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P.b.b. Verlagsort: 3100 St. Pölten 11Z039072M

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NR. DEZEMBER 2013

DIE ZEITUNG DER NÖ L A NDES -L A NDWIRTSCH A FTSK A MMER

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

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Robotertechnik für den Futtertisch Robotertechnik hält auf Futtertischen von Rinderbetrieben Einzug. Welche Technik zur Verfügung steht, was bei Planung und Einbau zu beachten ist, wie sie sich rechnet und was Praktiker dazu sagen, erfahren Sie im Schwerpunkt.

Schwerpunkt Seite 4

Nur gut geplant ist bequem gefüttert Schwerpunkt Seite 12

Wann rechnet sich der Fütterungsroboter?

Vollversammlung mit Neuwahl Das Gremium der Vollversammlung der Landeslandwirtschaftskammer hat gewählt: Josef Pleil verabschiedet sich nach 27 Jahren Amtszeit in den Ruhestand. Otto Auer tritt seine Nachfolge an. Welche Forderungen und Themen bei der Vollversammlung im Mittelpunkt standen, lesen Sie auf den Seiten 4 bis 6.

Adressänderung bitte an: NÖ Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Tel. 05 0259 29300, Fax 05 0259 95 29300 presse@lk-noe.at


LK AKTUELL

WIEN NORD

DIE LANDWIRTSCHAFT

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Dezember_2013

Hermann Schultes persönlich

Aus meiner Sicht

Liebe Leserin, lieber Leser! Immer mehr Bäuerinnen und auch Bauern entscheiden sich für die Landwirtschaft, nachdem sie in einem anderen Beruf ihre Ausbildung und ihre ersten Berufserfahrungen gemacht haben. „Junge“ Bauern und Bäuerinnen jeden Alters, die nicht in die Landwirtschaft hineinwachsen, sondern sich sehr bewusst für diesen Beruf entscheiden und oft auch interessante Ideen für die Weiterentwicklung ihrer Betriebe haben. Für die herkömmliche Landwirtschaft bringen sie eine Bereicherung in unserer Vielfalt, geben Grund zu interessanten Diskussionen und oft auch Anstöße zu neuen Schwerpunkten in der Beratung. In der Bauern- und Bäuerinnenschule, in intensiven Abendkursen, lernen sie das landwirtschaftliche Basiswissen für den landwirtschaftlichen Facharbeiter und vertiefen sich dann mit der entsprechenden Berufserfahrung mit weiteren Ausbildungsangeboten in ihren Themen, die sie besonders interessieren. Ein Drittel der Hofübernehmer lernt die Landwirtschaft in der Bauern- und Bäuerinnenschule im Abendkurs. Hohe Bildungsbereitschaft gehört dazu. Natürlich ist die Möglichkeit, mit der entsprechenden Ausbildung, Förderungen in Anspruch nehmen zu können, ein starker Anreiz. Selten werden als Motive für den Einstieg die guten Ausgleichszahlungen genannt, obwohl sie für die Existenz der Betriebe ihre Bedeutung haben. Viel wichtiger ist unseren Einsteigern, dass sie Freude an der Produktion, an der Gestaltung ihres Betriebes, der Entwicklung ihres Eigentums und der Freiheit in der Gestaltung ihrer Arbeit haben. Wichtig ist auch, dass sie das Ergebnis ihrer Leistung für die Entwicklung ihrer eigenen Ziele, ihrer eigenen Familie einsetzen können.

fekt, aber manches sogar besser als die „alten Hasen“, einfach weil sie aus ihrem vorherigen Beruf Erfahrungen mitbringen, die sie auch am Bauernhof nutzen können. Der Zugang zu Beratung, Schulung, den Genossenschaften oder einem Zuchtverband, einer Betriebszweigauswertungsgruppe, Leistungen des Maschinenrings oder der Waldwirtschaftsgemeinschaft oder auch den Unternehmungen unserer Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen sind wichtig. Das ist oft wichtiger als so manches politische Umverteilungsversprechen, wo dann in der Wirklichkeit mehr Verwaltung und Kontrollen herauskommen, als echter finanzieller Mehrwert. Wir brauchen in der bäuerlichen Vertretung unserer beruflichen Interessen die Hinzugekommenen genauso wie alle aus bäuerlichen Familien Stammenden. Wir brauchen sie in der Verbändearbeit und in der politischen Arbeit. Wichtig ist aber auch, dass unsere „Junglandwirte“ unterschiedlichen Alters auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ich wünsche uns allen, dass wir auch in Zukunft gute Vertreter und Funktionäre finden, Frauen und Männer mit der Vielfalt an Lebenserfahrung, die uns gemeinsam stark macht.

Herzlichst, Ihr

Wichtiger als ein paar Euro mehr oder weniger an Ausgleichszahlungen sind für sie Zufriedenheit im neuen Beruf, die Möglichkeit der Teilnahme am bäuerlichen Leben und der respektvolle Umgang in der bäuerlichen Gesellschaft. Natürlich machen Einsteiger nicht alles per3


Die landwirtschaft

lk aktuell

Das höchste Entscheidungsgremium der Landwirtschaftskammer tagte

Vollversammlung setzt agrarpolitische und personelle Weichenstellungen für die Zukunft

Die Vollversammlung verabschiedet angesichts der entscheidenden Phase der Regierungsverhandlungen und der GAP-Umsetzung bis 2020, Forderungen an die künftige Bundesregierung. Damit verbunden legte das höchste Gremium der LK NÖ ein eindeutiges Bekenntnis zur Kofinanzierung im bisherigen Ausmaß und zur Zielgerichtetheit der Mittel aus der GAP ab. Der Höhepunkt der Vollversammlung war die Neuwahl des Vizepräsidenten. Otto Auer aus Höflein wurde einstimmig gewählt und tritt damit in die Fußstapfen von Josef Pleil. „Wir stehen vor richtungsweisenden Entscheidungen für die heimische Landwirtschaft. Das war auch 1986 so, als unser geschätzter Josef Pleil Führungsverantwortung als Vizepräsident der LK NÖ übernahm. Am Tag seines Abschieds aus der LK NÖ sind wir ihm zutiefst dankbar für seine großartigen Verdienste und Initiativen um unsere Bäuerinnen und 4

Bauern. Josef Pleil ist für die österreichische Landwirtschaft schon heute Legende,“ betont LK NÖ-Präsident Hermann Schultes angesichts des Rücktritts von Josef Pleil nach 33 Jahren im Dienste der Landwirtschaftskammer. Das Präsidium und die Landeskammerräte der LK NÖ würdigen den jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz von Josef Pleil für die niederösterreichischen Bäuerinnen und Bauern und wünschen den neu gewählten Vizepräsidenten viel Erfolg für die künftige Arbeit. „Mit Otto Auer haben wir einen leidenschaftlichen Bauern, der profunde Erfahrung in der Interessenvertretung und Wissen sowie Gespür um die Zukunftsthemen für die Landwirtschaft vereint, als neuen Vizepräsidenten gewonnen. Wir wünschen ihm von Herzen viel Erfolg,“ freut sich Schultes über die einstimmige Wahl des Höfleiner Bürgermeisters zum neuen Vizepräsidenten. Als neuer Landeskammerrat wurde der aus Kottes stammende Paul Glaßner, Obmann-Stellvertreter der Bezirksbauernkammer Zwettl, angelobt.

Das Präsidium, allen voran LK NÖ-Präsident Hermann Schultes, Vizepräsidentin Theresia Meier und Kammerdirektor Franz Raab sowie die Landeskammerräte würdigten den jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz von Josef Pleil mit der Überreichung der „Großen goldenen Kammermedaille“. Paul Glaßner aus dem Waldviertel wurde als neuer Landeskammerrat angelobt. Foto: LK NÖ/Eva Posch

GAP-Reform: 50:50-Kofinanzierung und zielsichere Verteilung der Mittel Die gemeinsame Marktordnung steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Vollversammlung verlangt bei der nationalen Umsetzung eine ausgewogene, verträgliche und möglichst einfachen Umsetzung, im Sinne der heimischen Landwirtschaft. Es brauche beim Übergang zum künftigen Flächenmodell mehrere gleichmäßige Schritte, damit sich landwirtschaftliche Betriebe gut auf die neue Situation ausrichten können. Eine Umschichtung von Mitteln der Säule 1 (Marktordnung) in die Säule 2 (Ländliche Entwicklung) sowie eine Umverteilungszahlung wird strikt abgelehnt, da dies zu drastischen einzelbetrieblichen Maßnahmen und einer


dEZEMBER_2013 Schwächung der produktionsorientierten Haupterwerbsbetriebe führen würde. In der Säule 2 wiederum müsse die nationale Kofinanzierung, wie bisher mit 50 Prozent, sichergestellt werden, damit ein flächendeckendes Umweltprogramm und eine Verbesserung der Wirtschaft in den ländlichen Räumen erzielt werden. Strikt abgelehnt wird jedoch eine Finanzierung von sozialen Dienstleistungen im ländlichen Raum aus landwirtschaftlichen Mitteln der GAP.

heitswerte und forderte eine zügige Umsetzung derselben vom Finanzministerium. Bei der Sozialversicherung wird aufgrund der besonderen Versicherungsstruktur die Sicherung der Bundesmittel in der bäuerlichen Sozialversicherung gefordert. Zu den geplanten Änderungen bei der Pensionspferdehaltung erachtet die Vollversammlung eine den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechende Vorsteuerpauschalierung als absolut notwendig.

Die Förderung des Ländlichen Raums ist wichtig und zentral, doch hat der Staat hier seine ursächlichen Aufgaben zu erfüllen und diese auch aus allgemeinen Mitteln zu finanzieren. Daher werde eine Finanzierung allgemeiner Wirtschafts- und Sozialmaßnahmen aus dem Agrartopf strikt abgelehnt. Mit der Forderung nach einer raschen Öffnung der Beantragung von Investitionsförderung und Bildungsmaßnahmen im Jahr 2014 unterstreicht die Vollversammlung der LK NÖ die Investitionsbereitschaft der Landwirte und macht darauf aufmerksam, dass eine etwaige Verzögerung nicht nur die Bauern, sondern auch die Wirtschaft bremsen würde.

Betreffend der Beschäftigung von Erntehelfern in verschiedenen landwirtschaftlichen Produktionssparten verlangt die LK NÖ eine Weiterführung der bewährten Instrumente für die vorübergehende Beschäftigung von Saisonarbeitskräften durch die Arbeitsmarktpolitik und ausreichende Kontingente für die Beschäftigung von ausländischen Saisoniers und Erntehelfern.

Aktuelle Forderungen der Vollversammlung

Die Landeskammerräte der LK NÖ stellten Forderungen angesichts der laufenden Regierungsverhandlungen.

Die Landwirtschaftskammer begrüßt zudem die Umsetzung der Hauptfeststellung der Ein-

Die vollständigen Forderungen der Vollversammlung finden Sie in der Resolution unter www.lk-noe.at. Bernadette Laister

Vizepräsident Bgm. Otto Auer Vizepräsident Otto Auer ist Landwirt und Weinhauer in der Gemeinde Höflein. Der 47-jährige absolvierte die Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule in Obersiebenbrunn und schloss seine Ausbildung im Jahr 1988 mit der Meisterprüfung ab. Er bewirtschaftet seit dem Jahr 1991 erfolgreich einen Ackerbaubetrieb mit dem Schwerpunkt Schweinezucht mit insgesamt 70 Zuchtsauen, 31 Jungsauen und 300 Ferkeln. Der Betrieb Auer wird als gemischter Acker- und Weinbaubetrieb mit intensiver Schweinehaltung betrieben. Er ist spezialisiert auf die Schweinezucht und hat daneben zusätzlich auch einen Weinbaubetrieb, wobei die Vermarktung zu zwei Dritteln in der Flasche und zu einem Drittel im Fass erfolgt. Für seine land- und forstwirtschaftlichen Berufskollegen setzte er sich bereits von 2000 bis 2004 als Bezirkskammerrat, von 2004 bis 2010 als Kammerobmannstellvertreter und seit 2010 bis heute als Landeskammerrat in der Vollversammlung der LK NÖ ein. Im Genossenschaftssektor ist er seit 2000 Vorstandsmitglied des Verbandes niederösterreichischer Schweinezüchter und im Jahr 2008 wurde er zum Obmann der niederösterreichischen Schweinezüchter gewählt. Zusätzlich ist er Obmann des Absolventenverbandes der landwirtschaftlichen Fachschule Obersiebenbrunn und seit 2005 Vorstandsmitglied der Leaderregion Römerland Carnuntum. Für seine Mitbürger setzte er sich auch in der Gemeinde ein und wurde 2005 zum Bürgermeister gewählt, wobei er im Jahr 2010 neuerlich in dieser Funktion bestätigt wurde. Als Obmann des Verbandes niederösterreichischer Schweinezüchter wurde die Arbeit im Hinblick auf Zusammenführung der Geschäftsführung vom Verband niederösterreichischer Schweinezüchter und Genossenschaft Gut Streitdorf zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der niederösterreichischen Schweinehalter bei der Besamungsstation Hohenwarth in Angriff genommen und inzwischen umgesetzt. Als Bürgermeister ist er ständig bemüht, die Infrastruktur der Gemeinde Höflein zu verbessern. Neben der Erweiterung des Kindergartens konnte er auch zahlreiche Straßenbauprojekte, den Neubau des Bauhofes und viele weitere Projekte in die Tat umsetzen.

Foto: LK NÖ/Eva Posch

Öffentliche Funktionen im Überblick seit 1997 Pfarrgemeinderat seit 1999 Ortsbauernratsobmann seit 2000 Vorstandsmitglied Verband NÖ Schweinezüchter 2000-2004 Bezirkskammerrat 2004-lfd. Kammerobmann-Stellvertreter seit 2005 Bürgermeister der Gemeinde Höflein seit 2005 Wildschadensschlichter seit 2005 Vorstand LEADER Region Römerland Carnuntum 2004-2009 Bezirksbauernratsobmann-Stellvertreter 2005-lfd. Mitglied des Bezirksjagdbeirates seit 2008 Obmann Verband NÖ Schweinezüchter 2009-lfd. Bezirksbauernratsobmann seit April 2010 Landeskammerrat der LK NÖ Obmann Absolventenverband LFS Obersiebenbrunn 5


Die landwirtschaft

lk aktuell

Landwirt, Pädagoge, Weinexperte und Vizepräsident der LK NÖ

Josef Pleil: „Ein ganz Großer“ übergibt sein Amt

Fachliche Funktionen im Überblick

Seit 1986 ist Josef Pleil Vizepräsident der Landes-Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Mit hoher Fachkompetenz und Durchsetzungskraft führte er bis heute die wein- und obstbaulichen Agenden der Kammer. Nun übergibt der Fachmann seine Funktionen als Vizepräsident in andere Hände. Von Kinderbeinen an spielte die Landwirtschaft für Josef Pleil eine wichtige Rolle. Aufgewachsen im ländlichen Umfeld gemischter bäuerlicher Familienbetriebe absolvierte der Wolkersdorfer eine Ausbildung als Weinbaulehrling. Danach besuchte er die Höhere Bundeslehranstalt für Wein und Obstbau in Klosterneuburg. 1977 übernimmt Vizepräsident Pleil den Betrieb seiner Eltern, am südlichen Rand des Weinviertels vor den Toren Wiens.

Gelebtes Engagement für Wein und Weichenstellungen für die LK NÖ Egal ob in seiner 15 Jahre langen Tätigkeit als Weinbaulehrer in Mistelbach oder in seinem Amt als Vizepräsident, immer wieder stellt Pleil sein Engagement für den österreichischen Weinbau unter Beweis. Noch heute erinnert sich Pleil mit gemischten Gefühlen an die Anfangszeit zurück: „Ich habe mein Amt unmittelbar nach dem Weinskandal im Jahre 1986 übernommen.“ Neue Ideen, Impulse und Ideale waren gefragt. Die Verantwortung, die Weinwirtschaft neu aufzubauen, fiel an Pleil. Neben dem Bereich Weinbau waren auch die Bereiche Obstbau, Sonderkulturen und der finanzielle Bereich wesentliche Schwerpunkte seiner Arbeit als Vizepräsident der Landes-Landwirtschaftskammer Niederösterreich. Gemeinsam mit Präsident Rudolf Schwarzböck und den Kammerdirektoren Leopold Schneider, Gottfried Holzer und Franz Raab verbesserte er die interne Organisation 6

Die Vorfahren von Josef Pleil waren seit 200 Jahren Weinbauern in Wolkersdorf. 1977 übernahm Vizepräsident Pleil den Betrieb seiner Eltern, am südlichen Rand des Weinviertels vor den Toren Wiens.

1980-2013 Landeskammerrat 1984-1998 Obmann-Stellvertreter der WG Wolkersdorf 1986-2013 Vizepräsident der LK NÖ 1986-1995 Präsident des Österreichischen Weininstitutes 1987-2013 Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichischen Weinmarketing Gesellschaft seit 1987 Obmann des Weinbauvereines Wolkersdorf seit 1987/88 Mitglied in der AREV – Konferenz der Weinbauregionen Europas 1989-1999 Obmann-Stellvertreter des NÖ Winzerverbandes 1990-2013 Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes seit 1995 Vertreter der Weinwirtschaft Österreichs in der COPA in Brüssel, Mitglied des beratenden Ausschusses in der EU Kommission seit 1997 Präsident des Verbandes der Klosterneuburger Oenologen und Pomologen 1999-2013 Vorsitzender Nationales Weinkomitee

Foto: LK NÖ/Haiden

in der Zentrale und den Bezirksbauernkammern. 18 Abteilungen wurden auf acht verringert, und die Standorte der Bezirksbauernkammern von 65 auf 21 reduziert. So war nicht nur die Übersiedlung aus Wien zu bewerkstelligen. Auch der Neubau der Zentrale in St.Pölten sowie die Generalsanierung der Bildungswerkstatt Mold war möglich. Als Finanzreferent und Vizepräsident setzte Pleil immer wieder wichtige Impulse bei Reformprozessen. Er gestaltete den Entwicklungsprozess der LK NÖ mit und baute durch seine Initiative die Servicequalität aus und verstärkte damit die Kraft der Interessensvertretung. „Josef Pleil hat viel bewegt, vieles umgesetzt, und es ist sein Verdienst, dass die Interessen von Weinbauern, Winzer-

schaft und Weinwirtschaft in der Politik meist Gehör fanden. Josef Pleil zeichnet aus, dass er bei den wichtigen Weinveranstaltungen anwesend, mitten unter den Berufskollegen ist – und das auch dann noch, wenn eine Veranstaltung zu Ende geht und er den verschiedenen Anliegen Gehör schenken kann“, erklären seine Weggefährten. Ob im Weingarten, im Keller oder im Verkauf: Im Weinbau liegt die Arbeit stets bei den Betrieben selbst. Hierfür sind Rechtssicherheit, Informationsfluss und politische Unterstützung ausschlaggebend. Für all das versuchte der Landwirt, Pädagoge und Weinexperte in seinen 27 Jahren als Vizepräsident zu sorgen. Eva Posch


Dezember_2013

Rückblick 13. Vollversammlung des NÖ Waldverbandes in Bad Traunstein

„Wir Waldbauern sind die Fachleute für den Wald“

Nur die Bewirtschaftung sichert Rohstoff, Erholung und Holzzuwachs. Bei der Vollversammlung des NÖ Waldverbandes diskutierten Niederösterreichs Waldbauern über Aufgaben und Ziele. „Es war seit jeher selbstverständlich, dass wir Waldbauern den Wald bewirtschaften. Doch heute sieht ein Teil der Gesellschaft diese Aufgabe aus einem anderen Blickwinkel, der die Tatsachen verschleiert. Für viele ist der Wald heute Erholungsraum, der ohne Zutun zunimmt. Doch dieser Zugang widerspricht der Praxis im Forst, denn nur die Bewirtschaftung durch die Waldbauern sichert Rohstoffversorgung, Erholungsfunk-

tion und Zuwachs im Wald“, betonte Franz Fischer, Obmann des NÖ Waldverbandes. „Wir weisen dabei die Forderungen nach einer Außernutzungstellung des Waldes aufs Schärfste zurück. Sie würde nicht nur den Rohstoff Holz verknappen, sondern auch die Erholungs- und Schutzfunktion des Waldes massiv gefährden.“

Arbeitsplatzbeschaffer Holz Nicht nur den Waldbauern sichert die Holzernte Einkommen und Arbeitsplatz. Das Holz aus dem Bauernwald schafft auch Arbeitsplätze in der nachgelagerten Holzverarbeitungsindustrie. „Hier hat Holz aus dem Kleinwald bis 200 Hektar die größte Zukunft. Dort liegen die größten Reserven, die die Waldbauern

Wertholzfanatiker feiern Vereinsjubiläum Die ARGE Waldveredelung und Flurholzanbau feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Ist Laubwertholz zwar seit der Einführung der Laubholzsubmissionen im Jahr 2002 für die meisten Waldbesitzer nichts Neues mehr, konnte die ARGE bereits vor 40 Jahren ein Lied von der Bedeutung wertvoller Holzarten singen. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1973. Schon damals waren die Schwerpunkte mit Auwaldwirtschaft und neuen Baumarten wie die Douglasie klar definiert. In den 90er Jahren wurde die Laubholzproduktion immer wichtiger. Der Verein setzte sich dabei für ein deutsches Waldbauverfahren unter dem Namen Q/D-Verfahren ein und stellte eine naturnahe Waldbaustrategie in den Mittelpunkt. Egal ob Laub- oder Nadelholz, die Ziele des Vereines waren und sind immer auf die Wertholzproduktion gerichtet. Bei fachlichen Zusammenkünften der ARGE im In- und Ausland werden von den 240 Mitgliedern die Erfahrungen der Waldbesitzer kritisch diskutiert. Einen Überblick über die Veranstaltungen des Vereines und Literatur zum Thema findet man auf der Homepage der ARGE unter www.waldveredelung.at. Nähere Infos zur Mitgliedschaft: Karl Schuster, Obmann der ARGE Waldveredelung und Flurholzanbau, NÖ LK, Forstabteilung unter Tel. 05 0259 24101.

bei einem entsprechenden Rohstoffpreis unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit fachgerecht entnehmen und an die heimische Holzverarbeitungsindustrie vermarkten“, erklärte Fischer. Innerhalb von zwölf Jahren steigerte der Österreichische Waldverband das bundesweite Holzaufkommen aus dem heimischen Kleinwald um 80 Prozent. Im Vorjahr kamen von 18,4 Millionen Festmeter geernteten Holzes 11,4 Millionen Festmeter aus dem Kleinwald.

Mit den Abnehmern auf Augenhöhe „Der Waldverband verschafft dabei den Bauern eine Position auf Augenhöhe mit den Abnehmern“, hält Fischer fest. Er unterstreicht die Professionalität, mit der der Waldverband die Bewirtschaftung des Waldes nach außen vermittelt und vermarktet, zum Beispiel mit Waldfesten, die den Kontakt zu Nichtwaldbesitzern auf gesellige Weise herstellen oder die Waldjugendspiele, die die Kinder zu Botschaftern des

Gwendolyne Mayer folgt als Waldkönigin Victoria Hutter nach. LK-Forstdirektor Werner Löffler und Waldverbandsobmann Franz Fischer gratulierten. Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Waldes machen. „Im Zentrum steht, den Konsumenten zu vermitteln, dass wir Waldbauern die Fachleute für den Wald sind“, betonte Fischer. In der nächsten Periode konzentriert sich der Waldverband neben der bestmöglichen Holzvermarktung für die Mitglieder auf die Weiterentwicklung seiner zugkräftigen Marke und auf die noch stärkere Positionierung als verlässlicher Geschäftspartner.

Neue Waldkönigin gekrönt Die Mostviertlerin Gwendolyne I. ist die neue Waldkönigin und Botschafterin des Waldes und der Waldbauern. Sie übernahm Krone und Zepter ihrer Vorgängerin Victoria I. im Rahmen der Vollversammlung des Waldverbandes. Paula Pöchlauer-Kozel

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Die landwirtschaft

lk aktuell

Genussfest war Eventhighlight im Herbst

NÖ Landesweintaufe in Leobendorf

Besucherrekord bei Fest für den Most

„Wein ist Poesie“ und überzeugt mit Qualität

Erstmals ging das Mostfest in den Hallen der Messe Wieselburg über die Bühne. Der Erfolg sprach für sich. Mit über 2.000 Gästen erzielten die Veranstalter von „So schmeckt Niederösterreich“ einen neuen Besucherrekord. Rustikale Möbel wohin das Auge reicht, Mostbarone in ihren auffälligen Trachten, unzählige Tabletts mit regionalen Köstlichkeiten aller Art und zahlreiche Produktköniginnen aus ganz Niederösterreich – damit war für das passende Ambiente in den weitläufigen Messehallen in Wieselburg gesorgt. Ging es im vergangenen Jahr noch im Schloss Wolfpassing kulinarisch zur Sache, so schadete der Umzug besonders der Anzahl der Besucher nicht.

Neue Botschafterin für den Most beim Fest gekrönt Neben den zahlreichen regionalen Leckerbissen und natürlich den Mostverkostungen wartete ein weiteres Highlight auf die zahlreich

Für die musikalische Umrahmung sorgt Niederösterreichs Weinbotschafter und Fernsehliebling Franz Posch. erschienenen Gäste. Denn die langjährige Mostkönigin Christina Schmatz gab an diesem Abend nach zweijähriger Amtszeit ihre Krone in neue Hände. Mit Petra Steinauer aus Opponitz folgt Schmatz eine bekennende Mostliebhaberin nach, die von Kinderbeinen an in die Mostproduktion ihrer Eltern eingebunden war. Als weiterer Programmhöhepunkt wartete auf die Besucher des Festes die Krönung der neuen Mostkönigin Petra Steinauer (2.v.r). Fotos: LK NÖ/Eva Posch

Die mittlerweile fünfte Niederösterreichische Landesweintaufe, lockte Weinliebhaber heuer nach Leobendorf. Pate des Täuflingsweines war LK NÖVizepräsident Josef Pleil. Er taufte den Wein „Franz-Josef“. „Ich habe über 20 Jahre mit dem NÖ Weinbaupräsidenten Franz Backknecht den Weinbau gestalten dürfen. Die Namenswahl ist ein Symbol für unsere enge und ausgezeichnete Zusammenarbeit“, erklärt Taufpate Josef Pleil. Erst kürzlich übergab Pleil sein Amt als Österreichischer Weinbaupräsident an Johannes Schmuckenschlager. Mit dem Namen des Weins zollt er dieser Zeit und seinen Wegbegleitern Tribut. An der Spitze der zahlreichen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Interessenvertretung würdigte Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka den niederösterreichischen Weinbau: „In unserem Bundesland hat der Weinbau einen ganz besonderen Stellenwert. So freut es mich immer bei Veranstaltun-

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Erstverkostung des Jungweins (v.l.): Julius Schauerhuber, Franz Backknecht, Josef Pleil, Weinkönigin Tanja I., Johannes Schmuckenschlager, Bernhard Lackner, Wolfgang Sobotka, Karl Stich, Dechant Franz Majca. Foto: LK NÖ/Laister

gen zur Förderung und Ehrung dieser wichtigen Branche dabei zu sein. Gleichzeitig ist es eine wunderbare Gelegenheit, Sepp Pleil – einem Urgestein des NÖ Weinbaus – von ganzem Herzen für seine jahrzehntelange Arbeit im Sinne des qualitätsund herkunftsbezogenen Weinbaus zu danken. Ohne ihn wäre der heimische Wein nicht da, wo er heute steht.“

Gute Qualität, geringe Menge Johannes Schmuckenschlager, der frisch gewählte Bundesweinbau-Präsident, freut sich über eine qualitativ gute Weinernte: „Auch wenn die Mengen das vierte Mal in Folge geringer ausfallen, sind wir gerade wegen der schwierigen Witterungsbedingungen sehr froh über die hohe Qualität des Jahrgangs.“ Fruchtige, feine Weine mit knackiger Säure sind heuer das Ergebnis der harten Arbeit der Winzer. Bernadette Laister


Dezember_2013

Schweinehalter und Experten tagten

Ausschuss für Vieh- und Milchwirtschaft tagte

Arbeitsgruppe setzt auf Öffentlichkeitsarbeit

Tierische Märkte kämpfen mit hohen Futterkosten

Unter dem Vorsitz von LKR Hieger tagten kürzlich Vertreterinnen und Vertreter Schweine haltender Betriebe und der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf gemeinsam mit den Funktionären und Fachexperten der Landwirtschaftskammer im Rahmen der Arbeitsgruppe „Schwein“.

Der aktuelle Stand der GAPReform und das Pilotprojekt zum Thema Abferkelbuchten waren zentrale Themen des Ausschusses. Doch auch die derzeitige Lage auf den Märkten beschäftigte die Teilnehmer.

Nicht von ungefähr ist ein Arbeitsschwerpunkt der Arbeitsgruppe „Schwein“ für die nächste Zeit Öffentlichkeitsarbeit – sind doch gerade Schweinebauern noch mehr als andere landwirtschaftliche Branchen im Blickfeld der Gesellschaft. Eine der wesentlichen Herausforderungen für die heimische Schweinbranche ist es, eine immer weniger gut informierte Bevölkerung über die heutigen Anforderungen und Arbeitsbedingungen unserer Schweine haltenden Bauern zu informieren. Es wurde klar festgestellt: Wenn nicht die Branche und jeder einzelne

Bauer selbst ihre Arbeit und ihre Leistungen darstellen, tun es „nur“ andere. Diese verbreiten häufig ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit oder setzen die Schweine haltenden Betriebe mit Aktionismus und Hetzkampagnen unter Druck.

Leitfaden für Kommunikation mit der Gesellschaft Ziel ist, mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit Konsumenten als Verbündete zu gewinnen. Hier braucht es die Anstrengungen von Seiten der Interessenvertretung genauso wie von den Bauern selbst. Ein Ergebnis des Arbeitsauftrags soll unter anderem eine „Kommunikations-Broschüre“ für Schweinehalter sein. In der Arbeitsgruppe wurden auch der aktuelle Stand des Projekts zur Weiterentwicklung von Abferkelbuchten und die Entwicklungen im Bereich Tierwohllabel in Deutschland vorgestellt. Bernadette Laister Um dem verzerrten Bild der Öffentlichkeit über Schweinehaltung entgegen zu wirken, stellt die Arbeitsgruppe „Schwein“ Öffentlichkeitsarbeit in den Mittelpunkt. Foto: LK NÖ/Bernadette Laister

„Von Seiten der EU sind die Eckpfeiler der ersten Säule soweit eingeschlagen, dass die nationale Umsetzung in Angriff genommen werden kann“, erklärt LK-Experte Andreas Schlager. Vor allem das Übergangsjahr 2014 durchleuchtet Schlager im Rahmen seiner Ausführungen. Dabei werden die alten Maßnahmen mit neuem Geld fortgesetzt, was die Situation für Landwirte nicht gerade erleichtert, wie Schlager zu berichten weiß: „Da das Budget für die kommende Periode etwas unter dem aktuellen liegt, werden die Maßnahmen auch mit weniger Geld dotiert sein.“ Die Modulation wird im kommenden Jahr allerdings zur Gänze wegfallen.

Dotierung und Programmierung sind Frage des Budgets In der zweiten Säule spielten neben ÖPUL-Neu auch die Investförderung und die Jungübernehmerförderung eine wesentliche Rolle. „Für die zweite Säule wird besonders das Thema Kofinanzierung wesentlich sein. Je nachdem welcher Kofinanzierungssatz zur Anwendung kommt, steht mehr oder weniger Budget zur Verfügung“, meint der Experte und weist darauf hin,

wie wichtig es ist, dass bei der Ausgleichszulage auch die Möglichkeit eines Tierbezugs besteht. Die Dotierung der Maßnahmen sowie die Programmierung hängen vom endgültigen Budget ab.

Pilotprojekt auf gutem Weg In ihrem Bericht über die Arbeitsgruppe Schwein zeigt LK-Expertin Martina Gerner, dass das Pilotprojekt zum Thema Abferkelbuchten schon erste Erfolge verzeichnen konnte. „Spezielle Buchtentypen befinden sich im Test, und man kann schon jetzt auf die Ergebnisse gespannt sein“, so Gerner.

Marktsituation für Molkereivertreter positiv Doch damit noch lange nicht genug: Auch die derzeitige Situation auf den jeweiligen Märkten beschäftigte die Ausschussteilnehmer. Während die Molkereivertreter den Markt als grundsätzlich positiv beschreiben, zeigt sich im Bereich der Rinderzucht ein gänzlich anderes Bild. So sind die Exporte fast zum Stillstand gekommen und die hohen Futterkosten stellen die gesamte tierische Produktion auf die Probe. Aber auch die Molkereivertreter warnen vor allzu großer Euphorie. Besonders das Auslaufen der Quote erzeugt Unsicherheit und die Rücknahme der Zusatzabgabe im letzten Jahr der Quotenregelung wird gefordert. Auch die Geflügelbranche sieht sich mit Herausforderungen für die Zukunft konfrontiert. Wesentlicher Kritikpunkt ist die Verpflichtung, nur mehr Donau Soja einsetzen zu dürfen. 9


DIE LANDWIRTSCHAFT

LK AKTUELL

Rechtsausschuss stellte Forderungen an Regierungsprogramm

Weinbaugesetz und ÖPUL 2014-2020 zentrale Themen

„Neue Regierung ist bei Umsetzung gefragt“

Ausschuss für Wein- und Obstbau tagte in Krems

Bei der Ausschusssitzung für Recht-, Steuer, Soziales und Umwelt standen die Forderungen an die nächste Bundesregierung im Vordergrund.

beschäftigungsrecht. Unverständlich ist für Dobritzhofer die bisherige Blockadehaltung der Gewerkschaft bei der Erweiterung von Spielräumen für die Kollektivvertragspartner.

