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Die Zeitung der L andwirtschaf tsk ammer Niederösterreich

Leben

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Neue Serie: Tipps vom Profi-Gärtner

Pflanzenschutz

Mai 2014 Ausgabe 5

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Braunrost und Ährenfusariosen

Pferde

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Vermehrt Drusefälle in NÖ

Europa und die heimische Landwirtschaft

Gefestigt in die Zukunft Am 25. Mai wählt Europa neu. Was es damit auf sich hat, wer in Europa das Sagen hat und wie die Landwirtschaft davon betroffen ist, lesen Sie ab  Seite 47 Einheitswert

Beispiel Kleinwald

In der letzten Ausgabe wurden die wichtigsten Infos zum Ausfüllen der Erklärungsformulare bei Kleinstund Kleinwald im Zug der heurigen Neufeststellung der land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte gegeben. Ein Beispiel für den Kleinwald und Hinweise zur Großwalderklärungen finden Sie ab  Seite 10

Foto: LK NÖ/Posch

Europa wählt am 25. Mai 2014

Fische und Bienen Neue Schusszeiten

Existenzgründung

Was es für Fischzuchten, Teichwirtschaften und im Fischereirecht bei der EinheitswertHauptfeststellung zu beachten gilt und wie die Bewertungsverfahren für Imker geregelt sind, erfahren Sie ab  Seite 8

Nach der Investitionsförderung startet auch die vorläufige Antragstellung für die „Existenzgründungsbeihilfe für Junglandwirte“. Sie ersetzt die Maßnahme „Niederlassung von Junglandwirten“. Mehr dazu ab Seite 14

Die neue NÖ Jagdverordnung ist in Kraft getreten. Damit gelten im ganzen Bundesland neue Schusszeiten bei Reh- und Rotwild. Details über die Schusszeiten und den Entfall der Kronenhirschregelung in AK III ab Seite 13

www.noe.lko.at

P.b.b. | Verlagsort 3100 St. Pölten | 11Z039072M Adressänderungen bitte an: Landwirtschaftskammer Niederösterreich Wiener Straße 64 | 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300 | presse@lk-noe.at


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Die Landwirtschaft

LK Aktuell

Mai 2014

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Mai 2014 

Vorwort

Inhalt

Die Landwirtschaft

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Vorwort Abg.z.NR Ök.-Rat Ing. Hermann Schultes

LK Aktuell

Seite 4

4 Neuer Vorstand gewählt Futtermittellabor der LK NÖ erfolgreich bei langer Nacht der Forschung 5 Erste Prüfnummern für Most vergeben 6 Einheitswert-Hauptfeststellung ab 7

Invekos und Markt Seite 17 Produktion Seite 23 23 Braunrost und Ährenfusarium Stabilisierte Dünger in Kartoffel 27 NIRS-Analyse für Grassilagen 28 Schulmilch und Milchgütesiegel 32 Pferde – Vermehrt Drusefälle in NÖ 35 Schweinebesamung – Kniffe der Kollegen 36 Bienen – Vollbeschäftigung im Mai 38 Reportage – Nützen und Schützen im Forst 40 Rinderstall – Schieben, Einstreuen, Sanieren42 Energieausweis – Typenschein fürs Haus 44 UaB – Mit Plan in die Zukunft 46

Schwerpunkt



Foto: Petra Schmidt/pixelio

seite 47

Der europäische Traum Familienbetriebe in Europa Interview mit Elisabeth Köstinger Europäische Identität stärken GAP ebnete Weg für die Zukunft 20 Jahre Mehrfachantrag Flächen

Leben

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Liebe Leserin, lieber Leser! Wirtschaften und arbeiten, sparen und leben, investieren und gestalten – so ist das Leben für uns Bauern. Wetter und Märkte bringen ab und zu unsere Pläne durcheinander. Im politischen Durcheinander, gemeinsam mit NGOs und den Medien entstehen Begrenzungen oder Möglichkeiten. Unsere Landwirtschaftskammer will die Nachhaltigkeit unserer gesamten Landwirtschaft unterstützen, regionale Besonderheiten ermöglichen oder besondere Marktsegmente, wie die biologische Landwirtschaft entwickeln. Das alte Programm ist ausgelaufen und beendet. Ein neues wird es geben! Das Ergebnis ist eine Vereinbarung mit der größtmöglichen Zustimmung. Gesteuert wird mit Geld, Vorschriften, Verboten oder auch zielgerichteten Förderungen. Leistungen werden bestellt, Investitionsprojekte und Ausbildungsprogramme umgesetzt. Wege, Bewässerungsanlagen, Brücken oder Zuchtvieh-Versteigerungshallen stärken unsere Marktposition. So vielfältig wie unsere Wünsche sind, ist dann auch die Kritik am fertigen Programm. Kritik gehört dazu und in jedem Landesteil und in jeder Branche habe ich bis jetzt gehört, dass die jeweils eigenen Wünsche nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Die Gruppe, die als möglichst entgegengesetzt empfunden wird, ist angeblich viel besser bedient worden. Jetzt ist es meine, auch unsere Aufgabe, viele Fragen zu beantworten. Kritik ist notwendig, harte Kritik auch. Allerdings schmerzt sie, wenn Einzelne ihren Frust durchaus mit Absicht in verletzendem Ausdruck ausleben.

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Eine Pflanze zum Muttertag Eisheilige: Frostige Zeiten Erste Hilfe auch am Hof Kochseminare mit Kirschen und Salat Event-Highlights der Landjugend Buchtipps und Gewinnspiel

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Gerne will ich bezeugen, dass das Ergebnis als „Neues Programm zur Ländlichen Entwicklung“ schwer erkämpft wurde, dass viel Arbeit unserer besten Leute im Ergebnis steckt und dass sich so viele ein kräftiges Danke verdient haben. Redlich und ehrlich wurde argumentiert und viele Meinungen zusammengetragen. Es ist vergleichsweise wieder viel Geld aufgetrieben worden. Mehr wäre noch besser, vielleicht ist auch nicht alles perfekt, es ist aber im Vergleich mit allen Programmen Europas das wirksamste und vielfältigste.

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Uns wünsche ich, dass es möglichst gut ankommt und mit der Zeit alle guten Wirkungen entfalten kann.

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Herzlichst, Ihr


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Die Landwirtschaft

LK Aktuell

LK Aktuell

Mai 2014

Vollversammlung NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein

Vorstand neu gewählt Foto: Gerald Pfabigan

Rapsblütenfest trifft Muttertag Am Sonntag, 11. Mai, dreht sich in Pommersdorf bei Raabs an der Thaya alles um den Raps. Denn auch heuer wird wieder zum mittlerweile traditionellen Rapsblütenfest geladen. Neben einem unterhaltsamen Rahmenprogramm wartet auch ein umfangreiches Fachprogramm auf die Gäste. Experten informieren dabei über moderne Sätechnik, Pflanzenschutz und Düngung im Rapsanbau. Doch auch Rapsöl als Treibstoff wird thematisiert. Ein Landmaschinenpark, eine PKW Ausstellung und Aktivitäten für die jungen Besucher runden das Programm noch zusätzlich ab. Gestartet wird um 9.30 Uhr mit einer rhythmischen Festmesse. Ab 11 Uhr wird als besonderes Highlight ein Fotoservice geboten. Familien haben dabei die Möglichkeit, ein besonderes Muttertagsfoto im Rapsfeld von einem Fotografen schießen zu lassen. Nähere Infos unter www.raabs-raps.at.

Zitat des Monats Der landwirtschaftliche Bereich ist komplett EU geregelt. Es geht also um sehr viel: Darum ist es wichtig, am 25. Mai wählen zu gehen und mitzugestalten. EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger zur EU-Wahl.

Kürzlich wurde Josef Schrefel aus Göstling/Ybbs in der Vollversammlung des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines als Obmann wiedergewählt. Sein Team setzt sich aus den Obmannstellvertretern Josef Mayerhofer, St. Veit/Gölsen und Karl Wagner, Türnitz, den Vorstandsmitgliedern Franz Ritzinger, Waidhofen/ Ybbs, Josef Sommerauer, Rabenstein, Anton Teufl, Ybbsitz, Herbert Ehrenböck, Gloggnitz, Rudolf Prosini, Göstling/Ybbs, Karl Schabauer, Krumbach und Leopold Wieser, Randegg zusammen. Geschäftsführer ist August Bittermann, LK NÖ. Entsendet in den Vorstand wer-

den ein Vertreter der LK NÖ, drei Vertreter der NÖ Agrarbezirksbehörde und ein Vertreter der Abteilung Forstangelegenheiten der NÖ Landesregierung. Obmann Schrefel betonte, dass die Leistungen des Vereines in Zusammenarbeit mit der LK wichtig für die Zukunft der Almwirtschaft sind.

65. NÖ Almwandertag Der NÖ Almwandertag am 15. August führt heuer auf die Hamothweide in Lunz am See. Einen Rückblick auf die Fachvorträge im Rahmen der Vollversammlung finden Sie im Fachteil ab Seite 31.

die Medaille in Gold wurde Ernst Pichler, Ybbsitz von Vizepräsidentin Theresia Meier und Obmann Josef Schrefel für seine Verdienste als Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender im Aufsichtsrat der Rinderweidegenossenschaft Schwarzbach im Haselgraben überreicht.  Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Der Vorstand Der neu gewählte Vorstand mit Geschäftsführer August Bittermann (3.v.l.); Obmann Josef Schrefel (7.v.l.) Vizepräsidentin Theresia Meier; Alminspektor Kurt Kreitner (3.v.r.); Christian Philipp, NÖ Agrarbezirksbehörde (1v.r.); Hubert Schwarzinger, NÖ Landesforstdirektor (2.v.l.) und Andreas Moser, Tierzuchtdirektor LK NÖ (6.v.r.).  Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Gemeinsam aktiv in die Zukunft Bei fünf Veranstaltungen quer durch Niederösterreich konnten Landwirte ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für die Zukunft der heimischen Landwirtschaft zu Papier bringen. All jene die ebenfalls ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen wollen, haben dazu auch jetzt noch die Möglichkeit. Denn auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niederösterreich finden Sie einen Monat

lang die Fragestellungen aus den Regionalveranstaltungen. Teilen Sie uns Ihre Sicht der Dinge mit. Die Ergebnisse fließen danach ins Zukunftsprogramm 2020 der LK NÖ ein. Eine entsprechende Präsentation ist für Herbst geplant. Den Link zur Zukunft finden Sie auf noe.lko.at. Unter der Rubrik World Cafe heißt es dann: Gestalten Sie die Zukunft unserer Landwirtschaft aktiv mit.

Landwirte gefragt Bis Ende Mai können auf der Homepage der LK NÖ Ideen für die Zukunft der Landwirtschaft deponiert werden. Foto: LK NÖ


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LK Aktuell

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Die Landwirtschaft

Aus dem Land „Muh-Kuhli-Spiel“ war voller Erfolg

Osterkorb-Übergabe Obmann Stellvertreterin der Direktvermarkter NÖ Christine Zimmermann (1.v.l.) und Obmann der Direktvermarkter Johann Höfinger überreichten Weihbischof Anton Leichtfried und Bischof Klaus Küng Schinken, BauernFoto: LK NÖ/Lechner brot, Striezel, Eier und vieles mehr.

Mit bäuerlichen Schmankerln für jedes Fest gerüstet Er hat schon Tradition, der österliche Besuch des NÖ Landesverbandes für bäuerliche Direktvermarkter bei Kardinal Schönborn in der Erzdiözese Wien sowie bei Bischof Küng und Weihbischof Leichtfried im Bischofssitz St. Pölten. Seit neun Jahren empfangen die zuständigen Diözesanbischöfe die bäuerlichen Vertreter. In der Region einkaufen und Feste mit besonderen Speisen feiern – immer mehr Konsumenten

bekennen sich bewusst zu regionaler Qualität. Spezialitäten vom Direktvermarkter laden zum Genießen ein. Die Bischöfe haben ihre Verbindung zur bäuerlichen Bevölkerung bekräftigt. Die Kirche bekennt sich zu einem bewussten Umgang mit den natürlichen Grundlagen und zu einer Landwirtschaft, die auf Basis dieser Grundlagen im wahrsten Sinn des Wortes „wertvolle Lebensmittel“ erzeugt.

Osterkorb-Übergabe Österliche Leckerbissen gab es auch für Kardinal Christoph Schönborn in Wien.  Foto: LK NÖ/Posch

Wer Lust auf ein gelungenes Festmahl mit bäuerlichen Köstlichkeiten und regionalen Schmankerl hat, findet Direktvermarkter ganz in der Nähe unter www.gutesvombauernhof.at.

Erfolgreich durch die Nacht geforscht Das Interesse an der Futtermitteluntersuchung war bei der Langen Nacht der Forschung groß. Das Futtermittellabor Rosenau beteiligte sich erstmals an dieser Aktion. Das Ergebnis: Erfolg auf ganzer Linie. Denn eine unerwartet hohe Anzahl an Besuchern informierte sich über die nötige Futterqualität bei der Verfütterung, über den Aufwand zur Analyse der Inhaltstoffe sowie über die unzähligen verschiedenen Futtermittel, die in der Tierfütterung

Labor Präsentiert Bei der Langen Nacht der Forschung zeigte das Futtermittellabor Rosenau der LK NÖ, was es mit Futtermittel auf sich hat.  Foto: LK NÖ

eingesetzt werden können. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Stadt und Land konnten dabei auch selbst Hand anlegen und die Futtermittel mit dem Mikroskop einfach selbst unter die Lupe nehmen. Bei der Besichtigung des Labors standen dann nicht nur die zahlreichen Hightech-Geräte im Mittelpunkt. Denn die Zuständigen zeigten darüber hinaus auch, welche Herausforderungen es in der Futteranalyse und Rationsgestaltung für Tiere gibt.

Foto: LK NÖ

Rund 700 Besucher pilgerten kürzlich zum Hof der Familie Sulzer in Eschenau. Dort erwartete die Gäste ein ganz spezielles Event. Unter dem Titel „Muh-Kuhli-Spiel“ stellte man die Milcherzeugung in den Mittelpunkt und zeigte auf unterhaltsame Art und Weise, was dabei wichtig ist. So konnten Interessierte nicht nur der Geschichte von Milchkuh Shakira lauschen und an einer Holzkuh ihr Talent als Melker testen. Auch einen Milchlehrpfad gab es zu erkunden und die Seminarbäuerinnen Marianne Gruber sowie Maria Aigner informierten über die Qualität regional erzeugter Produkte. Durch das vielfältig gestaltete Programm kamen Kinder und Erwachsene gleichermaßen auf ihre Kosten.

Most und Saft am Markt Zahlen für das Jahr 2013 Eine neue Most-Offensive soll künftig die Vermarktung des regionalen Kult-Getränks im Handel und in Gastronomien stärken. 10 % Gastronomie

5% Handel

15 % Buschenschank

70 % Direkt (AB Hof, Bauernmarkt Quelle: ref. Obstbau

Grafik: lK NÖ/Mitmasser


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Die Landwirtschaft

LK Aktuell

Mai 2014

Die Welt im Blick

LK NÖ Vizepräsidentin Theresia Meier

Keine Wahl Wir haben keine Alternative am 25. Mai, als zur EU-Wahl zu gehen. Zumindest treffen wir keine gute Wahl, wenn wir es nicht tun. Bedenkt man, was derzeit in der Ukraine passiert, relativiert sich manche Mießmacher-Stimme. Denn die ukrainische Westgrenze ist von Wien weniger weit entfernt als Bregenz. So wird gerade jetzt deutlich: Die Europäische Union ist das größte Friedensprojekt in der Geschichte. Ohne alles schönreden zu wollen: Österreich hat durch den EU-Beitritt neben Sicherheit auch an wirtschaftlichen Chancen gewonnen. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Niederösterreich wäre ohne eine starke GAP nicht denkbar. Sicher gibt es manche, die das Gegenteil behaupten und die EU schlechtreden. Zeigen diese Stimmen wirklich realistische Alternativen auf? Wenn es Probleme in der Familie gibt, löst man sie. So sehe ich das auch mit Europa. Die bäuerlichen Vertreter in Brüssel verhandeln mit Hausverstand und Herz für gute Rahmenbedingungen bei uns daheim. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht, es geht um Ihre Zukunft! Wir haben eine starke Kandidatin, die bewiesen hat, dass sie sich im europäischen Konzert nicht nur zurechtfindet, sondern tonangebend mitbestimmt. Weil ich ihr das auch für die Zukunft zutraue, hat sie meine Stimme. Nicht zufällig wurde sie kürzlich zur Abgeordneten des Jahres gewählt. Meine Wahl ist Elisabeth Köstinger.

Mostpioniere Auch Niederösterreichische Mostproduzenten setzen auf geprüfte Qualität. Mit Innovationsfreude und Qualitätsbewusstsein verhelfen sie dem Most zu einer regelrechten Renaissance als Kultgetränk in Niederösterreich. Auch Foto: LK NÖ/Eva Posch LK NÖ-Vizepräsident Otto Auer (1.v.r.) ist stolz auf das regionale Kulturgut aus dem Mostviertel.

Historischer Moment Für heimischen most

Prüfnummer garantiert Qualität Erstmals wurden heuer staatliche Prüfnummern für Qualitätsobstwein vergeben. Auch niederösterreichische Mostproduzenten setzen auf geprüfte Qualität. „Für den österreichischen Obstwein ist das Jahr 2014 etwas ganz Besonderes“, erklärt Wolfgang Lukas, Vorstandsmitglied des Bundesobstbauverbandes, stolz. Denn von jetzt an sollen staatliche Prüfnummern den Konsumenten einmal mehr die hervorragende Qualität der heimischen Moste und Obstweine vor Augen führen. „Die Qualität der Produkte steigt permanent. Da ist es nur richtig, sich mit einer speziellen Aufmachung und einer entsprechenden Prüfnummer noch besser am Markt zu positionieren“, so Lukas. Damit können sich die niederösterreichischen Produzenten noch mehr auf die Regionalität ihrer Produkte berufen und als Erkennungsmerkmal einsetzen.

Neue Offensive für den Most Zusätzlich dazu soll die Vermarktung mit Hilfe einer Most-Offensive der Genuss Region Österreich angekurbelt werden. „Wir wollen allen den Most als kulinarisches

Kulturgut über Handel und Gastronomie näher bringen“, erklärt Genuss Region Österreich-Obfrau Margareta Reichsthaler. Seit

April ist das Kult-Getränk bereits in ausgewählten Betrieben zu finden und tritt somit seinen Siegeszug an.

Moste positionieren sich am Markt Merkmal für regionale Qualität am Etikett Die HBLA Klosterneuburg und das Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt prüfen Qualitätsmoste und vergeben Prüfnummern an hervorragende Kernobstweine. Untersucht werden unter anderem Aussehen, Geschmack, Säure- und Alkoholgehalt, der Verzicht auf Konzentrate, künstliche Süß- und Farbstoffe sowie die Herkunft der Rohstoffe. Zusätzlich dazu hat die Bundeskellereiinspektion die Möglichkeit, die Keller zu kontrollieren.

Eingeführt wird eine „Obstweinpyramide“, an deren Basis ein einfacher Obstwein steht. Er darf keine kleineren Herkunftsangabe als „Österreich“ tragen. Der Gehalt an flüchtiger Säure ist mit höchstens 1,0 g/l festgesetzt. Die mengenmäßig bedeutendste Obstwein-Kategorie wird diejenige sein, bei der verpflichtend das Bundesland anzugeben ist. Der Gehalt an flüchtiger Säure darf bei diesen Produkten höchstens 0,8 g/l betragen. An der Spitze der Qualitätspyramide stehen der Qualitätsobstwein mit höchstens 0,6 g flüchtiger Säure/l und der regionalspezifische Qualitätsobstwein, der mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung oder geschützten geografischen Angabe vermarktet werden kann.


Mai 2014 

Einheitswert

Die Landwirtschaft

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Einheitswert Mit guter Vorbereitung kein Problem

Aktuelle Grundstücksaufstellung rasch besorgen „Vorbereitung ist das halbe Leben“, dieser Spruch gilt auch für die Ende Mai beginnende Hauptfeststellung der Einheitswerte. Wesentliche Basis für die Ermittlung sind die im Eigentum stehenden Grundstücke, welche bei der Versendung der Erhebungsbögen in vielen Fällen vorgedruckt sein sollten und auf ihre Richtigkeit zu überprüfen sind. Abzustellen ist dabei auf das Flächenausmaß laut Kataster und die aktuelle Nutzung der Grundstücke. Wenn nicht vorhanden, sind ein aktuelles Grundstücksverzeichnis oder aktuelle Grundbuchauszüge von Nöten. Diese Unterlagen sollte man zeitgerecht organisieren, um nachher nicht allzu lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Wo erhalte ich eine aktuelle Grundstücksaufstellung?  Vermessungsamt  Bezirksgericht

 Internet (www.bev.gv.at)  Notar  Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesen Aus Datenschutzgründen ist es erforderlich, bei Abfragen über den Namen des Eigentümers einen amtlichen Lichtbildausweis vorzulegen. Sollte diese Abfrage im Auftrag Dritter durchgeführt werden, so ist eine Vollmacht erforderlich. Das so erstellte Grundstücksverzeichnis ist tagesaktuell und beinhaltet, nach Katastralgemeinden geordnet, folgende Angaben:  Grundstücksnummer(n)  Benützungsart und dazugehörige Nutzung  Gesamtfläche des Grundstücks  Die Teilflächen (T) der einzel-

nen Benützungsarten/Nutzungen je Grundstück  Einlagezahl  Ertragsmesszahl  Eigentümer mit Eigentumsanteilen Ergänzend ist ein Auszug aus der Digitalen Katastralmappe (DKM) von Vorteil. Die DKM ist der graphische Datenbestand des Katasters im Koordinatensystem der österreichischen Landesvermessung und veranschaulicht die Lage der Grundstücke.

Stichtag 1. Jänner 2014 Entscheidend für die Angaben im Erklärungsformular sind die tatsächlichen Nutzungen zum 1. Jänner 2014. Sollten die Angaben in den Grundstücksverzeichnissen und der DKM nicht oder

Text Text

Foto: LK NÖ

nicht mehr mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen, ist es sinnvoll, das zuständige Vermessungsamt zu kontaktieren. Die Bezirksbauernkammern werden nach Übermittlung der Erklärungsformulare durch das Finanzamt entsprechende Informationsveranstaltungen abhalten. Auch die Vermessungsämter informieren und beraten gerne über Grundbuchs- und Katasterfragen. Damit sollte die Hauptfeststellung 2014, welche für alle Beteiligten eine große Herausforderung ist, rasch und ohne besondere Probleme durchgeführt werden können. DI Reinhard Kern Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25102 reinhard.kern@lk-noe.at

Krankengeschichte mit Happy End Schon lange war Herr Einheitswert nicht beim Arzt. Bei einer Kontrolle, stellte man fest, dass etwas für seine Gesundheit getan werden muss. Der Chefarzt gab den Ärzten eine Frist. In dieser sollten sie herausfinden, wie sie ihn aufpäppeln können. Doch keiner wusste, wo man den Hebel ansetzen sollte. Die einen dachten, stärkere Medizin könne helfen. Andere wollten homöopathische Mittel einsetzen. Am besten beraten waren jene, welche die Krankheit aussitzen wollten. Sie meinten: „Wir geben ihm Zeit und im schlimmsten Fall wird ihn der Oberarzt behandeln.“ Einige Zeit war vergangen – wertvolle Zeit. Denn unser Patient erlitt ein Organversagen nach dem anderen. Zuerst war es die

Erbschafts- und Schenkungssteuer, die den Geist aufgab. Dann folgten die Grundbucheintragungsgebühr und die Grunderwerbsteuer. Alles Organe, die wir dringend brauchen. Dann kamen die guten Ratschläge vom benachbarten Koalitionsbett: „Lasst ihn doch sterben. Wir brauchen ihn nicht. Nehmt euch junge Buchhalter, eine hübsche Steuerberaterin, dazu noch ein Kontrollwesen.“ Und viele neue Menschen würden an der Landwirtschaft mitverdienen. Kurz bevor der Exodus drohte – die Sinuskurve war schon sehr schwach – hat man sich für eine Behandlung entschieden. Eine Infusion in Form einer Betriebsprämie, dazu eine stärkende Spritze in Form einer Verdoppelung

der Tierzuschläge und damit nicht alles auf den Magen schlägt, eine Tablette, um schwierige Jahre mit Hilfe eines Trockenheitsabschlages zu mildern. Die Behandlung hob die Lebensgeister an – im Durchschnitt um zehn Prozent. Doch es wird auch Betriebe geben, die über diesem Schnitt liegen. Allerdings: Was wären die Alternativen? Nun haben wir ihn wieder, unseren neuen modernen Helfer. Leider kann er nicht mehr für alle Betriebe da sein. Manche werden um die Aufzeichnung nicht herum kommen. Aber rund 80 Prozent haben ihn an ihrer Seite. Damit er nicht wieder krank wird, verpasste man ihm einen Herzschrittmacher. Eine Wertfortschreibung soll ihn vor einem

Rückfall schützen. Auch der nächste Arzttermin in neun Jahren ist fixiert und durch die Vernetzung mit der AMA wird jährlich überprüft, ob die Voraussetzungen im Bereich der Betriebsprämien sowie der Tierhaltung zeitgemäß sind. Bei einer Änderung von mehr als fünf Prozent oder 1.000 Euro Einheitswert, kann dieser neu festgesetzt werden. Was ist die Moral von der Geschicht: Der eine hat ihn, der andere nicht. Wir in der Landwirtschaft haben ihn nun wieder unseren Einheitswert. Aber wir schauen nicht schadenfroh auf andere. Auch den anderen Gewerbe hätten wir diesen Bürokratieabbau vergönnt. LKR Andreas Ehrenbrandtner


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Die Landwirtschaft

Einheitswert

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Einheitswert Für Fischzucht und Teichwirtschaft

Bewertungskriterien unter der Lupe Für Fischzuchten, Teichwirtschaften und im Fischereirecht gibt es bei der Einheitswert-Hauptfeststellung je nach Betriebsform Unterschiedliches zu beachten. Den Betriebsführern stehen dabei insgesamt fünf Bewertungsformulare zur Verfügung. Fischzuchten, Teichwirtschaften und Fischereirechte sind Bestandteile des übrigen land- und forstwirtschaftlichen Vermögens. Für die bäuerlichen Betriebe spielen vor allem zwei Betriebsformen eine zentrale Rolle. Zum einen sind das Fischzuchtanlagen für Zucht und Mast von Salmoniden und Nebenfischen. Hier ist das Formular „LuF 1-FD: Fischzucht – Durchfluss- bzw. Kreislaufanlagen“ erforderlich. Zum anderen die Karpfenteichwirtschaft inklusive deren üblicher Nebenfische. Dabei greift der Teichwirt auf das Formular „LuF 1-FT: Teichwirtschaften“ zurück. Insgesamt stehen den Betriebsführern fünf Bewertungsformulare zur Verfügung. Welche Bewertungsansätze die Behörde bei Fischzuchten und Teich-

wirtschaften genau anwendet, soll hier nun näher beleuchtet werden.

Durchflussanlagen Einer Durchflussanlage werden folgende Betriebsflächen zugeteilt: Bruthaus, Produktionsfläche, Produktionsraum, Fließkanäle, Teiche, Rundbecken, Gräben, Teichdämme, Betriebsgebäude und zugehörige Manipulationsflächen. Die Bewertung der Anlage erfolgt anhand eines Ausgangsertragswertes aufgrund der tatsächlich im Betrieb vorhandenen, durchschnittlichen Wassermenge in Litern pro Sekunde. Für Anlagen unter 2,5 Litern pro Sekunde zur Verfügung stehender Wassermenge erfolgt keine Bewertung. Liegt eine extensive Bewirtschaftung mit einer Jahresproduktionskapazität von bis zu 200

Kilogramm Fischzuwachs pro Sekundenliter Wassermenge vor, bleibt der Ausgangsertragswert unverändert. Bei einer intensiven Bewirtschaftung, beispielsweise durch den Einsatz von Belüftung, erhöht sich dieser Wert um 25 Prozent.Wird die Anlage hochintensiv bewirtschaftet, bringt dies eine Erhöhung von 50 Prozent mit sich. Das ist zum Beispiel bei Kreislaufanlagen der Fall. Abschläge können aufgrund von Fischverlusten durch Fischräuber sowie sonstige Bewirtschaftungserschwernisse wie eisenschüssige Wässer oder extreme Hochwassergefährdung, erfolgen. Bei Fischverlusten durch Fischotter oder Graureiher erfolgt ein prozentmäßiger Abschlag gestaffelt nach dem Schadausmaß. Dabei können Schäden bis maximal über 50 Prozent Ausfraß geltend

gemacht werden. In Summe darf der Abschlag des Ausgangsertragswertes ein Minus von 30 Prozent jedoch nicht übersteigen. Die Abschlagshöhe wird anhand der sonstigen Bewirtschaftungserschwernisse grundsätzlich im Einzelfall festzustellen sein.

Teichwirtschaften Die Betriebsfläche der Teichwirtschaften setzt sich aus der Teichfläche, den Teichdämmen, Röhricht und Schilfflächen, Betriebsgebäuden und den für eine Teichwirtschaft erforderlichen Manipulationsflächen zusammen. Die Bewertung von Teichwirtschaften erfolgt ab einer Größe von 0,5 Hektar Betriebsfläche. Dabei wird ein Flächenertragswert ermittelt, der von der geografischen Lage der Teichwirtschaft abhängig ist. Ausschlaggebend dafür sind Klimazahl und


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Einheitswert

Die Landwirtschaft

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Hilfe für Fischzüchter und Teichwirte Infoveranstaltung Zur Einheitswert-Hauptfeststellung Rund um die Bewertung von Teichwirtschaften und Durchflussanlagen bietet die NÖ LK eine Informationsveranstaltung an. Dabei stehen Experten den Teilnehmern zur Hauptfeststellung der Einheitswerte Rede und Antwort. Um Voranmeldung bis 30. Juni wird gebeten.



Wärmesumme. Die zuständige Behörde errechnet mit Hilfe dieser Faktoren den Ausgangsertragswert durch Multiplikation mit der Betriebsfläche, die zuvor um die Verlandungszonen verringert wurde. Grundsätzlich wird dabei eine extensive Bewirtschaftungsweise mit bis zu 1.500 Kilogramm Jahresproduktion in der Feststellung des Ausgangsertragswertes pro Hektar angenommen. Eine eventuell darüber hinaus gehende, intensive Bewirtschaftung erhöht den Ausgangsertragswert um 25 Prozent. Zusätzlich gibt es Abschläge durch Einschränkungen und Nachteile in der Bewirtschaftung. Fischereischädlinge werden hierbei mit Schäden bis zu mehr als 75 Prozent Ausfraß durch ein Abschlagsminus von bis zu 30 Prozent berücksichtigt. Sonstige Bewirtschaftungserschwernisse, wie aufwendige Dammerhaltung oder hoher Mooranteil, verringern den Ausgangsertragswert um bis zu zehn Prozent und werden im Einzelfall entschieden.

Fotos: LK NÖ/Kirchmaier

Verlandungszonen, die der Teichwirt nicht mehr nachhaltig zur Fischproduktion nutzen kann, werden nach Abzug von der Betriebsfläche pauschal in der Berechnung mit 20 Euro pro Hektar, als Vegetationsflächen mit geringer Ertragsfähigkeit, bewertet.

Termin: Am 7. Juli von 9 bis 12 Uhr im Seminarraum der LK NÖ in St. Pölten. Anmeldungen und nähere Informationen unter Tel. 05 0259 23105 oder per E-Mail unter leo.kirchmaier@lk-noe.at. Referenten: Wolfgang Weichselbraun, LK NÖ und Leo Kirchmaier, LK NÖ

Bewertungsverfahren für Imker genau geregelt

Angelfischerei in Teichen Erfolgt die Bewirtschaftung der Teiche durch die Ausgabe von Angelscheinen, die Erteilung einer Angelerlaubnis an Hotelgäste oder die Verpachtung der Teichwirtschaften an Fischereivereine, so werden diese Betriebsflächen gesondert erfasst. Dabei wird der Ausgangsertragswert pro Hektar wie bei den oben genannten Teichwirtschaften ermittelt und anschließend, je nach Einschränkung der angelfischereilichen Nutzung, mit einem Intensitätsfaktor von eins bis drei multipliziert. Leo Kirchmaier, Bakk.techn. Ref. Tierzucht Tel. 05 0259 23102 leo.kirchmaier@lk-noe.at

Formulare nach Betriebsform wählen Im Zuge der Hauptfeststellung der Einheitswerte gibt es zu den Bereichen Fischzucht, Teichwirtschaft und Fischereirecht je nach Betriebsform fünf eigene Bewertungsformulare:  LuF 1-FT: Teichwirtschaften  LuF 1-FD: Fischzucht – Durchfluss- bzw. Kreislaufanlagen  LuF 1-FA: Angelfischerei an Teichen  LuF 1-FF: Fischereirecht an fließenden Gewässern  LuF 1-FS: Fischereirecht an stehenden Gewässern

Auch für Imkereien gibt es aufgrund der Zuordnung zum übrigen land- und forstwirtschaftlichen Vermögen ein pauschales Bewertungsverfahren. Dabei sind Imkereien mit bis zu 50 Bienenstöcken – so die Freigrenze – von der Erklärung ausgenommen. Ab einem durchschnittlichen Jahresbestand von 50 Völkern wird ein pauschaler Ertragswert von elf Euro pro Bienenvolk angesetzt. Hierbei ist der Durchschnitt der letzten Jahre im Monat Oktober entscheidend. Von dieser Ertragssumme wird bei einem Bestand von bis zu 99 Völkern ein Pauschalabschlag von 100 Euro abgezogen. Ab 100 Völkern entfällt der Pauschalabschlag beim Ertragswert. In diesem Wert sind bereits Honigertrag, anfallendes Bienenwachs, Rohpropolis sowie etwaige Arbeitsräume mitberücksichtigt. Im Formular werden zusätzlich die jährlichen Einnahmen aus dem Verkauf von Met, Bienengift, Gelee Royal, Bienenköniginnen und Weiselzellen angegeben. In der Berechnung dieses Anteils am Einheitswert wird ein Freibetrag von 1.500 Euro abgezogen. Die Angaben zur Imkerei sind in der Beilage LuF 1T HF2014 – Tierhaltung und Imkerei – vorzunehmen. Imkereibetriebe ab 50 Völkern haben eine derartige Erklärung auszufüllen. Wird diese nicht durch das Finanzamt bis Ende November zugesendet, hat jeder Imker ab 50 Völkern selbstständig eine Erklärung vorzunehmen. Formulare sind entweder beim örtlichen Finanzamt, über Finanzonline oder bei der örtlichen Bezirksbauernkammer erhältlich.


Die Landwirtschaft

Einheitswert

Mai 2014



Foto: LK NÖ/Grünwald

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Hauptfeststellung 2014

Beispiel Kleinwald und Erklärungsformulare Großwald In der letzten Ausgabe wurden die wichtigsten Informationen zum Ausfüllen der Erklärungsformulare bei Kleinst- und Kleinwald im Zug der heurigen Neufeststellung der land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte gegeben. Hier finden Sie ein Beispiel für den Kleinwald und Hinweise zur Großwalderklärung. Beispiel Kleinwald Kleinwaldbetriebe über zehn bis 100 Hektar müssen unter Punkt 8.2 auf Seite 6 im Hauptformular LuF 1 die Waldfläche unter anderem getrennt nach Baumartengruppen, Wachstumsstufen und Altersgruppen angeben. Dabei wird bei kleineren Einheiten eine Schätzung ausreichend sein, bei größeren Einheiten ist eine bestandesweise Erfassung zweckmäßig. Die Forstbetriebsfläche

im angeführten Beispiel besteht aus drei räumlich getrennten Teilstücken. Im WirtschaftswaldHochwald ist auf einer Fläche von 5,20 Hektar wegen des Geländes keine Schlepperbringung möglich (Seilgelände). Im Schutzwald hat die Fichte einen Anteil von 60 Prozent oder 2,16 Hektar, die Buche einen von 40 Prozent oder 1,44 Hektar. Wie sich die Anteile der drei Altersstufen, der Baumarten sowie der Wachstumsstu-

fen im Wirtschaftswald-Hochwald verteilen, zeigt Tabelle 1. Diese Erhebungsdaten sind wie dargestellt in das Erklärungsformular zu übertragen:

Großwalderklärung Betriebe mit mehr als 100 Hektar Forstbetriebsfläche werden dem so genannten „Großwald“ zugerechnet. Hier erfolgt die Bewertung nach den tatsächlichen Verhältnissen, wobei die Para-

meter differenzierter als beim „Kleinwald“ anzugeben sind. Neben dem Hauptformular LuF1, in dem alle allgemeinen Daten einzutragen sind, werden diesen Betrieben im Normalfall drei weitere Formulare zugesendet, die für die Erklärung der Daten des Großwaldes relevant sind. Es sind dies die Formulare LuF 1-FOF, LuF 1-FO sowie LuF 1-FOE. Ist dem Finanzamt aus irgendeinem Grund nicht bekannt,

Almflächen und Weiderechte Am 7. Mai informieren Experten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich in Rohr im Gebirge und in Lunz am See über die Einheitswert-Hauptfeststellung. Sie zeigen, welche Kriterien bei Almflächen maßgeblich sind. Mit unterschiedlichen Hektarsätzen werden Almflächen bei der Einheitswert-Hauptfeststellung berücksichtigt. Die Bewertung ist abhängig von der Seehöhe und der Bonität. Die Boni-

tät wird wesentlich vom Anteil austrocknungsgefährdeter oder stark vernässter Flächen bestimmt. Lokale Besonderheiten wie klimatische Abweichungen, Erreichbarkeit der Alm, Entfernung vom Heimgut, Wegerhaltung, besondere Gefährdungen und vieles mehr fließen mit Zuund Abschlägen in die Bewertung ein. Urkundliche Weiderechte führen bei Servitutsberechtigten zu Zuschlägen und für servitutsbelastete Flächen zu Abschlägen.

Infoveranstaltungen  7. Mai, 9 bis 12 Uhr im Alpengasthof „Kalte Kuchl“, Innerhalbach 18, 2663 Rohr im Gebirge  7. Mai, 14 bis 17 Uhr im Landhotel-Restaurant Zellerhof, Familie Daurer, Seestraße 5, 3293 Lunz am See Referenten: Wolfgang Weichselbraun, August Bittermann, LK Niederösterreich Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich.



