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Bauernjause: Jetzt anmelden

GIS für den Wald SEITE IV

Forstkarten erstellen

SEITE V

Ö S T E R R E I C H

FACHINFORMATION DER LANDWIRTSCHAF TSKAMMERN

FEBRUAR 2014

GAP-Reform und Agrar-Zukunft waren Schwerpunkte des agrarpolitischen Jahresauftakts in Deutschland und Österreich. AGRARPOLITISCHER AUFTAKT IN DEUTSCHLAND UND ÖSTERREICH

JOSEF SIFFERT, LK ÖSTERREICH

Sowohl die „Grüne Woche“, die weltgrößte ErnährungsFachmesse in Berlin, als auch die Wintertagung des Ökosozialen Forums, die diesmal unter dem Motto „Österreich is(s)t besser. Wer garantiert, dass es so bleibt?“ gestanden ist, waren Plattform für programmatische Aussagen europäischer und heimischer Agrarpolitiker und -fachleute. So hob Dacian Ciolos, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, in seiner Rede zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin hervor, dass die abgeschlossene Agrarreform eine „Wahl widerspiegelt, die schon getroffen war, nämlich Landwirte zu er-

Das Potenzial in der Produktion nutzen mutigen, das zu produzieren, was die Verbraucher möchten und nicht das, was öffentliche Behörden entscheiden. Zugleich wollten wir Landwirte ermutigen, nicht nur die Wünsche der Verbraucher in den Mittelpunkt zu stellen, nämlich gesunde, sichere, qualitativ hochwertige und bezahlbare Produkte, sondern auch die Wünsche der Bürger, die sich um die Umwelt und die Zu-

Regional statt anonym Trotz guter Nachfrage nach Lebensmitteln steigt der Druck auf Verarbeiter und Bauern, da ein hoch konzentrierter Lebensmittelhandel vermehrt auf Eigenmarken, speziell im Billigsegment, setzt. Wir beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge, weil dadurch nicht nur ein gewaltiger Kostendruck auf die Verarbeitungswirtschaft, sondern vor allem auf die Bauern ausgelöst wird. Außerdem öffnen

kunft sorgen.“ Ciolos nannte in diesem Zusammenhang die „Greening“-Maßnahmen der neuen GAP. Der EU-Kommissar blickte auch in die Zukunft, wenn er betonte: „Um unsere Landwirtschaft weiter zu modernisieren und gleichzeitig wirtschaftlichen Herausforderungen und unseren Nachhaltigkeits-Ansprüchen gerecht

GERHARD WLODKOWSKI LK ÖSTERREICH

Handelsmarken gerade im Discountbereich anonymen Rohstoff-Herkünften Tür und Tor. Alle Umfragen bestätigen, dass die Konsumenten auf regionale Herkunft und auf nachvollziehbare Qualität ein enorm starkes Augenmerk legen. Nicht zuletzt erklärt sich daraus auch der hohe Bekanntheitsgrad des AMA-Gütesiegels.

zu werden, müssen wir zwei Aspekte stärker betonen: Innovation und Jugend. Oder besser: Innovation der Landwirtschaft durch die Erneuerung des landwirtschaftlichen Sektors. Junge Landwirte bringen natürlich innovative und progressive Ideen mit. Doch derzeit sind lediglich 6 % der Landwirte in der EU jünger als 35 Jahre. Deshalb wird die neue GAP die Innovation, die

Österreich muss daher im neuen Programm „Ländliche Entwicklung“ diesen Trends aktiv entgegenwirken und durch Diversifikation und Innovation die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe steigern. Daher begrüßen wir sehr, dass die Regierung die volle Kofinanzierung solcher Programme gewährleistet.

kommentar


Bauernjournal agrarpolitik

II

F e b r ua r 2014

angewandte Forschung und einen Generationenwechsel fördern.“ Er habe deshalb vorgeschlagen, die „Absatzförderung von landwirtschaftlichen Produkten aus Europa zu stärken, sowohl innerhalb der EU als auch auf den internationalen Märkten“. Ciolos wolle deshalb „das Budget für die Absatzförderung bis 2020 verdreifachen“. Gleichzeitig wolle er nicht mehr mit Exportförderungen „die Möglichkeiten anderer Länder beschneiden, ihre eigene Landwirtschaft aufzubauen“. Deshalb fallen Ausfuhrerstattungen als Instrument zur systematischen Unterstützung eines Wirtschaftssektors weg. Und er kündigte an, „im Rahmen der Partnerschaftsabkommen mit afrikanischen Ländern noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich bin bereit, ein für alle Mal auf die Erstattung für Ausfuhren in diese Entwicklungsländer vollständig zu verzichten, selbst in Krisenzeiten, wenn dieses Instrument noch angewendet werden könnte.“ Gast bei der Wintertagung war

enormes medieninteresse: Die Grüne Woche bildet den Rahmen für den alljährlichen agrarpolitischen Jahresauftakt in Westeuropa. Foto: Grüne Woche

der DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer, der in der agrarischen Produktion auch in Europa eine globale Aufgabe sieht. Bartmer, er ist Landwirt in Löbnitz a. d. Bode (Sachsen-Anhalt; Deutschland), sieht im Welthandel mit Agrargütern nicht die Ursache von Hunger und mangelnder Verteilungsgerechtigkeit, sondern einen Teil der Lösung. Er stellt klar, dass Autarkie oder regionale Wirtschafts- und

