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P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

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Die Zeitung der NÖ L a ndes -L a ndwirtsch a ftsk a mmer

w

Nr. OKTOber 2012

t oe.a n k l w w.

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Rezepte für fruchtbare Sauen Von der Fütterung, über die Besamung bis zum Sauenplaner und zu Berichten aus der Praxis hält der Schwerpunkt bewährte Rezepte bereit, aus denen jeder Sauenhalter die für ihn passenden auswählen und probieren kann. Gutes Gelingen.

Schwerpunkt Seite 6

Die Prinzessinnen richtig eingliedern Schwerpunkt Seite 14

Den Umrauschern auf der Spur

Weizensorten

Einstieg in Option?

2012 war ein durchwachsenes Jahr. Welche Sorten für 2013 auf welchen Standorten viel versprechende Versuchsergebnisse zeigen, erfahren Sie auf Seite 8.

Das Jahresende rückt näher und Landwirte, die größere Investitionen im Jahr 2012 getätigt haben, sollten überprüfen, ob sich ein Einstieg in die Umsatzsteueroption lohnt. S 34.

Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


Die landwirtschaft

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lk aktuell


oktober_2012

Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Im Rat der europäischen Regierungschefs soll am 22. November das Budget der EU für die nächsten sieben Jahre beschlossen und dann mit dem EU-Parlament fixiert werden. Für uns wird das Bundeskanzler Werner Faymann verhandeln. Laut Fahrplan soll dann im März die Gemeinsame Agrarpolitik der nächsten sieben Jahre fixiert werden. Für die ländlichen Regionen fallen dabei sehr viele Entscheidungen, die unsere Zukunft gestalten werden. Für uns Bauern und unsere ländlichen Regionen ist ein verhandlungsstarkes Team sehr wichtig. Welche Fachexperten und Ratgeber der Herr Bundeskanzler mitnimmt, wie stark seine persönliche Position und sein Renommee sind, wird unmittelbar erfolgswirksam. Die Diskussionen um Inserate und den Untersuchungsausschuss helfen uns Bauern nicht, weil wir nicht stärker werden, wenn die Regierung beschädigt ist. Genauso werde ich in einer Diskussion über vorgezogene Neuwahlen darauf hinweisen, dass Aufgaben dann zu erledigen sind, wenn sie anfallen. In dieser wichtigen Phase in Europa und angesichts der Erfahrungen im Parlament, mit dem Chaos vor der letzten Neuwahl, gibt es nur einen Auftrag und der heißt, „Problemlösungen erarbeiten und umsetzen!“. Wie allerdings das Ergebnis der nächsten Zeit ausfällt, wird für uns der Maßstab sein, wie wir uns in Regierungsverhandlungen nach der nächsten Wahl einbringen. Eines muss klar sein – wer die Bauern in der nächsten Zeit vor die Tür stellt, darf sich nicht wundern, dass wir einig bleiben, aber nach der Wahl wo anders wohnen.

Arbeiterkammer-Chef Werner Muhm eiskalt mit abstrusen, auch lächerlichen, daher im Ergebnis unwahren Zahlenkonstruktionen einen vernünftigen Verhandlungsverlauf. Mittlerweile glaubt er offensichtlich seine eigene Propaganda. Die Bundesarbeitskammer begründet sich auf ein Bundesgesetz. Der Direktor (Geschäftsführer) verdankt seinen Job der sozialpartnerschaftlichen Grundidee. Von mir aus kann er privat jeden Aberglauben predigen, aber als Dienstverpflichteter sollte er sich wenigstens soweit der Wahrheit verpflichtet fühlen, dass die arbeiterkammerpflichtigen Nebenerwerbslandwirte von ihrem angestellten Direktor nicht auch noch gedemütigt werden. Viele mahnen die Verantwortung der parlamentarischen Demokratie ein. Die Sozialpartner werden um ihren Rat gefragt. Mehr nicht. Politische Trickserei ist nicht gefragt, schon gar nicht in Zeiten, in denen viele Menschen das Vertrauen in die Führungskapazität der von ihnen gewählten Politiker verlieren. Liebe Leserin, liebe Leser, ich teile Ihren Ärger über das sinnlose gegenseitige Anpatzen, das für viele die Politik in der Sache ersetzt. Unsere Zeit birgt viele Gefahren, die gute Position Österreichs in der Welt kann für uns alle verteidigt und ausgebaut werden. Ich wünsche uns gemeinsam, dass ein Mindestmaß an Staatsverantwortung der Maßstab zuerst für die Medien und dann für die Wähler ist.

Herzlichst, Ihr

Die Koalition scheint zu begreifen, dass die Bauern in Zukunft eher wichtiger werden. Bundesminister Niki Berlakovich hat dabei keine leichte Aufgabe. In der Frage der Einheitswerte und der steuerlichen Grundlagen gibt es Verständnis in Teilen der SPÖ. Allerdings torpediert der Wiener 3


Die landwirtschaft

lk aktuell

Weinherbst Wolkersdorf

Kochseminare und Konsumentenbildung

Ehrentafel für Pleil

Komm und Koch mit den Bäuerinnen

Der Österreichische Weinbaupräsident Josef Pleil wurde in seiner Heimatgemeinde Wolkersdorf anlässlich des diesjährigen Weinherbstes mit einer Ehrentafel geehrt.

Die Ur Gut! Kochseminare der LK NÖ für Bäuerinnen und Konsumenten starten jetzt.

Josef Pleil, auch Vizepräsident der LK NÖ, ist seit 1990 Präsident des österreichischen Weinbauverbandes. Pleil war immer ein maßgeblicher Wegbereiter für die Qualitätsoffensive der österreichischen Winzer. Zu seinen Anliegen zählte die Gründung der Österreichischen Weinmarketing und die Gründung der Regionalen Weinkomitees. Pleil machte

Der Österreichische Weinbaupräsident Josef Pleil vor seiner Ehrentafel in Wolkersdorf. Foto: zVg

sich auch für die Banderole als Qualitätssiegel und die staatliche Prüfung der Weine stark. Stets ist er für eine Stärkung der Herkunft durch die Einführung der DAC Kategorie eingetreten. Mit seinem Tun hat er auch maßgeblich zur weltweiten Anerkennung des österreichischen Weines insgesamt und des Weinviertler Weins im Speziellen beigetragen. Für all diese Verdienste würdigten die Wolkersdorfer nun „ihren Präsidenten“, der selbst Winzer in Wolkersdorf ist, mit einer Ehrentafel.

Theresia Meier ist neue Obfrau der SVB Nach 24 Jahren als Obmann der SVB legt Karl Donabauer sein Amt zurück. Der Niederösterreicher hat über zwei Jahrzehnte die Sozialpolitik für die Bauern geprägt. Meilensteine wie Krankenschein, Bäuerinnenpension und Pflegegeld sind seiner Ära zuzuschreiben. Als Obfrau folgt ihm Theresia Meier, die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Damit übernimmt eine für die Bäuerinnen und Bauern sehr engagierte Frau den Vorsitz. Theresia Meier ist bereits seit 2008 Mitglied in der Generalversammlung der SVB. Foto: LK NÖ 4

In den UrGut! Kochseminaren vermitteln Seminarbäuerinnen überliefertes Küchenwissen für moderne Ansprüche. Damit bauen sie das Vertrauen der Konsumenten in die österreichische Landwirtschaft aus. Bei einem Probekochen in der BBK Krems zeigten zwei Seminarbäuerinnen, worauf sich die künftigen Kursteilnehmer freu-

Elfriede Schaffer (Direktorin Bäuerinnen, Jugend in der LK NÖ), Seminarbäuerin Christa Eppensteiner, Kammerdirektor Franz Raab, Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer und UrGut!-Verantwortliche Elisabeth Heidegger haben sichtlich Spaß. Foto: LK NÖ/Marschik en dürfen und verwöhnten ihre Gäste. Charmant und kompetent begleiteten sie durch den köstlichen Abend. Mehr Infos zu den Kursen in den BBKs unter www.urgutkochen.at.

Jahreshauptversammlung NÖ Tiergesundheitsdienst Donnerstag, 22. November 2012, 13.00 Uhr Besprechungszimmer der Baudirektion 3109 St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 12, 6. Stock, Zimmer 12.601 1. Eröffnung und Begrüßung durch den Obmann 2. Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung 3. Bericht des Obmannes 4. Bericht der Geschäftsführung 5. Rechnungsabschluss 2011 a. Bericht der Kassaprüfung 2011 b. Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2011 c. Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung 6. Neuwahl der Vorstandsmitglieder 7. Neuwahl des Obmanns 8. Bestellung des Geschäftsführers 9. Neuwahl Obmann Stellvertreter 10. Neuwahl Schriftführer und Stellvertreter 11. Neuwahl Kassier und Stellvertreter 12. Neuwahl der Rechnungsprüfer


OKTOBER_2012

25. September 2012: Siegerehrung Blumenland Niederösterreich

Blühende Orte – blühendes Leben

Den ganzen Sommer über haben die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gepflanzt, gejätet und gegossen – um ihre Gemeinden aufblühen zu lassen. Die Entscheidung der Jury ist gefallen, die schönsten Blumenorte des Landes sind gekürt. Niederösterreich hat sich in den letzten Jahren in ein Land der Gärten verwandelt. Dazu tragen natürlich auch die vielen blumenbegeisterten ehrenamtlichen Helfer und die motivierten Gemeindebediensteten bei. Der Bewerb „Blühendes NÖ“ sucht seit 1969 die schönsten Blumenorte und stellt diese einer größeren Öffentlichkeit vor. „Auch wenn natürlich jede Gemeinde siegen will, sind die wirklichen Gewinner des friedlichen Wettstreits die Bevölkerung und die Touristen, die sich an der Blütenpracht jedes Jahr erfreuen“, betont Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes. Blumenschmuck verbindet Menschen und trägt damit zum Wohlbefinden der Gesellschaft bei. In Zeiten der großen Sparpakete ist der persönliche Einsatz von Menschen in den Gemeinden wieder gefordert und gerade bei der Blumenpflege kann jeder einzelne ein klein wenig Verantwortung für die Schönheit seiner Heimat übernehmen. „Ohne das Engagement unserer Bürger, vor allem in den kleinen und kleinsten Gemeinden, wäre Niederösterreich nicht so blühend, wie wir unsere Land kennen und lieben“, meint Gerhard Six, Leiter der Aktion

„Blühendes NÖ“ und Gartenbauexperte der LK NÖ. Im feierlichen Rahmen des Forums der NÖ Versicherung wurden die Siegergemeinden durch Landesrat Stephan Pernkopf, Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl sowie Präsident Hermann Schultes ausgezeichnet. Nach den großen Veränderungen im Auftreten des Bewerbes wollen die Verantwortlichen nun noch mehr Gemeinden von der Aktion überzeugen. Ein erster Schritt sind Weiterbildungsseminare für blumenschmuckinteressierte Verantwortungsträger in den Gemeinden. Näheres auf www.bluehendesnoe.at

Landesrat Stephan Pernkopf und Präsident Hermann Schultes gratulierten den Klosterneuburgern, die sich über ihren Sieg freuten. Foto: LK NÖ/Plutsch

Landessieger Kleinstgemeinden bis 250 Einw.: Ungerndorf Bis 800 Einwohner : Großschönau Bis 3.000 Einwohner: Enzersfeld Über 3000 Klosterneuburg

Ehrenpreise der Landschaftsgärtner: Ybbs der Friedhofsgärtner: Schwarzenbach Ehrenpokal des Landeshauptmannes: Kollersdorf Sachsendorf Ehrentafel des Präsidenten der LK NÖ: Berg

Impressionen aus Niederösterreich Fotos: Ernst Müller und Bernhard Michal

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Die landwirtschaft

lk aktuell

Generalversammlung der Milchgenossenschaft NÖ (MGN)

Stärkekartoffel: Erstes Jahr ohne gekoppelte Zahlungen

Hofübergabe in der MGN

Stärkekartoffelbranche vor Herausforderungen Seit 2012 sind die gekoppelten Zahlungen für Stärkekartoffeln gefallen. Produzenten wie Verarbeiter stehen vor neuen Herausforderungen.

Nach 23 Jahren legte Adolf Steiner seine Funktion als Obmann der Milch­ genossenschaft NÖ zurück. Ihm folgt Landeskammerrat Johann Krendl.

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Ehrenobmann Adolf Steiner mit Gattin sowie der neue Obmann LKR Johann Krendl. Foto: zVG

Mit der höchsten Auszeichnung der Landwirtschaftskammer NÖ, der PräsidentReither-Plakette, würdigte LK NÖ-Präsident Hermann Schultes den scheidenden Obmann der MGN, Adolf Steiner. Im Namen der Milchbauern und der gesamten Milch- und Molkereiwirtschaft bedankte er sich bei Steiner für dessen unermüdliche Leistungen.

den von Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Obmann Erwin Hameseder durfte der „Architekt der NÖ Milchwirtschaft“ die Raiffeisen-Jubiläumsmedaille in Gold entgegennehmen.

Strukturgespräche, Wettbewerbsfähigkeit, Kooperation, Fusion, Kosteneffizienz und unzählige Verhandlungen – all das prägte Steiners Zeit als Obmann.

Lob dem Architekt der NÖ Milchwirtschaft Auch Landesrat Stephan Pernkopf dankte Steiner seitens des Landes Niederösterreich für den jahrelangen, unermüdlichen Einsatz für die Milchwirtschaft. Aus den Hän6

Neuer Obmann: LKR Johann Krendl Der neue Obmann, Johann Krendl führt gemeinsam mit seiner Gattin Maria und Sohn Johannes einen Rinderzuchtund Milchviehbetrieb in Kasten. Er ist seit 1999 Funktionär in der Milchgenossenschaft und seit dem Jahr 2010 Landeskammerrat. „Die bestmögliche Verwertung der an die MGN angelieferten Milch zu wettbewerbsfähigen Preisen sowie eine gute Zusammenarbeit mit der NÖM AG“, so formulierte Johann Krendl seine wichtigsten Ziele als neuer Obmann der Milchgenossenschaft NÖ.

„Wenn es künftig keine Koppelung für die Stärkekartoffeln geben wird, so braucht dieser Sektor zumindest spezifische Maßnahmen. Nur so kann die Stärkekartoffelproduktion in Österreich gehalten werden“, fordert Alfred Sturm, Obmann der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK). Mit dem Auslaufen der europäischen Marktordnung für Kartoffelstärke sehen sich Landwirtschaft und Industrie nun mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert. Zwar sind die zunächst befürchteten Rückgänge in der Produktion vorerst ausgeblieben, jedoch braucht es Unterstützungen, um den Bereich längerfristig zu stabilisieren. Auch die Industrie verlangt nach Maßnahmen zur nachhaltigen Unterstützung des Sektors. „Es wäre leichtfertig, die in den vergangenen Jahren aufgebauten Strukturen aufs

Spiel zu setzen“, so AGRANAChef Johann Marihart.

Vielseitige Kartoffelstärke Kartoffelstärke findet sich in zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs – so etwa in Fertiggerichten und Babynahrung, aber auch in technischen Produkten wie Klebstoffen, Papier, Textilien, Medikamenten oder Kosmetikprodukten. Etwa die Hälfte der in Österreich produzierten Stärkeindustriekartoffeln wird im Waldviertel angebaut. Dort gibt es aus klimatischen beziehungsweise geologischen Gründen oftmals wenig pflanzenbauliche Alternativen. Das einzige Kartoffelstärkewerk Österreichs steht in Gmünd. Auch Ferdinand Lembacher, Pflanzenbaudirektor der LK NÖ verweist auf die Wichtigkeit der Stärkekartoffelproduktion für das Waldviertel und die gesamte Kartoffelbranche. Johann Marihart (AGRANAVorstandsvorsitzender), Alfred Sturm (Obmann VÖSK), Ferdinand Lembacher (Pflanzenbaudirektor NÖ Landwirtschaftskammer) und Gerhard Seidl (Stärkekartoffelproduzent aus dem Waldviertel). Foto: LK NÖ/Raser


Oktober_2012

Von der Landwirtschaft für die Landwirtschaft

Pflanzenöl – die sinnvolle Treibstoffalternative

Aus dem Land

Exkursionsführer Mistelbach präsentiert Die Bäuerinnen und die BBK Mistelbach präsentierten den „Exkursionsführer 2013“. Darin finden sich landwirtschaftliche Exkursions-, Gastronomie- und Heurigenbetriebe. „Dieser Exkursionsführer darf jedem Weinviertelliebhaber ans Herz gelegt werden“, so Kammerobmann Johann Fally und Bezirksbäuerin Eva Weigl. Erhältlich ist er in der BBK Mistelbach unter 05 0259 41200.

Pflanzenöl macht unabhängiger von fossiler Energie und liefert gentechnik­ freies Eiweiß­futtermittel, so das einhellige Resümee bei einer Pflanzenöltagung in der Landwirtschaftskammer NÖ. „Mit Pflanzenöl als selbst erzeugtem Treibstoff kann sich die Landwirtschaft von fossilen Energieträgern unabhängiger machen und damit auch die Nahrungs- und Futtermittelproduktion absichern“, so LK NÖ-Präsident Hermann Schultes anlässlich der Pflanzenöltagung am 26. September. Beispielsweise kann mit Pflanzenöl als Treibstoff, das von einem Hektar Raps produziert wird, die Bewirtschaftung von neun Hektar Ackerfläche für die Lebensmittelproduktion sichergestellt werden. Darüber hinaus wird Rapspresskuchen produziert. Als gentechnikfreies Futtermittel in der Landwirtschaft eingesetzt, kann dieser Sojaimporte ersetzen. „Wesentlich sind aber entsprechende Rahmenbedingungen und Anreizelemente, die eine Etablierung von Pflanzenöl als Dieselalternative in der

v.l.n.r.: Markus Holzer (Europäische Kommission), LK NÖPräsident Hermann Schultes, Minister Niki Berlakovich und Landesrat Stephan Pernkopf. Foto: LK NÖ/Lintner

Landwirtschaft ermöglichen. Von Gegenteiliger Wirkung ist die diskutierte Belastung von Pflanzenöl durch eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes auf 20 Prozent“, so Schultes. „Das Ziel ist die Energieautarkie für Österreich. Dies bedeutet, dass wir uns zu 100 Prozent mit heimischer erneuerbarer Energie versorgen. Dabei spielen agrarische Rohstoffe eine wichtige Rolle. Pflanzenöl ist dabei ein innovativer Kraftstoff“, unterstreicht Bundesminister Niki Berlakovich.

wein.pur-Trophy im Casino Baden 25 Siegerwinzer präsentierten in Baden 100 Topweine. Initiiert vom Genussmagazin wein.pur hatte es im Vorfeld eine große Verkostung zum Thema „Weinvielfalt.Niederösterreich“ gegeben. Weine abseits von Veltliner, Riesling und Zweigelt werden jedes Jahr vom wein.purTeam und von Vertretern der LK NÖ verkostet. Daran anschließend wurden die besten ­Winzer und Weine wurden prämiert. Bayerischer Minister besucht Energie-Modellregion Bruck/Leitha Der bayrische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Landesrat Stephan Pernkopf besuchten den Energiepark Bruck/Leitha. Brunner und die bayrische Delegation zeigten sich beeindruckt. Die Region Bruck erzeugt mehr Ökostrom, als die Haushalte im Bezirk brauchen und beliefert bereits Nachbarregionen mit Energie.

66. NÖ Bauernbundwallfahrt nach Mariazell

Pernkopf kündigt Förderung an „Mit einer neuen Förderung wollen wir für die Umrüstung von Traktoren auf PflanzenölBetrieb einen neuen Impuls für die Landwirtschaft geben. Ab Oktober 2012 stehen 1.500 Euro für Umrüstung oder Neukauf vom Land Niederösterreich zur Verfügung. Die Förderung ist auf 100 Fahrzeuge festgelegt“, kündigt Landesrat Stephan Pernkopf an.

Rund 1800 Teilnehmer haben Mitte September an der zweitägigen NÖ Bauernbundwallfahrt nach Mariazell teilgenommen. Vor den versammelten Wallfahrern würdigte NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll die Leistungen des Bauernstands: „Die Bauern schaffen die Grundlage für unsere Lebensqualität und für die wirtschaftliche Dynamik im Land.“ Das Leben im ländlichen Raum könne nur funktionieren, wenn der Bauernstand funktioniere. v.l.n.r.: Landesrat Stephan Pernkopf, Landjugend-Landesleiterin Verena Hainzl, Landeshauptmann Erwin Pröll, LJ-Landesleiter Karl Anton Schrattenholzer, Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner und Präsident Hermann Schultes. Foto: NÖ Bauernbund/Gerald Lechner 7


Die landwirtschaft

PFLANZENBAU

P rod u ktio n

Die Nachschau auf ein Erntejahr mit extremen Bedingungen

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Neue Weizensorten im Portrait

Futterwiesen perfekt auf Winter vorbereiten S 14

Mastitis vorbeugen ist billiger als heilen S 16

Schulmilch in NÖ ist einzigartig erfolgreich S 17

Rinderfachtag für Bäuerinnen Mehr Erfolg im Kuhstall Stier des Monats S 18

Charakter kommt vor Körper

Familie Steiner züchtet Murbodner S 19

LKV mit neuem Namen Jungzüchter-Profi Ausbildung startet S 20

Eber des Monats

Grundfutteruntersuchungsaktion Tiertransport – Zulassungen verlängern Übergangsfristen bei Gruppenhaltung von Sauen beachten S 21

Immer mehr Jungimker Vollversammlung Waldverband Staatspreisträger Forst S 22

Die Elsbeere stellt sich vor S 23

9. November: Forst-Fachtagung S 24-25

Invekos

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Extreme Bedingungen kennzeichneten das Erntejahr 2012 – Auswinterung im Februar, Spätfrost im Mai, Weizenverzwergungsvirus, Trockenheit und teils sehr hohe Proteinwerte. Folgender Artikel lässt das Weizenjahr 2012 Revue passieren und stellt die interessantesten Sorten für den kommenden Weizenanbau vor. Wie unterschiedlich die Jahre sein können ‑ zur Ernte 2011 überraschten hohe Erträge und ausgezeichnete Hektolitergewichte positiv. Die Proteinwerte waren dafür unterdurchschnittlich. Das diesjährige Jahr zeigte sich genau gegensätzlich.

Proteinwerte bis 22 Prozent Der trockene Herbst/Winter 2011 und der Frühjahrsfrost reduzierten bereits sehr früh die Ertragserwartungen. Hitze und Trockenheit im Mai und Juni führten dann noch zu einer schnellen Abreife der Getreidebestände. Ein Ertragsausgleich über ein großes Korn (TKG) – wie letztes Jahr – war nicht mehr möglich. Somit waren heuer Erträge von 2,5 bis 3,5 Tonnen

Polare Kaltluft im Februar 2012 schädigte auch Weizen. Foto: LK NÖ/Schally

je Hektar im Trockengebiet keine Seltenheit. Auch die Kornausbildung hat stark gelitten. Vielerorts konnten die 80 Kilogramm pro Hektoliter bei Weizen nicht erreicht werden. Dafür wurden bei den Proteinwerten fast unglaubliche Werte von 22 Prozent erzielt. In den westlichen Getreideanbaugebieten Niederösterreichs war die Situation besser. Der Anteil an Premiumweizen mit Proteinwerten von über 15 Prozent ist in Niederösterreich heuer besonders hoch. Premiumweizen notierte Mitte September an der Wiener Produktenbörse bei 263 Euro je Tonne. Qualitätsweizen lag mit 260 Euro je Tonne nur knapp darunter. Heimische Mühlen konzentrieren sich mehr auf Mahlweizen. Diese Qualität ist in Ostösterreich heuer weniger vorhanden und wird überwiegend zugekauft. Deswegen notiert Mahlweizen derzeit auch nicht in Wien. Aufgrund der knappen Verfügbarkeit dieser Qualität ist der


OKTOBER_2012 Abstand zwischen Qualitätsund Mahlweizen derzeit mit nur rund fünf Euro je Tonne Preisunterschied gering.

Auswinterung durch polare Kaltluft In den ersten beiden Februarwochen unterschritten die Tiefsttemperaturen fast überall -15 °C. Im Waldviertel wurden sogar -25 °C erreicht. Mit diesen Temperaturen kämpften auch die Ackerkulturen, da Wasserentzug und Eisbildung die Zellen schädigten. Erste Schäden waren an der Blattspitze des Weizens zu finden. Ältere Pflanzenteile wurden stärker geschädigt als jüngere. Kältetod trat dann auf, wenn auch der Vegetationskegel und/oder die Wurzeln abstarben. Schnee minderte dabei die Frosteinwirkung. Bereits eine Schneedecke von drei Zentimetern hat eine Schutzwirkung von bis zu 10 °C.

Entwicklung entscheidet über Kältewiderstand Entscheidend für die Widerstandfähigkeit gegenüber Kälte ist das Entwicklungsstadium der Pflanze. Ungekeimter Samen besitzt die größte Kälteresistenz. Gekeimte Samenkörner oder auch Bestände im „Ein-Blatt-Stadium“ sind sehr frostgefährdet, weil ein Teil der Nährstoffreserven im Korn bereits verbraucht wurde. Bereits bestockte Pflanzen ab dem Drei-Blatt-Stadium sind wiederum frosthärter. Sie verfügen mit ihren größeren Nährstoffreserven über ein gutes Regenerationsvermögen.

Sortenunterschiede bei Auswinterung Nach einer ausreichenden Abhärtungsphase überstehen Winterweizen und -triticale Temperaturen von -15 bis -20 °C unbeschadet. Winterhafer und Winterdurum weisen

eine noch geringere Winterfestigkeit als Wintergerste (-12 bis -15 °C) auf. Es gibt auch innerhalb einer Getreideart große sortentypische Unterschiede. So zeigen die Qualitätsweizensorten Antonius, Astardo, Energo, Fulvio und Pannonikus eine erhöhte Auswinterungsneigung. Die Sorten Arktis, Arnold, Element, Lucio und Norenos sind sehr winterhart. Die Weizensorte Arktis bekam bei der AGES-Zulassung sogar die Bestnote 2 beim Merkmal Winterhärte.

Ährenteile taub durch Spätfrost Hatte der Weizen die Polarluft im Februar gut überstanden, so musste er auch den Spätfrost bis zu -5 °C von 17. auf 18. Mai meistern. Deutlich sichtbar waren die Schäden bei Hackfrüchten, wie zum Beispiel Mais, Kartoffel, Zuckerrüben und Kürbis.