Foto: LK NÖ


Mai 2014 

Einheitswert

Die Landwirtschaft

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Beispiel Kleinwald Die für das folgende Beispiel durchgeführte Erhebung eines Kleinwaldbetriebes mit 17,42 ha Wald hat ergeben: Wirtschaftswald-Hochwald 13,32 ha Schutzwald mit möglicher Holznutzung 3,60 ha Nichtholzboden (Forststraße) 0,50 ha Gesamt 17,42 ha

dass es sich um einen Großwaldbetrieb handelt, muss man diese nötigen Zusatzformulare selbstständig nachfordern. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn Flächen in letzter Zeit zugekauft wurden und dadurch mehr als 100 Hektar Wald zustande gekommen sind.

LuF 1-FOF Im Formular „Flächennachweis Forst“ (LuF 1-FOF) ist die Einlagezahl gemäß Grundbuch einzutragen. Liegen mehrere Einlagezahlen vor, sind diese getrennt anzugeben. Flächendaten des Forstbetriebes sind getrennt nach Nutzungsarten und Katastralgemeinden dann bekannt zu geben, wenn zwischen den vom Finanzamt vor angedruckten Grundbuchsdaten und der tatsächlichen Nutzung erhebliche Abweichungen bestehen.

LuF 1-FO und LuF 1-FOE Das Kernstück der Großwalderklärung ist das Formular „Forstbetriebsfläche über 100 Hektar“ (LuF1-FO). Unter Punkt 1. Flächenausmaß werden die Flächendaten getrennt nach Hochwald, Ausschlagwald, Kurzumtriebsflächen oder Christbaumflächen auf Wald-

boden, Standortsschutzwald mit möglicher oder ohne mögliche Holznutzung, Krummholzflächen, Windschutzanlagen und Nebenflächen angegeben. Beim Hochwald wird unterschieden zwischen:  Wirtschaftswald  erklärtem Bannwald  Objektschutzwald so ferne nicht Standortsschutzwald  erklärtem Erholungswald  Quellschutzanlagen  Umwandlungsflächen, so ferne sie nicht älter als 40 Jahre sind. Beim Standortsschutzwald mit möglicher Holznutzung wird nach zwei Baumartengruppen unterschieden, bei den Nebenflächen zwischen Nichtholzboden wie Forststraßen und Holzlagerplätzen sowie allfälligen Forstbetriebsflächen auf Nichtwaldboden wie Betriebsgebäude. Unter Punkt 2 werden verschiedene Merkmale eingetragen, die sich ausschließlich auf die Hochwaldflächen beziehen. Es sind dies Lagemerkmale, Bringungsbedingungen und Geländeverhältnisse, Bedingungen zu Wegebau und Wegerhaltung, Streulage, Schäden im Hochwald sowie die Altersklassenübersicht.

In dieser Altersklassentabelle sind getrennt für die einzelnen Hochwaldkategorien sowie für die einzelnen Baumarten und zwanzigjährigen Altersstufen folgende Daten anzuführen:  ideelle Flächenanteile  gemittelte Ertragsklassen (Absolutbonitäten)  gemittelte Bestockungsgrade Kommt man mit dieser Tabelle nicht aus, ist das Formular „Ergänzungsblatt“, LuF 1-FOE heran zu ziehen.

Tab 1: Altersstufen, Baumarten und Wachstumsstufen im Wirtschaftswald-Hochwald Altersstufe

Anteil Fläche

0-40j.

15 %

41-80j.

50 %

über 80j.

35 %

Wirschaftswald-Hochwald

Baumartenanteile 20 % Fichte 20 % Kiefer 60 % Buche 50 % Fichte 50 % Buche 30 % Fichte 30 % Kiefer 40 % Buche

Wachstumsstufe mittel mittel mittel gut mittel mittel mittel schlecht

Fläche (ha) 0,3996 0,3996 1,1988 3,3300 3,3300 1,3986 1,3986 1,8648 13,3200

Punkt 3 ist nur für Betriebe mit Auwald- oder Ausschlagwaldflächen relevant. Hier sind diesbezügliche Daten betreffend die nachhaltig mögliche Nutzungsmengen bzw. die durchschnittliche Anzahl der Oberholzstämme im Mittelwald bekannt zu geben. Dies führt jeweils zur Zuordnung zu einer von drei Güteklassen. Unter 4. sind Reinerträge aus allfälligen Nebennutzungen der letzten drei Jahre anzugeben, unter 5. eventuell angeschlossene Beilagen. In der nächsten Ausgabe der „Landwirtschaft“ folgen weitere Informationen zum Einheitswert Forst. DI Wolfgang grünwald Abt. Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24102 wolfgang.gruenwald@lk-noe.at


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Die Landwirtschaft

Einheitswert

Mai 2014

Hauptfeststellung 2014 für Die Land- und forstwirtschaft

Was wird bewertet? Nur das land- und forstwirtschaftliche Vermögen sind auf Basis neuer gesetzlicher Grundlagen und Richtlinien nach den Verhältnissen zum 1. Jänner 2014 zu bewerten. Was genau bewertet wird, darüber informiert der Beitrag. Das land- und forstwirtschaftliche Vermögen gliedert sich in landwirtschaftliches Vermögen (insbesondere Äcker, Wiesen, Weiden, Almen, Obstbau, Feldgemüsebau) forstwirtschaftliches Vermögen (insbes. Wald im Sinne des Forstgesetzes) Weinbau (insbes. Rebflächen) Gartenbau (insbes. Gewächshäuser, Folientunnel, gärtnerische Freilandflächen, Baumschulen) übriges landwirtschaftliches Vermögen (insbes. Imkerei, Fischwirtschaft, Fischereirechte)

Land- und forstwirtschaftliches Vermögen Zum land- und forstwirtschaftlichen (luf) Betrieb gehören alle Teile, die dauernd einem luf Hauptzweck dienen, insbesondere Grund und Boden, Gebäude, Maschinen, Geräte, Betriebsmittel, Alpen, Sonderkulturen, Obstkulturen und Nebenbetriebe. Der Einheitswert umfasst den gesamten Betrieb, genauer die wirtschaftliche Einheit im Sinne des Bewertungsgesetzes. Zum landwirtschaftlichen Betrieb gehören auch landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung aufgrund naturschutzbehördlicher Auflagen eingeschränkt ist, zum Beispiel ein Naturschutzgebiet. Im landwirtschaftlichen Einheitswert ist überdies eine gewisse Viehwirtschaft ohne Zuschlag berücksichtigt. Für die überdurchschnittliche Tierhaltung gibt es einen Zuschlag von 280 Euro pro Vieheinheit (VE). Der VESchlüssel ist für bestimmte Tier-

kategorien im Bewertungsgesetz geregelt. Wird die Maximalunterstellung bei diesen Tierkategorien nachhaltig überschritten, ist die Tierhaltung steuerlich als Gewerbebetrieb anzusehen, sofern nicht wertmäßig überwiegend eigene Erzeugnisse, insbesondere Futtermittel, für die Tierhaltung verwendet werden. Gewerbliche Viehwirtschaftsbetriebe sind steuerlich anders zu behandeln und erhalten keine Zuschläge wegen überdurchschnittlicher Tierhaltung. Bei Tierarten, für die keine VE im Bewertungsgesetz geregelt sind, gilt grundsätzlich § 30 Abs. 3 BewG im Rahmen der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Nebenbetrieb Ein Nebenbetrieb ist ein Betrieb, der dem luf Hauptbetrieb zu dienen bestimmt ist („wirtschaftliche Unterordnung“). Zu den landwirtschaftlichen Nebenbetrieben gehören beispielsweise kleine Sägen, Brennereien, Verarbeitungsräume, zum Beispiel für Bauernbrot und Molkereiprodukte, Schlacht- und Zerlegeräume, Selchen und Schottergruben, soweit steuerlich noch kein Gewerbebetrieb vorliegt.

Grundvermögen und gewerbliches Betriebsvermögen „Bauernhäuser“ und Einfamilienhäuser gehören zum Grundvermögen und sind nicht Gegenstand der neuen Hauptfeststellung für das luf Vermögen. Änderungen, zum Beispiel bei Umbaumaßnahmen, sind jedoch im Rahmen von Fortschreibungen oder Nachfeststellungen zu berücksichtigen. „Grundvermögen“ ist ein spezieller Begriff im Bewertungsgesetz für bestimmte nicht luf genutzte

Grundstücke. Nicht zum landwirtschaftlichen Vermögen gehören etwa Camping-, Sport- und Parkplätze. Auch derzeit noch luf genutzte Flächen sind als Grundvermögen einzustufen, wenn nach ihrer Lage und den sonstigen Verhältnissen in absehbarer Zeit mit einer nicht landwirtschaftlichen Nutzung zu rechnen ist, zum Beispiel als Bauland, Industrieland oder Verkehrsfläche. Gebäude, die für gewerbliche oder sonstige betriebsfremde Zwecke verwendet oder vermietet werden, zum Beispiel in der ehemaligen Maschinenhalle befindet sich inzwischen eine Tischlerei oder ein Handelsbetrieb, die Scheune dient zur Unterbringung von Booten oder als Baustofflager für eine Firma, gehören nicht zur Landwirtschaft. Im Formular zur Erklärung der Hauptfeststellung des Einheitswertes (LuF 1 HF2014, Pkt. 4.1.3 und Pkt. 5), welches den „größeren“ Betrieben ab Ende Mai 2014 zugeschickt wird, ist anzugeben, welche Grundflächen und Wirtschaftsgebäude nicht mehr luf Zwecken dienen, was in der Regel eine gesonderte Erfassung nach alten nicht landwirtschaftlichen Bewertungsgrundsätzen – Bewertung als Grundvermögen – zur Folge hat. Nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Wirtschaftsgebäude gehören grundsätzlich noch zum luf Vermögen, solange sie keinem anderen Zweck zugeführt werden, zum Beispiel leer stehende Stallgebäude.

Zukauf von Handelswaren Werden im Rahmen eines landwirtschaftlichen Hauptbetriebes

Einheitswert neu Bewertung grundsätzlich nur von land- und forstwirtschaftlichem Grundbesitz. Foto: LK NÖ

auch Umsätze aus zugekauften Erzeugnissen, zum Beispiel Handelswaren bei Gartenbaubetrieben erzielt, so ist ein einheitlicher landwirtschaftlicher Betrieb nur dann anzunehmen, wenn der Einkaufswert des Zukaufes fremder Erzeugnisse nicht mehr als 25 Prozent des Umsatzes dieses Betriebes beträgt. Bei Weinbaubetrieben ist ein einheitlicher Weinbaubetrieb auch dann anzunehmen, wenn die Einkaufsmenge des Zukaufes nicht mehr als 2.000 Kilogramm Weintrauben oder insgesamt 1.500 Liter Wein aus frischen Weintrauben pro Hektar bewirtschafteter weinbaulich genutzter Betriebsfläche beträgt. Bei nachhaltiger Überschreitung der Zukaufgrenzen geht die Einstufung als landwirtschaftlicher Betrieb, zum Beispiel für den gesamten Weinbaubetrieb verloren. Luf genutzte Betriebsgrundstücke im Rahmen von Gewerbebetrieben werden aber wie luf Vermögen bewertet – zum Beispiel Weingarten eines Weinhändlers oder Waldfläche eines Sägewerksinhabers; nicht luf genutzte Betriebsgrundstücke sind wie Grundvermögen zu bewerten. Mag. Roman Prein, Dr. Rainer Gehringer Ref. Steuer, Tel. 05 0259 27202 roman.prein@lk-noe.at


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Recht

Die Landwirtschaft

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NÖ Jagdverordnung reagiert auf Ergebnisse des Wildeinflussmonitorings

Schusszeiten bei Reh- und Rotwild ausgeweitet Am 22. März ist die neue Niederösterreichische Jagdverordnung in Kraft getreten. Damit gelten im ganzen Bundesland neue Schusszeiten bei Reh- und Rotwild.

Zitat Wir Bauern als landund forstwirtschaftliche Grundbesitzer begrüßen das neue niederösterreichische Schalenwild-Paket. Es ist in konstruktiver Zusammenarbeit entstanden und ein weiterer Schritt, der zur Entspannung der Wald-Wild-Frage beiträgt. Ich hoffe sehr, dass es durch die Jäger aktiv umgesetzt wird . Die neuen Schusszeiten bieten bei konsequenter Umsetzung die Möglichkeit, die Reh- und Rotwildbestände wirksam zu reduzieren, Wildschäden zu verringern und somit das Verhältnis zwischen Bewirtschaftern und Jägern zu entspannen Foto: LK NÖ/Schwaighofer 

16. April bis 31. Dezember Beim Rehwild wurde die Schusszeit für Jährling und Schmalgeiß auf den 16. April vorverlegt. Die Bejagung der Schmalgeiß ist durchgehend bis 31. Dezember erlaubt. Die Vorverlegung der Schusszeit soll ein sicheres Ansprechen erleichtern, noch bevor die Vegetation den Wildkörper zur Gänze verdeckt und eine effizientere Bejagung der einjährigen Stücke ermöglichen, um

Fallwild und Wildschäden zu verringern. Beim Rotwild wurde die Schusszeit von Schmaltier und Schmalspießer auf den 1. Mai vorverlegt.

Kronenhirschregelung in AK III entfällt Die Kronenhirschregelung in der Altersklasse III (AK III) entfällt. Hirsche der AK III dürfen nunmehr von 1. August bis 31. Dezember ohne Einschränkung be-

Neue Schuss- und Schonzeiten Rotwild & Rehwild Schmalspießer Rothirsch AK Rotwild Rothirsch AK I & II Schmaltier Tiere und Kälber (unverändert) Rehwild: - Jahrlingsbock Älterer Bock Rehwild Schmalgeiß Geißen und Kitze (unverändert)

1.5.-31.12. 1.8.-31.12. 1.8.-30.11. 1.5.-31.12. 1.8.-31.12. 16.4.-15.10. 16.5.-15.10. 16.4.-31.12. 16.8.-31.12.

jagt werden. Die Schusszeit in der AK I und II endet bereits am 30. November. Auch beim Rotwild soll durch die neuen Schusszeiten bei den einjährigen Stücken ein Eingriff noch vor dem Beginn der Vegetationsperiode ermöglicht werden. Der Wegfall der Kronenhirschregelung soll die Bejagung der AK III erleichtern. Der vermehrte Abschuss in dieser Altersklasse soll die Rotwildbestände und die Wildschäden wirksam reduzieren. Durch die Verkürzung der Schusszeit in der AK I und II kann nach dem 30. November das Augenmerk auf den Abschuss von Tier, Kalb, Schmaltier und Schmalspießer gelegt werden. Mag. Sylvia Scherhaufer Ref. Umwelt Tel. 05 0259 27402 sylvia.scherhaufer@lk-noe.at

Präsident Abg. z. NR. Ök-Rat Ing. Hermann Schultes

Wildeinflussmonitoring Das Wildeinflussmonitoring, das vom Bunderforschungszentrum für Wald im Konsens mit der Jägerschaft und den Landesforstdiensten entwickelt wurde, liefert seit dem Jahr 2004 österreichweit statistisch abgesicherte Daten über den Wildeinfluss auf die Waldverjüngung. Die Ergebnisse werden im Juni in einer Sonderbeilage präsentiert. Die Detailergebnisse sind jetzt schon unter www.wildeinflussmonitoring.at abrufbar.


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Die Landwirtschaft

Förderung

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Existenzgründungsbeihilfe Für Junglandwirte ab sofort vorläufig beantragen

Starthilfe für unter 40-Jährige Nach der Investitionsförderung startet auch die vorläufige Antragstellung für die „Existenzgründungsbeihilfe für Junglandwirte“. Was dabei zu beachten ist, erklärt LK-Experte Gerhard Salzmann. Die „Existenzgründungsbeihilfe für Junglandwirte“ ersetzt die Maßnahme „Niederlassung von Junglandwirten“ aus der Förderperiode 2007 bis 2013.

Warum „vorläufige Antragstellung“? Mit der vorläufigen Antragstellung wahrt man Fristen. Dies betrifft die unbedingt erforderliche Antragstellung solange man unter 40 Jahre alt ist und eine mögliche Frist nach dem tatsächlichen Bewirtschaftungsbeginn.

Wer soll einen vorläufigen Antrag stellen? Jeder, der einen Betrieb als Betriebsführer bewirtschaftet und noch keine Förderung für die erste Niederlassung erhalten hat,

sollte sich bei der zuständigen Bezirksbauernkammer beraten lassen und vorsichtshalber einen Antrag stellen, um nicht eine mögliche Frist zu versäumen. Die notwendigen Übergangsbestimmungen werden erst in der Sonderrichtlinie geregelt. Es betrifft alle, die in der Periode 07 bis 13 aufgrund der bisherigen Stichtagsregelungen keine Beihilfe erhalten konnten, zum Beispiel aufgrund fehlenden Eigentumsüberganges bei der Pacht von elterlichen Betrieben. Daher kann noch nicht abgeschätzt werden, welche Voraussetzungen für die Bewilligung eines Antrags der Existenzgründungsbeihilfe vorhanden sein müssen, um auch Betriebs-

Junglandwirte können einen vorläufigen Antrag auf Existenzgründungsbeihilfe stellen. Mit der vorläufigen Antragstellung wahren sie Fristen. Foto: LK NÖ/Archiv 

Die Biene ist, wie kein anderes Tier, zum Symbol des Feldzuges der Umweltorganisationen gegen den klassischen Pflanzenschutz und seit wenigen Tagen auch gegen die Methoden des modernen Gartenbaues geworden. Die Presseaussendung von Greenpeace „Gartenpflanzen massiv mit Pestiziden verseucht“ kritisiert, dass Gartenbauprodukte, die nicht der Ernährung dienen, mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Obwohl das weder überraschend, noch illegal ist, wird versucht, das zum Skandal zu stilisieren. So wird berichtet, dass man auf Proben in Österreich nicht zugelassene Pestizide gefunden hat. Damit wird der illegale Einsatz dieser Mittel unterstellt. In der Realität ist das allerdings nicht automatisch der Fall. Dank freiem Warenverkehr und unterschiedlichen Pflanzenschutzmittelzulassungen in Europa ist es möglich, dass in Italien oder Holland Mittel angewendet werden dürfen, die bei uns keine

Zulassung haben. Erwähnenswert ist, dass die beprobte Lavendelpflanze beispielsweise aus Italien stammt. Pflanzenschutzmittelfirmen beantragen aus wirtschaftlichen Überlegungen seit vielen Jahren nur selten Neuzulassungen für den österreichischen Zierpflanzenbereich und viele Gärtner bemühen sich daher, alternative Pflanzenschutzmaßnahmen einzusetzen. Man greift nicht gerne und ohne nachzudenken zu „Pestiziden“ oder besser gesagt zu Medikamenten aus der Pflanzenapotheke, da jede Spritzung mit hohen Materialkosten und hohem Arbeitsaufwand verbunden ist. Der Grund für den Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen liegt vielmehr darin, dass „verlauste“ und „verpilzte“ Pflanzen auf unseren Märkten keinen Absatz finden und der Griff zur Pflanzenarznei unausweichlich ist. In der Presseaussendung wird auch das Auffinden von Imidacloprid-Rückständen, einem in der EU teilweise verboten Neonicotinoid,

beklagt. Dieses war aber zum Zeitpunkt der Produktion durchaus zulässig und ist folglich mit modernen Analysemethoden natürlich nachweisbar. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Ernährung in Berlin hat erst kürzlich festgestellt, dass sich die Konzentration des genannten Wirkstoffes im Pollen und Nektar bei mit Imidacloprid behandelten Kulturpflanzen im Bereich der Nachweisgrenze, also auf extrem niedrigem Niveau, befindet. Der Aufhänger der Presseaussendung, nämlich die Gefährdung der Bienen durch unsere Gartenpflanzen, muss daher in Frage gestellt werden. Vielmehr wird damit während der Hauptsaison im europäischen Gartenbau ein weiteres „Gärtnersterben“ forciert. Zur Rettung der Honigbiene trägt man hiermit allerdings nur wenig bei.

Foto: LK NÖ/Posch

Emotionalisierung am Rücken der Gärtner


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führern, die schon längere Zeit einen Betrieb bewirtschaften, eine Unterstützung gewähren zu können. Diese Beihilfe unterstützt die erstmalige Aufnahme einer landwirtschaftlichen Tätigkeit, die erste Niederlassung. Laut Programmentwurf wird die Beihilfe in zwei Pauschalzahlungen gewährt. Die zweite Zahlung erfolgt nach drei bis fünf Jahren nach dem Nachweis der Umsetzung des Betriebskonzeptes.

Voraussetzungen laut Programmentwurf  Bewirtschaftung

von mindestens drei Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (LN); Betriebe des Garten-, Obstoder Weinbaues, Bienenhaltung, Hopfenanbau, die weniger als drei Hektar LN bewirtschaften, müssen über einen eigenen Einheitswert oder einen Zuschlag zum Einheitswert verfügen.  Arbeitsbedarf bei erstmaliger Bewirtschaftung eines bestehenden Betriebes mindestens 0,5 betriebliche Arbeitskräfte (bAK); bei Teilung

Förderung

eines bestehenden Betriebes oder Neugründung muss der so entstandene Betrieb mit einem Arbeitsbedarf von mindestens 1,5 bAK bewirtschaftet werden.  Mindestqualifikation ist eine für die Bewirtschaftung des Betriebs geeignete Facharbeiterprüfung oder einschlägige höhere Ausbildung.  Die Höhe des außerlandwirtschaftlichen Einkommens des Förderungswerbers liegt zum Zeitpunkt der Antragstellung unter dem zweifachen Referenzeinkommen.  Ein vom Förderungswerber erstelltes Betriebskonzept ist Pflicht.  Viehhaltende Betriebe müssen zumindest die Hälfte des am Betrieb anfallenden Stickstoffs aus Wirtschaftsdünger auf selbst bewirtschafteten Flächen gemäß Aktionsprogramm „Nitrat“ ausbringen können. Die gesetzeskonforme Ausbringung des übrigen Anteiles kann mit Düngerabnahmeverträgen nachgewiesen werden.

Weitere Auflagen Bei der Beantragung der zweiten Teilzahlung muss der Förderwerber den Nachweis von Investitionen in den Wirtschaftsteil erbringen (15.000 Euro ab 0,5 bAK bzw. 20.000 Euro ab 1,0 bAK). Bei nicht ordnungsgemäßer Umsetzung des Betriebskonzeptes kann die zweite Zahlung einbehalten und die erste Teilzahlung zurückgefordert werden.

Mögliche Höhe der Beihilfe Betrieb ab 0,5 bis < 1 bAK 1. Teilbetrag maximal 1.000 Euro 2. Teilbetrag maximal 1.500 Euro Betrieb ab 1 bAK 1. Teilbetrag maximal 4.000 Euro 2. Teilbetrag maximal 4.000 Euro Zusätzlich gibt es bei vollständigem Eigentumsübergang einen Zuschlag von 3.000 Euro. Möglich ist ein Rückbehalt von zehn Prozent der Flächen, höchstens jedoch drei Hektar. Der Bonus bei höherer Qualifikation beträgt 4.000 Euro. DI Gerhard Salzmann Ref. Förderung, Tel. 05 0259 25201 gerhard.salzmann@lk-noe.at

Die Landwirtschaft

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Vorläufige Antragstellung Mit der vorläufigen Antragstellung wird ein Stichtag fixiert. Eine Ergänzung von Daten und Unterlagen vor der möglichen Bewilligung der Anträge wird notwendig sein. Im Zuge der Programmgenehmigung können sich Änderungen ergeben und bei der Erarbeitung der Sonderrichtlinien werden noch ergänzende Details festgelegt. Sobald die endgültigen Grundlagen bekannt sind, kann man den vorläufigen Antrag auch zurückziehen. Es besteht also die Möglichkeit, die Antragstellung zu überdenken. Solange keine schriftliche Förderzusage erfolgen kann, geschehen die Investitionen und Ausgaben ausschließlich auf eigene finanzielle Verantwortung, da kein Anspruch auf die Förderung durch die Antragstellung entsteht. Die Betriebswirtschaftsberater Ihrer BBK stehen für nähere Auskünfte, Informationen und Beratung zur Antragstellung gerne zur Verfügung.

Leader neu – Wer mitmacht kann Fördermittel abholen „Wie kann ich mich für die Interessen der Landwirtschaft in meiner Region einbringen?“ Die Mitarbeit der Landwirte in den lokalen Leader-Aktionsgruppen ist gefragt, wenn es in der kommenden Periode darum geht, Fördermittel mit kreativen Ideen und deren Umsetzung abzuholen. Das kommende Leaderprogramm ist als „Maßnahme 19 Leader“ wieder ein Teil des Programmes Ländliche Entwicklung (LE) 2015 bis 2020. Einige Elemente sind zur vorangegangenen Periode neu. Zum Beispiel muss sich das Projektauswahlgremium zu mindestens einem Drittel aus Frauen zusammensetzen. In der lokalen Aktionsgruppe darf kei-

ne Interessensgruppe mehr als 49 Prozent der Stimmrechte ausüben. Allein diese zwei Vorschriften verlangen in den meisten bisherigen lokalen Aktionsgruppen ein Umdenken. In Zukunft werden Bäuerinnen als Mitgestalterinnen gefragt sein und Personengruppen mit privaten Interessen die Bürgermeistergremien ergänzen. Die Budgetmittel werden in Zukunft beweglicher sein. So können sie von einer Region mit weniger Projekten in eine Region mit vielen Projekten und höherem Mittelbedarf umgeschichtet werden. Deshalb – Mitarbeit sichert Geldfluss in die Region.

In insgesamt drei Gruppen, hier im Bild die „Waldviertler Gruppe“, haben Mitglieder der LK-Arbeitsgruppe „Leader“ erarbeitet, wie sich die Landwirtschaft in der nächsten Leaderperiode von 2015 bis 2020 einbringen kann, damit auch Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel ihre Interessen einfließen können.


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Die Landwirtschaft

Recht

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lk-Beratung

Grundberatung: Erdanschüttung Ihre Situation: Sie wollen eine Erdanschüttung durchführen und wissen nicht, ob Sie das tun die Werte schafft dürfen bzw.Beratung, ob Sie eine Bewilligung benötigen oder bestimmte Bedingungen einhalten müssen oder gegen Sie wurde ein Verfahren wegen einer Erdanschüttung eingeleitet und Sie wissen nicht, ob Sie die geforderten Auflagen erfüllen oder dagegen berufen sollen. Unser Angebot für Sie: Sie erhalten von uns eine Erstberatung. An Hand von Mustervorlagen (Antrag, Beilagen, etc.) werden Sie in die Lage versetzt, gegebenenfalls selbst den Schriftverkehr mit der Behörde abzuwickeln. Ihr Nutzen: Sie vermeiden das Risiko von Strafzahlungen und/oder ersparen sich kostspielige Wiederherstellungsmaßnahmen. Kostenbeitrag: kostenfrei Beratungsort: LK NÖ Ihr Ansprechpartner: DI Ernst Reischauer, ernst.reischauer@lk-noe.at, Tel. 05 0259 27401 Mag. Sylvia Scherhaufer, Tel. 05 0259 27402 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

Fällt Bodenaushubmaterial bei Bauarbeiten an und wird es in seinem natürlichen Zustand an Ort und Stelle für Bauzwecke verwendet, ist weder das Abfallwirtschaftsgesetz noch das Bodenschutzgesetz anzuwenden. Foto: LK NÖ/Reischauer

Bodenschutzgesetz novelliert Nach vehementem Einsatz der LK NÖ

Was ist neu? Mitte April 2014 wurde das NÖ Bodenschutzgesetz novelliert. LK-Experte Ernst Reischauer berichtet über die wichtigsten Bereiche, die Landwirte betreffen können. Die für die Landwirtschaft wesentlichste Änderung ist die ersatzlose Streichung des Ziels der Erhaltung des regional standortstypischen Bodenzustandes. Dieses Ziel verhinderte nicht nur Verschlechterungen des Bodenzustandes, sondern auch das Aufbringen bester Erde zur flächenhaften Bodenverbesserung. Aus diesem Grund hat sich die LK NÖ seit Jahren vehement für diese Novellierung eingesetzt.

Keine Doppelgleisigkeit Da die Voraussetzungen für eine zulässige Verwertung von nicht verunreinigtem Bodenaushubmaterial ohnehin im Abfallrecht festgelegt sind, soll es in Zukunft für diese Maßnahme grundsätzlich kein eigenes, aufwendiges Behördenverfahren nach dem NÖ Bodenschutzgesetz geben. Eine zulässige Verwertung dieses Materials hat in der Regel

nach den Bestimmungen des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002 zu erfolgen. Für jene Einzelfälle, in denen Bodenaushubmaterial nicht als Abfall eingestuft wird, weil keine Entledigungsabsicht vorliegt und nachvollziehbar dargelegt werden kann, dass nicht verunreinigtes Material zur Bodenverbesserung verwendet wird, ist das Bodenschutzgesetz anzuwenden. In diesem Fall gelten allerdings dieselben Voraussetzungen für die Aufbringung von Bodenaushubmaterial wie im Abfallrecht. Das heißt, die Vorgaben des Bundes-Abfallwirtschaftsplans 2011 sind einzuhalten. Fällt nicht verunreinigtes Bodenaushubmaterial bei Bauarbeiten an und wird es in seinem natürlichen Zustand an Ort und Stelle für Bauzwecke verwendet, ist weder das Abfallwirtschaftsgesetz noch das Bodenschutzgesetz anzuwenden.

Da bei der Aufbringung von Boden zum Beispiel auch naturschutz- und wasserrechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen sind und bei einer Überschreitung unangenehme Konsequenzen, zum Beispiel Strafverfahren, Beseitigungsauftrag und Altlastensanierungsbeitrag drohen, bietet die LK NÖ ihren Mitgliedern eine kostenlose Grundberatung bei geplanten Erdanschüttungen an; Anmeldung unter Tel. 05 0259 27002.

www.kommunalverlag.at Ergänzend zu den bisherigen Aufbringungsbestimmungen für Klärschlamm, Senkgrubenräumgut, Gärrückstände und andere Stoffe wurden neue Regelungen für Bankettschälgut, Gerinne- und Teichräumgut ins NÖ Bodenschutzgesetz aufgenommen. Im Fachjournal für Gemeindepolitik ist in der Aprilausgabe ein ausführlicher Artikel der zuständigen

Landesjuristen über die 5. Novelle des Bodenschutzgesetzes veröffentlicht, der über die Homepage www.kommunalverlag.at einsehbar ist und der die neuen Regelungen detailliert beschreibt. Für Materialien, die nicht im Bodenschutzgesetz erwähnt sind und für die die Ausnahmebestimmung der „guten landwirtschaftliche Praxis“, zum Beispiel Düngung mit Wirtschafts- oder Mineraldünger, nicht zutreffen, bleibt für die Aufbringung eine Anzeigepflicht bestehen. Damit soll sichergestellt werden, dass ein agrartechnischer Amtssachverständiger unkonventionelle Stoffe begutachtet, bevor sie auf die Böden aufgebracht werden.

DI Ernst Reischauer Ref. Umwelt Tel. 05 0259 27401 ernst.reischauer@lk-noe.at


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Markt

Die Landwirtschaft

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Markt Österreich schweinemarkt folgt deutschen vorgaben

Neuer Notierungstermin für Mastschweine Seit 7. April erfolgt die Festlegung des Notierungspreises der österreichischen Schweinebörse statt bisher am Freitag immer am Mittwoch. Diese Terminverschiebung ist die Folge der Anfang April auf Mittwoch vorverlegten Feststellung des VEZG-Vereinigungspreises für Schlachtschweine in Deutschland, der europäischen Leitnotierung für Mastschweine. Begründet wurde diese Verschiebung, dass die fleischverarbeitende Industrie und der Lebensmittelhandel für die Geschäftsabwicklung vor dem Wochenende eine Marktorientierung benötigen. Mit dem Mittwochstermin ist eine Beurteilung der verfügbaren Mengen für die verkaufsstarken Tage Donnerstag und Freitag möglich. Der neue Termin soll auch gewährleisten, dass für alle

Schweine schon vor der Verladung der Preis bekannt ist und die Hauspreistaktik großer deutscher Vermarkter in die Schranken gewiesen wird. Die strategische Entscheidung mit dem neuen Termin näher am Markt und damit von Vorteil für die Seite der Landwirtschaft zu sein, ist nach Auskunft von Marktexperten in Deutsch-

Kreditzinsen Im Februar 2014 betrugen die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen mit Laufzeit bis zu 1 Jahr 2,23 % 1 bis 5 Jahre 2,73 % über 5 Jahre 2,40 % neue Kredite bis 1 Mio. Euro 2,35 % Bezugszinsätze 03/2014 3 Monats-EURIBOR 0,31 % Sekundärmarktrendite 1,19 %

AIK-Zinssatz 1.1.-30.6. Der Bruttozinssatz für die Agrarinvestionskredite beträgt 1,625 %. Daraus ergibt sich zB ein Nettozinssatz für den Kreditnehmer von 1,040 % (36%iger Zinsenzuschuss) 0,812 % (50%iger Zinsenzuschuss) 0,406 % (75%iger Zinsenzuschuss) Durch den genannten Bruttozinssatz sind Spesen (auch Entgelte für die Kontoführung) durch den angeführten Zinssatz bereits abgedeckt.

land bisher gut aufgegangen. In Folge wurde nach Diskussion mit den heimischen Marktteilnehmern auch die Festlegung des Notierungspreises der Ö Schweinebörse auf Mittwochnachmittag vorverschoben. Der vereinbarte Preis hat dann – wie auch in Deutschland – von Donnerstag bis Mittwoch der Folgewoche Gültigkeit. In Absprache mit der NÖ Schweinebörse stellt die NÖ Landeslandwirtschaftskammer die aktuelle Schweinenotierung allen Interessierten ab Freitag am Preistelefon (05 0259 25060) und unter www. noe.lko.at zur Verfügung.

Getreide Im April blieben der ungelöste Konflikt zwischen Ukraine und Russland sowie die anhaltenden Niederschlagsdefizite in den wichtigen Anbaugebieten die bestimmenden Themen am Getreidemarkt. In der ersten Monatshälfte zogen die internationalen Getreidepreise nochmals kräftig an. Erst in den letzten Apriltagen sorgten flächendeckende Niederschläge in weiten Teilen Europas und den USA für gewisse Entspannung. Auch im Ukraine-Konflikt wurden zuletzt wieder vermehrt Signale für eine Deeskalation ausgesendet. Nach der Aprilprognose des Internationalen Getreiderates sollte die weltweite Getreideernte 2014/15 um rund zwei Prozent unter dem Vorjahr liegen. Mit knapp 2 Mrd. Tonnen dürfte die erwartete globale Getreideerzeugung aber um zehn Prozent höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre ausfallen. An der Euronext Paris wurde Ende April der Weizen-Novemberkontrakt um EUR 205,- je Tonne gehandelt.

Martin Frühwirth Landeskammerrat und Biobauer

Wo liegen heute die Anforderungen für die Biovermarktung? Marktkonforme Weiterentwicklung heißt das Gebot der Stunde. Der Bio-Marktanteil in Österreich erhöhte sich laut Roll-AMA auch 2013. Während der Bioanteil bei Fleisch, Geflügel und Wurst 2 bis 3 Prozent beträgt, sind es bei Milchprodukten rund 10 Prozent. Der Biomilchabsatz in Österreich ist aber schon sehr ausgereizt. Für zusätzliche Milchmengen müssen Absatzmöglichkeiten im Export oder über verarbeitete Produkte gefunden werden. Potenzial liegt noch in Vermarktungsprojekten zum Beispiel für Handelsketten. Hier entscheidet eine effiziente Sammellogistik über den wirtschaftlichen Erfolg und dafür bedarf es einer ausreichenden Dichte an beteiligten Betrieben. Auch im Bereich der Biorindervermarktung wird es angesichts zweier Aufkäufer künftig entscheidend sein, Synergien zu nutzen. Für vernünftige Entwicklungsmöglichkeiten sind praxistaugliche Projektrichtlinien, zielgerichtete Ausgleichszahlungen und zufriedenstellende Produktpreise zwingend notwendig. Schlussendlich entscheiden auch wir Bauern als Konsumenten beim täglichen Einkauf über unseren Bio-Marktanteil.


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Die Landwirtschaft

Markt

Mai 2014

biogetreidemarkt 2014

Über- und Ausblick Die Erzeugerpreise 2013 für Biogetreide lagen mit Ausnahme von Biodinkel unter dem hohen Niveau des Vorjahres. markter insgesamt eine stabile bzw. leicht wachsende Nachfragesituation. Da momentan auch nicht mit einem Überangebot in der kommenden Ernte gerechnet wird, werden daher für 2014 auch stabile Preise erwartet. Der Mahlroggenmarkt ist insgesamt ein kleiner Markt und preislich sehr stark von den Exportmärkten, besonders Deutschland beeinflusst. Deutsche Marktbeobachter erwarten, aufgrund einer Rücknahme der Anbauflächen, für 2014 eine mengenmäßig geringere deutsche

Weizen über 13 Prozent Protein stand 2013 reichlich zur Verfügung. Durch die größere Ernte erreichten die Erzeugerpreise nicht das Niveau vom angebotsschwachen Vermarktungsjahr 2012/13. Im Osten wurde hochwertige Ware allerdings teilweise durch Wanzenstich entwertet und fand nur mehr im unterversorgten Futtergetreidemarkt Verwendung. Auf den Exportmärkten werden gute Weizenqualitäten nach wie vor nachgefragt. Auch für die Weizenernte 2014 erwarten die Ver-

Bioroggenernte. Durch umfangreiches deutsches Bioroggenangebot gelangte österreichischer Mahlroggen aus der Ernte 2013, wie schon 2012, in größerem Umfang in die Biofütterung. Dadurch lagen die Erzeugerpreise 2013 um rund 40 Euro pro Tonne unter dem Niveau der beiden Vorjahre. Für Speisedinkel wird aufgrund von Qualitätseinbußen bei der deutschen Dinkelernte 2013 von einer sehr regen Nachfrage mit einem aktuellen Preishoch berichtet. So wurden 2013 durchschnittliche

rinder

schweine

ferkel

Im April hat die Abwärtsbewegung der Schlachtstierpreise deutlich an Fahrt gewonnen und die Preise gaben um 13 Cent nach. Schwierigkeiten bereitete der Absatz des gegenüber dem Vorjahr reichlicheren Angebots. Zusätzlichen Druck übt der deutsche Markt aus, wo die Preise im selben Zeitraum um 23 Cent sanken. Somit wird von Seite der Schlachtbetriebe jede Chance genützt, die österreich-deutsche Preisspanne wieder zu verringern. Gegen Monatsende kommen von den internationalen Stiermärkten erste Anzeichen einer Entspannung auf der Angebotsseite. Allerdings fehlt es derzeit auch am Interesse der heimischen Konsumenten, und mit Impulsen durch LEH-Aktionen ist in den nächsten Wochen nicht zu rechnen. Für die zweite Jahreshälfte bieten rückläufige Produktionsprognosen und futterbedingt vorgezogene Schlachtungen Aussicht auf Entspannung.