Ausschuss-Vorsitzender Andreas Ehrenbrandtner forderte Verbesserungen zum Anerbengesetz, um die Zerschlagung bäuerlicher Betriebe erbrechtlich zu verhindern. Auch der Ausbau des Pächterschutzes und eine Ausdehnung der landund forstwirtschaftlichen Nebentätigkeiten standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Kritische Stimmen gab es, als die Schwerpunktkontrollen durch die Finanzpolizei bei der heurigen Weinlese zur Sprache kamen. Vizepräsident Josef Pleil stellte klar, dass man sich eine pauschale Kriminalisierung der traditionell zahlreichen unentgeltlichen Lesehelfer aus dem Kreise von Verwandten und Freunden keinesfalls gefallen lassen werde.

Vor allem die Abgrenzung der Weinbaufluren und Obst im ÖPUL 2014-2020 beschäftigte die Ausschussmitglieder Mitte November. Eine Novelle des NÖ Weinbaugesetzes wurde befürwortet. Obstwein sorgte für Diskussionsbedarf.

Kammerdirektor-Stellvertreter Martin Jilch berichtete über die Gespräche mit dem Finanzministerium wegen der 20 prozentigen Umsatzsteuer für Einstellbetriebe ab 2014. „Der Großteil der Pferdebesitzer kann sich keine höhere Einstellgebühr leisten. Negative gesamtwirtschaftliche Folgen sind zu berücksichtigen“, erklärt Jilch. Als Lösung fordert die Kammer eine entsprechende Vorsteuerpauschale für Heu, Stroh, Stallungen und dergleichen. Damit könnte zumindest eine komplizierte umsatzsteuerliche Buchhaltung vermieden werden. Wolfgang Dobritzhofer erläuterte die Eckpunkte, der arbeits- und sozialrechtlichen Anliegen. Neben langjährigen Forderungen wie faire Finanzierungsausgleiche in der bäuerlichen Sozialversicherung und Beseitigung von Diskriminierungen bei den Erwerbsunfähigkeitspensionen umfassen sie auch Wünsche im Landarbeits- und Ausländer10

Pauschale Kriminalisierung von Lesehelfern löst Unmut aus

Vom Ausschuss begrüßt wird die geplante Streichung jener Bestimmung im NÖ Bodenschutzgesetz, die es verbietet, den regional standortstypischen Bodenzustand zu ändern. Im Wesentlichen geht es darum, die Aufbringung von nicht verunreinigtem Bodenaushubmaterial von landwirtschaftlichen Böden zu ermöglichen und Missbrauch zu vermeiden. Die Novelle ist bis zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen vorerst gestoppt. Für Aufmerksamkeit sorgt ein im Mai 2013 eingeleitetes EU Vertragsverletzungsverfahren wegen angeblicher Mängel bei der Umsetzung von Natura 2000. Der Ausschuss hält es für notwendig, ausreichend Zeit für die Einbindung der Grundeigentümer vorzusehen, sofern konkrete Änderungsvorschläge seitens des Landes in Betracht gezogen werden.

Die Bezirksverwaltungsbehörden werden künftig mit Verordnung innerhalb der Weinbaufluren Weinbaurieden bestimmen. Die genaue Abgrenzung nach Gemeinde und Grundstück wird und wurde bereits von vielen Weinbauvereinen durchgeführt. Der Vorschlag für eine Novelle des NÖ Weinbaugesetzes wurde von Friedrich Krenn, Leiter der Abteilung Landwirtschaftliche Bildung des Landes Niederösterreich, den Mitgliedern des Ausschusses vorgelegt und von diesen befürwortet.

„Überproduktion verhindern“ Im Rahmen dieser bevorstehenden Gesetzesänderung soll auch die Möglichkeit zur Flurenerweiterung eingeschränkt und die Schaffung neuer Weinbaufluren außerhalb bestehender Weinbaugebiete abgeschafft werden. Vizepräsident Pleil erinnerte an die letzte große „Auspflanzwelle“ in den späten 70-er Jahren und die daraus resultierenden Probleme der Überproduktion. „An den weinbaupolitischen Grundsätzen: Hektarhöchstertrag, Abgrenzung der Weinbaufluren muss aus marktpoliti-

Obst im ÖPUL 2014-2020 Die Maßnahme Erosionsschutz Obstbau bezieht sich auf alle Obstund Bodengesundungsflächen. Mindestgröße ist 1 ha im ersten Jahr. Als Begrünungskulturen gelten winterharte Pflanzen. Diese müssen einmal jährlich gehäckselt oder gemäht werden. Bodenbearbeitung und eine Erneuerung der Begrünung sind zulässig. Bei Hangneigung von mehr als 25 Prozent ist ein Zuschlag vorgesehen. Die Maßnahme Bodengesundung bedeutet eine Stilllegung von maximal drei Jahren. Ganzjährige Begrünung, Verzicht auf N-Düngung und Pflanzenschutz sind erforderlich. Derzeit ist ein Top-Up Insektizidverzicht vorgesehen.

schen Gründen in ganz Österreich festgehalten werden“ war der einstimmige Tenor des Ausschusses. Doch damit nicht genug. Auch Obstwein und dessen Regelung waren zentrale Themen des Ausschusses. Derzeit ist Obstwein im Weingesetz geregelt. Eine Anpassung an moderne Erfordernisse ist geplant. Der Verordnungsentwurf sieht vier Qualitätsstufen vor. Besonders die Kontrolle betreffend sorgte dies für Diskussionsbedarf. DI Gerald Kneissl und Ing. Wolfgang Lukas


Dezember_2013

Seminarbäuerin machte auf regionale Produkte aufmerksam

Landeshauptmann würdigte Einsatz und Engagement

Österreichische Kulinarik Eine Frage der Ehre erobert Deutschland Erwin Pröll verlieh hohe Auszeichnungen für Verdienste um die Republik und das Bundesland Niederösterreich.

Elisabeth Lust-Sauberer, Seminarbäuerin aus Hollabrunn, kochte in Hamburg. Dabei machte sie auf die große Vielfalt und hohe Qualität österreichischer Lebensmittel aufmerksam. Charmant, spritzig, fachlich versiert und das noch dazu im traditionellen Dirndl – Elisabeth Lust-Sauberer zeigte deutschen Fachjournalisten, was die österreichische Küche alles zu bieten hat. Denn die AMA lud in Hamburg zum kulinarischen Österreichabend. Dabei hieß es für die Medienvertreter nicht nur selbst nach

Hochkarätige deutsche Journalisten kochten mit Seminarbäuerin Elisabeth Lust-Sauberer und lernten die Qualität österreichischer Produkte kennen. Foto: AMA Marketing

den Kochlöffeln zu greifen, um die Rezepte selbst auszuprobieren. Sie lernten noch dazu jede Menge über heimische Lebensmittel aus Österreich und durften sich von der hohen Qualität der Exportschlager Käse, Speck und Wurst überzeugen. Diese Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass die Seminarbäuerinnen sympathische und glaubwürdige Botschafterinnen für heimische Lebensmittel sind.

Für Verdienste um die Republik Christine Zimmermann aus Weikendorf, ObmannStellvertreterin der Bezirksbauernkammer Gänserndorf. Leopold Buchberger aus Aschbach, Obmann-Stellvertreter der Bezirksbauernkammer Amstetten. Für Verdienste um das Bundesland Maria Lechner aus Viehdorf,

Obfrau der Bezirksbauernkammer Amstetten. Michael Rosensteiner aus Großschönau, ehemaliger Kammersekretär der Bezirksbauernkammer Zwettl. Anton Gößwein aus Kirchstetten, ehemaliger Referent im Referat Betriebswirtschaft der LK NÖ. Leopold Lechner aus Sittendorf, Obmann-Stellvertreter der Bezirksbauernkammer Mödling. Franz Urbanich aus Hof am Leihaberge, ehemaliger Revisor beim Raiffeisen-Revisionsverband NÖ-Wien.

Neues Weinkompetenzzentrum in Krems eröffnet

Kalender bietet „Blick durch die offene Stalltür“ Mit einem Tierhaltungskalender setzt die Bezirksbauernkammer Waidhofen an der Thaya einen Schritt, um die Wertschätzung für die Arbeit der Landwirte zu steigern. Unter dem Motto „Blick durch die offene Stalltür“ wurde die Tierhaltung in den Mittelpunkt gerückt. „Wir wollen Konsumenten – vor allem Kindern – mit unserem Kalender die landwirtschaftliche Tierhaltung näher bringen“, so die Verantwortlichen. Landwirtschaft so darzustellen, wie sie wirklich ist, lautete dabei das Ziel. Und das ohne die nostalgischen Werbebilder wie die „Lila Kuh“ oder das sprechende Schweinchen. „Es ist höchste Zeit, ein realistisches Bild einer zeitgemäßen Landwirtschaft zu zeigen, um ein neues Bewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen“, erklären die Initiatoren abschließend.

Nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnete Landeshauptmann Erwin Pröll das neue Weinkompetenzzentrum der Wein- & Obstbauschule Krems. „Wir haben auf Dauer nur dann eine Chance, wenn sich die Bäuerinnen und Bauern entsprechend weiterbilden können. Notwendig ist, dass Theorie und Praxis auf einer Ebene forciert werden. Mit dem Weinkompetenzzentrum haben wir die besten Chancen für den Weg in die Zukunft“, ist Pröll überzeugt. Neben den modernen Anlagen für eine professionelle Weinproduktion und Lagerung umfasst das neue Kompetenzzentrum Seminarräume sowie Labors, um önologische Versuche durchzuführen. Ein entsprechender Verkostungsraum ist für den Verkauf der Landesweine reserviert. Auch die Außenstelle Krems des Bundesamtes für Weinbau ist in den neu eröffneten Räumen untergebracht. Foto: Jürgen Mück

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Die landwirtschaft

lk aktuell

Rund 300 Personen nahmen an einer Befragung zu den Beratungsprodukten teil

Gutes Zeugnis für LK-Beratung

Im Frühjahr 2013 wurde eine Befragung zu den Beratungsprodukten der LK NÖ durchgeführt. 93,5 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Beratung zufrieden und schätzen sie als wichtige Hilfestellung. Neun von zehn Landwirte würden auch in Zukunft lk Beratung+ in Anspruch nehmen. Die LK NÖ hat in den letzten Jahren ihr Angebot an Beratungsleistungen unter dem Motto „Beratung, die Werte schafft“ von Grund auf überarbeitet und erweitert. Mit der lk Beratung+ wurde ein Zusatzangebot für Spezialfragen in allen Fachbereichen geschaffen. Dieses ist zwischen der kostenfreien Grundberatung und der umfangreichen Prozessbegleitung der lk projekt angesiedelt. Bei Inanspruchnahme der lk Beratung+ fällt je nach Beratungsumfang ein Kostenbeitrag an, der von der Kundin oder dem Kunden getragen werden muss. Jede Veränderung ist mit der Frage verbunden, wie sie von den Betroffenen angenommen wird. Deshalb hat sich die LK dazu entschlossen, eine anonyme Umfrage durchzuführen. Ziel war es zu erfahren, wie Kunden auf die Umstellungen im Bereich der Beratung reagieren. Die Ergebnisse liegen auf und können sich durchaus sehen lassen. 93,5 Prozent der Befragten sind rückblickend mit der Beratung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksbauernkammer und der Landwirtschaftskammer zufrieden. Genauso viele meinen, dass die Beratung hilfreich bei der Lösung des Problems war. Neun von zehn Personen möchten in Zukunft wieder ein Beratungsangebot der Kategorie lk Beratung+ nutzen. Dass die Kunden einen Teil der Kosten selbst tragen müssen spielt dabei möglicherweise nur eine untergeordnete Rolle. Denn knapp 60 Prozent halten das Preis-/Leistungsverhältnis für angemessen und weitere 25 Prozent beschreiben es als eher angemessen. 12

Ein wesentlicher Indikator für den Erfolg eines Unternehmens ist die Weiterempfehlungsrate. Nur wer selbst von der Qualität eines Produktes überzeugt ist, empfiehlt es anderen. Neun von zehn Personen geben an, dass sie das in Anspruch genommene Beratungsprodukt weiterempfehlen werden. Hat sich eine Bäuerin oder ein Bauer für ein Beratungsprodukt entschieden, so geschieht das immer öfter auch aufgrund der Angebotsbeschreibungen. Diese gibt es mittlerweile für jedes Beratungsprodukt. Mehr als 90 Prozent der Befragten bestätigen, dass die Beschreibung bei der Suche nach der richtigen Beratung hilfreich war. Rund 55 Prozent der Befragten nutzen dieses Service. Bei gut zwei Drittel der Betroffenen hatte es auch einen tatsächlichen Einfluss auf die Inanspruchnahme des jeweiligen Angebotes.

Berater punkten bei den Kunden Als serviceorientierte Beratungsorganisation ist es der LK NÖ nicht nur wichtig, dass die fachliche Beratung den Erwartungen entspricht. Auch die Verlässlichkeit bei Terminvereinbarungen oder eine verständliche Darstellung der Beratungsergebnisse sind wesentliche Faktoren.

Rund 300 Landwirte wurden befragt, die im Jahr 2012 eine LK-Beratung in Anspruch genommen haben. Ziel war es zu erfahren, wie die Weiterentwicklung und Umstellung der Beratungsleistung angenommen wird. Foto:LK NÖ/Archiv Ebenso muss eine Dokumentation über die Beratungsinhalte ausgehändigt werden. Rund 95 Prozent der Befragten sind hierbei mit den Beratern zufrieden.

Bedürfnisse der Landwirte im Zentrum „Die Ergebnisse dieser Befragung machen uns als Beratungsorganisation für den ländlichen Raum zu Recht stolz. Wir werden aber auch künftig alles daran setzen, die richtigen Antworten auf Kundenfragen zu finden, um dieses gute Ergebnis in Zukunft noch ein Stück verbessern zu können“, erklären die Verantwortlichen und schauen motiviert in die Zukunft. Die komplette Auswertung der Befragung mit den entsprechenden Grafiken finden Sie auf www.noe.lko.at unter dem Menüpunkt „Niederösterreich/Aktuelles“. Ing. Stefan Mader, BA Tel. 05 0259 23406 stefan.mader@lk-noe.at


Dezember_2013

Lukullus für Verdienste in der Fleischbranche vergeben

Auszeichnung ging an Projekt aus NÖ

Aus dem Land

Fachmesse rund um die Landwirtschaft eröffnete in Tulln

Auf der Austro Agrar Tulln Ende November, präsentierte sich die Landwirtschaftskammer Niederösterreich heuer mit dem Messeschwerpunkt „Verkehrssicherheit“. Präsident Hermann Schultes hat gemeinsam mit Landesrat Stephan Pernkopf , Landesrat Max Hiegelsberger aus Oberösterreich und dem Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk die Messe eröffnet. Mit am Bild, Moderatorin Birgit Perl. Foto: Tullner Messe

Die AMA-Marketing verlieh die höchste Auszeichnung der Fleischbranche: Die Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und SPAR, die sich mit dem Projekt „Rindfleisch à la carte“ einem speziellen Qualitätsprogramm für Kalbinnen verschrieben haben.

Niederösterreichische Landwirte holte sich Klimaschutzpreis Bei der Lukullus-Verleihung mit dabei (v.l.): FuttermittelExperte der AMA-Marketing Michael Langanger, TANN-Geschäftsführer St. Pölten Helmut Gattringer, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf Werner Habermann, AMA-Marketing Geschäftsführer Michael Blass und Sigi Raht vom Qualitätsmanagement der AMA-Marketing. Foto: AMA/Dall

Alle zwei Jahre wird sie vergeben – die höchste Auszeichnung im Fleischbereich. Mit dem so genannten Lukullus zeichnet die AMA jene Persönlichkeiten aus, die sich durch außergewöhnliches Engagement in der Fleisch- und Wurstbranche hervorgetan haben.

Silberner Lukullus für top Qualitätsmanagement Den silbernen Lukullus als Auszeichnung für innovatives Qualitätsmanagement konnte die Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf gemeinsam mit SPAR entgegen nehmen. Mit ihrem Projekt „Rindfleisch à la carte“ überzeugten sie die Jury. Seit mittlerweile zehn Jahren haben sich die beiden Projektpartner dem strengen

Qualitätsprogramm verschrieben. Rund 200 niederösterreichische Rinderbauern bieten dabei Qualitätsfleisch aus regionaler Landwirtschaft in den Regalen der Handelskette an. Eine kompromisslose Qualitätsorientierung und eine faire Zusammenarbeit in der Region – das ist es, was die Verantwortlichen mit der Marke „Rindfleisch à la carte“ umsetzen möchten. „Dieses Projekt ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Verkauf“, erklären Helmut Gattringer, Geschäftsführer der TANN St. Pölten und Werner Habermann, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf.

Am Montag, 11. November, wurden die besten Klimaschutzprojekte ausgezeichnet. Die Landwirte Annemarie und Herbert Hochwallner aus St. Peter in der Au konnten mit ihrer nachhaltigen Land- und Energiewirtschaft die Jury in der Kategorie „Klimaschutz in der Landwirtschaft“ überzeugen. Bei der Verleihung des Klimaschutzpreises mit dabei (v. l.): Umweltminister Niki Berlakovich, Annemarie und Herbert Hochwallner, Spitzenköchin Lisl Wagner-Bacher, Kurt Weinberger und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Foto: Thomas Jantzen/ORF AMA-Hoftafeln für sechs niederösterreichische Top-Betriebe

Betriebe, welche die regelmäßigen AMA-Kontrollen ohne eine einzige Beanstandung absolvieren, sind Anwärter für die begehrten AMAHoftafeln. Nun wurden weitere sechs Top-Unternehmen der Schweine- und Rinderbranche ausgezeichnet. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes (1.v.r.) gratulierte den Betriebsführern Ernst Weninger aus Zöbern, Franz Schenkermayr aus Melk, Maria und Leopold Hofbauer aus Sigmundsherberg, Friedrich Stöffelbauer auf Haag, Ingrid Zeitlhofer aus Mank und Robert Strohmaier aus Hafnerbach zur Auszeichnung ihrer einzigartigen Produktqualitäten. Foto: AMA-Marketing 13


Die landwirtschaft P rod u ktio n S 16

Mehr erlösen mit M-Kuh und Kalbin á la Carte Familie Hofmarcher

Tierhaltung

Transponder richtig einsetzen

Von der Kraftfuttermenge bis zur Transpondertür

S 18

Omas Hausmittel für den Stall wieder entdecken S 20

Mutterkühe richtig beobachten

Worauf bei der Einstellung der Transponder zu achten ist, erklärt LKExperte Gerald Stögmüller.

Reportage: Wie mit Hackschnitzeln Geld in Raabs/Thaya bleibt

Eine Obergrenze pro Gabe ist bei Getreide und getreidehaltigen Kraftfuttermitteln wichtig. Sie können den Pansen übersäuern. Der rasche Anfall großer Mengen an Säuren senkt den pH-Wert im Pansen. Das trifft vor allem zellulosespaltende Bakterien. Sie können die Faserfraktionen nicht mehr so rasch abbauen und sterben bei sehr tiefen pH-Werten ab. Es bilden sich Giftstoffe. Wie tief der pH-Wert fällt, hängt von Schrotart, Menge, Mahlfeinheit, Puffersubstanzen und Wiederkauintensität ab. Die Kuh soll mit dem natürlichen Fressrhythmus von 2,5 bis drei Stunden auch jedes Mal den Transponder besuchen können. Es sollen keine langen Sperrzeiten wegen Melkung oder Restzeiten vorliegen. Die Kontrolle und Korrektur der Portionsgewichte sollte man bei jedem Futter- und Chargenwechsel und bei eigener Schrotnachfüllung durchführen. Falsch eingestellte Dosiermengen führen rasch zu deutlich abweichender Kraftfutter- und Mineralfutterergänzung.

Ab S 28

Gruppen- oder Einzeltierzuordnung

Invekos

Kühe nehmen je nach Laktation, Laktationsstadium, Milchleistung und Rasse unterschiedlich viel Grundfutter auf. Dadurch variiert die Kraftfutterergänzung um mehrere Kilogramm. Viele Transponderprogramme reagieren nicht selbstständig und der Landwirt muss hier bewusst die Vorgaben abändern. Hier gibt es die Möglichkeiten der Gruppenzuordnung oder der Eingabe der tierindividuellen Grundfutterleistung. Wird dies nicht beachtet, wird allen Kühen mit gleicher Milchleistung auch gleich viel Kraftfutter zugeteilt. Eine genaue Einstellung vermeidet das Verfetten altmelkender und den Energiemangel frisch laktierender Kühe.

S 22

Rückblick Rindermasttag Tarife für die Futtermitteluntersuchung S 23

Bücherskorpion jagt Varroamilben S 24

Fakten gegen Gerüchte und Halbwissen Lebensmittel Schweinefleisch S 26

Einheitswert Forst– Hauptfeststellung 2014 S 27

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Die Kuh soll mit dem natürlichen Fressrhythmus von 2,5 bis drei Stunden auch jedes Mal den Transponder besuchen können. Foto: LK NÖ/Stögmüller

Pansenzotten nicht genug. Deshalb ist die Aufnahme von überschüssigen Fettsäuren bei der Kraftfuttersteigerung nach der Abkalbung eingeschränkt. Die Gefahr der Pansenübersäuerung und des Energiemangels erhöht sich. Zur Vorbeuge sollte man drei Wochen vor dem errechneten Abkalbetermin mit der Fütterung von Getreide beginnen und innerhalb einer Woche auf 1,5 bis zwei Kilogramm steigern und bis zur Abkalbung auf diesem Niveau halten. Das Kraftfutter sollte erst ab dem dritten Tag nach der Abkalbung um maximal 0,25 Kilogramm pro Tag gesteigert werden. Ein zu schneller Anstieg übersäuert den Pansen auf Kosten der Grundfutteraufnahme und der Tiergesundheit.

Transpondertür gegen Futterdiebstahl

Kraftfutter rund um die Abkalbung

Eine Transpondertür verhindert das Futterstehlen. Gesteuerte Türen sind mechanisch betätigten Türen vorzuziehen, da sie die Besuchszeiten steuern können und eine unnötige Besetzung der Futterstation verringern helfen. Außerdem ist der Transponder regelmäßig von Staub zu befreien.

Eine unzureichende Vorbereitungsfütterung stimuliert die Entwicklung der

DI Gerald Stögmüller; Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23603; gerald.stoegmüller@lk-noe.at


Dezember_2013

LKV Kennzahl Dezember

Stier des Monats

RDV Mobil App für Eigenbestandsbesamer

OBI, der Allrounder

Mit der kostenlosen RDV Mobil App hat der Landwirt immer einen „Notizzettel“ zur Hand und die Eigenbestandsbesamung wird mit einem Klick vollständig erfasst. Das gesamte Fruchtbarkeitsmanagement verschlingt viel Zeit für Beobachtung und Dokumentation. Oft hat man keinen Zettel zur Hand oder die kleinen Notizzettel verschwinden spurlos. Hier bietet sich das kostenlose RDV Mobil App an. Besonders nützlich ist die Funktion der Besamungsmeldung für Eigenbestandsbesamer. Das App liest Daten direkt aus dem RDV aus und ist somit immer am aktuellsten Stand.

Aus einer Liste kann jedes beliebige Tier der Herde übersichtlich aufgerufen und die Aktion EBB (Eigenbestandsbesamung) ausgewählt werden.

Rasch und sicher Dank einiger Voreinstellungen ist die Besamung mit wenigen Klicks sofort vollständig erfasst. Nach einer Plausibilitätsprüfung wird die Besamung automatisch weitergemeldet und im RDV-System gespeichert. Ab diesem Zeitpunkt braucht der Landwirt keine Gedanken mehr an Meldefristen verschwenden. Die Belegung ist von nun an auf allen Berichten und Auswertungen angedruckt. Versäumte Meldefristen oder fehlende Belegungen auf Besamungsabrechnungen sollten somit der Vergangenheit angehören.

Jetzt Android und in Kürze auch Apple IOS Das App kann per Handy von der LKV-Homepage heruntergeladen und installiert werden. Zum Freischalten genügt ein kurzer Anruf im LKV Büro, und danach kann man das App sofort mit all seinen Vorzügen nutzen. Derzeit ist das App für Android Betriebssystem verfügbar. Eine Version für Apple IOS Betriebssystem wird in Kürze angeboten. DI Karl Zottl LKV Niederösterreich

Das App kann per Handy von der LKV-Homepage heruntergeladen und installiert werden. Foto: LKV NÖ

Der ausgeglichene Zuchtwertaufbau, die linienfremde Blutführung und die Freiheit von bekannten Erbfehlern machen OBI zu einem interessanten genomischen Jungvererber. Für die Zucht interessant macht OBI an erster Stelle sein ausgeglichener Zuchtwertaufbau. Seine Zuchtwerte sind in allen Merkmalen, Milch, Fleisch, Fitness und Exterieur, positiv. Das macht ihn als Allrounder breit einsetzbar. Besonders die etwas längeren und dickeren Zitzen fallen positiv auf. Die zweite Besonderheit ist seine Abstammung. Er ist frei von Horwein- (Winnipeg), Dionis-, Renger- (Inder, Ilion, Inhof, Ress, Resalf), Poldi- (Polari), Ralbo- (Rau, Rumgo, Vanstein, Vandor), Romen- und Malf – Blut. Die Kombination aus hohem Vererbungspotenzial, alternativer Abstammung und der Freiheit von Erbkrankheiten macht Obi hochinteressant für die Fleckviehzucht. Eine

Obis Mutter Aralia besticht durch ihre sehr lange und rund ausgeprägte Mittelhand. Foto: NÖ Genetik

zukunftsorientierte Fleckviehpopulation benötigt dringend Linienalternativen, wie sie bei Obi gegeben sind. Obis Vater ist der Humid-Sohn Huascaran, der in Bayern sehr stark als Kalbinnenstier zum Einsatz kam. Seine Töchter fallen durch ihre Homogenität und ihr Exterieur auf. Mutter ist die Hades-Tochter Aralia, die sich in der 2. Laktation befindet und durch ihre Mittelhand besticht. Diese ist sehr lang und rund ausgeprägt. Das Fundament ist äußerst trocken mit etwas mehr Winkel. Aralias Euter lässt bei der Drüsigkeit, dem Sitz und der Strichverteilung keine Wünsche offen. Ihre Mutter, eine Gebalot-Tochter, weist ein stabiles Exterieur auf. Ernst Grabner NÖ Genetik

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Die landwirtschaft

Tierhaltung

Reportage: Familie Hofmarcher, Purgstall an der Erlauf, setzt auf Mehrerlös für M-Kühe und Kalbinnen à la carte

„McDonald‘s veredelt unsere Kühe zu köstlichen Burger“ Betriebsspiegel Betriebsführer Johann (35), LW-Meister, und Manuela (31) Hofmarcher Familienmitglieder am Betrieb Kinder Stefanie (11), Johannes (9), Magdalena und Katharina (8), Eltern Peter (75), Anna (71) Flächenbewirtschaftung 12 ha Grünland, 10 ha Acker mit Gerste, Weizen, Mais und Wechselwiesen Tierhaltung 20 FV-Kühe mit eigener Nachzucht, 7.500 Kilogramm Stalldurchschnitt Mitglied bei Zuchtverband, TGD und QSMilch

Bei Hofmarchers verlassen weibliche Rinder nur als Markenware den Stall in Richtung Schlachthof. Welche Auflagen sie erfüllen müssen und was sie für M-Kühe und Kalbinnen à la carte erlösen, verrieten sie uns kürzlich bei einem Betriebsbesuch.

Gerald Toifl (li) von der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf ist GASTRO Betreuer der Markenfleischprogramme. Johannes Brandhofer (re) ist von der EZG für die Kundenberatung und Disposition der Tiere bis hin zum Schlachthof zuständig. Er ist für Johann und Manuela Hofmarcher die erste Anlaufstelle in der Vermarktung.

„Vier bis fünf Kühe tauschen wir pro Jahr gegen jüngere aus. Die Altkühe vermarkten wir als M-Kühe über die Rinderbörse“, berichten Johann und Manuela Hofmarcher. „Wir erlösen mit dem Programm 20 Cent mehr pro Kilogramm, als der Kuh-Basispreis der Rinderbörse aus-

macht. Alle Qualitätsklassen werden übernommen.“ Die Rinderbörse verlangt dafür von den Landwirten, dass die Kühe in Österreich geboren und gefüttert wurden, mindestens 24 Monate alt sind, der Schlachtkörper kalt mindestens 235,2 Kilogramm wiegt und der Betrieb Mitglied

Fachtag für Mutterkuhhalter Am 30 Jänner findet von 09.00 bis 17.00 Uhr im Gasthaus Birgl in Inning bei Hürm ein Fachtag für Mutterkuhhalter zum Thema „Vermarktungsmöglichkeiten im Betriebszweig Mutterkuhhaltung“ statt. Die Vermarktungsmöglichkeiten von Produkten aus der Mutterkuhhaltung werden anhand der Programmanforderungen und den dazugehörigen Praxisbetrieben gezeigt. Experten behandeln Themen wie Direktvermarktung, regionale Produkte bis hin zur österreichweiten Vermarktung. Anmeldung bis 24. Jänner in der LK NÖ unter Tel. 05 0259 23200; Teilnahmebeitrag: 20 € 16

Foto: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

M-Rind, M-Rind+, M-Rind++ M-Rind: geboren und gemästet in Österreich, mindestens 24 Monate alt Schlachtgewicht kalt mindestens 235,20 kg alle Qualitätsklassen Mitgliedschaft beim TGD Erfüllung von Cross Compliance Betriebserhebung durch den LKV M-Rind +: Zusätzlich zertifiziertes Fütterungsmanagement mit GVO-freier Fütterung, LKV QS-Milch M-Rind++: Zusätzlich auszeichnungsfähiges zertifiziertes Fütterungsmanagement mit auszeichnungsfähiger GVO-freie Fütterung und Gentechnikfrei zertifizierte Molkreiprojekte

beim Tiergesundheitsdienst ist. „Für die Teilnahme am Programm haben wir 2005 den Betriebserhebungsbogen des Landeskontrollverbandes ausgefüllt und mit der Rinderbörse einen Vertrag abgeschlossen“, erinnern sich Johann und Manuela.

Zwei Monate Endmast Da sie in der Zucht sehr scharf selektieren, sind die Kühe beim Verkauf an die Rinderbörse zwischen vier und fünf Jahre alt. „Wenn wir im Stall genügend Platz haben, mästen wir die Kühe zwei Monate vor dem Verkauf mit Krummet und Sandwich-Silage aus Gras und Mais und mit täglich 1,5 Kilogramm Kraftfutter aus betriebseigenem Weizen und eigener Gerste. Nur Kühe mit Euterproblemen verlassen ohne Mast den Betrieb“, erklären die beiden. Kühe, die schwer trächtig werden, besamen sie mit den Rassen Charolais oder Blau Weißer Belgier. Werden sie auch dann nicht trächtig, werden sie als M-Kühe vermarktet. Die Kühe erreichen zwischen 250 und 400 Kilogramm Schlachtgewicht. Heuer waren sie wegen des knappen Futterangebotes aufgrund der Trockenheit mit durchschnittlich 310 Kilogramm Schlachtgewicht etwas leichter. Die Schlachthälften waren meist als R und U klassifiziert, vereinzelt auch als O. Die Vordervierteln veredelt McDonald`s zu Burger, der rest-


Dezember_2013 liche Kuh-Schlachtkörper wird unter der Marke „Viantella“ nach Frankreich exportiert. „Wir sind mit dem M-Kuh Programm sehr zufrieden und können es nur weiter empfehlen“, so die beiden.

Kalbinnen à la carte mit AMA-Gütesiegel Da sie mit dem M-Kuh Programm so gute Erfahrungen gemacht haben, produzieren sie seit 2009 auch Kalbinnen à la carte. Die Tiere müssen die Kriterien für das AMA-Gütesiegel erfüllen, dürfen nicht älter als 20 Monate sein und das Schlachtgewicht muss zwischen 250 und 360 Kilogramm liegen. Am besten ausgereift ist das Fleisch bei einem Schlachtgewicht zwischen 300 und 320 Kilogramm. „Kalbinnen, die wir nicht als Nachzucht benötigen, werden gemästet. Um Fünfergruppen zu füllen, kaufen wir auch Kälber zu“, erklären Johann und Manuela. Die fünf bis sechs Wochen alten Zukauftiere füttern sie bis zur achten Woche zwei mal pro Tag mit 2,5 Litern vorgewärmter Milch je Mahlzeit. Kälbermüsli bieten Hofmarchers vom ersten Tag weg an. „Dazu halten wir ihnen eine Handvoll Müsli sofort zum Maul, sobald wir den Saugeimer wegziehen“, so Johann und Manuela über ihre Strategie. Sobald die Tiere einen Kilo Müsli pro Tag fressen, bekommen sie keine Milch mehr. „Mit

dieser Umstellungsmethode bekommen unsere Kälber nur sehr selten Durchfall“, wissen die beiden. Heu gibt es ebenfalls vom ersten Tag an, Silage erst nach dem Absetzen der Milch. In der anschließenden Mastphase fressen die Kalbinnen Heu, Gras- und Maissilage und pro Tag ein Kilogramm Gerstenschrot mit einem halben Kilo Eiweißergänzer aus Raps, Soja und Sonnenblumen. Von 200 bis 250 Kilogramm Lebendgewicht bieten sie den Tieren die höchste Kraftfuttermenge an, um sie danach zu reduzieren, damit die Kalbinnen gegen Mastende nicht verfetten.

