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ZEITSCHRIFT DES LCH

Alles, was Schulrecht ist • Neu aufgelegt: Standardwerk «Schweizerisches Schulrecht» • Recht und Beruf: Die dreifache Verantwortung der Lehrperson • Beratungspraxis: «Der Rechtsweg ist das letzte Mittel»

4/2004


Guten Schultag! Ein 14-jähriges Mädchen erklärt dem Lehrer vor dem Schwimmunterricht, es könne schwimmen, obwohl es das in Wirklichkeit nicht kann. Es ertrinkt unter ungeklärten Umständen. – Wie würden Sie als Richterin oder Richter über den (zur Zeit des Unglücks nicht anwesenden) Lehrer urteilen? Der Fall steht im revidierten und neu aufgelegten Standardwerk «Schweizerisches Schulrecht» von Herbert Plotke (Besprechung Seite 12) und der zitierte Gerichtsentscheid von 1998 lautet auf «schuldig»; der Lehrer muss mit der Möglichkeit rechnen, dass eine 14-Jährige falsche Angaben macht und entsprechend seine Aufsichtspflicht wahrnehmen. Dürfen Eltern ihr Kind von der Einstudierung eines Krippenspiels fernhalten? Ja, sagt das «Schweizerische Schulrecht». Kann eine Lehrperson, die während der Ferien erkrankt, diese Ferien nachbeziehen (wie bei Verwaltungspersonal üblich)? Nein, stellt der «Plotke» fest. Ob als Eltern, Lehrpersonen, Angestellte oder Konsumenten – die meisten von uns sind heute (un-)rechtsbewusster als früher und weniger bereit, sich etwas gefallen zu lassen. Die Entwicklung scheint mir grundsätzlich ein Fortschritt: Willkür wird erschwert, Verantwortung zugewiesen, Fairness gefördert. Die Kehrseite in Form von Streitlust, Kleinlichkeit und Überreglementierung ist leider nicht zu leugnen. Umso wichtiger sind Mittel, die überflüssiger Eskalation vorbeugen, wie etwa das erwähnte «Schulrecht» oder die Beratung durch erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LCH-Sektionen. In mindestens acht von zehn Fällen, wo Lehrpersonen glauben, sie benötigten Rechtsschutz, lassen sich andere Wege finden. Diese Erfahrung des Beratungsteams vom Berner Berufsverband LEBE (Interview Seite 17) ist ermutigend. BILDUNG SCHWEIZ wagt sich auf Neuland vor. Auf Seite 21 bieten wir Ihnen erstmals eine Leserinnen- und Leserreise an. Es geht zur wohl spektakulärsten Kunstausstellung der Saison: «MoMA in Berlin». Das Gastspiel des New Yorker Museum of Modern Art an der Spree verzeichnete bereits in den ersten 20 Tagen mehr als 100 000 Besucherinnen und Besucher. Wer mit BILDUNG SCHWEIZ reist, geniesst nicht nur die speziell ausgebildete Studiosus-Reiseleitung, sondern erhält mittels VIP-Karte auch direkten Einlass ohne Warteschlange durch einen separaten Eingang und mit eigener Garderobe. Auch das weitere Programm der fünftägigen Reise ist auf Teilnehmende mit Lust auf Kultur ausgerichtet. Wir sind gespannt auf Ihr Interesse, denn bei entsprechendem Erfolg werden wir nicht zögern, Ihnen weitere Reisen dieser Art anzubieten. Heinz Weber

Nummer 4 . 2004, 23. März 2004

Zeitschrift des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) 149. Jahrgang der Schweizer Lehrerinnenund Lehrerzeitung (SLZ)

Inhalt Aktuell 4 Mehr politisches Gewicht für Arbeitnehmende 6 Lehrkollegium wehrt sich gegen «Lohnklau» 9 Statistik prophezeit schrumpfende Schulen

Schulrecht 12 «Schweizer Schulrecht» – ein nützlicher Ratgeber für jedes Schulhaus 14 Lehrpersonen sind dreifach verantwortlich 17 Interview: «Der Rechtsweg ist wirklich das letzte Mittel»

Berufsbildung 26 Schweizer Jugend forscht: «Tu Gutes und rede darüber»

Aus dem LCH 28 KgCH-Tagung: Kürzere Distanz zwischen Kindergarten und Schule

Magazin & Rubriken 21 LCH-Dienstleistungen 29 Jakobsweg: Lehrer filmt den Pilgeralltag 29 Termine, Hinweise 30 «Sternenberg» – Lernen und Lieben 32 Bezugsquellen, Bildungsmarkt

Bildungsnetz 31 Startrampen für Netzreisen

Bildungsforum 37 Leserbriefe, Impressum

Rufnummer 39 Isolde sass immer neben mir

Titelbild: Was ist erlaubt, was verboten auf dem Boden des Schulrechts? Foto: Tommy Furrer


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Mehr politisches Gewicht für Arbeitnehmende Am 10. März wurde in Bern die «Parlamentarische Gruppe für Arbeit» gegründet. Die überparteiliche Gruppe wird den Meinungs- und Informationsaustausch mit den nationalen Verbänden der Arbeitnehmenden, welche der Ebenrain-Konferenz angeschlossen sind, führen. «Wer die täglichen Nachrichten analysiert oder sich an den Wahlherbst 2003 erinnert, erhält unweigerlich den Eindruck, dass ‹Wirtschaft› in den Medien und in der politischen Wahrnehmung sich nur als KMU-Probleme oder als Freuden und Leiden von Managerkarrieren und meist nur aus Arbeitgebersicht darbietet», heisst es in einer Medienmitteilung der neu gegründeten «Parlamentarischen Gruppe für Arbeit». 3,5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den unterschiedlichsten Branchen, im Bildungsbereich, im Service Public oder in der Öffentlichen Verwaltung halten mit ihrem täglichen Engagement die Wirtschaft am Laufen. Ihre Anliegen finden in der Politik aber wenig Gehör. Aus diesem Grund wurde am 10. März in Bern die überparteiliche «Parlamentarische Gruppe für Arbeit» gegründet unter dem Vorsitz von Nationalrat Urs Hofmann (SP/AG). Sämtliche der 246 Parlamentarierinnen und Parlamentarier sind eingeladen, der «Gruppe für Arbeit» beizutreten. Diese sollen den regelmässigen Dialog mit den grossen nationalen Arbeitnehmer-Verbänden fördern und damit die Interessen der Arbeitnehmenden vermehrt im Parlament einbringen. Die Verbände ihrerseits arbeiten in der so genannten Allianz der Arbeitnehmenden (EbenrainKonferenz) zusammen, in der auch der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) vertreten ist. B.S.

Kommentar

Direkter Draht ins Bundesparlament Illuster war die Gästeschar, die sich am 10. März 2004 zur Gründungsversammlung der «Parlamentarischen Gruppe für Arbeit» im Hotel Schweizerhof in Bern versammelte. Der neue Präsident der SP Schweiz, Nationalrat Hans-Jürgen Fehr, gehörte ebenso zu den Erstunterzeichnern der Gründungsakte wie FDP-Ständerat Rolf Büttiker oder CVP-Nationalrätin Kathy Riklin, die zurzeit Vizepräsidentin der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur ist. Auch der bildungspolitisch interessierte SP-Nationalrat Hans Widmer unterschrieb die Beitrittserklärung zu dieser neuen Parlamentarischen Gruppe. Eingeladen hatten NR Urs Hofmann als designierter Präsident dieser Parlamentarischen Gruppe und Beat W. Zemp namens der Ebenrain-Konferenz, in der zehn grosse Arbeitnehmerverbände in einer Koordinationsplattform zusammenarbeiten. Daher waren auch die Spitzen der nationalen Gewerkschaften und grossen Berufsverbände an dieser Gründungsversammlung dabei. NR Paul Rechsteiner vertrat mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB den grössten Verband in der Ebenrain-Konferenz, deren Exponenten an der Gründungsversammlung eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit der neuen Parlamentarischen Gruppe für Arbeit unterzeichneten. Damit arbeiten (mit Ausnahme von Travail.Suisse) alle Verbände der Ebenrain-Konferenz mit der Parlamentarischen Gruppe für Arbeit zusammen. NR Urs Hofmann meinte in seiner Begrüssungsansprache, es sei angesichts

Gruppe für Arbeit Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) – Kaufmännischer Verband Schweiz (KV Schweiz) – Schweizer Berufsverband der Krankenschwestern und Krankenpfleger (SBK) – impressum (Schweizer Journalistinnen und Journalisten) – Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB) – Schweizerische Kader-Organisation (SKO) – Ver-

band Schweizerischer Polizeibeamter (VSPB) – Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) – Zentralverband Staats- und Gemeindepersonal (ZV). Noch nicht namentlich bekannt sind die einzelnen Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bundesparlament. Gerechnet wird mit einer Kerngruppe von 10 bis 15 Personen.

Beat W. Zemp, Zentralpräsident des LCH und Präsident der EbenrainKonferenz der Vielfalt bestehender Parlamentarischer Gruppen eigentlich erstaunlich, dass es bis anhin noch keine Gruppe gab, die sich um das Thema Arbeit gekümmert habe. Das Statut sieht denn auch vor, dass die Gruppe sich für Anliegen der Arbeitnehmenden, namentlich im Bereich des Arbeits- und Sozialversicherungsrechts einsetzt. Die Verbände der Ebenrain-Konferenz sind berechtigt, Themen auf die Traktandenliste der Zusammenkünfte der «Parlamentarischen Gruppe für Arbeit» zu setzen. Der LCH hat davon bereits Gebrauch gemacht und das Thema «GATS/WTO – Auswirkungen auf den Service Public» angemeldet. Bundespräsident Joseph Deiss wird voraussichtlich an der nächsten Sitzung der Parlamentarischen Gruppe dazu Stellung nehmen. Das Beispiel zeigt, dass ein direkter Draht ins Bundesparlament auch für die Lehrerorganisationen von Bedeutung ist. Der Schulterschluss mit anderen grossen Verbänden im Rahmen der EbenrainKonferenz als Allianz der Arbeitnehmenden wird zu einer notwendigen breiteren politischen Abstützung unserer Anliegen führen. Beat W. Zemp, Präsident der Ebenrain-Konferenz


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Lehrkollegium wehrt sich gegen «Lohnklau» Im St.Galler Rheintal haben die Lehrpersonen der Primarschulgemeinde Heerbrugg den Aufstand geprobt. Sie verweigern «freiwillige Extraleistungen». Es begann an einer «harmlosen» Teamsitzung. Einmal mehr wurde beim Traktandum «Befindlichkeitsrunde» Dampf abgelassen über die «ausgepresste Zitrone». Zitronensauer machte vor allem der Februar-Beschluss des Grossen Rates, der den 6000 St.Gallischen Lehrpersonen noch mehr Lohnabbau bringt. Nach den Beschlüssen «kein Teuerungsausgleich, Aussetzen des Stufenanstieges, Verschlechterung bei der Pensionskasse» hiess es nun auch noch «Streichung der Treueprämien». Maya Egert «Lohnklau!» nannte daraufhin das Heerbrugger Team das Kind beim Namen und beschloss, der braven Diskutiererei ein Ende zu setzen. «Zuerst beriefen wir einen Konvent für die gesamte Lehrerschaft ein», erzählt Jürg Lutz, seit sechs Jahren Schulleiter und für diese Aktion auch Sprecher der Lehrerschaft. Im Konvent wurden die 20 Primarlehrpersonen und fünf Kindergärtnerinnen zunächst auf den gleichen Informationsstand gebracht. Im anschliessenden Brainstorming konnte jedes Teammitglied seine mögliche Antwort an den Grossen Rat vorbringen. Die beste wurde dann demokratisch auserkoren, und so befand man bald einmal einhellig: Aufstand!

Freiwillige Leistungen gekürzt Gesagt, getan. Am 3. März erhob sich die gesamte Lehrerschaft der Primarschule Heerbrugg gegen den fortlaufenden Lohnabbau im Kanton St.Gallen. Die Eltern wurden in einem Brief informiert, dass fortan keine freiwilligen Extraleistungen mehr erbracht würden. Beispiele: Nur noch ein Beurteilungsgespräch pro Jahr (statt zwei), keine Lesenacht, keine Schülerzeitung, kein Räbaliechtliumzug mehr usw. Die Politiker erhielten just zwei Wochen vor den Wahlen einen Brief, in dem sie zur Beantwortung von Fragen wie «Wie verlaufen generell die Geldflüsse im Bildungswesen?» eingeladen wurden. Und die Öffentlichkeit wurde mit dem provokativen Transparent «Lohnklau = Qualitätsverlust» aufmerksam gemacht. Prompt trafen auch die erwarteten

Reaktionen ein: «Die Lehrer leiden an Realitätsverlust! Die kennen den rauen Wind in der Privatwirtschaft nicht» und «Jetzt müssen die Kinder leiden», empörte sich Volkes Stimme vor laufenden Fernsehkameras oder auf geduldigem Zeitungspapier. Kollegen aus den umliegenden Schulgemeinden zeigten zwar Verständnis für den Widerstand, waren im Grunde aber doch der Meinung, das Geschäft sei weiterhin an den Lehrerverband (KLV St. Gallen) zu delegieren. Dieser sprach von einem «länger schon feststellbaren passiven Widerstand der Lehrerschaft» und versprach vermehrten Einsatz für die Entlastung von Lehrpersonen, welche Reformprojekte durchführen.

Stöckling: «Gewisses Verständnis» Der kantonale Erziehungsdirektor und EDK-Präsident Hans Ulrich Stöckling zeigte ein «gewisses Verständnis» und wollte «mangels Illegalität» der Heerbrugger Aktion vorerst von personellen Konsequenzen absehen. Für Überraschung sorgte der unmittelbare Arbeitgeber der aufständischen

Lehrpersonen selbst, Schulratspräsident Felix Benz. Im Bewusstsein, dass sich der Aufstand nicht gegen Heerbrugg, sondern gegen den Kanton richtete, stand er voll und ganz hinter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Damit nicht genug: Bereits steht der Termin eines zweiten Konventes fest, der wiederum gesetzeskonform in der Freizeit der Lehrpersonen stattfinden wird. Was dieser bringen wird, ist noch unklar. Fest stehe, so Lutz, dass alle Lehrpersonen jederzeit aus der Aktion aussteigen könnten. Möglich ist eine erneute Information an Eltern, Politik und Öffentlichkeit. «Noch sind wir gesprächsbereit», sagt Jürg Lutz in seiner neuen Rolle als Aufständischer und macht damit unmissverständlich klar, dass der bislang für selbstverständlich genommene Gutmensch in Heerbruggs Schulzimmern definitiv ausgedient hat. Oder zumindest seit dem 3. März 2004 nun auch vermehrt an sich selber denkt – natürlich ohne dass dabei die Schülerinnen und Schüler zu kurz kommen.

«Wenn der Kragen platzt» Aus einem Brief des Präsidiums des KLV St. Gallen an Regierungsrat Stöckling: «Wir haben Verständnis dafür, wenn einer engagierten Lehrerschaft wie derjenigen von Heerbrugg der Kragen platzt. Es gibt aber zu dieser Aktion einiges zu bemerken: Es ist nicht selbstverständlich, dass sich eine geschlossene Lehrerschaft mit einer solchen Aktion profiliert, dazu ist ein hoher Grad von Solidarität nötig. Die beschlossenen «Gegensparmassnahmen» berühren das Kerngeschäft der Tätigkeit einer Lehrkraft nicht, schaden also den Schülern bestimmt nicht. Die Reaktion der Presse zeigt, dass es solche Geschehnisse wirklich braucht, denn mit einem «normalen» Brief an die Presse wäre noch lange nicht gewährleistet, dass dieser auch nur gedruckt würde. Dass eine tolerierbare Grenze überschritten ist, zeigt auch die Tatsache, dass der Schulrat von Heerbrugg hinter der Aktion seiner Lehrerschaft steht – auch dies ist nicht selbstverständlich, ja in gewissen Schulgemeinden undenkbar. Diese Aktion birgt aber auch gewisse Gefahren in sich. Die Rolle des Robin Hood der St. Gallischen Lehrerschaft ist jetzt vergeben, welches sind die andern Rollen, die in diesem Theater noch zu vergeben sind? Nach wie vor sind wir der Auffassung, dass die eigentliche Rolle des Bösewichts in den letzten Jahren der Kantonsrat innehat. Mit seiner eindimensionalen Sparpolitik, die er betreibt, lässt er jegliche staatspolitische Klugheit und Weitsicht vermissen. Dies ist bedauerlich, aber durchaus zu ändern, sind doch die Kantonsratswahlen anstehend.»