Der NÖ Schweinemarkt präsentierte sich im April insgesamt recht gut ausgeglichen. Der europäische Schlachtschweinemarkt hat sich auf den anhaltenden Einfuhrstopp von europäischem Schweinefleisch nach Russland einigermaßen eingestellt. Auch die fehlenden Schlachttage zu Ostern sorgten heuer nur kurzfristig für leichte Marktverwerfungen. Der damit verbundene Preisrückgang konnte auch bald wieder wettgemacht werden. Bei anhaltend knappem Angebot konnte sich der NÖ Basispreis im April insgesamt leicht verbessern und lag zu Monatsende bei EUR 1,48 je kg. Im Wonnemonat Mai sollte sich der freundliche Trend fortsetzen können. Wärmere Temperaturen sorgen üblicherweise für einen kräftigen Nachfrageschub bei Frischfleisch und Grillartikeln. Für die kommenden Wochen erwartet man daher einen positiven Preisverlauf.

Der NÖ Ferkelmarkt präsentierte sich im April von seiner freundlichen Seite. Das Angebot an heimischen Ferkeln stieg zwar saisonbedingt etwas an, blieb aber wie im gesamten europäischen Raum hinter den letzten Jahren zurück. Die Nachfrage bei den heimischen Mästern blieb in den letzten Wochen unverändert rege, sodass der Exportmarkt weiterhin nicht bedient werden konnte. Der NÖ Ferkelpreis konnte sich im April insgesamt leicht verbessern und lag zu Monatsende bei EUR 2,75 je kg. Erfahrungsgemäß dürfte sich das Angebot an Ferkeln im Wonnemonat Mai weiter erhöhen und damit die Ferkelpreise tendenziell unter Druck bringen. Bedingt durch die europaweit anhaltend rege Nachfrage und dem erwarteten positiven Preisverlauf bei den Mastschweinen dürfte der Preisrückgang heuer aber nur schwach bzw. gänzlich ausfallen.

Stierpreise

Schweinepreise

Jungstiere R3, frei Schlachtstätte

Basis 84-103 kg SG, 57 % MFA

30 kg Ferkel

Monatspreise in Euro pro kg SG, netto

Monatspreise in Euro pro kg SG, netto

Monatspreise in Euro pro Stück, netto

4,0

1,9 Italien

Österreich

3,5

Bayern

3,0

1,8 Tschechien

Österreich

Tschechien

1,7 Bayern

Niederlande Deutschland

1,6 Österreich

Italien

Dänemark

1,5

2,5 2,0

Ferkelpreise

1,4 3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 1

2

3

3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 1

2

3

75Niederlande 70DänemarktNiederösterreich 65 60Deutschland 55Österreich Bayern 50 45 40 35 30 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1

2

3


Mai 2014 

Markt

Die Landwirtschaft

Erzeugerpreise von über 375 Euro erreicht, das waren rund 45 Euro mehr als 2012. Die österreichischen und auch deutschen Biodinkelflächen dürften im Herbst 2013 jedoch deutlich ausgeweitet worden sein. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass qualitativ und quantitativ sehr gute Dinkelernten sehr rasch zu einem Preisverfall führen können. Nach österreichischem Biofuttergetreide besteht am heimischen Markt nach wie vor ein deutlicher Nachfrageüberhang. Die Vermarkter erwarten daher für die Ernte 2014 bei Futtergerste und Futterweizen ein vergleichbar gutes Preisniveau wie für die Ernte 2013. Für Triticale fehlen aufgrund der größeren Unsicherheit in Bezug auf die zu erwartende Bio- und Umstellungsmengen genauere Einschätzungen.

Kosten/Leistung(€) 4.000

2.300

3.500

2.100

3.000

1.900

2.500

1.500

2.000

1.300

1.500

1.100 900

1.000

700

500

Direktleistungen

Direktkosten

Jul. 14

Jän. 14

Jul. 13

Jul. 12

Jän. 13

Jul. 11

Jän. 12

Jän. 11

Jul. 10

Jän. 10

Jul. 09

Jän. 09

Jul. 08

Jul. 07

500 Jän. 08

Jän. 07

-

Direktkostenfreie Leistung (€)

Milchpreise

Direktkostenfreie Leistung

Modellbetriebsrechnung Milchkuh In den letzten Monaten wirkten sich höhere Milchpreise und vergleichsweise niedrige Kraftfutterkosten positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion aus. Alle Rekorde wurden jedoch nicht gebrochen. Die jüngsten Tendenzen zu festeren Kraftfutterkosten erfordern nun effizienteren Einsatz. Die Grafik zeigt den Verlauf von Direktleistungen (Milchverkauf, Kalb- und Altkuhverkauf) und Direktkosten (Bestandsergänzung, Kraft- und Grundfutterkosten, sonstige direkte Kosten) bei einer Milchlieferleistung von 6.000 kg pro Kuh seit 2007 unter standardisierten Bedingungen (Modellbetrieb).

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Mit 1. April bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch Berglandmilch, netto 39,60 Milchgenossenschaft NÖ, netto 39,50 Gmundner Milch, netto 39,09 Biomilch Berglandmilch, netto 46,00 Milchgenossenschaft NÖ, netto 45,00 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchvertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt. Qualitätsergebnisse Im März 2014 entsprachen 99,50% der in NÖ angelieferten Milch der 1. Güteklasse. Für 90,36 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt. DI Marianne Priplata-Hackl DI Martin Schildböck

MILCH

erdäpfel

holz

Nachdem im April die Auszahlungspreise von allen in NÖ tätigen Molkereien abgesenkt worden sind, wurden für Mai keine Preisveränderungen angekündigt. Begründet wurden die Rücknahmen mit der europaweiten deutlichen Erhöhung der Anlieferungsmengen. So lag die Milchanlieferung der EU-28 im Jänner und Februar um eine Million Tonnen oder 4,7 Prozent über dem Vorjahr. Durch die heuer günstigeren Witterungsbedingungen dürfte sich dieser Trend im März und April fortsetzen. Im weiteren Jahresverlauf könnte es zu einer Abschwächung der Milchproduktion kommen, da sinkende Milchpreise bei steigenden Futtermittelkosten die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion dämpfen dürften. Auch international hat das Milchangebot 2014 deutlich zugenommen. So erhöhte sich die neuseeländische Produktion in zwei Monaten um 13 Prozent, das sind eine halbe Million Tonnen.

Der NÖ Erdäpfelmarkt war den gesamten April über von einem gut ausreichenden Angebot geprägt. Der Lagerabbau schreitet zwar dank anhaltend guter Inlandsnachfrage und entsprechenden Preiszugeständnissen im Export stetig voran. Dennoch dürften den Händlern zufolge die Vorräte zumindest bis Ende Mai reichen. Von importierten Frühkartoffeln bleibt die Konkurrenz bislang überschaubar. Im Handel führt man das darauf zurück, das Ägypten, Israel und Zypern guten Absatz in Russland finden und daher wenig Angebotsdruck auf dem europäischen Markt erzeugen. Bei den Erzeugerpreisen bleibt die weite Preisspanne aufrecht. Für den Inlandsmarkt bestimmte Premiumware mit AMA-Gütesiegel wurde im April unverändert bis zu EUR 27,- je 100 kg bezahlt. Für Exportware wurden Preise zwischen EUR 10,- und EUR 17,- je 100 kg genannt.

Der Markt für Nadelsägerundholz ist gesättigt und die Sägewerke sind sehr gut versorgt. Einzelne Werke haben die Zufuhr kontingentiert, generell fließen die entstandenen Waldlager nur langsam ab. Für das zweite Quartal wurden die Sägerundholzpreise für Fichte um bis zu vier Euro, bei Kiefer um rund zwei Euro je FMO gesenkt. Die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie ist ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz versorgt. Durch den hohen Anfall an Koppelprodukten (Sägerundholzerzeugung, Schnittholzproduktion) und einem hohen Importvolumen hat sich der aktuelle Bedarf deutlich reduziert. Die Preise stehen unter Druck, die Preisabsenkungen betragen bis zu drei Euro je FMO. Nach dem milden Winter ist die Energieholzversorgung der Heizwerke durch geringen Rohstoffbedarf bei hoher Produktion sehr gut, die Nachfrage dementsprechend rückläufig.

Kühe

Erdäpfelpreise

Schlachtkühe O3, frei Schlachtstätte

vorwiegend festkochende Sorten, lose in Kisten

Faser-/Schleifholz - Mischpreis

Monatspreise in Euro pro kg SG, netto

Monatspreise in Cent/kg, netto

Jahrespreise in Euro/FMO, netto

4,5

Frankreich

4,0

Bayern

3,5 3,0 2,5

Österreich

2,0 1,5

Tschechien 3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 1

2

3

30 28 26 24 22 20 18 16 14

Holzpreise

Niederlande Österreich Dänemarkt Deutschland Österreich Deutschland

Bayern

50

Deutschland

40

Bayern

30

Niederösterreich Österreich

20 10

3

4

5

6

7

8

9 10 11 12 1

2

3

0

02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14


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Die Landwirtschaft

Markt

Mai 2014

Mindestpreisabsicherung Unsicherheitsfaktoren ausbremsen

Weizen, Mais & Co. die Preise im Fehlende Niederschläge und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sorgen für einen Risikoaufschlag an den internationalen Märkten. Wie man mit einer Mindestpreisabsicherung das Preisrisiko minimieren kann, erklärt LK-Experte Martin Schildböck. Fehlende Niederschläge in den großen Anbaugebieten der USA, Südrusslands sowie in Teilen Mittel- und Osteuropas ließen zuletzt die Getreidepreise an den internationalen Märkten steigen. Auch der anhaltend geopolitische Konflikt in der Ukraine sorgt für Verunsicherung und einen gewissen Risikoaufschlag beim Getreide. Immerhin trifft die Krise den zweitgrößten Getreideexporteur der Welt. Man geht derzeit davon aus, dass in der Ukraine aufgrund von Kapitalmangel und der allgemein unsicheren Gesamtlage bis zu 20 Prozent der Ackerfläche unbestellt bleiben werden. Darüber hinaus könnte es bei einer Ausweitung des Konflikts zu Beeinträchtigungen im Handel in der gesamten Schwarzmeer-Region kommen. Nun stellt sich die Frage: Soll man die gestiegenen Notierungen nutzen und einen Teil der neuen Ernte bereits verkaufen oder doch noch zuwarten und auf weiter steigende Preise setzen? Die Entscheidung fällt nicht leicht. Hält die Trockenheit weiter an und/oder eskaliert der

Konflikt mit Russland werden die Getreidepreise nochmals deutlich anziehen. Kommt jedoch der erhoffte Regen in ausgiebiger Menge und findet man doch zu einer diplomatischen Lösung für die Krisenregion sind deutlich schwächere Notierungen zu erwarten. Eine interessante Möglichkeit sich in der aktuellen Situation zu positionieren, bietet sich in der Form der Mindestpreisabsicherung an. Bei der Mindestpreisabsicherung sichert sich der Landwirt seinen Getreidepreis nach unten ab, ohne sich die Chance auf einen weiteren Preisanstieg zu verbauen.

Mindestpreisabsicherung mit Optionen Der direkteste und einfachste Weg einen Mindestpreis abzusichern, ist der Kauf von so genannten Verkaufs-Optionen („Puts“) an der Euronext in Paris. Mit dem Kauf eines solchen Puts erwirbt der Landwirt das Recht, einen Basiswert, zum Beispiel 50 Tonnen Weizen, zu einem bestimmten Preis, dem Ausübungspreis, an der Euronext zu

Beispiel Put-Optionen

200 Euro je Tonne fest. Das Absicherungsniveau liegt rund zehn Euro je Tonne unter dem aktuellen Euronext-Preis von 210 Euro je Tonne. Dafür muss er Mitte Mai eine Prämie von fünf Euro je Tonne bezahlen. Ab jetzt ist Maier gegen einen Preisverfall geschützt. Der abgesicherte Erlös beträgt 195 Euro je Tonne, da vom Ausübungspreis noch die Optionsprämie abgezogen werden muss.

Wie die Absicherung von Mindestpreisen mit Put-Optionen in der Praxis funktioniert, zeigt das folgende Beispiel. Landwirt Maier hat im Herbst 20 Hektar Weizen angebaut und rechnet für die Ernte 2014 mit einer Weizenmenge von 100 Tonnen. Über die Wintermonate steigt der Weizenpreis immer weiter. Als die Weizenpreise Mitte Mai langsam zu fallen beginnen, entschließt sich Maier, seine Weizenernte an der Börse mit einem Mindestpreis abzusichern. Er kauft dazu über seinen Makler zwei Put-Optionen zu je 50 Tonnen auf Weizen mit Fälligkeit November an der Euronext. Als Mindestpreis legt er

Angenommen, der Preis für den November-Weizenkontrakt an der Euronext fällt während der Optionslaufzeit auf 160 Euro je Tonne, dann erhöht sich der Gewinn aus der Option auf 35 Euro je Tonne (vgl. Abb. 1). Warum das so ist, zeigt folgende Rechnung: Der Landwirt hat das Recht erworben, einen Weizenkontrakt mit Fälligkeit November an der Euronext um 200 Euro je Tonne zu verkaufen. Bei dem angenommenen Tagespreis von 160 Euro je Tonne resultiert daraus ein Börsengewinn von 40 Euro je Tonne, von dem noch die ursprünglichen Kosten der Optionsprämie von

verkaufen. Dieses Recht kann er später ausüben oder verkaufen. Das Risiko des Landwirts ist auf die dafür bezahlte Optionsprämie begrenzt. Es gibt keinerlei weiteren Pflichten. Der physische Weizenverkauf wird davon nicht berührt. Anders als beim klassischen Vorkontrakt mit dem Agrarhandel hat der Landwirt auch keine Andienungspflicht.


Mai 2014 

Markt

Die Landwirtschaft

Kurz gefasst

Eine Mindestpreisabsicherung mit Optionen ist der Kauf von Verkaufsoptionen an der Euronext in Paris. Damit kann man sich in der derzeit schwierigen Situation bis zur tatsächlichen Ernte absichern.Foto: LK NÖ/Archiv

Wetterkapriolen und politische Unruhen sorgen derzeit für erhebliche Preisschwankungen bei Getreide. Das bedeutet: Sich kurz vor der Ernte erst Gedanken über die Vermarktung zu machen, ist oftmals zu spät. Vielmehr sollte man sein Getreide dann verkaufen, wenn die Preise attraktiv sind. Börsenbasierte Vermarktungsmodelle bieten einem dazu die Möglichkeit. Mit Optionen kann man Mindestpreise absichern und dennoch von später steigenden Preisanstiegen profitieren.

Auge behalten lk-Beratung

fünf 40 Beratung, Euro je die Tonne Werteabgezoschafft gen werden müssen. Mit den 35 40 Euro je Tonne Gewinn aus dem Optionsgeschäft kann Maier den geringeren Verkaufserlös von seinem physischen Weizen ausgleichen. Steigt der Weizenpreis bis zur Ernte dagegen über den Ausübungspreis von 200 Euro je Tonne an, wird Maier die Option nicht einlösen und die Option verfällt damit wertlos. In diesem Fall

kann Maier seinen Weizen auch an den Händler vor Ort teurer verkaufen.

Sicherheit kostet Geld An der Börse kann man theoretisch jeden beliebigen Weizen,Mais- oder Rapspreis absichern. Die Kosten für eine Mindestpreisabsicherung hängen neben der Laufzeit der Option vor allem vom aktuellen Börsenkurs und von der Höhe des Mindest-

preises ab. Generell gilt: Je höher der aktuelle Weizenpreis ist, desto günstiger kann man einen bestimmten Mindestpreis absichern. So schwankten in den letzten Monaten beispielsweise die Kosten für eine Mindestpreisabsicherung von 210 Euro je Tonne für den Weizenkontrakt mit Fälligkeit Mai 2014 zwischen drei und 20 Euro je Tonne. Eine relativ gute Orientierung über die jeweils gehan-

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delten Optionspreise bietet eine täglich von der Euronext aktualisierte Tagesübersicht. Diese finden Sie im Internet unter http://www.liffe.com/reports/ eod?item=Daily

DI Martin Schildböck Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25112 martin.schildboeck@lk-noe.at

Mindestpreisabsicherung Weizen

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Unser Angebot für Sie: Wir geben Ihnen einen Überblick über die aktuell angebotenen Vermarktungs- und Vertragsmodelle. Wir zeigen Ihnen wie Sie sich gegen fallende Preise absichern können. Ihr Nutzen: Kompakte und firmenunabhängige Informationen bieten Ihnen die Grundlage für eine erfolgreiche Vermarktung Ihrer Ackerkulturen. Kostenbeitrag: 60 Euro, 30 Euro Hofpauschale bei Beratung am Hof Beratungsort: LK NÖ oder am Hof Ihr Ansprechpartner: DI Martin Schildböck, martin.schildböck@lk-noe.at, Tel. 05 0259 25112 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

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Ihre Situation: Getreide- und Ölsaatenproduktion Beratung, diebedeutende Werte Rolle. schafft spielt auf Ihrem Betrieb eine Sie haben die Kulturführung gut in Griff, sind sich aber aufgrund der stark schwankenden Preise über deren Vermarktung unsicher.

= 195 EUR/t

30 Gewinnzone

20

Maximalverlust 5 EUR/t

10 0 -10 150

160

170

180

190

200

210

220

230

240

250

Weizenpreis EUR/t Abbildung Wenn der Weizenpreis unter 195 EUR/t an der Euronext in Paris fällt kann der Landwirt einen Gewinn durch das Optionsgeschäft lukrieren. Das Risiko für den Landwirt bleibt auf die bezahlte Optionsprämie begrenzt. 


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Die Landwirtschaft

Invekos

Mai 2014

INVEKOS ÖPUL 2007:

Pflanzenschutzgeräteüberprüfung Eine Reihe von ÖPUL 2007-Maßnahmen schreibt die regelmäßige Überprüfung eingesetzter Pflanzenschutzgeräte vor. Wer 2014 jedenfalls der Überprüfungspflicht nachkommen muss, wird in diesem Beitrag erläutert. Maßnahmen mit Überprüfungspflicht Folgende ÖPUL 2007-Maßnahmen schreiben vor, eingesetzte Pflanzenschutzgeräte alle 3 Jahre von einer autorisierten Stelle überprüfen zu lassen:  Biologische Wirtschaftsweise  IP Wein  IP Obst und Hopfen  IP Gemüse  UBAG, wenn der Einsatz des Gerätes in Erdäpfeln, Rüben, Gemüse, Mohn, Kümmel, Mariendisteln, Lein, Lupinen, Heil-/Gewürzpflanzen, Klee-/ Luzerne-/Gräserver-mehrun-

gen, Erdbeeren, Zierpflanzen oder Baumschulen erfolgt. Die Überprüfungspflicht gilt für eingesetzte Geräte – unabhängig davon, ob sich diese im Eigentum befinden oder betriebsfremde sind (Maschinenring,…). Beim Einsatz betriebsfremder Geräte hat eine schlagbezogene Aufzeichnung der Verwendung zu erfolgen. Der Neukauf eines Gerätes mit ÖAIP-Plakette ersetzt die Überprüfungspflicht für das Altgerät. Drei Jahre nach dem Kauf müssen auch Geräte mit der ÖAIPPlakette geprüft werden.

Alle 3 Jahre – Prüfprotokolle aufbewahren Die vorgegebene Überprüfungspflicht von drei Jahren bezieht sich auf das Kalenderjahr. Wurde im Jahr 2011 die letzte Überprüfung durchgeführt, beginnt die 3-Jahresfrist mit 1.1.2012 und endet mit 31.12.2014. Bis Ende 2014 ist somit eine neuerliche Überprüfung oder der Neukauf eines Gerätes mit ÖAIP-Plakette erforderlich. Anhand der Überprüfungsprotokolle prüft die AMA im Rahmen von Vorort-Kontrollen die Einhaltung der Überprüfung von Pflanzenschutzgeräten. D.h. alle Protokolle

aus der ÖPUL 2007-Periode sind aufzubewahren. Beim Einsatz betriebsfremder Geräte müssen Kopien der Prüfungsprotokolle für diese am Betrieb aufliegen.

Rechtzeitig Werkstatttermine vereinbaren Wer heuer der Überprüfungspflicht nachkommen muss, ist gut beraten, sich so bald wie möglich einen Termin in seiner Werkstatt zu sichern. Werkstätten haben oft nur für bestimmte Zeit die Möglichkeit, die Überprüfung durchzuführen. Im Winter wird aus technischen Gründen oft kein Termin mehr angeboten. Sinnvoller Weise ist die Überprüfung vor der Spritzsaison bzw. zu deren Beginn durchführen zu lassen, damit die Ausbringung jedenfalls mit einem funktionstüchtigen Gerät erfolgt – im Sinne des Bewirtschafters und der Umwelt. DI Elisabeth Schübl Re. Ackerbau und Grünland

Einheitliche Betriebsprämie 2013 - Nachberechnung

Mehrfachantrag online (MFO)

Die Einheitliche Betriebsprämie (EBP) für 2013 wurde im Dezember 2013 ausbezahlt. Betriebe, bei denen Vor-Ort-Kontrollen nicht zeitgerecht abgeschlossen waren, konnten nicht ausbezahlt werden. Die EBP wird nun im Zuge der Nachberechnung mit 29. April überwiesen. Das Berechnungsergebnis, mitgeteilt mit dem EBP-Bescheid, beinhaltet neben den Ergebnissen der Kontrolle auch die Haushaltsdisziplin. Diese muss ja erstmalig angewendet werden, um den neuen niedrigeren Finanzrahmen einhalten zu können. Die Haushaltsdisziplin beträgt 2,45 %, ein Freibetrag von 2.000 € ist je Betrieb wird angewendet.

schon gestellt? Die Frist für die Mehrfachantragstellung online über eAMA endet mit 15. Mai 2014. Wenn Sie sich für diese Serviceeinrichtung entschieden haben, selbstständig den MFA 2014 online zu stellen, müssen Sie beachten, dass die Frist für die Antragstellung mit 15. Mai 2014 endet. Sie können danach keinen Antrag mehr online stellen.

Einspruch gegen Bescheid – Beschwerdeverfahren Die Ergebnisse der Auszahlung werden durch die AMA per Bescheid mitgeteilt. Grundsätzlich können Einsprüche gegen ein Berechnungsergebnis eingebracht werden, wenn das Berechnungsergebnis nicht entspricht. Seit Anfang 2014 ist dies neu geregelt. Gegen den Bescheid ist eine Beschwerde innerhalb von 4 Wochen zulässig. Die Beschwerde ist stichhaltig und nachvollziehbar zu begründen, warum das Auszahlungsergebnis nicht gerechtfertigt ist, um auch eine Chance auf Änderung des Berechnungsergebnisses zu erzielen. Für sinnvolle und begründbare Beschwerden steht Ihre zuständige BBK gerne zur Verfügung und unterstützt Sie. DI andreas schlager

Wenn der Antrag bis jetzt noch nicht gestellt wurde, ist es an der Zeit zu handeln. Nutzen Sie daher die nächsten Tage, um alle erforderlichen Daten über eAMA einzugeben und den Antrag abzusenden. Es ist immer mit zu bedenken, dass möglicherweise ein Problem auftritt (zB nicht alle Feldstücke vollständig digitalisiert) und der Antrag daher nicht online möglich ist. Als letzte Chance kann ein Papierantrag gestellt werden, aber auch dieser ist zeitgerecht bis 15. Mai zu beantragen. Dazu ist auch ein Termin für die Abgabe bei der zuständigen BBK erforderlich. Daher nicht bis zum letzten Tag zuwarten - nur ein zeitgerecht gestellter Antrag ermöglicht die gewünschten Beantragung der Ausgleichszahlungen. DI andreas schlager


Produktion

Officia poreium quiatus aut fuga. Nimagnam voluptaSeite xx tem sum.

Kartoffel

Grassilage

Wein

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Hauptkrankheiten in Getreide Braunrost und Ährenfusarium

Risiken und Gegenmaßnahmen Fusarium und Braunrost sind Leitkrankheiten rund um die Blütezeit des Getreides. Über Risikofaktoren und Bekämpfungsmöglichkeiten informieren LK-Experten Johannes Schmiedl und Harald Schally. Auch wenn es die letzten Monaten vielerorts zu trocken war – fällt um die Blütezeit des Getreides Regen, kann ein Fungizideinsatz gerechtfertigt sein. Fusarium und Braunrost können den Ertrag deutlich reduzieren. Bei Fusariuminfektionen ist auch mit Qualitätseinbußen durch erhöhte Mykotoxinwerte zu rechnen.

Für den Befall muss infiziertes Pflanzenmaterial an der Bodenoberfläche vorhanden sein. Dabei ist nach Körnermais aufgrund der größeren Strohmengen ein deutlich höheres Infektionsrisiko gegeben als bei Silomais. Aber auch Ernterückstände von Erbsen können Infektionen auslösen.

Unverrottete Maisstoppel und Fusarium Prinzipiell können alle Getreidearten von der Pilzgattung Fusarium befallen werden. Mit Abstand am meisten betroffen sind Durumweizen, Weichweizen und Triticale. Roggen und Gerste zeigen beim LK-Mykotoxinmonitoring die geringsten Anfälligkeiten. Der Fusariumpilz unterscheidet nicht, ob

nach biologischen oder konventionellen Grundsätzen bewirtschaftet wird. Entscheidend sind Faktoren, wie zum Beispiel Vorfrucht, Bodenbearbeitung, Sortenwahl und Anbauregion.

Fusarium Ausbleichen von Ährenabschnitte durch Fusariuminfektionen. Foto: LK NÖ/Schally

Das Infektionsrisiko hängt wiederum von der Bodenbearbeitung ab. Vor allem die pfluglose Bestellung, nach der viele Erntereste oberflächlich verbleiben, birgt ein Risiko. Ähnliches gilt auch für untergepflügte, schlecht verrottete Strohreste. Werden diese wieder hochgepflügt, können sie ebenfalls eine Infektionsquelle sein.

Milchqualität

SchweineBesamung

Schulmilch & MilchgütesiegelS eite 32

Die Kniffe der Kollegen

Reportage Forstwirtschaft

Pferdekrankheit

Imkern im Mai

Energieausweis

Vermehrt Drusefälle in NÖ Seite 35

Für Vollbeschäftigung sorgenSeite 38

Der Typenschein fürs Haus Seite 44

Seite 36

Nützen und schützen 

Seite 40


Die Landwirtschaft

Pflanzenbau

Strohrotte fördern

Mai 2014

Maisstoppel erfasst der Häcksler nicht und sie sind oft Hauptinfektionsquelle für den Fusariumpilz.

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Vor allem bei Mulchsaaten ist es wichtig, die Strohrotte zu fördern, so dass im späten Frühjahr möglichst wenige Strohreste (Stoppeln) auf der Bodenober- Für eine gute Verrottung ist entfläche verbleiben. Das Häck- sprechende Bodenfeuchte notseln der Erntereste bei Mais wendig. Dies könnte heuer das schafft eine größere Angriffsflä- Hauptproblem sein. Die Bodenche für Mikroorganismen und feuchte sollte für die Strohverder Rotteprozess läuft schneller rottung 40 Prozent nicht unterProsaro14_DLWS_100x127_2014 10.04.14 13:53 Seite 1 schreiten. ab. „Umgefahrene“ – geknickte

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Blühwetter für Fusariuminfektion entscheidend Auch lange Trockenphasen gehen zu Ende. Bei feuchtwarmer Witterung von über 18° C beginnt der Fusariumpilz auf den unverrotteten Ernteresten Sporen zu bilden und auszuschleudern. Befindet sich das Getreide zu diesem Zeitpunkt in der Blüte und kann die Ähre an einem Tag nicht abtrocknen, so besteht erhöhte Fusariengefahr. Ein Fungizid ist dann zügig auszubringen, wenn die ersten Staubbeutel an der Ähre sichtbar sind.

Begrenzte Einsatzzeit Eine Bekämpfung mit Fungiziden ist nicht so einfach, da nur etwa zwei Tage vor und nach der Infektion eine zufriedenstellende Wirkung mit einer Reduktion bis maximal 70 Prozent möglich ist. Frühere Behandlungstermine, zum Beispiel vor der Getreideblüte gegen Braunrost, führen zu schlechteren Wirkungsgraden gegen Fusariosen. Ährenbehandlungen mit 1,5 Litern je Hektar Ampera, 1 Liter je Hektar Folicur, 2,5 Litern je Hektar Osiris, 1,5 Litern je Hektrar Pronto Plus, 1 Liter je Hektar Prosaro, 1 Liter je Hektar Tebu Super 250 EW oder 1,5 Litern je Hektar Zantara in die Blüte versprechen die besten Wirkungsgrade. Folicur ist zur Fusariumbehandlung in Durumweizen nicht zugelassen.

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Gezielte Sortenwahl Eine gesunde Sorte kann das Fusariumrisiko deutlich minimieren. Sich nur auf eine Fungizidmaßnahme zu verlassen, ist zu wenig, da nach Regenperioden oft das Befahren des Ackers nicht möglich ist.

Gelb- und Braunrost nicht unterschätzen Wie auch beim Fusariumpilz überwintern Rostkrankheiten an abgestorbenen Blättern. Erhöhte Gefahr besteht bei mildem Herbst- und Winterwetter und einem warmen Frühjahr. Gelbrost benötigt lediglich Temperaturen von zehn bis 15° C und hohe Luftfeuchtigkeit, um stärkere Infektionen auszulösen. Auf den Blättern sind die leuchtend gelb-orangen Rostpusteln streifenartig angeordnet. Braunrost benötigt Temperaturen von 20 bis 25° C am Tag und warme Nächte mit Taubildung oder Niederschlag. In der Regel sind diese Witterungsverhältnisse ab dem Ährenschieben gege-

auch gegen Abreifekrankheiten inklusive Fusarium-Arten und Roste!

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Mai 2014 

Pflanzenbau

Die Landwirtschaft

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Merkblatt ben. Dann schleudert er große Mengen pulvrige Sporen aus. In Roggen zeigen sich die Braunrostpusteln im Vergleich zum Weizen größer und von länglicher Form. Bei Gerste sind die Pusteln kleiner. Aus diesem Grund spricht man bei Gerste auch von Zwergrost.

Mit Fungiziden leicht zu bekämpfen Rostkrankheiten sind durch Fungizide leicht und kostengünstig zu bekämpfen. Es steht eine breite Palette an hochwirksamen Mitteln zur Verfügung. Bei frühem Befall und hoher Ertragserwartung können auch Mischungen von Azolen und Strobilurinen beziehungsweise Carboxamiden verwendet werden, zum Beispiel Adexar, Amistar Opti + Gladio, Aviator Xpro, Seguris und Zantara. Azole erfassen bereits erfolgte Infektionen – man spricht von kurativer, heilender Wirkung. Strobilurine und Carboxamide zeich-

nen sich durch eine gute Dauerwirkung aus. Bei spätem Befall, zum Beispiel knapp vor Blühbeginn, sind kostengünstigere Azole mit guter Rostwirkung zu bevorzugen, zum Beispiel Ampera, Folicur, Gladio, Orius, Osiris, Pronto Plus, Prosaro und Tebu Super 250 EW. Die lange Dauerwirkung der Strobilurine oder Carboxamide wird zumeist nicht benötigt.

Sortenunterschiede bei Anfälligkeit Auch bei Braun- und Gelbrost gibt es große Sortenunterschiede bei der Anfälligkeit. Im LK-Feldbauratgeber sind die entsprechenden Einstufungen der AGES zu entnehmen. Auch bei Roggen und Durumweizen sind bereits Verbesserungen bei der Rostanfälligkeit erkennbar. Die Züchtung war aber nicht so erfolgreich wie bei Weichweizen. Beim Gelbrost, der heuer bereits früh zu finden war, treten offenbar neue Rassen auf. Daher

Gelbrost zeigt streifige Anordnung Foto: LK NÖ/Schally der Pustel.

müssen Sorten mit bisher geringer Anfälligkeit oft neu eingestuft werden. Aktuelle Hinweise zu erhöhter Gelbrostanfälligkeit sollten daher berücksichtigt werden. DI johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz Tel. 05 0259 22602 johannes.schmiedl@lk-noe.at

DI Harald Schally Ref. Ackerbau und Grünland Tel. 05 0259 22133 harald.schally@lk-noe.at

Pflanzenschutzempfehlungen für den Biogemüsebau Das vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) herausgegebene Merkblatt wurde aktualisiert. Mittlerweile liegen für 14 Gemüsearten detaillierte Empfehlungen für die wichtigsten physiologischen Störungen, Krankheiten und Schädlinge vor. In der aktuellen Ausgabe sind die Bewilligungen für verschiedene Bacillus thuringiensis Produkte neu dazu gekommen. Neu sind auch weitere Biocontrolprodukte, also Produkte, die auf lebenden Organismen beruhen und der Pilz Paecilomyces lilacinus, der gegen Wurzelgallnematoden im Gewächshaus wirkt. Das Merkblatt umfasst 64 Seiten und kann in elektronischer Form kostenlos aus dem FiBLShop unter www.shop.fibl.org bezogen werden.

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Die Landwirtschaft

Pflanzenbau

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Mai 2014 

Pflanzenbau

Die Landwirtschaft

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Kartoffel Düngungsversuche 2011 bis 2013 an der LFS Hollabrunn

Welche Vorteile bieten stabilisierte Stickstoffdünger? Kartoffeln brauchen je nach Sorte, Verwertungsrichtung und Standort möglichst exakte Stickstoffmengen, die auch zeitlich dem Bedarf entsprechen müssen. Wie stabilisierte Dünger diese Anforderungen erfüllen, zeigen die Versuchsergebnisse aus Hollabrunn.

Stabilisierte Dünger sichern Hauptbedarf bei Kartoffeln Der anfänglich geringe Stickstoffbedarf und die relativ schnelle Nitratfreisetzung konventioneller Stickstoffdünger sprechen für einen Dünger mit verzögerter Stickstoffbereitstellung. Ammoniumstabilisierte Stickstoffdünger stellen eine lange Ammoniumphase sicher und geben den Stickstoff über einen Zeitraum von vier bis zehn Wochen gleichmäßig an den Boden ab. Angeboten werden stabilisierte Dünger als Nitrat- und Ammoniumstickstoff (mit DMMP), zum Beispiel ENTEC 26, ENTEC 25+15, ENTEC perfect 14+7+17 oder ENTEC Vino 15+5+20 oder auf Harnstoff-Basis mit einem Gemisch aus Dicyandiamid und 1H-1,2,4, Triazol, wie zum Beispiel Alzon 46. Der gesamte Stickstoffbedarf kann bei stabilisierten Düngern in einer Gabe ausgebracht wer-

% vom Versuchs Ø

140

120 100

ab

b

140

% Stärke a 151

Kurz gefasst 19,0 b 141

145

18,5 18,0

c

17,5

100

80

17,0

60

16,5

40

16,0

20

15,5

0

Kontrolle

2 x NAC

Entec 26

Entec 25 - 15 + Patentkali

Nitrophoska perfekt

% Stärkegehalt

160

Ertrag in % zur Kontrolle

In den ersten sechs Wochen lagern die Pflanzen nur 30 Kilogramm Stickstoff pro Hektar ein. Doch bis zur Blüte hat die Kartoffelpflanze zirka 80 Prozent des gesamten Stickstoffs aufgenommen. Deshalb muss Stickstoff zum Zeitpunkt des höchsten Bedarfs in ausreichender Menge pflanzenverfügbar im Boden vorhanden sein. Der Witterungsverlauf und die Stickstoffnachlieferung des Standortes erschweren die richtige Ausrichtung der Stickstoffdüngung.

15,0

Aufgrund der Versuchserfahrungen ist aus pflanzenbaulicher, betriebswirtschaftlicher und arbeitswirtschaftlicher Sicht eine Düngung mit stabilisierten Düngern, wie beispielsweise ENTEC, in der Kartoffel sinnvoll und wirtschaftlich. Der ökologische Aspekt mit der geringeren Nitratverlagung ist ein möglicher Betrag zu einer geringeren Umweltbelastung.

Grafik Einfluss der N-Formen auf den Ertrag und die Qualität sowie Sortierung Grafik: LK NÖ der Kartoffeln. 

den, am besten vor dem Legen. Die verhaltene Umwandlung des Ammoniumstickstoffs verhindert ein Überwachsen der Bestände. Je nach Verwertung, Sorte und Standort werden 80 bis 160 Kilogramm je Hektar gedüngt. Zum Schutz der Gewässer vor Stickstoffeintrag in Form von Nitrat ist rechtlich eine Verpflichtung zur Teilung von Stickstoffgaben in leicht löslicher Form größer 100 Kilogramm je Hektar gegeben. Zur bestehenden Ausnahme von Stickstoffgaben zu Hackfrüchten und Feldgemüse auf bindigen Böden mit zumindest 15 Prozent Tonanteil stellt Josef Springer von der LK NÖ klar, dass man auf Flächen unter zehn Prozent Hangneigung bei stabilisiertem Stickstoffdünger die Gaben nicht teilen muss.

Drei Jahre Exaktversuch Die LFS Hollabrunn untersuchte in einem Exaktversuch 2011, 2012 und 2013 die Wirkung und Wirtschaftlichkeit der stabilisierten Dünger ENTEC 26 und ENTEC NP 25+15. In diesem Exaktversuch wurden fünf Düngervarianten in der Kartoffel geprüft. Neben der Nulldüngung wurden weitere Varianten mit KAS/KAS, ENTEC 26, ENTEC 25+15 mit Patenkali und Nitrophoska perfect mit jeweils 150 Kilogramm Stickstoff pro Hektar gedüngt. Ziel des Versuchs war es, den Einfluss der Stickstoffform auf Ertrag, Qualität und Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. 2011, 2012 und 2013 gab es Ertragsvorteile mit stabilisierten Düngern wie ENTEC. Die Grafik zeigt Ertragsvorteile bei einer Sortierung 40 bis 60 Millimeter von 15,1 Dezitonnen je Hektar

mit ENTEC 26 sowie 37 Dezitonnen je Hektar mit ENTEC 25+15 und Patenkali gegenüber KAS/ KAS. Phosphor und Kali wurden ausgeglichen. Um die Wirtschaftlichkeit zu ermitteln, wurden die tatsächlichen Düngerkosten von den Markterlösen abgezogen, um die bereinigte Marktleistung zu erhalten. Beim Ermitteln der bereinigten Marktleistung wurden die aktuellen Erzeugerpreise und Düngerkosten angesetzt. Die Düngung mit ENTEC brachte Mehrerlöse von 231,20 Euro und war damit hoch wirtschaftlich. DI Harald Summerer Landwirtschaftliche FA Hollabrunn DI Bernhard Fuchs Eurochem Agro GmbH


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Die Landwirtschaft

Tierhaltung

Mai 2014

Mit NIRS-Analyse schneller und kostengünstiger

Jetzt auch bei Grassilagen möglich Das Futtermittellabor Rosenau bietet ab Mai 2014 eine kostengünstige Untersuchung der Rohnährstoffe bei Gras- und Maissilagen an. Mehr über das neue Verfahren erfahren Sie im folgenden Beitrag. Nährstoffanalysen geben wertvolle Rückmeldung zu futterbaulichen Maßnahmen, wie Sortenwahl, Düngung und Erntezeitpunkt, sie liefern Daten zum Vergleich von Futterchargen oder Schnitten bis hin zur mikrobiologischen Qualität. Dazu stehen unterschiedliche Analysemethoden zur Verfügung.

