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P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

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DIE ZEITUNG DER NÖ L A NDES -L A NDWIRTSCH A FTSK A MMER

NR. APRIL 2013

Foto: Pöchlauer-Kozel

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Schwerpunkt Seite 10

Drei Siliersysteme im Kostenvergleich Schwerpunkt Seite 12

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Einheitswerte neu

Pflanzenschutz

Bei der nächsten Hauptfeststellung der Einheitswerte 2014 wird der Tierhaltung auch steuerlich eine größere Bedeutung als bisher beigemessen. Mehr dazu auf Seite 49.

Neue Pflanzenschutzmittel, sachgerechte Ausbringung, der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis und der Bienenschutz trotz Beizmittel sind die Themen ab Seite 12.

Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


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WIEN NORD

Die landwirtschaft

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Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Eigenartige Entwicklungen machen uns nachdenklich. Unsere Lebensmittel in Österreich sind so sicher, wie nie zuvor. Kontrolliert mit Messgeräten, die nicht nur „wenig“ sondern sogar „nichts“ messen können und dieses „nichts“ auch noch in Zahlen beschreiben. Das nennt man dann Nanogramm. Wenn man zum Beispiel 200 Nanogramm Vitamine pro Kilo Obst messen will, ist das angeblich möglich. Das ist genauso, wie wenn man einen Menschen mit einer roten Nase aus der gesamten Menschheit heraussucht. Mit dem richtigen Gerät ist das angeblich möglich. So sehr glauben wir an die Wissenschaft. Allerdings glauben wir nicht mehr an die Wissenschaft, wenn es um Pflanzenschutzmittel und Rückstände geht. Zehntausend mal genauer als vor 20 Jahren kann man heute Reste einer Anwendung messen. Dabei erhält man Zahlen, die man Rückstände nennt. In Wirklichkeit geht es jedoch um gerade noch gemessene Spuren. Diese Spuren sind aber im Verhältnis zu den wissenschaftlich weltweit geltenden Werten, die ein Risiko beschreiben, völlig unbedeutend. Das darf man aber nicht laut sagen. Denn dann kommen alle möglichen Experten aus der Angstund Horror-Fraktion und stempeln jeden, der noch seinen normalen Hausverstand gelten lässt, zum verantwortungslosen Beschwichtiger. Ich gebe offen zu, dass mir diese Scheinheiligkeit auf die Nerven geht. Genau diese Leute atmen an der Selbstbedienungstankstelle Benzindämpfe ein, rauchen Zigaretten (hoffentlich nicht beim Tanken), gehen auf die Toilette, spülen heftig blaue Chemie in den Kanal und waschen sich mit dem Desinfektionsmittel die Hände. Daheim haben sie ihre Ameisenköder, das Mottenmittel im Kasten, Mykotoxine auf der Marmelade und lassen am Abend ihre Eierspeis anbrennen und trinken dazu ganz gerne zwei oder drei Bier. In Nanogramm ausgedrückt haben sie einen chemischen Supergau hinter sich gelassen. (Nanogramm wird gerne verwendet, um „nichts“ auch schon wie „etwas“ ausschauen zu lassen).

Und jetzt ist Maisbeize gegen Schädlinge angeblich auch noch an den ungelösten Schwierigkeiten mancher Imker schuld, sogar dort, wo gar kein Mais gebaut wird oder gar nicht mit den kritisierten Wirkstoffen gebeizt ist. Letzteres gilt immerhin für 90 Prozent des Maissaatguts in Niederösterreich. In Österreich gibt es das AMA-Gütesiegel, hygienische Top-Standards, kontrollierte Produktion und Gentechnikfreiheit auf allen Äckern. Für alle, die noch weniger Eingriffe akzeptieren, gibt es die biologische Landwirtschaft und Verhältnisse in der Tierhaltung, die vielfach die Standards für Kinder und Lehrer in so mancher Wiener Schule übertreffen. Das alles bieten wir im offenen Wettbewerb mit der ganzen Welt. Wir verkaufen zu internationalen Preisen, produzieren teurer und müssen uns zu allem Überdruss von der Arbeiterkammer vorwerfen lassen, dass jene Betriebe, die das alles leisten können, zu viel verdienen. Wie entsteht so viel Fehlinformation und Angstmacherei? Wieso schreiben Zeitungen so etwas überhaupt? Wer weiß das schon. Ich weiß nur, dass wir ein Wahljahr haben und in einem Wahljahr sollte man nichts entscheiden, was nur der emotionalen Befriedigung dient. Wahlkampf löst keine Probleme, Wahlkampf sucht Störung und will Emotion. Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft brauchen Nachhaltigkeit und Verstand. Nächstes Jahr ist die Wahl vorbei, dann zählen hoffentlich wieder die tatsächlichen, bewiesenen Fakten. Dann ist hoffentlich nur mehr das Wetter sonderbar. Ich wünsche Ihnen, dass heuer mit der Umstellung auf die Sommerzeit wenigstens das Frühjahr beginnt. Herzlichst, Ihr

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Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Niederösterreich

Vollversammlung fordert rasche Einigung und finanzielle Absicherung für EU-Agrarreform Die Landwirtschaftskammer NÖ dis­ kutierte in ihrer jüngsten Voll­ver­ sammlung, Ende März in St. Pölten, aktuelle agrarpolitische Themen. Die Inhalte reichten von den laufenden GAPVerhandlungen über die Lebens­mittel­ kennzeichnung bis hin zum Bienen­schutz. Ein Hauptaugenmerk der Vollversammlung lag naturgemäß am Verhandlungsstand zur EU-Reform der Gemeinsam Agrarpolitik (GAP).

GAP 2014 bis 2020 Minister Niki Berlakovich hat im EU-Agrarministerrat die für Österreich wesentlichen Punkte eingebracht und erfolgreich durchgesetzt. Dazu zählen die Anerkennung von freiwilligen Umweltleistungen im ÖPUL, die Möglichkeit, ein Regionalmodell mit Reduktionskoeffizienten und langen Übergangszeiten umzusetzen sowie die Option des Anbaues von Eiweißpflanzen auf ökologischen Vorrangflächen. „Die österreichische Interessenvertretung hat gemeinsam mit Minister Berlakovich hart und gut verhandelt. Sie haben eine taugliche Einigung erzielt und sich somit im europäischen Konzert mit einem österreichischen Agrar-Modell durchgesetzt“, lobte NÖ Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes deren Einsatz auf EU-Ebene. Gleichzeitig appellierte er aber auch Richtung Brüssel, den derzeit eingeschlagenen Weg rasch zu finalisieren. „Für unsere Bäuerinnen und Bauern ist es mehr als wesentlich bald zu wissen, worauf sie sich bis 2020 einzustellen haben“, betonte er. „Genauso brauchen wir aber ein Bekenntnis der Bundesregierung zur nationalen Absicherung der Agrargelder durch die Kofinanzierung.“ In der ländlichen Entwicklung forderte die Vollversammlung weiters eine klare Prioritätensetzung hin zu Maßnahmen, welche die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe verbessern. „Dafür brauchen wir eine Stärkung der Investitionsförderung 4

und der Jungübernehmerförderung sowie die Forcierung von Bildungs- und Beratungsangeboten“, stellte Schultes unmissverständlich klar. Ein Fokus soll auf dem Ausbau von Qualitätsprogrammen im Rinderbereich liegen. Eine zielgerichtete Ausgleichszulage für Betriebe mit natürlichen Benachteiligungen im „Sonstigen Benachteiligten Gebiet“ ist auch für die Zukunft abzusichern.

Klare Lebensmittelkennzeichnung Die europäische Lebensmittelbranche ist aufgrund von nicht deklarierten Pferdefleischanteilen in verarbeiteten Produkten von einer Vertrauenskrise geprägt. Obwohl die Ursache dafür nicht bei den bäuerlichen Fleischerzeugern liegt, sind die Tierhaltungsbetriebe indirekt davon betroffen. Um in Zukunft den Konsumenten zusätzliche Sicherheit bei Lebensmittelherkunft und Produktionsstandards garantieren zu können, fordert die LK NÖ in ihrem 5-Punkte-Vorschlag, dass das AMA-Gütesiegel forciert wird und nicht durch eine Vielzahl von wenig aussagekräftigen Gütesiegeln unterwandert wird, dass es nur Bäuerinnen und Bauern erlaubt ist, ihre Produkte mit der Bezeichnung „Bauer-“ in Verkehr zu bringen,

Die Vollversammlung pochte darauf, die Agrarreform möglichst rasch unter Dach und Fach zu bringen. Fotos: LK NÖ/Raser dass es eine verpflichtende Auslobung von Herkunft und Haltungsform bei den in der Gastronomie verwendeten Schaleneiern und der verwendeten Eier in verarbeiteten Lebensmitteln gibt, dass es eine verpflichtende Auslobung der Herkunft von Geflügelfleisch und von Geflügelfleischprodukten im Lebensmittelhandel, bei Verarbeitungsprodukten und im Gastronomiebereich gibt, dass das Konsumentenschutzministerium einen jährlichen Bericht über die Vollziehung des Verbots der Irreführung und Täuschung im Bereich der Lebensmittelherkunft veröffentlicht.

Bauernbrot ist Brot vom Bauernhof Die Landwirtschaftskammer hat die Unterschriftenaktion „Bauernbrot ist Brot vom Bauernhof“ gestartet. Die Bezeichnung „Bauer“, wie beispielsweise Bauernbrot, Bauernkäse oder Bauernwurst, soll zukünftig nur mehr für Lebensmittel aus bäuerlicher Produktion erlaubt sein. Infos und Download der Unterschriftenliste auf www.lk-konsument.at.


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Verbot von Neonicotinoiden abgelehnt

Sekretärskonferenz vom 27. Februar 2013 in der SVB in Wien

Voll Sorge blickt das Bauernparlament auf die aktuellen Diskussionen rund um das Thema Bienensterben. Werden konventionelle Mittel zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen verboten oder unrealistisch hohe Anforderungen bei der Zulassung erlassen, ist der österreichische nachhaltige und gentechnikfreie Weg in der Landwirtschaft ernsthaft gefährdet. „Ein Verbot von Neonicotinoiden würde der Gentechnik Tür und Tor öffnen“, warnt Schultes. Die Vollversammlung lehnt daher ein Verbot der Verwendung von Neonicotinoiden entschieden ab. Die LK NÖ bekennt sich schon seit jeher zu einer sachkundigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und unterstützt deshalb die Einführung eines „Pflanzenschutz-Sachkundeausweises“ als taugliches Zeichen für den hohen Sicherheitsanspruch der Landwirtschaft.

AMA – SVB: Korrekte Meldungen unerlässlich

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes warnte vor dem geplanten EU-weiten Verbot der Saatgutbeizung von Mais. Ein solches Verbot würde der Gentechnik Tür und Tor öffnen.

Sparsamer Umgang Bei der Vollversammlung wurde auch der Rechnungsabschluss der LK NÖ für 2012 vorgelegt. Vizepräsident Josef Pleil nannte es ein vorzeigbares Ergebnis und bedankte sich beim Sparwillen aller, da der Abschluss gegenüber dem Voranschlag sogar noch verbessert werden konnte. Auch Kontrollausschuss-Vorsitzender LKR Josef Etzenberger betonte abermals, dass sich der Kontrollausschuss vom äußerst sorgfältigen und sparsamen Umgang mit den Mitteln überzeugen konnte.

Die Konferenz der BBKSekretäre befasste sich mit dem Datenabgleich AMA – SVB. Die erstmalige Datenübermittlung von der Agrarmarkt Austria (AMA) an die SVB erfolgt mit dem Mehrfachantrag 2013 und findet künftig jährlich statt. Alle Versicherten erhalten als Service mit der Beitragsvorschreibung für das erste Quartal 2013 eine Aufstellung über die gesamte der SVB gemeldete bewirtschaftete Fläche. Diese ist gegliedert nach Eigengrund, Pachtflächen und nach der jeweiligen Nutzungsart. Nach der Datenübermittlung durch die AMA erfolgt ein Abgleich. Ein Vergleich einzelner Flächen erfolgt nicht und es besteht noch die Möglichkeit der Korrektur etwaiger Abweichungen. Ist die bei der SVB gemeldete Gesamtfläche kleiner, als jene bei der AMA oder kommt es zu Abweichungen in der Angabe

LK NÖ-Vizepräsidentin und SVB-Obfrau Theresia Meier ist auch in Zukunft für eine enge Zusammenarbeit zwischen SVB und Kammer. Foto: SVB/APA-Fotoservice/Hautzinger

der Betriebsführung, werden seitens der SVB weiterführende Erhebungen eingeleitet. Rechtzeitige und korrekte Meldungen sind daher unerlässlich. „Hier ist seitens der Kammer und der SVB noch intensive Beratungsarbeit notwendig“, so Meier. Näheres dazu im Blattinneren im BauernJournal.

Landwirtschaftskammer Niederösterreich wandelte auf Spuren der eigenen Geschichte Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich ergründete einen Teil ihrer eigenen Geschichte und so besuchten Mitte März rund 30 Spitzenfunktionäre der Kammer das Josef Reither Museum in Langenrohr bei Tulln. Josef Reither, eine markante Persönlichkeit des politischen Lebens im blaugelben Bundesland, war im Jahre 1922 Mitbegründer der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Als Präsident stand er dieser insgesamt 20 Jahre lang vor und war zudem Obmann des NÖ Bauernbundes. Über zehn Jahre bestimmte er die Geschicke seines Heimatbundeslandes als Landeshauptmann. Auf Bundesebene war er als Landwirtschaftsminister tätig. Seine Heimatgemeinde Langenrohr widmete ihm ein zeitgeschichtlich wertvolles und liebevoll ausgestattetes Museum, das sich im 1. Stock der Raiffeisenkasse Langenrohr befindet und im Herbst 2012 eröffnet wurde. Bei ihrem Besuch machten sich die Vertreter der Landwirtschaftskammer Niederösterreich ein Bild vom Leben und Schaffen Josef Reithers und würdigten seine Taten. Das Museum ist jedenfalls einen Besuch wert und auch für Gruppenreisen geeignet. Näheres unter www.reither-museum.at.

v.l.n.r.: Rudolf Schwarzböck (ehemaliger Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ und Träger der Josef Reither-Plakette); Leopold Leinfellner (Altbürgermeister und Präsident des Kulturkreises Langenrohr); KommR Johann Girschik (Organisationsleiter des Kulturkreises); Josef Pleil und Theresia Meier (Vizepräsidenten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich); Leopold Figl (Bürgermeister von Langenrohr) Foto: LK NÖ/Raser 5


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Stolz kann die Landjugend auf das Lob von Landeshauptmann Erwin Pröll sein

Tag der Landjugend 2013

Anfang März präsentierte sich der neu gewählte Landesvorstand der Landjugend in Wieselburg. Die Landesleitung zeigte einmal mehr, wie wichtig die Jugend für den ländlichen Raum ist.

Der neu gewählte Landesvorstand der Landjugend Niederösterreich. Die Landesbeiräte in den vier Vierteln: Mostviertel: Harald Hochedlinger, Petra Schweitzer, Michael Hell, Isabelle Riedl (ohne Foto) Industrieviertel: Robert Pölzelbauer, Verena Nagl, Bianca Dobler, Michael Raser Landesleitung: Verena Hainzl und Karl Anton Schrattenholzer (in der Bildmitte) Waldviertel: Christian Prem, Desiree Lirnberger, Karin Winkler, Peter Rosenmeier Weinviertel: Reinhard Kneissl, Judith Steindl, Sandra Zehetbauer, Mathias Veitl

Der Ansturm auf das Highlight des Landjugendjahres war wieder enorm – knapp 3.000 Landjugendliche waren angereist. Zahlreiche Ehrengäste – darunter Landeshauptmann Erwin Pröll, Staatssekretär Sebastian Kurz, Landesrat Stephan Pernkopf, Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner und LK NÖ-Präsident Hermann Schultes – ließen sich das Spektakel in den Messehallen ebenfalls nicht entgehen. Großes Lob kam von Pröll,als er sagte: „Wenn man sich die Jugendlichen anschaut, die heute hier sind, dann kann man nur gerne Landeshauptmann sein.“ Während des Festaktes wurden die Teilnehmer des Projektmarathons für ihre gute Taten ausgezeichnet, wobei sich die LJ Kilb über den Landessieg freuen durfte. Wer arbeitet, darf auch feiern. Die anschließende Landjugend-Party dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Fotos: Landjugend NÖ/Marschik

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Landeshauptmann Erwin Pröll gratulierte den Vertretern der Landjugend Kilb persönlich zu ihrem wohlverdienten Landessieg beim Projektmarathon.

Die Landjugend und der Maschinenring NÖ besiegelten in einer Urkunde ihre gemeinsame Partnerschaft zur „Förderung der Jugend im ländlichen Raum.


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Projektmarathon 2013

Sonntag, 5. Mai

Landessieger

Mit dem Rad zum Bauernhof

Kilb: Junge Kräfte beleben alte Mauern

Gold Bezirk St. Peter/Au: RadlJugend Gresten Land: Zwischen Markt und Land a Platzerl fia mitanaund Hürm: finden.statt.suchen Kapelln: Generationenplatzl Kilb: Junge Kräfte beleben alte Mauern Konradsheim: Mostbrunnen Erholung auf dem Höhepunkt Petzenkirchen: Better2gether – mitanonda bau´n, aufeinander schau´n St. Marein: Lassen wir unsere Toten nicht sterben Statzendorf: Gallisch genial – Asterix und Obelix erobern Rottersdorf Waidhofen/T.: Wo es Hilfe bedarf – die LJ schaffts mit vereinter Kraft

Silber Bezirk Gloggnitz: TatOrt Friedhof Bezirk Zistersdorf: Setz di her, sama mehr Euratsfeld: Ein Brunnen, der verbindet! Gföhl: Spielplatz für Jung & Alt – Spielplatz mit großem Herzen Hafnerberg-Nöstach/Kleinmariazell-Thenneberg: Bruck trara des pack ma Hollenstein: 5-Elemente-Roas Kleinzell: Überbrücken wir das Laabental: Direktor Kiefmann Platzerl Langschlag: Verbindungen schaffen Leonhofen: Highway auf´n Sängerstein Mank: Garten der Sinne Martinsberg: Holzstock-Playstation: Brettspielspaß für Generationen Melk: Naturlehrpfad zum weißen Stein Purgstall: Für bsundare Leit a schene Freid Reichersdorf-Nußdorf: Fit & Fun-Park

Bronze Bezirk Bruck/L.: Anna kam mit ihrer Kuh und setzte sich zur Ruh! Bezirk Haugsdorf: Setz die nieda sei net zwieda Bezirk Stockerau: Für die Kleinen von den Großen Echsenbach: Lenken und Denken – Klein und Groß auf die Plätze, fertig, los! Hainfeld: Vom Kaiser bis zum Schiller, wird‘s im Lusthaus stiller Kaumberg: Burg.Heimat.Gschicht – Durch die LJ a neue Sicht! Kirchberg/Pielach: Göttliche Mission – die Bäume fallen Kirchstetten-Ollersbach: Vom Löschteich zum Biotop Münchreith: Erde, Wasser, Luft & Feuer – verbinden uns beim Projekt Oberndorf an der Melk: Infopoint Pfaffenschlag: Einstein Rust: Schene Bankerl fia miade Waderl St. Aegyd/Hohenberg: Stauden müssen weg, Höfe werden neu entdeckt von der LJ – ein guter Zweck St. Leonhard am Hornerwald: Clubhaus „Flash Up“ St. Veit: Rund ums Marterl entsteht a gmiadliches Platzerl Stössing: Kinderleichte Gartenwelt Strengberg: Hier ruhen alle, außer wir Türnitz: Der Weg ist das Ziel Vitis: Der Geschichte auf der Spur Zelking: Sandkellergassen.comeback

Teilgenommen Hofamt Priel/Persenbeug: Gestaltung Ortszentrum

Die BBK Mistelbach lädt am 5. Mai zum Radwandertag. Die geführte Tour beginnt um 13.00 Uhr beim Eco Plus Gewerbepark Poysdorf. Entlang einer Strecke von 23 Kilometern erfahren die Radler viel Wissenswertes über den Weinbau und werden dabei mit Weinviertler Schmankerln verwöhnt – und auch ein guter Tropfen darf nicht fehlen.

Mit dem Radwandertag will die BBK Mistelbach das Verständnis der Konsumenten für die Landwirtschaft stärken. Foto: Weinstraße Weinviertel/Weiß Rudi

Folgende Weingüter sind zu besichtigen: Weingartshofer, Großkrut Schuckert, Ketzelsdorf Füllanlage Poysdorf Weingut Rebschule Walek, Poysdorf

Bäuerinnen: Erdäpfel – Bodenschatz mit Zukunft

Mitte März luden die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau und die ARGE Bäuerinnen zum ersten Erdäpfelfachtag speziell für Frauen. Die rund 70 Teilnehmerinnen informierten sich beispielsweise über verschiedene Sorten und innovative Erdäpfelversuche. Die Verkostung einiger heimischer Züchtungen der NÖ Saatbaugenossenschaft rundete das Programm ab. Foto: zVg 7


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4. März: Generalversammlung der Direktvermarkter

Rückblick Vollversammlung und Fachtagung Alm und Weide

Direktvermarkter kurbeln Almwandertag 2013 bis Öffentlichkeitsarbeit an Zertifikatslehrgang

Johann Höfinger freut sich über seine Wiederwahl als Obmann der bäuerlichen Direktvermarkter NÖ.

Alle bisherigen Funktionäre wurden in ihrem Amt bestätigt und werden sich auch künftig für die Anliegen ihrer Berufskollegen einsetzen. Foto: zVg

Als besondere Aktion für die neue Funktionsperiode stellte der wiedergewählte Obmann Johann Höfinger bei der Generalversammlung in Wieselburg ein Gewinnspiel vor. Alle Mitglieder des Landesverbandes erhalten demnächst Gewinnspielkarten, die sie an ihre Kunden weitergeben sollen. Zu gewinnen gibt es Einkaufsgutscheine, Warenpreise und als Hauptpreis einen „Urlaub am Bauernhof“Aufenthalt. Das Gewinnspiel läuft bis zur nächsten General-

versammlung im Jahr 2014. Zwischenverlosungen sollen vor allem die lokale Berichterstattung über die Direktvermarktung ankurbeln.

Von Obmann Josef Schrefel und Vizepräsidentin Theresia Meier wurden sie für ihren Einsatz in der Alm- und Weidewirtschaft geehrt (v.n.r.l.): Johann Haselsteiner (Ehrenurkunde), Weidegenossenschaft Schwarzbach im Haselgraben, Irmgard Stögerer, Steyersberger Schwaig (Dank und Anerkennung), Erich Scharner, Weidegenossenschaft Frankenfels (Silber), Johann Dallhammer, Weidegenossenschaft Randegg (Gold), Anton Schauppenlehner (Gold), Weidegenossenschaft Schwarzbach im Haselgraben. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Gerade in Zeiten der Verunsicherung wünschen sich Konsumenten Klarheit in der Herstellung und Deklaration von Lebensmitteln. „Direktvermarkter bieten diese Nachvollziehbarkeit und sind gut beraten, auch weiterhin echte und ehrliche Produkte anzubieten“, appellierte Höfinger.

Hohe Geistlichkeit unterstützt Direktvermarkter Obmann Johann Höfinger und Stellvertreterin Christine Zimmermann überbrachten köstliche Ostergrüße der Direktvermarkter an Bischof Klaus Küng und Weihbischof Anton Leichtfried. Die beiden Geistlichen unterstützten bei dieser Gelegenheit die Unterschriftenaktion der Landwirtschaftskammer NÖ. Diese fordert, dass nur Lebensmittel aus bäuerlicher Hand im Namen die Bezeichnung „Bauer-“ aufweisen dürfen, wie zum Beispiel Bauernbrot. Foto: LK NÖ/Laister 8

Die Vollversammlung des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines stand im Zeichen des Almwandertages 2013 und der Bildung. Den NÖ Almwandertag 2013 auf die Trefflingweide in Puchen­ stuben organisiert die Weidegenossenschaft Amstetten, die heuer ihr hundertjähriges Bestehen feiert. Obmann Josef Schrefel forderte die Mitglieder auf, die Bildungsangebote zu nutzen, wie zum Beispiel eine Fachexkursion nach Bayern oder die Seminare zur Alm- und Weideverbesserung. Vizepräsidentin Theresia Meier erläuterte die Problematik der Ermittlung der Almfutterflächen. „Große Unterschiede bei der Flächenfeststellung sind zu begründen, in NÖ haben sich die Unterschiede dank der kon-

sequenten und kompetenten Arbeit der Kammermitarbeiter in Grenzen gehalten. Für die nächste Periode wird an einer nachvollziehbaren Methode zur Almflächenermittlung gearbeitet,“ betonte Meier. Sie informierte weiters über den zukünftigen Datenabgleich zwischen AMA und SVB. Susanne Schönhart, Geschäftsführerin der Almwirtschaft Österreich, berichtete über das Projekt „Bildungs­ offensive multifunktionale Almwirtschaft“. Der Almkalender wird künftig in Zusammenarbeit mit dem Tyrolia Verlag produziert und ist im Buchhandel und über den NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein erhältlich. Ein Höhepunkt war die Verleihung der Zertifikate an die 16 Teilnehmer des Zertifikatslehrganges Almpersonal durch Theresia Meier. Mehr auf www.lk-noe.at unter Fotoservice. PPK


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9. März: Vollversammlung des Verbandes NÖ Wildtierhalter

Petition fordert Politik zum Handeln auf

Von Qualitätssicherung bis zum Gehegebau

Dramatische Situation für Geflügelbauern

Die Voll­ver­sammlung der NÖ Wild­tier­­halter in Hürm bot wieder ein spannendes Vortragsprogramm. Der Bogen spannte sich von Qualitäts­sicherung über Ver­ marktung bis hin zu Fütterung und Gehegebau. Wildfleisch zeichnet sich durch hohes Safthaltevermögen und geringe Zubereitungsverluste aus. „Um die hohe Qualität des Wildfleisches aufrechtzuerhalten, ist die Einhaltung der Schlachthygiene-Grundregeln von besonderer Bedeutung“, betonte Wigbert Roßmanith, Veterinärdirektor des Landes NÖ.

Praktische Tipps Fütterungsberater Franz Riegler verdeutlichte, dass das Wissen über die Nährstoffversorgung der Böden und über die Futtermittelgüte Voraussetzung für die Fütterungsoptimierung sei. Dafür sind aber Boden- und Futtermitteluntersuchungen erforderlich. Anja Bierbaumer bewirtschaftet mit ihrer Familie einen Grünlandbetrieb mit Wildhaltung im Bezirk Amstetten.

Obmann Engelbert Erhart erläuterte, dass der Markt in der vergangenen Saison wieder zufriedenstellend verlaufen sei. Foto: LK NÖ

Sie ist überzeugtes Mitglied des Qualitätsprogrammes „Gutes vom Bauernhof“, einem österreichweiten Gütesiegel für Direktvermarkter. Die hohen Qualitätsanforderungen und die guten Werbemaßnahmen des Siegels haben ihr neue Absatzmärkte eröffnet. Ein Praxisbericht über langjährige Erfahrungen im Gehegeneubau, in der Gehegeinnenabsicherung und in der Altgehegesanierung rundete das Programm ab und stieß auf reges Interesse.

Die österreichischen Geflügelbauern können und wollen die prekäre Situation am heimischen Geflügelmarkt nicht länger hinnehmen.

Geflügelbauern und Funktionäre wehren sich bei einem Treffen in Wieselburg gegen Billigprodukte aus den Nachbarstaaten. Heimische Bauern dürfen durch die extremen Wettbewerbsverzerrungen nicht unter die Räder kommen.

Über 1.000 Geflügelbauern folgten dem Aufruf von ZAG und GGÖ und trafen sich Mitte März in Wieselburg. In einer Petition formulierten sie einen klaren Handlungsauftrag an die Politik. Die betroffenen Landwirte fordern, die Auflagen für Geflügelmastbetriebe an die Tiergesundheit zu koppeln. Die damit verbundenen Verbesserungen sollen auch für den Konsumenten sichtbar kommuniziert

Foto: Martin Mayringer

werden. Weiters verlangen sie klare Lebensmittelkennzeichnung und faire Einheitswertberechnung. Theresia Meier, Vizepräsidentin der LK NÖ, kritisierte die Wettbewerbsverzerrungen und meinte, dass die „Geiz ist geil“-Mentalität weder in der Landwirtschaft noch bei Lebensmitteln etwas zu suchen habe.

Geflügelfleisch oder Ei – Qualität ist nicht einerlei Schon Tradition hat die österliche Grußbotschaft der Geflügelwirtschaft an die LK Niederösterreich. Heuer hat dieser Besuch auch eine wichtige politische Prägung – betrachtet man die aktuelle Situation rund um Betrugsskandale, falsch deklarierte Importprodukte und unterschiedliche Standards im Geflügelbereich. Gemeinsam mit der LK NÖ fordert die Branchenvertretung vehement gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen in Europa und eine klare Kennzeichnung. Die Geflügelbauern können nur bestehen, wenn es gleiche Standards gibt und Verstöße auch sanktioniert werden.„Die Konsumenten haben ein Recht darauf, wirklich das zu bekommen, was sie erwarten“, sind sich alle einig. v.l.n.r.: ZAG-Obmann und Obmann des NÖ Geflügelwirtschaftsverbandes Franz Schrall, LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, GGÖ-Obmann Robert Wieser Foto LK NÖ/Raser 9


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NÖ Genetik Rinderzuchtverband und Jungzüchterclub Waldviertel organisierten Veranstaltung auf sehr hohem Niveau

Waldviertler Kuhfrühling begeisterte Jung und Alt

Der überwältigende Besucherandrang beim Kuhfrühling in Zwettl zeigte, dass die Rinderzucht in den Herzen der Waldviertler tief verankert ist. Insgesamt feierten über 2.500 Gäste mit den Rinderzüchtern ihr 80-jähriges Jubiläum und ließen sich von den vorgestellten Zuchttieren und den Vorführkünsten der Jungzüchter begeistern. Die Veranstaltung Mitte März war ein durchschlagender Erfolg. Die gelungene Mischung aus musikalischem Kabarett und Präsentation von züchterisch wertvollen Fleckviehtieren ließ die zahlreichen Besucher auf ihre Rechnung kommen. Auf der züchterisch sehr anspruchsvollen Schau wurden einerseits genotypisierte weibliche Tiere mit besonderer Bedeutung im Genostar Zuchtprogramm und andererseits drei Nachzuchten jüngerer Vererber gezeigt. Damit setzt der NÖ Genetik Rinderzuchtverband seine Tradition einer transparenten Darstellung des Zuchtprogrammes fort.

richter. Die Jungzüchter zeigten, wie gut sie ihr Tier nach wochenlangem Training „im Griff“ hatten. Mit ihrer Leidenschaft machten sie es der Jury nicht einfach, die Sieger zu ermitteln.

Vor allem der Jungzüchtercup hat es den Besuchern angetan. Unter begeistertem Applaus marschierten über 70 Jungzüchter im Alter von knapp 4 – 30 Jahren in die volle Arena und stellten sich dem Preis-

Bei soviel Begeisterung braucht man sich um die Zukunft der Rinderzucht keine Sorgen zu machen. Stolz präsentierten die Jungzüchter ihre Pokale.

Die Nachzuchtgruppe beeindruckte durch spätreife, edle Tiere mit trockenen Fundamenten und qualitätsvollen, drüsigen Eutern.

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Fotos: NÖ Genetik/Riegler, Wassertheurer

80 Jahre Rinderzucht im Waldviertel Friedrich Führer, Geschäftsführer des NÖ Genetik Rinderzuchtverbandes, skizzierte die Entwicklung der Waldviertler Rinderzucht in den letzten 80 Jahren. Dabei war die Umstellung vom Waldviertler Blondvieh auf Fleckvieh ein wichtiger Meilenstein. Der Kuhfrühling ist mittlerweile eine weit über die Grenzen Österreichs

Publikumsmagnet Jungzüchtercup

Die Ehrengäste waren beeindruckt vom Engagement und vom Geschick der jüngsten Jungzüchter.

hinaus bekannte einzigartige Veranstaltung geworden. Die Mischung aus Jungzüchterengagement, Unterhaltung und Fachinformationen ließ die Veranstaltung wieder zum Highlight werden. Ing. Helmut Riegler/Ernst Grabner

Die Organisatoren des Kuhfrühlings freuten sich über eine gelungene Veranstaltung. Hier im Bild mit der Musikkabarettgruppe „Vierkanter“.


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12 Jahre Österreichische Fleischkontrolle

ÖFK – wichtiger Kontrollpartner im Fleischbereich Seit zwölf Jahren ist die Österreichische Fleisch­ kontrolle (ÖFK) ein wichtiges Bindeglied in der heimischen Fleischproduktion. Die unabhängige Prüfung von Herkunft und Qualität garantiert Nachvollziehbarkeit und hebt das Vertrauen. Das ISO-zertifizierte Qualitätsmanagement in Verbindung mit einer österreichweiten Datenbank gibt Transparenz und schafft Sicherheit für die Kunden. Die Klassifizierungsdienste sind anerkannte Qualitätssicherer auf den Schlachtbetrieben und agieren damit an der Schnittstelle vom lebenden Tier zum Schlachtkörper. Die Aufgaben der ÖFK umfassen vor allem die Einstufung und Kontrolle der Handelsklassen für Schlachtkörper, die Feststellung des Gewichtes und die Absicherung der Herkunft.

Beachtliche Jahresbilanz Im Jahr 2001 wurde die ÖFK Ges.m.b.H. gegründet. Pro

Aus dem Land

10 Jahre Mostbarone Zur 10-Jahresfeier der Mostbarone gratulierte Landesrat Stephan Pernkopf der NÖ Mostkönigin Lydia Wieser und dem neuen NÖ Mostprimus Sepp Zeiner. Die Mostbarone in ihrer unverkennbaren Tracht sind Experten für echte Mostviertler Mostkultur. Die Auszeichnung „Mostbaron“ tragen derzeit 20 Mostproduzenten, Gastronomen, Hoteliers und Edelbrenner. Gemeinsam entwickeln sie hochwertigste Moste, Säfte, Edelbrände und Innovatives. Sie laden zu fachkundigen Verkostungen und gestalten für große und kleine Gruppen informative und unterhaltsame Programme. Foto: NLK Reinberger

Seit 12 Jahren abreitet die ÖFK im Dienste der Fleischproduktion und der Konsumenten. Foto: LK NÖ

Jahr übernimmt sie nicht nur zahlreiche Klassifizierungen, sondern überwacht auch Markenfleischprogramme. Die jährlichen Leistungen: ca. 5,5 Millionen Schweineklassifizierungen ca. 550.000 Rinderklassifizierungen ca. 50.000 Lämmerklassifizierungen 1840 interne und externe Kontrollen vor Ort durch die Klassifizierungsdienste bzw. die zuständige Behörde Überwachung von 64 Markenfleischprogrammen Näheres auf www.oefk.at.

28. April bis 5. Mai: „Woche der Landwirtschaft“ „Landwirtschaft bringt´s“ – so lautet das Motto der diesjährigen „Woche der Landwirtschaft“ .Jedes Jahr im Frühling machen die Landwirtschaftskammern in der sogenannten „Woche der Landwirtschaft“ mit verschiedenen Medienaktionen und Veranstaltungen auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern für die gesamte Gesellschaft aufmerksam. In den Bundesländern gibt es dafür zu unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen informative wie kulinarisch interessante Aktionen. Die Landwirtschaftskammer NÖ legt den Fokus auf das Thema Umweltleistungen. Nähere Infos zur niederösterreichischen Woche der Landwirtschaft werden zeitnah auf www.lk-noe.at veröffentlicht.

Raiffeisen NÖ-Wien fördert ländliches Bildungswesen Die Raiffeisen Holding NÖ-Wien will die Landwirtschaftlichen Fachschulen auch in den kommenden fünf Jahren fördern. Mit den Geldern sollen vor allem Schulprojekte und Veranstaltungen unterstützt werden. Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, erklärte, dass Raiffeisen tief im ländlichen Raum verwurzelt sei und daher zahlreiche Initiativen unterstütze, die direkt den Menschen in der Region zugute kommen. Daher sei für Raiffeisen auch die Förderung des ländlichen Bildungswesen seit jeher ein wichtiges Anliegen. Neue App findet „Gutes vom Bauernhof“-Betriebe Mit der „Gutes vom Bauernhof“-App kann man ab sofort einfach und bequem die nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeiten für Produkte direkt von Bauernhöfen in Niederösterreich, Kärnten, Oberösterreich, der Steiermark, in Wien und im Burgenland finden. Es gibt eine große Vielfalt an handverlesenen und frischen Spezialitäten: von Brot, Fisch, Eiern, Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Obst, Gemüse und Kräutern bis hin zu Honig, Säften und Edelbränden. Auch die Einkaufsmöglichkeiten sind vielfältig – ab Hof, in Bauernläden oder in Supermärkten mit Bauernregal. Schmankerl-Radar aktivieren und los geht‘s. Foto: zVg BBK Mistelbach macht Öffentlichkeitsarbeit bei Schulleitern Kammerobmann Johann Fally begrüßte an die 40 Schulleiter beim diesjährigen Kammerempfang. Die Einladung zu diesem Empfang ergeht jährlich an eine andere Organisation. Die BBK knüpft damit wertvolle Kontakte und vermittelt das Thema „Landwirtschaft“ an Meinungsträger im Bezirk. Die Schulleiter informierten sich über die Angebote der Kammer für den praktischen Schulbetrieb, wie zum Beispiel über „Schule am Bauernhof“ oder „Landwirtschaft in der Schule“. Foto: zVg 11


Die landwirtschaft

pflanzenbau

P rod u ktio n

Anwendung an die Witterung anpassen

S 16

Lagergetreide ist leicht zu verhindern

Getreideschädlinge rechtzeitig erkennen S 19-23

Pflanzenschutzmittel sachgerecht ausbringen Neue Fungizide in Kartoffeln Herbizide für Kartoffeln S 24

Der PflanzenschutzSachkundenachweis S 25

Bienenschutz trotz Beizmittel S 26

Mehr Futter

mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn S 29

Rund um die Milch S 30

Biotierhalter müssen jetzt handeln S 33

Darf man fremde Tiere transportieren? S 34

Neben der Wahl der richtigen Sorte und einer bedarfsgerechten N-Düngung sind Wachstumsregler ein wichtiges Instrument, um Lager zu vermeiden. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Wachstumsregler vor und gibt Tipps zum richtigen Einsatz.