S A L Z – was ist das eigentlich? Wie kommt das Salz ins Meer? Wie viel Salz hat es im Meer? Warum schmeckt das Salz salzig? Antworten auf diese oder ähnliche Fragen erhalten Sie bzw. Ihre Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren im Museum «Die Salzkammer» der Schweizer Rheinsalinen in Pratteln (BL). Gezeigt wird die Salzgewinnung, der Salzhandel, die Anfänge der Schweizer SalzVerdampferhalle produktion sowie die Bedeutung des Salzes in der Alchemie, Kunst, Chemie, Physik, Symbolik und Allegorie. Informationen finden die Schülerinnen und Schüler auf Text- und Motivtafeln. Dokumentationsblätter ermöglichen das Nachlesen zu Hause. Einblick in die heutige Salzproduktion gibt ein Rundgang – für Schülerinnen und Schüler jeder Altersstufe – durch die Salinen Schweizerhalle oder Riburg. Das Steinsalz wird im Boden mit Wasser aufgelöst und als Sole in die Saline gepumpt. In der Verdampferhalle wird die Sole bei 140 °C eingedampft. Dabei kristallisiert das Salz. Das Salz wird in der Zentrifuge entwässert und anschliessend getrocknet. Später wird dem Speisesalz Jod und Fluor beigefügt. Erleben Sie mit Ihrer Schulklasse die Wunderwelt des weissen Goldes – nebenstehenden Talon ausfüllen und an die Schweizer Rheinsalinen senden.

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A N M E L D E-TA LO N Ja, wir kommen gerne mit einer Klasse von SchülerInnen zum Anschauungs-Unterricht in das Museum «Die Salzkammer» (ab 16 Jahren), Eintritt CHF 5.– pro Person in die Produktionsbetriebe Schweizerhalle in Pratteln oder Riburg in Möhlin Schulklasse: Verantwortliche Lehrperson: Ort: Tel.

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E-Mail: Wunschtermin: Jede Schülerin und jeder Schüler erhält aufgrund dieser Anmeldung kostenlos einen Sportsack (solange Vorrat). Talon bitte einsenden an: Schweizer Rheinsalinen, Besichtigungen, Schweizerhalle, Postfach, 4133 Pratteln 1, Telefon 061 825 51 51, Fax 061 825 51 06. info@saline.ch www.saline.ch

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Statistik prophezeit schrumpfende Schulen Eine Prognose des Bundesamtes für Statistik sorgt für Aufsehen: Danach wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz bis zum Jahr 2012 um rund zehn Prozent zurückgehen. Allerdings gibt es Differenzen zwischen den Vorhersagen des Bundesamtes und kantonaler Statistiker. Die Nachricht

Selbst die seriöse «Neue Zürcher Zeitung» konnte sich das frivole Wortspiel nicht verkneifen: «Die Lehrstätten leeren sich» hiess die Schlagzeile am 18. Februar. Darunter: «Bis zu 20 Prozent weniger Volksschüler im Jahre 2012». Anlass dazu war ein Communiqué des Bundesamtes für Statistik in Neuenburg, in dem bis zum Jahr 2012 eine Abnahme von 95 000 Lernenden, entsprechend 10% des Bestandes in der Vorund Volksschule, vorhergesagt wurde. Die NZZ fasste in ihrem Artikel das Communiqué (Wortlaut Seite 10) zusammen und wies sodann darauf hin, dass die Schweiz bei den Bildungskosten weltweit einen Spitzenrang einnehme, was jedoch, wie PISA gezeigt habe, «nicht automatisch auch einen Logenplatz beim schulischen Können» garantiere. Ein Rückgang der Schülerzahlen könnte «willkommenes Sparpotenzial» freisetzen, mutmasste die NZZ.

Foto: Peter Larson

Lehrstätten als Leerstätten?

Perspektive 2012: Von Lernenden fluchtartig verlassenes Klassenzimmer...

lich «nur» mit einem Minus von 10%. «Wir berücksichtigen die aktuellen Trends besser als die Bundesstatistiker», meinte der Leiter des kantonalen statistischen Amtes selbstbewusst.

Dramatische Auswirkungen 10% oder zwei Kinder auf eine Klasse von 20 – das scheint insgesamt kaum gravierend. In stark betroffenen Regionen könnte sich der Rückgang aber dramatisch auswirken, zum Beispiel im Kanton Basel-Stadt, wie am 20. Februar die «Basler Zeitung» vorrechnete: Gemäss Bundesamt für Statistik würde der allgemein an Bevölkerungsschwund leidende Stadtkanton im Jahr 2012 18% weniger Lernende zählen als im Jahr 2002 (Rückgang von 16 700 auf 13 700). Damit droht die Schliessung von 170 der gegenwärtig gut 900 Klassen und eine Reduktion des Lehrpersonals von 2400 auf weniger als 2000. «Ein Katastrophenszenario» wäre dies, laut BaZ, für Hans Georg Signer, Leiter des Ressorts Schulen im kantonalen Erziehungsdepartement. Er glaubt allerdings nicht, dass es tatsächlich eintrifft. Basels eigene Statistiker rechnen näm-

Trendwende hinterm Horizont? Aber auch etwa im Aargau lautet die Vorhersage anders als beim Bundesamt: So sagt die kantonale Prognose zwischen 2002 und 2010 ein Minus in der Primarschule von 10,1% und auf Sekundarstufe I von 4,6% voraus. Der Bund hingegen kommt für diesen Zeitraum auf Rückgänge von 14% (Primar) und 7% (Sek I). Karin Stockum, Fachfrau für Statistik beim aargauischen Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS), betont nicht die Differenzen zwischen Bundesund Kantonszahlen, sondern die Gemeinsamkeiten: «Der Trend ist der gleiche, nämlich weniger Lernende», sagte sie gegenüber BILDUNG SCHWEIZ. Erfahrungsgemäss seien die Aargauer Statistiker bei der Bevölkerungsentwicklung immer «etwas optimistischer» als jene des Bundes. «Aber das sind Annahme-Differenzen und sicher ist nicht das

eine falsch und das andere richtig.» Allerdings müsse man mit Schlüssen aus der Statistik vorsichtig sein: Laut bisher unveröffentlichten Daten des BKS zeichne sich hinter dem Horizont des Jahres 2012 wieder eine Trendwende zum Bevölkerungs- und damit längerfristig auch Schulwachstum ab. Müssen Lehrerinnen und Lehrer aufgrund der Prognosen um ihre Stellen fürchten? Kaum. Andere Faktoren wie die Konjunktur, die Entwicklung der Staatsfinanzen oder die Attraktivität des Berufs und der Ausbildung dürften den «Markt» für Lehrpersonen mindestens so stark beeinflussen wie die Statistik. Ausserdem, so LCH-Zentralpräsident Beat W. Zemp gegenüber der BaZ: «Würden die Schülerzahlen nicht sinken, stünde ein massiver Lehrermangel vor der Tür.» Denn in den nächsten zehn Jahren werde jede vierte Lehrperson pensioniert. Und die anscheinend akut von gähnender Leere bedrohten Basler Schulen leiden laut Hans Georg Signer zurzeit unter einer «enormen Raumnot». Heinz Weber Fortsetzung Seite 10


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Die Zahlen

«Deutlicher Rückgang» Das Medien-Communiqué des Bundesamtes für Statistik vom 17. Februar 2004 im Wortlaut.

Nach einer starken Zunahme der Anzahl Schülerinnen und Schüler während der letzten zehn Jahre ist bis ins Jahr 2012 mit einem deutlichen Rückgang der Bestände zu rechnen. Die Zahl der Lernenden wird voraussichtlich um rund 95 000 abnehmen (das sind 10% weniger als im Jahr 2002). Während dieser Rückgang in der Vorschule und auf Primarstufe bereits eingesetzt hat, dürften die Schülerzahlen der Sekundarstufe I bis Schulbeginn 2005 weiter wachsen und anschliessend ebenfalls zurückgehen. In Bezug auf die Schülerzahlen ist mit grossen regionalen Unterschieden zu rechnen. In der Ostschweiz dürften alle Schulstufen starke Rückgänge registrieren (–20% zwischen 2002 und 2012), während die Schülerbestände in der Region Zürich wahrscheinlich leicht zulegen werden. Das Bundesamt für Statistik (BFS) präsentiert die ersten Prognosen zur Anzahl Schülerinnen und Schüler der Vorschule und der obligatorischen Schule. Das verwendete Szenario basiert auf den neuen Bevölkerungsszenarien nach Region des BFS. Es setzt im Allgemeinen die Konstanz der Einflussfaktoren der Ströme im Bildungswesen voraus.

Rund 100 000 Schülerinnen und Schüler weniger im Jahr 2012 Gemäss dem demografischen Grundszenario des BFS («Trend») dürfte sich der Geburtenrückgang, der 1992 eingesetzt hat, fortsetzen. Die Zahl der Geburten wird wahrscheinlich von 72 500 im Jahr 2002 auf 68 000 im Jahr 2008 sinken (–6%). Danach ist zu erwarten, dass die Geburten bis 2012 leicht ansteigen und 69 000 erreichen werden. Dementsprechend werden auch die Schülerbestände der Vorschule sinken.

Die Zahl der Lernenden betrug im Jahr 2002 145 400. Sie dürfte bis 2005 relativ stabil bleiben (–2%) und danach bis 2012 stark abnehmen (125 500 im Jahr 2012; dies entspricht –14% zwischen 2002 und 2012). Auf Primarstufe ist mit einer anhaltenden Reduktion der Anzahl Schülerinnen und Schüler während des gesamten Perspektivzeitraums zu rechnen. Während 2002 noch 502 500 Lernende gezählt wurden, werden es 2012 voraussichtlich 440 000 sein (–13%). Ähnlich wie die Entwicklung der gleichaltrigen Bevölkerung wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I zwischen 2002 und 2005 den Prognosen zufolge um 3% zunehmen (253 000 im Jahr 2002 und 262 000 im Jahr 2005), um dann zwischen 2005 und 2012 um 8% auf 241 000 zu sinken. Die Prognosen besagen, dass es im Jahr 2012 4,5% weniger Lernende der Sekundarstufe I geben wird als noch im Jahr 2002. Gesamthaft wird also auf Stufe der Vorschule und der obligatorischen Schule ein markanter Rückgang der Schülerzahlen erwartet: 2012 wird es wahrscheinlich 95 000 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im Jahr 2002 geben (–10,5%). 2012 dürfte der gesamte Schülerbestand der drei Stufen ähnliche Tiefwerte wie zwischen 1985 und 1990 erreichen.

Grosse regionale Unterschiede Im Zusammenhang mit dem allgemeinen Rückgang der Schülerbestände in der Vorschule und der obligatorischen Schule wird es voraussichtlich grosse regionale Unterschiede geben, dies aufgrund demografischer Einflussfaktoren. Alle Stufen zusammengenommen dürfte die Abnahme je nach Region zwischen 14% und 20% betragen. Einzig die Genferseeregion und Zürich werden den Prognosen zufolge stabile Zahlen verzeichnen. Vorschule: In der Mehrzahl der Kantone wird die Zahl der Lernenden der Vorschule im Laufe der nächsten zehn Jahre voraussichtlich um rund 15–20% schrumpfen. Weit weniger stark wird wahrscheinlich die Schülerzahl in der Region Zürich (-2% zwischen 2002 und

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2012) und in der Genferseeregion (–4%) abnehmen. Diese Ergebnisse hängen jedoch stark mit der Qualität der – gezwungenermassen – ungewissen Prognosen der Anzahl Geburten pro Region zusammen. Primarstufe: Die regionale Entwicklung dürfte ähnlich wie in der Vorschule verlaufen, und die Schülerzahlen werden beinahe landesweit zurückgehen. Mit der stärksten Abnahme ist in der Ostschweiz zu rechnen (–22%). Eine Zunahme der Bestände dürfte es im Kanton Genf geben, während die Schülerzahlen im Kanton Zürich global stabil bleiben werden. Sekundarstufe I: In den kommenden zehn Jahren dürften die Schülerzahlen mehrerer Regionen zulegen (zwischen 3% und 4% für die Genferseeregion, Zürich und Tessin), während die anderen Regionen wahrscheinlich einen Rückgang hinnehmen müssen: –4% für die Zentralschweiz, –9% für die Nordwestschweiz und den Espace Mittelland sowie –15% für die Ostschweiz. Bundesamt für Statistik, Informationsdienst


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Zwei oder drei Schüler weniger pro Klasse bedeuten noch lange keine leeren Lehrstätten und bringen auch keine wesentliche Einsparung an finanziellem Aufwand.

Andererseits wissen wir auch nicht, wie sich der Lehrerinnen- und Lehrermarkt entwickeln wird. Neben dem bekannten Einfluss der Wirtschaftslage spielen mit Sicherheit auch die veränderten Ansprüche an die Schule, die Entwicklung der Quote der Teilzeit-Lehrpersonen und insbesondere die zukünftige Attraktivität der Pädagogischen Hochschule eine ganz wesentliche Rolle.

Schweiz seit 1992; sie sind in dieser Zeit von 18,9 auf 17,9 Prozent der Gesamtausgaben der öffentlichen Budgets in der Schweiz gesunken und stellen nicht mehr den grössten Posten dar – obwohl Bildungsinvestitionen die sinnvollste und bestmögliche aller Staatsausgaben sind. Die Absicht, sinkende Schülerzahlen zum Anlass für weiteres Sparen im Bildungsbereich zu nehmen, ist schon aus diesem Grund scharf abzulehnen.

Simple Milchmädchenrechnung

Urs Schildknecht Zentralsekretär LCH

Die LCH-Meinung

Qualität sichern! 100000 Schülerinnen und Schüler weniger bis zum Jahr 2012, so die Prognose des Bundesamtes für Statistik. Diese markante Abnahme der Schülerzahl könnte als Sparpotenzial sehr willkommen sein: Zusammenlegen von Klassen, Neuauflage der Gesamtschule oder Schliessung ganzer Schulhäuser würden die Bildungskosten merklich senken. Solchen Gelüsten ist vierfach vehement entgegenzutreten: Erstens handelt es sich hier um eine Prognose und die mögliche oder sinnvolle Anzahl Klassen hängt, neben dem Investitionswillen von Bund, Staat und Gemeinde, nicht nur von der Anzahl Schüler/innen, sondern auch von den Personalressourcen im Lehrkörper ab. Wie sich einerseits die Geburtenzahlen in den nächsten Jahren und damit, um wenige Jahre verzögert, die Schülerzahlen verändern oder wie sich die ausländische Zuwanderung von Familien mit Kindern gestaltet, hängt von der Entwicklung der verschiedenen, heute schlecht wägbaren gesellschaftlichen, politischen und vor allem wirtschaftlichen Faktoren ab.

Zweitens gilt das demografische Szenario nicht gleichermassen für alle Regionen, und einen zehnprozentigen Rückgang der Schülerzahlen mit einer zehnprozentigen Senkung der Klassenzahlen gleichzusetzen, ist eine allzu simple Milchmädchenrechnung. Die regional stark unterschiedlich prognostizierten Rückgänge zwischen 0 und 20% könnten eine Verringerung der Klassenbestände um bis zu 5 Schülerinnen und Schüler bedeuten. Kleinere Klassenbestände sind angesichts der vielerorts aus finanziellen Gründen ausgereizten Maximalzahlen erst einmal hoch willkommen – aus pädagogischen Gründen und weil sich kleinere Unterrichtsgruppen angesichts der teilweise massiven disziplinarischen Turbulenzen in den Klassen besser führen lassen. Zwei oder drei Schüler weniger pro Klasse bedeuten noch lange keine leeren Lehrstätten und bringen auch keine wesentliche Einsparung an finanziellem Aufwand; die Hauptkosten liegen beim Lehrpersonal, den Immobilien und der Infrastruktur und nicht beim Unterrichtsmaterial oder der Anzahl Stühle im Schulzimmer. Ob sich zur merklichen Einsparung von Bildungskosten Klassen überhaupt zusammenlegen lassen, ist in weniger dicht besiedelten Gegenden auch eine Frage des Schulweges; es macht kaum Sinn, weniger Klassen durch längere Schulwege bzw. durch hohe Schulbuskosten zu erkaufen.