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Die landwirtschaft

PFLANZENBAU

Partner für Rapsproduzenten und Berater:

Syngenta – Die Kraft im Raps

Raps stellt hohe Ansprüche an seine Produzenten. Sein hohes genetisches Potenzial erfordert optimale Produktionsund Wachstumsbedingungen. Unser gemeinsames Ziel ist es, das biologische und wirtschaftliche Rapspotenzial optimal auszuschöpfen. Während der Jugendentwicklung ist der Raps besonders empfindlich gegenüber der Konkurrenzkraft von Unkräutern und Ungräsern. Dabei spielen neben den klassischen Unkräutern wie Kamille, Klette, Taubnessel und Vogelmiere immer mehr „Problemunkräuter“ eine entscheidende Rolle. In der Vergangenheit hat die häufigere Anwendung von Nachauflauf-Herbiziden zahlreiche Unkräuter selektiert. Zunächst breiteten sich die „rapsverwandten“ Kreuzblütler, wie Hirtentäschelkraut, Ackerhellerkraut und die massenwüchsigen Rauke-Arten auf unseren Flächen aus und führten zu Schwierigkeiten in der Bekämpfung. Aber auch Flachkeimer wie Kornblume und Klatschmohn machen dem Raps zu schaffen. Seit der Einführung von Colzor Trioâ kann das Unkrautproblem umfassend, sicher und mit einer Überfahrt gelöst werden. Denn Colzor Trio enthält drei Wirkstoffe, die sich ideal ergänzen und synergistisch zusammenwirken: Napropamid gegen Flachkeimer, wie Kamille und Klatschmohn, Clomazone gegen Klette und Kreuzblütler und Dimethachlor – wirkungssicher gegen Ehrenpreis, Vogelmiere sowie andere Tiefkeimer – auch bei Trockenheit. Toprexâ – ist ein Fungizid und Wachstumsregler in einem. Beim Einsatz im Herbst verhindert das Produkt das Aufstängeln und erhöht damit die Winterhärte. Zugleich wird der Raps gegen Phoma geschützt, ist vitaler und weist ein verbessertes Wurzelwerk auf. Im Frühjahr steht – neben der Phomabekämpfung – die hocheffiziente Verhinderung von 10

Unbehandelt Toprex (links) und Toprex im Herbst (rechts) – verbessert die Überwinterung. Foto: Syngenta

Lager im Vordergrund. Darüber hinaus wird die Bestandesarchitektur verbessert und die Blüte von Haupt- und Nebentrieben synchronisiert.

Steckbrief von Colzor Trio Wirkstoffe: Clomazone, Dimethachlor, Napropamid AWM: 4,0 l/ha im Vorauflauf komplettes Wirkungsspektrum alle typischen Rapsunkräuter (zB Kamille, Klettenlabkraut, Kreuzblütler) plus Problemunkräuter (zB Rauke-Arten, Klatschmohn) hohe Wirkungssicherheit unabhängig von der Bodenbearbeitung gute Kulturverträglichkeit

Steckbrief von Toprex Wirkstoffe: Paclobutrazol, Difenoconazol Aufwandmenge: 0,5 l/ha maximal 2 Anwendungen im Raps (1 x Herbst & 1 x Frühjahr) Verbesserung der Standfestigkeit, Überwinterungsleistung Beste Wirkung gegen Phoma lingam kräftiger Wurzelhals mehr Wurzelmasse (Feinwurzeln) Weitere Information und Beratung erhalten Sie bei unserer kostenlosen Beratungs-Hotline 0800 20 71 81 bzw. www.syngenta-agro.at Toprex: Zul.Nr. (Ö): 3130; Colzor Trio: Zul.Nr. (D): 006324-00, Pfl.Reg.Nr. (Öst): 901219; Zul.Nr. (Ö): 3060 Anzeige

Auch der Weizen kam nicht unbeschadet davon, da beim Ährenschieben die Frostempfindlichkeit wieder ansteigt. Bei Spätfrösten im Mai ist besonders die Blüte gefährdet. Der Schaden zeigt sich dann als „partielle Weißährigkeit“, die Ährenteile sind taub. Die Ausprägung der Symptome hängt stark von Temperatur, Entwicklungsstadium und Lage des Weizenbestandes ab. Ähnliche Symptome sind auch bei Trockenstress und Tripsbefall beobachtbar. Diese Schäden sind aber selten in Senken zu finden. Da Insekten und Pilze den Schaden nicht verursacht haben, ist keine Bekämpfung möglich. Auch „Wundermittel“ - mit erwiesener Wirksamkeit - gibt es dagegen nicht.

Weizenverzwergungsvirus vielerorts nachgewiesen Verzwergte Pflanzen, steckengebliebene Ähren und gelb verfärbte Fahnenblätter, waren heuer vielerorts Gesprächsthema in den getreidestarken Regionen Niederösterreichs, vor allem im Weinviertel. Befallene Pflanzen traten oft in Nestern auf. Eine großflächige Schädigung war besonders am Feldrand zu finden. Typisch war auch ein Befall mehrerer Pflanzen hintereinander innerhalb einer Reihe. Daraufhin hat die NÖ LK Proben auf Virusbefall labortechnisch untersucht. Dabei bestätigte sich der Befall durch das Weizenverzwergungsvirus (Wheat dwarf virus - WDV). Das Virus sollte man nicht mit dem bereits bekannten Gelbverzwergungsvirus der Gerste (BYDV) verwechseln. So wird das Weizenver-


OKTOBER_2012 zwergungsvirus von Zwergzikaden übertragen und nicht von Blattläusen wie beim Gelbverzwergungsvirus. Die Zikaden übertragen das Virus im Herbst und im Frühjahr. Von den Getreidearten werden neben Weizen auch Gerste, Roggen, Hafer und Triticale infiziert. Darüber hinaus befallen Zikaden auch Trespen, Flughafer und Weidelgräser.

Partielle Weißährigkeit durch Spätfrost. Foto: LK NÖ/Schally

Der sehr warme Herbst 2011, auch der warme März 2012 haben die Zikaden begünstigt. Virusbefallene und somit oft schwach bewurzelte Pflanzen litten stärker durch die Frühjahrstrockenheit. Auch wird vermutet, dass der Spätfrost zu einer stärkeren Ausprägung der Symptome beigetragen hat.

Virus bekämpfen ist schwierig Der Weizenverzwergungsvirus gelangt nicht ins Erntegut. Eine Verwendung als Backweizen, Ethanolweizen oder Saatgut ist möglich. Die Bekämpfung der Virose mit Insektiziden ist schwieriger als beim Gelbverzwergungsvirus, da Zikaden mobiler als Blattläuse sind. Auch sind sie länger im Herbst aktiv. Der Virose kann man nur durch Ackerhygiene und Bekämpfung ihrer Überträger vorbeugen. Die Maßnahmen: Frühsaat des Wintergetreides vermeiden, Vernichten des aufgelaufenen Ausfallgetreides, Abmähen benachbarter Grasraine im Herbst, Insektizideinsatz nur mit Teilerfolgen, Frühzeitige N-Düngung auf teilgeschädigten Beständen.

Sortenwahl Qualitätsweizensorten: Arnold (Probstdorfer SZ): Sehr frühreifer Weizen mit ausgezeichneter Qualität (Hektolitergewicht und Protein mit AGES-Note 1), Ertrag bescheiden.

Arktis (Die Saat): Sehr winterhart (AGES-Note 2) - da ein Elternteil Akteur, Braunrost beachten, hohe Fusariumtoleranz, geringerer Proteingehalt und Hektolitergewicht als Lukullus, alle Anbaugebiete, bessere Böden, für maisstarke Fruchtfolgen. Energo (Die Saat): Nur mittlere Winterhärte, langstrohig, Proteingehalt und Hektolitergewicht ähnlich Lukullus, Trockengebiet, bessere Böden. Fulvio (Probstdorfer SZ) & Vulcanus (SB Linz): Nur mittlere Winterhärte, erhöhte Auswuchsneigung, nur mittlere Standfestigkeit, Gelbrost und Ährenfusarium beachten, Proteingehalt knapp unter Lukullus, hohes Hektolitergewicht, Trockengebiet. Lucio (Probstdorfer SZ): Standfest (AGES-Note 3), gesund, Proteingehalt etwas geringer als Lukullus, hohes Hektolitergewicht, Trockenge-

biet (bessere Böden) Norenos (Die Saat): Derzeit ertragsstärkste Qualitätsweizensorte, winterhart, spätreif, sehr standfest (AGESNote 2), niedrigerer Proteinwert und Hektolitergewicht als Lukullus, etwas knappe Fallzahl, für tiefgründigere Böden im Trockengebiet, geringe Trockenheitstoleranz! Richard (Probstdorfer SZ): Standfester (AGES-Note 3) eher

Ertragsstarke Weizensorten ELEMENT (BQ 8) • Gute, stabile Erträge auch auf schwachen und trockenen Böden • Frühe Entwicklung und lange Einkörnungsphase • Sehr stresstolerant gegenüber Trockenheit • Gute Standfestigkeit

ENERGO (BQ 7) • Die Ertragsgeneration mit hohen Proteinwerten • Qualität mit guter Standfestigkeit • Gute Toleranz gegenüber Fusarium • Auswuchsfest

NORENOS (BQ 7) • Ertragsstärkster Qualitätsweizen Österreichs • Sehr standfester Einzelährentyp • Auswuchsfest • Breite Toleranz gegenüber Blattkrankheiten und Ährenfusarium

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NATÜRLICH DIE SAAT

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Die landwirtschaft

Pflanzenbau Niederösterreichische Versicherungs AG

Gegen Umweltsanierungskosten schützen Die neuen Umwelthaftungs­ gesetze haben ein höheres Risiko für die Landwirte gebracht. spätreifer Kolbenweizen, mittlere Gesundheit, sehr hohes Hektolitergewicht, nur mittlere Ausprägung des Proteingehaltes, hohe Fallzahlstabilität, Trockengebiet. Lukullus (SB Linz) & Midas (Probstdorfer SZ): Beide Sorten wurden die letzten Jahre zu Qualitätsweizen aufgestuft, gute Kombination aus hohem Ertragspotential und Qualität, mittlere Winterhärte, auswuchsfest, Gelbrost beachten, alle Anbaugebiete. Tobias (Probstdorfer SZ): Langstrohiger, gesunder Grannenweizen mit exzellenter Backqualität, hohes Hektolitergewicht und Protein (AGESNote: 2), bescheidener Ertrag.

Sortenwahl Mahl- und Futterweizensorten: Estivus (Die Saat): Spätreif, sehr standfest (Note 1) und gesund, hohes Ertragspotenzial, Qualität vergleichbar mit Kerubino, Alpenvorland, bessere Böden, maisstarke Fruchtfolgen. Pedro (Probstdorfer SZ): Hohes Ertragspotenzial, mittlere Winterhärte, höherwüchsig aber knapp standfest (AGES-Note: 4), Waldviertel und Alpenvorland. Sailor (SB Linz): Sehr winterhart (AGES-Note 2), standfest, etwas langstrohiger als Kerubino, Feucht- und Übergangslagen, bessere Böden.

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Weizenverzwergungsvirus wurde vielerorts nachgewiesen. Foto: LK NÖ/Schally

Xerxes (Sie Saat): Mäßige Frosthärte (Note 6), langstrohig aber standfest, gesund, auch Ährenfusarium, höherer Proteinwert als Kerubino. Henrik (Probstdorfer SZ): Sehr standfester, etwas längerer Futterweizen, gute Toleranz gegenüber Ährenfusarium (Note 5), Feucht- und Übergangslagen, maisstarke Fruchtfolgen. Hewitt (Die Saat): Derzeit ertragsstärkster Futterweizen, kurz und standfest, anfällig gegenüber Ährenfusarium (Fungizideinsatz!), Feucht- und Übergangslagen. Mag. DI Harald Schally Ref. Ackerbau und Grünland Tel. 05 0259 22133 harald.schally@lk-noe.at

Jeder Betrieb und somit auch jeder Landwirt haftet – auch wenn kein Verschulden vorliegt – für die Schädigung an Boden, Gewässern, geschützten Arten und natürlichen Lebensräumen. Diese Haftung gilt auch dann, wenn Sie nur im Nebenerwerb tätig sind. Umweltorganisationen haben in den neuen Haftungsregeln eine starke Position. Verbände wie Global 2000, WWF, Greenpeace oder die Naturschutzbünde haben das Recht, vermeintliche Schädigungen bei der Behörde anzuzeigen und können im Sanierungsverfahren volle Parteistellung erlangen. Dadurch sind sie etwa auch in der Lage, gegen Bescheide der Behörde zu berufen.

Reicht die Deckung „Sachschäden durch Umweltstörung“? Selbst wenn bestehende Versicherungsverträge eine Deckungserweiterung für „Sachschäden durch Umweltstörung“ beinhalten, ist das neue Haftungsrisiko (USK)

nicht automatisch gedeckt. Dies liegt daran, dass es sich dabei um zwei völlig verschiedene Anspruchsgrundlagen handelt. Bei „Sachschäden durch Umweltstörung“ liegt ein zivilrechtlicher Schadenersatzanspruch eines geschädigten Dritten vor, der vor den unabhängigen Zivilgerichten geltend gemacht werden kann. Im Unterschied dazu gibt es bei der Haftung für Umweltsanierungskosten (USK) einen öffentlich-rechtlichen Anspruch, der von der Bezirksverwaltungsbehörde beim verursachenden Betrieb eingefordert wird.

Ausreichender Schutz nur mit der UmweltsanierungskostenVersicherung (USKV) Achten Sie darauf, dass Ihr Versicherungsvertrag den Baustein USKV beinhaltet. Nur so können Sie Ihren landwirtschaftlichen Betrieb umfassend gegen die Risken durch die neuen Umwelthaftungsgesetze schützen. Ihr NV-Versicherungsberater informiert Sie gerne. www.noevers.at

Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten 02742/9013-0, www.noevers.at

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Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherungs AG. Foto: zVg


OKTOBER_2012

Futterwiesen perfekt auf den Winter vorbereiten

Wie und bis wann nutzt man den letzten Aufwuchs am besten? Hier lesen Sie, wie man Grünland im Herbst optimal nutzt, damit es im Frühjahr so richtig durchstarten kann. Grünland kann man durch die letzte Schnittnutzung, Nachweide, Nachmahd oder Mulchen in eine gute Winterkondition bringen. Zu hohe oder üppige Futterbestände sollten nicht in den Winter gehen. Auch extrem kurz gemähte oder überweidete Wiesen mindern im folgenden Jahr beim ersten Aufwuchs den Ertrag spürbar. Ideal zum Überwintern sind acht bis zehn Zentimeter hohe Bestände.

Bei nassem Erntewetter verschmutzen Erdreste das Futter. Die Rohaschegehalte steigen und in den Silagen bildet sich Buttersäure. Problematische Keimgehalte bei Clostridien und Listerien nehmen zu. Herbstfutter ist durch die längere Vegetationszeit immer stärker mikrobiell belastet, somit weniger gesund und damit leistungshemmend. Leistungsorientierte Betriebe lenken das Hauptaugenmerk auf den ersten und wichtigsten Aufwuchs im Frühjahr. Der erste Futteraufwuchs ist der ertragreichste, gepaart mit bester Futterstruktur und hohen Energiegehalten. Er beeinflusst gute Milchleistungen und hohen Fleischzuwachs am stärksten.

Wertvolles Futter mit früher Herbstmahd Im Herbst sollte man das Futter früh mähen, weil die Witterung zur Ernte noch günstig ist. Narbenschäden und Futterverschmutzung werden verringert. Acht bis zehn Zentimeter hohe Bestände geben Mäusen im Winter weniger Schutz und die Kontrolle der Flächen auf Mäuseschäden ist leichter. Bei früher Nutzung werden die Gräser weniger von Rost befallen. Eine zu späte Herbsternte verzögert im Frühjahr den Neuaustrieb. Viel abgestorbenes Pflanzenmaterial im geernteten Futter mindert die Qualität. Wenn bis Vegetationsende zu hohe und üppige Bestände in den Winter gehen, besteht die Gefahr von Auswinterungs- und Mäuseschäden. Dabei erstickt die Narbe über den Winter oder wird von Schneeschimmel oder Schädlingen befallen. In dem Fall mulcht man das Gras. Eine zu dichte Mulchdecke zerstreut man mit dem Kreisel. Fehlen die Tiere für eine Nachweide, sollte man kräftige Bestände vor dem Winter mulchen. Die Nährstoffe aus dem Mulch oder der Verzicht auf extreme Überbeweidung sorgen für bessere Erträge beim ersten Aufwuchs im Frühjahr.

Schwerpunkt liegt auf erstem Aufwuchs Der letzte Aufwuchs hat meist die schlechteste Futterqualität. Ihm fehlen die hohen Nährstoffgehalte und die Futterstruktur für den Wiederkäuer.

Vorne: hellgrüner Pflanzenfarbton – zu geringe Stickstoff-Düngung oder Verfügbarkeit verursacht schlechtere Überwinterung

Striegel und Einsaat gegen Gemeine Rispe Die Gemeine Rispe bereitet sich in niederschlagsreichen Grünlandgebieten immer stärker aus. Hauptursachen sind das Befahren mit schwerem Gerät und das Beweiden bei zu nassem Boden. Mit dem Striegel kann man im Herbst die Gemeine Rispe zum Teil auskämmen. Die guten kräftigeren Futtergräser nehmen keinen spürbaren Schaden. Grünlandnachsaaten mit gut wüchsigen Gräsern, wie Knaulgras in Kombination mit Glatthafer, etwas Goldhafer und Englischem Raygras sind bis Mitte September in milden niedrigen Lagen sinnvoll, weil die Altnarbe wenig Konkurrenz entwickelt.

Foto: LK NÖ/Humer

Ausbringtermine des Aktionsprogrammes Nitrat. Die Flächen gehen stabiler in den Winter und die Düngung sichert einen früheren Austrieb im Frühjahr. Bei jeder Überfahrt sollte man auf abgetrocknete Wiesenböden mit guter Befahrbarkeit achten. Nur Weiden sollte man in der zweiten Vegetationshälfte nicht mehr düngen, da Nährstoffe aus Exkrementen zur Verfügung stehen. DI Johann Humer Ref. Bodenwirtschaft und Pflanzenernährung Tel. 05 0259 22502 johann.humer@lk-noe.at

Winterhärte mit Düngung fördern Grünlandpflanzen entwickeln ihre Kälteresistenz ab Mitte September bis Anfang Dezember. Die Frosthärtung ist geringer, wenn in dieser Zeit eine Nutzung erfolgt, warmes und feuchtes Wetter einsetzt oder ein überhohes N-Angebot herrscht. Gedüngte Flächen ergrünen im Frühjahr schneller. Zu geringe Düngung mit einem zu hellgrünen Pflanzenfarbton fördert lückige Futterwiesen und die Ausbreitung von Giftpflanzen und Engerlingsbefall. In solchen Lücken siedeln sich unerwünschte Pflanzenarten an. Güllegaben mit zehn bis 15 Kubikmeter je Hektar oder Volldünger wirken sich auf gemähten Flächen im Herbst positiv aus - unter Beachtung der

Kurz gefasst Für eine gute Überwinterung ist eine Wuchshöhe von etwa 8 bis 10 cm ideal. Mit der frühen Herbstmahd gewinnt man wertvolleres Futter als bei Nutzung bis zum Vegetationsende. Der Pilzbefall ist geringer und die Futterqualitäten sind höher. Der Herbst sollte zur Eindämmung unerwünschter Pflanzenarten genutzt werden. Mit Grünlandnachsaaten und gut abgestimmter Düngung hat der Landwirt bewährte Mittel in der Hand, eine gute Überwinterung und einen qualitativ wie quantitativ besseren ersten Futteraufwuchs im Frühjahr zu erreichen. 13


Die landwirtschaft

Tierhaltung

Eutergesundheit sichern und verbessern

Mastitis vorbeugen ist billiger als heilen

Ein krankes Euter kostet Zeit und Geld. Wer früh erkennt, dass die Gesundheit des Euters gefährdet ist, geht finanziell einen Schritt weiter. An welchen Anzeichen der Milchviehhalter eine drohende Eutererkrankung erkennt und wie er am besten vorbeugen kann, erklärt LK-Fachmann Franz Groißmayer. Zellzahl Die Zellzahl bewertet die Rohmilchqualität. Anhand des Zellzahlgehaltes kann man die Eutergesundheit der Milchkühe beurteilen. Bei den körpereigenen Zellen handelt es sich um weiße Blutkörperchen, Fress- oder Gewebezellen. Die Zellzahl gibt man in Zellen pro Milliliter an. Ein erhöhter Zellzahlgehalt bedeutet immer eine verminderte Leistung. Laut MilchHygienerecht muss der Zellgehalt der Anlieferungsmilch mindestens zweimal pro Monat kontrolliert werden.

Vorbeugen ist billiger als heilen Vorbeuge- und Hygienemaßnahmen können vor einem Großteil der Euterentzündungen schützen und sind ein Garant für keimarme Rohmilch mit niedriger Zellzahl. Therapeutische Maßnahmen verbessern und sichern die Eutergesundheit dann dauerhaft, wenn man gleichzeitig Vorbeugemaßnahmen setzt. Dazu zählen Melktechnik, Melkroutine, Melkhygiene, Fütterung, Haltung, Stallklima und Hygiene. Alle am Milchbetrieb vorhandenen Zahlen und Möglichkeiten, um den Eutergesundheitsstatus des Milchkuhbestandes zu erkennen, sind zu nutzen. Dazu zählen: Zellzahlergebnisse auf Milchgeldabrechnung (Sammelmilch), Einzeltierergebnisse bei Mitgliedschaft beim Landeskontrollverband (Milchleistungskontrolle) – Gesundheitsmonitoring, Auch Milchveränderungen, die man 14

beim Vormelken im Vormelkbecher feststellt, sind Anzeichen, die auf eine mögliche Störung der Eutergesundheit hinweisen, Mit einem regelmäßig durchgeführten und dokumentierten Schalmtest kann man sehr billig und rasch Veränderungen bei jedem einzelnen Euterviertel gegenüber der vorangegangenen Kontrolle erkennen und danach eine Melkreihenfolge festlegen.

Melktechnik regelmäßig überprüfen Die jährliche Kontrolle und Wartung der Melkanlage durch autorisierte Fachbetriebe gibt die größtmögliche Sicherheit, dass die vorhandene Melktechnik die Eutergesundheit der Milchviehherde nicht negativ beeinflusst. Verschleißteile, die mit der Milch in Berührung kommen, und Zitzengummis sind laut Firmenempfehlung auszutauschen. Eine funktionstüchtige Melktechnik ist Voraussetzung für eine schonende Milchgewinnung.

Melkroutine beachten Die ersten zwei bis drei Strahlen Milch pro Zitze sind in den Vormelkbecher zu melken, dies ist die erste Kontrolle. Beim Vormelken auf den Boden besteht die Ge-

Melkzeugzwischendesinfektion verhindert, dass Mastitiserreger von kranken auf gesunde Euter übertragen werden Foto: LK NÖ/Schweifer

fahr, Mastitiserreger zu verschleppen. Zur Zitzenreinigung werden verschiedene Verfahren angeboten. Das jeweilige Verfahren muss die betriebsspezifischen Anforderungen bewältigen, zum Beispiel: starker Verschmutzungsgrad der Euter hoher Keimdruck, hohe Ansteckungsgefahr (Verschleppung).

Bestens angerüstete Kühe Gut ausgemolkene Euter Das Anrüsten des Euters fördert die Melkbereitschaft der Kuh und sichert eine störungsfreie Milchabgabe. Die Melkbereitschaft löst das Hormon Oxytocin aus, das die Hirnanhangsdrüse vor allem bei Berührungsreizen an der Zitze ins Blut ausschüttet. Mit dem Blut gelangt Oxytocin in die Milchdrüse zu den Korbzellen an den Alveolen und zu den kleinen Ausführungsgängen. Die Korbzellen ziehen sich unter Oxytocineinwirkung zusammen. Dadurch wird die Milch aus den Speicherräumen in das Milchgangsystem und in


OKTOBER_2012 die Zisternen gepresst. Jetzt erst kann man die Milch mit der Melkmaschine gewinnen. Auf ein vollständiges Anrüsten ist größter Wert zu legen. Nur bestens angerüstete Kühe sind bereit, die vorhandene Milch rasch und vollständig zur Milchgewinnung freizugeben. Eine Anrüstzeit von 60 bis 90 Sekunden ist – abhängig vom Laktationsstadium – einzuhalten. Häufig beobachtete Fehler: _Kein Anrüsten, _Anrüstzeit zu kurz, _Wartezeit zwischen Anrüsten und Melken zu lange. Prall gefüllte Euter und Zitzen sind ein Zeichen, dass das Tier melkbereit ist.

Blindmelken schädigt Schleimhaut im Strichkanal Ist die Kuh melkbereit, setzt man das Melkzeug ohne Lufteinbrüche und Bodenkontakt an das Euter an. Das Melkzeug soll richtig sitzen, frei hängen und nicht verdreht sein. Lässt der Milchfluss deutlich nach, ist der Ausmelkgrad mittels Zisternengriff zu kontrollieren und, falls nötig, melkt man maschinell nach. Blindmelken sollte man vermeiden, weil es die Strichkanalschleimhaut dauerhaft schädigt. Die Strichkanal-

schleimhaut bildet eine Infektionsbarriere gegenüber der „Außenwelt“. Beim Maschinenmelken öffnet das Anlegen von Vakuum den Schließmuskel der Zitze. Das geschieht einmal in der Sekunde für etwa 0,4 Sekunden. Sinkt der Milchfluß auf unter 200 Milliliter in der Minute, spricht man vom Blindmelken.

Zitzentauchen sofort nach dem Melken Durch Zitzentauchen sofort nach dem Melken trägt man einen Schutzfilm besonders um die Strichkanalmündung auf, der das Infektionsrisiko in der Zwischenmelkzeit reduziert. Zum Zitzentauchen sollte man nur Antireturndippbecher verwenden, weil sie nach dem Tauchen der Zitzen keine Anwendungslösung in den Becher zurück fließen lassen. Melkzeugzwischendesinfektion verhindert, dass Mastitiserreger von kranken auf gesunde Euter übertragen werden. Die Übertragungsmöglichkeiten für Mastitiserreger: Hände des Melkers, Tuch für mehrere Kühe, kontaminierte Zitzengummi, Liegeflächen, Fliegen.

Land NÖ unterstützt Überprüfung der Melkanlage mit hundert Euro Das Land Niederösterreich fördert im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes auch 2012 das Programm „Erhaltung der Eutergesundheit und Qualitätssicherung in der Milcherzeugung“. Im Zuge des Programmes sind Vorgaben bezüglich Hygiene, Melkmanagement und Melktechnik umzusetzen. Die erforderlichen Programmunterlagen können unter www.noe-tgd.at/Milchhygieneprogramm2012/Download Formulare oder auf der Website der NÖ LK auf www.lk-noe. at/Tier/Milchwirtschaft heruntergeladen werden. Für eine Melkanlagenüberprüfung gemäß ÖNORM ist eine finanzielle Unterstützung von 100 Euro vorgesehen. Der Leistungsnachweis mit der Kopie des Melkanlagenprüfberichtes ist vom Landwirt vom 1. Oktober bis 1. Dezember 2012 an den NÖ TGD, Schillerring 13, 3130 Herzogenburg zu senden oder per Fax unter 02782/81035 zu übermitteln. Die Unterschrift des Milcherzeugers und des Betreuungstierarztes sowie das Datum sind erforderlich. Kontakt: Franz Groissmayer, Tel. 05 0259 23302, franz.groissmayer@lk-noe.at

Reine Melkerhände, Einwegtücher und eine Melkzeugzwischendesinfektion verringern das Übertragen von Mastitiserregern deutlich.

