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Nordpfalz. Die stille Kraft.

Mehr sehen. Ruhe spüren. Landschaft genießen. Kultur erleben.


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Hinterm Berg ist vor dem Berg.

Ein Land, wo die Zeit stillsteht, ist das nicht. Aber die Uhr tickt hier irgendwie gelassener, und das ist einer von vielen Gründen, seltener aufs Zifferblatt zu schauen als sonst. Ein anderer Grund ist die Landschaft. Denn sie ist die Ruhe selbst. Sie zeigt, was sie hat, und gibt den Menschen Perspektive: viel Wald und noch mehr freie Sicht über Hügel und Berge, Täler, Dörfer und versprengt liegende Höfe. Keine Gegend, in der man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Statt dessen spürt man die stille Kraft einer zeitlosen Landschaft, die es den Menschen leicht macht, sich zu entspannen, frische Energie zu sammeln und daraus neue Aktivität zu entwickeln – und sich dabei zuhause zu fühlen zu


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Füßen des großen Berges. Denn einer überragt hier alles – ein Superlativ, mit dem sich die ganze Region schmückt: der 687 Meter hohe Donnersberg. Der höchste Gipfel der Pfalz ist ein mächtiger Klotz und ein Mythos zugleich, der seine Geburt dem Feuer der Erde verdankt. Vor rund 280 Millionen Jahren hat ihn der Vulkanismus zum Riesen gemacht. Auch dieser Berg nimmt sich reichlich Zeit. Denn wirklich ausgebrochen ist er nie. Aber eine Fundgrube für Forscher ist er schon, wie ein lehrreicher Blick ins Steinemuseum oder eine der Geo-Touren in der Region zeigt. Eine Tour auf den bequem erreichbaren Gipfel mit seinem 27 Meter hohen Aussichtsturm ist für Nordpfalz-Besucher obligatorisch.


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Multi-Kulti mit Tradition

Wer die Rarität der vollkommenen Stille ein Leben lang Tag für Tag genießen kann, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Die Leute hier – so scheint es nicht nur, so ist es tatsächlich – sind mit sich selbst und ihrer Umwelt im Reinen. Der Nordpfälzer Mensch ist eher ruhig, aber nicht verschlossen; er ist bodenständig, aber nicht unbeweglich; er ist gesprächig, aber nicht geschwätzig; er ist gesellig, aber er neigt nicht zur Kumpanei. Im Nordpfälzer Menschenschlag ist Provinz im besten Sinne des Wortes lebendig. Das alles hat Tradition. Schon die Römer schätzten vor 2000 Jahren die Vorteile der nördlichen Provinz und hinterließen ihre Siedlungsspuren. So richtig breit gemacht hatten


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sich schon die Kelten. Sie besiedelten die Gegend und hinterließen auf dem Donnersberggipfel einen mehr als acht Kilometer langen Ringwall, dessen Fragmente man noch heute bestaunen kann. Das Keltendorf in Steinbach hält die Erinnerung lebendig. Später war die Gegend mal französisch, mal bayerisch und mal pfälzisch. Letzteres ist sie bis heute geblieben. Aber eine Spur bayerischer Gemütlichkeit und französischer Gelassenheit ist nicht zu leugnen. Wer jetzt aber glaubt, sie hätten die Zeichen der Zeit in der Nordpfalz nicht erkannt, der schaut am besten schnell mal in St. Alban vorbei – und reibt sich die Augen…


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Für Künstler und Lebenskünstler

Das Pfälzer Naturell kultiviert die Tendenz zum Fröhlichsein, und dazu gehört das Feiern. Der Veranstaltungskalender ist lang, und wer jemals eine zünftige Dorfkerwe miterlebt hat, weiß unverfälschte Lebensfreude zu schätzen. Und natürlich gibt es auch hier die Höhepunkte – vom Flugplatzfest in Imsweiler übers Asterixfest in Schönborn und die „Erlebnisreise Moscheltal“ bis zum großen Nordpfälzer Herbstfest in Rockenhausen. Für die Sportlichen werden die Talstraßen an Appel und Alsenz ein Mal im Jahr zu autofreien Erlebnisstrecken. Für Menschen, die Schönes und Nützliches suchen, öffnet die Region besondere Märkte – von der Leistungsschau im Frühjahr über den Kunsthandwerkermarkt bis zum Weihnachtsmarkt. Wer Zeit und Muse hat, der hat auch Museen. Also darf eine „Nacht der Museen“ auf dem Veranstaltungskalender nicht fehlen.