Fleischrinder im Mittelpunkt

Wachstumsregler mit Fingerspitzengefühl einsetzen

S 36-37

Wachstumsregulatoren dienen zum Absichern des Getreideertrages. Die Kosten dafür sind quasi eine Art „Versicherungsprämie“. Ihr Einsatz soll dafür sorgen, dass bis zur Ernte kein Lager auftritt. Wachstumsregler greifen jedoch auch intensiv in den Stoffwechsel der Pflanze ein. Eine gewisse Erfahrung und das richtige Gespür beim Verwenden sind nötig.

Stier, Eber und Bienen S 38-41

Portrait Douglasie Holzverkauf dokumentieren 60 Jahre Waldkalkung mit Erfolg S 42

Keine Haftung für Mountainbiker-Unfall auf Forststraße Ab S 43

Invekos

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Alle Wachstumsregler wirken stärker bei wüchsigen Temperaturen und hellen Sonnentagen. Die Aufwandmenge kann man unter diesen Bedingungen reduzieren. Ähnliches gilt bei Böden mit schlechter Wasserversorgung. Sind die Bestände durch Frost, Hitze oder Wassermangel gestresst, sollte man die Aufwandmenge des Wachstumsreglers reduzieren oder auf seinen Einsatz verzichten.

Bei guter Stickstoff- und Wasserversorgung können Wachstumsregler das Lagern der Getreidebestände verhindern; Bestand im Vordergrund ohne und dahinter mit Wachstumsregler. Foto: LK NÖ/Schmiedl

Unter trockener, strahlungsreicher Witterung, wie zum Beispiel im Osten Niederösterreichs, besteht nur in kritischen Jahren Lagergefahr. Eine Behandlung mit Wachstumsreglern sollte man, wenn nötig, eher frühzeitig bei noch besserer Wasserversorgung durchführen. Die Kombination von CCC-Präparaten und Herbizid zeigt sich dabei problemloser. In den westlichen Regionen Niederösterreichs macht ein Wachstumsreglereinsatz unter feuchten und kühleren Bedingungen fast immer Sinn. Höhere Aufwandmengen können problemloser gewählt werden.

CCC-Produkte bei Winterweizen bereits früh anwenden In Niederösterreich hat die CCC-Anwendung aufgrund des Preisvorteils mit Abstand die größte Bedeutung. Die gängigsten CCC-Präparate sind Stabilan 400 und Cycocel 720 beziehungsweise CCC 720. Achtung: Cycocel 720 und CCC 720 besitzen eine fast doppelt so hohe Wirk-


april_2013 stoffkonzentration wie Stabilan 400. Die Aufwandmenge ist somit entsprechend anzupassen. Idealerweise werden CCC-Präparate zu Schossbeginn (Stadium 30) eingesetzt. Bei Weizen ist auch ein früherer Einsatz ab Bestockungsbeginn möglich. Mit einer früheren Verwendung kann man mehrere Vorteile nutzen. So kann dieser mit einem Herbizid kombiniert werden, vor allem Sulfonylharnstoffe zeigen sich gut verträglich. Der frühe CCC-Einsatz fördert zusätzlich die Bestockung von schwachen Weizenbeständen. Achtung: Besteht Nachtfrostgefahr sollte man auf den Einsatz verzichten. Im Trockengebiet kommt man in den meisten Jahren mit rund einem Liter pro Hektar Stabilan 400 bzw. 0,5 bis 0,6 Liter pro Hektar Cycocel 720 oder CCC 720 über die Runden. Besteht erhöhte Lagergefahr, kann man die Wirkung von CCC-Präparaten durch Beimischen von Moddus oder Calma verstärken. Gute Erfahrungen wurden mit CCC + Moddus oder Calma gesammelt, zum Beispiel mit 0,75 bis 1,25 Liter pro Hektar Stabilan 400 plus 0,15 bis 0,3 Liter pro Hektar Moddus oder Calma. Anstelle dieser Kombi-

Lagerndes Getreide reduziert Ertrag und Qualität. Foto: LK NÖ/Schally

nation kann man auch 0,5 bis 0,7 Liter pro Hektar Medax Top mit identer Menge Turbo verwenden. Als späte “KorrekturMaßnahme” in sehr üppigen und stark lagergefährdeten Beständen kann auch Camposan-Extra bzw. Cerone mit 0,3 bis 0,5 Liter pro Hektar eingesetzt werden. Mischt man Fungizide (Triazole) hinzu, sollten die Mengen um 25 Prozent verringert werden.

Wachstumsregler bei Gerste reduziert Ährenknicken Bereits zu Schossbeginn kann eine Behandlung mit Moddus bzw. Calma oder Medax Top eine gute Stabilisierung an der Halmbasis sicher stellen. Bei standfesteren Sorten kann Moddus oder Calma

mit 0,3 bis 0,5 Liter pro Hektar verwendet werden. Eine Möglichkeit stellt auch Medax Top mit 0,5 bis 0,7 Liter pro Hektar dar. Die höhere Aufwandmenge gilt eher für lageranfälligere, mehrzeilige Wintergersten; die niedrigere für standfestere zweizeilige Sorten. Bis kurz vor dem Ährenschieben sollten ausschließlich Camposan-Extra oder Cerone eingesetzt werden. Diese Produkte haben eine weitere positive Eigenschaft. Sie machen den Stängel elastischer und reduzieren das Ährenknicken. Aufwandmengen von 0,2 bis 0,5 Liter pro Hektar haben sich bewährt. Achtung: Reine CCC-Präparate besitzen keine Zulassung in Gerste. Fortsetzung auf Seite 15

Moddus macht die Halme stark. Schützt vor Lager, sichert den Ertrag

■ ■ ■

Kürzt die Halme Stärkt die Zellwände Kräftigt die Wurzeln

Syngenta Agro GmbH Anton Baumgartner Straße 125/2/3/1, A-1230 Wien Beratungshotline: 0800/20 71 81, www.syngenta-agro.at Zul.Nr. (Ö): 3007. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung.

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Syngenta: Sicher gegen Unkräuter und Hirsen im Mais

Elumis® P – die breite Komplettlösung

Engere Maisfruchtfolgen führen zum Teil zu einer Veränderung der Unkrautgemeinschaft und bedürfen angepasster Herbizidstrategien. Die in frühen Stadien geringe Konkurrenzkraft des Maises erfordert eine rechtzeitige und umfassende Bekämpfung aller wichtigen Maisunkräuter und -ungräser, um Ertragsverluste zu vermeiden. Elumis P Pack ist eine breit wirksame und zuverlässige Komplettlösung zur Anwendung gegen bereits aufgelaufene Unkräuter und Ungräser.

erlauben, bietet das Herbizid ein komplettes Wirkungsspektrum und gewährleistet dem Mais eine ungestörte Jugendentwicklung. Das Herbizid zeichnet sich durch eine gute Maisverträglichkeit aus und ermöglicht den problemlosen Einsatz noch bis zum 8-Blatt-Stadium des Maises. Aufgrund der systemischen Wirkstoffverteilung in empfindlichen Pflanzen besitzt das Produkt eine besonders hohe zeitliche Anwendungsflexibilität. Aufgrund der hohen Blattwirksamkeit ist die Anwendung wenig witterungsabhängig. Alle in Mais bedeutsamen Unkräuter und Ungräser, einschließlich einiger ausdauernder Arten, werden im Nachauflauf sicher bekämpft.

Neben einem breiten Wirkungsspektrum gegen alle wichtigen und typischen Unkräuter bietet Elumis P Pack zusätzlich eine zuverlässige Wirkung gegen ein breites Spektrum an Ungräsern, wie zum Beispiel Ackerfuchsschwanz, Flughafer, Ausfallgetreide sowie eine ausreichende Nebenwirkung gegen Quecke. Der enthaltene Wirkstoff Prosulfuron wirkt zuverlässig insbesondere gegen Windenund Vogelknöterich sowie überjährige Kamille in größeren Stadien und besitzt zudem eine gute Wirkung auf Ackerkratzdistel und Winde-Arten. Auch für Anbaugebiete, die einen Einsatz von Terbuthylazin-haltigen Produkten nicht

Baustein im Anti-ResistenzManagement Zunehmende Meldungen über mögliche Herbizidresistenzen von Unkräutern und Ungräsern erfordern ein gutes Anti-Resistenz-Management in der Fruchtfolge. Dabei ist der Wechsel zwischen den Wirkungsmechanismen der Herbizide von ausschlaggebender Bedeutung. Elumis P Pack enthält drei Wirkstoffe mit zwei unterschiedlichen Wirkungsmechanismen. Diese Kombination beugt effizient der Entwicklung von Herbizidresistenzen vor. Dies gilt auch bei resistenzgefährdeten Schadhirsen.

Mesotrione

Nicosulfuron Elumis

Wirkstoffgehalt

75 g/l

5 l Elumis + 3 x 20 g Beutel Peak für 4 Hektar 1,25 l/ha

Aufwandmenge

Zielflora-Schwerpunkt

Anwendungszeitpunkt 14

3200 5/5/1/1

Packungsgröße

Aufnahme

750 g/kg

3210

Gewässerabstand

HRAC-Gruppe

Gardo Gold 30 g/l

Zulassungsnummer

Prosulfuron

20 g/ha

F1

B

B

Spross & Wurzel

Spross

Spross & Wurzel

Einjährige Unkräuter, Hühner- und Fingerhirsen

Hühner- und Borstenhirsen, Quecke, Flughafer, Ausfallgetreide

Einjährige Unkräuter, Wurzelunkräuter

Nachlauf, Mais 2 - 8 Blätter

Elumis P Pack ist eine breit wirksame und zuverlässige Komplettlösung. Foto: Syngenta

Beschleunigte Regenfestigkeit Die beiden Wirkstoffe Mesotrione und Nicosulfuron in Elumis ergänzen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Wirkungsweise und -stärken ideal. Im Rahmen einer Studie wurde die Aufnahme der in Elumis enthaltenen Wirkstoffe Mesotrione und Nicosulfuron in die Blätter empfindlicher Arten untersucht. Es zeigte sich, dass die Aufnahme der Elumis-Fertigformulierung zum Teil deutlich rascher erfolgte als die Aufnahme der Einzelwirkstoffe in Solo-Anwendung oder Tankmischung. Diese Eigenschaft ist insbesondere bei starken Witterungsschwankungen von Bedeutung, denn das Maisherbizid ist während der ersten Stunden nach der Applikation schnell regenfest. Anzeige


april_2013

Roggen muss stehen bleiben Auch bei Roggen macht ein Einsatz von Wachstumsreglern auf besseren Standorten mit hoher Ertragsleistung Sinn. Mit 0,5 bis 1,5 Liter pro Hektar Cycocel 720 oder CCC 720 kann zu Beginn des Schossens (EC 30/31) eine gute Verkürzung erzielt werden. Eine Nachbehandlung kann nötig werden, da sich in feuchten Jahren reine CCCBehandlungen oft wieder auswachsen können.

eine reduzierte Düngung gegenüber einem Wachstumsreglereinsatz zu bevorzugen. Diese Erfahrungen lassen sich im Wesentlichen auch auf Triticale übertragen. Mag. DI Harald Schally Ref. Ackerbau und Grünland Tel. 05 0259 22133 harald.schally@lk-noe.at DI Johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz Tel. 05 0259 22602 johannes.schmiedl@lk-noe.at

Bei Lagergetreide besteht erhöhte Auswuchsgefahr, besonders anfällig ist Roggen. Foto: LK NÖ/Schally

Tabelle 1: Gängige Wachstumsregler und ihre Eigenschaften, RLH Preisliste 2013 Gute Wirkung erzielt man (excl. Mwst., größtes Gebinde) auch mit einer Mischung aus Medax Top + Camposan-Extra, Cycocel 720, CCC CCC und Moddus oder Calma, Moddus, Calma Turbo Cerone 720, Stabilan 400 zum Beispiel 1,4 bis 1,8 Liter Mepiquat + Propro Hektar Stabilan 400 plus Ethephon Wirkstoff Chlormequat Trinexapac hexadion 0,2 Liter pro Hektar Moddus oder Calma. Im Stadium EC ab 15 °C, Optimaler Temperatur- Tags ab 8°C, nachts über 10°C, strahlungs31 kann man auch Medax Top über 8°C nachts 10 °C bereich über 5°C reiches Wetter mit 0,5 bis 1,0 Liter pro Hektar einsetzen. Wirkungsdauer bis 10 Tage 14 Tage 10 Tage 4 Tage Auf leichten Böden mit häufiBevorzugtes EinsatzSchossbeginn 1 bis 2 Knoten 1 bis 2 Knoten Fahnenblatt ger Trockenheit ist der Anbau stadium einer standfesten Sorte und 11.03.13 14:02 Seite 1 HusarOD13_DLWS_97x128_2013 24.01.13 14:06 Seite 1 Cerone13_DLWS_97x130_2013 Preis €/l 3 €/l 78 €/l 16 €/l 39 €/l

Gezielte Anwendung bis kurz vorm Ährenschieben Kürzt und stärkt die Halme In Gerste, Winterweizen, -roggen und Triticale

RegNr-A: 3019

Das flüssige Powerherbizid

® = e.W. der Bayer Gruppe. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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RegNr-A: 3272

Lagergetreide gezielt vermeiden

Gegen Windhalm, Flughafer und Unkräuter (inkl. Distel)

In allen Getreidearten außer Hafer zugelassen

Sehr breite Wirkung

Blattaktiv und Temperatur-unabhängig

Ideal in Streulagen

Geringe Aufwandmenge 0,5 l Husar OD für 5 - 7 ha

Preiswert

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Getreideschädlinge im Frühjahr rechtzeitig erkennen

Mit Steckbrief und Schadschwelle gezielt handeln

Das verstärkte Auftreten von Schadinsekten ist längst nicht mehr auf das Trockengebiet im Osten Österreichs beschränkt. Die Zunahme von Perioden mit warmer und trockener Witterung führt auch in den feuchteren Regionen zu einem verstärkten Schädlingsauftreten. Die Landwirtschaftskammer weist im Newsletter „Pflanzenbau Aktuell“ und mit SMS-Warnmeldungen auf notwendige intensivere Beobachtungen und starken Schädlingsdruck hin, sodass Feldkontrollen und Behandlungen möglichst gezielt erfolgen können. Auf folgende Schädlinge sollte man bei warm-trockener Witterung im Frühjahr achten.

Getreidelaufkäfer Der 1,5 Zentimeter große, schwarze Käfer erscheint ab Juni auf Getreidefeldern. Er legt die Eier von Sommer bis Herbst in den Boden ab. Ab dem Spätsommer schlüpfen dunkelbraun-weiß gefärbte bis 2,5 Zentimeter große Larven, die im Boden überwintern. Die Larven zerfransen junge Getreideblätter kräuselig. Schläge mit Vorfrucht Wintergetreide und hohem Anteil an Wintergetreide in der Fruchtfolge sind stärker gefährdet und oft großflächig

Die Breitbauchwanze schädigt durch Saugen an milchreifen Körnern. Foto: LK NÖ/Schmiedl

Das Volksherbizid für alle. Spitzenleistung war noch nie so erschwinglich ■ Für sichere Wirkung gegen Flughafer, Windhalm * und alle anderen Ungräser ■ Für alle, die maximale Erträge wollen

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TM


april_2013

Schadschwelle: Im Herbst ein bis zwei Larven oder vier bis fünf frisch geschädigte Pflanzen pro Quadratmeter. Im Frühjahr drei bis fünf Larven oder acht bis zehn frisch geschädigte Pflanzen pro Quadratmeter bei Wintergetreide beziehungsweise ein bis zwei Larven oder vier bis fünf frisch geschädigte Pflanzen pro Quadratmeter bei Sommergetreide.

Getreideblattläuse Die etwa zwei bis drei Millimeter großen grünen, rötlichbraunen und gelblich ungeflügelten und geflügelten Blattläuse schmarotzen auf Blättern, Halmen und Ähren. Sie schädigen das Getreide im Jugendstadium durch Übertragen des Gelbverzwergungsvirus und an den Ähren durch Saugtätigkeit. Schadschwelle: Bei Befall im Jugendstadium Bekämpfung ab zehn Prozent befallener Pflanzen. Bei Befall der Ähren, Bekämpfung ab drei bis fünf Blattläusen pro Ähre bei steigendem Befall innerhalb weniger Tage und Befall von 70 Prozent der Pflanzen. Bekämpfung meist nur bis zur Blüte rentabel.

Zwergzikaden Zikadenart Psammotettix alienus ist etwa vier Millimeter groß, gelblich-weiß mit bräunlich gemusterten Flügeldecken. Sie ist sehr mobil und schwer zu beobachten. Sie schädigt das Getreide im Jugendstadium durch Übertragung des Weizenverzwergungsvirus. Das Schadbild ist ähnlich wie beim Gelbverzwergungsvirus.

Schadschwelle: Keine Schadschwelle bekannt. Schadensrisiko bei längeren warm-trockenen Witterungsperioden zwischen Herbst und zeitigem Frühjahr. Die Bekämpfung ist schwierig, da Zikaden sehr mobil sind und Insektizide meist zu kurz wirken. Sie werden bei Blattlausbekämpfung oft mit erfasst. Wichtig sind vorbeugende Maßnahmen wie das Vermeiden von Frühsaaten bei Wintergetreide und das Beseitigen von Ausfallgetreide.

Getreidewickler 1,1 bis 1,3 Zentimeter großer hellgrauer schwach gebänderter Schmetterling. Sie legen die Eier im Sommer an Gehölzen ab, von wo der Wind gelbliche Jungraupen im Frühjahr in Getreidefelder verweht. Blattminen mit bis zu 1,5 Zentimeter großen Raupen entstehen, die an Halm und Ähre fressen. Sie treten vorwiegend auf Feldern in der Nähe von Auwäldern und Windschutzgürteln auf.

Getreideblattläuse schädigen an der Ähre durch ihre Saugtätigkeit. Foto: LK NÖ/Schmiedl

re Kontrollen speziell bei warm-trockener Witterung ab Fahnenblattstadium, bei Sommergetreide bereits in der Schossphase durchführen.

de Flecken, fleckige Spelzen, und vergilbte Ährenspitzen. Schadschwelle: Zehn Thripse pro Ähre. Bekämpfung schwierig, da Thripse bereits an den noch nicht geschobenen Ähren saugen und daher schwer durch Insektizide zu erfassen sind. Kontrollen bei lang anhaltender warm-trockener Witterung ab dem Fahnenblattstadium, einige Pflanzen am oberen Ende zerlegen, beginnend am Feldrand in der Hauptwind-

Getreidethripse Getreidethripse werden 1,6 Millimeter groß. Erwachsene Tiere sind schwarz mit Fransenflügeln. Larven sind rot (Weizenthrips) oder blaßgelb (Haferthrips). Ab Frühjahr leben sie in Blattscheiden und Kornanlagen. Durch Saugtätigkeit entstehen silbrig glänzen-

Schadschwelle: 40 Blattminen mit Larven pro Quadratmeter. Kontrolle ab Schossbeginn beginnend am Feldrand in der Hauptwindrichtung. Meist ist eine Rand- oder Teilflächenbehandlung ausreichend.

30 EC Klasse 1 Pyrethroid

| gegen Rapsschädlinge

Getreidehähnchen Die Käfer sind vier Millimeter groß, vollkommen stahlblau oder stahlblau mit orange rotem Halsschild. Sie legen die Eier während des Schossens ab. Die Larven werden bis sechs Millimeter groß. Sie sind gelblich-weiß und mit einer schleimigen braunschwarzen Kotschicht bedeckt. Streifenförmiger Fensterfraß an Blättern. Schadschwelle: Bei Wintergetreide eine Larve pro Fahnenblatt oder zehn Prozent Blattflächenverlust. Bei Sommergetreide eine Larve pro zwei Halme. Intensive-

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geschädigt. Schläge neben Feldern mit hohem Wintergetreideanteil oder neben Grünlandflächen mit Gräseranteil sind meist im Randbereich zu diesen Nachbarflächen geschädigt.

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

richtung und in der Nähe von Hecken, Windschützgürteln und Waldrändern.

Eine Zwergzikadenart überträgt das Weizenverzwergungsvirus. Foto: LK NÖ/Schmiedl

Getreidewanzen Hauptsächlich schädigend sind Breitbauchwanze und Spitzling. Sie besiedeln die Felder im Frühjahr von Waldrändern und Hecken ausgehend. Sie legen die Eier meist ab Ende Mai über mehrere Wochen an Halmen und Blättern des Getreides sowie an Unkräutern ab. Bei sehr warmer Witterung im Frühjahr gibt es erste Eigelege schon Anfang bis Mitte Mai. Frisch geschlüpfte Jungwanzen sind wenige Millimeter groß und halbkugelförmig. Wanzen saugen an Blättern und Halmen. Mit beginnender Milchreife werden auch die Ähren befallen. Die Wanze sticht die milchreifen Körner an und gibt dabei ein Sekret ab, welches das Eiweiß im

Korn zerstört. Mit dieser Zerstörung ist ein Verlust der Backfähigkeit des Weizens verbunden. Schadschwelle: Ein bis zwei Wanzen pro Quadratmeter bei Qualitäts- und Mahlweizensorten. In Praxisversuchen der LK NÖ waren Behandlungen während der Milchreife

Der neue Held für sauberen Mais! Die neue Herbizid-Kombination mit enormer Wirkungsbreite bekämpft Ungräser und Unkräuter über Blatt und Boden! Komponenten: Successor® T: Zul.Nr. (D): 005496-00 Anmelde-Nr.(Ö): 900704 Hector® max: Pfl.Reg.Nr. 3274-901 Zellex CS: Durchschlagskräftige Inhaltsstoffe Die neue Wirkstoff-Kombination HECTOR® bekämpft mit fünf Wirkstoffen alle wichtigen Ungräser (z.B. Hirse-Arten, Flughafer, Quecke), sowie einjährige Samen-Unkräuter im Mais. Auch lästige Wurzelunkräuter (Winden, Disteln) werden sicher erfasst. Die Wirkstoffe sind in 2 Komponenten (Hector® Max und Successor® T) enthalten. Weiters ist zur Optimierung der Wirkstoffleistungen das Netzmittel Zellex CS beigepackt. Anzeige

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unwirtschaftlich. Bei Insektizidspritzungen gegen das Getreidehähnchen werden die Wanzen während der Eiablage teilweise miterfasst.

wirtschaftskammer enthalten. Der LK-Newsletter „Pflanzenbau Aktuell“ gibt Empfehlungen für die Behandlungen und den Einsatz der Insektizide.

Frühes Schädlingsauftreten nicht übersehen

DI Johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz Tel. 05 0259 22602 johannes.schmiedl@lk-noe.at

Bei einer Insektizidbehandlung können oft verschiedene Schädlinge gleichzeitig erfasst werden. Wenn in der Schossphase kein frühzeitiger starker Befall droht, kann meist mit einer Behandlung zwischen Fahnenblattstadium und Blüte eine ausreichende Ertragssicherung erreicht werden. Dabei sind regelmäßige Bestandeskontrollen und Warndiensthinweise eine wertvolle Hilfe. Meist orientieren sich die Insektizidmaßnahmen am Getreidehähnchen, das als häufigster Schädling auftritt. Bei stärkerem Befall durch Getreidewickler und Thripse kann die Behandlung schon vor dem Ährenschieben notwendig werden. Dabei wird das Getreidehähnchen oft gut miterfasst. Nach einer frühzeitigen Insektizidmaßnahme sollte man die Bestände weiter kontrollieren, ob sich bis zur Blüte noch ein bekämpfungswürdiger Schädlingsbefall aufbaut. Eine Übersicht der Insektizide gegen Getreideschädlinge ist im Feldbauratgeber der Land-

Kurz gefasst Die Landwirtschaftskammer weist im Newsletter „Pflanzenbau Aktuell“ und mit SMS-Warnmeldungen auf notwendige intensivere Beobachtungen und starken Schädlingsdruck hin, sodass Feldkontrollen und Behandlungen möglichst gezielt erfolgen können. Auf folgende Schädlinge sollte man bei warm-trockener Witterung im Frühjahr achten: Getreidelaufkäfer, Getreideblattläuse, Zwergzikaden, Getreidewickler, Getreidehähnchen, Getreidethripse und Getreidewanzen. Eine Übersicht der Insektizide gegen Getreideschädlinge ist im Feldbauratgeber der Landwirtschaftskammern enthalten.


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Die Vorschriften zum sachgerechten Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln

Gewässer schützen und ÖPUL-Sanktionen vermeiden Verstöße gegen das sachgerechte und ÖPUL-konforme Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln können den Verlust der gesamten ÖPULJahresprämie, den Ausschluss aus der betroffenen ÖPUL-Maßnahme, CCSanktionen und Verwaltungsstrafen zur Folge haben. Häufige Problemfälle und Konsequenzen Untersuchungen von Blattproben im Rahmen der AMA-Kontrollen ergeben immer wieder, dass Pflanzenschutzmittel nachgewiesen werden, die in der Kultur gesetzlich nicht zugelassen sind oder die aufgrund der Teilnahme an ÖPUL-Maßnahmen nicht erlaubt sind.

Zu diesen ÖPUL-Maßnahmen zählen die Biologische Wirtschaftsweise, der Fungizidverzicht auf Getreideflächen, die Integrierte Produktion und der Verzicht auf ertragssteigernde Betriebsmittel. Der Einsatz eines nicht zugelassenen Pflanzenschutzmittels führt bei Teilnahme an Bio, IP oder Verzicht in dreifacher Weise zu finanziellen Sanktionen: ÖPUL, CC und Verwaltungsstrafe. Eine mögliche Erklärung für das Vorkommen unzulässiger Pflanzenschutzmittel sind Spritzbrühenreste im Tank des Pflanzenschutzgerätes, die vor dem nächsten Einsatz in anderen Kulturen nicht ordnungsgemäß entfernt wurden. Diese Erklärung verhindert Sanktionen nicht.

Zum Schutz der Gewässer müssen Pflanzenschutzmittel mit großer Sorgfalt angewendet werden. Foto: LK NÖ/Schmiedl

So sauber war Ihr Feld noch nie! Die breite Komplettlösung gegen alle Unkräuter und Hirsen in Mais. Komplettes Wirkungsspektrum. Besonders verträglich - auch für Spätanwendungen. Inkl. Wurzelunkräuter, Flughafer und Quecke.

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Die landwirtschaft

Restmengen bei Pflanzenschutzmitteln vermeiden Das Ausbringen von Restmengen eines Pflanzenschutzmittels in einer Kultur, in der das Produkt nicht zugelassen ist oder gemäß IP-Bestimmungen nicht eingesetzt werden darf, muss man vermeiden. Neben der Dosierung des Pflanzenschutzmittels ist auch die Brühemenge für die zu behandelnden Flächen möglichst genau zu berechnen, damit keine größeren Restmengen übrig bleiben.

Technische Restmengen sachgerecht ausbringen Auch bei genau bemessener Brühemenge bleibt am Ende

Maisanbau: DirektsaatFeldvorführung in Ebersbrunn 10. April 2013, 14.00 Uhr, Ebersbrunn Eine Feldvorführung mit modernster Sätechnik für Mais findet am am Demofeld der Familie Winter in Ebersbrunn statt. Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung auf 16. April verlegt. Die Feldvorführung zur Direktsaat von Mais veranstaltet die Bezirksbauernkammer Hollabrunn gemeinsam mit der LFS Hollabrunn. Referenten sind Dr. Josef Rosner, Amt der NÖ Landesregierung; DI Harald Summer, LFS Hollabrunn, Landwirtschaftsmeister Franz Ecker, LFS Hollabrunn, DI Michael Deimel, LK NÖ. Weitere Infos zur Veranstaltung und zum Demofeld unter Tel. 05 0259 40602 oder unter www.lk-noe.at/hollabrunn 20

pflanzenbau

der Spritzarbeit eine technische Restmenge im Pflanzenschutzgerät. Dies ist jener Brüherest, der im Behälter, in der Pumpe, im Filter, in den Schlauchleitungen und Armaturen verbleibt, nachdem keine Spritzflüssigkeit mehr aus den Düsen austritt. Eine Rührwerksabschaltung am Gerät vermindert die Restmenge im Brühebehälter.

Vor allem nach dem Einsatz von Sulfonylharnstoff-Herbiziden muss man sofort nach Beenden der Spritzarbeiten mit speziellen Reinigungsmitteln das Innere des Behälters reinigen, damit Anlagerungen beseitigt und Schäden in empfindlichen Kulturen vermieden werden. Die Spülflüssigkeit bringt man anschließend auf der behandelten Fläche aus.

Die technische Restmenge muss man vor allem dann berücksichtigen, wenn man die Spritzarbeiten in einer anderen Kultur fortsetzt, wo man das zuvor angewandte Pflanzenschutzmittel nicht einsetzen darf. Zu diesem Zweck verdünnt man die Restmenge unmittelbar nach Ende der Spritzarbeiten mit sauberem Wasser mindestens im Verhältnis 1:10 und bringt sie auf der behandelten Fläche aus. Diesen Vorgang wiederholt man, damit Wirkstoffreste so gut wie möglich beseitigt werden und das Gerät optimal gespült wird. Rund zehnminütiges Umpumpen der eingefüllten Frischwassermenge löst beginnende Mittelanlagerungen auf. Erst dann kann man Rückstände von Pflanzenschutzmitteln weitgehend ausschließen.

Auf Gewässerschutz achten

Innenreinigung regelmäßig durchführen Eine Innenreinigung des Behälters ist in regelmäßigen Abständen empfehlenswert. Zu beachten sind Hinweise in der Gebrauchsanleitung der Pflanzenschutzmittel.

Österreich hat im internationalen Vergleich einen hohen Standard bei Gewässergüte und Trinkwasserqualität. Da schon geringe Mengen an konzentrierten Pflanzenschutzmitteln Oberflächengewässer

Restmengen in der Pflanzenschutzspritze sollten mit Reinwasser verdünnt auf der behandelten Fläche ausgebracht werden. Foto: LK NÖ Schmiedl

und Grundwasser verunreinigen können, ist neben dem sachgerechten Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und deren Restmengen auch das Befüllen und Reinigen von Pflanzenschutzgeräten mit großer Sorgfalt durchzuführen.

Kurz gefasst Die zehn Grundsätze für den sachgerechten Pflanzenschutzmitteleinsatz Nur zugelassene Pflanzenschutzmittel gemäß Anwendungsbestimmungen einsetzen. Aktuelle IP-Pflanzenschutzmittellisten beachten. Pflanzenschutzmittel nur durch sachkundige Personen ausbringen und Abdrift vermeiden. Spritzbrühe nicht in unmittelbarer Nähe zu Oberflächengewässern und Brunnen sowie nicht auf versiegelten Flächen, die in die Kanalisation abfließen, ansetzen. Brühemengen für Pflanzenschutzmittel genau auf die zu behandelnde Fläche abstimmen. Pflanzenschutzmittelkanister unmittelbar nach der Entleerung reinigen und das Waschwasser in die Spritzbrühe geben. Gereinigte Behältnisse über Altstoffsammelzentrum entsorgen. Für den Fall des Verschüttens von Pflanzenschutzmitteln oder des Überlaufens des Tanks leere Plastiksäcke, Schaufel und Bindemittel wie Chemikalienbinder, Sägemehl oder Kleintierstreu bereithalten. Technische Restmengen 1:10 verdünnen und auf behandelter Fläche ausbringen, den Vorgang mindestens zweimal durchführen. Regelmäßige Innen- und Außenreinigung des Pflanzenschutzgerätes auf bewachsenem Boden, am besten auf der Behandlungsfläche. Ungereinigte Pflanzenschutzgeräte unter Dach abstellen, damit bei Regen keine Pflanzenschutzmittelreste abgewaschen werden.


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Pflanzenschutzgeräte sachgerecht reinigen Immer genauere Analytik kann im Grundwasser Spuren verschiedener Wirkstoffe finden, die zwar nicht gesundheitsschädlich sind, aber fallweise über dem gesetzlichen Vorsorgewert liegen. Meist dürfte die Belastung durch punktuelle Einträge aufgrund einer nicht sachgerechten Gerätereinigung oder Entsorgung der Restbrühe entstanden sein und nicht durch das flächige Ausbringen.

sentlichen Beitrag, das Wasser frei von Verunreinigungen zu halten.

Abdrift vermeiden

Beim Ausbringen der Pflanzenschutzmittel muss man darauf achten, dass es zu keiner Abdrift auf Nachbarflächen und in Oberflächengewässer kommt. Abgesehen von Kulturschäden, die etwa bei der Abdrift von Herbiziden entstehen, haben durch Abdrift verursachte und in den Blattproben festgestellte Rückstände Konsequenzen für den GePflanzenschutzgeräte nicht in der Nähe schädigten und den Verursacher. Die von Gewässern, Brunnen und auch nicht Folgen sind oft Schadenersatzforderunauf befestigten Flächen am Hof innen gen und Rechtstreitigkeiten mit Berufsund außen reinigen. Auf diese Weise kollegen und Kontrollstellen. könnten Pflanzenschutzmittelreste direkt oder über Kanalisation, Kläranla- Bei Wind und sehr warmer Witterung gen und Vorfluter in Oberflächengewäs- sollte man keine Pflanzenschutzmittel ser und Grundwasser gelangen. ausbringen. Grenzbereiche sind drei bis Diese Maßnahmen leisten einen wefünf Meter pro Sekunde Windgeschwindigkeit, hier bewegen sich Blätter und dünne Zweige. Die Lufttemperatur darf Gesunde Kartoffeln mit Kwizda Agro nicht über 25 °C liegen. Unter diesen Bedingungen besteht auch ein erhöhtes Risiko für schlechte Wirkung, da durch Der Schutz vor Kraut- und Knollenfäule ist direkte Abdrift und Thermik ein Teil entscheidend für eine gute Kartoffelernte. des Spritznebels nicht auf die Zielfläche Kwizda Agro empfiehlt eine IP-gerechte kommt. Fungizidstrategie mit eingebautem Resistenzmanagement. Nutzen Sie www.warndienst.at zur Information über den Befall. Abstandsauflagen einhalten Bei Pflanzenschutzarbeiten neben 1,5 l/ha Axidor + 1,5 kg/ha Penncozeb DG Nachbarflächen helfen abdriftminsind optimal für den Spritzbeginn. Die dernde Düsen Probleme zu vermeiden. Kombination aus zwei Produkten mit KonDiese Düsen benötigt man auch, um takt, voll- und teilsystemischer Wirkung die Abstandsauflagen zu Oberflächengegen Krautfäule und Alternaria hat die gewässern einzuhalten. Die Etiketten längste heilende Wirkung nach erfolgter der Pflanzenschutzmittel informieren Infektion (bis 24 Stunden zurück). Folgeüber die Abstandsauflagen, ebenso der spritzungen im Abstand von 7 – 12 Tagen. Feldbauratgeber der Landwirtschafts1,6 kg/ha Valbon kammer. mit teilsystemischer Wirkung empfehlen wir zur 2. und 3. Spritzung gegen PhytophthoEine Übersicht über die abdriftminra. Valbon ist optimal in der Hauptwachsdernden Pflanzenschutzgeräte und tumsphase bei starkem Krautzuwachs, auch Düsen kann im Internet unter der bei starkem Krautfäuledruck. Adresse http://www.ages.at/ages/landBei bereits sichtbarem Befall ist der Zusatz wirtschaftliche-sachgebiete/pflanzenvon 0,2 l Winner pro Hektar sinnvoll. Die schutzmittel/pflanzenschutzgeraete/ Tankmischung wirkt vorbeugend, abstopabgerufen werden. pend und antisporulierend. Je nach Befall sollte nach 4-5 Tagen die Behandlung DI Johannes Schmiedl Ref. Pflanzenschutz wiederholt werden. Tel. 05 0259 22602 1,6 kg/ha Valbon + 0,2 l/ha Winner johannes.schmiedl@lk-noe.at Pfl.Reg.Nr.: Axidor 3127-901, Penncozeb DG 10421N/901255, Valbon 2890; Winner 2528; Weitere Infos bei der Hotline 0810810 111, bzw. unter www.kwizda-agro.at Anzeige

Bayer: Schutz gegen Phytophthora

INFINITO

Die Kraut- und Knollenfäule ist die wichtigste Kartoffelkrankheit. Der Pilz Phytophthora infestans ist für die Kraut-, Stängel- und Knollenfäule verantwortlich. Er entwickelt sich optimal bei feuchtwarmer Witterung. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Erscheinen der ersten Blattflecken, dauert nur etwa zwei bis drei Tage. An den Blättern tauchen kleine durchscheinende Flecken auf, die sich braun verfärben. Für eine erfolgreiche Bekämpfung muss die erste Spritzung kurz vor Reihenschluss erfolgen. Weiters soll genügend Wasser verwendet werden, um den Bestand zu durchdringen. Die Infektion findet zuerst auf den unteren Blättern statt, diese müssen getroffen werden. Verwenden Sie zumindest für die ersten beiden Spritzungen nur sehr gute systemische Krautfäule-Präparate. Die Blattfläche kann sich bei wüchsiger Witterung innerhalb von 2 Wochen verdreifachen! Nur die besten systemischen Präparate bieten hier auch einen Schutz des Neuzuwachses. Infinito (RegNr-A:3111) enthält gleich zwei systemische Wirkstoffe - Propamocarb und das neue Fluopicolide – und wird mit 1,2 -1,5 l/ha eingesetzt. Im Unterschied zu einigen anderen systemischen Wirkstoffen gibt es bei Infinito keine Resistenzen. Damit ist eine volle Wirkung auf Kraut-, Stängel- und Knollenfäule gegeben. Infinito ist bereits nach einer Stunde regenfest – ein Vorteil bei wechselhaftem Wetter. Wenn auch Alternaria-Gefahr besteht, dann empfiehlt sich eine Zumischung von 0,2 kg/ ha Signum ZulNr-N:12630, RegNr-A:901153 (oder anderer Alternaria-Präparate) zu Infinito. Damit haben Sie die Top-Kombination gegen Kraut-, Stängel- und Knollenfäule und auch gegen Alternaria. Infinito konnte auch in der aktuellen EuroBlight Bewertung wieder in fünf von acht Kategorien der Wirksamkeit punkten und liegt damit im absoluten Spitzenfeld! Weitere Informationen finden Sie auf www.agrar.bayer.at Anzeige 21


Die landwirtschaft

pflanzenbau

Vier Neuzulassungen

Neue Fungizide in Kartoffel

Für 2013 sind einige neue Kartoffelfungizide zugelassen. LK-Experte Johannes Schmiedl bringt einen Überblick. Banjo forte Mit Banjo forte kommt eine Fertigformulierung des lokalsystemischen Wirkstoffs Dimethomorph mit dem sporenabtötenden Kontaktwirkstoff Fluazinam für den Einsatz während des Krautwachstums auf den Markt.

