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P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

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Die Zeitung der NÖ L a ndes -L a ndwirtsch a ftsk a mmer

Nr. Mai 2013

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

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t oe.a n k l w w.

Lammfleisch professionell erzeugen Konsumenten fragen nach heimischem Lammfleisch hoher Qualität. Im Schwerpunkt erfahren Sie, wie man Mutterschafe optimal hält, Lämmer professionell mästet und vermarktet. Zwei Schafhalter geben ihr Praxiswissen weiter.

Schwerpunkt Seite 8

Wir vermarkten über die Lämmerbörse Schwerpunkt Seite 13

Kraftfutter ab der zweiten Woche

Traktorwartung

„Steuer-Reparatur“

Damit der Traktor möglichst lange funktionsfähig bleibt und einwandfrei läuft, sind regelmäßige Wartungsarbeiten notwendig. Lesen Sie ab Seite 38, wie Sie diese mit wenigen Handgriffen erledigen.

Wer freiwillig zur Umsatzsteuer optiert, um sich Vorsteuern zurückzuholen, hat dank der bäuerlichen Interessenvertretung noch bis zum 31. Dezember Zeit zur Realisierung seiner Investitionen. S 43.

Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


lk aktuell

WIEN NORD

Die landwirtschaft

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mai_2013

Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Endlich Marillenblüte, endlich mehr als zehn Grad, endlich können die Bienen wieder fliegen. Es wird wieder ein gutes Honigjahr, obwohl die Imker mehr Sorgen haben, als in den letzten Jahren. Die einen, weil sie von der Propagandawalze der Spendenkampagne von Global 2000 und Greenpeace erdrückt werden. Sie glauben, nicht mehr in die Natur hinauszukönnen, weil sie in jedem Garten, auf jedem Acker nur Risiko und Gefahr sehen. Irgendwie hat man ihnen die Freude an der beschaulichen Imkerei verdorben. Die anderen wissen, dass sie mit der Bedrohung durch Krankheiten und die Varroa Milbe leben müssen. Sie fragen sich, wie es gehen soll, wenn die bisher verwendeten Behandlungsmittel nicht mehr frei verfügbar sind. Viele Mittel zur Varroabekämpfung waren bis jetzt, ähnlich wie die Insektizide aus der Landwirtschaft, im Pflanzenschutzrecht geregelt. Künftig sollen diese Mittel aber als Tierarzneimittel eingestuft werden und weil es doch um Honig und damit um ein wertvolles Lebensmittel geht, muss sich der Tierarzt darum kümmern. Aber wo gibt es ausgebildete Tierärzte? Werden die Mittel dann teurer? Tatsächlich gibt es bei der Bekämpfung dieser für Bienen so lebensbedrohenden Milbe sehr unterschiedliche Erfolge. Deshalb werden auch sehr unterschiedliche Produkte eingesetzt. Die meisten Imker bemühen sich, sorgfältig mit den angebotenen Mitteln zurechtzukommen. Ursprünglich hatte man Insektizide aus der Pflanzenschutzmittelindustrie verwendet, aber die Milben wurden resistent. Jetzt verwenden viele Imker Oxalsäure/Kleesäure oder Methansäure/Ameisensäure, aber diese wirken auch auf die Bienen. Daher ist die wirksame Anwendung nicht ganz einfach. Entwicklung der Völker, Wetter und Stressfaktoren spielen dabei eine Rolle. Viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen zeichnet den erfolgreichen Imker aus.

keit ziemlich eingespannt. Und noch schwerer haben es die Funktionäre der Imkervereine. Die meisten wissen, dass zwischen den Bienenverlusten und der Anwendung von Maisbeizmitteln wohl kein Zusammenhang bestehen kann. Die Varroa richtet leider auch dort Schaden an, wo der Mais gar nicht gegen den Maiswurzelbohrer gebeizt wird. Wie zum Beispiel im Weinviertel, wo nur eines von vierzehn Maisfeldern wegen des Drahtwurms oder Maiswurzelbohrerdrucks behandelt ist. Auch haben Imker versuchsweise ihre Bienen bewusst in durch Beize geschützte Maisfelder gestellt und einen vergleichbaren Honigertrag erzielt. Wozu also die Panikmache? Die Imkerfunktionäre sollen also die Kampagne gegen die bösen Chemiekonzerne mit den konstruierten Angstthemen unterstützen. Gleichzeitig wissen sie aber, dass sie ganz andere Probleme lösen müssen, wenn sie ihren Imkern und wohl damit auch den Bienen helfen wollen. Schlimm wäre es, wenn die Kampagne gegen die Beizmittel zu einem Verbot führen würde. Die Beizmittel schützen Mais, Raps und Gemüse vor Insektenfraß und ermöglichen wirtschaftlich notwendige Erträge. Ohne diese müssten wir wieder Insektizide anwenden, die für die Anwender nicht so unbedenklich sind, für die Bienen aber sicher risikoreicher. Wer will das? Ungarn mit dem wirklich großen Maiswurzelbohrerproblem würde rasch auf Gentechnik ausweichen, denn die starke Reduktion des Maisanbaues mit weiten Fruchtfolgen würde wohl zu teuer kommen. Gentechnik beim Nachbarn, mehr Chemie bei uns und dieselben Probleme bei den Imkern, das ist keine Perspektive, die mir gefällt. Der Dialog soll weitergehen. Wir sitzen mit den Imkern an einem Tisch und das Butterbrot mit Honig ist ein schönes Symbol dafür. Freuen Sie sich daran. Herzlichst, Ihr

Für uns ist die Zusammenarbeit mit den Imkern weiterhin der richtige Weg. Sie haben es momentan nicht leicht und werden in der Öffentlich3


Die landwirtschaft

lk aktuell

Initiative der Landwirtschaftskammern zeigt die landwirtschaftlichen Leistungen für die Gesellschaft

Woche der Landwirtschaft unter dem Motto „Landwirtschaft bringt´s“ „Landwirtschaft bringt´s“ ist das Motto der diesjährigen Woche der Landwirtschaft von 28. April bis 5. Mai. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich setzt mit einer Broschüre einen Informationsschwerpunkt auf die umfassenden Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern für Umwelt und Kulturlandschaft. Eine neue, von der LK NÖ publizierte, Informationsbroschüre für Konsumenten veranschaulicht, dass Landwirtschaft und Umweltschutz nicht im Widerspruch zueinander stehen – ganz im Gegenteil. Die Bäuerinnen und Bauern tragen vielmehr zur Erhaltung und Förderung von Ökosystemleistungen bei, da die Umwelt ihre natürliche Bewirtschaftungsgrundlage ist. So liegt es schon im Eigeninteresse der Landwirte, möglichst schonend und nachhaltig mit der Natur umzugehen. Die Ökosysteme profitieren von den besonderen Bewirtschaftungsmaßnahmen aus dem Österreichischen Umweltprogramm, dem ÖPUL. Diese Leistungen nutzen wiederum der Gesellschaft, weil diese immens viel zur Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit aller beitragen. Der Mehrwert einer multifunktionalen Landwirtschaft ist auch ökonomisch sinnvoll: Schließlich bilden unsere einzigartigen Kulturlandschaften das Stammkapital für den Tourismus. Was wäre die Wachau ohne Weinberge , das Mostviertel ohne Mostbaumblüte oder die breiten Täler Niederösterreichs ohne bunt leuchtende Felder und Wiesen?

Zahlungen aus ÖPUL und Bergbauernprogramm sind keine Subventionen Der wirtschaftliche Nachteil durch die freiwillig erbrachten Umweltleistungen muss aber ausgeglichen werden. Dafür werden die natürlichen Ressourcen geschont und die Landschaft unserer Berggebiete offen gehalten. 4

So bringt die heimische Landwirtschaft neben der Produktion von Lebensmitteln und der Bereitstellung erneuerbarer Energieträger österreichweit auf 3,2 Millionen Hektar folgende Ökosystemleistungen hervor: Kulturlandschaftserhaltung biologische und genetische Vielfalt Wasserqualität und -verfügbarkeit Bodenfruchtbarkeit Klimaschutz durch Speicherung von Kohlenstoff- und Treibhausgas­ emissionen Reduktion der Hochwassergefahr Reduktion der Lawinengefahr Reduktion der Erosionsgefahr Die Darstellung der vielfältigen Leistungen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der agrarischen Interessenvertretung in der heutigen Zeit. Immer weniger Menschen wissen, wie landwirtschaftliche Bewirtschaftung heutzutage funktioniert und warum sie über die Verfügbarkeit von Lebensmitteln von der Landwirtschaft profitieren. Sie kennen oft nur romantisierende Bilder aus der Werbung. Gerade deswegen legt die Landwirtschaftskammer NÖ ein besonderes Augen-

Die Landwirtschaft prägt das Bild Niederösterreichs wie kaum eine andere Branche. Foto: LK NÖ/Haiden

merk auf die Information der Konsumenten. Und dabei muss man bei den ganz „Kleinen“ beginnen. Etwa mit dem Projekt „Schule am Bauernhof“ oder der Schulmilchaktion vermittelt man den Konsumenten von morgen, wie die Produktion regionaler hochqualitativer Lebens- und Futtermittel funktioniert und wie die herrlichen Landschaften entstehen.

Wozu eine Woche der Landwirtschaft? Das Ziel der „Woche der Landwirtschaft“, die im Jahr 2004 von den Landwirtschaftskammern ins Leben gerufen worden ist und in allen Bundesländern stattfindet, ist es, der Gesellschaft die vielfältigen Leistungen der Bauern verstärkt vor Augen zu führen.

Infobroschüre Umweltleistungen Die neue Broschüre liegt ab Mai in den Bezirksbauernkammern und zahlreichen Direktvermarktungsbetrieben auf. Auf www.lk-noe.at steht sie zum Download bereit. Bestellungen nimmt das Pressereferat unter presse@lk-noe.at entgegen. Bernadette Laister


Mai_2013

Unterschriftenaktion auch im Internet

Neues Weingenusspaket der „TOP Heurigen“

„Bauernbrot ist Brot vom Bauernhof“

„So schmeckt die Thermenregion“ Zwölf „TOP Heurige“ der Thermenregion haben sich zusammengeschlossen und bieten ein gemeinsames Verkostungspaket an.

Unterschriften zum Schutz der Bezeichnung „Bauer“ kann man noch bis zum 15. Mai auf Listen und online im Internet abgeben.

Die Direktvermarkter freuen sich, in Kardinal Christoph Schönborn einen prominenten Unterstützer ihrer Aktion gefunden zu haben.

„Bauernprodukte“ haben ein hohes Ansehen, weshalb Lebensmittelproduzenten gerne Produkte mit der Bezeichnung „Bauer“ vermarkten, auch wenn diese nichts mit bäuerlicher Produktion zu tun haben. Das bedeutet, dass mit dem Begriff „Bauer“ auch von „Nicht-Bauern“ Geschäfte gemacht werden. Skandale, die etwa durch eine sogenannte „Bauernwurst“, die ohne Kennzeichnung Pferdefleisch enthält, hervorgerufen werden, schädigen zudem das Image bäuerlicher Lebensmittel und das der bäuerlichen Direktvermarkter.

tenaktion „Bauernbrot ist Brot vom Bauernhof“ ins Leben. Diese Aktion will erreichen, dass die Bezeichnung „Bauer“ – wie sie beispielsweise bei Bauernbrot, Bauernkäse oder Bauernwurst Verwendung findet – künftig nur mehr für Lebensmittel aus bäuerlicher Produktion erlaubt ist.

Täuschung der Konsumenten verhindern Um dieser Konsumententäuschung zu begegnen, riefen die österreichischen Bäuerinnen, Direktvermarkter und die Landwirtschaftskammern gemeinsam die Unterschrif-

Foto: LK NÖ/ Michal

Nach Ablauf der Aktion am 15. Mai 2013 werden die gesammelten Unterschriften an den zuständigen Gesundheitsminister mit der Forderung übergeben, dass die Täuschung der Konsumenten zu unterbleiben hat und die dafür notwendigen rechtlichen Bestimmungen zu erlassen sind.

Zwölf verschiedene Weine von zwölf verschiedenen Winzern aus der Thermenregion sind in dem Verkostungspaket „So schmeckt die Thermenregion“ enthalten – vom Rotgipfler und Zierfandler bis hin zum St. Laurent.

Vielfalt der Thermenregion „Das neue Weingenusspaket ist nicht nur ein ideales Geschenk, sondern bietet dem Weinliebhaber auch die Möglichkeit, die Vielfalt der Thermenregion zu verkosten“, freut sich Josef Pleil, Vizepräsident der LK NÖ und Präsident des österreichischen Weinbauverbandes. Das Weingenusspaket ist bei den im Paket vertretenen zwölf „TOP Heurigen“-Betrieben um 78,50 Euro erhältlich und kann auch unter www.weingenusspaket.at bestellt werden.

Die Weingenusspaket-Betriebe Gausterer, Guntramsdorf, www.heurigen-gausterer.at Pferschy-Seper, Mödling, www.pferschy-seper.at Dungel, Leobersdorf www.dungel.at Gasslwasinger, Gießhübl www.gasslwasinger.at Spätrot, Gumpoldskirchen www.heuriger-spaetrot.com Schaflerhof, Traiskichen www.schaflerhof.at Frühwirth, Teesdorf www.heurigenweingut.at Herzog, Bad Vöslau www.brunngassenheuriger.at Drexler Leeb, Perchtoldsdorf www.drexler-leeb.at Auer, Tattendorf www.weingutauer.at Wertek, Bad Vöslau www.weingutschlossberg.at Landauer-Gisperg, Tattendorf www.winzerhof.eu

Die zwölf „TOP Heurigen“-Winzer legten bei ihrem Weingenusspaket „So schmeckt die Thermenregion“ Wert auf regionaltypische Sorten. Foto: LK NÖ/ Reinhard Dungel

Nähere Informationen, Download der Unterschriftenliste sowie ein Link zur Online-Petition finden sich unter www.lk-konsument.at. Johannes Gold

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Die landwirtschaft

lk aktuell

Ausschuss für Betriebswirtschaft, Technik und Energie

Schule in der Gärtnerei

Investitionsförderung weiter stärken

Junge Menschen interessieren sich für Gartenbau

Im Ausschuss für Betriebswirtschaft, Technik und Energie standen Themen wie die Hauptfeststellung der Einheitswerte, aktuelle verkehrsrechtliche Fragen, aber auch die Investitionsförderung zur Debatte.

Bereits zum dritten Mal öffneten die Gärtnereien ihre Glashäuser für Schulklassen.

Verkehrsrecht im Visier Viele technische Neuerungen in der Landwirtschaft mit den immer schnelleren und größeren Maschinen und Geräten stoßen an verkehrsrechtliche Grenzen. Die Kontrollen der Exekutive zum technischen Zustand der landwirtschaftlichen Fahrzeuge nehmen zu. Die Landwirtschaftskammer bietet dazu auch einen „Technik-Check“ für die Maschinen und Geräte am Betrieb an.

Investitionen im Zentrum Doch nicht nur Einheitswert und Verkehrsrecht wurden thematisiert. Auch die zu6

Große Maschinen werden gerne von der Exekutive kontrolliert. Technik-Check ist somit empfehlenswert. Foto: LK NÖ

künftige Ausgestaltung der Investitionsförderung und Erstniederlassung stand im Mittelpunkt der Debatten. Müssen die Details der Richtlinie für die kommende Förderperiode zwar erst noch erarbeitet werden, steht für den Ausschuss aber schon jetzt fest: Die Beibehaltung einer ganzjährig durchgängigen Antragsentgegennahme ist notwendig. Dabei wird den absetzenden Ausschreibungsverfahren („Calls“) mit jeweils unterschiedlichen Einstiegshürden eine klare Absage erteilt. „Die Investitionsförderung ist die zentrale Maßnahme in der ländlichen Entwicklung, die den Betrieben zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbskraft die notwendige Unterstützung gibt. Die Mittel für diese Maßnahme müssen daher deutlich aufgestockt werden“, betonte der Vorsitzende des Ausschusses Anton Gonaus.

LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier beobachtete die kleinen Gärtner, die mit Freude und Eifer bei der Sache waren. Foto: LK NÖ/Raser

stunden verzögerten die Produktion. Zudem fanden sich für die Frühlingsblumen aufgrund des späten Schnees nur wenige Abnehmer. Trotzdem haben sich die Gärtner die Zeit genommen, um den Kunden von morgen die Produktion von heute zu zeigen. Ulrike Raser

Slowakische Delegation zu Gast

Vertreter der slowakischen Landwirtschaftskammer, allen voran Vizepräsident Dušan Janícek (l.) und Kammerdirektor Jozef Artim (hinten 2.v.l.), besuchten neben der Landwirtschaftskammer Österreich und Niederösterreich auch die Bezirksbauernkammer Horn und die Bildungswerkstatt Mold. Ziel des Besuches war es, das österreichische Kammersystem kennenzulernen. In der Landwirtschaftskammer NÖ empfing Direktor Ernst Großhagauer (mitte) die Delegation. Mit dabei auch LFI NÖ-Geschäftsführer Johann Schlögelhofer (2.v.r.). Organisiert wurde die Reise von AMA-Abteilungsleiter Franz Patschka (1.v.r.). Foto: LK NÖ/Posch ^

In der Ausschuss-Sitzung Mitte April zeigte Wolfgang Weichselbraun, Abteilungsleiter Betriebswirtschaft der LK NÖ, die Systematik der Bodenschätzung und der darauf aufbauenden Betriebsbewertung auf. Seit Ende der 90er Jahre spielt das Klima dabei eine wesentliche Rolle. Eine Aktualisierung des Klimarahmens in den nächsten Jahren wird dennoch für erforderlich erachtet. So ist es möglich, neuere Klimadaten und zusätzliche ertragsmindernde Faktoren einzuarbeiten. Weiters sprach sich der Ausschuss für eine zügige Umsetzung der Hauptfeststellung aus.

Im Frühling besuchten rund 2.500 Schüler 60 Gärtnereien in Niederösterreich. Mit Begeisterung haben sie dort getopft, gesät und die eigene Jause gerichtet. Einen Tag lang wurde die Gärtnerei zum Klassenzimmer, wo die Schüler auf spielerische Weise lernten, wichtige ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Damit der Ausflug nicht zum einmaligen Erlebnis wird, bekamen die jungen Gärtner Sonnenblumensamen, deren Blüten sollen noch den ganzen Sommer an den Tag beim Gärtner erinnern. Gerade der heurige Winter hat die Gärtner hart getroffen. Lang anhaltende tiefe Tem­ peraturen und wenig Sonnen-


mai_2013

Unterwegs im Waldviertel

Zukunftsvertrauen in ländliche Räume: Waldviertel nutzte Chancen aus GAP überdurchschnittlich LK NÖ-Präsident Hermann Schultes überzeugte sich gemeinsam mit Bauernbundpräsident Jakob Auer im Waldviertel von der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte. Anlässlich eines Niederösterreich-Tages begleitete LK NÖ-Präsident Hermann Schultes den österreichischen Bauernbundpräsidenten Jakob Auer ins Waldviertel. Die Betriebsbesuche beim Weingut Günter Nastl in Langenlois, beim Betrieb Karl Sommer in Maria Laach oder bei Waldland zeigten, wie innovativ und investitionsfreudig die Landwirte sind. Die Agrarpolitiker und die Landwirte waren sich einig, dass eine weitere Steigerung der Wertschöpfung notwendig ist, um künftig im Wettbewerb zu bestehen. Daher bedarf es einer ausreichenden Dotierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in der nächsten Periode. Erklärtes Ziel ist es, die Investitionsförderung und die wettbewerbsstärkenden Maßnahmen weiter auszubauen. Dazu gehören auch Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie Qualitätsprogramme in allen Sparten. Bei der abschließenden Diskussion in der LFS Edelhof stellte sich Auer den Fragen und Anregungen der Bauern.

NÖ setzt auf Investitions­programme In der laufenden Finanzperiode wurden allein in NÖ eine Milliarde Euro – unterstützt mit EU-Mitteln – investiert. Ein Großteil davon geht auf die einzelbetriebliche Investitionsförderung zurück. Durchschnittlich investiert jeder niederösterreichische Bauernhof jährlich 24.000 Euro in die regionale Wirtschaft. Knapp 6.000 Arbeitsplätze in NÖ wurden durch diese Programme geschaffen oder erhalten.

Waldviertler nutzten GAP-Chancen Sehr erfreulich sind die Ergebnisse für das Waldviertel. Mehr als ein Viertel der Zahlungen für die Maßnahme Modernisierung ging in die Bezirke Waidhofen/Thaya, Zwettl, Horn, Gmünd und Krems. Wald-

An einem sonnigen Tag waren LK NÖ-Präsident Hermann Schultes (vorne links) und Bauernbundpräsident Jakob Auer (vorne rechts) zu Gast bei motivierten Jungbauern am Jauerling. Fotos: Bauernbund/Pollak viertler Bauern investierten 200 Millionen Euro und erhielten zusätzlich 45 Millionen Euro Direktzuschüsse. Von 417 Anträgen für die Niederlassungsprämie kamen 131 aus dem Waldviertel. „Das Waldviertel war durch Grenze und Ungunstlage lange eine Problemregion. Wenn ich mir anschaue, was da passiert ist, und die Zahlen belegen es schwarz auf weiß, bin ich davon überzeugt, dass die Waldviertler wissen, dass sie in einer Zukunftsregion leben“, so Schultes zu den Fakten. Bernadette Laister

Beizmittelverbot gefährdet gentechnikfreien Maissaatgut-Export

Die beiden besuchten auch eines der Vorzeigeprojekte im Waldviertel, nämlich Waldland mit seinen rund 800 Mitglieds­ betrieben, die hochinnovative landwirtschaftliche Rohstoffe erzeugen.

Wegen eines angeblichen Zusammenhangs mit einem wiederkehrenden Bienensterben sollen Neonicotinoide als Beizmittel verboten werden. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes weist indes erneut auf die Irrationalität hin: „Die angeführten Verbotsgründe sind durch keine relevanten Studien belegt. Daneben müssen wir auch mit schwerwiegenden, wirtschaftlichen Problemen rechnen. Österreich ist EU-weit Spitzenreiter beim Export von gentechnikfreiem gebeiztem Saatgut.“ Österreich exportiert etwa 300.000 Saatguteinheiten, was umgerechnet einer Wertschöpfung von 32 Millionen Euro entspricht. „Dieses Beizverbot würde das Produktionsrisiko unvorhersehbar erhöhen und zu einer deutlich eingeschränkten Wettbewerbsfähigkeit führen. Österreich ist das Land mit dem sichersten Status der Gentechnikfreiheit. Wenn wir ausfallen, stellt sich die Frage, wer überhaupt noch gentechnikfreies Maissaatgut in Europa produzieren wird.“ 2010 wurden noch 42 Prozent des in Österreich angebauten Maises gebeizt, 2013 sind es nur noch 28 Prozent. In Niederösterreich konnte der Anteil des gebeizten Maises seit 2010 halbiert werden und beträgt etwa 10 Prozent des gesamten Maissaatguts. 7


Die landwirtschaft

lk aktuell

Schmankerl direkt aus der Region

10. April: Generalversammlung bot Rück- und Ausblick

„Hofjause“ als sichtbares Sozialversicherung der Zeichen für Qualität Bauern zieht Bilanz Die Themen Aktuelles und Finanzen standen bei der SVBGeneralversammlung in Wien auf der Tagesordnung.

100 Bauernhöfe aus ganz Niederösterreich laden am Mittwoch, 1. Mai, zu einer Jause in ihren Hof.

Landeskammerrätin Irene Neumann-Hartberger und NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner freuen sich auf viele Schmankerl bei der „Hofjause“. Foto: Schnabl

Zum zweiten Mal nun schon herrscht an insgesamt 100 Bauernhöfen der kulinarische Ausnahmezustand. Denn am 1. Mai laden bäuerliche Betriebe aus ganz Niederösterreich wieder zur Aktion „Hofjause“. Für NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner ist diese Initiative ein regelrechtes Erfolgsmodell, das so einiges zu bieten hat. Dabei steht für sie eines ganz klar fest: „Die Qualität und Regionalität

heimischer Lebensmittel steht bei unserer „Hofjause“ im Vordergrund.“ Davon können sich an diesem Tag auch die Konsumenten direkt vor Ort überzeugen. In Kooperation mit Buschenschänken und Heurigenbetrieben hat der NÖ Bauernbund diese Veranstaltung auf die Beine gestellt. Nähere Informationen unter www.hofjause.at.

Almflächen: Rechtssicherheit ist oberstes Gebot „Die derzeitige Situation rund um die Almfutterflächenermittlung bedarf einer Beruhigung und Bereinigung“, erklärte LK NÖ-Präsident Hermann Schultes anlässlich der aktuellen Diskussionen rund um die Rückzahlungsforderungen betreffend Almflächenfeststellung. „Oberstes Gebot muss es sein, dass Rechtssicherheit für die Alm-Obleute sowie für die Auftreiber hergestellt wird. Eine Versachlichung der Diskussion ist jedenfalls notwendig, Emotionen sind verständlich – ruhige und dabei konsequente Planung zeigt uns den Lösungsweg.“ Schultes unterstützt die Entscheidung von Minister Niki Berlakovich, eine Sonderkommission unter Leitung des ehemaligen EU-Agrarkommissars Franz Fischler zur Klärung der Alm-Frage einzusetzen. 8

Ein ganz besonderes Thema beschäftigte SVB-Obfrau und LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier in ihren Ausführungen. Denn im Sommer soll erstmals eine Datenübermittlung von der Agrarmarkt Austria an die SVB erfolgen. So erhält die Versicherung erstmals Informationen aus dem Mantelantrag und dem Flächenbogen der Förderanträge. Gesetzlich verankert wurde das bereits im vergangenen Jahr. Damit wird die Übereinstimmung der bei der SVB gemeldeten Bewirtschaftungsverhältnisse überprüft. Im April wurde von der SVB ein Informationsblatt über die bei der Versicherung als bewirtschaftet gemeldeten Flächen samt Nutzungsart ausgegeben. Damit können die Landwirte Korrekturen schon vorab melden. Meier informierte auch über die neue pauschale Betriebs-

SVB-Obfrau und LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier sowie SVB-Generaldirektor Franz Ledermüller informierten. Foto: SVB/APA-Fotoservice/Hautzinger

hilfe als Alternative zur sozialen Betriebshilfe.

Positive finanzielle Situation Das Budget für dieses Jahr wurde laut SVB-Generaldirektor Franz Ledermüller mit 3,13 Milliarden Euro veranschlagt. Der Großteil fließt dabei in die Pensionsversicherung. Auch für heuer werden schwarze Zahlen erwartet.

NÖ Versicherung 2012: Unternehmenswert gesteigert 2012 war für die Niederösterreichische Versicherung AG ein gutes Jahr mit einem zufriedenstellenden Ergebnis und einer weiteren Eigenkapitalstärkung. In der Schaden/Unfall Versicherung stiegen die Schäden jedoch gegenüber dem Vorjahr von 124,6 Millionen Euro auf 141,1 Millionen Euro. Vor allem in den Feuersparten und der Sturmschadenversicherung war eine deutliche Steigerung der Schadenbelastung zu verzeichnen. Die im Sommer 2011 gestartete komplette Neugestaltung aller 40 Kundenbüros wird bis 2014 sukzessive fortgesetzt. Als einer der größten Arbeitgeber in Niederösterreich setzt die NV ihre Personaloffensive fort. So werden über 50 neue Mitarbeiter für den Vertrieb gesucht.


Mai_2013

Bäuerinnen setzen auf „Werte.Wandel.Zukunft“

Anna Höllerer gibt Amt als Bundesbäuerin weiter

Mehr als vier Jahre setzte sich die Nieder­österreicherin Anna Höllerer als Bundesbäuerin für die Anliegen ihrer Berufs­ kolleginnen ein. Ihr folgt nun die Vorarlbergerin Andrea Schwarzmann.

Bundesminister Niki Berlakovich bedankte sich bei der scheidenden Bundesbäuerin Anna Höllerer (links), die ihr Amt an Andrea Schwarzmann übergab.

Rund 800 Bäuerinnen aus ganz Österreich sowie viele prominente Ehrengäste waren Anfang April nach Linz angereist. Beim dortigen Bundesbäuerinnentag ging die feierliche Amtsübergabe über die Bühne und die Bäuerinnen zeigten, dass sie jeden Grund haben, selbstbewusst und stolz zu sein.

In ihrer Zeit als Bundesbäuerin konnte sie viele Meilensteine verbuchen, wie etwa die Erhöhung des Wochengeldes von 26,97 Euro auf 50 Euro pro Tag. Höllerer, die auch Nationalrätin ist, pochte stets darauf, dass der Agrarbereich mehr Frauen in leitenden und politischen Positionen brauche.

Im Dienste der Bäuerinnen

Vorarlbergerin ist neue Bundesbäuerin

Anna Höllerer ist Landwirtin und Weinhauerin in Engabrunn. Ihr großes Engagement gehört bereits seit vielen Jahren den Bäuerinnen. Von 1989 bis 2001 war sie Bezirksbäuerin des Kammerbezirks Langenlois. Als Landesbäuerin vertrat sie die niederösterreichischen Bäuerinnen rund zehn Jahre lang bis 2010 und seit 2008 war sie mit vollem Einsatz Vorsitzende der ARGE Österreichischer Bäuerinnen.

Foto: Ernst Weingartner

Die neue Bundesbäuerin heißt Andrea Schwarzmann und ist Bergbäuerin in Raggal im Großen Walsertal. Als Schwerpunkte ihrer Arbeit will die Vorarlbergerin das Miteinander im ländlichen Raum und den Dialog mit den Konsumenten stärken. Wichtig sind ihr Projekte und Maßnahmen, die sich auf die Lebensqualität der Frauen am Land, speziell in der Landwirtschaft, beziehen.