Stagnierende Bildungsausgaben Drittens sind die Bildungskosten in den letzten zehn Jahren trotz starker Zunahme der Schülerzahlen gesunken. Im Gegensatz zu vielen OECD-Ländern stagnieren die Bildungsausgaben in der

Neue Anforderungen fordern Mittel Als viertes und wesentlichstes Argument gegen den Abbau von Bildungsinvestitionen gilt dies: Die öffentliche Schule hat vielfältige neue Anforderungen zu erfüllen, die nicht kostenlos und v.a. nicht ohne strukturelle Anpassungen bei den Lerngruppen zu haben sind. Neue Lerninhalte wie ICT oder früherer Fremdsprachenunterricht kosten Geld. Die Integration fremdsprachiger Kinder, die Förderung benachteiligter oder besonders begabter Kinder, das Lernen in Kleingruppen kostet Geld. Die Betreuungssituation dank Kleinklassen zu verbessern kostet Geld. Die Zukunft der öffentlichen Schulen hängt wesentlich von ihrer Qualität ab. Diese kann je länger je mehr nur durch eine intensive Zusammenarbeit des Lehrpersonals garantiert werden. Dazu gehören geleitete Schulen mit genügend Zeit für die lokale Schulentwicklung, für Teamarbeit. Auch das kostet Geld. Nicht zuletzt ist ohne eine optimale Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals, ohne zeitgemässe Anstellungsund Arbeitsbedingungen die Wirksamkeit des Unterrichts an öffentlichen Schulen nicht gesichert. Wer eine gute Schule will, muss das Lehrpersonal als Garant für eine gute Bildung entsprechend pflegen und fördern. Dazu sind die notwendigen Mittel bereitzustellen. Schlussfolgerung: Wenn die Schülerzahlen in den nächsten Jahren tatsächlich sinken und dadurch punktuell finanzielle Entlastungen resultieren sollten, ist das nur eine zusätzliche gute Gelegenheit, nach den vielen Jahren, in denen die Sparschraube kontinuierlich angezogen worden ist, wieder mehr und gezielt in die Bildung zu investieren.


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«Schweizer Schulrecht» – ein nützlicher Ratgeber für jedes Schulhaus

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«Schweizerisches Schulrecht» ist ein umfassendes Nachschlagewerk für fast alle Rechtsfragen rund um die Schule. Unentbehrlich für alle, die täglich mit der Schule zu tun haben. Die zweite, vollständig überarbeitete und stark erweiterte Auflage ist vor kurzem erschienen.

Alles, was Schulrecht ist: Damit Diskussionen nicht zu Spekulationen verkommen.

Eine Kandidatin wird nicht angestellt, weil sie einem Verein (dessen Pädagogik stark umstritten ist) angehört. An sich wäre eine solche Ablehnung willkürlich. Für die Schule sieht die Situation anders aus: Die Lehrer müssen zusammenarbeiten. Die Haltung der Kandidatin kann bei ihren Kollegen, bei den Eltern usw. Abwehrreaktionen auslösen, denn der Verein hat beim Lehrkörper jeden Goodwill verloren – ob zu Recht, kann dahingestellt bleiben. Die Nichtberücksichtigung lässt sich sachlich rechtfertigen. Ueli Zulauf Was tun, wenn man als Schulleiter oder Schulpflegepräsidentin nach einem Vorstellungsgespräch mit einer Bewer-

berin ein schlechtes Gefühl hat, weil die Stellenbewerberin zwar fachlich überzeugt, aber eben Ansichten vertritt, die polarisieren oder mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Ablehnung stossen im Kollegium? Man greift zum Standardwerk «Schweizerisches Schulrecht» und findet im 5. Teil «Die an der Schule beteiligten Personen» unter Kapitel 18 «Lehrer» im Abschnitt 18 «Begründung des Anstellungsverhältnisses» bzw. im Unterabschnitt 18.22 «Anspruch auf Anstellung» die eingangs erwähnte Fallbeschreibung mit Verweis in der Fussnote, wo dieser Entscheid publiziert wurde. Der Schulleiter oder die Schulpflegepräsidentin weiss nun: Wir wären nicht die ersten, die eine Kandidatin mit der

Begründung ablehnen, sie vertrete umstrittene pädagogische Ansichten. Ein ablehnender Antrag an das Wahlgremium könnte mit Verweis auf das «Schweizerische Schulrecht» und dem Hinweis, dass die Wahlbehörde mit einer Nichtwahl ein kalkuliertes Risiko eingeht, begründet werden. Nach der Auflösung des Vereins für psychologische Menschenkenntnis VPM, um den es im beschriebenen Fall vermutlich ging, dürften solche Situationen zwar seltener vorkommen als in den letzten 20 Jahren. Dennoch: Ganz auszuschliessen sind sie nicht. Und gerade in solchen Situationen ist ein Nachschlagewerk wie das «Schweizerische Schulrecht» hilfreich.


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Die Sprache des Buches ist das bekannte gestelzte Juristendeutsch, zuweilen mit antiquierten Wendungen durchsetzt, aber – weil ohne jeden herablassenden Unterton – auch für Laien in jeder Beziehung lesbar und verständlich.

Strafen – was ist rechtens? Verminderte Betragensnoten im Zeugnis sind als Disziplinarmassnahme zu betrachten (und können daher wie diese mit Rechtsmitteln angefochten werden). Im Zeugnis sind Vermerke, die das Verhalten betreffen, nur mit Zurückhaltung anzubringen (und besser den Eltern mit besonderem Schreiben mitzuteilen). Das Zeugnis wird später bei Bewerbungen gebraucht. Der Vermerk darf zudem weder pönalen Charakter haben noch zu Spekulationen Anlass geben. «Schweizerisches Schulrecht» behandelt auch alltägliche Themen, die weniger publizitätsträchtig sind, für die Betroffenen aber weit reichende Folgen haben können. Neben der Betragensnote wird etwa im Abschnitt «Sanktionen bei pflichtwidrigem Verhalten» den verschiedenen, noch immer am weitesten verbreiteten Formen von Strafen wie Arrest, Vor-die-Türe-Stellen sowie Körperstrafen und entehrende Sanktionen jeweils ein kurzer Abschnitt gewidmet. Dabei erfährt man unter anderem, dass als Lehrerin – rechtlich gesehen – die Obhutspflicht verletzt, wer einen Schüler vor die Türe stellt. Es empfiehlt sich somit, entweder eine andere Sanktionsform zu wählen oder für eine Aufsicht während des Unterrichtsausschlusses zu sorgen. Immer wieder Unsicherheit erzeugt die Frage, ob die Gutachten des Schulpsychologischen Dienstes den Eltern zugänglich gemacht und vor allem ausgehändigt werden sollen. Keiner Diskussion bedarf, dass ihnen der Inhalt wenigstens mündlich mitgeteilt werden muss, (…), doch muss die Abgabe des Gutachtens die klare Regel sein. Die Aushändigung an die Eltern aber könnte unter besonderen Umständen, die der Schulpsychologische Dienst glaubhaft machen müsste, dem Kind schaden, (…)

Massiver Wälzer, knapp 800 Seiten schwer.

Ein Werk für die Schulpraxis Ein Werk, das den Anspruch erhebt, aktualisiert auf dem neusten Stand, eine umfassende Übersicht über das Schulrecht der Schweiz einschliesslich des Dienstrechts der Lehrkräfte (Inhaltsbeschreibung auf dem Buchdeckel) zu geben, kann zwangsläufig nicht als handliche Reiselektüre daherkommen. Dementsprechend präsentiert sich «Schweizerisches Schulrecht» als Wälzer von knapp 800 Seiten in wissenschaftslexikalischer Aufmachung: streng systematisch gegliedert in 7 Teile und 21 Kapitel, mit einer Unzahl von Fallbeschreibungen aus der Rechtspraxis, welche die einzelnen Themen dokumentieren, einem umfassenden Sachwortregister, das allein 50 Seiten umfasst,

sowie unzähligen Fussnotenkommentaren und -verweisen. Die Sprache, das bekannte gestelzte Juristendeutsch, zuweilen mit antiquierten Wendungen durchsetzt, aber – weil ohne jeden herablassenden Unterton – auch für Laien in jeder Beziehung lesbar und verständlich, entspricht ganz den Erwartungen und Anforderungen an ein juristisches Nachschlagewerk, das sich an ein grosses, primär in der Schulpraxis stehendes Publikum richtet. Liebeskummer erlaubt einem Schüler der letzten Klasse des Lehrerseminars nicht, am ersten Tag einer zweitägigen Wande-

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rung nach Hause zurückzukehren und sich von einem Kollegen begleiten zu lassen. (...) Als Bettlektüre eignet sich «Schweizerisches Schulrecht» naturgemäss nicht. Dennoch kann man sich darin, wie in anderen Lexika auch, zuweilen verlieren. Etwa wenn man sich, von der Neugier gepackt und von einem FussnotenVerweis angeleitet, zum Nachschlagen unter einem oder mehreren anderen Stichworten als dem gesuchten verleiten lässt. Hin und wieder stösst man dabei sogar auf einen Fall, der, wie obiges Beispiel zeigt, einen für kurze Momente vergessen lässt, welch trockene Materie hier auf hunderten von Seiten abgehandelt wird.

Das ist sicher das Verdienst des Autors Herbert Plotke, der als Lehrer auf verschiedensten Schulstufen, als promovierter Jurist und vor allem aber als langjähriger Departementssekretär im Erziehungsdepartement des Kantons Solothurn aus einem reichen Fundus schulpraktischer und juristischer Erfahrung schöpfen konnte. Er hat dieses Wissen mit grosser Akribie und, wie zwischen den Zeilen immer wieder deutlich wird, auch mit Leidenschaft aufgearbeitet. Nicht zuletzt deshalb gehört die zweite Ausgabe von «Schweizerisches Schulrecht» jederzeit griffbereit in jede Lehrerbibliothek und jedes Rektorats- oder Schulleiterbüro.

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(Alle Zitate in Kursivschrift aus dem besprochenen Werk.)

Der Autor Ueli Zulauf ist als Schulleiter in Neuenhof AG tätig. 1995–2003 war er Sekretär des Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (ZLV).

Herbert Plotke: «Schweizerisches Schulrecht», zweite, vollständig überarbeitete und stark erweiterte Auflage, erschienen im Verlag Haupt, Bern 2003, 800 Seiten, Fr. 98.–

Lehrpersonen sind dreifach verantwortlich «Immer mit einem Bein im Gefängnis» – das trifft nicht zu. Aber einige Regeln sind einzuhalten. Lehrpersonen übernehmen täglich eine grosse Verantwortung für das körperliche und seelische Wohl der ihnen anvertrauten Kinder. Oft hören wir, dass Pädagoginnen und Pädagogen ständig mit einem Bein im Gefängnis stehen. Peter Hofmann, «fachstelle schulrecht» St. Gallen Diese Aussage stimmt in dieser pauschalen Form nicht. Ziel dieses Beitrages ist es, den Lehrpersonen die dreifache, grundsätzlich voneinander unabhängige Verantwortlichkeit ihres Berufes aufzuzeigen.

Der Fall

In ungemütlicher Rechts-, ja Zwangslage.

Ein Lehrer besucht mit seinen 22 Erstklässlern das örtliche Schwimmbad. Während er Spielgeräte bereitlegt, steigen Paul und drei weitere Knaben verbotenerweise bereits ins Schwimmbecken. Der Lehrer schickt die vier Schüler zur Strafe an den Platz zurück. Erst nach 10 Minuten dürfen sie wieder ins Nichtschwimmerbecken zurückkehren. In einem unbeobachteten Augenblick sinkt der siebenjährige Paul auf den Boden des 1,6 Meter tiefen Schwimmerbassins, das nur durch ein Seil vom Nichtschwimmerbereich getrennt ist.


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Gegen Vorschriften des Strafgesetzbuches kann eine Lehrperson nicht nur durch aktives Handeln, sondern auch durch Unterlassen verstossen.

Andere Kinder entdecken Paul in Bauchlage auf dem Boden. Der Lehrer holt ihn sofort heraus. Der Bademeister belebt Paul erfolgreich wieder. Im Spital werden schwere Hirnschädigungen festgestellt, da er etwa zwei Minuten ohne Sauerstoff war. Der Schüler wird bis an sein Lebensende ein Pflegefall bleiben. Die zuständige Untersuchungsrichterin hat ein Verfahren wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung gegen den Lehrer eröffnet. Er muss seit diesem Vorfall psychisch betreut werden.

Die strafrechtliche Verantwortlichkeit Das Verhältnis Schule und Schülerinnen/Schüler wird durch die Garantenstellung und die Obhutspflicht der Lehrperson geprägt. Die Lehrperson ist durch die im jeweiligen Volksschulgesetz festgeschriebene Lehr- und Erziehungspflicht verpflichtet, für die körperliche und physische Unversehrtheit der ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen Sorge zu tragen. Gegen Vorschriften des Strafgesetzbuches kann eine Lehrperson nicht nur durch aktives Handeln, sondern auch durch Unterlassen verstossen. Eine Verurteilung des betroffenen Lehrers wegen fahrlässiger Körperverletzung würde voraussetzen, dass er sämtliche roten Ampeln, welche ihn gewarnt haben, übersehen hat. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Lehrer bei Beachtung der erforderlichen Sorgfalt hätte voraussehen müssen, dass der Schüler ertrinken könnte. Die Kurzübersetzung lautet: «Ich wollte dies nicht, aber es ist leider doch geschehen.» Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Lehrer seine Aufsichtspflicht in besonders schwerem Masse verletzt hat, indem er selbst einfachste, nahe liegende und jedermann einleuchtende Überlegungen nicht angestellt hat, weil er z.B. anstatt am Bassinrand zu stehen, sich im Schwimmbadrestaurant aufhielt. Eine solche grobe Fahrlässigkeit kann auch zur vermögensrechtlichen Haftung führen. Strafrechtliche Verurteilungen von Lehrpersonen sind in der Praxis relativ selten. Auch im vorliegenden Fall wurde

die Lehrperson freigesprochen, da ihr keine Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen werden konnte.

Die vermögensrechtliche Verantwortlichkeit Trotz eines strafrechtlichen Freispruches kann eine Lehrperson vermögensrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Hier handelt es sich üblicherweise um zwei verschiedene Verfahren und es entscheidet im Zivilverfahren ein anderes Gericht. Die Richter sind grundsätzlich unabhängig in unserem Land. Sie sind daher nicht verpflichtet, einen Urteilsspruch des Strafgerichtes zu übernehmen. Fast alle Kantone haben ein Verantwortlichkeitsgesetz zum finanziellen Schutz

ihrer Mitarbeitenden erlassen. Gemäss diesem Gesetz haftet ausschliesslich der Kanton oder die Gemeinde für Schäden, die ihre Angestellten (so auch Lehrpersonen) in Ausübung dienstlicher Verrichtung, zum Beispiel Schwimmunterricht, Dritten (hier dem Schüler) widerrechtlich zufügen. Der Geschädigte kann Behördenmitglieder und Angestellte nicht unmittelbar belangen. Dies hat zur Folge, dass der geschädigte Schüler respektive seine Eltern haftpflichtrechtliche Ansprüche nur gegen den Kanton oder die Schulgemeinde geltend machen kann. Auf das Vermögen der Lehrperson kann nicht direkt gegriffen werden. Fortsetzung Seite 16

Was ist (noch) erlaubt, was verboten auf dem Boden des Schulrechts?


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chen Verweis, über die Unterbrechung der periodischen Besoldungserhöhung, bis zur fristlosen Entlassung. Hält sich eine Lehrperson an die Weisungen der Vorgesetzten, nimmt sie die eigenen Standesregeln ernst und beachtet sie das Merkblatt «Verantwortlichkeit und Haftpflicht» des LCH, so kann ihr in einem Verfahren rechtlich wenig vorgehalten werden. Selbst wenn einmal ein Unglück geschieht, so bleibt der Lehrperson meistens der Gang ins Gefängnis erspart. Hinzu kommt, dass der Staat seine Mitarbeitenden durch das jeweilige Verantwortlichkeitsgesetz vor finanziellen Forderungen optimal schützt.

Weiter im Text

Wer sich aufs Gesetz stützen kann, ist in komfortabler Lage.

Im vorliegenden Fall ist ein Pflegeschaden in Millionenhöhe entstanden. Üblicherweise werden solche Schäden mittels Vergleich zwischen der betroffenen Gemeinde und dem geschädigten Schüler geregelt. Viele Schulgemeinden haben zu diesem Zweck eine spezielle Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Von dieser Regel gibt es eine grosse Ausnahme. Kann der verantwortlichen Lehrperson nachgewiesen werden, dass sie absichtlich oder grobfahrlässig die Dienstpflicht (hier die Aufsicht beim Schwimmunterricht) verletzt hat, dann steht dem Kanton oder der Gemeinde der Rückgriff auf das Vermögen des Angestellten oder Behördenmitgliedes zu. Die Lehrperson hat in einem solchen Fall sämtliche Warnsignale missachtet und hielt sich zum Beispiel im Schwimmbadrestaurant auf, obwohl sie wusste, dass ihre Schülerinnen und Schüler zum Teil nicht schwimmen konnten. Die Eltern würden ausschliesslich aus dem Vermögen der betroffenen Schulgemeinde entschädigt. Die betroffene Gemeinde würde den Regress auf die verantwortliche Lehrperson vornehmen. Einen Teil der ausbezahlten Sum-

me würde diese vom betroffenen Lehrer zurückfordern. Ein solcher Regress ist selten und er kommt bei folgenden Fällen vor: mangelhafte Aufsicht bei Ausflügen oder Pausen, gewagtes physikalisches Experiment, sexuelle Handlungen mit Kindern oder Einsperren von Schülerinnen in einen Kasten.

