den Kulissen arbeiten.“ Will heißen: Meist sind es die schlecht bezahlten Jobs in der Dienstleistungsbranche (ohne Kundenkontakt) oder der Industrie, die von Zuwanderern verrichtet werden. Dieser Umstand, so der Experte, verstärke das gegenseitige Unverständnis, mehr noch, die Neigung zu Vorurteilen. Bermann: „Keine Frage, Integration ist ein Prozess des Gebens und Nehmens, allerdings von beiden Seiten.“

Deutsch als Basis des Dialogs

Doch wie soll ein solcher Prozess überhaupt in Gang kommen, wenn das zentrale Instrument dafür, die gemeinsame Sprache, nicht vorhanden ist. „Unsere Sprache ist Deutsch, aber jede Sprache, die mit Zuwanderern zu uns kommt, bereichert unsere Vielfalt“, sagt die steirische Inte-

grationslandesrätin Bettina Vollath (SPÖ). Ihr Credo: Die Erstsprache, also in aller Regel Deutsch, müsse so gut erlernt werden, weil sie als Basis für den Erwerb einer Zweit- und Drittsprache dient. Daher solle die sprachliche Frühförderung – heuer aus Budgetgründen nur vom Land getragen – ab 2012 auch wieder vom Bund mitfinanziert werden. Der Bedarf ist gegeben: Laut einer aktuellen Untersuchung haben auch 45 Prozent jener Kinder einen erhöhten Frühförderbedarf, deren Eltern Deutsch als Muttersprache haben. Möglicherweise lassen sich auf diese Weise langfristig Fallstricke auf dem Weg zu einem besseren Zusammenleben zwischen Einheimischen und Hergekommenen beseitigen. Übertriebene Hoffnungen hat allerdings auch der Experte nicht: „Solange einerseits bestimmte politische Kräfte das Thema gezielt nützen und andererseits die Zuwanderer in parallelen Gesellschaften leben, bleibt die breite Mehrheit der Mitte für die Emotionen diese Themas anfällig.“

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Steiermark der Regionen wird zu

„Zwangsheirat der Gemeinden“

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m Dezember vorigen Jahres wurde die Verwaltungs- und Gemeindereform von der Landesregierung aus der Taufe gehoben. Auf die Steiermark kommen deshalb auch Gemeindezusammenlegungen (LEIBNITZ AKTUELL berichtete) zu. „Aber es kann natürlich nicht sein, dass zwangsweise Eingemeindungen an der Tagesordnung stehen. Deshalb sprechen wir uns gegen diese auferlegten Zwänge nun öffentlich aus“, erläutert NRAbg. Riemer. „Ob der heftigen Diskussionen und der Probleme der beiden Großparteien scheint es wohl so zu sein, dass die Reform unter Umständen der ÖVP und der SPÖ auf den Kopf fällt. Der Bevölkerung darf die Sache aber auf keinen Fall schaden – deshalb machen wir uns als Opposition dafür stark, dass wichtige Strukturen erhalten bleiben“, erläutert Riemer weiter.

Zum Start der FPÖ-Plakat-Aktion „Zwangsfusion Nein! “ luden die Freiheitlichen rund um Landesparteiobm.-Stv. NRAbg. Josef Riemer und Landesparteisekretär NRAbg. Mario Kunasek sowie Vertreter der Partei aus den Bezirken Leibnitz und Radkersburg zu einem Pressegespräch ein. Von Eva Maria Leodolter

Viele ÖVP-Bürgermeister stehen „auf der Seife“

Gerade in den vielen, von der ÖVP dominierten Gemeinden in der Süd- und Südoststeiermark hüten sich viele Bürgermeister offen Wünsche oder Kritik zu äußern. „Kein Wunder, diese Bürgermeister stehen oft auf der Seife und sind zum Beispiel von Wahlkampfförderungen oder anderen Zuwendungen seitens der Partei abhängig. Da überlegt man sich zweimal, was man sagt“, erkennt Riemer das Problem.

Kleinregionales Entwicklungskonzept

Als „lieb“ bezeichnen die Freiheitlichen das Kleinregionale Entwicklungskonzept. Dieses sei allzuoft einfach unbeschließbar, bzw. manchmal einfach nur eine „Beschäftigungsvariante“ für eine so weiter im Wachsen begriffene Verwaltungsebene. „Mit den vielen Landentwicklern und Konzeptionisten gewinnen wir nur noch eine Instanz mehr,

NRAbg. Riemer, NRAbg. Kunasek und der Radkersburger Bezirksobmann Gerhard Maier (v.l) mit dem Plakat der aktuellen FP-Werbung

die zwischen Land, Bezirkshauptmannschaften und Gemeinden für Bürokratie sorgt“, bringt es NRAbg. Kunasek auf den Punkt.

Zusammenarbeit ja – Zwangsfusionen nein

Die Devise müsse heißen: „Zusammenarbeit ja – Zwangsfusion nein.“ „Wir machen uns gegen die Ausdünnung des ländlichen Raumes und für die Schaffung regionaler Arbeitsplätze stark. Deshalb

fordern wir auch ein GemeindeGesamtkonzept, das es ja in diversen Schubladen schon gibt. Wenn die Zwangsmaßnahmen jedoch umgesetzt werden, heißt das, dass bis zu 70%ige Gebührenerhöhungen in Gemeinden kämen und eine Teuerungswelle auf die Bewohner zurollt“, so Kunasek. „Außerdem könnten dann auch auf Organsisationen und Vereine – etwa die Feuerwehr – schwere

Zeiten zukommen. Für die Bevölkerung hieße es, längere Wege zurücklegen zu müssen. Und natürlich stellt sich die Frage, wie man sich mit großen Strukturen noch heimatverbunden zeigen kann, wo dann doch auch die letzten jungen Bewohner in Richtung Großraum abwandern. Gegen diese Ausdünnung der ländlichen Gemeinden muss man einfach etwas unternehmen“, ist sich Riemer sicher.


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Shopping-Center wächst weiter Wer nach Leibnitz fährt kann am Shopping-Center des EKZ Weinland und des FMZ basta unmöglich „vorbeigehen“. In Ergänzung zum Branchenmix in der Leibnitzer Innenstadt bieten die beiden Einkaufszentren eine Fülle an Shoppingmöglichkeiten. Und demnächst entsteht dank der Übersiedelung des XXXLutz von Gralla in die Wasserwerkstraße ein weiterer Kundenmagnet. LEIBNITZ AKTUELL sprach mit den Betreibern der Zentren. Von Eva-Maria Leodolter

Leibnitz & Gralla wachsen immer mehr zusammen

In Gralla nachgefragt, was die Abwanderung von XXXLutz bedeutet, entwarnt Bgm. Hubert Isker: „Am Standort Gralla entsteht dafür ein Möbelix. Wir sehen in der Wasserwerkstraße eigentlich keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Außerdem wachsen wir dank sehr viel Initiative seitens aller Betreiber zu einem echten Einkaufsparadies zusammen.“

Die Geschäftsstrukturen

„Im EKZ gibt es 32 Betriebe, die über 140 Mitarbeitern einen Job geben. Übrigens sind hier 90 %

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elix Bartolits, der Geschäftsführer des EKZ Weinland, verrät, was schon seit einiger Zeit als mehr oder minder „offenes Geheimnis“ kursiert: „Wenn der XXXLutz von Gralla nach Leibnitz zieht, werden wir einen weiteren Aufschwung erleben.“ Der alte, mittlerweile für den Möbelriesen zu klein gewordene Standort in Gralla soll zum Möbelix werden. Gebaut wird der neue XXXLutzMarkt gleich im Anschluss an das basta. „Wir ergänzen uns übrigens gut“, sagt Bartolits in Richtung basta. Und von Seiten der Betreiber des FMZ basta, der ITH Immobilien Treuhand Hammerl ist man mit der Centerkonzeption des Gegenübers ebenso zufrieden. „Das EKZ Weinland ist insgesamt mit dem basta sicherlich ein Frequenzbringer für die ganze Region. Und wenn der XXXLutz das neue Möbelcenter errichtet, werden wir ebenfalls profitieren“, sagt Gabriele Großschedl, die Leiterin der Hausverwaltung des basta.

über steht das FMZ basta, das mit 13.240 m2 Fläche etwas größer ist. „Die Fachmarktzeile dominiert das Gebäude. Es gibt drei Lifte und natürlich Behinderten-WC‘s im iClub sowie Wickeltische im iClub und im Goin. Oberhalb der Fachmarktzeile stehen unseren Mietern 4120 m2 Büroflächen zur Verfügung. Bis auf 256 m2 sind alle Flächen vermietet“, so Großschedl.

Fakten zum FMZ basta und dem EKZ Weinland

Lassen wir einmal die Zahlen sprechen, um zu verdeutlichen, in welchen konsumtechnischen Sphären man sich hier bewegt. „Das EKZ Weinland bietet 11.000 m2 Verkaufsfläche auf zwei Ebenen, die zu einem angenehm temperierten, weil klimatisierten Shopping-Erlebnis einladen. Die sogenannte Mall ist 3600 m2 groß. Es gibt Bankomaten, Behinderten-WCs, barrierefreie Zugänge im Erd- und Obergeschoß einen Kidds-Corner mit Erlebniswelt, Wickelraum und Stillecke. Wir bieten 580 Gratis-Parkplätze und davon 250 helle Tiefgaragenplätze sowie behindertengerechte Parkplätze und zusätzlich 120 Mitarbeiterparkplätze an. Die Erreichbarkeit wird durch sechs Rolltreppen und Panoramalifte ergänzt“, so Bartolits. Dem gegen-

der Beschäftigten weiblich – nur zehn Prozent sind Männer. Der Branchenmix sieht so aus – auf Elektro fallen 17%, auf Sport 14%, Textil 33%, die Dienstleister wie Friseur + Bedarf, Kosmetik/Massage usw. 3%, Haushalts- und Spielwaren kann man bei 11 % kaufen und 5% fallen auf Schuhgeschäftes sowie 2% auf Uhren & Schmuck. Die Gastronomie macht 8 % aus, sonstiger Handel ist auch noch mit 3% vertreten. Nur 4% stehen derzeit leer“, sagt Bartolits. Im FMZ basta sieht es wie folgt aus: „Es gibt 17 Geschäfte und drei Gastronomiebetriebe. Die Verteilung: Gastronomie, 8%, Bekleidung/Schuhe: 42,6%, Sport: 10%, Sonstige (Penny, Bipa, Pagro, Tschibo, Müller, Reiter) 39%. Am 14. Oktober eröffnete übrigens die Firma Betten Reiter mit ihrer 15. Filiale im basta. Wir sehen uns auch ständig neue

Shopkonzepte an und prüfen Ideen – allerdings sind wir derzeit durch die nicht mehr vorhandenen Flächen begrenzt“, erläutert die basta-Führung.

Sorgen, Wünsche und Beschwerden

Es liegt ja schon in der Schublade, das Verkehrskonzept, das aus dem „gordischen Kreisverkehrsknoten“ schließlich eine für alle akzeptable Lösung bringen soll. Man darf also gespannt sein. Was im Kaufpark Gralla gleich geschafft wurde, nämlich Bushaltestellen zu errichten, bleibt dem EKZ und dem basta noch verwehrt. „Seit zwei Jahren gibt es seitens der Stadtgemeinde Leibnitz die Zusage, dass wir eine Bushaltestelle bekommen, um auch den öffentlichen Zugang besser gewährleisten zu können – bis dato warten wir aber noch“, sagt Felix Bartolits. Auch das vehemente Verkehrsaufkommen zu den „Einkaufsstoßzeiten“ müsse man in Zukunft mehr beachten – im Sinne der Sicherheit aller! Den Umsatz betreffend zeigen sich beide Center-Betreiber äußerst zufrieden.

Zukunftsvisionen

Bartolits zu den Zukunftsoptionen des EKZ Weinland: „.Erweiterung des Kundenservices, Energietankstellen (Ladestationen für E-Bikes, E-Geräte und E-Fahrzeuge) sowie die Installierung eines Shuttle-Dienstes. Auch der Branchenmix kann – etwa durch eine Apotheke, Trafik oder Optiker, noch weiter aufgewertet werden.“ Auch die Anbindung an die Sulmtal-Bundesstraße, die Erneuerung und Verbreiterung der Geh- und Radwege sowie die Verlängerung der Wasserwerkstraße an die A9Auffahrt wären für beide Zentren erstrebenswert.


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SPRECHSTUNDE ÖVP-Vizebürgermeister Guido Jaklitsch steht allen Leibnitzer Bürgerinnen und Bürgern hilfreich und tatkräftig zur Seite. SPRECHSTUNDE jeden Donnerstag von 18 bis 19 Uhr in der Dechant Thaller Straße 34/I Stock. Voranmeldung erbeten unter 03452/82 0 18.

Die Leibnitzer Serviceclubs Lions, Soroptimisten, Rotary und Kiwanis veranstalteten jüngst im Leibnitzer Kulturzentrum einen unterhaltsamen Abend mit Opernkabarett. Der Erlös von EUR 10.500.wurde an Bgm. Helmut Leitenberger überreicht. Wer regelmäßig Geld spart, schützt sich vor den Unsicherheiten des Lebens und kann sich kleine und größere Wünsche erfüllen.

Wolfgang Schrei, Leiter der Filiale in Leibnitz: „Kommen Sie am 27., 28. und 31. Oktober in Ihre Steiermärkische Sparkasse und erleben Sie den Weltspartag 2011. Es warten auch heuer wieder attraktive Weltspartagsgeschenke auf Sie und Ihre Familie! Natürlich gibt es auch ein spezielles Sparangebot mit attraktiven Zinsen!“

Das Grundprinzip des Sparens gillt auch in 21. Jahrhundert unverändert: Sparen ist eine Investition in die Zukunft – heute wie damals!

So vielfältig kann Sparen sein: Im Jahr 1819 haben die Sparkassen das erste Sparbuch in Österreich ausgegeben. Seitdem lautet unser Grundsatz: Sicherheit für Ihr Erspartes ist unser oberstes Ziel. Heute können Sie aus verschiedenen Möglichkeiten wählen: Ganz gleich, wie viel Geld Sie zur Verfügung haben – bei der Sparkasse ist sicher die passende Sparform für Sie dabei: • s Komfort Sparen jederzeit verfügbar • s Prämien Sparen mit 3 % Startzinssatz • s Kapital Sparen mit Fixzinsgarantie • s Fonds Sparen die dynamische Form • s Bausparen mit 70 % Zinsenbonus • s Privat Pension mit doppelter staatlicher Förderung

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nna ist fünf, ihr Bruder Felix acht Jahre alt – und beide Kinder leiden unter derselben Erkrankungen. „Sie haben Asthma“, berichtet ihre Mutter, die mit ihren Kindern in einer Umlandgemeinde von Leibnitz lebt. Zunächst habe sie darauf gar nicht so geachtet, erzählt die 33-Jährige im Gespräch mit „Leibnitz aktuell“, aber dann sei ihr erstmals im vergangenen Winter der Zusammenhang aufgefallen. Immer, wenn sich eine dicke Nebelsuppe in den Herbstmonaten über das Leibnitzer Becken legte und dann noch der FeinstaubGrenzwert überschritten wurde, sei es ihren beiden Sprösslingen besonders schlecht ergangen. Eine wissenschaftlich belegte Bestätigung für ihren Verdacht konnte der jungen Mutter aber weder der Kinderarzt noch ein Facharzt für Lungenheilkunde geben. „Der Feinstaub in der Luft dringt beim Einatmen tief in die Lunge vor“, schildert auch Jens-Uwe Voss, der die giftige Wirkung des Schwebestoffes untersucht. Ergebnis: Eine große Anzahl von Untersuchungen habe gezeigt, dass es bei einem Anstieg von Feinstaubbelastungen zu einer erhöhten Anzahl von Todesfällen, zu mehr Atemwegerkrankungen und Schäden im Herz-KreislaufSystem kommt. Außerdem stehen die verschwindend kleinen Partikel – sie machen einen millionstel Teil eines Millimeters aus – im Verdacht, entzündliche Prozesse im Körper auszulösen. Aber was heißt das konkret für Annas und Felix Asthma? „Langzeitschäden durch Feinstaub und dadurch mehr Virusinfektionen sind ein Faktum“, sagt der Grazer Lungenfacharzt Maximilian Zach.

Warum gerade Leibnitz?

Stapelweise werden an europäischen Universitäten, Kliniken und Instituten Studien zum Thema Feinstaub erarbeitet – und fast alle kommen, in unterschiedlicher Schärfe zwar, aber doch zu einer Diagnose: Feinstaub ist ein potenziell gefährlicher Bestandteil der Luft. Und auch über die Quellen, die für sein Entstehen verantwortlichen sind, gibt es weitgehend Einigkeit, wenn auch über die Rolle

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– diese unscheinbare Zahl hat Leibnitz in diesem Frühjahr einen traurigen Rekord eingebracht. An keinem anderen Messpunkt in ganz Österreich wurde das Feinstaublimit im vergangenen Winter derart häufig überschritten. Und der kommende Winter wird ganz sicher auch nicht besser. Von Martin Link

des Verkehrs gestritten wird. Natürliche Faktoren sind etwa Pollen, aber auch Saharasand (wie in diesem Frühjahr), einen Löwenanteil steuert allerdings der Mensch bei: Heizungen mit festen Brennstoffen, dazu die Industrie und natürlich der Verkehr. Das erklärt aber selbst nach Expertenmeinung noch nicht, warum Leibnitz – nicht gerade eine Industriemetropole – den Österreich-Rekord bei den FeinstaubÜberschreitungen hält. „Wir haben kaum Industrie, 80 Prozent unserer Haushalte werden mit Ferngas versorgt“, zeigt sich auch

Leibnitz‘ Bürgermeister Helmut Leitenberger, ziemlich ratlos. Tatsächlich muss auch Thomas Pongratz, Chef der Luftgüteüberwachung im Amt der Landesregierung, einräumen, dass es für die Daten aus Leibnitz noch keine wirklich griffige Erklärung gibt. „Wir haben daher seit einem Jahr ein regionales Forschungsprojekt im Laufen, an dem auch Marburg und Klagenfurt beteiligt sind. Ziel ist es, bis in zwei Jahren herauszufinden, welche regionalen Faktoren in diesen drei Kommunen wirksam sind.“ Was sich aus den bisherigen De-

tailergebnissen herauslesen lässt, ist der Umstand, dass neben den klassischen Faktoren wie Hausbrand und Verkehr die natürliche Lage von Leibnitz die Feinstaubbelastung in die Höhe treibt. „Wir haben im Leibnitzer Feld, insbesondere im Winter, wenig Wind, deshalb kann der Luftaustausch nicht stattfinden“, erläutert Umweltexperte Pongratz.

Keine Güllefontainen mehr

Die Forscher sind allerdings noch einem weiteren Verursacher auf der Spur, der gerade im Raum


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Auch Düngen kann Feinstaub verursachen: Bauern sollen Güllefontainen vermeiden.

rund um Leibnitz mit seiner intensiven landwirtschaftlichen Nutzung eine größere Rolle bei der Entstehung von Feinstaub spielen dürfte, als es bisher angenommen wurde: die Landwirtschaft. Unbestritten ist nämlich, dass sich so genannte sekundäre Partikel bilden, wenn Stickoxide aus der Schweinezucht bei Temperaturen unter 20 Grad Clesius mit anderen Bestandteilen der Luft reagieren – zum Beispiel Ammoniak aus Schweineställen. Um diese Belastung einzuschränken, wurden für den Neubau von Schweinestellen verschärfte Umweltauflagen bereits festgeschrieben. Und auch für die Feldarbeit gibt es dringend Empfehlungen an die Bauern: Man möge beim Düngen keine Güllefontänen erzeugen, sondern sie möglichst bodennah ausbringen. Pongratz: „Auf diese Weise entstehen weniger Emissionen.“ Lange rätseln Experten schon, wie man den Verkehr als einen weiteren Hauptverursacher in den Griff bekommen könnte. „Es zeigt sich ganz deutlich, dass der Schadstoffausstoß im Verkehr nur über die Fahrzeugtechnik reduziert werden kann“, räumen Stefan Hausberger und Peter Sturm vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen mit einem weitverbreiteten Irrglauben auf: Verkehrsbeeinflussung wie im Großraum zwischen Leibnitz und Graz mit dem Feinstaub-100er spielten demnach nur eine untergeordnete Rolle im Kampf gegen den Feinstaub. Dennoch beharrt das Land Steiermark auf dieser Maßnahme in ihrem Konzept gegen den Feinstaub, das ein auch finanziell bedeutendes Ziel sichern soll: Gelingt es nämlich nicht, die EU von den steirischen Maßnahmen zu überzeugen, dann drohen wie im Falle von

Zweitheizungen mit festen Brennstoffen sind an Spitzentagen nun verboten: Die Hafner protestieren.

