Issuu on Google+

P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

10

Die Zeitung der NÖ L a ndes -L a ndwirtsch a ftsk a mmer

Nr. Oktober 2013

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

w

t oe.a n k l w w.

Holz gewinnt im Ofen Holzbrennstoffe sind die Nummer Eins beim Wohnraumheizen. Wer Wärme aus Holzbiomasse liefern oder selber mit Holz heizen möchte, erfährt im Schwerpunkt mehr über Brennstoffe, Fördermöglichkeiten, Vorschriften, Kessel & Co.

Schultes eröffnet Bauprojekt in Amstetten Mit dem Spatenstich startet der Neubau der Bezirksbauernkammer Amstetten. Ende 2014 soll, laut LK NÖ-Präsident Schultes, das Gebäude bezugsfertig sein. Seite 9

Schwerpunkt Seite 14

Damit der Brennholzverkauf ein gutes Geschäft bleibt Schwerpunkt Seite 16

Mit Nahwärme Geld verdienen

Rübentransport In der Rübensaison ist wieder das Thema Ladungssicherung beim Rübentransport auf der Straße aktuell. Eine neue Broschüre informiert rasch und übersichtlich. Die Broschüre liegt auf Ihrer BBK auf. Seite 31

Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


lk aktuell

WIEN NORD

Die landwirtschaft

. e s u a h u Z N r E h I N r H ü f O z t W NV umschu Rund ng und Eigenheim gen durch Feueer,r, plus

ss ohnu n Fol e l W l r e i ü ungswa t z F t i n e a L n kk , fi n en ich he tz vor d aturkatastrop l und Haftpfl u h c S kk iebstah inkl. N rsorge, o v l l Sturm h, Einbruchd a f n uc glich: U hilfe ö m Glasbr e l rt du ngsmo Wohnen Sofo u r e t i e Erw kk utz und h c s s t h Rec

Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10 3100 St. Pölten www.noevers.at

Wir schaffen das. NV_QR-Code_Wohnen_Plus_I.indd 1

01.07.13 10:41

2 NV_Anzeige_Wohnenplus_Wasserschaden_198x259_I.indd 1

16.09.13 12:13


oktober_2013

Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Die Karten der Politik sind ab Sonntag neu gemischt. Die Entscheidungen zur GAP kommen aus Brüssel mit Verspätung und machen ein Übergangsjahr notwendig. Sogar jetzt sind noch wichtige Fragen offen. Es darf kein Zweifel aufkommen, dass die Zusagen zur Bereitstellung der Gelder aus Österreich zur gemeinsamen Finanzierung der Maßnahmen der ländlichen Entwicklung weiter halten. Koalitionsverhandlungen werden in jedem Fall genug Streitthemen haben, sodass wenigstens für die Basisthemen der Landwirtschaft der gemeinsame Grundkonsens gelten muss. Fünf Jahre ist der österreichische Planungszeitraum der Wahlperiode, sieben Jahre gelten die Beschlüsse der EU. Die neue Regierung wird den Grundstein für die Zukunft verhandeln. Am Beginn von Regierungsverhandlungen („wer mit wem“ ist jetzt, wo ich das schreibe, noch nicht abzuschätzen) will ich aber einige grundsätzliche Hinweise geben. Unsere Art der Landwirtschaft ist ein Wirtschaftsmodell der bäuerlichen Familienbetriebe. Wir produzieren Lebensmittel im internationalen Wettbewerb und beliefern eine gut aufgestellte, sehr leistungsfähige Verarbeitungswirtschaft, die vielen Menschen Arbeit gibt. Lebensmittel, Produkte für Genuss und Lebensfreude, technische Rohstoffe mit stark zunehmender Bedeutung und leistbare erneuerbare Energieträger sind unser Beitrag zur österreichischen Wertschöpfung. Produkte für unsere Österreicher, aber auch für viele Menschen im Ausland werden im offenen Markt angeboten. Ausgleichszahlungen an die Bauern sichern die Produktionsfähigkeit zu den für die Konsumenten so günstigen Preisen und entlasten die Sozialbudgets. Gestützt werden durch diese Preise die Lebenshaltungskosten aller. Landschaft und Wasserhaushalt, Erholungsraum und Ferienland kommen aus Bauernhand. Das alles steht jedem Österreicher zur Verfügung. Landwirtschaft unserer Art ist die Grundlage für preiswerten Genuss und abwechslungsreiches Leben. Keiner zahlt Eintritt,

wenn er die Schönheit unseres Landes erleben will. Tausend Liter Trinkwasser aus der Wasserleitung kosten ein bis zwei Euro. Das ist mehr als der Jahresbedarf, den wir wirklich trinken. Klo spülen, Autowaschen und Rasengießen darf man mit diesem wertvollen Wasser nach Lust und Liebe. Es kostet für diese Zwecke auch nicht mehr, weil wir über das ÖPUL abgesichert noch immer unendlich viel Wasser der besten Qualität zur Verfügung haben. Als Auftraggeber der Wirtschaft sind wir regionale Investoren, als stark im Dorf verwurzelte Menschen sichern wir die Vitalität der Dörfer und sind mit unserer Hilfsbereitschaft im Kulturleben und in der Freiwilligenarbeit Teil der Lebensqualität unserer ländlichen Gebiete. In den Berggebieten sichern Ausgleichszahlungen Nutzung und Pflege des Landes sowie das Bleiben der Menschen. Sie sichern die darunter gelegenen Regionen vor Vermurungen und schlimmeren Katastrophen. Das alles können wir, weil wir unsere Eigenständigkeit und die Freiheit der Entscheidung immer wieder aufs Neue erarbeiten wollen. Weil wir unsere Schulen haben und nutzen, weil wir mit Kammer und Verbänden sichern, dass auch kleinere Betriebe ohne großen Produktionsschwerpunkt auf der Höhe der Zeit mithalten können, Qualität liefern und stolz auf ihre Leistungen sein können. Gleichzeitig sind wir aber durch unsere Genossenschaften so gut organisiert, dass wir auch noch international mit leistungsfähigen Betrieben mithalten können, wenngleich Kostenentlastungen dringend notwendig sind.

punkte. Ich wünsche den Verhandlern einen offenen Blick auf die Chancen, die wir für ein fruchtbares Österreich bieten. Herzlichst, Ihr

Genuss und Qualität bieten wir an und wer´s will, bekommt es mit allen besonderen Garantien, gentechnikfrei, AMA besiegelt und/oder biologisch. Wer in Regierungsverhandlungen den Rotstift ansetzen will, wird vorher entscheiden müssen, auf welchen Teil unseres Angebotes die Republik verzichten will. Ich weiß, dass der Klimawandel und die Veränderung der Nachbarländer neue Risiken und Aufgaben für uns bereithalten. Landwirtschaft wird wichtiger für die Volkswirtschaft und die Exportindustrie. Forschung, Ausbildung und Investitionstätigkeit brauchen neue Schwer3


Die landwirtschaft

lk aktuell

Ausschuss für Betriebswirtschaft und Technik tagte im Haus Konradsheim, Waidhofen/Ybbs

Grüner Bericht und Bergbauern im Mittelpunkt

Kürzlich tagte in Konradsheim, Waidhofen/Ybbs der Ausschuss für Betriebswirtschaft, Technik und Energie unter Vorsitz von Anton Gonaus. Bergbauer Johann Bösendorfer, Landeskammerrat aus Konradsheim, hat die Ausschussmitglieder in seinen Heimatort eingeladen. Er bewirtschaftet einen Betrieb mit 240 Punkten im Berghöfekataster. Klaus Hirner, Obmann der BBK Waidhofen/Ybbs stellte die Struktur der Betriebe im Kammerbezirk vor. So arbeiten 58 Prozent der Betriebe im Haupterwerb, 39,2 Prozent im Nebenerwerb.

Grüner Bericht stand zur Diskussion LK-Marktexpertin Marianne Priplata stellte die Buchführungsergebnisse im Grünen Bericht zur Diskussion. Im Durchschnitt muss die Landwirte einen Rückgang des Einkommens im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr von acht Prozent in Kauf nehmen. Deutlich zeigt sich auch, dass extreme Bergbauernbetriebe stärker abfallen. Entscheidend dafür sind vor allem die eingeschränkten Möglichkeiten des betrieblichen Wachstums. Der Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Arbeitskraft zeigt sich bei allen Erschwerniskathegorien, das bedeutet, 4

dass Betriebe, die sich nicht weiter entwickeln, zunehmend gezwungen sind, außerlandwirtschaftliche Einkommensquellen zu nutzen.

Abstand zu Einkommen der Arbeitnehmer wieder angestiegen. Vergleicht man die Einkommen der Landwirtschaft mit jenen der Arbeitnehmer, zeigt sich nach einer geringen Annäherung noch immer ein großer Abstand. Wer die Ergebnisse des Grünen Berichts im Detail nachlesen möchte, findet sie unter www.gruenerbericht.at.

Niederlassung, Investförderung, Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete Über den aktuellen Stand der Umsetzung bei Investitionsförderung und Erstniederlassung informierte Manfred Watzinger vom Lebensministerium. 2012 haben 1486 Jungübernehmer aus ganz Österreich die Niederlassungsprämie beantragt. Die Mitglieder des Ausschusses forderten einstimmig eine möglichst baldige Öffnung der Investitionsförderung ab 2014. Diese muss in der kommenden Periode finanziell gestärkt werden. Mit einem derartigen Impuls werden die landwirtschaftlichen Betriebe und die regionale Wirtschaft unterstützt. Matthias Wirth vom Lebensministerium präsentierte die Zwischenergebnisse der

Vizepräsidentin Theresia Meier machte sich mit den Mitgliedern des Ausschusses vor Ort ein Bild über die Produktionsbedingungen im Berggebiet. v.l. LKR Josef Eder, Familie Brenn, LKR Josef Hieger, LKR Johann Bösendorfer, LKR und Ausschussvorsitzender Anton Gonaus, Theresia Meier, Klaus Hirner, Obmann BBK Waidhofen/Ybbs, Wolfgang Weichselbraun, LK NÖ. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Verhandlungen zur Ausgleichszulage und zur Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete. Im Zentrum der EU-Diskussion steht die betriebsindividuelle Abgrenzung. Österreichisches Ziel ist eine Erschwernisfeststellung für alle Betriebe im benachteiligten Gebiet. Am Nachmittag machte sich der Ausschuss bei Familie Brenn in Konradsheim vor Ort ein Bild über die Produktionsbedingungen der Bergbauern. Familie Brenn bewirtschaftet einen Milchviehbetrieb mit 173 BHK Punkten. Paula Pöchlauer-Kozel/Wolfgang Weichselbraun


Oktober_2013

5


Die landwirtschaft

lk aktuell

Aktuelles aus der Investitionsförderung

Wanderung der ARGE Meister zu innovativen Betrieben

Förderung von Schweine- Veranstaltungsreihe und Geflügelstallungen „Meister bewegen“ Ab sofort sind Anträge auf eine Investitionsförderung für Schweine- und Geflügelstallbauten möglich. Alle anderen Bereiche sollen im kommenden Jahr folgen. Die Zuschusshöhe beträgt 20 Prozent der Nettoinvestitionskosten unter Beachtung der eventuell in der laufenden Periode bereits verbrauchten oder noch anrechenbaren Gesamtkosten pro Betrieb. Zusätzlich stehen auch weiterhin Zinsenzuschüsse zu AI-Krediten bereit. Zu beachten ist, dass Kosten erst ab Bewilligung der Förderungsanträge anerkannt werden können. Genauere Informationen sind bei den jeweiligen Bezirksbauernkammern erhältlich. Die Antragstellung im Bereich Bio-Tierhaltung bei notwendigen Investitionen im Rahmen der Ausnahmegenehmigung gem. EU-VO 889/2008 ist weiterhin aufrecht.

Dabei hat die Umsetzung der Projekte bis Ende 2013 zu erfolgen.

Förderung für planbare Finanzierung gefordert Die Niederösterreichische Landwirtschaftskammer fordert, dass die Investitionsförderung im Jahr 2014 so rasch wie möglich wieder für alle landwirtschaftlichen Produktionszweige geöffnet wird, damit anstehende Projekte leichter umgesetzt werden können und die Finanzierung planbarer wird. DI Astrid Bieder Ref. Förderung, Tel. 05 0259 25203 astrid.bieder@lk-noe.at

Eine rasche Öffnung der Investitionsförderung für alle Produktionszweige ist wesentlich für die Umsetzung geplanter Projekte. Foto: Fotolia

Branchentreff als voller Erfolg bei Gartenbaumesse Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat in Kooperation mit der AMA-Marketing bei der Gartenbaumesse in Tulln erstmals ein Stelldichein für die Branche organisiert. Etwa 150 Teilnehmer aus ganz Österreich konnten „über die eigene Sonderkultur hinaus“ gemeinsame Herausforderungen besprechen. Bundes- und Landesverbände des Gemüse-, Obst und Gartenbaus, der Baumschulen und der Landschaftsgestalter sowie die thematisch befassten Schulen, das Lebensministerium und die Fachpresse nahmen am ersten Branchentreff teil. Eindrücke vom ersten Branchentreff: www.lk-noe.at, Fotoservice. 6

Unter dem Motto „Meister bewegen“ lud die ARGE der Meister das zweite Mal zu einem Erfahrungsaustausch. Neben Betriebsbesichtigungen stand auch eine Diskussion mit LK NÖ-Präsident Hermann Schultes auf dem Programm. Die Ziele der Veranstaltungsreihe „Meister-Bewegen“ sind klar gesteckt. Nicht nur interessante Themen können mit Berufskollegen besprochen werden. Auch wertvolle Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag können die Teilnehmer miteinander teilen. Viele Meisterinnen und Meister folgten der Einladung und begaben sich auf Wanderschaft. Dabei konnten sie den Kürbishof und die Brauerei der Familie Diesmayr in Schaubing bei Karlstetten einmal genauer unter die Lupe nehmen. Die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, Fragen an LK NÖ-Präsident

ARGE-Meister-Bundesobfrau Daniela Fabianek und LK NÖPräsident Hermann Schultes freuten sich beim Kürbishof Diesmayr bei Karlstetten über das große Interesse an der Veranstaltungsreihe. Foto: ARGE Meister

Hermann Schultes zu richten. Dieser informierte über die aktuelle EU-Agrarpolitik und diskutierte mit den Meisterinnen und Meistern. In gemütlicher Atmosphäre war es den Teilnehmern möglich, die Personen hinter den Betrieben kennen zu lernen.

LK NÖ-Präsident feierte runden Geburtstag Der Präsident der LK NÖ Hermann Schultes feierte am 18. September seinen 60. Geburtstag. Seit Jahrzehnten tritt er für eine nachhaltige, jedenfalls aber produzierende Landwirtschaft ein, die Versorgungssicherheit für die Österreicher mit heimischen, hochqualitativen Lebensmitteln und nachwachsender Energie garantiert. „Er ist ein Entscheider in Zeiten wo die Landwirtschaft vor schwierigen Entscheidungen steht. Er ist ein Umsetzer, der Veränderungen als Chance sieht. Er ist jemand, der den Ausgleich zwischen den Interessengruppen sucht, aber wenn nötig auch keine Konfrontation scheut“, erklären Vizepräsident Josef Pleil, Vizepräsidentin Theresia Meier sowie Kammerdirektor Franz Raab und gratulieren dem Jubilar zu seinem Ehrentag. Auch Landeshauptmann Erwin Pröll sprach seine Glückwünsche aus und überreichte Schultes das „Goldene Komturkreuz des Ehrenzeichens für die Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“. Foto: LK NÖ/Eva Posch


Oktober_2013

Auszeichnung rückt Stellenwert der Waldbewirtschaftung in den Vordergrund

„Staatspreise für beispielhafte Waldwirtschaft“ gehen an niederösterreichische Betriebe Bei der Preisverleihung unter anderen mit dabei (v.l.): Landesrat Stephan Pernkopf, Waldkönigin Viktoria I., LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Preisträger Berta und Herbert Wimmer, Bundesminister Niki Berlakovich und LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier. Foto: LK NÖ/Marschik

Forstwirtschaftliche Termine

Das Lebensministerium vergibt jährlich den „Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft“ an hervorragend wirtschaftende Waldbaubetriebe. Am Freitag, 13. September, fand die mittlerweile 18. Verleihung dieser Auszeichnung statt. Im Vollerwerbsbetrieb der Familie Wimmer in St. Oswald spielt die Waldwirtschaft, neben der Milchwirtschaft eine besonders wichtige Rolle. Sie arbeiten intensiv und naturnah zugleich, mit besonderem Augenmerk auf einen harmonischen Übergang von Generation zu Generation. Gleichzeitig ist der Betrieb ein gutes Beispiel, das Naturverjüngung und Jagd gut zusammenpassen, wenn beides von Naturverständnis getragen ist. Auch Michael Bubna aus Donaudorf geht mit seinem Forstbetrieb als gutes Beispiel voran. Er sieht es als seine Pflicht an, den Fortbestand seines Unternehmens für die kommenden Generationen zu wahren, stets im respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. Berta und Herbert Wimmer sowie Michael Bubna konnten sich mit ihrer Arbeit den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft sichern. Damit kommen zwei neue

Staatspreis-Träger aus Niederösterreich. Insgesamt würdigte Bundesminister Nikolaus Berlakovich zehn Preisträger bei der feierlichen Übergabe der Auszeichnung in den Räumlichkeiten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Waldbewirtschaftung: Wichtige Einkommensquelle mit Zukunft Der niederösterreichische Agrarlandesrat Stephan Pernkopf und LK NÖ-Präsident Hermann Schultes betonten anlässlich der Festveranstaltung die hohe Relevanz einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum. „Der Wald mit seinen Ressourcen wird von unseren heimischen Bauern in einer ökologisch sinnvollen Art und Weise ökonomisch nutzbar gemacht. Als bedeutsame Einkommensquelle mit Zukunft freuen wir uns ganz besonders über beispielgebende Betriebe, die vorzeigen, welch innovatives Potenzial in unseren Wäldern steckt“, bekräftigt Hermann Schultes. „Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist sowohl ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitsplatzgarant im ländlichen Raum als auch für die gesamte Gesellschaft von unschätzbarem Wert,“ betont auch Agrarlandesrat Stephan Pernkopf. Bernadette Laister

Waldfachtag Am Freitag, 25. Oktober, lädt die LFS Edelhof gemeinsam mit der Forstabteilung der LK NÖ nach Zwettl zum Fachtag „Wald und Holz“. Ab 9 Uhr wird ein umfangreiches Fachprogramm geboten. Die Neubewaldung unter den Aspekten der örtlichen Raumplanung und Natura 2000 wird ebenso thematisiert wie die aktuelle Situation am Sägerundholz- und Industrieholzmarkt. Von 13.30 bis 15.30 Uhr erwartet die Teilnehmer eine Exkursion zum Stift Zwettl, wo sie die Laubholzbewirtschaftung unter die Lupe nehmen können. Weiterbildung rund um die Kirsche Am Mittwoch, 30. Oktober, steht das Gemeindezentrum von Weyerburg bei Hollabrunn ganz im Zeichen der Wildkirsche. Zahlreiche Vorträge und ein Exkursion geben einen Einblick in die waldbauliche Behandlung dieser Baumart. Am Vormittag berichten Experten über die Bedeutung der Wildkirsche und deren waldbauliche Behandlung sowie genetische Besonderheiten. Praktiker geben einen Einblick in ihre Arbeit. Am Nachmittag können in den Betrieben der Forstverwaltung Ernsthof und Schönborn verschiedene Kirschenflächen besichtigt werden. Anmeldungen und Infos unter Tel. 05 0259 24000. Vollversammlung des Waldverbandes Am Freitag, 8. November, lädt der Waldverband von 9.30 bis 15 Uhr zur Vollversammlung ins Kurzentrum Bad Traunstein. Nikolaus Nemestóthy von der Forstlichen Ausbidungsstätte Gmunden spricht über „Verfahren, Kosten und Qualitätssicherung in der Holzernte“. Anschließend erfolgt die Ernennung der neuen Waldkönigin. 7


Die landwirtschaft

lk aktuell

Förderprogramm 2014-2018 von EU-Kommission genehmigt

Gemeinsame Marktordnung Wein

Die Maßnahmen Investitionsförderung, Umstellungsförderung und Absatzförderung auf Drittlandsmärkten stehen ab 16. Oktober des Jahres wieder zur Verfügung. Umstrukturierung und Umstellung von Weingärten Gefördert wird die vollständige Neuanlage eines Weingartens, wenn die Sorte umgestellt wird oder eine Verringerung des Standraumes pro Sorte auf max. 2,8 m² und eine gleichzeitige Erhöhung der Laubwand mit mindestens vier Drahtebenen erfolgt. Ebenso werden wie bisher die Rekultivierung oder Neuerrichtung von Böschungsund Mauerterrassen mit pauschalen Sätzen gefördert. Auch für die vollständige Neuerrichtung einer dauerhaften stationären Bewässerung in bestehenden oder neuen Weingärten gibt es eine pauschale Beihilfe pro Hektar. Beihilfenberechtigt sind alle Weinbautreibenden (natürliche oder juristische

Personen, die über ein Pflanzrecht verfügen und die oben beschriebenen Maßnahmen durchführen). Betriebe, welche die EU-Rodungsprämie in Anspruch genommen haben, sind ausgeschlossen.

steuerung Klärungseinrichtungen Einrichtungen zur Gelägeraufbereitung Flaschenabfülleinrichtungen Sortiereinrichtungen

Die Antragstellung ist ab 16. Oktober bei der zuständigen Bezirksbauernkammer (Formular auf der Homepage des BMLFUW downloadbar) möglich. Dem Antrag ist eine digitalisierte Hofkarte mit den betroffenen Feldstücken beizulegen.

Details über förderbare Einrichtungen und Geräte sowie über maximale Fördersummen je Kategorie sind im Merkblatt auf der Homepage des BMLFUW ersichtlich. Beihilfenberechtigt sind Betriebe, welche Wein erzeugen oder vermarkten. Der Nachweis erfolgt durch die Bestandsmeldung.

ACHTUNG NEU: Rechnungen und Arbeitsaufzeichnungen für die Umstellungsmaßnahme müssen 7 Jahre lang aufgehoben werden. Es ist nur eine einmalige Abänderung des Antrages erlaubt. Die Umstellungsmaßnahme muss zwei Jahre nach Erhalt des Genehmigungsbescheides – spätestens mit 1. Juni 2018 – abgeschlossen sein.

Investitionsförderung Gefördert werden Technologien zur Rotweinverarbeitung Einrichtungen zur Gärungs-

Teilmaßnahme A. Weingartenumstellung Weingartenumstellung in der Hanglage Weingartenumstellung in der Steillage Rodung B. Böschungsterrassen C. Mauerterrassen D. Bewässerung Bewässerung in der Hanglage Bewässerung in der Steillage Bewässerung in Steinmauerterrassen

8

Beihilfe/ha 6.440,- € 9.000,- € 13.300,- € 1.000,- € 8,40 €/lfm 91,- €/m2 3.411,- € 3.667,- € 3.923,- € 50 % der Errichtungskosten

Die Beihilfenhöhe beträgt 30 Prozent der förderbaren Nettokosten, für die Flaschenfülleinrichtungen beträgt die Beihilfenhöhe 25 Prozent. Für Großbetriebe mit mehr als 500.000 l /Jahr Zugang/ Abgang laut Bestandesmeldung verdoppeln sich die förderbaren Investitionssummen. Die Untergrenze für die anrechenbaren Kosten beträgt jeweils für jede Sparte 2.000 Euro. Investitionen für Klärungseinrichtungen, Gelägeraufbereitungen und Flaschenabfülleinrichtungen können auch von bestehenden Gemeinschaften (wie z.B. Maschinenring, Weinbauvereinen) getätigt werden. In diesem Fall erhöht sich die förderbare Investitionssumme um 100 Prozent. ACHTUNG NEU: Jedem Antrag ist ein detaillierter Kostenvoranschlag beizulegen, der Antragsbeginn kann nach Begutachtung durch die BBK („auf eigenes Risiko“) erfolgen.

Frist: Die Investition muss spätestens 2 Jahre ab Genehmigungsbescheid des BMLFUW abgeschlossen sein (Fertigstellungsmeldung), generell spätestens 1. Juni 2018. Änderungen dürfen nur einmal durchgeführt werden. Dies führt nicht zu einer Fristverlängerung.

Absatzförderung auf Drittlandsmärkten Die förderbaren Kosten eines Programms müssen mindestens 50.000 Euro betragen. Entsprechende Programme sind dem BMLFUW direkt vorzulegen. Das BMLFUW hat unter www.lebensministerium.at/ land/produktion-maerkte/ pflanzliche-produktion/wein/ Beihilfen_Weinbau.html für alle oben genannten Fördermaßnahmen Merkblätter veröffentlicht. Die Antragsformulare werden erst ab 16. Oktober 2013 – ebenfalls auf dieser Seite– veröffentlicht. Eine Antragstellung ist daher vor diesem Datum nicht möglich. Kostenvoranschläge für die Maßnahme Investitionsförderung können jedoch ein älteres Datum als 16. 10. 2013 haben. DI Gerald Kneissl Ref. Weinbau Tel. 05 0259 22201 gerald.kneissl@lk-noe.at


Oktober_2013

Schule am Bauernhof startet in eine neue Unterrichtssaison

Das Klassenzimmer im Kuhstall Die Initiative „Schule am Bauernhof“ zeigt, dass Bauernhöfe für Schüler Erlebnis- und Lernorte sind. Zehn weitere Betriebe konnten sich nun für den Empfang von Schulklassen rüsten. Im Rahmen der Initiative „Schule am Bauernhof“ laden speziell ausgebildete Bäuerinnen und Bauern Schulklassen auf ihre Höfe ein und geben spielerisch Einblick in die Landwirtschaft. Die Kinder werden intensiv mit eingebunden – wie etwa beim Füttern, Ausmisten oder dem Anbau und der Ernte von Feldfrüchten. „Unsere Schulinitiative macht den Bauernhof zum Klassenzimmer, das den Kindern direkt Einblick in die heimische Landwirtschaft gibt“, so LK NÖ-Präsident Hermann Schultes. Rund 60 Betriebe

Aus dem Land

Bester Top-Heurigenbetrieb gekürt

öffnen ihre Hoftore für junge Konsumenten. Mehr als 12.000 Schüler pro Jahr nehmen das Angebot in Anspruch.

Die zehn neuen Betriebe sind Biobauernhof Familie Elfriede und Josef Dachauer, Tattendorf Michaela und Gerhard Fehringer, Biohof Linden, Kematen an der Ybbs Franz Kitzweger & Margit Gall, Velm Johannes Kleedorfer, Maria Enzersdorf Pferdehof Helga Kurzmann, Rappottenstein Anita und Hermann Unger, Langschlag Landwirtschaftliche Fachschule Mistelbach Familie Johann Schrammel, Grimmenstein Familie Marianne Schwarz, Pyhra Renate Wögerer, Wieselburg

Die Österreich Wein Marketing GmbH und die niederösterreichischen Top-Heurigen begaben sich im Sommer gemeinsam mit dem Kurier auf die Suche nach dem besten Top-Heurigenbetrieb. Familie Zeitlberger aus Großweikersdorf machte schlussendlich das Rennen. Es gratulierten Landeskammerrat Julius Schauerhuber (1.v.l.), Vizepräsident Josef Pleil (2.v.l.),Nationalrat Johann Höfinger (3.v.l.) sowie Landesrat Stephan Pernkopf (6.v.r.). Foto: LK NÖ/Eva Posch Ein Tag rund um den Christbaum

Weitere Infos unter: www.schuleambauernhof.at

Neubau der Bezirksbauernkammer Amstetten gestartet

In Kollnitz Bezirk Melk wurde zum 10. Österreichischen Christbaumtag geladen. Rund 700 Gäste konnten sich über ein entsprechendes Fachprogramm zum Thema Christbaumproduktion freuen. Dafür sorgten die rund 40 Aussteller, die neben Maschinenvorführungen auch Fachinfos zu Triebregulierung, Herbizideinsatz und vielem mehr boten. Für einen Blick über die Grenzen Österreichs hinaus sorgte Martin Petersen (2.v.r.), Referent aus Dänemark. Weiters im Bild (v.l.): ARGE NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten-Obmann Franz Raith, LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Waldkönigin Viktoria I und Bauernkammer-Obmann Robert Wieser. Foto: LK NÖ/Eva Posch Königliches Stelldichein in Wien

„Amstetten ist innerhalb Österreichs einer der wichtigsten Agrarbezirke. Das soll auch die neue Bezirksbauernkammer abbilden und zwar mit einem Bau, der für die heutige Zeit angemessen ist“, erklärt LK NÖ-Präsident Hermann Schultes und ist stolz, dass das Bauprojekt in Angriff genommen werden kann. Mit dem Spatenstich hat Kammerobfrau Maria Lechner gemeinsam mit Landesrat Stephan Pernkopf und Kammerpräsident Hermann Schultes den Neubau offiziell gestartet. Bereits zu Jahresende 2014 soll das neue Kammergebäude bezugsfertig sein. Foto: LK NÖ/Eva Posch

Zwölf Produktköniginnen aus Niederösterreich trafen sich in der Wiener Innenstadt. Grund für das königliche Trachtentreffen waren Tipps und Tricks rund um die Tracht. Dafür sorgte nicht nur Landesbäuerin Maria Winter, sondern auch Volkskultur NÖ-Geschäftsführerin Dorli Draxler gemeinsam mit Volkskundlerin Gexi Tostmann. Foto: Volkskultur NÖ 9


Die landwirtschaft

Pflanzenbau

P rod u ktio n

Maßnahmen gegen Schädlinge und Unkräuter im Wintergetreide

S 13

So kann Wintergetreide optimal starten

Kein Winterquartier für Maiszünsler Maiswurzelbohrer – Fruchtfolgevorschriften beachten S 14

Mehr Erfolg im Kuhstall Klauenpflegerkurse Brunnen- und Behälterdesinfektion S 15

LKV-Kennzahl Oktober Unterstützung für Melkanalgenprüfung S 16

NÖ erfolgreich bei Bundesfleischrinderschau S 18

Stier und Eber des Monats

AK Schwein – Spannende Betriebsauswertungen S 20

Bienen für Minusgrade rüsten

Schützt man Wintergetreide gegen Schädlinge und Unkräuter, unterstützt man seine Jungendentwicklung. LK-Experte Johannes Schmiedl gibt Tipps für gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen.