Die disziplinarische Verantwortlichkeit Um den ordnungsgemässen Gang der Schule zu sichern und das Vertrauen in die Lehrerschaft zu erhalten, untersteht die Lehrperson der disziplinarischen Verantwortlichkeit der jeweiligen Schulbehörde. Als Disziplinarfehler gilt in der Regel eine schuldhafte Verletzung der Amts- oder Dienstpflicht. Die Lehrperson ist gehalten, den Unterricht gemäss den gesetzlichen Vorschriften, dem Lehrplan und den Weisungen der Schulbehörden zu halten. Hält sich eine Lehrperson beispielsweise nicht an die Weisung, dass für den Schwimmunterricht eine Begleitperson beizuziehen ist, so kann dies disziplinarrechtliche Folgen haben. Je nach Schwere des Falles variieren die Massnahmen von einem einfachen schriftli-

• LCH-Berufsleitbild/Standesregeln. Zu bestellen bei: LCH-Service, Ringstrasse 54, 8057 Zürich, Tel. 01 315 54 54, Fax 01 311 83 15, E-Mail lchadmin@ lch.ch, 1–3 Expl. Fr. 9.–, 4–10 Expl. Fr. 2.50, ab 11 Expl. Fr. 2.– • LCH-Merkblatt «Verantwortlichkeit und Haftpflicht der Lehrpersonen». Gratis abzurufen auf der LCH-Homepage www.lch.ch, Rubrik «Publikationen» (gedruckte Version vergriffen).

«fachstelle schulrecht» Die «fachstelle schulrecht» ist das Kompetenzzentrum für alle rechtlich relevanten Fragen rund um die Schule. Der Fokus ihrer Tätigkeit zielt auf die Beratung in Fragen des Schulrechts und verwandter Gebiete wie Arbeitsrecht, Personalrecht, Sozialversicherungsrecht, Haftpflichtrecht und Strafrecht. Geleitet wird die (vom Staat unabhängige) «fachstelle schulrecht» von Peter Hofmann. Er ist ehemaliger Primarlehrer und ausgebildeter Jurist. Ihr Arbeitsgebiet erstreckt sich auf die ganze deutschsprachige Schweiz. Kontakt: fachstelle schulrecht, Goldermühlestrasse 2, Postfach 63, 9403 Goldach, Tel. 071 845 16 86, www.schulrecht.ch, info@schulrecht.ch


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«Der Rechtsweg ist wirklich das letzte Mittel» Welche juristischen Fragen beschäftigen Lehrpersonen besonders häufig? Was lässt sich tun, um teure Rechtshändel zu vermeiden? BILDUNG SCHWEIZ sprach mit Doris Hochheimer, Bereichsleiterin Beratung/Weiterbildung beim Verband Lehrerinnen und Lehrer Bern (LEBE), und Anwalt Urs Hofer, seit mehr als 20 Jahren Rechtskonsulent von LEBE. BILDUNG SCHWEIZ: Stimmen aus der Lehrerschaft und Medienberichte lassen den Eindruck entstehen, Lehrerinnen und Lehrer seien heute viel häufiger als noch vor einigen Jahren mit Rechtsfragen konfrontiert. Können respektive müssen Sie das bestätigen? Urs Hofer: Die Leute im Umfeld der Schule, insbesondere die Eltern, sind aufmüpfiger geworden. Mängel in der Erziehung werden gerne auf die Schule überwälzt. Wenn beispielsweise – was schon früher untersagt war – einem Lehrer mal die Hand ausrutscht, ist man heute viel eher bereit, gleich eine Anzeige einzureichen. Dann gibt es anstellungsrechtliche Fragen, die von Konjunkturzyklen abhängig sind. Bei Lehrermangel halten die Laienbehörden sich mit «Strafmassnahmen» gegen missliebige Lehrpersonen – etwa Verweigerung der unbefristeten Anstellung – zurück. Gibt es hingegen genügend Bewerbungen, so werden wieder «Retourkutschen» gefahren. Das ist eher ein Thema in ländlichen Gegenden. Ein drittes Problem kam mit der Einführung von Schulleitungen auf uns zu. Viele Lehrpersonen können sich mit dem Übergang vom System des Schulvorstehers als «primus inter pares» zum Schulleiter mit Vorgesetzten-Kompetenzen nicht ohne weiteres abfinden. Mit solchen Konflikten sind vielfach auch die Schulbehörden überfordert, und so kommt es gelegentlich zu Rechtshändeln. Schliesslich hatten wir hier im Kanton Bern Probleme im Zug der Tertiarisierung und Zentralisierung der Lehrerbildung. Ich habe Verständnis dafür, dass von Standort-Schliessungen Betroffene versuchen, den Rechtsweg zu beschreiten. Doch die Erfahrung zeigt, dass es fast aussichtslos ist, mit juristischen Mitteln gegen politische Entscheide vorzugehen; da muss man andere Wege finden. Probleme mit Eltern – welche Erfahrungen haben Sie dazu, Doris Hochheimer? Doris Hochheimer: Die Verpflichtung

Stellt der Buchstabe des Gesetzes alles klar? Oder gibts Spielraum?

der Eltern zur Mitarbeit in der Schule, die wir im Kanton Bern haben, bringt viel Gutes, aber sie kann auch dazu führen, dass sie sich zu stark einmischen und bei Konflikten mit der Lehrperson sehr massiv «einfahren». Leider machen wir die Erfahrung, dass solche Eltern häufig selbst aktive oder ehemalige Lehrpersonen sind. Und stellen Sie im LEBE-Beratungsteam eine grundsätzliche Zunahme der juristischen Fragen fest? Doris Hochheimer: Vergleiche mit früher fehlen mir leider, da die Anfragen nicht so erfasst wurden. Aber ich kann sagen, dass von zehn Fällen, wo jemand anruft und sagt, er brauche juristische Hilfe, mindestens deren acht auf dem Weg der Vermittlung und Schlichtung zu lösen sind. Der Beizug des Anwaltes ist für uns wirklich das letzte Mittel. Im Jahr 2003 haben wir bei 102 Beratungs-

fällen – und das sind alles mehr als nur einmalige Anfragen, oft aufwändige Abklärungen und Begleitungen – neun Personen Rechtsschutz gewährt. Urs Hofer: Das kann ich bestätigen. Ich habe den Eindruck, die LEBE-Beratung erledigt viel mehr selbst als früher, und ich finde das sehr positiv. Doris Hochheimer: Das höre ich gern. Unser Grundsatz ist, möglichst wenig vom Geld unserer Mitglieder für juristische Kosten auszugeben. Dazu kommt, dass der Beizug eines Anwalts oft die Fronten verhärtet. Welches sind die häufigsten Fragen im rechtlichen Bereich, die Ihrem Beratungsteam gestellt werden? Doris Hochheimer: Den grössten Anteil haben Anstellungsfragen, zum Beispiel betreffend Kündigung, Mutterschaftsurlaub oder Lohnfortzahlung bei Unfällen. Fortsetzung Seite 18


Urs Hofer: Mir scheint, auch strafrechtliche Abklärungen haben zugenommen, zum Beispiel wenn jemand sexueller Übergriffe verdächtigt wird. Das kann ja enorm perfid sein. Es kommt dann relativ selten zu einem Verfahren, aber die Sache ist natürlich für die Lehrer ausserordentlich belastend. Es ist heute einfach wichtig, selbst böswilligen Leuten, die nur auf Gelegenheit zum Anklagen warten, keine Angriffsflächen zu liefern. Konnte zum Beispiel früher in der Landschulwoche ein Lehrer noch ohne weiteres auch ins Mädchenzimmer treten und Nachtruhe anordnen, so ist da heute bereits Vorsicht geboten. Mag sein, dass früher zu viel unterm Deckel blieb, aber heute ist der Trend genau gegenteilig. Doris Hochheimer: Ich stelle da ein Auf und Ab fest. Wenn in den Medien über einen bestimmten Fall berichtet wird, so häufen sich die Anfragen. Gibt es auch Bereiche, die abgenommen haben? Urs Hofer: Weniger als früher kommen Fragen betreffend Pflicht zur Teilnahme an Schullagern, Papiersammlungen und ähnlichen Sozialdienstleistungen. Das scheint heute besser geregelt zu sein. Doris Hochheimer: Teilpensenlehrkräfte fragen oft an, in welchem Mass ihnen die Teilnahme an Sitzungen und Mitarbeit in Kommissionen zuzumuten sei. Doch da haben wir zum Glück heute klare Richtlinien und erprobte Lösungen, so dass es nicht zu Rechtshändeln kommen muss. Selten sind Fragen zum Thema Haftpflicht, besonders auf Schulreisen und in Klassenlagern, geworden. Dazu gibt es mittlerweile genügend Unterlagen. Man hört zunehmend auch, dass Noten oder Promotionsentscheide angefochten werden. Haben Sie damit zu tun? Doris Hochheimer: Gar nicht. Diese Dinge laufen über das Schulinspektorat. Wir haben gegenwärtig Diskussionen mit dem Kanton zur Schülerbeurteilung auf gewerkschaftlicher und pädagogischer Ebene. Aber mit Einzelfällen hatte ich bisher nicht zu tun. Die bernische Berufsorganisation LEBE gewährt ihren Mitgliedern Rechtsschutz. Unter welchen Bedingungen? Doris Hochheimer: Da bestehen wirklich oft überhöhte Erwartungen. Jemand, der die Kündigung erhält und

dies als ungerechtfertigt empfindet, möchte verständlicherweise sofort Rechtsschutz von uns. Aber wir schätzen immer zunächst einmal ab, welche Chancen ein juristisches Verfahren oder eine Beschwerde hat. Wenn in diesem Fall die Schulkommission völlig korrekt vorgegangen ist, eine Anhörung veranstaltet und ihren Entscheid begründet hat, sind die Chancen vor Gericht gleich null. Dann geben wir keinen Rechtsschutz, obwohl die Kündigung im subjektiven Empfinden durchaus ungerecht sein kann. Dies ist für Betroffene manchmal schwer zu verstehen. Es gibt aber auch Fälle, wo wir keinen Rechtsschutz gewähren, weil die Person sich nicht nach den LCH-Standesregeln verhalten hat. Wenn zum Beispiel jemand sexueller Übergriffe angeklagt ist und bestreitet diese, geben wir Schutz – aber mit dem Vorbehalt, dass er das Geld bei einem Schuldspruch zurückzahlen muss. Wer entscheidet über die Gewährung des Rechtsschutzes? Doris Hochheimer: Die Geschäftsleitung von LEBE, aber immer in Absprache mit den juristischen Beratern. Was soll eine Lehrperson tun, wenn ihr mit juristischen Konsequenzen gedroht wird? Doris Hochheimer: Der erste Schritt ist sicher das Gespräch mit der Schulleitung in der Hoffnung, dass sie bei einer gütlichen Lösung mitwirken kann. In pädagogischen Fragen ist das Inspektorat beizuziehen. Dann kann die Lehrperson natürlich uns kontaktieren, und wir schauen, was zu machen ist. Dafür muss die Person Mitglied bei LEBE sein. Abzuraten ist von Gegendrohungen

LEBE-Bereichsleiterin Doris Hochheimer, LEBERechtskonsulent Urs Hofer.

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oder davon, sich selbst einen Anwalt zu nehmen. Urs Hofer: Auf keinen Fall! Dann noch eher über die Vermittlung von LEBE für eine Erstkonsultation zu mir kommen. Das bedeutet noch nicht Rechtsschutz, kann aber oft der Sache den Wind aus den Segeln nehmen. Und sollte es tatsächlich zu einer Anzeige kommen, braucht man das nicht zu dramatisieren. Es hat schon manche Anzeige keine anderen Folgen gehabt als Kosten für den, der sie einreichte. Dringend rate ich von Ehrverletzungsklagen ab. In der Regel schaut dabei nichts heraus. Und wenn ein Arbeitszeugnis nicht erwartungsgemäss ausfällt? Doris Hochheimer: Damit kommen tatsächlich gelegentlich Leute zu uns. Ich rate in der Regel dazu, ein wenig Distanz zu nehmen. Es ist eine Person, die das Zeugnis nach ihrem persönlichen Eindruck schreibt; wir lesen es mit unserem eigenen Empfinden und eine dritte Person, die unsere Bewerbung beurteilt, liest es noch einmal anders... Urs Hofer: Es sei denn, das Zeugnis sei offensichtlich codiert. Aber für diesen Bereich gibt es klare Vorschriften. Doris Hochheimer: Oft erwarten Lehrpersonen vom Arbeitszeugnis eine Würdigung ihrer persönlichen Verdienste. Das hat fast zwangsläufig Enttäuschungen zur Folge. Da ist ein Mitarbeitergespräch der geeignetere Weg. Urs Hofer: Es gibt da noch einen kleinen Trick. Ich schlage den Betroffenen vor, sich selber ein Zeugnis zu entwerfen und es als Gegenvorschlag an den Arbeitgeber zu schicken. Nicht selten funktioniert das. Interview: Heinz Weber

Foto: Heinz Weber

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Die Geschichten aus dem Vorlesebuch «Ene mene Muh – so lebt die kleine Lovely Kuh» führen die Schüler an die Themen Milch, Kuh und Landwirtschaft heran und bilden einen erzählerischen Auftakt zu einer neuen Unterrichtseinheit.

Milch, Kuh, Landwirtschaft – Werkstattunterricht und Vorlesebuch Im Werkstattunterricht setzen sich die Schüler aktiv mit den Themen «Milch», «Essen&Trinken» und «Herstellung von Milchprodukten» auseinander. Ideen und Vorlagen finden sich im neuen Heft «Milch – Vorlagen und Ideen für Werkstätten».

Ja, ich bestelle __ Expl. «Die Milch – Vorlagen und Ideen für Werkstätten» (Art. 130 430D) Fr. 8.– * neu! __ Expl. «Ene mene Muh – so lebt die kleine Lovely Kuh» (Art. 130 429D ) 81 Seiten, farbige Illustrationen, grosse Schrift Fr. 19.– * neu! __ Expl. «Die Milch – Ideen für den Unterricht» Arbeitsmappe für Schülerinnen und Schüler, farbig, mit Klebebogen für Arbeitsblätter (Art. 130 001) Fr. 1.– *

Vorlesebuch und Werkstattvorlagen ergänzen das Basislehrmittel «Die Milch – Ideen für den Unterricht». Alle Materialien können bestellt werden unter Telefon 031 359 57 28, im Internet unter www.swissmilk.ch oder mit dem neben stehenden Bestelltalon. Bitte Talon senden an: Schweizer Milchproduzenten SMP Bestellwesen Weststrasse 10 3000 Bern 6 Fax 031 359 58 55

__ Expl. «Die Milch – Ideen für den Unterricht» Kommentar für Lehrkräfte. Hintergrundinformationen, Querverweise, Literatur, Arbeitsvorschläge (Art. 131 010) Fr. 8.– * * zuzügl. Fr. 6.90 Versandspesen Schulhaus Name/Vorname Strasse PLZ/Ort E-Mail Geburtstag Datum Unterschrift 454 003 001


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EISTUNGEN

Mit BILDUNG SCHWEIZ und Studiosus auf Reisen: Das MoMA in Berlin Speziell ausgewählt für die Leserinnen und Leser von BILDUNG SCHWEIZ: Eine Reise zum spektakulären Gastspiel des New Yorker «Museum of Modern Art» in Berlin und weiteren kulturellen Attraktionen der Weltstadt. Vom 28. Juli bis 1. August. Natürlich in bekannter Studiosus-Qualität.

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Besuchen Sie die einzigartige Ausstellung von 200 der bedeutendsten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, eine Leihgabe des Museum of Modern Art in New York, die 2004 exklusiv in Berlin zu sehen ist. Der Bogen spannt sich von den späten Impressionisten über Werke der klassischen Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Entdecken Sie aber Berlin auch als Stadt der modernen Architektur und neue Metropole.

Reichstag und neues Regierungsviertel, die interessanten Bauten der neuen Botschaften, das Jüdische Museum von Daniel Libeskind. Neben dem Schloss Charlottenburg liegt die Sammlung Berggruen mit einzigartigen Werken der klassischen Moderne. Ein gemeinsames Abendessen im Szeneviertel Prenzlauer Berg rundet unseren Berlin-Aufenthalt ab.

5. Tag, So: Abschied von Berlin 1. Tag, Mi: An die Spree Individuelle Anreise mit der Bahn. Je nach Ankunftszeit Gelegenheit zum ersten Bummel durch die Stadt. Um 18 Uhr erwartet Sie Ihr Reiseleiter im Hotel. Sie können einen Cocktail geniessen und seinem Vortrag über die Geburt der modernen Kunst zuhören.