Stockholm hohe Strafzahlungen wegen der Grenzwertüberschreitungen. Technik hin, Strafen her, für die Mutter von Anna und Felix wird insgesamt zu wenig gegen die Feinstaub-Plage getan. „Aber ich weiß es auch nicht, was man noch tun könnte“, räumt sie ein. Ihre Sorge um die Gesundheit ihrer beider Kinder freilich bleibt. Der Kinderarzt habe er empfohlen, so oft wie möglich an den feinstaubbelasteten Tagen höhere Orte aufzusuchen. Die Mutter: „Er hat gemeint, die Luft dort würde den Kindern sicher gut tun.“ Freilich: Um dort hinzukommen, müssen Anna und Felix erst recht wieder ins Auto steigen. Dass der Verkehr im Feinstaubpaket des Landes überhaupt verschont bleiben würde, kritisieren auch die steirischen Hafnermeister. „Es geht vor allem um das Verbot von Kachelöfen“, ärgert sich der stellvertretende Landesinnungsmeister Michael Kohlroser. Dabei werde gerne übersehen, dass Öfen, die nach 1990 gesetzt worden seien, die Emissionsgrenzwerte weit unterschreiten würden. Dafür gibt es ironischerweise sogar ein Umweltzeichen

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TU-Forscher Stefan Hausberger: Neue Technik wirkt gegen Feinstaub, der Feinstaub 100er nicht besonders Foto: Umweltbundesamt

– aus dem Umweltministerium. Kohlroser: „Das Problem sind nicht die Holzheizungen an sich, sondern der hohe Anteil an Altanlagen.“ Freilich: Einen genauen Überblick über ihre Zahl haben weder die Gemeinden noch das Land. Und: Nur in Graz will man vorerst das Nutzungsverbot dieser Anlagen an Feinstaubtagen tatsächlich kontrollieren und gegebenenfalls auch strafen. Vielleicht helfen aber auch Maßnahmen, die auf den ersten Blick ein wenig skurril anmuten: Vor kurzem wurde in Leibnitz ein so genannter EcoBelly Air Cleaner eines italienischen Herstellers zu Testzwecken aufgestellt, der schon in Rom, Venedig und Neu Delhi betrieben wird. Mit Hilfe einer ausgeklügelten Technik soll das Wunderding verunreinigte Luft ansaugen und gesäubert wieder abgeben. Dass er dem Zauber noch nicht ganz vertraut, ließ freilich Leibnitz‘ Bürgermeister anklingen: „Wir müssen einfach jede Chance nützen, um gegen die Feinstaubentwicklung anzukämpfen.“ Anna und Felix würden das sofort auch sagen.

Kurzmanns Anti-Feinstaub-Programm

Im Mai präsentiert, vor wenigen Tagen abgesegnet, will die Steiermark in den Feinstaubgebieten mit einem Zehn-Punkte-Programm aus dem Ressort von Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) dem Feinstaub zu Leibe rücken. Wesentliche Punkte beziehen sich auf Maßnahmen im Verkehr, Anschlusspflicht zur Fernwärme (in Graz) und ein Verbot von Zweitheizungen mit festen Brennstoffen in Zeiten von hohen Feinstaubbelastungen. Die Stadt Graz will dieses Verbot auch kontrollieren und im Wiederholungsfalle Strafen verhängen. Im Verkehr geht es um die „Grüne Welle“ und seit August einen kurzfristig geschalteten Feinstaub-100er auf der Autobahn. Eher flankierend wirken Maßnahmen wie reservierte Taxistandplätze für Hybrid-Taxis, weniger Sprengungen in Steinbrüchen und ein Baustellen-Leitfaden. Allfälliger Kritik beugte Kurzmann schon bei der Präsentation seines Programmes vor: „Ich bin der Meinung, dass wir damit zu den fortschrittlichsten Regionen Europas gehören.“

Lungenfacharzt Ernst Eber: „Feinstaub schädigt langfristig.“ Foto: Med-Uni Graz

„Sauberkeit macht Kinder krank“ Lungenfacharzt Ernst Eber von der Medizinischen Universität Graz über die Atemwegserkrankungen bei Kindern und die Rolle von Feinstaub. Herr Professor, macht Feinstaub krank? Ernst Eber: Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen erhöhten Feinstaubwerten und jungen Asthma-Patienten. Es nehmen zwar insgesamt die Asthma-Erkrankungen zu, aber ihr Schweregrad ist rückläufig. Langzeitschäden durch Feinstaub sind allerdings ein Faktum. Womit hängt die Zunahme von Atemwegserkrankungen bei Kindern dann zusammen, wenn Feinstaub eher langfristig schädigt? Ernst Eber: Jedes elfte Kind ist von Asthma betroffen. Es gibt in vielen Studien deutliche Belege dafür, dass übertriebene Hygiene eine negative Rolle spielt. Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen und dort öfter mit Dingen in Kontakt kommen, die wir als pfui bezeichnen würden, haben weniger oft Asthma. Damit ist belegt: Umweltkontakte sind grundsätzlich gut für das Immunsystem.


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Leibnitz

FOTO: RAIFFEISENBANK

FOTO: SCHULWEGS POLIZISTEN

Sicherung des Schulweges. Zu „Schulwegspolizisten“ unter Abteilungsinspektor Karl Baumhakel wurde erstmals in Leibnitz eine ehrenamtliche Gruppe um Vizebgm. Guido Jaklitsch ausgebildet, um den Schulweg bei der

Kreuzung/Unterführung Wasserwerkstrasse für Kinder zu sichern. Vizebgm. Guido Jaklitsch konnte für diese Initiative seine Gattin, Michi Lienhardt, GR Christoph Divo sowie ÖAAB-Obmann Emmerich Strohmaier gewinnen.

250 Gäste bei Raiffeisenbank Leibnitz-Herbstforum. „Unsere Erwartungen wurden auf allen Ebenen übertroffen. Der Saal war voll, die Stimmung ausgezeichnet und Ronald Barazon hat einen interessanten Vortrag gehalten“,

erklären die beiden Vorstandsdirektoren der Raiffeisenbank Leibnitz, Eugen Roth und Peter Wippel. Mit Ronald Barazon holte die Raiffeisenbank einen der bekanntesten Wirtschaftsjournalisten Österreichs nach Leibnitz.

FOTO: SENIOREN

Johann Trabi, der Mentor, liebevolle Betreuer der großen und kleinen Zugpassagiere und Fahrer des „Leibnitz lädt ein“-Kinderzuges, ist kürzlich bei Arbeiten in seinem geliebten Wald tödlich verunglückt. Hans, wie wir ihn kannten, mit dem Herz am rechten Fleck, immer freundlich und gut gelaunt, wird uns sehr fehlen. Wir werden Hans fest in unserer Erinnerung verankern. Obfrau Brigitta Kada und Barbara Draxler im Namen des Vorstandes von „Leibnitz lädt ein“.

FOTO: LANDJUGEND

Was die Landjugend weiß: „Der Körper braucht´s – der Bauer hat´s!“ An zwei Oktobertagen verteilte die Steirische Landjugend steiermarkweit unentgeltlich rund 4000 leinene Jausensackerl mit heimischen bäuerlichen

Produkten. Das Ganze lief unter dem griffigen Motto „Der Körper braucht´s – der Bauer hat´s!“.Auch am Leibnitzer Hauptplatz sind 200 dieser Präsente verteilt worden, weiß Kammerobmann ÖKR Josef Kowald zu berichten.

Pflegeregress – Hoffmanns Erzählungen – ORF. Der Steir. Seniorenbund Leibnitz-Wagna lud Hannes Rossmann vom Sozialhilfeverband der BH Leibnitz zum Vortrag „Pflegeregress neu“ ein. Die Aufführung „Hoffmanns Erzäh-

lungen“ von Jacques Offenbach in der Marburger Oper war ein voller Erfolg und wurde von Helga Adanitsch organisiert. Weiters besuchte man das ORF-Landesstudio Steiermark in Graz. Unsere Senioren sind aktiv!

FOTO: KINDERGARTEN

Sanierte Kindergärten und neue Kinderkrippe in Leibnitz. Mit einem Gesamtkostenaufwand von 1,4 Millionen Euro erfolgte in Leibnitz die Sanierung der beiden Kindergärten „Sparefroh I und II“ sowie die Errichtung der neuen

Kinderkrippe „Sparefroh III“ in einem Zubau. Erfreulich für die Kleinen ist, dass der Spielplatz auf 5000 m2 vergrößert und mit neuen Spielgeräten versehen wurde. Auch Landesrätin Grossmann zeigte sich beeindruckt.


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Weltmeisterlich in Trachten von Goldmann Nicht nur ein fescher Kerl, sein Mut und seine Stärke machen ihn zu einer wahren Persönlichkeit. Der frischgebackene Feuerwehrweltmeister Herbert Krenn aus Heiligenkreuz am Waasen ist im Trachtenhaus Goldmann in Gnas und Feldbach kein Unbekannter, zumal er vor einigen Jahren Mode und Trachten vom renommierten Ausstatter aus Gnas und Feldbach sehr professionell präsentierte. Um in punkto Mode und Trachten auf dem Parkett eine gute Figur zu machen, lässt er sich schon seit jeher von Mode- und Trachtenberater Gottfried Kaufmann vertrauensvoll stylen. Es heißt nicht von ungefähr: „Goldmann. Vertrauen kleidet.“ Und das auch in großen Größen.

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n Gralla: Gesundheitscenter endlich auf Schiene n Melissa Stani: Jüngste Schmiedemeisterin Österreichs

Steuer sparen Dr. Klaus Gaig

Zusatzverdienstgrenzen! Bei Bezug von Förderungen im Familienbereich, von Frühpensionen sowie von Studienbeihilfe müssen Sie bestimmte Einkommensgrenzen beachten. Wenn Sie mehr verdienen – auch nur geringfügig –, kommt es zum Wegfall oder sogar zur Rückzahlungsverpflichtung der bereits bezogenen Beträge! Kinderbetreuungsgeld (KBG): Beim einkommensabhängigen KBG dürfen Ihre jährlichen Einkünfte € 5800 und bei den Pauschalvarianten €  16.200 bzw. den individuellen Grenzbetrag von 60 % des Bruttoeinkommens vor der Karenz nicht übersteigen. Familienbeihilfe: Ab dem 18. Geburtstag darf das Jahreseinkommen ohne Lehrlingsentschädigung und Waisenpension € 10.000 nicht übersteigen. Mehrkindzuschlag: Den Mehrkindzuschlag in Höhe von € 20 monatlich ab dem 3. Kind erhalten Sie, wenn das Familieneinkommen € 55.000 nicht übersteigt. Studienbeihilfe: Die Einkommensgrenze Studierender liegt grundsätzlich bei € 8000 p.a.. Sie erhöht sich um € 2762 bis € 4216 pro unterhaltsberechtigtem Kind je nach Alter. Frühpensionen: Übersteigt Ihr Bezug aus einem Dienstverhältnis oder freiem Dienstvertrag die Geringfügigkeitsgrenze von € 28,72 pro Arbeitstag bzw. € 374,02 pro Monat oder Ihr Jahresgewinn aus einer selbständigen Tätigkeit €  4488,24, fällt Ihre Pension für diese Periode zur Gänze weg! Arbeitslosengeld: Sie dürfen max. bis zur Geringfügigkeitsgrenze von € 374,02 dazu verdienen, sofern Sie Ihr Dienstverhältnis nicht beim gleichen Dienstgeber, bei dem das Dienstverhältnis geendet hat, innerhalb eines Monats fortsetzen. Alterspension: Wenn Sie als Mann erst mit 65 und als Frau mit 60 in Pension gehen (soll es ja noch geben), bestehen keine Zuverdienstgrenzen, sondern Sie können unbeschränkt, natürlich abgabenpflichtig, dazu verdienen. Dr. Klaus Gaig ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Leibnitz. Sie erreichen den Autor unter gaig@gaig.at, Tel. 03452/82333.

FOTO: GRALLA

Das wäre doch gelacht, wenn die Vorzeichen im Falle des gerade im Entstehen begriffenen Gesundheitscenters in Alt-Gralla nicht Glück für die Zukunft prophezeien. Immerhin haben die Betreiber und die Gemeinde Gralla sieben Jahre um eine Apothekengenehmigung gekämpft und das Gebäude bietet – sobald es im November fertig sein wird – 777 m2 Rundum-Gesundheitsservice.

Gesundheitscenter Gralla: 7 Jahre Kampf für 777 m2 Die Zahlen sind kurios. Weniger kurios war der Kampf der Pharmazeutin Marielle Köllinger-Müller und ihres Ehemanns, Franz Köllinger aus St. Georgen an der Stiefing, die nun gemeinsam das Gesundheitscenter Gralla erreichten. Denn dass eine Apothekengenehmigung auf sich warten lässt, ist nichts neues. Je nach Lage, der Intensität der Einsprüche (meist und auch in diesem Fall von umliegenden Apotheken und auch Hausapotheken führenden Ärzten eingebracht) und den gesetzlichen Bestimmungen können die Genehmigungen verzögert werden. Davon können übrigens auch andere Apotheker – etwa in Seiersberg (Wartezeit: 5 Jahre) und im Citypark Graz (Wartezeit-Rekord: 11,5 Jahre) – ein Liedlein trällern. „Das Gesetz für die Errichtung einer Apotheke ist sehr streng und basiert auf eigenen Berechnungsmodellen. So müssen 5500 Menschen im Umkreis von vier Kilometern durch eine Apotheke versorgt werden. 2007 hätten wir die Genehmigung schon fast gehabt, dann hätten jedoch einem benachbarten Apotheken-Sprengel 24 Personen plötzlich gefehlt und wir wurden weiterhin vertröstet“, erläutert Karl Köllinger. So wurden es sieben Jahre. Bürgermeister Hubert Isker holt im Gespräch mit

LEIBNITZ AKTUELL gleich mal den dicken Akt des Gesundheitscenters hervor. Die Einsprüche umfassen nicht selten mehrere dutzend Seiten! „Wir haben uns immer wieder stark gemacht für die Apotheke. Aber einfach geht anders! Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und der Schutzzone der anderen Apotheken ist es schließlich der Standort Alt-Gralla geworden. Vom Zentrum der Region Großraum Leibnitz – also dem Kreisverkehr beim Baumax in Gralla – sind es zu unserer neuen Apotheke exakt zwei Autominuten. Insofern ist auch diese Lage ideal. Mit der Infrastruktur, die die Familie Köllinger schafft – also einem Café und einigen im Gesundheitsbereich tätigen Firmen – haben wir auf jeden Fall noch mehr Vielfalt für Gralla gewonnen“, sagt Bgm. Isker. Baustart für das Gesundheitscenter war Juli – und im November wird bezogen. „Ein Dank gilt den Professionisten – immerhin haben sie gute Arbeit geleistet und wir hoffen auf eine reibungslose Eröffnung im November“, so Köllinger. Ausreichend Parkplätze wird es natürlich auch geben. „Und ein Einbahnsystem hinten um das Gebäude herum löst die knappe Abstandssituation zur Landesstraße“, meint Köllinger abschließend.


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Forderung nach neuem LärmschutzGesetz stößt auf taube Ohren Mindestens jeder dritte Österreicher leidet unter Verkehrslärm. Die veraltete Gesetzeslage den Lärmschutz betreffend, steht einem stetig steigenden Verkehrsaufkommen gegenüber. Verkehrszählungen und Lärmmessungen beruhen oft auf Werten von vor zehn Jahren und mehr. Auch eine südsteirische Familie kann davon ein Lied singen. Und wenn sie nicht direkt an der A9 bei Wagendorf/St. Veit am Vogau wohnen würde, könnte man das Lied vielleicht auch noch an den zuständigen Stellen hören. Von Eva-Maria Leodolter

An der A9 gibt es zahlreiche Lärmschutzwände – etwa hier in Gralla. Ein Kilometer Lärmschutz kostet etwa 800.000 Euro – dass die Asfinag und das Land dreimal überlegen, wo gebaut wird, scheint auf der Hand zu liegen.

LEIBNITZ AKTUELL hat sich auf den Weg gemacht, die Familie Haubenwallner, die am Kilometer 220 der A9 ein schönes Haus ihr Eigen nennt, zu besuchen. „Diese Mühe hat sich eigentlich kaum jemand gemacht. Schon seit ein paar Jahren versuchen wir immer wieder, zuständige Leute und Sachverständige einzuladen, damit sie einmal vor Ort sehen und

vor allem hören, was sich hier abspielt“, erklärt Johannes Haubenwallner. Es bot sich folgendes Bild: Ein wirklich sehr aufwändig saniertes Haus mit zwei Terrassen und einem großen Grundstück. Ein Paradies für die Bewohner – sofern nicht der Lärm der Autobahn wäre.

Niemand will den Hilfeschrei hören

Im Zuge der Recherche wurde LEIBNITZ AKTUELL auch die Korrespondenz zwischen Land, Bund, Asfinag und Arbeiterkammer zugespielt. All das liest sich wie eine unendliche Geschichte. Seitens der Asfinag antwortet Pressemann Walter Mocnik: „Die angesprochene Liegenschaft

wurde in den vergangenen Jahren durch ,Sondermaßnahmen‘ geschützt. Im Jahr 1999 wurde eine Lärmschutzwand errichtet, vor zwei Jahren ein Erdwall aufgeschüttet.“ Die riesigen Erdwälle sind „Geschmackssache“. Die Initiative für die Errichtung der natürlichen Wälle ging übrigens auf Bitten der Familie von der Gemeinde St.


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Veit am Vogau aus. „Wir haben das Material von der Firma Südbeton kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen – und das Land Steiermark hat den Transport der Erde übernommen“, erklärt Bgm. Manfred Tatzl. Am Grenzweg 4 (liegt übrigens durch die A9 völlig abgetrennt von der zuständigen Gemeinde St. Veit) – so die Adresse des Einfamilienhaues von Anita und Johannes Haubenwallner – hat sich dank der Dämme die Lage etwas entspannt. „Aber mit offenen Fenstern frühstücken bzw. am Balkon mit Freunden oder der Familie sitzen geht nicht. Ich meine, es geht schon, aber es ist extrem laut und vor allem meiner Frau den Gästen gegenüber peinlich“, so der Hausherr.

Wo liegt das Problem mit dem Lärmschutz?

Diese Frage wurde im Zuge der Anfragen bei Asfinag, Bund und Land eigentlich immer mit der derzeitigen Gesetzeslage beantwortet. Fördermaßnahmen werden einmal gewährt – bekommt also jemand Lärmschutzfenster, oder errichtet in Selbstbauweise eine Lärmschutzwand, wird diese einmal gefördert und danach nie wieder! Erhöht sich das Lärmaufkommen auf den umliegenden Straßen, hat man keinerlei Möglichkeiten. Genau dieser Sachverhalt ist es auch, der die Arbeiterkammer beschäftigt. „Von einer effektiven und transparenten Lärmschutzpolitik ist Österreich weit entfernt“, kritisiert Werner Hochreiter, Umweltexperte der Arbeiterkammer Wien. Die AK fordert nun ein Drei-Punkte-Programm. „Dazu gehört eine bessere Gestaltung von Aktionsplänen aufgrund aktueller Messungen. Die Pläne müssen wirksame Lärmschutz-Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre enthalten, dabei muss von Seiten der Politik offen gelegt werden, wieviele Menschen entlastet werden können. Schlussendlich muss die Prioritätensetzung transparent werden. An erster Stelle müssen Maßnahmen stehen, die möglichst vielen betroffenen Bürgern helfen“, erläutert Hochreiter im Gespräch mit LEIBNITZ AKTUELL.

Johannes Haubenwallner wohnt mit seiner Familie 40 Meter von der A9 bei Wagendorf. Hier steht er auf der schönen, jedoch unbenutzbaren Terrasse seines Hauses, das übrigens schon 1960 gebaut wurde. Damals gab es noch keine Autobahn!

Lärm verursacht Stress

Die Auswirkungen von Verkehrslärm sind für Anrainer extrem. Lärm verursacht Stress, führt bei Kindern zu Konzentrationsstörungen und beeinträchtigt das Lernvermögen. „Etwa zwei Millionen Österreicher leiden nachts unter Lärm, der über dem von der WHO empfohlenen Richtwert von 40 Dezibel liegt“, sagt Hochreiter. Mehr als 500.000 Staatsbürger müssen nachts über 55 Dezibel ertragen – dieser Wert führt nachweislich zu erhöhtem Blutdruck und einem übermäßigen Herzinfarktrisiko. „Als Mutter bin ich oft verzweifelt – menschlich gesehen ist das Leben hier einfach unzumutbar. Wir würden uns auch mehr Verkehrskontrollen – vor allem beim Schwerverkehr und nachts – wünschen. Aber wie so oft scheint auch hier das Geld zu fehlen“, sagt Anita Haubenwallner, die sehr unter der Situation leidet.

Steiermark – ein Land der Lärmschutzwände?

Wer offenen Auges durch die steirischen Regionen fährt, kommt leicht in Versuchung zu denken, dass wir in einem Land der Lärmschutzwände leben.

„In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich zwei Millionen Euro pro Jahr ausgegeben. Zusätzlich gewähren wir jährlich Förderungen für Lärmschutzfenster und zur Errichtung von Lärmschutzwänden im Eigenbau von rund 600.000 Euro“, hält Gernot Aigner von der FA 18A (Ref. Umwelttechnik u. Anrainerschutz) des Landes Steiermark fest. „Leider sind nicht überall die wirtschaftlichen Kriterien für den Einsatz von Lärmschutzwänden erfüllt und zum Teil bedarf die Umsetzung von Maßnahmen aufgrund budgetärer Zwänge Jahre“, sagt Aigner. Für viele Betroffene heißt es deshalb nach wie vor: Bitte warten! Vielleicht auch deshalb sagte man uns seitens des Landes, was den Fall Haubenwallner betrifft: „Wenden Sie sich an die Asfinag.“

Lenkt die Asfinag jetzt ein? Ein Angebot liegt vor.