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Zeitgenössische Kunst spielt dabei eine Rolle, Heimatgeschichte natürlich auch – und die Zeit selbst. Ganz ohne Öffnungszeiten kommen die Alsenz-Auen in Rockenhausen aus: Die modernen Skulpturen dort – sie sind Teil des Skulpturenweges Rheinland-Pfalz – kann man rund um die Uhr bestaunen. Sie sind das Ergebnis von Bildhauer-Symposien, mit denen sich die Stadt als kunstsinnige Kommune einen Namen gemacht hat. Menschen, die mit der Zeit gehen, haben auch ein offenes Ohr für schöne Klänge. Modernes und Klassisches genießt man beispielsweise beim „Musikalischen Sommer“ im Rockenhausener Schlosspark. Und weil auch im kleinsten Ort Platz für Konzerte ist, spielt die „Blas’Musik” bei der gleichnamigen Konzertreihe von Juni bis September in verschiedenen Gemeinden der Region.


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Mit Genusswert unterwegs

Zum nächsten Weinberg sind es nur ein paar Kilometer – und zur nächsten Brauerei ist es auch nicht weiter. Im Norden der Region, wo die Alsenz zur Nahe fließt, reifen die Trauben für hoch geschätzten Rebensaft. Feiner Gerstensaft, der Reputation über die Region hinaus genießt, wird im Süden gebraut. Dazwischen liegt ein gastronomisches Angebot, das Vielfalt auf seine Speisekarten geschrieben hat: Deftig-Pfälzisches und verfeinerte Hausmannskost hier, Internationales und ein gehobenes Angebot für Gourmets dort: Wer sucht, wird fündig! Und wer das Glück hat, bei einem zünftigen Schlachtfest zu Gast zu sein, dem bleibt das als genussvolles Gesamterlebnis noch lange im Gedächtnis. Fündig wird mancher auch auf dem gar nicht so flachen Land rings um Rockenhausen und seinen


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Nachbardörfern. Mancher Hof verkauft selbst Erzeugtes wie Honig und Blütenpollen, Säfte und Liköre, Dosenwurst, Kartoffeln und was die Landwirtschaft sonst noch hergibt. Die „7-Höfe-Tour“ ist so ein Weg, der auf ganz natürliche Art Wissenswertes mit Köstlichem verbindet. Wer Ziegenkäse sucht, wird beim „Dreikäsehoch“ in Gerbach fündig oder auf dem Felsberger Hof, wo auch eine hübsche Gartenwirtschaft mit Fernsicht lockt. Lohnend ist ein Blick in den Einkaufsführer „Regional genial“. Und bei den „Nordpfälzer Wochen“ widmen sich gute Gastronomen unter dem Motto „Qualität aus der Region – Genuss für die Region“ wochenweise kulinarisch anregenden Themen von der „Pälzer Grumbeer” bis zum Lamm.


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Fest im Sattel und gut zu Fuß

Was eine echte Feld-, Wald- und Wiesenregion ist, übt magische Anziehungskräfte aus auf bewegungsfrohe Menschen – insbesondere auf solche, die nicht ins Studio gehen wollen, um zu laufen und zu radeln. Kenner tun es lieber an der frischen Luft, und davon gibt es reichlich in der Nordpfalz, denn die Umwelt ist dankbar dafür, dass hier so wenig passiert. Mehr als 4300 Hektar Wald und das Doppelte an Wiesen und Feldern sorgen für Abwechslung. Die Landschaft öffnet Perspektiven: Oben reizt der Panoramablick, unten rauscht der Bach und dazwischen liegen sie, die vielen reizvollen Routen für Radler, Wanderer und Walker. Sattelfeste radeln über Berg und Tal und testen im stetigen Auf und Ab ihre Konditionsgrenzen.


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Mit wenigen Höhenmetern werden ganze Familien glücklich, die sich auf den Tal-Touren entlang der Alsenz und der Appel bewegen. Wanderer gehen ihre eigenen Wege – an gut markierten Routen herrscht kein Mangel. Buchstäblich zu den Höhepunkten zählt dabei der Pfälzer Höhenweg – ein Prädikatswanderweg, der über 112 Kilometer von Winnweiler bis Wolfstein längs durch die Nordpfalz führt. Für viele ist es schön, am Stock zu geh’n – die Nordic Walking-Parcours sorgen für reichlich Abwechslung. Wer gerne eine ruhige Kugel schiebt, der sollte wissen, dass das Boulespiel in Rockenhausen ganz meisterlich gepflegt wird. Das Naturerlebnisbad der Stadt ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.