2. Tag, Do: Ein Tag für MoMA Diesen Tag widmen wir der Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie. Ihr Reiseleiter führt Sie durch die Jahrhundertschau. Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit, die Werke in Ruhe zu geniessen.

3. Tag, Fr: Altes Berlin Heute spazieren wir vom Brandenburger Tor über den Pariser Platz, Unter den Linden, den Gendarmenmarkt zur Museumsinsel. Mittags erkunden wir das Scheunenviertel, dort lebte Döblin und schrieb seinen Roman «Berlin Alexanderplatz». Nachmittags Zeit zum individuellen Entdecken. Oder haben Sie Lust, Ihren Reiseleiter in den Hamburger Bahnhof zu begleiten? Ein 100 Jahre alter Bahnhof ist heute vielleicht das schönste Museum für Gegenwartskunst in Deutschland.

Wollen Sie noch einmal bummeln oder lieber gleich zurück? Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Individuelle Rückreise.

Reisepreis l 660.–. Das ist inbegriffen: 5 Reisetage, 28.07.– 01.08.2004, Mittwoch bis Sonntag. Höchstzahl der Teilnehmenden 24, Mindestzahl 12. Im Preis von h 660.– enthalten: Bahnreise nach Berlin (2. Klasse) und zurück; Stadtrundfahrt in bequemem Reisebus; 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im Mercure Hotel Am Checkpoint Charlie****, Welcome-Dinner und Abschiedsessen in typischen Restaurants, Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC, Eintritt in die Ausstellung «MoMA in Berlin»; StudiosusReiseleitung, Eintritte, Gruppentrinkgelder, RücktrittskostenVersicherung und Reiseliteratur. Transfer zum/ vom Hotel nicht eingeschlossen. Die Preise gelten ab allen Bahnhöfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Mercure Hotel Am Checkpoint Charlie**** Frisches italienisches Design zeichnet unser Komforthotel aus. Die geräumigen 135 Zimmer und Appartements sind elegant eingerichtet mit Klimaanlage, Satelliten-TV, Minibar und Föhn.

4. Tag, Sa: Aufbruch in die Moderne Es gibt wohl keine Stadt in Europa mit so viel moderner Architektur, gebaut von renommiertesten Architekten. Wir sehen

Buchung und Beratung beim LCH-Reisedienst Martin Schröter, Telefon 01 315 54 64


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EISTUNGEN

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Ihre Frühpensionierung planen?

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Ihr Geld gemäss Ihren Möglichkeiten anlegen (und nicht jenen der Bank)?

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EISTUNGEN

Die LCH-Versicherungen feiern die 5555ste Police!

Foto: Tommy Furrer

Prämien sparen und gleichzeitig von einem optimalen Versicherungsschutz profitieren.

Thomas Naef, Leiter Züritel; Urs Schildknecht, Zentralsekretär LCH; Evelyn Fritsche aus St. Gallen; Martin Schröter, LCH; Matthias Wendel, Account Executive Züritel; Suzanne Ben Khalfallah, Direkt-Marketing Züritel (von links) bei der Preisübergabe.

Seit 1996 bietet der LCH in Zusammenarbeit mit Züritel eine attraktive Autoversicherung sowie speziell auf die Bedürfnisse der LCH-Mitglieder zugeschnittene Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen an. Vor einigen Monaten hat Frau Evelyn Fritsche, Primarlehrerin aus St. Gallen, über die LCH-Versicherungen eine Autoversicherung abgeschlossen und wurde dabei als Versicherungsnehmerin der 5555sten Police registriert.

Städtereise nach London Anlässlich einer kleinen Feier in St. Gallen konnten die Verantwortlichen des LCH und von Züritel der glücklichen Gewinnerin einen Gutschein für eine Städtereise ihrer Wahl im Wert von Fr. 1500.– inklusive Fr. 500.– Sackgeld übergeben. Frau Fritsche, die auch ausgebildete Tanzlehrerin ist, hat sich mit grosser Freude für eine Reise nach London entschieden. Urs Schildknecht, Zentralsekretär LCH, und Thomas Naef, Leiter Züritel, sind sich einig, dass die Zusammenarbeit zwi-

schen LCH und Züritel ein voller Erfolg ist, sind doch bereits über 15% der LCH-Mitglieder bei Züritel versichert.

90 000 Kunden, 120 000 Verträge Züritel ist heute in der Schweiz mit über 90 000 Kunden und mit 120 000 Verträgen der führende Direktversicherer für Angebote an Mitglieder von Verbänden und Mitarbeitern grösserer Firmen. Der Verzicht auf aufwendige Werbekampagnen und die Konzentration auf diese beiden Marktsegmente ermöglichen das besonders gute Preis-Leistungs-Verhältnis mit attraktiven Zusatzleistungen. So erhalten Sie beispielsweise bei Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung bis zu fünf Velovignetten gratis. Ein persönliches Versicherungsangebot oder kompetente Auskunft zu Versicherungsfragen erhalten LCH-Mitglieder unter Tel. 0848 807 804. Noch schneller geht es via Internet www.LCH.ch (Benutzername: LCH, Passwort: klasse). Eine Anfrage lohnt sich in jedem Fall.


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EISTUNGEN

Mensch und Vogel im gleichen Netz Der LCH bietet gemeinsam mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach ein eintägiges Seminar unter dem Thema «Netz Umwelt» an. Ökologische Zusammenhänge werden am Beispiel Vögel dargestellt und als fächerübergreifende Unterrichtseinheit geplant. Das Programm

Foto: Schweizerische Vogelwarte Sempach/zVg.

09.00 Einführung, Zielsetzung, Doku (U. Schildknecht, H.P. Pfister) 09.15 Workshop 1: Diskussion Netzwerk – Bioindikatoren (M. Kestenholz, H. Schmid) 10.00 Parcours «Objekte» – Gruppenarbeit (S. Birrer, R. Graf) 12.00 Mittagessen auf dem Sonnenhof (R. Graf, J. Ineichen) 14.00 Workshop 2: Erlebnisse – Auswertung für Projektunterricht (R. Graf) 14.45 Netzwerkmethodik: Synthese der Erfahrungen (H. P. Pfister; ev. HSG) 16.00 Workshop 3: Musterbeispiel für Projektwoche (H.P. Pfister) 17.00 offizieller Schluss der Tagung; anschliessend Presseapéro (F. Tobler)

Weiter im Netz www.vogelwarte.ch/

Es gibt keine Lerndisziplin, in der die Umwelt keine Rolle spielt. Unter dem Titel «Netz Umwelt» bieten der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer LCH und die Schweizerische Vogelwarte Sempach eine Weiterbildung für Lehrpersonen an. Sie soll als Input und Animation für einen fächerübergreifenden vernetzten Unterricht oder eine entsprechende schulhausinterne Projektwoche dienen. Lernende sollen Umwelt erleben, um sie zu begreifen und schätzen zu lernen. Am Beispiel der Vögel als Indikatoren für den Umweltzustand werden ökologische Zusammenhänge dargestellt. Damit sollen Gedanken der Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 (Umweltgipfel von Rio) aufgenommen werden.

Aktives Erleben und Umsetzung für den Unterricht Das eintägige Seminar in Sempach bietet unter anderem: – einen erweiterten Horizont zum Thema «Vogel und Mensch», Vögel als Indikatoren, Lagebeurteilung 2000 und Rote Liste.

– Landwirtschaft und ökologischer Ausgleich; Retensionsweiher – Erlebnisse durch instruktive Beispiele aus der realen Umwelt. – Sinn und Zweck von Naturlehrpfaden. – Erfassen und diskutieren von Querbeziehungen zwischen Landschaft am See und menschlicher Nutzung. – Simulation eines eintägigen Projektunterrichts (Muster-Workshop). – Diskussion über Projektunterrichtsformen und interdisziplinäre Projektwochen. – Austausch von Ideen auf der eigenen Schulstufe.

Projektleitung und Finanzierung Das Seminar steht unter der Leitung von Hans Pfister, Wildbiologe und Vorsitzender der Institutsleitung an der Vogelwarte Sempach. Interne und externe Fachleute begleiten das Seminar. Der LCH und die Schweizerische Vogelwarte Sempach unterstützen neben verschiedenen Sponsoren den Workshop mit einem finanziellen Beitrag.

Termine und Anmeldung Das LCH-Seminar «Netz Umwelt» an der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach findet an zwei verschiedenen Daten statt: 1. Datum, 8. Mai; 2. Datum, 16. Oktober. Bitte beachten Sie: Neues Datum von Anlass 1 aus organisatorischen Gründen. LCH-Mitglieder profitieren von einem Spezialpreis von Fr. 246.– (inkl. Verpflegung, exkl. MwSt.), Nichtmitglieder zahlen Fr. 320.–. Anmeldungen sind bis zum 19. April zu richten an das Zentralsekretariat LCH Ringstrasse 54, Postfach 189 8057 Zürich oder per E-Mail lchsekretariat@lch.ch Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt (maximal 32, minimal 15 Teilnehmende pro Seminar). B.S.


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___________DIGITALE MEDIEN___ ___PRAXIS___________________ GESTALTUNG UND VERMITTLUNG___

EIN NACHDIPLOMSTUDIUM IN 3 NACHDIPLOMKURSEN, NACHEINANDER ODER JE SEPARAT ZU BESUCHEN. NDK 1: NDK 2: NDK 3:

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Jugend forscht: «Tu Gutes und rede darüber»

Foto: Peter Larson

Am Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» nahmen bisher vor allem Schülerinnen und Schüler von Gymnasien teil. Neu will man vermehrt auch Lehrlinge fürs Forschen begeistern. Fachleute sind überzeugt, dass dies zu einer Aufwertung der Berufsausbildung beitragen wird.

Nicht nur Gymnasiasten, auch Lehrlinge sind durchaus in der Lage, ehrgeizige Forschungsprojekte durchzuführen.

Reto Baumgartner und David Blumer, zwei Pharmalaboranten-Lehrlinge bei Aprentas (Ausbildungsfirma der Basler Chemie), suchten nach Alternativen zum Gebrauch von Antibiotika und zeigten die Wirkung von Bakteriophagen (bakterienzerstörende Viren) auf. Sie erhielten damit am Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» 2003 (sjf 03) in Zürich die Note «sehr gut», einen Barpreis und einen Sonderpreis der SGCI Chemie Pharma Schweiz.

Doris Fischer Die Polymechaniker-Lehrlinge aus Uzwil, Christian Heer, Adrian Herde und Lukas Sonderegger, «schreiben mit Wasser» und versuchen diese selber gestellte Aufgabe mit ausgeklügelten technischen Mitteln zu bewältigen. Sie haben sich damit für den Wettbewerb von sjf im Herbst 2004 qualifiziert. Dies sind zwei Beispiele von innovativen Lehrlingen, die über ihre Lehrabschluss-

prüfung (LAP) hinaus einen Effort unternommen und sich damit an die Öffentlichkeit gewagt haben.

Lehrlinge motivieren Bis jetzt machten beim Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» vorwiegend Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler, Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit. Viel zu selten noch seien die Anmeldungen von Projekten von Lehrlingen, betonte Andreas Binder,


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Professor an der Uni Basel und Verantwortlicher bei sjf. «Die Lehrlinge fühlen sich zu wenig angesprochen.» Das hängt nach Ansicht von Binder unter anderem damit zusammen, dass das Wort «forscht» ein «elitärer Begriff» ist und deshalb abschreckt. «Wir wollen ausserordentliche Leistungen auf allen Gebieten, nicht nur in der Forschung, fördern und in die Praxis umsetzen und damit in Zukunft vermehrt auch die Berufsschulen erreichen.» Das neue Logo von sjf heisst deshalb «jung + innovativ» – zu sehen unter anderem auf der neusten Plakatwerbung. Klare Kriterien, Unterstützung durch Fachleute und Experten und die Teamarbeit sollen gefördert werden. «Die Jugendlichen wollen sich messen», ist Binder überzeugt. Mindestens 100 Projektanmeldungen heisst das erklärte Ziel der Verantwortlichen von sjf. An einer Informationsplattform der Schweizerischen Direktorenkonferenz gewerblich industrieller Berufs- und Fachschulen (SDK) in der Berufsschule Aarau, Anfang März, riefen die Verantwortlichen die Berufsbildungs-Institutionen auf, ihre Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen zu motivieren und zu unterstützen. Auf diese Unterstützung konnten die drei Uzwiler Lehrlinge mehr oder weniger zählen, wie sie ausführten: Rund vier Stunden pro Woche konnten sie in der Schule arbeiten, etwas weniger im Betrieb und ziemlich viel in der Freizeit. «Ohne Unterstützung – auch finanzielle – geht es aber nicht», betonten sie.

Genügend Projekte vorhanden Das Rad muss aber nicht in jedem Fall neu erfunden werden. «Sehr viele Projekte werden im Rahmen der LAP bearbeitet; die Schülerinnen und Schüler müssten eigentlich nur noch ermuntert werden, sie bei sjf anzumelden», betonte Albin Reichlin vom BBZ Uzwil. Voraussetzung sei dabei Information und Zusammenarbeit der Lehrpersonen und Lehrmeister. Oder wie Andres Peter, Gewerbliche Berufsschule Chur, anregte: «Tu Gutes und rede darüber.» Dieter Schorno, Verantwortlicher des Berufsbildungswesens der ETH Zürich, ist überzeugt, dass dies zu einer Aufwertung der Berufsausbildung beitragen wird.

Wenig Beachtung in der Industrie Dies wiederum wird sich in der Praxis und im wirtschaftlichen Umfeld erst noch weisen müssen. «Noch ist die Wertschätzung einer solchen Auszeichnung bei uns in der chemischen Industrie sehr gering und die Nachhaltigkeit nicht gegeben», kritisierte Preisträger David Blumer. Ihre eigene Firma habe keinerlei Interesse an ihrem Projekt gezeigt. Vorteile beim beruflichen Weiterkommen hätten sich ebenfalls bis jetzt nicht ergeben. «Ein kurzfristiges gutes Medienecho, aber keine nachhaltige Wirkung im Beruf», ist sein ernüchterndes Fazit. Dennoch bezeichneten die an der Informationsplattform vertretenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wettbewerb als wertvoll für ihre Persönlichkeitsbildung und für die Förderung neuer Kontakte.

BERUFSBILDUNG

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Berufsweltmeisterschaften Keine Konkurrenz zu sjf, sondern eine eigentliche Ergänzung sind die alle zwei Jahre ausgetragenen Berufsweltmeisterschaften in den verschiedenen Berufsgattungen. Schweizer Lehrlinge warten dort jeweilen mit hervorragenden Leistungen auf, wie die Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbands Christine Davatz an der Informationsplattform aufzeigte. Aber auch hier müsse die Beachtung und Anerkennung der Leistungen in Gewerbe und Industrie verbessert werden, betonte Gerhard Vogelbacher von der Dachorganisation Swissmechanic. Weltmeister hätten leider zu oft nur kurzfristig bessere Chancen in der Berufswelt. Die nächste Berufsweltmeisterschaft findet vom 26.–29. Mai 2005 in Helsinki/ Finnland statt.

jung + innovativ 1967 fand der erste Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» statt auf Initiative des Basler Zoologen Professor Adolf Portmann. Seither wird der Wettbewerb jedes Jahr ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren in Berufsbildung und Mittelschulen. Die Verantwortlichen von sjf denken allerdings laut über eine Ausdehnung des Wettbewerbs auf die Altersgruppe unter 14 Jahre nach. Projekte können aus allen Wissensgebieten der Technik, der Geistes- und der Naturwissenschaften eingereicht werden. Kriterien sind unter anderem eigenständige Fragestellung, methodische Bearbeitung und Innovationsgehalt. Es können Team- oder Einzelprojekte eingereicht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden professionell begleitet. Die Arbeiten des diesjährigen Wettbewerbs werden vom 30. April bis 2. Mai in Genf präsentiert. Die Anmeldefrist für den Wettbewerb 2005 läuft vom 15. Mai bis zum 15. Oktober. Präsentiert werden die Projekte vom 22. bis 24. April 2005 in Luzern. Informationen zu Stiftung «Schweizer Jugend forscht» unter Telefon 061 690 92 00.