Plus 18 Cent pro Kilogramm Sind die Tiere 16 bis 17 Monate alt, holt sie die Rinderbörse ab. Sie bezahlt für die Kalbinnen den Börsepreis für Stiere plus 18 Cent pro Kilogramm. „Wenn wir die Rechnung bekommen, kontrollieren wir das Gewicht. Vom Erlös ziehen wir den Kälberpreis ab. So haben wir für eine Kalbin, die wir 486 Tage gemästet haben, 1,89 Euro pro Tag erlöst und für 439 Tage Mast 2,40 Euro pro Tag“, rechnen Hofmarchers vor. „Für uns passt das Einstellen der Kälber zur Mast von Markenprogrammen besser, weil die Umstellungszeit kurz ist und wir pro Kälberplatz mehr Wertschöpfung erzielen.“ Paula Pöchlauer-Kozel

Werner Habermann, Geschäftsführer EZG Streitdorf und NÖ Rinderbörse Als Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf und der NÖ Rinderbörse setze ich mich mit meinem Team dafür ein, dass die Bauern, die über uns vermarkten, am Rindfleischmarkt den besten Erlös für Lebendund Schlachttiere erzielen. Der Handel verlangt immer mehr nach speziellen Markenprogrammen, und genau das ist auch unsere Stärke. Für den einzelnen Produzenten wäre das in dieser Form nicht möglich. Gemeinsam mit unseren Bauern und gezielter Bündelung der vorhandenen Mengen können wir die Bedürfnisse des Marktes abdecken und noch stärker ausbauen. Dazu möchten wir auch jenen Produzenten, die bisher noch nicht über uns vermarkten, die Vorteile der Vermarktung über die NÖ Rinderbörse anbieten: Absatzsicherheit: Gesicherte Abnahme und rechtzeitige Abholung auch in Krisenzeiten. Preistransparenz und Zahlungssicherheit: Wochenpreise werden im Vorhinein festgelegt und gelten von Montag bis Freitag. Unsere Vertragsmäster erhalten als besonderes Service eine wöchentliche Preisinformation. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 14 Werktagen. Qualitätszuschläge bei der Teilnahme an Qualitätsprogrammen, wie zum Beispiel AMA Gütesiegel, Premium Rind und Qualitätsmastkalbin. Treuebonus bei Einhaltung der Bedingungen: Am Jahresende wird ein Bonus von zwei Cent pro Kilogramm ausbezahlt. Wenn Sie Vertragspartner der NÖ Rinderbörse werden möchten, beraten wir Sie gerne unverbindlich unter Tel. 02782/81100. Wir versichern Ihnen eine bestmögliche und sichere Vermarktung Ihrer Rinder.

Bio-Rinder sind gefragt und gesucht Bio-Rinder sind lebhaft nachgefragt und die Notierungen für fast alle Kategorien steigen. Schlachttiere in allen Kategorien werden von der Bio Vermarktung Handels GesmbH gesucht. Durch die gute Kooperation mit der Rinderbörse NÖ gibt es für nicht Ja! Natürlich taugliche Jungrinder eine neue Vermarktungsmöglichkeit mit höheren Preisen. Die seit einigen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Rinderbörse im Bereich der Schlachtkuh-Vermarktung wird auf andere Kategorien ausgeweitet. Dies garantiert höhere Zahlungssicherheit, ermöglicht mehr Effizienz bei Logistik und Transport, Kosteneinsparungen in der Verwaltung und einen höheren Preis für die Bauern.

Kein Erfolg ohne unsere Lieferanten „Ohne der Unterstützung des Bio Verbandes und dem Zusammenhalt der Bio Bauern, wäre es niemals möglich gewesen, eine Rindervermarktung, wie wir sie heute kennen, aufzubauen. Durch das Wissen und Können unserer treuen Lieferanten sind wir für zukünftige Herausforderungen bestens gerüstet“, betont Franz Hlavka, Biobauer und Obmannstellvertreter vom Landesverband BIO AUSTRIA NÖ und Wien. Die Bio Vermarktung kann den Marktentwicklungen erfolgreich begegnen und hat den Grundstein für die Fortsetzung des gemeinsamen Weges mit den Bio-Lieferanten gelegt. Das Team rund um Geschäftsführer Reinhold Schwingenschlögl nimmt die Herausforderungen an und freut sich auf ein Treffen mit den Biobauern bei den geplanten Bio-Infoveranstaltungen in ganz NÖ. Die genauen Termine werden auf der Homepage der Bio Vermarktung unter www.biobauernaustria.at/biomarkt/ bekannt gegeben.

Die Bio Vermarktung Handels GesmbH Die Bio Vermarktung Handels GesmbH ist eine Tochtergesellschaft der drei BIO AUSTRIA Landesverbände Niederösterreich/Wien, Burgenland und Oberösterreich. Aufgabe der Bio Vermarktung ist es, das Bio-Rinderangebot zu bündeln und durch eine gemeinsame Vermarktung den besten Preis zu erzielen. Jährlich werden 9.500 Rinder vermarktet. Die Entwicklung und Betreuung von Markenfleischprogrammen ist mittlerweile ein wichtiger Bereich im Aufgabengebiet der Bio Vermarktung geworden. Neben den Bio-Jungrindern und Bio-Schlachtkälbern gibt es weitere Vermarktungsprogramme wie die „Gourmet-Rinder“. BIO AUSTRIA Grünlandberater Josef Kreuzer sowie die Bio Vermarktung unterstützen ihre rund 1.500 Bio Bauern auch in der Produktionsberatung. DI Nicholas Fürschuss; Bio Vermarktung Handels GesmbH.

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Die landwirtschaft

Tierhaltung

Kamille, Käsepappel, Eichenrinde & Co

Omas Hausmittel für den Stall wieder entdecken

Für Tiere gibt es nur wenige zugelassene pflanzliche Arzneimittel, die man beim Tierarzt erhält. Doch Kräuter aus dem Garten und Hausmittel bieten eine Alternative. Warum sie wirken, wie man sie anwenden kann und was Ringelblume, Thymian, Eichenrinde & Co. können, darüber erfahren Sie mehr im folgenden Beitrag. Stullmisan-Durchfallpulver und einige Salben sind Beispiele für zugelassene pflanzliche Arzneimittel. Doch wer bei seinen Tieren mit Heilpflanzen arbeiten möchte, wird mit den am Markt vorhandenen pflanzlichen Produkten nicht das Auslangen finden. Die Inhaltstoffe der Heilpflanzen kann man aber zum Großteil auch in Zubereitungen zu Hause als Hausmittel nutzen. Dazu ist eine gute Qualität der Ausgangsstoffe und der Zubereitung notwendig. Hausmittel darf man im Rahmen der üblichen Tierhaltung und -pflege verwenden. Setzt man Heilpflanzen im Futter oder als Ergänzungsfuttermittel ein, ist ebenfalls auf gute Ausgangsqualität zu achten. Für Bio-Betriebe müssen die Ergänzungsfuttermittel im Betriebsmittelkatalog gelistet sein.

Welche Stoffe wirken? Entscheidend für die Wirkung der Heilpflanzen sind vor allem die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe. Zu ihnen zählen zum Beispiel Carotinoide, Schleimstoffe oder ätherische Öle. Dabei enthält eine Pflanze immer eine Kombination verschiedener sekundärer Inhaltsstoffe.

Kurz gefasst Treten Erkrankungen auf, gilt als erster Ansprechpartner immer der Tierarzt. Hausmittel können schulmedizinische Arzneimittel nicht ersetzen, sie helfen aber bei der Pflege von gesunden Tieren, bei der Verbesserung der Befindlichkeit und unterstützen Behandlungen. 18

Von vielen dieser Inhaltsstoffe ist die Wirkung noch nicht untersucht. Von einigen ist aber genau bekannt, welche gesundheitsfördernde Wirkung sie besitzen.

Heilpflanzen kann man bei Nutztieren als Futter-, Haus- und Arzneimittelzubereitung einsetzen. Holzige Kräuter und Gewürze werden im Mörser zerkleinert. Foto: Stöger

Die Pflanzenteile können unterschiedliche Mengen an Wirkstoffen enthalten. Wurzel, Kraut, Blatt, Blüte, Frucht und Samen oder Rinde haben oft sehr unterschiedliche Gehalte. Daher ist es entscheidend, welche Pflanzenteile man verwendet. Die Erntezeit und die Trocknung der Pflanzenteile beeinflussen die Qualität. Deshalb sollte man die Pflanzen nach dem Tau, aber noch am Vormittag sammeln. In Apotheken kann man Heilpflanzen in Arzneibuchqualität kaufen. Sie enthalten die entsprechende Mindestmenge an den gewünschten Inhaltsstoffen, und Rückstandskontrollen geben Sicherheit. Um die Inhaltsstoffe zu bewahren, lagert man die getrockneten und zerkleinerten Heilpflanzen trocken und luftdicht, am besten in Gläsern, kühl und lichtgeschützt.

Hausmittel richtig zubereiten Auch die Zubereitung entscheidet darüber, ob das Hausmittel beim Tier wirkt.

Herstellung von Kren-Honig als Hustenmittel für Rinder. Foto: Stöger


Dezember_2013

LFI-Seminare – Heilpflanzen und Hausmittel für Wiederkäuer Kräuter können bei Rindern, Schafen und Ziegen Krankheiten vorbeugen und die Heilung unterstützen. Welche Kräuter und Pflanzenteile verwendet werden können, welche Wirkungen diese haben, wie die Zubereitung erfolgt und wie sie in der Wiederkäuerhaltung eingesetzt werden können, sind Inhalte der LFI Seminare. Bewährte Mittel bei Durchfall, Hauterkrankungen, Verletzungen und Husten werden besprochen. Themen sind auch der rechtliche Rahmen für den Einsatz von Pflanzen in der Tierhaltung und die Grenzen der Pflanzenheilkunde. Heilpflanzen und Hausmittel für Wiederkäuer – Grundlagenseminar 9. Jänner, 9.00 – 17.00 Uhr, Gasthaus Pichler, Petersbaumgarten 15. Jänner, 9.00 – 17.00 Uhr, Gasthaus Kappl, Biberbach Kosten: 30 Euro, bereits gefördert Aufbauseminar Heilpflanzen und Hausmittel für Wiederkäuer, Anwendungsbeispiele 10. Jänner, 13.30 – 17.00 Uhr, Gasthaus Pichler, Petersbaumgarten 11. Jänner, 8.30 – 12.00 Uhr, Gasthaus Haidl, Thaya Kosten: 20 Euro, bereits gefördert Sind Kälber bereits sehr schwach, kann Tee oder eine Elektrolyttränke am besten mit einem Drenchbesteck eingegeben werden.

Anmeldung bis spätestens eine Woche vor Kurstermin bei Monika Mistelbauer unter Tel. 05 0259 23200

Foto: LK NÖ/Tamtögl

Referentin Elisabeth Stöger ist praktizierende Tierärztin in Kärnten und betreut unter anderem auch das Servicetelefon Tiergesundheit Wiederkäuer von Bio Austria. Ihre Erfahrungen gibt sie bei Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen in ganz Österreich weiter.

Je nach Inhaltsstoffen sind unterschiedliche Zubereitungsarten notwendig. Oft handelt es sich bei den Inhaltsstoffen um flüchtige ätherische Öle. Diese darf man nicht zu stark erhitzen, sie können auch mit dem Dampf entweichen. Daher ist bei der Teezubereitung mancher Pflanzen entscheidend, dass der Tee oder Aufguss nicht mit zu heißem Wasser hergestellt und sofort zugedeckt wird. Dazu zählen zum Beispiel die Kamille, die Pfefferminze oder der Thymian. Gerbstoffe, wie sie in der Eichenrinde vorhanden sind, muss man erst durch Abkochen herauslösen. Die besonders empfindlichen Schleimstoffe darf man gar nicht erhitzen. Sie gewinnt man durch Ansetzen in kaltem Wasser, etwa beim Eibisch oder bei der Käsepappel.

sie mit Bauchschmerzen und Koliken einhergehen. Eine Abkochung aus geschnittenen grünen Walnussblättern hat ebenfalls einen hohen Gerbstoffgehalt. Der Sud aus Walnussblättern ist nur für die äußerliche Anwendung geeignet und bringt Linderung bei Ekzemen. Zur Förderung der Wundheilung oder bei Hautentzündungen werden die Blüten der Ringelblume als Salbe, Tee oder als Tinktur zur Wundreinigung eingesetzt.

Hilfe bei akuten Durchfällen Bei akuten, unspezifischen Durchfällen setzt man Pflanzen mit hohen Gehalten an Gerbstoffen ein. Man kann eine Abkochung aus Eichenrinde oder aus Schwarztee verwenden. Dabei werden bei Schwarztee die Pflanzenteile für zehn Minuten und bei Eichenrinde bis 20 Minuten gekocht. Mit Salz und Traubenzucker fügt man der Tränke zusätzlich Elektrolyte und Energie bei. Auch Kamillentee wirkt bei MagenDarm-Beschwerden, besonders wenn

Vorsicht bei giftigen oder unverträglichen Bestandteilen Heilpflanzen können auch giftige oder unverträgliche Bestandteile enthalten. Daher werden manche nur äußerlich verwendet oder nur für einen begrenzten Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Wichtig ist, auf die entsprechende Dosierung zu achten. Wissen über die Pflanzen und die korrekte Anwendung sind entscheidend. Tipps und Anwendungsbeispiele findet man im Buch „Kräuter für Nutz- und Heimtiere“ und lernt man bei den vom LFI angebotenen Seminaren (siehe Kasten).

Kräuter für Nutz- und Heimtiere Ratgeber für die Anwendung ausgewählter Heilund Gewürzpflanzen. Dieser Ratgeber führt wissenschaftliche Erkenntnisse und traditionelles Hausmittelwissen zusammen, beleuchtet alles Wissenswerte zu über 50 Heilpflanzen und gibt konkrete Anwendungsbeispiele. Ziel ist es, altbewährte Pflanzenanwendungen wieder mehr in die moderne Tierhaltung einzubinden. Der anwenderorientierte Aufbau des Buches ermöglicht es dem Leser, Kenntnisse über die verschiedenen Zubereitungen und Anwendungen von Heilpflanzen zu erwerben und diese in der Praxis einzusetzen. Zubereitung, Aufbewahrung und Anwendung von Kräutern, sowie deren Wirkung und Einsatz bei einzelnen Tierarten werden ausführlich dargestellt. Das Buch kann unter www.phytovet.at um 19,90 Euro bestellt werden.

DI Magdalena Tamtögl Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23204 magdalena.tamtoegl@lk-noe.at

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Die landwirtschaft

Tierhaltung

Mit Tierbeobachtung am Mutterkuhbetrieb Störungen der Tiergesundheit frühzeitig erkennen

Mit Augen, Ohren und Nase beim Tier sein

Wer seine Tiere bewusst beobachtet, kann Hinweise schon früh erkennen und einschätzen lernen. In Seminaren kann man das bewusste Hinschauen üben, Symptome beobachten, einschätzen und besprechen. Wer Tiere gut beobachtet, macht es bewusst und unbefangen. Es ist wichtig, neutral hinzuschauen, erst dann kann man die richtige „Diagnose“ stellen. Nur wenn die Einschätzung richtig ist, bringt die folgende Maßnahme Erfolg. Man sollte sich fragen: Was sehe ich? Warum ist das so? Was bedeutet das? Welche Lösung gibt es für dieses Problem? Die Reihenfolge soll immer so sein, dass man zuerst beobachtet, dann interpretiert und danach handelt.

Woran man Probleme erkennt Schon die Aktivität und Neugierde von Kuh und Kalb und die Körperhaltung zeigen, wie es dem Tier geht. Ein Blick auf den Kopf, die Augen und die Stellung der Ohren gibt Auskunft über das Wohlbefinden. Beim Flotzmaul achtet man auf die Farbe und ob ein Ausfluss vorhanden ist. Auch vom Haarkleid ist einiges zu erfahren. Läuse oder Räudebefall verursachen Juckreiz, ein struppiges Fell und haarlose Stellen. Ein feuchtes, dunkleres Fell verweist auf Schwitzen. Wenn man mit offenen Sinnen durch den Stallt geht, nimmt 20

Die Tiere zeigen uns, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt. Schon das Verhalten und der Ausdruck einer Kuh oder eines Kalbes geben Hinweise auf ihr Wohlbefinden. Fotos: LK NÖ/Tamtögl

man vieles wahr. Die Augen sind wichtig, aber auch Nase und Ohren, denn manches hört oder riecht man zuerst.

Stallzeit gehört den Tieren Während der täglichen Stallarbeit kann man die Tiere beobachten. Wer den Kühen beim Gehen zusieht, kann Lahmheiten oder Klauenerkrankungen früh erkennen. Am besten sieht man Probleme, wenn die Tiere auf hartem und ebenem Boden laufen. Wenn ein Tier lahm geht, sollte man zuerst die Klauen im Klauenstand überprüfen. Im frühen Stadium reicht oft ein einfacher Klauenschnitt.

Körpertemperatur messen Bei Verdacht auf eine Gesundheitsstörung oder Infektion sollte man sofort die Körpertemperatur des Rindes messen. Eine erhöhte Temperatur weist auf einen Entzündungsherd hin. Rund um die Geburt sollte man täglich einmal die

Temperatur messen, damit man Störungen frühzeitig erkennen kann. Wer bei kleinen Krankheitsanzeichen bereits reagiert, kann oft Schlimmes vermeiden. Die Normalwerte der Temperatur bei Rindern, über den Mastdarm gemessen, sind bei Kuh und Stier 38,3 °C bis 38,8 °C und beim Kalb 38,5 °C bis 39,2 °C. Oberhalb der Normwerte, bei Fieber, sollte man den Tierarzt kontaktieren. Je nachdem, wo der Krankheitsherd sitzt, kann das Tier zusätzlich mit Hausmitteln und Heilpflanzen unterstützt werden. Bei einer Virusinfektion der Atemwege kann man am Anfang mit Tee aus Lindenblüten oder Holunderblüten und später mit einem Hustentee die Therapie unterstützen. Die weitere genaue Beobachtung und gute Betreuung des kranken Tieres sind auch notwendig, wenn das Fieber bereits zurückgegangen ist.

Verdauung beachten Fehler in der Fütterung wirken sich immer auf das ganze Tier aus. Viele Euterentzündungen und Fruchtbarkeitsstörungen haben ihre Wurzel in Stoffwechselproblemen, also in der Fütterung. Die Kuh gibt laufend Rückmeldung über ihren Verdauungszustand und somit, ob wir sie richtig gefüttert haben. Es lohnt sich, dies mehr im Auge zu behalten. Zu achten ist auf die Fresslust und Sauglust und auf den Durst. Die Körperkondition ist laufend zu beurteilen, denn zu dicke oder zu dünne Kühe sind Risikotiere. Sie haben bei der Geburt und in der Nachgeburtsphase ein viel höheres Risiko. Weitere wichtige Punkte zur Beurteilung von Verdauung und Fütterung: Wiederkauschläge pro Bissen Pro Bissen sollte die Kuh mindestens 50 Wiederkauschläge machen. Nachdem sie einen Bissen hoch-


Dezember_2013 gewürgt hat, zählt man, wie oft sie kaut, bis sie den Bissen wieder schluckt. Weniger Wiederkauschläge weisen auf eine Pansenübersäuerung hin. Pansenfüllung Die Füllung des Pansens sieht man an der Form der linken Hungergrube. Nach der Fütterung sollte die Hungergrube vollständig ausgefüllt sein. Pansenbewegung Die Pansenbewegung dauert etwa eine halbe Minute. Zweimal pro Minute sollte daher die Pansenbewegung zu hören oder zu fühlen sein. Die Bewegung sieht man durch ein Heben und Senken in der Hungergrube oder hört sie, wenn man das Ohr an den Pansen hält. Rülpsen Eine Kuh rülpst fünf bis acht Mal in zehn Minuten, also etwa alle zwei Minuten. Dabei werden die Pansengase aufgestoßen. Bei Blähungen kann das Gas nicht entweichen und die Kuh rülpst nicht. Dann handelt es sich um einen Notfall und der Tierarzt muss sofort gerufen werden. Kotkonsistenz

Seminar – Probleme in der Mutterkuhhaltung vorzeitig erkennen und vermeiden Früh erkennen – rasch handeln – Schwerwiegendes vermeiden. Thema dieses Seminars ist das frühzeitige Erkennen von Krankheitsanzeichen. Besprochen werden die Zeichen der Tiere von Kopf bis Klaue, von der Brunstbeobachtung bis zur Geburt, von der Fütterung bis zur Kälbergesundheit. Am Nachmittag werden in einem Praxisteil Maßnahmen geübt. Ziel des Seminars ist, bewusstes Beobachten zu üben, das Gesehene richtig einzuschätzen und damit die Tiergesundheit am Betrieb zu verbessern. Die Beobachtung des Saugverhaltens nach der Geburt ist wichtig um bei Bedarf die Biestmilchversorgung sicherzustellen.

Erkennen und Handeln Wer die Signale der Tiere versteht, kann frühzeitig handeln. Leichte Störungen lassen sich noch mit Heilpflanzen, Hausmitteln oder Homöopathie abfangen. Bei schwerwiegenden Störungen und Erkrankungen ist der Tierarzt rechtzeitig beizuziehen.

Die Kälber immer im Auge behalten Das Kalb ist die Einnahmequelle des Mutterkuhbetriebes, und Verluste wiegen besonders schwer. Schon bei der Geburt lässt sich viel beobachten, zum Beispiel wie lange die einzelnen Geburtsphasen dauern, ob Geburtshilfe notwendig ist, wie das Kalb nach der Geburt atmet, ob es sofort aufsteht, ob es einen Saugreflex zeigt und ob es genügend trinkt. Für ein gesundes Kalb ist die Biestmilchversorgung entscheidend. Auch wenn man bei der Geburt nicht vor Ort ist, soll man, sobald man in den Stall kommt, beobachten, ob das Kalb saugt und genügend Milch zu sich nimmt.

Auch von hinten sollte man die Kühe beobachten – eine regelmäßige Beurteilung der Körperkondition ist wichtig.

Treten ähnliche Probleme immer wieder und über den Bestand gehäuft auf, spricht man von einer Bestandserkrankung. Hat ein Betrieb zum Beispiel immer wieder Probleme mit Kälberdurchfall, Nabelentzündungen oder mit der Fruchtbarkeit, sind Verbesserungen im Umfeld und Management notwendig, wie zum Beispiel das gründliche Reinigen der Abkalbebox, das Sauberhalten der Tränken, Zugluft im Kälberschlupf verhindern und auf die Biestmilchversorgung mehr zu achten. Damit stellt

Termine 13. Jänner, 9.00 bis 17.00 Uhr, GH Harreither, Sankt Leonhard am Walde 17. Jänner, 9.00 bis 17.00 Uhr, LFS Edelhof Kosten: 30 Euro, bereits gefördert Anmeldung bis 7. Jänner bei Monika Mistelbauer unter Tel. 05 0259 23200 Referentin Elisabeth Stöger ist praktizierende Tierärztin in Kärnten und betreut unter anderem auch das Servicetelefon Tiergesundheit Wiederkäuer von Bio Austria. Ihre Erfahrungen gibt sie bei Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen in ganz Österreich weiter.

man die Krankheitsursachen ab. Um diese Ursachen zu erkennen, ist dann wieder genaues Beobachten notwendig. DI Magdalena Tamtögl Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23204 magdalena.tamtoegl@lk-noe.at

Kuhsignale – Krankheiten und Störungen früher erkennen Kühe geben ständig Signale ab, aus denen sich zahlreiche Informationen über Gesundheit, Wohlbefinden, Ernährung und Leistungsfähigkeit ableiten lassen. Die Kunst eines guten Tierhalters besteht darin, diese Signale zu empfangen und darauf zu reagieren. Dieses reich illustrierte Buch wurde zu einem idealen Leitfaden für die Praxis. Sie können lernen, Verhalten, Haltung und körperliche Merkmale von Einzeltieren oder der Kuh in der Herde zu beobachten und zu beurteilen. Dabei kommt es besonders darauf an, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, sondern sich immer wieder die drei Grundfragen zu stellen: Was sehe ich? Woher kommt das? Was bedeutet das? So kann eine Beule an der Schulter einer Kuh Aufschluss über das Fressgitter bieten, und es kann ein Anzeichen für unkomfortable Liegeboxen sein, wenn die Kühe darin stehen bleiben. Mit solchen Erkenntnissen können Sie dann gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung der Herde ergreifen. Erschienen im Landwirtschaftsverlag Münster unter ISBN 978-3-7843-3342-7 um 22,60 Euro. 21


Die landwirtschaft

Tierhaltung

Rückblick Niederösterreichischer Rindermasttag 2013

Bis Ende Februar Aktionstarife für Futteruntersuchung

Volles Haus und heiße Themen

Neue Leitung im Futtermittellabor Rosenau

Marktaussichten, die Umstellung auf das Flächenmodell und gesunde Kälber waren die Themen des Fachtages mit mehr als 200 Teilnehmern.

Nach über 33 Jahren als Leiter des Futtermittellabors Rosenau und Fütterungsberater der LK NÖ tritt Günther Wiedner mit 1. Jänner 2014 seinen wohl verdienten Ruhestand an.

LK NÖ-Vizepräsidentin Theresia Meier betonte die wichtige Rolle, die die Rindfleischproduktion bei der heimischen Veredlung spielt. Josef Hieger, Obmann der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf, informierte über die finanzielle Absicherung beim Vermarkten über die Rinderbörse. Der gemeinsame Auftritt stärkt bei Preisverhandlungen die Position gegenüber Schlachthöfen.

Marktaussichten Die Weltagrarmärkte zeigen große Herausforderungen, wie steigende Bevölkerungszahlen in den Entwicklungsländern, den wirtschaftlichen Aufschwung in den asiatischen Ländern, wie zum Beispiel China, und enorme Energiepreise. Vor allem Indien ist in der Rindfleischproduktion ein aufstrebender Markt, der im Exportgeschäft an Bedeutung gewinnt. Der Jungstierpreis entwickelte sich 2013 im Durchschnitt um zwei Prozent niedriger als 2012. Die Prognosen für 2014 sind sehr vorsichtig, jedoch leicht optimistisch. Mit heimischen Qualitätsprogrammen ist man für die Zukunft gut vorbereitet.

Konkrete Fakten und Zahlen über Zuschläge durch Umweltprogramme kann man aufgrund der laufenden Koalitionsverhandlungen noch nicht nennen.

Gesunde Kälber Tierarzt Stefan Lüllmann, Spezialist für Kälberaufzucht und Fresserproduktion aus Löningen in Deutschland, referierte über „Gesundheitsmanagement in der Kälberaufzucht“. Neben Fütterungsempfehlungen in der Umstellungsphase vom milchgefütterten Kalb zum Rau- und Kraftfutterverzehrer erläuterte Lüllmann, wie durch optimierte Fütterungs- und Haltungsbedingungen Kälberdurchfall und Rindergrippe durch Prophylaxe vermieden und erkrankte Kälber effizient therapiert werden können. Der Fütterungstipp, bei Kälberrationen gemahlenes Gerstenstroh beizumischen, sorgte für enormes Interesse.

Umstellung auf Flächenmodell

Familie Lorenz aus Schmida präsentierte hervorragende biologische und ökonomische Leistungen aus ihrem Rindermastbetrieb. Ausschließlich Rapsschrot als heimisches Eiweiß, tierfreundliche eingestreute Auslaufboxen und sehr genaue Tierkontrolle und Hygienemaßnahmen sind hervorzuhebende Besonderheiten. Die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Stiermast war stets von Bedeutung, um sich in diesem Produktionszweig ständig weiter zu entwickeln.

Die Umstellung auf das Flächenmodell ab 2015 bis 2020 wird Rindermäster vor neue Herausforderungen stellen.

DI Emanuel Huber Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23207 emanuel.huber@lk-noe.at

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„Dank hervorragender Mitarbeiter und dem Vertrauen der Kammerführung konnte ich in den letzten drei Jahrzehnten für das Futtermittellabor, aber auch beratungsmäßig viele wichtige Vorhaben umsetzen“, erklärt Wiedner und blickt stolz auf seine vielseitigen Tätigkeiten zurück. Für eine moderne und wirtschaftliche Nutztierhaltung ist die Futteruntersuchung unverzichtbar. In diesem Bewusstsein wurde das Futtermittellabor zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen der LK NÖ weiterentwickelt und mit dem Neubau im Technologiezentrum WieselburgLand auf die Aufgaben der Zukunft ausgerichtet. Dabei spielte Wiedner von Beginn an eine zentrale Rolle, die er mit viel Engagement

ausfüllte. Rund 250.000 Futteruntersuchungen wurden seit Eröffnung des Labors 1978 durchgeführt. Diese Zahl spricht für den Bedarf an dieser Serviceleistung und ist ein Indiz für das Vertrauen, dass die Landwirte in das Futtermittellabor setzen. Für Wiedner ist es keine Selbstverständlichkeit: „Ich möchte mich bei allen Vieh haltenden Landwirten für dieses Vertrauen bedanken.“ Gerald Stögmüller übernimmt ab dem kommenden Jahr die Leitung des Labors und einen Teil von Wiedners Beratungsaufgaben. Mit ihm folgt Wiedner ein jahrelanger Mitarbeiter des Labors nach, der mit viel Erfahrung und Laborkenntnis die Geschicke am neuen Standort Wieselburg Land leiten wird.

Aktionstarife im Futtermittellabor Rosenau Für die Analyse der Nährstoffe, Mengen-, Spurenelemente und des Gärverlaufes gibt es bis Ende Februar einen ermäßigten Tarif: Nährstoffe: Trockenmasse, Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche: 34 Euro Mengenelemente: Calcium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium: + 22 Euro Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Zink, Mangan: + 20 Euro Menge- und Spurenelemente in Kombination: + 34 Euro Gerüstsubstanzen: NDF, ADF, ADL (nur Milchvieh): + 30 Euro Zucker: Schnellbestimmung durch Infrarotmessung bei Grassilagen und Heu: + 12 Euro Mikrobiologie: Keimzahl und Identifikation von Bakterien, Hefen, Schimmelpilzen: 47 Euro DI Gerald Stögmüller; Laborleiter Rosenau; Tel. 05 0259 23603; gerald.stoegmueller@lk-noe.at


Dezember_2013

Forscher entdecken altbekannten „Bienenretter“ wieder

Bücherskorpion jagt Varroamilbe

Im Bereich der VarroaBekämpfung sorgt derzeit ein neuer Forschungsvorstoß des Hamburger Biologen Torben Schiffer für Aufsehen.

Mit seinen Scheren bewaffnet, macht der Bücherskorpion Jagd auf Varroamilben. Hat er sie gefangen, so lähmt er sie mit seinem Giftzahn in der Schere, um sie anschließend in Ruhe verspeisen zu können. Foto: www.beenature-project.com

Im Rahmen seines Projekts „Beenature“ suchte Schiffer nach einer biologischen Problemlösung und entdeckte den Bücherskorpion (Chelifer cancroides) als „Bienenretter“ wieder. Der Bücherskorpion ist ein ameisengroßes Spinnentier, das vom Aussterben bedroht ist und dessen Hauptnahrungsquelle Milben sind. Mit seinen Scheren bewaffnet, macht er Jagd auf seine Beute. Hat er sie gefangen, so lähmt er sie mit seinem Giftzahn in der Schere, um sie anschließend in Ruhe verspeisen zu können.

Milbenräuber lebt in Symbiose mit den Bienen Der milbenfressende Räuber ist ein guter alter Bekannter der Bienen, der seit Jahrtausenden mit ihnen in Symbiose lebt. Bereits 1951 schrieb der österreichische Zoologe Max Beier über die nützliche Wirkung dieser sogenannten Pseudoskorpione unter dem Titel „Der Bücherskorpion, ein willkommener Gast im Bienenvolk“. In der modernen Imkerei wurde der Nützling immer mehr aus den Bienenvölkern vertrieben. Ursachen sind der Einsatz von Varroa-Bekämpfungsmitteln und die modernen Bienenstöcke, die glatte Wände haben und dem Spinnentier keinen Unterschlupf bieten.

Schiffer stellte fest, dass die Spinnentiere nicht nur frei laufende Varroamilben im Bienenstock fangen. Wenn es keine freilaufenden Milben gibt, suchen sie direkt die Nähe zu den, von Varroa befallenen Bienen und fangen die Milben von ihnen herunter (www.beenature-project.com).

