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L‘Art de Vivre Ausgabe 2

Magazin für Genuss & Lebensstil

Maßschuhe

Exklusiv Interview mit Matthias Vickermann

Genuss pur Kompendium der besten Schinken

Promifaktor Luxusexperte Dr. Frank Müller über Prominente in der Werbung


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, Maßschuhe sind längst nicht mehr nur den Herren vorbehalten. Immer mehr Damen entdecken die Vorzüge dieser handgefertigten Meisterwerke auch für sich. Aber was macht einen Maßschuh eigentlich aus? Wir trafen Matthias Vickermann – einen der Besten seines Fachs – in seiner Werkstatt in Baden-Baden. Prosciutto, Jamón, Jambon, wer kennt sich da noch aus? Was unterscheidet einen Jamón de Pata Negra von einem Parma-Schinken, und was einen Bayonner-Schinken von einem San Daniele. In unserer großen Reportage erfahren Sie das Wichtigste über die besten Schinken dieser Welt. Unser Autor Dr. Frank Müller geht in dieser Ausgabe der Frage nach, welche Bedeutung Prominente in der Werbung besitzen und warum sich viele Marken für deren Einsatz entscheiden. Natürlich finden Sie auch wieder interessante Neuigkeiten aus der Welt der schönen – und manchmal auch nutzlosen – Dinge. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Vergnügen bei der Lektüre. Ihr

Wolfgang Stelling

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Inhalt

L‘Art de Vivre

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Promifaktor

Maßschuhe

Genuss pur

Dr. Frank Müller über die Bedeutung Prominenter in der Werbung

Exklusiv-Interview mit Matthias Vickermann

Kompendium der besten Schinken der Welt

Weitere Themen Life und Style-Schlagzeilen

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Neuvorstellungen

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Entdeckt

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Impressum

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Š Marcel Hartmann/Jaeger LeCoultre

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Diane Kruger, Schauspielerin und Testimonial der Schweizer Uhrenmarke Jaeger LeCoultre

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Kommentar

Der Promi-Faktor in der Werbung – eine Frage der Glaubwürdigkeit George Clooney trinkt Nespresso und trägt Uhren von Omega. Roger Federer rasiert sich mit Gillette. Und Mike Krüger kauft seinen Werkzeugkasten bei Hagebaumarkt. Prominente sind in der Werbung omnipräsent. Warum das so ist, erklärt Dr. Frank Müller, Experte für Luxus und Unternehmenskommunikation.

Zunächst erzeugen Prominente Aufmerksamkeit. Sie sind bekannt, „en vogue“ und medial präsent - also in der Öffentlichkeit aktuell und relevant. Von dieser Aufmerksamkeit möchte das werbende Unternehmen profitieren. Markenverantwortliche erhoffen sich gleichzeitig auch eine Differenzierung vom Wettbewerb. Viele Konsumbereiche sind gekennzeichnet durch austauschbare Angebote. Dann macht der Prominente den Unterschied aus und gibt dem Bier, der Zahnpasta oder dem Kleinwagen das gewisse Extra und damit den Kunden einen besonderen Nutzen. Leitbilder stiften Identifikation. Und das Prinzip der Leitbild-Werbung ist es, dass diese Identifikation eines Fans mit seinem Star auf das Produkt übertragen wird. Man spricht hier auch vom Imagetransfer. Im Idealfall glaubt ein Konsument oder eine Konsumentin ein Teil der Welt eines Prominenten zu werden, indem sie denselben Konsum wie ihr Vorbild pflegen.

© IWC/Getty Images

Der Einsatz von Prominenten in der sogenannten LeitbildWerbung ist kein Phänomen der Gegenwart. So ziert das Konterfeit Fürst von Bismarcks seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Flaschen des gleichnamigen Kornbrands. Die US-Schauspielerin Joan Crawford warb schon zu Zeiten für die Seife Lux, als die Bilder gerade erst das Laufen lernten, und Boxlegende Max Schmeling empfahl bereits in den 1950ern einen Trockenrasierer von Philipps. Leitbild-Werbung bedeutet in der Regel, dass bekannte Persönlichkeiten in Alltagssituationen gezeigt werden – neudeutsch: slice-of-life –, in denen sie für ein großes Publikum Produkte und Dienstleistungen testen. Solche Testimonials finden in der Werbung auch mit Personen Verwendung, die nicht prominent sind, z.B. wenn eine besorgte Mutter für ihre Familie den Haushalt durch den Gebrauch des richtigen Putzmittels keimfrei hält.

Doch in den Vorstellungen vieler Unternehmen scheint der Einsatz von Prominenten besonders erfolgsversprechend. Warum ist das so?