Im Rahmen der Recherchen von LEIBNITZ AKTUELL trudelte übrigens ein Brief der Asfinag bei den Haubenwallners ein. „Wir haben über die bereits erfolgten Maßnahmen hinaus angeboten, Schalldämmlüfter für die Schlafräume zu installieren. Und für die Zukunft sind eine Fahrbahndeckensanierung mit ca. zwei bis fünf Dezibel Reduktion sowie eine neue Reifenrichtlinie mit bis zu fünf Dezibel-Reduktion in Arbeit“, erläutert Walter Mocnik. Nun geht möglicherweise auch in Wagendorf etwas weiter.... Die Freude bzw. die Hoffnung der Haubenwallners bekommt wieder Auftrieb. „Dennoch wäre uns am liebsten, die Asfinag würde unseren Grund ablösen und zum Beispiel den alten Parkplatz, der direkt an unseren Grund grenzt und aufgelassen wurde, wieder öffnen und ausbauen. Dann könnten wir von hier wegziehen und hätten endlich Ruhe. Dass unser Haus praktisch wertlos wurde, ist Fakt – ob und wie ein privater Verkauf überhaupt sinnvoll ist, ist uns nach wie vor nicht klar“, sagt Johannes Haubenwallner. Die Asfinag sagt dazu: „Wenn wir das machen würden, stehen wir alle vor dem Richter – eine derartige Lösung ist unmöglich“, sagt Mocnik.


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Wirtschaftstreuhand und Steuerberatung:

Kortschak + Eisner feiern 30-jähriges Firmenjubiläum Eigentlich gilt es gleich zwei runde Geburtstage bei der renommierten Leibnitzer Wirtschaftstreuhandund Steuerberatungskanzlei Kortschak + Eisner zu feiern: das 30-jährige Firmenjubiläum sowie 15 Jahre Mieterschaft im Kindermann-Zentrum. „1981 habe ich die Wirtschaftstreuhand- und Steuerberatungskanzlei als Einzelunternehmen gegründet. Von Beginn an stand eine überregionale Tätigkeit ohne jegliche Einschränkung auf die Betriebsart oder Betriebsgröße im Mittelpunkt meiner unternehmerischen Tätigkeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert“, weiß Firmengründer Wolfgang Kortschak einleitend zu berichten. Seit 1986 ist Steuerberaterin und Mitgesellschafterin Gunda Eisner im Betrieb tätig. „Ich habe als HAK-Absolventin mein Handwerk von der Pike auf gelernt und

Im Rahmen des Mitarbeiter-Events von Kortschak + Eisner fand ein Wettbewerb mit Geschicklichkeitsübungen statt, der für große Erheiterung sorgte.

Erfolgreiche Partnerschaft in Wirtschaftstreuhand und Steuerberatung: Wolfgang Kortschak und Gunda Eisner

Anlässlich des 30jährigen Firmenjubiläums fand ein gelungener Ausflug auf die Riegersburg statt. Perfekt organisiert von „Retter Events“I

mich im Laufe meiner nunmehrig 25-jährigen Tätigkeit bis zur Steuerberaterprüfung hin ständig weitergebildet“, meint Gunda Eisner, die seit dem Jahr 2009 als Partnerin von Wolfgang Kortschak erfolgreich reussiert. Aktive Kundenakquirierung betreibe man nicht, vielmehr habe man sich im Laufe der 30-jährigen Firmengeschichte einen guten Ruf bei Wirtschaftstreibenden, aber auch bei der Finanzverwaltung hart erarbeitet, weiß Wolfgang Kortschak weiters zu berichten.

Und schließlich sei Mundpropaganda die beste Werbung. Das operative Tätigkeitsfeld von Kortschak + Eisner gliedert sich in vier Schwerpunktbereiche, nämlich die Buchhaltung,

Lohnverrechnung, Sachbearbeiter- und Wirtschaftstreuhänderschaft. Insgesamt sind elf Mitarbeiter bei Kortschak + Eisner im Kindermann-Zentrum eifrig damit beschäftigt, zur vollsten Zufriedenheit ihrer Kunden die Unterstützung und Beratung in allen steuerlichen Angelegenheiten durchzuführen. „Dies ist auch nur mit einer hochwertigen EDV-Unterstützung möglich. Unsere EDV-Anlage wird immer wieder auf den neuesten Stand gebracht, und gleichzeitig wird der Betriebsablauf am System laufend angeglichen“, fügt Steuerberaterin Gunda Eisner hinzu. Überhaupt strebt man bei Kortschak + Eisner stetig Optimierungen in sämtlichen Bereichen an. Die Steuergesetzgebung habe sich vor allem im Handels- und Unternehmensrecht im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verän-

dert. Auch sei die internationale Rechnungslegung hinzugekommen, meint Wolfgang Kortschak zurückblickend, der auch verstärkt für international tätige Unternehmen im Bereich der betriebswirtschaftlichen und unternehmenspolitischen Ausrichtung – also in den Aufgabenfeldern Controlling und Planung – erfolgreich tätig ist. Auf die Frage, was den Beruf der Steuerberaterin besonders interessant mache, meint Gunda Eisner abschließend: „Mit Kunden befriedigende Lösungen zu erarbeiten stellt für mich den größten Anreiz dar. Als Beraterin in Steuer- und Bilanzfragen muss ich schließlich das Unternehmen besser als jeder externe Experte kennen.“ KORTSCHAK + EISNER Dechant-Thaller-Straße 37/I 8430 Leibnitz T: 0043/ 3452 823 43-0 F: 0043/ 3452 823 43 -85 E: office@kortschak.net I: www.kortschak.net


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Österreichs jüngste Schmiedemeisterin Sie zählt erst 20 Lenze, die bundesweit jüngste Schmiedemeisterin Melissa Stani, das einzige Kind des ob seiner Handwerkskunst bekannten „Keltenschmiedes“ Ewald Stani in Gauitsch in der Gemeinde Kitzeck. Von Anton Barbic

N

un werkt sie als selbständige Gewerbetreibende in der Werkstatt ihres Vaters. „Als Untermieterin“, nennt sie das. Genau genommen heißt ihr Berufstitel etwas sperrig „Meister in Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau“. Der Kunstschmied sei da miteingeschlossen, erklärt die junge Meisterin, die sich so wie ihr Vater hauptsächlich dem künstlerischen Metier zuwendet. Gelernt hat sie bei ihrem Vater, verblieb als Gesellin bei ihm, und beim WIFI absolvierte sie die Meisterschule für Metalltechniker samt Unternehmertraining, die dann in der Meisterprüfung im heurigen Juni gipfelte. Einstens waren noch mehrere Gesellenjahre erforderlich, um diese ablegen zu dürfen. Nun hat es die EU möglich gemacht, in so kurzer Zeit zu Meisterehren zu gelangen. Jetzt möchte sie noch zu Hause verbleiben, denn, so ist sie überzeugt: „Beim Vater kann ich noch einiges lernen, denn er hat sehr viel Erfahrung!“ Freilich, später möchte sie schon auch auswärts den Schmiedehammer schwingen. Und so schafft sie Vielfältiges in ihrem Metier. Dazu gehören Skulpturen von Motiven aus der Tier-, Pflanzen- und Fabelwelt bis hin zu schmiedeeisernen Garten- und Wohnraummöbeln wie Bänke, Sessel und Tische. Zur Zeit werkt sie an einem großen Grabkreuz mit reicher Verzierung. All diesen schmiedeeisernen Werken geht eine eingehende Besprechung mit dem Auftraggeber voraus. Und dann wird einmal gezeichnet und geplant. „Das ist das Lustigste, nämlich die Gedan-

Diesen Drachen hat sie für sich geschmiedet – der steht im Garten und wacht über Gemüse und Blumen. Foto: BARBIC


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Am Feuer, in dem die junge Meisterin Melissa Stani das Eisen erglühen lässt.

ken auf das Papier bringen“, sagt sie mit sichtlicher Begeisterung. Und an Aufträgen mangelt ihr es nicht. „Mir wird nicht langweilig“, versichert sie. Wie kommt man als Mädchen dazu, sich dem Schmiedehandwerk zuzuwenden? Nun, sie habe schon als Kind gewusst, dass sie ein Handwerk erlernen werde. Dass es das Schmiedehandwerk würde, beruhe eher auf Zufall, erzählt sie. Sie habe in einigen Berufen „geschnuppert“, und dann auch in des Vaters Schmiede, und so sei sie auf den Geschmack gekommen. Als Kind sei sie kaum hineingekommen, denn da habe

sich der Vater zu sehr gesorgt, sie könnte sich bei seiner Arbeit – die ja oft recht funkensprühend ist – verletzen. Ja, und man kann ihr zusehen, wenn sie im lohenden Feuer das Eisen erglühen lässt, und es danach auf dem Amboss mit dem Hammer kräftig aber auch mit viel Gefühl bearbeitet. „Es kommen immer wieder Besucher, um mir bei der Arbeit zuzusehen“, freut sie sich offensichtlich, und sie freut sich auch über die ihr kürzlich von der Wirtschaftskammer verliehene Auszeichnung für junge Meister, nämlich den „Star of Styria“.

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Hausübergabe von ÖWG-Wohnanlage In der Leibnitzer Ignatz-Forstnergasse wurden 28 ÖWG-Wohnungen mit einer Gesamtnutzfläche von 2061,96 m 2 ihren neuen Mietern feierlich übergeben. Der ÖWG Wohnbau hat seit rund 60 Jahren in fünf österreichischen Bundesländern und in rund 180 steirischen Gemeinden gebaut. Mit einem Verwaltungsvolumen von derzeit rund 30.000 Wohneinheiten gilt der ÖWG-Wohnbau zu den stärksten sozialen Wohnbauträgern in der Steiermark.


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Immobilien sind Vertrauenssache Schon seit mehr als zehn Jahren ist das Bank Austria ImmobilienService als Tochter der Uni Credit österreichweit erfolgreich in der Immobilienvermittlung tätig. Mit dem Bank Austria ImmobilienService haben Sie einen gefragten, kompetenten und vertrauenswürdigen Partner an Ihrer Seite, wenn es um Immobilienkauf, -verkauf, Miete, Pacht und Finanzierungen geht. Beste Beratung Beim Bank Austria ImmobilienService Leibnitz stehen dem Kunden bei allen Belangen rund um die Immobilie die beiden Spezialisten Michael Dorner und Thomas Maier zur Seite. Hier erwarten den Kunden vorbildliches Kundenservice und höchste fachliche Kompetenz. Vereinbaren Sie am besten gleich einen unverbindlichen Beratungstermin.

FOTO: MANNING

Eröffnungsfeier am Hochbehälter Manning Mitte Oktober fand in der Gemeinde Frannach am Manningberg die feierliche Eröffnung des generalsanierten Hochbehälters (errichtet im Jahre 1983) und des neu erbauten Druckreduzierschachtes Manning statt. Die Außenfassade, Pumpen und Elektroinstallationen wurden erneuert und an den letzten Stand

der Technik angepasst. Mit Stolz präsentierten die Gemeindevertreter, Bgm. Wolfgang Neubauer (St. Georgen/Stfg.), Bgm. Anton Obendrauf (Mitterlabill), Bgm. Johann Absenger (Frannach) sowie GF Franz Krainer (Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH) den im neuen Glanz erscheinenden Hochbehälter.

FOTO: KIENDLER

Firmenjubilare bei Red Zac KIENDLER In diesem Jahr wurden wieder langjährige Mitarbeiter der Firmengruppe Kiendler geehrt. Im stimmungsvollen Rahmen fand für die zwei verdienstvollen Mitarbeiter eine Feier im Restaurant „Zur alten Post“ in Leibnitz statt. Die Jubilare erhielten Reisegut-

scheine, um einmal so richtig ausspannen zu können. Im Bild: die beiden Jubilare, die seit 25 Jahren bei der Firma Kiendler sind – Helmut Manhart und Josef Vucsina mit Firmenchef Paul Kiendler.

Michael Dorner Region Leibnitz, Deutschlandsberg, Voitsberg Tel. 0664/20 72 792 michael.dorner@bais.at

Thomas Maier Region Bad Radkersburg, Fürstenfeld, Feldbach Tel. 0664/20 72 794 thomas.maier@bais.at

Hauptplatz 25/1 8430 Leibnitz


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wirtschaft

n FMZ basta: Heimtextilienprofi Reiter sorgt für Wirtschaftsimpulse n Gleinstätten: Positive Bilanz für „Shared Space“

Leben mit Stil

Taschens Paris In diesem Band sind alle Empfehlungen Angelika Taschens für Pariser Hotels, Geschäfte, Restaurants, Cafés und Bars zusammengefasst. Sie bieten Ihnen eine Fülle von Anregungen, die während Ihres Paris-Aufenthalts keinen Moment der Langeweile aufkommen lassen. Von dem ultraheißen Fashion Concept Store „Colette” über Tom Fords geheimes Refugium bis zu Hemingways Lieblings-Brasserie – zwischen den Buchdeckeln dieses außergewöhnlichen Reisebuches sind die besten Insider-Tipps zu finden – und sobald Sie aus Ihrem Hotelbett steigen, warten eine Menge aufregender Erlebnisse und Eindrücke auf Sie. Die Registerstanzung erleichtert es dem Leser, die einzelnen Kapitel schneller zu finden. Zu den Highlights zählen: - die extrem schicke Parfümerie Comme des Garçons - Ladurée mit den besten Makronen der Stadt - das Restaurant Ma Bourgogne auf dem wunderschönen Place des Vosges - das Bistro Allard, von dem immer noch derselbe Charme ausgeht wie vor 70 Jahren - La Palette am linken Seineufer, das einst das Lieblingsrestaurant von Picasso und Braque war - Brasserie Lipp, in dem Hemingway die Heringe aß, über die er auch in Paris – Ein Fest fürs Leben schrieb - das luxuriöse Hotel Ritz am eleganten Place Vendôme - das süße und niedliche Hôtel Bourg Tibourg im Stadtteil Marais Angelika Taschen studierte Kunstgeschichte und Deutsche Literatur in Heidelberg, wo sie 1986 promovierte. Seit 1987 arbeitet sie für TASCHEN und hat seitdem zahlreiche Titel zu Architektur, Fotografie, Design, zeitgenössischer Kunst, Innenarchitektur und Reisen herausgebracht. Dr. Angelika Taschen, Vincent Knapp TASCHEN’s Paris Hardcover 23,8 x 30,2 cm 400 Seiten Mehrsprachige Ausgabe: Deutsch, Englisch, Französisch ISBN: 978-3-8365-0932-9

FOTO: betten reiter

„Ganz im Glück“. Eine äußerst gelungene Eröffnung mit kirchlicher Segnung wurde den zahlreich erschienenen Gästen bei der Eröffnungsfeierlichkeit von Heimtextilienprofi Reiter zuteil. Unter den Ehrengästen: FMZ basta-Betreiber Willi Zirngast, Alexander Schmidt, Bgm. Helmut Leitenberger, Vizebgm. Guido Jaklitsch, Finanzstadtrat Alfred Pauly, Tourismuschef Karlheinz Hödl und Vizebgm. Isabella Pill.

Heimtextilienprofi eröffnet:

Reiter im FMZ basta Der Heimtextilienprofi Reiter Betten & Vorhänge eröffnete vor wenigen Tagen im FMZ basta an der Wasserwerkstraße und lockte mit tollen Eröffnungsangeboten. Der renommierte Familienbetrieb gilt österreichweit als Spezialist bei Betten und Vorhängen. Im FMZ basta wurde im Rahmen einer tollen Eröffnungsfeierlichkeit bereits die 15. Filiale mit über 1000 m2 feierlich gesegnet. Auch die beiden anwesenden FMZ bastaBetreiber Willi Zirngast und Alexander Schmidt zeigten sich über den neuen Frequenzbringer an der Fachmarktzeile erfreut. Bereits an den Eröffnungstagen wurde das neue „Wohnreich“ von tausenden Kunden gestürmt. „Riesengänse“ dienten als originelle Wegweiser. „Ich freue mich, dass wir

in Leibnitz nunmehr unsere zweite Filiale in der Steiermark nach Graz eröffnet haben, und sind damit wieder ein Stück näher zu unseren Kunden gerückt“, meint Firmeninhaber DI Peter Hildebrand. Ebenso positiv gestimmt sind die beiden Geschäftsführer Andreas Prödiger und Monika Zechmeister. Paul Ulbel, Geschäftsleiter der Filiale Leibnitz, streicht das tolle Angebot der Firma Reiter hervor: „Ob Vorhänge, Bettwäsche oder Accessoires – wer es gerne kuschelig warm mag, der wird mit Sicherheit zu uns ins FMZ basta kommen, um sich für die kalte Jahreszeit zu rüsten.“ LEIBNITZ AKTUELL wünscht dem Heimtextilienprofi Reiter einen guten Geschäftserfolg in Leibnitz!


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113 Jahre sicheres Sparen in der Region Seit 113 Jahren punktet die Raiffeisenbank Leibnitz mit Sicherheit. Vor allem auch bei den Spareinlagen. Deshalb vertrauen in der Südsteiermark immer mehr Kunden auf die „echte Bank“.

Ü

ber Europas Wirtschaft wird derzeit breit diskutiert. Das ändert nichts an unseren zentralen Stärken: Sicherheit, Selbständigkeit, Heimat und Verlässlichkeit Für die beiden Direktoren der Raiffeisenbank Leibnitz, Eugen Roth und Peter Wippel, steht dabei die Sicherheit an oberster Stelle. „Im Unterschied zu anderen Banken investieren wir nicht in risikoreiche Geschäfte. Im Gegenteil: Wir setzen auf unsere Kernkompetenzen in der Region. Diesen erfolgreichen Weg werden wir auch in Zukunft fortsetzen.“ Gerade jetzt, rund um den Weltspartag am 31. Oktober, hat die Raiffeisenbank Leibnitz wieder ein neues Sparprodukt aufgelegt. Das Weinreben-Prämiensparbuch besticht durch die besten Konditionen in der gesamten Südsteiermark. Es ist zu 100 Prozent sicher, trägt durch das regelmäßige Sparen zur Vermögensbildung bei und ist in drei verschiedenen Laufzeiten verfügbar. Geld, das in der Region bleibt. PR

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Ihr Leben ist Musik Ob junge Wilde, Solokarriere im Schlagerfach oder kreative Musiktechniker: Ein Streifzug durch die musikalische Szene des Bezirkes Leibnitz beweist, wie vielfältig junge Südsteirer in die Tasten und Saiten greifen. Von Martin Link

Hochbegabte Hoffungsträger

Schon zu Schulzeiten sorgte Max Waltl bei den Musikveranstaltungen des BG und BRG Leibnitz für Furore – nicht nur Kenner waren sich sicher, dass hier ein großes musikalisches und stimmliches Talent heranreift. Sie sollten Recht behalten – mittlerweile ist der junge Südsteirer richtiggehend aufgeblüht. Er zählt zu den begehrtesten Musikern in der Südsteiermark, ganz gleich, ob im Duo mit Gernot Holler oder in ihrer Trio-Formation, zu der sich Alexander Muster gesellt. Sie alle zeichnen sich durch ihre Unplugged- und Live-Konzerte aus, in die sie sehr viel musikalisches Gefühl und Leidenschaft einbringen. Umfassend wie ihre musikalischen Fähigkeiten ist auch ihr stilistischer Zugang, der von Folk, Country über Blues bis zum guten alten Pop & Rock’n Roll reicht. „Eine wunderbare und erfreuliche musikalische Entwicklung“, zeigt sich Max Waltls ehemalige Musikprofessorin Irmi KöpfSchuller begeistert.

Der Newcomer aus Leibnitz

Vermutlich gehört mehr Mut dazu, als junger Musiker Schlagermusik zu machen, denn als Teil einer Harte-Metall-Fraktion auf der Bühne zu hämmern – Christian Discaro aus Leibnitz hat sich für diesen musikalischen Weg entschieden. „Mit seinem eigenen Stil und mit seinem Charme singt er sich aber in die Herzen von Alt und Jung“, zeigen sich seine Fans davon überzeugt, dass der Newcomer aus Leibnitz musikalisch alle Generationen erreichen kann. Fest steht: Können und den notwendigen Ehrgeiz, um im beinharten Schlagermusikgeschäft gegen die härteste Konkurrenz zu bestehen, bringt Discaro mit, nachdem er sich stimmlich professionell hat ausbilden lassen. Und auch die erste Maxi-Single mit vier Titeln entstand unter professioneller Begleitung im Tonstudio von Christian Maier in Feldbach.


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Erst 17 und keine Schwächen

Ein dynamisches und vor allem junges Trio aus Leibnitz macht ebenfalls auf sich aufmerksam: „Alright“ sind Sandra und Daniel Wimmer sowie Jürgen Czermal und zeigen dabei keine Schwächen, wenn es um Stimmungs-, Tanz- und Partymusik geht. Dabei verfügt Frontfrau Sandra, obwohl noch sehr jung, bereits aber jahrelange Bühnen- und M usiker fahrung. Bereits im zarten Alter von fünf Jahren debütierte die Südsteirerin in einem Kindermusical. „Und wer sie damals gehört hat“, sagen ihre Wegbegleiter, „der wusste, dass aus Sandra einmal nur eine Musikerin werden kann.“ Nach acht Jahren Klavierunterricht begann Sandra dann mit zwölf Jahren mit dem Gesangsunterricht, der ihr auch heute noch viel Spaß macht. Fünf Jahre lang spielte sie zudem in der Musikkapelle Seggauberg Saxophon. Musikalisch bietet das Trio von Volksmusik bis Brian Adams und Tina Turner alle Klassiker für Menschen zwischen 20 und 70 Jahren. Und: Bei den „Alright“-Auftritten erheben sich sogar die Tanzmuffel.