Aus dem Land

BIOSA-Präsidentin bestätigt „Naturschutz darf nicht zu einer Plattitüde verkommen.“ So lautet der Leitsatz von Hermine Hackl (mitte), Präsidentin der Naturschutzplattform BIOSA-Biosphäre Austria. Bei der Generalversammlung wurde sie in ihrer Funktion bestätigt. Foto: BIOSA Mostviertler Mostbarone präsentierten Premium-Birnenmost Ein Hoch auf den Most – hieß es bei der Präsentation der „M3 Birnenmost Selektion“ bei Meinl am Graben in Wien. Hinter dem Namen M3 verbergen sich die drei Mostbarone Bernhard Datzberger alias „Seppelbauer“ (l.), Hans Hiebl alias „Hansbauer“ (2.v.r.) und Michael Oberaigner (1.v.r.). Gemeinsam haben sie einen neuen Edelmost kreiert. Von der Qualität überzeugte sich auch LK NÖ-Vizepräsident und Weinbaupräsident Josef Pleil (2.v.l.). Foto: zVg Beste Waldarbeiter gekürt 22 Teams aus ganz Österreich gingen bei der zwölften Staatsmeisterschaft der Waldarbeiter an den Start. Schüler von land- und forstwirtschaftlichen Schulen kamen nach NÖ in die Bergbauernschule Hohenlehen, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Forstschule Bruck/Mur siegte bei Mädchen und Burschen. Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf gratulierte den Gewinnern. Foto: Jürgen Mück Landesjägertag 2013 – Sicherheit bei Jagd und Schutz der Rehkitze Beim Landesjägertag in Asparn an der Zaya zog Josef Pröll Bilanz über sein erstes Jahr als Landesjägermeister, wobei er auch die Sicherheit bei der Jagd zum Thema machte. 31.545 Stück Schwarzwild wurden 2012 erlegt, das ist die höchste jemals in NÖ gelegt Jahresstrecke. „Dieser Schulterschluss mit der Landwirtschaft war auch aus Gründen zur Verminderung und Verhütung von Wildschäden notwendig“, so Pröll. Jetzt im Frühling ist auch die Kitzrettung beim Grünlandschnitt wichtiges Thema. Landesjägermeister-Stv. Rupert Gruber appelliert an einen guten Kontakt mit den Landwirten. Neben technischer Hilfsmittel für den Traktor sei das Absuchen der Wiese durch Landwirte und Jäger vor der Mahd eine wichtige Hegemaßnahme. Foto: Michal/NOELJV Spargelsaison gestartet Spargel liegt im Trend. Das wissen auch Spar-Geschäftsführer Alois Huber, Landesrat Stephan Pernkopf und Spargelbauer Hannes Edlinger. Ab Ende April ist die regionale Spezialität aus der „GenussRegion Marchfeldspargel“ wieder in den Märkten erhältlich. Foto: NLK/Pfeiffer 9


Die landwirtschaft

pflanzenbau

P rod u ktio n

Getreidekrankheiten wirksam und wirtschaftlich bekämpfen

S 15

Bei Infektionswetter das richtige Fungizid wählen

Kartoffelkäfer unter Kontrolle S 18

So bekommen Sie zu viel Weißklee in den Griff S 20

Grünlandprojekt Wiesenkraft – Energien unserer Wiesen wecken S 21

Auf Feuerbrandsymptome achten S 22

Reportage BOA Farm Lebensleistungskuh Frayer S 24

Zwei mal am Tag im Einsatz für gesunde Euter S 26

D-Quotenbesitzer aufgepasst S 27

Eber und Stier des Monats S 28

Fütterungsarzneimittel herstellen S 29

Sauensignale richtig deuten S 30

So werden Bienenköniginnen gekört S 31

Sutten erhalten S 32

Die Roteiche, wüchsig und attraktiv S 34

Schlagkräftig gegen Gräser, Farne und Stauden Kulturpflege für Forstpflanzen Ab S 36

Invekos 10

Gute Getreidepreise und befallsfördernde Witterung haben in den letzten Jahren die Wirtschaftlichkeit von Fungiziden im Getreide erhöht. Infektionsprognosen für Getreidekrankheiten und Befallserhebungen für Weizen auf www.warndienst.at unterstützen beim Einsatz von Fungiziden. Der Beitrag gibt Tipps für gezielte Maßnahmen und die richtige Fungizidwahl. Pilzkrankheiten in Gerste Der wichtigste Schaderreger ist die Netzfleckenkrankheit, die sich bei warmer und feuchter Witterung mit langer Blattnässe rasch ausbreiten kann. Weiters können bei eher feucht-kühler Witterung Rhynchosporium-Blattflecken und bei warm-feuchter Witterung Zwergrost schädigen. Früher Mehltaubefall ist vor allem in Sommergerste zu beachten. Die Ramularia-Sprenkelkrankheit ist hauptsächlich bei Wintergerste in den feuchteren Anbaulagen mit längerer Abreife von Bedeutung. Diese Krankheit kann sich bei Niederschlagsperioden

Beim Braunrost ist auf die Anfälligkeit der Weizensorten zu achten. Foto: LK NÖ/Schmidl

und anschließendem strahlungsintensiven Wetter nach dem Ährenschieben noch stark entwickeln. Bei entsprechendem Befallsdruck reicht meist eine Behandlung zwischen Fahnenblatt-Stadium und Beginn des Ährenschiebens. Wichtig ist, die Sortenanfälligkeit zu kennen und die Bestände bei Infektionswetter auf Befall zu kontrollieren. Bei anfälligen Sommergerstesorten hat sich oft die Zugabe eines Mehltau-Spezialfungizids, zum Beispiel Corbel oder Vegas, beim Herbizideinsatz bewährt. Ansonsten sind frühe Fungizidmaßnahmen zum Schossbeginn nur bei sehr starkem Krankheitsdruck nach milden Wintern erforderlich. Für die Abreifebehandlungen ab dem Fahnenblatt-Stadium sind für die feuchteren Anbaulagen mit höherem Risiko für Ramularia neben Azol-StrobilurinFungiziden vor allem die Kombinationen mit Carboxamid-Fungiziden zu empfehlen. Dazu gehören die Produkte Adexar, Aviator Xpro, Bontima, die Kombination aus Credo und Champion, Input


Mai_2013 Xpro und Seguris. Das Produkt Zantara ist aufgrund des geringeren Carboxamid-Anteils speziell gegen Ramularia etwas schwächer und eignet sich eher für weniger feuchte Gebiete. In diesen Anbaulagen ist in den meisten Jahren mit späterem und nicht so massivem Krankheitsdruck zu rechnen, sodass die Behandlung zum Grannenspitzen den Ertrag am besten sichert. Die geeigneten Fungizide sind Achat, Capitan, Folicur, Gladio, Orius, Osiris, Pronto Plus, Tebu Super 250 EW und Tilt 250 EC. Bei spätem aber stärkerem Krankheitsdruck sind Prosaro oder Zantara zu empfehlen.

Krankheiten in Weizen gezielt behandeln Die Weizenkrankheiten mit der größten Bedeutung waren in den letzten Jahren Braunrost, vereinzelt Gelbrost, Blattdürre durch Septoria tritici, Blatt- und Spelzenbräune durch Septoria nodorum und nach Vorfrucht Mais Ährenfusariosen. Bei Mulchsaaten nach Weizenvorfrucht ist auch DTR-Blattdürre zu beachten. Halmbruch war in den letzten Jahren kein großes Thema. Mehltau tritt bei anfälligen Sorten und speziell auf Standorten mit Wirtschaftsdüngereinsatz stärker auf. Die Septoria-Arten sind typische „Regen-

krankheiten“ und benötigen zur Ausbreitung intensive Blattnässe. Septoria tritici braucht längere Blattnässeperioden und ist daher in den feuchten Jahren die Hauptkrankheit. Septoria nodorum und die DTR-Blattdürre benötigen kürzere Blattnässeperioden und haben etwas höhere Temperaturansprüche. Braunrost findet vor allem bei warmer sonniger Witterung und Blattnässe gute Bedingungen vor, wobei bereits morgendliche Tauphasen ausreichen.

Früher Krankheitsdruck in feuchteren Lagen Wenn keine Behandlung gegen Ährenfusariosen eingeplant werden muss, wird in Weizen die einmalige Fungizid-

Starker Mehltaubefall bei anfälliger Winterweizensorte. Foto: LK NÖ/Schmiedl

behandlung zwischen FahnenblattStadium und Ende des Ährenschiebens meist ausreichen. Wichtig ist, die Sortenanfälligkeit zu kennen und regelmäßig auf Befall zu kontrollieren. In feuchteren Anbaulagen werden aufgrund des stärkeren Krankheitsdruckes bei Winterweizen meist frühere Behandlungen vor dem Ährenschieben notwendig sein. Geeignet sind die Azol-Strobilurin-Kombinationen und die neuen Azol-Carboxamid-Fungizide, die auch in

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

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Gerste und Roggen eingesetzt In trockeneren Gebieten auf werden. Braunrost und Mehltau achten Bei Mulchsaat nach Vorfrucht In den trockeneren AnbauMais sollte man eine Dopgebieten baut sich der Krankpelbehandlung einplanen. heitsdruck in Weizen meist Zum Fahnenblatt-Stadium erst spät auf. Vorrangig sind setzt man zwei Drittel der Braunrost und die Blatt- und Aufwandmenge einer AzolSpelzenbräune durch SepStrobilurin-Kombination oder toria nodorum zu beachten. eines Azol-Carboxamid-FunDie Fungizidbehandlung mit gizids ein. Azol-Fungiziden wird Mitte In der Weizenblüte wird bis Ende des Ährenschiebens unmittelbar vor oder nach sinnvoll sein. Speziell bei Niederschlägen ein Azol-Fun- Sorten mit höherer Braunrostgizid mit Fusariumwirkung anfälligkeit werden Folicur, verwendet. Geeignet sind Gladio, Orius, Osiris, Pronto Folicur, Orius, Osiris, ProPlus, Prosaro, Tebu Super 250 saro, Pronto Plus und Tebu EW und Zantara empfohlen. Super 250 EW. Mit dieser Bei Mulchsaat nach Vorfrucht Maßnahme ist ein ReduzieMais sollte man bei Infekren des Mykotoxingehaltes tionswetter für Fusarium in um 50 bis 70 Prozent möglich. der Blüte gezielt behandeln. Grundsätzlich muss man zur Bei Durum darf man MehlReduktion des Fusariumrisitaubefall in der Schossphase kos alle pflanzenbaulichen nicht übersehen. Meist reicht Möglichkeiten ausschöpfen. für eine frühe Maßnahme der Das Beseitigen von ErnteEinsatz von Corbel oder Vegas. rückständen aus der MaisDurumweizen besitzt generell InputXpro13_DLWS_97x128_Layout 1 eine 11.04.13 15:17 Seite 1 vorfrucht ist eine zentrale höhere Anfälligkeit für Maßnahme. Ährenfusariosen. Daher sollte

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Die Zugkraft für mehr Ertrag und Qualität Der Alleskönner mit dem Mehltau-PLUS

man bei Mulchsaat nicht nur nach Vorfrucht Mais sondern auch nach Vorfrucht Weizen mit einem Fusarium-Fungizid in die Blüte behandeln. Auch hier gilt, dass dies nur als ergänzender Baustein zu den pflanzenbaulichen Maßnahmen zu sehen ist.

In Roggen auf Braunrost achten Der Hauptschaderreger in Winterroggen ist der Braunrost. In manchen Jahren treten auch Rhynchosporium-Blattflecken und Mehltau stärker auf. In den wärmeren

In den feuchteren Gebieten ist Ramularia bei Wintergerste zu beachten. Foto: LK NÖ/Schmiedl

Anbaulagen kann Braunrost schon in der Schossphase erscheinen. In der Regel reicht aber eine Behandlung zwischen Fahnenblatt-Stadium und Mitte des Ährenschiebens aus. In den Streifenversuchen der LK Niederösterreich war der Fungizideinsatz vor allem in den Hybridroggensorten, die ein höheres Ertragspotential besitzen, wirtschaftlich. Auch

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Mai_2013 wenn zum Behandlungszeitpunkt noch kein Braunrost sichtbar ist, aber Infektionswetter herrscht, ist bei entsprechender Ertragserwartung die Fungizidmaßnahme meist rentabel. Aufgrund der langen Einkörnungsphase wird beim Roggen auch später Braunrostbefall noch ertragswirksam. Für die Abreifebehandlung müssen Fungizide mit guter Braunrostwirkung eingesetzt werden.

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RegNr-A: 3054

Braunrostwirkung sind dann Bei Behandlungen zum Folicur, Orius, Osiris, Prosaro, Fahnenblatt-Stadium ist eine Pronto Plus und Tebu Super lange Dauerwirkung ge250 EW. fragt. Deshalb sind für frühe Fungizidmaßnahmen neben Krankheiten in Triticale der Kombination aus Amistar In Triticale sind Mehltau, Opti und Gladio vor allem die Braunrost und Gelbrost die neuen Carboxamid-Kombinawichtigsten Krankheiten. Zutionen Adexar, Aviator Xpro, sätzlich können auch Septoria Seguris und Zantara geeignet. tritici, Septoria nodorum und Wenn sich die Behandlung DTR-Blattdürre auftreten. zum Ährenschieben hin Bei Mulchsaat nach Vorfrucht verlagert, ist der Einsatz von Mais besteht ein erhöhtes Prosaro12_DieLandwirtschaft_97x130_2012 17.04.13 14:41 Seite 1 Azol-Fungiziden sinnvoll. Die Risiko für Ährenfusariosen, Azol-Produkte mit der besten weshalb eine gezielte Fungi-

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der ausgezeichneten Kulturverträglichkeit zeichnet sich Axial Komplett durch eine schnelle Regenfestigkeit und eine sichere Wirkung auch unter kühlen Temperaturen aus. Syngenta empfiehlt für den Erhalt der Leistungsfähigkeit von Wirkstoffen einen konsequenten Wechsel der Wirkmechanismen innerhalb der Fruchtfolge. Die Wirkmechanismen sind anhand eines internationalen BuchstabenCodes (HRAC-Gruppe: A, B, C usw.) einfach zu unterscheiden. Die unterschiedlichen Buchstaben stehen dabei für verschiedene Wirkmechanismen. Axial Komplett ist ein wichtiger Baustein im Anti-Resistenz-Management. Mit der hohen Wirkungssicherheit gegen Windhalm wird die Selektion und Resistenzbildung vermieden bzw. verzögert.

Axial Komplett – 100% gegen Windhalm Foto:: Syngenta

Produktprofil Wirkstoffe: 45 g/l Pinoxaden, 5 g/l Florasulam, 11,25 g/l, Cloquintocetmexyl (Safener) Formulierung: Emulsionskonzentrat Wirkstoffaufnahme: über die Blätter Kulturen: Winter- und Sommerweizen, Winter- und Sommergerste, Winterroggen, Wintertriticale, Sommerhartweizen Einsatztermin: ab 3-Blatt-Stadium der Getreidekulturen im Herbst oder im Frühjahr bis Kulturstadium BBCH 29 Einsatzgebiet: Herbizid zur Bekämpfung von Windhalm und Unkräutern Aufwandmenge: 1,0 l/ha HRAC-Gruppierung: A + B Verkaufsgebinde: 5 l Zulassungsnummern: Zul.Nr. (Ö): 3249 Anzeige

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Kartoffelkäfer mit neuen Wirkstoffen unter Kontrolle Neue Wirkstoffe unterstützen konventionell und biologisch wirtschaftende Landwirte im Kampf gegen den Kartoffelkäfer. Mehr dazu finden Sie im folgenden Beitrag. Vor allem in Gebieten mit höherer Anbaudichte von Erdäpfeln sollte man nach dem Feldaufgang regelmäßig auf Kartoffelkäfer kontrollieren. Besonders gefährdet sind Schläge in unmittelbarer Nähe zu Feldern mit Vorjahresbefall. Solche Felder kann auch schon der Käfer stärker schädigen. In den meisten Fällen richtet aber der Reifungsfraß der Käfer keine massiven Schäden an.

Larven verursachen Hauptschaden Den Hauptschaden verursachen die Larven, die je nach Temperatur sieben bis 14 Tage nach der Eiablage schlüpfen. Bei sehr warmer Witterung findet man die ersten Larven schon nach weniger als sieben Tagen. Der optimale Bekämpfungstermin ist beim Massen-

Die dunkelroten Junglarven des Kartoffelkäfers sind am besten bekämpfbar. Foto: LK NÖ/Schmiedl

auftreten der Junglarven. Zu diesem Zeitpunkt sollten noch keine oder möglichst wenige hellrot gefärbte Altlarven vorhanden sein, da diese gegen die Insektizide unempfindlicher sein können. Je nach Witterung und Befallsdruck sind fallweise Folgespritzungen notwendig.

Neue Wirkstoffe ermöglichen sichere Bekämpfung Gegen den Kartoffelkäfer zeigten Spritzungen mit den

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Die landwirtschaft

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Krankheiten im Getreide reduzieren den Ertrag, die Qualität sowie Rentabilität und sollten gezielt bekämpft werden.

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Die bedeutendsten Getreidekrankheiten in Ostösterreich sind Braunrost und Mehltau im Weizen, Ramularia und NetzBixafen verfügt über eine sehr breite flecken in der Gerste. Das breitwirksame Wirkung gegen Krankheiten. Speziell die , Prosaro ist besonders stark und sicher lange Dauerwirkung gegen Netzflecken, ist das hochrentable Getreide- und Rapsfungizid mit besonderen Stärken in auf diese Krankheiten. Kein anderes Ramularia oder Gerste sowie Ostösterreich. Mit den hohen Wirkungsgraden aufMehltau Roste,inMehltau und Produkt verhindert Fusarienbefall und Braunrost und Septoria-Arten Weizen, Fusariosen deckt es genau die Probleme des Trockengebietes ab, istim aber auch damit verbundene in vorbeugenden setzt einen neuen Wirkungsstandard. leistungsstark imMycotoxingehalte heilenden und Einsatz unter hohem der Ernteware so sicher wie Prosaro. Mit Bixafen verfügt über physiologische EffekInfektionsdruck. Ertrags- und Qualitätssicherung im Getreide und Schutz vor 0,8 – 1 l Prosaro Hektar dieProsaro. auch in gesunden Beständen den Sklerotinia im pro Raps, das werden sind diealle Stärken te, von Krankheiten im Blatt- oder Ährenbereich Ertrag um bis zu 10 % erhöhen können. bekämpft, die Bestände reifen gesund ab, Es aktiviert zB Stress-Schutzgene, die Prosaro schützt vor Blattund Ährenkrankheiten bringen höhere Erträge, bessere Qualität in Ostösterreich frühzeitig diesind Spaltöffnungen schließen, Die bedeutendsten Getreidekrankheiten Braunrost und Mehltau undWeizen, gesundes Erntegut.und Netzflecken in der damit die Verdunstung reduziert und dieist im Ramularia Gerste. Das breitwirksame Prosaro Prosaro gehört den besten Fun- Krankheiten. Trockenstresstoleranz Die besonders starkauch undzusicher auf diese Kein anderes erhöht Produktwird. verhindert giziden gegenüber im Raps.Mycotoxingehalte Steigerung der Assimilationsleistung Fusarienbefall und Sklerotinia damit verbundene in der Ernteware so sicherdes wie Es kann also in zwei eingesetzt die Blatt-im und ÄhrenProsaro. Mit 0,8 – 1Kulturen l Prosaro pro HektarGetreides werden reduziert alle Krankheiten Blattoder werden. temperatur und erhöht die HitzeÄhrenbereich bekämpft, die Bestände reifen gesund ab, bringendamit höhere Erträge, die preiswerte Wahl bessere Qualität und gesundes Erntegut. toleranz. Prosaro Zantara gehört ist auch zu den besten Fungiziden gegenüber Sklerotinia und kann in Winterweizen zwei Kulturenund eingesetzt Braugerste, RogErtrag und Qualität durch gezielten im Rapsfür werden. gen. In der Braugerste wird neben dem Fungizideinsatz absichern! Mehrertrag die Siebung erhöht und der Rohprotein-Gehalt reduziert und damit die benötigte Qualität leichter erreicht. Im Schnitt von 9 Versuchen 2010 und 2011 im Winterweizen konnte mit Zantara ~900 kg/ha mehr gegenüber Unbehandelt und um ~150 kg/ha mehr als bei Folicur geerntet werden. „Die gezielte Anwendung bei Befallsbeginn verbessert die Wirkung und Rentabilität. Der Weizenwarndienst auf www.warndienst.at informiert in der Saison über den aktuelErtrag Qualität durch gezielten Fungizideinsatz len undabsichern! gebietsspezifischen KrankheitsBei denund derzeit hohen Getreidepreisen Mit einer gezielten Fungizidanwendung sicherndruck“, Sie Ertrag, QualitätBauer, und letztendlich so Christian Berater vondas reicht bereits ein Mehrertrag von ca. Betriebsergebnis ab. Bei den derzeit hohen Getreidepreisen reicht bereits ein Mehrertrag von Bayer CropScience. Anzeige 350 kg/ha, um die Behandlungs- und ca. 350 kg/ha um die Behandlungs- und Mittelkosten zu decken. In den niederösterMittelkosten zu decken. In Praxisverreichischen Streifenversuchen wurde 2012 auf 4 Standorten trotz der Trockenheit ein Foto: Bayer suchen wurde auf 4 Standorten trotz Mehrertrag von 2012 850 kg/ha erzielt. Prosaro Pfl.Reg.Nr.: 3054; der Trockenheit ein Mehrertrag von Weitere Informationen unter www.kwizda-agro.at oder www.agrar.bayer.at. 850 kg/ha erzielt. Prosaro Pfl.Reg.Nr.: 3054 Weitere Informationen unter www.kwizda-agro.at. Anzeige

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Das neue InputXpro mit der RegNr-A: 3302 ist ein um den Wirkstoff Bixafen verstärktes Input. Es verfügt über die stärkste heilende Wirkung auf wichtige Krankheiten wie Halmbruch, Mehltau, Netzflecken oder Septoria und hebt sich dadurch deutlich von anderen Fungiziden ab. Zusätzlich bietet InputXpro durch den neuen Wirkstoff Bixafen eine um 2 – 3 Wochen längere Dauerwirkung. Diese längere Wirkung ist speziell bei zeitiger Anwendung oder bei Krankheiten wie Braunrost, Septoria, Ramularia, … vorteilhaft, da diese meist spät kommen und den Ertrag trotzdem stark reduzieren können. Auch Sonnenbrand, HTR-Blattdürre, Gelbrost, Rhynchosporium Blattflecken, Schwärzepilzchen u.a. werden zuverlässig bekämpft. Unabhängig von der fungiziden Wirkung erhöht Bixafen zudem die Hitze- und Trockenstresstoleranz sowie die Assimilationsleistung und damit auch in gesunden Getreidebeständen den Ertrag. Eine neue Formulierung mit multifunktionalen Aktivatoren verbessert zudem die Wirkstoffanlagerung, -verteilung bzw. -aufnahme sowie die Wirkungsgeschwindigkeit. Auch Mischpartner wie zB Decis (RegNr-A: 2987) gegen das Getreidehähnchen werden dadurch in der Wirkung verstärkt. Auch „Tauspritzungen“ oder reduzierte Wassermengen sind dadurch möglich. InputXpro, der Alleskönner gegen alle Halmbasis-, Blatt- und Ährenkrankheiten wird gezielt bei Befallsbeginn mit 1 - 1,25 l/ha empfohlen. Weitere Informationen finden Sie auf www.agrar.bayer.at Anzeige


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Im biologischen Kartoffelbau werden das Neembaumpräparat NeemAzal-T/S sowie die Bakterienpräparate Novodor FC und SpinTor eingesetzt. NeemAzal-T/S führt nicht unmittelbar zum Tod sondern hat eine fraßhemmende Wirkung und stört die Fruchtbarkeit der Käfer und die Larvenentwicklung. Novodor FC wirkt fraßstoppend und abtötend. Bei höherer Befallsdichte und Auftreten von älteren Larven sollte man Novodor FC mit fünf Litern pro Hektar anwenden. Bei anhaltender Zuwanderung und Eiablage können zwei bis drei Behandlungen notwendig werden. Gute Erfolge erzielt man bei stärkerem Befall mit Spritz-

SpinTor neu zugelassen Das Produkt SpinTor ist nun auch in Österreich gegen den Kartoffelkäfer zugelassen. Es enthält den Wirkstoff Spinosad, der aus Stoffwechselprodukten des natürlich vorkommenden Bodenbakteriums Saccharopolyspora spinosa besteht. Spinosad wirkt durch Fraß und Kontakt gegen die Larven. Es besteht keine Kreuzresistenz zu anderen Wirkstoffen. Nach der Verordnung 2092/91/ EWG ist SpinTor zur Anwendung im ökologischen Landbau geeignet, allfällige Einschränkungen oder Ein-

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Schläge neben Feldern mit starkem Vorjahresbefall sind durch Kartoffelkäfer besonders gefährdet. Foto: LK NÖ/Schmiedl

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Strategien gegen Kartoffelkäfer im Biolandbau

folgen von NeemAzal-T/S und Novodor FC. Dabei wird zuerst NeemAzal-T/S ausgebracht und einige Tage später mit Novodor FC behandelt. Die Anwendung sollte bereits beim Auftreten der ersten Junglarven erfolgen.

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Zuviel Weißklee bremst den Ertrag in Futterwiesen

So bekommt man zu hohe Weißkleeanteile in den Griff Weißklee ist in Futterwiesen willkommen, wenn sein Anteil nicht über 30 Prozent steigt. Darüber kann er zu einem gravierenden Problem werden. Wie Sie ein Zuviel an Weißklee am besten ausbremsen, verrät LK-Experte Johann Humer. Phosphor und Kali fördern Weißklee Weißklee gedeiht am besten, wenn Böden regelmäßig und mit genügend Phosphat und Kali (PK) versorgt sind (Abb.1). In der Regel ist das bei einem mittleren Viehbesatz gegeben, wo der Landwirt die Wirtschaftsdünger wieder auf die Futterfläche zurückführt. Weil auf Almen und Extensivweiden in der Regel Böden viel geringere PK-Gehalte haben, findet man dort kaum Weißklee.

Weißklee vereinzelt auch bei Milchviehbetrieben mit besonders intensiver Mähweidenutzung explosionsartig zu.

Explosionsartige Ausbreitung von Weißklee auf Pferdeweiden durch Über- bzw. Dauerbeweidung

Überweidung schafft zuviel Licht Reichlich Weißklee wächst auf stark oder überweideten Wiesen in niedrigen Höhenlagen. Ursachen sind die reichliche PK-Versorgung und die hohe Lichtversorgung dieser niedrig wüchsigen Kleeart. Besonders viel Weißklee findet man auf Pferdeweiden oder Wildgehegewiesen. Solche Weiden sind teils bis zum letzten Futterstämmchen leer geweidet. Dabei ist der Bestand bis zum Boden sehr lichtdurchlässig. Damit werden der lichtliebende Weißklee und alle niedrig wüchsigen Kräuter wie zum Beispiel Giersch begünstigt. Auf Dauer halten die meisten Futtergräser den intensiven Weidedruck nicht aus. Kennzeichnend für solche Bestände sind Weißkleeanteile von weit über 50 Prozent, nicht selten sogar 95 Prozent. In den letzten Jahren nimmt

Fotos: LK NÖ/Humer

Harter Winter und langer Schnee lassen Weißklee explodieren Weißklee kann sich auch infolge ausgewinterter Gräser stark ausbreiten. Betroffen sind Gunstlagen in warmen wüchsigen Jahren, wo das natürlich vorkommende einjährige Raygras die normalen Wiesengräser völlig überwuchern kann und damit vorherrschend wird. Hat das einjährige Raygras durch Massenwuchs die normalen Wiesengräser verdrängt und wintert es im Folgejahr durch sehr kalte Winter oder lange Schneelage aus, kann sich plötzlich der winterharte Weißklee ausbreiten. Es wächst nur Weißklee als einseitiges und schwer konservierbares Wiesenfutter. Weißklee wächst auch auf jungfräulichen Ackerböden beim Erstanbau in der Regel in den ersten Jah-

Einfluss der Nährstoffe N/P/K auf die Prozent-Ertragsanteile bei Gräsern, Leguminosen und Kräutern Düngung Gräser Leguminosen Sonstige

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keine Düngung 52,5 14,9 32,6

P+K Düngung 46,3 30,7 23,0

ren viel zu üppig. In solchen Fällen sollte man den Kleeanteil einer Wiesensaatgutmischung für eine Wiesenneuanlage auf 0,5 Kilogramm Weißklee je Hektar beschränken. Dauerwiesenmischungen enthalten mit zwei bis drei Kilogramm je Hektar mehr Weißklee.

Wo kaum Weißklee wächst Weil in NÖ auf Almen und Extensivweiden in der Regel Böden viel geringere PK-Gehalte haben, findet man dort kaum Weißklee. Auch in gut wüchsigen Futterwiesen mit einem guten Obergräserwuchs gibt es geringere Mengen Weißklee, da weniger Licht bis zum Boden einfallen kann.

Man beachte: N+P+K Düngung 68,8 10,4 20,8

mehr Kräuter durch keine Düngung mehr Kleearten durch PK-Düngung mehr Gräser durch NPK-Düngung

Quelle: Klapp: Wiesen und Weiden, 1971, p206


mai_2013

Wie man zu hohe Weißkleeanteile reduziert Weißklee stellt hohe Ansprüche an das Licht. Mit Lichtmangel kann man ihn zurückdrängen. Das geschieht auf Weiden mit dem Zurücknehmen der Weideintensität und mit einer Umstellung auf Schnittnutzung. Mähwiesen mit zu hohen Weißkleeanteilen kann man durch spätere Nutzung und Förderung der hochwüchsigen Obergräser wie Knaulgras, Glatthafer und Timothe durch Einsaaten verbessern.

Unkrautbesatz an Ampfer, Löwenzahn, Spitzwegerich oder Hahnenfuß. Die Herbstbekämpfung dieser Massenunkräuter drängt auch einen zu hohen Anteil von Weißklee zurück. Eine reine Unkrautbekämpfung ist im Grünland wieder schnell wirkungslos, wenn man die offenen Bodenstellen nicht regelmäßig mit gut wüchsigen Nachsaatmischungen nachsät. In Frage kommen dazu am besten Englisches Raygras, Knaulgras und Rotklee.