Wer ist die Bienenlaus? Parallel zum Verschwinden des Bücherskorpions ist auch die Bienenlaus (Braulacoeca) kaum noch in den Bienenstöcken und Bienenvölkern zu finden. Die Bienenlaus ist eine flügellose Fliege mit sechs Beinen, und sie ist rund 1,5 Millimeter groß. Sie ist kein Parasit im eigentlichen Sinn, da sie sich nicht von den Bienen ernährt, wie die Varroa. Die Bienenlaus nascht bei der Futterübergabe der Bienen mit, ohne sie zu schädigen. Bienenläuse leben im Pelz der Bienen und der Königin und fressen beim Nahrungsaustausch mit oder stimulieren die Bienen zur

Futterabgabe. Als Besonderheit klebt die Bienenlaus ihre Eier an die Innenseite der verdeckelten Honigwaben und gut sichtbar sind in Folge die von den Larven gefressenen Gänge in den Wachswänden und Wachsdeckelchen. Das Vorhandensein von Bienenläusen ist für das Bienenvolk zumeist unproblematisch. Auf den ersten Blick ist eine Verwechslung mit der Varroa aufgrund des ähnlichen Aus-

sehens und der Größe möglich, doch besitzt die Varroa als Spinnentier acht Beine, die sie zumeist unter dem Körper versteckt, während die sechs Beine der Bienenlaus deutlich zu sehen sind. Durch die Behandlungen gegen die Varroamilbe sind heute jedoch kaum noch Bienenläuse in den Bienenvölkern zu finden. Heidrun Singer www.carnica-singer.at

Der Jahreswechsel im Bienenjahr Unter dem Motto „Gesundheit und Bienengesundheit“ fand heuer Bienensilvester® 2013, der Jahreswechsel im Bienenjahr, als Kooperationsveranstaltung der Plattform Imkerinnen Österreich, der Bienenfreunde® und des Vereins „humani“ statt. Er stand ganz im Zeichen der Integration und in Weiterführung des bereits 2009 gestarteten Projekts „Einsatz von Bienen in der tiergestützten Humantherapie“. Bienensilvester®, war zugleich die Start- und Auftaktveranstaltung für das „Jahr der Bienengesundheit 2014“, und es werden 2014 verschiedenste Aspekte rund um die Bienengesundheit als Fundament jeder nachhaltigen und vor allem bienengerechten Imkerei beleuchtet, denn nur gesunde Bienen sind in der Lage, die überlebenswichtigen Grundbedürfnisse eines Bienenvolkes zu erfüllen. Ausreichend mit Futter versorgt und wirksam gegen die Varroamilbe behandelt, steht einem freudigen Bienen- und Imkererwachen im Frühjahr nichts entgegen. 23


Die landwirtschaft

Tierhaltung

Halbwissen und wissenschaftliche Fakten – Schweinefleisch ein wertvolles Lebensmittel?!

Mit Fakten gegen Gerüchte und Halbwissen

Gerüchte und Halbwissen verunsichern Konsumenten beim Kauf von Fleisch. Fakten für das Lebensmittel Schweinefleisch liefert der folgende Artikel. Das Schweinerne nimmt in unserer Ernährung eine besondere Stellung ein – es ist nach wie vor das Lieblingsfleisch der Österreicher. Es ist leicht zuzubereiten, vielseitig verwendbar, preisgünstig und schmeckt gut. Die allgemeine Aussage „Schweinefleisch ist ungesund“ ist unbegründet. Tatsache ist, dass Schweinefleisch viele wichtige Nährstoffe enthält, die der Körper mit der Nahrung aufnehmen muss.

Schweinefleisch liefert hochwertiges Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe Das Eiweiß des Fleisches ist unserem körpereigenen Eiweiß von der Zusammensetzung sehr ähnlich. Deshalb kann es der Körper gut verwerten. Der menschliche Körper ist aus diesem Grund in der Lage, mit geringen Mengen Schweinefleisch viel körpereigenes Eiweiß aufzubauen. Schweinefleisch hat also eine hohe biologische Wertigkeit. Schweinefleisch ist eine ganz besonders gute Quelle für die B-Vitamine. Bereits ein Schweinskotelett deckt die täglich empfohlene Menge an Vitamin B1 ab und in 150 Gramm Schweinsschnitzel steckt ein Drittel des täglich empfohlenen Vita-

Häufig ist nicht gleich wahr Gerüchte und Halbwissen haben eine Eigendynamik und halten sich lange. Auch im Bereich Ernährung und gesunde Lebensmittel sind zahlreiche „Mythen“ im Umlauf, die der interessierte Bürger auch im Internet häufig wieder findet. Allein die Tatsache, dass immer wieder die gleichen Meldungen und Behauptungen wiederholt werden, muss aber nicht bedeuten, dass diese auch wahr und wissenschaftlich hinterlegt sind. 24

min B6-Bedarfs. Vitamine, die im Fleisch enthalten sind, können besonders gut aufgenommen und verwertet werden. Kinder, Jugendliche und Schwangere erreichen die empfohlene Zufuhr von B6 oftmals nicht. Bedeutung haben das Niacin und Vitamin B12. B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor.

Auch Landwirte sollten wissen, dass Fleisch ein wertvolles Lebensmittel in der menschlichen Ernährung ist und mit Fakten gegen Halbwissen antreten.

Bei den Mineralstoffen überzeugt das Schweinefleisch besonders durch den Gehalt an Eisen, Kalium, Zink, Selen, Kupfer, Magnesium, Phosphor und Fluor. Eisen ist zuständig für den Sauerstofftransport im Blut, und Kalium reguliert als Gegenspieler zu Natrium den Wasserhaushalt und ist an der Muskeltätigkeit beteiligt. 150 Gramm Schweinefleisch liefern zirka ein Viertel der täglich wünschenswerten Kaliummenge und ebenfalls ein Viertel der Zinkmenge für Frauen und ein Fünftel für Männer.

seinen Ursprung in der Zeit, als Schweine auf Wunsch der Konsumenten sehr fettreich gezüchtet wurden. Inzwischen hat man durch Fütterungs- und Zuchtmethoden den Fettgehalt der Schweine auf die Hälfte reduziert. Ein Vergleich diverser Fleischsorten zeigt, dass sich der Energie- und Fettgehalt der Fleischteile kaum unterscheidet. Es ist also reine Geschmackssache, ob die Wahl auf Pute-, Rind- oder Schweinefleisch fällt.

Fett und Cholesterin – Mythos wird von aktuellen Erkenntnissen überholt Seit jeher hat Schweinefleisch den Ruf, ein fettreiches Fleisch zu sein. Das hat

Foto: LK NÖ/Archiv

Ein Zuviel an Kalorien bzw. Kilojoule kommt meist durch die Art der Zubereitung und durch energiereiche Beilagen zu den Fleischgerichten. Mageres Schweinefleisch, wie zum Beispiel Filet, Karree und Schnitzelfleisch, enthält


Dezember_2013 maximal zwei Prozent Fett oder 106 Kilokalorien je 100 Gramm. Schweinefleisch hat wegen des vermeintlich hohen Cholesteringehaltes ein negatives Gesundheitsimage. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre konnten nachweisen, dass die Zufuhr von Cholesterin mit der Nahrung kaum Einfluss auf den Serumcholesterinspiegel hat. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Ernährung und Stoffwechselkrankheiten in Graz hat der Verzehr von magerem Schweinefleisch positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel. Bei dieser Studie zeigte sich bei Männern sogar eine cholesterinsenkende Wirkung von 5,41 Prozent. Das als schädlich geltende LDL-Cholesterin hat sich reduziert und das „gute“ HDL-Cholesterin hingegen ist leicht gestiegen. Bei den untersuchten Frauen ist der Cholesterinspiegel geringfügig gestiegen, aber das Verhältnis vom HDL zum „bösen“ LDL-Cholesterin hat sich verbessert. Diese Studie

Kurz gefasst

Eber des Monats

Vieles an Halbwissen zum Ernährungswert von Schweinefleisch ist in der Zwischenzeit durch wissenschaftliche Arbeiten widerlegt worden. Schweinefleisch spielt in der menschlichen Ernährung eine wichtige Rolle und ist aufgrund der Vielfalt und der unkomplizierten Zubereitung sehr beliebt. Österreichs Schweinehalter erzeugen dieses hochwertige Produkt mit großem Engagement und Verantwortung gegenüber Tier, Umwelt und Verbraucher.

VENO 5840 NN

beweist, dass der regelmäßige Konsum von Schweinefleisch – entgegen einer weit verbreiteten Meinung – durchaus diätisch eingesetzt werden kann. DI Martina Gerner Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23211 martina.gerner@lk-noe.at Mag. Erna Binder Ref. Bäuerinnen und Haushaltsberatung Tel. 05 0259 6203 erna.binder@lk-noe.at

Seminar „Mehr Erfolg mit der Schweinemast“ Viele Faktoren spielen in der Schweinemast eine Rolle und entscheiden über den Erfolg. Langjährige Auswertungen zeigen auf, wie groß die einzelbetrieblichen Unterschiede sind und wo die Erfolgsfaktoren liegen. Das Seminar „Mehr Erfolg mit der Schweinemast“ gibt einen Überblick über diese Erfolgsfaktoren. Das Seminar findet am 8. Jänner im Bildungszentrum Mold und am 22. Jänner in der Fachschule Gießhübl jeweils von 9.00 bis 13.00 Uhr statt. Das Programm: Rahmenbedingungen und Kennzahlen Gesundheitsmanagement und Hygiene aus tierärztlicher Sicht Der Mastschweinestall – baulich und lüftungstechnisch Erfolgreiche Fütterungsstrategien in der Schweinemast Professionelle Schweinevermarktung Mastplaner-Datenauswertungen, Arbeitskreis Anmeldung unter Tel. 05 259 23200 bis 6.1./20.1.2014 erforderlich. Tagungsbeitrag: 15 Euro pro Betrieb. Die Veranstaltung wird als TGD-Weiterbildung im Ausmaß von 1 Stunde anerkannt.

Veno stammt aus dem Zuchtbetrieb Topf in Japons.

Veno ist ein sehr fleischbetonter, vitaler Typeber und noch dazu stressstabil. Foto: Hohenwarth

In seinem Stammbaum sind Linien wie Veiko, Ebro, Soneb und Argon vertreten und stehen für höchste Leistungen bei Zunahmen, Futterverwertung und Fleischmasse. Diese Kombination ist sehr gelungen, dies zeigt auch seine hervorragende Vollgeschwisterprüfung, die in allen Merkmalen höchst positive

Werte aufweist. Sein Vater Veik leistet seinen Dienst in einer Besamungsstation in Deutschland, auch dort erzielt er ausgezeichnete Leistungen. Weitere Infos unter www.besamung-hohenwarth.at www.gutstreitdorf.at

P - VENO - 5840 NN in der BLUP-Zuchwerrtschätzung: 120 Punkte VG: ZW:

Tgz 768 +13

FV 2,16 -0,06

Mfa 74,2 +1,0

KL 96 +0,1

Kafl 73,8 +2,5

Weinviertler Schweinefachtag am 3. Dezember Am 3. Dezember findet ab 13.00 Uhr in der BBK Korneuburg der Weinviertler Schweinefachtag statt. Das Programm Praxisprojekt zur Weiterentwicklung von Abferkelbuchten; Martina Gerner, Beratungsteam Schweinehaltung der LK NÖ Projektvorstellung ,,Schule am Bauernhof“; Maria und Rupert Hagler, Schweinemäster aus St.Valentin Haltungsmanagement - Jungsauenremontierung und Krankenstall in der Schweinemast; Tierärztin Katharina Zöchling Meine betrieblichen Stärken weiterentwickeln – Arbeitskreis Schweinehaltung; Martina Gerner Kostenbeitrag: 5 Euro pro Betrieb. Die Veranstaltung wird als TGDWeiterbildung im Ausmaß von 1 Stunde anerkannt. 25


Die landwirtschaft

Forstwirtschaft

Forstliche Einheitsbewertung – Hauptfeststellung 2014

In drei Eigentumskategorien soll bewertet werden

2014 werden die landund forstwirtschaftlichen Einheitswerte neu erfasst. Nähere Informationen finden Sie im Bauernjournal in der Heftmitte. Zur voraussichtlichen forstlichen Bewertung gibt der folgende Beitrag einige Hinweise.

Bis 10,0 Hektar pauschal

Bewertungsstichtag 01. 01. 2014

10,01 bis 100,0 mit vereinfachtem System bewertet

Als Stichtag für die kommende Hauptfeststellung (HF) gilt der 1. Jänner 2014. Die Steuerpflichtigen müssen dann die maßgebenden Verhältnisse, wie sie an diesem Tag gegeben waren, im Fragebogen angeben. Diese Fragebögen betreffend Landund Forstwirtschaft werden im Lauf des Jahres 2014 den Steuerpflichtigen mit dem Ersuchen um Rücksendung bei angemessener Rücklauffrist übermittelt. 2014 gibt es rechtzeitig umfassende Informationen zum Ablauf und über inhaltliche Fragen der Hauptfeststellung im Rahmen von Informationsveranstaltungen und über die Fachmedien. Steuerlich wirksam werden die neuen Einheitswertbescheide grundsätzlich 2015. Für die Sozialversicherung beginnt die Wirksamkeit erst 2017.

Drei Eigentumskategorien Bei der forstlichen Bewertung werden voraussichtlich drei Eigentumskategorien unterschieden: Wälder bis inklusive 10,0 Hektar Fläche, Wälder von 10,01 bis 100,0 Hektar und Wälder über 100,0 Hektar. 26

Aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung bei der mit zirka 90 Prozent der Fälle bei weitem dominierenden kleinsten Eigentumskategorie und wegen der relativ geringen Steuerleistung werden die Wälder bis zu 10,0 Hektar voraussichtlich pauschal auf Verwaltungsbezirksebene bewertet werden.

Die Waldkategorie zwischen 10,01 und 100,0 Hektar soll differenzierter, nach einem vereinfachten System bewertet werden. Maßgebliche Parameter im Wirtschaftswald-Hochwald dieser Eigentumskategorie sollen drei Bringungslagen in Abhängigkeit vom Anteil an Schlepper- oder Seilgelände, vier Baumartengruppen, drei Wachstumsstufen sowie drei Altersstufen sein. Schutzwald sowie Ausschlag- und Auwald sollen gesondert bewertet werden. Ist ein – einigermaßen aktueller – Waldwirtschaftsplan vorhanden, ist es entsprechend einfacher, die erforderlichen Daten zusammenzustellen.

Über 100,0 Hektar noch genauer differenziert Die Waldkategorie über 100,0 Hektar, diese betrifft nur rund ein Prozent der Fälle, wird noch genauer, nach weiter differenzierteren Eingangsgrößen bewertet werden.

Geplante Altholznutzungen vorziehen Sollten Altholznutzungen in Waldbesitzungen über 10,0 Hektar Flächenausmaß für

die nächsten Jahre geplant sein, sollte man dies bis 1. Jänner 2014 durchführen, da Altholzbestände um einiges höher bewertet werden sollen als Kulturen. Dafür spricht auch der derzeit sehr gute Holzpreis. Man sollte jedoch nicht erwarten, dass dadurch der forstliche Durchschnittshektarsatz des Betriebes ganz erheblich geringer wird. Diese Altholzflächen machen meist nur einen gewissen Anteil des gesamten Waldbesitzes aus und die – forstrechtlich zulässige – Nutzung dieser Bestände schlägt dann insgesamt nicht so sehr zu Buche. In der Eigentumskategorie mit einer gesamten Waldfläche kleiner oder gleich 10,0 Hektar spielt diese Überlegung ohnehin keine Rolle.

Stärkere Veränderungen im Einzelfall möglich Insgesamt ist österreichweit mit einem Ansteigen der gesamten Einheitswertsumme bei Land- und Forstwirtschaft

Bei der forstlichen Bewertung werden voraussichtlich drei Eigentumskategorien unterschieden. Foto: LK NÖ/Grünwald

um zirka zehn Prozent zu rechnen. Im Einzelfall können sich in Abhängigkeit von den tatsächlichen Verhältnissen jedoch größere Abweichungen nach oben oder nach unten ergeben. Die kommende Hauptfeststellung ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Mit der Aktualisierung der Einheitswerte ist allerdings die Schaffung tauglicher und aktueller Bemessungsgrundlagen für diverse Abgaben im Bereich der Land- und Forstwirtschaft verbunden, die wiederum für längere Zeit Bestand haben sollten.

DI Wolfgang Grünwald Abt. Forstwirtschaft Tel. 05 0259 24102 wolfgang.gruenwald@lk-noe.at


Dezember_2013

Waldbauern betreiben seit zehn Jahren das Fernheizwerk Raabs mit Hackgut aus den eigenen Wäldern

Wie mit Hackschnitzeln Geld in Raabs bleibt

Rund 550.000 Liter Heizöl pro Jahr sparen sich die Abnehmer der Raabser Fernwärme. Kürzlich informierten wir uns vor Ort über das Erfolgsmodell für Waldbauern, Kunden, die Region und das Klima. Seit zehn Jahren veredeln die 15 Mitglieder der FernwärmeGenossenschaft Raabs/Thaya rund 8.000 Schüttraummeter Hackgut pro Jahr zu Wärme, die sie an 365 Tagen im Jahr an rund 30 Abnehmer weiter verkaufen. „Die Mitglieder erlösen für das Hackgut zwischen 15 und 20 Euro je Schüttraummeter, je nach Holzart und Feuchtigkeit bei Lieferung frei Heizwerk“, erklärt Franz Fischer, Obmann der Fernwärmegenossenschaft. „Wer möchte, kann bei uns den Hackerservice anfordern. Hacken und Liefern werden dann vom Preis abgezogen.“

Zwei Millionen Euro investiert Rund zwei Millionen Euro hat die Genossenschaft im Jahr 2003 auf dem ehemaligen Areal einer Kartoffelbrennerei in das Heizwerk investiert, davon sind rund ein Drittel

Förderungen. „In Summe sind rund 2,5 Millionen Euro beim Bau der Heizwerke in Raabs 2003 und in Pfaffenschlag 2006 in die Region geflossen“, berichtet Fischer. „Kein großer Investor, sondern viele Menschen haben hier Geld aus der Region für die Region in die Hand genommen.“ Von den beiden Werken profitieren alle, von den Waldbauern über die Banken bis zu den Kunden. „Man wächst mit so einem Projekt auch als Gemeinde zusammen“, so der Obmann. Direkt an das Raabser Heizwerk grenzt ein Sägewerk. Dessen Abfallprodukte verwertet das Heizwerk, das wiederum Wärme für die Trockenkammer des Sägewerkes liefert.

Kunden investierten in moderne Heizungen Zu den 30 Abnehmern in Raabs und den 20 in Pfaffenschlag zählen Wohnhäuser, Gewerbebetriebe, Banken, Schulen und Kindergärten, die Feuerwehr, das Gemeindeamt, das Vitalbad und das Landespflegeheim. „Auch die Abnehmer mussten in die Modernisierung ihrer Heizungen investieren, damit die Fernwärme richtig funktioniert“, berichtet

„Wir raten unseren Lieferanten, das Holz im Sommer zu schlägern, bis zum Herbst zu trocknen und dann ans Fernwärmewerk zu liefern“, erklärt Franz Fischer, Obmann der Fernwärme Raabs/ Thaya. Fischer ist auch Obmann des Waldverbandes NÖ. Fotos: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

Fischer. Jeder Kunde hat einen eigenen Wärmetauscher, abgestimmt auf seinen Wärmebedarf. Jeder Abnehmer bezahlte eine einmalige Anschlussgebühr, dafür hat er 15 Jahre Garantie für den Wärmetauscher. „Das Heizwerk steht mitten in der Stadt. Das bietet uns den Vorteil kurzer Leitungen mit geringen Wärmeverlusten“, erklärt der Obmann. In Raabs ist die Fernwärmeleitung bei 30 Kunden nur zwei Kilometer lang. Die Leitungsverluste liegen bei 16 bis 17 Prozent und werden von den Lieferanten getragen.

365 Tage im Jahr Wärme Der Heizkessel in Raabs verfügt über 1,5 Megawatt Leistung und jener in Pfaffenschlag über 450 Kilowatt.

Das Raabser Heizwerk läuft ohne Störung. Sollte es einen Ausfall geben, übernimmt ein Ölkessel die Versorgung.

Das Heizwerk läuft 365 Tage im Jahr beinahe störungsfrei. „Alarm gibt es etwa ein bis zwei Mal im Jahr bei einem Gewitter, wenn der Strom aus-

fällt“, weiß Fischer. „Im Notfall können wir rasch auf einen Ölheizkessel umschalten.“ Das Service, wie zum Beispiel das Kesselputzen, erledigen die Mitglieder selber. Alle drei bis vier Jahre überprüft eine Firma die ordnungsgemäße Funktion. Auch während der Servicearbeiten ist dann der Ölkessel in Betrieb, damit ununterbrochen Wärme fließt. Für Nachahmer empfiehlt Fischer einen langen Atem. „So ein Projekt dauert 15 bis 20 Jahre, bis es sich rechnet. Aber es lohnt sich, weil wir Waldbauern Hackschnitzel veredeln und als Dienstleistung Wärme verkaufen“, betont Fischer. „Wir übernehmen die Verantwortung und geben die Energiezukunft nicht aus der Hand.“ Paula Pöchlauer-Kozel 27


Die landwirtschaft

invekos

Ende der Ausnahmeregelungen in der Bio-Tierhaltung beachten

Wie können Biobetriebe reagieren?

Mit 31. 12. 2013 enden sämtliche Übergangsbestimmungen der EU-BioVerordnung betreffend die Tierhaltung am Biobetrieb. Bei Nichteinhaltung der Haltungsanforderungen ist eine biologische Vermarktung nicht mehr zulässig. Für die ÖPUL-Förderung kann im Übergangsjahr 2014 eine Sonderregelung in Anspruch genommen werden. Über Details informiert der folgende Beitrag.

sichtlich Auslauf und Stallfläche nicht erfüllen. Geflügelhalter, die Anforderungen hinsichtlich Stallinfrastruktur nicht erfüllen, und bei einem fehlenden Zugang zu Wasser bei Wassergeflügel

Keine Bio-Vermarktung, wenn Tierhaltung nicht entspricht Bio-Betriebe, die noch eine behördliche Ausnahmegenehmigung für eine Tierart in Anspruch nehmen, müssen sicherstellen, dass die Tierhaltung mit 1. Jänner 2014 den Verordnungsanforderungen entspricht. Ansonsten dürfen sie ab diesem Zeitpunkt weder Tiere der betroffenen Tierart noch deren Produkte als „biologisch“ vermarkten. Ein gültiges Zertifikat berechtigt in diesem Fall nicht zur Bio-Vermarktung. Es liegt im Eigeninteresse des Landwirtes, die Abnehmer, wie zum Beispiel die Molkerei, rechtzeitig darüber zu informieren. Werden Produkte fälschlicherweise als „biologisch“ vermarktet, drohen aufgrund der Falschdeklaration Sanktionen, ein Verwaltungsstrafverfahren sowie Schadensersatzansprüche.

Seit 2011 gab es Ausnahmen von Haltungsanforderungen nur mehr nach behördlicher Genehmigung und unter Voraussetzung von zwei jährlichen Biokontrollen. Mit 31. 12. 2013 laufen nun sämtliche Ausnahmebestimmungen endgültig aus.

Folgende Betriebe sind betroffen: Betriebe mit Anbindehaltung bei mehr als 35 Rinder-GVE am Betrieb. Betriebe, die Anforderungen hinVariante A: ÖPUL Biologische Wirtschaftsweise; Variante B: Nicht konforme Tierhaltung, reduzierte ÖPUL Bio-Förderung, Vermarktung konventionell; Variante C: Ausstieg aus biologischer Wirtschaftsweise, konventionell, keine ÖPUL-Förderung Bio

Bio-Vermarktung erst nach Herstellung konformer Haltung Passt man die Tierhaltung im Laufe des Jahres 2014 den Verordnungsanforde-

Betriebsbeispiel 1: Bio-Milchviehbetrieb, 17 ha LN, 85.000 l Milch/Jahr, ca. 15 Kühe, Kraftfutterzukauf von 1000 kg je Kuh

Betriebsbeispiel 2: Bio-Mutterkuhbetrieb, Einstellerproduktion, 28 ha LN (20 ha Grünland, 8 ha Acker), ca. 30 Kühe, eigenes Kraftfutter

Variante

Variante

A

B

C

A

B

C

Fördersumme ÖPUL Bio

4.080

3.264

0

7.080

5.664

0

Leistung durch Verkauf (BioMilchzuschlag 6,5 Cent)

34.000

28.475

28.475

24.330

23.550

23.550

280

0

0

420

0

0

Relevanter Umsatz

38.360

31.739

28.475

31.830

29.214

23.550

Kraftfutter-Zukauf

8.250

8.250

4.950

0

0

0

Biozuschlag Kühe (40 Cent/kg)

Kontrollkosten

233

233

0

427

427

0

Relevanter Aufwand

8.483

8.483

4.950

427

427

0

Zwischensumme

29.877

23.256

23.525

31.403

28.787

23.550

-6.621

-6.352

-2.616

-5.237

Differenz zur Variante A (Bio)

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lk-Beratung

rungen an, zum Beispiel durch bauliche Maßnahmen, so kann man Tiere und die WerteBewerschafft Produkte Beratung, nach einer positiven tung durch die Kontrollstelle sofort wieder biologisch vermarkten. Während der haltungsbedingten Vermarktungssperre sind jedoch sämtliche Biobestimmungen, zum Beispiel die Fütterung, einzuhalten. Stellt man den verordnungskonformen Zustandes erst nach 2014 her, gelten die vorgesehenen Umstellungszeiten im Biolandbau.

Konsequenzen für die ÖPUL BIO-Förderung beachten Wer ab 1. Jänner 2014 die geltenden Tierhaltungsbestimmungen der EU-Bio-Verordnung nicht einhalten kann, verstößt gegen Voraussetzungen der Bio-Förde-

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Bio-Umstellungsberatung Spezialmodul: Tierhaltung

Ihre Situation: Sie bewirtschaften Ihren Betrieb Beratung, dieanWerte schafft derzeit konventionell und sind einer Umstellung auf Biolandbau interessiert. Sie haben sich bereits über die biologische Wirtschaftsweise informiert und möchten jetzt tiefer gehende Infos erhalten. Unser Angebot für Sie: Wir zeigen Ihnen den betrieblichen Handlungsbedarf sowie Entwicklungsmöglichkeiten in der Tierhaltung, in Bezug auf die biologische Bewirtschaftung, auf. Ihr Nutzen: Sie sind optimal auf eine Biokontrolle vorbereitet. Sie erhalten von uns einen auf Ihren Betrieb abgestimmten Maßnahmenplan für eine erfolgreiche Umstellung auf Biolandbau. Kostenbeitrag: 60 Euro, 30 Euro Hofpauschale bei Beratung am Hof Beratungsort: am Hof Ihr Ansprechpartner: Stefan Mader, Tel. 05 0259 23406 oder DI Magdalena Tamtögl, Tel. 05 0259 23204 Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog


rung. Bei der Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ wird im Falle einer Vor-Ort-Kontrolle nach den geltenden Förderungsvoraussetzungen beurteilt und sanktioniert. Das kann im Beanstandungsfall zu einer Rückforderung der Bioprämie bis 2007 führen.

Sonderregelung für das Übergangsjahr

lk-Beratung

Um eine Sonderregelung in Anspruch zu nehmen, ist eine Meldung der nicht vollständig biokonformen Tierhaltung Beratung, die Somit Wertekann schafft bei der AMA notwendig. man auch 2014 die ÖPUL Bio-Förderung beziehen. Die Prämie für Biologische Wirtschaftsweise reduziert sich aber um 20 Prozent.

Jeder Betrieb trifft eigene Entscheidung Für Biobetriebe, die zurzeit noch eine Ausnahmeregelung bei der Tierhaltung haben, gibt es folgende Optionen: A. Adaptierung der Tierhaltung bis 31. Dezember 2013 Die Bio-Richtlinien werden ab 1. Jänner 2014 eingehalten. Keine Konsequenzen für die Förderung oder die Bio-Vermarktung.

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Bio-Umstellungsberatung Spezialmodul: Ackerbau

B. Teilnahme an der ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“, weiterhin Kontrollvertrag aber konventionelle Vermarktung Meldung der nicht vollständig biokonformen Tierhaltung an die AMA bis spätestens 31. Dezember 2013 notwendig. Konventionelle Vermarktung der betroffenen Tierart und der tierischen Produkte ab 1. Jänner 2014. 20-prozentige Reduktion der ÖPUL BioPrämie für 2014 (Sanktionsstufe 2). Bei Sanktionskumulation kann es im Einzelfall zu einer weiteren Prämienreduktion kommen. Alle Bio-Richtlinien und Förderungsvoraussetzungen müssen weiterhin eingehalten werden, wie zum Beispiel die Bio-Fütterung und Flächenbewirtschaftung. Wird die Tierhaltung im Laufe des Jahres adaptiert, kann man nach einer Kontrolle und nach der Meldung der Kontrollstelle an die Behörde ohne Übergangsfrist wieder biologisch vermarkten. C. Austritt aus der ÖPUL-Maßnahme „Biologische Wirtschaftsweise“ und Kündigung des Kontrollvertrags Der Betrieb ist ab 1. Jänner 2014 ein konventioneller Betrieb. Keine ÖPUL-Bio Prämie für 2014. Neueinstieg in eine andere Maßnahme erst ab 2015 möglich.

Ihre Situation: Sie bewirtschaften Ihren Betrieb Beratung, dieanWerte schafft derzeit konventionell und sind einer Umstellung auf Biolandbau interessiert.

Wie sich die unterschiedlichen Varianten auswirken, zeigt die Tabelle.

Unser Angebot für Sie: Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihre derzeitige Betriebsorganisation und zeigen notwendige Änderungen auf. Wir zeigen betriebliche Schwachstellen in der Bodenbewirtschaftung auf, die Ihnen bei der Biobewirtschaftung Probleme machen können.

Hinweis: siehe auch BauernJournal Artikel „Bio-Förderung für Neueinsteiger“ Seite VI.

Ihr Nutzen: Sie sind optimal auf eine künftige Biokontrolle vorbereitet. Sie erhalten von uns einen auf Ihren Betrieb abgestimmten Maßnahmenplan für eine erfolgreiche Umstellung auf Biolandbau.

DI Magdalena Tamtögl Ref. Nutztierhaltung und Fütterung Tel. 05 0259 23204, magdalena.tamtoegl@lk-noe.at

Kostenbeitrag: 60 Euro, 30 Euro Hofpauschale Beratungsort: am Hof

Beratung dringend empfohlen

Ihr Ansprechpartner: DI Martin Fischl, martin.fischl@lk-noe.at, Tel. 05 0259 22112

Betroffenen Betrieben wird dringend empfohlen, die Beratung von Landwirtschaftskammer oder BIO AUSTRIA in Anspruch zu nehmen, um für den Betrieb die passende Entscheidung zu treffen. Nähere Informationen zur Meldung des Sachverhaltes an die AMA erhalten Sie ebenfalls bei Ihrem Bioberater / bei Ihrer Bioberaterin.

Mehr Beratungsangebote unter: www.lk-noe.at/beratungskatalog

Prämienanpassung 2014 zu erwarten:

IP-Maßnahmen

Die geltende ÖPUL 2007-Sonderrichtlinie beinhaltet eine Revisionsklausel, welche aussagt, dass im Falle von Änderungen der Cross Compliance(CC)-Bestimmungen mit Auswirkungen auf freiwillige ÖPUL-Verpflichtungen, festgelegte Prämienbeträge anzupassen sind. Mit dem Antragsjahr 2014 treten verpflichtende (unabhängig von einer ÖPUL-Teilnahme) Aufzeichnungen hinsichtlich Pflanzenschutz in Kraft. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft beabsichtigt demgemäß, eine Prämienanpassung bei den ÖPUL 2007-Maßnahmen Integrierte Produktion bestimmter Ackerkulturen (Erdäpfel, Erdbeere, Gemüse und Rübe) Integrierte Produktion Obst und Hopfen Integrierte Produktion Wein vorzunehmen. Zu erwarten ist bei den IP Ackerkulturen eine Prämienreduktion um 25,- Euro je ha und bei IP Obst/Hopfen sowie Wein um 50,- Euro je ha. Jedem IP-Teilnehmer steht es frei, die Zustimmung zur Vertragsanpassung nicht zu erteilen, in diesem Fall endet der Vertrag mit 31.12.2013. Das heißt, die vorgenommene Maßnahmenverlängerung für 2014 ist bei der zuständigen Bezirksbauernkammer zu stornieren. DI Gerald Hohenauer Ref. Invekos

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Die landwirtschaft

invekos

Verpflichtungsabgleich im ÖPUL 2007-Verlängerungsjahr:

Wie können Rückforderungen verhindert werden?

Österreich hat im Juni 2013 für 2014 den Antrag auf ein ÖPUL 2007-Verlängerungsjahr in der Europäischen Kommission eingereicht. Dabei wurde beantragt, für 2014 keinen Verpflichtungsabgleich durchzuführen. Diesem Ersuchen wurde nicht stattgegeben.

Was ist der Verpflichtungsabgleich? Mittels Verpflichtungsabgleich prüft die AMA, ob zwischen zwei Antragsjahren eine unzulässige Verringerung der Maßnahmenfläche erfolgt. Unzulässige Flächenreduktionen führen zu Rückforderungen der ÖPUL-Prämien (für die reduzierte Fläche) bis zum ersten Teilnahmejahr.