S 21

Stirbt die Tanne heimlich aus? S 22

Baumhasel – Gastbaum Nr. Sieben S 24

Rückblick Waldbautag Thernberg S 26

Invekos

Schnecken nicht übersehen Die feuchte Witterung im Frühjahr und teilweise im Sommer hat günstige Bedingungen für die Vermehrung der Schnecken geschaffen. Die Gefährdung der Wintergetreidesaaten hängt von der Witterung in den Wochen vor und nach dem Anbau ab. Speziell bei stärkerem Befall in Raps und Begrünungen sollte man Wintergetreideflächen vor dem Anbau und nach der Aussaat regelmäßig kontrol-

Hegießhrt! be

Gegen Windhalm sind Behandlungen im Herbst oft sicherer als ein Herbizideinsatz im Frühjahr. Foto: LK NÖ/Schmiedl

lieren. Als Hilfsmittel dienen Schneckenfolien, Jutesäcke, feuchte Holzbretter oder Gummimatten mit einigen Schneckenkörnern darunter. Kontrollstellen sind vor allem exponierte Stellen im Feld, wie etwa feuchtere Feldteile, Senken oder Feldränder zu bewachsenen Nachbarflächen oder neben Gewässern. Ein feinkrümeliges Saatbett mit guter Rückverfestigung und wenig Unterschlupfmöglichkeiten beugt Ackerschnecken vor. Wenn man unter den Kontrollfallen Schnecken findet, ist das

Einfach dreifach besser • Innovative 3-fach Herbizidkombination gegen Windhalm und alle wichtigen Unkräuter • Inklusive Problemunkräuter wie Mohn, Kornblume und Storchschnabel • In Gerste, Weizen, Roggen und Triticale www.fcs-feinchemie.com FCS – Ein Unternehmen der Makhteshim-Agan Gruppe

10

AZ_TRINITY_Landwirtschaft_198x65.indd 1

Gute Wirkung. Guter Preis.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen. ® reg. WZ Feinchemie Schwebda GmbH · Pfl. Reg. Nr.: 3209

S 19

10.09.13 09:46


Oktober_2013

Winterweizen 2013 LukuLLus [7]

Nimm den Besten! • • • • Die Landwirtschaft September 2013 97 x 259 mm Ausbringen von Molluskiziden unmittelbar bis einige Tage nach der Aussaat zu empfehlen. Bei anhaltendem Befall kann die Anwendung mehrmals notwendig sein. Der Feldbauratgeber der Landwirtschaftskammer für den Herbstanbau enthält eine Übersicht der Molluskizide.

Auf Blattläuse und Getreidelaufkäfer achten Um das Risiko für einen Befall mit dem Gelbverzwergungsvirus zu minimieren, sollte man Getreidebestände ohne Gaucho-Beizung bei wärmerer Witterung auf Blattlausbefall kontrollieren. Läuse fliegen ab 10 bis 12 °C Lufttemperatur zu. Bei höheren Temperaturen vermehren sie sich. Die Schadensschwelle für eine Bekämpfung mit zugelassenen Insektiziden liegt bei zehn Prozent befallenen Pflanzen ab dem Zwei- bis Drei-Blattstadium. Bei anhaltend warmer Witterung kann eine Folgebehandlung notwendig werden. Im Zuge der Blattlausbekämpfung ist auch eine Zusatzwirkung gegen virusübertragende Zikaden gegeben. Die sehr mobilen Zikaden erfasst man am besten, wenn man am Nachmittag bei warmer Witterung behandelt, wenn die Zikaden aktiv sind. Bei hohem Anteil an Wintergetreide in den eigenen Beständen oder auf den Nachbarflächen

Die jungen Getreidepflanzen werden durch die Larven des Getreidelaufkäfers kräuselig zerfranst.

beste Kombination aus Ertrag und Qualität frühe Reife hohe Auswuchsfestigkeit Bio-Saatgut verfügbar

AngeLus [7]

Der Makellose

• sehr hohe Erträge • winterhart und sehr gesund • gute Standfestigkeit

NEU

Foto: LK NÖ/Schally

sollte man auf den Getreidelaufkäfer achten. Ein hohes Befallsrisiko besteht vor allem dann, wenn vor dem Anbau im September und nach dem Anbau im Herbst warme und trockene Witterung herrscht. Die Schadensschwelle für eine Bekämpfung beträgt im Jugendstadium des Getreides ein bis zwei Larven oder vier bis fünf frischgeschädigte Pflanzen pro Quadratmeter. Bestände mit Gaucho-Beizung sind auch gegen Getreidelaufkäfer geschützt. Eine Übersicht der zugelassenen Insektizide für Getreide ist im Feldbauratgeber der Landwirtschaftskammer zu finden.

Antonius [8]

Allererste Qualität

• sehr hoher Eiweißgehalt • besonders standfest und gesund • Bio-Saatgut verfügbar

sAiLor [5]

Auf zu höchsten Erträgen! • äußerst ertragsstark bei bester Kornqualität • hohes, stabiles HLG • Bestnote in der Winterhärte www.saatbau.com

Gegen Windhalm im Herbst behandeln Speziell in früh gesäten Getreidebeständen herrscht bei feuchten Bodenverhältnissen stärkerer Unkrautdruck. Daher ist vor allem in Wintergerste ein Herbizideinsatz vor dem Winter überlegenswert. Bei Bedarf kann man mit Insektiziden kombinieren. Die Produkte Bacara Forte, Falkon, Fenikan, Trinity und das neue Stomp Perfekt sowie Kombinationen von Activus, 11


Pflanzenbau

Gute Wirkung bei Bodenfeuchte und kleinen Unkräutern Die lange Schneedecke und die nachfolgende nasse Witterung haben heuer wieder für Probleme bei der Windhalmbekämpfung im Frühjahr gesorgt. Auch Herbizide mit erfahrungsgemäß guter Wirkung haben oft nicht überzeugt. Vor allem IPU-Produkte wirken im Herbst meist besser als im Frühjahr. Voraussetzung ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit nach der Anwendung. Die feuchten Bedingungen sind im Frühjahr oft vorhanden, der Windhalm hat aber das Drei-Blatt-Stadium meist schon deutlich über-

schritten und ist für eine ausreichende Herbizidwirkung bereits zu groß. Daher sollte man auf Flächen mit starkem Windhalmdruck Behandlungen im Herbst überlegen. Die Herbizide besitzen Bodenund Blattwirkung, weshalb der beste Erfolg bei kleinen Unkräutern im Keimblatt bis Ein- bis Zwei-Blattstadium und feuchtem, feinkrümeligem Boden erzielt wird. Unmittelbar nach der Spritzung soll kein Nachtfrost unter –3 °C folgen. Der Feldbauratgeber der Landwirtschaftskammer für den Herbstanbau enthält Informationen über Aufwandmengen, Abstandsauflagen und Preise der Herbizide für Getreide. DI Johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz Tel. 05 0259 22602 johannes.schmiedl@lk-noe.at

Sachkundig im Pflanzenschutz und Sachkundenachweis Pflanzenschutz Diese Bücher sind für österreichische Landwirte Nachschlagewerke für die Berufspraxis. Die Bücher enthalten den Lernstoff für den Pflanzenschutz-Sachkundenachweis in Deutschland. Deutsche Anwender und Verkäufer von Pflanzenschutzmitteln können jetzt 400 Multiple-ChoicePrüfungsfragen zur Kontrolle des Wissens und Lernerfolgs aus dem Buch heraus beantworten. Beide sind bei Ulmer erschienen. Sachkundig im Pflanzenschutz unter ISBN 978-3-8001-7886-5, um 15,90 Euro als Buch, um 11,99 Euro als Web PDF auf www.ulmer.de Sachkundenachweis Pflanzenschutz unter ISBN 978-3-8001-7580-2, um 15,90 Euro als Buch, um 11,99 Euro als Web PDF auf www.ulmer.de Österreichische Landwirte erhalten entsprechende Unterlagen bei den Sachkundekursen.

12

Erdäpfelfachtag am 20. Oktober in Rohrenreith

Der Feldtag wird von der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten mit Unterstützung von Agrana organisiert. Programm: 10.00 Eröffnung und Begrüßung 10.30 Beginn Vorführung Rodetechnik (Grimme SE 260, Grimme SF 150-60, Grimme 75-55, WM 8500 Can-Bus, WM 4500) 13.00 Beginn Vorführung Legetechnik (Grimme GL – Exacta, Grimme GL 410, Entsteinungstechnik – Beetpflug und Separierer) 14.30 Wiederholung Vorführung Rodetechnik 16.00 Abschluss in der Festhalle Steyr Center West, Leutgeb Deutz Fahr und LTC Zwettl stellen Maschinen rund um den Erdäpfelbau aus, auch eine selbstfahrende Feldspritze. Vertreter aus Pflanzenschutz und Düngung werden vor Ort sein. Die Veranstaltung richtet sich an alle am Erdäpfelanbau Interessierten. Sie können sich umfassend über die aktuellen Themen und Entwicklungen im Erdäpfelbau informieren. Bacara2013_DLW_97x130_2013 18.09.13 07:47 Seite 1

Bacara: RegNr-A: 3090, Decis: RegNr-A: 2987

Stomp Aqua oder Picona mit IPU und die Kombination aus Boxer mit Stomp Aqua wirken gegen eine breite Mischverunkrautung und erfassen auch Windhalm und Rispengräser. Bei starkem Besatz mit Kornblumen ist der Einsatz von Fenikan mit Express SX, Stomp Aqua mit Lexus oder Trinity zu empfehlen.

® = e.Wz. der Bayer Gruppe. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Die landwirtschaft

Volle Kraft

gegen Unkräuter und Ungräser im Herbst

■ ■

Breite Wirkung Blatt- und Bodenwirkung Mischbar mit Decis gegen Blattläuse In allen Wintergetreidearten

Beratungsdienst: 01/711 46-2835 austria@bayercropscience.com www.agrar.bayer.at


Oktober_2013

Er ist auf allen Maisanbauflächen zu bekämpfen

So nehmen Sie dem Maiszünsler das Winterquartier

Der Maiszünslerbefall verlangt auf allen Maisanbauflächen Gegenmaßnahmen. Warum die Bodenbearbeitung dabei eine zentrale Rolle spielt, erklärt LK-Experte Johannes Schmiedl. Beobachtung des Falterfluges zeigt regionalen Befall Mit Unterstützung der Landwirtschaftskammern und engagierter Landwirte beobachtet die AGES Wien mit Hilfe von UV-Lichtfallen den Zuflug des Maiszünslers. Die Fangzahlen waren heuer niedriger als in den letzten Jahren. Man findet aber dennoch auf vielen Flächen stärkeren Befall. Offenbar waren die sehr warmen Wochen im Juli günstig für eine intensive Eiablage und die Entwicklung der Larven.

Einarbeitung der Ernterückstände ist zentrale Gegenmaßnahme Da die Raupen des Maiszünslers in oberirdisch liegenden Maisstoppeln überwintern, ist das Zerkleinern und sorgfältige Unterpflügen der Ernterückstände die beste Vorbeugung. Seichtes Einarbeiten vor dem Pflügen fördert die Strohrotte. Wo man den Boden nicht wendend bearbeiten kann, sollte man Maisstoppeln und Maisstroh zumindest durch Schlegeln gut zerkleinern und mit Scheibenegge und Tiefengrubber einarbeiten. Bei größeren Strohmengen nach Ernte von Körnermais oder CCM kann man dies am besten durch den Einsatz von Schlegelmulchern mit Hammerschlegeln und Gegenschneiden erreichen. Bei geringeren Strohmengen nach der Ernte von Silomais eignen sich auch Schlegelmulcher mit Y-Messern und Gebläseschaufeln sowie Sichelmulcher sehr gut. Die Larven des Maiszünslers wandern im Herbst zur Überwinterung in die untersten Stängelteile. Je später man den Mais erntet, umso wichtiger ist das Zerkleinern der bodennahen Stängel-

Die Larven des Maiszünslers wandern im Herbst in die unteren Stängelteile.

Geknickte Stängel mit Bohrmehl weisen auf Befall durch Maiszünsler hin. Fotos: LK NÖ/Schmiedl

teile, um dem Befall vorzubeugen. Für einen optimalen Bekämpfungserfolg müssen diese Maßnahmen im gesamten Anbaugebiet durchgeführt werden. Ein sauberes Einarbeiten der Ernterückstände reduziert auch das Befallsrisiko für Fusarium deutlich.

DI Johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz Tel. 05 0259 22602 johannes.schmiedl@lk-noe.at

Maiswurzelbohrer: Fruchtfolgevorschriften beachten Laut Gesetz darf man auf einer Fläche nur drei Jahre hintereinander Mais anbauen. Im vierten Jahr ist verpflichtend eine andere Kultur zu wählen. Für die Saatmaisproduktion gilt diese Regelung nicht. Betriebe mit sehr hohem Maisanteil müssen diese Vorschrift bei der Anbauplanung speziell berücksichtigen. Eine verpflichtende chemische Bekämpfung beim Anbau von Mais auf Mais, gibt es nicht mehr. Die bisher am häufigsten angewandte und einfachste chemische Bekämpfung des Schädlings mittels insektizider Saatgutbeizen ist seit 1. Oktober 2013 verboten. Für den Maisanbau im kommenden Jahr steht als einzige chemische Bekämpfungsmöglichkeit eine Insektizidspritzung gegen die Käfer zur Verfügung. Diese Spritzung ist im Juli beziehungsweise August durchzuführen und kann nur mit Stelzentraktoren erfolgen. Deshalb kann man diesen Schädling de facto nur mit der Einhaltung einer Fruchtfolge bekämpfen. Die Intensität des Schädlingsauftretens wird mit speziellen Fallen erhoben. Genaue Ergebnisse gibt es spätestens nach Ende der „Käferflugsaison“ im Winter. Ing. Franz Schuster, Ref. Pflanzenproduktion, Tel. 05 0259 22605, franz.schuster@lk-noe.at

13


Die landwirtschaft

Pflanzenschutz/milchwirtschaft

19. und 20. November: Warth, Pyhra, Gießhübl, Edelhof

Praxisseminar am 24. Oktober in St. Pölten

Mehr Erfolg im Kuhstall

Brunnen- und Behälterdesinfektion

Bei diesen Veranstaltungen erfahren interessierte Rinderzüchter und Milchviehhalter, wie sie ihre Produktionstechnik weiter verbessern können. Das Programm: Tiergesundheit: Stallklima im Kälber- und Rinderstall – Mängel und Potenziale Eduard Zentner, LFZ Raumberg-Gumpenstein Fütterung: Grundfuttermangel, hohe Kraftfutterpreise – was tun? Karl Wurm, Fütterungsreferent LK Steiermark Neue Erkenntnisse zur Verdauung und zu Fütterungsfehlern bei Milchkühen Johann Gasteiner, LFZ Raumberg-Gumpenstein Lebensqualität: Erfolg durch Werte und dabei Lebensqualität steigern.

Johannes Brandl, SPES Zukunftsakademie, Schlierbach Eutergesundheit: Wie gelingt es, die Eutergesundheit im Milchviehbetrieb zu verbessern? Petra Winter, Vet-med Uni Wien An jedem Veranstaltungsort treten alle Referenten auf. Es ist keine Anmeldung erforderlich, mit Ausnahme von Schulklassen. Ansprechpartner für die Organisation ist Helmut Riegler, LK NÖ unter Tel. 0664/52 63 686 Termine 19. November 2013 Fachschule Pyhra und Fachschule Warth 20. November 2012 Fachschule Gießhübl und Fachschule Edelhof Beginn: 8.45 Uhr Ende: 16.30 Uhr

Klauenpflegekurs in Pyhra, Hohenlehen und am Edelhof Vorführung der fachgerechten funktionellen Klauenpflege. Referent ist Tierarzt Michael Hulek, Kursleiter ist Helmut Riegler, NÖ LK. Die Kurskosten betragen 60 Euro. Fachschule Pyhra: Theorie: 4.11., 19.30 Uhr Praktische Klauenpflege: 5.11., 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr FS Hohenlehen: Theorie: 5.11., 19.30 Uhr Praktische Klauenpflege: 6.11., 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr Fachschule Edelhof: Theorie: 7.11.2013, 19.30 Uhr Praktische Klauenpflege: 8.11., 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr „Klauenpflegekurs – Perfektion“ in FS Hohenlehen Dieser Kurs wird speziell für Landwirte angeboten, die bereits einen Grundlehrgang besuchten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Referent: Tierarzt Michael Hulek, Termin: 7.11., 8.30 bis 16.30 Uhr Kurskosten betragen 60 Euro. Anmeldung bis eine Woche vor Kurstermin auf der Homepage der Fachschule www.lfs-hohenlehen.ac.at oder bei Helmut Riegler helmut.riegler@horn.lk-noe.at, 0664/52 63 686. 14

In Kooperation mit der LK NÖ startet die Energieund Umweltagentur NÖ, kurz „enu“, ein Seminar zur Brunnen- und Behälterdesinfektion. Das Seminar informiert über die Vor- und Nachteile verschiedener Desinfektionsmittel sowie über die nötigen Schritte und Wartezeiten bei der Durchführung der Desinfektion. Experten geben Empfehlungen für die richtige hygienische Wartung von Behältern und Rohren. Die einmalige Objektdesinfektion wird an einem Schachtbrunnen in der Praxis vorgeführt.

Eine einmalige Desinfektion kann die Trinkwasserqualität wieder herstellen Foto: D. Seebacher

Sie sind zum Wasserwart ausgebildet oder haben den Basiskurs Trinkwasser in Österreich absolviert, dann nutzen Sie das Praxisseminar als Weiterbildungsmodul. Das Seminar findet am 24. Oktober von 8 bis 16 Uhr in der LK NÖ statt. Kostenbeitrag: € 108,– Anmeldung: www.enu.at/ enuveranstaltungen Tel. 02236 860 664

Landwirt, Direktvermarkter, Wasserwart Sie haben eine Quelle oder einen Hausbrunnen und Sie sind Landwirt, Direktvermarkter oder für das Trinkwasser in Ihrer Dorfgemeinschaft verantwortlich? Wenn ja, dann lernen Sie beim Seminar, wie Sie im Notfall eine Desinfektion selbst durchführen können und worauf Sie dabei achten müssen.

Das Seminarprogramm Trinkwasserdesinfektion gesetzliche Grundlagen Bezug und Anwendung Chemikalien Risikovermeidung Hygienische Behälter und Rohrnetzwartung Praxisvorführung


Oktober_2013

LKV Kennzahl Oktober

Eutergesundheitsprogramm

Neues Frühwarnsystem im Tagesbericht

Unterstützung für Melkanlagenprüfung

Hier erfahren Sie, wie das neue Frühwarnsystem im Tagesbericht dem LKV-Mitglied einen noch genaueren Überblick über den Eutergesundheitsstatus seiner Herde gibt.

Das Land Niederösterreich fördert im Rahmen des NÖ Tiergesundheitsdienstes im Jahr 2013 das Programm „Erhaltung der Eutergesundheit und Qualitätssicherung in der Milcherzeugung“.

Zellzahlprobleme stören den Arbeitsablauf und verursachen erhebliche finanzielle Verluste. In diesem Bereich bringt der Tagesbericht interessante Neuerungen.

Selbst erfasste Kühe extra gekennzeichnet Bisher waren im Abschnitt „Eutergesundheit“ alle Tiere angeführt, die bei der letzten Probemelkung eine Zellzahl über 200.000 oder eine tierärztliche Diagnose zur Eutergesundheit im Zeitraum der letzten drei Kontrollen hatten. Neu ist, dass Tiere mit Beobachtungen zur Eutergesundheit, die der Landwirt selbst im RDV4M erfassen kann, mit einem „B“ gekennzeichnet werden (Abbildung: Kuh SILVANA). Neu angeführt sind alle Tiere, bei denen der Kontrollassistent die geburtsnahe Erhebung „Mastitis“ erfasst. Diese Tiere werden mit einem „B“ gekennzeichnet (Abbildung:

Kuh ANNA). Das neue Frühwarnsystem weist auch jene Tiere aus, deren Zellzahl sich seit der letzten Auswertung verdoppelt hat, auch wenn sie noch zwischen 100.000 und 200.000 liegt (Abbildung: Tier MOISE). Diese Tiere muss man genauer beobachten. Mit dem Schalmtest klärt man ab, ob es sich um eine Stressreaktion oder eine Infektion handelt. Im Fall einer Infektion ist zu erwarten, dass nur ein Euterviertel deutlich reagiert, also eine erhöhte Zellzahl hat, aber im Gesamtgemelk der Kuh die Zellzahl noch unter 200.000 bleibt. Das Frühwarnsystem verschafft dem Landwirt die Möglichkeit, frühzeitig zu reagieren und größere wirtschaftliche Ausfälle zu vermeiden. Die Zahlen muss er bewusst ansehen, sie richtig interpretieren und zielgerichtet Aktionen setzen. Ing. Martin Gehringer LKV Niederösterreich

Im Zuge des Programmes sind Vorgaben bezüglich Hygiene, Melkmanagement und Melktechnik umzusetzen. Die erforderlichen Programmunterlagen können unter www.noe-tgd.at/Milchhygieneprogramm2013/Download Formulare oder auf der Website der NÖ LK www.lk-noe.at/Tier/Milchwirtschaft heruntergeladen oder im Referat Milchwirtschaft unter Tel. 05 0259 23300 in Papierform angefordert werden. Für die Durchführung einer Melkanlagenüberprüfung gemäß ÖNORM ist eine finanzielle Unterstützung

von 100 Euro vorgesehen. Die Teilnahmeerklärung ist in der TGD-Mappe mit Datum, LFBISNr. und Unterschrift des Betriebsführers zur jederzeitigen Einsichtnahme am eigenen Betrieb aufzubewahren. Der Leistungsnachweis mit der Kopie des Melkanlagenprüfberichtes ist vom Landwirt vom 1. Oktober bis 1. Dezember an den NÖ TGD, Schillerring 13, 3130 Herzogenburg zu senden oder per Fax unter 02782/81035 zu übermitteln. Die Unterschrift des Milcherzeugers und des Betreuungstierarztes sowie das Datum sind erforderlich. Eine normgerecht installierte sowie jährlich kontrollierte und gewartete Melkanlage ist Voraussetzung für die Erhaltung der Eutergesundheit. Franz Groißmayer Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23302 franz.groissmayer@lk-noe.at

Eutergesundheit und Milchqualität Neu angeführt sind alle Tiere, bei denen der Kontrollassistent die geburtsnahe Erhebung „Mastitis“ erfasst. Diese Tiere werden mit einem „B“ gekennzeichnet.

Die Gewinnung qualitativ hochwertiger Milch hängt sowohl von der Eutergesundheit als auch von milchhygienischen und melktechnischen Bedingungen ab. Dieses Buch behandelt alle diesbezüglichen Fragen bei Kuh, Ziege und Schaf. Es beschäftigt sich u.a. mit folgenden Themen: Bau und Funktion der Milchdrüse, Einflußfaktoren auf die Eutergesundheit, Milchqualität, Erkennen und Behandeln von Euterkrankheiten, Zitzenverletzungen, Vorbeugemaßnahmen zur Eutergesundheit, Trockenstellen, Euterhygiene, Melktechnik, Besonderheiten der Eutergesundheit bei Schaf und Ziege, Direktvermarktung von Milch und Milchprodukten Erschienen beim Stocker Verlag unter ISBN 978-3-7020-0987-8 um 19,90 Euro. 15


Die landwirtschaft

tierhaltung

Rückblick auf die Bundesfleischrinderschau im Rahmen der Rieder Messe

Blau-gelbe Fleischrinderzüchter siegen auf allen Ebenen Zehn verschiedene Rassen aus Niederösterreich waren bei der Fleischrinderschau in Ried im Innkreis vertreten. Die Bilanz der Rückkehrer kann sich sehen lassen. 21 niederösterreichische Fleischrinderzüchter waren mit 49 Schautieren zehn verschiedener Rassen vertreten. Von 45 Richtgruppen errangen sie elf Gruppensiege, vier Bundeschampions sowie vier Bundesreservesieger. Dies und weitere zahlreiche Gruppenreservesieger sind das Ergebnis jahrzehntelanger züchterischer Arbeit in Niederösterreich. „Die österreichische Fleischrinderzucht hat eine enorme, positive Entwicklung geschafft“, betonte Schaurichter Gernot Pohl, Zuchtleiter für Fleischrinder aus Sachsen-Anhalt, der bereits bei der ersten Bundesfleischrinderschau 1996 mit dabei war. In zwei Ringen haben die Schaurichter Gernot Pohl und Rainer Tornow, Zuchtinspektor für Fleischrinder aus Berlin Brandenburg, rund 230 Tiere von 14 Rassen beurteilt.

Niederösterreich ist federführend in der Fleischrinderzucht

Dass Zuchtarbeit ansteckend sein kann, beweist der jüngste Teilnehmer am Jungzüchterwettbewerb, Andreas Nachförg aus NÖ. Schon sein Bruder Christian feierte viele Erfolge als Jungzüchter. Die Basis legen engagierte Eltern. Jungzüchter unter 14 Jahre können an den Sommercamps teilnehmen. Interessierte sehen sich einfach die Bilder der heurigen Sommercamps unter www.lk-noe.at in der Rubrik Fotoservice an. Mehr Infos gibt es bei Gerlinde Halbartschlager unter Tel. 0664 / 52 63 681 oder gerlinde.halbartschlager@noegen.at Foto: LK NÖ/Bittermann

So wirst Du Jungzüchter

Im Rahmen der Bundesfleischrinderschau feierte die Fleischrinder AUSTRIA ihr 25 –jähriges Bestehen. Niederösterreich ist federführend in der Entwicklung der Fleischrinderzucht. Ernst Grosshagauer war der erste Geschäftsführer und Mitbegründer der Fleischrinder AUSTRIA, Norbert Kreisel der erste Obmann, gefolgt von Ernst Vollnhofer. Gerhard Zinner ist Gründungs- und Vorstandsmitglied. Die Züchter werden ihre erfolgreiche Arbeit auch beim Jungrinderchampionat am 8. März in der Berglandhalle präsentieren.