Stoffkreisläufe keine Antwort für eine Weltbevölkerung von 7 Mrd. Menschen, erst recht nicht für 9 bis 10 Mrd. Menschen in etwas mehr als 30 Jahren sein können. Bartmer: „Mit Weltagrarmärkten verbinden sich für die Landwirtschaft große Chancen, aber auch Verantwortung, weil es um Lebensmittel geht. Das bedeutet auch für Gunststandorte die ethische Verantwortung, ihre Potenziale zu nut-

zen, denn bevor ein Gut gehandelt werden kann, muss es zunächst produziert werden.“ Und drastisch spitzt er zu: „Den Fortschritt in der agrarischen Produktion nicht zu nutzen, kann angesichts der Welternährungssituation auch schuldig machen.“ Als Untermauerung für diese Aussage informiert Bartmer die Wintertagungs-Teilnehmer über die Tatsache, dass das Bevölkerungswachstum und die Änderung der Ernährungsgewohnheiten in den kommenden 40 Jahren eine Verdoppelung der heutigen Agrarproduktion allein am Lebensmittelsektor mit sich bringen würden. Das von Ciolos als Fortschritt gelobte „Greening“ der EU-Agrarpolitik sieht Bartmer hingegen kritisch: Die EU sei heute schon der weltweit größte Agrarimporteur. Weltweit seien 30 Millionen Hektar Ackerfläche notwendig, um jene Produkte zu erzeugen, die nach Europa exportiert würden. Bartmer: „Und das Greening wird diesen Effekt weiter verstärken.“

Präsident der LK Niederöstereich

Hermann Schultes als neuer Präsident der LK Österreich nominiert Da sich Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, aus der aktiven Politik zurückzieht (er feierte vergangenen Sommer seinen 65. Geburtstag), werden die LK-Präsidenten aller Bundesländer Ende Februar seinen Nachfolger wählen. Nominiert dafür wurde der Präsident der LK Niederösterreich, Ing. Hermann Schultes. Schultes ist seit dem Jahr 2000 Abgeordneter zum Nationalrat, seit 2005 Präsident der LK Niederösterreich und seit 2007 Vizepräsident der LK Österreich. Er ist Bauer in Zwerndorf (Marchfeld, Niederösterreich) und bewirtschaftet dort einen Ackerbaubetrieb mit den Schwerpunkten Zuckerrübe, Getreide und Sonnenblumen. Schultes, der auf bäuerlicher Seite maßgeblich an den Regierungsverhandlungen beteiligt

war, hat in der jüngsten Ausgabe der „Landwirtschaft“, der LK-Zeitung in Niederösterreich, im Leitartikel drei Schwerpunkte niedergeschrieben, die für die Arbeit als bäuerlicher Interessenvertreter ProgrammCharakter haben. Schultes wörtlich: „Unser Geld werden wir dauerhaft am sichersten über den Verkauf unserer Produkte und Leistungen vom Markt bekommen. Wir müssen also

wettbewerbsfähig sein und dürfen nicht aufhören, besser zu werden, zu lernen, zu investieren, die Kunden besser zu verstehen. Wir erschließen auch die Märkte in der Region zur Sicherung unserer eigenständigen Eiweiß- und Energieversorgung.“ Und weiter: „Unser Land wollen wir flächendeckend bewirtschaften und den Lebensraum mit seinen vielfältigen Funktionen sichern. Dafür

brauchen wir die österreichischen Schwerpunkte; Verträge, die unsere Leistungen für die Umwelt, die Bewirtschaftung benachteiligter Gebiete honorieren und neben den Markteinkünften durch verlässliche Zahlungen absichern.“ Schließlich formuliert Schultes: „Unsere ökosoziale Grundeinstellung baut auf breites Eigentum, verantwortliches Wirtschaften und Vorsorge für die nächste Generation. Wir stehen also für eine bäuerliche Landwirtschaft. Das verlangt beste Ausbildungsmöglichkeiten für alle, Selbstverwaltung in unseren Organisationen, Genossenschaften und Erzeugergemeinschaften sowie geeignete Voraussetzungen für Nebenerwerbsbetriebe oder kleinere Produzenten im Zugang zu Beratung, Produktionsmitteln und zum Markt.“