Bisher nasschemisch analysiert Bisher hat das Futtermittellabor Rosenau die Grundfutterproben nasschemisch analysiert. Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Roh-

asche, Zucker und Stärke werden dabei getrennt mittels Chemikalien oder hochtechnischen Geräten ermittelt. Dieses System zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit aus.

Jetzt auch NIRS-Schnelltest möglich Die Nah-Infrarot-ReflexionsSpektroskopie, kurz NIRS-Analyse, schätzt in einem Analyseschritt durch Bestrahlung des Futters mit infrarotem Licht und Messung der Reflexion die Gehalte der Rohnährstoffe. Die NIRS-Analyse wurde anhand

jahrelanger Kalibration an nasschemischen Analysen entwickelt. Nun stehen ausreichend genaue Eichungen für die stark variierenden Grundfuttermittel österreichischer Betriebe zur Verfügung. Dieses System steht ab sofort für den praktischen Einsatz bei Grundfuttermitteln zur Verfügung. Seit September 2013 wird bereits für Maissilagen, MKS, CCM und Grünmais diese Analysemethode angeboten, ab sofort ist diese Schnellanalyse auch bei Grünfutter, Grassilagen und Heu möglich.

Vorteil des NIRS-Systems  Es

können Rohnährstoffe schneller und kostengünstiger analysiert werden.

Nachteile des NIRS-Systems  Es können nur Rohnährstoffe analysiert werden; Mineralstoffe oder Gärsäuren kann man mit diesem Verfahren nicht ermitteln.  Die Probenvorbereitung durch Trocknung und Vermahlung ist trotzdem notwendig.  Die Analysenwerte sind nicht so genau wie bei der nasschemischen Analyse.

Nehmen Sie am Maissilageprojekt 2014 teil Im Rahmen des Maissilageprojektes gehen Fachleute auf Ursachensuche für Nacherwärmungsprobleme bei Maissilage. In einem österreichweiten Projekt der Landwirtschaftskammern unter der Leitung des LFZ Raumberg-Gumpenstein wird nach dem Vorbild des Grassilageprojektes 2003 bis 2009 eine umfangreiche Befragung und

Auswertung von Analysen von Maisganzpflanzensilagen durchgeführt.

Der Nacherwärmung auf der Spur Alle Betriebe, die mit Nacherwärmung bei Maissilagen zu tun haben oder hatten, haben die Chance, an diesem Projekt teilzunehmen. In einem umfangreichen

Fragebogen werden Informationen bezüglich Kultivierung, Erntebedingungen, Erntetechnik bis hin zur Entnahme erfasst und mit den Analysedaten in Verbindung gebracht. Die teilnehmenden Betriebe werden in Informationsveranstaltungen über die Ergebnisse und Verbesserungsmöglichkeiten informiert.


Mai 2014 

Tierhaltung

Die Landwirtschaft

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Futtermittellabor rosenau

Tarifanpassung Das Futtermittellabor Rosenau passt im Zweijahresrhythmus entsprechend den gestiegenen Betriebsmittelpreisen die Untersuchungstarife an. Die Untersuchungsgebühren steigen ab 1. Mai in 0,50 und 1 Euro Schritten. Neue Tarife für Landwirte aus NÖ Einfache Nährstoffanalyse von Einzelfuttermitteln, nasschemisch: 39 statt 38 Euro Mengenelementblock: 27 statt 26,50 Euro Einfache Gärqualität: 22 statt 20 Euro Mikrobiologische Analyse: 44 statt 42 Euro

Die NIRS-Schnellanalyse eignet sich gut für die Rückmeldung bezüglich Erntezeitpunkt, Düngewirkung und Sortenwahl. Ebenso kann man mit dieser Schnellanalyse Futterpartien einfach vergleichen. Da die NIRS-Analyse nicht die Genauigkeit der nasschemischen Analyse aufweist, sollte für Rationsberechnungen und bei tiergesundheitlichen Problemen besser die nasschemische Analyse in Anspruch genommen werden. Als Service für Schweinehalter bietet das FML-Rosenau die NIRS-Schnellanalyse auf Rohprotein bei Sojaextraktionsschrot an.

Umfang der NIRS-Nährstoffanalysen und Kosten:  Gras, Grassilagen, Kleegras, Heu: 27 Euro Rohnährstoffe (Trockenmasse, Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche, Verdaulichkeit, nXP, RNB, UDP, Energie NEL, ME) und Zucker.  Grünmais, Maissilage, Körnermaissilage, Maiskornsilage, CCM: 27 Euro Rohnährstoffe und Stärke  Sojaextraktionsschrot: 16 Euro Rohprotein

DI Gerald Stögmüller Futtermittellabor der LK NÖ Tel. 05 0259 23601 gerald.stoegmueller@lk-noe.at

Die vorgesehenen Analysen

Anmeldung

Pflicht  Rohnährstoffe mittels NIRS inklusive Stärke (27 Euro), auf Wunsch nasschemisch (34 Euro)  Gärqualität inklusive Ethanol (25 Euro)  Lignin nasschemisch (10 Euro)

Anmeldung bei Maria Schuster unter Tel. 05 0259 23600. Probenziehung erfolgt in den Monaten Mai bis Juli durch die Fütterungsberater der LK.

Empfohlen

 Bakterien, Hefen und Schimmelpilze (44 Euro)  Schüttelbox zur Bestimmung der Korngrößenverteilung (10 Euro)

Verbilligung bei der Toxinuntersuchung mittels HPLC Die Analysen von Toxinen mittels HPLC bei Maisganzpflanzen und Mischfutter können zukünftig zu folgenden vergünstigten Tarifen angeboten werden: Deoxynivalenol (DON) 98 statt 110 Euro Zearalenon (ZON/ZEA) 98 statt 116 Euro Kombiuntersuchung (DON + ZEA) 128 statt 226 Euro

DI Gerald Stögmüller Futtermittellabor der LK NÖ Tel. 05 0259 23601 gerald.stoegmueller@lk-noe.at

Untersuchungsmöglichkeiten und Tarife weiterer Analysen können auf der Homepage www.futtermittellabor.at eingesehen werden.

NIRS-Analyse Die Nah-Infrarot-Reflexions-Spektroskopie, kurz NIRS-Analyse schätzt in einem Analysenschritt durch Bestrahlung des Futters mit infrarotem Licht und Messung der Reflexion die Gehalte der Rohnährstoffe. Foto: LK NÖ 

Untersuchungsaktion bei Getreide Das Futtermittellabor der Landwirtschaftskammer Niederösterreich bietet Landwirtinnen und Landwirten in den Monaten Mai und Juni bei der Untersuchung von Getreide und Körnermais auf Rohnährstoffe (nasschemisch) die Analyse auf Stärke gratis an. Die Analysenkosten reduzieren sich dabei von 55,50 auf 39 Euro. Getreidemischungen oder Schrotmischungen sind von der Untersuchung ausgenommen. Die Aktion gilt für die Einzelfuttermittel Gerste, Weizen, Triticale, Roggen, Hafer und Körnermais.


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Die Landwirtschaft

Pflanzenbau

Mai 2014

Beste nö Weine gesucht Teilnahme bis 5. Juni möglich

Einreichung gestartet Das Magazin wein.pur begibt sich gemeinsam mit der LK NÖ, dem Weinbauverband NÖ und der NÖ Versicherung auf die Suche nach den besten Weinen Niederösterreichs. Bis 5. Juni können Winzer ihre Weine einreichen. Fünf Preise, vier Viertel und eine Trophy. Am 17. September steht das Casino Baden ganz im Zeichen regionaler Weine. Grund dafür ist die alljährliche wein.pur. Trophy. Dabei werden die besten Weine aus fünf Kategorien gekürt und dem Publikum präsentiert. Nun heißt es also für die Winzer aus Niederösterreich, ihre besten Weine auszuwählen und einzureichen. Die Anmeldung für die Trophy hat begonnen und ist bis 5. Juni möglich. Die Winzer können hierbei ihr Können in fünf SortenKategorien unter Beweis stellen:  Weißburgunder trocken  Roter Veltliner trocken  Neuburger trocken  St. Laurent trocken  Rotgipfler trocken, Zierfandler trocken und Spätrot-Rotgipfler.

In einer großen Blindverkostung nimmt eine Fachjury die eingereichten Weine unter die Lupe. Die Bewertung durch die Jury erfolgt nach dem bewährten fünf Gläser System. Die diesjährige wein.pur.Trophy steht dabei ganz unter dem Motto „Weinvielfalt Niederösterreich“. Ziel ist es, abseits von Veltliner, Zweigelt und Co, auf weitere außergewöhnliche Sorten aus Niederösterreich aufmerksam zu machen. Die Teilnahme an dem Bewerb ist kostenlos.

Reichen Sie Ihre Weine ein Wählen Sie im Verkauf erhältliche Jahrgänge. Je Wein müssen drei Flaschen angeliefert werden. Maximal fünf Weine pro Weingut können eingereicht werden. Infos und Anmeldung: www.weinpur.at/ verkostungen-weinpur. Lieferung bis Donnerstag, 5. Juni, jeweils Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und Freitag von 8 bis 12.30 Uhr an den Österreichischen Agrarverlag, Sturzgasse 1a, 1140 Wien. Kennwort: NÖ-Weinvielfalt.

Internationaler Grünlandtag Am 10. Mai findet der Internationale Grünlandtag an der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Weitau in St. Johann in Tirol statt. Die Grünlandwirtschaft im Berggebiet rückt in den Mittelpunkt. Ein buntes Fach- und Maschinenvorführprogramm gibt Einblick in die Neuheiten der Grünlandwirtschaft. Das Fachprogramm erstreckt sich von Mähen, Zetten und Konservieren in Steil- und Tallagen über die Kurzrasenweide, die Bekämpfung der Bodenschädlinge und die Weidehaltung bis zur Gülleverschlauchung, der Nachsaat und Grünlandneuanlage. Mehr Informationen unter www.gruenlandtag.at oder bei Peter Frank, LK Tirol Tel. 0664 6025981604.

Niederösterreichische Versicherung

Sind Sie gegen Umweltsanierungskosten geschützt? Die neuen Umwelthaftungsgesetze haben ein höheres Risiko für die Landwirte gebracht, denn jeder Betrieb und somit auch jeder Landwirt haftet – auch wenn kein Verschulden vorliegt – für die Schädigung an Boden, Gewässern, geschützten Arten und natürlichen Lebensräumen. Diese Haftung gilt auch dann, wenn Sie nur im Nebenerwerb tätig sind. Umweltorganisationen haben in den neuen Haftungsregeln eine starke Position. Verbände wie Global 2000, WWF, Greenpeace oder die Naturschutzbünde haben das Recht, vermeintliche Schädigungen bei der Behörde anzuzeigen und können im

Anspruch, der von der Bezirkverwaltungsbehörde beim verursachenden Betrieb eingefordert wird.

Sanierungsverfahren volle Parteistellung erlangen. Dadurch sind sie etwa auch in der Lage, gegen Bescheide der Behörde zu berufen. Reicht die Deckung „Sachschäden durch Umweltstörung“? Selbst wenn bestehende Versicherungsverträge eine Deckungserweiterung für „Sachschäden durch Umweltstörung“ beinhalten, ist das neue Haftungsrisiko (USK) nicht automatisch gedeckt. Dies liegt daran, dass es sich dabei um zwei völlig verschiedene Anspruchsgrundlagen handelt. Bei „Sachschäden durch Umweltstörung“ liegt ein zivilrechtlicher Schadenersatzanspruch eines

Versicherungstipps Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreiche Versicherung AG geschädigten Dritten vor, der vor den unabhängigen Zivilgerichten geltend gemacht werden kann. Im Unterschied dazu gibt es bei der Haftung für Umweltsanierungskosten (USK) einen öffentlich-rechtlichen

Ausreichender Schutz nur mit der UmweltsanierungskostenVersicherung (USKV) Achten Sie darauf, dass Ihr Versicherungsvertrag den Baustein USKV beinhaltet. Nur so können Sie Ihren landwirtschaftlichen Betrieb umfassend gegen die Risken durch die neuen Umwelthaftungsgesetze schützen. Ihr NV-Versicherungsberater informiert Sie gerne. www.noevers.at Anzeige


Mai 2014 

Tierhaltung

Die Landwirtschaft

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NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein informiert über Fachthemen

AZ bis Rauschbrandimpfung Der Fachthemenbogen spannte sich bei der Vollversammlung des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines von der Ausgleichszulage, der Hauptfeststellung der Einheitswerte über die Änderungen zum Gesetz der Erhaltung der Weidewirtschaft bis zum Entfall der Impfpflicht gegen Rauschbrand. Ab 2015 basiert die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete auf wissenschaftlichen Kalkulationen. Gestärkt werden die Betriebe in den BHK Gruppen 3 und 4. Diese Notwendigkeit zeigen auch die Ergebnisse des Grünen Berichts. Das AZ-Fördervolumen verringert sich um rund sechs Prozent von 258 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 242 Millionen Euro ab 2015. Diese Reduktion passiert von einem hohen Niveau aus. Die Almprämie wird gestaffelt. Die Schere zwischen Tierhaltern und Nicht-Tierhaltern wird größer. Bei der laufenden Hauptfeststellung der Einheitswerte sind Direktzahlungen aus der Säule 1 gesondert zu berücksichtigen. AZ, Investförderung und ÖPUL werden nicht eingerechnet. Der Hektarsatz für die Betriebszahl 100

steigt von 2.289 auf 2.400 Euro. Für die SVB-Beiträge sind die neuen Einheitswerte ab 2017 zu berücksichtigen. Über Änderungen zum Gesetz der Erhaltung der Weidewirtschaft informierte Alminspektor Kurt Kreitner. So ist zum Beispiel jeder Eintrag ins Alm- und Weidebuch auch dem Vermessungsamt mitzuteilen. Außerdem ist die Gemeinde verpflichtet, die Agrarbezirksbehörde zu informieren, wenn Flächenwidmungen Alm- und Weideflächen betreffen. Landesveterinärdirektor Wigbert Roßmanith informierte über die Aufhebung der Impfpflicht gegen Rauschbrand und der Einstellung der Bundesförderung. Die Krankheit bleibt aber anzeigepflichtig. Das Land NÖ erwägt die Impfstoffkosten zu übernehmen und

Wolfgang Weichselbraun, LK NÖ gab den Teilnehmern einen Überblick über die Gestaltung der AZ ab 2015, die Investitionsförderung und die Hauptfeststellung der Einheitswerte. Detaillierte Infos zur Bewertung von Weideflächen im Rahmen der laufenden Einheitswert-Hauptfeststellung gibt es am 7. Mai von 9 bis 12 Uhr im Alpengasthof „Kalte Kuchl“ in Rohr im Gebirge und von 14 bis 17 Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel Uhr im Landhotel-Restaurant Zellerhof in Lunz/See.

bittet die Landwirte, sich beim NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein bis Mitte Mai zu melden, um ausreichend Impfstoff bestellen zu können. Eine finanzielle Unterstützung für verende-

te Tiere gibt es nur für Fälle von echtem Rauschbrand, nicht für Pararauschbrand, der meist der Grund für verendete Rinder ist. Paula Pöchlauer-Kozel

Hygiene ist kein Besserwisser-Thema

Schlüssel zum erfolg Die Planung der Abfolgen, der innerbetriebliche Transport, die Reinigung der Geräte, aber auch die kulturbezogene Aufbewahrung von Messern und Co. sind für Gartenbaubetriebe das Um Foto: lk-projekt und Auf.

Am Rand von Technik- oder Pflanzenschutzveranstaltungen wurde und wird Feldhygiene beim Unkrautmanagement oder die Desinfektion im Gartenbau sehr eindimensional erwähnt. Doch durch die stetige Verknappung von Wirkstoffen zur Bekämpfung von Krankheitserregern, Schadinsekten, Bakteriosen, Phytoplasmen und Viren kann und darf die Hygiene kein Randthema mehr sein. Denn vieles lässt sich bereits im Vorfeld vermeiden. Natürlich ist unser Beruf schmutzig. Diese Grundbedingung ist aber kein Freibrief für unsaubere oder unsachgemäße Arbeit. Das

einfachste Beispiel dafür sind die mehrfach verwendeten Topflatten und Multitopfsysteme. Laufend begegnen uns bei Betriebsbesuchen die gestapelten Plastiksysteme. Für die neue Saison schön ausgeklopft, oberflächlich abgebürstet oder abgewischt, manchmal auch gewaschen, aber immer noch mit Substratresten behaftet. In der Regel werden diese vor dem Anbau mit gängigen Desinfektionsmitteln „desinfiziert“. Leider aber nur theoretisch. Viele der im Handel erhältlichen Desinfektionsmittel haben einen so genannten Fettfehler. Wenn in den vorhergehenden Kulturfolgen als

Pflanzenschutzmittel, ölige Dispersionen, ölhaltige Pflanzenschutzmittel und dergleichen verwendet wurden, kann es zu einer so genannten grünen Brücke kommen. Der Schaderreger bleibt im Öl- und Biofilm geschützt. Das teuer eingekaufte Desinfektionsmittel ist wirkungslos. Einzige Lösung ist die akribische Reinigung vorab. Und so heißt es: Nach der Kultur ist vor der Kultur. Das ist der Schlüssel zum Erfolg und stellt für die Betriebe die wahre Herausforderung dar. Di (FH) Gregor Hoffmann Tel. 05 0259 42301 office@lk-projekt.at


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Die Landwirtschaft

Milchwirtschaft

Mai 2014

Tagung in Wieselburg Weiterbildung und Erfahrungsaustausch

Schulmilchbauern planen schon Über 70 Schulmilchbauern aus ganz Österreich haben sich über die weiteren Entwicklungen und Vorhaben beraten. Was auf ihrem Stundenplan steht, haben sie im folgenden Beitrag verraten. Seit 20 Jahren arbeiten die Schulmilchprofis erfolgreich. Bäuerliche Schulmilchlieferanten vermarkten pasteurisierte Milchprodukte im Rahmen des EU-Schulmilchprogrammes an Kindergärten und Schulen. Über 2.800 Einrichtungen mit rund 150.000 Kindern werden täglich mit Milchprodukten gemäß dem EU-Schulmilchprogramm beliefert.

Schulmilch an 2.260 Adressen Kinder in 1.700 Volksschulen und 560 Kindergärten sind die flei-

ßigsten Schulmilchbezieher. Das Lieblingsprodukt ist der Schulkakao. Das EU-Schulmilchprogramm wird finanziell unterstützt.

105 Schulmilchbauern „Neben der ständigen Betreuung durch die Lebensmittelaufsicht in den Bundesländern, dem Engagement der 105 Schulmilchbauern, den kreativen Marketingideen in Kooperation mit der AMA-Marketing GmbH gehört die Bundeskoordination für bäuerliche Schulmilch durch Josef

Erfahrungsaustausch Im Bild (v.l.): Karl Grabmayr, Schulmilchsprecher; Gabriele Stein, LK OÖ; Anneliese Majer, Lebensministerium; Karl Krammer, Schulmilchsprecher NÖ; Gerda Weinberger, Milchwirtschaftsberaterin LK NÖ. Foto: LK NÖ/Groissmayer

30 Jahre Milchgütesiegel Von der Reduktaseprüfung zum Bactoscan-Gerät

Auf den Spuren der Qualitätsmilch Mit dem Wechsel der Keimzahlbestimmung von der Reduktaseprüfung zu genaueren Bactoscan-Geräten begann 1984 die Erfolgsgeschichte des Gütesiegels der LK NÖ mit ständig steigender Milchqualität. Welche drei Maßnahmen in Sachen Qualität besonders punkten, erfahren Sie im folgenden Beitrag. Der Keimzahl-Grenzwert für die I. Güteklasse wurde laufend gesenkt, bis 1999 das aktuell bestehende Rohmilch-Qualitätsschema festgelegt wurde. Bis 50.000 Keime je Milliliter Milch erfolgt die Einstufung in eine S-Klasse mit Qualitätszuschlag von 1,45 Cent je Kilogramm. Für die I. Güteklasse ist ein Ke i m z a h l e n w e r t von unter 100.000 Keimen je Milliliter Milch erforderlich. Eine Keimzahl von über 100.000 je Milliliter stuft die

Milch in die II. Güteklasse mit Milchgeldabzügen. Da die Qualität auch über die Höhe des Milchgeldes entscheidet und die kons e quente Hygiene- und Melkarbeit sowie rasche Kühlung sich bezahlt machen, hat die Beratung zu diesen Themen einen Schwerpunkt gelegt. Über 60 Hofberater wurden rund um die Einführung der Keimzahl für die niederösterrei-

chischen Molkereien genehmigt und finanziert. Die LK NÖ hat Hygieneaktionen, Melkanlagenüberprüfung und Eutergesundheitsdienst gefördert und organisiert.

Drei Maßnahmen mit besonderer Wirkung  Milchwirtschaftliche Bäuerinnenberatung In über 80 Fachkursen pro Jahr vermittelten Melklehrer und Berater der LK NÖ das Hygieneprogramm, die Qualitätsmilchgewinnung und die Erhaltung der Eutergesundheit.  Die Qualitätsbezahlung Durch hygienische Melkarbeit

mehr Milchgeld zu erhalten ist eine erfolgreiche Maßnahme.  Das Milchgütesiegel Auch Anerkennung und Auszeichnung in Sprengelversammlungen und bei Tagungen sind ein Anreiz, um zu den Besten zu zählen. Mit dem Milchgütesiegel der LK NÖ gelingt dies seit 30 Jahren sehr gut. Von Jänner bis Dezember 2013 konnten 99,11 Prozent der Rohmilch in die I. Güteklasse ohne Qualitätsabzüge und 87,27 Prozent in die S-Klasse mit einem Zuschlag von 1,45 Cent je Kilogramm eingestuft werden. Für das Milchgütesiegel muss


Mai 2014 

Weber von der NÖ LK zu den Erfolgsfaktoren“, so Karl Grabmayr. Peter Hamedinger freute sich, dass die Schreibsets für Schulkinder so gut angekommen sind und das Schulmilchprogramm auf diesem Weg großartig unterstützen. Für das Schuljahr 2014/15 wird es für die Schüler und die Verteiler eine werbewirksame Aufmerksamkeit geben.

Kundenbindung rückt in den Vordergrund Neben dem Gewinnen neuer Kunden kommt nach 20 Jahren der Kundenbindung große Bedeutung zu. Gerda Weinberger, LK NÖ, betont, dass die Gestaltung aktiver Kundenbeziehung genau so geplant werden muss, wie das Budget, die Produktion, die Logistik oder Investitionen. Laut Gabriele Stein, LK OÖ, muss die opti-

der Durchschnitt aller 24 Proben im Jahr unter 50.000 Keime und der Durchschnitt aller 24 Zellzahlwerte unter 125.000 Zellen/ ml liegen. Die Zellzahl ist ein Maß für die Eutergesundheit. Die Anlieferungsmilch muss das ganze Jahr hemmstoffnegativ sein und der Gefrierpunkt darf nicht beanstandet worden sein. Das Milchgütesiegel prangt als Beweis für konsequente Qualitätsarbeit auf vielen Stalltüren und Hoftoren.

1. Juni Weltmilchtag Am 1. Juni ist wieder Weltmilchtag. Der Dank gilt allen Milcherzeugern, Organisationen und Labors für konsequente Qualitätsarbeit.

Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23301 josef.weber@lk-noe.at

Milchwirtschaft

male Betreuung von bestehenden Schulen und Kindergärten als Kunden vor der Neukundengewinnung stehen und wer fragt, zeigt Interesse, daher sollte man die Herausforderung annehmen. Über die neue Lebensmittelinformationsverordnung, welche ab 13. Dezember 2014 in Kraft tritt sowie über Qualitätssicherung, Online-Bestellsysteme und Servicemaßnahmen für Schulmilchbauern wurde bei der Tagung ausführlich informiert.

lk-Beratung

Beratung, Werte schafft Anneliese Majer die vom Lebensministerium kündigt für die Interpädagogica im Herbst in Wien einen starken Auftritt der EU-Schulmilch- und Schulobstprogramme an. Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23301 josef.weber@lk-noe.at

Die Landwirtschaft

Beratungsunterlagen Folgende Beratungsunterlagen für den Milchbereich können angefordert werden: E-Mail: milch@lk-noe.at oder Tel. 05 0259 23300.

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Spiel und Freude mit Milch

Milch in der Ernährung

Informationen rund um die Milchwirtschaft

F G T R V F L P Z H O K P I E U J L S L M E S P O I H N V W S D T P Q W T K P R C A Z A R S N Y N N V Q S E Z T S U P I S A Q I X W O G P L

Milch ist das reinste all-inclusive Naturprodukt und enthäl groß und stark macht: einen optimalen Mix aus Eiweiß, F lenhydraten. Obendrein ist sie ein wahrer Vitamin- und M cocktail, der Vitalität, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, G Schönheit fördert. letzter Mittwoch im September

Milch - das weiße Gold aus Niederösterreich

Landwirtschaftskammer NÖ

Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 02742/259-3300, milch@lk-noe.at

1. Milch und Melken – Richtig melken und Milchqualität sichern mit DVD (123 Seiten) € 5,00 2. Milchqualität und Eutergesundheit – professionell managen € 10,00 3. Eutergesundheit – LFI Broschüre (66 Seiten) € 5,00 4. Professor Lactosius und die Schulmilch – Multimediapaket € 10,00 5. Reinigung, Wartung und Überprüfung von Melkanlagen € 1,00 6. Erhöhte Zellzahl und Mastitis (16 Seiten) € 2,00 7. Automatische Melksysteme (20 Seiten) € 2,00 8. Milchkammer + Nebenräume (8 Seiten) € 1,00 9. Ein Streifzug durch die österr. Milchwirtschaft – 4 Bücher € 30,00 10. „Die Sprache der Kuh“ – Rütz/Fiedler € 15,00 11. Der Milchlehrpfad (12 x A4) € 8,00 12. Spiel und Freude mit Milch (für Kinder) € 2,00 1.-12. jeweils plus Porto 13. Wie komme ich zur Schulmilch? kostenlos 14. Milch – das weiße Gold aus NÖ kostenlos Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber

Neuer DLG-Ratgeber

lk-Beratung

Milchwirtschafts-Check

Ihre Situation: Sie benötigen Antworten auf eine Beratung, die Werte schafft Reihe von milchwirtschaftlichen Fragen und wollen diverse Entwicklungen am Markt und im Milchbereich kennenlernen. Unser Angebot für Sie: Wir informieren Sie über Entwicklungen, Zusammenhänge, neue Regelungen und Hintergründe im Milch- und Molkereibereich. Ihr Nutzen: Sie können zahlreiche Entscheidungen und Handlungen unter Berücksichtigung aktuellster Entwicklungen erledigen und vermeiden wirtschaftliche Verluste. Kostenbeitrag: 60 Euro, 30 Euro Hofpauschale Beratungsort: am Hof oder Bezirksbauernkammer Ihr Ansprechpartner: Tierhaltungsberater Ihrer Bezirksbauernkammer oder Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber, Tel. 05 0259 23301, josef.weber@lk-noe.at Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

Weidewirtschaft mit Profit Die Weide für Milchkühe verdient eine neue Chance. lmmer klarer und dominanter treten die Vorteile dieser tiergerechten Haltungsform in den Vordergrund: Ernte- und Konservierungsverluste des Grundfutters sind nicht vorhanden, der große Aufwand zur Futterwerbung und die damit verbundenen Energie-, Lager- und Technikkosten reduzieren sich enorm. Die Grünlandbestände sind bei guter Weideführung in deutlich besserem Zustand betreffend Narbendichte, Unkrautbestand und Schadnagerbesatz. Darüber hinaus lassen sich die Produkte von Tieren auf der Weide besser vermarkten. Der neue Ratgeber „Weidewirtschaft mit Profit“ aus dem DLG-Verlag zeigt, wie ein professionelles Weidemanagement aussieht. Er gibt Tipps für den Einstieg und zeigt die Chancen der Weidebetriebe auf. Darüber hinaus enthält er wirtschaftliche Beispielrechnungen, die den Landwirt bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Die Autoren sind Prof. Dr. Martin Elsäßer und Dr. Thomas Jilg vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg in Aulendorf sowie Dr. Ulrich Thumm vom Institut für Kulturpflanzenwissenschaften an der Universität Hohenheim. Der Band „Weidewirtschaft mit Profit“ kann zum Preis von 7,50 Euro beim DLG-Verlag, E-Mail: dlg-verlag@DLG.org oder direkt im OnlineBuchshop unter www.dlg-verlag.de erworben werden.

Die Milch unter der Lupe Kuhmilch zeichnet sich nicht nur durch den hohen Kalzium dern auch durch andere wertvolle Inhaltsstoffe aus. Unte nen ist Vitamin B12 besonders hervorzuheben. Dieses Vita wendig, um ein anderes Vitamin, die Folsäure, in ihre akt im Körper umzuwandeln. Folsäure braucht der Körper unt die Blutbildung. Vitamin B12 sorgt außerdem dafür, dass d tem und die Abwehrkräfte einwandfrei arbeiten. In der M kleine Mengen Vitamin D enthalten, die dabei helfen, Kal Knochen einzubauen.

Kalzium für gesunde Knochen Neben Kalzium aktivieren weitere Mineralstoffe aus der M wechsel, wie zum Beispiel Jod, das für die Schilddrüse u Zwar sind keine unmittelbaren Mangelerkrankungen zu b längere Zeit kann eine UnterPro-Kopf-Verbrauch von Kons versorgung mit Kalzium, Vitain Österreich min D, Folsäure und Jod aber 100 Angaben in kg zu gesundheitlichen Problemen * Trinkmilcherz Sauermilch auc führen. Quelle: Statistik Ö Der in der Milch enthaltene 90 Milchzucker, die Laktose, dient sowohl dem Gehirn als Ener79, 80 giequelle wie auch den er76,3 75,1 wünschten Bakterien im Darm 72,9 als „Futter“. Zudem ist Milch eine Quelle für gut verdauliches 70 Eiweiß mit hoher biologischer Wertigkeit. 60

1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 200


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Die Landwirtschaft

Tierhaltung

Mai 2014

LKV Kennzahl des Monats

Geburt optimal gestalten Das Notieren des Kalbeverlaufes und der geburtsnahen Beobachtungen unterstützen die LKV-Mitglieder dabei, Festliegen und Nachgeburtsverhalten gezielt vorzubeugen. Wie man die Gesundheitsübersicht am Tagesbericht der Milchleistungsprüfung noch nutzen kann, zeigt der folgende Beitrag. Betriebsdatenübersicht und Fruchtbarkeit Tier Nr.

Name Lebensnummer

Abkalbung Lakt. Eka/Zkz

Rasse WOLKE FL

AT 169.236.417

Belegung und Belegstier

Abk.dat. Rast/SP

2

03.09.12

528

115/154

Bel.datum Stiername

Sollkalb. Gzw Stiernummer

B 04.02.13(2) 21.11.13

138

Leistungsdaten R

M-kg Mbk

lfd. Laktation Standardlaktation

FL

19,0

262 6.653 4,76 3,67 561

T+WILLE DE 08 13516428

Komplikationen sichtbar machen Wie am Musterbericht hervorgehoben, wird acht Wochen vor Erreichen des Sollkalbedatums auf Komplikationen bei der zurückliegenden Abkalbung hingewiesen. Foto: LKV NÖ

Nachgeburtsverhalten, Festliegen

Die Erfassung des Geburtsverlaufes bei der Abkalbung mit einem besonderen Augenmerk auf Schwergeburten wurde 2013 um die geburtsnahen Ereignisse ergänzt. Seit Jahresbeginn 2014 wird auch in Betrieben unter Fleischleistungsprüfung nachgefragt, ob die Geburt des Kalbes ohne Komplikationen für die Kuh abgelaufen ist. Konkret werden Euterentzündungen, Festliegen, Nachgeburtsverhalten und Lahmheiten nachgefragt.

Ergänzen mit Gesundheitszuchtwerten Ziel dieser Erhebung ist es, die bestehende Zuchtwertschätzung

für den Kalbeverlauf um die einschlägigen Gesundheitszuchtwerte zu ergänzen. Die Erhebung unterstützt die LKV Mitglieder zudem dabei, dem Festliegen und Nachgeburtsverhalten gezielt vorzubeugen.

Besamungsstier gezielt auswählen Der Tagesbericht der Milchleistungsprüfung hält das Auftreten dieser Komplikationen bei der „Gesundheitsübersicht“ für die ersten drei Monate nach der Abkalbung fest. Damit kann man den Besamungsstier durch Beachten des Zuchtwertes für Kalbeverlauf und den Gesundheitszuchtwert gezielt auswählen.

Gezielt vorbeugen Vielleicht noch wichtiger ist, dass rechtzeitig vor der nächsten Abkalbung der Tierhalter daran erinnert wird, gezielt Vorbeugemaßnahmen einzuleiten. Dazu wird ausgehend vom Besamungsdatum acht Wochen vor der zu erwartenden Kalbung gemeinsam mit dem Hinweis zum Trockenstellen die Erinnerung im Klartext angedruckt. So kann der Tierhalter rechtzeitig gezielt mit Mineralstoffgaben vorbeugen oder andere vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um die Abkalbung für die Kuh so problemlos wie möglich zu gestalten. Damit gelingt

für die Kuh der Start in die neue Laktation und für das Kalb der Start ins Leben optimal. Dies ist für Milchkühe im Hinblick auf die Herausforderung an den Stoffwechsel durch den Laktationsstart sehr wichtig. Wirtschaftlich noch bedeutender ist dies für Mutterkühe. Die problemlose Geburt des Kalbes legt die Basis für das Einkommen in diesem Jahr. DI Karl Zottl LKV Niederösterreich www.lkv-service.at

Stier des Monats

GS HUVI - Ein Genom-Vererber, der alle Erwartungen erfüllt

GS Huvi stammt vom Biobetrieb Buchinger, Waidhofen/Ybbs. GS Huvis Fundament ist sehr trocken mit tendenziell geraderen Sprunggelenken, korrekter Fesselung und genügend Klauentracht. Foto: NÖ Genetik 

GS Huvi zeichnet sein hoher Fitnesszuchtwert von 136 Punkten aus. Die Nutzungsdauer ist eine der höchsten. Für die Wirtschaftlichkeit spricht die hohe Milchleistung von +859 Milch-Kilogramm, kombiniert mit einem Eutergesundheitswert von 114. Bei der Anpaarung sollte man auf die Milchinhaltsstoffe Rücksicht nehmen. Der Fruchtbarkeitswert von 117, kombiniert mit guten Abkalbewerten, spricht für einen breiten Einsatz. Das Exterieur ist sehr ausgeglichen, was zu sehr rahmigen Tieren mit viel Breite, vor allem in der Vorderhand und einer straf-

fen Oberlinie sowie ausreichend Rumpftiefe führt. GS Huvi überzeugt in der Beckenlänge und in der Beckenneigung. Mit Skepsis ist die Beckenbreite zu betrachten, da sein Großvater Vigor eher schmale Becken vererbt. Die Voreuter der Töchter sind sehr lange und gut aufgehängt. Die Hintereuter sind sehr hoch und sehr breit aufgehängt. Die Striche sind etwas kürzer, dünner und korrekt platziert. Die Anpaarung sollte auf Kühe erfolgen, die im Rahmen etwas knapper sind, genügend Beckenbreite und Zentralband aufweisen.


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Tierhaltung

Die Landwirtschaft

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Pferde leiden unter der hochansteckenden, bakteriellen Infektionskrankheit

Vermehrt Drusefälle in NÖ Druse ist hochansteckend und bedroht seit Jahrhunderten Pferdebestände weltweit. Über Ansteckung, Krankheitsbild, Behandlung und Vorbeugung informiert LK-Tierarzt Stefan Fucik. Diese bakterielle Erkrankung verursacht vor allem eine eitrige Entzündung der Lymphknoten. Vorrangig sind dabei die Kehlgangs- und Rachenraumlymphknoten betroffen. Die häufigsten Symptome bei erkrankten Pferden sind der grünlich-gelbe Nasenausfluss, Fieber, Appetitverlust, Mattigkeit, Husten und eine Schwellung der Lymphknoten im Kopfbereich. Die Lymphknoten füllen sich durch die Reaktion auf den Erreger mit Eiter. Die Lymphknoten können so vergrößert und schmerzhaft sein, dass der Kehlkopf und die Luftröhre verengt werden und die Pferde an Atemnot leiden.

Keine Anzeigepflicht Die Druse ist weder anzeigenoch meldepflichtig. Es liegen deshalb keine amtlichen Bekämpfungsvorgaben vor. Für Menschen oder Hunde ist die Krankheit nicht gefährlich.