Rotklee als Ersatz Striegel auf Griff einstellen Ein auf Griff eingestellter Striegel zur Vorbereitung des Saatbettes ist bei Einsaaten sinnvoll. Dabei wird ein Teil des Weißklees herausgerissen und viel offener Boden für gute Saatbedingungen geschaffen. Auch das Umstellen auf eine spätere Heumahd verringert den Weißkleeanteil auf ein erträgliches Niveau. Mit selektiven Herbiziden lässt sich zu viel Weißklee am raschesten zurückdrängen. Viele Wiesen haben ohnedies einen viel zu hohen

Bei ertragreichen Wiesen ist es vorteilhafter, einen Teil der Kleearten durch Rotklee zu ersetzen. Ein optimaler Rotkleeanteil liegt zwischen zehn bis 15 Prozent des Futteranteils. Das erreicht man am besten durch Tastversuche mit Saatmengen zwischen zwei bis fünf Kilogramm Rotklee je Hektar. Einen Anteil von 20 Prozent Rotklee sollte man wegen besserer Konservierbarkeit und der Fruchtfolgeanspüche nicht überschreiten. Der Rotklee hat als Tiefwurzler

Kurz gefasst Weißklee ist in Futterwiesen mit Anteilen von 20 bis 30 Prozent ein willkommener Anteil im Bestand. Zum Problem wird er, wenn der Anteil weit über 50 Prozent steigt. Zu hohe Weißkleeanteile kann man verringern, indem man die Weideintensität zurück nimmt, den Bestand später nützt und hochwüchsige Heugräser wie Knaulgras, Glatthafer und Timothe durch Einsaaten fördert. Bei der Herbstbekämpfung der häufigsten Massenunkräuter mit selektiven Herbiziden wie Ampfer, Löwenzahn, Spitzwegerich oder Hahnenfuß lässt sich auch ein zu hoher Anteil von Weißklee zurückdrängen. Allerdings müssen regelmäßige Nachsaaten folgen, um den Erfolg zu sichern. Ertragsverbessernd ist es auch, einen Teil des Weißklees durch zehn bis 15 Prozent Rotklee zu ersetzen. Das erreicht man mit zwei bis fünf Kilogramm Rotklee je Hektar. Dabei ist Rotklee viel ertragreicher und zudem die verlässlichste eingesäte Futterart bei Wieseneinsaaten.

den Vorteil, dass er selbst bei Trockenheit allen anderen Futterarten überlegen ist. Rotklee ist auch nach vielen eigenen Erfahrungen jene Futterart für Wiesen, die bei Einsaaten am zuverlässigsten anwächst. Und sein gewünschter Anteil im Futter

lässt sich durch die Saatmenge nahezu exakt lenken. DI Johann Humer Ref. Bodenwirtschaft und Pflanzenernährung Tel. 05 0259 22502 johann.humer@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Grünlandprojekt WiesenKraft startet durch

Energien wecken, die in unseren Wiesen stecken

Kürzlich startete das Grünlandprojekt „WiesenKraft“ mit einem Wühlmausfangkurs in der LFS Hohenlehen. Wer hinter dem Projekt steht und was es in den Grünlandbetrieben bewegen kann, verrät der folgende Beitrag. Hinter dem Grünlandprojekt „WiesenKraft“ steckt eine Kooperation der Bezirksbauernkammern Amstetten, Scheibbs und Waidhofen an der Ybbs, der Fachschulen Gießhübl und Hohenlehen und der Maschinenring Kooperation Ostarrichi. Das Projekt unterstützt die Landwirte dabei, Ertrag und Qualität der Grünlandbestände zu steigern. Grundfutter mit besserer Qualität erhöht die Milchleistung aus dem Grundfutter und hilft zugleich, Kraftfutter zu sparen. Das Projekt richtet sich an alle Sparten, die das Grünland als Futtergrundlage nutzen, wie zum Beispiel Mutterkuhhalter oder Betriebe, die Kalbinnen aufziehen. Die Projektpartner bündeln das vorhandene Angebot an Dienstleistungen und Beratungen und bieten Veranstaltungen zu den Themen Feldfutterbewirtschaftung, Technik, Grundfutterqualität und Betriebwirtschaft an. Zum Auftakt des Projektes organisierte der Maschinenring einen Wühlmausfangkurs in Theo-

rie und Praxis im Rahmen des Themas „Futterverschmutzung.“ Die Teilnehmer konnten auf den Hohenlehener Wiesen selbst die Fallen aufstellen.

Ein Wühlmausgang wird mit einer kleinen Haue aufgemacht und frei gelegt. Danach wird die Wolf`sche Wühlmausfalle im Gang gespannt. Fotos: LFS Hohenlehen

Da das Angebot an Fallen sehr groß ist, wird vom Maschinenring die einfachste und preiswerteste Falle, die Wolf´sche Wühlmausfalle, verwendet, die man auch in den Geschäftsstellen beziehen kann. Aufgrund des großen Interesses werden weitere Wühlmausfangkurse angeboten; Kontakt unter 05 9060 314.

Die nächsten WiesenKraft-Termine Erkennen von Wiesenpflanzen Termin: 3.Mai, 09:00 bis 16:00 Uhr Kursinhalt: Bestimmen und Erkennen der wichtigsten Wiesenpflanzen. Referent: Dr. Andreas Bohner, LFZ Raumberg/ Gumpenstein Kursort: BBK Waidhofen/Ybbs Kurskosten: 15 Euro pro Person Anmeldung: BBK Waidhofen/Ybbs; Tel. 05 0259 41900 Grünlandbegehung Termin: 8. Mai, 14:00 bis 17:00 Uhr Ort: Raum St.Peter/Au Referent: DI Johann Humer, LK NÖ Anmeldung: BBK Amstetten; Tel. 05 0259 40100

Unbedingt mit einem Holzstecken kennzeichnen, wo die Falle platziert ist. 20

Noch vor Ende des Kurses ging eine Wühlmaus in die Falle.


mai_2013

Bakterium ist auf Rosengewächse spezialisiert, hochinfektiös und lässt sich schwer bekämpfen

Auf Symptome von Feuerbrand achten

Rasch erkannt, lässt sich Feuerbrand gut bekämpfen. Über Symptome und Bekämpfung informiert der Beitrag. Für Mensch und Tier ist die Krankheit nicht gefährlich. Aber sie bedroht Intensivobstanlagen, Streuobstwiesen, Baumschulen, Hausgärten und landschaftsprägendes Straßenbegleitgrün.

ist jeder Verdacht auf Feuerbrand am Gemeindeamt zu melden. Geschultes Personal klärt den Verdacht ab und ordnet bei einem bestätigten Befall Rode- oder Schnittmaßnahmen an. Erkennt man den Befall frühzeitig, kann man die Pflanze durch gezielten Rückschnitt noch retten. Ist der Befall weiter fortgeschritten, bleibt meist nur die Rodung, um ein Ausbreiten auf gesunde Pflanzen zu verhindern.

Welke Blüten, Triebe und Früchte

Verdachtsabklärung ist kostenlos

Die ersten Anzeichen sind welke Blüten, Triebe und Früchte, wobei sich die Spitzen der jungen Triebe hakenförmig krümmen, und die Blätter sich je nach Pflanzengattung braun bis schwarz verfärben. Von diesen Infektionsstellen aus kann sich die Krankheit auf benachbarte Triebe, stärkere Äste und den Stamm verbreiten. Die Erkrankung verläuft bei günstiger Witterung sehr schnell und mit großer Intensität. Die Pflanzen sehen wie verbrannt oder verdorrt aus. Die abgestorbenen, eingetrockneten Blätter und Früchte bleiben an den Bäumen hängen. Im Frühjahr und Sommer kann man mitunter feuchte, zunächst farblose, später gelbbraun gefärbte, klebrige Tröpfchen an den befallenen Trieben und Früchten sehen. Dieser Bakterienschleim wird besonders unter feucht–warmen Bedingungen reichlich produziert. Diesen Schleim nicht berühren, es besteht akute Verschleppungsgefahr.

Dem Pflanzenbesitzer entstehen für die Abklärung des Feuerbrandverdachtes keine Kosten. Bei Bestätigung des Feuerbrandbefalles darf der Pflanzenbesitzer die vorgeschriebenen Maßnahmen nach einer Einschulung selbst durchführen. Wird der Maschinenring vom Pflanzenbesitzer beauftragt, trägt das Land NÖ 50 Prozent der Kosten. Der amtliche Pflanzenschutzdienst ersucht, jeden Verdachtsfall am Gemeindeamt zu melden, da nur so einer massiven Ausbreitung vorgebeugt werden kann.

Wirtspflanzen kontrollieren und Verdacht am Gemeindeamt melden Damit sich der Feuerbrand nicht weiter ausbreitet, muss man Krankheitsherde möglichst schnell erkennen und sofort vernichten. Sämtliche Wirtspflanzen muss man regelmäßig auf Feuerbrandsymptome kontrollieren. Je früher Befallsherde entdeckt werden, desto eher haben die Ausschnitt- bzw. Rodungsmaßnahmen Aussicht auf Erfolg. In der Zeit von Mitte Mai bis September ist auf Krankheitssymptome zu achten. Laut NÖ Pflanzenschutzverordnung

Im Jahr 2012 waren Feuerbrandfälle in allen Gebieten Niederösterreichs - ausgenommen in den Bezirken Bruck/Leitha, Gmünd und Mödling - zu verzeichnen. Foto: APSD NÖ

DI Christian Kornherr Amtlicher Pflanzenschutzdienst NÖ

wein.pur.Trophy für die Weinvielfalt Niederösterreich Ausschreibung 2013 Das Magazin wein.pur, das in Österreich und Deutschland 6 Mal im Jahr erscheint, widmet sich in Zusammenarbeit mit der LK NÖ, dem Weinbauverband NÖ und der NÖ Versicherung der Weinvielfalt in Niederösterreich. Eine Verkostungsjury aus Vertretern von wein.pur sowie der LK NÖ und dem Weinbauverband NÖ wird Weine aus fünf Kategorien in einer Blindverkostung bewerten. Im Rahmen einer Veranstaltung werden am 11. September die Sieger der fünf Kategorien mit der wein. pur.Trophy gekürt und die Weine dem Publikum präsentiert. Reichen Sie bitte Weine aus Niederösterreich mit folgenden Kriterien zur Verkostung ein: St. Laurent trocken Weißer Burgunder trocken Roter Veltliner trocken, Neuburger trocken Rotgipfler trocken, Zierfandler trocken und Spätrot-Rotgipfler trocken Wählen Sie im Verkauf erhältliche Jahrgänge Je Wein bitte drei Flaschen schicken Anmeldung bis 7. Juni 2013 ausschließlich unter www.weinpur.at/verkostungen-weinpur. Liefertermin: bis 7. Juni 2013, Lieferadresse: Österreichischer Agrarverlag, wein.pur, Kennwort: NÖ-Weinvielfalt, Sturzgasse 1a, 1140 Wien 21


Die landwirtschaft

tierhaltung

Reportage: Fred Zehetner und Dani Wintereder betreiben gemeinsam die BOA-Farm – Best Of Austria – in Wildendürnbach

Nur die besten Zuchttiere verlassen lebend den Hof

Mit Spitzengenetik, scharfer Selektion und einer gehörigen Portion Leidenschaft züchten die BOA-Farmer Fred Zehetner und Dani Wintereder Fleischrinder mit Weltruf. Uns haben sie kürzlich in ihr Selektionsprogramm auf dem Mitterhof eingeweiht. Es sind 18 Punkte, die Freds und Danis Rinder ab der Geburt bis zum 15. Monat erreichen müssen, damit sie ins Zuchtprogramm aufgenommen werden. „Wir selektieren die Kälber schon nach ihrem ersten Atemzug“, berichten die beiden. „Vom ersten bis zum dritten Tag nach der

Betriebsspiegel BOA Farm Beefcattle Daniela Wintereder (33) und Fred Zehetner (51); Kinder Konstantin (9), Julius (6), Vincent (20 Monate) Flächenbewirtschaftung 320 Hektar Wiesen, Weiden, Ackerfutter, Grünschnittroggen, Luzerne Tierhaltung 650 Rinder, davon 220 Mutterkühe (150 Aberdeen Angus, 50 Galloway – vollkanadische Genetik, 20 Shorthorns) Biobetrieb seit 1993 Eigener EU-konformer Schlachthof 22

Geburt gibt es einen Punkt, wenn das Kalb rasch auf die Welt kommt, gleich die Zitzen findet und in Temperament, Charakter und Ausstrahlung entspricht.“ Sucht ein Kalb die Zitzen zwischen den Vorderbeinen seiner Mutter, scheidet es für die Zucht aus, egal, wie gut seine genetische Abstammung ist.

Von hundert schaffen fünf den Sprung in die Zucht Von hundert Stieren nehmen sie zehn aufgrund ihrer genetischen Abstammung ins Testprogramm auf. Davon schaffen drei bis fünf Tiere den Sprung zum Vererber. „In einem australischen Labor lassen wir über DNA-Sequenzen die Veranlagung unserer Deckbullen für die Vererbung von Marmorierung und Zartheit testen“, erklären die beiden. „Nur Stiere mit den besten Ergebnissen dürfen ihrer Pflicht nachkommen.“ Internationale Spitzengenetik beziehen Fred und Dani über den Betriebstierarzt aus Kanada, USA und Schottland. Zwölf Stiere sind im Deckeinsatz.

Reinzucht mit drei Rassen Reinzucht betreiben sie mit kanadischen Galloway, Aberdeen Angus und Shorthorn. Nur die erstklassigen Tiere setzen sie in der Zucht ein. Die zweitklassigen werden nicht als Schnäppchen verkauft, sie landen in der Mastgruppe im „steak

Fred Zehetner fachsimpelt gerne im Kuhhotel über Fleischrinderzucht. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

corner“ und gehen als Fleischpaket vom Hof. „Wir gehen keine Kompromisse ein, unseren Betrieb verlassen nur die besten Zuchttiere lebend“, betonen Fred und Dani. Von den Kühen verlangen sie zum Beispiel perfekte Euter, hoch aufgehängt mit feinen Zitzen, einwandfreies Skelett, lückenlose Fruchtbarkeit, Leichtkalbigkeit und bedingungslosen Mutterinstinkt. Die Tiere müssen menschenbezogen sein, aber dennoch normalen Respekt zeigen und einen ruhigen Charakter besitzen.

Kreuzungs- und Produktionsherde „Je besser die Basis in der Reinzucht, desto besser fällt das Ergebnis in der Kreuzungszucht aus“, wissen Fred und Dani. Ihre Kreuzungstiere haben nur leistungsstarke Reinzuchteltern. „Wir wollen die Vorteile unserer drei Fleischrinderrassen in der idealen Mutterkuh vereinen“, argumentieren die beiden. Die kanadischen Galloways widerstehen mit ihrem Haarkleid extremer Witterung, verwerten Grundfutter hervorragend und liefern überdurchschnittliche Fleischqualität. Angus-Rinder vertragen Hitze gut und


Mai_2013 bringen höhere Leistungen bei intensiverer Fütterung. Die Shorthorns sind stark in der Milchleistung, haben ein großes, breites Becken und die Schlachtkörper sind besonders gut marmoriert.

Deckstier ist die wichtigste Investition Für die beiden ist der Deckstier die wichtigste Investition in der Mutterkuhhaltung. Entsprechend streng selektieren sie den männlichen Zuchtnachwuchs. Im Alter von zwölf Monaten müssen die Hoden 34 Zentimeter Umfang haben. „Es ist nachgewiesen, dass die Töchter von Bullen mit großen Hoden fruchtbarer sind“, informieren Fred und Dani. „Sie bringen mehr Nachkommen und ihre Wirtschaftlichkeit steigt.“ Im Alter von 14 Monaten dürfen sie eine gleichaltrige Kalbin decken. Mit 24 Monaten gibt es das erste Kalb und eine erste Wertung. Entspricht das Kalb nicht, scheiden Vater und Nachwuchs aus der Zucht aus.

Verhalten füttern Die künftigen Deckstiere halten sie nach dem Absetzen im Alter von etwa neun Monaten in einer Gruppe. Die Tiere müssen mit Heu und Weide auskommen, damit sie nicht zu schwer werden und das Gewicht die Gelenke nicht belastet. Die BOA Farmer sehen gleichzeitig, ob die Tiere das Grundfutter gut verwerten.

Warten, was passiert „Nach dem Absetzen sitzen wir mit den Kindern zwischen den Jungstieren in der Gruppe und warten, was passiert“, berichten Fred und Dani. „Meistens suchen sie Kontakt mit uns, weil ihnen nach dem Absetzen die Mutter fehlt.“ Die BOA Farmer schwindeln sich ins Sozialgefüge der Tiere und werden von ihnen akzeptiert. Das erleichtert den Umgang mit den Rindern, wenn sie ausgewachsene Deckbullen sind.

Lebensleistungskuh Nummer Eins lebt in Wildendürnbach

Frayer, die Urmutter der Aberdeen Angus Herde

Käufer kommen wieder Wer zum ersten Mal einen Deckstier kaufen möchte, den informieren Dani und Fred über ihre Zuchtziele und Methoden. „Bei uns gibt es einen Stier ab 3.500 Euro. Wer einen bei uns kauft, kommt immer wieder“, so die beiden, denn die strenge Selektion bürgt für die hohe Qualität der Nachkommen, verringert aber die Zahl der potenziellen Vererber und hebt die Preise. Von nationalen und internationalen Schauen kehren Fred und Dani regelmäßig mit Auszeichnungen heim. Warum die Rinder in Wildendürnbach in einem Kuhhotel wohnen und wie die BOA-Farmer die Fruchtbarkeit ihrer Tiere managen, wie sie sie füttern und schlachten und das Fleisch vermarkten, lesen Sie in der nächsten Ausgabe. Paula Pöchlauer-Kozel

Frayer ist mit ihren 18 Jahren fit und hat kürzlich ihr 16. Kalb geboren. Frayers Euter ist nach wie vor einwandfrei, gut aufgehängt mit dünnen Zitzen, also für das Kalb perfekt zu „benützen“. Sie ist immer noch gut auf den alten aber absolut korrekten Füßen unterwegs, ohne jemals einen Klauenpfleger gesehen zu haben. Was uns besonders freut, ist, dass sie trotz ihres fortgeschrittenen Alters immer noch ihren Stolz und ihre Ausstrahlung hat und natürlich zu den ranghohen Kühen zählt.

Sohn BOA Jackson ist ein Star

Dani Wintereder mit Konstantin, Vincent, Julius und Fred Zehetner vor dem „koch-ess-trink-stadl“, den sie am 19. und 20. Mai gemeinsam mit dem Schlachthof offiziell eröffnen. Foto: Zehetner

Eines ihrer ersten Kälber war BOA Jackson, ein Stier, der sich hervorragend entwickelt hat und einer der meistgeprüften AA Stiere in Österreich wurde. In unserer Herde stehen nach wie vor etwa 20 BOA Jackson Töchter, die überdurchschnittlich produzieren, darunter auch die amtierende AA-Bundessiegern BOA Salma 55S AA. BOA Jackson Söhne und Töchter sind außer in unserer Herde in ganz Österreich, in Deutschland und Ungarn

Frayer lebt auf der BOA-Farm bei Fred Zehetner und Dani Wintereder. Foto: BOA Farm

erfolgreich im Einsatz und machen unserer „Oma“ somit alle Ehre.

Aufs richtige Rindvieh gesetzt Besonders freut uns, dass Frayer ihre Eigenschaften an ihre direkten Töchter, sowie über BOA Jackson an ihre vielen Nachkommen weitergegeben hat. Perfekte Euter, korrektes Beinwerk, hervorragende Aufzuchtleistungen, beste Klauen, starker Mutterinstinkt – ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Herde. Dass sie mittlerweile schon so viele Jahre bei uns ist und sie somit auch in punkto Lebensleistung zu den Top-Tieren zählt, ist noch ein Extrazuckerl. Wir freuen uns, dass wir mit ihr und der Auswahl ihres Sohnes BOA Jackson sicher aufs richtige Rindvieh gesetzt haben! Daniela Wintereder & Fred Zehetner BOA Farm Beefcattle Tel. 02523/20186, Mobil 0664/13 15 961 www.beefcattle.at office@beefcattle.at

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Die landwirtschaft

tierhaltung

Vorbeugen ist billiger als heilen

Was jeder Landwirt zwei mal am Tag für gesunde Euter tun kann

lk-Beratung

Eine Therapie mit Medikamenten bekämpft Krankheitserreger. Dauerhaft Beratung, die Werte schafft kann man aber die Eutergesundheit nur verbessern, wenn man die Ursachen der Krankheit minimiert. Welche täglichen Maßnahmen im Stall gesunde Euter fördern, darüber informiert der folgende Beitrag. Zu den Vorbeugemaßnahmen zählen Melktechnik, Melkroutine, Melkhygiene, Fütterung, Haltung, Stallklima und Hygiene. Der Milcherzeuger bekommt regelmäßig Ergebnisse zu den Qualitätsparametern im Rahmen der Qualitätssicherung.

lk-Beratung

Eutergesundheitsmanagement Unser Angebot für Sie: Wir orientieren uns an den Daten für das Eutergesundheitsmanagement Beratung, Werte schafft und erkunden die Ursachedie für Eutererkrankungen. Es folgt eine Einschulung zur richtigen Entnahme einer aseptischen Milchprobe, um den Erregerstatus der Herde abzuklären. Gemeinsam erarbeiten wir ein Sanierungskonzept, welches schriftlich zur Verfügung gestellt wird. Ihr Nutzen: Sie erhalten Tipps zur richtigen Melkroutine, um die Eutergesundheit ihrer Herde zu verbessern. Die Milchqualität steigt und die Milchgeldabzüge werden verringert. Kostenbeitrag: 90 Euro, 30 Euro Hofpauschale Beratungsort: am Hof Ihr Ansprechpartner: Tierhaltungsberater Ihrer Bezirksbauernkammer oder Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber, Tel. 05 0259 23301, josef.weber@lk-noe.at Franz Groißmayer, Tel. 05 0259 23302, franz.groissmayer@lk-noe.at Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

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Vormelken ist die erste Milchuntersuchung. Fotos: LK NÖ/Groißmayer

Alle am Milchbetrieb vorhandenen Zahlen und Möglichkeiten sollte er nutzen, um den Eutergesundheitsstatus des Milchkuhbestandes zu erkennen. Dazu gehören: Zellzahlergebnisse der Sammelmilch auf der Milchgeldabrechnung Einzeltierergebnisse der Milchleistungskontrolle und des Gesundheitsmonitorings bei Mitgliedschaft beim Landeskontrollverband Milchveränderungen im Vorgemelk können auf eine mögliche Störung der Eutergesundheit hinweisen der regelmäßige Schalmtest. Er ist eine billige und rasche Möglichkeit, Veränderungen gegenüber der vorangegangenen Kontrolle zu erkennen und danach eine Melkreihenfolge festzulegen

Melktechnik regelmäßig überprüfen und Melkroutine beachten Einmal jährlich sollten autorisierte Fachkräfte die Melkanlage kontrollieren und warten. Die Überprüfung stellt sicher, dass die vorhandene Melktechnik keinen negativen Einfluss auf die Eutergesundheit ausübt. Verschleißteile, die mit der Milch in Berührung kommen, und Zitzengummis sind laut Firmenempfehlung auszutauschen. Für die erste Kontrolle sind die ersten zwei bis drei Strahlen Milch pro Zitze in den Vormelkbecher zu melken. Das Vormelken auf den Boden

Zitzentauchen mit einem zugelassenen Mittel mit Nonretour-Becher. fördert die Gefahr des Verschleppens von Mastitiserregern. Zur Zitzenreinigung bieten sich verschiedene Verfahren an. Alle müssen stark verschmutzte Euter säubern, mit dem hohen Keimdruck und der hohen Ansteckungs- und Keimverschleppungsgefahr umgehen können.

Euter anrüsten Das Anrüsten des Euters (Stimulation) fördert die Melkbereitschaft der Kuh und eine störungsfreie Milchabgabe. Das Hormon Oxytocin löst die Melkbereitschaft aus. Oxytocin wird vor allem bei Berührungsreizen an der Zitze ins Blut ausgeschüttet. Mit dem Blut gelangt das Hormon in die Milchdrüse. Die Milch wird aus den Speicherräumen in das Milchgangsystem und in die Zisternen gepresst. Prall gefüllte Euter und Zitzen sind ein sichtbares Zeichen, dass das Tier melkbereit ist. Jetzt kann die Melkmaschine die Milch melken. Nur bestens angerüstete Kühe sind bereit, die Milch rasch und vollständig freizugeben. Eine Anrüstzeit von 60 bis 90 Sekunden ist – abhängig vom Laktationsstadium – einzuhalten.

Häufig beobachtete Fehler Kein Anrüsten Anrüstzeit zu kurz Wartezeit zwischen Anrüsten und Melken zu lange


mai_2013

Melken und Ausmelken Nach Erreichen der Melkbereitschaft ist das Melkzeug ohne Lufteinbrüche und Bodenkontakt an das Euter anzusetzen. Das Melkzeug sitzt richtig, wenn es frei hängt und nicht verdreht ist. Lässt der Milchfluss deutlich nach, kontrolliert man den Ausmelkgrad mittels Zisternengriff und melkt, falls nötig, maschinell nach. Blindmelken kann die Strichkanalschleimhaut dauerhaft schädigen. Die Strichkanalschleimhaut ist eine Infektionsbarriere gegenüber der „Außenwelt“ . Beim Maschinenmelken wird der Schließmuskel der Zitze durch Anlegen von Vakuum geöffnet. Das geschieht einmal in der Sekunde für etwa 0,4 Sekunden. Fließt in dieser Zeit keine Milch aus der Zitze, spricht man vom Blindmelken.

Zitzentauchen Das Zitzentauchen sofort nach dem Melken bringt einen Schutzfilm um die Strichkanalmündung auf. Der Schutzfilm verringert das Infektionsrisiko in der Zwischenmelkzeit. Zum Zitzentauchen sollte man nur Antireturndippbecher verwenden. Sie verhindern ein Rückfließen der Lösung nach dem Tauchen.

Kurz gefasst Da die Mastitistherapie nur einen Teil der Sanierung von Euterproblembeständen darstellt, müssen den Vorbeugemaßnahmen mehr Zeit und Gewicht eingeräumt werden. Mastitis ist leichter zu verhindern als zu heilen! Bei Problemen im Bereich Eutergesundheit bietet die LK NÖ ein Beratungsprodukt an. Bei Eutergesundheitsproblemen im Bestand wird das Beratungsprodukt „Eutergesundheitsmanagement“ empfohlen. Dabei werden gemeinsam mit dem Betriebsführer ein Sanierungskonzept erstellt und schriftliche Beratungsempfehlungen erarbeitet.

Die Melkzeugzwischendesinfektion verhindert ein Übertragen von Mastitiserregern von kranke auf gesunde Euter. Mastitiserreger können über die Hände des Melkers, über ein Tuch für mehrere Kühe und über kontaminierte Zitzengummi übertragen werden. Durch reine Melkerhände oder das Verwenden von Einwegtüchern und die Einführung einer Melkzeugzwischendesinfektion kann man das Übertragen von Mastitiserregern deutlich reduzieren.

Fütterung, Haltung, Stallklima und Hygiene Auch eine wiederkäuer- und bedarfsgerechte Fütterung sowie die Beachtung der Futterhygiene stellen ein wesentliches Element der Vorbeugung gegen Mastitis dar. Eine Milchkuh erbringt gewaltige Leistungen. Damit diese über viele Laktationen erbracht werden können (hohe Lebensleistung), sind die Umweltbedingungen an die Anforderungen anzupassen. Umweltbedingungen haben sehr häufig Mitverantwortung bei Eutergesundheitsstörungen. Zusammengestellt von: Franz Groißmayer, Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23302, franz.groismayer@lk-noe.at

Zellzahl als Indikator Die Zellzahl dient als Bewertungskriterium für die Rohmilchqualität. Anhand des Zellzahlgehalts der Milch kann man die Eutergesundheit der Milchkühe beurteilen. Bei den körpereigenen Zellen handelt es sich um Leukozyten (weiße Blutkörperchen), Phagozyten oder Epithelzellen. Die Zellzahl wird in Zellen pro Milliliter angegeben. Ein erhöhter Zellzahlgehalt bedeutet immer eine Leistungsminderung. Laut Milch-Hygienerecht muss der Zellgehalt der Anlieferungsmilch mindestens zweimal pro Monat kontrolliert werden.

LKV Kennzahl Mai ‑ Das 200-Tage Gewicht

Zunahme des Kalbes zeigt Leistung der Kuh Auszug Wiegeergebnis männlicher Jungrinder NR. Lebensnummer Vater Lebensnr/Name RA Name Mutter Lebensnr/Name AT 239.826.717 MOPS PM AT 102.177.319 AT 351.271.309 SENSE AT 239.826.717 MOPS PM AT 102.179.519 AT 351.271.509 GERLI

Geb.Dat GG kg 200 TG kg Akt. G kg Alter Tg GV TGZ TGZ g 03.12.11 37 296 231 137 leicht 1295 1416 05.12.11 34 278 210 135 normal 1220 1304

Wiegeauswertung der Jungtiere nach Rasse und Geschlecht Rasse

Sex 200 TG

Fleckvieh 365 TG

Anzahl Gewicht kg/Differenz

M W M W

1 1 4 2

Der LKV Niederösterreich betreut rund 500 spezialisierte Fleischrinderzüchter mit Mutterkuhhaltung. Bei der Leistungsprüfung werden die Jungtiere gewogen sowie ihre Abstammungs-, Fruchtbarkeits- und Fitnessdaten erfasst. Die Milch der Mutterkuh ist in den ersten Lebensmonaten die wichtigste und wirtschaftlichste Nährstoffquelle des Kalbes. Daher ist die Zunahme des Kalbes im ersten Lebensabschnitt das Merkmal, aus dem auf die Milchleistung der Kuh geschlossen werden kann. Der LKV wertet dazu das Gewicht und die Tageszunahme des Kalbes zum 200. Lebenstag aus und gibt die Daten am Wiegebericht beziehungsweise im RDV4M an.