Wer mindestens 14 Jahre alt ist und sich für Rinderzucht interessiert, kann die Ausbildung zum Jungzüchterprofi absolvieren. Der Jungzüchterprofi startet im Herbst mit der Auftaktveranstaltung und dem Modul 1 in der LFS Vöcklabruck am 9. und 10. November. Die Seminare werden an Wochenenden in acht Modulen an landwirtschaftlichen Fachschulen verteilt in ganz Österreich angeboten. Die Orte richten sich nach der Herkunft der Teilnehmer. Die Lehrinhalte umfassen die Bereiche „Allgemeinbildung“ mit Agrarpolitik, Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit, „Spezialwissen rund ums Rind“ wie Zuchtarbeit, Tierernährung, Tierverhalten und viel Praxis mit Exterieurbeurteilung, Preisrichten, Styling und Tiervorführung. Das gegenseitige Kennenlernen von engagierten jungen Leuten aus ganz Österreich sowie die Besichtigung von unterschiedlichen Zuchtbetrieben sind wichtige Bausteine der Ausbildung, die es den Teilnehmern ermöglichen, Netzwerke innerhalb der österreichischen Rinderwirtschaft zu knüpfen. Als Referenten stehen nationale und internationale Experten aus den unterschiedlichen Fachbereichen zur Verfügung.

DI August Bittermann Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23201 august.bittermann@lk-noe.at

Anmeldung und Infos: Projektleiter Martin Unterweger, RINDERZUCHT AUSTRIA ZAR – Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter, Dresdner Straße 89/19, 1200 Wien, Tel. 01 3341721 15, Mobil 0664 831 2437, E-Mail: unterweger@zar.at, www.zar.at

16


oktober_2013

Blonde d’Aquitaine Stier Ocean, Besitzer Hermann und Veronika Teufel, Bundessieger

Blonde d’Aquitaine Kalbin Vivienne, Besitzer Hermann und Veronika Teufel, Bundesreservesiegerin

Waldviertler Blondvieh Stier Fabrino, Besitzer Josef Ziegler, Bundessieger

Murbodner Stier Amor, Besitzerin Christiana Rennhofer, Bundessieger

Murbodner Stier Simon, Besitzerin Christiana Rennhofer, Bundesreservesieger

Waldviertler Blondvieh Stier Samba, Besitzer Josef Ziegler Bundesreservesieger

Charolais Stier Silvester, Besitzer Ernst Vollnhofer, Gruppensieger Altstiere

Fleckviehkuh Herta mit Stierkalb Sky, Besitzer Andreas Reischer Gruppensieger Kühe

Angus Stier BOA Thorkild Besitzer Wintereder-Zehetner Ges.N.B.R. Reservegruppensieger Altstiere

Galloway Stier BOA Lindholt, Besitzer Wintereder-Zehetner Ges.N.B.R. Bundesreservesieger Altstiere

Blonde d’Aquitaine Kalbin Linda, Besitzer Heinrich Kornfell, Bundessiegerin Fotos: HAKA 8, Nadja Schuster 2, Bittermann 1

17


Die landwirtschaft

TIERHALTUNG

Stier des Monats

Eber des Monats

Versetto

P – Waldi 5773

Mit der Zuchtwertschätzung im August platzierte sich mit GS Versetto ein absoluter Milchmengenspezialist neu in der Samenausgabe. Versetto wurde in Oberbayern und in Niederösterreich geprüft und begeistert mit überragenden Leistungszahlen. Der Vagabund – Sohn Versetto stammt aus der Zucht der Familie Scharner aus Scheibbs.

Mutter Ista zählt zu Leistungsstärksten und Fruchtbarsten Seine Romwein–Mutter Ista ist eine der leistungsstärksten und vor allem fruchtbarsten Stiermütter in Niederösterreich. Mit ihrer Durchschnittsleistung von 11.300 Kilogramm Milch produziert Ista 2.000 Kilogramm über dem Stalldurchschnitt bei einer Zwischenkalbezeit von 350 Tagen. Mittlerweile steht Ista in der sechsten Laktation bei einer Lebensleistung von 65.000 Kilogramm Milch. Neben Versetto wurde der ManitobaSohn GS Malik mit interessanten genomischen Zuchtwerten von GENOSTAR angekauft. 18

Versetto ist der Milch- und Euterspezialist. Foto: NÖ Genetik/Luca Nolli

Insgesamt weisen bereits 50 Töchter eine hervorragende 100-Tageleistung von 2.800 Kilogramm Milch bei 3,97 Prozent Fett und 3,11 Prozent Eiweiß auf. Im Fitnesskomplex kann man die Melkbarkeit, die Eutergesundheit und die maternale Fruchtbarkeit wesentlich verbessern. Im Kalbeverlauf liegt Versetto im Rassendurchschnitt.

WALDI stammt aus dem Zuchtbetrieb Martin Schmidradner aus Mitterkilling bei Kapelln. Der Eber ist eine gelungene Anpaarung aus der WA-Linie vaterseits und der selten gewordenen A-Linie mutterseits. Von der WA-Linie, die zur Zeit im absoluten Spitzenfeld liegt, stehen reichlich Topeber an der Besamungsstation Hohenwarth. Waldis Daten in der Eigenleistung und in der Vollgeschwisterprüfung

Waldi ist ein sehr gut bemuskelter Pietraineber für leistungsstarke Mastschweine Foto: Hohenwarth

weisen absolute Topwerte auf. Das ausgeglichene Leistungsvermögen lässt sehr gute Schlachtkörper erwarten. WALDI soll vor allem in Betrieben eingesetzt werden, die mit der Fleischfülle bei den Mastschweinen unter dem Soll liegen. Weitere Infos unter www.besamung-hohenwarth.at www.gutstreitdorf.at.

P – WALDI 5773 NP in der BLUP-Zuchtwertschätzung: 104 Punkte Lange, sehr drüsige Euter Versetto liefert rahmige, elegante Jungkühe mit guten Fundamenten und langen, sehr drüsigen Eutern. Aufgrund der eigenen Erscheinung der Töchter konnte Versetto seine Zuchtwerte im Fundament um acht Punkte verbessern. Aufgrund seines unterdurchschnittlichen Fleischwertes sollte Versetto auf schwere, gut bemuskelte Kühe angepaart werden. Ernst Grabner NÖ Genetik

VG:

Tgz 726

FV 2,4

Mfa 70,6

KL 93

Kafl 71,1

Einladung zur TGD Jahreshauptversammlung 2013 Der Niederösterreichische Tiergesundheitsdienst (TGD) lädt am Donnerstag, 17. Oktober 2013 um 13.00 Uhr zur Jahreshauptversammlung im Besprechungszimmer der Baudirektion, 3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 12, 6. Stock, Zimmer 12.601 Tagesordnung: Eröffnung und Begrüßung durch den Obmann Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung Bericht des Obmannes und der Geschäftsführung Rechnungsabschluss 2012 und Bericht der Kassaprüfung 2012 Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2012 Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung


Oktober_2013

Arbeitskreise für Schweinehalter

Aufzeichnen, auswerten und entscheiden

Grafik 1: Anzahl Sauen und biologische Leistungen, Arbeitskreis Ferkelproduktion

70 60 50

30

23,2

23,5

62,9

24,1

24,3

64,1 24,5

19,8

20,5

20,6

21,1 21,3

21,5

15,4

15,3

15,3

14,2

14,3

13,9

740

800

739

748

1.117 1.050

600 727 400

1.191

790

776 785

782

1.255 1.368

770 760 750

1.315

740

1.022

730

783

720 710 2001

2002

2003

2004

2005

2006

Verkaufte Mastschweine

2007

22

21,9

22,3

22,8

23,2

23,5

23,6

2008

18

13,3

12,6

12,2

11,1

11,2

11,2

14 12

2009

2010

Tageszunahmen

2011

2012

Futtermitteluntersuchung (www.futtermittellabor.at) immer häufiger um, um Rationen möglichst kostengünstig und leistungsangepasst zusammenstellen zu können. In der Ferkelproduktion beeinflusst die Zahl der verkauften Ferkel je Sau und Jahr das wirtschaftliche Ergebnis sehr stark. Dennoch bestehen Möglichkeiten, den Betriebsmitteleinsatz weiter zu optimieren. Der Einstieg in einen Arbeitskreis ist jederzeit möglich. Informationen und Anmeldung bei Martina Gerner, Beratungsteam Schweinehaltung der LK NÖ. DI Martina Gerner Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23211 martina.gerner@lk-noe.at

790

Kurz gefasst

780

200 0

24

25,5

Leb. geb. Ferkel pro Sau und Jahr

753

1.197

26

Umrauschen %

1.367 1.244

731

27,0

Abg. Ferkel pro Sau und Jahr

700

Tageszunahme in g

Verkaufte Mastschweine pro Betrieb

755

1.000

26,8

Sauen pro Betrieb

800

757

26,5

2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

1.600

747

26,1

28

16

Grafik 2: Tierverkauf und Tageszunahmen der Arbeitskreisbetriebe Schweinemast

1.200

75,1

20

und Schlachtschweinemarkt steigende Produktionskosten eine Herausforderung für schweinehaltende Betriebe geworden. Daher wird es für Betriebsleiter immer wichtiger, neben den Leistungen auch die Ausgabenseite regelmäßig kritisch zu überprüfen. Für Schweinemäster lohnt es sich besonders, an der Fütterungsstrategie zu arbeiten. In diesem Bereich besteht noch Potential, sowohl in Richtung Leistung als auch Kosten. In der Praxis setzen Schweinemäster Maßnahmen, wie beispielsweise die Phasenfütterung und die

1.400

25,0

80,3

20

0

In den letzten Jahren sind neben den stark schwankenden Erlösen am Ferkel-

22,4

59,8

70,2

79,0

40

10

Bei steigenden Leistungen die Kosten im Blick behalten

43,9

53,5 55,8

65,6

77,0

Anzahl Ferkel, Umrauschen %

80

Betriebsergebnisse zeigen positiven Leistungstrend Die Zahl der lebend geborenen und abgesetzten Ferkel hat sich in den letzten Jahren in Arbeitskreisbetrieben überdurchschnittlich entwickelt (Grafik 1). 2012 wurden im Durchschnitt der knapp 770 ausgewerteten Ferkelproduzenten 23,6 Ferkel abgesetzt. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Schweinemast mit 790 Gramm täglichen Zunahmen bei den gut 270 ausgewerteten Mastbetrieben (Grafik 2). Neben den biologischen Leistungen im Stall spielt auch die Kostenseite eine wichtige Rolle.

30

90

Anzahl Sauen pro Betrieb

Betriebsauswertungen sind spannend – das finden die Mitglieder in den Arbeitskreisen Schweinehaltung. Zahlen und Auswertungen aus dem eigenen Betrieb sind eine gute Grundlage, um auch in einem schwierigen Umfeld nachhaltige betriebliche Entscheidungen treffen zu können.

Weiterbildung und Netzwerk mit Berufskollegen und Beratern – seit dreizehn Jahren gibt es Arbeitskreise für Ferkelproduzenten und Schweinemäster in Niederösterreich. Die Arbeitskreisberatung bietet Betrieben, die den Betriebszweig Schweinehaltung weiterentwickeln wollen, ein umfangreiches Fachangebot, den gezielten fachlichen Austausch mit Berufskollegen und Beratungskräften sowie eine jährliche detaillierte Auswertung 19


Die landwirtschaft

bienen/forstwirtschaft

Weisellosigkeit, Trachtpflanzen, Flugloch, Varroabefall

Bienen rechtzeitig für Minusgrade rüsten

Worauf Imker bei der Vorbereitung auf das Winterquartier ihrer Bienenvölker achten müssen, erklärt Imkermeisterin Heidrun Singer. Bei Nachttemperaturen unter sieben Grad Celsius ist es für die Bienen an der Zeit, sich in den Wintersitz zusammenzuziehen. An Schönwettertagen sammeln sie noch eifrig Pollen. Die letztgeschlüpften Winterbienen erkunden neugierig ihr Umfeld. Fluglochkontrollen im Oktober zeigen dem Imker, dass im Bienenstock alles in Ordnung ist. Unruhe oder „Weinen“ am Stockeingang deuten meist an, dass das Bienenvolk ohne Königin ist. Grund kann eine fehlgeschlagene Umweiselung sein. In diesem Fall ist das Bienenvolk im Oktober nicht mehr in der Lage, eine neue Königin zu ziehen. Der Imker kann eine Reservekönigin oder einen Reserveableger zusetzen und so den Weiterbestand des Volkes sichern.

Indisches Springkraut ist Trachtpflanze des Herbstes Als die „Trachtpflanze“ des Herbstes schätzen Imker das „Indische Springkraut“. Das drüsige Springkraut ist ein invasiver Neophyt, der sich extrem stark ausbreitet und heimische Pflanzen erbarmungslos verdrängt. Durch die späte Blühzeit bietet es Bienen und anderen Insekten ein reiches Pollen – und Nektarangebot. Die Springkrauttracht nutzenden Bienen erscheinen durch den am Rücken anhaftenden Pollen wie bepudert. Nach Berichten der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau trägt das Springkraut wesentlich zur Nährstoffversorgung der Honigbiene bei. Bei Massentrachten im Rheintal wurden bis zu 20 Kilogramm Springkrauthonig geerntet. Obwohl die Pflanze selbst schwach giftig ist, konnten im Honig keine toxischen Inhaltsstoffe festgestellt werden.

Flugloch verkleinern Das Verkleinern der Fluglöcher auf sechs Millimeter Höhe schützt vor Mäusen und 20

Spitzmäusen. In den letzten Jahren hat sich auch der Raubwildbesatz erhöht. Wir stellen vor allem an abgelegenen Standplätzen vermehrt Marder-Schäden fest. Das Anbringen eines engmaschigen, starken Zaunes (Vogelgitter) vor dem Flugloch hat sich bewährt. Doch Jäger oder Förster Ihres Revierstandplatzes wissen sicher mögliche weitere Abhilfemaßnahmen.

Natürlichen Varroaabfall kontrollieren Den natürlichen Varroaabfall muss der Imker unbedingt kontrollieren. An den abgefallenen Varroamilben erkennt man, ob die Varroabehandlung nach der Honigernte erfolgreich war. In unserem Betrieb verwenden wir im hohen Boden eingelegte Varroagitter. Stellen wir trotz gewissenhaft durchgeführter Varroabehandlung einen erhöhten Varroaabfall fest, ist oft ein sorgloser Nachbarimker Grund für diese Reinfektion. Dieses Problem aller Imker kann nur durch objektive Aufklärung ohne Schuldzuweisungen und durch „Nachbarschaftshilfe“ gelöst werden. Sollten mehr als drei Varroa-Milben in einer Woche abfallen, ist eine Winterbehandlung unbedingt notwendig.

Bienen schätzen im Herbst das Indische Springkraut als Trachtpflanze. Foto: Fotolia/Romy Mitterlechner

Gesetz verlangt Behandlungsprotokoll Entsprechend der gesetzlichen Vorgabe sind die Varroabehandlungen in ein Behandlungsprotokoll einzutragen. Damit kann man bei einer amtlichen Kontrolle dokumentieren, wann, wie und womit man behandelt hat. Die Aufzeichnungen im Rahmen eines Eigenkontrollsystems sind fünf Jahre lang aufzubewahren gemäß Lebensmittel-Rückstandskontroll-Verordnung und entsprechend den Vorgaben des Nationalen Rückstandskontrollplanes (NRKP). Im Sinne eines guten „Bienengesundheitsmanagements“ muss der Imker vor allem auf die Bienengesundheit besonderes Augenmerk legen, denn nur gesunde und vitale Bienen sind die Garanten für eine erfolgreiche Imkerei. Diesem Faktum Rechnung tragend ist Bienensilvester® heuer die Auftaktveranstaltung für das „Jahr der Bienengesundheit 2014“. Heidrun Singer www.carnica-singer.at


Oktober_2013

Stirbt die Tanne heimlich aus?

Warum Zäune des Rätsels Lösung sind

Keimlingsverbiss als Gefahr Besonders Tannen-Buchenwälder und Fichten-Tannen-Buchenwälder sollten in der Regel hohe Tannenanteile aufweisen. Schaut man genauer hin, sieht man in der Verjüngung alles andere als viele Tannen. Dieser Umstand fällt vielen Waldbesitzern oft gar nicht auf, weil die Tanne bereits im Keimlingsstadium verbissen wird und daher in der Naturverjüngung später nicht mehr vorhanden ist. Viele machen eine schlechte Fruktifikation oder die Bewirtschaftungsweise für die geringen Tannenanteile verantwortlich. Auf den Keimlingsverbiss achtet kaum jemand.

Ein Rolle Zaun im Quadrat Eine Rolle Zaun an einer optimalen Stelle zwölf mal zwölf im Quadrat aufgestellt könnte das Rätsel lösen. Jeder Betrieb müsste diesen so genannten Kontrollzaun einsetzen. Noch besser wäre, mindestens einen Kontrollzaun pro zehn Hektar Waldfläche aufzustellen,

Tannenanteil in % des Gesamtvorrates in Niederösterreich 10

8,9

8

in %

In Niederösterreichs Wäldern müssten zwischen 300 und 1.450 Metern Seehöhe in der sub- bis hochmontanen Höhenstufe von Natur aus viele Tannen stehen. Warum sie es nicht tun, erklärt LK-Experte Karl Schuster.

6

4,1

5

4,2

4

1,8

2

0,2

2,1

0,3

0 1 bis 20

21 bis 40

41 bis 60

61 bis 80

81 bis 100

101 bis 120

121 bis 140

über 140

Bestandesalter

um diesen Wildeinfluss noch deutlicher sichtbar zu machen. Der Vergleich des Aufkommens der Naturverjüngung gäbe dann eine gute Grundlage für Diskussionen mit Jagdpächtern und Behörden.

Starker Jagdeingriff erhöht Tannenanteil Es ist besonders auffallend, dass gerade in Revieren, wo die Jägerschaft sehr stark in den vor allem weiblichen Rehund/oder Rotwildbestand eingreift, der Tannenanteil signifikant höher ist als in anderen Gegenden. Dies sollte besonders jenen zu denken geben, die an der Waldwirtschaft ein größeres Interesse haben als an der Jagd. Auch das Wildeinflussmonitoring (WEM) zeigt den starken Verbiss von Tannen. In keinem einzigen politischen Bezirk gibt es Positives zu berichten.

In NÖ sinkt der Tannenanteil stetig. Laut den Auswertungen der Österreichischen Waldinventur beträgt er in über 100 jährigen Flächen noch vier bis neun Prozent. In den beiden ersten Altersklassen bis 40 Jahren nur mehr verschwindende 0,2 bis 0,3 Prozent

über 40 Meter sind keine Seltenheit. Die Kritik an der Holzqualität und der Tannenabschlag sind nur eine Folge von mangelnder Sortierung. Aber auch der zu geringe Tannenholzanfall bei der Nutzung ist ein Problem. Hier könnten die Waldwirtschaftsgemeinschaften eine wichtige Rolle beim Zusammenführen dieses Sortiments zu größeren Holzmengen übernehmen.

7x64 wäre die beste Lösung Ohne Tanne wirtschaftliche Verluste

Keimlinge werden schneller verbissen als sie von Waldbesitzern bemerkt werden. Foto: LK NÖ/Schuster

Die wirtschaftlichen Verluste dieses heimlichen „Tannensterbens“ kann man schwer beziffern, weil die Größenordnung unbekannt und der Faktor Stabilität im Wald schwer berechenbar ist. Die Tanne spielt in Mischbeständen eine wesentliche Rolle bei der Stabilität, da sie am tiefsten wurzelt. Durch ihre gut abbaubare Streu kann sie das Nährstoffangebot für flach wurzelnde Baumarten deutlich verbessern. Die Tanne ist die Baumart mit den höchst möglichen Zuwächsen unter den heimischen Baumarten. Baumhöhen

Leider sind die einzigen Gegenmaßnahmen, um die Tanne im Bestand zu vermehren, ein konsequenter Verbissschutz über mehrere Jahre oder die Zäunung. Beides unterstützt vom Jagdausübungsberechtigten. Die beste Lösung wäre eine konsequente Wildstandsreduktion, im Volksmund gerne als Maßnahme 7x64 bezeichnet. DI Karl Schuster Ref. Waldbau- und Waldbewirtschaftung Tel. 05 0259 24101 karl.schuster@lk-noe.at

21


Die landwirtschaft

FORSTWIRTSCHAFT

Gastbaumart Nummer Sieben

Die Baumhasel, besonders anpassungsfähig und wertvoll Die gemeine Haselnuss ist ein Strauch, den jeder kennt. Doch Corylus colurna, die Baumhasel, ist ein Baum und in forstlichen Kreisen kaum bekannt. Sie wird aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und Immissionsverträglichkeit in europäischen Städten als Park- und Straßenbaum verwendet. Stamm, Blätter und Früchte mit besonderem Charakter Die Baumhasel ist ein sommergrüner, geradstämmiger Baum, der je nach Standort Höhen von 20 bis 30 Meter und Durchmesser (BHD) von 50 bis 60 Zentimeter, in Ausnahmefällen sogar bis 100 Zentimeter erreichen kann. In der Jugend erscheint die Baumhasel als pyramidenförmig, während sie im Alter einen breitkronigeren Habitus annimmt. Eine starke sowie frühzeitige Borkenbildung und eine Korkschicht, die selbst die Zweige überzieht, sind besondere Merkmale. Die Blätter sind in Größe und Form denen des Haselnussstrauches sehr ähnlich, nur etwas größer und von dunklerem Grün. Die Früchte sind einsamige Nüsse und meist in büscheligen Fruchtständen angeordnet, von großen, stark zerschlitzten Hüllblättern umgeben und kleiner als beim Strauch. Sie sind essbar, sehr nahrhaft und finden in der Süßwarenindustrie Absatz. Das Laub zersetzt sich leicht und

verbessert den Boden. Da sie einen breit gefächerten standörtlichen Anbaubereich umfasst, gehört sie zu den besonders anpassungsfähigen Arten. Sie kommt sowohl auf tiefgründigen, nährstoffreichen, frisch bis feuchten Standorten vor, aber auch auf armen, trockenen und skelettreichen Böden. Sie meidet lediglich stark vernässte, extrem trockene oder ganz saure Standorte.

Intensives Wurzelsystem mit Pfahlwurzel

Die Früchte sind einsamige Nüsse und meist in büscheligen Fruchtständen angeordnet. 22

Die Baumhasel hat ein sehr intensives und weit reichendes Wurzelsystem mit einer Pfahlwurzel und vermag daher auch skelettreiche Böden zu erschließen. Aufgrund der großen Standfestigkeit eignet sich diese Baumart als Windschutz und für die Waldrandgestaltung. Im Gegensatz zu anderen Haselnussarten bildet sie keine Wurzelbrut, da die Wurzeln keine Adventivknospen anlegen. Dadurch vermehrt

Die Baumhasel nimmt im Alter einen breitkronigen Habitus an. Fotos: BFW/Ruhm

sie sich in der Natur aus Samen. Erntereife Bestände gibt es in Österreich und in Deutschland kaum und damit auch keine gesicherten Angaben über Wuchsleistung und Ernteerträge, da die „forstliche Beschäftigung“ mit dieser Baumart erst in jüngerer Zeit begonnen hat. Dennoch

Die Verbreitung Das natürliche Verbreitungsgebiet der Baumhasel umfasst die Balkanhalbinsel, Teile Kleinasiens, das Bergland im Norden Persiens und Afghanistan. Hier kommt sie zumeist in Höhenlagen zwischen 300 und 800 Metern vor, der Gesamtbereich liegt zwischen 100 und 1300 Metern.


Oktober_2013 geben die wenigen vorhandenen Bestände Anlass zu großem Optimismus. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet kommt sie einzeln, gruppenund horstweise vor, häufig mit Buchen-, Hainbuchen-, Ahornund Eichen-Arten vergesellschaftet.

Mischungsformen trupp-, gruppen- oder streifenweise in drei bis fünf Reihen angeordnet, mit Verbandsweiten wie sie bei Edellaubhölzern üblich sind, führen zu stabilen Mischbeständen.

Für stabile Mischbestände Von großflächigen Reinkulturen mit Baumhasel sollte man daher zum jetzigen Zeitpunkt eher absehen. Mischungsformen trupp-, gruppen- oder streifenweise in drei bis fünf Reihen angeordnet, mit Verbandsweiten wie sie bei Edellaubhölzern üblich sind, werden zu stabilen Mischbeständen führen. Zumindest in der Jugend verträgt die Baumhasel Schatten, so dass eine Kultur auch in kleineren Bestandeslücken möglich ist.

Versuchsfläche im Weinviertel Seit 2001 unterhält das Institut für Waldwachstum und Waldbau des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) eine Versuchsfläche mit Baumhasel im Weinviertel. Mit dieser Fläche sollen waldbauliche und ertragskundliche Grundlagen für diese Baumart unter den klimatischen Bedingungen des pannonischen Tief- und Hügellandes erarbeitet werden. Sommerliche Trockenperioden sind dort häufiger als in allen anderen Wuchsgebieten. Die Jahresniederschläge sind mit 450 bis 700 Millimetern die niedrigsten in Österreich. Unter diesen klimatischen Bedingungen kann man mittlere Höhen von 7,5 Metern und mittlere Durchmesser von 6,8 Zentimetern nach zehn Vegetationsperioden ab Pflanzung als respektabel bezeichnen. Genauere Aussagen über die Gesamtwuchsleistung dieser Baumart sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Viele Z-Baum-Optionen möglich Besonders beeindruckend und für Laubhölzer über-

durchschnittlich gut sind die wertbestimmenden Qualitätsparameter der Stamm- und Kronenform. Zirka 80 Prozent der Bäume fallen bei der Stammform unter „gerade“ oder „leichte Krümmung“, ebenfalls 80 Prozent zählen bei der Kronenform zu „wipfelschäftig“ oder „Zwiesel mit Tendenz zur Wipfelschäftigkeit“. Dieser hohe Anteil an Bäumen mit guten bis sehr guten Stamm- und Kronenformen ermöglicht eine große Anzahl an Z-Baum-Optionen.

Sehr widerstandsfähig, ausgenommen Verbissschäden Sie gilt gegenüber abiotischen und biotischen Schädigungen als sehr widerstandsfähig. Die in Mitteleuropa möglichen Temperaturspitzen übersteht sie aus bisherigen Erfahrungen ohne Schäden und leidet auch kaum unter Früh- oder Spätfrösten. Verbissschäden durch Rehwild können allerdings ein Faktor sein.

Vielfältige Palette an Verwendungsmöglichkeiten Das Holz ist im Kern gleichmäßig lichtbraun bis hellrötlich und im relativ breiten Splint gelblich. Das mittelharte Holz, die Härte entspricht der des Bergahorns, hat nur gering ausgeprägte Jahrringe und Holzstrahlen und wirkt dadurch sehr homogen. Häufig findet sich eine stark ausgeprägte Maserung von schöner Struktur.

Im Handel ist das Holz unter „türkische Hasel“ bekannt. Das Holz kann man als Furnier und als Vollholz im Möbelbau einsetzen, weiters als Drechsel- und Schnitzholz, aber auch als Rohstoff für Span- und Faserplatten sowie als Brennholz mit recht hohem Brennwert. Bis zum letzten Türkenkrieg 1788 kamen große Mengen „türkisches Haselnussholz“ in Form von sehr großen Klötzen über die Donau nach Wien. Neben der Eibe war es das beliebteste Holz für Möbel. Wegen der anschließenden Handelsunterbrechung verdrängten Nussbaum und Kirschbaum sowie das billiger gewordene Mahagoniholz die Baumhasel aus dem Möbelbau. Das aus den Früchten gewonnene Öl wird in der pharmazeutischen Industrie und für Ölfarben verwendet.

DI Werner Ruhm Institut für Waldwachstum und Waldbau Bundesforschungszentrum für Wald, E-Mail: werner.ruhm@bfw.gv.at

Kurz gefasst Die Frage der „fremdländischen Baumarten“ wird in forstlichen Kreisen oft sehr unterschiedlich beurteilt. Gerade in Hinblick auf eine mögliche Klimaerwärmung scheint es sinnvoll, Baumarten mit größerer Toleranz gegen Dürre und Hitze frei von Vorurteilen auf ihre Anbauwürdigkeit zu prüfen. Wenn eine Baumart wie die Baumhasel noch dazu in der benachbarten Balkenregion vorkommt und mit einer derart vielfältigen Palette an Verwendungsmöglichkeiten aufwarten kann, würde es sich lohnen, sie stärker in waldbauliche Überlegungen mit einzubeziehen.