Wie wird die Druse übertragen? Der Erreger ist eine hoch ansteckende Bakterienart und kann über 80 Prozent der empfindlichen Pferde nach Kontakt mit kranken Pferden oder Trägern infizieren. Die Verbreitung von Pferd zu Pferd ist durch direkten Kontakt oder über das Pflegepersonal, also Hände, Gegenstände wie zum Beispiel Wasserkübel, Futtertröge, Holzwände oder Zaumzeuge möglich. Eine Übertragung mittels Aerosol-Tröpfchen ist über eine Distanz von bis zu zehn Metern möglich. Nicht alle Pferde, die Kontakt mit dem

Erreger haben, werden krank. Die Erkrankung ist abhängig von der aufgenommenen Erregermenge, vom Immunstatus der Pferde sowie anderen schwächenden Komponenten wie zum Beispiel Stress, Wurmbefall, Nährstoffmängeln und anderen Krankheiten. Tiere können durch einen vorherigen Kontakt mit dem Bakterium auch immun sein. Problematisch ist, dass an Druse erkrankte Tiere schon Bakterien ausscheiden, bevor klare klinische Symptome, wie zum Beispiel Abszesse, zu finden sind. Schon ein bis zwei Tage nach Beginn des Fiebers kann eine Ausscheidung stattfinden. Auch nach Abklingen der klinischen Symptome und des Fiebers können Keime übertragen werden. Eiter kann in den Luftsäcken eintrocknen und als so genannte Luftsacksteine den Keim dauerhaft beherbergen, auch wenn die Tiere klinisch komplett unauffällig sind. Ein Verbringen eines derartigen Tieres in einen anderen Bestand, kann dort eine Druse-Erkrankung auslösen. Bemerkenswert ist, dass die betroffenen Träger kaum oder nie husten, aber auch kaum Nasenausfluss oder ähnliche Symptome zeigen, wodurch sie leicht zu übersehen sind. Es ist davon auszugehen, dass bei der Hälfte der Ausbrüche mindestens ein Tier dauerhafter KeimTräger wird. Die Druse-Bakterien lassen sich auf Gegenständen mit üblichen Desinfektionsmitteln sehr gut abtöten und werden in der Umgebung rasch von Bodenbakterien inaktiviert. Auf der Oberfläche von unbehandelten Gegenständen oder an nassen,

Verhaltensregeln zur Vorbeugung der Druse  Kein „Nase zu Nase“ – Kontakt mit fremden Pferden.  Nur eigene Tränker und Futterutensilien benutzen.  Hygiene-Disziplin bei allen Aktionen im Stall und am Hof.  Bei Druse-Verdacht Tierarzt verständigen und Maßnahmen absprechen.

 Druseerkrankte Pferde und ihre Kontakt-Tiere von den noch gesunden Pferden isolieren.

 Bei gesunden Tieren täglich Fieber messen, bei Auftreten von Fieber isolieren und weitere Behandlung mit dem Tierarzt absprechen.

 Isolierte Pferde mindestens zehn Meter von den übrigen Pferden entfernt halten.

 Kein Zutritt zum Stall für betriebsfremde Personen.  Erst gesunde Pferde verpflegen, dann die kranken Tiere.  Nach Verpflegung kranker Tiere immer umziehen, Schuhwerk wechseln oder Überzieher verwenden, Hände waschen und desinfizieren.

 Keine Hunde und andere Tiere in den Druse-Stall lassen.  Vor Stallwechsel Tiere aus dem Druse-Bestand testen.

feuchten Orten können sie einige Zeit überleben. Im Allgemeinen sollte eine Koppel für zirka einen Monat nicht benutzt werden.

Wie wird die Druse behandelt? Den Verdacht auf Druse sollte umgehend ein Tierarzt abklären. Pferde mit Druse sollte man für sechs bis acht Wochen isoliert halten. Auf strengste Hygiene und Desinfektion ist zu achten, um die Bakterien nicht durch die Kleidung oder Gerätschaften auf gesunde Pferde zu übertragen. Bevor man die geheilten Pferde wieder in die Herde integriert, sollte sie ein Labor anhand von Nasentupfern als Nichtausscheider klassifizieren. Die Behandlung der Druse ist ein umstrittenes Thema. Der allgemeine Konsens ist, dass eine antibiotische Behandlung meist nicht gerechtfertigt ist, vor allem nicht, wenn das Tier klinisch nicht schwer krank ist und die Atemwe-

ge nicht gefährlich eingeengt sind. Der beigezogene Tierarzt wird die entsprechende Therapie einleiten. Eine Schutzimpfung ist möglich. Mag. Stefan Fucik Ref. Tiergesundheit und Tierschutz Tel. 05 0259 23501 stefan.fucik@lk-noe.at

Zentrale NÖ Stutenkörung Im Reitclub St. Georgen-Hart bei St. Pölten findet am 9. und 10. Mai die zentrale NÖ StutenSchau der Rassen Haflinger und Warmblut mit Exterieur- und Gang-Beurteilung, statt. 9. Mai ab 9.00 Uhr: HaflingerBeurteilung; 10. Mai ab 10.00 Uhr: Warmblut- und Pinto-Beurteilung Info: Tel. 05 0259 23 103 www.pferdezucht-austria.at/noe


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Die Landwirtschaft

Tierhaltung

Mai 2014

Besamung Wie arbeiten andere Betriebe?

Die Kniffe der Kollegen Es gibt nicht nur einen Weg zum Ziel – jeder Betrieb verfolgt mit Erfolg eigene Wege zur erfolgreich besamten Sau. LK-Expertin Martina Gerner hat die Praxiserfahrungen aus den Arbeitskreisen hier zusammengefasst. Es ist Montagabend. Thomas und Johanna Achleitner ziehen sich für die letzte Arbeit des Tages ihre Stalloveralls an, schlüpfen in ihre Stiefel und gehen in den Sauenstall. Eine wichtige Arbeit liegt noch vor ihnen: Im Deckzentrum stehen 15 Sauen, die gerade rauschen und noch besamt werden wollen. An diesem Abend geht das Ehepaar Achleitner allerdings mit Begleitung in den Stall. Frisch geduscht und mit Einwegoveralls eingekleidet stehen die Berufskollegen aus dem Ferkelarbeitskreis im Deckzentrum und schauen beim Belegen zu. Im Anschluss an die Stallpraxis tauschen sich die Arbeitskreismitglieder aus, mit welchen Maßnahmen in ihren Betrieben die Bereiche Fruchtbarkeit und Besamung gut funktionieren.

Konsequentes Arbeiten im Rhythmus In der Sauenhaltung gibt der Produktionsrhythmus die Arbeiten und den Ablauf am Betrieb vor und ermöglicht eine langfristige Arbeitsplanung. Viele Betriebe tragen in ihrem Kalender die Termine für Abferkeln, Absetzen und Belegen für das ganze Jahr als Fixtermine ein. Alle anderen Termine organisieren sie nach dieser Vorgabe. Die fix vorgegebenen Arbeiten im Stall wie Abferkeln, Absetzen und Belegen werden strikt eingehalten, auch wenn zum Beispiel zur Ernte unter Zeitdruck gearbeitet werden muss. Konsequenz ist auch beim Zusammenhalten der Abferkelgruppen gefragt. Dies erfordert, dass die Belegungen in einer Gruppe in wenigen Tagen abgeschlos-

Sommerloch: Jahreszeitlicher Verlauf der Umrauschquote 2010 bis 2013 Auswertung von ca. 20.000 Würfen je Jahr, Quelle: LK NÖ, Daten der Arbeitskreise 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 1

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sen sind, Jungsauen gezielt in die Abferkelgruppe eingegliedert und leistungsschwächere Sauen rechtzeitig selektiert werden.

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beginn und Besamungsende gedreht werden.

Gerade wenn es schnell gehen muss oder mehrere Personen im Stall arbeiten, ist es wichtig, einen schnellen Überblick über erledigte und offene Arbeiten zu bekom-

men. Dies gelingt bei der Besamung mit einfachen Hilfsmitteln. Viele Betriebe arbeiten mit Farbspray oder Viehzeichenstift. Für jeden Tag wird eine andere Farbe verwendet. Damit lässt sich direkt am Tier überblicken, ob und wie lange die einzelne Sau rauscht und wann sie belegt wurde. Andere Betriebe nutzen aufgehängte Sauenkarteikarten, die zum Beispiel mit Rausche-

Besamungswagen Alles griffbereit Fotos: LK NÖ/Gerner in Arbeitshöhe.

Sauberes Arbeiten ist besonders wichtig, weil die Pipette Schmutz und Keime bis zum Gebärmutterhals schieben kann.

Markierungssystem für schnellen Überblick

Brunstbeobachtung und Rauschestimulation Wann Sauen nach dem Absetzen in die Rausche kommen und wie lange die Rausche dauert, unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb. Den Besamungsablauf muss man daher an den eigenen Bestand anpassen. Neben Auf-


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zeichnungen, wie dem Markierungssystem, ist die Rauschekontrolle wichtig. Der beste „Mitarbeiter“ ist ein aktiver Bestandseber, der nach dem Absetzen zweimal täglich bei der Brunstbeobachtung vor den Sauen läuft. Während der Besamung sollte der Eber vor vier bis sechs Sauen fixiert werden können, da der Brunstreflex bei den Sauen, wie Stehen, Ohrenstellen und aktives Leeren der Spermatube nur kurze Zeit anhält.

Sauber Arbeiten Während der Rausche öffnet sich der Gebärmutterhalskanal. Den Besamungskatheter „verankert“ man bei einer sachgerecht durchgeführten Besamung in den Gewebepolstern des Gebärmutterhalses. Sauberes Arbeiten ist besonders wichtig, da die Pipette Keime und Schmutz bis zum Gebärmutterhals schieben und zu einer Infektion mit Ausfluss und schlechtem Besamungserfolg führen kann.

Temperatur, Licht, Luft Besonders in den Sommermonaten versuchen viele Betriebe an heißen Tagen, den Hitzestress für die Sauen über verschiedenste Maßnahmen zu reduzieren; zum Beispiel das Ansaugen der Zuluft aus einem beschatteten und kühlen Bereich, Zuluftkonditionierung, die Kontrolle und Reinigung von Zu- und Abluftkanälen sowie die Einstellung der Lüftungstechnik auf Sommerbetrieb mit Solltemperatur, Bandbreite und Absenkautomatik. Säugende Sauen müssen durch die Milchbildung viel Körperwärme an die Umgebung abgeben. Bei der Verdauung entsteht zusätzlich Wärme. Fütterungszeiten in den kühleren Morgenstunden oder am späten Abend können helfen, die Futteraufnahme bei den säugenden Sauen zu stabilisieren.

Tierhaltung

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Belegen zwölf bis 14 Stunden täglich eingeschaltet sind.

Sperma – Aufbereitung und Lagerung Ebersamen ist sehr empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Egal ob das Sperma von einer Besamungsstation gekauft wird oder vom eigenen Eber stammt, wichtig ist, dass es langsam auf die Lagertemperatur von 16 bis 18 Grad heruntergekühlt und die Lagertemperatur konstant gehalten wird. Am besten eignet sich eine Klimabox für die Lagerung. Zur Temperaturkontrolle ist ein Minimum-Maximum-Thermometer empfehlenswert. An der Besamungsstation Hohenwarth werden bei der Samenaufbereitung von jedem Ejakulat Rückstellproben gezogen und über mehrere Tage einem „Härtetest“ unterzogen. Die Rückstellproben werden täglich erwärmt, um Qualität und Beweglichkeit der Spermien mikroskopisch zu beurteilen und anschließend wieder abgekühlt.

Hilfsmittel nutzen Mit Hilfsmitteln, wie Besamungsbügeln und –gurten, einem Besamungswagen oder „Besamungskisterl“, in dem alle Utensilien von den Kathetern über Gleitgel und Farbspray sauber gelagert werden und in Arbeitshöhe griffbe-

Arbeitskreise auf einen Blick Die Arbeitskreise Ferkelproduktion und Schweinemast sind ein Angebot von LK NÖ und LFI speziell für Schweinehalter, die ihren Betrieb weiter entwickeln wollen. Die Themenbereiche werden je nach Wünschen der Mitglieder bearbeitet. Ein Schwerpunkt ist der regelmäßige Austausch von aktuellen Informationen und Erfahrungen bei Veranstaltungen und durch den regelmäßigen Newsletter. Grafik: LK NÖ Kontakt: Martina Gerner, Tel. 05 0259 23211

reit liegen, lässt sich einfach und bequem arbeiten.

Aufzeichnen – kleiner Aufwand, wichtige Hinweise Farbsystem, Stallkarten, Besamungsliste, Sauenplaner – es gibt viele Möglichkeiten, Aufzeichnungen schnell und einfach zu führen. Neben dem Aufschreiben kommt es darauf an, die Auf-

zeichnungen auch weiter zu nutzen, zum Beispiel für die Selektion von Schlachtsauen, für den Wurfausgleich oder beim Abferkeln. DI Martina Gerner Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23211 martina.gerner@lk-noe.at

Eber des Monats

P-LETO-3-5820 NN

P-Leto Der Eber des Monats Mai stammt aus der Zucht von Gerhard Willim aus Weinzierl bei Prinzersdorf. Foto: Besamungsstation Hohenwarth

Eine Reihe von Betrieben nutzt Lichtleisten im Deckzentrum, die ab dem Absetzen bis nach dem

Die Landwirtschaft

Leto ist ein sehr typvoller, wüchsiger Eber mit einer sehr interessanten Blutführung. Die „L-Linie“ stammt aus einem deutschen Zuchtgebiet und findet mit Leto einen guten Vertreter dieser eher seltenen Blutlinie. Mütterlicherseits wird mit Pavia ein sehr bekannter und leistungsstarker Eber verzeichnet. Auch seine Vollgeschwisterprüfung ist mit über 800 Gramm tägliche Zunahmen und optimalen Fleischwerten ein hoffnungsvoller Garant für top Mastleistungen. Leto 5820 in der BLUP-Zuchtwertschätzung: 95 Punkte

Tgz FV ZW: 812g 2,48

MFA 71,3

KL 93

Kafl 70,5

Weitere Infos unter www.besamung-hohenwarth.at oder www.gutstreitdorf.at


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Die Landwirtschaft

Tierhaltung

Mai 2014

Sommerbienen Die Umstellung von den Winterbienen auf die Sommerbienen ist abgeschlossen. Die ersten Frühtrachten sind in vollem Gange und aktivieren die Foto: www.carnica-singer.at Bienen. Die Bruttätigkeit läuft auf Hochtouren.

Imkern im Mai

Für Vollbeschäftigung sorgen Handelt der Imker richtig, kann er Bautrieb und Bruttätigkeit der Bienen steigern und mit starken Völkern die Sommertracht optimal nutzen. Dazu gibt Imkermeisterin Heidrun Singer einige Tipps. Täglich tausende schlüpfende Bienen brauchen ausreichend Platz und Nahrung und gerade Schlechtwetterphasen, die einen Ausflug verhindern, bergen die Gefahr, dass die zur Untätigkeit gezwungenen Bienen, gepaart mit Futtersaftstau, schwarmlüstig werden.

Genügend Platz und gute Stockmutter In dieser Situation ist eine Überbrückungsfütterung mit Honiglösung zweckmäßig, damit alle Aktivitäten aufrecht bleiben und so für Vollbeschäftigung im Bienenvolk gesorgt ist. Volkstärke und Raumgröße müssen immer synchron zueinander laufen, denn nur so kann man den Schwarmfaktor „Platzmangel“ ausschalten. Unumgänglich für das „NichtSchwärmen-Wollen“ ist eine gute Stockmutter, eine gut ausgelesene, auf Schwarmträgheit selektionierte Königin. Allen Imkern, die jede Schwarmverhinderung ablehnen, Selektion und Zucht als widernatürliche Eingriffe negieren und Völkervermehrung nur über Schwärme propagieren, muss die Frage gestellt werden,

ob es bienenethisch vertretbar ist, all jene Bienenschwärme, die nicht eingefangen werden, einer ungewissen und somit zumeist tödlichen Zukunft zu überlassen. Ist es nicht bienenfreundlicher und tiergerechter, durch eine vorausschauende, sich an der Biologie der Biene orientierenden Betriebsweise Schwärme zu verhindern?

Schwärme sind nicht varroafrei Auch Schwärme sind nicht varroafrei und nicht selten verenden tausende Schwarm-Bienen ohne imkerliche Hilfestellung an der Varroamilbe. So ist es auch sinnig, im Zuge der Volkkontrollen im Mai zur natürlichen Varroareduktion die verdeckelten Drohnenrähmchen zu entnehmen und durch neue Baurähmchen zu ersetzen. In vielen Imkereien wird nun nach den frühen Nektartrachten der erste Blütenhonig entnommen und geschleudert. Während das von den Bienen erzeugte Topprodukt im Bienenstock stets von bester Qualität ist, ist der Imker nun gefordert, dieses hochwertige Lebensmittel sorgsam zu behan-

deln, um jegliche Wertminderung hintanzuhalten. Alle mit Honig verbundenen Arbeiten, von der Gabe der Waben und Mittelwände über die Ernte, Schleuderung, Abfüllung bis zur Lagerung haben stets unter Beachtung der gesetzlich geforderten Hygienevorschriften zu erfolgen.

Spritzprobe vor der Ernte Honig ist nur dann reif zur Ernte, wenn die Bienen seinen Wassergehalt so weit reduziert haben, dass beim Schütteln der Wabe, der Spritzprobe, kein Honigtröpfchen mehr ausfällt. Der Wassergehalt liegt dann meist unter 18 Prozent. Ist die Wabe zu zwei Drittel verdeckelt, dann zeigt dies auch zumeist die Erntereife an, mit der seltenen Ausnahme bei eventuellen Massentrachten.

Honig nimmt Umgebungsgerüche an Schon bei der Honigabnahme ist zu beachten, dass Honig leicht Umgebungsgerüche anzieht und eine zu starke Berauchung mit dem Smoker zu einer Beeinträchtigung führen kann. Deshalb ist das Abstellen von Honigwaben in Garagen und sonstigen lebensmit-

telungeeigneten Räumen absolut zu vermeiden. Honig ist darüber hinaus stark hygroskopisch, das heißt, zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Daher muss man ihn bis zur Schleuderung trocken lagern. Beim Entdeckeln und Zentrifugieren ist zu beachten, dass man die Gerätschaften nicht während des Arbeitsvorganges wäscht, abspült und ungetrocknet wieder verwendet. Der gesiebte und geklärte Honig ist bis zum Abfüllen in luftdicht verschlossenen Gefäßen aus geeignetem Material bei einer Temperatur unter 15° C zu lagern, damit alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. IM Heidrun Singer www.carnica-singer.at

Offener Bienenstock Anlässlich des „Tags des offenen Bienenstockes“ am 25. Mai gewähren viele Imkereien Einblick in das Imkertun und -schaffen. Erste Schleuderungen und Verkostungen geben einen Vorgeschmack auf die süße Köstlichkeit aus dem Bienenvolk.


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Betriebswirtschaft

Die Landwirtschaft

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Exkursionsreihe Ideen erFAHREN ab 20. Mai im Mostviertel

Wege im Grünland ohne Kühe Auf den Exkursionsbetrieben erfahren die Teilnehmer aus erster Hand, wie Höfe mit Erfolg von Milchkühen zur Kalbinnenaufzucht, zu Schafen, Ziegen, Weidegänsen oder zur Produktion von Qualitätsheu gewechselt haben. Die Milchwirtschaft hat für die Nutzung der Wiesen und Weiden in den NÖ Berggebieten sehr große Bedeutung. Dennoch möchten nicht alle Betriebe Milchkühe halten. In diesem Fall stellt sich die Frage nach anderen wirtschaftlich rentablen Nutzungsformen für das Grünland. Ideen erFAHREN zeigt unter dem Titel „Wege im Grünland ohne Kühe“ auf, welche Alternativen in der Grünlandnutzung es geben kann. Im Rahmen dieser Exkursionsreihe berichten Praktiker von ihren Erfahrungen mit verschiede-

nen Formen der Kalbinnenaufzucht, der Haltung von Schafen, Ziegen aber auch Weidegänsen. Mit der Produktion von Qualitätsheu gelingt Betrieben die Grünlandnutzung sogar ohne Viehhaltung. Die Exkursionsreihe findet diesmal im Mostviertel statt. Der erste Exkursionstag startet am 20. Mai 2014 in der BBK Lilienfeld. Ihre Anmeldung nimmt Ihre Bezirksbauernkammer entgegen.

www.noe.lko.at/ideenerfahren Weitere Informationen zum Bildungsangebot unter www.noe.lko.at/ideenerfahren

Nicht alle Betriebe im Berggebiet möchten Milchkühe halten. Ideen erFAHFoto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel REN zeigt Wege im Grünland ohne Kühe auf.

Kredit-check LK-Beratung spart Geld

Nicht mehr Zinsen zahlen als nötig Experten geben Ihnen einen raschen Überblick über die Angemessenheit Ihrer Kreditzinsen und Spesen. Sie zeigen Möglichkeiten für die Umsetzung Ihres persönlichen Einsparungspotenzials. Sie stehen vor einer größeren Investition und benötigen dafür einen Kredit? Sie haben bereits Kredite laufen und wollen wissen, ob die Höhe der Zinsen und Spesen angemessen ist? Die LK NÖ bietet hierzu im Rahmen des Kredit-Checks objektive Beratungen an. Unabhängige Experten prüfen Ihre Angebote. Doch auch die Zinsen und Spesen bereits bestehender Kredite werden auf deren Angemessenheit durchleuchtet. Der Landwirt erhält einen raschen Überblick über seine individuelle

Kreditlage und erfährt mehr über die derzeitigen Zinskonditionen am Markt. Viele Landwirte haben dieses Angebot bereits genutzt und nicht selten konnten über längere Laufzeiten tausende von Euros eingespart werden.

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Einsparungspotenzial Beim Kredit-Check kann sich der Landwirt bei unabhängigen Experten aus der Praxis über individuelle EinsparungsmöglichFoto: LK NÖ keiten informieren. 

ÖKL-Merkblatt 91: Verbesserung von bestehenden Anbindeställen Mit verschiedenen Verbesserungsmaßnahmen können Anbindeställe tiergerechter und arbeitswirtschaftlich sinnvoller gestaltet werden. Obwohl die Ansprüche der Tiere an ihre Haltungsumwelt durch einen gut geplanten und gut geführten Laufstall am besten erfüllt werden können, kann der Neubau eines Laufstalles oder der Umbau einer Anbinde- auf Laufstallhaltung aufgrund der Kosten, aus Platzmangel oder aufgrund der ungesicherten Hofnachfolge erschwert sein. Das Merkblatt behandelt vorwiegend Kurzstände für weibliche Rinder. Um 7 Euro im ÖKL unter 01/5051891, office@oekl.at oder im Webshop zu bestellen.


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Die Landwirtschaft

Forstwirtschaft

Mai 2014

Staatspreisträger Forstwirtschaft Michael Bubna-Litic aus Donaudorf

Nützen und schützen verbinden Vieles macht er wie andere, aber manches etwas anders – so begründet Michael Bubna-Litic sein Management im Wald, das ihn für den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft auszeichnet. Was genau er nun anders macht, das verriet er uns kürzlich zwischen Biberbauten und Schwarznuss-Stämmen. Naturverjüngung wo möglich und Pflanzung wo nötig - Michael Bubna-Litic wirtschaftet in seinem Forstbetrieb genauso wie viele andere Waldbauern auch. Er kennt dabei die Herausforderungen des Bibermanagements im Auwald genauso, wie die optimale Baumartenwahl im Hochwald. Ebenso vielfältig wie die Waldlagen ist das Holzsortiment. „Rund 5.000 Festmeter schlagen wir jährlich, vom Hackgut bis zum Wertholz“, berichtet Bubna-Litic. „Kronen und Unterholz versteigern wir an Brennholzwerber oder verkaufen es am Stock. Ein Teil der Waldflächen ist für den Vertragsnaturschutz reserviert.“

Einkommen aus Naturschutzleistungen Die Naturschutzleistungen verschiedener Form im Ausmaß von rund hundert Hektar Ausgleichsflächen für zum Beispiel Straßenbauten zählen mittlerweile zu einem wesentlichen Teil der Einnahmen. „Hier ist wichtig, dass wir Forstbetriebe uns den Naturschutz nicht aus der Hand nehmen lassen“, betont Bubna-Litic. „So können wir im Einklang mit der Natur darauf achten, dass auch wirtschaftliche Baumarten auf diesen Flächen wachsen.“ Die Vertragsnaturschutzflächen finden sich in den zwei Auwaldrevieren nördlich und südlich der Donau. Es handelt sich zum Beispiel um Ersatzaufforstungen, Außernutzungstellungen und ein Kopfweidenprojekt, aber auch um extensive Wiesen und Gewässer. „Neophyten, wie die Robinie, haben auf diesen Flächen kei-

nen Platz, doch außerhalb der Naturschutzflächen ist sie ein bei uns wichtiges Blochholz geworden“, berichtet der Forstmann. „Platz für wirtschaftliche Baumarten neben dem Naturschutz ist wichtig für die Entwicklung der Forstbetriebe.“

Auwald mit Pappeln, Eiche und Schwarznuss Pappeln, Esche, Eiche und Schwarznuss dominieren den Auwald von Bubna-Litic. Pappeln liefern Energieholz und Holz für Verpackungen und Spannplatten. Eiche, Esche und Schwarznuss bringen Wertholzstämme. Eichen erreichen im Augebiet einen Meter Stammdurchmesser in nur hundert Jahren. „Gefragt ist vor allem die Schwarznuss, die 600 Euro und mehr am Festmeter erzielt“, berichtet der gelernte Förster. Die Bäume, die er derzeit erntet, hat sein Großvater gepflanzt. Bei der Laubholzvermarktung setzt er auf A/C Preise. Sie machen die Übernahme leichter und verringern Meinungsverschiedenheiten bei der Bewertung. „Hochwertige Stämme messe ich persönlich ab“, betont Bubna-Litic.

Früher Formschnitt „Wir setzen jetzt vermehrt auf Schwarznuss, auch im Hochwald“, berichtet der Forstmann. Zwischen 700 und 800 Bäume pflanzt er je Hektar. Die Schwarznuss bildet starke Äste. Deshalb setzt Bubna-Litic den Formschnitt schon bei fünf Zentimetern Durchmesser an und astet sie bis auf sechs Meter Höhe. „Damit ist 15 Jahre nach

Michael Bubna-Litic freut sich über den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft. Gemeinsam mit seiner Familie und seinen Mitarbeitern setzt er sich für nachhaltige Forstwirtschaft auf rund 950 Hektar Au- und Hochwald ein. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel 

der Pflanzung der Formschnitt beendet. Die Umtriebszeit liegt in der Au bei 50 bis 60 Jahren“, weiß der Forstmann. Abgeräumte Flächen forstet er mit Hybridpappel, Schwarznuss, Eiche und Bergahorn auf. Die Esche kommt aus der Naturverjüngung. Mit einem Lochbohrer am Traktor pflanzen vier Personen 600 Bäume am Tag. Gleich nach dem Pflanzen bestreichen Mitarbeiter die Bäumchen mit

einem Fegemittel. Im zweiten Jahr im Frühsommer werden die Bäume ausgekesselt. Danach ist bei der Pappel für zehn Jahre die Arbeit getan. Naturverjüngter Eiche, Esche und Schwarznuss macht er Platz. „Hier ist die Lochpflanzung von Vorteil. Sie ist zwar mit drei Euro je Baum teuerer als der Setzpflug, aber ich kann die Naturverjüngung leichter berücksichtigen“, erklärt Bubna-Litic.


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Forstwirtschaft

Brennholzversteigerung Schon der Vater von Werner Holzinger hat bei Brennholzversteigerungen des Betriebes Bubna-Litic mitgeboten. Holzinger arbeitet die als Los zugeteilten Waldstreifen auf, Michael Bubna-Litic misst die Scheitholzstöße ab und schreibt die Rechnung. Die Scheiter kann Holzinger nach dem Bezahlen sofort mitnehmen. Kronen und Unterholz kaufen rund 100 Brennholzkunden in losen Haufen oder bereits zu Scheitholzstößen aufgeschlichtet. „Mitte Oktober beginnen wir speziell für die Brennholzversteigerung am zweiten Samstag im November mit den Schlägerungen“, berichtet der Forstwirt. „Es sind immer wieder neue Kunden dabei, jetzt auch immer mehr junge.“

Biber machen großen Schaden „Die größten Probleme im Auwald machen heute die Biber“, betont Bubna-Litic. Entlang der Gewässer muss er mit Einzelschutzzäunen die Nager von Bäumen fernhalten. „Mit dem aktuellen Bibermanagement bin ich nicht zufrieden“, klagt der Forstmann. „Es müsste sich über die ganze 30.000 bis 40.000 Hektar große Region erstrecken, denn die Biber halten sich nicht an Gebietsgrenzen.“ Bubna-Litic führt die großen Hochwasserschäden aus 2013 auf die star-

Pappeln liefern Energieholz und Holz für Verpackungen und Spannplatten.

ken Verklausungen zurück, verursacht durch die Biber. „Das Kleinstgebietsmanagement ist ein Topfen“, zieht der Forstmann für seine Flächen Bilanz.

Douglasie punktet im Hochwald Im Hochwald setzt der auf Douglasie. „Sie verjüngt sich gut, bringt hohe Erträge und wird zu hochwertigen Holzprodukten veredelt“, so Bubna-Litic. Auch Eiche, Buche und Kiefer kommen im Hochwald von selber. Im Hochwaldrevier Traismauer macht der Altbestand mit Weißkiefer und Eiche 70 Prozent aus. Der Rest setzt sich aus verschiedenen Laubhölzern, Lärche und Schwarzkiefer zusammen. „Die Fichte ist in den 90er-Jahren durch den Borkenkäfer ausgefallen“, erinnert er sich an seine Jugend. „Wir versuchen jetzt, die Douglasie zu forcieren.“ Dafür setzt er auf Kahlschläge mit maximal einem halben Hektar, weil die Douglasie Seitendruck braucht und lichten Schirm mag. Sie macht auch rasch dicht. Schwarznuss setzt er vereinzelt dazwischen und den restlichen Platz nimmt die Naturverjüngung ein. „Wir ergän-

zen auch gerne mit Lärche, weil sie in der Jugendentwicklung gut mit Douglasie mitzieht“, argumentiert Bubna-Litic. Die Douglasie pflanzt er mit 3,2 Metern Reihenabstand, um dem Traktor mit Mulcher genügend Platz zu verschaffen, die die ersten drei Jahre wegen der starken Wüchsigkeit oft auch zwei Mal pro Jahr durchfahren werden müssen. Insgesamt setzt er rund 1.200 Bäumchen je Hektar. „Damit bin ich besser gegen Ausfall gesichert, der bei Douglasie rasch 30 bis 40 Prozent betragen kann“, begründet der Forstmann. Die Ausfalllücken schließt meist die Naturverjüngung. Bubna-Litic astet die Douglasen ab einem Durchmesser von 15 Zentimetern bis auf vier Meter Höhe. „Die ersten Äste schneiden Gärtner für Reisig ab, nachdem ich sie in das richtige Asten eingewiesen habe“, berichtet der Forstmann. Nach 15 bis 20 Jahren durchforstet er die Bestände alle fünf bis zehn Jahre. Die Bewirtschaftung des Hochwaldrevieres Waldhof ist ähnlich, nur gibt es dort viel mehr Baumarten. Es gibt dort zum Beispiel allein vier Schwarzkiefernarten. Dafür ist der Wilddruck viel geringer als im Revier Traismauer. „Im Revier Traismauer zäunen wir alle Kulturen ein“, so Bubna-Litic. „Wegen der Gefahr des Nachfegens lassen wir den Zaun etwa zehn Jahre stehen, danach räumen wir ihn weg.“ Am Wald-

Die Landwirtschaft

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Betriebsspiegel Forstbetrieb Betriebsführer DI Michael Bubna-Litic (47) Familienmitglieder am Betrieb Gattin Helene (45), Söhne Maximilian (17), Wenzel (16), Lukas (14), Eltern Ferdinand (85), Barbara (74) Angestellte 1 Forstwart, 1 Hilfsarbeiter, 1 Bürokraft (20 Stunden) Waldfläche 950 ha Wald teilen sich in vier Reviere – Auwälder nördlich und südlich der Donau, Hochwald im Traisental und im Waldviertel Michael Bubna-Litic führt neben dem Forstbetrieb ein Planungsbüro, ein Forstberatungsbüro, ist Sachverständiger für Forstwirtschaft und Obmann der Waldwirtschaftsgemeinschaft Hegerberg.

hof ist das nicht nötig. Die Jagd hat Bubna-Litic nicht verpachtet. „Ich vergebe nur Abschüsse, weil ich die Jagd selber in der Hand haben möchte“, betont der Forstwirt. „Der Wildschaden geht deshalb und wegen der geschützten Jungkulturen in unserem Wald gegen Null.“ Paula Pöchlauer-Kozel

Gewinnspiel

Die sanfte Medizin der Bäume Bäume lassen jeden von uns gesünder und länger leben. Noch vor einigen Jahren galt die Heilkraft des Holzes als Volksmeinung, inzwischen ist ihr großer Nutzen auch von der etablierten Medizinforschung wissenschaftlich bestätigt. Welches Holz beeinflusst meinen Organismus positiv? Woher bekomme ich gutes Holz und wie baue ich ein Haus, das zur Gesundheitsquelle wird? Erschienen im Serviceverlag unter ISBN 978-3-7104-0001-8 um 21,95 Euro. Gewinnen Sie eines von drei Büchern. Anruf unter Tel. 05 0259 29300 oder E-Mail an presse@lk-noe.at genügt.


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Die Landwirtschaft

Technik

Werkzeug für Hoflader zum Reinigen der Spalten. Fotos: Bildungswerkstatt Mold/Berndl

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Handgeführt Je besser das Stroh bei der Bergung zerkleinert wird, desto besser ist seine Saugfähigkeit.

Einfacher und rascher die Arbeit im Rinderstall erledigen

Schieben, Einstreuen und Sanieren Das internationale Kompetenzzentrum für Rinderzucht und Milchviehhaltung veranstaltete kürzlich einen Fachtag zum Thema Laufflächen sanieren und Einstreutechnik. Christoph Berndl von der Bildungswerkstatt Mold war mit dabei und hat sich für Sie umgesehen. Die Rutschfestigkeit der Stallböden stand als erstes im Fokus. Die verschiedenen Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Behandlung mit Säuren, das Schleifen oder Schneiden von Spalten zur Aufrauung bringen nicht immer den gewünschten Erfolg in punkto Langlebigkeit und Verletzungsrisiko. So ist meist schon nach zwei bis fünf Jahren die Fläche zu rutschig und es muss nachbehan-

delt oder sogar die gesamte Fläche erneuert werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Flächen oft genug und mit der richtigen Technik gereinigt werden, um eine ausdauernde Rutschfestigkeit und dadurch auch ein geringes Verletzungsrisiko der Tiere zu gewährleisten.

Kugel-Granulat-Scheuern Speziell vorgeführt wurde die

Theorie und Praxis Am Programm standen die Sanierung und Reinigung von Laufflächen, das Einstreuen und die Gülleseparartionstechnik. Vorführungen, ausgestellte Maschinen und Geräte machten den Teilnehmern die Technik für den Rinderstall schmackhaft. Insgesamt konnten 25 Aussteller Ihre Produkte zur Innenmechanisierung vorführen. Einige von diesen Herstellern präsentierten sich auch erstmals in Österreich. Für die fachlichen Beiträge sorgten Alfred Pöllinger vom LFZ RaumbergGumpenstein und Heinz-Günther Gerighausenvon der LK Nordrhein-Westfalen, der auch die praktischen Vorführungen kommentierte.

noch weitgehend unbekannte Methode des „Kugel-Granulat Scheuerns“. Mit einem speziellen Mineral wird der Stallboden in Kombination mit einer wassergekühlten Scheuerplatte aufgeraut. Auf 100 Quadratmeter benötigt man laut Herstellerangaben zirka sieben bis acht Kilogramm des Granulats, das über eine Injektoreinheit dosiert wird. Diese neue Technologie zur Sanierung von Stallböden ist zudem noch sehr vibrationsarm und dadurch einfach auf Spaltenböden einzusetzen.

Technik zum Reinigen der Spalten Für die Reinigung der Spalten wurden unterschiedliche Methoden, ob selbstfahrend oder als Zusatzgerät für einen Hoflader, präsentiert. Der Einsatzbereich ist definiert,

deswegen kommt es nicht nur auf die Technik sondern auch auf Spaltenform, Spaltenanordnung und Größe sowie die Einsatzhäufigkeit des Gerätes an. Deswegen setzen manche Betriebe autonome Roboter ein, die den Stallboden bis zu sieben Mal täglich abfahren. Durch die geringe Geschwindigkeit der autonomen Helfer werden sie von den Kühen zwar wahrgenommen, aber nicht als Bedrohung gesehen, dadurch entsteht kein unnötiges Stresspotential in der Herde.

Einstreutechnik für Liegeflächen Eine weitere recht arbeitsintensive Tätigkeit im Rinderstall ist das Einstreuen der Liegeflächen oder Laufboxen. Auch dafür gibt es zahlreiche technische Erleichterungen, die nicht nur in Bezug auf den Arbeitsaufwand, sondern


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Technik

Die Landwirtschaft

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Kurz gefasst Je gleichmäßiger, kürzer sowie aufgesplissener das Einstreumaterial ist, desto weniger wird benötigt, desto geringer sind auch die entstehenden Kosten in der Innenmechanisierung. Eine sehr interessante Alternative zur Stroheinstreu ist die Gülleseparation. Sie wurde von zwei Praktiker erklärt und durch zwei unterschiedliche Hersteller präsentiert. Bei dieser Technik werden die festen von den flüssigen Güllebestandteilen separiert. Was übrig bleibt ist Einstreumaterial mit zirka 40 Prozent Trockensubstanz-Gehalt und Dünngülle. Vor allem für Betriebe, die ihren Strohbedarf selbst nicht oder nur zu einem sehr geringen Anteil decken können, ist diese Technik eine willkommene Alternative, um Einstreumaterial zu erzeugen.

Das Selbstfahrendes Einstreugerät von Tuchel ist mit einem schwenkbaren Seitenkehrbesen ausgestattet.

auch betriebswirtschaftliche Vorteile bringen sollen. Je besser das Stroh schon bei der Bergung zerkleinert wird, desto besser ist auch die Saugfähigkeit des Strohs und es erleichtert das Reinigen der Spalten, da es seltener die Schlitze verstopft. Insgesamt haben die Hersteller zwölf unterschiedliche Techniken zum Einstreuen vorgeführt. Meist lassen sich Menge und Wurfweite einfach einstellen. Der Wurfweite bei Tiefboxen sind meist Grenzen gesetzt.

Kugel-Granulat-Scheuern Mit einem speziellen Mineral wird der Stallboden in Kombination mit einer wassergekühlten Scheuerplatte aufgeraut. 

Man konnte sich von der Funktion und der Handhabung der teils selbstfahrenden oder am Hoflader angebauten Technik vergewissern. Natürlich gibt es auch hier schon einige autonome Lösungen, die aber mit sehr hohen Anschaffungskosten verbunden sind.

Ing. Christoph Berndl Bildungswerkstatt Mold Tel. 05 0259 29508 christoph.berndl@mold.lk-noe.at

Der Gülleseparator trennt Gülle in feste und flüssige Bestandteile. Die festen kann man als Einstreu verwenden.

Die Fachtagungen am Standort Pyhra sowie das internationale Kompetenzzentrum bieten einen sehr großen Wissenszugewinn für die heimischen Landwirte und sorgen dafür, dass auch der Innenmechanisierung wieder mehr Gehör geschenkt wird und in Zukunft die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern erleichtert werden kann.