Auf die harte Tour

1994 war erst einmal Schluss: Die Metal-Band Black Afghan gibt beim großen Schulschluss Open-Air im Marenzipark ihr Abschiedskonzert. Aber Schluss hieß nicht Ende: Seit 2010 und nach 16 Jahren sind die Musiker wieder vereint mit einem neuen Mann am Schlagzeug: Ichty. Seither begibt sich die Formation wieder regional und international (zuletzt bei einem Festival in Ljubljana) auf die harte Tour und auch ins Tonstudio, wo eine neuen CD („The Opening“) entstand. Druckvoller Heavy-Metal-Sound war, ist und bleibt das zentrale musikalische Herzensanliegen der Südsteirer. Und neben eigenen Titeln wie „Welcome To The Grove“ gibt es auch ganz fein musizierte Cover-Versionen. Nächster Auftritt im Cafe Maximal am 26. 11. 2011 bei der Black Afghan Christmas Party.


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Wirtschaft

FOTO: ÖKOPROFIT

Mit Umweltmaßnahmen zu Umweltentlastungen. Acht steirische Unternehmen – davon gleich drei im Bezirk Leibnitz – beteiligten sich von April bis September 2011 an dem vom EU-Regionalmanagement

Südweststeiermark angeregten Programm „ÖKOPROFIT-Leibnitz“, wobei insgesamt 83 Umweltmaßnahmen umgesetzt wurden, die zu ansehnlichen Umweltentlastungen und wirtschaftlichen Einsparungen führten.

FOTO: SCHIGAN

Vorhangstudio Schigan - neu in der Leibnitzer Grazergasse. Eine große Auswahl an Vorhangstoffen, Karniesen, Tischtüchern, Möbelstoffen und Innenbeschattung hat Angelika Schigan vom Vorhangstudio Schigan im neu eröffneten

Tagesmütter im EKZ Weinland. Einen umfassenden Informationstag bot die Tagesmütter GrazSteiermark Gmbh im Einkaufszentrum EKZ Weinland. „Wir sind ein vom Land Steiermark anerkannter Ausbildungsträger und bieten

vier Ausbildungslehrgänge pro Jahr in der gesamten Steiermark an. Jährlich schließen 80 bis 100 Absolventen die Ausbildung ab“, meint Margarete Oslo. Nähere Infos unter 0650/ 388 28 83 oder unter www.tagesmuetter.co.at

FOTO: FORTSCHNITT

Geschäft in der Leibnitzer Grazergasse anzubieten. AKTION: noch bis Ende des Monats gibt es zehn Prozent auf alle Möbel- und Vorhangstoffe. Angelika Schigan bietet eine gute fachliche Beratung und freut sich auf Ihren Besuch.

Auszeichnung für Frisörlehrlinge von Fortschnitt by Helga in der Leibnitzer Hasendorferstraße. Firmenchefin Verena Krenn von Fortschnitt by Helga gratuliert ihren beiden Jungfrisörinnen Lisa Strohriegl und Tochter Julia Krenn

zur Auszeichnung bei der Lehrabschlussprüfung. Mit den beiden Mädels startet Fortschnitt by Helga eine Jung-Style-Aktion vom 3 bis 11. November 2011: -30% auf ALLES.

FOTO: MENHART

FOTO: KRENN

Hausmesse bei Schlafstudio Krenn in Leibnitz. Vor kurzem fand die traditionelle Hausmesse von Schlafstudio Krenn unter dem Motto „Naturschlafsysteme, Matratzen und Schlafmöbel in Zirbe Vollholz - Metallfrei“ statt.

FOTO: Tagesmütter

„Hochwertige Massivholzmöbel in Eiche, Nuss oder Zirbe sorgen für ein gesundes Schlafklima. Die richtige Lage des Bettes ist auch ausschlaggebend – der Kopfteil sollte in Richtung Norden weisen“, meint GF Ing. Karl Heinz Krenn.

Zu Besuch bei Weinbau Menhart am Seggauberg. Nicht nur eine herrliche Aussicht auf die Weinstadt Leibnitz hat der Familienbetrieb Menhart am Seggauberg (ein paar Schritte vom Gasthaus Moser entfernt) zu bieten,

sondern auch hervorragende Schnaps- und Weinspezialitäten. Davon konnten sich Bürgermeister Alois Adam und Vizebürgermeister Guido Jaklitsch bei einer Verkostung im altehrwürdigen Weinkeller überzeugen. Prosit!


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Großklein – eine Marktgemeinde

setzt neue Schwerpunkte Die Marktgemeinde Großklein umfasst die Katastralgemeinden Burgstall, Goldes, Großklein, Mantrach, Mattelsberg, Nestelbach, Nestelberg, Oberfahrenbach sowie die dazugehörenden Ortschaften Kleinklein und Wippelsach. Auf 27,78 Quadratkilometern leben hier 2360 Einwohner. Den Kern der Gemeinde bilden dabei die beiden Orte Großklein und Kleinklein, im Saggautal gelegen.

D

ie Weinbaugemeinde Großklein bildet das Bindeglied zwischen der südsteirischen und der Sausaler Weinstraße und ist nicht zuletzt aufgrund des uralten Siedlungsbodens mit weltberühmten Funden aus der früheren Eisenzeit (Kelten, Hallstatt) weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt.

Diesem Umstand wird durch zahlreiche Einrichtungen, wie demhallstattzeitlichen Museum Großklein mit der Dependance des nach experimentalarchäologischen Erkenntnissen authentisch errichteten hallstattzeitlichen Gehöfts am Burgstallkogel sowie einem beschilderten prähistori-

schen Wanderweg mit Schautafeln, Rechnung getragen.

Doch zeigt sich die aufstrebende Marktgemeinde auch durchwegs für die Zukunft mehr als offen. Bürgermeister Johann Hammer – ein alter Hase in der Kommunalpolitik und seit August 2010 Oberhaupt über die 2300 Gemeindebewohner – kann nicht nur mit berechtigtem Stolz auf eine äußerst intakte Infrastruktur verweisen, sondern weiß auch die Zeichen der Zeit zu deuten und entsprechende Schwerpunkte zu setzen. Großklein ist zum einen ein wichtiger Schulstandort der Region. In den schulischen Institutionen Kindergarten, (Naturpark-)Volksschule sowie der Musikhauptschule Großklein mit mittlerweile Schülern aus 28 auswärtigen Ge-

meinden wird selbstverständlich Nachmittagsbetreuung angeboten. Diese Betreuungen werden vielfältig in Anspruch genommen und zeugen von der hervorragenden Qualität der schulischen Einrichtungen.

Die rege Vereinstätigkeit der mittlerweile 35 ortsansässigen Vereine sorgt für ein gutes Zu-

sammenleben, welches durch eine Vielfalt an Veranstaltungen intensiv gepflegt wird. Highlights wie das Museumsfest oder das weit über die Grenzen hinaus bekannte und beliebte „Großkleiner Weindörfl“ des Weinbauvereines und viele weitere Veranstaltungen geben dem Veranstaltungskalender jährlich mit ca. 80 Events die entsprechende Fülle. Die nächsten Termine sind übrigens der „Kleiner Advent“ am 26. November – ein vorweihnachtlicher Hobbykünstlermarkt mitten im Ort, anlässlich dessen auch die Weihnachtsbeleuchtung am

riesigen lebenden Christbaum im Ortszentrum feierlich entzündet wird – sowie der Feuerwehrball am 7. Jänner 2012. Bgm. Hammer weiß, wie wichtig ein reges Vereinsleben für die Identität der Bevölkerung ist, und


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wird deshalb auch nicht müde, für diese wertvolle und freiwillige Arbeit allen Beteiligten seinen Dank auszusprechen. Großklein ist einerseits durchaus landwirtschaftlich geprägt. Annähernd 200 Haupt- und Nebenerwerbslandwirte sorgen für die in einer Tourismusgemeinde so wichtige Landschaftspflege. Die aus dieser Arbeit resultierenden Produkte sind von höchster Qualität, die sich auch in den 50 Weinbaubetrieben mit 14 hochwertigen Buschenschankbetrieben niederschlägt.

Neben diesen landwirtschaftlichen Betrieben hat jedoch auch die Wirtschaft einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert in der Marktgemeinde: 70 Klein- und Mittelbetriebe, darunter fünf Gasthäuser, zwei Kaufhäuser, Cafe-Konditorei, Bäcker, Fleischer, vier Imbiss-Stuben, eine Disco sowie jede Menge an Dienstleistungsbetrieben (Friseur, Malermeister, Tischlereien, KFZ-Mechaniker, Hafner, Fliesenleger, Spenglerei, Planungsbüros

u.v.m.) sorgen für beste Nahversorgung und qualitative Betreuung in der Region. Dieses Top-Angebot an Dienstleistungen findet natürlich auch in der Fremdenverkehrsbilanz seinen positiven Niederschlag. Die 30 Beherbergungsbetriebe, darunter viele Anbieter von Urlaub am (Wein-)Bauernhof, verzeichnen jährlich einen respektablen Zuwachs an Gästen. Die durchwegs mit höchstem Standard ausgestatteten Fremdenzimmer werden bestens angenommen. 14.000 Übernachtungen allein im Jahr 2010 sprechen für sich.

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Nostalgie Stüberl Lenz Fahrzeugmuseum Nestelberg 94 8452 Großklein Tel. 03456/2300 www.nostalgieaufraedern.at

Übrigens: Betriebsansiedlungen sind in Großklein gern willkommen: Zurzeit stünden einige kleinere und größere Objekte (von 50 m² bis 600 m²) für sofortige Inbetriebnahme zur Verfügung (Infos: Gemeindeamt). Ein ganz wesentlicher Faktor und ein besonderes Angebot nicht nur für die Gäste sondern vor allem auch für die Bevölkerung der gesamten Region ist die gesundheitliche Vorsorge. Schon jetzt

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Urlaub am Bauernhof Oberfahrenbach 36 8452 Großklein Tel. 03454/6403


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ist durch einen praktischen Arzt, Zahnärztin, Frauenarzt sowie mehrere physiotherapeutische Institutionen, Massage- und Fußpflegedienste für beste Betreuung gesorgt. Seit Mai heurigen Jahres ist auch in ökologisch nachhaltiger Bauweise ein nach neuesten technischen Standards errichtetes Pflegeheim mit dem umgebungsbezogenen Namen „Keltenpark“ in Betrieb. Das äußerst ästhetisch gestaltete Pflegeheim bietet Platz für 50 Pflegepersonen. Das gemütliche Ambiente im und um den „Keltenpark“, vor allem aber die besonders einfühlsame und warmherzige Betreuung durch das bestens geschulte Personal rund um Pflegedienstleiterin Brigitte Strohmeier, Verwaltungsleiterin Karoline Hrubisek und Heimleiterin Anna Kosjak wird von den betreuten Pfleglingen bestens aufgenommen. Für die Gemeinde stellt das Pflegeheim durchaus eine Bereicherung der Infrastruktur dar, außerdem wurden dadurch auch wichtige Arbeitsplätze geschaffen. Nun soll ein weiterer für das gesamte Einzugsgebiet bemerkenswerter Schwerpunkt gesetzt werden: In Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Arzt Dr. Günther Strohmeier wird die Idee eines Gemeinde- und Ärztezentrums in die Realität umgesetzt. Bgm. Johann Hammer hat die Un-

terstützungszusage des Landes Steiermark für die Finanzierung des Gemeindezentrums in der Tasche und freut sich: „Mit diesem Großprojekt wird eine seit

langem überfällige Infrastruktureinrichtung verwirklicht. Das alte Gemeindeamt entspricht ja seit langem nicht mehr den Anforderungen an eine offene und kundenfreundliche Verwaltung.“ So wird ein Gemeinde- und Ärztezentrum entstehen, welches einerseits mit einem modernen

Zahlen und Fakten

Verwaltungskomplex, einem Blumengeschäft, Cafe, Vermarktungsshop für regionale Produkte und einem technisch hoch-

gerüsteten Saal für Vorträge, Seminare und diverse Veranstaltungen ausgestattet sein wird. Dazu – verbunden durch eine große Glaskuppel – im selben ansprechenden Outfit das moderne Ärztezentrum mit diversen Ordinationen und Therapieräumen. Angenehmer Aspekt: die so ent-

Marktgemeinde im Bezirk Leibnitz 8452 Großklein 9 Tel: 03456 / 5038-0, Fax: DW 6 E-Mail: gde@grossklein.steiermark.at www.grossklein-online.at 2300 Einwohner, 8 Katastralgemeinden, 820 Häuser, 27,72 qkm, Seehöhe 300 – 633 m, Standesamt (03456 / 5038-11) mit Gewölbesaal und Exklusivtrauungen im Romantikschloss Ottersbach Bgm. Johann Hammer (ÖVP) Gemeindeamt: OAR Alois Schipfer, Rüdiger Hofmann, Renate Tscheppe

stehenden Arztpraxen sind quasi schon vergeben, die interessierten Ärzte warten nur mehr auf die Benützung. Derzeit werden durch den Planer des Zentrums, Herrn Arch. Dipl. Ing. Ivo Pelnöcker, der übrigens auch für das Projekt Pflegeheim verantwortlich zeichnete, die Details des ansprechenden und außergewöhnlichen Designs des Gemeinde- und Ärztezentrums ausgearbeitet und die Ausschreibungen der Professionistenarbeiten vorbereitet. Da man auch die Winterbauoffensive nützen möchte, soll noch im November der Startschuss für das Bauvorhaben fallen. Großklein setzt also wieder neue

Maßstäbe zur Bereicherung der Infrastruktur. Dies dient sowohl der Betonung als Schulstandort und regionales wirtschaftliches Zentrum im Mittelpunkt des Sulm- und Saggautales, als auch der Sicherung von Arbeitsplätzen und Nahversorgungseinrichtungen. Mit der hervorragenden gesundheitlichen Betreuung avanciert die gestandene Marktgemeinde aber auch wieder vermehrt zur beliebten Wohnortgemeinde. Bester Beweis sind die vielen Neubauten der letzten Zeit, demnächst werden mit dem neuen Flächenwidmungsplan außerdem zahlreiche Baulandflächen zur Verfügung gestellt. Insgesamt also beste Voraussetzungen für Standorterhaltung und gegen Abwanderung. Grund genug für Bgm. Johann Hammer und die Gemeindeverantwortlichen, auch in „krisengebeutelten Zeiten“ zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.


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„Shared Space“ Gleinstätten: Polizei zieht positive Bilanz Seit September 2010 teilen sich in der Ortsmitte von Gleinstätten alle Verkehrsteilnehmer einen Raum. Allen Skeptikern zum Trotz kann nach einem Jahr von Seiten der Polizei eine durchaus positive Bilanz gezogen werden.

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uf der B74 wurden im Ortsgebiet der Marktgemeinde auf einer Länge von einem knappen halben Kilometer alle Verkehrsschilder und Bodenmarkierungen entfernt. Gemäß der Idee von „Shared Space“ wird der öffentliche Raum als Lebensraum verstanden, den sich Fußgänger, Radfahrer und Autolenker teilen und gemeinsam nutzen. Man hat den Bundesstraßenabschnitt in drei Kernzonen geteilt, in denen es jeweils platzartige Erweiterungen gibt, die sich durch eine farbige Pflasterung von der restlichen Fahrbahn abheben. „Natürlich war und ist an manchen Stellen eine gewisse Unsicherheit vorhanden. Aber gerade das führt dazu, dass sich die Verkehrsteilnehmer automatisch vorsichtiger verhalten, ihre Geschwindigkeit verringern und somit umsichtiger fahren“, bilanziert Peter Neger, stellvertretender Kommandant

und Verkehrsreferent der Polizeiinspektion Gleinstätten. Gegenseitige Rücksichtnahme wird groß geschrieben. Geschwindigkeitsmessungen haben ergeben, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf etwa 42 km/h gesenkt werden konnte. Begleitend leistete die Polizei intensive Aufklärungsarbeit. Vor allem die Schüler haben sich sehr schnell auf die neue Situation eingestellt. Sie wissen jetzt, dass sie mit ihrem Gegenüber auf der Straße Blickkontakt aufnehmen müssen und dann die Fahrbahn überall überqueren dürfen. Bisher hat es nur einen Unfall mit leichtem Sachschaden gegeben. Dieser Unfall hätte auch durch Verkehrszeichen nicht verhindert werden können. Das Ziel ist erreicht worden. Es gibt nun ein besseres Miteinander.

Ortsdurchfahrt katastrophal

„Unsere Ortsdurchfahrt war ein Totalschaden. Der Zustand war wirklich erbärmlich“, sagt der Gleinstättener Bürgermeister Gottfried Schober, wenn er sich an die Zeit vor etwas mehr als einem Jahr zurückerinnert. Doch dann wurde der Shared Space in der steirischen Gemeinde eröffnet, das erste derartige Projekt in ganz Österreich. Die Verkehrsschilder auf rund 450 Metern der Bundesstraße 74 wurden entfernt und die graue Asphaltfahrbahn gegen eine Mischung aus hellen Pflastersteinen und beigem Asphalt getauscht. Auch die Thujenhecke vor der Hauptschule musste dem „gemeinsam genutzten Platz“ weichen. Dadurch würden die Autofahrer nun die Schülern

vor der Schule gut erkennen können, denn „einer Gefahr, die ich nicht sehe, bin ich mir nicht bewusst“, sagt der Bürgermeister.

Positive Bilanz

Ein Jahr nach der Eröffnung des Shared Space zieht Schober diese Bilanz. „Ich würde alles genauso wieder machen.“ Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Autos hätte sich im Shared Space Bereich um rund 10 km/h verringert. „Am Anfang waren die Verkehrsteilnehmer noch verunsichert, weil sie nicht wussten, wie sie sich in diesem offenen Bereich verhalten sollten, doch das ändert sich nun“, so Schober, der überzeugt ist, dass vor allem AutolenkerInnen nun mit erhöhter Aufmerksamkeit durch Gleinstätten fahren würden. In die Planungsphase wären auch die BürgerInnen miteingebunden gewesen. Ein Jahr lang durften sie ihre Wünschen und Sorgen deponieren. Weil die Interessen der BewohnerInnen tatsächlich berücksichtigt worden sind, sei der Zuspruch bei der Eröffnung des Shared Spaces auch „überwältigend gewesen“, erinnert sich Schober: „Gerade deshalb war der Festakt eines der schönsten Erlebnisse in meiner Zeit als Bürgermeister.“


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Das Landhaus Rath in Gleinstätten ist ein ein-

maliges Beispiel für gemütliche steirische Gastlichkeit. Die Gäste werden mit steirischen Spezialitäten wie saftigen „Backhenderln“ oder auch mit italienischen Gerichten verwöhnt. Besonders beliebt sind die frisch zubereiteten Pizzen aus dem Steinbackofen. Das Landhaus Rath hat täglich außer Montag und Dienstag ab 11 Uhr für Sie geöffnet.

Tel. 03457/2687

Für das Wochenende suchen wir noch eine Verstärkung für unser Service-Team.