Bauernjournal österreichische hagelversicherung F e b r u a r 2 01 4

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nähere infos bei den LandesLeitern: Burgenland dipl.-ing. Günther Kurz Mobil: 0664/2818375 Kärnten dipl.-ing. hubert Gernig Mobil: 0664/2818376 DürreschäDen an Mais: Die Trockenheit verursachte erhebliche Schäden bis hin zu Totalausfällen.

hagelschäDen an Wein: Die Hagelunwetter führten zum Teil zu schweren Abschlägen. Foto: ÖHV

österreIchIsche hagelversIcherung

Jahr der Wetterextreme Die Wetterbilanz des vergangenen Jahres zeigt deutlich, wie betroffen der Agrarsektor von den zunehmenden Wetter­ extremereignissen, bedingt durch den Klimawandel, ist. Frühzeitiger Hagel, Hochwasser, Hitze und Dürre machten der Landwirtschaft schwer zu schaffen. Das verdeutlicht auch die Bilanz der Österreichischen Hagelversicherung: 11.541 Dürre- und Hochwasserschadensmeldungen bedeuten eine Zunahme von 50 Prozent, verglichen mit dem Durchschnitt der letzten 15 Jahre. „Im vergangenen Jahr entstand in der Landwirtschaft ein Gesamtschaden von 240 Millionen Euro, insbesondere durch Dürre, Hochwasser und Hagel. 150.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche waren betroffen“, so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. „Aufgrund des Klimawandels wird

künftig mit einer weiteren Zunahme von Schäden im Landwirtschaftssektor gerechnet“, so Weinberger weiter. Dies bestätigt auch Dr. Reinhard Mechler vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und Mitglied des Weltklimarates: „Der neueste Weltklimabericht bestätigt eine Zunahme der Wetterextreme wie Hitzewellen und Starkniederschläge in Intensität und Häufigkeit.“

Wetterextreme 2013 auf einen Blick n Mit ersten Hagelschäden am 4. und 5. Mai startete die Hagelsaison ungewöhnlich früh. Es folgten weitere schwere Hagelschäden im Mai und in den Monaten Juni und August. n  Der Monat Mai endete im Westen mit starkem Dauerregen. Verbreitet fielen vor allem in Tirol, Salzburg und Oberösterreich über 200 mm in nur vier Tagen. Ein Jahrhunderthochwasser war die Folge. n  Im Juli führte die Trockenheit samt Rekordhitze zu enormen Schäden. Es war der sonnigste, trockenste und

zweitwärmste Juli seit Beginn der Messgeschichte. Der Allzeit-Hitzerekord wurde am 8. August 2013 in Bad DeutschAltenburg mit 40,5 °C gebrochen. Mit zehn Tropentagen, also Tage mit mehr als 35 °C, in Wien-Innere Stadt gab es einen weiteren Rekordwert. n  Auf frühen Schneefall Anfang Oktober folgten erneut warme Temperaturen Ende des Monats. n  Fazit: 2013 war das elftwärmste Jahr in der 246-jährigen Messgeschichte. Damit setzt sich der Trend zu überdurchschnittlich warmen Jahren als Folge des Klimawandels fort.

Dürre und Niederschlags­ defizite Generell wird es im Sommer trockener und heißer. Speziell die sich ständig verändernde Wettersituation erfordert auch eine laufende Weiterentwicklung der Versicherungsprodukte. Ab 2014 bietet die Österreichische Hagelversicherung eine neue Dürreversicherung mit höheren Ertragsgrenzen und höheren Entschädigungssätzen an.

Diese Seite entstand in Kooperation mit der Österreichischen Hagelversicherung

NÖ-West ing. Michael Gindl Mobil: 0664/2818296 NÖ-Ost ing. Josef Kaltenböck Mobil: 0664/8272053 Oberösterreich ing. Wolfgang Winkler Mobil: 0664/4118475 Salzburg ing. Christian hallinger Mobil: 0664/2843645

Steiermark ing. Josef Kurz Mobil: 0664/8272056 Tirol ing. norbert Jordan Mobil: 0664/2818374 Vorarlberg dipl.-ing. richard simma Mobil: 0664/ 6025919770 Wien dipl.-ing. barbara Jaunecker Mobil: 0664/ 8272057


Bauernjournal genusskrone

IV

f e b r ua r 2014

pflanzenschutz

ss

Gefährdet EURegulierung effektiven Pflanzenschutz?

reGIonale spezIalItäten IM MIt telpunkt

Bauernjause: Jetzt anmelden Die Aktion „Bauernjause – regional genießen“ wird heuer bereits zum fünften Mal organisiert. Bäuerliche Betriebe aus ganz Österreich laden im Zeitraum Mai zu einer „Bauernjause“ ein. desireé Bruhin, AgrAr.projekt.verein

Eine „Bauernjause“ besteht aus überwiegend selbstgemachten und regionalen Zutaten. Regionale Lebensmittel sind frisch und schmecken. Kurze Transportwege erhalten den hervorragenden Geschmack und schonen unser Klima. Heimische Direktvermarkter haben die Gelegenheit ihre hochwertigen Produkte zu präsentieren. Das Ziel ist es, das Image der regionalen Spezialitäten und der Landwirtschaft durch eine gemeinsame, österreichweite Aktion zu stärken.