Fütterung, Haltung, Stallklima, Hygiene Auch eine wiederkäuer- und bedarfsgerechte Fütterung sowie die Beachtung der Futterhygiene sind wichtige Elemente der Mastitisvorbeugung. Eine Milchkuh erbringt gewaltige Leistungen. Damit diese über viele Laktationen erbracht werden können, sind die Umweltbedingungen an die Anforderungen anzupassen. Umweltbedingungen tragen sehr häufig Mitverantwortung bei Eutergesundheitsstörungen.

lk-Beratung

Beratung, die Werte schafft Eutergesundheitsmanagement Unser Angebot für Sie: Wir orientieren uns an den Daten für das Eutergesundheitsmanagement und erkunden die Ursache für Eutererkrankungen. Gemeinsam erarbeiten wir ein Sanierungskonzept, welches schriftlich zur Verfügung gestellt wird. Ihr Nutzen: Sie erhalten Tipps zur richtigen Melkroutine, um die Eutergesundheit ihrer Herde zu verbessern. Kostenbeitrag: 90 Euro, 30 Euro Hofpauschale Ihr Ansprechpartner: Tierhaltungsberater Ihrer Bezirksbauernkammer Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

FOI Franz Groißmayer Ref. Milchwirtschaft Tel. 05 0259 23302 franz.groissmayer@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

Milchwirtschaft

Seit 20 Jahren gibt es die Schulmilch vom Bauern

Schulmilch in NÖ ist einzigartig erfolgreich

Seit 20 Jahren erfolgreich und weltweit einzigartig ist die tägliche Versorgung von 140.000 österreichischen Kindern mit Schulmilch durch 102 Schulmilchbauern. Wenn ab Mitte September wieder 25 Profis in der Direktvermarktung täglich für 65.000 Kinder in Niederösterreich und Wien an über tausend Schulen und Kindergärten Milchprodukte im Rahmen des EU-Schulmilchprogrammes liefern, dann sind neben Milch, Kakao, Trinkjoghurt, Molkegetränken, Erdbeer- und Vanillemilch viele weitere regionale Spezialitäten dabei.

Schulmilch-Award 2012 Jährlich wird an Persönlichkeiten, die sich für die Schulmilchaktion und die gesunde Ernährung unserer Kinder engagieren, der Schulmilch-Award vergeben. In der Kategorie „Institutionen und Organisationen“ ging der Award 2012 an Michael Horak. Er wirkt im Lebensministerium seit vielen Jahren entscheidend an den Rahmenbedingungen der Schulmilchbeihilfen-Verordnung, der Marketingunterstützungen und dem Aufbau der bäuerlichen Schulmilchversorgung in Niederösterreich mit. In der Kategorie „Schulwesen“ erhielt Direktorin Ingrid Jäger aus der Franz-Jonas-Volksschule in St. Pölten die Auszeichnung. In der Kategorie „Bäuerlicher Schulmilchlieferant“ ging die Auszeichnung an Andrea und Walter Angelmayer. Seit 1996 liefert der Biobauer an 60 Schulen von Altpölla bis Mistelbach und von Laa/Thaya bis Göllersdorf seine Produkte.

Für 20 Jahre Sonder-Award Anlässlich des runden Jubiläums und des bevorstehenden Weltschulmilchtages am 26. September vergaben die NÖ Schulmilchbauern und die LK NÖ den SonderSchulmilch-Award 2012 an Anton Johann Fuchs von den Niederösterreichischen Nachrichten. „Seit vielen Jahren begleitet Anton Johann Fuchs die Schulmilchak16

tion. Seinen Beiträgen in den landesweiten NÖN Beilagen verdanken wir einen wesentlichen Teil des Erfolges der NÖ Schulmilchaktion“, lobt Theresia Meier den stellvertretenden Chefredakteur. Um gute Produkte zu verkaufen, bedarf es auch guter Partner. In diesem Zusammenhang bedankte sie sich bei allen Medien, die diese Aktion mittragen.

Schulmilch-Höchstpreise 2012/13 Die vom Lebensministerium verordneten Höchstpreise für Schulmilch gewährleisten, dass sich die Unterstützung durch die EU auf den Produktpreis auswirkt. Für das Schuljahr 2012/2013 sind die Höchstpreise unverändert. Nur der Aufschlag für die Abgabe durch Automaten wurde auf 0,40 Euro je Kilogramm erhöht. Neben der finanziellen Unterstützung von 18,15 Euro pro hundert Kilogramm durch die EU wird eine nationale Schulmilchbeihilfe von Euro 5,19 pro hundert Kilogramm gewährt. Schulmilch kostet im Schuljahr 2012/2013 45 Cent pro 250 Milliliter, Schulkakao, Vanille- und Erdbeermilch 50 Cent pro 250 Milliliter. Fruchtjogurt mit mindestens 75 Prozent Milchanteil kostet 69 Cent pro 250 Milliliter laut Höchstpreisverordnung. Für Produkte aus biologischer Erzeugung erhöht sich der jeweils festgesetzte Höchstpreis um 12 Cent pro Liter. Die Höchstpreisverordnung für Schulmilchprodukte ist bis 31. Juli 2013 gültig. Dipl. Päd. Ing. Josef Weber, Ref. Milchwirtschaft Te. 05 0259 23301, josef.weber@lk-noe.at

Der Schulmilchaward 2012 ging an Anton Johann Fuch, stellvertretender Chefredakteur der NÖN, für sein Engagement für die Schulmilch; v.l.n.r. Vizepräsidentin Theresia Meier, Volksschuldirektorin Ingrid Jäger, Schulmilchlieferant Hannes Bertl, NÖN Chefredakteur Stellvertreter Anton Johann Fuchs, Kammerdirektor Franz Raab, Schulmilchkoordinator Josef Weber, Schulwart Gerhard Herz und Tierzuchtdirektor Andreas Moser mit Kindern bei der Award-Verleihung in der Franz Jonas Volksschule Foto: LK NÖ/Raser

Weltschulmilchtag Am 26. September 2012, wenn weltweit in vielen Ländern wieder Kinder zur Schule gehen und sich auf die Schulmilchspezialitäten freuen, denken die FAO der UNO in in Rom und der internationale Milchwirtschaftsverband an die Leistungen der Milchbauern und Schulmilchlieferanten bzw. an die gesundheitlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und ernährungsphysiologischen Werte der regelmäßigen Schulmilchversorgung. „Es gibt einfach keine bessere Investition für eine Gesellschaft, als den Schulkindern Milch und Milchprodukte zu geben“, fasste Winston Churchill diese Werte zusammen.


OKTOBER_2012

Fachtagung für Bäuerinnen am 25. Oktober

Stier des Monats

Zukunft mit Rindern – Bäuerin steht für Erfolg

RUKSI startet durch

Am 25. Oktober laden die ARGE Bäuerinnen und der NÖ Genetik Rinderzuchtverband zur Fachtagung in die Berglandhalle bei Wieselburg. Herzlich eingeladen sind alle Bäuerinnen mit oder ohne Betriebszweig Rinderhaltung zur Fachtagung „Zukunft mit Rinderhaltung – die Bäuerin als Erfolgsgarant“ am 25. Oktober von 9 bis 13 Uhr in der Berglandhalle des Nö Genetik Rinderzuchtverbandes, Holzingerberg 1, 3252 Bergland

Programmpunkte Überblick über die Rinderbranche Podiumsdiskussion mit Präsident Hermann Schultes und Branchenvertretern Machen viele Kühe tatsäch-

Bäuerinnen stehen für Erfolg in der Rinderhaltung. Foto: LK NÖ/Archiv

lich Mühe? – Das braucht´s für ein gutes Leben mit Rinderhaltung Neues Zeitalter in der Rinderzüchtung – genomische Selektion und Gesundheitszuchtwerte Mit Arbeitskreisen und Betriebszweigauswertung die Produktion optimieren und die Rentabilität steigern Anschließend wird zum Mittagessen mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausc h eingeladen. Zehn Euro Kostenbeitrag für die Verpflegung. Bitte bis 12. Oktober bei Ihrer Bezirksbäuerin anmelden . DI Elfriede Schaffer, Tel. 050 259 26001 Fax 050 259 9526001 elfriede.schaffer@lk-noe.at

Mehr Erfolg im Kuhstall Termine 5. November: FS Gießhübl/FS Edelhof 6. November: FS Pyhra/FS Warth Beginn: 8.45 Uhr; Ende: 16:30 Uhr Themen Kälberaufzucht, Fütterung, Herdenmanagement, Betriebsentwicklung, Eutergesundheit, Lebensqualität, Infos bei Helmut Riegler, LK NÖ, Tel. 0664/52 63 686 Diese Veranstaltung wird als TGD-Weiterbildung im Ausmaß von zwei Stunden anerkannt.

Eine Bereicherung für das aktuelle Samenprogramm ist der Ruakana-Sohn RUKSI. Gezüchtet wurde der genomische Jungvererber RUKSI von der Fleckviehzuchtstätte Götz aus Deining. Bekannt ist der Betrieb Götz vor allem durch die erfolgreiche W-Kuhfamilie, aus der eine Fülle von positiven Vererbern hervorging.

Die Kuhfamilie, von der RUKSI abstammt. Aufgrund seiner Abstammung ist er in NÖ breit einsetzbar und für die Besamung von Kalbinnen geeignet. Foto: NÖ Genetik/Luca Nolli

stärke der Kuhfamilie in der Vererbung von RUKSI wieder. Die Inhaltsstoffe sollte man bei der Anpaarung nicht außer Acht lassen.

Ausgeglichene Fitness RUKSI aus N-Kuhfamilie RUKSI kommt aus der relativ „jungen“, stark an Bedeutung gewinnenden N-Kuhfamilie. RUKSI-Mutter NATALIE ist eine Tochter des Fitnessspezialisten Zahner. NATALIE beeindruckte durch ihre Eleganz, Jugendlichkeit, die glasklaren Fundamente und dem drüsigen, kleinvolumigen Euter. Ihre, aus einem Embryotransfer abstammende Vollschwester kann ebenfalls mit den gleichen Vorzügen in der Herde glänzen. Die RUKSI Großmutter MARZISE ist eine hochleistende Romel-Tochter mit einer Durchschnittsleistung von 12.000 Kilogramm Milch. Mit +1.274 in der Milchmenge spiegelt sich die Leistungs-

Sehr ausgeglichen zeigt sich der Fitnessbereich. Hohe Zuchtwerte in den Einzelmerkmalen Nutzungsdauer, Persistenz und Melkbarkeit sprechen für einen Einsatz. Am bedeutendsten für einen umfangreichen Einsatz ist der Kalbeverlaufszuchtwert von 117 Punkten mit einer bereits hohen Sicherheit von 87 Prozent. RUKSI ist deshalb bedenkenlos auf Kalbinnen einsetzbar. Im Exterieur liegen die Stärken von RUKSI in den Bereichen Euter und vor allem Fundament. Das Balkendiagramm lässt steilere, sehr trockene Fundamente erwarten. Im Rahmen liegt RUKSI bei 100 und im durchschnittlichen Bereich. Ernst Grabner

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Die landwirtschaft

tierhaltung

Reportage: Angela und Karl Steiner, Guglhof in Furth, züchten Murbodner mit einem ausgeklügelten Management

Charakter kommt vor Körper

Sie waren schon einmal auf dem Betrieb, die Murbodner. Nun wollten es Karl und Angela Steiner noch einmal mit der alten österreichischen Rinderrasse versuchen und sind intensiv in die Zucht eingestiegen. Was sie dabei unter „Vollgas geben“ und „klar im Kopf“ verstehen, haben wir kürzlich bei ihnen auf dem Guglhof erfahren. Vollgas geben Karl und Angela Steiner seit 2005. Sie haben Kalbinnen gekauft und im Internet recherchiert, welchen Stier sie mit welcher Kalbin paaren dürfen. „Mittlerweile kommen die Anpaarungsempfehlungen für unsere 15 MurbodnerMutterkühe von der NÖ Genetik“, freuen sich die beiden. Fünf Kühe sind auch Stiermütter. Zwei nicht miteinander verwandte Stiere stehen für den Deckeinsatz bereit. Im Sommer bilden Steiners zwei Herden. In jeder Herde gehen nur jene Kühe und Kalbinnen mit, die nicht mit dem jeweiligen Stier verwandt sind. „Damit ersparen wir uns, den Stier im Zweioder Dreijahresrhythmus zu wechseln, obwohl wir mit seiner Leistung zufrieden sind“, begründen Karl und Angela.

Stier soll Teenager sein können Stiere für die Zucht kaufen sie zu, wenn sie zwischen acht und zehn Monate alt sind. „Ein Stier muss führig sein, das können wir ihm am besten beibringen, wenn er noch jung ist“, wissen Steiners aus Erfahrung. Der Jungstier geht mit den Trockenstehern mit und wird dort gleich in der Herde sozialisiert. „Wenn er schon mit dreizehn Monaten springen muss, ist das Stress für ihn. Er soll sein Teenageralter ausleben können, damit er danach klar im Kopf ist“, so Angela und Karl. Die Züchter selektieren die Tiere streng nach dem Charakter, Gutmütigkeit steht ganz vorne. Kommt ein Kalb zur Welt, darf es nicht nervös sein und muss in Rahmen und Fundament mindestens dem Durch18

schnitt entsprechen. Weiters legen Angela und Karl Wert auf Leichtkalbigkeit, eine gute Beckenlage, den Fleischansatz und auf rassetypische Eigenschaften, wie zum Beispiel Farbe, Quaste und Hornspitze. Entspricht das Kalb in allen Merkmalen, züchten Steiners mit ihm weiter. Die weiblichen Kälber bleiben, bis sie fünf Monate alt sind, bei ihrer Mutter auf der Stammweide. Danach kommen beide auf eine reine Mutter-Tochter-Weide, damit kein männliches Tier unbemerkt und zu früh decken kann.

Kalbinnen für eigene Nachzucht und als Jungrinder vermarktet Mittlerweile ergänzen sie mit den besten eigenen Kalbinnen den Bestand. „Wenn wir eine Kalbin sehen, die passt, dann behalten wir sie, auch wenn wir gerade keine benötigen. Wir achten dabei auf Blutlinie, Charakter und Äußeres“, so Angela und Karl. Sie lassen die Tiere mit einem Alter zwischen 15 und 18 Monaten das erste Mal decken, abhängig von der körperlichen Entwicklung. Steiners verkaufen nur 1a Zuchttiere, die sie selber nicht benötigen. Kalbinnen, die

Angela Steiner legt auf Tiere mit Charakter wert. Stier Marcelino (im Bild) und sein Kollege folgen gutmütig ihrer Halterin. Angela und Karl behalten nur Tiere, die „richtig im Kopf sind“ und ihre Halter akzeptieren. Den Betriebsspiegel finden sie in der Septemberausgabe auf Seite 25. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

nicht den Zuchtzielen entsprechen, sortieren sie konsequent für den Schlachthof aus und vermarkten sie als Jungrinder. Sie wiegen die Tiere regelmäßig und können so den Schlachttermin im Voraus festlegen. Die männlichen und weiblichen Jungrinder erreichen im Alter von acht bis zehn Monaten 400 bis 450 Kilogramm Lebendgewicht. Sie schlachten sie mit durchschnittlich 220 Kilogramm aus. Diese Daten gelten auch für Nachkommen aus den Gebrauchskreuzungen von sechs Stück Fleckvieh und zwei Stück Pinzgauer Kühen am Betrieb mit Murbodner. „Egal ob männlich oder weiblich, bei der Klassifizierung halten sich die Tiere die Waage. Von den 26, zwischen 2010 und


2012 als Jungrind vermarkteten Tieren, waren dreizehn R, zwölf U und ein O dabei“, sind Steiners zufrieden.

Männliche Murbodner zur Zucht und als Ochsen Männliche Tiere behalten Angela und Karl nur von jenen Kühen, die in Euterform und Charakter entsprechen. „Das gilt auch für ihr Verhalten in Ausnahmesituationen“, so beide bestimmt. Sie berichten, dass beim Merkmal Charakter die männlichen Gene voll durchschlagen. Zum Beispiel besamte ein Bekannter mit einem steinerschen Stier eine zickige Kuh. Die Tochter jedoch ist in ihrem Charakter in Ordnung. „Der Stier muss richtig im Kopf sein und uns akzeptieren. Wir müssen mit ihm arbeiten können“, betonen Angela und Karl. „Wenn er gefährlich ist, kommt er auf die Schlachtbank, egal wie gut seine Gene vererben.“ Männliche Murbodner, die nicht für die Zucht in Frage kommen, vermarktet der Mutterkuhbetrieb als Ochsen über das steirische Murbodner Einstellerprogramm. Die enthornten und kastrierten Einsteller werden im Frühjahr und im Herbst im Alter zwischen sechs und elf Monaten mit einem Mindestgewicht von 250 Kilogramm aufwärts für die Weitermast abgeholt.

Kälber gehen mit Altkühen Altkühe scheiden mit dem Kalb aus. „Bio-Milchmastkälber sind Mangelware und deshalb stark nachgefragt, auch bei Zwillingen geht eines

der Kälber, noch bevor es vier Monate alt ist, zum Schlachthof“, argumentieren Karl und Angela. „Für die Kälber erlösen wir im Schnitt zwischen 800 und 900 Euro pro Stück.“ Auch mit den Preisen für eine Altkuh sind sie zufrieden, weil sie mit dem Erlös etwa 80 Prozent der Kosten für eine trächtige Kalbin decken.

LKV NÖ für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung

Neuer Name und bewährtes Service

Betrieb produziert Fleisch Für Steiners zählt die Fleischleistung. Die Tageszunahmen ihrer Tiere erfahren sie durch das Wiegen eines jeden Rindes pro Quartal und deren Auswertung durch den Landeskontrollverband. „Diese Wiegedaten unterstützen uns bei den Zuchtentscheidungen“, betonen Karl und Angela. Bei den weiblichen Murbodnern liegen die Tageszunahmen bei dem 200-Tage Gewicht bei 1.000 Gramm, bei den männlichen zwischen 1.300 und 1.400 Gramm. „Mit Qualität sind wir bei jedem Markenprogramm mit dabei und erzielen entsprechende Erlöse für unsere Produkte bei sehr zufriedenen Konsumenten“, sind Angela und Karl Steiner überzeugt. Die beiden würden gerne Alter, Gewicht und Klassifizierung jedes Kalbes einer Kuh wissen. Davon könnten sie ableiten, ob die Kälber genug Milch bekommen und die Kuh zum Stier passt. Und eines würde sie noch interessieren ‑ wie sich die Ochsen ausschlachten. Mit Sicherheit werden sie auch hier Vollgas geben, um zu Ergebnissen zu kommen. Paula Pöchlauer-Kozel

Angela und Karl Steiner leben ihren Töchtern Sabrina und Victoria ihre Begeisterung für die Murbodner Zucht vor. Alle Steinerschen Rinder sind abstammungsüberprüft.

Mit dem erfolgreichen Start des AMA Gütesiegelmoduls QS Milch hat auch der Landeskontrollverband Niederösterreich seinen Namen an die neue Aufgabe angepasst. Mit der Verankerung der Qualitätssicherung im Firmenwortlaut und Logo wurde ein klares Signal für die zukünftigen Aufgaben in der Leistungsprüfung gesetzt. Der neue Firmenwortlaut: “LKV Niederösterreich für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung bei Zucht- und Nutztieren”. Der LKV Niederösterreich kann jeden Mitgliedsbetrieb bei seiner Qualitätsdokumentation optimal unterstützen. Die Mitarbeiter des LKV sind

Obmann Leopold Buchegger und GF Karl Zottl präsentieren der Vizepräsidentin Theresia Meier und dem Obmann der Arge Tierzuchtverbände Anton Wagner den neuen Auftritt des LKV Niederösterreich Infos unter www.lkv.at Foto: LKV

zumindest neun Mal pro Jahr bei der Probemelkung in der Herde anwesend und können so die wichtigen Erhebungen zu Leistung, Fütterung, Gesundheit und Fitness der Herde durchführen. Auf den Berichten mit den Ergebnissen der Leistungsprüfung können gleich die notwendigen Maßnahmen für Qualitätssicherung und Herdenmanagement vorgeschlagen und auch konkret dokumentiert werden.

Jungzüchter-Profiausbildung startet Ende Oktober Das Erfolgsprojekt „Jungzüchterprofi“ startet in die nächste Runde. Zielgruppe sind an der Landwirtschaft und der Rinderzucht interessierte Menschen im Alter von 14 bis 30 Jahren. Die Serie besteht aus acht Modulen, die meist als Wochenendkurse an der LFS Phyra abgehalten werden. Die Module können nach freier Wahl absolviert werden. Grundvoraussetzung für die Kursteilnahme ist das Einstiegsmodul. Termine für das Erstmodul sind am 27. und 28. Oktober in der LFS Pyhra. Ansprechpartner: Martin Unterweger, Tel. 01 3341721-15 Mobil: 0664 831 2437, E-mail: unterweger@zar.at 19


Die landwirtschaft

tierhaltung

Eber des Monats

Gruppenhaltung von Sauen

P-Crew 5708 NP

Rechtzeitig umsetzen und Förderung abrechnen Die Übergangsfrist für einige Maßnahmen im Bereich der Schweinehaltung läuft am 31.12.2012 ab.

Ein höchst interessanter typbetonter Eber mit sehr viel Wuchs.

Ein Eber, der ins Auge sticht, und einen auf Anhieb anspricht.

Der Pietraineber CREW stammt aus dem Zuchtbetrieb Josef Huber aus Petzenkirchen und wurde aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungsdaten, aber auch aufgrund seiner Blutführung angekauft. Seine Abstammung vaterseits ist mit der „ C-Linie“, die mit dem Besamungseber CHAOS ihren Lauf begann, sehr bekannt und leistungssicher.

Mutterseits steht mit der „FLinie“ ebenfalls viel Wuchs und die nötige Trockenheit zur Stelle. Seine Vollgeschwisterprüfung bestätigt auch seinen Typ, bei sehr guten Zunahmen und der gewünschten Mfa und Körperlänge. Weitere Informationen unter: www.besamung-hohenwarth. at oder www.vns.or.at.

Foto: Hohenwarth

Johannes Naglhofer

P-Crew 5708 NPin der BLUP-ZWS: 113 Punkte VG: NZW

TZ 720 +20

FV 2,35 -0,02

Mfa 71,5 +0,4

KL 95,5

FLFV 12,68

Kafl 61,6

Ermäßigte Tarife für Grundfutteruntersuchungsaktion

In bestehenden Betrieben müssen Sauen ab 01.01.2013 vier Wochen nach dem Decken bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin in Gruppen gehalten werden. Jene Betriebe, die aus Tierschutzgründen Investitionen tätigen und Fördermittel für diese Maßnahmen beantragt haben, müssen auf diese Umsetzungsfrist achten. Investitionen nach dem Ablauf der gesetzlichen Frist , die der Einhaltung dieser Normen dienen, können nicht mehr als Kosten für die Förderung anerkannt werden. Kosten für beispielsweise Erweiterungen der Abferkelställe, Um- oder Neubauten für Ferkelaufzuchtställe sind nicht von dieser Umsetzungsfrist betroffen. Nach Ablauf der Übergangsfrist müssen alle Investitionen, die zur Erreichung der Min-

Besonders betroffen von der Übergangsfrist ist die Gruppenhaltung von Sauen. Foto: LK NÖ/Salzmann

destnormen getätigt wurden, (teil-)abgerechnet werden. Diese Abrechnung dient zur Feststellung der rechtzeitigen Umsetzung der Mindestnormen und somit der möglichen Berücksichtigung von weiteren Kosten. Für Fragen stehen auch die Betriebswirtschaftsberater der Bezirksbauernkammern zur Verfügung. DI Gerhard Salzmann Ref. Förderung Tel. 05 0259 25202 gerhard.salzmann@lk-noe.at

Tiertransport – Zulassungen verlängern!

Die Grundfutteruntersuchungsaktion des Futtermittellabors Rosnau läuft ab sofort und endet am 28. Februar 2013. Im Rahmen der Aktion können sämtliche Grundfutterkonserven untersucht werden, das sind Silagen von Grünland- und Feldfutter, zum Beispiel Wiesengrassilage, Maissilage, Maiskornsilage, Luzernesilage, Rotkleegrassilage, GPS von Getreide, Heu von Grünland- und Feldfutter sowie Stroh. Die Erhebungsblätter und die Probensäcke liegen bei der zuständigen BBK und im Futtermittellabor Rosenau auf. Erhebungsblätter finden Sie auch auf www.futtermittellabor.at unter dem Menüpunkt Downloads. Die Tarife finden Sie in der nächsten Ausgabe.

Seit 2007 ist vorgeschrieben, dass bei Transporten von Wirbeltieren, also auch Farmwild oder Fischen, über 65 Kilometer, eine betriebsbezogene Zulassung als Transportunternehmer mitzuführen ist, die auf fünf Jahre befristet ist. Zulassungen, die bereits 2007 ausgestellt wurden, müssen heuer bei der Bezirkshauptmannschaft verlängert werden.

DI Günther Wiedner, Laborleiter, Tel. 05 0259 23601, E-Mail guenther.wiedner@lk-noe.at

Mag. Stefan Fucik, Ref. Tiergesundheit und Tierschutz, Tel. 05 0259 23501, stefan.fucik@lk-noe.at

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Nicht verwechseln mit Befähigungsnachweis Bei Transporten von Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel über 65 Kilometer ist seit 2008 ein personenbezogener Befähigungsnachweis erforderlich. Dieser ist unbefristet ausgestellt worden und muss nicht verlängert werden.


OKTOBER_2012

Wunsch nach eigenem Honig von den eigenen Bienen

Staatspreisträger für vorbildliche Waldbewirtschaftung

Immer mehr Jungimker

Der Wechsel von den kurzlebigen Sommer- zu den langlebigen Winterbienen ist nun abgeschlossen und ein neues Bienenjahr beginnt auch für viele Jungimker. Berichte über urbanes Imkern bilden Bewusstsein und sind oft der Impulsgeber dafür, selbst Imker werden zu wollen. Ein Beweis ist die stetig steigende Zahl der Jung- und Neuimker. Meist steht der Wunsch nach eigenem Honig von den eigenen Bienen an erster Stelle. Der Honigverkauf ist zweitrangig.

Kurse vermitteln Basiswissen für eine gute Honigernte Grundsätzlich kann jeder mit der Imkerei beginnen. Doch wie bei jeder Tierhaltung ist auch, und besonders bei den Bienen, theoretisches Wissen und praktische Erfahrung für den Erfolg und die Freude an den Bienen unumgänglich. Imkerschulen und landwirtschaftliche Fachschulen bieten Anfänger- und Neueinsteigerkurse an.