Mit Korrektur zwischen 90. und 280. Tag gewogen Eine Wiegung genau am 200. Lebenstag ist kaum möglich. Deshalb wird das Gewicht des Kalbes zwischen dem 90. und 280. Lebenstag erhoben. Dabei wird unter Berücksichtigung von Rasse, Geburtsgewicht

335 +57 257 -36 472 +78 421 +421

TGZ g/Differenz 1470 +288 1090 -173 1179 +212 1040 +1040

und Geschlecht des Kalbes mit wissenschaftlich ermittelten Gleichungen auf den 200. Lebenstag korrigiert. Dabei wird jener Wiegung der Vorzug gegeben, die diesem Termin am nächsten liegt. Wichtig für den Bauern sind das Alter in Tagen, das aktuelle Gewicht und die Zunahme des Kalbes.

Vergleichsergebnisse erleichtern Selektion Für die Interpretation des Ergebnisses wird am Wiegebericht das 200-Tage Gewicht jeden Jungtieres getrennt nach Geschlecht und Rasse sowie der Durchschnitt der Herde an diesem Termin angegeben. So kann der Züchter im Wissen um die Futtersituation in der Herde rasch und sicher erkennen, welche Kühe ihre Kälber ausreichend mit Milch versorgen können, um das Wachstumsvermögen der Genetik auszureizen. Bei der Interpretation der Ergebnisse bieten die Vergleichswerte der letzten Wiegetermine wichtige Zahlen, die dabei helfen, die Selektionsentscheidungen optimal zu treffen. DI Karl Zottl, LKV Niederösterreich www.lkv-service.at

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Die landwirtschaft

tierhaltung

D-Quotenbesitzer aufgepasst

Amstetten – milchreichster Bezirk

Direktverkauf bis 14. Mai melden

Milchanlieferung 2012 in Tonnen 140.000

In Niederösterreich verfügen 1.896 Kuhmilcherzeuger über eine Direktvermarktungsquote (D-Quote). Sie vermarkten rund neun Millionen Kilogramm Kuhmilch pro Jahr als Rohmilch und als veredelte Milchprodukte direkt an Letztverbraucher, Kindergärten, Schulen, Großverbraucher und Händler.

120.000 100.000

125.553

NÖ Bauern lieferten 2012 um drei Prozent mehr Milch

7.890

10.821

14.510

24.104

17.586

24.162

Me lk Zw ett l Sc he ibb St. s Wi Pö en lte er n Ne us tad t Gm ün Ne d un Wa kir idh ch en ofe n/ Th ay Lil a ien fel d Wa idh Krem ofe s n/ Yb bs Ba de n Ho rn

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24.325

20.000

26.150

35.099

64.142

69.739

40.000

69.783

60.000

75.857

80.000

Mit 597.354 Tonnen Kuhmilch lieferten NÖ Milchbauern im Kalenderjahr 2012 um drei Prozent mehr an die zugelassenen Abnehmer und Molkereien ab. Davon entfielen 125.553 Tonnen oder 21 Prozent auf den Bezirk Amstetten. Weitere 50 Prozent der Milchanlieferung stammen aus den Bezirken Melk,

Zwettl, Scheibbs, St. Pölten und Wiener Neustadt. Die Milchanlieferung 2012 nach Bezirken ist in der Grafik ersichtlich, ausgenommen Mödling mit 1.945 t, Tulln mit 1.676 t, Korneuburg mit 1.289 t, Hollabrunn mit 1.173 t, Mistelbach mit 641 t, Wien Umgebung mit 361 t, Gänserndorf mit 294 t und Bruck an der Leitha mit 254 t Milch.

Richtig melken und Milchqualität sichern Die Arbeitsgruppe zur Förderung von Eutergesundheit und Milchhygiene in den Alpenländern (AFEMA) hat den Beratungs- und Lehrbehelf „Milch und Melken“ erarbeitet. In der Melkfibel wird der Einsatz von Melktechnik auf dem Milcherzeugerbetrieb, Zusammenhänge zwischen Milchbildung und Milchgewinnung bis hin zu Mängeln der Melkanlage und deren Auswirkungen dargestellt. Dem Beratungsbehelf liegt eine DVD bei. Darauf sind einschlägige Vortragsunterlagen von Experten aus den Bereichen Beratung, Wissenschaft, Tierärzteschaft und Tiergesundheitsdienste zu finden. Der Beratungsbehelf kann direkt im Referat Milchwirtschaft, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten, Tel. 05 0259 23300 oder unter josef.weber@lk-noe.at zum Druckkostenbeitrag von acht Euro plus Porto bezogen werden. Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber, Tel.: 05 0259 23300, E-Mail: josef.weber@lk-noe.at

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Gemäß Milchquoten-Verordnung 2007 sind von jedem Kuhmilch-Direktvermarkter täglich Aufzeichnungen über die direktvermarkteten Mengen zu führen und nach Ablauf des Zwölfmonatszeitraums der AMA zu melden. Der Zwölfmonatszeitraum von 1. April 2012 bis 31. März 2013 wird auch „Milchquotenjahr“ genannt. Diese Meldung mit dem Formular „Meldung des Direktverkaufs – DV1“ ist bis spätestens 14. Mai 2013 der AMA zu übermitteln. Über das Internetportal www.eama.at kann man nach erfolgter Anmeldung mit dem PIN-Code im Menüpunkt „Milch“ die Online-Meldung durchführen.

Strafe bei verspäteter Meldung Für alle D-Quotenbesitzer besteht die Meldepflicht. Erfolgt die Meldung nach dem 14. Mai 2013 wird ein Strafbetrag im Mindestausmaß von 100 Euro vorgeschrieben. Wenn im abgelaufenen Zwölfmonatszeitraum 2012/13 keine Direktvermarktung von Kuhmilch erfolgte, jedoch eine D-

Quote besteht, ist die Meldung des Direktverkaufs deutlich lesbar als „Leermeldung“ abzugeben. Da eine D-Quote erst verfällt, wenn zwei Jahre hintereinander keine Direktvermarktung erfolgte, ist eine Meldung (Leermeldung) erforderlich, auch wenn schon 2011/12 eine derartige Leermeldung erstattet wurde. Das aktuelle Aufzeichnungsheft für Milchdirektvermarktung kann unter www.ama. at ausgedruckt oder bei der zuständigen Bezirksbauernkammer oder im Referat Milchwirtschaft unter Tel. 05 0259 23300 oder milch@lk-noe. at angefordert werden.

Vorletztes Quotenjahr Das Milchquotenjahr 2013/14 ist das vorletzte vor dem Auslaufen der EU-Milchquotenregelung am 31. März 2015. Dies gilt für die A-Quote (Quote für Lieferungen) und die D-Quote (Quote für Direktverkäufe). Wenn die einzelbetriebliche Direktvermarktung höher ist als die bestehende D-Quote, ist mit keiner Zusatzabgabe zu rechnen, da aus der nationalen Saldierung der Direktverkäufe mit der bestehenden nationalen D-Quote keine Übernutzung resultiert. Für allfällige Anfragen oder eine Spezialberatung am Hof stehen die Berater des Milchreferates gerne zur Verfügung, Kontakt unter milch@lk-noe. at. Dipl.-Päd. Josef Weber Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23301 josef.weber@lk-noe.at


Mai_2013

Stier des Monats

Eber des Monats

GS Veto – ein hervorragender Rumgo Sohn

P Eimer 3-5669 NN

GS Veto ist ein genomischer Jungvererber der vor allem aufgrund seiner hervorragenden Produktionsmerkmale bei den Züchtern punkten kann. Neben GS Vogt zählt er zu den ausgeglichensten GS Rumgo – Söhnen.

EIMER, ein Topeber der mit seiner Eleganz und ausgezeichneten Leistungsdaten besticht.

GS Veto kommt vom Züchterhof der Familie Reisinger aus Wieselburg. Familie Reisinger ist bekannt für ihre typ- und leistungsstarke Fleckviehherde. Genau in dieses Schema fällt die GS Veto Mutter Sigi. Sigi ist eine körperstarke GS Dionis-Tochter mit einem drüsigen, gut aufgehängten Euter. Sigi besticht auch hinsichtlich ihrer Durchschnittsleistung von 10.500 Kilogramm Milch bei guten Inhaltsstoffen. Aus ihrer Rumba-Tochter wird demnächst ein GS Vikersund-Sohn mit genomischem Gesamtzuchtwert von 146 in die Besamung überstellt.

Ausgeglichener Zuchtwert Hervorragend präsentiert sich GS Veto in den Hauptmerkmalen. Sein Milchwert von 130 bei

GS Veto Mutter (rechts) mit ihrer Rumba Tochter. Foto: NÖ Genetik

+1.167 und durchschnittlichen Inhaltsstoffen, sein positiver Fleischwert von 103 und der hohe Fitnesswert von 119 sprechen für seinen ausgeglichenen Zuchtwertaufbau. Im Fitnessbereich ist sein Kalbeverlauf von 129 (bei 64 Prozent) beeindruckend, genauso wie die ideale Kombination von einem guten Zellzahl- und Melkbarkeitszuchtwert. Im Exterieur erwarten wir uns von GS Veto genügend rahmige, umsatzbetonte Fleckviehkühe mit sehr trockenen Fundamenten und allerdings stärkerer säbelbeiniger Winkelung. Die Euter sind laut Typisierungsergebnis sehr lange im Voreuter ausgeprägt bei durchschnittlicher Aufhängung. GS Veto sollte an leistungsschwächere Fleckviehtiere mit steileren Fundamenten angepaart werden. Ernst Grabner

Eimer kommt aus starken Linien. Foto: Hohenwarth

Der Eber des Monats Mai stammt aus dem Pietrainzuchtbetrieb Gerhard Willim in Hafnerbach bei Prinzersdorf. Die Abstammung von Eimer ist eine gelungene und mehrmals wiederholte Anpaarung sehr leistungsstarker Linien. Vaterseits steht mit Ebba, ein Ebronachkomme, eine sehr

leistungsstarke nachkommengeprüfte Linie. Mutterseits ist mit Fugal-Fugu ein Garant für hohe Zunahmen und Wüchsigkeit vertreten. Auch seine Vollgeschwisterprüfung bestätigt sein Leistungspotential. In allen relevanten Merkmalen brachte er positive Abweichungen. Weitere Infos unter: www.gutstreitdorf.at, www.besamung-hohenwarth. at

BLUP Zuchtwertschätzung: MS 106 VG:

TgZ 715g

FV 2,45

MFA 72,1

FBZ 102,4

KL 95

KaFl 68,5

3. Gebietsrinderschau am 2. Juni 2013 in Nöstach Der Verein zur Förderung der Rinderzucht und Tierhaltung im Gerichtsbezirk Pottenstein und Umgebung veranstaltet mit Unterstützung der Milchgenossenschaft NÖ (MGN) und der NÖM AG die 3. Gebietsrinderschau am Betrieb Strocker-Grandl in Nöstach 58. Programm: 9.00 Uhr Feldmesse; 11.00 bis 12.00 Uhr Liveübertragung ORF Radio und NÖ Frühschoppen; ab 13.00 Uhr Gebietsrinderschau und Jungzüchterwettbewerb. Die Landjugend organisiert zusätzlich Aktivitäten, wie Landwirtschaft begreifen, Wettmelken, Milchbar mit Milchshakes. Am Nachmittag findet eine Quizverlosung mit Sachpreisen statt. Der Hauptpreis ist ein Zuchtkalb, gesponsert von MGN und NÖM AG. 27


Die landwirtschaft

tierhaltung

Wissensauffrischung für Anwender und Grundinfo für Neueinsteiger

Fütterungsarzneimittel am TGD-Betrieb herstellen

Im Rahmen eines Tiergesundheitsdienstes dürfen Landwirte unter Anleitung des Betreuungstierarztes Fütterungsarzneimittel für die Tierhaltung im TGDBetrieb herstellen. Der Beitrag informiert Anwender und Neueinsteiger über die rechtlichen Rahmenbedingungen dieser bewährten Bestimmung. Am TGD-Betrieb ist für die Anwendung von Arzneimitteln ein TGD-Arzneimittelanwender erforderlich. Dies kann der Bewirtschafter, aber auch ein am Betrieb lebender Familienangehöriger oder ein, in einem aufrechten Dienst- oder Vertragsverhältnis stehender Betriebsangehöriger sein. Der TGD-Arzneimittelanwender muss einen achtstündigen Grundkurs absolvieren, bevor ihn der Betreuungstierarzt in die Behandlung der Tiere einbinden kann. Die erforderliche Weiterbildung von vier Stunden in vier Jahren darf jeder Betriebsangehörige absolvieren. Pro Weiterbildungsveranstaltung kann nur eine Person pro Betrieb Stunden erwerben.

Meldung bei Bezirksverwaltungsbehörde ist verpflichtend Für die Herstellung von Fütterungsarzneimitteln hat der TGD-Arzneimittelanwender zusätzlich einen dreistündigen Mischtechnikkurs zu absolvieren. Der Betriebsführer muss vor Aufnahme der Misch-Tätigkeit diese bei der Bezirksverwaltungsbehörde melden. Bei der Meldung hat der Betrieb der Behörde schriftlich zu bescheinigen, dass die Betriebsräume, das Personal und die sonstigen betrieblichen Einrichtungen den Anforderungen entsprechen. Der Betrieb erhält zur Identifizierung eine Registernummer. Die Behörde hat Betriebskontrollen durchzuführen und muss die Registrierung aufheben, wenn der Betrieb den Anforderungen nicht mehr entspricht. Sie untersagt die weitere Herstellung von 28

Fütterungsarzneimitteln bis zur neuerlichen Meldung und nachweislichen Beseitigung der Mängel.

Wie müssen Betriebe beschaffen sein? Betriebe müssen so beschaffen sein, dass eine einwandfreie Herstellung, Lagerung und Überprüfung der Fütterungsarzneimittel möglich ist. Die Anlagen und Räume müssen in einem ordnungsgemäßen baulichen und hygienischen Zustand und so beschaffen sein, dass während der Herstellung und Lagerung eine Verunreinigung vermieden wird. Fütterungsarzneimittel dürfen durch äußere Einwirkung hygienisch nicht nachteilig beeinflusst werden. Der Mischer muss den Bedingungen gemäß Normtypenblatt entsprechen. Für neue Mischer ist eine Konformitätsbescheinigung des Herstellers vorzulegen. Die Fütterungsarzneimittel sind unter Beachtung der Bedienungsanleitung herzustellen, damit die Homogenität der Mischung von mindestens 1:10.000 garantiert werden kann. Mischbottiche von Flüssigfütterungen sind nicht zur Herstellung von Fütterungsarzneimitteln geeignet. Der Hersteller hat in Eigenverantwortung dafür Sorge zu tragen, dass nur Futtermittel oder Kombinationen von Futtermitteln verwendet werden, die den Vorschriften des Futtermittelgesetzes entsprechen, das verwendete Futtermittel eine homogene und stabile Mischung mit der zugelassenen Fütterungsarzneimittel-Vormischung ergibt, die zugelassene Fütterungsarzneimittel-Vormischung bei der Herstellung des Fütterungsarzneimittels gemäß den dafür vorgesehenen Bedingungen verwendet wird: keine unerwünschten Wechselwirkungen zwischen Tierarzneimitteln, Zusatzstoffen und Futtermitteln; Haltbarkeit über den vorgeschriebenen Zeitraum. Fütterungsarzneimittel-Vormischungen sind in getrennten, eigens dafür

Das vom LFI Österreich herausgegebene „Fütterungsarzneimittel-Mischbuch“ kann für die Aufzeichnungen verwendet werden. Es enthält auch die „Leitlinien über die Herstellung von Fütterungsarzneimitteln am landwirtschaftlichen Betrieb“. Die Broschüre erhalten Sie kostenlos bei Ihrer Bezirksbauernkammer. bestimmten und für die Aufbewahrung geeigneten, verschlossenen Räumen oder luftdicht verschlossenen Behältnissen zu lagern. Fütterungsarzneimittel-Vormischungen sind gemäß der Anleitung und der Verschreibung des Tierarztes und laut den Vorgaben des Beipacktextes einzumischen.

Tagesaktuelle Aufzeichnungen gefordert Der Hersteller muss tagesaktuell Buch führen über die Art und die Menge der zugelassenen FütterungsarzneimittelVormischungen, der Futtermittel und der hergestellten oder auf Lager genommenen Fütterungsarzneimittel sowie über den Namen und die Anschrift des verschreibenden Tierarztes. Diese Aufzeichnungen sind mindestens fünf Jahre von der letzten Eintragung an aufzubewahren und der Behörde bei Kontrollen auf Verlangen vorzulegen. Mag. Stefan Fucik, Ref. Tiergesundheit und Tierschutz Tel. 05 0259 23501, stefan.fucik@lk-noe.at


Mai_2013

Teil 2: Sauen in Gruppenhaltung

Mit allen Sinnen die Sauensignale richtig deuten

Gute Tierbeobachtung ist bei der Schweinezucht das Um und Auf. So erkennt der Züchter rechtzeitig erkrankte Tiere und kann den Gesundheitsproblemen entgegen wirken.

Die körperliche Kondition der Zuchtsau beurteilt der Tierhalter am besten durch Betasten. Foto: Wlcek

Beim täglichen Stallrundgang sind die Sinne des Bauern gefragt. Denn nur durch genaues Beobachten kann der Züchter Probleme bei seinen Schweinen rechtzeitig erkennen. Dabei gilt es, auslösende Faktoren einer Krankheit rasch zu identifizieren und sie zu beseitigen.

Gut hingehört Schweine übermitteln mit ihren Lauten, was sie gerade fühlen, Emotionen im positiven wie negativen Sinn. Geben entspannte Tiere leise Kontakt- und Grunzlaute von sich, ändert sich das bei Aufregung. Laute Schreie sind die Folge. Diese kann der Landwirt schon vor dem Betreten des Stalls hören. Sie sind vor den Fütterungszeiten nicht weiter ungewöhnlich. Außerhalb dieser Zeit weisen laute Schreie auf ein Problem hin. Husten und Niesen ist besonders beim Stallrundgang zu hören.

aber auch Staub und Schimmelpilze schädigen die Atemwege der Tiere.

Eine derartige Unterernährung kann zu wunden Stellen besonders an der Schulter führen.

Mit Fingerspitzengefühl

Mit dem richtigen Riecher

Die Körperkondition des Tieres ist ein Maß für das Wohlbefinden. Das Ziel ist ein rundes Schwein mit gefülltem Bauch. Dennoch soll die Hüfte mit ein wenig Druck fühlbar sein. Das entspricht der Körperkonditionsklasse BCS 3 (Body Condition Score). Zu fette Tiere, sprich größer als BCS4, erkranken leichter an Lahmheit, neigen zu Kreislaufproblemen und sind weniger fruchtbar.

Zusätzlich zu den Lauten spielen auch die Gerüche im Stall eine Rolle. Beim Beurteilen der Schweineherde heißt es für den Züchter, selbst einmal kräftig durchatmen. Denn alle Gerüche, die den Menschen belasten, setzen auch den Schweinen zu. Schadgase wie Ammoniak,

Aber auch zu dünn, unter einem Wert von BCS 2,5, ist nicht gut. Herausstehende Wirbelsäulen oder Hüfthöcker weisen auf unzureichende Ernährung hin. Dafür können aber genauso Parasitenbefall oder Allgemeinerkrankungen die Ursache sein.

Nicht nur das Beurteilen der körperlichen Kondition der Zuchtsauen geht am besten durch Betasten. So sind erste Anzeichen von „Strahlenpilz“ am Gesäuge bei tragenden Sauen leicht zu erfühlen. Walnussgroße Knoten machen sich bemerkbar. Auch bei Schwellungen, deren Ursache unklar ist, kann der Tastsinn den Züchter weiter bringen. Während sich ein Schleimbeutel flüssigkeitsgefüllt und kalt anfühlt, ist eine Entzündung heiß und schmerzhaft. Eine Wasseransammlung erkennt der Züchter, indem sich die Stelle kalt anfühlt und der Eindruck mit dem Finger bleibt. Ist die Stelle hart, kann es sich um eine Knochenauflagerung handeln, die nicht schmerzhaft ist.

Probleme schmecken Der Geschmackssinn des Landwirtes ist nur im Zusammenhang mit dem Futter und dem Wasser der Tiere zu sehen. Dem Züchter sollte es zumindest theoretisch möglich sein, eine Prise Futter zu kosten oder sich ein Glas Wasser aus der Tränke zu holen.

Hinspüren oder der 6. Sinn Erfahrung und Gespür ermöglichen es dem Landwirt, schon beim Betreten des Stalles zu bemerken, dass etwas nicht stimmt, selbst wenn der Züchter das Problem zu diesem Zeitpunkt nicht genau beim Namen nennen kann. Gerade dann zahlt es sich aus, länger im Stall zu bleiben und die Schweine genauer als sonst unter die Lupe zu nehmen. Dr. Christine Leeb Institut für Nutztierwissenschaften Department für Nachhaltige Agrarsysteme Universität für Bodenkultur

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Die landwirtschaft

tierhaltung/Naturschutz

Bienen im Mai

So kört der Züchter Königinnen

Im Mai startet die Königinnenzucht. Der Züchter bestimmt, welche Königin ihr Erbgut weitergeben darf. Wie die Körung funktioniert, erklärt Königinnenzüchterin und Imkermeisterin Heidrun Singer. Der Züchter prüft die Merkmale der Arbeiterinnen-Bienen. So kann er feststellen, ob die Königin von rassenkonformen oder rassenfremden Drohnen begattet wurde. Nur wenn die Prüfergebnisse der Merkmale eines Bienenvolkes innerhalb der festgelegten Standardgrenzen liegen, gilt das ausgewählte Bienenvolk als rassentypisch und zuchtwürdig.

Beim Kören zählen Körpermerkmale Beim Kören untersucht der Züchter bei den Arbeitsbienen die Körpermerkmale Panzerzeichen, Filzbindenbreite, Haarlänge und Cubitalindex. Unter Panzerzeichen versteht man die Färbung und die Aufhellungen am Hinterleib der Arbeitsbienen. Die Panzerfarbe der Carnica-Biene ist im Gesamteindruck dunkel oder dunkelgrau im Gegensatz zur Ligustica-Biene, deren Panzer ein bis drei gelbe Ringe aufweist. Lederbraune Pan-

Was heißt Kören? Das ausgewählte Zuchtvolk muss in allen relevanten Eigenschaften wie Sammeleifer, Sanftmut, ruhiger Wabensitz, Putztrieb und Widerstandskraft gegenüber Krankheiten in Verbindung mit der Propolisverwendung entsprechen. Es muss unabhängig vom Standplatz und im Vergleich zu Nachbarvölkern am gleichen Ort als Klassenbestes hervorstechen. Die Körung ist bei Vorliegen all dieser gewünschten Eigenschaften nur mehr Routine und besagt, dass die ausgewählte Zuchtmutter auch genetisch der ihr zugedachten Rasse entspricht. Die Körung dient auch der Unterscheidung geographischer Bienenrassen. Die Merkmalsuntersuchung bezieht sich auf das Messen der Merkmalsunterschiede der verschiedenen Bienenrassen. 30

zerzeichen als Ecken oder Ring kommen auch bei der rassentypischen Carnica vereinzelt vor. Gelbe Ringe weisen auf eine Verbastardisierung mit der Italiener Biene hin. Die Filzbindenbreite ist die Behaarung auf den Hinterleibsringen. Bei der Carnica sind die Filzbinden breit und grau. Die Haarlänge, das Überhaar, wird bestimmt an der Länge der Haare auf der fünften Rückenschuppe der Arbeitsbienen. Sie ist bei der Carnica kurz, mit 0,25 bis 0,3 Millimeter.

Flügelindex unterm Mikroskop ermitteln Adern teilen den Vorderflügel der Bienen in Zellen, die sogenannten Cubitalzellen. Beim Kören misst man das Verhältnis der kurzen Grundader zur langen Äderung in der dritten Flügelzelle. Dieser Flügelindex (Cubitalindex) gibt an, wie vielmal der kleinere Abschnitt in dem größeren Abschnitt der Grundader enthalten ist. Der Flügelindex gilt als wichtigstes Körmerkmal. Er liegt bei der Carnica über zwei. Für die Körung nimmt man 50 Jungbienen des Zuchtvolkes. Genauso viele Drohnen,

Heidrun Singer zieht von fünfjährigen Zuchtmüttern Königinnen nach. Diese Eliteköniginnen durchlaufen bis zum Status ihrer Zuchtwürdigkeit eine mehrjährige, strenge Prüfung und Selektion bis sie am Ende bravourös bestehen. Foto: www.carnica-singer.at

deren Körmerkmale im Verhältnis zu den Arbeitsbienen etwas differieren, sind zu kören. Den Flügelindex ermittelt man mit dem Mikroskop oder mit Hilfe eines Digitizers und einer speziellen PC-Software. Der Flügelindex im Vorderflügel ist ein Merkmal, das sich weder durch klimatische noch durch sonstige Einflüsse verändert und einen beständigen Wert für die Rassenbeurteilung liefert. Eine zuverlässige Rassenbestimmung ist auch durch eine DNA-Analyse möglich. Doch diese Art der Rassenbeurteilung scheitert derzeit noch an den hohen Einzelanalysekosten. Deshalb ist die Körung zur Bestimmung der Carnica-Biene das Mittel der Wahl. Heidrun Singer www.carnica-singer.at


mai_2013

Wertvolle Feuchtlebensräume erhalten

Sutten sind wahre Oasen in freier Flur

Unregelmäßig auftretende Feuchtstellen auf Ackerflächen und Wiesen sind unersetzliche Lebensräume für viele zum Teil stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Der Erhalt solcher Sutten ist ein wesentlicher Beitrag zum Naturschutz. Eine Entwässerung oder Anschüttung ist unter bestimmten Umständen bewilligungspflichtig.

Ein Paradies für die heimische Tierwelt Für die heimische Tierwelt sind die im Jahresverlauf erscheinenden und wieder verschwindenden Kleingewässer ein wahrer Segen. Unterschiedlichste Tiere, wie Vögel, Amphibien, Urzeitkrebse und Insekten haben sich auf diese (un)regelmäßig auftretenden und mittlerweile sehr selten gewordenen Lebensräume spezialisiert. Der langfristige Erhalt dieser Flächen ist für sie eine Überlebensfrage.

Heimstätte für Amphibien Nach der Schneeschmelze oder nach starken Niederschlägen bilden sich in Senken von Ackerflächen und Wiesen zahlreiche Feuchtflächen, die so genannten „Sutten“. Ihre Größe kann von kleinen Pfützen bis hin zu hektargroßen Wasseransammlungen reichen. Sie sind besonders entlang von Flüssen und Bächen, wie zum Beispiel entlang der March, der Donau oder dem Fürbach zu finden. Sutten sind besonders vielfältige Lebensräume. Durch die sich ständig ändernden Umwelteinflüsse, wie etwa Wasserstand, Temperatur und Salzgehalt, kommt es zur Ausprägung unterschiedlichster Lebensgemeinschaften.

Aus dem NÖ Naturschutzgesetz 2000 „Die Entwässerung oder Anschüttung von periodisch wechselfeuchten Standorten mit im Regelfall jährlich durchgehend mehr als einem Monat offener Wasserfläche von mehr als 100 m2“ bedarf außerhalb vom Ortsbereich einer Bewilligung durch die örtlich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (§ 7 Bewilligungspflicht Abs. 1 Z 7). „Die Vornahme von Entwässerungen, Grabungen, Anschüttungen und sonstigen Maßnahmen, die geeignet sind, einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu gefährden, im Bereich von Moor- oder Sumpfflächen, Auwäldern sowie Schilf- oder Röhrichtbeständen, ausgenommen unbedingt notwendige Maßnahmen bei der Durchführung eines gemäß § 7 bewilligten Vorhabens“ ist außerhalb vom Ortsbereich verboten (§ 6 Verbote Z 2).

Je nach „Lebensdauer“ der Sutten – manche führen bis in den Juni hinein Wasser – werden sie von verschiedenen Amphibien zum Ablaichen benutzt. Rotbauchunken und Wechselkröten, aber auch Laubfrösche, Donau-Kammmolche und Wasserfrösche sind regelmäßig in und an Sutten anzutreffen. Alle heimisch vorkommenden Amphibien befinden sich auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ und sind mehr oder weniger stark im Bestand gefährdet. Das liegt hauptsächlich daran, dass ihre Lebensräume, zu denen auch Sutten zählen, immer seltener werden.

Rastplatz für Wasser- und Watvögel Für Wasser- und Watvögel sind diese Flachgewässer eine willkommene Nahrungsquelle. Sie werden im Frühjahr oft zu Hunderten zur Nahrungssuche und Zwischenrast aufgesucht. Erschöpfte Zugvögel „tanken“ hier noch einmal richtig auf, bevor die Reise weitergeht. An großen Sutten sind Kiebitze und Flussregenpfeifer als Brutvögel anzutreffen. Die offenen Schlammfluren der abtrocknenden Senken sind hervorragende Brut- und Nahrungsgebiete, da sie schlecht befahrbar sind und auch Bodenräuber die schlammigen Flächen nur schwer erreichen.

Urzeitkrebse sind „Überlebenskünstler“ Zu den kleinsten, aber sicherlich ältesten Besiedlern zählen die stark gefährdeten Urzeitkrebse. Seit hunderten Jahrmillionen passen sich diese kleinen Krebse immer wieder aufs Neue an eine sich ändernde Umwelt an und haben es durch

In der meist intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft sind Sutten regelrechte „Hotspots“ der Artenvielfalt. Foto: Ute Nüsken

Spezialisierung geschafft, unterschiedlichste Extrembiotope zu besiedeln.