Auf Sparkurs Seit Jahrzehnten zeichnet sich das E-Werk Gleinstätten als verlässlicher Energieversorger der Region aus. Mit der Marke KTG Austria setzen Geschäftsführer Manfred Hechtl und sein kompetentes Team unter der Projektleitung von Arnold Prattes auf innovative Lösungen in der Haus- und Energietech- noch über dem konventionellen kosten auf Sparkurs zu bringen. Durchschnitt liegen, so rechnen www.ktg-austria.at nik. Mit Sparfaktor. sich diese über bis zu 80% reduzierte Energiekosten im täglichen Ansprechpartner Das KTG-Team erarbeitet ganzheitliche Haus- und Lichttechnikkonzepte für den privaten Wohnbereich und öffentliche Kommunikationsräume – abgestimmt auf individuelle Bedürfnisse mit hohem Nutzerkomfort. Intelligente Bussysteme ermöglichen einen bidirektionalen Datenfluss, der dem Benutzer auf einer berührungsgesteuerten Oberfläche visualisiert wird. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Eine Überzahl an Fernbedienungen und sonstige Steuerelemente gehören der Vergangenheit an, denn die gesamte Haustechnik wird auf Touch-Panels übersicht-

lich und bedienerfreundlich greifbar gemacht. Die zugrundeliegenden Technologien ermöglichen eine optimale Abstimmung von Heizung, Lüftung, Beschattung, Beleuchtung und Multimedia. Das Ergebnis: minimaler Energieverbrauch bei optimaler Wirkung. Ganz aktuell setzt KTG als zertifizierter Lichtpartner von Zumtobel Leuchten auf hochwertige LED-Lichtlösungen. Die hightech Leuchtmittel garantieren bis zu 95% Farbechtheit in der Wiedergabe – ohne störende Wärmeentwicklung und bei minimalem Stromverbrauch. Auch wenn die Anschaffungskosten derzeit

Betrieb sowie eine extrem lange Lebensdauer von bis zu 30.000 Stunden sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Die KTG-Mitarbeiter beraten Sie gerne, um auch Ihre Betriebs-

E-Werk Gleinstätten GmbH KTG Austria Ansprechpartner: DI (FH) Manfred Hechtl Mobil: 03457 / 4011-13 E-Mail: hechtl@ktg-austria.at


38 Leben

leben

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n Weinwinter: Start mit Perchtenlauf am 20. November in Leibnitz n Gesund bleiben: Sexualität im Alter

Ein Leben fürs Campen Sepp Großschädl, Obmann des Campervereins Leibnitz

Ab-Campen im Jahr 2011 Ende September fuhren 16 Camperfahrzeuge mit 32 Personen bei sommerlichen Temperaturen nach Lutzmannsburg auf den Camingplatz Sonnenland zum Ab-Campen für das Jahr 2011, das Peter Preidler in vorbildlicher Weise organisiert und vorbereitet hatte. Der neue, nach FengShui ausgerichtete Platz mit Grander-Wasser erwies sich als ideal. Ein Hahn sorgte um 3.30 Uhr dafür, dass niemand verschlief. Die Teilnehmer des CV Leibnitz, die in den letzten beiden Jahren auf über 100 Mitglieder angewachsen sind, saßen abends entweder am Lagerfeuer bei Kastanien und Sturm oder bei Grillhendl und burgenländischem Wein gemütlich zusammen. Eine Wanderung durch die Weinberge des netten Ortes führte zu einem Aussichtsturm mit Rundumsicht. Das Wetter hätte nicht schöner sein können – es war so heiß, dass einige Lust hatten, im kleinen See am Campingplatz zu baden. Die meisten Teilnehmer hatten Räder mit und erkundeten ausgerüstet mit Infomaterial über die zahlreichen Radwege die Umgebung. Vor einem Wohnmobil gab es in der Früh frisch zubereiteten Sterz, damit wir unsere Heimat Steiermark nicht ganz vergessen. Obwohl der CVL regelmäßig Stammtische abhält, die immer gut besucht sind, hatte man beim AbCampen Zeit und die Möglichkeit, miteinander zu reden und die anderen Clubmitglieder besser kennen zu lernen. Am Sonntag ging es wieder zurück in die Heimat. Das Jahr 2011 kann mit der Wahl des neuen Obmanns Josef Großschädl, der Teilnahme an der Frühjahrsmesse am Kindermann-Gelände, der Fahrzeugsegnung beim Sulmwirt, den monatlichen Stammtischen und vielen gemeinsamen Fahrten sowohl ins In- als auch Ausland als ein sehr erfolgreiches Jahr bezeichnet werden. Der CV Leibnitz hat es sogar auf einen monatlichen Fixplatz für einen Artikel in Leibnitz-Aktuell gebraucht und will damit Lust und Neugierde erwecken, vielleicht auch Mitglied zu werden. Interessierte sind eingeladen, den Stammtisch (jeden 2. Freitag des Monats um 19 Uhr beim Sulmwirt in Wagna) zu besuchen. Für Anfragen besteht eine E-Mailadresse: campervereinleibnitz@aon.at Camperverein Leibnitz. Obmann Sepp Großschädl Tel.: 0664/ 645 1767

FOTO: WEINWINTER

Wintermonate in der Südsteiermark zeichnen sich durch ein besonders mildes Klima und angenehme Temperaturen aus. Die Weite der Landschaft und die sanften Hügel der Weinberge prägen die Atmosphäre und laden zum Wandern und Nordic Walken ein. Zudem kann man beim heurigen „Weinwinter“ Lagenweine, Winzersekte und regionale Köstlichkeiten genießen.

Startschuss mit Perchtenlauf

Weinwinter verzaubert Genuss und Erlebnis, kombiniert mit einem Schuss Brauchtum, das ist das Erfolgsrezept für den „Weinwinter. Die besten Lagen. Südsteiermark“. Von Mitte November 2011 bis Anfang Februar 2012 stellt die Region „Die besten Lagen. Südsteiermark.“ einmal mehr ihre Weinkompetenz unter Beweis. Zu den Höhepunkten im „Weinwinter. Die besten Lagen. Südsteiermark.“ gehören unter anderem die Johannes-Weinsegnung, die Fassprobenverkostungen sowie die Schlachttage mit besonderen, traditionellen Gerichten der Saison. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird der „Weinwinter. Die besten Lagen. Südsteiermark.“ heuer zum zweiten Mal organisiert. „Zu den Veranstaltungen haben die Tourismusverbände Leibnitz – Wagna – Seggauberg attraktive Packages geschnürt“, verspricht der Vorsitzende der Tourismusverbände Leibnitz – Wagna – Seggauberg, Karlheinz Hödl. Das Package Südsteirischer Winterweingenuss mit Lagenweinverkostung von 10. bis 13. Dezember 2011 umfasst den Besuch des Retzhofer Kunsthandwerkmarktes, die Lagenweinverkostung im Leibnitzer Rathaus sowie Übernachtung und Frühstück. Je nach Betrieb

– vom Weinbauernhof bis zum 4-Stern-Hotel – kostet das Package pro Person zwischen 88 und 184 Euro. Infos zu den Packages gibt es im Büro der Tourismusverbände Leibnitz – Wagna – Seggauberg unter Tel. 03452/76811 und unter www.weinwinter.at.

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Gustibus die Genusskolumne von Reinhard Czar

Der Rindfleischteller Die Felder sind abgeerntet, die Gärten weitgehend leer. Nur ein paar Kohlsprossen stehen noch in der Erde und warten auf den ersten Frost, um im Anschluss zu einer zarten winterlichen Beilage verarbeitet zu werden. Die Ruhepause der Natur gibt uns die Gelegenheit, wieder einmal die Speisen zuzubereiten, die während des Sommers Küchenpause hatten – entweder weil sie zu schwer für Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke waren oder weil sie auf einen von der täglichen Gemüseernte im Garten diktierten Speisezettel ganz einfach nicht so recht passen wollten. Etliche große Klassiker der österreichischen Küche befinden sich darunter. Rindfleisch in all seinen schmackhaften Variationen bei-

spielsweise, zu dem wir im „Großen Sacher Kochbuch“ von Franz Maier-Bruck eine Geschichte lesen, die für mich zu den beeindruckendsten Dingen heimischer Kulinarik zählt. Demnach hat man in den besten Zeiten der k. u. k.-Küche für eine ordentliche Portion gesottenes Rindfleisch einen eigenen Rindfleischteller entworfen, in dessen Mitte das gekochte Fleisch zu liegen kam, während in bis zu zwölf (!) Vertiefungen rundherum die Beilagen platziert wurden. Die Palette reichte dabei von verschiedenen Salaten über Senf und Kren bis zu Essiggurkerln. Als Hobbykoch kann man sich küchentechnische Spinnereien nur bis zu einem gewissen Grad leisten. Trotzdem zählt es während der kälteren Jahreszeit immer wieder zu den Herausforde-

rungen, denen ich mich gerne stelle, möglichst viele Beilagen zum gekochten Rindfleisch zu servieren. Lediglich vier Herdplatten (zwei davon mit Erweiterungsfläche, also bei ausgeklügeltem Schlichten maximal sechs Wärmemöglichkeiten für Töpfe unterschiedlichster Größe) und die Ermangelung eines „echten“ Rindfleischtellers historischer Bauart setzen meinem Ehrgeiz freilich gewisse Grenzen. Mit Rösterdäpfeln, Semmelkren, gedün-

steten Karotten und Blattspinat auf der warmen Beilagenseite, Senf und einem Essiggurkerl auf der kalten und – weil fertig im Kühlschrank – vorbereitungsfrei auf den Teller zu zaubernden Seite bringt man es relativ stressfrei auf sechs verschiedene Beilagen zum gekochten Tafelspitz. Gerade einmal die Hälfte des Altwiener Rindfleischtellers – eigentlich ein Wahnsinn! Dafür aber ehrlich und im Schweiße meines Angesichts erkocht!

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Sexualität im Alter

Leben mit Schönheit Lifting-Spezialistin Gerlinde Hirschmugl

Moderne Kosmetikerinnen bieten heute das, was über Massage hinausgeht

Anti Aging mit Langzeitwirkung. So erlebt die Haut ihren zweiten Frühling Welche Frau wünscht sich nicht eine reine, schöne, straffe Haut? Entscheidendes tun gegen Linien, Unreinheiten, Falten? Weltneuheit: Anti Aging Circle renoviert die Problemzonen in vier Schritten. Sofort Resultat: Der Teint wirkt fein-glatt, sauber und um 6-10 Jahre jünger. So geht es: Aquabration fixiert Unreinheiten, Grauschleier, Verhornungen. Ohne Sand und ohne Kristalle, peelen wir mit Wasser und Pirouetten-Scrubbing das Hautbild fein und ebenmäßig. Myotonologisch werden danach verspannte Mimikmuskel kosmetiziert. Trockene und UVgeschädigte Haut wird mit speziellen Wirkstoffen gepflegt. Radiofrequenz Ästhetik: Radiofrequenz ist ein äußerst spannendes Gebiet der Hautstraffung. Sehr geeignet ist die Behandlung bei Collagenaufbau und der Milderung von Fältchen rund um die Augen. Starke Resultate am Hals und bei Doppelkinn. Einschleusung von Hyaluron. Faltenfüller: Linien, tiefe Fältchen werden jetzt mit Meso Beauty Lift porotiert. Computergesteuerte Impulse aktivieren die Tiefenwirkung. Anschließend werden die Zwischenräume der Falten mit Hyaluron und Biomolekülen gefüllt und soniert. So heißt die Maxime der Kosmetikerin. Nur das Beste hat in den Instituten qualifizierter Kosmetikerinnen eine Chance. Jede Verbraucherin hat ein Recht darauf, zu wissen, dass eine regelmäßige und gründliche Hautpflege ebenso wichtig wie eine Behandlung ist. Freuen sie sich auf jede Behandlung. Genießen sie täglich ihre Hautpflege. Erleben sie ein neues Wohlbefinden. Deshalb der Tipp: Schnell hin. Stress abbauen, Haut aufbauen, Falten abwehren und mit Genuss schön weiterpflegen. Meso-Beauty Circle Testbehandlung 98.- EUR LaBiocome Beautytherapy by Franz Niederl, Marburgerstraße 69 8435 Wagna , Tel. 03452/71988

Ältere Menschen empfinden Gefühle des Verliebtseins ebenso heftig wie jüngere. Doch viele von ihnen wagen es nicht mehr, sie auszudrücken und anderen gegenüber offen zu zeigen. Dabei ist Sexualität ein Ausdruck von Lebensfreude und Vitalität und darf im Alter kein Tabu sein. Die meisten jüngeren Menschen können sich ein erfülltes Sexualleben jenseits der 60 gar nicht vorstellen, weil sie sexuelle Aktivitäten automatisch mit dem Jungsein assoziieren. Älteren Männern wird gerade noch - meist jedoch nur in Zusammenhang mit einer jungen Frau – ein regeres Sexualleben zugesprochen. So besteht bei Männern häufig auch der Irrglaube, dass bei Frauen jenseits der Wechseljahre ein Schlussstrich bezüglich sexueller Lust gezogen werden muss. Tatsache ist jedoch, dass eher die Männer im Seniorenalter mit größeren Veränderungen hinsichtlich ihrer Sexualität rechnen müssen (z.B. Erektionsstörungen). Bei Frauen steigt bis zum 35. Lebensjahr das sexuelle Interesse an und bleibt dann lange auf diesem Niveau. Mit welchen Veränderungen in punkto Sex müssen Frauen im Alter rechnen? Prinzipiell bleibt bei älteren Frauen nach den Wechseljahren die Sexualität eine wichtige Quelle für die Lebensenergie, das Selbstwertgefühl und das Gefühl der partnerschaftlichen Gemeinschaft. Die Intensität des reinen körperlichen Verlangens nimmt zwar im Alter ab, nicht jedoch der Wunsch nach Zärtlichkeit, Sexualität und Befriedigung. Die Erregung läuft langsamer ab, es dauert länger. Auch bei vielen älteren Männern kann etwas mehr Zeit vergehen, bis sie eine ausreichende Erektion bekommen. Daher sollte dem Vorspiel im Alter größere Bedeutung zukommen. Die Orgasmusfähigkeit ändert sich jedenfalls im Alter nicht. Welche körperlichen Veränderungen beeinflussen den Sex? Nach den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel im Blut. Dadurch wird die Scheidenhaut dünner. Sie wird atroph, ist also nicht mehr so gut mit Blut und Nährstoffen versorgt, das Scheidenrohr wird starrer. Durch die verminderte Durchblutung ändert sich auch die Zusammensetzung des Scheidensekrets. Die Scheidenwand wird anfälliger für Infektionen, die beim Sex zu Schmerzen und zu Kontaktblutungen führen können. Mit einer Östrogensubstitution – Hormonersatz in Form von Tabletten oder als Creme – kann die Problematik der „trockenen Scheide“ gemildert oder behoben werden. Ein anderes Problem, das die sexuelle Aktivität im Alter einschränken kann, ist die Harninkontinenz. Der unkontrollierte Harnverlust während des Geschlechtsverkehrs wird von vielen Frauen

Gesund bleiben – wer will das nicht. Sportmediziner Dr. Horst Grubelnik gibt in LEIBNITZ AKTUELL laufend Tipps, wie Sie Ihre Gesundheit erhalten, aber auch verbessern können.

als störend und beschämend empfunden, so dass sie den sexuellen Kontakt meiden. Die exakte Diagnostik ist dabei unerlässlich, infolge können die Beschwerden durch Medikamente oder Operationen gebessert werden. Auch spielen das Training der Beckenbodenmuskulatur und die lokale Östrogengabe eine große Rolle bei der Behandlung. Die Gebärmutterentfernung ist kein Hinderungsgrund für ein erfülltes Sexualleben. Nach der Operation können jedoch Schmerzen durch Verwachsungen im Bauchraum oder durch Narben im Scheidenblindsack auftreten, die das sexuelle Interesse einschränken und das Vergnügen mindern. Eine Krebsoperation – das betrifft insbesondere den Brustkrebs kann eine große Belastung für die Beziehung darstellen. Beide Partner müssen lernen, sich in ihrer Sexualität neu zu finden. Was können Sie zur Unterstützung der Sexualität im Alter tun? Manche Frauen, die über Jahrzehnte eine unbefriedigende Sexualität kennengelernt haben, sind im Alter erleichtert, wenn sie dem ein Ende setzen können. Sie sollten jedoch keinesfalls vergessen, dass auch im Alter noch die Chance besteht, mit einem einfühlsameren Partner eine neue Form der Sexualität zu entdecken. Das Tabu „Sex im Alter“ betrifft in besonderer weise Frauen, deren Sexualität jenseits der Wechseljahre kaum erforscht wird. Tatsächlich sind Frauen nach den Wechseljahren oft sogar sexuell aktiver als vorher. Die Hormonproduktion geht nicht zu Ende, sondern spielt sich neu ein. Dagegen sind die Potenzstörungen des Mannes ein großes Thema der Forschung. Sie weiß, dass an Impotenz selten das Alter schuld ist, sondern Faktoren wie Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Übergewicht, Alkohol- und Zigarettenkonsum und nicht zuletzt psychische Gründe. Das nächste Mal: „Die blaue Pille“


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Wenn das Dach „winterfit“ ist,

kann die kalte Jahreszeit getrost kommen! Spätestens jetzt, zu Beginn der kalten, ungemütlichen Jahreszeit, sollte man daran denken, sein „Dach über dem Kopf“ auf Schäden zu überprüfen und es unter Zuhilfenahme von echten Profis „winterfit“ zu machen. Wie das geht, verriet die Marketingleiterin von Tondach Gleinstätten, Sabine Linner, LEIBNITZ AKTUELL im Exklusiv-Interview. Von Eva Maria Leodolter

K

ommt der Winter, so muss das Hausdach unter Umständen schwere Lasten tragen, denn Frost und Schnee können das Dach enorm beinträchtigen. Bestehende Mängel werden verstärkt und Wasser kann durch Risse ins Innere eindringen. Dies führt zu Feuchteschäden und Schimmelbildung im Dachraum. Daher ist es gerade vor dem Winter wichtig, das Dach zuerst selbst zu inspizieren und im Anlassfall auch vom Fachmann prüfen zu lassen. Nicht immer ist es notwendig, gleich das gesamte Dach auszutauschen – kleinere Mängel kann man von außen rasch und problemlos in wenigen Arbeitsschritten beheben. Auch eine umfassende Sanierung des Dachs ist keine „Hexerei“.

Dachsanierung „light“ made in Styria

Die alte, mangelhafte Dacheindeckung und die Dachlatten werden abgetragen und die bestehende, dann oft schon lückenhafte Wärmedämmung inklusive Dampfbremse wird ebenfalls ent-

fernt. „Für die Sanierung bieten wir spezielle Unterdachlösungen, so zum Beispiel die neue Sanierungsdampfbremse ,Dasastop.‘ Diese Dampfbremse kann sowohl in den Gefachen der Innenbekleidung als auch über die Sparren verlegt werden und schützt vor Feuchte“, erklärt Sabine Linner. Schließlich wird in einem weiteren Schritt die Wärmedämmung zwischen den Sparren und der Holzschalung angebracht. „Als Unterdeckbahn haben wir mit der Tondach FOL Twin-Power eine Innovation am Markt, die regensicher und winddicht für Schutz sorgt“, erläutert sie weiter. Am Ende der Sanierung stehen dann die Anbringung der Konterlattung und der Dachlatten sowie die Verlegung von Ziegeln. „Natürlich gibt es viele spezielle Produkte für die Dachsanierung. Wir ermöglichen etwa mit der Produktlinie TONDACH Verschiebeziegel eine effiziente und rasche Dachsanierung, da diese Dachziegel verschiebbar in der Decklänge sind. Das bedeutet, dass bestehende Lattensysteme nicht erneuert werden müssen.

Sabine Linner, Leitung Marketing & Kommunikation, TONDACH Gleinstätten stand LEIBNITZ AKTUELL in Bezug auf die Dachsanierung vor dem Winter Rede und Antwort.

Das spart Zeit und Geld“, heißt es von Seiten der Profis aus Gleinstätten. Mit unterschiedlichen Farben und Formen sowie auch Strukturen und Oberflächen bietet man am Markt eine unerschöpfliche Auswahl – passend für jeden Geschmack.

sung fürs Dach inkl. Unterdach anbieten. Neben diffusionsoffenen Folien bieten wir für unsere Kunden auch entsprechende Allroundkleber, Klebebänder und winddichte Anschlussmanschetten an“, so Linner.

Wie wichtig ist die Vorsorge?

Wie fast in allen Lebenslagen werden auch die Haus- und Dachsanierungskriterien von der EU mitbestimmt. Um die Anforderungen der europäischen Gebäuderichtlinien überhaupt erfüllen zu können, muss eine wind- und luftdichte Ausführung aller Bauteile der Gebäudehülle gewährleistet sein. „Und wie lange hält so ein Dach aus der Heimat?“, wollte LEIBNITZ AKTUELL abschließend wissen. Gute Qualität bürgt für Haltbarkeit. Das gilt natürlich auch bei Hausdächern. 100 Jahre Lebensdauer für „echte TONDACH“ Dachziegel, die ohne chemische Zusätze hergestellt und bei über 1000°C gebrannt werden, sind daher keine Seltenheit. „Wohnqualität für Generationen ist also bei einer Entscheidung für TONDACH-Dachziegel quasi im Paket inbegriffen“, resümiert Linner.

Die Devise beim Hausdach heißt – ähnlich wie im Gesundheitsbereich: Vorsorgen und sanieren, bevor das Eigenheim oder die darin wohnenden Menschen Schaden nehmen. Außerdem senkt ein optimal saniertes Dach auch die Energiekosten – und das um bis zu 15 Prozent! „In Bezug auf das Thema Energieeffizienz haben wir speziell für Dachsanierungen nach neuen energetischen Gesichtspunkten unser Produktportfolio um viele Komponenten erweitert. Wir können dadurch eine Gesamtlö-

Die EU hat ihre Finger auch im Spiel

Aus Alt mach Neu für eine sichere Zukunft – qualitativ hochwertige Dachziegel haben eine Lebensdauer von etwa 100 Jahren!


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Durch gute Dämmung wird das Eigenheim zum

Energiesparschwein Wenn man die Heizkostenentwicklung in Österreich betrachtet, könnte man meinen, wir steuern wirklich auf eine neue Eiszeit zu. Denn in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Heizkostenbelastung der Haushalte fast verdoppelt. Natürlich liegt das weniger am erhöhten Energieaufwand denn an den stetig steigenden Preisen für Heizmaterial. Deshalb ist Vorbeugen besser als Nachsehen – und mit einer guten Dämmung kann man auch bei unsanierten Häusern die Energiekosten deutlich senken.


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E

ine energetische Sanierung schlägt sich immer auf der Haben-Seite des Haushaltsbuches nieder. Am Anfang des Dämm-Checks sollte zum Beispiel die Visualisierung des Energieverlustest durch den Einsatz einer Wärmebild-Infrarot-Kamera erfolgen. Diese haben alle Professionisten, die in diesem Bereich tätig sind – auch in

Nur 6 km nach der Grenze:

vielen Gemeinden kann man sich solche Geräte ausborgen bzw. danach fragen.