Gesunde Bewegung So vielfältig wie die regionalen Jausen-Schmankerl ist die österreichische Kulturlandschaft. Auf ausgeschilderten Wanderwegen, gemeinsamen Fahrradtouren oder einer Hofführung lassen sich die frühlingshafte Landschaft und die

Herkunft regionaler Produkte entdecken. Herr und Frau Österreicher können so den Genuss qualitativ hochwertiger, heimischer Spezialitäten mit gesunder Bewegung verbinden.

Wer kann mitmachen? Landwirtschaftliche Betriebe, welche die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen mitbringen, um Kunden zu bewirten und zu verpflegen, z. B. Buschenschank, sowie landwirtschaftliche Direktvermarktungsbetriebe, Betreiber von Bauernläden, die eigene bzw. regionale Produkte verkaufen.

Vorteile für Teilnehmer Die Teilnahme an der Aktion „Bauernjause“ ist gratis und bringt den Betrieben durch den Verkauf der eigenen Produkte zusätzlichen Umsatz und Wertschöpfung. Die Aktion ist eine gute Gelegenheit, seinen Betrieb und die eigenen Produkte vorzustellen und so Neukunden zu gewinnen. Die Aktion „Bauernjause – regional genießen“ wird vom Agrar.Projekt.Verein organisiert und in enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftskammern, dem Landwirtschaftsministerium und der AMA Marketing durchgeführt.

Anmeldung Interessierte Betriebe melden sich bis Freitag, 21. März. Nähere Infos unter: www. bauernjause.at Anmeldung und Zusatzinformationen zur Bauernjause: Burgenland: Ing. Maria Patronovits, LK Burgenland, Tel. 02682/702403, E-Mail: maria.patronovits @lk-bgld.at oder Ing. Cäcilia Geißegger, LK Burgenland, Tel. 03322/42610-16, E-Mail: caecilia.geissegger@lk-bgld.at Kärnten: Dipl.-Päd. Gerhild Ebner, LK Kärnten, Tel. 0463/5850-1393, E-Mail: direktvermarkter@ lk-kaernten.at Oberösterreich: Ing. Gerda Liehmann, LK Oberösterreich, Tel. 070/6902-1647, E-Mail: gerda.liehmann@lk-ooe.at Salzburg: Barbara Viehhauser, LK Salzburg, Tel. 06542/72393-24, E-Mail: barbara.viehhauser@ lk-salzburg.at Tirol: Bettina Lindner, LK Tirol, Tel. 05/9292-1504, E-Mail: bettina.lindner@lk-tirol.at Steiermark: Michaela Vogt, LK Steiermark, Tel. 0316/8050-1335, E-Mail: michaela.vogt@lk.stmk.at

Der österreichischen Landwirtschaft droht in den nächsten fünf Jahren ein massiver Verlust bewährter Pflanzenschutzmittel, warnen Christian Stockmar und Martin Schöpfer, Vorstände der Industriegruppe Pflanzenschutz. In wichtigen Ackerkulturen wie Weizen wären Pflanzenkrankheiten nur noch eingeschränkt oder in extremen Fällen gar nicht mehr zu bekämpfen. Dies ist die Folge der Umsetzung des 2009 von der EU beschlossenen sogenannten Pflanzenschutzpaketes. Ein deutsches Expertenteam versuchte, die Folgen möglicher Wirkstoffverluste abzuschätzen. Die Ergebnisse sind mehr als ernüchternd: Es droht, dass von den zehn heute meistverkauften Getreidefungiziden neun aus dem Markt verschwinden. Auch bei Mitteln gegen Krautfäule in Kartoffel würde die Zahl der verfügbaren Pflanzenschutzmittel halbiert.

„Diese Verluste können nicht ohne Weiteres ausgeglichen werden“, so die Pflanzenschutz-Vertreter. Denn: In Europa dauert die Entwicklung eines neuen Pflanzenschutzwirkstoffs im Schnitt zehn Jahre und erfordert Investitionen von rund 200 Mill. € und die Investitionen in neue Pflanzenschutzmittel für den europäischen Markt gehen zurück.