Erhalt der am meisten gefährdeten Lebensräume der Agrarlandschaft Landwirte nehmen Sutten oftmals als Bewirtschaftungserschwernis wahr, da die feuchten Senken unbefahrbar sind und es durch das anstehende Wasser zu Ertragsminderungen kommen kann. Zahlreiche Sutten wurden daher in den vergangenen Jahren verfüllt und sind somit verloren gegangen. Die wichtigste Maßnahme zur Sicherung dieser wertvollen Feuchtlebensräume ist es, diese unverändert in ihrem natürlichen Zustand zu belassen. Zusätzlich kann der Wert von Sutten als Lebensstätte durch extensive Bewirtschaftung der unmittelbar angrenzenden Nutzflächen oder durch nutzungsfreie Pufferstreifen enorm gesteigert werden. Mag. DI Bernhard Frank Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Naturschutz DI Frank Grinschgl Techn. Büro für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

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Die landwirtschaft

forstwirtschaft

Gastbaumart Nummer Zwei

Die Roteiche, wüchsig und attraktiv

Die Heimat der Roteiche liegt im Osten Nordamerikas. Schon 1691 wurde sie in die Schweiz importiert. Ursprünglich als Park- und Alleebaum angepflanzt, wird sie heute in vielen Bereichen Europas forstwirtschaftlich genutzt. Die Roteiche ist im Osten Nordamerikas eine der bedeutendsten Laubbaumarten und eine häufige Mischbaumart artenreicher Laubwälder der Niederungen und Mittelgebirge. In den Appalachen kommt sie bis über 1600 Meter vor.

Eher geringe Ansprüche an den Boden Die Roteiche stellt an den Boden eher geringe Ansprüche; sie liebt lockere, kalkarme Böden in feucht mildem Klima. Selbst auf Standorten mit mäßiger Wasser- und Nährstoffversorgung zeigt sie noch bemerkenswerte Wuchsleistungen. Nur auf Lehm- oder Tonböden mit starkem Wasserstau, Vernässungen, kalkhaltigen oder sehr trockenen Standorten ist von ihr abzuraten. Im Vergleich zu den heimischen Eichenarten ist die Roteiche resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten, etwas schattenverträglicher und vor allem zuwachsstärker. Sie besitzt in der Jugend ein Pfahlwurzel-, später ein stark verzweigtes Herzwurzelsystem und kann als „sturmfest“ bezeichnet werden.

Blätter sind die Markenzeichen Die Roteiche verdankt ihren Namen den Blättern, die sich im Herbst leuchtend orange bis rot verfärben. Die ansonst dunkelgrünen Blätter sind mit zehn bis 25 Zentimetern relativ groß, sehr tief eingeschnitten mit vorne spitz zulaufenden Lappen. Die graue Rinde bleibt lange glatt, später wird eine nicht sehr tiefrissige Borke gebildet.

Leistungsstark und attraktiv Die Roteiche zeichnet sich aus durch: sehr gute Qualitäts- und Massenleistung 32

relativ geringe Ansprüche an die Standortsgüte häufige und starke Fruktifikation. besondere Robustheit und damit geringes Anbaurisiko optische Attraktivität und damit Bereicherung des Landschaftsbildes

Reinbestand und leistungsstarke Beimischung Die Roteiche kann man erfolgreich in Reinbeständen und auch als leistungsstarke Beimischung in Buchen- und Nadelholzbeständen verwenden. Die Mischungsform ist maßgeblich verantwortlich für den waldbaulichen Erfolg und den dafür benötigten Pflegeaufwand. Auf Einzelmischung sollte man verzichten. Gruppen-, horst- oder streifenweise Mischungsformen führen eher zu stabilen Mischbeständen. Bei der Begründung kann mit Pflanzenzahlen von 3.500 bis 4.000 Stück pro Hektar im Verband zwei mal 1,2 bis 1,5 Metern ein für die natürliche Astreinigung ausreichender Dichtstand erzeugt werden. Sind Astungsmaßnahmen vorgesehen oder wird brauchbare Naturverjüngung miteinbezogen, so kann auch mit geringeren Pflanzenzahlen das Ziel der Jungbestandspflege, die Erziehung eines astreinen Schaftes, erreicht werden.

Gute Astreinigung bei Dichtstand Die Roteiche wächst nach der Pflanzung gut an und zeigt von Jugend an ein lang anhaltendes und starkes Wachstum, wodurch sich die Kulturpflege meist nicht sehr aufwendig gestaltet. Die natürliche Astreinigung ist bei entsprechendem Dichtstand gut. Bei einer Oberhöhe von 16 bis 18 Metern erreicht die Roteiche meist eine astfreie Schaftlänge von fünf bis acht oder zehn Metern. Dann werden 60 bis 80 Z-Bäume ausgewählt und kräftig freigestellt. Das Produktionsziel mit Roteiche sollte möglichst gerades und astfreies Wertholz mit 50 bis 70 Zentimetern Brusthöhendurchmesser (BHD) sein, das sich für Furnier und hochwertiges Schnittholz eignet.

Die Roteiche, Quercus rubra, gehört zu den Baumarten, die als Ergänzung des heimischen Baumartenspektrums diskutiert wird. Foto: LK NÖ/Schuster


Mai_2013 Um starkes Roteichenholz mit einer Umtriebszeit von zirka 80 Jahren produzieren zu können, ist eine konsequente Kronenpflege unumgänglich. Schwache Durchforstungseingriffe führen zu kurzkronigen Individuen mit mäßigem Zuwachs und reduzierter Vitalität. Versuchsflächen des BFW im Burgenland erbrachten bereits mit 80 Jahren bei einer Höhe von 30 Metern eine Gesamtwuchsleistung von 750 Vorratsfestmetern. Ein jüngerer Bestand in Niederösterreich erreichte mit 25 Jahren eine Höhe von 16 Metern. Die Leistung von heimischen Eichenoder Kiefernbeständen auf gleichen Standort wird also deutlich übertroffen.

Holzeigenschaften Ihr Holz wird ähnlich verwendet, wie die heimischen Stielund Traubeneichen. Der Kern ist rotbraun mit hellem Splint. Das Holz ist nicht witterungsbeständig, aber gut imprägnierbar. Verwendung findet es im Innen- und imprägniert

NV Versicherungstipp

Versicherungsschutz in der Tiermast Im Vergleich zu den heimischen Eichenarten ist die Roteiche resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten. Foto: BFW/Ruhm

im Außenbereich. Roteiche wird als Parkettholz, für den Treppenbau und zur Herstellung von Fenstern und Türen verwendet. Roteichenholz ist elastischer und fast so hart wie Stiel- oder Traubeneiche. Sie ist den heimischen Eichen in der Biege- und Druckfestigkeit überlegen.

DI Werner Ruhm Institut für Waldwachstum und Waldbau Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft

Ob Viehzucht, Ackerbau oder Weinbau – landwirtschaftliche Betriebe sind wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig Tag für Tag einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Oft genug stehen Millionenwerte auf dem Spiel. Moderne Agrarbetriebe müssen mit der Zeit gehen und Maßnahmen ergreifen, um den stets steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Auch die Sicherheitsbedürfnisse des Betriebs unterliegen einem ständigen Wandel. Mehr denn je sind Lösungen gefragt, die exakt auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden können. Ein gutes Agrar-Versicherungsprodukt bietet die Möglichkeit, ein persönliches Versicherungspaket zu schnüren, wobei das Portfolio die Bereiche Feuer, Feuer-Überbrückungshilfe, Haushalt, Haftpflicht, Leitungswasser, Unfall, Sturm und Rechtsschutz umfasst. So gibt es zum Beispiel in der Tierhaltung das Risiko des Ausfalls der Lüftungsanlage. Eine Tragödie für jeden Schweinemäster, wenn dieser Defekt das qualvolle Verenden der Tiere zur Folge hat.

Die Installation von geeigneten Alarmanlagen ist hier oberstes Gebot, aber leider keine Garantie, wie etliche Bespiele leidvoll gezeigt haben. Die Niederösterreichische Versicherung bietet bei Ausfall der Lüftungsanlage in Folge indirekten Blitzschlages eine Versicherung an, die zumindest den Wert der verendeten Tiere ersetzt. Diese Leistung kann aber maximal zwei Mal in einer Versicherungsperiode in Anspruch genommen werden. Wussten Sie übrigens, dass im Rahmen von Agrar Optimalplus alle Gebäude Ihres Betriebes, Ihr Wohnhaus, sämtliches landwirtschaftliches Inventar (wie zum Beispiel Maschinen, Geräte) und Vorräte (wie zum Beispiel Erntefrüchte, Verpackungsmaterial) im Rahmen der „Höchsthaftungssumme“ versichert sind? Das heißt, dass die gesamte vereinbarte Summe in jedem Schadensfall zur Verfügung steht. So sichern Sie das Weiterbestehen Ihres Betriebes. Unsere NV-Berater informieren Sie gerne über den für Sie passenden Versicherungsschutz unter www.noevers.at. Für ein persönliches Beratungsgespräch sind unsere Berater ganz in Ihrer Nähe. Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten Tel. 02742/9013-0, www.noevers.at

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60 bis 80 Z-Bäume werden je Hektar ausgewählt und kräftig frei gestellt.

Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG.

Foto: BFW/Ruhm

Foto: zVg

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Die landwirtschaft

forstwirtschaft

Kulturpflege – Begleitwuchs auf Flächen mit Forstpflanzen regulieren

Schlagkräftige Methoden gegen Gräser, Farne & Co

Gefährden Gräser, Farne und Stauden das Wachstum von Forstpflanzen, muss der Waldbewirtschafter zur Kulturpflege greifen. Mehr über die einzelnen Maßnahmen, ihren Aufwand und die Erfolgsaussichten berichtet LK-Experte Karl Schuster. Folgende Maßnahmen sind möglich: biologisch durch Aussaat von Samen von Kulturpflanzen wie Klee und Getreide mechanisch durch Bodenbearbeitung oder Freischneiden chemisch durch das Ausbringen von Herbiziden

Aussaat nach mulchen interessant Die Aussaat von Klee- oder Getreidesamen ist in der Forstwirtschaft unüblich, obwohl die Methode sehr interessant ist. Voraussetzung sind befahrbare Flächen, da eine händische Aussaat eher mühsam ist. Außerdem muss man den Boden vorher bearbeiten, damit die Saat gleichmäßig aufkommt. In Gebieten mit wenig Niederschlag können die anwachsenden Begleitpflanzen aber eine große Wasserkonkurrenz bewirken. Optimal geeignet ist die Maßnahme, wenn die Fläche zum Beispiel vorher flächig gemulcht wurde. Vor allem bei

Begleitwuchsregulierung ist Kulturpflege Mit Begleitwuchsregulierung werden in der Forstwirtschaft alle Maßnahmen bezeichnet, mit denen man unerwünschte Begleitvegetation, wie zum Beispiel Gräser, Farne und Stauden beseitigt oder zurückdrängt. Die Maßnahmen erfolgen nur, wenn das Wachstum der Forstpflanzen gefährdet erscheint. Bei Naturverjüngungen von Beständen ist eine Kulturpflege meist nicht notwendig, da eine Überschirmung durch Altholz und das dichte Aufwachsen der Jungpflanzen die Begleitvegetation zurück hält. 34

Tannenaufforstungen im Freiland wirkt sich ein leichter Schatten durch lockeres Getreide sehr positiv in den ersten Jahren aus.

Dichte Brombeere hinter dem Zaun verhindert oft Naturverjüngung. Fotos: LK NÖ/Schuster

Mechanisch mit Sense und Brombeerrechen Die gängigen Verfahren sind die mechanischen und da meist die händischen Verfahren mit Sense oder Freischneider. Das Arbeiten mit Sicheln ist wegen der gebückten Haltung abzulehnen, langstielige Heppen sind möglich. Nur Sensen mit Blattlängen unter 50 Zentimetern werden eingesetzt, am besten die so genannten Freistellungssensen. Vor allem gegen die gefürchteten Himbeer- und Brombeerstauden ist auch der speziell für diesen Zweck entwickelte Brombeerrechen zu empfehlen. Bayrische Tests zeigen, dass die Arbeit mit diesem Rechen sehr ergonomisch ist und sehr effektiv ist. Brombeeren neigen nach einem Rückschnitt zu einem noch stärkeren Wachstum. Daher sind alle Methoden zu empfehlen, bei denen man die Stauden nur umdrückt. Auch das einfache Austreten der Kulturpflanzen ist daher eine sehr gut geeignete Methode zur Kulturpflege.

Mechanisch mit dem Freischneider oder Traktor und Mulcher Vielfach wird der Freischneider zur Kulturpflege verwendet. Am besten eignen sich Geräte ab zwei Kilowatt mit einem Dickichtmesser, da man damit auch stärkere Sträucher entfernen kann. Nachteil dieser Geräte sind der Lärm, die Abgase und die Gefahr, relativ leicht auch Forstpflanzen zu beschädigen oder zu entfernen, vor allem in sehr dichtem Begleitwuchs. Der Lärm erhöht auch die Gefahr von Stichen aufgeschreckter Bienen oder Wespen. Für diese Arbeiten ist eine entsprechende Schutzkleidung Pflicht. Bei der Freischneiderarbeit sind dies Gehör- und Gesichtsschutz, Arbeitshose und –jacke sowie Arbeitshandschuhe und festes Schuhwerk. Diese Ausrüstung sollte bis auf den Gehörschutz auch bei Arbeiten mit anderen Geräten verwendet werden. Auf befahrbaren Flächen und entsprechend weiten Reihenverbänden der Forst-


mai_2013 pflanzen ist auch der maschinelle Einsatz von Traktoren mit Mulchgeräten möglich. Problematisch ist der Einsatz auf zur Verdichtung neigenden Standorten mit Pseudogleyböden und bei Hangneigungen von über 40 Prozent.

Sobald die Pflanzen über das Gras gewachsen sind, ist keine Pflege mehr nötig.

Wie intensiv sollen Flächen freigestellt werden? Ein vollflächiges Freistellen ist in der Regel nicht sinnvoll und auch nicht optimal. Günstiger ist es, die Pflanzen auszukesseln, dies spart Arbeitszeit und der Zwischenraum bleibt als Lebensraum für Wild und andere Kleinlebewesen erhalten. Nur in Frostlagen ist ein flächiges Freistellen sinnvoll, da dies vor Spätfrostschäden besser schützt. Baumschutzsäulen oder Mulchplatten können Kulturpflegearbeiten verringern. Aber auch alternative Setzmethoden wie Gruppen- und Horstpflanzungen minimieren Kulturpflegearbeiten. Mit der Kulturpflege kann man bei Laubholzkulturen auch den Form- und Kronenschnitt gleich mit erledigen.

Chemische Begleitwuchsregulierung im Sonderfall Die chemische Begleitwuchsregulierung durch Herbizide sollte nur in Sonderfällen durchgeführt werden. Der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln erfordert besondere Vorsicht und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusst-

sein. Pflanzenschutzmittel können bei nicht vorschriftsgemäßem Einsatz erhebliche Gefährdungen und Schäden verursachen, sowohl für den Anwender als auch für die Umwelt. Viele Herbizide können nur in Fichten- und Kiefernkulturen verwendet werden. Laubholz und Lärche sind meist sehr empfindlich gegenüber den meisten Mitteln.

Sachkundenachweis ist Pflicht Geeignete, für den Forst registrierte Herbizide finden Sie im amtlichen Pflanzenschutzmittelregister der AGES unter http://pmg.ages.at/pls/ psmlfrz/pmgweb2$.Startup. Erkundigen Sie sich außerdem über die geänderten Rahmenbedingungen im Umgang mit

Naturverjüngung unter Schirm lässt keinen störenden Begleitwuchs aufkommen.

Pflanzenschutzmitteln wie notwendige Sachkunde und eventuell notwendige Kurse in diesem Bereich.

Probleme bei Herbizideinsatz Mögliche Probleme beim Einsatz von Herbiziden sind Schäden an den zu schützenden Pflanzen selbst durch unsachgemäßes Ausbringen oder Abdrift. Abhilfe: Spritzschirm, zum Beispiel bei Glyphosaten, und richtiger Zeitpunkt, windstill, eher früher Morgen Boden- und Grundwasserkontamination sorgsamer Umgang mit der Menge, richtige Dosierung Behandlung zum richtigen Zeitpunkt Witterung beachten möglichst selektive Mittel verwenden Änderung der Pflanzenzusammensetzung und

Ausbreitung von anderen Unkräutern und Verminderung des Äsungsangebotes. Waldbauliche Alternativen zum Herbizideinsatz sollten bevorzugt werden, wie mechanische Verfahren, andere Kulturverfahren wie Herbstpflanzung, Verwendung größerer Pflanzen oder die Erhaltung von Vorwüchsen oder die Anlage von Vorwaldbeständen zur Unterdrückung von Begleitvegetation. Pflanzenschutzmittel sind immer das letzte Mittel im integrierten Pflanzenschutz. Nach der Kulturpflege sind sehr oft auch Maßnahmen gegen Wildverbiss notwendig, da freigestellte Pflanzen natürlich auch viel attraktiver sind für Reh- und Rotwild. DI Karl Schuster, Abt. Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24101, karl.schuster@lk-noe.at

Zweites Waldfest von 4. bis 5. Mai in Raabs/Thaya Von 4. bis 5. Mai veranstaltet die ARGE Waldviertler Wurzelwelt in Raabs/Thaya das zweite Waldfest statt. Das Fest startet am 4. Mai um 17.00 mit einem Empfang am Hauptplatz. Um 19.00 laden Jagdhornbläsergruppen zum Konzert. Am 5. Mai gibt es eine Maschinenausstellung und Forstmaschinenvorführungen mit Harvester, Forwarder, Funkseilwinde, Krananhänger, Hackmaschine und Hoflader mit Forstgeräten. Vertreten sind auch die NÖ Landesforstgärten, Baumschule Bauer, Sicherheitsfachberatung SVB, Forstfachberatung LK NÖ, Energiefachberatung und der Maschinenring. Von 13.00 bis 15.00 Uhr findet der Forstbewerb der Landjugend statt. Rahmenprogramm: Kinderholzwelt, Streichelzoo, Zimmerer - lebende Werkstätte, Drechsler, Waldkino und Waldtheater, „Holziges“ aus Raabs, mobiler Heizcontainer, Kunst im Heizhaus. Weiter Infos unter Tel. 0664 3917064. 35


Die landwirtschaft

invekos

Aktuelle Informationen:

Übertragung von Zahlungsansprüchen:

Vernässte Flächen – besteht Handlungsbedarf?

ZA-Antrag schon gestellt?

Treten Nassstellen in Flächen auf, ist die entscheidende Frage, ob bzw. wie derartige Flächen bewirtschaftet werden können. Erfahrungen zeigen, dass sich bei passender Witterung aktuelle Schwierigkeiten schnell auch wieder auflösen können. Davon hängt auch die Beantragung „vernässter“ Stellen im MFA ab. Erscheint ein Anbau einer Kultur nach ortsüblichen Normen möglich? Wenn diese Einschätzung zum jetzigen Zeitpunkt getroffen wird, ist die geplante Kultur im MFA zu beantragen. Einige Kulturen können bis in den Mai hinein ortsüblich angebaut werden. Ist ein Anbau nicht realistisch, aber GLÖZ A? GLÖZ A ist dann beantragbar, wenn eine Selbstbegrünung (Begrünung über die Vegetationsperiode erforderlich) aufkommen kann und eine Pflegemaßnahme (zB Häckseln) bei Bedarf machbar erscheint. Zu beachten sind die Umbruchseinschränkungen – in Ab-

hängigkeit der Nachfolgekultur (ÖPULBegrünung, Winterung) 4-6 Wochen vor geplantem Anbautermin, ansonsten bis 30. September kein Umbruch keine Bewirtschaftung im heurigen Jahr möglich In diesen Fällen sind die Flächen als „sonstige Ackerfläche“ zu beantragen. Dies wird für Stellen, bei denen noch länger das Wasser steht (Grundwasserdruck), anzuraten sein. Punkt 2 und 3 (GLÖZ A oder sonstige Ackerfläche) gelten auch für Winterungen, welche möglicherweise durch Vernässung (meist Grundwasserdruck) geschädigt wurden. Generell ist das Ausmaß betroffener Schadstellen zu berücksichtigen. Treten „Fehlstellen“ in untergeordnetem Ausmaß auf, wird keine Fläche herauszunehmen sein. Stellt sich im Laufe der Zeit heraus, dass die Beantragung nicht erfüllt werden kann, ist eine Korrektur zum MFA durchzuführen. DI Andreas Schlager, Ref. Ackerbau und Grünland

Almfutterflächenbeantragung 2013 Die Vorortkontrollergebnisse bei Almen erbrachten 2011 bzw. 2012, großteils nicht in Niederösterreich, Abweichungen, welche das Flächenreferenzsystem (= Basis für Auszahlung von EBP, AZ und ÖPUL) Österreichs gefährdeten, sodass das Bundesministerium für Landund Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft die Entscheidung traf, die Almfutterflächen sind im Rahmen einer Vorortkontrolle oder einer Verwaltungs-(Bildschirm-)kontrolle durch die AMA festzustellen. Hiemit soll auch die Rechtssicherheit hinsichtlich beantragbarer Fläche 2013 erhöht werden. Ein Großteil der NÖ Almen wurde 2011 oder 2012 vorort kontrolliert, den betroffenen Almobleuten wurde die vorläufige Almreferenzfläche Mitte März 2013 seitens der AMA mitgeteilt. Für Almen/Gemeinschaftsweiden ohne Vorortkontrolle 2011/2012 wurde seitens der AMA die 2013 beantragbare Futterfläche verwaltungskontrolltechnisch (Bildschirmdigitalisierung) ermittelt und den Obmännern mitgeteilt, bei denen die festgestellte Differenz geringfügig ist. Ist der Unterschied zwischen AMA-Futterfläche 2013 und beantragter Futterfläche 2012 größer, erfolgt die Information durch die zuständige Bezirksbauernkammer, eine genauere Flächenüberprüfung (Überschirmung, NLN-Faktor) erscheint erforderlich, gegebenenfalls sind rückwirkende Flächenanpassungen ergänzend erforderlich. Um größtmögliche Rechtssicherheit hinsichtlich 2013 beantragter Futterfläche zu erreichen, wird seitens der Landwirtschaftskammer NÖ empfohlen, die vorläufig durch die AMA festgesetzten Almfutterflächen tatsächlich zu beantragen und diese Flächen nur abzuändern, wenn Futterflächen 2013 erstmals (wieder) bestoßen werden (zB Schwendung) oder nicht mehr beweidet werden (zB Aufforstung, Wegebau, Naturkatastrophe,…). Die 2013 beantragte Futterfläche sollte jedenfalls zwischen Obmann und Hauptauftreibern besprochen und schriftlich festgehalten werden. Die Bezirksbauernkammer wird den Beratung-/Antragstermin zeitgerecht bekannt geben. DI Gerald Hohenauer 36

Auch in der Periode Herbst 2012 Frühjahr 2013 haben Flächen im Zuge von Neuverpachtungen oder Kaufgeschäften zwischen Betrieben gewechselt. Dabei wird unter anderem zwischen den Parteien auch vereinbart, dass Zahlungsansprüche (ZA) an den neuen Bewirtschafter der Flächen (Pächter, Käufer) übertragen werden sollen. Die Anzeige zur Übertragung von Zahlungsansprüchen hat mittels eigenem Antrag zu erfolgen. Vereinbarungen über die Weitergabe von Zahlungsansprüchen im Rahmen von privatrechtlichen Verträgen (zB Pachtvertrag) sind sinnvoll, eine „automatische“ Übertragung der betroffenen Zahlungsansprüche durch die AMA erfolgt dadurch jedoch nicht. Dafür ist eben dieser zeitgerechte Übertragungsantrag erforderlich. Die Frist für eine Übertragung von ZA mit Wirksamkeit 2013 endet mit 15. Mai. Überprüfen Sie daher, ob der notwendige ZA-Übertragungsantrag bereits gestellt ist. Ist die Übertragung noch ausständig, stellen Sie umgehend den Antrag bei Ihrer BBK. Vereinbaren Sie diesbezüglich einen Termin. Keinesfalls soll bis zum letzten Termin zugewartet werden, da in diesem Zeitraum auch die Endphase der Abgabe des MFA 2013 in den BBKn erfolgt. Wartezeiten sind daher vorprogrammiert. Vergessen die betroffenen Parteien auf den Übertragungsantrag, können die Zahlungsansprüche beim übernehmenden Betrieb in diesem Jahr nicht geltend gemacht werden. Finanzielle Nachteile für den neuen Bewirtschafter sind die Folge. Der zeitgerechte Antrag auf ZAÜbertragung ist ebenso wichtig wie eine Meldung des Flächenzuganges bei der Sozialversicherung oder dem Finanzamt und bewahrt vor finanziellen Überraschungen. DI Andreas Schlager, Ref. Ackerbau und Grünland


mai_2013

Veränderungen in der Natur:

Bewirtschaftungsänderungen – was ist im MFA 2013 zu tun? Im MFA, Abgabe bis 15. Mai, werden Flächen und deren Bewirtschaftung beantragt. Basis für die Beantragung sind korrekt digitalisierte Flächen sowie angebaute Kulturen oder angestrebte Nutzungen.

MFA 2013 zeitgerecht bis zum 15. Mai gestellt wurde und es daher nur mehr zu Richtigstellungen der Beantragung kommt. Auswirkungen beziehen sich dann nur mehr auf die geänderten Flächen.

Die Vegetationsperiode im Frühjahr 2013 hat witterungsbedingt später begonnen. Daher wird es – je nach Region unterschiedlich – vorkommen, dass Ackerflächen noch nicht bebaut sind. Flächen können noch zu feucht sein (zB kann noch Wasser stehen) – an eine Bearbeitung ist noch nicht zu denken. Es ist daher nicht endgültig abschätzbar, wann bzw. wie sich der geplante Anbau einer Kultur erfüllen lässt. Trotzdem ist die zeitgerechte Abgabe des MFA (BBK-Entgegennahmetermine wahrnehmen) notwendig. Würde nämlich der MFA später abgegeben, weil „man ja noch nicht weiß was angebaut werden kann“, so käme es zu Kürzungen aller beantragten Ausgleichszahlungen (um 1 % je Arbeitstag bis 10. Juni) oder sogar zu keiner Zahlungen wegen zu später Beantragung (wenn nach dem 10. Juni abgegeben wird). Änderungen oder Umbzw. Nachmeldungen sind nach zeitgerechter MFA-Abgabe natürlich möglich. Denn, im MFA muss jene Nutzung/Kultur beantragt sein, die tatsächlich in der Natur vorzufinden ist. Veränderungen sind daher auch nach Abgabe bekannt zu geben.

Jede Um- oder Nachmeldung bis zum 31. Mai erfolgt ohne Kürzung beantragter Ausgleichszahlungen, sofern keine Vor-Ort-Kontrolle zwischenzeitig stattfindet. Dh. jede Flächenänderung, Ummeldungen sind bei Ackerkulturen oder Änderungen bei Nutzungen im Grünland uneingeschränkt möglich – es ergeben sich keine finanziellen Nachteile. Auch wenn aufgrund des heurigen Jahres Ackerkulturen noch nicht angebaut sind, weil die Böden derzeit zu feucht sind, hat eine Beantragung (siehe auch Beitrag „vernässte Flächen“ im Kasten) zeitgerecht zu erfolgen. Die Erfahrungen aus Vorjahren zeigen, dass in den meisten Fällen ein Anbau der geplanten Kulturen möglich wird. Und sollte sich eine andere Kultur ergeben, kann bis 31. Mai problemlos korrigiert werden (Achtung: Blühfläche muss bis spätestens 15. Mai angelegt sein). Meldungen nach 31. Mai bis 10. Juni: für Nachreichungen oder Änderungen, die zu mehr Ausgleichszahlungen führen, erfolgt eine Kürzung für diese geänderten Flächen – je Arbeitstag 1 Prozent. Derartige Änderungen können sein: Flächenzugänge, aber auch Änderungen bei Coden, Prämienstati, Landschaftselemente usw. Alle anderen Flächen sind von der Korrektur nicht betroffen und werden auch nicht gekürzt.

Wie können sich Korrekturen auf beantragte Ausgleichszahlungen auswirken? Es ist dabei zu unterscheiden, ob eine Korrektur zum MFA innerhalb einer Nachreichfrist (bis 10. Juni 2013) erfolgt oder zeitlich später (nach Ende der Nachreichfrist). Ein weiteres Kriterium ist, ob die Korrektur des MFA zu einer „Beihilfenerhöhung“ führt oder die beantragten Zahlungen gleich bleiben oder weniger werden. Die nachfolgende Darstellung unterstellt immer, dass der

Um- und Nachmeldungen innerhalb der Nachreichfrist

aller beantragten Ausgleichszahlungen (EBP, ÖPUL, AZ) für verspätete Meldung um 5 % (5 Arbeitstage vom 3. - 7. Juni).

Korrekturen außerhalb der Nachreichfrist Um- und Nachmeldungen (zB Flächen, Codes, Prämienstati, usw.) nach dem 10. Juni, die zu höheren Ausgleichszahlungen führen, werden nicht mehr prämienfähig berücksichtigt. Umso wichtiger ist die rechtzeitige Beantragung. Es wäre doch schade, durch zu späte Meldungen „Geld“ liegen zu lassen.

