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38. JAHRGANG • Juni / Juli 2012 THEMA DES MONATS:

Bezirk Leibnitz entwickelt sich zur Öko-Vorzeigeregion U N A B H Ä N G I G E S M O N AT S M A G A Z I N F Ü R D I E S Ü D S T E I E R M A R K

Moderne Umwelttechnologien erleben in der Südsteiermark einen Höhenflug

Verlagspostamt 8430 Leibnitz • RM07A037149 • Österreichische Post AG • P.b.b. • 38. Jahrgang / e 2,20

So grün ist Leibnitz


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EDITORIAL

JournalstInnen gesucht! LEIBNITZ AKTUELL sucht JournalistInnen für freiberufliche Tätigkeiten am Print- und TV-Sektor. Berufliche Erfahrungswerte sind von Vorteil. Ihre Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an: office@leibnitzaktuell.at

Mag. Guido Jaklitsch, Herausgeber

Heiße Themen Brütende Hitze macht sich in unseren Büroräumlichkeiten breit. Heiße Themen haben wir Ihnen, verehrte LEIBNITZ AKTUELL-Leserinnen und Leser, auch in dieser Ausgabe anzubieten. Der Kampf ums LKH Wagna geht weiter. Erstmals wollen regionale Initiatoren rund um Wagnas Bgm. Peter Sunko ein beachtenswertes Bezirksvolksbegehren einleiten. Grund dafür sind die Schließung der Gebärstation und die geplante Reduktion der Chirugie. So grün ist Leibnitz

LEIBNITZ AKTUELL gratuliert Kommerzialrat Karl Kappaun recht herzlich zu seinem 90. Geburtstag!

Weitaus ruhiger verläuft hingegen die technologische Entwicklung am Energiesektor in Leibnitz. Der Bezirk mausert sich zu einer ökologischen Vorzeigeregion, wie unsere Titelgeschichte zeigt: Private setzen auf sanfte Energie, Unternehmen durchforsten ihre Strukturen und Produktionen nach Öko-Profiten, Gemeinden setzen auf Nahwärme – bleibt nur der Feinstaub, der für negative Schlagzeilen sorgt. Stark belebt soll künftig auch die Leibnitzer Innenstadt werden – und zwar durch strukturelle Maßnahmen. Ein „SüdsteiermarkHaus“ könnte zur Belebung des schönsten Platzes des Südens wesentlich beitragen und ist eine gute Idee. Für eine gute Idee würde ich es auch halten, wenn Sie LEIBNITZ AKTUELL mit ins Bad nehmen, um darin zu schmökern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie schöne Sommerferien und einen erholsamen Urlaub!

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TITELSTORY

Immer mehr Private setzen auf Solarenergie Foto: Solid

So grün ist Leibnitz Der Bezirk mausert sich zu einer ökologischen Vorzeigeregion: Private setzen auf sanfte Energie, Unternehmen durchforsten ihre Strukturen und Produktionen nach Öko-Profiten, Gemeinden setzen auf Nahwärme – bleibt nur der Feinstaub, der für negative Schlagzeilen sorgt.

Die einen heizen mit Erdwärme, andere montieren Solaranlagen auf ihre Stalldächer, dritte wiederum gewinnen Strom aus Photovoltaikanlagen: In der Südsteiermark erlebt die moderne Umwelttechnologie seit einigen Jahren einen Höhenflug – angetrieben durch die Heizölpreise auf Rekordniveau, aber auch vom wachsenden Bewusstsein der Menschen, durch ihren Umgang mit Ressourcen einen entscheidenden Beitrag zum Schicksal des Planeten zu leisten. „Viele Kunden interessieren sich für moderne Heiz- und Energietechnik, dort, wo es technisch möglich ist, entscheiden sich auch viele dafür“, heißt es bei Installationstechnikern und Heizungsexperten in der Region. Dank des technischen Fortschrittes wird es Jahr für Jahr einfacher, zum Beispiel Solaranlagen auch an Standorten zu errichten, die vor einiger Zeit noch als unwirtschaftlich gegolten haben.

Private und Unternehmen Ob Hackschnitzelheizung oder Sonnenwärme für den Swimmingpool, im Privatbereich gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten für alternative, klimaneutrale Energiegewinnung. „Wir sparen jährlich zwischen zehn und 15 Prozent, selbst wenn wir die Investitionskosten berücksichtigen“, schildert Josef Moser aus der Region Gleinstätten, der sein Haus vor einigen Jahren energieoptimiert hat. Mit

ein Trend: Immer öfter werden neue Häuser als Passivenergie- oder Nullenergiehaus konzipiert, errichtet und erfolgreich betrieben. Aber nicht nur der Privatbereich ist öko, auch immer mehr Unternehmen prägen das grüne Gesicht des Bezirkes Leibnitz. „Wir sind eine Wachstumsregion. Umso mehr freut es mich“, sagt Peter Tschernko, Vorsitzender des EU-Regionalmanagements und VP-Mandatar im Landtag, „dass unsere Unternehmen Nach-


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TITELSTORY

Kernölproduktion mit Hackschnitzel- und Sonnenenergie: Franz Labugger Foto: Labugger

haltigkeit leben und die Chancen, Prozesse nachhaltig zu optimieren, nützen.“ Ein Vehikel dazu ist das Ökoprofit-Programm, an dem sich unter anderem Assmann Ladenbau, das Zementwerk Lafarge in Retznei oder Kernölproduzent Franz Labugger beteiligt haben. Gerade die Zementproduktion gilt als Paradebeispiel für ressourcenschonende Produktion. „Wir haben ein alternatives Brennstoffkonzept umgesetzt“, berichtet Lafarge-Umweltleiter Hubert Eder. In der Branche gilt es als zukunftsweisend. Mehr als eine Million Kilowattstunden Energie können auf diesem Weg eingespart werden, in die Umwelt kommen 702 Tonnen weniger Kohlendioxid. Dabei schlagen sich auch vermeintliche Kleinigkeiten positiv zu Buche: So gibt es Vollbeleuchtung nur während des Schichtwechsels, Dämmerungsschalter reduzieren zudem den Ener-gieverbrauch. Und als Highlight gilt die Wärmeauskopplung für die Nahwärmeversorgung von Retznei und Gamlitz. Macht in Summe Einsparungen von mehr als 130.000 Euro. Hubert Eder: „Soziale und ökologische Verpflichtung gegenüber Mensch und Umwelt gehören bei uns zu den Grundlagen des Unternehmens.“ Neue Beleuchtung Oder ein weiteres Beispiel: Assmann Ladenbau ist nicht nur der führende Hersteller von Ladenbauelementen mit grünem Gütesiegel, das Unternehmen selbst hat seine Produktion nach Einsparungsmöglichkeiten in der Produktion durchforstet. „Der Spareffekt pro Jahr beträgt fast 28.000 Euro“, schildert Umwelt-

chef Volker Vehovec, fast 280.000 Kilowattstunden und mehr als 100 Tonnen Kohlendioxid fallen weniger an. Allein der Einsatz von speziellen Leuchtstofflampen in der Produktionshalle optimiert die Energiebilanz des Unternehmens. Ähnliches gilt für die Labugger Kürbiskernölerzeugung in Lebring. „Wir produzieren Steirisches Kürbiskernöl auf höchstem Niveau“, sagt Franz Labugger. „Es ist uns aber auch ein Anliegen, die Produktion naturnahe und umweltschonend durchzuführen. Deshalb befeuern wir unsere Röstpfannen mit Hackschnitzel aus dem eigenen Wald und unsere Mühlen werden mit Strom über eine Photovoltaikanlage mit Sonnenkraft betrieben.“ Green Tech Valley „Umweltschutz zahlt sich aus – das ist die Formel, nach der Ökoprofit funktioniert“, unterstreicht Johann Lampl, Obmann der Wirtschaftskammer. Für eine nachhaltige Entwicklung brauche die Region wirtschaftlich starke und zukunftsorientierte Unternehmen und ihre Mitarbeiter, um Jobs zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. In den Köpfen viele Wirtschaftsfunktionäre blüht ja überhaupt die Vision, die Südsteiermark zu einem Green Tech Valley zu machen. Und tatsächlich entstehen immer mehr Klein- und Mittelbetriebe, die auf Dienstleistungen oder Produkte mit ökologischem Benefit setzen. So etwa die Lebringer Firma Eco Technologies, die mit dem Ice-Fighter einen international Aufsehen erregenden neuen Weg für den Winterdienst präsentiert hat. „Verwendet wird eine Sole, die das Eis umweltfreundlich auflöst“, schildert Unternehmenschef Johann Hackl. Weil dadurch kein

Vorbildich umweltfreundlich: Zementwerk Lafarge Streusalz mehr verwendet werden muss und auch der Rollsplitt entfällt, profitieren Mensch und Umwelt von weniger Feinstaubbelastung. Nachhaltiges Wirtschaften klingt oft sperrig, ist es aber nicht, wie Christoph Holzner vom Informationszentrum für klimagerechte Produktion CPC unterstreicht. Das haben die Betriebe in der Region Leibnitz bewiesen. „Sinnvoller und umsich-

Foto: Lafarge

tiger Umgang mit den ökologischen Ressourcen spart dem Unternehmen kosten, sensibilisiert aber auch die Mitarbeiter“, verweist der Beratungsexperte auf einen erfreulichen Zusatznutzen – wenn sie dann beginnen, im privaten Bereich mit Hackschnitzel zu heizen, Solaranlagen auf Stalldächer zu stellen oder Strom aus Photovoltaikanlagen zu beziehen. Martin Link


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Dass dieser Spruch absolute Wahrheit hat, durfte LEIBNITZ AKTUELL von einem Paar im Rahmen der Reihe „LIEBE AKTUELL“ hautnah erfahren. Außerdem verriet uns ein weiteres Paar, wie es von gemeinsamen Freunden verkuppelt wurde, und ein anderes erzählt, wie man es schafft, mehr als 35 Jahre lang gemeinsam in Harmonie zu leben.

Lovestory Nr. 1 – Stefanie Schnabel (30) und Christian Riedl (32) aus Tillmitsch Mittlerweile sind die beiden Tillmitscher ja schon seit zehn Jahren ein Paar. Dass es überhaupt so weit gekommen ist, haben die zwei aber ihren Freunden zu verdanken. „In Wahrheit sind wir verkuppelt worden“, erklärt Stefanie. Ein befreundetes Pärchen fand es einfach ganz praktisch, wenn Christian und Stefanie quasi als zweites Doppel fungieren könnte. „Meine Freundin hat mich davon überzeugt, dass der Christian der Richtige ist“, sagt Stefanie. „Und bei mir war es eben der Partner ihrer Freundin, der meinte, dass es wohl ganz toll wäre, wenn wir dann zu viert was unternehmen könnten“, schmunzelt Christian. Nach dem ersten Kennenlernen hat man einander einfach immer wieder – meistens eh zu viert – getroffen. „Ja und dann hat‘s irgendwann gefunkt. Und zu meinem 30. Geburtstag habe ich schließlich, nach fast zehn Jahren Beziehung, einen Heiratsantrag bekommen“, erklärt die junge Tillmitscherin. „Umrahmt von der Blasmusikkapelle habe ich in einem Garten, ganz romantisch um ihre Hand angehalten“, sagt Christian. Die Ringe möchten die zwei übrigens in der frisch renovierten Obertillmitscher Kapelle tauschen. „Wir müssen nur noch den neuen

Hinter jedem starken Mann steht eine noch stärkere Frau!

Pfarrer davon überzeugen, dass dieser Ort für eine Trauung auch würdig ist“, so die beiden. Lovestory Nr. 2 – Elfriede (49) und Erwin Kriegl (50) aus Tillmitsch Bekannt ist er ja als Vize-Bürgemeister von Tillmitsch. Aber auch die Liebes-Karriere der Kriegls kann sich sehen lassen. „Wir haben einander bei der Landjugend-Sonnwendfeier am Kogelberg beim Buschenschank Kieslinger kennengelernt. Das war vor 34 Jahren. Geheiratet haben wir sieben Jahre später“, weiß Elfriede zu erzählen. Sowohl sie als auch Erwin waren in der Landjugend sehr aktiv. „Das hat halt super zusammengepasst. D i e s e Sonnwendfeier hat‘s in sich gehabt – gleich vier Paare kamen anlässlich dieses Festes zusammen. Und alle sind heute noch glücklich verheiratet“, sagt Elfriede. „Wir sind beide echte Vereinsmeier – waren gemeinsam bei der Landjugend, bei der Jungen ÖVP, später dann ich bei der Feuerwehr und beim ÖKB. Meine Frau ist außerdem noch bei der Frauenbewegung“, so Erwin. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie hält man es als Frau aus, wenn der eigene Ehemann dermaßen viel unterwegs ist? „Ich habe damit nie ein Problem gehabt“, so Elfriede und ihr Mann hakt ein: „Es steht einfach fest, dass hinter einem starken Mann eine noch viel stärkere

Frau steht. Und wenn ich nicht so eine verständnisvolle, liebe Partnerin wie die Elfi hätte, wäre ich wohl auch sonst nicht weit gekommen im Leben.“ Eine bessere Liebeserklärung vom eigenen Gatten gibt‘s wohl nicht! Dafür hat Elfriede die Erziehung der beiden Töchter mehr oder weniger allein gemeistert. „Das tut mir heute manchmal leid und ich hoffe, all die kleinen und großen Freuden noch mit meinen zukünftigen Enkerln erleben zu dürfen“, so Erwin. Lovestory Nr. 3 – Renate (55) und Kurt Hochsam (63) aus Leibnitz Eine heimliche Liebe – nämlich die von Renate und Kurt Hochsam – wurde zu einer nun schon 35 Jahre währenden Ehe! LEIBNITZ AKTUELL wollte natürlich die ganze Geschichte hören und lud die zwei zum Interview. „Wir haben einander in der Firma in Lebring kennengelernt. Ich war damals in der

Buchhaltung und er im Personalbüro“, so Renate. Ob Kurt gleich anfangs ein Auge auf Renate geworfen hatte, ist unklar. „Fest steht, dass er immer wieder mal hereinkam und irgendwelche Schmähs erzählte. Ich habe mir eigentlich nur gedacht, mein Gott, der Mann kann was erzählen… Also Liebe auf den ersten Blick war‘s nicht, aber aufgefallen ist er mir ja schon“, so Renate. „Schließlich hat es dann bei

einer Firmenfeier gefunkt. Da habe ich sie zum Tanzen aufgefordert“, erzählt Kurt. Anfangs trafen sich die zwei – er aus der großen Stadt Graz, sie vom Land – noch heimlich. „Eine offizielle Beziehung wäre in der Firma absolut verboten gewesen. Auch meine Eltern hatten zuerst keine Freude… Aber davon haben wir uns nie beirren lassen. Nach einem halben Jahr Heimlichtuerei habe ich dann gekündigt. Dann konnten wir auch offiziell zueinander stehen“, schildert Renate den Beginn der Beziehung. 1976 wurde schließlich geheiratet. Und bald darauf folgten zwei Kinder, einige Zeit später auch zwei Enkel. „Uns war und ist eine tiefe Verbundenheit zum Glauben und zur Kirche sowie zur Pfarre gemeinsam. So haben wir auch ein Hobby, dem wir beide gerne nachgehen. So einfach war das nicht, jemanden mit den gleichen Interessen zu finden – der Kurt war für mich ein echter Glücksgriff“, erzählt Renate. Und wenn Gott es will, wird eine Ehe mit soviel Segen von ganz oben sicherlich noch einmal 35 Jahre halten. Eva Maria Leodolter


Leibnitz LEIBNITZ

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Südsteiermark-Haus für Leibnitzer Innenstadt

ÖVP-Stadtrat und Tourismuschef Karlheinz Hödl plant zur Belebung der Leibnitzer Innenstadt ein Südsteiermark-Haus.

„Im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung soll in Leibnitz ein Zentrum mit touristischer Ausprägung entstehen“, dafür setzt sich ÖVP-Stadtrat und Tourismuschef Karlheinz Hödl ein. Die Idee, ein Südsteiermark-Haus am Leibnitzer Hauptplatz einzurichten, stößt auf große Zustimmung innerhalb der Leibnitzer Bevölkerung, wie eine brandneue Umfrage beweist. Das „Südsteiermark-Haus“ soll sowohl Gästen als auch Einheimischen dienen. Denn einerseits soll das Südsteiermark-Haus ein Tourismus-Servicecenter sein, wo man in allen touristischen Fragen – vom Buchen von Unterkünften über Ausflügen bis hin zum

Verkauf von Tickets und Gutscheinen – ganzheitlich beraten wird. Und andererseits soll das Südsteiermark-Haus ein „Regio-Center des Genusses“ sein. „Hier soll man alles finden, was es an Kulinarik in der Südsteiermark gibt. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf Wein. Das Angebot muss natürlich vielfältig, saisonal frisch und hochwertig sein. Denn unser Südsteiermark-Haus in Leibnitz muss neben den Einheimischen und Gästen auch Kunden aus dem Drei-Länder-Eck anziehen“, betont Hödl. Eine eigene Vinothek ist ebenso angedacht. Die Genuss-Vinothek soll eine Plattform für alle Winzer der Region bieten. „Ich habe bereits Gespräche mit der Vinofaktur in Vogau geführt. Wir wollen zusammenarbeiten und ein ergänzendes Angebot in Leibnitz schaffen“, fügt ÖVP-Stadtrat Hödl hinzu. Der genaue Standort des Südsteiermark-Hauses in der Leibnitzer Innenstadt steht noch nicht fest. Im Gespräch sind die ZirngastRäumlichkeiten, wo jahrzehntelang „Julius Meinl“ untergebracht war.

ÖVP-Stadtrat und Tourismuschef Karlheinz Hödl setzt sich für ein „Südsteiermark-Haus“ zur Belebung der Leibnitzer Innenstadt ein.


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Mag. Claudia Höfler-Staudinger

Wird die Justiz billiger? Nun ist es fix, allein in der Steiermark werden 7 Bezirksgerichte aufgelassen, sodass nur noch 15 Bezirksgerichte verbleiben. Argumentiert wird dies mit dem Erfordernis des Sparens. Seit vielen Jahren dient die Justiz der Politik als Quelle der Geldbeschaffung. Mit immer neuen Pauschalgebühren für verschiedenste Verfahren wurde der Zugang zum Recht in den letzten Jahren für den Bürger empfindlich verteuert. Das Ergebnis ist, dass die Kosten, die die Gerichte verursachen, vollständig gedeckt sind. Es stellt sich somit die Frage, warum eine weitere Einsparung durch die Zusammenlegung von Bezirksgerichten erreicht werden muss. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Institutionen des Staates bestenfalls kostenneutral zu arbeiten haben. Eine Gewinnorientierung oder Optimierung hingegen hat bei staatlichen Institutionen nichts zu suchen. Wenn daher eine Einsparung bei den Bezirksgericht angestrebt wird, müsste letztlich diese Einsparung wiederum dem Bürger zugutekommen, da ja die Gerichte schon jetzt so hohe Einnahmen tätigen, dass sogar ein Teil des Strafvollzuges mit diesen Kosten abgedeckt werden kann. Eigentlich wäre die Folge der Strukturreform bei den Bezirksgerichten, dass die eklatanten Steigerungen bei den Pauschalgebühren wieder zurückgenommen werden auf ein Niveau, das der Kostenneutralität der Bezirksgerichte entspricht. Der gelernte Österreicher bezweifelt allerdings, dass die Justizministerin und auch andere Politiker sich dessen besinnen und den Zugang zum Recht für den einzelnen Bürger wieder günstiger machen. Mehr wird sich wohl die Befürchtung bewahrheiten, dass der rechtsschutzbedürftige Bürger weiterhin eine lukrative Einnahmequelle des Staates sein soll.

Fragen Sie Ihren Anwalt! RA Mag. Claudia Höfler-Staudinger ist Rechtsanwältin bei Kortschak + Höfler RAe OG in Leibnitz

33 glückliche Gewinner im Kaufhaus Kada Den ganzen Mai über konnten alle KADA-Kunden am traditionellen Gewinnspiel, dem „KADA-Maibaum“ teilnehmen. Nun wurden 33 glückliche Gewinner, die attraktive Produkte quer durch das breite KADASortiment im Werte von EUR 5.000 gewonnen haben, ermittelt. Im Bild sehen Sie die glücklichen KADAGewinner.

Bereits zum 4. Mal veranstaltete der Soroptimist International Club Leibnitz am Sonntag, den 1. Juli bei „brütender“ Hitze das „Entenrennen“ an der Sulm. Mit dem Reinerlös dieser Benefizveranstaltung unterstützt der Leibnitzer Serviceclub auch heuer wieder diverse soziale Projekte in der Region.

Seniorenbund auf Reisen Der Steirische Seniorenbund Ortsgruppe LeibnitzWagna besichtigte das Auer-von-Welsbach-Museum in Althofen. Der Besuch zu den ältesten Heilquellen der Steiermark führte in die Gesundheitstherme Wildbad. Diese Heilquellen waren schon in der Römerzeit bekannt. Die Reihe der musikalischen Genüsse setzte sich im Besuch der Komischen Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti aus dem Nationaltheater Marburg fort. Die Kulturhauptstadt 2012 Marburg hat kulturell viel zu bieten.

von li.:Manfred Pucher, Mario Guidassoni, Karl Fanta, Gerhard Puchtler, Peter Marx, Peter Zink

Filmclub Leibnitz: Meister ihres Faches Der Filmklub Leibnitz hat ein sehr aufregendes Halbjahr hinter sich. Wie üblich finden im Frühjahr alle Meisterschaften statt. Bei der Klubmeisterschaft im Februar werden die Filme für die Landesmeisterschaft ermittelt. Eine prominente Jury (Erich Cipot – VÖFA Regionalleiter für Steiermark, Frank Kopic – Cheffilmer vom Filmklub Marburg und Günther Simmerl – Filmemacher aus Spielfeld) bescheinigte fünf Filmen Landesniveau. Dort erreichte Mario Guidassoni mit „Friedhofsidylle“ ein Diplom, Karl Fanta mit „Lichterfest in Lyon“ Bronze. Ehrenpräsident Gerhard Puchtler wurde mit seinem Film „Freiheit der Kunst“ nicht nur mit Silber ausgezeichnet, sondern erhielt auch den Sonderpreis für den lustigsten Film. Die beiden Klubfilme „Camp Styria“ (Regie Peter Zink) und „Steirer san ma“ (Regie Peter Marx) wurden beide mit Gold ausgezeichnet und „Steirer san ma“ erhielt nicht nur die beste Punktezahl der ganzen Landesmeisterschaft, sondern wurde auch noch mit dem Sonderpreis für eine bemerkenswerte Dokumentation ausgezeichnet! Mit diesem wahren Preisregen dürfte diese Landesmeisterschaft – sie wurde in Leoben ausgetragen – die erfolgreichste der Klubgeschichte sein!


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Seniorenfeier im Poly-Leibnitz Die Leibnitzer Senioren unter der FĂźhrung von Gerhild Filek-Wittinghausen wurden in das Polytechnikum Leibnitz eingeladen, wo Dir. Koch den Senioren ein tolles Rahmenprogramm mit Musik und Tanz unterbreitete. Als Vertreter der Stadtgemeinde Leibnitz waren Bgm. Leitenberger und sein Vize Jaklitsch anwesend.