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Der Charme der kleinen Metropole

Die hohe Landesregierung hat Rockenhausen mit dem ehrenhaften Titel „Mittelstandsfreundliche Kommune“ geschmückt. Dem besonderen Charme der lebendigen Kleinstadt zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach wird das nur bedingt gerecht. Denn im Kern ist Rockenhausen ein beinahe mediterran anmutendes Städtchen, wo Altes und Neues für spannende Kontraste sorgt. Viel Fachwerk aus vergangenen Jahrhunderten begegnet dem Altstadt-Bummler, aber auch viele moderne architektonische Akzente setzen im Stadtbild Akzente. Das Schöne: Beide vertragen sich miteinander – und wer sich zur Teilnahme an einer Stadtführung entschließt, der erfährt genau, wie und wann das alles zustande gekommen ist. Nicht zu vergessen: Das bemerkenswerte Angebot von vier interessanten Museen, wo unter anderem auf spektakuläre Art und Weise gezeigt wird, dass man hier mit der Zeit geht. Ganz ohne


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Zeitdruck genießt der Besucher den Einkaufsbummel durch viele kleine Geschäfte mit erstaunlicher Vielfalt. Zwischendurch kauft man vom Erzeuger auf dem Wochenmarkt, labt sich an einer Erfrischung im Straßencafé und am sanften Plätschern der kleinen Wasserläufe, die aus kunstvoll gestalteten Brunnen entspringen, darunter das eindrucksvolle „Spiel des Lebens“ auf dem Marktplatz. Hübsch gepflasterte Straßen und Gassen, der schattige Schlosspark mit seinen markanten Skulpturen und die spürbar gute Laune, die hier in der Luft liegt, sorgen für Wohlbefinden in stressfreier Umgebung. Wer mit der Zeit müde wird, findet in Rockenhausen ein respektables Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten – vom komfortablen und modernen Gästezimmer im Schlosshotel bis zum Schlummer in den eigenen vier Wänden; denn einen Reisemobilstellplatz hat die Stadt auch.


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Rund um Rockenhausen

Weit im Südwesten Deutschlands, wo die Sonne länger am Himmel bleibt, liegt dieses Stück Land. Wenn die Bussarde hoch über den Feldern und Wäldern still ihre Kreise ziehen, kommt die Erinnerung an eine Zeit, in der Mensch und Natur noch eins waren. Der Weg hierher ist gar nicht weit und doch ist er wie eine Zeitreise – magisch und ganz real zugleich. Denn die Nordpfalz ist ein reizvolles Stück vom anderen Leben ganz in der Nähe.


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Der Fr端hling verwandelt die Landschaft in ein Kontrastprogramm aus dem satten Gr端n der Wiesen und dem leuchtenden Gelb der Rapsfelder.


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Der Sommer lockt mit sanfter Brise 端ber H端geln und Feldern, wo die Frucht reift und Tiere friedlich weiden.


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Der Herbst sorgt für bunte Farbenpracht, wenn sich das Laub in hundert Nuancen verfärbt und ein Hauch von „Indian Summer” über dem Land liegt.


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Der Winter verpasst dem Kopf des Donnersbergs eine weiße Mütze – gute Perspektiven für Ski-Langläufer.


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Kein Problem – es gut zu finden

DÄNEMARK

Kiel Rostock Hamburg Bremen

NIEDERLANDE Utrecht

500 km

Hannover Essen

400 km

Düsseldorf Brüssel BELGIEN

Leipzig 300 km

Köln

Erfurt

Mainz

Mannheim Heidelberg

Saarbrücken

FRANKREICH

Karlsruhe

Nürnberg

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Stuttgart Wien

R

Straßburg

h e i n

Die Pfalz

Prag

100 km

Rockenhausen

Dresden

200 km

Frankfurt LUXEMBURG

POLEN

Berlin

München SCHWEIZ Bern

ÖSTERREICH

Verbandsgemeinde Rockenhausen Bezirksamtsstraße 7 67806 Rockenhausen Telefon 06361 451-0 Telefax 06361 451-270 info@rockenhausen.de www.rockenhausen.de

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