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Schlussendlich soll dadurch, so die Hoffnungen der Vertriebsabteilungen in den Unternehmen, natürlich der Abverkauf des eigenen Angebots gestärkt und gesteigert werden. Und das scheint zu klappen. Dafür spricht schon einmal die in repräsentativen Studien nachgewiesene wachsende Nutzung von Prominenten in der Werbung (tns-emnid Institut). Unternehmen greifen auf Testimonials nicht ohne Aussicht auf Erfolg zurück. Insbesondere in jüngeren Märkten, z.B. in China oder Russland, ist LeitbildWerbung sehr häufig anzutreffen . Doch auch in den USA, in Deutschland oder Frankreich ist sie ein vielseitig genutztes Instrument der Unternehmenskommunikation. Aus nachvollziehbarem Grund: Untersuchungen, wie jene des US-Forschungsinstituts Gallup, belegen, dass eine Marke in der Regel tatsächlich bekannter ist, wenn sie mit Prominenten beworben wird. Und die Konsumenten sehen das genauso. In Deutschland meinen immerhin über 40% der Befragten, dass Leitbild-Werbung mehr auffällt und besser in Erinnerung bleibt (IMAS International). Doch stehen dem Einsatz von Leitbildern auch Risiken gegenüber. Marken, die Stars in ihre Aktivitäten integrieren, offenbaren Schwäche. Sie lehnen sich an jemand Stärkeren an und hoffen auf den „Lift“ nach oben – outen sich so aber nur als Juniorpartner in der Beziehung. Es kann sogar passieren, dass der Prominente Marke und Produkt derart überstrahlt, dass diese nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden. Man spricht dann auch von einem negativen Halo- oder gar VampirEffekt. Dann macht die Marke Werbung für den Prominenten. Insbesondere ergeben sich aus LeitbildWerbung Probleme, wenn sie unglaubwürdig ist. Der Mechanismus des Imagetransfer wird als zu plump durchschaut und funktioniert nicht. Unglücklich ist es, wenn die Erwartungen der Fans an ihre Leitbilder durch den Einsatz für eine bestimmte Marke enttäuscht werden – so jüngst in der McDonaldsKampagne mit den Schauspielern Alexandra Maria Lara und Moritz Bleibtreu. Doch schlimm wird es, wenn ein Prominenter wie der Radsportler Lance Armstrong durch unethisches Verhalten Vertrauen massiv zerstört. Schließlich ist zu berücksichtigen, dass Leitbilder ihren Preis haben. Ein 1a-Prominenter ist selten unter 200.000 Euro zu buchen. Dafür steht er dann bestenfalls eine Handvoll Tage im Jahr zur Verfügung. Kommen noch notwendige Folgekosten für Zeitungsinserate, Kino-Spots oder großformatige Werbefläche

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Kommentar

Werbeflächen an Gebäuden hinzu, stellt sich schnell der erhoffte wirtschaftliche Nutzen in Frage – gerade für mittelständische Unternehmen ist der Einsatz von Prominenten eine Investition, an der sie sich überheben können. Leitbild-Werbung funktioniert, wenn der Prominente tatsächlich prominent ist und als vertrauenswürdig sowie sympathisch gilt. Er benötigt ein attraktives Profil, mit dem sich Menschen identifizieren können. Die Partnerschaft zwischen einem Vorbild und einem Unternehmen muss Glaubwürdigkeit vermitteln. Diese läßt sich insbesondere durch eine nachvollziehbare Affinität des Leitbilds für ein Produkt erzeugen. Dass eine alternde Schauspielerin wie Andie MacDowell Gesichtscremes von L’Oréal gegen ihre zunehmenden Falten aufträgt, nimmt man ihr ab. Und dass der Fußballer Sebastian Schweinsteiger Produkte aus dem Haus Adidas bevorzugt ebenfalls. Ob Adidas es als Partner des ebenso prominenten Partners FC Bayern allerdings gern sieht, wenn Schweinsteigers Kollege Ribery zwar im Adidas-Trikot antritt, aber mit NikeSchuhen aufläuft, ist zu bezweifeln. Dieses Beispiel zeigt die Komplexität der Leitbild-Werbung. Ist es sympathisch, wenn Günther Jauch für Alkohol Werbung macht, selbst wenn Krombacher beim Kauf eines Kastens Biers einen Quadratmeter Urwald sponsert? Zum Zum Glück gibt es inzwischen alkoholfreies Bier, dass selbst weiblichen Sportlern wie Magdalena Neuner einen glaubwürdigeren Auftritt ermöglicht - während dagegen die Fußballer Gerd und Thomas Müller augenzwinkernd ihren Durst mit Produkten von MüllerMilch stillen. Glaubwürdigkeit beweist sich auch durch Langfristigkeit. Ob Thomas Gottschalk nun tatsächlich Gummibärchen mag, ist nicht verbrieft, aber nach all den Jahren des unermüdlichen Einsatzes für Haribo möchte man ihm das gern glauben. Besonders glaubwürdig und damit erfolgreich ist LeitbildWerbung, wenn sie auf keiner vertraglichen Basis beruht und damit ein Prominenter keine Vergütung für seine Präsenz erfährt. Legendär ist die Kampagne des Autovermieters Sixt mit Angela Merkel und ihren nach einer vermeintlichen Cabrio-Fahrt zu Berge stehenden Haare.


© RIMOWA

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Der Kunde ist souverän. Er muss die durch Leibilder beworbenen Produkte nicht kaufen. Tut er dies doch, und sei es aus nur aus Gründen der Sympathie, ist das in keiner Weise verwerflich. Sein Leben – und damit unter Umständen auch seinen Konsum nach Vorbildern auszurichten, ist Teil normalen menschlichen Verhaltens. Ob diese nun die Eltern, Freunde oder eben Prominenten sind, spielt solange keine Rolle, wie Leitbilder ehrlich und vertrauensvoll agieren. Alles eine Frage der Glaubwürdigkeit.

Über den Autor: Frank Müller ist Gründer von THE BRIDGE TO LUXURY – einer Beratungsgesellschaft, die sich als erste in Deutschland ausschließlich dem Thema Luxus und seiner professionellen Verankerung in Unternehmen widmet. Zuvor führte er als Geschäftsführer renommierte Marken wie A. Lange & Söhne und Glashütte Original und war Mitglied der erweiterten Konzernleitung der Swatch Group SA in der Schweiz. www.thebridgetoluxury.com

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Alessandra Ambrosio Model und das neue Werbegesicht von RIMOWA

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Matthias Vickermann (l) und Martin Stoya Vickermann & Stoya Baden-Baden Foto: Š Jigal Fichtner


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„Wenn die Schuhe recht sind, vergisst man die Füße“ unbekannter Autor

ER IST EINER DER LETZTEN SEINER GATTUNG. UND IST STOLZ DARAUF. MATTHIAS VICKERMANN, MASSSCHUHMACHER AUS BADEN-BADEN PFLEGT EIN HANDWERK, OHNE DAS HEUTZUTAGE EIN MODERNES LEBEN NICHT MEHR DENKBAR WÄRE. WIR TRAFEN IHN ZU EINEM INTENSIVEN GEDANKENAUSTAUSCH IN SEINER WERKSTATT.