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Es ist soweit – jetzt geht‘s los! Bezirksinitiative Leibnitz „Sagt ja zum LKH“ startet! Erstmalig will man nach dem Steiermärkischen Volksrechtegesetz ein Bezirksvolksbegehren einleiten. Grund dafür sind die geplanten reduzierten Versorgungsstrukturen am LKH Wagna seitens der KAGES und der Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder.

Ausgangssituation dazu ist der RSG 2011 (Regionaler Strukturplan Gesundheit), wo die Schließung der Geburtenabteilung sowie eine Reduzierung der Chirurgie geplant sind. Zahlreiche Gespräche zwischen regionalen Vertretern und den Landesverantwortlichen für eine gemeinsame Lösung waren erfolglos. Abg. z. NR Josef Muchitsch: „Ich vertrete die Region Südweststeiermark. Es ist uns als regionale Politik nicht gelungen, die Landespolitik von die-

sen fahrlässigen Einsparungen zu überzeugen! Menschenleben spielen dabei offenbar leider keine Rolle. Jetzt ist die Bevölkerung dran und aufgerufen, uns bei der Bezirksinitiative zu unterstützen. “ Zur Einleitung eines Volksbegehrens auf Bezirksebene sind 1000 beglaubigte Unterstützungserklärungen notwendig. Diese wollen die regionalen Initiatoren rund um Bürgermeister Peter Sunko in den nächsten drei Wochen erreichen. Den Abschluss

der Aktivitäten zur Einleitung des Volksbegehrens bildet ein Bezirksaktionstag am Sonntag, dem 22. Juli in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vor dem LKH Wagna. Die Bevölkerung ist aufgerufen, inklusive Ausweis vor Ort die Unterstützungserklärungen zu unterzeichnen. Bei Erreichen der 1000 Unterstützungserklärungen – wie geht es weiter? Danach ist das Land Steiermark mit der Vorbereitung des Bezirksvolksbegehrens verantwortlich. Die Initiatoren gehen davon aus, dass noch im Herbst in allen 48 Gemeinden somit das Volksbegehren unterstützt werden kann und die danach notwendigen 10.000 Unterschriften erreicht werden, damit sich die Landesregierung neuerlich mit der Gesundheits-

versorgung im Bezirk Leibnitz auseinandersetzen muss. Parallel zur gleichen Problematik startet auch der Bezirk Voitsberg rund um Bürgermeister Ernst Meixner eine Bezirksinitiative.


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„Die Kirche ist weiblich“ Am 2. September wird Anton Neger als neuer Pfarrer von Leibnitz in sein Amt feierlich eingeführt. Ein Willkommensgespräch mit LEIBNITZ aktuell über Beruf und Berufung, den Wechsel in die Stadt, heikle Kirchenfragen und die Kraft der Berge. Herr Pfarrer, Geistliche werden von vielen Menschen fast nur als Geistliche wahrgenommen, so, als ob es daneben gar nichts anderes gebe in ihrem Leben. Daher: Was tun Sie, wenn Sie frei haben? Anton Neger: Ich bin ein leidenschaftlicher Wanderer, das habe ich in meiner Kaplanszeit in Schladming für mich entdeckt. Es ist die Kraft der Berge, die auf mich positiv wirkt. Ich fahre auch ganz gerne Ski, betreibe Langlaufen, dazu im Sommer Radsport. Auch bei Thermenbesuchen kann ich ganz gut relaxen. Beim Lesen und Musikhören geht das auch. Priester sollten im Übrigen auch einen Tag frei haben in der Woche. Möglicherweise werden Sie um diesen freien Tag ab September noch etwas mehr „kämpfen“ müssen. Sie wechseln vom Pfarrverband Wies nach Leibnitz. Mit welchen Plänen und Absichten kommt der neue Stadtpfarrer? Anton Neger: Ich habe kein fertiges Konzept, aber die feste Absicht, zunächst einmal die Menschen in der Pfarre und in der Stadt kennenzulernen. Insgesamt gehören ja 17.000 Gläubige dazu. Da gibt es sicherlich ein lebendiges Pfarrleben mit zahlreichen Initiativen, mit Gruppen, die aktiv sind und sich einbringen. Ich habe mir vorgenommen: Mein erstes Jahr soll dem Beobachten, Kennenlernen und Reflektieren gewidmet sein. Vielleicht gibt es dann da und dort die Möglichkeit, wo ich mich mit eigenen Ideen einbringen kann. Ganz grund-

sätzlich ist mir wichtig: Ich will nahe bei den Menschen sein. Sie werden eine vergleichsweise große Pfarre übernehmen und sind dort sozusagen der Chef. Anton Neger: Kirche ist Gemeinschaft und keine One-Man-Show. Mit mir kommt ein neuer Kaplan nach Leibnitz. Es gibt Pastoralassistenz, und auch die Kapuziner werden sich weiterhin einbringen. Dazu gibt es den Pfarrgemeinderat mit diversen Arbeitskreisen und viele Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. Alle zusammen sind Kirche, es geht um eine gute Arbeits- und Aufgabenteilung. Aber natürlich ist für mich nach den Jahren in kleineren Pfarren und in einem Pfarrverband die Aufgabe in Leibnitz Neuland und mit Umstellung verbunden. Ich will an dieser Stelle gerne sagen: Mir als Führungskraft geht es um eine gute Zusammenarbeit. Die Katholische Kirche in Österreich ist seit Monaten mit einem Aufstand vieler Priester konfrontiert, die Reformen einmahnen. Die Kernfragen sind der Zölibat, der Priestermangel, die Frauenfrage. Wie stehen Sie dazu? Anton Neger: Ich verfolge diese aktuellen Diskussionen täglich. Gerade zur Rolle der Frauen in der Kirche muss man sagen, dass Frauen bisher schon einen großen Stellenwert haben. Die Kirche ist weiblich, sage ich. Ohne die Frauen hätten wir ausgedient. Sie sind, wie alle Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, ein großer Schatz der Kirche. Ich glaube, wir als Priester sollten diese kritischen Fragen der Gläubigen sehr ernst nehmen, auch wenn man sie nicht auf Ebene einer Pfarre oder Diözese entscheiden kann. Meine Überzeugung ist, dass die Menschen sehr schnell merken, ob wir Priester ihre Fragen ernst nehmen, ob wir in Freude und in Sorge bei ihnen sind, ob wir in unserem Glauben Vorbild sind. Wir müssen überzeugt und überzeugend glauben. Wie sind Sie zu Ihrem Glauben, zu Ihrer Berufung gekommen? War es immer schon klar, dass Sie einmal Priester und Pfarrer werden würden?

Pfarrer Anton Neger wechselt aus Wies nach Leibnitz und wird am 2. September feierlich in sein Amt eingeführt. Foto: Diözese Graz-Seckau

Anton Neger: Nein, das ist nicht auf einmal vom Himmel gefallen, sondern es hat sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert. Zum einen wurde in meiner Familie Glauben praktiziert, ich habe auch ministriert. Gerade in der Jugendzeit hatten wir Kapläne, die mich sehr geprägt haben. Aber im Rückspiegel betrachtet, muss ich wohl sagen, dass die Familie mein religiöser Nährboden war.

Traditionell wählen sich Bischöfe einen Wahlspruch, der ihr Wirken beschreiben soll. Haben auch Sie eine solche Devise? Anton Neger: In meinen Primizkelch ist ein Vers aus dem Kolosserbrief eingraviert. Er lautet: „Das Wort Christi wohne in seinem ganzen Reichtum bei euch.“ Das ist es: Ich will den Menschen das Evangelium erzählen und in unsere Zeit übersetzen. Martin Link

Das ist der neue Pfarrer von Leibnitz Anton Neger stammt aus einer Familie mit vier Geschwistern – allesamt Buben. Aufgewachsen ist er in Groß St. Florian. Nach der Volksschulzeit in Gleinstätten absolviert er das Bischöfliche Gymnasium in Graz. 1988 maturiert er dort und beginnt mit dem Theologiestudium. Er tritt ins Priesterseminar ein, schließt das Studium 1995 ab. 1996 empfängt er die Priesterweihe. Als Kaplan arbeitet er unter anderem in Eibiswald, Schladming und St. Michael. Seit 2002 war er Pfarrer im Pfarrverband in Wies. Dort verabschiedet er sich am 12. August, in Pölfing-Brunn am 19. August und am 26. August in St. Ulrich im Greith.


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Zwei „Vollblut-Steirer“ in der Schweiz Das südsteirische Brüderpaar Felix und Heimo Franz zog vor Jahren in die Schweiz aus, um die Eidgenossen mit steirischem Charme im wahrsten Sinne des Wortes einzukochen. Die Zwei sind Steirer, unverkennbar, trotz der vielen Jahre in der Schweiz. Schon beim ersten Telefonat rennt der Schmäh, später gibt’s „steirische Grüße in die Heimat“. Die Zwei, das sind Felix (rechtes Bild) und Heimo Franz, zwei Brüder, die aus der Südsteiermark ausgezogen sind, um in der Schweizer Gastronomie Karriere zu machen. Mit dem schon vom Namen her noblen Restaurant „Zum Kaiser Franz in Rössl“ in Zug (Hauptort des gleichnamigen Kantons) der eine, der andere mit dem sportlicher orientierten Clubrestaurant des Golfclubs Küssnacht am Rigi (im Nachbarkanton Schwyz gelegen). Doch blenden wir kurz zurück! Es war einmal ein Bauernhof in Gralla bei Leibnitz. Zwei Söhne lebten mit den Eltern am Hof. Einer von ihnen, Felix, lernte Koch. Der zweite, Heimo, sollte, der ländlichen Logik folgend, eigentlich den elterlichen Hof übernehmen; er lernte Mechaniker. Doch es kam anders, ganz anders. Auch Heimo zog es in die Gastronomie, in der Schweiz begann er als Kellner zu werken. Womit der Grundstein für eine brüderliche Erfolgsgeschichte, zwar made in Styria, aber verwirklicht in Switzerland, gelegt war. Die Schweizer lieben Österreich(er) „Man muss ankommen bei den Leuten, mit offenen Augen durch die Welt gehen, fair, ehrlich und kollegial sein – Österreicher bleiben, denn das haben die Schweizer gern“, meint Felix Franz auf die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis. Dementsprechend nannte er sein vor zwölf Jahren gegründetes Restaurant „Zum Kaiser Franz in Rössl“. Seit Anbeginn steht es im Gault Millau mit 14 Punkten zu Buche und findet sich im Guide Michelin sowie im Guide bleu, dem ältesten Gastroführer der Schweiz, wieder. Nicht nur im Namen, auch auf der Speisekarte bietet der „Kaiser Franz“ Österreichisches zum Gernhaben: Wiener Schnitzel, wie es sich gehört natürlich mit Kalbfleisch zubereitet, Tafelspitz, Kalbsrahmgulasch oder Kaiserschmarren – kein Wunder, dass die Schweizer Österreich mögen! Und auf der Weinkarte hat mit einem Morillon von Brolli und einem Sauvignon Blanc von Skoff sogar die Steiermark Einzug gehalten. Das Rüstzeug holte sich Felix Franz mit der Lehre im Gasthaus Kießner in Bachsdorf bei Lebring – „Ich bin Frau Kießner noch heute dankbar, das war für

mich ein ganz toller Lehrbetrieb“, streut er Rosen in die alte Heimat. Es folgten Jahre in den renommiertesten Häusern der Schweiz: Aide de Patron (stellvertretender Direktor) im Privatrestaurant von Marc Rich, damals einem der bedeutendsten Rohstoffhändler der Welt; die Leitung des Luxusrestaurants „Top Air“ am Flughafen Zürich, wo sich genauso das Who’s who des internationalen Jetset die Türklinke in die Hand gab wie bei Rich; Leiter der Gastronomie im Art Deco Hotel Montana in Luzern, um nur einige zu nennen. Fünf Jahre lang unterrichtete Felix Franz auch an der Hotelfachschule in Luzern – als einziger Österreicher! „Zwischendurch habe ich noch die Hauptrolle in einem Schulfilm gespielt. Er heißt ‚Der schön gedeckte Tisch’ und wird heute noch immer in den Hotelfach- und Berufsschulen gezeigt. So kann man mich nicht mehr vergessen“, lacht er. Fast so unvergesslich wie sein Tafelspitz im „Kaiser Franz“ also … All diese Erfahrungen mündeten schließlich in diesem, seinem eigenen Restaurant, das er mit seiner Frau Karin – sie hatte ihn vor mehr als dreißig Jahren dazu überredet, „doch noch etwas von der Welt zu sehen“ – betreibt. „Handicap 13“ fürs Restaurant, Handicap 7,5 für den Wirt Während Felix Franz am rechten Ufer des Zuger Sees – „das Monaco der Schweiz“ – seine Gäste verwöhnt, tut dies Bruder Heimo nicht weit vom linken Ufer des Sees entfernt. Begonnen hat er seine Gastrokarriere wie gesagt als Kellner im Kanton Zug, es folgte die Leitung eines Restaurants in Luzern, bis ein Angebot kam, bei dem er einfach nicht nein sagen konnte: die Übernahme der Leitung des Restaurants im bekannten Küssnachter Golfclub. Als erstes Golfclubrestaurant der deutschsprachigen Schweiz notiert der beliebte Treffpunkt am Green übrigens mit 13 Punkten im Gault Millau – „Handicap 13“ auf der Gastro-Tour könnte man sagen … Heimo Franz hat mit der Pacht des Golfrestaurants sein Hobby – er spielt seit 16 Jahren Golf – quasi

in den Beruf (oder sollte man sagen: in die Berufung?) integriert. Handicap 7,5 zeugt von der mittlerweile erspielten Güte und wird wohl nur vom Wiener Schnitzel übertroffen, das Heimo Franz als Hommage an die alte Heimat Österreich im Clubrestaurant serviert. „Das Wiener Schnitzel ist der größte Renner“, resümiert er, was einmal mehr beweist: Die Schweizer lieben Österreich(isches). Und Steirisches: Deshalb bietet Heimo Franz im Clubrestaurant des Golfclubs Küssnacht am Rigi auch steirische Klassiker wie ein Wurzelfleisch an – oft sein einziger Bezug zur steirischen Heimat, denn zwei Jahre dauert es im Schnitt, bis er dazu kommt, Gralla einen Besuch abzustatten. „Die Mutter hat zwar keine Freude damit“, bekennt er, „aber es geht nicht öfter. Ich habe ja nur im Winter Zeit, um Ferien zu machen, und da ist’s in der Steiermark genauso kalt wie hier.“ Also zieht es den begeisterten Golfer aus der Ferne noch weiter in die Ferne und er verbringt die Zeit, in der der Golfclub Küssnacht im Winterschlaf liegt, dorthn, wo die Sonne warm vom Himmel lacht. Die Schweiz ohne Käse(krainer) Was vermissen zwei waschechte Steirer nun in der Schweiz? „Semmeln, Käsekrainer, Buschenschänken und natürlich die guten Freunde aus der alten Zeit“, meint Felix Franz. Und Heimo Franz ergänzt: „Die wirklich natürliche Freundlichkeit der Steirer fehlt, die Lockerheit.“ Dafür, so Heimo im Nachsatz, seien sie sehr pünktlich, die Schweizer – nach 25 Jahren in der Fremde muss er es wissen … Reinhard Czar


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45 Jahre Autohaus Wechtitsch Elisabeth Wechtitsch

„Nissan Nutzfahrzeuge – Mitarbeiter raufen sich darum“

Steirerfleisch bringt Glück! In der Steiermark haben die Schweine Schwein – und die Bauern und Konsumenten Glück! Schweinefl eisch, das von seiner Geburt bis zum Produkt nie die Steiermark verlässt, das ausschließlich von steirischen Bauern stammt und sowohl mit dem AMA-Gütesiegel als auch dem Gütesiegel für „Regionale Qualität“ vom Lebensmittelministerium ausgezeichnet ist: Ab sofort bei Metro und Karnerta: Schweinefleisch, das alle glücklich macht! Die Bauern können sicher sein, dass ihr Bemühen, ihr Vieh erstklassig

aufzuziehen auch im kurzen Transportweg, der verantwortungsvollen Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung fortgeführt wird. Steirerfleisch investiert große Summen, um all diese Punkte zu gewährleisten. Pro Kilo erhält der Bauer 3,5 Cent AMA-Gütesiegelzuschlag und einen zusätzlichen „Steirerglück-Bonus“ in der Höhe von 4 Cent pro Kilo. Neueinsteiger erhalten eine auf Betriebsgröße abgestimmte „Glücksprämie“ von bis zu 1.000 Euro. Außerdem sorgt ein spezielles Versicherungspaket für Absicherung bei Ausfällen. Der Konsument kann sicher sein, dass sein bei Metro und Karnerta gekauftes Schweinefl eisch von Geburt an immer in steirischen, und sprichwörtlich ausgezeichneten Händen war und nie

in jeder Hinsicht nachteiligen langen Transportwegen ausgeliefert war. Gastronomie und Hotellerie können ihren Gästen beste Schweinefleischqualität anbieten. Steirerfl eisch, mit Sitz in der Südsteiermark zählt zu den größten und leistungsstärksten Schlacht- und Zerlegebetrieben des Landes mit einem Umsatzvolumen von 145 Millionen Euro jährlich. Pro Jahr werden hier 550.000 Schweine geschlachtet und zu 40 Prozent in 17 Länder exportiert. Mit der neuen Marke „Steirerglück“ garantiert „Steirerfleisch, das Original‘, dass jedes gekennzeichnete Stück Schweinefleisch von seiner Geburt an durchgehend eine steirische Linie ist.

Wir bieten nicht nur viele attraktive Pkw, sondern konnten uns in den letzten Jahren mit unseren Nissan Nutzfahrzeugen sehr gut am regionalen Markt etablieren. Viele namhafte Unternehmen erfreuen sich der Vorteile unseres Nissan Nutzfahrzeug Kompetenzzentrums und stellen ihre Flotte um. Derzeit besonders beliebt: der Nissan Primastar, ein kraftvoller Mitarbeiter mit niedrigen Betriebskosten zu günstigen Konditionen. Diese Fahrzeug begeistert auf den ersten Blick und überzeugt auf den zweiten, dank modernem Design und vielen praktischen Ausstattungselementen. Wer jetzt denkt, Nutzfahrzeug ist gleich Nutzfahrzeug, der hat noch nicht die Begeisterung für den Nissan Primastar erlebt. Denn der flexible Laderaum von bis zu 8,3 m3 und die Wahl aus zwei verschiedenen Längen sind nur einige der Vorteile, die der Nissan Primastar zu bieten hat. Und dass sich Mitarbeiter aufgrund seiner hohen Verarbeitungsqualität und der vielen cleveren Details um ihn raufen, spricht für sich selbst. Auch ich erfreue mich immer wieder der Begeisterung für dieses einzigartige Fahrzeug und bin schon gespannt auf das neue Nissan Elektro-Nutzfahrzeug kommendes Jahr. Noch ein Tipp: Trotzen Sie der Hitze und kommen Sie zu einem Sommer-Check bei Auto Wechtitsch, denn die hohen Temperaturen können bei jedem Fahrzeug Schäden verursachen. Wir prüfen unter anderem Klimaanlage, Reifen, Flüssigkeitsstände und vieles mehr bei Pkw und Nutzfahrzeugen aller Hersteller, um einer teuren Reparatur vorzubeugen. In diesem Sinne freue ich mich auf Ihren Besuch und wünsche schon vorweg einen schönen Sommer ohne Panne. Auto Wechtitsch GmbH Wasserwerkstraße 42 + 73 A-8430 Leibnitz Tel: 03452/73773-0 Mail: e.wechtitsch@wechtitsch.com


16 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

LEIBNITZ

Raiffeisenbank Straß-Spielfeld: „Seit 115 Jahren sichere Bank“

Generalversammlung der Raiffeisenbank Straß-Spielfeld in St. Veit am Vogau (v.l.n.r.): Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Josef Altenburger, DI Josef Binder und Oberrevisor Ludwig Rabold vom Raiffeisenverband Steiermark, RB-Obmann Reinhold Höflechner, Obmannstellvertreter Gabriele Kargl, Prokurist Mag. Stefan Tschikof von der Raiffeisenlandesbank Steiermark, die beiden Geschäftsleiter Dir. Hans Rauscher und Dir. Alois List; mit dabei Moderatorin Fotos: BARBIC Evelyn Schweinzger. Einmal mehr wurde auf der diesjährigen Generalversammlung der Raiffeisenbank Straß-Spielfeld – die neben der Hauptanstalt in Straß noch vier Bankstellen in St. Veit am Vogau, St. Nikolai ob Draßling, Gabersdorf und Spielfeld umfasst – auf die Sicherheit der von den Kunden anvertrauten Gelder verwiesen. Und: Wesentliches Thema war auch der Um- und Ausbau der Hauptanstalt in Straß. „Andere Banken sind verschwunden“, damit erinnerte Geschäftsleiter Dir. Hans Rauscher an den Untergang oder zumindest die prekäre Lage mancher Großbanken vor einem vollen Haus im Kultursaal von St. Veit am Vogau. Den guten Stand der Raiffeisenbank – „seit 115 Jahren gibt es Raiffeisen in dieser Region“ – konnte er auch mit der „ständigen Steigerung der Eigenmittelentwicklung“ untermauern. „Andere können davon nur träumen“, gab er sich überzeugt. Und mit einem Seitenhieb auf das Geld in exotische Gegenden verschiebende Banken: „Wir sind vor Ort – wir gehen nicht fort!“ Stolz ist er auch auf die 2011 gewährten Förderungen an Vereine, Schulen und Kindergärten in der Höhe von 60.000 Euro. „Damit ersparen wir den Gemeinden Geld!“, so Rauscher, der selbst als Bürgermeister in Obervogau kommunalpo-

litisch tätig ist. Sein Kollege, Geschäftsleiter Dir. Alois List, gab noch nähere Einblicke in die Geschäftsgebarung, zu der auch ein detaillierter schriftlicher Jahresabschluss 2011 in allen fünf Banken aufliegt. Interessant dabei der 85-prozentige Ausleihungsgrad und das stete Vertrauen der Kunden für Bausparverträge: So wurden 731 neu abgeschlossen. Man ortet im Ganzen ein „gedämpftes Wachstum“ von zwei bis drei Prozent bei einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, sowie bei über 20.000 Konten mit rund 1,5 Millionen Buchungszeilen. Und: Man erwirtschaftete einen Reingewinn von 124.000.- Euro, der statutengemäß dem eigenen Reservefonds zugeführt wird. „Es wurde solide gearbeitet und ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaftet“, lobte Oberrevisor Ludwig Rabold vom Raiffeisenverband Steiermark die Geschäftsleitung und deren Mitarbeiter. So fiel auch der Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Josef Altenburger entsprechend positiv aus. Besonderen Raum nahm eine detaillierte Beschreibung des Um- und Ausbaues der Hauptanstalt in Straß ein. RB-Obmann Reinhold Höflechner erwähnte diesen schon eingangs der Generalversammlung und begründe-

te ihn damit, dass das bisherige Objekt einfach nicht mehr den heutigen Erfordernissen entspreche. Das entstehende Bankgebäude in Straß darf sich auf Grund seiner umweltfreundlichen und energiesparenden Eigenschaften als „klima:aktiv-Bank“ bezeichnen. „Ein Prädikat, das nur auf Grund entsprechender Voraussetzungen verliehen wird“, erläuterte Oberrevisor Rabold. Er verwies dabei auch auf das von der UNO ausgerufene „Internationale Jahr der Genossenschaften“. Dabei wird

Oberrevisor Ludwig Rabold erläuterte den Um- und Neubau in Straß.