Weiter im Netz www.sjf.ch, E-Mail info@sjf.ch


AUS DEM LCH

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60 000 für die Handarbeit Grosser Erfolg für eine Petition des Zürcher Lehrerinnenund Lehrerverbands (ZLV) und des vpod zugunsten des von Sparmassnahmen bedrohten Fachs Handarbeit. Nachdem schon im Dezember 2003 dem Kantonsratspräsidenten nach kurzer Sammelfrist über 52 000 Unterschriften für die Petition «Ja zur Handarbeit – Nein zum Stundenabbau» überreicht werden konnten, sind mittlerweile rund 8000 weitere bei den Verbänden eingetroffen, obwohl nicht mehr aktiv gesammelt wurde. Dieser «überwältigende Erfolg» zeige, dass die Zürcher Bevölkerung weiterhin einen ausgewogenen Lehrplan für die Volksschule unterstütze, dass sie den Stellenwert des in den letzten Jahren stark modernisierten Faches für die Kinder, aber auch als Vorbereitung für die Berufswelt erkannt habe und dass Abstriche daran völlig fehl am Platze seien, halten die beteiligten Organisationen in einer Pressemitteilung fest. Rund 20 000 Unterschriften waren bereits für eine Petition zur Erhaltung des Fachs Biblische Geschichte zusammengekommen, welche ebenfalls ZLV und vpod lanciert hatten. ZLV

Weiterbildung

Mystery Park Zum «Mystery Park», den BILDUNG SCHWEIZ in der Ausgabe 3a/04 vorstellte, bietet die Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung am Berufsschulzentrum Interlaken eine halbtägige Einführung an. Für die Veranstaltung vom Mittwoch 5. Mai sind Infos und ein Anmeldeformular im Internet abzurufen via www.bzi-interlaken.ch (Rubrik Weiterbildung/Lehrerfortbildung).

Kürzere Distanz zwischen Kindergarten und Schule

Foto: Doris Fischer

Kanton Zürich

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Gemeinsames Lernen heisst voneinander lernen.

Buchstaben und Zahlen faszinieren Kinder nicht erst, wenn sie in die Schule eintreten dürfen. Gegen 1000 Lehrpersonen aus Kindergarten und Unterstufe diskutierten an einer zweitägigen Fachtagung des Verbandes KindergärtnerInnen Schweiz (KgCH) in Bern neue Wege, um die Distanz zwischen Kindergarten und Schule zu überwinden. Die Bielefelder Chemie-Professorin Gisela Lück projizierte ein Bild eines fünfjährigen Mädchens auf die Leinwand, das gerade ein feuchtes Tuch in einer Schale befühlte. «Schauen Sie genau hin», forderte die Professorin die 1000 Zuhörerinnen und Zuhörer an der Fachtagung des KgCH auf, «es nimmt die Aussenfläche der Hand dazu. Sie alle hier im Saal hätten die Finger benützt. Aber über die Aussenfläche an der Hand fühlen wir viel mehr. Dieses intuitiv vorhandene Wissen des Kindes müssen

wir abholen und fördern. Kleine Kinder können und wollen experimentieren. Sie stellen unzählige Fragen. Sie haben ein Recht darauf, Antworten zu bekommen, bevor ihnen die Lust auf das Fragen abhanden kommt.»

Individuelle Förderung Nicht das Alter des Kindes ist entscheidend, wann es erste Versuche mit Zahlen oder Buchstaben unternimmt, sondern sein Entwicklungsstand. Um diese individuelle Förderung besser leisten zu können, laufen derzeit in den meisten Kantonen der Schweiz Versuche mit sogenannten Grund- oder Basisstufen, die einen fliessenden Übergang zwischen Kindergarten und Schule erlauben. «Es gibt keine ‹Stunde Null› für das Lernen. Jedes Lernen beginnt und verläuft fliessend», führte die Zürcher Mathematikpädagogin Margret Schmassmann in ihrem Referat aus. «Damit wir die Ziele mit dieser neuen Stufe

erreichen, brauchen wir eine eigene Didaktik für vier- bis achtjährige Kinder», umriss Anneliese Cadosch, Präsidentin des KgCH, das Diskussionsfeld der Fachtagung. Unter dem Titel «Lernen anregen – Lernwege begleiten» setzten sich die Teilnehmenden in 29 Workshops mit der Thematik auseinander.

Neue Ausbildung nötig Altersdurchmischte Klassen ermöglichen mehr soziales Lernen, die jüngeren profitieren von den älteren und umgekehrt. Neu ist die Situation aber auch für die Lehrpersonen. Das Einzelkämpfertum wird durch Team-Teaching abgelöst. Gefordert sind neue Ausbildungsgänge für Lehrpersonen und eine intensive Forschungsarbeit zum Lernen vier- bis achtjähriger Kinder, damit sich die neue Stufe des fliessenden Schuleintritts etablieren kann. KgCH


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Hinweise

Termine Hochbegabung Vom 13. bis 17. April findet in Basel das Intensivseminar «Wings 04» zur Begabungs- und Begabtenförderung statt. Lehrpersonen werden über die neusten Erkenntnisse und die Praxis informiert. Innerhalb des einwöchigen Seminars sollen vom 15. bis 17. April Bildungsverantwortliche auf politischer Ebene zum Thema sensibilisiert werden. Infos und Anmeldung unter Telefon 061 273 50 57, www.wingsseminar.ch,

Worlddidac auf Erfolgskurs

MAGAZIN

Für die Worlddidac vom 27. bis 29. Oktober in der Messe Basel haben sich bereits 186 Aussteller auf einer Netto-Ausstellfläche von 6200 Quadratmetern angemeldet. 37 Prozent der Aussteller kommen aus der Schweiz, 55 Prozent aus Europa und 8 Prozent aus Übersee. Vertreten sind führende Anbieter aus den Bereichen E-Learning, Informationsund Kommunikationstechnologie, Wissenschaft und Technik, Schul- und Verbrauchsmaterial, Lehrmittel und Verlagserzeugnisse, Schuleinrichtungen und Aus- und Weiterbildung. Der LCH mit BILDUNG SCHWEIZ ist Partner der Worlddidac.

www.ulef.bs.ch.

Berufsbildung an der ETH Die ETH Zürich ist nicht nur ein Studien- und Forschungsplatz. Jährlich nimmt sie 40 bis 45 neue Lehrlinge auf und bildet diese in elf verschiedenen Berufen aus. An einer Ausstellung stellen die Lehrlinge ihre Berufsausbildungen interessierten Oberstufenschülerinnen und -schülern, aber auch der Öffentlichkeit vor. Lehrlingsausstellung, ETH Zentrum, HG Haupthalle vom 5.–28. April, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–17 Uhr.

Hauswirtschaft im Wandel Am Samstag, 15. Mai, findet im Campus Muristalden, Bern eine Fachtagung der Forschungsgruppe Hauswirtschaft statt. Thema ist die «Hauswirtschaftliche Bildung für eine Gesellschaft im Wandel», Perspektiven aus Gesellschaft, Politik, Bildung und Wissenschaft. Info und Anmeldung unter Telefon 031 350 42 50, E-Mail: regina.heimlicher@muristalden.ch; www.muri stalden. com/hwf

Schulhausbau Am 21. April führt die Stifung Corymbo gemeinsam mit der EDK und der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern (Gymnasium Reussbühl) eine Tagung zum Thema Schulhausbau durch. Auf dem Programm stehen Referate und Workshops. Infos und Anmeldung unter Tel. 031 302 30 33, E-Mail: crkb@bluewin.ch. Anmeldeschluss ist der 2. April.

Neue Direktorin Beschwerlicher Weg bringt reiche Belohnung.

Auf dem Jakobsweg

Lehrer filmt den Pilgeralltag «Wenn jemand etwas wirklich will, hilft das ganze Universum mit»; das Zitat aus dem Buch «Der Alchimist» von Paulo Coelho trifft auch auf Josef Stöckli, Sekundarlehrer und Filmer aus Schenkon, und seine Frau Lotti zu. Das Ehepaar legte den 900 Kilometer langen Jakobsweg vom spanischen Pyrenäenort Roncevalles bis Santiago de Compostela in etwas mehr als einem Monat zu Fuss zurück. Den Pilgeralltag, die Begegnungen und Erlebnisse der beschwerlichen Wanderung dokumentierte Josef Stöckli in einem 50-minütigen Film unter dem Titel «El Camino – Auf dem Jakobsweg durch Nordspanien». Zum üblichen Gepäck lastete also auch noch die schwere Filmausrüstung auf den Schultern des Filmemachers – insgesamt satte 17 Kilogramm. Grösser noch als die körperlichen Strapazen war für Josef Stöckli zu Beginn

der Wanderung die mentale Herausforderung: fünf Wochen lang nichts anderes tun als geradeaus laufen. Lotti Stöckli hingegen wurde auf den ersten Etappen von körperlichen Problemen gefordert. Das Ehepaar ist aber überzeugt, dass die positiven Aspekte überwiegen und sie mit einer bislang nicht gekannten inneren Zufriedenheit belohnt wurden. Die Videokassette ist bei Lotti und Josef Stöckli-Müller, Chäsirain 9, 6214 Schenkon erhältlich. Information über den Jakobsweg unter: www.jakobsweg.ch. B.S.

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Erzähltheater Salaam Die etwas andere Art, Geschichten zu erzählen. Für Ihren nächsten kulturellen (Schul-)Anlass. Heiner Hitz, Baselstrasse 55, 4125 Riehen,Tel./Fax 061 321 63 91 Mail: hitz.salaam@freesurf.ch www.salaam.ch

Der Vorstand der Schweizerischen Zentralstelle für Heilpädagogik hat Béatrice Kronenberg, Stansstad, zur neuen Direktorin der SZH gewählt. Derzeit ist sie Direktorin der Stiftung Rodtegg für Körperbehinderte in Luzern. Sie wird die neue Aufgabe am 1. August übernehmen.

Globales Lernen Der Materialkatalog der Stiftung Bildung und Entwicklung kommentiert über 900 Unterrichtsmaterialien zum globalen Lernen, die zu kaufen und/oder ausleihbar sind. Im Angebot stehen fertige Unterrichtseinheiten, Hintergrundinformationen, Videos, Bildmaterial, Spiele und Themenkoffer. Themen sind unter anderem Kinder/Jugendliche), Interkulturelle Pädagogik, Migration, Kinderrechte, Wirtschaft/Ökologie, Nord-Süd-Beziehungen, Entwicklungsländer. Die Unterrichtsmaterialien sind themenspezifisch aufgelistet und mit Kurzbeschreibungen und Stufenangaben versehen. Der Materialkatalog 2004 (CHF 10.–) kann bezogen werden bei Stiftung Bildung und Entwicklung, Monbijoustr. 31, Postfach 8366, CH-3001 Bern, Telefon 031 389 20 21, Fax 031 389 20 29; E-Mail verkauf@bern.globaleducation.ch; www.globaleducation.ch.


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MAGAZIN

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Recht und Lust auf Bildung? Die Schule als Einrichtung, für die es sich zu kämpfen lohnt? Der neue Schweizer Film «Sternenberg» handelt davon. Ab 22. April im Kino. Für Leserinnen und Leser von BILDUNG SCHWEIZ gibt’s vor dem Kinostart fünf exklusive Vorführungen (Inserat unten auf dieser Seite). Franz Engi (Mathias Gnädinger) kommt nach über 30 Jahren im Ausland zurück nach Sternenberg, ins kleine Dorf seiner Kindheit. Vieles hat sich verändert. Nur noch wenige Familien mit Kindern leben hier und die Schule soll geschlossen werden – ein schlimmer Schlag für die Gemeinde, aber auch für die engagierte Lehrerin Eva (Sara Capretti). Franz entschliesst sich, die Schule und die Stelle der Lehrerin zu retten – auf ungewöhnliche Weise: Er lässt sich selber als Schüler eintragen. Er behauptet, er habe als Kind nicht genug Zeit gehabt, zur Schule zu gehen und fordert nun sein «Recht auf Bildung» ein. Der Trick scheint zu funktionieren. Franz geht als «ältester Primarschüler der

Foto: SF DRS/Klaus Rózsa

Lernen und lieben

Die Lehrerin und ihr Schüler: Mathias Gnädinger als Franz, Sara Capretti als Eva.

Schweiz» zur Schule und die Klasse erreicht somit die Mindestzahl Schüler, die es braucht, damit die Schule weiterhin finanziert wird. Klar, dass damit die Handlung des Films (Regie Christoph Schaub) noch nicht zu Ende erzählt ist. Franz hat ein dunkles

Geheimnis. Und auch die Liebe spielt ihre Rolle. BILDUNG SCHWEIZ meint: Ein gelungener, unterhaltsamer Schweizer Film mit Erfolgspotential, der nicht zuletzt einiges für das Image von Schule und Lehrpersonen bewirken könnte. hw.


BILDUNGSNETZ

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Startrampen für Netzreisen Die virtuelle Reise zu neuen Anregungen und Materialien für den Unterricht startet meistens von einem Webportal aus. Auch abseits der bekannten Anlaufstellen gibts im Netz sehr interessante Portale: Je eines aus Deutschland und Österreich sei den Lehrpersonen ans Herz gelegt. Auch der Aargauer Bildungsserver sei empfohlen, obwohl er noch Nachholbedarf hat. Im Internet surfen bedeutet oft auch, etwas zu finden, was man überhaupt nicht gesucht hat. Diese Erfahrung ist vergleichbar mit dem Besuch eines Brockenhauses: Klar ist, was man erwarten kann, aber die Trouvaillen zeigen sich erst nach etwas Wühlarbeit. Ähnlich verhält es sich im Internet: Als Startrampen für Entdeckungsreisen dienen Portale oder themenspezifische Server. Und da gibt’s nicht einzig die bekannten Anlaufstellen wie den Schweizer Bildungsserver www.educa.ch und den Zentralschweizer Bildungsserver www.zebis.ch.

Kluge Inhalte – handgestrickt Auf diese Weise lässt sich auch der Aargauer Bildungsserver der Fachhochschule Pädagogik/Weiterbildung und der Beratungsstelle für Informatik (bias) nutzen (http://aula.bias.ch). Die Gestaltung der Website präsentiert sich handgestrickt, besser ist dafür die Navigation mit den Rubriken Unterricht, Information, Service und Materialien. Die Plattform hat klein angefangen, ist rasant gewachsen – und

benötigte deshalb dringend eine Überarbeitung, konzeptionell und optisch. Es liegen jede Menge Informationen bereit, die den Lehrpersonen Impulse geben und bei der Unterrichtsvorbereitung weiterhelfen können. Die Qualität der Angebote ist zwar hoch, aber in der Regel nicht internetgerecht aufbereitet: Kluge Inhalte müssen nicht zwingend schwer wie Blei daherkommen. Schade ist, dass sich die Websites nicht sauber ausdrucken lassen: Häufig können Infos und Tipps erst genutzt werden, wenn sie auf Papier ausgedruckt sind. Gut gefallen die Links und die News der Woche. Hier werden aktuelle Angebote im Web kurz vorgestellt und verlinkt. Vermutlich hält der Aargauer Server auf dem Datenspeicher noch weitere Überraschungen bereit. Nur: Sie lassen sich kaum finden. Unten auf der Rubrik-Website «Informationen» stösst man eher zufällig auf einen Suchraster. Dieses Tool gehört in die Hauptnavigation, denn bei einer solch satten Menge an Fakten geht ohne Suchhilfe wenig – ausser man begnügt sich mit den eingefleischten Nutzerinnen und Nutzern. Der Bildungsserver schöpft sein Potential also nicht aus, sondern überlässt einen Grossteil der Arbeit dem Besucher der Website. Fazit: Für die Macher ist Nachsitzen angesagt.

Profitieren von Europa Die Hausaufgaben gemacht hat hingegen kürzlich «Das europäische Portal für Lehrer» www.eschoolnet.org. Die mehrsprachige Plattform – Version «de» anklicken – präsentiert sich generell auf dem neusten Stand. Super! Alle wichtigen Helferlein sind da. Die Stichworte sind:

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«Das Europäische Portal für Lehrer» – wahrscheinlich sind auch Lehrerinnen willkommen.