Bauernjournal Forst f e b r u a r 2 01 4

V

Forst wirtschaF t ist eine Flächenbezogene tätigkeit

Neues kostenloses GIS für die Forstwirtschaft Um Entscheidungen treffen zu können, sind geografische Informationen über den Wald und seinen Zustand wichtige Grundlagen für alles Handeln und Wirtschaften - in Österreich auf rund 4 Millionen Hektar Wald. Gerhard Pelzmann, lK SteiermarK

Die Erstellung einer Forstkarte zum Planen des Holzeinschlags, die Trassierung einer neuen Forststraße, die Ermittlung von Bestandesflächen oder auch die Erfassung der relevanten Daten für die neue Einheitswertbewertung 2014 sind nur einige Anwendungsbeispiele. Heutzutage gibt es Landkarten, Daten und Informationen auf digitaler Basis. Um diese in Satellitenbildern, Orthofotos, Laserscanning, Kataster und vielen anderen, auch in selbst digitalisierten Informationsschichten, enthaltenen Daten verarbeiten zu können, ist ein EDVProgramm für „Geografische Informationssysteme“, ein GIS,

mit den forStanwendunGen, den Mustervorlagen und den definierten Prozessschritten lassen sich einfach mit dem Forst-QGIS Forstkarten erstellen, ändern und ausdrucken. Voraussetzung. Diese Programme kosten im Normalfall weit mehr als tausend Euro exkl. einer jährlichen Servicegebühr. Es gibt sie aber auch kostenlos als sogenannte Open-SourceSoftware. Diese kann uneingeschränkt, auch kommerziell, genutzt und verbreitet werden; der Quellcode ist öffentlich.

Kostenloser Download Eines davon ist Quantum GIS (QGIS). Es läuft unter Linux, Unix, Mac OSX und Windows und unterstützt eine Vielzahl von Vektor-, Raster- und Datenbankformate und -funktionen. Die spezielle Forstversion (QGIS-Forst) kann nur auf der Homepage des Steiermärkischen Forstvereins von jedem interessierten Wald-

bewirtschafter kostenlos heruntergeladen werden (www. steirischerwald.at). In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien, dem Institut für Geoinformation und Kartographie unter Leitung von Prof. Dr. Andrew Frank, wurden auf Initiative des Steiermärkischen Forstvereins von Christa Ludwig und dem Autor Spezialanwendungen und Vorlagen zum Zeichnen von Forstkarten erstellt und in QGIS eingebaut.

Fünf Spezialanwendungen Sie heißen „Neues Shapefile“, „Werteberechnung Attributtabelle“, „Polares Anhängen“, „Punkteraster“ und „Hyperlink“. So lassen sich einfach neue Punkt-, Linien- oder Flächenschichten, sogenannte

die fünf SPeziellen forStanwendunGen „Neues Shapefile“, „Werteberechnung Attributtabelle“, „Polares Anhängen“, „Punkteraster“ und „Hyperlink“ erfüllen spezielle forstliche Bedürfnisse, fassen die notwendigen Schritte zusammen und ermöglichen damit ein bedienerfreundliches Arbeiten.

„Layer“, definieren, zum Digitalisieren verwenden und Forstkarten zeichnen. Längenund Flächenberechnungen von Rückewegen und Beständen werden per Knopfdruck einfach ermittelt. Mit dem Polaren Anhängen können Punkte mit Eingabe von Richtung und Entfernung, eine typische Anwendung beim Trassieren von Forstwegen, erstellt werden. Ein Punkteraster zur örtlichen Festlegung von Winkelzählstichprobenpunkten lässt sich einfach, regelmäßig oder zufällig verteilt, anlegen. Mit dem Hyperlink werden Word-, Excel-, PDF-Dateien mit Punkten, Linien oder Flächen verknüpft und dienen zur geografischen Ablage von Dokumenten. Zur Darstellung der Schichten und für die Tabellen in der Forstkarte wurden Mustervorlagen definiert. Sie ermöglichen eine einfache anschauliche Darstellung der selbst erzeugten Forstkarten.

Weitere Anwendungen Außerdem stehen viele weitere GIS-Anwendungen im QGISForst zur Verfügung. Besonders interessant ist das Web-MapService. Hier können, wenn eine Internetverbindung vorhanden ist, Orthofotos und andere Karten von Google, Openstreet Maps, Yahoo, Bing oder dem LFRZ Wien direkt als Hintergrund zum Digitalisieren neuer Schichten kostenlos verwendet werden. Weiters ist auch eine Einbindung von eigenen GPS-Messungen möglich. GIS ist eine komplexe Software, die sich ohne Hintergrundkenntnisse nicht sinnvoll einsetzen lässt. Mit QGIS-Forst besteht aber eine gute Ausgangsbasis für forstliche Anwendungen. Kurse dazu werden auf Wunsch von der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl veranstaltet.