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Josef Altenburger und Moderatorin Evelyn Schweinzger. betont, „dass diese nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial handeln“. Förderung der Mitglieder statt Gewinnmaximierung heißt da die Parole. Zum neuen Bankgebäude betonte Rabold besonders die zukunftsweisende technische Bauweise. - Das viergeschossige barrierefreie teilunterkellerte Haus bringt es auf eine Gesamtgeschossfläche von 1.900 m2, errichtet in Massivbauweise bei bester Dämmung mit Niedertemperaturkonzept. Bodenheizung ist da selbstverständlich, und eine Photovoltaikanlage wie auch die Biomasseheizung sorgen für umweltschonende Energieversorgung. So ergibt sich ein nur etwas höherer Stromverbrauch als bisher – und das bei einer um 70 Prozent vergrößerten Bodenfläche. Auch für Kundenparkplätze – sogar auch extra einen Platz für Fahrräder – wird gesorgt. Und: Auch eine E-Tankstelle kommt dazu.

„Wir wollen Vorbild im Klimaschutz sein“, gab sich Rabold überzeugt. Kosten würden zugunsten der Kunden eingespart. Zusätzlich erhofft man sich dabei auch mit Denkanstößen für Errichter von Um- und Neubauten ebenso mehr zum Klimaschutz beizutragen. Künftig werden Gebäude nach einem „Energieausweis“ bewertet, was sich wesentlich auf deren finanziellen Wert niederschlägt. Es gelte möglichst unabhängig von „externen Einflüssen“ wie steigenden Energiepreisen zu werden. Ein dickes Lob sprach Rabold den bauausführenden Firmen aus, wobei die meisten aus der heimischen Region kämen: „Da gehen 90 Prozent in die heimische Wirtschaft und deren Arbeitnehmer“. An Gesamtbaukosten rechnet man mit 3,6 Millionen Euro, und am 20. Oktober wird das neue Bankgebäude festlich eröffnet werden. Anton BARBIC (DB)


www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 17

LEIBNITZ

Leibnitz-Connected Südsteirischer Internet-Cluster Kürzlich fand in der Wirtschaftskammer Leibnitz die Auftaktveranstaltung für das Projekt „LeibnItz Connected“ statt. Großes Ziel sei laut Projektleiter Ing. Bernd Hamböck an einer gemeinsamen Zukunft für einen verbesserten IT-Standort Leibnitz zu arbeiten. „Vorab wurden bereits die 145 IT-Betriebe der Region Leibnitz zu Vorgesprächen und Mitarbeit eingeladen, um in diesen kreativen Denkprozess miteingebunden zu werden. Resonanz und Unterstützung waren bereits im Vorfeld sehr groß und erste Schritte zur Zusammenarbeit zwischen den IT-Betrieben und den Bildungseinrichtungen konnten erfolgreich durchgeführt werden“, meint eingangs Projektleiter Ing. Bernd Hamböck, der als Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des aktiendotierten Unternehmens pm one mit Zweigniederlassung in Tillmitsch fungiert. Thematisiert wurde mit den Teilnehmern der anhaltende IT-Kräftemangel in der Region ebenso wie die Möglichkeit der Vernetzung der IT-Branche und auch die Ausbildungssituation im IT-Bereich.

Projektleiter von Leibnitz Connected, Ing. Berndt Hamböck, definiert die Ziele des Projektes folgendermaßen: „Der Fachkräftemangel in der IT-Industrie in der Region Leibnitz muss ein Ende haben. Dazu werden wir Schritte setzen, die sehr schnell sichtbar sind, wie etwa die Vernetzung der Betriebe untereinander, oder durch eine verbesserte Unterstützung der HTBLA Kaindorf durch die Betriebe selbst. Aber es wird auch Schritte geben, die erst längerfristig greifen werden, wo wir z. B. gezielt mit verschiedenen Bildungsbetrieben sprechen werden, um mehr junge Leute für diese weiterhin sehr zukunftsträchtige Branche gewinnen zu können. Es muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass es in der IT nicht nur ‚den/die ProgrammiererIn, oder‚den/ die SystemadministratorIn‘ gibt, sondern eine Vielzahl an Berufsmöglichkeiten. Desweiteren muss den Leuten in der Region gezeigt werden, dass die regionalen (kleineren) IT-Betriebe ungeheures Potenzial haben und es nicht zwangsläufig einer ‚der Großen‘ für die (erste) Berufswahl sein muss. Ich freue mich auf eine spannende Zusammenarbeit mit allen Beteiligten“. Leibnitz Connected findet bereits breite Unterstützung sowohl durch die Leitbetriebe in der Region Leib-

nitz, auch durch die Bildungsbetriebe wie AMS, SFG, Wirtschaftskammer

und ZAM. Ein Projekt für die Jugend, die Wirtschaft und die Region.


18 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Regional

Steirischer Weinbau im Aufbruch FOTO:WEIN „Der Weinbau spielt innerhalb der Agrarwirtschaft eine absolute Hauptrolle, vor allem im Süden des Landes. Der steirische Wein steht als reines Qualitätsprodukt national wie international sensationell gut da, was auch die vielen Auszeichnungen dokumentieren, die unsere Weinbauern zu Recht erhalten“, so der unter anderem für Land- und Forstwirtschaft zuständige Landesrat Johann Seitinger. Die Steiermark verfügt über eine Rebfläche von rund 4.300 ha. Es sind in Summe rund 3.000 Betriebe, darunter rund 400 WeinbaumeisterInnen, die für die Qualität des steirischen Weines verantwortlich zeichnen. Noch eine Zahl zum vergangenen Erntejahr 2011: Mit einer Gesamtmenge von 225.000 Hektolitern besten steirischen Weines dürfen wir auf ein absolutes Rekordjahr zurückblicken. Ausweitung steirischer Rebflächen um 100 Hektar In der Landesregierung wurde die Erweiterung der steirischen Weinbaufläche um 100 Hektar beschlossen. „Die Neuvergabe von Pflanzungsrechten, sprich die Ausweitung von Rebflächen, erfolgt sehr umsichtig – unser Hauptmotto ist und bleibt: Qualität vor Quantität“, so Seitinger. In der regionalen Reserve verbleiben noch 150 Hektar an Rebfläche, in der nationalen 3.000. Erstmals Tafeltrauben aus steirischer Produktion Bisher wurden die Tafeltrauben aus Italien, Spanien, der Türkei, Neuseeland und Südafrika importiert. Ab sofort dürfen erstmals sechs Sorten Tafeltrauben auch in der Steiermark ausgebaut werden. „Natürlich muss es hier eine klare Trennung geben und ausgeschlossen werden, dass Tafeltrauben in die Weinproduktion einfließen, denn es handelt sich hier um zwei völlig unterschiedliche Qualitätskategorien“, betont Seitinger. Der Landesrat zeigt sich hoch erfreut, „dass wir bald erstmals steirische Tafeltrauben im Regal finden werden und nicht mehr auf ausländische Ware angewiesen sind!“

So sehen Sieger aus: Das sind die Landesweinsieger 2012. Foto: LWK

Das sind die Siegertypen 2012 (W)einsame Klasse: Mehr als 500 Weinbauern reichten 1653 hervorragende steirische Qualitätsweine für den Landeswettbewerb 2012 ein. Über doppelten Landessieg dürfen sich das Weingut Gottfried Grabin und das Weingut Manfred und Robert Platzer aus Tieschen freuen. „Die Landesweinbewertung ist traditionell seit 65 Jahren der wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark. Die Beteiligung war großartig: Mehr als 500 Weinbauern reichten 1.653 steirische Qualitätsweine ein“, betonte Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski bei der Siegerpräsentation Ende Mai in der Grazer Seifenfabrik. Für die Teilnehmer sei der Wettbewerb durchaus ein Sprungbrett für nationale und internationale Bekanntheit: 18 Weinproduzenten werden in Zukunft dafür den Beweis antreten – insbesondere die Doppelsieger Gottfried Grabin, der für Weißburgunder und Morillon sowie als Weingut des Jahres gekürt wurde, und die Platzers aus Tieschen, die mit ihrem Roten und dem Welschriesling abgeräumt haben. Strenge Kriterien „An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen, aber um ins Finale zu kommen, muss eine Mindestweinmenge vorhanden sein“, schildert Weinbauchef

Werner Luttenberger. Außerdem muss in den meisten Sortengruppen der klassisch-steirische, extra trockene Weinausbau mit weniger als 13 Prozent an Alkohol eingehalten werden. Damit soll der fruchtig steirische Wein ins Schaufenster gestellt werden. Die Anzahl der verkosteten Qualitätsweine in der klassischen Sortengruppe bewertet: Welschriesling 239 Proben, Sauvignon blanc 179, Weißburgunder 187, Morillon 93, Schilcher 102 und Muskateller 147 Proben. Das sind die Sieger 2012 Familienweingut Trabos - Sekt Schilcherweingut Friedrich - Schilcher Weinhof Platzer - Welschriesling Weingut Grabin - Weissburgunder Klassik Weingut Grabin - Morillon Klassik Wein von Ploder-Rosenberg - Sauvignon blanc Klassik Weingut Bockmoar - Gelber Muskateller Weinhof Posch - Kräftiger Burgunder Weingut Riegelnegg-Ollwitschhof - Kräftiger Sauvignon blanc Weingut Gründl-Labuttendorf - Scheurebe Weingut Albert - Riesling Weingut Giessauf-Nell - Traminer tr/htr Weingut Frauwallner - Lagenweine Burgunder Weingut Dreisiebner Stammhaus - Lagenweine Sauvignon blanc/Traminer Weingut Muster.gamlitz - Prädikatswein Weinhof Leitner - Rotweine Klassik Weingut Kapun Alois - Kräftiger Zweifelt Weinhof Platzer - Rotweine Vielfalt Martin Link


Regional

www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 19

LEIBNITZ

FOTO: PFARRER

Pfarrer Wolfgang Koschat – Ehrenringträger

Der Gemeinderat von St. Nikolai ob Dr. unter Bgm. Josef Pratter hat den einstimmigen Beschluss gefasst, Pfarrer Mag. Wolfgang Koschat, der gleichzeitig Dechant des Dekanats Leibnitz ist, den Ehrenring zu verleihen.

FOTO: GRABIN

Landessieger und Weingut des Jahres: Grabin aus St. Veit

Der Bezirk Leibnitz war der erfolgreichste Bezirk und stellte zehn Landessieger, davon mit dem Weingut Grabin einen Doppel-Landessieger. Ebenfalls errang das Weingut Rosina und Gottfried Grabin auch den Titel „Weingut des Jahres“.

FOTO: KITZECK

Kitzeck ist prickelnd – erster Vatertagsaperitif

22 Weinbauern haben ihren Sekt/Frizzante zur Verkostung angeboten. Dazu gab es feinen Sulmtaler Schinken von Fleischermeister Erich Brand aus Gleinstätten. Sanfte Klänge von Mag. Gerhard Wiesenthaner sorgten für die musikalische Umrahmung.

„Kommerzialrätin“ Marianne Fasching-Spätauf

Im Bundeskanzleramt in Wien wurde Marianne Fasching-Spätauf der Titel „Kommerzialrat“ verliehen. LEIBNITZ AKTUELL gratuliert recht herzlich der frischgebackenen Kommerzialrätin und wünscht dem Unternehmen SPÄTAUF weiterhin alles Gute.


20 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

FOTO: SCHRITTWIESER

REGIONAL

FOTO: GOLDES

Schrittwieser bei „Brucker-Senioren“ in Gamlitz

Salamanzar-Rallye von Club Goldes Südsteiermark

27 Senioren aus dem Bezirk Bruck nutzten die Gelegenheit, an der Seniorenurlaubsaktion des Landes teilzunehmen, die auf Initiative von LH-Stv. Siegfried Schrittwieser auch heuer durchgeführt wurde und nach Gamlitz führte.

20 Oldtimer fanden sich in der Südsteiermark ein und unterstützten das gemeinsame Projekt von Club Goldes Südsteiermark und Club Vaduz Liechtenstein. Eine Spendensumme von EUR 24.000.- konnte erzielt werden.

FOTO: SPIELFELD

FOTO: ALTMANDATARE

Spielfelder Kulturinitiative wirkt „grenzüberschreitend“

Altmandataren-Treffen in Graz

So ist für den 14. September ein Chor- und Orchesterkonzert im Schloss Spielfeld mit Mitwirkenden von steirischer und slowenischer Seite vorgesehen, ebenso wie eine Vernissage von Tierärzten „beiderseits der Grenze“.

Die ÖVP-Bezirksparteileitung mit Landtagsabgeordneten Peter Tschernko und Bezirksgeschäftsführerin Irmgard Wran-Schumer luden ehemalige Altbürgermeister zu einem Besuch in den Steiermärkischen Landtag nach Graz ein.

FOTO: SÄNGER

Schlagerausflug in die 50er Jahre Schlager, Oldies und Evergreens aus den fünfziger Jahren und von noch früher lockten rund 300 Gäste auf den Vorplatz des Schulzentrums in Straß. Da brillierte der Deutsche Sängerverein Straß unter der Leitung von Georg Köpf.

FOTO: WAGNA

FOTO: MORILLON

Das Rätsel vom „Steirischen Morillon“ In der Vinofaktur der Weinbauernbrüder Erich & Walter Polz in Vogau ging Weinfachmann Henry Sams dieser Frage gemeinsam mit dem Fachbuchautor Alois Bernhart und dem Historiker Fritz Klementschitz auf den Grund.

FOTO: IPA IPA-Motorräder rollen für den kleinen Stefan

Tourismusverein Wagna unter Alois Kusin gegründet „Zweck und Ziele des Tourismusverein Wagna sei es die Förderung des Tagestourismus in Wagna sowie die Marke ,Wagna‘ zu forcieren“, meint der frischgekürte Obmann und „Aufrömern-Motor“ Alois Kusin.

Die IPA-Verbindungsstelle LeibnitzRadkersburg (International Police Assoziation) führte mit rund 80 Motorrädern ihre diesjährige Motorradwallfahrt zuguns-ten des achtjährigen Stefan Wolf aus Deutsch-Haselsdorf bei Klöch durch.


www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 21

Regional

UNIQA SafeLine Lebensretter auf steirischen Straßen in Aktion Heidemarie Pronegg aus Fresing/Leibnitz war heilfroh, SafeLine „an Bord“ gehabt zu haben, als sie plötzlich Krämpfe in beiden Armen und Beinen bekam. Am 25. Mai 2012 befand sich Heidemarie Pronegg (36) auf der A9, der Pyhrn-Autobahn, auf der Fahrt von Fresing nach Graz. Die Mutter zweier Kinder war allein im Auto, als sie während der Fahrt auf der Autobahn plötzlich starke Krämpfe in Armen und Beinen bekam und komplett bewegungsunfähig war. Sie konnte ihren Wagen gerade noch irgendwie am Pannenstreifen zum Stillstand bringen. Geistesgegenwärtig schaffte es Pronegg noch, den SafeLine NotfallKnopf im Auto zu drücken. Ihr Fahrzeug ist nämlich mit UNIQA SafeLine ausgestattet, einem

eCall Sicherheitssystem fürs Auto, das neben Notfallknopf auch einen CrashSensor und CarFinder beinhaltet. Zusätzlich wählte sie mit letzter Kraft noch über ihr Mobiltelefon die NotarztNummer. Der von ihr gerufene Notarzt machte sich zwar auf den Weg, konnte das Auto jedoch nicht finden, da Pronegg in der Notsituation ihren Standort nicht genau genug angeben konnte. In der SafeLine Einsatzzentrale lief währenddessen das speziell für UNIQA erstellte Notfallprogramm ab: Nachdem Pronegg in einem ersten Schritt nicht mehr – wie eigentlich vorgesehen – telefonisch kontaktiert werden konnte (mittlerweile war sie nicht mehr in der Lage dazu), rief die SafeLine Einsatzzentrale die zweite hinterlegte Mobiltelefonnummer, jene ihres Gatten Patrick Pronegg, an. Patrick Pronegg, selbst UNIQA-Vermittler in der GeneralAgentur Faircon AG, wusste sofort, dass es sich um einen Notfall handeln

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musste und die Rettungskette bereits in Gang gesetzt worden war. Innerhalb von 15 Minuten traf neben der Straßenmeisterei zur Absicherung der Notfallstelle auch ein über die SafeLine Einsatzzentrale alarmierter Notarzt punktgenau am Standort des Fahrzeuges ein. So konnte Pronegg rasch erstversorgt und wertvolle Zeit gewonnen werden. Während die zweifache Mutter durch die ebenfalls von SafeLine alarmierte Rettung unverzüglich ins Krankenhaus gebracht wurde, organisierte die Einsatzzentrale das Abschleppen des Fahrzeuges. Eine weitere Mitarbeiterin kümmerte sich darum, Patrick Pronegg ständig auf dem Laufenden zu halten. Patrick Pronegg dazu: „Meine Frau, unsere beiden Kinder und ich sind heilfroh, UNIQA SafeLine auch selbst an Bord zu haben! Bei jedem meiner Kunden mache ich SafeLine zum Thema. Jetzt weiß ich auch aus

eigener Erfahrung, wie wichtig dieses Sicherheitssystem ist. SafeLine ist immer für uns da und unterstützt uns genau dann, wenn Hilfe notwendig ist. So können sogar Leben gerettet werden!“ Heidemarie Pronegg geht es den Umständen entsprechend gut. Sie ist noch in Behandlung, da die Ursache noch nicht gefunden werden konnte.


22 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

REGIONAL

Die Skizze veranschaulicht, wie die Verwaltungsebene von Wildon ab sofort aussieht und welche Bereiche die Drei Säulen-Manager übernehmen.

Wildon probt Drei-Säulen-Prinzip in der Gemeindeverwaltung Überall ist von Strukturreformen die Rede – in Wildon orientiert sich Bgm. Gerhard Sommer in der Gemeindestube nun immer mehr an der Wirtschaft. Er motiviert Mitarbeiter und setzt auf ein innovatives Drei-SäulenPrinzip, um effizienter zu arbeiten. LEIBNITZ AKTUELL stand er Rede und Antwort und erklärte exklusiv, wie die Marktgemeinde demnächst strukturiert wird. Mit etwa 2.600 Einwohnern zählt die Marktgemeinde Wildon zu den größeren Kommunen im Bezirk Leibnitz. Und bekanntlich leiden gerade große Gemeinden oft unter Strukturzwängen, die Abläufe komplizieren und verzögern können. Etwa, wenn alles über einen einzigen Amtsleiter laufen muss. Dies kann, bei einem ungefähren Beschäftigtenstand von 30 Leuten – wie im Falle Wildons, zum einen zur Überlastung desselben und zum anderen eben zu komplizierteren Abläufen führen. Die Funktion des Amtsleiters wird aufgeteilt Das soll nicht heißen, dass der langgediente Amtsleiter, Helmut Spurej, den „Gemeindeladen“ in den vergangenen Jahrzehnten nicht zu aller Zufriedenheit geschaukelt hätte… „Aber seit einiger Zeit wird auch der Arbeitsaufwand für das Gemein-

deamt immer größer. Belange wie Buchhaltung und Recht können da andere Abläufe durchaus behindern. „Deshalb habe ich mich – orientiert an Firmenstrukturen in der Wirtschaft – dazu entschlossen, die Verwaltungsstruktur intern zu ändern. Einen Amtsleiter so wie früher wird es in Zukunft in Wildon nicht mehr geben. Mit dem Drei-Säulen-Prinzip wird ein wesentlich effizienterer Arbeitsablauf möglich sein“, erläutert Bgm. Gerhard Sommer, der die Idee zu internen Umstrukturierung hatte. „Die drei Bereiche Verwaltung mit Bau- und Bürgerrecht, die Buchhaltung mit dem Mahnwesen und dem großen Brocken Budget sowie die Infrastruktur, zu der die Belange des Wohnbaus, der Straßen, der Schulen und des Bauhofs zählen, sind fortan als eigenständige Bereiche anzusehen. Jeder der drei Abteilungen ist einem Leiter unterstellt“, erklärt Sommer sein Vorhaben.

Mitarbeiter-Motiviation auf intelligenter Ebene Die Verwaltungsebene wird von Hermann Ofner betreut, die Säule Buchhaltung-Budget wird von Sabine Harkam gestützt und für die Infrastruktur zeichnet noch der sich demnächst in den verdienten Ruhestand verabschiedende Spurej verantwortlich. „Für den Infrastruktur-Bereich haben wir eine Stellenausschreibung vorgenommen. Es haben sich zwölf Personen für diesen verantwortungsvollen Job interessiert. Nach einem Hearing und dem Beschluss im Gemeinderat wurde Ing. Markus Pichler zum neuen Infrastruktur-Manager bestellt“, sagt Sommer. Die Entlastung der ursprünglichen Profession des Amtsleiters beruht auch darauf, dass alle drei Bereichsleiter ihr eigenes Team koordinieren dürfen. Und diese drei wiederum un-

terstehen direkt dem Bürgermeister. „So behalte ich als Chef einer großen Gemeinde auch einen viel besseren Überblick und kann zum anderen Verantwortung abgeben. Gleichzeitig werden die einzelnen Mitarbeiter motiviert, selbst Aufgaben zu übernehmen. Wir stellen dann jedem ,Ressort‘ ein gewisses Budget zur Verfügung, mit dem es arbeiten kann“, so die Idee des Marktgemeinde-Chefs. Gibt es bereits vergleichbare Strukturen? Die Idee von Wildon scheint nachahmenswert – vor allem größere Gemeinden könnten durchaus profitieren. „Also in der näheren Umgebung kenne ich keine Gemeinde, die dieses Drei-Säulen-Prinzip bereits umsetzt. In Städten ist es jedoch durchaus an der Tagesordnung, einzelne Ressorts zu haben, die einem Leiter unterstellt sind. Wir erhoffen für die Zukunft von Wildon auf jeden Fall eine Erleichterung für alle im Verwaltungsbereich“, resümiert Sommer. Ein wöchentlicher Jour-fixe mit den drei Bereichsleitern garantiert Sommer übrigens, dass er den Überblick behält. Möglicherweise ist genau diese innovative Idee der Gemeindeführung ja auch für die zukünftigen „Super-Gemeinden-post Fusion“ die ideale Lösung. Eva Maria Leodolter


www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 23

Regional

L 601NEU: Gutachten soll Gegnern Wind aus den Segeln nehmen Wegen akuten Geldmangels in Landes- als auch Bundeskassen ist es wieder zu Verzögerungen gekommen. Der für 2012 fix versprochene HAST-A9-Anschluss Hengsberg ist ebenso in der Warteschleife gelandet wie die tatsächliche Umsetzung der L 601NEU. Mit zwei unabhängigen Studien will die Initiative L 601NEU nun dem Projekt und der zuständigen Regierung Dampf machen.