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Der Maßschuhmacher Exklusiv-Interview mit Matthias Vickermann

Jung, dynamisch, groß gewachsen, gut aussehend und gekleidet im Maßanzug. So kommt er daher, als wir ihn zu einem Gespräch in seinen Räumlichkeiten in Baden-Baden treffen. Matthias Vickermann entspricht so gar nicht dem Bild, das einem landläufig bei einem Schuhmacher in den Sinn kommt. Er verkörpert die neue Generation eines traditionellen Handwerks. Vorbei die Zeiten, in denen Maßschuhe eher prothetischen Charakter hatten. Eleganz, Hochwertigkeit und feinste Materialien sind die verbindenden Elemente aller Produkte, die die Werkstatt der beiden Protagonisten Matthias Vickermann und Martin Stoya verlassen. Herr Vickermann, was zeichnet Ihre Schuhe aus? Erstens, dass man sie nicht erkennt. Bei uns gibt es kein Logo oder roten Streifen auf der Sohle. Es gibt nichts, an dem Sie einen Schuh von uns erkennen könnten. Wir setzen auf Understatement. Zweitens. Reinste Orthopädie in Kombination mit traditionellem Schuhhandwerk. Sie bekommen bei uns einen top-modernen knallroten Krokoschuh aber gleichzeitig die orthopädische Versorgung, die der Fuß braucht. Drittens. Individualität. Jeder Schuh ist ein Unikat. Und Viertens die Langlebigkeit. Bei richtiger Pflege und regelmäßigen Reparaturen halten unsere Schuhe durchaus zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre. Und wie entsteht so ein Maßschuh bei Ihnen? Nachdem wir die Füße des Kunden vermessen haben wird ein Abbild des Fußes aus Holz von Hand gefertigt, der sogenannte Leisten. Mit diesem Leisten als Grundlage fertigen wir dann einen schlichten schwarzen Probeschuh mit einem weichen Innenfutter. Nach etwa sechs Wochen erhält der Kunde zusammen mit diesem Schuhpaar eine detaillierte Gebrauchsanleitung. Nachdem er ihn dann zwei Wochen getragen und uns zurückgeschickt hat, schneiden wir die Schuhe auf und begutachten das „Laufbild“. Erst dann fangen wir mit dem endgültigen Maßschuh an. Natürlich kann es vorkommen, dass ein Kunde mit dem Probeschuh einmal nicht zurecht kommt. Dann wiederholen wir diese Prozedur eben. Ausgabe 5

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Bleiben Sie während dieser Zeit mit dem Kunden im Kontakt? Selbstverständlich müssen wir erfahren, ob er mit dem Probeschuh zurecht kommt oder wo der berühmte Schuh „drückt“. Das machen wir sowohl telefonisch als auch per E-Mail. Manchmal senden uns Kunden auch Bilder, um zu zeigen, wo etwas verändert werden sollte. Für uns ist die Kundennähe ganz besonders wichtig. Mein Partner Herr Stoya und ich kennen jeden Kunden. Und das soll auch so bleiben. Wie lange dauert es bis der Kunde sich dann endlich über das ersehnte Paar Maßschuhe freuen kann? Auf das erste Paar müssen Kunden im Schnitt etwa vier Monate warten. Bei Nachbestellung geht es dann natürlich schneller. In Einzelfällen schaffen wir es auch einmal in drei Monaten. Aber schneller geht es wirklich nicht. Selbst wenn uns Kunden den dreifachen Preis anbieten würden. Es geht nicht. Woher kommen Ihre Kunden? Als wir vor acht Jahren begonnen haben ging es uns immer darum, Standort unabhängig zu sein. Und so haben wir gerade zu Beginn starke Präsenz in Städten wie Hamburg oder Berlin gezeigt. Häufig bei Veranstaltung von Kooperationspartnern wie Bentley und Vertu. Das waren dann schon einmal knapp vierzig Events pro Jahr. Mittlerweile haben wir das aber zurückgefahren und machen jetzt nur noch acht bis zehn jährlich. Darunter auch unsere zweimal jährlich stattfindenden Aktionen auf der MS Europa. Aber dieser Einsatz hat sich gelohnt. Unsere Kunden kommen von überall her. Nur etwa sieben Prozent aus der Baden-Badener Umgebung. Und Neukunden gewinnen wir in erster Linie durch Empfehlungen und Mund-zu-Mund Propaganda. Da bringen Kunden dann schon mal ihre Freunde mit zu Veranstaltungen. Und so können wir uns über unsere Auftragslage nicht beklagen.