Suchraster, Druck-Button und Sitemap. Da macht das Surfen echt Spass. Vom Portal können Schweizer Lehrpersonen auf alle Fälle profitieren: Es gibt jede Menge Unterrichtsressourcen, Informationen zu Schulprojekten in ganz Europa sowie einen Newsletter. Als Spezialität bietet Schoolnet eine Kontaktbörse zu anderen Schulen an. In der Rubrik «Mitmachen» sind zudem Pralinés zu entdecken: Lehrpersonen aus vielen Ländern verraten ihre favorisierten Websites. Jede Person stellt sich kurz vor – und begründet ausführlich, weshalb die Links von Nutzen sind und wie die empfohlenen Websites für den Unterricht praktisch eingesetzt werden. Bravo! Und das alles ist auf Schoolnet sehr übersichtlich und optisch flott aufgezogen, so dass man sich schnell auskennt. Man

schaut gern rein ins Angebot – so wie das bei einem aufgeräumten Brockenhaus der Fall ist. Eine tolle Sache ist ebenfalls das österreichische Schulportal www.schule.at. Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mitgetragene Portal hat vor allem in der Rubrik «Eduthek» einen praktischen Nutzwert: Da liegen nach Schlagworten jede Menge Materialien, Artikel und Links bereit. Hineinschauen und studieren! Auch andere Rubriken schaffen Zugang zu Online-Unterrichtshilfen. Anregend ist die Sammlung von Schulprojekten aus unserem Nachbarland: Auf einer langen Liste stehen mehr als 100 Projekte mit Links sowie Kontakten – und vermerkt ist auch gleich die Dauer der Projekte – faszinierend. Thomas Gerber


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Kino

AV-Medien

Deep Blue

Bibliothekseinrichtungen

ERBA AG, Bahnhofstrasse 33, 8703 Erlenbach Mit Ihnen Planen – Gestalten – Einrichten Bibliothek / Mediothek Verlangen Sie unsere Checkliste Tel. 01 912 00 70; Fax 01 911 04 96

Dienstleistungen

Dienstleistungen für das Bildungswesen Services pour l’enseignement et la formation Servizi per l’insegnamento e la formazione Services for education

SWISSDIDAC Geschäftsstelle Postfach, 8800 Thalwil Tel. 01 722 81 81, Fax 01 722 82 82

www.swissdidac.ch Lehrmittel/Schulbücher

Die besonderen Lehrmittel für die spezielle Förderung, insbesondere für Klein-, Einführungs- und Sonderklassen. Zu beziehen bei Ihrem kantonalen Lehrmittelverlag. Auskunft und auch Direktbestellungen: Heilpädagogischer Lehrmittelverlag (HLV) Möslistrasse 10, 4232 Feldbrunnen, Fon / Fax 032 623 44 55 Internet: www.hlv-lehrmittel.ch E-Mail: lehrmittel@hlv.lehrmittel.ch

Verlag ZKM, Postfach, 8353 Elgg Telefon/Fax 052 364 18 00, www. verlagzkm.ch

Einzigartige Einblicke in die Welt der Ozeane präsentiert DEEP BLUE, ein visuell und (weniger) akustisch packendes Leinwanderlebnis, das während fünfjähriger Dreharbeiten an über 200 Drehorten rund um den Globus entstanden ist. Auf spannende Weise bringt «Deep Blue» den Zuschauerinnen und Zuschauern Umweltthemen nahe. Auf der Website finden sich ausführliche Hintergrundinformationen und Fakten zum Film, die Entstehung, zu den im Film vorkommenden Tierarten und zum Ökosystem Meer. Ein umfangreiches Schuldossier kann heruntergeladen werden. fha/bias www.deepblue-derfilm.ch/ www.deepbluederfilm.ch/dt/schule.html

IT-Transportsystem

On the road Von Mitte März bis Mitte Mai dieses Jahres veranstaltet die in Sevelen ansässige PRM Tec eine Roadshow durch verschiedene Städte der Schweiz, auf denen der Hersteller allen Interessierten sein mobiles IT-Transportsystem PRM V1 vorstellt. Der PRM V1 ist ein mobiles, kompaktes und handliches System, das die IT-Ausstattung kompletter Unterrichtszimmer aufnimmt und es ermöglicht, eine kabellose Infrastruktur für den Informatikunterricht in jedem beliebigen Raum zu errichten. Weitere Informationen im Internet unter www.prmtec.com oder telefonisch bei Mathias Pirchl,

081 750 10 60. Unter dieser Nummer werden auch Anmeldungen gerne entgegengenommen.

Umwelt/Entwicklung

Info-Besuch in Schulklassen Fachleute der Entwicklungs- und umweltpolitischen Organisationen Erklärung von Bern (EvB), Greenpeace und WWF bieten ab April 2004 Informationsbesuche in Schulklassen an. Diese sollen jungen Menschen Gelegenheit geben, Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und zu entwickeln. «Wir regen Kinder und Jugendliche an, über Umwelt- und Entwicklungsprobleme nachzudenken und ihre Gefühle beziehungsweise Kritik zu äussern. Wir machen keine Vorträge, sondern geben Anstoss zur Handlung», wird in einer Pressemitteilung festgehalten. Für einen Besuch werden mindestens zwei Lektionen benötigt, besser aber ein halber oder ganzer Tag. Der Besuch kostet pauschal 150 Franken (ganzer Tag 250 Franken). Sollte dieser Betrag das Schul- oder Klassenbudget sprengen, lassen die beteiligten Organisationen mit sich reden. Weitere Informationen unter www.schulbesuch.ch oder Telefon 01 447 41 29 (Montag bis Mittwoch).

Die Hinweise in der Rubrik «Bildungsmarkt» beruhen auf Einsendungen sowie auf Informationen von Inserenten in BILDUNG SCHWEIZ.

Musik/Theater

Neu auf der LCH-Homepage • Studiosus Eventreisen III/2004: www.lch.ch/Formulare/Event/index_event.htm • Pestalozzi-Preis 2004: www.lch.ch/pestalozzipreis/ • cuors romontsch sursilvan unter: www.lch.ch/Veranstaltungen/cuors_romontsch.htm • «Sportfreundliche Schule»: www.lch.ch/Veranstaltungen/sportfreundliche_schule.htm


BILDUNGSMARKT

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Nachdiplomkurs

Pop-Pädagogik Musikmachen verhilft manchen Jugendlichen zur Identitätsfindung und zur Aneignung von kulturellem Kapital. Das Potential, das in aktivierenden musikpädagogischen Arbeitsformen in der Freizeitarbeit liegt, wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Der Nachdiplomkurs «Pop-Musik in soziokulturellen Arbeitsfeldern» ermöglicht Fachleuten aus soziokulturellen Arbeitsfeldern sowie musikpädagogisch Tätigen eine vertiefte Weiterbildung mit ausgewählten inhaltlichen Schwerpunkten. Informationen dazu unter www.hsa.fhz.ch oder bei: HSA Luzern, Chantal Frey, Werftstr. 1, Postfach 3252, 6002 Luzern, Telefon 041 367 48 64, E-Mail chfrey@hsa.fhz.ch

Weiterbildung

FreinetKongress Der nächste Schweizer Kongress der Gruppe Freinet-Pädagogik Schweiz/Ecole Moderne Suisse findet vom 19. bis 22. Mai 2004 im Kanton Zug statt. Dieser bietet die nur alle zwei Jahre stattfindende Möglichkeit, während einiger Tage in stressfreier Atmosphäre mehr über Theorie und Praxis der Freinet-Pädagogik herauszufinden und Kontakte zu knüpfen. Die Vielfalt von Ateliers, Ausstellungen und Diskussionsforen gibt Impulse und Perspektiven für eine pädagogische Neuausrichtung, gegen «Burnout», sowie für die praktische Aneignung von Techniken in

Richtung eines schülerinnenzentrierten Unterrichtens. Anmeldung bis 20. April unter www.schulnetz/freinet, Kontakt Petra Schumacher, Tagesschule Zug, 6301 Zug, 041 726 40 40, E-Mail freinetkongress@gmx.ch.

Musik/Theater

Leybold-Didactic

Projektierung Ausführung Service – Vermietung

Neu in Zug Nach über 30 Jahren in Bern ist die renommierte Leybold-Didactic GmbH nun in Zug präsent. Das Unternehmen gehört zu den weltweit grössten Anbietern von Lehrmitteln für Naturwissenschaft und Technik. Im Jahre 1850 gründete Ernst Leybold eine Handelsgesellschaft in Köln und begann 1868 mit der Produktion von physikalischen Geräten. Das Unternehmen wuchs im Laufe der Jahrzehnte zu einem renommierten Hersteller von Lehrsystemen auf den Gebieten Physik, Chemie und Biologie heran. Joachim Moser übernahm die Firma im Jahr 2000 und ist seitdem als Geschäftsführer aktiv. In der Schweiz ist das Unternehmen seit einiger Zeit durch die Firma LeyboldDidactic (Schweiz) GmbH in Zug vertreten. Die Spezialisten der Firma liefern nicht nur Lehrmittel, sondern bieten vorab professionelle und detaillierte Beratung an. Zusätzlich sind Seminare für die Entscheidungsträger im Schulwesen geplant. Weitere Informationen bei Leybold Didactic (Schweiz) GmbH, Metallstrasse 9b, Postfach 117, 6301 Zug, Telefon 041 720 26 10, Internet www.leybold-didactic. ch

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Licht – Technik – Ton

E b e r h a r d

B ü h n e n

Eberhard Bühnen AG, Postfach 112, 8872 Weesen Tel. 055 616 70 00 Fax 055 616 70 01

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Roeland Wiesnekker als Zürcher Drogenfahnder Strähl.

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Wandtafeln

Der Zürcher Drogenfahnder Herbert Strähl (Roeland Wiesnekker) ist ein tablettensüchtiger Choleriker auf Liebesentzug. Auf der Jagd nach einem albanischen Grossdealer gerät ihm das Junkie-Pärchen René (Manuel Löwensberg) und Carol (Johanna Bantzer) in die Quere. Als Strähl seinen Job verliert, findet er sich unversehens der Gnade der beiden Junkies ausgeliefert. Sein Versuch, sich zu rehabilitieren, scheitert kläglich. Nun interessiert sich auch die Polizei für seinen Fall. Aber Strähl gibt nicht auf... «Strähl», ab 25. März in den Schweizer Kinos, ist laut Verleih «eine Mischung aus Milieustudie und rasantem Polizeifilm». Er spielt an der Zürcher Langstrasse und thematisiert die Problematik des Drogenalltags, die Abhängigkeit von Polizei und Süchtigen und die Frustration der Drogenfahnder, dass sie die grossen Fische nie fangen. Weil der Film wertneutral mit der Thematik Drogen umgeht, eigne er sich als Diskussionsgrundlage für den Unterricht auf der Oberstufe und Einführung in ein delikates Problemfeld, betont der Verleih. Info: www.looknow.ch

Wettbewerb

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Ritter der Kommunikation Das Bundesamt für Kommunikation und das Bundesamt für Kultur schreiben den diesjährigen

Wettbewerb um den Ritter der Kommunikation aus. Wer zum «Ritter der Kommunikation 2004» geschlagen werden will, muss ein Projekt betreiben, das allen Bewohnerinnen und Bewohnern der Schweiz den Zugang zur Informationsgesellschaft erleichtert oder ermöglicht. Als Anerkennung für die besten Projekte werden insgesamt 50 000 Franken vergeben: Der eigentliche «Ritter der Kommunikation 2004» steht allen interessierten Gruppen oder Einzelpersonen offen und ist mit Fr. 20 000.– dotiert. Der so genannten «e-generation», jungen Menschen bis 30 Jahren, ist der Jugendpreis in Höhe von CHF 20 000.– vorbehalten. Der Sonderpreis 2004 ist wie im Vorjahr dem Thema Illettrismus gewidmet und mit CHF 10 000.– dotiert. Einsendeschluss für Projekte ist der 3. September 2004. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den bisherigen Gewinnerinnen und Gewinnern unter www.comknight.ch.

Weiterbildung

Englisch aktuell Der Spotlight-Verlag lädt am Freitag, den 14. Mai 2004 zum Seminar «Mit aktuellen Medien mehr Motivation im Englischunterricht» in Eching (Bayern) ein. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrpersonen aller Stufen. Die Teilnahme ist gratis, Anmeldeschluss ist der 3. Mai 2004. Weitere Informationen: www.spotlight-verlag.de/seminar


BILDUNGSMARKT

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LehrerOffice

Wer testet? In wenigen Monaten wird die vollständig überarbeitete Version 2004 von LehrerOffice zur Verfügung stehen. «Zurzeit testen wir die neue Software ausgiebig, damit ein stabiles und sicheres Programm anfangs Juni präsentiert werden kann», heisst es in einer Pressemitteilung der Firma Roth Soft. Das Auffallendste wird die neue Möglichkeit zum Gruppieren und Differenzieren der Schulfächer sowie die Erfassung von Lernzielen sein. Da viele neue Funktionen integriert sind, möchte die Firma den Kreis der Testbenutzer vergrössern. Dazu sucht sie interessierte Lehrpersonen, welche bereits ab April mit Vorabversionen arbeiten und erste Erfahrungen sammeln wollen. Info: Roth Soft, Kellhofstrasse 1, 8476 Unterstammheim, ww.rothsoft.ch, info@rothsoft.ch

Schulreise-Tipp

125 Jahre Giessbachbahn Die älteste heute noch betriebene Standseilbahn feiert Mitte dieses Jahres ihren 125. Geburtstag: die hoteleigene Giessbachbahn in Brienz. Ein technikgeschichtlicher Leckerbissen, der sich auf Schulreisen mit weiteren Attraktionen des Berner Oberlandes verbinden lässt. Standseilbahnen gehören zu den ältesten Bergbahnen. Die Giessbachbahn ist die älteste heute

noch betriebene Drahtseilbahn (bisweilen Standseilbahn genannt) in Europa, je nach Quelle sogar der Welt. Die Seilbahn mit den zwei feuerroten Bahnwagen stammt aus der Belle Epoque (1879). Die Gebrüder Hauser erhielten damals die Bau-Konzession, um ihren Hotelgästen im Märchenschloss den steilen Fussweg von der Schiffsstation zum nahezu 100 Meter höher gelegenen Giessbach zu erleichtern. Sie war auch die erste Bahnanlage mit einem Wasserübergewicht-Antriebssystem und der genialen Abt’schen Weiche, entworfen vom Bergbahn-Pionier Roman Abt. Nach Jahrzehnten der grandiosen Schwebebahnen erinnert man sich wieder an die gute alte Standseilbahn, überwiegen deren Vorteile doch heute noch: Bei jeder Witterung betriebssicher (auch bei starkem Wind), technisch relativ anspruchslos und zuverlässig. Bei Tourismusplanern liegen sie derzeit wieder voll im Trend (z.B. Davos-Parsenn oder St. MoritzCorviglia). Die Giessbachbahn ist von April bis Oktober in Betrieb und hat Anschluss zu allen fahrplanmässigen Schiffen auf dem Brienzersee. Kontakt: Grandhotel Giessbach, «Historisches Hotel 2004», 3855 Brienz, Tel. 033 952 25 25, grandhotel@giessbach.ch,

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www.giessbach.ch Direktor Matthias Kögl ist auf Anfrage gerne bereit, Führungen zu organisieren. Brigitte Hauenstein

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Giessbachbahn: Ein Glanzstück der Technikgeschichte feiert Geburtstag.

Foto: zVg.

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Wir richten ein.


STELLENANZEIGER

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Staatlich bewilligte Tagesschule mit kleinen Klassen sucht

Die Stiftung Sonderschule Walde AG ist ein Schulinternat für Kinder mit einer Verhaltensauffälligkeit oder Lernbeeinträchtigungund und liegt in einer idyllischen, naturverbundenen Umgebung, abseits von Lärm und Hektik. Wir suchen ab August 2004 eine/n

Schulische/n Heilpädagogen/-in als KlassenlehrerIn – für Förderunterricht / Teamteaching

Fachperson für Hochbegabtenförderung IWW AG, Zürcherstrasse 13, 8620 Wetzikon, Telefon 01 933 90 90, www.iww.ch, E-Mail: info@iww.ch

LehrerIn für die Unterstufe welche/welcher über eine Ausbildung in schulischer Heilpädagogik verfügt oder bereit ist, diese nachzuholen. Wir sind eine Institution, welche sich im Aufbau befindet, wo Ihre Ideen einfliessen können. Die Zusammenarbeit von Schule/Sozialpädagogischer Bereich/Eltern und Therapie ist uns sehr wichtig. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann würden wir uns freuen, eine schriftliche Bewerbung von Ihnen zu bekommen. Diese senden Sie bitte an folgende Adresse:

Orientierungsschulen www.bezirk-schwyz.ch Wir führen an 7 Schulorten Orientierungsschulen mit rund 190 Lehrkräften und 1900 Schülerinnen und Schülern. In Oberarth und Rothenthurm wird das kooperative und an den anderen Schulorten das dreiteilige Schulmodell praktiziert. Für das neue Schuljahr 2004/05 (Schulbeginn 16. August 2004) suchen wir für die Mittelpunktschule Ingenbohl-Brunnen (am Vierwaldstättersee gelegen)

1 Sekundarlehrperson phil. II (Pensum: 80% für die 1./2. Sekundarschule)

Frau K. Haefeli Stiftung Sonderschule Walde, 5046 Walde, Telefon 062 726 10 83

Die Stiftung Sonderschule Walde AG ist ein Schulinternat für Kinder mit einer Verhaltensauffälligkeit oder Lernbeeinträchtigung und liegt in einer idyllischen, naturverbundenen Umgebung, abseits von Lärm und Hektik. Wir suchen ab August 2004 eine