Serie „Gastbaumarten“ endet mit Nummer Sieben Sieben Gastbaumarten stellte Werner Ruhm vom Bundesforschungszentrum für Wald vor. Die Baumarten sind durch starken Zuwachs, vorzügliche Holzeigenschaften und gute Anpassungsfähigkeit an zukünftige klimatische Verhältnisse gekennzeichnet. April: Douglasie, die Anpassungsfähige Mai: Die Roteiche, wüchsig und attraktiv Juni: Die Große Küstentanne, tolerant bei Trockenheit und Schneedruck Juli: Die Schwarznuss, anspruchsvoll aber wertvoll August: Die Robinie, schnell wachsend bei geringen Ansprüchen, aber nicht unumstritten September: Thuja plicata, liebt Bodenfeuchte und bietet dauerhaftes Holz Oktober: Die Baumhasel, besonders anpassungsfähig und wertvoll 23


Die landwirtschaft

Forstwirtschaft

Reportage: Rückblick Waldbautag Thernberg

Praxis pur, von der Verjüngung bis zum letzten Hackschnitzel Karl Schuster, Forstabteilung LK NÖ, steht vor einem Femelschlag, an dem nach der Vorlichtung bereits mit der Rändelung rund um den Vegetationskegel begonnen wurde. Bei der Anlage von Femellöchern sollte in den Bestandesteilen begonnen werden, die am weitesten von der Forststraße oder Rückegasse entfernt liegen, damit bei Folgeeingriffen das anfallende Erntesortiment nicht durch die Verjüngungskegel gebracht werden muss. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Genau auf die Bedürfnisse der Waldbauern zugeschnitten waren das Fachprogramm und der Rundweg mit dreizehn Stationen in einem Wald oberhalb von Thernberg. Wir geben einen kurzen Einblick in diesen interessanten Fachtag. Wozu betriebswirtschaftliche Kennzahlen? LK NÖ-Forstdirektor Werner Löffler zeigte Schwarz auf Weiß, wie enorm die richtige Ausformung den Erlös bestimmt, zum Beispiel kann man bei Schwarzkiefer beim gleichen Stamm bei optimaler Ausformung rund fünf Euro, bei Fichte rund acht Euro und bei Lärche sogar 35 Euro je Festmeter mehr erlösen. Bei den Kosten für die Aufforstung rechnete Löffler vor, dass man bei künstlicher Verjüngung mit 3.000 bis 5.400 Euro je Hektar kalkulieren muss, bis die Kultur gesichert ist.

Kostenfaktor Waldpflege und Holzernte Bei der ersten Dickungspflege zur Stammzahlreduktion kann man mit bis zu 15 Erntefestmetern Energieholz je Hektar rechnen. Bei der folgenden 24

Erstdurchforstung kann neben je zehn bis 30 Erntefestmetern für Schleif-Faserholz und Energieholz bereits bis zu zehn Erntefestmetern Stammholz anfallen. Bei jeder weiteren Durchforstung kann man für alle drei Sortimente in Summe mit bis zu 130 Erntefestmetern kalkulieren. Die Endnutzung bringt im Optimalfall in Summe 500 Erntefestmeter. Bei der Holzernte beeinflussen vor allem das Gelände und die an das Gelände an-

gepassten Ernteverfahren, die Anzahl der Sortimente und die Aufschließung die Kosten.

Guten Holzpreis nutzen Löffler rät, die Arbeitsstunden aufzuschreiben, damit man weiß, ob der Forst rentabel ist. Die Waldbesitzer sollten Auf Station zwei informierte Ludwig Köck, LK NÖ, wie man mit der richtigen Ausformung den Holzerlös optimieren kann.


Oktober_2013

Peter und Brigitte Moser führten die Bringung mit dem Seilkran im Steilgelände vor. Die Einsatzkosten wurden mit 30 Euro je Erntefestmeter angegeben.

Josef Weichselbaum, Forstsekretär in der BBK Gmünd, zeigte eine gelungene Tannen-Naturverjüngung.

Im 65-jährigen Baumholz gibt es bereits eine starke Verjüngungsdynamik. Mit Harvester und Forwarder wurde vorgelichtet.

die Wertschöpfung aus dem Zuwachs im Wald herausholen. „Der Holzpreis liegt gut. Jetzt ist die beste Gelegenheit dazu, ins Holz zu gehen, Wege zu bauen und zu sanieren“, fordert Löffler auf.

gung mit Samen, Stock- oder Wurzelausschlag von zehn Jahren. Bellos betont, dass nicht die Verjüngung der Anlass zum Handeln sein soll, sondern der Wertzuwachs von Bäumen oder Beständen.

Wald verjüngen, aber wie?

Was passiert bei Wildeinfluss?

Wie sich die einzelnen Verjüngungsverfahren auf die zukünftige Waldbewirtschaftung auswirken, erklärte Nikolaus Bellos, Forstsekretär der BBK Neunkirchen. So gilt bei Aufforstungen mit Saat oder Pflanzung eine Wiederbewaldungspflicht von fünf Jahren, bei Naturverjün-

Florian Gruber, Landesforstdirektion NÖ präsentierte die aktuellen Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings nach drei Erhebungsperioden und 40 Aufnahmepunkten je Bezirk. So ging der Wildeinfluss im Bezirk Neunkirchen zurück, im Bezirk Wiener Neustadt blieb er hoch.

Starke Verbissprozente weisen vor allem die niedrigen Höhenstufen auf. Der Forstdirektor appellierte an die Waldbesitzer, den Jägern mit Nachdruck zu vermitteln, dass zu viel Wild im Wald lebt und sie es auch in ihrem Interesse reduzieren müssen. „Es ist wie beim Weidevieh – ist der Tierbesatz zu hoch, geht es dem Vieh und der Weide schlecht“, betonte Löffler.

Hackgut wird in einen Anhänger gehäckselt. Der Pumpwagen rechts daneben befördert die Hackschnitzel in den Vorratsraum beim Abnehmer. Der eingesetzte Hacker leistet 120 Schüttraummeter pro Stunde und schafft Stammdurchmesser bis 75 Zentimeter.

Die Vortragsunterlagen finden Sie unter www.waldverband-noe.at, weitere Bilder vom Waldrundgang unter www.lk-noe.at auf Fotoservice. Paula Pöchlauer-Kozel

Pflegegassen teilen große Verjüngungsflächen in Blöcke und verschaffen einen besseren Überblick bei Pflegemaßnahmen. 25


Die landwirtschaft

invekos

Klarstellung:

ÖPUL verlängern heißt Verpflichtungen verlängern und einhalten Mit dem Verlängerungsantrag ÖPUL 2007 wird die Möglichkeit geschaffen, auch 2014 an ÖPUL 2007 teilnehmen zu können. Die dafür erforderliche Genehmigung seitens der Europäischen Kommission ist noch ausständig. Welche Verpflichtungen entstehen, wenn ein Verlängerungsantrag gestellt wird? Verlängerbar sind nur jene Maßnahmen, an denen bereits 2013 teilgenommen wurde bzw. die von anderen Teilnehmern übernommen werden. Näheres zur Übernahme von Maßnahmen ist beim Berater der Bezirksbauernkammer zu erfragen. Wird ein Verlängerungsantrag gestellt, so gelten auch 2014 alle allgemeinen ÖPULund die jeweiligen Maßnahmenbedingungen. Zwischen 2013 und 2014 besteht im Fall eines Verlängerungsantrages kein auflagenfreier Zeitraum.

Cross Compliance und ÖPUL-Grundanforderungen Mit allgemeinen ÖPUL-Bedingungen sind Cross-Compliance (CC)-Auflagen und ÖPUL-Grundanforderungen gemeint. Auf der Homepage der Agrarmarkt Austria und in der Bezirksbauernkammer steht ein aktuelles Merkblatt zu den Cross-Compliance-Bestimmungen zur Verfügung. Mit der Einhaltung von CC sind auch die ÖPUL-Grundanforderungen erfüllt. Wird gegen CC-Auflagen verstoßen, erfolgt eine prozentuelle Kürzung aller Zahlungen (z.B. dreiprozentige Kürzung von EBP, ÖPUL und AZ). Wird gegen eine ÖPULGrundanforderung verstoßen, wird keine Prämie für die jeweilige ÖPUL-Maßnahme gewährt. Für die Maßnahmen „Ökopunkte NÖ“, „Bio“, „UBAG“ und „Mahd von Steilflächen“ gilt u.a. das Umbruchsverbot von Grünland mit über 15 Prozent Hangneigung als Grundanforderung. Wird Grünland über 15 Prozent Hangneigung in Acker umgewandelt, erfolgt keine Gewährung der Ökopunkte-, Bio-, UBAG- oder Steilflächenmahd-Prämie. 26

Maßnahmenauflagen Jede ÖPUL-Maßnahme hat ihre spezifischen Bedingungen. Hervorgehoben werden hier jene, die bedauerlicher Weise immer wieder zu Problemen führen. Der naturverträgliche Umgang mit Landschaftselementen ist neben anderen eine wesentliche Förderungsvoraussetzung bei „Bio“, „Ökopunkte NÖ“, „UBAG“, „IP Wein“ und „IP Obst/Hopfen“. Bei Verlängerung einer dieser Maßnahmen gilt auch 2014 die Erhaltungspflicht von Landschaftselementen. Eine Beseitigung, Verlegung oder Veränderung von Landschaftselementen ist nur nach schriftlicher Genehmigung seitens der Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung zulässig. Der Antrag zur Veränderung von Landschaftselementen ist im Rahmen einer Beratung in der Bezirksbauernkammer an die Naturschutzabteilung zu richten. Bei Vorort-Kontrollen werden das Vorhandensein, die Lage und Größe von Landschaftselementen in der Natur unter zu Hilfenahme von Luftbildern (Hofkarte) geprüft! Beispiele für Landschaftselemente sind Feldgehölze, Hecken, Böschungen, landschaftsprägende Einzelbäume, Streuobstwiesen, Obstbaumreihen, Steinblöcke usw. Ebenfalls hervorgehoben werden Aufzeichnungspflichten, die einzelne ÖPUL-Maßnahmen vorschreiben. Immer wieder wird das Fehlen von Aufzeichnungen bei Vorort-Kontrollen festgestellt und führt in weiterer Folge zu schwerwiegenden Sanktionen. Bio und UBAG verlangen eine Stickstoffbilanz, UBAG zusätzlich schlagbezogene Aufzeichnungen über Anbau, Stickstoffdüngung und Ernte – um Beispiele von erforderlichen Dokumentationen zu nennen. Biobetriebe haben jährlich eine Stickstoffbilanz zu erstellen – unabhängig davon, ob Stickstoff ausgebracht wird oder neben Bio auch an Ökopunkte teilgenommen wird.

Rückwirkende Vorort-Kontrollen und Sanktionierung Im Verlängerungsjahr 2014 kann ohne weiteres im Rahmen von Vorort-Kontrollen geprüft werden, ob die Teilnahmebedingungen (z. B. Aufzeichnungen) auch in den Vorjahren (2013, 2012,…) eingehalten wurden. „Verlängerungsjahr“ bedeutet nicht, dass für den ursprünglichen ÖPUL 2007-Zeitraum (2007-2013) keine Sanktionen mehr vergeben werden können. Der einzige Unterschied in der Sanktionierung liegt darin, dass bei ihrer Vergabe im Verlängerungsjahr Kürzungen aus dem Zeitraum 2007-2013 unberücksichtigt bleiben. Im Fachjargon gesprochen gibt es im Verlängerungsjahr keine Sanktionskumulation (Erhöhung um eine Stufe, wenn in den Vorjahren Sanktionen ausgesprochen wurden).

Kein Verpflichtungsabgleich im Verlängerungsjahr Sofern dies die Europäische Kommission genehmigt, findet im Verlängerungsjahr kein flächenbezogener Verpflichtungsabgleich statt. Damit ist gemeint, dass die Verringerung der Teilnahmefläche im MFA 2014 zu keinen Rückforderungen führt (Verpachtung, Rückgabe von Pachtflächen, Herausnahme aus der landwirtschaftlichen Nutzung,…). Verpflichtungen im Sinne von CC-Vorgaben, ÖPUL-Grundanforderungen und Auflagen der verlängerten Maßnahmen sind 2014 jedenfalls einzuhalten. DI Elisabeth Schübl Referat Ackerbau und Grünland


Oktober_2013

Aktuelle Informationen:

Übertragung auch für 2014 notwendig

15. Oktober und 15. November: heuer besonders wichtig

Zahlungsansprüche

Für alle ÖPUL 2007-Betriebe, die an der Maßnahme Begrünung von Ackerflächen teilnehmen, ist der 15. Oktober 2013 ein wichtiger Termin! Er ist der spätest mögliche Termin für die Abgabe des Begrünungsantrages und die Abgabe eines Verlängerungsantrages für die Maßnahme Begrünung sowie für Ökopunkte, bei Teilnahme am Parameter Bodenbedeckung. Es gibt keine Nachfristen! Werden der Begrünungsantrag und der Verlängerungsantrag nicht bis spätestens 15. Oktober 2013 gestellt, endet die Maßnahme Begrünung. Eine Auszahlung der Begrünungsprämie für 2014 ist nicht möglich. Bei Ökopunkte können in so einem Fall 2014 keine Punkte aus dem Parameter Bodenbedeckung berücksichtigt und keine Prämien ausbezahlt werden.

Ist die Durchführung einer Übernahme der Maßnahme Begrünung oder Ökopunkte (Parameter Bodenbedeckung) geplant, so ist der 15. Oktober 2013 ebenfalls der letzte mögliche Termin (ohne Nachfrist!). Weiters ist bei den Begrünungsvarianten C, C1 und H der 15. Oktober der letzte Anlagetermin. Für ÖPUL 2007-Maßnahmen (ausgenommen Begrünung und Ökopunkte, Parameter Bodenbedeckung) ist die Abgabe des Verlängerungsantrages bis 15. November 2013 möglich. Auch für diesen Termin gibt es keine Nachfrist. Wird bis zum 15. November kein Verlängerungsantrag abgegeben, enden die ÖPUL-Maßnahmen mit 31.12.2013 und im Jahr 2014 können keine ÖPUL-Prämien ausbezahlt werden! DI Martina Löffler, Referat Ackerbau und Grünland

CC-Termine im Oktober und November (Nitrat-Aktionsprogramm) Datum Beschreibung Ackerflächen: bedarfsgerechte N-Düngung, max. 60 kg N/ha in Form ab Ernte bis Beginn von: Gülle, Jauche, N-haltigen Mineraldünger und flüssigem KlärVerbotszeitraum schlamm ab 1. Okt. bis Beginn Grünland: bedarfsgerechte N-Düngung max. 60 kg N/ha in Form von: Verbotszeitraum Gülle, Jauche, N-haltigen Mineraldünger und flüssigem Klärschlamm Ackerflächen ohne Gründecke (d.h. bis 15. Oktober keine Zwischenab 15. Oktober frucht oder Folgefrucht angebaut): Beginn des Ausbringungsverbotes von N-haltigen Mineraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Klärschlamm Ackerflächen mit Gründecke (d.h. bis 15. Oktober Zwischenfrucht oder ab 15. November Folgefrucht angebaut): Beginn des Ausbringungsverbotes von N-haltigen Mineraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Klärschlamm Grünland, Wechselwiese: Beginn des Ausbringungsverbotes von N-halab 30. November tigen Mineraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Klärschlamm alle landwirtschaftlichen Nutzflächen: Beginn des Ausbringungsverboab 30. November tes für Stallmist, Kompost, Klärschlammkompost und entwässertem Klärschlamm Weitere ÖPUL 2007-Termine im Oktober und November Datum Beschreibung ÖPUL 2007 – Teilnahme an Maßnahme Vorbeugender Boden- und Gewäsab 15. Oktober serschutz: alle Ackerflächen im Gebiet: Beginn des Ausbringungsverbotes von N-haltigen Düngemitteln ÖPUL 2007 – Begrünung: Frühest möglicher Umbruchstermin für die Varian16. Oktober te A1 (nicht vergessen: danach Anbau von Wintergetreide verpflichtend!) 16. November ÖPUL 2007 – Begrünung: Frühest möglicher Umbruchstermin für die Variante A

Die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik bis 2020 ist zeitlich aufwändig. Für 2014 wird daher die bestehende Betriebsprämienregelung im Wesentlichen fortgeschrieben. Die Verlängerung bedeutet auch, dass mit Flächenänderungen wieder Übertragungen von Zahlungsansprüchen (ZA) durchzuführen sind. Denn der neue Bewirtschafter der Flächen soll die Zahlungsansprüche sinnvollerweise nutzen können.

Antrag bei BBK zu stellen Bei der Weitergabe von ZA sind einige Punkte zu beachten: Übertragung von ZA mittels eigenem Antrag (Formular erhältlich über www.ama.at oder BBK) Frist für die Übertragung: 16. September 2013 bis 15. Mai 2014 aktuelle ZA-Daten (zB ZA-Identifikationsnummer) im Übertragungsantrag notwendig Empfehlung der LK: Antragstellung ab Jänner 2014 nach Erhalt des neuen EBPBescheides (Reduktion Fehlerrisiko) Terminvereinbarung mit BBK notwendig/sinnvoll

Was ist nach 2014? Mit 31.12.2014 verlieren die aktuellen ZA ihre Gültigkeit. Im Regionalmodell ab 2015 werden jedem Bewirtschafter neue ZA zugeteilt. Basis wird die Fläche im MFA 2015 sein. Österreich strebt weiters eine Übergangsregelung zum einheitlichen Regionalmodell an. Eine mögliche Umsetzungsvariante kann sein, dass nur 2014 beantragte ZA für die Berechnung von Übergangswerten berücksichtigt werden. Unter dieser Annahme bringt ein eventuell angedachtes Zurückhalten von ZA bei Flächenänderungen weder für 2014 (keine Nutzung mangels Fläche möglich) noch für die Zukunft etwas. Übertragen Sie daher bei Flächenänderungen die dazugehörigen ZA, der neue Bewirtschafter kann diese nutzen. 27


Die landwirtschaft

Technik

markt

Tipp aus Mold

S 31

Edelstahl schweißen – aber richtig

Rüben sicher transportieren S 32

Verkaufspreis – Feuchtmais frei Feld S 33

lk-Projekt – Energie sparen im Gartenbau Ideen erERFAHREN – Lammfleisch, Holzbau, Direktsaat S 34

Markt S 36

Meisterausbildung: unternehmensorientierter S 37

Bauernjause startet Lebensmittelinspektor prüft Eigenkontrollen

Edelstahl kann man mit den gängigen Verfahren schweißen. Welche Regeln man aber für saubere und dauerhaft sichere Schweißnähte beachten muss und wie vor allem die Schweißnaht nachzubehandeln ist, verrät Reinhard Hörmansdorfer von der Bildungswerkstatt Mold. Nirostastähle haben spezielle physikalische Eigenschaften. Aus ihnen lassen sich bereits Verhaltensregeln für das Schweißen ableiten: geringe Wärmeleitfähigkeit – Gefahr des Wärmestaus hohe Wärmeausdehnung – Neigung zum Verzug durch den geringen Ferritgehalt unmagnetisch, Magnetprobe gib Sicherheit gute Festigkeits- und besonders gute Verformungseigenschaften, zum Beispiel beim Abkanten

Schweißeignung Die Edelstähle aus der Gruppe der austenitischen Chrom-, Nickel- und MolybdänStähle eignen sich gut zum Schweißen. Durch den niedrigen Kohlenstoffgehalt sind sie nicht abschreckhärtbar. Es sind keine Härte- oder Kaltrisse zu befürchten, weil es keine Aufhärtungen in der Wärmeeinflusszone der Schweißnaht gibt. Gegenüber dem Schweißen von unlegier-

WIG-geschweißt: saubere und glatte Naht an einem Edelstahlrohr Fotos: LK NÖ/Hörmansdorfer

28

Werkstoff Edelstahl Wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit werden Edelstähle bei landtechnischen Maschinen und Geräten häufig eingesetzt. Unter aggressiven Bedingungen, wie bei Düngerstreuern, Pflanzenschutzgeräten, in der Gülle- und Stalltechnik stellen sie einen resistenten Werkstoff gegen Rost und Säure dar. Hinter dem allgemein verwendeten Begriff Edelstahl, Nirosta-Stahl, Niro verbergen sich eine Vielzahl an Stahltypen mit unterschiedlichen Legierungsbestandteilen. Die Gruppe der austenitischen Chrom-, Nickel-, Moly­ bdän-Stähle sind die am häufigsten eingesetzten Werkstoffe unter den nicht rostenden Stählen, auf diese geht der Beitrag näher ein.

Die wichtigsten Vertreter: V2a Stahl, Werkstoffnummer 1.4301: Chromgehalt 19%, Nickelgehalt 10%, rostbeständiger Stahl V4a Stahl, Werkstoffnummer 1.4571: Chromgehalt 19%, Nickelgehalt 13%, 2,5% Molybdän, rostbeständiger und durch den Molybdänzusatz verstärkt säurebeständiger Stahl

MAG-geschweißt: etwas gröber geschuppte Naht an einem Edelstahlblech.


Oktober_2013 ten Baustählen muss man am Schutzgasschweißgerät auf hochlegierte Metalldrahtelektroden (Drahtspule), schwach oxidierendes Schutzgas und Spiralseele umrüsten.

Ursachen für Probleme beim Schweißen Mögliche Schweißprobleme ergeben sich durch die Heißrissanfälligkeit: Darunter versteht man Korngrenzentrennungen durch Verunreinigungen während der Erstarrung. Abhilfe schafft eine geringe Wärmeeinbringung, das Verwenden besonders reiner Zusatzstoffe und die Sorge für Reinheit im Schweißnahtbereich. die interkristalline Korrosion: Durch die Bildung von Chromkarbiden fällt lokal der Legierungsanteil des Chroms unter die Rostresistenzgrenze. Diesem Phänomen wird durch sehr niedrige Kohlenstoffanteile und durch Stabilisierung mit Niob und Titan begegnet.

Im linken Rohrstück wurde nicht formiert im rechten dagegen schon. Die linke Schweißnaht weist auf der Rohrinnenseite starke Verbrennungen mit schwarzem Schweißzunder auf.

MAG- und WIG-Schweißbrenner Foto: Abicor Binzel

schutz zu sorgen und dabei auf Brennerhaltung und Durchflussmenge zu achten. Es ist stechendes Schweißen zu bevorzugen. Bei höher legierten Stählen ist das Impulsschweißen generell zu empfehlen. Entsprechend dem Schweißverfahren ist ein eigenes, leicht oxidierendes Schutzgas zu verwenden. Dies ist beim finanziellen Aufwand für die Eigenleistung zu berücksichtigen. Bei einer 20 Liter-Flasche sind für eine zehnjährige Mietdauer zirka 300 Euro zu kalkulieren. Eine Füllung kommt auf zirka 50 Euro. Unter der Annahme von einer Füllung pro Jahr belaufen sich die jährlichen Gaskosten auf zirka 80 Euro.

Wenig Wärme, kurzer Lichtbogen Die Wärmeeinbringung ist möglichst gering zu halten. Das ist bei der Einstellung der Schweißparameter wie Stromstärke, Spannungsstufe und Drahtvorschub zu berücksichtigen. Lediglich kurze Schweißraupen schweißen und Schweißpausen einlegen. Beim Elektroschweißen ist der Lichtbogen möglichst kurz zu halten, um den Luftstickstoff vom Schweißbad fern zu halten.

Verzug, kein Vorwärmen, Schutz vor Luft

Gasschutz, Impulsschweißen, Gaskosten

Dem verstärkten Verzug ist durch oftmaliges Heften, auf Vorlage schweißen oder durch Gegenschweißen zu begeg-

Bei den Schutzgasschweißverfahren (MAG, WIG) ist für ausreichenden Gas-

Auszug aus empfohlenen Schweißzusätzen (Handelsbezeichnungen) Schweißverfahren

für Werkstück

Stabelektrode

Böhler

Castolin

Chemweld

Esab

V2a

FOX EAS 2

33000

2300

OK 61.30

V4a

FOX SAS 4-A

33500

2318

OK 63.30

Massivdraht

V2a+V4a

SAS 4-IG (Si)

CastoMag 45553

2340M

OK Autrod 316LSi

WIG-Schweißdraht

V2a+V4a

SAS 4-IG

CastoWig 45553 W

2318W

OK Tigrod 316LSi

Auszug von Schutzgasen (Handelsbezeichnungen) für das MAG- und WIG-Schweißen Linde

Air Liquide

Messer Griesheim

MAG-Schutzgasschweißen: Gasgemisch aus 98% Ar, 2% CO2

Cronigon® 2

Arcal TM 12

Inoxline C2

WIG-Schweißen: reines Argon

Argon 4.8

ARCAL 1

Argon 4.8

nen. Bei den im Edelstahlbereich üblichen, nicht allzu großen Blechstärken ist kein Vorwärmen notwendig. Die Unterseite der Schweißnaht (Wurzel) ist ebenfalls vor dem Luftzutritt zu schützen. In vielen Fällen kann dies durch Beilegen von Blechen und Winkeln ausreichend verhindert werden. Andernfalls hat ein Gasschutz durch Formiergas an der Unterseite zu erfolgen. Im Handwerksbereich wird dabei das Schutzgas mittels T-Stück abgezweigt.

Sauber Arbeiten Auf sauberes Arbeiten ist zu achten. Verwendete Werkzeuge wie Schlackenhämmer, Feilen und Bürsten dürfen mit unlegierten Werkstoffen nicht in Berührung kommen. Im Niro-Bereich sollte man eigene Werkzeuge benutzen. Man verwendet artgleiche Schweißzusätze, das heißt der Schweißzusatz entspricht in seinen Legierungselementen dem Grundwerkstoff.

Schweißnähte nachbehandeln Mit dem Schweißen allein ist die Reparaturarbeit noch nicht erledigt, Nachbehandeln ist Pflicht. Das Edelstahlblech ist nämlich durch eine hauchdünne Chromoxydschicht an der Oberfläche vor Korrosion geschützt. Beim Schweißen entstehen Anlauffarben, die diese Oxydschicht unterbrechen. Unbehandelt würden diese Teile rosten. Als Voraussetzung für den Erhalt der Korrosionsbeständigkeit ist die metallisch blanke Oberfläche wieder herzustellen. Es müssen Schweißspritzer, Schlacke, Schweißzunder und Anlauffarben entfernt werden. 29


Die landwirtschaft

Technik

Schlackenhämmer, Feilen und Bürsten dürfen mit unlegierten Werkstoffen nicht in Berührung kommen. Im Niro-Bereich sind eigene Werkzeuge zu benutzen.

Der linke Teil der Schweißnaht zeigt noch die Anlauffarben. Der rechte Teil ist bereits gereinigt.

Möglichkeiten der Nachbehandlung

angerührt und mit einem Pinsel aufgebracht. Nach der Einwirkzeit wird kräftig mit Wasser nachgespült. Die Beizsäuren, das sind Fluss- und Salpetersäure, sind ätzend und giftig. Dies ist bei der Anwendung und bei der Entsorgung zu bedenken. Die Mittel erhält man teilweise nur mit einer Giftbezugslizenz. Bei dieser Behandlung wird die Oberfläche passiviert, das heißt die Bildung der schützenden Passivschicht wird verstärkt und beschleunigt.

Bürsten Ausschließlich Niro-Bürsten verwenden. Schleifen und/oder Polieren Mittels Schmirgelpapier, Schleifvlies, Fiberscheiben. Der Einsatz des Winkelschleifers mit grober Fächerscheibe ist ungünstig, da diese eine zu grobe Oberfläche hinterlässt. Je feiner die Oberfläche, umso größer der Korrosionswiderstand. Wenn es die Zugänglichkeit erlaubt, werden diese beiden mechanischen Methoden vorrangig angewandt. Sandstrahlen Aufwändige Methode für den gewerblichen und industriellen Bereich, Verwendung von meist Quarzsand in Strahlboxen. Beizen Chemische Methode, die mit der Reinigung und der Entfettung beginnt. Das Beizen kann mit Gelen, Pasten, Sprays oder Badbeizen durchgeführt werden. Die Pasten werden mit Lösungsmittel

Das Beizen ist eine chemische Methode zur Nachbehandlung und kann mit Gelen, Pasten, Sprays oder Badbeizen durchgeführt werden. 30

Elektrochemische Reinigung Mittels eines leichten Oxidationsmittels und elektrischen Stroms wird gereinigt und gleichzeitig poliert. Ing. Reinhard Hörmansdorfer Bildungswerkstatt Mold Tel. 05 0259 29503 reinhard.hoermansdorfer@mold.lk-noe.at

Die beiden Beispiele von neuwertigen Düngerstreuern belegen, dass es die Landtechnikindustrie mit dem Nachbehandeln von Edelstahlschweißnähten nicht immer so genau nimmt.