Schon 2011 stand für die Initiative L 601NEU um Obmann Gunther Riedlsperger fest, dass zwei unabhängige Gutachten zu einem Umdenken, was die Trassenführung betrifft, führen könnten. „Wir haben im Sommer 2011 ein Gutachten und eine Studie in Auftrag gegeben und dürfen nun die Ergebnisse präsentieren. Wenn in Graz 150 Millionen für den Ausbau des Südgürtels ausgegeben werden, wird wohl auch für die sensible Region Laßnitztal Geld locker gemacht werden können“, bringt es Obmann Riedlsperger bei der Pressekonferenz in der WK Deutschlandsberg auf den Punkt. Der Ort für die Präsentation der beiden Gutachten ist symptomatisch – schließlich hält Riedlsperger nun auch innerhalb der WK Steiermark gewisse Fäden in Händen. „So haben wir seitens des Wirtschaftsparlaments vor, einen Antrag im Landtag einzubringen, wonach alle Sozialpartner (also WK, AK, LWK) bei der Beratung bezüglich steiermarkweiter Bauprogramme in Zukunft einbezogen werden sollen. So hätte man auch seitens der Wirtschaft Einblick in die oft schwer zu

durchschauende Geldverteilung“, ist sich Riedlsperger sicher. Seit 2011 hat er mit Gewerkschafter und NAbg. Josef Muchitsch auch einen schwergewichtigen Partner auf Bundesebene gefunden. In 15 Jahren droht dem Laßnitztal das absolute Verkehrschaos Was passiert, wenn große Einkaufszentren auf der „grünen Wiese“ – etwa in Seiersberg oder auch in Leibnitz – aus dem Boden gestampft werden? Genau, unweigerlich steigt das Verkehrsaufkommen. Im Gutachten von aeralConsult aus Wien, das im Auftrag der WKO angefertigt wurde, geht es genau darum. „Wenn sich verkehrstechnisch im Laßnitztal nichts tut, stehen wir in zehn bis 15 Jahren vor dem Kollaps. Zum einen wächst natürlich die Bevölkerung im Großraum Deutschlandsberg und zum andern wird es – basierend auf unseren Verkehrszählungen und Prognosen – eine Zunahme des Individualverkehrs von etwa 5000 Kfz – was einem Anstieg von rund 50 Prozent pro Tag bedeuten würde“, erklärt Projektleiter Helmut Sedlmayer. LEIBNITZ AKTUELL wollte wissen, ob hierbei auch die Entlastung durch die hoffentlich bis 2025 fertiggestellte Koralmbahn miteinbezogen wurde. „Wir gehen davon aus, dass zwar ein Teil des Verkehrs auf der Schiene verlau-

fen könnte, jedoch die Menschen gerade durch das Laßnitztal zu den beiden Bahnhöfen Wettmannstätten und Hengsberg fahren müssen. Somit wird es wohl eher generell einen Anstieg des Verkehrs auf der L 601 geben“, antwortet Sedlmayer. Leistungsfähige L601 NEU muss komplett neu gebaut werden Mit der bestehenden Umfahrung – von Wettmannstätten bis Preding – haben die Verantwortlichen der Initiative übrigens so ihre Probleme. „Fakt ist, dass nur eine zusätzliche Komplettlösung den erwünschten Effekt eines besser funktionierenden Fließverkehrs bringen wird. Deshalb plädieren wir nach wie vor für eine mehrspurige Variante“, so Riedlsperger. Das zweite Gutachten - bzw. vielmehr eine Studie – wurde vom Joanneum Research durchgeführt. Hier ging es in erster Linie um das Szenario, welche Zeit man sparen könnte, wenn die leistungsfähige Strecke durch das Laßnitztal gebaut würde. „Vor allem geht es auch darum, dass Deutschlandsberg mit den beiden großen Industriebetrieben auch zu einem der seltenen Einpendler-Bezirke des Landes zählen. Wollen wir den wichtigen Wirtschaftsstandort erhalten, müssen wir auch die Verkehrsverbindungen zu unseren Betrieben attraktiv gestalten. Der Weg

zur Arbeit nach Deutschlandsberg lässt sonst jeden verzweifeln“, resümiert Riedlsperger. Fazit für die Initiative: Die beiden Gutachten sollen sowohl im Land als auch in der Bundesregierung als Anreiz dienen, zu handeln und die nötigen Gelder flüssig zu machen. Sowohl der HAST-Anschluss in Schrötten als auch die leistungsfähige L 601NEU seien unumgänglich. Was die Gegner, und die nötigen Unterschriften aller Gemeinden betrifft, konnte Riedlsperger ebenfalls Positives berichten. „Wir haben in fast alle betroffenen Gemeinden im Bezirk Deutschlandsberg einstimmige Beschlüsse für die neue Straße. Auch die Gegner in Hengsberg lenken schön langsam ein und sehen die Sache positiv. Wir erhoffen uns nun, durch den Studienbeweis auch mehr Schlagkraft bei der Politik zu haben.“ Interessantes Detail am Rande: Die von der WK beauftragten Ziviltechniker der arealConsult teilten mit, dass in anderen Bundesländern bei so breiter Zustimmung in der Bevölkerung längst die nötigen Gelder flüssig gemacht worden wären. Man darf gespannt sein, wie sich das Land Steiermark nun verhält und ob – dank Josef Muchitschs Schützenhilfe – auch im fernen Wien der Obulus für eine L 601NEU locker gemacht wird. Eva Maria Leodolter


24 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Bei einer Feuerwehrübung in der Steiermärkischen Sparkasse Leibnitz wurde jüngst ein Brand mit Bergung aus dem zweiten Stockwerk simuliert. Die Mitarbeiter der Sparkasse nahmen diese Übung sehr ernst und verhielten sich vorbildlich.

REGIONAL

Mit einem Fest und anschließendem Frühschoppen feierte der SV Strass kürzlich sein 65-jähriges Jubiläum. Es spielten die Aufgeiger auf. Obmann Helmut Schwimmer freute sich über die gute Stimmung beim Frühschoppen.

Ein Sensenwettmähen fand kürzlich am Sulmsee statt. Unter der Patronanz von Franz Prasser, Walter Temmer und Peter Dingsleder mähten Ing. Hubert Jauk und Ing. Werner Surma um die Wette. Als klarer Sieger setzte sich Hubert Jauk durch. Beim Frühschoppen der FF Vogau freute sich HBI Richard Deutschmann über die große Besucherschar. Als Hauptpreis wurde ein Fahrrad der Fa. Habernegg verlost. Über diesen Preis freute sich Christine Kaufmann.

Beim Frühschoppen im „Waggon“ freute sich Birgit Winter über wahre Besucherströme. Neben Bgm. Manfred Tatzl fand sich auch der Rabenhofer Ortskaiser Franz Schantl ein.

Zu einer Sonnwendfeier lud jüngst die FPÖ Seggauberg unter Kurt Stopper. Alle Gäste konnten die gemütliche und stilvolle Veranstaltung genießen.


Regional

www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 25

Dass man in St. Veit gemeinsam an einem Strang zieht, bewies unlängst der Tag der offenen Tür im Pflegeheim St. Veit. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit der EHJ-Kapelle organisiert und sorgte für großen Zuspruch in der Bevölkerung. Die Besucher konnten sich hautnah vom tollen Ambiente des Pflegeheims überzeugen und den Klängen zahlreicher Musikkapellen lauschen. So freute sich Bgm. Manfred Tatzl gemeinsam mit Pflegeheimleiterin Hildegard Grafoner und Musikobmann Walter Kaufmann über die gelungene Veranstaltung.

Gamlitz ist um eine weitere Tourismusattraktion reicher. Im Beisein vieler hoher Politiker und Wirtschaftstreibender eröffnete Bgm. Karl Wratschko bei strahlend schönem Sonnenschein den Motorikpark. Für die Verköstigung der Gäste sorgte sein Berghausener Amtskollege Bgm. Gerhard Preglau mit einem köstlichen Spanferkel.

Ein tolles Fest war die Sonnwendfeier in St. Veit am Vogau, die heuer erstmalig von der FF Wagendorf organsiert wurde. Für musikalische Unterhaltung sorgte Mike Schlesinger.

Mit einem weißen Fest feierte der Tennisklub St. Veit am Vogau sein 35-jähriges Bestandsjubiläum. Präsident Franz Braunegger und Obmann Walter Schober ehrten Gründungsobmann Hans-Jörg Gratze mit der goldenen Sportunion-Nadel.


26 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Wirtschaft

Mag. Wolfgang Kortschak

Tätigkeitsbereiche der Steuerberatung Im Zentrum der Tätigkeit jedes Steuerberaters steht die korrekte Abwicklung aller steuerlichen Angelegenheiten seiner Klienten. Er trägt dafür Sorge, dass alle steuerrechtlichen Verpflichtungen genau und zeitgerecht erfüllt werden. Vor allem aber plant und konzipiert er alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die Steuersituation von Unternehmen und privaten Kunden zu optimieren. Strenge Verschwiegenheit ist oberstes Gebot des Berufsstands des Steuerberaters. Ihre steuerliche Privatsphäre und alle geschäftlichen Informationen Ihres Unternehmens sind daher bei Ihrem Steuerberater hundertprozentig sicher.

Hausbank-Prinzip ist krisensicher Das Hausbank-Prinzip als nachhaltiges und krisenresistentes Organisa-

Umfassende Leistungspalette • Unterstützung und Beratung in allen steuerlichen Angelegenheiten • Arbeits- und sozialversicherungs rechtliche Beratung • Klassische Buchhaltungs- und Lohn- verrechnungsaufgaben • Beratung bei Rechtsformwahl, Umgründungen, Betriebsübergaben • Ermittlung, Festlegung und Um setzung der optimalen steuerlichen Strategien unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte. • Erstellung von Jahresabschlüssen, Bilanz sowie Einnahmen-Ausgaben- rechnung • Erstellung von Steuererklärungen (auch Arbeitnehmerveranlagungen) • Vertretung gegenüber Abgaben behörden inkl. Betriebsprüfungen • Steuerliche Optimierung von verschiedenen Einkünften • Laufende Information über steuerliche Änderungen • Unternehmensfinanzierungen, Erstellen von Planrechnungen.

Dir. Eugen Roth zeigte anhand anschaulicher Beispiele die Vorteile einer fest in der lokalen Wirtschaft verankerten selbstständigen Bank auf. „Wir verfolgen eine langfristige Strategie im Interesse unserer Mitglieder, die ja zugleich auch unsere Kunden sind“, so Roth.

Dadurch wird Ihr Steuerberater auch zu Ihrem Erfolgsberater.

Gewinnmaximierung führt zu hochriskanten Spekulationsgeschäften

Mag. Wolfgang Kortschak ist Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder bei der Steuerberatungsgesellschaft Kortschak + Eisner, Dechant-Thaller-Straße 37/1, 8430 Leibnitz, Tel. 03452/82343, www.kortschak-eisner.com

Die wachsende Konkurrenz und der Druck der Aktionäre haben bei international agierenden Großbanken zu einer Logik des kurzzeitigen Profits

tionsmodell und als solide Alternative zu riskanten Spekulationsgeschäften – das war die Hauptaussage eines Vortrags von Mag. Eugen Roth, Vorstands-direktor der Raiffeisenbank Leibnitz.

mit schwerwiegenden Konsequenzen geführt. Man spricht nicht mehr von Wachstum, sondern von höherem Wachstum als im vergangenen Jahr oder im letzten Quartal. Die Gewinnmaximierung verlangt nach teilweise hochriskanten Spekulationsgeschäften, die jede Menge Risiko mit sich bringen. Roth zeigte in seinem Impulsvortrag im vollbesetzten Saal, die seit Jahren erfolgreich erprobte Alternative auf. Das Hausbank-Prinzip, dem sich die Raiffeisenbank Leibnitz seit jeher verpflichtet fühlt, wird von internationalen Turbulenzen auf den Finanzmärkten kaum betroffen und bietet so ein Maximum an Sicherheit für seine Kunden. Dieses Prinzip basiert auf einem genossenschaftlichen System. Die tendenziell demokratischen und solidarischen Genossenschaftsprinzipien genießen – gerade in Zeiten wie diesen – größtes Vertrauen in der Bevölkerung, wie aktuelle Umfragen belegen. Vertrauen und Sicherheit „Das Hausbank-Prinzip bietet eigentlich zahlreiche Vorteile“, sagt Roth. „Vor allem sind solche Banken nicht dem Druck von Besitzern und Aktionären ausgesetzt und deshalb auch nicht zu großen Risiken gezwungen. Sie verfolgen vielmehr eine langfristige Strategie im Interesse ihrer Mitglieder, die zugleich ihre Kunden sind.“ Es wird auch kein Kapital

durch Dividendenausschüttung oder überzogene Gehälter verschleudert. Das Kapital bleibt im Unternehmen und wird für neue Investitionen oder zur Aufstockung des Eigenkapitals verwendet. „Mit diesem Prinzip sind wir in der Raiffeisenbank Leibnitz seit Jahrzehnten hervorragend unterwegs. Und unsere Kunden wissen das zu schätzen, indem sie uns vertrauen“, schloss Roth seine interessanten Ausführungen. Corporate Data Die Raiffeisenbank Leibnitz eGen wurde 1897 als regionale Genossenschaftsbank gegründet. Die beiden Vorstandsdirektoren Mag. Eugen Roth und Peter Wippel führen das Bankinstitut mit Sitz in Leibnitz sowie den Bankstellen in Wagna und Neutillmitsch seit 2006. Im Bilanzjahr 2011 erhöhte sich die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Leibnitz eGen auf 340 Millionen Euro.


Wirtschaft Wirtschaftsbund zeigt Problematik auf

www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 27

LEIBNITZ

Kürzlich tourten die Wirtschaftsbündler Dir. Kurt Egger, Regionalstellenleiter Mag. Josef Majcan und Obmann Johann Lampl durch den Bezirk Leibnitz. Bei einem anschließenden Pressegespräch im Rebenholz wurden die Probleme klar verdeutlicht. „Vor allem die Infrastruktur lässt im Bezirk Leibnitz in einigen Gebieten zu wünschen übrig!“, klärt WB-Direktor Kurt Egger auf. Die Eisenbahnkreuzungen Wildon und Ehrenhausen

Regionalstellenleiter Mag. Josef Majcan, Dir. Kurt Egger und Obmann Johann Lampl beim Pressegespräch im Rebenholz in Kaindorf. seien vor allem sein Sorgenkind. Lange Staus und hohes Verkehrsaufkommen gehören an diesen beiden Verkehrspunkten zur Tagesordnung. „Die ÖBB baut immer weiter in Infrastruktur aus, deshalb schließen die Schranken immer öfter“, ergänzt Obmann Johann Lampl. „In Wildon

Die schwierige Frage nach der richtigen Matratze?

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wäre eine Überführung eine tolle Sache, leider ist sie nicht finanzierbar. Hier steht wenigstens das Konzept, wogegen man sich in Ehrenhausen überlegen muss, ob man eine Umfahrung will, oder weiterhin durch den Ort durchfährt“, klagt Lampl. Auch in puncto Bildung sind sich die drei

Wirtschaftler einig: „Das Bildungssystem gehört darauf abgestimmt, was wir in Zukunft brauchen. Denn wir können es uns nicht leisten, dass Jugendliche falsche Ausbildungswege gehen! Sonst gehen uns langsam die mittleren Führungspositionen ab! Auch dem Fachkräftemangel muss entgegengesteuert werden!“ In Sachen Gemeindezusammenlegung gibt es nur einen Weg, so Egger: „Die Bürgermeister müssen ihre persönlichen Interessen in den Hindergrund stellen und für die Bevölkerung in die Zukunft blicken! Es ist nicht wichtig, dass ein Bürgermeister nach einer etwaigen Zusammenlegung noch Bürgermeister ist, sondern dass die Fusion passiert!“

Die schwierige Frage nach der richtigen Matratze Kaum eine Kaufentscheidung ist für den Konsumenten so schwierig wie die, eine geeignete Matratze zu finden. Ein Team aus Medizinern und Schlafforschern des Instituts Proschlaf hat unter der Bezeichnung Vitario eine Methode entwickelt, wie für jeden sicher und einfach die orthopädisch perfekte Matratze gefunden werden kann. Der Liege-Simulator hilft beim Matratzen-Kauf

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28 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Wirtschaft

Der Umwelt zuliebe

Angeführt von Nationalrat Beppo Muchitsch besuchte eine Delegation aus Journalisten und Leibnitzer Kommunalpolitikern wie GR Cernko, GR Leitgeb und Vize-Bgm. Jaklitsch den Steirerladen in München.

Ing. Margit Baumhakel

Abfälle und Trennen Kinder gesund, Job erledigt, Haushalt im Laufen ... und nun noch die Abfallküberl in Küche oder Keller leeren und säuberlich aufstellen: Papier, Leichtfraktion, Restmüll, Weiß- und Buntglas, Metallverpackungen, biogene Abfälle. Diese Bezeichungen sind Ihnen so nicht geläufig? Das ist verwunderlich, sind doch der Steirer und die Steirerin Österreichs Abfalltrennchampions: Nirgends in Österreich wird so erfolgreich getrennt wie bei uns! Und grundsätzlich ist festzuhalten, dass getrennt gesammelter Abfall in Österreich in erster Linie einer getrennten stofflichen Verwertung zugeführt wird. Besonders nachgefragt sind Papier, Glas- und Metallverpackungen (stoffliche Verwertungen bis 98 Prozent). Ein ganzer Wirtschaftszweig mit Hightech-Logistik zur Erkennung von Fremdstoffen lebt vom Recycling dieser wertvollen Rohstoffe. Ein kleines Mysterium ist die Leichtfraktion: Gesammelt werden dabei ausschließlich Verpackungen, die nicht aus Papier, Glas und/oder Metall sind. Die gesetzliche Regelung dazu erfolgte schon in den frühen 90er Jahren (Stichwort: Verpackungsverordnung) und gerne zitiere ich da eine Aussage eines Verfassers: „Dass diese Verordnung so beschlossen wurde, wundert mich noch heute!” Ob es sich bei dieser Position um eine Wertschätzung der damaligen politischen Entscheidungsträger oder eher um das genaue Gegenteil handelt, entzieht sich meiner Kenntnis. So weit so gut, nun zu kniffligeren „Trennfragen“: Butterpapier (mit Resten), Plastikeinkaufssackerl, ein zerbrochenes Weinglas? Alles zum Restmüll? Etiketten in der Kleidung, Rechnung vom Bäcker, Teesackerl mit Metallklammer – in Fraktionen separieren? Wann ist „mir-jetzt-wurscht“ gerechtfertigt, ja wackelt damit unser Titel „Abfalltrennchampion“? Mein persönlicher Tipp: Wenn Sie nicht wertvolle Lebenszeit abwägend vor Mistkübeln verbringen wollen, dann würde ich eine definierte „Wurscht“-Maxime in meinen persönlichen Zitateschatz aufnehmen. Die Psychologie bietet dazu ein „Loslassen, was nicht glücklich macht“ an. Abfallinfos: Abfallwirtschaftsverband Leibnitz Kadagasse 4/1, 8430 Leibnitz 03452/76166

Steirerladen kocht Münchner ein

Steirische Produkte erobern München, gilt doch die bayrische Weltstadt als Feinschmeckerhochburg. Die Konkurrenz bei Käfer oder Dallmayr ist zwar denkbar groß, doch seit es am berühmten Viktualienmarkt in der altehrwürdigen Schrannenhalle den „Steirerladen“ gibt, boomt das Geschäft mit Qualitätswein, Käse, Verhackert-Würstel, Käferbohnen, Chutneys, Pasteten, Zotter Schokolade – und mit allem, was die Steiermark sonst noch an Spezialitäten zu bieten hat. Sommelier Mario Schulter aus dem südsteirischen Spielfeld wanderte vom Weingut Tscheppe/

Polz in Leutschach nach Bayern aus, um den Münchnern zu erklären, warum sie einen südsteirischen Wein kaufen sollen. Im „Steirerladen“ werden rund 1500 Produkte angeboten. In den ersten sechs Monaten habe man 30.000 Flaschen Wein verkauft, weiß Geschäftsführer Neven Novosel zu berichten. Anfang Juni bekam das Münchner Team Besuch aus der Steiermark. SPÖ-Nationalrat Beppo Muchitsch führte eine Delegation aus Kommunalpolitikern und Journalisten an und rührte kräftig die Werbetrommel für seine Region. Die Weinbrüder Erich und Walter Polz sind vom Münchner Konzept überzeugt, schließlich haben sie es mitentwickelt.

Kernöl statt Weißwurst – der Steirerladen unter GF Neven Novosel und Sommelier Mario Schulter boomt sichtlich zur Freude von Nationalrat Beppo Muchitsch in München.


www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 29

Wirtschaft

FOTO: BETTWÄSCHE

Exklusive Bettwäsche für Brautpaare „Exklusive Bettwäsche für Brautpaare“ im klassischen Stil und in Tracht. Mit viel Liebe und Feingefühl designt. Dieses einzigartige Präsent vom geladenen Gast zum Brautpaar, präsentierte Irene Vollmann auf Schloss Harachegg.

Impressionen aus Istrien mit besonderen Techniken. „Für mein erstes Bild habe ich Pastellfarben verwendet, aber schon bald habe ich meine eigene einzigartige Technik kreiert. Die unzähligen Nuancen der verschiedenen Lidschattenfarben haben mich fasziniert und so habe ich angefangen, mit den Fingern verschiedene Farben von Lidschatten aufzutragen. In dieser Ausstellung sind noch einige Bilder in weiteren Techniken zu finden. Ich habe versucht, die Auswahl der Bilder so zu treffen, dass sowohl die Liebhaber der klassischen als auch Anhänger der modernen Kunst etwas aus der Ausstellung für sich gewinnen können“. Jadranka Engelbecht Die Ausstellung ist bis Anfang September 2012 zu den Öffnungszeiten von PAKU-Farben Fessler zu sehen. Jadranka Engelbrecht mit besonderen Techniken in der Galerie am Hauptplatz.

FOTO: TROPICTREND Tropictrend in Götsch bringt Toskana-Flair auf Terrasse Tropictrend in Grötsch bringt das Flair der Toscana auf Ihre Terrasse und bietet Ihnen die größte Auswahl an exklusiven Gartenmöbeln in der Region. Lassen Sie sich bei einem Rundgang im mediterranen „Möbelgarten“ inspirieren.

FOTO: POST

Kaufhaus Rossmann ist neuer Postpartner in Tillmitsch Neuer Postpartner in Tillmitsch wurde das Kaufhaus Rossmann. Ab September soll auch eine Lotto-Annahmestelle für die Kunden verfügbar sein.

Gralla • Ragnitz • St. Stefan


30 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Ing. Franz Plasser Bürgermeister

Erstmals in Österreich wird die in einer Erdgas-Verdichterstation entstehende Abwärme in einer Abwärmenutzungsanlage zur Stromerzeugung genutzt. Dabei wird keine zusätzliche Primärenergie eingesetzt, sondern der Strom ausschließlich durch die Nutzung der vorhandene Abwärme erzeugt. Die OMV Power International GmbH betreibt seit November 2011 direkt bei der Erdgas-Verdichterstation Weitendorf, die 2009 in Betrieb genommen wurde, eine Abwärmenutzungsanlage. Mit diesem innovativen Projekt nimmt die OMV auch EU-weit eine Pionierstellung ein. Der GF der OMV Power International GmbH, Martin Thomas zur Wirkungsweise der Anlage: „Die bei der Verdichtung des Erdgases entstehende Abwärme wird in einem innovativen Dampfkraftprozess genutzt und bei Vollbetrieb der Gasverdichterstation somit Strom für rund 28.500 Haushalte erzeugt. Dabei kann vollständig auf den Einsatz von Fremdenergie verzichtet werden.“ Das bedeutet, dass dieser Strom ohne weiteren CO2-Ausstoß produziert wird und damit im Vergleich zu einer Stromproduktion aus anderen Rohstoffen rund 90.000 t CO2 pro Jahr „eingespart“ werden können. Mit den 16 MW Strom (die Leistung eines Murkraftwerks im Süden von Graz) können rund 28.500 Haushalte umwelt- und ressourcenschonend mit Strom versorgt werden Damit leistet die neue Weitendorfer Abwärmenutzungsanlage einen wichtigen Beitrag zur Umweltentlastung bei der regionalen Energieerzeugung. Neben der Umwelt profitierte auch die regionale Wirtschaft und die Gemeinde Weitendorf durch die Errichtung der Abwärmenutzungsanlage. Die Investitionssumme des gesamten Projekts beträgt über 45 Millionen Euro, wobei neben der Sicherung und Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen auch Handel und Gewerbe sowie Beherbergungsbetriebe Nutznießer der regionalen Wertschöpfung waren und sind. Die OMV bedankt sich bei den Gemeindeverantwortlichen und der Bevölkerung für die hervorragende Zusammenarbeit.