Wer ist betroffen? Betriebe, die 1. einen Verlängerungsantrag für 2014 abgegeben und 2. grundstücksbezogene Maßnahmen verlängert haben und 3. bei diesen im MFA 2014 ein Flächenverlust über der Toleranz erfolgt und 4. der Nachfolgebewirtschafter keine gleich- oder höherwertigen Maßnahmen hat und 5. der Flächenverlust kein „öffentliches Interesse“ (= Enteignungsfähigkeit) darstellt und

6. nicht schriftlich bestätigt werden kann, dass die Bewirtschaftungsmöglichkeit mit 31.12.2013 endete.

1. Verlängerungsantrag für 2014 Nur wenn ein Verlängerungsantrag gestellt wird, erfolgt ein Verpflichtungsabgleich. Ohne Verlängerungsantrag entstehen keine Rückforderungen bei Flächenverlusten.

2. Grundstückbezogene Maßnahmen Im ÖPUL unterscheidet man grundstücksbezogene Maßnahmen und nicht grundstücksbezogene. Tabelle 1 listet beide auf.

3. Zulässige Toleranz bei Flächenverlusten („10%-Toleranz“) Bei grundstücksbezogenen Maßnahmen darf von einem Teilnahmejahr zum nächsten die Maßnahmenfläche um maximal zehn Prozent reduziert werden. Der maximale Flächenabgang darf 5 Hektar nicht überschreiten (auch wenn 10 Prozent mehr als 5 Hektar wären). Unabhängig von der 10-Prozentgrenze wird jedenfalls eine Flächenverringerung von einem halben Hektar toleriert. Bei der Berechnung der Toleranzgrenze sind ausschließlich Flächenabgänge zu addieren. Hinzukommende Flächen dürfen nicht gegenverrechnet werden!

Tabelle 1: ÖPUL 2007-Maßnahmen - Reihung nach Anzahl der Teilnehmer in NÖ grundstücksbezogene UBAG (Umweltgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen) Ökopunkte Naturschutz - WF Erosionsschutz Wein Biologische Wirtschaftsweise IP Wein Mahd von Steilflächen Verzicht auf ertragssteigernde Betriebsmittel auf Ackerfutter- und Grünlandflächen Erhaltung von Streuobstbeständen Erosionsschutz Obst und Hopfen Verzicht Betriebsmittel auf Ackerflächen Silageverzicht IP Obst/Hopfen IP im geschützten Anbau Besonders auswaschungsgefährdete Ackerflächen (AG)

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Beispiele 1 und 2 zeigen die Berechnung der Toleranz bei den ÖPUL-Maßnahmen „UBAG“ und „Biologische Wirtschaftsweise“.

nicht grundstücksbezogene Begrünung von Ackerflächen Mulch- und Direktsaat Verzicht Fungizide auf Getreideflächen IP Acker (Rübe, Erdäpfel, Gemüse, Erdbeere) SLK (seltene landwirtschaftliche Kulturpflanzen) Vorbeugender Boden- und Gewässerschutz Verlustarme Ausbringung von Gülle und Jauche HAS (Umweltgerechte Bewirtschaftung von Heil- und Gewürzpflanzen, Alternativen und Saatgutvermehrung) Seltene Nutztierrassen Alpung und Behirtung Untersaat Mais

Beispiel 1: Berechnungsschritte für ÖPUL-Toleranz bei „UBAG“ UBAG-Fläche laut MFA 2013: 30 ha (Summe Acker + Grünland) 10 % von 30 ha = 3 ha => Toleranz für 2014 liegt bei maximal 3 ha Flächenabgang Wichtiger Hinweis: Hinzukommende Flächen dürfen nicht gegenverrechnet werden! Beispiel 2: Berechnungsschritte für ÖPUL-Toleranz bei „Biologische Wirtschaftsweise“ Biofläche laut MFA 2013: 60 ha (Summe Acker + Grünland + Wein + Spezialkulturen) 10 % von 60 ha = 6 ha ABER: Absolute Obergrenze sind 5 ha => Toleranz für 2014 liegt bei maximal 5 ha Flächenabgang Wichtiger Hinweis: Hinzukommende Flächen dürfen nicht gegenverrechnet werden! Ursachen für Flächenverringerungen können vielfältig sein. Einige Beispiele sind: Herausnahme aus der landwirtschaftlichen Nutzung ohne Enteignungsfähigkeit (Aufforstung, Verbauung mit Gebäuden, Anlagen, Wegen etc., Rasenmäherfläche, Spielplatz, Schottergrube,…) Verlust der Fläche an andere Bewirtschafter, die nicht an gleich- oder höherwertigen ÖPUL-Maßnahmen teilnehmen Bei WF-Teilnahme: 2014 wird weniger Fläche als 2013 mit WF codiert Bei Mahd von Steilflächen: Umwandlung gemähter Grünlandflächen in Dauerweide Bei Verzicht Betriebsmittel auf Grünland: Umwandlung von Grünland in Acker


Dezember_2013 Tabelle 2: Beispiele für gleich- bzw. höherwertige ÖPUL-Maßnahmen Bin Teilnehmer an

gleich- oder höherwertige Maßnahmen

Biologische Wirtschaftsweise

Biologische Wirtschaftsweise Ökopunkte NÖ Biologische Wirtschaftsweise UBAG Ökopunkte NÖ Biologische Wirtschaftsweise WF

Ökopunkte NÖ UBAG WF

Bei IP Wein bzw. Erosionsschutz Wein: Rodung von Weingarten zu Acker Bei Hutweiden: Erhöhung der Nichtfutterflächenanteile (= Hutweide N) Lageverschiebung bei Hofkartendigitalisierung: auf einer Seite des Feldes fällt ein GATL weg => Flächenverringerung; auf anderer Seite wird das Feldstück ausgedehnt, aber diese Fläche nicht gegengerechnet! Verkleinerungen bewirtschafteter Grundstücksanteile bei Hofkartendigitalsierung Werden grundstücksbezogene Maßnahmen zwischen 2013 und 2014 um mehr als die dargestellte Toleranz aus einem der genannten oder anderen Gründen verringert, kommt es zur Rückforderung der Prämien für die verringerte Fläche bis zum Verpflichtungsbeginn der Maßnahme! D.h. wer seit 2007 teilnimmt und seine Maßnahmen für 2014 verlängert, riskiert bei Flächenverringerungen im Jahr 2014 Prämienrückforderungen für sieben Teilnahmejahre!

4. Nachfolgebewirtschafter mit gleichoder höherwertigen Maßnahmen Bei Flächenweitergabe an andere Betriebe gilt: Wenn der neue Bewirtschafter an der gleichen oder einer höherwertigen Maßnahme teilnimmt, kommt es zu keinen Rückforderungen im Rahmen des Verpflichtungsabgleiches (Beispiele für gleich- und höherwertige Maßnahmen zeigt Tabelle 2).

5. Herausnahme der Fläche im öffentlichen Interesse Öffentliches Interesse ist gleichzusetzen mit Enteignungsfähigkeit. Enteignungsfähig sind Flächen z. B. für den Bau von Bundesstraßen, Landesstraßen, Bahnstrecken. Ist der Flächenverlust darauf zurückzuführen, besteht kein Rückforderungstatbestand.

6. Schriftliche Bestätigung für Bewirtschaftungsende per 31.12.2013 Eine Ausnahme für Rückforderungen stellen schriftliche Bestätigungen des

Grundeigentümers, dass die Bewirtschaftungsmöglichkeit mit 31.12.2013 endete, dar. Sollte die Bewirtschaftungsmöglichkeit von Pachtflächen per 31.12.2013 enden, ist es empfehlenswert, sich diese Tatsache vom Eigentümer der Grundstücke (Verpächter) schriftlich formlos bestätigen zu lassen. Hilfestellung gewährt dabei die zuständige Bezirksbauernkammer.

Rückforderung droht dennoch, was tun? Die beste Lösung ist, den Flächenverlust 2014 zu verhindern (um ein Jahr zu verschieben). Der letzte Ausweg ist, die Verlängerung der betroffenen Maßnahme(n) zu stornieren. Stornierung von Verlängerungen bedeutet jedoch, dass 2014 keine Prämiengewährung für diese Maßnahme(n) erfolgen kann. Eine Vergleichsrechnung (Verlust Maßnahmenprämie 2014 einerseits, Rückforderung bis Verpflichtungsbeginn andererseits) ist derzeit nur ohne Gewähr möglich. Die Stornierung einer Verlängerung kann bis spätestens 15. Mai 2014 erfolgen. Aus diesen Gründen ist daher aus heutiger Sicht eine voreilige Stornierung nicht anzuraten.

Maßnahmen ohne Grundstücksbezug Bei nicht grundstücksbezogenen Maßnahmen stellt die Verringerung der Fläche, der Tieranzahl,… im Verlängerungsjahr kein Problem dar - sofern noch Teilnahmefläche verbleibt bzw. weniger Tiere entsprechend gehalten werden. Die Verpflichtung hängt hier nicht am Grundstück sondern quasi am Betrieb.

Selbstkontrolle Abbildung 1 bietet die Möglichkeit, selbst zu kontrollieren, ob durch den Verpflichtungsabgleich 2013 auf 2014 Rückforderungen drohen. Die Berater der Bezirksbauernkammer bieten diesbezüglich ebenfalls Hilfestellungen. Klären Sie jedenfalls vor Abgabe des Mehrfachantrages 2014 das Rückforderungsrisiko durch den ÖPUL-Verpflichtungsabgleich.

Abbildung 1 – Selbstkontrolle Rückforderungsgefahr durch Flächenverlust (kreuzen Sie an) Frage 1: Haben Sie im Verlängerungsantrag grundstücksbezogene Maßnahmen verlängert? Ja => weiter bei Frage 2 Nein => keine Rückforderungsgefahr durch Verpflichtungsabgleich Frage 2: Verringern Sie im Jahr 2014 Flächen um mehr als die Toleranz? Ja => weiter bei Frage 3 Nein => keine Rückforderungsgefahr durch Verpflichtungsabgleich Frage 3: Nimmt der Nachfolgebewirtschafter an der gleichen oder einer höherwertigen Maßnahme teil? Ja => keine Rückforderungsgefahr durch Verpflichtungsabgleich Nein => weiter bei Frage 4 Frage 4: Ist die Ursache für die Flächenreduktion eine Herausnahme aus der landwirtschaftlichen Nutzung im öffentlichen Interesse (Enteignungsfähigkeit)? Ja => keine Rückforderungsgefahr durch Verpflichtungsabgleich – Belege wie Grundabtretungsüberein kommen sind erforderlich Nein => weiter bei Frage 5 Frage 5: Kann mit schriftlichen Bestätigungen (bereits vorliegend) bzw. schriftlichen Pachtvertragskündigungen bewiesen werden, dass die Flächen zumindest bis 31.12.2013 von Ihnen bewirtschaftet wurden? Ja => keine Rückforderungsgefahr durch Verpflichtungsabgleich Nein => Rückforderungsgefahr bis Verpflichtungsbeginn Nehmen Sie eine Beratung in der BBK in Anspruch und lassen Sie sich über Folgen und Handlungsmöglichkeiten aufklären!

EBP: Auszahlungstermin - 18.12. Die Auszahlung der Einheitlichen Betriebsprämie (EBP) 2013 ist mit 18. Dezember geplant. Bescheide zu dieser Abrechnung werden mit Anfang Jänner 2014 zugestellt. Anders als bei der ÖPUL- und AZ-Anzahlung (75 %) wird die EBP zu 100 % mit genanntem Dezembertermin ausbezahlt. Zielsetzung ist, die Beträge zu einem möglichst frühen Termin vollständig an die AntragstellerInnen zu überweisen.

DI Martina Löffler, DI Elisabeth Schübl Referat Ackerbau und Grünland

DI Andreas Schlager, Referat Ackerbau und Grünland

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Die landwirtschaft

Technik

markt

Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe

S 37

Aktuelles aus der Investförderung

Beim Traktor fahren Diesel sparen S 38

Rindfleischmarkt 2013 20 Prozent Umsatzsteuer ab 2014 für Pferdeeinstellbetriebe S 41

lk-projekt überprüft Pflanzenschutzmittel für Saison 2014 S 42

UaB-Kurs: Frühstück für meine Gäste

Die Maßnahme „Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe“ wurde in der Förderperiode 2007 bis 2013 sehr intensiv in Anspruch genommen. Da derzeit die rechtlichen und budgetären Grundlagen auslaufen, endet Anfang Dezember die Möglichkeit, eine Antrag auf Fördermittel zu stellen. Es wird versucht in der kommenden Förderperiode so rasch wie möglich wieder zu starten und sobald die Voraussetzungen für eine Investitionsförderung 2014 vorliegen, werden Anträge wieder möglich sein. Ebenso ist auch für die Maßnahme „Konsolidierung von Verbindlichkeiten land- und forstwirtschaftlicher Betriebe“ keine Antragstellung mehr möglich. Diese Maßnahme wurde von manchen Junglandwirten genützt, um die Finanzierung ihres übernommenen und mit betrieblichen Verbindlichkeiten verschuldeten Betriebes zu erleichtern. Nähere Auskünfte zum Ende der Antrag-

Kellereigebäude Dieses Merkblatt behandelt das moderne Kellereigebäude. Es gibt wertvolle Tipps für die Planung, zur Bauphysik, zur Gestaltung und Ausstattung der unterschiedlichen Arbeitsräume, wie Pressraum, Füllraum, Tankkeller, Fasskeller, Lager, Technikraum und Präsentationsraum, sowie zu Baudetails, zum Beispiel Fußböden und Wandverkleidung. Mit Plänen werden in je einem Beispiel ein eingeschossiger und ein mehrgeschossiger Betrieb dargestellt Um 7 Euro zu bestellen im ÖKL, Tel. 01/505 18 91, office@oekl.at, www.oekl.at 32

Licht im Rinderstall Tageslichteinfall in den Stall ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn den Tieren kein ständiger Zugang ins Freie zur Verfügung steht. Das ÖKL-Merkblatt 72 „Licht im Rinderstall“ behandelt Fragen betreffend ausgewählter Rechtsvorschriften und Normen, biologischer Grundlagen, Grundgrößen des Lichts, bauen mit Tageslicht, künstliche Beleuchtung und Licht und Beleuchtung in unterschiedlichen Stallbereichen. Um 7 Euro zu bestellen im ÖKL, Tel. 01/505 18 91, office@oekl.at, www.oekl.at

Sobald die Voraussetzungen für eine Investitionsförderung 2014 vorliegen, werden Anträge wieder möglich sein. Foto: LK NÖ

stellungsmöglichkeit erhalten Sie von Ihrem Betriebswirtschaftsberater der zuständigen Bezirksbauernkammer! DI Gerhard Salzmann Ref. Förderung Tel. 05 0259 25201 gerhard.salzmann@lk-noe.at

Automatische Melksysteme Das neue ÖKL-Merkblatt 103 „Automatische Melksysteme“ gibt wichtige Planungshinweise zu baulichen Fragestellungen für alle, die überlegen, auf ein automatisches Melksystem umzusteigen. Vor- und Nachteile werden beleuchtet, auf 5 Seiten werden Planungsbeispiele gegeben. Auf den Umtrieb und auf den Zu- und Abgangsbereich wird besonders eingegangen. Um 6 Euro zu bestellen im ÖKL, Tel. 01/505 18 91, office@oekl.at, www.oekl.at ÖKL-Merkblatt 1. Auflage 203

Nr. 103

Bauen

S 40

Autom atisch e Melksy steme

Baulich e Planung sgrundl

agen

Inhalt

. Vorbemerkun

gen

2. Ausgewählte Rechtsvorsch riften und Normen

3. Melksysteme

4. Anordnung, Umtrieb

5. Zugangsund

und Selektion

Abgangsbere

6. Hinweise für den Einbau in bestehende Stallbauten

ich

7. Anforderunge

8. Nebenräume

n für den Winterbetrieb

9. Sonstige Hinweise

0. Planungsbeis

piele

Die ÖKL-Merkblätte den Arbeitskreisen r werden von des Österreichische Kuratoriums für n Landtechnik und Landentwicklun g, denen Fachleute der jeweiligen Fachgebiete aus allen Bundesländern angehören, ausgearbeitet. Die ÖKL-Merkblätte sind bei der Landwirtschafts r förderung anzuwenden.

(Erlass BMLFUW-LE...2

2/002-II/6/2007

idgF.)

Fotos: LK OÖ

Verfasser: ÖKL-Arbeitskre is Landwirtschafts Obmann: MR bau DI Manfred Watzinger Arbeitsgruppe: (BMLFUW) Max Fruhstorfer (LK OÖ), Ing. Ing. Christoph Franz Kaltenberger Kowatsch (LK Stmk.), DI Dieter (LK OÖ), Mag. Vitus Lenz Kreuzhuber (ÖKL), (LK OÖ), Bmst. Ing. Rudolf Schütz (LK NÖ), Franz Wolkerstorfer

(LK OÖ)

MIT UNTERSTÜTZUN

G VON BUND,

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa die ländlichen in Gebiete.

ÖKL-MB 03



LÄNDERN UND

EUROPÄISCHER

UNION


Dezember_2013

Landtechnik-Experten sahen sich in Hannover um

Bildungswerkstatt Mold zeigt praktische Neuheiten von der Agritechnica Unter den 8.700 Österreichern auf der Agritechnica waren auch die Landtechnikexperten der Bildungswerkstatt Mold, die sich für uns dort umgesehen haben und im Beitrag praktische Neuheiten für den Ackerbau vorstellen. Welche Neuheiten den Fachleuten Christoph Berndl, Robert Diem und Gottfried Hauer auf der Agritechnica aufgefallen sind, können Sie auf den nächsten Seiten sehen. Sie haben sie vor allem danach ausgewählt, welchen Nutzen sie heimischen Landwirten bringen können: Vom Schälpflug über den sicheren Straßentransport von Ackerbaugeräten über Wellscheiben, einem Schnellwechselsystem für Grubberschare bis zu einer Schnellentlüftung, die beim Absenken des Fülldrucks direkt am Rad montiert ist. Die Entwicklungen in der Elektronik und Sensorik bestimmen heute überwiegend den Innovationsgrad von Maschinen und Systemen mit dem Ziel, Prozesse noch effizienter, präziser, umweltschonender und kostensparender zu gestalten. Fortschritte waren auf der Agritechnica insbesondere bei der Vernetzung der unterschiedlichen Systeme zu verzeichnen. „Smart Farming“ vermittelte Lösungen, unter anderem zu den Themen Datenmanagement, Navigation/Sensortechnik, optimierte Hardware und Regelung/ Steuerung.

Bugnot Schälpflug Schälpflüge waren auf der diesjährigen Agritechnica schon deutlich öfter als vor zwei Jahren zu sehen, wobei ein Hersteller durch die einfache Faltung ansprechend heraus stach. Durch das Aufeinanderklappen der hinteren Gerätehälfte auf die vordere ist es möglich, die Länge stark zu verringern und somit das Ausschwenken des Pfluges auf ein annehmbares Maß zu verkleinern, um somit auch den Straßentransport sicherer zu gestalten. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

Young Farmers Party und YouTube Ein Highlight für den Nachwuchs war zudem die Young Farmers Party mit rund 4.000 Teilnehmern, bei der die über ihre YouTube-Videos weithin bekannten Peterson Farm Brothers (Kansas/USA) auftraten.

Regent Frontpacker auf Heckgerät

Die nächste Agritechnica findet vom 10. bis 14. November 2015 auf dem Messegelände in Hannover statt.

Mit der Möglichkeit eine Walze in mehreren Situationen einsetzen zu können, machte Regent auf sich aufmerksam. Mit wenigen Handgriffen kann der Frontpacker auch als Nachläufer von Grubber oder Kurzscheibenegge verwendet werden. So lässt sich eine eigentlich teure Rückverfestigungstechnik ökonomischer und vielfältiger nutzen.

Paula Pöchlauer-Kozel

Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

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Die landwirtschaft

Technik

Sicherer Transport von Aufsattelpflügen durch richtige Kennzeichnung und Beleuchtung Die sachgerechte Kennzeichnung von Pflügen kann viele Unfälle vermeiden und damit auch Schaden und schwere Verletzungen. Im Grunde genommen müssten sich Hersteller und Vertrieb von Landtechnik für diesen Punkt verantwortlich zeigen. Da viele diese Verantwortung leider nicht wahrnehmen, muss sich der Landwirt oft schon bei Neumaschinen um die fachgerechte Ausrüstung kümmern. Hier finden wir bei der Firma Rabe schon einmal einen guten Anfang. Die reflektierenden Warnmarkierungen und die Beleuchtung sind einfach aufgebaut und leicht vom Gerät zu lösen. Lediglich die roten runden Rückstrahler müssten mit gleichseitigen dreieckigen roten Rückstrahlern ersetzt werden. Reflektierende Warnmarkierungen sind anzubringen sobald das angebaute Gerät den Traktor in seiner Außenbreite überragt. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

Schnellwechselsystem Kerner Der deutsche Bodenbearbeitungsgerätehersteller Kerner präsentierte ein neues Schnellwechselsystem für Grubberschare. Hierfür wird zum Wechsel lediglich ein Hammer benötigt. Es ist nicht notwendig, einen Splint oder ähnliches zuerst zu entfernen sondern nur das Schar muss mit einem kräftigen Hammerschlag aus dem Klemmradius gelöst werden. Der Klemmradius wurde hierfür aus Federstahl gefertigt um einen guten Halt während der Arbeit zu ermöglichen. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

Wellscheiben auf Kurzscheibenegge Mit der Möglichkeit seine Kurzscheibenegge in Zukunft mit Wellscheiben ausrüsten zu können, nahmen einige Hersteller die Forderung der Praktiker nach mehr Krümelung und höherer Standzeit wahr. Durch die gewellte Form wird zum einen die Aggressivität der Krümelung höher und zum anderen durch die größere Oberfläche der Verschleiß geringer. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

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dezember_2013

Einfacher Zinkenwechsel und Tiefeneinstellung bei Striegel Die Firma HE-VA hat den Zinkenwechsel bei Striegeln deutlich vereinfacht. Ein Doppelzinken kann somit einfach und komfortabel durch einen Splint entfernt und erneuert werden. Auch die Tiefeneinstellung erfolgt einfach mit einer Spindel, mit der die Tasträder in ihrer Höhe verändert werden können. Erwähnenswert ist in diesem Fall die gut ersichtliche Skala, mit der die Position genau eingestellt werden kann. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

Leichteres Koppeln durch Schlauchgalerie in Farbe Eine Schlauchgalerie zur sicheren Aufbewahrung der Hydraulik- sowie Elektroleitungen und zur sauberen Führung zum Traktor nach vorne. Eine farbliche Kennzeichnung durch färbige Kabelbinder, Isolierbänder und Lacke erleichtert es zusätzlich, jeweils das passende Steuergerät traktorseitig mit der gleichen Farbe zu koppeln, damit der Funktionsumfang immer identisch gewährleistet ist. Dies wird umso wichtiger, je mehr Koppelpunkte vorhanden sind. Text&Fotos: LK NÖ/Gottfried Hauer

Molbro-Universalscharspitze: Der dänische Produzent für Bodenbearbeitungsverschleißteile Molbro, stellte ein neues Scharspitzenschnellwechselsystem für Pflüge vor. Für das Wechseln der Spitze werden lediglich ein Keildorn und ein Hammer benötigt. Bemerkenswert jedoch ist nicht nur die Verwendung bei Pflügen, sondern auch die Verwendung bei fast allen Schwergrubbern der verschiedenen Fabrikate. Laut Hersteller ist es nun möglich, bei verschiedenen Herstellern von Pflug und Grubber am Betreib nur eine Scharspitze zu verwenden. Text&Fotos: LK NÖ/Berndl

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Die landwirtschaft

Technik

DLG-Feldtage vom 17. bis 19. Juni 2014

Vier Anbieter für Reifendruckregelung Das Thema der Reifendruckregelung genießt auch in unseren Breiten immer mehr Interesse. Gab es bis vor vier Jahren im deutschsprachigen Raum nur zwei Anbieter für Reifendruckregelanlagen, nämlich Krude und PTG, so sind mittlerweile zwei weitere Anbieter dazugekommen. Sowohl Strotman, der Gründer der Firma STG, als auch Risse, der erst vor kurzem die Firma R&M Landtechniksysteme auf die Beine gestellt hat, waren Schüler von Ludwig Volk an der Fachhochschule in Soest. Volk beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Reifendruckanpassung und ist ein profunder Kenner dieser Thematik.

Neuheitenbörse des Pflanzenbaus

Neue Schnellentlüftung zum Absenken des Fülldruckes direkt am Rad Auf der Agritechnica stellten John Deere und Fendt einen Schlepper mit Reifendruckregelanlage aus. Als echte Neuheit, wurde sowohl von PTG, als auch von STG eine Schnellentlüftung vorgestellt, die beim Absenken des Fülldrucks direkt am Rad entlüftet, wodurch die Zeit der Druckabsenkung auf rund ein Drittel reduziert wird. Auch der Newcomer R&M baut bei seinen Regelanlagen nur solche Entlüftungsventile auf. Diese Neuentwicklung macht Reifendruckregelanlagen noch wirtschaftlicher und attraktiver. Laut PTG können diese Ventile auch bei bestehenden Anlagen jederzeit nachgerüstet werden.

Seminar „Bereifung in der Landwirtschaft“ am 17. Dezember in Mold

Die seit 20 Jahren bewährte Drehdurchführung für Steckachsen wurde von PTG in Zusammenarbeit mit John Deere überarbeitet und verbessert. Text & Fotos: LK NÖ/Diem

17. Dezember beim Seminar „Bereifungen in der Landwirtschaft“ an der Bildungswerkstatt Mold. Anmeldungen dazu unter Tel. 05 0259 29500.

Diese Neuentwicklung soll ab Frühjahr 2014 lieferbar sein, die Preise stehen zur Zeit noch nicht fest. Mehr zum Thema Reifenfülldruckanpassung erfahren sie am

Durch die Schnellentlüftung direkt am Rad geht die Anpassung des Drucks deutlich schneller. 36

Fendt nennt sein System Vario Grip, die Anschlüsse sind bestens geschützt.

Vom 17. bis 19. Juni 2014 finden die DLG-Feldtage auf dem Gelände des Internationalen DLGPflanzenbauzentrums in BernburgStrenzfeld, Sachsen-Anhalt in Deutschland statt. Die DLG-Feldtage sind die Neuheitenbörse im modernen Pflanzenbau. Hauptanziehungspunkt wird das Versuchsfeld sein, auf dem die Aussteller eine Vielfalt an Sorten aller gängigen Kulturpflanzen zeigen. Darüber hinaus werden auf dem Feld weitere Einzelbausteine der Pflanzenproduktion, wie zum Beispiel die gezielte Düngung und die umweltgerechte Krankheits- und Schädlingsbekämpfung, aber auch unterschiedliche Anbautechniken vorgestellt. Ein umfangreiches Fachangebot in Zelthallen und auf weiteren Ständen sorgt für ein vollständiges Informationsangebot rund um den modernen Pflanzenbau. Bei den DLG-Feldtagen 2014 wird es Europäische Anbauvergleiche für Raps und Weizen geben. An diesen Demonstrationsversuchen beteiligen sich Fachleute aus zahlreichen europäischen Ländern. Infozentren zur Düngerqualität und zu Fernerkundungssystemen sowie Themenzentren zu aktuellen Fragen der Pflanzenzüchtung und zur Beizung (BDP) sowie zum Pflanzenschutz (IVA) werden eingerichtet. Weitere Informationen erhalten Interessenten bei der DLG unter Tel. 0049 69/24788-262 bzw. -285, oder E-Mail feldtage@DLG.org oder www.dlg-feldtage.de.


Dezember_2013

DLG-Merkblatt „Dieseleinsparung in der Pflanzenproduktion“ informiert

Wie der Traktorfahrer beim Fahren Diesel sparen kann Die Möglichkeiten, den Preis für den Kraftstoff zu verringern, sind begrenzt. Es gibt allerdings effektive Maßnahmen, über einen geringeren Verbrauch die Kraftstoffkosten zu senken. Neben der richtigen Traktorausrüstung hat der Fahrer einen entscheidenden Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Dazu hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft ein Merkblatt erstellt. Einen Auszug daraus finden Sie auf dieser Seite. Das Merkblattes zeigt die Einsparpotentiale im landwirtschaftlichen Betrieb auf, die sich auch ohne großen technischen Aufwand realisieren lassen.

Betriebsorganisation optimieren Große, regelmäßig geformte Schläge verringern die unproduktiven Nebenzeiten und senken den Dieselverbrauch durch die geringere Anzahl an Wendungen und durch den geringeren Zeitaufwand beim Wenden. Größere Einzelschläge senken darüber hinaus die Anzahl der Fahrten zwischen Feld und Hofstelle. Die Auswirkungen verschiedener Schlaggrößen auf den Dieselverbrauch kann man im Merkblatt nachlesen. Durch den Verzicht auf einzelne Arbeitsgänge wird kurzfristig in erheblichem Umfang Diesel eingespart. Vor allem beim Verzicht auf das Pflügen, der energieaufwendigsten Maßnahme, kann man je nach Bodenart zehn bis 30 Liter pro Hektar einsparen. Mit steigenden Treibstoffpreisen gewinnt der Verzicht auf den Pflug deutlich an Bedeutung.

Geräte optimal einsetzen Bei den meisten Bodenbearbeitungsverfahren steigt mit zunehmender Bearbeitungstiefe der Dieselverbrauch in etwa gleichem Maße an. Daher gilt auch hier der Grundsatz: So flach wie möglich, so tief wie nötig arbeiten. Wie wirkt sich eine, an die Fruchtfolge Wintergerste-

Mais-Weizen angepasste Arbeitstiefe auf den Dieselverbrauch im Vergleich zu einer konstanten Arbeitstiefe von 30 Zentimeter aus? Gegenüber der konstant tiefen Bearbeitung verringert sich dadurch die mittlere Pflugtiefe über die gesamte Fruchtfolge gesehen auf 25 cm, so dass bei sehr schwerem Boden im Durchschnitt über die gesamte Fruchtfolge 3,7 Liter pro Hektar eingespart werden können. Je größer der Anteil der schweren Böden im Schlag ist, desto höher ist auch das Einsparpotential an Diesel, wenn diese Teilflächen nur so tief bearbeitet werden, wie sie müssen. Weiters behandelt das Merkblatt die positiven Auswirkungen einer geringeren Arbeitsintensität, wie man die Geräteeinstellung optimiert und wie man die Arbeitsgänge am besten kombiniert.

den Prospekten angegebenen Dieselverbrauch zum Vergleich heranziehen, sondern die Motorkennlinie. Tipps gibt es auch zur Motorauslastung und zum Einsatz vom Lastschaltgetriebe. Mit speziellen Sparzapfwellen kann man im Bereich des minimalen spezifischen Kraftstoffverbrauchs arbeiten. Ist keine Sparzapfwelle vorhanden, kann man bei Geräten mit einer Normdrehzahl von 540 Umdrehungen pro Minute unter Umständen auch mit der 1.000er Zapfwelle fahren. Das Merkblatt gibt weiters Auskunft über Dieseleinsparmöglichkeiten bei Hydraulik, Fahrwerk, Ballast und Wartung.

Motor, Getriebe, Zapfwelle, Hydraulik, Fahrwerk, Ballast und Wartung

Viele weitere Details mit Bildern, Grafiken und Tabellen könne Sie im Merkblatt „Dieseleinsparung in der Pflanzenproduktion nachlesen. Sie können es unter Tel. 004969/24 788-209 bestellen oder downloaden unter www.dlg.org/merkblaetter.html

Unter anderem sollte man beim Kauf von Traktoren sollte man nicht den, in

Paula Pöchlauer-Kozel

Überprüfen

Vor der Arbeit

Während der Arbeit

Vor dem Schlepperkauf

Kühler sauber? Luftfilter sauber) Unnötiger Ballast abgebaut? Bei schweren Zugarbeiten ausreichend Ballast? Richtiger Reifeninnendruck? Arbeitsgänge kombinieren? Gerätewerkzeuge in einwandfreiem Zustand? Arbeitstiefe nur so tief wie nötig? Werkzeugdrehzahl der Geräte so gering wie möglich? Geräteeinstellung optimal? Motordrehzahl so gering wie möglich? Angepasster Reifeninnendruck? Geringer spezifischer Kraftstoffverbrauch im unteren Konstantleistungsbereich? Geringer spezifischer Kraftstoffverbrauch bei Motordrehzahlen für Zapfwellenarbeiten? Sparzapfwellen vorhanden? Konstantleistungsbereich größer als Gangsprung der Lastschaltstufen? Getriebeabstufung im Haupt-Geschwindigkeitsbereich ausreichend eng? Liegt die mittlere Arbeitsgeschwindigkeit in der Mitte der Lastschaltstufen? Höchstgeschwindigkeit bei abgesenkter Motordrehzahl? Geringes Leergewicht bei ausreichender Zuladung? Kraftstoffverbrauchanzeige vorhanden? Herausgegeben von der DLG e.V.