Am 27. Mai in der Bildungswerkstatt Mold

Mähdrescher Fachtag Die Bildungswerkstatt Mold veranstaltet am 27. Mai ab 9 Uhr einen Kurs zum Thema Mähdruschtechnik für Betriebsleiter und Fahrer. Referent ist Klaus Semmler, AgrarTraining. Kursinhalt  Praxiserfahrungen mit verschiedenen Drusch- und Abscheidesystemen bei Mähdreschern  Einstellautomatiken und Praxisparameter – Wunsch oder Wirklichkeit  Leistungssteigerung mit geänderter Mähdreschereinstellung  Einstellungen bei schwierigen Ernteverhältnissen  technische Optimierung  Verbesserung der Drusch- und Kornqualität  Messmittel zur Leistungskontrolle  Reduzierung von Stillstandzeiten durch Bedienung und Wartung  fruchtartenbezogene Beispiele an vorhandenen Mähdreschern  Mähdruschkosten  Ernte-Logistik  Kornverluste – Erfahrungen und Schätzungen, Ursachen, Kornverluste beurteilen Kursbeitrag: 120 Euro pro Person inklusive Verpflegung, umfangreiche Trainingsunterlage, Kornverlustblatt, bitte bei der Anmeldung Mähdrescher-Type bekannt geben. Anmeldung bis spätestens 20. Mai unter 05 0259 29500 wegen begrenzter Teilnehmerzahl.


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Die Landwirtschaft

Technik

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Energieausweis: energiekennzahlen

Der Typenschein fürs Haus Der Energieausweis ist so etwas wie der Typenschein für ein Haus und gibt Auskunft über die detaillierten Berechnungen der Energiekennzahlen des Gebäudes. Wann muss man ein Energieausweis vorlegen und wie sieht er aus? Die Antworten weiß LK-Experte Josef Moser. Die Berechnung des Heizwärmebedarfes berücksichtigt die Wärmeverluste über die Bauteile, die Lüftung und auch die Wärmegewinne durch solare und interne Wärmegewinne. Die Energiekennzahl für den Heizwärmebedarf stellt den spezifischen Heizwärmebedarf dar und gibt an, wie viel Heizwärme ein Gebäude im Jahr pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche benötigt und wird in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr angegeben.

Energiekennzahl am Referenzstandort Da die errechnete Energiekennzahl klimaabhängig ist, wurde für die Vergleichbarkeit der thermischen Qualität einzelner Häuser ein Referenzstandort mit definierten Klimaparametern eingeführt.

Was sind Energiekennzahlen? Die Energiekennzahlen sind die energetischen Kennzahlen eines Gebäudes. Die wichtigste Energiekennzahl (EKZ) ist sicherlich die für den Heizwärmebedarf (HWB). Der Heizwärmebedarf HWB beschreibt jene Wärmemenge, die dem Gebäude zur Beheizung zugeführt werden muss.

Weitere Energiekennzahlen Es gibt noch andere Energiekennzahlen, wie beispielsweise für den Warmwasserbedarf, den Haushaltsstrombedarf, den Heiztechnikenergiebedarf, den Kühlbedarf, den Beleuchtungsenergiebedarf oder den Endenergiebedarf eines Gebäudes, die eine umfassende Beurteilung des thermischen und energetischen Standards eines Gebäudes ermöglichen. Der Endenergiebedarf (EEB) für Wohngebäude beschreibt die Energiemenge, die dem Gebäude zugeführt werden muss für  die Heizung,  die Warmwasserbereitung,  den Heiztechnikenergiebedarf, das ist der Energiebedarf für die Hilfsenergie sämtlicher heizungstechnischer Komponenten, zum Beispiel Umwälzpumpen und  die notwendigen Energiemengen für die Verluste des Heizungs- und Warmwassersystems, zum Beispiel Wärmeabstrahlung des Heizkessels, Wärmeverluste in der Wärmespeicherung, -verteilung und -abgabe und  den Haushaltsstrombedarf.

Der Energieausweis ist Pflicht Für alle konditionierten Gebäude, die neu errichtet werden muss ein Energieausweis erstellt werden. Konditionierte Gebäude sind Ge-

Fotos: LK NÖ/Moser

bäude, die beheizt oder gekühlt werden. Davon ausgenommen sind zum Beispiel landwirtschaftliche Nutzgebäude, bei denen der überwiegende Anteil der für die Konditionierung des Innenraumklimas notwendigen Energie durch die im Gebäude entstehende Abwärme aufgebracht wird. Auch bei einem Verkauf oder einer Vermietung eines Hauses oder einer Wohnung muss man einen Energieausweis vorlegen.

Gesetzliche Grundlagen NÖ – Bauordnung 1996: Bei jedem Neu- oder Zubau sowie bei Änderungen von Gebäuden und größeren Renovierungen ist dem Antrag auf Baubewilligung als Antragsbeilage ein Energieausweis anzuschließen. NÖ – Gebäudeenergieeffizienzverordnung 2008: Beim Neubau von Wohngebäuden darf der jährliche Heizwärmebedarf pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche in Abhängigkeit von der Geometrie des Gebäudes und bezogen auf das Referenzklima maximal 54,4 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr betragen. Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012: Dieses Bundesgesetz regelt die Pflicht des Verkäufers, Vermieters oder Verpächters zur Vorlage und Aushändigung eines Energieausweises sowie die Pflicht zur Angabe bestimmter Indikatoren über die energeti-

sche Qualität eines Gebäudes in den Immobilieninseraten.

Anforderungen der NÖ-Wohnbauförderung Neubau Bei einem Wohnhausneubau darf die Energiekennzahl für den Heizwärmebedarf, bezogen auf den Referenzstandort, je nach Kompaktheit des Gebäudes maximal 36 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr betragen. Wenn eine zwölf Quadratmeter große Solaranlage mit Einbindung in das Heizsystem oder eine Photovoltaikanlage mit mindestens zwei Kilowattpeak installiert wird, darf die Energiekennzahl maximal 40 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr ausmachen. Sanierung Bei einer umfassenden Sanierung muss der Heizwärmebedarf am Standort des Gebäudes um mindestens 40 Prozent gesenkt werden oder die Energiekennzahl, bezogen auf den Referenzstandort, muss in Abhängigkeit vom Verhältnis von Gebäudeoberfläche zu Gebäudevolumen (A/V – Verhältnis) unter 60 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr liegen.

Weitere Kennzahlen Im Energieausweis müssen neben dem Heizwärmebedarf und dem Endenergiebedarf noch weitere Kennzahlen angegeben werden:


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Technik

Die Landwirtschaft

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HWB ≤ 10kWh/m2a

ÖKL-Richtlinie

HWB ≤ 15kWh/m2a

für Maschinenselbstkosten 2014

HWB ≤ 25kWh/m2a HWB ≤ 50kWh/m2a HWB ≤ 100 kWh/m2a HWB ≤ 150 kWh/m2a HWB ≤ 200 kWh/m2a HWB > 250 kWh/m2a HWB ≤ 250 kWh/m2a Effizienzklassen des Energieausweises mit den Höchstgrenzen für den Heizwärmebedarf.

Primärenergiebedarf (PEB) Der Primärenergiebedarf ist ein Kennwert für den Ressourcenverbrauch und wird durch Multiplikation des Endenergiebedarfes mit den Konversionsfaktoren fPE für den Primärenergiebedarf bestimmt. Für Biomasse beträgt dieser Faktor 1,08, für Heizöl 1,23 und für Strom 2,62. Mit diesem Kennwert soll der Aufwand für die Umwandlung und den Transport der jeweiligen Energieträger zum Ausdruck kommen. Kohlendioxidemissionen (CO2 – Emissionen) Dieser Kennwert ist eine Bewertung für den Klimaschutz und hebt klimafreundliche Energieträger, wie Biomasse, im Energieausweis heraus. Die Berechnung erfolgt durch Multiplikation des Endenergiebedarfes mit den Konversionsfaktoren fCO2 für CO2, die in Gramm pro Kilowattstunde angegeben sind. Der Faktor für Biomasse beträgt vier Gramm je Kilowattstunde und ist um den Faktor 100 besser als der für Strom mit 417 Gramm pro Kilowattstunde. Dieser Wert gibt die gesamten dem Endenergiebedarf zuzurechnenden CO2-Emissionen einschließlich jener für Transport und Erzeugung sowie aller Verluste an.

Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) Aus der Gegenüberstellung des Endenergiebedarfes (EEB) des Gebäudes mit einem Referenz-Endenergiebedarf (Anforderung im Jahr 2007) ergibt sich der Gesamtenergieeffizienzfaktor. Dieser Wert ist kleiner als eins für Gebäude, die besser sind als die Mindestanforderung im Jahr 2007.

Deckblatt des Energieausweises Der Energieausweis weist die Ergebnisse für den spezifischen Heizwärmebedarf (HWB) am Standort aus. Das Deckblatt des Energieausweises enthält eine Skala mit den neun Effizienzklassen für den spezifischen Heizwärmebedarf (siehe Grafik). Bei Sanierungen gehört zu einem vollständigen Energieausweis auch ein Anhang mit Maßnahmeempfehlungen für Verbesserungen zur Reduktion des Energiebedarfs, die technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Eine Dokumentation der geometrischen, bauphysikalischen und haustechnischen Eingabedaten, die der Berechnung zugrunde liegen, darf bei keinem Energieausweis fehlen. DI Josef MOser Ref. Bauberatung, Tel. 05 259 25403 josef.moser@lk-noe.at

1) Nach NÖ Bauordnung

EKZ (HWB)

≤ 54,4

kWh/m²a

2) Für NÖ-Wohnbauförderung

EKZ (HWB)

≤ 36 (40)

kWh/m²a

3) Niedrigenergiehaus

EKZ (HWB)

10 - 40

kWh/m²a

4) Passivhaus

EKZ (HWB)

≤ 10

kWh/m²a

Obergrenzen für die Energiekennzahl für den Heizwärmebedarf bei verschiedenen Baustandards..

Bei den Maschinenselbstkosten handelt es sich um eine unverbindliche Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz von Maschinen in der Nachbarschaftshilfe. Sie sind in Euro pro Stunde und ohne Mehrwertsteuer für über 1.500 Maschinen und Geräte angegeben. Neu sind in den ÖKL-Richtwerten unverbindliche Pauschalrichtwerte für die wichtigsten flächenbezogenen Arbeitsgänge angegeben. Damit ist eine Abrechnung in Leistungseinheiten wie Hektar und Tonne möglich. Bei den ÖKL-Richtwerten für die Maschinenselbstkosten handelt es sich um Durchschnittssätze. Einkünfte aus Nebentätigkeiten, wie Dienstleistungen und Gerätevermietungen im Rahmen der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe, sind bei der Gewinnermittlung im Rahmen der Voll- und Teilpauschalierung abgegolten, wenn diese Leistungen von Landwirt zu Landwirt, untergeordnet unter die Land- und Forstwirtschaft, mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, die im eigenen Betrieb verwendet werden, in einem örtlichen Nahbereich erbracht werden und der Verrechnungswert nicht höher liegt als die Selbstkosten für Maschinen nach den ÖKL-Richtwerten. Bestellungen im ÖKL unter 01 505 18 91 oder office@oekl.at; ein Heft um 15, ab 20 Stück 12 Euro, ab 100 Stück 10 Euro; kostenlos online unter www.oekl.at/richtwerte-online.


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Die Landwirtschaft

Urlaub am Bauernhof/Direktvermarktung

Urlaub am Bauernhof Neueinstieg oder Ausbau gut Planen

Mit Plan in die Zukunft Viele Betriebe gehen auf die Suche nach Einkommensalternativen, um ihre betriebliche Zukunft zu sichern. Urlaub am Bauernhof bietet hierbei Möglichkeiten. Ein Standbein oder gleich mehrere? Diese Frage stellt sich heutzutage so mancher Betrieb. Ein vielfältiges Betriebskonzept trägt dabei nicht nur zur Stabilisierung der landwirtschaftlichen Unternehmen bei. Auch auf die Lebensqualität in den Regionen wirkt sich diese Vielfalt positiv aus. Der Grund: Diversifizierende Betriebe schaffen Arbeitsplätze und sind wesentlich für die Nahversorgung. DarüberBeratung, hinaus die bereichern sie Werte schafft das touristische Angebot, helfen die Infrastruktur in den Regionen aufrecht zu erhalten und treten in direkten Dialog mit den Verbrauchern. Damit wird Bewusstsein für Nahrungsmittel geschaffen und verantwortungsvolles Konsumverhalten gefördert. Eine mögliche Diversifizierungssparte ist „Urlaub am Bauernhof“. Eine detaillierte Planung und Bewertung der Potenziale und eine

lk-Beratung

lk-Beratung

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Qualität als basis am Bauernhof hat sich in den vergangenen Jahren Beratung, die Urlaub Werte schafft erfolgreich entwickelt und als gute Chance für eine wirtschaftlich attraktive Einkommenskombination etabliert. Beratungsangebote der LK NÖ sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bringen hierbei den Erfolg. Foto: www.landurlaub.at

Prüfung der Machbarkeit sind vor dem Neueinstieg notwendig. Nur so können Risiken bereits im Vorfeld ausgeschaltet werden. Eine gezielte Aus- und Weiterbildung sowie begleitende Beratung steigern die Erfolgschancen zusätzlich. Der Bereich Urlaub am Bau-

lk-Beratung

Grundberatung: Urlaub am Bauernhof

Betriebskonzept Urlaub am Bauernhof

Ihre Situation: Sie überlegen, ob „Urlaub am die Wertefürschafft Bauernhof“Beratung, der richtige Betriebszweig Sie sein kann.

Ihre Situation: Sie möchten neu in den Bedie Werte schafft triebszweigBeratung, Urlaub am Bauernhof einsteigen und möchten dieses Vorhaben nachhaltig planen und auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Sie möchten den Betriebszweig Urlaub am Bauernhof ausbauen / optimieren u. wollen das Vorhaben nachhaltig planen u. auf Wirtschaftlichkeit prüfen.

Unser Angebot für Sie: Wir informieren Sie über die grundlegenden Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Chancen für Urlaub am Bauernhof. Ihr Nutzen: Sie können besser abschätzen, ob Urlaub am Bauernhof der richtige Betriebszweig für Sie sein kann. Sie wissen über die die wesentlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Urlaub am Bauernhof Bescheid. Sie sind sich im Klaren darüber, was als nächstes zu tun ist. Kostenbeitrag: Kostenfrei Beratungsort: LK Niederösterreich

Unser Angebot für Sie: Wir unterstützen Sie bei der nachhaltigen Planung Ihres Projektes und prüfen dieses auf Wirtschaftlichkeit. Kostenbeitrag: Konzept Gesamtbetrieb (Urproduktion u. Betriebszweig Urlaub am Bauernhof): 240 Euro Konzept nur für Betriebszweig Urlaub am Bauernhof: 120 Euro (30 Euro Hofpauschale bei Beratung am Hof) 25 Euro bei Besuch Seminar „Mein Betriebskonzept“

Ihr Ansprechpartner: DI Christine Haghofer, Tel. 05 025926501, christine.haghofer@lk-noe.at

Beratungsort: LK NÖ oder am Hof Ihr Ansprechpartner: DI Christine Haghofer, DI Anton Hölzl, direktvermarktung@lk-noe.at

Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

ernhof hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt. Österreichweit gibt es rund 10.000 Bauernhöfe mit Vermietung. Diese bieten insgesamt rund 114.000 Gästebetten an. Pro Jahr werden zirka 11 Mio. Übernachtungen auf den Höfen gezählt. Die Tagesausgaben der Gäste im ländlichen Raum belaufen sich jährlich auf rund 900 Mio. Euro und der Umsatz auf den Betrieben beträgt rund 450 Mio. Euro. Aus den Tagesausgaben der Bauernhof-Gäste resultieren insgesamt etwa 23.000 Arbeitsplätze. Umfragen zu folge ist das Marktpotenzial für Urlaub am Bauernhof auch in den kommenden Jahren interessant. Vor allem in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten suchen viele Konsumenten eine interessante Alternative zu Ferndestinationen.

Mai 2014

So gut schmeckt die Thermenregion Damit Liebhaber der Region südlich von Wien auch in den eigenen vier Wänden auf ihre Rechnung kommen, haben sich im vergangenen Jahr ausgezeichnete Top-Heurige der Thermenregion zusammengeschlossen und bieten seitdem ein gemeinsames Verkostungspaket für Weinfreunde an. Mittlerweile ist das Verkostungspaket nicht nur in der Thermenregion beliebt, auch aus dem Ausland wird es gerne bestellt. Mit weltweiten Raritäten wie Zierfandler und Rotgipfler bis hin zum sortentypischen St. Laurent lässt sich die Thermenregion „erschmecken“. Eine Initiative von der auch LK NÖ-Viezepräsident Otto Auer begeistert ist: „Die Top-Heurigen sind die Aushängeschilder der niederösterreichischen Weinwirtschaft. Wo „Top-Heuriger“ draufsteht, ist Qualität gepaart mit starker Regionalität drinnen.“ Der neue Jahrgang spiegelt die Vielfalt der klimabegünstigten Region südlich von Wien wieder, wo schon seit mehr als 2.000 Jahren Weinreben kultiviert werden. Das Weingenusspaket ist bei den 12 Top-Heurigenbetrieben ab Hof oder unter www.weingenusspaket.at um 87,60 Euro erhältlich. Nähere Informationen zu den Top Heurigenbetrieben finden Sie unter www.top-heurige.at.

Nähere Informationen erhalten Sie unter Tel. 05 0259 26501 oder direktvermarktung@lk-noe.at. DI Christine Haghofer Ref. Direktvermarktung Tel. 05 259 26501 christine.haghofer@lk-noe.at

Aushängeschilder LK NÖ-Vizepräsident Otto Auer ist von der Qualität der Top-HeurigenbetrieFoto: LK NÖ/Posch be überzeugt.


Schwerpunkt elisabeth köstinger

europäische identität

MFA Flächen

Über Leben und Arbeit als Abgeordnete zum EU-Parlament  Seite 50

Dem globalen Druck mit mehr EU begegnen Seite 52

Rück- und Ausblick auf 20 bedeutsame Jahre Seite 54



Europas Einigung „Baustelle“ einer Vision

Der europäische Traum Europa begann mit einer Vision und ist noch nicht „fertig gebaut“. Die beinahe 60-jährige Geschichte gibt bei allen Schwierigkeiten den Gründern recht: 500 Mio. Menschen leben die längste Zeit seit jeher in Frieden, Wohlstand und Freiheit. Am 9. Mai 1950, fünf Jahre nach dem Ende eines der schwärzesten Kapitel der Geschichte, schlug mit der Erklärung des französischen Außenministers Schuman die Geburtsstunde der Europäischen Union. Nicht Staaten sollten zusammengelegt werden, sondern bestimmte Funktionen. Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande stellten in den folgenden Jahren ihre Kohle- und Stahlindustrie unter eine gemeinsame Verwaltung, um sie

Zitat zum Thema Die EU ist für uns wichtig, weil ein kleines Land wie Österreich nur in einem gemeinsamen Wirtschaftsraum profitieren kann. Ein `isoliertes Österreich´ könnte in jeder Hinsicht auf den internationalen Märkten niemals bestehen.

Landeskammerrätin Irene Neumann-Hartberger

nicht länger zu Kriegszwecken gegeneinander einzusetzen. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), sowie die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) entstand mit den Römischen Verträgen von 1957. Schritt für Schritt wurden bis heute weitere Politikbereiche europäisiert. In Maastricht 1992 fand die „Taufe“ der Europäische Union, wie wir sie heute kennen, statt. Die Einführung einer gemeinsamen Währung im Jahr 2002 war wohl eine der weitgreifendsten Entscheidungen die folgten. Von Beginn an bis heute gilt die GAP als eine zentrale europäische Politik – geht es bei ihr im Endeffekt um nicht weniger als Friedenserhalt. Denn ohne die Sicherung der Versorgung der europäischen Bevölkerung kann das Projekt EU nicht funktionieren.

Europa wächst 1973 fand die erste Erweiterung durch die Aufnahme Großbritanniens, Irlands und Dänemarks statt. Die Süderweiterung erfolgte in den 1980er Jahren mit Griechenland sowie Portugal und Spanien. Österreich, Schweden

und Finnland traten 1995 bei. 2004 erweiterte sich die Union um Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern. 2007 kamen schließlich Bulgarien und Rumänien sowie 2008 Kroatien dazu. Österreich ,das früher an den Ostblock grenzte, liegt mittlerweile im Herzen Europas. Und die EU könnte weiter wachsen. Potenzielle Beitrittskanditaten sind etwa die Balkanstaaten.

Europa wählt „Ein Tag wird kommen, wo alle Nationen Europas .... sich eng zu einer höheren Gemeinschaft zusammenschließen .... wo die Kugeln und Bomben durch Stimmzettel ersetzt werden.“ Es ist so gekommen, wie es der Dichter Victor Hugo schon 1849 formuliert hat. Und heuer, am 25. Mai, wird ein neues Europäische Parlament mit gestärkten Mitbestimmungsrechten, gewählt. Die Vorzeichen sind keine einfachen: Es ist die erste Wahl nach Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die EU hat mit der Stabilität des Euros, Schuldenabbau, mit einer hohen Jugend-

Zitat zum Thema Die Europäische Union ist um gleiche Produktionsund Vermarktungsbedingungen bemüht. Sie schützt vor menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und bietet Entwicklungsmöglichkeit für Jungübernehmer und Familienbetriebe. Marktorientierung, Einkommenssicherung und lebendige Regionen sind dabei wichtige Faktoren. LK NÖVizepräsident Otto Auer

arbeitslosigkeit in Südeuropa und nicht zuletzt dem Vertrauen der 500 Mio. EU-Bürger zu kämpfen. Große Aufgaben warten also auf die Union in den nächsten Jahren. Doch viele „große Aufgaben“ hat sie seit ihrer Gründung bewältigt. Die Frage ist, wer packt die Herausforderungen an und wie sehen die Lösungswege aus? Das haben alle Österreicher ab 16 Jahren am 25. Mai 2014 mit in der Hand. Vieles in Niederösterreich wird durch EU-Regelungen beeinflusst. Es geht bei der EUWahl somit auch um die Zukunft bei uns daheim.

Europa wählt am 25. Mai 2014


Die Landwirtschaft

Europa und die Landwirtschaft

Mai 2014



Foto: LK NÖ/Eva Posch

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Land- und Forstwirte punkten auf EU-Markt „Europa ist größer geworden, unsere Chancen auch“, so LK NÖ-Präsident Hermann Schultes. Auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Alleine im vergangenen Jahr sind die Exporte österreichischer Agrarprodukte und Lebensmittel mit 9,5 Milliarden Euro auf ein neues Rekordhoch geklettert. Damit konnte ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 erwirtschaftet werden. Trotz verschärften Wettbewerbs ist es also gelungen, die Herausforderung der EUMärkte anzunehmen und für sich zu nutzen. Hohe Ausbildungsstandards, ein gut entwickeltes Beratungswesen und moderne Produktionsverfahren sind dafür das Um und Auf. Eine wichtige Stütze ist hierbei auch die vom Lebensministerium und der Wirtschaftskammer ins Leben gerufene Exportinitiative.

Zitat zum Thema Die EU ist für uns wichtig, weil sie der stärkste Wirtschaftsraum ist. Das sichert uns Arbeitsplätze und hilft vor allem bei (Agrar)exporten. Landeskammerrat Herbert Hofer

Besonderes schätzen und erhalten

Erfolgsmodell Familienbetrieb

70 Prozent der europäischen Lebensmittel werden von „Familienhand“ produziert. Der Rest ist Industrieware. Alleine in Niederösterreich werden 94 Prozent aller land- und forstwirtschaftlicher Betriebe von Familien geführt. Österreichs Politiker setzen sich in Brüssel für den Erhalt dieser Strukturen ein. 19 Hektar Grund und Boden bewirtschaftet ein österreichischer Landwirt im Durchschnitt. Niederösterreich verzeichnet einen Wert von 24,7 Hektar. Im Vergleich dazu liegt die Durchschnittsgröße eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes in Deutschland bei 60 Hektar und in Tschechien bei 150 Hektar. In Amerika ist ein Durchschnittsbetrieb sogar schon ganze 180 Hektar groß.

Qualitätsproduktion als österreichischer Weg Und dennoch braucht Österreich die Gegenüberstellung mit anderen Ländern nicht scheuen. „Auch wenn die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft Österreichs im internationalen Vergleich eher kleinstrukturiert ist, konnten und können Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeiter und -handel gemeinsam die Chancen auf den europäischen Märkten nutzen“,

weiß LK NÖ-Präsident Hermann Schultes zu berichten. So gilt die österreichische Landwirtschaft heutzutage als eine der fortschrittlichsten Europas. Bei Agrarerzeugnissen, Lebensmitteln, aber auch in der Energie- und Umwelttechnik und in der Forst und Holztechnologie sind die heimischen Landwirte europaweit gut aufgestellt. Ein hohes Image der Produkte, Verlässlichkeit, Professionalität im Vertrieb und hervorragende Qualitäten sind mittlerweile zu Aushängeschildern geworden. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass in Niederösterreich 94 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe fest in Familienhand sind. Mit gesetzlichen Standards, die teilweise über dem europäischen Niveau liegen, ge-

winnen Produzenten nachhaltiger Lebensmittel das Vertrauen der Konsumenten im In- und Ausland. Hierbei ist Produktherkunft und Regionalität ein wesentlicher Faktor. Vor allem die Nachvollziehbarkeit ist zu einem Schlagwort unserer Zeit geworden. In ganz Europa stehen Landwirte aus den Mitgliedstaaten im direkten Wettbewerb um die Gunst der Ko n s u m e nt e n . Der freie Binnenmarkt ohne Handelsbarrieren an den Landesgrenzen ist somit Chance und Herausforderung zugleich. Spätestens seit dem EU-Beitritt im Jahr 1995 musste sich Österreich auf diesen Märkten behaupten und positionieren. Damals wie heute treffen in Europa große Produktionsstrukturen in günstigen Lagen auf Kleinstrukturen in be-

„Europa zwingt uns zur Auseinandersetzung damit, wer wir sind und was wir wollen“


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Europa und die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft

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Wer in Europa was zu sagen hat?

EUROPÄISCHER RAT

 Sagt, wo es in der EU lang geht  Kommt auf Gipfeltreffen zusammen  Staats- und Regierungschefs der Mitgliedländer Die Mitgliedstaaten suchen nach Kompromissen

Europäischen Parlament  Vereinbart konkrete politische Maßnahmen  Je ein/eine Minister/-in pro Land und Fachbereich



Foto: Petra Schmidt/pixelio

RAT DER EU

 Beschließt Gesetzte - gemeinsam mit dem

EUROPÄISCHE KOMMISSION

nachteiligten Gebieten. Die Geschichte zeigt: In Europa ist Landwirtschaft nicht gleich Landwirtschaft. Diese Ungleichheiten gilt es mit der Gemeinsamen Agrarpolitik bestmöglich auszugleichen. Nur so kann Österreichs kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten bleiben. Dafür kämpfen österreichische Politiker an den Verhandlungstischen in Brüssel. Ausgleichszahlungen oder Anreize zur Erwerbskombination sind moderne Antworten auf Preisdruck und Co. Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof, Social Care oder andere Aktivitäten bieten den Landwirten eine zusätzliche Einkommensquelle.

Biologische Landwirtschaft im europäischen Vergleich Doch auch die Zahl der biologisch wirtschaftenden Betriebe ist von jenen Entwicklungen betroffen und ist in den letzten Jahren europaweit angestiegen. In Niederösterreich sind es mittlerweile rund 4.600 Betriebe, die sich auf diese Wirtschaftsweise spezialisiert haben. Besonders Milch, Kartoffeln, Eier und Joghurt können hohe Bioanteile für sich verbuchen. Alles in

allem hat Österreich den höchsten Anteil an Bio Landwirten in der Europäischen Union. An zweiter Stelle folgt Schweden, dahinter kommen Estland und Tschechien. Es zeigt sich also, wie vielfältig und hochqualitativ die österreichische Landwirtschaft aufgestellt ist. Spezialisierungen finden dabei ebenso ihren Platz wie Betriebe, die auf mehrere Standbeine vertrauen. „Europa zwingt uns zur Auseinandersetzung damit, wer wir sind und was wir wollen“, erklärt Schultes. Er setzt sich dafür ein, dass die heimische Landwirtschaft weiterhin wettbewerbsfähig, flächendeckend und bäuerlich bleibt. „Die Zukunft liegt für mich ganz klar in den Familienbetrieben“, so Schultes. Hier müssen allerdings Landwirte und Politiker an einem Strang ziehen: „Europa lebt davon, dass Anliegen ausgesprochen werden. Was die Bauern unserer Politik ausrichten, haben wir Europa auszurichten. Dafür braucht es natürlich starke und vertrauenswürdige Stimmen in Brüssel.“

Schlägt europaweite Gesetzte vor  Schaut, dass EU-Verträge eingehalten werden  Besteht aus je einem/einer Kommissar/-in pro Mitgliedsland

Das Europäische Parlament Eine Institution, die was zu sagen hat Das Europäische Parlament vertritt über 500 Millionen Menschen und arbeitet in 24 unterschiedlichen Amtssprachen. Es tagt öffentlich in Straßburg und Brüssel und ist bei fast allen Entscheidungen maßgeblich beteiligt. Alle Abgeordneten, die im Europäischen Parlament vertreten sind, können bei der Europawahl am 25. Mai direkt gewählt werden. Zur Zeit sind sieben politische Fraktionen vertreten. 766 Abgeordnete aus 28 Ländern setzen sich dabei für die Anliegen der EU-Bürger ein. Davon sind 18 aus Österreich. Alle fünf Jahre wird das Parlament neu gewählt.  Grundlegende Befugnisse: Das Europäische Parlament bestimmt gemeinsam mit dem Rat der EU über das Budget. Beide entscheiden auch, welche Gesetze, die von der Europäischen Kommission vorgeschlagen werden, zur Anwendung kommen. Das Euopäische Parlament wählt den Kommissionspräsidenten und kann die Kommission auch wieder absetzen.  Daten und Fakten zur Wahl: Nur in Österreich dürfen Jugendliche schon ab 16 Jahren an der Wahl teilnehmen und mitentscheiden, wo es in Europa in den nächsten Jahren hingehen soll. Quelle: Österreichische Gesellschaft für Europapolitik

Eva Posch


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Die Landwirtschaft

Europa und die Landwirtschaft

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Elisabeth köstinger über Leben und Arbeit in Brüssel

Verhandlerin mit Fingerspitzengefühl Elisabeth Köstinger ist Österreichs jüngste Abgeordnete zum Europäischen Parlament. Seit fünf Jahren setzt sie sich in Brüssel für die Anliegen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern ein. Verhandlungsgeschick und ein gutes Netzwerk sind dabei das Um und Auf.

Als Kind träumte Elisabeth Köstinger noch davon Pilotin oder Tierärztin zu werden. Erst ihre Tätigkeit bei der Landjugend weckte ihr Interesse an der Politik. Seit fünf Jahren sitzt die Kärntnerin für die ÖVP im Europäischen Parlament. Im Interview verrät sie, was ihr am neuen Programm der Gemeinsamen Agrarpolitik wichtig ist, was sie dazu beitragen und welche Stolpersteine sie für Landwirte aus dem Weg räumen konnte.

Woher nimmt die EU die Gelder für Zulagen und Prämien? Die Mitgliedsstaaten zahlen in den Budgettopf der EU ein – insgesamt 142 Milliarden Euro. Der größte Budgetposten ist mittlerweile „Wachstum und Beschäftigung“, danach kommt die Landwirtschaft mit knapp 43 Prozent Anteil am Gesamtkuchen. Österreich schafft es, durch sehr gute Programme jeden Euro aus Brüssel abzuholen.

zeugungsarbeit. Bei einer Ausschussreise habe ich meinen Kollegen aus verschiedenen EULändern gezeigt, wie bei uns Almund Berglandwirtschaft funktioniert. Einige haben sich auf der Steilwiese gleich einmal die Stöckelschuhe ausgezogen. Es war auch meine Aktion, die Saatgutverordnung an die Kommission zurückzuschicken. Daran sieht man, wie viel Macht einzelne Abgeordnete haben.

Sie haben das neue LE-Programms mit verhandelt. Was sind für Sie Vor- und Nachteile? Köstinger: Das Paket setzt Akzente für Bergbauern und junge Hofübernehmer. Junglandwirte bis 40 Jahre erhalten Prämienzuschüsse von 25 Prozent und gewinnen auch in der zweiten Säule. Qualität – zum Beispiel die Produktion hochwertigen Rindfleisches, Heumilch, Bioprodukte generell oder DAC Weine – und Ökologie sind durch Anreize in der zweiten Säule gesichert. Die Greening-Fantasien konnten wir eindämmen, indem auch Eiweißpflanzen angebaut werden können. Zudem werden viele ÖPUL-Maßnahmen als Greening angerechnet. Neben der Sicherung der Ausgleichszulage war das der wichtigste Punkt für mich.

Der Vorwurf steht im Raum, dass Auflagen mehr werden, obwohl Praxistauglichkeit versprochen wird. Wie sieht es in der neuen Periode mit dem bürokratischen Aufwand aus? Was war Ihnen in den Verhandlungen wichtig? Mir ging es vor allem um praxistaugliche Regeln im Bereich des Greening. Die Bürokratielawine, die da gedroht hätte – mit zusätzlichen Auflagen und Kontrollen – konnte abgesprengt werden, bevor sie ins Tal gedonnert wäre.

Welcher Bereich wird künftig besonderes Verhandlungsgeschick Ihrerseits erfordern? Für die Landwirtschaft geht es in den nächsten Jahren um drei wichtige Bereiche, die verhandelt werden: Die Ausgestaltung der Agrarreform, eine EU-Forststrategie und eine neue Bioverordnung – hier setze ich mich dafür ein, dass unsere Biobauern nicht mit neuen Auflagen und noch mehr Bürokratie belastet werden.

Wie verschaffen Sie sich in solchen Verhandlungen Gehör? Mein ganzes Kapital ist das Netzwerk. Im Parlament bin ich ständig auf der Suche nach einer Mehrheit für meine Anliegen. Dazu gehört Präsenz und Über-

Heimische Betriebe wirtschaften nach ungleich höheren Standards wie andere Länder in der EU und außerhalb. Was braucht es, damit wir am Weltmarkt nicht unter die Räder kommen? Landwirtschaft ist Weltmarkt. Wenn dieser Markt funktionieren

soll, braucht es faire Mitspielregeln. EU-Recht muss in allen Mitgliedsstaaten gelten. Nationale Alleingänge bei Tier- und Pflanzenschutz bringen automatisch Wettbewerbsnachteile. Erfolg haben wir nur, wenn heimische Qualität entsprechend gekennzeichnet ist. Meine Politik ist wie ein Handschlag zwischen Bauern und Konsumenten. Ein treuer Konsument, der heimische Produkte will, soll genau wissen, was er kauft. Die Produktaufschriften dürfen nicht lügen. Wir kämpfen für eine strikte Herkunftskennzeichnung – auch bei verarbeiteten Produkten. Sind unsere Landwirte vom geplanten Freihandelsabkommen zwischen EU und USA betroffen? Was sind Ihre Forderungen? Beim EU-USA Freihandelsabkommen habe ich feste Prinzipien: keine Gentechnik-Lebensmittel, keine Hormone, kein Klonfleisch und schon gar keine Chlorhühner. Alles was in den USA diesbezüglich erlaubt ist, soll in Europa verboten bleiben. Der europäische Konsument will diese Art von Lebensmitteln nicht. Strikte Kennzeichnung bleibt für uns die zentrale Bedingung: Der Konsument soll wissen, was er isst. Diese Forderung gilt nicht nur für US-Importe, son-


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Die Landwirtschaft

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Daten zur Person



Foto: zVg

dern auch für verarbeitete Fleisch-, Milch- und Eiprodukte in der EU. Welche Maßnahmen sind nötig, damit junge Leute in der Landwirtschaft ihre Zukunft sehen? Vorweg: Landwirtschaftliche Berufe sind Top-Jobs mit Zukunftsperspektiven. Erfolg hat, wer Wissen und Können vereint. Bildungsmaßnahmen sind das Um und Auf für eine erfolgreiche Hofübernahme. Hier gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten. Im Rahmen der LE werden Maßnahmen umgesetzt, um die junge Generation für Landwirtschaft zu begeistern. Gehen die Frauen, stirbt das Land – so der allgemeine Tenor. Welche Akzente wollen Sie setzen, um junge, gut ausgebildete Frauen aufs Land zu ziehen? Landwirtschaft ist Wirtschaft am Land. Wo Wirtschaft ist, gibt es Infrastruktur, Kinderbetreuung, Ärzte, Nahversorgung, Anbindung an den Datenhighway. Viele Familien ziehen mittlerweile die Dörfer den Städten vor – ich würde nicht von einem Trend sprechen, aber einer Haltung. Aber anders als in Italien oder Frankreich, wo der Alpenbogen entvölkert ist, gibt es bei uns echtes Dorfleben. Gerade Frauen können ihre Fähigkeiten in der

Elisabeth Köstinger stammt aus dem Kärtner Ort St. Paul im Lanvanttal. Seit fünf Jahren ist sie Abgeordnete zum Europäischen Parlament und damit das jüngste von 19 österreichischen Mitgliedern. In ihr Aufgabengebiet fallen die Themen Landwirtschaft. In den Fachausschüssen für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, im Ausschuss für Internationalen Handel, im Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter sowie im Ausschuss für Fischerei debattiert sie mit anderen Abgeordneten über Gesetzesentwürfe der EU-Kommission und kann direkte Änderungen einbringen. Landwirtschaft als Selbstständige ausüben: Direktvermarktung, Tourismus, Handwerk und Green Care sind echte Jobchancen. Auf einem Hof bringen Frauen Beruf und Familie leichter unter einen Hut. Versteht man in den Mitgliedstaaten unter bäuerlichen Familienbetrieben dasselbe wie bei uns? Wie der Name schon sagt, leben alle Familienmitglieder von der Landwirtschaft und meist sind mehrere Generationen unter einem Dach. Das ist gelebte ökosoziale Marktwirtschaft – die soziale Dimension hat einen hohen Stellenwert. Das haben alle Familienbetriebe in Europa gemeinsam. 70 Prozent der Lebensmittel werden aus „Familienhand“ produziert, der Rest ist Industrieware. Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft der Landwirtschaft aus? Die Zukunft ist bäuerlich, nicht industriell. Moderne Technik soll und darf eingesetzt werden. Dazu braucht es technisches Wissen und eine Fachausbildung auf höchstem Niveau. Ich stehe für eine nachhaltige, ressourceneffiziente und bäuerliche Landwirtschaft.