Wirtschaft

Herzlich willkommen in Weitendorf! Weitendorf ist eine Gemeinde mit 1527 Einwohnern. Am 1. Jänner 1969 wurde die Gemeinde Kainach bei Wildon eingemeindet. Die Gemeinde besteht seitdem aus den Katastralgemeinden (Fläche 2001): Kainach mit 364,75 ha und Weitendorf mit 1.023,86 ha. Zahlreiche Funde aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit sind Beweis dafür, dass das Kainachtal alter Siedlungsboden ist. Urnengräber aus der Hallstattzeit (750 – 500 v. Chr.), die auf das Volk der illyrischen Noriker hinweisen, wurden sogar in unserer Gemeinde gefunden. Das im Volksmund bekannteste ist der sogenannte „Galgenhügel“ an der Gemeindegrenze zu Wildon. Die dort geborgenen Bronzeschalen, Grabbeigaben, Fibeln und eine Graburne sind im Landesmuseum Joanneum in Graz ausgestellt. Zur Geschichte von Weitendorf Kainach als Ort wird im Jahre 1365 in einer Urkunde im Besitze des Erzbischofs von Salzburg genannt. Neudorf findet sich im Jahre 1395 im Urbar des Klosters Rein als „Newendorf“. Lichen-

dorf, worin der Name Lubiche stecken dürfte, ist wohl slawischen Ursprungs, während in der folgenden bairischen Siedlungszeit (ab 750 n. Chr.) die Rotte Greith und Weitendorf selbst („Dorf eines Wido“) benannt wurden. Der älteste schriftliche Beweis für das Bestehen des Ortes Weitendorf findet sich im Marchfutterverzeichnis aus der Zeit König Ottokars II. von Böhmen (1265 – 1267). Mit 30 Huben war Weitendorf eine sehr große bäuerliche Ansiedlung, die als Rundangerdorf angelegt wurde. Viele interessante geschichtliche Aufzeichnungen wären noch anzuführen, wobei das Jahr 1849 sicher von besonderer Bedeutung ist. Am 17.3. wurde das Gemeindegesetz erlassen, aufgrund dessen die Wahl von Gemeinde-Vorständen erfolgte und jede Gemeinde einen kleinen Verwal-

tungskörper bildete (die Erfassung der Ortschaften und deren Häuser mit Hausnummern erfolgte bereits 1770). Gemeindewappen 1994 verliehen Das am 1. Mai 1994 verliehene Gemeindewappen – „in schwarzem Schild ein eisenzeitliches durchbrochenes goldenes Trapez, darin zwischen Laubwerk ein Hirsch schreitend“ – leitet sich aus den anfangs erwähnten, mit Bronzeblättchen beschlagenen Fundgegenständen ab. Gemeinde Weitendorf als Standort einer innovativen OMV Abwärmenutzungsanlage Erstmals in Österreich wird die in einer Erdgas-Verdichterstation entstehende Abwärme in einer Abwärmenutzungsanlage zur Stromerzeugung genutzt. Dabei wird keine zusätzliche Primärenergie eingesetzt, sondern der Strom ausschließlich durch die Nutzung der vorhandene Abwärme erzeugt. Die OMV Power International GmbH betreibt seit November 2011 direkt bei der Erdgas-Verdichterstation


Wirtschaft

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32 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Weitendorf, die 2009 in Betrieb genommen wurde, eine Abwärmenutzungsanlage. Mit diesem innovativen Projekt nimmt die OMV auch EU-weit eine Pionierstellung ein. Der GF der OMV Power International GmbH, Martin Thomas, zur Wirkungs-

Wirtschaft

weise der Anlage: „Die bei der Verdichtung des Erdgases entstehende Abwärme wird in einem innovativen Dampfkraftprozess genutzt und bei Vollbetrieb der Gasverdichterstation somit Strom für rund 28.500 Haushalte erzeugt. Dabei kann vollständig

auf den Einsatz von Fremdenergie verzichtet werden.“ Das bedeutet, dass dieser Strom ohne weiteren CO2-Ausstoß produziert wird und damit im Vergleich zu einer Stromproduktion aus anderen Rohstoffen rund 90.000 t CO2 pro Jahr „eingespart“

werden können. Mit den 16 MW Strom (die Leistung eines Murkraftwerks im Süden von Graz) können rund 28.500 Haushalte umwelt- und ressourcenschonend mit Strom versorgt werden. Damit leistet die neue Weitendorfer Abwärmenutzungsanlage einen wichtigen Beitrag zur Umweltentlastung bei der regionalen Energieerzeugung. Neben der Umwelt profitierten auch die regionale Wirtschaft und die Gemeinde Weitendorf durch die Errichtung der Abwärmenutzungsanlage. Die Investitionssumme des gesamten Projekts beträgt über 45 Millionen Euro, wobei neben der Sicherung und Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen auch Handel und Gewerbe sowie Beherbergungsbetriebe Nutznießer der regionalen Wertschöpfung waren und sind. Die OMV bedankt sich bei den Gemeindeverantwortlichen und der Bevölkerung für die hervorragende Zusammenarbeit. Autobahnhalbanschlussstelle Kehlsberg In der Gemeinde Weitendorf ist ein ständig wachsendes Verkehrsauf-


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Wirtschaft

kommen an der L603 (Autobahnzubringer A9). Der Bau der Autobahnhalbanschlussstelle Kehlsberg ist trotzdem erst für 2013 oder gar 2014 geplant. Die Verkehrsspitzen liegen in den Morgenstunden bzw. Abendstunden mit ca. 450 bis 600 Fahrzeugen pro Stunde. Dies stellt eine enorme Belastung für die Anrainer dar. Der Bau der Anschlussstelle könnte laut Bürgermeister Ing. Franz Plasser eine Entlastung bis 5.550 Fahrzeugen pro Tag bringen. Kreisverkehr an der L601/L603 – Tor zur Kleinregion „Hengist“ Im Innenbereich des Kreisverkehrs wurde ein hallstattzeitliches Hügelgrab nachgestellt, um auf das in

unmittelbarer Nähe befindliche hallstattzeitliche Urnengräberfeld hinzuweisen. Der befestigte Platz soll Schwertransporte ermöglichen, da der Verbund in den Nachbargemeinden jeweils Anlagenteile verwendet, deren Antransport über diesen Kreisverkehr gehen muss. Die Wappen der sechs Gemeinden, Weitendorf, Wildon, Stocking, Hengsberg, Lang und Lebring bilden „Hengist“. Wanderwege entlang und um die Koralmbahn neu gekennzeichnet Neu entstandene Wege entlang und um die Koralmbahn können vermehrt genutzt werden. Zur besseren Orientierung wurden neue Infotafeln an den jeweiligen Ortschaften Weitendorf, Lichendorf, Kainach und Neudorf aufgestellt. Bereits zum dritten Mal „Bierdosenregatta“ am Ortsteich in Weitendorf Die „Bierdosenregatta“ erfreut sich in Weitendorf größter Beliebtheit und wird von der ÖVP Weitendorf veranstaltet.


34 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Wirtschaft

Direkt aus Brüssel EU-Korrespondent Stefan Riedl

Grenze dicht – Problem gelöst!? Der ewige Poker um Schengen Welche Sinn haben eigentlich Grenzkontrollen zwischen Staaten, die untereinander sowohl sämtliche Handelsbarrieren abgeschafft, als auch die europäische Personenfreizügigkeit als Grundrecht aller Bürger festgeschrieben haben? „Ganz klar, um der seit Jahren steigenden Kriminalität aus dem Osten endlich einen Riegel vorzuschieben!“, würden Kritiker sofort erwidern. Jetzt mal Hand aufs Herz: Es müsste wohl eine besonders unprofessionell agierende „Ostbande“ sein, die sich durch Grenzbalken an den Straßen oder Passkontrollen in Zügen und Flughäfen von ihren Machenschaften abhalten ließe. In Wahrheit war es nur der Eiserne Vorhang, der die grüne Grenze einst wirksam geschützt hat! Und wenn sich etwa Kommentatoren dieser Tage besorgt über die ansteigende Schleppertätigkeit äußern, so kann man ihnen getrost mit der Frage nach der Herkunft dieser verschleppten Personen entgegnen. Bei einer wirksamen gemeinsamen Kontrolle der Schengen-Außengrenze wären diese aus Afrika oder Nahost stammenden Illegalen nämlich gar nie so weit gekommen. Und wenn sich etwa die türkisch-griechische Außengrenze als löchrig erweist, dann gebietet es der Hausverstand, die Löcher vor Ort zu stopfen, statt in Spielfeld die Grenzbalken aufzuziehen. Gemeinsamer Schutz einer robusten Außengrenze statt Kontrollen an nahezu 30 Einzelgrenzen macht auch wirtschaftlich Sinn und das dadurch eingesparte Geld könnte durch mehr Polizei auf den Straßen und bessere Ausrüstung sicherheitspolitisch bestimmt effektiver eingesetzt werden. Bleibt also nur zu hoffen, dass die von den EU-Innenministern vor einigen Tagen vereinbarten flexibleren Grenzkontrollen von bis zu zwei Jahren dem tagespolitisch opportunen Angriff auf die Reisefreiheit nicht endgültig Tür und Tor öffnen – immerhin scheint ja nicht erst seit dem französischen Präsidentschaftswahlkampf Schengen die Lieblings-Spielkarte populistischen Politpokers zu sein.

E-Mail: stefan.riedl@europarl.europa.eu

Ladies Days Unter der Schirmherrschaft von LEIBNITZ AKTUELL gingen zum zweiten Mal die „Ladies Days“ über die Bühne. Leibnitzer Betriebe verwöhnten eine Woche lang die Leibnitzer Frauen mit tollen Angeboten.

Zehn Jahre „Der Weinberg rockt“ Die IG-Welsch und der Tourismusverband Ratsch an der Weinstraße veranstalten am 3. und 4. August zum 10. Mal das Open Air „Der Weinberg rockt“. Aufgrund des zehnjährigen Jubiläums hat sich der Veranstalter entschlossen, ein 2-Tages-Festival zu organisieren. Am Freitag, dem 3. August, kommen einheimische Künstler zum Zug: Half A Dozen, Fathers´n Sons und die Rockband „Stoarkstrom“ mit Leadsänger Detlef „Teddy“ Gruber. Der Samstag, 4. August, steht ganz im Zeichen internationaler Stars: Boring Blues Band, Ian Siegal feat. Raphael Wressnig. Die weltberühmten Blues Brothers treten auch in Ratsch auf. Als Veranstaltungsort „Der Weinberg rockt“ dient die Naturkulisse im bezaubernden Weinbaudorf Ratsch a. d. W. zwischen den berühmten Rieden Stermetzberg und Nussberg, sodass das Publikum zwischen Weinbergen und Weinfässern den Konzertreigen genießen kann. Der Reingewinn dient karitativen Zwecken. Infos: www.derweinbergrockt.at


Wirtschaft

Wirtschaft rockt... Kürzlich fand im Genussregal die Veranstaltung „Wirtschaft rockt“ statt. Als Organisatoren fungierten Alexander Kindermann, Alois Röck, Josef Partl, KarlHeinz Hödl und Detlef Gruber. Hier trafen einander zahlreiche Wirtschaftstreibende, Prominente und Politiker der Südsteiermark. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Spitzenchöre PopVox und Stoarkstrom. Der gesamte Reinerlös der Veranstaltung geht an zwei bedürftige Familien aus dem Bezirk Leibnitz.

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36 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Ewald Schantl Bürgermeister

Wirtschaft

Spielfeld rüstet sich für Gemein Bei einer zukünftigen

Die wichtigsten Themen in unserer Gemeinde sind derzeit wohl die Arbeiten zum letzten Bauabschnitt des Gemeindeabwasserplanes, der bis zum Jahr 2015 erfüllt werden muss, und die vom Land Steiermark verordnete Gemeindestrukturreform. Die Bauarbeiten des Kanalstranges in unserem Gemeindegebiet sind eine große Herausforderung für alle Betroffenen, welche sich über den Bubenberg, Obegg, Grassnitzberg und Rosenberg erstrecken. Aufgrund unserer Landschaftsstruktur sind dabei große Entfernungen zu bewältigen, wobei auch touristisch frequentierte Bereiche unseres Ortes betroffen sind. Dieser letzte Bauabschnitt umfasst ca. fünfzig Hausanschlüsse an das öffentliche Kanalnetz des Abwasserverbandes Leibnitzerfeld Süd. Teile dieses Abwasserstranges werden mit Druckleitungen ausgeführt. Aus diesem Grund wird es uns auch ermöglicht, die Trinkwasserversorgung in unserem Gemeindegebiet auszuweiten und ca. dreißig neue Hauswasseranschlüsse herzustellen. Das Gesamtbauvolumen dieser Projekte beträgt ca. € 1.110.000. Auch die Sanierung der durch die Bauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogenen Gemeindestraßen ist noch heuer durchzuführen, wobei der größte Anteil die Totalsanierung des zweiten Teiles der Obeggstraße mit Kosten in der Höhe von € 240.000 vorgesehen ist. Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Betroffenen sowie bei unseren Gästen für das aufgebrachte Verständnis während der Bauarbeiten bedanken. Es vergeht derzeit kein Tag, an dem ich nicht auf die Gemeindestrukturreform angesprochen werde. Viele der gestellten Fragen können auch wir Bürgermeister zur Zeit nicht beantworten. Infos dazu gibt es auch im Internet unter www.gemeindestrukturreform.steiermark.at Die Urlaubszeit naht mit großen Schritten, daher möchte ich im Namen der Gemeindevertretung allen Bewohnern und Gästen unserer Gemeinde einen erholsamen Urlaub wünschen und lade sie schon heute ein, über unsere Wanderwege die vielen ausgezeichneten kulinarischen Betriebe unseres Ortes zu besuchen. Infos auch unter www.spielfeld.gv.at

Gemeindezusammenlegung hat Spielfeld zwei Optionen: zum einen einen Zusammenschluss der Weinstraßengemeinden Berghausen, Ehrenhausen, Ratsch, Retznei und Spielfeld, oder zum anderen mit Strass, Vogau und Obervogau. Bei der kürzlich durchgeführten Volksbefragung in der Gemeinde Spielfeld entschieden sich die Spielfelder Gemeindebürger für eine Fusion mit Straß, Vogau und Obervogau. Aufgrund der geringen Wahlbeteiligung (ca. 40 %) kann dieses Ergebnis aber nicht als richtungsweisend gewertet werden. Der Ball wird somit wieder zum Gemeinderat gespielt. „Jetzt müssen erst wieder neun Gemeinderäte über die Zukunft von 1000 Bürgern in Spielfeld entscheiden“, klagt Bgm. Ewald Schantl und fügt hinzu: „Bei der derzeitigen Konstellation ist es leider so, dass die verschiedenen Fraktionen in der Gemeinde mit Postwurfsendungen und Massenblättern die Bürger verunsichern und gegenseitig aufwiegeln. Das bringt überhaupt nichts, denn genauere Infos haben wir Bürgermeister selbst noch nicht!“ Spielfeld freut sich über stetigen Zuwachs bei den Häuslbauern. Ein leichtes Los hat das umtriebige Gemeindeoberhaupt dennoch nicht, die Wirtschaft stagniert nämlich. „Das Industriegebiet an der Grenze entwickelt sich langsam und schwer“, stöhnt der Bürgermeister. Ein weiterer Bereich bereitet ihm Sorgenfalten auf der Stirn. Der Sportverein Spielfeld wurde zwar nicht aufgelöst, ist aber bis auf weiteres stillgelegt.


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Wirtschaft

dezusammenlegung Die Fassade des Schlosses Spielfeld wird neu renoviert. Der Vorplatz ist ein schmuckes Ausflugsziel zum Entspannen.

Bürgermeister Schantl hofft auch hier so schnell wie möglich, einen fähigen Vorstand zu finden. Es gibt aber auch Positives aus dem schmucken Ort zu berichten. Der Eisschützenverein erfreut sich ständig neuer Mitglieder. Wegen der sieben überdachten Bahnen finden hier sehr viele Bewerbe und Turniere auf höchstem Niveau statt. Die Freiwillige Feuerwehr erhält ein neues Mannschaftstransportfahrzeug. Der Kindergarten wurde ausgebaut und die Fassade des Schlosses wird renoviert. Auch der Schlossteil wurde wieder aktiviert. Der Kanalbau ist im vollen Gange, im letzten Bauabschnitt wurde die Obeggstraße komplett saniert.

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38 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

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Wirtschaft

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40 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Sepp Großschädl, Präsident des Campervereins Leibnitz

Wirtschaft

Der „Urbaniwein“ ist da!

Ein Leben fürs Campen Frühling 2012 Auf Einladung von Leibnitz Aktuell nahm der Camperverein Leibnitz zum 2. Mal an der Frühjahrsmesse am Kindermanngelände teil. 19 Wohnmobile des CVL nahmen daran teil. Extra aus Söchau tuckerte ein wackerer Camper mit einem Oldtimer-Traktor an, an den er einen Wohnwagen angehängt hatte. Er spendierte 130 Eier, die von den Mitgliedern des CVL zubereitet und gemeinsam mit Besuchern verspeist wurden. Die nächste Aktivität ließ nicht lange auf sich warten. Von 27. April bis 1. Mai fand in Lutzmannsburg im Burgenland am Campingplatz Sonnenland das An-Campen des CVL statt. Insgesamt nahmen 10 Camperfahrzeuge teil, davon 7 Wohnmobile und 3 Pkw mit Wohnwagen. Gleich am 1. Abend wurden ein Buschenschank besucht und die burgenländischen Spezialitäten verkostet. Am Sonntag führte eine Radtour nach Oberpullendorf. Die Camper erwiesen sich als „windresistent“ und waren teilweise sogar mit E-Bikes ausgerüstet. An diesem Tag gab es einen besonderen Grund zum Zusammensitzen und Feiern: Hr. Trobe feierte seinen 74. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurde der aus der Steiermark mitgebrachte Weinvorrat des Geburtstagskindes geleert. Am Montag wurde bei schönstem Wetter gewalkt. Für den Nachmittag erhielt der CVL eine Einladung zum Maibaumaufstellen. Alle präsentierten sich in den Klubleibchen. Irmgard Schmeidler für den CVL

Camperverein Leibnitz Präsident Sepp Großschädl Mobil: 0664/ 645 17 67

Präsentierten den Urbaniwein 2011 inmitten der Weinstöcke (v.l.n.r.): Mathias Maitz, Bojan Jamnek (Bullmann), Hartmut Aubell, Johannes Schwarzl, Tamara Kögl, Werner Barthau sowie Hannes und Robert Zweytick.

Es ist schon Tradition in Ratsch an der Weinstraße, dass sich hier Weinbauern zusammentun und einen gemeinsamen „Urbaniwein“ wohl eingedenk des Weinpatrons Sankt Urban und ihres schmucken Urbani-Kirchleins – keltern. „Seit 1990 machen wir das alle vier Jahre“, erklärte Weinbauer und Bürgermeister Hannes Zweytick diesen schönen und auch sozialen Brauch, denn die Hälfte der Einnahmen kommt der Erhaltung der kleinen Kirche im Ortszentrum zugute. Ein knappes Dutzend Weinbauern hat mit dem Jahrgang 2011 nun diesen Brauch fortgesetzt. Jeder dieser Weinbauern stellte 200 kg Trauben einer hochreifen Spätlese zur Verfügung. So wurden die verschiedensten Sorten gemeinsam gepresst, vergoren und vinifiziert, was diesmal im Keller von Robert Zweytick erfolgte. Das ergab eine „einzigartige Rarität“, sagte Hannes Zweytick bei der Vorstellung des edlen „Tröpferls“ auf der Kästenburg der Familie Jakope & Barthau. Und Weinfachmann Henry Sams sprach dabei von einer „Vermählung“ der Traubensorten. Insgesamt ronnen 1.500 Liter Wein aus diesen Trauben, die man in etwa

3.000 Halbliter- und einige Magnumflaschen abfüllte. Letztere werden zugunsten sozialer Zwecke versteigert. Der Urbaniwein 2011 entstand aus den Trauben folgender Weinbauern: Weingut Robert Zweytick mit Weißburgunder, Weingut Mathias Maitz mit Morillon, Weingut Gross mit Rulän-

der, Weingut Kögl mit Morillon, Weingut Kästenburg mit Traminer, Weingut Bullmann mit Morillon, Weingut Schwarzl mit Traminer, Weingut Aubell mit Morillon, Weingut Wolfgang Maitz mit Weißburgunder und Weingut H. u. E. Zweytick mit Ruländer. Anton Barbic


Leben Leben

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Die Leichtigkeit des Weins

Ob der heurige Sommer hält, was er mit Rekordtemperaturen bereits in diesen Tagen prophezeit, werden die kommenden Wochen zeigen. Nicht nur im Interesse der Kinder, die in die wohlverdienten Sommerferien starten, wollen wir es hoffen. Wie das Wetter auch werden wird, ein paar gemütliche (Abend-) Stunden in einem lauschigen Schanigarten, daheim im Grünen oder auf dem Balkon werden sich wohl ausgehen – neben Gegrilltem aller Art ist es also wieder höchste Zeit für ein erfrischendes Sommergetränk, wobei wir uns im Folgenden trotz Schulferien ausdrücklich auf Erwachsene beziehen. Weil sich ein hoher Alkoholgehalt mit hohen Temperaturen nur eingeschränkt verträgt, haben die Getränketüftler in den letzten Jahren allerhand ausgeheckt, um uns über einen heißen Sommer zu helfen. Den Sommerspritzer zum Beispiel, eine leichte Variante des weißen Spritzers, bei dem das Verhältnis zwischen Wein und Sodawasser nicht eins zu eins, sondern eins zu zwei beträgt. (Apropos Spritzer: Wo sind eigentlich die Zeiten hin, als man noch zwischen einer weißen/roten Mischung und einem weißen/ roten Spritzer unterschieden und den Wein dementGUSTIBUS sprechend mit Mineralwasser oder Soda verdünnt die Genusskolumne hat? Vermutlich mit den neuen Schankautomaten unwiederbringlich verloren.) von Mag. Reinhard Czar Nicht nur die Weinbauern, auch die Braumeister leisten ihren Beitrag. Mit Jahr für Jahr neuen Kreationen peppen sie eines der beliebtesten sommerlichen Erfrischungsgetränke auf: den Radler. Vorbei die Zeiten, als Fanta oder Almdudler den Höchsten der Radler-Genüsse bedeutete. Mittlerweile gibt es Varianten mit frischem Zitronensaft genauso wie mit Grapefruit- oder Himbeersaft. Man glaubt gar nicht, was da alles unter das Bier gemischt wird, um dessen Alkoholgehalt zu reduzieren. Wie in bierigen Angelegenheiten üblich, zeichnen sich diesbezüglich vor allem die Deutschen aus, einen wirklich interessanten Überblick gibt der Eintrag „Biermischgetränk“ auf Wikipedia. Wussten Sie beispielsweise, dass ein „Drecksack“ im Rheinland eine Mischung von Bier und Cola bezeichnet? Dabei wär’s so einfach! Neben dem Vollbier kennt der Lebensmittelkodex das so genannte Schankbier. Es hat weniger Stammwürze als Vollbier und einen dementsprechend geringeren Alkoholgehalt von rund vier Prozent. Ideal also für das sommerliche Grillvergnügen – trotzdem gilt Schankbier nach wie vor als „Billigbier“ und wird von kaum einer Brauerei angeboten.