Erfahrene Imker und Bienenzuchtverein stehen zur Seite Gerade in der Anfangsphase ist ein Bezugsimker von großem Vorteil und fast eine Notwendigkeit. In der Imkerei gibt es keine fixen Rezepte und starren Abläufe. Jedes Jahr weist in Abhängigkeit von der Umwelt und den Wettervorgaben seine speziellen Herausforderungen auf. Die Mitgliedschaft in einem Bienenzuchtverein ist eine gute Möglichkeit, sich mit er-

Imkern lernt man nur durch praktisches Tun am Bienenvolk. Theoretisches Wissen vermitteln Kurse für Neueinsteiger.

Im vorarlbergerischen Hittisau verlieh Bundesminister Niki Berlakovich den Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung. Bernhard und Anna Kendler aus Wilhelmsburg erhielten den Einzelpreis für ihr persönliches Engagement rund um den Wald. Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsame Holzvermarktung stehen dabei an oberster Stelle. (Foto oben) Der diesjährige Kooperationspreis für erfolgreiche forstliche Gemeinschaften ging an die ARGE Wechselforst (Forstbetriebe Schenker, Glashütte und Hietel sowie Erzbistum Wien und Chorherrenstift Vorau). Der Erfolg der Zusammenarbeit liegt in den gemeinsam festgelegten Maßnahmen und Regeln sowie in dem wichtigsten Faktor: gegenseitiges Vertrauen. (Foto unten). Fotos: BMLFUW

Foto: carnica-singer

fahrenen Imkern und Gleichgesinnten auszutauschen. Als Neueinsteiger erhält man Antwort auf seine Fragen, bekommt die Imkerfachzeitschrift und durch die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages sind die Bienenvölker auch versichert.

Den eigenen Weg finden Informationen aus dem Web und „Gesprächsrunden“ in verschiedenen Foren können helfen und informieren. Sie bergen aber auch, so wie die Vielzahl der Bücher und ihre Meinungen, die Gefahr der Verwirrung in sich. Hier muss jeder den ihm angepassten Weg finden – denn Imkern lernt man nur durch praktisches Tun am Bienenvolk und in Harmonie mit den Bienen, und man lernt vor allem nie aus. IM Heidrun Singer www.carnica-singer.at

Vollversammlung des NÖ Waldverbandes Mittwoch, 14. November 2012, 9 bis 16 Uhr Francisco Josephinum Wieselburg 9 Uhr Begrüßung und Eröffnung durch Obmann Franz Fischer Grußworte durch Vizepräsidentin Theresia Meier und den Obmann des Österreichischen Waldverbandes Rudolf Rosenstatter Bericht des Obmannes Franz Fischer Bericht der Geschäftsführung Kassabericht und Bericht der Rechnungsprüfer Entlastung des Vorstandes Abstimmung Mitgliedsbeitrag 10.30 Uhr „Wieviel Nadelholz möchte ich, wieviel Laubholz brauche ich – waldbauliche Konzepte zur Umsetzung“, DI Werner Ruhm, Bundesamt- und Forschungszentrum für Wald anschl. Diskussion, Ehrungen, Verlosung von Sachpreisen 12 Uhr Mittagessen 13.30 Uhr Waldbautag: Weinzierler Wald, Besichtigung von Beispielsflächen, Umsetzung verschiedener Waldbaukonzepte 21


Die landwirtschaft

Forst

Baumartenporträt

Die Elsbeere stellt sich vor

Die sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr wertvolle und attraktive Laubholzart wurde heuer in Österreich zum „Baum des Jahres“ gekürt. Der folgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick über Eigenschaften und Bedeutung der Elsbeere. Die konkurrenzschwache und ziemlich lichtbedürftige Pionierbaumart kommt vor allem in eichenreichen Wäldern in wärmeren Gebieten vor. Sie zählt zu den Rosengewächsen und ist sowohl mit Apfel und Birne als auch mit Vogel- und Mehlbeere und dem Speierling verwandt.

Erkennungsmerkmale Im Winter kann man die Elsbeere gut an ihren Knospen erkennen. Sie sind rundlich und glänzend, meist gelblichgrün bis rötlich mit braunem Schuppenrand. Im Gegensatz zu den gegenständigen Bergahornknospen, die eine ähnliche Farbe haben, sind die Knospen der Elsbeere spiralig um den Zweig angeordnet und kugeliger. Die lang gestielten Blätter haben drei bis vier spitze Lappen, das unterste Lappenpaar ist meist fast waagrecht abgespreizt. Die ahornähnlichen Blätter sind etwas länglicher, die Hauptnerven laufen anders als bei den Ahornarten nicht in einem Punkt zusammen. Die Herbstfärbung ist sehr attraktiv in leuchtenden Rottönen, manchmal auch gelb oder orange bis braun. Die Elsbeeren blühen im Mai, mit oder kurz nach dem Laubaustrieb. Die Blütenstände sind schirmförmig, sieben bis acht Zentimeter breit und bilden sich an der Spitze der neuen Triebe. Die Früchte reifen Ende September bis Oktober, sind zirka ein bis zwei Zentimeter groß und rundlich bis birnenförmig. Ihre Farbe ist anfangs rötlichgelb, zur Reifezeit werden die Früchte braun und sind durch Korkwarzen hell punktiert.

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Die Rinde ist in der Jugend glatt, etwas glänzend und hat auffälligen Korkporen. Später ist die Borke dunkelbraun bis aschgrau, rissig rau und muschelförmig abschuppend. Bei der Bewurzelung wird anfangs eine Pfahlwurzel gebildet, später ein tiefund weitreichendes Herzwurzelsystem. Elsbeeren werden selten über 20 Meter hoch, ihr Höchstalter beträgt etwa 150 bis 200 Jahre. Auf guten Standorten und bei entsprechender Kronenpflege können sie auch deutlich höher werden.

Wärme und Kalk bevorzugt Als wärmeliebende Baumart kommt die Elsbeere in Niederösterreich vor allem in den tieferen Lagen des Wienerwaldes samt dem Gölsental, im Weinviertel, in der Wachau und im Wiener Becken vor. Man findet sie sowohl in lichteren Wäldern als auch am Waldrand oder einzeln stehend auf Wiesen. Diese meist großkronigen Solitärbäume sind oft besonders attraktive Landschaftselemente. Durch vom prognostizierten Klimawandel könnte die Elsbeere möglicher Weise profitieren, also Verbreitungsgebiet dazu gewinnen. Kalkhaltige Böden werden bevorzugt, versauerte Standorte scheiden aus. Die Elsbeere vermag sowohl relativ trockene, flachgründige Standorte als auch tonige, wechseltrockene Böden mit kurzen Nassphasen zu besiedeln. Je extremer die Standortsverhältnisse, desto konkurrenzkräftiger ist die Elsbeere, insbesondere gegenüber ihrer Hauptkonkurrentin, der Rotbuche.

Früh und gezielt freistellen Bei besseren und ausgeglichenen Standortbedingungen hat die Elsbeere zwar eine bessere Wuchsleistung, sie benötigt dann allerdings eine gezielte waldbauliche Förderung, da sie sonst von konkurrenzkräftigeren Baumarten verdrängt wird. Insbesondere einzeln beigemischte Elsbeeren benötigen auf mittleren und besseren Standorten entsprechende Hilfe, günstiger sind Gruppen oder Horste.

Das Holz der Elsbeere (Sorbus torminalis) ist sehr hochwertig und dekorativ. Es ist schwer, hart und zäh und besitzt nach der Trocknung ein sehr gutes Stehvermögen. Das Bild zeigt einen zukünftigen Wertholzstamm. Foto: LK NÖ/Grünwald


OKTOBER_2012

Waldbauliche Behandlung von

Elsbeere & Speierling

Empfehlenswert ist jedenfalls eine frühe, zielgerichtete und wiederholte Freistellung lebensfähiger Elsbeeren, verbunden eventuell mit einer anschließenden Wertastung. Gefährdet wird die Elsbeere vor allem im Jungwuchs durch Wildverbiss. Der „Feuerbrand“, eine für verschiedene Obstgehölze gefährliche Bakterienkrankheit, stellt, wie für andere Arten der Rosengewächse, eine potentielle Gefahr dar. Bis heute ist aber im gesamten Verbreitungsgebiet der Elsbeere kein Befall bekannt.

Die ahornähnlichen Blätter sind etwas länglicher, die Hauptnerven laufen anders als bei den Ahornarten nicht in einem Punkt zusammen.

Holz ähnlich der Birne

Gewinnerin im Klimawandel

Elsbeeren zählen zu den Reifholzbäumen. Es besteht daher kein farblicher Unterschied zwischen Splint- und Kernholz. Jüngere Bäume weisen einen helleren Farbton auf. Später nimmt das Holz einen rotgelben bis rötlichbraunen Ton bei homogener Holzstruktur und unauffälliger, schlichter Zeichnung an. Insgesamt besteht eine große Ähnlichkeit zum Holz des Birnbaums („Schweizer Birnbaum“). Das sehr hochwertige und dekorative Holz des Elsbeerbaums ist schwer, hart und zäh und besitzt nach der Trocknung ein sehr gutes Stehvermögen. Elsbeerholz entsprechender Qualität wird sehr gut nachgefragt und erzielt daher einen hohen Preis. Verwendet wird es vornehmlich im

Die Elsbeere verdient, dass man ihr künftig mehr Bedeutung schenkt. Neben der hohen Wertschöpfung sind vor allem ihr ästhetischer Beitrag zum Landschaftsbild und ihr sich potentiell ausdehnendes Verbreitungsgebiet in Folge des Klimawandels zu nennen. Wesentlich dabei ist jedoch, dass sie als konkurrenzschwächere Baumart auf mittleren und besseren Standorten im Waldbestand eine ausreichende waldbauliche Unterstützung erhält.

Foto: LK/NÖ Grünwald

hochwertigen Innenausbau und Möbelbau. Weiters ist es ein gesuchtes Spezialholz im Musikinstrumentenbau sowie wegen seiner hohen Formbeständigkeit für die Herstellung von Zeichengeräten und Messwerkzeugen. Auch für Drechsler- und Schnitzarbeiten wird das Holz begehrt.

Am 9. November veranstaltet die LK NÖ einen Fachtag zur „Waldbaulichen Behandlung von Elsbeere und Speierling“. Treffpunkt ist beim „Schurlwirt“ in Pillichsdorf/Weinviertel. Das Programm 08.30 Uhr Fahrt mit dem Bus zu verschiedenen Flächen in der Traun‘schen Forstverwaltung, Leitung Hubert Schöffberger Begehung von zwei unterschiedlich alten Elsbeerflächen Teilnahme an einer Holzlizitation in der Forstverwaltung Imbiss im Wald 13.00 Uhr Rückkehr zum Tagungslokal in Pillichsdorf Vorträge: Allgemeine Einführung durch Karl Schuster, LK NÖ

Baumartenbeschreibung durch Raphael Klumpp, Univ. für BOKU Waldbauliche Behandlung durch Eduard Hochbichler, Univ. für BOKU Praktische Arbeit mit den Sorbus-Arten durch Hubert Schöffberger, Traun’sche FV Holzqualität und Verarbeitung der Sorbus-Arten durch Marianne Frey-Amon von der Holzhandels- und -verarbeitungsfirma Frey-Amon Diskussion Ende ca. 15.30 Uhr Teilnahmegebühr für Bus und Mittagessen: 15 Euro pro Person. Anmeldung bei Viktoria Gruber unter 05 0259 24000 oder forst@lk-noe.at. DI Karl Schuster, Abt. Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24101 karl.schuster@lk-noe.at

DI Wolfgang Grünwald Abt. Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24102 wolfgang.gruenwald@lk-noe.at

Der breiteren Öffentlichkeit ist die Elsbeere meist unbekannt, allenfalls ist der Obstbrand aus Elsbeerfrüchten, der „Adlitzbeerenschnaps“, für manche ein Begriff. Foto: ÖBf Archiv

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Die landwirtschaft

invekos

Herbstzeit im ÖPUL 2007:

Begrünungskontrollen, Aufzeichnungen, vorzeitiger Ausstieg Zwei wesentliche Anträge können bis 15. Oktober gestellt werden – der Begrünungsantrag (Herbstantrag) für das ÖPUL 2007-Teilnahmejahr 2013 und der Antrag auf vorzeitigen Ausstieg aus den Maßnahmen „Begrünung von Ackerflächen“, „Erosionsschutz Hopfen“ und „Erosionsschutz Wein“. Die Beachtung dieses Termins ist ein wichtiger ÖPUL-2007-Sachverhalt im Oktober - daneben beginnt die Hauptsaison von Begrünungskontrollen, im Rahmen derer auch andere ÖPUL 2007-Auflagen mitkontrolliert werden. Begrünungskontrollen Diese haben die Aufgabe zu prüfen, ob die beantragten Begrünungsflächen rechtzeitig angelegt wurden, mit zulässigen Begrünungskulturen bestellt und in beantragter Größe vorliegend sind. Da die AMA die Verpflichtung hat, das ganze Jahr über zu prüfen, werden im Rahmen der Begrünungskontrolle das Führen verpflichtender Aufzeichnungen, die Erhaltung von Landschaftselementen und andere im Herbst prüfbare Bestimmungen mitgeprüft. Die schlagbezogenen UBAG-Aufzeichnungen sind aktuell zu führen. Das bedeutet, dass im Herbst für angebaute Winterungen (Winterraps, Wintergerste, Winterroggen, Winterweizen,…) Aufzeichnungen über Düngung und Anbau vorliegen müssen. Es handelt sich hierbei bereits um Aufzeichnungen für das Teilnahmejahr 2013, da bei Ackerkulturen die Aufzeichnungspflicht mit der Ernte der vorigen Hauptkultur beginnt. Bei Grünland gilt die jährliche Aufzeichnungspflicht für das Kalenderjahr. Eine Reihe von Faktoren hilft mit, vor Begrünungskontrollen keine Angst haben zu müssen und ein positives Ergebnis erwarten zu können: ordnungsgemäße Anlage der Begrü24

nung (Technik, Saatgutmenge, Zeitpunkt), laufende Kontrolle der Bestände (Auflauf, Flächendeckung), sorgfältiges Ausfüllen des Begrünungsantrages (mit Selbstkontrolle, ob richtig und vollständige Angaben gemacht wurden), aktive Teilnahme an Kontrolle, Beantwortung gestellter Fragen – nicht aus dem „Nähkästchen plaudern“, Feststellungen des Prüforgans erläutern lassen, Stellungnahmemöglichkeit zum Prüfbericht nutzen. Eine Reihe von ÖPUL 2007-Maßnahmen schreibt die Erhaltung und den naturverträglichen Umgang mit Landschaftselementen vor. Betroffene Landschaftselemente sind beispielsweise Baumreihen, Böschungen, Feld- und Ufergehölze, Hecken, Feldraine, Gräben, Streuobstwiesen,… Eine aktive Veränderung (Größe, Lage) dieser Elemente ist nur im Einvernehmen mit der Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung zulässig. Die Bezirksbauernkammern helfen gerne bei der Erstellung diesbezüglicher Anträge. Erhebungen vor Ort und Beachtung zur Verfügung stehender Luftbilder ermöglichen es, Vorortkontrolloren, die Einhaltung dieser Vorgabe zu prüfen. Bei festgestellten Veränderungen von Landschaftselementen muss eine schriftliche Zustimmung der Naturschutzabteilung am Betrieb vorliegen (ausgenommen höhere Gewalt). Bei Bio, UBAG, IP Wein, IP Obst und Hopfen, Ökopunkte und der Naturschutzmaßnahme WF gilt die Erhaltungspflicht von Landschaftselementen.

Vorzeitiger Ausstieg aus ÖPUL 2007-Maßnahmen Nach fünf oder sechs Teilnahmejahren kann vorzeitig aus einzelnen oder allen ÖPUL 2007-Maßnahmen ausgestiegen werden. Dazu ist ein schriftlicher Antrag an die AMA zu stellen. Wer 2013 nicht mehr an „Begrünung von Ackerflächen“,

„Erosionsschutz Hopfen“ oder „Erosionsschutz Wein“ teilnehmen will, hat bis 15. Oktober 2012 diesen Antrag zu stellen. In den Bezirksbauernkammern liegen diesbezügliche Formulare auf. Eine Beratung vor Setzen dieses Schrittes ist dringend zu empfehlen. Ein vorzeitiger Ausstieg bedeutet, dass 2013 keine Leistungsabgeltungen für die abgemeldete(n) Maßnahme(n) gewährt werden. Gleiches gilt - im Falle einer Verlängerung von ÖPUL 2007 - auch im Verlängerungsjahr. Wer diese Frist versäumt, hat für 2013 keine Möglichkeit, aus den drei genannten Maßnahmen auszusteigen. Für alle anderen Maßnahmen kann der Antrag auf vorzeitigen Ausstieg bis 15. Mai 2013 gestellt werden, wobei auch jetzt schon die Abgabe des Formulars zulässig ist. DI Elisabeth Schübl Ref. Ackerbau und Grünland Tel. 05 0259 22111 elisabeth.schuebl@lk-noe.at

Begrünung, Variante A1 Für die Begrünungsvariante A1 endet der Begrünungszeitraum im Oktober. Es folgt eine kurze Auflistung der zu dieser Jahreszeit relevanten Vorgaben für A1: Ab 16. Oktober ist eine Bodenbearbeitung zulässig. Verpflichtender Anbau von Wintergetreide nach Variante A1. Als Wintergetreide zählen Gerste, Roggen, Hafer, Weizen, Dinkel. Nicht als Getreide zählen hier Emmer oder Einkorn. Bis Anbau des Wintergetreides gilt ein Verzicht auf Herbizide. DI Elisabeth Schübl


OKTOBER_2012

1. Oktober bis 30. November 2012:

MFA Flächen:

Wichtige Invekos Termine

Elektronischer Kontrollbericht

Datum

Bereich

ab Ernte bis Beginn CC (NitratVerbotszeitraum Aktionsprogramm) ab 1. Okt. bis Beginn Verbotszeitraum

CC (NitratAktionsprogramm)

8. Oktober

ÖPUL 2007 - Begrünung

11. Oktober

Tierprämien – Mutterkuhprämie

15. Oktober

CC (NitratAktionsprogramm)

15. Oktober

15. Oktober

15. Oktober 15. Oktober 16. Oktober

15. November

16. November

30. November

30. November

Beschreibung Ackerflächen: bedarfsgerechte N-Düngung, max. 60 kg N/ha in Form von: Gülle, Jauche, N-haltigem Mineraldünger und flüssigem Klärschlamm Grünland: bedarfsgerechte N-Düngung max. 60 kg N/ha in Form von: Gülle, Jauche, N-haltigem Mineraldünger und flüssigem Klärschlamm HA-Online: Spätest möglicher Termin für Absendung des Online-Begrünungsantrag Ende der Haltefrist für 3. Antragsstichtag 10. April Ackerflächen ohne Gründecke (dh bis 15. Oktober keine Zwischenfrucht oder Folgefrucht angebaut): Beginn des Ausbringungsverbotes von N-haltigem Mineraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Klärschlamm

ÖPUL 2007 – alle Ackerflächen im Gebiet: Teilnahme an Maßnahme Beginn des Ausbringungsverbotes von Vorbeugender Boden- und N-haltigem Düngemitteln Gewässerschutz Spätest möglicher Termin für Ausstieg nach 5 bzw. 6 Jahren bei „Begrünung von ÖPUL 2007 Ackerflächen“, „Erosionsschutz Wein“ und „Erosionsschutz Hopfen“ Spätest möglicher Termin für Abgabe des ÖPUL 2007- Begrünung Begrünungsantrag Spätest möglicher Anlagetermin für die BeÖPUL 2007- Begrünung grünungsvarianten C, C1 und H Frühest möglicher Umbruchstermin für die ÖPUL 2007 - Begrünung Variante A1 (nicht vergessen: danach Anbau von Wintergetreide verpflichtend!) Ackerflächen mit Gründecke (dh bis 15. Oktober Zwischenfrucht oder FolgeCC (Nitratfrucht angebaut): Beginn des AusbringungsAktionsprogramm) verbotes von N-haltigem Mineraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Klärschlamm Frühest möglicher Umbruchstermin für die ÖPUL 2007 - Begrünung Variante A Grünland, Wechselwiese: Beginn des Ausbringungsverbotes von N-haltigem MiCC (Nitratneraldünger, Gülle, Jauche und flüssigem Aktionsprogramm) Klärschlamm alle landwirtschaftlichen Nutzflächen: Beginn des Ausbringungsverbotes für StallCC (Nitratmist, Kompost, Klärschlammkompost und Aktionsprogramm) entwässerten Klärschlamm

CC = Cross Compliance, ÖPUL = Österreichisches Agrar-Umweltprogramm

Seit 2011 wird seitens der Agrarmarkt Austria bei Kontrollen des MFA Flächen bzw. des Herbstantrages der elektronische Kontrollbericht verwendet. Nach Beendigung der Vorortkontrolle erfolgt die mündliche Erläuterung des Kontrollergebnisses, Auffälligkeiten (= Abweichungen) werden durch das Kontrollorgan dargestellt und ein Kurzbericht (mit Unterschrift des Prüfers und des Antragstellers) wird ausgehändigt. Bei Feststellung von Auffälligkeiten wird innerhalb weniger Wochen, spätestens jedoch innerhalb von 3 Monaten der Kontrollbericht in Papierform durch die AMA übermittelt. Nachdem der Kontrollbericht nicht selbsterklärend ist, viele Auffälligkeiten beinhaltet, die in weiterer Folge nicht berechnungsrelevant werden, sondern in die Messtoleranz fallen und Verunsicherung beim Antragsteller auslösen, hat nunmehr die AMA über Anregung der Landwirtschaftskammer NÖ ein Informationsblatt zum elektronischen Kontrollbericht (EKB) betreffend den MFA Flächen / Herbstantrag erstellt. Dieses Info-Blatt wird ab Anfang September 2012 jedem Kontrollbericht, der dem geprüften Landwirt übermittelt wird, beigelegt. Er stellt in übersichtlicher Art und Weise dar, welche Unterlagen für die Beurteilung festgestellter Auffälligkeiten erforderlich sind, erläutert, wie man Auffälligkeiten richtig zuordnet und ermuntert zu Stellungnahmen im Falle nicht nachvollziehbarer Abweichungen. Notwendige Stellungnahmen zum Kontrollbericht können selbstständig oder im Wege der Bezirksbauernkammer an die AMA übermittelt werden. Nicht nachvollziehbare Auffälligkeiten sollten jedenfalls sofort nach Erhalt des Kontrollberichtes beeinsprucht werden. Wichtige Hinweise für eine Vorortkontrolle: Teilnahme an Vorortkontrolle seitens des tatsächlichen Bewirtschafters Erläuterung des Kontrollergebnisses durch Prüforgan (Rechtsanspruch) Stellungnahme (sofort) bei nicht nachvollziehbaren Auffälligkeiten DI Gerald Hohenauer, gerald.hohenauer@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

technik

markt

Regelmäßig kontrollieren und warten

S 29

Ist Ihr Fuhrpark fit für die Erntesaison?

Energiefressern im Kartoffellager auf der Spur S 30

Biogasgülle und Gärrückstand richtig anwenden S 32

Markt

Stabile Preise bei Düngemitteln S 34

Umsatzsteueroption – Lohnt der Einstieg? S 36

Feuchtmais – Verkaufspreis frei Feld S 37

Ab Hof sucht Spitzenprodukte

lk-projekt bietet Unterstützung bei UBAG Aufzeichnungen

In der Erntesaison werden die Transportkapazitäten oft knapp und man greift zur Überbrückung auf den alten Anhänger im hintersten Winkel der Scheune zurück. Aber ist der Reservetransporter auch betriebssicher und verkehrstüchtig? Was Sie tun müssen, um keine unliebsamen Überraschungen auf der Erntefahrt zu erleben, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Fotos: Diem

Eine funktionierende Bremsanlage ist das Wichtigste Landwirtschaftliche Transportanhänger, die man mit 40 Kilometer pro Stunde fährt, muss man mit einer Betriebsbremsanlage ausstatten, die auf alle Räder wirkt. Sie muss eine Abbremsung von mindestens fünf Meter pro Sekunde erreichen und über einen ALB-Regler verfügen (ALB = Automatische, Lastabhängige, Bremskraftregelung). Ob die Bremse pneumatisch oder hydraulisch betätigt wird, legt der Gesetzgeber nicht fest. Wichtig ist, dass die Funktion auch bei Stillstand des Motors der Zugmaschine gewährleistet sein muss. Bei Anhängern, die 25 Kilometer pro Stunde laufen, genügt eine Bremsverzögerung von zwei Metern pro Sekunde. Außerdem ist ein ALB-Regler nicht zwingend vorgeschrieben. Hier genügt manuelles Anpassen der Bremswirkung auf den Beladungszustand des Anhängers. Gerade der Reserveanhänger, der nur in Notsituationen zum Einsatz kommt, ist meist weder für 40 noch für 25 Kilometer pro Stunde zugelassen.

Nicht zugelassene Anhänger mit Zehn-Kilometer-Schild Für nicht zugelassene Anhänger mit Zehn-Kilometer-Schild sind folgende Regeln zu beachten: Ein ungebremster Anhänger darf maximal 6000 Kilogramm Gesamtgewicht erreichen. Ist der Traktor 26

Um Verschmutzung und somit Fehlfunktionen der Druckluftbremsanlage zu vermeiden, sollten die Leitungsfilter mindestens einmal im Jahr kontrolliert werden!

nur zweirädrig gebremst, so muss das Eigengewicht des Traktors mindestens 50 Prozent des Anhängergesamtgewichtes betragen. Bei vierradgebremsten Zugfahrzeugen, darf der ungebremste Anhänger das Dreifache des Eigengewichts der Zugmaschine erreichen. Ein 10 km/h – Anhänger mit Betriebsbremse darf maximal das Vierfache des Eigengewichtes der Zugmaschine wiegen.

Was muss man tun, um die Bremsanlage funktionstüchtig zu erhalten? Ein Fahrzeug darf man nie mit nassen Bremstrommeln abstellen. Im Winter, wenn man auf salznasser Fahrbahn gefahren ist, ist es besonders wichtig, die Bremsen trocken zu bremsen, bevor man das Fahrzeug abstellt. Steht ein Anhänger über längere Zeit, sollte man aber trotzdem zu Beginn der ersten Ausfahrt ein paar Stoppbremsungen durchführen, weil allein durch die Luftfeuchtigkeit schon Flugrost in den Bremstrommeln entstehen kann. Bei Anhängern mit Druckluftbremsanlage muss man den Vorratsbehälter regelmäßig entwässern. Auch die Leitungsfilter sind mindestens einmal im Jahr zu kontrollieren und zu reinigen. Verliert die Druckluftanlage Druck (Übernachttest), so ist die Leckstelle zu suchen und zu beheben.