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www.schotten-hansen.com


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Reparieren Sie auch Schuhe? Ja. Das ist für uns ein ganz wichtiger Service. Wenn man über Wochen an einem Paar Schuhe gearbeitet hat, möchte man natürlich nicht, dass sie in falsche Hände kommen. Damit die Reparatur bei uns keine unnötige Hürde darstellt haben wir die Preise für diesen Service bewusst günstig gestaltet. Eine neue Ledersohle kostet nur 35,00 Euro und eine Gummisohle nur 12,00 Euro. Wir möchten vermeiden, dass Kunden aufgrund der Reparaturpreise die Schuhe zu einem x-beliebigen Reparaturservice bringen, der dann häufig nicht weiß, was er da in Händen hält. Lassen Sie uns noch kurz über das Thema Online-Handel sprechen. Welche Bedeutung hat dieser Kanal für Ihr Geschäft? Merchandise-Artikel bilden heute den Schwerpunkt. Was man künftig sicherlich überlegen könnte ist – wenn der Kunde einmal vermessen ist – eine Art Konfigurator einzurichten. Aber in Wahrheit sehe ich das nicht. Ein Maßschuh ist ein so traditionelles Produkt, wir stellen ihn extrem traditionell her. Wir vermessen von Hand. Wir haben nichts Digitales in dem Bereich, außer den Kundendaten natürlich. Und dann mit einem Konfigurator wie bei einem Auto sich einen Schuh zusammenzustellen, ich weiß nicht. Ich glaube, das käme auch optisch nie so schön rüber, die Struktur und die Beschaffenheit des Leders kann man nicht oder noch nicht so schön darstellen. In anderen Bereichen werden schon Maßprodukte online angeboten. Hemden, Anzüge usw. Natürlich ist es dort auch problematisch die Stoffqualität und die Haptik zu vermitteln. Aber was ist die eigentliche Problematik? Das ist genau der Punkt. Bei vielen Produkten kann ich zwar versuchen die Optik darzustellen oder die Akustik, obwohl das auch schon schwierig ist, aber gerade bei uns spielt die Sensorik eine entscheidende Rolle. Der Geruch, die Haptik, das kann man einfach nicht online darstellen. Und außerdem bleibt die Frage, will ich mich mit anderen vergleichen. Da sag ich doch lieber, das machen wir nicht so. Und der Kunde muss entscheiden, ob er ein Produkt schnell online bestellen will. Und online bestellt heißt oftmals, dass die Ware im Ausland gefertigt ist und auf Menge ausgelegt ist. Und da sehen wir uns eben nicht.

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Viele Luxusmarken haben aber heute bereits einen Online-Shop. Wie sehen Sie das? Es gehört einfach dazu. Alle großen Luxusgüteranbieter haben heute in irgendeiner Art und Weise ein Onlineangebot und das wird sich auch immer weiter verstärken. Die sind natürlich 24 Stunden geöffnet und weltweit und in vielen Sprachen verfügbar. Aber A sind wir nicht in der Größenordnung, um dies leisten zu können, und B wollen wir da gar nicht hin. Der Unterschied ist. Mittags sitzen wir alle gemeinsam am Tisch und essen zusammen. Und das reflektiert irgendwie auch das Thema, das wir vorgeben. Wenn wir das nicht mehr machen könnten und wir mittags durcharbeiten müssten, dann ist etwas falsch gelaufen. Wir haben die Bücher voll, aber nicht zu jedem Preis. Der Kunde, der sich für Ihr Produkt entscheidet, ist durchaus bereit länger auf seine Bestellung zu warten. Da steht die Begehrlichkeit über der sofortigen Verfügbarkeit. Ihre Schuhe liegen ja nicht irgendwo herum und warten auf Käufer. Das ist absolut richtig. Ein Großteil unserer Kunden ist es gewohnt mit dem Vorsatz in ein Geschäft zu gehen, jetzt will ich konsumieren. Ich hab immer die Möglichkeit zu kaufen. Ich bekomme immer alles sofort. Häufig ist es eben nur eine Frage des Geldes. Und das gibt es bei uns eben nicht. Abschließend noch die Frage, wo die Reise für Ihr Unternehmen hingeht? Mit einigen Hundert Paar Maßschuhen im Jahr sind wir so ziemlich an der Grenze. Das Wachstum ist also begrenzt. Für uns ist es wichtiger, dass bei einem Tischgespräch über Maßschuhe unser Name fällt. Und deshalb verstärken wir unsere Presseanstrengungen deutlich. Herr Vickermann, ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen viel Erfolg. Info: Vickermann & Stoya Merkurstraße 5 D-76530 Baden-Baden Tel.: 07221 - 22959 Fax: 07221 - 396757 E-Mail: info@vickermannundstoya.de Web: www.vickermannundstoya.de

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Der schwarze Diamant


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Der schwarze Diamant


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Genuss pur Kompendium der besten Schinken Woran denken Sie, wenn Sie so klangvolle Namen hören wie Duroc-Jersey, Landrance oder Mora Romagnola? Vielleicht an traumhafte Landschaften oder erlesene Weine? Weit gefehlt. Es geht schlicht um Schweinerassen, die besondere Köstlichkeiten hervorbringen. Schinken. Ob Jamón Ibérico, Parma oder Bayonne. Sie liefern den Rohstoff für die besten Schinken der Welt. So groß die Preisunterschiede, so groß sind auch die Geschmacksdifferenzen. Selten jedoch hat der geneigte Gourmet aber Gelegenheit, die verschiedenen Sorten neben einander zu verköstigen. Unser kleiner Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Angebote und zeigt, wo die Unterschiede liegen.

Nur in diesen Regionen herrscht das besonders für die Schinkenreife notwendige Klima. Die landwirtschaftliche Nutzung und das Vorkommen ergiebiger Naturnährstoffe, wie sie beispielsweise Eicheln liefern, tuen ihr übriges. Zu den bekanntesten Sorten, die in diesen prädestinierten Lagen wachsen und reifen zählen u. a. die aus Spanien stammenden Jamón Iberico und der Serrano-Schinken, der portugiesische Presunto, der französische Bayonne und die berühmten italienischen Sorten Parma und San Daniele. Auch wenn es kein Schinken im klassischen Sinne ist, so gehört aber auch der „Culatello di Zebolla“ in die Rangliste hervorragender Prosciuttos. Widmen wir uns aber zunächst dem wohl besten Schinken der Welt.