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jeden Mittwoch Abend im Juli & August bei Schönwetter köstliche Grillspezialitäten • herzhaftes Salat - & Vorspeisenbuffet Sommerweine • gemütliches Beisammensein• herrliche Terrasse Foto: Geovision


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Leben

Gesunde Zähne – gesundes Tier

Alter hat viele Gesichter Mag. Dr. Barbara Winkler befasst sich mit Altersforschung.

Ernährung und Bewegung im Alter Auf dem Speiseplan steht jetzt weniger Fleisch, dafür mehr Fisch. Fett und Wurst wird in bescheidenen Mengen konsumiert, dafür dürfen Beilagen, Gemüse, Obst und Milchprodukte nach Belieben gegessen werden. Vor allem Milch und Käse sind gut gegen den Abbau der Knochensubstanz (Osteoporose), denn Mangelernährung tritt immer dann ein, wenn der Energieund Nährstoffbedarf des Körpers nicht vollständig gedeckt wird. Auch in unserer modernen Überflussgesellschaft ist das ein ernstzunehmendes Problem, denn gerade mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, ernsthafte Ernährungsdefizite zu entwickeln. Wer rastet, der rostet und wird anfällig für Unfälle. Nicht der Leistungssport ist gefragt, sondern die tägliche Bewegung. Durch regelmäßige Gymnastik und Koordinationsübungen werden Gleichgewichtssinn und Geschicklichkeit trainiert. Durch einfache Übungen zum Schutz der Wirbelsäule werden folgende Prinzipien des Funktionsturnens angewendet: Kräftigen der Rumpfmuskulatur, Entspannen und Dehnen, Mobilisieren und Koordinieren. Vor allem aber sollen kritische Übungen ausgeklammert werden. In vielen Vereinen wird Seniorengymnastik, Funktionsturnen Wirbelsäule oder Osteoporose-Turnen angeboten, denn in der Gruppe macht das Turnen einfach mehr Spaß. Aber auch die Leistungsfähigkeit hat ihre Grenzen. Nichts mehr leisten zu müssen, aber leisten zu können, ist die richtige Einstellung.

E-Mail: winklerleibnitz@hotmail.com

Mag. Manfred Brandl ist Tierarzt, spezialisiert auf Kleintiere, und betreut diese in seiner bestens ausgestatteten Tierklinik in Kaindorf.

Zahn- und Zahnfleischerkrankungen werden bei den Kleintieren oft unterschätzt. Doch diese können die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Schützlings stark beeinträchtigen. Grundsätzlich leiden unsere kleinen Freunde genauso wie wir unter Zahnschmerzen. Doch Tiere leiden still! „Schreien und Jammern“ vor Schmerz wird man vergeblich erwarten. Erst wenn es gar nicht mehr auszuhalten ist, verringert sich die Fresslust, oder die Futteraufnahme wird überhaupt eingestellt. Alles beginnt mit dem gelblichen Zahnbelag, der Plaque. Diese ist weich und lässt sich noch mit dem Fingernagel oder besser der Zahnbürste entfernen. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, dann lagern sich Mineralien, die im Speichel vorhanden sind, in die Plaque ein. Der harte, braun gefärbte Zahnstein entsteht. Die große Menge der in diesem lebenden Bakterien verursacht

einen stark übelriechenden Geruch, das oft auffälligste Symptom für den Tierbesitzer. Diese Keime führen aber zu einer Zahnfleischentzündung, der Gingivitis. Eine Zahnfleischentzündung ist heilbar. Doch in der Folge kommt es zu Zahnfleischtaschen. Die Bakterien können den Kieferknochen und den Zahnhalteapparat angreifen. Paradontitis ist der Fachausdruck für diese Erkrankung. Diese leider irreversible Schädigung der „Aufhängung“ des Zahnes führt zur Zahnlockerung und in der Folge zum Zahnverlust. Doch Bakterien können auch in die Blutbahn eindringen und sich in weit entfernten Organen, wie z.B. Herzklappen oder Gelenken anlagern und dort zu Erkrankungen führen. Regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Tierzahnpasta ist die wirksamste Vorbeuge, die der Tierbesitzer selbst ausführen kann. Wichtig ist, schon von Klein an mit dem Zähneputzen zu beginnen, damit der Welpe sich daran gewöhnen kann. Zur Verbesserung der Akzeptanz hat die Zahnpasta häufig Geflügelgeschmack. Ein Abschlucken der Pasta ist ungefähr-

lich. Weiters gibt es Spüllösungen oder Salben, die Chlorhexidin oder andere Wirkstoffe mit antibakterieller Wirkung enthalten. Dies führt zu einer Keimreduktion in der Maulhöhle. Auch das Futter hat einen Einfluss auf die Zahngesundheit. Härtere Futtermittel in geeigneter Größe und Struktur reduzieren Zahnbelag. Das Tier muss stärker kauen, wodurch der Abrieb und damit die Reinigung der Zahnoberfläche verbessert werden. Trotz aller Maßnahmen lässt sich Zahnstein nicht immer verhindern. Dann sollte er mittels speziellen Ultraschallreinigungsgeräten von Ihrem Tierarzt entfernt werden. Anschließend wird die Zahnoberfläche poliert. Das Glätten ist wichtig, um eine rasche Neubildung von Zahnstein zu verhindern. Aber auch andere Zahnerkrankungen können zahnmedizinisch versorgt werden, wie z.B. ein abgebrochener Zahn. Wurzelbehandlungen, Kronen, Regulierungen etc. sind heute möglich. Regelmäßige Kontrollen bei Ihrem Tierarzt helfen, schweren Zahnerkrankungen vorzubeugen.


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LEBEN

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Leben mit Schönheit Lifting-Spezialistin Gerlinde Hirschmugl

Hilfe, ich vertrage keine Sonne Alle Jahre wieder das gleiche Spiel. Schon nach einer halben Stunde in der Sonne fängt die Haut an zu jucken, rötet sich und bildet kleine Pustel. Das ist kein Sonnenbrand, sondern eine sogenannte „Mallorca Akne“ oder „Sonnenallergie“. Letzteres gibt es wirklich, sie ist aber extrem selten. Bei einer Sonnenallergie verträgt die Haut wirklich absolut kein UV Licht. Ihre Behandlung ist extrem schwierig, weil es meist eines Zusammenwirkens zweier medizinischer Disziplinen bedarf- von Dermatologie und Endokrinologie. Bei der nicht wirklichen Sonnenallergie der“ Mallorca Akne“ kann man vorbeugend durch Achtsamkeit eine Menge tun. Zum Beispiel überprüfen, ob bestimmte Medikamente, Antibiotika, auch Hustensäfte oder die Antibabypille sich nicht mit dem starken UV- Licht vertragen. Auch Sonnenschutzpräparate mit hohem Fettanteil oder Sonnenöle rufen allergische Reaktionen auf, wenn sie die Hautporen verstopfen. Kaum etwas hilft den Abwehrkräften der Haut mehr als eine phyterreiche Ernährung. Phyter sind Sekundärnährstoffe mit denen sich Pflanzen selbst gegen UV-Strahlung, Bakterien und Angriffen von Viren schützten. Sehr hilfreich sind Sekundärstoffe in grünem Blattgemüse wie Lauch, Brokkoli , Sellerie usw. Oder Farbstoffe von schwarzen Beeren, Karotten und Traubenkernen. Auch dem grünen Tee werden Sekundärstoffe für die Haut zugeschrieben. Empfindliche Haut braucht bei Sonne mehr Calcium. Durch UV-Strahlung entstehen sehr viel mehr freie Radikale und starten ein zerstörerisches Werk auf Zellen, wenn es dem Körper an Antioxitantien mangelt. Manchmal hilft sogar das, was Oma früher zur Stabilisierung der Haut von innen verwendete: Jeden Tag einen halben Löffel Nachtkerzenöl. Die Nachtkerze birgt viel Potential, die eigene (Gesundheit-) Haut, das eigene Leben ein großes Stückchen zu verbessern. Wir haben es selbst in der Hand. Neu: Getönte Sonnenpflege 41,50.- Euro Nachtkerzensamenölkapseln 18,40.- Euro LaBiocome Beautytherapy by Franz Niederl Marburgerstraße 69 8435 Wagna, Tel. 03452/71988

Leben

Die optimale Wanderausrüstung FOTO: WANDERN

Sportmediziner Dr. Horst Grubelnik gibt in LEIBNITZ AKTUELL laufend Tipps, wie Sie Ihre Gesundheit erhalten, aber auch verbessern können.

Wandern ist eine zunehmend beliebte, mit Naturerleben verbundene Sportart. Wer den Reiz und die Schönheit der Natur ungetrübt genießen möchte, sollte sich aber auch entsprechend vorbereiten. Wanderstiefel: Das Wichtigste überhaupt ist richtiges und passendes Schuhwerk. Es empfiehlt sich, beim Anprobieren dicke Socken anzuziehen, um diesbezüglich später keine Überraschungen zu erleben. Trekkingsandalen sind eine Alternative – allerdings sind sie bei weitem nicht so trittsicher, und bieten vor Dornen und Insekten keinen Schutz. Wandersocken: Solche Socken sind an den druckgefährdeten Stellen besonders gepolstert, und sie sind ohne Nähte gearbeitet, sodass nichts am Fuß scheuern kann. Rucksack: Wichtig ist die Rückenpolsterung. Es gibt Rucksäcke, die durch ein Metallgitter ein Stück weit vom Rücken entfernt gehalten werden, sodass man darunter nicht so schwitzt. Im Inneren sollte er in mehrere Fächer unterteilt sein. Bewährt haben sich auch außen am Rucksack angebrachte Netztäschchen mit Gummizug, in denen man zum Beispiel Flaschen verstauen kann - man

kann sie zur Hand nehmen, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Die Kleidung: Die heutigen Hightech-Materialien sind von hervorragender Qualität und herkömmlichen Materialien wie Baumwolle eindeutig überlegen – an schwitzt nicht drin. Gore-Tex und verwandte, zum Teil noch weiter optimierte Materialien weisen Wasser und Wind ab, Fleece hält schön warm. Allen gemeinsam ist überdies, dass sie federleicht sind und sehr schnell trocknen. Trekkingtuch: Ein Trekkingtuch ist wie ein langgezogener Stoff-Schlauch gearbeitet. Man kann es als Halstuch tragen, das den unschätzbaren Vorteil hat, niemals zu verrutschen, als Stirnband, oder wie ein SeeräuberKopftuch, bei Bedarf auch so lang in den Nacken gezogen, dass es diesen vor der Sonne schützt. Regencape: Ein Regencape sollte auf jeden Fall so geräumig sein, dass auch der Rucksack mit drunter passt und man viel Bewegungsfreiheit hat. Zusammengerollt ist es recht handlich und wiegt nicht allzu viel. Iso-Matte: Diese Folien eignen sich auch ganz ausgezeichnet als Sitzunterlage für unterwegs, weil sie wie eine dünne Iso-Matte wirken. Handy: Was man unbedingt dabei haben sollte, ist ein funktionstüchtiges Handy, und man achte darauf, dass der Akku aufgeladen und alle wichtigen Nummern entweder eingespeichert sind.

Taschenlampe oder Stirnlampe: Falls man einmal in Dunkelheit gerät – die neueren Stirnlampen haben energiesparende LED-Leuchten. Wanderkarte: Man hat mehr Zeit, auf die Natur zu achten, wenn man weiß, wo man ist. Kartentaschen schützen vor Wind und Nässe. Kompass, GPS, Höhenmesser: gibt es im Fachhandel je nach Geschmack und Geldbeutel. Wichtig ist die Bedienungsfreundlichkeit – je einfacher, umso besser. Trillerpfeife: Es gibt im Fachhandel kleine Trillerpfeifen zu kaufen, die bequem am Schlüsselbund befestigt werden könnten. Auch diese wiegen so gut wie nichts, könnten sich aber in bestimmten Situationen als hilfreich erweisen, wenn man mal auf sich aufmerksam machen möchte. Reiseapotheke: Gel-Pflaster für Blasen sind das Beste, was man sich antun kann! Sie sind nicht ganz billig, aber die Anschaffung lohnt sich. Normales Heftpflaster, antiseptische Wundreinigungstücher kann man einzeln verpackt mitnehmen, sie wiegen nichts, eine Pinzette, um Dornen oder ähnliches aus der Haut ziehen zu können. Ansonsten bleibt es der persönlichen Einschätzung überlassen, was man an Medikamenten, Verbandmaterial und dergleichen mitnehmen mochte (Haut-, Lippenpflege und Sonnenschutz). In der nächsten Ausgabe: Modekrankheit – BURN OUT


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LEBEN

Führungscoaching von Mühlhans Einige Körpersymptome zeigen auf, dass in unserem „Inneren“ etwas nicht stimmig abläuft. Dies ist eine Form der Unausgeglichenheit, die durch das momentane „Beseitigen“ des Symptoms nicht behoben ist. Persönlichkeitsentwicklung hingegen lässt derartige Symptome nicht mehr auftreten, weil das eigene Verhalten durch die Entwicklung verändert und das Sein dadurch erleichtert wird. Ob es nun gilt, persönliche Ängste, Depressionen, Partnerschaftsprobleme, Schwierigkeiten in der Familie oder in der Kindererziehung „in den Griff“ zu bekommen, immer ist die eigene Persönlichkeit ausschlaggebend. Sie bestimmt darüber, wie – und ob – wir Probleme und Situationen aufnehmen und wie wir damit umgehen. Auch in unserer Funktion in der Öffentlichkeit – in Betrieb, Unternehmen, auf der Geschäfts- und Wirtschaftsebene – ist unsere Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. Die allgemeine Berufssituation der

heutigen Zeit stellt in jeder Hinsicht immer größere Anforderungen an die Menschen. Depressionen, Burn-out, Entscheidungskrisen etc. sind häufig die Folge. Hier gilt es, durch entsprechende Hilfestellung das Zentrum der eigenen Persönlichkeit zu stärken und das Gewicht im Bauch zu festigen.

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Die Grenze zu ziehen – berufliche Belastungen nicht in den Privatbereich mitzunehmen – und umgekehrt. Dipl. IFF Sabine Mühlhans schafft diesen Ausgleich mit psychosomatischen Führungscoaching. Sie analysiert den Menschen und zeigt ihm, wo er sich gerade befindet. Mühlhans hilft beim Handeln und bei der Umsetzung. „Wie sich jeder Mensch nach außen hin gibt, ist entscheidend. Das Zusammenspiel der Hormone ist die Ursache jedes Handelns. Menschen mit hohem Testosteronanteil sind leistungsorientiert und stellen den Machtanspruch in den Vordergrund. Für östrogengeprägte Menschen sind Bindung, Anpassung und eigene Bedürfnisse das Wichtigste“, klärt die Expertin auf. Doch Persönlichkeitscoaching ist nur ein Bereich der Trainerin. Sabine Mühlhans bietet auch Hilfestellung bei Depressionen, Burn-out, Ängsten, Lebenskrisen, Liebeskummer, Essstörungen, Mobbing u.v.m. Neben Aufstellungsarbeit,

Beziehungsberatung, Coaching im Privatbereich und für Führungskräfte auf Geschäftsebene, Supervision und Mediation (Wirtschaftsmediation) hilft Mühlhans auch bei akuten Entscheidungsfragen. Kurz gefasst, hilft sie allen Menschen, den Weg in Richtung ihrer Mitte einzuschlagen, um vom kopflastigen, außenorientierten Menschen in das Zentrum und die Stärke dessen „Seins“ und Wirkens zu gelangen. Dipl. IFF Sabine Mühlhans Dechant-Thaller-Straße 34a 8430 Leibnitz Terminvereinbarung Tel.: +43 (0) 664 110v9522


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Leben

FARBENCENTER DOPPELSEITE


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Achten Sie auf die Qualität von Fenstern und Türen! Zuallererst überprüfen Sie Fenster und Türen durch Öffnen, Schließen und Rütteln: Sind sie verzogen, klemmen sie oder sitzen sie locker? Fenster und Türen sollten dicht eingebaut sein. Mit Hilfe einer brennenden Kerze kann man den Luftzug zwischen Mau-

er und Fenster- bzw. Türstock sichtbar machen. Ein Blatt Papier, das bei geschlossenem Fenster zwischen Fensterflügel und -rahmen durchgezogen werden kann, zeigt, dass der Fensterflügel nicht dicht anschließt. Neue Dichtungen sind dann notwendig.


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Leben

My Home is my Castle – Gartengestaltung Ganz besonders gilt das, wenn es in einen Garten eingebettet ist, der punktgenau Ihren Wünschen entspricht. Im Idealfall ist der Garten das verlängerte Wohnzimmer, also ein Bereich einfach zum Wohlfühlen. Damit Sie sich gerne im Grünen rund ums Haus aufhalten, sollten Sie vorab einige Fragen gründlich klären: Ist der Garten groß genug, um alle Vorstellungen verwirklichen zu können? Macht mir die Gartenarbeit Spaß oder will ich einen pflegeleichten Garten? Soll die grüne Oase Obst und Gemüse beinhalten, einen Freisitz, Pergola, Laube, einen Pool oder einen Schwimmteich? Baumschulen und Landschaftsgärtner stehen Ihnen bei der Planung und bei der Umsetzung gerne hilfreich zur Seite. Sie verstehen es, mit einem geschickt angelegten Weg, mit Kübelpflanzen, einer Kräuterspirale, einem Hochbeet oder Kletterpflanzen an der Hausmauer

den Grünraum zu strukturieren und optimal in Szene zu setzen. Sehr beliebt sind auch Teiche und Bäche im Garten. Wasser ist ein Lebenselixier. Unabhängig von der Größe lässt sich auf jedem Grundstück eine solche Lebensquelle genießen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen vom kleinen Biotop über eine mehr oder weniger ausgedehnte Sumpflandschaft bis hin zum großzügigen Schwimmteich. Auch kleine Bachläufe und Wasserkaskaden sind möglich. Verwenden Sie für Wege und Plätze wasserdurchlässige Bodenbefestigungen und versiegeln Sie so wenig Flächen wie möglich. Dazu bieten sich viele Materialien wie NatursteinPlatten, Pflastersteine, Kieselsteine, Ziegelsteine, Holz oder Rindenmulch

Englische Gärten sind im Trend.

an. Ob und wie Sie Ihr Grundstück einfrieden, hängt davon ab, wie weit Sie sich im Garten ungestört und unbeobachtet aufhalten wollen oder sich und Ihre Kinder gegen eine viel befahrene Straße abschotten müssen. Zur Auswahl stehen Hecken, Zäune, Mauern oder Lärmschutzwände, wobei es

eine Vielzahl an Bepflanzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Die bis vor wenigen Jahren so beliebten Thujen werden heute wieder durch heimisches Gehölze verdrängt, die unzähligen Tieren Unterschlupf, Brutplatz und Nahrung bieten und zudem bunter und optisch reizvoller sind.

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LEBEN

ISOVOLTAIC – mit der Kraft der Sonne Impulsgeber des Fortschritts ist die Sonne schon seit Jahrtausenden. Eine Ressource, der sich auch die ISOVOLTAIC AG verschrieben hat.

Kernkraft inkludiert ihre Erzeugungskostenosten bei weitem nicht, wären Risiken im Preis einkalkuliert, würde Atomstrom sich enorm verteuern. Ein derzeit volatiler Photovoltaikmarkt wird dank der Marktgesetze eine gesunde Größe erreichen und bleibt langfristig auf dem Expansionspfad.“

Energie, die anno dazumal ausschließlich der Landwirtschaft diente, ist heute „Rohstoff“ der Hochtechnologie, Triebwerk für Wachstum und Job-Generator. Auch für die ISOVOLTAIC AG, einem südsteirischen Spitzenbetrieb, der mit seinen Erzeugnissen auf dem internationalen Parkett reüssiert, ist die Kraft der Sonne Schlüssel zum Markterfolg. Der Weltmarktführer für Photovoltaik-Rückseitenfolien beschäftigt rund 250 Mitarbeiter weltweit. Mit dem Headquarter und hauseigenen Forschungszentrum in Lebring ergibt sich ein optimaler Mix aus regionalen Wurzeln und weltoffenem Charakter. Wohl selten ist eine Branche so global vernetzt, wie es der Green-Tech Sektor ist, besonders Asien ist ein Schlüsselmarkt des Unternehmens, das dort zwei Drittel seiner Umsätze erwirtschaftet.

„Reproduktion reicht nicht“ Dieses Credo vertritt Thomas Rossegger nicht alleine für seinen Betrieb, sondern nimmt damit auch das Bildungssystem in die Pflicht. Individuelle Förderung und gezielte

Siegeszug der Nischenmärkte Ein Steuersatz von 43 Prozent, (zu) hohe Lohnnebenkosten, ein überbordender Verwaltungsstaat etc., diese und viele weitere Faktoren hemmen die Konkurrenzfähigkeit Österreichs zunehmend, spornen parallel dazu jedoch zu wirtschaftlichen Höchstleistungen an. Die Blase des „überförderten“ Photovoltaikmarkts sei geplatzt, wird von Seiten der Medien kolportiert, eine These, die DI Thomas E. Rossegger, ISOVOLTAIC-CEO, so nicht bestätigt. „Eine 100-ProzentLiberalisierung des Strommarktes gibt es schlichtweg nicht“, so Rossegger, „auch die vermeintlich billige

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Kompetenzstärkung junger Talente sind für ihn Nährboden für Zukunftsinnovationen. Um den Emerging Markets langfristig die Stirn bieten zu können, muss Österreich als Wirtschaftsstandort einmal mehr mit Kreativität und geistiger Flexibilität seiner Humanressourcen bestechen. Eine sichere Sohle auf dem glatten Parkett des Wettbewerbs stellen vor allem Facharbeiter und Techniker dar. Die Forschungsabteilung der ISOVOLTAIC inkludiert z.B. Chemie und Kunststofftechnik. Uni-Absolventen dieser Wissenschaften stehen nicht nur in Lebring, sondern global alle Türen offen. Christiane Baldauf


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Leben

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LEBEN

Spritpreis-Horror adé: Immer mehr rollen auf zwei Rädern Wenn auch Sie sich wundern, weshalb immer mehr Motorrad- und Roller-Fahrer unterwegs sind, liefert LEIBNITZ AKTUELL Ihnen nun die Antwort. Zum einen steigen die Spritpreise immer mehr und zum anderen schätzen immer mehr Menschen das Fahrgefühl mit einem Motorrad. Wer einmal das Kurvenfeeling auf der nahen Soboth oder auch auf der südsteirischen Weinstraße auf zwei Rädern genossen hat, dem wird bei dieser Geschichte das Herz aufgehen. Denn im Mittelpunkt stehen Zweiräder mit mehr oder weniger PS. Während in vielen Ländern der Welt das Zweirad – egal ob mit Eigenkraft betrieben oder von einem, zwei oder gar vier Zylindern bewegt – schon seit Jahrzehnten zu einem sehr wichtigen Fortbewegungsmittel geworden ist, hat sich dieser Trend hierzulande erst in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren manifestiert. Kein Wunder, immerhin leiden auch Europäer unter stetig steigenden Treibstoffpreisen, Parkplatznöten oder Stauproblemen. Mit einem Zweirad kann man solchen Hürden (einigermaßen) ausweichen. Vor allem bei den Leichtmotorrädern und Rollern boomt derzeit der heimische Markt. In den Statistik-Zahlen sieht man das ganz deutlich – jährliche Neuzulassungs-Steigerungen von bis zu 20 Prozent sagen einiges aus. Bei den „echten“ Motorrädern (also jenen mit höheren Kubikzahlen) herrschte in Österreich zwar im Vorjahr ein Abwärtstrend – nimmt man jedoch die Vergleichswerte der letz-

ten zehn Jahre, ist auch hier der Trend deutlich nach oben gerichtet.