Revus Top Das Produkt Revus Top enthält neben dem KrautfäuleWirkstoff Mandipropamid

auch den Alternaria-Wirkstoff Difenoconazol. Damit ist erstmals auch ein Azol-Wirkstoff im Kartoffelbau registriert. Difenoconazol wirkt vorbeugend und heilend gegen vorhandene Infektionen, wodurch eine bessere Stoppwirkung gegen Alternaria zu erwarten ist.

Orvego Duo Das neue Orvego Duo ist noch mit deutscher Zulassung in Österreich zum Inverkehrbringen angemeldet, soll aber mit verbesserter Formulierung in Österreich zugelassen werden und dann der Praxis zur Verfügung stehen. Es

enthält neben Mancozeb den neuen Wirkstoff Initium, der die Keimung der Zoosporangien sowie die Freisetzung von Zoosporen und die Zoosporenkeimung hemmt. Das Produkt zeichnet sich durch eine sehr gute Regenfestigkeit aus und soll vor allem zwischen Ende des Krautwachstums und der Abschlussbehandlung empfohlen werden.

enthalten den sporenabtötenden Wirkstoff Fluazinam und eignen sich daher wie Winner vor allem für den Einsatz bei hohem Krautfäule-Infektionsdruck und für Abschlussbehandlungen. Zu beachten sind die teilweise unterschiedlichen Abstandsauflagen der einzelnen Fluazinam-Präparate für den Einsatz neben Oberflächengewässern.

Banjo, Nando 500SC, Zignal Weiters ist jetzt unter den Kontaktfungiziden neben Nando 500 SC und Zignal auch das Produkt Banjo neu zugelassen. Alle drei Produkte

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1, 2, 3 – und meine Erdäp fe bleiben g´su l nd. Die optimale Spritzfolge:

1 2 3 Tel: 0810 81 www.kwiz 0 111 da-agro.a t AXIDOR 3127-901, VALBON 2890, WINNER 2528 Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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april_2013

Zulassung für neues Herbizid erwartet

Herbizide für den Kartoffelbau

Produktkombinationen Bei breiter Mischverunkrautung erfassen Tankmischungen ein breiteres Unkrautspektrum. Produktkombinationen von drei Litern Bandur, vier Litern Boxer, 0,25 Litern Centium CS oder 0,25 Litern Tacco mit 0,5 Kilogramm Sencor WG oder Mistral haben ein breites Wirkungsspektrum mit Zusatzwirkung gegen die ersten Ungräserwellen. Bandur, Centium CS, Sencor WG und Mistral erfassen den Schwarzen Nachtschatten nicht ausreichend. Artist und Racer CS sollte man auf Böden mit weniger als einem Prozent Humusgehalt nicht einsetzen. Bei Metribuzin-hältigen Herbiziden wie Artist, Mistral oder Sencor WG sind die Hinweise zur Sortenverträglichkeit am Etikett des Pflanzenschutzmittels zu beachten.

Neues Herbizid erwartet Unter den Kartoffelherbiziden sind derzeit keine neuen Wirkstoffe in Sicht. Erwartet wird die Zulassung von Arcade, einer Fertigformulierung

Gräserherbizide

Bei zunehmendem Auftreten von Ackerdisteln in Kartoffel sind Maßnahmen im Rahmen der gesamten Fruchtfolge notwendig.

DI Johannes Schmiedl, Ref. Pflanzenschutz

Zielsicher gegen Kraut- und Knollenfäule

Im Nachauflauf sind nur wenige Herbizide verfügbar Im frühen Nachauflauf bis fünf Zentimeter Wuchshöhe der Kartoffel sind Mistral und Sencor WG einsetzbar. Auf humosen Böden ab vier Prozent Humusgehalt kann Sencor WG bei zehn bis 15 Zentimetern Wuchshöhe der Kartoffeln angewendet werden. Weiters steht für den Nachauflauf Titus zur Verfügung, das über die Blätter wirkt und bei zehn bis 20 Zentimetern Wuchshöhe der Kartoffeln gegen bereits aufgelaufene Unkräuter eingesetzt wird. Für eine Absicherung der Wirkung muss Titus mit Netzmittel ausgebracht werden. Titus besitzt keine Wirkung gegen den Schwarzen Nachtschatten, erfasst aber Ungräser wie Flughafer, Hirsen und Quecke. Bei breiter Mischverunkrautung sollte Mistral oder Sencor WG vorgelegt werden.

Die Gräsermittel wie Agil-S, Focus Ultra, Fusilade Max, Panarex oder Select 240 EC wirken über die Blätter und sollten bei wüchsigem Wetter ausgebracht werden, wenn sich die Ungräser zwischen Drei-Blatt-Stadium und Bestockungsbeginn befinden. Die Quecke wird mit den höheren Aufwandmengen bei 15 bis 20 Zentimetern Wuchshöhe erfasst. Der Feldbauratgeber der LK enthält eine Übersicht der Kartoffelherbizide mit Wirkungsspektrum gegen die wichtigsten Unkräuter.

Infinito2013_DLWS_97x128_2012 24.01.13 12:46 Seite 1 Foto: LK NÖ/Schmiedl

RegNr-A: 3111

Die Vorauflaufherbizide Artist, Bandur, Boxer, Centium CS, Racer CS und Tacco benötigen für eine optimale Wirkung ausreichend Bodenfeuchtigkeit in den Wochen nach der Anwendung. Dies gilt auch für die Anwendung von Mistral und Sencor WG im Vorauflauf.

aus den Wirkstoffen Prosulfocarb und Metribuzin. Die Aufwandmenge soll fünf Liter je Hektar betragen und ist vergleichbar mit der Tankmischung aus Boxer und Sencor oder Mistral. Beantragt wurde die Zulassung für den Vorauflauf und den frühen Nachauflauf bis fünf Zentimeter Wuchshöhe der Kartoffel. Dadurch kann man bei trockenen Bodenverhältnissen den Einsatz etwas hinauszögern und die Blattwirkung gegen bereits aufgelaufene kleine Unkräuter besser nützen. Da als Wirkstoff auch Metribuzin enthalten ist, sind bei Arcade die Hinweise zur Sortenverträglichkeit zu beachten.

® = e.Wz. der Bayer Gruppe. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Über Einsatz und Kombinationsmöglichkeiten der Kartoffelherbizide informiert der folgende Beitrag.

Sicherheit auch gegen resistente Stämme

2 systemische Wirkstoffe

Unerreichte Dauerwirkung

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Wer Pflanzenschutzmittel kauft oder verwendet, muss sachkundig sein

Wer braucht einen PflanzenschutzSachkundenachweis? Für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müssen Landwirte in Österreich „Sachkunde“ nachweisen. Als „sachkundig“ galten bisher Personen mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung, einer mehrjährigen praktischen Tätigkeit in der Landwirtschaft vor dem 20. Juli 2006 oder einem Sachkundekurs. Nun wird ein eigenes Dokument Pflicht – der Pflanzenschutz-Sachkundeausweis. Eine EU-Richtlinie, die in allen 27 Mitgliedsstaaten umzusetzen ist, macht für den Kauf und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ein eigenes Dokument, den sogenannten Pflanzenschutz-Sachkundeausweis erforderlich. In Zukunft dürfen nur mehr Inhaber eines solchen Ausweises Pflanzenschutzmittel kaufen und verwenden. Diesen Ausweis im Scheckkartenformat müssen Landwirte in Niederösterreich bei der zuständigen Bezirksbauernkammer beantragen.

Grundsätzlich kann man in NÖ drei Fallgruppen unterscheiden: Landwirte mit einschlägiger Fachausbildung oder Absolventen eines Sachkundekurses. Diese gelten weiterhin als sachkundig und müssen erst im Jahr 2015 einen „Pflanzenschutz SachkundeAusweis“ beantragen. Für heuer und 2014 besteht kein Handlungsbedarf. Landwirte ohne Nachweis einer Fachausbildung und ohne Sachkundekurs aber zumindest fünfjähriger praktischer Betätigung in der Landwirtschaft

vor dem 21. Juli 2006. Diese gelten bis 25. November 2013 als sachkundig und erhalten ohne zusätzliche Ausbildung den „Sachkunde-Ausweis“ ausgestellt. Den Praxisnachweis kann man durch einen SVB-Versicherungszeitenauszug erbringen. Bei Beantragung nach dem 25. November 2013 wird ein dreitägiger Sachkundekurs notwendig. Nur diese Gruppe hat daher bereits heuer Handlungsbedarf. Landwirte ohne Fachausbildung und ohne fünfjährige praktische Betätigung in der Landwirtschaft vor dem 21. Juli 2006. Diese brauchen, wie schon bisher, in jedem Fall einen Grundkurs „Sachkunde im Pflanzenschutz“, um Pflanzenschutzmittel verwenden zu dürfen. Die Beantragung des „Sachkunde-Ausweises“ ist erst 2015 notwendig.

Zur Verwendung von Pflanzenschutzmitteln zählen das Anwenden und Ausbringen, das Lagern, das Vorrätighalten und innerbetriebliches Befördern. Foto: Steyr

Für welche Pflanzenschutzmittel ist der Ausweis notwendig? Für alle Pflanzenschutzmittel, die im Pflanzenschutzmittelregister des BAESBundesamt für Ernährungssicherheit eingetragen sind, inklusive deutscher und niederländischer Produkte, die bis Ende 2014 verwendet werden können, abrufbar im Internet unter http://pmg.ages.at. Auch Produkte für den Biolandbau mit Pflanzenschutzmittelregisternummer, Produkte für die Einzelpflanzenbelandgut-streutechnik.com COMPACT fruit INOX > schonendes Zuführsystem > werkzeugloser Umbau vom Reihen- zum Flächenstreuen …

INTELLIGENT STREUEN… 24


april_2013 handlung im Grünland sowie Forst- und Vorratsschutzmittel oder Pflanzenschutzmittel für den Einsatz im nichtlandwirtschaftlichen Bereich fallen darunter. Nicht betroffen sind Biozide, wie Produkte gegen Ratten und Mäuse sowie Zusätze zu Spritzbrühen, wie zum Beispiel Netzmittel und Öle. Ab 26. November 2015 dürfen Pflanzenschutzmittel, die für die berufliche Verwendung zugelassen wurden, nur mehr an Inhaber eines Sachkundeausweises verkauft werden. Die bloße Abholung von Pflanzenschutzmitteln beim Lagerhaus oder beim Pflanzenschutzmittel-Händler durch Dritte, kann auf Rechnung einer Person, die im Besitz eines Sachkundeausweises ist, erfolgen. Jedem, der auf eigene Rechnung und Risiko einen Betrieb führt, ist das Beantragen eines „Sachkunde-Ausweises“ in jedem Fall auch dann dringend zu empfehlen, wenn Lagerung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln an Dritte ausgelagert wird, zum Beispiel an den Maschinenring. Auch in diesem Fall muss der Landwirt Aufzeichnungen führen und der Betriebsführer ist verantwortlich, welche Pflanzenschutzmittel wie, wann und wo auf seinen Flächen ausgebracht werden.

Wann und wo kann ich den Ausweis beantragen? Die Antragsformulare liegen bei den Bezirksbauernkammern und beim Landesproduktenhandel auf. Darüber hinaus steht das Antragsformular als Download auf der Homepage der LK NÖ unter www.lk-noe.at zur Verfügung. In der Bezirksbauernkammer wird während der MFA-Entgegennahme abgefragt, welche Personen bereits heuer einen Sachkundeausweis beantragen werden (Fallgruppe 2). Bei Unterzeichnung einer Vollmacht erhebt die LK im Auftrag des Landwirtes die Sozialversicherungszeiten. Die Entgegennahme der Anträge erfolgt im Juni in der BBK.

Welche Unterlagen muss ich zur Beantragung im Juni mitnehmen? Vollständig ausgefülltes Antragsformular Gültiger Lichtbildausweis Führerschein, Reisepass oder Personalausweis Passbild Kontoverbindung (IBAN und BIC) Nachweis der Sachkunde (Zeugnis , Versicherungszeitenauszug)

Auch eine andere Person kann den Antrag auf Ausstellung eines Ausweises abgeben. Der Antrag muss aber ausgefüllt und vom Antragsteller eigenhändig unterschrieben sein. Die Person muss einen gültigen Reisepass des Antragstellers vorlegen und ein Passfoto muss beigelegt sein

Was kostet die Beantragung und Ausstellung? Der Ausweis wird 49 Euro inklusive aller Abgaben kosten. Die Bezahlung erfolgt per Einziehungsauftrag

Wie lange ist der Ausweis gültig? Der Ausweis ist sechs Jahre gültig. Für die Fallgruppe 2 gilt der Ausweis – unabhängig vom Antragsdatum – bis Ende 2019. Vor Ablauf ist ein neuer Antrag zu stellen. Dazu muss man innerhalb des Gültigkeitszeitraumes den Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen im Umfang von fünf Stunden nachweisen. Den Ausweis muss man nicht am Traktor mitführen und nur im Falle von Kontrollen vorweisen.

An welche Personen kann kein Ausweis ausgestellt werden? Keinen Ausweis erhält, wer in den letzten letzten fünf Jahren von einem Gericht wegen einer strafbaren Handlung rechtskräftig verurteilt wurde, die unter Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln, Chemikalien, Pestiziden oder sonstigen giftigen Stoffen verübt wurde, oder wer in den letzten drei Jahren mehr als einmal wegen Übertretungen des NÖ Pflanzenschutzmittelgesetzes, von pflanzenschutzmittel- oder chemikalienrechtlichen Vorschriften rechtskräftig bestraft wurde.

Wer muss bis wann einen Ausweis beantragen? Personen die keine fachspezifische Ausbildung nachweisen können, aber 2006 bereits über fünfjährige Tätigkeit in der Landwirtschaft verfügen, sollten bereits heuer den Ausweis beantragen. Andernfalls wird eine dreitägige Grundschulung notwendig. Wer eine landwirtschaftliche Ausbildung oder den Grundkurs „Sachkunde im Pflanzenschutz“ absolviert hat, braucht erst 2015 beantragen. DI Wolfgang Weigl, DI Ferdinand Lembacher Abt. Pflanzenproduktion

Maiswurzelbohrer & Co

Bienenschutz trotz Beizmittel Der verantwortungsvolle Umgang mit gebeiztem Maissaatgut ist unverzichtbar für die Akzeptanz dieser wichtigen Betriebsmittel. Die Saatgutbeizen Poncho, Cruiser 350FS und Gaucho 600FS enthalten Neonicotinoide. Die Pflanze ist damit ohne Spritzung länger gegen Schadinsekten geschützt. Die Beize ist einfach anzuwenden und mit geringsten Mengen hoch wirksam. Bei direktem Kontakt können aber auch Nützlinge, wie Bienen geschädigt werden. Bienenschutz hat in der Landwirtschaft hohe Priorität, die Staubabdrift beim Anbau ist so gering wie möglich zu halten. Die Beize ist nur dann anzuwenden, wenn es keine alternative Möglichkeit, wie Fruchtfolge gibt. Ölkürbissaatgut wird auch 2013 ausschließlich ohne Beize angeboten. Auch Mais war in NÖ im Jahr 2012 zu rund 90 % ohne Insektizidbeize. Sollte man dennoch insektizidgebeiztes Saatgut säen, sind jedenfalls alle Auflagen einzuhalten. Sie finden sich auf jedem Saatgutsack oder in den Begleitpapieren: Saatgutsäcke nicht werfen oder stürzen. Die Ausbringung des Saatgutes mit pneumatischen Sämaschinen ist ausschließlich mit zugelassener Staubabdrift mindernder Technik erlaubt. Das Befahren von angrenzenden Flächen mit blühenden Pflanzen ist bei eingeschaltetem Gebläse nicht zulässig. Keine Ausbringung des behandelten Saatgutes bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s (18 km/h). Die Behörden kontrollieren die Einhaltung dieser Vorschriften und bringen sie bei Verstößen zur Anzeige. Studien zeigen, dass das von den Beizmitteln ausgehende Risiko für Bienen bei Einhaltung aller Auflagen vernachlässigbar ist, trotzdem stehen die Neonicotinoide EU-weit wegen ihrer potenziell bienengefährlichen Wirkung in Diskussion. Der sorgsame Umgang mit Neonicotinoiden liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen. Dr. Anton Brandstetter

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Die landwirtschaft

pflanzenbau

Für höhere Erträge

Mehr Futter mit weniger Hahnenfuß und Löwenzahn Scharfer Hahnenfuß gehört zur Gruppe der Platzräuber, Nährstoffkonkurrenten und Giftpflanzen. Hahnenfußarten findet man oft in intensiv wie extensiv genutzten Futterwiesen. Löwenzahn ist eine wichtige Zeigerpflanze für den Rückgang wertvoller Futtergräser. Wie man beiden Platzräubern Herr werden kann, erklärt LK-Experte Johann Humer. Wiesen mit mehr als fünf Prozent Hahnenfuß und Löwenzahn verlieren an Ertrag. Sie verdrängen wertvolle Futtergräser und verursachen hohe Bröckelverluste bei der Ernte.

Hahnenfuß ist eine Giftpflanze für Rinder, Pferde und Bienen Die Giftigkeit von Hahnenfuß darf man nicht unterschätzen. Grüne, nicht getrocknete Hahnenfußarten enthalten das Gift Protoanemonin, das für Rinder, Pferde und Bienen giftig ist. Es ist stark haut- und schleimhautreizend. Das Gift des Scharfen und des Knolligen Hahnenfußes wirkt bei der Grün- und auch noch bei der Silagefütterung. Nur beim Heutrocknen verliert Hahnenfuß seine Giftigkeit. Erfahrene Weidetiere verschmähen die Pflanze. Dadurch breitet sich Hahnenfuß auf beweideten Wiesen durch Aussamen oft inselartig noch stärker aus. Weniger giftig ist der Kriechende Hahnenfuß. Er ist aber nicht weniger problematisch, da er wertvolle Gräser verdrängt.

Löwenzahn ist die wichtigste Zeigerpflanze für den Rückgang wertvoller Futtergräser in Futterwiesen. Auch in bestens geführte Zuchtgräserbeständen wie hier in Gumpenstein am 11. Mai, dringt der Löwenzahn nach 3 bis 4 Jahren ein, weil die Pflanzenbestände bei der heutigen intensiven Nutzung früher erschöpft sind und der fehlende Samenausfall die Langlebigkeit mindert. Foto: LK NÖ/Humer

Bodenverdichtung meiden

Bienengift Hahnenfußpollen

Scharfen Hahnenfuß findet man oft auf pseudovergleyten Böden mit geringer Wasserdurchlässigkeit. Ursachen sind Bodenverdichtungen natürlicher Art oder das Beweiden oder Befahren bei Nässe. Infolge seiner oberirdischen Kriechtriebe verträgt er kalte, schwere und luftarme Böden besser, als die wertvollen Gräser. Hahnenfuß wirkt dadurch als Lückenfüller auf mageren und auch auf nähr-

Hahnenfußpollen können die Bettlacher Maikrankheit bei Bienen verursachen. Dabei lähmt das Hahnenfußgift im Pollen den Darm der Biene, wodurch sie keinen Futtersaft produzieren kann. Hahnenfußpollen sind für nicht auf Hahnenfußarten spezialisierte Bienen giftig. In Versuchen starben solche Bienenlarven mit Hahnenfußpollenfütterung nach zehn bis 13 Tagen nach dem Schlüpfen.

Zulässige Herbizide gegen Hahnenfuß, Löwenzahn und Spitzwegerich

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Quellen: (MAURIZIO, 1944; PRAZ et al, 2008) Quelle: RWA


april_2013

Narbenverletzungen muss man vermeiden, auch wenn es bei feuchten Ernte- oder Weidebedingungen nicht immer möglich ist. Narbenverletzungen oder lückige Bestände sollten durch sofortige Nachsaat mit besonders rasch wüchsigen Arten wie Englischem Raygras und Knaulgras geschlossen werden.

Wiesenerneuerung ist am wirksamsten Am wirksamsten bekämpft man Hahnenfuß mit einer Wiesenerneuerung mit Umbruch bei umbruchfähigen Böden und der Ansaat mit einer Deckfrucht wie Hafer im August. Auf nicht umbruchfähigen Böden sind Herbizide mit folgender Frühjahrseinsaat die effizienteste Lösung, um rasch wieder zu guten Futtergräsern zu kommen. Dabei ist auch der Futterausfall bei hohem Unkrautanteil der Bestände am geringsten.

Chemisch bekämpfen Hufkultivierung Den Rasen der Weiden kann man durch stetige Übersaat trittfester Weidepflanzen wie Englisches Raygras, Wiesenripse und Weißklee unterstützen. Dazu sät man diese Arten etwa eine Woche vor dem Ende der Weide händisch in den offene Boden. Dieses Verfahren nennt sich Hufkultivierung. Die Weidetiere treten den Samen ein. Die Hufkultivierung eignet sich besonders für steiles

Alle derzeit zulässigen Grünlandherbizide haben eine gute bis sehr gute Wirkung - außer Dicopur 500 FL. Besonders vor Nachsaaten wirkt eine selektiv herbizide Hahnenfußbekämpfung unterstützend. Chemisch kann man Hahnenfußarten ganzjährig bekämpfen, solange genügend grüne Blattmasse vorhanden ist. Der optimale Anwendungszeitpunkt ist ab zehn Zentimeter Wuchshöhe bis hin

vor Beginn der Blüte. Spätere Lücken durch Einsaat sofort Behandlungen transportieschließen ren den Wirkstoff nicht mehr Die chemische Bekämpfung ausreichend in den Wurzelallein ist nicht Erfolg verraum und beeinträchtigen sprechend, wenn Einsaaten den Bekämpfungserfolg. mit wüchsigen Gräsern die Eine Bekämpfung während Lücken nach der Karenzzeit der Blüte gefährdet Bienen. nicht sofort schließen. Dazu ist Scharfer Hahnenfuß lässt das Anwalzen des Saatgutes sich auch durch Einzelpflanwichtig und ein früher Reinizenbehandlung mittels Hargungsschnitt hilfreich, damit mony und eines Netzmittels die alten Gräser keine Lichtmit dem Rotowiper, einem konkurrenz für die Nachsaat speziellen Abstreifgerät, bewerden. kämpfen. Der entsprechende Höhenunterschied zur GrasHahnenfuß mechanisch narbe muss vorhanden sein, bekämpfen was nach einer Weide ideal Verunkrautet Hahnenfuß eine ist. Der Rotowiper hat zudem Fläche zu mehr als zwei Drittel, eine beachtliche Flächenleis- ist nur mehr die mechanische tung von ein bis 1,5 Hektar je Bekämpfung durch Umbruch Stunde. mit Pflug, Kreiselegge oder Für eine sanktionslose HerRotoregge samt einer Wiesenbizidanwendung sind immer neuanlage sinnvoll. Wurzeldie betreffenden gesetzliausläufer werden herausgeeggt chen Vorschriften einzuhalund trocknen rasch aus. ten und eventuelle Auflagen Gleichzeitig entsteht ein von Umweltprogrammen wie gleichmäßiges Saatbeet, woÖPUL oder Ökopunkte zu be-12.03.13 durch auch bessere Keim- und Hoestar13_DLWS_97x130_2013 15:36 Seite 1 achten. Startbedingungen für die Saat

Zur kleeschonenden Ampferbekämpfung im Grünland

RegNr-A: 2554

Narbe nicht verletzen

Weidegelände, weil dort schwere Sägeräte oder Walzen nicht einsetzbar sind. Nach jeder Beweidung muss man nachmähen, um die inselartige Ausbreitung ungefressener Hahnenfußpflanzen zu stoppen.

® = e.Wz. der Bayer Gruppe. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

stoffreichen Böden. Neben Bodenverdichtungen begünstigen Narbenverletzungen mit Lücken das Ausbreiten. Auch eine mangelnde Nährstoffversorgung kann indirekt die Ausbreitung fördern, weil der Grasbestand hungert und sich zurückbildet. Hahnenfuß kann sich auch auf trockenen Standorten ausbreiten, sofern er genügend Licht bekommt und keine Konkurrenz durch wüchsige bodenbedeckende Futtergräser vorhanden ist.

■ Nachhaltig gegen

Ampfer, Hahnenfuß, Löwenzahn, …

■ Zusatzwirkung

gegen Bibernelle, Wiesenkerbel, Bärenklau, Brennnessel, …

■ Herausragende

Klee- und Gräserschonung

■ Zur Flächen- oder

Einzelpflanzenbehandlung

Beratungsdienst: 01/711 46-2835 austria@bayercropscience.com www.agrar.bayer.at

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Die landwirtschaft

tierhaltung

geschaffen werden. Die mechanische Unkrautbekämpfung ist auch für Biobetriebe zulässig.

Stellen in Wiesen mit der massenhaften Ausbreitung des gelben Blütenmeeres aus Löwenzahn leicht sichtbar. Empfohlene Gegenmaßnahme: Einsaat der Lücken mit raschwüchsigen und ertragreichen Arten wie Knaulgras, Glatthafer, Goldhafer, Englischem Raygras und Rotklee.

Löwenzahn, vulgo Kuh- und Maiblume Der Löwenzahn gehört zu den bedingten Unkräutern. Als Grünfutter und in Weiden ist er unschädlich und akzeptabel. Da er oft massenhaft wertvolleren Futtergräsern Platz und Nährstoffe wegnimmt, aber nur minimal Ertrag liefert und bei der Futterernte durch hohe BröckelverBeratung, Werte luste verloren geht, istdie er für Heu-schafft und Siloaufwüchse nur in geringen Anteilen von fünf bis zehn Prozent tolerierbar.

lk-Beratung

Löwenzahn Bekämpfung Am besten wehrt ihn eine dichte Grasnarbe mit üppigem Futterwuchs ab. Löwenzahn ist der zuverlässigste Zeiger, wenn die wertvollen Gräser in Wiesen erschöpft sind und der natürliche Ertragsrückgang eingeleitet ist. Dann ist eine Wiesenverbesserung durch Einsaaten oder Neuanlage notwendig. Leider verlieren die besten Gräser ihre Ertragskraft bereits drei bis vier Jahre nach einer Neuanlage. Der Schwund an guten Gräsern ist an den vielen offenen

lk-Beratung

Grünlanderneuerung

Der rasche Weg zu weniger Löwenzahn Löwenzahn und der sich oft ausbreitende Spitzwegerich können mit folgenden, am besten wirksamen selektiven Herbiziden auf die rasche Art bekämpft werden: GENOXONE ZX, BANVEL M, STARANE RANGER, SIMPLEX und RUMEXAN. Das Totalherbizid ROUNDUP kommt als selektive Bekämpfung von Löwenzahn und Spitzwegerich nicht in Frage. Es sei denn, man will die ganze Wiesennarbe erneuern, wenn nahezu kein vernünftig nutzbarer Restbestand an Futtergräsern mehr vorhanden ist. Die Bekämpfung führt man am besten beim letzten Aufwuchs im Herbst durch, weil der Futterausfall dann am geringsten ist und man lässt im Frühjahr eine Einsaat folgen. Will man schon im Frühjahr wieder einen vollen Futterertrag beim besonders wertvollen ersten Aufwuchs, spritzt man den Bestand im Juli und sät bis Ende August ein. DI Johann Humer Ref. Bodenwirtschaft und Pflanzenernährung Tel. 05 0259 22502 johann.humer@lk-noe.at

Ihre Situation: Ihre Grünlanderträge sind undie Werte schafft zureichendBeratung, oder der Grünlandbestand enthält unerwünschte Arten (zB Ampfer, Giftpflanzen). Unser Angebot für Sie: Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihren Grünlandbestand und zeigen pflanzenbauliche Optimierungsmöglichkeiten auf. Ihr Nutzen: Fundierte Wissensgrundlage bezüglich Saatgutwahl und Grünlanderneuerungstechniken. Kostenbeitrag: 60 Euro 30 Euro Hofpauschale Beratungsort: Text Ihr Ansprechpartner: Pflanzenbauberater Ihrer Bezirksbauernkammer oder Abteilung Pflanzenbau der LK NÖ, Tel. 05 0259 22500; boden@lk-noe.at

Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

Kurz gefasst Hahnenfuß und Löwenzahn zählen zu den bedeutendsten Unkräutern in Futterwiesen, da sie hauptverantwortlich für schlechte Erträge und geringe Futterqualität sind. Es werden Wege aufgezeigt, wie diese Kardinalunkräuter mechanisch und chemisch im Zaum gehalten werden können. Wichtig ist die rechtzeitige Erkennung der Mängel und die Reparatur durch laufende Einsaaten, um die chemische Bekämpfung möglichst zu vermeiden.

EU-weit einheitliche Regelung

Bezeichnungen für Milch in EU Die EU-Kommission hat exakt aufgelistet, welche Lebensmittel ausnahmsweise „Milchnamen“ wie Milch, Butter, Käse tragen dürfen, obwohl diese nicht aus Milch hergestellt wurden. Folgende deutschsprachige Produktbezeichnungen sind erlaubt: Kokosmilch, Liebfrauenmilch, Fischmilch, Milchner Butterbirne, Rahmapfel, Butterbohne, Butterkohl, Butterpilz, Milchbrätlling, Buttersalat, Erdnussbutter, Kakaobutter, Fleischkäse, Leberkäse, Käseklee, Butterhäuptel, Butterschnitzel, Faschiertes Butterschnitzel, Milchmargarine und Margarinestreichkäse.

Wussten Sie? Kokosmilch wird hergestellt, in dem das Fruchtfleisch mit Wasser püriert und die Mischung ausgepresst wird. Es entsteht eine aromatische, milchige Flüssigkeit mit zirka 15 bis 25 Prozent Fettgehalt. Liebfrauenmilch ist ein deutscher Qualitätswein, der aus dem Rheingau und der Pfalz kommt. Ihren Ursprung hat die Liebfrauenmilch in den Weinbergen der Liebfrauenkirche in Worms. Käseklee auch Schabzigerklee, Blauer Steinklee oder Brotklee ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Hülsenfrüchte gehört. Die blauen, stark duftenden Blüten sind eine gute Bienenweide. Das grüne Kraut wird mehrmals geschnitten und getrocknet als Gewürz für Schabzigerkäse und Vinschgauer Fladenbrot verwendet. Bezeichnungen wie Sojamilch, Mandelmilch, Reismilch oder Analogkäse, Kunstkäse sind verboten. Auch im täglichen Sprachgebrauch sollte man Sojadrink statt Sojamilch verwenden. Die Bezeichnung „Milch“ wird in vielen Schriftstücken und Kochsendungen auch für andere Flüssigkeiten verwendet – dies ist jedoch falsch und verboten! Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber, Ref. Milchwirtschaft

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april_2013

50. Schulmilchtagung in Niederösterreich

Zwanzig Jahre Herausforderungen innovativ gemeistert Seit 20 Jahren betreuen die Berater der Landwirtschaftskammern 105 Schulmilchbauern in ganz Österreich – ein Rückblick. Die Herausforderungen wie Qualitätsmanagement, HACCP Konzept, Marktaufbau, Produktvielfalt, Frische, Logistik, Verpackung, Umwelt, Regionalität, Höchstpreise, EU-Schulmilchprogramm und Lebensmittelrecht haben die Schulmilchlieferanten in Zusammenarbeit mit der Lebensmittelaufsicht, der AMA-Marketing GmbH, dem Lebensministerium, dem Landesschulrat, den Direktoren, Lehrkräften sowie Schulwarten, Eltern und Kindern erfolgreich gemeistert. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten die Schulmilchtagungen vor Schulbeginn und auf der Ab-Hof Messe in Wieselburg/Erlauf.

Spiel und Freude mit Milch

Offener Erfahrungsaustausch Den offenen Erfahrungsaustausch innerhalb der „Schulmilchfamilie“ schätzen die Mitglieder sehr. Er regt zu Innovationen und neuen Marketingaktivitäten an. Der pädagogisch wertvolle Milchlehrpfad war 2012 rund 200 Mal im Einsatz. Vor 20 Jahren wurden die Schulmilchpioniere belächelt und zum Teil kritisiert. Heute sind die anerkannten,

Spiel und Freude mit Milch

Informationen rund um

die Milchwirtschaft

F G T R V F P Z E L O K J H P I S L I U E S L S D T P P O H N M V W Q W P R T K C A A N V Q S R S N Y Z N S E U P Z T I S Q I X W G A O L P

Die Interessensgemeinschaft bäuerlicher Schulmilchlieferanten hat gemeinsam mit der NÖ LK die Broschüre „Spiel und Freude mit Milch“ erarbeitet. Bestens geeignet ist diese Broschüre für die Lehrausgänge auf die Schulmilchbauernhöfe, für Ferienspiele mit Kindern, für Hoffeste und Veranstaltungen zum Weltmilchtag, für den Tag der offenen Tür am Bauernhof und für alle Betriebe der blau-gelben Milch- und Käsestraße.

regionalen Schulmilchprofis geschätzte Unternehmer und Milchbotschafter. Die Leistungen für die Volksgesundheit, Milchwirtschaft und die Investitionen in die Zukunft sind unbezahlbar. Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23301 josef.weber@lk-noe.at

Freuen sich über kontinuierliche Betreuung der Schulmilchbauern. Karl Grabmayr, LK OÖ; Michael Horak und Anneliese Majer, Lebensministerium; Josef Weber, Milchreferent; Karl Krammer, Schulmilchsprecher NÖ; Andrea da Silva Teixera, AMA; Maria Ritzberger, LK OÖ und Eduard Hauß, LMTZ Wieselburg. Foto: LK NÖ/Groißmayer

Unterstützung bei Überprüfung der Melkanlage Das Land NÖ fördert im Rahmen des NÖ Tiergesundheitsdienstes auch im Jahr 2013 das Programm „Erhaltung der Eutergesundheit und Qualitätssicherung in der Milcherzeugung“. Im Zuge des Programmes sind Vorgaben bezüglich Hygiene, Melkmanagement und Melktechnik umzusetzen. Die Programmunterlagen können unter www.noe-tgd.at/Milchhygieneprogramm2013/Download Formulare oder unter www.lk-noe.at/Tier/Milchwirtschaft heruntergeladen oder im Referat Milchwirtschaft unter Tel. 05 0259 23300 in Papierform angefordert werden. Für eine Melkanlagenüberprüfung gemäß ÖNORM ist eine Unterstützung von 100 Euro vorgesehen.

Abgepackt zu 25 Stück (Anzahl einer Schulklasse) kann der pädagogisch wertvolle Behelf mit Malvorlagen, Rätsel, Rechenaufgaben, Infos über Rinderrassen sowie Tipps für Milchshakes, Butter schütteln und Melkwettbewerbe zum Preis von 0,20 Euro/Stück (5 Euro/25 Stück) unter der Tel. 05 0259 23300 oder per E-Mail: milch@lk-noe.at angefordert werden.

Die Teilnahmeerklärung ist in der TGD-Mappe mit Datum, LFBIS-Nr. und Unterschrift des Betriebsführers jederzeit zur Einsichtnahme am Betrieb aufzubewahren. Den Leistungsnachweis mit der Kopie des Melkanlagenprüfberichtes muss der Landwirt im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. Dezember 2013 an den NÖ TGD, Schillerring 13, 3130 Herzogenburg senden unter 02782/81035 zu faxen. Die Unterschrift des Milcherzeugers und des Betreuungstierarztes sowie das Datum sind erforderlich.

Dipl.-Päd. Ing. Josef Weber, Ref. Milchwirtschaft, Tel. 05 0259 23301, josef.weber@lk-noe.at

Franz Groissmayer, Tel. 05 0259 23302, franz.groissmayer@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

tierhaltung

Übergangsregelungen laufen aus

Welche Bio-Tierhalter müssen jetzt handeln?

Mit Ende 2013 laufen einige Übergangsregelungen in der BioTierhaltung aus, deren Verlängerung nicht möglich ist. Betriebe mit laufenden Ausnahmegenehmigungen müssen noch in diesem Jahr ihre Ställe anpassen, um ihre Tiere ab 1.1.2014 richtlinienkonform zu halten. Diese Übergangsregelungen sind betroffen Im Jahr 2010 konnten Tierhalter laufende Übergangsregelungen mittels Ansuchen an die Lebensmittelbehörde bis Ende 2013 verlängern. Folgende Ausnahmegenehmigungen laufen aus: zu geringe Mindeststallfläche, zu kleine oder fehlende Auslaufflächen, Anbindehaltung mit einem Rinderbestand über 35 Rinder-GVE oder 20 Rinder-GVE bei nur einer Tierkategorie, zum Beispiel Kalbinnenaufzucht, fehlender Kälberauslauf, fehlender Pflanzenbewuchs und fehlende Schutzvorrichtungen in Geflügelausläufen, Ausnahmen in alten Geflügelställen, Fehlender Zugang zu Wasser bei Wassergeflügel. Einige Übergangsregelungen, wie die Ausnahme von der Weidehaltung bei Pflanzenfressern und der biologischen

Haltung von Tieren für den Eigenbedarf, wurden generell für alle Betriebe genehmigt. Auch diese laufen mit Ende 2013 aus.

Foto: LK NÖ/Tamtögl

Übergangsfristen in der Wiederkäuerhaltung Ab 2014 dürfen nur mehr Kleinbetriebe Rinder anbinden. Kleinbetriebe halten am Gesamtbetrieb weniger als 35 RinderGVE oder 20 Rinder-GVE bei einer Tierkategorie. Anbindehaltung ist in den Kleinbetrieben aber nur erlaubt, wenn die Tiere im Sommer mindestens 120 oder 180 Tage, für Bio-Austria Betriebe, auf der Weide sind, im Winter mindestens zwei Mal wöchentlich Auslauf angeboten wird und der Betrieb 24 TGI-Punkte (Tier-Gerechtheits-Index) erreicht. Betriebe über 35 Rinder-GVE müssen alle Tiere in Laufställen halten.