OKTOBEr_2012 Zeigen die Bremsbeläge Verschleiß, so muss man die Radbremsen nachstellen. Bei modernen Achsen gleichen selbstnachstellende Gestängesteller (AGS) den Verschleiß automatisch aus. Meist sind manuelle Gestängesteller montiert, aber auch damit ist das Nachstellen im Handumdrehen erledigt. Bei herkömmlichen Landwirtschaftsachsen dauert das Nachstellen länger, da man die Betätigungshebel demontieren und nachsetzen muss. Poröse oder beschädigte Schläuche der Bremsanlage muss man umgehend erneuern. Die Wartung bei mechanischen Bremsanlagen ist genauso gewissenhaft und regelmäßig durchzuführen. Alle beweglichen Teile müssen gut geschmiert und leichtgängig sein. Seilzüge, die gequetscht oder geknickt wurden, sind zu erneuern. Sehr wichtig bei allen Brem-

raschungen zu vermeiden.

Nie ohne einwandfrei funktionierende Beleuchtung

Bei Gestängestellern ist die Bremse im Handumdrehen nachgestellt,….

…..ansonsten müssen die Hebel demontiert und versetzt werden.

sen ist das Schmieren der Bremsnockenwellen. Sitzen sie mangels Wartung fest, erhöht sich der Verschleiß an den Bremsbacken und die Bremswirkung lässt stark nach.

stimmt; ist er zu niedrig, so erhitzen die Reifen. Die Folge ist oft ein Totalschaden, der zu gefährlichen Situationen führen kann. Der Zeitverlust und der notwendige finanzielle Aufwand ist bei einem Reifenplatzer wesentlich höher, als der Aufwand für eine Kontrolle und die Korrektur des Reifendrucks. Ein falscher Fülldruck erhöht auch den Treibstoffverbrauch. Alte, stark poröse und rissige Reifen oder Reifen, die beschädigt sind, muss man erneuern, um unliebsame Über-

Reifendruck prüfen Besondere Beachtung sollte auch den Reifen gelten. Sie übertragen die Bremskräfte auf die Fahrbahn und haben das gesamte Gewicht des Anhängers zu tragen. Sehr wichtig ist, dass der Fülldruck

Gerade im Ernteeinsatz im Herbst wird oft bis spät in die Nacht gearbeitet. Eine einwandfrei funktionierende Beleuchtungsanlage ist hier enorm wichtig. Sehen und gesehen werden ist im Straßenverkehr oberstes Gebot. Die Lichtanlage ist in wenigen Minuten kontrolliert und auch der Austausch einer kaputten Lampe ist schnell erledigt. Sind Leitungen oder Stecker beschädigt, ist der Reparaturaufwand zwar höher, die Reparatur ist aber trotzdem unverzüglich durchzuführen. Korrosion ist oft die Ursache für einen Kontaktfehler. In diesem Fall sind die Kontaktflächen zu reinigen und mit etwas Polfett zu versehen. Vor allem in der düsteren Jahreszeit kommt eine einwandfrei funktionierende Lichtanlage einer Lebensversicherung gleich.

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Die landwirtschaft

technik

Wer gut schmiert, fährt gut

Rezept für fiten Fuhrpark

Aber auch die Betriebssicherheit des Anhängers sollte man überprüfen und sicherstellen. Alle Schraubenverbindungen sind auf festen Sitz zu kontrollieren. Insbesondere im Bereich der Zugeinrichtung und des Fahrwerkes ist besondere Sorgfalt geboten. Sämtliche Lagerstellen müssen regelmäßig geschmiert werden. Im Bereich der Hydraulikanlage sollte man darauf achten, dass die Stecker immer sauber sind. Nur so kann man vermeiden, dass Schmutz in die Anlage gelangt. Beschädigte Stecker oder Schläuche müssen umgehend ausgetauscht werden, um zeitraubende Pannen im Einsatz zu vermeiden. Treten an der Hydraulikanlage Leckstellen auf, so sind diese durch Nachziehen oder Austausch der entsprechenden Teile zu beheben.

Um den Fuhrpark immer fit und einsatzbereit zu haben, sollten vor dem Einwintern der Anhänger einige Punkte zur Selbstverständlichkeit werden: Gründliche Reinigung; zum Trocknen die Bordwände öffnen und eventuell die Brücke leicht ankippen. Anschließendes Abschmieren, um das Wasser aus allen Lagerstellen zu verdrängen. Aufbringen eines geeigneten Korrosionsschutzes. Kontrolle aller Verschleißteile wie zum Beispiel Zugöse, Bremsbeläge, Lagerbuchsen am Fahrwerk, eventuell Kugellenkkranz. Überprüfung und gegebenenfalls Nachstellung der Radlager. Funktionskontrolle der Lichtanlage. Warmfahren der Bremsen, sodass diese trocken sind.

Vorsicht Falle! Zur eigenen Sicherheit ist darauf zu achten, dass sämtliche Wartungs- und Reparaturarbeiten nur bei stehendem Motor des Zugfahrzeuges durchgeführt werden dürfen. Bei Arbeiten an Kippfahrzeugen muss man die Kippbrücke immer mit geeigneten Mitteln sichern, da es ansonst zu schlimmen Unfällen kommen kann.

Wenn Sie diese Punkte beachten und gewissenhaft erledigen, werden Sie sich auf Ihren Fuhrpark immer verlassen können! Ing. Robert Diem Bildungswerstatt Mold Tel. 05 0259 29504 robert.diem@mold.lk-noe.at

Lindner-Herbstaktion:

ep-Umweltbonus, Eintauschhilfe Der Innovationsführer aus Tirol bietet 2.000 Euro Eintauschhilfe für alle Geotrac- und Unitrac-Neufahrzeuge. Für den neuen Geotrac 84ep gibt’s außerdem 1.500 Euro ep-Umweltbonus. Mit dem Geotrac 84ep, der seit August in Serie produziert wird, schlägt das Familienunternehmen ein neues Kapitel in Sachen Verbrauchsoptimierung auf: Der kompakte 4-Zylinder-Turbodieselmotor generiert mehr Leistung aus weniger Hubraum und steht damit auch für reduzierten Verbrauch – im Praxiseinsatz kann ein Liter Treibstoff pro Betriebsstunde eingespart werden. Geschäftsführer Hermann Lindner: „Im Rahmen der Herbstaktion 2012 winkt Traktorenprofis beim Kauf eines neuen Geotrac 84ep ein ep-Umweltbonus in Höhe von 1.500 Euro.“

2.000 Euro Eintauschhilfe Darüber hinaus bietet Lindner 2.000 Euro Eintauschhilfe für alle Geotrac- und Unitrac-Neufahrzeuge. Die Geotrac-Serie besteht derzeit aus sieben Modellen. Am 24. Oktober 2012 gibt’s starken und effizienten Nachwuchs: Dann wird in Kundl der neue Geotrac 134ep der Öffentlichkeit vorgestellt. Das gibt im Einsatz Ärger; ein neuer Stecker kostet im Zubehörhandel rund 5 Euro und ist im Nu montiert.

Man lebt nur einmal! Daher unbedingt zuerst die Brücke sichern und erst dann an die Arbeit gehen.

Führerscheine nur bis 18. Jänner 2013 unbefristet austauschbar Mit 19. Jänner 2013 werden nur noch auf 15 Jahre befristete Führerscheine ausgestellt. Die neuen, auf 15 Jahre befristeten Führerscheine gelten ab 19. Jänner 2013. Das heißt, wer bis 18. Jänner seinen unbefristeten Führerschein auf jenen in Scheckkartenformat umtauscht, erhält ihn weiterhin unbefristet. Der Führerschein im Scheckkartenformat hat mehr als ein Dutzend Sicherheitsmerkmale, die für größtmögliche Fälschungssicherheit sorgen. Der Umtausch selbst ist unkompliziert. Man geht auf eine Bezirkshauptmannschaft oder Bundespolizeidirektion, unabhängig vom Wohnsitz, und nimmt den alten Führerschein und ein neues Passfoto mit. Damit kann man den Führerschein sofort beantragen. Er wird innerhalb von fünf Werktagen mit der Post zugeschickt. Der Führerschein kostet 49,50 Euro. Bei der Erneuerung gibt es keinen Gesundheitscheck. Wer seinen Papierführerschein nicht umtauscht, kann damit noch bis 2033 fahren. Spätestens dann ist auch dieser Geschichte. 28

Für Transporterprofis aus dem Kommunal-, Seilbahn- und Agrarbereich hat Lindner fünf Unitrac-Modelle im Programm, die in vier Motorisierungsvarianten zwischen 87 und 102 PS leisten. Alle Informationen zur Herbstaktion, die bis zum 30. November 2012 läuft, gibt’s bei der Lindner-Werksausstellung von 25. bis 29. Oktober in Kundl. Anzeige


OKTOBER_2012

Klima- und Strommessung in Kartoffellagern

So kommen Sie Energiefressern auf die Spur

Das Lagergebäude sowie Art und Betrieb der Belüftung beeinflussen stark die Qualität von Kartoffeln. Ist das Gebäude nicht gedämmt oder die Lüftungsanlage falsch dimensioniert, kann dies zu einem hohen Wärmeeintrag oder -austrag oder hohen Stromverbrauch durch unnötigen Lüftungsbetrieb führen. Ein ausgewogener Luftwechsel sowie eine, je nach Sorte, konstante Knollentemperatur und eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 Prozent im Kartoffellager sind wichtig, um das Austrocknen, den Alterungsprozess sowie die Keimung der Kartoffeln durch zu hohe KohlendioxidKonzentration zu verzögern.

Anforderungen an das Gebäude

Auf eine zusätzliche Entstaubungsanlage kann bei der Kartoffelsortierung verzichtet werden, wenn die Kartoffeln vor dem Sortieren gewaschen werden. Foto: LK NÖ/Wurzer

sowie der Kisten in einem Stapellager glatt sind und gereinigt und desinfiziert werden können. Dies ist Voraussetzung für die Begrenzung von pilzlichen und bakteriellen Lagerkrankheiten. Gut gedämmte Gebäudeteile verhindern unnötige Energieverluste bei sehr kalter Witterung sowie Energieeintrag durch Strahlungswärme bei Sonnenschein.

Um für die Kartoffeln eine Die Dichtheit des Gebäudes ist gute Lagerhygiene zu gewährvor allem bei kleinen Lagern leisten, ist es wichtig, dass 03_Anz_Gaugele_lk_198x65_12-367_LN_198x65 14.09.12 17:25 Seite 1 und bei einer Unterdrucklüfdie Oberflächen der Bauteilen

tung wichtig. Türen und Tore sollten so kurz als nötig offen stehen oder sonst mit einem Plastikvorhang während des Betriebes geschlossen werden.

Anforderungen an die Anlagentechnik Häufig kühlen vor allem kleine Betriebe Kartoffellager mit Außenluft. Für die richtige Auslegung und Planung sind die erforderlichen Luftraten sowie Heiz- und Kühllasten bei unterschiedlichen Betriebszuständen entscheidend. Zu groß dimensionierte

Anlagen sind sehr teuer und bringen bei hoher Motorleistung (Überdrucklüftung) viel zu viel Wärme ins Lager ein. Mit zu kleinen Anlagen aber wird man ganz einfach im Herbst viel zu lange brauchen, um auf die richtige Lagertemperatur zu kommen. Häufig ist das Zeitfenster für die richtige Außentemperatur und damit auch eines vernünftigen Lüftungsbetriebes nur sehr kurz bemessen. Auf eine zusätzliche Entstaubungsanlage kann bei der Kartoffel-

Außendienstmitarbeiter für Österreich gesucht! 29


Die landwirtschaft sortierung verzichtet werden, wenn die Kartoffeln vor dem Sortieren gewaschen werden.

Betriebszustände im Kartoffellager Eine Kartoffellagerlüftung muss mit unterschiedlichen Betriebszuständen zurechtkommen. Nach der Ernte ist es in den ersten Tagen sogar in der Abtrocknungsphase möglich, mit höheren Lagertemperaturen zu arbeiten. Wichtig dabei ist aber, niemals den Taupunkt der Außenluft zu unterschreiten, da ansonsten das Gegenteil, nämlich eine Befeuchtung der Kartoffeln stattfindet. In der Phase der Wundheilung sollen Lagertemperaturen um 12°C eingehalten werden. Die Abkühlungsphase ist sehr geprägt von den Außenklimabedingungen. In der Phase des Erhaltens der Lagertemperatur, je nach Sorte 3 bis 7°C, sind vor allem ein ausgewogener Umluft- und Frischluftbetrieb erforderlich. Vor dem Sortieren müssen die Kartoffeln wieder angewärmt werden, da sie sonst durch die Manipulation schwarze Flecken bilden.

Lüftungsüberprüfung sowie Klima- und Strommessung Messen ist Wissen! Wer viel misst, misst Mist! Man muss schon wissen, zu welchem Zweck eine Messung durchgeführt werden soll. Eine einfache Funktionsprüfung von Lüftungsanlagen sowie

Elektro

Lüftung

technik/energie die Analyse und der Vergleich von Klima- und Strommessung geben Aufschluss über die Betriebssicherheit und zeigen Einsparpotentiale vor allem beim Klima und Stromverbrauch auf.

Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer Grundberatung kostenlos; 30 Euro Hofpauschale Auslegung und Planung 30 Euro pro Stunde + 30 Euro Hofpauschale Messtechnik zur Überprüfung von Anlagen und Gebäuden sowie Klima und Stromverbrauch; 150 Euro oder 210 Euro oder 300 Euro + 30 Euro Hofpauschale Energieeffizienzscheck 675 Euro Förderung, 225 Euro Selbstbehalt

Tipp: Bei langen Lagerzeiten von Kartoffeln ist eine Klimatisierung (Kühlung) des Lagers zu empfehlen. So ist es auch möglich, alternativ zur chemischen Keimhemmung Ethen (Ethylen) C2H4 einzusetzen. In der Natur wird dieses Gas zum Beispiel von reifen Äpfeln abgegeben und wirkt als Phytohormon bei Kartoffeln keimhemmend. Ing. Mag. Manfred Wurzer Ref. Bauwesen Tel. 05 0259 25407 manfred.wurzer@lk-noe.at

Kaffee

Photovoltaik

4551 Ried i. Trk. Tel: 07588/7402 4653 Eberstalzell www.moser-elektro.at 07241/5525 www.moser-lueftung.at

Lüftungstechnik für Kartoffellager 30

Anwendung von Biogasgülle und Gärrückstand

Die Ergebnisse des Dauerversuches Die ARGE Kompost und Biogas NÖ betreibt seit vielen Jahren einen Dauerversuch. Die Anwender von Biogasgülle und von Gärrückstand sollen sicher sein, dass sie keine Bodenschäden verursachen. Gibt es Auswirkungen bei regelmäßiger, jährlicher Düngung mit Biogasgülle und mit Gärrückstand auf die Bodenqualität im Vergleich zu regionsüblicher Bewirtschaftung mit Mineraldünger, mit Rinder- oder Schweinegülle von Referenzflächen?

Einige Rahmenbedingungen Auswahl von Flächen, die bereits möglichst lange und mit praxisgerechter, sachgerechter Menge mit Biogasgülle und Gärrückstand (15 – 25 m3) gedüngt werden. Dadurch aktuelle Erfassung aller bisherigen Effekte. Auswahl von insgesamt acht Ackerflächen und von acht in der Nähe liegende Referenzflächen im Marchfeld, Weinviertel, Waldviertel und Alpenvorland. Sechs der Flächen werden mit Biogasgülle von Biogasanlagen für NAWARO und Wirtschaftsdünger und zwei mit Gärrückstand von Abfallanlagen gedüngt. Regelmäßige Ausbringung von Biogasgülle und Gärrückstand zumeist seit fünf bis acht Jahren.

Auswahl Referenzflächen Vorhandensein einer geeigneten Referenzfläche im Nahbereich, teilweise benachbarte Äcker, maximal

500 m entfernt, weitest gehende Übereinstimmung der Bodenform nach Bodenkartierung und Bodenart, regionsübliche, sachgerechte Bewirtschaftung von konventionellen Flächen und einer Biofläche; Schweinegülle im Alpenvorland, Rindergülle im Alpenostrand und Waldviertel, Mineraldünger im nordöstlichen Flach- und Hügelland

PH-Wert, Phosphor, Kalium und Humusgehalt Bei pH-Wert, pflanzenverfügbarer Phosphor- und Humusgehalt liegen keine relevanten Unterschiede vor. Durch regelmäßige Ausbringung von Biogasgülle und Gärrückstand erhöhen sich der pflanzenverfügbare Kaliumgehalt sowie der Kaliumanteil an den austauschbaren Kationen im Mittel auf fünf Prozent. Nährstoffdisharmonien sind vor allem auf Standorten mit geringerer Speicherkapazität zu vermeiden. Werden die Nährstoffmengen der Biogasgülle und des Gärrückstandes unter Heranziehung von Ergebnissen der Bodenuntersuchung gezielt dem standörtlichen Bedarf angepasst, ist eine nachhaltige Ausbringung und Verwertung gewährleistet.

N-Nachlieferung, Spurennährstoffe und Schwermetalle Mit den praxisüblichen Ausbringungsmengen bleibt das N-Nachlieferungspotential zumeist im mittleren Bereich. Die Gehalte der Spurennährstoffe Bor, Kupfer, Zink, Mangan und Eisen liegen in den standorttypischen ausreichenden Berei-


OKTOBER_2012

Kurz gefasst

chen. Die Schwermetallgehalte liegen in den unbedenklichen Bereichen entsprechend den BZI-NÖ Daten von 1993. Es ist keine Änderung der Gehalte nach der zweiten Beprobung im Abstand von etwa vier Jahren erkennbar.

Seit mehr als zehn Jahren erzeugen Biogasanlagen in Österreich neben Strom und Wärme auch Biogasgülle oder Gärrückstand als Rückstand des Fermentationsprozesses. Dieser wird entsprechend der Rahmenbedingungen für Düngungsmaßnahmen ausgebracht.

Bodenbiologie

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Die Bodenbiologie wird gemeinsam mit dem Bundesamt für Wald untersucht. Die Auswertungsverfahren zeigen keine deutliche Unterscheidung der Biogasgülle- und Gärrückstand-gedüngten Flächen zu den Referenzflächen unter Einbeziehung aller mikrobieller Bodenparameter. Die Kompostverordnung 2001 legt Mindestanforderungen für die seuchenhygienische Unbedenklichkeit von Komposten fest. Die zugehörigen Untersuchungsmethoden und die Ergebnisdarstellung für die mikrobiologische Untersuchung von Komposten gemäß Kompostverordnung zur seuchenhygienischen Endproduktkontrolle, regelt die ÖNORM S 2204. Beurteilt nach den Vorgaben für Kompost, erfüllen die untersuchten Bodenproben etwa drei bis fünf Wochen nach der Ausbringung der Biogasgülle und der Gärrückstände alle Anforderungen an die seuchenhygienische Unbedenklichkeit.

Polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe Zwölf organische Schadstoffe wurden quantitativ untersucht, drei Schadstoffe qualitativ. Die Summe der zwölf polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffe der ausgewählten Proben liegt mit 25 bis 182 Mikrogramm pro Kilogramm in einem unbedenklichen Bereich, vor allem in Abhängigkeit von der Besiedelungsdichte. Die Gehalte der Referenzflächen

Viele Meinungen in den Medien über die sogenannte schädliche Auswirkung von Biogasgülle und Gärrückstand auf den Boden sind falsch. Sie haben keinen breiten wissenschaftlichen Hintergrund und bauen auf keinen Dauerversuch auf. Jetzt aber liegen fundierte und solide Ergebnisse vor. Bei ordnungsgemäßer Düngung ist die Anwendung von Biogasgülle problemlos und mit einem üblichen organischen Dünger vergleichbar. Bei ordnungsgemäßer Düngung ist die Anwendung von Gärrückständen problemlos. Wichtig erscheinen jedoch die genaue Kenntnis ihrer Qualität und die besonders verantwortungsvolle Ausbringung. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der ARGE Kompost und Biogas NÖ, Tel. 0505259-25305 oder per E-Mail: arge_kompubiogas@lk-noe.at sowie per Internet unter www.kompost-biogas.at.

waren jeweils etwas höher als die mit Biogasgülle und Gärrückstand gedüngten Flächen.

Antibiotische Pharmaka, quaternäre Ammoniumverbindungen Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt Wien konnten in keiner Probe antibiotische Pharmaka nachgewiesen werden. Quaternäre Ammoniumverbindungen wirken oberflächenaktiv als Biozide in Desinfektionsmitteln. Sie konnten auf Flächen mit Ausbringung von Gärrückständen aus Abfallanlagen nachgewiesen werden, jedoch nicht auf Flächen mit Ausbringung von Biogasgülle aus NAWARO und Wirtschaftsdünger. Nachdem die Beprobung kurz nach der Ausbringung stattfand, wird durch weitere Untersuchungen vor und nach der Ausbringung von Gärrückstand das Abbauverhalten und die Frage einer möglichen Akkumulation noch geprüft. Univ. Lektor Dipl.-Ing. Manfred Swoboda, Dr. Georg Dersch ARGE Kompost und Biogas NÖ, AGES

Facharbeiterlehrgang für Biomasse und Bioenergie in Edelhof Nach den guten Erfolgen beim vorjährigen ersten Lehrgang planen die NÖ landwirtschaftliche Lehrlingsstelle und die landwirtschaftliche Berufsschule Edelhof einen weiteren Lehrgang. Er richtet sich sowohl an alle InteressentInnen im zweiten Bildungsweg als auch an alle Fachschulabsolventen bzw. Facharbeiter, welche eine Anschlusslehre Biomasse/Bioenergie absolvieren möchten. Die Ausbildung beginnt im November 2012 und wird in 8 Kursblöcken angeboten. Die Lehrlingsstelle empfiehlt allen Fachschulabsolventen bzw. Facharbeitern, die auch die finanziellen Vorteile einer Anschlusslehre Biomasse nützen möchten (Familienbeihilfe, Lehrbetriebsförderung), den Abschluss eines Lehrverhältnisses. Auskünfte unter www.lehrlingsstelle.at; lfa@lk-noe.at oder office@bs.edelhof.at 31


Die landwirtschaft

MARKT

Getreidepreise wie im Vorjahr – Düngerpreise wie im Vorjahr

Stabile Preise bei Düngemitteln

Als kostenintensivstem Betriebsmittel im Ackerbau kommt den Düngemitteln und vor allem ihren Preisen große Beachtung zu. Nach den Turbulenzen vor mittlerweile fünf Jahren waren die letzten Jahre von anziehenden Düngemittelpreisen geprägt. Diese Entwicklung scheint in diesem Herbst gestoppt worden zu sein.

An den internationalen Düngemittelmärkten hat sich in den letzten Monaten die Marktsituation merklich entspannt. Wie die Weltbank veröffentlicht, lagen im August die in Dollar notierten Preise für die drei Hauptnährstoffdünger unter den Preisen des Vorjahres. Der deutsche Marktinfodienst AMI begründet diese Entwicklung mit geringerer Nachfrage, ausgelöst durch die extremen Witterungsbedingungen in Nordamerika, Südeuropa sowie Teilen von Australien und Indien. Durch den gegenüber dem Vorjahr schwächeren Eurowechselkurs liegen die Notierung umgerechnet in Euro bei Harnstoff knapp zehn Prozent unter, für Phosphate etwa gleich und für Kali rund zehn Prozent über dem Vorjahr.

DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

Stabile Preise in NÖ Auch die aktuelle LK-Erhebung zu Landwirte­ preisen von Düngemitteln zeigt eine sehr stabile Entwicklung. So lag der Nettopreis für DAP lose mit 560 Euro je Tonne im August auf,

der Preis für Kali 60 lose mit 395 Euro je Tonne geringfügig über dem Vorjahr und NAC 27 % lose konnte mit 265 Euro sogar 10 Euro billiger eingekauft werden. Entgegen der internationalen Entwicklung lag der Preis für geprillten Harnstoff lose, mit fast 400 Euro deutlich über dem Vorjahrespreis. Zu beachten ist, dass diese mittleren Preise aus einer großen Streuungsbreite an erhobenen Preisen ermittelt wurden, sodass ein Vergleich von Angeboten sicher sinnvoll ist.

Für 2012/13 wenig Änderung erwartet Für die kommende Saison werden nur wenige Änderungen am aktuellen Preisniveau erwartet. Die Höhe der Düngemittelpreise ist eng verknüpft mit der Höhe der Getreidepreise. Da diese auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr liegen, wird auch für die Düngemittelpreise keine wesentliche Preissteigerung gesehen. Die Anbieter haben gelernt, dass eine Abkopplung der Düngemittelpreise von den Getreidepreisen, wie 2008/09 geschehen, zu einem dramatischen Einbruch der Nachfrage führt. Unberücksichtigt bleiben bei diesem stabilen Preisniveau allerdings die Ernteeinbußen in vielen Regionen. So müssen in diesem wie im letzten Jahr rund 1.000 kg Weizen zur Abdeckung der NPK-Düngerkosten verkauft werden. Bis zur nächsten Ernte werden vor allem bei Phosphor und Kali kaum Preisbewegungen prognostiziert. Auch bei Stickstoff dürften die Preise bestenfalls moderat steigen, aber keine Preissprünge machen.

stiere

schweine

ferkel

Im September erreichten die Durchschnittspreise für Stiere erstmals seit 1995 die Marke von 4,- Euro je kg, das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 40 Cent. Auf Grund des geringen Angebots an Schlachttieren in Österreich und der EU ist heuer das typische Sommertief ausgeblieben. Derzeit sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen. Die Preise könnten im Oktober leicht anziehen, da der Absatz saisontypisch bei kühleren Temperaturen und vermehrten Fleischaktionen im Lebensmittelhandel steigt. Wegen der anhaltenden festen Preise wurden die EU-Ausfuhrerstattungen im Rindfleischsektor nun gänzlich ausgesetzt.

Von der üblichen Herbstschwäche war am NÖ Schweinemarkt bislang nichts zu spüren. Ein europaweit knappes und nicht immer bedarfsdeckendes Angebot sorgte für ein stabiles Marktumfeld. Nach den deutlichen Preissteigerungen im August konnte sich der NÖ Basispreis gegenüber dem Vormonat um weitere zwei Cent auf EUR 1,78 je kg SG verbessern. In den kommenden Wochen wird das Angebot an fertigen Tieren zwar wieder zunehmen. Die Fleischvermarktung, insbesondere die Nachfrage nach Industrieware dürfte aber ebenfalls anziehen, so dass sich die Schweinepreise auf dem derzeitigen Niveau knapp behaupten dürften.

Der NÖ Ferkelmarkt präsentierte sich im September recht ausgeglichen. Das saisontypische Angebot traf trotz der hohen Futtermittelpreise auf zufrieden­ stellendes Interesse seitens der heimischen Mäster. Auch im Export konnten wieder höhere Stückzahlen abgesetzt werden. Die Ferkelnotierung konnte sich im September mit EUR 2,30 je kg gut behaupten. In den nächsten Wochen dürfte sich das Angebot nicht weiter erhöhen. Die Nachfrage der Mäster dürfte mit dem Ende der Maisernte zusätzliche Impulse erhalten. Im Oktober erwartet man daher zumindest stabile, in der zweiten Monatshälfte eventuell steigende Notierungen.