Gut gedämmt ist halb gewonnen

Nimmt man ein durchschnittliches, steirisches Einfamilienhaus mit rund 150 m2 Wohnfläche und einem Entstehungsdatum – etwa in den 70er

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Holz - Balsam für die Seele.

kehrt. Sicher, eine Modernisierung dieser Art ist nicht billig, rechnet sich aber schon in den nächsten 15 bis 20 Jahren.

Die natürliche Optik von Echtholz ist allein schon ein Kunstwerk für sich, beim Berühren fühlt man angenehme Wärme und Haptik. Das ist die mentale Seite des Wohnens. Mit der richtigen Holzwahl lässt sich die gefühlte Raumtemperatur um bis zu 2 °C anheben. Durch seine offenporige Oberfläche fungiert Massivholz als Klima- Mit der Landhausdiele Lärche von regulator im Raum. Zudem Bauwerk kann man auch Energieverhindert die antistatische sparen. Eigenschaft der geölten Oberfläche ungewollte Staubschichten. Nähere Infos und Muster zum Angreifen und Fühlen im WohnUnion Geschäft:

Wer streicht soll auch gleich dämmen

Jahren her, kann man davon ausgehen, dass jährlich bis zu 4500 Liter Öl anfallen. Solche Häuser sind wahre Energiefresser und man heizt sprichwörtlich „beim Fenster hinaus“. Durch eine energieeffiziente Sanierung kann man im Jahr bis zu 650 Euro sparen – hier die notwendigen Maßnahmen: Eine neue Heizung muss her und vor allem die Dämmung der Außenwände, des Kellers und des Dachraumes zählen zu den besten Methoden, um Energie zu sparen. Neue Fenster sind auch nicht ver-

Wenn man von einer Steigerung der Energiepreise von moderat geschätzten fünf Prozent pro Jahr ausgeht, wird deutlich: Wer nicht energetisch saniert, verheizt langfristig sein Geld. Wenn die Fassade ohnehin gestrichen werden muss, sollte diese zuvor gedämmt werden. Der finanzielle Mehraufwand für die Dämmung ist bei „gekoppelten“ Maßnahmen überschaubar und amortisiert sich schon nach wenigen Jahren. Sprechen Sie ruhig mit dem Fachmann – die Profis beraten jeden, der Hilfe sucht, gern.

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Feuer für die Seele: Grün heizen und blau machen statt schwarz ärgern Feinstaub, CO 2-Emissionen, Atemwegserkrankungen, Allergien, Ressourcenknappheit – all diese Schlagwörter machen klar, dass das Thema „Heizen“ ein vielschichtiges ist. Erneuerbare Energie, Spargedanke, Energieeffizienz und Modernisierung des Eigenheimes stehen als Positivum gegenüber.

S

icher, grundsätzlich sind die Beschaffungskosten für alternative Heizformen zwar höher als bei Heizöl oder Erdgas. Im Gegenzug liegen die Brennstoffpreise alternativer Heizmethoden jedoch meist tiefer als bei den fossilen Energieträgern – beziehungsweise entfallen zum Teil gänzlich.

Man denke nur an die Kosten, die durch Tankreinigung, Brennerund Kesselservice, und, und, und entstehen!

Ökologisch günstige Variante: Wärmepumpen

Direkt vor Ort ist man den Dreck durch Treibhausgase und Schadstoffe auf jeden Fall los. Eine


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Wärmepumpe (auch Erdwärme genannt) wandelt die niedrigwertige Energie des Erdreichs, der Außenluft oder des Grundwassers in hochwertige Heizwärme um. Für das Betreiben solcher Pumpen wird aber natürlich elektrischer Strom benötigt. Aber das Verhältnis von verbrauchtem Strom zur produzierten Heizenergie liegt bei etwa 1:3 – bei Erdwärmesonden sogar bei 1:4. Die Wärmeübertragung erfolgt im geschlossenen System inklusive Kühlsystem. Neuere Wärmepumpen setzen umweltverträgliche Kältemittel wie CO2 oder Ammoniak ein.

Welche Energieträger können für Wärmepumpen verwendet werden?

Die Erdwärme (Geothermie) ist wohl die bekannteste Variante. Die Heizung funktioniert mit Erdwärmesonden, die ca. 100 bis 150 Meter im Erdboden schlummern. Weiters kann man Wärmepumpen über die Außenluft (allerdings nur bis minus 10°C) betreiben sowie mit der Abluft oder dem Abwasser einer In-

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dustrieanlage oder auch einem sogenannten Erdregister. Das sind Rohrsysteme, die eineinhalb bis drei Meter im Boden verlegt werden und die Temperatur-Differenzen im Winter und Sommer nutzen. Die besten Leistungswerte haben übrigens Grundwasserwärmepumpen.

Die Vorteile - kurz erklärt

Die Anschaffung einer Wärmepumpen-Anlage rechnet sich relativ schnell. Auch ökologisch sind sie empfehlenswert – natürlich nur, wenn auch „Ökostrom“ zur Betreibung der Pumpe verwendet wird. Die Betriebskosten sind ebenfalls überschaubar und eine Wärmepumpe benötigt etwa den Platz einer Waschmaschine – ist also auch für kleinere Objekte gut geeignet.

Nachwachsender Brennstoff – zum Beispiel Holz

Durch die Tatsache, dass gerade die Steiermark einen sehr hohen Waldanteil hat und die aktuellen Heizölpreise sehr hoch sind, hat sich Holz in den letzten Jahren zu einer guten Alternative „gemau-

Wir bieten: Schnelle und preisgünstige Dachsanierung mit Qualität


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sert“. Zwar haben klassische Scheite einen nicht so hohen Heizwert, darauf hat die holzverarbeitende Industrie aber bereits eine gute Antwort: Pellets oder Hackgut. Auch dank der Technologie der Holzvergaseröfen sowie spezieller Pufferspeicherlösungen ist die Effizienz bei der Befeuerung mit Holz enorm gestiegen.

Holz heizen in mehreren „Aggregatzuständen“

Holz bleibt natürlich Holz – aber je nach Vorbehandlung ist das Naturmaterial bestens als Heizmittel geeignet. Pellets werden aus naturbelassenem Restholz hergestellt, somit wird „Abfall“ aus der Holzindustrie sinnvoll genutzt und auch noch gewinnbringend vermarktet! Zwei Kilo Pellets entsprechen übrigens einem Liter Heizöl! Hackgut-Öfen sind besonders dort sinnvoll, wo man – etwa in der Nachbarschaft – einen Landwirt oder einen Verband mit Hackschnitzel-Trocknungsanlage hat. Nahwärme-Heizanlagen bieten hier tolle Möglichkeiten – leider sind dezentrale Einfamilienhäuser schwer zu versorgen. Stückholzöfen mit Vergasern und Pufferspeichern müssen zwar auch ein- bis zweimal pro Tag mit Stückholz befeuert werden, machen also etwas mehr Arbeit, sind aber gerade am Land sehr beliebt.

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Besonders im Trend liegen derzeit heimelige Kachel- oder Schwedenöfen, die oft ein ganzes Stockwerk mit wohliger Wärme versorgen können und mit Scheitholz oder auch Pellets befeuert werden können. Sie sind eine formschöne und sinnvolle Alternative zu Heizkörpern. Besonders bei neuen, modernen, barrierefreien Häusern mit nur einem Stockwerk sind sie sehr interessant.

Vor- und Nachteile einer Holzheizung

Pellets- und Schnitzelanlagen sind fast so bedienerfreundlich wie Ölheizungen. Die kleinen Pellets werden in Säcken geliefert oder mit dem Lkw direkt in den Lagerraum gepumpt. Als Nachteil

kann der höhere Feinstaubausstoß von Holzöfen im Vergleich zu Ölöfen genannt werden. Aber im Verhältnis zu etwa einer Heizanlage mit Kohle ist der Feinstaubanteil verschwindend! Wichtig ist beim Heizen mit Pellets, dass man bedenkt, einen relativ großen Lagerraum vorzubereiten. Die Scheitholzheizung bringt – sofern man selbst das Holz aus dem Wald bearbeiten muss – einen größeren Aufwand. Aber heimische Land- und Forstwirte bieten auch ofenfertig geschnittenes Scheitholz inklusive Zustellung zu moderaten Preisen!

Sonnenenergie als ergänzende Variante

Läge Österreich in der Sahara, hätten wir wahrscheinlich alle schon Solaranlagen. Denn mit der Finanzkraft und der Technologie unseres Landes und der Sonneneinstrahlung südlich von Rom könnten vermutlich alle Häuser mit Solarenergie versorgt werden. Allerdings: Läge Österreich so weit südlich, bräuchten wir auch nicht soviel zu Heizen... Lassen wir den philosophischen Gedanken an eine alternative Geografie des Landes aber bei Seite und widmen uns dem Thema „Solarenergie“. Hierzulande werden Sonnenkollektoren vor allem für die Warmwasseraufbereitung eingesetzt. Im Sommer werden zum Beispiel Boiler mit den Kollektoren aufgeheizt und kombinierte Anlagen können je nach Größe auch zur Vorwärmung von Heizkreislaufsystemen verwendet werden. Folglich sind Sonnenkollektoren als Ergänzung zu einer Öl-, Gasoder Holzheizung zu sehen. Je nach Gebäude spielen einige weitere Faktoren eine Rolle. Die am häufigsten verarbeitete Form bei Solaranlagen sind verglaste Flachkollektoren. Sie können sowohl am Boden als auch auf Flach- und Schrägdächern installiert werden. Für niedrige Energieniveaus kommen auch unverglaste Kollektoren in Frage –zum Beispiel für die Beheizung eines Pools. Vak uumröhren-Kollektoren schließlich weisen den höchsten Jahreswirkungsgrad auf –sind jedoch teure


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Wenn Nässe und Schimmel im Keller hausen ist

Gefahr im Verzug! Halloween kommt unaufhaltsam auf uns zu. Und auch wenn ein modrig-feuchter Keller sicherlich perfekt zu einem Event dieser Art passt, ist eine solche „Location“ für niemanden, der ein Haus besitzt, erstrebenswert. Denn wer feiert schon das ganze Jahr Halloween und will sich in seinem eigenen Keller gruseln?

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enn der Weg in den eigenen Keller zu einem schaurigen Erlebnis wird und man sich in jeder Sekunde wieder in Sicherheit – also im Obergeschoß – wiegen möchte, wird es definitiv Zeit, etwas zu tun. Denn ein feuchter Keller ist eine Brutstätte für Schimmelpilze, die in Folge die Gesundheit der Hausbewohner gefährden und im schlimmsten Fall auch für einen echten „Mauerfall“ sorgen können.

Profis müssen ans (Mauer-)Werk

Gerade in den letzten Jahren sind die sommerlichen Unwetter intensiver geworden. Die nicht seltene Folge: überflutete Keller und

in weiterer Konsequenz feuchte Wände. Drainagen werden durch den eindringenden schlamm zerstört und wer nichts gegen die Mauerfeuchte unternimmt, tut weder sich noch seinem Haus etwas Gutes. Es gibt heute sehr vielfältige Möglichkeiten, der Feuchtigkeit im Keller und im Mauerwerk zu Leibe zu rücken. Ist der Profi einmal vor Ort – viele Unternehmen bieten übrigens kostenlose Feuchtigkeitsmessungen und -checks an –, kann er entscheiden, welche Trockenlegungsvariante für das einzelne Objekt sinnvoll ist. Man kann mittels Vorblenden sanieren, oder auch Stahlblech verwenden. Auch Injektionen

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von feuchtigkeitshemmenden Wirkstoffen ins Mauerwerk werden angeboten. Oft sieht man auch sogenannte „Mauersägen“, die eine Sperre errichten und den feuchten Teil vom übrigen Haus sozusagen abtrennen. Auch das sogenannte „Aufgraben“ wird gerne angewandt.

Neue Alternativen zur Entfeuchtung

In letzter Zeit hat man viel von Alternativen bei der Mauertrockenlegung gehört. LEIBNITZ AKTUELL stellt deshalb Möglichkeiten abseits einer mechanischen oder chemischen Trockenlegung vor. Kurzum: Die Energetiker haben das Mauerwerk für sich entdeckt. Im Zuge der Recherche stieß die Redaktion auf nahezu kuriose Beiträge. Während die einen von mauerkontaktlosen Verfahren mittels Erzeugung eines geoenergetischen Kraftfeldes sprechen, sind die anderen von der elektrophysikalischen Methode überzeugt.

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Die letztere ist übrigens schon seit 200 Jahren bekannt und wurde in der Trockenlegung Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals verwendet. Das Wirkprinzip hört sich physikalisch logisch an. In einem Magnetfeld bewegen sich gewisse Atomkerne oder Wassermoleküle wie Kompassnadeln. Durch Einwirken eines Frequenz-Feldes kann die Richtung der Wassermoleküle beeinflusst werden. Also wird die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk einfach abgeleitet. Mehr Wissenswertes zum Thema gibt‘s übrigens auch auf www.osmoterra.at

Trockener Keller statt feuchter Gruft

Charlotte Roche hat sie in ihrem Buch beschrieben – aber „Feuchtgebiete“ sollte es wohl eher in den Murauen geben denn in den Kellern unserer Häuser. Deshalb gilt, wie bei vielen vielen anderen Themen auch hier: Vorbeugen! Die wenigsten wissen,

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dass sie selbst oft den größten Beitrag leisten, damit in ihrem Keller Schimmel und Feuchtigkeit gedeihen. Richtiges bzw. falsches Lüften spielt die größte Rolle beim Trockenhalten der Keller. Absolut falsch steht es leider auch oft in den Hausordnungen: ... bei warmem Wetter die Fenster offen lassen, an kalten Tagen und vor allem im Winter dagegen Fenster geschlossen halten. Das klingt ja zunächst auch plausibel, führt aber zu genau den unerwünschten Effekten von zu hoher Feuchtigkeit und Schimmelbildung! Der Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte. An feuchtwarmen Tagen strömt die Luft also in den Keller und kühlt dort ab. Das Wasser bleibt und das sieht man auch an den Wänden.

Die drei goldenen Lüftungsregeln

Je größer der Temperaturunterschied und je höher die Luftfeuchtigkeit außen ist, desto mehr Wasser kondensiert im Keller. Deshalb gilt für Wohn- als auch Kellerraum: Immer nur kurz lüften. Gerade im Sommer auf keinen Fall Kellerfenster offen lassen – besser morgens und abends kurz lüften. Am besten dann, wenn es noch nicht oder nicht mehr so heiß ist. Und im Winter an trockenen und kalten Tagen kurz alle Fenster öffnen und sozusagen „Stoßlüften“.

So kriegt man Keller durch gutes Lüften trocken

Sofern noch nicht Schimmel und Mauerfeuchte eingezogen sind, kann man durch einen Trick den Keller noch selbst austrocknen. Das geht so: Alle Fenster zu – den Keller, am besten mit einem Heizlüfter, ordentlich aufheizen. Dann die Fenster öffnen und die mit Feuchtigkeit angesogene Luft ins Freie lassen. Wenn der Keller wieder Außentemperatur erreicht hat, die Fenster schließen und die Prozedur wiederholen. Ist der Keller nach einigen Durchgängen trocken, schließen Sie die Fenster, so dass keine neue Außenluft mehr eindringt.


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Der Fiat Freemont –

Familie, Freizeit, Freiheit Der Fiat Freemont ist das erste Fiat-Modell aus der Partnerschaft mit der Chrysler Group LLC und wird im mexikanischen Toluca produziert, in dem auch der Fiat 500 für den nordamerikanischen Markt vom Band läuft. Das Fahrzeug verbindet hohe Flexibilität und Funktionalität mit einem unverwechselbaren, eigenständigen Stil.

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as ausdrucksstarke Design des neuen Fiat Freemont startet in der markanten Frontpartie und setzt sich mit kraftvollen Linien bis zum Heck hin fort, das durch innovative LED-Rückleuchten geprägt ist. Der Innenraum bietet hochwertige Soft-Touch-Materialien. Ein Highlight ist auch das übersichtlich gestaltete Armaturenbrett

mit Chromelementen, an das sich die zentrale Mittelkonsole und das innovative InfotainmentSystem mit großem 4,3-Zoll-Farbdisplay anschließen. Durch den Touch-Screen lassen sich zahlreiche Funktionen des Fahrzeugs steuern, darunter die Drei-Zonen-Klimaanlage, die Sitzheizung oder auch die Audioanlage. Das HiFi-System verfügt außerdem über ein Radio mit MP3-fähigem CD-Player, USB-Anschluss, AUXEingang und Bluetooth-Freisprechanlage. Die zweite Sitzreihe im Fond ist gegenüber dem Fahrer- und Beifahrersitz erhöht, die dritte Sitzreihe wiederum gegenüber der zweiten, um allen Insassen optimale Sicht und hohen Reisekomfort zu bieten. Für die zweite Reihe stehen die innovativen, aus der Sitzfläche ausklappbaren, integrierten Sitzerhöhungen für Kinder (Child Booster-System) zur Verfügung. Sie stellen durch eine um 102 Millimeter erhöhte Sitzposition sicher, dass die Sicherheitsgurte auch bei Kindern ihre

Schutzwirkung optimal entfalten können. Nicht zuletzt durch dieses spezielle Ausstattungsmerkmal erweist sich der neue Fiat Freemont als das perfekte Fahrzeug für die Familie. Der Fiat Freemont werden zunächst mit zwei Multijet-Motoren der zweiten Generation mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb angeboten. Zur Wahl stehen zwei Versionen des bewährten 2,0-Liter-Dieselmotors mit 103 kW (140 PS) bzw. 125 kW (170 PS).

Ende des Jahres wird zudem ein Allradantrieb sowie ein Automatikgetriebe das Programm erweitern. Sämtliche Dieselmotoren und Schaltgetriebe wurden von Fiat Powertrain entwickelt und auch produziert. Der Fiat Freemont ist ab 28.450 Euro bei Autohaus Hirschmuggl in Gralla und Deutsch Goritz erhältlich. Fiat FREEMONT 2.0 Multijet II 140 ab 28.450 Euro

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WildbretSpezialitätentage   29.10. – 4.12.2010

FOTO: TRACHT

Martini-Gansl 10.11 – 13.11.2010

Heimatwerk: Männertracht & Lodenpracht Mit einer Sortimentserweiterung um neue steirische Qualitätsprodukte zeigt das Steirische Heimatwerk wiederum die Meisterleistungen steirischer Handwerksbetriebe auf: Hochwertige Steireranzüge, exquisite Lodenware, stilvolle Wollprodukte und vieles mehr werden nun exklusiv für das Steirische Heimatwerk ge-

fertigt und in der Sporgasse 23 in Graz präsentiert. Ab sofort bietet das Steirische Heimatwerk auch zwei Modelle der traditionellen steirischen Männertracht an: den Leobner Anzug sowie den Altsteirer Anzug. Beide Modelle wurden gemeinsam mit dem Gratkorner Schneidermeister Hubert Fink entwickelt.

FOTO: WÜSTENROT

Edler Tropfen aus dem Hause Wüstenrot Gemeinsam mit dem Weingut Schneeberger in Pernitsch kreiert Wüstenrot heuer bereits zum 6. Mal, einen eigenen Wein, den „Wüstenroter“. Die Idee dazu stammt von Wüstenrot-Verkaufsdirektor Sepp Strohmaier. Gleich 40 Mitarbeiter und Kunden halfen bei der Weinlese. Gelesen wurden für ca. 4500 Liter Welschriesling und ebensoviel für den Zweigelt. Schneeberger baut speziell für Wüstenrot diese Weine aus. In diese Aktion ist auch ein sozialer Zweck eingebunden, denn je verkaufter Flasche geht € 1 an eine soziale Initiative. Weitere Infos unter der Tel. 057070 – 408 oder unter leib@wuestenrot.at


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n Gamlitz: Gamlitzer Weinlesefest trotz Kälte großer Erfolg n Leibnitz: 1. Sauvignon Trachtenfest beim Cafe Elefant

Der Sternengucker Klaus Tschernschitz

Unser Kosmos

Galaxien sind die größten Bausteine des sichtbaren Universums. Sie sind Welteninseln aus unzähligen Sternen im Universum, wie Inseln in einem riesigen Ozean. Unsere Heimatgalaxis, die Milchstraße, ist eine große Spiralgalaxie mit etwa 200 Milliarden Sternen. Am Abend schimmert sie als milchig-weißes Band am Nachthimmel. Galaxien sind voneinander unvorstellbar weit entfernt. Unsere Nachbargalaxie Andromeda liegt von der Milchstraße 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Licht bewegt sich mit 300.000 Kilometern pro Sekunde und braucht eben 2,5 Millionen Jahre dorthin. Die kosmische Kluft ist schon hier so gewaltig, dass es uns den Atem verschlägt. Milchstraße und Andromeda sind wiederum nur zwei von geschätzten Hundert Milliarden Galaxien im beobachtbaren Universum. Alle Galaxien zusammen bilden eine netzartige Struktur, die den gesamten Kosmos durchdringt. Der australische Astronom Simon Driver mutmaßt die Zahl der Sterne nach eingehenden Beobachtungen auf 70 Trilliarden. Ausgeschrieben ist das ein Zahlenungetüm einer 7 mit 22 Nullen! Es gibt möglicherweise mehr Sterne im Universum als Sandkörner an allen Stränden und Wüsten der Welt! Anfang des 20. Jahrhunderts wurde zudem entdeckt, dass sich die Galaxien voneinander entfernen und sich das Universum somit ausdehnt. Eine revolutionäre Erkenntnis und ein Hinweis darauf, dass – kehrt man den Prozess der Ausdehnung um und geht in der Zeit weit zurück – vor 13,7 Milliarden Jahren alle Materie in einem Punkt konzentriert gewesen sein muss. Als im Jahr 1965 eine Hintergrundstrahlung, die aus allen Richtungen des Himmels zu uns strömt, entdeckt wurde, war ein entscheidendes Mosaiksteinchen für eine der atemberaubendsten kosmologische Theorien aller Zeiten – die Urknalltheorie - entdeckt worden. Diese Strahlung wird als Reststrahlung des heißen Anfangs des Universums angesehen. Sie ist das Echo des Urknalls und wurde von einem Satelliten aufgenommen und kartiert. Das beeindruckende Bild findet man im Internet (Wikipedia, Hintergrundstrahlung)! Minimale Temperaturunterschiede von einigen tausendstel Grad sind die Keimzellen allen Seins. Buchtipp: Der Stoff, aus dem der Kosmos ist, von Brian Greene Klaus „Sternsitz“ Tschernschitz www.sternenabend.at

FOTO: GAMLITZ

Der Festumzug war zweifelsohne der Höhepunkt des 45. Gamlitzer Weinlesefestes. Aus knapp 40 Beiträgen stellte sich der farbenfrohe Festzug zusammen, der vor allem Szenen aus der südsteirischen Weinregion zum Thema hatte.