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Die landwirtschaft

MARKT

Weniger Handel mit traditionellen Partnern

Rindfleischmarkt 2013

Nach zweieinhalb Jahren einer fast stetigen Aufwärtsbewegung am Rindermarkt hat sich 2013 die Dynamik verändert. Seit Jahresbeginn zeigt der Preistrend seitwärts bis abwärts. Vor allem aus dem Außenhandel fehlen die Impulse. DI Marianne Priplata-Hackl Ref. Betriebswirtschaft 05 0259 25111 marianne.priplata@lk-noe.at

Die vorliegenden Schlachtdaten zeigen für den Zeitraum Jänner bis September 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegene Schlachtzahlen. So nahm die Zahl der Stierschlachtungen um mehr als fünf Prozent, jene der Kalbinnen um fast vier Prozent zu. Keine wesentliche Änderung ergab sich bei den Schlachtkühen. Werden die Schlachtdaten mit der Herkunft der Tiere kombiniert, zeigt sich dass besonders bei Schlachtstieren, die Zahl der Stiere mit österreichischer Abstammung in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Dieses rückläufige Angebot aus Österreich wurde von den Schlachtbetrieben vermehrt durch Lebend-Importe ausgeglichen. Bis Oktober wurden 2013 um 37 Prozent mehr ausländische Stiere geschlachtet als 2012. In abgeschwächter Form gilt diese Entwicklung auch für weibliche Schlachttiere.

Drittlandexporte auf dem Rückzug Dem eher rückläufigen österreichischen Angebot an Schlachttieren stand 2013 eine sehr

erfreuliche Entwicklung beim Inlandsabsatz von Rindfleisch gegenüber. So lag der Inlandsabsatz von Rindfleisch bis September um ein Viertel über dem Vorjahr, wobei schon 2012 eine Trendumkehr zu den Vorjahren zu verzeichnen war. Bei einem Selbstversorgungsgrad von über 140 Prozent bei Rindfleisch spielt aber auch der Außenhandel bzw. die Versendungen in andere EU-Länder für die Markträumung eine wichtige Rolle. Bis September 2013 legte der österreichische Rindfleischaußenhandel gegenüber dem Vorjahr wieder etwas zu. Während die EU-Versendungen in den letzten Jahren sehr stabil bei rund 300.000 Stück Rindfleisch lagen, unterlagen die EU-Exporte in Drittländer stärkeren Schwankungen. Nach einem Spitzenwert 2011, wo der Anteil der Exporte auf 15 Prozent des gesamten Außenhandels anstieg, sind sie seither wieder auf dem Rückzug. Auch 2013 setzte sich dieser Trend fort. Nach Ungarn, Frankreich und Polen (jeweils mehr als minus 50 Prozent) ist Österreich unter den EU-Ländern mit einem Drittel weniger am stärksten vom Rückgang der Drittlandexporte betroffen.

Italienexport verliert an Gewicht Rund 50 Prozent des aus Österreich ausgeführten Rindfleisches geht in zwei Länder: Deutschland und Italien. Besonders Italien hat aufgrund seines Interesses an qualitativ hochwertigem und daher hochpreisigem Rindfleisch für den

stiere

schweine

ferkel

In einer sehr stabilen Seitwärtsbewegung befand sich der Schlachtstiermarkt im November, wobei die Preise nun auch unter das Niveau von 2011 zurückgefallen sind. Diese stabile Entwicklung wurde vom mittelmäßigen Angebot getragen, das vor allem im Inland auf passende Nachfrage stieß. An Impulsen aus dem Außenhandel fehlt es weiterhin. Zu Monatsende machten die vorweihnachtlichen Einlagerungskäufe eine leichte Preisverbesserung möglich. Bis Weihnachten wird auch im Dezember mit einer ausgeglichenen Marktlage gerechnet. Die Entwicklung über den Jahreswechsel hinaus wird aber wesentlich vom verfügbaren Angebot abhängen.

Wie erwartet konnten sich die NÖ Schweinepreise im November weitgehend stabilisieren. Die zwischenzeitliche Verunsicherung am deutschen Markt übertrug sich nicht auf NÖ. Obwohl das vorhandene Angebot sehr guten Absatz findet, begrenzt weiterhin die deutsche Marktlage die Preisentwicklung. Die durch volle Lager fehlenden Möglichkeiten zu Preissteigerungen im Verarbeitungsbereich, geben auch für Frischfleisch die Richtung vor. Bis Weihnachten ist mit anhaltenden Absatzimpulsen und zumindest stabilen Preisen zu rechnen, nach den Feiertagen sind ein Einbruch des Konsumenteninteresses und ein geringerer Frischfleischbedarf nicht ungewöhnlich.

Der NÖ Ferkelmarkt präsentiert sich trotz der kurzfristigen Verunsicherung am Mastschweinemarkt in guter Verfassung. Ein saisonal rückläufiges Angebot trifft auf mittlere bis gute Nachfrage der heimischen Mäster. Die Ferkelnotierung konnte sich im letzten Monat um insgesamt zehn Cent auf EUR 2,45 je kg verbessern. Vorsichtig optimistisch ist man für die letzten Wochen dieses Jahres. Nach Abschluss der Feldarbeiten dürfte das abnehmende heimische Angebot auf steigende Nachfrage treffen. Bis zum Jahresende erwartet man daher zumindest ausgeglichene Marktverhältnisse mit stabilen bis leicht festeren Ferkelpreisen.

€/kg

€/kg 1,9 Italien Österreich 1,8 Tschechien 1,7 Bayern

4,0 3,5 3,0 2,5

Italien Österreich Bayern

Tschechien

2,0 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

38

1,6 Österreich Dänemark 1,5 Niederlande Deutschland 1,4 1,3 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

€/30 kg Ferkel 75 Niederlande 70 65 Dänemarkt 60 Deutschland 55 Österreich Bayern 50 Niederösterreich 45 40 35 30 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10


Dezember_2013

EU wird wieder Nettoimporteur In den letzten Jahren ist die EU durch die umfangreichen Exporte in die Türkei und nach Russland wieder zum Nettoexporteur von Rindfleisch geworden. In diesem Jahr verlaufen die Warenströme aber anders. So sind die EU-Exporte in die Türkei bis August um 95 Prozent zurückgegangen und somit völlig zum Erliegen gekommen. Auch nach Russland und in den Libanon wurde weniger geliefert. Insgesamt beläuft sich der Rückgang der Rinder- und Rindfleischexporte auf 20 Prozent zum Jahr zuvor. Auch der durchschnittliche Exportwert sank um mehr als zehn Prozent von 3.186 EUR/t 2012 auf

Der Schlachtkuhmarkt blieb auch in den letzten beiden Monaten auf Abwärtskurs. Seit Ende September gaben die Kuhpreise um weitere 20 Cent nach. Zwar fällt das Ende der Weidesaison in diesen Zeitraum, dennoch ist nicht die österreichische Angebotssituation Auslöser für diese Entwicklung. EU-weit ist das Angebot für die Nachfrage zu umfangreich und trifft zudem auf volle Lager an Verarbeitungsfleisch. In Österreich wurden bis Oktober um ein Drittel mehr weibliche Rinder ausländischer Herkunft geschlachtet als in den Vorjahren. Mittlerweile sollte aber die Talsohle in der Preisentwicklung erreicht sein.

3,5

2014 mehr Rindfleisch in EU und Ö Entlastet wurde der EU-Rindfleischmarkt in den letzten Jahren durch eine rückläufige Gesamtproduktion. So verringerte sich die Produktion von 2011 bis 2013 um 7,5 Prozent auf 7,4 Mio. Tonnen. Für 2014 erwarten Marktexperten laut EU-Kommission in den meisten Ländern

Frankreich Bayern

3,0 Österreich 2,5 Tschechien 2,0 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

wieder steigende Schlachtzahlen. Für die EU-28 soll das Produktionsvolumen um 1,2 Prozent auf 7,5 Mio. Tonnen ansteigen. Das würde einen moderaten Anstieg der Exporte notwendig machen. Durch neue Handelspartner und dem Ausbau des Handels mit bestehenden Kunden wird dieses Potenzial von Marktexperten auch gesehen. In Österreich wird besonders im ersten Halbjahr ebenfalls ein leichter Anstieg der Rindfleischproduktion erwartet. Während die Entwicklung bei männlichen Rindern sehr stabil sein sollte, dürften vor allem die Schlachtmengen bei weiblichen Rindern zulegen.

Ö Rindfleischexporte nach Italien

Quelle: Bundesanstalt für Agrarwirtschaft

20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

1. Quartal

2. Quartal 2011

milchpreise

KÜHE

€/kg 4,0

2.844 EUR/t. Im Gegenzug erhöhen sich die Importmengen, die in den letzten Jahren sehr gering waren. Besonders Brasilien konnte seine Importanteile deutlich erhöhen. 2014 könnte die EU damit wieder zum Nettoimporteur von Rindfleisch werden.

1.000 Stück

österreichischen Markt eine besondere Bedeutung. Die Schwäche der italienischen Wirtschaft und die Einkommenseinbußen hinterlassen aber Spuren in den Konsumgewohnheiten. So zeigen die offiziellen Exportzahlen in den letzten Jahren und auch 2013 eine Abschwächung der Versendungen zu unseren südlichen Nachbarn. Im ersten Halbjahr 2013 gingen die Italienexporte um weitere 22 Prozent zurück. Der Italienanteil an den EU-Exporten sank damit auf nur mehr 19 Prozent. Ebenfalls rückläufig verliefen in diesem Zeitraum die Versendungen nach Deutschland (minus 17,5 Prozent).

Mit 1. November bezahlten die in NÖ tätigen Molkereigenossenschaften ihren Lieferanten folgende Milcherzeugerpreise in Cent pro Kilogramm: Konventionelle Milch: Berglandmilch, netto 40,00 Milchgenossenschaft NÖ, netto 39,72 Gmundner Milch, netto 39,55 Biomilch: Berglandmilch, netto 46,05 Milchgenossenschaft NÖ, netto 45,22 Änderungen beim Milcherzeugerpreis werden jedem Milchlieferanten aufgrund des Milchliefervertrages im Milchgeldanlageblatt mitgeteilt. Frankreich Tschechien Qualitätsergebnisse: Bayern Im September 2013 entsprachen 99,03 % der in NÖ angelieferten Milch Österreich der 1. Güteklasse. Für 85,29 % der angelieferten Milch wurde auch der S-Zuschlag von bis zu 1,45 Cent/kg ausbezahlt.

3. Quartal 2012

4. Quartal

2013

Kreditzinsen Im September 2013 betrugen laut ÖNB die durchschnittlichen Zinsen für bestehende EURO-Kredite von (nicht-finanziellen) Unternehmen _ mit Laufzeit bis zu 1 Jahr... 2,20 % _ mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre.... 2,70 % _ mit Laufzeit über 5 Jahre....2,36 % für neue Kredite _ bis 1 Mio. Euro.....................2,27 % Bezugszinssätze im Oktober 2013 _ 3 Monats-EURIBOR.............0,23 % _ Sekundärmarktrendite......1,28 % AIK-Zinssatz vom 1.1.2014.-30.6.2014 Der Bruttozinssatz für die Agrarinvestitionskredite beträgt 1,625 %. Daraus ergibt sich ein Nettozinssatz für den Kreditnehmer von 1,040 % (36 %iger Zinsenzuschuss) 0,812 % (50 %iger Zinsenzuschuss 0,406 % (75 %iger Zinsenzuschuss) Der genannte Bruttozinssatz beinhaltet laut Sonderrichtlinie bereits Spesen. Das bedeutet, dass auch Entgelte für die Kontoführung durch den angeführten Zinssatz bereits abgedeckt sind! 39


Die landwirtschaft

steuer

LK fordert Vorsteuerpauschalierung für Pferdeeinstellbetriebe

Ab 1. Jänner 2014 fällt die Pensionspferdehaltung nicht mehr unter die landwirtschaftliche Umsatzsteuerpauschalierung, weil es sich nach einer Gerichtshofentscheidung europarechtlich um Freizeitwirtschaft und nicht um Lebensmittelproduktion handelt.

Umsatzsteuerbefreiung darf man keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen und es besteht kein Recht zum Vorsteuerabzug. Für die Berechnung der Umsatzgrenze von 30.000 Euro sind alle Umsätze eines Unternehmers zusammenzurechnen. Die durch die Vollpauschalierung erfassten Umsätze können mit 150 Prozent des Einheitswertes der selbst bewirtschaften Flächen geschätzt werden.

Vorsteuer ist abzugsfähig

Ein Beispiel: Ein Nebenerwerbslandwirt führt einen umsatzsteuerpauschalierten Grünlandbetrieb mit Mutterkuhhaltung, Pensionspferdehaltung und Forstwirtschaft und arbeitet als Dienstnehmer in einer Firma. Der steuerliche Einheitswert aus Eigengrund und Zupachtungen, welche mit dem eigenen Hektarsatz anzusetzen sind, beträgt 10.000 Euro. Die Umsätze ohne Umsatzsteuer aus der pauschalierten Landwirtschaft, insbesondere Vieh- und Holzverkauf (die AMAGelder sind keine Umsätze), können, wenn keine konkreten Aufzeichnungen der Einnahmen vorliegen, mit 150 Prozent des Einheitswertes, das sind 15.000 Euro,

Deshalb haben auch umsatzsteuerpauschalierte Landwirte den Pferdebesitzern für das Einstellen ab 1. Jänner 2014 grundsätzlich 20 Prozent Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen. Von dieser Umsatzsteuer sind die anteilig auf die Pensionspferdehaltung entfallenden Umsatzsteuerausgaben (=Vorsteuern) abzuziehen. Für den Vorsteuerabzug sind nur Rechnungen von anderen Unternehmern, zum Beispiel für Betriebsmittel, zu berücksichtigen. Der Unterschiedsbetrag (Saldo) ist an das Finanzamt abzuführen. Die Umsatzsteuer für Jänner 2014 ist grundsätzlich bei monatlicher Umsatzsteuervoranmeldung bis 15. März 2014 an das Finanzamt zu entrichten. Ein Verkauf der Futtermittel „an sich selbst“, zum Beispiel Hans Huber schreibt Hans Huber einen Eigenbeleg mit Umsatzsteuerausweis, ist rechtlich nicht möglich (Innenumsatz). Auch die Gründung eines selbstständigen Pensionspferdebetriebes neben der Landwirtschaft kommt auf den meisten Standorten nicht Betracht. Bei Flächenwidmung Grünland ist das Halten von Pensionspferden nur als „untergeordnetes Nebengewerbe“ (Nebentätigkeit) im Rahmen der Landund Forstwirtschaft zulässig.

Steuerbefreiung nur für Kleinunternehmer Nur Kleinunternehmer bis 30.000 Euro Jahresumsatz sind generell von der Umsatzsteuer befreit. Das einmalige Überschreiten um nicht mehr als 15 Prozent innerhalb eines Zeitraumes von fünf Kalenderjahren ist unschädlich. Bei dieser 40

Foto: LK NÖ/Archiv

Auch für umsatzsteuerpauschalierte Einstellbetriebe gelten ab Jänner 20 Prozent Umsatzsteuer

geschätzt werden. Dem Lohnbezug als echter Dienstnehmer kommt für die Umsatzsteuer keine Bedeutung zu. Dieser Landwirt könnte jährlich noch zusätzlich 15.000 Euro Einnahmen aus nicht unter die Umsatzsteuerpauschalierung fallenden unternehmerischen Betätigungen, wie „Einstellgebühren“, Schneeräumung und Hausvermietung haben, ohne der Umsatzsteuerpflicht zu unterliegen. Dr. Martin Jilch und Dr. Rainer Gehringer

LK fordert Vorsteuerpauschalierung Damit die umsatzsteuerpauschalierten Landwirte nicht eigens für die Pensionspferdehaltung eine „Umsatzsteuerbuchhaltung“ mit komplizierten Abgrenzungs- und Aufteilungsproblemen führen müssen, fordert die LK eine Vorsteuerpauschalierung. Darunter ist eine Schätzung der in den Aufwendungen für die Pensionspferde enthaltenen Vorsteuerbeträge nach Durchschnittssätzen zu verstehen. Dabei geht es insbesondere um Umsatzsteuerausgaben (Vorsteuern) für die Produktion und den Zukauf von Heu, Stroh und Hafer sowie Stallkosten. Damit wäre von den 20 Prozent Umsatzsteuer pauschal nur ein Teilbetrag abzuführen und keine aufwendige Umsatzsteuerbuchhaltung zur Ermittlung der Vorsteueranteile – oder für den ganzen Betrieb – erforderlich. Überdies würde sich die Verteuerung der Einstellgebühr aus steuerlichen Gründen für die Pferdebesitzer verkraft- und nachvollziehbar machen, weil – trotz der Verrechnung von 20 Prozent Umsatzsteuer – nur die Zahllast hinzuzurechnen wäre. Die Ankündigung der Neuregelung ohne begleitende Maßnahmen hat aus wirtschaftlichen und bürokratischen Gründen große Verunsicherung bei den Pferdeeinstellbetrieben und bei den Pferdebesitzern ausgelöst; von den wirtschaftlichen Folgen durch den erwartbaren Rückgang der Pferdebestände in vor- und nachgelagerten Betrieben, wie Pferdezubehör, Tierärzte, Offenhalten der Kulturlandschaft für den Tourismus gar nicht erst zu reden. Von den neuen Problemen sind zirka 5.000 pferdehaltende Betriebe betroffen. Überdies reiten und fahren in Österreich insgesamt 400.000 Personen, die ihre Pferde großteils in fremden Stallungen eingestellt haben. Damit die Betriebe und die Pferdebesitzer noch vor dem Jahreswechsel sicher kalkulieren und sich entsprechend auf die neue Situation einstellen können, fordert die Landwirtschaftskammer dringend eine den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechende Vorsteuerpauschalierung.


Dezember_2013

lk-projekt überprüft Pflanzenschutzmittel für Saison 2014

Information der Niederösterreichischen Versicherung

Pflanzenschutzmittel im geschützten Anbau

Versicherungsschutz in der Tiermast

Die lk-projekt überprüfte den Zulassungszustand der Pflanzenschutzmittel in der integrierten Produktion. Ziel der Überprüfung war es, die IP-Pflanzenschutzmittellisten auf den neuesten Stand zu bringen.

Ob Viehzucht, Ackerbau oder Weinbau – landwirtschaftliche Betriebe sind wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig Tag für Tag einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt.

Der Oktober stand bei der lk-projekt ganz im Zeichen von Pflanzenschutzmitteln im geschützten Anbau. Denn die so genannten IP-Listen wurden mit dem Österreichischen Pflanzenschutzmittelregister verglichen. Fehlende Mittel aber auch abweichende Indikationen wurden markiert und ergänzt. Gemeinsam mit der LGV-Frischgemüse Wien und dem Bundesverband der Österreichischen Gärtner nahm lk-projekt Kultur für Kultur unter die Lupe.

Aktualisierung des Pflanzenschutzregisters läuft Anfang Oktober übergab man das aktualisierte und ergänzte Material an die Österreichische Arbeitsgemeinschaft

Integrierter Pflanzenschutz. Diese fasst alle Listen aus den Bereichen der Landwirtschaft zusammen und führt sie dem Pflanzenschutzregister zu. Für die Neu-Zulassung an sich ist der Zulassungsinhaber oder Vertrieb zuständig. Nach einer Rückfrage bei den vier größten Unternehmen der chemischen Industrie, sind 70 Prozent der Zulassungen bereits abgearbeitet.

Anpassung der Mittel auf österreichische Standards Die fortschreitende „Austrifizierung“ der bisher übernommenen Zulassungen aus Deutschland und den Niederlanden läuft auf Hochtouren und ist voraussichtlich für den Saisonstart im geschützten Anbau rechtzeitig abgeschlossen. Im Freiland wird diese Aufgabe schwerpunktmäßig von den hauptsächlich betroffenen Landwirtschaftskammern abgearbeitet.

DI Gregor Hoffmann lk-projekt NÖ/Wien Tel. 05 0259 42303 gregor.hoffmann@lk-noe.at

Infobroschüre: Tipps zur Vorbereitung bei Finanzkontrollen „Sicherheit und Fairness für die Landwirtschaft“ – so lautet der Titel der neuen Broschüre des Bundesministeriums für Finanzen. Dabei wird nicht nur über gesetzliche Regelungen informiert. Auch nützliche Tipps zur Vorbereitung bei Kontrollen sind darin enthalten. Vor allem die Tätigkeiten bei der Weinlese und im Rahmen eines Buschenschankbetriebes oder eines Kellergassenfestes werden besonders beleuchtet. Der aktuelle Schwerpunktfolder ist unter www.bmf.gv.at/ services/publikationen/broschueren-ratgeber.html gratis erhältlich.

Oft genug stehen Millionenwerte auf dem Spiel. Moderne Agrarbetriebe müssen mit der Zeit gehen und Maßnahmen ergreifen, um den stets steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Auch die Sicherheitsbedürfnisse des Betriebs unterliegen einem ständigen Wandel. Mehr denn je sind Lösungen gefragt, die exakt auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten werden können. Ein gutes Agrar-Versicherungsprodukt bietet die Möglichkeit, ein persönliches Versicherungspaket zu schnüren, wobei das Portfolio die Bereiche Feuer, Feuer-Überbrückungshilfe, Haushalt, Haftpflicht, Leitungswasser, Unfall, Sturm und Rechtschutz umfasst. Individuelle Erweiterungen bieten unter anderem Unfallschutz für Hilfskräfte, aber auch Rechtsschutz bei Streitigkeiten mit der AMA um landwirtschaftliche Förderungen. Die Viehzucht bzw. Tierhaltung birgt ganz

spezielle Risiken; eines davon ist das Risiko des Ausfalls der Lüftungsanlage. Eine Tragödie für jeden Schweinemäster, wenn dieser Defekt das qualvolle Verenden der Tiere zur Folge hat. Die Installation von geeigneten Alarmanlagen ist hier oberstes Gebot, aber leider keine Garantie, wie Bespiele immer wieder leidvoll gezeigt haben. Bei Ausfall der Lüftungsanlage in Folge indirekten Blitzschlages kann eine entsprechend abgeschlossene Versicherung zumindest den Wert der verendeten Tiere ersetzen. Diese Leistung kann aber maximal zwei Mal in einer Versicherungsperiode in Anspruch genommen werden. Moderne Betriebe verfügen oft über eine hochwertige technische Ausstattung wie z.B. eine Fütterungs- oder Entmistungsanlage. Ein Gebrechen oder eine Beschädigung durch Bedienungsfehler können zu beträchtlichen finanziellen Belastungen führen (aufwändige Reparatur, Neuanschaffung der Maschine im Totalschaden, etc.). Mit einer entsprechenden Maschinenbruchversicherung können Sie dieses Risiko weitgehend ausschalten. Damit Ihre und die wirtschaftliche Existenz Ihrer Familie nicht auf dem Spiel steht. Niederösterreichische Versicherung AG Neue Herrengasse 10, 3100 St. Pölten 02742/9013-0, www.noevers.at

Anzeige Versicherungstipps von Generaldirektor Hubert Schultes, Niederösterreichische Versicherung AG. Foto: zVg

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Die landwirtschaft

Direktvermarktung

Urlaub am Bauernhof: Kurs hilft Anbietern dabei, Gäste mit gutem Frühstücksangebot zu verzaubern

„Frühstücksgenuss für meine Gäste“

Bei einem Urlaub vom stressigen Alltag nehmen sich die Gäste gerne Zeit für ein besonderes und ausgiebiges Frühstück.

Kursinhalte und Details Regeln und Trends in der Ernährung regionale und saisonale Schmankerl beim Frühstück wie wird kalkuliert decken des Tisches Zubereitung und Verkostung von Frühstücksschmankerln

Foto: LK NÖ/Eva Posch

wirtschaftliche Planung und Kontrolle aller Vermietungsaktivitäten Voraussetzung für den Erfolg. Die Festlegung der Preise spielt eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweiges „Urlaub am Bauernhof“.

Ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Vermietung ist das angebotene Frühstück. Die Gäste messen dem Frühstück in der Regel eine große Bedeutung bei. Kaum eine andere Mahlzeit wird so kritisch beurteilt. In der heutigen schnelllebigen Zeit genießen Urlauber besonders das Frühstück. Vor allem mit selbst erzeugten, bäuerlichen und regionalen

Produkten können Urlaub am Bauernhof-Anbieter bei ihren Gästen punkten. Moderne Ernährungstrends und individuelle Gästewünsche gilt es dabei zu berücksichtigen. Milchprodukte, Bauernbrot, selbst erzeugte Marmeladen, frische Aufstriche und Früchtemüslis werden geschätzt.

Wie wird der Preis des Frühstücks richtig kalkuliert In der bäuerlichen Gästebeherbergung ist eine gute

Speisenkalkulation beim Buschenschank

Für die Kalkulation des Frühstückspreises müssen zunächst die Marktpreise für zugekaufte Lebensmittel oder der Ab-Hof-Preis für selbst erzeugte Lebensmittel sowie die benötigten Mengen pro Person erhoben werden. Dann können die Lebensmittelkosten also der Wareneinsatz berechnet werden. Der Rohaufschlag ist ein prozentueller Zuschlag zu den Lebensmittelkosten und dient zur Abdeckung aller Kosten einschließlich des Gewinns.

Der Kursbeitrag beträgt 30 Euro (Förderung bereits abgezogen, sonst 60 Euro). Kursorte: LK NÖ St. Pölten, Mittwoch, 8. Jänner, 9 bis 13 Uhr. BBK Krems, Donnerstag, 27. Februar, von 9 bis 13 Uhr. Anmeldungen und Infos unter Tel. 05 0259 26500.

Bäuerliche Vermieter, die sich genauer mit Gestaltung und Kalkulation ihres Frühstücksangebotes beschäftigen möchten, haben Gelegenheit dazu beim Kurs „Frühstücksgenuss für meine Gäste“. Christine Haghofer Ref. Direktvermarktung, Tel. 05 0259 26501, christine.haghofer@lk-noe.at

Einblicke in die Landwirtschaft

Für den finanziellen Erfolg beim Buschenschank ist die richtige Preisfestlegung wichtig. Das gilt für das Wein- und Mostangebot genauso wie für die Speisen. Buschenschänkerinnen und Buschenschänker, die sich genauer mit der Kalkulation ihres Speisenangebotes beschäftigen möchten, haben Gelegenheit dazu beim Kurs „Speisenkalkulation für den Buschenschank – die Grundlagen“.

Die Initiative „Schule am Bauernhof“ möchte jungen Menschen den Bauernhof als Lern- und Erlebnisort öffnen. Landwirtschaftliche Betriebe mit eigener, aktiver Bewirtschaftung und Produktion sowie einem gepflegten Erscheinungsbild von Haus, Hof und Familie sind eingeladen, sich an dieser Initiative zu beteiligen und ihre Hoftore für Kinder, Jugendliche und Lehrer zu öffnen.

Kursorte und Termine: BBK Hollabrunn, Freitag, 24. Jänner BBK Krems, Donnerstag, 30. Jänner BBK Korneuburg, Donnerstag, 13. Februar BBK Tullnerfeld, Mittwoch, 26. Februar BBK Mistelbach, Donnerstag, 6. März Kursdauer: 9 bis 13 Uhr Nähere Infos und Anmeldung unter Tel. 05 0259 26500.

Das notwendige Rüstzeug für den Empfang von Schulklassen erhalten die Bäuerinnen und Bauern im Rahmen eines Zertifikatslehrganges. Kursort: LK NÖ, St. Pölten. Der Lehrgang startet am 14. Jänner und umfasst insgesamt zehn Kurstage von jeweils 9 bis 17 Uhr.

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Nähere Informationen und Anmeldung bis 9. Dezember unter Tel. 05 0259 26202 oder auf www.schuleambauernhof.at.


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Pflanze des Monats

leben

Einblatt bringt Frieden ins Haus

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Weihnachtszauber hat Geschichte S 45

Rezepttipps für kalte Wintertage

Die weißen fahnenartigen Blüten des Einblatts wehen wie Friedensfahnen im Wind. Weltweit gibt es mehr als 50 Einblatt-Arten, welche vor allem im tropischen Amerika beheimatet sind. Erst in den letzten zehn Jahren konnte sich das Einblatt zu einer beliebten Zimmerpflanze mausern. Die fahnenähnlichen weißen Blüten haben einen langen Stiel, stehen über die Blätter hinaus und sind ein wunderbarer Blickfang. Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und bringt durch ihre lang anhaltende Blüte und ihre dekorativen Blättern edles Flair in alle Räume. Das Einblatt stammt ursprünglich aus den Tropen, weshalb die Pflanze auch bei uns als Zimmerpflanze gewisse Anforderungen an ihren idealen Standort stellt. Sie bevorzugt helle Plätze. Ein längeres direktes Sonnenbad ist nicht zu empfehlen. Besonders wohl fühlt sich die robuste Zimmerpflanze in warmen Räumen. Vor allem Wohnzimmer und Bäder bieten die besten Bedingungen für ein gutes Wachstum. Ein Austrocknen der Erde ist zu vermeiden.

Gleichgewicht durch Pflanzenkraft

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Dem Einblatt wird eine sehr harmonisierende Wirkung auf den Menschen nachgesagt. Darüber hinaus soll die Pflanze selbst extreme Schwingungen wieder ins Gleichgewicht bringen. Besonders ihre Fähigkeit, chemische Schadstoffe abzubauen und die Luft gründlich zu reinigen, machen sie zu einem beliebten Mitbewohner. In Wohnräumen kann das Einblatt die Raumluft also wesentlich verbessern. Die große Blattmasse trägt zu einer guten Luftfeuchtigkeit bei. Ausgezeichnete Arbeit leistet die Pflanze beim Säubern der Luft von Benzolen, wie sie im Zigarettenrauch enthalten sind, und Trichlorethylen, die in Haushaltsreinigern stecken können.

Denkmalgeschützt: Alte Krippe versüßt das Fest

Christian Kornherr und Nadine Tauderer Ref. Garten und Gemüsebau Tel. 05 0259 22405 christian.kornherr@lk-noe.at

Das Einblatt bringt mit seinen weißen Blüten edles Flair in alle Wohnräume. Deshalb ist die Pflanze auch als Geschenkidee eine beliebte Wahl. Foto: Gert Eichberger

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Landjugendmitglieder für Leistungen geehrt S 49

Neuer Landjugend Bundesleiter kommt aus Niederösterreich S 49

Vom Einsteiger zum Insider

Kurs hilft beim Neueinstig in die Landwirtschaft S 50

Seminar bringt Auszeit vom Alltag S 51

Tipps für die Krisenbewältigung S 52

Gewinnspiel: Kalender für das neue Jahr S 54-56

Bildungskalender S 57

Anzeigen S 58

Termine

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Die landwirtschaft

Bauernregeln und Lostage So

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Winterbeginn, Thomas

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4. Adventsonntag

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Christtag

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1. Adventsonntag

Adventmärkte versprühen Besinnlichkeit seit dem Mittelalter

Weihnachtszauber mit Tradition

Maria Empfängnis

3. Adventsonntag

Stefanitag

Tag der unschuldigen Kinder

Silvester

Barbarazweige bringen eine Braut ins Haus Vielfältig sind die Legenden, die sich um den Brauch der Barbarazweige ranken. Nach alter Tradition werden diese Zweige von Obstbäumen Anfang Dezember im Haus aufgestellt. Blühen sie bis zum Weihnachtsfest, ist im kommenden Jahr eine Hochzeit angesagt. Die Sitte geht zurück auf eine alte Sage. Es wird berichtet, dass ein frommes Mädchen namens Barbara vom Vater eingesperrt und später sogar getötet wurde. Auf ihrem Grab sollen dann zu Weihnachten Blumen zu blühen begonnen haben. 44

Leben

Über 600 Jahre ist es nun her: Erstmals erteilte man Handwerkern die Erlaubnis, am spätmittelalterlichen Marktplatz Verkaufsstände zu errichten. Nach und nach entwickelten sich daraus die Weihnachtsmärkte, die bis heute vorweihnachtliches Flair versprühen. Was als kleiner Markt für die Bürger begann, zieht mittlerweile weite Kreise. Waren die Stände auf den mittelalterlichen Märkten damals noch dazu gedacht, dass sich die Bürger für die kalte Jahreszeit rüsten konnten, hat sich dies bis heute stark gewandelt.

Unterhaltungsprogramm für den Advent Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind sie beliebtes Unterhaltungsprogramm und fixer Bestandteil der Adventzeit. Jahr für Jahr versetzen sie unzählige Besucher in Weihnachtsstimmung. Entsprechende Atmosphäre, weihnachtliche Lichterketten, eigens gestaltete Krippen und natürlich die vielen Verkaufsstände helfen dabei. Eines haben die ersten Vorläufer und die modernen Adventmärkte aber gemein: Von Anfang an spielte das leibliche Wohl

Die Vorläufer der Adventmärkte gehen auf das späte Mittelalter zurück. Auch damals war für das leibliche Wohl der Marktbesucher mit Maroni und heißen Getränken bestens gesorgt. Illustration: LK NÖ/Eva Kail

der Gäste eine wichtige Rolle. Neben Spielzeug, Winterkleidung und allerhand Nützlichem waren auch Maroni, Mandeln und Nüsse sowie warme Getränke auf den Märkten zu finden. Der Grundstein für den Adventmarkt – wie wir ihn kennen – war somit gelegt.

Auswahl an Adventmarkt-Varianten ist beinahe unbegrenzt Heute lassen sich die unterschiedlichsten Arten von Adventmärkten finden. Egal ob nun städtische Adventmärkte, die wochenlang ihre Tore für Besucher geöffnet haben oder kleine Kunsthandwerksmärkte – alle haben ihre ganz eigenen Besonderheiten. Sogar weihnachtliche Mittelaltermärkte sind heutzutage keine Seltenheit. So verzaubert die Burgruine Aggstein alljährlich mit mittelalterlichem Programm und weihnachtlichem Kunsthandwerk.