Korrekturen ohne Auswirkungen Nicht jede Änderung hat eine finanzielle Auswirkung im MFA. Bei vielen Ummeldungen bleibt die beantragte Prämie gleich. Beispielsweise dann, wenn die falsche Getreideart (Winterroggen statt Wintergerste usw.) beantragt war. Diese Richtigstellung hat keinerlei Auswirkungen. Derartige Korrekturen können daher zeitlich unabhängig angepasst werden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Änderungen zur Beantragung im MFA immer wieder auftreten. Einige Ummeldungen können Auswirkungen auf ursprünglich beantragte Ausgleichszahlungen haben – dies ist bei den Korrekturen zu bedenken. Jedenfalls sind aber korrekte Angaben im MFA notwendig. Vor-Ort-Kontrollen prüfen tatsächliche Verhältnisse in der Natur mit den Angaben im MFA. DI Andreas Schlager Ref. Ackerbau und Grünland

Beispiel für Nachmeldung einer Fläche Anfang Juni Ein Landwirt hat seinen MFA zeitgerecht abgegeben und pachtet Anfang Juni noch eine Fläche (zB Wechselwiese mit 1 ha) dazu. Die notwendige Korrektur zum MFA erfolgt am 7. Juni in der zuständigen BBK. Es erfolgt eine Kürzung 37


Die landwirtschaft

technik

markt

Tipp aus Mold

S 40-41

Regelmäßige Wartung verlängert die Laufzeit des Traktors

Fachtagung Futtervorlagetechnik:

Die Technik kommt den Wiederkäuern entgegen S 42

Verändert Klimawandel die Landwirtschaft? Betriebsbefragung S 43

Startschuss für Photovoltaikförderung S 43

Vorsteuerberichtigung Übergangsfrist bis 31. Dezember S 44

Exkursionsreihe

Mit „Ideen erFAHREN“ Neues kennenlernen S 45

28. Mai 2013: Mähdrescherfachtag in Mold

Damit der Traktor möglichst lange funktionsfähig bleibt und einwandfrei läuft, sind regelmäßige Wartungsarbeiten notwendig. Die Bildungs­werkstatt Mold verrät, wie Sie diese Arbeiten mit wenigen Handgriffen erledigen können.

S 46-47

Keilriemenspannung kontrollieren

lk-projekt

Projekte brauchen Vorbereitung & Umsetzung S 45

NÖ Weinmarkt

Foto: zVg

Kühlflüssigkeit wechseln Die Wasserpumpe wird vom Motor über einen Keilriemen angetrieben. Die richtige Riemenspannung lässt sich in der Bedienungsanleitung nachlesen. Generell soll der Keilriemen an der längsten Stelle um 90 Grad verdrehbar sein. Bei Poly-V-Riemen übernimmt eine federbelastete Umlenkrolle zumeist die Spannung.

Kühler säubern Bei manchen Traktoren gibt es vor dem Kühler ein feines Gitter, das sich rasch und werkzeuglos herausziehen lässt. Angestaute Verunreinigungen kann man so einfach herausklopfen. Weiters soll der Kühler mit Druckluft von hinten nach vorne durchgeblasen und gelegentlich auch mit Wasser gereinigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass man weder zu viel Druck noch einen Hochdruckreiniger verwendet. 38

Links ist das feine Gitter zur schnellen Reinigung, in der Mitte befindet sich der ausgeschobene Kühler zur einfacheren Reinigung und rechts sieht man den Motorkühler mit Viskolüfter.

Die Kühlflüssigkeit besteht aus sauberem Wasser und Kühlerfrostschutzkonzentrat zum Schutz vor Frost und Korrosion. Damit soll eine Frostsicherheit von mindestens –20 Grad Celsius erreicht werden. Die Bezeichnung PL 1 auf dem Frostschutzmittelgebinde gibt Hinweis auf eine korrosive Sicherheit. Andere Frostschutzmischungen sind dem Diagramm der Betriebsanleitung zu entnehmen. Die Frostsicherheit wird mit dem Refraktometer überprüft. Wenn keine Minimum- oder MaximumMarkierung am Kühler oder Ausgleichsbehälter angegeben sind, füllt man so viel Kühlflüssigkeit ein, bis die Kühlerflüssigkeit die Kühlrippen rund einen Zentimeter bedeckt. Der Kühlmittelstand wird bei modernen Traktoren häufig elektrisch überwacht. In der Praxis wechselt man die Kühlflüssigkeit – abhängig von der Intensität des Traktoreinsatzes – alle zwei bis fünf Jahre.


mai_2013 Bei längerer Verwendung derselben Kühlflüssigkeit sondert sich ein „Satz“ ab, der die Kühlleistung verringert. Der Wechsel der Kühlflüssigkeit sollte daher im Sommer erfolgen, damit man den Kühler gut durchspülen kann. Dazu den Kühler ablassen, mit reinem Wasser und gegebenenfalls Reinigungsmittel befüllen und nach einigen Betriebsstunden wieder auslassen. Diesen Vorgang ein zweites Mal wiederholen und dann erst mit der Kühlflüssigkeit befüllen.

Kühlerdichtheit prüfen Bei der Kontrolle der Kühlflüssigkeit sollte man gleichzeitig auf Flüssigkeitsverlust achten. Bei eingebauten Kühlern kann ein eventueller Kühlflüssigkeitsverlust meist leicht an der Füllstandmarkierung festgestellt werden. Dabei achtet man auf Beschädigungen und Undichtheit von Schlauchleitungen, Wasserpumpe und Verschraubungen. Im ausgebauten Zustand kann man die Dichtheit mit Hilfe eines alten Fahrradschlauches überprüfen. Dazu den Fahrradschlauch aufschneiden und die beiden Enden mit Schlauchschellen am Anschlussstutzen des Kühlers befestigen. Anschließend am Luftventil etwas Luft, aber nicht zu viel, hineinblasen. Größere Löcher können durch zischende Geräusche sofort gefunden werden. Kleine Undichtheiten lassen sich durch Übergießen mit Wasser und

eventuell Spülmittel ausfindig machen, da sich an den Austrittstellen Blasen bilden. Lassen sich undichte Schläuche nicht ablösen hilft Wärme, indem man diesen mit einem Heißluftfön, einem Haarfön oder mit heißem Wasser gleichmäßig erhitzt. Dadurch wird der Schlauch elastischer und verformbarer. Bei defektem Kühlerverschluss kann sich lediglich verringerter Kühldruck, der normalerweise ein Bar beträgt, aufbauen. Somit fällt die Siedetemperatur von 115 Grad Celsius auf 97 Grad Celsius, wodurch die Leistungsfähigkeit des Kühlers sinkt. Niemals den heißen Kühler öffnen, da dieser unter Druck steht. Immer abkühlen lassen.

Aktuelles aus Investitions- und Erstniederlassungsförderung

Fristen einhalten und Änderungen melden Aktuelles über Fristen, Meldungen, Bewilligungen und Investitionsförderung für Biobetriebe lesen Sie hier. Erstniederlassungsförderung Die Maßnahme Niederlassung von Junglandwirten wird heuer sehr stark in Anspruch genommen. Aus diesem Grund ist mit einem Ende der Antragstellung voraussichtlich im Juni zu rechnen.

Abdeckungen im Kühlerbereich kontrollieren

Änderungen bei beantragten Investitionen

Man sollte darauf achten, dass die Abdeckungen im Kühlerbereich frei von Verunreinigungen sind und dass Schaumstoff oder Gummilippen intakt sind. Ansonsten könnte „Falschluft“ angesaugt werden.

Änderungen der beantragten Vorhaben sind im Rahmen der Investitionsförderung an die Bezirksbauernkammer zu melden. Bei wesentlichen Änderungen und Änderungen, welche die Kosten oder die Finanzierung betreffen, ist eine Zustimmung der bewilligenden Stelle erforderlich.

Gottfried Hauer Bildungswerkstatt Mold Tel. 05 0259 29502 gottfried.hauer@mold.lk-noe.at

Das ausgeklappte Kühlerpaket erleichtert die Zugänglichkeit zu den einzelnen Kühlern. Foto: zVg

Investitionszuschüssen und Ausnutzungsfrist beim AIK Verlängerungen von Umsetzungsfristen bei Anträgen für Investitionszuschüsse sind vor Ablauf der genehmigten Fristen zu beantragen. Anträge des Jahres 2007 und 2008 sind grundsätzlich bis Mitte dieses Jahres umzusetzen und anschließend ist die Endabrechnung mittels Antrag auf Zahlung einzuleiten. Die Bewilligungen der Zinsenzuschüsse zu einem AIK verlieren nach zwei Jahren die Gültigkeit, wenn diese Kredite nicht ausgenutzt wurden oder keine Verlängerung beantragt wurde. Eine Verlängerung der Ausnutzungsfrist ist maximal zwei Mal möglich.

Anträge des Jahres 2007 und 2008 sind grundsätzlich bis Mitte dieses Jahres umzusetzen. Foto: LK NÖ/Archiv

Dringende Investitionen von Biobetrieben Neben den Investitionen für Zuchtsauenställe können auf Basis einer von Bio Austria erwirkten Finanzierungszusage des Landes Niederösterreich Investitionen von Biobetrieben, die aufgrund der mittels Bescheid erteilten Ausnahmegenehmigung bis 30.12.2013 umgesetzt werden müssen, mit einem Investitionszuschuss von 20 Prozent unterstützt werden. Dieser Zuschuss ist bei Nettoinvestitionskosten über 66.700 Euro jedenfalls mit einem AIK kombinierbar. Die Nettokosten, auch bei der Antragstellung auf Basis des Baukostenrichtsatzes, müssen für den Investitionszuschuss mindestens 10.000 Euro betragen. Eine Antragstellung ist auf der Bezirksbauernkammer bei den Betriebswirtschaftsberatern möglich. DI Gerhard Salzmann Ref. Förderung Tel. 05 0259 25201 gerhard.salzmann@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

technik

Rückblick auf die Internationale Fachtagung für Futtervorlagetechnik an der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra

Die Technik kommt den Wiederkäuern entgegen

Automatische Futtersysteme sollen zum Betrieb passen, die Kuh dazu bringen, noch einen Happen Grundfutter mehr zu fressen und den Landwirt bei der Arbeit entlasten. Selbstfahrer oder Gezogene, Selbst- oder Fremdbefüller, Silozangen oder Siloschaufeln, Blockschneider oder Rundballenauflöser, Nachschieber per Hand, mobil oder automatisch – jeder Besucher kann sich nach der Vorführung schon eine mögliche Lösung für seinen Betrieb mit nach Hause nehmen. Im Mittelpunkt steht aber trotz der Technik das Tier.

Soviel Grundfutter wie nur möglich Kühe nehmen auf der Weide 24 Stunden lang Futter auf. „Unsere Aufgabe ist es, die Kuh im Stall in die gleiche Lage zu versetzen“, erklärt Heinz-Günter Gerighausen von der Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. „Mit

automatischen Fütterungssystemen können wir den Tieren mit weniger Zeitaufwand mehrmals am Tag Futter vorlegen.“ Die höchstmögliche Grundfutteraufnahme ist das oberste ernährungsphysiologische Ziel, unabhängig von der Kraftfutteraufnahme. Die modernen Mischwagen entsprechen dieser Anforderung durch gutes Auflösen und schonendes und genaues Mischen.

Mit Technik umgehen können „Die beste Technik ist die, mit der wir umgehen können“, betont Gerighausen. Er rät, das Futter im Mischwagen erst nach der Entnahme zu wiegen, wenn es aus mehr als einer Komponente besteht. Das Gewicht jeder einzelnen Komponente darf nicht mehr als drei bis fünf Prozent vom Sollwert abweichen. Wiegestäbe wiegen auf plus/ minus 0,01 Prozent genau und reagieren empfindlich auf Bewegung. Deshalb sollte auch der Mischer während des Befüllens abgeschaltet werden.

Locker und fluffig soll der Eintopf für die Kuh sein. Der Mischwagen muss die Futterkomponenten so gut durchmischen und homogenisieren, dass die Rinder nicht mehr zwischen den einzelnen Komponenten wählen können. In den Hohlräumen der lockeren Grassilage finden Maissilage und Rübenpressschnitzel genügend Platz. 40

Heinz-Günter Gerighausen, Fütterungsberater von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Deutschland kommentierte die Futtervorlagetechnik, die in einem Fahrsilo der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra demonstriert wurde. Im Bild ein Selbstbefüller, der Futtermischer von Himel. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel


mai_2013

Vor allem beim Fremdbefüllen muss man kleine Portionen in den Mischwagen füllen, damit er das Futter von vorne bis hinten gut durchmischen kann. Futtermischwagen von Peecon. Bilden sich Bällchen im Futter, wie zum Beispiel beim Vorführen mit Sandwichsilage aus Gras, Pressschnitzel und Mais, rät Gerighausen, die Nachmischzeit zu begrenzen, denn auch die Befüllzeit ist Mischzeit, wenn der Mischer läuft.

Anforderungen an Stall Alfred Pöllinger vom Lehr- und Forschungszentrum in Raumberg-Gumpenstein informierte unter anderem über die Anforderungen, die automatische Fütterungssysteme an den Stall stellen. Wichtig sind Futtertischbreite, Durchfahrtshöhe und die Zahl der Futterachsen. Alle Tiere und Futterkomponenten sollte man mit diesem System erreichen

Der Silomax entnimmt, transportiert und verteilt. Der Kratzer packt zehn bis zwölf Zentimeter rein, löst das Futter raus und lockert es gut auf. Für täglich frische Vorlage nahe beim Hof.

können. Den Stall sollte man auch mit einem automatischen Fütterungssystem erweitern können.

Für alle gilt Alle Systeme sparen Zeit, erleichtern körperlich schwere Arbeit, machen flexibel, vermeiden Futterverluste und -verschmutzung und erhöhen die Gundfutter- und damit die Milchleistung. Auf der Gegenseite stehen die Investitionskosten mit 100.000 bis 200.000 Euro. Für kleinere Betriebe sind die Systeme zu empfehlen, wenn Zeit und Flexibilität sehr wichtig sind. Bei Herden ab hundert Kühen sind sie konkurrenzlos wirtschaftlich. Paula Pöchlauer-Kozel

Der Rundballenauflöser von Göweil erleichtert das Auflösen und Verteilen von Rundballen. Er ist mit einem Kratzboden mit kurvengesteuerter Pickup ausgestattet.

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Vertikalmischer, wie der V Mix 8 von BVL, dominieren den Markt. Das Austragband legt einen optimal breiten, locker gemischten und homogenen Futterschwad ab.

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Die landwirtschaft

technik

EM-Reifen:

Ergebnisse einer Betriebsbefragung im östlichen Weinviertel

Neuer Mitas ERL-50

Verändert der Klimawandel die Landwirtschaft?

Auf der BAUMA in München hat Mitas ihren neuesten Zuwachs in der Familie der ERL EM-Reifen, den 20.5R25 ERL-50, enthüllt, der bis Juli weltweit verfügbar sein wird. Dieser kommt auf Lader, Dumper und Grader im Bergbau zum Einsatz. Die Mitas ERL Serie umfasst 12 verschiedene Reifenausführungen von 28 bis 90 mm Profiltiefe. “Der Kunde erwartet Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit von unseren EM-Reifen. Die Möglichkeit der Runderneuerung erhöht den Wert und senkt die Kosten,” sagt Josef Heigl, GF Mitas Österreich. “Mitas hat Kompetenz, im Bereich Off-Road-Reifen für Industrie, Landwirtschaft und Motorrad, kundengerechte Lösungen anzubieten.” “Mitas ist bereit, die Erde zu bewegen,” sagt Petr Hala. Hala ist Produktmanager bei Mitas. “Das ERL-50 Profil ist besonders resistent gegen Schnitte und Abrieb. Dieser Radialreifen wurde für eine lange Lebensdauer konzipiert. ” “Mitas ERL und ERD Reifen nehmen die Herausforderungen der unterschiedlichen Unterergründe durch verschiedene Profilausführungen und Anwendungsmöglichkeiten an.” sagt Hala. Mitas produziert Spezialreifen für Maschinen, die unter besonders anspruchsvollen Bedingungen in Kiesgruben und Steinbrüchen zum Einsatz kommen. Mehr Infos unter www.mitas-tyres.com Anzeige 42

Eine Studie an der Universität für Bodenkultur zeigt, wie sehr sich Landwirte vom Klimawandel betroffen fühlen. Bewässerungsmaßnahmen, ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen und Klimaprämie spielen zukünftig eine Rolle. In einem sind sich die Landwirte aus den Testgebieten östliches Weinviertel und Südoststeiermark einig: Die Auswirkungen des Klimawandels sind für sie schon jetzt mehrheitlich spürbar. 242 Betriebe nahmen an der Studie teil. Während in der Steiermark die Schweinehaltung auf der Basis von Maisanbau dominiert, bestimmt der Marktfruchtanbau das niederösterreichische Testgebiet.

Perspektiven im östlichen Weinviertel Vor allem größere Betriebe in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach planen, wegen ungleicher Niederschlagsverteilung in die Bewässerung zu investieren. Auf kleinen Parzellen im Auenbereich können sich viele vorstellen, die ÖPUL geförderten Wiesenflächen bei gleicher Prämienhöhe von etwa 600 Euro pro Hektar zu behalten. Das allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen: Wenn Marktfrucht keine höheren Erträge erzielt und die Standorte ungünstig liegen. Traditionelle Landwirte

Bauern suchen wegen extremer Wetterkapriolen nach Möglichkeiten für die Zukunft. Foto: LK NÖ tendieren dazu, aus den ÖPUL-Maßnahmen auszusteigen und die feuchten Standorte durch Marktfrucht oder Gehölze im Kurzumtrieb zu bewirtschaften. In dieser Gruppe ist auch die „Flächenstilllegung“ eine Option. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Grünlandflächen landwirtschaftlich nach und nach verändern, besonders wenn der Deckungsbeitrag für Marktfrucht weiterhin hoch ist oder die Nachfrage an Energieholz steigt. Der Ist-Zustand ist nur mit höheren ÖPUL-Förderungen zu erhalten.

Perspektiven in der Steiermark Veränderungen in der landwirtschaftlichen Produktivität spiegeln sich hier in den erzielbaren Preisen wie unter anderem für Mastschweine wieder. Dort sprachen die Befragten auch die Möglichkeit einer Klimaprämie an, die zur Auszahlung käme, wenn der Anteil von Mais in der Fruchtfolge herabgesetzt würde. Während sich größere Betriebe interessiert zeigten, lehnten kleinere Betriebe eine solche Prämie ab. Univ.Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider Universität für Bodenkultur Wien


mai_2013

Förderung: Antragstellung vereinfacht

Gesetzesreparatur begünstigt Investitionen noch bis Jahresende

Start für Photovoltaik

Vorsteuerberichtigung – Übergangsfrist bis 31. Dezember 2013

Die neue Förderaktion für PhotovoltaikAnlagen ist gestartet. Bis 30. November können Anträge gestellt werden.

Eine Vorsteuerberichtigung war im zur Begutachtung ausgesandten Entwurf nicht enthalten. Aufgrund des Abgaben­ änderungsgesetzes 2012 hätte sie bereits für Investitionen nach dem 30. Juni 2013 gegolten.

„Mit der neuen Photovoltaik-Förderung durch den Klimafonds können in Niederösterreich mehr als 5.000 neue Sonnenkraftwerke auf den Hausdächern errichtet werden“, erklärt Energie-Landesrat Stephan Pernkopf stolz. Für die Anmeldung genügt die Angabe der Zählpunktnummer und der allgemeinen Projektdaten. Ist das Projekt einmal eingereicht, muss die Errichtung innerhalb von zwölf Wochen erfolgen. Deshalb ist es ratsam, die Planung schon vorab durchzuführen. Gefördert werden maximal fünf Kilowatt-Peak. Die Förderpauschale pro Kilowatt-Peak beträgt 300 Euro. Gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen, zum Beispiel in der Fassade oder als Sonnenschutz, werden mit 400 Euro pro Kilowatt-Peak gefördert.

Informationen und Beratung Die Einreichung ist online unter www.pv2013.at möglich. Alle notwendigen Schritte bis zur fertigen Anlage finden Sie auf www.enu.at. Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Energie- und Umweltagentur NÖ unter der Telefonnummer 02742/221 44 gerne zur Verfügung.

Energie-Landesrat Stephan Pernkopf sieht die Förderung als bedeutsamen Impuls für Niederösterreich. Foto: NLK/Filzwieser

Die bäuerliche Interessenvertretung hat umgehend auf diese auch verfassungsrechtlich problematische, unzumutbar kurze Übergangsfrist – insbesondere für bereits begonnene Stallbauvorhaben – hingewiesen. Mit Bundesgesetz vom 17. April 2013, BGBl I 63/2013 wurde nunmehr das Umsatzsteuergesetz repariert und die Frist für Investitionen auf Basis der alten Rechtsvorschriften bis 31. Dezember 2013 verlängert. Konkret wird damit die im Regelfall schlechtere Neuregelung erst ab dem Veranlagungsjahr 2014 schlagend, wenn das Anlagevermögen nach dem 31. Dezember 2013 erstmalig verwendet oder genutzt wird. Im Ergebnis haben damit die Landwirte bis Jahresende Zeit, ihre Investitionsvorhaben zu verwirklichen. Dies sollte für eine spätere Umsatzsteuerprüfung entsprechend dokumentiert werden (Fertigstellungsanzeige bei der Baubehörde, Anmeldung des Kraftfahrzeugs, Fotos, Belege, usw). Achtung, die Fertigstellung eines Stalles oder der Ankauf einer Maschine allein ist nicht ausreichend. Wie schon erwähnt, muss auch die erstmalige Verwendung oder Nutzung (zum Beispiel der Erntemaschine oder der Melkanlage) noch heuer erfolgen. Die gewünschte Fristverlängerung dahingehend, dass alle, die in der Vergangenheit (zum Beispiel im Jahr 2012) im Vertrauen auf die damalige Rechtslage kalkuliert und optiert haben, auch bei Investitionen nach 2013 noch „gratis“ aus der Regelbesteuerung aussteigen können, war nicht durchsetzbar.

Die Vorsteuerberichtigung ist aber nicht nur negativ, sondern hat künftig auch eine positive Seite. Bei einer Regelbesteuerung ab 2014 können innerhalb des Berichtigungszeitraumes auch anteilig Vorsteuern aus Investitionen in der Vergangenheit geltend gemacht werden (zum Beispiel nachträglicher Vorsteuerabzug in Höhe von vier Fünfteln, wenn der Traktor im Jahr zuvor im Rahmen der Umsatzsteuerpauschalierung angeschafft wurde). Nach unserer Rechtsansicht ist die neue Vorsteuerberichtigung beim Wechsel von der Regelbesteuerung zur Umsatzsteuerpauschalierung und zurück jährlich (1/20 bei Wirtschaftsgebäuden bzw. 1/5 bei Maschinen pro Jahr) und nicht durch Einmalzahlung zu berichtigen – diesbezüglich ist aber noch eine Klarstellung durch das Finanzministerium erforderlich. Andererseits gilt die neue Rechtslage unseres Erachtens nicht nur für Anlagevermögen, sondern auch für andere Gegenstände (insbes. Umlaufvermögen) und sonstige Leistungen. Somit ist beim „Umstieg“ von der Regelbesteuerung zur Umsatzsteuerpauschalierung und umgekehrt eine Vorsteuerkorrektur etwa auch für Getreide- und Dieselölvorräte, Flaschen, Mastviehbestände, usw. vorzunehmen. Auch in dieser Frage sind noch Klarstellungen durch das Finanzministerium erforderlich. Mag. Roman Prein, Dr. Rainer Gehringer

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Die landwirtschaft

Betriebswirtschaft

Schauen, wie es andere machen

„Ideen erFAHREN“ in den Landesvierteln

Das erfolgreiche Exkursionsprogramm „Ideen erFAHREN“ wird auch im Frühjahr 2013 regional in den Landesvierteln angeboten. Hier stellen wir die geplanten Themen im Detail vor. Die Exkursionen bieten einen spannenden Mix aus theoretischem und praktischem Input und führen zu ausgewählten Praxisbetrieben.

Wege im Grünland ohne Kühe Ohne die Haltung von Milch- und Mutterkühen stellt sich in Grünlandgebieten oft die Frage, wie sich Wiesen und Weiden sonst nutzen lassen. Die neue Exkursionsreihe untersucht, wie sich verschiedene Formen von Kalbinnenaufzucht, die Haltung von Weidegänsen, Schafen und Ziegen oder auch die Produktion von Qualitätsheu zur wirtschaftlich rentablen Nutzung von Grünland eignen können. Erfahren Sie, wie manche Betriebe eine solche Neuausrichtung gemeistert haben.

Erneuerbare Energie Der Energieeinsatz in der Landwirtschaft ist erheblich, gleichzeitig verteuern steigende Energiekosten die Produktion. Dabei gibt es gerade auf landwirtschaftlichen Betrieben verschiedenste Möglichkeiten der Energieproduktion. So erzeugen die Beispielsbetriebe etwa Energie über Photovoltaikanlagen oder nutzen die Kräfte des Windes und des Wasser. Sie setzen Hackgut für die Trocknung agrarischer Produkte ein und profitieren von Nahwärmeversorgungsanlagen in bäuerlicher Hand. Die Teilnehmer lernen das breite Spektrum der Energieerzeugung in der Landwirtschaft kennen und erhalten zusätzlich einen Überblick über die aktuellen rechtlichen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Erlebnis Bauernhof: Tourismus & Vermarktung In unserem zunehmend von virtuellen Welten geprägten Leben suchen viele Menschen als Ausgleich reale Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen in natürlicher Umgebung. Ein Bauernhof kann hier verschiedenste Angebote für große und kleine Gäste bieten. Bäuerinnen und Bauern, die nachhaltig mit der Natur leben und arbeiten, werden Begleiter beim Wiederentdecken landwirtschaftlicher Werte. „Ideen erFAHREN“ zeigt, wie Betriebe Erlebnisse am Bauernhof, ob in Form von Urlaub, Seminaren, aktiver Freizeitgestaltung, Gastronomie oder Spezialitätenvermarktung, anbieten und dies für die Betriebsentwicklung nutzen. 44

Tierhaltung mit Lebensqualität Tierhaltende Betriebe sind zeitlich sehr gebunden. Bei wachsenden Betrieben und steigender Produktion nimmt die laufende Arbeitsbelastung zu und übersteigt häufig ein gesundes Maß. In diesem Spannungsfeld ist es notwendig, wieder die individuell geeignete Balance zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu finden.

Die Exkursionsteilnehmer schätzen vor allem die Möglichkeit der Betriebsbesuche und den praktischen Erfahrungsaustausch. Foto: LK NÖ/Gerald Lechner

Lebensqualität beruht auf den qualitativen Lebensbedingungen aller Menschen am Betrieb und weniger auf einem messbaren, wirtschaftlichen Lebensstandard. Dass Tierhaltung mit Lebensqualität durchaus möglich ist, beweisen die Beispielsbetriebe. Besucht werden große und kleine Betriebe mit Milchviehhaltung, Betriebe mit Mutterkuhhaltung und Direktvermarktung, Vollerwerbs- und Nebenerwerbsbetriebe. Alle haben den Weg für eine jeweils passende Work-LifeBalance gefunden. Nehmen Sie auch Ihre Partnerin mit und teilen Sie die persönlichen Erfahrungen der Beispielsbetriebe.

„Erneuerbare Energie“, Start Mittwoch, 29. Mai, BBK Zwettl (Region Waldviertel) „Erlebnis Bauernhof: Tourismus & Vermarktung“, Start Mittwoch, 5. Juni, BBK Zwettl (Region Waldviertel) „Wege im Grünland ohne Kühe“, Start Donnerstag, 6. Juni, im Gasthaus „Zur Alm“, Kemmelbach (Region Mostviertel) „Tierhaltung mit Lebensqualität“, Start Donnerstag, 13. Juni, BBK Wr. Neustadt (Region Industrieviertel) „Rund um die Sojabohne“, Start im Juni, Ort offen (Region Weinviertel) – Näheres in der Juniausgabe der Zeitung „Die Landwirtschaft“

Termine und Orte Die Exkursionen gibt es landesweit und in den Vierteln zu folgenden Terminen. Am genannten Ort findet jeweils nur der erste Termin der Veranstaltungsreihe statt: „Erfolgreicher Einstieg in die Fischproduktion“, Start Mittwoch, 8. Mai, im westlichen NÖ (für ganz NÖ) – Details in der Aprilausgabe der Zeitung „Die Landwirtschaft“ (Achtung: geänderter Termin)

Ablauf und Anmeldung Für das jeweils dreitägige Angebot fällt ein Beitrag von 30 Euro je Teilnehmer an. Die Anreise zu den Exkursionsbetrieben organisieren die Teilnehmer selbst. Anmeldungen und Infos in Ihrer Bezirksbauernkammer oder bei Carina Staminger unter Tel. 05 0259 25120. Besuchen Sie uns auch unter www.lk-noe.at/ideenerfahren. Ing. Robert Höllerer, DI Marianne Priplata-Hackl


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lk-projekt: Lösungen finden. Erfolge erzielen. Zukunft sichern.