Tausende Besucher trotzten Kälte:

Gamlitzer Weinlesefest Gamlitz darf sich nicht nur die größte Weinbau treibende Gemeinde Steiermarks nennen, sondern ist auch das „schönste Blumendorf Österreichs“, wobei Märkte eingeschlossen sind. Trotz des kühlen und windigen Wetters waren allein zum Festumzug rund 10.000 Gäste gekommen und säumten dichtgedrängt die Straßenränder. Unter den Gästen sah man auch Landesrat Johann Seitinger, den Vizepräsidenten der Landesbauernkammer, Hans Resch, die LAbg. Peter Tschernko und Detlef Gruber, natürlich auch die steirische Weinkönigin Cornelia Gamser – die aus der Nachbargemeinde Ratsch kommt – und mit ihr Weinhoheiten aus anderen Bundesländern und aus Slowenien, sowie Hopfenkönigin Andrea Muster und Blumenkönigin Lisa Elsnegg. Die Jury, die sich alljährlich ausschließlich aus Gästen zusammenstellt, hatte es nicht leicht, aus den vielen qualifizierten Beiträgen die Besten zu küren. Schließlich fiel ihre Wahl auf das „Fass in der Blumenkugel“ vom Weingut Gnaser in Grubtal, vor „Vielfalt unserer Heimat“ vom Weingut Karl & Gustav Strauß in Steinbach und „Gamlitz, das Tor zur Südstei-

rischen Weinstraße“ vom Weingut Schnabl in Sernau. Neben der Gamlitzer Musikkapelle begleiteten auch noch Gastkapellen aus Leutschach, Timelkam, Graz und Imst den Festzug. FOTO: GAMLITZ 1


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FOTO: VERNISSAGE FOTO: MOORE

Zu einem wahren Anglertreff in der Südweststeiermark hat sich Boilie and Moore in Wildon etabliert, was auch Siegfried und Christa Gerecnik bei der letzten Hausmesse mit großer Freude feststellen konnten.

Eine vielfältige Ausstellung ist im Kniely-Haus in Leutschach zu sehen. Malarbeiten verschiedenster Stile, Techniken und Motive sieht man von Waltraud Fischer aus Heimschuh, Wolfgang Seidl aus Eichberg-Trautenburg, Susanne Sölls aus Arnfels und Franz Schwarz aus St. Johann im Saggautal. Die Werke sind bis 15. Februar 2012 zu bewundern.

FOTO: ZECHNER FOTO: TATORT

Ing. Ewald Zechner lud in Wildon am 15. Oktober wieder zur Hausmesse. Neben kulinarischen Genüssen, konnte er Bgm. Ing. Gerhard Sommer und LAbg. Peter Tschernko auch neues Möbeldesign präsentieren.

FOTO: UNIQUA

Die UNIQA-General-Agentur FAIRCON lud in die Dechant Thallerstraße 37 in das Kindermann-Zentrum zu einem UNIQA Vital Abend ein. Inhalt waren das Spannungsfeld Familie-Beruf und persönliche Bedürfnisse.

Zur Eröffnung des neuen Cafe Tatort in Strass durfte Inhaber Rupert Rupp eine „Tatort Torte“ von der Familie Preschern feierlich entgegennehmen. Die Polizei, die im selben Haus Untermieter ist, stellte sich mit einem „Polizeikapperl“ für den Chef des Cafe Tatort ein.


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1/1 SEITE NIGELHELL

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wahl!


58 Szene

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1. Sauvignon-Trachtenfest beim Cafe Elefant

FOTO: COCKTAIL

Balazs Nagy und Wolfgang Ermer eröffneten die neue Cocktailbar Revival ( ehemals London In ) und wollen in der Bahnhofstrasse in Leibnitz wieder mit angenehmer Athmosphäre und Cocktails uvm. Ihre Gäste wieder verwöhnen.

FOTO: FARBENCENTER

Peter Steirer und Dietmar Salamon organiesierten bereits die vierte Hausmesse im Gewerbepark Nord 19 in Gralla. Auch das kaltes Wetter konnte die vielen Stammkunden vom Farben Center Gralla nicht von einem Messebesuch abhalten.


e l y t S

Leibnitzwww.leibnitzaktuell.at Aktuell 06/2010 10/2011

Kapitelmarke@aktuell 59 by Helga Kresnik helga@kresnik.at

It‘s Party Time

Jimmy Choo

John Galliano

Schumacher

Cambio

Schumacher

Cambio

Alle Jahre wieder stehen Weihnachten, Silvester und die Matura vor der Tür und damit auch das Thema Anlassmode. Denn fast jede Frau möchte nicht mit dem Kleid vom Vorjahr zum Fest gehen. Natürlich darf das kleine Schwarze als Nummer sicher im Kleiderschrank nicht fehlen, John Galliano aber Nude und zarte Make-upTöne sind für informierte Frauen eine echte Alternative. In Kombination mit Schwarz sieht diese Farbigkeit auch sehr edel aus. Ganz Mutige wagen sich sogar an Knallfarben heran. Mit einem Kleid in pink oder orange ist einem der große Auftritt garantiert. Aber nicht nur Kleider sind sexy, es kann auch einmal eine freche Kombination von Rock und Bluse oder Blazer und Hose sein. Anlass umfasst mittlerweile ein breites Spektrum, und je nachdem, wie man die Teile mixt, lässt sich das eine oder andere Outfit auch alltagstauglich stylen.


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Laterne bunt gestalten Termin: Sa 29.10.2011 Kursbeginn: 9:00 Uhr Kursbeitrag: € 10,-- inkl. Materialkosten

Weihnachts-Bastelei Porozellkugel mit Trockenfilz-Technik. Termin: Fr 11.11.2011, 18:00 – 21:00 Uhr, 3 Std. Kursbeitrag: € 20,-- + anteilige Materialkosten Aquarell-Malerei Termin: Mi 23.11. und Do 24.11.2011, jeweils 4 Stunden, 18:00 – 22:00 Uhr Kursbeitrag: € 56,-- + anteilige Materialkosten Kursleiter: Hr. Reg.Rat Werner, F. Uhl Acryl – Malerei Termin: Mi 30.11 und Do 1.12.2011 jeweils 4 Stunden, 18:00 – 22:00 Uhr Kursbeitrag: € 56,-- + anteilige Materialkosten Kursleiter: Hr. Reg.Rat Werner F. Uhl Weihnachts-Kugel mit der Marmorier-Tinte Termin: Fr 9.12.2011, 2 Stunden 18:00 – 20:00 Uhr Kursbeitrag: € 14,-- + anteilige Materialkosten

Luminaria – Licht Tüte Termin: Sa 5.11.2011 Kursbeginn: 9:00 Uhr Kursbeitrag: € 10,-- inkl. Materialkosten Keramik – Arbeit, Eule Termin: Sa 12.11.2011, Kursbeginn: 9:00 Uhr Kursbeitrag: € 10,-- inkl. Materialkosten Keramik-Kerzenständer bemalen Termin: Sa 26.11.2011, Kursbeginn: 9:00 Uhr Kursbeitrag: € 10,-- inkl. Materialkosten (Kinder-Kurse max. 5 Teilnehmer pro Kurs) Anmeldungen, sowie Bezahlung der Kursbeiträge in unserem Geschäft, Hauptplatz 17, 8430 Leibnitz, Tel. : 03452/82903-16.

Weitere Termine und Infos siehe www.paku.at


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62 Preisrätsel

Das AKTUELLe Preisrätsel Schreiben Sie die richtige Lösung dieses Rätsels einfach auf eine Postkarte und senden Sie diese gleich an LEIBNITZ AKTUELL, Dechant Thaller Str. 34/1, 8430 Leibnitz oder per e-Mail an office@leibnitzaktuell.at. Der Einsendeschluss ist diesmal der 18. November 2011. Nachfolgend die GewinnerInnen vom September 2011, die ihre Warengutscheine von dem jeweiligen Betrieb zugeschickt erhalten, in dem sie auch einzulösen sind. Warengutscheine der Firma PAKUFarben-Fessler, Leibnitz, Hauptplatz 17 erhalten: • Eva Frießnegg Schirka 30, 8403 Lang/Lebring • Sandra Poscharnegg Saggau 19, 8453 St. Johann i. S. • Peter Andrekowitsch Goldes 42, 8452 Großklein • Eduard Wenzel Bachsdorfer Str. 5, 8403 Lebring • Eva Lorentschitsch Roman Kienegger Str. 28 8403 Lebring Auflösung des Rätsels aus IX/2011

Die Lösung von AKTUELL IX/2011 lautet: Apfelkuchen

Impressum Eigentümer und Verleger: Leibnitz Aktuell Zeitungsverlagsges. m.b. H., 8430 Leibnitz, Dechant-Thaller-Str. 34/I, Telefon: 0 34 52/82 0 18, Fax: 0 34 52/82 0 18-8, • E-Mail (Sekretariat):office@leibnitzaktuell.at • E-Mail (Redaktion): redaktion@leibnitzaktuell.at • E-Mail (Anzeigen): produktion@leibnitzaktuell.at • Herausgeber: Vizebgm. Mag. Guido Jaklitsch • Hersteller (Druck): Styria Print Holding GmbH • Einzelpreis € 1,90, Jahresabonnement € 19,- • Redaktion: Martin Link, Anton Barbić, Eva Maria Leodolter, Anna Maria Weiß, Margareta Weiß, DI Reinhold Heidinger, Guido Lienhardt, Mag. Reinhard Czar, Wolfgang Polz, Dr. Peter Ramspacher, Peter Beck, Helga Kresnik, Dr. Horst Grubelnik, Gerald Posch, Marco Luttenberger • Assistentin der Geschäftsführung: Anneliese Herzog • Verkauf: Helmut Strohriegl (Mobil: 0664/ 5138086) , Manuel Vollmann (Mobil: 0664/ 3020477) • Grafik: Hans Obersteiner • Lekorat: Bernd Sax • Unentgeltliche PR-Beiträge sind mit PR gekennzeichnet. Bezahlte redaktionelle Einschaltungen sind mit DB gekennzeichnet. Für den Inhalt beider ist der Auftraggeber verantwortlich. Für unverlangt eingesandte oder in der Redaktion abgegebene Fotos und Unterlagen übernimmt der Verlag keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. Wir verwenden alte, neue und eigene Rechtschreibung. Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.

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Kultur 63

kultur n Vogau: „Und alles auf Krankenschein“ n Kunst in Wies: Ausstellung Enzenhofer

Sex in Aktuell

Fremdenverkehr Als begabte Fettnäpfchentreterin mit Hang zum Geschmacklosen sorgte ich unlängst mit einem nicht wirklich guten Uralt-Witz für Bombenalarm beim HoferBuschenschank auf der südsteirischen Weinstraße. Nach drei, vier Spritzern warf ich die Frage: „Was machen die meisten Männer, nachdem sie mit einer gevögelt haben?“ in die noch heitere Runde. Der Gatte meiner besten Freundin meinte: „Schnarchen.“ Die beste Freundin antwortete: „Eine rauchen.“ Dann kam ich: „Nix da, nix da. Aufstehen und nach Hause gehen.“ Was gar nicht gut war, weil ich übersehen hatte, dass zwei der vier anwesenden Paare gerade mitten in der therapeutisch untermalten Reset-Phase steckten und noch Wunden leckten. Die Stimmung war dann manisch-depressiv, man soff sich hysterisch unter den Tisch, und ich hatte am nächsten Tag Migräne. In einem schlauen Buch habe ich nachgelesen, dass Fremdgänger fremd gehen, weil sie im Fremden wiederfinden, was ihnen im Laufe der Beziehungsjahre abhanden gekommen ist: das NichtVertraute. Die Faszination eines anderen, von dem wir (noch) nichts wissen. fremder Geist, fremde Seele, fremder Körper. Fremde Erotik. Neuland! Nüchtern betrachtet ist es schwer vorstellbar, wie ein Paar über Jahrzehnte miteinander leben kann. Eine enorme menschliche Leistung. Da wird so mancher erst ratlos – dann rastlos und schließlich Fremdgeher. Unlängst schilderte mir jemand seine „Überliebensstrategie“, um sich seine Partnerin bei aller Beständigkeit fremd zu denken: Er lebt von ihr getrennt. Man sieht sich selten. Das mag ein Weg sein – aber er zögert den Gewöhnungsprozess nur hinaus. Denn auch in diesem Szenario weiß jeder irgendwann, auf welche Weise der andere beim Sex duftet, was er tut, wenn er traurig ist und wie er atmet, wenn er Angst hat. Und dennoch bin ich mir sicher, dass was geht – mit der Liebe, der Lust und auch mit dem Bleiben.

FOTO: VOGAU

In Vogau gibt´s „ … alles auf Krankenschein“ Der „Kulturverein – Theatergruppe Vogau“ lädt wieder in längst bewährter Weise zu heiteren und turbulenten Theaterabenden in den Kultursaal ein. Diesmal heißt es da „Und alles auf Krankenschein“ von Ray Cooney. Schon im vergangenen Jahr hat man von diesem englischen Theatermacher ein Stück mit übergroßem Erfolg – stets vor ausverkauftem Haus – aufgeführt. Wie schon der Titel andeutet, spielt sich die Geschichte in einem englischen Krankenhaus ab, jedoch hat man das Stück – so Obmann und Regisseur Günter Reiner – an steirische Verhältnisse angepasst.

Also gibt´s da einen ehrgeizigen Chefarzt – dargestellt von dem in Hauptrollen längst bewährten Kurt Walland –, der vor einer angesehenen Medizinerschar seine große Rede halten soll und sich darauf penibel vorbereitet. Zudem liegt vorweihnachtliche Stimmung mit der üblichen Hektik in der Luft. Und da platzt ein so genanntes „süßes Geheimnis“ in die ohnehin schon angespannte Szene. Aber mehr soll da nicht verraten werden! Aufführungen gibt es am 4. 11. (Premiere), 5. 11., 11. 11., 12. 11., jeweils um 19.30 Uhr; 13. 11. um 17 Uhr; 18. 11. und 19. 11. wieder jeweils um 19.30 Uhr. Kartenvorverkauf im Gemeindeamt Vogau (03453/2477).


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64 Kultur

FOTO: WIES F O T O : JODLER

Aktuelle Kunst in Wies 123 Jodler und Juchzer Herausgegeben vom Steirischen Volksliedwerk, ein Liederbuch im praktischen Rocktaschenformat (10 x 14,5 cm), ein- bis fünfstimmig gesetzt, 167 Seiten. Infos unter www.steirisches-volksliedwerk.at

FOTO: DRESSLER

Peter Dressler in der Galerie Marenzi Peter Dressler zeigt in Leibnitz einige großformatige Arbeiten aus dem Werk „tie break“, kleinere Formate aus den Werkkomplexen „eher seltene Rezepte“, „Einführung in die Kunstgeschichte“ und „Wiener Gold“.

P.S.: Der österreichische Fotokünstler Peter Dressler erhält den international bedeutendsten und wichtigsten Fotopreis Japans, den Higashikawa Preis, in der Kategorie „The Overseas Photographer Award“.

Ausstellung Franz Enzenhofer Rathaus Wies Der 1947 in Traun geborene Architekt, Zeichner und Maler Franz Enzenhofer stellt seine neuesten Arbeiten vor. Seit seinem Studium bei Roland Rainer an der Akademie der Bildenden Kunst interessiert er sich für die zeichnerische Durchdringung der Themen Raum und Zeit und setzt sich mit außereuropäischen Kulturen auseinander. Ab den 90er Jahren hat er sich intensiv mit der Malerei beschäftigt. Der Künstler lebt und arbeitet am Eichberg in der Südsteiermark. Wer war Aline Aliberti? Die 1885 als Marie Knittelfelder in Wies geborene Schriftstellerin und Lehrerin veröffentlichte insgesamt zwei Gedichtbände und zwei Bücher mit Erzählungen. 1952 erhielt sie den Lyrikpreis

der Stadt Graz, 1957 wurde sie Ehrenbürgerin der Marktgemeinde Wies. Sie verstarb 1959, das Grab der Autorin befindet sich am Friedhof in Wies. Wer war Ing. Alfred Neumann? Neumann kaufte im Jahre 1918 die Wieser Glasfabrik, bestimmte über Jahrzehnte das regionale Wirtschaftsleben und war bei den Arbeitern beliebt und angesehen, auch wenn die Weltwirtschaftskrise der Glaserzeugung in Wies ein Ende setzte. In den zwanziger Jahren wurde Neumann auch Besitzer des Schlosses Burgstall, das er vor dem Verfall bewahrte und instand setzte. Neumann war Jude, 1938, bedrängt von örtlichen Nationalsozialisten, wurde er in den Freitod getrieben. www.kuerbis.at Tel: 03465/7038


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Kultur 65

FOTO: KULTUR

Vielfältige Kultur am Land.... Sicher, das mediale Hauptaugenmerk in der Kulturberichterstattung liegt wohl auf der Weinstadt Leibnitz. Aber, und dies ist ebenso ein Fakt, die Kultur treibt in all ihren Facetten auch im „Rest des Bezirks Leibnitz“ und in den Nachbarbezirken ihre bunten Blüten. Der Blick Richtung Norden fiel kulturell kürzlich auf

Allerheiligen. Dank einem engagierten Team rund um Georg Frühwirth. Neben vielen anderen namhaften Künstlern „verschlug“ es deshalb auch Nadja Maleh – bekannt aus ORF und bayrischem Rundfunk – in die Kulturgemeinde. Mit ihrem Programm „Radio-Aktiv“ begeisterte sie vollends das Publikum.

Die Verwandlung Franz Kafka Das Vorstadttheater Graz bespielt sein Vereinslokal, den Gewölbekeller des neuen temporären Spielorts, „blendend“. Regisseur Ed Hauswirth inszeniert den 1912 von Franz Kafka geschriebenen Klassiker „Die Verwandlung“, in der Matthias Ohner für das Publikum in einer

Art Vortragsperformance eines Handelsreisenden zum Tier wird. Ein wahrnehmungspraktischer Thriller … Kartenbestellung Vorstadttheater T: 0043/ 699 106 024 85 E: vorstadttheater@gmail.com

FOTO: MUSIK

Solistenkonzert der Stadtkapelle Leibnitz Mitte September fand im Kulturzentrum in Leibnitz das langerwartete Solistenkonzert der Stadtkapelle Leibnitz statt. Kapellmeister Mag. Mario Hofer präsentierte dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm.

Die Solisten, die alle aus den Reihen der Stadtkapelle Leibnitz kamen, zeigten der Leibnitzer Bevölkerung, auf welch hohem musikalischem Niveau musiziert wird.