Kurstipp Edelstahlschweißen Die Handfertigkeiten im Edelstahlschweißen können beim 2-tägigen Praxiskurs WIGSchweißen vom 28. bis 29. Nov. 2013 erworben werden.

Agritechnica: 12. bis 16. November Vom 12. bis 16. November findet in Hannover die Agritechnica statt. Die Agritechnica ist die Neuheitenbörse für die gesamte Agrarbranche. Mit ihrem Angebot an führender Technik und neuen Entwicklungen stellt sie ein einzigartiges Informationsforum für alle Problemlösungen der Landwirtschaft und Agrartechnik dar. Wegweisend und international anerkannt sind die Prämierungen der Agritechnica Neuheiten. In diesem Jahr präsentieren über 2.700 Aussteller aus 47 Ländern ihre Neu- und Weiterentwicklungen auf dem Messegelände in Hannover.

Bei der elektrochemischen Reinigung wird mit einem leichten Oxidationsmittels und elektrischem Strom gereinigt und gleichzeitig poliert.

Unter www.agritechnica.com findet man nicht nur die technischen Neuheiten in Landwirtschaft und Forst, sondern auch das fachliche Tagungsprogramm mit Fachforen und Tagungen.


Oktober_2013

Neue Broschüre informiert rasch und übersichtlich

So transportieren Sie die Rüben sicher Praktische Mö glichkeiten zur Verbesserung der Ladungssic herung

Fahrgeschwin

digkeit

Stangen

In der Rübensaison ist das Thema Ladungssicherung beim Rübentransport auf der Straße wieder brandaktuell. Um die allgemeine gesetzliche Lage zu den Themen Ladungssicherung und landwirtschaftliche Transporte übersichtlich darzustellen, haben die LK NÖ und „Die Rübenbauern“ einen Folder zu diesem Thema entworfen. Dieser liegt ab sofort auf Ihrer Bezirksbauernkammern und auf allen Rübenübernahmeplätzen im Land zur freien Entnahme auf.

Welche gesetzlichen Vorschriften sind bei der Ladungssicherung einzuhalten? Die Ladung ist auf dem Fahrzeug so zu verwahren, dass sein sicherer Betrieb nicht beeinträchtigt, niemand gefährdet, behindert oder belästigt, und die Straße weder beschädigt noch verunreinigt wird. Die Ladung muss man nach dem Beladen so verstauen und sichern, dass sie den auftretenden Kräften auch in extremen Fahrsituationen standhalten kann. Auch bei einer Vollbremsung oder einem abrupten Ausweichmanöver darf keine Rübe vom Anhänger fallen. Um dies zu gewährleisten, muss ein ausreichender Freiraum unter der Bordwand-

Klappbare Zusatzbordwände halten die Rüben am Anhänger.

Die Fahrgesc hwindigkeit des Gespannes richt nach der jewe et sich ils niedrigeren zulässigen Fahr digkeit der einz geschwinelnen Anhänge r. Diese niedriger e Fahrgeschwin digk eit Anhänger ersic muss am letzt htlich sein. en

oberkante bleiben,Klap damit der freibleibenpbare Zusatz-B ordwände de Bordwandteil in Bewegung geratene Rüben zurückhalten kann.

Bitte beachten : Starrdeichsel anhänger (Eina Tandemanhän chs- oder ger) immer hinte r dem Zugfahrz der leichtere eug und Anhänger am Ende des Zuge samere Anhänge s. Der langr gibt das Tem po vor!

Wer ist für das korrekte Beladen verantwortlich? Netze oder Abd

eckung mit Plan

en

Rübentransp ort sicher durch führen

Folgende Anhänge rgeschwindigkeite sind möglich: n

 Nicht zum Verkehr zuge lassene Anhänge 10 km/h und r 25 km/h  zum Verkehr zugelassene Anhänger 20 km/h - 25 km/h - 40 km/h und darüber Bitte beachten :  Auf den Rüb enübernahme plätzen beträgt erlaubte Höch die stgeschwindig keit 20 km/h.

Folgende Personen sind für die korrekte Beladung des Fahrzeuges verantwortlich: Lenker Zulassungsbesitzer Belader

Herausgeber: Landwirtschaftska mmer Niederöste DIE RÜBENBAU rreich in Zusam ERN, AGRANA menarbeit mit Zucker GmbH schaftskammer und der Landw Oberösterreich irtInhalt: DI Mich ael Deimel und Ing. Christoph Tel. 05 0259 2530 Wolfesberger 2, E-Mail: landte Ohne Gewähr, chnik@lk-noe.at unter Ausschlus s der Haftung. Alle Rechte vorbe halten. Septe mber 2013

Alle drei Personen sind dafür verantwortlich, dass die höchstzulässigen Gewichte nicht überschritten und die Ladungssicherung eingehalten wird. Zusätzliche Möglichkeiten, die Ladungssicherung in der Praxis besser einhalten zu können sehen Sie in den Beispielen auf den unten angeführten Bildern

Der Straßentransport liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen

Der Folder liegt ab sofort auf Ihrer BBK und allen Rübenübernahmeplätzen auf. Fotos: Die Rübenbauern/LKÖ

Zum Thema Verkehrssicherheit bietet die LK NÖ das Beratungsprodukt „TechnikCheck für Verkehrssicherheit“ an.

Um Unfälle während der Rübenkampagne zu vermeiden, liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, beim Straßentransport die gesetzlichen Regeln einzuhalten. Probleme mit den anderen Straßenteilnehmern, Strafanzeigen und strengere Kontrollen kann man nur gemeinsam verhindern, indem es im heurigen Herbst keine heruntergefallenen Rüben in engen Kurven und Kreisverkehren zu beanstanden gibt.

Ing. Christoph Wolfesberger Ref. Technik und Energie Tel. 05 0259 25310 christoph.wolfesberger@lk-noe.at

Zusätzliche Stangen hindern die Rüben am Herunterfallen.

Netze halten die Rüben sicher auf dem Anhänger. 31


Die landwirtschaft

betriebswirtschaft

Abgeleitet vom erzielbaren Preis für trockenen Körnermais

Feuchtmais – Verkaufspreis frei Feld

Welchen Preis kann ich beim Verkauf von Feuchtmais an einen anderen Landwirt verlangen? Die Antwort gibt LKMitarbeiter Gerald Biedermann.

unterstellt. Das entspricht 165 Euro netto. Anhand des Wassergehaltes kann man die verbleibende Trockenmaismenge errechnen. Der Nassmais wird vor der Trocknung nicht gereinigt.

Wer Mais für den Verkauf als Trockenmais angebaut hat, soll beim Verkauf als Feuchtmais zumindest den gleichen Erlös erzielen, wie beim erst später möglichen Verkauf an das Lagerhaus oder an den Landesproduktenhändler. Dazu muss man Trocknungs- und Transportkosten abziehen.

Trocknungskosten berücksichtigen

Erwarteter Erlös für Trockenmais Wichtig für die Ermittlung des Verkaufserlöses von Feuchtmais ist die Kornfeuchte bei der Ernte. Neben den Trocknungskosten ist der Gewichtsanteil des im Korn gebundenen Wassers zu berücksichtigen. Bei der Berechnung wurde ein vorläufiger Körnermaispreis von 185 Euro je Tonne Trockenmais inklusive Umsatzsteuer

tatsächliche Kornfeuchte beim Kauf/Verkauf

abgeleiteter Preis Preisänderung bei Trocken(bei 185 Euro/t KM trocken maispreis inkl. Mwst) +/- 10 Euro/t

%

Euro/t Feuchtmais

+/- Euro/t Feuchtmais

20

144,8

9,20

21

141,1

9,06

22

137,5

8,93

23

134,0

8,80

Transportkosten Bei Verkauf ab Feld gehen die Transportkosten zu Lasten des Käufers. Sie sind im Beispiel mit 3,04 Euro je Tonne angesetzt. Die Transportkostenersparnis des Verkäufers ist daher beim, in der Tabelle ersichtlichen, abgeleiteten Feuchtmaispreis schon abgezogen. Bei Verkauf frei Übernahmestation gehen die Transportkosten zu Lasten des Verkäufers. In diesem Fall sind die errechneten Feuchtmaispreise um die abgezogenen Transportkosten zu erhöhen. Abweichungen vom erwarteten Trockenmaispreis von 185 Euro je Tonne inklusive Umsatzsteuer können entsprechend den Werten in der Spalte „Preisänderung bei Trockenmaispreis“ durch Änderung des Feuchtmaispreises berücksichtigt werden.

24

130,5

8,67

Verkauf als Feucht- oder als Silomais?

25

127,0

8,54

26

123,4

8,41

Für einige größere Abnehmer ist die Nassmaisverarbeitung interessanter als die Trocknung des Körnermaises. Dennoch sind die heurigen, von der Industrie gebotenen Feuchtmaispreise niedriger als erwartet. Bezüglich des Verkaufspreises von Silomais am Stamm gelten nach wie vor die Berechnungsgrundlagen wie in der September- Ausgabe auf Seite 37 erläutert, wobei die Preise regional durch niedrige Feuchtmais-Preise und/oder eine hohe Nachfrage nach Grundfutter beeinflusst werden.

27

119,8

8,28

28

116,3

8,14

29

112,7

8,01

30

109,1

7,88

31

105,6

7,75

32

102,0

7,61

33

98,4

7,48

34

94,9

7,35

35

91,3

7,22

36

87,7

7,08

Alle Preise enthalten die Mehrwertsteuer 32

Beim Verkauf als Trockenmais fallen Trocknungskosten an. Die unterstellten Trocknungskosten betragen bei 25 Prozent Kornfeuchte bei zwölf Prozent Umsatzsteuer zirka 28 Euro je Tonne Feuchtmais, bei 30 Prozent 33,6 Euro je Tonne und bei 35 Prozent Kornfeuchte 39,2 Euro je Tonne Feuchtmais. Fallen beim alternativen Abnehmer höhere oder geringere Trocknungskosten an, könnte man den Feuchtmaispreis entsprechend senken oder erhöhen. Würde der Feuchtmais auch beim Verkauf als Trockenmais bereits zum gleichen Zeitpunkt geerntet werden, zum Beispiel beim geplanten Weizenanbau auf der Fläche, bei Gefahr von Verpilzung oder

Frostgefahr, kann der Wert aus der Spalte „abgeleiteter Preis für Feuchtmais“ pro Tonne verkauften Feuchtmais verrechnet werden. Oft liegt die Kornfeuchte beim Verkauf als Trockenkörnermais niedriger als bei der, wegen der Silierung vorgezogenen Ernte. Ist aufgrund der Witterung mit einer Reduktion der Kornfeuchte bei späterer Ernte als Trockenkörnermais zu rechnen, würde jedes eingesparte Prozent an Wassergehalt den abgeleiteten Feuchtmaispreis um zirka 3,6 Euro pro Tonne erhöhen.

DI Gerald Biedermann, Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25104, gerald.biedermann@lk-noe.at


Oktober_2013

lk-projekt: Gut beraten in die Zukunft

Lammfleisch, Holzbauten und Direktsaat hautnah erleben

Energie einsparen im Gartenbau

Ideen erFAHREN – Ab in die Herbstsaison

Der Jahreszeitenwechsel ist ein Naturschauspiel. Er bringt aber auch steigende Energiekosten mit sich. So auch im Gartenbau. Der Löwenanteil der Kosten fällt im geschützten Anbau für Energie im Herbst und Winter an. Dabei stellt sich für Gärtner eine Frage: „Was kann man tun, ohne erheblich zu investieren?“ Zuerst kommt die Instandhaltung. Das kostet dem Unternehmer zwar teure Arbeitszeit, spart aber Energie. Nicht schließende Türen sind in den gewachsenen Gartenbaustrukturen eher die Regel als die Ausnahme. Hier könnten bis zu 20 Prozent der Energie eingespart werden. Dasselbe gilt für die Lüftungen. Insbesondere die durchgezogenen Firstlüftungen liegen selten auf der ganzen Länge im Falz. Gesprungene Glasscheiben, löchrige Folien und dergleichen mehr sind schuld daran, dass sich die teure Gewächshausluft ins Nirwana verabschiedet.

Einfache Steuerungstechnik Ältere Heizungsanlagen sollten technisch immer gewartet werden. So sieht das auch der Gesetzgeber vor. Das reicht aber dennoch nicht aus, um

Weihnachtssterne werden 10 bis 12 Wochen auf mindestens 18 °C geheizt. Ist das Thermometer defekt, gehen tausende Euros „flöten“. Foto: LK NÖ

tatsächlich Energie zu sparen. Einfache Bypass-Regelungen zur Rücklaufanhebung sind zwar bei neueren Anlagen selbstverständlich, doch sollten diese auch entsprechend gesteuert sein. Eine Kessel-Beimischpumpe muss nicht auf „Dauerbetrieb“ eingestellt sein. Eine sequentielle Steuerung sorgt für weniger Kosten.

Nachmessen vermeidet zusätzliche Kosten Doch nicht nur die Steuerung bei Heizungsanlagen ist wichtig. Auch Messinstrumente können zwischen Mehrkosten und Einsparungen entscheiden. Denn ist das Thermometer defekt, gehen tausende Euros „flöten“. Die steckt man besser in tatsächliche technische Neuerungen. Also, fragen Sie nach, messen Sie nach. Gerne helfen wir dabei. Kommen Sie zur Internationalen Horti Vienna, Gartenbau-Fachmesse von 8. bis 10. Oktober in der Messe Wien, Stand A033. DI Gregor Hoffmann lk projekt niederösterreich/wien GmbH Tel. 05 0259 42303 gregor.hoffmann@lk-projekt.at

Sie suchen Anregungen für Ihren Betrieb? Sie möchten Ihren Hof neu ausrichten? Praktische Erfahrungen sind für Sie einprägsamer als theoretische Vorträge? Die Exkursionsreihe Ideen erFAHREN hält im Herbst für Interessierte noch viele Themenschwerpunkte bereit. Sie wollen drei spannende und informative Tage mit Berufskollegen verbringen? Dann begleiten Sie uns bei Ideen erFAHREN. Folgende Themen stehen heuer noch auf dem Programm.

Fleischproduktion mit Schafen ab 4. November Gute Zukunftsaussichten, auch für Neueinsteiger, bietet die Fleischproduktion mit Schafen. Besonders bei konventionellem Lammfleisch ist die Nachfrage größer als das Angebot. Am 4. November startet für das Waldviertel in der Bezirksbauernkammer Zwettl eine Exkursionsreihe zu diesem Thema.

Bauen mit Holz – 11. und 12. November Holz als Baustoff wird immer beliebter. Für den Einsatz von Rundholz oder gefertigten Holzelementen gibt es beim Bau von Wirtschaftsgebäuden viele Möglichkeiten und gute Beispiele. Interessante Holzbaulösungen für Stallbauten, Lagerhallen, Hackschnitzellagern und anderes besuchen Interessierte ab 11. November im Industrieviertel. Gestartet wird in Furth an

der Triesting. Ab 12. November startet die Exkursionsreihe im Mostviertel. Begonnen wird in der Bezirksbauernkammer Lilienfeld.

Direktsaat in der Praxis ab 23. Oktober Experten sehen in der Direktsaat eine Möglichkeit, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten. Bereits im Oktober setzt sich im Weinviertel eine Exkursionsreihe mit dem Thema Direktsaat in der Praxis auseinander. Welche Vorteile und Anforderung bringt die Direktsaat unter dem Eindruck verschiedener Vorfrüchte? Worauf muss geachtet werden, worauf kommt es an? Fragen Sie erfahrene Praktiker und sehen Sie selbst. Gestartet wird in der landwirtschftlichen Fachschule Tulln am 23. Oktober.

Ablauf und Anmeldung Die Anmeldungen für die einzelnen Veranstaltungen nimmt die Bezirksbauernkammer entgegen. Anmeldeschluss ist eine Woche vor Veranstaltungsbeginn. Der Beitrag für die drei Exkursionstage beträgt 30 Euro pro Teilnehmer. Die Anreise zu den Exkursionsbetrieben – idealerweise in Form von Fahrgemeinschaften – organisieren die Teilnehmer selbst. Weitere Informationen zur Exkursionsreihe Ideen erFAHREN sind unter www.lk-noe.at/ideenerfahren zu finden. Ing. Robert Höllerer DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft Tel.: 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

33


Die landwirtschaft

MARKT

Weniger Absatz in Russland erhöht Angebot auch in Österreich

Produktionboom in Deutschland

Überversorgung wirkt am Schweinemarkt Auch wenn rückläufige Schweinepreise im Herbst saisonal erwartet werden, kam die Kehrtwende der Preise Mitte des Monats doch etwas überraschend. Waren Schweine wochenlang gefragt, so blieben nun quasi über Nacht die Käufer aus. Was ist passiert? DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft Tel.: 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

Das Frühjahr machte dem Schweinemarkt mit kühlen Temperaturen zu schaffen, lange musste auf den Start der Grillsaison gewartet werden. Diese fehlende Nachfrage im Inland führte schon im Mai zu einem saisonunüblichen Preistal. Der Sommer war dann von einer sehr positiven Preisentwicklung geprägt. Das saisonal geringere Angebot wurde durch die hitzebedingt längere Mastdauer noch zusätzlich verringert und war gesucht. So sanken die durchschnittlichen Schlachtgewichte mit knapp über 94 kg auf ein mehrjähriges Rekordtief. Dementsprechend kletterten die Preise und übertrafen mit einem NÖ Durchschnittspreis von 1,98 Euro sogar kurz die bisherigen Höchstpreise vom Herbst 2012. Mitte September gaben die Preise allerdings binnen zwei Wochen wieder um 10 Cent nach, da sich bei stabilem Angebot die Absatzsituation verschlechtert hatte. Nach dem Ende der Grillsaison und damit einer reduzierten Inlandsnachfrage wurden die Entwicklungen auf den Exportmärkten wieder marktbestimmender.

In der EU-27 steht 2013 einer erwarteten Schweinefleischproduktion von 22,55 Mill. Tonnen ein Binnenverbrauch von 20,31 Mill. Tonnen gegenüber. Daraus ergibt sich ein Bedarf an Drittlandexporten von ca. 2,26 Mill. Tonnen. In den letzten Jahren haben sich diese Exportmengen laufend erhöht, da bei steigender Produktion der Verbrauch eher rückläufig war. In Deutschland, wo heute rund ein Viertel der europäischen Schweine geschlachtet werden, wuchs die Produktion besonders stark. Noch vor zehn Jahren lag der deutsche Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch bei rund 90 Prozent. Fünf Jahre später war die Bilanz ausgeglichen und heute liegt der Selbstversorgungsgrad bei 120 Prozent. Diese Entwicklung hatte und hat auch auf den heimischen Markt Auswirkungen. Nach Polen ist Österreich das zweitwichtigste Zielland für deutsche Lebendschwein- und Ferkelexporte, bei Schweinefleisch rangieren wir nach Angaben der deutschen AMI auf Rang acht.

Russland ist Handelspartner Nr. 1 Wichtigster Handelspartner außerhalb der EU ist für die deutschen wie für die gesamteuropäischen Lebendschweine- und Schweinefleischexporte Russland. 2012 gingen rund 24 Prozent der EU-Drittlandexporte nach Russland, zwei Jahre vorher lag der Anteil sogar bei 30 Prozent. In der zweiten Hälfte 2012 kam es zu einem starken Anstieg der Importe nach Russland, was am

stiere

kühe

ferkel

Nach vorgezogenen Schlachtungen traf im September ein kleineres Angebot auf Nachfrageimpulse aus dem Inland, sodass eine Verbesserung der Preise um 10 Cent möglich war. Auch EU-weit präsentiert sich der Markt nun ausgeglichen aber ohne Dynamik nach oben oder unten. Auch in den kommenden Wochen dürften Angebot und Nachfrage gut zusammenpassen. Großes Potenzial für Preissteigerungen wird im Oktober nicht gesehen, da im Gegensatz zu den Vorjahren auch mit keinen Impulsen von den Exportmärkten gerechnet wird. Nach einer stabilen ersten Monatshälfte besteht zum Monatsende dann mehr Chance auf eine leicht steigende Tendenz.

Ausgelöst durch fehlende Nachfrage auf wichtigen Versandmärkten und verstärkt durch den Futtermangel kamen die Kuhpreise im Hochsommer von hohem Niveau aus ins Trudeln und gaben binnen weniger Wochen um 25 Cent nach. Zurzeit prägt das Ende der Weidesaison in Deutschland, Frankreich und Irland den EU-Markt. Auch sind die Rindfleischlager gut gefüllt. Unter diesem Eindruck steht auch der heimische Markt, wenn auch das Ö-Angebot nach den vorgezogenen Schlachtungen im August unter dem Vorjahr liegt. Die Preise sind leicht unter Druck und dürften sich zwischen dem Niveau der beiden Vorjahre einpendeln.

Der NÖ Ferkelmarkt präsentierte sich in den ersten Septemberwochen noch recht ausgeglichen. Ein mittleres Angebot konnte bei stetiger Inlandsnachfrage zu stabilen Preisen vermarktet werden. Gegen Monatsende kam der Markt jedoch zusehends unter Druck. Ein steigendes Angebot traf auf geringeres Interesse der Mäster. Vor allem die aktuelle Preisschwäche am Schlachtschweinemarkt sorgte für Verunsicherung. Ende September gab die Notierung um zehn Cent auf EUR 2,40 je kg nach. Die weitere Entwicklung wird auch vom Ergebnis der Maisernte abhängen, wo vor allem in Südösterreich aber schwache Erträge erwartet werden.

€/kg

€/kg 3,5

€/30 kg Ferkel 75 Frankreich Bayern 70 Tschechien 65 60 Bayern 55 Österreich 50 Niederösterreich 45 40 35 30 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

4,0 3,5 3,0

Italien Österreich

Bayern Tschechien

34

Tschechien Bayern

2,5

Bayern

Österreich Tschechien

Frankreich Österreich

2,0

2,5 2,0

3,0

Italien

8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

1,5

8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8


Oktober_2013

Chinas Interesse wächst Rückläufig zeigten sich im ersten Halbjahr 2013 aber auch die Exporte nach Hong Kong, Japan, Südkorea, die Ukraine und Weißrussland. Südkorea hat nach tierseuchenbedingten Ausfällen wieder sein übliches Produktionsniveau erreicht und benötigt damit deutlich weniger Importware. Dagegen hat China als Absatzmarkt für europäisches Schweinefleisch samt Nebenprodukten stark an Bedeutung gewonnen. 2013 ging bisher ein Fünftel der Drittlandexporte ins Reich der Mitte, das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 30 Prozent. Durch diese starke

milchpreise Mit 1. September bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto 37,55 Milchgenossenschaft NÖ, netto 37,52 Gmundner Milch, netto 37,50 Biomilch: Berglandmilch, netto 43,61 Milchgenossenschaft NÖ, netto 43,02 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt. Qualitätsergebnisse: Im Juli 2013 entsprachen 98,63 % der in NÖ angelieferten Milch der 1. Güteklasse. Für 82,54 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt.

Nachfrage aus Asien konnte das schwache Russlandgeschäft zwar zum Großteil, aber nicht vollständig kompensiert werden. So blieben die EU-Exporte im ersten Halbjahr um rund zwei Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

EU-Exporte bleiben 2014 umfangreich Auch 2014 werden zur Räumung des EUMarktes umfangreiche Exporte notwendig sein. Den Erwartungen der EU-Kommission gemäß soll die Schweineproduktion im kommenden Jahr nach dem Abschluss der Strukturbereinigung wieder an Fahrt gewinnen. Aufgenommen werden soll die steigende Produktion durch einen mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage

erstarkten Binnenkonsum. Die EU-Kommission sieht daher für das kommende Jahr zwar keinen Bedarf für eine Steigerung der Exporte, ein Halten des bestehenden Niveaus ist aber dennoch erforderlich. Für die deutsche Produktion sehen die Prognosen im kommenden Jahr nach zwei Jahren des Rückgangs eine Steigerung um 0,6 Prozent voraus. Das Wachstum erfolgt in erster Linie in den Großbetrieben im Norden und Osten, während die Produktion im kleinstrukturierteren Süden und Westen zurückgeht. Der österreichische Schweinemarkt wird auch weiterhin an den überreichlich versorgten deutschen Beratung, die von Werte Markt gekoppelt sein und ihmschafft beeinflusst werden.

lk-Beratung

Wichtigste Exportpartner für EU-Schweinefleisch Quelle: EU-Kommission 3.500.000 3.000.000

in Tonnen

russischen Binnenmarkt zu einem Verfall der Erzeugerpreise führte. Durch strengere Handelsbeschränkungen, die mit Ausnahme Brasiliens alle wichtigen Herkunftsländer und damit auch die EU betraf, sind die russischen Importe in diesem Jahr stark rückläufig. Die EU-Exporte nach Russland lagen im ersten Halbjahr um acht Prozent unter dem Vorjahr. Mit einem Rückgang von 93 Prozent sanken die EU-Exporte lebender Tiere nach Russland besonders dramatisch. Nachdem Exporte nach Russland den Sommer über besser liefen, kam es Anfang September wieder zu einer Verschärfung der Einfuhrsperren, die auch deutsche Schlachtbetriebe stark betreffen.

2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0

2009

2010

andere Länder

2011

2012

Hong Kong

Kreditzinsen Im Juli 2013 betrugen laut ÖNB die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen _ mit Laufzeit bis zu 1 Jahr... 2,20 % _ mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre... 2,66 % _ mit Laufzeit über 5 Jahre....2,34 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.....................2,34 % Bezugszinssätze im August 2013 _ 3 Monats-EURIBOR.............0,23 % _ Sekundärmarktrendite.... 1,013 % AIK-Zinssatz vom 1.7.-31.12.2013 Der Bruttozinssatz für die Agrarinvestitionskredite beträgt 1,500 %. Daraus ergibt sich ein Nettozinssatz für den Kreditnehmer von 0,960 % (36 %iger Zinsenzuschuss) 0,750 % (50 %iger Zinsenzuschuss 0,375 % (75 %iger Zinsenzuschuss) Der genannte Bruttozinssatz beinhaltet laut Sonderrichtlinie bereits Spesen. Das bedeutet, dass auch Entgelte für die Kontoführung durch den angeführten Zinssatz bereits abgedeckt sind!

China

Jan-Jun 12

Jan-Jun 13

Russland

lk-Beratung

Professionelle Beratung,Vermarktung die Werte schafft im Ackerbau Ihre Situation: Sie haben die Kulturführung gut in Griff, sind sich aber aufgrund der stark schwankenden Preise über deren Vermarktung unsicher. Unser Angebot für Sie: Wir geben Ihnen einen Überblick über die aktuell angebotenen Vermarktungs- und Vertragsmodelle. Wir zeigen Ihnen wie Sie sich gegen fallende Preise absichern können. Ihr Nutzen: Kompakte und firmenunabhängige Informationen bieten Ihnen die Grundlage für eine erfolgreiche Vermarktung Ihrer Ackerkulturen. Kostenbeitrag: 60 Euro, 30 Euro Hofpauschale bei Beratung am Hof Beratungsort: LK NÖ oder am Hof Ihr Ansprechpartner: DI Martin Schildböck, martin.schildböck@lk-noe.at, Tel. 05 0259 25112 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

35


Die landwirtschaft

bildung/direktvermarktung

Meisteroffensive mit neuem Leitbild für die Meisterausbildung gestartet

Meisterausbildung wird noch unternehmensorientierter Dank der Beratungsinitiative „Mein Betrieb – meine Zukunft“ ist die Meisterausbildung wieder in aller Munde. Ziel der Initiative ist es, den Unternehmergeist in der Landwirtschaft noch zusätzlich zu schärfen. Die Landwirtschaftskammern, das landwirtschaftliche Schulwesen und die landwirtschaftlichen Lehrlingsstellen initiierten dafür nun eine eigene Meisteroffensive. Fragt man ausgebildete Meister über den Nutzen der erworbenen Meisterqualifikation, dann betonen sie immer die wertvolle Zeit der Meisterausbildung. Dort wurden sie angeregt, ihren Betrieb auf Herz und Nieren zu durchleuchten und erarbeiteten Entwicklungsschritte für ihre betriebliche Zukunft.