Projekte brauchen Vorbereitung und Umsetzung Die lk-projekt GmbH bietet professionelle Unterstützung bei Projekten im landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich. Um Ideen in die Realität umzusetzen, bedarf es einer vernünftigen Vorbereitung und einer zügigen Umsetzung. Jegliche Umstellung kostet Zeit, Geld und Energie. Zusätzlich stellt man sich noch Fragen wie: „Ist es danach besser? Lohnt sich die Mühe?“ Oder: „Werden sich die Erwartungen erfüllen?“ Bei Projekten gibt es wichtige Punkte, die zu beachten sind: das Projektdreieck (Auftrag/ Inhalt – Ressourcen – Zeit) die Vision, die Ziele, die Leitplanken, der Zeitplan, die Reißleinen die Projektumfeldanalyse Kundennutzen erkennen vorhandene Ressourcen geeignete Rechtsform Berechnung der Wirtschaftlichkeit und Finanzplan Speziell in der Land- und Forstwirtschaft ist man es gewohnt, Dinge sehr rasch und praktisch umzusetzen. Die oben angeführten Punkte können daher auch Punkt für Punkt in Eigenregie abgearbeitet werden – sehr oft wird dies intuitiv auch so gehandhabt. In vielen Situationen empfiehlt es sich allerdings, einen unvoreingenommenen Außen­ stehenden zur Projektentwicklung hinzuzuziehen. Wenn Sie also – alleine oder mit anderen gemeinsam – etwas vorhaben, dann hilft die

Bildungswerkstatt Mold

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ

Die Spezialisten von lk-projekt stehen bei Projektideen beratend zur Seite. Foto: LK NÖ

lk-projekt bei der Unterstützung Ihrer Ideen. Sie planen die Umsetzung einer Geschäftsidee, einen neuen Betriebszweig oder einen neuen vielversprechenden Einnahmenszweig. Wenn Sie dabei sicher sein wollen, dass Ihr Projekt von Anfang an auf richtigen Beinen steht, dann kontaktieren Sie die Spezialisten von lk-projekt. Mit den Augen des objektiven Außenstehenden wird scheinbar Selbstverständliches hinterfragt. Dadurch entstehen von „AHA“-Erlebnissen über „Daran hätte ich nicht gedacht!“ bis zu „Gut, dass wir das in dieser Form durchgegangen sind.“ Ein gutes Fundament sichert den langfristigen Bestand eines Projektes. Hilfestellung in allen Fragen rund um das Thema Projektplanung und -umsetzung bietet das Team der lk-projekt. Näheres auf www.lk-projekt.at. Dr. Josef Hainfellner lk-projekt GmbH Tel. 05 0259 42301 josef.hainfellner@lk-projekt.at

Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern

r‘ fah n! a D hi ich

Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

Mähdrescher-Fachtag: 28. Mai 2013 Am Dienstag, dem 28. Mai lädt die Bildungswerkstatt Mold zum Kurs „Mähdrescher-Technik – Einstellungsoptimierung und Leistungssteigerung in der Praxis“. Der Fachtag dauert von 9.00 bis 17.30 Uhr. Referent ist Klaus Semmler von AgrarTraining. Kursinhalt: Praxiserfahrungen mit Drusch- und Abscheidesystemen Einstellautomatiken und Praxisparameter Leistungssteigerung mit geänderter Mähdreschereinstellung Einstellungen bei schwierigen Ernteverhältnissen Technische Optimierung Verbesserung der Drusch- und Kornqualität Messmittel zur Leistungskontrolle Reduzierung von Stillstandzeiten (Bedienung und Wartung) Fruchtartenbezogene Beispiele an vorhandenen Mähdreschern Mähdruschkosten Ernte-Logistik Kornverluste beurteilen Kornverluste – Erfahrungen und Schätzungen, Ursachen Kursbeitrag: 120 Euro pro Person inklusive Verpflegung, umfangreicher Trainingsunterlage und Kornverlustblatt (bitte bei der Anmeldung Mähdrescher-Type bekannt geben). Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitte um Anmeldung bis spätestens 22. Mai 2013 unter 05 0259 29500.

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Die landwirtschaft

MARKT

Kleine Ernten in NÖ und EU zeigen Wirkung

Wenig Menge – hohe Traubenpreise

Wenig Umsatz bestimmt NÖ Weinmarkt Geringe Handelsmengen prägen den Markt für Wein aus Niederösterreich seit Beginn der Vermarktungssaison. Dafür gibt es verschiedenen Ursachen. DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

Mit 1,578 Mio. Hektolitern wurde 2012 nach Angaben von Statistik Austria in NÖ die zweitkleinste Ernte in 15 Jahren eingebracht. Und das, nachdem mit der Ernte 2011 die durch die kleinste Ernte geleerten Keller gerade erst wieder aufgefüllt worden waren. Die Weinbaugebiete Weinviertel und Kamptal waren besonders stark von den Ausfällen betroffen. Hier blieb das Ergebnis nicht nur um rund 40 Prozent hinter dem Vorjahr, sondern auch um 30 Prozent hinter dem 5-Jahresschnitt. Kaum besser zeigte sich das Ernteergebnis am Wagram, wo 30 Prozent zum Vorjahr und 20 Prozent zum 5-Jahresschnitt fehlten. Das entspricht auch etwa den NÖ-weiten Einbußen. Unterteilt nach Qualitäten beliefen sich die Ernteeinbußen bei Qualitätsund Prädikatsweinen in NÖ auf rund 25 Prozent, während sie bei Wein über 60 Prozent ausmachten. Bei Wein (vormals Tafelwein) lag das Ernteergebnis 2012 sogar noch schlechter als 2010. Die Mengen an Qualitätswein übertrafen dagegen die kleine Ernte 2010 um fast 20 Prozent.

Traubenpreisen zwischen 80 Cent und einem Euro für weiße Qualitätstrauben (Basis 15° KMW, inkl.) und 50 bis 60 Cent für rote, veranlassten viele Winzer, ihr Erntegut zu verkaufen anstatt Wein zu keltern, was die Handelsmenge an Fasswein weiter verringerte. Berichtet wurde auch, dass durch Trockenstress die Mostausbeute gelitten hat. Daher standen schon zu Beginn der Vermarktungssaison nur geringe Handelsmengen zur Verfügung. Das Preisniveau lag im Herbst bei weißen und roten Qualitätsweinen damit sogar höher als 2010.

EU-weit 2012 sehr geringe Ernte Gestützt wurde dieses Preisniveau durch eine EU-weit kleine Erntemenge. Laut OIV wurden in der EU 2012 141 Mio. Hektoliter (hl) Wein geerntet, das waren um 10 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem 5-Jahresdurchschnitt betrug das Minus sogar 15 Prozent. Betroffen waren alle großen Weinländer. So verringerte sich die französische Ernte im Vergleich zur guten Ernte 2011 um 17 Prozent auf 42 Mio. hl, die spanische um 11 Prozent auf 30 Mio. hl und die italienische um sechs Prozent auf 40 Mio. hl. Größer fiel die Ernte nur in Deutschland, Griechenland und Portugal aus.

Weinmarkt im Stillstand Anders als 2010/11 kam es heuer im Verlauf des Weinjahres zu keinen weiteren Preisverbesse-

stiere

schweine

ferkel

Bis zur Karwoche dauerte die stabile Phase mit Durchschnittspreisen frei Schlachthof jenseits der 4-Euro-Marke. Seither übt die nachlassende Nachfrage enormen Druck auf die Erzeugerpreise aus, die binnen Monatsfrist um rund 25 Cent nachgaben. Im Inland fehlt saisonal das Interesse an Rindfleisch. Für Versendungen nach Italien steht das heimische Angebot in Konkurrenz zu günstigerer Ware aus Frankreich, Tschechien und Polen, zudem ist der Bedarf rückläufig. Eine kurzfristige Trendwende ist angesichts kurzer Schlachtwochen, der beginnenden Grillsaison und einer unveränderten Exportsituation kaum zu erwarten.

Im April litt der NÖ Schweinemarkt zunehmend unter einer stockenden Fleischnachfrage. Das Angebot steigerte sich von Woche zu Woche, ebenso nahm das Schlachtgewicht der Tiere zu. Bis zum Monatsende hin blieb die Nachfrage nach Schweinefleisch im LEH stark hinter den Erwartungen zurück, wodurch sich ein üppiger Angebotsüberhang aufbauen konnte. Verstärkt wurde dieser durch begrenzte Exportmöglichkeiten in Drittstaaten. Die Lage blieb so angespannt, dass sich über zwei Wochen hinweg keine Einigung bei den Schweinepreisen erzielen lies. Somit hofft die gesamte Branche auf eine Marktbelebung durch die bevorstehende Grillsaison.

Die Stimmung am NÖ Ferkelmarkt blieb im April gedrückt. Bedingt durch die verminderte Rentabilität am Mastsektor hielt sich die Nachfrage nach Ferkeln in Grenzen. Auch blieben die Exportmöglichkeiten beschränkt, da im Ausland ausreichend Ferkel zur Verfügung stehen. Zusätzlich gilt das NÖ Preisniveau über die Grenzen hinweg als nicht konkurrenzfähig. Die Preise sanken im April um 5 Cent und liegen bei durchschnittlich EUR 2,70. Da der Ferkelmarkt stark vom Schlachtschweinpreis abhängt, bleibt die Hoffnung auf besseres Wetter aufrecht. Erfahrungsgemäß wird sich die Situation mit der Nachfragebelebung am Schweinemarkt entspannen.

€/kg Italien Österreich 1,9 Tschechien 1,8 Deutschland Bayern 1,7 Österreich 1,6 Niederlande 1,5 Dänemark 1,4 1,3 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3

75 70 65 60 55 50 45 40 35 30

€/kg 4,0

Italien Bayern

3,5 3,0

Österreich

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2,5 2,0

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3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3

€/30 kg Ferkel

Niederlande Bayern Dänemarkt Deutschland Österreich Niederösterreich

3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3

B

N


mai_2013

milch Im Februar lagen die Milchpreise für 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß bei 34,988 Cent/kg netto und blieben damit dem leichten Aufwärtstrend treu. Dieser sollte sich auch im März fortsetzen. Im Februar übertrifft der Ö-Milchpreis seit Juni erstmals auch wieder die Preise im EU-Schnitt, die auf einem 16-Monatshoch liegen. Ausgelöst durch extrem trockene Bedingungen in Neuseeland verbesserte sich der internationale Milchpreisindex in den letzten zwei Monaten um 40 Prozent und liegt nun auf einem Langzeithoch. Davon profitierten auch die Exportpreise, allerdings in Ozeanien stärker als in Europa. Cent/kg 36 35 Österreich 34 Bayern 33 32 31 30 Deutschland 29 28 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2

Der Großteil des österreichischen Weins findet in Europa seine Abnehmer und darunter ist Deutschland mit einem Exporterlösanteil von 60 Prozent der mit Abstand der wichtigste Abnehmer. Die deutschen Weinimporte beliefen sich zuletzt auf rund 15 Mio. hl. Seit 2008 sind vor allem die Importe von Fassweinen der Kategorie Tafelwein stetig angestiegen, da sich Deutschland zu einer Drehscheibe für

europäische Massenweine entwickelt hat. Die Importweine werden in Deutschland auf hohem technischem Niveau abgefüllt und anschließend in der Flasche in andere europäische Länder exportiert. Österreich exportierte in den letzten Jahren nur mehr sehr geringe Fassweinmengen zu unserem Nachbarn. Dadurch konnte die Wertschöpfung aus dem Weinexport deutlich gesteigert werden. So lagen nach Angaben der Ö-Weinmarketing-Gesellschaft die Durchschnittspreise für Weinexporte nach Deutschland 2012 bei 2,19 EUR/l, gegenüber 1,49 EUR vor fünf und 0,83 EUR vor zehn Jahren.

NÖ Weinpreise – Qualitätswein in Cent pro Liter inkl. MwSt. Qualitätswein weiß

40,00

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November

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milchpreise Mit 1. April bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto 33,97 Milchgenossenschaft NÖ, netto 34,02 Gmundner Milch, netto 34,40 Biomilch: Berglandmilch, netto 39,37 Milchgenossenschaft NÖ, netto 39,52 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt. Deutschland Qualitätsergebnisse: Bayern Im Februar 2013 entsprachen 99,30 % Österreich der in NÖ angelieferten Milch der 1. Güteklasse. Für 90,33 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt.

November

Februar

2012/2013

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2008/2009

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2009/2010

Qualitätswein rot

160,00

2010/2011

Die globale Weinernte betrug 2012 251 Mio. hl, das waren fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Außerhalb der EU zeigte sich die Weinproduktion sehr stabil, wenn auch mit regionalen Unterschieden. So konnten die USA, Australien, Südafrika und Chile ihre Produktion 2012 erhöhen. In Argentinien, Brasilien und Neuseeland blieb das Ergebnis dagegen deutlich hinter dem Vorjahr. Zurückgeführt wird der globale Produktionsrückgang neben den ungünstigen klimatischen Bedingungen auf die Verringerung der Rebfläche. In erster Linie reduziert wurde die Rebfläche in der EU, seit 2008 um acht Prozent. Sie liegt nun bei vier Millionen Hektar. Außerhalb der

Deutschland als Weindrehscheibe

2009/2010

Entwicklung der Rebflächen regional unterschiedlich

EU wurde die Anbaufläche in den letzten drei Jahren um rund zwei Prozent auf 3,4 Millionen Hektar vergrößert.

2008/2009

rungen. In den letzten Wochen hat das Preisniveau bei Weißwein sogar eher nachgegeben. Die Nachfrage ist gering und die Versorgungslage der Händler gut, zudem das inländische Angebot durch Importe ergänzt worden ist. Momentan scheint der Markt in eine Warteposition eingetreten zu sein. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden die Erwartungen zur Erntemenge 2013 werden. Nach dem milden niederschlagsreichen Winter sind die Reben vorerst gut ins Frühjahr gestartet.

Mai

Kreditzinsen Im Februar 2013 betrugen die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen mit Laufzeit _ bis zu 1 Jahr........................ 2,24 % _ 1 bis 5 Jahre......................... 2,63 % _ über 5 Jahre.........................2,37 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.....................2,27 % Bezugszinssätze im März 2013 _ 3 Monats-EURIBOR.............0,21 % _ Sekundärmarktrendite (Emittenten gesamt)..........0,98 % Quelle: Österr. Nationalbank AIK-Zinssatz (= durchschnittl. Sekundärmarktrenditen des 3. Quartals 2012 + 0,5 % Zuschlag) im Zeitraum Jänner – Juni 2013 vor Zinsenzuschuss .................. 1,625 %

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Die landwirtschaft

leben

l eben

Pflanze des Monats

S 50

Das Dickblatt sorgt für gute Laune

Tipps und Tricks für Männer über 40 S 51

Erlebnis Bauernhof Buchtipp für UaB-Anbieter S 52

Redner im Wettstreit S 53

Englisch bringt Action ins Yspertal Internationales Sprachcamp S 54-55

Bildungskalender S 56

Goldene Kammermedaille

Theresia Hirsch geehrt S 57

Termine S 58-59

Anzeigen S 59

Buchtipps S 60

Gartenspaziergang in Wort und Bild

Das Dickblatt Crassula ovata wird auch Geldbaum genannt. Es wird bis zu einem Meter hoch, wächst baumförmig und ist eine genügsame Zimmerpflanze. Wie der Name schon sagt, hat das Dickblatt glänzend grüne Blätter. Sie sind manchmal gezeichnet und werden zwei bis fünf Zentimeter groß. Bei älteren Pflanzen erscheinen bei guter Pflege im Sommer weiße kleine Blüten. Ideal sind ein ganzjährig vollsonniger Standort und Zimmertemperatur. Im Winter darf es ruhig etwas kühler sein. Die Überwinterungstemperatur darf jedoch nicht unter fünf Grad sinken. Außerdem sollte nur mäßig gegossen werden. Im Winter ist es besser, die Pflanze trockener zu halten.

Besondere Pflege Monatliche Düngung mit speziellem Kakteendünger kommt dem Aussehen der Pflanze zugute. Das Dickblatt bevorzugt sandige-lehmige Substrate. Zahlreiche Kakteenerden erfüllen diese Kriterien. Selbstgemischte Topfsubstrate mit einem hohen Sand- und Lehmanteil entsprechen ebenfalls den Anforderungen dieser Pflanze. 48

An einem vollsonnigen Ort bei Zimmertemperatur fühlt sich das Dickblatt am wohlsten. Im Winter darf es etwas kühler sein. Foto: Gert Eichberger

Pflanze mit großer Wirkung Dem Dickblatt werden Wirkungen gegen Elektrosmog und elektromagnetische Wellen von Computer oder Mikrowelle nachgesagt. So ist ein Platz im Büro oder in der Küche geradezu perfekt. Denn dort kann die Pflanze ihre ganze Wirkung entfalten. Bei Menschen soll sie die Laune und Heiterkeit steigern und verschlossenen Menschen helfen, aus sich herauszugehen.

Tipp Im Wonnemonat Mai werden zahlreiche Hochzeiten gefeiert. Die passende Geschenkidee für dieses Ereignis ist das Dickblatt. Ihm wird nachgesagt, dass es den Geldbeutel vergrößert, wenn es blüht. Das erklärt auch den Namen Geldbaum. Christian Kornherr Ref. Garten und Gemüsebau Tel. 05 0259 22405 christian.kornherr@lk-noe.at


Mai_2013

Heiraten im Wonnemonat

Bauernregeln und Lostage

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen Seit alters her ist der Mai der erste Monat im Jahr, der zum Feiern ins Freie lockt. Aufgrund der erwachten Natur, der damit verbundenen Wonne und Liebe, ist der Monat heutzutage besonders beliebt bei jungen Ehepaaren. Im bäuerlichen Bereich sind Hochzeiten im Wonnemonat allerdings traditionell eine Ausnahme. Christi Himmelfahrt, Pfingsten, der Muttertag oder Fronleichnam – an Festen mangelt es im Mai nicht. Zusätzlich zu den Prozessionen an den kirchlichen Feiertagen lockt üblicherweise die Blüte im Garten hinaus ins Freie. Die Farbenpracht blühender Pflanzen in Verbindung mit den ersten richtig wärmenden Sonnenstrahlen führt dazu, den ohnehin schon zahlreichen Festtagen im Wonnemonat noch private Feierlichkeiten hinzuzufügen. Vor allem bei Hochzeiten steht der Mai seit Jahren hoch im Kurs, wie der Blick auf die Eheschließungen laut Statistik Austria zeigt. Im Jahr 2010 zum Beispiel gaben sich in Niederösterreich von insgesamt 7.218 Paaren 1.126 im Wonnemonat Mai das Ja-Wort.

Ausschweifende Hochzeiten Das war aber nicht immer so. Einstmals wurden Eheschließungen vor allem in jenen Monaten bevorzugt, in denen die

Geschichte des Maibaums Der Maibaum symbolisiert Fruchtbarkeit und gilt seit jeher als eine Verbindung zwischen Erde und Himmel. In Österreich wurde der Maibaum erstmals 1466 erwähnt. Zwischenzeitlich galt er als „Hexenbaum“. Angenommen wird, dass aus dieser Zeit die Sitte stammt, ihn zu entrinden: Hexen sollten sich an ihm nicht festsetzen können. Heute dient der Baum mit dem gemeinsamen Aufstellen, dem Kraxeln und dem Maibaumversteigern vor allem der Gemeinschaftsbildung. Vielerorts werden die Bräuche von der Landjugend gepflegt.

Der Marienmonat Mai gilt als der Monat der Liebe. Foto: LK NÖ

Arbeit auf dem Felde ruhte. Geheiratet wurde demzufolge in der Zeit vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch sowie im Herbst. Denn insbesondere wenn geerntet, gedroschen und gemahlen, geschlachtet, geselcht und gewurstet worden war – wenn also alle Lebensmittel in Hülle und Fülle vorhanden waren und die Jahreszeit noch keine Arbeit auf den Feldern verlangte – war die günstigste Zeit für Hochzeiten. So mussten viele Ehepaare auf sonnige Wetterlagen und frühsommerliche Temperaturen verzichten. Als Entlohnung dafür konnten die Feierlichkeiten umso ausschweifender ausfallen: Hochzeiten konnten im bäuerlichen Bereich bis zu drei Tage lang andauern und wurden häufig mit mehreren hundert Gästen zelebriert.

Liebe, Mai und Frost Ob letztlich eine ausgiebige Hochzeit oder die Eheschließung im Monat Mai eher das Halten des Ehebandes garantiert, hängt freilich vom Einzelfall ab. Hilfreich für die jungen Liebe ist auf alle Fälle eine alte Bauernregel: „Die Liebe und der Mai, gehen selten ohne Frost vorbei“. Johannes Gold

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Staatsfeiertag

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Christi Himmelfahrt

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Pankratius (Eisheiliger), Muttertag

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Servatius (Eisheiliger)

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Bonifatius (Eisheiliger), Bittag

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Sophie (Eisheilige), Bitttag

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Pfingstsonntag

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Schwendtag

Fronleichnam

Was sind Schwendtage? Besondere Bedeutung hatten im bäuerlichen Glauben einst die aufs Altertum, vor allem auf die römischen Zeiten, zurückführenden „verworfenen Tage“, auch „Schwendtage“ genannt. Warum und wieso, darüber gibt es keine schlüssige Aussage. Überliefert ist jedoch, dass man an diesen Tagen keine allzu großen „Schritte“ tun sollte. Abgeraten wurde an diesen Tagen davon, eine neue Arbeit zu beginnen oder gar eine größere Reise anzutreten. 49


Die landwirtschaft

leben

Strategien für Männer ab 40 in Buchform

Männliche Wege aus der Krise

Buchtipp In seinem Buch „Die zweite Halbzeit entscheidet“ gibt Markus Hofer nützliche Tipps und Tricks für die zweite Lebensphase. Dabei stellt er Themen wie das Älterwerden als Paar, die Gesundheit, die Arbeit aber auch den Ruhestand in den Mittelpunkt. „Dieses Buch möchte eine Art Wanderführer durch die zweite Lebenshälfte sein. Natürlich sind unsere Schicksale individuell, hat jeder seine eigene Geschichte und seinen eigenen Weg“, so Hofer. Trotz allem erkennt er Ähnlichkeiten und entwickelt in seinem Werk Wegmarkierungen für die männliche Reise in ein reiferes Leben. Erschienen im Verlag Tyrolia um 12,95 Euro unter ISBN 978-3-7022-3145-3.

Der Weg in die zweite Lebenshälfte ist für Männer nicht immer leicht. Veränderungen stehen dabei auf der Tagesordnung. Autor Markus Hofer zeigt, wie sich die Midlife-Crisis äußert und wie man ihr begegnen kann.

Mit seinem Buch „Die zweite Halbzeit entscheidet“ gibt Autor Markus Hofer hilfreiche Erfahrungen sowie Tips und Tricks für die Midlife-Crisis zum Besten.

„Am Anfang merkt man es kaum, die ersten Anzeichen lassen sich noch leicht ignorieren. Eines Tages wird man aber wie mit der Nase darauf gestoßen, dass Mann auch älter wird“, erklärt Autor Markus Hofer. Für den Leiter des Männerbüros der Katholischen Kirche Vorarlberg steht dabei eines fest: „Es ist wie im Fußball – die zweite Halbzeit entscheidet.“ Doch kaum ist das beste Mannesalter erreicht, wartet schon die nächste Krise.

Hier ist Geduld gefragt, wie der Philosoph, Theologe, Germanist und Kunsthistoriker weiß: „Plötzlich geht es um Dinge, die wir nicht mehr wie früher durch Kraft und Einsatz verändern können.“ Dementsprechend müssen andere Lösungsansätze gefunden werden.

Das Leben geht weiter „In dieser Phase der Lebensmitte tauchen unerwartet ganz neue Fragen auf: War das alles? Manch einen überkommt das Gefühl, dass das Leben vorbei sei“, gibt Hofer zu bedenken. Er gibt zu, dass auch ihm diese Erfahrung nicht erspart geblieben ist. Ganz individuell macht sich die Midlife-Crisis ab einem gewissen Alter bemerkbar. 50

Foto: fotolia.de/Bergmann

Dem Älterwerden auf der Spur Nach der jugendlichen Sturm und DrangZeit kommen, laut Hofer, Männer ab 30 Jahren in eine Phase, wo sie ihre Identität gefunden haben. Dann kommt der große Schock: Die Zeit des jugendlichen Helden ist vorbei. „Wir Männer haben zwar den Aufstieg gelernt, aber nicht den Abstieg“, gibt Hofer zu bedenken. Eva Posch

Gewinnspiel Erstkommunion-Buch Die Erstkommunion ist für Kinder ein ganz besonderes Fest und wird von der ganzen Familie gefeiert. Die Kreativität der Kinder ist bei so genannten Erinnerungsalben gefragt. Mit Fotos, Sprüchen und persönlichen Daten kann sie das Kind gemeinsam mit den Eltern individuell gestalten. Viel Platz für Erinnerungen bietet das Buch „Meine Erstkommunion“ mit vielen Gebeten, Texten und wunderschönen Zeichnungen. Tyrolia-Verlag, ISBN 978-3-7022-3208-5 zum Preis von 14,95 Euro. Gewinnen sie eines von drei Büchern. Anruf oder E-Mail genügt, und zwar unter der Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at. Das Los entscheidet. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.


Mai_2013

Schatzkarte für Abenteurer

„Urlaub am Bauernhof“ (UaB)

Niederösterreich-CARD Gewinnspiel

Neu: Buch für Boschafter bäuerlicher Welt Wie wird aus einem Samenkorn eine Pflanze? Warum sind Nutztiere keine Kuscheltiere? Und was kreucht und fleucht denn da im Boden? All diese Fragen beantwortet das neue Buch „Erlebnis Bauernhof“.

Die Niederösterreich-CARD sorgt für ein spannendes und abwechslungsreiches Ausflugsprogramm für die ganze Familie. Acht Jahre hält die Niederösterreich-CARD nun schon spezielle Angebote für Ausflugstrips bereit. Ganze 315 Ausflugsziele können CARD-Besitzer bei freiem Eintritt unter die Lupe nehmen. Dabei sparen sich die Ausflugsgäste nicht nur Eintrittsgelder von bis zu 2.200 Euro. Zusätzlich gibt es Bonuspunkte bei den Gastwirten der NÖ Wirtshauskultur und Vergünstigungen bei ausgewählten Theateraufführungen und Konzerten.

Auch die Schneebergbahn ist bei der Niederösterreich-CARD mit dabei. Foto: Weinfranz

Die Karte kostet für Erwachsene 53 Euro, für Jugendliche 24 Euro und gilt von 1. April 2013 bis 31. März 2014. Nähere Infos zur CARD und über die Verkaufstellen unter www. niederoesterreich-card.at.

Mitspielen und gewinnen Gewinnen Sie eine von drei CARDs. Anruf oder E-Mail genügt an Tel. 05 0259 29300 oder presse@lk-noe.at. Das Glückslos entscheidet.

Neue Lagerhaus-App lässt Pflanzen aufblühen Die Lagerhaus-App bietet Hobby-Gärtnern rechtzeitig zum Frühlingsbeginn kompaktes Wissen für die perfekte Pflanzenpflege. Mit nur einem Touch wird der eigene Daumen jetzt grüner als je zuvor. Die Highlights sind Profitipps für den Garten sowie ein tagesaktueller Mondkalender. Mit der App bleibt man aber auch über aktuelle Angebote auf dem Laufenden und findet dank dem LagerhausFinder alle Standorte in der Nähe. Die App steht sowohl für iOS als auch Android gratis zur Verfügung. www.lagerhaus.at/mobile

In einfachen und verständlichen Worten erzählt das Buch über das Leben und Wirtschaften auf einem Bauernhof und erklärt mit vielen Bildern die wichtigsten ökologischen Zusammenhänge. Daneben finden sich Anregungen und Tipps, wie kleine Forscher die Natur spielerisch kennenlernen können.

Botschafter bäuerlicher Welt All jene, die landwirtschaftliches Fachwissen an andere weitergeben wollen, finden darin wertvolle Unterstützung. Das Nachschlagewerk ist daher ideal für alle „Urlaub am Bauernhof“-Anbieter, die ihren Gästen die bäuerliche Lebenswelt in anschaulicher Form näher bringen wollen.

„Erlebnis Bauernhof – mit Freude und Neugier Natur und Landwirtschaft begegnen“ Das Buch stammt vom steirischen Autoren-Duo Vater Karl und Sohn Florian Buchgraber. Prof. Dr. Karl Buchgraber, Forscher am LFZ Raumberg-Gumpenstein und Lehrer an der Universität für Bodenkultur, behandelt die fachliche Seite in all ihren Aspekten. Sohn Florian, Schüler am BG/BRG Stainach, hat viele Beiträge aus der Sicht der Jugendlichen in seiner Sprache eingebracht. Das Buch umfasst 60 Seiten mit 175 Farbabbildungen und ist zum Preis von 14,90 Euro bei Landwirt Agrarmedien GmbH unter ISBN 978-3-9503562-0-5 erhältlich.

Bäuerinnen 50+ trafen sich in Rabenstein Eine ganz besondere Veranstaltung erwartete die Gäste beim „Tag der Bäuerin 50+“ in Rabenstein. Dabei wurde dem Alter und der Erfahrung der anwesenden Damen so richtig Tribut gezollt. Die Gebietsbäuerin von Kirchberg, Andrea Taschl, konnte dabei auch ihre Vorgängerinnen Maria Fink und Elfi König begrüßen. Referent Anton Wagner unterhielt die Besucherinnen mit seinen Erlebnissen vom Jakobsweg. Foto: zVg

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Die landwirtschaft

landjugend

Redewettbewerb der Landjugend Niederösterreich

Die besten Redner des Landes

Der Landesentscheid „Reden“ fand am Sonntag, 7. April im Stift Lilienfeld statt. Rund 41 Teilnehmer präsentierten ihre Meinung vor der Öffentlichkeit. Die besten zwei Redner aus jeder Kategorie sind für den Bundesentscheid im Burgenland qualifiziert. Für die Landjugendmitglieder aus ganz Niederösterreich ging es Anfang April in Lilienfeld zur Sache. Denn in vier Kategorien traten rund 41 Redner gegeneinander an. Die Teilnehmer konnten dabei ihre spitze Zunge nicht nur in der vorbereiteten Rede über und unter 18 Jahren auf die Probe stellen. Auch eine Rede mit Präsentation und eine Spontanrede konnten sie für die Jury halten.

Vorbereitete Rede über 18 Vorbereitete Rede unter 18 15 Teilnehmer standen in der Kategorie „Vorbereitete Rede unter 18“ am Rednerpult. Dabei waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So wurde nicht nur der Frage auf den Grund gegangen, ob die Jugend tatsächlich so schlecht wie ihr Ruf ist. Auch der Zauber der Jagd und Machenschaften bei der Lebensmittelwerbung thematisierten die Jugendlichen.

12 Redner starteten in der Kategorie „Vorbereitete Rede über 18“. Neben Werbemanipulationen spielte auch das Vertrauen in Lebensmittel in den Vorträgen eine Rolle.

v.l.n.r.: LJ-Landesleiter Karl Anton Schrattenholzer, Bezirksbäuerin von Lilienfeld Veronika Heinz, Rede-Siegerin Andrea Berger, Landeskammerrat Josef Eder, Vizebürgermeister von Lilienfeld Wolfgang Labenbacher und LJ-Landesleiterin Verena Hainzl. Foto: Landjugend NÖ

Rede mit Präsentation 7 Präsentationen bewertete die Jury in der Kategorie „Rede mit Präsentation“. Arbeiten zu Demenz, Benimmregeln und Erster Hilfe stellten die Teilnehmer vor.