Vorweg vielleicht nur soviel. Es ist das Terroir, das dafür verantwortlich ist, dass die besten Schinken aus Südeuropa kommen. Also die Kombination aus klimatischen Bedingungen, Bodenbeschaffenheit und Pflanzenangebot.

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Dem Jamón Ibérico („iberischer Schinken“, oder korrekter IbéricoSchinken, denn es handelt sich hier nicht um eine Herkunftsbezeichnung wie z. B. dänischer Schinken, sondern um eine Rasse). Er wird aus dem IbéricoSchwein hergestellt (oder aus Kreuzungen mit max. 25 % der Rasse Duroc-Jersey). Das iberische Schwein unterscheidet sich äußerlich vom normalen Hausschwein durch die meist dunklere Hautfarbe. Es wird deshalb auch als schwarzes Schwein bezeichnet.


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verdammt lecker… Weil iberische Schweine oft eine schwarze Klaue haben, nannte man den Schinken auch Jamón de pata negra („Schwarzklauenschinken“). Da aber keineswegs alle Ibérico-Schweine schwarz sind bzw. schwarze Klauen haben, andere spanische Rassen wie z. B. das "porc negre" auf Mallorca aber sehr wohl, ist diese Bezeichnung im spanischen Handel nicht mehr zulässig. Die Produktion schließt sehr viele Qualitätskontrollen ein, beginnend mit der Aufzucht des Schweins bis zur endgültigen Verarbeitung des Rohproduktes, um höchste Qualität zu garantieren. Nach der Schlachtung wird die Keule im ganzen mit dem Eisbein und der Klaue zugeschnitten. Dabei wird die Schwarte oberhalb der Klaue in V-Form dressiert und ein Teil der vorhandenen Speckschicht entfernt. Nach einer kurzen Trocknungszeit wird der Schinken rundum mit Salz eingerieben und der Vorgang mehrfach wiederholt. Danach reift der Schinken viele Monate in kühlen Kellern und bildet in dieser Zeit seinen würzigen Geschmack aus. Je nach Güteklasse beträgt die Reife- und Trocknungszeit zwischen 12 und 38 Monaten. Bedingt durch die Aufzuchtmethode ist das Fleisch nicht nur etwas dunkler und würziger im Geschmack als vergleichbare Produkte, sondern auch weitaus fetter. Am Ende der Reife beträgt die verbliebene Feuchtigkeit nur noch maximal 50 – 55 %. Der Jamón Ibérico erzielt hohe Preise und wird als der beste Schinken der Welt bezeichnet. Besonders geschätzt wird als Spitzenprodukt „Eichelschinken“ (Jamón Ibérico de Bellota oder „Bellota-Schinken“), der von Schweinen stammt, die noch einer traditionellen Eichelmast unterzogen worden sind. Man unterteilt ihn in die drei Qualitätsstufen Bellota, Recebo und Pienso:

Jamón Ibérico de Bellota (auch Montanera): Schinken von Schweinen, die mindestens 75 % der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40 % ihres Lebendgewichts freilaufend und nur durch Früchte der Steineiche (bellota heißt „Eichel“) und Kräuter zugelegt haben.

Jamón Ibérico de Recebo: Schinken von iberischen Schweinen (mind. 75 % wie oben), die mit Eicheln gefüttert wurden und dieser Mast mindestens 30 % ihrer Gewichtszunahme verdanken, in der Endmast (recebo) aber vorwiegend Getreidefutter erhalten.

Jamón Ibérico de Pienso (auch de Cebo oder de Campo): Schinken von iberischen Schweinen (mind. 75 % wie oben), die mit Getreide gemästet wurden (pienso bedeutet „Getreidefutter“, cebo „Mast“ und de campo heißt einfach „vom Lande“).

Iberico Schweine. Foto © Grez

Der Serrano-Schinken, spanisch Jamón Serrano, ist ebenfalls ein spanischer luftgetrockneter Schinken. Charakteristisch für Serrano-Schinken ist sein mageres, kaum faseriges Fleisch mit mild-aromatischer Note. Im Gegensatz zu dem wesentlich teureren Jamón Ibérico stammt Serrano-Schinken in der Regel nicht von dunkelhäutigen iberischen Schweinen. Vielmehr wird für Serrano-Schinken das Fleisch hellhäutiger Hausschweine verwendet, weshalb er in Spanien auch „Jamón de pata blanca („Schinken von der weißen Klaue“) genannt wird. Der Vorderschinken wird Paleta Serrana genannt, während der Hinterschinken Jamón Serrano heißt.

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Qualitativ lassen sich keine großen Differenzen feststellen, außer dass der Hinterschinken sich in größere Scheiben schneiden lässt und einen Knochenanteil von ca. 30 % aufweist, gegenüber 40 % beim Vorderschinken. Die Bezeichnung Serrano kommt von Sierra, dem spanischen Wort für Gebirge. Ursprünglich reifte Serrano-Schinken an der frischen Bergluft. Bekannt für diese Form der Schinkenreife ist z. B. der Ort Trevélez in der Provinz Granada. Parmaschinken, italienisch „Prosciutto di Parma“, ist ein luftgetrockneter Schinken aus der Provinz Parma nordwestlich von Bologna. Er hat einen mild-würzigen Geschmack, ist von rosaroter Farbe mit feiner Fettmaserung, die Konsistenz ist mürbe. Ursprungsort des Parmaschinkens ist Langhirano am Fluss Parma, in dem auch heute ein Großteil der Schinken produziert wird. In Italien bleibt der Knochen meist am Schinken, geschnitten wird er erst unmittelbar vor dem Verzehr in hauchdünne Scheiben. Klassisch wird er mit Melonenspalten oder anderen Früchten als Vorspeise gereicht.