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Punsch und Schneeballen versüßen das Warten auf das Christkind

Heiße Rezepte für kalte Tage

In der kalten Jahreszeit stehen heiße Getränke ganz hoch im Kurs. Dabei versüßen uns aber nicht nur die unterschiedlichsten Punschvariationen die Zeit vor dem Weihnachtsfest. Auch Glühweine, Grogs und Weihnachtsbäckerei sind aus der Adventzeit nicht mehr wegzudenken. Wenn die Temperaturen draußen fallen und es vor der Tür so richtig ungemütlich wird, feiern wärmende Leckereien wieder Hochsaison. Was gibt es denn Schöneres, als nach Hause zu kommen und sich mit einem heißen Getränk ein bisschen Wärme zu gönnen. Dabei sorgt ein selbst gemachter Weihnachtspunsch auch gleich für die richtige vorweihnachtliche Stimmung.

bern obendrein auch noch den perfekten Weihnachtsduft ins Haus. Köstliche „Schneeballen“ als Beilage versüßen die kalte Jahreszeit noch zusätzlich.

Selbstgemachte Schneeballen versüßen uns das Warten auf das Christkind. Gemeinsam mit Punsch, Glühwein und Co. wird die Adventzeit zu einem Highlight für alle Schleckermäuler.

Tipp: Seminar bringt Genuss für zu Hause

Fotos: LK NÖ/Elisabeth Heidegger

Die Zubereitung solch heißer Getränke ist keine Hexerei. Ein Vorteil des Selbermachens ist, dass man genau weiß, welche Zutaten verwendet wurden. Absolutes Muss für Glühwein, Punsch und Co: Nelken und Zimt. Diese Gewürze zau-

Weitere köstliche Rezepte zum Kennenlernen, gibt es in den Kochseminaren „Brauchtumsgebäck II – Krapfen & Beugel köstlich selbst gemacht“ in den jeweiligen Bezirksbauernkammern. Damit holt man sich kulinarische Köstlichkeiten ganz einfach auch nach Hause.

Dip. Päd. Ing. Elisabeth Heidegger Ref. Bäuerinnen und Konsumenteninformation Tel. 05 0259 26204 elisabeth.heidegger@lk-noe.at

Holunder-Weihnachtspunsch

Apfelschalen-Grog

Zutaten ½ l schwarzer Holundersaft, ½ l Apfelsaft, 1 Stamperl Rotweinlikör, 1 Stamperl Birnenbrand, 1 Zitrone, 2 EL Zucker, 1 Packung Vanillezucker, 8 Gewürznelken, 2 Zimtstangen sowie Schlagobers und Zimt zum Garnieren.

Zutaten 4 Äpfel, unbehandelt, Zitronensaft, ½ l süßer Apfelmost, ½ l Wasser, Schuss Rum, 2 Packungen Vanillezucker, brauner Kandiszucker nach Geschmack.

Alle Zutaten in einem Topf vermischen und langsam erhitzen aber nicht kochen lassen. Gewürznelken und Zimtstangen in ein Stofftaschentuch füllen, zubinden und in den Topf geben. Fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und wieder entfernen. Mit einem Schlagobershäubchen verziert und etwas Zimt bestreut heiß servieren.

Die Äpfel dünn schälen, mit Zitronensaft beträufeln und die Schalen auf ein Backblech legen. Im Backrohr bei 70 °C etwa zwei Stunden trocknen. Den Most mit dem Wasser aufkochen lassen und die getrockneten Apfelschalen dazugeben, kurz mitkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Rum, Vanillezucker und Kandiszucker zugeben. Heiß servieren.

Rezept für Schneeballen Zutaten 400 g Mehl glatt – Typ 480, 300 g Butter, 2 Dotter, 1 Ei, 2 EL Sauerrahm,2 EL Weißwein, Prise Zimt, Prise Salz, Frittierfett oder Butterschmalz, Staubzucker zum Bestreuen. Mehl mit Butter, Dotter, Ei, Rahm, Weißwein, Zimt und Salz zu einem Teig verkneten und eine halbe Stunde kühl rasten lassen. Den Teig ausrollen und Quadrate von 15 mal 15 cm ausradeln. Jedes Teigstück in fingerdicke, parallele Streifen schneiden ohne die Ränder zu durchtrennen. Den Teig mit einem Kochlöffel „auffädeln“ und gut gelockert in eine Schneeballenform legen. Ins heiße Fett tauchen und einige Minuten goldbraun frittieren. Noch warm im Staubzucker wälzen.

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Die landwirtschaft

Leben

Mechanische Krippe aus Maria Taferl verzaubert Groß und Klein

Krippenzauber pünktlich zur Weihnachtszeit

Nicht nur zu Weihnachten ist die mechanische Krippe in Maria Taferl etwas ganz Besonderes. Selbst bei erwachsenen Miniaturliebhabern schafft sie es, die kindliche Seite wiederzuerwecken und ein Leuchten in die Augen zu zaubern. Rund 15.000 Besucher im Jahr lassen sich von der Geschichte der Krippe und den beweglichen Figuren faszinieren. „Geschichte gehört einfach zum Leben dazu.“ Diesem Leitsatz folgt Rudolf Brandtner schon sein ganzes Leben lang. Doch vor acht Jahren ist Geschichte praktisch zu einem Teil seines Lebens geworden. Er entschied sich dafür, die mechanische Krippe von Maria Taferl als Betreiber zu übernehmen. „Ich hab eigentlich durch reinen Zufall davon erfahren, dass die Krippe samt Gebäude verpachtet wird. Mein Vater hat das Gerücht vom Wirten heimgebracht und es hat mich nicht mehr losgelassen“, erinnert sich Brandtner. Im Jahr 1998 war die Besitzerin der Krippe verstorben. Danach mieteten sich verschiedene Pächter in das Gebäude ein und übernahmen damit auch das historische Kleinod

Brot auch zur Weihnachtszeit Im Buch „Richtig gutes Brot“ hält Autorin Eva Maria Lipp nicht nur Weihnachtsklassiker wie das Kletzenbrot für ihre Leser bereit. Denn auf den 215 Seiten jagt ein Rezept das andere. Selbst die Zubereitung der unterschiedlichen Teigvarianten wird Schritt für Schritt erklärt. Einfache Hinweise und clevere Tipps helfen dabei, sich sein Brot einfach selbst zu backen. Erschienen ist die Anleitung zum Selbermachen im Löwenzahn Verlag unter ISBN 978-3-7066-2538-8 zum Preis von 24,95 Euro. 46

Maria Taferls. Doch keiner von ihnen wusste mit dem historischen Werk etwas anzufangen und sie verwahrloste immer mehr. „Die Pächter vor mir hatten immer ein Souvenirgeschäft in den Räumen, wo auch die Krippe steht. Sie waren am Umsatz ihres Geschäftes interessiert und haben der Krippe nur wenig Bedeutung beigemessen“, so Brandtner. Er drehte den Spieß dann um. Statt einem Verkaufsladen finden die Touristen nun ein klei-

Vorweihnachtliche Bastelfreude Bastelfreude pur oder auch ein Sammelstück für alle Krippenfreunde hat der Tyrolia Verlag mit seiner Bastelausgabe der Haller Weihnachtskrippe zu bieten. Dabei kommen Groß und Klein gleichermaßen auf ihre Kosten. Denn erstmals ist die grandiose Kirchenkrippe von Hall in Tirol als Ausschneidebogen mit 17 Figuren erhältlich. Die Hauptfiguren sind rund 16 Zentimeter hoch. Erschienen ist der Bastelspaß im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-3317-4 zum Preis von 12,95 Euro.

Claus Brandtner lässt sich genauso wie sein Vater Rudolf immer wieder in den Bann der Krippe ziehen. Neben der Geburt Jesu warten auch noch Szenen aus dem Leben der heiligen Familie, dem Alten Testament und der Entstehungsgeschichte von Maria Taferl darauf, vom Betrachter entdeckt zu werden. Fotos: LK NÖ/Eva Posch

Unterhaltung für kalte Tage Ein Fotokalender sorgt im kleinen Ort Gernkofen für Aufregung. Denn 13 junge Frauen schließen sich zusammen, um zu beweisen wie attraktiv Frauen vom Land sein können. Sie machen sich daran, ihren Plan in die Tat umzusetzen. Dabei erleben diese unterschiedlichen Frauen Erfolge, Rückschläge und viele emotionale Momente. „Die Schönen vom Lande“ von Viktoria Schwenger ist im Rosenheimer Verlag unter ISBN 978-3-475-54145-2 zum Preis von 14,95 Euro erschienen.


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nes aber feines Museum in den Räumen nahe der Basilika. „Souvenirgeschäfte haben wir in Maria Taferl ja genug. Mir geht es nur um die Krippe.“ Auf Brandtner, der in Marbach – einem Nachbarort von Maria Taferl – lebt, wartete nach der Unterzeichnung des Pachtvertrages jede Menge Arbeit. Denn für ihn hieß es, so schnell wie möglich die Technik auf Vordermann zu bringen.

„Faszinierte Blicke spornen an“ Ein halbes Jahr lang sollte es dauern, bis er sie Touristen und Geschichtsliebhabern aus der Umgebung vorführen konnte. „Eineinhalb Jahre lang habe ich die Vorführungen persönlich gemacht. Dann war die Nachfrage so groß, dass ich mir etwas einfallen lassen musste“, erinnert sich der Idealist und machte die Krippe nach und nach zu einem Selbstläufer. Mit einem Schalter können die Gäste den Motor der Krippe nach Belieben betätigen.

Die leisen Seiten der Weihnacht Wie besinnlich die Weihnachtszeit sein kann, stellt Autor Bischof Reinhold Stecher in seinem Buch „Die leisen Seiten der Weihnacht“ unter Beweis. Mit seinen Texten zeigt er, dass sich zu Weihnachten nicht alles nur um die Geschenke dreht. Seine Gedanken und Meditationen rundet der Autor mit seinen ausdrucksstarken selbstgefertigten Aquarellen noch zusätzlich ab. 144 Seiten, erschienen im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-2187-4 zum Preis von 17,75 Euro.

Für die dazugehörende Geschichte sorgt ein Tonband. Zeit, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, hat der Krippenbetreiber allerdings trotz aller technischer Finessen nicht. Zehn bis fünfzehn Stunden in der Woche braucht es, damit das Werk überhaupt laufen kann. Doch damit nicht genug: Immer wieder führt Brandtner noch zusätzliche Arbeiten und Verbesserungen durch, damit die Krippe am Ende perfekt ist: „Noch habe ich das Idealbild, das ich von der Krippe habe, nicht erreicht. Es gibt noch immer ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen und die ich ändern will.“ Trotz des großen Arbeitspensums und der zahlreichen privaten Investitionen bereut Brandtner seine Entscheidung vor acht Jahren nicht: „Wenn ich meine oder andere Kinder sehe, die sich in dieser schnelllebigen Zeit von einer Krippe in den Bann ziehen lassen, hat sich der Aufwand gelohnt.“ Eva Posch

Rundum gesund zum Fest Für die richtige Portion Gesundheit und Wohlbefinden pünktlich zum Weihnachtsfest sorgt das Buch „Warmes für kalte Tage“. Dabei hat Autorin Claudia Nichterl nicht nur Rezepte zu bieten. Auch Gesundheitstipps, spezielle Heilkräuter und vieles mehr halten die 96 Seiten für die Leser bereit. In ihren Rezepttipps folgt die Ernährungswissenschaftlerin der traditionellen Chinesischen Medizin auch 5-Elemente-Ernährung genannt. Erschienen im Cadmos Verlag unter ISBN 978-3-8404-7023-3 zum Preis von 19,90 Euro.

Im Jahr 2011 hat Rudolf Brandtner auch die Technik der Krippe für Besucher sichtbar gemacht. So sorgt nicht nur die ländliche Landschaft der Jahrhundertwende mit ihren beweglichen Figuren für leuchtende Augen.

Daten und Fakten zur Krippe Die um das Jahr 1892 vom Purgstaller Leopold Steindl erbaute mechanische Krippe ist eines der größten und ältesten noch bestehenden mechanischen Werke der Welt. Es ist 20 m² groß und zeigt neben der Geburt Jesu auch die Entstehungsgeschichte von Maria Taferl, den Bau der Basilika und zahlreiche biblische Stationen. Die Krippe wurde in den Anfangszeiten durch reine Muskelkraft mit einer Kurbel angetrieben. Später wurde die Kurbel durch einen Elektromotor ersetzt. Seit 1998 steht die Krippe unter Denkmalschutz. Der Krippenbetrieb ist auf Spenden der Besucher angewiesen.

Weihnachten hautnah erleben Mit biblischen Erzählfiguren lässt Elisabeth Kollreider im Buch „Das Kind von Betlehem“ die Geschichte von Maria, Josef und dem Jesuskind lebendig werden. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die durch ein Drahtgestell beweglich sind und individuell geformte Hartschaumköpfe haben. Das angedeutete Gesicht lässt Spielraum für Interpretationen. Zusätzlich bietet Kollreider Tipps für den Umgang mit diesen Figuren. 32 Seiten, erschienen im Tyrolia Verlag, ISBN 978-3-7022-3291-7 um 9,95 Euro. 47


Die landwirtschaft

Landjugend

Jugendliche für Wettkampfleistungen geehrt

Landjugendtalente beweisen sich auf Bundesebene

LK NÖ-Präsident Hermann Schultes gratulierte beim Bundessiegerempfang in St. Pölten den 14 Medaillengewinnerinnen und Gewinnern. Sie konnten bei den diesjährigen Bundesentscheiden und internationalen Wettbewerben das Rennen für sich entscheiden. Die Ausbeute bei der diesjährigen Wettkampfsaison könnte für die niederösterreichischen Landjugendmitglieder kaum größer sein. Drei Gold-, fünf Silber- und drei Bronzemedaillen holten die Jugendlichen heuer nach Niederösterreich. „Unser Bundesland kann stolz auf euch sein.“ Mit dieser Aussage lobte LK NÖ-Präsident Hermann Schultes die 14 Burschen und Mädchen, die eine Medaille bei den Bundesentscheiden oder internationalen Wettbewerben erreicht haben. „Ihr habt ein Talent, das ihr im Rahmen der Entscheide mit Höchstleistungen unter Beweis stellen konntet“, so Schultes weiter. Auch für das kommende Jahr ist Niederösterreich mit seinen talentierten Jugendlichen also bestens gerüstet und man kann schon jetzt auf künftige Medaillen hoffen.

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Niederösterreichs Landjugendtalente Klaus Prinz aus Langschlag: Goldmedaille Bundesentscheid Reden, Kategorie Vorbereitete Rede über 18. Thema: Können wir unseren Lebensmitteln noch trauen? Julia Aichinger aus Euratsfeld: Bronzemedaille Bundesentscheid Reden, Kategorie Vorbereitete Rede unter 18 Jahren. Thema: Der Zauber der Jagd Andrea Berger aus Traisen: Bronzemedaille Bundesentscheid Reden, Kategorie Präsentation. Thema: In den Schuhen des anderen gehen – Demenz Jasmin Dürauer aus Perschling: Silbermedaille Bundesentscheid Reden, Kategorie Spontanrede. Dominik Hiller aus Waltersdorf bei Staatz: Bronzemedaille Bundesentscheid Reden, Kategorie Spontanrede. Günther Neuhauser und Christian Emsenhuber aus Leonhofen: Silbermedaille Bundesentscheid Agrarolympiade. Marlies Scharl und Birgit Zöllner aus Tulln: Bronzemedaille Bundesentscheid Genussolympiade. Matthias Einwögerer aus Kottes: Goldmedaille Bundesentscheid Pflügen, Kategorie Drehpflug.

Johannes Land aus Ernsthofen: Silbermedaille Bundesentscheid Pflügen, Kategorie Beetpflug und Silbermedaille Teambewerb Bundesentscheid Pflügen. Bernhard Eblinger aus Stephanshart Silbermedaille Teambewerb Bundesentscheid Pflügen. Barbara Klaus aus Oberzwischenbrunn Pflüger Weltmeistertitel bei der Weltmeisterschaft in Kanada, Kategorie Beetpflug. Margareta Heigl aus Haidershofen Vizeweltmeisterin bei der Weltmeisterschaft in Kanada, Kategorie Drehpflug.

Gute Stimmung herrschte beim Bundessiegerempfang im City Hotel St. Pölten, wo man die Leistungen der Jugendlichen einmal mehr Revue passieren ließ. Mit dabei (1. Reihe v.l.): Landesobmann Karl Anton Schrattenholzer, Präsident Hermann Schultes, Dominik Hiller, Birgit Zöllner, Marlies Scharl, Barbara Klaus, Julia Aichinger, Jasmin Dürauer, Landesleiterin Verena Hainzl sowie Matthias Einwögerer, Johannes Land, Günther Neuhauser, Christian Emsenhuber, Bernhard Altmann, Hermann Altmann, Klaus Prinz, Präsident Ernst Karpfinger und Geschäftsführer Reinhard Polsterer. Foto: LK NÖ/Eva Posch


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Angebotsüberblick und neue Highlights

Kurs erleichtert Einstieg in die Landwirtschaft

Neues Arbeitsprogramm der Landjugend NÖ

Plötzlich in der Landwirtschaft

Das neue Arbeitsprogramm der Landjugend NÖ steht. Auch für die kommende Saison wartet ein bunter Mix aus Bildung, Wettbewerben und Co. Die Landjugend Niederösterreich organisiert jährlich rund 600 Veranstaltungen mit knapp 17.000 Teilnehmern. Das Landjugendprogramm bietet einen Überblick über die Veranstaltungen und das Service, das die Landjugend bietet. In den Bereichen „Allgemeinbildung“ sowie „Landwirtschaft & Umwelt“ ist eine Auflistung aller Weiterbil-

dungsangebote zu finden, die von den Gruppen in den Bildungsregionen oder Agrarkreisen in Anspruch genommen werden können. Neu sind heuer die Seminare „Troubleshooting“ und „Seien Sie clever, seien Sie anders!“. Der Bereich „Kultur & Brauchtum“ begeistert heuer durch ein neues Angebot für alle Sänger und Chorleiter mit dem Titel „Singing Secrets“. Der Teil „young & international“ bietet einen Überblick für all jene, welche die Welt kennen lernen wollen. Um die sportlichen Aktionen und das gemeinnützige Engagement der Gruppen geht es im Bereich „Sport & Gesellschaft“. Wer „Service & Organisation“ in Anspruch nehmen möchte, ist mit dem Arbeitsprogramm ebenfalls bestens bedient. Im letzten Teil des Programms findet man Infos zu Member-Card Vorteilen, Homepage, Werbemitteln und vielem mehr. Als Nachschlagewerk für die Funktionärsarbeit aber auch für Interessierte bietet das Arbeitsprogramm 2013-2014 wieder eine tolle Grundlage für das kommende Arbeitsjahr.

Landjugend-Bundesobmann kommt aus Niederösterreich Bei der Bundesgeneralversammlung der Landjugend Österreich in Tirol wurde Michael Hell zum neuen Bundesleiter gewählt. Er wuchs auf dem elterlichen Betrieb in Kapelln auf und engagierte sich bereits früh in der Landjugend. Hell war Bezirksleiter in Herzogenburg und auch als Landesbeirat sehr aktiv. Michael Hell blickt voller Zuversicht und Tatendrang ins neue Landjugendjahr: „Es ist eine große Ehre und Verantwortung einer so vielseitigen und großartigen Organisation wie der Landjugend vorzustehen. In allen unserer sechs Schwerpunkte wartet viel Arbeit und wir werden auch 2014 wieder voll durchstarten.“

Im Jänner bietet ein Basisseminar Hilfestellungen für den Neueinstieg in die Landwirtschaft. Neben Tipps und Tricks für das Generationen übergreifende Zusammenleben werden auch allerhand Daten und Fakten für die spätere Arbeit geboten. Im neuen Jahr geht es für angehende Bäuerinnen und Bauern zur Sache. Das Seminar „Von der Einsteigerin zur Insiderin – vom Einsteiger zum Insider“ bietet neben einer ersten Orientierung in agrarischen Themen alles, was man für die alltägliche Arbeit am Hof brauchen kann. Dabei heißt es auch, persönliche und betriebliche Stärken sowie Potentiale zu entdecken. In 26 Unterrichtseinheiten können die Teilnehmer also einen umfassenden Überblick über alle landwirtschaftlich relevanten Themen erlangen. Am vorletzten Seminartag kann ein Entwicklungsplan gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin erarbeitet werden.

Einsteigerseminar rüstet zukünftige Landwirte und Landwirtinnen für die Zukunft am Betrieb. Foto: BMLFUW/Rita Newman

Daten und Fakten zum Kurs Kursorte LK NÖ St. Pölten: Kursstart am Mittwoch, 22. Jänner, von 13 bis 16 Uhr. Bezirksbauernkammer Wiener Neustadt: Kursstart am Montag, 27. Jänner, von 9.30 bis 16 Uhr. Kursinhalte Klärung der Rollen- und Aufgabenverteilung in Betrieb und Familie PartnerIn-Sein bei der Entwicklung des gemeinsamen Betriebs- und Familieneinkommens Basiswissen aus Agrarwirtschaft und Agrarpolitik Betriebsführung ohne auf die Lebensqualität zu vergessen Austausch von Erfahrungen und Ideen mit Seminarkolleginnen und Seminarkollegen Nähere Infos und Anmeldungen unter Tel. 05 0259 26100 oder unter monika.linder@lk-noe.at. 49


Die landwirtschaft

Leben

Seminar bringt Auszeit vom Alltag und gibt positive Impulse für zu Hause

Endlich „Zeit für mich“ – drei Tage fern vom Alltag

Kinder, Beruf, Pflege, die Landwirtschaft und vieles mehr gilt es für Frauen im ländlichen Raum häufig unter einen Hut zu kriegen. Stress und das Gefühl eingeengt zu sein, sind dabei oftmals die Folge. Viele Landwirtinnen wünschen sich dann ein paar ruhigere Tage und eine kleine Auszeit. Das Seminar „Zeit für mich“ bietet dafür eine einmalige Gelegenheit. In der Bildungswerkstatt Mold wird seit Jahren ein dreitägiges Seminar speziell für hart arbeitende Frauen aus dem ländlichen Raum abgehalten. Eine Veranstaltung, die sich mittlerweile einen Namen gemacht hat. „Wir haben da schon ein großes Stammpublikum, einige der Damen sind seit Anfang an dabei und freuen sich das ganze Jahr auf diese drei Tage“, sagt die Leiterin der Bildungswerkstatt Angela

Termine „Zeit für mich“ 13. – 15. Jänner 2014 27. – 29. Jänner 2014 Kursbeitrag: € 160,--

Schmid. Auch sie begleitet das Seminar und weiß somit aus Erfahrung: „Besonders beliebt ist der Tag im Sole-Bad Gmünd, ein ruhiger Tag zum Ausspannen, das tut allen gut.“

Referate, Spaß und Erholung stehen für die Seminarteilnehmerinnen bei „Zeit für mich“ ebenso am Programm, wie der Erfahrungsaustausch mit anderen. Foto: BW Mold/Archiv

Positive Impulse schaffen

Teilnehmerinnen genügend Zeit zum Reden und Erfahrungen auszutauschen.

Referentin, Lebens- und Sozialberaterin Anna Eckl gelingt es im Rahmen des Seminars immer wieder, Impulse zu einer positiven Veränderung der eigenen Lebenssituation zu geben. Beim gemütlichen Heurigenbesuch – und natürlich auch immer zwischendurch – bleibt den

Apfeltiramisu: Ein Highlight für jeden Festtagstisch Zutaten 50 dag Mascarpone, 1/4 l Obers, 1 Packung Vanillezucker, Zitronensaft, 15 dag Staubzucker, Kirschrum, 1 Packung Amarettinikekse, Amaretto, Apfelkompott (Äpfel mit roter Schale) und Apfelbrand; Mascarpone, Vanillezucker, Kirschrum und Zitronensaft cremig rühren. Den Obers steif schlagen und unterheben. Die Äpfel schälen, kleinwürfelig schneiden und kernig dünsten. Die in Amaretto getunkten Amarettinikekse in Dessertgläser einlegen. Danach abwechselnd Apfelkompott und Creme eindressieren; mit Apfelzesten und Melissenblatt dekorieren. Für die beiden Schülerinnen der LFS Gaming Marlene Ressl (v.l.) und Kerstin Aigner ist dieses Dessert nicht nur leicht zuzubereiten, es ist auch noch ein Blickfang am festlich gedeckten Weihnachtstisch. Foto: LK NÖ/Eva Posch

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„Bei der Anreise am ersten Tag ist die Stimmung bei einigen etwas gedrückt. Man merkt, dass die Damen oft große Lasten mittragen“, meint Schmid. Doch schon nach dem ersten Nachmittag lassen die

Für alle, die noch nicht wissen wie sie Mama, Frau oder Partnerin zu Weihnachten eine Freude machen können, wäre das Seminar eine Geschenkidee. Information und Anmeldung unter Tel. 05 0259 29500 oder unter office@mold.lk-noe.at. www.bildungswerkstatt-mold.at

Teilnehmerinnen den Stress sichtbar hinter sich, wie die Leiterin der Bildungswerkstatt zu berichten weiß: „Die Lebenslust kehrt zurück und am dritten Tag fahren alle zufrieden und gestärkt nach Hause.“


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Folge 1: Tipps, um Krisen flexibel zu meistern

Mit „Stehaufmännchen-Qualität“ gestärkt durchs Leben

Akzeptanz Vertrautes gibt Sicherheit, zu viel Sicherheit macht aber unflexibel. Weder können wir Krisen vermeiden, noch können wir die Vergangenheit ändern. Energie, die in die Vergangenheit gerichtet wird, verpufft ohne Wirkung. Vergangenes anzunehmen und einer guten Zukunft Raum zu geben, lautet somit die Devise. Angst ist in Übergangsphasen ein häufiger Wegbegleiter. Wollen wir sie abwehren oder nähren wir sie durch Katastrophenfantasien, kann sie übermächtig werden und uns lähmen. Nehmen wir sie an, so kann sie uns nicht überfallen und uns beim Aufspüren neuer Wege unterstützen. Die Entscheidung hin zum Neuen bringt oft einen Abschied vom Alten. Auch wenn vieles für die Veränderung spricht, so bringt ein Abschied naturgemäß auch Trauer mit sich und das Gute, das im Alten war, möchte gesehen und gewürdigt werden. Es hilft, sich Zeit für diesen Prozess zu geben und auf innere Zweifel zu achten. Dann hat man eine klare Entscheidung zu treffen und seine Energie auf das Neue zu richten. Klopft die Wehmut über das Vergangene an, gehört das zum gesunden Prozess. Platzen hingegen beim Blick zurück immer

Leben

In der Ruhe liegt die Kraft Die Natur zeigt es uns vor: Die Ernte ist eingebracht, in der Natur ist die hektische Betriebsamkeit der letzten Monate einer ruhigen Beschaulichkeit gewichen. Nebel und erster Schnee legen sich über die Landschaft. Bäume und Sträucher haben Früchte und Blätter losgelassen und stehen nun kahl. Die Lebenssäfte ziehen sich zurück auf das Wesentliche, die Natur ruht. Sie ruht, um Kraft zu sammeln, die uns Monate später eine Explosion an neuem Leben bringen wird.

Kein Leben kommt ohne Rückschläge aus. Wie der Volksmund sagt „hat jeder sein Binkerl zu tragen“. Wie kommt es, dass manche Menschen schwierige Lebenssituationen leichter bewältigen als andere? Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sieben Faktoren bei der Bewältigung von Krisen helfen: Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Verantwortung sowie Netzwerk-, Lösungs- und Zukunftsorientierung. Möchte eine Person „krisenfester“ werden, so ist der wichtigste Schritt, an den eigenen Einstellungen und Strategien zu arbeiten.

Aus dem

Altgewohntes zu verlassen und eine Veränderung in Angriff zu nehmen, bringt Unsicherheit mit sich. Dennoch sollte man mit all seiner Energie in die Zukunft blicken. Foto: Bernd Kasper/pixelio wieder alte Wunden auf, so gilt es nochmals genauer hinzuschauen und sie zu bearbeiten. Optimismus Ein Kind lernt laufen, fällt hin und steht wieder auf. Es probiert so lange, bis es klappt. Erwachsene aber resignieren oft beim ersten Scheitern und verstricken sich in negative Emotionen, die es schlimmer machen. Anstatt Fehler vermeiden zu wollen, hilft eine positive Einstellung. Und passiert tatsächlich ein Fehler, geht die Welt nicht unter. Positive Gefühle sind eine wahre Kraftquelle, nicht umsonst wird vom „Funken Hoffnung“ gesprochen. Allerdings nehmen wir negative Emotionen stärker wahr als positive. Ein erfülltes Leben braucht eine positive Gefühlsbalance von 3:1. Im realen Leben liegt sie jedoch meist bei maximal 2:1. Der Auftrag lautet, positive Gefühle maximieren und negative minimieren. Das stärkt auch das seelische Immunsystem. Fortsetzung in der nächsten Ausgabe DI Anna Eckl Quelle: „Resilienz – 7 Schlüssel für mehr innere Stärke“, Prof. Dr. Jutta Heller

Was für die Natur gilt, können wir auch auf unser Leben umlegen. Nicht umsonst heißt es in einem alten Sprichwort: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Doch leider ist von der gern besprochenen besinnlichen und ruhigsten Zeit im Jahr kaum noch was zu spüren. Wie Getriebene hetzen viele Menschen atemlos dem nach, was ihnen Gesellschaft und Werbung suggerieren, um „die schönste Zeit im Jahr“ gebührend zu feiern. Das Bedürfnis nach Ruhe bleibt dabei auf der Strecke. „Solange ich arbeite, bin ich abgelenkt…“, sagte mir unlängst eine Bäuerin. Allerdings kreisen ihre Gedanken in der Nacht und rauben ihr den Schlaf. Ständiges Tun ist eine Taktik, die von vielen genutzt wird, um sich von Problemen eine Zeit lang abzulenken. Auf den ersten Blick funktioniert das. Langfristig bleiben aber die aufgeschobenen Probleme bestehen und der Mensch verliert Kraft, weil er sich zu wenig Ruhe und Erholung gönnt. Kein Baum bringt ununterbrochen Früchte hervor. Kein Mensch bleibt bei ununterbrochener Reizüberflutung oder Arbeitsbelastung gesund. Der Winter eignet sich wie keine andere Jahreszeit dazu, dem natürlichen Bedürfnis folgend, Körper, Geist und Seele Ruhe zu gönnen. Still werden und den Blick nach innen richten, wertschätzend hinschauen auf das, was in den letzten Monaten gut gelaufen ist und geschafft wurde. Hinhören auf die innere Stimme, die, wenn wir es zulassen, unsere weise innere Wegweiserin ist. Der Natur gleich zur Ruhe kommen, wieder bei sich selbst ankommen und daraus Kraft tanken für ein gutes neues Jahr. DI Anna Eckl Dipl. Lebens- und Sozialberaterin sowie Beraterin in der LK NÖ Tel. 0664/6025925801

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Die landwirtschaft

Leben

Gewinnspiel erleichtert den Start ins Neue Jahr

Kalender im Wandel der Zeit und der Kulturen

Kalendertipps und Gewinnspiel Ein tierischer Kalender zum Jahresstart Idylle pur lautet im neuen Kuh Kalender vom Weingarten Verlag die Devise. Egal ob Schwarzbunte, Fleckvieh oder Braunvieh: Der Kalender zeigt liebevolle Fotografien von eindrucksvollen Vertretern all dieser Rassen. Erschien unter ISBN 978-3-8400-6051-9 zum Preis von 14,99 Euro. Gewinnen Sie einen von fünf Kalendern. Anruf oder E-Mail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder presse@lk-noe.at.

Egal ob auf Papier, elektronisch oder mechanisch: Kalender spielen seit jeher für uns Menschen eine zentrale Rolle. Die Anfänge des Kalenders reichen allerdings weit zurück.

Stonehenge ist einer der ältesten Kalender überhaupt. Die heutige Touristenattraktion war wichtige Orientierungshilfe für die Sonnenwende.

So wie in jedem Jahr heißt es auch heuer wieder in der Nacht von 31. Dezember auf den 1. Jänner, „Prosit Neujahr“. Ein neues Jahr beginnt und der Kalender vom Vorjahr kann als Relikt der Vergangenheit in unseren Laden verschwinden. Ein neuer Planer muss her. Denn ohne Kalender droht man im stressigen Alltag von Heute beinahe unterzugehen. Termin um Termin wird auf den Monatsseiten notiert und bietet wichtige Orientierungshilfe. Das war jedoch nicht immer so.

Steinkonstruktion soll laut Experten der Bestimmung von Sommer- und Wintersonnenwende gedient haben.