Erfolg als Ergebnis richtiger Entscheidungen und deren Umsetzung Das künftige Ausbildungsmodell wird dem Anspruch der angehenden Meister besonders gerecht. Denn künftig soll jeder Meisterkandidat in seiner Abschlussarbeit strategische Planungsschritte und innovative Ideen berücksichtigen. Eine intensive Betreuung bei der Erstellung der Arbeit macht es möglich, dass sie künftig die Kennzahlenanalyse ihrer Aufzeichnungen früher durchführen können und damit den erarbeiteten Konzepten zu einer besonderen Qualität verhelfen können. In der Meisterausbildung erfolgt also eine vielschichtige Qualifizierung, wobei im unternehmerischen Bereich folgende Punkte besonders hervorzuheben sind: die berufliche und persönliche Zielfindung, die Beurteilung der Ist-Situation, die Planung von Optimierungsabläufen, die Intensivierung von Produktionen, die Beurteilung neuer Einkommensalternativen im wirtschaftlichen Kontext und die Umsetzung von Änderungsmaßnahmen mit Methoden des Projektmanagements. Für die Verantwortlichen der Meisteraus36

bildung steht eines ganz klar fest: „Gut ausgebildete Meister haben Visionen für erreichbare Ziele und Entwicklungsschritte. Sie können auf Veränderungen am Markt rechtzeitig reagieren und sind auch in der Lage, neue Wertschöpfungspotentiale zu erschließen.“ Um den Anforderungen der heutigen Zeit besser gerecht zu werden, soll die Ausbildung künftig noch kompetenzorientierter erfolgen. Besonders der Unternehmergeist soll dabei im Mittelpunkt stehen. „Als eine Plattform für fachlich hochwertige Begegnungen mit Top-Referenten soll die Meisterausbildung junge Meisterkandidaten anregen, sich intensiver mit den betrieblichen Herausforderungen zu beschäftigen. Neben der Schärfung der Unternehmerpersönlichkeit sollen auch die Faktoren einer erfolgreichen Mitarbeiterführung einen besonderen Stellenwert im Rahmen der Meisterausbildung erhalten“, erklären die Verantwortlichen. Diese sind darum bemüht, dass in der neuen Förderperiode der Ländlichen Entwicklung der Meisterbonus aufgestockt wird. Derzeit können darüber aber noch keine Aussagen getätigt werden. DI Josef Resch Josef Ref. Lehrlings- und Fachausbildungsstelle Tel. 05 0259 26401 josef.resch@lk-noe.at

Nähere Informationen zu den Meisterkursen sind an den Info-Abenden im Oktober und November erhältlich. Foto: LK NÖ

Daten und Fakten zur Meisterausbildung Die NÖ Land- und forstwirtschaftliche Lehrlings- und Fachausbildungsstelle organisiert im Kurswinter 2013/2014 wieder eine Meisterausbildung in folgenden landwirtschaftlichen Berufen: Landwirtschaft, Weinbau- und Kellerwirtschaft, Ländliche Hauswirtschaft (Betriebs- und Haushaltsmanagement), Bienenwirtschaft, Pferdewirtschaft, Forstwirtschaft und Obstverarbeitung. Alle Meisterausbildungen sind in der Regel modular aufgebaut, die Module können vom Zeitpunkt her frei gewählt werden. Nach Absolvierung der einzelnen Module können Teilprüfungen abgelegt werden. Am Ende der Ausbildung findet eine kommissionelle Meisterprüfung statt. Weitere Informationen zur Meisterausbildung sind an den Infoabenden „Meisterausbildung“ am 10. Oktober in der LFS Edelhof, am 21. Oktober in der LFS Gießhübl, am 22. Oktober in der LFS Pyhra, am 28. Oktober in der LFS Mistelbauch, am 4. November in der LFS Warth und am 5. November in der LFS Krems erhältlich. Auskünfte zu den jeweiligen Infoabenden und weitere Daten zur Ausbildung sind unter Tel. 05 0259 26400 erhältlich.


Oktober_2013

Aktion Bauernjause startet

Laboruntersuchung als Schutz vor Beanstandung empfohlen

Regionale Köstlichkeiten Lebensmittelinspektor im Mittelpunkt prüft Eigenkontrollen

Der Oktober steht ganz im Zeichen regionaler Leckerbissen. Der Grund: Die Aktion „Bauernjause“ startet und verbindet gesunde Bewegung mit Genuss. Auf ausgeschilderten Wanderrouten, bei Fahrradtouren oder einem Hofrundgang lässt sich im Oktober die herbstliche Natur entdecken. Doch nicht nur das. Denn auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Über 50 heimische Buschenschänker aus den unterschiedlichsten Bezirken Niederösterreichs bieten Brettljausen, Aufstrichteller, Most oder Wein. So unterschiedlich ihre Regionen und die damit

Von Amstetten bis Neunkirchen – über 50 Bauernjausen-Betriebe aus den unterschiedlichsten Bezirken Niederösterreichs zeigen, wie köstlich Regionalität schmecken kann. Foto: www.weinfranz.at

verbundenen Lebensmittel auch sind. Eines ist ihnen gemeinsam: Sie alle setzen sich für selbstgemachte, regionale Köstlichkeiten ein und wollen mit dieser Aktion auf die Vorteile von Regionalität aufmerksam machen. Nähere Informationen zu den teilnehmenden Betrieben sowie Öffnungszeiten sind unter www.bauernjause.at erhältlich.

Einsteigerkurs „Urlaub am Bauernhof“ schnuppern Am Mittwoch, 30. Oktober, können sich Neueinsteiger und Interessierte über die grundlegenden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Vermietung informieren. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, von 9 bis 13 Uhr im Hausihof bei Kasten im Bezirk St. Pölten in den Urlaub am Bauernhof „hinein zu schnuppern“. Am 27. November beginnt dann der 16-tägige Zertifikatslehrgang für Urlaub am Bauernhof, der umfassende Aus- und Weiterbildung für diesen Betriebszweig liefert. Nähere Infos zu den Kursterminen und den Inhalten unter Tel. 05 0259 26500.

Die Lebensmittelaufsicht Niederösterreich wird demnächst mit einer neuen Schwerpunktkontrolle starten: überprüft wird, ob Betriebe die vorgeschriebene Eigenkontrolle ihrer Produkte erfüllen. Alle Lebensmittelunternehmer und damit auch Direktvermarkter oder Buschenschänker sind im Bereich Lebensmittelhygiene zur Eigenkontrolle nach HACCP – Grundsätzen verpflichtet. In der EU-Verordnung über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel sind Eigenkontrollen durch Lebensmittelunternehmer vorgesehen und zwar auch labormäßige Überprüfungen. Das soll zeigen, ob die hergestellten Produkte frei von Krankheitserregern sind.

Laboruntersuchung als Orientierung und Schutz Zum Schutz vor Beanstandungen und zur eigenen Sicherheit wird empfohlen, im Zuge dieser Selbstkontrolle das sensibelste Produkt aus dem Angebot in einem Labor auf pathogene Keime, beispielsweise Salmonellen oder

Direktvermarkter und Buschenschänker sollten ihre sensibelsten Produkte selbst im Labor auf Keime untersuchen lassen. Damit zeigt der Produzent, dass er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Foto: LK NÖ

Listerien, untersuchen zu lassen. Das Labor muss nicht akkreditiert sein, da ja kein Gutachten erforderlich ist. Das Ergebnis der Probe dient lediglich zur Orientierung für den Betrieb selbst, ist aber, wenn nötig dem Kontrollorgan vorzuweisen. Durch Lebensmittel übertragene Krankheiten sind nicht nur unangenehm, sie können sogar lebensbedrohlich sein. Es ist keine Schikane, wenn die Behörde Untersuchungsergebnisse von empfindlichen Produkten verlangt. Der Betrieb kann damit beweisen, dass er hygienisch gearbeitet hat und seiner Sorgfaltspflicht als Lebensmittelerzeuger nachgekommen ist. Eine Liste der Labors und nähere Informationen sind im Referat Direktvermarktung unter Tel. 05 0259 26500 erhältlich. DI Adelheid Gerl Ref. Direktvermarktung Tel. 05 0259 26202 adelheid.gerl@lk-noe.at

37


Die landwirtschaft

Leben

l eben

Pflanze des Monats

S 40

Schefflera: Der Stimmungsmacher unter den Zimmerpflanzen

Konflikte meistern S 40

Aus dem Leben: Erfreuen an dem was ich habe S 42

Aktionstage der Bäuerinnen gestartet S 44

Landjugend

Projektmarathon und Bundesentscheid Pflügen S 46

Tag des Kaffees: Kleine Bohne ganz groß S 47

Gewinnspiel Buchtipps für ruhige Stunden im Herbst S 48-50

Bildungskalender S 51-53

Anzeigen S 54

Termine S 56

Alles rund um den Kürbis

38

Gärtner bieten viele unterschiedliche Arten der Pflanzengattung Schefflera an. Fingeraralie, Bergaralie oder auch die Strahlenaralie sind als Zimmerpflanzen sehr beliebt. Dabei sind sie nicht nur hübsch anzusehen, sondern sorgen auch für positive Energie in den Räumen. Für alle tropischen Gewächse der Gattung Schefflera ist ein heller bis halbschattiger Standort ohne direkte Mittagssonne ideal. Bei Zimmertemperatur gedeihen die Pflanzen am besten. Die Düngung sollte von Mai bis September alle zwei Wochen erfolgen und kann in den restlichen Monaten auf einen vierwöchigen Rhythmus reduziert werden. Das Substrat – vorzugsweise ein Torfsubstart – sollte nie austrocknen, aber auch Staunässe sollte verhindert werden.

Beruflich und privat ein Blickfang Durch ihre mehrfach geteilten Blätter machen sie sich besonders attraktiv in Gemeinschaftsräumen wie Großraumbüros oder Wartezimmern. Durch ihre Wirkung auf

Menschen sind sie auch im Arbeitszimmer und im Schlafzimmer tolle Begleiter. Ihnen wird nachgesagt das Umfeld von Menschen zu stärken, für positive Energie zu sorgen und gute Stimmung zu fördern.

Gesunde Pflanzen bringen Wohlfühlgarantie für kalte Tage Pflanzen der Gattung Schefflera sind sehr gute Sauerstoffspender und auch sehr gute Luftbefeuchter. Die positive Wirkung der Pflanzen auf das Raumklima ist mit der beginnenden Heizsaison besonders wichtig. Daher kontrollieren Sie jetzt Ihre Zimmerpflanzen auf Schädlinge und Mangelerscheinungen, damit sie im Winter für Wohlbefinden in den Wohnräumen sorgen können. Christian Kornherr Ref. Garten und Gemüsebau Tel. 05 0259 22405 christian.kornherr@lk-noe.at

Pflanzen der Gattung Schefflera sind gute Luftbefeuchter und sorgen somit auch im Winter für ein gutes Raumklima. Sie zeichnen sich durch schnelles Wachstum aus. Foto: Gert Eichberger


Oktober_2013

Am 2. Oktober ist Schutzengeltag

Bauernregeln und Lostage

Engel feiern Hauptsaison

Seit jeher spielen Engel in der katholischen Kirche eine große Rolle. Am 2. Oktober wird beim Schutzengelfest in besonderer Art und Weise an diese helfenden Boten Gottes gedacht. Schon als Kinder sind wir fasziniert von den Geschichten über die mystischen Beschützer, die wir Engel nennen. Kleine Anhänger an Ketten oder auch Figuren aus Porzellan erinnern uns an diese besonderen Boten Gottes.

305-Mal sind Engel in der Bibel erwähnt Dabei liegt der Ursprung der Engel-Verehrung weit zurück. Schon im Judentum wird in den alten Schriften von der Existenz dieser Wesen berichtet. Auch im Christentum sind diese beflügelten Begleiter immer präsent. So ist es nicht nur die Aufgabe der Engel, das Paradies zu bewachen: Insgesamt 305-mal wird das Wort Engel in den Schriften erwähnt. Treten sie im Alten Testament noch als Beschützer auf, sind sie im neuen Testament vor allem Boten Gottes, die nicht nur Maria die freudige Botschaft überbringen. Der Gedenktag der Schutzengel entstand aber erst im 16. Jahrhundert. Damals entschieden sich die Spanier, einen eige-

Seit etwa 500 Jahren können sich Schutzengel über einen eigenen Gedenktag freuen. Trotz ihrer Bedeutung wurde ihnen erst spät ein eigener Tag gewidmet. Illustration: LK NÖ/Eva Kail

nen Ehrentag für unsere unsichtbaren Begleiter einzuführen. Papst Paul der Fünfte nahm das Fest im Jahr 1608 in den Kirchenkalender auf. Ein fixes Datum für diesen Tag gab es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Pius der Zehnte legte schlussendlich den Gedenktag auf den 2. Oktober.

Wenn die Uhren anders gehen Jedes halbe Jahr werden die Uhren der Sommer- oder der Winterzeit angepasst. In der Nacht von 26. auf 27. Oktober ist es wieder soweit. Um 3 Uhr morgens wird die Uhr um eine Stunde zurück gestellt. Die Normalzeit oder auch Winterzeit hält somit wieder Einzug. Im Jahr 1916 wurden die Uhren in Österreich-Ungarn zum ersten Mal umgestellt. Seit 1994 gibt es in der Europäischen Union eine einheitliche Regelung, die vor allem zur Energieersparnis beitragen soll. Das allerdings kann die innere Uhr des Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Über die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung wird bis heute diskutiert.

Di

1

Mi

2

Schutzengeltag

Do

3

Schwendtag

Fr

4

Franziskus, Welttierschutztag

Sa

5

So

6

Mo

7

Di

8

Mi

9

Do

10

Fr

11

Schwendtag

Sa

12

Maximilian, Welteitag

So

13

Koloman

Mo

14

Di

15

Mi

16

Do

17

Fr

18

Sa

19

So

20

Mo

21

Di

22

Mi

23

Do

24

Fr

25

Sa

26

Nationalfeiertag

So

27

Umstellung auf Normalzeit

Mo

28

Simon und Judas

Di

29

Mi

30

Do

31

Schwendtag

Sara

Theresa

Lukas

Weltspartag, Halloween

Was sind Schwendtage? Damit sind verworfene Tage gemeint. Es heißt, dass man an Schwendtagen keine neue Arbeit starten oder eine größere Reise antreten soll. Warum gibt es den Weltspartag? „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, sagt schon ein altes Sprichwort. Seit dem Jahr 1924 wird alljährlich am 31. Oktober auf die Bedeutung des Sparens hingewiesen. In diesem Jahr fand der erste Internationale Sparkassenkongress in Mailand statt. Dort wurde das Datum für diesen Tag festgesetzt. 39


Leben

Die landwirtschaft

Auseinandersetzungen gekonnt und gesund meistern

Keine Angst vor Konflikten

Was verbinden Sie mit Konflikten? Fühlen Sie sich gelähmt, versuchen Sie sich abzulenken oder steigt einfach die Spannung. Viele verbinden mit Streitsituationen nur Negatives und wollen sie deshalb um jeden Preis vermeiden. Auch auf vielen Bauernhöfen herrscht die Devise: „Wir haben keinen Konflikt!“ Im besten Fall sind Konflikte einfach mühsam. Im schlechtesten Fall können sie jedoch Familien oder auch nachbarschaftliche Beziehungen zerstören. Gewalttaten sind dabei oftmals nichts Ungewöhnliches.

Wenn Konflikte eskalieren Konfliktforscher Friedrich Glasl hat Gesetzmäßigkeiten der Eskalation von Konflikten beschrieben. Er definierte neun Stufen, die auf Streit bei Paaren, in Familien und Organisationen ebenso zutreffen, wie auf Auseinandersetzungen zwischen Nationen. Die einzelnen Phasen sind in der Abbildung unten grafisch dargestellt. In den ersten drei Stufen können die Beteiligten selbst noch durch Gespräche eine für alle zufriedenstellende Lösung erreichen. In den Stufen vier bis sechs geht es den

Betroffenen darum, den anderen bloß zu stellen. Gewinnen zum Beispiel vor Gericht steht im Mittelpunkt des Denkens. Um doch noch eine selbstbestimmte Lösung finden zu können, sind hierbei schon Experten wie Mediatoren oder Familientherapeuten gefragt. Die totale Zerstörung ist das Ziel in den letzten drei Phasen. Hier kommt es oft zu Gewalttaten oder in größerem Rahmen zu Kriegen.

Konflikte am Bauernhof und mögliche Lösungsansätze Allein aus der räumlichen Nähe von Wohnen und Arbeiten entstehen am Bauernhof viele Konflikte. Getrennte Wohneinheiten ermöglichen mehr Freiwilligkeit im Umgang miteinander. Neue Familienmitglieder haben gelernt, Dinge anders zu sehen und zu regeln. Sie bringen damit Verunsicherung in ein bestehendes System. Dies wird auch als „Schwiegermutterkonflikt“ bezeichnet. Es hilft, diese anderen Sichtweisen als Erweiterung des Horizonts sehen zu lernen und zu versuchen, keine strengeren Maßstäbe als bei eigenen Kindern anzulegen. Abhängigkeiten könne zu sehr zerstörerischen Konflikten führen. Ist man von der Mitarbeit der Übergeber abhängig, gehören die Zuständigkeiten jedoch gut geregelt.

Wie Menschen mit Auseinandersetzungen umgehen, hängt wesentlich von bisherigen Erfahrungen ab. Konflikte bedrohen das „normale“ Leben. Bei Bedrohungen funktionieren unsere alltäglichen Verhaltensweisen kaum mehr. Anstatt gut zu überlegen und nach einer Lösung zu suchen, fallen wir in unsere ursprünglichsten kindlichen Verhaltensweisen zurück. Ignorieren, Angriff oder auch die Flucht beispielsweise zum Alkohol können mögliche Reaktionen sein.

t

hl

II

III lose-lose

9. G in em de e n ins Ab a gr m un d

8.

Ze rs

pl

itt

er u

ng

sc 7. B Ve egr rn en ic zt ht e un gs

ie n te g tr a oh s Dr 6.

äg e

us ve rl ts ch es i 5. G

4. S un org d eu Ko m al Im iti a on ge

3. T W ate or n te sta tt

g 2. P un ola d ris De at ba ion tt e

hä rt un Ve r 1.

Konflikte sind also Störungen, die den normalen Handlungsablauf unterbrechen. Konflikte belasten und erzeugen damit Druck und erfordern eine Lösung. Konflikte haben die Tendenz zu eskalieren, das heißt, sich zu verschlimmern.

Abbildung: Friedrich Glasl

win-lose 40

Konflikte sind normale und alltägliche Begleiterscheinungen des menschlichen Zusammenlebens. Unterschiedliche Meinungen, Bedürfnisse und Interessen treffen beim täglichen Miteinander unweigerlich aufeinander. Zum Ausbruch eines Konfliktes kommt es, wenn eine Seite ihre Ziele und Ansichten durchsetzen möchte und dabei einen anderen beim Erreichen seiner Ziele stört.

Konfliktforscher unterscheiden neun Stufen, in denen sich ein Konflikt befinden kann. In der letzten Phase sind die Beteiligten nur mehr auf Zerstörung ausgerichtet.

I win-win

Konflikte und ihre Wirkungen


OKTOBER_2013 Menschen gehen mit Konflikten unterschiedlich um. Bei manchen löst eine Auseinandersetzung Fluchtverhalten aus. Eine beliebte Verdrängungshilfe ist der Alkohol.

Aus dem

Leben

Foto: Petra Bork/pixelio

Erfreuen an dem, was ich habe

Durch eine unvollständige Ablösung von den Eltern entstehen in der Folge Rollen- oder Loyalitätskonflikte. Gerade Söhne haben es oft schwer und stehen zwischen Mutter und Ehefrau. Hier ist es wichtig, den Druck von den Schultern des Kindes zu nehmen. Wahre Mutterliebe heißt auch, loslassen zu können. Wertekonflikte entstehen meist zwischen unterschiedlichen Generationen. Während ältere Menschen in einer Zeit aufgewachsen sind, in der man sich an Leistungen und traditionellen Werten orientiert hat, spielen heutzutage eigene Interessen, Freizeit und die Offenheit für alles Neue eine wesentliche Rolle. Werte sind schwer veränderbar. Die einzige Strategie lautet daher, sich um Verständnis, Offenheit und Wertschätzung zu bemühen. Eine klare Rangordnung ist in jedem Sozialgefüge und damit auch am Bauernhof wichtig. Übergaben und neue Familienmitglieder bringen selbstverständlich auch Phasen der Verunsicherung mit sich. Dabei geht es oftmals gar nicht um die Übergabe des Eigentums. Vielmehr kann die Übergabe der Verantwortung und der Führung zur zentralen Frage werden. Konflikte werden häufig auf eine andere Ebene verlagert. Ist auf dem Hof beispielsweise die Rangordnung nicht klar definiert, wird über alles mögliche gestritten. Arbeitsorganisation, Kindererziehung, Freizeitgestaltung und vieles mehr werden dann zu Streitpunkten. Diese Stellvertreter-

kriege lösen jedoch das Kernproblem nicht. Deshalb muss über die wahren Ursachen der Zwistigkeiten gesprochen werden. Bei sogenannten heißen Konflikten geht es auch wirklich heiß her. Auf bäuerlichen Betrieben ist aber eine starke Tendenz zu kalten Konflikten feststellbar. Die Beteiligten fressen die Probleme in sich hinein und sprechen sie nicht direkt an. Das führt zu Lähmung, Frustration, Ohnmacht und sogar Hass. Sucht oder Depression sind zwei mögliche Folgen dieses Verdrängungsprozesses. Daher ist es gesünder, Konflikte offen anzusprechen und auszutragen. Treten Konflikte auf, geht es gerade in bäuerlichen Familien um den Fortbestand guter Beziehungen am Hof. Es ist daher wichtig, rechtzeitig die Eskalationsdynamik zu unterbrechen und auch externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das beste Instrument zur selbstverantworteten Konfliktregelung ist die Mediation. Konflikte gehören einfach zum Leben dazu und lassen sich nicht vermeiden. Die Herausforderung lautet daher mit Konflikten so gut wie möglich umgehen zu lernen.

Mediator Josef Stangl hilft bei Konflikten Josef Stangl ist Tierhaltungsberater bei der Bezirksbauernkammer Krems. Zusätzlich hat er eine Ausbildung zum Mediator gemacht. Durch seine Beratungstätigkeit im landwirtschaftlichen Bereich ist er mit den dort auftretenden Problemfeldern bestens vertraut. Unbürokratisch und anonym sucht er gemeinsam mit den Betroffenen nach bestmöglichen Lösungen. DI Josef Stangl, MA Tel. 0664 60 259 25802 josef.stangl@krems.lk-noe.at

Der Wunsch, Körper, Geist und Seele etwas Gutes zu tun, hat mich gegen Ende des Sommers zum Heilfasten ins Waldviertel geführt. Heilfasten bedeutet, nach 2 Einleitungstagen für mehrere Tage dem Körper ausschließlich Flüssigkeit in Form von Tee, Wasser, Säften und Gemüsebrühe zuzuführen. Danach folgen einige Aufbautage, um die Verdauung wieder an Nahrung zu gewöhnen. Eine Aussage begleitete uns dabei 10 Tage lang: „Nicht darüber jammern, was man nicht hat, sondern sich an dem erfreuen, was man hat.“ In diesen Worten ist die Aufgabe verpackt, unsere Gedanken zu lenken und unsere Achtsamkeit Dingen zuzuwenden, die wir sonst kaum bemerken. 10 Tage also ohne die herkömmlichen täglichen Belohnungen wie Essen, Naschen, Kaffee, Nikotin oder Alkohol. Man ist damit frei für Belohnungen der anderen Art und dafür, die Welt mal neu zu sehen. Ein gutes Gespräch, die großen und kleinen Schönheiten der Natur, die Ruhe ein Buch zu lesen oder die Wohltat einer Massage wirken plötzlich Wunder. Mit freudigem Erstaunen stellt man fest, dass der eigene Körper im Laufe der Tage kraftvoller wird und innerlich immer mehr Ruhe einkehrt. Mit geschärftem Geruchs- und Geschmackssinn ist man verblüfft, wie honigsüß ein blühendes Kleefeld duftet und wie gut und intensiv der Apfel zum Fastenbrechen schmeckt. Im Alltag leben wir häufig in einem Zustand permanenter Reizüberflutung und sind trotz eigentlicher Übersättigung rastlos auf der Suche nach neuen Impulsen und Verbesserungen für unser Leben. Immer auf der Suche zu sein strengt auf die Dauer an. Es ermüdet und macht traurig, wenn wir das vermeintliche Glück nicht finden. Niemand anderer, als ich selbst, hat die Macht über meine Gedanken. Ich allein entscheide, in welche Richtung ich blicke. Wie wär es damit, sich einfach mal im eigenen Leben umzuschauen, die großen und kleinen guten Dinge wahrzunehmen und sich an dem zu erfreuen, was das Leben einem geschenkt hat? DI Anna Eckl Dipl. Lebens- und Sozialberaterin sowie Beraterin in der LK NÖ Tel. 0664/6025925801

41


Die landwirtschaft

Leben

Aktionstage: Nachhaltiger Genuss mit Niederösterreichs Bäuerinnen im Herbst

Lebensmittel sind und bleiben kostbar

Am 15. und 16. Oktober geht es Schlag auf Schlag. Denn diese beiden Tage stehen im Zeichen des Weltlandfrauentages und dem Welternährungstages. Rund um diese Termine veranstalten Österreichs Bäuerinnen zum 5. Mal verschiedenste Aktionen in allen Bundesländern. Auch in Niederösterreich zeigen sie, was regionale Lebensmittel alles zu bieten haben. Das diesjährige Motto lautet: „Nachhaltig genießen mit den Bäuerinnen – Qualität hat einen Namen!“. Saisonale Lebensmittel aus der Region bedeuten mehr Genuss: Das ist nur eine Botschaft, welche die niederösterreichischen Bäuerinnen den Konsumenten mitgeben wollen. „Frische und wertvolle Inhaltsstoffe, aber auch bewusstes Ein-

Die Veranstaltungen Sonntag, 6. Oktober Tulln: Pfarrheim Michelhausen ab 9.30 Uhr Wiener Neustadt: ab 14 Uhr Kirchschlager Marktstraße – Bezirkserntedankfest Samstag, 12. Oktober St. Pölten: 9 bis 15 Uhr Infostand im Traisenpark Bruck/Leitha: im Festsaal Moosbrunn ab 17 Uhr regionale Schmankerl Sonntag, 13. Oktober Hollabrunn: 13. Oktober Erntedankfest in Göllersdorf Mistelbach: im Gemeindezentrum Ladendorf ab 9.30 Uhr – Heilige Messe mit Frühstück Lilienfeld: am Marktplatz Kaumberg – ab 9 Uhr Wanderung zur Araburg Andacht mit Frühstück Zwettl: ab 9 Uhr im Schloss Ottenschlag Frühstücksbuffet Sonntag, 20. Oktober Amstetten: ab 9 Uhr im Pfarrheim St. Valentin – Heilige Messe mit Frühstück Waidhofen/Thaya: 9.30 bis 12 Uhr im Pfarrheim – Heilige Messe mit Frühstück 42

kaufen und Essen sind ein aktiver persönlicher Beitrag jedes Einzelnen zum Klimaschutz“, erklärt Landesbäuerin Maria Winter eine weitere Botschaft, die bei den Aktionstagen im Mittelpunkt steht.

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Landesbäuerin Maria Winter und Landesrat Stephan Pernkopf starten die diesjährigen Aktionstage der Bäuerinnen. Foto: LK NÖ/Eva Posch

Lebensmittel mit gesicherter Herkunft In Zeiten von Lebensmittelskandalen, leistet die österreichische Landwirtschaft einen Beitrag zu Lebensmitteln mit bekannter Herkunft. Sowohl Rohstoffe wie auch Lebensmittel direkt vom Bauernhof zeichnen sich durch hohe Qualität, Frische, Geschmack und Sicherheit aus. Um die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkauf regionaler Lebensmittel zu unterstützen, wurde die Broschüre „Augen auf beim Lebensmittelkauf!“ erstellt. Dieser Einkaufshelfer führt wie ein roter Faden durch das Labyrinth der Siegel und Kennzeichnungen auf Lebensmitteln. Bei der Beurteilung von Gütesiegeln können folgende Bewertungskategorien als Anhaltspunkte dienen: Anspruch – nach welchen Kriterien wird beurteilt? Unabhängigkeit – sind anerkannte und unabhängige Institute bei der Festle-

gung der Kriterien beteiligt? Überprüfbarkeit – erfolgt eine Kontrolle durch diese Institute? Transparenz – werden alle Kriterien und Bewertungsmaßstäbe offengelegt? In Österreich sind das AMA-Gütesiegel, das AMA-Biozeichen und das EU-Bio-Logo behördlich genehmigt. Das Siegel „Gutes vom Bauernhof“ steht für qualitätsvolle bäuerliche Direktvermarktungsbetriebe. Das alles gilt es, den Konsumenten durch gezielte Aktionen näherzubringen. Weitere Infos sind unter www.baeuerinnennoe.at oder unter www.lk-konsument.at erhältlich.