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Parmaschinken wird nur aus Schweinen der Rassen Large White, Landrance und Duroc hergestellt. Diese Schweine dürfen ausschließlich aus den mittelund norditalienischen Regionen Emilia-Romagna, Venetien, Lombardei, Piemont, Molise, Umbrien, Toskana, Marken, Abruzzen, Latium und Friaul-Julisch Venetien stammen. Sie müssen bei der Schlachtung älter als 9 Monate sein und mindestens 150 kg wiegen. Die Schweine werden ausschließlich mit Gerste und Hafer gefüttert und mit der Molke, die bei der Herstellung des Parmesan übrigbleibt, der ebenfalls aus Parma kommt. Nach der Schlachtung werden die durchschnittlich 15 kg schweren Schweinekeulen vom Salzmeister nur leicht mit Meersalz eingerieben. Die im Vergleich zu anderen Schinkensorten sparsame Verwendung von Salz gibt dem Parmaschinken einen milden Geschmack. Nach dem Salzen liegt der Parmaschinken 100 Tage im Kühlraum, früher begann die Schinkenherstellung deshalb im Winter. Während dieser Zeit nimmt der Schinken die richtige Menge Salz auf und verliert gleichzeitig Wasser und Gewicht. Anschließend wird das Salz abgewaschen.

Bild oben: Museo de Jamon Madrid ©Andreas Praefcke

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Danach wird der Schinken zur eigentlichen Lufttrocknung in spezielle Lagerhallen gehängt. In diesen Lagerhallen sorgen gegenüberliegende Fenster für einen steten Luftstrom, der die Schinken umspielt. Die würzige Luft sorgt für den besonderen Geschmack des Parmaschinkens und trocknet ihn gleichzeitig weiter aus. Um jedoch eine zu starke Austrocknung zu verhindern, wird der Schinken an der Fleischseite mit einem Gemisch aus Schmalz und Salz eingestrichen. Nach einer Reifezeit von insgesamt zehn bis zwölf Monaten wird der Parmaschinken von

Über die Einhaltung dieser Vorschriften wacht der Consorzio del Prosciutto di Parma. Echter Parmaschinken trägt als Stempel die fünfzackige Krone des Herzogtums Parma auf der Schwarte.

einem unabhängigen Prüfer geprüft, indem er einen spitzen Pferdeknochen an fünf genau festgelegten Punkten einsticht und insbesondere den Geruch und die Konsistenz des Parmaschinkens mit dem Knochen prüft. „Parmaschinken“ ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung – unter diesem Namen darf nur in Parma hergestellter Schinken angeboten werden, der aus im festgelegten Gebiet aufgezogenen Schweinen hergestellt wurde. Wird er geschnitten und abgepackt, muss dies nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof ebenfalls in Parma geschehen.

Benannt ist er nach seinem Herkunftsort San Daniele nordwestlich von Udine in Friaul. Das dortige Zusammentreffen von trockener Luft aus den Alpen und feuchtwarmer von der Adria schafft ein besonders günstiges Klima für die Reifung der Schinken.

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San-Daniele-Schinken „Prosciutto di San Daniele“, ist wie der Prosciutto di Parma ein luftgetrockneter Schinken aus Italien. Im Geschmack und Aussehen ähnelt er ihm sogar. Er ist von rosabräunlicher Farbe mit einer schmalen, weißen Fettschicht, der Geschmack ist aromatisch-süßlich.

Hergestellt wird San-Daniele-Schinken aus den Keulen der Schweinerassen Large White, Landrace und Duroc, die in 10 italienischen Regionen (Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Lombardei, Emilia-Romagna, Piemont, Toskana, Umbrien, Marken, Latium und Abruzzen) nach


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vorgeschriebenen Aufzucht- und Mastmethoden gehalten werden. Geschlachtet werden die Tiere ab einem Mindestalter von neun Monaten. Zur Weiterverarbeitung müssen sie vollständig ausbluten. Die mindestens 11 kg schweren Keulen mit Knochen und Huf werden von überflüssiger Schwarte und Teilen des Fetts befreit, mit Meersalz eingerieben, das nach einer Woche wieder entfernt wird, mehrfach massiert und wieder eingesalzen und schließlich zu einer mandolinenartigen Form gepresst. In einer dreimonatigen Ruhephase werden die Schinken wiederholt gründlich abgeduscht, -gebürstet und getrocknet.

Traditionelles Salzen des Bayonner Schinkens

Mit einer Mischung aus Mehl, Schmalz, Salz und Pfeffer bestrichen reifen sie nun in gut belüfteten Räumen für acht Monate oder länger und sind dann fertig für den Handel. Der gesamte Herstellungsprozess dauert mindestens zwölf Monate. In Italien wird San-DanieleSchinken mit Knochen und dem typischen Huf angeboten, für den Export wird er meist entbeint und noch einmal gepresst. Die Herstellung des traditionsreichen Schinkens in größerem Maßstab begann in den 1920er Jahren und erreichte in den 1950er Jahren industrielle Größenordnung. In San Daniele sind mehr als 30 Hersteller ansässig. Seit 1984 ist (dank Klimatechnik) die ganzjährige Herstellung erlaubt, während der Beginn des Herstellungsprozesses vorher immer im Winter lag.