€/kg

€/kg 2,0

€/30 kg Ferkel 75 Niederlande 70 Niederösterreich 65 Dänemarkt 60 Deutschland Bayern 55 50 Österreich 45 40 35 30 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

4,0 3,5 3,0

Bayern

Italien

Österreich Tschechien

2,5 2,0

32

8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

Italien 1,9 Österreich Tschechien 1,8 Deutschland Bayern 1,7 Österreich 1,6 1,5 Niederlande Dänemark 1,4

1,3

8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

Ba

Ni


oktober_2012

Auch mittelfristig scheint das Preissteigerungspotenzial für Düngemittelpreise begrenzt. Zwar steigt die weltweite Nachfrage jährlich um zwei bis vier Prozent, allerdings werden bis 2016 auch die Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut werden. Laut einer Untersuchung der Internationalen Vereinigung der Düngemittelhersteller (IFA) sind derzeit fast 250 Düngemittelfabriken im Bau. Bei Kali wird in den nächsten acht Jahren mit einer Kapazitätsausweitung um ein Drittel gerechnet. Das dürfte das Potenzial für Preissteigerungen zumindest ab 2015 deutlich einschränken. Der Export von Phosphat-Düngern beschränkt sich mit Marokko, Saudi-Arabien und Russland weltweit auf sehr wenige Länder. In allen drei Ländern werden in den nächsten Jahren neue Werke in Betrieb genommen und so die weltweit verfügbaren Kapazitäten deutlich vergrößert. Entgegen vieler Behauptungen scheint genug Phosphor vorhanden zu sein und damit sollten die Preise für Phophordünger in den kommenden Jahren ebenfalls stabil bleiben. Die Produktion von Stickstoffdüngern, in erster Linie Harnstoff, wird auch vielerorts vorangetrieben. Dazu ist in erster Linie eine günstige Energiequelle von Nöten, wie sie z.B. in

Über den Sommer setzte sich der positive Trend am Kuhmarkt in leicht abgeschwächter Form fort. Seit Juni lag der Durchschnittspreis über alle Klassen bei rund 3,10 Euro je kg SG. Besonders die geringe Verfügbarkeit von Schlachtkühen spielte bei dieser Entwicklung eine Rolle. Anfang September hat sich mit den ersten alpinen Schneefällen das Angebot kurzfristig erhöht. In dieser Situation versuchen die Schlachtbetriebe ihre Spannen zu korrigieren. Zwar vollzieht der deutsche Markt eine ähnliche Entwicklung, allerdings in deutlich geringerem Umfang. Ende Oktober wird wieder mit einer Entspannung der Lage gerechnet, bis dahin bleibt die Preistendenz eher fallend. €/kg 3,5 Bayern

Frankreich

3,0 2,5

1,5

Tschechien

Österreich

tionsausweitungen keine Preissprünge erlauben, zumal das Angebot schneller wachsen dürfte als die weltweite Nachfrage.

Schwefel gewinnt an Bedeutung Neben NPK hat im letzten Jahr Schwefel als Nährstoff an Bedeutung gewonnen. Die Verbesserung der Luftqualität führt zu einem verringerten Eintrag von Schwefel aus der Luft, was besonders bei Raps und Wintergetreide von Bedeutung ist. In Österreich hat sich der Absatz von Stickstoffschwefeldünger im Vorjahr bereits verdoppelt.

Preisvergleich der Düngemittel in NÖ (jeweils im September) 600 500 400 300 200 100 0 NAC

DAP

2009

Kali 60

2010

2011

Harnstoff

2012

Quelle: LK NÖ, eigene Erhebungen; Landwirtepreis in EUR exkl. MwSt.

milchpreise

Kühe

2,0

Russland, den arabischen Ölländern und Ägypten sowie in den USA in Form von Schiefergas vorliegen. Stärker als bei P und K ist die Verfügbarkeit von Stickstoff von der weltweiten Wirtschaftsentwicklung abhängig, da neben der Landwirtschaft die chemische Industrie ein wichtiger Abnehmer dieses Rohstoffes ist. Bei nachlassender Wirtschaftskraft würde damit das Angebot überproportional steigen und damit die Preise begrenzen. Auch wenn es als unwahrscheinlich erscheint, dass die Preise für Düngemittel auf das Niveau von 2007 zurückfallen, dürften die zu erwartenden Produk-

in EUR/t exkl.

Mittelfristig reichlich Angebot

Kreditzinsen

Mit 1. September bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto Auszahlungspreis Milchgenossenschaft NÖ, netto Auszahlungspreis Gmundner Milch, netto Auszahlungspreis Biomilch: Berglandmilch, netto Auszahlungspreis Milchgenossenschaft NÖ, netto Auszahlungspreis

30,57 33,90 31,02 34,40 31,11 34,50

36,27 40,28 36,52 40,56

Im Juli 2012 betrugen die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen mit Laufzeit _ bis zu 1 Jahr.........................2,41 % _ 1 bis 5 Jahre........................ 2,84 % _ über 5 Jahre........................ 2,67 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.................... 2,40 % Bezugszinssätze im August 2012 _ 3 Monats-EURIBOR.............0,33 % _ Sekundärmarktrendite (Emittenten gesamt).......... 1,02 % Quelle: Österr. Nationalbank

Frankreich

Auszahlungspreis = Bruttopreis minus Tschechien Abzüge; Änderungen beim MilcherzeuBayern gerpreis werden jedem MilchlieferanÖsterreich ten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt.

AIK-Zinssatz (= durchschnittl. Sekundärmarktrenditen des 1. Quartals 2012 + 0,5 % Zuschlag) im Zeitraum Juli – Dezember 2012 vor Zinsenzuschuss .................. 2,625 %

8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8

33


Die landwirtschaft

betriebswirtschaft

Optionsantrag für das ablaufende Kalenderjahr noch bis 31. Dezember stellen

Umsatzsteueroption – Für wen lohnt sich der Einstieg? Das Jahresende rückt näher und Landwirte, die größere Investitionen im Jahr 2012 getätigt haben, sollten überprüfen, ob sich ein Einstieg in die Umsatzsteueroption lohnt. Der Großteil der landwirtschaftlichen Betriebe ist umsatzsteuerlich pauschaliert. Sie machen keine Buchführung. Bei der Umsatzsteuerpauschalierung geht das Finanzamt davon aus, dass beim durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betrieb die geleistete Vorsteuer der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer entspricht. Der Betrieb muss also keine Umsatzsteuer für verkaufte Produkte abführen, allerdings kann er auch für Ausgaben keine Vorsteuer abziehen.

die beim Optieren rückerstattete Vorsteuer im gesamten Zeitraum von mindestens fünf Jahren höher ist, als die zu zahlende Umsatzsteuer.

Wer viel investiert hat, sollte sich die Umsatzsteueroption genau anschauen. Sie ist einfacher abzuwickeln, als es auf den ersten Blick scheint. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Was bedeutet Umsatzsteueroption? Jeder pauschalierte Landwirt hat auch die Möglichkeit, seine Umsätze freiwillig nach den allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes zu besteuern. Man nennt dies Regelbesteuerung. Dieser fünfjährige Ausstieg aus der Umsatzsteuerpauschalierung wird auch als Option bezeichnet. Dies ist vor allem für Betriebe interessant, die vor größeren Investitionen stehen.

Antrag bis 31. Dezember stellen Um von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, ist ein schriftlicher Antrag bis zum 31. Dezember des ersten Veranlagungsjahres an das Finanzamt zu stellen. Die Optionsdauer beträgt mindestens fünf Jahre. Ein Widerruf ist nach Ablauf dieses Zeitraumes bis spätestens 31. Jänner des Folgejahres zu erklären. Hat man sich für den Einstieg in die Option entschieden, so erstattet das Finanzamt die bei Betriebsmitteln und Investitionen anfallende Vorsteuer zurück. Die bei verkauften Produkten in Rechnung gestellte Umsatzsteuer muss der Landwirt abführen. Die Umsatzsteueroption ist daher dann für den Einzelbetrieb von Vorteil, wenn 34

Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben sind Grundlage Als Grundlage für die Berechnung der Umsatz- und der Vorsteuer sind die betrieblichen Einnahmen, der Eigenverbrauch (Naturalentnahmen wie beispielsweise Milch für den Eigenbedarf) und die betrieblichen Ausgaben zu erfassen. Es muss ersichtlich sein, wie sich die Entgelte, getrennt nach Steuersätzen, verteilen. Das Ergebnis aus den geordneten, vollständigen und richtigen Aufzeichnungen muss man in Form der Umsatzsteuervoranmeldung ans Finanzamt melden. Ob diese Voranmeldung monatlich oder vierteljährlich erfolgen muss, hängt vom Umsatz des Betriebes ab.

Wirtschaftlichkeit der Umsatzsteueroption Die Entscheidung, ob sich ein Einstieg in die Regelbesteuerung lohnt, kann nur im Einzelfall getroffen werden. Dazu sollte der Landwirt eine genaue Schätzung der Einnahmen und Ausgaben für die nächsten fünf Jahre vornehmen und einen Investitionsplan erstellen. Bei großen Investitionen erleichtert die Umsatzsteueroption die Finanzierung des

geplanten Vorhabens beträchtlich, weil die Umsatzsteuer rückerstattet wird und somit weniger Fremdkapital aufgenommen werden muss. In der Tabelle ist eine Wirtschaftlichkeitseinschätzung der Umsatzsteueroption für einen Milchviehbetrieb ersichtlich. Es soll ein Stallbau für 40 Milchkühe und in der Folge die Aufstockung von

Seminare (jeweils von 9 bis 16 Uhr) BBK

Anmeldung unter

Termin

Amstetten

05 0259 40100

08.11.2012

Baden/Mödling

05 0259 40200

21.11.2012

Gmünd

05 0259 40500

14.11.2012

Horn

05 0259 40700

21.11.2012

Melk

05 0259 41100

10.10.2012

Mistelbach

05 0259 41200

28.11.2012

Scheibbs

05 0259 41500

23.10.2012

St. Pölten

05 0259 41600

31.10.2012

Tullnerfeld

05 0259 41700

20.11.2012

Wr. Neustadt

05 0259 42000

28.11.2012

Zwettl

05 0259 42100

21.11.2012


oktober_2012 20 auf 40 Kühe erfolgen. Der Stall geht voraussichtlich mit Ende des zweiten Optionsjahres in Betrieb. Die Wirtschaftlichkeitsbeurteilung zeigt auf, dass die Option unter den gegeben Annahmen einen Vorteil von 39.413 Euro für den Verpflichtungszeitraum bringt.

Seminare zur Umsatzsteueroptierung In den kommenden Wochen werden in den Bezirksbauernkammern Seminare zur Umsatzsteueroption angeboten. Dabei werden die steuerlichen Grundlagen, die notwendigen Aufzeichnungen

und die Verrechnung mit dem Finanzamt behandelt. Außerdem wird eine Berechnung der Wirtschaftlichkeit der Option für den Einzelbetrieb vorgenommen. Zusätzlich zum Seminar gibt es auch die Möglichkeit einer kostenpflichtigen Beratung in Ihrer BBK oder auch am Hof. Gerade Betriebe, die größere Wachstumsschritte, zum Beispiel mit Stallbauten, Viehzukäufen, Bau von Maschinenund Lagerhallen oder umfangreichen Maschineninvestitionen, planen,

sollten sich eingehend mit der Möglichkeit der Umsatzsteueroption auseinandersetzen. Einen Seminartermin in Ihrer Nähe können Sie dem Kasten entnehmen. Bitte melden Sie sich bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Termin unter der angegebenen Telefonnummer an. Martin Heigl Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25106 martin.heigl@lk-noe.at

Wirtschaftlichkeitseinschätzung der Option zur Regelbesteuerung laufende Einnahmen Brutto USt. Pausch. € 1.300 12% € 63.850 12% €0 12% € 7.500 12% € 22.400 0% € 4.700 12% € 1.800 12% € 250 12% € 1.500 10%

vor der Investition Netto Ust. Optierer € 1.161 10% € 57.009 10% €0 12% € 6.696 10% € 22.400 0% € 4.196 20% € 1.607 10% € 223 20% € 1.364 10%

Bodennutzung Tierhaltung Weinbau Forstwirtschaft öffentl. Gelder (ÖPUL,…) MR-Leistungen Eigenverbrauch Eigenverbrauch sonstige Einnahmen Summen Umsatzsteuer aus den laufenden Einnahmen im 5-Jahres-Verpflichtungszeitraum laufende Ausgaben

vor der Investition Brutto

USt. Pausch. 10% 10%

Netto

Saatgut € 1.450 € 1.318 Futtermittel € 6.340 € 5.764 Dünge- und € 3.930 20% € 3.275 Pflanzenschutzmittel Tierzukauf € 3.600 12% € 3.214 Instandh. Gebäude € 650 20% € 542 Instandh. Maschinen € 2.480 20% € 2.067 Diesel € 3.170 20% € 2.642 Tierarzt/Medikamente € 1.500 20% € 1.250 Besamungen € 1.450 10% € 1.318 Maschinenring € 2.350 12% € 2.098 Maschinenring € 1.980 20% € 1.650 Strom + Telefon € 2.970 20% € 2.475 Pachtausgaben € 5.400 0% € 5.400 Versicherung, Steuern € 2.630 0% € 2.630 PKW betrieblich €0 20% €0 Wasser €0 10% €0 sonstige Ausgaben € 1.300 10% € 1.182 Summen Vorsteuer aus den laufenden Ausgaben im 5-Jahres-Verpflichtungszeitraum Investitionen bauliche Investitionen Tierzukäufe (Aufstockung) Maschinenkäufe - Maschinenverkäufe Summe

nach der Investition Brutto USt € 1.000 € 91 € 98.000 € 8.909 €0 €0 € 7.500 € 682 € 28.000 €0 € 3.000 € 500 € 2.000 € 182 € 300 € 50 € 1.500 € 136 € 10.550 Euro 46.985 3

USt € 116 € 5.701 €0 € 670 €0 € 839 € 161 € 45 € 136 € 7.668 2

Brutto € 385.000 € 18.000 € 15.000 -€ 6500 Euro 411.500

Ust- Satz 20% 12% 20% 20%

VSt € 64.167 € 1.929 € 2.500 € -1083 Euro 67.512

nach der Investition

Ust. Optierer 10% 10%

VSt

Brutto

VSt

€ 132 € 576

€ 1.800 € 11.000

€ 164 € 1.000

20%

€ 655

€ 5.400

€ 900

12% 20% 20% 20% 20% 10% 12% 20% 20% 0% 0% 20% 10% 10%

€ 386 € 108 € 413 € 528 € 250 € 132 € 252 € 330 € 495 €0 €0 €0 €0 € 118 Euro 4.376 2

€ 5.000 € 1.000 € 3.500 € 4.500 € 2.000 € 2.000 € 4.000 € 2.500 € 3.500 € 1.000 € 3.200 €0 €0 € 1.500

€ 536 € 167 € 583 € 750 € 333 € 182 € 429 € 417 € 583 €0 €0 €0 €0 € 136 Euro 6.179 3

Euro 27.290 Wirtschaftlichkeit

5-Jahre USt - 5-Jahre VSt - VSt-Investitionen + 2% USt-Korrektur Saldo

€ 46.985 -€ 27.290 -€ 67.512 € 8.404 - Euro 39.413 35


Die landwirtschaft

Betriebswirtschaft

Preisgrundlage ist der Preis für trockenen Körnermais

Feuchtmais – Verkaufspreis frei Feld

Bei Verkauf von Feuchtmais an einen anderen Landwirt stellt man sich die Frage nach dem möglichen Verkaufspreis. Wurde Mais für den Verkauf als Trockenmais angebaut, soll dem Verkäufer zumindest der gleiche Erlös verbleiben wie beim sonst erst später möglichen Verkauf an das Lagerhaus oder an den Landesproduktenhändler. Dazu müssen Trocknungs- und Transportkosten abgezogen werden.

Der Feuchtmaispreis leitet sich vom erzielbaren Preis für trockenen Körnermais ab. Foto: zVg

Erwarteter Erlös für Trockenmais Ein wichtiges Kriterium für die Ermittlung des Erlöses beim Verkauf von Feuchtmais ist die Kornfeuchte bei der Ernte. Neben den Trocknungskosten ist der Gewichtsanteil des im Korn gebundenen Wassers zu berücksichtigen. Bei der Berechnung wurde ein vorläufiger Körnermaispreis von 260 €/t Trockenmais inklusive Umsatzsteuer angenommen. Anhand des Wassergehaltes kann man die verbleibende Trockenmaismenge errechnen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Nassmais vor der Trocknung nicht gereinigt wird.

Berücksichtigung der Trocknungskosten Beim Verkauf als Trockenmais fallen Trocknungskosten an. Die unterstellten Trocknungskosten betragen bei 25 % Kornfeuchte brutto (Unterstellung 12 % USt.) ca. 30,2 €/t Feuchtmais, bei 30 % 35,8 €/t und bei 35 % Kornfeuchte 41,5 €/t Feuchtmais. Fallen beim alternativen Abnehmer höhere oder geringere Trocknungskosten an, könnte der Feuchtmaispreis entsprechend gesenkt beziehungsweise erhöht werden. Würde der Feuchtmais auch beim Verkauf als Trockenmais bereits zum gleichen Zeitpunkt geerntet werden (geplanter Weizenanbau auf der Fläche, Gefahr von Verpilzung, Frostgefahr, …), kann der Wert aus der Spalte „abgeleiteter Preis für Feuchtmais“ pro Tonne verkauftem Feuchtmais verrechnet werden. Vielfach liegt die Kornfeuchte beim Ver36

kauf als Trockenkörnermais niedriger als bei der wegen der Silierung vorgezogenen Ernte. Ist aufgrund der Witterungseinschätzung mit einer Reduktion der Kornfeuchte bei späterer Ernte als Trockenkörnermais zu rechnen, so würde jedes eingesparte % an Wassergehalt den abgeleiteten Feuchtmaispreis um rund 4,5 €/t erhöhen.

Transportkosten Bei Verkauf ab Feld gehen die Transportkosten zu Lasten des Käufers. Sie sind beispielhaft mit 3,04 €/t angesetzt. Die Transportkostenersparnis des Verkäufers ist daher beim in der Tabelle ersichtlichen abgeleiteten Feuchtmaispreis schon abgezogen. Bei Verkauf frei Übernahmestation gehen die Transportkosten zu Lasten des Verkäufers. In diesem Fall sind die errechneten Feuchtmaispreise um die abgezogenen Transportkosten zu erhöhen. Preisabweichungen vom angesetzten erwarteten Trockenmaispreis von 260 €/t inkl. USt. können entsprechend den Werten in der Spalte „Preisänderung bei Trockenmaispreis“ durch Änderung des entsprechenden Feuchtmaispreises berücksichtigt werden.

Verkauf als Feuchtmais an die Industrie Für einige größere Abnehmer ist die Nassmaisverarbeitung interessanter als die Trocknung des Körnermaises. Dies

wirkt sich in Form von attraktiven Feuchtmaispreisen aus. So ist es aus derzeitiger Sicht durchaus möglich, dass zur Zeit der Haupternte von der Industrie 175 € netto bzw. 196 € brutto pro t Feuchtmais mit 30 Prozent Wassergehalt bezahlt werden. DI Gerald Biedermann, Ref. Betriebswirtschaft Tel. 05 0259 25104, gerald.biedermann@lk-noe.at

Alle Preise enthalten die Mehrwertsteuer:

20

211,5

Preisänderung bei Trockenmaispreis +/- 10 Euro/t Feuchtmais 9,20

21

206,8

9,06

22

202,3

8,93

23

197,8

8,80

24

193,3

8,67

25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36

188,8 184,3 179,7 175,1 170,6 166,0 161,4 156,8 152,3 147,7 143,1 138,6

8,54 8,41 8,28 8,14 8,01 7,88 7,75 7,61 7,48 7,35 7,22 7,08

tatsächliche abgeleiteter Preis Kornfeuchte Euro/t beim Kauf/ Verkauf in % Feuchtmais*

*Preisbasis 260 Euro/t Trockenmais


oktober_2012

Jetzt für Produktprämierungen einreichen

lk-projekt

Ab HOF Wieselburg sucht Unterstützung bei wieder Spitzenprodukte UBAG-Aufzeichnungen Die lk-projekt unterstützt Sie beim Ausfüllen der UBAGAufzeichnungsblätter für Ihren Betrieb.

Die „AB HOF“ 2013 wirft bereits ihre Schatten voraus. Einreichungen für die Produkt­ prämierungen „Fisch-Kaiser“ und „Goldene Honigwabe“ sind in vollem Gange. Die Prämierung „Fisch-Kaiser“ findet 2013 bereits zum vierten Mal statt. Zur Teilnahme berechtigt sind sowohl geräucherte Fische als auch sonstige Fischspezialitäten (mariniert, gebeizt, Fischzubereitungen) Einsendeschluss der Teilnahmekarte ist der 23. November.

Jetzt für die „Goldene Honigwabe“ und den „Fisch-Kaiser“ einreichen. Foto: LK NÖ „Die Goldene Honigwabe“ ist die einzige österreichweite Prämierung von Honigprodukten. Auch 2013 wird wieder die mit 750 Euro dotierte Auszeichnung „Imker des Jahres“ vergeben. Einsendeschluss ist der 12. Oktober 2012. Anmeldeunterlagen für alle Bewerbe gibt es bei der Messe Wieselburg unter 07416/502-0 oder im Internet unter www.messewieselburg.at

Konsumenten sind zur Bauernjause geladen Regionale Lebensmittel sind frisch, schmecken und überzeugen mit hoher Qualität. Davon können sich am kommenden Nationalfeiertag die Konsumenten bei der Bauernjause der Direktvermarkter überzeugen. Zuerst raus an die frische Luft, danach rein ins Stüberl zu einer guten Jause mit heimischen Köstlichkeiten – so lautet die Devise am Nationalfeiertag. Auf welchen landwirtschaftlichen Betrieben man/frau eine Bauernjause am 26. Oktober 2012 genießen kann, ist nachzulesen unter: www.bauern-jause.at Foto: LK NÖ/Michal

Die bei der ÖPUL-Maßnahme UBAG erforderlichen Aufzeichnungen (N-Bilanz und schlagbezogenen Aufzeichnungen) werden nur allzu gern hintan gestellt und oft wird dann sogar darauf vergessen, diese zu führen. Bei einer Vor-Ort-Kontrolle durch die Agrar Markt Austria sind diese jedoch dem Kontrollorgan vollständig ausgefüllt vorzulegen. Sind die Aufzeichnungen nicht vorhanden, ist mit Sanktionen und Rückforderungen der Prämien zu rechnen. Nutzen Sie daher das Service der lk-projekt und lassen Sie sich die erforderlichen Aufzeichnungen durch fachlich geschulte Betreuungslandwirte erstellen. Das Aufzeichnungsservice umfasst vier Möglichkeiten, die auch einzeln in Anspruch genommen werden können. Siehe Tabelle unten. Die Kosten für das Service belaufen sich je nach Modul und Betriebsgröße ab 63 Euro.

Ihr Betreuungslandwirt hilft Ihnen gerne und Zuverlässig bei den UBAG-Aufzeichnungen. Foto: LK NÖ

Wollen Sie das angebotene Service in Anspruch nehmen, erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Bezirksbauernkammer, welcher Betreuungslandwirt für Ihren Bezirk tätig ist und vereinbaren Sie am besten noch heute einen Termin mit ihm. Sollten Sie diesbezüglich noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren, ich stehe Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung. Ing. Daniela Morgenbesser, Tel. 05 0259 42302 oder office@lk-projekt.at. Ing. Daniela Morgenbesser, lk-projekt

Modul

Leistungsbeschreibung

Modul 1

EDV-unterstützte Erstellung der betriebsbezogenen N-Bilanz

Modul 2 Modul 3

Modul 4

Vorbereitung und Anlage der für den Betrieb erforderlichen Schlagblätter und Eintragung der bereits durchgeführten Tätigkeiten Hilfestellung im Hinblick auf bis dato vom Antragsteller aufgezeichnete Tätigkeiten (Plausibilisierung) Erstellung der N-Abschlussbilanz in Abstimmung mit der N-Anfangsbilanz und Durchsicht der vom Antragsteller in den Schlagblättern aufgezeichneten Tätigkeiten (jedoch keine Prüfung und Hinweisgabe in Hinblick auf den betrieblichen Pflanzenschutzmitteleinsatz) 37


Die landwirtschaft l eben S 40-41

Frühstücken mit den Bäuerinnen

Mindesthaltbarkeit oder Verbrauchsfrist

leben

Pflanze des Monats:

Intensiv und betörend im Duft: Die Bitterorange

S 42

Landjugend

Fußwallfahrt nach Mariazell Tag der jungen Tracht S 43

Vielfalt beim Projektmarathon Landjugend S 44-46

Bildungskalender S 47

Buchtipps Aus den Schulen S 48

Ehrungen S 49

Anzeigen S 50

Termine S 52

Ausflugsziel

Windrad

Orange ist nicht gleich Orange – schon mal von einer winterharten Orange gehört? Die Bitterorange (Poncirus trifoliata) ist kein Zitrusgewächs, sondern gehört zur Familie der Rautengewächse. Die in Teilen Chinas und Japans vorkommende Bitterorange kann man in Regionen mit Weinbauklima ins Freie auspflanzen. In kälteren Gegenden kann sie nur als Kübelpflanze genutzt werden. Ihren Namen verdankt sie ihren Blüten und Früchten. Die weißen Blüten sehen jenen der Orange ziemlich ähnlich und verströmen einen betörenden Duft. Die Früchte erinnern vom Aussehen her ebenfalls an Orangen. Ebenso ähnlich ist der Duft der reifen Früchte, doch der Geschmack entspricht durch seine stark bittere Note nicht dem einer Orange. Aus den Früchten lässt sich dennoch Marmelade kochen.

Die Bitterorange besticht durch ihre Schönheit. Foto: LK NÖ /Six

Eine wahre Herbstschönheit

Tipp:

Die Pflanze hat dreizählige Blätter und stark bedornte Triebe. Im Herbst und frühen Winter ist die laubabwerfende Bitterorange besonders attraktiv. In dieser Jahreszeit verbleiben die gelben Früchte am Strauch und bilden einen tollen Kontrast zu dem stark verzweigten Dickicht der dornigen Triebe.