Bauernjournal Invekos

VI

F e b r ua r 2014

AMA InforMIert wAnn und wIe der lAndwIrt hAndeln soll

Von der vorläufigen zur endgültigen Almreferenzfläche In den nächsten Wochen informiert die AMA detailliert über die Voraussetzungen und zum Teil neue Vorgangsweise bezüglich der Antragstellung 2014 bei Almen. Der erste Teil beschreibt umfassend den Weg von der vorläufigen Almreferenzfläche zur endgültigen Almreferenzfläche. AgrArmArkt AustriA

Alle Antragsteller von Almen (rd. 8.400) erhalten in den nächsten Tagen ein Schreiben der AMA, in dem die vorläufige Almreferenzfläche mitgeteilt wird. Welcher beziehungsweise ob ein Handlungsbedarf für die Antragsteller besteht, wird in diesem Schreiben genau beschrieben. Gemäß Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1122/2009 ist es erforderlich, dass für jede Referenzfläche, egal ob auf der Alm oder auf dem Heimbetrieb, lagegenau ein maximal beantragbares Flächenausmaß festgesetzt wird. Dies ist die beihilfefähige Höchstfläche. Über dieses Ausmaß hinaus kann im laufenden Antragsjahr keine Gewährung von Direkt- und Ausgleichszahlungen erfolgen. Bisher wurde diese Almreferenzfläche im Zuge der Antragstellung, wie in der INVEKOS-GIS-Verordnung ermöglicht, durch die beauftragten Landwirtschaftskammern durchgeführt. Für den Mehr-

fachantrag Flächen 2014 legt die AMA entsprechend der nationalen INVEKOS-GISVerordnung 2011 (BGBl II Nr. 330/2011 idgF) und den Vorgaben des BMLFUW die Referenzfläche für Almen erstmals in einem neuen Verfahren fest. Dazu wird allen Alm-Antragstellern rechtzeitig vor der Antragstellung des Mehrfachantrages von der AMA eine vorläufige Referenzfläche zur Überprüfung übermittelt.

Übermittlung der vorläufigen Almreferenzfläche Die AMA hat nunmehr dort, wo neue Luftbildaufnahmen vorliegen, beziehungsweise nach Abschluss der Vor-OrtKontrollen im vorigen Jahr bereits die Almreferenzflächen auf die neuen Gegebenheiten hin aktualisiert. So werden

zum Beispiel Ergebnisse aus einer Vor-Ort-Kontrolle 2013 auch bei Vorhandensein neuer Luftbildaufnahmen korrekt und lagegenau als vorläufige Referenzfläche 2014 mitgeteilt. Die vorläufige Almreferenzfläche selbst wird mit einem personalisierten Schreiben ab Mitte Jänner 2014 von der AMA direkt dem Antragsteller zugeschickt. Diesem Schreiben liegt jedenfalls ein Referenzflächenauswertungsformular bei, auf dem die konkreten und gegebenenfalls aktualisierten Referenzangaben ersichtlich sind. Bei Vorhandensein von neuen Luftbildaufnahmen liegt auch zusätzlich eine neue Hofkarte in Papierform bei. Bitte beachten Sie auf alle Fälle die in diesem Schreiben genau dargestellte Fallkonstellation für Ihren Betrieb.

Warum habe ich überhaupt Handlungsbedarf? Gemäß der nationalen INVEKOS-GIS-Verordnung 2011 (BGBl II Nr. 330/2011 idgF) hat der antragstellende Landwirt Mitwirkungspflicht bei der Ermittlung der maximal beihilfefähigen Fläche. Deswegen versendet die AMA die Almreferenzfläche als vorläufige, durch das Mitwirken der Antragsteller wird diese Fläche zu einer endgültigen Almreferenzfläche. Wie kann ich diese vorläufigen Almreferenzflächen überprüfen ? Dazu gibt es jetzt drei Möglichkeiten: n  Wenn eine neue Luftbildaufnahme vorhanden ist, wird dem Landwirt auch eine gedruckte Hofkarte in Papier-

<Plex:S|Ladenwechsel:true(A4_WEISS)|Kuvertinfo:S>

K-A

Agrar Markt Austria

Agrarmarkt Austria Dresdner Straße 70 1200 Wien www.ama.at

Antrag auf Änderung der Referenzfläche Eingangsstempel BBK

BBK:

DVR: 0719838

Eingangsstempel AMA

BewirtschafterInnen: Zuname, Vorname Betriebsanschrift: PLZ, Ort, Straße (Alm- / Gemeinschaftsweidename)

Betriebsnummer

Abänderung der Almreferenz Umwandlung nicht landwirtschaftlicher Nutzfläche in landwirtschaftliche Nutzfläche

Entgegengenommen

Teilbetriebsnummer

von Landwirt / BBK auszufüllen: Betroffene Referenzpolygone

* ) RFA

FS

von AMA auszufüllen: Unterlagen * )

Schlag

Berücksichtigt

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

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ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

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nein

RFA

HK

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ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

RFA

HK

Sonstiges:

ja

nein

VK

Doku

= Referenzflächenauswertung, HK = Hofkarte Datum ** )

Beispiel antrag auf Änderung der referenzfläche

Unterschrift der AntragstellerInnen bzw. Vertretungsbevollmächtigten

Unterschrift gilt auch für die einen integrierten Bestandteil des Antrages bildenden weiteren Unterlagen.