Von der Steinzeit bis ins Jetzt In der Steinzeit nutzte man ausgefallene Konstruktionen als Kalender. Dafür steht auch die Touristenattraktion Stonehenge. Mit modernen Kalendern ist dies jedoch nicht vergleichbar. Die aufwendige 52

Foto: Thomas Max Müller/pixelio

Jede Kultur hat ihren Kalender Mayas, Perser, Juden oder auch Muslime: Alle von ihnen vertrauen auf ihren eigenen Kalender. Es sind ganz besondere Systeme, die kulturelle Besonderheiten in die Berechnung miteinbeziehen. So stellten beispielsweise die Ägypter den Nil in den Mittelpunkt ihrer Zeitrechnung. Mit seinen regelmäßig wiederkehrenden Überschwemmungen gab er wichtige Anhaltspunkte für die Landwirtschaft. Der moderne Kalender, wie wir ihn heute kennen, geht auf Julius Cäsar zurück. Papst Gregor XIII passte diesen Kalender im 16. Jahrhundert an und modernisierte ihn.

Kalender mit Geschichte Er hat eine fast 100-jährige Tradition – der Reimmichl Volkskalender. Der Hauskalender ist für sein unverwechselbares und umfassendes Kalendarium von 48 Seiten bekannt. Dieses wird durch zahlreiche Angaben zum Kirchenjahr, zu Brauchtum, Klima, Wetter und Naturabläufen geschätzt. Literarische Beiträge sowie Artikel zu Geschichte, Kultur und Gesellschaft runden den Kalender noch zusätzlich ab. Erschienen im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-3262-7 zum Preis von 9,95 Euro. Gewinnen Sie einen von drei Kalendern. Anruf oder E-Mail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder presse@lk-noe.at. Der Berg ruft: Hoch hinaus im neuen Jahr Unter dem Titel „Mythos Berge 2014“ schafft es der berühmte Naturfotograf Art Wolfe einen Hauch von Freiheit zu vermitteln. 13 meisterhafte Aufnahmen von Bergen aus allen Teilen der Erde warten. Der Großformat-Kalender ist erschienen im Weingarten Verlag unter ISBN 978-38400-5921-6 zum Preis von 24,99 Euro. Gewinnen Sie einen von fünf Kalendern. Anruf oder E-Mail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder presse@lk-noe.at. Die schönsten Almen der Alpen im Portrait Die faszinierende Welt auf der Alm steht im Almenkalender 2014 im Mittelpunkt. Die Bilder von Tier und Natur sind im Tyrolia Verlag unter ISBN 978-3-7022-3265-8 zum Preis von 12,95 Euro erschienen. Gewinnen Sie einen von drei Kalendern. Anruf oder E-Mail genügt: Tel. 05 0259 29300 oder presse@lk-noe.at.


Dezember_2013 jänner_2010

Die Suche nach dem passenden Geschenk kann böse enden

Auch die Kunst des Schenkens will gelernt sein

Richtig schenken ist eine Kunst, schließlich sollen die Präsente überraschen und Freude bereiten. Das Schenken soll unsere Verbundenheit zum Beschenkten sichtbar machen. Daher lohnt es sich, bei der Auswahl der Geschenke sorgfältig vorzugehen. Das größte Geschenkdesaster wäre, wenn man später sein Präsent wieder zurück bekommt; nicht aus Absicht, sondern aus purer Unachtsamkeit. Damit dieser Fall nicht eintritt, gibt es jedoch so einiges zu bedenken. Vermeiden sollte man Geschenke, die keinerlei Wert für den Beschenkten, sondern nur für den Schenkenden haben, wie etwa selbst verfasste Publikationen. Dies gilt auch für Geschenke, die persönliche Kritik ausdrücken oder pädagogische Ziele verfolgen wie beispielsweise Nichtraucherratgeber, Diätbücher oder Ähnliches. Auch belehrende

oder besserwisserische Geschenke sind zu Weihnachten fehl am Platz. Das Wesen des Geschenkes ist, dass es kein Instrument sein will. Die steigende Gefahr einer Enttäuschung unter dem Weihnachtsbaum geht nicht darauf zurück, dass heute gedankenloser geschenkt wird als früher.

Geschenk der Freundschaft und Liebe finden Vielmehr ist die Erwartung, die ein Geschenk erfüllen muss, gestiegen. Ein Geschenk aus Liebe oder Freundschaft ist eine Möglichkeit, die das Leben nicht oft bietet: Es lässt das Gefühl, das Menschen verbindet, greifbar werden. Deshalb ist es wichtig sich mit seinem Gegenüber auseinanderzusetzen. Nur wenn man sich mit der Person, die man beschenken möchte auch beschäftigt, lässt sich ein passendes Geschenk finden. Dabei sollten die Fragen, was mag er oder sie und was passt zum Charakter der Person, im Mittelpunkt des Shoppingtrips stehen.

Gewinnspiel sorgt für Basiswissen Das Buch „Mein eigener Weinkeller“ entführt den Leser in die faszinierende Welt des Weines. Neben dem Basiswissen über die Lagerfähigkeit von Wein erfährt der Weinliebhaber dabei auch jede Menge Wissenswertes über die richtige Lagerung, verschiedene Flaschenformate und deren Stapelmöglichkeiten. Selbst der Frage, wo man ein Weinlager selbst errichten kann, wird auf den Grund gegangen. Erschienen im Stocker Verlag unter ISBN 978-3-7020-1175-8 zum Preis von 19,90 Euro. Mitspielen und Gewinnen: Gewinnen Sie eines von drei Exemplaren. Anruf unter Tel. 05 0259 29300 oder E-Mail an presse@lk-noe.at genügt.

Buchtipps mit Unterhaltungsgarantie für gemütliche Abende Das Geheimnis vom Birkental Ein Autobahnbau sorgt für Streit zwischen dem Landwirt Korbian Leitner und seiner Tochter Bärbel. Der Grund: Sie würde den väterlichen Hof gerne übernehmen. Doch einer Frau will ihn Korbian einfach nicht übergeben. Stattdessen möchte er sein Land den Verantwortlichen des Autobahnprojektes verkaufen. Bärbel schließt sich der Protestbewegung gegen den geplanten Bau an. Dort lernt sie Leo Burger kennen und lieben. Doch sie weiß nicht, dass ihre beiden Familien durch ein dunkles Geheimnis miteinander verbunden sind. 256 Seiten, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus, unter ISBN 978-3-475-54144-5 zum Preis von 15,40 Euro. I leb am Land: Gedichte, wie sie nur das Leben schreibt 23 Bäuerinnen aus verschiedenen Generationen und ihre Erlebnisse, die sie aus dem Alltag greifen: Das alles hält der Gedichtband mit dem Titel „I leb am Land“ für die Leser bereit. In Versform bringen die Autorinnen Geschichten von harter Arbeit, nachdenklichen Stunden und heiteren Momenten zu Papier. Im Dialekt oder auch in Hochsprache spiegeln die Gedichte den bäuerlichen Alltag wieder und geben einen kurzen Einblick in das facettenreiche Leben in Haus, Hof und Familie. Auf 111 Seiten präsentiert das Buch Momentaufnahmen von Frauen, die den bäuerlichen Alltag leben. Erschienen im Residenz Verlag unter ISBN 978-3-7017-1624-1 zum Preis von 15 Euro. Die Gemeinsame Geschichte von Wolf und Mensch Kaum ein Tier fasziniert uns Menschen so wie der Wolf. Zahlreiche Mythen, Märchen und Legenden ranken sich um dieses Rudeltier. Dem Rotkäppchenmärchen von der Menschen fressenden Bestie steht die Verehrung des Wildnisgottes gegenüber. Autor Utz Anhalt begibt sich in seinem Buch auf die Suche, was wohl hinter den Überlieferungen rund um den Wolf steckt. Die Schokoladenseiten des Lebens Saftige Brownies, himmlische Mozartschnitten oder doch lieber Mocca-Trüffel-Pralinen? Den Schoko-Fan sind mit dem Buch „Schokoladige Backideen“ keine Grenzen gesetzt. In über 120 Rezepten verrät Autor Franz Schmeißl, jede Menge Tipps und Tricks, damit die Ideen auch gelingen. Dabei versteht es der erfahrene Konditormeister auf den 246 Seiten seines Buches, süße Mehlspeisenträume wahr werden zu lassen und das noch dazu mit natürlichen Zutaten und einfachen Anleitungen. Erschienen im Löwenzahn Verlag unter ISBN 978-3-7066-2537-1 zum Preis von 29,90 Euro. 53


Die landwirtschaft

Bildungskalender

www.lfi.at/noe, www.landimpulse.at

Bildungskalender

Persönlichkeit & Kreativität Farbtypbestimmung 11.01.14; 13:00-16:00 Ort: LFS Sooß Kosten: EUR 90,Anmeldung: 02754/6154 Gut übergeben - gut zusammenleben 12.12.13; 09:00-17:00 Ort: BBK Bruck/Leitha Anmeldung: 05 0259 40302 16.12.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Anmeldung: 05 0259 40700 08.01.14; 09:00-17:00 Ort: BBK Tullnerfeld Anmeldung: 05 0259 41700 Kosten: EUR 35,- pro Person, EUR 30,- für jede weitere Per son eines Betriebes NLP Ausbildung in professioneller Kommunikation - Baustein 2 11.01.14; 09:00-17:00 Ort: LFS Sooß Kosten: EUR 110,Anmeldung: 02272/61157 Professionelle Vertretungsarbeit im ländlichen Raum Österreichische Bäuerinnen zeigen Profil 09.12.13-31.05.14; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 250,- pro Person, Anmeldung: 05 0259 26100 Soziale Netzwerke - Sicherer Umgang in der Welt der Social Media 10.01.14; 13:00-17:00 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 40,Anmeldung: 07445/204 Stressbewältigung: Körper und Geist in Einklang bringen 11.12.13; 17:00-21:00 Ort: LFS Obersiebenbrunn 54

Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02272/61157

Gesundheit & Ernährung Gewusst wie - Einen Haushalt clever managen 11.12.13; 15:00-19:00 Ort: LFS Pyhra 13.01.14; 10:00-14:00 Ort: LFS Zwettl Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02272/61157 koch.werkstatt.mold-Meisterkurs: Cupcakes, Muffins & Co. 11.01.14; 09:00-13:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 50,- Anmeldung: 05 0259 29500 Komm & koch mit den Bäuerinnen! Herzhafte Pfannengerichte 13.12.13; 17:00-21:00 Ort: BBK Tullnerfeld Kosten: EUR 49,- inkl. Rezeptbroschüre Anmeldung: 05 0259 26200 ODER 05 0259 41703 Schmackhaft & voll Wert regionale Alternativen für Haushalt und Gastronomie 08.01.14; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 50,-   Anmeldung: 05 0259 29500 Wärmendes für den Winter 12.12.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Unterleiten Kosten: EUR 25,Anmeldung: 07445/204

EDV 10-Finger Schreiben in 6 Stunden 07.01.14-14.01.14; 18:00-21:00

Die Kursbeiträge bei geförderten Veranstaltungen wurden unter Annahme der beantragten Förderung von im Normalfall 66 Prozent berechnet.

Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 26105 Clever & Smart(phone)-(12 UE) 10.01.14; 17:40-22:00 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 60,Anmeldung: 02872/7266 EDV-Einsteigerkurs für Junggebliebene (Windows 7 und Office 2010) 08.01.14-12.03.14; 18:00-21:45 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 165,Anmeldung: 05 0259 26105 EDV-Praxiskurs: So schütze ich meine Daten 11.01.14; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26105 Excel Aufbaukurs (16 UE) 08.01.14; 16:00-20:00 Ort: LFS Mistelbach Kosten: EUR 75,Anmeldung: 02572/2421-0 Facebook, YouTube, Google & Co - Chancen und Vermeidung von Gefahren im „Mitmach-Web“ 13.12.13; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 45,Anmeldung: 05 0259 26105 Mein Einstieg in die EDV (32 UE) 08.01.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 150,Anmeldung: 02732/87516 Praxiskurs: Mit Corel Draw Werbemittel erstellen 11.12.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems

Kosten: EUR 75,Anmeldung: 02732/87516

Bauen, Energie & Landtechnik Bereifungen in der Landwirtschaft 17.12.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 50,Anmeldung: 05 0259 29500 Einfache Laufställe für Rinder Praxistag (TGD-Anerkennung: 1h) 09.12.13; 13:30-17:00 Ort: Unimarkt, Oberndorf an der Melk Kosten: EUR 5,Anmeldung: 05 0259 41500 Energie für JEDERMANN 11.12.13; 08:30-16:30 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 10,Anmeldung: 02272/62515 Erneuerbare Energieanlagenschau für die Wärme-, Strom-, Kälte-, Treibstofferzeugung 11.12.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 25,Anmeldung: 02272/62515 Kraftfahrzeug-Elektrikkurs, 1-tägiger Praxiskurs 12.12.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 70,- pro Person, EUR 50,- LandwirtInnen Anmeldung: 05 0259 29500 Staplerführerschein 13.01.14; 08:00-16:00 Ort: LFS Hollabrunn Kosten: EUR 220,Anmeldung: 02952/2133


Dezember_2013 Traktorinformationstage Massey Ferguson Baureihe 5400/6400 09.12.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 29500 Traktorinformationstage Massey Ferguson Baureihe 5600 10.12.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 29500 Traktorinformationstage Massey Ferguson Baureihe 6600/7600 11.12.13; 09:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 40,Anmeldung: 05 0259 29500 Wärme aus Biomasse - Modul 3 09.01.14; 10:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 95,-, EUR 45,- für Personen mit Vertrag mit Agrar Plus Anmeldung: 02742/352234-0 Weiterbildung für Kraftfahrzeuglenker der Führerscheinklassen C - Code „95“ Modul 4-5 09.12.13; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 120,- Modul 4 (inkl. Lehrunterlagen), EUR 27,54 Nächtigung m. Frühstück Anmeldung: 05 0259 29500 Weiterbildung für Kraftfahrzeuglenker der Führerscheinklassen C - Code „95“ Modul 5 10.12.13; 08:00-16:30 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 120,- Modul 5 (inkl. Lehrunterlagen) Anmeldung: 05 0259 29500

Dienstleistungen & Einkommenskombination Baustelle Pubertät 09.01.14; 15:00-19:00 Ort: LFS Pyhra Kosten: EUR 49,Anmeldung: 02272/61157

Betriebskonzept Urlaub am Bauernhof - Neueinstieg oder Ausbau gut planen 11.12.13; 09:00-13:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 140,- pro Person für Kurs und Beratung Anmeldung: 05 0259 26500 Die eigene Zeit und sich selbst gut managen 09.12.13; 14:00-18:00 Ort: LFS Ottenschlag Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02272/61157 Frühstücksgenuss für meine Gäste 08.01.14; 09:00-13:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 26500 Kräutergarten die Naturapotheke 18.12.13; 08:30-16:30 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02272/62515 Rehwild - Wildbret Verarbeitung 12.12.13; 13:00-20:00 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 35,Anmeldung: 02272/62515 Schweinezerlegung/Praxis 13.01.14; 18:00-22:00 Ort: LFS Warth Kosten: EUR 40,Anmeldung: 02629/2222-0

Pflanzenproduktion Ackerbautag Amstetten (IP Anerkennung) 08.01.14; 09:00-13:00 Ort: GH Stollnberger, St. Valentin 09.01.14; 09:00-12:00 Ort: GH Gratzer, Deutsch Brodersdorf 07.01.14; 09:00-12:00 Ort: BBK Hollabrunn Obstbaumschnittkurs 11.01.14; 08:00-16:00 Ort: LFS Hollabrunn Kosten: EUR 40,Anmeldung: 02952/2133

Pflanzenschutz Sachkundekurs 08.01.14-10.01.14; 09:00-17:00 Ort: BBK Hollabrunn Kosten: EUR 80,-, EUR 92,58 Nächtigung, Vollpension Anmeldung: 05 0259 40600 Weinfehler 10.12.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 35,Anmeldung: 02732/87516 Weinuntersuchungskurs 19.12.13; 18:00-22:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02732/87516 Wundarmer Rebschnitt 10.01.14; 08:00-12:00 Ort: LFS Krems Kosten: EUR 30,Anmeldung: 02732/87516 Zertifikatslehrgang Edelbrandsommelier/iére 08.01.14-09.04.14; 09:00-17:00 Ort: LK NÖ, St. Pölten Kosten: EUR 615,- pro Person (bereits gefördert) Anmeldung: 05 0259 26106

Tierhaltung Ausbildung für TGD-Arzneimittelanwender 09.01.14; 09:00-17:00 Ort: BBK Korneuburg Kosten: EUR 30,- pro Person, EUR 25,- für jede weitere Person Anmeldung: 05 0259 40800 Edelhofer Schweinefachtag (TGD-Anerkennung: 2h) 11.12.13; 09:00-16:00 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 5,- pro Betrieb Exkursion für Mutterkuhinteressierte (TGD-Anerkennung: 1h) 09.12.13; 09:00-17:00 Ort: Betrieb Johann Palzer, Pottenstein 11.12.13; 09:00-17:00 Ort: Renz Franz, Kilb Kosten: EUR 25,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 23202

Einstieg in die Schafhaltung (TGD-Anerkennung: 2h) 12.12.13; 09:00-17:00 Ort: GH Trefanitz, Thaya Kosten: EUR 25,- Anmeldung: 05 0259 41800 Grundkurs Karpfenteichwirtschaft (40 UE) 10.01.14; 08:30-17:00 Ort: BS Edelhof Kosten: EUR 300,Anmeldung: 02822/54073 Heilpflanzen und Hausmittel für Wiederkäuer (TGD-Anerkennung: 1h) 09.01.14; 09:00-17:00 Ort: GH Pichler, Petersbaumgarten Kosten: EUR 30,Anmeldung: 05 0259 23200 Heilpflanzen und Hausmittel für Wiederkäuer - Aufbauseminar (TGD-Anerkennung: 1h) 10.01.14; 13:30-17:00 Ort: GH Pichler, Petersbaumg. 11.01.14; 08:30-12:00 Ort: GH Haidl, Thaya Kosten: EUR 20,Anmeldung: 05 0259 23200 Homöopathie in der Nutztierhaltung - Grundkurs 1 (TGDAnerkennung: 1h) 07.01.14; 09:00-17:00 Ort: Kutscherhof, Gästehaus Veronika, Purgstall an der Erlauf Kosten: EUR 35,Anmeldung: 05 0259 41500 Homöopathie in der Nutztierhaltung - Grundkurs 2 (TGDAnerkennung: 1h) 10.12.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Anmeldung: 05 0259 40700 12.12.13; 09:00-17:00 Ort: GH Gramel, Pöchlarn Anmeldung: 05 0259 41100 Kosten: EUR 35,Homöopathie in der Nutztierhaltung - Aufbaukurs 1 (TGD-Anerkennung: 1h) 09.01.14; 09:00-17:00 Ort: GH Kappl, Biberbach Kosten: EUR 35,-  Anmeldung: 05 0259 40100 55


Die landwirtschaft

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Informationsveranstaltung für RindermästerInnen (TGD-Anerkennung: 1h) 09.01.14; 13:30-17:30 Ort: GH Hösch, Klement

Umstellungskurs Biolandbau 11.12.13-13.12.13; 09:00-17:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 60,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 22110

Schnuppertag Landwirtschaft 16.12.13; 08:00 Ort: LFS Pyhra Auskunft: 02745/2393

Informationsveranstaltung für TierhalterInnen (TGD-Anerkennung: 1h) 09.01.14; 19:30-22:00 Ort: GH Merkl, Felbring bei Maria Laach

Wie erreiche ich auch mit wenig Niederschlägen gute Erträge? 10.01.14; 13:00-17:30 Ort: LFS Edelhof Kosten: EUR 15,- pro Person, EUR 10,- für Bio Austria Mitglieder Anmeldung: 02742/90833-15

Schnuppertag Lebensmitteltechnik 17.12.13; 08:00 Ort: LFS Pyhra Auskunft: 02745/2393

Kurzlehrgang für die Eigenbestandsbesamung beim Rind (TGD-Anerkennung: 3h) 17.12.13-19.12.13; 08:00-16:00 Ort: Berglandhalle, NÖ Genetik Rinderzuchtverband Kosten: EUR 150,- pro Person Anmeldung: 05 0259 49005 Mehr Erfolg mit der Schweinemast (TGD-Anerkennung: 1h) 08.01.14; 09:00-13:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 15,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 23200 Rationsoptimierung für die intensive Stiermast (TGD-Anerkennung: 1h) 11.12.13; 09:00-12:00 Ort: BBK Amstetten Kosten: EUR 20,- pro Betrieb   Anmeldung: 05 0259 23200 Richtig Melken (TGD-Anerkennung: 2h) 08.01.14; 09:00-17:00 Ort: LFS Gießhübl Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 23303 Speisefischerzeugung 08.01.14; 08:30-17:30 Ort: LFS Tulln Kosten: EUR 20,Anmeldung: 02272/62515

Umwelt & Biolandbau Tiergesundheit am Bio-Ziegenbetrieb (TGD-Anerkennung: 2h) 08.01.14; 09:00-17:00 Ort: noch offen Kosten: EUR 30,- Anmeldung: 05 0259 23200

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Schulinfotag 12.12.13; 09:00-12:00 Ort: LFS Tullnerbach Auskunft: 02233/52436

Unternehmensführung

Wir gratulieren zum Gewinn Die Gewinner des Gewinnspiels der letzten Ausgabe stehen fest: Das Brauchtumsbuch „Hochzeitslader, Krapfenschnapper, Seitelpfeifer“ erschienen im Anton Pustet Verlag unter ISBN 978-3-7025-0722-0 zum Preis von 24 Euro geht an Franz Bruckner, Wolfsberg 13, 3533 Friedersbach Georg Lobner, Hauptstraße 18, 2262 Stillfried. Wir gratulieren den Gewinnern des November-Gewinnspiels.

Einheitswert und Pauschalierung NEU 19.12.13; 09:00-12:00 Ort: Schlosstaverne, Röhrenbach Anmeldung: 05 0259 40700 10.01.14; 09:00-12:00 Ort: GH Bärenwirt, Petzenkirchen Anmeldung: 05 0259 41100 Hofübergabe leicht gemacht 11.12.13; 09:00-16:00 Ort: BBK Tullnerfeld Kosten: EUR 25,- pro Betrieb Anmeldung: 05 0259 41700 Warenterminbörsen 12.12.13; 09:00-13:00 Ort: Bildungswerkstatt Mold Kosten: EUR 15,Anmeldung: 05 0259 40700 Was ist ein Erbhof? 09.12.13; 09:00-12:00 Ort: BBK Amstetten Kosten: EUR 15,- pro Person Anmeldung: 05 0259 40100 Was sagt mir mein Jahresabschluss? 13.12.13; 09:00-13:00 Ort: BBK Baden und Mödling Kosten: EUR 20,Anmeldung: 05 0259 40200

Veranstaltungen Informationsveranstaltung Berufsreifeprüfung 10.01.14; 10:00 Ort: LFS Hollabrunn Auskunft: 02952/2133

Bildungswerkstatt Mold

Seminar- und Gästehaus der Landwirtschaftskammer NÖ Ein idealer Ort für  Schulungen & Kurse  Fachvorträge & Exkursionen  Vereinsausflüge & Klausuren  Entspannung & Erholung  Feste & Feiern Bildungswerkstatt Mold Mold 72, 3580 Horn T 05 0259 29500 E office@mold.lk-noe.at I www.bildungswerkstatt-mold.at

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Termine

Die landwirtschaft Sprechtage der SVB Amstetten 4.12., 18.12., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Baden 2.12., 16.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

Bruck/L. 9.12., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Gänserndorf 5.12., 12.12., 19.12. 8-12 und 13-15 Uhr

Gmünd 12.12., 8.30-12 u. 13-15 Uhr

Hollabrunn 2.12., 16.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

Rechtsberatung

Steuersprechtage

Nachstehend die nächsten Rechtssprechtage in den BBK und in der NÖ LK in St. Pölten jeden Dienstag, Vormittag. Für komplizierte Angelegenheiten ist es zweckmäßig in St. Pölten vorzusprechen und einen gesonderten Termin in der Rechtsabteilung in St. Pölten unter der Tel.-Nr. 05 0259 27000 zu vereinbaren.

jeweils 9-12 Uhr Hollabrunn: Amstetten: Korneuburg: Wr. Neustadt: Zwettl:

6.12., 9-12 und 13-14 Uhr

Baden 16.12., 13-15 Uhr

4.12., 11.12., 18.12. 8-12 und 13-15 Uhr

Bruck/Leitha 16.12., 9-11 Uhr

Korneuburg

Gänserndorf

10.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

5.12., 9-12 und 13-14 Uhr

Krems

Gmünd

10.12.,8.30-12 u. 13-15 Uhr

12.12., 13-15 Uhr

Lilienfeld

Hollabrunn

4.12., 18.12., 8.30-12 und 13-15 Uhr

20.12., 9-12 u.13-14 Uhr

Melk

Horn

5.12., 19.12., 8.30-12 und 13-15 Uhr

4.12., 9-12 u. 13-15 Uhr

Korneuburg

Mistelbach

9.12., 8-12 Uhr

4.12., 18.12. 8-12 und 13-15 Uhr

Krems

Neunkirchen

Lilienfeld

3.12., 17.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

18.12., 13-15 Uhr

Scheibbs

Melk

2.12., 9.12., 16.12. 8.30-12 und 13-15 Uhr

12.12., 9-12 Uhr

St. Pölten

19.12., 9-12 u. 13-15 Uhr

Tulln 3.12., 17.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

Waidhofen/Thaya 2.12.,9.12., 16.12., 8.30-12 und 13-15 Uhr

Waidhofen/Ybbs 11.12., 9.00-12 u. 13-15 Uhr

Wr. Neustadt 5.12., 19.12., 8-12 u. 13-15 Uhr

Zwettl 3.12., 10.12, 17.12., 8.30-12 und 13-15 Uhr Die Landwirtschaft Die monatliche Zeitschrift der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Herausgeber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Medieninhaber und Verleger: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Herstellung: Herold Druck und Verlag AG Faradaygasse 6, 1030 Wien Herstellungsort: Wien Verlagsort: 3100 St. Pölten

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Märkte in Niederösterreich Zuchtrinderversteigerungen Bergland: 11.12.

Amstetten

Horn

jeden Mi, Do u. Fr, 8.30-12 und 13-15 Uhr

6.12. 13.12. 16.12. 20.12. 27.12.

19.12., 9-12 u. 13-15 Uhr

Mistelbach Neunkirchen 23.12., 9-12 und 13-15 Uhr

Scheibbs 18.12., 9-11 Uhr

Tullnerfeld 12.12., 14-16 Uhr

Waidhofen/Thaya 12.12., 9-11 Uhr

Wr. Neustadt 2.12., 9-12 und 13-15 Uhr

Kälberversteigerungen Bergland: 5.12., 19.12. Warth: 16.12. Zwettl: 17.12 Steuertermine 16. Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum Oktober – Finanzamt Lohnsteuer für November – Finanzamt 4,5 %iger Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds für den Monat November – Finanzamt Kommunalsteuer für November - Gemeinde(n) 31.12.2013 - Letzter Termin: für den Antrag auf freiwillige Umsatzsteuerverrechnung (Regelbesteuerung) ab 1.1.2013 – Finanzamt für die Arbeitnehmerveranlagung 2008 (ersetzt den früheren „Jahresausgleich“) – Finanzamt für den Antrag auf Energieabgabenvergütung für das Kalenderjahr 2008 - Finanzamt

Termine

reich eröster in Nied

Biomassekonferenz lockt nach Graz Vier Tage lang steht Graz ganz im Zeichen der Biomasse. Denn von 15. bis 18. Jänner wird zum bereits vierten Mal die Mitteleuropäische Biomassekonferenz veranstaltet. Neben informativen Fachvorträgen warten auch spannende Exkursionen auf die Teilnehmer. Ein umfangreiches Programm gibt einen umfassenden Überblick über technologische Entwicklungen und mehr. Dabei bietet die Messe Graz auch eine gute Plattform zum Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie Vernetzungen. Nähere Informationen und das umfangreiche Programm finden Sie unter www.cebc.at. Kamingespräche in Hollabrunn Am Donnerstag, 12. Dezember, findet in der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn ab 19 Uhr ein Kamingespräch statt. Unter dem Titel „Die einzige Konstante ist Veränderung“ geht man der Frage nach, wie Veränderungsmanagement in Familienbetrieben funktioniert. Lebens- und Sozialberaterin Christine Hackl zeigt, was man dabei alles berücksichtigen sollte und steht für Fragen zur Verfügung. Anschließend wartet ein Imbiss mit Weinverkostung auf die Gäste.

Zwettl 19.12., 9-12 u. 13-15 Uhr

Zulassungsnummer: 11Z039072M Redaktion: DI Paula Pöchlauer-Kozel, Mag. Eva Posch Satz und Layout: Anneliese Lechner, Marlene Mitmasser Fotoredaktion: LK NÖ Anzeigen: Manuela Schilcher, Tel. 05 0259 29303 Redaktionssekretariat: Eva Kail E-Mail: presse@lk-noe.at, Tel. 05 0259 29300 Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten

Die Landwirtschaft erscheint monatlich; Jahresbezugspreise einschl. Postgebühr im Inland € 25, im Ausland € 37. Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Verlages, veröffentlichte Texte und Bilder gehen in das Eigentum des Verlages über. Es kann daraus kein wie immer gearteter Anspruch, ausgenommen allfällige Honorare, abgeleitet werden. Auch wenn im Text nicht explizit ausgeschrieben, beziehen sich alle personenbezogenen Formulierungen auf weibliche und männliche Personen. Alle Angaben erfolgen mit größter Sorgfalt, Gewähr und Haftung

müssen wir leider ausschließen. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung und Rücksendung. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung von Inseraten, welcher Art auch immer, besteht nicht. Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Medieninhaber: NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, (Körperschaft öffentlichen Rechts) Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten Kammerdirektor: DI Franz Raab Grundlegende Richtung: Förderung der Gesamtinteressen der Land- und Forstwirtschaft.


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Die landwirtschaft

Leben

Christbaumproduzent aus Felbring am Jauerling gibt Tipps und Tricks für einen frischen Weihnachtsbaum

Der perfekte Baum ist Frage des Geschmacks

Tipps und Tricks für den perfekten Baum

Josef Reithner ist seit mittlerweile 27 Jahren Christbaumproduzent am Jauerling. Damit ist er einer von rund 300 Produzent aus Niederösterreich, die alljährlich für den richtigen Christbaum zum Fest sorgen. „Jeder Baum findet seinen Käufer.“ Davon ist Josef Reithner aus Felbring am Jauerling überzeugt. Denn durch seine jahrelange Erfahrung als Christbaumproduzent weiß er: „Geschmäcker sind Gott sei dank verschieden und jeder hat seine eigene Vorstellung vom perfekten Christbaum.“ Schon sein Vater hat sich vor über 40 Jahren der Christbaumproduktion verschrieben, und sein Sohn tat es ihm nach. Bereits als Kind packte er fleißig mit an und übernahm schließlich vor 27 Jahren den Familienbetrieb. Rund 11 Hektar bewirtschaftet der 45-jährige. Dabei hat er sich gänzlich auf Nordmannstannen spezialisiert. „Ihre Nadeln halten gut, sie haben einen schönen Wuchs und einen schönen Glanz“, erklärt Reithner. Zwischen 4.500 und 5.000 Bäume wechseln auf seinem Betrieb Jahr für Jahr den Besitzer. Dabei ist der Produzent wesentlich auf seine Stammkunden angewiesen: „80 Prozent sind Stammkunden, der Rest ist Laufkundschaft.“ Aber auch das Wetter beeinflusst die Anzahl der verkauf-

Vor dem Kauf Der Frischetest: Kratzt man mit dem Fingernagel von der Unterseite eines Astes die Rinde ab, so erkennt man schnell, ob ein Baum frisch ist oder nicht. Die Rinde sollte sich leicht lösen, dass ist ein Indiz für Frische. Streicht man mit der Hand über die Äste, dann sollten keine Nadeln abfallen, sonst ist der Baum bereits alt. Die Nadeln frischer Bäume glänzen und sind nicht matt. Das Arge-Logo ist ein Aushängeschild für wirklich frische Bäume aus Niederösterreich. Besonders Nordmannstannen und Blaufichten empfiehlt der Experte als Weihnachtsbäume. Gut haltende Nadeln und ein schöner Wuchs machen sie zu perfekten Christbäumen. Nur aufgepasst: Blaufichten duften zwar herrlich, aber ihre Nadeln stechen. Foto: LK NÖ/Eva Posch ten Bäume. „Leute vom Land gehen bei schlechtem Wetter eher zu einem Stand und kaufen sich einen Baum. Sonst fragt man vielleicht den Nachbarn, ob man sich einen Baum von ihm abschneiden kann oder Ähnliches“, interpretiert Reithner seine Verkaufszahlen. Eva Posch

Die richtige Lagerung bringt längere Freude Nach dem Heimtransport sollten zehn Zentimeter vom Stumpf des Baumes weggeschnitten werden. Danach sorgt eine fachgerechte Lagerung für einen frischen Baum am Weihnachtsabend. Den Baum im Wasser, windgeschützt, kühl und aufrecht aufbewahren. Beim geschmückten Baum ist ein Wasserkreuz empfehlenswert. So kann man länger Freude am Christbaum haben, ohne lästige Nadeln fürchten zu müssen.

Gesegnete Weihnachten und ein glückliches neues Jahr wünschen das Präsidium und die Kammerdirektion der NÖ Landwirtschaftskammer. 60

Die Landwirtschaft Dezember 2013  

Die Zeitung der LK NÖ

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