Naked Bike, Super-Sportler, Gatschhupfer (Motocross) oder doch Chopper?

Finanzierung Gebrauchtfahrzeuge sind auch bei den Motorrädern relativ teuer. Neue Motorräder und Roller sind jedoch zu erschwinglichen Preisen zu haben. Etwas beunruhigend ist jedoch der Finanzierungstrend beim Zweirad. Was sich bei den Autos abzeichnet, greift eben auch auf die Zweiräder über. Neufahrzeuge werden bereits zu mehr als zwei Drittel über Leasing und Kredit-Finanzierung angeschafft. Zumindest was die Sicherheit und die bei Leasing auch zwingend vorgeschriebene Voll-Kasko betrifft, könnte man das auch positiv sehen. Gerade bei der Jugend ist die Finanzierung auf Pump gang und gäbe – heißt es aus von den Händlern. Sicherheit & Fahrgefühl … ... gehen leider nicht einher. Besonders im Sommer sind Biker unterwegs, denen man keinen „Umfaller“ – geschweige denn einen echten „Unfall“ – wünschen würde. Das Fahren mit Sandalen und in kurzen Hosen mag vielleicht lässig ausschauen und den gewünschten Kühleffekt bringen, ist aber in keinster Weise akzeptabel oder vernünftig. Die Zubehör-Händler haben hier die praktikableren Lösungen für jeden Geschmack. Dank innovativem HelmDesign und weiterer Gadgets müssen Motorrad-Outfits auch schon lange nicht mehr bloß aus schwarzem Leder bestehen. High-tech-Materialien in vielen Farben, die luftdurchlässig, aber regensicher sind, zeigen einen modischen Trend auf. Sowohl für Herren als auch für Damen – egal ob als Sozia oder Selbstfahrerin – gibt es eine große Vielfalt an sicherer Bekleidung.

Welches Bike zu welchem Typ von Fahrer passt, entscheidet von Fall zu Fall natürlich der Gusto – aber auch nach Größe und nach Zweck sollte ausgewählt werden. Denn was hilft einem eine große Tourenmaschine, wenn ich an der Tankstelle auf Zehenspitzen balancieren muss? Chopper-Fahren und sogenanntes Cruisen ist vor allem bei älteren Bikern sehr beliebt. Ein kleiner Hauch des „American way of life“ veranlasst immer mehr z.B. zum Kauf einer echten Harley Davidson. Aber auch die Japaner zählen zu den beliebtesten und meistens auch erschwinglichen Motorradherstellern. Sportliche Straßenmaschinen – und in letzter Zeit sehr viele sogenannte „Naked-Bikes“ (ohne Verkleidung) – kommen fast ausschließlich aus dem Fernen Osten. Oberste Direktive beim Motorradkauf sollte jedoch das Verhältnis „Fahrkönnen : Motorrad“ sein. Eine PS-starke scharfe Waffe unter dem Hintern eines blutigen Anfängers kann ganz schnell zu einem tödlichen Geschoss werden. Selbstüberschätzung und fahrtechnisches Fehlverhalten zählen bei Motorradfahrern zu den häufigsten Unfallursachen. Im Jahr 2011 gab es einen Anstieg von 13 Prozent bei den Motorradunfällen. Österreichweit ereigneten sich 3.441 Motorradunfälle – was soviel bedeu-

tet, dass bereits an jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden zumindest ein Motorrad beteiligt war! Übung macht den Meister Im Kampf gegen die Unfallhäufigkeit bei Motorradfahrern beteiligen sich auch ganz stark die heimischen Autofahrerclubs. Spezielle Fahrsicherheitstrainings für Zweirad-Piloten gibt es sowohl beim ÖAMTC als auch beim ARBÖ. „Wichtig ist es, vorausschauend zu fahren. Und für jeden Motorradfahrer sollte es im eigenen Interesse sein, damit zu rechnen, dass andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen. In unseren Kursen werden eben auch jene Situationen geübt, in die eigentlich kein Biker kommen möchte. Außerdem bieten die Trainings eine gute Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten im Grenzbereich auszuloten“, sagt auch der ARBÖ. Eva Maria Leodolter


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Leben

Die besten Durstlöscher Für den Körper sind einfaches Leitungswasser und kohlensäurearmes Mineralwasser am besten geeignet. Gut sind auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung. Obst- und Gemüsesäfte sollten in einem Verhältnis von 1:2 mit Wasser verdünnt werden. Auf zuckerhältige Limonaden, ColaGetränke und Energy Drinks sollten Sie hingegen verzichten. Durch den hohen Zuckeranteil eignen sie sich nicht als Durstlöscher, sondern verstärken sogar noch das Durstempfinden. Auch süßstoffhaltige Getränke sind weniger geeignet (diese enthalten meist Farbstoffe und Aromastoffe). Selbst nach dem Sport sind teure isotonische Getränke nicht nötig. Oft reicht ein natriumreiches, kohlensäurearmes Mineralwasser, um den Elektrolythaushalt wieder auszugleichen.

Worauf man besser verzichtet Alkoholische Getränke, Kaffee und schwarzer Tee tragen zwar zur Flüssigkeitsbilanz bei, aber zählen nicht zu den Durstlöschern. Gegen ein gelegentliches Glaserl Wein oder die tägliche Tasse Kaffee ist wohl nichts einzuwenden, jedoch dürfen Sie diese Getränke nicht zur täglich notwendigen Flüssigkeitsmenge dazuzählen. Auch Milch gehört nicht dazu, denn aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zählt Milch zur Gruppe der Lebensmittel und ist somit kein Getränk. Kalte Getränke bringen uns ins Schwitzen Auf eiskalte Getränke sollten Sie jedoch auch im Sommer verzichten. Der große Temperaturunterschied der

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Getränke zur Körperwärme bringt die Schweißproduktion noch weiter auf Touren. Der Organismus muss die Flüssigkeit nämlich erst auf Körper-

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temperatur erwärmen, damit sie ins Blut gelangen kann. Das wiederum ist für den Körper anstrengend und führt dazu, dass wir noch mehr schwitzen.


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LEBEN

Markisen – geschützt vor der Sonne An heißen Tagen spendet eine Markise für Fenster, Balkon oder Terrasse wohltuenden Schatten. Sie schützt nicht nur wirkungsvoll vor der Sonneneinstrahlung, sondern ist auch ein Blickfang – die Markise. Moderne Systeme sind mit Windwächter und Funkmotor ausgestattet, das lästige Kurbeln fällt also weg. Durch zahlreiche Farb- und Modellvarianten

kann man Markisen perfekt in das optische Gesamtkonzept von Haus- und Garten miteinbeziehen. Die wichtigsten Funktionen einer Markise: • Abwehr von Hitze • Blendschutz • UV-Schutz • Sichtschutz

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Weitzer-Parkett will Auslandsmärkte erobern Dass sie etwas können, haben sie in ihrem ersten Jahr als Geschäftsführer von Weitzer Parkett schon einmal gezeigt. Michael Wesonig und seine Cousine Nicola Weitzer leiten in bereits siebenter Generation das Familienunternehmen. Das Unternehmen beschäftigt in Weiz, Güssing und einem Sägewerk in Ungarn an die 650 Mitarbeiter. Die

Produkte werden zu mehr als 50 Prozent in 30 Länder exportiert. In den nächsten Jahren soll die Expansion nach Osteuropa, Nordamerika, den asiatischen und arabischen Raum erfolgen, berichtet Marketingleiterin Kathrin Wesonig, auch dort will der Betrieb Fuß fassen. Eine Herausforderung, der sich das junge Team mit großem Einsatz stellen muss.


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LEBEN

Bäderwelt Leibnitz präsentiert: KLUDI – Esprit home bath concept Das Esprit home bath concept von Kludi bietet smarten bezahlbaren Luxus in aktueller Lifestyle-Qualität.

Wenn man dezente, aber edle Töne und Materialien liebt, ist die Stilwelt Gold Diva die erste Wahl: Helles Ahorn, kombiniert mit weißem Glanzlack und einer metallisch braunen Wand, holt den „sophisticated Chic“ ins Bad. Wer es fröhlicher oder leidenschaftlicher mag, wählt aus den Stilwelten Garden Party, Oriental Blue oder Purple Passion. Zur Basisausstattung des Esprit-Konzepts gehören ein quadratischer Waschtisch, eine Armaturenserie, modulare Stauraummöbel, Accessoires und eine Glasdusche. Besonders interessant ist das Gestaltungsprinzip, so ein-

fach und deshalb so raffiniert: Das Schlüsselelement ist ein L-förmiger Träger. Durch die quadratische Form des Waschtisches kann das Element – jeweils um 90 Grad gedreht – links, rechts oder auch frontal am Waschtisch ausgerichtet werden. So entstehen durch verschiedene Positionsmöglichkeiten völlig unterschiedliche Interior-Looks. Und das Bad passt sich den Bedürfnissen an – vielleicht möchte man eines Tages ein fröhliches Familienbad. Einstweilen ist man jedoch mit den edlen Beige-, Braun- und Goldtönen noch rundum glücklich.

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LEBEN

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Jeden Samstag und Sonntag ab 11 Uhr Grill! Forelle, Kotelett, Cevapcici, Fleischteller …

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Energie sparen durch Flachdachdämmung Um Wärmeverluste und den Schadstoffausstoß zu reduzieren, bieten sich bei Flachdächern grundsätzlich zwei Varianten zur Dämmung des Daches an: die Innen- und die Außendämmung. In enger Rücksprache mit einem Fachmann sollte man sorgfältig die Möglichkeiten vor Ort abklären und die effizienteste Dämmmethode auswählen. Bei der Wahl der richtigen

Dachdämmung fürs Flachdach muss berücksichtigt werden, ob es sich um ein genutztes oder ungenutztes Dach handelt und ob sich eine komplette Renovierung der Dachfläche lohnt. Es ist extrem wichtig, den Dämmstoff vor dem Durchfeuchten zu schützen. Deshalb müssen alle Schwachstellen von einem kompetenten Dachdecker exakt abgedichtet werden.


58 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

FOTO: KRESNIK

Szene

FOTO: NEUTILLMITSCH

Alt-Bezirksjägermeister Helmut Kresnik feiert 80er

Spendenübergabe von Bastelrunde Neutillmitsch

24 Jahre Bezirksjagdausschuss Mitglied, zwölf Jahre Hegemeister, sechs Jahre Bezirksjägermeister (1993-1999), Gründung der Jagdgebrauchshundestation Leibnitz – das sind die Eckdaten auf die Helmut Kresnik mit Stolz zurückblicken kann.

Die Bastelrunde Neutillmitsch übergab im Beisein von Bürgermeister Franz Hierzer eine Spende von EUR 2500,– an Verena Schadler aus Landscha. Die zwölfjährige Verena sitzt nach zwei Hüftoperationen im Rollstuhl.

FOTO: HAARE

FOTO: SOMMERAUER

Ausgezeichneter Erfolg bei Lehrabschlussprüfung

Robert Sommerauer gewinnt Green Panther in Gold

Das gesamte Team von moon-hair ist stolz auf die Junior Chefin, die mit ausgezeichnetem Erfolg die Lehrabschlussprüfung absolvierte, und wünscht ihr weiterhin zur bevorstehenden Meisterprüfung alles Gute.

Das Heilmoorbad Schwanberg erstrahlt im neuen Glanz. Aber nicht nur das Hotel ist neu, auch die Werbelinie. Für die Bilderserie zeichnet Fotograf Robert Sommerauer verantwortlich, der damit den Green Panther in Gold gewann.

FOTO: BUCHMANN

Landesrat Buchmann in Leibnitz über positive EU-Bilanz „Seit 1995 sind rund 2,2 Milliarden Euro an EU-Förderungen in der Steiermark ausgeschüttet worden, davon flossen von 2007 bis 2010 inklusive der nationalen Kofinanzierungen 91 Millionen Euro in den Bezirk“, meint Buchmann.

FOTO: HERK

FOTO: SONNENBLUMEN

Sonnenblumenaktion des Steirischen Bauernbundes Auch heuer wieder wurden über 3000 kg Sonnenblumenkerne an die Leibnitzer Landwirte im Rahmen der „Sonnenblumenaktion des Steirischen Bauernbundes“ verteilt.

FOTO: PREGLAU

Wirtschaftskammerpräsident Herk bei LEIBNITZ AKTUELL

25 Jahre PREGLAU mit Stargast Andreas Gabalier

Wirtschaftskammerpräsident Ing. Josef Herk besuchte LEIBNITZ AKTUELL-Herausgeber Guido Jaklitsch und betonte die Stärkung des Unternehmertums in den steirischen Regionen im Rahmen der „Chancentour 2012-2015“.

Der Fliesen-, Sanitär- und Kachelöfenprofi PREGLAU aus Mettersdorf feierte sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Johann Preglau wurde zudem mit der goldenen Ehrennadel der Gemeinde Mettersdorf ausgezeichnet.


Gesellschaft

SZENE kultur Szene

www.leibnitzaktuell.at www.leibnitzaktuell.atMärz Juni 2012 • 59

1/1 SEITE NITEFLIGT

Sulmseeparty begeistert... Nicht nur wegen Papa Leo, den coolen Sounds von Leo jun. und der super Location zieht die Sulmseeparty jeden Dienstag mehrere hundert Menschen an. Es hat sich nämlich auch schon herumgesprochen, dass hier die schönsten Mädchen und die kessesten Partylöwen Stammgäste sind.


60 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Das Aktuelle Preisrätsel

Schreiben Sie die richtige Lösung dieses Rätsels einfach auf eine Postkarte und senden Sie diese gleich an LEIBNITZ AKTUELL, Dechant Thaller Str. 34/1, 8430 Leibnitz oder per E-Mail an office@ leibnitzaktuell.at. Der Einsendeschluss ist diesmal der 25. Juli 2012. Nachfolgend die GewinnerInnen vom Mai 2012, die ihre Warengutscheine von dem jeweiligen Betrieb zugeschickt erhalten, in dem sie auch einzulösen sind. Warengutscheine der Firma PAKU-Farben-Fessler, Leibnitz, Hauptplatz 17 erhalten: • Inge Schuh Lenauweg 8, 8430 Leibnitz • Majda Wölfling Siedlungsstr. 9, 8435 Wagna • Dietmar Dirnbauer Empersdorfberg 22 8081 Empersdorf • Christa Hauswirth Leitringerstraße 57/3, 8430 Leitring • Gerhard Hammerl Petzoldweg 16, 8430 Leibnitz

Auflösung des Rätsels aus V/2012

Die Lösung von AKTUELL 5/2012 lautet: NEKTARQUELLE

Impressum Eigentümer und Verleger: Leibnitz Aktuell Zeitungsverlagsges. m.b. H., 8430 Leibnitz, Dechant-Thaller-Str. 34/I, Telefon: 0 34 52/82 0 18, Fax: 0 34 52/82 0 18-8, • E-Mail (Sekretariat):office@leibnitzaktuell.at • E-Mail (Redaktion): redaktion@leibnitzaktuell.at • E-Mail (Anzeigen): produktion@leibnitzaktuell.at • Herausgeber: Vizebgm. Mag. Guido Jaklitsch • Hersteller (Druck): Styria Print Holding GmbH • Einzelpreis € 2,20, Jahresabonnement € 20,- • Redaktion: Martin Link, Anton Barbić, Eva Maria Leodolter, DI Reinhold Heidinger, Christiane Baldauf, Mag. Reinhard Czar, Wolfgang Polz, Helga Kresnik, Klaus Tscherntschitz, Dr. Horst Grubelnik, Gerald Posch • Assistentin der Geschäftsführung: Anneliese Herzog • Verkauf: Helmut Strohriegl (Mobil: 0664/ 5138086) , Rene Dretnik (Mobil: 0664/ 3020477) • Grafik: Hans Obersteiner • Lekorat: Bernd Sax • Unentgeltliche PR-Beiträge sind mit PR gekennzeichnet. Bezahlte redaktionelle Einschaltungen sind mit DB gekennzeichnet. Für den Inhalt beider ist der Auftraggeber verantwortlich. Für unverlangt eingesandte oder in der Redaktion abgegebene Fotos und Unterlagen übernimmt der Verlag keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. Wir verwenden alte, neue und eigene Rechtschreibung. Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.

Warengutscheine des Kaufhauses Kada, Leibnitz, Kadagasse erhalten: • Otto Murko Fötschach 65, 8463 Leutschach • Christine Kaschowitz Perlmooserstraße 167 8461 Ehrenhausen • Helga Körbler Supperweg 3/2/6 8430 Neutillmitsch • Josef Ausweger Langefelderstraße 25/16 8793 Trofaiach • Helene Semlitsch Weinleitenstraße 279, 8462 Gamlitz Warengutscheine der Fa. Kappaun Moden, Leibnitz, Hauptplatz 21 erhalten: • Anni Nepl Burgstall 55, 8452 Großklein • Sonja Messner Kleinfelgitsch 42 8081 Heiligenkreuz a.W. • Josefine Krenn Wetzelsdorf 39, 8504 Preding • Helmut Pozar Tropbach 53, 8072 St. Ulrich/W. • Maria Blühwald Grazer Str. 127, 8430 Kaindorf/Sulm


www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 61

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62 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

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64 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Kultur

Der Sterngucker Klaus Tschernschitz

Der Saturn Er ist der unumschränkte „Star“ auf unseren Sternenabenden und ruft jedes Mal angesichts seiner atemberaubenden kosmischen Schönheit ungläubiges Staunen hervor. Sehr gerne hören wir auch die immer wieder erhobenen Vorwürfe, das Gesehene könne nicht wirklich sein und wir hätten die besten Hubble-Bilder in die Teleskope eingespielt, um besonderen Eindruck zu schinden. Vielen Kindern bleibt bei seinem Anblick kurz der Mund offen und nach der ersten angenehmen Schrecksekunde folgt meistens ein langgezogenes „Coooooool!“ Er ist der Herr der Ringe und der schönste der acht Planeten des Sonnensystems – der Saturn. Saturn ist ein sogenannter Gasriese. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium und hat keine feste Oberfläche. Ihn umrunden mehr als 60 Monde, von denen der größte Titan heißt. Sein auffälligstes Merkmal ist aber ein gigantisches Ringsystem, das aus Abermilliarden Gesteins- und Eisbrocken besteht, die von staubkorngroß bis hausgroß sein können. Über die genaue Entstehung des Ringsystems wird noch gerätselt, aber höchstwahrscheinlich hat Saturn einen Kometen oder Asteroiden mit seiner Schwerkraft eingefangen und in seine Bestandteile zerlegt, die sich dann ringförmig um den Planeten angeordnet haben und ihn seither umkreisen. Der Ring hat einen Durchmesser von etwa 500.000 Kilometern und eine Stärke von nur wenigen hundert Metern! Saturn umrundet die Sonne als sechster Planet in 29,5 Jahren in einem mittleren Abstand von 1,4 Milliarden Kilometern. Sein Licht braucht schon über eine Stunde zur Erde. Der Saturn ist im Juli und August noch sehr gut sichtbar. Ihr Klaus „Sternsitz“ Tschernschitz www.sternenabend.at klaus-t@gmx.at

Künstler, Gäste und ein Gesamtkunstwerk Eröffnung der Sommerschau im Greith-Haus stellte alles in den Schatten. Fulminante Eröffnung der Ausstellung „Im Irrgarten der Bilder – die Künstler aus Gugging“ im Greith-Haus. Es gibt so seltene Momente, in denen Gesamtkunstwerke gelingen, die Vernissage in St. Ulrich mit Werken der Gugginger Künstler und den ebendort entstandenen Fotonotizen von Gerhard Roth war ein solcher: Der Schriftsteller las aus dem zur Ausstellung erschienenen gleichnamigen Buch, mit Musik und Gesang wunderbar begleitet von Willi Resetarits und Ernst Molden. Prof. Johann Feilacher eröffnete dem Publikum die Welt von Gugging, die gelungene Überraschung des Abends

war zweifellos die Anwesenheit der Künstler Hans Garber, Heinrich Reisenbauer und Andi Schmidt sowie Andreas Franz und Katharina Muss. Angeführt wurde die prominente Liste der Ehrengäste von Landeshauptmann Franz Voves und Landesrat Christian Buchmann. Grüne-Urgestein Werner Kogler hatte es aus Salzburg gerade noch geschafft. Aus Wien angereist kam Prof. Gerhard Kisser, Kurator der Sammlung Infeld, aus der die Leihgaben stammen. Auch der Residenz-Verlag, in dem der Ausstellungskunstband erschienen ist, war zur Stelle. Auf seine zuckersüße Art leistet wieder Konditormeister Wolfgang Philipp seinen Kunstbeitrag: Die Riesentorte mit dem Abbild eines Walla-Werkes löste nicht nur bei Naschkatzen Entzücken aus. Apropos: Auch der vom

obersten Laubdorfwinzer Erich Kuntner kunstvoll präsentierte Ausstellungswein erntete beim Publikum Begeisterung. Obfrau Helena Wallner und ihr ehrenamtliches Team hatten allen Grund zur Freude.