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„Nähre dich von Brot und Butter, bis Gott dir den Schinken dazu gibt!“ Marokkanische Sprichwort

Culatello di Zibello ist ein italienischer Schinken aus Zibello in der Nähe der Stadt Parma in der Poebene, und eigentlich gar kein richtiger Schinken, weil er nicht am Knochen reift. Die Herstellung erfolgt in Handarbeit aus dem Fleisch zweier schwarzer Schweinerassen, (Nero di Parma bzw. Nera Parmigiana), sowie Mora Romagnola. Die kleinwüchsigen schwarzen, rotgefleckten Schweine werden sorgfältig ausgewählt und in freier Natur gehalten, wo sie sich von Mais, Eicheln und Kastanien ernähren. Nach der Schlachtung der Schweine nach zwei Jahren Freilandmast in Maisfeldern reifen die 15 bis 20 kg schweren Schinken 14 Monate lang in einer durchlöcherten Schweineblase. Sie werden bei offenem Fenster gelagert und zu Beginn der Lagerung mit Rotwein und Knoblauch eingerieben. Die dazu nötige feuchte Luft, in der klimatisch vom Po beeinflussten Region, limitiert die geeigneten Plätze auf wenige Dörfer: Busseto, Roccabianca, Polesine Parmense, San Secondo, Zibello, Sissa, Soragna und Colorno.

Beim Reifen übersiedelt auf den Schinken ein Edelschimmel von der Raumwand, dessen Sporen auf der Schweineblase ansetzen. Enzyme geraten aber nach innen und geben dem Schinken den typischen Geschmack. Im Winter wird der Schinken im Keller gelagert. Die geringen Stückzahlen und die aufwendige Handarbeit führen, wie auch beim spanischen Jamón Ibérico de Bellota, zu hohen Verkaufspreisen (ca. 200 € das Kg. 2007). Der Schinken wird als Delikatesse gehandelt. Er hat die Einstufung zum Produkt der Kategorie Denominazione di origine protetta (DOP) erhalten. Jetzt haben Sie die Qual der Wahl. Guten Appetit.

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Life & Style Schlagzeilen Bemerkenswert und selten

Von Mode bis Uhren – Shop-Neueröffnungen weltweit

Fabergé präsentiert erstmals eine Sammlung von insgesamt 150 einzigartigen Stücken im „Kunsthistorischen Museum“ in Wien. Die Ausstellung beginnt am 18. Februar 2014 und dauert drei Monate • Das Auktionshaus Christie’s in New York versteigerte Francis Bacons dreigeteiltes Gemälde „Three Studies of Lucian Freud“ zu einem Rekordpreis von 142,4 Millionen US-Dollar. Damit ist es das teuerste, jemals versteigerte Bild der Welt. •

Armani verstärkt mit der Eröffnung eines weiteren Geschäftes in der Nevsky 152 Mall in St. Petersburg seine Präsenz in Russland. Der Shop hat eine Größe von 260 qm und ist der insgesamt 41. Laden der Armani-Group dort. • Der amerikanische Luxusjuwelier TIFFANY & Co eröffnet seinen ersten Shop in New Orleans Canal Place. • Der KöBogen ist Düsseldorfs neueste Vorzeige-Shoppingwelt. Nach einem Brand eröffnen nun nach und nach führende Luxuslabels ihre Geschäfte •

Armani Shop in St. Petersburg

Tiffany & Co. Shoperöffnung in New Orleans, David Grunfeld, Nola.com / The Times-Picayune

Neue Luxusprodukte von A-Z PORSCHE DESIGN & Blackberry präsentieren mit dem P9982 ihr neues Luxushandy, das ab $ 2.400 erhältlich sein wird. Es basiert auf dem Z10 des kanadischen Smartphone-Herstellers • Marc Jacobs stellt mit Daisy seine neuestes Duftkreation vor •

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Der Macan ist das neueste Produkt des deutschen Nobelautobauers Porsche. Mit der kleineren Variante des Cayenne wollen die Schwaben neue Zielgruppen erschließen •


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MONTBLANC Meisterstück Honoré de Balzac

© Montblanc/Getty Images

Mit der Montblanc Writers Edition 2013 feiert die Marke den epischen Beitrag des französischen Autors Honoré de Balzac (1799 - 1850) zur literarischen Welt. Nur wenige Schriftsteller haben einen derart großen Einfluss auf die Literatur des 19. Jahrhunderts gehabt wie er. Mit einem Füllfederhalter, einem Rollerball, einem Kugelschreiber und einem Kugelschreiber mit Druckbleistift wird die Sammlung der raffinierten und limitierten Schreibgeräte Editionen fortgesetzt. Diese Serie ist eine Hommage an den berühmten Schriftsteller und Dramatiker. Während die bauchige Form des Stiftes ein Spiegelbild Balzacs üppiger Statur darstellt, symbolisiert der mit türkisfarbenen Lackierungen reich verzierte Clip seinen Gehstock. Die Platin-und vergoldeten Ringe, die das Instrument umgeben, deuten mit ihrem sehr schlichten bis zu einem sehr aufwändigen Dekor auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten im Frankreich des 19. Jahrhunderts hin. Wie durch den Schriftsteller selbst signiert, zieren seine fein gelaserten Initialen die Rhodium plattierte Goldfeder.