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Blasmusik Bezirksrevue

Jahr des Ehrenamtes : Auszeichnung für Albin Prinz Zum Jahr des Ehrenamtes ermittelte die Zukunftsgemeinde Steiermark in vier Kategorien ihre Preisträger. Es wurden Personen ausgezeichnet, die sich in ihren Regionen oder Gemeinden besonders verdient gemacht haben Den 2. Platz im Bereich „Ehrenamtlichkeit in der Volkskultur“ erhielt Ehrenbezirksobmann Albin Prinz für sein unermüdliches Wirken auf dem Blasmusiksektor. LH Franz Voves und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer überreichten die hohe Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes in der Alten Universität in Graz. Albin Prinz begann 1950 als aktiver Blasmusiker (Klarinette und Saxophon) in der Musikkapelle Heimschuh, seit 1977 ist er Mitglied des Musikvereins Gralla, wo er auch 17 Jahre als Kapellmeister wirkte. Im Jahre 1967 wurde Albin Prinz in die Bezirksleitung des Steirischen Blasmusikverbandes berufen, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war. Zwölf Jahre – von 1999 bis März 2011 – war er als Bezirksobmann

tätig – eine höchst erfolgreiche Zeit für die Leibnitzer Blasmusik. Durch die Neugründung von Musikkapellen (Marktmusik Gleinstätten, MV Seggauberg, MV Ehrenhausen, Orchester der 1. Steirische Blasmusikschule) wurde der Musikbezirk Leibnitz zum zahlenmäßig stärksten in der Steiermark. Die Jugendausbildung wurde intensiv fortgesetzt und führte zur Verjüngung und zu großer Leistungssteigerung der Leibnitzer Musikkapellen. Der unermüdliche Einsatz von Albin Prinz und seine organisatorischen Fähigkeiten machten die großen Bezirksveranstaltungen (Bezirksmusikfeste, Konzertwertungsspiele, Marschmusikwertungen) zu Ereignissen, die in der gesamten Steiermark als vorbildlich und richtungsweisend anerkannt wurden. Auch im Landesvorstand des Steirischen Blasmusikverbandes war Prinz in verschiedenen Funktionen erfolgreich tätig! Gratulation zu dieser mehr als verdienten Würdigung des Lebenswerkes von Albin Prinz!

Kitzecker Weinbergtracht des Musikvereines Kitzeck Seit 1963 gibt es die sogenannte „Weinbergtracht“. Sie wurde unter fachkundiger Beratung von Frau Dr. Holaubek mit dem charakteristischen „Bullkoglerhut“ angeschafft. Die Weinbergtracht definiert sich durch ein weinrotes, mit feinem Muster verziertes Gilet, welches über einer weißen Bluse, beziehungsweise einem weißen Hemd getragen wird. Im oberen Bereich auf der linken Seite des Gilets ist das Kitzecker Wappen angebracht, geschlossen wird das Gilet mit neun Silberkugelknöpfen. Darüber wird ein dunkelgrüner Rock getragen. Der Verschluss ist einreihig und wird mit drei Hirschhornknöpfen geschlossen. Als Auszierung sind diverse Steppverzierungen an Revers und Kragen angebracht. Am Rückenteil ist eine Quetschfalte mit Dragoner eingearbeitet. Das Wappen Kitzecks ziert den linken Ärmel des Rocks. Um den Hals haben die Musiker ein rot-grüngemustertes Band, welches mit einer Bandhalterung, ebenfalls silberfarben, fixiert wird.

Die Damen tragen einen schwarzen, klassisch gerade geschnittenen, knielangen Kittel mit Gehschlitz, wobei sich an der linken und rechten Seite ein weißer Paspul in Längsrichtung befindet. Die Herren tragen hingegen eine schwarze Kniebundhose aus Duvetine, ebenfalls mit weißem Paspul und am Kniebündchen mit einer grünen Kordel. Die Damen sowie die Herren tragen dunkelgrüne, in der Farbe zu Rock und Kordeln passende Stutzen und schwarze Schuhe. Tracht der Marketenderinnen Die Marketenderinnen tragen einen steirischen Leibkittel. Das Oberteil ist aus einem grünen Wollbrokat gefertigt. Der schwarze Wollstoffrock sowie die silbergrau-rot gestreifte Schürze passen sehr gut zur Kitzecker Tracht. Geschlossen wird dieses Dirndl mit sieben Silberkugelknöpfen. Als Ergänzung gibt es natürlich weiße Baumwollstutzen sowie eine weiße Bluse. An kalten Tagen tragen die Damen ein schwarzes Spencerl aus Wollstoff.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Steirischen Blasmusik wurde ein reines Frauenorchester ins Leben gerufen. 50 Musikerinnen von 15 verschiedenen Musikkapellen aus dem Bezirk Leibnitz bildeten bei den Feierlichkeiten zum 60-Jahr-Jubiläum der Katholischen Frauenbewegung beim Schloss Seggau den feierlichen Ausklang. Dieses Be-

zirksfrauenorchester unter der Leitung von Nadja Sabathi gab neben altbekannten Märschen eine weitere Attraktion zum Besten. So wurde eine eigens für diesen Anlass in Auftrag gegebene Komposition uraufgeführt. Der Marsch „Mater Nostra“, komponiert von Katharina Jeitler, erhielt tosenden Applaus von den ca. 1500 Zusehern.


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Kultur

Sportlich betrachtet

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sport n SVL: 80-jähriges Bestandsjubiläum n Fußball: Die Goalgetter im Bezirk Leibnitz

Reinhold Heidinger

Handicap? Golf ist ein wunderbar fairer Sport: In einer eigenen Wertung wird berücksichtigt, wie weit ein Wettkämpfer bereits in seiner sportlichen Entwicklung gekommen ist. Gerade in dieser Sportart, die zu den schwierigsten überhaupt gehört, lebt Kurt Lirussi aber auch mit einem anderen Handicap und ist dabei höchst erfolgreich. Er eilt in der Klasse der Sehbehinderten von Sieg zu Sieg, wobei er von „sehenden Caddies“ unterstützt wird. Für viele von uns – auch im Sportbereich – sind Menschen mit Handicap zwar bedauernswert, stehen aber immer etwas abseits des „regulären“ Sportbetriebes. Gerade aber im Sport müssen sich Behinderte oft gar nicht verstecken. Die Marathonbestzeit der besten Handbiker und Rollstuhlfahrer liegt bei weitem unter dem Weltrekord der Läufer und Bill Marinkovic mengt sich als Blinder bei „normalen“ Staatsmeisterschaften unter die besten Speerwerfer Österreichs – gegen jedes Reglement. Er muss naturgemäß Hilfe in Anspruch nehmen, um sich auf seinem Anlauf zu positionieren. Das ist eigentlich verboten. In Österreich sieht man halt darüber hinweg – seine exzellente Leistung kann jedoch in keiner Bestenliste geführt werden. Ganz krass wird es dann, wenn es um die künstlichen Beine von Sprinter Oscar Pistorius geht. In umfangreichen Studien wird darüber diskutiert, ob die Carbonfedern als Unterschenkelersatz ihm einen Vorteil gegenüber den anderen Athleten bringen. Bei den letzten „normalen“ Weltmeisterschaften war der 400-m-Läufer zugelassen – gewonnen hat er nicht. Man möchte fast sagen: Gott sei Dank, denn dann wäre wieder eine unkontrollierbare Diskussion vom Zaun gebrochen worden. Ein Handicap ist zwar allemal eine Behinderung, vielleicht können wir Sportler aber darin voran gehen, diese Nachteile – wie es beim Golf mathematisch geschieht – einfach mental auszugleichen und damit Behinderte in unsere Welt aufzunehmen. Damit, dass so mancher von ihnen uns im Wettkampf hinter sich lassen wird, müssen wir allerdings auch leben lernen.

Turbo-Schnecken holen Silber beim Grazer Staffel-Marathon

FOTO: SCHNECKEN

Bei herrlichem Herbstwetter konnten die Turbo-Schnecken kürzlich beim Staffel-Marathon in Graz auf sich aufmerksam machen. Der junge Laufclub, dessen Mitglieder aus dem ganzen Bezirk Leibnitz kommen, erreichte vor mehr als 200 anderen Staffeln Silber bei dem Laufevent in der Grazer Innenstadt. Die Vierer-Männer-Staffel, bestehend aus Michael Hrubisek, Martin Ritschko, Helmut Büchsenmeister sowie Hannes Kölbl, sicherte sich in der Zeit von 2:39:27 den zweiten Platz am Stockerl.

Sieg für Stoahupfa bei 24-StundenRadtrophy in Hitzendorf

FOTO: Stoahupfa

Bei der 24 Stunden Radtrophy in Hitzendorf erreichte der BC Stoahupfa mit seinem 4er Team Mixed den sensationellen 1. Rang. Der Verein „BC Stoahupfa Leibnitz“ ist ein südsteirischer Mountainbikeclub, der 1992, noch in den Anfangsjahren des Mountainbikens, von Andreas Gratz und Thomas Schulz gegründet wurde. Zur Zeit besteht der Verein aus 57 aktiven Mitgliedern, die teils hobbymäßig und teils recht professionell das Mountainbiken betreiben. Infos unter www.stoahupfa.com


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Der Verein wurde am 30. Mai 1967 durch die Initiative der Jugend des südsteirischen Ortes Allerheiligen bei Wildon gegründet. Im selben Jahr nahm der Verein an der Kreisklasse GrazUmgebung teil. Ein Jahr später wurde der Verein in die 2.Klasse Süd-A eingegliedert. 1972 stieg die Mannschaft in die damalige 1. Klasse Süd auf. Zwei Jahre später gelang der nächste Aufstieg und der Verein spielte dann in der Gebietsliga Süd. Für den kleinen Ort und seinen Verein war der Höhenflug noch nicht beendet. 1981 gelang der nächste Aufstieg in die Unterliga Süd. Der Verein – mit einem Kader aus eigenen Talenten – stieg 1993 das erste Mal in die Unterliga (nachdem die damalige Unterliga nach einer Reform des steirischen Fußballverbandes zur Oberliga wurde) ab. Ein Jahr später gelang aber der Wiederaufstieg in die Oberliga. Ein Höhepunkt des Vereins war die Saison 2000/2001 als der Verein in die steirische Landesliga (vierthöchste österreichische Spielklasse) aufstieg. Im gleichen Jahr wurde die Sportanlage des Vereins umgebaut und verbessert. In der Spielzeit 2005/06 wurde der Aufstieg in die Regionalliga Mitte geschafft. In der ersten Saison der Regionalliga wurde der Verein auf Anhieb Achter und war eigentlich nie in einen Abstiegskampf verwickelt. Im folgenden Spieljahr 2007/08 erreichte das Team, auf dem sechsten Tabellenplatz rangierend, das beste Saisonergebnis seit seiner Gründung. In der laufenden Saison 2010/11 erreichte der ASV den Herbstmeistertitel der RL Mitte vor Blau Weiss Linz, Austria Klagenfurt und Pasching und wird im Frühjahr um den Titel spielen. Der SV Allerheiligen, der in der breiten Öffentlichkeit unter dem Kurznamen ASV bekannt ist, wird bei den Matches, der Liga entsprechend, von vielen Zuschauern besucht. 2008 wurde ein Fanclub mit dem Namen „Die Gallier 08“ gegründet, der bis heute (Dezember 2010) über 100 Mitglieder aufweist. 2011 wurde mit den „Tumultus11“ ein weiterer ASV-Fanclub gegründet, über den bis dato aber noch nicht viel bekannt ist. Die Heimspiele trägt der ASV im Sportstadion Allerheiligen aus, welches etwa 2500 Zusehern Platz bietet. Das Zusehermaximum gab es mit über 2000 bei einem Regionalliga-Heimsieg gegen den Traditionsklub Grazer AK. Im Frühjahr 2011 spielte der ASV in der UPC-Arena vor 5800 Zusehern 2:2 gegen den GAK. So viele Zuseher sahen zuvor noch nie ein Match des ASV. Erfolge: Der ASV wurde bereits 7 Mal Meister: 1972: Aufstieg in die erste Klasse Süd 1974: Aufstieg in die Gebietsliga Süd-Ost 1981: Aufstieg in die Unterliga Süd 1994: Aufstieg in die die Oberliga Mitte-West 1999: Aufstieg in die Oberliga Mitte-West 2001: Aufstieg in die Landesliga 2006: Aufstieg in die Regionalliga

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SV Allerheiligen

Stehend von links: Obmann Hohl, Absenger Josef, Schimautz Josef, Kerpicz Josef, Zirngast Gottfried, Hohl Franz, Zisser Johann, Pölzl Hannes, Sektionsleiter Kreiner Hockend von links: Jagersbacher Karl, Spielertrainer Marian Berek, Absenger Josef, Jagersbacher Franz, Gasparitz Karl Pichler Karl

Der Fanclub (ASV Gallier 08) von Allerheiligen


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Sport 69

FOTO: HALLENMASTERS

36. Südsteirisches Hallenmasters Das 36. Südsteirische Hallenmasters vom 27. bis 30. Dezember und 2. bis 8. Jänner 2012 steht bald wieder auf dem Programm. „An elf heißen Spieltagen werden um die 150 Mannschaften dem runden Leder in Leibnitz nachjagen“, mein Peter „die Spinne“ Jammernegg – der übrigens wieder „da“ ist. Wäre auch undenk-

bar, wenn das größte steirische Fußballhallenturnier ohne den Tausendsassa unter den Turniermanagern stattfinden würde. Der SV Kaindorf tritt wiederum als Veranstalter in Erscheinung. Und Peter „die Spinne“ Jammernegg wird heuer von Ex-FIFA Referee Stefan Messner unterstützt, seiner rechten Hand.

Landesmeistertitel für Elisabeth Kölbl Die zehnjährige Leibnitzerin Elisabeth Kölbl konnte kürzlich bei den Steirischen Landesmeisterschaften im Tennis den Titel der Landesmeisterin U10 erzielen. Für die Nachwuchsspielerin des SV Leibnitz Tennis ist das der dritte Landesmeistertitel in Folge. Die Bewerbe rund um die Landesmeisterschaften der Kids und der Jugend fanden auf der Anlage des GAK-Tennis-Clubs in Graz statt.

Große Autoverlosung in Tillmitsch! Nicht nur sportlich läuft es beim SV MDD Group Tillmitsch zur Zeit gut, auch bei der großen Autoverlosung gibt es rege Nachfrage nach Losen. Auch kein Wunder, so kann man mit nur 10 Euro einen neuen MITSUBISHI COLT – EDITION vom Autohaus Klein in Kaindorf a.d. Sulm gewinnen. Damit aber noch nicht genug, so werden auch viele Warengutscheine und auch ein Fahrrad verlost. Die Verlosung findet am 6. November nach dem Meisterschaftsspiel gegen Gr. St. Florian ab 13.00 Uhr am Sportplatz Tillmitsch statt. Jedes Los gilt zu diesem Spiel auch zugleich als Eintrittskarte. Für gute Stimmung sorgt DJ Tom. Am Samstag dem 5. November findet das PREISSCHNAPSEN des SV MDD Group Tillmitsch im Tillmitscher Sporthaus statt. 1. Preis € 300,- 2. Preis € 200,- 3. Preis € 100,- Beginn: 14 Uhr


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80 j채hriges Vereinsjubil채um

Sportverein Leibnitz


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Sport 71


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72 Sport

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Sport 73

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74 Epilog

Der Stadtstreicher Wolfgang Polz: Fein – endlich staubfrei?

Kürzlich klopften zwei freundliche Herren der Exekutive an meine Haustüre und erkundigten sich, ob eh alles in Ordnung sei oder ob ich ihre Hilfe benötigen würde. Sie hätten einen Anruf eines besorgten Nachbarn erhalten, der einen markerschütternden Schrei aus dem Wohnzimmer meines Hauses meldete. Meine Beichte, dass ich der Urheber dieses plötzlichen akustischen Gefühlsausbruchs sei und wir uns alle bester Gesundheit erfreuten, nahmen sie erst widerwillig zur Kenntnis, als ich auch meine Frau und meine beiden Kinder auf der Eingangsstiege neben mir versammelt hatte. Der Grund für meine allzu heftige Freudenskundgebung war ein Zeitungsartikel, der eine meiner größten Zukunftssorgen einfach in Luft auflösen sollte: dort stand in fetten Lettern: „Dem Leibnitzer Feinstaub geht es endgültig an den Kragen.“ Auf Initiative von Bürgermeister Helmut Leitenberger habe die Stadtgemeinde zu Testzwecken ein Luftreinigungsgerät eines innovativen italienischen Technikers aufgestellt, das in der Lage sei, die extrem gesundheitsschädlichen „lungengängigen“ (weil nur millionstel Millimeter großen) Feinstäube aus der zu Luft filtern. Die Anschaffungskosten je Gerät, sollte es nach bestandener Bewährungsprobe eingesetzt werden, sind etwa mit denen eines neuen Kleinwagens vergleichbar. Der Euphorie folgte nach einigem Nachdenken bald schon Ernüchterung: Nehmen wir an, dieser etwa mannshohe Filter bringt tatsächlich die gewünschte Wirkung. Dazu sei es nötig, so sagten es mir einige Experten, die Atemluft mindesten bis in 20 Meter Höhe zu reinigen, weil bis dorthin die Feinstaubkonzentration am stärksten ist. Wenn man weiß, dass das Leibnitzer Gemeindegebiet nahezu 600 Hektar umfasst, kann man sich in etwa ausrechnen, welchen Effekt fünf bis acht dieser Stationen (wie von der Vertriebsfirma vorgeschlagen) erzielen würden. Das wäre vermutlich so, als wollte man

einen multiplen Ober- und Unterschenkelbruch mit einem (vergoldeten) Hühneraugenpflaster behandeln. Ein Erfolg würde sich auch hier sicher einstellen, ob im erwarteten Ausmaß und PreisLeistungs-Verhältnis, daran wage ich in meiner laienhaften Einfalt aber durchaus leise Zweifel anzumelden. Die Alternative wäre, Hundertschaften dieser Wunderdinger in ganz Leibnitz aufzustellen: Sponsoren und großzügige Gönner sind schon jetzt herzlich eingeladen, ihre Geldbörserl weit

in den eigenen Reihen, die nach seinem politischen Erbe trachten und ihn deswegen nicht daran hindern (oder ihn sogar – noch hinterfotziger – darin bestärken), sehenden Auges in seinen Untergang zu rennen. Ihnen kann ich nur zurufen: „Halt, ihr Schurken, ich lass‘ euch den Heli nicht einfach so hinmeucheln!“ Nicht weil er als Bürgermeister für Leibnitz so absolut unersetzlich wäre, sondern weil er, was ihn von seinen Vorgängern teilweise doch recht deutlich unterscheidet, einfach

aufzureißen, denn die Gemeinde, die ohnehin finanziell einen Schritt vor dem Abgrund steht (oder vielleicht auch schon weiter fortgeschritten ist), wird diese Investition keineswegs allein „derheben“. Das weiß aber sicher auch unser Bürgermeister, dem selbst seine übelmeinendsten Kritiker wohl eines nicht vorwerfen können: mangelnde Intelligenz. Warum, so fragt man sich dann allerdings, lässt sich Helmut Leitenberger auf einen aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen ein? Bei dem er sich bestenfalls eine blutige Nase einfangen kann und ihm als Lohn höchstens Spott und Häme seiner politischen Kontrahenten gewiss sind. Als Antwort darauf fallen mir drei mögliche Theorien ein. Die erste ist die Brutus-Theorie: Unser Gemeindeoberhaupt hat Feinde

echte Sympathie ausstrahlt. Ich weiß, mit meinem Outing missachte ich eine der Grundregeln der Zeitungsschreiberei (oder auch „-schmiererei“, wie man mir auch schon nachsagte), nämlich eine gewisse Äquidistanz zur Politik zu halten. Soll heißen (um auch meinen heftigsten Kritiker, Herrn Stefan, milde zu stimmen, der mich immer wieder daran erinnert, „nicht so ,g‘schwollen daherzufaseln‘), darauf zu achten, alle Politiker, egal welcher Couleur, gleich (gut/schlecht?) zu behandeln. In diesem Fall muss ich aber eine Ausnahme von meinem Prinzip machen und gestehen: Seit ich unseren Damals-nochnicht-Bürgermeister vor einigen Dezennien gesehen habe, wie er seine sagenhafte Rückhand am Tennisplatz schwang, war meine Bewunderung für ihn nahezu grenzenlos (Kritiker werden jetzt

sicher einwenden, wenn ein Sozialdemokrat mit seiner Linken nicht umgehen kann, wer sonst?). Im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich heuer sogar das Privileg, unser Gemeindeoberhaupt dabei zu beobachten, wie er (es) sich mit dem Spaten in der Hand abmühte, einen fast drei Meter großen Baum auf seinem Grundstück zu pflanzen. Einen Berufspolitiker, der durch ehrliche, harte Handarbeit zum Schwitzen (!) kommt, den muss man einfach mögen, sogar wenn er ein Schwarzer oder Grüner wäre. Zweitens, die Verzweiflungstheorie: Der Druck der Bevölkerung auf die Gemeindevertreter, endlich etwas gegen die Feinstaubmisere in unserer Region zu unternehmen, ist so groß, dass der Bürgermeister sogar zu – wahrscheinlich – ungeeigneten Mitteln wie den vorhin erwähnten Feinstaub-Filtern greift, um wenigstens in seinem ureigensten Bereich Maßnahmen zu setzen gegen eine Umweltkatastrophe, die allerdings europäische Dimensionen aufweist. Ich gestehe, ich habe ein Faible für alle Davids und Don Quijotes, auch wenn sie die Geschichte mitunter bloß als traurige Figuren abtut. Dritte Theorie, die Placebo-Theorie: Der Bürgermeister stellt den Filterautomaten bloß auf, um die Gemeindebürger ruhigzustellen, ohne sich wirklich Gedanken zu machen, wie man gegen die Vergiftung unserer Atemluft durch Feinstaub tatsächlich nachhaltig etwas unternehmen kann. Dann möge er sich gefälligst so schnell wie möglich aus dem Staub machen. Selbst wenn ich mit diesem Zuruf riskiere, demnächst doch nicht mit der Viktor-Adler-Plakette ausgezeichnet zu werden.


10.2011  
10.2011  

Leibnitz Aktuell Ausgabe Oktober 2011

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