Ständiger Zugang zu Freigelände Grundsätzlich ist für jede Tiergruppe ein ständig begehbarer Zugang zu Freigelände erforderlich – auch für Jungtiere wie

Auch den Kälbern muss ein Auslauf angeboten werden. Foto: Schröcker Reinhard, Bio Austria Salzburg

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Betriebe mit über 35 Rinder-GVE und Anbindehaltung müssen in Zukunft ihre Tiere in Laufställen halten.

Kälber. Der Auslauf auf Bio-Rinder, Schafoder Ziegenbetrieben kann in Zukunft nur mehr für jene Tiere entfallen, die im Sommer mindestens 120 Weidetage, für Bio-Austria Betriebe 180, erreichen und sie im Laufstall gehalten werden. Ohne Weidehaltung und bei Anbindehaltung auf Kleinbetrieben ist ein Auslauf notwendig, der die Mindestflächen und alle weiteren Auflagen erfüllt. Auch die Stallflächen müssen alle BioBetriebe an die Mindeststallflächen laut EU-Bio-Verordnung anpassen. Die Endmast von Rindern kann weiterhin für einen begrenzten Zeitraum ohne Auslauf erfolgen.

Grünlandausstattung entscheidet über Weidegang Die generelle Ausnahme von der Weideverpflichtung für Pflanzenfresser läuft ebenso mit Ende 2013 aus. Rindern, Schafen und Ziegen ist ab 2014 bei entsprechender Grünlandausstattung Weide-


april_2013 gang anzubieten. Ausnahmen von der Weideregelung gibt es für Betriebe, die auf grund der Flächenausstattung und Lage der Betriebsgebäude ihre Tiere nicht oder nur unter sehr hohem Aufwand weiden lassen können. Ein Informationsblatt zur Weideregelung und ein Beratungsblatt Rinderweide und Weiderechner findet man zum Download auf der Homepage der LK NÖ.

Schweine brauchen auch bei Eigenbedarf Auslauf Auch für Schweinehalter laufen die Übergangsfristen Ende 2013 aus. Sie müssen dann in allen Produktionseinheiten Auslauf anbieten, auch ferkelführenden Sauen während der Säugeperiode. Ebenso müssen sie die Mindeststallflächen einhalten. Die auslaufenden Ausnahmegenehmigungen betreffen auch das Halten von Tieren für den Eigenbedarf. Man muss sie in Zukunft nach den biologischen Richtlinien mit Auslauf halten.

Geflügelauslauf mit Gras In der Geflügelhaltung sind noch weitere Ausnahmen für alte Geflügelställe zeitlich befristet, zusätzlich zu den Ausnahmen bei zu geringer Mindeststall- und Auslauffläche oder fehlendem Auslauf. Mit 2014 muss der Auslauf Pflanzenbewuchs aufweisen und Schutzvorrichtungen anbieten. Wassergeflügel muss zumindest ein Wasserbecken

Weidehaltung wird ab 2014 verpflichtend, wenn am Betrieb genügend weidefähiges Grünland zur Verfügung steht. Foto: LK NÖ/Tamtögl

mit einer Mindestwassertiefe von zehn Zentimetern zur Verfügung haben.

Konsequenzen bei Verstößen gegen die Verordnung Wer die Richtlinien ab 2014 nicht einhält, muss mit Sanktionen rechnen. Die betroffene Tierart und deren Produkte werden sofort von der Bio-Vermarktung ausgeschlossen. Der Vermarktungsausschluss kann erst rückgängig gemacht werden, wenn der richtlinienkonforme Zustand wieder hergestellt wurde, eine Meldung durch den Betrieb erfolgte und eine kostenpflichtige Zusatzkontrolle durch die jeweilige Kontrollstelle die Einhaltung der Bio-Richtlinien bestätigt. Die Tiere müssen neuerlich die Umstellungszeiten durchlaufen.

Umbau oder Neubau Um 2014 richtlinienkonform zu wirtschaften und biologisch produzieren zu können, ist eine Adaptierung der Auch Tiere für den Eigenbedarf brauchen nach 2013 einen Auslauf. Foto: LK NÖ/Tamtögl

Tierhaltung notwendig. Ein Stallumbau oder –neubau ist angeraten. Landwirte mit Anbindeställen über 35 RinderGVE können den Rinderbestand auch abstocken, um in die Kleinbetriebsregelung zu fallen. Betriebe mit einer bestehenden Ausnahmegenehmigung können bei entsprechenden Investitionen 2013 noch um eine Investitionsförderung ansuchen. Informationen dazu erhalten Sie von Bio Austria Niederösterreich.

aus der Bio-Maßnahme ihre Bio-Bonuspunkte. Die Ökopunkte-Prämie wird weiterhin ausbezahlt. Ein Einstieg oder Umstieg in andere ÖPUL-Maßnahmen ist erst wieder in der neuen Förderperiode möglich. Magdalena Tamtögl Ref. Tierhaltung Tel. 05 0259 23406 magdalena.tamtoegl@lk-noe.at

Berater informieren Vorzeitig aussteigen Besteht keine Möglichkeit, den EU-BIO-Richtlinien zu entsprechen, muss man vorzeitig aus der ÖPUL Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ aussteigen. Nach fünf Verpflichtungsjahren ist ein sanktionsloser Ausstieg aus der ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ möglich. Ökopunkte-Betriebe verlieren bei einem Ausstieg

Bei Anfragen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Berater in Ihrer BBK oder an folgende Berater der LK: Magdalena Tamtögl Ref. Tierhaltung Tel. 05 0259 23406 magdalena.tamtoegl@lk-noe.at Stefan Mader Ref. Qualitätssicherung Tel. 05 0259 23204 stefan.mader@lk-noe.at

Merkblatt „Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebäude“ Stalleinbrüche durch vermeintliche Tierschützer kommen immer wieder vor. Das Merkblatt „Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebäude“ wird von der LK Niederösterreich und der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf gemeinsam herausgegeben. Neben den rechtlichen Schritten nach einem Einbruch zeigt die Broschüre Möglichkeiten auf, wie Einbrüche vermieden werden können. Das Merkblatt ist in den Bezirksbauernkammern, bei der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und der LK Niederösterreich unter Tel. 05 0259 23100, Frau Hell erhältlich. Unbefugtes Eindringen fremder Personen in Stallgebä

ude

Ausgangssituation

Immer wieder dringen vermeintliche Tierschützer gezielt in Ställe ein, beunruhigen Tiere und fotografieren im Stall. Die Fotos sind der Regel mit GPS-Daten in versehen und damit einem Betrieb zuordenbar und werden anonym bei der Veterinärbehörde ge gebracht. Die Behörde zur Anzeimuss jeder Anzeige, auch einer anonym eingebrachten, mit illegal erworbenem Beweismaterial, Die Eindringlinge bleiben nachgehen. unbekannt.

Fotos: LK NÖ

Für betroffene Landwirte ist es schwierig, dem unbefugten Eindringen zivil- oder strafrechtlich nachzugehen.

Welche rechtlichen Aspekte sind bei unbefugtem Eindringen betroffen?

Das unbefugte Eindringen in Stallgebäude kann sowohl strafrechtliche, als auch zivilrechtliche Militante Tierschützer Folgen nach sich ziehen. sind rechtStrafrechtliche lich Verfahren werden durch gut geschult und begehen eine Anzeige bei der Polizei in Gang gesetzt. In der Folge untersucht selten strafrechtliche die Behörde selbständig, Delikte. Bei inwieweit Bestimmungen des Strafgesetzbuches Zivilrechtssachen ist verletzt wurden. Für die Polizei den Anzeiger nicht besteht kein Kostenrisiko. zuständig. Das zivilrechtliche Verfahren der Einbringung einer beginnt mit Klage beim zuständigen Gericht. Ab einem Streitwert von € 5.000,- muss ein Rechtsanwalt beigezogen werden.

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Die landwirtschaft

tierhaltung

Kennzahl April

18. und 19. April:

Zellzahl als Anzeiger für 40. Viehwirtschaftliche gesunde Euter Fachtagung

Das Ergebnis der Probemelkung zeigt rasch und sicher, ob der Zellgehalt der Milch im grünen Bereich liegt. Der Landwirt kann auf hohe Werte sofort reagieren.

Der Schalmtest klärt einfach und rasch die Gründe für einen Zellzahlanstieg ab. Foto: LKV

200 mit einem Rufzeichen gekennzeichnet.

Schalmtest ist billig und sicher Der LKV wertet nach jedem Probemelken den Zellgehalt der Milch jeder einzelnen Kuh aus und übermittelt das Ergebnis dem Mitgliedsbetrieb. Auf der ersten Seite des Tagesberichtes sind alle Einzelergebnisse im „Ergebnis der Probemelkung“ zusammengefasst.

Rufzeichen bei mehr als 200.000 Zellen je Milliliter Zur besseren Übersicht ist der Zellgehalt in Tausendern angegeben, also 80 für 80.000 Zellen pro Milliliter. Der Zellgehalt der Milch eutergesunder Kühe liegt unter 100.000. Ein Anstieg über 200.000 ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Eutergesundheit der betreffenden Kuh gefährdet ist. Zum sicheren Erkennen dieser Gefährdungsschwelle sind Ergebnisse über

Zur Abklärung der Gründe des Zellzahlanstieges ist als einfacher und rascher erster Schritt der Schalmtest, auch California Mastitis Test, zu empfehlen. Mit diesem Test kann der Landwirt billig und sicher unterscheiden, ob sich der Zellzahlanstieg auf allen vier Eutervierteln zeigt. Damit kann eine Stressreaktion nicht ausgeschlossen werden. Beschränkt er sich auf ein oder zwei Euterviertel, ist eine Infektion sehr wahrscheinlich. Das Tier muss genau beobachtet werden. Das Einsenden einer Milchprobe zur bakteriologischen Untersuchung als Basis der Erregerabklärung und gezielten tierärztlichen Behandlung ist unbedingt zu empfehlen. DI Karl Zottl, LKV NÖ

Ergebnis der Probemelkung Name

Lebensnummer Lakt. Tage v Mkg Mkg Fett% Eiw.% Zellz. FEQ Harn. KL

Sabine

AT 999.204.607

4

58

Annabel AT 999.055.571

4

59

32

34

35,6 5,68

23,6 25,2 5,36

3,15 264 ! 1,8 + 11 3,17

1

53 1,69 + 10 - 1

Am 18. und 19. April 2013 findet zum 40. Mal die Viehwirtschaftliche Fachtagung am Lehrund Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein statt. Dabei handelt es sich um eine der größten österreichischen Fortbildungsveranstaltungen im Tierzuchtbereich. Zentrale Themen der diesjährigen Tagung sind: das Grundfutter: Grundfutterkosten, Eiweißversorgung aus Grünlandfutter, Raufutterqualität und Konservierung, Silagequalität und

Das Hauptaugenmerk der Viehwirtschaftlichen Fachtagung liegt im Bereich Tierernährung und Rinderhaltung. Foto: LFZ Raumberg-Gumpenstein

Siliermitteleinsatz, die Tiergesundheit: Milchinhaltsstoffe und Ketose, mikrobiologische Futterqualität, die Proteinversorgung des Wiederkäuers, die Fruchtbarkeit bei Mutterkühen. Das vollständige Programm und die Online-Anmeldung finden sich unter www.raumberg-gumpenstein.at.

Internationale Fachtagung für Futtervorlagetechnik Am 10. April findet von 8.45 bis 16.00 Uhr in der LFS Pyhra, die internationale Fachtagung für Futtervorlagetechnik unter dem Motto „Läßt sich die Futtervorlage im Milch-, Mutterkuh- oder Stiermastbetrieb auch mechanisch lösen?“ statt. Bei dieser Veranstaltung stellen in- und ausländische Firmen Techniken von der Silageentnahme bis zur Futtervorlage vor. Themen und Referenten: _Fütterungstechnik im Rinderstall; Alfred Pöllinger, HBLFA Raumberg-Gumpenstein _Von der Siloentnahme bis zum Futteranschieben in der Praxis; Heinz-Günter Gerighausen, LK Nordrhein-Westfalen Mehr Infos: Helmut Riegler, NÖ LK; helmut.riegler@horn.lk-noe.at oder www.ik-pyhra.at Keine Anmeldung erforderlich, Tagungsbeitrag 5 Euro/Person


april_2013 Darf man fremde Tiere transportieren, auch wenn man kein Transportgewerbe betreibt?

Gewerblich oder nicht?

Bei Kontrollen bäuerlicher Tiertransporte weist die Polizei die Transporteure häufig darauf hin, dass sie gegen die Gewerbeordnung verstoßen würden, weil sie fremde Tiere transportieren. Aber wie sieht nun die rechtliche Situation tatsächlich aus? Befähigungsnachweis und Zulassung als Transportunternehmer haben nichts damit zu tun, ob eigene oder fremde Tiere transportiert werden. Der Befähigungsnachweis und die Zulassung sind keine gewerberechtlichen Vorschriften. Einzig und allein die EU Tiertransportverordnung 1/2005 schreibt diese vor und zwar dann, wenn Tiertransporte über eine Strecke ab 65 Kilometer durchgeführt werden. Der personenbezogene Befähigungsnachweis ist erforderlich für den Transport mit wirtschaftlichem Hintergrund von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel und Pferden. Die betriebsbezogene Zulassung als Transportunternehmer für „Kurzstrecke“ wird beim wirtschaftlichen Transport von Wirbeltieren bis maximal acht Stunden Transportdauer verlangt. Darüber hinaus gibt es auch eine Langstreckenzulassung, wenn Transporte mehr als acht Stunden dauern.

Was heißt gewerblich? Die Gewerbeordnung 1994 gilt für alle gewerbsmäßig ausgeübten Tätigkeiten. Damit eine Tätigkeit als gewerblich gilt, muss man sie selbstständig, regelmäßig und in Ertragsabsicht betreiben. Das einmalige unentgeltliche Mitnehmen eines oder einiger Tiere eines Nachbarbetriebes, zum Beispiel mit PKW und Anhänger, ist zweifelsfrei eine nicht gewerbliche Tätigkeit und ist kein Verstoß gegen die Gewerbeordnung.

Ausnahmen von der Gewerbeordnung Von der Gewerbeordnung sind die Nebengewerbe der Land- und Forstwirt-

Das einmalige unentgeltliche Mitnehmen eines oder einiger Tiere eines Nachbarbetriebes, zum Beispiel mit PKW und Anhänger ist zweifelsfrei eine nicht gewerbliche Tätigkeit und ist kein Verstoß gegen die Gewerbeordnung. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

schaft ausgenommen. Bei Tätigkeiten im Rahmen eines landwirtschaftlichen Nebengewerbes handelt es sich um an sich gewerbliche Tätigkeiten, die wegen ihrer organisatorisch engen Verbindung zu einem landwirtschaftlichen Betrieb auch ohne Vorliegen einer Gewerbeberechtigung ausgeführt werden können. Wesentliche Voraussetzung ist, dass diese Tätigkeiten dem landwirtschaftlichen Betrieb, also der land- und forstwirtschaftlichen Haupttätigkeit, wirtschaftlich untergeordnet sein müssen.

Voraussetzungen für gewerbefreie Fuhrwerksdienste Unter diese Ausnahme fallen auch die Fuhrwerksdienste, wenn bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden: Benützung von hauptsächlich im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb verwendeten selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, Zugmaschinen, Motorkarren und Transportkarren, die ihrer Leistungsfähigkeit nach den Bedürfnissen des eigenen landwirtschaftlichen Betriebes entsprechen, für andere landwirtschaftliche Betriebe in dem selben Verwaltungsbezirk oder in einer an diesen Verwaltungsbezirk angrenzenden Ortsgemeinde, zur Beförderung von land- und forst-

wirtschaftlichen Erzeugnissen, von Betriebsmitteln, zwischen Wirtschaftshöfen und Betriebsgrundstücken oder zwischen diesen und der nächst gelegenen Abgabe-, Übernahme-, Verarbeitungs- oder Verladestelle. Wichtig ist, dass bei landwirtschaftlichen Fuhrwerksdiensten die Tätigkeit, etwa mit dem Traktor und Anhänger, nicht aber mit dem PKW und Anhänger oder dem LKW durchgeführt wird und die Tätigkeit nur für einen landwirtschaftlichen Betrieb im selben Verwaltungsbezirk oder in einer angrenzenden Ortsgemeinde erledigt wird und somit eine Ausnahme von der Gewerbeordnung vorliegt. Die korrekt ausgefüllten Transportpapiere sind bei jeder Art von Tiertransport mitzuführen. Empfehlenswert ist der AMA Viehverkehrsschein. Auch entsprechende Auftriebsscheine oder andere Formulare mit dem Hinweis, dass sie als Transportbescheinigung gemäß EU Tiertransportverordnung 1/2005 gelten, können verwendet werden. Mag. Stefan Fucik Ref. Tiergesundheit und Tierschutz Tel. 05 0259 23501 stefan.fucik@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

tierhaltung

Reportage: Charolaiszüchter Stefan Tröstl aus Türnitz hat das Belegmanagement für seinen Betrieb optimiert

Im Winter der Tierarzt, im Sommer der Stier

Seit zehn Jahren züchtet Stefan Tröstl Rinder der Rasse Charolais. Warum er im Winter die Kühe künstlich besamt und im Sommer einen Stier einsetzt, hat handfeste Gründe, über die er uns kürzlich auf seinem Betrieb informierte. „Um den 20. Jänner herum bis Ende März nutzen wir jede Brunst und besamen die Kühe im Stall künstlich“, berichtet Stefan Tröstl, der zwischen 13 und 14 Charolaiskühe hält. „Auch die Trächtigkeitskontrolle vor dem Weideauftrieb ist im Stall weniger aufwendig als auf der Weide.“ Der in einen Laufstall umgebaute Anbindestall bietet für den Natursprung zu wenig Platz und Sicherheit. Aber das sind nicht die einzigen Gründe für die künstliche Besamung. „Unsere Kühe sind genetisch noch sehr unterschiedlich, weil wir erst seit zehn Jahren züchten“, begründet Tröstl. „Mit der künstlichen Besamung kann ich gezielter anpaaren.“ Außerdem minimiert man das Risiko, denn trotz sorgfältiger Anpaarungsplanung passen oft Linien nicht immer zusammen.

marktet er ab Hof. Für den Züchter bilden die weiblichen Tiere die Basis für gute Kühe. „Die Milchleistung der Kühe ist gut, wir sollten sie für wüchsige Kälber aber noch züchterisch verbessern“. Von 20 männlichen Nachkommen sind bis jetzt vier in die Zucht gegangen. 16 wurden geschlachtet, da sie die Anforderungen an einen Zuchtstier nicht erfüllten.

Interessante Linie für Natursprung

Trächtige Tiere auf die Weide

Ab Ende März setzt Tröstl einen Stier ein, den er meist im jungen Alter auswählt. Derzeit steht mit Berfgex (Vater BamBam MS) der aktuelle Champion von Bergland im Stall. „Ich wähle immer eine für meinen Bestand interessante Linie“, berichtet Tröstl. Gemeinsam mit 14 anderen Züchtern ist er Mitglied in einer Züchtergemeinschaft, die den Sieger der letzten Bundesschau angekauft hat. Der Siegerstier Bambam war auf drei Betrieben im Natursprung im Einsatz und wurde für die künstliche Besamung abgesamt. Der Charolaispreisträger in Bergland ist ein BamBam Nachkommen. Nachkommen beiden Geschlechts, die nicht entsprechen, schlachtet Tröstl im Alter zwischen acht und 13 Monaten. Die männlichen eher früher. Das Fleisch ver-

Grünland verwertet die Rasse gut. Alle Tiere kommen je nach Witterung zwischen Ende April und Anfang Mai bis Mitte/Ende Oktober auf die Weide. Die Tiere wandern mit der Vegetation mit und grasen jede Fläche der insgesamt 22 Hektar großen Weiden drei- bis viermal pro Jahr ab. Ende August bis Mitte September treibt Tröstl die trächtigen Kalbinnen und Trockensteher auf die höchst gelegenen Weiden. Die Kälber setzt er auch in diesem Zeitraum ab und gruppiert sie auf den mehrmähdigen Wiesen.

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Weiden mit und ohne Kraftfutter Die Kühe mit den jüngeren Kälbern grasen den letzen Aufwuchs der mehrmähdigen Wiesen rund um den Hof ab. Aufgrund der schwächeren Grundfutterqualität auf

Stefan Tröstl präsentiert stolz mit Kalbin Une Cherie jeweils die Gruppensiegerin und den Gesamtreservechampion in Bergland und St. Donat in Kärnten. Tröstl züchtet nicht nur Fleischrinder, er ist auch der Sprecher der Niederösterreichischen Fleischrinderzüchter – siehe auch „Die Landwirtschaft“ 02/12, Seite 14. Foto: HAKA

den Heimweiden ergänzt Tröstl mit Kraftfutter im Kälberschlupf. Auf den rund 30 Kilometer entfernten Pachtflächen gehen die Kühe mit den älteren Kälbern. Dort erreicht er bei den Kälbern dieselben Zuwächse ohne Kraftfutter. Die Rasse Charolais entdeckte er als Mitarbeiter der Rinderbörse für sich. „Die Rasse ist immer gefragt, vor allem als Einsteller für Rindermäster“, betont Tröstl, der mit fünf Kalbinnen von CharolaisZüchter Ernst Vollnhofer begonnen hat. „Mittlerweile sprechen bei den Jungrindern 20 bis 30 Kilogramm mehr pro Schlachtkörper für sich“, freut sich Stefan Tröstl. Paula Pöchlauer-Kozel


april_2013

Rückblick: Erster NÖ Fleischrindertag in der Berglandhalle

Spitzengenetik und Rassenvielfalt lockten mehr als tausend Besucher in die Berglandhalle 65 Betriebe präsentierten 143 Tiere der zehn Rassen Fleckvieh Fleisch, Charolais, Limousin, Blonde d` Aquitaine, Angus, Hochlandrind, Aubrac, Murbodner, Piemonteser und Waldviertler Blondvieh. Die Rinder begeisterten Besucher und internationale Schaurichter. Als Schaurichter fungierten Ivo Wegmann aus der Schweiz, Friedrich Averbeck aus Deutschland und Lionel Giradeau aus Frankreich. „Eine tolle Präsentation mit sehr guten Tieren“, so LK-Präsident Hermann Schultes, der überzeugt ist, dass die Züchter auch in Zukunft mit guten Leistungen aufwarten werden. Bei dieser Leistungsdichte fiel es den Schaurichtern oft schwer einen Champion zu küren. Eine besondere Auszeichnung erhielten drei Züchter für Lebensleistungskühe, das sind weibliche Zuchttiere über 16 Jahre mit einer Zwischenkalbezeit unter 400 Tagen und einem Erstabkalbealter unter 36 Monaten. „Österreich ist in der Fleischrinderzucht auf einem sehr guten Weg“, freute sich Ivo Wegmann. Fotos und Ergebnislisten unter www.noegenetik.at. DI August Bittermann Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23201 august.bittermann@lk-noe.at

Der erste NÖ Fleischrindertag präsentierte Top-Genetik aus Züchterhand hauptsächlich aus Niederösterreich, aber auch aus der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten. Foto: NÖ Genetik

„Eine tolle Präsentation mit sehr guten Tieren“, betont LK-Präsident Hermann Schultes. vl: Karl Zottl, LKV NÖ; Karl Grundböck, NÖ Genetik; Hans Harsch, Obmann Fleischrinder Austria; Heinz Heistinger, Präsident Tierärztekammer; Präsident Hermann Schultes; Angus-Züchter Fred Zehetner mit seinen Söhnen; Limousinzüchter Gerhard Zinner; Hochlandrinderzüchter Johann Fenzl; Tierzuchtdirektor Andreas Moser, Charolais-Züchter Stefan Tröstl. Foto: NÖ Genetik

Johann Tisch aus Puchberg stellt mit Heinrich (Vater Hoeness) den Gesamtchampion Fleckvieh-Fleisch männlich. Mit dem Charolaisstier und BamBamMS-Sohn Hektor sicherte sich Christian Krehan aus Weitersfeld den Gruppensieg bei den zweitjüngsten Stieren jeweils in Bergland und St. Donat und wurde auch Gesamtdritter in St. Donat. Fotos: HAKA

Antonia Krenn (li) aus Reitersberg wurde zu Österreichs Miss Charolais 2013 gekürt, Vize-Miss Charolais wurde Verena Fritz. In der Mitte: Sebastian Auernig, Obmann des Kärntner Rinderzuchtverbandes. Foto:KRZV 35


Die landwirtschaft

tierhaltung

Stier des Monats

Eber des Monats

GS Woyzek – der leistungsstarke Allrounder

P PIZ 3-5769 NN

GS Woyzek stammt aus einer leistungsstarken GS Hamoras Stiermutter, die durch ihren Rahmen und dem exzellenten Euter beeindrucken konnte.

PIZ ist ein stressstabiler Eber und stammt aus dem Pietrainzuchtbetrieb von Gerald Topf in Japons.

Die Vollgeschwisterprüfung bestätigt sein überdurchschnittliches Leistungspotential in allen Bereichen.

Dieser Eber weist hohe Zunahmen von plus 20 Gramm und einen hohen Magerfleischanteil von 72,3 Prozent auf. Er ist vaterseits mit den Topvererbern Pika und Pikass positiv abgesichert, da sich beide Eber in allen Teilzuchtwerten überdurchschnittlich geprüft haben. Mutterseits ist mit WADO ein bekannter und überaus erfolgreicher Eber vertreten, Wado-Nachkommen stehen an allen Eberstationen Österreichs und teilweise auch in Deutschland.

BLUP Zuchtwertschätzung: 134 Punkte

Die Familie Krahofer aus Wald züchtete den Aufsteiger der Dezember Zuchtwertschätzung. Die Ergebnisse der genomischen Zuchtwertschätzung von GS Woyzek konnten wenig begeistern. Tiere, die eine alternative Linienführung aufweisen, sind meist in der Berechnung der kombinierten Zuchtwerte unterschätzt. Bei GS Woyzek führten die überragenden Leistungen seiner Töchter zu einem Zuchtwertanstieg von 15 Punkten!

Starker Vererber in der Milchleistung In der Milchleistung gehört GS Woyzek zu den stärksten Vererbern im GENOSTAR Angebot. Erstlaktationsleistungen von 7.200 Kilogramm Milch bei einem Herdenniveau von 7.700 Kilogramm und das hervorragende Steigerungsvermögen in der zweiten Laktation sprechen für die Leistungsstärke von GS Woyzek. 36

Durch die überragenden Leistungen seiner Töchter konnte GS WOYZEK seinen Gesamtzuchtwert um 15 Punkte steigern. Am Kuhfrühling bekam die GS WOYZEK Nachzuchtgruppe großen Zuspruch vom begeisterten Publikum. Foto NÖ Genetik:

Der Fitnessbereich ist sehr ausgeglichen. In der Melkbarkeit, Zellzahl, Nutzungsdauer, Persistenz und in der Befruchtung weist er überdurchschnittliche Zuchtwerte auf.

Große Stärke bei Exterieur Die größte Stärke von GS Woyzek ist seine einheitliche und dominante Vererbung im Exterieur. Er liefert elegante, rahmige und euterstarke Kühe und vererbt breite, gut gelagerte Becken. Die Fundamente sind klar und trocken ausgeprägt, zeigen allerdings in der Bewegung eine leicht säbelbeinige Winkelung. Die gesunden, schnell melkbaren Euter gefallen durch die hervorragende Aufhängung. GS Woyzek sollte auf inhaltsstoffstarke Kühe angepaart werden, ideal ist die Anpaarung auf GS Rau–Töchter. Ernst Grabner, NÖ Genetik

Foto: Hohenwarth

Hohe Zunahmen +20g, niedrige Futterverwertung 1:2,27, top Magerfleischanteil 72,3 Prozent, große Karreefläche von 74,2 Quadratzentimetern und eine optimale Körperlänge von 96,3 Zentimetern werden für eine erfolgreiche Schweineproduktion in der Zucht und in der Mast gefragt sein. Weitere Infos unter: www.besamung-hohenwarth.at www.gutstreitdorf.at

Buchtipp: Tiergesundheit Schwein Dieses Buch behandelt die Facetten eines modernen Schweinegesundheitsmanagements mit zum Beispiel Diagnostik und Monitoring; Organisationsformen zur Verbesserung der Schweinegesundheit und Stabilisierung der Widerstandskraft, Tierhaltungs-, Stallklimaund Fütterungsaspekte der Tiergesundheit; Mit Hilfe vieler Checklisten kann man Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsstatus einleiten. Erschienen im DLGVerlag unter ISBN 978-3-7690-0756-5 um 51,40 Euro.


april_2013

Im April ist Pollen sammeln und wachsen angesagt

Frühjahrsputz für Völker und Imker

Wann muss man erweitern? Warum sind Pollen so wichtig? Wie halten es Bienen mit der Reinlichkeit und wie reinigt der Imker die Beuten am besten? Auf diese Fragen weiß Imkermeisterin Heidrun Singer die Antworten. Bei jedem Eingriff muss der Imker die Individualität des einzelnen Bienenstockes beachten. Meist muss er spätestens zur Kirschblüte den Raum erweitern, wenn die Bienen ihren Stock voll besetzen, das hohe Bodenbrett bevölkern und einen ersten Unterbau errichten, Er muss die Zargen stets rechtzeitig aufsetzen, denn das Bienenvolk darf niemals in die Lage geraten, nach oben keine Erweiterungsmöglichkeit zu haben. Gerade in der Frühjahrsentwicklung müssen sich die Völker ausreichend mit Pollen versorgen können. Blütenpollen sind überlebensnotwendig für die Aufzucht der Jungbienen. Sie benötigen die Pollen, das sogenannte „Bienen-Brot“, um ihren Eiweiß- Fett- und Vitaminbedarf zu decken. Der Eigenbedarf eines Bienenvolkes liegt bei rund 20 bis 25 Kilogramm Pollen pro Jahr.

Steriler als im Krankenhaus Grundsätzlich ist es in einem Bienenstock steriler als im Krankenhaus. Die Hygiene ist im Bienenstock überlebensnotwendig für die bis zu 70.000 in der Bienenbehausung wohnenden Immen. Das UniversalDesinfektionsmittel der Bienen ist die Propolis, mit der sie alle Krankheitskeime im Stock überziehen und sie so abtöten. Ständig putzen sie das Heim, entfernen kranke und tote Bienen und das Wintergemüll aus dem Stock. Wir können diesen „Frühjahrsputz“ gerade im Frühling gut beobachten. Beuten abgestorbener Völker sind im Sinne einer „guten imkerlichen Hygienepraxis“ zu reinigen und zu desinfizieren, um mögliche Infektionsquellen und Krankheitskeime zu beseitigen. Alle für Imkereigerätschaften verwendeten Reini-

gungs- und Desinfektionsmittel müssen bienenungefährlich und lebensmittelecht sein, um weder das Wohlergehen der Bienen noch die Herstellung der Topprodukte aus dem Bienenvolk zu gefährden.

Emsig geht es in den Wärmeperioden vor dem Flugloch zu, wenn Pollen gesammelt und der Stock gesäubert werden muss.

Spachtel, Hochdruckreiniger, Gasbrenner und Natronlauge

Die Bienen und die Pollen

Neben dem mechanischen Abschaben der Beuten-Oberflächen mittels Spachtel oder der Oberflächenwaschung mit Hilfe eines Hochdruckreinigers, eignet sich besonders für Holzstöcke die chemiefreie Desinfektion durch Abflammen, da der Gasbrenner aufgrund seiner hohen Temperatur von bis zu 1000°C alle Keime abtötet. Da diese Methode nicht bei Kunststoffund Styroporbeuten anwendbar ist, bietet sich in diesem Fall die Desinfektion mittels Natronlauge an. Die Beutenteile und Rähmchen werden in fünfprozentige warme Natronlauge oder fünfprozentige Sodalauge getaucht und anschließend mit Wasser ab- und nachgespült. Da diese Lösungen hoch ätzend sind, ist immer auf entsprechende Schutzkleidung zu achten und den Anwender-Schutzvorschriften unbedingt Folge zu leisten.

Blütenpollen besteht aus einer Vielzahl von Pollenkörnern, den männlichen Keimzellen der Pflanze. Die Staubgefäße der Blüten und Gräser bilden den Pollen. Beim Sammeln von Nektar bleibt Blütenstaub im Haarkleid der Biene hängen. Diese Pollenkörnchen überträgt die Biene von den Staubgefäßen auf die Narben der Stempel der nächsten Blüte und befruchtet so die Pflanze. Die Bienen sind blütenstetig, das heißt, die einzelne Biene befliegt immer nur eine Blütenart, solange sie diese vorfindet. Dieser Blütentreue verdanken wir die gezielte Befruchtung und Bestäubung von rund 80 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen. Da die Honigbienen in großen Kolonien überwintern, sind sie bereits zur Kirschblüte mit großer, bestäubungsgerechter Volksstärke vorhanden, und es ist diese nutzbringende Eintracht und Einheit von Bien und Mensch ein sehr wesentlicher Faktor für eine intakte Umwelt mit hoher Lebensqualität.

Foto: carnica singer

Heidrun Singer www.carnica-singer.at

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Die landwirtschaft

forstwirtschaft

Gastbaumart Nummer Eins

Douglasie, die Anpassungsfähige

Die Douglasie wächst von Kanada bis Mexiko und von der Pazifikküste bis zu den Rocky Mountains. Deshalb gibt es viele, an ökologische Bedingungen angepasste Lokalrassen. Die Wahl der richtigen Herkunft ist daher einer der wichtigsten Faktoren für das erfolgreiche Wachstum dieser Baumart Welche Herkunft für den jeweiligen Standort die beste ist, erfährt man unter www.herkunftsberatung.at.

Der Steckbrief Douglasien gehören zu den höchsten Bäumen. In ihrer Heimat erreichen sie ein Alter von bis zu 700 Jahren, Höhen bis zu 100 Metern und Stammdurchmesser (BHD) bis zu 3,5 Metern. In Mitteleuropa wurden Höhen bis zu 57 Metern und BHD bis zu 1,15 Metern beobachtet. Im Idealfall, auf tiefgründigen und gut durchlüfteten Böden, bildet die Douglasie ein dicht verzweigtes tiefreichendes Herzwurzelsystem. Auf flachgründigen, dichten und staunassen Standorten entwickelt sie eher flache Wurzelteller und ist dadurch anfällig für Windwurf. Die Douglasie bevorzugt tiefgründige, gut durchlüftete, leichte bis mittelschwere

Serie „Gastbaumarten“ startet Der Anbau von Gastbaumarten, also von Natur aus nicht heimischen Baumarten, hat in Österreich lange Tradition. Ursprünglich spielten ästhetische Aspekte in Garten- und Parkanlagen eine wichtige Rolle, nun steht die Holzproduktion im Vordergrund. Die relativ artenarme mitteleuropäische Baumflora kann mit Gastbaumarten dem Klimawandel besser begegnen. Deshalb stellt Werner Ruhm vom Institut für Waldwachstum und Waldbau in den nächsten Ausgaben in „Die Landwirtschaft“ Gastbaumarten vor, die durch starken Zuwachs, vorzügliche Holzeigenschaften und gute Anpassungsfähigkeit an zukünftige klimatische Verhältnisse gekennzeichnet sind. 38

Böden (Sand bis Lehm). Sie stellt aber relativ geringe Anforderungen an die Nährstoffversorgung und den Wasserhaushalt. Sie mag es mäßig trocken bis frisch. Dichte, staunasse Böden, ausgeprägte Flachgründigkeit, Frostmulden, starker Nährstoffmangel und Böden mit freiem Kalk sollte man meiden, da es sonst zu erhöhtem Windwurfrisiko, schwächerem Wachstum oder chlorotischen Erscheinungen kommen kann. Die Douglasie zeichnet sich aus durch _hohe Produktionsleistung in relativ kurzer Zeit, hohe Produktionsleistung auch auf mittleren bis schlechteren Standorten, höher als bei heimischen Baumarten, ökologische Verträglichkeit, bodenpfleglich, gutes Naturverjüngungspotential, geringeres abiotisches und biotisches Gefährdungspotential als manche heimischen Baumarten, hervorragende holztechnologische Eigenschaften.

Waldbauliche Behandlung Je nach Verwendung des Douglasienschnittholzes ergeben sich zwei unter-

Die Douglasie hat ein großes natürliches Verbreitungsgebiet. Wie groß die Leistungsunterschiede zwischen diesen Herkünften sind, zeigten Versuchsanbauten. Fotos: BFW/Ruhm

schiedliche Erziehungskonzepte. Die Art der Bestandesbegründung und Jungwuchspflege sind für beide Konzepte gleich. Man pflanzt zirka 2000 Douglasien pro Hektar im Verband von zwei mal 2,5 Meter. Die Jungwuchspflege beschränkt sich bei der oben angeführten Pflanzenanzahl auf den Aushieb von starken Protzen und Zwieseln. Erstmals durchforstet man im Normalfall bei einer Bestandshöhe von zwölf bis 15 Metern. Z-Bäume sind als Zukunftsbäume die zukünftigen Wertträger des Bestandes. Die Anzahl der Z-Bäume und die Stärke der Durchforstungseingriffe sind auf das gewählte Erziehungskonzept und die Verwertung abzustimmen. Die Verwertung kann erfolgen als Bau- und Konstruktionsholz Die Anzahl der Z-Bäume sollte bei diesem Konzept etwa 200 Stück je Hek-


april_2013 tar betragen. Als Ziel wird ungeastete Massenware mit maximal 50 Zentimetern BHD angestrebt. Die Durchforstungseingriffe führt man so aus, dass die Aststärken möglichst unter vier Zentimeter bleiben. oder für den Innenausbau und die Möbelindustrie Die Z-Baumanzahl soll 80 bis 90 Stück je Hektar nicht überschreiten. Das Ziel ist – ähnlich wie bei der Wertholzerziehung des Laubholzes – ein möglichst kleiner astiger Kern, den man durch rechtzeitige Astung erreicht und anschließend ein breiter astreiner Holzmantel. Man strebt einen BHD von 80 bis 90 Zentimetern an.

EU-Holzverordnung gilt seit 3. März 2013

Waldbesitzer muss Holzverkauf dokumentieren

Produktionsziel ist Douglasienstarkholz.