DI Elfriede Schaffer Abt. Bildung, Bäuerinnen, Jugend Tel. 05 0259 26001 elfriede.schaffer@lk-noe.at


Oktober_2013

Optimundus Reisewelt: Landwirtschaftliche Fachstudienreise ins Heilige Land, Moderene Landwirtschaft & Pilgern

Jubiläumsreise anlässlich 150 Jahre österreichisches Hospiz in Jerusalem

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat Israels Landwirtschaft einen Aufschwung erlebt, der im internationalen Wettbewerb viel Aufmerksamkeit erreicht hat. Israel ist kaum größer als Niederösterreich und kann ganze 20 Prozent seiner Fläche landwirtschaftlich nutzen, die Hälfte davon nur mit Hilfe intensiver Bewässerung. Israels Landwirtschaft ist bemüht, noch innovativere Techniken, beispielhafte Qualitätsstandards und ein optimales Produktions­t iming für sinnvolle und ertragsorientierte Marktchancen einzusetzen! Wer auf den Weltmärkten Fuß fassen will, muss seine Marktpositionen verbessern oder/und auf Alternativproduktionen umsteigen. In allen Bereichen der Landwirtschaft zeigen Israels Landwirte den Besuchern gerne, wie man unter erschwerten Bedingungen Spitzenleistungen vollbringt und sich auf den dort umkämpften Märkten einbringen kann! Optimundus bietet einen schönen Einblick in die Landwirtschaft Israels und

Erfahren Sie mehr über die Landwirtschaft Israels und besuchen Sie dabei die wichtigsten Heiligen Stätten. Foto: Optimundus Reisen

zugleich ein eindrucksvolles Reiseprogramm unter dem Motto „Erlebte Bibel“, bei dem wir die wichtigsten Hl. Stätten auf den Spuren Jesus und seiner Jünger besuchen. Wir besuchen gute Betriebe, wie zum Beispiel die Golan Heights Winery, die erstklassige Qualitätsweine produzieren und weltweit hohes Ansehen genießen. Aber auch die Techniken im Gemüse- und Obstanbau, wie zum Beispiel bei Tafeltrauben, Kräutern und Zitrusfrüchten werden wir bei unseren Besuchen näher kennenlernen. Der Kibbutz Nof Ginossar besitzt neben großen Bananenplantagen, die für den Export ausgerichtet sind, auch einen großen Rinderstall mit Milchkühen und Kälberzucht. Bei einer der Jordanquellen, im Kibbutz DAN wird die Aufmerksamkeit ganz auf die Fischzucht gelegt, am Toten Meer auf Tomaten, Paprika und Basilikum. „Biologische Schädlingsbekämpfung“ gehört bei den

heutigen Wettbewerbsbedingungen zum Thema, welches große Märkte bestimmt. Wir schauen uns im Kibbutz Sde Elijahu um, wie die Israelis damit umgehen. Nebst dem tollen Landwirtschaftsprogramm „pilgern“ wir gemeinsam auch auf den Spuren Jesu und seiner Jünger. Die aufbrechende Natur im Frühling bringt uns in gute Stimmung und zeigt uns eine ganz besondere Art der Reise. Wo kann man sonst diese beiden „Wege“ wirklich gemeinsam genießen, wobei natürlich der „See“ Genezareth, die angrenzende Bergwelt, die

Wüste, das Tote Meer und die Stadt Jerusalem ihres dazu tun. Und natürlich Bethlehem, eine Stadt, die wir uns wahrscheinlich ganz anders vorstellen. Tage, an denen wir die sonntäglichen Evangelien „LIVE“ übertragen bekommen, an denen wir aus unseren Wintertagen heraus, schon den sonnigen Frühling erleben, wo schon alles blüht. Eine Woche unterwegs, verwöhnt mit gutem Essen, untergebracht in guten Hotels und geführt von exzellenten Reiseführern, die besonders uns Österreicher gerne mögen. Anzeige

Landwirtschaftliche Fachstudienreise

Hl. Land & Erlebte Bibel Jubiläumsreise anlässlich 150 Jahre österreichisches Hospiz in Jerusalem

EUR 1.399,-

Pauschalpreis pro Person: Einbettzimmerzuschlag: EUR 399,-

15. bis 22. Februar 2014

inkl. Flug ab/bis Wien, Rundreise mit Halbpension, aller Eintritte und fachkundiger Reiseleitung! Anschlussflüge ab/bis Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck und Klagenfurt möglich! Aufpreis: EUR 150,- pro Person

1. Tag: Flug von Wien nach Tel Aviv. Transfer nach Galiläa. 2. Tag: Berg der Seligpreisungen - Kibbutz Dan (Fischzucht) - Weinkellerei am Golan 3. Tag: Tabgha - Kapernaum - Kanna - Kibbutz Nof Ginosar (Bananen- und Zitrusplantagen, Rinderzucht, moderne Tröpfchenbewässerung) 4. Tag: Taufstelle am Jordan - Kibbutz Sde Elijahu (biologische Schädlingsbekämpfung) - Jordantal - Jerusalem 5. Tag: Jerusalem: Ölberg - Dominus-Flevit - Garten Gethsemane Zionsberg - Klagemauer 6. Tag: Totes Meer - Massada - Kibbutz Neot Hakikar (Landwirtschaft mit Salzwasser: Tomaten, Paprika, Basilikum) 7. Tag: Jerusalem - Kreuzweg - Via Dolorosa - Bethlehem 8. Tag: Rückflug

Informationen und Buchung: Optimundus Reisebüro – Fr. Petra Berger Wienerbergstraße 7 / 5. Stock, 1100 Wien Tel.: 01 – 607 10 70 - 67441 Fax: 01 – 607 10 70 - 67476 E-Mail: p.berger@optimundus.at

43


Die landwirtschaft

LandJugend

Projektwochenende „Tat.Ort Jugend“

Niederösterreichs Landjugend packte an

Beim österreichweiten Projektwochenende „Tat.Ort Jugend“ packten 47 Landjugendgruppen für ihre Gemeinden an. Die Teilnehmer gestalteten Spielplätze, sanierten Bauwerke und legten Wanderwege an. Wenig Schlaf, interessante Projekte, jede Menge Arbeit und nur 42 Stunden Zeit: Der Projektmarathon unter dem Titel „Tat.Ort Jugend“ verlangt den Landjugendmitglieder einiges ab. Denn nicht nur Arbeitseifer und Ausdauer waren gefragt. Auch Organisationstalent und Koordination wurden auf eine

44

harte Probe gestellt. Dabei setzten die teilnehmenden Gruppen viele unterschiedliche gemeinnützige Projekte in ihren Gemeinden um. „Man erfährt erst am Freitag, welches Projekt man in der Gemeinde umsetzen darf. Dementsprechend ist man natürlich gespannt und grübelt, wie man die Arbeit dann zeitgerecht abschließen kann“, erklärt Karin Kaltenböck von der Landjugend Großhaselbach. Als eine der zahlreichen Teilnehmerinnen am Projektwochende weiß Kaltenböck eines ganz genau: „Natürlich ist es stressig, und alle sind rund um die Uhr an der Arbeit. Dennoch ist es einfach toll,

Die Landjugend Großhaselbach nahm am vergangenen Wochenende am Projektmarathon teil und gestaltete dabei einen 1000 Schritte Weg in der Gemeinde Schwarzenau. Fotos: Landjugend

wie durch so etwas die Gemeinschaft zusammengeschweißt werden kann.“ Gemeinsam mit 25 anderen Landjugendmitgliedern renovierten sie einen bestehenden Wanderweg in ihrer Gemeinde. Beschilderungen wurden getischlert, mit Daten und Fakten rund um die Gesundheit versehen und dazu passende Stationen errichtet. Zusätzlich renovierten die tatkräftigen Jugendlichen den


oktober_2013 Pavillon, der sich am Gehweg befindet. Doch nicht nur die Landjugend Großhaselbach zeigte, was in ihr steckt. Sie sind nur eine von insgesamt 47 Landjugendgruppen, die an jenem Wochenende ihr bautechnisches Unwesen trieb. Dabei setzten die Teilnehmer vielfältige Projekte um, stellten sie unter ein interessantes Motto und erledigten Arbeiten über die eigentlichen Anforderungen hinaus.

Öffentlichkeitsarbeit als ein weiteres Hauptkriterium Für alle teilnehmenden Gruppen galt jedoch eines, nämlich auch die Öffentlichkeitsarbeit im Blick zu behalten. „Zwei von uns erledigten die ganze Pressearbeit, das war eine der Aufgaben, die parallel zum Projekt durchgeführt werden mussten“, erklärt Kaltenböck. So war nicht nur in Printmedien bereits ausführlich über die einzelnen Projekte zu lesen, auch auf www.tatortjugend.at wurde anständig die Werbetrommel gerührt. Ein eigener Blogg dokumentierte laufend den Baufortschritt.

Auszeichnung für die besten Projekte Niederösterreichs Viele Punkte und Kriterien galt es also für die Teilnehmer zu beachten. Für all jene Gruppen, die sich der Herausforderung des Projektmarathons gestellt haben, winkt nun eine Siegerehrung. Dabei erhalten die besten

Projekte Auszeichnungen in Bronze, Silber oder Gold. „Es hauen sich ja alle wirklich ins Zeug und somit würde sich natürlich jeder über eine gute Platzierung freuen“, so Kaltenböck. Doch eine Auszeichnung ist für die 21-jährige nur am Rande wichtig: „Es ist eine Erfahrung, die einem keiner mehr nehmen kann. Man muss total flexibel auf Dinge reagieren und man lernt, in einer stressigen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren.“ Am 15. März im kommenden Jahr werden die Sieger am Tag der Landjugend im Rahmen eines Festaktes entsprechend geehrt.

Ein Zeichen setzen für den Wert der Jugend Dabei steht eines jetzt schon fest: Alle Gruppen haben mit ihrer Arbeit etwas einzigartiges für die Allgemeinheit geschaffen. Vor den Leistungen der Teilnehmer ziehen selbst die Verantwortlichen der Landjugend Niederösterreich den Hut. Besonders die Kreativität, welche die Jugendlichen bei dieser Aktion an den Tag gelegt haben, beeindruckte die Organisatoren. „Unsere Landjugend zeigt durch diese Akjtion einmal mehr, dass sie sich gerne gemeinnützig engagiert und ihre Freizeit sinnvoll gestaltet“, so das Fazit der Organisatoren zum österreichweiten Projektwochenende „Tat.Ort Jugend“. Eva Posch

Medaillenregen beim Bundesentscheid für Landjugend

Niederösterreichs Pflüger auf Erfolgskurs

Niederösterreichs Pflügerelite tourte vom Landesentscheid in Stephanshart nach Oberösterreich. Mit fünf Teilnehmern war die Landjugend Niederösterreich beim bereits 57. Bundesleistungspflügen in den Kategorien Beet- und Drehpflug vertreten.

Bei der Siegerehrung mit dabei (v.l.): Obmann der Bezirksbauernkammer Braunau Ferdinand Tiefnig, Bürgermeister Johann Pillhofer, Bürgermeister Georg Hofstätter, Landesleiter Thomas Reisinger sowie Bundesleiterin Elisabeth Gneißl (v.l. kniend), Matthias Einwögerer, Landesleiterin Judith Azesberger und Bundesleiter Markus Zuser. Foto: Landjugend

Gold für Matthias Einwögerer aus Kottes, Landjugend Bezirk Ottenschlag. So lautete das erfreuliche Ergebnis der Landjugend Niederösterreich beim diesjährigen Bundesleistungspflügen. Der Waldviertler beherrschte die Kategorie Drehpflug und konnte sich so die Teilnahme an der Pflüger-Weltmeisterschaft in Frankreich im kommenden Jahr sichern. Einen weiteren Stockerlplatz holte sich Johannes Land

aus Ernsthofen, Landjugend Bezirk Haag. In der Kategorie Beetpflug musste er sich nur dem Steirer Christian Lanz geschlagen geben. Auch der Pflügernachwuchs wusste zu begeistern und zeigte, dass in den kommenden Jahren einer erfolgreichen Teilnahme nichts im Wege steht. So holte sich der 18-jährige Nachwuchspflüger Hannes Heigl, bei seinem erst zweiten Antreten auf Bundesebene, den 7. Platz.

Landjugend setzt einzigartigen Schwerpunkt Beim Projekt „Junges Gemüse“ hieß es heuer für die Mitglieder der Landjugend Neustadtl ab ins Beet für einen guten Zweck. Dabei leisteten sie in über 1.500 freiwilligen Stunden Gartenarbeit, die sich sehen lassen kann. Rund 20 Gemüsesorten pflanzten die Hobbygärtner und boten sie anschließend zum Kauf an. Der Reinerlös des Projektes kommt einem guten Zweck zugute. Wie hoch der Spendenbetrag jedoch sein wird, können die Jugendlichen erst sagen, sobald das letzte Stück verkauft ist. 45


Die landwirtschaft

Buchtipps

Antennen zwischen Himmel und Erde Das Buch zeigt 400 der schönsten und interessantesten Wegkreuze, Marterln und Bildstöcke aus allen Bezirken Niederösterreichs. Das Buch ist als Bilddokumentation mit erläuternden Texten konzipiert, um die Schönheit und volkskundliche Bedeutung der niederösterreichischen sakralen Flurdenkmallandschaft sowie deren Vielfalt zu zeigen und ins Bewusstsein zu rufen. Der Abschnitt „Einführung in die Kunde von religiösen Flurdenkmälern“ bietet dem Leser tiefgründige Hintergrundinformationen. Von Architektur, Standort über Setzungsgrund und Materialien bis hin zu Sagen und Legenden über Flurdenkmäler wird das gesamte Spektrum beleuchtet. Erschienen im Verlag Berger unter ISBN 978-3-85028-530-8 um 29,90 Euro.

Mondnächte erzählen Märchen sind Nahrung für die Seele und bieten die Gelegenheit für eine tägliche kleine „Leseauszeit“. Mit den Mondmärchen tauchen die Leserinnen und Leser in die Welt unseres himmlischen Nachbarn ein. Doch nicht nur „Seelennahrung“ findet sich in diesem Buch, sondern auch jede Menge Mondwissen ist enthalten. Geschichtliche, mythologische und wissenschaftliche „Mondaspekte“ machen das Buch zu einer runden Sache und laden dazu ein, mehr über den Erdtrabanten zu erfahren. Ein Lese- und Märchenbuch für Erwachsene, das auch viele Geschichten enthält, die sich wunderbar zum Vorlesen für Kinder eignen. Ein Buch das viel Erhellendes über den Mond zu berichten weiß und gleichzeitig einen liebevollen Blick nach oben erlaubt. Erschienen im Verlag Anton Pustet unter ISBN 978-3-7025-0732-9 um 22 Euro.

Die Vintschger Typenlehre Die Vintschger Typenlehre ist uraltes Wissen! Sie hilft beim Erkennen und Interpretieren menschlicher Verhaltensweisen und Persönlichkeitsstrukturen: Ausgehend von den vier Grundtypen (Sonne, Sonnenfinsternis, Vollmond und Neumond) verfügt jeder Mensch über typische Eigenschaften, die bereits vor der Geburt in ihm angelegt sind und die sein Leben und das Zusammenleben mit anderen beeinflussen. Die Ursprünge dieser Lehre liegen im Dunkeln, sie wurde immer nur mündlich, von Großmutter zu Enkelin, weitergegeben. Es galt als absolutes Tabu, öffentlich darüber zu reden. Deshalb hat Astrid Schönweger Jahre dafür gebraucht, diesen Wissensschatz zurück zu rufen. Erst durch die Begegnung mit dem Psychologen Ulrich Gutweniger hat sie gelernt, mit ihrem Erbe umzugehen und die Typenlehre auch für andere verständlich und nutzbar zu machen. In diesem Buch bricht sie das Schweigen und spricht erstmals über die einfachen und wirkungsvollen Methoden, mit deren Hilfe wir uns selbst und andere besser verstehen und mit unseren Stärken und Schwächen leichter umgehen können. Erschienen im Verlag Löwenzahn unter ISBN 978-3-7066-2469-5 um 23,30 Euro.

Ehrentag für den Kaffee am 1. Oktober

Regionaler Kaffeegenuss liegt voll im Trend Am 1. Oktober ist Tag des Kaffees. Gleich nach Wasser ist es das beliebteste Getränk der Österreicher. Heutzutage schwören immer mehr Kaffeeliebhaber auf regionale Röstungen. Sie sind rar gesät – Kaffeeröster aus der Region, die mit ihren hauseigenen Röstungen Frische und Qualität versprechen. Keine zehn Röster haben sich in Niederösterreich von der Massenproduktion abgewandt und wollen ihren Kunden den perfekten Kaffee in die Tasse liefern. Einer von ihnen ist Kaffeehausbesitzer Markus Madar aus Melk. Vor allem die Wiener Kaffeehauskultur hat es dem Kaffeeliebhaber angetan. Rote Samtbezüge zieren die Bänke in seinen Lokalen. Parkettböden, ausgedehnte Öffnungszeiten und jede Menge Zeitungen runden das Wiener Flair noch zusätzlich ab. Selbst in seinen speziellen Röstungen schwört er auf den gewissen Wiener Touch. „Die Wiener Röstung ist eine besonders starke Röstung“, erklärt Madar, der sich als

Individuelle Röstungen sorgen für das gewisse Etwas Neben der Wienerröstung wird auch Kaffee nach italienischem Vorbild in Niederösterreich angeboten. Egal ob in Neumarkt, Wiener Neustadt, Stein, Tulln oder beispielsweise auch in Sollenau überall versuchen die Röster auf ihre eigene Art und Weise das Beste aus den Bohnen herauszuholen. Doch nicht nur die Röstung allein ist für den optimalen Kaffeegenuss ausschlaggebend, wie Madar weiß:„Kaffee sollte nicht älter als drei Monate alt sein. Deshalb schreiben wir auch das Röstdatum auf die Verpackung. Die Industrie macht das nicht.“ Dabei ist Madar überzeugt, dass nur regionale Röstereien dem Frischefaktor gerecht werden können: „Bei mir wird drei Mal in der Woche frisch geröstet. Das ist in der Industrie so nicht möglich. Sie müssen die Lager füllen.“ Eva Posch

Foto: LK NÖ/Eva Posch

46

Mitglied der Österreichischen Qualitätsröster freiwillig strengen Kriterien und Kontrollen unterworfen hat. Mittlerweile versorgt Madar nicht nur seine sieben Kaffeehäuser mit der hauseigenen Kaffeemarke. Auch Privatkunden und andere Kaffeeanbieter sind auf die regionale Röstung nach und nach aufmerksam geworden.


Oktober_2013

Auf Vorrat gekocht Heute gibt es in jedem Haushalt eine Gefriertruhe oder einen Gefrierschrank, in jedem Fall aber das Tiefkühlfach des Kühlschranks. Schade, dass nur wenige Leute die ganze Bandbreite der Möglichkeiten nutzen. Dieses Buch zeigt, wie praktisch und preisgünstig Vorratswirtschaft dieser Art sein kann, wie wir mit TK-Truhe, Schrank oder TK-Fach sinnvoll umgehen, Reste verwerten, die Familie gesund ernähren, auf die Schnelle ein Abendessen zaubern und dabei noch Zeit und Geld sparen können. Der Leser erfährt, welche Lebensmittel man einfrieren und problemlos wieder erhitzen kann, wie wir die Geräte optimal nutzen können und gibt uns eine Menge von Tipps und Ratschlägen. Das Buch enthält über 100 mehrfach erprobte, köstliche Rezepte für jede Gelegenheit, Rezepte für Gerichte, die im Tiefkühlfach aufbewahrt oder mit Zutaten aus dem Tiefkühlfach kombiniert werden können. In den Kapiteln Grundrezepte, Partysnacks, Hauptgerichte, Fingerfood sowie Baby- und Kleinkindnahrung ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Wir gratulieren den Gewinnern unseres Gewinnspiels

Rezepte und Tipps für Babys

Doris Hartmann aus Gaubitsch konnte sich mit diesen Versen eines von fünf Exemplare des Buches „Gärtnern ohne Gift“ von Arthur Schnitzer sichern.

Das Praxisbuch gibt einfache Anleitungen zum Zubereiten erster Babybreie und Babymenüs für den Familientisch. Der Beikostfahrplan mit Rezepten unterstützt Sie vom siebten bis zum dreizehnten Monat Mahlzeit für Mahlzeit beim stufenweisen Aufbau des Speiseplans. Dies ist besonders bei erhöhtem Allergierisiko wichtig, also wenn Eltern oder Geschwister bereits eine Allergie haben. Welche Lebensmittel sind wann geeignet, welche sind zu meiden? Was ist zu Beikostbeginn und beim Zufüttern zu beachten? Welche Breie oder Komponenten kann ich portioniert tief frieren? Das Selberkochen von auch nur einer Babymahlzeit täglich gibt das gute Gefühl, seinem Kind eine größere geschmackliche Vielfalt, duftende Speisen und frische Zubereitung bieten zu können. Erschienen im Verlag Hanreich unter ISBN 978-3-901518-08-9 um 19,90 Euro.

Gewinnspiel: Erinnerungen hautnah erleben Eine Bergbäuerin erzählt, heißt es im Buch von Theresia Oblasser mit dem Titel „Eigene Wege“. Dabei berichtet sie von ihren Lebenserinnerungen und lässt den Leser nicht nur an ihrer Heirat, ihrer Zeit als Bäuerin und Mutter teilhaben. Auch davon, wie ihre Kinder begannen eigene Wege zu gehen, berichtet Oblasser und veranschaulicht ihre danach folgende Suche nach neuen Herausforderungen.

Natur pur im eigenen Garten In meinem Garten wachsen zart und fein, rote, gelbe und weiße Blümelein gleich neben Karotten und Lauch, Erdbeeren und Rote Rübe findet man auch. Noch viele andere Obst- und Gemüsearten, gibt´s hier, die jeden Tag auf mich warten. Zwei Reihen Obstbäume, wie Apfel, Birne und Marille, sie tragen viele Früchte durch der lieben Bienen Wille. Diese fliegen summend durch die Lüfte, viele tausende davon, denn einige Bienenstöcke stehen in unserem Garten auch eine Weile schon. Was bleibt mir da übrig, als auf Gift bei unserer Gartenarbeit zu verzichten, ich lasse einfach viel Arbeit von unseren Nützlingen verrichten. Ob Marienkäfer, Ohr- oder Regenwurm - sie werden verschont, von meinen Bienen werde ich noch dazu mit leckerem Honig belohnt! Auf gute Ratschläge halte ich sehr viel, deshalb nehme ich gern teil an Eurem Gewinnspiel

Die weiteren vier Bücher gehen an: Rosa Wurzer Stiegeramt 8, 3684 St. Oswald Veronika Merkatz Lindenplatz 18, 2731 St. Aegyden/Steinfeld Franz Brucknver Wolfsberg 13, 3533 Friedersbach Edeltraud Schwanzer Pultendorf 9, 3100 St. Pölten

Mitspielen und gewinnen Gewinnen Sie eines von fünf Büchern. Anruf oder E-Mail genügt unter Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at.

47


Die landwirtschaft

Bildungskalender

www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

Bildungskalender

Persönlichkeit & Kreativität Keramik bemalen 15.11.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 55,Anmeldung: 07445/204 NLP Masterausbildung Modul 1 02.11.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 Tu deinem Körper etwas Gutes - Naturkosmetik selber herstellen 06.11.13; 18:30-00:00 Ort: LFS Gaming Kosten: EUR 70,Anmeldung: 07485/97353

Gesundheit & Ernährung Delikatessen vom Wiesenund Waldrand 19.10.13; 09:00-12:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02629/2222-0 Heimischer Fisch für Ihren Tisch 22.10.13; 18:00-21:30 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 40,Anmeldung: 07445/204 koch.werkstatt.mold: Weihnachtsbäckereikurs 16.11.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 50,Anmeldung: 05 0259 29500 Kochen mit Käse 13.11.13; 14:30-17:30 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02872/7266

48

Komm & koch mit den Bäuerinnen Erdäpfelkreationen 11.10.13; 17:00-21:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten 18.10.13; 18:30-22:30 19.10.13; 09:00-13:00 Ort: BBK Neunkirchen 18.10.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Tullnerfeld 24.10.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Waidhofen/Ybbs 25.10.13; 09:00-13:00 Ort: BBK Wr. Neustadt 04.11.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Gmünd 05.11.2013; 18:00-22:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold 05.11.13; 17:00-21:00 07.11.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Mistelbach 06.11.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Zwettl 07.11.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Waidhofen/Thaya 08.11.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Melk 12.11.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Gänserndorf 15.11.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Scheibbs Kosten: EUR 49,inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Strudelfreuden - in Hülle mit Fülle 23.10.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Waidhofen/Ybbs 05.11.13; 18:00-22:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold 07.11.13; 18:00-22:00 08.11.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Amstetten Kosten: EUR 49,- inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200

Wohltuende Wickel und Kompressen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit, einfache Heilanwendungen 23.10.13; 13:30-16:45 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02872/7266

EDV Digitale Bildbearbeitung (20 UE) 08.11.13; 18:00-22:20 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 95,Anmeldung: 02872/7266 Mein Einstieg in die EDV (32 UE) 16.10.13; 19:30-22:50 Ort: LFS Gaming Kosten: EUR 150,Anmeldung: 07485/97353 Schritt für Schritt zum digitalen Profi-Bild (12 UE) 21.10.13; 19:30-22:50 Ort: LFS Gaming Kosten: EUR 60,Anmeldung: 07485/97353 Video-Bearbeitung mit dem PC (12 UE) 17.10.13; 18:00-22:20 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 60,Anmeldung: 02872/7266

Bauen, Energie & Landtechnik Ausbildung zum/zur Staplerfahrer/in 28.10.13-30.10.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 230,- pro Person, EUR 92,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500

Drehen Grundkurs 07.10.13-08.10.13; 09:00-16:30 09.10.13-10.10.13; 09:00-16:30 14.10.13-15.10.13; 09:00-16:30 21.10.13-22.10.13; 09:00-16:30 28.10.13-29.10.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 230,- pro Person, EUR 20,- Materialbeitrag, EUR 50,04 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse EzC - Außenkurs der Fahrschule Horn 16.10.13-18.10.13; 08:00-16:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 690,- pro Person inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klassen C, EzC - Außenkurs der Fahrschule Horn 14.10.13-18.10.13; 09:00-16:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 1350,- KB inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 29510 MAG-Schweißen (Schutzgasschweißverfahren Metall-Aktiv-Gas) 07.11.13-08.11.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 140,- pro Person, EUR 100,- für LandwirtInnen Anmeldung: 05 0259 29500 Wärme aus Biomasse - Modul 1 14.11.13; 10:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 95,- bereits gefördert, € 45,- ermäßigter TN-Beitrag für Personen, die einen Betreuungsvertrag mit Agrar Plus abgeschlossen haben Anmeldung: 02742/352234-0


Oktober_2013

Dienstleistungen & Einkommenskombination Lebensmittelhygiene Grundschulung 06.11.13; 09:00-13:00 Ort: BBK Wr. Neustadt Kosten: EUR 7,- pro Person, EUR 9,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 26500 Milchverarbeitung / Praxiskurs 1 23.10.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0 Milchverarbeitung / Praxiskurs 2 24.10.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0 Trinkwasserseminar - Wichtige Informationen für Hausbrunnenbesitzer 11.11.13; 09:00-16:00 Ort: GH Ehn, Langenschönbichl (Bezirk Tulln) Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 26500 Urlaub am Bauernhof schnuppern - Einsteigerseminar 30.10.13; 09:00-13:00 Ort: Betrieb Hausihof, Kasten bei Böheimkirchen Kosten: EUR 10,Anmeldung: 05 0259 26500 Zertifikatslehrgang „Bäuerliche Direktvermarktung“ 11.11.13-02.04.14; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 450,- (bereits gefördert) Anmeldung: 05 0259 26500 Zertifikatslehrgang „Urlaub am Bauernhof“ 11.11.13-02.04.14; 08:30-16:45 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 450,- (bereits gefördert) Anmeldung: 05 0259 26500