** )


BAUERNJOURNAL INVEKOS

Foto: Fürstaller

F E B R U A R 2 01 4

Die AMA teilt in den kommenden Wochen vorläufige Referenzflächen mit.

form zugesendet (dies ist in ca. 40 % der Fälle zutreffend) ■ Überprüfung der elektronischen Hofkarte (INVEKOSGIS) via www.eama.at ■ Der Landwirt nimmt die Hilfestellung der örtlich zuständigen Bezirksbauernkammer in Anspruch Handlungsbedarf im Sinne der Referenz besteht derzeit nur, wenn die mitgeteilte vorläufige Referenzfläche nachweisbar zu klein ist: Ist die vorläufige Referenzfläche von der AMA kleiner als vom Landwirt nachgewiesen werden kann, hat er Handlungsbedarf. Der Endtermin 7. Februar 2014 ist zu beachten. Liegt kein Handlungsbedarf vor, wird die von der AMA vorgeschlagene vorläufige Almreferenz zur endgültigen Almreferenz für das Antragsjahr 2014.

meisten Fällen keinen Handlungsbedarf ergeben, da VorOrt-Kontrollergebnisse bereits eingearbeitet sind. Es ist jedoch auf allfällige Änderungen in der Natur zu achten. Bei einer Überprüfung via www.eama.at ist die Ablaufbeschreibung im personalisierten Schreiben beziehungsweise die unter www. eama.at online zur Verfügung gestellte Ablaufbeschreibung zu beachten. Liegt kein Handlungsbedarf vor, wird die vorläufige Almreferenzfläche zur endgültigen Almreferenzfläche. Mögliche Fälle, warum aus Sicht des Landwirtes die vor-

läufige Almreferenzfläche zu erhöhen wäre: ■ Der Überschirmungsgrad auf baumbestandenen Flächen muss verringert (= mehr Futterfläche) werden ■ Verringerung des NLN(= nicht landwirtschaftliche Nutzfläche-)Faktors (= mehr Futterfläche) ■ Ein betroffener Schlag liegt nicht lagegenau ■ Alm-Außengrenze muss angepasst werden. Dies kann durch die örtlich zuständige BBK vorgenommen werden Notwendige Flächenverringerungen (z. B. durch Auszäunungen, Aufforstungen, Bau-

Überprüfung Schlag für Schlag Der Landwirt muss nun Schlag für Schlag überprüfen, ob die vorläufige Referenzfläche den Gegebenheiten in der Natur entspricht. Der auf der Hofkarte mit einer Nummerierung versehene Schlag findet sich auch auf dem Referenzflächenauswertungsformular wieder. Die Überprüfung wird in den

Referenzflächenauswertungsformular

VII

führungen, …) sind im Zuge der Mehrfachantrag-Flächen2014-Antragsstellung zu berücksichtigen.

Bis wann ist Handlungsbedarf zu melden? Nach Durchführung der Änderungen ist das entsprechende Formular „Antrag auf Änderung der Referenzfläche“ zu erzeugen, auszudrucken und gemeinsam mit dem „Referenzflächenauswertungsformular“ und – wenn vorhanden – mit Nachweisen versehen (z. B. Fotoaufnahmen) an die Agrarmarkt Austria, Dresdner Straße 70, 1200 Wien, Referat 16 bis spätestens Freitag, den 7. Februar 2014 zu übermitteln. Der Antrag auf Änderung der Referenzfläche dient als Grundlage der inhaltlichen Prüfung zur Festlegung der endgültigen Almreferenzfläche durch die AMA.

Info über die endgültige Almreferenzfläche Der Landwirt bekommt als Antragsteller nach Abschluss dieser Prüfung eine schriftliche Information über die endgültige Almreferenzfläche bis spätestens Ende März 2014 zeitgerecht vor der Antragstellung des Mehrfachantrages 2014.