Holzeigenschaften Gefährdungen Häufig auftretender Pflanzschock bei der Kulturbegründung. Ausgeprägte Vorliebe von Rehböcken, junge Douglasien zu verfegen. Eine je nach Herkunft schwankende Anfälligkeit auf verschiedene Formen von Frostereignissen (Winter-, Spätfröste, Frosttrocknis). Nadelschäden in Jungwüchsen und Jungbeständen, zum Beispiel Rußige und Rostige Douglasienschütte. Vor allem luftfeuchte Lagen und zu dichter Stand rufen die Pilzerkrankungen hervor. Wurzelfäulepilze, wie Hallimasch und Rotfäule

Die Douglasie produziert Qualitätsholz mit hohen Festigkeitswerten, guter Witterungsbeständigkeit und guten Verarbeitungseigenschaften. Splint- und Kernholz unterscheiden sich bei der Douglasie deutlich und sind dem der Lärche sehr ähnlich (Abb.2). Je nach Standort und Wuchsbedingungen können das Bild des Holzes und seine Eigenschaften stark schwanken. Feine Jahresringe, wenige Äste und geringer Harzgehalt sind allgemeine Kennzeichen für gute Holzeigenschaften. DI Werner Ruhm Ing. Hannes Schönauer Institut für Waldwachstum und Waldbau Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft werner.ruhm@bfw.gv.at

Eine neue EU-Verordnung soll illegale Abholzung verhindern, trifft aber mit der Aufzeichnungspflicht für jeden Holzverkauf auch die heimischen Waldbesitzer. Die Verordnung zielt auf Importe aus Risikogebieten ab, etwa auf jene aus den Tropen oder Russland. Betroffen sind auch Einfuhren aus Nicht-EUStaaten und die heimischen Waldbesitzer, die ihr Holz erstmalig am Binnenmarkt verkaufen. Die Waldbesitzer gehören zwar nicht zur Risikogruppe, eine Ausnahmeregel war aber aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit und Konformität mit den WTO-Bestimmungen nicht möglich.

Pflichten für Waldbesitzer Die meisten von der Verordnung geforderten Informationen wie Baumart, Sortiment und Menge fragt auch die Forstbehörde für die Holzeinschlagsmeldung ab. Darüber hinaus muss der Waldbesitzer Name und Anschrift des Käufers, sowie Nachweise über die Legalität des Holzeinschlags für Kontrollen bereithalten. Diese Informationen finden sich in der Regel in Schlussbriefen und Abmaßlisten.

Formular für Aufzeichnungen

Die Douglasie produziert Qualitätsholz mit hohen Festigkeitswerten, guter Witterungsbeständigkeit und guten Verarbeitungseigenschaften. Splint- und Kernholz unterscheiden sich bei der Douglasie deutlich und sind dem der Lärche sehr ähnlich.

Ein Formular für die Aufzeichnungen steht unter www.waldverband-noe.at unter dem Menüpunkt „service“ zur Verfügung. Grundsätzlich sieht die EU-Holzverordnung eine fünfjährige Aufbewahrungszeit vor.

Das Formular für Aufzeichnungen können sich Waldbesitzer unter der Homepage des NÖ Waldverbandes www.waldverband-noe.at unter dem Menüpunkt „Service“ herunterladen. Foto: LK NÖ

Vorschriften für erstmaliges Inverkehrbringen in EU Für alle EU-Händler, die Holzerzeugnisse erstmals auf den EU-Markt in Verkehr bringen, gilt eine Sorgfaltspflicht. Diese Sorgfaltspflicht umfasst das Dokumentieren über Art, Herkunft und Legalität der Lieferung, eine Risikoabschätzung und ein Risikominderungsverfahren. Diese Bestimmungen gelten nur beim erstmaligen Inverkehrbringen auf dem EUMarkt, nicht für den weiteren Handel oder die weitere Verarbeitung innerhalb der EU. DI Johannes Hangler Leiter-Stellvertreter der Abteilung für Waldpolitik und Waldinformation im Lebensministerium

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Die landwirtschaft

forstwirtschaft

Die Messe-Pirsch kann beginnen

Waldbodensanierung – Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Studie

Jaspowa und Fischerei

60 Jahre Waldboden kalken hat sich gelohnt

Von 5. bis 7. April 2013 ist die Halle C der Messe Wien der Treffpunkt für Jäger, Fischer und Naturliebhaber bei der internationalen Messe „Jaspowa & Fischerei“. Zu sehen sind die neuesten Produkte und Innovationen rund um die Themen Jagd und Fischerei und die Sonderschau „absolut allrad“ mit Highlights aus der Welt des Off-Road und 4x4. Insgesamt 150 Aussteller aus dem In- und Ausland sind angemeldet. Die Mehrzahl davon aus Österreich und Deutschland, aber auch Aussteller aus Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, aus Namibia und acht weiteren Ländern sind bei der „Jaspowa & Fischerei 2013“ zu sehen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Jagdkino, Büchsenmacher-Werkstatt, Bogenschießstand, Fischliegenfischerpool, Fischereiforum, Hundeparcours des Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verbands rundet das Messeangebot ab.

Staatsmeisterschaft der Sportschützen: „Rio, wir kommen!“ Für Sportschützen beginnt das Programm einen Tag früher mit den Staatsmeisterschaften der Sportschützen in den olympischen Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole (Halle D). Unter dem Motto „Rio, wir kommen“ treten heuer mehr als 600 aktive Sportler in den Bewerben von 4. bis 7. April 2013 an.

„Jagd im Wertewandel“ Am Freitag, dem 5. April, dem ersten Messetag, findet im Congress Center (Saal Strauß 1) der Messe Wien die Tagung des CIC-Internationaler Jagdrat und Grünes Kreuz statt. Die Veranstaltung startet um 14.00 Uhr und ist dem Thema „Jagd im Wertewandel“ gewidmet. Infos zum Programm der „Jaspowa & Fischerei“ im Internet unter www.jaspowa.at. Anzeige 40

Vor kurzem wurde in der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft in Yspertal die vom HabsburgLothring‘schen Gut Persenbeug in Auftrag gegebene Studie über Kosten und Nutzen von gut dokumentierten 60 Jahren Waldbodenkalkung im Revier Gutenbrunn im Bezirk Zwettl vorgestellt. Die Ergebniss können Sie auf diesen Seiten nachlesen.

In Bezug auf Mehrzuwächse stellte sich die Wirkung der Kalkung bereits nach wenigen Jahren ein, um nach fünf bis zehn Jahren ihre maximalen Wirkung zu erreichen. Im Zeitraum von zehn bis 25 Jahren nach der Kalkung werden die höchsten Zuwächse erzielt.

In den 1950er Jahren stand man im Forstort Bründlau vor gelbnadeligen, absterbenden, vorwiegend mit Fichte bestockten Beständen. Nach eingehenden Untersuchungen startete man den Versuch, diese Waldbestände mit Kalk zu vitalisieren, was auch gelang. Die Vitalität der Bestände verbesserte sich und der Waldstandort wurde gesichert. Im Laufe der vergangenen 60 Jahre wurde im Gebiet Bründlau wiederholt Kalk aufge-

bracht. In der Folge stellte sich die Frage, ob denn die Standortmelioration auch höhere Zuwächse hervorbringen konnte.

Foto: Häusler

Positive Effekte durch Kalkung Ertragskundliche Untersuchungen brachten den Nachweis, dass sich Waldbodenkalkungen auf sauren degradierten Standorten ökologisch durch verbesserte Bestandesvitalität bewähren. Die Waldbodenkalkungen rechnen sich auch ökono-


april_2013 misch durch mehr Holzertrag und höhere Biomasseproduktion. Dadurch wird auch mehr CO2 gebunden. Die ertragskundlichen Untersuchungen führte Professor Otto Eckmüllner vom Institut für Waldwachstum der Universität für Bodenkultur anhand von Bohrkernanalysen durch. Es zeigte sich auf den gekalkten Flächen ein kurzfristiger Mehrzuwachs von 24 Prozent und ein langfristiger Mehrzuwachs von 13 Prozent, bei Auswirkungen länger als 20 Jahre.

Maximale Wirkung nach fünf bis zehn Jahren In Bezug auf Mehrzuwächse stellte sich die Wirkung der Kalkung bereits nach wenigen Jahren ein, um nach fünf bis zehn Jahren ihre maximale Wirkung zu erreichen. Im Zeitraum von zehn bis 25 Jahren nach der Kalkung werden die höchsten Zuwächse erzielt. Danach nimmt die Wirkung ab. Nach mehr als 35 Jahren sind kalkungsbedingt keine Mehrzuwächse mehr zu erkennen. Durch die Vorlaufzeit von fünf bis zehn Jahren empfiehlt sich eine Kalkung etwa alle 20 Jahre.

des Bestandes die Kalkungsmaßnahmen eine Amortisationszeit von sechs bis zehn Jahren hatten. Nachdem die Kalkung zirka 35 Jahre wirkt, kann man durch eine mehrfache Kalkung, alle 15 bis 25 Jahre, den optimalen Mehrzuwachs über die gesamte Umtriebszeit erreichen. Die Kosten der Maßnahme rechnen sich jedenfalls. Darüber hinaus konnte die positive Auswirkung von Kalk auf die Waldbodenfunktionen durch umfangreiche bodenkundliche Analysen nachgewiesen werden. Der Zusatznutzen von „klimarelevanter“ erhöhter CO2Bindung, Vitalitätssteigerung und der Verbesserung und Erhaltung von wichtigen Bodenund Wohlfahrtsfunktionen ist mit einem noch höheren Mehrwert zu bewerten: Das Projekt belegt eine zusätzliche jährliche CO2-Bindung bis zu 2,16 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr durch den Mehrzuwachs der gekalkten Waldbestände.

Die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Rechnung wurden auf 1 ha Fichtenbestand mit den Bonitäten 7 und 11 bezogen. Alter Bonität DB1 Kosten Amortisationszeit in Jahren Mehrzuwachs 35 Jahre in Efm Mehrwert 35 Jahre Bonität DB1 Kosten Amortisationszeit in Jahren Mehrzuwachs 35 Jahre in Efm Mehrwert 35 Jahre

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61,4

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€ 2.929

€ 2.456

€ 1.871

€ 1.306

Anmerkungen: Alter der Bäume zum Zeitpunkt der Kalkung; Bonität: Fichte/Weitra nach Marschall Ø Gesamtzuwachses bei 100 Jahren; DB1: Erntekostenfreier Erlös, also Holzerlös abzüglich der Erntekosten je Efm; Kosten: Kosten der Kalkung (Produkt, Transport, Ausbringung); Amortisationszeit: Anzahl der Jahre bis der Wert der Mehrproduktion die Kosten der Kalkung erreicht oder überschreitet, ohne Zinsen. Kosten rechnen sich

Studie anfordern oder herunterladen Die Studie kann in gebundener Ausgabe beim Habsburg-Lothringen‘sches Gut Persenbeug per email via: holz@habsburg.at angefordert werden, oder bei der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft des Zisterzienzerstiftes Zwettl im Yspertal unter folgendem Link ftp://ftp.hlaysper.ac.at/waldkalkung/20120606_finale_waldkalkungsbroschuere.pdf heruntergeladen werden.

Dipl.-HLFL-Ing. Christian Häusler Habsburg-Lothringen‘sches Gut Persenbeug Tel. 07412 5253118

Kalkung wirkt zirka 35 Jahre Es zeigte sich, dass abhängig von der Bonität und dem Alter

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Die landwirtschaft

forstwirtschaft/Invekos

Der Oberste Gerichtshof hat entschieden

Keine Haftung nach Unfall eines Mountainbikers auf einer Forststraße Der Oberste Gerichtshof hat in einer Entscheidung vom November 2012 festgestellt, dass in einem folgend dargestellten Fall keine Haftung des Wegehalters für einen vom Kläger selbst verschuldeten MountainbikeUnfall auf einer Forststraße bestehe.

Will ein Wegehalter die Benützung einer Forststraße durch Mountainbiker ausschließen, muss er diese entsprechend abschranken und beschildern. Foto: LK NÖ/Grünwald

Die Absperrkette, die zum Unfall führte, wäre bereits aus größerer Distanz für den Mountainbiker erkennbar gewesen, sodass seine Klage auf Schadenersatz abgewiesen wurde. Der Kläger befuhr mit seinem Mountainbike eine Forststraße und übersah eine jedenfalls aus 25 Metern Entfernung leicht erkennbare Absperrkette aus Metall, die über die Straße gespannt war, um die Einfahrt in die Forststraße von einer auch dem Fahrradverkehr gewidmeten Straße aus zu unterbinden. Der Kläger war auf die Forststraße aus der anderen Richtung unter Umgehung anderer Abschrankungen und „quer durch den Wald“ gelangt. Der Sturz des Mountainbikers, bei dem er sich erhebliche Verletzungen zuzog, wäre bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit für ihn vermeidbar gewesen.

Abgesehen davon, dass der Mountainbiker in unzulässiger Weise eine rechtmäßig durch Beschilderung und Abschrankung für den Fahrradverkehr gesperrte Forststraße benützte , auch wenn er sich dessen wegen seines Zuganges quer durch den Wald möglicher Weise gar nicht bewusst war, liege hier kein grobes Verschulden des Wegehalters vor.

Der Oberste Gerichtshof (OGH) begründete dies damit, dass der Anhalteweg, nämlich die Strecke für Reaktion und Bremsung, bei üblicher Fahrtgeschwindigkeit erheblich kürzer als die 25 Meter gewesen wäre.

Diese aus Grundeigentümerbeziehungsweise Wegehaltersicht erfreuliche OGH-Entscheidung sollte jedoch nicht zu falschen Schlüssen verleiten. So ferne die Benützung der Forststraße durch Fahrradfahrer ausgeschlossen werden

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Kein Schadenersatzanspruch Der in den eigenen Angelegenheiten sorglose Radfahrer habe die Folgen seines Sturzes selbst zu tragen, da das gut sichtbare Hindernis auf der Forststraße aus mehr als der doppelten Entfernung des Anhalteweges bei üblicher Fahrgeschwindigkeit erkennbar gewesen wäre. Der Schadenersatzanspruch gegenüber dem Wegehalter wurde somit durch das Höchstgericht abgewiesen.

soll, ist aus Haftungsgründen nach wie vor unbedingt zu empfehlen, dies durch geeignete Abschrankung und Beschilderung kenntlich zu machen. Das Beschildern erfolgt mittels Fahrverbotstafel, ergänzt eventuell durch den Hinweis „Gilt auch für Radfahren“. Dadurch kann eine Haftung des Wegehalters ver-

mieden werden. Abzuraten ist jedenfalls von einer Wegabsperrung durch schlecht sichtbare Hindernisse, zum Beispiel mit einem dünnen Draht. DI Wolfgang Grünwald Abteilung Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24102 wolfgang.gruenwald@lk-noe.at

G & R Wildschadenstopp Das neue wartungsfreie Elektrozaunsystem, der G&R WildschadenSTOPP von Herbert Ginda und Franz Ramssl. wurde speziell zur Wildschadenabwehr im Freigelände entwickelt. Das Freischneiden von Bewuchs und die tägliche Kontrolle fallen weg. Mikroprozessgesteuerte Impulsgeräte sorgen für maximale Leistung des Zauns, der von hochstabilen, leicht zu handhabenden Winkeleisenstehern verspannt wird. Die Energie kommt von einer diebstahlgeschützten Solar-Komplettstation. Kunden können zwischen drei verschiedenen Betriebsarten wählen und werden vor Ort eingeschult. Die Jagdgesellschaft Au am Leithaberg hat dieses System anstatt der Elektro-Zäune eingesetzt. An zwei jeweils vier Hektar großen Bio-Maisäckern hat der G&R WildschadenSTOPP der Jagdgesellschaft eine Wildschadenszahlung von mindestens 9000 Euro gespart. Kontakt: LpmG&R WildschadenSTOPP, Schloßstraße 6, 3492 Walkersdorf, wildschadenstopp@a1.net


april_2013

Betreuungslandwirte:

MFA Flächen 2013:

Vor-Ort-Kontrollen:

MFA-Aufzeichnungsservice

Termine exakt einhalten

Prüfungen ganzes Jahr möglich

In diesen Wochen ist es wieder an der Zeit, den MFA-Flächen 2013 vollständig und korrekt auszufüllen und zeitgerecht bei der zuständigen Bezirksbauernkammer abzugeben. Weiters ist es notwendig, für die ÖPUL Maßnahme UBAG die gesamtbetriebliche N-Bilanz zu berechnen und die erforderlichen schlagbezogenen Aufzeichnungsblätter auszufüllen. Sie benötigen Hilfestellung, um Ihren MFA korrekt auszufüllen und um lästige nachträgliche Korrekturen zu vermeiden oder die UBAG-Aufzeichnungen vorzubereiten? Die NÖ LK bietet heuer wieder im Wege der lk-projekt das MFA- und Aufzeichnungsservice zum MFA 2013 an. Fachlich geschulte Betreuungslandwirte geben Hilfestellung beim Ausfüllen des MFA-Flächen und gegebenenfalls auch bei der Berechnung der N-Bilanzerstellung und den schlagbezogenen Aufzeichnungen. Ökopunkte-Betriebe können dieses Service nicht in Anspruch nehmen. Für sie gibt es eigens geschulte Ökopunkte-Berater. Das MFA-Service umfasst: Vollständiges und korrektes Ausfüllen des MFA-Flächen, auf Basis der Angaben des Antragstellers Bearbeitung aller notwendigen Beilagen Berechnung der erforderlichen Grenzwerte (Hilfssummenblatt MFA 2013) Wollen Sie das angebotene Service in Anspruch nehmen, so setzen Sie sich so rasch als möglich zur Terminvereinbarung mit einem in Ihrem Bezirk tätigen Betreuungslandwirt in Verbindung. Die Kontaktadressen bzw. die Kosten für das Aufzeichnungsservice der Betreuungslandwirte entnehmen Sie Ihrem „BBKAktuell“ oder erfragen diese bei Ihrer zuständigen Bezirksbauernkammer. Ing. Daniela Morgenbesser, lk-projekt Tel. 05 259 42302, daniela.morgenbesser@lk-projekt.at

Im Zeitraum vom 02.04.2013 bis 15.05.2013 werden in den Bezirksbauernkammern die Mehrfachanträge 2013 nach dem System der „durchgängigen Antragsentgegennahme/EDV-Erfassung/ Plausibilitätsfehlerbearbeitung“ entgegengenommen.

Kontrollen vor Ort müssen über das ganze Jahr verteilt stattfinden. Natürlich werden Schwerpunkte so gesetzt, dass entsprechend beantragte Sachverhalte auch in der Natur überprüft werden können, wie zB Begrünungskontrollen im Begrünungszeitraum, Beantragungen im MFA bis über den Sommer oder Cross Compliance-Bestimmungen über das ganze Jahr.

Um einerseits eine geordnete Entgegennahme und andererseits den antragstellenden Landwirten möglichst kurze Zeitaufenthalte in der BBK gewährleisten zu können, haben alle Bezirksbauernkammern für die Antragsentgegennahme Exklusiv-Termine schriftlich bekanntgegeben. Die mitgeteilten Entgegennahmetermine sollten im eigenen Interesse, wie auch aus Solidarität allen anderen Antragstellern gegenüber exakt eingehalten werden und nur im äußersten Notfall (zB Erkrankung) im Einvernehmen mit der BBK verschoben werden. Die BBKseitig zu setzenden Schritte im Zuge der Antragsentgegennahme sind äußerst vielfältig, komplex und müssen bestmöglich aufeinander abgestimmt sein. Dies alles ist nicht aus übertriebenem Bürokratismus notwendig, sondern es sind dies Voraussetzungen, um alle beantragten flächenbezogenen Zahlungen auch am Ende des Jahres ausbezahlt zu bekommen. 2012 waren es rd. 532 Mio. Euro für 31.000 NÖ Bäuerinnen und Bauern. Oberflächlichkeit darf man sich diesbezüglich als Antragsteller wie auch als BBK/LK nicht erlauben. Füllen Sie vor Antragsabgabe den MFA Flächen 2013 zu Hause vollständig und richtig aus, kommen Sie zur Antragstellung als Bewirtschafter persönlich, lassen Sie sich nicht vertreten und nehmen Sie den mitgeteilten Abgabetermin pünktlich wahr.

Kontrollen, speziell MFA und betrieblich zutreffende Cross Compliance-Bestimmungen, werden in Kürze wieder starten. Sie müssen sich als Antragsteller bewusst sein, welche Vorgaben einzuhalten sind. Verschiedene Fragestellungen sind dabei zu beachten, wie zB Welche Flächen werden bewirtschaftet? Welche gesetzlichen Bestimmungen (Cross Compliance) betreffen den Betrieb? Welche ÖPUL-Maßnahmen sind beantragt (Aufzeichnungen vorhanden, Überprüfungen erledigt)? Die laufende Einhaltung dieser Bestimmungen ist die beste Vorbereitung auf eine Kontrolle. In der Regel melden sich die AMA-Prüfer auch vorher an. Nutzen Sie dann nochmals die Zeit bis zur Kontrolle, alle Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit durchzusehen. Denn gut vorbereitet bedeutet eine entsprechend kürzere Kontrolle – sicherlich auch mit geringerem Risiko für Beanstandungen.

Nachsatz: Online-Antragsteller werden gebeten, den Entgegennahme-Termin in der BBK umgehend zu stornieren. DI Gerald Hohenauer, Ref. Invekos

Vorbereitet für die Kontrolle

Mitwirkung an Kontrolle Die Teilnahme an einer Kontrolle soll für Sie Pflicht sein. Es geht bei den Ausgleichszahlungen um viel Geld. Daher sollte es kaum wichtigere Dinge als diesen Prüftag geben. Mit der Teilnahme können Sachverhalte sofort erläutert, Sichtweisen besprochen und damit die eine oder andere angedachte Beanstandung von vornherein abgewendet werden. Fordern Sie auch die Erklärung der Prüfergebnisse ein. Dann wird sofort ersichtlich, welche Anmerkungen/Auffälligkeiten durch den Prüfer vermerkt werden. DI Andreas Schlager

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Die landwirtschaft

invekos

Berghöfekataster:

Überprüfungsbedarf:

Korrekte Angaben am BHK-Blatt Seite 2 vermeiden Sanktionen

Datenabgleich AMA-SVB

Jeder Antragsteller hat jährlich bei seiner Vorbereitung zur Abgabe des Mehrfachantrages die vorgedruckten Angaben zur BHK-Seite 2 auf deren Zutreffen bzw. auf deren Aktualität zu überprüfen. Falsche Angaben auf der BHK-Seite 2 führen nach AMA Kontrollen immer wieder zu Sanktionen und folglich zu einer Kürzung der Ausgleichszulage. Änderungen am BHK-Blatt Seite 2 sind durch das Streichen der vorgedruckten Angaben und dem leserlichen Ergänzen der korrekten Angaben durchzuführen. Der Stichtag für die Datenangaben ist der 1. April 2013. Die Entfernungen zur „Äußeren Verkehrslage“ sind vom zonierten Hauptbetrieb, unabhängig davon, ob dieser bewohnt wird oder nicht, zu ermitteln. Bei allen Entfernungsangaben ist der kürzeste Weg im öffentlichen Straßennetz zu ermitteln, egal, ob dieser benützt wird oder nicht. Die Angaben sind mathematisch auf eine Kommastelle zu runden. Ermittlung von Entfernungsangaben: Für die korrekte Ermittlung hat sich der Kilometerzähler von Fahrzeugen oder die Ermittlung in der Google Anwendung http://maps.google.at/maps bewährt. Bei der Ermittlung über Google ist der Abfahrtsweg (Wohnhaus der Hauptbetriebsstätte) und die Adresse der Bezirkshauptmannschaft (bzw. Außenstelle), der nächstgelegenen Bahnhaltestelle mit Personenverkehr, der nächstgelegenen Bushaltestelle sowie der Wegerhaltung einzugeben. Die vorgeschlagene Route, die Start- und Zielpunkte müssen kontrolliert werden. Das Verschieben der Start- und Zielpunkte ist möglich. Beim Kriterium Wegerhaltung ist die Weglänge in km anzugeben, wobei auf eine Kommastelle kaufmännisch gerundet wird. Die Weglänge kann von der Hofstelle des Hauptbetriebes bis zum öffentlichen Straßennetz berücksichtigt werden. Bei Gemeinschaftswegen kann nur die anteilsmäßige Weglänge berücksichtigt werden. In diesem Fall sollte ein Aufteilungsschlüssel schriftlich vorlie44

gen. Dieser Aufteilungsschlüssel sowie eventuell vorhandene Rechnungen bzw. Aufzeichnungen über Kostenverteilung der Wegerhaltung können im Rahmen einer AMA Kontrolle dienlich sein. Sollte die öffentliche Hand die gesamten Kosten der Schneeräumung bzw. der Wegerhaltung übernehmen, ist keine Berücksichtigung im BHK möglich. Ermittlung der Seehöhe: Es ist die Seehöhe der Betriebsstätte in Metern anzugeben. Die Ermittlung der Seehöhe bei der AMA Kontrolle erfolgt mit Hilfe einer Google Anwendung. Da eine problemlose Kontrolle sicherlich auch im Interesse des Landwirtes liegt, ist eine Ermittlung der Seehöhe durch den Landwirt auf Basis dieser Google Anwendung vorteilhaft. Die Google Anwendung ist unter folgender Adresse http://www. mapcoordinates.net/ abrufbar. Nach Eingabe der genauen Betriebsadresse und dem Anklicken des Buttons „Ort anzeigen“ erfolgt die Angabe der Seehöhe. Die ermittelte Seehöhe ist mittels Vergrößerung des Maßstabes auf die Lagerichtigkeit zu überprüfen. Sollte der Ermittlungspunkt nicht korrekt sein, so muss dieser auch versetzt werden. Die Bezirksbauernkammer ermittelt für jeden Bergbauernbetrieb über diese Google Anwendung die Seehöhe der Betriebsstätte. Im Zuge der Abgabe des Mehrfachantrages kann die ermittelte Seehöhe zum korrekten Ausfüllen auf BHK-Seite 2 erfragt werden. Die Angaben des Landwirten auf BHK-Seite 2 stellen eine wichtige Datengrundlage zur Berechnung der BHK-Punkte dar. Abweichungen bei den Entfernungsangaben bzw. der Seehöhe können zu erheblichen Sanktionen führen. Eine Sanktion wird nicht nur im Antragsjahr ausgesprochen, sondern in den meisten Fällen erfolgt auch eine Sanktionierung. Eine korrekte Ermittlung der Angaben zur BHK-Seite 2 und somit eine problemlose Kontrolle sollte im Interesse jedes Antragstellers sein. Ing. Robert Höllerer, Ref. Betriebswirtschaft

Gemäß § 217 (2c) des 2. Stabilitätsgesetzes 2012 findet 2013 ein Datenabgleich zwischen AMA und Sozialversicherungsanstalt der Bauern statt. Der Abgleich erfolgt auf Betriebsführerebene (AMA-Bewirtschafter ident mit den SVB-Versicherten) und auf Bewirtschaftungsflächenebene (AMA-Bewirtschaftungsfläche ident oder kleiner als SVB-Fläche). Der Datenvergleich wird ab Mitte Juni 2013 vorgenommen, bis dahin besteht die Möglichkeit, gegebenenfalls Ergänzungs- oder Nachmeldungen bei der SVB zu machen. Die SVB wird mit der April-Vorschreibung auch ein Informationsblatt an alle Kranken- und Pensionsversicherten versenden, aus dem die aktuell gemeldeten Daten hinsichtlich Betriebsführer (Familienname, Vorname, Anteil) und gemeldeter Bewirtschaftungsfläche (Kulturart, Eigengrund, Pachtgrund) entnommen werden können. Vergleichen Sie die aktuellen SVB-Daten mit den Antragsdaten gemäß MFA Flächen 2013 (Bewirtschafter gemäß Mantel Seite 1 und gesamte bewirtschaftete Fläche gemäß Flächenbogen) und sollten Sie Unterschiede feststellen, dann nutzen Sie das bestehende Zeitfenster bis Mitte Juni 2013, eine Melde- und Beantragungsdatengleichheit (kein Unterschied zwischen MFA- und SVB- Daten) herzustellen. In den meisten Fällen werden die AMA-Daten die aktuellen sein. Wenn notwendig, vereinbaren Sie einen Termin für den nächsten SVB-Sprechtag in Ihrer Bezirksbauernkammer. Werden beim Datenabgleich AMA – SVB tatsächlich Unterschiede festgestellt, wird die SVB ein Erhebungsverfahren einleiten und der betroffene AMA-Antragsteller wird zur Erstattung einer Anmeldung aufgefordert. Soweit sollte es kein Landwirt kommen lassen, die nächsten zwei Monate sollen erforderlichenfalls genutzt werden. Hinweis: Die geltende Rechtslage hat sich durch den Datenabgleich nicht geändert, es bestand auch bisher die Meldepflicht. DI Gerald Hohenauer, Ref. Invekos


april_2013

Einhaltung Grundanforderungen sichert ÖPUL-Ausgleichszahlungen:

Grundanforderungen bei ÖPUL 2007-Maßnahmen

Auflagen von ÖPUL-Maßnahmen müssen strenger sein als geltende gesetzliche Bestimmungen. Nur dann ist die Gewährung von ÖPULAusgleichszahlungen gerechtfertigt. EU-Kontrolle Im Jahr 2010 fand in Österreich eine Kontrolle der Europäischen Kommission (EK) statt. Als Mangel fiel den Prüfern auf, dass für ÖPUL-Maßnahmen nicht exakt definiert ist, welche gesetzlichen Bestimmungen oder andere Regelungen die Basis (Grundanforderung) von ÖPUL-Auflagen sind. Grundanforderungen stellen die Basis dar, über die ÖPUL-Auflagen hinausgehen müssen. Zum Beispiel sind Stickstoff (N)-Obergrenzen, die jeder UBAG-, Bio- und Ökopunkte-Betrieb ein-

zuhalten hat, niedriger und damit strenger als gesetzliche Höchstmengen. Aufgrund der Beanstandung hatte Österreich die Grundanforderungen für ÖPUL-Maßnahmen der EK nachzumelden. Welche Grundanforderungen für in NÖ relevante ÖPUL-Maßnahmen gelten, zeigt die Tabelle „Grundanforderungen bei ÖPUL 2007-Maßnahmen“.

AMA-Kontrolle und Sanktion Die Einhaltung der Grundanforderungen wird AMA-seitig sowohl edv-technisch (Verwaltungskontrolle) als auch vor Ort geprüft. Wird gegen eine Grundanforderung verstoßen, reicht die Sanktion bis zum Einbehalt der betroffenen ÖPUL-Maßnahmenprämie, zumBeispiel Bio- oder Ökopunkte im Antragsjahr! Diese sehr strenge Vorgehensweise wird damit begründet, dass ohne Einhaltung

Grundanforderungen bei ÖPUL-2007-Maßnahmen Grundanforderung Aktionsprogramm Nitrat: _Einhaltung gesetzlicher N-Düngungsobergrenzen _Maximal 170 kg N lagerfallend pro Hektar LN aus Wirtschaftsdüngern im Durchschnitt des Betriebes _Wasserrechtliche Bewilligung bei Ausbringung von mehr als 210 kg N feldfallend (auf der Einzelfläche) auf LN mit Gründeckung, auf Dauergrünland oder mit N-zehrender Fruchtfolge

Pflanzenschutzmittelgesetz: _Verwendung zugelassener Mittel _Aufzeichnungen führen _Anwendung gemäß Zulassungsbedingungen (Aufwandmenge, Abstandsauflagen, Schutzkleidung,…) _Sachkundigkeit des Anwenders _Gitfbezugsbewilligung _Ordnungsgemäße Lagerung Umbruchsverbot von Grünland auf Hanglagen über 15 % Maximal 85 % der Ackerfläche Getreide und Mais sofern mehr als 5 ha Acker bewirtschaftet und weniger als 0,5 GVE/ha gehalten werden Maximal 50 % der Acker-/Weinbau-/Spezialkultur- und Grünlandflächen „Häckselflächen“ (ohne Ernte: GLÖZ, Blühfläche, Bodengesundung,…) Keine Beseitigung von Naturdenkmälern

Bewilligungspflichtige Wassernutzung Keine Beseitigung von Terrassen Begrünung von Bodengesundungsflächen

von Grundanforderungen freiwillige Mehrleistungen nicht abgeltbar sind. Die Umsetzung der Prüfung von ÖPUL-Grundanforderungen und der strengen Sanktionierung im Verstoßfall erfolgt seit dem Antragsjahr 2011. Alle aufgelisteten Bestimmungen sind Teil von Cross Compliance bzw. GLÖZ. Im aktuellen CC-Merkblatt (2013), verfügbar auf der AMA-Homepage, kann die umfangreichere Beschreibung der Regelungen nachgelesen werden. Die Einhaltung beschriebener Grundanforderungen ist im Hinblick auf die mögliche Sanktionshöhe bei ÖPUL-Maßnahmen bedeutsamer denn je. DI Elisabeth Schübl Referat Ackerbau und Grünland

Für folgende ÖPUL 2007-Maßnahme(n) _Bio, UBAG, Ökopunkte _Verzichtsmaßnahmen (Ackerfutter und Grünland; andere Ackerflächen; Fungizide) _IP-Maßnahmen (Erdäpfel, Rübe, Gemüse, Erdbeere, Wein, Obst und Hopfen, geschützter Anbau) _HAS-Maßnahme _Vorbeugender Boden- und Gewässerschutz _Alpung und Behirtung _Naturschutzmaßnahme WF _Bio, UBAG _Verzichtsmaßnahmen (Ackerfutter und Grünland; andere Ackerflächen; Fungizide) _IP-Maßnahmen (Erdäpfel, Rübe, Gemüse, Erdbeere, Wein, Obst und Hopfen, geschützter Anbau) _HAS-Maßnahme

_Bio, UBAG, Ökopunkte _Mahd von Steilflächen UBAG Bio _Bio, UBAG, Ökopunkte _Silageverzicht _Erhaltung von Streuobstbeständen _Naturschutzmaßnahme WF _IP Gemüse _IP im geschützten Anbau _IP Wein, Obst und Hopfen _Mahd von Steilflächen _IP Wein, Obst und Hopfen

45


Die landwirtschaft

technik

markt

Pflanzenschutzmittel mit Hilfe moderner Applikationstechnik gezielt einsetzen

S 49

Gleichmäßig und punktgenau auf jedes Blatt

Einheitswertzuschläge mit neuem Viehumrechnungsschlüssel S 50

Der Sanierungsscheck für Private S 52

Der Landwirt als Wärmeverkäufer S 54

Förderaktion Holzheizungen 2013 S 55

Bioabfälle richtig sammeln S 56

AK Milchproduktion

Die Weichen für die Zukunft stellen S 57

Passt Fischproduktion zu meinem Betrieb? S 58

Markt – Lammfleisch auf hohem Niveau produziert S 60

Buschenschank für junge Stammkunden fit machen

Pflanzenschutzmittel möglichst gleichmäßig und punktgenau auf die Laubwand aufzubringen, hilft, die Produktionskosten im Weinbau zu senken und enge Zeitfenster optimal zu nutzen. Wie man moderne Technik dabei gezielt nutzen kann, verrät Robert Diem von der Bildungswerkstatt Mold. Die Laubwand variiert im Jahresablauf sehr stark. Zu Beginn der Vegetationsperiode ist die zu behandelnde Fläche im Schnitt rund 1.400 Quadratmeter je Hektar groß und wächst bis zur Reife auf zirka 100.000 Quadratmeter je Hektar an. Deshalb sind die Aufwandmenge je Hektar und die optimale Einstellung der Maschine ständig dem jeweiligen Wachstum anzupassen, um Verluste durch Abdrift und Verdunstung zu reduzieren und die Schlagkraft zu erhöhen.

Zu Beginn der Vegetationsperiode ist die zu behandelnde Laubwand im Schnitt rund 1.400 Quadratmeter je Hektar groß und wächst bis zur Reife auf zirka 100.000 Quadratmeter je Hektar an. Foto: WBS-Krems/Kührer

merk schenken, da Leichtzügigkeit und Bodenschonung gefragt sind. Will man mit kleinen Reifen auskommen, sollte man ein Tandemfahrwerk wählen. Der Brühebehälter sollte innen möglichst glatt sein und keine versteckten Ecken und Winkel aufweisen. Je günstiger der Behälter geformt ist, desto leichter schafft es das Rührwerk, Wirkstoffteilchen in Schwebe zu halten und umso besser lässt sich der Behälter reinigen. Ein Reinwassertank und ein Handwaschbehälter mit 15 Litern sollten vorhanden sein. Für den Transport der Spritzbrühe im System ist die Pumpe verantwortlich. Die geforderte Pumpenleistung setzt sich aus dem maximalen Düsenausstoß und der Leistung für das Rührwerk zusammen.

Gebläsesprüher mit stabilem Rahmen Beim Gebläsesprüher ist der Rahmen das tragende Element. Er muss stabil genug sein, um die Spritze dauerhaft vor Verwindungen zu schützen. Guter Korrosionsschutz ist Voraussetzung. Bei gezogenen Ausführungen sollte man auch der Bereifung und dem Fahrwerk Augen46

Der Gesamtdüsenausstoß wird mit folgender Formel errechnet: V=(M* vf* B)/600 V: Gesamtdüsenausstoß [l/min] M: Flüssigkeitsaufwand [l/ha] vf: Fahrgeschwindigkeit [km/h] B: Arbeitsbreite [m] = Reihenweite


april_2013 In den meisten Sprühgeräten sind Kolben-Membran-Pumpen eingebaut. Sie sind wartungsfreundlich, wenig reparaturanfällig, leistungsfähig und druckstabil. Zu kleine Ansaugquerschnitte mindern die Leistung und belasten die Pumpe. Die Bedienarmatur besteht aus Hauptventil, Druckregler, Manometer und Schaltventile für die einzelnen Teilbreiten. Der Druckregler muss schnell, unkompliziert und genau einstellbar sein. Überwacht wird die genaue Einstellung über das Manometer, das im Druckbereich zwischen zwei bar und 15 bar eine Skalierung von maximal 0,5 bar-Schritten aufweisen muss. Das Manometer ist immer frostsicher aufzubewahren. Ist die Armatur mit einem Proportionalregler ausgestattet, müssen die Teilbreitenventile über eine Gleichdruckregelung verfügen.