Im Freien bevorzugt dieser Strauch einen sonnigen, geschützten Standort und durchlässigen Boden. Da die Bitterorange keinen Kalk verträgt, sollte die Erde kalkfrei sein und auch darauf geachtet werden, dass mit kalkfreiem Wasser gegossen wird. DI Christian Kornherr, Ref. Garten- und Gemüsebau

„Mariazeller Bienensilvester®“ Feiern Sie mit uns den Jahreswechsel im Bienenjahr am Samstag, dem 6. Oktober auf der Mariazeller Bürgeralpe von 10 bis 16 Uhr mit Erlebnis-Honigküche, Schaustock, mikroskopischen Bienenansichten, „Apiphon“ zum Erlauschen des Bienengeflüsters, Schau­ schleuderung, Waben-Schätzwettbewerb, „Honig-Glücksrad“ mit garantiertem Gewinn, „Honigquelle“ mit Verkostungsmöglichkeit, Filmvorführung „Kinder und das Bienenleben“, Bienenquiz für Klein und Groß und Beurkundung durch die Mariazeller Land Honigkönigin, Kerzendrehstation, Ausstellung „Der Wald als Honiglieferant“ und Informationen rund um unsere Bienen und die Bienenprodukte aus der Apotheke der Natur. Weitere Informationen unter www.carnica-singer.at oder Tel. 07489/2276

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Oktober_2012

Letzte Hitze, erster Schnee

Bauernregeln und Lostage

Der Herbst ist da

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Schwendtag

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Franziskus, Welttierschutztag

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Patron des Umweltschutzes und der Tiere

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Franziskus, um 1180 als Sohn reicher Kaufleute in Assisi geboren, führte ein fröhliches und unbeschwertes Leben. Durch eine schwere Krankheit bekehrt, kleidete er sich jedoch später in braune, wollene Bußgewänder und lebte in einsamen Höhlen. Der Armut verschrieben, blieb er aber ein fröhlicher Mensch. Bald scharten sich die ersten Gefährten um ihn. Am Abend des 3. Oktobers starb er. Mittlerweile sind die Franziskaner mit weltweit 15.500 Brüdern der zweitgrößte Orden nach den Jesuiten. Der Welttierschutztag am 4. Oktober ist dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet. Der Schutzpatron der Tiere würdigte die gesamte Schöpfung und hatte ein großes Herz für alle Lebewesen auf der Welt.

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Schwendtag

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Maximilian, Welteitag

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Koloman

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Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter hinterdrein.

Eine Stunde länger schlafen Am 28. Oktober 2012 wird die Uhr um eine Stunde zurückgedreht und von Sommerauf Winterzeit, der sogenannten Normalzeit, umgestellt. 1916 wurde die Sommerzeit in Österreich-Ungarn erstmals eingeführt. Seit 1994 gibt es in der Europäischen Union einheitliche Regelungen.

Halloween kommt von englischen „All Hallows‘ Eve“ und bezeichnet den „Vorabend von Allerheiligen”, den Abend des 31. Oktobers. Irische Einwanderer nahmen ihre Bräuche mit in die USA und bauten diese in der fremden Heimat noch weiter aus. Die ursprünglich keltischen Rituale sind mittlerweile auch bei uns zur festen Tradition geworden. Beliebt sind unter anderem geschnitzte Kürbisköpfe, die abends von einer Kerze erleuchtet werden. Foto: Richard von Lenzano/pixelio.de

Buchtipp: So war‘s der Brauch Vom Maibaumkraxeln und Landlertanzen, von Märzenkalbln und Aprilochsn – es gibt unzählige Bräuche und Rituale, die das Landleben früher geprägt und den Jahresablauf bestimmt haben. Inge Friedl erzählt in ihrem neuen Buch von vielen dieser Traditionen und Sitten und lässt die Menschen zu Wort kommen, die diese Bräuche noch kennen und der Nachwelt überliefern können. Märzenkalbln und Aprilochsn sind übrigens beinahe dasselbe, nämlich genarrte Mitmenschen, denen man einen Streich spielte. Ein reicher Schatz an Traditionen Tief verwurzelt im Landleben sind Rituale wie das Räuchern in den Raunächten, die Abläufe der Fastenzeit und Osterfeiern, aber auch das Glückwünschen zur Geburt eines Kindes mit dem sogenannten „Weisatkorb“. Man erfährt auch, dass es bei Hochzeiten völlig üblich war zu raufen, dass das richtige Grüßen auch damals schon gar nicht so einfach war, und ebenso, wann man seinen Hut aufbehalten durfte und wann auf gar keinen Fall. Erschienen im Verlag Styria regional unter ISBN: 978-3-7012-0119-8 um 24,99 Euro.

Schwendtag

Sara

Theresa

Lukas

Nationalfeiertag

Simon und Judas, Uhren umstellen

Weltspartag

Was sind Schwendtage? Besondere Bedeutung hatten im bäuerlichen Glauben einst die aufs Altertum, vor allem auf die römischen Zeiten, zurückführenden „verworfenen Tage“, auch „Schwendtage“ genannt. Warum und wieso, darüber gibt es keine schlüssige Aussage. Überliefert ist jedoch, dass man an diesen Tagen keine allzu großen „Schritte“ tun sollte. Abgeraten wurde an diesen Tagen davon, eine neue Arbeit zu beginnen oder gar eine größere Reise anzutreten. 39


Die landwirtschaft

Leben

Weltlandfrauen- und Welternährungstag

Der feine Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsfrist Am 15. und 16. Oktober finden der Weltlandfrauen- beziehungsweise der Welternährungstag statt. Rund um diesen Termin organisieren die Bäuerinnen in allen Bundesländern Aktionen unter dem Motto „Nachhaltig frühstücken mit den Bäuerinnen – Lebensmittel sind kostbar!“. Lebensmittel sind kostbar – trotzdem werfen wir täglich erhebliche Mengen Brot, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte und vieles mehr in den Müll. Oft noch originalverpackt und unverdorben. Österreichweit landen jährlich rund 96.000 Tonnen genießbare Lebensmittel und Speisereste in den Abfalleimern unserer Haushalte. Pro Person sind das im Schnitt 11,5 Kilogramm unverdorbene Lebensmittel, die pro Jahr in den Restmüll geworfen werden. Im heurigen Jahr setzen sich die Bäuerinnen im Rahmen der Aktionstage 2012 mit dem Thema Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsfrist auseinander. Diese wichtigen Daten auf Lebensmitteln führen unter Konsumenten häufig zu Verwirrung und Angst. Oft werden Lebensmittel weggeworfen, weil man den Unterschied nicht kennt.

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt aus, bis zu welchem Datum der Hersteller garantiert, dass das Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften behält. Das heißt, bei richtiger Lagerung ist das Lebensmittel mindestens bis dahin garantiert in Ordnung. Die Lebensmittel sind aber auch nach dem Ablauf des MHD grundsätzlich noch in Ordnung, sollten dann aber bald verwendet werden. Eine Veränderung des Mindesthaltbarkeitsdatums ist nicht gestattet. Allerdings kann bereits abgelaufene Ware mit einem deutlichen Hinweis auf das MHD weiter verkauft werden, sofern sie in Ordnung ist. Der Verbraucher kann selbst – ohne Analyse im Labor oder aufwendige Hilfs40

mittel – prüfen, ob das Lebensmittel einwandfrei, bereits verdorben oder für den Verzehr ungeeignet ist.

sollte man ernst nehmen und die Produkte spätestens zum Ende der Verbrauchsfrist wirklich verbrauchen.

Wie erkennt man, ob Lebensmittel noch in Ordnung sind?

So tragen Sie bei, Lebensmittelabfälle im Müll zu verringern

Aussehen prüfen Das Lebensmittel anschauen und auf Farbe und Unversehrtheit der Verpackung prüfen: Ist die Verpackung geöffnet? Ist die Vakuumverpackung in Ordnung? Ist unter dem Etikett zB Schimmel (kann bei Käse vorkommen)? Geruch prüfen Das heißt kontrollieren, ob das Produkt den typischen Geruch hat. Beispielsweise soll Wurst eindeutig nach Wurst riechen. Wenn Wurst geruchlos ist, ist das ein erstes Anzeichen für den beginnenden Verderb. Geschmack prüfen Ob zB die Milch sauer ist, ist geschmacklich leicht zu erkennen.

Die beste Möglichkeit für die Vermeidung von Nahrungsmitteln und Speiseresten im Müll ist, dass man diese entweder aufbraucht oder erst gar nicht kauft. Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie einen Wochenspeiseplan! Schaffen Sie Ordnung und damit Überblick in Ihrem Kühl- und Vorratsschrank! Überlegen Sie, was Sie brauchen, machen Sie eine Einkaufsliste! Prüfen Sie Lockangebote, ob es wirklich die Großpackung sein muss! Vermeiden Sie Impuls- und Aktionskäu-

Verbrauchsfrist Die Verbrauchsfrist ist auf leicht verderblichen Lebensmitteln angebracht. Sie gibt jene Frist an, bis zu dem ein Lebensmittel verbraucht werden soll. Leicht verderbliche Lebensmittel, die mit dem Verbrauchsdatum versehen werden, sind zB rohes Faschiertes, Frischfleisch, frische Fische, rohes Geflügel, Knochen, Rohmilch und Rohrahm. Diese Frist

Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums müssen nicht alle Lebensmittel gleich im Müll landen. Prüfen Sie, ob die Produkte noch genießbar sind. Am besten setzen Sie Ihre Sinne ein: sehen, riechen, schmecken. Foto: fotolia.com


oktober_2012 fe! Gehen Sie nicht hungrig einkaufen! Legen Sie nicht zu große Vorräte an! Achten Sie auf die Lagerungsbedingungen der Lebensmittel! Machen Sie sich mit den Klimazonen Ihres Kühlschrankes vertraut und lagern Sie die Lebensmittel richtig ein! Wärme steigt auf, auch im Kühlschrank ist es oben am wärmsten.

sondern es geht auch um bares Geld. Die Ausgaben für weggeworfene Lebensmittel betragen pro Haushalt und Jahr durchschnittlich rund 300 Euro. Planen und organisieren Sie. Schonen Sie damit Ihr Geldbörsel und unsere Umwelt.

Bäuerinnen Gebiet Korneuburg

Bäuerinnenmesse

Die Bäuerinnen freuen sich auf Ihren Besuch bei einer der geplanten Veranstaltungen! Nähere Informationen unter www.baeuerinnen-noe.at oder www.lk-konsument.at.

Gutes Geld im Eimer Wenn Lebensmittel im Müll landen, ist das nicht nur ethisch zu hinterfragen,

DI Elfriede Schaffer Abt. Bildung, Bäuerinnen, Jugend Tel. 05 0259 26000, elfriede.schaffer@lk-noe.at

Nachhaltiges Frühstück der Bäuerinnen Sonntag, 30. September Pfarre Scheiblingkirchen, 10.00 Uhr Hl. Messe danach Frühstück GH Gaupmann am Ebenwald, 9.00 Uhr Nachhaltiges Frühstück Sonntag, 7. Oktober Stadtpfarre Laa an der Thaya, 10.00 Uhr Hl. Messe, Frühstück Pfarrkirche Alland, 10.00 Uhr Hl. Messe danach Frühstück Stockerau, 9.30 Uhr Hl. Messe danach Frühstück Pfarrzentrum Steinakirchen, 8.30 Uhr Hl. Messe danach Frühstück Samstag, 13. Oktober Schloss Mannersdorf, 8.00 bis 12.00 Uhr Nachhaltiges Frühstück Hauptplatz Hollabrunn, 9.00 bis 11.00 Uhr Nachhaltiges Frühstück Sonntag, 14. Oktober Schmankerlfest auf der Schallaburg, 9.00 bis 18.00 Uhr Kirche Würmla, 9.15 Hl. Messe danach Frühstück Lagerhaustaverne Zwettl, 9.00 Uhr Hl. Messe danach Frühstück

Die ARGE der Bäuerinnen im Gebiet Korneuburg organisierte die bereits 8. Bäuerinnenmesse, heuer in der Pfarrkirche St. Barbara in Obergänserndorf . „Schön, dass du da bist“, mit diesen Worten, begrüßte Ortsbäuerin Christiane Lackermayer die Besucher. Die Bäuerinnen bedankten sich mit der Messe für das abgelaufene Arbeitsjahr.

„Zeit für mich“ – Kraft tanken in Mold

Bereits Mitte September luden die Bäuerinnen des Gebietes Raabs zum Nachhaltigen Frühstück in den Pfarrhof in Oberndorf. Mit gesunden Weckerln und wunderschönen Mehlspeisen verwöhnten sie die vielen Besucher. Gebietsbäuerin Luise Strobl und ihr Team unterhielten sich mit interessierten Konsumenten über die Situation der heimischen Landwirtschaft und freuten sich zu Recht über die gelungene Veranstaltung. Foto: zVg

Drei Tage Auszeit nehmen vom Alltag. Nur für sich da sein. Einen erholsamen Tag im Sole-Felsen-Bad verbringen. Erfahrungen austauschen und neue Kraft schöpfen. Heuer findet das beliebte Seminar „Zeit für mich“ für Bäuerinnen und Frauen aus dem ländlichen Raum zu zwei Terminen jeweils in der Bildungswerkstatt Mold statt: 21. – 23. Jänner 2013 sowie 18. – 20. Februar 2013, Mehr Infos und Anmeldung unter www.lfi-noe.at oder telefonisch 05 0259 29500.

v.l.n.r.. Kammerobmann Lorenz Mayr, Diakon Peter Villis, Gebietsbäuerin-Stv. Anna Haselberger, Vizepräsidentin der NÖ Bäuerinnen Ingrid Stacher, und Pfarrer Msr. Matthias Winna. Foto: zVg

Als (Ehe-)Paar im Betrieb Die Balance zwischen Familie und beruflichem Alltag ist eine ständige Herausforderung für Paare, die im selben Betrieb zusammenarbeiten. Wir möchten bäuerlichen Paaren die Möglichkeit geben, sich an einem Wochenende gezielt mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Neben inhaltlichen Impulsen gibt es genügend Raum für Gespräche zu zweit. Seminar: Als (Ehe-)Paar im landwirtschaftlichen Betrieb – Balance zwischen Familie und beruflichen Alltag Kosten: € 90,00 pro Paar (bereits gefördert), Nächtigung möglich Ort: Bildungswerkstatt Mold Termin: Freitag 18. Jänner (13 Uhr) bis Samstag 19. Jänner 2013 (16 Uhr) Anmeldung: BW Mold unter Tel.: 05 0259 29500

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Die landwirtschaft

landjugend

Rund 20 Kilometer galt es zu bezwingen

Dirndlgwandsonntag

Zu Fuß nach Mariazell

Tag der jungen Tracht in Neunkirchen

Rund 100 Mitglieder der Landjugend NÖ pilgerten heuer am Samstag, dem 15. September vom Gscheid nach Mariazell.

Bei strahlendem Sonnenschein ging der Tag der jungen Tracht am 9. September 2012 am Hauptplatz in Neunkirchen über die Bühne. Volkstanz- und Schuhplattlergruppen standen an diesem Tag im Mittelpunkt und stellten ihr Können unter Beweis.

Die rund 20 Kilometer führten vorbei am herrlichen Hubertussee, durch die Walster und über den gefürchteten Habertheuersattel. Damit sich alle Wallfahrer vor dem anstrengenden Marsch stärken konnten, organisierten die Bäuerinnen von St. Aegyd auch heuer wieder ein herzhaftes und köstliches Frühstück. Pünktlich trafen die Wallfahrer, begleitet von Präsident Hermann Schultes, LKR Josef Eder und der Landjugend-Landesleitung, in Mariazell ein, wo sie vom NÖ Bauernbund in Empfang genommen wurden. Um 18 Uhr gestaltete die Landjugend NÖ, wie jedes Jahr, die Hl. Messe in der Basilika. Heuer unterstützte sie dabei Pater Christoph Mayrhofer aus St. Veit an der Gölsen und der Landjugendchor aus Hafnerberg Nöstach. Nach der Wallfahrerkundgebung der 66. NÖ Bauernbundwallfahrt am Sonntag mit Landeshauptmann Erwin Pröll versorgte der Landjugendbezirk Kirchberg/Pielach die Anwesenden bei einer Agape mit Wein, Most und Brot. Maria Dam, Ref. Landjugend

Hermann Schultes, Präsident der LK NÖ, und Landeskammerrat Josef Eder begleiteten auch heuer wieder die Landjugend auf ihrer Fußwallfahrt nach Mariazell. Foto: Landjugend NÖ

42

Am Dirndlgwandsonntag, dem 9. September 2012 setzte auch die Landjugend im Industrieviertel mit dem „Tag der jungen Tracht“, ein Zeichen für lebendige Tradition im ländlichen Raum. Traditionell begann dieser Tag mit einer Hl. Messe in der Pfarrkirche Neunkirchen. Diese wurde von Pater Bernard Springer feierlich gestaltet und musikalisch vom Landjugendchor Hafnerberg/Nöstach umrahmt. Die beiden Landesbeiräte Bianca Dobler und Michael Raser konnten unter den vielen Besuchern auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Zu Beginn begeisterten die „Huattara Dirndln“ aus Gloggnitz mit ihrem Schuhplattlerauftritt. Auch junge Nachwuchstalente fanden sich an diesem Tag in Neunkirchen ein. Die Kindervolkstanzgruppe aus Schwarzenbach/Gölsen bot den Zusehern vier bestens einstudierte Tänze. Die letzte Gruppe kam aus Bromberg. Diese führten sowohl Volkstänze als auch Schuhplattler auf. „Die Mostkitos“ aus Aspang sorgten für Tanz und Unterhaltung.

Die Volkstanzgruppe Bromberg zog ihre Zuseher mit Volkstänzen und Schuhplattlern in den Bann. Foto: Landjugend NÖ

So richtig austoben konnten sich die kleinen Gäste in der Hüpfburg und beim Kinderprogramm „Landwirtschaft begreifen“. Die Landjugendbezirke des Industrieviertels versorgten die Besucher mit Speis und Trank und boten Moste und Weine aus dem Industrieviertel an. Beim Stand der LFS Warth konnten sich die Besucher bestens über die Schule informieren. Es war ein sehr erfolgreicher Tag der jungen Tracht 2012 in Neunkirchen. Edith Scheikl Ref. Landjugend Tel.: 050 259 2 6306, edith.scheikl@lk-noe.at


oktober_2012

47 Landjugendgruppen setzen gemeinnützige Projekte in der Gemeinde um!

Tatort Jugend – Jugendliche setzen Taten im Ort

Die LJ Hollenstein/Ybbs gestaltete einen Fünf-Elemente-Wandersteig. Dieser bringt die Elemente der Eisenstraße Eisen, Feuer, Wasser, Erde und Holz den Wanderern in Form von spielerischen Stationen näher.

Die LJ Kleinzell bekam die Aufgabe, eine alte Brücke, die über den Schneidergraben führt, abzutragen und zu erneuern. Unter dem Motto „Gemeinsam überbrücken wir das“ meisterte sie ihre Herausforderung.

Die LJ Kilb restaurierte im Kulturhaus Bürgerspital einen alten Gewölbekeller und zwei Lagerräume für die spätere Nutzung als Pfarrkaffee und andere Veranstaltungen, wie etwa Schnapsverkostungen.

Dass ein Tatort nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, sondern auch ein Ort sinnvoller Taten sein kann, hat die Landjugend bewiesen. Der Projektmarathon zeigt auf, welches Potential in unserer Jugend steckt. Da wird gehämmert, gesägt und gewerkelt – 42,195 Stunden am Stück – und das zum Wohle der Allgemeinheit. Nicht weniger als 47 NÖ Landjugendgruppen nahmen heuer am Projektwettbewerb teil. Dieser neue Teilnehmerrekord macht deutlich, dass sich unsere Landjugendlichen gerne gemeinnützig engagieren.

Der Projektmarathon fand dieses Jahr bereits das neunte Mal in Niederösterreich statt. In diesem Zeitraum wurden bisher bereits sage und schreibe 244 gemeinnützige Projekte umgesetzt. Es wurden Spielplätze gestaltet, Bauwerke saniert, Wanderwege angelegt und vieles mehr umgesetzt. Noch beeindruckender als die Vielfältigkeit der Projekte ist die Kreativität, welche die Jugendlichen dabei an den Tag legen. Oft werden Arbeiten über die Anforderungen hinaus erledigt und die Projekte unter ein interessantes Motto gestellt. Die Freiwilligen müssen nicht nur Arbeitseifer und Ausdauer zeigen, sondern sich auch im Organisieren und Koordinieren beweisen. Denn erst zu

Beginn des Marathons, Freitags um 19:00 Uhr, erfahren sie ihre Aufgabenstellung. Das fertige Projekt muss dann knapp zwei Tage später, am Sonntag, der Allgemeinheit präsentiert werden. Dass die Jugendlichen in diesen 42,195 Stunden kaum schlafen, ist nahezu selbstverständlich. Ganz nach dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ zählt auch die Öffentlichkeitsarbeit zur Bewertung des Projektes. Nicht nur in Printmedien wurde bereits ausführlich über die Projekte berichtet, sondern auch auf der Homepage www.tatortjugend.at findet man noch mehr Infos zum Projektmarathon.

Die LJ Bruck/L. hat unter dem Motto: „Anna kam mit ihrer Kuh und setzte sich zur Ruh“ im Naturpark „Wüste“ in Mannersdorf einen Ruheplatz für Wanderer, besonders für „Kleine Wanderer“ errichtet.

Die LJ Euratsfeld errichtete einen Zierbrunnen. Anno dazumal war auf jenem Platz, ein Wasserwidder platziert, der seine Dienste für die erste Euratsfelder Wasserleitung verrichtete. Fotos: zVg

Josef Höblinger, Ref. Landjugend

Erfolgreich bei Pflüger-WM der LJ WM-Gold für österreichischen Pflüger Österreich ist seiner Rolle als Top-Pflügernation bei der Pflüger-WM Mitte September in Kroatien wieder einmal gerecht geworden. Der Oberösterreicher Stefan Esterbauer holte sich beim Beetpflug in der Kategorie Grasland die Goldmedaille. Platz 5 für NÖ Drehpflüger Drehpflüger Matthias Einwögerer aus NÖ erkämpfte sich Platz 5 in der Kategorie Grasland. Eine beachtliche Leistung für den Newcomer, der sich bereits bei seinem ersten Bundespflügen für die WM qualifizierte. 43


Die landwirtschaft

Bildungskalender

www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Bildungskalender

Persönlichkeit & Kreativität Keramikmalen - nach alten überlieferten Motiven 19.10.12; 14:00-18:00 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 25,Anmeldung: 02872/7266 NLP - Practitioner Baustein 9 25.10.12; 09:00-17:00 Ort: Maria Ward Haus, St. Pölten Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 NLP Masterausbildung Modul 2 27.10.12; 09:00-17:00 Ort: Maria Ward Haus, St. Pölten Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 Wecke den Lebenskünstler in Dir - 1. Block! 06.11.12-04.12.12; 18:00-20:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 125,-, EUR 10,- Materialbeitrag Anmeldung: 05 0259 29500 Wege zur mentalen Gesundheit 06.11.12; 16:00-20:00 Ort: BBK Bruck/L.-Schwechat Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02272/61157 ZLG Professionelle Vertretungsarbeit - Ö Bäuerinnen zeigen Profil (ZAM) 29.10.12-30.04.13; 10:00-17:00 Ort: Hotel Wienerwaldhof Rieger, Tullnerbach Kosten: EUR 250,Anmeldung: 05 0259 26100

Gesundheit & Ernährung koch.werkstatt.mold: Weihnachtsbäckereikurs 17.11.12; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold 44

Kosten: EUR 50,- Anmeldung: 05 0259 29510 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Bäuerliche Knödelküche 10.10.12; 13:00-17:00 10.10.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Bruck/Leitha 12.10.12; 19:00-23:00 Ort: BBK Gmünd 18.10.12; 19:00-23:00 ist ein Ersatztermin 19.10.12; 19:00-23:00 Ort: BBK Zwettl 19.10.12; 18:30-22:30 Ort: NÖ LK, St. Pölten 08.11.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Amstetten 08.11.12; 13:00-17:00 08.11.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Mistelbach Kosten: EUR 49,-, inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Gartenfrische Salate 19.10.12; 17:00-21:00 Ort: BBK Wr. Neustadt Kosten: EUR 49,-, inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Herzhafte Pfannengerichte 18.10.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Waidhofen/Ybbs 08.10.12; 17:30-21:30 Ort: BBK Hollabrunn 12.10.12; 17:00-21:00 Ort: BBK Krems 12.10.12; 13:00-17:00 25.10.12; 18:30-22:30 Ort: NÖ LK, St. Pölten 25.10.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Amstetten 09.11.12; 17:00-21:00 Ort: BBK Neunkirchen 14.11.12; 13:00-17:00

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

14.11.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Gänserndorf 16.11.12; 18:00-22:00 Ort: BBK Scheibbs Kosten: EUR 49,-, inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 Petit fours 09.11.12; 13:00-18:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 35,Anmeldung: 02629/2222-0 Richtig heben - besser leben! 09.11.12; 14:00-17:00 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 20,Anmeldung: 07445/204

Kosten: EUR 60,Anmeldung: 02872/7266 Mein Einstieg in die EDV – PC-Start 17.10.12; 18:00-21:40 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 150,Anmeldung: 02629/2222-0 Soziale Netzwerke - Facebook und seine Einsatzmöglichkeiten 09.11.12; 18:00-22:30 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 55,Anmeldung: 02872/7266

Bauen, Energie & Landtechnik

Unterleitner Kochschule „Duftendes Brot und herzhaftes Gebäck“ 13.11.12; 18:00-21:30 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 20,Anmeldung: 07445/204

Ausbildung zum/zur Staplerfahrer/in 15.10.12-17.10.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 210,-, EUR 92,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500

Weiterbildung Kochseminar Brauchtumsgebäck 16.10.12; 09:00-16:45 17.10.12; 09:00-16:45 Ort: BBK Tullnerfeld Kosten: EUR 20,- (inkl. Verpflegung); Anmeldung: 05 0259 26200

Drehen Grundkurs 15.10.12-16.10.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold 17.10.12-18.10.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 200,- , EUR 15,Materialbeitrag, EUR 50,-Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500

EDV & Informationstechnologie

Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Klasse EzB mit Theorieprüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 07.11.12-08.11.12; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 280,- inkl. Lehrunterlagen, EUR 50,- Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 295 10

EDV-Praxiskurs: Workshop Naturfotografie 12.10.12-13.10.12; 12:30-17:00 Ort: NÖ LK, St. Pölten Kosten: EUR 75,Anmeldung: 05 0259 26105 Fotobuch (digital) selbst erstellen 26.10.12; 17:40-22:20 Ort: LFS Ottenschlag


OKTOBER_2012 Ergänzungskurs für die Landwirtschaft - Kombination der Klassen EzBF - Außenkurs der Fahrschule Horn 05.11.12-09.11.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 660,- inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 295 10 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse EzB nur praktische Prüfung - Außenkurs der Fahrschule Horn 12.11.12 oder 13.11.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 237,- inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 295 10 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klasse EzC - Außenkurs der Fahrschule Horn 17.10.12-19.10.12; 09:00-16:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 685,- inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 295 10 Ergänzungskurse für die Landwirtschaft - Klassen C, EzC - Außenkurs der Fahrschule Horn 15.10.12-19.10.12; 09:00-16:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 1335,- inkl. Lehrunterlagen Anmeldung: 05 0259 295 10 MAG-Schweißen (Schutzgasschweißverfahren MetallAktiv-Gas) 07.11.12-08.11.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 100,- , EUR 70,- für LandwirtInnen, EUR 40,- Materialbeitrag Anmeldung: 05 0259 29500 Sachkundig für die ErsteHilfe im Vergiftungsfall (2. Tag der Pflanzenschutz Sachkundekurses) 13.11.12; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 49,- pro Person (davon € 35,00 für das Rote Kreuz), Anmeldung: 05 0259 29500