Bauernjournal agrarmarkt austria

VIII

F e b r ua r 2014

ama marketIng: russen setzen auf heImIsches schweInefleIsch

Agrarexporte im Steigflug grüne woche

Breite Vielfalt am ama-stand Österreich ist seit mehr als fünf Jahrzehnten bedeutender Aussteller auf der „Grünen Woche“ in Berlin. Einerseits treffen die 37 heimischen Aussteller mit ihrer breiten Vielfalt auf ein höchst interessiertes Publikum. Andererseits ist die traditionsreiche Lebensmittelmesse agrarpolitischer Treffpunkt und Plattform für viele erfolgreiche Gespräche. Deutschland ist Österreichs bedeutendster Außenhandelspartner. Rund ein Drittel unserer Lebensmittelexporte geht zu den deutschen Nachbarn. „Deshalb ist es wichtig, hier Flagge zu zeigen. Die Grüne Woche ist sowohl eine kulinarische Drehscheibe als auch Plattform für wertvolle agrarpolitische Gespräche. Die Agrarminister aus vielen Ländern treffen einander in Berlin, um Weichen für die Land- und Ernährungswirtschaft zu stellen. Mit unserem Auftritt in Berlin präsentieren wir appetitlich und kompetent, wie wertvoll eine bäuerlich geprägte, nachhaltige Landwirtschaft ist“, so Franz Stefan Hautzinger, Aufsichtsratsvorsitzender der AMAMarketing. Österreich war mit 37 Ausstellern und einer rot-weiß-roten kulinarischen Vielfalt vertreten.

Nach dem wirtschaftlich eingetrübten Jahr 2012 war das Vorjahr von Stabilisierung und leichtem Aufschwung geprägt. Dieses Umfeld nutzte die heimische Agrar- und Lebensmittelbranche, um ihre Exporte weiter zu steigern. Erste Schätzungen gehen von einem Exportwert von weltweit 9,5 Mrd. Euro aus, das entspricht einer Steigerung von 4,5 %. Rund ein Drittel der Exporte erreicht unsere deutschen Nachbarn. Damit ist und bleibt die Bundesrepublik mit einem Wert von 3,2 Mrd. Euro wichtigster Handelspartner für heimische Lebensmittelproduzenten. Die Entwicklung des Außenhandels mit Deutschland seit Österreichs Beitritt zur EU im Jahr 1995 sucht ihresgleichen: plus 507 % in weniger als zwanzig Jahren. Italien steht kontinuierlich an zweiter Stelle der Export-Länder.

Russen fliegen auf unser Schweinefleisch Auf Platz drei unter den TopTen der Exportländer liegen die USA mit 472 Mill. Euro. Davon entfallen rund 90 % auf das Zollkapitel „Getränke und alkoholfreie Flüssigkeiten“. Besonders erfreulich ist die Entwicklung des Außenhandels mit Russland, das es erstmals in die Top-Ten schaffte (237 Mill. Euro). Das Plus von 26 % liegt zu einem großen Teil in einer Steigerung des Exportes von Schweinefleisch begründet. Die ausgeführte Menge verdreifachte sich im

grüne woche, Berlin: Geschäftsführer Michael Blass und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger präsentierten die erfreulichen Exportstatistiken. Fotos: AMA/Maelsa

vergangenen Jahr auf 10.152 t, wertmäßig vervierfachte sich der Export auf 24 Mill. Euro.

Deutschland, die Tendenz weist stetig aufwärts.

Hohes Vertrauen durch Qualität

Große Umsätze im „Nachbargeschäft“ Die benachbarten Länder sind für die heimische Lebensmittelwirtschaft besonders bedeutend. So sind Ungarn, Schweiz, Slowenien und Tschechien traditionell wichtige Handelspartner Österreichs. Die durchschnittlichen Ausgaben für österreichische Lebensmittel liegen in Slowenien pro Kopf bei 70 Euro. Zum Vergleich: Deutsche geben pro Kopf rund 20 Euro für rot-weiß-rote Spezialitäten aus. Käse in all seiner Vielfalt bleibt im Außenhandel mit Deutschland der Dauerbrenner als unangefochtener Exportschlager (+4,4 %). Auch der Export von Rindfleisch in Richtung Deutschland entwickelt sich seit Jahren äußerst positiv. Rot-weiß-rote Exportschlager sind Fleischzubereitungen wie Wurst, Schinken und Speck. Mehr als zwei Drittel der gesamten Ausfuhren in diesem Segment gehen nach

Franz Stefan Hautzinger, Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing, erklärt das eindeutige Unterscheidungsmerkmal: „Österreich steht für Natürlichkeit und Genuss mit langer Tradition. Zusätzlich ist das heimische Angebot durch hervorragende Qualität und strenge Kontrolle hinterlegt. Das schafft Vertrauen sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Marktpartnern.“ Darin sieht Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, auch die Herausforderung für die Zukunft: „Der Inlandsmarkt ist und bleibt unser wichtigstes Standbein. Um uns erfolgreich zu positionieren, brauchen wir die Ergänzung durch einen starken Export. Mehr denn je sind Veredelungsprodukte wie Käse und Fleischwaren als Träger der österreichischen Wertschöpfung im Ausland gefragt“, definiert Blass die Strategie im Exportmarketing.

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Bauernjournal februar 2014