KULTUR LEIBNITZ

www.leibnitzaktuell.at Juni 2012 • 65 LEIBNITZ

Steirisches Volksliedwerk: Termine von Juli bis September 2012

Steirischer Harfenkurs – Abschlussabend

Alphorn-Spielkurs

Nach einer lehrreichen Woche dürfen die Kursteilnehmer ihr Erlerntes zum Besten geben. Herzliche Einladung zum Abschlussabend! 13. Juli 2012 – 19 Uhr LFS Silberberg, Kogelberg 16, 8430 Leibnitz Info: Steirisches Volksliedwerk, T.+43(0)316/908635t

1. und 2. September 2012 Hohentauern Bereits zum 3. Mal veranstaltet das Steirische Volksliedwerk mit Franz Schüssele (D) einen Alphorn-Spielkurs. Diesmal treffen wir einander in Hohentauern. Der Kurs wird in zwei Gruppen geführt – für Anfänger und Fortgeschrittene. Notenkenntnisse sind zwar von Vorteil, aber nicht erforderlich. Info und Anmeldung: www.steirisches-volksliedwerk.at

Klassik trifft Volksmusik – Südsteirische Musiktage 8. – 14. Juli 2012 in 8453 St. Johann im Saggautal Klassiker und Volksmusikanten treffen einander mitten im Südsteirischen Weinland zum gemeinsamen Musizieren. Wunderschöne Plätze in der Südsteiermark machen diese Musikwoche zu einem unvergesslichen Erlebnis! Info und Anmeldung: Gemeindeamt St. Johann i. S. T. +43 (0) 3455/6868 Gut gestimmt – Singen und Musizieren in der Familie, Familienmusiktage 2. – 5. August 2012 im JUFA Tieschen Es geht ganz einfach: „Einmal hin, einmal her, rundherum, das ist nicht schwer!“ Und da können alle dabei sein, beim lustigen Singen, Tanzen und Musizieren. Musikalische Tage für Familien mit Kindern, Omas, Opas, Tanten, Onkeln. Info und Anmeldung: www.steirisches-volksliedwerk.at Wandern und Jodeln – ein Angebot für Stimm- und Kreuzbänder 2. – 5. August 2012 – JUFA in Bad Aussee: Wir erklimmen Almen und Berggipfel, aber auch die immateriellen Höhen und Tiefen der Jodler und Juchzer! Mäßig anspruchsvolle Touren – bis 7 Std. Gehzeit Info und Anmeldung: www.steirisches-volksliedwerk.at

Påschn und Gstanzl – ein lustvolles Kennenlernen einer lebendigen Musiktradition 8. September 2012 in Grundlsee Mia Påschn den gånz Nåchmittåg, wånn´s sein muass so lång bis die Uhr zwölfe schlåg! Unter meisterlicher Einweisung werden wir uns an die hohe Kunst des Påschens heranwagen. Hier sind speziell Frauen willkommen! Ab 19 Uhr: Sänger- und Musikantenstammtisch mit Påschn und GstanzlSingen! Info und Anmeldung: www.steirisches-volksliedwerk.at „Pfeiferl, marsch!“ 22. September 2012 in St. Lorzenzen bei Knittelfeld Ein Kurstag für Schwegelpfeifer, Landsknechttrommler und jene, die es noch werden wollen. Und wer vom Pfeifen noch nicht genug hat: Am Abend wird aufgespielt und am Sonntag laden wir zum Pfeifer-Spaziergang! Info und Anmeldung: www.steirisches-volksliedwerk.at „Musik erhellt die Welt“ BlasmusikWallfahrt nach Mariazell 29. und 30 September 2012 Info auf www.blasmusik-verband.at


66 • Juni 2012 www.leibnitzaktuell.at

Musikalische Freundschaft zwischen Stiefing und Ostsee

KULTUR

Blasmusik-Bezirksrevue Stabführerprüfung

FOTO: STIEFING

Sie spielten gemeinsam vor dem Stephansdom in Wien: die Marktmusik Heiligenkreuz am Waasen und das Blasorchester Lensahn aus Schleswig-Holstein. Man vereinbarte, die neu geknüpften Kontakte zu vertiefen, und bald stand eine Reise nach Lensahn fest. Das 60-jährige Bestandsjubiläum des Blasorchesters Lensahn war der Anlass für die Reise der Heiligenkreuzer nach Norddeutschland. Die Organisation hatten Obmann Hansjörg Zach und sein Stellvertreter Martin Eibler inne und so durften von 7. bis 10. Juni 2012 die 45 Musiker aus dem Bezirk Leibnitz die norddeutsche Gastfreundschaft erleben. Lensahn liegt ca. 50 km nördlich von Lübeck. Das dortige Blasorchester wurde vor 60 Jahren als Spielmannszug gegründet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem imposanten Klangkörper mit über 70 Musikern – in dieser Form im weiten Umkreis einzigartig. Nach dem Eröffnungskonzert mit dem Marinekorps Ostsee stand der nächste Abend im Zeichen der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten mit einem Festkommers und einem nächtlichen Zapfenstreich. Auch der Festball am folgenden Abend wurde wie der Festakt mit Marschklängen der Marktmusik Heiligenkreuz am Waasen eingeleitet. Ein tolles Erlebnis war der gemeinsame Frühschoppen am Sonntagvormittag, bei dem die 120 Musiker der beiden Orchester vereint vor 500 Besuchern aufspielten. Die musikalische Leitung teilten sich die Kapellmeister Wilhelm Junge aus Lensahn und Thomas Weinzerl aus Heiligenkreuz. Die Gastgeber boten den Steirern auch die Möglichkeit, Hamburg und Lübeck zu besichtigen und an die Ostsee zu fahren. Es war ein tief beeindruckendes Erlebnis für alle Teilnehmer – ein rundum gelungenes Fest. Ein Gegenbesuch ist bereits in Planung!

Erstmals wurde im Bezirk Leibnitz die neu eingeführte Stabführerprüfung durchgeführt. Mitte Juni stellten sich 23 Kandidaten aus 18 Musikvereinen, unter ihnen auch zwei Damen, der Prüfung. Die Jury wurde von Landesstabführer Erich Perner und Bezirksstabführer Franz Mauthner gebildet. 18 Musikvereine marschierten, geleitet von den „Stabführerprüflingen“, über den Gamlitzer Marktplatz und zeigten ihr erworbenes Können. Die Prü-

fung umfasst neben einem Dirigat den praktischen Teil einer Marschmusikwertung in der Stufe D mit Halten und Abmarschieren im klingenden Spiel, Reihenabfall, Defilierung, Große Wende, Schwenkung, Abreißen des Marsches und Halten auf Kommando bzw. Zeichen. Alle Teilnehmer haben die Prüfung mit Erfolg bestanden. In der Mehrzweckhalle Gamlitz wurden ihnen die Urkunden und das neu kreierte Stabführerabzeichen überreicht.

Italienischer Zauber im Schloss Neudorf Im Rahmen einer Matinee veranstaltete die Marktkapelle Wildon ihr heuriges Sommerkonzert unter dem Motto „Italienischer Zauber“. Rund 300 Gäste waren bei hochsommerlichen Temperaturen in den wunderschönen Hof der Fachschule Schloss Neudorf (Stocking) gekommen und erlebten ein Konzert der Extraklasse. Im ersten Teil des Konzertes erklangen klassische italienische Melodien wie die Ouverture zur Oper Nabucco von Giuseppe Verdi. Besonderen Glanz verliehen diesem Konzert die Solisten, die alle der Familie des Kapellmeisters Daniel Neubauer angehören. Daniel Neubauer, stilecht in venezianische Tracht mit Maske gekleidet, spielte mit der Trompete meisterhaft den Solopart im Stück „Karneval

in Venedig“ von Jean-Baptiste Arban. Sein Bruder Alexander – er ist Mitglied des Orchesters der Wiener Symphoniker – glänzte mit dem Klarinettenkonzert von Gioacchino Rossini. Kerstin Neubauer – sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Musikwettbewerbe – begeisterte das Publikum mit Solostücken für Gitarre. Der zweite Teil des Konzertes war volkstümlichen italienischen Weisen gewidmet und es erklangen bekannte Melodien wie „Moments for Morricone“, „Italia ti amo“ und „Torneró“. Zum glanzvollen Abschluss erklang „Il silenzio“, geblasen von den Trompetern Anneliese Kurzmann-Orgl, Stefan Kicker und Daniel Neubauer, begleitet von der Marktkapelle unter der Leitung von Kapellmeister-Stv. Matthias Hammer. Im Innenhof des Schlosses wurden die Gäste mit italienischen Spezialitäten, kreiert von Manfred Trummer (Wurzinger Hof) kulinarisch verwöhnt.


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KULTUR

FOTO: RIVA REKA

Riva Reka Festival 2012 Der Jugendverein Transformator unter Max Pratter bietet Jugendlichen Raum für Projekte, die frei nach ihren Bedürfnissen und Wünschen umgesetzt werden. Diese Projekte sind sehr vielseitig und sprechen unterschiedliche Generationen und Kulturen an. Sie haben jedoch ein gemeinsames Ziel: verschiedene Menschen mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Talenten zu einer Gruppe zu verbinden. Das Riva Reka Festival beim Route 69 in

Leutschach war eines dieser Projekte, das durch die Idee einiger junger Mitglieder entstand und, innerhalb kurzer Zeit organisiert, einen musikalischen Raum für generations- und kultur-übergreifende Dialoge sowie Kooperationen schuf. Das Ziel dieses Festivals ist ,den jungen Künstlern die Möglichkeit zu bieten, öffentlich aufzutreten, sie an der Organisation sowie bei der Umsetzung eines Festivals zu beteiligen.

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Sport

Sportlich betrachtet Reinhold Heidinger

Kultur gegen Sport? In Graz bahnt sich ein ganz seltsamer, doch nicht ganz unbekannter Konflikt an. Der Kulturstadtrat erklärt in einer Aussendung, dass der Sport gar keine finanzielle Förderung braucht. Die Kultur müsse jene Mittel bekommen, die dadurch frei würden. Nach einem empörten Aufschrei der Sportverbände in Form eines offenen Briefes fand der Stadtpolitiker es nicht einmal der Mühe wert, diese Aussage zu dementieren. Ganz im Gegenteil – erstens müssten die Künstler von den Fördergeldern leben und zweitens kann man ja ohne Geld auch kein Opernhaus bauen. Im Gegensatz dazu können sich die Hobbysportler ihre Laufschuhe selber kaufen. Ich möchte diesem Herren zwar nicht gerade Dummheit, aber zumindest Ahnungslosigkeit unterstellen. Wahrscheinlich ist ihm als Kunstexperten nicht klar, welche Aufgaben der Sport insgesamt hat. Maßgebende politische Kräfte setzen eindeutig auf die Förderung des sportlichen Nachwuchses – pädagogische, soziale und gesundheitliche Aspekte spiele eine wesentliche Rolle. Vielleicht sollten wir ja auch klarstellen, dass der Begriff „Kultur“ alle gestalterischen Aktivitäten des Menschen umfasst. Also könnte hier ja gar keine Gegnerschaft entstehen. Freuen wir uns darüber, dass die Provinz ganz anders tickt: Die ganz großen Neidgenossen sind Sport und Kultur bei uns wohl nicht. Ganz im Gegenteil – die beiden Pole werden von vielen Menschen unserer Region in Personalunion repräsentiert. So ist Peter Stelzl einerseits ein Meister der Erzählkunst und der Malerei – andererseits war er lange als Fußballtrainer und Schiedsrichter tätig. Dem armen Kerl müsste es das Herz zerreißen, wenn er für die eine seiner Leidenschaften gegen die andere in den monetären „Krieg“ ziehen müsste. So dann und wann – ich gebe es zu – flackert schon ein bisschen Eifersucht auf, wenn die örtliche Musikkapelle ein Vereinsheim bekommt und der Sportverein auf die Sanierung seiner Anlagen warten muss. Mit ein bisschen Verständnis aber lassen sich auch diese kleinen Unstimmigkeiten aus der Welt schaffen. Kultur und Sport als Feinde, wie in Graz – das brauchen wir sicher nicht!

Wenn Ornigg Edi am SVL-Platz losrannte, kam das Grundwasser. Der „George Best“ von Leibnitz bleibt unvergessen.

In memoriam Edi Ornigg „I bin a liaber Bua. Bin I net a liaber Bua? Jo, Edi, du bist a liaber Bua!“ Der liabe Bua, Ornigg Edi, ist tot. Man nannte ihn auch „Flamingo“. Den „George Best“ aus Leibnitz, der sein Leben in vollen Zügen genossen hat und doch einsam und verlassen in seiner Wohnung in Wagna verstorben ist. Wahrscheinlich ist unser „Flamingo“ mit der Postkutsche, die Karbidlampe hinten oben, in den siebten Himmel aufgefahren. Und Edi wird beim Öffnen der Himmelspforte zum Herrgott gerufen haben: „A Ruah is!“, um danach seine beiden Silberlöffel auszupacken und wie mit Kastagnetten zu spielen beginnen. Ornigg Edi war nicht nur als „der Staubsauger“ ein blendender Techniker am Fußballfeld, der es verstand, den Ball auf seiner Brust sprichwörtlich zu „wuzeln“, sondern er konnte mit allem jonglieren, was nicht niet- und nagelfest war. So soll es sich in den späten 70er Jahren zugetragen haben, dass die „Irmi“ die Leibnitzer Kicker zu einem Frühstück zum „Stopper“ eingeladen hatte. Dort wollte Edi „nüchtern“ mit dem

am Eingang stehenden Schirmständer auf seiner Stirn jonglieren. Was er übersehen hatte: der Schirmständer war voll mit rostigem Regenwasser, das sich über sein sündteures rosarotes Lacoste-Leiberl ergoss. Aber wie pflegte unser „Flamingo“ zu sagen: „Es gibt nichts Besseres als wie a bisserl wos Guat‘s“. Ornigg Edi war ein Feinspitz, was Mode betraf. Das Geld holte er sich vom Kartenspielen. Besser gesagt vom „Färbeln“ beim Kohlenberger oder „Hermann“. Als er wieder einmal „Spitz zieht“ gerufen hatte und kurzfristig um ein paar „Mozartkugel“ reicher war, ließ sich Edi einen braunen Ledermantel im deutschen Militärschnitt bei Stoichart in Graz um damals wohlfeile 10.000 Schillinge maßfertigen. Stoichart Leder – das hat nicht jeder! Der Mantel mit aufgestellten Kragen wurde zum Markenzeichen des Edi O. Zusammen mit Muck aus Mitteleuropa soll er eines Tages beim „alten“ List, dem Café Rosegger, vorbeigeschaut haben. Als er den Ledermantel aufhängen wollte, brach der Haken ob der Schwere des Mantels aus seiner Holzverankerung und das ganze Lokal brüllte vor Lachen. Schmunzelnd erinnert sich auch Muck aus Mittel-

europa an folgende Episode zurück: In jungen Jahren trug Edi eine lange Haarpracht – gemäß seinem Vorbild George Best – und fuhr eine umgebaute Puch-Chopper. Den Sattel hatte er statt dem billigen Schaumgummi mit einem edlen Hasenfell ausgestattet. Und so rollte er beim Adanitsch im „Easy Rider“-Stil mit kurzer Hose und Sandalen bis zum Knie raufgeschnürt am Bananensattel sitzend mit seiner Chopper vorbei und wurde prompt von der Polizei angehalten, die seinen lauten Auspuff bekrittelten. Edi wortkarg: „Die Moped ist immer schon so laut gegangen, Herr Polizist, und deshalb habe ich statt Schaumgummi ein Hasenfell!“ Geschichten und Episoden wird man sich noch viele über Ornigg Edi erzählen. Auch jene, wo er alle „Allerheiligen-Stritzel“ nach einer durchzechten Nacht beim Stöckl aufkaufte, um sie den Passanten zu schenken. Oder einen Riesenstrauß Blumen seiner großen Liebe Irene überbrachte. Großzügig war er, der Edi. Und vor allem ein lieber Mensch. Lieber Edi – wir werden dich nicht vergessen und deine Fröhlichkeit ewig in unserem Herzen tragen. Bin I net a liaber Bua? Jo, Edi, du bist a liaber Bua.


SPORT LEIBNITZ

Stadtlauf Leibnitz

Der Stadtlauf in Leibnitz war auch heuer wieder ein Erfolg auf der ganzen Linie. Mehrere hundert Läufer nahmen in den verschiedensten Kategorien teil. Besonders der Business Teamlauf erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bei diesem Bewerb belegten die Turboschnecken (Michi Hrubisek, Christian Hierzinger, Manfred Saubart-Gissing, Hannes Kölbl) powered by Leibnitz Aktuell den zweiten Platz. Ein weiteres Highlight waren die Kinderläufe, bei denen viele Jungsportler ihr Bestes gaben. Sieger des Einzelbewerbes wurde Alois Sauer vom Running Team Lannach. Alle Teilnehmer lobten das Organisationsteam rund um Rudi Hrubisek und freuen sich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

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Sport


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FUSSBALL POSCH

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SPORT

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epilog

Der Stadtstreicher Reif für/durch die Anstalt? Tatort Schule. Ein laut grölender 18-Jähriger hindert eine Elfjährige am Betreten des Gymnasiums, weil sie sich weigert, das ihr von dem offensichtlich sturzbesoffenen jungen Mann angebotene Bier zu trinken. Als sie kopfschüttelnd die volle Dose weglegt, stellt sich ihr der Randalierer unter dem anfeuernden Gejohle von etwa einem Dutzend seiner Kumpanen in den Weg, reißt den Verschluss auf und verpasst der verdutzten Schülerin eine Bierdusche, dass sie am ganzen Körper nass ist. Eine Szene an irgendeiner amerikanischen „GettoSchule“? Irrtum. Urheber dieses unrühmlichen Schauspiels waren – nicht zum ersten Mal – frischgebackene Maturanten vor einer sogenannten „höheren“ Schule in Leibnitz. Selbst nachdem das Mädchen die Flucht antritt, versucht der „Herr Maturant“ noch, mehr hinterhertorkelnd als -laufend, den Rest des Getränks über sie zu schütten. Als er merkt, dass er die Kleine nicht mehr erreicht, wirft er ihr das halbvolle Blech nach, glücklicherweise ohne sie zu treffen. Damit richtet sich die Aufmerksamkeit der mit Wasser-, Bierflaschen und sogar einem Gartenschlauch bewaffneten Leibnitzer „GymnasialHooligans“ wieder auf die anderen Schüler, die es ebenfalls nicht schaf-

fen, trockenen Fußes, aber immerhin unverletzt, in die Umkleiden zu gelangen. Lediglich das Lehrpersonal bleibt von solchen Weihen verschont, scheint aber das Ganze eher amüsiert zur Kenntnis zu nehmen. Weil es „nun einmal an dieser Schule so der Brauch ist“, wenn die Achtklässler nach einem zugegebenermaßen stressigen Jahr unmittelbar nach bestandener „Reife“-Prüfung halt „etwas Dampf ablassen wollen“, wie es ein Pädagoge wohlwollend formuliert. Oder

den Anstaltsleiter telefonisch auf diese Vorkommnisse anspreche, signalisiert mir dieser zwar durchaus Verständnis für meinen Ärger, er sei aber außerstande, irgendetwas dagegen zu unternehmen. Er habe mehrmals versucht, die angehenden Maturanten (bezeichnenderweise ist „maturus“ das lateinische Wort für „reif“) darauf anzusprechen, aber mit endenwollendem Erfolg: „Alles, was ich konnte, habe ich im Vorfeld getan, der Rest ist Sache der Polizei.“ Die,

ein anderer, von seinen jüngeren, sichtlich verschreckten Schülern auf die Vorkommnisse vor dem Schulhof angesprochen, der wenig erfolgreich versucht, witzig zu wirken: „Was habt’s gegen a Gratisbier? Ist ja nicht das schlechteste Getränk.“ Bei solchen Reaktionen unserer Pädagogen bekommt das Wort Lehr„Anstalt“ plötzlich eine gänzlich neue Bedeutung. Endgültig aus allen Wolken gefallen bin ich, als mir meine Erstgeborene kundtat, dass sie sich wohlweislich vor Unterrichtsbeginn eine Regenjacke übergezogen hatte, weil sie im Vorjahr bereits schon unangenehme Erfahrungen mit diesem „Schulbrauch“ gemacht hatte. Meine jüngere Tochter, erstmals in den „Genuss“ von Nötigung (spitzfindige Juristen würden hier vielleicht sogar den Tatbestand der Freiheitsberaubung ausmachen können) durch ihre Nicht-mehr-Mitschüler/inn/en gekommen, überlegt sogar ernsthaft, ihre durch besondere schulische Leistung mühevoll erworbenen „FreiTage“ zu opfern, um sich diesem ganzen unwürdigen Spektakel in Zukunft zu entziehen. Das kann es wohl nicht sein. Als ich

scheinbar nicht das erste Mal mit solchen Vorfällen konfrontiert, hat zwar an diesem Tag vor der Bildungsstätte vorsorglich Stellung bezogen, ohne allerdings eingreifen zu können (oder zu wollen?). Solange nur der Alkohol fließt anstatt Blut, scheinen auch unseren Ordnungshütern die Hände gebunden. Na klass‘, die ganze Situation ist also gottgegeben und Eltern wie Schüler müssen sich einfach damit abfinden, dass einmal jährlich ein paar besoffene Randalierer ihre jüngeren Mitmenschen terrorisieren? Wäre doch eine günstige Gelegenheit, dass einmal der Elternverein nützlich in Erscheinung tritt: in Form einer privaten „Bürgerwehr“, die ihren Schützlingen im wahrsten Sinne des Wortes „die Mauer macht“, um sie vor Übergriffen der Spätpubertierenden zu schützen, wenn schon Schule und Exekutive dazu nicht in der Lage sind. Manche der Neo-Maturanten werden mir vielleicht Spießigkeit und Intoleranz vorwerfen. Ich weiß, auch meine Klassenkameraden und ich waren keine Waisenknaben und -mädchen. Auch wir haben nach bestandener Reifeprüfung einmal ordentlich „die Sau rausgelassen“. Ich habe auch

nicht vergessen, dass wir nächtelang abgefeiert haben. Nichts dagegen einzuwenden. Verpasst euch Sektduschen, sauft euch ins Koma, wenn ihr meint, dass das einer ausgelassenen Feier erst den richtigen Kick gibt. Aber bitte macht das in geschlossener Gesellschaft! Wir haben damals bei unserer offiziellen Abschlussfeier sogar das Sakrileg begangen, unseren Lehrern Zeugnisse auszustellen. Skandal! Was uns einen bis heute dauernden (immerhin schon drei Jahrzehnte währenden) Boykott unserer Maturatreffen durch die Mehrzahl unserer pädagogischen Mimöschen eingebracht hat (scheinbar sind wir mit unseren Bewertungen nicht ganz falsch gelegen, wie sonst wäre ein solches Verhalten erklärbar?). Sei’s drum. Aber wir wären nie auf die Idee gekommen, unsere Euphorie und den in den Jahren zuvor aufgestauten Druck gegen Schwächere zu richten und schon gar nicht gegen solche, die sich in keinster Weise dagegen wehren können. Wir hatten immerhin begriffen, dass die Freiheit des einen dort aufhört, wo die des anderen anfängt. Zumindest dieses Maß an geistiger und sozialer Reife haben uns unsere Lehrer fürs Leben mitgegeben. Vielleicht schaffen es unsere heutigen Pädagogen, das künftigen Generationen von Maturant/inn/en in der Anstalt ebenfalls beizubringen, anstatt ihre Verantwortung nach dem Schlussgong außerhalb des Schultores abzugeben oder an die Polizei zu delegieren. Schließlich ist der ungehinderte Zugang zur Bildung (und damit auch Charakterbildung) ein (lebens-)wichtiges Grundrecht, das auch unseren Kleinsten – sogar in Leibnitzer „höheren“ Schulen – nicht verwehrt werden darf. Falls man optimistischer Weise davon ausgeht, dass nach acht Jahren Anstalt hier nicht nur ausschließlich unreife Hohlköpfe „produziert“ werden. Wolfgang Polz


06-07.2012  

Leibnitz Aktuell Ausgabe Juni und Juli 2012

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