Eva Posch

Schüler diskutierten Perspektiven in und für Europa Landjugend-Bundesobmann Michael Hell (v.l.), LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Abgeordnete zum Europäischen Parlament Elisabeth Köstinger, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik Paul Schmidt stellten sich unter dem Motto „Europa – was ist jetzt?“ den Fragen von 200 Schülern und Schülerinnen aus ganz Niederösterreich. Das Interesse der Jugendlichen an EU-Themen und der Europawahl am 25. Mai war groß. Mit dabei die Schülerinnen Nicole Foto: LK NÖ/Eva Posch Lashofer und Petra Anzböck aus der HBLA Sitzenberg.

Am 25. Mai wählen gehen heißt für uns entscheiden Alles neu macht der Mai, sagt man so schön. Heuer trifft das im Besonderen auf das EU-Parlament zu. Die große Frage dabei ist: Wie wird die Neuerung ausschauen? Die allgemeine Stimmung rund um diese Europawahl ist zugegeben nicht die beste. Daher ist es mir umso wichtiger, die Bedeutung dieser Entscheidung hervorzuheben. Denn es geht – viel stärker als gefühlt – um die Zukunft von uns allen in Niederösterreich und ganz speziell um die Zukunft unserer Jugend. Das Europaparlament ist mittlerweile gleichberechtigter Gesetzgeber. Dort wird ein Großteil aller Gesetze und Auflagen beschlossen, die uns als Bauern und Bevölkerung im ländlichen Raum unmittelbar betreffen. Nur wählen heißt mitbestimmen wie es in Europa weitergeht, zum Beispiel mit dem Freihandelsabkommen, mit der GAP oder der Entwicklung des Ländlichen Raums. Manche wollen Denkzettel austeilen. Das feuert jene an, die lieber zerstören, als ernsthaft am Haus Europa mitzubauen. Auch nicht wählen verhindert eine positive Zukunftsentwicklung. Sich im Nachhinein aufregen ist sinnlos. So wie wir Bauern sorgsam mit unseren Böden umgehen, müssen wir mit unserem Wahlrecht umgehen. Überlegen Sie bitte daher nicht, ob Sie zur Wahl gehen. Überlegen Sie nur, wem Sie zutrauen, Ihre persönlichen Anliegen bestmöglich durchzusetzen. Brüssel ist nicht weit weg, wenn Sie genau darüber nachdenken, wie viel europäische Politik uns daheim beeinflusst. Ich trete dafür ein, dass verantwortungsvolle, verhandlungsstarke Kräfte die Zügel in die Hand bekommen. Wir alle haben es in der Hand! Denn: Nur selbst entscheiden, heißt für uns entscheiden!


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Die Landwirtschaft

Europa und die Landwirtschaft

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Einigkeit trotz Vielfalt Rudolf Schwarzböck (1.v.r.) stellte sich bereits im Jahr 1994 in Stockerau den Fragen rund um die Europäische Union. Nach wie vor ist er Foto: zVg von der Stärke der Gemeinschaft überzeugt: „Wenn man sich auf die Gemeinsamkeiten besinnt, ist die EU der stärkste Block der Welt.“

Dem globalen Druck mit mehr EU Begegnen

Europäische Identität stärken Rudolf Schwarzböck war von 2005 bis 2007 Präsident des Ausschusses der berufsständischen landwirtschaftlichen Organisationen der EU, kurz COPA. Von Anfang an glaubte er an die Idee eines gemeinsamen Europas. Eigentlich war Rudolf Schwarzböcks Plan ganz einfach: Nach und nach wollte er sich von seinen Funktionen trennen, sich zur Ruhe setzen und danach ein ruhiges Leben im Kreis seiner Familie führen. Doch als es im Jahr 2005 so weit war, sollte alles anders kommen als gedacht. Anstelle des wohlverdienten Ruhestandes wartete auf den ehemaligen Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich eine neue berufliche Herausforderung. Von nun an hieß es Woche für Woche Koffer packen und ab nach Brüssel. Denn dort setzte er sich bei unzähligen Verhandlungen als Präsident der COPA

1962

n t G ebor e Die GAP is d gute Preise sin Hauptziel ngssicherheit. ru und Ernäh

für die Bedürfnisse der österreichischen Landwirte ein. „Natürlich war es nicht so, dass mir und meinen österreichischen Kollegen immer alles gefallen hat, was bei den Verhandlungen raus gekommen ist. Aber darum sind es auch Verhandlungen und keine Geschenke“, erinnert sich der dreifache Familienvater. Doch nicht nur die unzähligen Verhandlungen sind Schwarzböck in Erinnerung geblieben. Auch die Kritik, die seit dem Beitritt Österreichs, von mancher Seite laut wurde, hat sich ihm ins Gedächtnis gebrannt. „Skepsis gab es von Anfang an. Es ist unbestreitbar, dass sich der Wettbewerb in einem größeren

1970

Überschuss Die Betri so produktiv, dass zu ebe sind viel Nahrung vorhanden ist und Lebensmittel gelagert werde n müssen.

Wirtschaftsraum verstärkt. Dem gegenüber stehen allerdings viele Vorteile“, so Schwarzböck. Er kennt die Ansichten, die von EUGegnern ins Feld geführt werden, und gibt zu bedenken: „Der Druck der Globalisierung hätte so oder so zu Veränderungen geführt. Importe wären genauso gekommen und auch an der Macht des konzentrierten Lebensmittelhandels ist die EU nicht schuld.“ Finanzielle Planbarkeit durch Ausgleichszahlungen und eine bessere Kalkulierbarkeit der Marktpreise sind nur zwei der positiven Errungenschaften, welche die EU mit sich brachte. Viele unbequeme Entwicklungen

1992

ützung unterst baut r e g u e z Er bge ung wird a Preisstütz irektbeihilfen erD und durch setzt.

wären laut Schwarzböck auch im Nicht-Mitgliedstatus auf Österreich hereingebrochen. Bestes Beispiel dafür ist die Schweiz: „Sie hat schon vor der EU die Milchquote abgeschafft und kann in vielen Bereichen nur auf die EU reagieren, da sie kein Mitspracherecht hat.“ Österreichische Vertreter hingegen können sich in den Verhandlungen aktiv einbringen und die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft mitgestalten. Etwas, das ohne den Beitritt nicht möglich gewesen wäre und man bei aller Skepsis nicht vergessen sollte. Eva Posch

19 90 er

Qualitätsproduktion Maßnahmen zur Qualitäts sicherung werden gesetz t.


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Vertretung für Landwirte Um die gemeinsamen Interessen auf europäischer Ebene entsprechend vertreten zu können, schlossen sich die wichtigsten Landwirtschaftsverbände der Mitgliedstaaten im Jahr 1958 zu einem berufsständischen Ausschuss landwirtschaftlicher Organisationen – der COPA – zusammen. Die LK Österreich bringt die Anliegen der heimischen Landwirte in den verschiedenen Arbeitsgruppen ein und trägt aktiv zur Realisierung gemeinsamer Positionen bei.

Landwirt mit Politik im Blut Als Präsident der LK Ö und LK NÖ sowie als Präsident der COPA setzte sich Rudolf Schwarzböck für die heimische Landwirtschaft ein. National und international stellte er wichtige Weichen für eine europäische Zukunft. Foto: LK NÖ/Posch

2000

r r aum Ländliche ärker auf die st d ir w Die GAP en des ländlich g n u kl ic tw En . et ericht Raumes ausg

Die Landwirtschaft

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Gemeinsame Agrarpolitik Im Wandel der Zeit

Gefestigt in die Zukunft Sechs westeuropäische Staaten schlossen sich 1957 zur „Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft“ zusammen. Von Anfang an plante man eine gemeinsame Agrarpolitik, mit dem Ziel den Lebensunterhalt für Landwirte zu sichern. Es war vor 57 Jahren. In Rom ging es heiß her. Die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft warteten darauf, unterzeichnet zu werden. Die EWG als Vorläufer der Europäischen Union war geboren. Mit ihren Unterschriften legten die Unterzeichner gleichzeitig auch den Grundstein für eine Gemeinsame Agrarpolitik. Bis sie allerdings tatsächlich in Kraft treten konnte, sollten noch einige Jahre vergehen. Erst im Jahr 1962 ist sie vollständig umgesetzt worden. Die Ziele waren dabei von Anfang an klar definiert. Sie sollte die landwirtschaftliche Produktion fördern, ein angemessenes Einkommen für Landwirte sicherstellen, die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Lebensmitteln zu vernünftigen Preisen gewährleisten und zu einer Stabilisierung der Agrarmärkte beitragen. Dabei wurde sie stets an die Erfordernisse der Zeit und an finanzielle Gegebenheiten angepasst. Vor allem die Bereiche Umwelt- und Naturschutz rückten nach und nach in den Vordergrund und der Ländliche

2003

Reform Einkomm ensbeihilfen werden vo n der Produktion entkopp elt.

GAP EK GD LW

EP Agrarausschuss

Rat AMR

Positionen, Forderungen und tlw. beratende Funktion EWSA

Informelle Kontakte

COPA-COCEGA

EU-Büro LKÖ

Land- und Forstwirte Raum im Allgemeinen gewann an Bedeutung. Mit dem Wechsel von der Produktpreisstützung hin zu einer Erzeugerunterstützung setzte man im Jahr 1992 eine wichtige Strategie für die Zukunft in die Tat um. Zusätzlich dazu führte man eine betriebsbezogenen EU-Direktzahlung unabhängig von der Produktionsmenge ein. Die Agrarpolitik fällt vollständig in den Zuständigkeitsbereich der EU. Sie wird großteils aus Mitteln des EU-Haushaltes fi-

2004-20

07

sich rö ss e r t EU verg ue Länder zählt ne Durch 12 über 50 0 Million die EU nu r. e rg ü B nen

nanziert. Ein großer, wenngleich auch sinkender Teil des EU-Gesamthaushaltes ist somit für die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik reserviert. Über die Verteilung der Geldmittel, Strategien und Rechtsakte entscheidet der Europäische Rat und das Parlament. Umso wichtiger ist es, als Wähler auf die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments bei der Wahl am 25. Mai Einfluss zu nehmen. Eva Posch

20 11

Ökologie gestärk t Du rch weitere Reformen wird die ökologische Wettbewerbsfähig keit der Landwirtschaft gestär kt.

Fotos: LK NÖ

Daten und Fakten

Europa und die Landwirtschaft


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Die Landwirtschaft

Europa und die Landwirtschaft

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Rück- und Ausblick

20 Jahre MFA Flächen Mit 1.1.1995 trat Österreich der Europäischen Union bei, viele Neuerungen und Veränderungen ergaben sich, Bedenken bewahrheiteten oder zerstreuten sich, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union hielt Einzug, man hatte sich an Ausgleichszahlungen, Zulagen und Prämien zu gewöhnen und sie waren zu beantragen. Flächen- und tierbezogene Zahlungen waren in Aussicht gestellt, für die Abwicklung wurde eine eigene Zahlstelle mit Behördenfunktion – die Agrar Markt Austria (AMA) – geschaffen. Gemeinsam gingen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, AMA und Landwirtschaftskammern ans Werk, eine geeignete Grundlage für die möglichst einheitliche und einfache Beantragung der vielfältigen flächenbezogenen Zahlungen (Kulturpflanzenausgleich, Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, Umweltprogramm – ÖPUL, degressive Ausgleichszahlungen) zu schaffen, die Geburtsstunde des MFA (Mehrfachantrages) Flächen hatte geschlagen. Damals wie Heute „Ohne Kammer kamma net“ – eine Feststellung aus dem Jahr 1995, die jedoch auch heute nichts an Foto: LK NÖ Aktualität verloren hat.

Kommentar Kammerdirektor DI Franz Raab: Praxisbezogene, gute Zusammenarbeit zwischen allen handelnden Personen insbesondere den Landwirten und Institutionen (BMLFUW, AMA, LK) ermöglichten die laufende Weiterentwicklung des MFA zur Erfüllung der immer genaueren und strengeren EUVorgaben. Dies führte zu einer sehr hohen Antragsqualität und höchsten Auszahlungsquoten im EU-Vergleich. Eine Qualität, die es zu erhalten gibt. Alle Anstrengungen der LK werden in diese Richtung auch weiterhin gesetzt.

Die Landwirtschaftskammern/ Bezirksbauernkammern wurden gebeten, bei der Abwicklung (Beratung, Antragsentgegennahme, Erfassung) mitzuwirken. Die erste, wahrscheinlich größte Herausforderung war 1994/1995 die Flächenbasiserfassung auf Grundlage der Katastermappenpläne der Vermessungsämter (53.000 Betriebe, 1,9 Mio. Grundstücke). Eine Herkulesarbeit, die aber unter hervorragender Mithilfe alle Beteiligten (allen voran der Landwirte) zu großer Zufriedenheit bewerkstelligt wurde. Es prägte sich damals der Ausspruch „ohne Kammer kamma net“, eine Schlussfolgerung, die für viele auch heute noch Gültigkeit hat. Nicht unerwähnt soll

aber auch bleiben, dass im Laufe der Zeit Kritik am Engagement der Landwirtschaftskammer/Bezirksbauernkammer (speziell im Zuge der verpflichtenden Feldstücksdigitalisierung) laut wurde, es ist jedoch erfreulich feststellen zu können, dass durch das gemeinsame Agieren mit der Zielsetzung bestmögliche Antragsqualität (Weniger (Fläche) kann Mehr (Auszahlungsbetrag)

sein) die Auszahlungsrate beim jeweils 1. Auszahlungstermin Höchstwerte in Niederösterreich erreicht. Die erforderlichen Bescheidbeschwerden bzw. Ersuchen um Richtigstellung liegen im niedrigen 1-stelligen Prozentbereich. Auch damit ist eine Zielsetzung aus den Tagen des EUBeitrittes, nämlich „Kein Schilling (heute Euro) darf in Brüssel liegen bleiben“, erfüllt.

MFA Flächen 2012 – Auszahlungsbeiträge in NÖ Einheitliche Betriebsprämie 263,32 Mio. Euro ÖPUL 196,51 Mio. Euro Ausgleichszulage (AZ) 49,54 Mio. Euro Tierprämien 18,43 Mio. Euro Gesamtbetrag 2012 527,80 Mio. Euro


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Europa und die Landwirtschaft

Blick in die Zukunft Der Mehrfachantrag Flächen bringt nunmehr das 20. Mal Ausgleichszahlungen und Leistungsabgeltungen ertrags- und witterungsunabhängig in die Höfe der AntragstellerInnen. Gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ermöglich(t)en dies. Die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, wird eine Weiterentwicklung des MFA Flächen mit sich bringen. Eine Überarbeitung nach 20 Jahren erscheint zweckmäßig, strengere Qualitätskriterien und der technische Fortschritt machen nicht Halt, der graphische MFA Flächen mit 100%iger jährlicher Schlagdigitalisierung steht vor der Tür. Es darf jedoch keine Antragstellerüberforderung, noch eine Gefährdung der höchsten Auszahlungsraten beim 1. Auszahlungstermin in Kauf genommen werden. Erarbeitete Standards müssen erhalten bleiben, womit die Feststellung von 1995 „ohne Kammer kamma net“ scheinbar auch (für viele) für die

Antragstellende Betriebe in NÖ

Antragsflächen in NÖ

1996

47.899

913.344 ha

2004

37.667

905.240 ha

2013

30.238

891.382 ha

Zukunft – wenn möglicherweise auch unter anderen Bedingungen – Gültigkeit haben wird und einer persönlichen Beantwortung bedarf. Der MFA Flächen – eine Erfolgsgeschichte? Urteilen Sie selbst und teilen Sie Ihre Eindrücke der Redaktion per Post bzw. E-Mail: Die Landwirtschaft - Redaktion, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten oder presse@lk-noe.at mit. Je ein Vertreter des BMLFUW, der AMA sowie einer BBK, die von Anfang an dabei waren, erinnern sich gerne persönlich für Sie. DI Gerald Hohenauer

Merkblatt mit Ausfüllanleitung zum MFA Flächen Die AMA ergänzt den MFA Flächen jährlich mit einem Merkblatt samt Ausfüllanleitung. Das Merkblatt unterstützt sehr professionell den Antragsteller bei der korrekten, vollständigen Antragstellung, es informiert über Neuerungen und Bekanntes, welches jedoch nicht vergessen werden darf. Erweitert um das Beratungsund Informationsangebot der zuständigen BBK bzw. der Landwirtschaftskammer NÖ ist ein möglichst fehlerfreier und vollständiger Mehrfachantrag erstellbar.

Online-Antragstellung Als modernes und kundenorientiertes Unternehmen bietet die AMA seit zwei Jahren auch die Möglichkeit, den MFA im Internet zu stellen (www. eama.at). Mittels PIN-Code und Betriebsnummer ist nach Registrierung eama aufrufbar und die Online-Erfassung möglich. Seitens der LK NÖ werden hiezu für interessierte Landwirte laufend geförderte Schulungen inkl. Schlagdigitalisierung im Wege des LFI NÖ angeboten. Eine Form der Antragstellung, der die Zukunft gehört.

Die Landwirtschaft

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Ing. Franz Friedl, AMA-Abteilungsleiter

20 Jahre MFA Flächen Trotz seines 20-jährigen Bestehens und einigen vorgenommenen Anpassungen hat der sogenannte Mehrfachantrag-Flächen (MFA) nichts an seiner Bedeutung für den bäuerlichen Alltag verloren. Anfangs als Bürokratiemonster befürchtet („aufschreim brauch ma nix“), belächelt („do siachst sowieso nia a göd“) bzw. bekämpft („warum muass i do jetzt wos mehrfoch beauntrong“) hat sich die Grundidee eines jährlichen, zentralen Antrages für sämtliche Flächenmaßnahmen als richtig und effizient herausgestellt. Als Vorbereitung diente im Jahr 1994 die sogenannte Flächenbasiserfassung, wo anhand von bereits vorgedruckten Flächendaten aus dem Grundstückskataster vom jeweiligen Antragsteller Feldstücke (= eindeutig abgrenzbare und in der Natur erkennbare Bewirtschaftungseinheiten mit einer Nutzungsart) gebildet wurden. Diese dienen seither als Grundlage und werden als Serviceleistung jährlich vorgedruckt. Natürlich kamen im Laufe der Zeit zusätzliche Anforderungen/Wünsche an den MFA (Neue Maßnahmen, Dieselrückvergütung, Abfrage von Daten für die Statistik, Sozialversicherungsnummer,….), diese wurden soweit als möglich in die Grundkonzeption passend, integriert. Naturgemäß hat eine Änderung am Formular auch ihre entsprechenden Auswirkungen auf die elektronischen Datenstrukturen im Hintergrund, auch hier wurden bis dato immer effiziente Lösungen angestrebt, gefunden und auch umgesetzt. Der Mehrfachantrag-Flächen dient weiters als Drehscheibe zur Bekanntgabe bzw Erinnerung von eingegangenen mehrjährigen Verpflichtungen im Agrarumweltprogramm. Seit europaweiter Einführung des LPIS-GIS (= land parcel identification system in einem geografischen informations system) im Landwirtschaftssektor hat in Österreich auch weiterhin das Feldstück seine Bedeutung, jedoch ist die tatsächlich bewirtschaftete Fläche mittels Digitalisierung zu ermitteln – welche wiederum als Grundlage im MFA zur Beantragung und Auszahlung von Direkt- und Ausgleichszahlungen dient. Auch in Zukunft wird sich der Mehrfachantrag den weiteren Anforderungen stellen, als Beispiel sei der weitere Ausbau in elektronischer Form genannt (Stichwort grafischer Antrag). Abschließend wünsche ich der großen „MFAFangemeinde“ – immerhin wurden seit dem Jahr 1995 rund 2,5 Millionen Mehrfachanträge fristgerecht erstellt – weiterhin alles Gute beim Beantragen von Direkt- und Ausgleichszahlungen, damit das Geld für die erbrachte Leistung auch in Zukunft so unbürokratisch wie möglich dort ankommt, wo es hingehört – nämlich am bäuerlichen Hof.

Tätigkeitsbericht der LK NÖ, Vorwort, 1995 „Die großen Herausforderungen dieses Jahres sind gemeinschaftlich von den NÖ. Bauernfamilien und ihrer Interessenvertretung erfolgreich bewältigt worden. Allen Unterstellungen zum Trotz sind die vereinbarten Abgeltungen und Ausgleichszahlungen termingerecht ausbezahlt worden. Sicherlich war dazu ein beispielloser Arbeitseinsatz notwendig, angefangen von der Flächenbasiserfassung bis hin zu Abwicklung der neuen Mehrfachanträge, was aber von den Bauern gemeinsam mit den Beratern und Mitarbeitern der Kammer letztlich sehr erfolgreich und pünktlich bewältigt worden ist.“ Abg.z.NR Rudolf Schwarzböck, Univ.Prof. Dr. Gottfried Holzer


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Die Landwirtschaft

Europa und die Landwirtschaft

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DI Martin Weihs, Kammersekretär BBK Neunkirchen

20 Jahre MFA aus Sicht eines Kammersekretärs Bevor die erste Antragstellung erfolgen konnte, mussten alle Flächen im Rahmen der Flächenbasiserhebung erhoben und erste Feldstücksbildungen vorgenommen werden – dies ohne Hofkarte und ohne Digitalisierung. Alles war Neuland. Es bedurfte enormer Anstrengungen, die zahlreichen Informationsveranstaltungen, als auch Entgegennahmetermine in den örtlichen Gasthöfen der jeweiligen Gemeinde zu organisieren und abzuwickeln. Es entwickelte sich aber eine innere Verbundenheit zwischen den Antragstellern und den Kammerangestellten mit dem gemeinsamen Ziel, die Antragstellung gut zu erledigen. Für uns Angestellte war es eine innere Zufriedenheit, helfen zu können. Belohnt wurde dies aus meiner Sicht mit dem drittbesten Er-

gebnis bei der Abstimmung über die Kammer (damaliger Slogan: „Ohne Kammer kamma nicht“). Natürlich gab und gibt es Erfahrungen, die nicht immer so positiv waren und sind (Richtlinienänderungen innerhalb der Laufzeit, geringfügige Flächenkorrekturen,...). Schwierig war und ist für manche Landwirte und somit auch für die Mitarbeiter der Bauernkammer die Situation, dass die Bauernkammer bei der Antragstellung einerseits Behörde, andererseits Beratungsstelle ist. Diese verschiedenen Aufgaben zu erklären, ist oft nicht einfach, doch es stellt sich immer die Frage, ob es besser wäre, wenn die Bauernkammer nur eine Beratungsfunktion hätte und die Antragstellung des Mehrfachantrages bei einer Behörde vorzunehmen wäre. Jeder Antrag-

DI Lukas Weber-Hajszan, BMLFUW-ÖPUL Abteilungsleiter

20 Jahre MFA Für eine genaue fachliche oder gar wissenschaftliche Analyse der Entwicklung des MFA ab 1995 bin ich zu befangen, das habe ich rasch bemerkt, deswegen beschränke ich mich in meinem Beitrag auf – vielleicht etwas unzusammenhängend und lückenhaft erscheinende – Erinnerungen und Schlagworte. Ja wie hat alles begonnen? Wie viele heute noch in der Abwicklung tätige Personen erinnern sich noch an Dinge wie die „Vormerkungen für die Herbstmaßnahmen 1994“, daran dass es bundesländerspezifische ÖPUL Merkblätter oder eine Beilage Z für „juristische Personen und Personengesellschaften“ gab? Daran dass es immer wieder Antragstellungen „vorbehaltlich der Genehmigung“ gab, wird vielen in Erinnerung geblieben sein, auch werden wir alle mit dem Herbstantrag 2014 wieder daran erinnert werden. Auch dass Verpflichtungserklärungen aufgrund der Schriftgröße schon immer schwer lesbar und auf Grund der Vielfalt an Informationen auch schwer verständlich waren, ist so eine Konstante über die Jahre, an die ich mich erinnere. An Bedeutung verloren haben auch die „Hilfsblätter zur Summenbildung“, später „Hilfssummenblatt“ genannt, denn der Computer rechnet sicher schneller und genauer! Jedenfalls hat sich die Qualität der Unterlagen im Erscheinungsbild und in der Darstellung, wohl aber auch in der Verständlichkeit deutlich verändert und sicher zum Positiven gewandelt. Auch wenn das ÖPUL 2000 an und für sich das komplexeste Programm war, so hat die Umsetzung doch gut funktioniert. Geheimnis war sicher die frühe Genehmigung und die lange Vorbereitungszeit, denn das Programm hat dann ja erst 2001 begonnen. Besonders in Erinnerung geblieben sind

steller möge diese Frage für sich beantworten. Tatsache ist auch, dass mit jedem neuen Programm die Anforderungen strenger geworden sind, weshalb sich die Bezirksbauernkammer Neunkirchen als erste Bauernkammer in Niederösterreich dazu entschloss, die Antragstellung nur noch im Büro vorzunehmen und gleichzeitig die Eingabe durchzuführen, um auftretende Fehler sofort zu erkennen und zu korrigieren. Dies hat sich als absolut richtig erwiesen und wäre auch unter den heutigen Vorgaben einer verpflichtenden Digitalisierung nicht anders möglich. Es bedurfte jedoch großer Überzeugungskraft meinerseits, die Mitarbeiter als auch die Landwirte davon zu überzeugen. Tatsache ist aber, dass sich das System bewährt hat und niederösterreichweit zum Vorteil für die

Antragsteller übernommen wurde. Im Gegensatz zu früher ist es zu einem starken Gesinnungswandel gekommen und das Verständnis für erforderliche Korrekturen hat sehr nachgelassen, was manchmal zu Konfliktsituationen führt. Aber auch der MFA-Online, der zweifelsfrei Vorteile bringt, ist nicht immer fehlerfrei und auch hier sind Korrekturen notwendig. Wir alle werden sehen, was uns das 21. Jahr an neuen Erfahrungen und Herausforderungen bringen wird.

mir auch die Infomaterialien, ich bin heute noch Besitzer zweier Mappen „Düngung im ÖPUL 2000“ (Gute landwirtschaftliche Praxis, Sachgerechte Düngung, Aufzeichnungsverpflichtungen). Die Vorgaben sind deutlich mehr und dichter geworden und der Gestaltungsspielraum aller Beteiligten daher geringer. Gab es 1994 aus Sicht des ÖPUL nur die sehr allgemein gehaltene Verordnung 2078/92, so haben wir heute die VO 1305/2013 (ländliche Entwicklung), die VO 1306/2013 zur Finanzierung, Verwaltung und Kontrolle der GAP und die VO 1307/2013 die sogenannte Direktzahlungsverordnung. Diese drei „Stammverordnungen“ werden dann jeweils noch durch sogenannte Durchführungsrechtsakte und delegierte Rechtsakte ergänzt, in Summe also 9 Verordnungen und dann gibt es noch sogenannte „Measure-Fiches“ (schriftliche Erklärungen der EK) zu den einzelnen Maßnahmen der ländlichen Entwicklung. Ob dieses Mehr an Vorgaben und Informationen auch ein Mehr an Wissen und Klarheit schafft, sei aber dahin gestellt. Bei einem Rückblick nicht unerwähnt bleiben darf der Wandel vom MFA zum MFO (Mehrfachantrag Online), der sicher die Zukunft bestimmen wird. Damit werden auch Papieranträge, bunte Durchschläge und aufwendig gestaltete Merkblätter wohl bald der Vergangenheit angehören. Jedenfalls war und bleibt jeder MFA/MFO eine spannende Herausforderung und eine so richtige Routine kann sich nicht einstellen, denn es gibt immer etwas Neues zu entdecken und sei es nur eine neue Schlagnutzungsart, die einem noch nie aufgefallen ist, wer zum Beispiel braucht die Doppelnutzung „Emmer oder Einkorn (Sommerung)/Feldgemüse wirklich? Ich bin schon gespannt, was die nächsten 20 Jahre MFA für Neuerungen und Überraschungen bringen werden! Eines wird aber jedenfalls bleiben, gute Vorbereitung und Engagement bilden die Basis für eine erfolgreiche MFA Kampagne!


Leben Brauchtum

Weiterbildung

VolkstanzGruppen

Eisheilige bringen Kälte mit  Seite 58

Erste Hilfe-Kurs kann Leben retten  Seite 59

Landjugend sucht die besten Tänzer  Seite 61

UrGut Kochseminare: Sommerliche Rezepte mit Kirschen und Seite 60 Salat

Tränendes Herz Pflanze des Monats

Ein Herz für alle Mütter Das Tränende Herz ist eine traditionelle Bauerngartenpflanze. Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist das perfekte Geschenk zum Muttertag. Im Mai rund um den Muttertag blüht das Tränende Herz am üppigsten. Seinen Namen hat es von seinen speziell geformten Blüten. Es ist in den unterschiedlichsten Varianten zu bekommen. So kann das Herz rot und die Träne Weiß sein. Doch wie bei der Sorte „Alba“ kann auch die ganze Blüte in reinem Weiß erstrahlen. Bei uns ist diese Frühjahrsstaude besser als Herzerlstock bekannt. Das Tränende Herz darf auch schon mal von der Sonne geküsst werden. Ein Standort im völligen Schatten ist nichts für die herzige Pflanze. Besonders wohl fühlt sie sich in der Nähe von Gehölzen, die keinen dauerhaften Schatten werfen. Als Nachbarn kommen Stauden wie Hosta oder Brunnera in Frage, die ebenfalls den schattigen Seiten des Tages nicht abgeneigt sind. Bei der Standortwahl sollte

Pflanze mit tradition Das Tränende Herz, auch Dicentra spectabilis genannt, ist ein Blickfang für jeden Garten. Mit seinen Blüten in Herzform ist der Strauch Fotos: LK NÖ/Eva Posch auch eine nette Geschenk-Idee für besondere Anlässe.

der Gärtner auch darauf achten, dass die Pflanze nach der Blüte einzieht und damit eine Lücke hinterlässt. Das kann mit später austreibenden Stauden kaschiert werden. Tipp: Noch kein Geschenk für den Muttertag? Die Gärtner in Ihrer Nähe bieten eine große Aus-

Weltmilchtag Fitmacher Vollmilch

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Aus dem Leben Steh auf und geh! 

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wahl in Österreich produzierter Pflanzen für Haus, Garten, Terrasse und Balkon. Überzeugen Sie sich selbst bei einem Besuch in der Gärtnerei. Und vielleicht fällt Ihre Wahl sogar auf den beliebten Herzerlstock. DI Christian Kornherr

Foto: zVg

tipp von Johannes Käfer, Obmann der Gärtnervereinigung NÖ.

Der Garten im Mai Die Rosen haben gut angetrieben. Man kann Sie nun wöchentlich, zum Schutz vor Pilzkrankheiten, mit Ackerschachtelhalm-Tee übergießen. Sammeln Sie etwa ein Kilo Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt. Kochen Sie dieses zwei Stunden auf kleiner Flamme. Nach dem Abseihen lässt sich der Sud 1:10 verdünnen. Die darin enthaltene Kieselsäure hilft der Rose, sich gegen Krankheiten und Schädlinge zu schützen. Vom 12. bis zum 14. Mai sind die Eisheiligen. Erst nach dem 15. Mai sagt man, kommt kein Frost mehr. Nun ist es möglich, Paradeiser, Gurken, Paprika und andere frostempfindliche Gemüsearten ins Freie zu setzen. Achten Sie aber trotzdem auf das Wetter. Spätfröste sind in exponierten Lagen immer noch möglich. Übrigens: Mai-Regen soll besonders gut für das Wachstum eines jeden Lebewesens sein.

Weinfestival

Most und Kultur

Thermenregion verbindet Wein und Kulinarik Seite 60

Landjugend lädt zum Kultevent Seite 61

Rezepttipp

Englisch lernen leicht gemacht Seite 61

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Sprachcamp


Die Landwirtschaft Foto: LK NÖ/Eva Posch

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Lostage MAI 2014 DO, 1.  Staatsfeiertag sA, 3. Schwendtag SO, 4. Heiliger Florian SO, 11. Muttertag, Mamertus MO, 12. Pankratius DI, 13. Servatius MI, 14. Bonifatius DO, 15. Sophie DO, 22. & SA, 25. Schwendtag DO, 29. Christi Himmelfahrt

Weltmilchtag am 1. Juni

Weißes Gold tritt vor den Vorhang Zum 13. Mal nun schon steht der 1. Juni ganz im Zeichen der heimischen Milch und ihrer Produzenten. Dabei treten die Milchbauern einmal mehr vor den Vorhang, um auf die Qualität und Vielfalt der Milchprodukte aufmerksam zu machen. Neben Veranstaltungen in Schulen warten auch Produktpräsentationen, Melkwettbewerbe und Verkostungen auf die niederösterreichischen Milchliebhaber. Zusätzlich dazu öffnen Bauernhöfe ihre Pforten und informieren über dieses einzigartige Naturprodukt. Der internationale Tag der Milch wird mittlerweile in 40 Ländern veranstaltet.

Infoveranstaltung Angehende Meister informieren sich Am Samstag, 31. Mai, ab 14 Uhr können sich Interessierte über die Meisterausbildung Gartenbau informieren. In der Gartenbauschule Langenlois stehen die Kursverantwortlichen den Teilnehmern Rede und Antwort zu Kursablauf, Zeitrahmen, Förderungen und vielem mehr. Treffpunkt ist die Direktionskanzlei.

Leben

Mai 2014

Eisheilige Wetterphänomen mitte Mai

Legende die frösteln lässt Fünf Eisheilige sorgen von 11. bis 15. Mai für so manches Wetterphänomen. Viele Bauernregeln ranken sich um diese Tage und warnen vor Kälte und Frost. Pankratius, Servatius, Bonifatius, Mamertus und Sophie: Sie sind uns besser bekannt als die fünf Eisheiligen. Kaltes Wetter und Frost sollen an ihren Namenstagen eher die Regel als die Ausnahme sein. Das besagt zumindest der Volksmund. Ihren Anfang nahm die Legende der Eisheiligen vor rund 1.700 Jahren mit dem verwaisten Sohn eines reichen Römers, namens Pankratius. Er wurde aufgrund seines Glaubens hingerich-

tet und gilt heutzutage als Patron der Erstkommunions-Kinder. Mit Eis und dem Wetter hatte Pankratius zu seinen Lebzeiten allerdings nichts zu tun. Etwas, das er mit den anderen Eisheiligen gemeinsam hat. Auch sie standen in keinerlei Verbindung mit den Gezeiten und waren allesamt Bischöfe und Märtyrer. Dennoch leiten sie die letztmögliche Kälteperiode mit Nachfrostgefahr ein. Grund dafür sind

langjährige Wetterbeobachtungen. Sie zeigten, dass es Mitte Mai häufig zu einem Temperatursturz kommt. So wurden die genannten Heiligen im Laufe der Zeit einfach zu den frostigen Gesellen umfunktioniert, als die wir sie heutzutage kennen. Und so heißt es nach wie vor: „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Eva Posch

Frostige gesellen Vorsichtige Gärtner wissen es, leichtsinnige ärgern sich: Mitte Mai versprechen die Eisheiligen häufig Illustration: LK NÖ/Eva Kail noch einen Temperatursturz, der mit Nachtfrost einhergeht. 

Der neue Fitmacher Vollmilch Milch ist nicht nur Nervennahrung. Sie ist auch ein wichtiger Baustein für Bizeps und Co. Wer bereits beim Frühstück auf Vollmilch setzt, ist gut gerüstet für den Tag. Ein Glas des weißen Energie-Drinks enthält eine gute Kombination aus Aminosäuren, bekömmlichen Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Wasser. Umso besser, dass Milch auch noch das Hungergefühl verlangsamt und

somit länger satt macht. Das liegt zum einen an ihrer Nährstoffzusammensetzung. Besonders der hohe Eiweißgehalt ist dafür verantwortlich. Der Blutzuckerspiegel steigt bei Milch, im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln wie Weißbrot, nur langsam und bleibt zwei bis drei Stunden auf mittlerem Niveau. Damit ist man weniger leicht versucht, zu einem weiteren Snack zu greifen.


Mai 2014 

Leben

Die Landwirtschaft

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Erste Hilfe kann im Notfall Leben retten Das Einzige, was man in der Ersten Hilfe falsch machen kann, ist nichts zu tun“, erklärt Chefärztin Elfriede Wilfinger vom Roten Kreuz Niederösterreich. Aus Erfahrung weiß sie, dass viele Menschen davor zurückschrecken, Erste Hilfe zu leisten. Einziger Grund: Die Angst davor jemandem Schaden zuzufügen. „Jede Maßnahme, die ein Ersthelfer oder eine Ersthelferin unternimmt, erhöht die Überlebenschancen des Patienten“, weiß Wilfinger und rät jedem dazu, Verantwortung zu übernehmen. Zusätzliche Kurse verschaffen dann zusätzlich die notwendige Sicherheit.

Unfälle vermeiden noch bevor sie entstehen Doch nicht nur die lebensrettenden Sofortmaßnahmen sind der Chefärztin ein zentrales Anliegen. Auch die Unfallvermeidung spielt für Wilfinger eine wichtige Rolle in Beruf und Alltag. Besonders im landwirtschaftlichen Bereich lässt sich so manches Unfallrisiko durch einige Schritte minimieren. Eine entsprechende Schutzausrüstung, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, aber auch die Einhaltung von landund forstwirtschaftlichen Sicher-

Rasche Hilfe Handgriffe die Leben retten

 Den Notruf 144 wählen, dort bekommen Sie Hilfe, und Rettungs-Profis machen sich sofort auf den Weg zu Ihnen.  Ist die Person nicht ansprechbar, atmet aber, drehen Sie sie auf die Seite.  Ist die Person nicht ansprechbar und atmet nicht, so drehen Sie die Person auf den Rücken und drücken immer wieder schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes. heitsbestimmungen sind dabei das Um und Auf. Die häufigste Unfallursache gerade in landwirtschaftlichen Betrieben liegt im Bereich „Sturz und Fall“, gefolgt von forstlichen Arbeitsunfällen. Erste-Hilfe-Kurse bieten hierbei die notwendige Sicherheit, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Weitere Informationen und Kurstermine erhalten Sie an Ihrer Rot Kreuz-Bezirksstelle oder unter: www.erstehilfe.at.