Wir freuen uns auf eine motivierte Persönlichkeit, die gewillt ist, sich in einem funktionierenden Team zu engagieren und die über die erforderlichen Lehrausweise verfügt. Berufserfahrung ist von Vorteil. Es erwartet Sie eine geleitete Schule mit rund 30 Lehrpersonen und 300 Schülern und Schülerinnen, moderne Infrastruktur, eine institutionalisierte Schülerberatung sowie ein aufgestelltes Team. Die zu übernehmenden Fächer und das genaue Pensum werden individuell abgesprochen. Weitere Informationen finden Sie unter www.bezirkschwyz.ch oder www.leewasser.ch. Ihre Bewerbung mit Foto und Zeugnissen richten Sie bis 31. März 2004 an den Leiter der Bezirksschulverwaltung Schwyz, Sebastian Gwerder, Postfach 60, 6431 Schwyz. Auskunft erteilt Ihnen HansWerner Janser, Schulleiter, Telefon 041 820 22 59. E-Mail: leewasser@bluewin.ch

Stellvertretung Mittelstufe 9 Lektionen Diese Stellvertretung ist für die Dauer des Schuljahres 2004/2005, da eine Mitarbeiterin noch ein Jahr in Ausbildung an der HFH ist. Wir sind eine Institution, welche sich im Aufbau befindet, wo Ihre Ideen einfliessen können. Die Zusammenarbeit der Schule/Sozialpädagogischer Bereich/Eltern und der Therapie ist uns sehr wichtig. Wenn Sie sich angesprochen fühlen und in den Kantonen Aargau oder Luzern wohnen, dann würden wir uns freuen, eine schriftliche Bewerbung von Ihnen zu bekommen. Diese senden Sie bitte an folgende Adresse: Frau K. Haefeli, Stiftung Sonderschule Walde, 5046 Walde, Telefon 062 726 10 83

Die Geleitete Schule Bühler AR startet am 1. August 2004. Um unser Team zu vervollständigen, suchen wir auf diesen Zeitpunkt für unsere integrierte schulische Förderung in Ergänzung zu unserer Kollegin auf der Kindergarten- und Unterstufe

eine Schulische Heilpädagogin einen Schulischen Heilpädagogen (50–60%) für Mittel- und Oberstufe Wir erwarten: • • • •

eine anerkannte heilpädagogische Ausbildung Kommunikationskompetenz Flexibilität und Offenheit für die Zusammenarbeit im Team Unterrichtserfahrung auf der Oberstufe

Wir bieten: • gute Rahmenbedingungen in einer Schulanlage mit überschaubarer Grösse • die Mitarbeit in einem dynamischen, motivierten Team

Zudem suchen wir per 1. August 2004 eine/einen

Keine lange Leitung ...aber eine stabile wünschen sich Lehrkollegien und Behörden. Zum Aufbau einer guten Schulleitung gehört auch die Stellenausschreibung in BILDUNG SCHWEIZ. Denn die Zeitschrift des LCH ist der führende Stellenmarkt für Lehrpersonen und Schulleitungen in der Schweiz. Sagen Sie es Ihrer Schulbehörde. Martin Traber gibt gerne Auskunft: Tel. 01 928 56 09, E-Mail: mtraber@kretzag.ch

Schulsekretärin/Schulsekretär (20%) Wir erwarten: • • • • •

eine kaufmännische Grundausbildung Anwenderkenntnisse der gängigen PC-Programme (Word, Excel) Sekretariatserfahrung Freude am Umgang mit Lehrpersonen, Eltern, Kindern und Behörden Pioniergeist und Lust, sich auf Neues einzulassen und es zu gestalten

Wir bieten: • eine kreative Aufbauarbeit • eine verantwortungsvolle Aufgabe mit hoher Eigenständigkeit Für Fragen zur SHP-Stelle steht Ihnen die Schulpräsidentin Inge Schmid, Hohe Buche, 9055 Bühler (Tel. 071 793 29 45), gerne zur Verfügung. – Auskünfte über die Schulsekretariatsstelle erteilt Ihnen der Schulleiter Andreas Hobi, Tel. 071 222 90 77. – Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis 8. April 2004 an Inge Schmid, Hohe Buche, 9055 Bühler.


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Für Religionsfreiheit und Toleranz

BILDUNGSFORUM

Ungleich lange Spiesse «Sprachenvielfalt nutzen», BILDUNG SCHWEIZ 3/2004

«Kopftuch-Frage», BILDUNG SCHWEIZ 3/2004

Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag in Bildung Schweiz 3/2004 zur KopftuchFrage gelesen und bin froh um Ihre öffentliche Stellungnahme. Ein Kopftuchverbot, wie es nun in Frankreich beschlossen ist und in verschiedenen andern Ländern diskutiert wird, fände ich verfehlt. Es provoziert und verstärkt gegensätzliche Positionen. Toleranz ist diesbezüglich unabdingbar nötig, ansonst werden sinnlos Emotionen geschürt und in der Folge die in der Bundesverfassung garantierte Religionsfreiheit strapaziert. Verfolgt soll werden der Zwang zu religiöser Zugehörigkeit und Manifestation jeder Art, unabhängig von der Religion. Dies dürfte mit unseren geltenden Gesetzen ausreichend möglich sein. Johannes Ardüser Sekundarlehrer, Chur

Danke, dass Sie eine kurze Zusammenfassung der Tagung «Sprachenvielfalt» publizierten. Sie unterstützen damit die Sensibilisierung von Lehrpersonen und Schulbehördemitgliedern, dass Mehrsprachigkeit ein Potenzial darstellt und pädagogisch respektive volkswirtschaftlich genutzt werden muss. Eine kleine Korrektur betreffend HSK-Unterricht im Kanton St. Gallen: Es ist in der Tat so, dass die nicht staatlich unterstützten HSK-Anbieter aus finanziellen Gründen grosse Probleme haben, Lehrkräfte zu rekrutieren. So können die bosnischen Kinder im Kanton keinen Unterricht mehr in ihrer Erstsprache besuchen und nur ein kleiner Teil der Albanisch respektive Kurdisch sprechenden Kinder kommt in den Genuss eines solchen. Darüber hinaus werden aber weiterhin rund zehn verschiedene Erstsprachen im HSK-Unterricht angeboten, der es anderssprachigen Kindern erlaubt, sich eine solide Schriftsprachlichkeit in zwei Idiomen anzueignen. Reto Moritzi, kant. Fachstelle «Fremdsprachige Kinder», Rorschach

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Impressum BILDUNG SCHWEIZ erscheint monatlich BILDUNG SCHWEIZ-Stellenanzeiger erscheint in allen Ausgaben sowie nach Bedarf separat; 149. Jahrgang der Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerzeitung (SLZ)

Herausgeber/Verlag Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) • Beat W. Zemp, Zentralpräsident, Erlistrasse 7, 4402 Frenkendorf E-Mail: bwzemp@bluewin.ch • Urs Schildknecht, Zentralsekretär E-Mail: schildknecht@lch.ch • Anton Strittmatter, Leiter Pädagogische Arbeitsstelle LCH, Jakob-Stämpflistr. 6, 2504 Biel-Bienne E-Mail: a.strittmatter@ch.inter.net Zentralsekretariat/Redaktion: Ringstrasse 54, Postfach 189, 8057 Zürich

Redaktion • Heinz Weber (hw.), Verantwortlicher Redaktor, Doris Fischer (dfm.), Redaktorin E-Mail: bildungschweiz@lch.ch • Peter Waeger (wae), Grafik/Layout E-Mail: lchlayout@lch.ch

Inserate/Druck Inserate: Kretz AG, Zürichsee Zeitschriftenverlag, 8712 Stäfa Telefon 01 928 56 09, Fax 01 928 56 00 Anzeigenverkauf: Martin Traber E-Mail: mtraber@kretzag.ch Druck: Zürichsee Druckereien AG, 8712 Stäfa ISSN 1424-6880

Oberstufe Lichtensteig Ab 9. August 2004 sind an unserer Oberstufe folgende Stellen neu zu besetzen:

1 Sekundarlehrkraft (phil. I), 80–100% als Klassenlehrkraft, wenn möglich mit Latein und Musik (keine Bedingung)

1 Musiklehrkraft, 30–40% Wir sind eine moderne Oberstufe mit rund 130 SchülerInnen. Die Oberstufe befindet sich an sonniger Lage oberhalb unseres einzigartigen Barockstädtchens. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet. Von Zürich, St.Gallen und Rapperswil sind wir bestens erreichbar. Auskünfte erteilt Ihnen gerne die Schulleiterin, Frau Moria Zürrer, Tel. 076 369 03 51 / 071 987 66 61. Ihre vollständigen Unterlagen richten Sie bitte an die Oberstufe Lichtensteig, z.H.v. Frau M. Zürrer, Bürgistr. 16, 9620 Lichtensteig. Auf Ihre baldige Kontaktnahme freuen wir uns! Die Lehrpersonen an der Oberstufe Lichtensteig

«Be a teacher, be a hero» So sucht man in Amerika Lehrpersonen. Hierzulande inseriert man in BILDUNG SCHWEIZ. Denn BILDUNG SCHWEIZ ist der Stellenmarkt für Lehrpersonen aller Stufen – ohne Kantonsgrenzen. Sagen Sie es Ihrer Schulbehörde. Martin Traber gibt gerne Auskunft: Tel. 01 928 56 09, E-Mail: mtraber@kretzag.ch


STELLENANZEIGER

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Schule Dietikon Auf Beginn des Schuljahres 2004/05 sind an unserer Oberstufe folgende Lehrstellen neu zu besetzen: Im Schulhaus Zentral C, Bremgartnerstr. 22:

1 Lehrstelle an einer 1. Sek. B 1 Lehrstelle an einer 1. Sek. C Im Schulhaus Luberzen, Schöneggstr. 156:

1 Lehrstelle an einer Sonderklasse B Privatschule in Zürich

Heilpädagogische Ausbildung erwünscht, aber nicht Bedingung

Wir suchen für das Schuljahr 2004/2005

1 Französischlehrer/-in (Pensum 8–12 Wochenstunden) für unsere Sekundarschulstufe

1 Turnlehrerin (Pensum 8 Wochenstunden) für unsere Primar- und Sekundarschulstufe Ein kollegiales Team erwartet Sie. Ihre schriftliche Bewerbung erreicht uns per Post, Fax oder E-Mail. Privatschule Zürich, Postfach 964, 8039 Zürich Fax 01 201 96 57, E-Mail: jsz@econophone.ch

Oberstufenschulkreis Schwanden und Umgebung Auf Beginn des Schuljahres 2004/05 (16. August 2004) suchen wir in Schwanden (Kanton Glarus)

1 Sekundarlehrer/-in, phil. I Vollpensum (Klassenlehrer/-in)

1 Realschullehrer/-in Vollpensum (Klassenlehrer/-in)

Wir sind eine überschaubare Oberstufenschule mit einem lebendigen, aufgestellten Team. Wir bieten Ihnen zeitgemässe Rahmenbedingungen und kollegiale Begleitung durch die Schulleitung.

Auskunft über diese interessanten Lehrstellen erteilt Ihnen gerne unser Schulleiter Herr M. Staub (079 708 24 37). Ihre Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis 8. April 2004 an das Schulsekretariat, Postfach 44, 8762 Schwanden. Vielen Dank.

Eine aufgeschlossene Schulpflege und engagierte, kollegiale Schulhausteams freuen sich auf Ihre Bewerbung. Richten Sie diese bitte mit den üblichen Unterlagen an: Schulpflege Dietikon, Stadthaus, Bremgartnerstrasse 22, 8953 Dietikon. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne unsere Schulsekretärin, R. Häfliger, 01 744 36 65. Schulpflege Dietikon

Einwohnergemeinde Schulen / Bildung Gute Schulen lehren und lernen. Gute Schulen nutzen ihren Spielraum. Gute Schulen verteilen ihre Aufgaben. Gute Schulen prüfen ihre Arbeit. Wir arbeiten an der «Guten Schule» in einem Prozess, den wir täglich neu gestalten. Für eine zusätzlich geführte 1. Oberstufenklasse suchen wir auf Beginn des Schuljahres 2004/2005 (Montag, 16. August 2004) eine/n

Sekundarlehrerin/Sekundarlehrer phil. I (100%, ohne Klassenlehrerfunktion)

Ein modernes Oberstufenschulhaus bietet attraktive Arbeitsbedingungen, ein aktives Lehrerteam freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Fühlen Sie sich angesprochen? Richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis Samstag, 3. April 2004 an die Schulkommission Baar, Falkenweg 9, Postfach, 6342 Baar. Fragen klärt Elsbeth Strobel, Prorektorin, unter Telefon 041 769 03 30.


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Isolde sass immer neben mir Ute Ruf

BILDUNG SCHWEIZ demnächst • Lehrerbildung auf Kurs? Seit Beginn des laufenden Schuljahres sind sämtliche Pädagogischen Hochschulen der Schweiz in Betrieb. Vor einem Jahr gabs noch heftige Kritik wegen mangelnder Koordination und vielen Unklarheiten für die Dozierenden. BILDUNG SCHWEIZ fragte nach, was sich inzwischen getan hat.

• Vor der Schule versteckt In der Schweiz leben mehr als 100 000 «Sans Papiers», Personen ohne Aufenthaltsbewilligung. Zwar ermöglichen die meisten Kantone deren Kindern den Schulbesuch, doch oftmals werden sie vor der Schule «versteckt». Ihre Pflicht zum und ihr Recht auf Schulbesuch können sie damit nicht wahrnehmen.

• Appenzeller Englisch Seit dem Schuljahr 2001/02 wird an Appenzeller Primarschulen ab der 3. Klasse Früh-Englisch unterrichtet. Über das zum Teil skeptisch betrachtete Vorpreschen des kleinen Kantons liegt nun eine Evaluation mit positivem Ergebnis vor – vor allem im Bezug auf die Motivation von Kindern und Lehrpersonen.

Die nächste Ausgabe erscheint am 27. April.

1. Klasse: Ich sass neben Isolde. Sie hatte einen roten Arm, genau auf der Seite, wo ich sass. Das Rot geht nie mehr weg, sagte sie, es sei ein Feuermal. «Ein was?» Der Lehrer rief: «Seid still, ihr Schwatzbasen!» Er zeigte uns eine Schlüsselblume. «Woher hat sie ihren Namen?» «Sie ist der Schlüssel zum Blumenschloss», vermutete ich. «Aber nein!» rief der Lehrer. Isolde meldete sich: «Sie sieht aus wie ein Schlüssel.» Ich musste lachen wegen so einem Quatsch, aber der Lehrer rief: «Ausgezeichnet!» 3. Klasse: Der Lehrer hatte eine ganz furchtbare Hand. Es waren zwei Haken aus Stahl, versteckt in einem Lederhandschuh. Ich hatte Angst vor dieser Hand. Manchmal hatten wir Aufgaben mit Einsetzen. «Das Eichhörnchen ... auf den Baum.» Ich schrieb sofort ‹klettert› hin, aber Isolde, die überlegte zuerst und ergänzte mit ‹huscht flink› und das war dann noch besser. 5. Klasse: In der Pause gingen die Reichen in einen Laden und liessen sich herrliche Schinkensandwiches richten. Die assen sie dort und erzählten einander Witze. Ich hatte immer ein Wurstbrot dabei, das mir meine Oma gemacht hatte. Ich mochte keine Butter. Manchmal schmierte Oma trotzdem Butter darauf. Isolde wartete, bis ich nachgeschaut hatte unter der Wurst. War Butter dabei, bekam sie das Brot. 7. Klasse: Der Musiklehrer merkte nicht, dass ich musikalisch war, auch wenn ich noch so laut sang. Er wusste nicht einmal, dass ich Bachfinger hatte, wie meine Klavierlehrerin behauptete. Dabei hätte ich lieber Boogie-Finger gehabt. Dafür lobte mich der Zeichenlehrer, obwohl ich gar nicht selber zeichnete. Isolde erledigte das für mich. Selbst ein geflochtenes Körbchen war für sie kein Problem. 9. Klasse: Turnen. Kür am Barren, Handstandüberschlag vom Kasten. Ich war im Element und Isolde hatte die Periode. Schaute vom Bänkchen aus zu. Wenigstens ein Fach, in dem ich besser war als sie. 11. Klasse: Da sollte man bei einer Prüfung über die ‹Hanse› schreiben und hatte das Wort noch nie gehört! Krank war man auch nicht gewesen. Isolde schrieb und schrieb. Bitte, liebes Hirn, einen Satz wenigstens, aber das Hirn war schlaff und schwieg. Ein leeres Blatt abgeben war hart, besonders, wenn alles lachte. 13. Klasse: «Willst du einen Inder?» fragte Isolde. «Hast du einen?» «Ja.» «Könnten Sie nicht ausnahmsweise mal aufpassen?» fragte der Mathelehrer. «Also», flüsterte Isolde, «du willst keinen Inder als Brieffreund?» «Nein, zu weit weg.» In der Pause fragte sie Margret. Die nahm ihn und ist heute noch glücklich mit ihm verheiratet. PS: Natürlich ist aus Isolde was Tolles geworden: Schulärztin.


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http://www.lch.ch/fileadmin/files/documents/BILDUNG_SCHWEIZ/2004/04_2004.pdf