Siebe und Filter Für störungsfreies Arbeiten muss der Gebläsesprüher über Siebe und Filter verfügen. Das Einfüllsieb hat eine Maschenweite von maximal zwei Millimetern. Der Saugfilter weist meistens eine Maschenweite von 32 Maschen je Zoll (Mesh) auf. Der Druckfilter ist in der Druckleitung zur

Bedienarmatur eingebaut. Die Maschenweite beträgt hier meist 80 oder 100 Mesh. Er ist der feinste Filter im System. Saugund Druckfilter müssen gut zugänglich sein und beim Reinigen des Filtereinsatzes darf keine Spritzbrühe austreten. Die Düsenfilter sind der Düsengröße angepasst, um Verstopfungen zu verhindern. Bei manchen Geräten wird ein zusätzlicher Druckfilter für jeden Düsenbogen eingebaut; dann kann man auf die Düsenfilter verzichten.

Kleine Tröpfchen – passende Witterung Die Düsen müssen die Flüssigkeit in kleine Tröpfchen zerteilen, um so gleichmäßige Anlagerung an der Laubwand zu ermöglichen. Für die biologische Wirkung der Spritzmittel sind die Witterung und die Tröpfchengröße ausschlaggebend. Kleine Tröpfchen verteilen sich gleichmäßiger und benetzen gut. Doch die Gefahr von Abdrift und Verdunstung ist sehr groß. Hier kommt die Witterung ins Spiel. Optimal wäre möglichst kühles Wetter bei 15°bis 25°C und eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent, um ausreichend lange Lebensdauer der Tropfen zu gewährleisten. Bei heißer

trockener Witterung verdunsten feine Tröpfchen binnen weniger Sekunden und der Pflanze bleibt kaum Zeit, die Wirkstoffe aufzunehmen. Die Vorteile besserer Benetzung und Verteilung kommen nicht zum Tragen. Bezüglich Abdriftgefahr wäre Windstille optimal.

Hohlkegel- und Flachstrahldüsen Oft findet man in Weinbauspritzen Hohlkegeldüsen, die ein Tropfenspektrum von fein bis sehr fein aufweisen. Unter optimalen Bedingungen bieten diese Düsen die besten Voraussetzungen für effizienten Spritzmitteleinsatz. Ein Nachteil dieser Düsen ist, dass die einzelnen Sprühkegel ineinander spritzen und keine gleichmäßige Verteilung zulassen. Flachstrahldüsen sind diesbezüglich günstiger, da die einzelnen Sprühfächer aneinander vorbeisprühen, was ein sehr gleichmäßiges Verteilungsbild ergibt.

Immer öfter Injektorflachstrahldüsen Immer öfter findet man bei neuen Sprühgeräten Injektorflachstrahldüsen. Das Tropfenspektrum dieser Düsen liegt je nach Größe und Druck zwischen mittel und extrem grob. Wobei sie meist im Bereich von mittel bis grob arbeiten. Die

Qualität für Profis Mitas und Continental Landwirtscha sreifen – Premiummarken, produziert vom europäischen Reifenhersteller Mitas, garantieren Ihnen: Bewährte Qualität – unsere Produkte genießen das Vertrauen führender Traktorenhersteller wie AGCO (Fendt, Challenger, Massey Ferguson, Valtra), Argo Tractors (Landini, McCormick), Claas, CNH (Case, New Holland), John Deere, Lindner, Reform oder Same Deutz-Fahr (Same, Deutz-Fahr, Lamborghini, Hürlimann).

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Die landwirtschaft

technik

Hohlkegeldüse TR 80

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Antidriftdüse AD 90

Flachstrahl

Quelle: Lechler

Quelle: Lechler

Quelle: Lechler

Quelle: Lechler

Verluste durch Abdrift und Verdunstung kann man damit minimieren. Zuweilen werden auch Antidriftdüsen eingesetzt, mit einem Tropfenspektrum von fein bis grob. Auch diese Düsen reduzieren die Abdriftgefahr deutlich.

driftgefahr. Mit dem Einbau des Axialgebläses in einen Querstromkasten erzielt man deutliche Verbesserungen.

in die Laubwand einzublasen und die Anlagerung im Inneren zu verbessern.

können. Sinnvoll scheint es, je nach Laubwandentwicklung, mit reduzierter Motordrehzahl zu arbeiten. Sehr wirtschaftlich und effizient sind Überzeilengeräte mit Recyclingsystem. Sie fangen den Sprühnebel auf, der die Laubwand durchdringt und führen ihn in den Behälter zurück. Sehr gut funktioniert dies in Kombination mit Tangentialgebläsen, da der Luftstrom horizontal und die Gebläseleistung gut dosierbar ist. Angeboten werden derartige Geräte zum Beispiel von Wanner, Lipco oder Lochmann. Lipco stattet diese Maschinen serienmäßig mit Injektorflachstrahldüsen aus. Laut Praxisberichten reduziert diese Technik den Spritzmittelaufwand um rund 35 Prozent.

Wartung und Pflege zentral Verschmutzte oder beschädigte Düsen bedeuten Spritzfehler. Daher muss man nach jeder Spritzung und bei jeder Unterbrechung eine gründliche Systemspülung durchführen. Alle Leitungen bis zu den Düsen sind gewissenhaft mit Klarwasser zu spülen.

Axialgebläse Pflanzenschutzgeräte für den Weinbau sind mit einem Gebläse ausgestattet, um Anlagerungen in der Laubwand zu erzielen. Die Gebläsebauart, die am häufigsten zu finden ist, ist das Axialgebläse. Sie blasen nur einen Teil der Luft horizontal aus, den größeren Teil des Sprühnebels blasen sie mehr oder weniger steil nach oben. Hier besteht Ab-

Radial- und Tangentialgebläse Das Radialgebläse führt die Luft über Luftleitkanäle zu den Ausblasfächern. Es teilt die Luft symmetrisch auf. Die Düsen sind im Bereich der Ausblasfächer angeordnet, die Luftgeschwindigkeit geht bis 80 Meter pro Sekunde, hier besteht Abdriftgefahr. Tangentialgebläse verfügen über walzenförmige, stehende Lüfterrotoren. Sie erreichen bei vergleichsweise geringer Antriebsleistung und wenig Lärmentwicklung sehr gute Volumenströme. Sie bewegen die Luft in horizontaler Richtung, verteilen sie damit gleichmäßig und minimieren die Abdrift. Ölmotoren übernehmen den Antrieb. Deshalb kann man die Leistung stufenlos regeln und an die Entwicklung der Laubwand anpassen. Durch Verdrehen der Lüfter ist es möglich, den Luftstrom schräg

Die benötigte Gebläseleistung wird wie folgt errechnet: Q=(RW*H*vf)/f Q: Luftfördermenge (m³/h) RW: Reihenweite (m) H: Kulturhöhe (m) vf: Fahrgeschwindigkeit (km/h) f : Faktor 2 bis 4; 2: dichte, breite Laubwand; 4: lockere, durchlässige Laubwand) Bei voll entwickelter Laubwand ist eine Luftleistung von zirka 18.000 Kubikmeter je Stunde bis rund 22.000 Kubikmeter pro Stunde erforderlich. Oft sind Geräte mit bis zu 35.000 Kubikmetern pro Stunde im Einsatz und ein beachtlicher Teil der Spritzbrühe durchdringt die Laubwand und belastet als Abdrift die Umwelt. Daher sollten Axialund Radialgebläse zumindest mit einem zweistufigen Getriebe ausgestattet sein, um die Leistung regulieren zu

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Tröpfchenlebensdauer in Sek.

Kurz gefasst Wer die Betriebsmittel Arbeitszeit, Spritzmittel und Treibstoff effizient einsetzen will, sollte folgende Punkte unbedingt beachten: Die Spritze immer sauber halten; bei jeder Unterbrechung eine Systemspülung sowie gründliche Reinigung nach Beendigung der Arbeit durchführen. Gebläseleistung und Ausrichtung des Luftstroms immer dem Entwicklungsstand der Laubwand anpassen; richtige Arbeitsgeschwindigkeit wählen. Düsenausstattung und Arbeitsdruck so wählen, dass Abdrift und Verdunstung minimiert werden; bei geeigneter Gebläsetechnik wird auch mit großtropfigen Düsen gute Anlagerung erzielt!.

Ing. Robert Diem Bildungswerkstatt Mold Tel. 05 0259 29504 robert.diem@mold.lk-noe.at

200 150 200 50 0 20 °C/80% rel. LF 30 °C/50% rel. LF

Verschmutzte Düse

Tröpfchenlebensdauer in Sek.

Foto: Bildungswerkstatt/Hauer

Grafik: Bildungswerkstatt/Nagl


april_2013

Änderungen im Viehumrechnungsschlüssel

Einheitswertzuschläge bei Tierhaltung

Bei der nächsten Hauptfeststellung der Einheitswerte 2014 wird der Tierhaltung auch steuerlich eine größere Bedeutung als bisher beigemessen. Die Einheitswertzuschläge sind als Teil des Einheitswertes anzusehen und haben somit Bedeutung für sämtliche einheitswertabhängigen Abgaben sowie Pauschalierungs- und Buchführungsgrenzen.

Beispiel (ab 2014)

Die Zuschläge für (überdurchschnittliche) Tierhaltung sollen 4 % der österreichweiten Einheitswertsumme ergeben. Dabei handelt es sich natürlich um Durchschnittswerte und nicht um für den einzelnen Betrieb zur Anwendung kommende Einheitswertanteile. Die höhere Einheitswertsumme wird einerseits durch eine geringere Normalunterstellung (es gibt früher Zuschläge) und andererseits durch einen höheren Zuschlag für jede Vieheinheit (über der Normalunterstellung) erreicht. Wenn eine gewerbliche Tierhaltung vorliegt, gibt es keine Zuschläge zum Einheitswert, sondern erfolgt generell eine andere Form der Besteuerung. Im Einheitswert (EW) automatisch berücksichtigt werden (auch bei allen vollkommen viehlosen Betrieben) für die ersten 20 ha RLN 2 Vieheinheiten pro ha und darüber 1 VE pro ha (sogenannte „Normalunterstellung“). Für die darüber liegenden Vieheinheiten wird es rund 280 €/VE Zuschlag zum EW geben – konkret müssen 4 % der EW-Summe erreicht werden. Die Bewertung erfolgt im Steuerrecht auf Basis des Futterverbrauches. Der Viehumrechnungsschlüssel (siehe Tabelle) wurde für einige Tierarten ab 2014 geändert. Die größten Veränderungen gibt es diesbezüglich bei Schweine- und Rinderhaltung. Ein Mastschwein

Ein Putenhaltungsbetrieb mit einer bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 40 ha (RLN) verfügt über 6.000 Putenmastplätze. Pro Jahr werden 12.600 Mastputen erzeugt (6.000 x 2,1 Umtriebe). Das sind 113,4 VE (12.600 x 0,009 VE). Die Normalunterstellung beträgt 60 VE (20 x 2 + 20 x 1) Der EW Zuschlag beträgt daher voraussichtlich ca. 14.952 € (113,4 VE – 60 VE = 53,4 VE; 53,4 VE x 280 € = 14.952 € ). Bis zum 31. Dezember 2013 gilt noch eine höhere Normalunterstellung; für die ersten 10 ha können 3 VE pro ha, für die nächsten 10 ha 2 VE pro ha und für die übrige reduzierte landwirtschaftliche Nutzfläche 1 VE pro ha (RLN) erzeugt bzw. gehalten werden. Ebenso sind bis 31. Dezember 2013 noch die alten Viehumrechnungsschlüssel anzuwenden. Es wird darauf hingewiesen, dass eine wesentliche Änderung der Viehbestände (über der Normalunterstellung) dem Finanzamt (ungeachtet der Meldungen bei der AMA) mitzuteilen ist bzw. war (siehe Formular LuF 15 insbes. Punkt 9 „Tierbestand“, www.bmf.gv.at/ service/formulare – Formulardatenbank). Diese Meldepflicht gilt auch für vollpauschalierte Betriebe, bei denen sich möglicherweise trotz in der Folge höherer Einheitswertzuschläge noch keine Einkommensteuer errechnet, weil die Einheitswertzuschläge eine wesentliche

(aus fremden Ferkeln) wird statt bisher mit 0,09 VE künftig mit 0,06 VE bewertet, eine Zuchtsau wird statt mit 0,3 VE künftig mit 0,35 VE angesetzt. Bei Rinderhaltung wurde eine neue Kategorie eingeführt (0,65 VE für Rinder mit ein bis eineinhalb Jahren) und eine Bewertung der erzeugten Milchmenge entfällt (bisher 0,05 VE/t). Für die Bewertung zum Stichtag 1. 1. 2014 ist die Tierproduktion im Jahr 2013 heranzuziehen.

Bedeutung auch für andere Abgaben (zB Grundsteuer und Sozialversicherung) haben. Natürlich führt umgekehrt eine Reduktion in der Viehwirtschaft zu geringeren Einheitswertzuschlägen bzw. zur vollständigen Streichung der Zuschläge. Mag. Roman Prein, Dr. Rainer Gehringer

Bewertungsgesetzänderung Viehumrechnungsschlüssel mit den neuen Werten für Schafe und Ziegen (Entwurf) Pferde: Fohlen, Jungpferde bis ein Jahr 0,35 VE Jungpferde ein bis drei Jahre, 0,6 VE Kleinpferde andere Pferde über drei Jahre 0,8 VE Rinder: Rinder bis sechs Monate 0,3 VE Rinder sechs Monate bis ein Jahr 0,55 VE Rinder ein bis eineinhalb Jahre 0,65 VE Rinder eineinhalb bis zwei Jahre 0,8 VE Rinder über zwei Jahre 1,0 VE Schafe – Entwurf: Lämmer bis sechs Monate 0,02 VE Schafe sechs Monate bis ein Jahr 0,1 VE Schafe über ein Jahr 0,15 VE Ziegen – Entwurf: Ziegen sechs Monate bis ein Jahr 0,05 VE Ziegen über ein Jahr 0,12 VE Schweine: Ferkel (10 bis 30 kg) 0,01 VE Mastschweine aus zugekauften 0,06 VE Ferkeln Mastschweine aus eigenen Ferkeln 0,07 VE Jungsauen, Jungeber 0,1 VE Zuchtsauen, Zuchteber 0,35 VE Hühner: Junghennen 0,002 VE Legehennen aus zugekauften 0,013 VE Junghennen Jungmasthühner 0,001 VE Übriges Geflügel: Mastenten 0,003 VE Mastgänse 0,006 VE Mastputen 0,009 VE Kaninchen: Zucht- und Angorakaninchen 0,034 VE Mastkaninchen 0,002 VE Damtiere: Damtiere 0,09 VE 49


Die landwirtschaft

technik

Befristete Förderungsaktion für thermische Sanierung und Umstellung auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energieträgern

Der Sanierungsscheck für Private 2013

An wen sich der Sanierungsscheck genau richtet, was er wie fördert und wo man die Anträge stellen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag. Der Sanierungsscheck richtet sich an (Mit-)Eigentümer, Bauberechtigte oder Mieter eines Ein- oder Zweifamilienhauses und an Wohnungseigentümer und Mieter von Wohnungen im mehrgeschossigen Wohnbau. Pro Antragsteller und pro Objekt kann nur ein Förderantrag gestellt werden. Unter „Objekt“ versteht man ein Einfamilienhaus oder eine einzelne Wohnung in einem Zweifamilienhaus oder im mehrgeschossigen Wohnbau.

Holzzentralheizungsgerät, der Einbau einer Wärmepumpe und ein Nah- oder Fernwärmeanschluss.

Thermische Sanierung und erneuerbare Energieträger werden gefördert

Rechnung von Professionisten

Gefördert werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind ab dem Datum der Baubewilligung und die Umstellung von Wärmeerzeugungssystemen auf erneuerbare Energieträger. Förderungsfähig sind: Dämmung von Außenwänden Dämmung der oberste Geschossdecke oder des Daches Dämmung der untersten Geschossdecke oder des Kellerbodens Sanierung oder Austausch der Fenster und Außentüren Umstellung des Wärmeerzeugungssystems, zum Beispiel die Errichtung einer thermischen Solaranlage, die in das bestehende Heizungssystem eingebunden wird, der Umstieg auf ein

Gefördert werden die Kosten für Material, Montage sowie für die Planung. Maßnahmen, für die keine Montagerechnung eines Professionisten vorgelegt wird, werden nicht gefördert. Die Förderhöhe beträgt bis zu 20 Prozent der förderungsfähigen Kosten beziehungsweise maximal 5.000 Euro für die thermische Sanierung und maximal 2.000 Euro für die Umstellung des Wärmeerzeugungssystems. Bei Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen oder mit Umweltzeichen oder von Holzfenstern kann man jeweils einen Zuschlag von 500 Euro in Anspruch nehmen. Stellt man den Antrag bis zum 30.06.2013 und setzt alle Maßnahmen bis zum 31.03.2014 um, erhöht sich die Förderung für die thermische Sanierung

Maßnahme Umfassende Sanierung Teilsanierung 30 % Teilsanierung 20 % Einzelbaumaßnahme - Oberste Geschossdecke/Dach - Fenster/Außentüren Umstellung Wärmeerzeugungssystem 50

Gefördert werden die Kosten für Material, Montage und Planung. Foto: fotolia.de

inklusive Umstellung des Wärmeerzeugungssystems aufgrund des Konjunkturbonus auf bis zu 30 Prozent der förderungsfähigen Kosten beziehungsweise auf maximal 9.000 Euro.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Förderung erfüllt werden? Die Förderungsaktion unterscheidet Maßnahmen in umfassende Sanierungen und Teilsanierungen mit unterschiedlich hoher Reduktion des Heizwärmebedarfs, sowie in Einzelbaumaßnahmen. Bei einer umfassenden thermischen Sanierung darf ein bestimmter Wert des Heizwärmebedarfs nicht überschritten werden. Erreicht man mit den Sanierungs-

„Konjunkturbonus“ max. Förderungshöhe max. Förderungshöhe Bei Antragstellung ab 01.07.2013 max. Zuschläge Bei Antragstellung bis 30.06.2013 bzw. Fertigstellung aller Maßnahund Fertigstellung aller Maßnahmen bis 31.12.2014 men bis 31.03.2014 • 500 Euro bei Verwendung von Dämmstoffen aus 7.000 Euro 5.000 Euro nachwachsenden Rohstoffen oder mit Umwelt4.000 Euro 3.000 Euro zeichen 3.000 Euro

2.000 Euro

2.000 Euro*

2.000 Euro*

• 500 Euro bei Verwendung von Holzfenstern • 300 Euro für den Energieausweis


april_2013 maßnahmen die Kriterien einer umfassenden Sanierung nicht, kann man eine Förderung für eine Teilsanierung oder für eine Einzelbaumaßnahme beantragen. Die Verringerung des Heizwärmebedarfs muss man bereits bei Antragstellung nachweisen. Man benötigt jeweils einen Energieausweis vom Bestandsgebäude sowie einen Energieausweis des Gebäudes nach Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Bei einer Einzelbaumaßnahme reicht der Energieausweis vom Bestandsgebäude aus. Nähere Informationen zu den förderungsfähigen Maßnahmen finden Sie in nachfolgender Tabelle: Eine Umstellung des Wärmeerzeugungssystems ist ebenfalls förderungsfähig. Voraussetzung ist, dass das Bestandsgebäude bereits dem guten Standard einer umfassenden Sanierung entspricht oder gleichzeitig eine förderungsfähige thermische Sanierungsmaßnahme durchgeführt wird. Förderungsfähige Wärmeerzeugungssysteme umfassen Solarkollektoren, Holzzentralheizungsgeräte, Wärmepumpen und die Umstellung auf Nah- oder Fernwärme. Näheres zu den Förderungsbedingungen zeigt die Tabelle.

Wie hoch ist die Förderung? Die Förderung inklusive möglicher Zuschläge wird als einmaliger, nicht rückMaßnahme

Wärmeerzeugungssystem

- eingesetzte Kollektoren entsprechen der „Solar-Keymark-Richtlinie“ (www.estif.org/solarkeymark) - min. Bruttokollektorfläche 15 m2 - im Volllastbetrieb Einhaltung der Emissionsgrenzwerte der Umweltzeichenrichtlinie (UZ 37) des Lebensministeriums; Liste der förderungsfähigen Kesseltypen: www.sanierungsscheck2013.at - bei Ein-/Zweifamilienhäusern sind nur Kessel ≤ 50 kW förderungsfähig Mindestleistungszahl (COP) von 4 laut Herstellerangabe Angabe des biogenen Brennstoffanteils

Solarkollektor

Holzzentralheizungsgerät Wärmepumpe Nah-/Fernwärmeanschluss

*Bei Nah- und Fernwärmeanschluss reduziert sich die Förderungshöhe um 500 Euro, wenn der biogene Brennstoffanteil unter 50% liegt.

zahlbarer Investitionskostenzuschusses von maximal 20 beziehungsweise 30 Prozent bei Einhaltung der Voraussetzungen für den „Konjunkturbonus“ der förderungsfähigen Investitionskosten vergeben. Bei Wohnungseigentum und -miete wird je Wohneinheit der aliquote Anteil der förderungsfähigen Investitionskosten herangezogen. Bei Mietwohnungen ist die maximale Förderung außerdem im Ausmaß der Mietzins- oder Entgelterhöhung begrenzt. Abhängig von der Sanierungsmaßnahme und der daraus resultierenden Reduktion des Heizwärmebedarfs gelten die maximalen Förderungshöhen, die in der Tabelle angeführt sind: Die endgültige Förderungssumme wird nach Umsetzung der Maßnahmen und Vorlage der Endabrechnungsunterlagen ermittelt und ausbezahlt.

Ausmaß der Sanierung

Antragstellung Die Antragstellung erfolgt über die Bausparkassen. Einreichungen sind zwischen 14.01. und 31.12.2013 möglich. Bitte beachten Sie, dass bei der Antragstellung eine aktuelle E-Mail-Adresse anzuführen ist, da der gesamte Schriftverkehr im Zuge der Förderungsabwicklung ausschließlich per E-Mail erfolgt. Der Antrag muss vor Beginn der baulichen Maßnahmen bzw. Liefertermin/Lieferungen gestellt werden. Formblätter zur Antragstellung sind bei allen Bankfilialen und Bausparkassen erhältlich oder stehen unter www.sanierungsscheck2013.at zum Download bereit. DI Herbert Haneder, Ref. Technik und Energie Tel. 05 0259 25301, herbert.haneder@lk-noe.at

Bedingungen

Reduktion des Heizwärmebedarfs Umfassende Sanierung (HWB)1 auf einen guten Standard Teilsanierung 30% Teilsanierung 20% Einzelbaumaßnahme Oberste Geschossdecke/Dach Einzelbaumaßnahme Fenster/Außentüren

Bedingungen

- max. zulässiger HWB für einen guten Standard: 75 kWh/m2a bei einem A/V-Verhältnis2 > 0,8 - für A/V-Verhältnis ≤ 0,8 siehe Tabelle „HWB-Grenzwerte“ auf www.sanierungsscheck2013.at - ein Energieausweis vom Bestandsgebäude und ein weiterer mit den geplanten Maßnahmen

Reduktion des HWB um min. 30 % Reduktion des HWB um min. 20 %

ein Energieausweis vom Bestandsgebäude und ein weiterer mit den geplanten Maßnahmen

Dämmung der gesamten obersten Geschossdecke bzw. Dachfläche

- Mindeststärke des Dämmmaterials 16 cm (entspricht einem U-Wert von 0,20 W/m²K) - ein Energieausweis vom Bestandsgebäude

Sanierung/Tausch von zumindest 80% der - max. U-Wert 1,35 W/m²K bestehenden Fenster - ein Energieausweis vom Bestandsgebäude

1 HWB: kWh/m2a; 2 Oberflächenvolumsverhältnis

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Heizkosten sparen – ein Leben lang

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Ideen mit Zukunft. 51


Die landwirtschaft

technik

Der Landwirt als Wärmeverkäufer

Die Nachbarn mit Wärme versorgen

Immer mehr Landwirte wagen den Schritt und werden Wärmeversorger. Sie erzeugen nicht nur den Brennstoff, sondern errichten Heizanlagen und beliefern Nachbarn, öffentliche Gebäude, Wohnhausanlagen oder Gewerbebetriebe mit Wärme. In den letzten Jahren entwickelte sich bei den Biomasseheizanlagen ein Trend hin zu kleineren Versorgungseinheiten mit kurzen Leitungslängen. Dies hilft, die Verluste am Nahwärmenetz und die spezifischen Investitionskosten gering zu halten. Kleinere Anlagen sind finanziell überschaubar und bieten den Landwirten ein hohes Maß an Wertschöpfung.

Kleinanlagen machen Sinn – sowohl für Anbieter als auch für Abnehmer Landwirte errichten immer öfter kleinere Anlagen, mit denen sie einen oder mehrere Nachbarn mit Wärme versorgen. Dies ist in der Regel nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll. Heißes Wasser wird von der Heizzentrale über ein Wärmenetz zu den Abnehmern geleitet. Eine Hausübergabestation oder ein Wärmetauscher im Keller sorgt für die Wärmeübertragung an das abnehmerseitige Heizsystem und garantiert gleichzeitig eine Systemtrennung. Der Betreiber investiert in die gesamte Biomasseanlage zuzüglich der baulichen Maßnahmen sowie in das Wärmeverteilnetz. Er ist für Funktion, Wartung und Reparatur der Heizungsanlage verantwortlich. Der Abnehmer hat mit der Wärmeerzeugung keinerlei Aufwand und genießt hohen Komfort. Er übernimmt lediglich die Wärme und bezahlt einen am Wärmemengenzähler gemessenen, indexgesicherten Wärmepreis. Wärmelieferverträge schließt man üblicherweise für eine Laufzeit von 15 bis 20 Jahren ab. Die Finanzierung der Nahwärmeanlagen erfolgt mit einem Eigenmittelanteil des Errichters und mit einem einmaligen Baukostenzuschuss der Abnehmer und 52

einer Nahwärmeförderung. Die Höhe des Baukostenzuschusses ist von den Investitionskosten und der bereitzustellenden Leistung abhängig.

Immer mehr Landwirte versorgen Nachbarn und öffentliche Gebäude mit Wärme.

Förderungsmöglichkeit für Landwirte

Welche Bedingungen sind einzuhalten?

Die derzeit einzige Möglichkeit einer Nahwärmeförderung ist jene im Rahmen der „Betrieblichen Umweltförderung“ des Bundes. Abwicklungsstelle ist die Kommunalkredit Public Consulting GmbH. Das Förderangebot richtet sich vorwiegend an Unternehmer, Gewerbebetriebe, Vereine, Konfessionsgemeinschaften und unter bestimmten Voraussetzungen auch an Landwirte, wenn diese im Rahmen der Landwirtschaftsförderung (M 311) nicht förderbar sind. Die Förderwürdigkeit für Landwirte ist abhängig von der Anzahl der Abnehmer und des verwendeten Brennstoffes. Als Grundvoraussetzung müssen mindestens zwei räumlich getrennte Objekte, von denen zumindest eines nicht im Eigentum des Förderwerbers steht, versorgt werden. Bei bis zu drei Abnehmern ist es erlaubt, ausschließlich Waldhackgut zu verwenden. Ab vier Abnehmern muss zumindest ein geringer Anteil an Sägenebenprodukten wie Späne, Spreißel oder Rinde mit dabei sein.

Der Förderantrag muss vor Errichtung der Anlage, also vor deren Lieferung, elektronisch eingereicht werden. Der Nachweis eines effizienten Betriebes sowie die Einhaltung bestimmter Anlagenkennzahlen, wie Mindestwärmebelegung oder Netzverlust, sind zu erbringen. Insgesamt müssen drei Kaufangebote für die Anlage vorliegen, die spätestens bei der Förderabrechnung vorzulegen sind. Für das Ablesen der gelieferten Wärme sind Wärmemengenzähler bei den Abnehmern zu installieren. Zusätzlich ist ein Zähler nach dem Biomassekessel beziehungsweise nach dem Pufferspeicher zu installieren. Dieser kann auch vor Austritt aus dem Heizhaus angebracht werden. Der Zähler ist erforderlich, um die Netzverluste ermitteln zu können. Weiters ist ein Stromsubzähler für Kesselhaus und Netzpumpe einzubauen.

Foto: BMLFUW/Rita Newman

Netzverluste nicht unterschätzen Wichtigster Parameter für den effizienten Betrieb einer Nahwärmeanlage ist die


Ins. HERZ Landwirtsch. 63x259

17.12.2012

april_2013

Wärmebelegung des Nahwärmenetzes. Diese muss mindestens 900 Kilowattstunden pro Laufmeter Trassenlänge betragen. Dieser Wert gilt auch für die Förderstelle als unterster Grenzwert. Zusätzlich darf der Netzverlust maximal 20 Prozent der ins Nahwärmenetz gelieferten Wärmemenge betragen. Lange Leitungen verursachen nicht nur hohe Investitionskosten, sondern auch hohe Abstrahlverluste. Je nach Isolierklasse der erdverlegten Rohre und der Leitfähigkeit des Erdreiches ist mit einem Verlust von 15 bis 30 Watt pro Laufmeter Trasse, inklusive Vor- und Rücklauf, in einer Stunde zu rechnen. Nimmt man einen durchschnittlichen Wärmeverlust von 22 Watt an, so sind dies über die Heizperiode bei einer Leitungslänge von 100 Meter bis zu 12.700 Kilowattstunden (0,022 kW x 100 m x 5.760 h). Dies entspricht dem Energieinhalt von 17 Schüttraummetern Fichtenhackgut oder 1.270 Litern Heizöl. Schließt man ein Einfamilienhaus mit 10 Kilowatt Heizlast in 50 Meter Entfernung an, so ist mit 15.000 Kilowattstunden Wärmeverkauf und 6.350 Kilowattstunden Leitungsverlusten pro Jahr zu rechnen.

Sommerbetrieb vermeiden Soll die Heizanlage auch im Sommer die Warmwasserbereitung übernehmen, dann ist zumindest eine Lösung mittels Pufferspeicher bei den Abnehmern zu empfehlen. Das reduziert die Netzbetriebsstunden, die Abstrahlverluste und die Pumpstromkosten. Noch günstiger ist es, in den Sommermonaten das Warmwasser mittels Sonnenkollektoren oder einer Brauchwasserwärmepumpen zu erwärmen und die Biomasseheizung gänzlich abzuschalten.

Neue Siedlungen oft nicht wirtschaftlich In neuen Siedlungsgebieten gibt es fast nur mehr Objekte mit hohem Wärmedämmstandard. Für Niedrig- oder Niedrigstenergiehäuser ist es aber wirtschaftlich extrem schwierig bis unmöglich eine Biomassenahwärmeanlage zu errichten, da die Leitungsverluste in keiner Relation zum Wärmeabsatz stehen.

Art und Höhe der Förderung Bei der Förderung handelt es sich um einen Direktzuschuss. Der Standardfördersatz beträgt 25 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten. Setzt man mindestens 80 Prozent Waldhackgut aus einem Einzugsbereich von 50 Kilometern ein, dann ist ein Nachhaltigkeitszuschlag von fünf Prozent möglich.

Wärmelieferverträge und Indexbindung Für die Wärmelieferung sollte der Landwirt unbedingt einen Wärmeliefervertrag abschließen. Wesentliche Bestandteile des Vertrages sind Laufzeit, Wärmepreis und Indexbindung zum Zweck der jährlichen Preisanpassung. Für neue Projekte steht der Muster-Wärmeliefervertrag des Landes Niederösterreich unter www.noel.gv.at/energie im Downloadbereich zur Verfügung. Dieser zwischen Interessensvertretung, Behörden und VerBeratung, Mustervertrag die Werte schafft bänden abgestimmte kann an das jeweilige Projekt angepasst werden. Zur Anpassung des Wärmepreises enthält er den NÖ Biowärmeindex. Dieser wird von der Landwirtschaftskammer NÖ jeweils zum 1. Juli unter www.lk-noe.at in der Kategorie Markt & Preise im Bereich „Indizes“ und unter den Downloads veröffentlicht.

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Beratungspaket Über praktische Machbarkeit, Fördermöglichkeiten, erforderliche Umsetzungsschritte bis hin zur Unterstützung bei der Fördereinreichung gibt es seitens der Landwirtschaftskammer NÖ ein entsprechendes Beratungsangebot (siehe unten).

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Ihre Situation: Sie beabsichtigen alleine oder als Beratung, die Werte schafft Gemeinschaft eine Biomasseanlage zu errichten und damit weitere Objekte mit Wärme zu versorgen. Unser Angebot für Sie: Wir informieren Sie über die grundsätzliche technische Machbarkeit und die erforderlichen Umsetzungsschritte. Wir machen eine Grobabschätzung der Wirtschaftlichkeit des geplanten Vorhabens und geben Informationen über Fördermöglichkeiten und -voraussetzungen. Ihr Nutzen: Sie können vor einer konkreten Planung die praktische Machbarkeit, die weiteren Umsetzungsschritte und die Fördermöglichkeiten des Projektes in Erfahrung bringen. Kostenbeitrag: kostenfrei, 30 Euro Hofpauschale Beratungsort: am Hof Ihr Ansprechpartner: DI Herbert Haneder, herbert.haneder@lk-noe.at, Tel. 05 0259 25301 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

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53


Die landwirtschaft

technik

Aus dem Klima- und Energiefonds der Bundesregierung

Exklusiv für NÖ Bauernbundmitglieder

Förderaktion Holzheizungen 2013

Unfall-Zusatzschutz bei Arbeit und Freizeit

Für den Heizkesseltausch von fossiler auf erneuerbare Energie gibt es bares Geld. Erfahren Sie mehr über die Fördervoraussetzungen.

Die Umstellung von Privathaushalten auf Pellets oder Hackschnitzel zahlt sich aus.

Gefördert werden neu installierte Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte bis maximal 50 Kilowatt, wenn diese einen oder mehrere bestehende fossile Kessel oder elektrische Nacht- oder Direktspeicheröfen ersetzen. Zuschüsse gibt es auch für Pelletkaminöfen als Zusatzheizung, wenn dadurch der Einsatz fossiler Brennstoffe reduziert wird. Die Förderhöhe beträgt für Pellet-/Hackgutzentralheizungen 1.000 Euro und für Pelletkaminöfen 500 Euro. Dabei handelt es sich um einen nichtrückzahlbaren Investitionskostenzuschuss.

Die Antragstellung ist ausschließlich online zwischen 21. März 2013 und 31. Oktober 2013 möglich. Projekte sind nur dann förderfähig, wenn sie in diesem Zeitraum umgesetzt wurden. Weiters müssen alle Schlussrechnungen sowie die vom Professionisten bestätigte Errichtungsbestätigung vorliegen. Zusätzliche Fördermittel der Länder und Gemeinden können in Anspruch genommen werden. Die gleichzeitige Inanspruchnahme einer weiteren Bundesförderung, wie etwa über den Sanierungsscheck 2013, ist jedoch nicht möglich. Weitere Informationen zur Förderaktion „Holzheizungen 2013“ finden Sie unter www.holzheizungen2013.at

Antragstellung Einreichen können nur Privatpersonen, da eine überwiegend private Nutzung der geförderten Anlage gewährleistet sein muss. Den Förderantrag kann man erst nach Umsetzung der Maßnahme stellen. 54

Foto: C.A.R.M.E.N. e.V.

DI Herbert Haneder Referat Technik und Energie Tel. 05 0259 25301 herbert.haneder@lk-noe.at

Die schwere Arbeit in der Landwirtschaft birgt besondere Gefahren. Laut Statistik ereignen sich jährlich in Österreichs Land- und Forstwirtschaft rund 5.000 Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. (Quelle: Sozialversicherungsanstalt der Bauern). Darüber hinaus stellt das Unfallrisiko in der Freizeit eine zusätzliche Bedrohung dar. Denn der Verlust oder die Einschränkung der Arbeitskraft hat meist einen beträchtlichen Einfluss auf den laufenden Betrieb bzw. das Fortbestehen einer Landwirtschaft. Als Mitglied des NÖ Bauernbundes haben Sie mit Ihrer Servicekarte automatisch einen Basis-Unfallschutz. Mit dem BeitragsInkasso gilt dieser wieder für ein weiteres Jahr. Versicherungsschutz besteht für Arbeitsunfälle mit Todesfolge. Die Leistungen für die Hinterbliebenen betragen: 16.000 Euro bis zum 60. Lebensjahr 5.000 Euro ab dem vollendeten 60. Lebensjahr Natürlich weiß auch Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der NV, dass kein Geld der Welt ein Menschenleben ersetzen kann. „In vielen Fällen stellt unsere Kollektivversicherung aber eine wichtige Überbrückungshilfe zur

Weiterführung des Betriebes dar“, erklärt Schultes. Zusätzlich bietet die NV ein attraktives Leistungspaket als freiwillige und ideale Ergänzung zum Unfalltodschutz der Servicekarte an: Zusatz-Versicherungsschutz nach Unfällen in der Arbeit und Freizeit: Bei Unfall-Tod zusätzlich Versicherungssumme 15.000,– Euro. Bei Unfall-Invalidität Versicherungssumme 20.000,– Euro mit Progression bis 80.000,– bei 100 % Invalidität (Leistung ab 20 % Invaliditätsgrad). Zusätzlich für den Freizeitunfall: Rückhol-, Bergungsund Hubschrauberbergungskosten; deckt Rückhol- und Bergungskosten bis 5.000,– Euro und bietet somit wertvolle zusätzliche Sicherheit auf der Straße, im Ausland, in den Bergen. Das Paket erhalten Sie für nur einmalig 27,– Euro. Wegen des hohen Berufsrisikos zahlt sich für Landwirte die Aufstockung durch eine Zusatzversicherung auf jeden Fall aus. Für ein persönliches Beratungsgespräch sind unsere Berater ganz in Ihrer Nähe. Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten 02742/9013-0, www.noevers.at

Anzeige Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG. Foto: zVg


april_2013

Bioabfälle richtig sammeln

Richtige Sammlung von Küchen- und Speiseabfällen

In der Abfallwirtschaft rückt der Verwertungsgedanke zunehmend in den Mittelpunkt. Lesen Sie, wie Küchen- und Speiseabfälle richtig zu entsorgen sind. Bioabfälle können mittels aerober Behandlung zu Kompost werden oder durch anaerobe Verfahren zu Biogas. Wie aber entsorgt man die Speisereste dafür richtig? Grundsätzlich ist der Privathaushalt an die kommunale Bioabfallsammlung angeschlossen und Landwirtschaftsbetriebe mit eigener Tierhaltung können ihre Bioabfälle in den gelagerten Stallmist einbringen. Somit sind beide Bereiche vom Thema Lagerung, Sammlung und Behandlung von Küchen- und Speiseabfällen nicht betroffen.