Spontanreden In dieser Kategorie traten insgesamt 16 Teilnehmer in zwei Durchgängen gegeneinander an. Zu den jeweiligen Überthemen Allgemeinbildung, Landwirtschaft und Umwelt, Kultur und Brauchtum, Sport und Gesellschaft sowie Young und International, zogen die Redner ihr Unterthema. Zu diesem mussten sie in nur zwei bis vier Minuten ihre Spontanrede halten und die Jurymitglieder entsprechend überzeugen.

Die Bestplatzierten Vorbereitete Rede unter 18: 1. Platz: Simon Heher, Mank 2. Platz: Julia Aichinger, Amstetten 3. Platz: Leo Gruber-Doberer, Mank -

Vorbereitete Rede über 18: 1. Platz: Martina Übellacker, Ybbs 2. Platz: Klaus Prinz, Groß Gerungs 3. Platz: Anna Fitzthum, Ybbs

Rede mit Präsentation: 1. Platz: Andrea Berger, Hainfeld/Lilienfeld 2. Platz: Agnes Reinsperger, Stockerau 3. Platz: Michael Schalk, Herzogenburg

Spontanrede: Simon Heher aus dem Landjugendbezirk Mank bei seiner Siegesrede in der Kategorie „Vorbereitete Rede unter 18“. Foto: Landjugend NÖ

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1. Platz: Beatrix Walzl, St. Pölten 2. Platz: Jasmin Dürauer, Herzogenburg 3. Platz: Dominik Hiller, Stockerau


mai_2013

Schwerpunkt Frauen und Sport

Internationales Sprachcamp der Landjugend

Landjugend matchte sich

English in Action

Spiel, Satz und Sieg hieß es am 14. April beim Landesfinale des „LJ Volley Masters“ in Tulln. Der erste Platz ging an die Landjugend Bezirk St. Pölten.

Wenn internationale Jugendliche mit Teilnehmern aus ganz NÖ zum englisch Reden aufeinandertreffen, ist es wieder soweit: Die Sprachwoche „English in Action“ steht von 14. bis 20. Juli auf dem Programm.

Rund 180 Frauen nahmen am Pilotprojekt der Landjugend Niederösterreich teil. Unter dem Namen „LJ Volley Masters“ lud die Landjugend NÖ zur Damen Volleyball Meisterschaft. Das Ziel sollte sein, erstmals das Thema Frauen und Sport mehr in den Mittelpunkt zu stellen. In 48 Spielen und zahlreichen Trainingseinheiten gaben die Spielerinnen so richtig Gas. Für das Landesfinale Mitte April in Tulln konnten sich schlussendlich etwa 80 Sportlerinnen qualifizieren.

Das bewährte Konzept des LandjugendSprachcamps bringt auch heuer wieder Jugendliche dazu ihr Englisch zu verbessern. Eine Mischung aus Sprachtraining und Freizeitprogramm wird geboten. Gemeinsam mit Jugendlichen aus ganz Europa verbessern Schüler aus NÖ ihre Sprachkenntnisse in der HLUW Yspertal.

Lernen in angenehmer Atmosphäre Den Sieg holte sich die Landjugend Bezirk St. Pölten gleich vor der Landjugend Bezirk Herzogenburg. Den dritten Platz sicherte sich die Landjugend Bezirk Mank und vierte wurden die Volleyballerinnen der Landjugend Bezirk Weitra.

Etwa 80 Volleyballerinnen qualifizierten sich für das Landesfinale des „LJ Volley Masters“.

Einfach drauf los reden, um sich mit den Gästen zu verständigen, lautet die Devise. Unterstützt werden die Jugendlichen von Berlitz-Sprachtrainern. Doch nicht nur in den Sprachworkshops wird Englisch gesprochen. Auch beim Radausflug, beim Badetag oder den Spielen steht die Fremdsprache im Mittelpunkt. Hemmungen vor der Sprache sollen dadurch abgebaut werden. Damit sind die Teilnehmer mit ihren Englischkenntnissen in Wort und Schrift auch für den Beruf gewappnet.

Das einwöchige Sprachcamp „English in Action“ findet auch heuer wieder statt. Foto: Landjugend NÖ

Sprachwoche: 14. bis 20. Juli, Yspertal Die Kosten betragen 295 Euro für Landjugendmitglieder und 325 Euro für Nicht-Landjugendmitglieder (Kammermitgliedschaft der Eltern oder Mitgliedschaft der Mutter bei den Bäuerinnen erforderlich). Im Preis inbegriffen sind Unterkunft und Verpflegung, fünf Tage Workshop, Freizeitprogramm inklusive Eintritte sowie die Betreuung durch das Team der Landjugend NÖ. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Infos bei katharina.brader@lk-noe.at oder Tel. 050 259 26305, www.noelandjugend.at.

Foto: Landjugend NÖ

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Die landwirtschaft

bildungskalender

www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Bildungskalender

Persönlichkeit & Kreativität NLP Masterausbildung Modul 9 25.05.13; 09:00-17:00 Ort: Maria Ward Haus, 3100 St. Pölten Kosten: EUR 110,- Anmeldung: 02272/61157

Gesundheit & Ernährung Grillworkshop (Basiskurs) Mann grillt 16.05.13; 18:00-21:30 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 69,- Anmeldung: 02745/2393 Grillworkshop für Fortgeschrittene - Jetzt gehts erst richtig los ! 23.05.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 79,-   Anmeldung: 02745/2393 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Gartenfrische Salate 14.05.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Baden und Mödling 16.05.13; 13:00-17:00 16.05.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Mistelbach 16.05.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Tullnerfeld 22.05.13; 13:00-17:00 22.05.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Gänserndorf 23.05.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Hollabrunn 23.05.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Krems 24.05.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Hollabrunn 24.05.13; 13:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten 28.05.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Korneuburg 29.05.13; 17:30-21:30 Ort: BBK Korneuburg 01.06.13; 09:00-13:00 54

Ort: BBK Neunkirchen 07.06.13; 13:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold 14.06.13; 19:00-23:00 Ort: BBK Amstetten 14.06.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Melk 14.06.13; 13:00-17:00 Ort: BBK Waidhofen/Thaya Anmeldung: 05 0259 26200 Kosten: EUR 49,- inkl. Rezept broschüre Marmelade & Co 04.06.13; 13:30-17:30 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 28,-   Anmeldung: 02872/7266

EDV Fotobearbeitung - ein Fotobuch erstellen (12 UE) 24.05.13; 17:00-21:00 Ort: LFS Hollabrunn Kosten: EUR 60,- Anmeldung: 02952/2133

Bauen, Energie & Landtechnik Ausbildung zum geprüften Schweißer - Elektroschweißen 27.05.13-31.05.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 595,- pro Person inkl. Prüfungsgebühr Anmeldung: 05 0259 29500 Ausbildung zum geprüften Schweißer - MAG 03.06.13-07.06.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 595,- pro Person inkl. Prüfungsgebühr   Anmeldung: 05 0259 29500 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Klasse EzB mit Theorieprüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 05.06.13-06.06.13; 08:00-16:30

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 440,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 50,Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Kombination der Klassen EzBF - Außenkurs der Fahrschule Horn 03.06.13-07.06.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 810,- pro Person inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse EzB nur praktische Prüfung Außenkurs der Fahrschule Horn 10.06.13-11.06.13; 09:00-16:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 237,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 42,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Erneuerbare Energieanlagenschau für Wärme, Strom, Kälte, Treibstoffe 22.05.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 15,- Anmeldung: 02272/62515 Errichtung von Trockensteinmauern (24 UE) 16.05.13-18.05.13 08:30-17:00 Ort: Schiltern/Langenlois 23.05.13-25.05.13; 08:30-17:00 Ort: Kottes 06.06.13-08.06.13; 08:30-17:00 Ort: Zöbing/Langenlois 13.06.13-15.06.13; 08:30-17:30 Ort: Wr. Neustadt Anmeldung: 02732/87516 Kosten: EUR 95,-  

Mähdrusch-Praxis 2013 für Betriebsleiter und Fahrer 28.05.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 120,- Anmeldung: 05 0259 29510 Traktorführerschein - Klasse F - Kurzkurs für FührerscheinbesitzerInnen B - Außenkurs der Fahrschule Horn 03.06.13-07.06.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 810,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510

Pflanzenproduktion Begrünte Ackerflächen mit Wiesen- oder Weidenutzung (Naturschutzplan-Weiterbildung) 23.05.13; 13:00-18:00 Ort: GH Nußbaum, Etzmannsdorf/Kamp Anmeldung: 05 0259 26102 Getreidebautag 14.06.13; 13:00-16:00 Ort: LFS Warth Anmeldung: 02629/2222-0 Laubarbeiten im Weinbau 07.06.13; 13:30-16:30 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 25,- Anmeldung: 02732/87516

Tierhaltung Almweideverbesserung unter dem besonderen Aspekt der Unkrautregulierung (TGDAnerkennung: 0,5h) 11.06.13; 09:00-17:00 Ort: Mamauwiese, Puchberg am Schneeberg Kosten: EUR 30,- Anmeldung: 05 0259 46700


mai_2013 Ausbildung für TGD-Arzneimittelanwender 16.05.13; 08:00-16:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 30,- EUR 25,- für jede weitere Person Anmeldung: 02629/2222 Bürstling, Germer und Co. Verbesserung von Almweiden (TGD-Anerkennung: 0,5h) 13.06.13; 09:00-17:00 Ort: Reisalm, Kleinzell Kosten: EUR 25,- Anmeldung: 05 0259 46700 Praxis 2 - Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung - LFS Edelhof 18.05.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Edelhof 25.05.13; 09:00-13:00 25.05.13; 14:00-18:00 Ort: LFS Pyhra Anmeldung: 02629/2222-0 Kosten: EUR 15,-   Praxis 2 + 3 - Schwarmverhinderung, Jungvolkbildung und Honigernte 19.05.13; 09:00-18:00 26.05.13; 09:00-18:00 Ort: LFS Mistelbach Kosten: EUR 30,-   Anmeldung: 02629/2222-0 Praxis 3 - Honigernte 08.06.13; 09:00-13:00 08.06.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Edelhof 07.06.13; 08:00-12:00 07.06.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth Anmeldung: 02629/2222-0 Kosten: EUR 15,-  

Umwelt & Biolandbau Blumenwiesen - Wiesenwissen 13.05.13; 09:00-12:00 Ort: FF Unter Pertholz, Weikertschlag an der Thaya 31.05.13; 14:00-18:00 Ort: Rabenstein an der Pielach Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 15,- Brachflächen - Anziehungspunkte für Tiere und Pflanzen in der Landschaft (Naturschutzplan-Weiterbildung)

03.06.13; 08:30-13:30 Ort: GH Pelzer-Altinger, Sitzendorf an der Schmida Anmeldung: 05 0259 26102 Hangschluchtwälder Untere Ybbs 07.06.13; 09:00-17:00 Ort: Kematen Kosten: EUR 35,- Anmeldung: 05 0259 26100 Korbblütler- eine Freilandnachschau 27.05.13; 09:00-14:00 Ort: Blumau an der Wild Kosten: EUR 29,-   Anmeldung: 05 0259 26100 Lange Nacht der Kräuterpädagogik 25.05.13; 16:00 Ort: Gärtnerei der Sinne, Fam.Rohringer, Kilb Anmeldung: 05 0259 26100 Nahrhafte Landschaft 08.06.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Zwettl Kosten: EUR 55,-   Anmeldung: 05 0259 26100 NATURA 2000 Gebiet: Feuchte Ebene - Leithaauen“ (Naturschutzplan-Weiterbildung) 05.06.13; 13:00-18:00 Ort: GH zur Linde, Kimmelmann, Bruck an der Leitha Anmeldung: 05 0259 26102 Pflanzenmonographie ausgewählter Pflanzenarten - Der Diptam 18.05.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Mistelbach 01.06.13; 09:00-17:00 Ort: Mödling Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 59,-   Pflanzenmonographien ausgewählter Pflanzenarten - Die Rose 15.05.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Mistelbach 23.05.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Melk Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 59,-  

Sinn und Zweck von ÖPULBestimmungen für den Naturschutz (Naturschutzplan-Weiterbildung) 25.05.13; 13:15-18:00 Ort: GH Lasseerhof, Lassee Anmeldung: 05 0259 26102 Tiere, Pflanzen und Lebensräume in unserer Kulturlandschaft (Naturschutzplan-Weiterbildung) 11.06.13; 16:30-19:30 Ort: Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Winzendorf Anmeldung: 05 0259 26102 Vogelkundliche Exkursion für NaturvermittlerInnen 28.05.13; 06:00-12:00 Ort: Moosbrunn Kosten: EUR 35,- Anmeldung: 05 0259 26102 Wiesentypen, Leitgräser und Zeigerpflanzen - Wiederholung und Kurzeinführung ins Pflanzenbestimmen (Naturschutzplan-Weiterbildung) 28.05.13; 09:00-15:00 Ort: Alland Anmeldung: 05 0259 26102

Unternehmensführung Seminar Mein Betriebskonzept 29.05.13; 09:00-16:00 Ort: BBK Baden und Mödling Kosten: EUR 25,-, EUR 10,- für jede weitere Person eines Betriebes Anmeldung: 05 0259 40200

Forst- und Holzwirtschaft Waldwirtschaft für Jäger/ innen 24.05.13; 08:30-16:00 Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402

Veranstaltungen

CVN-C Cupfinale 07.06.13; 15:00 08.06.13; 08:00  09.06.13; 08:00  Ort: LFS Tullnerbach Anmeldung: 02233/52436 Reiterpass, Reiternadel, Reitlizenzprüfung 28.05.13; 9:00-13:00 13.06.13; 9:00-13:00 Ort: LFS Tullnerbach Anmeldung: 02233/52436 Schulheuriger 07.06.13; 15:00 Ort: LFS Pyhra Anmeldung: 02745/2393 Schulinfotag 15.05.13; 09:00  12.06.13; 09:00 Ort: LFS Tullnerbach Anmeldung: 02233/52436 16.05.13; 08:00 14.06.13; 08:00  Ort: LFS Krems Anmeldung: 02732/87516 Schulpräsentation 25.05.13; 09:00 Ort: LFS Sooss Anmeldung: 02754/6154 Sommer-nacht-fest 08.06.13; 20:00 Ort: LFS Langenlois Anmeldung: 02734/2106 Tag der offenen Tür 02.06.13; 08:30 Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402 02.06.13; 08:30 Ort: LFS Zwettl Anmeldung: 02822/52684 Tage der offenen Schulgärtnerei 14.06.13; 10:00-18:00 15.06.13; 10:00-18:00 16.06.13; 10:00-18:00 Ort: LFS Langenlois Anmeldung: 02734/2106

„Brot- und Weindialog“ 15.05.13; 19:00 Ort: LFS Mistelbach Anmeldung: 02572/2421 Weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.lfi.at/noe und www.landimpulse.at. 55


Die landwirtschaft

Leben/Termine

ZAM-Lehrgang mit Erfolg absolviert

40 Jahre im Dienste der hauswirtschaftlichen Ausbildung

Frauen im ländlichen Raum zeigen Profil

Würdigung für Theresia Hirsch

Mit einer Reise nach Brüssel ging der Lehrgang „Professionelle Vertretungs­ arbeit für Frauen im ländlichen Raum“ zu Ende. Die Teil­ nehmerinnen bekamen Tipps und Tricks zu Pressearbeit, Kommunikation und Führungsarbeit vermittelt. Welche Typen und Charaktere von Menschen treffen auf mich? Wie leite ich eine Sitzung oder wie weit sind Kompromisse sinnvoll? Diese und viele andere Fragen standen beim Zertifikatslehrgang „Professionelle Vertretungsarbeit für Frauen im ländlichen Raum“ im Mittelpunkt.

Aktiv mitgestalten Seit November steckten die Teilnehmerinnen Zeit und Engagement in diese Ausbildung. Das Ziel: Soviel Hintergrundinformationen und Rüstzeug zu bekommen, um individuelle Anliegen oder Wünsche einer Gruppe in den unterschiedlichen Gremien vertreten zu können. Egal ob

in der Pfarre, in Vereinen oder als Funktionärin der Bäuerinnen – die Absolventinnen zeigen sich für ihre Tätigkeiten gerüstet. Denn die Referentinnen vermittelten Inhalte aus fünf unterschiedlichen Themenbereichen, in insgesamt 80 Stunden. „Hilfreich waren für mich die Themen aus dem Modul Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“, erklärte eine Absolventin beim Abschlussgespräch und übernahm schließlich die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Pfarre.

Erfahrungsschatz teilen Immer wieder lassen die Referentinnen ihre eigenen Erfahrungen mit einfließen. Davon profitierten nicht nur bestehende Funktionärinnen, sondern auch Neueinsteigerinnen und Interessierte. Mit einer Reise nach Brüssel ging für die frischgebackenen Absolventinnen der Lehrgang zu Ende. Nähere Informationen zum Zertifikationslehrgang und den Folgeseminaren von „ZAMm unterwegs“ gibt es auf www.youtube.com oder auf www.lfi.at/zam.

Die engagierten Teilnehmerinnen des Lehrganges 2012/2013 rüsteten sich für ihre Tätigkeiten. Foto: zVg 56

Für ihre Verdienste um das landwirtschaftliche Schulwesen erhielt die ehemalige Schulinspektorin Theresia Hirsch die Goldene Kammermedaille der LK NÖ.

Foto: LK NÖ/Raser

Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, bedankte sich bei Theresia Hirsch, die „die Ausbildung junger Frauen in der Landwirtschaft über 40 Jahre lang maßgeblich geprägt hat.“ Behutsam und beharrlich habe sie dabei wichtige Akzente für die hauswirtschaftliche Bildung junger Menschen gesetzt.

Bereits 1973 hat sie ihren Dienst als Fachlehrerin aufgenommen. Seit 1989 von der NÖ Landesregierung mit den Aufgaben der Schulinspektorin für die Fachrichtung Hauswirtschaft betraut, kann sie auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken. Als Schulinspektorin folgt ihr Agnes Karpf-Riegler nach.

Die ehemalige Schulinspektorin Theresia Hirsch (mitte) freute sich über die Goldene Kammermedaille, verliehen von LK NÖVizepräsidentin Theresia Meier (3.v.l.) und LK NÖ-Präsident Hermann Schultes (2.v.r.).

Neue Schulinspektorin Agnes Karpf-Riegler Agnes Karpf-Riegler absolvierte als neue Schulinspektorin für die landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen ihren Antrittsbesuch bei Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf. Gemeinsam diskutierte man über das landwirtschaftliche Bildungswesen und die Herausforderungen im Schulbereich. Schon als Direktorin der Fachschule Ottenschlag konnte sie wichtige Erfahrungen für ihre neue Tätigkeit sammeln. Die Ziele der Schulinspektorin sind klar gesteckt: „Das Bildungsangebot soll für die Schüler attraktiver werden.“ Mit Hilfe des Qualitätszeichens der Initiative „So schmeckt NÖ“ möchte sie die Schulen zu „GenussSchulen“ machen. Foto: Jürgen Mück


Mai_2013 Sprechtage der SVB Amstetten 8.5, 22.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 13.5., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L. 6.5., 27.5. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 2.5., 16.5., 23.5. 8-12 und 13-15 Uhr

Gmünd

Rechtsberatung

Steuersprechtage

Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der NÖ LK in St. Pölten jeden Dienstag, Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel.-Nr. 02742/259-7000 zu vereinbaren.

jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

Amstetten

2.5., 23.5. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

3.5., 9-12 und 13-14 Uhr

Hollabrunn

Baden

6.5., 27.5. 8-12 u. 13-15 Uhr

27.5., 13-15 Uhr

Horn

Bruck/Leitha

8.5., 15.5., 22.5., 29.5. 8-12 und 13-15 Uhr

27.5., 9-11 Uhr

Gänserndorf

Korneuburg

2.5., 9-12 und 13-14 Uhr

7.5., 28.5., 8-12 u. 13-15 Uhr

Gmünd

Krems

16.5., 13-15 Uhr

7.5., 21.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Hollabrunn

Lilienfeld

Horn

8.5., 22.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr

8.5., 9-12 u. 13-15 Uhr

Melk

13.5., 8-12 Uhr

2.5., 16.5., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Mistelbach 8.5., 225., 29.5., 8-12 und 13-15 Uhr

Neunkirchen 14.5., 28.5., 8-12 u. 13-15 Uhr

Scheibbs 6.5., 13.5., 27.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr

St. Pölten jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

Tulln 21.5., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 6.5., 13.5., 27.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 15.5., 29.5., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt 2.5., 23.5. 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl 7.5., 14.5., 21.5., 28.5. 8.30-12 und 13-15 Uhr Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien Herstellungsort: Wien Verlagsort: 3100 St. Pölten

17.5., 9-12 u.13-14 Uhr

Korneuburg Krems 23.5., 9-12 u. 13-15 Uhr

Lilienfeld 22.5., 13-15 Uhr

Melk 16.5., 9-12 Uhr

Mistelbach 23.5., 9-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen 27.5., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 22.5., 9-11 Uhr

Tullnerfeld 16.5., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 16.5., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt 6.5., 9-12 und 13-15 Uhr

Zwettl 16.5., 9-12 u. 13-15 Uhr

Zulassungsnummer: 11Z039072M Chefredakteurin: DI Ulrike Raser Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel, Mag. Eva Posch Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten

3.5. 10.5. 27.5. 17.5. 24.5.

Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 22.5. Zwettl: 8.5. Kälberversteigerungen Bergland: 16.5., 29.5. Warth: 13.5. Zwettl: 21.5. Steuertermine 15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum März – Finanzamt Letzter Termin für die 1. Voranmeldung und Zahlung der Umsatzsteuer für jene Betriebe, welche die Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich einreichen - Fi-nanzamt Kraftfahrzeugsteuer für die Monate Jänner, Februar und März (1. Vierteljahr) – Finanzamt Lohnsteuer für den Monat April – Finanzamt 4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat April – Finanzamt Kommunalsteuer für den Monat April - Gemeinde(n) Grundsteuer für das zweite Vierteljahr – Gemeindeamt Grundsteuerzuschläge – Finanzamt Körperschaftsteuer für das 2. Vierteljahr – Finanzamt Einkommensteuer für das 2. Vierteljahr – Finanzamt Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung

Termine

reich eröster in Nied

Ein Fest für den Garten Alles blüht heißt es am Samstag, 4. und Sonntag, 5. Mai, auf der Schallaburg. Denn das Naturgartenfest lockt von 9 bis 18 Uhr viele Naturliebhaber in den Renaissancegarten der Burg. Neben einem Infostand werden Vorträge, Floristikworkshops und mehr geboten. www.schallaburg.at. Stallfest zum Jubiläum Die LFS Hollabrunn befindet sich am Mittwoch, 8. Mai im feierlichen Ausnahmezustand. Denn es gibt einige Jubiläen zu feiern: 110 Jahre Schule, 90 Jahre Absolventenverband, 120 Jahre Standort Retz und 30 Jahre Schulstandort. Deshalb wird ab 14 Uhr zum Stallfest geladen. Viele Highlights warten. Waldwissen ist gefragt Am 1. Mai wird im Schul- und Biosphärenparkzentrum Norbertinum in Tullnerbach zwischen 12 und 15 Uhr der Waldchampion gesucht. Dabei gilt: Jeder kann teilnehmen. Zusätzlich wird zum Tag der offenen Tür geladen. Infos und Anmeldung: www.waldzeit.at/waldchampion. In Gloggnitz wird aufgehOHRcht Von Donnerstag, 2. bis Sonntag, 5. Mai wird in Gloggnitz Volksmusik geboten. Das aufhOHRchen-Festival gastiert im Ort und sorgt für musikalische Leckerbissen. www.aufhOHRchen.at

müssen wir leider ausschließen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.

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Buchtipps

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Die traditionelle österreichische Küche

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Die neueste Entwicklung, der GRUBER Rotor Ladewagen twinpower mit futterschonendem Fördersystem bei Silage und Heu. Der schlanke Schneidrotor wird vom nachfolgenden Laderotor ständig entlastet, sodass mit Traktoren ab 80 PS gefahren werden kann. Den leichtzügigen Silierwagen mit Doppel-Rotor gibt es in 4 Größen. Wir beraten Sie gerne über die Neuheiten bei GRUBER.

Ingrid Pernkopf und Renate Wagner-Wittula haben eine wahre Schatztruhe mit Genüssen prall gefüllt. Sie geben weiter, was nicht in Vergessenheit geraten sollte und allen schmeckt: all jene klassischen Rezepte, die die traditionelle österreichische Küche ausmachen. Das Buch bietet sowohl kalorienreduzierte als auch weniger zeitaufwendig gestaltete Rezepte und viele vegetarische Hauptgerichte. Die klaren, übersichtlichen Schritt-für-Schritt-Angaben sind auch für Anfänger problemlos nachvollziehbar. 448 Seiten, erschienen im Pichler Verlag unter ISBN 978-3-85431610-7 zum Preis von 34,99 Euro.

Deko aus Beton – Schönes für Garten & Haus selbst gemacht! Vorbei die Zeiten, in denen dem Baustoff Beton der Nimbus des Kalten, Grauen und Unpersönlichen anhaftete. Im Gegenteil, inzwischen erfreut sich Beton als Gestaltungsmaterial für Haus und Garten größter Beliebtheit. Sophie Meys stellt eine Fülle von Ideen vor, wie sich aus Beton individuelle, Wind und Wetter trotzende und somit langlebige Dekorgegenstände und Kunstwerke schaffen lassen. 167 Seiten, erschienen im STOCKER Verlag, unter ISBN: 978-3-7020-1408-7 zum Preis von 19,90 Euro.

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Käsen Leichtgemacht Lotte Hanreich und Edith Zeltner verraten über 120 detailgenaue und nachvollziehbare Rezepte für die Verarbeitung von Kuh-, Ziegen- und Schafmilch. Auch aus gekaufter Rohmilch lassen sich in jedem Haushalt die verschiedensten Frisch-, Weich- und Hartkäse sowie Joghurt, Kefir und Sauermilch, Butter, Buttermilch und Molkeprodukte herstellen. 208 Seiten, über 200 Farbabbildungen, erschienen im STOCKER Verlag, unter ISBN 978-3-7020-1164-2 zum Preis von 19,90 Euro.

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Fu Schenfu und sein kleiner Drache Vor 150 Jahren hat Josef Freinademetz als Bub aus einem kleinen Dorf mitten in den Bergen Südtirols tief im Herzen den Wunsch verspürt, Menschen in fremden Ländern von Gott zu erzählen. Nachdem er Priester geworden ist, schließt er sich den Steyler Missionaren an und geht nach China. Doch Missionare wollten die meisten Chinesen schon gar nicht bei sich haben. Josef muss viele Enttäuschungen einstecken. Aber er gibt nicht auf. Und als ihn seine letzten Kräfte zu verlassen drohen, entdeckt er plötzlich, dass da noch jemand auf seiner Seite steht: Fuschu. Ein kleiner und ganz echter chinesischer Drache! Ob der ihm helfen kann, die Chinesen zu verstehen? Erschienen im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-2905-4 um 14.95 Euro.

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Die landwirtschaft

leben

Buchtipp: Ein Garten für das 21. Jahrhundert

Eintauchen ins bunte Blütenmeer

Der Ökologe und „Wissenschafter des Jahres 2012“ Georg Grabherr lädt zu einem anschaulichen Rundgang in seinen eigenen Garten nach Königstetten in Niederösterreich. „Willst Du ein Schiff bauen, so lehre deinen Leuten die Sehnsucht nach dem Meer“, sagt eine chinesische Weisheit. Genau das will dieses Buch: Sehnsucht pflanzen, Sehnsucht nach dem Schönen und Harmonischen. Georg Grabherr zählt zu den international einflussreichsten Naturschutzbiologen und ist Professor an der Universität Wien. In seinem Buch „Ein Garten für das 21. Jahrhundert“ geht er der Frage nach, ob Hausgärten zum Erhalt der Biodiversität und Artenvielfalt beitragen können. Wenn man die wunderschönen und eindrucksvollen Fotografien in diesem Bildband betrachtet, dann liegt die Antwort auf der Hand: „Ja, das können sie.“

So muss es im Paradies ausschauen Der naturnahe Garten von Georg und Traudl Grabherr entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem ökologischen Kleinod. Hier findet man die Natur im Garten. Es geht nicht um große berühmte Parks und Schaugärten, sondern um einen ganz

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besonderen Hausgarten in unbeschreiblicher Schönheit. Hier findet sich die bunte Vielfalt der verschiedensten Blüten einträchtig nebeneinander. Der Niederösterreicher behauptet von sich selbst: „Ich wollte nie einen Garten. Nun habe ich den schönsten, den ich mir vorstellen kann.“

Gartenphilosophie nach Arche Noah Dem Ökologen ist es wichtig, auch in den Hausgärten das Wilde und Spontane bewusst zuzulassen, Zwiesprache zu halten. So können auch Privatgärten zur Arche gefährdeter Arten werden. Grabherr baut auf Erkenntnis durch Kenntnis. „Nur wer die Arten kennt, wer sich die Mühe macht, seine Pflanzen kennenzulernen, wird eine Beziehung zu ihnen finden und in einen Dialog mit der Natur treten.“ Sein Garten ist ein Modell für den Garten der Zukunft, dem Garten für das 21. Jahrhundert.

Die Texte in Buch sind informativ und gleichzeitig unterhaltsam.

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte Die Fotografien von Lois Lammerhuber entstanden über alle Jahreszeiten im Rhythmus der Natur und geben die Fülle, die Philosophie und Einzigartigkeit dieses Gartens in einfühlsamen und gleichzeitig gewaltigen Bildern wider. Die langjährige Zusammenarbeit des international renommierten Top-Fotografen mit der Zeitschrift GEO prägte maßgeblich seine fotografische Handschrift.

Das Buch Das vielfach ausgezeichnete Buch „Ein Garten für das 21. Jahrhundert“ von Georg Grabherr und Lois Lammerhuber ist in der Edition Lammerhuber unter ISBN 978-3901753-31-2 erschienen. Der 368-seitige Bildband enthält über 300 Fotos und ist zum Preis von 59 Euro erhältlich. www.edition.lammerhuber.at

Die Landwirtschaft Mai 2013  

Die Zeitung der LK NÖ.