Erste Hilfe Am Betrieb Laut einer Statistik der SVB gab es im Jahr 2012 insgesamt 4.485 landwirtschaftliche Arbeitsunfälle in Österreich, 51 davon mit tödlichem Ausgang. Ein entsprechender Kurs rüstet Landwirte für den Notfall. Foto: LK NÖ/Eva Posch

Aus dem Leben

Steh auf und geh! Vor einigen Tagen besuchte mich der eineinhalbjährige Alexander mit seiner Mama im Büro. Nach kurzer Scheu begann er den Raum zu erkunden. Vor allem der Sessel hatte es ihm angetan und so versuchte er, auf Kleinkinderart raufzuklettern. Prompt misslang sein Vorhaben und der Kleine saß verdutzt am weich gepolsterten Windelhintern. Kurz stand ihm das Weinen im Gesicht, doch dann änderte sich sein Gesichtsausdruck, und er rappelte sich wieder auf und startete einen weiteren Versuch, der mit unserer Unterstützung auch gelang. Warum ich Ihnen diese alltägliche Geschichte erzähle? Weil wir Erwachsenen uns davon, wie kleine Kinder mit derlei Situationen umgehen, durchaus was abschauen können. Niederlagen gehören zum Leben jedes Menschen. Ein Projekt, das sich nicht so entwickelt wie geplant, ein Streit, in dem man den Kürzeren zieht, eine lang gehegte Hoffnung, die man endgültig begraben muss. Wie schön ist doch das Gefühl des Gewinnens – „Strahlelächeln“, Arme hochgerissen – so sehen Sieger aus. So wollen wir uns erleben. Wie traurig und demütigend hingegen ist die Erkenntnis, dass es anders lief als gewünscht. Man hat alles getan und alles gesagt und doch hat es nicht gereicht. Kurz um: Es hat nicht sollen sein. Da wollen wir uns am liebsten schmollend ins Schneckenhaus verkriechen. Wir resignieren, fühlen uns verletzt und als Versager. Stellen wir uns vor, ein kleines Kind, das seine ersten Schritte macht, fällt hin. Was würde passieren, wenn es aus dieser Enttäuschung heraus beschließen würde, nie wieder in seinem Leben zu versuchen, auf den eigenen Beinen zu stehen und aus eigener Kraft Schritte zu setzen? Eine Kunst des Lebens ist es, mit dem eigenen Scheitern und den Enttäuschungen umzugehen. Dazu gehört es auch, Hilfe anzunehmen. Die wohlmeinenden Versuche der Freunde können nur dann fruchten, wenn der Betroffene die ausgestreckte Hand auch annimmt und sich helfen lässt. Der Satz „Steh auf und geh!“ fordert uns auf, die vertraute Opferhaltung zu verlassen und sich wieder auf zu rappeln. Scheitern tut zwar weh, aber es bringt uns nicht um und aus der Erfahrung können wir lernen, die Dinge das nächste Mal anders anzugehen.

DI Anna Eckl Dipl. Lebens- und Sozialberaterin Tel. 0664/6025925801


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Die Landwirtschaft

Genuss pur in der Thermenregion Im Mai geht es hoch her in der Thermenregion. Mit vier Veranstaltungen und mehr als 15 Degustationsmenüs lockt das Weinfestival. Dabei erklären Heurige, Restaurants und Winzer das ganze Monat zum „Genussmonat“ und zeigen, was ihre Region kulinarisch alles zu bieten hat. Gestartet wird am Donnerstag, 8. Mai, ab 19 Uhr beim Heurigen spaetrot in Gumpoldskirchen. Danach geht es Schlag auf Schlag und bis Ende Mai können Gäste außergewöhnliche Weinmenüs quer durch die Thermenregion genießen. Zusätzlich dazu lockt am Freitag, 16. Mai, „Gschichtl´n und Grichtl´n“ sowie am Samstag, 17. Mai, „Wein im Park“ in den Kurpark Baden. „Wein ab Hof“ heißt es dann am Sonntag, 18. Mai. Am Freitag, 23. Mai, zieht es Weinliebhaber nach Perchtoldsdorf, wo „Wein in der Burg“ über die Bühne geht. Termine, Infos und Preise finden Sie unter www.weinfestival.at.

Leben

Mai 2014

Urgut kochseminare mit Kirschen und Salat

Kulinarisch in den Sommer Frisch, fruchtig und bunt starten die Seminarbäuerinnen in den Sommer. In den Kochseminaren präsentieren sie Rezepte mit Kirschen oder auch Salat. Ort

Fast ein Jahr warten wir bereits auf die kleinen köstlichen Früchte. Jetzt ist es bald wieder so weit, und sie sind endlich reif – die Kirschen. Dann leuchten die roten Alleskönner von den Bäumen, lassen Kinderherzen höher hüpfen und überraschen in den unterschiedlichsten Sorten. Doch was tun mit den leckeren Süßigkeiten? In ihren Kochkursen „Saftige Kirschen“ zeigen die Seminarbäuerinnen, wie man sie von pikant bis süß im Speiseplan einbauen kann.

Baden Mistelbach Hollabrunn Korneuburg Melk Amstetten Tulln

04.06.2014, 18 00 – 22 00

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18.06.2014, 18 00 – 22 00

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Strudel

26.05.2014, 18 00 – 22 00

20.06.2014, 18 00 – 22 00

12.06.2014, 17 00 – 21 00

Zwettl

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13.06.2014, 18 00 – 22 00

12.06.2014, 17 00 – 21 00

Gmünd

Korneuburg -

05.06.2014, 18 00 – 22 00

13.06.2014, 17 00 – 21 00

St. Pölten

Salate

04.06.2014, 18 00 – 22 00

06.06.2014, 17 00 – 21 00

Krems

Aber auch Salatfans können heuer wieder aus dem Vollen schöpfen. Denn wenn Grünes so bunt und köstlich mariniert auf den Tisch kommt wie in den UrGut Kochseminaren, wird jeder zum „Salat-Tiger“. Diesen Sommer stehen somit nicht nur Kirschen auf dem Speiseplan. Die Seminarbäuerinnen lassen uns auch an der bunten Vielfalt der Salate teilhaben.

Kirschen

22.05.2014, 18 00 – 22 00

--22.05.2014, 17 00 – 21 00 25.06.2014, 17 00 – 21 00 16.05.2014, 17 00 – 21 00 ---

22.05.2014, 17 00 – 21 00 ---

UrGut aufgekocht Seminarinfos und anmeldung Nähere Informationen zu den UrGut Kochseminaren erhalten Sie unter www.urgutkochen.at oder unter Tel. 05 0259 26200. Anmeldeschluss ist jeweils zwei Wochen vor Kursbeginn.

Rezeptidee

Kirschenröster mit Grießflammerie Foto: Dionisvera/fotolia

Kochen wie damals Bodenständige aber dennoch pfiffige Rezepte findet man im Buch „Strudl&Sterz“, herausgegeben von der Volkskultur NÖ. Im Mittelpunkt des Ganzen steht das Waldviertel mit seinen fast in Vergessenheit geratenen Gerichten, die nun wieder zum Nachkochen einladen. Erhältlich unter Tel. 02275/4660 zum Preis von 19 Euro.

1/8 l Wasser mit Kandiszucker kochen, bis sich dieser aufgelöst hat. Kirschen waschen, entkernen, in den Sud einlegen und mit der Zimtstange ungefähr 7 Minuten leicht köchelnd weich kochen. Die Zimtstange entfernen, den Kirschenröster lauwarm oder kalt servieren. Tipp: Schmeckt auch gut zu Topfenknödeln. Für die Grießflammerie die Gelatineblätter in kaltem Wasser einige Minuten einweichen. Die Milch erhitzen und den Zucker,

Vanillezucker sowie den Grieß einrühren und unter ständigem Rühren aufkochen. Die gut ausgedrückten Gelatineblätter in das heiße Koch einrühren und auskühlen lassen. Zum Schluss das geschlagene Obers in Etappen vorsichtig unterrühren. In Gläsern oder Schüsseln anrichten und mit dem Kirschenröster servieren. Weitere leckere Kirschrezepte gibt es im UrGut Kochseminar „Saftige Kirschen – Die süßeste Versuchung“.

Zutaten 8 dag Kandiszucker, weiß 45 dag Kirschen 1 Stück Zimtstange Grießflammerie ¼ l Milch 3 dag Zucker 1 Pkg. Vanillezucker 4 dag Grieß 2 Blatt Gelatine ¼ l Schlagobers


Mai 2014 

Landjugend

Die Landwirtschaft

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Jugendvolkstanzwettbewerb Am Sonntag, 22. Juni

Es wird wieder richtig aufgetanzt Die Landjugend Niederösterreich lädt beim „Tag der jungen Tracht“ zum mittlerweile traditionellen Volkstanzwettbewerb. Heuer findet das Event erstmals am weitläufigen Gelände der „Garten Tulln“ statt.

Programm mit Tanz und Musik

Der 22. Juni steht ganz im Zeichen von Tradition, Kultur, Brauchtum, Musik und Natur. Der Grund: Der Tag der jungen Tracht, das Treffen der niederösterreichischen Jugendvolkstanzgruppen steht auf dem Programm und wird heuer zum ersten Mal in der „Garten Tulln“ veranstaltet. Doch auch der Jugendvolkstanzwettbewerb unter dem Titel „Auftanz“ geht an diesem Tag über die Bühne. Hierzu sind alle Jugendvolkstanzgruppen aus Niederösterreich herzlich eingeladen. Sie können in den Kategorien Gold, Silber und Bronze antreten und sich der Jury sowie dem Publikum präsentieren.

Landjugend bittet zum Tanz Jugendvolkstanzgruppen stellen ihr Können beim Wettbewerb in „Die Garten Tulln“ unter Beweis. Foto: LJ NÖ/ Marcella Wallner

Das tolle Ambiente der Gartenanlage lädt zum Entspannen in den zahlreichen Gärten ein und nebenbei kann traditioneller Volksmusik gelauscht werden. Ebenso stehen Volkstanz- und

Schuhplattlerworkshops zum Reinschnuppern und Mitmachen am Programm. Den kleinen Besuchern wird ein riesiger Spielplatz sowie ein Kindervolkstanzen zum Mitmachen geboten.

Most und Kultur auf der Burg Die Landjugend Mostviertel veranstaltet zu Christi Himmelfahrt am 29. Mai auf der Schallaburg das mittlerweile traditionsreiche Event „Most und Kultur“. Die besten 16 Moste werden prämiert, welche zuvor bei der Mostviertler Vormostkost ermittelt wurden. Die Gäste, unter ihnen auch Mostprinzessinnen der verschiedenen Regionen, werden ab 9 Uhr mit volkstümlicher Musik, Schuhplattler- und Volkstanzvorführungen unterhalten. Für alle Landjugendmitglieder gibt es eine Ermäßigung zur Ausstellung „Jubel & Elend – Leben mit dem großen Krieg“ auf der Schallaburg.

Weitere Infos zum Tag der jungen Tracht sowie alle Richtlinien und Kriterien zum Bewerb gibt es unter www.noelandjugend.at. Anmeldungen werden bis Montag, 2. Juni, entgegen genommen.

13 Uhr: Kindervolkstanzen 14 Uhr: Volkstanz für Jung und Alt 15 Uhr: Schuhplattlerworkshop Musik- und junge Volkstanzgruppen sorgen für gute Unterhaltung während des Tages. Eintritt mit Vorlage eines Abschnittes an der Kassa der GARTEN TULLN um 9,50 statt 12 Euro. Ablauf Wettbewerb: Bis 10 Uhr: Eintreffen und Anmeldung der Volkstanzgruppen 10.30 bis 11 Uhr: Begrüßung und Aufmarsch der Tanzgruppen 11 Uhr: Start – Kürprogramm 14 bis 15 Uhr: Feedbackrunde 17 Uhr: Siegerehrung 17.30 bis 19 Uhr: Fortsetzung Feedbackrunde

English in Action Sprachcamp der Landjugend Lockt in die HLUW Yspertal Wenn internationale Jugendliche mit Teilnehmer aus ganz NÖ zum englisch reden aufeinandertreffen, ist es wieder soweit: Die Sprachwoche „English in Action“ steht am Programm! Die bewährte Mischung aus Sprachworkshops und actionreichem Freizeitprogramm soll auch heuer wieder möglichst viele Jugendliche motivieren, englisch zu reden und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Sehr bald kennt man sich und knüpft Freundschaften quer durch Europa. Datum und Ort: 13. bis 19. Juli in der HLUW Yspertal Kosten: 295,- Euro für Landjugendmitglieder, 325,- für Nicht-Mitglieder; Inkludiert sind: Unterkunft und Verpflegung, 5 Tage thematische Workshop mit der Berlitz-Sprachschule, Freizeitprogramm mit Eintritten, persönliche Betreuung durch das Team der Landjugend NÖ. Teilnahmeberechtigt: Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Weitere Infos und Anmeldeformular unter www.noelandjugend.at oder unter Tel. 050 259 26305.

Foto: LJ NÖ


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Die Landwirtschaft

Bildungskalender

Mai 2014

Anmeldung: 05 0259 26200 oder 05 0259 40802

Bildung the best of Grünlandböden richtig beurteilen DO, 05 Juni 2014; 9.00 Bis 16.00 UHR Ort: BBK Waidhofen/Ybbs Kosten: EUR 20,Anmeldung: 05 0259 41900

Ideen erFAHREN - Grünland ohne Kühe DI, 20. Mai 2014; 09.00 bis 17.00 Uhr Ort: BBK Lilienfeld Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 41000

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

Persönlichkeit und Kreativität Floraler Kirchenschmuck 16.05.14; 08:30-11:30 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 17,Anmeldung: 07445/204 NLP Ausbildung in professioneller Kommunikation - Baustein 6 17.05.14; 09:00-17:00 Ort: Maria Ward Haus, 3100 St. Pölten Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 NLP Ausbildung in professioneller Kommunikation - Baustein 7 14.06.14; 09:00-17:00 Ort: LFS Sooß Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 Gesundheit und Ernährung Grillworkshop (Basiskurs) Mann grillt 22.05.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 69,Anmeldung: 02745/2393 Grillworkshop für Fortgeschrittene - Jetzt gehts erst richtig los ! 12.06.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 79,Anmeldung: 02745/2393 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Gartenfrische Salate 16.05.14; 17:00-21:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten

Naturkosmetik selbst herstellen „Tu deinem Körper etwas Gutes“ 03.06.14; 19:00-23:00 Ort: LFS Gaming Kosten: EUR 70,Anmeldung: 07485/97353 EDV & Informationstechnologie Agris Kellermanagement - Einsteigerkurs (8 UE) 21.05.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 70,Anmeldung: 02732/87516 Bauen, Energie und Technik Ausbildung zum geprüften Schweißer - MAG 02.06.14-06.06.14; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 774,- pro Person inkl. Prüfungsgebühr Anmeldung: 05 0259 29500 Energie für JEDERMANN 11.06.14; 08:30-16:30 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02272/62515

22.05.14; 17:00-21:00 Ort: BBK Tullnerfeld 22.05.14; 17:00-21:00 Ort: BBK Zwettl 26.05.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Mistelbach 25.06.14; 17:00-21:00 Ort: BBK Krems Kosten: EUR 49,inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Saftige Kirschen 04.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Baden und Mödling 04.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Hollabrunn 05.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Mistelbach 06.06.14; 17:00-21:00 Ort: BBK Tullnerfeld 12.06.14; 17:00-21:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten 13.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Korneuburg 13.06.14; 17:00-21:00 Ort: BBK Krems 18.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Amstetten 20.06.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Melk Kosten: EUR 49,- inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Strudelfreuden 22.05.14; 18:00-22:00 Ort: BBK Korneuburg Kosten: EUR 49,- inkl. Rezeptbroschüre,

Ergänzungskurs für die Landwirtschaft „Code 96“ - Außenkurs der Fahrschule Horn 04.06.14-06.06.14; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 395,- pro Person (inkl. Lehrunterlagen), EUR 95,58 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Klasse BE mit Theorieprüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 04.06.14-06.06.14; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 450,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 50,04 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Kombination der Klassen BEF - Außenkurs der Fahrschule Horn 02.06.14-06.06.14; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 820,- pro Person inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,66 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse BE nur praktische Prüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 12.05.14-13.05.14; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 240,- KB inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 29510

Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse BE nur praktische Prüfung Außenkurs der Fahrschule Horn 10.06.14-11.06.14; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 240,- KB inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 29510 Erneuerbare Energieanlagenschau für die Wärme-, Strom-, Kälte-, Treibstofferzeugung 11.06.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 25,Anmeldung: 02272/62515 Errichtung von Trockensteinmauern (24 UE) 22.05.14; 08:30-17:30 Ort: LFS Krems; Kursort: Wiener Neustadt 12.06.14; 08:30-17:30 Ort: LFS Krems; Kursort: Kritzendorf bei Klosterneuburg Kosten: EUR 95,Anmeldung: 02732/87516 Mähdrusch-Praxis 2014 für Betriebsleiter und Fahrer 27.05.14; 09:00-17:30 28.05.14; 09:00-17:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 120,- pro Person inkl. Verpflegung, Trainingsunterlagen, Anmeldung: 05 0259 29500 Traktorführerschein - Klasse F - Kurzkurs für FührerscheinbesitzerInnen B - Außenkurs der Fahrschule Horn 02.06.14-06.06.14; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 460,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,66 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Pflanzenproduktion Getreidebautag 13.06.14; 13:00-16:00 Ort: LFS Warth Anmeldung: 02629/2222-0 Laubarbeiten im Weinbau 30.05.14; 08:00-12:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02732/87516 Tierhaltung Almbegehung - Zeigerpflanzen und Konsequenzen für die Almbewirtschaftung (TGD-Anerkennung: 1h) 27.05.14; 09:00-17:00 Ort: Königsberg-West (Kitzhütte) Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 46700 Bienen: Künstliche Besamung 26.05.14; 09:00-17:00 Ort: LFS Tulln

Kosten: EUR 60,Anmeldung: 02629/2222-0 Bienen: Praxis 2 - Schwarmverhinderung und Ableger 16.05.14; 14:00-18:00 Ort: LFS Pyhra 16.05.14; 08:00-12:00 16.05.14; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02629/2222-0 Bienen: Praxis 2 + 3 - Schwarmverhinderung, Jungvolkbildung und Honigernte 24.05.14; 09:00-18:00 25.05.14; 09:00-18:00 Ort: Hofstetten/Grünau, Barbarakapellenstraße 19 17.05.14; 09:00-18:00 Ort: LFS Gießhübl 24.05.14; 09:00-18:00 Ort: LFS Mistelbach Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0 Bienen: Praxis 3 - Honigernte 06.06.14; 08:00-12:00 06.06.14; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth 07.06.14; 14:00-18:00 Ort: 3250 Wieselburg, Augasse 12 12.06.14; 13:00-17:00 14.06.14; 13:00-17:00 Ort: LFS Edelhof 13.06.14; 14:00-18:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02629/2222-0 Weide auf Trockenstandorten 22.05.14; 09:00-13:00 Ort: Hohe Wand Kosten: EUR 15,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 46700 Umwelt und Biolandbau Blumenwiesen - Wiesenwissen 16.05.14; 14:00-18:00 Ort: Landhaus Kraus, Kronberg Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 26100 Charakterpflanzen ausgewählter Lebensräume - Lebensraum Schottersteppe 05.06.14; 09:00-17:00 Ort: Eggendorf Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Die Gräser 28.05.14; 09:00-15:00 Ort: Eschenau Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Die Korbblütler 02.06.14; 09:00-15:00 Ort: Frühwald - Höhenberg, Reinsberg Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100


Mai 2014 

Feldtag am Edelhof 13.06.14; 13:30-17:00 Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402 Landformen - Falkenstein, die Weinviertler Klippenzone 27.05.14; 09:00-17:00 Ort: Falkenstein Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Landformen - Oberes Schmidatal 11.06.14; 09:00-17:00 Ort: Sitzendorf an der Schmida Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Lange Nacht der Kräuterpädagogik 24.05.14; 16:00 Ort: Gärtnerei der Sinne, Fam.Rohringer, Kilb Anmeldung: 05 0259 26100 Mit einfachen Mitteln zum perfekten Naturfoto 23.05.14; 09:00-17:00 Ort: Naturparkstüberl, Hohe Wand

Bildungskalender

Kosten: EUR 65,Anmeldung: 05 0259 26100 Nahrhafte Landschaft 14.06.14; 09:00-17:00 Ort: Biobetrieb Reisenbauer, Krumbach Kosten: EUR 55,Anmeldung: 05 0259 26100 Natur aus 2.Hand Spontanvegetation entlang der neu gebauten Infrastrukturen im Tullnerfeld 03.06.14; 09:00-17:00 Ort: Bahnhof Tullnerfeld Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Pflanzenmonographien ausgewählter Pflanzenarten Die Rose 12.06.14; 09:00-17:00 Ort: BBK Baden und Mödling Kosten: EUR 65,Anmeldung: 05 0259 26100

Forst- und Holzwirtschaft Waldpädagogik Modul A 12.05.14-15.05.14; 09:00-17:00 Ort: Fahrafeld Kosten: EUR 150,Anmeldung: 05 0259 24000 Waldpädagogik Modul C 22.05.14-23.05.14; 08:00-18:00 Ort: Fahrafeld Kosten: EUR 150,Anmeldung: 0676/9180942 Veranstaltungen Buschenschankwoche M1-2 19.05.14-23.05.14; 16:00 Ort: LFS Mistelbach Auskunft: 02572/2421 imGrünen & „Tag der offenen Schulgärtnerei“ 14.06.14; 10:00 15.06.14; 11:00 Ort: Gartenbauschule Langenlois Auskunft: 02734/2106

Die Landwirtschaft

Pferdetag des AV Sektion Pferdewirtschaft 17.05.14; 09:00 Ort: LFS Tullnerbach Auskunft: 02233/52436 Reiterpass, Reiternadel 20.05.14; 13:30, 04.06.14; 09:00 12.06.14; 09:00 Ort: LFS Tullnerbach Auskunft: 02233/52436 Schulinfotag 20.05.14; 09:00 12.06.14; 09:00 17.06.14; 09:00 Ort: LFS Tullnerbach Auskunft: 02233/52436

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Tag der offenen Tür 25.05.14; 08:30 Ort: LFS Edelhof Auskunft: 02822/52402 15.06.14; 09:00-17:00 Ort: LFS Gießhübl Auskunft: 02772/62722 WELTMILCHTAG - Frühschoppen mit Radio NÖ - Gebietsrinderschau 01.06.14; 09:00 Ort: LFS Warth Auskunft: 02629/2222-0 Weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.lfi.at/noe und www. landimpulse.at.

Schulpräsentation 24.05.14; 09:00 Ort: LFS Sooß Auskunft: 02754/6154 Sommer-nacht-fest der Gartenbauschule 31.05.14; 20:00 Ort: LFS Langenlois Auskunft: 02734/2106

Buchtipps

Energie-Rebell der ersten Stunde

Der geschenkte Planet

Manchmal ist ein Fasan eine Ente

Heil- und Kräuterweine

Achte auf deine Seele

30 Jahre ist es her, dass Landwirt Wolfgang Löser die Idee gebar, seinen Hof mit Erneuerbaren Energien zu betreiben. Seit zehn Jahren führt er Österreichs ersten Energieautarken Bauernhof und hat damit seinen Traum verwirklicht. Er gibt auch wertvolle Infos und Details zu diesem Thema weiter. Erschienen im Stocker-Verlag unter ISBN 978-3-7020-1435-3 um 19,90 Euro.

Nach dem Öl beginnt die Zukunft. Öl wird teuer und knapp, das steht fest. Doch ist damit das Ende des Ölzeitalters bereits eingeläutet? Und wie kann der Übergang in eine postfossile Welt gelingen? Armin Reller und Heike Holdinghausen zeigen, welche Chancen wir nutzen sollten, damit nach dem Öl die Zukunft beginnen kann. Erneuerbare Energien aus Wind und Sonne, geschickt an regionale Bedürfnisse angepasst. Erschienen im Westendverlag unter ISBN 978-3-86489-054-3 um 16 Euro.

Ab 5 Jahren. Erwachsene wissen immer alles. Und oft besser. Aber wenn man sich als Erwachsener wirklich ernsthaft auf Gespräche mit einem Kind einlässt, wird schnell klar, dass Kinder meist die besseren Philosophen sind. Und Philosophen sind Menschen, die anderen die Welt erklären. So sorgt Theresa dafür, dass Peter-Ini in fortgeschrittenem Alter neue Erkenntnisse gewinnt und endlich so manches erfährt, was Theresa längst weiß. Erschienen im Verlag Jungbrunnen unter ISBN 978-3-7026-5853-3 um 19,95 Euro.

Das Praxisbuch zeigt, welche Weine welche gesundheitliche Wirkung entfalten und beispielsweise gegen Schlafstörungen und Bluthochdruck heilsam werden können. Das Buch zeigt auch, wie man richtig Kräuter sammelt und mit welchem Wein man sie am besten ansetzt. Man lernt, welche Teile verwendet und zu welcher Jahreszeit sie am besten geerntet werden und welche Weine für Hildegard von Bingen eine Rolle spielten. Erschienen im Stocker Verlag unter ISBN 978-3-7020-1398-1 um 19 Euro.

Wer ein erfülltes und freudvolles Leben sucht – so Hildegard von Bingen – muss auf das Wohl seiner Seele achten und darf seine Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte nicht auf „später“ verschieben. Für dieses Büchlein wurden prägnante Aussagen der großen Mystikerin ausgewählt. Fröhliche Bilder und einfühlsame Fragen bringen die Botschaft Hildegards ins Heute und regen an, der Seele täglich etwas Zeit einzuräumen. Erschienen im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-3331-0 um 9,95 Euro.

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Die Landwirtschaft

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Stellenausschreibung Zur Verstärkung unseres Teams, suchen wir für den Bereich Gentechnikfreie Landwirtschaftliche Produktion eine/n Inspekteur/in für den Raum Oberösterreich und Niederösterreich. Die Tätigkeit ist saisonal begrenzt von März bis November und eignet sich besonders als Nebentätigkeit für zB Landwirte (keine Vollzeitstelle!). Aufgabengebiet:  Durchführung von Inspektionen auf landwirtschaftlichen Betrieben Sie haben:  Eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung (zB Fachschule, Meister, HBLA,…)  Rasches Auffassungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein  Interesse am selbstständigen Arbeiten  Eigenen PKW und Bereitschaft zu Reisen  EDV Kenntnisse (MS Office) Wir bieten Ihnen:  Eine Beschäftigung auf Werkvertragsbasis  Freie Zeiteinteilung  Eine ausführliche Einschulung in die Tätigkeit  Leistungsgerechte Bezahlung und selbstständiges Arbeiten  Weiterbildung im Bereich Qualitätssicherung und -management Sollte das Angebot Ihr Interesse geweckt haben, schicken Sie Ihre Bewerbung mit den notwendigen Unterlagen bis 14. Mai 2014 an folgende Adresse: SLK GesmbH, Kleßheimer Straße 8a, 5071 Wals; E-Mail: office@slk.at Für Rückfragen steht Ihnen Anna-Maria Furthner (Fachbereich Gentechnikfreizertifizierung) unter 0662/649483 - 15 gerne zur Verfügung. Anzeige

Elumis Extra Pack – breite Komplettlösung für Hirsen und Mais Elumis Extra Pack ist die neue herbizide Komplettlösung speziell für Standorte mit einer typischen Maisverunkrautung und starkem Borstenhirse- oder UngrasBesatz. Die Kombination von Blatt- und Bodenwirkstoffen im Elumis Extra Pack garantiert eine sichere Wirkung bei frühen und auch späteren Einsätzen. Elumis Extra Pack kombiniert die vorwiegende Blattwirkung der Wirkstoffe Mesotrione und Nicosulfuron aus dem neuartigen Elumis (Zul.Nr.: 3210) mit der vorwiegenden Bodenwirkung der Wirkstoffe Terbuthylazin und S-Metolachlor aus Gardo Gold (Zul.Nr.: 2775). Als besonderes Extra liefert Elumis Extra Pack neben der Wirkung gegen alle bedeutenden einjährigen Maisunkräuter und Hirse-Arten, insbesondere Borstenhirse-Arten, zusätzliche Wirkung gegen ein breites Ungrasspektrum, wie zB Quecke, Ackerfuchsschwanz, Flughafer und Ausfallgetreide. Wirkstoff: Mesotrione, Nicosulfuron, S-Metolachlor, Terbuthylazin Aufwandmenge: 1,0 l/ha Elumis + 3,0 l/ha Gardo Gold Anwendungszeitpunkt: Nachauflauf, Mais 2 - 8 Blätter Gewässerabstand: 30/15/5/5 HRAC-Gruppe: F1, B, C1, K3 Aufnahme: Spross und Wuzrel, Hypokotyl Zielflora-Schwerpunkt: einjährige Unkräuter einschl. Storchschnabel-Arten, Hühner-, Finger- und Borstenhirsen, Flughafer, Quecke, Ausfallgetreide Anzeige

Pflanzenreich Gartenparadies in Höhenlagen Beim Gärtnern in Höhenlagen steht man vor besonderen Aufgaben. Beispiel dafür sind die Gärten im Salzburger Lungau, die fast zur Gänze auf über 1000 Meter Seehöhe liegen. Trotzdem oder gerade deshalb wächst und gedeiht dort sehr viel. So wurden die neugierigen Lungauer immer experimentierfreudiger und begannen, den Artischocken, Feigen und Melanzani die örtlichen Temperaturen schmackhaft zu machen. Mit Erfolg! Darum probierten sie auch ­andere Gemüsesorten wie Brokkoli, Pastinaken oder Romanesco-Kohl aus. Erschienen im Verlag Anton Pustet unter ISBN 978-3-7025-0748-0 um 25 Euro.

Die Eulenwerkstatt 40 Ideen für Deko, Schmuck, Bekleidung und Geschenke. Eulen liegen total im Trend, überall stößt man auf die Vögel – beispielsweise als Kissen, als kleines Accessoire am Schlüsselbund oder als Aufnäher! Geburtstagskarten und Geschenkanhänger, Eulenfiguren in verschiedenen Größen, Kerzenständer und Tischdekoration, Kissen, Mützen und Strickeulen, Hüllen für Smartphone, Tage- und Fotobuch, Kaffeebecher, Vasen und Tabletts. Alle Modelle sind abgebildet und ausführlich beschrieben, sodass sie jedermann rasch und einfach nacharbeiten kann. Vorlagen – wo immer möglich, in Originalgröße – garantieren einen schnellen Erfolg. Hier ist für jeden Eulenliebhaber garantiert etwas dabei. Erschienen bei Droemer-Knaur unter ISBN 978-3-426-64681-6 um 14,99 Euro.


Die Landwirtschaft

Termine

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Mai 2014

wr. neustadt 8.5., 15.5., 22.5., 8-12 und 13-15 Uhr zwettl 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Rechtsberatung

Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland 21.5. zwettl 7.5.

Nachstehend die nächsten finden Sie die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der LK NÖ in St. Pölten jeden Dienstag Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung unter der Tel. 05 0259 27000 zu vereinbaren. Amstetten 6.6., 9-12 und 13-14 Uhr

kälberversteigerungen Bergland 15.5., 28.5. Warth 19.5. Zwettl 13.5.

Baden/Mödling 19.5., 13-15 Uhr bruck/Leitha 19.5., 9-11 Uhr gänserndorf 8.5., 5.6., 9-12 und 13-14 Uhr

Sprechtage der SVB

lilienfeld 21.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Amstetten 7.5., 14.5., 21.5., 28.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

melk 8.5., 15.5., 22.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 5.5., 19.5., 8-12 und 13-15 Uhr

mistelbach 7.5., 14.5., 21.5., 28.5., 8-12 und 13-15 Uhr

Bruck/Leitha 12.5., 26.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr gänserndorf 8.5., 15.5., 22.5., 8-12 und 13-15 Uhr gmünd 8.5., 15.5., 22.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr hollabrunn 5.5., 12.5., 19.5., 26.5., 8-12 und 13-15 Uhr horn 7.5, 14.5., 21.5., 28.5., 8-12 und 13-15 Uhr

neunkirchen 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 8-12 und 13-15 Uhr scheibbs 5.5., 12.5., 19.5., 26.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr st. pölten jeden Mittwoch und Donnerstag 8-12 und 13-15 Uhr Tullnerfeld 6.5., 13.5., 27.5., 8-12 und 13-15 Uhr

korneuburg 20.5., 8-12 und 13-15 Uhr

waidhofen/thaya 5.5., 12.5., 19.5., 26.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

krems 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 8-12 und 13-15 Uhr

waidhofen/ybbs 7.5., 14.5., 28.5., 9-12 und 13-15 Uhr

Kraftfahrzeugsteuer für die Monate Jänner, Februar und März (1. Vierteljahr) – Finanzamt

hollabrunn 5.5., 6.6., 9-12 Uhr

Lohnsteuer für den Monat April – Finanzamt

korneuburg 19.5., 9-12 Uhr

4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat April – Finanzamt

Kommunalsteuer für den Monat April - Gemeinde(n)

Grundsteuer für das zweite Vierteljahr – Gemeindeamt

Amstetten 9.5., 9-12 Uhr

wr. neustadt 16.5., 9-12 Uhr zwettl 23.5., 9-12 Uhr

Steuertermine

15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum März – Finanzamt

Grundsteuerzuschläge – Finanzamt

Körperschaftsteuer für das 2. Vierteljahr – Finanzamt

Einkommensteuer für das 2. Vierteljahr – Finanzamt

Letzter Termin für die 1. Voranmeldung und Zahlung der Umsatzsteuer für jene Betriebe, welche die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich einreichen Finanzamt

gmünd 8.5., 13-15 Uhr hollabrunn 16.5., 9-12 und 13-14 Uhr horn 7.5., 9-12 und 13-15 Uhr korneuburg 12.5., 8-12 Uhr krems 22.5., 9-12 und 13-15 Uhr lilienfeld 28.5., 9-12 und 13-15 Uhr melk 8.5., 9-12 Uhr mistelbach 22.5., 9-12 und 13-15 Uhr neunkirchen 26.5., 9-12 und 13-15 Uhr scheibbs 28.5., 9-11 Uhr tullnerfeld 8.5., 14-16 Uhr waidhofen/thaya 8.5., 9-11 Uhr wr. neustadt 5.5., 2.6., 9-12 und 13-15 Uhr zwettl 15.5., 9-12 und 13-15 Uhr

Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer

Herstellungsort: Wien Verlagsort: 3100 St. Pölten Zulassungsnummer: 11Z039072M

Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300

Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel, Mag. Eva Posch Satz, Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ

Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien

Steuersprechtage

Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303, manuela.schilcher@lk-noe.at

Bildungswerkstatt Mold

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern

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Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 28, im Ausland € 40. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung müssen wir leider ausschließen.

Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.


Mai 2014 

Die Landwirtschaft

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Die Landwirtschaft

Die Bäuerinnen

Mai 2014

Leben

Ida Steininger Landesbäuerin-Stellvertreterin

Der Wein: Eine Erfolgsgeschichte Ich war jung verheiratet und wir hatten erst den elterlichen Betrieb meines Mannes übernommen, als in Österreich der Weinskandal in aller Munde war. Der Imageschaden für den österreichischen Wein war enorm. Doch auf lange Sicht hatte diese Krise auch positive Auswirkungen und war Basis für die heutigen Erfolge der heimischen Weinbranche. Der Weinskandal führte zu einem Umdenken. Er führte hin zu unbedingter Qualität. Wir bauten auf die Vergangenheit auf und schufen eine zeitgemäße Weinkultur. Wir – das sind die dynamischen Familienbetriebe, in denen es üblich ist, dass drei Generationen unter einem Dach leben und arbeiten. Dabei wird Erfahrung, Wissen und Leidenschaft von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Eben diesen Familienbetrieben ist es gelungen, Weintradition, zeitgemäße Verarbeitungstechnik und herausragende Qualität innovativ zu verbinden. Weinreben gehören bei uns zum Landschaftsbild, zur Kultur und zum gelebten Alltag. Wir Österreicher lieben gutes Essen, guten Wein und feiern gerne. Unser Wein ist Ausdruck dieser Lebensqualität. Er könnte aber auch Sinnbild einer gelungenen Entwicklung sein: Ein Zeichen, das uns an unsere Stärke erinnert, mit herausfordernden Gegebenheiten bestmöglich umzugehen.

Weinbau im Fokus der Bäuerinnen Erstmalig wurde in der Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft im Fokus der Bäuerinnen“ ein Weinbaufachtag gemeinsam von der ARGE Bäuerinnen und dem Weinbauverband NÖ organisiert. Über 70 Bäuerinnen und auch einige Bauern nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Weinproduktion zu informieren und ihre Erfahrungen mit Berufskolleginnen auszutauschen. Auch LK-Vizepräsident LKR Otto Auer und der Generaldirektor der NÖ Versicherung Dr. Hubert Schultes befanden sich unter der interessierten Zuhörerschaft. Fotos: LK NÖ

Rezept des Monats

Rhabarber-Strudel Rhabarber schälen und in etwa drei Zentimeter lange Stücke schneiden. Rhabarber mit Staubzucker, Vanillezucker, abgeriebener Zitronenschale, Nüssen und Zimt vermischen. In einer beschichteten Pfanne Butter aufschäumen, Brösel dazugeben und kurz rösten. Kristallzucker und eine Messerspitze Zimt einrühren. Brösel auf ein Drittel des Strudelteiges streuen und die Fülle darauf verteilen. Dabei allerdings am unteren Rand und an den Seiten etwas Platz lassen. Seitenränder über die Fülle einschla-

gen und den Strudel einrollen. Strudel auf das mit Backtrennpapier belegte Blech setzen, mit flüssiger Butter bestreichen und im vorgeheizten Backrohr circa 30 Minuten bei 180° C goldgelb backen. Auf dem Blech überkühlen lassen, in Stücke schneiden und abschließend mit Staubzucker bestreuen. Tipp: Mit geschlagenem Obers oder mit gesüßtem Sauerrahm servieren.

Foto: LK NÖ/Heidegger

Zutaten 2 Pkg. Strudelteig Fülle: 500 g Rhabarber 100 g Staubzucker 2 Pkg. Vanillezucker Schale von 1 Zitrone (unbehandelt) 60 g Nüsse 60 g Butter 60 g Semmelbrösel 1 EL Kristallzucker Zimt, Staubzucker

Ein guter Sitz erhält gesund! Die wichtigste Aufgabe eines Fahrersitzes ist der Schutz gegen Schwingungen und Stöße. Gleichzeitig soll er aber auch ein gutes Fahrgefühl vermitteln und den individuellen Bedürfnissen der Bedienungsperson gerecht werden. Um eine optimale Schwingungsdämpfung zu erreichen, ist der Sitz immer auf das Personengewicht einzustellen. Der luftgefederte Sitz bietet durch die automatische Gewichtseinstellung wesentliche Vorteile. Ein falsch eingestellter Sitz ist eine häufige Ursache für zu hohen Schwingungsbelastungen. Durch die starke Beanspruchung des Sitzes kommt es zu einer Abnutzung der Polsterung sowie zum Verschleiß am Federungsmechanismus. Nützen Sie daher die Gelegenheit im Frühjahr für eine Funktionskontrolle, Wartung und Pflege Ihrer Fahrzeugsitze.

Die Landwirtschaft Mai 2014  

Die Zeitung der LK NÖ

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