Nebengewerblicher Heurigen- oder Mostschank Ein Landwirtschaftsbetrieb mit nebengewerblichem Heurigen- oder Mostschank kann Küchen- und Speiseabfälle in untergeordnetem Ausmaß in der Biotonne entsorgen. Bei Tierhaltung kann er diese Abfälle auch in seine Wirtschaftsdünger einbringen.

Gastgewerbliche Heurige müssen die Küchenabfälle in einer eigenen Gastrotonne entsorgen. Foto: Angela Shirinov/Fotolia.com

Dazu bedarf es aber definierter Rahmenbedingungen, die mit dem Gemeinde- oder Abfallwirtschaftsverband nachweisbar vereinbart wurden.

Gastgewerblicher Heurigen- oder Mostschank Bei gastgewerblicher Tätigkeit als Heuriger, Mostschank, Direktvermarkter mit Verabreichung von Speisen oder Darbietung von Kostproben muss der Betrieb zusätzlich zu seiner Biotonne die Küchen- und Speiseabfälle in einer eigener „Gastrotonne“ entsorgen. Univ. Lektor DI Manfred Swoboda Ref. Technik und Energie Tel. 05 0259 25305 manfred.swoboda@lk-noe.at

ÖWAV-Leitfaden: „Küchen- und Speiseabfälle sowie ehemalige Lebensmittel tierischer Herkunft“ Weiterführende Informationen rund um die Verwertung von Küchen- und Speiseabfällen gibt der ÖWAV-Leitfaden „Küchen- und Speiseabfälle sowie ehemalige Lebensmittel tierischer Herkunft“. Zu bestellen beim Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband, Marc-Aurel-Straße 5, 1010 Wien, Tel. 01/535 57 20, www.oewav.at

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Die landwirtschaft

betriebswirtschaft

Arbeitskreis Milchproduktion – Mit Weiterbildung zum Erfolg

Betriebszweigauswertung in der Milchproduktion hilft, Weichen für die Zukunft zu stellen Bereits seit über 15 Jahren entwickeln Milchviehbetriebe in NÖ mit Hilfe der Arbeits­ kreis­beratung ihre Betriebe weiter und verbessern dadurch ihre Leistungen. Profitieren Sie von den Er­gebnissen aus dem Arbeits­kreis Milch – der Einstieg ist jederzeit möglich.

2%

2% 5%

Besamung

Direktkosten – Durchschnittkosten von Niederösterreich 2011-2012

7%

Einstreu Sonstige

Tiergesundheit

32%

Bestandesergänzung

Grafik: Mitmasser

18%

Grundfutter

34%

Kraftfutter

Durchschnittlich verkaufte ein NÖ Arbeitskreisbetrieb 7.100 Kilogramm Milch je Kuh und Jahr im Auswertungsjahr 2011/12. Diese Werte schwanken jedoch stark zwischen 6.385 Kilogramm im unteren Viertel und 7.760 Kilogramm im oberen Viertel der Betriebe. Verglichen mit dem Jahr davor, konnte eine leichte Steigerung der verkauften Milchmenge je Kuh und Jahr erreicht werden.

Bei Mengensteigerung auf Kosten achten Wenn man an Milchmengensteigerung denkt, darf man jedoch die Kosten nicht vergessen. Nicht alle Arbeitskreisbetriebe schafften eine Leistungssteigerung bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Kosten. Teilweise wurde der Mehrerlös durch die gestiegenen Kosten aufgebraucht. Die Kennzahl „direktkostenfreie Leistung“ liefert gute Ansatzpunkte zu Leistung und Kosten der Milchkuh. Die Grafik zeigt, dass Bestandsergänzungskosten rund ein Drittel der Direktkosten verursachen. Hier lohnt es sich, diese Position genauer zu betrachten und zu verbessern. Die Aufzucht eines Jungtieres bedeutet Kosten in Form von 56

Futter, Stallplatz, Tierarzt und Arbeitszeit. Hohe Lebensleistungen sind also ein wichtiger Beitrag zum Betriebserfolg. Milchkühe erreichen ihre höchste Laktationsleistung meist erst in der vierten, fünften oder sechsten Laktation. Daher sind gesunde Kühe, die lange in den Ställen bleiben, wichtig. Das obere Viertel der Arbeitskreisbetriebe erreicht im Bestand eine durchschnittliche Lebensleistung von 25.096 Kilogramm Milch, das untere Viertel eine Lebensleistung von 20.967 Kilogramm. Die Kraftfutterkosten sind mit rund einem Drittel der Direktkosten ebenfalls eine große Kostenposition. Daher ist es wichtig, die Einsatzmenge von Kraftfutter im Verlauf der Laktation immer wieder der Kondition der Kuh anzupassen, um unnötigen Verbrauch zu minimieren. Um alle Futterkomponenten optimal aufeinander abstimmen zu können, ist es sinnvoll, das Grundfutter hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe im Futtermittellabor Rosenau (Internet: www.futtermittellabor.at) analysieren zu lassen und anschließend Rationsberechnun-

gen durchzuführen. Im Rahmen der Beratungsprodukte von LK NÖ und LKV bietet sich die Möglichkeit, individuelle Rationsberechnungen von Profis durchführen zu lassen.

Interesse am Arbeitskreis Milchproduktion? 157 Betriebe haben im Jahr 2012 im Projekt „Betriebszweigauswertung Milchproduktion“ ihre Weichen für die weitere Entwicklung ihres Betriebes gestellt. Oft reicht eine Teilkostenrechnung für gesamtbetriebliche Entscheidungen jedoch nicht aus. Auf Basis der Teilkostenauswertung wird als weiterführende

Analysemöglichkeit die Vollkostenauswertung angeboten. Die einzelnen Ergebnisse sind anonym und stehen ausschließlich dem jeweiligen Betrieb zur Verfügung. Die Teilnehmer schätzen den offenen Erfahrungsaustausch mit den Berufskollegen im Arbeitskreis sehr, denn davon profitieren sie am meisten. Ein Einstieg in den Arbeitskreis ist jederzeit möglich! Für Fragen stehen die Berater der Bezirksbauernkammern und das Referat Milchwirtschaft gerne zur Verfügung. DI Gerda Weinberger, Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23304 gerda.weinberger@lk-noe.at

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april_2013

„Ideen erFAHREN“ – Bedarf an inländischem Fisch steigt

Die wachsende Nachfrage nach heimischen Fischen erfolgreich decken Die österreichische Ernährungspyramide empfiehlt für eine ausgewogene Ernährung ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche. Eine gesunde Lebensweise nimmt heute bei vielen Österreichern einen sehr hohen Stellenwert ein. Insgesamt wird Fisch daher immer beliebter. Könnte dieser Betriebszweig vielleicht auch zu Ihnen passen? Der steigenden Nachfrage nach Fisch stehen sinkende Bestände in den Ozeanen gegenüber. Der Anteil der aus Aquakultur stammenden Speisefische steigt daher laufend und muss auch noch weiter steigen. Mit dem Konsumentenwunsch nach regionalen Produkten erhöht sich zusätzlich der Bedarf an Fischen aus heimischer Produktion. Mit der Exkursionsreihe „Ideen erFAHREN“ können Sie auf unkomplizierte Weise ausloten, ob die Fischproduktion auch zu Ihrem Betrieb passen könnte.

Fisch-Exkursionsreihe ab 10. Mai „Ideen erFAHREN“ greift das Thema „Erfolgreicher Einstieg in die Fischproduktion“ auf und bietet dazu ab 10. Mai 2013 Exkursionen an. Die Teilnehmer erhalten Informationen zur Produktion von Teichund Fließgewässerfischen und zur Anlagenerrichtung. In direktem Kontakt mit Praktikern gibt es umfassende und wertvolle Erfahrungen aus erster Hand. Neben der Theorie steht bei diesem Bildungsangebot besonders die Praxis im Vordergrund. „Ideen erFAHREN“ zum Schwerpunkt „Fischproduktion“ richtet sich sowohl an angehende Teichwirte als auch an Interessierte, die fließendes Gewässer nutzen können. Auch der Besuch „künstlicher Aquakulturen“ ist vorgesehen. Die österreichische Strategie „Aquakultur 2020“ des Lebensministeriums will den österreichischen Selbstversorgungsgrad bei Süßwasserfisch von derzeit

34 Prozent auf 60 Prozent in den nächsten sieben Jahren zu steigern. Dafür muss die Produktionsmenge um 2.400 Tonnen gesteigert werden. Mit Maßnahmen, wie Erhöhung der Kompetenz, Ausweitung der Produktion durch Innovation und Ausbau der Qualitätsproduktion soll die Erreichung dieses Zieles von politischer Seite unterstützt werden.

Ablauf der Exkursionsreihen Je Thema besteht „Ideen erFAHREN“ aus drei Exkursionstagen in einem Abstand von 14 Tagen. Bereits am ersten Exkursionstag erfolgen, nach einer fachlichen Information zum entsprechenden Thema, die ersten Betriebsbesuche. Die Exkursionsteilnehmer schätzen vor allen die Möglichkeit der Betriebsbesuche und den praktischen Erfahrungsaustausch.

Mit„Ideen erFAHREN“ verschiedene Themen kennenlernen Auch in den BBK-Bezirken werden im Frühjahr 2013 wieder verschiedene Exkursionsreihen angeboten. Folgende Themen gibt es in den einzelnen Vierteln. Im Industrieviertel: „Tierhaltung mit Lebensqualität“ (Start: 13. Juni)

Finden Sie heraus, ob der Einstieg in die Fischproduktion zu Ihrem Betrieb passen könnte. Foto: agrarfoto.com

„Wege im Grünland ohne Kühe“ (Start noch offen) Im Mostviertel: „Erfolg mit Weide“ (Start 25. April) „Wege im Grünland ohne Kühe“ (Start 6. Juni) Im Waldviertel: „Erneuerbare Energie“ (Start: 29. Mai) „Erlebnis Bauernhof: Tourismus & Vermarktung“ (Start 5. Juni)

Anmeldung Weitere Termine und Themen lesen Sie in der Maiausgabe der Landwirtschaft. Der Exkursionsbeitrag für je eine gesamte Exkursionsreihe beträgt 30 Euro pro Teilnehmer. Die Fahrt zu den Exkursionsbetrieben ist selbstständig oder in Gemeinschaft zu organisieren. Anmeldungen werden sofort unter der Tel. 05 0259 25120 von Carina Staminger oder in Ihrer Bezirksbauernkammer entgegen genommen. Ing. Robert Höllerer, DI Marianne Priplata-Hackl

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Die landwirtschaft

MARKT

In den letzten Jahren starke Zunahme der gewerbliche Schlachtungen

EU-weite Produktion weiter rückläufig

Lammfleischproduktion in NÖ auf hohem Niveau In NÖ hat die Haltung und Schlachtung von Schafen einen neuen Rekord erreicht. Ein gegenläufiger Trend ist in der EU-weiten Lammfleischproduktion zu verzeichnen. International sinkende Preisen dürften auch den heimischen Markt erreichen. DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

Schafhaltung in NÖ auf Rekordniveau Österreichweit wurden im Dezember 2012 364.645 Schafe gezählt. Das ist die höchste Zahl innerhalb der letzten zehn Jahre. In NÖ gab es mit 74.143 Stück überhaupt so viele Schafe wie noch nie. Neben Niederösterreich hat sich der Schafbestand in der letzten Dekade auch in Oberösterreich und besonders der Steiermark markant vergrößert, während die Tierzahlen in der traditionellen Hochburg der Schafhaltung in Tirol stagnieren. Unterteilt nach Kategorien fallen die Zuwächse bei den „anderen Schafen“ deutlich höher aus als bei den „Milchschafen und gedeckten Lämmern“. Diese Entwicklung deckt sich auch mit der steigenden Zahl an Schafschlachtungen. 2012 wurden erstmals mehr als 130.000 gewerbliche Schafschlachtungen erfasst. Damit ist die Zahl der Schlachtungen gegen 2003 um 45 Prozent angestiegen. Über 40 Prozent dieser gewerblichen Schlachtungen finden in Niederösterreich statt.

Mit diesem steigenden Produktionstrend unterscheidet sich Österreich von der gesamteuropäischen Entwicklung. 2012 wurde von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben in der EU 710.000 Tonnen Lammfleisch produziert. Inklusive der nicht erfassten Produktion dürfte die Gesamtproduktion bei rund 888.000 Tonnen gelegen haben. Da das Schlachtaufkommen 2007 allerdings noch bei 1,02 Millionen Tonnen gelegen ist, hat sich das Produktionsvolumen in fünf Jahren um 13 Prozent verringert. Für diese Entwicklung ist das Marktgeschehen in nur drei Mitgliedsstaaten verantwortlich, die aber zwei Drittel der EU-Produktion an Schaf- und Lammfleisch abdecken – Großbritannien, Spanien und Frankreich. In allen diesen Ländern kamen in den vergangenen Jahren aufgrund rückläufiger Bestandszahlen immer weniger Tiere in die Schlachtbetriebe. So war in Großbritannien ein Produktionsrückgang um geschätzte 15 Prozent, in Spanien um 40 Prozent und in Frankreich um 30 Prozent zu verzeichnen. Exakte Abschätzungen lassen sich aufgrund des hohen Anteils an statistisch nicht erfasster Produktion nicht treffen. Auch in Österreich liegt die Zahl der Gesamtschlachtungen deutlich über den gewerblich erfassten.

EU-Exporte dennoch steigend Trotz der rückläufigen Produktion konnten in den letzten Jahren die EU-weiten Schaf- und

stiere

schweine

ferkel

Bis Mitte März setzte sich die sehr stabile Phase fort. In den letzten Wochen vor Ostern kam es vor allem in Deutschland zu einer wachsenden Spreizung zwischen Angebot und Nachfrage und einem drastischen Preisverfall von zehn Cent. Dieser Entwicklung konnte sich auch der NÖ Markt nicht entziehen, obwohl hier das durchschnittliche Angebot auf erfreuliche Inlandsnachfrage traf. Im Export fehlen jedoch Drittlandgeschäfte und der Versand nach Italien bleibt schwach. Ohne Angebotsdruck, aber bei nachlassender Nachfrage im Inland wird in den nächsten Wochen ein stabil bis leicht rückläufiger Preistrend erwartet.

Am NÖ Schweinemarkt konnten sich zu Monatsbeginn, bedingt durch den guten Absatz und dem rückläufigen Schlachtschweinaufkommen, höhere Preise durchsetzen. Nach den Aktionen des LEH in der Monatsmitte beruhigte sich der Absatz, wodurch die Preise leicht nachgeben mussten. Die erhoffte Absatzbelebung in der Karwoche blieb aus, nichtsdestotrotz wurde das Schlachtaufkommen gesteigert. Bis Ende April sollte sich die Situation verbessern. Neben rückläufigen Produktionsprognosen wartet man innerhalb der Branche auf bessere Wetterbedingungen, wovon man sich erfahrungsgemäß Nachfrageimpulse erhofft.

Am NÖ Ferkelmarkt wurde die freundliche Stimmung fortgeschrieben. Der Markt blieb ausgeglichen, da das vorhandene Angebot die Nachfrage gut decken konnte. Der Absatz steigerte sich im März allerdings nicht, da sich die Einstallbereitschaft der Mäster aufgrund der hohen Futterkosten und der bevorstehenden Einheitswertefeststellung in Grenzen hielt. Im Export wurden nach wie vor keine Ferkel abgesetzt. Der Ferkelpreis hielt sich im März stabil bei EUR 2,75 je kg. Die Tendenzen in den nächsten Wochen sind schwer abzuschätzen. Es könnte dem Ferkelmarkt aber ein spannender Sommer bevorstehen.

€/kg 4,0

Italien Bayern

3,5 3,0

Österreich

Tschechien

2,5 2,0

58

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2

€/kg Österreich 1,9 Italien Tschechien 1,8 Deutschland 1,7 Bayern 1,6 1,5 1,4

Österreich

Dänemark

Niederlande

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2

€/30 kg Ferkel 75 Niederlande 70 Bayern Dänemarkt 65 Deutschland 60 55 Österreich 50 Niederösterreich 45 40 35 30 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2

B

N


april_2013 Ziegenfleischexporte deutlich gesteigert werden. Sie lagen 2012 bei über 56.000 Tonnen, was gegenüber 2009 eine Steigerung um über 300 Prozent bedeutet. Während 2011 die Türkei der wichtigste Abnehmer war, ging 2012 ein Viertel der Exporte nach Hongkong. Wesentlich größer als die Exporte sind allerdings die EU-Importe. Diese waren in den letzten Jahren zwar rückläufig, betrugen 2012 aber immer noch das Vierfache der Exporte und stammen zu 95 Prozent aus nur zwei Ländern. 85 Prozent der EU-Importe sind neuseeländischen Ursprungs und 10 Prozent kommen aus Australien. Allerdings sind die neuseeländischen Lieferungen in den letzten drei Jahren um 30 Prozent zurückgegangen. Die Importe nach Österreich beliefen sich 2012 auf etwas über 24.000 Kilogramm, was eine leichte Zunahme gegenüber 2011 bedeutet, aber rund 15 Prozent weniger als in den Jahren davor war. Die wichtigsten Herkunftsländer sind dabei Neuseeland, Deutschland und Großbritannien. Exporte von Lammfleisch finden zwar nur in sehr geringem Umfang statt (2012: 19 Tonnen), in den letzten drei Jahren haben sie sich aber mehr als verdoppelt. Das Interesse an Lammfleisch im Inland ist nach offiziellen Angaben

sehr konstant. Rund 80 dag (inkl. Kitze) werden von jedem Österreicher im Schnitt im Jahr verzehrt.

Kühe

milchpreise

Anfang März durchbrach der Durchschnittspreis für Schlachtkühe je kg Schlachtgewicht wieder die 3-Euro-Marke und konnte sich dann noch weiter verbessern. Das Angebot an Schlachtkühen zeigt sich unverändert knapp und die Tiere bleiben auch weiterhin gesucht. Die Preisdifferenz zum deutschen Markt hat sich wieder bereinigt. Im Nachbarland scheint im Sog sinkender Stierpreise ein vorläufiges Ende der Aufwärtsbewegung erreicht und zuletzt wurden vor allem im Norden die Preisspitzen gekappt. Für die nächsten Wochen wird am NÖ Schlachtkuhmarkt eine Fortsetzung des stabil bis leicht aufwärts gerichteten Preistrends erwartet. €/kg Frankreich 3,5 3,0

Tschechien

Österreich

2,0 1,5

Genauere Rückschlüsse auf das Konsumverhalten bei Lammfleisch erlauben die Markterhebungen durch die RollAMA, die sich aber auf heimische und Importware beziehen. Insgesamt wurden von den Haushalten 650 Tonnen Lammfleisch eingekauft, wobei die durchschnittliche Menge je Haushalt bei 4,8 Kilogramm lag. Mehr als drei Viertel des Lammfleisches wurde von über 50-jährigen Personen gekauft. Betrachtet nach Haushaltsgröße besteht das größte Interesse an Lammfleisch in 1-2 Personenhaushalten. Gekauft wurde zu 60 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel und zu rund 40 Prozent bei anderen Verkaufsquellen, wie Fleischereien oder direkt beim Landwirt. Im Lebensmitteleinzelhandel nimmt die REWEGruppe (Billa, Merkur, Adeg) mit einem Marktanteil von zwei Drittel einen besonderen Stellenwert ein. Auch bei der Vermarktung NÖ Lämmer besonders in Bioqualität ist die Merkur-Gruppe ein wichtiger Partner mit steigendem Absatz.

Mit 1. März bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto 33,97 Milchgenossenschaft NÖ, netto 34,02 Gmundner Milch, netto 34,40 Biomilch: Berglandmilch, netto 39,37 Milchgenossenschaft NÖ, netto 39,52 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt.

Wie die NÖ Schaf- und Ziegenbörse vermeldet, zeigt sich der Markt für konventionelle Lämmer in den letzten Monaten zunehmend angespannt. Auch in Deutschland wird schon seit Jahresbeginn von deutlichen Preisrückgängen gegenüber 2012 berichtet. Ausschlaggebend dafür ist die internationale Marktsituation. Ausbleibende Niederschläge in Neuseeland haben zu einem Mengendruck und damit zu stark fallenden Preisen bei der Importware geführt und auch englische Ware drückt auf den heimischen Markt. Die zunehmende Preisdifferenz zwischen heimischer und Importware macht sich bereits in deutlichen Rückgängen der Vermarktungszahlen bemerkbar. Momentan wird der Markt in NÖ noch durch das Ostergeschäft, Markenfleischprogramme und enge Handelskooperationen gestützt. Auf Dauer wird sich der heimische Markt der gesamteuropäischen Entwicklung aber wohl nicht entziehen können.

Kreditzinsen Im Jänner 2013 betrugen die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen mit Laufzeit _ bis zu 1 Jahr........................ 2,26 % _ 1 bis 5 Jahre......................... 2,63 % _ über 5 Jahre........................ 2,38 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.................... 2,28 % Bezugszinssätze im Februar 2013 _ 3 Monats-EURIBOR............ 0,22 % _ Sekundärmarktrendite (Emittenten gesamt)...........1,02 % Quelle: Österr. Nationalbank

Frankreich

Bayern

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Lammfleisch wird zu 60 Prozent im LEH gekauft

Marktausblick für NÖ

Tschechien Qualitätsergebnisse: Im Jänner Bayern2013 entsprachen 99,22 % der in NÖ angelieferten Milch der 1. GüÖsterreich teklasse. Für 88,32 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt.

AIK-Zinssatz (= durchschnittl. Sekundärmarktrenditen des 3. Quartals 2012 + 0,5 % Zuschlag) im Zeitraum Jänner – Juni 2013 vor Zinsenzuschuss .................. 1,625 %

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Die landwirtschaft

direktvermarktung

Umfrage zeigt Erwartungshaltungen junger Buschenschank-Besucher

Wie mache ich meine Buschenschank fit für junge Stammkunden? Buschenschänken und Heurigen haben in Österreich eine lange Tradition. Aber wie beliebt sind sie heute bei jungen Menschen und was kann man tun, um diese als Stammkunden zu gewinnen? Eine Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie sich die Erwartungen des jungen Zielpublikums an besten erfüllen lassen. Bereits im Mittelalter hatten Weinhauer das Recht, ihren selbst hergestellten Wein auszuschenken und schon Joseph II regelte den Buschenschankbetrieb auf überregionaler Ebene. In der Nachkriegszeit setzte man dem Heurigen in zahlreichen Heimatfilmen ein Denkmal als Ort sorgenfreier Geselligkeit. Junge Menschen zieht es darin in die Vorstadt, wo sie zu Schrammelmusik tanzen, dann kommen sich die Paare bei einem Gläschen näher, um schließlich in einer Laube im ersten Kuss zu versinken. Ein Treffpunkt der Jugend also, wenn man diesem Bild Glauben schenkt. Doch irgendetwas scheint sich seitdem geändert zu haben. Die Buschenschank an sich wird scheinbar nur mehr bedingt von einer jugendlichen Zielgruppe aufgesucht und zunehmend mehr Betriebe jammern über eine Überalterung der Stammkundschaft. Auf der anderen Seite gibt es sehr wohl Betriebe, deren Publikum einen Altersdurchschnitt von weit unter 50 Jahren hat oder die einen gesunden Mix aus Alt und Jung aufweisen. Eine schwierige Situation für jene Lokale, bei denen ersteres Szenario die Realität ist. Die Besitzer sind sich meistens im Klaren darüber, dass sich etwas ändern muss, um wieder auf Erfolgskurs zu kommen.

Umfrage zeigt Wünsche der Jungen Wie sehen aber die Wünsche junger Menschen aus. Was erwarten sich diese von einem Heurigen oder Buschenschank? Eine aktuelle Umfrage, durchgeführt im Rahmen des Masterstudienganges „Inter60

nationales Weinmarketing“ an der Fachhochschule Burgenland, gibt Antworten auf diese Frage. Da die Teilnehmer aus dem Großraum Wien kamen, war „Most“ kein Thema. Ebenso sind etwaige regionale Besonderheiten im Großraum Wien zu beachten.

Junge Menschen wollen bei traditioneller Heurigenkost und ausreichendem Getränkeangebot in aller Ruhe Geselligkeit mit Freunden genießen. Foto: LK NÖ/Rita Newman

Konkrete Vorschläge für den Betrieb Ausreichendes Getränkeangebot, vor allem an Alkoholfreiem wichtig Um die jugendliche Zielgruppe anzusprechen, bedarf es unter anderem auch eines erweiterten Angebotes an alkoholfreien Getränken. Denn 70 Prozent der potenziellen Kunden wollen mehr als drei alkoholfreie Getränke und 60 Prozent erwarten, dass diese hausgemacht sind. Dies zeigt ganz deutlich, dass ein Standardangebot an Mineralwasser, Kracherl und Traubensaft nicht mehr ausreichend ist. 45 Prozent der Befragten wünschen sich auf der Karte mehr als fünf Weißweine, während nur 35 Prozent mehr als fünf Rotweine erwarten. Außerdem wünscht sich knapp die Hälfte blumige Weine mit trocken ausgebauten Aromasorten und eine ähnlich große Anzahl möchte restsüße Weine, wobei nicht detaillierter abgefragt wurde, wie süß diese sein sollten.

Mischung aus traditioneller und leichter Küche gefragt Punkten können Betriebe, wenn sie auf der Speisekarte hausgemachte, traditionelle Speisen mit einigen leichteren Optionen bieten. 90 Prozent wünschen sich nämliche hausgemachte Heurigenkost. Das Speisenangebot muss nicht notwendigerweise warm sein, da sich dies nur rund zwei Drittel der Befragten wünschen. Drei Viertel der Jungen beurteilen leichte Speisen als sehr wichtig, aber weniger als 50 Prozent verlangen vegetarische Speisen. Außerdem sind lokale Spezialitäten gefragt. Eine dementsprechende Produkterweiterung ist daher sinnvoll. Mit 51 Prozent Zustimmung ist die Wichtigkeit von süßen Speisen nicht zu verleugnen, allerdings sollte das Angebot dieser Zahl angepasst sein und nicht wahllos ausgeweitet werden.


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Traditionelle Einrichtung und Garten bevorzugt Die Umfrage zeigt, dass die Inneneinrichtung eher unwichtig ist, solange andere, individuell wichtiger wahrgenommene Angebotsfacetten, die Bedürfnisse befriedigen. Tendenziell schneidet traditionell-urige Einrichtung am positivsten ab, während moderne Einrichtung am schlechtesten davonkommt. Allerdings bewerten 85 Prozent das Vorhandensein eines Gartens als positiv. Dies macht eine Investition in diesem Bereich sinnvoller, als in die Inneneinrichtung.

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Alterszusammensetzung der Befragten.

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Grafik: Mitmasser

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Prozent

Mit freundlichem und kompetentem Service überzeugen Für die Kunden muss das Service stimmen. Im Detail wurden Freundlichkeit, Fachkompetenz und Geschwindigkeit abgefragt. Der weitaus überwiegende Teil, nämlich 90 Prozent, bewerten diese drei Bereiche als wichtig oder sehr wichtig, wobei die Geschwindigkeit als am wenigsten wichtig erachtet wurde. Dies erlaubt den Rückschluss, dass, sofern das Servicepersonal freundlich und kompetent ist, etwaige Wartezeiten verziehen werden.

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Jahre

tungsprogramm als störend. 60 bis 75 Prozent sprechen sich nämlich dagegen aus, ein Heurigenlokal zu besuchen, wenn gleichzeitig organisierte Unterhaltung geboten wird. Zusätzlich sind lediglich drei Prozent bereit, für organisierte Unterhaltung zu bezahlen. Eine Investition in professionelle Unterhaltung ist daher sehr gut zu überlegen, da die Kosten durch Eintritte vermutlich nicht zu generieren sind, da keine Zahlungsbereitschaft vorhanden ist. Gleichzeitig lassen sich potenzielle Besucher, die keine Unterhaltung wünschen, an diesen Tagen abschrecken.

Älter

Frühjahr oder Frühsommer. Also mit einem Sturmfest, einem Tag der offenen Tür mit Jungweinverkostung oder einem Weihnachtsmarkt liegt man eher im Trend, wobei aber auch hier nur 20 Prozent der Befragten zustimmten. Ein wesentlicher Punkt ist die Be-

reitschaft Eintritt zu bezahlen. Diese ist zwar bei 60 Prozent der potenziellen Besucher gegeben, dafür erwarten sie aber monetär klar messbare Gegenleistungen. Diplomsommelière Beatrix Bazala, MA Gabriela Wissmann, BA

Direktvermarkter profitieren vom Erfahrungsaustausch Anfang März trafen sich 18 engagierte Direktvermarkter, die eines gemeinsam haben – sie sind erfolgreiche Absolventen des Zertifikatslehrgangs „Bäuerliche Direktvermarktung“.

Kurz gefasst

Neben der Arbeit, die Erholung nicht vergessen Zu Beginn verdeutlichte die diplomierte Trainerin für Wirtschaftsund Sozialkompetenzen Christine Hackl die fünf Säulen, auf denen Lebensqualität aufbaut. Diese sind Körper/Gesundheit, Arbeit/Leistung, Beziehungen, Werte und materielle Sicherheit. Man muss sich alle fünf Bereiche bewusst machen und jeden einzelnen hegen und pflegen, damit alle gleichwertig vorhanden sind. Aufbauend auf dem Gesetz des Minimums ergibt sich die Lebensqualität. Das heißt, jener Bereich, der am wenigsten vorhanden ist, schränkt die Lebensqualität ein. Neben der Besichtigung des vielseitigen Betriebes der Familie Dachauer in Tattendorf war auch noch genügend Zeit, um mit den Kollegen Erfahrungen auszutauschen und um über erreichte und neu gesetzte Ziele zu sprechen.

Eine Untersuchung zeigt, dass die jugendliche Zielgruppe beim Heurigen eigentlich gar nicht so schwer zu befriedigen ist. Ausreichende Getränkeauswahl, insbesondere am alkoholfreien Sektor, hausgemachte, traditionelle Kost mit einigen leichteren Optionen und ein freundlicher, kompetenter sowie rascher Service sind die wichtigsten Eckpfeiler. Ein Fokus auf Küche und Keller bietet außerdem die Möglichkeit, mit betriebsspezifischen Spezialitäten ein „Alleinstellungsmerkmal“ zu schaffen, durch das man sich von den Mitbewerbern abheben kann. Junge Menschen suchen in der Buschenschank nur bedingt Unterhaltung, sie möchten sich mit Freunden treffen und plaudern. Selbst hergestellte Getränke und hausgemachte Speisen sind seit josephinischer Zeit die Eckpfeiler der Heurigenkultur und sind es laut dieser Umfrage bis heute.

Neuer Lehrgang startet im Herbst 2013 Im 16-tägigen Zertifikatslehrgang „Bäuerliche Direktvermarktung“ lernen die Teilnehmer die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Sie bilden sich in Produktpräsentation und Sensorik weiter und setzen sich intensiv mit der Entwicklung des eigenen Betriebes auseinander. Aufgrund der häufigen Treffen lernen sie sich sehr gut kennen und können viel voneinander profitieren. Tipps und Tricks werden ausgetauscht, andere Sichtweisen und Herangehensweisen kennengelernt. Die Ausbildungstage werden über mehrere Wochen verteilt und zentral in St. Pölten angeboten. Genauere Informationen erhalten Sie in der Landwirtschaftskammer NÖ bei Barbara Teufel ABinL, Tel. 05 0259 26503 oder barbara.teufel@lk-noe.at.

Ruhe erwünscht Jugendliche gehen zum Heurigen, um sich mit Freunden oder der Familie zu treffen. Dabei wollen sie sich in aller Ruhe unterhalten und empfinden ein organisiertes Unterhal-

Sonderveranstaltungen Mit Sonderveranstaltungen will man die jugendliche Zielgruppe verstärkt ansprechen. Die Umfrage zeigt, dass die Bereitschaft, Feste in der zweiten Jahreshälfte zu besuchen, wesentlich höher ist als im

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Die landwirtschaft l eben S 64

Ab Hof-Messe Wieselburg

Medaillenregen für NÖ Direktvermarkter

leben

Pflanze des Monats

Ficus – formenreich und schön

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TOP Heurigenkalender 2013 Landwirtschafts-Simulator gewinnen S 66

Aktuelles aus der Landjugend

Einige Arten der formenreichen FicusFamilie sind bei uns als Zimmerpflanzen stark verbreitet. Aufgrund ihrer dekorativen immergrünen Blätter und der unterschiedlichen Wuchsformen sind sie eine Bereicherung für jeden Wohnraum.

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Bildungskalender S 69

Termine S 70-71

Anzeigen S 71

Buchtipps S 72

Essbare Blüten für die Küche Der Frühling zieht ins Land

ten Blättern. Besonders auffällig ist das meist rote Nebenblatt, welches das Blatt im eingerollten Zustand bis zu dessen Entfaltung schützt. Der Gummibaum wird bei uns drei bis fünf Meter hoch und wächst eintriebig. Nur der Rückschnitt des Haupttriebes gibt der Pflanze einen buschigen Wuchs, da sich diese unterhalb der Schnittstelle verzweigt.

Birkenfeige (Ficus benjamina) Die am häufigsten anzutreffende Vertreterin ist sicher die Birkenfeige (Ficus benjamina), auch liebevoll Benji genannt. Sie bevorzugt einen hellen, ganzjährig warmen Standort mit stets mäßig feuchtem Substrat. Sowohl bei Austrocknung als auch bei zu reichlichem Gießen können Blattverluste auftreten. Die Sortenvielfalt ist groß, so gibt es grünblättrige Sorten wie auch Pflanzen mit creme, gold oder weiß panaschierten Blättern.

Gummibaum (Ficus elastica) Der Gummibaum (Ficus elastica) ist ebenfalls ein guter Bekannter in unseren Wohn- und Büroräumen. Mit seinen bis zu 40 Zentimeter großen breit-elliptischen, ledrigen Blättern präsentiert er sich meist einfärbig grün. Es gibt aber auch Vertreter mit gelben, weißbunten oder graubun-

Geigenblättrigen Feige (Ficus lyrata) Die Namengeber der Geigenblättrigen Feige (Ficus lyrata) ließen sich von der Form des gleichnamigen Musikinstrumentes inspirieren. Ihre großen, durch die hervortretenden Blattnerven ausdrucksstarken, ledrigen Blätter machen sie zu einem Blickfang in jedem Raum.

Tipp Alle Ficus-Arten sind sehr gute Sauerstoffspender und besitzen eine hohe Luftreinigungskapazität. Man sagt ihnen nach, dass sie bei introvertierten Menschen anregend wirken. Sie sollen den Raum von negativen Energien reinigen und stärkend sein. Angeblich helfen sie, Probleme zu lösen und emotionale Spannungen auszugleichen. Daher sind sie in allen Wohnräumen angenehme Raumgenossen, nur im Kinder- und Schlafzimmer sollte man sie aufgrund ihrer anregenden Wirkung meiden. In Büroräumen können sie ihre positiven Eigenschaften neben Kopierer oder Drucker voll ausspielen. Christian Kornherr

Am wohlsten fühlt sich die Birkenfeige an einem hellen Ort bei mäßiger Feuchte. Foto: Gert Eichberger

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Was hat eine Heilige mit einem Hexenfest zu tun?

Walpurgisnacht – die Nacht der Hexen

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Laut mancher Bauernregel verspricht eine verregnete Walpurgisnacht eine reiche Ernte.

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Der Sage nach reiten Hexen in der Nacht von 30. April auf 1. Mai mit ihrem Besen auf den Blocksberg. Die Walpurgisnacht ist die Nacht der Hexenfeste schlechthin. Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles Frauenfest, das seinen Namen der Heiligen Walpurga verdankt. Ihr Gedenktag wurde am Tag ihrer Heiligsprechung am 1. Mai begangen. Doch dürfte die Namensgebung des Hexenfestes nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Heiligen stehen. Es scheint nicht eindeutig geklärt zu sein, was eine Heilige mit einem rauschenden und sündigen Hexenfest zu tun haben könnte. Recht verbreitet ist die Ansicht, dass man am 1. Mai ein altes keltisches Fruchtbarkeitsfest feierte, das sogenannte Beltane. Zu Ehren der Licht-Gottheit Bel wurde vor 2000 Jahren ein Feuer entfacht, getanzt, gelacht und auch geliebt. Viele Riten der Walpurgisnacht leben heute in bäuerlichen Maibräuchen fort. So werden etwa zu Walpurgis traditionell die Maibäume aufgestellt. Der Baum symbolisiert die Fruchtbarkeit der Natur, die auf diese Weise zu den Menschen gebracht wird.

Bauernregeln und Lostage

Vielerorts werden in der Walpurgisnacht Freudenfeuer angezündet, um den Frühling zu begrüßen. Foto: Nadine Krauß/pixelio.de

„Ist die Hexennacht voll Regen, wird‘s ein Jahr mit reichlich Segen!“ „Regen in der Walpurgisnacht hat Tenne und Keller vollgemacht.“

Für alle Kräuterhexen: Die heiligen Pflanzen unserer Ahnen In Bäumen und Blumen sieht der Autor Norbert Griebl beseelte Wesen mit vielen uns noch weitgehend verborgenen Fähigkeiten. Nicht nur stattliche Bäume auch eine Vielzahl von Blumen waren unseren germanischen und keltischen Vorfahren heilig oder galten als beseelt. Mehr als 90 Pflanzen stellt dieses mit zahlreichen stimmungsvollen Bildern und Makroaufnahmen ausgestattete Buch vor. Es zeigt ihre Rolle in Mythologie und Brauchtum sowie ihre Bedeutung für Volksmedizin, Naturkosmetik und in der Küche. Bei manchen Pflanzen verweisen die Volksnamen immer noch auf die ursprüngliche Bedeutung, etwa bei der Hauswurz, die vielerorts „Donnersbart“ heißt, also nach dem Gott Thor/Donar benannt ist und deren Saft wie Aloe vera zur Hautpflege verwendet werden kann. Interessante Rezepte ergänzen die Pflanzenporträts: Veilchenessig, Leimkraut-Nudeln, Eschen-Verjüngungstee und Felsbirnen-Likör, Wacholder-Massageöl, kandierte Taubnesselblüten, Kopfwehsirup aus Mädesüß und Brennnessel-Bier laden zum Selbermachen ein. Erschienen im Stocker-Verlag unter ISBN 978-3-7020-1356-1, 288 Seiten, 29,90 Euro.