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ASTON MARTIN Vanquish Volante Neiman Marcus Edition

© Aston Martin/Neiman Marcus

Von Hand gefertigt in Gaydon, England, ist der Vanquish Volante der erste Aston Martin mit einer 100%igen Karbonfaser-Hülle, was zu deutlich geringerem Gewicht und einer größeren Torsions-und Strukturfestigkeit führt. Damit verbessern sich Sicherheit, Leistung und Handling. Ein neuer Saugmotor 6,0-Liter-V-12-Motor, erzeugt 565 PS. Er verfügt über ein Sechsgang-Touchtronic 2 Automatik-Getriebe, so dass die Beschleunigung gleichmäßig, ruhig und vor allem reaktionsschnell erfolgt. Von der Neiman Marcus Sonderedition werden nur 10 Exemplare gebaut. Kosten wird das Fahrzeug $ 344.500 . Für diesen Preis erhält der Käufer alle Features eines Vanquish sowie einige einzigartige Funktionen. Die Neiman Marcus Edition verfügt über eine Sonderlackierung in „Seychellen Blue“ und Embleme in Silber und Emaille. Der Innenraum überzeugt durch Semi-Anilin-Ledersitze in Aurora Blau mit Kontrastnähten und eine Walnuss-Holz Ausstattung. Außerdem besitzt der Vanquish bestickte Neiman Marcus Kopfstützen für jeden Passagier.

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VERTU Constellation

© Vertu/Getty Images

Die Verwendung von Saphirglas ist bereits ein etablierter Teil der Vertu Geschichte. Beim „Constellation“ wird ein 5,1-Zoll-Glas - mit einem Gewicht von mehr als 100 Karat – verwendet, das die gesamte Vorderseite des Telefons abgedeckt. Darunter befindet sich ein 4,3-Zoll High-DefinitionBildschirm. Das Saphirglas ist besonders kratzfest und stellt sicher, dass der Bildschirm während der gesamten Lebensdauer des Telefons nahezu makellos bleibt. Rund um das Saphirglas befindet sich ein Grad 5 Titan Gehäuse, einem Material, das zweieinhalb Mal stärker als Edelstahl aber nur halb so schwer ist. Es ist die Haltbarkeit und die Leichtigkeit des Grad 5 Titans, verbunden mit seinem makellosen Finish, dass es zu einem perfekten Material für Vertu Handys macht. Technisch betrachtet bietet das Vertu Constellation alles für moderne Smartphone-Nutzer: Android ™ 4.2 Jelly Bean, Qualcomm Snapdragon ™, Dual-Core 1,7 GHz CPU, 32 GB interner Speicher, 13MP nach hinten gerichtete Kamera mit Full-HD-Video (1080p), eine nach vorn gerichtete Skype ™ konformen 1,3 MP-Kamera, Wi-Fi, Bluetooth und NFC.

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CR7 Kollektion CR7 von Cristiano Ronaldo ist eine Premiere für den gefeierten Sportler und sein erstes persönliches Experiment im Modedesign. Seine Liebe zur Mode und sein Interesse am Design waren Schlüsselfaktoren bei der Entscheidung, seine eigene Kollektion zu starten. Er suchte die Expertise des preisgekrönten Designers Chai, der bekannt für seine Arbeit mit Labels wie Marc Jacobs und Donna Karen ist, um gemeinsam mit ihm an den Design-Elementen zu arbeiten. Ronaldo und Chai teilen eine gemeinsame Liebe für klassische und zugleich moderne Designs. Sie wollten die Kollektion um dynamische Farb-und Trendgeschichten, detaillierte Designelemente, klare Linien und elegantes Understatement bereichern. Das Gefühl von Luxus und Premium-Qualität sind integrale Bestandteile der Kollektion, die vier verschiedenen Bereiche umfassen: Luxus, Mode, Basic und Boys. Ebenso wichtig wie die Ästhetik und der Komfort sind der modische Aspekt und hohe die Qualität jeder Kollektion, hergestellt mit den feinsten Materialien liefern sie optimalen Komfort und eine außergewöhnliche Passform. © CR7/Getty Images

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Service

Impressum

3. Jahrgang, Ausgabe 5

L‘Art de Vivre – Magazin für Genuss & Lebensstil L‘Art de Vivre Management GmbH Geschäftsführer Wolfgang Stelling Karolinger Str. 4, 41749 Viersen, Deutschland Telefon 0172 1709601 info@lartdevivre.eu www.lartdevivre.eu Chefredaktion Wolfgang Stelling Titelmotiv: ©L‘Art de Vivre.

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Autoren Wolfgang Stelling (wolfgang.stelling@lartdevivre.eu) Dr. Frank Müller (info@thebrigdetoluxury.com) Art Direction L‘Art de Vivre Management GmbH Foto-/Bildnachweise (sofern nicht schon erwähnt) Titelmotiv: L‘Art de Vivre, Portrait: L‘Art de Vivre; Seite 29/30 Fleet Events: Anzeigenpreisliste Nr.3 vom 01. Januar 2013

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Entdeckt

Wenn Maennerherzen schneller schlagen Auf der führenden Deutschen Genussmesse eat & style in Köln haben wir das zweitliebste Männerspielzeug in einer besonderen Form entdeckt. Der HaJaTec®-Holzkohlegrill hat das Grillvergnügen revolutioniert. Innovativ, gesund und professionell. Patentiert ist der Speicherrost, der direktes Grillen ermöglicht, ohne dass Fett in die Glut tropft. So wird gesundheitsschädliche Rauchbildung verhindert (erhielt Sondergenehmigungen im Indoorbereich). Hergestellt wird der HaJaTec® in Deutschland in edlem Design, mit besten Materialien und nach individuellen Kundenwünschen. Es gibt die edle ProfiLinie und die private Home-Edition. Alle Grills erhalten eine lebenslange, bzw. 30jährige Werksgarantie. www.hajatec.eu

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