Traktorführerschein - Klasse F - Kurzkurs für FührerscheinbesitzerInnen B - Außenkurs der Fahrschule Horn 05.11.12-09.11.12; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 440,- inkl. Lehrunterlagen, EUR 177,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 295 10

Dienstleistungen und Einkommenskombination Eisherstellung am Bauernhof, probiotische Milchprodukte und Desserts 18.10.12; 09:00-17:00 Ort: LMTZ Francisco Josephinum, Wieselburg an der Erlauf Kosten: EUR 95,Anmeldung: 07416/52437-800 Frühstücksgenuss für meine Gäste 06.11.12; 09:00-13:00 Ort: BBK Mistelbach Anmeldung: 05 0259 26500 Lebensmittelhygiene Grundschulung 12.11.12; 09:00-13:00 Ort: BBK Tullnerfeld Kosten: EUR 7,- , EUR 9,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 26500 Produkte aus dem Bienenvolk 19.10.12; 09:00-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02629/2222-0 Schnapsbrennkurs 18.10.12; 19:00-22:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02629/2222-0

Pflanzenbau Feldbegehung Erosionsschutz (IP - Anrechnung: 1 h) 12.11.12; 13:30-17:00 Ort: Versuchsfeld Winterbegrünungen, Aschbach Markt

Pflanzenschutz Sachkundekurs 12.11.12-14.11.12; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 75,- , EUR 92,5 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 29500 Weiden 1: Futterhäuschen für Fenster, Haus & Baum 15.11.12; 09:00-17:30 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 50,Anmeldung: 02732/87516

Tierhaltung Ausbildungskurs zum TGDArzneimittelanwender 16.11.12; 09:00-17:00 Ort: GH zur Alm Schrittesser, Kemmelbach Kosten: EUR 30,- , EUR 25,- für jede weitere Person Anmeldung: 05 0259 41100 Ausbildungskurs zum TGDArzneimittelanwender im Rahmen des Geflügelgesundheitsdienstes (QGV) 14.11.12; 09:00-17:00 Ort: NÖ LK, St. Pölten Kosten: EUR 30,-  , EUR 25,für jede weitere Person vom Betrieb Anmeldung: 05 0259 26100 Die richtige Mutterkuh - Was braucht der Markt 13.11.12; 13:30-17:00 Ort: Gasthaus Kerschbaumer, Waidhofen/Ybbs Kosten: EUR 5,Anmeldung: 05 0259 41900 Einstieg in die Schafhaltung (TGD-Anerkennung 2h) 09.11.12; 09:00-17:00 Ort: Gasthaus Kerschbaumer, Waidhofen/Ybbs Kosten: EUR 25,Anmeldung: 05 0259 41900 Exkursion für Schaf- und ZiegenhalterInnen (Baden Württemberg und Schweiz) 25.10.12-28.10.12; 05:00-18:00 Ort: Exkursion Kosten: EUR 460,Anmeldung: 05 0259 46900

Homöopathie für Einsteiger, Grundkurs 1, Teil 1 06.11.12; 09:00-17:00 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 40,Anmeldung: 02872/7266 Homöopathie in der Nutztierhaltung - Grundkurs 1 (TGDAnerkennung 2h) 24.10.12; 09:00-17:00 Ort: Gasthaus Hueber, St. Georgen/Leys Anmeldung: 05 0259 41500 07.11.12; 09:00-17:00 Ort: GH zum Zacky, Fam. Bauer, Großdietmanns Anmeldung: 05 0259 40500 13.11.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Scheibbs Anmeldung: 05 0259 41500 Kosten: EUR 35,Landwirtschaft im Fokus der Bäuerinnen-Zukunft mit Rinderhaltung - die Bäuerinnen als Erfolgsgarant (TGDAnerkennung 0,5 h) 25.10.12; 09:00-13:00 Ort: Berglandhalle des Nö. Genetik Rinderzuchtverbandes Kosten: EUR 10,- pro Person, Kostenbeitrag für Verpflegung; Anmeldung: 05 0259 26000 Mehr Erfolg im Kuhstall 05.11.12; 08:45-17:00 Ort: LFS Edelhof 05.11.12; 08:45-17:00 Ort: Mostviertler Bildungshof Gießhübl 06.11.12; 08:45-17:00 Ort: LFS Pyhra 06.11.12; 08:45-17:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 8,-, EUR 10,pro Betrieb Pferdemeisterkurs 05.11.12; Ort: LFS Edelhof Anmeldung: 02822/52402 Sensorische Bewertung von Silagen und Heu 07.11.12; 09:00-13:00 Ort: LFS Warth; Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02629/2222-0

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Die landwirtschaft

Umwelt & Biolandbau Kleine botanische Experimente für NaturvermittlerInnen 14.11.12; 09:00-17:00 Ort: NÖ LK, St. Pölten Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26100 Kostengünstige Umbaulösungen für Bio-Milchviehställe 12.11.12; 09:00-17:00 Ort: LFS Hohenlehen Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 23200 Landformen -Thermenlinie (Helenental - Baden - Wiener Becken) 19.10.12; 09:00-17:00 Ort: Helenental Kosten: EUR 29,Anmeldung: 05 0259 26100 Weideregelung am Biobetrieb: Tipps zum Einstieg und Exkursion 09.10.12; 08:30-12:00 09.10.12; 13:30-17:00 Ort: Waldviertel Kosten: EUR 5,Anmeldung: 05 0259 23200 Wilde Kräuter -duftende Harze 06.11.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Gmünd Kosten: EUR 59,Anmeldung: 05 0259 26100 Wilde Kräuter meine Gesichtscreme 13.11.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Tullnerfeld Kosten: EUR 65,Anmeldung: 05 0259 26100 Ziele des Naturschutzes im Europaschutzgebiet „Westliches Weinviertel“ (Naturschutzplan-Weiterbildung) 07.11.12; 13:00-17:00 Ort: Gasthof Pelzer-Altinger, Sitzendorf an der Schmida Anmeldung: 05 0259 26102

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bildungskalender

Unternehmensführung Außenwirtschaft effizient gestalten 09.11.12; 09:00-12:30 Ort: BBK Gmünd Anmeldung: 05 0259 40500 14.11.12; 09:00-12:30 Ort: BBK Waidhofen/Ybbs Anmeldung: 05 0259 41900 Kosten: EUR 30,- inkl. Auswer tungsseminar Einstieg ins Gewerbe 14.11.12; 09:00-13:00 Ort: NÖ LK, St. Pölten Kosten: EUR 10,Anmeldung: 05 0259 26100 Erfolgreicher Einstieg in die Buchhaltung 14.11.12; 09:00-12:30 Ort: BBK St. Pölten Kosten: EUR 120,Anmeldung: 05 0259 41600 Freiwillige Verrechnung der Umsatzsteuer (Optierung) 10.10.12; 09:00-16:00 Ort: BBK Melk Anmeldung: 05 0259 41100 23.10.12; 09:00-16:00 Ort: BBK Scheibbs Anmeldung: 05 0259 41500 31.10.12; 09:00-16:00 Ort: BBK St. Pölten Anmeldung: 05 0259 41600 08.11.12; 09:00-16:00 Ort: BBK Amstetten Anmeldung: 05 0259 40100 14.11.12; 09:00-16:00 Ort: BBK Gmünd Anmeldung: 05 0259 40500 Kosten: EUR 30,Hofübergabe leicht gemacht 31.10.12; 09:00-16:00 Ort: Gasthaus Kerschbaumer, Waidhofen/Ybbs Kosten: EUR 25,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 41900 Ideen erFAHREN - Erneuerbare Energie 1. Termin 18.10.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Baden und Mödling Kosten: EUR 30,- pro Person für drei Exkursionstage; Anmeldung: 05 0259 40200

Ideen erFAHREN - Hofübergabe gelungen 1. Termin 07.11.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Wr. Neustadt Kosten: EUR 30,- für alle 3 Exkursionstage Anmeldung: 05 0259 42000

Waldbauliche Behandlung von Elsbeere und Speierling 09.11.12; 08:30-16:00 Ort: GH Schurlwirt - Gemeinde Pillichsdorf Kosten: TN-Beitrag noch offen Anmeldung: 05 0259 24000

Ideen erFAHREN - Holz als Baustoff in der Landwirtschaft 1. Termin 11.10.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Neunkirchen Anmeldung: 05 0259 41400 18.10.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Zwettl Anmeldung: 05 0259 42100 Kosten: EUR 30,-, für alle 3 Exkursionstage

Waldbewirtschaftung für NeueinsteigerInnen Teil II 12.11.12-16.11.12; 09:00-17:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 100,Anmeldung: 05 0259 24000

Ideen erFAHREN - Holz als Brennstoff 1. Termin 08.11.12; 09:00-17:00 Ort: BBK Lilienfeld Kosten: EUR 30,-, für alle 3 Exkursionstage Anmeldung: 05 0259 41000 Seminar Mein Betriebskonzept 31.10.12; 09:00-16:00 Ort: BBK Scheibbs Kosten: EUR 25,- , EUR 10,- für jede weitere Person eines Betriebes Anmeldung: 05 0259 41500 Was sagt mir mein Jahresabschluss? 16.11.12; 09:00-13:00 Ort: BBK St. Pölten Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 41600

Forst- und Holzwirtschaft Holzrückung mit dem Pferd 19.10.12; Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 95,Anmeldung: 02822/52402 Motorsägenkurs - praktische Übungen am Spannungssimulator 07.11.12; 09:00-14:00 Ort: Hohenberg Kosten: EUR 20,Anmeldung: 05 0259 41000

Waldpädagogik Modul C 23.10.12-24.10.12; 08:00-17:00 Ort: NÖ LK, St. Pölten Kosten: EUR 150,Anmeldung: 0676/9180942

Berufsausbildung in der Landund Forstwirtschaft Bauern- u. Bäuerinnenschule 12.11.12; 18:00 Ort: LFS Hollabrunn Anmeldung: 02952/2133 Veranstaltungen

Veranstaltungen 20 Jahre LFS Schloss Ottenschlag 09.11.12;   Ort: LFS Ottenschlag Anmeldung: 02872/7266 Infoabend Meisterkurs 07.11.12; 19:00 Ort: LFS Krems Anmeldung: 02732/87516 Tag d. offenen Tür 19.10.12; 13:00  Ort: LFS Sooß Anmeldung: 02754/6154 08.11.12; 14:00 Ort: LFS Ottenschlag Anmeldung: 02872/7266 Weintaufe WM 22 in Grafenwörth 06.11.12; 19:00 Ort: LFS Krems Anmeldung: 02732/87516


oktober_2012

Buchtipps Tupfer, Doktoren & Prozesse

AMA-Gewinnspiel

„Medizinskandale“ und was dahintersteckt Jenseits aller medialen Skandalisierungen und Schuldzuweisungen bei sogenannten Medizinskandalen stellt sich immer auch die Frage, warum und wie Behandlungsfehler überhaupt entstehen und welche Mechanismen im Behandlungsablauf zu mitunter katastrophalen Ergebnissen führen. Der Chirurg Friedrich Anton Weiser, jahrelang Vorstand einer operativen Abteilung in einem Wiener Krankenhaus, versucht in diesem Buch Antworten zu geben. Anhand von zehn ausgesuchten und teilweise auch sehr bekannten Fällen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, können aus der ärztlichen Rückschau typische Fehler ausgemacht werden, die letztlich immer wieder zeigen, warum man vorhandene Kontrollen unterläuft und warum und wo diese mitunter auch fehlten. Jeder Fall ist zudem mit einem Kommentar des Wiener Patientenanwaltes Dr. Konrad Brustbauer sowie der Wiener Rechtsanwältin Dr. Maria-Luise Plank versehen, der die Auswirkungen auf die Patienten in den Mittelpunkt stellt. Welche Lehren sind daraus letztlich zu ziehen? Ein neuer und viel versprechender Ansatz ist das CIRSmedical Fehlerberichts- und Lernsystem, dessen Idee und praktische Anwendung vorgestellt werden. Schwachstellen werden so nicht verschleiert, sondern offengelegt, um sie konsequent abstellen zu können. Erschienen im Verlagshaus der Ärzte unter ISBN 978-3-902552-98-3 um 19,90 Euro.

Was steht auf dem Ei? – Ei-Ballonfahrt gewonnen

Wo die Toten zu Hause sind Die biblisch-christliche Botschaft vom Leben nach dem Tod den Kindern erzählt. – Für Kinder ab 6 Das Buch geht von der Tierliebe der Kinder und von ihrem Bedürfnis nach Geborgenheit aus. Alle Tiere und Menschen haben ein Zuhause, was aber, wenn sie der Tod aus ihrer Welt herausreißt? Die Menschen sind dann bei Gott zu Hause und die Autorin lässt die Kinder in den Himmel hinein blicken. In erzählerischer Weise werden die Hinweise und Bilder, die Jesus vom Leben nach dem Tod gegeben hat, dargestellt: das Haus mit den vielen Wohnungen, Jesus, der Mühselige und Beladene erleichtert, Freude und Musik, bis zum großen Festmahl. Im Anhang gibt die Autorin kurze prägnante Impulse, wie Vater oder Mutter, Kindergärtner oder Lehrer mit Kindern über den Tod reden können und sie in ihrer Trauer nach einem Todesfall begleiten können. Erschienen im Tyrolia-Verlag unter ISBN 978-3-7022-2512-4 um 13,90 Euro.

Wir gratulieren den Gewinnern unserer Gewinnspiele

Mit der richtigen Antwort auf die Frage „Was steht auf dem Ei?“ gewann Manuela Hobegger aus Kottes, im Waldviertel eine EiHeißluftballonfahrt. Alljährlich informieren die NÖ Bäuerinnen auf der Wieselburger Messe unter dem Motto „So erkennen Sie Lebensmittel aus Österreich“. In Zusammenarbeit mit dem Geflügelwirtschaftsverband NÖ legten sie heuer den Schwerpunkt auf das Erkennen von Eiern österreichischer Herkunft.

Obmann Franz Schrall (ZAG), GF Oliver Bernhauser (Geflügelwirtschaftsverband NÖ), die glückliche Gewinnerin Manuela Hobegger, Gebietsbäuerin Beatrix Meneder, Landesbäuerin-Stv. Kammerobfrau Ida Steininger. Foto: Monika Pfabigan

Bildungswerkstatt Mold

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ

Kochbuch „Obst für alle Fälle“, AMA Elfriede Rudolf, Pernegg Waltraud Marik Sitzenberg-Reidling Maria Toifl Naglern Sylvia Prossenitsch, Zwerndorf Wolfgang Rauscher, Dobermannsdorf

Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern

Eintrittskarten Schallaburg Veronika Breitner, Pressbaum Anita Burger, Kirchberg a. Wagram Ingrid Schimpf, Falkenstein

Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

r‘ fah n! a D hi ich

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Die landwirtschaft

nö aktuell

Verdienste um das Land NÖ und die Republik

Ehrungen an verdiente Agrarier

Landeshauptmann Erwin Pröll verlieh hohe Auszeichnungen.

Ehrung für die ehemalige Vizepräsidentin der LK NÖ Lieselotte Wolf. Foto:

ÖkR Josef Hieger, LKR, Obm. NÖ Ferkelproduzenten und Schweinemäster, Stattersdorf ÖkR Lieselotte Wolf, ehem. Vizepräs. der LK NÖ, Pressbaum Elisabeth Chat, Landwirtin und Pferdezüchterin, Wienerwald Anton Hieger, Obmann BBK St. Pölten, St. Georgen Franz Kölbel, Land- und Forstwirt, Krumbach Hermann Ploner, GF der Waldviertler Delikatessen,Lichtenau Anton Wieser, Land- und Forstwirt, Kirchschlag Johann Pichler, Land- und Forstwirt, Rappottenstein Johann Schramm, Landwirt und Weinhauer, Großengersdorf

Neue Ökonomieräte in NÖ

AGRANA spendet ein Lächeln durch die CliniClowns Den 8.500 Besuchern bot die BETAEXPO und der „Tag der offenen Tür“ im AGRANA Werk Tulln vergangenen Sonntag, 23. September 2012 ein interessantes und informatives Programm. „Mit einem Lächeln für einen guten Zweck laufen“ war das Motto des ersten BETAEXPO Charity Run. 80 glückliche Läufer und Walker, legten mit 546 Kilometer und 455 Runden den Grundstein für den Spendenscheck an die CliniClowns, welcher im Rahmen der BETAEXPO und dem „Tag der offenen Tür“ des AGRANA Werk Tulln um 16.00 Uhr übergeben wurde. Mit einer Spendensumme von Euro 5.000 kann das Lächeln der Patienten des Landesklinikums St. Pölten durch die CliniClowns künftig finanziert werden. Neben dem Schaufeld der AGRANA-Kulturen boten sich den Besuchern zahlreiche interessante Maschinen und Technikvorführungen, sowie ein unterhaltsames Rahmenprogramm mit Schuhplattlern, Livemusik, Kinderliedermacher Bernhard Fibich, Maislabyrinth, Mikrotheater, Werksführungen durch die Zuckerfabrik und vieles mehr. Impressionen sind unter www.betaexpo. at abrufbar. Anzeige

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Bundesminister Niki Berlakovich (mitte) überreichte die Dekrete an die neuen Ökonomieräte Josef Hirschböck, Alfred Sturm, Karl Pabisch, Hermann Dam, Josef Grießer, Manfred Marihart. LK NÖ Vizepräsident Josef Pleil (links), Kammerdirektor Franz Raab (2.v.l.) und LK NÖ Präsident Hermann Schultes (5.v.r.) gratulierten den Geehrten und deren Gattinnen.

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MIDAS neu in Backqualitätsgruppe 7 MIDAS ist durch die Umstufung durch das Institut für Nachhaltige Pflanzenproduktion in Backqualitätsgruppe 7 nun auch offiziell die ertragreichste Premiumweizensorte in Österreich. MIDAS beweist höchste Flexibilität bei der Standortwahl und dem Anbautermin. Der Einzelährentyp realisiert Höchsterträge aus meist nur mittleren Bestandesdichten und überdurchschnittlicher Bekörnung und Einzelkorngewicht. Seit dem Prüfungsbeginn 2006 dominiert MIDAS die offiziellen Wertprüfungsversuche der AGES, auch 2012 war MIDAS auf allen Standorten trotz teilweise schwierigster Witterungsbedingungen voran. Durchwegs gute Krankheitsresistenzen, vor allem gegenüber Fusarium- und Mehltauinfektionen, sowie eine mittelfrühe Reife runden den positiven agronomischen Gesamteindruck ab. Qualitativ besticht MIDAS durch exzellente Hektoliterwerte und stabile, hohe Fallzahlen. Bei Höchsterträgen verdünnt sich natürlich die Proteinmenge. Im Vergleich zu den Hauptsorten ASTARDO und CAPO sollte die Stickstoffspätgabe grundsätzlich um 15 bis 20 kg/ha Rein-N höher bemessen werden. Anzeige WÖLFLEDER STALLTECHNIK Rinderaufstallungen, Türen, Tore, 0676/845859224

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Die landwirtschaft Sprechtage der SVB Amstetten

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Steuersprechtage

Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK‘n. In der LK NÖ in St. Pölten finden diese jeden Dienstag Vormittag statt. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel. 05 0259 27000 zu vereinbaren.

jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

Gmünd

Amstetten

4.10., 18.10., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

5.10., 9-12 und 13-14 Uhr

Hollabrunn

Baden

Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 17.10. Zwettl: 24.10.

8.10., 22.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

15.10., 13-15 Uhr

Horn

Bruck/Leitha

3.10., 10.10., 17.10., 24.10., 31.10. 8-12 und 13-15 Uhr

15.10., 9-11 Uhr

Korneuburg

4.10., 9-12 und 13-14 Uhr

2.10., 16.10., 30.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Gmünd

Krems

11.10., 13-15 Uhr

2.10., 16.10., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Hollabrunn

Lilienfeld

19.10., 9-12 u.13-14 Uhr

3.10., 17.10., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Horn

Melk

3.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

4.10., 11.10., 18.10. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Korneuburg

Mistelbach

Krems

3.10., 17.10., 31.10. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 1.10., 15.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L. 8.10., 29.10. 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 4.10., 11.10., 18.10. 8-12 und 13-15 Uhr

3.10., 10.10., 17.10., 31.10. 8-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen 9.10., 23.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Scheibbs 1.10., 8.10., 15.10., 22.10., 29.10. 8.30-12 und 13-15 Uhr

St. Pölten jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

Tulln 9.10., 23.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 1.10., 8.10., 15.10., 22.10., 29.10. 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 10.10., 24.10., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt 11.10., 25.10., 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl 2.10., 9.10., 16.10., 23.10., 30.10. 8.30-12 und 13-15 Uhr Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Verlagsort: 3100 St. Pölten Zulassungsnummer: 11Z039072M Herstellungsort: Wien Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien

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Gänserndorf

8.10., 8-12 Uhr 25.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

Lilienfeld 24.10., 13-15 Uhr

Melk 11.10., 9-12 Uhr

Mistelbach 25.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

Neunkirchen

5.10. 12.10. 15.10. 19.10. 29.10.

Märkte in Niederösterreich

Kälberversteigerungen Bergland: 4.10., 18.10. Warth: 8.10., 29.10. Zwettl: 9.10., 30.10.

Steuertermine 15. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum August – Finanzamt Lohnsteuer für den Monat September – Finanzamt 4,5%iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat September – Finanzamt Kommunalsteuer für den Monat September Gemeinde(n)

22.10., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 24.10., 9-11 Uhr

Tullnerfeld 11.10., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 11.10., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt 1.10., 5.11. 9-12 und 13-15 Uhr

Zwettl 18.10., 9-12 u. 13-15 Uhr

Chefredakteurin: DI Ulrike Raser Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Bernadette Lintner E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37.

Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung müssen wir leider ausschließen.

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Langenlois: Tag der offenen Tür Die Gartenbauschule Langenlois öffnet Schule, Internat und Lehrgärtnerei am Samsatg, dem 6. Oktober von 9 - 17 Uhr für alle an den Berufen GärtnerIn, FloristIn und LandschaftsgärtnerIn Interessierte. Käse-Genuss in Wilhelmsburg Am 6. und 7. Oktober können Sie bei einem 2-tägigen Erlebnis- und Genussprogramm die Genussregion Traisentaler Hofkas erleben. Mehr Informationen auf www.groe-bewegt.at Ablasser Mostherbst Sonntag 14. Oktober, 21. Oktober und Freitag 26. Oktober. Familie Zettl in Göstling lädt zum gemütlichen Nachmittag mit musikalischer Umrahmung. „NÖ Tage der Offenen Ateliers“: Über 1000 bildende KünstlerInnen und KunsthandwerkerInnen werden am 13. und 14. Ok­tober 2012 bei den NÖ Tagen der Offenen Ateliers ihre Ateliers, Galerien, Studios und Werkstätten öffnen. Ein Wochenende lang stehen ihre Arbeitsstätten dem interessierten Publikum offen. www.kulturvernetzung.at Tag des Kachelofens Am 19. und 20. Oktober hat ganz Österreich die Chance, sich diesen Wohlfühlspender – der zudem Heizkosten spart – einmal näher anzusehen. Am „Tag des Kachelofens“ laden über 150 Hafner zum kostenlosen Knister-Schnuppern ein. Näher Infos unter www.unserkachelofen.at


Oktober_2012

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Die landwirtschaft

leben

Einen Ausflug wert...

Mit dem Windmüller ganz nach oben

Bei einem Aufstieg auf das Windrad in Bruck/Leitha erfährt man viel Wissenswertes und wird mit einem tollen Ausblick belohnt. Wir haben Windmüller Hannes Raser bei einer Führung begleitet. Nach 279 Stufen, die enge Wendeltreppe hinauf, ist es endlich geschafft. Der Aufstieg im Inneren des Windrades führt zu einer Aussichtsplattform in 60 Metern Höhe. Der Ausblick ist unbeschreiblich. Die vorbeiziehenden Rotorblätter lassen die Kräfte der Natur erahnen. Man kann zusehen, wie der Wind durch Drehbewegung in Energie umgesetzt wird. Bei Schönwetter eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick über das Wiener Becken und die Pannonische Tiefebene. Das Windrad selbst bewegt sich leicht im Wind. „Bis zu einer Windstärke von 50 Stundenkilometer darf man hier heraufgehen“, erklärt Windmüller Hannes Raser, der mit den Besuchern nach oben geht und dabei viel Wissenswertes erzählt. „Darüber ist es zu gefährlich.“

Internationales Interesse In ganz Österreich gibt es nur zwei Windräder mit einer Aussichtskanzel. Beide stehen in Niederösterreich, eines im

Windpark Bruck/Leitha, das andere in Lichtenegg. Viele interessierte Besucher – auch aus dem Ausland – hat er schon hinaufgebracht. „Meine weitest angereisten Gäste kamen aus Tokio, und zwar vom japanischen Energiekonzern“, erzählt er nicht ganz ohne Stolz. Seine ältesten Gäste waren ein Ehepaar mit 85 Jahren. „Wir sind halt langsam gegangen“, erzählt er mit einem freundlichen Lächeln.

Verantwortlich, dass sie sich drehen Hannes Raser ist Biobauer und einer von zwei Windmüllern, die darauf achten, dass sich die Windräder auch immer drehen. Wenn eine Anlage still steht, wird er automatisch per SMS verständigt. Er macht dann einen Kontrollgang. „Kleinere Störungen behebe ich selbst, bei größeren Problemen kommt der Wartungsdienst.“ Hannes Raser ist von Nutzen und Sinnhaftigkeit erneuerbarer Energie absolut überzeugt – das spürt man richtig bei seinen lebendigen Erzählungen und Ausführungen. Vor über zehn Jahren wurde der erste Windpark in der Region errichtet. Heute umfassen die Windparks Bruck, Hollern und Petronell 25 Windkraftanlagen, die sauberen Strom für 29.000 Haushalte liefern.

In 60 Meter Höhe befindet sich die rundum verglaste Aussichtsplattform des Energieparks Bruck/Leitha. Fotos: LK NÖ/Raser

Ulrike Raser

Windparkführungen Die Führungen werden in Kooperation zwischen Energiepark Bruck/Leitha und dem Verbund durchgeführt. Eine Führung plus Aufstieg für maximal 10 Personen kostet 108 Euro. Nähere Informationen unter www.energiepark.at

In luftiger Höhe erklärt Windmüller Hannes Raser die technischen Details der Windräder, während sich den Gästen ein tolles Panorama bietet.

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Die Landwirtschaft - Oktober 2012  

Zeitung der LK NÖ.

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