Ostermontag

Weltgesundheitstag

Schwendtag

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Tag des Baumes

Tag des Mostes

Walpurgisnacht

Was sind Schwendtage? Besondere Bedeutung hatten im bäuerlichen Glauben einst die aufs Altertum, vor allem auf die römischen Zeiten, zurückführenden „verworfenen Tage“, auch „Schwendtage“ genannt. Warum und wieso, darüber gibt es keine schlüssige Aussage. Überliefert ist jedoch, dass man an diesen Tagen keine allzu großen „Schritte“ tun sollte. Abgeraten wurde an diesen Tagen davon, eine neue Arbeit zu beginnen oder gar eine größere Reise anzutreten.

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Die landwirtschaft

leben

Ab Hof-Messe Wieselburg

Beste NÖ-Produkte in der jeweiligen Kategorie pro Produkt

Medaillenregen für Produzenten aus NÖ

„Brot-Kaiser“ 2013 Speckbrot, Zur Steinernen Birne – Fam. Binder-Oberaigner, St. Peter/Au

„Öl-Kaiser“ 2013 Bio Hanföl Dimension Gold, Hanfwelt Stefan Riegler-Nurscher, St. Leonhard/Forst Basilikummohnöl, Waldviertler Mohnhof – Familie Greßl, Ottenschlag

„Speck-Kaiser“ 2013 Wagram Karreespeck – LW, Wagramer Pökelwaren, Großweikersdorf Schinkenspeck geräuchert – Gewerbe, Genuss Fleischerei & Catering Bergmann, Großweikersdorf Lendlbratl – Gewerbe, Stickler Landfleischerei, Willendorf Rinderrohschinken geräuchert – LW, Zeillerner Mostgwölb – Zeiner Wildschinken – LW, Mostheuriger Wurzenberger, Oberndorf Erlauftaler Hirschrohschinken – Gewerbe, s´Blunz´nsemmerl, Scheibbs ausgelöster Beinschinken – Gewerbe, Steiner Doris/Franz, Sollenau Haussalami – LW, LFS Mistelbach – Boyer Rene, Mistelbach

Produzent des Jahres Seppelbauer Obstparadies Fam. Datzberger, Amstetten

Goldenes Stamperl – Prämierte Brände

Insgesamt rund 4.400 Produkte aus Österreich und dem benachbarten Ausland wurden für die Prämierungen bei der Ab Hof-Messe in Wieselburg eingereicht. Die NÖ Direktvermarkter konnten wieder mit ihren Produkten überzeugen und sicherten sich 1.078 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Die allerbesten Produkte pro Kategorie und Sorte wurden zu den Produktkaisern gekrönt. Die „kaiserlichen“ Namen aus NÖ finden Sie

Kompetente und umfassende Beratung zu allen Fragen über Direktvermarktung gab es beim Messestand der Landwirtschaftskammer NÖ. v.l.n.r.: Barbara Teufel, LK NÖ; LK NÖ-Präsident Hermann Schultes; Elisabeth Lust-Sauberer, Obfrau der Seminarbäuerinnen; Adelheid Gerl, LK NÖ und Johann Höfinger, Obmann der Direktvermarkter NÖ. Foto: LK NÖ/Raser

in nebenstehender Liste. Alle prämierten Direktvermarkter bieten Spitzenqualitäten bäuerlicher Schmankerln.

Gewinnspiel: „Joghurt, Käse, Rahm & Co“ Selbst aus pasteurisierter Milch lässt sich eine große Vielfalt gesunder Milchprodukte herstellen. Die eigene Zubereitung gibt dabei die persönliche Note. Joghurt, Kefir, indisches Lassi und Sauermilch sind einfach hergestellt, aber auch Butter und Buttermilch, Molke, Frisch- und Weichkäse sowie Topfen bereiten keine großen Schwierigkeiten. Eine Vielzahl von Rezepten in zahlreichen Variationen bietet dafür das Buch „Joghurt, Käse, Rahm & Co – Gesundes aus Milch selbst gemacht!“. Stocker-Verlag, ISBN 978-3-7020-1264-9 zum Preis von 14,95 Euro. Gewinnen Sie eines von drei Büchern. Anruf oder E-Mail genügt unter der Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at. 64

Apfelbrand Elstar, Kainz Renate/Gerhard, Kleinzwettl Traminer, Wiederstein Margarethe, Göttlesbrunn Traubenhefe, Wiederstein Margarethe, Göttlesbrunn Lemongras, Mayer Günther – Wald4tler Granitdestillerie, Hollenbach Tripple Malt Eichenfass, Edelbrennerei Perlhof, Reinhold Fliedl, Gießhübl

Goldenes Stamperl – Prämierte Liköre Cherry-Brandy, Dollfuss Getränkehandel, Scheibbs Eierlikör spezial, Höfinger Johann & Martina, Ollern

Goldene Birne – Fruchtsäfte Apfel-Holundersaft, Neuhauser Josef, Kilb Apfel-Karottensaft, Litzellachner OG, Kematen/Ybbs Williamsbirnennektar, Altenriederer Erich, Wagram Wild-Dirndlsirup 2L, Brennerei Fuxsteiner, Kirchberg

Goldene Birne – Prämierte Moste Boskoop, Pichler Rainer, Grimmenstein Goldener Apfeltraum, Blockhausheuriger Posch, Wartmannstetten Birnen-Apfel-Most, Neuhauser Josef, Kilb Vierkanter Apfel-Birne, Zur Steinernen Birne – Binder-Oberaigner, St. Peter/Au Birnencuvée Tank 6, Hechal‘s Bio-Spezialitäten Frühwald, Reinsberg Speckbirne, Seppelbauer Obstparadies Fam. Datzberger, Amstetten

Goldene Birne – Prämierte Marmeladen Marillenleichtkonfitüre, LFZ für Wein- u. Obstbau Klosterneuburg Quittengelee, Mayer Günther – Wald4tler Granitdestillerie, Hollenbach Wild-Dirndl 2L, Brennerei Fuxsteiner, Kirchberg

Goldenen Honigwabe“ 2013 Akazienhonig, Imkerschule Warth, Warth

Imker des Jahres Familie W. Mairhofer, 3162 Rainfeld


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TOP Heurigenkalender 2013

Digitale Landwirtschaft boomt

Wegweiser zu den besten Gewinnspiel Heurigenadressen LW-Simulator Top -Heurige 2013

Ausgezeichnete Wein& Mostheurige in Niederösterreich

Heurigenart, Aussteckzeiten, regionale Produkte und Spezialitäten, prämierte Weine und Moste, Familientauglichkeit und vieles mehr – alle Informationen, die man braucht, um den Heurigenbesuch genießen zu können finden sich im TOP Heurigenkalender 2013. Im handlichen Format passt er in jede Tasche und ist somit auch unterwegs immer zur Hand. Den TOP Heurigenkalender gibt es kostenlos unter Tel. 05 0259 26500 oder unter office@top-heuriger.at.

www.top-heuriger.at Internet-User finden unter www.top-heuriger.at blitzschnell den besten Betrieb in ihrer Nähe.

Ebenso lässt sich übers Handy rasch der beste Betrieb in der Nähe herausfinden. Nämlich unter der Adresse www.mobil.top-heuriger.at gibt es alle wichtigen Infos über die NÖ TOP Heurigen.

Ein interessantes Phänomen ist derzeit in der digitalen Spielewelt zu beobachten. Nicht etwa gewaltver­ herrlichende und brutale Spiele stehen hoch im Kurs, sondern der LandwirtschaftsSimulator 2013.

NÖ Guide als App

Hier fungiert der Spieler als virtueller Bauer mit allen Aufgaben und Pflichten, die im landwirtschaftlichen Alltag anfallen: Von der Bearbeitung der Felder über den Verkauf der Ernte bis zur Pflege eigener Kühe und Schafe reicht die Bandbreite des Handelns. Ziel ist es, den eigenen Hof zum (wirtschaftlichen) Erfolg zu führen. Der Landwirtschafts-Simulator 2013 ist für 24,95 Euro im Handel erhältlich.

www.top-heuriger.at

Die Niederösterreich-Werbung bietet außerdem einen neuen, kostenlos erhältlichen Niederösterreich Guide. Diese App ist ideal für die Planung von Ausflügen oder Urlauben in NÖ. Es bietet neben Ausflugszielen, Unterkünften und Wirtshäusern auch die Top-Heurigen an. Die App kann unter www.niederoesterreich.at herunter geladen werden. DI Christine Haghofer

Georg Hiebl ist Edelbrenner des Jahres 2013

Weitere Details zum Simulator 2013 finden sich auch auf der Webseite zum Spiel unter www.landwirtschafts-simulator.de. Hier können zudem aktuelle Updates, Mods und DLCs heruntergeladen werden.

Mitspielen und gewinnen Gewinnen Sie eines von drei Computerspielen. Anruf oder E-Mail genügt, und zwar unter der Tel. 05 0259 29300 oder an presse@lk-noe.at. Das Glückslos entscheidet. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.

LK NÖ erstmals auf Konsumentenmesse „Kulinar“ in Tulln

Die internationale Edelbrandmeisterschaft „Destillata“ war für die 24 Teilnehmer aus NÖ ein großer Erfolg. In einer eigenen Liga spielte wieder einmal der Mostviertler Georg Hiebl. Er war in zehn von insgesamt 52 Kategorien nicht zu schlagen und gewann die Gesamtwertung mit der höchstmöglichen Punktezahl. In Fachkreisen gilt der Haager als das Maß aller Dinge. Im Elitekreis der „Auserwählten Destillerien“, den besten zwölf Betrieben des Wettbewerbs, konnte sich mit dem Gießhübler Reinhold Fliedl noch ein Niederösterreicher platzieren. Die weiteren NÖ Medaillengewinner auf www.lk-noe.at.

Regen Zuspruch fand der einladend gestaltete Messestand der Landwirtschaftskammer Niederösterreich bei der „Kulinar“ in Tulln. Die Messe für Küche, Kochen und Kulinarik hatte sich bei ihrer 4. Ausgabe Ende März zu Österreichs größter „Genuss-Messe“ entwickelt. 150 Aussteller waren mit Schmankerln & Spezialitäten vertreten. Erstmals informierten die Seminarbäuerinnen auf dieser Konsumentenmesse in gewohnt kompetenter Weise über ihre Angebote. Sie bewarben ihre UrGut!-Kochseminare, verkauften Rezepthefte und stellten das Projekt „Landwirtschaft in der Schule“ vor.

Foto: zVg

Foto: LK NÖ

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Die landwirtschaft

Landjugend/bildungskalender

Lebensmittel mit allen Sinnen wahrnehmen

Frauen ließen männliche Mitbewerber hinter sich

Herzogenburg auf Platz 1 NÖ Pflügerinnen zeigen bei Genussolympiade ihr Können bei der WM 69 Zweier-Teams kämpften auf Landesebene um den Sieg bei der Genussolympiade. Die Landjugend rückt damit den Wert heimischer Lebensmittel in den Mittelpunkt.

1. Platz: Veronika Kaiblinger & Maria Baumgartner, Bezirk Herzogenburg 2. Platz: Marlies Scharl & Birgit Zöllner, Bezirk Tulln 3. Platz: Angelika Winkler & Andreas Rieder, Bezirk Gföhl

Insgesamt sieben Stationen rund um das Thema „Lebensmittel und Genuss“ mussten die Teilnehmer bei diesem Bewerb meistern. Dabei ging es um das Erkennen verschiedener Brot-, Getreide- und Fruchtsaftsorten genauso wie um allgemeines Wissen rund um gesunde Ernährung und Lebensmittelkennzeichnung. Das Team aus dem Bezirk Herzogenburg ließ die Konkurrenz hinter sich und landete auf Platz 1.

Diese drei Teams werden NÖ beim Bundesentscheid der Genussolympiade vertreten.

v.l.n.r.: Landjugend-Landesleiter Karl Anton Schrattenholzer, Siegerteam Maria Baumgartner und Veronika Kaiblinger, Landesleiterin Verena Hainzl, ORF Moderator Hannes Wolfsbauer und Jugendlandeskammerrat Josef Laier. Foto: Landjugend

Wenn im Juli die internationale Pflüger-Elite bei der WM in Kanada aufeinander trifft, gehen die beiden Nieder­ österreicherinnen Barbara Klaus und Margareta Heigl für Österreich an den Start.

Landjugend-Bundesleiter Markus Zuser und LK NÖ-Präsident Hermann Schultes versprachen dem österreichischen Pflüger-Team, Barbara Klaus und Margareta Heigl, fest die Daumen für die WM in Kanada zu drücken. Foto: Landjugend

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes und LandjugendBundesleiter Martin Zuser verabschiedeten das österreichische Pflüger-Team mit den besten Wünschen für die Weltmeisterschaft.

cherinnen ihre männlichen Mitbewerber auf die hinteren Stockerlplätze und werden bei der WM Österreichs Ruf als Pflügernation verteidigen.

Frauenpower aus NÖ

Fanreise zur Pflüger-WM nach Kanada Pflügerfans und Kanadainteressierte aufgepasst. Mit der Landjugend geht es von 10. bis 23. Juli nach Kanada zur Pflüger-WM. Die zweiwöchige Reise führt von den Niagara Fällen über die Rocky Mountains bis in die Städte Toronto und Montreal. Natürlich stehen auch landwirtschaftliche Betriebe am Programm. Höhepunkt ist aber zweifelsohne die 60. Pflüger-Weltmeisterschaft in Olds, in Alberta, bei der die zwei Niederösterreicherinnen Barbara Klaus und Margareta Heigl die heimische Pflügerelite vertreten. Für die nötige mentale Unterstützung werden die angereisten Fans sorgen. Weitere Infos und Anmeldeformular unter www.pfluegen.at oder direkt bei der Landjugend NÖ unter der Tel. 050 259 26300. 66

Bereits im August des Vorjahres kämpften 26 Teilnehmer beim Bundesentscheid Pflügen im Burgenland um das WMTicket für Kanada. Das Pflügen zählt seit 1957 zu den ältesten Landjugendbewerben, bei dem höchste Präzision, viel Know-how und Nervenstärke erforderlich sind. Eine Aufgabe, die das WM-Duo perfekt löste: Margareta Heigl überzeugte mit ihrem professionellen Auftritt mit dem Drehpflug. Barbara Klaus präsentierte ihr Pflügertalent im Beetpflug. Mit ihrem Können verwiesen die beiden Niederösterrei-

Rot-weiß-rotes Pflüger-Team Die 21-jährige Margareta Heigl zeigt kontinuierliche Bestleistungen: zwei Mal erpflügte sie Gold in Landesentscheiden, sie schaffte es beim Bundesentscheid in den Jahren 2009 und 2011 auf den 2. Platz, bevor sie 2012 triumphierte. Mit der 24-jährigen Barbara Klaus wird das WM-Duo 2013 komplettiert. Die Niederösterreicherin holte bereits vier Mal Gold im Landespflügen und erreichte beim Bundesentscheid 2011 den 2. Platz. Heuer überzeugte sie mit dem 1. Platz. Wir wünschen den beiden Damen viel Erfolg. Nähere Infos auf www.pfluegen.at.


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www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Bildungskalender

Persönlichkeit & Kreativität Dekorative Wandgestaltung mit Schablonentechnik 25.04.13; 08:30-11:30 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 17,Anmeldung: 07445/204 Ein Werkstück für den Garten selbst gebaut 26.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: € 50,-, € 35,- LandwirtInnen Anmeldung: 05 0259 29500 NLP Masterausbildung Modul 8 20.04.13; 09:00-17:00 Ort: Maria Ward Haus, St. Pölten Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157

Gesundheit & Ernährung BRAT`L in da REIN 24.04.13; 16:00-20:00 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 35,Anmeldung: 07445/204 Klimakochen 17.04.13; 13:30-17:30 Ort: LFS Gießhübl Kosten: EUR 20,Anmeldung: 07472/62722 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Gartenfrische Salate 26.04.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Scheibbs 03.05.13; 17:00-21:00 Ort: Hauptschule Lilienfeld 04.05.13; 09:00-13:00 Ort: BBK Neunkirchen 07.05.13; 13:00-17:00 Ort: BBK Bruck/Leitha 07.05.13; 18:00-22:00 Ort: BBK Bruck/Leitha Kosten: EUR 49,inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200

Wirbelsäule und Gelenke 20.04.13; 09:00-12:00 Ort: LFS Sooß Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02754/6154

EDV EDV Grundkurs - Arbeiten mit dem eigenen Laptop/ Notebook (12 UE) 03.05.13; 19:00-22:00 Ort: HS Ysper Kosten: EUR 60,Anmeldung: 02872/7266 EDV-Praxiskurs: 10-Finger Schreiben in 6 Stunden 06.05.13 und 13.05.13; 18:00-21:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26105 EDV-Praxiskurs: Facebook, YouTube, Google & Co Chancen und Vermeidung von Gefahren im „Mitmach-Web“ 20.04.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26105

Bauen, Energie & Landtechnik Ausbildung zum/zur Staplerfahrer/in 24.04.13-26.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 210,-, EUR 92,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Biogasanlagen- Betreiberkurs Teil 2 17.04.13-18.04.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 240,- pro Person (Förderung möglich), EUR 92,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

Eine Feuerstelle selbst gebaut - ein handwerklicher Streifzug durch die Metallbearbeitung 19.04.13-20.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 100,-, EUR 70,Kursbeitrag für LandwirtInnen, Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Klasse EzB mit Theorieprüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 17.04.13-18.04.13; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 440,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 50,Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Kombination der Klassen EzBF - Außenkurs der Fahrschule Horn 15.04.13-19.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 810,- pro Person inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse EzB nur praktische Prüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 22.04.13-23.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 237,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 42,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Erneuerbare Energieanlagenschau für Wärme, Strom, Kälte, Treibstoffe 17.04.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02272/62515

Kreatives Gestalten mit Metall für Jedermann/ -frau 04.05.13; 08:00-16:30 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 35,Anmeldung: 02629/2222-0 MAG-Schweißen (Schutzgasschweißverfahren Metall-Aktiv-Gas) 10.04.13-11.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 100,-, EUR 70,- für LandwirtInnen Anmeldung: 05 0259 29500 Solardörrer-Selbstbaukurs 20.04.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 175,Anmeldung: 02822/52402 Traktorführerschein - Klasse F - Kurzkurs für FührerscheinbesitzerInnen B - Außenkurs der Fahrschule Horn 15.04.13-19.04.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 440,- KB inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29510 Wärme aus Biomasse - Modul 6 11.04.13; 10:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 95,- Pers. ohne Vertrag m. Agrar Plus, EUR 45,Pers. mit Vertrag m. Agrar Plus Anmeldung: 02742/352234-0

Dienstleistungen und Einkommenskombination Auffrischungsschulung Lebensmittelhygiene 15.04.13; 09:00-12:00 Ort: BBK Waidhofen/Thaya Kosten: EUR 7,-, EUR 9,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 26500 67


Die landwirtschaft

bildungskalender/termine

Die Macht der Gestaltung Naturschätze als kreative Dekoration für Gasträume 16.04.13; 09:00-17:00 Ort: Betrieb Wagner, Waidhofen an der Ybbs Kosten: EUR 75,Anmeldung: 05 0259 26500

Pflanzenschutztechnik im Feldbau 10.04.13; 09:30-16:00 Ort: BBK Wr. Neustadt Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 42000

Käse & Wein - Seminar 19.04.13; 18:00-21:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02745/2393

Eintägige Exkursion für Schaf- und ZiegenhalterInnen (TGD-Anerkennung: 1h) 20.04.13; 07:00-20:00 Ort: Ennstal Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 46900

Pflanzenproduktion Einstieg in die Weidehaltung (TGD-Anerkennung: 1h) 11.04.13; 09:00-16:30 Ort: GH Schuller, Allhartsbergerhof; Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 41900 Erkennen von Wiesenpflanzen an den Blättern 03.05.13; 09:00-16:00 Ort: BBK Waidhofen/Ybbs Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 41900

Tierhaltung

Grundschulung für Imkerneueinsteiger - LFS Mistelbach 14.04.13; 09:00-18:00 20.04.13; 09:00-18:00 21.04.13; 09:00-18:00 Ort: LFS Mistelbach Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0 Grundschulung für Imkerneueinsteiger - LFS Warth 19.04.13; 09:00-18:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0

Praxis 1 - Erweiterung LFS Pyhra 27.04.13; 09:00-13:00 27.04.13; 14:00-18:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02629/2222-0 Praxis 2 - Schwarmverhinderung und Jungvolkbildung 07.05.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Edelhof 10.05.13; 08:00-12:00 10.05.13; 13:00-17:00 Ort: LFS Warth Anmeldung: 02629/2222-0 Kosten: EUR 15,Praxis 2 + 3 - Schwarmverhinderung, Jungvolkbildung und Honigernte LFS Gießhübl bei Amstetten 11.05.13; 09:00-18:00 Ort: LFS Gießhübl Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0

Hygieneschulung für Imker 19.04.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02745/2393

Stressarmer Umgang mit dem Herdentier Rind - Grundlagenseminar (TGD-Anerkennung: 1h) 19.04.13; 09:00-17:00 Ort: GH Heissenberger (vorm. Schandlbauer), Krumbach 25.04.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Hohenlehen Anmeldung: 05 0259 23200 Kosten: EUR 30,-

Praxis 0 - Einführungspraxis in die Imkerei - LFS Edelhof 04.05.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 15,Anmeldung: 02629/2222-0

Weidefachtag (TGD-Anerkennung: 2h) 26.04.13; 09:00-17:00 Ort: noch offen Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 46900

Kleinflächiger Qualitätskräuteranbau für die Selbstvermarktung 06.05., 13.5., 27.5.,und 03.06.13; 09:00-17:00 Ort: Betr. Schmidt, Karlstetten Kosten: EUR 280,Anmeldung: 05 0259 26100

Praxis 0 + 1 - Einführungspraxis + Erweiterung LFS Mistelbach 05.05.13; 09:00-18:00 12.05.13; 09:00-18:00 Ort: LFS Mistelbach Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0

Grundlagen des Longierens von Pferden 17.04.13; 09:00-17:00 Ort: Reitclub Krippl, St. Pölten Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 26102

Önologie für Winzer - Grundlagen der Kellerwirtschaft 30.04.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 55,Anmeldung: 02732/87516

Praxis 1 - Erweiterung LFS Edelhof 16.04.13; 13:00-17:00 20.04.13; 09:00-13:00 Ort: LFS Edelhof; Kosten: € 15,Anmeldung: 02629/2222-0

Bio-Umstellungskurs Acker/ Grünland 22.04.13-24.04.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Hohenlehen Kosten: EUR 60,- pro Betrieb Anmeldung: 02742/90833-351

Grünlandbegehung 24.04.13; 09:00-12:00 Ort: Purgstall an der Erlauf Anmeldung: 05 0259 41500 24.04.13; 14:00-17:00 Ort: Amstetten Anmeldung: 05 0259 40100 08.05.13; 09:00 -12:00 Ort: Göstling an der Ybbs Anmeldung: 05 0259 41500 08.05.13; 14:00-17:00 Ort: St. Peter in der Au Anmeldung: 05 0259 40100 Kosten: noch offen

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Umwelt & Biolandbau

CSI-Tierspurensuche, Tierbeobachtung und Tierfotografie 25.04.13; 09:00-17:00 Ort: GH Post, Hohe WandStollhof Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26100 Die Steinweichsel - eine Freilandnachschau 03.05.13; 09:00-14:00 Ort: Mattersburg Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Färben mit Pflanzenfarben Blaufärben 11.04.13 und 12.04.13; 09:00-17:00 Ort: Weinbaubetrieb, Weißenkirchen in der Wachau Kosten: EUR 80,Anmeldung: 05 0259 26100 Großer Brachvogel, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn und Wachtelkönig als Leitarten des Wiesenbrüterschutzes in Feuchten Ebenen (Naturschutzplan-Weiterbildung) 06.05.13; 08:00-12:00 Ort: GH Schmidt, Reisenberg Anmeldung: 05 0259 26102 Nahrhafte Landschaft 20.04.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Bruck/Leitha 11.05.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Sooß Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 55,Pflanzenmonographien ausgewählter Pflanzenarten Das Veilchen 13.04.13; 09:00-17:00 Ort: ehem. BBK Wolkersdorf 20.04.13; 09:00-17:00 Ort: „Gesundes Tulln“ Anmeldung: 05 0259 26100 Kosten: EUR 59,Steinkauz und Wiedehopf als Leitarten für eine kleinteilige Kulturlandschaft 08.05.13; 08:00-12:00 Ort: Kellergasse Werner Schmid, Hadres Anmeldung: 05 0259 26102


april_2013 Wiesenökologie und Gräserkunde in Völtendorf 07.05.13; 09:00-13:30 Ort: LK NÖ, St. Pölten Anmeldung: 05 0259 26102

Sprechtage der SVB Amstetten 3.4., 17.4., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 15.4., 29.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L.

Forst- und Holzwirtschaft Forstfachliche Prüfung für Waldpädagogen 18.04.13; 09:00-15:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 24000

Veranstaltungen „Wir sind Boden“ 22.04.13-26.04.13; Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402 13.05.13-15.05.13; Ort: LFS Pyhra Anmeldung: 02745/2393 Schulinformation 19.04.13; 14:00-16:00 Ort: LFS Langenlois Anmeldung: 02734/2106 15.05.13; 09:00-12:00 Ort: LFS Tullnerbach Anmeldung: 02233/52436 Tag der offenen Tür 06.04.13; 08:30-16:00 Ort: LFS Hohenlehen Anmeldung: 07445/225 28.04.13; 09:00-17:00 Ort: LFS Pyhra Anmeldung: 02745/2393 01.05.13; 10:00-17:00 Ort: LFS Tullnerbach Anmeldung: 02233/52436

8.4., 22.4. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 4.4., 11.4., 18.4., 25.4. 8-12 und 13-15 Uhr

Gmünd

Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Verlagsort: 3100 St. Pölten Zulassungsnummer: 11Z039072M Chefredakteurin: DI Ulrike Raser Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel

Steuersprechtage

Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der NÖ LK in St. Pölten jeden Dienstag, Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel.-Nr. 05 0259 27000 zu vereinbaren.

jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

4.4., 18.4, 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Amstetten

Hollabrunn

5.4., 3.5., 9-12 und 13-14 Uhr

8.4., 22.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

Baden/Mödling

Horn

15.4., 13-15 Uhr

3.4., 10.4., 17.4., 24.4., 8-12 und 13-15 Uhr

Bruck/Leitha 15.4., 9-11 Uhr

Korneuburg

Gänserndorf

9.4., 23.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

4.4., 2.5. 9-12 und 13-14 Uhr

Krems

Gmünd

9.4., 23.4., 8.30-12 und 13-15 Uhr

11.4., 13-15 Uhr

Lilienfeld

19.4., 9-12 u.13-14 Uhr

3.4., 17,4., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Horn

Melk

3.4., 15.5. 9-12 u. 13-15 Uhr

4.4., 11.4., 25.4. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Korneuburg

Mistelbach

Krems

3.4., 17.4., 24.4., 8-12 und 13-15 Uhr

Neunkirchen 2.4., 16.4., 30.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

Scheibbs 8.4., 15.4., 22.4., 29.4. 8.30-12 und 13-15 Uhr

St. Pölten jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

Tullnerfeld 2.4., 16.4., 30.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 8.4., 15.4., 22.4., 29.4. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 10.4., 24.4., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt Weitere Veranstaltungen finden Sie unter www.lfi.at/noe und www.landimpulse.at.

Rechtsberatung

4.4., 18.4., 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl 2.4., 9.4., 16.4., 23.4., 30.4. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien Herstellungsort: Wien

Hollabrunn

15.4., 8-12 Uhr 25.4., 9-12 u. 13-15 Uhr

Lilienfeld 24.4., 13-15 Uhr

Melk 11.4., 9-12 Uhr

Mistelbach 25.4., 9-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen 22.4., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 24.4., 9-11 Uhr

5.4., 3.5. 12.4. 15.4. 19.4. 26.4.

Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 17.4. Zwettl: 8.5. Kälberversteigerungen Bergland: 4.4, 18.4. Warth: 2.4., 22.4. Zwettl: 9.4., 30.4. Steuertermine 15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum Februar – Finanzamt Lohnsteuer für den Monat März – Finanzamt 4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat März – Finanzamt Kommunalsteuer für den Monat März - Gemeinde(n) 30. Abgabetermin für die Steuererklärung 2012 in Papierform (gilt auch für einkommensteuerpflichtige Lohn- und Pensionsbezieher)

Tullnerfeld 11.4., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 11.4., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt 8.4., 6.5., 9-12 und 13-15 Uhr

Zwettl 18.4., 9-12 u. 13-15 Uhr

Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung

müssen wir leider ausschließen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab. Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.

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Bei dieser Position erwartet Sie ein kollektivvertragliches Bruttojahresgehalt in der Beschäftigungsgruppe G von mindestens EUR 40.209,40 plus einer erfolgsorientierten Komponente. Ihren beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen entsprechend bieten wir eine angemessene Überzahlung.


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Nando® 500 SC- das flüssige Top-Fungizid in Kartoffel In Nando ® 500 SC liegt der bewährte Kontaktwirkstoff Fluazinam in einer Formulierung vor, die dem neuesten Stand der Formulierungstechnologie entspricht. Das Wirkprinzip von Fluazinam unterscheidet sich deutlich von dem anderer Fungizide gegen Kraut- und Knollenfäule: der Eingriff erfolgt in den Atmungsstoffwechsel. Dadurch wird der Pilz bereits in der ersten Entwicklungsphase der Sporenkeimung zuverlässig bekämpft. Eine weitere Ausbreitung einer Infektion im Bestand wird unterbunden. Es liegt hier reine Kontaktwirkung vor, daher muss die Anwendung vorbeugend erfolgen. Wie die langjährige Praxisanwendung belegt, ist die Gefahr der Entstehung resistenter Biotypen äußerst gering. Die Aufwandmenge beträgt 0,4 l/ha bei maximal 4 Anwendungen. Spritzabstände sind dem Infektionsdruck, dem Staudenwachstum und der Sortenanfälligkeit anzupassen. Ist Stängelphytophthora vorhanden, sind höhere Wassermengen für eine gute Benetzung der Pflanzen vorteilhaft. Neben der exzellenten Wirkung gegen Krautfäule schützt Nando® 500 SC auch die Knolle wirksam vor Infektionen. Bereits vorhandene Sporen werden abgetötet. Dadurch wird eine Knolleninfektion verhindert. Auch das Risiko von Braunfäule am Lager wird dadurch deutlich herabgesetzt. Die kurze Wartefrist von 7 Tagen und die Mischbarkeit mit krautabtötenden Produkten ermöglichen auch eine gezielte Abschlussbehandlung. Ist es bereits zu einer sichtbaren Infektion gekommen, kann Nando® 500 SC in Kombination mit 2,5 kg/ha Curzate® M WG als Stoppspritzung eingesetzt werden. www.nufarm.at Anzeige

Buchtipps nimm 5 – Die besten Rezepte mit fünf Zutaten Wenn unerwartet Gäste kommen und zum Essen bleiben wollen – kein Problem, mit diesem Buch mit rund 100 kreativen Rezepten sind Sie ein entspannter Gastgeber. Auf eindrucksvoll-einfache Weise zaubern Sie die schönsten Gerichte. Es genügen einige Basics im Vorratsschrank. Dazu zählen Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch, verschiedene Bio-Brühen, Essig und Öl, lange und kurze Pasta, verschiedene Tiefkühl-Gemüse, geschälte Tomaten, Mehl, Zucker, Reis. Die Autorin Sonja Schubert zeigt, wie Sie diese mit jeweils fünf frischen Zutaten hervorragend ergänzen können. In Nullkommanichts lassen sich so wunderbare Gerichte herstellen. Erschienen bei Edition Styria unter ISBN: 978-3-99011-051-5 zum Preis von 19,99 Euro.

SAUgut!“ Vom herzhaften Braten zum feinen Gaumenkitzel Schweinefleisch galt lange Zeit in der Küche als „langweilig“, doch das hat sich geändert: Hochwertiges Fleisch vom Schwein ist ein überaus gesundes Lebensmittel. Wie immer kommt es auf die Herkunft und die Aufzucht an: Die Mangalitza­ schweine aus dem burgenländischen Seewinkel oder die Waldschweine in der Steiermark liefern inzwischen exzellente Fleischqualität. Für sein ambitioniertes „Lob auf das Schwein“ hat Gerd Wolfgang Sievers nun die besten Rezepte versammelt: Knusprige Braten und herzhafte Eintöpfe fehlen hier ebenso wenig wie deftige Suppen und traditionelle Gaumenfreuden aus Omas Küche. Alle Rezepte sind den heutigen Essgewohnheiten entsprechend leicht modernisiert. Auf dass die Schwarte kracht und der Braten saftig ist. Erschienen im Pichler Verlag unter ISBN: 978-3-99011-051-5 zum Preis von 19,99 Euro.

Gebiet Kirchberg: Jungbäuerinnentreff in Frankenfels

Gebietsbäuerin Andrea Taschl konnte Mitte März beim Jungbäuerinnentreff im Voralpenhof Hofegger in Frankenfels 23 Damen begrüßen. Heilmasseur Hannes Steiger aus Bad Tatzmannsdorf referierte zum Thema „Der gezielte Punkt“. Er sprach über die Meridiane und ihren Verlauf, Akupressur und Selbstheilung. Er zeigte bestimmte Punkte, die man bei Kopf- oder Zahnschmerzen, zur Stressbewältigung oder bei Glieder- und Muskelschmerzen drücken muss. Alle waren begeistert von diesem Jungbäuerinnentreff, denn jede konnte etwas Nützliches für sich mitnehmen. Foto: zVg 71


Die landwirtschaft

leben

Der Frühling zieht mit seiner Blütenpracht ins Land

Mit essbaren Blüten die Küche verfeinern

In letzter Zeit, wenn ich im Freien bin, denke ich immer häufiger an Eduard Mörikes Zeilen „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte. Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land …..“. Wer mit offenen Augen geht, sieht sie schon, die Frühlingsblumen. Viele von ihnen sind essbar und wahre Delikatessen. Schon in vergangenen Jahrhunderten waren Blüten wegen ihres Duftes und ihres Aromas außerordentlich beliebt. Bereits in der Antike wurden Malven, Nelken, Veilchen, Lavendel und Rosen zum Verfeinern verwendet. Im 17. Jahrhundert streute man frische Blüten gerne über Salate. Im Winter bereitete man diese mit Blüten zu, die in Essig eingelegt oder mit Zucker kandiert worden waren. Das Konservieren von Blüten mit Zucker war ein beliebtes Verfahren. Kaiserin Elisabeth I. von Österreich schätzte kandierte Veilchen und „Gefrorenes aus Veilchen“.

Blüten machen die Küche bunter Blüten sind eine wundervolle Bereicherung für die Küche. Verwenden Sie nur unbehandelte Blüten. Blumen aus dem Blumengeschäft sind zum Verzehr nicht geeignet. Man kann essbare Blüten auch selbst ziehen, manche Sämereien bieten entsprechende Mischungen an. Nehmen Sie nur Blüten, von denen Sie wissen, dass sie ungiftig sind, denn wie sagte schon Joachim Ringelnatz: „Auch die besessensten Vegetarier beißen nicht gern ins Gras“. Blüten erst kurz von dem Servieren ernten oder ins Wasser stellen. Am besten pflückt man Blüten vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist und bevor die Sonne zu sehr scheint, da sich sonst die ätherischen Öle verflüchtigen. Duft und Aroma sind am intensivsten bei Blüten, die sich gerade erst geöffnet haben. Wenn möglich, die grünen Pflanzenteile, aber auch große Staubgefäße und Stempel entfernen, da diese oft bitter schmecken. 72

Blüten sind jedoch nicht nur ein Augenschmaus und eine Gaumenfreude, ihr Verzehr bringt in vielen Fällen auch einen Mehrwert für das Wohlbefinden.

Essbare Frühlingsblüten sind nicht nur schön, sondern auch gesund und delikat.

Veilchen

Waldmeister

Veilchen eignen sich als Dekoration für Salate, kalte Vorspeisen, Aufstriche, Desserts und Sirup. Sie sind Bestandteil vieler Tees, die man vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege einsetzt.

Diese Grundlage für Waldmeistersirup oder -bowle soll gegen Kopfschmerzen und entzündungshemmend wirken.

Gänseblümchen Die kleinen Frühlingsblüher passen zu Erdäpfel- und Frühlingssalat. Die Knospen können als Kapernersatz eingelegt werden. Das Gänseblümchen findet in der modernen Pflanzenheilkunde keine Verwendung, soll aber stoffwechselanregend und harntreibend wirken.

Flieder Ein wohlschmeckender Sirup daraus ist nicht nur fein, sondern soll auch gut gegen Fieber und Verdauungsschwäche sein.

Wildes Stiefmütterchen/Hornveilchen Essig bekommt dadurch einen feinen Geschmack. Die Blume kann bei Husten und bei Problemen mit den Harnwegen sowie bei Hautbeschwerden eingesetzt werden.

Foto: PhotoSG – Fotolia.com

Ferner können Sie die Blüten von Schlüsselblumen, Bärlauch, Knoblauchsrauke oder Löwenzahn verwenden. Mag. Dorli Lutz-Raser, Zertifizierte Kräuterpädagogin

Fliedersirup 10 Stk. Fliederblütendolden 1,5 l Wasser 1,5 kg Zucker 3 Zitronen, unbehandelt 4 dag Zitronensäure Zubereitung: Wasser und Zucker aufkochen, abkühlen. Abgezupfte Fliederblüten, Zitronensäure und Zitronenscheiben beigeben. Zwei Tage kühl stehen lassen und gelegentlich umrühren, dann abseihen und in verschließbaren Flaschen abfüllen. Mit Wasser verdünnt ist es ein erfrischender Saft und mit Sekt ein toller Aperitif.

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