Zertifikatslehrgang Seminarbäuerin/Seminarbauer 05.11.13-02.04.14; 08:45-16:45 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 450,- (bereits gefördert) Anmeldung: 05 0259 26200

Pflanzenproduktion Mostherstellung 04.10.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 35,Anmeldung: 02629/2222-0 Pflanzenschutz Sachkundekurs 23.10.13-25.10.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 75,-, EUR 92,58 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Spritztechnik im Erdäpfelbau (IP-Anerkennung) 08.11.13; 09:00-13:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: noch offen Anmeldung: 05 0259 22000

Tierhaltung Ausbildung für TGD-Arzneimittelanwender speziell für RinderhalterInnen 04.11.13; 09:00-17:00 Ort: GH zur Alm Schrittesser, Oberegging Kosten: EUR 30,- pro Person, EUR 25,- für jede weitere Person Anmeldung: 05 0259 41100 Ausbildung für TGD-Arzneimittelanwender speziell für SchweinehalterInnen 06.11.13; 09:00-17:00 Ort: GH zur Alm Schrittesser, Oberegging Kosten: EUR 30,- pro Person, EUR 25,- für jede weitere Person Anmeldung: 05 0259 41100 Ausbildungskurs zum EUBefähigungsnachweis für Tiertransporte (TGD-Anerkennung) 13.11.13; 13:30-17:30 Ort: LK NÖ, St. Pölten

Kosten: EUR 30,- pro Person inkl. € 2,10 für Befähigungsnachweis Anmeldung: 05 0259 26100 Fachexkursion für Schaf- und ZiegenhalterInnen 24.10.13-27.10.13; 09:00-17:00 Ort: Rumänien Kosten: EUR 400,Anmeldung: 05 0259 46900 Fachtreffen für Imkerneueinsteiger mit KERNTHEMA 24.10.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Gießhübl 25.10.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02629/2222-0 Grundkurs für Hirten und Almpersonal (TGD-Anerkennung) 13.11.13; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 46700 Melkroboter - Fachtag (TGD-Anerkennung) 14.11.13; 09:00-17:00 Ort: GH Krassnig, Rabenstein an der Pielach Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 23300 Mostviertler Schweinefachtag (TGD-Anerkennung) 13.11.13; 09:00-17:00 Ort: Mostviertler Bildungshof Gießhübl Kosten: EUR 15,- pro Betrieb Mutterkuhfachtag 24.10.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Warth, Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02629/2222-0 Richtig Melken (TGD-Anerkennung) 05.11.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 23300 Schweinefachtag (TGD-Anerkennung) 05.11.13; 09:00-12:00 Ort: Burchhart, Michelhausen Kosten: EUR 5,- pro Betrieb

Sensorische Bewertung von Silagen und Heu 14.11.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02629/2222-0 Wurst- und Zerlegekurs für Schaf- bzw. Lämmerschlachtkörper 05.11.13; 18:00-22:00 Ort: GH Kleemann, Markersdorf-Haindorf Kosten: EUR 25,Anmeldung: 05 0259 46900

Umwelt & Biolandbau Eigenmarketing im Web mittels Gratis-Software Wordpress 15.11.13 und 22.11.13; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 65,Anmeldung: 05 0259 26100 Kleine botanische Experimente für NaturvermittlerInnen 14.11.13; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Wilde Kräuter duftender Rauch 09.11.13; 14:00-19:00 Ort: Biobetrieb Reisenbauer, Krumbach 16.11.13; 14:00-19:00 Ort: Schluchtenhütte Opponitz Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26100

Unternehmensführung Hofübergabe leicht gemacht 13.11.13; 09:00-16:00 Ort: GH Kappl, Biberbach Kosten: EUR 25,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 40100 Ideen erFAHREN - Fleischproduktion mit Schafen 04.11.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Zwettl Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 42100

49


Die landwirtschaft Ideen erFAHREN - Holz als Baustoff in der Landwirtschaft 11.11.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Baden und Mödling Anmeldung: 05 0259 40200 12.11.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Lilienfeld Anmeldung: 05 0259 41000 Kosten: EUR 30,-

Forst- und Holzwirtschaft Fachtag Wald und Holz- Keine Anmeldung erforderlich! 25.10.13; Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402 Holzrückung mit dem Pferd 18.10.13 und 19.10.13; 1. Tag: 13:00-17:00, 2. Tag: 8:00-16:00 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 95,Anmeldung: 02822/52402

Bildungskalender Weyerburg Kosten: EUR 20,Anmeldung: 05 0259 24000 Waldbewirtschaftung für NeueinsteigerInnen Teil II 11.11.13-15.11.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 150,Anmeldung: 05 0259 24000

Veranstaltungen SchulinfomesseSchulzentrum Krems 11.10.13;   12.10.13;   Ort: LFS Krems Anmeldung: 02732/87516 Tag der offenen Gartenbauschule 05.10.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Langenlois Anmeldung: 02734/2106

Waldbauliche Behandlung der Wildkirsche 30.10.13; 09:00-17:00 Ort: Gemeindezentrum

Bildungswerkstatt Mold

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern

r‘ fah n! a D hi ich

Information der Niederösterreichischen Versicherung

Ihre Zukunft haben Sie selbst in der Hand! Ein stabiles Einkommen ist besonders in der Pension wichtig – in einer Zeit also, in der man Erreichtes genießen will und endlich Zeit hat, den Tag nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dafür wird die staatliche Pension allerdings nicht ausreichen. Wenn Sie Ihren Lebensstandard erhalten wollen, sollten Sie jetzt mit einer privaten Vorsorge beginnen. Je früher Sie starten, desto geringer die Beiträge, um eine ansehnliche Pensionsleistung zu finanzieren. Mit der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge unterstützt der Staat die private Pensionsvorsorge mit einer Prämie und verzichtet auf jegliche Steuer. Passen Sie die jährliche Investition Ihrem Einkommen an Besonders für Landwirte ist die Möglichkeit interessant, je nach Verlauf des Jahreseinkommens flexibel zu entscheiden, wie viel sie investieren wollen. Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge sieht eine Zuzahlung zu Jahresende vor. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich zu den vereinbarten Prämien einmalig einen Beitrag bis zur maximal geförderten Jahresprämie (von € 2.445,55 im Jahr 2013) leisten und dadurch die maximale Förderung (€ 103,94 im Jahr 2013) in Anspruch nehmen können.

Angelegt wird Ihr Geld von unseren erfahrenen Spezialisten der Kapitalanlagegesellschaft in mindestens 30 % gesetzlich vorgeschriebene Aktien und in sichere Anleihen. Durch das Lebenszyklusmodell wird mit zunehmendem Alter die Aktienquote weiter reduziert und damit höhere Sicherheit für Ihr Kapital geschaffen. Schon ab 20,- Euro (10,- Euro für Kinder und Jugendliche) im Monat beginnen Sie, Werte für später aufzubauen.

Pension oder Kapital – Sie haben die Wahl Am Ende der Laufzeit steht Ihnen eine Pension lebenslang einkommenssteuerfrei zur Verfügung und Sie profitieren gleichzeitig von der Höchstzinsgarantie. Wenn Sie aber Ihr gespartes Kapital (nach Ablauf der Mindestbindefrist) doch auf einmal und auch früher als geplant brauchen? Dafür haben wir einen gangbaren Weg gefunden: eine einmalige Kapitalauszahlung an Sie, bei der Sie neben der Nachversteuerung von 25 % der Erträge nur die Hälfte der staatlichen Prämien zurückzuzahlen brauchen. Überlassen Sie Ihre Zukunft nicht ausschließlich dem Staat, sondern nehmen Sie sie selbst in die Hand! Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten 02742/9013-0, www.noevers.at

Anzeige Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG. Foto: zVg

50


Oktober_2013

Anzeigen: Buchungen unter 05 0259 29303 oder manuela.schilcher@lk-noe.at JETZT SONDERPREISE bei Kaminöfen, Küchenherden und Pelletöfen

IMMER VORNEWEG

DER FRONTPACKER VON KERNER

WERKSAUSSENDIENST

07755 6677 www.ertl-auer.at

Kaufe ALTHOLZ zahle Höchstpreise Stadlbretter, Böden, Balken 0664/8598176 oder 07246/7781, fichtner@holz-furnier.at

www.heubelueftung.at Fa. Spindler, Lüftung, 07755/5250

Verpachte 8,49 ha landw. Fläche in Wiesen bei Böheimkirchen, Tel. 0650/4749010 ab 18 Uhr WÖLFLEDER STALLTECHNIK Rinderaufstallungen, Türen, Tore, 0676/845859224

Eisen

07277/2598

Für Ihre Bodenbearbeitung die standortangepassten Lösungen

Symbolfoto

Fa. Brunner GmbH Heizen-Kochen-Elektro Welser Straße 9 4611 Buchkirchen Tel. 07242/28010 www.brunnergmbh.at

bauernfeind.co.at

650 mm Walzensystem Patentiertes Abstreifersystem Verstopfungsfreies Arbeiten Ideal für feuchte und lehmige Böden

Laufschienen PP-MEGA-Rohr

Befestigungstechnik

MEGA-Rinnen Dränagen

Einkaufen im Großhandel!

-

Kachelöfen, Kaminöfen Küchenherde Sanieren/Restaurieren Heimwerkerbedarf Ofenkacheln direkt ab Fabrik

Wachauerstr. 10 3660 Klein-Pöchlarn Tel.: 07413 8292 www.erndt.at

www.rizzoli-holzherde.at

www.

■ ■ ■ ■

Zustellung in ganz Österreich

r

Auch fü

LA

! E T R I NDW

Holen Sie sich Ihre KASTNER-Kundenkarte! Ihre Vorteile: • Einkaufen zum Großhandelspreis! • Auswahl aus bis zu 58.000 Artikeln! • Obst & Gemüse, Wurst/Käse, Fleisch, Tiefkühlprodukte, Molkereiprodukte, Getränke, Grundnahrungsmittel, Süßwaren, Geschirr und vieles mehr!

„Wir freuen uns auf Ihren Einkauf!“ 6 x in Ihrer Nähe: • Amstetten • Eisenstadt • Jennersdorf • Krems • Wien 21 • Zwettl Christof Kastner Geschäftsführender Gesellschafter

Nähere Infos unter www.kastner.at!

51


Die landwirtschaft

anzeigen

Ein Tag für die Familien in Tulln

fax 0 72 43/51 683-20

DER ALLROUNDER

DER MULTICRACKER VON KERNER

■ ■ ■ ■

4-reihiges Zinkenfeld Gefederte Planierschiene Crackerwalze bis 6m Arbeitsbreite

Für Ihre Bodenbearbeitung die standortangepassten Lösungen

WERKSAUSSENDIENST

07755 6677 www.ertl-auer.at

Kleines Weingut zu kaufen gesucht. Tel. 0650/2476111 info@Oesterreich-Immobilie.at

Trapezblech-Sandwichpaneele ab 19,49 Euro TP35.207, bis 100 m2 € 8,90 bis 200m2 € 7,90 inkl. MwSt., Metallhandel Bichler, Tel. 07755/20120 www.dachpaneele.at

R

Tel.: +49(0)5128/1500

Maschinenbau

www.bremer-maschinenbau.de

KASTNER – Der Multifachgroßhändler

Verkaufe Holzspalter 15 to für Zapfwellenbetrieb mit Stammheber, absenkbarem Zylinder, Holzlänge max. 118 cm, 2 Geschwindigkeiten, modernste Bauart, noch nicht benützt, 2 Jahre4Werksgarantie, umständehalber günstig zu verkaufen, Ausland Tel. 0680/2214901

Bayer: Bacara Forte

Getreu unserem Motto „Wir handeln für Sie.“ steht Ihnen mit KASTNER ein kompetenter und leistungsfähiger Partner zur Verfügung. Als Multifachgroßhändler stehen wir für persönliches Service und bieten ein umfangreiches Leistungspaket für Gastronomie, Großverbraucher und auch für Landwirte – das KASTNER Plus+Paket. Profitieren auch Sie vom KASTNER Plus+Paket mit absoluter Fachkompetenz und Service auf höchstem Niveau sowie dem einzigartigen Plus an Mehrleistungen. Von Grundnahrungsmitteln über Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Feinkost und Frischfleisch bis hin zu Süßwaren, Getränken, Tiefkühlprodukten und Non Food sind bei KASTNER 55.000 Artikel erhältlich. Dank unserer innovativen Spezialsortimente, wie z.B Bio, KASTNER AllesWein, KASTNER Geschirr&Co, KASTNER FrischeMarkt und KASTNER Hygiene&Co gelingt es uns, auch die anspruchsvollsten Kundenwünsche optimal zu erfüllen. Unsere professionellen Sortimentsmanager garantieren durch ihre Kundennähe und laufende Kontrollen für erstklassige Produktqualität und kundenorientierte Sortimente. Ein KASTNER Abholmarkt ist immer in Ihrer Nähe. Sie finden uns in Amstetten, Eisenstadt, Jennersdorf, Krems, Wien und Zwettl. Nähere Informationen unter www.kastner.at. Anzeige

52

Der BETAEXPO Familientag am Sonntag, 22. September, lockte rund 6.000 Besucher nach Tulln. Neben landwirtschaftlichen Schaufeldern wurde den Gästen ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Sogar eine Streetbike-Vorführung wartete auf Schaulustige. Foto: AGRANA

Bacara Forte – die einfache Komplettlösung gegen Unkräuter im Getreide Saub ere r St art vom He rb st Speziell in Wintergerste und zeitig gebauten we g! Winterweizen können sich Windhalm, Rispe und Unkräuter im Herbst vielfach noch üppig entwickeln. Eine große Standraum- und Nährstoffkonkurrenz ist die Folge. Bacara Forte (RegNr-A: 3090) enthält 3 leistungsstarke Wirkstoffe, die über Blatt und Boden wirken. Eine breitere Wirkung und ein vorbeugendes Resistenzmanagement ist die Folge. Alle wichtigen Unkräuter wie Windhalm, Rispe, Klettenlabkraut, Ehrenpreis, Taubnessel, Kamille, Stiefmütterchen, Ausfallraps, … werden zuverlässig bekämpft. Eine höhere UV-Stabilität gewährleistet auch bei trockener Witterung eine höhere Wirkungssicherheit. Bacara Forte ist IPU-frei, sodass bei kritischer Witterung eine bessere Kulturverträglichkeit gegeben ist. Empfehlung: Bacara Forte ist die einfache Komplettlösung, die mit 0,8 – 1 l/ha in allen Wintergetreiden zugelassen ist. Die Anwendung soll im Herbst im Keimblatt- bis 2-Blattstadium der Unkräuter erfolgen. Eine Tankmischung mit Decis (RegNr-A:2987) ist möglich, um gleichzeitig die Blattläuse, die den Gelbverzwergungsvirus übertragen können, zu bekämpfen. Weitere Informationen finden Sie auf www.agrar.bayer.at. Anzeige


Oktober_2013

Saatbau Linz:

Orte zum Energietanken und Erkunden

Winterweizenanbau

Mystische Plätze im Weinviertel

Die Ansprüche, welche Landwirte an Getreidesorten stellen sind je nach Nutzungsrichtung etwas unterschiedlich. LUKULLUS (BQ 7) hat sich in den letzten Jahren als Qualitätsweizen für das Trocken- und Feuchtgebiet etabliert. Viele Landwirte konnten sich von hohen Proteinwerten und besten Erträgen überzeugen. ANGELUS (BQ7) ist ein begrannter Qualitätsweizen, der sehr hohe Erträge mit guter Standfestigkeit, sehr guter Winterhärte und Gesundheit kombiniert. Grannenweizen ALBERTUS (BQ9) wurde in der höchsten Backqualitätsgruppe 9 eingestuft und erreicht die Höchstnote 1 in 7 Qualitätsparametern. Dazu ist ALBERTUS sehr auswuchsfest, widerstandsfähig gegen Krankheiten und damit sehr gut für den Bio-Landbau geeignet. ANTONIUS (BQ 8) ist bekannt für seine herausragende Qualität, die Landwirte schätzen die gute Gesundheit und sehr gute Standfestigkeit. SAILOR (BQ5) als Mahlweizen erfüllt die oben angeführten Kriterien zur Gänze., nebenbei besitzt SAILOR auch eine hervorragende Winterfestigkeit und konnte aufgrund der hervorragenden Backeigenschaften in der Backqualität auf Note 5 aufgestuft werden. Mahlweizen MULAN (BQ 4) ist seit Jahren ein Phänomen – zuverlässig im Ertrag und in der Standfestigkeit auch im Trockengebiet – das macht ihn sehr begehrt! Weiter Informationen erhalten Sie auf unserer neuen Website www.saatbau. com und bei den Beratern für Niederösterreich-Ost, Alfred RAUSCHER (Mobil: 0664/134 08 72) sowie für Niederösterreich-West, Franz ZEHETGRUBER (Mobil. 0664 /534 17 36). Anzeige

Das Weinviertel ist nicht nur für seine idyllischen Kellergassen bekannt. Auch mystische, kuriose und einzigartige Plätze laden zu einem Ausflug ein. In eindrucksvollen Bildern und informativen Texten geht Gabriele Lukacs in ihrem Buch „Kraftorte im Weinviertel“ diesen Orten auf den Grund. Eine Riesenschildkröte, die durch einen Fluch versteinert wurde. Ein vergrabener Schatz, der nur durch einen speziellen Ritus gefunden werden kann, geheime unterirdische Gänge oder ein geheimes Alchemistenlabor, das erst im Jahr 1980 wiederentdeckt worden ist. So manches Ausflugsziel im Weinviertel erzählt eine ganz besondere Geschichte. Denn zahlreiche Legenden und Sagen ranken sich um die unterschiedlichsten Kultplätze in der Region. Sind zwar manche Geschichten bereits in Vergessenheit geraten, gibt es dennoch welche, die den Zahn der Zeit überdauern konnten, wie Autorin Gabriele Lukacs weiß.

Viele magische Schätze und Legenden hält das Weinviertel für Wanderfreunde und Entdecker bereit. Foto: art-pedro/pixelio.de

Spannende Reise in Buchform Vom Marchfeld über Hollabrunn bis nach Eggenburg hat sich die Gabriele Lukacs auf die Suche nach diesen mystischen Orten begeben. Die Ergebnisse dieser Entdeckungsreise hat sie in ihrem Buch „Kraftorte im Weinviertel“ zusammengefasst. Auf 221 Seiten bietet die Autorin nicht nur Hintergrundinformationen zu den regionalen Kulturjuwelen, sondern auch Sagen und Legenden rund um diese Ausflugsziele. Erschienen im Pichler Verlag unter ISBN 9783-85431-612-1 um 24,99 Euro.

53


Die landwirtschaft Sprechtage der SVB Amstetten 9.10., 23.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 14.10., 28.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L. 7.10., 21.10., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 3.10., 10.10., 17.10., 24.10., 31.10. 8-12 und 13-15 Uhr

Gmünd 3.10., 17.10., 31.10., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Hollabrunn 7.10., 21.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Termine Rechtsberatung

Steuersprechtage

Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der NÖ LK in St. Pölten jeden Dienstag, Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel.-Nr. 05 0259 27000 zu vereinbaren.

jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

Amstetten 4.10., 9-12 und 13-14 Uhr

Baden

Horn

21.10., 13-15 Uhr

2.10., 9.10., 16.10., 23.10., 30.10. 8-12 und 13-15 Uhr

Bruck/Leitha 21.10., 9-11 Uhr

Korneuburg

Gänserndorf

1.10., 15.10., 29.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

3.10., 9-12 und 13-14 Uhr

Krems

Gmünd

1.10., 15.10., 29.10., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

10.10., 13-15 Uhr

Hollabrunn

Lilienfeld

18.10., 9-12 u.13-14 Uhr

9.10., 23.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Horn

Melk

2.10. 9-12 u. 13-15 Uhr

3.10., 10.10., 17.10., 31.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Korneuburg

Mistelbach

Krems

2.10., 9.10., 23.10., 30.10., 8-12 und 13-15 Uhr

24.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen

23.10., 13-15 Uhr

8.10., 22.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Melk

Scheibbs

10.10., 9-12 Uhr

7.10., 14.10., 21.10., 28.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Mistelbach

St. Pölten

Neunkirchen

jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

Tulln 8.10., 22.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 7.10., 14.10., 21.10., 28.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 2.10., 16.10., 30.10., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt 10.10., 24.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl

14.10., 8-12 Uhr

Lilienfeld

4.10. 11.10. 21.10. 18.10. 25.10.

Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 2.10., 23.10. Zwettl: 16.10. Kälberversteigerungen Bergland: 10.10., 24.10. Warth: 14.10. Zwettl: 15.10. Steuertermine 15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum August – Finanzamt Lohnsteuer für den Monat September – Finanzamt 4,5%iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat September – Finanzamt Kommunalsteuer für den Monat September - Gemeinde(n)

24.10., 9-12 u. 13-15 Uhr 28.10., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 23.10., 9-11 Uhr

Tullnerfeld 10.10., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 10.10., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt

Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer

Zwettl 17.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien Herstellungsort: Wien Verlagsort: 3100 St. Pölten

54

Zulassungsnummer: 11Z039072M Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel, Mag. Eva Posch Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten

reich eröster in Nied

Tage im Zeichen der Kunst Am 19. und 20. Oktober befindet sich ganz Niederösterreich im künstlerischen Ausnahmezustand. Grund dafür sind die an diesem Wochenende stattfindenden Tage der offenen Atteliers. Rund 1.100 Kunstschaffende nutzen dabei die Gelegenheit, Interessierten einen Einblick in ihre Arbeit oder Hobby zu ermöglichen. Neben Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie stehen auch Film, Modedesign, Schmiedekunst und vieles mehr im Rampenlicht. Nähere Informationen unter www.kulturvernetzung.at. Saatgut aus dem eigenen Garten Im Bildungszentrum Gaming können sich Gartenliebhaber am Dienstag, 8. Oktober, darüber informieren, wie sich Samen aus unterschiedlichen Gemüsesorten gewinnen lassen. Von 9 bis 16 Uhr können sich die Teilnehmer das fachliche Knowhow rund um das Thema „Wurzelgemüse und Kohlgemüse kennenlernen und selbst vermehren“ aneignen. Von Karotten bis hin zu Roten Rüben ist alles mit dabei. Besonders die Praxis bildet den Schwerpunkt dieses Kurses. Informationen und Anmeldungen: bei der LFS Gaming unter Tel. 07485/97353 oder bei der Bezirksbauernkammer Scheibbs unter Tel. 05 0259 41500.

7.10., 9-12 und 13-15 Uhr

1.10., 8.10., 15.10., 22.10., 29.10. 8.30-12 und 13-15 Uhr Die Landwirtschaft

Termine

Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung

müssen wir leider ausschließen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.


Oktober_2013

Zeit, die Zukunft in die Hand zu nehmen.

Was du heute kannst vorsorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Der Ruhestand kommt schneller als man denkt. Und dafür sollte man vorgesorgt haben – je früher, desto besser. Ihr Raiffeisenberater weiß, welche unserer Produkte am besten zu Ihnen passen und erstellt Ihnen einen individuellen Vorsorgeplan. www.raiffeisen.at

Jetzt mit Hermann Münzen sammeln und gewinnen. vorsorge.raiffeisen.at

RLB_vorsorgesujet_2013_198x259.indd 1

55

16.09.13 14:59


Die landwirtschaft

Leben

Vom Anbau in Notzeiten zum Trendgemüse am Nischenmarkt

Mit dem Kürbis in die Herbstsaison

Ein guter Deckungsbeitrag, ein geringer Aufwand beim Abtransport und eine Vorfrucht, die nur wenige Ansprüche an Dünger und Co. stellt: Alles in allem stellt der Ölkürbis für Landwirte eine gute Alternative zu Getreide dar. Auch der Speisekürbis bringt Sortenvielfalt. 28 Jahre ist es nun schon her, dass Franz Neubauer aus Pernersdorf einen wichtigen Entschluss für seine weitere berufliche Laufbahn fasste. „Im Nachbarort gab es jemanden, der als einer der Ersten Kürbisanbau betrieben hat. Das hat mich neugierig gemacht“, erklärt Neubauer, und begann schließlich auf zwei Hektar Fläche selbst Kürbisse anzubauen. Eine Entscheidung, die für den Landwirt aus dem Bezirk Hollabrunn praktisch auf der Hand gelegen hat: „Getreide stand preislich immer unter Druck. Da ist eine Alternative gut.“ Erst nach und nach vergrößerte er die Fläche, auf der er seine Alternativkultur anbauen konnte. Mittlerweile baut Neubauer auf rund 40 Hektar seine Ölkürbisse an. Laufende Investitionen und Modernisierungen blieben dabei nicht aus. So entschied er im Jahr 1996, seine eigene Trocknungsanlage zu errichten. Die Kürbisernte selbst wird laut Neubauer in der Gemeinschaft organisiert. Dabei übernimmt der

Daten und Fakten zum Kürbis Anbauflächen: Speisekürbisse werden auf rund 260 Hektar in Niederösterreich angebaut. Ölkürbisse verbuchen heuer eine Fläche von etwa 6.100 Hektar für sich. Erntemenge: Der Ertrag liegt bei Speisekürbissen bei 15 Tonnen pro Hektar. Bei Ölkürbissen können zwischen 400 und 800 Kilogramm pro Hektar geerntet werden. Die häufigsten Speisekürbissorten sind Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis usw. 200 bis 300 unterschiedliche Kultursorten sind bekannt. Insgesamt gibt es jedoch rund 800 verschiedene Kürbisarten. 56

Das amerikanische Fest Halloween, das auch bei uns mittlerweile Einzug gehalten hat, trug zur steigenden Nachfrage bei Kürbissen bei. Foto: Alexandra H./pixelio.de Maschinenring die Einteilung von Erntemaschinen und Trocknungsanlagen. Um einen guten Preis bei der Ernte zu erzielen, legt jeder Landwirt auch selbst Hand an. Besonders eines weiß Neubauer aber am Ölkürbis zu schätzen: „Es ist keine große Logistik notwendig. Für den Abtransport der Ernte reichen kleine Traktoren.“

2014 Flächenvergrößerung prognostiziert Besonders im Weinviertel, in günstigen Lagen des Waldviertels sowie im Bezirk Melk setzen Landwirte auf den Anbau von Ölkürbissen. Waren 2014 noch 8.255 Hektar mit Ölkürbissen bepflanzt, hat sich dies heuer etwas geändert, wie LK-Experte Anton Brandstetter zu berichten weiß: „Der hohe Ertrag machte eine Reduzierung der Flächen notwendig. 2014 gehen wir wieder von einer größeren Fläche aus.“

er heutzutage beliebter denn je. Seit dem Jahr 1980 wurde der Speisekürbis über den Zucchinianbau ins Bewusstsein der Konsumenten gebracht. So bunt wie der Herbst sind auch die Speisekürbisse. Die enorme Vielfalt dieses Gemüses spiegelt sich im heimischen Anbau wieder, wie LK-Experte Josef Keferböck weiß: „Etwa 100 Sorten werden derzeit bei uns angebaut und stehen zum experimentieren in der Küche zur Verfügung. Das nicht nur jetzt zur Erntezeit, sondern bis weit in den Winter hinein. Einige Sorten lassen sich sogar bis ins Frühjahr lagern.“ Der Speisekürbis ist eine Nischenprodukt am heimischen Markt, der hervorragend zu jedem Ab-Hof Sortiment passt. Hierbei sollten die Absatzmöglichkeiten jedoch genau geprüft werden, rät Keferböck. Eva Posch

Kürbiskompott

Speisekürbis seit 1980 wiederbelebt

Zutaten: 1 kg Kürbisfleisch (zum Beispiel gelber Zentner, Hokkaido oder Muskatkürbis), 1/2 Liter Wasser, etwa 10 dag Zucker, Saft und Schale einer Zitrone, eine Zimtrinde, fünf Gewürznelken

Doch nicht nur der Ölkürbis spielt in der heimischen Landwirtschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Auch der Anbau von Speise- sowie Schnitzkürbissen erfuhr in den letzten 15 Jahren eine zunehmende Ausweitung. Galt der Speisekürbis früher noch als eiserne Reserve in Notzeiten, ist

Kürbis schälen und würfelig schneiden. Wasser mit Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale, Zimtrinde sowie Gewürznelken aufkochen. Kürbis einlegen und nicht zu weich garen. Gewürze entfernen und das Kompott gut gekühlt als Dessert servieren.


Die landwirtschaft oktober 2013